Samstag, 25. /Sonntag, 26 April M2 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' ?Ubr desBormittagS Anzetgen-Preife: Anzeigenteil 7Rvf. je rmn bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 rttvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell LlbschlüfieDiengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"'.mehr N. Giehener MMger von einzelnen Nummern WWZ ä* General-Anzeiger für Oberhesfen ..... Londons Kriegs-Budget. St.-Berichterstatter. nanzmethoden verdecken, daß es in Wirklichkeit längst bankerott ist. Als der Krieg ausbrach, erklärte Sir John Simon: „Wir werden Geld nötig haben, wie noch niemals zuvor. Die Steuern müssen den größten Betrag liefern. Es gibt nur drei Methoden, den Krieg finanziell zu führen, nämlich durch Steuern, Anleihen oder durch Inflation. "England rechne mit drei Jahren Krieg. Was aus dieser Rechnung geworden ist, wie sehr England sich in diesem Krieg verspekuliert hat, das lehrt seine jetzige finanzielle Situation, ganz zu schweigen von der politischen und militärischen Lage ... Englische Diplomaten überführt. Es gehört zu den Gepflogenheiten der englischen Diplomaten, Sprengstoff in ihrem Diplomatengepäck mitzuführen und auch, wenn es notwendig ist, gleich in die Luft gehen zu lassen. Die englischen Diplomaten, die dabei ertappt werden, versuchen zwar immer unter Ausdrücken lebhafter Entrüstung die Schuld auf ihre Gegner zu schieben. Nicht immer ist dann ein eindeutiger juristischer Beweis möglich, daß die englischen Diplomaten allein die Schuldigen sind. Meist'muß man sich mit einem Indizienbeweis begnügen. Jetzt endlich ist es einmal gelungen, einen solchen Nachweis zu führen. In der Angelegenheit der Sprengstoffkatastrophe im Hotel Pera-Palast in Istanbul, die im Mai des letzten Jahres bei der Anwesenheit der aus Sofia gekommenen englischen Gesandtschaft stattgefunden hatte, hat nunmehr das Handelsgericht in Istanbul den ehemaligen englischen Gesandten in Sofia, Rendell, und den ehemaligen englischen Vizekonsul in Sofia, Harrison, sowie den ehemaligen englischen Luftattachs Patrick zum Ersatz des Schadens in Höhe von 442 000 türkischen Pfund verurteilt, nachdem es fest- gestellt hatte, daß sich der Sprengstoff i m K o f f e r eines Chiffre-Beamten der britischen Gesandtschaft in Sofia befunden hatte. Angesichts der klaren Feststellungen eines so unverdächtigen Gerichtes, wie es das Istanbuler Handelsgericht ist, dürste den Engländern das Leugnen doch vergehen. Das schnellste Jagdflugzeug der Wett. .....——------— -----------------—" .1 Von unserem (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Lissabon, April 1942. Die Einbringung des Budgets für das am 1. April beginnende und am 31. März endende englische Finanzjahr war sonst im Unterhaus mit der größten Feierlichkeit verbunden. Der Schatzkanzler wurde in der britischen Oeffenllichkeit danach beurteilt, ob es ihm gelungen war, Ueberschüsse zu erzielen, und nicht zuletzt war es diese Tatsache des sparsamen Wirtschaftens, die den seligen Neville Chamberlain vom Posten eines Schatzkanzlers zu dem des Premiers geeignet erscheinen ließ, wie fast alle seine Vorgänger, so auch Lloyd George, vor ihm. Das Budget 1942/43 ist so frisiert und, um es von vornherein zu sagen, so katastrophal, daß sogar die Opposition darauf verzichtete, Ihren Senf zu dem ungenießbaren Braten zu geben. Wie haben sich die Zeiten gewandett! Als am 23. April 1940 der damalige Schatzkanzler Sir John Simon einen Rückblick auf das erste halbe Kriegsjahr vom finanziellen Standpunkt aus warf, stellte er fest, daß der Krieg bis zu jenem Zeitpunkt 905 Millionen Pfund gekostet hätte. Auf das Jahr umgerechnet würden das, so meinte er, 1,5 Milliarden Pfund sein. Simon schlug neue Steuern in Höhe von 101 Millionen Pfund vor, weiter regte er eine Umsatzsteuer an. Aber das Haushaltsjahr 1940/41 verlief ganz anders, als es sich Simon gedacht hatte. Während Simon für das Jahr 1939/40 ein Defizit von nur 761 Millionen Pfund feststellen mußte, hatte das erste volle Kriegsjahr, für das Sir Kingsley Wood verantwortlich zeichnete, einen Fehlbetrag von bereits 2458 Millionen Pfund ergeben. Die Gesamtausgaben stiegen auf 3867 gegen 1810 Millionen Pfund; sie hatten sich also mehr als verdoppelt. Die Kosten der Landesverteidigung waren aus 3,2 Milliarden Pfund gestiegen, also um 1,2 Milliarden mehr als Simon geschätzt und ungefähr eine halbe Milliarde Pfund höher, als Sir Kingsley Wood im Juli 1940 berechnet hatte. Zum Vergleich diene, daß im letzten Weltkriegsjahr 1917/18 England nur 2,55 Milliarden ausgab. Als am 3. Oktober 1941 der Schatzkanzler Kmgsley Wood einen neuen Kreditantrag von einer Milliarde Pfund zu stellen genötigt war, die nach feiner Schätzung bis Ende 1941 reichen würde, wandte er sich zwar gegen die Kritik, England verblute finanziell am Kriege, mußte aber zugeben, daß ohne Roosevelts Leihlieferungen England eigentlich finanziell am Rande des Abgrunds angelangt fei. Am 14. April 1942 hat Kingsley Wood abermals Rechenschaft abgelegt. Seit der Rechenschaft im Vorjahre hat sich eine Entwicklung vollzogen, die England mit größter Sorge erfüllt. Die in der Budgetrede vom 20. April 1941 angekündigte Stabilisierung der Preise und Löhne hat im Laufe des Jahres vollständig Schiffbruch erlitten. Lohnforderungen infolge der Preiserhöhungen waren bewilligt worden, die einer Schraube ohne Ende gleichen, und vergeblich versuchte die Regierung Churchill, durch Senkungen wenigstens der Lebensmittelpreise diesem gespenstischen „rush" Halt zu gebieten. Die Preismanipulationen waren aber schließlich dadurch illusorisch geworden, daß die von der Regierung lange verwehrte Erhöhung der Gas- und Elektrizitätspreise und der Tarife sonstiger gemeinnütziger Unternehmungen ab 2. März 1942 gestattet werden mußte. Den Gaswerken wurde eine Preiserhöhung von 10 v. H. zugestanden, aber das ist nur ein Präzedenzfall. Tatsächlich ist damit eine der wichtigsten Säulen der Lebenshaltungskosten geborsten. Kingsley Wood kündigte an, die Kosten der Regierungssubventionen zur Verbilligung der Le- bensnrittelpreise würden 1942/43 mehr als die bisher ausgegebenen 125 Millionen Pfund betragen; die Erhöhungen der öffentlichen laufe wurden aber von ihm mit keinem Wort erwähnt. Seine Behauptung, die Lohn- und Preiserhöhungen hätten „bie Inflation ferngehalten", verdient als typisch britische Heuchelei festgenagelt zu werden. Die führende Fachzeitschrift „Economift" hatte angegeben, das gefantfe britische Volkseinkommen beliefe sich gegenwärtig auf 7% Milliarden Pfund. Hall man diefe — übrigens gar nicht bestrittene — Angabe mit der Tatsache zusammen, daß Kingsley Wood jetzt in feiner Budgetrede den Fehlbetrag für das abgelaufene Finanzjahr auf 2,7 Milliarden beziffert (genau 2,458 Milliarden Pfund im Jahre 1939/40), dann ergibt sich — zusammen mit dem Fehlbettag 1939/40 von 761 Millionen Pfund —, daß bereits der durch den Krieg verursachte Fehlbetrag sich jetzt schon auf fast 6 Milliarden (genau 5,919 Milliarden Pfund) beläuft. Die Gesamtausgaben für das Finanzjahr 1942/43 werden von Kingsley Wood auf 5,386 Milliarden Pfund geschätzt. Das find also zwei Drittel des britischen Gefamt - Volkseinkommens! Während nun Deutschland Seine laufenden Kriegsausgaben zu weit über 50 v. H. aus direkten Einnahmen (Steuern, Zöllen ufw.) beftreitet, hofft der britifche Schatzkanzler, daß von diefen 5,386 Milliarden Pfund wenigstens 2,4 Milliarden Pfund durch direkte Einnahmen gedeckt werden, und zu diesem Zweck hat er die Belastung der Maffen durch indirekte Steuern fast untragbar gemacht. Der „Economist" dagegen rechnet Kingsley Wood vor, daß durch direkte Steuern usw. nur 35 v. H. der Staatsausgaben aufgebracht würden, und zwar läge das an dem englischen Steuersystem, das nicht erhöht werden könne, weil Sonft die Masten, die die ganze Laft tragen, einfach nichts mehr zum Leben haben würden. Nun ift aber die Verschuldung Englands noch viel weitgehender! Die Lieferungen der USA. und der Dominien werden diesmal überhaupt nicht berechnet und find auch im vorjährigen Budget nicht eingesetzt worden. Mit anderen Worten: Trotz der Gratislieferungen, für die schon die USA. noch ihre Rechnungen präfentieren werden, hat Kiefer Krieg die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen Großbritanniens zerstört. England kann nur durch die abenteuerlichsten Fi- Das bereits im OKW.