Dienstag, 24. Novembers ’ d Dien« Gietzener Anzeiger Englands Brotschulden timmt Der USA -Terror in Nordafrika en obt Dm hier im Hoden y coro en uraieguo) ' .7. S/ pdrft; unter welch' unglaublichen Verhältnissen wird junge \t 2 Die das tigkeit ir die Ige IV, 1z Je 69 iaus hausen Ätt ihnnadit waren Daim- 1 v.h. drück' sgt- benrod nstr. 4 n Felde demgegenüber, daß das englische Empire ganz und ungeteilt bleiben müsse, und in seiner Polemik mit Willkie fand er die Unterstützung der maßgebenden Kreise Englands. Spearman, der Londoner Korrespondent der argentinischen Zeitung „Marion" gibt zu. daß die britische Hochfinanz sich völlig hinter Churchill und Eden gestellt habe. „Sie verlachen die Atlantikerklärung und betrachten sie nur als propagandistisches Blendwerk für die Massen, sie wünschen in Wahrheit den Alliierten den Sieg als Gelegenheit zum Geldverdienen und trachten einseitig die englischen Finanzinteressen auszunutzen, von der Freiheit Indiens, Singapurs und Birmas wollen sie dagegen nichts wissen." Mit dieser pluto- kratischen Macht hinter sich konnte Churchill also Cripps ausbooten. Cripps wird es als blutigen Hohn betrachtet haben, daß Churchill ihm schrieb, wenn Cripps seinen Posten als Mitglied des Kriegskabinetts aufgeben müsse, könne es „so scheinen, als ob er in der politischen Hierarchie einen Schritt nach rückwärts" gemacht habe. Cripps hat sich bereit erklärt, den Posten eines Ministers für die Flugzeugproduktion anzunehmen, wobei daran erinnert sei, daß einst auch Lord Beaperbrook diesen Posten erhielt, um nachher endgültig aus dem politischen Trier bei M und ttyrioi: schein, ig? ß- ®. ms Bei. Tanger, 23. Mod. (Europapreß.) Die Machrichten von Aufstandsbewegungen gegen die amerikanischen und britischen Eindringlinge in Französisch- Mordafrika haben eine indirekte Bestätigung erfahren durch einen Befehl von General Eisen- hower, wonach bis 25. Movember alle im Besitz der Zivilbevölkerung befindlichen Waffen ab- geliefert werden müssen. In dem vom Sender Marokko verbreiteten Befehl heißt es, daß Zuwiderhandelnde vom Kriegsgericht abgeurteilt und unter Umständen mit dem Tode bestraft werden. Ferner hat General Eisenhower von 21 bis 6 Uhr Ausgehverbot angeordnet für alle mohammedanischen- und europäischen Einwohnern . in den Küstengebieten am Mittelmeer und Atlantik. Mordamerikanische Wachtposten sorgen für die Einhaltung dieser Vorschrift. Das Oberkommando der alliierten Streitkräfte in Algerien hat auch alle Kundgebungen, die die öffentliche Ordnung stören könnten, verboten. Die Belegschaften der Bergwerke an der elqerisch-tunesischen Grenze haben zum Zeichen des Protestes gegen den Einbruch der Engländer und Mordamerikaner ihre Arbeit niedergelegt, meldet der römische Mundfunk. Davon sind die großen Erzminen von Medjerda und die Minen von Kouif in der Mähe von Tebessa betroffen worden. Auch die Eisenbahnverbindung die von Tebessa über Kouif nach Tunesien führt und mit deren Benutzung die Anglo-Mordamerikaner bei ihrem Eindringen nach Tunis rechneten, ist nach Flucht der Eisenbahnarbeiter eingestellt worden. Französische Soldaten in Nordafrika werden zum Kriegsdienst gepreßt. Zürich, 23. Mod. (Europapreß.) Wie aus englischer Quelle verlautet, sollen jetzt die französischen drei 3 1 ikii S die j er RN ide ;ung fei. t wie ) trotz über- G# 8u. Der •niet« Esser W 1 mit H4). 1 hm Flachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Helsinki, im Movember 1942. | Unter den grellen Blitzen des Mündungsfeuers NM allzu ferner Batterien des Frontabschnittes M dem Geistern und Leuchten des Polarlichtes/ neftrahlt von dem bohrenden Weiß des Polarsternes Arlanen die grauen Soldaten den Zug. Hier ist Ende des Schienen stranges, die Straften verlaufen in der Steppe, die Welt scheint nit Brettern vernagelt zu sein, Hier ist Salla! -Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer biß 8'/, Uhr desBormittagS Arueiaen-Preise für die i)hllimeter-3eile von 22 SHllimeter Breite: 7Nvi. für fVamtlienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Möt. t. Werbeanzeigen und geirbäfilicke Gelegenbeitkanzeigen Mabvorichrist (vorberige Vereinbarung) 25°/0 mehr ülen 5ln. fein, auer i>ar« ^en lngs. aus. Qftor aufs > wo noch ^cht. ' den >Piel= [ her *9 “lau= rpfen lnzen runa dieser Bahnstraße bis nach Salla, dem Dorfe hart an der finnisch-sowjetrussischen Grenze. Wer nur die Gegend kennt, wird den Kopf schütteln über diese Forderung und Kräftevergeudung in einem Oedland und in einer Landschaft, die an den Urzustand erinnert und kaum einen Bruchteil erschlossen ist. Wer aber die russische Politik seit Jahrhunderten kennt, und wer sich einmal ernstlich hinter die Schachzüge der russischen Expansionsabsichten zuerst am Zarenhofe in Petersburg und seit 1917 im Moskauer Kreml klemmt, wird in immer deutlicherer Klarheit die gerade Linie erkennen, die der russische Imperialismus — gleichgültig in welcher Tarnung auch immer — aus dem Herzen von Rußland heraus anstrebt inRichtung Mar- ott, zum offenen Weltmeer. Da ist einmal die Mur m anbahn hinauf zum hohen Morden und zum Eismeer, diese Bahn auf Knochen und Tränen von Verbannten und deutschen und österreichischen Gefangenen des ersten Weltkrieges gebaut. Als zweite Ausfallbahn und somit Lebensnerv der Moskowiter aber war die Sallabahn gedacht, die in Verlängerung der Straße Kemi—Rovaniemi—Kemi- järoi in Salla Anschluß finden sollte an eine Abzweigung der Murmanbahn, um so das russische Schienennetz zu verbinden bis nach Finnland, bis nach Schweden und nach Morwegen. War aber erst einmal Marvik erreicht, dieser Machttraum eines Peters des Großen und der ganzen Folge weißer Soldaten in den von den USA. überfallenen Gebieten Mordafrikas zum Kriegsdienst für d i e Vereinigten Staaten gezwungen werden. Die in nordamerikanischer Gewalt befindlichen französischen Truppen sollen samt ihren Offizieren in das USA.-Heer e i n g e glie d er t und unter nordamerikanischen Oberbefehl gestellt werden. Das Problem -es Tror-afrika-Ltnternehmens Htadrid, 23. Mod. (Europapreß.) „Die Mordamerikaner müssen 11000 km zur pazifischen Front und 7000 km zur afrikanischen Front ihre Kon- o 0 i s sichern, wenn sie nicht scheitern wollen, während die Achse über eine ausgezeichnete Zentralposition verfügt und — abgesehen von ihren kurzen Verbindungsstrecken zur afrikanischen Front — über eigene innere Linien zur Verteidigung der europäischen Festung verfügt." So schreibt in der Madrider „Hoja del Sunes" der dem spanischen Gene- ralftab angehörende Militärkritiker dieses Blattes. Die Problematik des von Washington und London gestarteten Unternehmens sei die Sicherung der Konvois, also der starke Einsatz an Transportern, ohne daß die unvermeidlichen anderen Schiffahrtslinien geschwächt und gefährdet würden. Die Alliierten benötigten eine riesige Tonnage, um ein verhältnismäßig kleines Kriegskontingent auf den schwarzen Erdteil zu bringen. Die großen angloamerikanischen Geleite, die in dieser Aktion einbegriffen seien, hätten bei Erreichung der in der Mähe der Achsenbasen gelegenen algerischen Häfen die See- und Luftaktivität ihres Gegners empfindlich zu spüren bekommen und peinliche Tribute zahlen müssen. X. Ms terau^, Igvdr ie Cripps ausgebootet wurde Von unserer Berliner Schriftleitung. Sammlung sucht. Und wie zerneroend sind Sallas IMdregionen mit ihrem Halbdunkel und dem glucksenden Boden, über dem sich der halbmeterdicke . : Tespich von Farn« und Kräutern breitet und flicht, zS | fähig und bereit, plötzUch dem Schritt nachzugeben IUDene int einzubrechen, wenn sich War und Sumpf, Galla und der Finnenberg Von unserem HEM.-Berichterstatter. listen umgebaut. Oas Echo in England. Zürich, 23. Mov. (Europapreß.) Die Verän-be» rungen im britischen Kabinett haben in der gesamten Presse Englands großes Aufsehen erregt. Die „Times" schreibt, die Ausbootung eines Ministers aus dem Kriegskabinett, der in der öffentlichen Meinung Englands Anlaß zu besonderen Erwartungen in der Zukunft gegeben hatte, verstimme diejenigen überaus großen Kreise Englands, die Cripps als ihren Vertrauensmann betrachten. Als Cripps im vergangenen Frühjahr ins Kriegskabinett berufen wurde, war er der Mann der damals mit Churchills Kriegführung unzufriedenen Massen. Die Konservativen standen gegen ihn. Auch die Arbeiterpartei duldete ihn nur ungern. Rückhalt fand Cripps aber bei der kommunistischen Partei, den radikalen Betriebsräten und nicht zuletzt bei der Sowjetbotschaft, die in dem Ueberläufer aus dem bürgerlichen Lager einen möglichen Kristallisationspunkt der sozialen Zersetzung Englands zu finden glaubte. Seit Churchills Moskaureise hatte Cripps seinen Einfluß auf die Entwicklung der sowjetisch- englischen Beziehungen völlig verloren. In den heftigen Auseinandersetzungen zwischen Moskau und London spielte er nicht mehr die geringste Rolle. Churchill konnte es gefahrlos wagen, den ihm einst gefährlich erscheinenden Rebenbuhler unschädlich zu machen^ Lord Cranborne, der Sprecher der Regierung im Oberhaus, ist an Stelle von Cripps zum Mit- glied des Kriegskabinetts ernannt worden. Vielfach glaubt man, haß er für das Amt des Dizetönigs von Indien in Aussicht genommen ift Außer dem Ausscheiden von Cripps wird vor allem die Berufung von Oliver Stanley ins Kolomal- amt mit lebhaftem Interesse ausgenommen. Die Schwierigkeiten der Aufgabe des neuen Kolonialministers unterschätzt in London niemand, da das Problem der kolonialen Reform dringlich gewochey ift ftncOeim lagnd), außer tonntaaß und F-etertaaß Beilanen: fliehen er gomilienblätter jeimat imB'I d-DieSckolle Bezugspreis: l.eim .1 5 tu Jahrgang Nr. 277 t)rer Wn sieht die Grenze nicht, man ahnt sie nur, hier limmt Europa Abschied und tritt fein Erbe an Mim ab. Die grauen Kolonnen formieren sich und irhmen Kurs gen Osten, Mordosten, Südosten auf d)n alen Pfaden, die bald in Knüppeldämme über» jein, wenn sich das Moor zu weit in die Wege Mt, oder in Saumpfade inmitten dieser giganti- Mhti Wälder, die kaum ein^s Menschen Fuß bisher ien. und in denen noch Beil und Buschmesser dem durä> ©tfcfel die Bahn erobern. Don Salla, dem Flecken, ar die ft außer Ruinen, Trümmern und verkohltem Ge- lmeili W faute kaum noch etwas zu sehen. Wenn auch 1:-..'