§reltag,2Z.GktoberM2 Alliierte IntereffenkMon in 3nnernfien erreichen können. Auch England hat an Singkiang RooseveNsorderleauchinArgenünienStützpunkte auch in Argentinien militärische Stützpunkte zu 'sichern, beachtet die Zeitung „El Pueblo". Danach hat die nordomerikanische Regierung bei den jung- M Banditen, aber keine Soldaten in in litler-Jugend ließen (116) M! lerauffflhnmg lökk Buenos, Aires, 22. Oktober. (Europapreß.) Ueber einen Versuch der Vereinigten Staaten, sich enseiter auz tömen" aber ^ehnunbei 1 ster Schalle. Reihen des i über einen Wechsel des Sowjetbotschasters Tschungking und des Tschungkingbotschasters Moskau in Verbindung mit diesen Fragen. R. Lange R. g, ter: Hans Sei wen fteinjl Ul}ö Gelsen- lleI» das an; 1 wird. Uz: uib Schalle, 1 svollen Lei« nd Kuzorra erg bei 1860 ki bei Lipins er. Stellvertreter bei ffc Pvliti! mb ■ Hans Hvriot; Einfuhr verschießen soll. Auch sollen wir sie nicht -nur Freunden öffnen und Gegnern verschließen. An roa^ ich denke, das ist, daß wir mehr und besser produzieren, ohne die Produktion anderer Länder durch unsere Konkurrenz zu vernichten. Wenn man sagt, mir wären neutral, weil wir den Krieg fürchten, so ist 'das falsch, denn wir haben schon wiederholt gezeigt, daß wir die Waffen zu führen verstehen." Schiffe gegen Getreide. Madrid, 22. Oft. (Europapreß.) In dem vor einigen Wochen abgeschlossenen Lieferungsabkommen zwischen Spanien und Argentinien hat Spanien sich verpflichtet, T a n k d a m p f e r für die argentinischen Petroleumtransporte zur Verfügung zu stellen und außerdem innerhalb von 30 Monaten zwei neue 9000-Tonnen-Dampfer zu liefern. Argentinien liefert dagegen Getreide, und zwar entspricht der Wert der beiden Schiffe auf der Basis von 4000 Peseten pro Tonne rund 72 Millionen Peseten oder- einer Gegenlieferung von 8,5 Millionen Doppelzentnern Weizen. Die spanischen Blätter machen darauf aufmerksam, daß schon früher Argentinien, Mexiko und Uruguay spanische Kriegsschiffe gekauft haben. So wurden die argentinischen Zerstörer „Cervantes" und „3uan de Garcly" (1522 Tonnen mit fünf 12-cm-Geschützen, vier Flakmaschinengewehren, zwei. Wasserbombenlegern und sechs Torpedorohren) auf der spanischen Staatswerft Cartagena gebaut und 1927 von Argentinien angekauft. Als Beweis der Leistungsfähigkeit der spanischen Werften wird in der Presse die Tatsache angeführt, haß Argentinien vier von England gelieferte Zerstörer zurückweisen mußte, weil sie nicht den Bedingungen des Kontraktes entsprachen. i^ielkunst dem Fremden nicht leicht zugänglich ist, fallt doch auf, mit welch großem Feingefühl, künstlerischem Geschmack und beachtlichem Können Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen daran gehen, Zeitfragen dem Publikum nahezubringen. 5)at man erst einmal in den Geist dieser seltsamen Theaterwelt und der noch fremderen japanischen Musik Eingang gefunden, begreift man, welch entscheidende Kräfte hier am Werk sind und vor allem auch die Tiefe.der Wirkung, die von einzelnen Stücken aus- M, N A°lz°r £ d, .......... m d«'Tob" bühr lerbaui" öhlich sen hensc^ ,erstafl: : 5$ Zeit beobachtet, schweigend habe er sich erhoben, der Boden sei fest gewesen, „das erleichterte die Sache". Dann sagte er: „Ich hatte dieses Töten an einem starken Mann und mit einer imitierten „Fanny" (das Messer) oft geübt. Ich war neugierig, ob es in Wirklichkeit auch so gut ginge. Und es ging so gut." Die Brutalität der Tat mischt sich hier mit der grenzenlosen Schamlosigkeit der Darstellung, die aber offenbar keine Rücksicht auf Moral im Leserkreis zu nehmen brauchte. Es handelte sich nicht um das Verbrechen eines einzelnen, es handelte sich vielmehr um die Anwendung dessen, was höhere Stellen der englischen Kriegführung ersonnen und wohldurchdacht hatten. Genau war alles eingeübt, wie auch die ganze Ausrüstung auf solche Banditenstreiche zugeschnitten war, die Gummisohlen, die geschwärzten Gesichter, die Kleidung, die Messer und anderes: Bei einem Mord blieb es nicht. „Ich machte meinen Poften vor dem Rathaus ohne Schwierigkeiten ausfindig, und meine ,Fanny' fand wiederum gute Verwendung. Ich hatte diese Nacht inner-, halb 15 Minuten zweimal getötet. Ich halte mich für keinen unliebenswürdigen Menschen, aber ich muß gestehen, daß ich keinerlei Gewissensbisse empfand, als ich mich hinter diese beiden Hunnen schlich, wie ein Dieb in der Nacht, und ihnen fast die Köpfe Abschnitt." Dann mußte noch ein Offizier in der Telephonzentrale überwältigt werden. Er sei völlig überrascht gewesen und .lneauf. E-S« . ,615 28 '9'faei,' em pol, bQ5 bisher Weniger 5 Auseunl ^Sonn. f Nrunq 1 Sachen h Jefammelt Neum Doq erfäfjrt, verdient. kpokal. ■ E tat ’• Alpine >(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, im Oktober 1942. Japan hält heute nicht nur militärisch die Wacht in den Muten bis zu den Salomoninseln, von u-Gumea bis zu den Grenzen Indiens, sondern I auch unablässig am Werk, sich selbst und diesen dum mit neuen Impulsen wirtschaftlicher und 6U füllen, Anregungen zu geben, ttbild zu fein. Das gesamte Schaffen, so verschie- nartig es auch sonst sein mag, steht unter dem ttzeichen der ihrer Verwirklichung entgegengehen- P ost asiatischen Wohlstandssphäre lic immer, wenn eine große Idee und ein schöpfe- toer Gedanke hinter dem Tun, auch dem kriegeschen, steht, werden alle Vorhaben, ob sie nun sstschaftlicher, politischer ober künstlerischer Art ib, gefordert und gegenseitig befruchtet. Vieles ist lar noch im Fluß, aber auf manchen Gebieten ben bereits Reformen eingesetzt, die allesamt das H verwirklichen helfen, einen wahrhaften Volks- hat zu schaffen. Alles in allem steht man also vor einer erstaunlichen Fülle schöpferischer Impulse, vor der tatkräftigen Verwirklichung großer Äeen auf allen Oebleten des öffentlichen und kulturelle^ Lebens, wobei künstlerische Fragen und große wirtschaftliche und industrielle Planungen sich, wie immer im Kriege, auf das engste durchdringen, sich gegenseitig fördern, und anregen. Ein Zeichen für die Einheit des japanischen Lebens und die Echtheit seiner Kultur. Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer dtS 8'/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise für die DNUtmeter-Zeiie von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familtenan- zeigen und vrivate G«egenbeitSanzeigen 14 Rvf. t Werbeanzeige» und geickiäftlicke Gelegenbeitsameigen Platzvorichrift (vorberiae Vereinbarung) 25°/» mehr Jahrgang Nr. 25« iLncbeint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: i Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Japan regt seine Kräfte Von unserem W. «.-Berichterstatter. Tokio, 22. Okt. (Europapreß.) In einem Bericht aus Schanghai weist „Nitschi Nitschi" darauf hin, daß in Sintiang sehr delikate 8*agen des Verhältnisses zwischen Tschungking und Sowjetrußland, ebenso wie auch England und der USA. berührt werden. Tschungking hat es in den letzten Monaten verstanden unter Ausnutzung der Konzentration aller Sowjetkräfte auf dem Kriegsschauplatz im europäischen Rußland wieder starken Einfluß auf die Verwaltung von Sintiang auszuüben, die in den letzten Jahren vollständig unter sowjetische Vormundschaft geraten war. Anderseits hat der Ausbau einet Nordwestroute, wie sie bei den Nordamerikanern zur Versorgung Tschungkings mit Kriegsmaterial augenblicklich wieder lebhaft diskutiert wird, nur einen Sinn, wenn die Sowjetunion ihre Mitwirkung leiht, da der Wert dieses Zufuhrweges von nordamerikanifchen Kriegslieferungen abhängt, welche Singkiang nur über sowjetrussiscl)es Gebiet Transport durch Afrika. Bon Dr. Paul Rohrbach. Der Mangel an Schiffsraum auf der englisch- amerikanischen Seite und die Gefährdung der Seetransporte durch die deutschen U-Boote haben zu dem merkwürdigen Auskunftsmittel geführt, große Landtransporte quer durch das tropische Afrika zu organisieren, mit, dem Ziel, die Front der Engländer in Aegypten und darüber hinaus noch die Sowjetunion mit Kriegsmaterial zu versorgen. Vor dem Weltkrieg hätte man es für unmöglich gehalten, ohne Eifenbahnbauten große Lastenmengen in Afrika zu bewegen. In dem vierjährigen Kampf der Engländer und Belgier gegen die deutsche Schutztruppe unter General v. Lettow- Vorbeck in Ostafrika machte man zuerst' die Erfahrung, daß sich behelfsmäßige, in den Trockenzeiten für Lastautos fahrbare Wege ohne großen Aufwand an Mitteln Herstellen ließen. Ohne den Einsatz massenhafter Transportmittel auf diesen Wegen wäre es wohl kaum gelungen, nach langwierigen und wechselvollen Kämpfen die Schutztruppe schließlich auf portugiesisches Gebiet zu drängen. Nach dem Kriege ging es überall in den englischen, französischen und portugiesischen Kolonien in Afrika ans Straßenbauern Allwetterstraßen, die auch in den Regenzeiten befahrbar sind, gibt es nur wenige, da sie unverhältnismäßig viel Kosten unjb Arbeit verursachen. Während fecys dis neun Monaten im Jahr, je nach der Dauer der Regenzeit, kann aber gefahren werden. Kleinere Flüsse werden auf Driften, steinernen Bettungen, ohne Brücke, gekreuzt, oder es werden Behelfsbrücken gebaut. Ueber größere Gewässer werden die Wagen auf Fähren übergesetzt. Ich selbst habe in den Jahren 1933/34 und 1938 auf diese Weise viele tausend Kilometer in Dftafrifa, in Angola, Kamerun, Britisch-Nigeria, Französisch-Aequatorialafrika und im Belgischen Kongo auf Personen- und Lastwagen zurückgelegt. Da die Fahrt durchs Mittelmeer heute zu gefährlich ist, und der Weg ums Kap der Guten Hoffnung wegen feiner Länge sehr viel Tonnage erfordert, so befolgen die Amerikaner, auf denen jetzt die Hauptlast der Kriegsmaterialversorgung ruht, folgendes System. Sie haben einen Depotplatz in Natal, an der Nordost st recke von Brasilien, eingerichtet. Von dort wird das Material auf der verhältnismäßig kurzen Strecke quer über den Atlantischen Ozean nach Freetown in der englischen Kolonie Sierra Leone, nach Lagos, dem Haupthafen von Nigeria, n a ch D u a l a in Karne- run und nach Libreville im französischen Gabun gebracht, dessen sich die Gaullisten bemächtigt haben. Diese vier Häfen liegen Südamerika gegenüber an der afrikanischen Küste. Freetown, der nördlichste, ist nur Stapelplatz. Von Lagos führt ö Kämpers jskar Sima jchenschau .........* 5 7.30 Ubr ;0 7.30 Uhr Jahren habe" itt! jfflfi ng 1942/43 istaltung ir, 18.30 Öhr aitätsstadt ] lung ffnung des ngsringes ?n Kreisleiter ter der Haupt- etes Hessen- r Michel. 