Bukaya Mifttimur ibudw Mui Irithaertdiningr xS-FrachterHw® jjicind Berlin DckZr Free tonn He n-y.o.rk Washington,. ) P&rii 'iiv - ss*7^ Dienstag, 24. März 1942 Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis 81/, Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenitanelö Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr (92. Jahrgang Nr. 70 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter HeimatimBild DieScbolle BezugSvreis: Monatlich.....NM. 1.80 Zustellgebühr,... ,, r-25 auch bei dUchterschemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernfvrechanschlnh 2251 Drahtanschrift: ^Am^oer Postscheck 11686 Frankf./M. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen *k:sss"": Der Ll-Boot-Einsah an der LlSA-Küste einen von Alexandria kommenden britischen Geleitzug an. Einige wenige größere Fracht- dampfer wurden von mehreren Ilotteneinheiten gesichert. Aus dem außerordentlich starken Degleit- schuh ließen sich Rückschlüsse aus eine besonders wertvolle und dringende Fracht der Offensive in Libyen, die wahrhaftig groß genug angelegt worden war, zurückschlagen konnte, beweist, wie empfindlich die langanhaltenden deutsch-italienischen Luftangriffe die Offensivkraft Maltas geschwächt haben. nicht regelmäßig ein träfen und häufig genug verlorengingen. Das gelte um so mehrmals es für die USA. jetzt kaum mehr eine andere Rohstoffquelle gebe als Südamerika. Eine panamerikanische Autostraße entlaste den vor allen Dingen in der Karibischen See durch U-Boote stark gefährdeten Schiffsverkehr mit Südamerika. Außerdem komme einer solchen Autobahn eine besondere strategische Rolle in bezug auf den Panama- Kanal zu. Denn auch die Panama-Garnison müsse bis jetzt noch auf dem Wasserweg verpflegt werden, da dichter Dschungel jede Landverbindung unmöglich mache. Erfolgreicher Lustangriff aus britischen Geleitzug im Mittelmeer Transporter ziehen. Die Angriffe der Kampfflugzeuge richteten sich deshalb besonders gegen die Handelsschiffe. Troß heftigen Flakfeuers der britischen Kreuzer und Zerstörer, deren Geschütze eine Sperre über den Geleitzug legten, drangen die Flugzeuge über die Mitte des Geleitzuges vor und trafen die Frachter mit Bomben schwerer Kaliber. Ein Schiff von 6000 BRT. erhielt einen Volltreffer auf das Achterdeck. Rach den Detonationen der schweren Bomben wurden drei heftige Explosionen mit starker Rauchentwicklung beobachtet. bevor der Frachter im Meer versank. Lin weiterer Frachter von 5000 BRT. erhielt durch Bombentreffer so schwere Beschädigungen, daß er unter dunkler Rauchwolke mit Schlagseite liegen blieb. Später wurde beobachtet, daß sich ein Zerstörer dem schwer angeschlagenen Frachtschiff näherte, um ihm Hilfe zu leisten. Ein dritter Frachter gleicher Größe st 0 p p t e nach Bombeneinschlägen unmittelbar mittschiffs an der Bordwand. Trotz heftigen Abwehrfeuers durch schwere und leichte Flak gelang es den britischen Kreuzern und Zerstörern nicht, die wertvolle Fracht des Handelsdampfers vor der Vernichtung zu schützen. Bomben auf Matta. Mstoffbewirischastung und industrielle Ferligung Von Hermann von Hanneken, General-Unterstaatssekretär imReichswirtschaftsministeriurn. essen am —,---------------... bei, daß andere Mächte an dieser nördlichen, Uber Schweden führenden Route der westöstlichen Trans- kontinentalveMndung ein nicht geringeres Interesse hatten, des dem des schwedischen Volkes diametral entgegenstand. Diese fremden Interessen nagten rm- wer stärker die schwedische Pfeilerstellung an, wobei man in Schweden allerdings die verborgene Absicht, diesen Pfeiler zum gegebenen Zeitpunkt zum Einsturz bringen zu können, nicht sah oder in echter Vogel-Strauß-Politik nicht erkennen wollte. Es i|t jetzt Nicht der Zeitpunkt, eine Diskussion über die tieferen Ursachen dieser Haltung Schwedens zu eröffnen. Das wird einmal die Geschichtsschreibung tun, die den Ursachen aller Regungen und Bewegungen im Völkergeschehen nachspürt. Was aber jetzt 'schon sachlich festgestellt werden kann, ist die Tatsache, daß die Arbeit an der Unterminierung Schwedens bereits soweit fortgeschritten ist, daß man im Lande selbst entgegen der bisherigen Gewohnheit immer lauter und offener davon zu sprechen beginnt. Jetzt erheben jene warnend ihre Stimme, die bisher auf Warnungen von außen nur taube Ohren hatten. Plötzlich sieht man mt Lande eine bolschewistische Gefahr, die nicht etwa erst an einem fernen Horizont aussteigt, sondern sich auf den verschiedensten Gebieten schon recht drastisch bemerkbar macht. Wenn man ernst geglaubt hatte, diese Gefahr mit äußerlichen Verbotsmaßnahmen dannen zu können, so hatte man dabei nicht mit jenen Methoden der Komintern gerechnet, die die unterirdische Zersetzung einem öffentlichen Auftreten immer und überall vorziehen und auch in Schweden von Anfang an diesen Weg beschritten haben. Man sah in den in der Arbeiterschaft und in den Reihen der sozialdemokratischen Partei auftretenden kommunistischen Agitatoren nur Hitzköpfe und Einzelgänger und glaubte, daß die schwedischen Traditionen ein genügender Schutzwall gegen ste sein würden. Aber diese Agitatoren waren in Wirklichkeit Agenten, die ihre Weisungen aus Moskau bekamen und noch einem ganz bestimmten Plan arbeiteten. Die Früchte dieser jahrelangen Arbeit werden nun sichtbar und jetzt auf einmal geht ein Gruseln über die haut der schwedischen Burger, wenn ste sehen, daß der Bolschewismus immer mehr und immer wichtigere Positionen erobert, die die Plattform für die weitere, nunmehr aber bereits an die Oeffenttichkeit tretende Arbeit bilden. Als in der jüngsten Zeit in einer Reihe von Fabrikklubs" die Wahl von Vorständen stattfand, wurde hierbei eine große Zahl von ausgesprochenen Kommunisten gewählt, die damit plötzlich die Macht über die Fabrikbelegschaften in die Hände bekamen. Ernster für die Oeffenttichkeit sind schon die Stimmen, die in der bürgerlichen Presse immer lauter und häufiger werden und aus denen eine große Besorgnis über die kommende Entwicklung spricht. „Aftönbladet", „Rya Dagligt Allehanda", „Dagens Ryheter" brachten wiederholt Enthüllungen über die Tätiokeit der bolschewistischen Agenten und ihre bisherigen Erfolge. Die Oeffenttichkeit kann an diesen Dingen nun nicht mehr mit jener traumwandlerischen Selbstsicherheit vorübergehen, mit der man so lange der bedrohlichen Entwicklung zugesehen hat. Man sieht jetzt deutlich, wie sich das kommunistische Geschwür immer weiter ausbreitet, wie es den schwedischen Volkskörper anfrißt und eine erfolgreiche und rechtzeitige Gegenwehr immer schwieriger macht. Trotz dieser immer lauter werdenden Warnungen fehlt der Mut zu entscheidenden Operationen. So bleibt es bei den Feststellungen, daß die Bolschewisten heute in Schweden bereits über zwölf Tageszeitungen und eine ganze Anzahl von Zeitschriften verfügen. Es bleibt bei den Enthüllungen, daß die schwedischen Kommunisten unter der Leitung von Agenten, die in Moskau ausgebildet wurden, regelrecht zum Heckenschützenkrieg erzogen werden und das Organ des kommunistischen Iugendverbandes, „Stormklockar", diese Heckenschützentätigkeit ganz öffenttich verherrlicht. Es bleibt auch bei den besonders bedenklichen Hinweisen, daß die kommunistische Wühlarbeit auch innerhalb des schwedischen Militärverteidigungswesens gerade in der jüngsten Zelt wesentliche Fortschritte macht. Diese ganze, in der längsten Zeit besonders lebhaft gewordene Erörterung der bolschewistischen Zersetzungsarbeit in Schweden ist ein Zeichen der Zelt. Das große weltanschauliche Ringen, die Umwertung aller politischen und ethischen Werte in Europa macht an den Grenzen Schwedens nicht mehr Halt. Allerdings sind es erst die zersetzenden und negat,. Den Elemente des gigantischen Schicksalsringens, die sich zeigen. Eine Gegenfront, die kräftig genug wäre zum Gegenstoß, ist in Schweden nicht vor- banden. Wird der Pfeiler, auf den man so fest uno sicher vertraute, auch in der Zukunft halten? Dies ist die große Frage, vor die das schwedische Volk in dieser Zeit gestellt wird und mit der es sich wird beschäftigen müssen, auch wenn man sonst gegenüber der zwangsläufigen Entwicklung im übrigen Europa noch so gerne die verhängnisvolle Vogel« Strauß-Polittt weiter betreiben möchte. Diese umfangreichen und gewaltigen Abwehrmaßnahmen erklären die Dauer der pausenlosen Angriffe die die deutsche und italienische Luftwaffe aus Malta unternehmen. Der große Erfolg ist doppelter Art. Einmal wird der Nachschub für das deutsche A f r i k a k 0 r p s und bte ttallemfchen Truppen in Libyen gesichert und außerdem ist es den Engländern feit dem vorigen Spätherbst sehr erschwert, Geleitzüge durch das Mittelmeer nach Aegypten und Vordersten 5U bringen. Bei verschiedenen solcher Versuche haben sie sich kräftige Schläge geholt. Einige Entfernungsangaben mögen veranschaulichen, was diese Entmachtung Maltas bedeutet: Die Jnselfestung liegt knappe 120 Kilometer von Sizilien, 350 Kilometer von Tripolis und 700 Kilometer von Bengasi entfernt. In dieser Nordsüdrichtung wirkt sie a l s S p e r r e gegen di Achse In der Westostrichtung, wo sie a l s Eta p p e für die Engländer fungierte, ist sie von Gibraltar 1900 von Alexandrien 1600 und vom Suezkanal etwa 1800 Kilometer entfernt. Ur- n°- Oie Störung -es LtGA.