Eichener Anzeiger Mittwoch, 23. Dezember (942 und dlAmmtlicb . ,8t201.1,80 e ftililWustellgebühr... „ -Lg offen rukb bei Nichtericbemen 11 n< j on einzelnen Nummern ttfolge böberer Gewalt Schwedische Selbsteinkehr Von unserem H. «.-Berichterstatter. n 1 n 2N, Qu l wurde jß jed« Der unmittelbare Anlaß der Koalitionsbildung 7:0. ften tierteterti lnahme ihres Landes am Kriege auf dieser oder igung am Kriege ihre Begrenzung. Die Schwe- Die große Abwehrschlacht am mittleren Don » Pim, •knsme! und fefr ep*J Iflfr Ufld h*fll -maft . w wch rwiedk nneld^ t werde echrdr Buderr r. Jahrgang Ur. 302 Tidjemt lagllch, außer > .onntagS und Netertag- Beilaaen: ^ebener ^amtlienbldtter etmai imBild-DieScholle BeznasvreiSr in der europäischen Front. Eine Unterredung mit Mihail Antonescu. Bukarest, 22. Dez. (Curopapreß.) Der stellvertretende rumänische Ministerpräsident, Professor Mihail Antonescu, erklärte einem Vertreter von „guropaprefc": „Der gottlose Bolschewismus, der Besserarabien und die Bukowina überflutete, der sich der Donaumündung bemächttgte und die Mafien des Schwarzen Meeres an sich reißen wollte, bedrohte nicht nur die Existenz unseres Staates, sondern auch die grundlegenden Einrichtungen Les rumänischen Lebens: Kultur, Eigentum und nationale Ehre. Es war ein großer Fehler des Friedens von 1918, daß er das kommumsttsche Rußland außerhalb Europas ließ und chm gestattete, sich hinter den Barrikaden der Anarchie zu verschanzen während der Kontinent auf phantasttschen Ge- bilden aufgebaut wurde. Heute bezahlen wir es teuer, wir hätten es noch teuerer bezahll, wenn Europa nicht die große Armee des Groß- d e u t s ch e n R e i ch e s zur Verfügung gehabt, wenn nicht der Duce den Kampf des sozialen Widerstandes gegen die Anarchie begonnen und wenn Spanien nicht seine ganze Opferbereitschast für die Bekämpfung des Bolschewismus aufgebracht hatte. Rur die heilige bindende EinigungganzEu- r o p a s kann sich dem Eindringen des Bolschewts- mus aus dem Osten wirksam entgegenstellen, eine Erfahrung, die das rumänische und finnische Volk schmerzvoll über sich habe ergehen losten müsi«. Der Rassen kämpf ist im Gange; das Gleich' gewicht des Kontinents G gebrochen Wer ÜL btt Amrabme von Anzeige« für die Mittagsnummer lÄ 81/, Ubr desBormittagS L«zeigerr-Prette Behandlung der.Aufgaben Europas im Kräftesoiel der Welt entgegensetzt oder sich mit den Feinden der europäischen Zivilisation verbündet, der will die Bolschewisierung unseres Kontinents, Chaos und Anarchie, der will die Verhinderung der europäischen Mission. Kein europäisches Volk kann auf die ehrenvolle Mission, die ihm im Bewußtsein der Rolle des alten Kontinents zusteht, verzichten." \ ,. Oe Gaulle und Oarlan. Stockholm, 22. Dez. (Curopapreß.) General de Gaulle hat die Hoffnung, Admiral D a r l a n in absehbarer Zeit zu stürzen, noch nicht aufgegeben, andern vielmehr Verhandlungen mit General G i - raud ausgenommen, um gemeinsam mit ihm dem Regime Darlans ein Ende zu bereiten. Wie der Korrespondent von „Allehanda" berichtet, könne Giraud bei seinen Bemühungen, eine französische Armee in Afrika aufzustellen, auf die Dauer nicht auf die umfangreichen französischen Kolonialgebiete unter der Verwaltung de Gaulles verzichten. De Gaulle soll von sich aus den Versuch einer Annähe- rung gemacht haben. Als sein Beauftragter tritt General C a t r o u x auf, der kürzlich in London war. Als Vertreter Girauds wird General B et- tz o u a r b genannt, der gleichzeitig Verbindungsoffizier zwischen Giraud und dem nordamerikanischen Hauptquartier ist. Bethouard und Giraud ollen in der letztes Woche in Gibraltar zusammengetroffen sein, als Catroux auf seiner Rückreise nach Syrien dort Aufenthalt hatte. Eine Annäherung dieser französischen Generale auf Kosten Darlans würde, wie der Londoner Korrespondent von „Göteborger Handels- und Seefahrtszeitung" berichtet, von allen englischen Kreisen mit großer Zufriedenheit begrüßt werden, weil die Stimmung gegen Sarian unverändert schlecht ist. USA.-RüstungSfirma liefert Ausschuß an die Sowjets. Stockholm, 22. Dez. (Curopapreß.) Wegen Betrugs bei der Ausführung von Rüstuntzsaufträgen erhob der USA.-Generalstaatsanwalt B i d d l e Anklage gegen die „AnacondaWire and Cable Co.*. Auf Grund einer Beschwerde, die die Sow• jets in Washington vorbrachten, weil bei einer Lieferung von Kupferdrähten die Hälfte unbrauchbar gerne en sei. Es wurde festgestellt, daß die Firma die Prü Vorrichtung insgeheim veränderi hatte, um schadhafte Drahte als den Bedingungen entsprechend abliefern zu können. Dieses Verfahren wandte die Firma auch bei der Herstellung von Kriegsmaterial für die nordamerikanische Armee an. ,/2ch ckann mir nichts Heimtückischeres und Bösarti- geres vorstellen", erklärte Generalstaatsanwatt Biüdle, „als diese absichtliche Lieferung schadhaften Materials an die nordamerikanischen Truppen." Soll« «itrben. Die Zahl derjenigen Schweden, welche die ms ötfflK f " ~ —1 ’ Rer Seite wünschen, ist verschwindend gering. £an$84 llerdings findet die neutrale Gesinnung der mei- . n Schweden auch in dieser Verneinung der Be- UcT* ° veraniworliicy zeich- :Q’W r. Koalitionen sind, ob sie nun als Bündnisse der Tali «f a Q) ... < äL " siele . ■Brou Oie Schweiz im Lahr 1942 Von unserem K. R.-BerichterstatLer. chenpolittk oder als Vereinbarungen der Innen- itik geschlossen werden, durch die Gemeinsamkeit , Interessen und Zielsetzungen in ihrer Ent- 3e’ tot iung wie in ihrer Dauer bestimmt. Wenn die Wt Dedlsche Koalitionsregierung nach drei Jahren als * erschüttert bezeichnet werden kann, so bedeutet das 'r.Stni d, daß die Ziele, um deretwillen sie geschlossen !lden, noch heute die schwedische Politik maß- tat 88,i i>lich bestimmen. 7Nvf. für Famtltenan- zetgen und vrivatv ÄeiegenbettSanzetgen 14Nvf.k. Werbeanzeigen und gefrbSftttcde Gel egen he, tdanzeig e« Vlatzvorfchrift lvorderrae ®ereinbcmmo) 26e/. mehr den bejahen die völkerrechtliche Neutralität, ohne da- mit auf die persönliche Stellungnahme verzichten zu wollen. In dieser Beziehung hat sich im Laufe des jetzt zu Ende gehenden Jahres eine psychologische Entwicklung in Schweden an geb ahnt, welche für das künfttge Schicksal des Landes Bedeutung erhalten kann. Die Ereignisse des vergangenen Jahres und vor allem feiner letzten drei Monate haben in Schweden die Ueberzeugung entstehen lassen, daß der Krieg sich einem entscheid enden Stadium nähere. Damit wird Schweden die Frage nach einer Außenpolitik gestellt; denn die Neutralität, so einmütig man sie hier auch akzepttert, ist doch nur ein Mittel, um mit möglichst geringer Beschädigung des nationalen Bestandes den Krieg zu überstehen. Die Unklarheit und die Verwirrung der politischen Gefühle in Schweden wird dadurch immer größer. Diele, ja man muß wohl sagen die meisten Schweden; neigen mit ihren politischen Sympathien nach Westen. Aus diesem Grunde war es den angelsächsischen Mächten von jeher leicht geworden, in Schweden Anhänger ihrer Sache zu finden. Im vergangenen Jahr aber, als sich zeigte, daß die Gefahr im Osten, welche auch von Schweden seit jeher als eine Bedrohung der eigenen nationalen Existenz empfunden worden ist, vermindert, aber noch nicht endgültig gebannt war, wuchs das Unbehagen, mit welchem viele Schweden schon früher die angelsächsischen Demokratien als Partner der Bolschewisten betrachtet hatten. Aus der Abneigung gegen die politische Wirklichkeit, die in einem hieraus entstehenden großen Entweder-Oder besteht, erklärt sich nun die Wiedergeburt des nordischen Gedankens. Neu ist der Gedanke eines mehr oder weniger engen politischen Zusammenschlusses der vier nordischen Völker nicht. Wenn er früher gescheitert ist, so muß seine Verwirklichung heute, da die politische und geistige Situation der vier Länder so gänzlich verschieden ist, als nahezu utopisch bezeichnet werden. Aber nicht der Wert des nordischen Gedankens sokl hier geprüft werden, uns kam es nur darauf an, zu zeigen, wo Schweden an der Jahreswende steht. Schweden hält Einkehr bei sich selber. Ob das nur eine Flucht vor der Wirklichkeit ist oder der Versuch der Vorbereitung ckuf künftige Aufgaben, ist eine Frage an die Zukunft. rde zum erstenmal ein Nachbar Schwedens vom eg unmittelbar berührt. Die Neutralität Schwe- -- s und das Verhältnis der nordischen Länder Ne r lereinanber wurde in Frage gestellt. Schon da- kuMgtr kls wurde klar, daß die Entschlossenheit Schwe- unF mi r,s, dem Kriege fernzubleiben, alle'anderen Ge- ingeM le und Erwägungen überwog. Ihr entsprach die rarkredi crlition; denn nicht nur die bis dahin allein regie- 1940, b ibe Sozialdemokratie, sondern auch die drei an» n bestM fron großen Parteien waren insoweit einig. Einig jegeMc r man sich auch, daß bis zur äußersten' Grenze k Neutralität alles getan werden mußte, um dem Oer „kritische" Gummi. Wenn unsere Gegner auch so tun, als sei der Raubüberfall auf Französisch-Nordaftika nicht nur ein „kriegsentscheidender" Erfolg, sondern auch der Beweis einer großen militärischen Kraft und vor- ausschauender Planung, so hat man inzwischen längst eingesehen, daß von einer Kriegswende gar keine Rede sein kann, sondern daß umgekehrt die Gefahr besteht, daß Nordafrika zu einer weiteren Auszehrung des sowieso schon arg zusammengeschrumpften Tonnagbestandes führt. Aber auch mit der zweiten Behauptung steht es nicht viel anders, zumindest hat bei der etwas überstürzten Durchführung des Unternehmens die Sorge mitgesprochen, daß die militärische Kraft unserer Gegner mit längerer Kriegsdauer um so weniger zur Entfaltung kommen kann, weil nämlich die Schiffe fehlen. Schreiben doch englische Zeitungen heute schon ganz, offen, daß Deutschlands Aussichten, den Krieg zu gewinnen, um so größer sind, je länger er dauert. Es ist das eine völlige Umkehrung der Anschauungen, mit denen man in den Krieg eintrat. Es ist aber nicht nur der Schifssmangel, der unsere Gegner zu so merkwürdigen Ergebnissen kom° men läßt. Es fehlt auch an mancherlei Rohstoffen^ Ein klares Bild darüber ist natürlich kaum zu gewinnen. In einem Punkt der Rohstoffversorgung ist aber der katastrophale Mangel so weltoffenkundig, daß unsere Gegner selbst davon sprechen und immer wieder auf diesen Mangel als einen bet' gefährlichsten Engpässe Hinweisen. Das ist die Versorgung mit Gummi dzw. Rohkautschuk. Nach einer Reutermeldung hat Roosevelt erst dieser Tage wieder erklärt, „der Bedarf an Gummi werde immer kritischer". Es bedarf aber solcher direkten Eingeständnisse aus dem Munde Roosevelts gar nicht. Die förmliche Gummijagd, die die Engländer und ihre Verbündeten in den afrikanischen Besitzungen entfesselt haben, spricht ebenso deutlich für die Gumminot der Plutokraten wie die rücksichtslose Art, mit der sie alle nur irgendwie greifbaren Gummivorräte für sich beschlagnahmen, selbst wenn diese nach den bisherigen Handelsbeziehungen oder auch nach besonderen Abmachungen von Rechts wegen an dritte Länder geliefert werden müßten. In Afrika herrscht ein'wahrer Gummirausch unter den Eingeborenen. Mit Prämien und allen möglichen Lockmitteln werden die Neger angespornt, wildwachsende Gummibäume in den Urwäldern Westafrikas anzyzapfen. Dieses mühsame Geschäft wird fteilich kaum einen nennenswerten Erfolg bringen, denn der eingeborene Ghimmifammler muß oft Stunden, ja Tage laufen, um einen einzigen Gummibaum zu finden, und dann sind die (Erträge an Latexsaft, die man aus den in Afrika wild» wachsenden Gummibäumen gewinnen kann, erheb« lich niedriger als die eines Plantagenbaumes auf Malaya oder Niederländisch-Indien. Wie bei allen --äs». General-Anzeiger für Oberhesfen lodukte verlangen. Sehnlich verhält -- sich mit den B°ziehungen> zwi- m Volk und Behörden. Gemeinden, Kantone und mb sind bestrebt, den stark angeschwollenen Mehr tsqaben weit eher durch Steuererhohungen als ttz Anleihen zu begegnen; sobald aber von Stell- t» die Rede ist, mochte jede Erwerbsgruppe lieber i andere zahlen lassen, was zu Polemiken unter -> Steuerzahlern und Rechtfertigungen s-'t-n- der -uereinn-hmer fuhrt. Trotz dieser kr egs- und Unbedingten Auseinandersetzungen muß f-stg 11t werden, daß das Schweizer Volk in großen Unqesichts^ der^zunehmenden tz"; ize der Ausweitung der Kriegsschauplätze und der »orstehenden Verknappung der R°hrungsmutel fuhren und der R°hst°M-,ch°sfungW tzioeiz allerdings noch ihre innere Probe zu be ->.n. Doch ist im großen und ganzen b.s,-fst gu e .. das Schwinden ,eines Einkommen- ter «nent über die Teuerung, der Landw,rt u^r °en ibouzwang und alle öufammen ub-r den Steue^ W, aber jeder ist sich bewußt, baß p l gegriffenen und notleidenden finnischen Nachbarn fe zu leisten. Wo diese Grenze lag, entschied die gierung jeweils nach Lage des Augenblicks. immerhin mar doch der Winterkrieg mehr der lg^.