3164 DI ften Verhandlungen über die Belieferung Argentiniens mit Kriegsmaterial den Vorschlag gemacht, das Land mit allem erforderlichen Kriegsmaterial auszurüften, sofern die argenttnische Regierung einwillige, daß bei Errichtung militärischer Stützpunkte nordamerikanische Offiziere als Berater mitujirfen. Die Stützpunkte sollten nach ihrer Fertigstellung den Vereinigten Staaten zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere sollten die USA. das Recht haben, im Falle eines Angriffs einer nichtamerikanischen Macht gegen Argentinien Truppen zu landen. Diese Vorschläge wurden von der argentinischen Regierung insgesamt zurückgewiesen. Die argentinische Delegation wurde, beauftragt, die Verhandlungen sofort abzubrechen. Die anderen ibero-amerikanischen Regierungen wurden über den Vorschlag der USA. unterrichtet. Dem argentinischen Präsidenten wurde ein Album mit Unterschriften überreicht, die unter dem Titel Neutralitätsplebiszit gesammelt worden waren. Der Präsident erklärte: „Man spricht davon, daß unser Land durch diese Politik isoliert werde. Das ist ein Irrtum. Die Neutralität in Amerika aufrecht erhalten, bedeutet.die Annäherung an sämtliche Völker, denn ich glaube nicht, daß es ein Volk gibt, das den Krieg will. Es kann au einem Krieg gezwungen werden durch besondere Umstände, aber es wird ihn nicht aus freier Bestimmung führen. Das Werk der Zukunft ist: die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erobern, das bedeutet nicht, daß das Land alles produzieren und seine Häfen gegen die ausländische von allen Künsten des ostasiatischen Inselreiches am leichtesten Eingang in die westliche Kulturwelt gefunden. Vom Theater kann man das nicht fagen, obgleich gerade das Theater in Japan eine große Rolle spielt und in keinem Land der Welt das Gedächtnis großer Schauspieler, die häufig auch ihre eigenen Dichter und Regisseure waren, so geehrt wird, wie in Japan. Ganze Schauspielergenerationen, die längst vergangen sind, leben heute noch im Gedächtnis vieler Japaner fort. Der Theaterhunger des Publikums ist in diesem Kriege sehr groß. In Tokio wird stets vor ausverkauften Hausern gespielt, wobei zeitgebundene Stücke im Vordergrund stehen, wie ja das bildende und der japanischen Staatsauffassung dienende Theater in Japan stets stark im Vordergrund stand. Obgleich die japanische Schau- „blieb mit einem leeren Ausdruck im Gesicht sitzen, nicht einmal eine Bewegung machte er, um feine Pistole zu ergreifen ober an die Schalttafel zu ge* langest". Dennoch wurde auch er getötet: „Ich padre ihn ganz einfach und gab ihm etwas von der Medizin. Unser deutschsprechender Mann übernahm die Telephonleitung. Ich rollte den Offizier in eine Ecke, setzte mich und rauchte eine Zigarette." Kann der Zynismus überhaupt noch überboten werden? Sind Menschen dieses Typs noch als Soldaten zu bezeichnen? Es wäre eine Schändung dieses Begriffes, wollte man diese „Diebe in der Nacht", wie sie sich selber nennen, ehrenhaft kämpfenden Truppen zuzählen. Es sind Banditen, und sie verdienen nichts anderes als was ihnen angedroht wurde: Wo sie auch auftreten, werden sie rücksichtslos im Kampf niedergemacht. Das britische Gchreckens- rcgiment im Nahen Osten. Ankara, 22. Oktober. (Europapreß.) Aus einer arabischen Denkschrift über die Tätigkeit britischer Militär- und Sondergerichte in Syrien und dem Libanon geht hervor, daß seit Besetzung des ehemals französischen Mandatsgebietes durch britische Truppen gegen Einheimische 112 Todesurteile vollstreckt wurden. Ferner wurden 715 Freiheitsstrafen verhängt. Wegen ihrer politischen Ueberzeuguna befinden sich rund 6000 Personen in Gefängnissen, Zwangsarbeits- oder Kon- zentratonslagern. Ueber 1100 Personen sind außer Landes gebracht. Von etwa 100 Verbannten haben die Angehörigen nichts mehr gehört. In der vergangenen Woche wurde durch das britische Oberkommando für die Stadtgebiete Palästinas, Syriens und des Libanons der Belagerungs zuftand verhängt. Es wird verboten, zu mehr als zweien auf den Straßen zu gehen oder stehenzu- bleiben. Versammlungen jeder Art werden unterbunden. Das Tragen von Abzeichen wird ebenfalls verboten. Zuwiderhandlungen sollen vor Soyder- gerichten abgeurteilt werden. Die'Polizeigewalt geht auf die Militärbehörden über. Gmuts hat enttäuscht. Stockholm, 23. Okt. (Europapreß.) Die Rede des südafrikanischen Ministerpräsidenten S m u t s vor dem vereinigten englischen Parlament, über die wir geftern berichteten, hat nach Meldungen schwedischer Korrespondenten nicht den Erwartun- gegen allen Voraussagen nur wenig neue Gesichts- gegen lalen Voraussagen nur wenig neue Gesichtspunkte gebracht. In dem Bericht von „Svenska Dagbladet" wird die Rede als ein Mißerfolg bezeichnet. Man fei von dem als klügsten und erfahrensten Staatsmann des Empires georiefenen südafrikanischen Ministerpräsidenten enttäuscht, denn man habe neue zündende und -usammenreißende Parolen erhofft. Es bleibe die Tatsache bestehen, daß man in England nach wie vor vergeblich darauf warte, daß Englands Staatsmänner neue Gedanken produzieren. Die Rede, die durch mehrere falsche Töne gekennzeichnet war, habe den Eindruck eines Familienfestes gemacht, wobei Smuts das Empire personifiziert habe. iw 'm3* ■toben > Berlin, 22. Oktober. (DNB.) In der Bekanntmachung über die schändliche Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch die Engländer erklärte das OKW., daß es sich gezwungen sähe, anzuordnen, daß „in Zukunft sämtliche Terror- und Sabo- tagetrupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten, sondern wie Banditen benehmen, von den deutschen Truppen auch als solche behandelt und, wo sie auch auftreten, rücksichtslos im Kampf niedergemacht werden". Einen »Beleg für die Notwendigkeit einer solchen Anordnung bot die amerikanische Zeitschrift „Liberty". Ein fchreckenerregendes Bild versucht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Eine Faust umklammert den Kopf eines deutschen Soldaten, und ein Messer ist bereit, die Kehle zu durchschneiden. Es wird von einem englischen Uniformierten geführt, dessen Kopf hinter dem deutschen Soldaten auftaucht. Und genau dies wurde in dem Bericht beschrieben, den ein Teilnehmer an einer „Kommando-Unternehmung" erstattete, die in einer Ianuamacht 1941 auf eine weit vorgeschobene Insel in den Lofoten nahe der Grenze des Polarkreises ausgeführt wurde. Der Mann berichtete: „Meine Aufgabe war, drei Mann zu töten und bann die Telephonzentrale zu übernehmen und später zu zerstören. An den Wachtposten, den ich erledigen sollte, sollte ich von hinten herantreten, mit der linken Hand seinen Mund zuhalten und mit der rechten Hand seinen Hals mit einem Messer durchschneiden." Schweigend habe er fein Opfer einige Sintiang ist mit 1 642 000 qkm und 4,4 Millionen Einwohnern die räumlich bei weitem größte chinesische Provinz, aber als Randgebiet (Ost-Turkestan) zwischen Tibet und der Aeußeren (Sowjet-) Mongolei gelegen der chinesischen Zentralregierung seit langem am stärksten entzogen. Die Bewohner sind Kirgisen, Kalmücken, Tunganen, neuerdings auch viele zugewanderte Chinesen. Ackerbau wird nur in den Oasen betrieben, sonst erlauben die Steppe des Hochlandes und das Gebirge nur Viehzucht. An Bodenschätzen befindet sich Nephrit (alter Jade), Gold, Kupfer und Erdöl. Den Verkehr vermitteln im wesentlichen Kamelkarawanen. Die Hauptstadt Urumtschi (50 000 Einwohner) am Nordhange des Himmelsgebirges, das die riesigen Hochländer der erreichen können. Auch England hat an Singkiang , Dsungarei und des Tamirbeckens trennt, liegt an seit jeher wegen des indischen Handels dorthin In- einer altberühmten Handelsstraße, die jetzt Anschluß teresse bezeugt. „Nitschi Nitschi" bringt die Berichte I an die Westsibirische Bahn hat. werten Südgebieten. Der Süden ist das lockende ebiet. )ie dortigen Verwaltungsposten schlucken l bis 90 v. H. der abgehenden Studenten der japa- ischen Hochschulen, wobei vor allem auf Sprachen- inbige der größte Wert gelegt wird. Der seine Abschlußprüfung noch nicht gemacht et, mochte als Austauschstudent ins Ausland ge» sickt werden, um dort neue Erfahrungen zu farm In. Man spürt förmlich, wie hier Tausende von igabten jungen Männern darauf warten, sich für t neuen großen Aufgaben einzusetzen, die ihrer n ben besetzten Südgebieten in allen Sparten har- n. Auch in MandschKkuo sind neben vielen neuen Quem Spezialkräfte, vor allem Ingenieure und Inifer notwendig, um das geplante Straßennetz nb die Eisenbahnen zu bauen, die das Land, das e weitestem Ausmaß zum Agrarstaat ausgebaut krben soll, weiter erschließen sollen. Denn noch »Iden ja erst 10 v. H. des ausgezeichneten Bodens ■mdfchukuos genutzt, während es sich in den Süd- jebieten vor allem um die Erhaltung und Umschich- img des bereits vorhandenen riesigen Produktions- ■parates handelt. hier hat sich jedoch noch eme andere Frage ersten, die beantwortet werden muß. Es ist das prachenproblem. In dem gesamten riesigen on den Japanern beherrschten Raum ist Eng- isch die vorherrschende Verkehrssprache und wird s auch wohl noch eine Weile bleiben. Die Japaner, dijqI, wie sie von Hause aus sind, denken gar nicht van, hier etwas zu überstürzen, aber sie arbeiten ich zielbewußt daran, um die japanische Sprache zur Geltung zu bringen, wobei ihnen s Lerneifer der eingeborenen Bevölkerung in allen ändern in überraschender Weise entgegenkommt. r,ahi", das führende Blatt Japans, machte vor knigen Tagen darauf aufmerksam, daß derartige lagen Zeit zu ihrer Lösung brauchten. Es wäre ürum auch verkehrt, die englische Sprache als Der- honbigungsmittel auszuschalten, solange sie als Infje gebraucht würde. Aber die Zeit, m der s - Ikl Englisch als auch Niederländisch in den Sud- ebieten als Verkehrssprache verschwinden und dem lopanischen Platz machen würbe, könne man fa|t $Ls Problem nimmt auch schon seit lanaem die limsterien in Anspruch. Ein Sprachenamt soll Ja- aniid) in den Südgebieten heimisch machen Die usbildung geeigneter Lehrer für die besetzt onber hat bereits begonnen; sie ist auf dre^i Mo ttle berechnet. Gleichzeitig werden neue Lehrbücher lausgegöben, wobei als sehr erleichternd hmz mmt, daß das Kulturministerium emen mehr als V Jahre währenden Streit, welche Schrift' eichen verschwinden sollen und welche nicht )tz Knbet hat. Von den 50 000 aus dem Thmesrschen immenben Schriftzeichen, die neben der eigene lifachen Silbensprache in Japan gebraucht wer- tu sind noch ganze 1200 als unbedingt wichtig Sieben. Damit9sind die endlosen Konferenzen des paochenausschusses durch den Zwang des Krieges Jerbatb kurzer Zeit zu einem Schluß geführt erben, was sich für die Arbeit m den sudgebie- m als sehr forderlich erweisen wird Zum Schluß sei noch vermerkt, daß auch das ünstlerische Leben Japans neue und ent- kibende Impulse erhalten hat. Dlesapamfche Qler bereiten für den Herbst m Tokw eme Jius dlung vor, in der die neuesten Arbeiten lügen Künstler gezeigt werden fo^n, 9ie nut 6en pichen Soldaten in den erober en Geb^en eilten und Dort ihre Entrücke festh/eltem Hnr ir; man gespannt sein, denn m Dichtu 0 ökrei Hadder Japaner von i^Lsem e.gentlube drsen ausgedrückt, und die lapanffche Malerei yar Um nur ein Beispiel zu nennen, waren Die Leh- S»r früher vom öffentlichen Leben weitgehend aus- schlossen. Jetzt Dürfen sie zu AbgeorDneten in Den EaDt- unD Dorfräten sowie Den Kreistagen ge- ■Shlt roerDen. Ein anderes Beispiel sind die Wand- jungen, Die das studentische Leben in Japan er- Uhren hat. Ein japanischer Student, der seine Ab- Wußprüfungen erfolgreich hinter sich gebracht hat, Gehört heute zu den meistbegehrten Männern in Man. Vor wenigen Jahren noch war es umge- hhrt. Da hatte ein Student kaum Aussichten, yenbeine Stellung, die ihn im Verhältnis zum Mwand für feine Studien bezahlt machte, zu er» pgen, sondern mußte sich meist kümmerlich durch- plagen, Die