-Bericht erwähnte neue Jagdflugzeug Focke-Wulf Fw 190 hat ich bei feinen bisherigen Einsätzen an allen Fronten hervorragend bewährt. Das Flugzeug ift mit einem BMW.-Doppelfternmotor höchster Leistung ausgerüstet. Der Jäger ist eine Konstruktion des Wehr- wirtfchaftsführers Dipl.-Jng. T a n k, der fchon mit dem Fernkampfflugzeug Focke-Wulf „Condor" und dem Nahaufklärer Fw 189 für die deutsche Luftwaffe chlagkräftige Kampfmittel schuf. Die kurze Bauart Oer Wehrmachiberichi. DRV.Ausdem Führe rhauptquarlier, 24. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Süd teil der Ostfront waren eigene Angriffs- und stoßtruppunternehmungen im Donez-Gebiel erfolgreich. 3m Seegebiet von No- worofijsk wurden ein Sowjetlanker und zwei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. 3m nördlichen Frontabschnitt wurde eine abgefchnittene Kräftegruppe des Feindes an der Wolchow-Front nach mehrtägigen Kämp- fen vernichtet. Kampfflugzeuge griffen die Hafen- Anlagen von Murmansk an und beschädigten ein Handelsschiff durch Bombentreffer. Bei der Säuberung des rückwärtigen Gebiets vernichteten ungarifche Verbände eine stark bewaffnete bolfche- wistifche Bande. 3n Lappland roiefen deutsche Gebirgsjäger mehrere feindliche Angriffe ab und fügten dem Gegner schwere Verluste zu. 3m Tttittelmeer oerfentten deutsche Unterseeboote aus dem britischen Rachfchubverkehr zwei Transporter mit 13600 BRT. und drei Küstenfegler. DRV. Aus dem Führerhauplquartier. 24. April. Der Führer verlieh heute dem Hauptmann 3 h l e f e l d, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und fandle an ihn nachstehendes Telegramm: „3n Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich 3H- nen a n l ä ß l i ch 3 h r e s 1 0 1. L u f t f i e g e s als neuntem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler. P K Fünfmal erklang seit dem 26.3.1942 der Name Jhlefeld im OKW.-Bericht. Er ist der fünfte Offizier der deutschen Luftwaffe, der über 100 Luftsiege errungen hat nach Oberst Mölders, Major Oe- fau, Oberstleutnant Lützow und Hauptmann Philipp Denken wir an Spanien, wo der freiwillige Unteroffizier Jhlefeld der Legion Condor" neun und die günstige Schwerpunktlage verleihen dem Flugzeug trotz seiner hohen Geschwindigkeit eine besondere Wendigkeit. Die überaus starke, aus MG.s und Kanonen neuester Konstruktion bestehende Bewaffnung machen das Flugzeug im Luftkampf zu einer überlegenen und gefürchteten Waffe. Durch das breit angeordnete, nach innen einziehbare Fahrwerk erhält der Jäger besonders gute Start- und Landeeigenschaften. — (Scherl-Bilderdienft. jWerk- photo Focke-Wulf.j) Die militärischen Anlagen von La Valetta und die Flugplätze der 3nsel Malta erlitten durch rollende Lustangriffe erneute schwere Beschädigungen. An der amerikanisch en O st k ü st e und im karibischen Meer versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 35 000 BRT. Unmittelbar vor einem nordamerikanischen Hafen griff ein Unterseeboot einen Schlepper mit drei Leichteren an und versenkte durch Artilleriefeuer den gefaulten Schleppzug. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rocht mit guter Spreng- und Brandwirkung hafen- anlagen an der englischen Südküfte. Britische Bomber griffen in der Rächt zmn 24.4. Wohnviertel verschiedener Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste, vier der angreifenden Bomber wurden adgefchoffen. 3n der Zeit vom 11. bis 20. April verlor die britische Luftwaffe 161 Flugzeuge, davon 46 über dem Mittelmeer und in Rordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 25 eigene Flugzeuge verloren. Oberleutnant 0 ft ermann errang am gestrigen Tage feinen 83. bis 85. Luftsieg. Feindflugzeuge in Brand fchoß, fo hat sich fern Erfolg auf 110 Luftsiege erhöht. Der entscheidende Schritt im Leben Jhleselüs war geglückt, als er 1934 von der Infanterie zur fliegertechnischen Schule Jüterbog kommandiert wurde. Dort lernte er die Geheimnisse der geballten Kraft in einem Flugzeugmotor kennen, brachte er doch als gelernter Schlosi serlehrling die besten Voraussetzungen mit. Nach einem Lehrgang in den Heinkel-Flngzeugwerken wurde er Gefreiter und kurz darauf Monteur bei einem Jagdgeschwader. Pann kehrte er zu feiner alten Gruppe zurück — nunmehr als Jagdflieger. Bald rief Spanien, I. war dabei. Neun Gegner mußten damals schon sein überlegenes Können erkennen. Mit dem Spanienkreuz in Gold kehrte I. als einer der Erfolgreichsten unserer Legion Condor zurück, kurz darauf zum Leutnant befördert. Schon vor dem Kriege lernte I. die bekanntesten englischen Jagdflugzeugtypen Spitfire und Hurricane auf dem Internationalen Flugtreffen in Brüssel kennen, er gehörte der deutschen Kunststaffel an, die bei Fach- Das Mittelmeer. Ein Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht erinnerte dieser Tage daran, daß es ein halbes Jahr her ist feit dem ersten Auftreten deutscher U-Boote im Mittelmeer. Ihre Entsendung war wünschenswert erschienen, als die Briten im Herbst den Der- uch machten, die absolute Seeherrschaft im Mittelmeer an fich zu reißen und damtt die wichtigste Vor« aussetzung zu Schaffen für eine neue auf den November angesetzte Ofienfive gegen Tripolitanien, die bis nach Tunis und Algier durchstoßen Sollte, um dort den Anhängern de Gaulles Oberwasser zu geben und mit Nordafrika die Gegenküste zu ganz Südeuropa, in erster Linie zu Italien in ihren Besitz zu bringen. Für die zu diesem Zweck an der Grenze Libyens versammelte Empire-Armee, die mindestens 200 000 bis 300 000 Mann betragen mochte und in der Hauptsache aus Australiern, Neuseeländern, Südafrikanern und Indern'bestand, die wenige Monate später in Ostafien bei der Verteidigung der pazi- ischen Positionen.des Empire sehr vermißt werden ollten, war es vor allem notwendig, einen Schnellen und ungeftörten Nachschub zu sichern. Um das Kap der Guten Hoffnung herum liefen schon feit dem Sommer umfangreiche Transporte mit Kriegsmaterial, aber der Weg um Afrika herum durch das Rote Meer war zu langwierig, um die Ausrüstung einer so großen Armee in der gewünschten Frist zu bewerkstelligen. Die britische Admiralität konzentrierte daher eine erhebliche Streitkraft im Mittelmeer, um einmal den weit näheren Seeweg durch das westliche Mittelmeer für den eigenen Nach- Schub sicherzustellen und zum andern die Nachschub'- linie des deutschen Afrikakorps so weit wie möglich zu unterbinden, denn es mußte ihr natürlich viel daran liegen, während der eigenen Offensive den Gegner von jeder Unterstützung abzufchneiden und zu isolieren. Daß es den Briten nicht gelungen ist, diese bedeutsame taktische Voraussetzung für den Erfolg einer Afrika-Offensive großen Stils zu schaffen, ist neben dem Ein Satz der italienischen Kriegsmarine und der Luftwaffen beider Achsenmächte nicht zum mindesten dem Wirken der deutschen U-Boote im Mittelmeer zuzuschreiben, die gerade im kritischen Augenblick der höchsten Anspannung aller Oftensio- vorbereitungen der Briten kurz nacheinander 'm westlichen Mittelmeer den britischen Flugzeugträger „Ark Royal" (mit 22 600 t Wasserverdrängung und aus dem Baujahr 1937 stammend, einer der größten