Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen m die Zum Geburtstag -es Gauleiters Hessen-Nassau grüßt mit treuer Gefolgschaft. rtgesetz. ! der 2 ktiker 8'j arbeit des Zersetzens, Aufwiegelns und Dortrayens btr Weltrevolution in Szene setzte? Wie lange ist ag :he die en fort- en M Ehren. I für 8 n di o ent* r. ’feti inoMw »gnvuvg Kultur lenüber 1 ch und ewohn- rrenden nd des Büches Ehefrau in zwei >nd des Zchristlrttung und Geschäftsstelle: Sietzen, Schulstrahe 7-9 nach Trelleborg lieblicher Kaffeeduft dem Reisenden als erstes schwedisches Willkommen in die Rase stach und üppige Schwedenplatten, zu denen unverzollter Whisky kreden.zt wurde, schon beim Hissen btr Anker auf hungrige Mägen warteten. Sie R a- tionieruny und das Kartensystem ist auch bei diesen nordischen Nachbarn längst zu finden. Aus dem einstffo reichen Schweden wurde ein Land, OKW. wurden allein 360 Tankschiffe mit 1 325 500 BRT. auf den Grund des Meeres geschickt. Die Welttankerflotte umfaßte zu Beginn des Jahres 1939 11,4 Millionen BRT. Seither sind davon fast vier Millionen BRT. versenkt worden oder ein gutes Drittel der Welttankerflotte. Aber die Welttankerflotte entspricht nicht der Tankerflotte, die den Engländern und Amerikanern zur Verfügung steht. An ihr waren auch Deutsche, Japaner und Italiener mit beträchtlichen Ziffern beteiligt. Die sowjetische Tankerflotte muß wohl für unsere Betrachtungsweise auch auf Sonderkonto gesetzt werden, weil sie nicht im interozeanischen Verkehr steht, sondern aus Binnenmeere beschränkt ist. So kommen wir auf einen noch viel höheren tatsächlichen Anteil der Versenkungen an d e r Tanker- toimage, die den Engländern und Amerikanern wirklich zur Verfügung steht. Mit diesen dürren Zahlen ist das Thema nicht erschöpft. Die Besatzungen unserer U-Boote, auch ihre Konstrukteure verdienen eine Würdigung, die jenseits der Statistik liegt und für die die Statistik nur ein erster, vorläufiger Anschauungsunterricht ist. Unsere U-Boote sind in kühnen Unternehmungen bis in die Flußmündungen des Lorenzstromes und des Mississippi vorgestoßen. Sie versenkten feindliche Schiffe vor dem Panama-Kanal und den Häfen der Karibischen See. Sie beschossen Landanlagen und torpedierten Schiffe, die im Hafen an der Mole lagen. Sie steigerten ihre Erfolge trotz zunehmender Abwehr durch USA.-See- und Luftstreitkräfte. Sie versenkten in den amerikanischen Gewässern Dersorgungstransporte des inneramerikanischen Verkehrs wie für die britische Insel. Sie schickten Kriegsgerät aller Art auf den Grund des Meeres, das für die Ostfront, für die Front in Nordafrika und für die pazifische Front gegen Japan bestimmt war. Sie haben durch ihre Tätigkeit den feindlichen Schifisraum bereits so weitgehend verknappt, daß die Seemächte nicht mehr Herr ihrer strategischen Entschlüsse sind, sich vielmehr bei jeder Entscheidung vor die Frage des verfügbaren Schifisraumes gestellt sehen. Zugleich bindet die deutsche U-Boot- Waffe einen wesentlichen und steigenden Teil des feindlichen Kriegsrüstungspotentials im Bau von Handelsschiffen. Während die amerikanischen Gewässer tonnage- mäßig den deutschen U-Booten die höchsten Beutezahlen lieferten, standen andere Boote auf wert verzweigten Seegebieten int erfolgreichen Kampfi Im Angriff auf stark gesicherte Geleitzüge im nördlichen^ Eismeer, im Mittel-Atlantik odear vor der Küste Westafrikas bewahrte sich immer wieder die hohe Schule des U-Doot-Krieges. Im Mittelmeer tragen deutsche U-Boote wesentlich bei zu der grundsätzlichen Aenderung der seestrategischen Lage und schufen damit eine neue entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der verbündeten Waffen in Nordafrika, während andererseits italienische U-Boote erfolgreich in amerikam- schen Gewässern kämpften und die japamschen See- und Luftstreitkräfte int Pazifischen und Indischen Ozean der feindlichen Schiffahrt schwere Verluste zufügen. . (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kopenhagen, im Juli 1942. Die sowjetischen Angriffe auf schw e - dische Schi f f e haben wieder einmal die Auf- merksamkeit auf das Land int Norden gelenkt, das in Geschehen der letzten Jahre eine recht eigen- vruck und verlas vrühlscheUniversttätrdruckerel 8. Lange finnischen Geschichte eine solch' entscheidende Rolle spielt, müßte auf diesem geschichtlichen Gebiete ausgezeichnet Bescheid wissen! Finnland hat in seinem Krieg der 100 Tage vor zwei Jahren zum ersten Male erkennen müssen, daß ein gewaltiger asiati- cher Koloß sich gen Westen, gegen die Kultur des Abendlands in Bewegung setzte, Finnland erlebte am eigenen Leib die Barbarei von Horden, deren Wiege finsteres Asien ist. Aber auch dies gleiche Finnland erkannte als einer der ersten klar, daß es nur eine Macht der Welt gibt, die dem roten Koloß ein Halt entgegenzusetzen versteht: die deutsche Wehrmacht Adolf Hitlers! Diese Tatsachen müßten auch alle Schweden einsehen, anstatt Diskussionen über das Schicksal Norwegens anzustellen und von „Unterdrückung" zu nimm w.wvi. —— — -- » . ton Körper schmerzlich empfinden müssen und rem ui eres Land als Schweden, das in der gesamten venigr 01 von Aninen A um Wckte ng bes Als Frontsoldat des Weltkrieges das Versagen der Heimat am eigenen Leibe erfahrend, ist er in diesem Ringen um das Sein unseres Volkes fanatisch darauf bedacht, jeden Ansatzpunkt des damals erlebten Versagens von vornherein auszuschalten. Gewiß ist er dabei in nicht wenigen Fällen auch gezwungen, Maßnahmen zur Anwendung zu bringen, die unpopulär erscheinen mögen, die in ihrer Wirkung jedoch allein die Aufrechterhaltung unserer Gemeinschaft und damit den gerechten Nutzen jedes einzelnen sicherstellen. Unverrückbar den nationalsozialistischen Grundsätzen verpflichtet, stellt er mit dem Gau Hessen-Nassau dem Führer im Freiheits kämpf unseres Volkes ein Kraftzentrum des Widerstandswillens' und des durch keine Belastung zu erschütternden Glaubens an den Sieg zur Derfü- gung. Am Tage feines heutigen Geburtstages, der in eine Zeit fällt, da sich die Haltung eines jeden Einzelnen besonders zu bewähren hat, grüßen ihn die Nationalsozialisten daher wie immer mit dem Gelöbnis treuer Gefolgschaft. Berlin, 24. Juli. (DRV.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Boeder, Hai am 24. Iuli in Würdigung der feil einem halben Jahr in den amerikanischen Gewässern erzielten Unlerseeboolersolge folgendes Telegramm an den Befehlshaber der U-Boote, Admiral Dönih, gerichtet: „Seit einem halben Jahre flehen unsere Unterseeboote vor der amerikanischen Küste in zähem, er- olgreichen Kampf mit der feindlichen Versorgungschiffahrt. In dieser Zeit wurden auf allen Kriegs- schauplähen insgesamt 616 Scfjiffe mit 3 843 200 BRT. versenkt, davon allein 467 Schiffemit 2 917 6 00 BRT. in amerikanischen Gewässern. In stolzer Freude über die erzielten Erfolge spreche ich Ihnen, den Kommandanten und tapferen Besatzungen für ihren unermüdlichen Einsatz und die gezeigten Leistungen meinen Dank und meine besondere Anerkennung aus. Raeder Großadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine." ♦ ofie tag und1 haus toiirbe $ ge. ’M durch. VS Pllen. intier. Vun. anderen den roten Wellen, die von Moskau aus den |Q|M« 1 Peg nach Schweden fanden. Dabei sind auch für beding. Stockholm die Zeiten einstweilen vorbei, in denen in dlings, Zaßnitz beim Betreten der Schwedenfähre, jm Zuge Jerfton. ® Xx «t*.»**»* t• At. 1:x» ß'AffnaSit I tos die Auswirkungen des neuert Weltkrieges ganz besonders durch seine Einstellung den Tagesproble- u.,.y Mn gegenüber empfindlich zu verspüren bekommt )ie An- und immer deutlicher zu der Einsicht gelangt, daß ehe Rechnung niemals ohne den Wirt gemacht wer- btn sollte, auch in Stockholm nicht! Es war ein jähes Erschrecken, als am 22. Juni der „Adam Gorthon" unter schwedischer Flagge von einem roten U-Boot versenkt wurde und 14 Todes- onti N. A i.oo 8.00V* artige und zweideutige Rolle spielte. Von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat wurde es stiller um 'A- Schweden, über dem die blaue Flagge mit dem gel- Ixn Kreuz flattert und dessen Steuer einem unruhigen Perdel gleich nach allen Seiten der Wind- u - , yse ausschlägt. Man liebäugelt mit Demokratie und herbei« Autokratie und machte eine Konzession nach der Sechs Monate Llbootkn'eg in amerikanischen Gewässern. 467 Schiffe mit 2917600 BRT. vor der amerikanischen Küste versenkt. faseln, selbst, wenn die deutsche Faust einmal energisch zupacken mußte, um im Kampfe gegen Sowjet- rußland im Rücken der deutschen und verbündeten Heere reinen Disch zu schaffen. Denn was hilft dieses angebliche Sympathisieren mit dem norwegischen Nachbarn, der sein eigenes Schicksal in verbrecherischem Leichtsinn heraufbeschwor, dieses Hinweisen auf den „nordischen Staatenbund", wo doch von diesem „Bunde" überhaupt keine Rede mehr sein kann! Es wird höchste Zeit, daß Stockholm wieder Realpolitik' treibt, auch wenn die Börjes und Karins das neue Deutschland ablehnen möchten, das sie überhaupt nicht kennen, höchstens in der Verdrehung durch eine Pressekanaille, die von London und Moskau aus gefüttert und dirigiert wird. Immerhin macht sich auf Grund der sowjetischen Angriffe auf schwedische Schiffe heute schon ein Erwachen im schwedischen Volke bemerkbar und es ist zu hoffen, daß dieses Erwachen nicht zu spät kommt. Denn drüben liegt Schweden, germanisches Blut und germanisches Land...! Blick auf Schweden. Von unserem Hm.-Berichterstatter. $refta3,2U«W2 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8V- Uhr desBormillags Anzeig en-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Bölferfamüie herrscht. ... Nun gibt es auch in Schweden noch vernünftige •imb einflußreiche Kreise, die entrüstet zu diesen An- - griffen Stellung nehmen und den Beweis antreten, doß derartige Behauptungen die ganze ftnmMe frage auf den Kopf stellen. Denn in der Tat brachte ja der finnisch-russische Winterkrieg 1^39/40 zum allerersten Male sämtlichen nordischen «Staaten klar Mm BewuUsein, was Stalin nicht nur gegen die Staaten des Baltikums, sondern auch gegen die nor- bichen Staaten im Schilde führte: gewaltsame An- nektion zur Förderung der weltrevoluftonaren Auf- ssvben der Komintern, deren außerhalb Moskau emtierende Hauptfiliale in Stockholm ihren Sitz ym. Man muß sich auch daran erinnern, daß oieje wnsionsgelüste Moskaus mit dem Schrei .nach Harvik!" ja nicht erst von gestern stammen, sondern Äon zweihundert Jahre alt und in der ganzeri pan- jlcwistischen Gesamtpolitik mit den Zielen ^onftantv irrpel und Skandinavien seit Peter dem Großen jertgelegt sind. Gerade Finnland hat diese politische J'.nsenwahrheit immer wieder und wieder am eige- Staaten abstellen. 