StuDenten bilDeten vielfach ein in- MeftueHes Proletariat, wie es auch in Deutsch- ■ v— «wut Wb in Den Jahren nach Dem ersten Weltkrieg be- yinmföm.' Klint war. Das ist heute grünDlich anDcrs ge» • - kyrDen. Um Die 320 StuDenten Der HanDelshoch- pule, Die jetzt nach Semesterschluß Diese verlassen, öeverben sich nicht weniger als 1200 Firmen! Auf fere Ferien haben Die japanischen Studenten ge» jnau wie in Den Ländern Der Achse verzichtet; sie phen ip Den Arbeitsdienstlagern ihren Mann und offen im übrigen auf ihre Chance in Den er- Gießener Anzeiger Idbeif mwSrattHjffl' BrjtylflelhfottWtotrarfwrin General-Anzeiger für Oberhessen »«TT bie üligeriabahn über 1000 Kilometer ins Innere. An ihren Endpunkt Kano setzt eine Autostraße über Fort Lamy, in der Nähe des Tschadsees, nach Khartum an, am Zusammenfluß des Weißen und Blauen Nils. Die von Duala und Libreville kommenden Straßen vereinigen sich im Innern von Kamerun. Von hier geht es weiter über Bangui am Ubangi durch den Norden des Belgischen Kongo nach Djuba am Weihen Nil. Hier beginnt die Fluhschiffahrt abwärts nach Khartum. Von Djuba führt eine weitere Verbindungslinie mit Benutzung der Ugandabahn nach Mombassa am Indischen Ozean. Khartum ist durch Eisenbahn und Fluhdampfer mit Port Sudan am Roten Meer, Kairo, Alexandrien und Port Said verbunden. Auf den vorhin genannten Routen, die ich größtenteils aus eigener Anschauung kenne, sind überwiegend feste Brücken und ein regelrechter Fährbetrieb vorhanden. Natürlich waren die Straßenkörper der jetzigen Beanspruchung nicht gewachsen. Man hat amerikanische Straßenbau-Maschinen in Menge herübergebracht und ein Heer von schwarzen Arbeitern zwangsweise aufgeboten, um die Wege fahrbar zu erhalten. Ein brauchbares -Material dazu ist der eisenhaltige Lateritkies, der sich stellenweise findet. Eine einfache Rechnung zeigt, daß trotz des Aufgebots an Maschinen und Menschen die Transportmöglichkeiten quer durch Afrika beschränkt sind. Fünf Tonnen sind das Höchste, was auf einem Kraftwagen in Afrika geladen werden kann. Wenn also ein Dampfer ein Gewicht von 5000 Tonnen bringt, so sind 1 0 0 0 Wagen für die Weiterbeförderung notwendig. Unzweifelhaft verkehren jetzt Tausende von Fahrzeugen auf den genannten Routen, aber sie müssen außer der Nutzlast auch Del und X reib ft oft mittransportieren, für die es im Innern von Afrika nirgends eine Versorgungsmöglichkeit an Ort und Stelle gibt. Dazu ist wiederholtes Umtoben von den Eisenbahnstrecken auf die Lastwagen, vom Wagen auf den Fluhdampfer und öfters noch einmal auf die Bahn erforderlich. Mit dem Einsetzen der Regenzeit treten weitere starke Hindernisse ein. In Französisch-Aequatorialafrika fallen die Hauptniederschläge von April bis Oktober, halten sich aber in erträglichen Grenzen, ähnlich im Norden des Belaischen Kongo. In Kamerun, fallen gewaltige Wassermassen von Mai bis Oktober. Nigerien hat seine Trockenzeit von Oktober bis April. Im Sudan liegen die Hauptregenmonate von Juli bis September. Im ganzen beginnt also jetzt-die günstige Jahreszeit. Vereinzelte schwere Regengüsse, die den Boden aufweichen, sind in Kamerun und am Kongo auch in der Trockenzeit möglich. Von Aegypten gehen Transporte durch die Arabische Wüste nach Kuweit am Persischen Golf, dann übers Meer nach Bender Schapur, wo die Iranische Bahn nach Teheran und der Sudküste des Kaspischen Meeres ansetzt, lieber den Kaspi fahren die Sowjetdampfer zur Wolgamündung, aber der Wolgaweg ist jetzt durch die deutsche Riegelstellung bei Stalingrad gesperrt. Kleinere Transporte von Truppen und Material sind auch von Fort Lamy aus durch die Sahara bis an die Mittelmeer- füfte gebracht worden. Auf diesem Wege wurden die gaullistischen Truppen befördert, die bald nach ihrer Ankunft in Tobruk bei Der Einnahme des Platzes durch Feldmarschall Rommel in deutsche Gefangenschaft gerieten. Außer den Autostraßen führen mehrere große Lufttransportwege von Lagos und von Gabun aus über Khartum nach Kairo, Bagdad, Teheran und Baku. Sie werden von den Flugzeugen beflogen, die in Amerika hergestellt, in Westafrika gelandet und für die Verstärkung der Luftwaffe in Aegypten und an der Sowjetfront eingesetzt werben. Man versteht, weshalb bie deutschen U-Boote im Karibischen Meer, durch das der Transportweg nach Brasilien geht, vor Fretown und an anderen afrikanischen Plätzen so erfolgreich arbeiten. Oie neuen ©feuern in den USA. Zürich, 22. Oft. (Europapreh.) Präsident Roosevelt hat das neue Steuergesetz unterzeichnet. Es soll zusätzlich Einnahmen in Höhe von rund 9,7 Milliarden Dollar für die Staatskasse erbringen. Im einzelnen sieht das Gesetz die Erhebung neuer Steuern auf Spirituosen, Eisenbahnfahrkarten, Telephongespräche, Telegramme, Zigaretten u. a. m. vor. Die Gesamtsteuereinnahmen der USA.-Staats- verwaltung werden damit auf rund 25 Milliarden Dollar jährlich ansteigen und einen noch nie dage- wefenen Stand erreichen. Das alles genügt aber noch nicht zur Finanzierung des Krieges, den Roosevelt seinem Volke so leichtfertig beschert hat. Man bereitet deshalb ein weiteres Steuergesetz vor, Michele. Von Stefan Andres. Lebt Michele noch? Ich will im nächsten Brief, der an die Südküste Sorrents geht, nachfragen, und ich werde die Antwort bekommen: „Er lebt und trinkt immer noch?" Micbele, nach Positaneser Art Mikääle, könnte nicht selber antworten. Er gehört noch jener Menschenart an, die nicht dazu kam, lesen und schreiben zu lernen. Aber er war dennoch mein Faktotum und konnte wirklich alles, außer lesen und schreiben. Er ist schon ein alter Mann, aber er hat noch meliertes Haar, eine kleine, straffe Gestalt, steile, ruhige Falten neben dem Schnurrbart und immer noch heiße Augen. Zwar keucht er schon beim Treppensteigen, in dieser Stadt der Trep- ven, aber er schwitzt immer noch so gesund wie in (einer Jugend, sagt er stolz und schiebt die Sportmütze so schief übers Ohr, daß sie nur noch an dem widerspenstigen Haarschopf wie an einem Aste zu hängen scheint. Unlb die Jacke trägt er immer noch wie früher unangezogen auf der linken Schulter, nicht auf der rechten. Ein Toga-Atavismus läßt ihn dje rechte freihalten für.dies und das, zumal aber für bie große Bewegung, die sich nach dem Maße des genossenen Weines richtet. Michele war fein Trunkenbold: er trank immer nur so lange, als der Padrone oben an der Chiesa nuoDa ihm auf den Kredit seines jeweiligen Herrn anschrieb, lind Micheles Art, mit seinem Herrn Kredit zu eröffnen, füllte allein ein Buch. Für mich machte er mit einem Nachthemd Kredit. Er spannte es mir mit bedeutungsvollen Darlegungen aus, zog es am oonntagmorg^n an und ging 3um Tadakajo, zum Padrone in dgr Osteria, zum Krämer. Ueberall zeigte er sich, wies auf den bestickten Kragen, kniff auf seine Art die Augen listig und treu und sagte: „Solche Hemden trägt mein Signore bei Nacht!" Man gibt ihm Geld: „Geh, hol einen Liter Roten!" und wartet. Aber der Wein kommt nicht. In der Stille des Abends geht plötzlich das Tamburin auf der Terrasse los, und Michele singt in seiner sarazenischen, psalmodierenden, klagenden viertcttonschlel- fenden Weise, singt, was ihm gerade einfällt, was ihm auf der Seele brennt, denn er ist ein Dichter. Oie Luftschlacht Über Aegypten lichen Namen j daß er der zu hat nac Ein Br urteil d verböte! standen, ihnen mente 1 Nach nähert Ferrc ßer Ge Das 28 Jahr wegen Böcking Ersuche Geschäftsführers dec Reichstheaterkammer Dh S ch r a d e wurde der Tag, an dem in F " am Main vor 150 Jahren eine stehende Bühne uw herzige« Hanke forschm Deutsche Gparwoche -1942. Von StaatsratFricdrich Reinhart, Seiler bet Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe. 1 Obseroo | zu wif Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 22. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. 3m VJ e ft teil des Kaukasus durchbrachen deutsche Gebirgstruppen trotz wolkenbruchartiger Regenfälle feindliche Feldstellungen, nahmen io harten Häuserkämpfen zwei wichttge Ortschaften und vernichteten dabei ein Schühenregiment der Sowjets. Heber 12 00 Gefangene wurden eingebracht, sieben Geschütze, 12 7 Maschinengewehre und zahlreiches sonstiges Kriegsgerät erbeutet. Südlich des Terek örtliche Kämpfe. 3m Kampf um Stalingrad wurden in hart- näckigen Linzelangriffen zäh verteidigte Erdbunker und Barrikadenstellungen genommen. Das Schwergewicht der deutschen Luftangriffe lag auf den feindlichen Stützpunkten im Nordteil der Stadt. Fortgesetzte Entlastungsangriffe gegen die Front nördlich der Stadt wurden mit Unterftühung deutscher und rumänischer Luftstreitkräfte restlos zerschlagen. Die Zerstörung der rückwärtigen Verbindungen der Sowjets ostwärts der Wolga wurde durch Kampfflugzeuge fortgesetzt. An der übrigen Ostfront fanden außer eigener Stoßtrupptätigkeit und der Abwehr vereinzelter feindlicher Vorstöße keine wesentlichen Kampfhandlungen statt. Südlich. Murmansk rief ein überraschender Angriff der Luftwaffe gegen einen sowjetischen Flugstützpunkt Zerstörungen und Brände hervor. 3n der gestern gemeldeten Luftschlacht vom 20. Oktober an der ägyptischen Front schossen italienische 3äger 44 und deutsche 3äget 11, Flakartillerie außerdem sechs feindliche Flugzeuge ab. Am 21. Oktober wurden durch 3äget und Flakartillerie zwölf weitere feindliche Flugzeuge ab- geschossen. Zwölf Flugzeuge der verbündeten Lnft- steilkräfte gingen verloren. häusc versah, mü> na neun ü Todessli Der bchlücht ßanbftn junges beiung ihn nid) und brü den Nb verzweij seinem Me kör tr mit wenigen "ass Werts: Dode. Forts 4)arü '. Er s ch 1 • x-hr v i denk eh iJSF 'S haben- von dem sechs Milliarden Dollar erwartet werben. Gedacht ist an eine Bundesumsatzsteuer und an ein Zwangssparsystem. Fliegeralarm in Neuyork und Rio de Janeiro. S t 0 ck h 0 I m , 23. Oft. (DNB. Funkspruch.) Während in Washington bas Repräsentantenhaus über eine „burchgreifenbe Mobilisierung der nationalen Hilfsmittel^ beriet — wobei es sich vor allem um die Bereitstellung der notwendigen Arbeitskräfte für die Rüstunasindustrie handelt —, ertönten in Neuyork die Luftschutzsirenen. Es war der zweite Tagesalarm, den die Achtmillionenstadt während des Krieges erlebte. Gleichzeitig wurde auch in der Hauptstadt Brasiliens, Rio de Janeiro, ein halbstündiger Fliegeralarm gegeben. Das neue chilenische Kabinett. Santiago de Chile, 22.Okt. (Europapreß.) Im neuen chilenischen Kabinett wurde Außenminister German R i e s c 0, Innenminister Raul Morales B e l t r a m e, Finanzminister Guillermo del P e d e g r a l, Verteidigungsminister D u h a e l d e. „Die chilenische Politik wird weiterhin nach den Gesichtspunkten der Solidarität der amerikanischen Länder geleitet werden, sofern das mit den Interessen Chiles zu vereinbaren ist", erklärte Staatspräsident Dr. Juan Antonio Rios Pressevertretern gegenüber zu der Neubildung der chilenischen Regierung. Der neuernannte Außenminister German Riesc 0 fügte hinzu, daß er eine internationale Politik treiben werde, die mit der vom Staatspräsidenten bisher vertretenen Politik übereinstimmen werde. Kleine politische Nachrichten. Das USA.