<92. Jahrgang Nr. 225 Ericheml laguch, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener R-amilienblätter Heimat imBild'DieScholle Bezugspreis: Monatltck.... .RM.1.80 Sustellaebüör,.. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanschluft 2251 Drahtanschrift: -Anzeiger" Postscheck 11686 s>rankf./M voMerrtag. 24.§eptember 1942 Annahme von 'Anzeigen für die Mittagsnummer biß 8*/, Uhr deSVormittagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für ftamiltenan- zeigen und private GelegenheitSanzelgen 14Rpf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Matzoorschrift < vorherige Vereinbarung) 25°/o ment - a vomters Eichener Anzeiger mwSXsk«. General-Anzeiger für Oberhessen $*^te»«^$d|al|rotie 7-9 ■< * -leL * >4. ■ • Der junge Offizier pH. Daß es iio)'oei oen um uuDtiuiucin- Kompanie ober irgciioeme anuece iivmt vimvui lief) wertvolle Vorkommen handelt, ist in der letzten bc5 Iccrc5 führt, ist d i e s ch ö n st e in seinem Be- q«;* nnrt Triton imh Nonkees mit In- hio ihm hier zu« (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, im September 1942. Der Gedanke einer« „gemeinsamen ostasiatischen Wohlstandssphäre" ist nicht, wie man vielleicht glauben könnte, erst in diesem Kriege entstanden. Als am 27. Mai der japanische Reichstag eröffnet wurde DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 23. Sept. Der Führer empfing in feinem Hauptquartier den Staatsführer des unabhängigen Staates Kroatien, Dr. Ante Pawetlc, der sich auf dem Wege zur Besichtigung der an der Ostfront kämpfenden kroatischen Truppen befindet, und hatte mit ihm eine von herzlichem und freundschaftlichem Geiste getragene Aussprache. An dem Empfang nahmen außer der Begleitung des Poglawnik des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarfchall Keitel, teil. Der Führer empfing ferner in feinem Hauptquartier den stellv, rumänischen Ministerpräsidenten Wlhal Antonescn und hatte mit ihm eine längere unb herzliche Aussprache. Mihai Antonescu hatte am 22. und 23. September auf Einladung des ganz Ostasien mehr abgab als es erhielt, also einen Reichtum aufweist, der nun von Japan klug und der Gesamtheit zum Wohl gelenkt werden soll. Daß es sich bei den Rohstoffen um außerordent- terten. Nordwestlich Woronesch verlor der Feind in harten Abwehrkämpfen 25 Panzerkampfwagen. 3m mittleren und nördlichen Front- ab schnitt wurden eigene örtliche Angriffsunternehmungen erfolgreich weitergeführt. Starke Kampf- fliegerkräfte griffen bei Tag und Nacht Nachschub- lager und Eisenbahnverbindungen der Sowjets im Raum um R s ch e w mit vernichtender Wirkung an. An der Küste der F i s ch e r h a I b i n f e l bombardierten Sturzkampfflieger einen wichtigen sowjetischen Stützpunkt. In euftkämpfen schossen deutsche und finnische Jäger im hohen Norden ohne eigene Verluste 19 feindliche Flugzeuge ab. An der Kanalküste wurden bei Einflügen schwacher britischer Kräfte vier feindliche Flugzeuge abgefchossen. In Südengland belegten leichte deutsche Kampfflugzeuge am Tage kriegswichtige Ziele mit Bomben schweren Kalibers. Bei Dover wurden drei Sperrballone abgeschossen. kömpfung der U-Boote fehlt.- Der USA -Marine- Minister Knox hat ganz ähnlich erst dieser Tage gesagt, daß die bösen U-Boote nur auf lange Sicht | bekämpft werden können. „Man kann nicht daran zweifeln, daß die Nachrichten des Feindes stim- men", schreibt „Evening News" zu den deutschen Sondermeldungen über Angriffe auf englisch« cyne- rikanische Geleitzüge. Da Großbritannien m ferner Versorgung von Ueberseezufuhren abhänge, müsse es die größten Risiken auf sich nehmen. Das gleiche gelte von der Versorgung der Sowjetunion. Großadmiral Lord C h a t f i e l d habe schon recht, wenn er sage, die Schiffahrt seidasherzblut Eng - l a n d s , das, wenn es einmal zu fließen aufhore, den Tod Großbritanniens zur Folge haben werde. Weil auch der Gegner diese Wahrheit erkenne, un» Reichsaußenministers v. Ribbentrop diesem in seinem Feldquartier einen Besuch abgestattet. In seiner Begleitung befanden sich dabei der Generalsekretär im rumänischen Außenministerium Da- videscu, der Untersiaatssekretär für Luftfahrt Gegen zähen Widerstand weiterer Bodengewinn bei Stalingrad pawelie und Mihai Antonescu vom Führer empfangen. Die Zeit, in der der junge Offizier einen Zug, eine Kompanie ober irgendeine andere kleine Einheit Die Massenversenkungen im Nordmeer geben der englischen Presse Anlaß zu der für sie naheliegenden Ueberlegung, daß die Kämpfe um Stalingrad »war zu einem Wendepunkt dieses Krieges fuhren könnten, — doch für den Ausgang dieses Krieges keineswegs so wichtig wie die Schlacht im Atlantik seien Der „Dbferoer' bemerkt: „Daß die alliierten Geleitzüge in der Arktis sehr schwere Verluste erlitten, liegt an der Heftigkeit der gegnerischen Angriffe, aber auch daran, daß die einzelnen Schifte über völlig unzureichenden Schutz aus der Luft verfügten." Hier fehlen die Flugzeugträger, die die Deutschen im Nordmeer unb im Mittelmeer, die Japaner im Indischen Ozean versenkt haben! Dann heißt es ziemlich kläglich: „Es scheint,daß es den Verbündeten noch an geeigneten Waffen zur Be- bestimmt wurden. Und schließlich sieht das neue Schiffsbauprogramm den Bau einer Handelsflotte von 15 Millionen BRT. vor. deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Der Wehrmachiberichi. DRV.Aus dem Führerhauptquartier, 23. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kaukafusgebiet wurden unsere Angriffe unter Abwehr starker feindlicher Gegenwehr ortgeseht. Vor einem Kaukasushafen wurden ein Schwimmdock und ein Frachtschiff mittlerer Größe durch Bombentreffer beschädigt. Die Kämpfe in und um Stalingrad gehen in unverminderter Härte weiter. Im Zentrum der Stadt wurde trotz hartnäckiger Gegenwehr weiter Boden gewonnen. Feindliche Gegenangriffe schei- Oas Eichenlaub für Kapitänleutnant Bleichrodt. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. Sept. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant B I e i ch r o d t, Kommandanten eines Unterseebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres Helden- haften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 125. Soldaten der ternehme er stets aufs neue heftigste Angriffe auf die alliierten Geleitzüge, die dadurch, daß fie Tag unb Nacht anbauerten, für die Seeleute so un« heure Strapazen mit sich brächten unb vielen das Leben kosteten. Das Ritterkreuz für -en jüngsten Schützen des Afrikakorps. General 3 i e n e s c u und Oberft Davidescu. Der deutsche Gesandte in Bukarest v. Kittinger, Gesandter Neubacher und der deutsche Luft- attach4 Generalmajor Gerstenberg waren bei zähligen dem Besuch im Feldquartier des Reichsauhen- minifters anwesend. Die Besprechungen zwisÄzen dem Reichsaußenminister und Mihai Antonescu Über die allgemeine politische Lage und gemeinsam interessierende Fragen vertiefen im Geiste herzlichen freundschaftlichen Einvernehmens und der freuen Waffenbrüderschaft der beiden Völker. Stalingrad und die ozeanische Front Don unserer Berliner Schristleitung. Generalfeldmarfchall Rommel hängt persönlich dem jüngsten Schützen des Afrikakorps, dem Panzergrenadier G ü n t e r H a l m, das diesem vom Fuh« rer verliehene Ritterkreuz um. Halm, der erste Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht ohne jeben Dienstgrad, hat bei der Abwehrschlacht am 2. 7.1942 sieben Britenpanzer hintereinander zur Strecke gebracht. — (PK.-Kriegsberichter Valtingojer. IPBZ.j) unb anderes mehr. Obwohl jede Truppe für ihre technischen Funk« tionen in ihren Schirrmeistern, Feuerwerkern, Waffenmeistern, Kriegsverwaltungs- unb Bauräten usw. Spezialisten besitzt, ist es doch vornehmlich Aufgabe des Offiziers, feine Mannschaft in dec Beherrschung von Waffen, Gerät unb Kraftfahrzeugen auszubilben unb sie in den Bebienungsvor- schriften zu unterweisen. Im Kampf entscheiden ja oft nur Sekunden über Tob unb Leben, Sieg ober Niederlage; darum ist nur der Soldat brauchbar, der seine Waffe sicher, zuverlässig und schnell bedienen kann. Hierin liegt der Grund, weshalb der Waffenausbildung eine so große Bedeutung zukommt. Von der militärischen Ausbildung ist die soldatische Erziehung nicht zu trennen, beide gehen Hand in Hand..Unter Erziehung, diesem vornehmsten Wirkungsbereich des wahrhaften Führers, ist die Hebung aller fittlichen Kräfte zu verstehen-, ihr Ziel ist die soldatische Haltung, d. h. die unbedingte Einsatzbereitschaft im Kriege. Erst Ausbildung unb Erziehung zusammen formen den harten, widerstandsfähigen Kämpfer, der sich freiwillig und aus lieber- I zeugung für die Sache feines Volkes bis zum Tode einsetzt. Die Ziele dieser soldatischen Erziehung sind im einzelnen in den „Pflichten des deutschen Soldaten" festgelegt. Danach hat der Offizier die Ausgabe, seine ihm anvertrauten Männer zu geraden und aufrichtigen, tapferen und treuen Soldaten her- anzubilden, die sich für Volk und Führer gläubig unb freubig einsetzen und denen gewissenhafte Pflichterfüllung eine Selbstverständlichkeit ist. Für den Offizier ergibt sich damit eine der schwierigsten, aber auch am meisten befriedigenden unb schönsten Aufgaben überhaupt, nämlich auf Denkweise und rufsleben. Die Hauptaufgaben, die ihm hier Zufällen, sind in Krieg und Frieden die gleichen, obwohl seine Arbeit erst im Kriege ihre letzte Probe unb Bewährung finbet. In dreifacher Hinsicht soll der Offizier tätig (ein: als Ausbilder, als Erfteher und als Truppenführer. Nur wer selbst einmal die volle Verantwortung für Ausbildung, Erziehung unb Führung einer Truppe getragen Hat, kennt die Schwierigkeiten, aber auch bie Befriedigung und Ibas hohe Glück, das diese Tätigkeit mit sich bringt Wie der Führer immer wieder betont, sind die einzigartigen Erfolge dieses Krieges neben überragender Feldherrnkunst und ausgezeichneter Bewaffnung vor allem dem kämpferischen Geist und der rücksichtslosen Einsatzbereitschaft des deutschen Soldaten zu bauten. Er hat sich — voran der deutsche Infanterist — durch seine Härte, durch seine Fähigkeit, schwerste Anstrengungen , zu ertragen, durch seinen Siegeswillen, kurz, durch | fein überlegenes militärisches Können und seinen vorbildlichen Soldatengeist erneut zum besten Soldaten der Well gestempelt. Greift und Können einer I Truppe find aber in hohem Maße abhängig von der militärischen Ausbildung und Erziehung, deren I Träger vorwiegend der junge Offizier ist. Ausbildung ist die Vermittlung von Erkennt- nissen und Fähigkeiten. Durch sie erhält der junge Soldat das Rüstzeug, das er im Kampfe braucht. Gerade im Heere, das eine mannigfache technische I Ausstattung besitzt, bietet sich dem Ausbildungsoffi- Izier ein umfangreiches und durch seine Vielseitigkeit immer wieder interessantes sowie vor allem (äußerst verantwortungsvolles Wirkungsgebiet. Es ist dabei nicht nur an die zahlreichen Waffen (wie MG., Granatwerfer, Jefanteriegeschütze, Panzerjägerkanonen, Artillerie- und Flakgeschütze aller Kaliber usw.) zu denken, sondern auch an bie unzähligen technischen Ausrüstungsgegenstände wie i Fernsprech- unb Funkgeräte, Richtkreise, Scherenfernrohre und Theodolite, nicht zu vergessen die Maschinen, Motoren und Kraftfahrzeuge aller Art Zeit mehrfach von den Briten und Yankees mit Ingrimm und einem deutlichen Unterton der Besorgnis betont worben. Rohaummi, Antimon, Zinn, Wolf-1 ram, Kupfer, Zink, Nickel und vor allem auch Del sind in so reichem Maße vorhanden, daß die gesamte Versorgung Ostasiens sichergestellt .werben kann, was in gleichem Maße auch für bie Rah- rungsmittelproduktion zutrifft. Hier ist mit einem großen Ausfuhrüberschuß zu rechnen, vor allem an Zucker, Reis, Bahnen unb Fisthprodukten. Mangel herrscht eigentlich nur an Weizen, während em schwieriges Problem vorläufig noch die Textil- versorgung ist, da die Rohbaumwolle zum größten Teil — mehr als 50 v. H. — aus Indien unb Norbamerika bezogen wurde. Aber alle diese Fragen werden von Tokio aus gelöst werden. Schon heute hat Japan gezeigt, daß Ostasien nicht nur ein Traum ist, sondern ein weitgehend gegliederter, aus solider Basis stehender Bau, an dessen Vollendung zahllose Köpfe und Hände arbeiten. inBeider Gröhe de- °°n Japan b°h°rrschten G°- in Mandschukuo beispielsweise immer noch die An man eine Million japanifcher Bauern 'N Mandschu W6anbenenegnbuftrim, “of’c'ßiir}Laft5unt“me* ■ Sanf 3utÄSÄM Ä —en In'--gründe.