-Schiffsverkehrs. Stockholm, 24. März. (DNB.) Die deutschen Unterseebootsangriffe auf die amerikanische Schifffahrt in der Karibischen See, so schreibt „New Bork World Telegram", hätte in ganz Amerika das Bewußtsein erweckt, daß eine panamerikanische Autostraße, die sämtliche amerikanischen Staaten miteinander verbinde, sehr wichtig fein würde. Denn in den USA. spüre man es allmählich, was es für einen Kriegsapparat bedeute, wenn Rohstoffe und sonstige kriegswichttge Dinge I. Der siegreiche Ausgang unserer bisherigen Feld- , züge hat im Laufe zweier Kriegsjahre auf dem europäischen Kontinent einen Großwirtfchafts- raum entstehen lassen, der sich von dem Innern Rußlands bis an den Atlantischen Ozean, vom Nördlichen Eismeer bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Bei der starken wirtschaftlichen Verflechtung, die die Länder Europas vor dem Krieg mit England und den Wirtschaftsgebieten in Uebersee verband, und bei dem Tempo, mit dem die Lösung dieser Beziehungen erfolgen mußte, bedeutet dieser Großwirtschaftsraum einerseits für die meisten dieser Länder eine Revolutionierung ihres gesamten wirt- chaftlichen Lebens, anderseits für das Reich als Zentralgebiet des neuen Wirtschaftsraumes eine organisatorischeAufgabe ungeheuren Ausmaßes, wie sie in der neueren Wirtschaftsgeschichte bisher noch' nicht gestellt worden ist. handelt es sich doch um nicht weniger als eine völlig neue Einordnung aller wirtschaftlichen Kräfte und Leistungen dieser Länder im Sinne einer neuen europäischen Arbeitsteilung und Zusammenarbeit. Es ist verständlich, wenn durch J?iefe Ausweitung unseres Wirtschaftsraumes der Gedanke der weitausholenden Wirtschaftsplanung überall lebhaft erörtert wird und dabei die vielfältigen Perspektiven, die sich aus der europäischen Zusammenarbeit ergeben, manchmal auf sehr weite Sicht verfolgt werden. Es ist aber notwendig, über diesen Betrachtungen auf lange Sicht nicht den Ernst der Aufgabe zu vernachlässigen, die dem europäischen Wirtschaftsraum vom Augenblick seiner Entstehung an als dringendste und nächstliegende gestellt ist: die Schaffung der wirtschaftlichen Voraussetzungen für die siegreiche Beendigung des Krieges. Ausgangspunkt aller Verlegungen und Planungen muß also immer wieder der Kriegsbedarf unserer und der verbündeten Wehrmacht sein. Von hier aus werden Ausmaß, Tempo und Dringlichkeitserfolge all der Umstellungsmaßnahmen bestimmt, die im europäischen Raum erforderlich geworden sind und noch werden. Will man aber den Blick über dieses oberste Ziel hinausschweifen lassen, so steht eins fest: ein Wirtschaftsraum, der den harten Notwendigkeiten einer mehrjährigen Kriegführung gerecht geworden ist und damit gleich zu Anfang seines Bestehens seine höchste Bewährungsprobe abgelegt hat, bietet auch alle Voraussetzungen für die Bewältigung der künftigen großen Aufgaben, wie immer diese Aufgaben geartet sein mögen. Insel der Salomon-Grupye besetzt. Tokio 24 März. (DNB.) Japanische Soldaten landeten aus der Insel Buka, der nördlichsten Insel der Salomon-Gruppe. Die Insel rouröe voll- ständig besetzt. Es handelt sich um eine klemere Insel, die Bougainville, der chauptinsel der Salo mon>Jns-ln, nördlich vorgelagert ist. Di- Salomon- Gruppe liegt östlich von Neuguinea und zahlt etwa 90 000 Einwohner aus 30 000 Quadratkilometer I°- doch nur etwa 500 Weihe. Der Ä-uptort ist Tulagi. Schweden reibt sich die Augen Von unserem St.-Berichterstatter. arbeiter jetzt ein Rundschreiben herausgibt, in dem die Uebertragung von Vertrauensposten an Kommunisten in dieser Gewerkschaft verboten wird. Es wirkt auch nicht überzeugend, wenn das Hauptblatt der schwedischen Sozialdemokratie nun auf einmal gegen diese sichtbar werdende Bolschewisierung der Arbeiterschaft Sturm läuft; da man darin doch nur die Angst vor dem Verlust von weiteren Machtpositionen innerhalb der Arbeiterschaft erblickt. Berlin, 23. IHfitj. (DNB.) wie dos vkw. mil-l geheurer Flug ze ugtrage rund als Stützpunkt Das war nicht ganz leicht, denn Malta bietet ungemein günstige Schutzgelegenheiten für Augzeuge und U-Boote. Die Insel ist zwar nur klein. Ihre Oberfläche macht nur ein reichliches Viertel der Fläche unserer bekannten Ostseeinsel Rügen aus. Aber Malta hat eine vielgeglieberte Steilküste, die im Verein mit den sehr ausgedehnten künstlichen Befestigungen ausgezeichnete Schl u P f - winkel für U-Boote bildet. Das Kalkgeftem, aus dem die Insel im wesentlichen besteht, hat die Neigung aller Kalkgebirge zur hohlenbil- dung. Diese natürlichen höhlen waren schon dem alten Homer wohlbekannt. Die Engländer versuchen, sie jetzt als Lagerräume oder als/unterirdische Flugzeughallen auszunützen. Außerdem haben sie unter scharfer Einschränkung der Nutzfläche alle halbwegs ebenen Gebiete auf der Insel tn Flugplätze umgewaiidelt, die untereinanber durch ein Schmalspurbahnnetz oerbunben sind. Der Rüstungs- unb Ausstattungsbebarf eines Millionenheeres ist nicht nur auf Grund feines Volumens unb seiner ungeheuren Vielfältigkeit, son- bern auch auf Grund seiner stets wechselnden Zu- ammensetzung der unbedingte Diktator seines wirt- chaftlichen Hinterlundes. Die Fertigungsprogramme müssen sich ständig der Eigenart des Gegners, des Geländes, der Jahreszeit anpaffen, und zwar schnell anpassen, weil von dem rechtzeitigen Vorhandensein der nötigen Waffen die Schlagkraft der bewaffneten Macht in hohem Maße abhängt. So nimmt der Rüstungs- und Ausstattungsbebarf naturgemäß zunächst den Sektor der industriellen Fertigung in Anspruch, um bann durch das komplizierte Gefüge der Vor- und Unterlieferungen feine Forderungen an den R o h st o f f s e k t o r zu richten. Rohstoffversorgung unb industrielle Fertigung bilden somit die wichtigsten wirtschaftlichen Grundlagen der modernen Kriegführung, unb es ist eine der ersten Aufgaben der Wirtschaftsführung, beide Sektoren leistungsmäßia in Einklang zu halten und ihren Ausbau in wohlabgestimmten Proportionen vorzunehmen. Der europäische Wirtschaftsraum hat also in erster Linie die Ausgabe, alle wirtschaftlichen Kräfte, Leistungen und Kapazitäten dieses Raumes so zu entwickeln, daß der durch die Kriegführung bedingte Rüstungs- und Ausstattungsbebarf rohstoff- und fertigungsmäßig erfüllt werden kann. Wenn wir unter diesem Gesichtspunkt die bisherige Entwicklung der europäischen Zusammenarbeit betrachten, so ist es erstaunlich, was im Laufe von zwei Jahren geleistet worden ist. Wenn auch die einzelnen Glieder des europäischen Wirt- schastsraums, die ja nicht gleichzeitig, sondern nach und nach Teile der neuen Wirtschaftseinheit geworden sind, entsprechend dieser zeitlichen Reihenfolge und den natürlichen Gegebenheiten ihres Landes in verschiedenem Ausmaß an der Losung der großen Aufgabe beteiligt find — man denke etwa an Norwegen, das seit dem Frühjahr 1940 wirtschaftlich mit uns verbunden ist, und im Gegensatz hierzu an die besetzten russischen Gebiete, in denen vielfach die Erschließungsarbeiten jetzt erst anlaufen, so können wir doch heute mit Stolz die Tatsache verzeichnen, daß die wirtschaftliche Kraft saft des ganzen europäischen Kontinents mit einer Bevölkerung von rund 350 Millionen in planmäßiger Zusammenarbeit unb sinnvoller Arbeitsteilung die Waffen schmiedet, die unsere Front braucht. Wenn im Kampf gegen den Bolschewismus heute italienische, finnische, ungarische, rumänische, spanische, kroatische, französische, niederländische, nor» Schweden nannte sich einmal stolz Pen tragenden nördlichen Pfeiler der Kontinentalbrücke, die den Osten Europas mit dem Westen verbindet. Man glaubte im Lande, eigener Herr über diesen Pfeiler zu fein und den Weg über diesen Brückenteil stets so regulieren zu können, wie es den eigenen Inter- besten nützte. Allerdings übersah man da - Seit einer erklecklichen Zahl von Wochen lesen wir im Wehrmachtbericht immer Sätze wie: „Bei wirksamen Tagesangriffen deutscher Kampf Wrtrafte auf feindliche Schiffe und militärische Anlagen des Hafens Valetta auf der Insel Malta wurden zwei britische U-Boote beschädigt." (6. Februar.) Oder^ Die bei Tag unb Nacht fortgesetzte Bombardierung von Flugplätzen ber Insel Malta verursachte hefttge Bränbe unb Explosionen." (19. März.) Dieser fast pausenlose, oft rollende Zusatz ber deutschen Luftwaffe hat ein klares Ziel: Die O s f e n- fiü traft ber Jnselfestung Malta überhaupt aus- zuheben unb ihre D e s e n s i v k r a f t weitgehend zu schwächen. Unter Offensivkraft bte Fähigkeit zu verstehen, mit Flugzeugen, U^aoten unb auch großen Ueberfeeftreitträften b e n N a ch sch u v nach Libyen zu stören. Malta hat einen Funk- tionswandel seiner Offensivbebeutung erfahren, -ois in ben Frühling 1941 hinein mar es vor allem Stützpunkt unb Ausrüstungszentrum für «rohe K a m p f f ch i f f e ber englischen Manne. Das hat ganz aufgehört. Großkampfschiffe fmbr,.!ne Malta im Höchstmaße luftgefährdet. Um Jo starker ent- wickelte sich seine • Bebeutüng als ein einziger, un* Unsere Unterseeboote haben innerhalb von 58 Tagen an der norbamerikanischen, der kanadischen und mittelamerikanischen Küste, im Karibischen Meer unb an ber mittelafrikanischen Küste sowie im JJtittel» atlantik 151 feindliche Handelsschiffe, Darunter 58 Tanker, mit insgesamt 1,029 Millionen BRT. versenkt. Die Versenkung dieser Schisse ist in unserer Karte anschaulich bargestellt. (Scherl-Bilberbienst-M.) wegische Truppen Schulter an Schulter mit unserer Wehrmacht kämpfen, so hat dieser gemeinsame Kampf seine wirtschaftliche Parallele in der Tatsache, daß Waffen und Ausrüstung für die russische Front unter Einsatz von finnischem Nickel, norwegischen, französischen und spanischen Eisenerzen, italienischen, ungarischen uni) kroatischen Bauxiten, rumänischem Erdöl zustandegekommen sind und Zustandekommen. Eine kurze Betrachtung der wichtigsten Rohstoff- und Fertigungsgebiete mag zeigen, wie sich die Ausweitung von der deutschen zur europäischen Wirtschaft im einzelnen vollzogen hat und welcher Kräftezuwachs für unser Kriegspotential daraus entspringt. Beginnen wir mit der Kohle, der als dem wichtigsten Energie- und Wärmeträger, aber auch als wichtigstem Rohstoff der chemischen Industrie eine Schlüsselstellung in der europäischen Wirtschaft zukomme. Dor dem Kriege standen sich im wesentlichen drei Kohlenüberschußländer als Konkurrenten gegenüber: Deutschland, England und Polen. Mittlere und kleinere Produzenten waren die Tschecho-Slowakei, Frankreich, Belgien und Holland. Rußland war Selbstversorger. Die übrigen europäischen Lävder waren im wesentlichen auf den Ueberschuß der ersterwähnten Erzeugungsländer angewiesen. Nachdem einerseits England als Versorger ausgefallen ist und anderseits der Kohlenbedarf der europäischen Länder durch die verstärkte Erzeugung auf allen Gebieten eine erhebliche Steigerung erfahren hat, liegt es auf der Hand, daß hier vom Reich eine planmäßige europäische Verteilung durchgeführt werden muß. Diese sinnvolle Verteilung wird unter Einschaltung aller privaten Organisationen der Kohlengewinnung und des Kohlenhandels vorgenommen. Die Einrichtung von Syndikaten in den besetzten Gebieten ist im Gange. Die Verteilung der verfügbaren Kohle wird tn diesen Gebieten naturgemäß von den Besatzungsbehörden beeinflußt. Die verbündeten und neutralen Länder verfügen über die ihnen zugehenden Kohlenmengen frei. Die straffe Zusammenfassung und der planmäßige Ausbau der Kohlenförderung in Verbindung mit dem Gewinn der schlesischen Kohlen im ehemaligen Polen hat dahin geführt, daß die Förderungskapazität heute mehr als das Doppelte dessen beträgt, was dem