-Marineministerium gibt den Verlust der Leiden Zerstörer „Meredith" und ,H'Brien" bei den Salomon-Inseln befanni. Beide gehörten zu den neuesten Zerstörern, hatten eine Wasserverdrängung von 1630 Lzw. 1570 Tonnen. ♦ Präsident Roosevelt hatte am Mittwoch eine zweite Unterredung mit dem zur Berichterstattung aus Moskau zurückberufenen nordamerikanischen Botschafter Admiral Standley. Auch Lord Halifax, der britische Botschafter in Washington, wurde empfangen. * In Brasilien ist der Generalstabschef, General Aurelio Goes Monteiro, auf eigenen Wunsch zurückgetreten und durch General Eduardo Guedes ersetzt. Es ist anzunehmen, daß Differenzen mit dem Außenminister Aranha entstanden sind, da Goes Monteiro für eine Neutralitätspolitik eingetreten ist- * In Harftad (Norwegen) wurde ein SoLaten- heim der deutschen Wehrmacht feiner Bestimmung übergeben. Eine Reihe wohnlicher Räume, Spiel- rimmer, Lesesäle und Gemeinschaftsräume werden dem deutschen Soldaten im hohen Norden ein Stück Heimat vermitteln. Ejne Adolf-Hitler-Brücke über den Dnjestr wurde in der Nähe der bessarabischen Hauptstadt Kischi- new in Gegenwart des Gouverneurs von Bessarabien und einer deutschen Offiziersabordnung eingeweiht. Die Brücke dient der Verbindung zwischen dem von den rumänischen Truppen an der Seite der deutschen Wehrmacht zu Beginn des Feldzuges im Osten zurückeroberten Bessarabien und dem neuen rumänischen Verwaltungsgebiet zwischen Dnjestr iyib Bug. Kunst und Wissenschaft. 150 3ahre Städtische Bühnen Frankfurt. In Anwesenheit von Gauleiter Sprenger, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs und des Estock ivijsan öerwfll Hauses aebore» R scheu21 Jirchol wurde, folger 1 desaM fität Er pro tfu habil-/ patholo chen >sl worben fierte s Ehefaks Wissens bens’j Profess Wien l uNen * Webe aut Verfügung gestellt wird, auch seinerseits so sparsam wie nur möglich wirtscha f t e t. In diesem Sinne wurden nicht nur die öffentlichen Aufgaben immer wieder aufs schärfste überprüft, sondern auch die Preise, die der Staat seinen Lieferanten zahlt, mehrfach nachdrücklich reduziert. Auch die Beseitigung der Anzahlungen des Reiches an die Rüstungswirtfchaft, die unlängst in Kraft getreten ist, dient dem Ziel einer möglichst spar« famen öffentlichen Finanzgebarung. Dor allem aber hat die wirtschaftspolitische Führung durch feierliche Erklärungen und entschlossene Taten ihren festen Willen zum Ausdruck gebracht, den inneren Wert des Geldes, gegen jede Sparinstituten zuleitet, um so leichter. lassen sich angesichts des beschränkten Erzeugungsspielraums der Kriegswirtschaft für Konsumgüter die Preise , und damit der Geldwert behaupten. Wer sparh | bieht also nicht nur der kämpfenden Front, er nützt | auch sich selbst und seiner Zukunft. Sparen ist der entscheidende Beitrag der Heimat zum Sieg. Denn jede Mark, die in der Heimat nicht ausgegeben und gespart wird, macht Kräfte frei für die Produktion der Waffen, die die Front , braucht. Immer wieder ist daher das deutsche Volk zur Verstärkung seiner Sparleistungen im Kriege aufgerufen worben. Die wirtschaftspolitische Füh. rung des Reiches ist sich aber stets der besonderen Verpflichtungen bewußt gewesen, die sie damit gegenüber dem Kriegssparer übernommen hat. Der Sparer soll die beruhigende Gewißheit haben, daß der Staat mit dem Gelbe, das ihm vertrauensvoll ! ter städtischer Mitwirkung betrieben wurde, festlich begangen. Generalintendant Meißner gab einen kurzen Rechenschaftsbericht, lieber das Wesen der Bühne als einer moralischen Anstalt im Sinns Schillers sprach sodann Präsidialrat Dr. Schrade, der dem Theater die Verpflichtung. zuwies, nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem Haltung zu zeigen. Die Frankfurter Bühnen hätten als Spitzen- theater ein vorbildliches Wirken gezeigt und den Glanz deutschen . Theaterschaffens in zahlreichen Gastspielen auch ins Ausland getragen. Der Redner überbrachte herzliche Grüße und Glückwüische von Reichsminister Dr. Goebbels. Unter Stabführung von Franz Konwiffchny wurden die Reden umrahmt von den beiden Ouvertüren zu Mozarts „Zauberflöte" und Glucks „Alkeste". Den Schluß- gefang aus der „Götterdämmerung" fang Rose Hufzka, zuletzt krönte der Schlußchor „An die Freude" aus der Neunten Symphonie von Beethoven die Feier. Eine Gedenktafel für Giordano Bruno in Frankfurt. In Frankfurt ist im Kreuzgang des Karmeliter- klofters eine Gedenktafel 'für Giordano Bruno angebracht worden. Die Tafel hat folgenden Wortlautt „Dem Andenken des Naturphrlofophen Giordano Bruno, geb. in Nola 1548, verbrannt in Rom 1600. Er weilte von Juli 1590 bis Februar 1591 in den Räumen dieses Klosters." Die von Bildhauer Kraumann entworfene Tafel in Kriegsmetall erinnert in ihrem bildhauerischen Schmuck an den Flammentod des großen Philosophen, dessen Feuer« jer auf den Kies stellten oder auf die Mauer oder auf die Rasensteine. Nein? Warum ich überhaupt Gäste einlüde? Das dauert wohl eine Viertelstunde. „Also, Michele, jetzt tragen mir den Tisch..." „Ach, der Tifch, ja, der Disch, der vermaledeite Disch!" Und dann hält er mir plötzlich das Glas hin: „Zuerst muß ich mir etwas Kraft ein gießen, Signore! Wenn Ihr so alt seid wie .ich..Und er trinkt, erzählt von der Schwere eines langen, tugendsamen Atters und trinkt. „Jetzt, Michele, jetzt komm!" Und er erhebt sich: „O Signore, ich habe zuviel getrunken, ich kann wirklich nicht mehr. Der kostbare Disch! Ich fiele damit um, stürzte ihn Euch auf den Leib, welches Unglück!" So steht er vor mir, die Jacke auf der linken Schulter, nicht auf der rechten, weithin fahrenden Armes, immer mit den Schrecken des womöglichen Sturzes drohend. „So geh ich allein", sage ich traurig. — „Ihr macht Euch unglücklich! Und alles wegen dieser Gäste, wegen des Tisches! O Signore, möge Euch doch die Vernunft leiten!" Und er kommt hinter mir, die Hände unter der Tischplatte, eine Kraftfalte zwischen den fast nacht- dunklen Brauen, und ich fühle es, daß ich den Disch allein trage. Er weiß das ebenso gut, aber er pustet und stöhnt und blickt mich in verzweffelter Kraftverzerrung über die Platte weg an. So habe ich ihn immer noch vor mif, den alten, treuen Michele, der alles konnte, Kreditmachen, Tamburinspielen und durch ganz Posttano vom Berg herunter meinen Namen rufen, daß ich ihn hörte, wo ich auch war; und wenn ich schweißgebadet oben ankam, war nichts geschehen, als daß ein Brief dalag. „La posta“, sagte er dann und wies strahlend seine Zähne, rieb sich die Hände und hing an meinem Gesicht; und wenn es leuchtete, fragte er leise: „La vostra Signora?“ Und wenn ich dann nickte, sang er und schlug das Tamburin: Der Signore bekam einen Brief, ^Nächste Woche kommt noch einer» Und noch einer! Und aste sind von derselben Signora! Der Teufel hol die Gicht! Schön war es, als Michele Briefe bekam, Als er in der Carozza faß Und mit der Peitsche knallte Und alle ihn grüßten Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe richteten sich auch gestern und in der vergangenen Nacht gegen Flugstützpunkte und sonstige Anlagen der 3nselfestung Malta. Durch den Angriff eines gemischten feindlichen Fliegerverbandes auf westfranzösisches Gebiet hatte die französische Bevölkerung wiederum Verluste, während die Sachschäden gering waren. 3agdflieger schossen drei viermotorige Bomber ab. Außerdem verlor der Feind bei Tage westlich Brest und über dem Südleil des besetzten französischen Gebietes je ein Flugzeug. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen gestern kriegswichtige Anlagen in Südwestengland mit Bomben schweren Kalibers sowie Ansammlungen britischer Landungsboote mit guter Wirkung an. 3n der vergangenen Nacht bombardierten Kampfflugzeuge militärische Ziele in Osleng- land. Entlastungsangriffe nördlich von Stalingrad zusammengebrochen. Berlin, 22. Okt. (DNB.) Nördlich von Stalingrad erneuerten die Bolschewisten nach schwerem Vorbereitungsfeuer unter Einsatz starker Infanteriekräfte und Panzer mit aufgefeffenen Schützen ihre Entlastungsangriffe. Durch Zusammenfassung seiner Kräfte auf schmalem Raum gelang es dem Feind, in die deutschen Stellungen einzudringen. Noch bevor er diesen Teilerfolg ausnutzen konnte, trat der Komandeur des hier eingesetzten Bataillons mit feinen Reserven zum Gegenstoß an, kämpfte sich wieder bis zur Hauptkampfstellung durch und hielt sie gegen alle weiteren Panzer- und Infanteriean- §riffe des an dieser Stelle zahlenmäßig überlegenen ■einbes. Gleichzeitig wurden die an anderen Kampfabschnitten eingesickerten Bolschewisten im Nahkampf vernichtet, so daß die deutsche Hauptkampflinie in vollem Umfang wieder hergestellt wurde. In Stalingrad selb st wurde durch Wegnahme mehrerer Bunker- und Barikadenstellungen der Frontverlaüf verkürzt. Er singt und schlägt wütend das Tamburin: „O weh, was sagt der Signore, ich habe seine drei Lire vertrunken! O weh, wer gab mir Wein! Verflucht sei die Rebe' um dieses Nachmittags willen!" Der Besuch, der die Mundart noch nicht kennt, fragt: „Ach, wohl sarazenische Ueberbleib fei in diesen Ländern?" Ich nicke ergeben, jawohl, das Lied ist sarazenisch, nur nicht der Text, der ist positane- fisch, und der Text ist Micheles Deichte! Gewiß, ich mache mich mitschuldig: Er darf nicht trinken! Er hat die Gicht! Er stöhnt manchmal, bevor das Ira« monta na-Stöhnen in der Nacht über den Bergen anhebt, er ist ja auch Wetterprophet, er ist alles. Und ihm den Wein vorenthatten, wenn er plötzlich mit einem Packen Briefen ankvmmt, die Augen stehen dann so, daß unter dem braunen Ring das Weiße wie ein Halbmond blitzt. Und sein Mund ist in die Backen zu den Ohren hingezogen, der Schnurrbart teilt sein Gesicht. Dann hat er Sehnsucht nach» feiner verstorbenen Frau. Diese Sehnsucht kommt mit dem Wetterumschlagen, ist ein Vorbote des Regens. Früher war Michele Kutscher, er hatte einen Wagen, zwei Pferde und eine Frau — man muß ihn feinen Reichtum auffagen hören! Der Wein mar an vielem schuld, auch, daß er mit ferner Fbau so schlecht stand. Er erreicht alles, was er will. Er funn alles, es gelingt ihm alles, nur die Arbeit nennt er eine unangenehme Sache. Das Wasserholen ist eigentlich feine Sache, aber er hat ein Mädchen angestellt: „Sie ist so arm", sagt er, „sie muß sich eine Kleinigkeit verdienen!" Eigentlich sollte er auch die Milch bringen, wir bezahlen doch den Tagedieb!" Das bringen, war bezahlen doch den Tagedieb!" Das Kartoffel schäl en ist gemeinhin Sache des Kochs. „Man kann die Schale auch mitkochen, Signore, hernach geht sie von selber ab!" Das ist im Ernst gemeint, er wartet auf keine Widerrede. Als wir Gäste erwarteten, geschah es, daß wir einen Tifch aus dem oberen Zimmer ins Freie schaffen muhten. „Mi- chele, komm, pack mal an!" „Gleich, Signore", sagt er und geht zur Tür. Aber ich bin schneller und schließe die Tür. „Ja, gleich", sagt er und fragt mich zunächst einmal aus, welcher Dßsch gemeint sei, wohin er komme, und dann fragt er zum Sck^uß, ob es nicht viel schöner sei, wenn die Gäste' ihre Glä- _ Liidensc g7ankÄ «J* , gen doi nörgelet prattike Zeitschriften. — Zum 20. Jahrestage des Marsches auf Rom bringt die „neue lini e" (Verlag Otto Beyer, Leipzig) im Oktober ihr drittes Italienheft