Vknrkag.r4 8ebrvarw42 GietzenerAnzeiger •1 Uhr. abge- U,W Annahme von Aruergen für die Mittagsnummer gebiet an. Zwei britische Bomber wurden schosten. e. ctellpertteter bei 'M för LE unb nit ö'.umfdjein: für M Provinz, Siti* !erei R. Lan Beseitigung ehler.Gebeim- mwliseninul. Honorar 24. Februar nienbnrg rfl pünktlich y 7 LU Idung- be>°e olung. ow , 7.80^ ^'730^ 11 Immer wieher vergebliche Anstürme der Sowjets Oie Verluste des Feindes steigen andauernd. Oer Wekrmachiberichi. DNB. Ausdem Führerhauptquartier, 23. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: «Osten wiederholte der Feind in mehreren nitten der Front feine vergeblichen Angriffe unter rücksichtslosem und verlustreichem Einsatz seiner Kräfte. Bei Luftangriffen im Donez-Gebiet und im Vordleil der O st front wurden 26 Eiseu- bahnzüge der Sowjets schwer getroffen. Der Feind verlor am gestrigen Tage an der Ostfront 44 Flugzeuge. In der Zeit vom 1.Januar bis 2 0. Februar 1942 wurden an der O st f r 0 n t 56 806 Gefangene eingebracht. Die blutigen Verluste des Feindes betragen ein Vielfaches dieser Gefangenenzahlen. Während der gleichen Zeit wurden 960 Panzer, 1789 Geschütze und mehr als 8000 Fahrzeuge aller Art erbeutet oder vernichtet. Zahlreiche weitere Panzer, Geschütze, Eisenbahnzüge usw. wurden durch Luftangriffe hinter der feindlichen Front zerstört. Die sowjetische Luftwaffe verlor in der gleichen Zeit lln «He ’ J'1" auPh>er n °Tl Ä"et «■ rtl°i|ene tr H ^5 rc Er. » 65. 1 Nenbenti nte feine M. S $etf«r aus We unb auf ;2,e m to Sobantt ne langjährige °lchch°stslehr, dseldrn wurbe N so unqlück. Chirurgischen (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Mitte Februar 1942. Durch die politischen und wirtschaftlichen Druck- Manöver, die in den letzten Monaten in steigendem Maße sowohl von England als auch von den USA. auf Irland ausgeübt wurden, ist die Frage nach dem Schicksal der grünen Insel wieder in den Vordergrund gerückt worden. Die Probleme sind die glet- chen wie gestern und vor Jahrhunderten. Um sie zu verstehen, muß man die Geschichte und die Eigenart Irlands und seines Volkes kennen, das sich in jeder Beziehung von den Engländern unterscheidet. Die Iren sind fast reine Kelten, der Urname Ir» lands, Erin — später Eire —, heißt Land des Jr, des Sohnes von Miledh, eines jener Siedler, die etwa 1000 Jahre v. Ztw. aus Spanien nach Irland kamen und zu den noch wenig erforschten mediterranen Iberern gehörten. Von den Römern nicht unterworfen, konnte sich in Irland eine sehr alte und hochstehende Kultur entwickeln, die bereits zur Bronzezeit in hoher Blüte stand. Irlands Geschichte ist also neben der römischen und griechischen die älteste in Europa. Dan der englischen unterscheidet sie sich in jeder Beziehung. So hat die gälische Sprache nichts mit der englischen gemein; im Gegenteil, sie ist — eine von Keltologen bestätigte wissenschaftliche Tatsache? — mit dem 2Lra- bischen verwandt. Welche Schwierigkeiten das Gälische bietet, mag an einem Beispiel gezeigt werden. So lautet der Titel d e D a l e r a s auf gälisch: „An Taoiseagh agus Aire Gnotbai Eachtracha", was nichts anderes heißt als „Minist-rpräsident und Minister des Aeußeren". Um die Ausspracheschwie- rigkeiten zu demonstrieren, sei bemerkt, daß z. B. die beiden ersten Wörter etwa „on thischack" ausgesprochen werden. Der irische Dolkscharakter unterscheidet sich ebenfalls denkbar stark von dem des britischen. Seherisch und träumerisch — das irische Wappen trägt die Leier! —, dabei leicht aufwallend, künstlerisch, phantasievoll, auf der anderen Seite aber — als Erbe der besonders starten Dodenverbundenheit des Iren — realistisch und materiell, und im Zentrum feines Lebens, der Religiosität und der nationalen Aktivität, von unglaublicher Zähigkeit, zu keinerlei Kompromissen geneigt, hart, unbeugsam, unsenti. mental — Erbe des keltisch-iberischen Blutes! — ist der Ire in allen bücken völlig anders als der Engländer. Dernard Shaw, selbst ein Ire. hat das einmal so ausgedrückt: „Grob gesaat ist der Engländer immer ganz feiner Vorstellungskraft ausgeliefert, da er nicht ge^'ug Rralitätssinn hat, sie in Schranken zu halten. Der Irländer, mit einer weit subtileren und unheilvolleren Imagination, hat ein Auge immer auf die Dinge gerichtet, so wie sie sind." Dieser Dolksschlaq, der die besten Polizisten Englands und der USA. stellte, ist weniger gleichmütig als der britische, ist leidenschaftlicher und leichter erregbar und zeigt in der Unterdrückung eine urtümliche Wildheit, jene saeva indi?natio, die Empörerwut, die der Ire Jonathan Swift noch auf seiner Grabschrist verewigte. Alle diese Eigenschaften haben zu der britischen Deutung beigetragen, daß in einem unendlichen Kampf um die Bezwingung Irlands die grüne Insel aus der Tiefe ihres Bodens geheimnisvolle Kräfte ausstrahlen müsse, die das Volk in Unrast und Bosheit stürzten Es liegt dieser Erklärung, hie aus dem Unverständnis geboren wurde, ein tiefer Sinn zugrunde, denn anders läßt sich die siegreiche Behauptung der 1rifch?n Eigenart. die sich in endlosen und außerordentlich blutigen Kämpfen vom Jahre 1169 bis zum Jahre 1938 hinzog, schlechterdings nicht deuten. Worum ging es bei diesem grausamen und erbitterten Ringen, bei dem England wie kaum ein zweites Mal in seiner Geschichte Verträge brach, mit den grausamsten Mitteln unterdrückte, terrorisierte und ganze Provinzen Irlands einfach ausrottete und gänzlich verwüstete? Seit 1492 etwa erkannten die Engländer die Gefährlichkeit der Lage Irlands, da sie -en Zugang vom Atlantik her für einen etwaigen Feind erleichterte. Der Ire Chatterton- Hill schrieb: „Geographische Lage und angeborene -Fähigkeiten waren das Verhängnis der irischen Nation." Der Gegensätze waren unendlich viele. Da war vor allem das irische Clan-System, das nachlassen und vor allem die Wintermonate dazu gusnützen sollten, „die Deutschen aus dem Lande herauszujagen". Es muß zugegeben werden, daß Stalin keine Opfer gescheut hat, um dieser Forderung nachzukominen. Er hat seine letzten Elitearmeen, die sibirischen und kaukasischen Divisionen, eingesetzt in der Hoffnung, daß sie, gewöhnt an die Unbilden eines harten Winters, die Widerstandskraft der deutschen Truppen zerschlagen würden. Soeben hat das Oberkommando der Wehrmacht eine kurze Zusammenstellung über das Ergebnis der Kämpfe während der härtesten Wintermonate des Ostens, nämlich vom 1. Januar bis 20. Februar d. I., der Öffentlichkeit übergeben: 56 806 Gefangene, 960 Panzer, 1789 Geschütze und mehr als 8000 Fahrzeuge aller Art wurden erbeutet oder vernichtet. Dazu kommen rund 1190 vernichtete Sowjetflug- zeuae. Wenn man berücksichtigt, daß dieses Ergebnis der Erfolg vor allem örtlicher Unternehmungen bzw. der Abriegelungs- und Dernichtungskämpfe gegen eingebrochene Feindkräfte darstellt, dann läßt sich ungefähr ermessen, mit welchen blutigen und Materialverlusten Stalin seine erfolglose „Winter- offensive" bezahlen mußte. Glänzende Waffenlat der Hegen und Westfalen. D e r l i n , 23. Febr. (DNB.) Im Rahmen der erbitterten Abwehrkämpfe im mittleren Teil der O st front singen vom 10. bis 20. Februar hessische und westfälische Truppen im Zusammenwirken mit anderen Verbänden einen schweren Durch bruchsversuch starker feindlicher Kräfte auf. Trotz ungünstiger Geländeverhältniffe und teilweise heftigen Oststurmes und Schneetreibens stießen die hessischen und westfälischen Truppen in zehntägigen, erbitterten Kämpfen in die Flanke des Gegners, so daß feindliche Teile, denen es gelungen war, vorübergehend in die deut« Weltkrieg in die irische Aufstandsbewegung und entging nach dem Osterausstand 1916, der ihm als mMtärischer Anführer das Todesurteil brachte, nur dadurch der Hinrichtung, daß Lloyd George nach 15 Erschießungen erkannte, daß die zehn Mll- lionen Iren in den USA. eine gewaltige Macht darstellten, aus die auch England Rücksicht zu nehmen hatte. In außerordentlich zähen und von schweren Aufständen, die vor allem von 1921 bis 1923 noch einmal den furchtbarsten englischen Terror über die Insel brachten, gelang es schließlich de Dalera» der sich von der Partei der „Sinn Fein" („Wir selbst") getrennt hatte und 1925 eine eigene Partei, die „Fianna Fall" (^Kämpfer für das Schicksal") ins Leben gerufen hatte, Schritt für Schritt die irische Selbständigkeit zu erringen und Irland aus dem Comntonwealth zu lösen. Richtschnur des staatsmännischen Handelns de Daleras und der irischen Politik war nach der Erreichung dieses Ziels und der Verkündung der neuen Verfassung im Jahre 1937 die st r i k t e st e Neutralität, wie sie schon in dem berühmten Interview de Daleras vom 6. Februar 1920 in Neuyork zum Ausdruck kam, als er betonte, daß die künftige irische Regierung niemals mit einer fremden Macht ein Abkommen treffen dürfe, das die Selbständigkeit Großbritanniens gefährde. Dieser Politik ist de Valera mit der ganzen irischen Unbedingtheit treu geblieben. Immer wieder haben er und andere