VoiMk§lag,2S.MM2 Gieszener Anzeiger (92. Jahrgang Ur. m (Sricbemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Giebener Familienblätter Heimat imBild-Di eScholle Bezugspreis r Monatlich..... RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt Kenrsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686Franks./M. Annahme von Anzeigen für tue Mittagsnummer bis 8Vs Uhr desB ormtttags Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Mllimeter Breiter 7Rpf. für Familienanzeigen und private Gelegenbettsanzeigen 14Rpf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Vlabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr vrühlsche UniverfttArdruckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen *tlrie6«ii?S.elWT0S« T-. Rastlose Verfolgung im Don-Bogen Unaufhaltsamer Vormarsch auf Rostow Manvtschsk not o sbcllung stehen, die die Sowjets halbkreisförmig um W? Stadt gelegt und in den letzen sieben Monaten Mit höchstem Eifer ausgebaut haben. Für uns ist es schließlich sogar eine sehr wesentliche Verände- umg, daß ostwärts des Donez der Unterlauf des Oon in breiter Front überschritten worden ist. Wir sind geschworene Gegner jeder Strategie, die cuf den Landkarten mit bewunderungswerter Fixig- ket Räume durcheilt, die unsere Soldaten sehr mühevoll — in brennender Hitze oder rauschendem Ge- ^^^^Marqaritowkal Achebalsk . . / ftepna/aj 3n der Zett vom 8. bis 20.3uli verlor die Soro- jetluftwaffe 829 Flugzeuge. Davon wurden 640 in Luslkämpfen, 62 durch Flakartillerie und 9 durch Verbände des Heeres vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Wahrend der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 70 eigene Flugzeuge verloren. Vach militärisch wirkungslosen Tages-Störangriffen einzelner britischer Bomber auf westdeutsches Gebiet warf der Feind in der vergangenen Nacht vor allem auf Stadt und Umgebung von Duisburg und die Stadt Vlörs eine größere Zahl von Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hakle Verluste. Sechs der angreifenden Bomber wurden abgefchoffen. 3m Verlaufe des Seegefechts im Kanal wurden von unseren leichten Seestreitkräften außer dem feindlichen Führevboot weitere fechs britische Torpedo-Schnellboote im Nahkampf in Brand geschossen, von denen vier unfergingen. Ein britisches Kanonen-Schnellboot wurde durch einen llnterfee- bootjäger im Rammstoh versenkt. Die Flagge des Bootes wurde erbeutet, mehrere Gefangene eingebracht. Der unter Führung von Korvettenkapitän Wunderlich zur Sicherung eines Geleits eingesetzte Verband ist nach Durchführung feiner Aufgabe ohne Verluste in seinem Bestimmungshafen eingelaufen. An der niederländischen Küste schoß Marineartillerie fünf britische Flugzeuge ab. Das 3agdgeschwader 54 schoß feit Kriegsbeginn 2500 Flugzeuge ab. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 22.3uli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der planmäßige Widerstand des Feindes im Kaum von Ro st o w ist zusammengebrochen. Deutsche und verbündete Truppen stehen vor der befestigten Vrückenkopfstellung, die im Halbkreis um die Stabt angelegt ist. Ostwärts des Donez wurde der Unterlauf des Don in breiter Front überschritten. 3talienifchen Verbänden * gelang es im Lahmen der Verfolgungskämpfe im Donez - bogen am 19. 7. das wichtige Kohlenrevier Lrahnij Lutsch in die Hand zu nehmen; dabei vurden zahlreiche Gefangene gemacht und erhebliche Leute eingebracht. 3m großen Donbogen leistet schwächerer Feind nur geringen Widerstand. Nördlich und nordwestlich Voronesch wurden Angriffe des Feindes in schweren Kämpfen abgewehrt und hierbei 25 Panzer abgeschossen. 3m rückwärtigen Frontgebiet des mittleren Abschnitts wurde die Vernichtung weiterer feindlicher Gruppen abgeschlossen.' . Südlich des 3 l m e n s e e s und vor einem Brückenkopf am Wolchow brachen mehrere feindliche Angriffe unter hohen blutigen Verlusten zusammen. hierbei vernichtete die Brückenkopfbesatzung 31 Panzer, zum großen Teil im Nahkampf. 3m hohen Norden wurden feindliche Batterien auf der Fischerhalbinsel durch Sturzkampfflieger mit vernichtender Wirkung bekämpft. 50 km nytsch-Scnke ist deshalb auch bemerkenswert, weil sie von vielen Erdkundlern, die den Kaukasus schon zu Asien rechnen, als die eigentliche Grenze zwischen Europa und Asien angesprochen wird. Brückenkopf Woronesch. Jenseits des Don Von unserer Berliner Schriftleitung. Der sowjetische Heeresbericht, der um Mitternacht L Dom 21. auf den 22. Juli ausgegeben wurde, sagt: „3m Laufe des 21. Juli führten unsere Truppen Kämpfe mit dem Feind südöstlich von Woroschilow- I grab. An den übrigen Frontabschnitten sind keine 8 wesentlichen Veränderungen eingetreten." Wir sind viel bescheidener als die Sowjets. Für uns sind es M)on wesentliche Deränderungen, wenn nun auch L die im Raum um Taganrog stehenden deutschen Ver- I bände zum Angriff angetreten sind und sich damit die ganze Südfront in Bewegung befindet. Für ‘ uns ist es auch eine wesentliche Veränderung, daß der planmäßige Widerstand des Feindes im Raum von Rostow zusammengebrochen ist. Für uns ist es | eilte wesentliche Veränderung, daß deutsche und verbündete Gruppen vor der befestigten Brückenkopf- Roch immer nicht angekommen? Von unserer Berliner Schristleitung. lieber den Frontverlauf im Brückenkopf ostwärts des Don um Woronesch veröffentlicht das Oberkommando der Wehrmacht diese Skizze. Der Wehrmachtbericht vom 21. Juli sagt hierüber folgendes: „Die in der englischen und sowjetrussischen Presse verbreiteten Nachrichten über die Lqge bei Woronesch sind frei erfunden. Die dort kämpfenden Infanteriedivisionen sind weder ab geschnitten, noch fliehen sie über den Don. Sie halten nach wie vor jben erstrebten Brückenkopf von Woronesch und die Stadt selbst und haben alle sowjetischen Angriffe blutig ab gewiesen." (Scherl-Bilderdienst. sOKW.j f See land, s) Einergebnisloserbritischer Iagdvorstoß Berlin, 22.Juli. (DNB.> Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, unternahmt die britische Luftwaffe am Dienstag Jagdvorstöße gegen den Küstenraum der besetzten West- g e biete. Bei dem Versuch, Truppentransportzüge und marschierende Kolonnen anzugreifen, wurden die britischen Verbände durch deutsche Jäger und Flakartillerie zersprengt, so daß sie nicht zur Ausführung ihrer Angriffsabsichten kamen. Hierbei wurde ein britisches Jagdflugzeug zum Absturz "gebracht. Zwei weitere britische Flugzeuge erhielten so schwere Beschädigungen, daß mit Sicherheit mit ihrem Verlust zu rechnen ist. witterregen — zurücklegen müssen. Aber hier haben wir eine ungemein präzise Angabe des Wehrmachtberichts. Die örtliche Begrenzung liegt in den Angaben, daß „ostwärts des Donez" der „Unterlauf" des Don in breiter Front überschritten wurde. Der Donez mündet in den Don etwa 130 Kilometer oberhalb des Dondeltas und 90 Kilometer oberhalb Rostows in den Don. In feinem Unterlauf hat der Don eine ausgesprochene Richtung von Osten nach Westen. Jenseits dieses Unterlaufs liegt die wichtige Bahn, die von Stalingrad nach Rostow und dem Nordkaukasus führt. Die Entfernung der Bahn vom Unterlauf des Don beträgt stellenweise nur 50 bis 100 Kilometer. Sie ist die letzte moderne Bahn, die das diesseitige Wolgagebiet einschließlich Moskau mit Rostow und dem Kaukasus verbindet. Nachdem die deutschen Truppen den Unterlauf des Don östlich der Donez-Einmündung in breiter Front überschritten haben, sind sie in das nordkaukasische Gebiet eingedrungen. Dieses Gebiet ist im Nordwesten durch den Don, im Nordosten durch die Wolga begrenzt. Es ist reines Steppengebiet, soweit es Niederung ist. Erst im Bereich der Vot- berge des Kaukasus, die 150 bis 200 Kilometer südlich vom Don beginnen, fängt wieder Kulturland im eigentlichen Sinn an. Der Trockennatur der Steppe entspricht es, daß die Zahl der Flußläufe gering ist. Heroorzuheben ist der Sal-Fluß, der auf den Jergenihügeln im Kalmückengebiet entspringt und 'in seinem krüknmungsreichen 731 Kilometer langen Lauf lange Zeit parallel zum unteren Don fließt, in den er oberhalb von Rostow mündet. Der Fluß ist als echter Steppenfluß sehr starken Wasserstandsschwankungen unterworfen. Weiter südlich von Rostow erstreckt sich eine 530 Kilometer lange Niederung — die Manytsch-Senke — vom Don bis zum Kaspischen Meer. Das Kaspische Meer liegt 26 Meter unter dem Spiegel des Schwarzen Meeres. In der Manytsch-Senke liegt die Wasserscheide zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Der westliche Manytsch fließt mit sehr geringem Gefalle und unter Bildung von Bitterseen zum Don ab, ber östliche Manytsch zum Kaspischen Meer. Die Ma- Zwischen dem 3. und 9. Juli d. I. zerschlugen deutsche See- und Luftstreitkräfte einen aus 38 britischen und amerikanischen Schiffen bestehenden, besonders stark gesicherten Geleitzug mit insgesamt rund 300 000 BRT. im nördlichen Polarmeer, der von den Sowjets sehnsüchtig erwartetes Kriegsmaterial — Panzer — Flugzeuge, Geschütze, Munition und Lebensmittel — nach Murmansk bringen sollte. Die vom deutschen Oberkommando darüber ausgegebenen Meldungen waren die große Weltsensation. Nur in London und Washington wußte man darüber nichts. Churchill und seine Informationsstellen wurden immer und immer wieder gefragt, ob er die deutschen Meldungen bestätigen müsse oder dementieren könne. Er wich jeder Frage entschieden aus und verweigerte auch dem Parlament selbst in geheimer Sitzung Reds und Antwort. Dafür wurde schließlich eine inoffizielle Londoner Mitteilung ausgegeben/ wonach „nochkeineJnfo'rmationenverfugbar" seien und daß dies der übliche Zustand sei, „so lange der Geleitzug noch nicht am Bestimmungsort eingetroffen sei." Seit dieser Mitteilung sind rund vierzehn Tage darüber hingegangen, aber weder Reuter, noch ein englischer Sender, noch irgendeine britische Jnformations- ober Agitationsstelle hat verlauten lassen, ob inzwischen der Geleitzug feinen Bestimmungsort erreicht hat. Voreilig hatte »irgenbein Korrespondent vor dieser inoffiziellen Londoner Mitteilung privat gemeldet, daß der Geleitzug seinen Bestimmungsort erreicht habe, um 24 Stunden später zu berichtigen, daß „noch nicht alle" Schiffe ein getroffen feien. Seitdem versagt auch diese „private" Quelle. Mister Churchill aber erinnert sich dieses „kleinen Zwischenfalls" offenbar überhaupt nicht mehr, und die englische Presse hat anscheinend eine geharnischte Anweisung erhalten, die Geleitzugkatastrophe im Polarmeer überhaupt nicht mehr anzuschneiden. Nun wird aber bekannt, daß Stalins Botschafter in London, Maisky, Herrn Churchill aufgesucht habe, um im Hinblick auf die äußerst kritische Lage der Sowjets an der Donfront zu fragen, was denn eigentlich die Verbündeten zu ihrer Entlastung zu tun gedächten. Hat er vielleicht Herrn Churchill auch die Frage vorgelegt, ob inzwischen etwas über den Verbleib des großen Geleitzuges mit Kriegslieferungen von den USA. über England bekannt geworden ist? Die Antwort würde nicht nur Herrn Stalin, sondern auch das englische und amerikanische Volk brennend interessieren. Denn schließlich ist die HUfe, die von Roosevelt abgeschickt wird, für die Bolschewisten keine Hilfe, wenn sie von deutschen Ubooten und Flugzeugen zu den Fischen geschickt wird. Für uns ist diese Geleitzug-Affäre im Pojarmeer allerdings kein Geheimnis. Wenn man m London Mitteilungen darüber davon abhängig tnacht, daß ber. Geleitzug seinen Bestimmungshafen erreicht, bann werden die interessierte englische Oeffentlich- keit und damit vor allem die Angehörigen der Schiffsbesatzungen niemals etwas über den Verbleib der 38 Handelsschiffe erfahren. Sie können Berlin, 22.Juli. (DNB.) Wie das OKW. zu L-n Kämpfen im südlichen Abschnitt der Ostfront Witteilt, sind auch die im Raum um Taganrog stehenden deutschen Verbände zum Angriff angetreten. Damit befindet sich die ganze düdfront in Bewegung und ist trotz starker Der- tninung des Kampfgeländes imkon zentrisch en Sorgehen auf Rostow. Ostwärts Rostow wurde der Feind auf eine stark befestigte Panzergrabenstellung zurückgeworfen. Durch den unaufhaltsamen Vormarsch, in dessen Verlauf mehrfach ziher Widerstand der Bolschewisten zu brechen war, >nd durch die hochsommerliche Hitze wurden den Angriffen auf feindliche Stellungen, marschierende jolonnen und Fahrzeugansammlungen unterstützt, lieber 400 Fahrzeuge und Zugmaschinen blieben gernichtet auf den stark verstopften Straften liegen. Kampf- und Zerstörerflugzeuge