467 Schiffe mit fast drei Millionen BRT. wurden in amerikanischen Gewässern versenkt ... bei einer Gesamtversenkung von 616 Feindschiffen mit 3,8 Millionen BRT. Die Gesamtoersenkungen von feindlicher Handelstonnage betrugen bis zum Jahresende 1941 nicht weniger wie 14,7 Millionen BRT. Rechnen wir die neuen 3,84 Millionen BRT. hinzu, so ergibt sich em Gesamtverlust von nunmehr 18,54 Millionen BRT.? Die Gesamttonnage Großbritanniens zahlte Ende 1938 17,8 Millionen BRT. Die Versenkungen sind also großer als die ganze englische Handelsflotte vor vier Jahren war. Die Engländer haben inzwischen ihre Handelsflotte mit norwegischen, dänischen, griechischen, südslawischen und anderen Schufen aufgefüllt, die ihnen in die Hande gefallen sind. Auch kann angenommen werden, daß ihre Wersten jedes Jahr fast eine Million BRT. neuen Schiffsraums erzeugten. Aber daß sie in Schiffsraum sehr, sehr knapp geworden sind, liegt angesichts dieser Versenkungszahlen auf der flachen Hand. Wir haben bei der Besprechung der Sondermeldungen auch immer darauf verweisen können, wie gering die Durchschnittstonnage eines versenkten englischen Geleit- ^^^Sond^rkap'itel^stellt die Versenkung der Tankschiffe dar. In der Berichtsperwde des NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger begeht heute, seinen 5 8. Geburtstag. In einer Zeit der Anspannung aller Kräfte unseres Volkes auf den Endsieg blicken die Nationalsozialisten Hessen-Nassaus an der Front wie in der Heimat mit Stolz auf den bisherigen Lebensweg dieses treuen aktivistischen Gefolgsmannes des Führers, der mit der Schaffung der Grundlagen unserer gegenwärtigen Erfolge untrennbar verbunden ist. Sie wissen, daß die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Erfolge seines Wirkens im Rhein-Main-Ge- biet einen bedeutenden Beitrag für das Fundament unseres nicht mehr zu entreißenden Sieges leisteten. Mit Genugtuung und Dankbarkeit gedenkt der Gau Hessen-Nassau seines durch das Werk und die Persönlichkeit des Gauleiters gewonnenen Ranges innerhalb der Gaue des Reiches. Wenn dieser Gau heute sein nationalso.zialistisches Antlitz dadurch beweist, daß er auch die letzte Möalichkeit seines Kräfteeinsatzes in den Dienst der Notwendigkeiten für die kämpfende Front stellt, so verdankt er dieses in erster Linie der umsichtigen Planung und dem unbeirrbaren Willen dieses Kämpfers. Roosevelt und sein Marineminffter Knox hatten es mit dem „Schießkrieg" im formellen Friedenszustand sehr eilig. Sie konnten „das Meer" gar nicht schnell genug von deutschen U-Booten „reinfegen". Jetzt haben sie den „U-Bootkrieg vorder eigenen Tür. Jetzt klagt Roosevelt, daß die Weltmeere „grenzenlose Schlachtfelder geworden sind, auf denen wir beständig von unseren Feinden bedrängt werden". , . Das OKW. kann in stolzem Bewußtsein der Reichweite unserer U-Boote seinen Bericht geradezu auf U-Bootkriegführung gegen die Vereinigten ten abstellen. 467 Schiffe mit fast drei Millioder Korse war kein schlechter Prophet. Bis zum 17. Jahrhundert waren alle Küsten und Inseln des amerikanischen Mittelmeeres spanisch. Dann wurden zuerst zwei der Kleinen Antillen, Martinique und Guadeloupe, auf die bis dahin niemand die Hand gelegt hatte, von französischen Seeräubern, Flibustiern, besetzt und daraufhin von Frankreich annektiert und in koloniale Bewirtschaftung genommen. Von Mar tin i qüe stammte Napoleons erste Gattin Josephine. Sie war schön, aber fing schon an zu verblühen, als der sechs Jahre jüngere General Bonaparte sie heiratete. Auch als sie schon die erste Frau Frankreichs war, trieb ihr kreolisches Temperament sie zu mancherlei von Napoleon mit Eifersucht verfolgten Seitensprüngen. 1655 ließ Cromwell Jamaica über fallen und entriß es den Spaniern wegen der großen Zuckerpflanzungen, die dort nut Sklavenwirtschaft betrieben wurden. Um dieselbe Zeit ließen sich französische Flibustier auf Haiti nieder und bereiteten die Annexion dieses reichsten Zuckergebiets der damaligen Welt durch Frankreich Dor„ Während der Revolutionswirren kostetet ein durch die größten Anstrengungen nicht zu dämpfender Negeraufftand den Franzosen diesen kostbaren Besitz. Haiti ist noch heute eine Negerrepublik, unter scharfem Druck von USA., ebenso wie der Mulattenstaat der Dominikanischen Republik, der die größere Oschälste der Insel einnimmt. Westindien übte im 17. Jahrhundert, während des Niederganges der spanischen Macht, auch auf andere europäische Staaten eine starke Anziehungskraft aus. Dänemark besetzte einige der kleinen Jungfern- infeln, gleich östlich von Puerto Rico; die Holländer nahmen den Spaniern Curaxao, dicht an der Küste von Venezuela ab, und sogar Herzog Jakob von Kurland, der Schwager des Großen Kurfürsten, besaß eine Zeitlang die Insel Tobago. Cu- ra$ao war lange Jahre hauptsächlich bekannt durch den dort fabrizierten edlen Likör; nachdem aber, her große Petroleumreichtum von Venezuela entdeckt und in Ausbeutung genommen war, wurden auf der Insel gewaltige Raffinerien angelegt, in denen das Benzin und ändere für den modernen motarifierten Verkehr lebensnotwendige Erdölprodukte aus dem Rohstoff abgeschieden roeroen. Der Hafen von Willemstad auf Cura^ao sieht gan^e Tankerflcrtten aus- und einfahren. Daher haben während dieses Krieges Engländer und Amerikaner gemeinsam Hand auf den Platz gelegt. Die Fortschritte, die die USA. im westindischen Mittelmeer machten, begannen mit dem Lousiana-Kauf 1803. Ihm folgte 1819 der Ankauf von Florida, das bis dahin spanisch war. Die Unabhängigkeitserklärungen Mexikos, der mittel- und südamerikanischen Republiken lösten den Besitz Spaniens in dieser ganzen Region auf. Nur Kuba und Puerto Rico verblieben den Spaniern, aber auch diese gingen nach dem spanisch-amerikanischen Krieg durch den Frieden von Paris, 1898, an USA. verloren, Cuba als Protektorat, Puerto Rico als unmittelbarer Besitz. 1917 verkaufte Dänemark seinen Anteil an den Jungferninseln an USA. Die vorläufig letzte Etappe der zunehmenden „Kontrolle" der- Vereinigten Staaten über das amerikanische Mittel Szenenwechsel inWestindieii Von Dr. Paul Rohrbach. Das amerikanische oder westindische Mitte l m e e r ist zweigeteilt, gleich dem Mittelmeer der Alten Welt. Wie dieses sich zwischen Europa, Afrika und Asien lang hinstreckt, so jenes zwischen den beiden Kontinenten von Nord- und Südamerika und der Kette der Großen und Kleinen Antillen. Columbus glaubte, als er diese Inselwelt erblickte, Indien auf dem von ihm eingeschlagenen Weg- nach Westen gefunden zu haben; der-^Name „Westindien" bewahrt ein Gedächtnis daran. Wie unser Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika stark eingeschnürt ist, so hat auch das amerikanische ein westliches Becken, den Golf von Mexiko, und ein östliches, das Karibische Meer, die durch den Bukatan-Kanal zwischen Kuba und der Halbinsel ukatan Zusammenhängen. Eine Hauptschiffahrtslinie durchzieht die beiden Becken diagonal von New Orleans zum Panamakanal. Kurz vor dem Weltkrieg, als der Kanal noch im Bau war und die Landenge neben dem fast fertigen Kanalbett noch mit der Bahn überquert wurde, fuhr ich mit einem Dampfer der American Fruit Company, des größten Bananenunternehmens der Welt, auf der vorhin genannten Route. Damals fing das Ueberge wich t von USA. über England in jenen Gewässern, das heute eine erdrückende Tatsache ist, eben erst an sich abzuzeichnen. Im sogenannten Clayton-Bulwer- Vertrag von 1850 hatte England sich ein Mitbestimmungsrecht für den Fall einer Durchstechung der Landenge von Panama gesichert; fünfzig Jahre später konnte der amerikanische Außenminister John Hay mit dem englischen Botschafter in Washington, Lord Pauncefote, die Aufhebung des früheren Vertrages vereinbaren und den Vereinigten Staaten den Bau und die alleinige Beherrschung des Kanals ausbedingen. Das war Englands erster Rückzug in der amerikanischen Mittelmeerregion, wo es die Positionen auf den Bahama- Jnseln, in Britisch-Honduras, auf Jamaica, Trinidad und noch einigen anderen Antillen-Inseln besaß. Als ich zwischen den Jetties, den meilenlangen Dämmen, die das Fahrwasser der Missiffippi-Mün- dung einschließen, aus dem Vater der Ströme in den Mexikanischen Golf hinausfuhr, dachte ich an die merkwürdigen Worte, mit denen Napoleon 1803 den Verkauf des Misfissiippi-Landes Louisiana an die Vereinigten Staaten seinen Ministern mit» teilte: „Die Engländer wollen die Reichtümer und den Handel der ganzen Welt an sich reißen. Um die Völker von ihrer unerträglichen kommerziellen Tyrannei zu befreien, ist es nötig, ihren Einfluß durch eine Seemacht zu balancieren, die ihnen eines Tages die Handelssuprematie streitig machen kann. Diese Macht sind die Vereinigten Staaten. Stärke ich deren Stellung durch Abtretung des Miffisfiippigebietes, so erhält England im Welthandel einen Mitbewerb er, der seinen UeJber- mut früher ober später dämpfen wird." Man sieht. 192. Jahrgang Nr. 1?2 Erictzeim täglich, außer x Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^ernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: ,Änzeig^ Postscheck 11686 Frankf./M. 'ungen Wh äi Mit, I bösche« I opfer forderte. Ein noch bittereres Erwachen aber felgte durch die Gangster-Serie, die von Moskau ans inszeniert wurde und der der Reche nach der ,Mallon" am 1. Juli, die „Margareta" am 9. Juli . Md die „Lulea," am 11. Juli zum Opfer fielen; von 0 .yn - ton Piratenüberfällen auf einen schwedischen Ge- »emugt {«it^ug am 6. Juli und anderen roten „Husaren- e istau 1 iRitfcTi zu Wasser" überhaupt nicht zu reden. Daß j aber kein Geringerer als ausgerechnet der^„Ruß- ertwtetbu I land-Expert" Cripps in einer ganz unmißver- $chii! uni I stündlichen Erklärung diese Sowjetpiraterie billigt 6 Wi; |i unb ihr auch im Zuge des anglo-russischen Paktes | nom 28. Mai 1942 durch die Auslieferung der Ost- fcans'fM ■ jef an Stalin eine Operationsbasis gibt, die sämt- _____■ siche freien nordischen Völker in die Sowjetzange ” ■ bringen müßte, ist zweifellos die bitterste Pille, die ■ Schweden in den letzten Jahren schlucken mußte. I, Doch ein Jeder ist seines Glückes Schmied, und auch in Stockholm bettet man sich so, wie man zu ijhlafen wünscht! Wie lange ist es her, daß die Ko- Hintern ganz offen, nachdem ihr das deutsche Schwert auf dem übrigen Kontinent den Garaus bereitet hatte, Stockholm als Angrifisbafis gegen die alte Welt ausbaute und von Schweden aus ihre ligen mit« M ichäuT 00 Uhr 00 UM « her, daß große Reisebüros gegenüber dem Stockholmer Centralbahnhof, also im Herzen der Hauptstadt, willig ihre Schaufenster der' gemeinsten, zer- fchenbsten unb verlogensten Hetze Großbritanniens Mir Verfügung stellten unb so die sonst gesunde ftwebische Volksseele systematifch vergifteten? Und wie lange ist es her, baß die Stockholmer Sowftt- botschaft, von einer notorischen Kokotte geleitet, Millionen und aber Millionen unter eine bestimmte Spezies der fchwebischen Presse verschleuderte, um Mw Krieg gegen Deutschland, .zumindest aber zur , Aufgabe der schwedischen Neutralität den Achsenmächten gegenüber zu hetzen? i' Die Welt ist heute kurzlebig und vergißt manchmal allzu schnell. Die letzten SowjetprovokaUonen, die zugleich Provokationen Schwedens durch England darstellen, zeigen jedem guten Schweden die [ungeheure Gefahr, in der sich heute das schwedische Staatsschiff befind et. Kein Wunder, daß das Thema ff,Sowjetrußland und Schwehen", das im Grunde >genommen feit dem finnisch-russischen ^^terfneg 1939/40 in Stockholm schon immer zur Debatte stand, heute in breitester schwedischer Oeffentlichkeit Tage^ gespräch ist! Denn selbst wenn Schweden sich auch nicht offen für Moskau ausspricht, ja sogar in drei- ten Kreisen den Moskowitern offene Ablehnung entgegenbringt, so bedeutet im heutigen Zeitpunkt ein frrbebefennen für England gleichzeitig Farbede- teimcn für die Sowjets. Schon bas Abrucken Schwebens von Finnland, bas in letzter Zeit immer offen- tunbiger würbe, zeigt in erschreckendem Maße den Wenner, auf dem die Politik bestimmter schwedischer Politiker in englischer Hörigkeit landen tonnte. Die versteckten Vorwürfe gewisser schwedischer Zeitungen, ßnnland sei selbst an feinem ersten Kriege mit L,tzland schuld Mw-sen, da der Sommer »"zur Genüge bewiesen habe, daß man im Wrnter 19o9,40 recht hatte, geben einen noch deutlicheren Beweis Ä, welche Dissonanz innerhalb der skandmamschen meer ist mit der Einräumung verschiedener „Stützpunkte" durch England an die angelsächsische „Tochternation" gegeben. Jetzt scheint es sich um Anschläge auf die französischen Inseln Martinique und G u a d e l o u p e zu handeln. Einstweilen betrachtet man in Washington alles, was in diesen Gewässern England gehört, als zur britischen „Erb.