. riberischer Frieden in seiner einmaligen Stille hier ihr dieser Urheimat zu liegen scheint, so mahnen lu der anderen Seite doch Kreuze und gebrochene Mffen am Wegesrand, das Grollen der Front und |lai Grau des Kleides der heutigen Bürger Sallas n nicht mißzuoerstehender Einmaligkeit an die Mkie Krieg. J ri Vie schön und begnadet ist 'deutscher Wald, welch Seien bringen Deutschlands Forste und Waldwiesen ien- müden Erdenwanderer, der hier Erholung und Wenn Winston Churchill in einer seiner letzten Reden mit verdächtig schallendem Pathos erklärte, „er sei nicht Ministerpräsident Seiner Majestät geworden, um den Vorsitz bei der Liquidation des englischen Empire zu führen", so glauben wir ihm gern, daß dies nicht seine Absicht gewesen ist. geschichtliche Entwicklung ist indessen schon über ___Wollen weit größerer Staatsmänner hinweggegangen, als es Herr Churchill ist. So war es zweifellos nicht.die Absicht Rapoleons, die Einheit der. deutschen Ration zu fördern, in der Tat hat er aber doch durch die Beseitigung der deutschen Kleinstaaterei einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Auch Winston Churchill ist „ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute vrShljche nKtoerttits^nKlerd H tage General-Anzeiger für Gberheffen $*f«eetw,9$*«l|Tc$eT9*at , |6r Finnenberg fein Gehilfe. Ts ist noch gar nicht lange her, daß besonders di- Salla-Bahn so viel von sich reden machte. Maf) außen hin gesehen die Trasse eines oorfint» wichen Bimmelbähnchens, wenn man sie nach Ammern oder Ostpreußen verlegen würde, im Qrimbe genommen jedoch in ihren finnisch-lapp- wischen Breiten ein Bahnbau von einmaliger Degischer Bedeutung. Nehmen wir den Atlas zur forb: Wir sehen als nördlichsten Punkt, ostwärts Amtiert, die finnische Hafenstadt Kemi als Kno- teuunft des Schienenstranges Finnland-Süd nach ^riland-Mord, oder besser gesagt von Helsinki nach Sotnio. Hier beginnt also der Schienenstrang ent» folg des Kemijärvs nach* Rovaniemi, der ^rptstodt Lapplands und dem Anfangspunkt der Esineerstraße. Von Rovaniemi geht es weiter in alten zaristischen Bahnführung nach Kemi in oi, wo bis oor kurzem Finnlands Eisenbahn- ! hh »u Ende war. J'icr beginnt der Eingriff der „hohen Politik : Mvlin forderte als einen der Hauptpunkte der Metrussischen Forderungen an Finnland im sog. ^tiedensvertrag" vom März 1940 die Verlänge- Am 10. April 1940 übernahm Winston Churchill das Ministerpräsidium. In den seicher verflossenen, reichlich 31 Monaten hat er sein Kabinett elfmal umgebt Riet, so daß auf je elf Wochen eine Kabinettsumbildung erfolgt ist! Seine neueste Kabinettsumbildung ist die Überraschung bes letzten» Sonntags gewesen. Er hat selbst Stastord Cripps ausgeschifft oder — wenn man ganz genau sein will — auf ein Abstettgeleise geschoben. Es ist die zwölfte Kabinettsumbildung. Sir Stasford Cripps ist der Sohn eines britischen Ministers, der zugleich rin reicher Mann war. Er durchlief den Üblichen Bildungsgang eines jungen Engländers aus guter Familie, wurde Anwalt mit dem höchsten Einkommen unter allen Londoner Anwälten, schwenkte zur Arbeiterpartei ab, kokettierte mit bolschewistischen Ideen, wurde Englands Botschafter in Moskau, sprach bann gelassen das große Wort, daß man den Bolschewisten einen triumphale Einzug in Berlin nicht vorenthalten dürfe, wurde der britische Unterhändler für Indien im letzten Frühjahr und übernahm dann die ihm bereits im Februar zugedachte Rolle eines Sprech- ministers, der Churchill von der Teilnahme an den Unterhausdebatten entlasten sollte. Jetzt wird er Minister für ... Flugzeugproduktion. - Churchill hat die ganze Angelegenheit klug geschoben. Ihm ist der „junge Mann" nicht sympathisch, dessen Betriebsamkeit und Rednergeschick er als unliebsame Konkurrenz fürchtet. Unter Berufung auf seinen Patriotismus hat er Cripps aus dem Kriegskabinett hinausgebracht und ihm das Ministerium für Flugzeugproduktion aufgehängt Dabei mag auch der innerenglische Beweggrund mitgesprochen haben, daß Cripps in den letzten Wochen wieder in seine Scheinrolle als Sozialreformer zurückgefallen ift; das Flugzeugtninisterium i|t aber ein Ministerium, wo sozialreformerische Ideen nicht beredet, sondern durchgeführt werden müssen. Für uns aber sind zwei andere Gesichtspunkte wichtiger. Wenn Cripps im Frühjahr die indische Mission übernahm, so wollte er selbstverständlich w einem Erfolg kommen. Churchill ist aber seit feiner Dienstzeit m Indien ein geschworener Feind schafft". . .... Aber ob nun gut ober böse, die Liquidierung des britischen Empire ist jedenfalls im Gange, und zwar nicht erst seit heute, sondern in Wirklichkeit, bereits seit dem Tage, an dem es dem Kriegstreiber Churchill gelang, das Friedenswerk von München zu zerschlagen, noch ehe es realisiert werden konnte. Deutlich sichtbar wurde dies bereits bei dem bekannten Geschäft mit den alten amerikanischen Zerstörern, bei denen Churchill zum erstenmal englische Gebietsteile als Stützpunkte an Roosevelt abtrat. Heute kann Wendell Willkie Churchill .bereits öf fentlich ab kanzeln, nur weil er erklärt, England wolle seinen Besitzstand halten, und findet dabei sogar schon in England selbst Beifall. Dieser geringe Wille Englands zum Widerstand gegen Roosevelts Beerbungspläne ist allerdings nicht allein durch die Tatsache zu erklären, daß praktisch Reuseeland pnd Australien nur von den USA. aus zu verteidigen sind, daß England in Indien sich in eine unmögliche Situation hineinmanövriert hat und auch hier amerikanische Unterstützung braucht, daß die Rahoststellung ohne amerikanischen Rachschub unhaltbar ist, daß Kanada nur deswegen formal noch am wenigsten Abhängigkeit erkennen läßt, weil es dem Zugriff Roosevelts jederzeit offen liegt, er hier also ruhig abwarten kann, sondern es kommt noch etwas anderes hinzu: England befindet sich inder Schuldschlinge der USA., und die Pankees verstehen das weidlich auszunutzen. Schulden haben ja nun allerdings England zuweilen nur wenig bedrückt, wie etwa nach dem vorigen Kriege, wo man von 4,6 Milliarden Dollar Schulden einfach 4368 Millionen Dollar „schuldig blieb". Eine solche Dickfelligkeit konnte sich das England von 1918 wohl leisten, nicht aber das England von 1942. Wenn man damals den Amerikanern sagte: ,^)olt euch doch euer Geld!" so wußte man nur zu gut, daß Amerika eben nicht dazu- imstande war. Man riskiert) also nichts mit der Zahlungsverweigerung. Heute dagegen braucht sich Amerika gar nichts zu holen, es braucht nichts weiter Lu tun,- als nichts mehr zu schicken, und schon ist England in der Gefahr zu hungern, ja zu verhungern. Die Schulden des Englands von heute sind nackte Brot- schulden, und deswegen kann Roosevelt heute alles durchsetzen, was er will. Ein kurzer Ueberblick über die Entwicklung wird das zeigen. Die englischen Gold- und Dollarreserven bezifferten sich bei Ausbruch des Krieges auf 4,5 Milliarden Dollar (Empire 6,7 Milliarden Dollar). Sie sind bereits im ersten Abschnitt des Krieges zum größten Teil mtfgebraucht worden. Im September dürften die Pachtleihschulden des britischen Reiches insgesamt schon wieder etwa 4 Milliarden Dollar erreicht haben. Die Pacht- und Leihlieferungen umfassen aber nur einen Teil dessen, was England Leben der englischen Plutokratie zu verschwiirden. Cripps wird durch Herbert AI 0 r r i s 0 n im Kriegs- tabinett ersetzt, eine Kreatur Churchills, die von der Labour Party überwechselte. Gleichzeitig hat Churchill den reaktionären Kolonialminister Lord Cranborne durch Oliver Stanley ersetzt. Lord Crarv borne wird Lordsiegelbewahrer, Eden bleibt Außenminister, übernimmt aber von Cripps die Stelluna als Führer des Unterhauses. Damit hat Churchill sein Kabinett im Sinne der reaktionärsten Jmperia- iuillen und Grundwasser unter dem Bodengrün verbergen. Gestürzte Urwaldriesen, die vermodern ini zerpulvern, riesige Granitfelsen und Findlinge [mmitten dieses Ppnoramas, Lianen und andere Schlinggewächse, Schneebrüche von- Fichten und killen, und dazu diese ' bedrückende Stille ohne Öopellaut und dem Knacken der Zweige nach einem "lüchtigen Wild, die wenigstens von ungefähr auf ;)k Anwesenheit von Lebewesen schließen lassen HBmtte. Richts von alledem in und um Salla und Muf zum kleinen Finnenberg, dem Brennpunkt k Kämpfe, nur Düster und Dunkel inmitten dieses Salb es, der an dieser Stelle nicht zum lieblichen fyrmri des Auflebens, sondern zur bitteren Holle h Vernichtung wurde. Denn hier tobt härtester Ädeg in härtester Form, hier fällt die Maschine des fcrqes aus mit ihren Motoren und automatischen V-sfen, hier steht ManngegenMann, Messer gig'n Messer, Pistole geaen Pistole, wenn s W kommt, speit einmal ein Minenwerfer sein tot)- brii qenbes Geschoß hinunter zur Gegenseite. Der m scheint tot zu sein und ist doch selten lebendig: i yLrouillen hüben und Patrouillen drüben; sie Wichen oft kaum in zehn Meter Entfernung an- | tincaber vorbei und sehen sich doch nicht m dem dmkel und der Undurchdringlichkeit dieses Waldes, f 61t klären dennoch auf und führen gegeneinander | Rri'g in seiner schwersten, zermürbendsten Form. : €ö wurde Salla und der Kleine ginnenberg zu einrn fest umriffenen Begriff, der das Gegenteil bartetlt zu den Weiten und Geben, zu ber Unermetz- Ityeit und gerne