^Maß als der Grund zur Koalitionsbildung. Das । ÖB1“‘tigfte Motiv war, daß die Neutralitätspolitik 1 Re-gierung diesmal nicht, wie gegen Ende des igen Krieges, zu einem Gegenstand des Par- ftreites werden sollte. Die Neutralität sollte ü)t Devise einer Partei fein, sondern das ©lau» sbekenntnis der Nation. Daß dieser Zweck ermorden ist, kann heute nicht mehr bezweifelt Stockholm, im Dezember. M 3. Adventssonntag jährte sich zum drittenmal r Tag, an welchem die schwedische Koa- ™ -j itionsregiSrung gebildet wurde, welche seit- ?oen für die Politik Schwedens verantworttich zeich- Berkin, 22. Dez. (DNB.) Am mittleren Don wuchsen am 21. Dezember die einzelnen Kampfräume immer mehr zu einer einzigen aus» gedehnten Abwehrschlacht zusammen. Angriffe, und Gegenstöße wechselten in schneller Folge miteinander ab. Die Verteidigungsstellungen, die in diesem Gebiet von unseren Truppen geschaffen worden sind, erfüllen in wachsendem Maße ihre Aufgabe. Im Kreuzfeuer der Stützpunkte zerflatterten die massierten Angriffe des Feindes zu Teilaktionen und verloren dadurch an Kraft. Besonders die zahlreichen schweren Waffen räumten vernichtend unter den bolschewistischen Sturmkolonnen auf. Die Verluste des Feindes, vor allem an Panzern, sind weiter erheblich gestiegen. Durch das Zusammen» wirken deutscher, rumänischer und italienischer Der- bände der Luftwaffe konnte der feindliche Einbruch an den Riegelstellungen westlich des mittleren Don ab geb ämmt werden, so daß die Bolschewisten ihren Stoß nach Westen trotz ihrer Anfangserfolge nicht weiter fortführen konnten. Infolge des wachsenden Gegendrucks brachen die erneuten Angriffe des Feindes zusammen. Unsere Truppen erzielten durch örttiche Vorstöße bereits wieder Stellungsverbesserungen. Auch zwischen Wolga und Don machte der 2lngriff deutscher und rumänischer Verbände neue Fortschritte. Die Rumänen stürmten zwei vom Feind besetzte zäh verteidigte Ortschaften, während bie deutschen Panzerkräfte trotz heftigen feindlichen Mderstandes ihren Druck noch verstärken konnten. An den übrigen Donsronten führten deutsche und ungarische Stoßtrupps erfolgreiche Kämpfe. Sie sprengten mehrere Bunker und fügten den Bolschewisten schwere Verluste zu. Oer Wehrmachiberichi. DNV. Aus dem Jütjcerfraupfquartier, 22. Dey Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen warfen an der lereffront angreifenden Feind im Gegenangriff zurück. 3d Statingrab versuchte der Gegner, über die IBolga angreifend, Fuß zu fassen. Cr wurde in erbitterten Nahkämpfen abgewiesen. Die Abwehrschlacht am mittleren Don halt in unoermiu- berter Heftigkeit an. Deutsche Divisionen und Kampfgruppen setzten den fortgesetzten feindlichen Angriffen horinäckigen Widerstand entgegen und fügten den Sowjets im Zusammenwirken mit der Luftwaffe schwere Derlufte zu. Allein im Abschnitt von zwei deutschen Panzerkorps wurden in den letzten zehn Tagen 404 Sowjetpanzer vernichtet. An der übrigen Doa-front und im Raum von Suchinitf chi zerstörten deutsche und ungarische Stoßtrupps fiampfffänbe und Bunker des Feindes und kehrten mit Gefangenen und Beute zurück. Vereinzelte feindliche Angriffe wurden abgewehrt. Oerillche Angriff devchher Truppen im Baum UNO ganzen auch gelungen, mit Zustimmung der Volksvertreter die Lasten so gerecht als möglich zu verteilen, und so naturwidrig jedem Schweizer die staatlichen Eingriffe erscheinen, unterzieht er sich doch willig den auf Vollmachten begründeten behördlichen Verordnungen in bezug auf die Rationieruna, Roh- stosfverteilung, Besteuerung und Bewegungsfreiheit. Wurden manche Kreise im ersten Krieasjahr infolge yon Hamsterkäufen und Stadtfluckt der Inva- sionssurcht, des Defaitismus und der Aengstlichkeit bezichtigt, so fehlt es heute nicht an Vorwürfen über allzu großen Optimismus und Indifferenz. Dies hat in der jüngsten Zett mehrere Bundesräte auf den Plan gerufen, die das Schweizer Volk über die Lage aufklärten und sich gegen die Sorglosigkeit richteten, mit der viele Volkskrerse beispielsweise die drittschen Neutralitätsverletzungen hinnehmen. Denn durch das füngste Geschehen im Mittelmeerraum hat sich die Dersorqungslage der Schweiz weiterhin verschlechtert. Noch ist es ungewiß, ob durch die Er- eignisse im westlichen Mittelmeer und den anstoßenden Ländern der Schweiz bas letzte Tor zuge» schlagen wirb, bas ihrem Verkehr mit Uebersee noch offengeblieben war. Gewiß ist aber, baß burch bie britischen Fliegerangriffe auf norbitalienische Stabte, die unter konsequenter Verletzung der schweizerischen Neutralität erfolgen, wichtige Derpflegungsstattonen die Schweiz betroffen worben sind. Trotz dieser äußeren Schwierigkeiten ist der Schweizer stolz daraus, daß sein Volk im Innern eine Verbindung verschiedener Nationalitäten und Religionen barstellt und gerade auf diesem Schnittpunkt verschiedener Kulturen eine schwierige Frage des ftiedlichen Zusammenlebens gelöst hat. , Rumänien um Toropez führten zu beträchtllchen Stellung»« Verbesserungen. Bei einem Rachtangriff auf Bengasi wurden Hafenanlagen und Schiffsliegeplahe von Bomben schweren Kalibers getroffen. Auf See wurde ein Torpedoboot beschädigt. 3n Tunesien wurden feindliche Borstöße ab« gewiesen. Bahntransporte und motorisierte Kolon* nen in Algerien uyd auf tunesischem <0e» biet wurden mit Bomben und Bordwaffen bekämpft. Kampfflieger griffen östlich Algier einen feindlichen Geleitzug an und beschädigten Örel große Handelsschiffe schwer. Deutsche Unterseeboot* versenkten im Seegebiet von Oran aus einem Geleit einen Transporter von 12 000 BRT. und torpedierten ein großes Fahrgastschiff. Britische Bomber flogen in der Rächt zum 22. Dezember noch Süddeutschland ein. Eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben wurden im Raum von München abgeworfen und hierdurch u. a. ein Krankenhaus zerstört. Die Bevölkerung hatte Verluste. Nachtjäger und Flakartillerie schossen nach bisherigen Meldungen zehn Flugzeuge ab. Für hervorragende Tapferkeit Berlin, 22.Dez. (DNB.) Der Führer hat dem General der Panzertruppen Hans Hube, Kommandierendem General eines Panzerkorps, als 22. Soldaten der deutschen Wehrmacht das E i ch eü - taub mit Schwertern zum Ritterkreuz bcs Eisernen Kreuzes, ferner dem vom Feindflug nicht zurückgekehrten Hauptmann Heinrich Paepcke, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, dem Generalmajor Hermann Balck, Kommandeur einer Panzerdivision, dem General der Artillerie h e i h, Kommandierendem General eines Armee, korps, und dem ^--Oberführer Hermann Fegelein, Kommandeur einer Kampfgruppe im Osten, als 154. bis 157. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Seim Angriff auf München 12 Sriten-Flugzeuge abgeschoffen. Berlin, 22.Dey (DNB.) Die britische Luftwaffe hat in der Nacht zum 22.12. bei ihrem mitt» tärisch wirkungslosen Angrift auf München zwölf Flugzeuge verloren. Sie würben von Nachtjägern und Flakartillerie -um Absturz gebracht. Unte( ihnen waren acht viermotorige Lancester, Stirling und Halifax. Dieser Verlust von zwölf Flugzeugen und mindestens 80 Mann fliegenden Personals stehr in keinem Vergleich zu dem durch Bombenwurf angerichteten Sachschaderu Damit verlor der FeiTvd allein im Westen innerhalb 36 Stunden 32 Flugzeuge, darunter eine grobe Anzahl mermotoriaee y llW hüt J Ä ’n ed !nti he u der Angriff der Sowjetunion gegen Finnland, lmveW lcher zum finnischen Winterkrieg führte. Damit etabti r6- — ~ - Zürich, im Dezember. n inncrpolitischer Hinsicht erscheint die Lage der weiz im gegenwärtigen Krieg bedeutend es s e r als im Weltkrieg 1914/18, denn sowohl lischen Volk und Armee als auch zwischen Volk nb Regierung und zwischen „Deutsch" und „Welsch" seht ein besseres Verhältnis als damals. Der en er» t) in Angriff genommene Mehranbau, dann aber ch neue Sozialgesetze und besondere Lohnaus- eichskassen für die mobilisierten Wehrmänner ien bisher die innere Lage im Vergleich zum fcten Weltkrieg erleichtert. Auch die Belastungen -die Gesamtheit sind heute noch nicht so schwer i| damals. Dagegen erscheint die i n t e r n a t, o - ile Lage der Schweiz heute weniger gunstlg. an der einen Kriegspartei wird die von allen laaten anerkannte und wiederholt bekräftigte Neu- cktät der Schweiz fortwährend verletzt, während r oon der anderem Partei Indifferenz dem großen lieasqeschehen gegenüber und Abseitsstehen in Mr der größten und entscheidendsten Ausemander» bungen der Weltgeschichte vorgeworfen wird. Der die in vier verschiedenen Sprachen erscheinen- !ii Zeitungen lieft, könnte auf den Gedanken kom- en, mit der viel gepriesenen Einigkeit des Schwei- r Volkes sei es nicht weit her. Da werden m mehr ler weniger heftiger Form die gegensätzlichen In- reffen und Bestrebungen politischer und wirtschasi- fcr sowie auch ständischer, regionaler und reit, öfer Natur verfochten. So fordern sowohl die kapi- listischen und kleinbürgerlichen als auch die ozta- ijchen Zeitungen einmütig einen endgültigen keisstop für landwirlfchaftttche Produkte, wahrend r gekehrt Groß» und Kleinbauern unter dem hlagwort „gerechte Preise zum Ansporn des ebranbaus" noch höhere Preisansatze für chre Gehemmte Kriegswirtschaft Indiens. in*11 und Rechtes gegen das Unrecht. Alle werden bereit seit Sie in B Die Aufgaben des Friedensrichters Keine Beförderung von Schi. Jlot bi M Ru die Au V Zopen über t jur Fort für de joituar ü hrkäm Aus aller Wett. ÜN ? Zeitschriften. '' r---->----- vviyvynzm. «Illi -k.' Aber betrachtet unter der Ueberschrrft „Das Glück ML. Mi rum im 100 2 . -------, —.,r, — Jogen u andern gibt Gert Adriam einen Ueberblick über t niederländische Landschaftszeichnung. Schöne Ws' proben veranschaulichen das Schaffen des Ttünd; ner Bildhauers Geor.q Müllen Nicht vergessen 1 auch eine ganzseitige Wiedergabr der berühmt Venus von Tizian. Immer noch ist die Infanterie die Schlachtei scheiderin — die Königin der Waffen. Dabei berichtete Staatssekretär Ganzenmüktri daß in den Werken der Reichsbahn in diesem Selten nur erwartet ihn nach dem Kampfe ein behagliches oder auch nur ein annehmbares Quartier. Schanzen, Wachstehen, Spähtrupps füllen seine Ruhe aus. Wald, Wiese und Rain, Steinhalde und Sumpf sind sein Nachtquartier. Und immer umfaucht und umzischt ihn der heulende Tod. Und dann das Marschieren! Das Marschieren, das für das Fußvolk