- schaftsmasse" gehörig, und was dabei auch noch von Frankreich und Holland abfällt, wird den Leuten mit dem großen, jetzt etwas ins Splittern gekommenen Stock (big stick!) in Washington keine zusätzlichen Skrupel machen. Oer großostasiatische Wirtschastsraum. T o k i o, 23. Juli. (DNB.) Der „Rat für den Aufbau Großostasien" hat, nachdem bereits Pläne für die Gestaltung der großostasiatischen Agrarwirtschaft, der Verkehrswirtschaft, des Fischereiwesens festgelegt worden waren, nun das Aufbauprogramm für den Bergbau, die Industrie, die Elektrizitätswirtschaft, das Finanzwesen und den Güteraustausch beschlossen. Bis zum Ende der Feindseligkeiten sollen alle Kräfte auf eine Mobilisierung der für die Wehrwirtschaft erforderlichen Rohstoffe gerichtet sein. Der Güteraustausch erfolgt nach den Grundsätzen eines autonomen G r o ß o st a s i e n, um die militärische Bereitschaft dieses Gebietes zu erhöhen und die Existenz der hier lebenden Völker sicherzustellen. Sieben Briten an der Kanalküste abgeschossen. Berlin, 23. Juli. Britische Jäger versuchten mehrfach die Küste der besetzten Westgebiete anzugreifen, wurden aber durch Jagd- und Flakäbwehr abgedrängt und konnten bei ihren im Tiefflug durchgeführten Bordwaffenangriffen nur geringfügige Sachschäden an militärischen Anlagen an der Küste anrichteten. Zwei Spitfire, die im Tiefflug eine Flakstellung im Raum Boulogne angriffen, erhielten heftiges Abwehrfeuer leichter Flakgeschütze. Eine Spitfire stürzte über See ab. Jäger stellten einen britischen Jagdoerband im Raum von Lannion und Morlaix, zersprengten ihn und brachten fünf britische Whirlwind und Spitfire zum Absturz. Eine weitere Spitfire schlug brennend auf See auf. Roosevelts Gewaltpolitik gegenüberperu Berlin, 23.Juli. (DNB.) Der frühere peruanische Konsul in Hamburg, Cesar de Paz, ist nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen nicht nach Peru zurückgekehrt, weil er die Unterwerfungspolitik der peruanischen Regierung, die Peru an das internationale Judentum Nordamerikas ausliefert, mißbilligt. Er erklärte, daß der Kampf Deutschlands gegen den Bolschewismus auch im Interesse des kulturellen Bestandes der südamerikanischen Staatenwelt siegreich beendet werden muß. Nord- und Südamerika haben kulturell, sprachlich und historisch nicht das geringste gemein. Auf wirtschaftlichem Gebiet ist von jeher Europa und nicht Nordamerika' der Hauptabnehmer der peruanischen Landesprodukte gewesen. Wenn die Unterbrechung des normalen Warenverkehrs mit Europa infolge der Kriegsereignisse dazu geführt hat, daß die USA. an die erste Stelle als Abnehmer peruanischer Exportprodukte getreten sind, so kann dies keineswegs als ein Vorteil für die peruanische Wirtschaft gewertet werden: Die Statistik zeigt, daß das Gesamtvolumen des peruanischen Exportes zusammengeschrumpft ist. Das Hauptinteresse an einer Steigerung des peruanischnordamerikanischen Warenaustausches liegt zweifellos auf Seiten der USA., die insbesondere die peruanischen Rohstoffe dringend für ihre Kriegswirtschaft benötigen. Die Preise für diese Waren, die die USA. zahlen, stehen in keinem Verhältnis zu dem Vorteil, den Peru durch den gesteigerten Export der amerikanischen Kriegswirtschaft bietet. Infolgedessen bedeutet die angebliche Intensivierung der nordamerikanisch-peruanischen Wirtschaftsverslechtung eine einseitige Ausbeutung der peruanischen Bodenschätze durch den Pankee-Zmperialismus. Der peruanische Arbeiter spürt am eigenen Leibe, daß seine Lebenshaltung infolge der gezahlten Hungerlöhne ständig absinkt. Lediglich der übermächtige politische Druck der USA. konnte die peruanische Regierung dazu bewegen, die traditionellen guten Beziehungen zu Deutschland abzubrechen und mein Heimatland den nordamerikanischen plutokratischen Interessen zu opfern. Meinem Nationalempfinden widerspricht es, wenn amerikanische Truppeneinheiten als, angebliche Beschützer auf peruanischem Boden stehen. Deutschland hat niemals politische öder gar militärische Ziele in Südamerika verfolgt. Es liegt aber auf der Hand, daß die USA. alles daransetzen, sich für die im Pazifik erlittenen Verluste an den Reichtümern Südamerikas schadlos zu haltep. Oer Bolschewismus soll Hessen! Von unserer Berliner Schriftleitung. Nach dem Scheitern der -indischen Nttssion des britischen Bolschewisten Cripps hat sich allmählich ergeben, daß auch innerhalb der einzelnen, indischen Parteigruppierungen die Parole sich durchgesetzt hat: Fort mit diesen Engländern! Die Leiter des Indischen Kongresses, also der bedeutendsten Interessenvertretung des indischen Volkes, sind von vielen Seiten umworben worden, von den Briten, mitsamt den britischen Gewerkschaften, von Moskau und von Tschiangkaischek, der im Frühjahr in Indien weilte, um die Inder zu bewtzgen, Englands Schlachten zu schlagen. Die Kongreßführung aber hat es abgelehnt, für Ertgland Indiens Jugend auf den Schlachtfeldern zu opfern. Als Cripps zu guter Letzt den Indern nichts anderes bieten konnte als die haltlosen Versprechungen, die England so vft den Indern gegenüber gebrochen, zerplatzten die Verhandlungen, und auch der Herzog of Gloucester konnte in Indien nichts ausrichten und mußte genau wie Cripps unverrichteter Dinge umkehren. Die Mansteste des indischen Nationalistenführers Subhas Chandra Bose hatten ihre Wirkung getan. Indien wartete auf seine Stunde und tat nichts anderes als nichts tun. Das war die Antwort auf die Aufforderung der britischen Zwingherren, alles für den britischen Krieg zu opfern. Vergeblich ließ der englische Vizekönig für Indien, Lord Linlithgow, alle Minen springen, um die Inder auf die britische Seite zu ziehen. Der Trick, die indischen Fürsten gegen die Selbständigkeitsbewegung mobil zu machen, verfing nicht. Der Dreh, die religiösen Gegensätze zwischen Muslims und Hindus erneut zu entfachen, versagte. Der Versuch, den Mahatma Gandhi vor den englischen Karren zu spannen, schlug vollends fehl, da dieser bei seiner Ausfassung 6lieb, die Briten müßten Indien verlassen. Gandhi selbst ordnete eine Erweiterung des passiven Widerstandes und bürgerlichen Ungehorsams an. Alles das sei' offene Rebellion, schrien die Londoner Zeitungen, während der ,^Daily Herald", das Organ der sogenannten Labourparty, jammerte, die Inder verrieten die Sache der Demokratien. Der „Daily Telegraph" meldet, daraufhin, der Jndien- minister Amery habe scharfe Maßnahmen angekündigt, falls die Inder bei ihrer Auffassung beharren sollten. Nun hat die indische Regierung in der Verzweiflung das Verbot der Kommunistischen Partei für Indien aufgehoben. Wie es in. einer Londoner Meldung heißt, sind die Kommunisten in Indien, die wegen Straftaten eingesperrt waren, aus den Gefängnissen entlassen worden. Die indischen Kommunisten haben sich bereits wieder mit den britischen Kommunisten in Verbindung gesetzt und versichern, sie wollten alles tun, um die Inder in das englische Kriegsfeuer zu treiben. Das ist Englands Gegenschlag gegen die indische Nationalbewegung. England hat wieder einmal gezeigt, daß es nicht bloß Europa an den Bolschewismus zu verraten gewillt ist, sondern auch sein eigenes Empire, um sich nur selbst an der Macht zu halten. Giarabub. Rom, 23. Juli. (DNB.) Die im italienischen Wehrmachtbericht vom Donnerstag gemeldete Wiederbesetzung der Oase Giarabub hat in ganz Italien Genugtuung ausgelöst. Der heldenhafte Widerstand der kleinen italienischen Garnison, die vom Dezember 1940 bis 21. März 1941 die vorgeschobene Wüstenstellung gegen den Ansturm zahlen- und materialmäßig überlegener feindlicher Kräfte verteidigte, war eine ruhmreiche Episode des Krieges in Libyen. „Tribuna" schreibt, daß die Italiener mit Stolz an die heldenhaften Taten der italienischen Besatzung von Giarabub zurückdenken, die vor 16 Monaten Uebermenschliches leistete. Die eng- Stadtrand von Rostow erreicht. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 23. Iuli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche und slowakische Truppen haben die befestigte Brückenkopfstellung vor R o st o w durchbrochen und in weiterem Angriff den Stadtrand erreicht. Line vom Rückzug auf Rostow abgefchnittene feindliche Kräftegruppe wurde zerschlagen. Bahnanlagen südlich der Donmündung sowie Transportbewegungen des Feindes waren bei Tag und Rächt das Ziel vernichtender Luftangriffe. Rordwestlich Woronesch wurden stärkere Angriffe des Feindes in harten Kämpfen abgeschlagen, hierbei vernichtete eine Infanteriedivision 39 Panzer. 3m rückwärtigen Frontgebiet des mittleren Abschnitts scheiterte ein Ausbruchsversuch zersprengter feindlicher Gruppen. Unter den zahlreichen Gefallenen befindet sich der Kommandeur der IS. sowjetischen Kavalleriedivision. General Iwanowo. An der W o l ch o w f r o n k und an der Einschließungsfront Leningrad griff der Feind wieder vergeblich an. 3m Finnifchen Meerbusen versenkten Kampfflugzeuge einen sowjetischen Bewacher und beschädigten einen zweiten. 3n Aegypten wiesen die deutsch-italienischen Truppen in der El-Alamein-Stellung, von der Luftwaffe wirksam untersküht, vielfach wiederholte, Tag- und Rachtangriffe starker britischer Kräfte in erbitterten Rahkämpfen ab. Dabei wurden über 1000 Gefangene eingebracht und 131 britische Panzer vernichtet. An der Süd- und Oftküste Englands erzielte die Luftwaffe am gestrigen Tage und in der vergangenen Rächt Bombentreffer in kriegswichtigen Anlagen mehrerer Orte. 3n der Zeil vom 10. bis zum 22.7. verlor die britische Luftwaffe 189 Flugzeuge, davon 114 über dem Rlittelmeer und in Rordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 40 eigene Flugzeuge verloren. Kraßnij Lutsch. Im östlichen Donezbecken ist jetzt eine Anzahl kleinerer Industriestädte in die Hände der verbündeten Truppen gefallen. Dazu gehört Kraßnij Lutsch, eine Stadt neuer Gründung mit 50 000 Einwohnern, die jetzt von italienischen Verbänden genommen worden ist. Dor allem wird hier, in dem lische Flagge sei heute aus der ganzen Marmarica verschwunden. Erbitterte StützpunktfLnipfe auf der Karelischen Landenge. Helsinki, 23. Juli. (DNB.) Der finnische Heeresbericht vom Donnerstag meldet u. a.: Im westlichen Teil der Karelischen Landenge versuchte der Feind einen unserer Stützpunkte zu erobern. Am frühen Morgen begann er mit einer heftigen Beschießung durch Artillerie und Granatwerfer, durchbrach gleichzeitig die Hindernisse und drang in unsere Stellung ein. Nach einem heftigen Handgemenge, wobei der Feind fortwährend Re- seroeabteilungen heransührte, wurde von unserer Besatzung ein Teil des Stützpunktes aufgegeben und das Vordringen Les Gegners ausgehalten. Bei einem Gegenstoß am Nachmittag kam der Stützpunkt wieder in unsere Hand. Darauf erneuerte der Feind mit noch größeren Kräften und heftiger Artillerieunterstützung seine Angriffe, drang abexmals in den Stützpunkt ein. den er aber nur eine Stunde halten konnte. Der Stützpunkt wechselte an diesem Tage nod) einmal den Besitzer, bis er am nächsten Morgen von unseren Truppen zurückge- nommenunb gehalten wurde. Noch zweimal gruppierte sich der Feind zum Angriff, wurde aber von der Artillerie' zersprengt. Kleine politische Nachrichten. Anläßlich des 60. Geburtstages des Direktors der J.G. Farbenindustrie, Dr. M Pier, fand in Ludwigshafen eine Feierstunde statt, in der Staatsrat Schieber im Auftrage des Führers die Verleihung der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft bekanntgab. Die Universität Heidelberg ehrte die Pionierarbeit Piers auf dem Treibstoffgebiet durch Verleihung der Würde eines Ehrensenators. benachbarten Sterowta und anderen Orten längs der Bahnlinie Rostow—Charkow ein äußerst hoch, wertiger Anthrazit gefördert. Ein großes chemisches Werk „Petrowsk", in dem Schwarzpulver, Sprengstoffe, Nitroglyzerin usw. hergestellt wird, ein Großkraftwerk mit einer Kapazität von 220 000 kw und eine Anzahl metallurgischer Werke verooll. ständigen das Jndustriedild dieses Bezirks. Mit die. fern Gebiet verlieren die Sowjets das letzte große Kohlenrevier im Donezgebiet. Durchbruch durch tiefgestaffeltes Verteidigungssystem. Berlin, 23. Juli. (DNB.) Bei weiterem Vor- dringen auf Rostow haben deutsche und verbündete Truppen Hervorragendes geleistet. Die Bolschewisten hatten rings um die Stadt einen breiten B e - festigungsgürtel mit ausgedehnten Minen« feldern und Panzergräben gelegt. Trotz zähen feind, liehen Widerstandes und großer Hitze durchbrachen deutsche und slowakische Truppen das tiefgestaffelte Verteidigungssystem an mehreren Stellen. Durch die Einbruchsstellen hindurch stießen schnelle Truppen an den Stadtrand von Rostow vor. Ein slowakischer schneller Verband hat trotz starker Verminung des Geländes und trotz hochsommerlicher Hitze an einem Tage gegen zeitweilig heft tigen Widerstand des Feindes 60 Kilometer zurück- gelegt. Eine deutsche Vorausabteilung nahm im Rucken der Bolschewisten den nach dem Freiheitshelden der Don-Kosaken benannten Ort Stenka Rasin und vernichtete eine feindliche Kampf« gxuppe. Mehrere tausend Gefangene, zwei Regt- rnentsfahnen, mehrere Geschütze und zahlreiche Was- fen fielen in die Hand der deutschen Truppen. Rollende Luftangriffe richteten sich im Raum von Rostow gegen zurückflutende Kolonnen und Widerstandsnester an den Flußläufen. Am Unterlauf des Don unterstützten Sturzkampf- und Schlachtflugzeuge die deutschen Truppen bei der Erweiterung der Brückenköpfe. Südlich Woronesch wurde ein Versuch des Feindes, mit kleineren Gruppen den Don zu überqueren, durch ungarische Truppen vereitelt. Am' Brückenkopf Woronesch wurden schwächere Vorstöße der Bolschewisten abgerpiesen. Nordwestlich Woro-.