(92. Jahrgang Nr. 95 Erscheint täglich, anher Sonntags und feiertags Beilagen: Giebener »>amilienblätter Heimat imBild DieScbolle Bezugspreis: Monatlich... RM.1.80 Zustellgebühr... „ ,-.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks. M. Giehener Anzeiger vrühlsche Unlvrrsttätidruckerri B. tauge General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen^chulllr-tzel-» Freitag, 24. April 1942 Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis 8'', Uhr desBormittags Anzeig en-Preise: AnzeigenteU 7 Rpf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvs. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengemtaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr Spannung in Kairo. Von unserem ust (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rom, April 1942. Nach der Verhaftung des früheren ägyptischen Ministerpräsidenten Ali Mäher Pascha sowie zahlreicher Abgeordneter und Senatoren ist man in Kairo, wie gemeldet wird, sogar so weit gegangen, sich auch an der Person des Scheich ul Islam, des Rektors der El-Azhar-Universität, Muhamed el M a r a g h i, zu vergreifen. Der Scheich ul Islam ist der oberste geistliche Beamte des Islam, der einflußreichste Mann der mohammedanischen Glaubens- benswelt, dessen Wort und Weisung überall Geltung hat, wo immer ein rechtgläubiger Mohammedaner lebt. Die Verhaftung dieses Mannes hat eine Bedeutung, die weit über die Grenzen Aegyptens hinausreicht, sie ist ein brutaler Schlag gegen alle Jünger des Propheten, mögen sie in Indien, in Malaya, in Algerien, Marokko oder im dunklen Afrika wohnen. Aus allen Gegenden der Welt strömen die Studienbeflissenen nach der berühmten Universität Kairo, die heute ebenso wie vor tausend Jahren, als sie von den Fatimiden gegründet wurde, als Hort der koranischen Wahrheit und der religiösen Erziehung gilt. Oberhalb des Tores der Barbiere, durch das der Fremde gewöhnlich den Hof der Universität betritt, ragt eine steinerne Kanzel, von der aus der Scheich ul Islam seine Ansprachen an die Gläubigen zu richten pflegt, die stets mit Ehrfurcht und Begeisterung ausgenommen werden und einen nachhaltigen Widerhall finden. Der Scheich ul Islam, Muhamed el Mara g h i, ist der Freund, Lehrer und Berater des jungen Königs Faruk, dessen Vertrauen er in besonderem Grade besitzt. Man darf also ruhig behaupten, daß diese Verhaftung gleichzeitig ein Schlag gegen die Autorität des in allen Volkskreisen beliebten Monarchen ist. Nicht umsonst beklagt sich die Londoner „Times" in ihren Berichten aus Aegypten über Palastintrigen und schreibt von übelgesinnten Ratgebern des Königs, denen Faruk angeblich ohne Rücksicht auf das Wohl des Landes Gehör schenke. Als Ursache für diese „enttäuschende" Erscheinung werden verschiedene Gründe angegeben, unter anderem auch eine geheime Nazipropaganda, die sich angeblich in Aegypten bemerkbar zu machen beginne. Alles, was den „Heilungsprozeß" in Kairo störe, müsse als gefährlich bezeichnet werden und erfordere ein energisches Eingreifen. Diese Einstellung erklärt auch die unerhörte Tatsache, daß der König kürzlich verhindert wurde, sich zum Gebet in die Moschee zu begeben, weil die Briten bei den unausbleiblichen Ovationen Unruhen befürchteten. Alle Scheichs in Kairo haben gegen diese ^Vergewaltigung" Protest eingelegt, der jedoch unbeachtet blieb. Der Königspalast soll auch weiter ’qpn englischen Truppen bewacht werden. Man darf nicht, vergessen, daß der König von Aegypten nicht Herxschjx feinem britischen Protektorat, sondern der Souoerän in einem der Form nach unabhänqiqen, England verbündeten Staate ist, dem man Rücksichten schuldig sein sollte. Aber Rücksichten haben die Engländer in Aegypten niemals genommen, und sie sind auch heute, wo ihnen das Wasser bis zum Halse steigt, nicht bereit ihre Haltung zu ändern. Den Anlaß zur Verhaftung el Maracchis war seine Weigerung, die El-Achar-Universität wegen derantibritischenStudenten-Unruhen zu schließen. Man darf diese Stätte mohammedanischer Wissenschaft übrigens nicht — auch nicht, wenn sie die Bezeichnung einer Universität führt — mit einer euroväischen Hochschule vergleichen. Man kann in jedem Alter und ohne jede Vorbildung Student von El-Azhar werden. Der Lehrplan umfaßt alle Disziplinen, also auch Lesen, Schreiben und die Grundelemente des Rechnens. Die Unterrichtssprache ist allein das Arabische. Wer also nicht arabisch kann, muß zuerst einen Kursus in dieser Sprache absolvieren. Die höheren Fächer umfassen neben dem Studium des Koran, Rechtswissen, Logik, Poetik und Rhetorik. Don Naturwissenschaften wird allein Chemie gelehrt, d. h. den Studenten werden einige Grundbegriffe der Chemie beigebracht, die sie aber kaum zu einer praktischen Tätigkeit befähigen. Mit Ausnahme des Rektors beziehen die 200 Professoren der Universität kein Gehalt; sie leben von den Stiftungen vermögender Schäler und von freiwilligen Zuwendungen. Kollegaelder werden nicht erhoben. Die hohe Achtung, die den Professoren überall entgegengebracht wird, entschädigt sie für manche Entbehrungen. Moschee und Hof bilden einen einzigen Lehrsaal. Die Zahl der Studenten beträgt rund 7000. Man sieht neben Knabengesichtern würdige Greise; sie alle sind aus den verschiedensten Geaenden der Welt hier zusammengeströmt. Ebenholzschwarze Neger mischen sich unter hellhäutige Morgenländer. Der Sohn eines millionenreichen Fürsten oder Kaufmannes lebt einträchtig neben dem armen Schüler und gibt ihm von seinem lieber» fluß. Sie alle sammeln sich in Gruppen zu zehn und fünfzehn Mann, hocken im Kreise auf ihrem Tevvich und lauschen ihrem Lehrer, der in ihrer Mitte steht und ihnen einen Vortrag hält. El-Azhar ist aber nicht nur die Stätte des Wissens und des Studiums, sondern hier ist vor allem auch ein Mittelpunkt der allislamitischen Bewe- ro e g u n g und Regeneration, und der Rektor (der Scheich ul Islam) ist einer der bedeutendsten Verfechter dieser Richtung. Er war es, der vor dem Ausbruch des Krieges König Faruk beim Betreten der Moschee mit dem Gruß und mit den Gebeten emvsina, wie sie nur dem Kalifen zukommen, und mit dieser Handlung in der Welt des Islams allgemeine Aufmerksamkeit hervorrief. Die fmchfoannung in Aegnvten und im Vorderen Orient wird auch von den Briten nicht in Abrede gestellt. Aber das aeknechtete Volk her Fellachen ist nicht in der Lage, sich allein vom Jock zu befreien, das ihm anfgezwungen roorhtn ist. Hinzukommen ernste Ernährungsschwierigkeiten der Bevölkerung, Stockung im Baumwollhandel. Korruvtion in der Verwaltung ufm., die die politische Krise begleiten. .-Berichterstatter. Die Verhaftung des Scheichs ul Islam hat die Gärung jetzt auch auf das religiöse Gebiet hinüber- getragen, also auf ein Gebiet, auf dem die Jsla- miten besonders empfindlich sind, und das sich nicht allein auf Aegypten beschränkt. Aegypten und der Krieg. Ankara, 23. April. (Europapreß.) Der ägyptische Ministerpräsident Nahas Pascha erklärte im Parlament, Aegypten werde nicht aktiv in den Krieg eintreten, wenngleich es sich im übrigen an den Bündnisvertrag mit England gebunden halte. Aegypten ist nicht mehr in der Lage, landwirtschaftliche Produkte aus dem Auslande ein- Genf, 23. April. (DNB.) Cyrill Falls, der militärische Korrespondent der Londoner „Jllustrated London News" gibt ein für England und feine Verbündeten überaus düsteres Bild der militärischen Lage. Er gibt zu, daß der Führer in dem vergangenen Winter alles erreicht habe, was er sich als Ziel gefetzt habe. Bis jetzt sei der Kriegswinter von ihm dazu benutzt worden, seine Kriegsmaschine zu überholen und für eine große Frühjahrsoffensioe vorzubereiten. Hitler habe im Dezember 1941 erklärt, er werde die Sowjetfront stabilisieren. Das sei ihm auch gelungen, denn bis heute hätten die Bolschewisten es nicht fertiggebracht, die Ostfront zu ihren Gunsten zu verändern. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen habe der Führer es auch fertiggebracht, die Zahl feiner an der Front kämpfenden Truppen in den Wintermonaten zu einem großen Teil zurückzuziehen, ihnen Erholung zu gönnen und sie für das Frühjahr neu aufzubauen Und auszurüsten. Daran könnten auch die bolschewistischen Behauptunaen über deutsche Verluste nichts ändern. Auch mit Der weiteren bolschewistischen Feststellung, die Winter- offensive bezwecke in erster Linie die Vernichtung des Gegners und nicht etwa Gebietsgewinne, wolle man nur darüber Hinwegtäuschen, daß nennenswerte G e b i e t s g e w i n n e nicht gemacht morgen feien. Die Sowjets feien sich dieser Tatsache offenbar bewußt und verstärkten deshalb trotz der durch das Tauwetter erhöhten Schwierigkeiten ihre Schanghai, 23.April. (Europapreß.) Auf der Pressekonferenz in Tschunaking gab der Regie rungs- sprecher zu, daß die Japaner verhältnismäßig große Fortschritte an der Salwin- Front machten. Diese Erfolge seien vor allem dem japanischen Einsatz motorisierter Einhei- t e n zuzuschreiben. Der Sprecher verhehlte weiter nicht den für die eigenen Verbände gefährlichen Umstand, daß die chinesischen Stellungen im Abschnitt von Lotkau mangels moderner Eisenbahnen und Straßen keine Verbindung mit h e m Hinter! and hätten. Nach englischen Berichten aus dem britischen Hauptquartier in Mandalay haben japanische Truppen die von Tschungking-Streitkräften bisher gehaltene Front bei Yenangyaung durchbrochen. Die zur Verteidigung des norddurmanischen Oelgebietes eingesetzten britischen und tschungkingchinesischen Truppen mußten sich unter dem starken Druck der Japaner überdenPindjang-Fluß zurück- ziehen. Längs der Bahnlinie nach Mandalay haben die japanischen Truppen ihren Vorstoß eben- zusühren, erklärte der ägyptische Landwirtschaftsminister. In der gegenwärtigen Krise könne Aegypten nur auf seine eigenen Hilfsquellen zählen. Italienische Kulturinstitute in Eüdosteuropa. Rom, 23.April. (Europapreß.) Zum Präsidenten des italienischen Kulturinstituts in Rumänien hat Außenminister Graf Ciano den Nationalrat M 0 r e l l i ernannt. Professor Moretti wird in Bukarest, Jassy und Sibui Vorträge halten. Die Präsidenten der italienischen Kulturinstitute in Bub Marien, Kroatien und der Slowakei, die Professoren Carlo Anti, Albert Viggini und Johan Macer, bekleiden bereits ihre neuen Aemter. Im Mai wird Exzellenz B e d r e r 0 , Präsident des italienischen Kulturinstituts in Griechenland, nach Athen reisen. Angriffe. Es sei unglücklich für England, daß der durch den Kriegseintritt Japans in die Kriegslage eingeführte ungünstige Faktor sich in den kommenden 9Nonaten, wenn die deutschen Streitkräfte in ein Stadium aktiver Operationen eintreten, noch in einem sehr ernsten Maße für die mit England Verbündeten bemerkbar machen werde. Abgesehen von den in Ostasien erlittenen Menschen- und Schiffs- verlusten wirke sich die Einbuße der dort gelegenen wichtigen Rohstoff gebiete verhängnisvoll aus. Man dürfe dabei auch nicht übersehen, daß der Krieg mit Japan seinen Höhepunkt noch nicht erreicht habe. Wenn auch die Deutschen den Sowjets zahlenmäßig unterlegen seien, fei doch die Qualität ihrer Soldaten und die strategische Fähigkeit ihres Generalstabes bei weitem dem überlegen, was die Bolschewisten zu bieten hatten. Außerdem blieben noch die nicht vorauszusehenden Ueberraschungen, mit denen die Deutschen ganz bestimmt in den kommenden Monaten aufwarten. Alles zusammengenommen könne man eine gewisse Furcht nicht verbergen, wenn man einmal gründlich, über die militärische Dynamik des modernen Deutschland und seine überwältigenden Fähigkeiten nachdenke, erstklassiges Kriegsmaterial zu erzeugen und immer wieder traft seines Erfindergeistes bisher nicht dagewesene Steuerungen in den Kamps zu werfen. falls wieder auf genommen. Dasselbe wird vom Kampfabschnitt am Scllwin^Fluß berichtet. Das Zerstörungswerk der USA.