Reich im Jahre 1938 zur Verfügung stand. Schon in Vorkriegsjahren war durch großzügige Erschließung deutscher Erzlager st ätten und durch die Entwicklung entsprechender Verhüttungsverfahren im Rahmen des Dierjahresplanes durch die Reichswerke Hermann Göring eine erhebliche Milderung in unserer Auslandsabhängigkeit auf diesem Gebiete erreicht worden. Dann aber haben die Erfolge unserer bisherigen Feldzüge dafür gesorgt, daß diese Ausweitung unserer eigenen Erz- basis noch vermehrt wurde durch den Zuwachs unserer Erzversorgung aus den besetzten bzw. angegliederten Gebieten, also aus Lothringen, Frankreich, Luxemburg und Norwegen. Außerdem aber stehen uns auch die Bezüge aus den übrigen europäischen Erzgebieten wieder zur ungehinderten Verfügung. Die Deckung des derzeitigen Hüttenbedarfs ist dadurch mehr als ausreichend gewährleistet, wobei im Minettgebiet von Lothringen noch bedeutende Ausbaureserven vorhanden sind. Angesichts dieser gewaltigen Verbreiterung unserer Erz- basis ist heute bereits eine gewisse Auswahl in der Eisenerzförderung nach Gütegesichtspunkten möglich, was wir im Interesse einer günstigeren Ausnutzung der Hochofenkapazität und eines sparsameren Einsatzes an Koks, Frachtraum und Arbeitskräften sehr begrüßen. Selbstverständlich tragen wir Sorge dafür, daß die einmal geschaffenen Bergbaukapazitäten aufrechterhalten werden, damit sie für die später zu erwartende verstärkte Ausnutzung verfügbar bleiben. Wahrend auf der ersten Stufe der Eisenversor- gung die natürlichen Lagerstätten entscheidend sind, hängt die Eisengewinnung selbst von der Kapazität der Eisen schaffenden Industrie ab. Auch hier hatte das Reich bereits in den Vorkriegsjahren eine zentrale Umleaung der Gesamterzeugung auf die verschiedenen Standorte der Eisen schaffenden Industrie durchgeführt, ine die optimale Ausnutzung der vorhandenen Erz- und Kohlengrundlage unter dem Gesichtspunkt des bestmöglichen Verfahrens, der kürzesten Transportwege und des Bedarfs insbesondere der westlichen Eisengebiete von Belgien, Luxemburg, Nordfrankreich, Lothringen usw. brachte nicht nur kapazitätsmäßig eine gewaltige Zunahme unserer Erzeugung — auch hier ist die Kapazität auf mehr als das Doppelte dessen angewachsen, was dem Reich 1938 zur Verfügung stand —, sondern hatte auch, insgesamt gesehen, einen wesentlich ver- Das Fahrstuhlabenteuer. Von Jo Hanns Rösler. Wie angenehm ist doch ein alter Gasthof! Wie behaglich ist so eine rechtschaffene Herberge, wie ruhig das Zimmer, wie breit die Treppen, die hinaufführen. Verschont mich mit den großen Hotels, wo Stockwerk auf Stockwerk liegt, oft zwanzig, dreißig übereinander, ein Turmbau zu Babel, wo man eine Tagereise braucht, um von seinem Zimmer unterm Dach auf die Straße zu gelangen. Nun gut, es gibt Fahrstühle, auch zwei nebeneinander, die in ununterbrochener Fahrt die Gäste aller Herren Länder hinauf und herunter befördern. Aber wie finde ich Mittelständler mich mit dem Komfort zurecht? Würde es mir nicht genau so ergehen wie jener Familie Grolle aus Geisenheim, die die Familie Bandlinger eines Tages im Hotel besuchte? ... Bandlingers bewohnten im achtzehnten Stock des Astoria-Hotels ein bescheidenes Zimmer. In dieser Minute brummte gerade Bandlinger: „Wo nur Grolles bleiben? Sie wollten uns doch um acht abholen, und jetzt ist es bereits halb neun!" „Am besten, wir fahren hinunter." „3a. Warten wir in der Halle." Und das Ehepaar bestieg den Fahrstuhl und fuhr hinunter. Unterdessen waren Grolles ins Hotel gekommen. Sie fragten den Portier: „Die Familie Bandlinger?" „Achtzehnter Stock. Zimmer zwanzig. Sie können hinauffahren." „Wollen wir?" fragte Herr Grolle seine Frau. „3a", sagte Frau Grolle, „man sieht, wie sie wohnen." Sie fuhren hinauf, zur gleichen Minute, als Bandlingers hinunter fuhren. Oben vernahmen sie nun, daß Bandlingers unten waren, und Bandlingers fuhren jetzt wieder hinauf und Grolles fuhren wieder hinunter. „So geht das nicht weiter", sagte Bandlinger, als er oben wieder von der Abfahrt Grolles erfuhr, „mir werden nun oben warten, bis Grolles herauf- kommen." Just hatte unten Grolle denselben Gedanken. „Warten wir hier unten ab. bis Bandlingers herunterkommen." besserten Ausnutzungsgrad der natürlichen Standortbedingungen zur Folge. Wie bei Der Eisengewinnung kommen auch bei feiner Verteilung im europäischen Raum Methoden zur Anwendung, die sich bei der Eisenbewirtschaftung des Reiches im Rahmen des Vierjahresplanes schon in der Vorkriegszeit herausgebildet und bewährt haben. Die Verteilung von Eisen und Stahl auf einen bestimmten Kreis von Kontin- aentsträgern und die weitere Aufteilung seitens dieser Stellen bis zum einzelnen Betrieb mit Hilfe von Kennziffern ist ein Verfahren, das zuerst im 3ahre 1937 angewandt wurde, um den großen Investi- tionsbedarf des Vierjahresplanes sicherzustellen. Das Verfahren konnte dann ohne wesentliche Aeüde- rungen auf die Kriegsoerhältnisse übernommen werden und heute — nachdem die Vierjahresplan- bauten von damals schon längst ihre Früchte tragen — sorgt das bewährte und eingespielte Verfahren dafür, daß das Eisen im gesamteuropäischen Raum den wichtigsten Verwendungszwecken — in erster Linie der Wehrmachtsfertigung, wo immer sie stattfindet, dem Ausbau der europäischen Rohstoffgewinnung, der Verstärkung des europäischen Verkehrsnetzes ufw. — in wohlproportionierten Kontingenten zugeführt wird. Oie Bedrohung des Indischen Ozeans. Seestrategische Folgen der englischen Niederlage in Ostasien. Stockholm, 24. März. (DRV.) Die englische Monatsschrift „Nineteenth Century and After" beschäftigt sich mit der durch die japanischen Erfolge geschaffenen feestrategischen Lage. Sie erklärt: „Wir sind in die strategische Lage des 18.3ahrhunderts zurückgeworfen worden, als es noch keinen Suez- Kanal gab. Der Indische Ozean hat durch die uns aufgezwungene Aufgabe des Mittelmeeres zusehends an Bedeutung gewonnen. Seit Beginn des Krieges ging ein stetiger Strym von Kriegsmaterial und Truppenverstärkungen nicht nur für Öftersten, sondern auch für die Nilarmee und die Flotte im Mittelmeer über den 3ndischen Ozean. Wir hatten dort die unumstrittene Herrschaft zur See. Dieser Zustand hat sich gewandelt und Japan wird alles tun, um diese Wandlung zu verstärken. Das Blatt erklärt weiter, eine Aenderung oer Lage sei nur durch die Kriegsflotte möglich, denn der Krieg in Ostasien sei ein Seekrieg und könne nur auf den Meeren entschieden werden. Die britische Flotte müsse einen Krieg in zwei Hemisphären mit nur 15 Schlachtschiffen führen. Das fei bie Hälfte der Flottenstärke, die für den Krieg auf einer einzigen Erdhälfte zur Verfügung stehen muß. Entscheidenden Einfluß auf die Kriegslage in Ostasien übten die neuen japanischen Schlachts chiffe aus, von denen man noch dazu nichts genaues wisse. Eine ähnlich pessimistische Note ist in den Äußerungen des konservativen Unterhausabgeordneten Commander R. T. B o w e r zu finden. Er erklärte: Unsere strategischen Niederlagen können dazu führen, daß mir den Krieg verlieren, bevor wir unsere gewaltigen Reserven an Menschen und Material an Ort und Stelle einsetzen können. 3ch habe jene Leute satt, die es für unanständig halten, die Möglichkeit einer Niederlage auch nur zu vermuten. Sie reden große Töne, während rings um sie ein Weltreich zusammen stürzt. Sie halten es für unmoralisch, die Wahrheit zu sagen, wenn diese zufälligerweise unangenehm klingt. Das Versagen unserer ostasiattschen und pazifischen Strategie ist die größte K a t a st r o p h e in unserer Geschichte. Cripps in Delhi, Schanghai, 23. März. (Europapreß.) Cripps erklärte nach seiner Ankunft in Neu-Delhi bei einem Empfang der Hinduführer, er könne nicht länger als zwei Wochen bleiben, man dürfe keine Zeit mit zu langen Diskussionen verlieren, da England selbst wichtige Fragen zu lösen habe. Die britische Regierung sei „möglicherweise" bereit, ihre alten Versprechungen bezüglich der indischen Selbstverwaltung zu erfüllen. Er lehne den Gedanken gemeinsamer Verhandlungen mit den verschiedenen indischen Gruppen nach dem Muster einfcr Round-Table- Konferenz ab. Er sei der Ueberzeugung, daß bei derartigen Verhandlungen eine einstimmige Annahme der von ihm überbrachten Vorschläge der britischen Regierung nicht zu erwarten sei. Er ziehe es deshalb vor, mit Vertretern der einzelnen Gruppen, Parteien und Kasten einzeln zu verhandeln. Cripps betonte die Unabänderlichkeit der nach 3ndien mitgebrachten Vorschläge. 3n London werde keine tiefergreifende Aenderung der Beschlüsse des Kriegskabinetts geduldet. Nach Ännahme dieser Beschlüsse durch die führenden Männer 3ndiens werde das britische Parlament keinen Einspruch dagegen erheben. Ob es Cripps gelingen wird, durch ein derart intolerantes Auftreten die führenden Männer Indiens den britischen Wünschen schneller gefügig zu machen, erscheint mehr als fraglich. Cholera-Epidemie unter den britischindischen Truppen in Burma. Tokio, 24. März. (DNB.) Nach Berichten von der Burma-Front ergaben Gefangenenaussagen, daß unter den britisch-indischen Streitkräften in Burma zahlreiche Cholerafälle zu verzeichnen sind. Die Seuche greift immer weiter um sich, da Heilmittel kaum oder nur ungenügend vorhanden sind. Bolschewistische Angriffe im Oonezgebiet in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. März. Das Obertommaq^o der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Kertsch scheiterten weitere Angriffe des Feindes. 3m Donez gebiet schlugen deutsche und rumänische Truppen mit stärkeren Kräften und Panzern geführte Angriffe der Sowjets In erbitterten Kämpfen ab. 3m mittleren Frontabschnitt wurden mehrere von ihren Verbindungen abgeschnittene Kräftegruppen des Feindes vernichtet. Dabei verlor der Gegner in zwei Tagen außer zahlreichen Gefangenen mehrere Tausend Tote, sowie 15 Panzer, 31 Geschütze und anderes Kriegsmaterial. Auch an der übrigen Ostfront waren die deutschen Truppen lei der Abwehr feindlicher Angriffe und bei eigenen Angriffsunternehmungen erfolgreich. Bei Luftangriffen wurden über 300 feindliche Fahrzeuge aller Art und 23 Eisenbahnzüae zerstört. Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 54 F l u g - zeuge. 3n der Zeit vom 18. bis 22. März wurden an der Ostfront 137 feindliche Panzer vernichtet. 