und modernsten seiner Art) und im östlichen Mittelmeer das Schlachtschiff „Barbam" (31100 t) verfenkten und das Schlachtschiff „Malaya" (eben- ■ alls 31100 t) schwer beschädigten. Fast zur Selben Zeit wurden zwei weitere britische Schlachtschine durch einen Angriff italienifcher Sturmboote auf die Flottenbasis Alexandrien außer Gefecht gefetzt, fo daß nunmehr die britische Seekriegführung im leuten und Militärs höchste Bewunderung erfuhr. Mit dem ersten Tage des Krieges stand er im Kampf, ein Jahr später trägt der Oberleutnant als einer der ersten Jagdflieger das Ritterkreuz. Kurz darauf meldet er feinen 21. Luftsieg über dem Kanal. Am stärksten lebt in seiner Erinnerung der Luftsieg am Tage des Waffenstillstandes. Er jagt im Lufttaum über Abbeville. Plötzlich tauchen vor ihm zwei Bristol-Blenheim-Bomb er aus den Wolken. Nach wenigen Feuerstößen trudelt ein Engländer brennend in die Tiefe. Schon hat er die Zweite Blenheim im Visier, da ftitzen zu beiden Seiten feiner Kabine die Feuerstöße einer Hurricane vorbei. Im Nu liegt er im harten Kurvenkampf mit dem Engländer. Plötzlich rasen beide im Feuer ihrer Waffen aufeinander zu. Es splittert und kracht buben und drüben. Bruchteile von Sekunden entichei- den. Da kippt der Tommy brennend ab. Im gle-chen Augenblick aber stehs auch der Motor der Messerschmitt. Im Gleitflug jagt I. der Erde entgegen, und rauscht in den dichten Halmen eines Kornfeldes zu einer glatten Bauchlandung. Da stürmen französische Bauern auf ihn zu in der Meinung, einen englischen Piloten vor sich zu haben. Erst langes Dol- metschen und die Hilfe eines Flakleutnants beruhigt die Franzofen. Manch hartes Gefecht hat Hvt. I. über dem Kanal und an der englischen K"sts durchgestanden. Nun focht-er seit langen Monaten im Osten, immer lag Hpt. I. mit feinen Abfchüfsen an der Spitze seiner Gruppe. Es ift die gleiche, m her er einst als Gefreiter und Monteur tätig war, in der er bann flog, Staffelkapitän wurde und ietzt ist er ihr Kommandeur, Führer seiner Kameraden, von denen viele noch da sind, als er noch als Monteur in ihren Reihen stand. Darin liegt wahrfche'n. lich auch das Geheimnis der großen Er^olae die'er Gruppe; denn ihr Kommandeur ist der erfolgreichste Jäger und der erste Monteur feiner Jagdgruppe. Das Ritterkreuz. Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Henne, der als Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader bei Dünkirchen eine H»afenschleuse zerstörte, einen britischen Transporter von 10 OOO BRT. verSenkte und eine Fernkampsdatterie zer- schlug und im Osten an der Spitze seiner Nahkampf. Staffel gegen die stark verteidigten Flugplätze dec Krim bei Schlechtwetter und stärker Flak- und Jagdabwehr 68 Flugzeuge am Boden zerstörte. Don einem als bema'fnete Aufklärung geflogenen Auftrag brachte er die Meldung über die Bereitstellung von drei Kavalleriekorps und starken Panzerkräften mit. $reifaanad>mif4dg acht (Spitfire abaescho^en. Berlin, 24.April. (DRV.) Britifche Kampf- flugzeuge unter starkem 3agdfchuh flogen am Freilagnachmittag bie Küste der befehlen Gebiete an. Rach bisher vorliegenden Meldungen schossen deutsche 3äger acht Spitfire in heftigen Cuff- kämpfen ab. 35000 BRT. vor der LlGA.-Küste und^3600BRT.imMittelmeerversenkt Das Eichenlaub mit Schwertern für Hlefeld. Mittelmeer nur noch auf leichte Seestreitkräfte, U-Boote und Flugzeuge angewiesen war. Jetzt sieht sich England genötigt, zur Verteidigung Indiens im Indischen Ozean starke Seestreitkräfte zu konzentrieren, wobei freilich der Verlust von zwei schweren Kreuzern und einem 10 000 -t* Flugzeugträger durch einen japanischen Luftangriff bei der Insel Ceylon die britische Kampfkraft empfindlich gemindert hat, nachdem bereits die ersten Wochen des Ostasienkrieges die Versenkung zweier modernster 35 000 -1- Schlachtschiffe gebracht hatten. Angesichts des Durchbruchs der deutschen Schweren Seestreitkräfte, der beiden 26 000 -1 - Schlachtschiffe „Gnei- senau" und „Scharnhorst" und des Schweren Kreuzers „Prinz Eugen" (10 000 1) durch den Kanal zur Nordsee, kann England auch eine weitere Schwächung seiner Home fleet nicht wagen. Die weltweiten seestrategischen Zusammenhänge sind also offenkundig. Der Dreierpakt zeigt sich auch militärisch als eine Kombination von stärkster Potenz. Während das Wirken der deutschen U-Boote im Mittelmeer eine Verstärkung der britischen Seestreit- kräfte in den ostasiatischen Gewässern ebenso verhindert hat, wie die siegreiche Abwehr der Libyenoffen, sive Auchinlecks und der Rückschlag Rommels den rechtzeitigen Rücktransport der Empiretruppen nach den durch den japanischen Angriff bedrohten ostasiatischen Gebieten, so wird jetzt die deutsch-italienische Kriegführung im Mittelmeer durch die starke Inanspruchnahme der Engländer im Indischen Ozean spürbar entlastet. Wenn der schon genannte Halbjahresbericht des Oberkommandos der Wehrmacht als Folge des deutschen U-Boot-Krieges eine Veränderung der fee« strategischen Lage im Mittelmeer feststellt, die sich durch die Rückwirkung des Ostasien-Krieges noch erheblich verstärkt hat, so kann man diesen Erfolg in feiner ganzen Tragweite vielleicht ermessen an Hand eines Vergleichs, den der italienische Konteradmiral Fioravanzo in einem Bericht über die italienische Marine im ersten Kriegsjahr im neuesten Band des „Rauticus" über den Bestand der britischen Mittelmeerflotte zu Beginn der Feindseligkeiten und im Abschnitt der größten.Anspannung während der griechisch-kretischen Aktion anstellt. Der mittlere Bestand der britischen Mittelmeer-Seestrelt- kräfte war anfangs 6 Schlachtschiffe, 9 Kreuzer, 2 Flugzeugträger, 36 Zerstörer und 8 U-Boote und sttea sodann auf eine Höchstzahl von 7 Schlachtschiffen, 22 Kreuzern, 4 Flugzeugträgern, 50 Zerstörern und 25 U-Booten. Diese Streitkräfte waren in zwei Geschwader geteilt, von denen das Alexandrien-Geschwader im allgemeinen doppelt so stark war wie das in Gibraltar stationierte, so daß es allein dem italienischen Geschwader überlegen war, das noch den Angaben des italienischen Admirals niemals die Zahl von vier.gleichzeitig einsatzbereiten Schlachtschiffen überstieg, ' von denen nrindestens zwei den britischen Schlachtschiffen in der Bestückung unterlegen waren. Als Italien im November 1940 im Begriff stand, ein befriedigendes Verhältnis von sechs kampfbereiten Schlachtschiffen zu erreichen, wurde die Schlagkraft der italienischen Flotte am 13. November 1940 durch den Angriff britischer Torpedoflugzeuge auf den süditalienischen Kriegshafen Tarent, wobei zwei italienische Schlachtschiffe leicht, ein drittes schwer beschädigt wurde, ernsthaft vermindert. Italiens seestrategischer Plan konnte nicht auf die Herbeiführung einer Schlacht hinauslaufen, weil bei der Stärke des Gegners die Verluste der italienischen Flotte wahrscheinlich weit höher sein würden als die des Gegners und damit dieser mit einem Schlage Dielet Sorgen im Mittelmeer ledig geworden wäre. Die Hauptaufgabe der italienischen Flotte lag also defensiv in der Sicherung der Seeverbindungen nach Libyen. Durch den Einsatz von Minen, Torpedofahrzeugen und Flugzeugen sollte die Straße von Sizilien gesperrt und die Jnsel- festung Malta außer Aktion gesetzt werden, wodurch die strategische Trennung der beiden Mittelmeerbecken erreicht und damit der italienischen Flotte die Möglichkeit gegeben worden wäre, auf der inneren Linie zwischen den auf das westliche und östliche Mittelmeer verteilten britischen Seestreitkräften zu operieren. Admiral Fioravanzo gibt als Grund für die Unmöglichkeit der sofortigen Durchführbarkeit dieses Planes, die bei Kriegsausbruch noch nicht abgeschlossenen militärischen Vorbereitungen der Achsenmächte. Weder hatte die deutsche Marine damals schon genügend kampfbereite