- Sen^Nngu P^duktion-erwett^rnng' -in- nifterien ein 30prozentiger ^bau ^C?'wöre aber falsch anzun-hmen dah Japm ein Volk von Wirtschaftsberatern, ^"ouflnesa^ leuten. Industriellen unb ÄauHeuten werben io da- Kernstück, aber für die G- °m"i-'t der Pl^ S lüÄ’iw. s*$;b;u5,S,”'S Verbrauch, für Verteilung und H-ndel und Tokios gleichzeitig auch bie 5manametr pRörvers in dem Wort: da- Grohhiry de-g°w°lt.g°n Körpers M oem in Ankunft weder in Malakka 3>nng°s°rd-rt « in Nordchina Baumwolle gepflanzt werd ohne die Zustimmung Tokios. f Das über allem schwebende Ziel ist vav^ ne >-- ' " 'S" !°! 7- beutungswirtschaft ausgerichtet p• r0 qe5 tÄmwe^aenbibaf Ln Ä"®’ÄmU die der Ve^k. ftrien zu denen bereits zwölf Gruppen 1 ' Stahl, Kohle, Motoren, Zement, Bergbau usw. und Ministerpräsident Tojo eine große programmatische Rede hielt, sagte er u. a.: „Wir dürfen uns gegenseitig beglückwünschen, daß die Völker Ostasiens, die bisher in den Fesseln der Vereinigten Staaten unb Großbritanniens geschmachtet haben, nunmehr vom großen Geist des „H a k k o I ch i u" erfaßt worden, in ihren ursprünglichen und eigenen Stand zurückgekehrt sind und einen Schritt vorwärts zu gemeinsamem Wirken mit uns an der Erreichung einer neuen Weltordnung getan haben." 5)akko Jchiu — dieser japanische Begriff, der wörtlich soviel besagt wie „a ch t H i m m e l s richt u n - gen unter einem D a ch", ist der Schlussel zu den umfassenden, grofojigigen und von tiefgründiger Sachkenntnis zeugenden Planungen Japans, den asiatischen Raum unter der eigenen Führung neu zu ordnen unb einem gemeinsamen Wohlstand zuzuführen. Der Grund für diesen Führungsanspruch Japans wurde bereits in der Meiji-Aera gelegt, als Japan sich vom mittelalterlichen Feudalstaat zu einem modernen Verfassungsstaat wandelte. Seit dieser Zeit erschienen immer wieder programmatstcye Reqierungskundgebungen, die auf die praktische Verwirklichung des japanischen Glaubens an die göttliche Mission" hinwiesen. Im 2um 1940 umschrieb Arita den Gedanken der ostasiatlschen Wohlstands- sphäre" in allen Ein en, unb feitbem wurde mit allen Kräften an tteuorbnung eines gewaltigen Raumes gea et. Wie Zielstrebig dabei üoraeaanqen wurde, geht allem aus der Tasche SZ bereit-' am 14. Mai 1937 ein P °- nungsamt in- Leben genifen wurde, dessen Hauptaufgabe die g-setzgeber'fch- Borber-ttung der totalen Mobilmachung der japanischen Wirtschaft war Am 1. April 1938 trat ein vom Planungsamt -„worftne- nationales Mobiti,.erung-g°- fet» in Kraft, während im Januar 1939 em eben falls vom Planungsamt ausgearbeiteler D re t - °hr°°pl°n. für bie wirtschaftliche Entw'ck ung d-s Benblockgebietes mit Beginn m>m 1.2Jpnl 1939 angenommen wurde. Japan, Mandfchukua Khinn nnh die Mongolei wurden dadurch m der Entwicklung der Produktivkräfte Sleic^estellt. 'Tphruar 1942 wurde bann als neues Spitzen EN M d°! Ausweitung der Wirtfchaftsstruktur Oft a\ j«n g-bildet"den d!m Kadett in allen wirt- Kontrolle stehenden ©übgebieten war vorn Kabmet beschlossen worden; das Gesetz trat am 1. Marz 19 Bei all diesen Plänen darf man nicht vergessen, daß die materiellen Grundlagen des Großraumes außerordentlich günstig sind. Die Handelsbilanz der gesamten Sphäre (Japan, Mandschukuo, China, Französifch-Jndochina, Thailand, Niederländisch-Jndien, die Philippinen unb Malakka) war nicht nur aktiv, sondern stieg in den letzten Jahren ständig an. Nicht weniger als 70 v. H. der Ausfuhr gingen an dritte Länder, während nur 30 v.H. dem von Japan bereits weitgehend verwirklichten ostasiatischen Raum Vorbehalten blieben. Dabei gab es allerdings beträchtliche Unterschiede; denn während Mandschukuo fast Dreioiertel seiner Ausfuhr Ostasien, in erster Linie Japan gab, waren es bei den Philippinen nur 7 v. H. Immerhin geht schon aus dieser knappen Ausstellung hervor, daß Die ostasiatische Wohlfiandssphäre Bon unserem W. K.-Berichterstatter. Berlin,23 .Sept. (DNB.) Am Terek gewann der deutsche Angriff trotz erbitterten feindlichen Widerstandes roetter an Boden. Der Feind führte mit starken Infanterie, unb Panzerkräften heftige Gegenangriffe gegen das eroberte Ge- lände durch, wurde jedoch in hartem Abwehrkampf deutscher Infanteristen, Pioniere und Panzersoldaten zurückgeschlagen. Die Bolschewisten buhten sechs Panzerkampfwagen ein. Eine zum Angriff bereit- gestellte stärkere feindliche Panzergruppe wurde von Artillerie bereits in den Bereitstellungen zerschlagen. Zerstörerflugzeuge zwangen den Feind, ferne Stellungen an beherrschenden Geländepunkten aufzugeben. In Stalingrad drangen die deutschen Angriffs- truppen weiter in das langgestreckte und stark befestigte Stadtgebiet vor. Schritt für Schritt wurde gegen zähen Widerstand im Häuser- und Bunker- fampf weiter Boden gewonnen. Gegen die Riegel- stellung nördlich der Stadt rannten die Bolschewisten wiederholt mit starken Kräften an. Sämtliche Entfatzversuche scheiterten. Sieben bolschewistische Panzerkampfwagen blieben vermchtet liegen, der Feind hatte schwere blutige Verluste. Kampfflugzeuge bombardierten die in ein einziges Feld von Bunkern verwandelten Ruinenstätten im ©tabtinnern. Schlachtflieger zersprengten herange- führte Verstärkungen des Feindes. Die Delranmene von Stalingrad wurde von Kampfflugzeugen wirkungsvoll getroffen. Auffassung seiner Leute einzuwirken, Ideale in ihnen zu wecken, die fie von der Notwendigkeit des Krieges zur Erlangung nationaler und kultureller Freiheit überzeugen und den Glauben sowie die Einsatzbereitschaft zu schaffen, die den Waffenträger zum bewußten Kämpfer machen. Von der Fähigkeit des Offiziers, diese Aufgabe zu meistern, hängen Geist und Haltung der Truppe und damit die Ent- s ch e i d u n g im Kampfe ab. Sagte doch schon Friedrich der Große: „Der Geist einer Armee steckt in ihren Offiziers!" Die Schlachten an den Fronten des großdeutschen Freiheitskampfes haben bisher gezeigt, daß nicht die Menge des eingesetzten Materials und die Anzahl der Soldaten, sondern in allererster Linie der kämpferische Geist für den Sieg enschei- dend ist. Für die Durchführung der Ausbildungs- und Erziehungsaufgaben sind im neiden deutschen Heere vor allem drei Gesichtspunkte wesentlich: 1. Die gesamte wehrfähige Jugend ist auszubilden und geht somit durch die Hand des jungen Offiziers? Die naturgemäß vorhandenen körperlichen und geistigen Verschiedenheiten sind bei der Ausbildung zu berücksichtigen und geben ihr das besondere Gepräge! 2. Der Offizier ist der letzte einer Reihe von Erziehern der jungen Mannschaft. In der HI. und SA. sowie im Reichsarbeitsdienst bereits wehrgeistig und körperlich auf die militärische Ausbildung vorbereitet, kommen die Rekruten mit großer Bereitschaft zu Gehorsam und Unterordnung und zum Einordnen in die Kameradschaft zum Heer. Sie sind von Begeisterung und Stolz erfüllt, den ruhmreichen Rock des deutschen Soldaten anziehen zu dürfen, und haben den Willen, an der Front im Kampfe für das Lebensrecht der Nation als ganze Kerle ihren Mann zu stehen. 3. Der Offizier hat das mitgebrachte weltanschauliche Ideengut seiner Männer zu pflegen und zu vertiefen! Erziehung und Ausbildung in der Wehrmacht sind somit eine Fortsetzung der erzieherischen Arbeit der Partei, die letzte und höchste Schule der nationalsozialistischen, vaterländischen Ausrichtung! Die schwerste Aufgabe für den jungen Offizier bleibt trotz alledem freilich die, seine Soldaten in des Wortes wahrster Bedeutung zu führen. Wahres Führertum bewährt sich erst im Gefecht! Denn hier gelten nicht nur äußere Rangabzeichen, sondern hier muß sich namentlich der junge Offizier seine Führerstellung durch besondere Tapferkeit, Geistesgegenwart und Entschlußkraft neu verdienen. Er muß seinen Soldaten den nötigen seelischen Rückhalt geben, sie durch sein Beispiel, seinen Wagemut und rücksichtslosen persönlichen Einsatz mitreißen und seine Truppe durch sein Vorleben und Vorsterben zu einer festgefügten Kampfgemeinschaft zusammenschweißen. Nur durch sein Vorbild und seine Leistung gewinnt er sich das Vertrauen, das die Grundlage allen echten Führer- Iums ist und in dem er Lohn und Befriedigung * findet. Voraussetzung für die Tätigkeit des Offiziers als Ausbilder und Erzieher ebenso wie als Führer ist solides Wissen und sicheres Können. Der Einsatz moderner Waffen erfordert einen taktisch geschulten Blick. Unerwartete und schwierige Gefechtslagen verlangen nicht nur rasche Entschlußkraft und sofortiges Handeln, sondern auch eine überlegene Beherrschung der taktischen Grundsätze aller Waffen. Nur auf der Grundlage militärischen Könnens und harten, folgerichtigen Denkens kann der schnelle und richtige Entschluß entstehen. Die Dreiheit der Aufgabenstellung i-n Ausbildung, Erziehung und Führung der gesamten wehrfähigen deutschen Jugend in Krieg und Frieden gibt dem Offizierberuf seinen Sinn und feine Bedeutung im Leben unseres Volkes. Die Wichtigkeit der Aufgaben des aktiven Offiziers verlangt es, daß sich immer wieder die tüchtigsten Jungen diesem Berufe zuwenden. Grundsätzlich steht im nationalsozialistischen Staat jedem jungen Deutschen der Weg zur soldatischen Führerlaufbahn offen, wie die starke Zunahme von Nichtabiturienten als Offizierbewerber aus der Truppe beweist. Neben der selbstverständlichen Voraussetzung deutschblütiger Herkunft und nationalsozialistischer Gesinnung werden vom Offizierbewerber vor allem die männlich-kämpferischen Eigenschaften des Mutes und der Tapferkeit gefordert. Freilich wird der junge Offizierbewerber zunächst noch nicht allen Anforderungen gerecht werden können, vieles ist nur in der Anlage vorhanden und muß erst durch Erziehung in der Truppe, im Kameradenkreise, auf der Waffen schule und auch durch bewußtes Arbeiten an sich selbst entwickelt und gefördert werden; manches Entgegenstehende läßt sich unterdrücken. Eines muß der