- nesch griffen die BolschewistenSnit massierter Infanterie, Artillerie und zahlreichen Panzern an. Die deutschen Truppen wiesen alle Angriffe unter schwersten Verlusten für den Feind zurück. An einem Kampftage wurden von ' einer Infanterie-Division allein 39 feindliche Panzer abgeschossen. Trotz starken Fliegereinsatzes gelang es den Bolschewisten nicht, die Angriffe der deutschen Luftwaffe zu behindern. Deutsche Jäger schossen 42 feindliche Flugzeuge ab. Der Führer sandte dem Dichter Bruno Brehm zu seinem 50. Geburtstage ein herzliches Glückwunschtelegramm. Auch Reichsminister Dr. G o e b- b e l s übermittelte dem Dichter in dankbarer Anerkennung seiner großen dichterischen Leistungen ein herzliches Glückwunschtelegramm. Oberleutnant Clausen, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, errang am Mittwoch an der Ostfront seinen 96. bis 101. Luft sieg. Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Kaden starb im Kampf gegen England mit einem Teil der Be« satzung seines Flottillenbootes den Heldentod. * 1 * Das fapanifche Volk trauert um feinen erfolg, reichsten Kriegsflieger, Oberstleutnant Tateo Kato, der nach dem Abschuß von mehr als 200 feindlichen Maschinen am 22. Mai, wie jetzt erst bekannt wird, mit seinem schwerbeschädigten Flugzeug nach einem Angriff auf Akyab tn den Indischen Ozean abge- stürzt ist. - * Wie der „Corriere della Sera" mitteilt, ist dem General Garibaldi der Oberbefehl der italienischen Armee an der Ostfront übertragen worden. General Garibaldi war von Februar bis Juli 1941 Generalgouverneur von Libyen und Oberbefehlshaber her italienischen Truppen in Nordafrika. * Die Gattin des Königs der Belgier ist von einem Knaben entbunden worden. Die Mutter des Kindes wird in der Geburtsurkunde als „die Prinzessin, geborene Mary-Liliane Baels, Gattin Seiner Majestät des Königs Leopold III." bezeichnet. König Leopold hat sie im vorigen Jahr geheiratet. Sie hat damals auf alle dynastischen Privilegien für sich Max Oauthendey. Zum 75. Geburtstage des Dichters. Hätte nicht fern der deutschen Heimat in Malang auf Java ein tropisches Fieber Max Dauthen - d e y am 4. September 1918 hinweggerafft, so hätte er jim 25. Juli d. I. seinen 75. Geburtstag feiern können. Ein widriges Geschick riß den Dichter mitten aus voller Schaffenskraft heraus. Ein Geschichtswerk über die Literatur der letzten Jahrzehnte hat den 1867 in Würzburg geborenen Sohn eines der ersten deutschen Photographen den „gleichnisseligsten Dichter" genannt. Man könnte ihn auch den Sänger der Faxbenfteude und der Wandersehnsucht heißen. Er war ein ruheloser Weltfahrer, in dessen Blute das, seelische Erbgut des Vaters wie der Mutter pulste. Von seinem Vater mag er den - Blick für die Schönheiten der Natur und für die Symphonie der Farben, von seiner Mutter, einer Deutschbaltin, die Heimweh trächtige Verträumtheit geerbt haben. Alle diese Eigenschaften verwoben sich in ihm und bestimmten sein äußeres Leben wie sein dichterisches Schaffen. Würzburg und München, Berlin und Paris waren die ersten Stationen feines Lebens. In tiefster Einsamkeit, in dem weltabgeschiedenen schwedischen Dorfe Bohuslän, schuf er seine ersten Gedichte, die unter dem bezeichnenden Titel „Ultraviolett" 1893 herauskamen. Ein stark malerischer Impressionismus und der ererbte Farbensinn bestimmte feine Lyrik. Eine gewisse romantische Grundhaltung und eine unüberwindliche Sehnsucht in die Ferne, die bann aber wieder mit Heimweh sich paarte, trieb ihn um die Welt. Mittelamerika und Asien gaben ihm nachhaltige Anregungen zu seinem dichterischen Wirken. Die ersten entscheidenden Einflüsse boten ihm Nietzsche, Björnson, Gerhart Hauptmann und Arno Holz. Dann geriet er in die Sphäre Stefan Georges und Richard Dehmels. Sie aber wiesen ihm den eigenen Weg. Seine besondere Eigenart entwickelte sich, befreite ihn von den ekstatischen Stimmungen seiner Anfangsperiode und ließ ihn das werden, was er war, den farbenfreudigen Poeten des Wan- dergeistes und einer Liebe, die er in allen Erscheinungsformen, als Sehnsucht, als Unruhe, als Erwartung wie als Genuß zu preisen wußte. Er wurde schließlich einer der ersten deutschen Dichter, der sich mit dem Geheimnis des ostasiatischen Wesens befaßte und es poetisch zu entschleiern versuchte. Seine ersten Gedichte, bei deren Lektüre man oft den Eindruck des allzu Gekünstelten nicht abwehren kann, waren noch gleichsam Bekenntnisse einer ekstatischen Seele. Aber auch in ihnen schon offenbarte der Dichter ein stark hervortretendes Gefühl für fein unterscheidende Beobachtungen. Freilich zeigte es sich zuweilen in einer zu starken Häufung dieser differenzierten Eindrücke. In feinen „Reliquien" aus dem Jahre 1899 fand er schon härtere Töne neben einer oft sehr zarten Elegie. In derben, kräftigen Strichen zeichnet er 1905 seinen „Bänkelsang vom Balzer auf der Balz". Seine schaffensfreudigste Zeit waren die Jahre von 1907 bis 1910. Auch mit einer dramatischen Arbeit „Spielereien einer Kaiserin" gewann er einen Bühnenerfolg. Von seinem Wandern um die Erde künden die asiatischen Novellen „Lingam", „Erlebnisse auf Java", „Die acht Wunder um sieben Meere", „Gedankengut aus meinen Wanderjahren" und die „Tagebuchaufzeichnungen". Der Ausbruch des Weltkrieges überraschte den Dichter 1914 in Java. Es war ihm nicht mehr vergönnt, seine Heimat zu erreichen. Vielleicht mag feine unüberwindliche Sehnsucht nach feiner deutschen Heimat mit dazu bei getragen haben, in seinem Körper die Widerstandskräfte gegen die tropische Erkrankung zu schwächen. Die Fremde überwältigte ihn. Erst 1929 konnten seine sterblichen Ueberrefte nach Deutschland heim geholt werden. Seine Vaterstadt Würzburg setzte ihn 1930 in einem Ehrengrabe bei. — Dauthendey war ein Dichter, der in seinen Werken deutlich den Entwicklungsgang seines Schaffens aufwies. Don einer fast überschwänglichen Aus- drucksweise in seinen ersten Dichtungen gelangte er ganz allmählich auf seinen eigenen Weg, beffen Hauptkennzeichen ein unendlich feines Gefühl für den Rhythmus und eine kunstvolle Verwertung der Reime waren. Wohl selten hat es ein Dichter aber besser verstanden, seine Gedanken in Gleichnissen auszudrücken. Dr. H. Strasser-Neidegg. Oie Raupe. Von Thea v. Humbracht. Antje sitzt in dem schönen, alten Kaffee am Wasser, an der Steinbalustrade mit den Begonien in grünen Kästen. Der glitzernde, geruhsam, dahjnflie- ßende Strom spiegelt den blauen Himmel wieder, die Weiden und Birken am Ufer. Paddelboote kommen vorbei und Kanus, langsam ziehen Schwäne vorüber. Um Antje herum ist das Gesumm vieler Stimmen. Und sie selbst ist so einsam an ihrem freien Nachmittag! Sie seufzt. Traurig, die Schönheit des blaugoldenen Sommertages allem genießen zu müssen. Sie bestellt von dem rotgelben Eis, das in hohen Bechern herum getragen wird, und ißt es langsam und gedankenvoll. Plötzlich zuckt sie zusammen und fährt herum. Jemand hat sie verührt. „Erlauben Sie, daß ich die Raupe fortnehme", sagt eine frische Stimme, die einem jungen Mann mit einem schmalen, braunen Gesicht und blauen Augen gehört. Er macht eine ausholende Bewegung über die Brüstung. „Danke", sagt Antje ein wenig verwirrt. „Aber Sie hätten sie doch nicht ins Wasser werfen sollen!" „Tja, die is nu hin." Der junge Mann sieht das hübsche Mädchen wohlgefällig an. „Sollte ich sie vielleicht auf Ihren Rücken krauchen lassen, oder auf die Begonien setzen, damit sie die Blätter abfrißt? Ihr gutes Herz in Ehren, aber" — er lacht, ein so nettes, vergnügtes Lachen, daß Antje mitlachen muß. „Und da wir gerade von gutem Herzen sprechen", führt er treuherzig fort, „darf ich mich zu Ihnen fetzen? Sehen Sie, ich bin allein, und Sie sind allein, und es ist doch nicht gut, daß der Mensch allein sei, nicht wahr? Besonders nicht, wenn er von der Front kommt und vierzehn Tage Urlaub hat. Die will keiner allein verbringen, klar. Also wenn Sie nichts dagegen haben?" Uni) als Antje nicht Ja sagt, aber auch nicht Nein, nimmt er ent« schlossen, seinen halb geleerten Eisbecher und siedelt ■ zu -ihr über. Es ist dann sehr schnell gegangen mit den Beiden. J Das war auch nötig, denn der junge Mann hatte « zum.Verlieben und Verloben ja nur vierzehn Tage - Zeit. Das stimmte genau. Aber etwas anderes j stimmte nicht, das wollte er seiner Braut eigentlich gar nicht sagen. Es kam aber doch heraus, als sie Abschied feierten, .mit vielen verliebten „Weißt du noch?", an derselben stelle, wo sie sich tennengelernt hatten. Nur, daß jetzt nicht die Sonne schien, sondern der Mond sich im glitzernden Wasser spiegelte. * ,An allem Glück", sagte Antje und schmiegte sich * enger an Heinz, „ist allein die Raupe schuld." — ’ „Mhm." — „Und du hast das arme, unschuldige Tier ins Wasser geworfen!" Um ferne Mundwinkel .zuckt es. „Hab' ich ja gar nicht." — „Aber ich hab' doch gesehen, wie du die Raupe ..." — „Raupe? Ach, Antje, mein Süßes, da war ja gar keine Raupe!" — „Was?" Sie will sich losmachen, aber er hält sie fest. „Kriegslist, mein Schätzchen. Ich sah einen so hübschen, schlanken Rücken vor mir und eilten wei- ' ßen Hals und blonde Haare, tadellos alles von hin« ten. Aber wie du von vorn aussahst, wußte ich doch nicht, wo du den Kovf so beharrlich über den Eisbecher gebeugt hieltest. Und da hab' ich ..." — „Die Raupe erfunden?" — „Jawoll. Glatt erfunden. Geistesblitz, Jdeenverbindung. verstehst du, Panzerschütze und Raupe. Dabei", er zieht sie enger an sich, „hab' ich gesehen, daß du nicht nur ein liebes, reizendes Mädel bist, sondern daß du auch nicht • hysterisch gekreischt hast, wie's manche andere gemacht hatten, sondern nur das ,arme, unschuldige Tier' bedauert. Auch das wäre Dielen wutscht gewesen. Böse, mein Antje?" Sie schüttelt den Kopf. „Aber wenn nun wirklich eine Raupe dagewesen wäre, Heini, hättest du sie dann auch —" Doch der junge Soldat hat nicht viel mit chätte' und ,märe* im Sinn. Er hält sich lieber an die Tatsachen. Und Tatsache ist, daß er sein Mädel im Arm hat, und er schließt ihr mit einem herzhaften Kuß den Mund. Sie Preisüberwachung im Grundstöcksverkehr > lil Makram Pascha, her wegen Opposition ausgelassene ehemalige Generalsekretär des Wafd, hat ne neue Partei gegründet, die in schärfste Oppo- tes Eiterung itmanb nach gesehen worden. Don da ab fehlt ten nicht, ehiiÄern. jeuge ab. ♦* (Nachdruck verboten.) tö. Fortsetzung. den den Auf dem letzten mesters behandelte en start ' ber crd. in einem j der Ost' such d« zu über- schön zu fs. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. >n erfolg- :o Kato, feindlichen nnt mir), ach einem ttin abge> tde Spur. Kunst und Wissenschaft als M nt er eni- md Mb Eigenmächtiges Beladen van Wagen stört die planvolle Wagenverteilung und muß unterbleiben, denn: Räder müssen rollen für den Sieg!- Falles gegen Treu und Glauben verstoßen würde. Dem Grundbuchamt muß int allgemeinen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Preisbehörde bei- gebracht werden. Dieser bedarf es jedoch nicht, wenn dem Grundbuchamt nachgewiesen wird, daß der Veräußerer sich mit dem von der Preisbehörde zugelassenen Entgelt einverstanden erklärt hat. Ueber Verträge, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung geschlossen worden sind, sind die vorher genannten Vorschriften mit folgenden Maßnahmen anzuwenden: 1.1 Der Veräußerer ist zur Erteilung des Einverständnisses auch dann verpflichtet, wenn die Verweigerung auch unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Veräußerers für den Erwerber eine grob unbillige Härte bedeuten würde. 2.'Die vorher bezeichnete Rechtsfolge tritt — wenn der Erwerber oder ein Dritter als Rechtsnachfolger des Erwerbers im Grundbuch als Eigentümer eingetragen worden ist — nicht ein, wenn nach Eintragung des Erwerbers oder seines Rechtsnachfolgers, aber vor Inkrafttreten der Verordnung der Veräußerer oder ein Dritter als sein Rechtsnachfolger im Wege der Berichtigung oder Rechtsänderung als Eigentümer eingetragen worden ist. Durch die neue Verordnung sollen in Zukunft auch die sogenannten Schwarzkaufverträge ausgeschlossen werden. Bisher war es häufig so, daß die Käufer voll Grundstücken ersucht wurden, Schwarzkaufgeld zu zahlen, wenn sie ein bestimmtes Grundstück haben wollten. Wenn sie später diese Schwarzgeldforderung beanstandeten, dann hatte das die Nichtigkeit des ganzen Kaufvertrages zur Folge. Durch die neuen Vorschriften kann der Käufer die Rückgabe des ihm abverlangten Schwarzkaufgeldes fordern, ohne daß dadurch der ganze Kaufvertrag hinfällig wird. Für die Gültigkeit des Kaufvertrages wird also nur das offen vereinbarte Entgelt gewertet. Somit wird durch diese Verordnung auch die Preisehrlichkeit bei Kaufverträgen über Grund und Boden gesichert. Mlinge zum Tode. Die beiden hatten auf Bahneigen des Mannheimer Hauptbahnhofs in später bendstunde zahlreiche Koffer und Pakete im Ge- emtmert von 7000 RM. entwendet. Die Täter, die us dem Protektorat zur Arbeit ins Reich gekom- len waren, hatten angesichts der guten Beute die rbeit aufgegeben und nur nach ihrem verbrecheri- hen Treiben gelebt. ie Ehefrau erwürgt und Selbstmord vorgeläuscht. In der Nacht zum 9. September v. I. war die i hefrau Meta Hellmann in Schwarzhausen (Landleis Gotha) als Leiche im Dorfteich aufgefunden morden. Der unter dem Verdacht, seine Frau be- ritigt zu habn, daraufhin festgenommene Ehemann ußte mangels Beweises wieder freigelassen wer- len, da mit der Möglichkeit eines Selbstmordes ge- chnet werden mußte. In der Zwischenzeit ergaben 2 kriminalpolizeilichen Ermittlungen jedoch neue erdachtsmomente, die zur erneuten Festnahme des (hemannes führten. Nach längerem hartnäckigen Leugnen hat der 66 Jahre alte Hellmann die Tat eingestcmden. Er gab an, seine Frau nach einem Streit mit einer Schnur erdrosselt, die Leiche auf Aus alter Wett. Todesstrafe für Kofferdiebe. Das Sondergericht Mannheim verurteilte Die am 20. Juli in Kraft getretene neue Verordnung über die Preisüberwachung und die Rechtsfolgen von Preisverstößen im Grundstücksverkehr ist von besonderer Bedeutung für das Wirtschaftsleben. Die Neuordnung ist in der Hauptsache deshalb notwendig geworden, weil sich zwischen den Ansichten des Reichskommissars für die Preisbildung und den Urteilen des Reichsgerichts eine gegensätzliche Auffassung herausgebildet hatte. Insbesondere hatte sich eine Meinungsverschiedenheit darüber ergeben, wie Grundstücksverträge, bei denen durch Preisüberwachungsbehörden Preisverstöße festgestellt wurden, zu behandeln sind. Sind solche Verträge nichtig oder sind sie zu den neuen vom Prejskömmissar bestimmten Preisen aufrechtzuerhalten? Das ist die Hauptfrage, die sich in solchen Fällen ergibt. In einem Urteil vom 29.11. 41 hatte das Reichsgericht festgestellt, daß abgeschlossene Kaufverträge nachträglich noch für nichtig erklärt werden könnten, wenn die Preisbehörden Einspruch gegen das vereinbarte Entgelt erheben. Hierdurch war eine gewisse Unsicherheit im Grundstücksverkehr entstanden, die durch die neue Verordnung ausgeräumt werden soll. In der Verordnung wird bestimmt, daß ein Vertrag, durch den sich jemand verpflichtet, das Eigentum an einem Grundstück gegen Entgelt zu übertragen, der Preisbehörde zur Prüfung vorzulegen ist. Auf Antrag eines Vertragsteiles hat die Preisbehörde die Angemessenheit des Entgelts bereits, vor Abschluß des Vertrags zu prüfen. Beanstandet die Preisbehörde das vereinbarte Entgelt, so ist der Vertrag nichtig. Das von der Preisbehörde als zulässig bezeichnete Entgelt gilt jedoch als vereinbart, wenn der Veräußerer sich dem Erwerber gegenüber mit diesem Entgelt einverstanden erklärt oder wenn der Erwerber oder ein Dritter als Rechtsnachfolger des Erwerbers im Grundbuch als Eigentümer eingetragen worden ist. Der Veräußerer ist zur Erteilung des Einverständnisses verpflichtet, wenn die Verweigerung nach den besonderen Umständen des Sprechabend des Sommer^Se- der Direktor des Agrikulturche- der Ludwigs-Universität, Pg. „Du hast sie — aufgesucht?- Irmelas gequältes Herz zittert so, daß sie kaum den Atem für die paar tonlosen Worte findet. „Ja. Der Kette wegen." „Der — Kette —" „Deiner Kette wegen. Ich hatte sie an dem Ballabend bei ihr gesehen." „Ich — auch —" „Und du hattest mir gesagt, daß du sie verloren hast." „Ja, entschuldige, bitte." Sie neigt die Stirn. „Ich habe es nicht gesagt. Gerd hat es gesagt, und ich habe nicht widersprochen —" „Gerd — eben! Ich habe dir einiges verschwiegen, was ich vielleicht nicht hätte verschweigen sollen. Ick) habe mir schwere Sorgen gemacht um ©erb. Ich habe ihn einmal an deinem Schrank ertappt, mit der Kette in der Hand." „Er hat sie sich von mir ausgeliehen, aber nur auf ein paar Minuten." „Sonderbar — wozu denn?" Albrecht zieht die Brauen zusammen. „Bitte, sage mir einmal ganz ehrlich: wo war Gerd am Donnerstagnachmittag?" „Das weiß ich nicht. Die Polizei hat ihn danach gefragt, das hat er mir erzählt. Aber er hat nicht gesagt, wo er war, auch mir nicht." „Du hast ihn doch nicht etwa in diese — diese unglückselige Angelegenheit eingeweiht?" „Aber, Albrecht! Den Jungen —? Ich hätte mir eher die Zunge abgebissen!" „Gott sei Dank! Man kommt auf die verrücktesten Gedanken." Sein Gesicht ist zergrübelt und zer- quält. „Man müßte Nerven wie Stricke haben. Alles reißt daran herum. Ich begreife diese Geheimniskrämerei von dem Jungen nicht! Er kann doch schließlich offen und ehrlich sein!" „Ach, Albrecht —" Irmela holt tief und zitternd Atem und lächelt ein wenig mühsam. „Es ist kaum ein Mensch ganz offen und ehrlich, fieber hat seine kleinen Geheimnisse." „Aber mir sollten sie nicht haben!" Albrecht greift plötzlich nach Irmelas Hand, er beugt den Kopf und preßt das Gesicht hinein — fein glühendes Gesicht in ihre eiskalten Finger. „Nie wieder! Nie wieder! Wenn dies glücklich überstanden ist — nie wieder!" (Fortsetzung folgt.) forgung der Mikroorganismen des Bodens von Bedeutung) und „Dauerhumus" eingegangen, der als Sorptionskomplex für den Basenaustausch wichtig ist und den man daher im Boden möglichst anzu- reichem strebt.' Neuere Untersuchungen lassen erkennen, daß zur Stabilisierung dieses Dauerhumus eine entsprechende Bindung an die anorganischen Sorptionskomplexe des Bodens mit Hilfe der Kalzium-Ionen erforderlich ist. Eingehend wurde auf die Methoden hingewiesen, die ausgearbeitet wurden, um die beiden genannten Hurnusformen analytisch zu trennen und vor allem den Dauerhumus in seiner Qualität näher zu kennzeichnen. Die Schwarzerde enthält etwa 70 bis 80 v. H. Dauerhumus und 20 bis 30 v. H. Nährhumus in ihrer organischen Substanz, während unsere besten Stallmistarten nur 30 bis 40 v. H. Dauerhumus enthalten. Da der beste Dauerhumus (Grauhuminsäure) in unserem humiden und auch im semihumiden Klima immer dann • entsteht, wenn Lignin- und Proteinsubstanzen bei Gegenwart von Kalzium-Ionen und anorganischen Sorptionskomplexen sich zersetzen, erhellt daraus, daß wir in Zukunft unser Hauptgewicht bei der Erzeugung von Wirtschaftsdüngern auf eine vermehrte Kompostbereitung legen müffen. Neuere Untersuchungen der anorganischen Sorptionskomplexe der Böden und des Basenaustausches ergaben, daß auf Glimmer 30 v. H., auf Montmorillonit 70 v. H. der Gesamtsorption der anorganischen Kolloide entfallen. Die Sorptionskapazität der organischen Bodensubstanz beträgt 140 bis 250 mval je 100 g organische Substanz. Kalzium - Ionen werden hauptsächlich von Humus, Kalium- und Ammonium-Ionen von Glimmer, beide Kationen etwa gleich stark von Montmorillonit gebunden. Die Verfügbarkeit der Pflanzennährstoffe hängt also wesentlich vom Aufbau der Bodenkolloide ab. Erheblich höhere Ernten durch stärkere Düngung sind durchaus möglich im Getreide- und Hackfruchtbau; bei unseren Wiesen und Weiden läßt sich noch ein Mehrfaches der Erträge gewinnen. Höheren Reinproteingehalt von Getreide erzielt man nach Seite durch zusätzliche späte Stickstoffdüngung. Je nach den Klimabedingungen und der Höhe der zusätzlichen Stickstoff gab en kann auf diese Weise der Eiweißgehalt unserer Hauptgetteidearten um 2 bis 5 v. H. erhöht werden. Vielfach wird auch durch die JPuiöet j 220 od SM! 1)1,1 Die, e 9rofo j ition zur Politik der ägyptischen Regierung zu reten gedenkt. nicht!" Lürsen blättert. „Wenn die Serena der Kette wegen mit Bareiro telephoniert hat, dann muß er ja eigentlich zu der Zeit noch gelebt haben! — Zu Grotjahn muß ich gleich mörgen früh, ich bin heute nicht mehr dazu gekommen —" „Ja, die SereÄa — warum leugnet sie, Bareiro gekannt zu haben? Nebenbei — sie schießt auch sehr gut. Und sie macht den Eindruck, als ob sie lügen würde, selbst wenn man sie folterte." „Und Detlev Nehl? Den haben Sie ja vernommen, Herr Rat. Was für einen Eindruck hatten, ©ie persönlich von ihm?" „Einen recht offenherzigen; aber das kann täuschen." „Er soll in diese Tänzerin verliebt sein, und Künstter sind manchmal sehr reizbare und exaltierte Menschen. Vielleicht hat er ihr nachspioniert, sie bei ihm ertappt, und es ist eine Tat der Eifersucht. Möglich, brkß sie sogar dabei gewesen ist und ihn nicht belasten will." „Oder sie hat ös getan, und er will sie nicht belasten. Das Frauenzimmer schießt so verdammt gut! Kinder, Kinder!" Mit einer verzweifelten Geste kraut sich Bauer den Scheitel: „Sie können es alle gewesen sein, und leider bin ich der Ueberzeugung, daß es keiner von ihnen gewesen ist." 54. In derselben Minute sitzt Irmela ihrem Mann gegenüber, der in die Zeitung sieht, ohne zu lesen. Gerd ist nach dem Essen fortgegangen, und Irmela hat auf diesen Augenblick des Alleinseins gewartet, mit hämmerndem Herzen und klopfenden Pulsen. Sie muß mit Albrecht reden, aber sie überlegt sehr lange und schluckt ein paarmal schwer, ehe sie ansetzt: „Sag mal, Albrecht, kennst du eigentlich die Tänzerin Katta Serena?" „Die Serena —? Wie kommst du darauf?" Er legt die Zeitung zusammen, sehr sorgfältig in scharfe Kniffe. Es ist eine Verlegenheitsgeste, um Zeit zu gewinnen. „Wir haben sie ja zusammen gesehen." „Ja, das weiß ich, das eine Mal. Ist das das einzige Mal, daß du sie gesehen hast?" „Nein", sagt Albrecht fest und richtet sich straffer auf. „Ich habe sie nachher aufgesucht, wenn du es genau wissen willst!" t, ist den, )er itafe- [t worden. Juli 1941 lerbefehl- lfrika. mischen Instttuts _ Prof. Dr. K. Scharrer, das Thema: „Moderne Probleme der Agrikultur- Güterwagen nicht eigenmächtig beladen! Die zu beladenen Güterwagen werden dem Verlader vom Ladeschaffner zugewiesen. Mod JunbeJ WDi|terJ n Br, Bitten, j horachn, eNelti • Zur» e Imp, r/ 6ii troft hachsoni. !,i,9 hes. r W. in ^eiheitz,, 'tenkc Kamps, ei Regi, che Was. 