heraus. „Das Herz des Imperiums", „Die Sprache der ita« lienischen Kunst", „Corrispondente di guerra", „Ein Turiner Höhensitz", „Der italienische Witz", „Di« Villa Massimo", „Der Kopf Benito Mussottnis", -* das sind die Themen, mit denen die „neue linie* etwas von der Einzigarttgkeit der italienischen Kultur und vorn Wesen des italienischen Volkes zum Ausdruck bringt: im lebendigen Wachstum von Stadt und Landschaft, in der großen Ueberiieferung der italienischen Kunst, im Krieg, der ein Kampf der Waffen und der Geister ist, in der Architektur, im Witz und in der Heiterkeit dieses Volkes, im Kulturaustausch mit Deutschland, und schließlich im Kopf Mussolinis, dem das neue Italien entsprang, und in dem selbst die Geschlossenheit von Geist uno Willen Gestatt wurde. — Der Verlag F. Bruckmann, München, beginnt mit dem Oktober-Heft feiner Monatsschrift „Die Kun st" den 44. Jahrgang dieser interessant und vielseitig redigierten und technisch hervorragend ausgestatteten Zeitschrift. Die Nummer wird von Herbert Griebitzsch mit einem Aufsatz über den Maler Josef Pieper, Düsseldorf, eröffnet. Bruno Kroll, Berlin, gibt einen Bildbericht über die Bre- ker-Ausstellung in Paris „Der Triumph der Jugend". In den intimen Räumen der Orangerie wurden Monumentalplastiken der letzten Jahre, Kleinplastiken, Entwürfe und Zeichnungen gezeigt. Fritz Hellwag betrachtet die Malweise des hessischen Künstters Kurt von Keudell. Der zweite Teil des Heftes zeigt einen Wohnhausbau des Architekten Paul Schaeffer-Heyrochsberge, Magdeburg der klar disponiert und eng mit dem von Hermann Aldinger, Stuttgart, gestatteten Gartengelände verbunden ift Daneben steht ein liebenswertes kleines Giebelhaus von Arthur Bothe, Bremen. Von der Reiner K. G., Berlin, zeigt das Heft Einzelmöbel, weiterhin Dorhangstoffe von Margret Hildebrand und Glasarbeiten der Seyfried-Werkstätte Ernst Need, Gräfelfing bei München« Ws W übern "Spric "^3 ß) JWgef *1 "Das j J i Wtt. ä? Unter Dc Ut-Cs K Äebii * Etwa 700 chilenische Studenten demonstrierten vor der USA.-Boffchaft gegen die von Unterstaats- fefretär Sumner Welles gegen Chile eingenommene Haltung. In einem an den USA.-Botschafter Borners gerichteten Brief erklärten sie, die Protestdemonstrationen täglich fortsetzen zu wollen, bis die USA.-Regierung Chile für die von Welles erhobenen Anschuldigungen Genugtuung verschaffe. Bedrohung zu behaupten. Während ringsum in lichen der Welt die Preise von Monat zu Monat steigen lvuroe und das Geld sich dadurch immer mehr entwertet, 1900 » ist in Deutschland jeber Preisauftrieb durch eine erhielt scharfe und wirksame Ueberwachung aller Preise 1 wechsel' planmäßig gestoppt und so eine weitgehende Sta- begrünt bilität der Preise erreicht worden. Darüber I 1 hinaus sind zahlreiche finanz- und wirffchaftspolt- Dr. me« tische Maßnahmen eingeleitet worden, um die über- - pllichtu schüssige Kaufkraft als die wichtigste Quelle der üßtaV Preissteigerungstendenzen entweder gar nicht erst entstehen zu lasten oder wirksam abzuschöpfen. Der deutsche Sparer kann also gewiß fein, daß ihm der Zukunftswert feiner Ersparnisse über all» Erschwerungen der Kriegszeit hinweg erhalten bleiben wird und daß auch nach dem Kriege alles ge- jchjeht, um ihm die dann notwendige Wiederanlage ! feiner Ersparnisse zu angemessenen Preisen zu sichern. Daraus erwächst aber heute für jeden Volks« ; genossen die Pflicht, an diesem Werk der Geldwert- । sicherung tätig mitzuarbeiten, und diese Mitarbeit heißt: Sparen. Je bewußter jeder einzelne auf entbehrliche Ausgaben im Kriege verzichtet, je jL unmittelbarer er feine überschüssige Kaufkraft den 1 n r -L- ‘2? s ’ " inV, ;-nh^ >ert Qbcn’ N '• i?QuW SZ W rS^Jeinh- "ch rebu^ien R öes Dtarfi * in K !«1ch- U ‘#n*h rutf gebrich, '^.Segen ft nngbum^ S”nat lleig» mtaetk * b“«f) * l'tienbe S.,7 Tn- Darüb» Dlrt|d)Qft5poQl ."Mdieükl, e Quelle bst S°k nicht ert uschopfen. J ö;6 lein, to । n“t über ati . erhalten bl» We alles gr> Wiederanlo« n Preisen z, lr jeden Volks der Teldwerb iele Mitarbeb! , ‘ einzelne KÄS? $.Ten 'AeroiWe spricht, dem die ^antfurter SfsÄ“ unä hochschulnachrichken. Ä Dn Ä U nermaifte L-ttung'dL h°us°- in Karlsruhe üb°L°°°^Unsk ,m der E geboren wurde, habilitierte tick 1 Molini’y ne taliemfa>efl w en Sa««4 * »#** i Ueberfeg Der ein W Der «nftUrf* efes » wel SSSS tofi,1# •&> fff»? der w r-D uh «n Sie 5,^ Ser 3®'"$# <*& Der 33jährige Philipp Bolender aus Schlüchtern überfiel in der Dämmerung auf der Landstraße zwischen Schlüchtern und Elm ein junges Mädchen. Hierbei glaubte er sich vor Ent. deckung sicher, weil sein Opfer ortsfremd mar und ihn nicht kannte. Er warf das Mädchen zu Boden und drückte ihm die Kehle, und als das nichts half, den Mund zu. Das Mädchen wehrte sich dennoch verzweifelt, so daß Bolender schließlich von seinem Opfer abließ, weil er fürchtete, seine Hilferufe könnten gehört werden. In großer Eile fuhr er mit feinem Rad davon, konnte aber schon nach wenigen Tagen gestellt werden. Das Sondergericht in Kassel verurteilte ihn als Gewalt- und Sitt- üchkeitsverbrecher wegen versuchter Notzucht zum Tode. „Darüber werden wir uns noch unterhalten." Er schnippte ungeduldig mit den Fingern: „Ich interessiere mich für das Geschäft nicht! Aber um so mehr werden dich meine Neuigkeiten überraschen. Denk einmal sechs Jahre zurück und erinnere dich eines guten Geschäftes, das wir damals miteinander machten ..." „Die Oeltransaktion?" „Ganz recht. Wir hatten damals einen Partner, der so liebenswürdig war, unsere Verbindlichketten zu übernehmen —" „Sprich doch schneller!" „Es will überlegt sein, meine Liebe. -- Kurz und gut, unser Partner ist überraschend nach Verakruz zurückgekehrt und wünscht uns beiden ferne Aufwartung zu machen." „Das ist doch nicht möglich! „Das fagte ich auch, aber er. hat ,eine Reise früher beendet. Der Präsident persönlich hatte die Gute, ihn zurückzurufen. Eine reizende Ueberraschung, nicht wahr? — Nun, ich meine, wir werden uns bemühen müssen, chm einen würdigen Empfang zu bereiten. Er hat uns seinerzeit nämlich auch Beweise seiner Dankbarkeit in Aussicht gestellt. Ich wollte es dir nur sagen, damit du bis zu meinem Eintreffen etwas für feinen Empfang bereit legst. Es wäre doch einigermaßen peinluh, ihm mit leeren Händen entgegenMreten 7- „Woher hast du diese Nachricht? .. „Mich verließ vor wenigen Minuten eine reizende junge Dame, die mir d,e Neuigkeit rnitbrachte ^h werbe dir später alles erzählen ... In einer Stunde Derdunkelungszell: 23. Oktober von 19.12 bis 7.32 Uhr. Aus der Siadi Gießen. Der Gchnupfen. Die Zeit des Herbstschnupfens ist da. Mit einer Pünktlichkeit hat er sich eingestellt, die einer besseren Sache würdig wäre. Die Menschen haben rote Nasen und verauollene Augen, der Körper empört sich gegen die Zumutung, abwechselnd die trockene Zimmerluft und dann wieder die nasse Kalte auf der Straße in sich zu verarbeiten. Unsere Vorfahren im Mittelalter müssen besonders oft „verschnupft" gewesen sein, denn sie hatten eine Anzahl von Bezeichnungen für diesen unangenehmen Zustand. Im Mittelhochdeutschen bezeichnete man unseren Schnupfen mit „snupfe"; man Jagte sowohl „der snupf" als auch „die snupfen" ober „bic snupfen". Durchaus üblich war auch die Bezeichnung „haupt-schwer". In Niederdeutschland sprach man im 15. Jahrhundert allgemein von dem „snupoe" oder „schnuppe", in Mitteldeutschland von der „schnaupfe" oder von „naßschnauppen". In anderen Gegenden nannte man das Uebel „schnopf", „schnopfter" ober „schnüpfe". Selbst in der Dichtung hat der Schnupfen Eingang gefunden: ein Poet des 16. Jahrhunderts klagt: „Wann der schendtlich Schnopff nicht verwüst hett meinen Kopfs?" Der Ausdruck „Schnupfen" hat sich erst im 19. Jahrhundert allgemein eingebürgert. lieber den Ursprung des Wortes ist man sich nicht im klaren. Wir kennen nur eine germanische Wurzel „snup", aus der auch die Wörter schnaufen, schnauben, schnuppern, schnüffeln, schneuzen, Schnauze usw. heroorgegangen sind. Auch der Ausdruck „Schnuppe" für den abfallenden verkohlten Teil eines Dochtes (vgl. Sternschnuppe!) gehört hierher. Die zuerst für Berlin (1878) bezeugte Wendung „Das ist mir schnuppe" (das ist mir gleichgültig) bedeutet eigentlich: „Das ist für mich so wertlos wie der verkohlte Abfall des Dochtes/ Uebrigens findet sich der Schnupfen auch in deutschen Redensarten und Sprichwörtern. „Der hat den Schnupfen nicht!" nennt man einen Menschen, der schlau und durchtrieben ist. Doch hat auch mancher absichtlich den Schnupfen, wenn er von etwas nichts wissen will. So schrieb Lucher einmal, als er mit einer Sache nichts zu tun haben wollte: „Ich will den Schnupfen haben." In der Tat bewirkt ein tüchtiger Schnupfen stets ein gewisses Nachlassen des klaren Denkens und Handelns, während ein leichter Schnupfen nicht allzu lästig zu fein braucht: nach dem Volksglauben reinigt er das Gehirn. Riechen an Salmiak, Genießen des Tees von Lindenblüte, Wegerich oder Scharfgarbe empsiehlt die Volksmedizin als wirksame Mittel zur Vertreibung dieses unerwünschten herbstlichen Gastes. H. S. Ein kleines Lied ... NGG. Ob eine junge Mutter m einer stillen Abendstunde ihren Klemen eine leise Melodie vorsummt oder sich die Kleinen zu einem fröhlichen Ringelreihen sammeln, ob unsere Feldgrauen mit einem Lied auf den Lippen marschieren — überall ist es der schier unerschöpfliche Born des deutschen Liederschatzes, aus dem sangesftohe Menschen neue Kraft schöpfen. „Das deutsche Lieb" als Abzeichen des Kriegs-Winterhilfswerkes, auch das ist ein Symbol des Lebenswillens und Lebensmutes unseres Volkes, das über den harten Forderungen des Augenblickes das besinnliche Lied neben dem kämpferischen nicht vergißt. Am kommenden Samstag und Sonntag sammelt die DAF. anläßlich der 2. Reichssttaßensammlung. Zum Verkauf kommen sechs verschiedene Liederbüch, lein: Volkslieder, Soldatenlieder, Lieder der Bewegung, Feierlieder, Liebeslieder und Kinderlieder. Jeder von uns wird sie alle haben wollen und sich durch den Kauf in den Dienst des Sieges stellen! Gebt alte Kupfer- und Nlcketmünzen e dem Kriegs-DHD. Viele haben bisher übersehen, die außer Kurs gefetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben ober gegen kursfähiges Geld umzutauschen. Der einzelne kann damit nichts mehr anfangen, in der Masse gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werden. Das Kriegs-Winterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am Samstag und Sonntag neben unserer üblichen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer stecken. Wir geben damit diesen für uns wert- losen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, die uns den Endsieg sichert. kaner vom Pankeetyp, hager, geldgierig, schmal- lippig, fein Name war Jack Higgins. Er hatte in Verakruz feit mehreren Jahren eine Vertretung amerikanischer Zigaretten und Spirituosen, ein ziemlich mühseliges und anstrengendes Geschäft, da Die Mexikaner weder dem gesüßten Tabak Vir- giniens noch dem Branntwein des Nordens Geschmack abgewinnen konnten, sondern den landeseige- nen Erzeugnissen, Pulque und dem schwarzen Tabak von den Abhängen des Hochlandes, hartnäckig treu