aktive Offizierbewerber ebenso wie jeder Offizier besitzen: Liebe zum Soldaten beruf und den Willen, durch Selbstzucht, Pflichterfüllung und Leistung dem Idealbild des deutschen Offiziers gleich zu kommen. Das Wettecho. Von unserer Berliner Schriftleitung. Das Weltgewissen war immer eine sehr ungewisse Angelegenheit. Aber man darf mit ruhiger Bestimmtheit feststellen, daß die Idee, alle deutschen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren zu „internationalisiere n", sie von ihren Eltern zu trennen und ins Ausland zu deportieren, allgemeine Ablehnung gefunden hat, die viele Schattierungen hat: von dem Erstaunen über die klare Ablehnung bis zum schärfsten Widerspruch. Den Engländern selbst ist es unwohl in ihrer frommen Haut. Sie wollen es nicht gewesen sein. Sie wissen von nichts. Aber das schlägt nicht durch. Die argentinische Presse etwa, die alles andere als deutschfreundlich ist und das eigene Land lieber heute als morgen in den Krieg führen möchte, üb ergeht das Entschuldigungsgestammel Londons mit der einzigen Ausnahme eines deutschgeschriebenen Emigrantenblattes, das die englischen Abschwächungsoersuche registriert. Alle Welt weiß, was es bedeutet, wenn Reuter mit seinem auch heute noch weltumspannenden Nachrichtendienst eine Nachricht aufgreift und weitergibt. Wir haben im ersten Weltkrieg die Macht des Reuterbüros kennengelernt. In diesem zweiten Weltkrieg sind wir sehr viel besser gerüstet. Aber Reuter ist noch immer eine Macht. Wir anerkennen diese Macht, auch wenn wir sie bekämpfen. Aber eben daraum beharren wir darauf, daß Reuter der Idee des neuen, größeren bethlemitischen Kindermordes den großen Widerhall in der Welt gegeben hat. Die Internationalisierung der deutschen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren ist in wenigen Tagen ein geflügeltes Wort geworden. Es ist damit noch schneller gegangen wie mit Clemenceaus berüchtigtem Ausspruch, daß 20 Millionen Deutsche in der Welt zu viel seien. An diese Vorstellung und 'an diese Redeweiso mußte sich erst die Welt gewöhnen, bevor sie 6egriff, welche Ungeheuerlichkeit gemeint sei. Aber der Mensch ist dazu da, immer dazu zu lernen. Und so hat die Welt den Sinn des Wortes von der Internationalisierung" der deutschen Kinder sehr schn/ll verstanden! Wachsende Verstimmung bei den Sowjets. Stockholm, 24. Sept. (Europapreß.) Der Londoner „Daily Herold" berichtet aus Moskau, in dem gleichen Maße, wie der Kanwf um Stalingrad an Heftigkeit zunehme, sei die Verstimmung bei den Sowjets über die Untätigkeit der Engländer im Wachsen begriffen. Es werde ganz offen ausgesprochen, daß Moskau England nicht als wirklichen Alliierten betrachten könne, solange nicht eine zweite Front errichtet worden fei. Der „Daily Herold" fügt hinzu, daß eine gefährliche Verschlechterung in den sowjetrussisch-englischen Beziehungen zu erwarten wäre, wenn nicht „im Lause des n ä ch st e n Jahres" die zweite Front errichtet würde. Aehnlich berichtet auch „News Chronicle" aus Moskau. Stalin empfing am Mittwoch den Sonderbeauftragten des Präsidenten Roosevelt, Wendell Willkie, in Gegenwart des Außenkommissars Molotow. Schwere Einbußen der LtGA.-Kriegsmarine. Tokio, 23. September. (Europapreß.) Der USA.- Kreuzer „N o r t h a m p t o n" (9050 t) wurde schwer beschädigt, als ein japanisches Unterseeboot einen Ueberraschungsangriff auf die Nazan-Bucht der Insel Atka (Aleuten) durchführte. Mitte September wurden in den gleichen Gewässern zwei nordamerikanische Unterseeboote von japanischen Zerstörern versenkt. Damit sind seit Kriegsausbruch 63 nordamerikanische Kriegsschiffe versenkt oder beschädigt worden. Versenkt wurden 6 Schlachtschiffe, 7 Flugzeugträger, 14 Kreuzer, 8 Zerstörer und zwei Spezial- Morgengymnastik der Zoo-Löwen. Von Paul Eipper. Mancher Tierfreund wird vielleicht ärgerlich werden auf mich; aber ich muß es dennoch laut und deutlich sagen: der „König der Tiere" liebt vor allem die Ruhe; er faulenzt gern und schläft viel, nicht nur im Zoo, sondern auch in der Freiheit. Es ist allein dichterische Erfindung, die ihn immerzu mit donnerndem Gebrüll durch die Wüste rasen läßt; wenn der Löwe Hunger hat, geht er natürlich auf Jagd, rudelweise meist, aber sobald sein Magen befriedigt wurde, legt er sich unter einen schattigen Busch, ober in eine Felshöhle und denkt nicht Daran, in der Wildnis spazieren zu gehen. Die Tiergärtner kennen längst diese Eigenart des Löwen; sie hören ja oft genug aus der Besuchermenge Kundgebungen des Enttäuschtseins: „Cäsar pennt den ganzen Tag! Steh mal endlich auf, oller Wüstenkönig!" Seit die Raubtierfreianlagen in deutschen Zoos üblich geworden sind, die Löwen also aus der Enge des Gitterkäfigs hinauskamen in den weiten Aus lauf, ist uns ihre beschauliche Lebensart noch deutlicher geworden. Der Zoo-Löwe braucht sich ja nicht um die Beschaffung der für ihn nötigen Mahlzeiten zu kümmern; er bekommt sie — mit Ausnahme des gesundheitswichtigen Fasttages — pünktlich und in genügender Menge vorgesetzt. Daher macht er es sich auch auf der schönsten und größten Freiterrasse immerzu bequem. Ich stand manchesmal dabei, wenn am frühen Morgen die Löwen herausgelassen wurden, die während der Nacht ober bei schlechtem Wetter oft auch den ganzen Tag im engen Jnnen- stall lagen. „Nun werden sie tollen und stundenlang auf und ab rennen!" In Wirklichkeit trabten sie bedächtig durch die Falltür, gähnten und blinzelten in der Morgensonne und suchten sich einen schattigen Lagerplatz. Nicht allein die hier gezüchteten, sondern auch die Wildlinge; sie lernen überraschend schnell die. Ruhe schätzen; das hat mit Entartung nichts zu tun. Der Berliner und auch einige andere deutsche Zoos griffen nun hier — mit Recht und zum Vorteil der Löwen — ein; sie bewegen die großen gelben Katzentiere. Ein guter Löwenpfleger kann sich auch mit erwachsenen Löwen so anfreunden, daß er ihren AufenthaltLraum ohne Gefahr betreten darf, wenn nur genügend Platz ist zum gegenseitigen Ausweichen. Hat der Pfleger die Löwen aber gar selbst aufgezogen, liebevoll ihre Kindheit betreut, so bleiben sie allezeit anhänglich und gehorsam. Er wird gerade im modernen Freigehege ihr Erzieher sein, sie spielerisch umhertreiben und ihrer Gesundheit ebenso nützen, wie die Tatsache des vertrauten Zusammenseins von Mensch und Raubtier den Zuschauer erfreut Das beste Beispiel hierfür ist Alfred Kaden, der in aller Welt bekannte Tierlehrer aus Hagen- beckscher Schule. Kaden nützte die Eigenschaften dieser machtvollen Katzentiere aus, lehrte sie bas Hochstehen auf den Hinterfüßen, bie straff schreitende Gangart, den Gleichklang schöner Stellungen. Kadens Tierverstand und seine Tierliebe erreichten sogar, daß der kräftigste dieser Löwen wie ein geduldiges Reitpferd den Menschen über die weite Sandfläche trägt; zärtlich schmiegt sich der be= mähnte Kopf an Kadens Hand, sobald der abgestiegene Reiter den braven Kameraden lobt. Das Liebesorakel. Von Georg von der Bring. Die Studenten Drnemann und Went, die aus unserem Dorfe stammten und seit ihrer Kindheit Freunde waren, verliebten sich einmal gleichzeitig in dieselbe Frau. Das geschah in einem Winter, als die beiden bei ihren Eltern auf Ferien weilten. Es tauchte bamls eine Verwandte der Frau Pastor, eine Generalstochter bei uns auf. Sie war schön, schlank, sehr lebendig, rücksichtslos lebendig und spielte auf dem Flügel in der Pastorei den ganzen Tag Brahms — man hörte es über die Dorfstraße dröhnen. Auf dem Neujahrsball waren Drnemann und Went mit ihr bekannt geworden, sie hatten eifrig mit ihr getanzt, und Fräulein Alberta, bie Generalstochter, befand sich in herrlicher Stimmung — kurzum, bie Herzen der beiben Studenten waren wie im Flug ihr zugefallen. Bereits zwei Tage nach Neujahr wurden sie in die Pastorei eingeladen, hörten Musik von Brahms und Liszt und wurden von Fräulein Alberta ausgezeichnet behandelt, beide. Am Morgen des folgenden Tages, auf einem Weg über die beschneiten Felder, gestanden sie einander, daß fie die Generalstochter liebten und Darauf brannten, bald wieder mit ihr zusammenzukommen. Sie schüttelten schiffe. Schwer beschädigt wurden 5 Schlachtschiffe, 2 Flugzeugträger, 10 Kreuzer, 6 Zerstörer und drei Spezialschiffe. Die Vereinigten Staaten haben also nahezudieHälfte ihrer Vorkriegs- stärke an Kriegsschiffen verloren, während man die Zahl der ums Leben gekommenen Offiziere und Mannschaften auf etwa 14 000 schätzt. Seit Kriegsbeginn wurden 64 britische, nordamerikanische oder niederländische Unterseeboote versenkt und mindestens 38 schwer beschädigt. Diese schweren amerikanischen Kriegsschiffsverluste, die mit dem 8. Dezember 1941 bei Pearl Harbour begannen, haben die strategische Lage im Pazifik wesentlich verändert. Sämtliche amerikanischen Stützpunkte westlich Der Datumsgrenze, Darunter Die Philippinen, Guam unD Die Wake-Inseln, finD in japanische Hände gefallen und die Amerikaner auf der ganzen, mehr als 8000 km langen Front von Den Aleuten bis in Die australischen Gewässer, m Die Verteidigung gedrängt worden. Trostlose Lage der Australier auf Neu-Guinea. Lissabon, 24. Sept. (Europapreß.) Die Zustände an Der Front in Neu-Guinea beleuchtet em „Times"-Korrespondent nach Aussagen eines jungen australischen Arztes, Der mehrere Wochen Dort an Der Front war. Seine Batterie ging erstmals drei Meilen südlich von Kokoda ins Feuer. Die Truppe hatte keine Zelte, Die Kleider waren naß, und Die Nahrung bestand aus Zwieback, Dosenfleisch und Wasser. Man hatte Tee, konnte ihn aber nicht kochen, weil jedes Feuer Die' Stellung verraten hätte. Die Soldaten waren immer hungrig, Denn Die Vorräte reichten niemals aus. Sie mußten mit Hilfe von Trägern in tagelangem Marsch herbeigeschafft werben. Beim Nachschub stand Die Munition jedoch an erster Stelle, Dann kam Die Nahrung und schließlich die Medizin, Die noch knapper als Die Nahrungsmittel war. Auf Dem Verbandplatz, Den Der junge Arzt leitete, stand anfangs nicht einmal ein Zelt zur Verfügung. Der Krieg auf Neu-Guinea werde auf beiden Seiten mit größter Erbitterung geführt. Churchill fordert rascheren Schiffsbau. Stockholm, 23. Sept. (DNB.) Die Tonnagenot ist für die Briten so brennend geworden, daß Churchill selbst sich genötigt sah, persönlich auf einer Konferenz an tausend Vertreter Der Aus der Oie Aufgaben der Preffe im vierten Kriegsjahr. Reichsminifter Dr. Goebbels sprach vor den Hauptschriftleitern Der Berliner sowie Den Berliner Vertretern Der übrigen deutschen Presse über Die Grundlagen ihrer Arbeit im vierten Kriegsjahr. Dr. Goebbels gab einen Einblick in Die Nachrichtenpolitik des Reiches und legte Dar, Daß Die vornehmste Aufgabe Des Schriftleiters Die akttve Teilnahme an Der geistigen Führung Der Öffentlichkeit im Sinne einer totalen Kriegführung sein müsse. Oer Reichsgeschästsfiihrer des NS.-Lehrerbundes gefallen. In treuer Pflichterfüllung starb Der Reichsge- schästsführer des NS.