bes Raumes bes mittleren und seichen Frontabschnittes des Krieges im Osten. Tc ch' schier unmöglich erscheinende Ausgaben wer- bin hier im hohen Morden strategisch gemeistert und der Inder. Wenn Cripps die indische Mission mit Hoffnung auf Erfolg Übernahm, so stimmte Churchill dieser Mission m der Erwartung zu, daß sich Cripps die Zähne daran ausbeißen werde. Mun soll die letzte Erinnerung an diese Episode verschwinden. Die Engländer haben in Indien seit dem Juli ein reines Terrorregime etabliert Es sott noch verschärft werden. Cripps ist auch der Schrittmacher des Bolschewismus in England gewesen. Weil England nur noch eine Erbschaft behütet und keine Jdoale mehr entfaltet, ist die bolschewistische Zersetzung zum Ideal so mgnches Durchschnittsengländers geworden. Müßige junge Leute wittern Sensationen. Cripps war ihr Mann. Seit seiner Moskauer Reise im August will Churchill diesen Strömungen den Wind aus den Segeln nehmen. Cripps war in seinem Doktrinarismus auch immer mehr zum Schrittmacher des Rooseveltschen Imperialismus in England geworden. Churchill betonte und roter Zaren, so war das große Expansionsziel erreicht Im Scheitel dieser Gelüste aber lag Salla. Die Sallabahn, zu deren Herstellung sich die Finnen erst gar nicht entschließen konnten, da sie zur Genüge wußten, daß ihre Vollendung den sow- jetrussischen Appetit auf Lappland und somit urfin- nisches Gebiet ins Grenzenlose steigern müßte, wurde Mitte 1940 ernstlich in Angriff genommen, mehrere Aquädukte errichtet und der Bahnkörper vollendet. Da es Schwierigkeiten machte, den Oberbau zu beschaffen und Moskau immer heftiger bränate, mit Repressalien drohte und eine Mote nach der anderen an die Regierung in Helsinki folgen lieft, lieferten die Bolschewisten schließlich sogar oon' sich aus einen Teil der Schienen und Weichen, Brückenteile und sonstige technische Einrichtungen, nur um bas Zwischenstück zwischen Murman-Bahn und Finnendahn vollendet zu sehen. Kurz vor dem 21.6.1941 war denn auch dieser Salla-Teil fertig. Doch der Lauf ber Ereignisse, bas Zuschlägen des deutschen Schwertes brachten es mit sich, daß die Dinge genau anders liefen, als Moskau dies erhofft hatte: anstatt als Aufmarschbasis für die bolschewistischen Horden zu dienen, bringt die Salla- Bahn die verbündeten deutsch-finnischen Truppen nach vorne zur Lappland-Front, sorgt für Nachschub und transportiert die Verwundeten ab nach Kemi, nach Oslo und von dort in die Heimat. Die Züge der Salla-Dahn rollen zur Erreichung ihres Zieles nicht der Moskauer Absicht gehorchend von Osten gen Westen, sondern in der genau entgegengesetzten Richtung, und die deutsch-finnischen Truppenverbände bringen immer tiefer und tiefer in bas Gelände, das ostwärts von Salla liegt, ein. lyet ber Krieg geführt und auch gesiegt, auch roenn disstr Sieg nur nach* Metern und nicht nach 5vlo= । nticm im Vorwärtskommen mißt! Hier trennt sich dc Fronturlauber von seiner Einheit am Kilometer- frii 36 und wenn er nach beinahe Zweimonats- frif- wieder zum Haufen zurückkehrt, denn so lange friert neben den zwei oder auch drei Urlaubs» !»rien der Ab- und Anmarsch, hat die Truppe mellet den Kilometer 38 erkämpft und erreicht. Kem ^roartsftürmen im Hundert-Kilometer-Tempo, 'ider ein Kriechen im Schneckentempo, und dennoch Me Heldenleistung mit Schneid und Elan, 3abne= ^scmrnenbeißen und höchster Einsatzberettschast 06041/ - gelen in einem Gelände, von dem sich der Durch- stritts-Europäer auch bei größter Phantasie fern ließ ' MÄrheitsgetreues Bild machen kann. Das ist die ,ietrie.i G:cenb von Salla und vom Kleinen Winnenberg, AH b- eine Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes xwmaN fN. die bisher noch in keinem medizinischen Wor- * «ebot ü-tuche figuriert: die Krankheit vor grünen Bau- ir?it imb moosüberwuchertem Boden, vor lahmen» 8en* : dir Stille und vor dem Glauben, daß es von hier Fern 5r ui« Atttick mehr gibt. Kurz und gut: die „Waldkrank- rl btit'’. Salla ist der Bazillus dieser Einmaligkeit und — Ibfl* Sfcinrtenfoorrt (»in CSphiffe. I Monatlich.^...RM.lLv Mell gebühr .. „ -.25 mich bei Nichterscheinen von einzelnen Mummern mrolae höherer Gewalt ttkrnsvrechanschlaß 2251 Hmhtanichrist ,Lln zeiger" Wtf check 11ghranff ./M braucht, in der Hauptsache die direkten Kriegsliefe- run-aen. Der Lebensmittelbedarf der englischen viel'oevölkerung muß im wesentlichen auch heute noch mit Dollars bezahlt werden. Solange die Engländer in den Kautschuk- und Zinnlieferun- gen Malayas, die ja zu einem großen Teil nach den USA. gin-aen, eine reichfließende Dollareinnahmequelle besahen, machte die Bezahlung der englischen Lebensmittel verhältnismäßig wenig Sorge. Mit dem Verlust Malayas änderte sich aber das Bild ganz entscheidend. England braucht Dollars, ist aber nicht mehr in der Lage, sich durch Exporte welche zu verschaffen. So muß es pumpen. Eine Anleihe von 425 Millionen Dollar gegen Verpfändung wertvollster amerikanischer Effekten in englischem Besitz war nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, und zudem verstanden es die gerissenen Neuyorker Juden durch einen geschickten Trick (nämlich Ertragsminderung der verpfändeten Effekten als „Auslandsbesitz" durch höhere Besteuerung) sich in den Besitz des wertvollen Pfandes zu setzen. Englands Dollarbedarf wuchs aber immer weiter, und da die Briten keine Lust hatten, ihren restlichen Besitz cm Amerika zu verschleudern, forderten sie immer nachdrücklicher, daß auch die Lebensmittellieferungen in die Pacht- und Leihhilfe e i n b e - zogen werden müßten. Zur Begründung bediente man sich dabei des Schlagwortes von der „Gleichheit der Opfer*, das Herr Roosevelt geschaffen hatte. Doch zeigten die Amerikaner wenig Neigung, darauf einzugehen. Der Jude Morgenthau kam zwar nach London, auf- Der Jude Morgenchau kam zwar nach London, auffälligerweise zur gleichen Zeit wie Herr Smuts, und es ist kaum noch ein Geheimnis, daß bei diesen Londoner Finanzberatungen die englische Forderung auf Lieferung von Lebensmitteln im Pacht- und Leihwege mit anderen Zugeständnisses bezahlt werden mußte. England hat ja noch manche Werte, wie etwa die südafrikanischen Goldbergbauaktien. Auf diese haben es die Amerikaner offensichtlich aboesehen, zumal man damit gleichzeitig auch die politislye Kontrolle über die Südafrikanische Union des Herrn Smuts in die Hand bekommt. Auch in diesen sauren Apfel werden die Engländer beißen müssen, denn sie brauchen Brot notwendiger als Gold. So lernt England jetzt am eigenen Leibe spüren, was Ernährungsabhängigteit bedeutet, wenn man nicht mit dem zahlen kann, was der Besitzer dieser Lebensmittel haben will. Der Druck dieser Brotschulden wird von Monat zu Monat unerträglicher werden, und Herr Churchill wird ein Stück des Empire nach dem -anderen dafür hingeben müssen, auch wenn er sich noch so sehr da- aegen sträubt, der Liquidator des Empire zu sein. Aus der Brotschlinge gibt es kein Entrinnen mehr V. A. Lleberlegene Strategie des deutschen U-Boot-Krieges. Lissabon, 24. Nov. (Europapreß.) Der USA.- Admiral William V. P r a t t schildert in der Zeitschrift „News Week" die Schwierigkeiten einer wirksamen Bekämpfung der deutschen U-Boote. Nach wie vor seien die Deutschen in der Offensive. Die Anforderungen des Geleitschutzes seien so groß, daß eine Flottenoffensive gegen die feindlichen Unterseeboote überhaupt nicht möglich fein werde: außerdem fehlten den Ueberwasserstreitkräften die Angriffs- und Ueberraschungsmöalichkeiten der U-Boot- Waffe. Besonders Mutterschiffe seien für U-Boot- Jäger verwundbar, ohne Mutterschiffe könnten aber U-Boot-Jäger nicht weit von ihrer Landbasis operieren. „Die Deutschen haben sehr viel Erfindungsgabe in der Führung des U-Boot-Krieges bewiesen", schreibt der Admiral weiter. „Ihre Strategie ist gut. Sie suchen eine günstige Stelle heraus und bearbeiten sie, bis sich nichts mehr versenken läßt. Dann wechseln sie ihren Standpunkt. Diese Verlegung der U-Boot-Angriffe zwingt die Anglo-Amerikaner ständig zu der zeitraubenden Einrichtung neuer Stützpunkte für ihre Gegenaktionen. Auch taktisch haben die Deutschen neue Anqriffsmethoden entwickelt und vor allem ihre Geschwindigkeit wesentlich erhöht. Zahlreiche vernichtende U-Boot- Angriffe wurden bei Nacht von hinten auf Geleitzüge durchgeführt." Der Webrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauplquartier, 23. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die kampftätigkelt im Kaukasusgebiet beschränkte sich auf örtliche Unternehmungen. 3m Raum südlich von Stalingrad und imgroßenDonbogen stehen die deutschen und rumänischen Verbände im Zusammenwirken mit starken Nahkampffliegerverbänden weiterhin in schweren Abwehrkämpfen. Bei vorübergehender Wetterbesserung im mittleren Abschnitt der Ostfront waren Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zur Bekämpfung feindlicher Artilleriestellungen und Truppenunterkünste eingesetzt. Südostwärts des 3tmenseegebiets wurden wiederholte, von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets abgewiesen. 