'en. Rol. von fRo, Wider, claus de; inb ihre Kinder verzichtet. Aus der ersten Ehe des Königs mit der 1935 in der Schweiz bei einem lulomobilunglück ums Leben gekommenen Prinzes- n Astrid von Schweden leben zwei Söhne und ne Tochter. / * „ In Nordirland find weitere amerikanische Negerruppen gelandet. Es handelt sich angeblich um das roßte amerikanische Neger-Truppenkontingent, das isher in Nordirland an Land gegangen ist. jon einem es Kinder Prinzessin, ner Maje- tönig Leo-' r. Sie ha> i für sich Mhrigen Kari Matheusek aus Vvldhu^ und eichaltrigen Alois Kolzar aus Kunovitze als Volks- «8* lonn I - anderer i t eigentlich I us, ab | nengeiem r spieg«^ schuld- * uldige^ i h°b Ä «T $ - sä er W; h e®enJ, ein and) 4 tte, ,ci piß werde, meinem Dollpensionär das Leben machen. Landschaften des Krieges in der Wochenschau. !ln einem ffrib am Samstagnachmittag auf dem Wege zur -Division giskapelle zum Einstieg in die große Watzrnann- H starke, " v Aus -er Stadt Gießen. Mein Vollpensionär. Wenn ich von meinem Vollpensionär, dem Hansemann, spreche, so meine ich damit den kleinen, gelben Kanarienvogel, den mir meine Nachbarin für eine Woche anvertraut hat. Ich kann nicht sagen, daß ich vom ersten Tage an etwas für Hansemann empfand, und das lag wohl datan, daß er allzu still auf der obersten Sprosse seines Bauers saß und mit seiner Sangeskunft geizte. Das heißt, er geizte vielleicht gar nicht: er war anscheinend traurig in dieser neuen Umgebung. Und dabei hatte ich ihm doch den schönen, hellen Platz neben meinem Schreibtisch eingeräumt, und seine Mahlzeiten reichte ich ihm mit einer Sorgfalt, die ihn eigentlich hätte überzeugen müssen, daß ich es gut mit ihm meinte. Aber, wie gesagt, er ließ sich meine Betreuungen still gefallen und sagte nicht piep. Heute morgen nun hatte ich dem zitronengelben Hansemann ' wieder das Futternäpfchen und das Wassernäpfchen gefüllt und auch dafür gesorgt, daß frisches Wasser in sein Badehaus kam, und wieder lohnte kein Lied, kein vertraulicher Biß in meinen Finger meine Mühe. Da nahm ich denn zum allererstenmal, empört über soviel Teilnahmslosigkeit, den Undankbaren ins Gebet. „Hansemann", sagte ich ernst, indem ich meinen Zeigefinger gegen die Nase drückte, „wenn ich in einer solchen Pension unterkäme, in der die Mahlzeiten am Bett serviert würden und die Badeftelle direkt zum Haus gehört, da müßte ich mindestens meine zwölf Mark am Tage bezahlen.7 Hansemann muß diese Rede verstanden haben, ja, er muß sich seiner Undankbarkeit bewußt geworden sein. Denn zum erstenmal traf mich ein Blick aus seinen blitzenden Augen, und zum erstenmal war er bereit, ein richtiges kleines Lied zu trällern. Kein Wunder, daß ich seit diesem Augenblick eine richtige Zuneigung für Hansemann empfinde und noch größeren Eifer an den Tag legen Der emeritierte Ordinarius der Mathematik und Astronomie an der Universität Würzburg, Geh. Re- gierungsrat Prof. Dr. Georg Rost, begeht am 25. Juli sein Goldenes Doktorjubiläum. Rost wurde 1870 in Würzburg geboren. Er studierte in seiner Aaterstadt und habilitierte sich ebenda 1901. Im Jahre 1906 wurde er Ordinarius. Die Medizinische Zakultät der Universität Würzburg ernannte ihn 1921 zum Ehrendoktor. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie her Wissenschaften. Schließlich bleibt Bauer mit Lürsen und Buten- schön allein, und der Augenblick ist gekommen, wo er sich eine Zigarre ansteckt. „Soweit wären wir nun!" seufzt er. „Wie weit? Nicht sehr weit, leider." Lürsen ist noch beschäftigt, Papiere zu ordnen. „Na, wir haben immerhin schon eine ganze Handvoll Täter!" sagt er tröstend, ohne aufzusehen. „Eine Handvoll, da haben Sie's! Einer wäre mir lieber, und dann einer, wo man mehr und mehr die Ueberzeugung gewinnt, daß er's wirklich gewesen ist. Neues haben Sie auch nicht gehört?" „Nicht Diel. Ich habe mit Herrn Harlinger gesprochen, der ein paarmal mit ihm am Spieltisch zusammengesessen hat. Mit einigen Leuten, die früher bei Thoms mit ihm zusammen jnaren und sich feiner noch erinnern. Mit dem Schauspieler Borkmann, der auch nicht viel von ihm weiß, obgleich er ihn in den Klub eingeführt.hat. Im großen und ganzen scheint er in besseren Kreisen verkehrt zu haben. Diese Leute jedenfalls haben ihr Alibi nachgewiesen und sind außerdem vollkommen unverdächtig." „Kein Mensch ist unverdächtig', sagt Bauer mit düsterer Miene. „Immerhin, ist der Nachweis eines Alibis schon etwas — wenn er stimmt. Nun haben wir noch ein halbes Dutzend ohne Alibi, respektive solche, die sich am Tatort ober in der Nähe aufgehalten haben. Aber es reicht bei keinem zu einem Haftbefehl." „Jedenfalls sind da gewisse Motive vorhanden. Eine bedrängte Frau in den Händen eines Erpressers. Ihr Ehemann, der sich vielleicht verpflichtet fühlt, die Angelegenheit auf eine sehr selbstherrliche Manier zu ordnen ..." „Er schießt vorzüglich!" nickt Bauer, nicht ohne Anerkennung. „Und ich traue ihm zu, daß- er der Meinung ist, das Recht auf Selbsthilfe zu haben. Nur halte ich es für eine Lüge, daß er vor diesem Tage etwas von der Sache gewußt haben will. Es kommt mir fast wahrscheinlicher vor, daß sich die Frau ihrem Bruder anvertraut hat. Merkwürdigerweise war der ja auch im Besitz der verschwundenen Kette, und er scheint nun wiederum mit der Tänzerin auf sehr vertrautem Fuß zu stehen, da er bies corpus delicti bei ihr hinterlegt hat." „Hören Sie mal, Herr Rat, da sttmmt etwas chemi e". Das Aufgabengebiet der Agvikulturchemie umfaßt sowohl Zweckforschung wie auch freie Forschung. Soll die Pflanze richttg ernährt werden, so ist bie Art der Ausnahme ber einzelnen Nährstoffe festzustellen, weiterhin deren Aufgaben, z. B. Einfluß auf die Kohlensäureafsimilatton, auf die Atmung und den Wasserhaushalt. Schwefelverbindungen (Glutathion) sind für den biologischen Oxydations- prozeß sehr wichtig, Phosphorsäureester für bie energetischen Kohlehydratumsetzungen; das Phosphat- Ion steht in enger Beziehung zur Zellteilung, zur Eiweißbildung unb Eiweiß Wanderung. Inwiefern Phytin, Lecithin, Nucleoproteide und ähnliche Substanzen durch Phosphorsäuredüngung verändert werben, ist noch wenig erforscht. Mit dem Ziel möglichst hoher Ausbeute an pflanzlichen Proteinen wird ber Stickstoff-Stoffwechsel untersucht. Seit einiger Zett erst erkannte man auch die Bedeutung der Spurenelemente. Es ist eine wichtige Aufgabe der agrikulturchemischen Forschung, den praktischen Begriff der Boden- gare wissenschaftlich genau festzulegen. Diese Boben- gare kann nur erreicht werden, falls dem Boden genügend organische Massen in Form der Wirt- schaflsbünger zugesührt werden und auch die Kalk- oerhältnisse des Bodens entsprechend geregelt sind. Die vorteilhafte Krümelstruktur des Bodens, die eine Voraussetzung der Bobengare darstellt, kann nur erzielt werben, wenn die meist negattv geladenen Bobenkolloide durch die stark ausflockenden zweiwertigen Kalzium-Ionen aus dem Sol- in den Gel- zustand übergeführt werden. Die Beständigkeit der Bodenkrümel hängt auch wesentlich von der Gegenwart gewisser Anionen ab, von denen sich besonders das Phosphat- unb Bikarbonat-Ion günstig, dagegen das Chlor-Jon ungünstig auswirken. Ferner ist für entsprechende Humusversorgung des Bodens mittels Wirtschaftsdüngers zu sorgen. Ausführlich wurde auf die modernen Ergebnisse ber Erforschung ber Hurninsubstanzen und die Begriffe „Nährhumus" (leicht zersetzlich und für die Ler- Das Gesicht ber Landschaften, die die neue Wo- chenschau zeigt, belegt in sehr eindringlicher Form bas riesige Ausmaß des Raumes, in dem unb für den Deutschlanb unb seine Verbündeten kämpfen. Es ist prehr als nur eine willkommene Information, wenn ber' Filmbesucher vom niedrig dahm- gleitenden Flugzeug aus über die in den letzten Wochen besonders berühmt gewordenen Landstriche zwischen Tobruk unb El Al amein dahingeführt wird. Die charqkteristische, steil abfallende Hochflää)e von Bardia spricht das Auge, das mit Schiffen der Achsenmächte gefüllte Hafenbecken von Tobruk den Verstand an, unb die in langer Gerade über die flache Ebene Nordafrikas sich hin- ziehende Straße nach dem Osten, bie sich zuweilen in riesigen Serpentinen über Gebirgszüge windet, ist Symbol ber Fürsorge der Heimat für bie kämpfende Truppe, denn sie befördert Nachschub. Der Küste des nördlichen Afrikas stellt die Wochenschau da» kühle Steilufer Englands am Ka° n a l gegenüber. Die schweren Hügelwellen ber östlichen Ukraine, die mit kniehohem Gras unb Getreide dem Soldaten natürliche Deckung bieten, erscheinen in ihrer Weite dem Meere ähnliche sie erwecken wie biefes die Vorstellung einer Unbegrenzbarkeit, die aber mobeme Strategie und neue Waffen sowohl auf dem Meere wie auf dem Lande inzwischen gemeistert haben. Die Wochenschau gibt in ihrer Vielseitigkeit überhaupt ein nahezu umfassendes Bild des modernen Krieges. Mit den Bildern von dem mit dem Banjo reitenden Landser bis zum angespannt am feuernden Flakgeschütz zielenden Kanonier ist ein wesentlicher Teil ber Seinsmöglichkeilen des im Kriege lebenden Menschen erfaßt. Unb bie Aufnahmen von einem Tankgraben einerseits unb einem in höchsten Luftschichten geführten Gefecht zwischen englischen Bombern unb deutschen Jagdflugzeugen anderseits bieten, jede von ihrem Gesichtspunkt aus, bie Darstellung weit dürchgebildeter moderner Kam^fc^ten. Vexdunkelungszett: 24. Juli von 22.28 bis 5 00 Uhr. Moderne Probleme der Agrikulturchemie Vortrag in der JIG.-Oozentenakademie Gießen. ■ «em Rücken nach dem Teich getragen unb ins m ’-p I Dosier geworfen zu haben. h 3n der Wahmann-Oslwand vermißt. frier Z». | Seit Sonntag werben ber Tourist Josef Gros i an. H unb seine Begleiterin mit dem Vornamen Lisl — se uni« juname noch unbekannt — vermißt. Die beiden Professor TNeinhof 85 Jahre alt. rar? v Der em. Professor Dr. Carl Meinhof in Ham- 23. Juli seinen 85. Geburtstag. Dr. ' g, j Heinhof, geboren zu Bargwitz, Kreis Schlawe, be- . j suchte bie Fränkischen Stiftungen zu Halle, studierte mgen m | jn Erlangen und Greifswald Theologie und (Bermaniftit, widmete sich von 1879 bis 1886 dem Lehrerberuf, von 1886 bis 1903 dem Predigeramte unb begann bann bas Studium der afrikanischen Sprachen. 1899 verfaßte er eine Lautlehre der Ban- yisprachen. Im Jahre 1902 erhielt er vom Kaiser bie Mittel zu einem Studienaufenthalt in Sansibar unb Deutsch-Ostafrika. Er hat über 40 Sprachen unb Dialekte in dem Werk „Linguistische Studien in Ost-Afrika" verarbeitet. Nach seiner Rückkehr wurde 9 Lehrer am Orientalischen Seminar ber Universal Berlin für Suaheli, Duala, Ewe, Herero und £ama. 1906 veröffentlichte er „Grundzüge einer tzrgleichenden Grammatik der Bantusprachen", ferner u. a. „Melodie und Rhythmus in Sprache und Musik", „Probleme der aftikanischen Linguistik", .Holtentotttsche Laute und Lehnworte im Kafir", „Die afrikanischen Religionen". 