der englischen Grundherren-Ordnung auf feudaler Grundlage in jeder Beziehung widersprach und die Beziehungen für Jahrhunderte gradezu unlösbar vergiftete. Da waren weiter die Glaubensgegensätze, die zum ersten Mal ausbrachen, als die Königin Elisabeth sich als Oberhaupt der Kirche in Irland erklärte. Selbst der irenfeindliche englische Historiker Froude muß zugeben, daß die elisabethanischen Truppen die Iren „erschossen und würgten wie Füchse und Schakale". Und der Vizekönig Elisabeths berichtete ihr: „In Irland ist für Eure Majestät zum Herrschen wenig mehr übrig geblieben als Leichname und Aschenhausen!" Oliver Cromwell und seine Truppen trieben es danach noch wüster; Zehntausende von Iren kamen damals um, ganze Landstriche gab es, in denen kein einiges lebendes Wesen mehr zu finden war, da die Engländer alles niedergemacht hatten, eine Folge des irischen Au'standes, der sich gegen die Henker Jacobs I. richtete, des Nachfolgers Elisabeths. Bis auf den heutigen Tag währten fast diese Gegensätze, in denen sich ^schließlich doch die keltisch? Zähigkeit durchsetzte. England erkannte im Lau^e der Jahrhunderte, daß es mit Mord und Totschlag allein nichts ausricksten konnte. Wir müssen die Zelt des Unionsgedankens und der ersten Kämpfe um die Home-Rule-Beweguyg überspringen und wollen dort einsetzen, wo de Valero sein Werk begann. Dieser Professor der Mathematik, Soldat der Aufstandsbewegung, Verschwörer und Staatsmann, der von einem spanischen Vater und einer irischen Mutter ab stammt, kam im vrühlsche Univerfitättdruckerei H. Lange General-Anzeiger für Oberhessen * •iehtn.8$d|*iera6eZ-9 192. Jahrgang Nr. 46 Erschein! täglich außer Sonntag- und »>eieriag- Weilancn: GreNener »>amilienblätter Heimat imBild DieSckolle Bezugspreis: Monatlich «M 1.80 Zustellgebühr .25 mich bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern höherer Gewalt Aermvrechuunülnsi 2251 Drahtanschrift ,Ltnrelger^ Pnüicheck ilfittRnuiff. M schon Linien einzudringon, abgeschnitten und ein« gekesselt wurden. Die eingeschlossenen Bolschewisten setzten sich verzweifelt zur Wehr, aber die Wucht der deutschen Angriffe drängte die abgeschnittenen und umschlos- Jenen Bolschewisten immer mehr zusammen. Während die deutschen Truppen unermüdlich gegen dis eingekesseNen Kräfte vordrangen, wehrten sie gleichzeitig starke Entlastungsangriffe des Gegners, die dieser zur Befreiung seiner Verbände angesetzt hatte, ab. 33 Durchbruchsversuche unternahm der eingeschlossene Feind aus dem Kessel. Aber alle Aus- hrüche des Gegners brachen im deutschen Abwehrfeuer oder in erbitterten Nahkämpfen zusammen. Pachdem diese Kämpfe abgeschlossen waren, wurden mehr als 1600 Gefangene und 3600 Tote des Feindes im Kessel gezählt. Auch die Verluste des Gegners bei seinen Entlastungsangriffen außerhalb des Kessels waren bedeutend. Oie deutsche Winierfront unerschüttert. Das Urteil in der Schweiz. Bern, 23. Februar. (DNB.) Was sogar schon in der schweizerischen Linkspresse festgestellt werden war, schreibt am Montag auch die „Neus Zürcher Zeitung": Die Winterkämpfe in der UdSSR, haben nicht den von den Feinden der Achse erhofften Verlauf genommen. Was die Erweiterung des deutschen Rückzuges über die Winterlinie hinaus oder gar die Umfassung deutscher Streitkräfte im Zuge der sowjetischen Oi- fensive betrifft, schreibt die „Neu? Zürcher Zeitung", so besteht heute kein Zweifel mehr, daß dieser Teil des bolschewistischen Planes nicht verwirklicht worden ist. Von großer Bedeutung für die Sowjets wäre die Eroberung von Rsphew gewesen, das als eigentlicher Eckpfeiler der deutschen Stellungen zwischen Moskau und Smolensk gelten muß. Trotz ungeheurer Anstrengungen der sowjetischen 2lngreifer, trotz großangelegter Umfassungsmanöver konnten die Deutschen die Stellungen halten, und damit ist die deutsche W i n t e r f r 0 n t in ihrem wesentlichen Teil unerschüttert geblieben. Da es nirgends gelungen ist, sie mit größeren Kräften zu durchbrechen, ist auch die von den Bolschewisten offenbar geplant gewesene Umfassung ganzer Armeen nicht gelungen. Im Zeichen dieser erfolgreichen Verteidigung der Winterfront, sagt das Blatt weiter, hat sich bann • auch seit Anfang Februar die Aenderung im Bilde der Winterkämpfe vollzogen. Die sowjetischen Groß- angrif'e wurden seltener, oft lösten sie sich in einzelne kleine Angrif'saktianen auf. Der deutsche Widerstand äußerte sich dagegen in hä trügen und stärkeren Gegenangri'fen. die stellenweise sogar zur Einschließung weitvorgevrellter sow- jetischerAngriffsspitzen führten. Spanien: Deutschland -ist Sieger. Madrid, 23. Febr. (DNB.) „Aus der g»ößten Winterschlacht der Geschichte sind Deutschlands Soldaten als Sieger hervorgegangen. Sie haben im Osten die Initiative nach wie vor in der Hand", schreibt die spanische Zeitung „Madrid" zu den vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten Zahlen über die deutschen Erfolge im Osten. „Jn- formaciones" nennt die letzten fünf Wochen im Osten ein „Desaster für die Bolschewisten". „Pueblo" überschreibt den Bericht mit der lapidaren Feststek« hing: „Die sowjetischen Durchbruchsversuche ge« scheitelt." •Istadt r/ s Da|a9 Übn«r Deutschlands Lebensgrundlage. In der Geschichte der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei stellt der 2 4. Februar 1920 einen besonders bedeutungsvollen Markstein dar, denn an diesem Tage wurde von Adolf Hitler in der ersten großen Kundgebung der Bewegung im Münchener Hofbräuhaus das Parteiprogramm verkündet, in dem die Ziele der Bewegung verankert waren. Nur jemand, der fanatisch von seiner Aufgabe durchdrungen war, konnte zu jener Zeit vor die Oeffentl chkeit mit einem derartig revolutionären Programm hintreten. In sei-^ nem Werk „Mein Kampf" hat der Führer selbst diesen denkwürdigen Tag ausführlich gewürdigt, und es ist gerade jetzt besonders aufschlußreich, sich diese Darlegungen vor Augen zu führen. „Wird der Saal des Hofbräuhauses gefüllt sein oder werden wir vor gähnender Leere sprechen? Ich hatte die felsenfeste innere Ueberzeugung, daß, wenn die Menschen kommen würden, der Tag ein großer Erfolg für die junge Bewegung werden müsse. So bangte icb dem damaligen Abend entgegen." Dies schreibt Adolf Hitler. Er führt dann aus, wie sich fast 2000 Menschen eingefunden hatten, wie es zu heftigen Zusammenstößen kam und wie er das Wort ergriff. Auch hier wollen wir den Führer selbst sprechen lassen: „Und nun ergriff ich das Programm und begann, es zum erstenmal zu erläutern. Von Viertelstunde zu Viertelstunde wurden die Zwischenrufe mehr und mehr zurückgedrängt von beifälligen Zurufen. Und als ich endlich die 25 Thesen Punkt für Punkt der Masse vorlegte und sie bat, elber das Urteil über sie zu sprechen, da wurden ie nun eine nach der anderen unter immer mehr sich erhebendem Jubel angenommen, einstimmig und immer wieder einstimmig, und als die letzte These so den Weg zum Herzen der Masse gefunden hatte, stand der Saal voll Menschen vor mir, zusammengeschlossen von einer neuen Ueberzeugung, von einem neuen Glauben, von einem neuen Willen. Als sich nach fast vier Stunden der Raum zu leeren begann und die Masse sich Kopf an Kopf wie ein langsamer Strom dem Ausgang zuwälzte, zuschob und zudrängte, da wußte Stalin hat den 24. Jahrestag der Sowjetarmee benutzt, um sich in einem Tagesbefehl mit der militärischen Lage zu befassen. Was er zu sagen hat, ist zweierlei: Einmgl, daß die Sowjets tausend und mehr Kilometer in das Innere ihres Landes zu- . nutgetrieben worden sind, und zum andern, daß „eine mögliche Befreiung des Sowjetbodens oder die Vernichtung der Hitler-Clique nur begrüßt werden könnte". Er ist also in der Beurteilung der kommenden Dinge äußerst vorsichtig. Das wird man begreifen, wenn er sich das — wenn auch nicht öffentlich zugestandene — Ergebnis seines Krieges gegen Deutschland in seinen tatsächlichen Zahlen und tiefgehenden Auswirkungen betrachtet. Stalin führt die außerordentlich schweren Niederlagen der Sowjetarmeen auf das — Ueberraschungs- moment zurück. Er hatte also nicht damit gerechnet, daß seine im Frühsommer vorigen Jahres bereits sehr weit gediehenen Uebersallsvorbereitungen von deutscher politi'cher und militärischer Seite rechtzeitig erkannt worden sind und ihm die Initiative in letzter Minute aus der Hand genommen wurde. 