mit der immer mehr sich beschleunigenden Dynamik des Krieges im Laufe der Zeiten nicht weniger, sondern mehr geworden ist. Es hört sich tröstlich an, daß der Infanterist heute auch während des Marsches nur das Sturmgepäck trägt, das andere ihm nachgefahren wird. wenn der Infanterist noch vor hundert Jahren, wenn es doch kam, 25 Kilometer im Tage marschierte, so sind es heute 50 und 60 und manchmal 70 und 80. Zwei Tagereisen alter Rechnung über harte Teerstraßen oder durch knietiefen Staub. Dicht mij herbstlicher Nebel lag er manchmal über den Talern. Und es ist kein fröhliches Marschieren wie einst hinter wirbelnden Trommeln, hinter Hörner- klang oder schmetternder Musik. Wie damals» als iS lei lene sch« dazu i Die Sfaipr t dem ei ennanischei Friedri •4ors der "en. M Mt fim für eine zusätzliche Waffenproduktion. z Oie Aufgaben -er Betriebsgemeinschast. Ter Cauleiter auf einem Tetriebsappell, Kämpfe, die im Laufe dieses Jahres in den nordostchinesischen Provinzen stattfanden. Die Kämpfe in Nordchina konzentrieren sich hauptsächlich am großen Knie des Gelben Flusses, an der Lun- gai-Bahn und in der fruchtbaren Provinz Schan- tung. Im Laufe dieser Kämpfe wurden eine Anzahl selbständiger Einheiten der chinesisch-kommunistischen Armee besonders in dem Provinz-Dreieck Schansi— Hopei—Honan aufgerieben. In anderen Kampfgebieten wurden die feindlichen Truppen in wüsten- ähnliche Gebiete abgedrängt, wo ihnen jede Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, fehlt. Diese Taktik erwies sich besonders in Süd-Honan an der Lunghai-Bähn als erfolgreich. Die Operationen in M e n chi a n g richteten sich gegen General Tschuhsiaoling. Auch dessen Truppen werden zum größten Teil in ein wasserarmes Gelände abgedrängt. nächst Zeit werde jedoch noch mehr Härtern grabi langen, denn die Anforderungen, die an jeden ein Fez ij zelnen in Zukunft gestellt werden, werden bestiim Mebuna nicht leichter sein. Das deutsche Volk wurde gezww M§beho gen, diesen Kampf aufzunehmen gegen eine Wel M Bi die die Vernichtung Deutschlands will. Es gehe hir um den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, be 1 gNe«1 K ni|6t MS1 FjNf b' fe>n. KM Schanghai, 21. Dez. (DNB.) Die Verhaftung Gandhis, Nehrus und anderer indischer Führer durch die Engländer und die Zusammenstöße zwischen den britischen Behörden in Indien und dem indischen Volk haben, vereint mit dem passiven Widerstand der indischen Intellektuellen und der Arbeiter im ganzen Lande ihr Teil dazu beigetragen, um das indische Wirtschaftssystem bis in seine Grundlagen zu erschüttern. Die Kohlenproduktion Indiens belief sich in normalen Zeiten auf 23 Millionen Tonnen im Jahr, während sie in diesem Jahr auf nur 18 Millionen Tonnen Zusammenschrumpfte. Ein weiterer Hemmschuh in den Kriegsanstrengungen Indiens war die Knappheit an.Oehlen. Vor dem Ausbruch des Pazifik-Krieges importierte Indien auch aus Burma und aus Holländifch-Ostindien. Die Oelfelder von Assam und Pundschab mit einer Produktion von 75 Millionen Gallonen Rohöl wurden daher die Hauptstützen der indischen Oeloersorgung. Statt der erwarteten Steigerung der Oelgewinnung wurde in diesem Jahre eine Verminderung um rund-5 o. H. ersichtlich, so daß die britischen Behörden gezwungen wurden, Del aus dem Irak und Iran einzuführen. Beinahe im selben Verhältnis nahm die Produktion von Kautschuk und landwirtschaftlichen Erzeugnissen ab. Während die 31 ei 5 ernte 1941 33 Millionen Tonnen ergab, belief sich die diesjährige Ernte aus nur 26 Mllionen Tonnen. W'äh- tR grau Itate f, fF* oenn' r* kft i Fäh Kn“ 7, den Fronturlaubern zur ! die Studenten, die von ...__,_____________ Gelegenheit zu ernstem Studium und kameradß licher Geselligkeit finden. v jüngsten Heft der Monatsschrift „5?uit| dem V o l k" (Verlag Heinrich Hoffmann, Win behandelt Heimo Kuchling das anmutige und <« ziehende Thema „Die Darstellung des Tanzes i#-« ei6 de, der brldenden Kunst"; zur Jllusttatton sind u. a. " zügliche Reproduktionen nach Werken von DotticeÄ Brueghel, Lancret, Aldegrever, Rubens, Thom) Schwind und Goya beigegeben. Ann Tizia fiei’ij die allgemeine Leistung um 16 v. H. gesteigert »c den ist, nacktem die Lokomotiven- und Fahrzem. Produktion zum erstenmal in das Rüstungspn« Das Verfahren vor dem Friedensrichter soll im wesentlichen feinem freien Ermessen überlassen fein. Die Staatsanwaltschaft soll daran nicht beteiligt, aber jederzeit in der Lage fein, eine vor dem Me- densrichter anhängige Sache an sich, zu ziehen. Das Güteverfahren, das auf den Vergleich zielt, soll grundsätzlich nicht öffentlich, das Spruchoerfahren jedoch öffentlich sein, wenn nicht die Oeffentlichkett rm einzelnen Falle ausgeschlossen wird. Nur wenn es dem Friedensrichter nicht gelingt, den (Streitfall gütlich zu schlichten, soll er einen „Friedensspruch" erlassen. Der Friedensspruch könnte auf Freispruch lauten, der Friedensrichter könnte auch erklären, daß er trotz Feststellung einer Schuld von Maß- nahmen absehe, er könnte die Unwahrheit einer Behauptung oder das Fehlen jedes Beweises für eine ehrenkränkende Behauptung ohne besondere Suhne- maßnahme selbständig feststellen, eine Verwarnung erlassen, eine Friedensbuße in Geld festsetzen, vielleicht bis zu 42 Tagesbußen, Sühnehaft bis zu etwa sechs Wochen anordnen, einer Partei eine Friedens- bürgschaft auferlegen (Sicherheitsleistung in Geld bis zu 42 Tagesbußen), schließlich die öffentliche Be- kOTMtmachung des Friedensschlusses anordnen. Guter Ausbesserungsstand der Reichsbahn. Der Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Speer, übernahm im Rahmen eines Betriebsappells ein großes R e i ch s b a h n - A u s - besserungswerk für Aufgaben der Rüstung. Erde zwei Bilder („Der Sommeri' unb Herbst") von Lucas von Dalckenborch. Zu von Ruysdael, Hobbema, Cuyp, van Go Im „Deutschen Recht", dem Zentralorgan des NS.-Rechtswahrerbundes, hat Staatssekretär Dr. Rothenberger zur Frage des Friedensrichters Stellung genommen. Der Friedensrichter soll danach in erster Linie Friedensstifter sein; er soll dem eigentlichen Gericht die häufigen kleinen „Pannen" des täglichen Lebens fernhatten, soweit chnen nichts Kriminelles, für die Rechtsordnung Gefährliches innewohnt. Solche Gedanken sprechen dafür, grundsätzlich Laienrichter aus allen möglichen Berufen heranzuziehen, wenn sie nur über die besonderen Qualitäten verfügen, die sie für dieses Amt brau- Wer nur einmal an vormarschierender Infantt vorbeigefahren oder vorbeigeritten ist, wer do auf dem Rückweg nach vielen Stunden wieder gleiche Kolonne überholte, wer die Todmud Staubüberkrusteten noch ihre Lieder fingen höi n>er wußte, daß sie seit dem grauenden Mor; marschierten und noch stundenlang weiter mußt bis tief in die Nacht hinein und daß auch dann I iflber. /Sieb' s rung allgemeines Vertrauen genießt. Im einzelnen glaubt Dr. Rothenberger, daß sich eine gewisse natürliche Auslese bald von selbst ergeben werde, indem vor allem einflußreiche Bauern, angesehene Gewerbetreibende und Kaufleute, erfolgreiche Fabrikanten, tüchtige Ingenieure, bewährte Arbeiterführer, bekannte Aerzte und Wissenschafter, hervorragende Lehrer, verdiente pensionierte Offiziere, Beamte und so weiter auf den Friedensrichter-- stuhl gelangen. Dem Friedensrichter sollen außer der bisher dem Schiedsmann übertragenen Vergleichsbefugnis echte Richtermacht und Spruchgewalt arwertraut werden. Er sollte zuständig sein für Vergleichsbemühungen in Angelegenheiten der bisherigen Privatklage. Auf dem Felde des eigentlichen Strafrechts sollte seins Zuständigkett umfassen: Uebertretungen, Beleidigungen, Ehrabschneidung, Beschimpfung Verstorbener, fahrlässige und leichte vorsätzliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Verletzung des Briefgeheimnisses, ferner Verleumdung, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung, diese drei jedoch nur mit Zustimmung des Staatsanwalts. Auch vermögensrechtliche Ansprüche, die mit solchen vor dem Friedensrichter schwebenden strafrechtlichen Sachen ur- sächlich oder psychologisch zusammenhingen, sollten we^en innerhalb der Berufungsgrenze vor ihn gebracht werden; auch in diesen Fällen soll der Friedensrichter auf den ordentlichen Rechtsweg verweisen können, wenn ihm die Sache zu schwierig erscheint. Soweit ihm eine zivilrechtliche Zuständigkeit zu- kommt, soll er schließlich auch einstweilige Verfügungen erlassen können, freillch nur aus Grund mündlicher Verhandlungen. „i &n Lob des Fußvolks. Von Alfons v. CzibuLka. Du liest in der Zeitung, hörst ober siehst in der Wochenschau die Wirkung der Stukas, siehst sie wie riesenhafte Adler niederstoßen auf den Feind. Du erlebst, wenn auch in der Geborgenheit des heimatlichen Lichtspielhauses,, wie die Bomben sich lösen und stürzen, wie sie Bahnhöfe und Rüstungswerke vernichten und wie der brüllende Tod Verderben und Panik in die flüchtenden Kolonnen des Feindes trägt. Du siehst den Aufklärer, umschwirrt, umkracht und umsplittert von Flakgranaten einsam schweben, fühlst wie aus Dunstschleier und Wolke in jedem Augenblicke feindliche Jäger auf den Einsamen niederstoßen können. Du bewunderst die Fall- schirmjäger. Du liest von dem kühnen Vorwärtsjagen, von dem Durchbruch unserer Panzerdivisionen, die, dem übrigen Heere weit voraus, die Linien des Gegners zerschlagen und seins Front zum Einsturz bringen. Und du weißt, daß jeder dieser Flieger, dieser Panzermänner, dieser Fallschirmjäger ein Held ist. Du hörst von den Feuerstößen und dem Trommelfeuer, von der Furchtbarkeit unserer Arttllerie. Und du neigst dich in Ehrfurcht vor den Herzen, vor der Kühnheit dieser Männer, vor dem Willen und Geist, der all dies Ueberacwaltige in wenigen Jahren aus dem Nichts erschaffen hat. Aber du bist leichr versucht, die Leistung der Infanterie zu unterschätzen, jener Männer, die keine anderen Waffen ihr eigen nennen, als die sie mit sich zu tragen ober zu schleppen vermögen, deren Schutz nur ihre Gewandtheit ist und die zur Uebermin- bung der Räume nichts besitzen als ihre eigenen Beins. ’ Ueber den todesmutigen Einsatz der Flieger, über das mitreißende Vorwärtsstürmen der Panzertruppen und der Aufklärungsabteilungen, über die brüllenden Donnerschlünde von Sankt Barbaras Jüngern vergißt man die Leistung, Not und Todesmut des Infanteristen und seines anderen Ich, des Pioniers. Vergißt sie, wie sie schon in früheren Zeiten Oft vergessen *nb gering erachtet wurde über bis rend im vergangenen Jahr 10 Mllionen Tonnen Weizen erzielt wurden, beläuft sich die diesjährige Produktton auf nur rund sieben Millionen Tonnen. Die Teegewinnung verringerte sich von 395 auf 323 Millionen Pfund, dis von Baumwolle von sieben Millionen Ballen — zu je 400 Pfund — auf weniger als 4 Millionen, die von Zuckerrohr von» sieben Millionen Tonnen auf nur rund sechs Millionen. Aber auch die indische Schwerindustrie litt erheblich unter den Sabotageakten und der passiven Resistenz der Arbeiterschaft. Die Produktion von Roheisen ergab 1941 1,5 Millionen Tonnen. Obwohl die britischen Behörden eine Steigerung der Produktion auf 2 Millionen Tonnen im laufenden Jahr planten, haben die bisher vorliegenden Ergebnisse nur eine Produktion von weniger als einer Million erwiesen. Dasselbe gilt für die Stahl- gerotnnung, die 1941 1 250000 Tonnen ergab, während die Produktion dieses Jahres nicht einmal die Million erreichen wird. Obwohl die britischen Behörden in Indien mit den strengsten Maßnahmen jede Ruhestörung, ineibie Kriegsanstrengungen des Landes behindern könnte, Unterdrücken, bewirken