-Lehrerbundes, Heinrich Friedmann, Träger Des Goldenen Ehrenzeichens Der NSDAP., in Den schweren Kämpfen vor Stalingrad am 24. August 1942 Den HelDentoD. Sohn eines Hauptfehrers und selbst Lehrer, nahm er im Freikorps Epp an Den Kämpfen in München zur Niederringung Des Sparta- tiftenaufftanDes teil, lieber Den Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbund kam er schon 1923 zur NSDAP, und war einer Der ersten Mitarbeiter Hans Schemms, Der ihm Den organisatorischen Aufbau Des NS.-Lehrerbundes übertrug. Gauleiter Wächtler beauftragte ihn mit Der Reichsführung des NS.-Lehrerbundes. Seine Berufung als Standartenführer in das Erziehungshauptamt Der obersten SA -Führung und seine Tätigkeit als Ratsherr Der Stadt Bayreuth lassen Die Wertschätzung feiner Persönlichkeit auch außerhalb des NS.- Lehrerbundes erkennen. Friedmann, Träger des Goldenen Ehrenzeichens Der Partei und ihrer bron- Schiffsbaurndustrie einen bringenden Appell zum Bau neuer Schiffe zu richten. „Ohne Schiffe können wir nicht leben", sagte Churchill. „Wie benötigen DringenD jedes Schiff, das gebaut werden kann. Ich bitte Sie, Ihr Aeußerftes zu tun." Wie sehr Dieses Problem Den EnglänDern auf Den Nägeln brennt, geht Daraus hervor, daß auf Dieser Konferenz auch Arbeitsminister Bevin und Der Erste LorD Der Admiralität Alexander spra- chen und höhere Marineoffiziere anwesend waren. Spaniens Außenpolitik. Madrid, 23. Sept. (DNB.) Die spanische Presse erklärt zu der Regierungserklärung, daß Die Kon» tinuität Der Außenpolitik Die logische Verfolgung Der Ideale sei, für die Spanien 1936 in Den Bürgerkrieg ging unD für Die es auch weiterhin einzustehen bereit sei. „Jnformaciones" stellt fest, daß Spanien 1936 über kein ausreichenDes Heer verfügte und es daher mitten in Den Schlachten Des Bürgerkrieges erst ein Heer auf- bauen mußte. Diese teuer bezahlte Lehre zwinge zu einer Verbesserung und Intensivierung Der militärischen Vorbereitung. Die bittere Erfahrung des Bürgerkrieges, in Dem Spanien sich gegen Die Invasion des Kommunismus zvr Wehr fetzen mußte, habe eindeutig genug Den Wert eines starken nationalen Heeres unterstrichen. Die Zeitung „Madrid" stellt fest, Daß die Aufrechterhaltung der bisherigen außenpolitischen Linie und Die Intensivierung Der Kriegsvorbereitungen voneinander untrennbar seien, weil Das eine Das andere gewährleiste. „Alcazar" schreibt, man müsse bereit sein. Den Triumph eines Lebensprinzips zu vereiteln, das Der spanischen Lebensauffassung fundamental entgegengesetzt fei. Oie Hauptstadt Madagaskars von britischen Truppen besetzt. Stockholm, 24. Sept. (Europapreß.) Die britt- schen Truppen haben, 'wie in LonDon amtlich mitgeteilt wurDe, Die Hauptstadt von MaDagaskar, Tananarivo, besetzt. Die Ankunft Der britischen Truppen in Der Hauptstadt wurde von einem englischen Offizier über die Rundfunkstation Tananarivo bekanntgegeben. Tananarivo, Der Sitz Der französischen Kolonialverwaltung, liegt etwa 1400 m über Dem Meere unD 180« km von Der Hafenstadt Tamataoe entfernt im Innern Madagaskars. Sie ist mit 120 000 Einwohnern die bei weitem größte Siedelung der Insel. »Reich. denen, silbernen und goldenen Dienstauszeichnung sowie des Goldenen Ehrenzeichens 1923, Des Kriegs- verdienstkreuzes II. Klaffe 1914/18 und Der Sudeten- meDaille, nahm nach seinem Einsatz in Polen und Dem Westfsldzug zuletzt am OstfelDzug als Oberleutnant unD Bataillonsadjutant und ältester Offizier seines Regiments teil, erhielt nach tapferem Fronteinsatz Das E. K. II und wurde zum In- fanteriesturmabzeichen vorgeschlagen. Kunst und Wissenschast. „kohlhiesels Tochter" in Kärnten. Am Ossiacher See in Kärnten begannen die Außen» aufnahmen zu Dem T o b i s - Fi l m „Kohlhiesels Töchter" unter Der Regie von Kurt Hoffmann. Die Hauptrolle, Die zur Stummfilmzeit von Henny Porten mit großem Erfolg gespielt wurDe, übernahm Heli Fink en zell er. Edmund von Bords „Jlapoleon“-Opcr. In Gera kam Die Oper /Napoleon" von Edmund von Borck zur Uraufführung. Dem Komponisten, Der 1906 geboren wurDe unD bisher vor' allem mit wuchtigen, stilistisch sehr fortschrittlichen Orchesterwerken Beachtung gefunDen hat, ist mit seinem ersten Bühnenwerk ein einDrucksvoller Wurf gelungen. Den Text schrieb er selbst nach Dem Drama von Grabbe, das vor allem die staatsmännisch-politische Sendung des Kaisers während der „hundert Tage" gestaltet. Diesen vorwiegend politischen Stoff hat Borck nach der Seite des Menschlichen hin erweitert, indem er einer Liebesgeschichte zwischen Hortense, der Stieftochter Napoleons und dem Grafen von Flahautt, Dem ADjutanten Des Kaisers, breiten Raum gibt. Auf Diese Weise ist aus Dem Grabbeschen Drama ein Opernbuch geworden, Das Gelegenheit zu großen Arien Des zentralen Charakter-Baritons, weiter zu einer RacheeinanDer die HänDe unD priesen sich glücklich, jeDer Den anDern, weil ihm Dieses hohe Erlebnis zuteil geworben war. Als sie nun mitten im lebhaften Gespräch eine Hügelschwelle überschritten, erscholl plötzlich über ihnen im klaren Morgenhimmel ein seltsames Knistern, und im gleichen Augenblick senkte sich ein silbern leuchtender Stern, fast so groß wie Der volle Mond, ziemlich rasch zur Erde nieder und war gefallen. Der Meteor hinterließ eine weißliche Rauchspur, die im windlosen Himmelsraum stehenblieb und ihn in zwei Hälften teilte. urnemann fand zuerst die Sprache wieder. Er erklärte erregt: Wenn ich, Drnemann, Dieses Natur- schauspiel allein erlebt hätte, so würbe ich Das als einen Fingerzeig bes Himmels aufgefaßt haben, der mir sagte: Dir ist sie zugesprochen, geh unD erkläre Dich ihr, sie wirD dich nicht abweifen — Da wir es aber beide gleichzeitig erblickten, ist wieder alles im unklaren. Went, Dem bei Diesen Worten des Freundes bewußt wurde, Daß ja, Donnerwetter, wirklich nur einer von ihnen diese Alberta bekommen werde (wenn überhaupt jemand sie bekam), erschrak und antwortete nicht. Sie standen eine Weile schweigend und betrachteten Die Rauchspur am Himmel, die sich zu verbreitern und zu krümmen begann. Als sie nach einiger Zeit ganz verschwunden war, fuhr Drnemann fort: Um zu entscheiden, wer sie haben soll, bleibt jetzt nur eine Möglichkeit. Welche Das fei, fragte Went. . Drnemann weiter: Derjenige von uns, welcher den Meteorstein findet, soll Das Glück haben, sich Alberta zu erklären; und er wird sie, bas gebe ber Himmel, auch erhalten. Went mußte lachen. Er sagte: Dieser Meteorstein mar gewiß so groß wie ein Haus ober boch wie ein Zimmer, außerbem mag er in eine anbere Gemeinde ober Proviyz gefallen sein, unb man wirb ihn Dort längst gefunDen haben. Drnemann, Der ein wenig Astronomie studiert hatte, bestritt das. Er behauptete, daß Der Meteor- stein nicht größer als eine Faust gewesen sei und demnach in unmittelbarer Nähe zur Erde gekommen sein müsse. Went schüttelte den Kops unb konnte es nicht glauben. Dennoch erklärte er sich einverstanden, als Drnemann vorschlug, sie wollten Den Stein suchen. Sie hatten ja Ferien unD viel Zeit. Auch war der BoDen hart gefroren und mit frisch gefallenem Schnee beDetft, so Daß man ihn unbedingt auffinDen mußte, wenn er wirklich in Der Nähe lag. Die Richtung hatten sich beiDe genau gemerkt. So machten sie sich auf unb streiften nach Dem Meteorstein übers Land. Went war darauf gefaßt, einen hohen, vom Himmel gefallenen Felsen zu entdecken. Drnemann blieb manchmal zurück und grub mit Den Stiefeln in Schneewehen. Sie kamen weit herum. Als es Dunkelte, kehrten sie ohne Ergebnis zwar, aber angeregt zum Dorf zurück. Sie hatten verabreDet, von morgen ab sollte jeder auf eigene Faust suchen. Went wunderte sich von Tag zu Tag mehr. Daß er-Drnemann auf feiner Streife nie begegnete, vielleicht suchte er Doch in einer anDeren Gemeinde, Dachte er manchmal mit Herzklopfen upd sah in Die RunDe. Am sechsten Tage fanD Went Den Stein am Rand eines Teiches, etwa zwei Kilometer von der Stelle entfernt, wo sie sein Fallen beobachtet hätten. Ganz offen lag er da. Went Durchfuhr es wie em Schlag, als er ihn erblickte. Er hob ihn auf. Der Stein war schwer, obwohl er nicht großer war als zwei Fäuste. Die Farbe dunkel, blau und violett. Natürlich war er längst abgekühlt, eiskalt. Went spähte lange aus, um Drnemann zu entdecken.. Aber die Felder waren von Menschen leer. So, so, dachte er, nun habe ich den Glücksstein gefunden. Er eilte mit ihm dem Dorfe zu. Drnemann traf er nicht zu Hause. Die Angehörigen des Freun- z Des bestaunten Den Meteorstein und stritten über seine Herkunft. Als Went ihn heimtrug, kam er an Der Pastorei vorüber. Drinnen tobte Die Musik. Einen Augenblick stanD er unschlüssig unD lauschte. Dann trat er ein. Er kam ins Musikzimmer, verbeugte sich und hielt den Stein hinterm Rücken. Alberta nickte ihm mitten im Spiel zu und hämmerte töeiter. Drnemann saß im Lehnstuhl und sog an einer Zigarette. So ist das also, dachte Went und begann rot zu werden ...so ist Das, mein lieber Drnemann, du sitzst hier, und ich Esel suche sechs läge lang nach dem Stein. Plötzlich brach Alberta mitten in der Musik mit einem milden Feuerschlag ab unb stand auf. Ihr Gesicht begann zu strahlen. Sie kam zu Went unb rief: „Endlich kommen Sie! Die ganze Woche sitzt ihr Freund bei mir unb kann mir nicht Auskunft geben, wo Sie stecken." „Ich habe für Sie einen Meteorstein gesucht", sagte Went leise. Er zeigte ihn jetzt vor. Sie nahm ihn in ihre Hände. Auch Drnemann kam gegangen. Du hast ihn gefunden?, sagte er und wurde blaß. wird der Verdunkelungszeil (Nachdruck verboten.) 6. Fortsetzung. herüber. Aus aller Wett. Schachwellmeister auch Europameister? Aus Gießener Geschäftskreisen wird erneut daran erinnert, wie sehr es nach wie vor erwünscht ist, daß das einkaufende Publikum sich das benötigte Packmaterial selber mitbringt. Je nach Art und Um« fang der Einkaufswünsche kommen Köfferchen, Einkaufstaschen oder Körbe dafür in Betracht; beim fahren, was \„, . gespielt hat. Immer hattest Zur Erhöhung des Wirkungsgrades der Kessel- anlage müssen Kamin und Rauchfuchs frei von Ruß und Flugasche sein. Undichtigkeiten, wie Risse im Mauerwerk, schlecht schließende oder zerstörte Rei- 36. Ordentlicher Sängertag. Durch den Tod des Bundesführers des Deutschen Sängerbundes, Oberbürgermeister Albert Meister in Herne, ist die Abhaltung eines Sängertages erforderlich geworden. Der stellv. Bundesführer, Ober- bürgermeister Memmel, Würzburg, hat daher den 36. Ordentlichen Sängertag einberufen, der am 1. November im Kreishaus zu W e i m a r stattfindet, einem Fuldaer Betrieb fortgesetzt Materialien. Starker Rückgang der Lahnfischerei. Im gesamten Lauf der Lahn macht sich in d'ie- t fern Jahre ein sehr starker Rückgang der Fischerei- ■ ergebnisse bemerkbar. Industrielle A b w ä s - I ser im Oberlauf der Lahn haben zu einem erheblichen F i s ch st e r b e n geführt. Einzelne Fischarten, die früher häufig in der Lahn vorkamen, so vor allem der Edelbarsch, sind heute überhaupt nicht anzutreffen. Dieser Rückgang ist um so mehr zu bedauern, als es Jahre dauern wird, bis die jetzt entstandenen Lücken wieder aufgefüllt werden können. — Zu gleicher Zeit wird auch über einen Rückgang der Forellenfischere t tn den kleineren Gewässern berichtet. Dies ist m erster Linie darpuf zurückzuführen, daß der niedrige Mass erst and