Schlachtschiffe, um bedeutende britische Seestreitkräfte in der Nordsee binden zu können, noch war die Eigenversorgung Libyens auf einen Stand gebracht, der den Nachschub über See zu einer Sorge zweiten Ranges gemacht hätte. So sah sich die itallenische Flotte trotz des Zusammenbruches Frankreichs und des Ausscheidens seines Mittelmeergeschwaders im Juni 1940 zwei britischen Geschwadern gegenüber, von denen jedes stärker war als sie selbst. Trotzdem gelang es schon im Juli, einen ersten wichtigen Nachschubtransport von Neapel nach Bengasi zu bringen, wohingegen die Engländer schon damals begannen, den Verkehr um dos Kap der Guten Hoffnung herum zu leiten und die Versorgung der Jnstlfestung Malta, die angesichts der starken Luftangriffe vor allem mit Flakmunition versehen werden mußte, von Osten her durchzuführen. Dabei kam es am 9. Juli bei Punto Stilo östlich von Kalabrien zum erstenmal zur Gefechtsberührung zwischen der italienischen und britischen Marine. Zwei ältere italienische Schlachtschiffe vom Typ „Cesare" (23 600 T.) sahen sich drei britischen Schlachtschiffen der Warspite- Klasse (31 000 T.) und einem Flugzeugträger gegenüber, wobei sie", einen unbestreitbaren Erfolg erringen konnten, denn während der „Cesare" und der 10 000-KreuzerX,Bolzano" nur leicht getroffen wurden, erlitten die - „Warspite", mindestens zwei Kreuzer und sieben Zerstörer erhebliche Beschädigungen. Der Versuch, einen britischen Geleitzug von Gibraltar nach Malta zu bringen, führte im November 1940 zu dem Gefecht von Kqp Teulada, wobei zwei britische Kreuzer beschädigt wurden, davon der „Berwick" (10 000 T.) sehr schwer, die italienischen schweren Kreuzer dagegen unversehrt blieben. Im Januar 1941 wurden bei einem ähnlichen Unternehmen bei Pantelleria in der Straße von Sizilien der Kreuzer „Southampton" (9300 T.) durch italienische Torpedoboote versenkt, der Zerstörer „Gallant" (1300 T.) schwer beschädigt und zwei Tage später durch Luftangriffe der Flugzeugträger „Jllustrious" (23 000 T.) für Monate gefechtsunfähig gemacht. Weniger glücklich war ein italienischer Vorstoß in das Seegebiet südlich von Kreta Ende März 1941. Er wurde durch britische Flugzeuge vorzeitig gesichtet und bei dem Zusammentreffen mit schnell aus Alexandrien ausgelaufenen überlegenen britischen Streitkräften hatte das italienische Geschwader den Verlust zweier 10 000-Tonnen-Kreuzer („Zara" und „Fiume") und zweier Zerstörer zu beklagen. Ein Ueberfall auf die Sudabucht der Insel Kreta führte hingegen zur gleichen Zeit zur Versenkung des britischen Kreuzers „Port" (8400 T.) und zur Torpedierung von drei Kreuzern und einem Flugzeugträger durch Torpedoflugzeuge. Zapans Matenal-Mobilisierungsplan für 1042. Tokio, 24. April. (Europapreß.) Das japanische Kabinett hat auf Vorschlag des Präsidenten des Planungsamtes, General Suzuki, einen neuen Material - Mobilisierungsplan angenommen, der zum erstenmal die Hilfsquellen der eroberten Südregionen einsetzt und den Austausch von wichtigen Rohstoffen zwischen den verschiedenen Teilen des ostasiatischen Raumes unter den gegenwärtigen Kriegsverhältnissen regelt. Das Hauptziel des Planes ist die Steigerung ber Rüstung. Deshalb wird besondere Aufmerksamkeit den für den Bau von Kriegsschiffen und Flugzeugen notwendigen Materialien gewidmet. Die Beschleunigung des Baus von Handelsschiffen, um das dringende Transportproblem zu lösen, sowie die Verstärkung der Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Luftangriffe sind weitere Ziele. Auch eine einheitlich geleitete und verbesserte Ausnützung. des vorhandenen Schiffsraumes ist vorgesehen. Japan bemüht sich ferner um die Versorgung der Bevölkerung mit den Lebensnotwendigkeiten. Dabei werden durch die in den besetzten Gebieten zur Verfügung stehenden reichen Rohmaterialmengen in mancher Hinsicht Erleichterungen zu erwarten fein, doch müssen die privaten Bedürfnisse der Bevölkerung vorläufig den Erfordernissen der Kriegführung nachstehen. Oie Wiltschastsfront Italiens steht fest Rom, 24. April. (DNB) Außenhandelsminister Riccardi sprach im Institut für faschistische Kultur über die Front der Wirtschaft in der Kriegszeit. Entgegen den Behauptungen des Feindes, der hoffte, Italien werde rasch erschöpft sein, bleibe die Wirtfchaftsfront Italiens fest. Die Währung werde um jeden Preis verteidigt werden. Die vom Gold losgelösten Währungen der Mächte des Dreierpaktes, die vom Staat gelenkt und durch eine auf dem Verhältnis zwischen Zahlungsumlauf und Gütererzeugung beruhende Preispolitik garantiert find, feien die Währungen der Zukunft. „Diese Währungen werden das Gold nur zum Ausgleich von etwa auftretenden Passivsalden ihrer Handelsbilanz außerhalb ihrer eigenen Währungssysteme benutzen." England fürchtet Amerikas Einfluß in Australien. Lissabon, 25. April. (Europapreß.) Die Be- unruhiguna der Briten über den wachsenden Einfluß der Amerikaner in Australien geht aus einem Bericht der Londoner „Times" hervor. Darin heißt es, es fei „ganz selbstverständlich", daß die Vereinigten Staaten in erster Linie Australien militärische Hilfe leisteten, denn sie lägen geographisch Australien am n ä ch st e n. Die beiden Länder, die einander früher wenig gekannt hätten, rückten sich näher, doch sei es notwendig, das auftra» lische Gedächtnis aufzufrischen und auf f e i n e B i n- düngen mit Großbritannien hinzuweisen. Vor dem Krieg sei Großbritannien der b e ft e Kunde Australiens gewesen, und ganz abgesehen von dem Strom britischen Kapitals dorthin, der das Land zu dem gemacht habe, was es heute sei, habe England das wirtschaftliche Rückgrat des Commonwealth überhaupt gebildet. Die meisten Produkte Australiens seien an England ab- gesetzt worden, die USA. dagegen seien niemals ein vielversprechender Markt gewesen. Die gegenseitigen Handelsbeziehungen seien immer durch die Gleich- heil der Produkte beider Länder beeinträchtigt worden, sogar der japanisch-australische Handel böte größere Entwicklungsmöglichkeiten als der australisch-amerikanische. Die australischen Wirtschaftsbe- Ziehungen nach dem Krieg würden nicht das geringste Problem des Landes fein. Die Landwirte würden auch weiterhin versuchen, ihre Erzeugnisse an Großbritannien abzusetzen aber andererseits werde sich das Land durch den Aufbau einer Schwerindustrie und einer Textilfabrikation weitgehend von englischen Waren unabhängig gemacht haben. Dazu komme, daß die amerikanische Pacht- und Leihpolitik nicht ohne Einfluß auf das australische Wirtschaftsgefüge bleiben werde. Aeuorganisation der gewerblichen Wirtschaft. Schaffung von Sauwirtschastskammern. Graz, 24. April. (DNB.) Reichswirtfchafts- minifter und Reichsbankpräsident Funk verkündete bei Eröffnung der neugeschaffenen Gauwirtschaftskammer Steiermark eine Neuorganisation der gewerblichen Wirtschaft, deren Zweck es ist, sie angesichts der gesteigerten Anforderungen der Rüstungswirtschaft auf ein Höchstmaß von Leistungsfähigkeit zu bringen. Es werden 41 Industrie- und Handelskammern aufgelöst, im übrigen die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die jetzigen Wirtschaftskammern in G a u w i r t s ch a f t s k a mm e r n zusammen- gefaßt. Auch die bezirklichen Gliederungen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft werden in die neue Gauwirtschaftskammer eingebaut werden, doch bleibt das Weisungsrecht der fachlichen Reichsgruppen bestehen. Der Minister wies darauf hin, daß das Gdbot des Tages eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft sei. Wir seien in eine neue Phase der Kriegswirtschaft eingetreten, die gekennzeichnet sei durch Konzentration und Rationalisierung. Durch die beste Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten, durch Zusammenlegung von Fertigungen, durch Vereinheitlichung