vergrößerten die Eerroirrung in den zusamengeschlagenen und sich immer wieder von neuem aufstauenden feindlichen Kolonnen, so daß die Bolschewisten schwere Verluste on Menschen und Material erlitten. Bei Angriffen gegen, den Südteil der Stadt Rostow wurden Mu- litionsarsenale und Lagerhallen wiederholt getrosten. Dichte Rauchwolken lagern über der Stadt und ihrer Umgebung. Auch die Bildung der Brückenköpfe über len unteren Don ostwärts des Zusammen- ben Hafen nicht erreichen, weil sie längst auf dem Boden des Polarmeeres liegen. Das ist nur ein Beispiel, wie das englische Volk von seiner Regierung belogen wird. Das Gerede von der „Zweiten Front". Stockholm 22. Juli. (Europapreß.) Der frühere Botschafter der Vereinigten Staaten in Vichy, Admiral Leahy, wurde zum Generalstabschef der nordamerikanischen Gesamtstreitkräste ernannf. In der Presse wird die Andeutung gemacht, daß Leahy dazu ausersehen sein könne, das Oberkommando aller alliierten Streitkräfte zu übernehmen. Seine Ratschläge könnten in der Frage ber Errichtung einer zwecken Front großen Einfluß ausüben. „United Preß" meldet aus Neuyork, daß das Problem der Errichtung einer zweiten Front in den Vereinigten Staaten zusehends lebhafter erörtert werde. Sowohl die Zeitungen, als auch zahlreiche Radiostationen nähmen dazu Stellung. In Neuyork sei eine Massenversammlung unter dem Motto „Zweite Front in Europa" vom Kongreß ber Industriegewerkschaften organisiert worden, ber Bürgermeister von Neuyork, ßaguanbia, soll sprechen. Auch in London findet lebhafter Meinungsaus- tausch über den gleichen Gegenstand statt. — An den unter dem Vorsitz Churchills stattfindenden Beratungen nehmen neben Vertretern Sowjetrußlands und Chinas aus den USA. der Bevollmächtigte Roosevelts, Bullitt, ber Vertreter des USA.» Produktionschefs, Stettiniu s ,BotschafterB ibb- l e, sowie Offiziere aller Waffengattungen teil. Die Beratungen sollen ergeben haben, baß England zur Errichtung einer zweiten Front bereit sei, vorausgesetzt, daß die Tonnage und die Kriegsmaterial- zufuhr nach der Sowjetunion gesichert werden könnten. „Dagens Nyheter" erklärt, baß es eine gewisse Zeit dauern dürfte, ehe die englischen und die in England stationierten USA.-Truppen für eine gemeinsame Operation zusammengeschweißt worden seien. Die Londoner Zeitung „News Chrvnicle" schreibt: Man dürfe sich nicht von dem Gedanken leiten lassen, daß Großbritannien und die Vereinigten Staaten im kommenden Jahr besser gerüstet wären, da die Möglichkeit bestehe, daß die Sowjetunion dann nicht mehr in der Lage sein könne, die Jnittative an sich zu reißen. In diesem Falle aber würde man in Westeuropa wieder die ganze deustche Wehrmacht oorfinden, da nur verhältnismäßig kleine Einheiten im Osten belassen werden müßten. ♦ Wie Reuter aus Washington meldet, hatte der Sowjetbotschafter in Washington, der Jude Litwi- now-Finkelstein, am Mittwoch eine Besprechung mit Roosevelt. Reuter glaubt, daß es sich dabei um die Frage der zweiten Front handele. Angesichts ber schwierigen Lage der Armee Timoschenkos im Südabschnitt der Ostfront ist es durchaus glaubhaft, daß Stalin feinen Botschafter" erneut vorgeschickt f>at, um die Verbündeten an die bisher immer wieder auf die lange Bank geschobenen Entlastungskampagne -zu evmneru« an griffe gegen die tiefgestaffelten feindlichen Verteidigungsanlagen. Feindliche Batterien, die das Uebersetzen ber deutschen Truppen verhindern sollten, wurden außer Gefecht gesetzt. Im großen Donbogen setzten Infanterie und motorisierte Verbände trotz des sehr heißen, sonnigen' Wetters rastlos ihre Verfolgung fort. Vereinzelter feindlicher Widerstand wurde schnell gebrochen. Versuche des Feindes, südlich Woronesch mit Spähtrupps über den Don vorzustoßen, scheiterten im Abwehrfeuer ungarischer Verbände. Gegen den N o r d t e i l des Brückenkopfes Woronesch geführte Infanterie- und Panzervorstöße der Bolschewisten zerbrachen nach Abschuß von 14 Panzern unter hohen Verlusten für den Feind. Weitere elf Panzer verloren die Bolschewisten nordwestlich Woronesch, wo sie die Stellungen einer deutschen Infanteriedivision nach Artillerievorbereitung mit Jnsanterie, Panzern und Flugzeugen vergeblich an» griffen. Eine mecklenburgisch-pommersche Jnfanterie- divstion Hai bei den Abwehrkämpfen in einem Brückenkopf am Don in der Zeit vom 13. bis 19.7. 61 feindliche Panzer vernichtet. Nördlich Woronesch belegten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Panzerbereisttellungen des Feindes mit Bomben aller Kaliber. Durch die Luftangriffe wurden die erneuten Angriffsversuche der Bolschewisten unterbunden und zahlreiche feindliche Panzer schon in ihren Ausgangsstellungen vernichtet. Die Bolschewisten versuchten vergeblich, durch Einsatz stärkerer Flieaerkräfte die Luftangriffe zu verhindern. Jäger süsses von Don und Donez wurden von" ber Luft- schossen über dem südlichen Frontabschnitt 42 Flug- vaffe unterstützt. Pausenlos rollten die Bomben-1 zeuge ab. putschen Infanteristen Höchstleistungen abverlangt. Jas Vordringen des Heeres in Richtung Rostow würbe von Stürzkampfflugzeugen mit Bomben- PokrowskA MilosiJabinskV^ / ^rNowo I Zerfließende LlGA.-Träume. Von Major a. D. von Keiser. Je mehr Zeit feit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten vergangen ist, desto klarer stellt sich heraus, wie unzureichend Roosevelt und feine Leute auf den neuzecklichen totalen Krieg vorbereitet waren. Alle Ableugnungsversuche der maßgebenden amerikanischen Männer, ihre verlogenen Siegesnachrichten, die Verherrlichung fahnenflüchtiger Generäle, kurz der ganze Bluff, der anscheinend zum Wesen amerikanischer Kriegführung gehört, können nichts an der Tatsache ändern, baß die Vereinigten Staaten bisher keinen einzigen größeren Erfolg, sondern nur Niederlagen mit zum Teil schwersten Verlusten zu verzeichnen Habern Katastrophale Schwächung der Paziftkflotte, vollständiger Verlust der Philippinen und damit der ostasiatischen Stellung überhaupt, stärkste Schiffsverluste durch deutsche und italienische U-Boote dicht vor der amerikanischen Atlanttkküste, ständig wachsende Tankernot, äußerste Knappheit an Gummi und sonstigen kriegswichtigen Rohstoffen — das ist