biteben. „Unangenehme Nachrichten, Madame Perano?" fragte er lauernd. „Interessieren Sie sich für meine Gespräche, Higgins?" „Verzeihung, ich dachte, Gonzales wäre am Apparat gewesen." „Es war Gonzales." Higgins rieb sich die knochigen Finger. Er hatte unappetitliche Nägel, sie waren nicht sonderlich schmutzig, aber dick und gerade geschnitten wie Salz- Der Raum, in dem sie sich befanden, war die Garderobe der Perano. Sie saß in ihrem Schminkstuhl vor einem dreiteiligen Spiegel und machte sich für ihren Auftritt zurecht. Ihr Haar war auf spanische Art am Hinterkopf kunstvoll hochgesteckt. Ein prachtvoller Kamm stand wie ein Diadem vor dem Mittelscheitel. Aus der Stirn und aus den Schläfen war das Haar glatt über die Ohren gekämmt. Es wirkte wie schwarzer Lack. Ihre herrlichen Schultern waren bis zur Büste nackt. Higgins saß auf einem Hocker neben dem Schmink- tisch. Er sah die Perano einmal im Original und dreimal im Spiegel neben sich, in Doll-, Halb- und Seitenansicht. Sie hob die Arme und puderte Schultern und Hals ein. Higgins blies den duftenden Staub schnaubend von sich weg. Seine wasserhellen, kalten Augen glitten über das schöne Profil des Gesichtes so gleichmütig hin, als betrachte er eine Wachsfigur. In der Skandalgeschichte von Derakruz fehlte ein Name: Jack Higgins. Wenn das ganze Kulturwoche der NSDAP, in Gießen. Abschlußveranstaltung auf dem Oswaldsgarien. Aufruf de» Kreisleiters zur Teilnahme an der kulturellen Feierstunde. Die in diesen Tagen zu Lude gehende kultur- woche der NSDAP, in Gießen hat bei der Bevölkerung der Stadt Gießen und darüber hinaus des gesamten Detterauer Kreisgebietes einen ungewöhnlichen Widerhall gefunden. Alle an der Kulturwoche aktiv mitgestaltenden Kräfte waren bemüht, eine Veranstaltungsfolge zusammenzustellen. die von wirklich kulturellen werten war. Daß diese Absicht erreicht wurde, davon künden die ausgezeichneten Besucherzahlen der einzelnen Veranstaltungen, wenn die Partei es jetzt nochmals unternimmt, sich mit einem Aufruf an die Bevölkerung der Stadt Gießen und des Lreisgebietes zur Beteiligung an der abschließenden Veranstaltung der Kulturwoche auf dem Oswaldsgarten zu wenden, dann geschieht dies deshalb, weil diese Feierstunde, die unter dem TNotto: „0 heilig herz der Völker. 0 Vaterland" steht, gleichsam noch einmal alles das in einem machtvollen Schluhbekenntnis zusammen fassen soll, was diese Kulturwoche an kulturpolitischen werten Herausstellen wollte. Das neue Lebens- und Daseinsgefühl. die aktive Haltung des Nationalsozialisten zu den großen kulurellen Gütern unseres Volkes und sein Bemühen, diesen kostbaren Besitz einer Nation einem jeden Volksgenossen nahe zu bringen, sollen in dieser Morgenfeier noch einmal eindrucksvollen Erlebnis und festliches Ereignis werden. Ich rufe daher alle Volksgenossen zur regen Beteiligung an dieser Abschlußveranstaltung, an dieser Kundgebung nationalsozialistischer Feiergestattung auf. Lin großes Aufgebot an Mitwirkendeu wird bemüht sein, der Kulturwoche zu einem Ausklang zn verhelfen, der der in ihr in so überaus sinnfälliger weise zum Ausdruck gebrachten national- soziattstischen Kutturgesinnung entspricht. Backhaus, Kreisleiter. Eröffnung des HL.-Deranstaltungsringes. Irn Programm der Kulturwoche der NSDAP, fanb gestern abend im Theater aus Anlaß der Eröffnung des HI.- Veranstaltungsringes 1942/43 als Festvorftel- iung eine Aufführung des fünfaktigen Schauspiels „Der Thron zwischen Erdteilen" von Hans G 0 b s ch statt. Zu Beginn des Abends hielt .Kreisleiter Backhaus eine kurze Ansprache und stellte zunächst fest, daß es überaus dankenswert sei, wie sich die Hitler-Jugend mit ihren kulturellen Veranstaltungen in das Programm der Kuttur» woche eingeschaltet habe. Die Beteiligung an den Veranstaltungen sei in diesem Jahre erfreulicherweise besonders groß. Im Veranstaltungsring würden vier verschiedene Gattungen kultureller Darbietungen gepflegt: Theater, Film, Konzert und Dichterlesung. Es sei zu hoffen, daß jeder hier das ihn vor allem Anziehende finden werde, und er, Kreisleiter Backhaus, erwarte, daß von der Hitler- Jugend die entsprechende Propaganda ausgehe, um die Kulturarbeit in den Reihen der HI. ooranzu- treiben Die Bedingungen dafür seien gerade bei uns in Gießen besonders günstig. Die starke Beteiligung an den Veranstaltungen der Kulturwoche bedeute einen schönen Erfolg und sei uns ein Ansporn für die Zukunft. Nachdem der Kreisleiter seiner Freude über den Erfolg der Kulturwoche in Gießen Ausdruck gegeben und auf die für Sonn- tagoormittag an gesetzte große Abschlußveranstaltung auf dem Oswaldsgarten hingewiesen hatte, erklärte er unter lebhaftem Beifall den Veranstaltungsring der Hitler-Jugend im Winter 11942/43 für eröffnet. Hierauf sprach der K.-Leitcr der Hauptabteilung IH des Gebietes Hessen-Nassau (13), Bannführer Michel. Gerade im Kriege, so führte er u. a. aus, sei die kulturelle Betreuung der Jugend eine Arbeit der Stille und der Verinnerlichung. Hier gelte es, eine der schönsten Aufgaben der HI. zu erfüllen: der Jugend die gauze Schönheit der ringenden deutschen Seele zu erschli«!hen und daneben das eigene Schaffen der jungen Menschen in irgendeiner Form anzuregen. Das sei der zwiefache, gegenwartsnahe Sinn der kulturellen Ar- bett in der Hitler-Jugend. Der Veranstaltungsring der HI. erfasse Tausende von Jungen und Mädels in Theater und Konzert, in Dichterlesung und Morgenfeier. Die zweite große Aufgabe, die Anregung zu eigenem Schäften, werde in den Spieleinheiten m anerkennenswerter Weise gelöst. Das Winterhalbjahr 1942/43 lasse viel Schönes erwarten, und vor allem die kulturelle Arbeit im Bann Gießen verspreche vorbildliche Ergebnisse, zumal alle dafür maßgeblichen Stellen diese Arbeit nach besten Kräften gefördert haben. Bannführer Michel schloß feine mit großem Beifall aufgenommene An- spräche, indem er die besten Grüße des K.-Führers des Gebietes zur Eröffnung des Veranstaltungsringes überbrachte. Darauf begann vor stark besetztem Hause die Aufführung des Schauspiels „Der Thron zwischen Erdteilen", die seinerzeit an dieser Stelle bereits ausführlich gewürdigt wurde. Die großenteils jugendliche Hörerschaft folgte mit gespannter Anteil- nähme und spendet reichen Äpplaus. —y— „Finnland im inier und im Gommer." Ein finn scher Professor spricht im Gießener LortragSring. Am gestrigen Donnerstagabend oermittelte ’ der Gießener Vortragsring (Kulturelle Vereinigung, Goethedund, Volsbildungsstätte Gießen der NSG. . Kraft durch Freude") in der vollbesetzten Aula der Universität wiederum ein interessantes Vortragserlebnis. An Hand einer großen Reihe guter Lichtbilder, zum Teil Farbfilmaufnahmen, sprach der Professor Dr. Georg von Wendt aus Finnland über das Thema „Finnland im Winter und im Sommer". Nach kurzen Grußworten des Kreispropagandaleiters Z i n f e r als Vertreter des anderweitig in Anspruch genommenen Kreisleiters, der dabei auch die herzliche Kameradschaft zwischen Finnland und Deutschland betonte, sprach Professor v. Wendt. Er ging in feinem etwa anderthalbstündigen fesselnden Vortrag von dieser im Jahre 1918 begründeten und durch gemeinsam vergossenes Blut im Kampf gegen den Bolschewismus vertieften Kameradschaft zwischen Deutschland und Finnland aus, die durch die gegenwärtige neue Waffenbrüderschaft im Kampf gegen den gemeinsamen sowjetischen Feind ihre erneute Bekundung erfährt. Dabei würdigte er mit schlichten und herzlichen Worten die große Bedeutung der deutschen Unterstützung für Finnland in dessen Freiheitskampf gegen die bolschewistischen Raub- und Unterdrückungspläne. Anschließend gab er in großen Zügen ein Bild von der seit Jahrhunderten das finnische Volk überschattenden russischen Gefahr und Vernichtungsabsicht, die früher von dem zaristischen und in der neueren Zeit von dem bolschewistischen Rußland in gleichem Maße ausging. An Hand einer Karte machte er deutlich, wohin die Stoßrichtung der russischen Unterdrückungspläne immer gerichtet war. Nach dem kurzen geschichtlichen Rückblick auf die historische Entwicklung Finnlands, die in der ersten Befreiung vom russischen Joch durch Deutschland im Jahre 1918 nur einen vorläufigen Abschluß fand, machte der Vorttagende in anschaulicher Schilderung an Hand der schönen Lichtbilder mit seinem reizvollen Hinterlande bekannt. Im Geiste konnten die mit großem Interesse lauschenden Hörer den Vortragenden auf seiner Wanderfahrt vom Finnischen Meerbusen durch Karelien über die Tausende von Seen hinweg und durch herrliche Landschaften sowie reizende Städte und Dörfer bis hinauf zum Eismeer mit dem durch die jüngsten Knegsereigniffe allgemein bekannt gewordenen Hafen Petsamo, ferner über den finnischen Oskwall hinaus bis in die Zone des Krieges begleiten. Dabei lernten sie erneut ein Land und Volk in seinen hohen Werten erkennen und schätzen, das unserem Volke durch Freundschaft und Waftenbrüderschaft lieb und wert geworden ist. Die herrlichen Landschaftsbilder erfreuten aber auch das schönhetts- burftige Auge der Hörer, denen hier viele kulturell und geschichttich wichtige, außerdem landschaftlich hervorragende Teile des Landes gezeigt wurden, zu denen man gerne in kommenden Friedenszeiten Klatschnest auf/irgendeine wunderbare Weise in der Lage gewesen wäre, ihn in der Garderobe der Perano zu beobachten, so wäre es keinem Menschen eingefallen, etwas anderes anzunehmen, als daß er der Perano seine minderwertigen Schnäpse und Zigaretten für ihr Lokal aufzuschwatzen versuchte. z „Haben Sie über unsere Angelegenheit mit Gonzales gesprochen, Madame Perano?" „Natürlich", antwortete sie und hob das Kinn, um auch ben Kehlbogen einzustäuben, „ich sagte Ihnen doch schon, daß er sich hartnäckig weigert, mitzumachen. Er hat es soeben erst am Fernsprecher wiederholt." „Haben Sie ihm alles erzählt?" fragte . er verkniffen. „Selbstverständlich! Oder glauben Sie, baß Gonzales auf halbe Andeutungen hin in solch ein riskantes Geschäft einsteigt?" „Ein wenig gefährlich, wie?" murmelte er mit schmalen Lippen und einem unangenehmen Lächeln. „Wie meinen Sie das, Higgins?" „Daß Gonzales zu gut Bescheid weiß. Das Geschäft ist nicht gefährlich. Gefährlich wird es erst, wenn allzu viele Leute davon wissen. Halten Sie Gonzales für sicher?" Sie vertauschte die Puderquaste mit dem Farbstift, um eine Spur Violett unter die Wimpern zu legen. „Sicher?" Sie benetzte den Mittelfinger mit der Zunge und verrieb die Farbe auch auf die oberen Lider. „Genau so sicher wie Sie. — Das ist nur eine Frage des höheren Angebots, mein Lieber." Higgins blinzelte nervös. Seine Finger zupften ar. feinem Kinn, als trüge er einen dünnen Bart. Die Vorstellung war so bezwingend beullich, baß man die Farbe dieses Bartes zu sehen vermeinte und wußte, er könne nur rötlich fein. „Sie sind außerordentlich witzig, Madame Perano", meckerte er „ungemein witzig ... leider ist die Angelegenheit für Witze ungeeignet Wenn Gonzales Bescheid weiß, muß er mitmachen! Oder —" Sie warf ihm einen raschen Blick zm „Oder .»A® Higgins hob die eckigen Schultern und räusperte sich spröde. Seine Augen trübten sich, als zöge er eine gelbe Haut über die Pupillen. — „Wir können Mitwisser nicht gebrauchen, Madame Perano, das wißen Sie so gut wie ich, und dieses Prinzip gehört zu unseren bewährtesten Geschäftsmethobeii. Haben Sie Gonzales daran erinnert?