-Truppen in Cebu. Tokio, 23. April. (Europapreß.) Die Stadt Cebu auf der gleichnamigen Philippinen-Insel ist durch die von den geflüchteten USA.-Truppen entfachten Brände fast völlig zerstört. Die Zerstörungswut der Nordamerikaner hat nicht einmal vor den Häusern und Geschäften der Eingeborenen hallgemacht. Erst nach großen Bemühungen ist es den Japanern am 20. April gelungen, die Feuersbrunst zu löschen. Auch die Wasserversorgung wurde von den nordamerikanischen Truppen zerstört. — Die japanischen Operationen auf Der Philippinen-Insel Panay könnten praktisch als beendet gelten. Vielleicht sind noch einige hundert versprengte Gegner in Den Dschungeln des Baloy-Berges, der höchsten Jnfel- erhebung, versteckt. Die Befriedung auf Panay macht inzwischen rasche Fortschritte; die vom Feinde au seiner Flucht angelegten Feuersbrünste sind gelöscht. Kultur — hüben und drüben. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Schließung Der Neuyorker M es tr 0 p 0 litan O p e r ist ein kulturelles Armutszeugnis ersten Ranges für Das auf „seine Lebensart" so eingebildete Nordamerika. Schon Die Tai» ache, Daß Die schwerreichen „Mäzene" Dieses mit erborgtem Glanz aufgebauten Kunstinstituts mit Der Zurückziehung ihrer Subventionen Das Schicksal Des Musentempels für Die Kriegszeit besiegelt haben, wirft ein bezeichnendes Licht auf Die oberflächliche Einstellung von Mister Moneymaker zu den Funktionen Des Kunst- und Kulturschaffens. Man kann gewiß fein, Daß völkerpsychologifch betrachtet. Der Entschluß Der Geldgeber her Metropolitan Oper in den USA. und selbst in Neuyork her breiten Deffent- lichkeit well weniger Kopfschmerzen verursacht hat als Produktions- und Verkaufsbeschränkungen für Kraftwagen und Kühlschränke. Denn jene „amerikanische Lebensart" ist ja in ihrem Wesenskern materiell-zivilisatorisch verankert und entbehrt Im groben Durchschnitt einer tieferen seelischen Bindung. Sie hat ihr untrügliches Symbol im Rummel feich- ter Revuen und schaolonenmäßiger Hollywoodfilme gefunden, und nur wenig gehobene Philister fühlten sich moralisch verpflichtet, für die unverstandenen Kulluraüter her „Alten Welt" zu schwärmen unh sich diese Liebhaberei etwas kosten zu lassen. Es wäre verkehrt, wollten wir von Europa aus hochmütig und verständnislos die historischen Bedingtheiten dieser nordamerikamschen Mentalität verkennen. Sie erwächst mit innerer Notwendigkeit aus der geschichtlichen Tradllionslosigkell des Dankes- tums, das schon in seinen Anfängen die Opposition gegen den eigenen Ursprung im europäischen Lebens- und Kulturkreis auf sein Banner geschrieben hatte. Es ist eine andere Primitivität als Diejenige eines Kaffernkrals, mit dem schon rein begrifflich jeglicher Verständnisversuch über die tieferen menschlichen Probleme des geiftigen und kulturellen Bereichs zum Scheitern verurteilt fein müßte. Eine Ahnung von diesen Dingen ist in irgendeinem verborgenen Winkel des Bewußtseins vorhanden, wenn auch nur unentwickelt, weil eben die innere Opvo- sition ein wirkliches Eingehen auf diese Werte des europäischen Kulturkreises von vornherein verhindert. Dementsprechend konnten auch die wirklichen Kulturschöpfungen nie tieferes inneres Besitztum oder gar Gegenstand ernsten unh leidenschaftlichen Ringens auf dem nordamerikanischen Kontinent werden, sondern mußten stets luxuriöses Beiwerk außerhalb der Persönlichteitssphäre jedes einzelnen bleiben. Das Gebiet der Oper ist dabei für den Nordamerikaner noch insofern heute ein besonders schwankender Boden, als die gesamte kunstgeschichtliche Entwicklung in diesem Bereich ausschließlich im Kreise der europäischen Kulturvölker vonstatten gegangen ist. Die führende Rolle Deutschlands und Italiens, daneben aber auch die verschißenen Anregungen und Fortentwicklungen durch eine Reihe weiterer europäifcher Geister versetzten die Nordamerikaner bisher in die peinliche Lage, kulturell gleichsam von den Brosamen der gleichen Nallonen zu zehren, deren Vernichtung und Aushungerung sie sich politisch so aern als höchste Mission und Sinn des — blasphemisch genug so genannten — Kreuz- zeuges unserer Tage bescheinigt haben. Dieses Dilemma spricht gleichfalls noch mit, um den Pan- kees die Preisgabe ihres einzigen Kunstinstituts dieser Art leicht zu machen. Für uns bedeutet das keine Ueberrafchung-Wäh- bei ist besonders bemerkenswert, daß Roosevelt zur Durchsetzung seiner Ziele die benachbarten Dominions zunächst einmal besonderen Behörden unterstellt, um sie einzeln bequemer unter seine Botmäßigkeit bringen zu formen. Zn her letzten Nacht vier Britenbomber abgeschossen. B e r 11 n. 24. April. (DAR. ,‘funtfprud).) Britische Bomber griffen kn her Nacht zum 24. 4. das norddeutsche Küstengebiet an. Es entstand geringer ziviler Zach- und Personenschaden. Bier Bomber wurden zum 21 b ff u r 3 gebracht. Ein einzelnes Flugzeug gelangte in die Nähe der Reichshauptstadt, roo es am Flaksperrgürtel ohne Bombenabwurf a b d r e h t e. Da«! Eichenlaub zum Ritterkreuz. DRB.Aus dem Führerhauptquartier, 23. April. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Hardegen, Kommandant eines Unterseebqytes, als 89. Soldaten, dem Oberleutnant Wolfgang Späte, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, als 90. Soldaten und dem ^-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei Wünnenberg, Kommandeur einer Division der Waffen-ff, als 91. Soldaten der deutschen Wehrmacht, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihnen nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleibe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Das Ritterkreuz für einen Stukaflieaer Berlin, 23. April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Alfons Schmalz, der als Flugzeugführer in einem Stukageschwader bei seinen bisher geflogenen 289 Einsätzen im Kampf gegen die britische Mittelmeerflotte, beim Kreta-Unternehmen unerschrockenen Heldenmut gezeigt hat und im Osten in Zusammenarbeit mit dem Heer bei den Abwehrkämpfen des Winters 70 bis 80 Lastkraftwagen, darunter 20 mit Munition beladene, zerstört und mehrere Batterien außer Gefecht gefetzt hat. DiewirtschastlicheLrschließungderSüdseegebiete To f io , 23. April. (Europapreß.) Die Befriedung der ’oon Japan besetzten südlichen und südöstlichen Gebiete hat solche Fortschritte gemacht, daß jetzt Pläne handgreifliche Gestatt annehmen, japanische Unternehmen an Ort und Stelle aufzuziehen. Zu diesem Zwecke schlägt die Industrie- und Handelskammer in Tokio als Dachorgan aller japanischen Handelskammern der Regierung vor, einen „südlichen E n t w i ck l u n g s r a t" zu organisieren, welcher die Verteilung der künftigen japanischen Unternehmungen in Südostasien Durchführen soll, in enger Zusammenarbeit mit Den regionalen Militärinstanzen. Dem „südlichen Entwicklungsrat" liegt ferner ob, die anfallenden Roh- st 0 f f e zweckmäßig zu verteilen und Den Verkehrsbetrieb zu verbessern. Daneben sollen die japanischen Handelskammern an den wichtigen Plätzen Der besetzten Gebiete Zweigniederlassungen gründen, Kommissionen zur Erforschung der Wirtschaftsverhättnisse entsenden und m einem Institut für Wirtschaftler solche Personen schulen, welche später in den südlichen Gebieten praktische Verwendung finden. Sie Docks von Schonan wieder gebrauchsfähig. Schanghai, 23. April. (Europapreß.) Die Mehrzahl der von den Engländern vor her lieber» gäbe von Singapur (jetzt Schonan) großenteils zer- störten riesigen Docks, der umfangreichsten her Wett, sind dank her Initiative japanischer Ingenieure wie- her gebrauchsfähig. Die Wiederherstellungsarbeiten erfolgen durch mehrere tausend chinesische Dockarbeiter. Das Kingsdock besteht aus Drei Werft- anlagen, von denen zwei Fahrzeuge bis 30 000 Tonnen aufnehmen können, während das dritte für 10 000-Tonner eingerichtet ist. Das Atbertdock und das Viktoriadock sind für 5000-Tonner gebaut. — Als die Japaner seiner Zeit die Dockanlagen besetzten, waren die Kanalanlagen, Maschinen und das 30 000-Tonnen-Schwimmdock von den Engländern fast völlig zerstört worden, so daß die Wie- derherrichtung anfänglich fast unmöglich erschien. Aber dank der unermüdlichen Ansttengung der japanischen Ingenieure konnte bereits am 21. März ein japanisches Fahrzeug für Reparaturarbeiten ausgenommen werden. Während vorläufig nur Schiffs- ausbesserungen oorgenommen werden, soll in nicht allzu langer Zukunft a.uch die Kiellegung neuer Schiffe erfolgen. Auch Neuseeland unter dem Kommando der LIGA. Stockholm, 23. April. (DNB.) Der neuseeländische Ministerpräsident Fraser bestätigte, daß Neuseeland und die Fidschi-Inseln als „südpazifisches Gebiet" unter das Kommando Der U S Ä. - Marine gestellt werden. Dieses Gebiet würde von Dem südwestlichen Gebiet Des Pazifik unter dem Oberbefehl General Mac Arthurs unterschieden. „Es war nufer Wunsch", so erklärte Fraser, ,^aß Australien und Neuseeland in demselben Gebiet vereint bleiben sollten, aber Die strategischen Erwägungen müssen natürlich den Vorrang haben. Es werden jedoch auch weiter Vorkehrungen für Die engste Zusammenarbeit zwischen Neuseelanid und Australien getroffen werden." Nach Australien ist nunmehr also auch Neuseeland rettungslos in die Fangarme des