die Bilanz -einer halbjährigen Kriegführung des kranken Mannes im Weißen Haufe. Dieser Mangel an genügender Kriegsvorberei-- hing und energischer Kriegführung darf aber nicht etwa so gebeutet werden, als ob es dem amerikanischen Präsidenten und seinem • großsprecherlschen Marineminister Knox, der ganzen Clique feiner Generäle und Admirale sowie den bestochenen Parlamentariern und Finanzjuden nicht ernst mit ihrem Angriffskriege gegen Japan und die Achsemnächts gewesen wäre. Vielmehr lassen Roosevelts ganzes neuttalitätswidriges Verhalten^ vor dem Kriegseintritt Amerikas, seine Beschimpfungen Japans und der Achsenmächte, seine offene Unterstützung ber britischen Kriegführung, sein Schießbefehl auf deutsche U-Boote und schließlich seine unverschämten ultimativen Forderungen an Japan, auch nicht den geringsten Zweifel daran, Laß er trotz seiner feierlichen Friedensversprechungen, denen er ferne Wiederwahl zu verdanken hatte, den Krieg mit voller Absicht entfesselt hat. Die erstaunliche Tatsache, daß feine bewußten propagandistischen, so unendlich albernen Lügen von Angriffsabsichten der Achsenmächte auf amerikanische Gebiete schließlich auch das amerikanische Volk kriegsreif machen konnten, obwohl dieses sich bri einer öffentlichen Anfrage des „Gallup-Institutes" noch Ende November^ 1941 zu 80 v.H. gegen den Kriegseintritt aus»' gesprochen hatte, können wir Deutschen nur begreifen, wenn wir uns die Wesensart des Durchschnittsamerikaners klarmachen. Ihm fehlt der deutsche Idealismus, er umfaßt weltanschauliche Fragen nicht mit ber Tiefe seiner Seele und ist auch nicht NOCDIN .Bobjakino er trotz aller verlustreichen Anstrengungen nicht gelungen, die Seefahrt durch den Kanal zu verhindern. Im (Gegenteil, viele der angrerfenöen bri- tischen Boote wurden vernichtet ober so stark beschädigt, daß Jie für lange Zeit ausfallen. Den deutschen Sicherungsstreitkräften aber gebührt Dank, die im pausenlosen Kampf mit dem Tommy treu und still ihren harten Dienst tun!__________________ j Ä VDI rtufl-! f Zicchts 5)tiwrc flickst «Siegel Ldjtsfl Wche t &ufj L Siei a^cii w stl v- Sei nach Unabhängigkeit entgegen. Das Verbot her kommunistischen Partei in Indien Ää)m Dl I egenben ' Ich „Da rumänische Volk sei ein Volk, das diesem Glaubens- suchungsausschuß seine Tätigkeit e i n st e Ile n wird, bekenntnis diene und immer bienen werbe. An die Reichspi Umut S i feiner i itig besä ist aufgehoben worben. Auch die beiden fommuni- stischen Organe dürfen wieder erscheinen. Die wegen umstürzlerischer Agitation in Haft genommenen Kommunisten werben aus den Gefängnissen entlassen. Damit wird nun auch Indien praktisch dem 3n An Npenü! «niÖDet ,2-rU N N vfiquar Ähnliche wische ü fcng M Vollmacht zur Vergewaltigung Ln-iens. Äuf de icirfeifer ospr 9000 315 ergeben km Dors Sittftotf, Msfor Imipropi Her a Heiden, bis B terfügur «s Tiw rJmH tu freur Mein ei frbfit de- u Als JÄ Diä b Tolda Buch taoten. hließlich Druckte! herefias jauber in i Nehm fielt. Stockholm, 23. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach schwedischen Berichten aus London wirb die englische Regierung den britischen Vizekönig m Indien rücksichtslos decken, falls dieser gegen nicht willfährige Inder vörgehen sollte. Der von Gandhi geplante Ungehorsamkeitsfeldzug wird als Sabotage der Kriegs anstrengungen Indiens bezeichnet. In englischen Regierungskreisen unterstreicht man, daß Roosevelt hinter diesem britischen Entschluß stünde und ihn billige. Ein im „Daily Herold" erschienener scharf gegen Gandhi gerichteter ^Artikel wird auf den Einfluß der in. der Regierung befindlichen Mitglieder der Labour Party zurückgeführt. Churchill habe Attlee darauf hingewiesen, daß England den Selbständigkeitsbestrebunaen der Inder . gegenüber eine Einheitsfront Herstellen müsse, an der sich die Labour Party beteiligen müsse. Des- halb stellt sich, nun auch die Labour Party, die sonst so tat, als trete sie für die indischen Freiheitswünsche ein, entschlossen der Forderung der Inder. •Im Vo ftrlsb »listag ftehm M tr tin ent list in der Güte weit schlechter als der Pflanzungskautschuk. Dazu fehlt es an Arbeitskräften. Vom Amazonasb ecken her ist nach dem Verlust der Ma- laya-Pflanzungen der Gumminot unserer Feinde nicht zu. steuern. Und die kleinen Mengen, die hier gewonnen werden können, müssen immer noch erst über das Meer nach den Fabriken der USA. gebracht werden. Hier aber lauern die U-Boote auf diese wertvollen Transporte! ' Hz. M-D. Auch Ecuador soll Gummi liefern. Buenos Aires, 22. Juli. (Europapreß.) Die durch den Verlust der Kautschuk-Produktionsgebiete in Ostafien entftanbene Knappheit an Gummi hat in den Vereinigten Staaten bereits zu drastischen Einschränkungen geführt, die jedoch nicht ausreichten, um der Industrie die notwendigen Mengen dieses wichtigen Rohstoffes sicherzustellen. Nachdem auch bi? Sammelaktionen von Altgummi und die Versuche zur Herstellung synthetischen Gummis keine befriebigenben Ergebnisse gezeitigt haben, sind die Vereinigten Staaten dazu übergegangen, sich durch langfristige Verträge die Gummiproduktion südame- rikanischer Staaten zu sichern. So wurde jetzt auch ein Abkommen mit Ecuador geschlossen, demzufolge die USA. während der nächsten fünf Jahre die gesamte Kautschukproduktion Ecuadors, soweit sie den eigenen Bedarf des Landes übersteigt, aufkaufen, über ähnliche Abkommen mit anderen kautschukerzeugenden Ländern Südamerikas wirb noch verhandelt. Keine „totalitären Umtriebe* in Chile. Buenos Aires, 20. Juli. (Europapreß.) Die Geheimpolizei und die Gendarmerie in Chile wurden von dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß gegen „totalitäre Umtriebe" aufgefordert, Tausende von Anzeigen solcher Umtriebe nachzuprüfen. Beide Behörden teilten jbem Untersuchungsausschuß daraufhin mit, daß sie nach sorgfältiger Prüfung sämtlicher Anzeigen feststellen konnten, baß diese „jeglicher Grundlage e n tb e b r t e n'V Die Polizei teilte mit, daß ihr von sogenannter totalitärer Betätigung nichts bekannt sei. Angesichts dieser Bloßstellung hetzerischer Element? nimmt man in parlamentarischen Kreisen Chiles an! baf3 der Unter- Kommunismus ausgeliefert. Am Grabe König Ferdinands. Bukarest, 