3n Nordafrika zogen sich die am 21. März geworfenen britischen Kräfte im Raume ostwärts Martuba weiter zurück. Vor der nordafrikanischen Küste versenkten deutsche Kampffliegerkräfte in kühnem Angriffs aus einem von britischen Seestreitkräften gesicherten Geleitzug ein Handelsschiff von 6000 BRT. Zwei weitere Handelsschiffe blieben nach Bombentreffern liegen. Auf Malta erzielten deutsche 3agd- und Sturzkampfflugzeuge Vombenvolltreffer in Flugplahan- lagen. Sieben britische Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Zwei weitere in Lufi- kämpfen abgeschossen. Oer italienische Bericht. Rom, 23. März. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag meldet u. a.: 3m östlichen Mittelmeer machte eines unserer U-Boote trotz der ausgesprochen ungünstigen atmosphärischen Bedingungen am Spätnachmittag des 21 März einen größeren und stark ge- „Eine gute Idee!" Und nun standen unten Grolles vor dem Fahrstuhle, und wenn der Liftjunge sie zum Einsteigen ausforderte, sagten sie: „Danke, wir warten!" — und oben standen Bandlinger und Frau und winkten ebenfalls dem Fahrstuhlführer ab, fo oft er ihnen die Tür öffnete. Und als beide Familien lange genug gewartet hatten und die beiden Ehemänner bereits immer wieder die Uhr zogen und die be den Ehefrauen bereits spitz und spöttisch zu ihren Männern wurden, wie das in solchen Lagen der Fall zu fein pflegt, entschlossen sich Grolles endlich, wieder hinaufzufahren und Bandlingers herunterzuholen. Sie machten aber die Rechnung ohne Bandlingers. Denn d'.efe hatten soeben den Fahrstuhl betreten und glitten sanft die achtzehn Stockwerke hinunter. Wozu ist dem Menschen der Verstand gegeben? Grolle gebrauchte ihn als erster nach der langen Irrfahrt. „Isolde", sagte er zu seiner Frau, „jetzt wartest du unten und ich fahre allein hinauf, fo können wir uns nicht mehr verfehlen." Anscheinend lag der Entschluß in der Luft. Denn im achtzehnten Stock erklärte ebenfalls Bandlinger feiner Frau: „Ich fahre jetzt allein hinunter und wenn Grolles inzwischen heraufkommen, fährst du mit ihnen hinunter. Kaum war er abgefahren, kam Grolle oben an. Er bestieg sofort mit Frau Bandlinger den Fahrstuhl abwärts. Leider erklärte in dieser Minute im Erdgeschoß Frau Grolle Herrn Bandlinger: „Mein Mann wartet oben mit Ihrer Frau auf uns — holen wir sie ab!" Sie fuhren hinauf und die anderen herunter und wieder schwebten zweimal zwei Menschen, die eigentlich zu viert fein wollten, aneinander vorbei. Diesmal war es Herr Bandlinger, der beschloß: „Jetzt warte ich hier oben, und Sie fahren hinunter und holen Ihren Gatten und meine ' Frau herauf. Ich warte hier auf alle." Frau Grolle fuhr ab. Sie kam nicht wieder. Hingegen trat jetzt Herr Grolle oben aus dem Fahrstuhl, der unten mit Frau Bandlinger vereinbart hatte, daß er ihren Mann und seine Frau abholen wolle. Als er nun Herrn Bandlinger allein vorfand, stöhnte er verzweifett: „Es ist doch nicht zu glauben!" „Als ob es nicht fein sollte!" Und da sie Männer waren und Männer schnell von Entschluß sind, fuhren sie rasch wieder zusammen hinunter. Die beiden Frauen aber, sich gegenseitig in ihrer Unentschlossenheit unterstützend, beschlossen nach langem Hinundher, mitsammen hinaus zu den Männern zu fahren. Bandlinger und Grolle standen schimpfend in der langen Halle. „Die letzte Möglichkeit ist jetzt", erklärte Bandlinger, „daß Sie nunmehr endgültig hier unten warten und ich hinauffahre und die Damen hole. Aber ich beschwöre Sie, lieber Freund, ich bitte Sie bei allem, was Ihnen heilig ist. unten zu bleiben! Kann kommen, was da will! Sie fahren nicht hinauf! Ihr Wort darauf!" Grolle versprach es, Bandlinger fuhr hinauf. Oben fand er nur noch feine eigene Frau vor. „Komm. Isolde? Rasch! Rasch!" Isolde schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht", erklärte sie bestimmt, „ich habe Frau Grolle in die Hand hinein geschworen, komme, was da wolle, nicht mehr hinunter zu fahren und hier oben auf olle zu warten." „Das ist eine Narretei? Das gleiche hat mir unten Grolle geschworen? Wir müssen hinunter!" „Wir müssen hinauf!" drängte unten Frau GPolle. „Frau Bandlinger hat versprochen, sich nicht vom Fleck zu rühren." Aber ihr Mann, eingedenk seines Wortes, war nicht von der Stelle zu bringen. Und mag es nun kommen, wie es will: entweder wird das Wort gehalten bann sehen sich die Familien heute nicht mehr. Wird es aber aus dieser Erkenntnis nicht gehalten, so fahren wieder beide Familien aneinander vorbei und der Spuk beginnt von vom. Und da Grolles dies einfahen, stülpte sich Grolle den Hut auf und brummte: „Es hat keinen Zweck? Gehen wir beim!" Und sie verließen das verrückte Hotel zur gleichen Minute, als sich Bandlingers oben wütend in ihr Zimmer begaben und die Hoffnung auf einen gemeinsamen Abend begruben. Darum. Freunde, sagt mir nichts wider die Treppen im L'ben! Da sieht jeder, der heraufkommt, den, der herunterkommt. Und das hilft oft weiter. sicherten Geleitzug aus, der in Richtung Malt« fuhr. Unsere Luftaufklärung folgte diesem Geleitzug den ganzen Tag bis 22. 3. hindurch. Zahlreiche Staffeln von Torpedoflugzeugen verließen verschiedene Luftstützpunkte in aufeinanderfolgenden Wellen in Richtung auf die feindlichen Seestreitkräfte. Unsere Flieger, welche mit prächtigem Schwung das intensive Sperrfeuer und die Nebelwände der Geleitschiffe durchbrachen, griffen auf kürzeste Entfernung an und trafen wiederholt Kriegsschiffe und Transporter. Einem Verband unserer Seestreitkräfte gelang es gestern nachmittag, im Golf der S y r t e den englischen Verband zu erreichen, der versuchte, sich durch Einnebeln dem Gefecht zu entziehen, und fügte ihm neue »Schäden zu, welche später im einzelnen bekanntgegeben werden. Lt-Bootsersolge im Mittelmeer Berlin, 23. März. (DNB.) Die Kämpfe unserer Unterseeboote gegen den feindlichen Nachschubverkehr nach Nordafrika und nach dem von deutschen und italienischen Luftstreitkräften schwer bedrängten Malta stehen unter anderen Voraussetzungen und Verhältnissen als der Atlcmtik- kriea. In einem engeren Seeraum ist mit starker feindlicher Lufttätigkeit zu rechnen und auch alle übrigen Verhältnisse, z. B. die Kürze der Geleitwege und ihr Schutz durch schnelle Seestreitkräfte, bedingen einen schnellen Ablauf der Ereignisse. In einem solchen engen Seeraum sind daher besondere Entschlußkraft, Einsatzbereitschaft und Können erforderlich. Die zäh errungenen Erfolge gegen kleinere aber sehr stark gesicherte Geleitzüge drücken sich nicht in hohen Tonnagezahlen aus und könnten, in Tonnen gemessen, gegenüber den Erfolgen an der amerikanischen Küste gering erscheinen. Die deutschen Unterseeboote haben aber im Mittel» meer große Erfolge gerade auch gegen britt s che Kriegsschiffe erzielt, angefangen von der Versenkung des Flugzeugträgers „Ark Roy- a l", des Schlachtschiffes „B a r h a m", mehrerer Kreuzer und Zerstörer, bis zu den Beschädigungen, durch die feindliche Schlachtschiffe und andere Einheiten monatelang außer Gefecht gesetzt wurden. Für die Bedeutung der außerdem versenkten Transporttonnage gilt der Satz: „Dis Mittelmeertonne wiegt schwerer/ Schon die Versenkung eines einzigen Dampfers bedeutet einen empfindlichen Verlust für die feindlichen Afrikatruppen oder die weitere Beeinträchtigung der Lebensmöglichkeit Maltas. Die Mittel- meertonne wiegt um fo schwerer, als das britische Material, wenn es im Mittelmeernachschub verloren geht, gewöhnlich die lange Seereise von 11000 Seemeilen um das Kap der Guten Hoffnung hinter sich hat. Die Versenkung einer Fracht vor der Cyrenaika macht also zugleich Transportanstrengungen des Feindes zunichte, die sich über weite Meere erftreefen, und bei denen die Schiffe zwei bis drei Reifen jährlich zurücklegen können. In wirksamer Unterstützung des deutschen Asrikakorps steuert die U-Bootwaffe ihren Anteil zum Erfolg bei. Meine politische Nachrichten. Reichswirtfchaftsminister Funk empfing den in Berlin weilenden schwedischen Handelsminister Griffon zu einer längeren Unterredung. * NSG. Die Führer der rumänischen Staatsjugend, die unter Führung des Beauftragten des rumänischen Staatsjugendführers, Major R a u c a , und des Ministerialdirektors im Ministerium für Kultur und Erziehung, Professor Stan, im Gau Hessen- Nassau weilen, wurden von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger im Adolf-Hitler-Haus der Gauhauptstadt empfangen. * Auf Einladung der NS.-Volkswohlfahrt besichtigten niederländische Journalisten die Einrichtungen der NSV. in den Gauen Weser-Ems und Groß- Berlin. Sie waren während ihres Berliner Aufenthaltes Gäste des Oberbefeblsleiters Hilgenfeldt und des Reichspreffechefs Dr. Dietrich, der durch Stabsleiter Sündermann vertreten wurde. In ganz Italien und Albanien sowie an allen Fronten, wo die italienische Wehrmacht im Kampfe steht, ist der 23. März, der Jahrestag der Gründung der faschistischen Kampfbünde, würdig begangen worden. Den Höhepunkt der Kundgebungen bildete in Rom eine Feier im Teatro Adriano. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich auch die Kund- Wunder des menschlichen Gedächtnisses Magliabechi aus Florenz, der im Jahre 1714 im Alter von 63 Jahren starb, hieß allgemein „das vollkommene Nachschlagewerk und das lebende Wörterbuch". Nach übereinstimmenden Berichten konnte er alles, was er einmal gehört und gelesen hatte, aus dem Gedächtnis wiederholen. Dann hört man noch von einem P. I. Beronicius, der Horaz, Virgil, Cicero, Iuvenal, die beiden Plinius, Horner und Aristophanes auswendig hersagen konnte. Da er im Jahre 1676 starb, war er ein Zeitgenosse Magliabechis. Von einem Mann namens Andrew Fuller wird berichtet, daß er 500 Zeilen fehlerlos wiederholen konnte, wenn man sie ihm zweimal vor» Helesen hatte. Es war gar nicht notwendig, daß er sie selbst las, was bei manchen Gedächtniskünstlern doch Voraussetzung ist. Fuller konnte auch in einer langen Geschäftsstraße vorwärts oder rückwärts jede Ladenbezeichnung wiederholen und alles, was im Schaufenster lag. Auf der Berichterstatterbühne des Deutschen Reichstages war in den neunziger Jahren ein Gedächtnisakrobat tätig, den seine Kollegen sehr bewunderten, weil er imstande war, die längste Rede eines damaligen Abgeordneten, und es gab solche bis zu vier Stunden Dauer, noch an späteren Tagen Wort für Wort zu wiederholen. C. K. Zeitschriften. — Im März-Heft der Monatsschrift „Die Kunst" (Verlag F. Bruckmann, München) behandelt Bruno Kroll den nun fast 70jährigen Maler Fritz Rhein, G. Pfleiderer würdigt den Bildhauer Jakob Wilhelm Fehrle und Ulrich Christoffel