nordamerikamschen Imperialismus geraten. Da, Die Wahrheit über Stalins Winteroffenswe. Ernüchternde Betrachtungen eines britischen Militärkorrespondenten. Rasches Vordringen der Japaner an der Burmafront. Deutschland gerade jetzt im Kriege Kunst- unb Kunstgenuß eine gewaltige Steigerung Vertiefung erfahren haben, baut man auf der oberen Seite bes Atlantik eins der bisher repräsentativsten Instrumente der Kunstpflege ab. Während aber auch gerade auf dem Gebiet des Films unter deutscher und italienischer Initiative eine gesamteuropäische Zusammenarbeit auf bisher noch nie erreichtem künstlerischen Niveau sich abzeichnet, erschöpft sich Hollywood in gehässigen Machwerken, die selbst im eigenen Lande als undiskutabel abgelehnt werden. Auch auf diesem Gebiet des Kunstschaffens zeigt sich ein unverwischbarer Gegensatz der Methoden und Tendenzen. Unter dem Deckmantel von Freiheit und Demokratie macht man uns Deutschen so gern den Vorwurf, die Kunst für Propagandazwecke einzuspannen. Die Primitivität, mit der sich die nordamerikanischen Filmjuden heute selbst entlarven, straft alle diese Anwürfe Lügen. Denn wir haben es in Deutschland und gegenüber dem mit uns schick- salsverbundenem Europa nicht nötig, die Kunst zu ertöten, um der Politik zu dienen. Im Gegenteil: wir setzen auch heute noch in erhöhtem Maße politische und organisatorische Mittel ein, um höchster und reinster Kunst zum Durchbruch zu verhelfen; das Bekenntnis zum Staatsauftrag auch im Filmschaffen hat hier die Probe bereits bestanden. Und so dürfen wir ohne jede Ueberheblichkeit das Bewußtsein haben, daß neben allen realen Dingen auch unser Kulturwille und unsere Kulturleistung, als Besitztum nicht mehr allein nationalen, sondern bereits kontinentalen Formats, Wesentliches über das Verhältnis von Recht und Unrecht in dem gegenwärtigen Weltkampf auszusagen vermögen. Grohadmiral paeder. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, vollendet am 24. April fein 66. Lebensjahr. Er wurde 1876 in Wandsbeck (Holstein) geboren. Von Grünberg i. Schles. aus, wo sein Vater Direktor des Realgymnasiums war, trat er 1894 als Seekadett in die Marine ein. 1897 kam er durch ein Auslandskommando nach Oftasien. 1900 war er Divisionsadjutant und von 1901 bis 1903 Wachoffizier auf dem Linienschiff ,Kaiser Friedrich". Rach dem Besuch der Marine-Akademie wurde er Pressebearbeiter im Reichsmarineamt, wo er die Schriftleitung der „Marine-Rundschau" und des „Nauticus", ktroie die Bearbeitung der ausländischen Presse yatte. Ein besonders bevorzugtes Kommando führte ihn dann für zwei Jahre als Navigationsoffizier auf die Kaiferjacht „Hohen- zollern". — Als der Weltkrieg ausbrach, befand er sich als Korvettenkapitän im Stabe des Konteradmirals Hipper. Als am 24. Januar 1915 die deutschen Aufklärungsstreitkräfte vor der Doggerbank mit Tellen der Grand Fleet zusammenstießen, zeigten Admiral Hipper und sein Stabschef Raeder, daß die deutschen Schiffe sich gegen eine bedeutende Uebermacht behaupten konnten. Auch die Seeschlacht vor dem Skagerrak machte Raeder an der Seite Hippers mit. Jrn letzten Kriegsjahr wurde Raeder Kommandant des Kreuzers „Köln". Kurz vor dem Umsturz wurde er in das Reichsmarineamt kommandiert, wo er unter Admiral von Trotha Chef der Zentralabteilung war. Seine Kriegserfahrungen, fein großes Wissen und eine glänzende maritime Begabung ließen ihn fortan maßgeblich an der Schaffung der Grundlagen für die Entwicklung der heutigen Kriegsmarine arbeiten. 1920 wurde er zum Marinearchiv kommandiert. Hier entstand aus seiner Feder „Der Kreuzerkrieg in den ausländischen Gewässern", wofür ihm die Philosophische Fakultät der Universität Kiel den Ehrendoktor verlieh. 1922 war Raeder zunächst Inspekteur des Bildungswesens der Marine, dann Befehlshaber der leichten Streitkräfte der Nordsee, dann Chef der Marinestation der Ostsee. Am 1. Oktober 1928 wurde er als Nachfolger des Admirals Zenker Chef der Marineleitung. Trotz der Fesseln des Versailler Diktats brachte die technische Weiterentwicklung der Reichsmarine sehr bald den Bau der Panzerschiffe des „Deutschlandtyps". Nach der Machtübernahme begann auch für die deutsche Flotte die fruchtbarste Zeit des Wiederaufbaues. Der Führer verlieh seiner Anerkennung für die Mitarbeit Raeders dadurch äußeren Ausdruck, daß er ihn am 20. April 1936 zum Generaladmiral und, als sich im April 1939 zum 25. Male der Tag jährte, da Raeder einst in die Marine eingetretqn ist, im Anschluß an den Stapellauf des Schlachtschiffes „Tirpitz" zum Großadmiral befördert. Für Land - und Forstarbeiter wird sich in den kleinen Gemeinden, in denen eine Bürgersteuer bisher nicht erhoben wurde, in keinem Fall eine Mehrbelastung ergeben. Ein Landarbeiterfreibetrag kommt zu den Freigrenzen, die sich bisher aus der Lohnsteuertabelle ergeben, hinzu. Er wird lediglich Land- und Forftarbeitern in Höhe von 13 RM. monatlich, den anderen Land- und Forstarbeitern in Höhe von 26 RM. monallich gewährt, die demgemäß vor Anwendung der Lohn- steuertabelle vom Lohn abzusetzen sind. Die Einbeziehung der Gemeindepersonensteuer in die Reichseinkommensteuer soll nur bis zur grundlegenden Neugestaltung des Einkommensteuertarifs bestehen bleiben, die in den ersten Jahren nach Beendigung des Krieges vorgerommen werden wird. In Zusammenhang damit wird den Gemeinden die Möglichkeit, eine Gemeindepersonen- steuer zu erheben, wiedergegeben werden. Sie wird sich jedoch stark an die Reichseinkommensteuer anlehnen und nicht die Mängel enthalten, die die bisherige Bürgersteuer enthalten hat. * Die weiteren Ausführungen Staatssekretär Reinhardts lagen bei Redakfionsschluß noch nicht vor. Oie letzte Reichsstraßensammlung im Rhein-Main-Sebiet. NSG. Die letzte Reichsstraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk des deutschen Volkes, bei der die Deutsche Arbeitsfront die schönen Heilpflanzen verkaufte, erbrachte im Gau Hessen-Nassau ein Gesamtergebnis von 1 225 033,37 RM. Das bedeutet gegenüber der gleichen Reichsstraßenfamm- lung des Vorjahres, die ein Ergebnis von 759 085,80 RM. brachte, eine Steigerung von 62 v. H. Damit hat das Kriegs-Winterhilfswerk des deutschen Volkes ein ausgezeichnetes Abschlußergeonis erzielt. Aus den einzelnen Kreisen unseres Gaues werden olgende Ergebnisse besonders unsere Leser interessieren (in Klammern das Ergebnis des Vorjahres): Alsfeld-Lauterbach 26.218,40 (19 606,21) RM., Die- denkopf-Dillenburg 34 683,10 (25 329,—), Büdingen 20 029,32 (13 500,—), Wetterau 52 521,96 (47 666,38), Wetzlar 37 339,86 (39 091,75) RM. Gommereinsatz der Lugend. Im Sommerdienstplan der Reichsjugendführung sind für die Stadteinheiten die acht Pflichtdienftver- anstaltungen je Monat zur Hälfte Kriegseinsatz, zur anderen Hälfte allgemeiner HJ.-Dienft. Kriegseinsatz wird in der Landwirtschaft geleistet. Die Siebzehn- bis Achtzehnjährigen werden nicht herangezogen, weil sie mit Rücksicht auf ihre spätere Einberufung eine verstärkte Wehrertüchtigung erfahren. Vom Ernteeinsatz der berufstätigen Jugendlichen wird vorübergehend Abstand genommen. Reichseinheitliche Aufgaben des Kriegseinsatzes sind im übrigen: Ortseinsatz, Landdienst, Feldscher-Ausbildung, Werkarbeit, Sammlungen, Elternl>etreuung, Stoß» aktionen. Dazu kommen örtliche Einsatzarten: Haushalts- und Kindergarteneinsatz, Geschäfts- und Nachbarschaftshilfe, Einsatz bei Wehrmacht, Lazarett- betreuung, Luftschutz, Feuerwehr, Reichspost, beim Verkehr und in Fabriken. Die Leistungswochen sind in der Ferienzeit angesetzt, nämlich je eine Leistungswoche vom 20. bis 26. Juli und vom 3. bis 9. August. Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen sollen möglichst zu einem der beiden Zeiträume ihren Urlaub nehmen. Die Pimpfe legen dabei die Pimpfenprobe, die Hitler- jungen das HJ.-Leistungszeichen ab. Bei den Mädeln bringt die Leistungswoche Sammeln von Tee- und Heilkräutern, Anfertigen von Spielsachen, Erwerb des IM.- oder BDM.-Leistungsabzeichens und Jungmädelprobe. Die Fahrten werden auf die nähere Umgebung des Standorts beschränkt. — Auch bei den Landeinheiten fällt der normale Dienst weitgehend aus zugunsten des Ernteeinsatzes. In den Ferien, bei der Frühjahrsbestellung und bei Haupterntezeiten stehen die Jungen und Mädel auf dem Lande ihren Eltern oder Lehrherren zur Verfügung. Leistungswochen fallen für die Landeinheiten aus. Der Einsatz der Jugend zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes erfolgt nach einer Anordnung des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, im Rahmen ihres Kriegseinsatzes. Der Einsatz wird auswärts oder örtlich (lang- oder kurzfristig) durchge- 'führt. Der auswärtige und der langfristige örtliche Einsatz ist vorgesehen für Britische Schnellboote im Kanal znm Rückzug gezwungen. Oer Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFührerhauptquartier, 23. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten waren mehrere eigene Angriffs- Unternehmungen erfolgreich. Im mittleren unb nördlichen Frontabschnitt scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Kampffliegerverbände griffen in der letzten Nacht ein großes Rüstungswerk der Sowjets in Stalingrad an und erzielten zahlreiche Bombentreffer mit nachfolgenden Bränden und Explosionen. Ein weiterer wirkungsvoller Luftangriff richtete sich gegen die Hafenanlagen von 2Hur- manfk. In Karelien haben finnische Truppen in zehntägigen Kämpfen an der Swir-Front 150 feindliche Angriffe abgewehrt. Dabei verlor der Gegner außer zahlreichen Gefangenen und Waffen mehr als 14 000 Tote. Auch der gegen einen deutschen Verband in diesem Frontabschnitt geführte Angriff des Gegners scheiterte unter blutigen Verlusten. In Nordafrika beiderseitige Spähtrupp- tätigkeit. Starke Kampf-, Sturzkampf- und Iagdfliegerver- bände setzten bei Tag und Nacht mit gutem Erfolg die Angriffe auf die militärischen Anlagen und Flugplätze der Insel 2H a 11 a fort. In Luflkämp- fen über Malta wurden neun britische Flugzeuge abgeschossen. Beseitigung der Bürgersteuer. Staatssekretär R e i n h a r dt sprach, wie schon kurz gemeldet, in Frankfurt über die neue Vereinfachung des Lohnabzugs. Sie besteht darin, daß die Zahl der gesetzlichen Lohnabzüge von fünf auf zwei vermindert wird. Die Bürger- steuer wird beseitigt. Sie ist eine Gemeindesteuer gewesen und durch die Gemeinden in verschiedener Höhe erhoben worden. Den Gemeinden wird der Ausfall durch das Reich ersetzt. Der Ersatzbetrag bestimmt sich nach der Höhe des Betrages, den die einzelne Gemeinde an Bürgersteueraufkommen erzielt hat. Das gesamte Aufkommen an Bürgersteuer hat 1941 rund 800 Millionen Reichsmark betragen. Es würde finanzpolitisch und kauf- kraftpolitisch nicht vertretbar fein, wenn die Steuerpflichtigen um diese 800 Millionen Reichsmark gegenwärtig entlastet würden. Das Reich wird sich demgemäß die rund 800 Millionen Reichsmark, die es den Gemeinden ersetzt, durch eine leichte Erhöhung der Einkommensteuer beschaffen. Bei den Gemeinden fällt alle Arbeit, die bisher auf dem Gebiet der Bürgersteuer anfiel, weg. Auf dem Gebiet der Lohnsteuer wird die Vereinfachung am 1. Juli 1942 in Kraft treten, auf dem Gebiet der Veranlagung erst am 1. Januar 1943. Die Bürgersteuer, die die Gemeinden auf Grund von Bür- aersteuerbescheiden für das Kalenderjahr 1942 ange« fordert haben, muß zu den vorgesehenen Zeitpunkten an die Gemeinden noch entrichtet werden. Die entrichteten Beträge werden bei der Veranlagung zur Ginko mmenstuer 1942 auf die leicht erhöhte Kampfflugzeuge erzielten bei Nachtangriffen Bombentreffer in einer Sprengstoffabrik in Süden g l a n b. Im Kanal kam es in ber Nacht zum 22. 