22.Juli. (DNB.) Aus Anlaß der 15. Wiederkehr des Todestages König Ferdinands I. von Rumänien fand an den Königsgräbern von Curtea de Argesch eine Gedenkfeier statt, an der König Michael und Marsckall Antonescu sowie die Ritter des von König Ferhinand gestifteten Ordens „Michael der Tapfere", darunter auch deuftche Ofti- - ziere, teilnahmen. Marschall Antonescu nannte Karl I. und Ferdinand I. Vorbilder der Ehre, der Disziplin, der Arbeit ttnb bezeichnete sie als Beispiel des politischen Realismus und der Loyalität. Das zu wiederholen. Auch unsere modernen Schachmeister mit ihrem Blind- und Simultanspiel sind derartige optische Künstler, denn sie haben sich ja das Bild der Schachfigurenstellungen gedächtnismäßig eingeprägt. Napoleon wgx ein besonderes Beispiel dieser Leistungen. Man sagte von ihm, er habe jeden Soldaten seiner Armee wiedererkannt, wenn er ihn einmal gesehen hatte. Mag dies auch liebedienerisch übertrieben sein, so steht doch fest, daß er in seiner besten Zeit einmal Gelesenes nicht wieder vergaß. Namen oder Zahlen, die er behalten wollte, schrieb er auf einen Zettel, sah sie durchdringend an, dann waren sie in seinem „Schzentrum" aufbewahrt. Diese Methode, wichtige Angaben zu behalten, wird sich übrigens bei jedermann bewähren. Noch wunderbarer als diese Optiker unter den Gedächtnis kün stier sind die Akustiker, zu denen meist die berühmten Sprachgenies gehören. Sie haben ihr „Wdrtklangerinnerungszentrum", das ja jedermann besitzt, besonders ausgebildet. Schon aus der Antike wird uns überliefert, daß der Philosoph Seneca nach einmaligem Anhören dreitausend Worte fehlerfrei wiederholen konnte. Man sprach ihm Verse vor, und er gab sie sogar in umgekehrter Reihenfolge wieder. Auf diese Weise entstanden jene weltberühmten Sprachgenies, die, wenigstens dem Hören nach, Dutzende von Sprachen beherrschten. Die drei berühmtesten sind aus dem Altertum der „bospora- nifche" König Mithridates, aus der Neuzeit der italienische Kardinal Mezzofanti und der deutsche Schriftsteller S a u e r w e i n. Mithridates der Große war zunächst überhaupt „d a 5 Genie" unter den Fürsten der antiken Welt, nicht nur durch seine legendäre Zähigkeit, mit der er, der kleine Fürst, dem ungeheuren Rom widerstand. Der Kampf gegen Rom war der Lebensgedanke dieses Kleinasiaten, der schließlich über Heere von 300 000 Mann und 400 Kriegsschiffe verfügte und ganz Vorderasien eroberte. Vom Euphrat bis Athen reichte zeitweise die Macht dieses merkwürdigen Mannes, der 22 unterworfene Völker mit verschiedener Sprache beherrschte. Und da setzte nun das Sprachgenie Mithridates ein, denn er soll sämtliche dieser 22 Sprachen erlernt haben. Mag hier auch Sage mitspielen, so ist es um so genauer bezeugt, daß der Bologneser Professor und spätere Kardinal Giuseppe Mezzofanti, der 1849 zu Rom starb, das größte Sprachgenie seiner Zeit. war, denn er verstand und sprach zuletzt 58 fremde Sprachen. Ganz nahe an ihn kam das deutsche Sprachgenie Sauerwein, das in 54 verschiedenen Sprachen schrieb, sprach und sogar dichtete. Aus jüngster Zeit ist der kürzlich verstorbene Frank- furter Privatgelehrte Dr. Ludwig Harald Schütz Ehe Rom. Rechte i Eine h iS । >• M Wen iMij Alchu «Ä jMr A tln zu nennen, der mehrere hundert Sprachen und Dialekte beherrschte. Das Dichten ist natürlich bedeutend schwieriger * als das bloße Sprechen einer fremden Sprache, da zum gewöhnlichen Umgang erfahrungsgemäß nur etwa 1000 Wörter gehören. So viel umfaßt etwa der Sprachschatz eines Bauern: schon der Großstadtarbeiter weitet seinen Besitz auf etwa da« Doppelte. Im Gymnasium lernt man etwa 3000" bis 4000 Wörter, und das ist die obere Grenze der gebildeten Alltagssprache. Die Zeitungen haben das bedeutend erweitert. Eine moderne Zeitung verwendet etwa 6000 Wörter. Ueber das hinaus gehen nun die berühmten Redner. Sowohl Bismarck als auch Gambetta hat man nachgerechnet, daß sie in ihren Reden an 10000 verschiedene Ausdrücke gebrauchten. Und damit beginnt die Dichtung, Zehntausend Worte hat man bei Goethe gefunden und 15 000 bei Shakespeare. Jeder von uns, der klaffische Werke lieft und versteht, ist also selbst bereits ein Sprachkünstler des Gedächtnisses, der etwa so viel in seinem Gehirn vereinigt, wie'das Erlernen von zehn Sprachen in oberflächlicher Art erfordern würde. Und er vereinigt dabei sowohl das opttsche wie das akustische Talent, denn beides gehört dazu, um auch nur seine Muttersprache vollkommen zu beherrschen, was, so merkwürdig es auch klingt, nur den wenigsten Menschen gegeben ist. Die meisten finden mit einem halben oder auch nur einem Drittel des Schatzes ihr Auskommen, der jedem in die Wiege gelegt ist, wenn er das Glück hat, aus deutschem Blute zu stammen und von einer deutschen Mutter svrechen zu lernen. Das kleine Kind hat, bis es der Mutterpflege entwächst, einen Wortreichtum von kaum 400 Ausdrücken, alles übrige kommt von den Kameraden, von der schule und der Lektüre. Man sieht aber aus den obigen Angaben, daß die Erlernung schon unserer eigenen Muttersprache gegenüber diesen Anfängen in ganz ungemessene Entfernungen» reichen kann und selbst schon eine Künstlerschast an Klang- und Schgedächtnis braucht. j hen/ Aus dem Reich Besitzes den in Prag, in dessen Kupferstichen der ganze sei« Ar- Ler Tuch „Das Jahr 1938" festgehalten. Meine politische Nachrichten. | Reichspressecbef Dr. Dietrich hat seinen Stabsleiter htlmut Sünd ermann zu seinem Stellvertreter jjtlmut S zu seinem (Nachdruck verboten.) N. Fortsetzung. ausweise für berufstätige Frauen in Gießen, Klein- Linden und Wieseck einführen. Näheres über die Voraüssetzungen zur Erlangung eines solchen Aus- denn je Scholle. in feiner Eigenschaft als Pressechef der Reichsregie- nmg bestimmt. in Indien ’ommiK' wegen lommenen issen enl- ktisch dem t n Ge- Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisahet Weirauch Rechte durch Earl Duncker Verlag, Berlin W 35. würdig zeigen. Unser tägliches Brot wächst heute mehr fast ausschließlich yuf der deutschen seiner 58frenü- is deuW 4 verschik' if dichi^^ rne Frank' L> SchuL t und Sic* ckgesühn daß Enger Mr en müsse, ässe. Der- die sonst ssteiheits- 1er Inder Auf dem Dichtertreffen in