und Vereinfachung der Formen und Stoffe, durch den rationellsten Einsatz der Arbeitskräfte, durch Leistungslöhne und Leistungspreise werde die Rüstungsproduktion eine starke Verbilligung und «ne wesentliche Beschleunigung erfahren. Gleichzeitig finde eine neue Einsparung von Arbeitskräften statt, die der Wehrmacht ober der Rüstung zur Verfügung gestellt werden können. Um diese Aufgaben durchführen zu können, sollen der Wirtschaft alle nur denkbaren Erleichterungen und Entlastungen verschafft werden. Der heutige Zustand sei nicht befriedigend, denn es könne nicht geleugnet werden, daß zwischen Kammern und Gruppen in nicht unbeträchtlichem Umfange Doppel arbeit geleistet werde, die die Schlagkraft und Funktionsfähigkeit der Gesamtorganisation lähme und die im übrigen eine vielfach unrationelle Verwendung von Arbeitskraft und Arbeitszeit bedeute. Es fei daher notwendig, dem Grundsatz der Einheit der Organisation gerade bei der Wirtschaft Ausdruck zu geben. Eine Vereinfachung des Apparates und eine noch straffere Zusammenfassung der wirtschaftlichen Selbstverwaltung im Gau sei schon allein wegen des Personalmangels erforderlich. Der Gauwirtschaftskammer werden grundsätzlich alle Aufgaben übertragen, die bisher von den nebeneinander bestehenden Organisationen wahrgenommen wurden. Deshalb würden die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die bisherigen Wirtschaftskammern auf die Gauwirtschaftskammer übergeführt, foroi-e zahlreiche fachlich-bezirkliche Gruppen in sie ein'gegliebert. In der Regel soll für jeden Gau nur eine Gauwirtschaftskammer bestehen, deren Grenzen sich mit den Grenzen der Gaue decken. Da aber die wirtschaftlichen Verhältnisse in einzelnen Gauen verschieden gelagert seien, könne neben der Gauwirtschaftskammer noch eine oder mehrere Wirtschaftskammern ober Zweigstellen errichtet werden. Um die Entwicklung vorwärtszutreiben, seien 41 Industrie- und Handelskammern sofort aufgelöst worden, da die Bereinigung in gau- licher Hinsicht die Voraussetzung für die Bildung von Gauwirtschaftskammern darstelle. Die Zusammenarbeit von Staat und Selbstverwaltung der Wirtschaft müsse ihre Ergänzung finden inderZusammenarbeitmitder Par. t ei und in der Ausrichtung auf die Partei. ,Hm nationalsozialistischen Staat" sei die Wirtschaft durch die Macht der Partei und die Autorität des Staates dem Gesetz des Politischen "unterworfen worden. Zwischen dem wirtschaftlichen Bereich und dem politischen Bereich habe sich eine ersprießliche Gemeinschaftsarbeit vollzogen. Besonders innig zeige sich diese Zusammenarbeit im Falle der Personalunion zwischen deyi Leiter der Wirtschaftskammer und dem Gauwirtschaftsberater. In jedem Falle solle der Leiter der Wirtschaftskammer der Vertrauensmann des Gauleiters in allen Wirtschaftsfragen sein. Dieser kurze Rückblick auf das erste Jahr vorwiegend alleiniger italienischer Kriegführung im Mittelmeer bestätigt am eindeutigsten die Richtigkeit der oben angeführten Feststellung, daß das Auftreten der deutschen U-Boote seit dem Herbst 1941 die strategische Lage im Mittelmeer wahrhaft grundlegend geändert hat. Ihr Wirken hat vor allem zusammen mit dem Niederhalten der Jnselfestung Malta durch die pausenlosen schweren Angriffe der deutschen Luftwaffe den Achsenmächten im Mittelmeer jene Entlastung gebracht, die es ihnen gestattet, die Verbindungswege nach Nordafrika offenzuhalten, während sich der Versorgung Maltas und Tobruks außerordentliche Schwierigkeiten entgegen- stellen. Dabei muß festgehalten werden, daß 'der U-Boot-Krieg im Mittelmeer vom U-Boot-Komman- banten ein ungewöhnliches Maß von taktischem Können unb zäher Beharrlichkeit forbert. Einmal finb bie britischen Geleitzüge, die den U-Booten lohnende Ziele bieten, sehr viel seltener als im Atlantik, sie sind auch kleiner und stärker geschützt und sind bestrebt, die engen Durchfahrten, in denen das U-Boot die besten Aussichten hat, zum Schuß zu kommen, bei Nacht zu passieren. Zudem sind die begleitenden britischen Torpedoboote durchweg mit hochentwickelten Horchgeräten für die U-Bootjagd ausgerüstet. Auch die feindliche Luftaufklärung durch Seeflug- zeuge mit großem Flugbereich vom „Sunderland"- Typ erschwert bie Tätigkeit ber U-Boote ebenso wie bie große Durchsichtigkeit bes Wassers im Mittel- meer, bei ber ein U-Boot auf einer Tiefe von vielen Metern noch sichtbar bleibt. Zubern stellt bie Enge ber Gewässer die Manövrierkunst des U-Boot-Korn- manbanten vor eine schwierige Aufgabe unb beein- trächtigt bas Zusammenwirken mehrerer U-Boote gegen ein gemeinsames Ziel. Aus allen diesen Gründen erklärt der italienische Konteradmiral Fiora- vanzo in seinem schon genannten Aufsatz, baß von ben italienischen U-Booten im Mittelmeer nicht bie Ergebnisse erzielt würben, bie man in Friebens- Zeiten von ihnen erwartet hat, gewiß ein bemer- kenswertes Zeugnis für bie außerordentlichen Leistungen ber beutschen U-Boot-Waffe, bie sie im zähen Kampf mit biesen Widrigkeiten auf einem ihr an sich fremden Seekriegsschauplatz erzielt hat. Man darf ihnen gleichwertig zur Seite stellen bie Er- folge der italienischen U-Boote im Atlantik, bie hier ebenfalls unter ihnen bislang nicht vertrauten Wetterbedingungen unb Meeresverhältnissen bis unter bie Küste bes norbamerikanischen Kontinents operieren. Beide tragen mit ihrem tapferen und zähen Einsatz zum Siege bei, denn bie unverminderte Fortdauer der Schläge gegen bie Versorgungsschiff, fahrt der Alliierten ist für die Kriegführung der Achse ebenso wesentlich wie die Stärkung ber deutsch-italienischen Front in Nordafrika, die es verhindert, daß die nordafrikanische Küste zum briti- schen Sprungbrett über das MittAmeer wird. Wenn die Londoner „Daily Mail" in diesen Tagen resigniert zugeben mußte, daß trotz aller Anstrengungen des britischen Mittelmeergeschwaders und ber britischen U-Boote Italien jetzt bas Mittelmeer mit Recht als „mare nostrum“ bezeichnen könne, da England nicht nur zahlenmäßig ben* Seestreitkräften unterlegen sei, sondern auch nur noch über bie Flottenstützpunkte von Alexandria mit seinen unzureichenden Dockanlagen und Gibraltar verfüge, während Malta, der Schlüsselpunkt zur Unterbrechung ber Verbindung zwischen Italien und Afrika nur noch von kleinen Einheiten angelaufen werden könne, so zeugt dieses britische Klagelied am besten für den großen unb für die Gesamtkriegführung bedeutsamen Erfolg der Aktivität der Achse in einem Gebiet, bas Englanb einmal als Lebenslinie seines Empire betrachtet unb Bismarck sehr treffenb ben Nerv im Genick genannt hat, ber bas Rückgrat (Indien) mit bem Gehirn (England) verbindet. Dr. Fr. W. Lange. Da« erklärt alles! Der Crippssche Bolschewistenfanatismus hat in aller Welt, nicht zuletzt in England, Aufsehen erregt: Wie kam Cripps zu den ,',Propheten"? Heute weiß man es. Es hat sich herausgestellt, baß Cripps' Urgroßmutter Mary, geb. Seddon, bie den Warenhausbesitzer Richard Potter aus Manchester, ein Mitbegründer des „Manchester Guardian" (geb. 1778, geft. 1842) geheiratet hat, eine Jüdin war. Diese Tatsache sucht ihre Enkelin Beatrice Webb, geb. Potter, die durch ihre probolschewistischen Ten, denzen, ihre mehrfachen Reifen in die Sowjetunion und durch ihr Buch „Sowjetkommunismus, eine moderne Zivilisation" bekannt wurde, in einer Bio« graphie durch folgende Umschreibung schamvoll verhüllen. „... sie sei eine große bunfie Frau jU« bischen Typs gewesen, die lange vor bem Zionismus davon träumte, die Juden wieder nach Palästina zurückzuführen". Die Nerven. Bon unserer Berliner Schriftleitung. In den plutokratischen Ländern spukt jetzt mit eine Seuche die Phrase von dem Nervenkrieg Man denkt dabei an die letzten Mor.ate des ersten Weltkrieges, wo bie Alliierten von damals drauf und dran waren, die Nerven