4. zwischen brutschen Vorposlenverbänben unb britischen Schnellbooten zu mehreren Gefechten, in deren Verlauf eine Anzahl feindlicher Schnellboote beschädigt wurde. Im See gebiet südlich Boulogne wurden in der gleichen Nacht bei einem Zusammenstoß deutscher Minensuchboote mit einem britischen Schnellbookverband ein feindliches Schnellboot ver- senkt und zwei weitere schwer beschädigt. Der britische Verband zog sich darauf im Schuhe künstlichen Nebels zurück. Die eigenen Boote liefen ohne Verluste oder Beschädigungen in ihren Stützpunkten ein. Während dieses kurzen Geftchts fetzten die Briten an einer entlegenen Stelle der Küste einen kleinen Stoßtrupp an Land, der sofort in ein Feuergefecht mit einer deutschen Küslenwache verwickelt wurde und sich fluchtartig unter blutigen Verlusten und Zurücklassung feiner gesamten Ausrüstung zurückzog. In der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge Bomben in Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung halle einige Verluste. Geringer Sachschaden entstand vor allem in Wohnvierteln. Nachtjäger und Flakartillerie schossen fünf der angreifenden Bomber ab. Hauptmann Jhlefeld errang am gestrigen Tage an der Ostfront seinen 98. bis 101. Luftsieg. Oberfeldwebel Gildner erzielte in der Nacht zum 23. 4. feinen 30. und Oberfeldwebel Beier seinen 15. Nachkjagdsieg. Einkommensteuer angerechnet werden. Für das Jahr 1943 werben Bürgersteuerbeschei'be nicht mehr zuzustellen sein. Die Freigrenzen sind frei ber Bürgersteuer niedriger gewesen als 'bei ber Einkommensteuer. Es gab infolge'bessen mehr Bürgersteuerpflichtige als Einkommensteuerpflichtige. Es ist nicht erwünscht, baß sehr viele Personen, die bisher zwar bürgersteuer' pflichtig, aber nicht auch einkommensteuerpflichtig gewesen sind, in Zukunft vollkommen Personensteuer, frei bleiben. Es wirb deshalb die Einkommen- steuergrenze ber Lebigen, der kinderlos Vsr- heirateten unb der Verheirateten mit nicht mehr als zwei Kindern etwas herabgesetzt. Der Betrag, um den die Einkommensteuer erhöht wird, entspricht in den unteren Lohntagen einem bisherigen Bürgersteuer-Hebesatz von Hundert v. H. und erreicht in den mittleren Lohntagen einen Betrag, der einem bisherigen Bürgersteuer-Hebesatz von 500 v. H. entspricht. Er endet in den hohen Lohntagen bei einem Betrag, der einem bisherigen Bür- gersteuerhebesatz von 700 v. H. entspricht. Es ergibt sich dadurch eine leichte steuerliche Entlastung bei den unteren Lohntagen, wenn ber bisherige Bürgersteuersatz mehr als 100 v. H. betrug, unb bei den mittleren Lohntagen, wenn der bisherige Bürgersteuersatz mehr als 500 v. H. betrug. In den mittleren und hohen Lohntagen ergibt sich in den Fällen, in denen der Bürgersteuersatz bisher sehr niedrig gewesen ist, eine leichte Mehrbelastung. Diese 'ist im Verhältnis zum Einkommen nur unerheblich. Energie und Energiegesetz. Von Dr. Hans Hartmann. Zwei Jubiläumstage seien uns Anlaß, die Zusammenhänge zwischen Energie, Energiegesetz und Energetik in knapper Form zu entwirren, die einer breiteren Öffentlichkeit vielleicht nicht immer klar vor Augen liegen. Dabei muß selbstverständlich auf alle mathematische Begründung verzichtet werden, wenn auch eine Zahl Vorkommen wird. Die beiden Jubiläen sind einmal die Entdeckung des Energie- gcsetzes, die vor genau hundert Jahren durch den auch menschlich fesselnden schwäbischen Arzt R o - bert Mayer, ein Genie ähnlich wie die Schwaben Kepler, Schiller, Hölderlin oder Heget, erfolgte, unb zweitens bie 20. Wiederkehr des Todestages von Wilhelm Ostwald, des Schöpfers der Energetik. Mayer legte feine Entdeckung, bie ihm einige Jahre vorher auf der Reede von Surabaja intuitiv aufgegangen war, nieder im März 1842 in Liebigs Annalen, und zwar unter dem Titel „Bemerkungen über bie Kräfte der unbelebten Natur". Die neue Lehre war damals noch rein physikalisch unb chemisch gemeint. Mayer selbst erweiterte sie 1845 auf den biologischen Bereich in seiner Arbeit „Die organische Bewegung in ihrem Zusammenhang mit dem Stoffwechsel" und begründete sie dann noch mehrmals in tief durchdachten Arbeiten. Dadurch, baß sie zunächst von ben Fachgenossen nicht anerkannt würbe unb er auch literarisch barum vergeb? lich kämpfte, liegt eine Tragik über feinem Leben. Sie löste sich erst gegen Enbe seines Lebens (1878), als sich offensichtlich diese in ber Geschichte ber menschlichen Kultur bahnbrechende Lehre durchsetzte; leider hat man ihm auch dann noch nicht immer ben bebührenden Ruhm zugebilligt. Die Frage selbst, um bie es sich handelt, ist zunächst in ihrem Verständnis durch zwei Umstände erschwert; einmal hat es ja immer seit ben alten Griechen und insbesondere seit ben säkularen Ent- bedungen Galileis den Begriff ber „Kraft" ge- geben; die Physiker haben sich darunter etwa bas vorgestellt, was wir heute „Energie" nennen. Robert Mayer selbst, ja noch Helmholtz, dem man zunächst mehr Verdienst an ber Entdeckung des Euer- fliegefefces zuschrieb °ls Mayer haben nicht non Energie sondern von Straft gesprochen. Und das immer zuverlässige große Konversationslexikon von Meyer aus dem Jahre 1896 handelt die Lehre von ber Energie noch unter dem Stichwort „Straft" ab. Aber es hat sich bann boch aus innerer Notwendigkeit ber Begriff der Energie durchgesetzt. Kraft ist ber weitere Begriff. Er kommt in vielen Zusammenhängen vor, die wir zum Teil in ber Schule gelernt haben, z. B. Kraft mal Weg. Energie aber ist der Zustand eines Körpers, der sich durch Arbeitsleistung ändert. Die moderne Physik definiert etwa so: Ein Körper, an dem Arbeit geleistet wird, erfährt durchs diesen Vorgang eine Zustandsänderung, die ihn befähigt, seinerseits einen bestimmten Betrag an Arbeit zu leisten, das heißt unter Rückgängigmachung der Zustandsänderung eine Arbeitsleistung an anderen Körpern zu verursachen. — Das klingt zunächst schwer, wird aber sofort durch ein Beispiel verständlich. Ein Körper wirb gehoben. Es wird babei „Verschiebungsarbeit gegen die Schwerkraft" geleistet. Er kann nun bie aufgespeicherte Energie benutzen, um, während er selbst wieder herabsinkt, an einem anderen, in geeigneter Weise mit ihm verbundenen Körper Hebungsarbeit gegen die Schwerkraft zu leisten. Man erkennt hier schon die Genialität, mit der Robert Mayer die Idee der Erhaltung unb Umroanblung der Energie erfaßt hat. Oder, ein anderes Beispiel: der Körper kann, indem er frei herabfällt, durch Stoß gegen einen anderen Körper an dieser Verschiebungs- ober Beschleunigungsarbeit ober irgendeine andere Art von Arbeit (Gestaltungsänderung, Zertrümmerung) leisten. Je nachdem nun die Energie des Körpers auf feiner Lage oder feiner Geschwindigkeit beruht, bezeichnet man sie als potentielle oder kinetische Energie. Mayer, der alle diese Zusammenhänge einheitlich sah unb erfaßte, hat vor allem als erster die Wärme als Energieform erkannt. Man hatte die Wärme früher als einen Wärmestoff angesehen; als sich diese Auffassung mit den Fortschritten der Chemie als unmöglich erwies, hatte man sie kaum mehr beachtet. Mayer gelang es durch sein Energiegesetz alle fünf Energieformen, die mechanischen, das heißt potentielle wie kinetische, bie der Wärme und ebenso die chemischen unb elektromagnetischen, anzuwenden. Er hat gefunden, daß sich der Betrag an Energie in allen Fällen von Umwandlung erhält und nichts an Energie nerlo rtn geht, mag es sich um noch so verwickelte und weitläufige Umwandlungen handeln. Der Gesamtvorrat des Weltalls an Energie ist also unveränderlich. Mayer hat dann bie Berechnung des mechanischen Wärmeäquivalents ermöglicht, das heißt die Zahl, bie angibt, wieviel Arbeitseinheiten (Erg) einer Wärmeeinheit (Kalorie) entsprechen. Sie wird mit Hilfe der Zahl 4,189 berechnet. * Wilhelm Ostwald hat die Lehre Mayers vom Energiegesetz, die sich unbestritten durchgesetzt hat, zu erweitern versucht zu eingm geradezu metaphysisch zu nennenden Grundgesetz, — wenngleich Ostwald selbst ben Begriff der Metaphysik im Gegensatz zu seinem Freunde, dem Philosophen Wundt schroff ablehnte: alles Geschehen, auch das geistige, seelische und sittliche unterstehen diesem Gesetz. Diese Lehre, von Ostwald immer wieder neu begründet, hat manche fesselnde Seite, aber sie hat sich in der Wissenschaft nicht allgemein durchgesetzt. Philipp Lenard erwähnt sie in seinem Buche „Große Naturforscher", das doch eine „Geschichte ber Natur- forschung" sein sollte, überhaupt nicht mehr. Das tut natürlich ber Größe Ostwalds als Chemiker keinen Abbruch. Hat er doch die Ammoniaksynthese und bie Kohlehydrierung wissenschaftlich vorbereitet unb sich damit — wie auch sonst — als Piockier deutscher Wissenschaft um Deutschland unvergängliche. Verdienste erworben. Ironttheater vor Paris 1870. Die umfassende Organisation, durch die heute unseren Soldaten an ber Front eine geistige Erholung durch Theater und Kino in ihren Mußestunden ermöglicht wird, ist uns eine vertraute Erscheinung, unb wir wissen auch, daß schon im Weltkriege Theateraufführungen hinter der Front nichts Ungewöhnliches waren. Aber es ist kaum bekannt, daß es schon im Kriege von 1870 eine Art Fronttheater für unsere Soldaten gegeben Hat, bas freilich ganz anderer Art war, als bas heutige. Als die Deutschen vor Paris lagen, wurde auf dem Marktplatz von Saint Denis ein Theater von ihnen begründet, in dem sich ein eigenartiges Leben und Treiben entfaltete. Die