Karlsbad verkündete Gauleiter Henlein die Schaffung eines Schrift- tii m s p r-ei s e s des Sudetenlandes in Höhe von 10 OOO RM« der alle zwei Jahre an junge Autoren vergeben werden soll. Ein Preisgericht- dem unter dem Vorsitz des Gauleiters die Dichter Kolbenheyer, Mttstock, Hohlbaum, Brehm, ferner Universitäts- Professor Dr. Cysarz, Gäuhauptmcmn Dr. Kreißl, Au pro pagand al ei ter Höller und-Dr. Kurt Ober» torffer angehören, wird über den Preisträger ent- sihsrden. In diesem Jahr hat Gauleiter Henlein den Preis Bruno Brehm zur Wsiterverg^iung zur Äcrfügung gestellt. Dieser erkannte ihn dem jungen, <115 Tiro-l stammenden Dichter Franz Tumler Bekenntnis zur Rechtswissenschaft. In der Universität Heidelberg sprach Reichsmini- hr Generalgouverneur Dr. Frank, Präsident der putschen Akademie des Rechts, über das Thema: „Der Reichsgedanke und die europäische Neuord- og." Dr. Frank verbreitete sich auch über die Not- Amdigkeit einer straffen Rechtsordnung. Es fei ein jrtum, anzunehmen, daß die Rechtsordnung und $ Rechtsausübung nicht vereinbar seien mit einer oitoritären Staatsführung. Auch der neue Staat urb gerade er brauche eine Rechtsordnung und brauche Juristen. Dr. Frank richtete deshalb tu die geistige deutsche Jugend den Appell, sich zur Rechtswissenschaft zu bekennen und das ‘ Eine dunkle Wolke zuckt über Albrechts Stirn. Über er zwingt sich zu einem ruhigen und gleich- 't 1 1 etnäß f 6er S-ch , 300»6li ien«, Diese Scholle gibt es uns nur, wenn wir sie mit^ Fleiß und Schweiß bearbeiten. Das tun für uns Städter der Bauer und die Bäuerin. Wir in der Stadt haben lange Zeit kaum gewußt, wieviel Arbeit, wieviel Mühe und Sorge dazu gehört, um ein Brot auf den Tisch legen zu können. Jetzt wissen es wohl die meisten Städter. Wir verstehen heute auch, weshalb der Bauer oft böse auf den Städter war, der rücksichtslos durch die Wiesen oder gar durchs die Getreidefelder streifte, ohne darauf zu achten, was er dabei an „täglichem Brot" vernichtete. Und >vie oft hat gerade die städtische Hausfrau auf dem Markt nach der ausländischen Ware gegriffen und die des deutschen Bauern mißachtet. Heute wünscht vielleicht mancher von diesen Gedanken- und Rücksichtslosen, daß er dieses lebenswichtige Gut, das er einst zertrat, ausriß und wegwarf, das er mißachtete, besäße. Wieviel Schnitten Brot, wieviel Liter Milch, wieviel Brotaufstrich, wieviel Obst hätte dadurch der Allgemeinheit erhalten oder mehr angebaut werden können. Heute wissen Tausende und aber Tausende deutscher Menschen jedes Grashälmchen, das am Wege wächst, zu schätzen für das oder die Kaninchen, das' man sich jetzt zugelegt hat. Es wird mancher Fehlerfolg dabei erzielt, auf jeden Fall aber ist die dem Landleben und der Landarbeit entwöhnte städtische Bevölkerung jetzt während des Krieges daran erinnert worden, welche Bedeutung, welche kriegsentscheidende Bedeutung Bauernarbeit und Bauernfleiß für die Nation hat. Wir haben das Wort vom weises ist aus der heutigen Bekanntmachung Deutschen. Arbeitsfront' ersichtlich. Gras- und Getreidehalme gehören nicht in den Mund^ täglichen 'S rot in feinem ganzen Umfang und nem ethischen Sinn wieder verstehen gelernt. Sinkaufsausweise für berufstätige Fronen. glaubens. ie. An » Aus der Stadt Gieße«. Unser tägliches Brot. Das Wort vorn täglichen Brot ist uns schon von der Schule her geläufig. Wir haben es hingenommen wie so manches andere durch die Schule des Lebens geprägte Wort, ohne uns viel dabei zu denken. Das tägliche Brot in jeglicher Gestalt erschien uns damals und wohl auch bis vor dem Kriege als eine selbstverständliche Angelegenheit. Der Krieg hat uns bann über das Kartensystem darüber aufgeklärt, daß etwas Selbstverständliches auch eine systematische Ordnung haben muß. Mehr noch, wir haben gelernt, mit dem Selbstverständlichen haushälterisch umzugehen. Eine Schnitte Brot ist uns heute eine liebe und teure Gabe geworden, die wir uns redlich verdienen müssen. Sie wird uns nun nicht mehr zu ändern. Das muß der mit sich ausmachen, der ihn niedergeknallt hat. Oder Sie müssen es mit ihm ausmachen." „Und Sie haben nicht den geringsten Verdacht, wer das gewesen sein könnte?" „Wie käme ich denn dazu? Ich weiß nichts von diesem — dieser sonderbaren Existenz. Sie werden besser wissen, in welchen Kreisen er verkehrt hat! Wahrscheinlich mit seinesgleichen — mit Erpressern, Gaunern, Schwindlern, Tagedieben — da werden Sie auch wohl den Täter finden!" ;,Wir werden ihn jedenfalls finden", sagt Lürsen mit steifer .Zurückhaltung und erhebt sich. „Wo? Das ist unsere Sache. Ja — noch eins: Wollen Sie mir den Wert der Kette nennen?" „Welcher Kette?" „Die Frau Sierinck bei Herrn Bareiro zurück- gelassen hat." Einen Herzschlag lang schließt Albrecht Sierinck die Augen, als ob ihm schwindlig würde. In seinem Hirn ist ein unangenehmes Schwanken und Kreisen, als ob er auf einem Schift bei hohem Seegang wäre — die Kette — Irmelas Kette bei Bareiro — und Katta Serena — und Gerd — Er reißt sich sehr schnell wieder zusammen. „Darüber kann Ihnen der Juwelier Grotjahn die beste Auskunft geben", sagt er kühl. „Ich weiß schließlich nur den Preis, und auch den müßte ich noch ein- sehen, er kann Ihnen genau den Wert des Materials, der Steine und so weiter sagen, wenn Sie das interessiert." '*r kii 5tek mit nblitta 'M Qi .Mib' 5 biM tatiirli* wer foi .Wicht 1 »li jonbem ber aus N 'te. unb 1 Recht, mot britisch, wehrer m hagl ■ halbe» n ist « Jen nity zu o». ton bri* itarf br- en. Den rt Dank, my treu Der Führer hat dem Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Reichsminister Dr.Seyß- Qnquart, zu seinem 50. Geburtstag in einem persönlichen Handschreiben seine herzlichen Glückwünsche übermittelt und ihm sein Bild mit Widmung überreichen lassen. . * In Anwesenheit des Tenno fand auf einem Truppenübungsplatz nördlich von Tokio ein große? Manöver japanischer Fallschirmtruppen statt. Kunst und Wissenschaft. Der Sudelengau ehrt Bruno Brehm. Am Vorabend des deutschen Dichtertreffens Karlsbad, dessen äußerer Anlaß der 50. nur dann zur Verfügung stehen, wenn wir uns ihres Wertes bewußt sind und uns ihres ~ NSG. Bei Kindern. und Erwachsenen beobachtet man häufig eine üble Gewohnheit. Bei