1909 wurde er Professor für Kolonialsprachen in Hamburg, 1919 Di- tt'tor des Seminars für Afrikanische Sprachen der hansischen Universität, 1936 trat er in den Ruhe- fkmb. Goldenes Doktorjubilaum. „Sie haben die Abwesenheit von Herrn Sierinck t benutzt, um sich heimlich von Ihrem Arbeitsplatz M -entfernen?" x , , „ „Heimlich? Na ja — wie man s nehmen will. „Wo haben Sic sich von dort aü3 hinbegeben? „Das sind doch wohl meine Privatangelegen- I heilen!" Bauer ist nicht gesonnen, sich von einem grünen ‘gingen einen aufbrausenden Ton gefallen zu lassen: ,Es gibt keine Privatangelegenheiten, junger Mann, merken Sie sich bas! Nicht im Augenbttck, Av bie öffentliche Sicherheit im Spiel ist. Sie belasten sich selbst, wenn Sie die Aussage verweigern. # „Schön, bann belaste ich mich! Möchte wißen, 14 Wpmit?" # „Also Sie verweigern die Aussage? '„Ich verweigere!" , , „Sie haben immer in einem sehr vertrauten Verhältnis mit Ihrer Schwester geftanben?" „©ott sei Dank, ja! Aber wo ich Donnerstag war, Weiß sie auch nicht." „Sie haben also hinter ihrem Rucken gehandelt. „Hab' ich! Ist das sehr wichtig?" „Das kann unter Umständen ungemein wichtig lein. Sind Sie im Besitz einer Waffe?" „Leider nein, sonst hält' ich schon langst ge- shass^n!" ,W.nn das ein Witz sein soll — solche Witze sind $r gefährlich." ., „Ich habe keinen Revolver in der Hosentasche, Sie brauchen keine Angst zu haben." „ „Gefährlich für Sie, meine ich, nicht für mich. 53. Die Mordkommission Bareiro arbeitet bis tief in Üt sinkende Nacht hinein. Ein Stapel von Meloun« rtrt ist zu sichten und zu prüfen, eine ganze Anzahl Beamter erstattet persönlich Bericht. zusätzlichen späten Stickstoffgaben der Kornertrag noch um 1 bis 2 dz/ha erhöht, wodurch insgesamt mit dieser Methode der Eiweißertrag um 20 bis 50 v. S). je Flächeneinheit gesteigert werden kann. Auch der Eiweißgehalt des Strohes wird erhöht, was für dessen Futter- und Düngerwert bedeutsam ist. Eingehend werden dann die biochemisch interessanten Zusammenhänge zwischen Ernährungsbedingungen von Fettpflanzen und Beschaffenheit der Fette besprochen. Durch entsprechende Mineraldüngung ist es z. B. bei der Lein- und Mohnpslanze möglich, die Dynamik des Wasserhaushaltes bzw. den Wärmehaushalt der Pflanzen zu beeinflußen und damit Fette von mehr oder minder hohem Sättigungsgrad zu erzielen. Schmalfuß fand, daß hydrophile Ionen, wie das Kalium- und das Chlor-Jon, welche die Wasseraufnahme der Pflanze begünstigen und,die Transpiration herabfetzen, somit eine günstige Wasserversorgung gewährleisten, die Bildung der Fette mit hoher Ungesättigtheit, somit hoher Jodzahl fördern. Dagegen hemmen hydrophobe Jonen, wie das Kalzium- und das Sulfat-Jon, die Wasseraufnahme der Pflanze und steigern die Transpiration, verschlechtern also die Wasserversorgung; es werden hierdurch Verhältnisse wie bei einem heißen Klima geschaffen und die Folge ist, daß in erster Linie Fette mit hohem Sättigungsgrad, somit niedriger Jodzahl, gebildet werden. Man ist daher heute bereits imstande, Fette verschiedener technischer und ernährungsphysiologischer Qualität auf Grund unterschiedlicher Ernährung der betreffenden Pflanze zu erzeugen. Da die moderne Ernährungslehre immer mehr erkennt, daß die biologische Wertigkeit der Eiweißkörper für die Höhe der Eiweißgaben hinsichtlich Erhaltung und Produktion wesentlich ist, wird es ein wichtiges Endziel der Zukunft werden, durch entsprechende Ernährungsmaßnahmen die pflanzliche Eiweißproduktion im Sinne der Bildung möglichst biologisch hochwertiger Proteine zu lenken, bzw. zu bewirken, daß Eiweißkörper von ganz bestimmtem Gehalt an gewissen, für die Dierernährung besonders wertvollen und wichtigen Aminosäuren gebildet werden. Die Jdealaufgabe wäre naturgemäß auf diesem Gebiet, überhaupt Me Erzeugung von Pflanzenstoffen durch Ernährungsmaßnahmen so zu lenken, daß neben möglichst hochwertigen Energieträgern auch Schutzstoffe von bestimmter Eigenschaft (Eiweißkörper bestimmter Zusammensetzung, Vitamine, Lauchöle, ätherische Oele bzw. sonstige Wirkstoffe) erzeugt bzw. in der Pflanze angereichert werden, welch letzterer Vorgang besonders für biologisch wertvolle Mineralstoffe wichtig wäre. Hand in Hand mit dem Bestreben, durch Düngung die Qualität der Ernteprodukte zu erhöhen, mutz natürlich der Begriff „Qualität" analytisch genau erfaßt werden, was erfordert, durch Ausarbeitung neuer analytischer Methoden die Futter- und Nahrungsmittel auf Grund der modernen Kenntnisse der heutigen Ernährungslehre entsprechend bewerten zu können. In Zukunft müssen auch die anorganischen Bestandteile unserer Futter- und Nahrungsmittel genauer auf die biologisch wichtigen Kat- und Anionen einschließlich der Spurenelemente untersucht werden; ebenso ist es erforderlich, das Verhältnis von Säure- und Basenäquivalenz, von Kalk zu Phosphorsäure, von Natrium zu Kalium zu ermitteln, und die Erdalkalität bzw. Alkali-Alkalität jeweilig feftzustellen. Auf dem Gebiete der Tierernährung sind die wichtigsten Aufgaben: Ernährungsphysiologische Untersuchungen neuer Futtermittel; rationelle Eiweißversorgung unserer landwirtschaftlichen Nutztiere; Futterkonservierungs- und Silofragen; Beeinflussung der Qualität unserer tierischen Erzeugnisse durch entsprechende Ernährung; Studium Über die biologische Wertigkeit des Eiweißes; Untersuchungen über Mineralstofffragen; Ersatz des Eiweißes in der tierischen Ernährung durch sogen. „Amide"; methodische Studien über Futtermitteluntersuchungen; möglichster Ersatz von Produktion des Getreidebaues durch solche des Hackfruchkbaues in der Futterration der einzelnen Nutztiere; bestmögliche Ausnutzung des Wirtschaftsfutters. Abschließend wurden die gemachten Aussührun- ^gen durch eine Reihe von Tabellen belegt und ergänzt, deren Zahlen in überzeugender Weise die große Bedeutung agrikulturchemischer Forschungsarbeit für die Sicherung der Ernährung der Völker des europäischen Raumes erkennen ließen. Ferner wurde die Gültigkeit des Minimumgesetzes und die Wirkung der sogenannten Spurenelemente bei der Pflanzenernährung an Lichtbildern einiger sehr demonstrativer Vegetationsoersuche gezeigt. Reicher Beifall und die anschließende Aussprache zeugten von dem großen Interesse, mit dem die Oie Wanderung am Sonntag. Gießen — Ganseburg — Oppenrod — Steinbach — Lich. Wir wandern die Grünberger Straße entlang, am Wasserbehälter vorbei, in dessen Nähe wir einen reizvollen Blick über das Lahntal nach den Burgen und dem Dünberg genießen, bis zur Ganseburg, wo wir Rast machen können. Die Straße weitergehend, haben wir alsbald hinter dem Anwesen einen schönen Blick nach den Höhen des Vogelsbergs. Die nächste breite Straße rechts führt uns nach Oppenrod, das wir durchschreiten, um an seinem Ende den Weg zur Rechten nach Steinbach einzuschlagen. Unterwegs bei einer Gabelung 'halten mir/ uns wieder rechts und gelangen nach Steinbach. Der Weitermarsch. führt immer auf guter Straße an dem idyllisch gelegenen Albacher Hof und einigen großen Waldweihern vorüber nach unserem Endziel Lich. Wanderzeit höchstens VA Stunden. Station Friedelhausen — Schmelz — Lohra — Mornshausen — Gladenbach. Don der Station Friedelhausen, bis wohin wir die Bahn benutzen, gehen wir über die Lahnbrücke, überschreiten das hübsch gelegene Dors Odenhausen und kommen, den kahlen Altenberg zur Linken liegen lassend, in das liebliche Salzbödetal. Nachdem wir das schmucke Dorf Salzböden passiert haben, wird das vorher breite Tal enger, und schön bewaldete Berge schließen es ein. Nach einstündiger Wanderung gelangen wir zur Schmelz, einem anmutig gelegenen Men Weiler. Das Tal aufwärts gehend kommen wir an drei weiteren, malerisch gelegenen Mühlen vorbei nach Damm. Don hier verfolgt, man die Landstraße, stets die Salzböde aufwärts, über Lohra nach Mornshausen. Jenseits dieses Dorfes verläßt die Sttaße das Tal und wendet sich rechts hinauf nach unserem Endziel, dem prächtig gelegenen, von schönen Waldhöhen umsäumten Städtchen Gladenbach. Marschzeit 4 Stunden. Wandervorschlag des DHL. Gießen — Hausen — Garbenteich — Mengelshäuser Teiche — Klo st er Arnburg — L i ch — Gießen. Abmarsch von der Universitätsbibliothek. Zunächst Rote-Strich-Markierung Nizza—Hausen—Garbenteich. Von hier mit dem roten liegenden Kreuz die Sttaße nach Lich bis hinter die Rsichsautobahn; dann rechts ab zu den idyllisch gelegenen Mengelshäuser Teichen mit dem Fürstenbrünnchen. (2% Stunden.) Immer durch Wald mit schönen Ausblicken in die Landschaft, später über die Straße Lich—Butzbach und der Wetter entlang nach Kloster Arnsburg. (VA Stunden.) Dort die Besichtigung der sehenswürdigen alten Ruinen nicht vergessen. Die Blaue-Ring-Markierung führt uns nach Lich, von wo aus kurz nach 19 Uhr die Rückfahrt angetreten wird. Gesamtwcmderzeit 5 Stunden. Ausführungen des Vortragenden ausgenommen wurden. Der stellvertretende Präsident der NS.- Dozentenakademie, Pg. Professor Dr. Beller, schloß den Abend, und damit die Reihe der Veranstaltungen im laufenden Sommer-Semester, mit dem Sieg-Heil auf den Führer und seine siegreichen Truppen. Lichtspielhaus: „Mordsache (Send.* Der Film, dessen Titel einen modernen Kriminalfall erwarten läßt, gehört in die Reihe der Kostüm- und Historienfilme, für welche die italienische Produktion von jeher eine Vorliebe bewiesen hat, und von denen bei uns schon verschiedentlich Proben zu sehen waren. Der Stoff ist in diesem Falle zwiefach vorgebildet, in der bildenden Kunst mit einem Gemälde Guido Renis und in der Literatur mit einer Erzählung Stendhals, deren Kompositton im Drehbuche von Tommaso Smith allerdings einschneidende Wandlungen erlebt hat. Die Gestalt der des Vatermordes angeklagten und 1599 in Rom Hingerichteten Beatrice Cenci, deren anmutige Züge Renis Bildnis der Nachwelt überliefert hat, steht im Mittelpunkt der Fabel, in welcher Beatrices unselige Liebesgeschichte in ein düsteres und blutbeflecktes Familiendrama versttickt ist. Auch der Film verzichtete, was immerhin bemerkenswert erscheint, auf eine versöhnliche Schlußwendung durch eine Errettung der schönen Italienerin vor dem Richtblock: der Bote, der den Richtern den Namen des Täters und die Aufklärung des blutigen Dramas im einsamen Abruzzenschloß bringt, kommt zu spät. Der Spielleiter Guido B r i g n o n e hat sich an dra? malisch spannenden, teilweise auch filmisch überzeugenden Motiven — wie etwa Gewalttat, Verbannung, Folter, Verhör, Gefecht und Gericht — reiche Handlung nicht ungeschickt in Szene gesetzt und wurde dabei vom Kameramann Jan S t a l ti ch wirksam unterstützt. Die mit der Synchronisierung unvermeidlich verbundenen Schwierigketten und Mängel wurden für die weibliche Hauptrolle ausgeschaltet: Carola Höhn spielte als einzige Deutsche die Beatrice und wurde mit dieser Figur in Italien zum ersten Male herausgestellt; sie gibt die schlanke, dunkelhaarige Grafentochter mit großer Fassung und in einigen Augenblicken auch mit einer weiblich anziehenden Gelöstheit des Gefühls. Giulio Dona d ro , Osvaldo V a l e n t i, Elli P a r v o , Luigi Pavese und Sandro Ruffini sind die wichtigsten ihrer italienischen Partner. — (Difu.) * Die schon angezeigte neue Wochenschau, ein Vorspann zu dem italienischen U-Bootsfilm „Einer für alle" und der Kulturfilm „Glas aus Murano" vervollständigen das Programm. Hans Thyriot. Steuerfreie Sachspenden an einberufene Gefolgschastsmitglitder Viele Arbeitgeber senden ihren Gefolgschaftsmitgliedern, die zur Wehrmacht eingezogen sind, Zigaretten und ähnliches ins Feld, in die Kaserne oder ins Lazarett. Die Aufwendungen dafür stellen Be- ttiebsausgaben dar. Sie müssen jedoch in ihrer Hohe glaubhaft gemacht werden. Sachspenden an Gefolgtzhaftsmitglieder sind grundsätzlich lohnsteuer- pflichtig. Es wird jedoch, wie die „Deutsche Steuer- Zeitung" mitteilt, Lohnsteuer nicht erhoben, wenn die Spende nur von geringem Wert ist. Sachspenden an Gefolgschaftsmitglieder, die zur Wehrmacht eingezogen sind, werden in der Regel so geringwertig sein, daß Lohnsteuer nicht erhoben zu werden braucht. Landesforstverwaltung und WHW. Brennholz für bedürftige Volksgenossen. Zur tatkräftigen Unterstützung des Winterhilfswerks waren die hessischen' Forstämter durch die Fovstabteilung' der Landesregierung angewiesen worden, wie in den vergangenen Jahren auch im letzten Winter.1941/42 der Belieferung von bedürftigen Volksgenossen mit Brennholz erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Zufolge dieser Anordnung wurden aus den hessischen Staats- und Gemeindewaldungen gegen mäßiges Entgelt und im Wege der Selbstwerbung insgesamt 19 947 Raummeter Brennholz an rund 6300 minderbemittelte, kinderreiche und bedürftige kriegsbeschädigte Volksgenossen abgegeben. Während die Menge des abgegebenen Brennholzes um etwa 550 R aummeter zu genommen hat, ist die Zahl der zu beliefernden bedürftigen Volksgenossen im Vergleich zum Vorjahre um rund 700 gesunken. * ** Reichssportabzeichen. Die Prüfungen in Schwimmen, Leichtathlettk und Schießen zur Erlangung des Reichssportabzeichens werden heute in einer Bekanntmachung des Landratsamtes und der Stadt Gießen angekündigt. G.A.