'Bis zum Einbruch des Winters hatte Stalin allein an ^Gefangenen über 4 Millionen Sowjet- armisten verloren. Die Produktion feiner in zwanzig Jahren entwickelten gigantischen Rüstungsindustrie wurde im Verlauf von etwa fünf Kriegsmonaten zum wesentlichen Teil vernichtet, so daß er sich hil'e- suchend nach London und Washington zur Lieferung von zßnf'en, Munition und Lebensmitteln wen"'-n, mußte. Es ist ihm dies alle" ..im Ra^ men des Möglichen" versprochen worden. Wie es mit der ■ Lieferung steht, darüber hat sich Stalin in der Oeffentlichkeit nicht geäußert. Aus unterrichteten Aus- landskreisen wurde aber in diesen Tagen berichtet, daß die Lebensmittelknappheit im Lande Stalins nicht nur bei der Bevölkerung, sondern jetzt auch bei der kämpfenden Truppe immer fühlbarer in Er- scheinung trete. Stalins Verbündete, Churchill und Roosevelt, haben ihre Unterstützung jedoch außerdem von der Bedingung abhängig gemacht, daß die Sowjets in ihren Angriffen gegen die Deutschen nicht Ar itische Industrie, in der sie du ange Jahre (!) den Krieg vorbereitet hat. ten. mit dem sie Deutschland jetzt gegenüber- ervativen r anar t hab' ie, kippsicher Bottchewtren- kimijcy sich nicht entgehen, die Gedda Geburtstag am Montag Gewal Zeit des Natura- Deutschland Herr- Wie die meisten Gebrauchsgegenstände ist auch a'bt sentimentale .chochzeitstasien" mit innig ver- e Tasse ein Spiegelbild des Zeitgeschmacks gLwor- schlungenen Händen oder mit der Jnschrlft „tuxoi Der Dichter Karl Gchönherr Zum 75. Geburtstage am 24. Februar. Judas von Tirol wird, um weiter in dem Schau- spiel „Die Fahne weht" (1937) alles auf das Gefühl der Vaterlandsliebe zusammendrängt, so geht auch dies Ge'ühl auf den Ausgangspunkt seines dichterischen Schadens zurück, auf sein Heimat- und Naturgefühl. Das Schicksal kommt bei ihm aus dem Boden der Heimat, aus dem Gesetz des Blutes. So war es moalich, daß Schönherr wirkliche und echte Volksschaukpiele schreiben konnte, vom Volk für dos Volk, die dazu dichterische Qualität haben, und daß seine Kunst im besten Sinne Heimatkunst ist. Carl Ems. I Buenos 5 Mal Pedro ( Tenerchabes, dwtsumwälz purüdgeir Stockholm, 23. Febr. (DRB) Das englische Volk sei zum Bewußtsein gekommen, daß Großbritannien und die Sowjetunion gemeinsame Interessen besäßen, erklärte der ßonboiur Dolschewistenbote Crlpps in einer Rundfunkrede Stockholm, 23. Febr. (DRB.) Der US A.- Fr achter „Delplata" (5127 BRT.), wurde, wie Reuter aus San Juan (Portorico) meldet, am Freitag während des Tages im Osten des Karibischen Meeres torpediert. Ein Kriegs- sch ff landete 52 Mann der Besatzung, die von einem USA.-Flugzeug entdeckt worden waren. Die „Delplata" versah den Dienst zwischen New Orleans und Buenos Aires. Oie Taffe int Spiegel de« Zeitgeist Goethe- L$“toer pouenhunn fe fr!,', d-r r ^Aknlle für j Die romantisch eingestellte Zeit spricht sich imf den Tassen des beginnenden Biedermeier aus. Es Gedampfte Lautstärke in LlSA. lind England Nach dem Soll von G ngapur. — Da« gefährliche Dort »Empire'. Ulkt «ei Saloniki $eit jtDifäen fcriti(d)en 6ot^c gen über brii ren nach 211 flenben Crqebn betont, baß in ber Bedarf her könne, daß abe die agypti gegeben mürbe Oer 0t IO*1!, DO” l‘J «fe England im Fahrwasser Moskaus „•Rott* Dlu< mit Lripps ins Kabinett gekommen.^ Die Zeit, in der Schönherrs Name zum erstenmal bekannt wurde, war Die Zeit des Naturalismus. Als der Naturalismus in Deutschland Herr- zu feiern. Die Theaterhalle — so heißt es in einem Bericht aus der britischen Hauptstadt — die 2000 bis LM0 Personen faßt, sei „von Hochspannung ge- laden gewesen". Der Vertreter der Sowjets, Konteradmiral Kalamow, der den Orden Lenins auf der Brust getragen habe, sei stürmisch begrüßt worden. Ein „grauhaariger britischer Kommandeur", General Goth, habe erklärt, die sowjetische Armee werde bis zum bitteren Ende kämp'en, und dieses Ende liege vor den Toren Berlins (!). Ein anderer britischer Redner trieb die Liebedienerei vor Moskau so weit, daß er, dem Bericht zufolge, die E n g l ä n d e r an ihre Schuld gegenüber den Bolschewiken erinnerte und feierlich erklärte, ,chas bolschewistische Beispiel müsse jeden Briten entflammen!" Wenn man sich vergegenwärtigt, daß noch vor gut einem Jahr derselbe Churchill, der jetzt mit dem Moskauer Sendboten Cripps zusammen die sowjetische Armee so überschwänglich feiern läßt, dies als „bas Uebel und die Barbarei" bezeichnete, so wird klar, welchem Strudel das britische Volk unter solcher Äata- strophenpolitit entgegentaumelt. lieber ganz A u st r a l i e n wehte ebenfalls, Meldungen aus Sydney zufolge, zu Ehren der Sowjet, armee am Montag die Dolschewistenilagge ntft Sichel und Hammer. In Sydney rouite sogar ein großes Festbankett abgehalten, zu dem alle Minister und diplomatischen Vertreter eingeladen waren. Es bezeichnend für die eigene Schwäche, daß gerade Australien nach dem Londoner VorMd blind in den Taumel Church'll^rippsscher DolMk- wikenhSrigkeit stürzt, ungeachtet der inneren Ge- fahr, die es dadurch neben der äußeren heraus- beschwort. Italien und Saudi-Arabien. Abbruch der diplomatische« Beziehungen. die Tasse .... -r.-a------- y- „ , - den; ihre Gestalt wandelte sich vom leichgeichwun- > genen Umriß des Rokoko zu den strengen Formen \ des Klassizismus, von der eleganten Linie des Cm- ’ ptre zum gemütlichen Gesicht des Biedermeier. - Neben der Mokka-, Kaffee- und Schokoladentosie er- । scheint die behäbige DouMontasie, groß, nach oben breit, ost mit zwei Henkeln versehen. Die erlesenste ' der Tasien aber bleibt die für den Tee. Der Dutt der Blüten, den sie umschließt, verleiht ihr etwas nach Kanada. Nachdem es diesem Abgesandten Stalins gelungen ist, sich in London neben Churchill aus den Sprecher- ftuhl des Unterhauses zu setzen, geht er mit dem gleichen Eifer daran, nun auch den Boden der Dominien für seine mörderische Saat weiter zu beackern. Vorsichtig versucht Cripps hier den blutigen Aggressionsabsichten der Bolschewisten em mystisches Mäntelchen umzuhängen und meint, Moskau sei nicht nur durch seine neue Phrlo- ophie ein großes Rätsel geworden, sondern auch »urch fein Wirtschaftssystem und die gewaltige sow- zwungen würbe, einem Staat, der nicht nur keiner« lei Grund zu einer Meinungsverschi^tenhe-it mit Italien, sondern vielmehr seit Jahren Beziehungen der Freundschaft und herzlicher Sympathie au unse« rem Lande ausrechterhaUen hatte. Es dürfte wohl kein Zweifel daran bestehen, daß der unfehlbare Sieg der Achse wieder normale und freundschaftliche Beziehungen zwischen Italien und Saudi-Arabien Herstellen wird. Die Türkei hat die Vertretung der italienischen Jntereffen in Saudi^lro^en übernommen." AS fe1 fe Sublimes und Zartes. Im 18. Jahrhundert war her Hauptschmuck der Tasse die Chinoilerie, die mit dem Import des Tees aus dem Fernen Osten nach Europa gelangt war. Die deutschen Manufakturen haben diesen Dekor viel'ach verwendet, besonders bemerkenswert in dieftm Stil sind dre Tasten Fredrichs des Großen. der ein großer Liebhaber feiner Dor ".Ilan- Manufaktur war. Noch zu LebAeiten Friedrichs letzt jene allgemeine euroväische Stilwandluna ein. die aus der bewegten Formenwelt des Rakoko in eine schlichtere, antikisierende führte. Die Tasse bekam eine zylindrische Form, fest und gerade stand sie auf einem einfachen Teller. Während tes Ro- koko seine Motive aus dem höfischen und bäuerlichen Leben genommen hatte, beginnen nun dis Zeitereignisse m die Vorzellanfabrikation hinein»u- fpielen. Die Tasse wird wirklich zum Spiegelbild des Zeitgeschehens. In den Vordergrund treten patriotische und Erinnevungstasse^. kriegerische Er- Vückertisch. — Pros. Karl Schövke: Deutsche 0 st« si edl u n g. Mit 5 Kartenskizzen. Verlag von D G. Teubner in Leipzig. Der bekannte Agrarpolittker gibt eine Zusammenfassung der gesamten Besiedlungsgeschichte des deutschen Ostens und Osteuropas von der indogermanischen Urzeit bis zur Gegenwart 'ind zeigt die Voraussetzungen auf für eine dauerhafte zukunftsreiche bäuerliche Neusiedlung km Osten. Er bietet alles in allem ein kleines und Handbuch zur raschen und anschaulichen Ein- stihrung und zugleich einen Wegweiser für die großen Siedlungsfragen der Gegenwart und Zmunst. Stockholm. 24.Februar. (DRB. Funkspruch.) Der Neuyorker Korrespondent des „Manchester Gu- ardian" berichtet über den peinlichen Eindruck, den das britische Versagen in Singapur auf die amerikanische Oesfenllichkeit gemacht ^hat. Er schreibt, daß die Katastrophe von vmgapur ohne Zweifel schwerer als alle anderen Schläge, die die Amerikaner bisher auszuyal.en hatten, auf ihnen laste. Selbst nach dem Schlag von Pearl Harbour habe man allgemein angenommen daß tue Stärke der Verbündeten Im Pazifik her des Feindes nach weit überlegen sei. Wahrend des japanischen Vormarsches auf den Philippinen habe man betont, daß btt Verbündeten all ihre Kratt auf den Schutz der bedeutend wichtigeren Stellung von Singapur konzentrieren müßten Die Nordamerikaner seien durch die vielfache Kritik an den mangelhaften britischen Vorbereitungen zur Derteidigung von Malaya stark beeindruck t worden, noch mehr allerdings durch das Vorgehen des britischen Zensors in Singapur, der kurzerhand solche Kritiken verboten habe. Erbitterung habe die Tatsache ausgelvst, daß man Monate hindurch die Bedeutung Singapurs als .unbedingt lebenswichtig für bas Empire stark Englische Bomben auf französische Rifd er. Paris, 23. Februar. (DNB.) Ein feiger lieber* fall britischer Flugzeuge auf sranzösi« f ehe Fischereifahrzeuge bei Arcachon, durch den 26 französische Fischer getötet mürben, hat in ganz Frankreich große Erregung