dis täglich zunehmenden Eisenbahnunglücke, die Bombenattentate gegen Zentren der Kriegsindustrie und die Streiks, daß die Aussichten für die industrielle Produktion Indiens im Jahre 1943 keineswegs günstiger scheinen. in begrenztem Umfange vor fein Forum kommen; von Amts wegen, bei Streitwerten bis zu 100 Mark, auf Antrag des Klägers, bei Streitwerten über 100 Mark bis zur jeweiligen Berufungsgrenze der Zivil- vrozeßorbnung, auf übereinstimmenden Antrag beider Parteien bei allen höheren Streitwerten. Von den Zivilsachen sollten zur Zuständigkeit des Friedensrichters zunächst geringfügige Störungen des Haus- und Nachbarftiedens gehören, jedoch nur bann, wenn er dis Sache wegen ihrer Geringfügigkeit annimmt; er soll sie auch auf den ordentlichen N^tswk'a n-rweilen können. Alle übrigen ver- Kulturpflanzen, so hat die systernattsche Züchtung, um die sich besonders die Niederländer verdient gemacht haben, auch den Heloeabaum der Kautschukplantagen erheblich ergiebiger zu machen gewußt als die Wildpflanzen. Für die rücksichtslose Raffgier der USA. ist eine Meldung aus Buenos Aires bezeichnend, wonach die Kaufkontrakte, die Argentinien mit Bolivien, Peru und Ecuador abgeschlossen hatte, unter dem Druck der USA. annulliert werden mußten, weil die Iankees alle nur irgendwie erreichbaren Vorräte an Rohkautschuk aus den südafrikanischen Er- zeugungsländern für sich beanspruchen. Daß Argentinien vei einem Jahresverbrauch von 9000 Tonnen Kautschuk und einem ßagerbeftanb von nur noch 3000 Tonnen dadurch selbst in schwerste Versor- aungsnöte gerät, kümmert Roosevelt und feine Kriegshetzer wenig. Bedenkenlos setzt man sich über alle vertraglichen Abmachungen hinweg, denn wo Amerikas Interessen auf dem Spiele stehen, gilt eben nur noch die Gewalt. Die Versorgungslage der USA. ist allerdings alles andere als erfreulich. Neben den Wildkautschukquellen in Südamerika unb in Westasrika, die aber, wie gesagt, immer nur geringe Ergebnisse liefern können, find unsere Gegner heute praktisch auf Ceylon als einziges Lieferland für Plantagen- gummi angewiesen. Die neu angelegten Pflanzungen können nun eben einmal höchstens erst in fünf bis sechs Jahren Erträge liefern. 1941 belief sich nun die Nettoausfuhr Ceylons an Gummi auf 81 603 Tonnen, d. h. auf etwa den zehnten Teil dessen, was allein die Vereinigten Staaten in Friedenszeiten an Kautschuk eingeführt hatten. Vergebens versucht man in den USA. diese trostlose Lage mit Phantasiezahlen über die künftige synthetische Gummierzeugung zu verschleiern. Auch hier kann man nicht in Monaten einholen, was man in Jahren versäumt hat. Wenn auch die amerikanische Agitation sich förmlich darin überschlägt, diese künfttge synthetische Kautschukerzeugung der USA. zu einer revolutionären Wende in der wirtschaftlichen Entwicklung der Welt zu stempeln, so wird doch bamit die Tatsache nicht aus der Welt geschafft, daß es der deutsche Buna-Gummi war, der längst vor dem Amerikaner diese Wende in der Weltwirtschaft herbeigeführt hat, zumal er keineswegs das einzige Produkt der sehr umfangreichen derttschen Produktion an neuen künstlichen Roh- und Werkstoffen ift? Und wenn di? Amerikaner mit lautem Iubelgeheul die hohe Qualität ihrer künstlichen Gummiprodukte bei den vorgenommenen Ge- .brauchsprüfungen in die Wett schreien, so steht die- Isen Laboratoriumsprüfungen der Amerikaner immer die jahrelange praktische Bewährung des deutschen Buna-Gummis bei den härtesten Beanspruchungen des Krieges gegenüber. Außerdem muß trotz der Phantasieziffern dann doch immer wieder einmal zugegeben werden, daß, alles zufammenge- nommen, nicht langt. So hat erst kürzlich der Jude Baruch, der es als Wirtschaftsdiktator der USA. ja wissen muß, festgestellt, daß auch bei größten Anstrengungen und unter Benutzung aller nur möglichen Quellen für 1943 immer noch ein Defizit von 200 000 Tonnen bleibt. Es wird vermutlich in Wirtlichkeit noch größer fein, denn der Gummibedarf im Kriege untersteht eigenen Gesetzen, zumal ja auch mit Versenkungen sowohl an Rohstoffzufuhren als auch an Fertigerzeugnissen gerechnet werden muß. Was 200 QÖO Tonnen Gummi bedeuten, ergibt ein Vergleich mit der Weltproduktton. Jrn Jahre 1940 belief sich die Weltproduttion an Rohstoffkautschuk auf 1,4 Millionen Tonnen. Davon entfielen auf die Gebiete, bte jetzt von Japan beherrscht werden, 1,24 Millionen Tonnen. Der Kautschukverbrauch Deutschlands, Italiens und der sonstigen Länder Festland- europas belief sich vor oem Kriege auf ungefähr 275 000 Tonnen «jährlich. Daraus kann man am besten ermessen, was den Amerikanern mit 200 000 Tonnen Gummi fehlt. Herr Roosevelt hat schon recht, die Lage wird immer Kritischer, und es ist zweifellos mit Recht anzunehmen, daß auch der- artige Erwägungen mit dazu bei getragen haben, das nordafrikanische Unternehmen früher als ur» fvrünglich beabsichtigt zu starten. Man steht nämlich unter dem Gesetz der Zeitnot. V. A. Japanische Erfolge in Nordchina. Petina, 22. Dez. (Europapreß.) Tschiangkai- scheks 700 000-Mann-Armee, die in Nordchina und Menchiang (Innere Mongolei) operiert, ist auf weniger als ein Drittel ihres ursprünglichen Umfanges zusammengeschrumpft, heißt es in einer Uebersicht über die japanischen militärischen Operationen in Nordchina. Der Bericht schildert die diese Absicht unserer Feinde zu zerschlagen un u alles hingeben, damit der Sieg auf unserer Seite is ? 22 Dieser Sieg führt uns in eine große Zutuns teflum D( Deutschlands und darüber hinaus des gesamte Europa. mögen Bomber und Stukas auch die Erde zum Erbeben brinaen: der letzte, härteste Einsatz wird doch vom Fußvölk verlangt. Mögen die feindlichen Bun- ker und Werke in einem Feuermeer schwerster Granaten versckwinden, alle Mtttel der Vernichtung sie umtoben: der Infanterist muß doch den letzten Sturmlcmf wagen gegen Panzer und Beton, muß den letzten Widerstand der immer noch aus allen Scharten und Rohren feuernden Werkbesatzung brechen Mögen vorn Feind besetzte Häuser und Ortschaften von den Sturzbombern in Trümmer geworfen, Sperren und Straßenbarrikaden von den Panzern durchstoßen und durchfahren fein: bas Fußvolk muß doch die Hauptlast tragen, muß den Feind aus den Trümmern werfen, aus Keller und Dach, muß ihm immer wieder Aug in Aug entgegen- treten und Brust an Brust mit ihm ringen. 3n den Wäldern aber, wo die schweren Waffen nicht nachkommen können, wo auch die Artillerie nur wenig zu helfen vermag — weil niemand genau weiß, wo Freund oder Feind stehtt— ist der Infanterist auch beute wie einst ganz auf sich allein gestellt. Sein Mut, fein Kampf allein bringen die Entscheidung. brausenden, klirrenden, schimmernden Reiterheere die wohl dem Fußvolk den Weg zu bereiten, ihm aber nur selten den letzten, höchsten Einsatz zu ersparen vermochten. Seit vor den langen Spießen der Landsknechtsbeere die ritterliche Welt zusammenbrach, besteht der Ausspruch zu Recht, den bald nach dem Dreißigjährigen Kriege der große Kriegsmeister, der kaiserliche Feldmarschall Montecuccoli, der Türken-^ sieger und Ueberminber des berühmten Turenne, in seinen „Aphorismen der Kriegskunst" getan hat: „Das Fußvolk ist sowohl in Schlachten wie bei Belagerungen Grundpfeiler und Stütze der Armee." Die Infanterie ist, wie das deutsche Exerzierreglement es später eindeutig festlegte, die Hauptwafte, trägt die Hauptlast des Kampfes und bringt die größten Opfer. Sie ist die Königin der Waffen. Daran haben auch die neuen Waffen und die über alle Vorstellung ausgebaute.Kriegstechnik nichts geändert. Wie mit dem Aufkommen der nicht mehr in Schritt ober schwerfälligem Trab heranklirrenden, sondern in jagender, jauchzender Attacke anreiten- den Reitergeschwader die Aufgaben des Fußvolks nicht leichter, sondern schwerer wurden, weil es sich nicht mehr nur gegen seinesgleichen, sondern auch gegen diese Mauern aus Menschen- und Pferde- leibern, aus Lanze und Pallasch zu wehren hatte, so ift es auch heute. Die neuzeitliche Kriegstechnik hat der Infanterie wohl manches Schwere abgenommen,' ihr aber dafür noch weit schwerere Aufgaben gestellt, an deren Lösung auch die Tapfersten älterer Zeiten nicht einmal zu denken gewagt hätten. Immer schon war der Infanteriesturm. die Uefber- Windung des letzten, kugeldurchpeiffchten Raumes vor dem verschanzten Feind, das Niederringen des Gegners mit der blanken Waffe die höchste Mannesleistung überhaupt. Aber die Gewehre schossen einst langsamer und ungenauer, Maschinenwaffen gab es keine, die feindlichen Stellungen waren nicht aus Beton und Stahl. Wohl vermögen dafür die schweren Waffen, Feuerstoß und Trommelfeuer der Arttl- lerie, Pak und Flak der Infanterie den Weg ganz anders und vernichtender zu bahnen als früher. Mag die eigene Artillerie noch jo trommeln. Jahresschlußappell der Frankfurter Spar - taffe von 1822 auf die Aufgaben ein, die heul A an jede Betriebsgemeinschaft gestellt werden. Jed< einzelne, ganz gleich an welchem Arbeitsplatz i 9 stehe, habe die Verpflichtung, seine ganze Krg MJwp einzusetzen und so seinen Teil zur Derwirklichui, der vom Führer gestellten Aufgaben beizuttager Lc So wie der Führer das ganze deuffche Volk zu ein, um fi untrennbaren Gemeinschaft zusammengeschmie- ^unfl habe, so muß auch heute jede Betriebsgemeinscha Dr Pii zusammenstehen zum Nutzen der Allgemeinheit. A letzten Kriegsjahre haben alle härter gemacht, di LN ■.««; ft* rieu«, * Mit Rücksicht auf die im Winter 1941/42 durchg, mi] führte Schi-Sarnrnlung sowie die kriegs- und lebens J - wichtigsten Aufgaben der Verkehrsttäger hat bt , M Reichsverkehrsminister üm Einvernehmen mit bt ie{ weiter zuständigen Stellen durch Anordnung di »_ ~ Aufgabe zur Beförderung und die Mitnahme vo L nrtA c Schi im Eisenbahn-, Straßenbahn-, Krastwagen-un Schiffsverkehr verboten. Das Verbot erstreckt su nicht auf die Mitnahme von Schi auf Bergbahnen un auf die Beförderung von Schi als Wehrmachtgut un \ als Privatgut für die Wehrmacht. Im übrigen läj r”IL die Anordnung in bestimmten Fällen, z. B. mi amtlicker Sondererlaubnis, aus dienstlichen Grün den ober zum Zweck der Jugend-Ausbildung Aus nahmen von dem Verbot zu. chen: persönliche Autorität, Volksverbundenhett, Le- mögensrechtlichen Streitigketten sollen nur bei Streit- benserfahrung, Menschenkenntnis, Charakter, Takt trto. . öm inn Ai-k/ifk Xam ******** ***** 11»— —.- und auch ein wenig Humor. Es ergibt sich, dag die Gründe, die gegen die Wahl eines Rechtspflegers ober des Gemeindevorstehers aber eines Hoheitsträgers ober anderer entsprechender Amtsträger der Partei sprechen, überwiegen, soviel im einzelnen Falle auch dafür vorgebracht werden mag. Der Vorschlag geht deshalb dahin, daß Amt des Friedensrichters jedem angesehenen deutschen Volksgenossen im Alter von mindestens fünfunddrsißig Jahren zugänglich zu machen, der sich ohne Rücksicht auf Vorbildung urtb Lebensstellung nach seiner ganzen Persönlichkeit für dieses hohe Amt besonders eignet undinderBevölke- NSG. Am Dienstagnachmittag ging Gauleit! Reichsstatthalter Sprenger auf eftici g viele keine Ruhe war, daß sie auf Wache und DlH w L» poften ober gar gleich in den Kamvf ziehen miif it? fffi1 ten, der ist von Ehrfurcht vor dieser Waffe erfüllt r oem Ammer noch entscheidet ihr Marschieren, Ü NeiC Kampf den Krieg. Denn was hülfe es, wenn 6 hn?