Vorstellungen fanden in einem leerstehenden Varietesaal statt, der ziemlich beschädigt war unb nichts Anheimelndes hatte. Man hatte auch gar nicht daran gedacht, deutsche Schauspieler aus der Heimat zu holen, unb so mußte das Programm zu einem Teil von französischen Schau- spielern jn französischer Sprache bestritten werben. die Vaudevilles, Chansons, Pantomimen unb Ballets vorführten. Aber man schob boch auch deutsche Vorführungen ein; man spielte einmal eine Komödie, bie von einem literarisch begabten Mitglied ber königlichen Garbe verfertigt war, ober ein Soldat eines preußischen Regiments sagte ein von ihm selbst verfaßtes Gedicht zu Ehren König Wilhelms auf, ein Gardefüsilier trug zwei Oben vor, „Dec Ostertag von 1870" unb „Der Einmarsch der Preußen in Paris", wie besonders auf den Theaterplakaten angekündigt wurde; vom Füsilier Kutfchke, bem bekannten Typus bes deutschen Soldaten, handelte ein deutsches Vaudeville und so fort. Die Thöaterleitung war nicht engherzig, und wenn auch natürlich die deutschen Soldaten ben Hauptteil ber Besucher stellten, so konnten sich auch neugierige Bewohner ber Stadt Saint Denis einmischen, wenn sie ihre Eintrittskarte bezahltem Einmal hat auch Jules Claretie, ber spätere Direktor ber Comedie Frangaise, eine solche Vorstellung besucht und eine Schilderung, wie er als Franzose sie erlebte, hinterlassen. Den französischen Besucher interessierten natürlich nicht so sehr die Vorführungen auf ber Bühne als vielmehr bas, was er im Zuschauerraum beobachtete. „Die beutschen Offiziere", erzählte Claretie, „gaben sich hier ihr Renbezvous, und der General verlangte nicht etwa eine Loge, denn der Saal hatte keine, sondern er begnügte sich mit einem Ehrensitz im ersten Rang. Von Zeit zu Zeit erhob er sich und grüßte mit der Hand seine Offiziere mit einer väterlichen Miene, bie ihm ein herzliches unb gemütliches Aussehen gab. Unter bem Klirren ihrer Sporen erschienen die Offiziere, untadelig behandschuht, ben Helm unter dem Arm. „Da gab es glänzende Husaren, prächtige Kürassiere, Grenadiere, Artilleristen unb Stabsärzte in Samtkragen ..Der Franzose ist etwas verwundert über die tadellos ungezogenen und schneidigen Soldaten, bie sich in diesem schäbigen Dorstadttheater so korrekt benahmen, wie wenn sie in einem deutschen Hoftheater wären. „Wenn dann die Vorstellung begann", heißt es in ber Schilderung weiter, „bann breitete sich Schweigen über bie plaudernden Gruppen, und der ganze Saal schaute aufmerksam den Possen zu, die sich auf der Buhne, ab- spielten. Alle Offiziere unb Soldaten lachten aus vollem Herzen, breit und laut, aber gesund, mit diesem großen gemeinsamen Lachen, das durch die Tischreden Martin Luthers geht..." C. K. die Schüler der Klassen 5 und 6 der mittleren und höheren Jungenschulen sowie für die Schülerinnen der Klasse 7 der höheren Mädchenschulen. Er er- falgt in der Zeit vom 15. April bis 15. November zeitweilig oder ununterbrochen je nach Bedarf. Der Einsatz geschieht klassenweise. Die Schulklassen werden je nach Bedarf am Schulort geschlossen. Die schulische und erzieherische Betreuung am Einsatz- ort oder in einem Lager erfolgt durch Schule und Hitler-Jugend. Für. den kurzfristigen örtlichen Einsatz werden die volksschulpflichtigen Schüler und Schülerinnen vom 'vollendeten 10. Lebensjahr ab herangezogen, ferner die oben genannten Klassen, soweit sie nicht für den auswärtigen Einsatz in Anspruch genommen werden, außerdem die Klassen 5 und 6 der mittleren und höheren Mädchenschulen. Der Einsatz erfolgt am Wohnort oder in benachbarten Orten, die täglich vom Elternhaus erreicht werden können. Kleine politische Nachrichten. In einer Geheimsitzung des englischen Unter- haüses am Donnerstag gab Churchill Erklärungen zur militärischen Lage ab. Die Geheimfitzung dauerte viereinhalb Stunden. * Auf Vorschlag des Duce hat der König von Italien dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral R a e d e r, und dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, das Großkreuz des Militärordens von Savoyen, die höchste militärische Auszeichnung Italiens, verliehen. Außer den bereite mitgeteilten Glückwunschtelegrammen zum Geburtstag des Führers sind noch Glückwünsche eingegangen vom Präsidenten des thai-ländischen Regentschaftsrates, vom slowakischen Ministerpräsidenten, vom rumänischen Vizeminister. Präsidenten Antonescu, vom kroatischen Außenminister, vom französischen Ministerpräsidenten La- val sowie vom griechischen Ministerpräsidenten Aus aller Welt. Fabrikbesitzer als kriegsschleber zum Tode verurteilt. Der Fabrikbesitzer Karl Winterling in Rehau (Franken) sowie zwei seiner Angestellten und mehrere Ledergroßhändler und Schuhfabrikanten hatten sich vor dem Sondergericht in Bamberg wegen Kriegswirtschaftsverbrechen zu verantworten. Winterling hatte aus Profitgier in großem Umfange unter gewissenloser Mißachtung der Kriegsvorschrif- len bei Häutehändlern Rinderhäute und Kalbfelle aufgekauft, in seiner Fabrik gerben lassen und dann das Leder ohne Bezugsbescheinigung und zu hohen Ueberpre-isen veräußert. Seine Angestellten bestach er durch Beteiligung an den Uebergew-innen. Beträchtliche Lieferungen erhielt besonders der Schuhfabrikant Heinrich Fischer in Selbitz, der Schuhe daraus anfertigte und im Schleichhandel ohne Bezugschein abgab. Winterling wurde zum Tode verurteilt. Fischer erhielt acht Jahre Zuchthaus, der.Ledergroßhändler Robert Baumann aus München vier Jahre und der Ledergroßhändler Gottfried Mayer aus Metternich zwei Jahre Zuchthaus. Die übrigen Beteiligten und die Ange- stellten des Winterling erhielten Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren. Todesurteil gegen unsozialen Betriebsdirektor. Der Betriebsdirektor eines großen Rüstungswerkes in Braunschweig, Eugen H u b i n g , hatte sich mit Hilfe seiner Privatsekretärin Alice D e t t m e r von dem ihm unterstellten Leiter der Gemeinschaftsküche des Werkes, Willi Gerber aus den Beständen dieser Küche ohne Abgabe von Marken und teilweise sogar ohne Bezahlung für seine Privatküche eine wöchentliche Fleischmenge von drzi bis vier Kilogramm, insgesamt etwa 200 Kilogramm, sowie Butter von insgesamt 50 Kilogramm abgeben lassen. Die Gefolgschaftsmitglieder, die für das Essen ihre Lebensmittelkarten abgeben mußten, beklagten sich wiederholt aber vergeblich bei ihm über die schlechte Qualität der Verpflegung. Der Krieasver- brecher, der geglaubt hatte, auf Kosten seiner Arbeiter den Einschränkungen des Krieges, die jeder ohne Unterschied seiner Stellung auf sich zu nehmen hot, entgehen zu können, wurde vom Sondergericht zum Tode verurteilt. Die Dettmer erhielt sechs Jahr« und der gewissenlose Küchenleiter sechs Jahre und sechs Monate Zuchthaus. Jüdischer Gewaltverbrecher erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 15. April wurde der jüdische Gewaltverbrecher Günther Ransenberg erschossen. Feldposlmarder zum Tode verurteilt. Das Sondergericht Graz hat den 50 Jahre alten Reichspostangestellten Johann König aus Graz zum Tode verurteilt. Er hat von Januar bis Anfang März 1942 in 70 Fällen Feldpostpäckchen für Frontsoldaten gestohlen und den Inhalt für sich verbraucht. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Weil Barthold mir geholfen hat, von Lanos wegzugehen —" „Aha", machte Petersen, „also Eifersucht?" „Man kann es so nennen." „Da kommt die Norodna", rief plötzlich Willis aus und zeigte nach der Tür. Elisabeth Perling wandte sich um. „Bitte, sagen Sie ihr nichts von dem, was ich Ihnen soeben mitgeteilt habe", bat sie, „ich möchte nicht, daß sie es erfährt." „Schon gut, Elisabeth", beruhigte sie Willis, „wir werden uns ein ander Mal darüber unterhalten." Inzwischen war Irene Norodna herangetreten. „Ah", sagte sie mit einem ironischen Lächeln, „ihr habt wohl schon eine neue Partnerin, da bin ich wohl überflüssig?" „Das ist Elisabeth Perling", sagte Willis, „Irene Norodna. Fräulein Perling ist eine alte Bekannte, die zufällig hier ist. Bitte, nimm Platz. Irene." „Sie sind uns nicht unbekannt, Fräulein Perling", sagte Irene, ihr die Hand schüttelnd, „ich hörte auch von dem armen Lanos öfters Ihren Namen erwähnen. Was sagt ihr zu dieser entsetzlichen Sache?" fuhr sie dann fort und setzte sich auf einen Stuhl, den Petersen herangeholt hatte, „aber ich habe es Joseph immer gesagt: mit seinem verdammten Jähzorn wird er fick noch einmal selber das Grab graben. Und nun ist es so weit." „Ja, glauben Sie denn Im Ernst, daß Lanos das getan hat? Sie, die ihn doch besser kennen müßten?" Irene machte eine abwehrende Handbewegung. „Ich sträube mich dagegen", sagte sie dann und warf Willis einen Blick zu, „aber wenn ich über ihn nachdenke, glaube ich, daß er dazu fähig ist. Er ist brutal und jähzornig, der gute Lanos." Aus der Stadt Gießen.' Das vorteilhafteste Brot. Vielen Hausfrauen bereitet es Kopfschmerzen, die wöchentliche Brotration so zu bewirtschaften, daß einerseits die zugeteilte Menge gleichmäßig auf die ganze Woche verteilt, anderseits aber jedes Familienmitglied ausreichend satt wird. Wenn man auch auf Brötchen oder Weißgebäck verzichtet hat, fo kommt man mit der neuen Brotkarte trotzdem oft genug noch nicht fo. richtig zu Rande. Was kann man da unternehmen, um dieser Schwierigkeiten am besten Herr zu werden? Cs ist eine Tatsache, die allerdings oft genug noch nicht richtig berücksichtigt wird, daß gut abgelagertes Brot bedeutend ausgiebiger ist als jenes, das frisch auf den Tisch gebracht wird. Erstens schneidet sich das älter gewordene Brot besser und zweitens sättigt es mehr. Die Versuchung nämlich, frisches Brot schlecht zu kauen, ist besonders groß, das aber hat wiederum zur Folge, daß das in Riesenhappen gegessene frische, weiche Brot vom Körper nur schlecht ausgenutzt werden kann, weil die Verdauungssäfte es schwer aufschliehen. Wer einmal die Probe aufs Exempel gemacht hat, wird dies nur bestätigen. Daß frisches Brot aus demselben Grunde nur schlecht bekömmlich ist, braucht hier wohl nur erwähnt zu werden. Daher gilt für jede Hausfrau die Forderung: Bringt kein frisches Brot auf den Tisch! Hat der Bäcker oder Kaufmann nur frisches Brot vorrätig, so kauft es rechtzeitig ein und laßt es vor Gebrauch in eurem Haushalt gut ablagern. Was die richtige Aufbewahrung anbelangt, so ist es zweckmäßig, ganz frisches Brot zunächst einen Tag an der Lust liegen zu lassen, ehe es, wie üb- lich, in den Brotkasten wandert. Den gleichen Zweck wie der Brotkasten erfüllt auch ein Steintopf mit Deckel. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, daß das Gefäß, welches man zur Brotaufbewahrung benutzt, immer peinlich sauber gehalten und mindestens alle zwei Wochen mit heißem Wasser ausgewaschen und dann an der Luft gut getrocknet wird. Ein weiteres Mittel, um mit der zustehenden Brotmenge besser auszukommen, ist durch die Mög- lichkeit gegeben, morgens oder auch abends statt der üblichen Brotschnitten einige Male in der Woche eine Brotsuppe — süß ober würzig ab geschmeckt — auf den Tisch zu bringen. Vollkornschrot, das in den meisten Geschäften jetzt zu haben ist, eignet sich ebenfalls vorzüglich zur Herstellung von Suppen und Breigerichten für Frühstück oder für die Abendmahlzeit. Gewiß werden wir uns hierbei mit unseren Eßgewohnheiten umstellen müssen, und diese Umstellung wird nicht immer ganz leicht dur'chzu- führen fein. Aber auf die Dauer gesehen wird sich zeigen, daß eine solche Umstellung in unserem Speisezettel vieles für sich hat. P. St. Oer Geburtstag de« Führers in der Wochenschau. Die neuen Wochenfchaubilder zeigen so nebenbei, daß unsere Pioniere im Wegebau, Brückenbau, bei der Flußregulierung und in der Wiederherstellung einer Talsperre auch hart an den vordersten Linien der Front, ausgerüstet mit den modernsten Werkzeugen der Technik, Leistungen vollbringen, die auch während des Friedens bewundernswert wären. Eine ganz andere, viel stärker vom Gefühl her bestimmte Wirkung haben die Bildstreifen vom Führer-Geburtstag. Hier ist es die Wiedergabe der feierlichen Atmosphäre, die sowohl von der festlichen Stunde am Vorabend des Geburtstages aus der Berliner Philharmonie, wie von dem lieber- bringen der Glückwünsche durch Kinder im Führerhauptquartier am Geburtstage selbst ausgeht. Durch die Aufnahmen aus der Philharmonie wurde die Besonderheit des Festes umrissen, das hier das deutsche Volk zu Ehren seines Führers feierte, weil sich dort Volksgenossen aller Schichten ohne Ansehen des Ranges zum Genuß einer Vortraqsfolge gesammelt hatten, die aus Werken höchster Genialität bestand. Ein Querschnitt durch die klimatisch außerordentlich verschiedenen Verhältnisse an der weit ausgedehnten O st f r o n t, der uns im Norden im Schlamm erstickende Wege, im mittleren Teil noch hohen Schnee und im Süden den kommenden Frühling zeigt, gibt uns allen eine direkte Nachricht von unseren Verwandten und Freunden an der Front: wir haben einen Begriff von der Art ihres augenblicklichen Lebens. Die Vielseitigkeit des augenblicklich laufenden Wochenschaustreifens fei charakterisiert, indem wir auf die Bilder der von dem scharf angegriffenen Malta und von der Rückkehr deutscher und italienischer U-Boote an der Atlantikküste Hinweisen. H. H. G. Theater der Universitätsstadt Gießen. Tanz-Gastspiel Manuela del Jtio. Das zwanzig Nummern umfassende Programm der spanischen Tänzerin Manuela del Rio, die gestern abend mit ihrem kleinen Ensemble ein Gastspiel bei uns gab, ist ganz auf den traditionell festgelegten Formen des nationalspanischen Tanz» ftiles auf gebaut. Ein durch Talon und Kastagnetten scharf betonter Rhythmus und ein durch Schleier, Kamm und Blumen belebtes, farbenfreudiges Kostüm bilden die charakteristischsten Elemente für Auge und Ohr des Nichtspaniers, auf den übrigens vermutlich die gesamte Folge minder abwechslungs- und farbenreich wirken wird als auf den spanischen Kenner, der die landschaftlichen Individualitäten und die Vielfalt der überwiegend sehr schnellen und schwierigen Figuren kritisch und genießerisch zu würdigen weiß. Die ausgesprochen volkstümliche Bindung der meisten Tänze kam besonders einprägsam und anregend in der Cordoba von Albeniz, in den Seguidillas (nach Volksweisen) und in der Rapsodia Dalenciana zum Ausdruck-, eine der hübschesten und farbigsten Nummern ist die Asturiana, ein am Sonntag oder bei festlichen Gelegenheiten auf dem Lande geübter Tanz: eigentlich eine kleine Tanzszene zu dreien, heiter, pantomimisch sehr ausdrucksvoll und volkstümlich. Von ähnlichem Charakter ist der Montecher- moso aus der Provinz Estremadura, reizend anzusehen, in handgestickten Originalkostümen, ferner die Jota Aragonesa und die von Albeniz stilisierte Sevilla, bei der man sich etwa von fern an unfern al- j>enländ-ischen Schuhplattler erinnert fühlen kann. Innerhalb der traditionell feftgelegten Formen dieser Tänze entwickelt Manuela d e l R i o ein hohes Maß von geschmeidiger Anmut, Ausdrucksfähigkeit und vollkommener technischer Sicherheit und Genauigkeit; in den Gruppentänzen wird sie von Mercedes L ö o n und Albano de Z u n i g a , zwei temperamentvollen jungen Tanzbegabungen, vorzüglich unterstützt und begleitet. Von den Solo-Tänzen der eigenartigste und interessanteste war wohl die Danza Mora, von Guitarre, Tamburin und Handglöckchen akzentuiert, orientalisch anmutenb und an die maurische Zeit Spaniens erinnernd. Ruhiger, fließender und vergleichsweise individuell durchgeformt wirkte das Intermezzo aus der Oper „Goyescas" von Granados. Im zweiten Teil sah man auch den in nicht- spanischen Programmen beliebten Feuertanz von de Falla. Mercedes L 6 o n fand mit dem altertümlich-rassigen „Ole", de 3 u n i g a mit dem gestampften Sacromonte viel Anklang. — Javier Alfonso (am Flügel) und Joaquin R o c a (Gitarre) wirkten als zuverlässige Begleiter wie als Jnstrumental- foliften mit virtuos vorgetragenen Programmstücken, die sich dem nationalspanischen Charakter der Vortragsfolge in Rhythmik und Melodieführung stilvoll einfügten. — Die Gäste dankten mit mehreren Zugaben für den angeregten Beifall einer großen Tanzgemeinde. Hans Thyriot. Konzert auf zwei Klavieren. Mariette Krutisch und Gertrud Oapper spielen. Es ist schon lange her, daß wir in Gießen ein Konzert auf zwei Klavieren hörten. Die Musikfreunde unserer Stadt erinnern sich wohl noch gern daran, als vor dem ersten Weltkrieg Max Reger und Prof. T r au t ma n n als Erstaufführung die gewaltigen Beethovenvariationen Regers in vollendeter Weife auf zwei Flügeln vortrugen und als dann während des Weltkrieges W. Backhaus und Prof. Trautmann als Erstaufführung die Mozartsonate glänzend spielten. Als dritte Erinnerung an ein Spiel auf zwei Klavieren dürfte das Konzert zu nennen fein, das I. P e m b a u e r, Leipzig, und Frau hier gaben. Die Seltenheit solchen Musizierens ist verständlich, wenn man bedenkt, daß es schon nicht leicht ist, zwei klanglich gut aufeinander abgestimmte Instrumente zu bekommen. Ebenso ist das „Aufeinandereingefpieltsein" von ausschlaggebender Bedeutung, d. h. technisch und musikalisch müssen die beiden Partner auf gleicher Höhe stehen. Sie müssen die Grundgesetze eines kammermusikalischen Spiels ihr Eigen nennen, in dem Inhalt und Geist der Werke eingedrungen sein, damit der thematische Aufbau klar und deutlich zutage tritt. Zur restlosen Bewältigung einer solchen Aufgabe muß man also sehr viel können, besonders auch, wenn trotz des Gleichklangs der Klaviere alles farbig und lebendig in Erscheinung treten soll. Die beiden Künstlerinnen, M. Krutisch und G D a p p e r hatten sich ihre Aufgabe wahrhaftig nicht leicht gemacht. Schon rein stilistisch gesehen bedeutet die Ausdeutung dieser so verschieden gehaltenen Stücke eine Leistung. Brahms, Busoni, Chopin, Bizet, Liszt, alles Namen, die je eine Welt für sich bedeuten. Aber auch klaviertechnisch betrachtet, bedeutet der Vortrag dieser umfänglichen Werke ein Vertrautfein mit der verschiedenen Art des Klaviersatzes jedes einzelnen Komponisten, der an die Technik und Sicherheit der Spieler außerordentlich große Anforderungen stellt. Nach jeder Richtung hin wurden die Vortragenden ihrer so hochgestellten Aufgabe vollkommen gerecht'. Das technische Rüstzeug ist ohne Tadel, Ker Anschlag bei beiden Künstlerinnen ist sehr modulationsfähig und gestattet ausdrucksvollstes Spiel. Die Wiedergabe der einzelnen Stücke zeugte von verständnisvollem Eindringen in den Geist ihrer Schöpfer. So waren die Variationen von Joh. Brahms ganz symphonisch, so wie sie gedacht sind, roiebergegeben, jede einzelne Variation erhielt igr eigenes Gesicht, wobei dynamische Möglichkeiten in weitem Umfang ausgenutzt wurden, so daß das Spiel stellenweise orchestrale Wirkungen erzielte. Die Grundierung durch das Thema wurde dabei stets sorgfältig beachtet. Das ganz im Mozartstil gehaltene, sehr spiel- freudige Busonistück wurde, feinem Inhalt gemäß, fein und zierlich gespielt, wobei der perlend« Anschlag bei schnellen Gängen einer vollendeten Wie- bergabe sehr zustatten kam. Wohl den Höhepunkt des Abends bedeutete das Rondo von Chopin. Dis überschwengliche Romantik war überraschend gut er- faßt worden, die feinneroige Rhythmik wirkte sehr natürlich und ungezwungen, dynamische Steigerungen von temperamentvollem Schwung stellten gerade in diesem Stück das treffliche Können der beiden Künstlerinnen in hellstes Licht, ebenso vorbildlich war hier das Aufeinandereingehen. Die stark an Schumann gemahnenden Stücke von Bizet wurden charakteristisch in den einzelnen Teilen gestaltet, was bei dem etwas "zu einseitigen Stimmungsgehalt viel bedeuten will. Da§ den Schluß bildende concerto path&ique von Liszt, ein Virtuosenstück von reinstem Wasser, das seinen Verfasser niemals verleugnet, gab den beiden Künstlerinnen nochmals Gelegenheit, in perlenden Glissandos, brillanten Trillern und Gängen ihre ausgefeilte Technik, als auch in den gesanglichen Stellen die Vorzüge eines feinen kantablen Spieles zu zeigen. Der Beifall der Hörer war sehr herzlich, auch Blumenspenden wurden gegeben, so daß eine Zugabe erzwungen wurde. Heinrich Blaß. ** Arbeitsjubiläum bei Heiligen- ftaebt. Zwei Gefolgschaftsmitglieder der Firma Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik G. m. b. H. in Gießen können am morgigen Samstag, 25. April, auf eine ununterbrochene 50jährige Tätigkeit im Werk Heyligenstaedt zurück- blicken. Es sind dies der Magazinverwalter Franz Otto, wohnhaft in Gießen, Liebigstraße 55, und der Montageschlosser Georg Schmidt, wohnhaft in Gießen, Licher Straße 37. Beide Jubilare versehen heute noch täglich in voller körperlicher und geistiger Frische ihren verantwortungsvollen Dienst. Den Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch. ist wirklich ideal, es gibt dem Kuchen, auch wenn er mit dunklem Mehl gebacken ist, ein appetitliches Aussehen und feinsten Vanillegeschmack ist dos unbedingt zuverlässig» Backpulver liehen Lächeln bekleidet — und das nennt man dann Artistik. Wenn eine Nummer nur davon abhängt, daß sie