her. uorgeruftn. So schreibt der „Pettt Pansen", dieser Vorfall beweise wieder einmal die Neigung der Engländer zur Heuchelei. Bei diesem neuesten Bombenangriff habe es sich selbstverständlich nur darum gehandelt, die Franzosen daran zu hindern, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Während die Engländer behaupteten, die Franzosen so sehr zu lreden. würfen sie Bomben auf harmlose Fischer. träten. „ , Trotz aller Geheimnistuerei kommt Cripps auch hier nicht umhin, die jahrelangen verräterischen Ueberfallsvorbereitungen der Sowjets zuzugeben. Im übrigen dürfte auch in Kanada der Bolschewismus fein Rätsel mehr sein. Der Ausblick, den die deutsche Wehrmacht der Well öffnete, hat das Sowjetelend in solcher Grauenhaftigkeit gezeigt, daß die Kanadier den Angelhaken unter dem Crippsschen noch lange vereint". Es gibt folche mit Symbolen der Freundschaft und der Liebe, andere mit dem Motto „Dem Freunde die Brust, dem Feinde die Stirn". Landkarten Europas werden als War verwendet, ebenso Gedenktage und Feste am Ho ö. 18?6 stellte die Fürstenberger Manufaktur eine Taste mit Goethes Bild her, auf den Spiegel der Untertasse hatte der Olympier einen Gruß geschrle- den: , Gruß und Hei-l! Goethe. Weimar 28. August 1826" Daß diese Tasse vielfach zu Gelchrnkzwecken verwandt mürbe, veranlaßte ben Dichter zu den sarkastischen Worten: ..Zu haben bin ich wie der Alte Fritz auf Pfestenköpfen und Tassen". A. v. Oe. ich. daß nun die Grundsätze einer Bewegung in das deutsche Volk hinauswanderten, die nicht mehr zum Vergeßen zu bringen waren. Ein Feuer war entzündet, aus dessen Glut dereinst das Schwert kommen mutz, das dem germanischen Siegfried Die Freiheit, der deutschen Nation das Leben wieder- gewinnen soll. Und neben der kommenden ^Hebung fühlte ich die Güttin der unerbittlichen Racke schrei- ■ ten für die Meineidstot des 9. November 1918. So leerte grf) langsam der Saal. Die Bewegung nahm - h Wenn wir heute das Parteiprogramm durchlesen, dann müssen mir die, Feststellung treffen, dah e, bereits nahezu resttos seine Erfüllung gesund en hat. Der Zusammenschluß aller Deutschen auf Grund des Selbstbestimmung-rechte- der Volker zu -in-m Grotzdeulschland ist ebenso verwirklicht worden wie die Gleichberechtigung des deutscyen Volkes gegen- über den anderen Nationen. „Staatsbürger kann nur fein, wer Volksgenosse ist, Volksgenosse kann nur \em. wer deuten Blutes ist, ohne Rücksicht auf «on ession. Sein Jude kann daher Dolksge- no fe lein." Die in Punkt 4 ausgesprochene Forde- runa ist ebenso ermllt worden tote Punkt 5 und 6, in denen gesagt wird, daß jedes öffentliche Amt nur von Staatsbüra^rn bekleidet werden kann. Allen Volksgenossen Arbeit zu verschaffen und das jüdische Element aus Deutschland auszuscheiden, sind Forderungen, die wir in den Punkten 7, 8 und 9 finden; sie sind ebenfalls erfüllt. Die gesamten sozialen Forderungen, die in den nächstfolgenden Punkten niedergelegt worden sind, haben ebenfalls ihre Erfüllung gefunden, ob sie nun die Abschabung des arbsits- und mühelosen Einkommens, den großzügigen Ausbau der Altersversorgung, den SÄutz für Muster und Kind, die Schaffung eines aesunden Mittelstandes, die durchgreifende Hilfe für den Bauern usw. behandelten. „Wir fordern die Abschaffung der Söldnertnuppe und die Bildung eines Dolksheeres." So lautet der Punkt 22. Der bisherige Verlauf des Krieges dürfte unseren Gegnern schon deullich genug gezeigt Haben, daß die Wehrmacht, die Adolf Hitler geschaffen hat, die beste geworden ist, die es auf der Welt gibt. Don besonderer B"deu"ung ist auch der Plrntt 23, her sich mit der Schaffung einer deutsche Presse befaßt, die wir setzt, nach der völligen Ausschaltung des iüdsichen Elements, in der Tat auch haben. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" heißt es in Punkt 24. Und wer möchte behaupten, daß tiefer Lettge- danke nicht ebenfalls verwirklicht märten ist? Und wenn es zum Schluß des Punktes 25 heißt, daß . die Führer der Partei, wenn nötig, unter Einsatz des eigenen Lebens" für dis Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einmtreten versprechen, dann denken wir voll stolzer Trauer an dis große Zahl der Kämpfer, die in den Tod gegangen sind, damit diese Forderungen des Führers in die Tat umgefetzt werben konnten. Noch nicht erfüllt Ist bis jetzt lediglich die in Punkt 3 ausgesprochene Forde- rung: „Mr fordern Land und Boten lKolonien) zur Ernährung unseres Volkes und Anstehllmg un. seres Bevölkerungs-Ueberschusses." Jeder Deutsche weiß aber, daß auch diese Forderung erfüllt wer- Erde sind die besten der Figuren Sc^nherrs ge- : ormt, denen der Dichter Atem und Leben eingehaucht hat; urgewaltig stehen sie da, wie die Berge des Landes, der alte Grutz, das Totenweibele, der Alt-Rott und der Chri toph Rott; urgewaltig und manchmal wie Fleisch gewordene Erinnerungen aus einer länaft vergangenen Zeit, die wir anderen- nur noch m Träumen kennen. Aus diesem Gefühl, Kind der tiroNschen Erde zu sein, stammt das Stück, das mit zu den besten Schönherrs gehört, das Schauspiel „E r d e", das Schönherr eine ,Fornödie des Lebens" nennt. Es ist das Stück, in dem der alte Bauer Grutz im Mittel- punkt steht, der mit feinen 72 Jahren noch ben Tod besiegt und wiüder aus dem Sarg aufsteht, in den er sich zum Sterben schon gelegt hat, als er sehen muy, wie ahne ihn vielleicht der Hof in unrechte Hände kommen und zuschanden gehen könnte; dieser alte Grutz, der ein Herrscher über die Erde ist, unter deren Last die anderen um ihn zu Knechten werden. Diese Komödie des Lebens ist ein Stück, in dem fast schon shakespearischsr Geist lebt. ,^rde" brachte neben dem Bühnenerfolg Schönherr durch die Verleihung des Schillerpresies auch die offizielle Anerkennung als Dichter. War in „Erde" noch alles mehr auf das Problem des einzelnen gestellt, so gewinnen die Probleme der Allgemeinheit in zwei anderen Schauspielen Gestalt, in „Glaube und Heimat" (1910) und „Volk in Not" (1915), das eine die Austreibung der e-vangelischsn Salzburger aus ihrer Heimat, das andere den Kampf der Tiroler aegen Napoleon behandelnd. Stehen in jenem im Mittelpunkt noch mehr Glaubensftagen eines engeren Krelles, die sich w'derftreiten so werden in diesem schon die höheren Ideen der Gemeinschaft, b:e Verteidivuna der bedrohten Heimat, zur Grundlage der Handlung gemacht. Wenn Schönherr in „Volk in Not" unb in dem Schauspiel „Der Judas von Tirol" (1897 in einem ersten Entwurf entstanden und 1927 ettbgültig umgearbeitet — es ist bezeichnend für den Dichter Schonberr, daß er immer wieder seine Werke um- und neuformt), das ebenfalls um Andreas Hofer fpttft und das zeigt, wie der Bausrnknechi Raftl nicht nur aus Geldgier, sondern auch aus ge» : frSnfter Ehrliebe — er, der arme Knecht, muß m einem Passionsstück den Verräter Juda, spielen, den । von den Bauern niemand spielen will — selbst zum R o m, 23. Februar. (DNB.) Zwischen Italien und Saudi-Arabien wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Hierzu wird von amtlicher ttal-i-enischer Seite mit geteilt: „Die italiemsche Regierung hat die Sch"'eßunq der königlich-italienischen Gesandtlckaft In Gedda und daran anschließend die Zurückbeförderung des dort beschäftigten Personals in die Hei- mat angeordnet. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Saudi-Arabien ist eine Folge des ununterbrochenen und erpresserischen Druckes der britischen Re. gl e r un g auf die Regierung von SaM'Arabien, die sich mit Bedauern dazu gezwungen sah, die tta- lienische Regierung zu bitten, ihre Vertretung in zu Meßen, Es handelt Nch um eine neue Gewaltmaßnahme, die von der Regierung in London einem unabhängigen arabischen Staat aufge» eignisse, Silhouetten großer Persönlichkeiten merken als Schmuck verwendet. Immer größer mtrb die Neigung zum Erzählerischen. Ein beliebtes Motiv ist der Zusammenbruch und der Aufttieg Preußens; der Königin Luise wird eine besondere Taslenart gewidmet. Eine der reizvollsten dieser Art ist jene Tasse, die die Stadt Berlin der Königin 1807 nach Memel sandte, elegant geschweift im Stil des Empire mit einer Schlange als Henkel. Eine andere bemerkens, werte Tasse wurde damals In Berlin hergestellt: zu Weihnachten 1806 sandte die berühmte Schauspiele- rin Friederike Unzelmann an Goethe eine Tasse mit ihrem Bilde als Jvhigenie; die Verse aus dem Drama, mit denen sich Iphigenie an Zeus wendet, sind airf ten Dichter umgedeutet. für die weitere Kampfführung der Gruppe von ausschlaggebender Bedeutung war. Oberstleutnant Joseph Pausinger hatte entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Durchfüh. rung der deutschen Gegenangriffe am 9., 13. und 14. Februar. Aus eigenem Entschluß stieß er mit unerhörtem Schwung weit über die befohlenen An. grisfsziele vor, fugte den Sowjets schwerste Verluste zu und zwang sie, eine für die weitere Angriffsführung wichtige Stellung vorzelttg aufzugeben. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Ester-- nen Kreuzes an ten italienischen General Hugo de Carolis. General Hugo te Carolis hat sich in ben Ab« wehrkämvfen an der Ostfront ganz befonders aus» gezeichnet. Als die von ihm geführte Division bet einem Angriff im stärksten Abwehrfeuer der Sowjets liegenblieb, ging er selbst nach vorn, um seine Truppen vorzurelßen. Sein Beispiel wirkte. Der von ihm an gesetzte Angriff gelang. Während des Angriffes ist der tapfere General gefallen. Neue Gchiffsversenkungen in miiieiamerikanifchen Gewäss-rn. Buenos Aires. 24.Februar. (DND. Funk- spruch.) Neue Schiffsverfenkungen In mittelamerikanischen Gewässern werten ae« meldet. Einer Kabelmeldung aus W i l l e m st a o - C u t a c a o zufolge wurde ter panamerikani cho Tanker „Thalia" (8329 BRT.) m der Nähe der Nonoon-Jnsel gegenüber Aruba torpedier^ In Rio wurde Montaamorgen ein 808-Rus und eine Botschaft in englischer Sprache des Schiffes Jupiter" aufgefangen, wonach dieses von einem deutschen ll-Boot im Antillenmeer torpediert wurde. Die Nativnalttat des Schiffes Ist nicht bekannt. der Rot 23 Ä«Nun| Swng .«leib« M unb h'i: te Rl’> l'ÄP i'h J IWt Ä i Nh Hum’“ H fe“1” A l< Köder nicht übersehen können. „Rotes Blut ist jetzt mit Crivps in das Kabinett gekommen", bekannte gestern Frank Oven vom „Evening Standard" o fenherzig im Londoner Nachrichtendienst. Die Äon ervativen und ein Teil der Labour-Partei hätten sogar angenommen, daß Cripps zu viel rotes Blu^' umschreibt der Sprecher den Machtkampf, ten Chur- chill nach Moskauer Plänen entschied, als er den Vertrauensmann Stalins in sein Kriegskabinett aufnahm. Cripps habe feit feiner Rstckkehr von den Bolschewisten in England viele Anhänger gefunden, verrät uns Frank Oven. Die Leute hatten ihn mit der Sowjetunion identifiKiert, und die Bolschewisten „versorgen uns weiter mit dem größten Teil unserer guten Nachrichten." Reuter gibt eine amtliche Mitteilung bekannt, wo- nach der König ben Erzbischof von York, Mr. Wil- liam Temple, zum Erzbischof von Can- terbury ernannt habe. Zu dieser Ernennung schreibt „Daily Herald": „Temvle hat nicht gezögert, seine Sympathie mit der Labourbewegung zu erklären. Der neue Primat ist ein christlicher Revo- lutionär" — womit die Zeitung wohl meint, daß es sich um einen Freund Moskaus handelte. Im Zeichen Churchitt-Cripvsscher Bolschewiken'- börigkeit ließ London es sich nicht entgehen, bb Sowjetarmee, deren <---- „ In Moskau begangen wurde, mit großem Aufgebot Das Uitt-rkreuz. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Der Führer dcj- lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Franz N e i b e ck e r, Kommandeur eines Infanterie- Regiments ; Oberstleutnant Joseph Pausinger, Kommandeur eines Infanterie-Regiments. Oberst Franz Neibecker hat sich auch im Kampf gegen die Sowjets immer wieder durch hervorragende persönliche Tapferkett ausgezeichnet, too drang er an der Spitze feiner Infanteristen und der ihm Augeteiüen Panzer in selbständigem Entschluß nach Dem Uebergang über einen zugefrorenen Fluß In einen Ort ein, der als ein wichtiger Schlüsselpunkt herausgestellt habe, wahrend man jetzt die Wichtigkeit der Festung zu verkleinern versuchte. Der „Daily Herald", das Blatt der englischen Labour Party, warnt die englische Regierung, in Reden und Erlassen den Ausdruck „E m p i r e stark in den ' Vordergrund zu stellen. Churchill spreche, so erklärt bas Blatt, mit Vorliebe in feinen Reden vom britischen Empire. Das Wort Empire habe jedoch in der Welt einen bedenklichen Klang, denn vor allem in Indien rufe es stets den scharftten Widerspruch hervor. Gerade der Empire-Begriff lähme besonders in dieser Stunde der höchsten Gefahr die aktive Mitarbeit der indischen Völker und rufe selbst in den Dominien Mißtrauen und Unruhe hervor. Churchill müsse deshalb ein anderes Wort finden, das weniger reaktionär klinge und weniger „nach Imperialismus rieche". „Daily Herald" schlägt vor, daß in allen Verlautbarungen und Reden von jetzt ab nicht mehr das Wort „Empire", sondern der Aus- druck „Commonwealch" angewandt werben soll, denn das Wort klinge h a r m l o s e r. Es ist bezeich- nend für die wachsende Schwäche des Empire, daß es jetzt sogar seinen Namen zu tarnen versucht. irrt 0 „Mi. rill°b°"z fa.S Sieben,6«6 |enbenl«P' Ivorden ist- I Bangkok. IMnahAN 3 küble J ttararschie l ■einer Meldung I tlMgeht. auch lian die über 31 |8ombat)s Qi Iteit zu verlassen Jn M I Lissabon, IjfÜannlen wur I Zeichnungen II I Wit Dafür gier — Siami |$ie Nenderuna Iseinerzeit durch ■men ihm Un ■versucht nun bi ■men den Wun peuorbmina al ■At zu Mi ■zu trösten miss den wird. , , , r Was ter Führer vor 22 Jahren versprochen hat, ist Wirklichkeit geworden. Hinter diesem Partei- Programm steht jetzt das ganze Volk, eifern entschlossen, leben Angrlft abzuwehren und ben vollen deutschen Sieg zu erringen. Oer italienische Bericht. Rom, 23. Febr. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Einer unserer Jagdverbande unter dem Kommando von Hauptmann Dante Okarso griff Im Tiefflug mit großer Schwungkraft und Entschlosieu- beit den Flughafen von Acrorna (östliche Cyre- naita) an, auf dem 15 feindliche Flugzeuge ftatio- niert waren. Mit wiederholten MG.-Feuersiohen wurden sämtliche Flugzeuge vernichtet, Baracken und Kraftfahrzeuge in Brand gesteckt sowie Truppen beschossen und in die Flucht geschlagen. Unsere Flugzeuge kehrten vollzählig zuruck. Deutsche Flugzeuge schossen im Luftkampf drei Flugzeuge ab und zerstörten ein viertes am Boden. Außerdem erzielten sie im östlichen M i 11 e l m e c r Volltreffer auf zwei feindlichen Handelsschiffen — einem von großer und einem von mittlerer Tonnage —, die zum Sinken gebracht wurden. Starke Verbände der deutschen Luftwaffe unternahmen intensive unb häufige Bombardie- runqsattionen gegen die Ziele von Malta und schossen darüber hinaus sechs englische Flugzeuge am Boden In Brand. _____________ fchrnd wurde, Ist er als Schullehrerssohn groß geworden, der am 24. Februar 1867 in dem Orte Axams auf den Höhen des Jnntals geboren wurde, und der sich, früh verwaist, durch eine harte und karge Jugend hlndurchkärnpsen mußte, ehe er Medizin studieren und Arzt werden konnte. Als bann der Arzt auch zu schriftstellern anfing, mit kleinen Geschichten aus den Tiroler Bergen, die Land und Leute liebevoll schilderten, war die naturalistische Dichtung auf ihrem Höhepunkt. Karl Schönherr, der Arzt, der auf einmal anfing zu merken, daß in ihm etn Dichter stecke, und der von vielen Setten ermuntert wurde, seine Begaibung nicht nur in kleinen Geschichten auszugeben, konnte sich dem Einfluß der herrschende-n Geschmacksrichtuna nicht entziehen. Die Umwelt, die Schönherr der Arzt in einem Arme- leutebezirk Wiens kennen lernte, schien dem Dichter Schünherr geradezu bestimmt, naturalistisch geformt zu werden. Die Schauspiele, die so entjtanten sind, dustere, tröst- und hoffnungslose Probleme behan- delnd, sind zeitgebunden und heute überholt. Diese Problemstücke, db sie nun „Narrenspiel des Lebens" heißen ober „Der Armendoktor" oder, wie das bekannteste „D e r W e i b s t e u f e l", viel gespielt und in seiner Art mit der Beschränkung au' nur drei die Handlung tragende Personen unb ben elnzmen Handlungsart einer Stube ungemein bühnenwirksam, Stucke, die sich mit der Natur des Menschen auseinandersetzen, mit den seelischen ..Urstänben", sinb nicht ber Schönherr, ben wir Heben, wenn sie auch ganz zweifellos eigentümlich für den Dichter Schönherr sind, aus seinem Schassen nicht fortzudenken. aber doch nur Stationen auf dem Weg einer Entwicklung. Das, was Schönherrs dichterisches Schäften von allem Anfang an bestimmt hat unb was nicht der Zeitgeschmack des Naturalismus war, ist fein starkes ganz ursprüngliches Heimatgefühl. „Er sieht die Welt durch das Prisma Tirol" sagt einmal Hermann Kienzl von ihm und wirklich, aus der tirolischen Aus der Stadt Gießen bte ^aiten* ein Konversationslerikon zu Ritterkreuzträger Oberst Friedrich Wiese 23 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sortierung folgt) l8«S , Amsel, Drossel, Fink und Star . .