« ? Panzer den Feind durchbrächen, wenn die Boa m»-- ber feine Stellungen erschütterten und zerschlüciet tue x n raenn tne 5aUfd)irinjäger in Städten landeten, wo*«, Ven nicht me Infanterie nachkäme, diese Kühnen entfejl Hinft J ‘ unb bann die Schlacht durchkämpfte bis zur letz« tin 1 Entscheidung. ' J,QnOer Ammer noch ist die Infanterie die Schlachtet vtz t gramm ausgenommen wurde. Reichsminister Spej erklärte, es sei gelungen, den Lokomotivbo Pg t «auf über 80 v. H. der höchsten je erzielten Jcchrcx,]La gd)t leiftung zu steigern. Ferner seien einige tausend t vorigen Winter zu Schaden gekommene Lokomoüo^ ptr dem Verkehr wieder zugeführt worden. Jetzt tue übt {et ein Teil der Belegschaft als Kern einer großen V, triebsgemeinschaft schwere Waffen schaffen. Die legschaft habe die Lokomotiven schnell mieberherg, । stellt und damit in den Werkhallen Raum geschM ZRUfernadjtsnif des Senders Belgrad. Wer in den letzten Tagen um Mtternacht feil Empfänger auf den Sender Belgrad eingestellt ha der konnte hier erstmalig den neuen Mitternack ruf vernehmen. Durch Worte des Sprechers i Kunden klingt wenige Minuten vor 24 Uhr das t Friedrich Meyer neukomponierte Lied ,^)eidn auf, dem das Läuten von Glocken mit einer barüL- geblafenen Fanfare „Mit unseren Fahnen ift btfl gortfehun ©ieg folgt. Den Ausklang der Sendung bildet dal Hat»- Lied ,Lch nehm mein Herz in meine beiden $änbt1£ ‘ ’ ,n auf bem Fußvolk noch die Straße gehörte. Sönbrrtzhlen/s?! ein Dorwärtshasten hinter und zwischen nwti fierten Kolonnen, ratternden Batterien und st 'benben Krads. Versehrlen-Wohnhelme für Stuheniel Die Münchener Dersehrten-Wohnheime wurd« ^225? durch den Leiter des Reichsstudentenwerkes, Reise, eröffnet. Der Leiter der Kanzlei des FH! rers der NSDAP., Reichsleiter B o u h l e r, fprai M Diesb zu dem Gästen und Heimbewohnern. Das Studev M Teilt tenwerk München hat fünf Wohnheime für Der /"kell, schrie eingerichtet, in denen 210 Studenten unter gebracht werden können. Auch in anderen Hoch schulstädten sind Wohnheime für Versehrte errichte 2er Führ worden. In Wien, Posen, Prag, Breslau unb an Reimern [ bereu Hochschulstädten sind bestehende ^Wohnheim erlin aus! in Wohnheime für Versehrte umgewandelt worden rez m Wi Auch die übrigen 60 Wohnheime des Reichsstuden r.^i ienfd temverks stehen in erster Linie den Versehrten uiNe, die (3 01 -------Verfügung., 3n ihnen soll« °st verlieh l der Wchrmacht kommens n WB““ o6“' ■ 7-?. Vr . 'xa> am 21. Dezember in ou ’ krb°°' °m°r Stad ,n der Nahe der norbanotö" Ä jschen Schwarzmeerkuste nördlich von Iota? »nh öisa, 900 bls 1000 Menschen wurden getötet, 600 ■‘oben?1 Cxe ?ßr Cl^^ClW ^au3 Stadt blieb vor schaden bewahrt. vur Phf-ti Schwerer Unfall ederk +,iuwu,(j öummanca, entgleiste ein Werzug, wobei Zwei Lokomotiven und 29 Güter- »gen in dar Wasser stürzten. Drei Eisenbahner Kleine politische Nachrichten Die arabische Universität in der marokkanischen bereit r Seit«! >chi. inschasten von DAF. und der NSRL. 15 St rren hl ist verliehen. hnen st , die? nen >zar I oenn jtcue: dki« ; ■ «1r. es bat Bergenroth m jenen knappen ur c» ijui ____> mxnrt imin „3a, Käte, Sie sieht wieder Johannes an. Sein Blick senkt z.B. ° hen @a düng Sto t ton nerröl ie mm ierft5, k i des A gehe ternis, * Zur Förderung der außermilitärischen Ausbil- tng für den Winterkrieg oevgnstattet die SA. ab Januar im Bereich aller Standarten Winter- Die Rnprecht-Karl-Unioersitä zu Heidelberg ver- h dem emeritierten ordentlichen Professor der jrmanischen Philologie, Geh. Regierungsrat Dr. hl. Friedrich Panzer die Würde eines Ehren- lators der Universität. tPlerre Laval hat Dienstag vormittag Paris ver- sfen, um sich nach Vichy zurückzubegeben. In seiner eglettung befanden sich Wirtschafts, und Finanz- Knister Pierre Catala sowie Polizeipräfekt Bous- Gülerzug stürzt in einen Fluh. Auf 80 Meter langen Brücke über den Fluß Mtwin 1 Pnw Htlnmolar nn«> rr;..s-v m < . . u. IJ „Nehmen Sie es als Antwort, Johannes. Und bitte — haben Sie noch etwas Geduld." t er sich und küßt chre Hand. 1. vo^ ien mo» und 1° ■ Jnfanii wer mieber TodnB ng«n^ en M ter W ch dann «und» 12 durch« ind lebn r HÄ dk 1 mit 'tUtigjj jrad. mcht \M eftellthnl tittema4 echers» hr das 1 M1- nrdand nen ist I bildet i ien M insmittel. Die rumänische Regierung hat außer- im die Ausfuhr von weiteren 300 Waggons Ge- ieheng fe eA| gieren, J Jn Mesbaden starb im 72. Lebensjahr die lang, j Teilhaberin der Firma Henkell, Frau Käte % enteil, geb. Michel, die Schwiegermutter des ten um kichsaußenministers v. Ribbentrop. agen Die in Bern amtlich mitgeteilt wird, haben eng. ~- a che Fliegerformationen in der Nacht vom 21. auf 1 M tt Dezember 1942 zweimal den schweizerischen „Und was spricht bei dir aegen Johannes?" „Ich liebe ihn nicht, Helene. Aber ich mag ihn gern. Ich würde mich bei ihm geborgen fühlen. Das sage ich offen. Und fürchte, daß dieses alles zu wenig ist für diesen guten und edlen Menschen." „Du würdest dann den gleichen Namen tragen wie dein Sohn", sagt Helene sinnend. „Und wenn Marttn später in die Fabrik eintritt, das ist doch wahrschein, lich, Käte —, dann gehörst auch du als Johannes' Frau ganz selbstverständlich in diesen Kreis. Auch das mußt du bedenken, ob es nicht deines Sohnes wegen gut wäre, sich der Liebe und Güte von Jo- Hannes nicht zu verschließen." -Käte nickt: „Martin liebt ihn sehr — Und ihr Sohn ist es dann auch, der an diesem Nachmittag die Entscheidung herbeiführt. Während Helene mit Doktor Marswin und dem Oberförster über landwirtschaftliche Fragen spricht, gehen Johannes und Käte mit dem Jungen durch den Park. Und da geschieht es, daß der Knabe den Mann fragt: „Warum bist du denn nicht alle Tage bei uns, Onkel Johannes? Der Mann druckt das munter neben ihm schrei- tende Kerlchen zärllich an sich und erwidert: „Ich möchte schon, Martin, aber ich habe in Berlin schrecklich viel zu tun. Doch wie wäre es, wenn du zu mir nach Berlin kämst und alle Tage dort bei mir bleiben würdest?" w x Das ist nun eint Frage, die das Kmd in arge Bedrängnis bringt Es fragt: „Kommt Mutti auch ^Käte geht etwas schneller. Sie hat den blonden Kopf gesenkt. Sie hört, wie Johannes sagt: „Ja, da müssen wir die Mutter wohl fragen, ob sie das tun will —" Käte blickt auf und sieht Johannes voll an. In feinem Blick ist ein milder Ernst und die warme und gute Zuneigung, um die Kate schon lange weiß. Sie sieht, daß er ihr die Hand hinstreckt Da legt sie bezwungen die ihre hinein und streicht nut der anderen ihrem Sohn liebevoll über das Gesichtchen. 3a, Mutti?" drängt Martin. „Kommst du auch mit zum Onkel Johannes nach Berlin?" „Jetzt geht das nicht, mein Liebling. Jetzt dürfen wir doch die Tante Helene nicht in der ganzen Arbeit allein lassen. Später — im Winter —" ehrkärnpfe. Es beteiligen sich außer der SA.. Willi Mannschaften der Wehrmacht, des Reichsarbeits' instes und der Polizei sowie die Betriebssport- dnungli vagen'v nach Griechenland freigegebem rftreit & * A t werben. Johannes verdient es, I qd; Hef'in' den'ihren. ®r fragt: „Ist bas ein Aus- iflU-ft m begegnet. Bebente auch, Martin tragt fefctben Säte, ober — ober ist es eine Antwort? », Kwar/xs! -Ui... *...................... B sä; m -« wä w”l ’• *•* ies E W tzramstett schon —, daß er mir gut s • M lgueda, sechs Kilometer vorCiudL ^drigo"in der lestspanischen Provinz Salamanca, entgleiste ein k?Pu. Merzug, wobei zwei Lokomotiven und 29 Güter- Ü & M0Ln in ‘“Wer stürzten. Drei Eisenbahner »erben vermißt, fünf wurden schwer, einer leicht II5Pla|| 5 erletzt geborgen. 1 »irfiij Kl ine politische Nachrichten. dessen MlsN von Fred Raymond stammt. Diese gs:nÄbSÄ' ar-"” Ein neues heftiges Erdbeben, das schwerste der atzten Zest, ereignete sich am 21. Dezeinber in h n n Äinh* X__ctx-.-r < ° 111 Schwerer Unfall in einer Schweizer Braunkohlengrube. In der Braunkohlengrube in Ufhusen (Kanton lturzten an ber Abbaustelle große Erbmchstn im. Sieben Arbeiter wurden verschüttet Sisher konnte nur einer der Verschütteten als Leiche ctborgen werden. 1 )ahneinD3n Kopenhagen ist das deutsch-dänische Abkom- i^tguta en über den Warenverkehr für 1943 verlängert mgen ß ^den. Aus Ver Giavi Gießen. Gew.nn auf beiden Seiten. Mit weniger Spannung und Erwartung als in !auren $a^rcrt sehen wir diesmal das Fest des Gebens und Nehmens herankommen — und füh- Ien uns reicher beschenkt als je. Gestehen wir es ein: es war uns von Jahr zu Jahr bequemer gemacht worden, wir gingen einfach in die Geschäfte und erstandem was Wirtschaft und Technik uns zu bieten ^tten. Wir brauchten nur auszuwählen. Man ließ den Preis von der Ware entfernen, und am Pack- tisch wurde das Geschenk gleich in ein weihnachtliches Kästchen und buntes Papier getan. Unb heule? Da sind wir durch die Läden gelaufen, mit genügend Geld in der Tasche. Aber da war keine Fülle, in die wir nur hineinzugreifen brauchten. Die Fronten draußen, die unsere Heimat schützen, haben mit Recht auf Arbeitskräfte und Material Beschlag gelegt. Was blieb uns übrig? Uns redlich Zu bemühen und uns eingehend m.t den stillen Meinungen und verborgenen Wünschen unserer Lieben und Freunde zu beschäftigen. Denn weil wir nun weniger vorzuweisen hatten, mußten wir den materiellen Ausfall durch ideelle Werte ausgleichen. Das Schwergewicht unserer Geschmke verlagerte sich, sie wurden wirklich persönliche Gaben. Niemals zuvor ist soviel gebastelt worden. Nicht nur der Vater schnitzte für den Sohn allerhand Spielzeug, auch die großen Leute bedachten sich mit Geschenken, die aus gründlichem Nachdenken geboren waren. Manche Arbeitsstunde, oft zu nächtlicher Seit geleistet, nach einem Tag voll harter Anspannung, liegt_ in diesen Gaben beschlossen. Doch mit berzl cher Freude sind wir an dieses Erfinden und Entdecken gegangen und dem Beschenkten dadurch innerlich so nahe gekommen. Und mit Rührung werden wir selber vor den Dingen stehen, die aus dem gleichen Wollen, aus derselben sorglichen Mühe für uns gefunden und geschaffen wurden. Kann es schönere, bessere, wertvollere Geschenke geben? Also Gewinn auf beiden Seiten. Der Krieg hat uns auch hier in eine heilsame Schule genommen. Was vielfach schon zu kurz kam in unserem weihnachtlichen Schenken und auch dem Ausgestalten des Festes, zeigt sich strahlend im Lichterglanz des grünen Nadelbaumes: unser unausschöpfbares, deutsches Gemüt. G. K.-H- Fichte, Tanne und Deihnachtsbaum. Der mit Lichtern und Kugeln geschmückte Tannenbaum, der als Weihnachtsbaum so sehr mit dem deutschen Gemüt und dem schönsten aller Feste verbunden ist, ist, um es vorweg zu sagen, überhaupt keine Tanne, sondern eine Fichte. Nur selten sieht man eine Tanne als Weihnachtsbaum, und zwar deshalb, weil Tannen bei uns in Deutschland sehr selten sind — sie finden sich als Wälder nur in wenigen deutschen Gebirgen —, und zum andern, weil die bei uns heimische Art der Tanne ihrem Wesen nach nicht unseren Vorstellungen von einem richtigen Weihnachtsbaum entspricht. Der wesentliche Unterschob zwischen unseren Fichten (gemeine Fichte oder Rottanne, Schlangenfichte und Trauerfichte) und der Edel- oder Weißtanne besteht darin, daß die ersteren stets einen rötlichbraunen Stamm, spitze, im Rundbesatz angeordnete Nadeln besitzen, während der Stamm der Edeltanne, wie überhaupt aller Tannenarten, schwärzlichgrau ist und ihre Nadeln nach zwei Seiten flach gestellt und stumpf sind. An diesen' Unterschieden lassen sie sich unterscheiden, wobei die Art der Farbe des Stammes wohl das beste Kennzeichen ist, da der Nadelbesatz, je nach der Fichten- ober Tannenkreuzung, die wir vor uns haben, stark variiert. So gibt es Fichten, deren Nadeln trotz des Rundbesatzes so stark seitlich zusammengedrückt erscheinen, daß man sie leicht mit Weißtannen verwechseln kann. Auch haben manche von ihnen den gewissen blaugrünen Schimmer und die größeren, allerdings stets spitzen Nabeln, bie sonst nur für bie Tannen typisch sind. Immerhin bleibt auch bei ihnen der Nadelbesatz in seiner Art unregelmäßiger als bei den Tannen. Anderseits haben auch bei uns gezogene fremdländische Weiß- tannen, wie z. B. die spanische Edeltanne, ringsum stehende, zugespitzte, an der Unterseite bläulichweiße Nadeln. Aehnliches gilt auch von der amerikanischen Edeltanne oder Blautanne, die auch bei uns vor- Die rumänische Regierung schenkte der Stadt then 100 Wagenladungen (Betreibe zur Linderung tr Not der griechischen Bevölkerung. Der Stadt aloniki wurden 10 Waggonladunaen (Betreibe geendet. Rumänische Schulen in Griechenland er- eiten 100 Tonnen Mais, 62 Tonnen andere Le- 0« große Irrtum. Roman von Meta vrik. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Später, nach Tisch, sitzen Helene und Käte lußen auf der Terrasse. Der Kaffeetisch ist gedeckt, b sie erwarten nun ihre Gäste. Helene schaut indes noch einmal in dve Zeitung, in dazu ist sie heute vormittag noch nicht getanen. Käte hat bie Hänbe in den Schoß gelegt b sieht sinnend in den goldgrünen Park. Mene sieht über ihre Zeitung wiederholt zu der igen Frau hin. Schließlich fragt fie: „Du machst h heute so ein bedrücktes Gesicht, Kate. Was ^mt denn nicht?" . ... Du hast schon recht, Helene, ich bin heute mcht |z unbefangen. Es wäre mir fast lieber, Johan- te erridit Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. ;U unb a iheimem Regierungsrat Dr. Ulrich W i l ck e n in Vohnha rlin aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebens- >lt wofa ires m Würdigung seiner Verdienste um die Sliter» Msstlk nswissenschast, insbesondere um die Papyrus- ehrten c ade, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissen» leben m arabi che Umversitat in der marokkanischen i befbiftn tobt Fez ist geschlossen worden, weil die Studenten ie geJ Umgebungen gegen die nordümerikanischen Be- eine L ^ungsbehorden veranstaltet hatten. 24 angesehene ® von Fez wurden als Geiseln ver- N käme nicht." , »Es ist ihm doch eine Freude, dich und den Jun» ■ zu sehen. Du lehnst Johannes ab? Late sieht auf. „Ablehnen ... nein. Ich habe ihn « gern. Er ist wohl mein allerbester Freund. Ich Wanke ihm viel. Nun aber scheint es, als glaube Joannes bie Zeit gekommen, da er von seinen ' ®cnidl8tnen Wünschen sprechen darf." .. ~ ^s^M?elene denkt an das Gespräch, das sie mit Jo- zeM'ZWnes in Dahlem geführt hat. Und sie sagt. deten.^knnst du ihn nicht verstehen, Kate? Er wurde k ein anderes Glück geben können, als das, was 1 'verloren hast." »ie junge Frau blickt auf. „Du magst recht haben, lene ... ein Menschenherz empfindet immer wie t neu. Du hast das an dir selbst erfahren. Du er hast ein reiches und kraftvolles therz. 3d) 6m 1; anders ...ich bin unsicher . >ch habe Furcht, «ai »arauf erwidert chelene nicht.gleich- eher die leise Wehmut, tue sie letzt fo oft IlefaUt. 6 weiß denn Käte? Dieses.„reiche und kraftvolle ge r" __ es bat Bergenroth m jenen Mappen ur- ' Lsstunden nicht zu einem liebenden Wort zwm- titij 1 ihm nicht den tiefen, seligen Glauben an engste n itbunbenheit geben können. iS. Hjiß Helene führt das Gespräch ^Her. .. . « ««» i; »»«,->«« «»V- Schützt die Kartoffelvorräte vor Verderb Die Zahl der Haushaltungen, die in diesem Jahre Wintervorräte an Kartoffeln eingelagert haben, ist überaus zahlreich. Die ungeheure Leistung, die die Reichsbahn im Oktober vollbrachte — sie fuhr in diesem einen Monat soviel Kartoffeln in die Großstädte wie im ganzen lebten Friedensjahr — hat diese Bevorratung möglich gemacht. Das Umlagern der Kartoffeln hat aber nur einen Sinn, wenn diese Kartoffeln auch wirklich der menschlichen Ernährung zugute kommen und nicht nach einigen Monaten in den Müllkasten wandern, weil sie im Keller verfault sind. Kartoffeln sind eben keine Braunkohlenbriketts. Die letzteren kann man ja hinschütten, wohin man will, mit Kartoffeln darf man dies nicht tun. Auch die Städter müssen öfter einen Blick auf ihre Kartoffeln werfen und sollten sich nicht allzuviel darauf oerlaffen, daß bie Kar- ro;feln bei dem guten Herbst trocken in die Keller aekommen sind, womit an sich sonst eine gute Vorbedingung für die Haltbarkeit während der Winterlagerung gegeben wäre. Die warme Witterung der letzten Wochen hat aber auch ihre Nachteile gerabe bei den Winter» kartoffeln gehabt, da diese vor dem Einlagern nicht ausreichend auskühlen konnten. Es kommt also darauf an, in den noch froftfreien Wochen möglichst viel frische Luft an die im Keller lagernden Kartoffeln herankommen zu lassen, wobei aufgepaßt werden muß, daß die Kellerfenster an Abenden, an denen mit hereinbrechendem Nachtfrost zu rech nen ist, geschlossen werden. Da der Städter auch keine Fühlung mit dem Wetter mehr au haben pflegt, ist es besser, vorsichtiger als nachlässiger zu |ein, insbesondere bei sternklaren Nächten. Die wichttgste Arbeit ist das Durchlesen der Kartoffeln innerhalb kürzerer Zeiträume. Es ist engu- nehmen, daß in den meisten Kellern die Kartoffeln unsachgemäß gelagert sind, daß keine Kartoffelhor- ten vorhanden sind, ja, daß nicht einmal eine Holz- unterläge vorhanden ist, auf die die Kartoffeln geschüttet wurden. Die Kartoffeln müssen also darauf« hin durchgesehen werben, ob sie noch fest und trocken sind. Wir wissen, baß dies eine sehr mühevolle Arbeit ist, insbesondere, wenn größere Vorräte vorhanden sind. Das kann aber auf keinen Fall von der Pflicht entbinden, dies zu tun, und es ist in heutiger Zeit nicht zuviel verlangt, wenn bie ganze Familie sich an dieser Arbeit beteiligt, denn es wollen ja schließlich auch alle effen. Verbraucher, die ihre Kartoffeln verderben lassen, können mit einer Nachlieferung nicht rechnen. Darum „Kampf dem Verderb bei den Kartoffeln"! kommt und wegen ihrer Fichtenähnlichkeit, aber weit größeren Schönheit gern als Weihnachtsbaum gewählt wird, wenn man ihrer habhaft werden kann. Das ist natürlich nur sehr selten der Fall. Wenn man einen solchen Baum erwischt, handelt es ft meist um Kreuzungen aus der amerikanischen Edeltanne. Unser eigentlicher Weihnachtsbaum ist aber kein Tannenbaum, sondern seit jeher eine Fichte und wird es wohl auch immer bleiben. Keine Sprechstunde des Äreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisletters am Donnerstag, 20. 4.1943. Aufnahme in die 7IGOAP. Jahrgang 1925 der Hitler-Jugend ist äntragsberechttgt. MSG. Zur Aufnahme in die NSDAP, werden die Angehörigen der Hitter-Jugend und des Bundes Deutscher Mädel des Jahrganges 1925 aufgerufen. Antragsberechtigt sind alle Jugendlichen, die eine ununterbrochene Dienstzeit in der Hiller-Jugend bzw. dem BDM. seit dem 1.5.1939 nachweisen können. Entsprechender Antrag zur Aufnahme ist unter Ausfertigung eines eigenhändig unterschriebenen Aufnahmescheines bei der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP, zu stellen. Der Aufnahmetag ist der 20. 4.1943s Infolge der kurzen Bearbeitungszeit werden alle Angehörigen der Hitler-Jugend und des BDM. des Jahrganges 1925 aufgerufen, sich sofort mit ihren zuständigen Ortsgruppen in Verbindung zu setzen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiefen, daß die öffentlichen Ueberführungsfeierlichkeiten nur symbolische Handlungen darstellen, und eine Aufnahme in die NSDAP, nur rechtswirksam wird, wenn hierzu ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Ortsgruppe gestellt und der Aufnahmeantragsschein der NSDAP, eigenhändig von dem Aufzu- nehmenden unterschrieben wurde. Oer^ernsprechdienst an den Seterfüqen Die Reichspost Libt bekannt, daß private Ferngespräche am Weihnachtsabend und in der Neujahrsnacht von 19 Uhr an auf die Dauer von drei Minuten beschränkt werden müssen. In Anbetracht des Umstandes, daß der Femsptechverkehr in diesem Jahre ohnehin stärker ist als sonst und durch kriegswichtige Gespräche der verschiedensten Art in Anspruch genommen wird, sollte das Publikum auf jedes nicht unbedingt notwendige Ferngespräch an den Feiertagen verzichten, in wirklich außergewöhnlich dringenden Fällen aber zur Entlastung der Leitungen und der an Weihnachten und Neujahr diensttuenden Beamten sich so kurz wie möglich fassen und sich auf die unumgänglich notwendigen Mitteilungen beschränken. Als Helene und ihre Gäste beim Abendessen sitzen, kommt das Mädchen und sagt, daß Frau Bergenroch am Telephon gewünscht wird. Man will ein Telegramm durchgeben. Ein Telegramm aus Freiburg an Helene Bergenroth. Inhalt: „Wieder in Deutschland. Weitere Nach» richt folgt. Grüße dich herzlichst." Unterschrift: „Bergenroth." „3a — danke —", sagt Helene unb wiederholt den Inhalt des Telegramms. Nun werden sie sich bald wiedersehen, werden sich sprechen — und nicht nur eine einzige Stunde. Alles Quälende, alle Zweifel wird man auslöschen können. Der Herzschlag der Frau wird ruhiger. Helene geht zu ihren Gästen zurück. Ihre Augen strahlen, als sie ihnen den Inhalt des Telegramms erzählt. Sie sprechen nun von Bergenroch und von seinen Arbeiten unb vom Krieg draußen. Dann teilt sich bas Gespräch. Marswin und Rautenberg sind in einer wichtigen Erörterung, und Käte hört ihnen zuf Der Oberförster beugt sich zu Helene vor. Der alte Herr legt seine Hand väterlich auf die der jungen Frau: „Sie haben einen vortrefflichen, einen gediegenen Mann, liebe Frau Bergenroth. Manchmal zwar ein bißchen sonderlich, wie?" „Finden Sie —?" fragt Helene lächelnd und denkt immer noch an die Botschaft, die sie bekommen hat. Wieder in Deutschland ... Unb hört bann doch auf das, was der Oberförster erzählt — hört jetzt sogar sehr aufmerksam zu — „Ist Ihr Mann eigentlich musikalisch, Frau Bergenroch?" „Er liebt die Musik sehr", erwidert Helene. „Unb er spielt auch selbst." „Nun, bann möchte ich doch wissen, weshalb er an jenem Abend so eilig bavonlief. Es war im November. Ich hatte in Berlin zu tun, unb am Abend ging ich in die Philharmonie. Da treffe ich Ihren Mann Er sieht mich nicht. In der Pause will ich ihm natürlich guten Abend sagen. Da sehe ich wie er in die Garderobe stürzt. Nanu, denke ich. weshalb rennt denn der Bergenroth schon weg? Aber erwischen und fragen konnte ich ihn nicht mehr. Hat er Ihnen davon erzählt?" Helene muß sich zusammen nehmen. Nur jetzt nichts merken lassen von der großen Spannung, bie sie erfüllt. Ein Begreifen steigt langsam auf. Sie antwortet: „Nun, vielleicht hatte mein Mann noch eine Verabredung an jenem Abend. Was wurde denn gespielt?" ..fturfriängler dirigierte, öaydn unb Brahms. Da läuft doch gewöhnlich kein Mensch davon!" Preistreiber cm Pranger. NSG. Gelegentlich her Ueberprüfung des Preisgebarens des Landwirts und Zieaenhändlers Paul Kittelmann in Alsfeld wurde fcstgestellt, daß Kit' telmann beim Verkauf von Ziegen die gültigen Stop- preise unb Stopfpannen überschritten unb seine Zahlungs- unb ßieferungsbebingungen durch Uebergang zur Vorauskasse zum Nachteil seiner Abnehmer verschlechtert hat. Kittelmann hat Nutzziegen unter der Bezeichnung Zuchtziegen zu Preisen bis zu 150, 160 unb sogar 180 RM. je Tier an Verbraucher abgegeben, obwohl die Stoppreise ganz erheblich niedriger gewesen sind. Aber auch für von ihm verkaufte Ziegenlämmer hat er übersetzte Preise von 55 RM. und aufwärts je Tier gefordert und bezahlt erhalten. Kittelmann hat auch beim Verkauf von Häsinnen unzulässig hohe Preise, und zwar bis zu 35 RM. je Tier verlangt und genommen. Kittelmann hat aber nicht nur seine Verkaufspreise im Widerspruch mit der Preisstop-Ver- orbnung gebildet, sondern auch schon beim (Eintauf unzulässig hohe Preise bezahlt. Darüber hinaus hat er Verdienstspannen berechnet, die nicht in Einklang mit den Bestimmungen der Kriegswirtschafts- oerorbnung zu bringen sind. Ein derartiges Verhalten kann im Interesse der Allgemeinheit und ganz besonders im Kriege nicht geduldet werden. Wer in seinem Geschäftsbetrieb bie an ihn zu fteüenben Anforderungen vermissen läßt und jetzt die Gelegenheit gegeben sieht, seine selbstsüchtigen, verantwortungslosen Ziele zu erreichen, darf sich nicht wundern, wenn gegen ihn vorgegangen wird. Wegen der festgestellten Verfehlungen hat bie Preisbildungsstelle bei der Hessischen Landesregierung dem Landwirt unb Ziegenhändler Paul Kittelmann mit sofortiger Wirkung jegliche Betätigung im Handel mit Ziegen und Kleinvieh untersagt und ihn in eine Ordnungsstrafe von 2000 RM. genommen. , Verhütet Weibnachtsbaumbrände! NSG. Die Reichsarboitsgemoinfchaft Schabenverhütung t)at folgende vorbeugenden Brandver- Hütungsregeln für die Weihnachtsfeiertage zusammengestellt: Schraube den Bcvum in einen massiven Ständer fest ein, und befestige den Ständer sorgfältig, damit der Baum nicht durch spielende Kinder umgerissen werden kann. — Stelle den Baum nicht ans Fenster in die Nähe leicht entflammbarer Gardinen und Vorhänge, sondern in eine geschützte Ecke. — Ordne die Kerzen nicht dicht unter Zweigen und Papierschmuck an! Die Flamme eines einzigen Lichtes kann einen gefährlichen Brand verursachen. — Beginne beim Anzünden der Kerzen mit oen obersten unb beim Ablöschen umgekehrt, damit deine Kleidung nicht in Gefahr gerät, Feuer zu fangen! — Laßt eure Kinder nicht unbeaufsichtigt am bren- „Ja, ich erinnere mich jetzt ..." Helene nickt. „Mein Mann sprach davon. Unb er bebauerte sehr, nicht auch den zweiten Teil gehört zu haben." In dieser Nacht findet sie lange keinen Schlaf. Der freudigen Erregung, die bas Telegramm Pergenroths ihr brachte, ist die tiefe Erschütterung einer an diesem gleichen Tage gewonnenen Erkenntnis gefolgt. Jetzt begreift sie auch bie seltsame Veränderung in Bergenroths Wesen. Begreift seine kühle, unpersönliche Haltung in der letzten Zeit. Richard war nach Berlin gekommen, hatte sie im Konzert wohl mit feiner Anwesenheit.überraschen wollen unb sah sie bann mit Rautenberg. Daraus zog er dann gänzlich falsche Schlüsse. Zugleich aber steigt ein Zorn in Helene auf. Weshalb mußte Bergenroth so verschlossen sein! Konnte er sie nicht fragen — konnte er denn nicht seine Zweifel aussprechen ...? Gleich wäre alles klar geworden. Nem, er konnte das wohl nicht. Er mußte sich sagen, daß er kein Recht dazu besaß. Sie haben ja ihren Pakt so geschlossen, daß einer dem anderen völlige Freiheit zubilligt. In Helene ist ein Hin unb Her der Gebauten. Und es bleibt zuletzt doch ein Vorwurf für Bergenroth. Richard mußte wissen, daß Helene niemals etwas tun würde, das einen Schatten auf bie Ehre feines Namens werfen konnte. Muß man sich nicht wundern, daß der Oberförster nicht auch sie und Rautenberg sah? Jn Freiburg hatte der Lazarettzug nur kurzen Aufenthalt. Sanitäter und Schwestern kommen. Helle, fröhliche Frauenstimmen klingen auf. Bergenroth kann fein Telegramm an Helene besorgen lassen, dann ruckt der Zug wieder an. Der Bahnhof, die Häuser bleiben zurück — weiter die Fahrt — immer näher der Heimat zu — Neben Bergenroth sagt ein junger Soldgt, daß er sich noch auf keinen Urlaub so gefreut hat wie dieses Mal. „Zum erstenmal werde ich meinen Sohn sehen. Fünf Monate ist er alt." Und bann fragt er Bergenroth: ,4)aft du auch Kinder, Kamerad?" „Nein", erwidert Bergenroth. Unb er denkt: Nein, noch habe ich keine Kinder ... Er sitzt still zurückgelehnt. Seine Gedanken gehen zu Helene. Kinder — Da ist eine Frau, bie seinen Namen trägt, aber sie gehört ihm nicht. Dach nun wird der Solbat Bergenroth Klarheit schaffen. Er weiß, daß Helene zu seinem Leben gehört, in ihrer Hanb liegt die Zukunst. (Schluß folgt.) Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute i Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag-Vormittag geschlossen! WüMO °! der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 23. Dezember 10.00 bis 21.15 Uhr 13. Mittwochmiete u.Hal bmieteA Penthesilea. kowski, Dachdeckermeister (Wallstvaße) am 30. De» Repp und der Reichsbahnkraftfahrer Karl Högel stift, r Die Les' der alle hohen L in, glaut Theater der Universitätsstadt Gießen erlösen. In stiller Trauer: 367A gesucht. sseaD @niinenial - Reifen Pianos und Flügel aus Privatbesitz kauft od. nimmt in Zahlung Pianohaus R. Schönau, Gießen, Tel.3269 SllsMösle W llmlfliülen für unsere Stahlbüromöbelfabrik nächtliche Stimmung, die die zwanglose Art des Musizierens mit sich brachte. ■ijen Eil 6 der gle mu| iiibe zu i bi gege" Bihtt Wg erf wir d i* laden , dieser ?{tren. man mi auf Mai z sein, so i ganz hl das Ede -'i, der 5 Sedanker diese Fri i wird eil i Sorftet anders, i giesfd W 3‘ itelart ] wag, Vorzustellen: Sandkauterweg 15 Franz Bogt & Co. Unsere in Gießen, Marburg, Wetzlar, Dillenburg, Limburg einge- fü6rte Sevtvettmg (Schmierstoffe all. Art, Motorenöl) ist nea zu vergeben. Angebote erbeten unter „Oelvertretung" an Ala, Hamburg 1. 3836v 3. Preis, Adolf Justus zwei 1. Preise, Karl Ritter einen ß. Preis, Fritz Lauch einen 3. Preis, M«. kranz einen 1. Preis, Wilhelm Schmidt (Laubacher Waid) einen 3. Preis; aus Röthges: Wilhelm Graf zwei. Ehrenpreise, einen 1., einen 2., einen 3. Preis; aus Freienseen: Rud. Bachmann einen Ehrenpreis, einen 3. Preis; aus Stockhausen: Heinrich Hörle neun Ehrenpreise, vier 3. Preise, Erwin Ranft Men Ehrenpreis, drei 3. Preise, Ludwig Sauer zwei L drei 2. Preise. Landkreis Gießen. -- Li ch, 22. Dez. Im alten Jahr können noch drei Ehepaare unserer Stadt ihre silberne Hochzeit feiern, und zwar die Eheleute Karl Jakob Leder« mann, Maurer in der Brauerei Jhring-Melch°or (Butzbacher Straße) am 25. Dezember, die Eheleute Ludwig Heuser, Postbeamter (Hungener Straße) am 29. Dezember und die Eheleute Martin Siej. Damen- Wintermantel Größe 42, z. kaufen gesucht' Schr. Ang. unt. 06736 a.d.G.A. Erstklassiges Simmentaler Rind ca. 11 Zentner schwer, zugfest gefahren, im Februar kalbend, zu verkaufen. Atzbach, Nr. 8. [06728 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am 22. Dezember meinen lieben, herzensguten Mann, meinen treuen Lebensgefährten, unsern lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, meinen lieben Bruder, Schwager, Onkel und Paten Johannes Maid Oberweichenwärter i. R. im 70. Lebensjahre von seinem über 11 Jahre langen, schweren mit großer Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod zu SW meines lemsZiniM gesucht. [06739 Zuschriften an löscht, Wolfstratze 26. Gemüsesamen ist heute ein kostbares Gut und muß sparsam verwendet werden. Um die Selbstversorgung des deutschen Boltes mit Gemüse sicherzustellen, muß jede Vergeudung von Samen vermieden werden. Daher sollte auch der Kleingärtner von der bisher üblichen Aussaat in großen Mengen ab geh en und zu einer recht dünnen Aussaat übergehen. Dazu gehört in erster Linie, daß er von der Reihensaat ab geht und nur die Stufensaat vornimmt, denn auch bei der Rechensaat können; soweit Möhren, Schwarzwurzeln, Radieschen, Buschbohnen usw. in Betracht kommen, viele Pflanzen sich infolge der Aussaatdichte nicht voll entwickeln. Die Stufensaat dagegen ermöglicht bei mindestens gleichem Flächenertrag wesentliche Sameneinsparungen. Im Jahre 1943 werden die meisten Sämereien für den Kleingärtner ab 4. Februar wieder m Kleinverbraucher Packungen und als „Bunte Tüten" zur Verfügung stehen, nur Selbstversorger, die schon früher vom Samenoersandhandel bezogen, können gegebenenfalls schon früher ihre Sämereien bekommen. Wichtig ist aber zu wissen, daß zunächst der Erwerbsgartenbau bevorzugt mit Gemüsesamen bedient werden muß. Dieser selbst wird zweckmäßigerweise seinen Bedarf schon jetzt umgehend aufgeben. Im Rohmen der jetzt erfolgten Neuregelung durch die Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft ist bestimmt, daß der Erwerbsgärtner seiner Bestellung einen Derpflich- Wohniingslmch. i Vorhanden tttl Wehlar2Zinrrn., Küche, m. Bad- ben., i. Neubau, wenn gew., mit Landanteil in d. Nähe, gegen 2-3 Zimmer m. Küche i. Gießen. Schr. Ang. unt. 3853Da.d.G.A. B", bV des vir1 I^ÖQs . , W u kJ9eit öOr Für die uns zu unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir, nuch im Namen unserer Eltern, herzlichst Dank Ehrengar d Riß Otto Brück ^-Unterscharführer i. d. Waffen ff Großen-Buseck, im Dezember 1942 ______________________06738/ Seid sparsam mit Gemüsesamen! Zur Neuregelung des Gamenverkehrs für 1943. Frau Katharine Maid, geb. Stier; Otto Maid und Familie; Karl Lang IV. und Frau Mathilde, geb. Maid ; Robert Fett und Frau Lina, geb. Maid; Karl Mald.z. Z. Im Felde, und Frau; Theodor Maid, z.Z. Im Felde; Ludwig Maid und Familie; Familie Willi Neumann; Familie Walter Jänicke und 6 Enkelkinder. Watzenborn-Steinberg, Erfurt und im Felde, Leihgestern, Friedberg, Lang-Göns, den 23. Dezember 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 24. Dezember, nachmittags 2 Uhr statt. _________________________________________06740 1., zwei 2., einen 3. Preis, Heinz Poch, einen Ehre • preis, zwei 3. Preise, Heinz Wörner einen Ehre[ preis, Friedrich Krauß einen Ehrenpreis, eüun 3. Preis, Hans Don-Eiff einen Ehrenpreis, vier ÄfF 3. Preise, Wilhelm Scharf drei Ehrenpreise, erneu Kreis Marburg. Lpd. Marburg, 22. Dez. Dieser Xage wurde gemeldet, daß aus einem Hanauer Krankenhaus em Mikroskop gestohlen wurde. Ein gleicher Diebstahl wurde nun im Hygienischen Institut der Universität Marburg verübt. Es handelt sich nn) ein Leitz- Mikroskop ohne Spiegel, Nr. 300 707. Auf dem Stativ befindet sich die Eingravierung „Hygienisches Institut Marburg 2". Uen auf M den j ien kein ®en föm V hat, i H fonbei oon kein »5 ist z Ganzes, Wschaftl wäre k'Unsterb Pen Aust f». Toü M, der |W, da r'le. wenn LT M MMandes , Mgio! t immer < k'sUnd bei I ?»5 eir Lallen, ; diese s>ußtse wurden für ihre Verdienste im Osten mit dem Kriegsverdienst kreuz zweiter Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. — Am 22. Dezember feierte der gräfliche Wiesenwärter Friedrich Silk in voller Rüstigkeit seinen 7 0. Geburtstag. Er steht seit seinem 14. Lebensjahr in gräflichen Diensten und geht noch täglich seinen Pflichten nach Wir gratulieren! — Die Kreisdienststelle Wetterau von „KdF." veranstaltefe im Rahmen der Wehrmachtbetreuung und auch für die Laubacher Bevölkerung einen Bunten Abend, der von Max Äaa (Ansage), Grete Fleckenstein sTanz), Ulla As^ mus (Gesang), Erna Reuter (Tylophon), Walter Ortsbauernsührer Goebel sowie den Kreiszucht- wart Kreiling (Gießen) begrüßen konnte. Er führte aus, daß der Gedanke der Kleintierhaltung, insbesondere der Kaninchenzucht in allen Kreisen der Bevölkerung, soweit sie im Stande ist, die Tiere auf eigener Futtergrundlage zu hatten, sich immer mehr verwirklicht, und daß hiermit wertvolle Beiträge zur Volksernährung geleistet werden. Dies beweise auch die Stiftung zahlreicher Ehrenpreise, an denen sich die Stadt Laubach, Graf Solms, die Bezirkssparkasse, die Laubacher Bank und zahlreiche Mitglieder beteiligt haben, die Herr Wolter ebenfalls in seinen Dank einschloß. Besondere Auszeich.rungen wurden dem Fellwart Lindesmeyer, der sich bereits seit 40 Jahren mit der Kaninchenzucht befaßt, zuteil. Er erhielt den Reichsfachgruppenehrenpreis, den Landesbauernehrenpreis, den Zuchtstammehrenpreis, den Leistungsehrenpreis sowie fünf andere Ehrenpreise, während dem Rei chbahnob erse kretä r Heinrich Wahl, der Kreissachtzruppenehrenpreis zugesprochen wurde. Es erhielten aus Laubach: Heinrich Wahl elf Ehrenpreise und zwei 1. Preise, Ludwig Wolter sieben Ehrenpreise und acht 3. Preise, Karl Graulich vier Ehrenpreise und zwei 3. Preise, Karl Pitz zwei Ehrenpreise und zwei 2. Preise, Wilhelm Lindesmeyer zwölf Ehrenpreise und zwei 1. Preise, August Braun einen Ehrenpreis und einen 1. und einen 2. Preis, Jacob Laub er einen Ehrenpreis, zwei Der Verkauf von Theaterkarten für die Vorstellungen vom 29. bis einschHeßl. 