und damit den Krieg zu verlieren. Sie hatten in letzter Minute einen ent* scheidenden Verbündeten exh alten: die kommunistt« sche Zersetzung in den Ländern ber Mittelmächte Dadurch verloren diese die Nerven und den Krieg. Heute ist die Lage eine ganz andere. Das deutsche Volk hat kaum je so gute Nerven gehabt wie. gerade jetzt, seine Sieges^ewißheit auf Grund der militärischen Lage an der Front und ber gelassenen Ruhe in ber Heimat ist so unerschütterlich, daß diese Tatsache sogar beim Feind erkannt wird. Ganz anders sieht es auf ber Gegenseite aus. Die nrili* tärifchen Niederlagen an allen Fronten, die fata» strophalen Tonnageverluste auf allen Meeren, .die Zerrüttung der nationalen Wirtschaften und ihre? Rohstoffquellen und -Hintergründe hat die Nerven der Kriegsverantwortlichen und ihrer Völker so be« lastet, daß sie nach künstlichen Mitteln ber Nerven« betäubung suchen. Stalin kann seine Angst um das Kommende nicht mehr verbergen: er wütet gegen bas eigene Volk unb wird hysterisch in seinen Hilfsforderungen an London und Washington. Churchill steht unter dem Druck Stalins unb Roosevelts und spielt ,Offensiv "-Komödien mit Stoßtrupp-Pleiten und nutzlosen Luftattacken vor. Washington aber zeigt seinen „Freunden" sein wahres Gesicht als Erbschleicher. Gute Nerven aber sind nur bei gesunden und starken Völkern die Gradmesser ihres seelischen Gleichgewichts und ihrer physischen Kraft» Ein Stalin-Verehrer aus der Kerne. Von unserer Berliner Schriftleitung. Lord Beaverbrook wurde bei der vorletzten Kadi« nettsumbilbung Churchills nach Amerika abge« schoben. Er war Churchill mit seiner antibolschewi« stischen Grundeinstellung fürchterlich geworden und hatte mit Cripps während ihres gemeinsamen Moskauer Aufenthaltes grundsätzliche Meinungs« Verschiedenheiten über den einzuschlagenden Kurs. Churchill aber brauchte das Wohlwollen Stalins und schickte Lord Beaverbrook nach Washington und Cripps nach Indien. In Amerika traf Lord Beaverbrook aber auf eine so bolschewistenfreunb- liche Atmosphäre, daß er schleunigt umlernte. Beö einem Jahresessen des Bureau of Ädversiting dozierte er also: „Der Kommunismus unter Stalin hat die beste kämpfende Armee in Europa geschaffen. Der Kommunismus unter Stalin gibt uns Beweise von Vaterlandsliebe, die den schönsten in der ganzen Menschengeschichte 'gleichkommen. Der Kommunismus unter Stalin hat die besten Generale in diesem Kriege hervorgebracht. Stalin ist ein Meister ber Taktik unb wird letzten Endes den Feind besiegen." In anderer Umgebung sprach er nach einem ganz anderen Manuskript: „Genau so, wie der Mangel an Flugzeugen im Jahre 1940 und nüe der Mangel an Tanks im Jahre 1941 eine Krise mar, wie heute ber Mangel an Schiffsraum eine Krise ist, so müssen wir noch einer letzten Prüfung ins Auge blicken: bem Mangel an Roh st offen, ber auf die japanischen Eroberungen folgt. Es müssen große Anstrengungen gemacht werden, um neue Versorgungsquellen zu entwickeln. Wenn wir bie noch zur Verfügung stehenben Rohstoffquellen nicht schützen unb unsere verlorengegangenen Schätze nicht mieber zurückgewinnen können, bann wirb unser Kampf um ben Sieg zu einem Kampf um unsere Existenz." Diese zweite Rede paßt zu seiner ersten wie die Faust aufs Auge. Von englischer Seite stammt das Wort, daß Stalin den Krieg für England führt. Mit der taktischen Meisterschaft Stalins muß es aber auch nach Lord Beaoerbrooks Meinung nicht weit her fein, wenn man in England und Amerika heute schon von bem Kamps um bie nackte Existenz spricht. Spanischer Militärattache bei Britenmanöver getötet. M a b r i b , 24. April. (DNB.) Der spanische Militärattache in London, Barra, soll bei dem gleichen englischen Manöver getötet worben sein, das auch zahlreichen britischen Offizieren und Soldaten das Sieben kostete. Die englische Luftwaffe hatte bei diesem Manöver in der Nähe von London ihre Bomben nicht in die befohlenen Ziele, sondern mitten in b i e übenden Truppen geworfen. Eine der Bomben soll dabei in der Nähe ber ausländischen Militärattaches krepiert sein und mehrere Offiziere, darunter Barra, getötet haben. Marschall pefain 86 Lahre alt. Paris, 24.April. (Europapreß.) Die Pariser Blätter gedenken am 24. April des 86. Geburtstages des Staatschefs Marschall Pstain. Sie unterstreichen nicht nur seine Militärischen Verdienste als Verteidiger von Verdun im ersten Weltkrieg, sondern heben vor allem hervor, daß er im Sommer 1940 durch den rechtzeitigen Abschluß des Waffenstillstandes Frankreich in letzter Stunde vor dem völligen Verderben rettete. Die Stadt Paris hat bem Marschall zu seinem Geburtstag eine silberne Medaille gewidmet, die von der Pariser Münze her- gestellt wurde und die Dankbarkeit der Stadt Paris für den Staatschef zum Ausdruck bringen soll. Die Medaille wurde in Vichy durch den Präsidenten des Pariser Stadtrats, Trochu, dem Marschall überreicht. Kleine politische Nachrichten. Die Abordnung italienischer Kriegsovferführer, bie zu einer Kundgebung deutscher unb italienischer Kriegsoerletzter nach Berlin gekommen ist, wurde in Gegenwart des Reichskriegsopferführers, SA.-Ober-, gruppenführer Oberlindober, von Reichsminister Dr. Goebbels empfangen. Anläßlich des Jahrestages ber Gründung Roms treten m Italien drei neue Gesetzbücher in Äraft bas Bürgerliche Gesetzbuch, bas Seerecht unb das Zivilverfahren. 114 spanische Nationalisten, bie am 7. März 1939, kurz vor Beenbigung bes Bürgerkrieges, bei einem Lanbeverfuch zur Befreiung der Stabt Cartagena von den Aioten vor der Küste mit ihrem Schiss „Cqr Ä RM 0.65 RNV1.25 RM0.16 NorrnoWlasche . Doppelflcs*6 - 20 Gramm BeU WWWMWM & W - - MA er- Der Kloßsack wieder im Einsatz Fe- leitet er seit 1930. der der Art der Beweis« daß er hier als anzusprechen ist. örtert. * In Berlin erfolgte der Wechsel im Rektorat Prof. Dr. Oskar N i e m c z y k, die die Amtsnachfolger der Professoren Dr. Hoppe und Dr. Storm werden, nahm Ministerialdirektor Prof. Dr. Mentzel vor. General Suna Luan-cheng, der Kommandeur der 39. Tschungking-Armee, schloß sich mit einigen tausend Soldaten Nanking an. Das Hauptquartier Sung Luang-cheng befindet sich in Tsaochow in der Provinz Schantung. Der Militärrat der Nationalregierung ernannte Sung Luang-cheng zum Kommandeur der 2. Frontarmee. Oie Feuerwehren für alle Aufgaben gerüstet! des „sic et noo"überträgt diese führung auf die Theologie, so Friedrich-Wilhelm-Unioersität, wie zugleich auch Technischen Hochschule. Die Verpflichtung der neuen Rektoren, des Prof. Dr. Lothar Kreuz und des Die Gausachbearbeiterinnen des NSLB. für Hauswirtschaft fanden sich in der Reichsschule des NSLB. Bayreuth-Dondorf zusammen. Fragen der Methode des hauswirtschaftllchen Unterrichts wurden Schöpfer scholastischer Methode Bereits ein Jahrhundert vor Albertus Magnus und Peter Abälard. Ein Wendepunkt mittelalterlicher Geistesgefchrchte. auch für die Hausgehilfin Leistungssteigerung durch gute Berufsausbildung. Den wichtigsten Anteil .zur Ausbildung der Hausgehilfin muß der Familienhaushalt geben. In den letzten Jahren hat die hauswirtschaftliche Lehre eine starke Aufwärtsentwicklung genommen. Allerdings haben ja auch Hausgehilfen, die diese staatlich anerkannte Lehre absolvieren. Anspruch auf bis zu 20 v. H. höheren Lohn als die Hausgehilfin, die keine abgeschlossene Lehrausbildung aufweist. Außerdem bildet die hauswirtschaftliche Lehre noch die Unterstufe für andere weibliche Ausbildungsberufe. Der bisherige Erfolg zeigt sich in der in wenigen Jahren erreichten Steigerung der Lehrver- Haltnisse von 6000 auf 26 000. Aus aller Welt. Böse Folgen einer Schwarzfahrt. Der 35 Jahre alte Albert Rennemann sowie der zehn Jahre ältere Friedrich Gosewisch aus Hannover unternahmen mit einem Dre.radlieferwagen eine Schwarzfahrt. Nachdem sie in mehreren Wirtschaften gehörig gezecht hatten — ihr Tagesverbrauch bestand aus je 30 Becher Bier, je 12 Kognaks und je 4 Kornschnäpsen — trafep sie unterwegs den Invaliden Haberland mit seiner Drehorgel. Sie ersuchten ihn, auf den Wagen zu steigen und seinen Leierkasten zu spielen. Die drei fuhren darauf die Strandpromenade von Steinhude entlang, wpbei H. musizierte und Rennemann mit der Autohupe die Begleitmusik machte. Als sich Passanten über dieses Gebaren erbosten, nahmen die Trunkenbolde Reißaus. Dabei geriet H. in einer Kurve unter den Wagen, wobei er schwere Verletzungen erlitt Die beiden anderen überließen ihn seinem Schick- lag. Er starb noch am gleichen Abend. — Das Landgericht Hannover verurteilte Rennemann zu 3H Jahren Zuchthaus. Gosewisch erhielt 4 Jahre Zuchthaus. 