ein nacktes Frauenzimmer aufweist, bann möchte ich lieber Platzanweiser fein als Artist —" „Ich denke, wir werden Irene ganz gut einstigen können", sagte Willis, „morgen früh spreche ich mit dem Direktor. Sei morgen um elf Uhr hier, Irene, dann proben wir und können dich gleich mit einschieben." „Und was machen wir jetzt?" fragte Welt, indem er bezahlte. „Gehen mir zum Imperial-Dachgarten", schlug Irene vor, „und feiern wir meine Aufnahme in eure Truppe und Lanos Verschwinden —" „Das ist kein Grund zum Feiern", brummte Welt, als sie zusammen zur Tür schritten. „Doch", entgegnete Irene leise, „denn wenn er Barthold nicht ermordet hätte, könnte ich nicht bei euch eintreten." — „Von Verpetzen kann keine Rede sein, wenn ich der Polizei sage, was ich weiß", sagte Elisabeth ruhig, „das kann nur dazu dienen, die Wahrheit an den Tag zu bri-ngen —" „Und Lanos an den Galgen zu liefern", rief Irene, „hcchen Sie denn einen Grund dazu? Ich dachte, Sie hätten Ursache, ihm dankbar zu fein. Er ist flüchtig, lassen Sie ihn flüchten, das ist das Beste für ihn. Ich möchte ihn nicht wiedeiiehen, aber ich wünsche ihm auch nicht, daß er an den Galgen kommt." Sie. grif nach Petersens Bierglas und trank einen kräftigen Schluck. Dann fügte sie hinzu: „Offenbar ist das aber Ihr Wunsch — ihn hängen zu sehen — Fräulein Perling!" Sie warf einen gehässigen Blick auf Elisabeth. Elisabeth erhob sich unvermutet: „Wir sehen uns noch, Willis!" Dann verließ sie, ohne ein Wort zu sagen, die Kantine. „Die hat es eilig", murmelte Irene, „wer weiß, ob sie nicht die Finger in der Sache hat, der berühmte Unioerfalftar Elisabeth Perling." „Bei euch weiß man nie, woran man ist", sagte jetzt Welt und bestellte sich ein neues Glas Bier, „ihr seid für uns immer ein Rätsel. Der Perling hätte ich das nicht zugetraut, eher dir." „Du bist ja sehr höflich", gab sie zur Antwort, „und wenn ihr so anfangt, bann kann ich ja wieder gehen." „Bleib man ruhig Hier", rief Petersen, „du kannst in unsere Truppe eintreten, mein Kind, wir können dich gebrauchen —" „Wirklich, Willis?" rief sie lächelnd, „oh, das wäre wunderbar. Ich habe schon ein Kostüm, ein Kostüm, sage ich euch, daß ihr platzen werdet. Aus schwarzer Seide mit Flitter, der Rücken ganz frei und lauter solche Zotteln um die Beine, phantastisch — dazu rote Wildlederschuhe mit unerhört hohen Absätzen, na, die Zuschauer werden staunen —" „Natürlich, du wirst die ganze Nummer schmeißen, Kind", lachte Petersen, „nur mit einem freund„Hast du ihn denn in den letzten Tagen gesehen?" fragte Welt. „Wie kommst du auf diesen Gedanken?" „Weil du uns am achtundzwanzigsten abends sagtest, wir sollten uns die Zeit nicht lang werden lassen, wenn wir auf Lanos warten. Demnach mußtest du doch gewußt haben, daß er nicht kommen würde." Irene Norodna bemerkte, daß Elisabeth Perling und Willis sie aufmerksam beobachteten. Offenbar erwarteten sie von ihr eine Klärung. Sie lächelte nur. Elisabeth hatte den Eindruck, als sei es ein verächtliches, fast höhnisches Lächeln. „Ich kenne doch Lanos. Er hat ein viel zu schlechtes Gewissen euch gegenüber, als daß er zu der Unterredung gekommen wäre." „Aber du bist doch mit ihm durchgebrannt —", warf Petersen ein. „Er hat mich dazu gezwungen", rief sie leidenschaftlich aus, „wenn ihr wüßtet, wie er mich gepeinigt hat und wie ich bei ihm leiden mußte. Deshalb machte ich mich doch los von ihm, als ich in Berlin hörte, daß ihr. wieder hier seid, und deshalb habe ich doch euch auch angeboten wieder bei euch einzutreten." „Haft du denn keine Ahnung, was es mit dem Mord auf sich hat?" fragte jetzt Welt. „Was wird es fein? Jähzorn, Eifersucht, was weiß ich? Ich bin froh, ihn los zu sein." Elisabeth hatte ein feines Empfinden. Sie fühlte, daß Irene etwas verschwieg, daß sie mehr von der Sache wußte, als sie zugeben wollte. „Ich werde zur Polizei gehen", sagte sie bestimmt, „und ihr alles sagen, was ich über Lanos und Barthold weiß. Sicherlich werden mir die Beamten dankbar sein." .... ™ „Unsinn!" fiel ihr die Norodna wütend ms Wort, „was wollen Sie bei der Polizei? Das geht uns nichts an, und wir sollten uns nicht in diese Dinge mischen. Wollen Sie Ihre Kollegen verpetzen?" „Irene!" rief Willis tadelnd, als er fah, daß Elisabeth erbleichte. 4. Der alte Krähe hatte seine liebe Not mit dem verhafteten Clown. Zunächst hatte er bei allen Heiligen, bei den Gräbern seiner Eltern und bei seiner Seligkeit geschworen, daß er Karl Barthold sei. Krähe hatte ihm gesagt, Barthold sei tot und bereite begraben, mithin sei der Verhaftete ein Niemand und könne nicht freigelassen werden, bis man seinen Namen entdeckt habe. Der Verhaftete hatte gefragt, wie lange das bauern könne. Krähe hatte ihm geantwortet, bas wisse er nicht, er habe aber schon Fälle tennengelernt, wo jemand zehn Jahre im Gefängnis gelegen habe. Freilich verschwieg er dabei, daß es sich um schwere Verbrechen gehandelt hatte. Der Verhaftete bekam einen Schrecken und dachte, er könne zehn Jahre sitzen, bis man seine Personalien entdeckt habe. Darauf sagte er. er heiße Emil Rautenbusch und sei am 3. Juni 1910 in Königsberg geboren. (Fortsetzung folgt.) Die E» i April ve Me Fln° Men.S mürbe in urteil ob erzielen, u sparjaknen Lhamb zu dein o orge, vor und, um k phol, daß ihren Sen! Wie hu 23. April 1 Simon« jahr vom er fest, da Millionen gerechnet.! 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Am heutigen t ’l U {X L l ■/ U l 11 i w *• 44^1'11» 44111 • 4411VJ» 1 * ■ 7MWr 1 | ** e * * ’ e , Freitag, 24. April, begehen der Reichsbahn-Stations- ging u.a. hervor, daß sich dieses dörfliche Gelcnnsti- meister i. R. Ferdinand Schäfer unl> Frau I tut in starker Aufwärtsentwicklung befindet und alle Ein heller Kopf Ttodi eins: tßiite kaufen SieDr. OetkerÜOaekpnb>er„tßadün "nicht über Verdunkelungszeik: 24. April von 21.35 bis 5.34 Uhr. Anna Gertrude, geb. Mlse, im Kreise von drei Kindern und sechs Enkelkindern das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 78., die Jubilarin im 69. Lebensjcchr; sie stammen aus Ernst- Hausen bzw. Birkenbringhausen (Kreis Frankenberg). Nach dem Bau der Eifenbahnstrecke Mücke- Hungen zog die Familie Schäfer als erste in das hiesige Stationsgebäude ein, das sie ununterbrochen über 20 Jahre bewohnte, um dann auch über die Dienstzeit des Jubilars hinaus endgültig hier zu bleiben. Dem Jubelpaar, das seine goldene Hochzeit in aller Rüstigkeit begehen kann und noch regen Anteil an dem großen Geschehen unserer Zeit nimmt, das auch seit fast 40 Jahren zu den treuen Freunden des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch mir unsere herzlichen Glückwünsche zum heutigen Tage und für einen weiteren schönen Lebensabend dar. (D Krofdorf-Gleiberg, 20. April. Die Spar- und Vorschußkasse Krofdorf- Gleiberg hielt bei gutem Besuch ihrer Mitglieder am Samstag im Saale Moos ihre Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht Kreis Alsfeld. * Homberg (O h m), 24. April. Frau Witwe Margarete Maar, geb. Nett, Hierselbst, kann am Samstag, 25. April, ihren 7 5. Geburtstag begehen. Der Jubilarin herzlichen Glückwunsch. Kreis Wetzlar. Lleberfall auf ein Dahnwärterhaus bei Großen-Linden. Die Ausbrecher von Butzbach vermutlich die Täter. Oberbibliothekar i. N. Professor Dr. Fabricius t. In Marburg (Lahn), der Stätte seines langjährigen Wirkens, ist der Universitäts-Oberbibliothekar i. R. Professor Dr. Wilhelm Fabricius im 85. Lebensjahre gestorben. Mit ihm ist ein Mann heimgegangen, der sich als Kenner der Geschichte der Universitäten einen Namen gemacht hat und eine der führenden Persönlichkeiten des alten deutschen Corpsstudententums war. Professor Dr. Fabricius hatte von 1878 ab in Gießen studiert, wo er dem früheren Corps Starkenburgia angehörte, ferner in Jena sein Studium betrieben, wo er zum Corps Westphalia gehörte. Dann lebte er zu Forschungszwecken in München, um hierauf in die Bibliothekar- Laufbahn einzutreten. Als Bibliothekar war er in Marburg, Posen und seit 1906 wieder in Marburg ununterbrochen bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand im Jahre 1923 tätig. Seinen Ruhestand verlebte er in Marburg. Das bekannteste Werk aus seiner Feder war sein Buch „Die deutschen Corps", dessen Erstauflage 1898 erschien. Seine Erstlingsarbeit behandelte „Die akademische Deposition" und stellte, wie das spätere Buch über die deutschen Corps, einen beachtenswerten Beitrag zur Kulturgeschichte-der Universitäten und des Studententums dar. Landkreis Gießen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschristleilerö: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ThyrtotZ für Stadl Gießen, Provinz Wirt>chast und Sport: Ernst Blumschctn. 'Druck und Verlag: Brühljche Unwersttätsbruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. IIWI 1 - ** Vorbildliche Sän gerkamerad- schäft. In der Jahreshauptversammlung des Ge- sangvereins „Heiterkeit" konnte die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß trotz mannigfacher Schwierigkeiten die volkstümliche Pflege des deutschen Liedes unter der bewährten Leitung von Ehrenchormeister W. Schüttler bis jetzt keine Unterbrechung zu erfahren brauchte. Insgesamt fünfmal stellte sich die ,F>eiterkvrt" zu.Lazarettsingen zur Verfügung und siebenmal konnte sie ihre im Felde stehenden Mitglieder mit Liebesgaben erfreuen, von welchen die letzte Sendung mit je einer photographischen Aufnahme des gegenwärtigen Sängerbestandes bereichert wurde und großen Anklang gefunden hat. Nach Entlastung des Vorstandes und dessen Wiederwahl schloß Dereinsführer Uhrhan mit dem Treuegelöbnis zum Führer die Tagung in dem Bewußtsein, zur Pflege und Erhaltung eines alten deutschen Kulturgutes zeitgemäß in würdiger Weife bingsoerordnung vergangen. Wenige Tage- später eignete er sich in einem Ladengeschäft, dessen In» häberin vorüvergehend abwesend war, nicht unerhebliche Mengen Zigaretten, Zigarren und Schokolade an. Das Sondergericht Darmstadt verurteilte den mehrfach vorbestraften, aus Westfalen kommenden Volksschädlingsverbrecher unter Einbeziehung des zweiten Diebstahls zu einer Gesamtzuchthaus strafe von drei Jahren und sechs Monaten und zum dreijährigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Bei der Strafzumessung fiel entscheidend ins Gewicht, daß die Sicherung des Eigentums der Bevölkerung während eines Lustalarms zu den wichtigsten Aufgaben unserer Kriegsstrafgesetze gehört und erforderlichenfalls mit schwersten Strafen erzwungen wird. Am gestrigen Donnerstagabend, etwas