der Forellenbäche den Tieren nicht mehr genügend Sauerstoff zum Leben bietet. Zuchthaus für einen Volksschädling. Der wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafte 41jährige Leo Möller aus Döllbach enwendete in und ein Paar Stiefel vorgefunden wurden. Mit Weiterhin erschlich er sich durch unrichtige und unvollständige Angaben in den Jahren 1939 bis 1941 Bezugscheine über zwei Paar Arbeitsschuhe, ein Paar Straßenschuhe und ein Paar Stiefel, obwohl bei ihm an ungetragenem Schuhwerk drei Paar Herrenhalbschuhe, zwei Paar Schnurschuhe , und ein Paar Stiefel vorgefunden wurden. Mit Rücksicht auf feine Vorstrafen wurde der Angeklagte vom Amtsgericht Fulda wegen Ruckfall- diebslahls und Vergehens gegen die Verbrauchs- regelungsftrafverordnung zu 2 fahren Gr- Haus und 300 RM. Geldstrafe verurteilt Außerdem wurde auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. nutzten Böcke besonders ausgewiesen. Die Hühner sind diesmal besonders genau zu zählen, da die Zahlen der Prämienberechnung bei der Eierabliefe- rung zugrunde gelegt werden sollen. Die vorgesehenen stichprobenweisen Nachkontrollen werden sich besonders auch auf die Hühner erstrecken. Die (Ergeb* nisse der Schweinezählung sind vorweg zu bearbeiten und spätestens bis 18. Dezember dem Statistischen Reichsamt zu übermitteln. Sollten bis dahin noch nicht sämtliche Ergebnisse eingegangen sein, sind die vorliegenden Teilergebnisse und für den Rest Die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres mtt- zuteilen. Die Gesamtergebnisse der Zählung sind bis 14. Januar 1943 dem Statistischen Reichsamt zu über-, senden. Gchweineliefernngsverträge. Um den Betrieben, die weder Gerste noch Menggetreide im Jahre 1942 geerntet haben und Schweinemast treiben, die Möglichkeit jur 5Räftung von Schweinen zu geben, werden diesen Beirieden Futtermittel gegen Lieferung von Schweinen zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zwecke schließt die Reichsstelle für Tiere mit den dafür m Frage kommenden Bauern Schweinelieferungsoertrage in Der bisher üblichen Norm ad. Die Futtermittelzuteilung erfolat ab Mitte Oktober 1942. Die Schweine, Die ein Mindestgewicht von 90 Kilogramm haben müssen, sind von Anfang Februar bis Ende April 1943 zu liefern. Dringt packmaterial mit! liche Bedürfnis, durch gelegentlichen Kontakt mit anderen Bäuerinnen Erfahrungen auszutaufchen und neue Anregungen aufzunehmen. Auf den «bisher seitens der Gaufrauenschaftsleitung in den einzelnen Kreisen des Gaugebietes veranstalteten Landfrauentagen überbrachte Gau- frauenschastsleitAüu Frau Erna Weste mache r den Landfrauen den Dank aller Frauen für ihren Einsatz im Kampf um die Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes. Sie betonte dabei, daß auch die Stadtfrau die aufopferungsvolle Arbeit der Landfrau wohl zu ermessen vermag und durch Pflichterfüllung am eigenen Arbeitsplatz ihre Dankesschuld abzutragen gewillt ist. Prüfung für Lehrer der Stenographie. NSG. Es ist beabsichtigt, im Herbst 1942 in Darmstadt eine Prüfung für Lehrer der Stenographie abzuhalten. Meldungen sind umgehend spätestens bis zum 15. Oktober 1942, bei der Hessischen Landesregierung — Abteilung VII — Darmstadt, Peter-Gemeinder-Straße 3, einzureichen. Die Bedingungen, die zur Teilnahme an dieser Prüfung berechtigen, sind bei den Stadt- bzw. Kreisschulämtern zu erfahren oder können in dem Amtsblatt des Reichserziehungsministeriums „Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung", Heft 15[ vom 5. August 1941, nachgelesen werden. Allgemeine Viehzählung am 3. OezemSer Em Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath „Ich bin jetzt einundzwanzig Jahre alt, Jens , unterbrach ihn Karen mit leicht zusammengeknif e- nen Augen; manchmal nannte sie ihren Vater beim Vornamen, zumeist Dann, wenn sie bei ihm einen Wunsch durchsetzen wollte. „Niemals habe ich er- Damals war dieses Gebiet im Süden noch reiner Plantagenboden. Probebohrungen waren erfolglos verlaufen. Die Oellager schienen auf Die Provinz Tampico beschränkt zu sein. Huislander bekam das Gebiet billig in die Hände. Er nahm es, um hier, wie er angab und auch überall aus- posounte, Zuckerrohr anzubauen. Natürlich sicherte er sich alle auf dem Gebiet womöglich vorkom- menben Minerale und Bodenschätze. Der Staat gebrauchte eme kleine Vorsichtsmatz- regel, mit der Huislander sich jedoch einverstanden erklärte, da er nicht viel Kapital besaß und ihm alles daran lag, das Land in die Hande zu bekommen: bei Plantagenwirtschaft sollte das Land ihm und seinen (Erben auf neunundneunzig Jahre gehören; erschloß er jedoch Del, so sollte das Land nach dreiunddreißig Jahren an den Staat zuruck- fallen. Die langen Verträge mit den Amerikanern in Tampico hatten den Staat gewitzigt Huislander besaß nicht Kind noch Kegel. Ihm konnte die Erbschaftsklausel gleichgültig fern. 2In feine Verwandten, die irgendwo m Holland saßen, wird er wohl kaum gedacht haben. Kurz und gut, er nahm das Land in Besitz. Er mar em alter, ae- rissen er Fuchs, der überall in der Weck nach Del gebohrt batte und eine untrügliche Witterung für fündige Vorkommen besaß. Bei Dem Terrain, Das er hoffnungsvoll JBuena Esperanza genannt hatte, schien ihn zum erstenmal die gute Nase im Stich gelassen zu haben. Er steckte eine Menge Geld in die Bohrversuche aber Die Ergebnisse waren so schlecht, daß er nabe an Den Ruin geriet. Immerhin, sein Beispiel fanD Nachahmung, und obwohl seine Konkurrenz mit nicht mehr Erfolg bohrte, witterten auch em paar norD- arnerikanische Gesellschaften die in Tampico ihre Camps besaßen, hier im Süden em Zukunftsgeschäft. Sie stützten Die zahllosen, halbverkrachten, kleinen Unternehmer eine Zeitlang mit Krediten, um sie Dann plötzlich abzuziehen und Das. was schon im Fallen war, noch zu stoßen. Die Konkursmasse war für einen Pappenstiel zu haben. Vremistoffersparnis bei der Zentralheizung Richtlinien für zweckmäßige Maßnahmen. sich damals eigentlich mit Malte ab- stipieri „ar. Immer hattest du Ausflüchte und °er- trastetest mich auf fpäter, wenn rch alter fei. Oder du tatest das unbequeme Thema mit halben Er- . flärungen ab, die die Sache nach mehr °-rw'rr °n l unö verdunkelten. Machtest du mir letzt endlich sagen, was das für ein .Unglück- war, das sich vor sechs Jahren mit Malte zugetragen hat? Orgassa preßte die Fingerspitzen gegencinanber. „Ach, KinD", murmelte er, "das ist eme lange G schichte ..." Er schien wenig Lust zu verspüren, mit Der langen Geschichte heute noch zu beginnen Wir haben Zeit — unD ich will endlich alles wissen!" Drängte Karen hartnäckig "?5^uldi^ „Ich bin nichtmüde, unD Dir wirD der Schlaf Durch Maltes Erscheinen auch vergangen M « ; zähle' Was ist Damals geschahen. ®ß5$aIb schwand er damals so plötzlich aus Buena Esperanza? Und wo hat er sich m Den vergangen er sich einem stärkeren Willen „Wo er sich ! gehalten hat?" wiederholte er eise.„Ich will es. d sagen, wenn du es durchaus wissen w llst^ im Ker er Das heißt irgendwo auf Zwangsarbeit m Öen|al fpinnereien von Yukatan oder in den Quecksilber Ihr Gesicht schimmerte weiß und blutleer z 0 Im allgemeinen finD Zentralheizungsanlagen erst i Dann zu betreiben, wenn an minDestens Drei auf« ] einanderfolgenDen Tagen Die Außentemperatur um ' 21 Uhr unter 4-12 Grad liegt. Sinkt Die Außen- i temperatur jedoch plötzlich unter + 5 Grad, so Darf ohne weiteres geheizt werDen. Dabei soll Die Innen- : temperatur für Wohn- und Büroräume 18 Grad nicht überschreiten. Arbeitsräume, in denen körperliche Arbeit geleistet wird, sind entsprechend niebrt- ger, nicht aber über 16 Grad, zu erwärmen. Zur Vrennstof fersparnis ist eine Kontrolle des baulichen Zustandes des Hauses angebracht. Insbesondere müssen Fenster und Türen Dicht schließen. Fugen finD zu dichten, in unbenutzten Räumen Die Fenster geschlossen zu halten, Die Rollläden herunterzulassen und Die Vorhänge zuzuziehen. Dachfenster, Dachluken, Kellerfenster, Kellerund Speichertüren und Durchfahrten halte man möglichst geschlossen und schließe Oberlichte und Abluftklappen während der Heizperiode, öffne Wrasen- klappen nur während Des Kochens. Es empfiehlt sich ferner Die Verwendung von Fenstermän- kein und -polstern. Zum Wohnen benutze man möglichst keine Eckräume, sondern eingebaute, nach Süden oder Westen gelegene Räume, in denen man Heizkörperummantelungen entferne, Da diese die Wärmeabgabe der Heizkörper beträchtlich hemmen. Dagegen verursachen ungeschützte, wärme- führende Rohrleitungen in unbeheizten Raumen große Wärmeverluste; solche Leitungen müssen Dd= her gut isoliert werden. In mehrstöckigen Häusern sollen zu beheizende Räume zweckmäßigerweise übereinander liegen. Unbenutzte, von der Heizleitung nicht abgeschaltete Heizkörper müssen mit starkem Papier ummantelt werden, um die Wärmeabgabe zu verringern. Die Beheizung von Korridoren, Treppen usw. ist stark einzuschränken. Wo durchführbar, sind Teile einer Anlage stillzulegen, von der Gesamtheizung abzu- ■ schalten und bei Warmwasserheizungsanlagen zu ■ entleeren. Die Lüftung der Räume ist während > Der HeizperioDe auf kurze Zeit zu beschränken. Aus • zentralen Warmwasser - Bereitungsanlagen Dar . Warmwasser nur an zwei Wochentagen abgegeben werden. Der Kaltwasser-Absperrhahn am Warm- ' wasser-Bereiter soll dabei erst Dann geöffnet wer- ' den, wenn Das Wasser Im Boiler 60 Grad erreicht nigungsschieber, müssen ausgebessert meSeii. Die jeweilig gewünschte Kesselleistung ist bet kleinster Rauchschieberstellung zu erreichen. Die Kesselburs e ist der beste Brennstoffsparer! Wahrend ver Heizperiode ist Die Reinigung alle mer Wochen vorzunehmen; Reinigungsdeckel Der Rauchzuge und des Kessels sind nach Der Reinigung Dicht zu schlie- ;en. In Heizungsanlagen dürfen nur solche Brenn- tofffparer eingebaut werden, deren Eignung seitens Der Reichsarbeitsgemeinschaft für Wärmewirtschaft durch Erteilung eines Gütezeichens ausgesprochen ist. Im übrigen sei auf Die Bedienungsvorschriften für Zentralheizungsanlagen Der Reichsarbeitsgemeinschaft für Wärmewirtschaft, Der 'Arbeitsgemeinschaft für Heizungs- unD Skrstungstechnik und der Fachgruppe Zentralheizungs- und Lüftungsbau, Berlin, hingewiesen. Jedenfalls soll Die Verfeuerung von nassem unD verunreinigtem Brennstoff, Da verlustbringend, unterbleiben. Auch ist aus dem gleichen Grund nur Die für den Kessel vorgeschriebene Brennstoff-Kor- nung zu verfeuern. Vor Dem Anheizen sind die Fenster im Kesselraum zu öffnen und während des Heizbetriebes geöffnet zu lassen. Beim Anheizen darf nur wenig Holz oder Feuerungsanzunder und bei Koks als Brennstoff außerdem Braunkohlenbriketts als Zwischenfeuerungsmaterial verwendet werden. Während des Anfeuerns Feuertür fest verschließen und Luftdrosselklappe ganz öffnen! Der Rauchschieber wird später allmählich weiter geschlossen (Grobregulierung); anschließend ist die Lust- Drosselklappe mit Dem Verbrennungsregler zu ver- binden (Feineinstellung. Nur wenn die Außentemperatur bleibend unter 4- 5 Grad sinkt, müssen Warmwasserheizungsanlagen auch während der Nacht in Betrieb bleiben; desgleichen