zeigt neue Bilder von Adolf Schinnerer. Der aus Leipzig stammende Maler Karl Walther, ein Vertreter der jüngeren Generation, geht einer betont eigenen Kunstweife nach. Franz Dthnann macht mit Neuerwerbungen der Österreichischen Galerie in Wien bekannt. Neue figürliche Werke der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin werden von Ludwig Schnorr von Carolsfeld gezeigt. Der zweite Teil bringt die geschmacksichere Einrichtung eines Landhauses bei München von Knidlberger, München, sowie ein Haus in Sindelfingen bei Stuttgart non Kösters, Weimar. Sophie Rützow behandekt Wandteppiche in verschiedenen Entwürfen. I > \ Aus der Stadt Gießen Der „Tag der Wehrmacht in Gießen für do rreoensjuyr. wuiue iwo vun w i c o e » Nachfolger von Professor Gadamer nach Marburg Mast vom K o e ck und Artillerie wird reichlich Fahrgelegenheit zum Besuch der Kaserne stellen, die Männer vom Fliegerhorst haben gleichfalls allerlei in Vorbereitung. Den Abschluß bildet am Sonntagabend ein Konzert, das allen Freunden froher Unterhaltungsmusik einige schöne Stunden bereiten wird. Am Samstagabend wird auch Heuchelheim einen solchen Abend erleben. Abzeichen zum Tag der Wehrmacht. (Äherl-Bilderdienst-M.) Max Halbes „Strom" als Ulm Ein Terra-Film im Gloria-palast. Die Vorbereitungen zum „Tag der Wehrmacht" in Gießen am kommenden Samstag und Sonntag zum Besten des Kriegs-WHW. find in vollem Gange. In diesen Tagen werden die Amtswalter der NSV. in den Haushaltungen die Essenmarken zum Bezug des „Schlags aus der Feldküche zum Kauf anbieten. Jeder „Schlag" kostet 50 Rpf.; das Essen — Erbsen mit Speck oder Nudeln mit Rindfleisch —, das aus eingesparten Beständen unserer Soldaten zubereitet wird, kann markenfrei bezogen werden. Wer in den Kasernen essen will, kann dort an der Essenausgabe mit seiner Eßmarke erscheinen, wer zu Hause oder in der Stadt bleiben möchte, kann bei der Fluko, im Studentenheim, in der Universität, am Bahnhofsplatz, auf Oswaldsgarten oder im Caf6 Leib an der Feldküche bzw. Essenausgabe abholen oder auch an Ort und Stelle seinen Zug verdrücken. In Heuchelheim ist die Essenausgabe in der Turnhalle vorgesehen, in Klein-Linden in den Metzgereien Jung und Hinterlang, die Wiesecker essen im Fliegerhorst. Am Samstagnachmittag wird ein Zug Geschütze durch die Stadt marschieren und dabei am Selterstor und am Stadttheater Hebungen abhalten. Die Nachrichtenhelferinnen werden an verschiedenen Stellen der Stadt singen. Am Sonntag sind die Kasernen zum Besuch durch die Bevölkerung und zur Besichtigung von mancherlei Vorführungen von 9 Uhr ab geöffnet. Während der Essenausgabe von 11 bis 14 Uhr gibt der Musikzug der SA.-Standarte 116 an mehreren Ausgabestellen ein Konzert. Die gebung In Mailand, wo Mussolini vor 23 Jahren den ersten faschistischen Kampsbund ins Leben rief. * Dem Oberbefehlshaber des italienischen Expeditionskorps an der Ostfront, General Messe, wurde das Komturkreuz des Militärordens von Savoyen verliehen. In der Begründung heißt es, General Messe habe alle durch das unerhört harte Klima und die zahlenmäßige Unterlegenheit bedinaten Schwierigkeiten überwunden, alle Gegenangriffe des Fein- des zum Scheitern gebracht, den Besitz der wichtigen eroberten Stellungen gesichert und damit erneut die Zähigkeit, den Kampfgeist und die Einsatzbereitschaft des italienischen Soldaten bewiesen. König Gustaf von Schweden ist nach einem ärztlichen Bulletin von seiner Operation wiederhergestellt und konnte bereits das Bett verlassen. In einigen Tagen dürste er aus dem Sanatorium entlassen werden. * Durch Erlaß der einstweiligen Philippinen-Regierung wurden auf den Philippinen die drei wich- tigsten japanischen Feiertage eingeführt. Christliche Feiertage bleiben bestehen, jedoch werden diejenigen amerikanischen Ursprungs nicht mehr innegehalten werden. * Der Präsident der Reichsschrifttumskammer hat den Buchhändler Hans Köster (Kövigstein) zum Landesobmann der Gruppe Buchhandel des Gaues Hessen-Nassau ernannt. Die Amtsübernahme hat bereits stattgefunden. Kunst und Wissenschaft. berufen. Professor Dr. Conrad Watschoß f. Am 21. März ist der Geschichtsforscher der Technik, Professor Dr.-Jng. h. c. Dr. phil. h. c. Conrad Matschoß, 70 Jahre alt, in Berlin gestorben. Matschotz, der zunächst als Ingenieur und als Lehrer an Gewerbeschulen tätig gewesen war, hatte sich frühzeitig der technikgeschichtlichen Forschung gewidmet, die er zur Höhe einer anerkannten Wissenschaft erhob. 1902 wurde er durch seine erste Veröffentlichung über die Geschichte der Dampfmaschine bekannt. Dieser Arbeit folgte 1908 das grundlegende Werk über die Entwicklung der Dampfmaschine. 1906 war Matschoß in den Dienst des Vereins Deutscher Ingenieure getreten, desien Direktor er von 1916 dis 1937 war. 1909 erhielt er einen Lehrauftrag für Geschichte der Technik an der Technischen Hochschule Berlin; 1915 wurde er ordentlicher Professor. Sein Unterricht zeichnete sich dadurch aus, daß er die großen Zusammenhänge sehen lehrte. Matschoß hat eine große Zahl technikgeschichtlicher Werke veröffentlicht. In der letzten Zeit erschienen sein Werk über die großen Ingenieure der Vergangenheit und eine geschichtliche Arbeit über das Zahnrad. Dem verdienten Forscher wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. Pfeiffer verlas dessen Vertreter Kam. Lenz den eingehenden und mit den Zeitereignissen verknüpften Jahresbericht, der einstimmig genehmigt wurde. Die Zeitumstände brachten es, wie im Bericht erwähnt, mit sich, daß nicht jeden Monat ein Appell abgehalten werden formte. Alsdann erstattete Kam. Herm. S ch a a b für den ebenfalls am Erscheinen verhinderten Kam. Fr. Schneider die Rechnungsablage, die mit 237,18 RM. in Einnahme und Ausgabe abschließt. Nach Prüfung durch die Kam. Herrn. Leib und Ludw. Keil wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Es wurde den Kameraden ferner mitgeteilt, daß unser ehemaliger, Regimentsadjutant Dr. K. Rühl (Hannover), der Verfasser der Regimentsgeschichte, verstorben ist. Ebenso wurde des verstorbenen Kam. August Noll und zweier unserer Kameraden gedacht, deren Söhne Der Westpreuße Max Halbe, der 1893 mit der „Jugend" unversehens ein berühmter Mann wurde, hat mit keinem seiner späteren Dramen und Romane wieder einen annähernd so starken und nachhaltigen Erfolg erzielt wie mit diesem immer noch gespielten Liebesstück — auch nicht mit dem „Strom", der 1902 erschien und der gleichen west- preußischen Landschaft entstammt wie jenes. Was die Verfilmung — Dr. Erich Eb ermayer, Eberhard K e i n d o r f f und Johanna Sibelius schrieben gemeinsam das Drehbuch — von der dramatischen Vorlage vor allem unterscheidet, ist, unter Beibehaltung der wesentlichen Grundlinien des Schauspiels, die räumliche Ausweitung. Das ist in diesem Falle, wie uns scheint, belangvoller als in zahlreichen ähnlichen Verfilmungen, weil beim „Strom" die Landschaft ein entscheidend mitspie, lendes Element ist. Im Stück, dessen auf einen engen Jnnenraum begrenzte Dramatik zwar konzentrierter und lastender wirkt, muß sich die Vor- stellungskraft des Zuschauers die Landschaft dazu- denken, die ja sehr viel mehr rft als nur eine stimmunggebende Kulisse. * Hier hat nun der Film eine große und dankbare Aufgabe überzeugend gelöst: der Kameramann Richard Angst hat sehr schöne, schwermütig-weiträumige Bilder photographiert, die den Vorgängen nicht allein ihre eigentümliche Atmosphäre geben, sondern die Elemente wirklich sichtbar und sinnlich spürbar machen, welche die Schicksale der Menschen in diesem Film nicht nur begleiten, sondern entscheidend bestimmen. Insofern sind die Aufnahmen der Deichdruch-Katastrophen zu Beginn und am Ende mehr als nur etwa eine technisch glatt bewäl. tigte, spannende Reportage. Der Strom ist für die Menschen an seinem Ufer in der Tat ein Schicksals- ström, und in irgendeiner Weise ist alles, was sie erleben und erdulden, vom Strom aus bestimmt und Uraufführung „Die vier Optimisten. Für sein neuestes Werk hat sich Marc Roland, der Film-, Rundfunk- und Bühneukompo- nist, mit dem Luftspielautorenpaar A. M ö l l e r und H. Lorenz zusammengetan, und damit ist eine „Lustspiel-Operette" entstanden, die die besten Seiten der verschiedenartigen Begabungen zusammenfaßt. Das Buch gibt wirksame, nicht allzu wählerisch erfundene Situationen und mischt rein schauspielerische Wirkungen mit denen der Operette. Die Musik weiß ebenso den zärtlichen Stimmungen der . Liebesszenen gerecht zu werden, wie fie für vergnügten Unsinn in den schwankhaften Austritten ft»rgt. Das Staatstheater Bremen als Schauspiel-, Operetten- und Opernbühne hatte es leicht, aus dem Personal aller drei Gattungen die Besetzung des vielseitig schillernden Werkes zu bewirken. Clemens Cunis. zu begreifen: der Kampf um die Erhaltung des Hofes, die einander widerstrebenden und sich kreuzenden Lebenslinien der drei Söhne des Doorn- Hdfes, der jähe Tod des alten Deichhauptmannes wie die Testamentsfälschung des neuen, der stille, zähe Kampf der beiden älteren Brüder um die gleiche Frau, die zerstörte Lebenssehnsucht des jüngsten Sohnes und wiederum der Tod zweier Brüder im entfesselten Wüten des Deichbruches, während die beiden Kleinsten vom Doorn-Hofe wie durch ein Wunder mit dem Leben davonkommen. * Der Spielleiter Günther Rittau hat alles, was ihm die raumsprengende Kamera an Möglichksiten gewährte, mit fernem Gefühl genutzt; er hat dem breiteren epischen Fluß der Ereignisse sowohl die stilleren Augenblicke als auch die hämmernde Dramatik eines atemlos-verzweifelten Kampfes gegen die übermächtig anschwellende Flut mitgeteilt; die schwerfällige, kantige, wortkarge Art des meftpreu« hischen Menschenschlages kommt in der Darstellung vorzüglich heraus. Friedrich Kayßler gibt mit ernster, gelassener Ueberlegenheit den alten Doorn, E. W. B o r ch e r t den Peter als scharf konturierte ÜHarakterfigur, während Hans Söhnker beweg- kicher und lockerer den Heinrich, Malte Jaeger den verbitterten und verstörten Jüngsten, den Jakob, spielt. Lotte Koch, großäugig, still, sanft und mit verstecktem Gefühl, ist die Renate. Auch in den Nebenrollen sind eine Reihe tüchtiger Darsteller cm Werke: Emil Heß, Charlott Dändert, Paul Bildt und Paul Henckels; die Gießener wird es interessieren, in einer kurzen, übrigens sehr leben- digen Volksszene Ludwig Linkmann wiederzusehen. — (Terra.) * Im Beiprogramm gibt es die neue Wochenschau und, auf der Bühne, eine Jongleurnummer, die viel freundlichen Anklang findet.