3m Gebiet von Agedabia wurden Vorstöße stärkerer britischer Aufklärungskräfte gegen die deulsch- itatienifchen Stellungen zurückgeschlagen. Die Luftwaffe griff Panzeransammlungen, Kraftfahr- zeugkolonnen und Barackenlager in der Lyrenaika an und fügte dem Feind erhebliche Verluste zu. Vor Algier warfen Kampfflieger in der vergangenen Nacht ein Handelsschiff von 7000 BRT. in Brand, ein Zerstörer und ein großes Frachtschiff wurden beschädigt. Die Häsen und Flugstützpunkte im Küstengebiet wurden mehrfach mit Bomben belegt und starke Schäden verursacht. Nach einem militärisch wirkungslosen Einflug eines einzelnen feindlichen Flugzeuges in das nord- westdeutsche Grenzgebiet griffen britische Bomber in der vergangenen Nacht einige Orte Südwestdeutschlands an. Es entstanden vorwiegend Brandschäden, u. a. in Stuttgart. Nachtjäger, Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine schossen — zum Teil schon an der Kanalküste und über französischem Gebiet — zehn Flugzeuge, darunter mehrere viermotorige, ab. 13 Britenflugzeuqe abgeschossen. B erlin, 23. Nov. (DNB.) Bei ihren Angriffen inderNachtzumMontag wurden einige der einsliegenden britischen Bomber schon an der Küste der besetzten Westgebiete von der deutschen Abwehr zum Absturz gebracht. Andere erreichte das gleiche Schicksal beim Weiterflug in das französische Gebiet oder auf dem Rückflug nach England. Insgesamt wurden 13 Britenflugzeuge vernichtet, unter ihnen auch mehrere viermotorige Bomber, von denen einer in der Nähe von Paris eine Notlandung durchführen mußte. Der Flugzeugführer sagte, daß sein Flugzeug bereits bei der Annäherung an das Stadtgebiet von Stuttgart schwer getroffen wurde. Er mußte sich zum sofortigen Rückflug entschließen, kam aber nur bis Paris. An Bord befanden sich noch drei tote Besatzungsmitglieder, drei weitere waren unmittelbar nach-dem schweren, Treffer, welchen das Flugzeug bei Beginn seines Angriffs erhalten hatte, mit dem Fallschirm abgesprungen. Sie wurden gefangengenommen. Bei diesen militärisch völlig wirkungslosen Angriffen verloren die Engländer mindestens 80 Mann fliegendes Personal. Die USA verloren Dreiviertel ih er Flugzeugträger. Berlin, 23.Nov. (DNB.) Die nordamerikanische Flotte hat in den ersten elf Kriegsmonaten über Dreiviertel ihres bei Kriegsausbruch vorhandenen Bestandes an Flugzeugträgern und -mutterschiffen verloren. Von acht Schiffen wurden im Pazifik sieben vernichtet, die Flugzeugträger Dornet" (20 OÖO Tonnen), „Wasp" (14 700 Tonnen), „Enter- prise" (19 900 Tonnen), „Yorktown" (19 900 Tonnen), „Lexington" (33 000 Tonnen), „Saratoga" (33 000 Tonnen) sowie das Flugzeugmutterschiff „Langley" (11050 Tonnen). Die Besatzung belief sich auf rund 10 000 Mann, von denen der größte Teil mit den Schiffen unter gegangen ist. Dieser hohe Verlust hat die USA: gezwungen, Ozeanbamp - f e r zu Hilfs-Flugzeugttägern umzubauen. Die er- Aquarium und Gchaukelstuhl. Von Margarete von Olfers. Georg sagte eines Tages, daß ihm die schönste Erinnerung aus feiner Kinderzeit ein Aquarium märe. Er saß am Frühstückstisch und Sabine ihm gegenüber. „Komisch", meinte sie, „ein Aquarium ist doch etwas so Stumpfsinniges mit den langweiligen Goldfischen, das ist doch nichts für Kinder, unsere sollen etwas Lustigeres haben." Sie sah dabei in den Kinderwagen, in dem ihr erster Sprößling schlief. „Ein Aquarium regt die Phantasie an", beharrte Georg, „ich saß stundenlang davor und träumte und beobachtete die schönen Gold- und Schleierfische, die zwischen Algen und schwankem Grün hin und her schwammen." „Reat die Phantasie an?" fraate Sabine ungläubig. „Meine Phantasie wurde als Kind jedenfalls durch etwas ganz anderes angeregt. Denk dir mal, es war ein Schaukelstuhl meiner Großmutter, der mich wie ein Schiff in ferne Lande trug, und was ich da alles im Schaukeln erlebte, darüber könnte man Bücher schreiben. Ich muß sagen ich sehne mich oft nach solch einem Schaukelstuhl, in dem man träumen und so viel erleben kann." „Ein Schaukelstuhl", spottete nun Georg, „dieses Möbel vergangener Zeiten für Frauen, die nichts zu tun hatten. Erfreulich, daß du ihn nicht mit in die Ehe gebracht hast, diesen Schaukelstuhl der Großmutter." „Das tut mir heute noch leid, bann setzte ich mich mit dem Bub hinein und reifte weg mit ihm, weit weg, und du kannst allein vor deinen Goldfischen sitzen und dichten." „Meinetwegen", sagte Georg nun auch ein bißchen aereizt, zündete sich eine Zigarette an, nahm seine Aktentasche und ging mit einem kurzen „Aus Wiedersehen?^ in sein Büro. Sabine blieb nachdenklich zurück. „Nun ist er böse", sagte sie, schob den Kinderwagen hin und her und betrachtete zärtlich das winzige Etwas in den Kissen. „Wie er Georg gleicht", fuhr sie fort und lächelte, „ob er ihm auch sonst wohl ähnlich wird und Goldfische mögen wird?" Sabine fand plötzlich, daß sie häßlich und eigensinnig gegen Georg gewesen war, sie hätte doch ein bißchen mehr auf ihn eingehen können, er sprach soll Ihnen meinen Namen verkaufen! „Ich verstehe Ihre Bedenken nicht", entgegnet Helene ungeduldig. „Denken Sie lieber an Ihre Oeldistel!" Sie wundert sich, weshalb Bergenroth sie plötzlich ganz verblüfft ansieht. Da erklärt er mit einem kleinen Lächeln: „Nun sieh mal an ... da haben wir ja einen ganz treffenden Namen für meine Pflanze gefunden. Oeldistel! Nicht einmal schlecht für meinen Neuling." Dann roirt) sein Gesicht wieder ernst. „Sie sagen, Fräulein Veselius, Sie verstehen meine Bedenken nicht. Mir scheint, es gibt deren viele. Wie nun, wenn eines Tages eine dritte Person unseren Pakt bedroht? Es muß nicht Ihr früherer Verlobter sein ..." Helene schüttelt den Kopf und erwidert, daß sie vorläufig gefeit wäre gegen jederlei Anfechtungen in der Liebe. „Nun, ich könnte vielleicht den Wunsch haben, eine wirkliche Ehe zu schließen " Helene lächelt. Sie sagt: „Ich habe den Eindruck, daß Sie jetzt einmal Ähre Versuche beschäftigen. Aber es ist selbstverständlich, daß jeder von uns dem anderen das offen erklären wird, wenn er die Lösung des Paktes wünscht." Bergenroth bleibt stehen. Und vielleicht sieht er überhaupt jetzt erst Helene zum erstenmal ganz rich- trg an. Er denkt. Wir kennen uns nicht, wi'llen nichts voneinander. Aber wer darf denn sagen, daß er seinen Mitmenschen wirklich kennt? Wieviele Männer und Frauen schassen Paa um Tag gemeinsam und bleiben sich doch innerlich fremd? (Fortsetzung folgt.) Aus -er Stadt Gießen ,im Dh Münchner Orchester brachte die duftigen Farben der ungemein sauber gearbeiteten Partitur gut zur !Ä Geltung Roland Tenschert. Kein Waren zugunsten des Reichs bestimmen. Es wird unbewacht stehenzulassen, zum Opfer gefallen! Die daher warnend darauf hingewiesen, daß nach der Männer der Rettungsmannschaft schütteln die Köpfe: „Immer wieder, immer wieder!" Und immer wieder (Nachdruck verboten.) 8. Fortsetzung. Da das Mädchen nicht gleich spricht, lehnt Sergen- das 3J n düng k wiesen, * lesstrch Beziehe- innt, ir Sbehörht MselW rollen r Bergenroth beugt sich vor. Er lächelt wie über die Phantasterei eines Kindes, schüttelt den Kopf. »Das ist sehr freundlich gedacht, Fräulein Veselius, ober das geht natürlich nicht. Sie wissen, daß ich hier meine Stellung habe . ." „Die müßten Sie selbstverständlich aufgeben", hgt Helene lebhaft. Sie läßt Bergenroth nicht zu einem neuen Einwand kommen. „Ich bin reich. Mr können Geld in Ihre Sache hineinstecken. Es würde mir Freude machen, Ihnen helfen zu können." „Nun mal halt!" LPD. In letzter Zeit mußte die Preisbehärde häufig wegen Verkaufs gebrauchter Waren zu Ueberpreisen gegen Händler und Privatpersonen mit Ordnungsstrafen vorgehen und die Einziehung dieser .BesuchSgesicht" und „Alltaqsstimmung-. Mensch ist vollkommen, und auch unsere brechen auch Brände aus, weil es unbeaufsichtiaten Kindern so leicht gemacht wird, an die Zündhölzer zu kommen. Wer sein Kind lieb hat, wer unsere Wirtschafts- und Wehrkraft nicht durch Verluste an lebenswichtigen Gütern und Menschenleben jchniä- chen, sich selbst vor Strafe schützen und sein Gewissen nicht belasten will, der nehme die Gedanken zusammen und beseitige mit einem Handgriff solche Gefahrenquellen für Kinder: Zündhölzer weg? Heißwasser sicher aufstellen! Im Namen des Volkes: Mütter, verwahrt die Zündhölzer! Mutterschutz und Arbeite'»^». Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat zu Einzelfragen des Mutterschutzes Stellung genommen. Die Frage, ob werdende Mütter, die die Arbeit im Einvernehmen mit dem Betriebsführer schon vor Beginn der Sechswochenfrist aussetzen, Anspruch auf Weiterzahlung des Arbeitsentgelts haben, beantwortet sich nach den allgemeinen Rechtsgrundsätzen. Danach besteht in der Regel kein gesetzlicher Anspruch auf Weiterzahlung des Entgelts, wenn lediglich der persönliche Wunsch der werdenden Mutter maßgebend ist. Handelt es sich dagegen um eine Krankheit ober um eine mit der Schwangerschaft zusammenhängende Gesundheitsstörung, so gelten die für den Krankheitsfall vorgesehenen Vor- renschlange gleitet. ,^)err Bergenroth", sagt Helene, „ich möchte einen Hakt mit Ihnen schließen." „So — na, reden Sie erst mal ruhig weiter. als 'Im yr: Walkim' lustas or irtnmngl: 15 umfc ften k 1 tau $eiPrt, ■ als mb di? i, laufe einwandfreie Eier nachgeliefert werden müssen. Eine kostenlose Nachlieferung einwandfreier Eier kann der Verbraucher aber nur dann verlangen, wenn er die genußuntauglichen Eier spätestens am zweiten Tage nach dem Kauf bei seinem Lieferanten beanstandet. Sind die Eier an einem Freitag gekauft worden, so kann der Verbraucher den kostenlosen Umtausch auch noch am Montagvormittag cor- nehmen. Überschreitet der Verbraucher diese Frist, bann muß er bas unter Vorweisung des schlechten Eies nachzuliefernde gute Ei bezahlen; er erhält aber in jedem Falle innerhalb des jeweiligen Dersorgungsabschnittes ein anderes Ei geliefert. .Mutter, hilf!" NSG. Aus der Küche ertönt entsetzliches Jammergeschrei: „Mutter hilf?" Wieder ist ein Kind dem unverantwortlichen Leichtsinn, Kessel mit kochendem Wasser auf den Fußboden zu stellen und gar noch Dec große Irrtum Roman von Meta Brie. in Belgrad — so deutet es das Programm an — eine wirkungsvolle Steigerung sichert. Die Musik verrat die leichte Hand eines feinen Könners, der über eine eigenartige Klangpalette verfügt. Das Geographie -er Kriegsschauplätze Oer Rordosten Europas und die Ostsee. Schuldner ab 1. Januar 1943 dem Reich VA v. H. Zinsen zu zahlen. O e Weihnachtsferien in Hessen. Von zuständiger Stelle wird rnitgeteitt: Für die Schulen des Landes Hessen ist eine Verlängerung der Weihnachtsferien vorerst nicht in Aussicht genommen. Die Ferien beginnen am Mittwoch. 