Ausflügen und Spaziergängen rupfen sie gedankenlos Aehren ab und nehmen sie jn den Mund oder kauen Grashalme wegen des angeblich erfrischenden Geschmacks. Diese sommerliche Unsitte birgt die große Gefahr einer häufig schweren, ja tödlich verlaufenden Krankheit durch den Strahlenpilz in sich, der, mit bloßem Auge nicht sichtbar, an jedem Halm fitzen kann. Die Erkrankung äußert sich meist in harten Schwellungen des Unter- und Oberkiefers, über welchem sich die Gesichtshaut blaurot färbt. Nach einiger Zeit bilden sich Eiterfisteln. Wird die Erkrankung sofort erkannt und der Arzt umgehend zu Rate gezogen, so besteht die Möglichkeit der Heilung,, andernfalls kann sich trotz zahlreicher späterer Operationen der Pilz durch die Blutbahn und die Lymphe immer mehr im Körper ausbreiten, so daß ärztliche Maßnahmen mitunter ganz aussichtslos find. Darum die ernste Mahnung an Kinder und Erwachsene: Gras- und Getreidehalme gehören nicht in den Mund! Verdunkelungszeit 23. Juli von 22.29 bis 4.58-*Uhr. > 51. Don Katta Serena aus fährt Bauer direkt zu Dettev Nehl. Zum mindesten stößt er da nicht auf einen so eisigen Widerstand. Als er Nach der üblichen Einleitung die Frage stellt: „Wo waren Sie am Donnerstag?" lacht ihm Nehl.ins Gesicht: „Aus Abwegen!" sagt er schmunzelnd. „Wer ich hätte wahrhaftig nicht gedacht, daß ich der Polizei darüber Auskunft geben müßte." Darauf sollte man eigentlich immer gefaßt fein!" sagt Bauer tiefsinnig. „Diese ,Abwege' haben Sie jedenfalls nach dem Hotel Baltic geführt. Sie haben mit Ihrem Wagen in der Nähe gewartet — eine ganze Welle — sind dann in der Halle gewesen — haben Sie auch einen Gast des Hotels auf feinem Z''mmcr aufgesucht?" Die Kreiswaltung Wetterau der Deutschen beitsftont wird in den nächsten Tagen Einkaufs- lihing «J SS 15- funben^ st uirli ch ni» ti „wj L toter- „ kaust t wrtstag des sudetendeutschen Dichters Bruno Ar e h m ist, ehrte der Reichsgau Sudetenland den Ächter im Stadttheater Eger. Gauleiter Hen - Irin entwarf ein eindrucksvolles Bild des mit feiner Heimat innia verbundenen Dichters. Als Zeichen freundschaftlicher Verbundenheit hat Gauleiter hmlein eine Plakette in Auftrag gegeben, eine Arbeit des sudetendeutschen Künstlers Arnold Hurtig. Als zweite Gabe erhielt - Bruno Brehm ein Aach. Dichter aller Gaue, die zum großen Teil heute ab Soldaten an allen Fronten stehen, haben in diesen Buch des Dankes Bruno Brehm ihren Gruß entboten. Konrad Henlein überreichte dem Dichter Mießlich noch ein persönliches Geschenk, das 1743 Druckte Werk Ramhofskys über den Einzug Maria tätigen Ton: „War das am Donnerstag? Ja, das kann fein."' „Und wo sind Sie von hier aus hingegangen?" „Entschuldigen Sie mal!" Er ist im Begriff aus- Kiscchren, aber er Jängt sich ein und lacht. „Wo ich Angegangen bin? Nirgends. Spazieren. Es war wundervolles Wetter, wenn Sie sich dessen viel- ’u. Im Herbst 1938 weilte er zusammen mit Bruno Nehm beim Sudetendeutschen Freikorps. Die be- wgenden Ereignisse hat Tumler m einem kleinen ftistische Studium zu ergreifen. Die deutsche Aechtsauffassung müsse, und werde nach dem deutschen Sieg auch in die Welt, insbesondere in grnzen europäischen Kontinent hinausstrahlen. Zutschen Offiziere gewandt, erklärte Marschall An- nescu: „Zu uns kommen auch tapfere deutsche rfixiere als Ritter des Ordens, die sich Ruhm und iferen Dank erworben haben, indem sie für ihr illtsches Vaterland, für uns und für Europa knipsten. Sie werden nirgends mehr und besser , 3 hier an der Gruft dessen, der als deutschet Prinz < boren wurde und als rumänischer König gestor- r^n ist, die deutsch-rumänische Einigkeit in der Bin- xrrg des Blutes unseres Kampfes von heute ver- flt-l $uber des barocken Prag liegt, jener Stadt, die Sabotagt 1 in Brehms Leben und Werken eine große Rolle EM i ‘ spielt. 1 Der Sudetendeutsche Schrifttumspreis e für Fran; Tumler. ralD er, r 'AM ji g befinb^ «icht noch erinnern." «„Möglich. Sie sind also spazierengegangen. Haben Eie sich vielleicht mit Ihrer Gattin getroffen?" »Leider nein. Wir haben uns gegenseitig ange- tufen, aber uns nicht erreichen können." ' „Unb Ihre Frau hat sich dann ohne Ihre Bereitung in das Hotel Battic begeben, um von Herrn Bareiro Briefe oder ein'Schmuckstück zurück- Jjforbern. Davon waren Sie unterrichtet?" »Ja, natürlich!" sagt Albrecht mit ritterlichem pjhmut, der im Augenblick ganz fehl am Platz ist. bin von allem unterrichtet, was meine Frau o^eht." . „Lind Sie da nicht auf den Gedanken gekommen, i r diesen Gang abzunehmen? Oder sie zu untersetzen? Es läge auf der Hand." , »3a. Vielleicht. Aber ich wollte eine Auseinander- feing mit diesem Herrn lieber vermeiden. Ich bin lch: jähzornig, es hatte ihm unter Umständen nicht 8Ü bekommen können." „Es ist ihm nicht gut bekommen, wie Sie das oukdrücken!" „Ach so, ja — das hatte ich schon wieder ver- Men. Nun, er hat seine wohlverdiente Strafe, yrtft hätte ich ihn wahrscheinlich den Gerichten übergeben." „Das wäre jedenfalls gescheiter gewesen." „Gescheiter als was?" \ „Als ihn niederzuknallen!" I |-;a!" Sierinck hebt kurz .die Allein. „Das ist Hütet die Kinder vor Gefahren. Arbeitsüberlastung ist keine Entschuldigung für Vernachlässigung. Immer wieder kann man von Unglücksfällen lesen, von denen gerade unsere kleinsten Kinder infolge Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit der Mütter betroffen wurden. Diese Berichte wissen meistens von Verbrühungen durch kochend heißes Wasser, von Stubenbränden, hervorgerufen durch unachtsam liegengelassene Streichhölzer, oder von Vergiftungen durch mangelnde Sicherung der Gashähne ober -schlauche zu erzählen. Als einzige Entschuldigung für die Mütter hat man in solchen Fällen oftmals den Hinweis auf ihre zu starke Arbeitsüberlastung. Und gerade in der heutigen Zeit find viele leicht geneigt, eine solche Entschuldigung als hinreichend gelten zu lassen. Jedoch unsere Kinder find der kostbarste Schatz der Familie und des Staates, so daß es die erste Pflicht der Mütter fein müßte, stets für die unbedingte Sicherheit der Kinder bemüht zu fein. Keine noch fo große Arbeitsüberlastung darf jemals zu einer Vernachlässigung in der Beaufsichtigung ober zur Unterlassung von notwendigen