* Zur 6. Reichsstraßeusammlung des LWHD. 1941/42. Zehn Vögel sind es, die uns an diesen beiden Tagen bei der Sammlung für das Kriegs-WHW. zusliegen werden: Eichelhäher, Eisvi Ser USA., würbe, w) meldet, am n des Kari« kin Kriegs, img, die Dort m waren. Sie en ’Rtw Me- Knegserleichterungen bei der Einkommenstelitt Oe neuen irichtlinien. Der feurige Gfen Roman von Hans von hülsen laßt wurden. Aufwendungen für den persönlichen Schutz, z. B. Gasmasken, und für den Schutz der eigenen Wohnung, z. B. DerdunkelungseinriHtungen, bleiben dabei aufeer Betracht. Ebenso sind einmalige Zuwendungen an den Reichsluftschutzbund und Mit- glieüsbeiträge nicht abzugsfähig. Aufwendungen für Zwecke des zivilen Sanitätsdienstes in Industrie- und Werkbetrieben können im Ausgabe- jahr voll ab-gesetzt werden. Einkünfte aus nichtfelbständiger Arbeit, die biß Ehefrau in einem ihrem Ehemann fremden Betrieb bezogen hat, sind in der Steuererklärung des Ehemanns nicht anzugeben. Die Ehefrau ist ohne besondere Aufforderung durch dos Finanzamt Der« pflichtet, über diese Einkünfte eine Steuererklärung abzugeben, wenn sie zu einem Einkommen von mehr als 8000 RM. im Veranlagungszeitraum ge* führt haben. Kinderermäßiguna wegen chaushaltszuge- Hörigkeit wird, nach geltendem Recht auch weiter gegeben für Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-^ bis zu bestimmten Dienstgraden. In der Reihe dieser Begünstigten sind auch die Arbeitsman-. ner eingeordnet sowie die Arbeitsmaiden die nach Ableistung der Arbeitsdienstpflicht zum Kriegshilfsdienst verpflichtet wurden. Auch bei der Kinderermäßigung wegen Uebernahme der Kosten des Unterhalts und der Erziehung oder Berufsausbil- dt, ettr, kn L, to5, ®*n bei kt Sm, fee rnrtte. Der Wahrend ta -Len. igen väss-m. MB. Funk, in mittel, , werten ge. lUernftao« namerifant'Ät in der orpeblert ein 808-Ruf che des Lch!f. ch bklis von Anttllen» tionalität des Trotzdem sie in Schwärmen von Millionen — etwa 52 — angeflogen kommen, werden sie sehr schnell ihre Liebhaber gesunden haben. Denn erstens find sie alle reizend, und zweitens — und das ist die Hauptsache — bienen sie alle einer großen Sache, dem Wohle und der Stärke der deutschen Heimat, vor allem aber den deutschen Muttern und Kindern. n ftr. i feister UM f französi. llrcochon, durch getötet W Erregung W W. . Neigung vrk neuesten W sich nur darum j bindern, chrend dir Enst' । sehr $U liebw M. _ können bei Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus Land- unh Forstwirtschaft und aus selbständiger Arbeit bei derkommen- und Körperschaftssteuer im Jahr der Ausgabe voll abgesetzt werden. Voraussetzung ist, daß die Aufwendungen =nt, n8't. v-Z »SL 8S? r hatte ent, Wi3 Neuen berste 5er. fitere ün. aufzu. Hand haben, wohl aber einen Eimer mit Wasier und eine langstielige Schaufel — also nicht eine kurzstielige Kohlenschaufel — so kann man auch die ausemanderlaufende Brandbombe durch Wasser im Eimer löschen. Man muß dann schnell und geschickt den glühenden Brandkuchen auf die Schaufel nehmen und in den Eimer mit Wasser schütten. So gibt es zwar ein wenig Lärm im Eimer, keineswegs aber eine Explosion, w.e gelegentlich befürchtet wurde. In kurzer Zeit sind die glühenden Teile der Brandbombe abgelöscht. Das Verfahren ist bei genügender Vorsicht durchaus möglich. Einfacher und in jedem Falle empfehlenswerter aber bleibt natürlich die Bekämpfung der Brandbomben mit trockenem Sand. Lichtspielhaus: »Alarmstufe V." Was diesen Film — Drehbuck) von Fred Andreas — von anderen, stofflich ähnlichen unterscheidet, ist der Einblick in die segensreiche Tätigkeit Der Feuerschutzpolizei. Dadurch, daß eiü junger Wachtmeister während seiner Dienstobliegenheiten in einer chemischen Fabrik seiner früheren Verlobten wiederbegegnet, mit der er sich vor ein paar Jahren überworfen hatte, ergibt sich die spielfilm- mäßige Verknüpfung von zwei einander kreuzenden Liebes- und Eifersuchtsgeschichten mit einem Krimi- Es ist erstaunlich, wieoiele fremde Vogelarten mir kennen, ja sogar ziemlich genau beschreiben können. Doch, Hand aufs Herz! Kennen wir ebenso genau unsere einheimischen Vögel? Einige von'uns werden sicherlich eine ganze Menge davon Herunterzählen können, doch wenn wir sie näher beschreiben sollen, dann bleiben wir ziemlich bald stecken. W e wäre es daher, wenn wir uns einmal naher mit chnen befaßten? Zu diesem Zweck brauchen wir uns nicht gleich ein zoologisches Handbuch oder ein Konversationslerikon zu beschaffen, damit wir die farbigen Bildtafeln studieren können. Es wird uns viel einfacher gemacht. Die Vögel fliegen uns direkt zu, lassen sich sogar ruhig in die Hand nehmen und nach Hause tragen. Allerdings nur an zwei bestimmten Tagen, dem 28. Februar und dem 1. März 1942! lufrTitHth. leiter rettet, besiegelt das und gibt dem Ganzen einen freundlichen Abschluß. Alois Johannes Lippl, bekannt durch „Pfingstorgel" und den „Engel mit dem Si spiel", hatte die Spielleituna und sand im bunten Wirbel des Münchner Oktoberfestes dankbare Motive; das entschieden originellste davon ist der Elefant — nicht im Porzelumladen, sondern im Lachkabinett; hingegen hätten die immer wieder gesehenen und kaum zur Sache gehörigen Tanzszenen getrost etwas beschnitten werden können. Von den Darstellern wären hervorzuheben Ernst von K l i p st e i n , der mit sympathischer Männlichkeit den jungen Wachtmeister spielt, Heli F i n k e n z e l - l e r, anmutig wie immer, zwischen Liebe, Eifersucht und Empörung schwankend, Albert Lippert als der verdächtige Herr Wiedemann, Liesl Karlstadt (leider ohne Valentin) als waschechte münch- nerische Zimmerwirtin, und Charlotte Dalys, eine neue Erscheinung im Film, als Tänzerin Carla. — (Bavaria.) — Im Beiprogramm laufen die neue Wochenschau und ein guter Kulturfilm „Bergbauern im Stubaital". Hans Thyriot hatten und nun mir nichts, dir nichts auf den Kehricht geworfen waren; an die Peterbaude. — und daß die Tage droben im ganzen nicht gehalten hatten, was er sich von ihnen versprochen (Marion zuerst allzu interessiert für diese Filrnonkels und zuletzt etwas fahrig, flackerig, fast gehetzt, wie?); an Marion In Berlin (sie würde die dreitausend Emm, die er ihr für ihre persönliche Ausstattung gegeben, schon rasch flemfriegen; er mußte ja für alles und jedes aufkommen, da sie arm wie eine Kirchenmaus war und sich mit den Eltern durchaus nicht in Verbindung fetzen wollte; blieb was Aerger- liches habet, obwohl er sie, im Gedanken an Ulla, auch wieder verstand). An Ulla selbst — verärgert, tief verstimmt, den plötzlich austauchenden Gedanken, daß er einmal zum Schwager Strakonitz fahren könnte, sofort verwerfend ... Mit einem Male — er wußte selbst nicht, wie ihm dieser jähe Einfall gekommen war — stand er auf, stieg auf einen Stuhl und hängte Ännettes großes Porträt von der Wand; das sollte hinfort nebenan in der Galerie seinen Platz finden, über den Vitrinen mit den Gläsern! Aber als er, den dicken, bestaubten Rahmen zwischen den Händen, auf dem Teppich stand, sah er, daß da, wo das Bild gehangen hatte, die Tapete noch tiefdunkelgrün war, nicht so ausgeblichen wie überall. Hatte er ein ähnliches großes Bild, den scheußlichen Fleck zu verdecken? — Rein! — Also kletterte er abermals auf den Stuhl und hängte den schweren Rahmen keuchend wieder hin. In diesem Augenblick, ohne jede erkennbare Verbindung, stand in ihm der Entschluß auf, morgen Fersengeld zu geben, nach Berlin zu Marion zu fahren (ihre Einkäufe ein bißchen zu kontrollieren? — ja auch das!) — und dies verödete Haus erst mit ihr wieder zu betreten. Das war Sonntag absnd. Arn Montpgnormittag brachte ihn Fabian wirklich zur Bahn. Sc in Aufbruch war, dachte er lächelnd, saft wie eine Flucht gewesen... , w«rGfr Ul'0 ffleg««* bt» ’ffiii L «tu« Im Retchssteuertttatt Nr. 13 vom 18. F-bruar 1942 sind die Ein kommensteuer-RickMnien für 1941, zugleich mit den geltenden Bestimmungen des Cm- kommensteuergesetzes und seiner Durchführungsver- orbnung amtlich veröffentlicht worden. Rur einige allgemeine Bestimmungen können aus dem umfangreichen Text hier erwähnt werden. Die Steuerbefreiung für den Familienunterhalt und die Beihilfen für Angehörige von Einberufenen ist im wesentlichen unverändert beibehalten worden. Sie kommt auch den dm Soldaten Gleichgestellten zugute. Die Abführung von Uebergerotnnen ist wie eine Gewinnverwendung zu behandeln. Es sind daher auch Rückstellungen für die Abführungsbeträge steuerlich nicht zulässig. Aber es braucht nur der Teil des Uebergewinns abgefuhrt zu werden, der nach Kürzung um die Einkommen- ober Körperschaftssteuer verbleibt, die auf den Uedergewinn entfällt. Aufwendungen für Zwecke des Luftschutzes Mit Ausnahme von Herrenzimmer und Galerie, die er selber bei der Abreise, rote immer verschlossen, gab es Im Erdgeschoß keinen bewohnbaren Raum mehr; und im Oberstock waren nur sein Scklaf- kadinett und Ullas zugesperrtes- Zimmer verschont geblieben. Tischler und Töpfer, Maurer und Maler arbeiteten durcheinander — denn er hatte größte Beschleunigung angeordnet, als er den Auftrag vergab. Im ausgeräumten Wintergarten stand der Blaser auf hoher Trittleiter und kittete die seit langem undichten Scheiben, an deren Reparatur lllla immer vergeblich gemahnt hatte. Die Diele war einfach ein vollgepfropftes Möbelmagazin. Den großen schwarzen Flügel im Musikzimmer hatte man mit Decken. Säcken und Brettern zuaedeckt, auf schwankendem Gerüst darüber klopften Maurer die altväterlich - verschnörkelten Stuckornamente vom Plafond. Im ganzen Hause hallte es von Hammerschlägen, roch es nach Staub und Mörtel, Leim und Farbe. Fehr mußte feine einsamen Mahlzeiten am runden Tischchen des Herrenzimmers einnehmen, in einem Klubsessel sitzend, unter dem großen Bilde Annettas. Es wollte ihm nicht schmecken. Er hatte lange Besprechungen mit dem Architekten aus her Kreisstadt, dem er den Umbau übertragen