15 Jahre Zuchthaus für berufsmäßigen Betrüger. Wegen raffiniert durchgeführter Betrügereien und Zuhälterei wurde der aus Berlin gebürtige, mehrfach vorbestrafte 26jährige Günther Wachtel vom Sondergericht Wien zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und seine Unterbringung in einem Arbeitshaus nach verbüßter Strafe angeordnet In Berlin «es ihm, einem Kaffeehausbesitzer nach Art auernfänger einen mit 70 RM/ bewerteten Ring für 400 RM. aufzuschwatzen. Einer Schaustellerin versprech er den Einkauf billiger Uhren in Wien für ihr Geschäft. Dann sandte er von Men an sie einen plombierten Koffer mit 1000 RM. Nachnahme. Die Frau löste die Sendung aus, fand in dem Koffer aber anstatt der Uhren verschiedene Spirituosen im Werte von 150 RM. vor, so daß sie um 850 RM- geschädigt wurde. In Wien und in Mariazell schwind-elte Wachtel zwei Bestellern voll Rundfunkgeräten 1000 RM. Anzahlung ab. Bei fünf Firmen kaufte er ferner Waren mit ungedeck- stillo Düte" untergingen, wurden nach Hebung des Schiftes auf dem Friedhof Cartagenas beigesetzt. An der Stelle, wo sie ihr Leben für ihr Vaterland ließen, wurde von der spanischen Marine ein Kranz ins Meer versenkt. Der Gesandte Venezuelas in Buenos Aires überreichte dem argentinischen Außenminister eine Einladung zur panamerikanischen Konferenz in Caracas die für Ende 1942 vorgesehen ist. Sämtliche 21 amerikanischen Republiken sind aufgefordert worden, an der Konferenz teilzunehmen. Kalinin, Vorsitzender des Zentralexekutivkomitees der Sowjetunion, empfing den neuernannten amerikanischen Botschafter Stanley zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. In Helsinki hielt die Leiterin des deutschen Frauenwerkes, Fr. Dr. Vorwerck, die sich auf Einladung des finnischen Landwirtschaftsministeriums $u einer Studienreise in Finnland aufhält, vor einem großen Kreis finnischer Frauen einen Vortrag über die deutsche Hauswirtschaft. * In diesen Tagen verließen 45 niederländische Handwerker Den Haag, um sich nach Charkow zu begeben. Sie sind das Vorkommando einer Gruppe von 800 Handwerkern, die zunächst in Charkow bei der Errichtung und Wiederherstellung von Dienst- gebäuden eingesetzt werden sollen. der eiaentlichen Blüte der Scholastik schafft er deren Grundlage mit seinem vorsichtigen Abwägsn der Autoritäten gegeneinander. Die Schuld für die späteren Entartungen dieses Prinzips in endlosen Disputationen trifft nicht dessen Urheber, der anderes beabsichtigte: Vorstoß zur Wahrheit um jeden Preis, auch weitgehendste Toleranz und Heranziehung heidnischer Philosophie zum Beleg des Dogmas. Wohl zu Unrecht verkannte sein Zeitalter Wollen und Gestalt dieses leidenschaftlichen Geistes, dessen Bild und Einordnung auch heute noch schwankend ist. Ihm qeht es um die scharfe Grenzziehung zwischen Wissen und Glauben, um die Neugestalttmg der ckristlichen Idee aus der gewonnenen Erkenntnis heraus. Darin unterliegt er aber den althergebrachten Ordnungsmächten und vor allem der aufkommenden Mystik, welche in diesem Rationalisten die stärkste Bedrohung ihrer Welt sehen mußte. In dem Kampf zwischen Bernhard von Clairveaux und Abälard geht es letzten Endes um die Entscheidung zweier Welten: Hier ist die Inbrunst der Gefühlsströme, dort der bohrend-eindringliche Wahrheitssucher, der dem „credo ut intelligam“ des Anselm von Canterbury sein Prinzip des Zweifels entgegensetzt. Damit bedeutet aber der Begründer scholastischer Fragestellung, der Lehrer eines Johann' von Sales- bury und Otto von Freising, Cölestin II. und Arnold von Brescia einen Wendepunkt europäischer Geistesgeschichte. Und scheint er nicht in seinem Erkenntnisdrang eher Lessing, im Sittengesetz — nach seiner Lehre kann, was dem sittlichen Bewußtsein des einzelnen nicht widerspricht, feine Sünde sein — eher Kant verwandt* als dem Denken des Mittelalters? Sind nicht auch die komplizierten Wesenszüge dieses Mannes modern, der eine ganze Welt bezauberte, dem seine Schüler willig in die unwegsamsten Einöden folgten? Weltmann und Asket zugleich, phantasievoll und heiter, ein Vorbild an Zucht und Milde, wie selbst sein erbittertster Feind bekennen muß, dabei aber wie besessen von wissenschaftlichem Eifer, historische Kritik fordernd und übend, widerspruchsvoll und überheblich, egozentrisch und überreizt durch fremde Polemik, von unersättlichem Wissenshunger und nie erlahmender Schaffenskraft, sprunghaft und schillernd im Wechsel der Urteile, — so birgt seine Persönlichkeit alle Vorzüge, aber auch alle Gefährdungen des neuzeitlichen Gelehrten in sich. Daher auch sein Unterliegen in einer Welt^ deren einseitiae Führergestalten aus der Ungebrochenheit ihre Stärke herleiten. Seine Zeit ist sich ^dieser Fremdheit bewußt, sie verdammt seine Ethik und übernimmt von ihm nur das, was sich mühelos in ihr Weltbild einbauen läßt. Ma. Grabkreuz, geschaffen, das in seiner Grundform dem Eisernen Kreuz angepaßt wurde und vollen Namen, Dienstgrad, Truppenteil, Geburtstag, Geburtsort, Sterbeort und ©tejbebatum enthält. Die deutschen Soldatengräber der Feldzüge 1939 bis 1941 bilden heute schon vielfach geschlossene Ehren- räume. So wird einem Gefallenen fein Dienst erwiesen, wenn man ihn aus der Gemeinschaft der Kameraden entführen will. Konteradmiral schwalben, Rotschenkeln, Au lernfischcrn u. a. mitge rächt, (fr erzählt im Textteil unterhaUsam und spannend aus der Kraft e genen Erlebens die sonderbarsten Bege endeten, die er, im Zelt versteckt, aus nächst r Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entg gen Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt Hugo Dermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Johanneskirche. 10, Liz. Trorn- rnershausen; 11.15 KG., Johs.- Gerneinüe. Kabelte Alter Friedhof. 10, Walther; 11.15 KG.; 16.30, Einfüh- d. Konfirm., Walther. Kabelte Wetzl. Weg. 10, Schaad. Gießen- Klein-Linden. 9.30 G. m. Christen!, f. männl, u. weibl. Jugend, König. Gießen-Wieseck. 10 G.; 11 KG. Lollar-Mainzlar. 13.30, Schmidt, Treis. Montan, 27. AbriL Gießen. 20 (Lhristenl. weibl. Jugend, Mark.-Gern> i. Markussaal. Lich. 9.30: Kahn. Christenlehre für die männl, u. weibl. Jugend. 13: KG. 14: Naumann. t^bang. Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 26. 4., 8.30 Andacht; 10 S.-Dch.; 20.15 Predigt. — Mittw., 29. 4., 20.15 Bibelitunde. Freie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 26.4., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonnlagschule ; 20.30 Predigt. — Vorn 27. 4. bis 3. 5., tägl. 20.30, Bibelwoche. Prediger Quiring, Wup- vertal. Bavtistengemeinde und Bund ftetfirM Christen, Gartenstr. 13. Sonntag, 26. 4., 11.15 Kindergottesdienst; 15*30 Gottesdienst. fiiitöetfaijnaö- Mllie verloren. Geg. Belohnung abzugeben. 01927 Liebigstr. 19 P*. Wenig getrag. Reitstiefel (Rieker), Gr. 43, geg. gleichwert., Gr. 38, zu tau« scheu gesucht. Schr. Ang. unt. 01935 a. d.G.A. Zum l.Mai od. später stellt ein: 1 Büfettfräulein 1 Küchenmädchen Frau Otto W ollscbläger Bahnhofs-Restaurant Bad-Nauheim. 