________Hans Thyriot während des Winters im Osten gefallen sind. Mit Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß Kam. W. B o p f den Appell. (Sienen-Mein-Linden. In der Wirtschaft von Rinn hielt die Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ihre Jahreshauptversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich Bechtold ab. Den Jahresbericht erstattete Direktor Heinrich Weigel. Aus dem Kassenbericht des Lagerhalters und Kaffen- warts Ludwig Jung XVI. war zu entnehmen, daß sich der Umsatz gegenüber dem Jahr vorher wesentlich gesteigert hat. Die Rechnung wurde ein- stimmig genehmigt.. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn wird je zur Hälfte der Betriebsrücklage und dem Reservefonds überwiesen. Vorstandsmitglied Ludwig Jung XVI. und Aufsichtsratsmitglied Wilhelm V o l k m a n n wurden wieder mit ihren Aemtern betraut. 40 Jahre Exl-Bühne. 40 Jahre sind es her, seitdem Ferdinand E x l und einige theaterbegeisterte Studenten in Innsbruck sich das Ziel fetzten, das Bauerntheater auf eine bis dahin unbekannte Höhe emporzuheben. Mit einer Aufführung von Anzengrubers „Pfarrer von Kirchfeld" begann der Siegeszug der Exl-Bühne. Wenn die Exl-Leute ursprünglich nur eine Lokalangelegenheit der Tiroler Volkskunst waren, so haben sie sich heute einen geachteten Platz im deutschen Theater- leben errungen. Die Exl-Bühne feiert ihr Jubiläum gleichzeitig mit dem 60. Geburtstag zweier ihrer bedeutendsten Darsteller, die der Gemeinschaft vom ersten Tage an angehört haben, Eduard Kr: ck Ludwig Aue. Nun hatte ihr Warten, wie sie meinten, wenig- j ftens eine gewisse Berechtigung, und geduldig und ; gläubig harrten sie nahezu vier Wochen. Endlich . schlug ihnen der ersehnte Augenblick: Der Postbote i händigte einer von ihnen einen ansehnlichen Feldpostbrief aus, dessen schwungvoll geschriebene Anschrift sie mit zusammengesteckten Köpfen wieder und wieder lasen. Fast zärtlich und mit aufglühendem Herzen sprachen sie Sen Namen des Absenders aus. Vier rasierklingenkleine Briefchen entfielen dem zweiseitig beschriebenen Bogen, während sie ihn in ieberhafter Spannung entfalteten: Der Brief des „Glücks-Kleeblattes" habe den Weg zu vier Kameraden gefunden, lasen sie. Der Zufall spiele ja oft int Leben der Menschen eine große Rolle, stnd so labe er vielleicht auch diesmal acht Menschen eine chöne Freude gebracht. Sie hofften, daß die zarte Bande des brieflichen Gedankenaustauschs diesen acht Menschen das bringen würde, was sie ersehnen und wünschten. Das Los solle die einzelnen zusammenführen, und sie bäten die Mädchen, diese Angelegenheit zkk entscheiden. In jedem der vier Briefchen stehe ein Name von ihnen und warte auf die glückliche Hand, die ihn ziehen würde. Mit Spannung harre der Schreiber mit seinen Kameraden auf das Resultat und die Briefe ihrer künftigen Partnerinnen. Den Mädchen brannten die Wangen, und die freudige Erregung verschlug ihnen schier die Stimme, als sie schließlich einander die Namen der Erwählten aus den erbrochenen Lose-Briefchen vorlasen. Und dann vertauschten sie die Vornamen mit ihren eigenen und fanden, daß es schön klinge. Wie heimliche Bräute fühlten sie sich in ihrem Glück, und in ihren Antworten, die noch am gleichen Tag geschrieben wurden, war wohl etwas davon zu spüren. P- B. Llnteroffizierschulen der Luftwaffe stellen Freiwillige ein. Der Reichsminister der Luftwaffe und Oberbefehlshaber der Luftwaffe gibt bekannt: Die Luftwaffe stellt zur Zeit in ihre Unteroffizierschulen Freiwillige ein, die die Absicht haben, sich für die Laufbahn des aktiven Unteroffiziers in der Luftwaffe mit zwölfjähriger Dienstzeit zu verpflichten. Bedingungen: Tauglichkeit für den Wehrdienst. Der Bewerber soll am Einstellungstag das 17. Lebensjahr vollendet haben und nicht älter als 18 Jahre sein. Bewerbungsgesuche können jederzeit an das für den dauernden Wohnsitz des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando gerichtet werden. Dort wird auch Auskunft über Einstellungsbedingungen erteilt. Auskunft über Einstellung erteilt außerdem das Kommando der Unteroffizierschulen der Luft- 1 waffe, Berlin W 50, Nürnberger Straße 39/40. Kameradschaft de« ehemaligen LIU. 116 Gießen. Am Svnntagnachmittag fand der Jahreshauptappell der Kameradschaft L.J.R. 116 bei Kamerad ' Emil Kimpek statt. An Stelle des erkrankten Kameradschaftsführers Rud. Schneider leitete Eh- i renvorsitzender Wil h. B o p f den Appell. Er ver- , las einen Brief von Rud. Schneider, in dem dieser i die Kameraden auffordert, wie bisher treu zur I Fahne zu hatten und der tapfer kämpfenden Front den Rücken zu stärken bis zum Tage des glorreichen I Endsieges. Für den verhinderten Schriftführer Kam. Vier Glückslose. Die Erscheinung des Briefträgers, der jeden Morgen an den Fenstern des Arbeitszimmers vorübergeht, hinter denen vier junge hübsche Mädchen mit großen Augen über ihre Schreibmaschinen hinweg seine Schritte verfolgten und unter rascherem Herzklopfen auf das große Wunder warteten: daß er plötzlich stehenbleibe und an eine Scheibe pochend mit freundlichem Lächeln einen Brief oder auch nur eine Karte für sie hereinreichen werde, ließ schließlich die immer wieder Enttäuschten auf den guten Einfall kommen. Das heißt, eine von ihnen äußerte ihn zunächst zaghaft, aber zu ihrer Überraschung wurde der Vorschlag nicht, wie befürchtet, abgelehnt, sondern unter lauter und fröhlicher Zustimmung seine sofortige Verwirklichung begonnen. Also schrieben sie an den „Unbekannten Soldaten" einer durch Zufall erhaltenen Feldpostnummer einen gemeinsamen, ein wenig schalkhaften und doch warmherzigen Brief und setzten nach einigem Zögern unter die verlockende Gesamtunterschrift ,L>as Glücks-Kleeblatt" mit leisem Lächeln ihre Vor- und Zunamen. Etwas Feierliches schwang dabei in ihrer heimlichen Erregung, und sie blieben eine ganze Weile stumm, als sie den Federhalter beiseitelegten, ehe sie sich in ein heißes Erglühen hineinlachten. Professor Brand 65 Jahre. In Marburg vollendete der Professor . pharmazeutische Chemie und Direktor des Pharmazeutisch-Chemischen Instituts der Universität Marburg, Professor Dr. Kurt Otto Brand, sein 65 Lebensjahr. Er wurde 1928 von Gießen als Der feurige Gfen Roman von Hans von Hülsen 47. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie ging erst weit nach Mitternacht in ihr Schlafzimmer hinüber, zerschlagen an allen Gliedern. Pie Gespenster dis heraufdämmernden Tages ließen ihr auch dann keine Ruhe. Am Dienstagnachmittag fuhr sie mit Fabian zum Bahnhof. Es hatte keine Mühe gekostet, Fehr zu überzeugen, daß das erste Wiedersehen am besten ohne ihn ftattfinbe. In ihrer Handtasche war alles Geld, über das sie verfügte. Sie mußte Jan gegenüber eben die neue Lüge gebrauchen, sagen, daß sie die Handtasche verloren habe, oder ähnliches — wer einmal m t dem Lügen anfing, fand den Weg zurück nicht mehr! Ihr Plan stand fest: unter allen Umständen muhte der Vater Weiterreisen, ohne das Lappersdorser Schloß zu betreten. Erreichte sie das nicht von ihm, dann roär’s das beste, sie würfe sich gleich vor die Räder des Zuges, der ihn hergebracht! ... Um Zeit für die Unterredung zu gewinnen, schickte sie Fabian auf Besorgungen in die Stadt, mit der Weisung, sie eine Stunde später vor dem Hotel „Landskrone" zu erwarten. Mit fliegenden Nerven ging sie auf dem Bahnsteig auf und nieder. Er war ziemlich menschenleer. Ein kalter Wind blies über ihn hin, unendlich langsam sprang der Zeiger auf dem großen Zifferblatt von M'nute zu Minute. Sie vertiefte sich, um ein wenig Ruhe zu finden, in die Zeitungen und Zeitschriften des Kiosks. Auf dem Titelblatt eines Filmblattes las sie Grellings Namen. War das ein Wink für sie? .Alles vergebens', dachte sie müde: .Wie sollte ich leben, ohne Jan?' Sie wandte sich jäh um, denn der Zug fuhr schon ein. Einen Schleier vor den Augen, suchte sie die Fenster der langen Waggonreihe ab. Es stiegen nicht allzu viele Menschen aus — wo war der Vater? Wenn er vielleicht doch nicht gekommen wäre? Eine vage Hoffnung beredete sie, es könnte so sein, zu Hause könnte ein Telegramm liegen, das sein Ausbleiben ankündigte. „Frau Baronin ...", hörte sie eine Stimme hinter sich; und da sie jäh herumfuhr, stand der Vater vor ihr und lachte ihr ins Gesicht und streckte ihr die Hand hin. „Papa!" Sie starrte ihn an, mit Augen, die groß aufgerissen waren vor Schreck. Und zugleich fühlte sie, wie alle Angst und Sorge von ihr abfielen, nicht anders als ein Nesfushemd, das sie fast vierundzwanzig Stunden lang mit schier unerträglichen Schmerzen auf dem bloßen Leib getragen hatte. Der vor ihr stand, erinnerte nicht in der kleinsten Einzelheit mehr an jene furchtbare Gestalt, der sie sich damals in der Münchener Nacht mit Grauen gegenüber gesehen. Der Vater war in einen weichen, weiten, modischen Ulster unverkennbar englischer Herkunft gekleidet, er trug bcgueme Schuhe mit Gummisohlen an den Füßen und einen steifen Hut auf dem Kopf. Die Hand, mit der er die ihre umklammert hielt, steckte in einem schweinsledernen Handschuh mit breiten Stepprändern, die andere hielt einen schweren Bambusstock, unter dessen silbernem Knauf eine Lederschlaufe durchgezogen war. Eine schildpattgefaßte Hornbrille saß auf der Nase. Die große, nagelneue Handtasche aus Kalbsleber mit breitem Riemen und blinkenden Schlössern setzte er vor sich hin. Marion kam aus dem (Staunen nicht heraus. . „Ja, Marion, Kind — welch ein Wiedersehn! sagte Brakei und schob seinen Arm in den ihren: Haben wir beide uns nicht träumen lassen, wie?, als wir uns bas letzte Mal sahen, was? Das Leben wirbelt einen nach unten und nach oben! Uns beide hat's nun wieder einmal nach oben gewirbelt, wie?" . ... , Ja, lieber Papa, ich bin ja aufs angenehmste überrascht. Ich hatte gefürchtet ...” daß ich wieder wie ein Stromer vor dir erscheinen würde, um dir die paar Kröten aus der Tasche zu ziehen, wie? Nett, daß du trotzdem gekommen bist, werde es dir nicht vergessen! Und was du in München mir in die Hand gedrückt, und mir brieflich geschickt hast, kriegst du noch heute mit Zins und Zinseszinsen wieder. Also gehen wir?" Marions Gedanken griffen schnell ineinander. Sie verstand, daß sie ihre ganze Taktik ändern, ihren ganzen Plan umstürzen müsse. Nichts von alledem, was sie sich ausgedacht, konnte sie diesem Manne gegenüber gebrauchen, der um vieles