-Gpori. Handball der HI. Lang-Göns — Luftwaffe Gießen. Das am vorigen Sonntag ausgefallene Spiel findet nunmehr am kommenden Sonntag statt. Durch weitere Versetzungen sind die Gäste sehr geschwächt. Bei dem großen Spielermaterial werden sie trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft stellen können. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Aufstellung behaupten wird. Lang-Göns wird unter diesen Umständen versuchen, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden, Dutenhofen Schüler — Mtv. Gießen Schüler. Dutenhofen Jugend — Mtv. Gießen Jugend. Die Gießener Mtver fahren mit zwei Mannschaften nach Dutenhofen. Die.Kleinen der Gießener belegten in den Punktspielen den zweiten Platz. Heber die Erfolge des- Gegners ist nichts näheres bekannt. Auf Grund der letzten gezeigten Leistungen erwartet man die Gäste als Sieger. Die Jugendmannschaft der Gießener löst eine Rückspielverpflichtung ein. Die erste Begegnung in »Verkäufe | Erstklassig, hoch- I verkaufen. 03543 2275 D 2276 P Mündlich können £iec»rnri wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige lageuSiees»u«o Kleine Anzeig en im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachte» und gelesen. Am 16. Juli Wurde meine treusorgende Lebensgefährtin Frau Anna Müller, geb. Hahn im 62. Lebensjahr von ihrem schweren Leiden erlöst. Sie wurde ihrem Wunsche entsprechend, in aller Stille beigesetzt. Für alle herzliche Teilnahme bei dem langen Kranksein, besonders der Balserschen Stiftung in Gießen, sowie Herrn Dr. Zecher, Daubringen, für die liebevolle Pflege, Herrn Pfarrer Schmidt, Gießen, für die trostreichen Worte am Grabe und allen, die ihrer gedachten und sie zur letzten Ruhestätte begleiteten, herzlichsten Dank. Ludwig Müller nebst Angehörigen. Lollar, den 23. Juli 1942. Am 22. Juli 1942 entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe Tochter, Schwester, Enkelin und Cousine Elfriede Maßei im 13. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Aug. Magel Gießen, den 24. Juli 1942. * Die Trauerfeier findet Samstag, den 25. Juli, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 03534 [Stellengesuche) Schüler der 8. Kl. einerOberschule, der Chemie stud. will, sucht Halbtags- Beschäftigung für vier Ferienwochen in chemischem Betrieb oder Apotheke. Sehr. Aug. unt. 22730 lUü.G.A. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren innigstgeliebten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Mootz III. Maurer, Weißbinder und Kirchenvorsteher nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden am Mittwochabend im 83. Lebensjahre abzurufen. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Scheid Familie Krombach Ernst Schelde Großen-Buseck, den 24. Juli 1942. Die Beeidigung findet Samstag, 25. Juli, nachmittags 2 Uhr statt. Bekanntmachung. Betr: Neichssportabzeichen; hier: Schwimmen, Leichtathletik und Schießen. Schwimmen: Am Sänistag, dem 25. Juli 1942, ab 15.30 Uhr, wird die Prüfung im Schwimmen _ . im VolMad abgenommen. Leichtathletik: Am Sonntags dem 26.7.1942, ab 10 Uhr, können die vorgeschriebenen Hebungen in Leichtathletik auf dem MTV-Platz abgelegt _ werden. Schießen: Am Samstag, dem 1. 8.1942, kann die Prüfung im Schießen, ab 16.00 Uhr, an den Schießstanden der Schützengesellschaft neben dem Militärschießstand abgelegt werden. Gießen, den 23. Juli 1942. 2274D . Der Landrat des Landkreises Gießen zugleich für denOberbürgermeifterderStadt Gießen Dr. Lotz. Keine Ursprungs- xeignlise, 'andern nur Zeugnis, abschriften dem Be- werbungsichre tben beilegen! — Lichtbllder undBewerbungsunter. Iflgen müssen zur Der. ineidung von Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschrift des Bewerber» tragen i Wsgevilsili oder Milfe gesucht. Frau L. Mcnz Liebigstraße 48 trächtiges 03541 Rind in 4 Wochen kalbend z.verkaüfen Lang-Göns, Hundstaaten- straße 42. _ Großer posiert. Kleiderständer, 30.— RM. und schöner Spiegel, 30.— RM., zu Zuverl., ältere Frau für den Haushalt u. zur zeitweisen Hilfe im Garten halbtags 03537 gesucht. Zu erfr. zwischen 13 und 16 Ubr Liebigstr. 103 II Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Jnzei^er Schulstraße 7 2277V Anzusehen von 11 Uhr an LicherStr.15111 | Kaufgesuche | Ginfamilien- Solls 4—6 Zimmer, Heiz. u. Garten, bis 50 Mille, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02989 a.d.G.A | Verschiedenes| Meinet Sinöerroogen gegen Sportwagen zu tauschen ges. Asterweg 71 v. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Bießener Anzeige! Statt Karten. Ihre Kriegstrauung geben bekannt Dr. med. Hans Brunßen ’■ Z. Oberarzt bei der Wehrmacht Rosmarie Brunßen, geb. Heid Trauung am 25. Juli 1942, 12.45 Uhr im Rathaus Hamburg-Wandsbek Lindenmühle / Katzenelnbogen Gießen, Senckenbergstraße 25 \ 03545/ Koniertfiemeinschaft blinder Künstler „Südwestdentschland“ Klarier - und Liederabend Am Samstag, dem 25. Juli 1942, 19.30 Uhr, in der Neuen Aula der Universität in Gießen Mitwirkende: 2271D Maria Klaeser, Köln.....Sopran Kurt Emmerich, Soest . . . Klavier Bert Klaeser, Köln . . Klavierbegl. Lieder von Schubert, Brahms und Klaeser; Klavierwerke von Beethoven, Schumann, Chopin, Schubert-Liszt, Emmerich und Albgnitz Karten zu RM. 1.-, 2.- und 3.- sind noch an der Abendkasse zu haben. Obst- ond Gartenbau™ Gießen Samstag, den 25. Juli 42, von 17-18 Uhr, Ausgabe vonDünge- kalk an der Feldscheuer am Ausgang Gießen nach Wieseck. Junker, Vereinsleiter =__======_=^g£D 20000 aoT auf 1. Hypothek bei gutem Objekt auszuleihen. Schriftliche Anfragen unter 2254V an den Gießener Anzeiger erbeten. Gießen endete mit einem 12:3-Siege der Männerturner. Ueberraschenderweise gelang es jedoch Dutenhofen, die Gießener bei dem Lang-Gönser Turnier mit 3:2 Toren zu schlagen. Auf eigenem Boden wird die Mannschaft noch stärker einzuschätzen fein. Gelingt es den Gießenern nicht, die stärkste Auf. stellung zu bringen, so werden sie um eine Nieder«, läge nicht herumkommen. LA.-Vereinsmeisterschast erweitert. Das Reichsfachamt Leichtathletik im NSRL. hat die Bestimmungen zur Leichtathletik-Dereinsmeister« schäft des Jahres 1942 erheblich erweitert. Es^wur« den nämlich noch drei Altersklassen eingerichtet, und zwar für die Jahrgänge 1910 und älter, 1902 und älter, 1892 und älter. 100 m, 800 m, 4 X 100-m« Staffel, Weitsprung und Kugelstoßen sind zu be- stteiten. Die Altersklassen können ihre Hebungen zu beliebigen Terminen bis zum 18. Oktober ab- wickeln. Kurze Sportnotizen. Der „Große Straßenpreis von Gie» ß e n", ein Rad-Rundstteckenrennen über 96 km, findet am 2. August statt und ist offen für Amateurfahrer des Gaues Hessen-Nassau und der Nachbar- gaue. Die Leichtathletik-Mehrkampsmei- st e r s ch a f t e n des Sportgaues Hessen-Nassau werden am 15. und 16. August in Gießen durchgeführt. Die Meisterschaften der Kreise sind zum 2. August angesetzt. Ntzben dem 8 8. Feldbergfest in Bad Homburg findet am 23. August im Sportgau Hessen- Nassau noch das Frankenstein-Bergfest bei Darmstadt-Eberstadt statt. Das historische Landskronbergfest bei Oppenheim wird am 6. September durchgeführt. ♦ Das Hockey-Vergleichstreffen zwischen den HI.-Mannschaften von Hessen-Nassau und Sachsen, das kürzlich in Leipzig beim Stand von 0:0 vorzeittg beendet wurde, ist für kommenden Sonntag nach Frankfurt a. M. neu angesetzt worden. * Ein Turn-Vergleichskampf zwischen den HI.-Gebieten Moselland, Hessen-Nassau und, Düsseldorf findet am 28. Juli in Luxemburg statt. Wirtschaft. Kreditsystem in der Bewährungsprobe. Auch auf dem Gebiet des Finanzwesens ist alles in Fluß, und überall ergeben sich neue Probleme, j die gelöst werden müssen. Die Abführung der Be- ttiebsanlage- und Warenbeschaffungsguthaben, dis verschärfte Gewinnerfassung, die Ablösung der An« zahlungen des Reiches an die Rüstungswirtschaft, das neue System der Festpreise und besonders die Preissenkungen beeinflussen nachhaltig die Geld* ströme und damit auch das Geschäft unserer Kredit- - institute. Die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit der Bankenarbeit ist kaum je vorher auf eine, ähn« lche umfaffenbe Bewährungsprobe auf allen Arbeitsgebieten gestellt worden wie gegenwärtig. Das, ; im Vorjahr erst stellenweise beobachtete Wachsen \ des Geldbedarfs der Wirtschaft wird nun breiter - und allgemeiner, und für manchen Betrieb schiebt sich die Liquidttätssrage, die in den letzten Jahren dem Geschäftskreis des Unternehmers mehr und mehr entrückt war, künftig wieder stärker in den Vordergrund. Die Bildung flüssiger Mittel in der Wirtschaft wird in Zukunft von den verschiedenstes Seiten her immer mehr eingeengt. Daraus dürfte - sich für die Banken eine Zunahme der Kreditnachfrage ergeben. Von verantwortlicher Seite des Bankwesens ist dazu in letzter Zeit verschiedentlich erklärt worden, daß unsere Kreditinstitute fähig und gewillt sind, einen wesentlich höheren Kreditbedarf zu befriedigen. Insbesondere sind die Banken durch- > -aus in der Lage, im Inlands- und Auslandsgeschäft ; diejenigen Risiken auf sich zu nehmen, die mit einem Ausbau des Kreditgeschäfts verbunden find. Hier zeigt sich die Richtigkeit und Notwendigkeit einer - verantwortlichen bankwirtschaftlichen Führung, die stets darauf bedacht war, die Reserven der Institute - anzureichern, um für alle Möglichkeiten gewappnet ' zu fein. Hauptschrtftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Bl Büder: Dr. Fr. W. Lange für Stadt Gießen, Provinz, Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange' K ®. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisltste Nr. 6. v umschem. Verantwortlich für Politik und ; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: Wirtichast und Sport: Ernst Blumlckein. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Kratt durch Freude Kreis dienststelle Wetterau Meisterabend froher Unterhaltung Montag, 3. August, Gießen, Gloria - Palast 20.00 Uhr Triumph der Heiterkeit Kä-te Tellheim, die deutsche Jodler-Königin Rostando und Partnerin der unerreichte Jongleur und seine hübsche Partnerin Clftre Stauffen, die jubilierende Nachtigall Mary und Nicolas Siphoff die herrliche Tanzschau 2 Akriyeros die ausgezeichneten Akkordeon- Solistinnen Harry Hobler der vielseitige Rundfunkhumorist Erna Tellheim, die jugendliche Tänzerin Hans Fritsch begleitet am Flügel. Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.30. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“,' Gießen Seltersweg 60, Telefon 3961. 2272 D Mehr Freude an der Natur durchBermühler-Bücher! EK I. (Original) verloren. Gegen Belohnung abzugeben beim Fundbüro. LICHTSPIELTHEATER Gloria-Palast, Seltersweg: Der Edelweißkönig Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Mordsache Cenci [2079C Tägl. 3,5.15.8, So. 2.30,5,8 Uhr"