1384 D «ar Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß mein innigstge- lichter Mann und liebevolle Vater seines *=* einzigen Söhnchens, unser treusorgender Sohn, Schwiegersohn, Bruder u. Schwager Karl Fischer Schütze in einer Panzer-Division am 23. März im Osten den Heldentod im Alter von 34 Jahren starb. Er hat sein Herzblut geopfert auf dem Altäre des Vaterlandes. In stiller Trauer: Elfriede Fischer, geb. Buchner, mit Söhnchen Familie Franz Fischer ' [Herbert Familie Emil Buchner Heinrich Fischer, z. Z. Im Felde, und Frau Hermann Buchner, z. Z. im Felde, und Frau. Gießen (Händelstr. 1),Kelkheim-Süd (Taunus) 01910 Sortiererin zur Aushilfe gesucht. [01911 Zifiarren'ah ih Nattmann Zuverlässige tasgMn zum baldig. Eintritt ges. [01918 BierauLMülter Hindenburgwall 7 I. Ordentlicher Junge kann das Kraftfahrzeughandwerk erlernen. Genehmigung durch das Arbeitsamt liegt vor Heinrich Wagener Kraftfahrzeughandel und Reparatur, F rank für ter Straße 45 01898 Heute abend 22 Uhr entschlief nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Wilhelm Schreiner, Schneider im Alter von 62 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Schreiner, geb. Balser Familie Ludwig Kreiling Familie Albert Todt. Gießen-Wieseck, Wißmar, den 24. April 1942. Die Beerdigung findet Montag, den 27. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Wieseck, Gießener Straße 128, aus statt. _______________________01945 Eilt! 1 gehr. Mäh- mafch., 4 Fuß, 100 Mk., 1 gebr. Handablage für Kruvv, 3 y2 Fuß, 50 Mk., 1 Drehbank für Holz, 80 Mk., 2 Guß- riemenscheiben, 700x125x50, 50 Mk., zu verk. Heinrich Otto, Masch.-Revarat., Beuern bei Gießen, .Hintergasse 12. Ladentheke 20.-, Schreibvult15.-, Musikant. 25.-, Bettstelle mit Matratze 15.-, versch. steinerne Töpfe 10.-, Nagel 5.-,Christbaums chm. 5.-, Kleiderfarbe 3.-, zu verkaufen am Mittwoch, 29.4., ab 14 Uhr [01916 Neustadt 45. Gut erhaltener Schrank 205x140x63 cm f. versch. Zwecke verivendb., Umstände balberfür 70 RM. zu v^rk. Schr. Ang. unt. 01,892 a. d.G.A. Gut erhaltener lolo-lu 12Bolt,75Amp., für 38 RM. zu verkaufen. [01920 Neuenweg 34. Gut erhaltener SiOemWen f. 40,- RM. zu verk. Anzusehen v. 13-16 Uhr. ; Steinstr. 73 I tks. ERSTER § 6PENDEN- TÄG- -4 . .... ...ALM DEUTSCHE ROTE KREUZ 1942 | Kaufgesuche"| Wachsamer SMrlM z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01917 a. d. Gieß. Anzeiger. Liegestuhl auch nur Gestell, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01926 an 'den Gieß. Anz. Seltersweg 36. Kl eine Anzeigen M Gießener Anzeiger werden von Timenden brachtet und acleirn. [Stellengesuche! Mann in mittl. Alter sucht Stellung als Kraftw.-Beifahrer, a. Hausverwaltung oder Lagerbeschaftig. Schr. Ang. unt. 01913 a. d.G.A. ZMW- Slnöetroagen tadellos erhalt., gute Federung, Gummibereifg., f. 50 RM. abzug. Zuerfr.beiMatz, Jahnstr.34[oi9i9> __oöüL t i| CÜRO-EINR1CMTUNGEM Gießen, Bahnhofstraße. Zuverl., kinderl. Mädchen (auch Pflichtjahrmädchen) für Haushalt mit drei Kindern (4, 2, x/2 Jahr) zum 15. Mai gesucht. Studienrat Noll Moltkestraße 16. Hausgehilfin für liaeoD 1. Mai gesucht. zr«ii E. sauer Bleichstraße 6. WsgeMli eventl.Halbtagsmädchen sucht Zahntechnisches Laboratorium Rudolf Fischer BahnhoMr. 22. Siondenirau oierMädcBen für Haushalt ge- wohnhaur zu verkauf. 01901 Näher.A.Becker, Keplerstr. 9. Gobelin (Bild), im Goldrahmen, etwa 1,50x2 m, aus Privatbesitz abzugeben. Schriftl. Angeb. unter 01940 an den Gieß. Anz. Leica 300,— RM., zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 01922 an den Gieß. Anz. Gut eingespielte komplette Bratsche m. Etui u. Bezug für 130 RM. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 01870 a. d.G.A. Aelterer selbstdg. Sattler u. Polsterer sucht Dauerbeschäftigung. Schr. Ang. unt. 01884 a. d.G.A. Absolventin des Priv.-Lehrinstit. Dr. Nitsch, Bad Harzburg, sucht Stelle als [ 1303 D Arzthilfe Gefl. Zuschrift, erbeten an Trudel Becker, Bad Salzhausen (Oberhessen). | Verkäufe | Aeltere Meisberger M 6 Mon. tragend, zu verk. [laaoD Krofdorf 206. Ein trächtiges Slmmenlfllet Bind zu verk. [istsT) Laug-Göns, Pinggasse 1. Vogelsberger Rind 5 Mon. tragend, leicht gefahren, zu verk. [oi89? W. Hämmerle, Daubringen. MW« mit 6 Gewehren u. sonstiger Aus- rüftüng tm ganz, zu 820,- RM. zu verkaufen. [01929 Televhon 3727. | Vermietungen | FreundL möbl. Zimmer m. Zentralheiz., in guter Lage, ab 1. Mai zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01941 a. d.G.A. | Mietgesuche"] Suche geräum. 6—8-Zimmer- Wohnung mit Bad und Zentralheizung. Schr. Ang. unt. 01872 a. d.G.A. Alleinst. Dame sucht 3 -Zimmer- Wohnung Schr. Ang. unt. 01925 a. d.G.A. Suche llZiMrthB. mit Küche für sofort od. später in Gießen od. Umgegend. Schr. Ang. unt. 01840 a.d. G.A. Suche 1-2-Zim- mer-Wohnung mit Küche, evtl, auch Mansarde. Für halbt. kann Vausarb. übernommen werd. Schr. Ang. unt. 01932a.d. G.A. Suche sofort für Etagenhaushalt kinderliebes UlMtn nicht unter 16 I. Schr. Ang. unt. 01999 a. d. G.A. ßflusoeßilfin für modernen Etagenhaushalt mit einem Kind nach Gießen ges. Vorzustellen: Montag, 27., u. Dienstag, 28.4., zw. 16 u. 19 Uhr, Ebelstr. 311 od. schriftl. Anfr. u. 1376Da.d.G.A. Aelt., durchaus erfahr, u. zuverl. WsgeWn z. selbst. Führung eines Beamtenhaushaltes zum 1. Juni gesucht. Schr. Ang. unt. 1301va.d.G.A. Dauwntel oder Kostüm, mittlere Größe, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01942a.d. G.A. SuliklerAWg für mittl. Größe, 48-50 zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01914 a. d. Gieß. Anzeiger. Gut erhaltener Sallol für Dameniabrrail zu erwerben gesucht. [1375D Avotheke Lich. Sandletterwagen zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 1351D an d.G.A. Lederschulranzen ZU kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 1350V a. d.G.A. | Verschiedenes j famiiiendrucksacnen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzetier Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 hlo-iwnl 6xfg. Hersteller: Eriko-Dortmund, Postfach 223 Ruf ; 34732 Bezugsquellen werden gern nachgewiesen ,I12V Veranstaltungsring der Hitlerjugend Samstag, den 25. April 1942 6. Vorstellung: Der Wildschütz Oper von Lortzing Beginn: 18.30 Uhr. 136iD Dos gute BOSCH-Radlicht— jetzt kaum mehr lieferbar— wird tadellos reparlertdurch 1367 D Ludwig Fetzer Boschdienst Gießen, Schanzenstraße 3 Fernsprecher 2534 Erprobte 01833 F euerschutzmittel und Leuchtfarben 3ofi Müller A to. Horst -Wessel -Wall 44 Wegen Aufgabe der Landwirtschaft verkaufe ich am Montag- dem 27.Avril, vormittags 9Uhr, folgende landwirtsch. Maschinen: 1 sömaliBlue(2m).... 60Ulf. 1 Bleiwerfll (2teiDlg) 17t Ulf. 1 fiatloffelroöet.......170 HK. 1 ZlvelilWWWllg... 40mt 1 IDflgen GOdtr.Itaglnilt) 300 Ulk. mit Ernteleitern u. Müllerkasten veMleo Kiklngeröfezos. 100 Ulf. Achenbach 1394D mflftle vmellli an Der Bienet, Kraft für schwere Arbeit wird aus unserer tägli* dien Kost erst, wenn sie auch Vitamin Bl enthält. Interessant ist, daß Schwerarbeiter mehr Vitamin Bl brauchen als andere Menschen. wie fall die Kost füt Männer sein? Das richtige Rejept ist immer: viel Abwechslung, nicht einseitig! Wenn es möglich ist, stets 6emü(e auf öenTifch bringen.Das enthält reichl.üitaminBi. Und für das Vesper Vollkornbrot, wenigstensteil- weife. Dann kommt ein Mann schon an seine nötige PortionüitaminBu Das meiste Vitamin Bi enthält übrigens die Bierhefe, und mit diesem kostbaren Wirkstoff aus der fiefe ist unser Dilamalj-Einfachbier angereichert. Es ist also wohlschmeckendes Genußmittel, bekömmlicher Vurstläscker und vitaminspender zugleich. alkoholarm vitaminreich (B) Aber z Zf. denen lassen, die's am nötigsten haben» Und: nicht schimpfen, wenn Sie's nicht immer be« kommen. Das wird auch wieder anders. - AlloiM