eleganter war, als der Vater, dessen Bild sie aus der Kinderzeit bewahrte. Ihr war zumute, als wäre der eherne Reif um ihr Herz zersprungen. „Am besten, Papa, wir geben dein Gepäck vorerst ab. Ich habe den Chauffeur zu einigen Besorgungen in die Stadt geschickt, er holt uns nachher ab. Wenn du nicht zu müde bist, machen ryir einen kleinen Bummel, bann können wir uns gleich ein bißchen ausschwatzen, solange wir allein sind. Jan freut sich riesig auf dein Kommen. Weißt du, er ist so ein lieber, feinfühliger Mensch, er hat sich immer Skrupel darüber gemacht, daß wir in so gar keiner Verbindung miteinander waren." „Er weiß natürlich nichts?" fragte Brakel und lächelte Marion mit einem kleinen, verschlagenen Komplicenlächeln zu. „Nichts. Und er soll auch nichts wissen! Er hält dich immer noch für einen Düsseldorfer Bankier.. „Ach, du lieber Gott! Na, die Zeiten sind gründlich vorüber. Dein Papa ist seit zwei Monaten wohlbestallter Direktor der Algemeen Sumatra Handels Matschappij." „Ist ja großartig, Papa! Da gratuliere ich wirklich!" Sie gingen durch die Sperre, gaben die Handtasche zur Aufbewahrung und traten auf den in messingnen Vorabendlicht liegenden Bahnhofsplatz hinaus. Marion bängte sich in den Arm des Vaters. Sie war so glücklich, sie mußte es ihm irgendwie zeigen. Gemeinsam schlenderten sie die Straße hinunter, an den Schaufenstern vorbei, Brakel amüsierte sich über den provinziellen Charatter aller Auslagen, und — erzählte von Amsterdam, wo er seinen Wohnsitz hatte. Marion fragte nach der Mutter. Da zog eine Wolke über sein Gesicht: „Ja, so, du weißt nicht, Kind. Die Mama — ja, die hat's nicht so durchgehalten wie ich. Viel» leicht steckt auch ihre bigotte Schwester Bärbe dahinter. Jedenfalls hat fie's nicht über sich zu bringen vermocht, mit mir zusammen den Staub dieses Landes von den Füßen zu schütteln, intern so ein Mann wie ich unter gar keinen Umständen mehr hochkommen kann ... Kurz, die Mama sitzt immer noch in Olberville. Und da es nun einmal nicht gut ist, daß der Mensch allein sei, so stehe ich vor der Frage, ob ich nicht auf Scheidung klagen soll. — Tja, Marion, so stehen die Dinge. Leider. Du bist ja nun eine gereifte Frau und wirst Verständnis dafür haben." Sie antwortete nichts. Mit dem Verstand sah sie ja ein, daß er recht hatte, aber ihr Gefühl sträubte sich dagegen. Sie erzählte ihm, daß sie Fehr zur Erklärung nur gesagt habe, ihr Weg zum Theater sei an dem großen Zerwürfnis mit dem Elternhause schuld. Brakel lachte und versprach, sich entsprechend zu verhalten. Gleich darauf sah Marion vor einem Delikatessengeschäft den Lappersdorser Wagen stehen und ging hinein, um Fabian zu sagen, daß er nicht erst zum Hotel Landskrone zu fahren brauche, sondern daß sie gleich einsteigen wollten. Kleiner Umweg über den Bahnhof, wo der alte Diener die Tasche auslöste, — und dann waren sie auf der Chaussee und fuhren durch den sinkenden Tag nach Lappersdorf. „Ich freue mich wirklich von Herzen, Herr von Brakel!" Fehr stand im Portal und schüttelte dem Gast kräftig die Hand: „Eine ausgezeichnete Idee von Ihnen! Marion bekam natürlich nach Damen- art einen gelinden Schreck — aber, ich wette, jetzt ist sie desto vergnügter. Kommen Sie 'rein, legen Sie ab. Ich habe uns in Vertretung der Hausfrau einen Tes machen lassen ... (Fortsetzung folgt.) Das interessiert die Hausfrau: Kleine Marklumschau für die Hausfrau. NSG. Das Hauptinteresse der Hausfrau richtet sich mehr und mehr auf die frischen Gerüche, die allmählich einen größeren Platz neben den Ußinter- kohlsorten und Rüben einzunehmen beginnen. Je nach Zuteilung bei den einzelnen Kleinverteilern stehen deine Mengen von Eskariol und Blumenkohl zur Verfügung. Bei letzterem sollte die Hausfrau daran denken, daß ein großer Nährwert auch in den grünen Blättern enthalten ist, und sie mitverwerten. Eine willkommene Bereicherung des Küchenzettels bilden auch die Gefrierkonserven, die in diesen Tagen in den mit den dafür erforderlichen Kühltruhen aus- gestatteten Geschäften ausgegeben werden. Dieses ausgesuchte Obst und Gemüse, das gleich nach dem Auftauen am reichsten an Vitaminen und Nährstoffen ist, eignet sich aber nicht zur Aufbewahrung, sondern ist zum sofortigen Werbrauch bestimmt. In den Spezialgeschäften wird es bei 20 Grad minus gelagert. Obwohl für dieses Jahr weit mehr. Gefrier- konferven vorbereitet wurden als für den vor^gm Uebergang vom Winter zum Frühjahr, stehen doch von den Konserven, die in Großstädten und Industriegebieten verteilt werden, nicht mehr zur Perfügung als im vergangenen Jahr, da der Hauptteil selbstverständlich den Weg zu den Feldküchen unserer Soldaten findet. Die deutsche Hausfrau wird also klug einteilen helfen, keine unnötigen Hamsterkäufe tätigen, bei denen sie letzten Endes doch nur enttäuscht vor dem verdorbenen Gemüse steht, oder große Mengen in kurzer Zeit verbrauchen muß, die für ihren Haushalt im Augenblick überflüssig sind, aber vielleicht an anderer Stelle einem Kranken oder Kindern wertvollste Dienste leisten könnten. Oer Leistungswettkampf der BOM.-Sruppen. In der vergangenen Woche wurde, wie im ganzen Reich, der Leistungsentscheid der besten M.- und JM.-Gruppen ausgetragen. Mr den Bann Gießen (116) galt es, aus 24 Mädel- und ebenso vielen Jungmädel-Gruppen die besten' herauszusuchen, die bei einem Appell einen Querschnitt chrer Winterarbeit gaben und damit den Leistungsstand zeigten. In Gießen standen drei Jungmädel-Gruppen im engeren Entscheid, bei den Mädeln eine Gießener und die Wiesecker Mädel-Gruppe. Als Pflichtwerkarbeit war in den letzten Monaten eine Burg mit Soldaten und Reitern entstanden, und jede Gruppe wetteiferte mit der anderen. Das „alte Gießen" entstand durch fleißige JM.-Hände, und wem der Weg auf den Gleiberg zu weit ist, der sehe sich das Modell der JM.-Gruppe 2/116 an! Die anderen Bürgen sind mittelalterliche Befestigungswerke mit Zugbrücken, dem Burgfried, Planwagen und Kaufleuten. Aber; nicht nur auf die Wertarbeit kam es an bei den Appellen, die von der Mädelstabsleiterin Sylvia Reinhold und der Bannmädelführerin Inge Hack abgenommen wurden. Nach Ahnenpässen und Sippenbüchern wurde gefragt, nach Schwimmscheinen und Leistungsabzeichen. Welche Gebiete stehen unter deutschem Schutz, wen grüßen wir, und wie heißen die wichtigsten Gesetze? Es war ein heißer Kampf — und das Ergebnis? Beide vorjährigen Hiegergruppen haben beim Entscheid des Gebietes mitzureden. Die M.-Gruppe 3/116 Ost wurde mit 200 Punkten und die JM.- Gruppe 2/116 mit 203 Punkten Sieger. Beide Gruppenführerinnen M.-Scharführerin Lotte Burkhardt und IM.-Scharführerin Hannele Reuter dürfen stolz auf ihre Leistung sein. Sie und alle Jungmädel und Mädel kennen die Verpflichtung, die über ihnen steht und Deutschland heißt. Um allen Eltern die wahrhaft künstlerischen Bm> gen zu zeigen, sehen wir sie bei dem Osterkonzert der Hitler-Jugend am Ostersonntag im Dorraum der Aula der Universität. Vermeidbarkeit von Kinderkrankheiten. Die Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehilfen und weiblichen Angestellten veranstaltete im vollbesetzten großen Saal des Burghofes im Rahmen der alljährlich stattfindenden aufklärenden Mitgliederoeranstaltungen über den eigenen Gesundheitsdienst eine Frauenveranftaltunq. Fräulein Dr. med. Jensen (Univ.-Kinderklinik Giehen) sprach über die Vermeidbarkeit von Kinderkrankheiten. Allgemein wurde festgeftellt, daß eine gesunde Lebensführung der Mutter vor und während der Schwangerschaft von Einfluß auf die Entwicklung des Kindes sei. Gesunde Neugeborene seien durch zweckmäßige Pflege und richtige Ernährung im besten Gesundheitsstand zu erhalten. Bereits dadurch sei einer Anfälligkeit für die verschiedensten Krankheiten vorgebeugt vnd das Auftreten von Ernährungsstörungen infolge Nahrungsfehlern vermieden. Es wurde' die normale Entwicklung des Kindes im 1. Lebensjahr kurz dar gestellt. Aber auch bei einwandfreier Ernährung und Pflege gebe es Krankheiten, die jedes Kind befallen könnten, z. B. die Rachitis und die infektiösen Krankheiten. Allerdings könne man auch die Rachitis teilweise auf falsche Ernährung und Pflege zurückführen. Bei Rachitis sei unbedingt ärztliche Behandlung notwendig zur richtigen Dosierung des Vigantols. Es wurde auf die Einrichtung der Mütterberatung verwiesen. Dann ging die Vortragende auf die infektiösen Kinder- krankheiten ein, auf die Ansteckungsmöglichkeit, die Notwendigkeit der Isolation, vor allem auch gegen besuchende Angehörige im Krankenhaus. Eindringlich wurde auf den schweren Verlauf der Diphtherie in den letzten Jahren hingewiefen und die vielfach lebensrettende Diphtherie-Heilserumspritze. Das vollkommenste Mittel zur Bekämpfung der Diphtherie sei die Diphtherie-Schutzimpfung, die eche Erkrankung überhaupt verhüte. Wichtig sei die Behandlung der Tuberkulose im Kindesalter; dann könne sie meist vollkommen ausgcheilt werden. Zusammenfastend wurde gesagt, daß die Mütter zum großen Teil durch richtiges Handeln und Befolgung' der ärztlichen Anweisungen manche Krank- heit ihrer Kinder vermeiden oder doch deren schlimmen Verlauf verhüten könnten. * ** VHC.- Zweig Gießen. Zur März-Wanderung hatten sich über 40 VHC.er an der Lahnbrücke eingefunden. Am Bismarckturm und Oberen Hardthof vorbei ging es auf den Gleiberg. In der Burg wurde Einkehr gehalten. Der schöne Blick ringsum und gute Aufnahme sorgten für die richtige Wanderstimmung. VHC.-Bruder Christ. Georg feierte seinen 73. Geburtstag, zu dem ihm herzliche Glückwünsche dargebracht wurden. In der jüngsten Monatsversammlung wurde dem Vorsitzenden des Wege- bezeichnungsausschusses Ant. Betz und dem langjährigen Wandermeister Carl Plank für ihre 10- bzw. 15jährige Mitarbeit im Vorstand durch lieber« reichung des kleinen Buches der Lahn gedankt. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 24. März. Der heutige Schweinemarkt war mit 51 Ferkeln beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 40 bis 45 RM. das Stuck. Der Markt wurde geräumt. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 23. März. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 64 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 7 bis 8 Wochen alte 35 bis 40. 8 bis 12 Wochen alte 40 bis 55 RM. Marktverlauf flott; kein Ueberftand. 9. Jl.