23. Dezember 1942 (1. Ferientag). Der Unterricht beginnt wieder am Montag, 4. Januar 1943. Eine Verlängerung der Weihnachtsferien über den 4. Januar hinaus ist nur für den Fall beabsichtigt, daß die Wetterlage dazu zwingt. Oer Hand?» m t Gebrauchtwaren. Die NSG. „Kraft durch Freude" eröffnete am gestrigen Montagabend im Geographischen Institut der Universität am Brandplatz eine Lichtbilder- Dortragsreiye über die Geographie der Kriegsschauplätze. Es handelt sich hierbei um einen Vortragszyklus,. der den Hörern eine umfassende Kenntnis von den Lebens- und Wirtschaftsbedingungen usw. der Kriegsgebiete vermitteln soll. Gestern abend sprach nach kurzen Einführungsworten des Leiters der Volksbildungsstätte der Geograph unserer Universität, Prof. Dr. Klute, über den ersten Abschnitt seines Themas „Der Nordosten Europas und die Ostsee". Er machte einleitend die gegenüber dem ersten Weltkriege jetzt voll- kommen veränderte und in ihrer Bedeutung erheblich gesteigerte Stellung der geographischen Wissenschaft über Land und Leute der Kriegsschauplätze deutlich und lehrte dabei klar erkennen, daß wir nicht in unbekanntes Land hineinschreiten, sondern die Räume, in denen sich die kriegerischen Operationen abwickeln, uns in allen Einzelheiten bekannt sind. Unsere Kenntnis von Land und Leuten erstreckt sich nicht etwa nur auf die Verbindungswege usw., sondern sie umfaßt auch alle Möglichkeiten der Er- zeugungs- und Ernährungswirtschaft, der Bodenschätze des Landes und deren Nutzbarmachung, der Struktur, der Landnutzung, ferner die Volkstums- fragen usw. usw. Daher stehen wir auch dem weiten Ostraume, der als Kriegsschauplatz und als Wirt- chaftsfaktor unsere besondere Aufmerksamkeit er- ordert, mit weitreichenden Kenntnissen seiner Eigen- chaften und Lebensbedingtheiten gegenüber. Nach diesen grundsätzlichen Darlegungen schilderte der Vortragende unter Heranziehung vieler guter Lichtbilder in fesselnder Weise den aufmerksam lauschenden Hörern die hauptsächlichsten Eigenschaften und Lebens- und Wirtschaftsbedingungen des weiten Ostraumes vom Nord"n bis zum Süden, soweit er in der Obhut unserer Wehrmacht ist und für unser Volk und unsere Kriegführung als Er- nährungs- und Rohstoff-Faktor in Betracht kommt. Das Bild, das der Vortragende von dem gewaltigen Raume von Murmansk bis herunter zur Steppe am Schwarzen und am Kaspischen Meer skizzierte, war außerordentlich vielseitig gestattet. Gebrauchtwarenoerordnung vom 21. 1. 1942 gebrauchte Waren höchstens zum Neuwert (Wiederbeschaffungspreis derselben oder vergleichbarer Waren) abzüglich der tatsächlich eingetretenen Wertminderung angeboten und verkauft werden dürfen. Auch das Bieten ober Zahlen eines erhöhten Preises durch Käufer ist strafbar. Zu den gebrauchten Waren zählen alle Gegenstände, die sich einmal in Händen von Verbrauchern befunden haben. Es genügt nicht, irgendeinen Geschäftsmann nach dem Preis zu fragen ober Preise aus Auslagen ober Inseraten zum Vergleich heranzuziehen. Wer nicht selbst genügende Fachkenntnisse besitzt, schützt sich nur durch Befragung eines vereidigten Sachverständigen unter Vorweisung des betreffenden Stückes vor Strafe. Oer Umtausch von verdorbenen Eiern Der Eierwirtschaftsverband der Landesbauernschaft Niedersachsen hat zu der Frage, innerhalb welcher Zeit verdorbene Eier dem Einzelhändler zurückgegeben und gegen einwandfreie eingetauscht werden können, folgendermaßen Stellung, genommen: Dem Verbraucher müssen die Eier, die innerhalb eines Versoraungszeitraumes auf die einzelnen Abschnitte der Reickseierkarte auf gerufen werden, in einwandfreier Beschaffenheit geliefert werden. Das bedeutet, daß für genußuntaugliche Eier in jedem Falle innerhalb eines Dersorgungsabschnittes Bergenroth legt feine große, kräftige Hand auf Helenes Arm. „Das haben Sie sich alles schön ausgedacht. Sie Kindskopf, Sie. Aber ich kann da nicht mittun. Sehen Sie, ich bin ein Mann, der seine Anstellung hat und sonst nichts. Ich könnte Ihnen für Ihr Land nicht die Pacht zahlen, die Sie zu beanspruchen haben. Eine Beteiligung Ihrerseits an meinen Versuchen, von denen ich noch nicht einmal weiß, ob sie ein Ergebnis haben werden ... nein, eine solche Beteiligung muß ich ablehnen. Oder wollen Sie mir die Stellung eines Gutsverwalters an- bieten?" Helene schüttelt den Kopf. „Nein ..sagt sie. ,.Sid) me'ne es anders ..." Es steigt eine leichte Röte in ihr Gesicht, als sie fortfährt: „Wenn nun alles, das Gut und bas Betriebskapital, Ihnen so gut gehört wie nur?" „Wie denn ...ich verstehe nicht ..." „Ich möchte Sie heiraten, Bergenroth!" „Sie wollen ... ach, Sie sind ja verrückt, Mädchen!" „Nein! Im Gegenteil!" erwiderte Helene. „3ff) will mit Ihnen einen Vertrag auf gegenseitige Hilfeleistuna schließen. Ich will Ihnen alle notwendigen Mittel für Ihre Versuche zur Verfügung stellen. Und Sie sollen mir Ihren Namen und Ihren Schutz geben." Sie sieht den Mann an. Sein Gesicht ist abweisend und herb. Er findet nur eine Deutung dieses merkwürdigen Ansinnens. Er ernnert sich des Gesprächs neulich mit Frau Schrött. Sie sprach von einem trüben Erlebnis des Fräuleins in der Liebe. Seine Frage jetzt ist schonungslos: „Sie erwarten ein Kind?" Helene schüttelt den Kops. Sie denkt ... natürlich, dieser Gedanke mußte ihm ja kommen. Sie antwortet: „Nein. So ist das nicht. Ich will ganz offen fein. Ich war mit einem Manne verlobt, den ich sehr liebte. Kurz vor unserer Eheschließung erfuhr ich, daß eine andere Frau und ein Kind ältere und ing f)or; en leaß m Snbob um W lonjerti?: . - Sri .ine i M' ff aboijl. ftoiwa k die 5oi!! : WM fienrnii] tte hM t in M ember l tettfio: dt sich ir- in. Lugen", ta an & eobor Di n Pm« ch um ei! Dlotine N «m Lage einleitend! 'tellung b en LiW- stt. ergedkr en Ai nd ßani iSlOS ö) r helnir M hin ä ®e|ant ^ebenste über Ls haben l; Verfahre trolle kV stärkere Rechte an diesen Mann haben. Da löste ich die Verlobung." „Und ...?" Bergenroth sieht noch nicht ein, weshalb Helene ihn braucht. Da wirst sie ihr Gesicht heftig zu ihm herum. Die dunklen Locken fliegen um ihren Kopf. Sie gesteht: „Er will mich noch immer nicht freigeben. Und ich selbst ..." Sie krampft die Hände zusammen ... „Ich kann und kann nicht loskommen von dieser Liebe!" „Und da denken Sie nun, eine Ehe mit mir, eine Ebe, die nur auf dem Papier besteht, wird Sie vor sich selbst schützen und vor diesem Mann? Sie sind ja eine Närrin!" „Aber ich will ja mehr, Bergenroth! Ich will mir zugleich von Ihnen Aufgaben erbitten. Ihre Arbeit interessiert mich brennend. Daran will ich teilhaben. Und wir werden uns auch um den anderen Wirtschaftsbetrieb des Gutes kümmern. Wir werden lehr viel zu tun haben!" Der Mann muß jetzt doch erkennen, daß der Vorschlag sehr ernst gemeint ist. Er streicht sich über die Stirn ... Land haben und Betriebskapital und dann Weiterarbeiten können ... Weiß Gott, dieses große Mädchen neben ihm in ihren Mannshosen und ihrer burschikosen Art kommt ihm wie eine Versucherin vor. Er steht auf. „Kommen Sie. Laufen wir ein Stück. Die Straße an der Ilm entlang, daß uns der Wind um die Köpke geht." Fest und schwer sind seine Schritte. Beharrlich sieht er vor sich hin. Schweigt lanae. Er findet vorerst den Vorschlag unbegreillich. Was für ein verrückter Handel um die Zukunft ... um Land und um Versuche ... und schließlich auch um eine Spanne Menschenleben. Das alles bedenkt der . Mann und versucht auch, Helene zu begreifen. Als er dann stehen bleibt und das Mädchen an* sieht, wechselt der sonst so ruhige Blick der grauen Augen zu einem herrischen Funkeln. Er fragt: ohnzinM sche W )em AB eorg oB etwas? S.5 „im®8 Klavierabend Lortols in Berlin. Der berühmte französische Pianist Alfred Cortot, 1 »er schon während der Berliner Kunstwochen als ; Solist in einem Furtwängler-Konzert aufgetreten ■ war, gab jetzt in der Berliner Philharmonie einen eigenen Klavierabend, der im Zeichen» von Schumann und Chopin stand. Die ebenso virtuose wie 1 vergeistigte Gestattungskunst dieses viel bewunderten Meisters des Klavierspiels trug Cortot Stürme des Beifalls ein. Der Komponist Richard weh. Eine von Werner Trenkner dirigierte Rundfunksendung in der „Musik zur Dämmerstunde" wies auf das Schaffen von Richard Wetz hin. Er ijt ein Spätromantiker, der die gegensätzlichen Stilarten von Brahms und Bruckner in lebendigem Klange vereint. Seine Kleist-Ouvertüre, ein Vorläufer der drei Wetzschen Sinfonien, ein Jugendwerk aus dem Jahre 1899, und 1908 von Nikifch herausgedracht, trägt einen Dorspruch von Hölderlin, zu dem sich Wetz ebenso wie zu Goethe, Storm, C. F. Meyer, Fontane, Schaukal und Ricarda Huch in einem inneren Verhältnis befand. In vier wuchtigen Schlägen und der Auflösung des neapolitanischen Sextakkordes in den Hörnern gibt sich die Grundhaltung des Werkes, das den Ausgang von Kleists Leben Mim Vorwurf nimmt. Auf einem Halteton des Nasses baut sich das einleitende Thema auf, das durch wechselnde Quint- und Duartenjolge, durch die stärkere Berücksichtigung von Holzbläsern und Römern klanglich überaus ansprechende Abwynd- jungen erfährt. Obwohl Wetz zu dieser Zeit Bruckner noch nicht kannte, mutet das d-moll-Haupt- thema aanx Brucknerssch an. Wieder erinnern die Paukenschläge an das tragische Geschick, mir das Seitenthema in F-dur wählt eine freiere, fast erlösende Form. Gewalttg anschwellend, unter Einschaltung eines umfassenden Klangkörpers, klingt wieder die Ursprungstonart durch. Ein verklärendes d-moll läßt das Werk, noch lange nachschwinaend, ausklingen. — Werner Trenkner, ein Schüler von Richard Wetz, in Oberhausen tätig, dirigierte anschließend sein eigenes Violinkonzert mit Isabella Schmitz als Solistin. Es liegt auf der Linie seines Lehrers, geht aber in feinen Gegensätzlichkeiten eigene Wege. Wilhelm Schnauck. Hochschulnachrichten. Der Ordinarius für innere Medizin an der Universität Königsberg, Professor Dr. Herbert A ß - mann, vollendet am 25. November fein 60. Lebensjahr. Er studierte in Königsberg, Freiburg und München und promonisrte 1905 in Königsberg. In «wurde er 1919Privatdozent, 1922Ordinarius ireftor der Medizinischen Poliklinik. 