hatte; es war nicht ganz leicht, dem Manne klar zu machen, rote alles werden sollte- Am Samstagnachmittag erschien Forstmeister Koch, um über Die Geschäfte Bericht zu erstatten. Holzvertäufe, Holzschlag. Miserable Preise! Durch ihn hörte Fehr auch von den Vorgängen in der »Sophienau, an die er nicht mit besonders gutem Gewissen dachte. Dort sah es nicht viel anders aus ötz-r tobt« freiem; M t Ht ent W> gjS-i n einM#*** J, tier alitn • RSG. Unter den neuen Ritterkreuzträgern des Heeres befindet sich Oberst Friedrich Wiese aus Gießen, dem der Führer für fein entschlossenes Handeln und feinen hervorragenden persönlichen Einsatz beim Beziehen der Winterstellungen durch eine Insanterie-Divi'sion diese hohe Auszeichnung verlieh. Der Winter war schon lange mit grimmiger Kälte und großen Schneemassen hereingebrochen, als die Division, der Oberst Wiese mit seinem Infanterie- Regiment angehört, Befehl erhielt, sich vom Feind zu lösen und eine vorbereitete Winterstellung zu beziehen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Division im schweren Äbwehrkampf gegen den immer wieder neu anrennenden Gegner. Oberst Wiese erhielt die schwierige Aufgabe, das Absetzen der Division vom Feind mit seinem Regiment als Nachhut zu decken. Er bekam Befehl, die alten Stellungen so lange zu verteidigen, bis die schwierigen Marschbewegüngen durchgeführt waren. Dann sollte sich sein Regiment auch vom Feind absetzen und danach in die neuen Stellungen ausweichen. Trotz starker Feindeinwirkung verliefen alle Bewegungen der Division planmäßig. Oberst Wiese hatte mit seinen Infanteristen bereits am Vormittag mehrere frontale Feind an- grlffe abgewehrt, als sein Regiment ganz plötzlich am Nachmittag auch in den Flanken und im Rucken von überlegenen Feindkräften angegriffen wurde. Sowjetischen Kavallerie- und Schneeschuhtruppen gelang es, durch das für die deutschen Kräfte ungangbare Wald- und Sumpfgelände vorzustoßen Wenn wir diese Frühlingsboten an den beiden Tagen an unserem Mantel tragen, dann werden sie nicht nur ein Symbol, eine Vorankündigung für Den kommenden Frühling, sondern auch der sichtbare Beweis unserer Opferbereitschaft und unserer Einigkeit mit der kämpfenden Front sein. Kür Tapferke t vor öem Kemüe. Oberleutnant Heinrich I ö ck e l, Gießen, Licher Straße 61, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Hans Friedrich Reck von Großen-Lmden, Leutnant in einem Artillerie-Regiment, wurde für Tap- [erteil vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Oie Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine. Wer 1942 als Offizieranwärter in die Kriegsmarine eintreten will, muß seine Bewerbung baldmöglichst bei der Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel einreichen. Auskünfte über die nötigen Bewerbungsunterlagen erteilen alle Wehrersatzdienststellen. Es werden Anwärter für die Seeoffizier-, Ingenieuroffizier-, Sanitätsoffizier-, Waffenoffizier-, Derwaltungsoffizier- und die neu eingerichtete Marineartillerleo'fizierlaufbahn eingestellt. Voraussetzung ist der Besitz ober die vorzeitige Zuerkennung der Reife einer höheren Lehranstalt. Schüler der Klasse VII werden nach einer Vereinbarung mit dem Reichserziehungsministerium bis zur etwa im Sommer 1942 stattfindenden Einstellung die Möglichkeit jur Erfüllung dieser Bedingung erhalten, wenn sie durch gute Führung und ihre Schulleistungen in den nächsten Monaten rechtzeitig die Eignung zur Versetzung nach Klasse VIII erwerben. Der Beruf des Marineoffiziers führt frühzeitig zur Selbständigkeit und Verantwortung. Er setzt die entsprechende Veranlagung des Charakters und volle Einsatzbereitschaft für den Gedanken deutscher See- geltung voraus. Sand ist das beste Löschmittel. Vrandbombe geht aber auch Im (Eimer aus. Gelegentlich einer Anfrage w'rd In der „Sirene" des Reichslustschutzbundes Stellung zu der Frage genommen, wie man eine sprühende Brandbombe, die schon „au5eitianberläuftw löschen kann. Solche Fälle können vor allem dann entstehen, wenn man und Oberst Wiese mit feinen Infanteristen von allen Seiten einzuschließen. Die Lage schien infolge der großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit hoffnungslos, zumal auch infolge der ftarfen Kälte alle Nachrichtenmittel zur Division ausfielen. Trotzdem entschloß sich Oberst Wiese, an einer Stelle mit fernen zusammengefaßten Kräften die feindliche Umklammerung zu durchbrechen und sein Regiment sowie die ihm unterstellten Hilfswaffen aus der Umflam» merung zu befreien. An der Spitze feines vorder- ten Bataillons stieß er mit großem Angriffs- chwung in den Feind, und es gelang ihm, die von )en andauernden Kämpfen und der starken Kälte ermüdeten Infanteristen zu höchstem Kampfesmut anzufpornen. Nach heftigem Ringen wurde eine Bresche durch den feindlichen Einfchließungsrmg geschlagen, und es glückte ihm, mit seinem Regiment zu der neuen Derteidigungsstellung der Division durchzustoßen. Durch seinen selbständigen Entschluß und feinen vorbildlichen, persönlichen Einsatz hat Oberst Wiese in fast hoffnungsloser Lage nicht nur sein Regiment gegen eine erhebliche Uebermacht aus der feindlichen Umklammerung herausgeschlagen, sondern auch wesentlich dazu beigetragen, daß die Division alle weiteren bolschevEschen Angriffe gegen den neuen Verteidigungsabschnitt abwehren konnte. Sein Angriffsschwung und sein Draufgängertum haben sich in sckMerigsten Lagen hervorragend bewährt. als im Schloß. Pünktlich mit Jahresbeginn waren die Handwerker eingerückt, um das Oberste zu unterft zu kehren, der Betrieb lag völlig still, ein Direktor aus Dresden war gekommen und hatte, als erste Maßnahme, der gesamten Belegschaft gekündigt ... Fehr ballte die Fäuste auf den Knien. Am Abend dieses Tages sandte er Ulla einen Scheck über die Summe, die ihr mütterliches Erbe ausmachte. Er fügte nur eine sachliche Zeile hinzu, kein versöhnliches Wort, so sehr grollte er ihr: sie — sie allein war schuld, daß er die Sophienau verkaufen mußte, daß so viele alte treue Arbeiter auf der Straße lagen! Dom Forstmeister erfuhr er am Sonntag, daß Dr. Wulstam tags zuvor nach Dresden gereift war. Er spitzte die Ohren bei dieser Nachricht, sagte ober nichts, sondern fragte, auswe chrnd, ob Koch irgendeine Notstandsarbeit für die auf der Sophienau Entlassenen schaffen könne. Ein Achselzucken: höchstens Arbeit im Holz; aber das komme ja nur für die jüngeren Leute in Betracht ... Er ordnete an, daß jeder Familienvater, der länger als fünf Jahre auf der Hütte beschäftigt gewesen war, einen vollen Monatslohn aus der Rentamtskaffe erhalten solle. Forstmeister Koch sagte: „Jawohl", aber er fand das im Grunde übertrieben. Am Abend, als er allein, in der Tiefe des ledernen Klubsessels saß, und nur Annettens großes Bild stumm auf Ihn herniedersah, fiel ihm noch ein, daß vielleicht Demblin auf Nieder-Lappersdorf helfen könnte, er rappelte sich auf und rief trotz der späten Stunde an. Aber Demblin mußte ablehnen, es waren schon ein paar Leute mit demselben Anliegen bei ihm gewesen, er konnte jetzt, in der toten Zeit, mitten im Januar, niemand einstellen. Christian Fehr versank mißmutig wieder im Sessel. Das Zimmer mar voller Schatten. Auf dem Schreibtisch tickte leise die Uhr. Er dachte vieles durcheinander: an die alten Meister Löffler, Seidel, ©lumm Vater und Sohn, die (mit Ausnahme von Emanuel ©lumm) schon dem allen Herrn gedient . imlung für das Kriegs-WHW. . „ : Amsel, Bachstelze, Buchfink, Eichelhäher, Eisvogel, Gimpel, Kohlmeise, P rol, Rotkehlchen und Stieglitz. Wir sind überzeugt, daß nach dem 28. Februar und 1. März 1942 alle Volksgenossen diese Vögel genau kennen. Dafür werden die sammelnden Formationen, die SA., ff, NSKK., das NS.-Flieyerkorps, die Ehrenabteilun- aen der NSKOV. und in einzelnen Kreisen auch die Politischen Leiter, tüchtig sorgen. Sie werden mit feinem Spürsinn diejenigen Vogelfreunde ausfindig machen, die den Wunsch haben, gleich eine ganze Serie dieser geflügelten Kriegs-WHW.