Niederdruck- Dampf-Heizungsanlagen, wenn die Außentemperatur bleibend unter + 5 Grad sinkt. Die zentrale Regulierung Der Zentralheizungs - anlagen hat je nach Der Außentemperatur nach Den । maßgebenden Tabellen zu erfolgen. Das Brenn- ; ftoffbett muß mehrmals am Tag ebengezogen wer- r Den; ebenso ist der Rost des öfteren am Tage zu i reinigen. Schlacken müssen vor dem Auf geben - neuen Brennstoffes entfernt werden. Uebrigens ent- . halten Schlacken und Asche oft unoerbrannten Brennstoff; dieser ist forgfältig auszulesen und wie- Derzuoerwenden. Kohle als Gemeingut des Volkes muß sparsam verbraucht werden: Einsparung an Kohle im ^Hausbrand stärkt Die Rüstung und kommt einer vermehrten Kohlenförderung gleich. Orgassa nickte schwerfällig: „Ja — er wurde ursprünglich zum Tode durch Erschießen verurteilt und dann zu zehn Jahren Zwangsarbeit begnadigt Ich weiß nicht, was ich vorziehen wurde. Man hat ihm vier Jahre seiner Strafe erlassen. Aber auch Dann bleibt es ein Wunder, daß er Die fejs 3al)re überstanden hat. Ich habe nicht an ferne Wiederkehr ^Jlnt^roesljalb wurde er verurteilt?" fragte Karen ^Orgassa starrte mit rundem Rücken auf das schwarz-weiße Schachbrettmuster der Stern stesen. „Er wurde unschuldig verurteilt - das ist das Furchtbare Dabei. Er war schuldlos, so wahr ich hier sitze. Es war ein Schurkenstreich, dem er zum Ovier fiel Aber es gab keine Rettung für ihn. er zappelte in den Maschen wie ein Fisch im Netz, unentrinnbar verloren." .... Mein Gott!" murmelte Karen heiser. S'e ruckte näher zu Orgassa heran. „Erzähl mir alles , bat sie erschüttert. Orgassa stützte den Kopf in die Hände. Ich muß weit ausholen", sagte er schließlich, Denn es spielen in Maltes Geschichte viele Dinge hinein Die Du wissen mußt, um alles zu verstehen. Erinnerst Du Dich noch an den Namen Huislander oder an Huislander persönlich?" . Ja, ich besinne mich noch sehr gut auf ihn, auf sein rotes Gesicht mit den weißen Augenbrauen. Er war doch Der Mann, Dem Dieses ganze Gebiet von Buena Esperanza ursprünglich gehörte, nicht wahr. Orgassa nickte: „Ja, so war es. Huislander, em Holländer, der lange in den Staaten erfolgreich nach Oel gebohrt hatte, erwarb vor etwa zwanzig Jahren Dieses Gelände und einen schmalen (Streifen bis zur Küste nach Tepluan hinunter vom Staat. Es lag f0 weit von den damals erschlossenen Oelvorkommen entfernt und wies in seiner Oberschicht eine so anders geartete geologische Struktur auf daß man Huislander nicht allzuviele Chancen gab, hier ergiebige Quellen zu erschließe^ Die Frage: Wird der Schachweltmeister auch Europameister? möchte man drei Runden vor Schluß des Großdeutschen Schachturniers in München um die Europameisterschaft beinahe bejahen. Die achte Runde war für die Spitzenleute beider Turniere kritisch. Im Titelturnier legte Keres eine Bremer Partie gegen Richter unglücklich an und Iverlor ein Turmspiel. Auch Aljechin hatte es gegen Foltys schwierig, der Weltmeister erreichte jedoch noch Remis, so daß er nun mit einem halben Punkt führt. Bogoljubow ist durch einen Sieg über Radar nähergekommen. Re11stad verlor gegen Stoltz, Der Aljechins Verteidigung spielte. Die Partien B a r c z a gegen Junge und Roha- cef gegen Napolitano endeten unentschieden. Der Stand ist nun: Aljechin (Frankreich) 6 Punkte, Fottys (Protektorat) und Keres (Ostgebiete, Estland) je 5% Punkte, Bogoljubow (Generalgouvernement) 5 Punkte und eine Hängepartie, Richter (Deutschland) VA Punkte und eine Hängepartie, Junge und .Rellstad (beide Deutschland) je 3% Punkte, Napolitano (Italien), Rohacek (Slowakei) und Stoltz (Schweden) je 3 Punkte, Barcza (Ungarn) 2A Punkte, Rabar (Kroatien) 2 Punkte. Aus der Siadi Gießen. Herbst. Ank» 23. September hat kalendarisch der Herbst begonnen. Tag und Nacht haben Die gleiche Dauer. Die Sonne tritt in Das Zeichen Der Waage ein. Von ! nun ab geht sie täglich einige Minuten später auf < unD begibt sich ebenso einige Minuten früher zur : Ruhe. Um eine StunDe 42 Minuten nimmt im ' September Der Tag ab. Wir schreiten mit Dem । Herbst in Den Abstieg Der Jahreszeit hinein. Doch tünDet Der KalenDer auch Diese unangenehme Wahrheit, wir halten es noch immer mit Der Sonne und glauben noch an viele schöne heitere läge, Die im Schoße Dieses Herbstes für uns bestimmt fein werden, die uns mit ihrem milden Glanz erfreuen wollen und in deren Leuchten Die farbige Pracht herbstlicher Wälder wie eine herrliche Symphonie des Lebens klingt. Wenn der Herbst feinen Einzug hält, vollzieht sich alljährlich Das großartige Schauspiel, daß sich Die Blätter verfärben zum satten Rot ober grellen Gelb ober rötlichen Braun, baß unsere Wälber wie brennend stehen und in herrlichen Farben auflodern. Auch im Volksspruch spielt der Herbst eine Rolle. Vor allem interessiert es Den Bauersmann, aus dem Wetter des Herbstes das Des Winters zu erkennen. „Ist im Herbst das Wetter hell — bringt er Wind und Winter schnell", heißt es im Bauernreim, und von einem warmen Herbst schließt man auf einen längeren Winter, wie auch, nach bäuerlicher Auffassung, Donner im Herbst einen zeitigen Winter mit viel Schnee verkünden soll. Auch manche Tiere sollen durch ihr Verhalten in dieser Zeit auf winterliches Werden schließen lassen: „Je größer der Ameisenhügel — je straffer Des Winters Zügel", unD „Wenn viele Spinnen im Herbst kriechen — sie schon Den Winter riechen". Aufnahmefeier der jungen Parteianwärter. Die Ausnahmefeicr bet jungen Par- feianroätfer und -anroärferinnen Der HI. und des BD7N. in Die NSDAP, für sämtliche Gießener Ortsgruppen findet Sonntag, 27. September, 11 Ahr, in der Aula der Universität statt. Die Litern sowie die Angehörigen gefallener partei- 1 und Volksgenossen sind besonders herzlich eingeladen. । desgleichen die Vertreter von Wehrmacht. Staat und ; Behörden. An die verwundeten der hiesigen Reserve- , lazarette sind besondere Einladungen ergangen. Gemesterbeginu am 1. Dezember. ’lrie des Tenors und zu einem großen Liebes- Duett zwischen Tenor und Sopran bietet. Auch iehll die turbulente Volksszene mit Chor ebensowenig wie eine ausgedehnte instrumentale Schlach- 'enmusik, eine typische „Battaglia". Borck hält sich also fern von den dramaturgischen Neuerungen, die _'lwa von Werner Egk oder Carl Drff für Das moderne Musiktheater erstrebt wurden. Anderseits iber stößt er — rein musikalisch betrachtet — zu Ausdrucksmitteln vor, die mit einer oft geradezu mheimlichen rhythmischen Vehemenz, mit lapidarer klanglicher Härte die dramatischen Konflikte zu eidenschaftlicher Explosivität steigern. Aber auch Zartes und Lyrisches ist ihm gelungen. Unter Der musikalischen Leitung von Karl Fischer unD Der jtegte von RuDolf Scheel wurde Das Werk mit liBerftänbnis interpretiert. Walter Steinhaue^. 50 Jahre Berliner Metropolthealer. Reichsminister Dr. Goebbels empfing aus Anlaß Des 50jährigen Jubiläums Des Berliner Metropoltheaters Den Leiter der Bühne, Heinz y e n t s ch k e, sowie eine Abordnung Der Bühnen- '«haffenden und Des technischen Personals. Dr. Goebbels würdigte Die VerDienst des Metropol- iheaters um Die frische und gehaltvolle Unterhaltung seiner Besucherscharen unter der Leitung Heinz yentschkes unD zeichnete Diesen Durch Verleihung des Titels Generaldirektor aus. Der Reichserziehungsminister hat Den Beginn Des Wintersemesters 1942/43 an Den Universitäten und sonstigen wissenschaftlichen Hoch- chulen auf Den 1. Dezember 1942. festgesetzt. Das Semester endet am 31. März 1943. Fernsprechdienst in den Abendstunden. Der ständig sich steigernde Fernsprechverkehr führt in den Abendstunden von 19 bis 24 Uhr zu einer außergewöhnlichen Belastung Des Ferndienstes. Aus betriebstechnischen Gründen muß eine 23 oro er- lequng der Anmeldezeit für verbil- ligteNachtgespräche ein geführt werden. Dom 21. September ab sind deshalb Ferngespräche, Die in Der Zeit zwischen 19 und 24 Uhr zu ermäßigten Gebühren geführt werDen sollen, bereits tagsüber bis spätestens 19 Uhr mit dem Hinweis „zurück 19 Uhr" anzumelden. Da die Gespräche zu ermäßigten Ge'bühren in Der Reihenfolge ihrer Anmeldung ausgeführt werden, empfiehlt es sich, diese entsprechend oorzunehmen. Für Gespräche, die zwischen 19 bis 24 Uhr angemeldet und bis 24 Uhr ausgeführt werden, wird die volle Gebühr berechnet. Diese Gespräche werden unter Berücksichtigung Der Rangordnung nach Erledigung der tagsüber zu ermäßigten Gebühren rechtzeitig angemelbeten Ferngespräche abgewickelt. Für Gespräche in der Zett von 0 bis 8 Uhr verbleibt es bei der bisherigen Regelung. Das gleiche gilt für Gespräche im Selbstwählferndienst, im Schnelldienst sowie für Monatsund Wochentagsgespräche. Vom 21. September 1942 an werden zur schnelleren Abwicklung Des Fern- • Dlenftes ferner bis auf weiteres Feftzettgesprache, Stundenverbindungen und Ferntagungsgefprache nicht mehr hergestellt sowie Anfragen nach der Ausführungszeit eines angemeldeten QMpraajs m \oer Zeit von 19 bis 24 Uhr nicht mehr erledigt. \ Landfrauentage im Gau Hessen-Nassaü. NSG Zu einer beliebten Einrichtung sind /feto . Den Landfrauen des Gaues Hessen-Nassau/ ßanDfrauentage geworden. Gerade tue Landsrau die wie keine andere Frau an ihre Häuslichkeit . qebunt)en und durch einen ständigen, weitgezogenen Pflichtenkreis stark angespannt ist, hat das begreiz- 24. September von 20.17 bis 6.42 Uhr. Huislander erhielt natürlich auch solche gefähr- lichen Kreditangebote. Als er sich nicht Darauf ein- ließ machte man ihm von verschiedenen weiten Den Vorschlag, sein Gebiet gegen eine Abfindung ab- zutreten. Soviel ich weiß, waren die Angebote, die man ihm vorlegte, nicht einmal niedrig. Einige Camps weiter landeinwärts forderten schon einigermaßen rentabel, und damals tauchte der Plan auf, den Hafen von Tepluan schiffbar zu machen und von den Feldern eine Delleitung dorthin zu legen. Huislander als einziger besaß den für Die Leitung nötigen Landstreifen, und sein Gebiet riegelte den Weg zur Küste sozusagen ab. Ob er von dem Hafenprojekt Wind bekommen hatte, vermag ich nicht zu sagen; jedenfalls lehnte er alle Angebote ab, ließ alles liegen, rote es lag, und verschwand aus Mexiko. Was er in der Zwischenzeit getrieben hat. weiß ich nicht. Auf leben Fall kehrte er eines Tages, unD Das mögen letzt etwa zehn Jahre her sein, als reicher Mann nach Buena Esperanza zurück und nahm Die unterbrochenen Bohrungen roieDer auf. Damals hatte ich einen Krach mit Der englischen Gesellschaft, bei der ich als Ingenieur arbeitete. Cs war eine Patentstreitigkeit um ein Seilbohr- versahren. Die Schufte wollten mir weismachen, die Erfindungen ihrer Ingenieure wären in dem Gehaltsvertrag miteingeschlossen. Kurzum, ich schmitz ihnen den Vertrag vor die Füße und ging zu Huislander, der mir schon wiederholt günstige Angebote gemacht hatte und mich mit offenen Armen unter sehr günstigen Bedingungen aufnahm. Karen nickte. Diese persönlichen Dinge waren ihr, wenn auch dunkel, noch in Erinnerung, ete entsann sich der endlosen Fahrt von Tampico nach Verakruz und der Barackenwohnungen, in Denen HuislanDers Ingenieure in Den ersten Jahren mehr schlecht als recht gehaust hatten, wahrend die Hai^ (er oben auf dem Hügel, wo sie jetzt wohnten, noch im Bau waren. (Fortsetzung folgt.) Aus Grund des Gesetzes über Viehzählungen |om 31. 