1931 wurde er nach Königsberg berufen. Professor Aß- mann wurde besonders durch seine Arbeiten auf dem Gebiet der Röntgendiagnostik und d-r berkuloseforschung bekannt. — In Ludwigshafen am Bodensee begeht Professor Dr. Freiherr von Düngern seinen 75. Geburtstag. In Würzburg geboren, studierte er in München, ^rriburn Und Berlin, promovierte 1933 in Freiburg Und habilitierte sich ebenda 1896. 1906 kam er an bas von Vinzenz Czernn neu errichte ^nftit”1 rür experimentelle Krebsforschung in Heidelberg. Seine Untersuchungen über die Vererbbarkeit der Blut- torperdjenmertmafe an Heidelberger Familien bilden die Grundlage zu der gerichtlichen Anwendung der Dlutgruppenbestimmung zur Auffindung der Vaterschaft. 1913 wurde hungern Direktor des Im jtituts für experimentelle Krebsforschung Hamburg- Eppendorf. — Der o. Professor für mittlere und neuere Geschichte Dr. Leo Santifaller an der Universität Breslau hat einen Ruf an die Universität Wien bekommen. Santtfaller ist gebürtiger Südtiroler, er studierte in Wien, Freiburg und Innsbruck und promovierte 1919. Er war dann Bibliothekar des Oesterreichischeu Instituts für Geschichtsforschung an der Universität Wien, leitete später das Staatsarchiv in Bozen und 1924 bis 1927 das Austtihramt für Kunstgegenstände in 8ozen. 1927 wurde er Mitarbeiter der Monumenta Sermaniae Historica in Berlin und habilitierte sich frort. 1929 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Geheimrats Franz Kämpers nach Breslau berufen. — Der planmäßige a. o. Professor für Strafrecht an der Universität Erlangen, Dr. Thomas Würtenberger, wurde zum o. Professor ernannt. Würtenberger wurde 1907 in Zürich gefroren. Er studierte in Zürich, München, Frankfurt, Berlin und Freiburg und promovierte 1939 in Freiburg. 1939 habilitierte er sich ebenda. 1940 »urbe ihm die Vertretung des ßehrffubls *ür Strafrecht an der Universität Erlangen übertragen. Es zeigte die verschiedenen Landstriche in ihren Eigenheiten des Bodens und der Bodenschätze in und auf der Erde, die klimatischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Nutzung des Landes, den Einfluß von Sommer und Winter auf die Vegetation und den Ertrag der Acker- oder Waldwirtschaft, der je nach der Breitengradlage und der Struktur des Bodens versch.eden, zum überwiegenden Teile aber außerordentlich umfangreich und für die Ernährung, wie auch für die müustr.elle Nutzung sehr wertvoll ist. Aus seiner weit umfassenden Schau der Dinge zog der Vortragende dann die Schlußfolgerung hinsichtlich unserer Lage und unserer Erwartungen, die wir mit dem wetten Ostraum verknüpfen. Es waren verheißungsvolle und sehr befriedigende Feststellungen, zu denen er in diesem Zusammenhänge kam. Dann machte Professor Klute in Wort unv Bild weiter mit den verschiedenen Volkstypen in dem Raume zwischen Murmansk und dem Steppengebiet am Schwarzen und am Kaspischen Meer bekannt, ebenso mit den charakteristischen Eigenheiten der Bauweise der Städte und Dörfer, die für den Menschenschlag des Landstrichs kennzeichnend sind. In diesem Zusammenhang machte er auch in einigen wesentlichen Einzelheiten an Hand der Kopf- und Gesichtsbildung von Männern und Frauen die Unterschiede der Rasse deutlich und gab interessante Hinweise auf die Lebensformen der verschiedenen Völkerschaften. Die im Lichtbild gezeigten Stadt- und Dorfbilder unterstrichen und erweiterten die Darlegungen des Vortragenden in aufschlußre cher Weise. Die Hörer gelangten dadurch in den geistigen Besitz eines umfassenden Landschaftsbildes, in dem die Menschen und die Natur mit ihren reichen Schätzen in gleicher Weise voll zur Geltung gebracht wurden. Dem Vortragenden wurde für seine etwa eineinhalbstündige interessante Schilderung von Land und Leuten des Ostraumes mit berechtigtem Beifall gedankt. In der zweiten Vorlesung am kommenden Montag wird die lehrreiche Einführung in ein uns bisher im allgemeinen fernliegendes und doch so außerordentlich wichtiges und interessantes Wissensgebiet fortgesetzt werden. Sie steigen schweigend abwärts, Lehen über eine Wiese. Die Sonne neigt sich gen Westen und legt koch einmal einen sanften Schein um den ihr zu- zewandten Teil der Burg. Eine Bank steht zwischen Erlenbüschen. Dort macht Helene halt, und sie setzen sich. Haltuna gegenüber der Umwelt ist jeweils von ; Einflüssen verschiedenster Art bedingt. Es ist dabei < eine alte Erfahrung, daß schon unter normalen ' Verhältnissen nahezu jeder von uns sein „Besuchsgesicht" und ein anderes, erheblich zwangloseres ! „für den Hausgebrauch" zu zeigen pflegt. Wir wollen dabei gar nicht an jenes gezwungene, sauersüße Lächeln denken, das, hervorgerufen durch irgendwelche unerwünschten Besucher, den Gegenstand so mancher Witzeleien bilbet. Bleiben wir vielmehr bei der Unterscheidung zwischen beiden Gesichtern als dem ehrlichen Spiegelbild unserer inneren Haltung! Heute ist es besonders der Fronturlauber oder gelegentlich auch der genesende Verwundete, der in unser kriegsmäßig-geselliges Familienleben immer wieder einen Hauch besonderer Wärme und Herzlichkeit hineinbringt. Mit der gebührenden Selbstverständlichkeit wird gerade diesen Männern unsere volle Bereitschaft zuteil, ihnen die Freude, die das Wiedersehen mit ihnen in uns auslöst, reichlick zu vergelten und ihnen so viel auf ihren weiteren Weg mitzugeben, wie wir es nur irgend vermögen. Und es ist dann immer wieder ein beglückendes Erlebnis für uns Menschen der Heimat, wenn wir aus den Worten oder Briefen jener liebgewonnenen Gäste die Gewißheit entnehmen können, daß sie sich in den wenigen Stunden bei uns heimisch und wohlgefühlt heben. So wett ist also alles in schönster Ordnung, und man braucht über solche Selbstverständlichkeiten kein Wort zu verlieren. Aber Hand aufs Herz! Lassen wir es nicht manchmal außerhalb solcher, für uns festlichen Gelegenheiten an einer entsprechenden positiven Einstesiung zu unserer Umwelt fehlen? Fallen wir nicht oft in den Fehler einer ichbetonten Rücksichtslosigkeit zurück, wo wir auch unseren sonstigen Mitmenscken mit ein wenig Herzlichkeit einen bedeutenden Austrieb in ihrem Alltag vermitteln könnten? Es ist leider eine alte Erfahrung, daß die Gewohnheit uns abzustumpfen pflegt. Daher kommt es denn auch, daß wir im öffentlichen Leben, im beruflichen Umkreis und auch in unserer Familie manchmal alle d-e Talente der' Aufgeschlossenheit und Anpassungsfähigkeit vermissen lassen, die wir vor Außenstehenden mit oftmals erstaunlicher Reichhaltigkeit zu entfalten verstehen. Gewiß sind heute alle unsere Energien viel stärker in Anspruch genommen als unter normalen Verhältnissen. Aber ist das wirklich ein Grund, uns unsere eigene Stimmuna durch die Teilnahmslosigkeit an Umwelt und Mitmenschen zu verdüstern? Wenn wir nur ein wenig Spann- kratt darauf verwenden, auch das Sein und Handeln der anderen in unsere Rechnung einzusetzen, dann werden wir frei von der Selbstüberhebung, die immer nur Ansprüche nach außen stellt, anstatt bei sich selber den Anfang zu machen. Dann erleben wir gleichzeitig »auch die durch nichts aufzuwiegende Freude, ittden Mitmenschen gleichgestimmte Kampfgefährten und in unserer eigenen Familie eine Keimzelle der heranreifenden Zukunft zu erkennen. Die deutsche Heimat steht heute in einem außerordentlichen Geschehen, um das uns Generationen und । Jahrhunderte beneiden werden. Aber nur wenn wir | uns auch innerlich von der Kleinheit des Alltäglichen lösen und bereit sind, das große Geschehen in allen seinen Formen rings um uns her mitzuerleben und mitzugestalten, gewinnen wir letztlich auch , für uns selbst die Befähigung, die Kräfte der VnwHt in uns zu aktivieren H. M. Oie Ablösung der Hauszinssteuer. Aus den Kreisen der beteiligten Kreditinstitute erfährt der Lpd., daß bis jetzt verhältnismäßig nur wenig Hausbesitzer wegen der Abgeltung der Haus- zinssteuer (Sondergebäudesteuer) an sie herangetreten sind. Viele scheinen damit warten zu wollen, bis der Bescheid des Finanzamtes in ihrer Hand ist, oder sie denken, die Sache habe Zeit, weil die Zahlung erst am Jahresende fällig werde. Der Ablösungsbetrag ist das lOfache des bisherigen Jahresbetrags der Hauszinssteuer. Es llegt im eigenen Interesse der Hausbesitzer, die ja schon ohne Bescheid den Abaeltungsbetrag errechnen können, schon jetzt an ihr Kreditinstitut heranzutreten, gleichviel, ob sie ein Abgeltungsdarlehen beantragen ober vor- > hanbene Guthaben zum Zweck der Barabsösung kündigen wollen. Die Kreditinstitute sind während ■ des Krieges genötigt, mit Aushilfsversonal zu ar- : beiten und gleichwohl den Jahresabschluß für 1942 , zu bewältigen. Häufen sich im Monat Dezember : die Anträge, die im Zusammenhang mit der Ah- i geltung der Hauszinssteu"r gestellt werden, und . können die Abgeltungsbeträge dann nicht spätestens am 31. Dezember entrichtet werden, so hat der fe ine* ganz $ L fllaiW roch sich abwartend zurück und sieht geruhsam auf i L eW - fräs friedliche Bild im Tal, auf die Stadt mit den a ab Giebeldächern und auf den Zua, der mit verweht ra.' fnnnmm über die Schie- „Ich besitze ein Gut im Harz. Ein Pächter bewirt- schäftet es, aber der Vertrag läuft am Jahresschluß vb und wird nicht mehr erneuert. Der ganze Betrieb scheint arg vernachlässigt zu sein. Und nun schlage ich Yhnen vor, dort Ihre Versuche im großen fortzu- setzen." • A ab $ Giebeldächern und auf den Zua, der mit verwehi Ä heraufklingendem Bimmeln langsam über bie Schie- »A inOrhf Ldi-z M Ä 'Ä Mewisten Dr. Lot;. 