-Boten zu erwerben. n aff alt Die anfanaNch etwas umständliche und gfr legentlich abschwelfenoe Handlung erfahrt aeaen Ende eine erfreuliche Konzentration und fenfatio« nette Steigerungen mit wilder Verbrecherjagd, Ex« vlosion uno Großfeuer. Das entschlossene Einareifen Des jungen Beamten, der den fliehenden Verbrecher zur Strecke bringt und zuguterletzt auch noch sein Mädchen aus Qualm und Flammen über die Feuer- -luck der Wiedervereinten In Görlitz hatte der Schnellzug acht Minuten Aufenthalt. Während dieser'acht Minuten lief der Schnellzug Dresden—Breslau auf dem Nachbar- aleife ein. Fehr ahnte nicht, daß Ulla darin saß. Aber hätte er's geahnt, er wäre trotzdem sitzengeblieben und weitergefahren. Mit einem Entschluß, nicht minder plötzlich als der des Vaters, war Ulla am Montag gegen Mittag von Dresden abgereift. Warum? Fehrs Brief mit dem Scheck und der einen lakonischen Zeile war schuld. Er hatte sie plötzlich Zusammenhänge ernennen lassen, gegen die sie bis zur Stunde blind Gewesen war: die Zusammenhänge zwischen der luszahlung ihres Muttererbes und dem Verkauf der Sophienau. Bestürzung war die Folge, gewaltiger als alle Ueberlegung der Drang, nach Lappersdorf zu eilen, zum Vater zu eilen und zu sehen, ob sie noch etwas retten könne — und wär's mit dem Verzicht auf alle Zukunftspläne! Sie hatte Dr. Wulflam, der sich gerade anschickte, zum Morgenzug auf den Bahnhof zu gehen, noch telephonisch im Hotel erreicht und ihn bestimmt, seine Abreise zu verschieben, sie zu erroartem Und nun fuhren sie miteinander durch das schneeüberzuckerts sächsische Land und setzten ihr Gespräch da fort, wo sie es gestern abend, nach der „Rosenkavalier^-Auf- sührung, abgebrochen hatten ... Ja, sie waren zusammen am Sonntagabend im Theater gewesen, auf Strakonitz' Vorschlag, der ihnen sogar selber die Karten „feierlichst dediziert"' hatte! Seite an Seite hatten sie im Ersten Rang des Opernhauses gesessen — wenige Schritte vom Hotel Bellevue, in dem vierundzwanzig Stunden vorher jenes Gespräch zwischen Marion und Abbeg ffattqefunben —; und Ulla hatte nur wenig auf die Musik, desto mehr aber auf das gelauscht, was ihr Herz, viel süßer als die ©eigen des Orchesters, zu ihr sprach, da sie hier neben dem heimlich Geliebten saß ... Japans Dorstoß gegen Zava. Tokio, 23. Februar. (Eurovapreß.) Sowohl von Westen wie von Osten verstärkt sich der j a p a n i • ich e Druck gegen Java. Von Palembang aus stoßen die japanischen Truppen mit überraschender Schnelligkeit nach Südosten vor und bedrohen durch die Besetzung von T a n d j o n g bereits Karang und den strategisch höchst wichtigen Hafen T e I o c t Detong an Der Lampoeng-Bucht. Im Verlauf von Säuberungsatttonen gegen die im Sudwestteil der Insel Sumatra versprengten niederländisch-indischen Streitkräfte haben japanische Truppen am Montagabend die Stadt L a h a t besetzt. Sie beherrschen damit die für den Aufmarsch zum Großangriff gegen Java bedeutende Bahnlinie Palembang— Layat. Lahat liegt 180 Kilometer füd. westlich von Palembang. 18 feindliche Flugzeuge wurden bei einem japanischen Luftangriff gegen den Flugplatz von Butten z o r g am 22. Februar am Boden zerstört. Die Flugplatzanlage wurde in Brand gesetzt. Bei den Angriffen auf die Flugplätze von Kalidjatic und B a n d ö n g wurden sieben Flugzeuge am Boden zerstört. Außerdem wurde ein Blenheim- Flugzeug über der Südküste östlich von Tandjöng Karang in Flammen abgeschossen. 1 Einer Verlautbarung des kaiserlichen Hauptquartiers zufolge haben japanische Armee- und Marine- Jtreitträfte in enger Zusammenarbeit am 19. Februar den wichtigen Stützpunkt Ben Pafar am Eudostzipsel der Insel Bali vollständig besetzt. 3urma mal kalbend/ schwarz weiß, zu verkaufen eeeD MÄnchholihansen Haus Nr. 95. Photo Apparat 9 x 12, fast neu. Objektiv 1:4,5 mit Zubehör für 50 RM. zu verk. Schrift!. Angeb. unt. 0717 an den Gieß.Anz. erbet. Mündlich können Sieesnurvenigvll lagen, schrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen SieeSnl'sn | Kaufgesuche | Dackel (Hündin) zu kaut, gesucht. Y/t bis 2 Iabre. ' Schr.Angeb.unt. 0713 an den G.A. Mädchen verwickelte sich auf der Bezugsscheinstelle in Widersprüche und gab dann zu, falsche Angaben gemacht zu haben. Das Sondergericht kam zu der Auffassung, daß die Angeklagte unter die Volks, schädl'ingsverordnung zu fallen habe. Die besondere Hartnäckigkeit, mit der die Angeklagte auf ihrem Vorhaben bestanden habe, mache es notwendig, gegen sie auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und drei Monaten zu er. kennen. Ihre bisherige einwandfreie Führung und ihre Jugend kamen strafmildernd in Betracht. Auch wurde die Untersuchungshaft von zwei Monaten und einer Woche der Angeklagten, well sie gestän» big war, ungerechnet. Landkreis Gießen. * Beuern, 23. Febr. Am 17. Februar feierte der Kriegervater Philipp Arnold in Beuern seinen 8 0. Geburtstag. Der Reichskriegsopfer- BüroangcsteMer welcher 17 Jahre in größerem An- dustriewerk tätig «chriftl Änaeb. 0727 an den mSÄe Ackr.ÄngeMnt. Schr. Sing. unt. untet_0725 an V.ü.'w? 8600ant>.G.A. 0721 a. i>. G. 2L den Sketz. Anz. >»IMHSrtuinr.1 sichrer, SA.-Obergruppenführer Oberlindober, hatte mit seinen Glückwünschen eine Ehrengabe übersandt. Die Gauamtsleitung und die Kameradschaft der NSKOV. hatten zu dem Festtage ebenfalls Glückwünsche geschickt. Schweinemarkt in Alsfeld. ♦ Alsfeld, 23. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 19 Ferkel und Läuserschweine im Alter von 8 bis 12 Wochen zum Verkauf. Die Preise bewegten sich zwischen 28 und 41 RM. pro Stück je nach Qualität Es verblieb kein Ueberstand.' Kreis Marburg. £ F'ronhausen, 24. Febr. Stellwerksmekster i. R. Heinrich Türner wird heute 75 Jahre alt. Herr Törner war viele Jahre auf dem Bahnhof Gießen tätig. Er erfreut sich großer Wertschätzung. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag. ** Aus alter Welt. Drei Gewinne zu je 300 000 RM. gezogen. In der Samstag-Nachmittagsziehung der Deutschen Neichslotterie wurden auf die Nummer 219 978 drei Gewinne von je.300 000 RM. gezogen. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 19. Februar 1942 ist der am 19. Dezember 1879 geborene Carl Sa u t man n aus Mayschoß (Kreis Ahrweiler) hingerichtet worden, den das Sondergericht in Koblenz wegen fortgesetzten Verbrechens gegen die Kriegswirtjchaftsverordnung zum Tode verurteilt. Sautmann hat als Amtsbürgermeister umfangreiche Schiebungen der chm unterstellten Leiterin des Wirtschaftsamts geduldet und gefördert und sich dabei selbst große Mengen ?wangsbewirtschafteter Waren ohne Marken oder Bezugschein verschafft. ___________________ Bluter Ne der Radfahren kann, täglich 2 Stunden gesucht Schleiferei Franz Berto, ^ismarckstr. 10. tzch suche für memen Haushalt tüchtig.selbständ. Mädchen E. Schulte, Marktplatz 9-10. Suche zur Vertret. mein, ftrau für sofort tüchtige hlMMeM inDauerstellung. A. M. Müller, Sinn (Dilüreis), Rudolfstraße 6. Hilfskraft für Hausarbeit gesucht. Zeit nach Vereinbarung. l Mietqesuche | . MNW möglichstm.Bad, > von Ofsiz.-Witwe mit erwachsener Tochter für sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 662D a. d. G. A. Berufstät. Frau sucht.1 bis 2 leere Zimmer. Schrift!. Angeb. unter 0711 an den Gieß. Anz. Einfach möbl. Zimmer mit voller Verpflegunggesucht. Angebote mit Preisangab. unt. 0714 a. d. G. A. Zuml4einmöb Zimmer gesucht. Schrift!. Angeb. unter 0718 an den Gieß. Anz. Möbliertes, gemütliches Zimmer I z.l. od. 15. März I gesucht. I Schr.Angeb.unt. I 0731 and. G.A. Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Klavier Flügel gegen bar gesucht R.Schönau Bahnhofstr. 76 Tel. 3269. 450D vung wirb in weitem Rahmen für Angehörige der Wehrmacht und Gleichgestellte volle Vergünstigung gewährt. Der Steuerpflichtige erhält jedoch keine Kinderermäßigung hieraus, wenn das Kind oder der andere Angehörige volljährich ist und entweder ein eigenes Einkommen (ohne die Bezüge von der Wehrmacht, der Waffen-^ usw.) von mehr als 600 RM. bezogen hat oder verheiratet ist und seme An- gehörigen Familienunterhalt beziehen. Die 2ttifwen- dungen für eine Hausgehilfin können durch Gewah. , rung einer Steuerermäßigung jetzt schon berücksichtigt werden, wenn der Steuerpflichtige mindestens drei minderjährige Kinder hat, während bisher vier die Mindestzahl waren. Die Kinder dürfen das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Land- und Forstwirte sowie zur Wehrmacht einberufene Gewerbetreibende bekommen die vteuerermaßigungen für eine Hausgehilfin bereits, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein minderjähriges Kind gehört und wenn die Ehefrau überwiegend im Betrieb mitarbei- tet. Auch Kriegsbeschädigte und ihnen gleichgestellte Personen, deren Beschädigung eine wesentliche körperliche Behinderung zur Folge hat, erhalten die Steuerermäßigung für eine Hausgehilfin. Die Aufwendungen für die Hausgehilfin sind in all diesen Fällen mit 50 RM. für jeden vollen Kalendermonat zu berücksichtigen. Eine entsprechende Erleichterung ist möglich im Zusammenhang mit der Heranziehung einer Hausgehilfin wegen anderer außergewöhnlicher Belastung, z. B. wegen der Krankheit der Ehe- frau für die Dauer der Krankheit. Kriegsbeschädigte und ihnen Gleichgestellte haben in der Regel höhere Werbungskosten und höhere Sonderausgaben als andere SteueHflichtige. Ihnen werden dafür auf Antrag auch erhöhte Pauschbeträge aewährt. sofern sie nicht die Einzelnachweisung der erhöhten Aufwendungen wählen, weil auch die erhöhten Pauschbeträge noch nicht ausreichen. LetllWW gut erhalten od. neu, zu kaufen gesucht. Schr.Angeb.unt. 0715andenG.A. Gut erhaltenes Herren- Fahrrad zu kauf, besucht. Schrift!. Angeb. unt. 0720 an den Gieß. Anz. erbet. MeMW gut erhalten, zu kaufen gesucht, 4-Waneo alle lästig. Haare Leberflecken Pickel, Sommer- spross usw. entf. u Gar für immer Frau B. Gulden seit1935Fr.W.Henkel Svrechftund. jetzt Mittwochs,Gießen Am Riegelplad 32, M7 Uhr dnrchfl.l