* „Gewiß, aber er glaubt, eine Ausnahmestellung zu haben." „Er irrt sich! Das Prinzip gilt für alle!" Die Perano hob die Schultern: „Ich glaube, daß Gonzales überhaupt daran denkt, sich vom Geschäft zurückzuziehen. Was er erreicht hat, genügt seinen Bedürfnissen." Higgins beugte sich vor, sein Gesicht wurde scharf und hart: „Wir betreiben keine Börsenspekulationen, in die man einsteigt und aus denen man herausspringt, wie man gerade Laune hat! Wer einmal drin ist, bleibt dabei!" „Wem erzählen Sie das?" fragte sie kühl. „Gonzales natürlich, nur Gonzales!" ,/Ich werde es ihm wortgetreu ausrichten. — Aber wenn er trotzdem abspringt?" Sie sah Higgins durch den Spiegel an, ihre Augenlider zitterten ein wenig. Higgins Zungenspitze fuhr rasch über die strichschmalen Lippen. Er starrte die Perano an, als wolle er die geheimsten Gedanken hinter ihrer glatten Stirn lesen. „Es täte mir leid", sagte er fast unhörbar, ,chenn ich fürchte, Sie würden Ihren Liebhaber bald verlieren —" Ihre Blicke lösten sich im Spiegel. Die Perano tunkte die Fingerspitze in eine Dose mit karminroter Lippenschminke. Sie trug die fettige Farbe dick auf und zoa die Bögen ihres Mundes scharf nach. „Sie sind schlecht unterrichtet, Higgins", sagte sie gleichmütig und näherte ihr Gesicht dem Spiegel auf Handbreite, um ihre Malerei genau zu prüfen, „meine Beziehungen zu Gonzqles sind seit langer Zett rein geschäftlicher Art!" (Fortsetzung folgt) Mit den Angehörigen trauern um ihren lieben Arbeitskameraden Betriebsführer und Gefolgschaft der Fa. Robert Geller, Opt. Anst, Gießen, Bahnhhofstr. 90. 319QD W Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß am 23. Sept. 1942 mein über alles geliebter Mann, der treu- sorgende Vater unserer Kinder, mein treuer Sohn, unser lieber Bruder uüd Schwager Optikermeister Albert Knebel Gefreiter in einem Infanterie-Regiment Inhaber des Inf.-Sturmabreichens und des Verwundeten-Abzeichens seiner schweren im Osten erlittenen Verwundung im Alter von 33 Jahren erlegen ist. In tiefstem Schmerz: Annemarie Knebel, geb. Schmidt, Werner und Waltraud als Kinder; Witwe Anna Maria Knebel; seine Geschwister und alle Verwandten. Gießen (Ludwigstraße 30), Molzig-Forst, den 22. Oktober 1942. feine Schritte Hinwenden wird, um dieses schöne Land und sein prächtiges Volkstum selbst tennen» zulernen. Abschließend gab der Vortragende nach einer kurzen Gegenüberstellung des finnischen Kulturwillens und der sowjetischen Kulturlosigkeit einen Ausblick auf die Zukunft, wobei er in dem Stand der militärischen und machtpolitischen, aber auch der versorgungswirtschaftlichen Lage der Achsenmächte und ihrer Verbündeten eine starke Grundlage für feine treffende zuversichtliche Beurteilung hatte. Er gab in diesem Zusammenhänge dem unverbrüch- lichen Vertrauen zu unserer politischen und militärischen Führung ebenso wie zur Führung seines finnischen Heimatlandes Ausdruck und schloß mit voller Zuversicht auf die Erringung des Endsieges Deutschlands und seiner Verbündeten und die dadurch erreichte Sicherstellung einer glücklichen Zukunft unserer Völker. Der Interessante Vortrag fand den wohlverdienten starken Beifall der Hörer als Zeichen ihres Dankes an den warmherzigen Künder seiner finnischen Heimat. ©er Kampf um Stalingrad in der neuen Wochenschau. Wieder führt uns die neue Wochenschau mitten in das große Geschehen der Gegenwart. Einleitend erleben wir das europäische Dichtertref - f e n in Weimar, zu dem 16 Nationen ihre Vertreter entsandt hatten. Reichsminister Dr. Goebbels sprach hier über die Aufgaben des Dichters im Kriege, und mir begegnen im Bilde zugleich den markanten Köpfen bedeutender europäischer Dichter. Es folgen spannende Bilder vom Kampf zur See. Wir begleiten den siegreichen italienischen U-Boot-Kapitain Enzio Grossi, der vom Führer Unser einziger Sohn und Bruder Georg Ernst Michel Gefreiter und O.-A. kehrt nicht mehr heim. Er ist am 1. Oktober im Alter von 20 Jahren als Artillerie-Beobachter im Kaukasus gefallen. Dr. Georg Michel, Hauptmann und Abt-Kommandeur, i. Z. verwundet in einem Reserve-Lazarett, und Frau Gretel, geb. Müller Else Michel und Fr. W. Holst, cand. med., z.Z. Im Felde. Gießen (Weserstraße 4), den 21. Okt. 1942. 05304 Ein Ritterkreuzträger aus Oberheffen. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann der Schutzpolizei, f^-Haupt- fturmführer Wilhelm Dietrich, Bataillonsführer in einem ^-Polizei-Schützen-Regiment. -Hauptsturmführer Dietrich ist 1912 als Sohn des Reichs- bahnbeamten^Wilh. Dietrich in Ehringshau- s e n (Kreis Alsfeld) geboren, zeichnete sich bei den Kämpfen südlich des Ladogasees Anfang September aus; immer wieder trat er an der Spitze seines Bataillons zum Gegenstoß an, bis der Feind unter schweren Verlusten seine Durchbruchsversuche aufgab. Dietrich trat bereits mit 19 Jahren als Student in die Reihen der NSDAP, ein. Seit Januar 1932 gehört er der Schutzstaffel an, 1935 wurde er zum Leutnant d. Sch. und 1939 zum Hauptmann d. Sch. befördert. Von 1936 bis zum Kriegsbeginn war er in der Polizeiverwaltung Berlin als Adjutant und Reoierführer. Im Westfeldzug zeichnete er sich als Führer einer MG.-Kompanie mehrfach aus. Im Ostfeldzug wurde er mit der Führung eines Bataillons eines -Polizei-Schützen-Regiments betraut. Hart und schwer traf uns die unfaßbare cjißijjl Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bru- der, mein geliebter Bräutigam, Schwager kL und Neffe Ernst Wilhelm Naumann Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inh. des E. K. 2, des Inf.-Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens am 3. Okt. im Osten in treuester soldatischer Pflichterfüllung getreu seinem Fahneneid sein Leben im blühenden Alter von 25 Jahren für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat. In tiefem Schmerz: Heinrich Naumann und Frau Anna, geb.Lotz; Heinrich Naumann, z.Z.im Felde, u. Frau Maria; Rudolf Naumann, z.Z. I. Lazarett; Elli Schneider, als Braut, Familie Heinrich Schneider. Gießen-Klcin-Linden (Frankfurter Straße 95), den 21. Oktober 1942. 3184D Statt Karten! Meine liebe, gute Mutter Frau Margarete Möser, geb. StÖhr ist am 19. Okt. 1942 im Alter von 86 Jahren für immer von mir gegangen. In tiefem Schmerz: _. _ ,, Marie Möser. Gießen, Kaiserallee 22. Auf Wunsch der Entschlafenen haben wir sie in aller Stille zur letzten Ruhe gebracht. _______________________________________059! Oie 'tt anderung am Sonntag. Wandervorschlag des DHL., Zweig Gießen. Abmarsch am Walltor. Ab Wiesecker Weg nehmen wir den roten Keil (VHC.-Markierung) als Wanderzeichen über Wieseck hinaus zum Hangelstein, hinab zur Teufelskanzel, überschreiten die Straße Gießen— Saubringen, gelangen zum „ßoüarer Brünnchen". Hier verlassen wir das Zeichen, ersteigen den Lol- larer Kopf, gehen bei der Holzmühle über die Lumda und kommen auf guten Wiesen- und Feldwegen hinauf zur Burg Staufenberg. Auf der Straße zurück nach Lollar. Gesamtwanderzeit 334 Stunden. Lollar — Tiefenbach — Ebsdorser Grund — Londorf. Wir wandern von unserem Ausgangspunkt Lollar über Kirchberg durch die Tiefenbach, einem lieblichen Waldtälchen. Beim Austritt aus dem Wald haben wir einen überraschenden Blick auf das breite Lahntal mit freundlichen Dörfchen foroie auf die Marburger und Gladenbacher Berge. Der Weitermarsch jährt durch Sichertshausen bis Bellnhausen. Beim Eingang des Dorfes schlagen wir den Weg nach rechts ein und gelangen über Hassenhausen nach Hachborn. Durch ein idyllisches Wiesentälchen gehen wir nach Ebsdorf, das der ganzen Gegend feinen Namen gegeben hat. Hier haben wir Gelegenheit, die Dorfbewohner in ihrer althergebrachten Tracht zu bewundern. Nunmehr folgen wir blauen das Ritterkreuz erhielt, auf Feindfahrt und erleben die Heimkehr des deutschen U-Boot-Kommandanten Suhren, der bisher 29 Schiffe mit 155000 BML. auf den Meeresgrund schickte. Schwere Einheiten unserer Kriegsmarine stoßen aus den norwegischen Fsorden nach Norden vor und zwingen durch ihre Anwesenheit den Gegner, die Geleitzüge nach Murmansk und den sowjetischen Eismeerhäfen durch schwere Einheiten zu sichern, die dadurch dem Einsatz in anderen wichtigen Operationsgebieten entzogen werden. Fesselnde Aufnahmen von der Ostfront halten uns dann in ihrem Bann. Wir erleben ein Artil- lerieduell an der Newa, wo der Versuch der Sowjets, den Strom zu überschreiten, durch den Feuerriegel, den die deutschen Batterien vor das feindliche Ufer setzen, zerschlagen wird. Andere Bilder zeigen uns das mit zerstörten Panzern, Geschützen und Fahrzeugen übersäte sumpfige Wald- gäände südlich des Ladoga-Sees, wo sieben sowjetische Divisionen völlig aufgerieben wurden. Den Höhepunkt der Wochenschau bilden die Aufnahmen von den erbitterten Kämpfen in den Ruinen Stalingrads. Die gewaltigen Industrieanlagen der nördlichen Fabrikvorstadt an der Wolaa lieaen unter dem vernichtenden Feuer der deutschen Artillerie, und im Vorfeld des großen Panzerkampfwagenwerkes „Dfhershinskij" tobt ein erbitterter Häuserkampf, bei dem um jeden Steinhaufen gerungen werden muß. Planmäßig zerhäm- mern Stukas und Artillerie den bolschewistischen Widerstand. Strichen, die uns über Leidenhofen und Winnen nach Nordeck mit feiner hochragenden Burgruine führen. Rote Kreuze leiten uns von hier zum Endziel Londorf. Dauer der Wanderung etwa fünf Stunden. Großen-Bufeck — Wettershain — Grünberg. Von Großen-Bufeck, bis wohin wir die Bahn benutzen, wandern wir den blauen Punkten nach über Bersrod und Geilshausen zunächst bis Weitershain. Eine überaus genußreiche Wanderfahrt bietet die Begehung dieser Wegebezeichnung, die bereits in Gießen ihren Anfang nimmt, lieber Berg und Tal, durch Wald und Feld führt der Weg, ab und zu hübsche Ausblicke ermöglichend. So ist namentlich der Blick von dem Höhenrücken hinter Geilshausen, der das Busecker Tal vom Lumdatal trennt, überaus reizvoll. Hinter Weitershain, wo die Markierung, die noch bis Nieder-Ohmen geht, verlassen wird, nimmt uns für ein großes Stück prächtiger Buchenhochwald auf. Auch dieser Teil der Wanderstrecke (blaues liegendes Dreieck), der durch Stangenrod zum Schluß über würzig duftende, im Herbst mit Enzian bewachsene Triften führt, bietet reichlichen Genuß. Vor allem fei der Blick auf Ulrichstein und den gesamten Vogelsberg hervorgehoben. Am Endziel Grünberg, das wir nach fünfstündiger Wanderung erreichen, ist gute Unterkunft. Im Kaukasus gehen die harten Kämpfe um die Höhenstellungen und Bunkerlinien vor Tuapse. Durch mannshohe Maisfelder bringen Männer einer ^-Division vor. deutsche Kampfgeschwader greifen die Oelfelder von Grosnij an, und bewältige Rauchschwaden kennzeichnen den Weg Der Vernichtung. G. Boßler. Lehrlingsausbildung im Baufach. Der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschaft hat sich in einem Rundschreiben mit der Sicherung der Lehrlingsausbildung im Baufach befaßt. Grundsätzlich sind nach Möglichkeit Lehrlinge und Anlernlinge auf den Baustellen der in