3574D Friedhofs aus statt. 06060 •11.getr.W1, Als Verlobte grüßen Elfriede Faber Alwin Kling Liegniy 256] nachmittags 2’/2 Uhr, statt. 06069 mit 10 Liter monatl. 4 Liter monatl. 6 Liter monatl. mit 2 Liter, mit 3 Liter, mit 4 Liter, mit 6 Liter, mit 10 Liter. B 3 K H mit mit Bl B 2 B 3 K H tollen zwecks Papierersparung nicht mehr zur Aushändigung an die Kunden gedruckt werden. Sie sind im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 262 vom 7« November 1942 veröffentlicht und können bei den genannten Banken eingesehen werden. Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe j Verkäufe | Radio 7Rühr.,Wechselstrom,!. 250 RM. z. verk. - Neuw. Pelzmantel, Gr. 42-44, ges. Schr. Ang. unt. 06064 a.d.G.A. Dis Allgemeinen Geschäftsbedingungen der privaten Banken und Bankiers Gießen, 25. November 1942 Marktstraße 2, Seiteneingang __________________________06051Z Wissenschaftliche Werke Sendergebiet der BrühPschen Druckerei bei der Herstellung und Aufbewahrung von Lebensmitteln gewarnt. Die Verwendung derartiger Gefäße ist außerdem nach § 3 Ziffer 2 des Lebens». Mittelgesetzes verboten. Gießener Dochenmarktpreife. * Giesien, 24. Nov. Auf dem heutigen Wochen- martt kosteten: Wirsing, % kg 9 bis 10 Rpf., Weißkraut 8, Rotkraut 9 bis 10, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 7, Feldsalat 50, Oberkohlrabi, das Stück 10, Rettich 10 Rpf. Verdunkelungszett: 24. November von 17.19 bis 7.30 Uhr. Bekanntmachung. Betr.: Hühnerpest; hier: Ausbruch der Seuche in den Geflügelbeständen des Kaufmanns Adolf Kümmel, Gießen-Wieseck, Schulstr. 4. In dem Geflügelbestand des Kaufmanns Adolf Kümmel zu Gießen-Wieseck, Schulstr. 4, ist die Hühnerpest amtstierärztlich festgestellt morden: Die Schutzmaßnahmen gemäß § § 289 der Ausführungsvorschriften zum Reichsviehseuchengesetz sowie Ge^ Höftsperre sind angeordnet. [3571C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Beterinärvolizei. I. B.: Nicolaus. Statt Karten! Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen, für die Kranz- und Blumenspenden, besonders Herrn Pfarrer Bühler für die trostreichen Worte am Grabe, der Gemeindeschwester zu Londorf für ihre Bemühungen, sowie dem Kriegerverein für die letzte Ehrenerweisung sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich König und alle Angehörigen. Londorf (Horst-Wessel- Straße 28), Gießen, den 23, November 1942. 06047 Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Lorenz Harbauer Uffz. an einer H.-U.-S. Frau Marianne, geb. Rühl G. A-Sport. Gpielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern 1 - VfB.-R.Gießen 1 4:2 (2:1). Die 1. Jugend des DfB.-Reichsbahn Gießen war am Sonntag Gast in Leihgestern, um das fällige Verbandsspiel auszutragen. Dieses Spiel sollte darüber entscheiden, wer den ersten Platz in der Tabelle einzunehmen hat. Beide Mannschaften waren noch ohne Punktverlust. In schönem und temperamentvollem Kampf konnte der Bannmeister Leihgestern das Spiel mit 4:2 Toren gewinnen. Schiedsrichter Hoffmann (Wiefeck) leitete einHand-frei und sicher. Kurze Sportnotize«. Deutschlands Fechterinnen gewannen in Budapest das Ländertreffen gegen Ungarn mit 10:6 Punkten. Lilo Allgeier und Hedwig Haß waren mit je vier Stegen die besten deutschen Fechterinnen. Lerne zu Hause Kurzschrift ohne Schulbankdrücken, ohne AblenkungI Nie versäumen Sie den Unterricht! Auch Eilschrift und Meschinen-rhreiben. Kostenlose Aufklärungsschrift Nr. 397. 011 OD«I N »tt° SA < den ichw M KAI 1 LorstM ior abzusek Mde ft«6< rohe Ma'ko "j wobei eir i starker 1 jagen, wur j«iW' xj rimiani|c $inen, ihre köie der Sei! W Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Atlsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. Für die Zeit vom 16. November bis 13. Dezember 1942 werden auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft auf den gültigen Bestellschein 43 der Reichseierkarte 2 Eier, und zwar auf den Abschnitt a ausgegeben. Die Ausgabe der Eier erfolgt im Laufe des43. Vers orgungsabs chmttes. Gießen, den 23. November 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. sichteten u Ungefaßt K" Zahl« Mtwerser. Erleichterung de! Kopfweh Infolge von Stockschnupfen, Verstopfungen und Stauungen im Nasenrachenraum bringt meist Klosterfrau-Schnupfpulver. Bei mehrfachem Gebrauch pflegt ohne schädliche Aebenwirkungen bald ein Gefühl der Befteiung und Erfrischung einpttteten. Seit über hundert fahren bewähtti Aus Hellkräutem hergestell! von der gleichen Zirma, die den Klosterfrau-Alelissengeist erzeugt. Äitte machen Sie einen Versuch I Originaldosen zu 50 Pfg. (Inhalt etwa 5 Gramm) in Apochekea und Drogerien. Die deutsche Turnri ege zum Budapester Dreiländerkampf gegen Ungarn und Italien am 12. Dezember besteht aus Kurt Krötzsch (Leuna), Oberfeldwebel Karl Stadel (WH), Oberfeldwebel Gauch (WM) und Oberwachtmeister Eugen Göggel (Polizei). Als Ersatzmann macht Gefr. Heinz Walter (WM) die Reise mit. Beim letzten Uebungsturnen in Leipzig kam wieder Kurt Krötzsch auf die höchste Punktzahl. fr der nach «en üb j'Mödi, LnJQnn- 5 S1* ulammer ksutd) L. ^"Zerz L"dfnschne S «nein 1 toiaern *iiu ^»r. ' - 3m s Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach, Gießen, sowie des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de4 Haupticbristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feutüeton: Dr. Hans Thyrtotr für Stadt Gießen, Provinz, Wirtictiast und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange S. (A. Veriogsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: An^eigenleiter: Hans Leck. Sinzeigenpreisliste 9tr. 6. (Sin Kellerdieb zum Tode verurteilt. Lpd. Offenbach a. M., 22. Rov. Die Notwendigkeit, vorsorglich Schutzmaßnahmen gegen die Terrorangriffe feindlicher Flieger zu treffen, hat in den luftgefährdeten Gebieten vielfach dazu geführt, daß Volksgenossen einen Teil ihrer Habe, vor allem Kleider und Wäsche, in Koffer verpackt, in die Keller gebracht haben. Wer in dieser Weise mithüft, den Gefahren aus der Luft zu begegnen, muß sich darauf verlassen können, daß feine Sachen im Keller ebenso sicher aufgehoben sind wie in der Wohnung, und daß mit unerbittlicher Strenge gegen diejenigen Elemente eingeschritten wird, die die kriegsbedingten Ausnahmeverhältnisse für ihre verbrecherischen Zwecke ausnutzen zu können glauben. Schwerste Bestrafung hat daher jeder zu gewärtigen, der. sich an fremdem Luftschutzgepäck vergreift. Daß mit diesem Grundsatz unnachsichllich Ernst gemacht wird, zeigte die Verhandlung gegen den 33jährigen Alexander Scheer aus Offenbach am Main, der sich vor dem Sondergericht Darmstadt zu verantworten hatte. Scheer, der bereits in seiner Jugend einen ausgesprochenen Hang zum Nichtstun und Stehlen an den Tag gelegt hatte und zuletzt im Jahre 1936 als Anführer einer gefährlichen Einbrecherbande zu einer Zuchthausstrafe von 4% Jahren sowie zu 5 Jahren Ehrverlust verurteilt worden war, hatte nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt bei einer Offenbacher Firma Beschäftigung als Kohlenträger gefunden. Bei dieser Tätigkeit, die ihn ständig in anderer Leute Keller führte, bemerkte er im Oktober d. I. in einem in der Moltkestraße in Offenbach gelegenen Haus, daß in dem Vorkeller mehrere Koffer offensichtlich zum Schutze vor Luftangriffen abgestellt waren. Einige Tage danach schlich er sich bei einbrechender Dunkelheit in diesen Keller ein und entsendete einen der Koffer, der Wäsche und Kleidungsstücke im Gesamtwert von über 500 RM. enthielt. Einige Monate zuvor hatte er schon einmal in einem Keller gelegentlich des Kohlentragens einen Gummischlauch an sich genommen. Das Sondergericht verurteilte den Angeklagten, der sich nach seinem Vorleben und feiner gesamten Persönlichkeit als Dolksschädling sowie als gefährlicher und unverbesserlicher Gewohnheitsverbrecher darstellte, wegen seiner gemeinen Tat zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. 8« M 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachung werden nach den §§ 10, 12 bis 15 der Verordnung über den Warenverkehr vorn 18.8.1939 — RGBl. I, Seite 1430 — (in der Fassung der Verordnung vom 30.10.1941, RGBl.I, Seite 679) und den Strafvorschriften bei Zuwiderhandlungen auf dein Gebiete bezugsbeschränkter Erzeugnisse (Verbrauchsregelungs-Strafverordnung) in der Fassung vorn 26. 11. 1941 (RGBl. I, Seite 734) bestraft. Kassel, den 14. November 1942. Der Obervräsident - LandeSlvirtschaftsamt. 9m Auftrag: gez. Kropf. Voritehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur Kenntnis. (35721) Gießen, den 23. November 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach und Gießen, sowie den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen, vr. Lotz. Landkreis Gießen. * Albach, 22. Nov. Hier fand, wie alljährlich, bei Gastwirt Will die Kaninchenausstettung des Kaninchenzuchtvereins Albach statt. Trotz her Kriegsverhältnisse brachte der Verein 71 Tiere zur Schau. Ausgestellt waren Angora, Gr.-Chinchilla, Wiener blau, Wiener weiß, Klein- Chinchilla. Preisrichter war Dietrich (Klein-Karben). Der Verein lieferte 18 Zuchttiere für die Ostgebiete ab. Ergebnisse der Schau: Angora: Wilhelm Stumpf, Ehrenpreis. Gr.