-Spott Verleihung des Re-chssportabzeichens. Im Zuge der Verordnung über die staatliche Spgitaufsicht und die öffentliche Sportpflege vom 20. Juni 1940 ist mit Wirkung vom 1. Januar 1942 eine umfassende Dezentralisation in der Vorbereitung der Reichssportabzeichenoerleihung dadurch eingetreten, daß die Durchführung eines Teiles der seither vom Reichssportamt wahrgenommenen Be- lange den staatlichen Aufsichtsstellen der Mittelstufe (Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung) und der Unterstufe (Landrat des Landkreises Gießen und Oberbürgermeister der Stadt Gießen) übertragen wurde. Die Prüfer stellen die sporttreibenden Verbände, bei den betreffenden Behörden sind besondere Sachbearbeiter für den Sport bestellt war-- den. Auf Anforderung hat Sportkreisführer Stem folgende Sportabzeichenprüfer für den Stadt« und Landkreis Gießen namhaft gemacht: Hans Stein, Karl Reuter, Willi Becker, Paul Lieb, August Deibel, Fritz Pascoe, Karl Lang, Artur Scharmann, Friedrich Levermann, Eduard Gondner, Emil Heß, Walter König, Franz Sauer — alle aus Gießen. Karl Daupert, Karl Bettin, Wieseck. Die SA. hat Artur Butz, Gießen, gemeldet. Obmann des Prüfungsausschusses ist Karl Heller, Wieseck. Diese Prüfer können einzelne oder auch mehrere Hebungen für das Reichsfportabzeichen abnehmen. Durch sie sind alle Fachgebiete der Leibesübungen mit geprüften Kampfrichtern des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen besetzt, so daß die Gewähr für die einwandfreie Abnahme des. Reichssportabzeichens und des Reichsjugendabzeickens gegeben ist. Die Prüfung ist eine staatliche Amtshandlung, und die 93er« leihung des Reichsfportabzeichens erfolgt künfttg durch den Vertreter der Unterstufe (Landrat, Oberbürgermeister) in öffentlicher Form. Das Reichssportabzeichen stcht mit dem neuen Gesetz unter dem Ordensschutz. Die Prüfungstermine werden in der Tageszeitung veröffentlicht. Die Meldungen der Prüflinge find an den Landrat des Landkreises Gießen oder den Oberbürgermeister der Stadt Gießen oder an den Prüfungsabmann Harl Heller, Gießen-Wiefeck, zu richten. Leistungsbücher können, soweit in Sportgeschäften noch vorrätig, dort bezogen werden, künftig sind die Bestellungen an die Unterstufe zu richten. Ersatz für in Verlust geratene Sportabzeichen ist ebenfalls bei der Unterstufe zu beantragen. Vorgesehen ist in jedem Monat eine Prüfung, und zwar an dem 1. Mittwochnachmittag ab 18 Uhr, beginnend im Mai. Für die leichtathletischen Uebun- gen dürste der Umversttäts-Sportplatz zur Verfügung stehen. Schwimmen wird bei günstigem Wetter in der Müllerschen Badeanstalt, Turnen in der Turnhalle von 1846, Radfahren auf der Straße nach Heuchelheim, Start am Keldschlößchen, Rudern auf der Lahn und Schießen auf den Gießener Schiehständen abgenvmmen. »Tag der Wehrmacht" in Hessen-Nassau Am „Tag der Wehrmacht" sind im Sportgau Hessen-Nassau keine Fußball-Meisterschaftsspiele angesetzt, die NSRL.-Gemeinschaften wirken vielmehr bei den vielen Veranstaltungen der Wehrmacht mit, bei denen der Sport einen breiten Raum einnehmen wird. Im Gaugebiet sind u. a. folgende Fußballspiele vorgesehen: Gießen: Stadtmannschaft — Luftwaffe; Frankfurt: Samstag: Stadtelf Groß- Frankfurt — Flak Frankfurt; Sonntag: Stadtelf Frankfurt — Jnf.-Ers.-Batl.; Friedberg: Sonntag: RSG. Friedberg — Wehrmacht Friedberg; Butzbach: Sonntag: Wehrmacht — SV. Großkarben oder TSV. Butzbach; Büdingen: Sonntag: SG. Büdingen — Wehrmacht. Kurze Sportnotizen Arthur Kilo gefallen. Eine der markantesten Erscheinungen des Gießener Sportes und eine der Hauptstützen seines Vereins, der Spielvereinigung 1900, Arthur Kilo, ist am 1. März 1942 im Kampf gegen den Bolschewismus gefallen. Kilo hat sich in der Hauptsache als Diskuswerfer einen Namen gemacht. So wurde er 1932 (damals noch für Wetzlar startend) Zweiter bet den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften und wirkte in demselben Jahr auch im Länderkampf Deutschland— Frankreich mit. Im früheren Gau Hessen-Hannover war er sieben Jahre hintereinander Diskusmeister. Kilo, der nicht nur durch sein Können, sondern auch durch seine ausgezeichneten Charaktereigenschaften und seine Lebensführung ein leuchtendes Vorbild für die Jugend war, wird in den Herzen aller Sportler unserer engeren Heimat weiterleben. * D i e beiden Fußball-Endspiele um die Gaumeisterschaft von Hessen-Nassau finden am 6. und 12: April in Frankfurt und Offenbach statt. Endspielgegner sind Kickers Offenbach und RSG. Rotweiß Frankfurt. Derdunkelungszeil: 24. März von 20.41 bis 6.45 Uhr. Hcmptschriftleiter: Dr. fttfebrtdr) Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchriftleieers: Ernst Viumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thlirtot; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtichast und Sport: Ernst Blumschein. Truck unc» Verlag: Brühlsche Universitätsdruderel R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreislistc Nr. 6. taler 01289 Lollar, den 25. März 1942. 1016 D Danksagung. Statt Karten. gesucht 01290 01261 Gießen, den 24. März 1942. Statt Karten! Danksagung. Gießen -Wieseck, im März 1942. 1008 D Gießen, den 23. März 1942. 01275 01277 Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Elsa Koch-Grünberg. - Ed. Klinkei & Söhne Kunstmühle Am 20. März verschied sanft unser lieber Schwager und Onkel Professor Dr. Joseph Collin im 79. Lebensjahr. |Stellenangebote| Aelterer zuverl. Mann für Nachtwache Die Einäscherung fand in der Stille statt. ____________________________________________________01280 Für mein Fachgeschäft in Herren- Wäsche suche ich für sofort ein Lehrmädchen mit guter Schulbildung Fr. Levermann, Seltersweg 71 __________________________________01291 Jung eFrau sucht Ml. Zimmer mit Kochgelegenheit. Bettwäsche wird gestellt. Schr. Ang. unt. 01276 a.d. G.A. Fahrkuh ZU verkaufen. AdoliSchultbeiß Saasen-Veitsherg Danksagung. Für die uns in so großer Zahl erwiesene liebevolle, schriftliche und mündliche Anteilnahme bei dem Heldentod meines lieben, braven Sohnes, Bruders und Schwagers, Fritz Geißler, Gefreiter in einem Inf.-R.gt., sagen wir allen recht herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Lina Geißler Wwe. Leni Zipp, geb. Geißler Walter Zipp, z. Z.im Felde IJSÖW Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Paten und Onkels Otto Betz, Soldat in einem Kradschützen-Bataillon, erlitten haben, sagen wir allen auf diesem Wege innigsten Dank. In tiefer Trauer: Gustav Betz und Frau Elisabeths, und alle Angehörigen, [geb. Engel Gießen-Wieseck, im März 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heimgange meines geliebten Mannes sage ich herzlichen Dank. Gertrud Gorr, geb. Dittmer. Heuchelheim, den 23. März 1942. Danksagung. Für die überaus große und herzliche Anteilnahme bei dem mich betroffenen schweren Verlust sage ich allen meinen innigsten Dank. Mia Stahl, geb. Kolb. Am 23. März 1942 starb nach schwerem Leiden in der Klinik in Gießen unser lieber Sohn, Bruder und Enkel Heini Grölz im 9. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Heinrich Grölz nebst allen Angehörigen. Daubringen, den 23. März 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. März,, nachmittags 4 Uhr, statt. 01288 Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Marie Wifoner Wwe. geb. Belloff ist am 22. März 1942 im 89. Lebensjahre heimgegangen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Am Riegelpfad 52). Die Beerdigung findet in der Stille statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. 01283 Nach kurzem Leiden verschied mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Herr Philipp Gans im 83. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Gans Friedrich Gans Anna Gans Greta Gans Karl Heinz Gans, Enkel. Gießen (Dammstraße 34), 22. März 1942. Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags /23 Uhr, Neuer Friedhof statt. 01282 Mlgen-Menim industrie- Unternehm, gesucht. Serienmäßig hergestellte Großgußstücke sind zu röntgen u. zu durchleuchten. Die gesamte Gußentwicklung ist röntgen- mäßig zu überwachen. Das Röntgen-Laboratorium sollnichtnur geleitet, sondern auch noch ausgebaut werden. Bewerbungen mit handgeschriebenem Lebenslaus, Zeugnisabschriften, Lichtbild u. Angabe des frühest. Antrittstermines erbet, an die Metallgußgesellschaft m.b.H., Abtlg. Gefolgschaft, Leipzig W 35. Möbel- o„=3 träger (auch Aushilfe) per sof. gesucht. SlückraMender Walltorstraße 53 Wir suchen ver 1. 4. oder später iMrmWeii für den Ladenverkauf. 01271 Gardinen- und Bettenspezial- Geschätt Gebr. Seelbach, Seltersweg 20. Danksagung1 Für die uns erwiesene herzliche Anteilnahme an dem schweren, schmerzlichen Verlust unseres in Rußland auf dem Felde der Ehre gefallenen lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Enkels, Neffen und Paten Schütze Ernst Stapp in einem Panzer-Regt. sagen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. - Gleichzeitig danken wir der Betriebsführung und Gefolgschaft der Deutschen Bank, Zweigstelle Gießen, für den ehrenden Nachruf und Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier. Jakob stapp und Familie. Treis (Hessen), den 23. März 1942. SWlMle (Modell Halifax) äußerst günstig z, verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 01262 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener Sinder WklWen zu verkaufen. NM. 20.-. 01272 Am Sanflfeld 13 p. Gußeiserner Herd für RM. 10-zu verkaufen. msD A. -.Johannes- ki^che 4 IF. | Käufgesuche | Klaviere Flügel . gegen bar gesucht R. 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Jeder, der dazu in der Lage ist, muß gerade jetzt dazu beitragen, daß alle Studierenden, die sich für die Ludwigs - Universität entschieden haben, entsprechend untergebracht werden und so die alte Verbundenheit zwischen Stadt und Universität aufs neue unter Beweis stellen. Gießen, den 23. März 1942. Der Oberbürgermeister: Ritter.^ MM. öeiB- MersMer ca. 100/300 Ltr. zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 1012V an d.Gieh.Anz. erb. Klavier zu kauf, gesucht. A. Förster Gießen Bahnhofstr. 71 Telefon 3367. Kaufe einen Einspänner Federpritschen Wagen 20 Ztr. Tragkraft Joh.Jac.Laiber Damm üb.Fron- hausen (Lahn). Blumenkörbe (gebraucht) kauft in jeder Größe Blumenhaus Schneider. Seltersweg 38 Gesucht zum 1. April ein KellnerundemKochlehrling sowie ein Haus- und Küchenmädchen u. ein Hausdiener Gefl. Angebote an Bahnhof-Hotel, Bad-Nauheim 993 D Ordentliches Mädchen in Haushalt mit 2 Kindern gesucht. 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