den Wehrkreisrangfolgeliften aufgenommenen und frei- gegebenen Bauten zu beschäftigen und auszubilden. Soweit jedoch mit Rücksicht auf die Entfernung der Baustellen von den Wohnungen der Lehrlinge die Beschäftigung von Lehrlingen und Anlernlingen auf diesen Bauten nicht möglich ist, sollen die Jungen in Gemeinschaften entweder begonnene Wohn- und landwirtschaftliche Bauten fertigstellen oder neue in Angriff zu nehmende Bauten dieser Art durchführen. Erst wenn geeignete Bauvorhaben, die bereits vom Bauverbot ausgenommen find, nicht zu ermitteln find, können die Innungen andere Bauten vorschlagen, auf denen die Lehrlingsausbildung erfolgen soll. Die Lehrbauten müssen selbstverständlich weitgehend die Möglichkeit des Lernens bieten. * ** 7 5 Jahre alt. Seinen 75. Geburtstag feierte am 22. Oktober der Ober-ugführer a. D. Georg Sch äfer, Goethestraße 23 wohnhaft. Dem alten Herrn nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. ** 250 000 Tonnen Ko h l e n e r sp arni s an einem Tage. Wenn Deutschland einen Tag lang nicht heizt, dann sparen wir 250 000 Tonnen Kohle allein für den Hausbrand. Das find rund 13 000 Güterwagen, die aneinander gekoppelt ungefähr einen Kohlengüterzug von Frankfurt bis Karlsruhe ergeben. Es bedeutet deshalb viel für unsere Rüstungswirtschaft, wenn wir einen Tag weniger Heizen. Jeder Volksgenosse soll daher dis ihm zugeteilten Heizmaterialien rationell verbrauchen und daran denken, daß die Kohlen, die er jetzt einspart, ihm bei strengem Winter zugute kommen werden. Kalter Markt in Homberg. —Homberg, 21. Okt. Trotz des vierten Kriegsjahres wurde der „Kalte Markt" am 21. Oktober doch abgehalten, wenn auch in einfacher Form. Früher hieß er Simon-und-Judä-Markt, und er wird in den Akten der Stadt erstmalig im Jahre 1756 erwähnt. Sein Geburtstag fällt jedoch schon in das Jahr 1554, sein Geburtsort ist Kassel in der damaligen Landgrafschaft Hessen. Der „Kalte Markt" besaß von jeher starke Anziehungskraft, nicht nür für Homberg, sondern auch für die Orte der näheren und weiteren Umgebung. Auch in diesem Jahre war der Besuch als gut zu bezeichnen. Der Krämermark.t war mit etlichen Ständen beschickt, ine praktische Gegenstände zum Verkauf' anboten. Der Auftrieb zum Schweinemarkt belief sich auf 206 Ferkel. Für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel wurden 13 bis 18 RM., für 8 bis 10 Wochen alte 15 bis 25 RM. und für 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 20 bis 30 RM. pro Stück gezahlt. Der Handel war lebhaft, es verblieb nur geringer Ueb erstand. Kreis Alsfeld. —Romberg, 23.Okt. Der Landwirt und Mühlenbesitzer Wilh elm Arnold wird am 25. Oktober 7 5 Jahre alt Trotz seines hohen Alters ist der Jubilar körperlich und geistig noch auf der Höhe, so daß er sich in seinem Anwesen noch allenthalben nützlich machen kann. Mögen ihm bei guter Gesundheit noch eine weitere Anzahl von schönen Jahren beschieden fein. Fußball. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am kommenden Sonntag bestreitet die 1. Jugend der Spielvg. 1926 Leihgestern das Verbandsspiel in Allendors (Lahn) gegen die 1. Jugend des dortigen Turnvereins. Leihgestern tritt erstmals mit einer neu zugefammengestellten Mannschaft an. Da- her ist der Spielairsgang als völlig offen zu bezeichnen, zumal Mendorf zu Hause immer ein gefährlicher Gegner war. Hcmptfchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleüers: Ernst Blumschein. Berqntwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ^yrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Berlaa: Brühlsche Universitätsdruckerei 9L Lange K. G. Berlagsletter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzetg-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. pW gDflflW £ S I« Mi' iiisolge - Die M jeges nut ,en des elfen. Un enn einen ,i den ed n des Zei Man er indnick, t abr nach Zelleer iutterl ch diese M gischen 2 jchtachtM Man wc monatelang gen in H Wiinmu Händen I Lchtige fr iashingtan abinetts [ jrgerafen j-er zu ve üd von t jinnter l iiftraliens stikas uni gie erfjiel: Es ist bk lsgesproch t r d a t i"D e bitterste e in Eydi eitete Wi all Singe genheiten i wenden eljler in l riner ande C Kindes zum Sparen durch ein Spargeschenk. Eintritt frei! Eintritt frei! 3205D Bezirkssparkasse 3185 D Telefon 8961. 3204D 3202 D IBohnung IW» gesucht. [3195 D Großer Hausputz kleine Wunden? LICHTSPIELTHEATER Der große König MI. 2.30,4.45.7.30: So. 2.00,4.30,7.30 Uhr plasf -Tzhff -feilen ! jllle Feld legenroart inzullinglil aftoren, 1 ieinbes, ii knstärke 11 Plge hat, üschen un reignifse ird." Das ist oft on der Tagesordnung. Darum auf jede Wunde gleich den hochbakteriziden Schneilverband Hansa plast-elastisch, der vor Verschmutzung sichert. Hansa plastelastisch sei stets zur Hand, denn NSV.-Kreis- amtsleituug, Goethestraße 34 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer diamantenen Hochzeit danken wir herzlich Eloria-Palait, Seltersweg : Leichte Kavallerie Lichtsplelhaei, Bahnhofstraße: Deutsche ipurwoche 1942 6.-3i.Oktober N3G. Kraft durch Freude Wetterau ae77C ZmnWintersem. (1. Dez.) suche f. meinen Sohn gut möbliertes Zimmer Angeb. m. Preis an Avotb.lsissD Ernst Schäfer, Haina-Kloster. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Dau len den beachtet und geleieu. Spart Dein Junge 9 Spart Dein Mädel ? Bestärke den Willen des Gerhard Bötz und Frau Gießen, im Oktober 1942 05301/ WüMliia 4 der Universitätsstadt Gießen Freitag, den 28. Oktober 18.30 bis 21.30 Uhr 6. Freitagmiete u. Halbmiete A Frau Luna. »allen "Tag dc MMI verloren spielende Kinder am Lutherberg. Gegen Belohn, abzugeb. [3206D And.Fohannes- kirche 6 II. BieDealschelrlieiMroDl NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Trotz größter Hoffnung auf Genesung und ein baldiges Wiedersehen in einem Heimatlazarett erhielten wir nun die unfaßbare, traurige Nachricht, daß mein unvergeßlicher Mann, der liebevolle Vater unseres kleinen Klaus, unser braver Sohn und Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Enkel Karl Wagner Kradschütze in einem Infanterie-Regiment an seiner schweren Verwundung in einem Kriegslazarett im Osten am 5. Oktober, im Alter von 34 Jahren, gestorben ist. In tiefem Schmerz: Minna Wagner, geb. Bechthold, und Sohn Klaus Familien Wagner und Bechthold und alle Angehörigen. Wißmar, den 23. Oktober 1942. Die Trauerfeier findet am Sonntag, 25. Oktober, nachmittags 3.30 Uhr, in der Kirche zu Wißmar statt. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Danun: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den OießenerAnieiger Tokio, irs Kriegso ir Beranl artige La riegsausb: m Kuriler ifeln) mit 100 km g ttnlich uw sten sechs eis von 5 uinea nad gisch wie 1 iege gen »uionen ebiete jetzt r Verfüg klt die sei Mkten Qi aerikanisct im Sude in Gießen sofort gesucht. Schriftl. Eilangebote unt. 3197V a.d.G.A. » 800 üb ? Mgei Mn jü ler Äri6 sollen ^egen Aen des i Zeichen 5 natio »beF Fr ^°'schen gellte Der für heute Freitag angesagte Volkskunstabend muß wegen Saalschwierigkeiten ausfallen. Die Veranstaltung wird am 1. November 1942, 10.00 Uhr vorm., im Gloria-Palast nachgeholt. 3203 D Universitäts-Institut fucht faubere Putzfrau Arbeitszeit täglich 2 bis 3 Stunden nach Vereinbarung. Angebote an BiSmarckstraße 24 I zwischen 9 und 11 Uhr. 3mp Heute abend 18 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Schmidt, geb. Krämer Lehrerswitwe aus Alten-Buseck im 74. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Dr. med. Ludwig Schmidt, prakt Arzt, Gießen-Wieseck Johanna Schmidt; Milli Schmidt, geb. Ketter Ingeborg und Brigitte Schmidt. Alten-Buseck, Gießen-Wieseck, Friedberg i. H., den 22. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, 25. Okt., 13/2 Uhr, vom Sterbehause, Alten-Buseck, Hofburgstraße 9, aus statt. Sonntag, 25. Oktober 1942 auf dem Oswaldsgarten in Gießen um 10.00 Uhr 0 heilig Herz der Völker, 0 Vaterland Eine Feierstunde zum Abschluß der Kulturwoche der NSDAP. Mitwirkende: Ein Großchor von 600 Sängern, zusammengestellt aus Mitgliedern der Wehrmacht, der Wetterauer Gesangvereine, der Gesangsgruppen der Betriebe, der Hitler-Jugend, des BDM und der Langemarckschule, Gießen; August Wilhelm Funke, Herbert Köchling, Carl Maria Zeppenfeld vom Theater als Sprecher; der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter der Leitung von Obersturmführer Musikzugführer Herrmann. Gesamtleitg.: KreischormeisterMusiklehrerBlaß. .Vekannrinachung der Latldräte der Land^erse Alsfeld, Büdtngen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.r Zuteilung von Käse in der 42. Zu- teilungsperiode. Zu einer alleinstehenden Witwe wird eine gesunde, treue und willige Stütze gesucht. 105251 Angebote mit Gehaltsangabe erbeten an Frau A. Deckel, Wwe., Gießen, Marb. Str. 111. Zuverlässiger Junge oder Mädchen für leichte Arbeit gesucht. [05318 Bict.-Trogerie, Marktstraße 5. HJ.-Kulturveranstaltungen Im Rahmen der Kulturwoche der NS DAP. Samstag, 24. Okt., 19.30 Uhr Saal des Studentenheimes „Froh zo sein bedarf es wenig“ Sing- u. Spielabend der Hitler-Jugend Gestaltet von der Bann- und Bannmädelspielschar des Bannes Gießen (116) Eintrittskarten zurrfPreise von 50 Rpf. im Vorverkauf durch die Einheit, der Hitler-Jugend pnd an der Abendkasse. _ 3165 D Die Deutsche NSG. „Kraft Arbeitsfront Ä durch Freude" Kreisdienstst. Wetterau Samstag, 24. Oktober, 18.30 Uhr, im Theater 2. Veranstaltung im Ser Ring Frau Luna Operette von Paul Lincke. Karten in der Karten ver- kaufsstellederNSG. Kraft durch Freude, Gießen, Seltersweg 60, In der 42. Zutellungsveriode (19. Oktober bis 15. November 1942) erfolgt eine zusätzliche 3ü- -unn^. terlunfl von 62,5 Gramm Käse. Die Zuteilung er- »Sebunl folgt m -Sauermilchkäse. Die Abgabe erfolgt auf JQSenl) den. 5'Ab chnitt sämtlicher Reichsfettkarten 42, SfiA ' sowie bte Abschnitte W 1 der Wochenkarte für ausländische Zwrlarbeiter der ersten Woche. Die Abschnitte berechtigen bis zum 15. 11. 1942 (Ablauf der 42. Zuteilungsperiode) zum Käsebezua. Dre 2'3uteilun6 erfolgt auch an vorübergehend anwesende Personen, wie Wehrinachtsurlauber usw. In dreien Fällen hat die Zuweisung auf Grund von Berechtigungsscheinen oder Lebensmittelmarken zu erfolgen. (oioiD Gießen, den 21. Oktober 1942. ostr die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdtngen, Friedberg, Lauterbach, sowie den Oberbitrger* meister der Stadt Gießen. Der Laudrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. । Kaufgesuohe | 1 Ginsvünner- fiflüenroagen 1 Dovvelsvänu.- Kastenwagen z. kaufen gesucht. KohlenhaudL Jung, 3189D Gießen- Klein-Linden, Telephon 2164. WsserklMer mit 60, 80 oder 120 Bässen z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05309 an den Gies;. Anz. I Verschiedenes | Gut bewurzelte Erdbeerpflanzen sind eingetroff. GießenerBaum- schulen und Staudengärtu. Eberh. Schwarz XeL4082. [31Q3P Rotbrauner Damenlederhandschuh am 21. Oktober nachm., zwischen Sonnenstraße- Schulstratze verloren. DaAndenk.,bitte abzug. geg. gute Belohn, auf dem 05314 Fundbüro, MenWrui m. abgebr. Griff vorige Woche abhanden gekommen. Gegen Belohn, abzugeb. auf d. 05302 Fundbüro.