-Chinchilla: H. Hahn dreimal Ehrenpreis, dreimal 2. Preis; Wilhelm Ludwig Langsdorf Ehrenpreis der Kreisfachgruppe, zwei Ehrenpreise, zwei 2. Preise und vier 3. Preise; Wilhelm Wagner ein Ehrenpreis, ein 1. Preis, ein 2. Preis, ein 3. Preis; Ludw. Langsdorf vier 2. Preise iiS" L.J? "so! LrfSeiii * könii« und ein 3. Preis; Ludwig Arnold ein 2. Preis; Ludwig Neeb Ehrenpreis der Reichsfachgruppe, ein Ehrenpreis, ein 1. Preis; Karl Dippel ein 3. Preis; Wilhelm Will zwei Ehrenpreise, ein 1. Preis; Wilhelm Hofmann ein Ehrenpreis und ein 2. Preis; Georg Schmitt ein 3. Preis. Wiener blau: Willi Brück ein Ehrenpreis und ein 1. Preis; Georg Schmitt ein Ehrenpreis, ein 1. Preis, ein 2. Preis, zwei 3. Preise; Karl Hermann Landesbauernführer- Ehrenpreis, ein Ehrenpreis, zwei 1. Preise, ein 2. Preis, zwei 3. Preise; H. Brück ein 2. Preis, zwei 3. Preise; Michel DH en ein 2. Preis, ein 3. Preis. Wiener weiß: Wilhelm Stumpf ein Ehrenpreis, drei 1. Preise, ein 2. Preis; Karl Schmitt ein 3. Preis; Wilhelm Schwalb ein Ehrenpreis. Klein-Chinchilla: Ludwig Arnold zwei 2. Preise, ein 3. Preis; Heinrich Hilberg ein 3. Preis. * Hungen, 24. Nov. Der Kaninchenzucht- verein Hungen und Umgegend veranstaltet am kommenden Sonntag, 29. November, seine diesjährige L 0 ka 1 schau im Saale des Gastwirts Raab in Inheiden. Es werden über 250 Kaninchen der Wirtschaftsrassen ausgestellt, eine große Anzahl davon soll zum Verkauf kommen, so daß mancher Züchter gute Möglichkeit zur Deckung seines Zuchtbedarfs hat. Als Preisrichter wurde Josef Wiehler (Neu-Isenburg) verpflichtet. Heute morgen 4’/2 Uhr entschlief sanft und un- ■ erwartet nach kurzem, schwerem Leiden meine 1 liebe, herzensgute Frau, unsere gute Mutter, 1 Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und 1 Tantc Marie Lang, geb. Menges im 61. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: ■ Ludwig Lang IV. und Familie. 1 Großen-Linden, Berlin, den 23. Nov. 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, 25. November, ■ schriften. Den weiblichen Angestellten ist hiernach vor Begickn der Sechswochenfrist in der Regel das Arbeitsentgelt für die Dauer von sechs Wochen weiterzuzahlen. Ferner kann bei einer durch Schwangerschaft verursachten Minderung der Arbeitsfähigkeit ein Anspruch auf Fortgewährung des Arbeitsentgelts nach dem Mutterschutzgesetz gegeben sein. Mit dem Beginn der Schutzfrist hat die werdende Mutter Anspruch 'auf Wochengeld, auch wenn sie die Arbeit schon vorher ausgesetzt fjat. Der Anspruch auf Wochengeld entfällt jÄwch für die in die Schutzfrist fallende Zeit, für die der werdenden Mutter das regelmäßige Arbeitsentgelt weitergezahlt wird. private Krankenversicherung und NSD.-Haushalthelferinnen. ' Wenn durch Familienangehörige oder durch nachbarschaftliche Hilfe ein Ersatz der Hausfrau im Falle ihrer Erkrankung nicht beschaffbar ist, werden von der NSV. Helferinnen gestellt, um die Hausfrau und Mutter zur Förderung ihrer völligen und baldigen Gesundung möglichst zu entlasten. Das erfolgt vor allem in solchen Fällen, in denen kinderreiche Familien zu versorgen sind. Die Wirtschaftsgruppe Lebens- und Krankenversicherung, Abteilung Krankenversicherung, hat ihren Mitglieds-Unternehmungen empfohlen, daß für den Einsatz von Haushalthelferinnen durch die NSV. grundsätzlich eine freiwillige Beihilfe zu gewähren ist. Bei ihrer Bemessung soll etwa der halbe tarifliche Erstattungssatz für Krankenhausbehandlung zugrunde gelegt werden, sofern ohne die Haushalthelferin ein Kran- kenhausaufenthalt der Hausfrau in Bettacht gekommen wäre. Keine Zinkgefäße zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Alljährlich werden Vergiftungsfälle beobachtet, die auf die Verwendung von Zinkgefäßen oder verzinkten Gefäßen bei der Zubereitung oder Aufbewahrung von Lebensmitteln zurückzuführen find. Häufig werden in unüberlegter Weise Zinkeimer oder Zinkkannen, die für die Verwendung als Lebensmittelbehälter gar nicht bestimmt sind, bei der Zubereitung von Speisen verwendet (z. B. Verwendung von Zinkeimern beim Beerensammeln, Aufbewahren von frischem Fleisch in Zinkwannen usw.). Es muß deshalb darauf hingewiesen werden, daß Lebensmittel, die Säuren enthalten oder leicht säuern (Salate aller Art einschl. Kartoffel- und Fleischsalat, ferner Fleisch, Milch, Sauerkohl, geschältes Obst, Beerenfrüchte, Obst- und Fruchtsäfte, Marmeladen, Muse, Weine, Brottoig usw.) ost in kürzester Zeit Zinkgefäße angreifen, wobei sich das Metall in den Lebensmitteln auflöst und diese genußuntauglich und gesundheitsschädlich macht. Der unangenehme metallische Geschmack der zinkhaltigen Lebensmittel wird oft durch andere Stoffe verdeckt und daher nicht beachtet. Die entstehenden giftigen Zinkvergiftungen rufen nach dem Genuß der Speisen schwere Magen- und Darmstörungen, Erbrechen, Durchfall, Leibschmerzen — bisweilen mit Fieber verbunden — hervor. Es wird daher vor der Verwendung von Zinkgefäßen und verzinkten Gefäßen Wüä™ «41 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 24. November 19.00 bis 21.45 Uhr Frau Lunn. 3-4-3hnmet- Mmg (mit Bad bevorzugt), für sofort m Gießen oder näh. Urngeg. zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 06065 a.d.G.A. JungesEbevaar sucht möbliertes 2-Belten-Zimmer m. 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Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. ** Eierverteilung. In der gegenwärtigen Dersorgungsperiode bis 13. Dezember werden auf den Bestellschein 43 der Reichseierkarte 2 Eier auf den Abschnitt a ausgegeben, wie heute im Anzeigenteil amtlich bekanntgegeben wird. ** Zeugnisse erst im Februar. Der Reichserziehungsminister hat angeordnet, daß von der Erteilung eines Halbjahreszeugnisses am letzten Schultag im Monat Januar an den Volks- und Mitteschulen abzusehen ist. Die Zeugnisverteilung soll vielmehr am letzten Tage der ersten vollen Februarwoche oorgenomme werden. * Bargeldlose Zahlung von Renten. Die Reichspost kommt dem Wunsche vieler Volks- genossen entgegen und läßt im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister die unbare Zahlung von Renten an Privatpersonen zu. Vom 1. Januar 1943 an können auf Antrag des Rentenempfängers laufende und einmalige Renten aus der Angestellten-, der Invaliden- oder der Unfallversicherung auf das eigene Postscheckkonto des Rentenempfängers oder auf das Postscheckkonto einer öffentlichen Spar- oder Girokasse, einer Bank usw. zur Gutschrist auf ein vom Rentenempfänger bei dieser Geldanstalt eingerichtetes Konto überwiesen werden. Die Rentenempfänger können die unbare Zahlung der Rente bei ihrem zuständigen Zahlpostamt beantragen. An- tragsformblätter, aus denen das Nähere her vor geht, sind Ende November bei den Postämtern erhältlich. *♦ Sie Hausfrau spart. Mit großer Flamme zum Kochen bringen, mit kleiner Flamme weiterkochen (garkochen). Vergiß nicht, daß auf jeden Tops ein Deckel gehört. Wer das streng beachtet, spart etwa 3 Kubikmeter Gas im Monat! Die Kochflamme soll nur so groß aufgedreht werden, daß die Flammenspitzen den Topfrand erreichen, nicht aber darüber hinausschlagen. -lünmenv Berlin, ] len 24 6ta Mein lieber Mann, unser guter Schwager und Onkel Herr Karl Ockel wurde am 22. November im Alter von fast 80 Jahren nach kurzer Krankheit durch einen sanften Tod erlöst. ,m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Ockel, geb. Köhler. Gießen (Bleichstraße 27), Münster, Leun, Heuchelheim, den 22. November 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, 25. Nov., nachm. y24 Uhr, von der Kapelle des Neuen Statt besonderer Anzeige. Am Totensonntag verschied sanft nach langem, schwerem, geduldig ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Mathilde Neumann, geb. Schäfer im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Friedrich Neumann, Reichebahnlokomotivführer I. R. Fllegerhauptmann Albert Neumann, z.L Im Felde, nobel Familie; Rechteanwalt Dr. Ernst Neumann, z.Z. Kriege- Verw.Jnsp. im Osten, nebst Familie; u. alle Verwandten und Verschwägerten. Gießen (Tannenweg 32), Dessau, Düsseldorf, Duisburg, Winterberg i. Westf. und Ernsthausen (Kr. Frankenberg), den 22. Nov. 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 25. November, 14% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes in Gießen aus statt. 06050 LICHTSPIEL-THEÄTER Gloria-Palast, Seitersweg: Fronttheater 8338C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße • Schatten der Vergangenheit T88L 2.30, 4.45,7.30; 80. 2110. 4.30,7.30 Uhr Im 1. Vierteljahr 1943 sind Petroleum-Bezuas- ausweise mit den nachstehend genannten Höchstmengen zu beliefern: B 1 mit 2 Liter monatl. im Ian. u. Febr. 1943 1 Liter monatl, im Marz 1943 B 2 mit 3 Liter monatl. im Jan. u. Febr. 1943 2 Liter monatl. im März 1943 Radio-Apparat Wechsel- od. AN- itrom, v. Privatmann z. kaufen gesucht. Schrift!. Ang. unt. 06024 an d. Gieß. Anz. Moderner Frack neu od. gut erhalten, schlanke Figur, 1,70 m groß, sow. weiße Westen z. kaufen gesucht. 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Auf Grund des § 1 der Anordnung 45 der Reichsstelle für Mineralöl (Regelung des Einzelhandels mit Petroleum) vom 16.2.1942, abgedruckt im Deutschen Reichs- und Preußischen Staats- anzeiger Nr. 39 vom 16. 2. 1942, darf Petroleum nur gegen Petroleum-Berechtigungsscheine der Reichsstelle für Mineralöl oder gegen Petroleum- Bezugsausweise der Wirtschaftsämter von Einzelhändlern abgegeben und bei ihnen bezogen werden. 2. Gemäß § 3, Absatz 2, dieser Anordnung wird bestimmt: Die Petroleum-Bezuysausweise sind im Monat Dezember 1942 an die einzelnen Ver- brauchergruvpen mit folgenden Höchstmengen zu liefern: Groß.-Linden Gießen-Wieseck Babnhofstrabe63 i. Z. b. d.Wehrmacht im November 1942 \06067/ * Damenbart und alle sonstigen Schönheitsfehler entfernt für immer Frau B. G u Ide n.seit 35 Fr. W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Bießen, Am Riegelpfad 32, 9 bis 17 Uhr. 624d • enadiere zu [feineren feil ! 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