nach 22 Uhr, wurde auf das am'südlichen Waldrand gelegene Bahnwärterhaus an der Strecke Großen-Linden ein Ueberfall verübt, der offensichtlich von den beiden aus der Sicherungsverwahrung in Butzbach entwichenen Zivilgefangenen Mertens und S a l e w s k i — über deren Flucht wir gestern bereits berichteten — ausae führt wurde. Die Frau des Bahnwärters Spengler, der am gestrigen Abend dienstfrei zu Hause weilte, wollte aus einem Zimmer des Wohnhauses etwas für ihren Mann holen. Als die Frau das Zimmer betrat und Licht einschalten wollte, stellte sich ihr ein fremder Mensch entgegen, der entweder durch ein Fenster eingestiegen war oder sich leise durch den Hausflur geschlichen hatte. Auf die Hilferufe der Frau eilte rasch deren Mann herbei, nun aber ging der Eindringling mit einem Messer auf den Mann los. Herr Spengler wehrte sich mit einem Stock, den er gerade noch ergreifen konnte, der Der- brecher versetzte jedoch dem Hausherrn vier Messerstiche, durch die er erheblich, zum Glück aber nicht lebensgefährlich verletzt wurde. Darauf ergriff der Verbrecher unter Mitnahme einer Bahnwärter- Unifsem, bestehend aus Uniformrock, Hoss und. Mütze, die Flucht durch das Fenster. Es wird vermutet, daß der in Butzbach mit ausgebrochene Spießgeselle des Einbrechers un£> Messerstechers während der Tat seines Komplizen vor dem Hause Schmiere gestanden hat, um dem in dem BÄ)nwärterdiensthaus, das etwa 60 bis 80 Meter von dem Wohnhaus entfernt liegt, Dienst tuenden Kameraden des Bahnwärters Spengler entgegenzutreten, falls dieser von dem Tumult gehört hätte (was allerdings nicht der Fall war) und herbeigeeilt wäre. Mit der geraubten Eisenbahner-Uniform verschwanden die Täter, die es anscheinend vor allem auf die Beschaffung von Kleidungsstücken abgesehen hatten. Dem Bahnwärter Spengler mußte noch in der Nacht ärztliche Hilfe zuteil werden, um verhängnisvolle Folgen der Messerstiche zu verhüten. Die Kriminalpolizei Gießen und die Gendarmerie, die sofort von dem Vorfall verständigt wunden, nahmen noch im Laufe der Nacht die ersten Feststellungen am Tatort vor und die Verfolgung der flüchtenden Verbrecher auf. Es ist anzunehmen, daß einer der Verbrecher nun in der Uniform des Bahnwärters auftauchen wird. Verdächtige Personen sind also auch unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Im übrigen sei heute nochmals darauf hingewiesen, daß der entflohene Gefangene Paul Mertens 35 Jahre alt und 1,65 Meter groß ist, blaugraue Augen, blonde Haare und eine Narbe an oer linken Halsseite, hat und mit dem rechten Auge nach innen schielt, der flüchtige S a l e w s k i 34 Jahre alt und 1,68 Meter groß ist, dunkelblondes Haar, blaue Augen und eine Narbe am linken Ringfinger hat und deutsch und polnisch spricht. Lpd. Darmstadt, 23. April. Die Justizpresse- stelle Darmstadt teilt mit: Ein auskömmlicher Wochenlohn und der Umgang mit freundlichen Nach, barn genügten dem ledigen 38jährigen Franz G o r- s ch l ü t e r in Braunshardt bei Darmstadt nicht, die Zweckmäßigkeit und Befriedigung einer ordentlichen Lebensführung einzusehen. Mangelnde Arbeitswillig-, feit und erhebliche Neigung zum Trunk haben ihn wiederum auf die schief Bahn krimineller Entgleisungen geführt. Im Februar entwendete er einem Landwirt, in dessen Haus er in freien Abendstunden aus- und einzugehen pflegte, 25 RM. Bargeld. Da er dabei in schändlichstem Vertrauensbruch die Anwesenheit von Feindfliegern, den Aufenthalt der Hausbewohner im Luftschutzraum und die infolgedessen mangelhafte Aufsicht in den Wohnräumen stch zugleich gegen die Volksschäd- vergangen. Wenige Tage- später ihm im Laufe des verstossenen Jahres gestellten Auf« gaben in zufriedenstellender Weise bewältigen konnte. Außer den 597 Mitgliedern hat ein weiterer großer Kreis von Sparern sein Geld der Kasse an- vertraut. Das bezeugt die außerordentliche Steigerung der Spareinlagen um 278154,03 RM. auf 1 270 539,63 RM.; auch die Schulsparkasse hat dabei einen erheblichen Zugang von 11 400,— RM. zu verzeichnen. Die durch diese Erhöhung bedingte Umsatzsteigerung brachte es mit sich, daß sich der Umsatz auf einer Hauptbuchseite um rund eine halbe Million auf 5 279 576,33 RM. erhöhte. Die Bilanzsumme beträgt nunmehr 1 446 275,84 RM. Alle vertretbaren Kreditgesuche konnten genehmigt und darüber hinaus die Guthaben bei anderen Banken gesteigert werden. Diese Guthaben behagen 652 635,37 RM. Etwa 100 000 RM. sind in Wertpapieren angelegt. Die Versammlung erteilte dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung und billigte die Verteilung des 1982,24 RM. betragenden Reingewinns auf Geschäftsguthaben der Mitglieder, Reservefonds und Betriebsrücklage. Ortsgruppenleiter und Bürgermei. fter Sch m id t beschloß die Versammlung mit dem Gruß an den Führer. Hohe Zuchthausstrafe für Diebstahl während Lustalarms. Der Leiter der Dirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat die Speisenabgabe in den Gaststätten den neuen Rationen angepaßt. Die Speisenkarte darf mittwochs, samstags und sonntags insgesamt vier Fleischgerichte enthalten, und zwar zwei Fleischgerichte und zwei Fleischnebengerichte. Von den Fleischgerichten muß eines ein Eintopfoder Tellergericht für 50 g Fleisch sein. Erst für das zweite Fleischgericht dürfen 100 g verlangt werden. Für die beiden Fleischnebengerichte, die nach Belieben kalte oder warme Vorgerichte sein können, sind je 50 g zulässig. Wenn außer dem markenfreien Stammgericht nur ein Eintopf- oder Tellergencht geführt wird, darf dieses nur ein 50-g-Gericht sein. Im übrigen wird die Speisenkarte gegenüber bisher aufgelockert. An den genannten Tagen können außer dem Stammgericht und den vier Fleisch- und Fleischnebengerichten zwei Suppen und sechs fleischlose Speisen nach eigenem Ermessen angeboten werden. Wild und Geflügel zählen zu den Fleischgerichten. Montag und Donnerstag sind Feldkuchentage. Außer dem Stamm- und Feldküchengericht, für das 50 g Fleisch zulässig sind, darf noch ein fleischloses Feldküchengericht abgegeben werden. Für Feiertage wird das Feldküchengericht aufgehoben. An den fleischfreien Tagen tritt ebenfalls eine Erleichterung für die Betriebe ein. Außer dem markenfreien Stamm- .....—— und zwei Suppen dürfen insgesamt acht l beigetragen zu haben. fleischfreie Speisen nach Wahl angeboten werden. Infolge der Verkürzung der Fettzutellung wird von den Betrieben erwartet, daß sie Gerichte Herstellen, zu denen so wenig wie möglich Fettmarken notwendig sind. Insbesondere sollen für die Feldküchengerichte nicht mehr als 5 g Fett verlangt werden. Die Anordnung über die Verabreichung von Pellkartoffeln wird aufgehoben. Die Neuregelung tritt am 27. April in Kraft. Die Deutsche WWronlf&l R Krell durch Freude Wetterau 1364 D sophenstraße 7 aus statt. • 1377 D 01887 Zeitungsträgerin gesucht 1346D Verlag des GieDenerAnzeigers 1363 D sucht Bahnitraßc 24. 01906 Bitte nächste Woche wieder Bestellscheine anmelden! Wir erwarten unsere Hausfrauen in der nächsten Woche vom 27. April bis 1. Mai wieder zur Anmeldung ihrer Bestellscheine für den 36. Versorgungsabschnitt, welcher am 4. Mai 1942 beginnt, in unseren Verkaufsstellen. TIH1EATER der Universitätsstadt Gießen 1276° Die Trauerfeier findet Sonntag, den 26. April, im) 4 Uhr, in Lang- Göns statt. Heute verschied plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Friedrich Dapper, Milchverteiler im Alter von 54 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Christine Dapper, geb. Kehr Gustav Reuter, z. Z. im Felde, und Frau Luise, geb. Dapper Wilhelm Dapper, z. Z. Im Felde Marie Dapper. Gießen -Wieseck, Gießen, Ruttershausen, Treis a. Lda., den 23. April 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. April, nachmittags 3^ Uhr, vom Sterbehause, Philo- (auch gebraucht) z. kaufen gesucht. Sckrirtl. Augeb. unter 01894 an den Gieß. Anz. Freiwillige Feuerwehr des Stadtkreises Giefeen 4Die gesamte freiwillige Feuerwehr tritt am Sonntag, dem 26- April 1942, vormittags 9 Uhr,beivorausgegangenem Fliegeralarmum 10 Uhr, auf dem Öswaldsgarten zum Appell an. Sämtliche Mitgl jeder haben zu erscheinen. Der Kreisführer Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Helene Schäfer, geb. Neeb Hebamme i. R. im Alter von 74 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Christian Schäfer Familie Heinrich Brück Familie Wilhelm Linck. Albach, Birklar, den 23. April 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, 26. April, um 2y2 Uhr statt. Die Beerdigung von Herrn Karl Nebe findet Freitag, den 24. April, nachmittags 2 Uhr statt. Hausgehilfin gesucht Schuhhaus Darrt; Gießen, Seltersweg 87 Semeinscfiafts irerJfe Versorgungsring Oberhessen-Nassau GmbH GIESSEN 129 Verkaufsstellen in uns. Ausbreitungsgebiet. 1365 D Hausgehilfin für li36oD 1. Mai gesucht, ftou E. Soner Bleichstraße 6. Allen Abonnenten im 16er-Ring geben wir folgende Veränderung bekannt: 15. Veranstaltung: Wildschutz Oper von Lortzing am 14. Mai 1942 (nicht am 27. April 1942) 16. Veranstaltung: Königskinder Oper von Humperdinck am 18. Mai 1942 (nicht am 14. Mai 1942) 1362 V Mnnkläoon von3 bis 20v.st erhalten Sie bei wieder- Nacmasse holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Veranstaltungsring der Hitlerjugend Samstag, den.25. April 1942 6. Vorstellung: Der Wildschütz Oper von Lortzing Beginn: 18.30 Uhr. 1361P 1324 D Seltersweg 36. Geburtsanzeigen bei Brühl, eiefion Freitag, den 24. 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Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. In tiefem Schmerz: Erna Häuser, geb. May; Georg Häuser u. Frau, geb. Schneidmüller; Fam. Otto Wallbott; Farn. Karl Junker; Fam. Hugo MUhl.z.Z.b.d.Wehrmacht; Kathr. Häuser, Otto May u. Frau, geb. Schneider; Soldat Otto May, z. Z. im Felde; nebst allen Verwandten. Lang - Göns, Watzenborn - Steinberg und im Felde, den 20. April 1942. JungeFrausucht für nachmittags einige Stunden Beschäftigung, Schreibmaschin.- Kenntnisse vorh. Schr. Ang. unt. 01893 a. d. G. A. |Stellenangebote| Zuverl., kinderl. Mädchen (auch Pflichtiahr- mädcken) für Haushalt mit drei Kindern (4, 2, ViLahr) zum 15. Mai gesucht. Studienrat Noll Moltkestrahe 16. Putzfrau gesucht z.Reinig. der Geschäftsräume, Seltersweg 75 (Buchhandlung). 01903 Ebenso Schuljunge furleickteBoten- 1 gange. Herren- Ledermantel Größe 46-48 schlanke Figur zu kauf, gesucht. Sckr.Angeb.unt. 01905 and.G.A. KleineAnzeigen IM Gießener Anzeiger werden von Tarnenden beachtet und aele<^n. 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