31. Dezember 1942 beginnt ab: 26. Dezember 1942 (2. Weihnachtsfeiertag ausnahmsweise ab 10 Uhr) Für die Vorstellungen vom 1. bis einschließlich 3. Januar 1943 ab: Montag, den 28. Dezember 1942 Nach den Feiertagen Verkauf wie üblich, ab Samstag für komijiende Woche bis einschließl. Sonntag. Schrift!. u. telefonische Bestellungen können z. Z. nicht angenommen werden. -------m 1 Nachdem unser lieber Sohn Karl an einer WSW schweren Krankheit im Osten den Helden- tod gestorben ist, erhielten wir jezt die tieferschütternde, schmerzliche Nachricht, daß nun auch unser lieber, herzensguter jüngster Sohn, mein heißgeliebter, guter Bräutigam, unser lieber, guterBruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate, Onkel und Neffe Parteigenosse und #f-Mann Richard Friedrich Obergefreiter im Afrikakorps, Träger des E. K. 2, des Panzersturmabzeichens, des Verwundetenabzeichens, des Westwallabzeichens und der Erinnerungs-Medaille Italienischer und Deutscher Feldzug in Afrika, bei den schweren Kämpfen In Afrika, im blühenden Alter von 25 Jahren, den Heldentod für Führer, Volk und seine geliebte Heimat fand. In tiefer stiller Trauer: Karl Friedrich und Frau Else Schmidt, Braut und alle Angehörigen. Steinbach, Albach, Lieh, Birklar, Annerod, Saasen, den 19. Dezember 1942. Die Gedächtnisfeier findet am 27. Dezember, 13*/, Uhr, in der Kirche zu Steinbach statt. 0M41 Mit der Familie trauern auch wir um unseren lang-' jährigen treuen Arbeitskameraden. eM44 Georg Herpel, Metzgerei, und Gefolgschaft,Gleisen Kaninchen-Ausstellung in Laubach. * Laubach, 22. Dez. Eine ansehnliche Tierschau zeigte die Fachgruppe „Kaninche n" des Lauba cher Kleintierzuchtvereins am Samstag und Sonntag in der Turnhalle. 137 Kaninchen waren zu bewerten, wobei die Vereinsrasse, die Weißen Wiener, mit rund siebzig Tieren vertreten war. Daneben sah man kräftige Deutsche Widder und Groß-Chinchilla, auch stämmige Deutsche Rie sen, Helle Groß Silber — sehr schön im Fell —, Klein-Chinchilla und Blaue Wiener. Ausgestellt hatten die Züchter aus Laubach, Röthges, Wetterfeld, Stockhausen unö1 Freienfeen. Das Interesse der Besucher aus allen Kreisen der Bevölkerung war außerordentlich rege. Von den Mitgliedern des Vereins hatten 22 Züchter ihre Tiere gezeigt, was angesichts des erst einjährigen Bestehens des Vereins eine erfreuliche Leistung ist. Ebenso aufschlußreich wie die Besichtigung der einzelnen Tiere war die mit der Tierschau verbundene Fellausstellung. Es ist erstaunlich, wie vielseitig die Kaninchenfelle bei sachgemäßer Behandlung verwendet werden können. Pelzarten wie Biberette, Maulwurf, Skunks, Nutria, Seal, Zobel, Leopard und Nerz lassen sich daraus Herstellen. Am Sonntagvormittag fand die Eröffnung durch Zuchtwart Ludwig Wolter statt, der Bürgermeister Kopp, den Ortsgruppenleiter Pott, oen tungsschein beizufügen hat, wonach er u. a. versichert, keine Doppelbestellungen vorgenommen zu haben, seine eigenen Samenvorräte berücksichtigt hat, die Bestellung unter Zugrundelegung der von der Hauptoereinigung festgesetzten höchstzulässigen Samenmenge je Flächeneinheit' berechnet wurde. Für Kohlsämereien ist für den Kleingärtner wichtig zu wissen, daß er in diesem Jahr keinen Samen erhalten wird, sondern auf dön Bezug von Jungpflanzen von dem Erwerbsgärtner angewiesen sein wird. Auch Porree und Sellerie können nur als Jungpstanzen bezogen werden. Schließlich kann auch für Küchen- und Gewürzkräuter für den Selbstversorgergartenbau Samen nicht nach freiem Ermessen zur Verfügung gestellt werden, auch hier wird nur eine Jungpflanzenvermittlung möglich sein. Um rechtMig hiese Jung- pflanzen zu erhalten, muß der Gartenbesitzer rechtzeitig bei seiner Organisation, beim nächsten Gartenbaubetrieb, dem Bezirks- oder Kreisleistungsausschuß für Gemüsebau, dem Kreisfachwart Gartenbau oder der Kreisbauernschaft seinen Bedarf getrennt nach Gemüse art und nach frühen, mittelfrühen und späten Sorten aufgeben, damit die Erwerbsgärtnerschaft rechtzeitig für die erforderlichen Jungpflanzen sorgen kann. Die Neureglung setzt voraus, daß die Verbraucher diszipliniert und verantwortungsbewußt handeln und ihrerseits dazu beitragen, daß die gleichmäßige Versorgung sichergestellt werden kann. nendeu Weihnachtsbaum! Verwahrt in diesen Tagen besonders sorgfältig alle Streichhölzer vor Kinderhand! — Stellt in die unmittelbare Nähe des Weihnachtsbaumes stets ein mit Wasser gefülltes Gefäß zum Löschen bereit! Wichtig für Betriebssichrer! NSG. Die Landesversicherunasanstalt Hessen weist darauf hin, daß von allen Betriebssührern zum Jahresende in den Quittungskarten bzw. in den Einlagebogen zu den Quittungskarten der inoalidenver- . sicherungspstichtigen Gefolgschaftmitglieder die zwischen dem 29.6.1942 und dem 31.12.1942 liegende Zeit der Beschäftigung sowie der in dieser Zeit erzielte Gesamtbruttoverdienst zuzüglich des Wertes der Sachbezüge (Kost und Wohnung usw.) zu bescheinigen sind. Einlagebogen zu den Quittungskarten alten Formulars sind bei allen Quittungskartenumtauschstellen und in den Städten mit eigenen Der- sicherungsämtern bei diesen erhältlich. Dreiecktuch und erste Hilfe. NSG. Das Dreiecktuch gestattet eine vielgestaltige Verwendung in der ersten Hilfe. Bei der Ausbildung in den Luftschutzschulen des Reichsluftschutzbundes lernen und üben die Laienhelferinnen, wie man mit dem Dreiecktuch schnell und einfach Verbände anlegt, wie es bei der Schienung gebrochener Gliedmaßen verwendet, wie man es als Tragetuch oder Augenverband benutzt, und was man sonst noch allerlei Nützliches damit anfangen kann. Dabei kann ein Dreiecktuch aus jedem kräftigen und sauberen- Stoffrest ungefertigt werden. In jeder Luftschutz. Hausapotheke müssen sich eine Anzahl Dreiecktücher befinden. Das Dreiecktuch darf auch nicht in der Luftschutzbereitschaftstasche der Laienhelferin fehlen. Giehener Dochevmarttpreise. * Gießen, 23. Dez. Auf dem heutigen Wochen- istarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 53, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 7, Rotkraut 10, rote Rüben 8, Spinat 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 6, Lauch 15, Sellerie 16, Feldsalat, i/io 6 Rpf. Verdunkelungszeit: 23. Dezember von 17.11 bis 8.02 Uhr. * ** Don der Ludwigs-Universität. Der Zahnarzt Dr. med. dent. Wilhelm Schneider in Gießen ist beauftragt worden, in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen vom Beginn des Wintersemesters ab die Zahnheilkunde in Vorlesungen und Hebungen zu vertreteü. — Dr. Wilhelm Schneider wurde am 1. Oktöber 1909 in Großen- Buseck geboren. Nach dem Besuch der dortigen Volksschule und der Oberrealschule in Gießen studierte er in Gießen, Greifswald und Marburg Zahnheilkunde, war von 1934 bis 1937 Assistent am Zahnärztlichen Institut in Marburg und ließ sich 1937 als Zahnarzt in Gießen nieder. Von 1939 bis Frühjahr 1942 stand Vr. Schneider im Heeresdienst. , ** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Fritz Donath und Frau Lina, geb. Jagusch, Landgraf- Philipp-Platz 12, feiern am kommenden Sonntag, 27. d. M., das Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren! $1 davon ! das Abbi - i Künder d bl“, und j, das nid lifiimmtes p an ur 8 werden, e Jffi, die itz _ hir aus t ■ Jhnmte üb I he, w i e Ihn, als Iden der [ ober wir »sein, fei hart ui w, daß n i'mungen !t unsere iien, das • N Neal 3etnfpreiljölenflnnDen$elertflsen Infolge der starken Belastung der Fernsprechleitungen mutz dieDauer der privaten Ferngespräche am Weihnachtsabend und in der Neujahrsnacht von 19 Uhr an auf 3 Minuten beschränkt werden. Giehen, den 22. Dezember 1942. Postamt. 8856D LICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, Seitenweg: Die Geierwally g^C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Liebe läßt sich nicht erzwingen TiftL 2.30, 4.45,7.30; Se. 2.00. 4.30.7.30 Dhr -------------------—. Neue, braune H.-Halbschuhe, Gr.42,geg.mod. Damenschuhe, Grütze 37/38, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 06748 a.d.G.A. Ilavierliegleiter(iB) f. Hausmusik ges. v. strebs. Geigenschüler. 1 Abend die Woche. Auch geg. Vergütung. Schr. Ang. unt. 06741 a.d. G.A. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heu matzeitung, den DleBenerAnieiger 9 MM- ßoninöjen zu verkaufen. 3 Muttertiere, ein Rammler, 5 JUNge. [06783 L. Dönges, Allendorf/Lahn, Wiesenstr. 6. Dauerbrandofen für 30,- RM., 1 Bild „Die Weinvrobe" für 25,- RM. z. verkaufen. [06763 Am Niegel- vrad 32 I, von 17-19 Uhr. |Stellenangebote| Mann gesucht ' znm Koks- urnschivven. Löberstratze 24. Frau f. Reinemachen und Küchenhilfe für Maidenlager sofort ges. [3859A Meldungen an Stadtwerke, Hammstr. 35, Zimmer Nr. 1. Hauptjchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter de» u Hauvtichrtltleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und -1L Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Tkwriot; füc Stadt Gießen, Provinz, Wirtlchafl u. Sport: Ernst Blumschein (beurlA <$.: Dr. Hans Thyriot. " ; - » . Druck und Verlag: Brühstche Untversitätsdruckerei R. Lange 8. G, 'M iöllt Berlagsletter: Tr -Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans BeL ' ' Bnzeigenvreisliste Nr. 6. Elektr. Lampe, Seidensch.,9,50; Cbristb.Ständ., 2,60; Modell- baukasten 5,50 z. verkauf. [00744 Sonnenstr. 9 I. WlWMUl 9 x 12; Mr RM. 20,- zu verkaufen. [06762 Franks. Str. 24. Anzusehen bis 14 Uhr. L * M Heinz (Akkordion), Albert Schweizer (Jongleur) und . Walter Lotz (Klavier) bestritten wurde. Die Künstler r?r hat, brachten den Soldaten des Reservelazaretts und den Laubachern zwei Stunden Kurzweil und Humor. — Eine Mädelqruppe der Laübacher Oberschule er^ M freute die Insassen des Lazaretts mit hübschen alten mag weihnachtlichen Gesängen. Mehrstimmige Gesanae. ^macht teils mit Geige und Blockflöte, schufen eine vorweih- . zember. Allen Jubelpaaren herzliche Glückwünsche!» dein' - * Laubach, 22. Dez. Der Obergefreite Wichelm II deine > ih hör ftrinef kohlenklau will uns durch Ritzen und Spalten bestehlen! Seht nur, wie er seine Tatze durch die Ritzen und Spalten von Fenstern und Türen zwängt, um uns die Warme aus der geheizten Stube zu stehlen. Aber warte nur, Freundchen! Wir geben uns einen Ruck (eigentlich wollten wir’s ja schon im Herbst tun) und dichten die Ritzen und Spalten der Türen und Fenster ab, vor allem der Fenster, die wir während des Winters zum Lüften nicht brauchen. Wenn du und ich und wir alle das tun, sparen wir in einem Winter viele tausend Zentner Kohle! So, nun ist der Kohlenklau ausgesperrt und soll vor Wut noch schwärzer werden. Aber hüten wir uns trotzdem vor ihm! /{itfütßr Uw tudfa utaUiefcr Selbst ist die Frau! Niederes V a a * | Kaufgesuche Verkäufe i>. Hot sie sich geschnitten, legt sie den Schnellverband H an sa plast* elastisch an. Das Bluten hört auf, und durch die Q-u-e-r» elastizitot werden Wundränder klammerartig zusammengeholten. COMMERZBANK Gießen flrifsf Ki tt »a /* ftparbiic her natu 1 KÖ.HtE*