10. 1938 findet gemäß Runderlaß des Reichs- ministers für Ernährung und Landwirtschaft pm 3. Dezember 1942 Die übliche allgemeine V id tz- zäh lu n g statt. Die Erhebung, Die Durch Das ta= g e f a m t e n^ ©ebVe t*1 b es*r® ro ßD e u t fefjen Reiches Die Metz gerast eine passende Schüssel am Platze. Fragestellung entspricht im wesentlichen der des Dor- - - --------" labres. Zusätzlich werden die Kaninchen gezahlt Bei den Schafen und Ziegen werden die zur Zucht be- i Der „rote Winkel" im personenkrastverkehr. Die Einführung des bekannten „roten Winkels" im Personenkraftverkehr ging von der Erwägung aus, daß die seit dem 28. August 1939 eingeführte Bezugscheinpflicht f ü r flüssige K r a f t st o f f e zur Lenkung des Kriegseinsatzes von Kraftfahrzeugen allein nicht ausgereicht haben würde. Durch Stillegung der meisten Personenkraftfahrzeuge wurde dem Schleichhandel mit Kraftstoffen von vornherein der wesentlichste Bereich entzogen. Der für die Zuteilung verfügbare Kraftstoff konnte denjenigen Fahrzeugen gesichert werden, die unter kriegswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt und „bewmkelt" worden waren. Als Grundlage für diese Maßnahme diente die nunmehr seit über drei Jahren in Kraft befindliche Verordnung des Reichsverkehrsministers über die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugen vom 6. September 1939, die an die Voraussetzung geknüpft wurde, daß sie im öffentlichen Interesse liegt. Die damit eingeleitete staatliche Lenkung des privaten Personenkraftverkehrs stellt ein neues Problem dar. Die erwähnte Verordnung wurde deshalb durch Ausführungsbestimmungen und Erlasse des Reichsverkehrsministers unter Auswertung praktischer Erfahrungen laufend ergänzt. In Anpassung an die Rohstoffoersorgungslage und die erweiterten militärischen Aufgaben des Reichs wurde der bei Zubilligung des roten Winkels anzulegende Maßstab im Laufe der Zeit wesentlich verschärft, insbesondere durch die Anordnung des Führers vom Januar 1942 über die Benutzung von Personenkraftwagen. Gleichzeitig ermöglichten die in der Praxis gewonnenen Einblicke den mit der Bewinkelung befaßten behördlichen Organen eine zunehmende Anpassung ihrer Maßnahmen an den erstrebten Zweck in d^m Sinne, daß einerseits unbillige Härten in manchen Fällen ausgeglichen und anderseits der Gesamtbestand an erteilten roten Winkeln bereinigt und wesentlich vermindert werden konnte. Der Austausch mittlerer Personenkraftfahrzeuge gegen solche mit geringem Hubraum bzw. die Bevorzugung der letzteren bei der Bewinkelung führte zu einer wirtschaftlicheren Ausnutzung des noch eingesetzten Fahrzeugbestandes; die seit dem 1. April 1942 eingeführte räütnliche und zeitliche Beschränkung der Fahrzeugbenutzung bewirkte unter E r - schw erung mißbräuchlicher Fahrten eine noch straffere Ausrichtung des Personenkraftverkehrs; die bloße Einschränkung wurde in weitem Umfang zur positiven Derkehrslenkung. Das Verständnis für die notwendigen Maßnahmen zur Einschränkung des Personenkraftverkehrs hat sich im Volke vertieft. In der Kraftfahrt ist der Gedanke Allgemeingut geworden, daß dem Endsieg jedes Opfer an Bequemlichkeit gebracht werden muß. Wenn aber der Krieg eine straffe Lenkung des Personenkrastverkehrs notwendig macht, so wird dadurch eine Bedeutung für die kommende Friedenszeit nicht geschmälert. Vielmehr hat die eingehende und individuelle Prüfung des Verkehrsbedürfnisses in der Praxis der Bewinkelung den Verkehrsbehörden weitere aufschlußreiche Einblicke in die wirtschaftlichen Funktionen des Personenkraftverkehrs gebracht, welche einer positiven Kraftverkehrspolitik nach Kriegsende zugute kommen werden. Inzwischen muß der Bestand an unbenutzten Kraftfahrzeugen nach Möglichkeit vor Schäden bewahrt bleiben. Die sorgsame Pflege des stillgelegten Fahrzeuges dient nicht nur dem Interesse seiyes Inhabers, sie dient auch zum Nutzen des Reiches der Erhaltung großer volkswirtschaftlicher Werte. - ' Hausbrand muß auch am Sonntag abgenommen werden. Der Reichswirtschaftsminister hat zur Beschleunigung des Güterwagen- und Binnenschiffsumlaufs durch einen Erlaß vom 26. August auch die Kohlenhändler verpflichtet, für sie eintreffende Brennstoff- fendungen auch an Sonn - und Feiertagen zu entloben. Da nun nicht nur der Umlauf der Transportmittel beschleunigt werden soll, sondern auch Arbeitskräfte eingespart werden müssen, so ist durch den gleichen Erlaß dem Händlern verboten worden, die Brennstoffe erst in ihre Keller oder Lagerplätze zu fahren, um sie dann später den Verbrauchern zuzuführen. Vielmehr sind die Kohlenhändler verpflichtet, ohneZwischenlagerung diese Sendungen sofort an die Verbraucher zu verteilen. Die Verbraucher, d. h. auch die Haushalte, müssen jetzt also die Brennstoffe zu dem Zeitpunkt, in denen sie ihnen vom Händler angeboten werden, d. h. auch an Sonn- und^Feiertaaen, annehmen, sofern sie eine Lagermöglichkeit dafür haben, andernfalls sie den Anspruch auf Lieferung verlieren. Nur in den seltensten Fällen wird ein Haushalt keine Lagermöglichkeit haben und verlangen können, daß ihm die Brennstoffe zentnerweise, je nach der Verbrauchsmöglichkeit, vom Händler angeliefert.werden. Die Tatsache, daß ein Mieter seinen Keller für den Bau des Hausluftschutzkellers hat abgeben müssen, wird in der Regel kein Entschuldigungsgrund sein, denn die Mieter sind verpflichtet, die noch vorhandenen Keller für die Lagerung der Brennstoffe untereinander zu teilen. Holunderbeeren. Der schwarze Holunder, dessen Beeren jetzt zu sammeln an der Zeit ist, wächst in den Laubwäldern, Ufergebüschen, Flußauen, in Gäkten, an Hecken und Wegen fast ganz Europas, Kleinasiens und Westsibiriens. Mehr begehrt als sein oft gemasertes, jedoch wenig dauerhaftes Holz, das zu Schnitzarbeiten Verwendung findet, sind seine Blüten, die als Flieder- oder Holundertee als schweißtreibendes Mittel, zum Inhalieren, als Gurgel- und Mundwasser und endlich auch als Wundmittel gebraucht werden. Indessen sind die eigentlichen Beeren des Holunderstrauches doch am meisten gesucht. Daß gerade sie seit vielen Jahrtausenden als Nahrungs- und Genußmittel, sowie als Farbstoff in Anspruch genommen werden, geht daraus hervor, daß sich ihre Samenkerne in den Ueberresten der steinzeitlichen Pfahlbauten und anderer vorgeschichtlicher Wohnstätten befinden. Die süßsäuerlich schmeckenden Früchte dienen zur Bereitung von dunkelrotbraunem Fliedermus oder Holundersirup, auch eine köstliche Suppe wird von den schwarzen Beeren bereitet; ferner gewinnt man aus ihnen den mit Ingwer und Nelken gewürzten roten bis schwarzen Holunderbeerwein, und endlich dient der blutrote Saft auch zum Färben von Traubenweinen, Limonaden und Speisen. Außer dem schwarzen Holunder wachsen in Deutschland der Traubenholunder, der rote Holunder, der Korallenholunder und der wilde Holunder. Wie kaum eine andere Beere hat also die Holunderbeere eine überaus vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Deshalb ist auch das Sammeln der Holunderbeere dringend geboten, um sie restlos dem Gebrauch zu- zuführen. In diesen Tagen hat die Holunderbeerenernte begonnen; die Beeren werden von Zentralstellen gesammelt und von hier aus der Verarbeitung zugeführt. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 24. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, kg 10 bis 12 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, gelbe, Rüben 10, rote Rüben 10,Spinat 14, Römischkohl 10, Erbsen 30, Tomaten 25, Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 8 bis 10, Birnen 20 bis 30, Salatgurken 28, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40, Salat 10, Endivien 10 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf. ** Einkellerungsscheine für Speisekart o f f e l n. Die Haushaltungen, die ihre Speisekartoffeln zur Einkellerung unmittelbar vom Erzeuger beziehen wollen, müssen Einkettungsscheine beantragen. Alles Nähere hierüber sagt eine Bekanntmachung des Ernährungsamtes im heutigen Anzeigenteil. ** Speisekartoffelversorgung. Eine Bekanntmachung des Landrats des Kreises Gießen im heutigen Anzeigenteil betrifft die Speisekartoffelversorgung. Die Inhaber von Speisekartoffel-Bezugsausweisen, die keine Kartoffeln einkellern, seien besonders darauf hingewiesen. ** Anbauerhebung für G«emüse. Auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft führt das Statistische Reichsamt unter Mitwirkung der zuständigen Stellen des Reichsnähr-1 standes vom 25. September bis 2. Oktober eine Erhebung über den diesjährigen Anbau von Gemüse1 durch. Durch die Erhebung werden alle Betriebe erfaßt, die Gemüse zum Verkauf auf dem Ackerland und in Erwerbsgartenbaubetrieben anbauen. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden für die Maßnahmen zur Sicherung der Volksernährung gebraucht und dienen damit wichtigen kriegswirtschaftlichen Zwecken. Jeder Gemüseanbauer ist gesetzlich verpflichtet, seiner Gemeindebehörde auf Befragen wahrheitsgemäß Auskunft zu erteilen. Falsche Angaben werden gegebenenfalls bestraft. Die Angaben der Betriebsinhaber werden stichprobeweise nachgeprüft. Einbrüche in Metzgereien. Lpd. Frankfurt a. M., -23. Sept. Unter Ausnutzung der Verdunkelung brach der vorbestrafte 37jährige Josef Steibel in eine Metzgerei in Wiesbaden ein und stahl einen Tops Schmalz und vier Würste. In einer Weingkoßhandlung entwendete er zwei Korbflaschen mit Spirituosen und Wein, den er aus Fässern abfüllte. Da der Faßinhalt litermäßig stimmte, ist zu vermuten, daß er die gestohlene Menge durch Wasserzuguß ersetzte. Das Sondergericht Frankfurt a. M. verurteilte Steibel zu 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust. Der 26jährige unbestrafte Holländer Simon van der P l a a t war mit Landsleuten bekannt geworden, die in einer Frankfurter Metzgerei arbeiteten. Als er sie dort besuchte, sah er die Schlüssel zur Wurstküche. Er fertigte sich einen passenden Schlüsse! an und drang nachts ein, um aus dem Kühlraum vier Pfund Speck und Wurst zu stehlen. In der nächsten Zeit war er dann noch fünfmal teils mit, teils ohne Erfolg am Tatort. Beim letzten Einbruch hatte er zwei Koffer mitgebracht und schleppte Speck und Würste im Gewicht von fast einem Zentner davon. Die Waren verkaufte er fast restlos. Einer 78jährigen Witwe, bei der er wohnte, stahl er ihre Ersparnisse von 700 RM. aus einer Kommode. Das Sondergericht Frankfurt a. M. erkannte gegen ihn auf VA Jahre Zuchthaus. tanbfrei* Gieße«. * Laub-ach, 23. Sept. Die seit 1938 geplante Herrichtung des Bahnhofsplatzes, an der die Stadt mit 5000 RM beteiligt ist, wird nun endlich in Angriff genommen. Das reichlich unschöne Gelände, auf dem Schutt und Unkraut neben= einander gediehen, wird eingeebnet und gepflastert. — Mit dem Umbau des „Solmfer Hofes" war der Fortbestand des Laubacher Kinos in Frage gestellt. Gegenwärtig wird in der „Traube" der große Saal für das Kino hergerichtet. Entsprechend den baupolizeilichen Vorscyristen wird ein geschlossener Vorführraum geschaffen, und nach Beendigung dieser Arbeiten kann mit der Wiederaufnahme der Kinovorstellungen gerechnet werden. Schweinemarkt in Friedberg. Friedberg, 24. Sept. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 266 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 10 bis 12 RM., bis 8 Wochen alte Tiere 12 bis 16 RM., 8 bis 12 Wochen alte 20 bis 25 RM. pro Stück. Marktverlauf rege, es verblieb geringer Ueberftartb. Haegg übertrifft Ilurmi. Ohne Zweifel ist der erfolgreichste Mann, den die internationale Leichtathletik im Jahre 1942 hervor- ,gebracht hat, der Schwede Gunder Haegg. Der Nordländer hält augenblicklich in sieben international registrierten Disziplinen der Mittel- und Langstreckler die Spitze. Von 1500 bis 5000 m übertraf er in einem einzigen Sommer alle bisherigen Weltbestzeiten. Da er einige Rekorde mehrmals verbesserte, hat er es in vier Monaten auf insgesamt 10 Weltrekorde gebracht, eine Leistung, die in der Geschichte der Leichtathletik einmalig ist und nur ein Gegenstück in der Glanzzeit des großen Finnen Paavo Nurmi l)a£ Es fei erinnert, daß Nurmi in feiner elfjährigen Laufbahn von 1921 bis 1931 etwa 22 Weltbestleistungen aufstellte, von denen einige allerdings nicht anerkannt werden konnten. Haegg ist auf dem besten Weg, selbst Nurmi in den Schatten zu stellen. Die Krönung seiner Weltrekorde bedeutet der am letzten Sonntag aufgestellte Rekord über 5000 m. Als erster Mensch blieb er in einem 5000-m- Lauf mit 13:58,2 unter 14 Minuten. Die Finnen verloren an ihn damit eine weitere wichtige Position, die sie seit den Olympischen Spielen von 1912 in Stockholm innehatten, als Kolehmainen dem zwei Tage vorher aufgestellten Rekord des Franzosen Jean Bouin (15:05,0) das Lebenslicht ausblfes und als erster Mensch mit 14:36,6 die 5000 m in weniger als einer Viertelstunde durchlief. Haupychriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftletters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politü und Bilder: Dr. Fr.W.Lange; für das Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beuti.), t.B.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitStsdmckeret R. Lange ft. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Eüch Hamann; Anzeigenletter: HanS Beck. Anzeigenvreisliste Nr. 6. WF Unerwartet traf uns die schmerzliche und unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, treuer und über alles geliebter, braver Sohn, Bruder, Neffe und Pate Willi Erich Paul Obergefreiter in einer Aufklärungsabteilung Inh. des E. K. II, des Panzersturmabzeichens und des Westwall-Ehrenzeichens am 6. August, im 22. Lebensjahr, bei den schweren Kämpfen um Rschew den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Gastwirt Wilhelm Paul und Frau Anna, geb. Luh Erna Paul; Hugo Paul und alle Angehörigen. Bieber, den 24. September 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um den Verlust eines lieben vorbildlichen Arbeitskameraden. BetriebsfUhrung und Gefolgschaft M. Abermann K.-G., Baugeschäft, Gießen. j 2866 D Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme, die mir bei dem Heldentod' meines lieben Sohnes Arthur Freitag, Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment, entgegengebracht wurden, danke ich hiermit auch im Namen meiner Kinder herzlich. Frau Henriette Freitag Wwe, Gießen, im September 1942. ______________________________________________________04728 4 Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei dem Heldentod meines lieben Mannes Friedrich Panz,5 Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment, sage ich allen, auch im Namen der Mutter, herzlichen Dank. Frau Käthi Panz, geb. Schrott. Rodheim a. d. Bieber. Gießen (Ebelstraße 22), den 24. Sept. 1942. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille statt. Mündlich können Sie eSmirwenlgen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie e§ Nlleu Mädchen oder Frau wöchentlich dreimal 2 Stunden, evtl, nachmittags gesucht. FrI. Schreiber, Asterweg 40II Nach langem, schwerem Leiden ist meine liebe Frau, die treusorgende Mutter ihres geliebten Sohnes Frau Katharina Urbach, geb. Becker im 79.Lebensjahre in dem Herrn entschlafen. In tiefem Schmerz: Karl Urbach. An den Folgen eines schweren Unfalles starb am 22. September plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, unser lieber, treuer Bruder, Schwager, Onkel und Pate Friedrich Kröck IV., Reichsbahnladeschaffner im 61. Lebensjahre. Sein Leben war Arbeit und Pflichterfüllung. In tiefer Trauer: Elisabeth Kröck, geb. Bepler Friedrich Ernst Kröck, z. Z. im Felde, und Familie Hermann Bodln und Frau Else, geb. Kröck und alle Angehörigen. Heuchelheim, z. Z. im Felde, Vogelsberg, Dülken und Hamburg, den 22. Sept. 1942. DieBeerdigung findetFreitag, 25.Sept., 14Uhr, vom Trauerhause, Kirchstr. 5, aus statt. 04730 Von Kranz- und Blumenspenden, sowie Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen. _______________________________________________04729 2861 D Perldecken und Perlbörsen für Wiederverkäufer sofort lieferbar. Muster u.Warenlieferung gegen Nachnahme. HansBIielsen, Hamburg 36 Postfach 113. [286oV Ich suche 04718 eine gewandte Hilfskraft (Frau oder Fräulein) zur Mithilfe im Geschäft. Blnmen -Wittmann, Bahnhofstr. 47. Gröberer Keller od. Garagenraum in Gießen oder näh. Umgebung zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 2869D an den Gießener Anzeiger erb. WsMüejler und WMeilkrin sucht [04686 Verlagsdruckerei Mn klein Hindenburg- Wall 21. | Verkäufe WM 1,20 m lang, mit Bettzeug zu verkaufen. [04722 40-RM. Drewes, Tannenweg 29. Kaufgesuche Rechnungen bei Brühl. Gießen | Mietgesuche | Suche 3-5-Zim.-Wolmg. m. Zubehör, in Gießen od.Umg. Biete schöne 5-Zimm.-Wobn. m. Zubeh., evtl. Bad, die jedoch nur von Bahnbeamten besetzt werden kann. Schriftl. Angeb. unter 04720 an den Gieß. Anz. F. leichte Arbeit. Leute _ gesucht. Studentin sucht möbL Zimmer. H. Wersig, Wetzlar, Rcinermann- straße 14. s 04726 3. kauf. ges. Schr. Ang. m. Preis u. Auch halbe Tage u. stundenweise. Schr. Ang. unt. nng. m. Preis u. 04715 a. d. G.A.'2850Oa.d.G.A: Mittelschweres bis schweres Pferd zu kaufen gesucht. [01733 H.Treckisler, Steinstraße 73. Glassleine SU kanten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04714 an den Gieß. An;. Ein Wagen Mist Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Speisekartoffelversorgnng. Die Inhaber von Speisekartoffel-Bezugsaus- weisen, die keine Kartoffeln einkellern, werden hier- imt aufgefordert, den Bestellschein 42 ihres Bezugsausweises innerhalb der Woche vom 21. bis 26. 9. 1942 bei ihrem Kleinverteiler abtrennen zu lassen. Bis zum Beginn der mit dem 28. 9.1942 beginnenden. Woche haben die Kleinverteiler die Bestellscheine zur Bezugsscheinausstellung einzureichen und diesen sofort nach Empfang an ihren Emvfangs- verteiler weiterzugeben. Da Kartoffeln reichlich angeliefert werden, ist den Inhabern von Kartoffelbezugsausweisen ge- ttattet, Svetsekartofseln im Vorgriff bis zum 18.10. 1942 zu beziehen. Ab sofort können daher auf sämtliche Wochenabschnrtte 41 unter Zugrundelegung emes.Wochensatzes von 4 Kilogramm ohne Rücksicht auf die unter den Abschnitten aufgedruckten Fristen Kartoffel abgegeben werden. [2862V Gießen, den 19. September 1942. Für die Landräte dtzr Landkreise Alsfeld, Büdingen, Frredberg, Greben und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Greben. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. 3 Fässer ca. 100-200 Lit. fassend, z. kaufen gesucht. [2864V Werkküchenver- walt. der Firma Heyligen- staedt LComv. G. m. b. H., Gießen. Freibank Am 25. 9. 1942, ab 10 Uhr: Pferdefleisch. Am 26. 9. 1942: 8-9 101-150 9-10 151-200 10-11 201-250 Städl, Schlachthof 1 Paar braune kMensWe Gröbe 28, zu tauschen gegen Gr. 30-31J04723 Trewes, Tannenweg 29, Brauner Langhaar- Dackel auf den Namen „Seppel" hör., entlaufen. Wiederbr. erhält Belohn. [04732 Boller, Bahnhofstr. 55. Statt Karten! Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer Verlobung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlich Marie Wagner / Oswald Jung Ruppertsburg Lieh im September 1942 ________ 04713/ Paul Kemp • Margrlt Debar Ursula Herking, Elsa Wagner Lina Carstens, H. Troxbömker Spielleitung: Walter Felsenstein Die Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntag 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt! 2863C Bekanntmachung. Betr.r Emkellerimgsscheiue für Speisekartoffeln. I. Diejenigen Haushaltungen, die Speisekartoffeln zur Einkellerung unmrttetbar vom Erzeuger beziehen wollen, beantragen bei ihrer zuständigen Bezirksgeschäftsstelle Einkellerungs- scheine unter Vorlage der Bezugsausweise für Sveisekartoffeln. Die Antragstellung kann täglich zwischen 8 und 12 Uhr erfolgen. Der Personalausweis ist vorzulegen. II. Die Höchstmenge, die je Kovf der Versorgungsberechtigten bet Volleinkellerung für die Seit vom 19. Oktober 1942 bis 25. Juli 1943 (also •für 10 Versorgungsabschnitte) bezogen werden kann, ist reichseinheitlich auf 200 Kilogramm ( = 4 Zentner) festgesetzt. Wird diese Höchstmenge bezogen, so entwertet das Ernährungsamt dte Bezugsaus« weise für die Versorgungsabschnitte 42 bis 51. Wünscht der Versorgungsbercchtigte nur eine Teileinkellerung, so werden für je 50 Kilogramm zehn Wochen-Abschpitte entwertet. Der Verbraucher bat die entwerteten Be« zugsausweise sorgfältig aufzubewahren. III. Die Einkellerungsscheine müssen dem Erzeuger bei der Bestellung oder bei der Lieferung übet» geben werden. Die Gültigkeit der Emkelle- rungsscheine ist bis zum 30. Mai 1943 begrenzt. Nach diesem Termin dürfen sie nicht mehr beliefert werden. IV. Erfolgt der Kartoffelbezug bei einem Klein» oder Grobverteiler, so sind keine Einkellerungs« scheine erforderlich. In diesem Fall erfolgt die Lieferung gegen Vorlage und Abstempelung der gelben Bezugsausweise, die auch bei SBoH* einkellerung vom Verbraucher sorgfältig aufzubewahren sind. [2867D Gieben, den 22. September 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Grnährungsamt Abt. B. KNORR I Suppen ' (trecken />( Haben Sie noch einen Gemüserest, der zu einer vollen Mahlzeit nicht mehr ganz reicht, so können Sie mit einem KNORR - Suppenwürfel, der 2Teller gute Suppe ergibt, 3-4Teller kochen. Sie brauchen nur den Gemüserest mit etwas Wasser zu verdünnen, zur fertig gekochten Suppe zu geben und dann beides nochmals gut durchkochen zu lassenl KNORR SS !C * < A 3- Ei erneut feilten31 niiel bei L Leim . hestigk' Stitig an kommen. W W ihtiksei' urioien । 1 den D pchen, ® .^eoelt d j er aus issche, di üjl'en zu i; wieder Mirj dl in ibt ist - NN ijüi mit i j n 191 $U5 in raen oblj INI bei [5 mit e gleiche der senden diese Oettji P Nn ENen, litten, i Men bier mrunfl. 1: MW 1 Öen 14 pL den sitz vorz 15 bei de hr nun ' hr nickt i- wirtschc in, die ei in Wilso li den er n Seine beten Ringen 1 hng be: li ist sei kmerun; rty wert h erfolgt h )U sei, flt, man "st sich iiSienfti tote zah l! Lernte i SSe *en Wfu ‘ fr?11 Ur zdj I . lliit ■,1c, Öqc lÄ1 IM