VorsichtsMätz- nahmen führen. Die meisten Unfälle der Kinder ereignen sich im .Straßenverkehr der Städte. Wieviel, Aufregung, Kummer oder Leid könnte vermieden werden, wenn schon den kleinsten Kindern die Regeln des Straßenverkehrs auf Spaziergängen ober auf den Wegen beim Einkäufen so beigebracht werden, daß sie die selbstverständliche Vorsicht walten lassen, ohne jedoch überängstlich zu fein, wenn sie einmal allein über den Fahrdamm gehen müssen., Im allgemeinen sind ja die Kinder der schaffenden Mütter tagsüber in Kindergärten sicher untergebracht, doch wird es immer einmal vorkommen, daß man die Kleinen für einige Zeit allein in der Wohnung lassen muß. In solchen Fällen gilt es, vor dem Verlassen der Wohnung alle Gefahrenquellen sorg- fältig auszuschalten. Flaschest mit ätzenden Säuren, Töpfe mit heißem Wasser, Streichhölzer ober spitze unb scharfe Gegenstände dürfen niemals an von Kinbern erreichbaren Orten aufbewahrt werden. Auf die Sicherung der Gashähne unb elektrischen Apparate, auf den Verschluß von Oefen mit offenem Feuer ist besonders streng zu achten. Eine weitere Gefahr bedeutet die kochend heiße Wasclsiauge an Waschtagen, in die gerade die Kleinsten allzu leicht hineinfallen unb sich schwere Verbrühungen zuziehen. Unsere Jüngsten kennen im allgemeinen die Gefahren noch nicht, denen sie sich aussetzen, wenn sie nach solchen verhängnisvollen Gegenständen greifen, wie es z. B. eine Schere ober Streichhölzer in Kin- deshand barstellen. Die Verantwortung für ein schweres Unglück, das hieraus entstehen kann, trägt allein die Mutter, bie durch mangelnde Aufsicht ober Fahrlässigkeit dem drohenden Unheil Vorschub leistet. Von dieser Verantwortung spricht sie auch der Umstand noch so großer Arbeitsbelastung nicht frei. Es ist immer besser, sich einmal mit der Arbeit etwas zu versäumen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zum Wohle der Kinder zu treffen, als sich hinterher ein ganzes Leben lang vergebliche Vorwürfe machen zu müssen. P- St. Vernünftige Lebensführung. Der Reichsgesundheitsführer Dr? Conti hat an- geordnet: „Zahlreiche Beobachtungen unb Meldungen beweisen, daß viele Kranke zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit unb Leistungsfähigkeit einerseits auf ärztlichen Antraa Lebensmittelzulagen erhalten, andererseits aber nicht gewillt find, das ihrige zur Gesundung- durch ihre eigene L e b e n s f ü h run g beantragen. Hierzu gehört ^bei bestimmten Krankheiten der Verzicht aufdas gewohnte Rauchen. Gewisse Krank- heitszuftände werden zweifellos durch Rauchen verursacht, verschlechtert, ober Hs wirb zum minbesten die Heilung durch Rauchen verzögert. In solchen Fällen bedeutet die Gewährung von Lebensmiftel- zulagen eine Vergeudung zu Lasten des ganzen deutschen Volkes.-Anaefichts der Versorgungslage ist dies nicht nur unbillig, sondern weiterhin untragbar; es rft aber auch für derartige Kranke selbst höchst untunlich. Was nützen zum Beispiel alle Heilmaßnahmen einschließlich hoher Lebensmittelzu- lagsn, wenn ein Kranker, dessen unsinniges Rauchen zu einer Gangräne seines Unterschenkels geführt hat, bas Rauchen nicht einstellt? Wie soll ein Magengeschwür bei einem Raucher heilen,, wenn er weiterhin raucht, obschon höchstwahrscheinlich ist, daß übermäßiges Rauchen die Entstehung des Magengeschwürs gefördert hat, unb obgleich es nach allen ärztlichen Erfahrungen sicher ist, daß Rauchen die Heilung verzögert? Ich fordere daher alle Aerzte auf, diesen Dingen größte Aufmerksamkeit zu widmen. Es gehört zu den ärztlichen Pflichten, die Kranken gegebenenfalls auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, unb es gehört zu den ärztlichen Rechten, einem Kranken die Lebensmittelzulagen zu versagen, wenn er die vom Arzt als nötig erachteten unterstützenden Heilmaßnahmen nicht durchführt. Das gilt im allgemeinen, insbesondere aber auch für das Pauchen." Der rote Fingerhut. Ein unersehliches Herzmittel. — NSG. Der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde unb Heilpflanzenbeschaffung e. V., Gauabteilung Hessen-Nassau, teilt mit: Diese bekannte Pflanze mit ihren lebhaft purpurfarbenen röhrig-glockigen Blumenkronen, bie in einzelnen Kreisen unseres Gaues auf Kahlschlägen unb in lichten Wäldern teilweise noch in großen Beständen anzutreffen ist, ist eine der wenigen Drogen, die ob ihrer Bedeutung für bie Behandlung von Herzerkrankungen nicht nur in unserem Daterlande in größten Mengen gebraucht wird, sonbern früher auch in ansehnlichen Mengen ausgeführt wurde. Man sammelt bie grünen Blätter von der blühen- ben Pflanze tirit ben Stielen. Die beste Tageszeit für die Sammlung ist der Nachmittag sonniger Tage, da zu diesem Zeitpunkt der Gehalt an herzwirksamen Stoffen besonders gilt ift Die Trocknung geschieht am besten auf schattigen, luftigen Dachböden. Eine rasche evtl, künstliche Trocknung bei Temperaturen bis 65 Grad ist besonders günstig. Die Pflanze ist giftig. Bei der Sammlung ift daher besondere Reinlichkeit erforderlich. Bei Trocknung vermeide man streng die Vermischung mit anderen ungiftigen Pflanzenteilen (getrennt, halten). Auch beim Versand bringe man bie Aufschrift „Vorsicht! Gift!" an. Er soll bis spätestens Ende Oktober beendet fein. Der Purpurfingerhut gehört wegen seiner starken Wirksamkeit ausschließlich in die Hand des Arztes. Bestellung von Güterwagen. Wer jetzt bei der Reichsbahn mehr Wagen anfordert, als er bei bester Ausnutzung des Wagenraums wirklich braucht,, nur um bei teilweiser Deckung des Bedarfs doch die gewünfchte Anzahl Wagen zur Verfügung zu haben, handelt verantwortungslos der Allgemeinheit gegenüber. Auf diese Weise verschafft sich der gewissenlose Derkehrstrei- benbe Vorteile gegenüber dem verantwortungsbewußten Verfrachter. Die Deutsche Reichsbahn kennt in den meisten Fällen die Lademöglichkeiten ihrer Kunden unb wird daher, gegen fo grobe Verstöße wie unberechtigte Ueberbeftellung von Wagen vorgehen. Sagt das allen, bie es angeht, denn: Räder müssen rollen für den Sieg! Volkstag des Wassersports. Am kommenden Sonntag, 26. Juli, ftndet, wie im ganzen Reich, auch in Gießen ein Bottstag des Rudersportes statt, der um 14.30 Uhr auf der altbekannten Regattastrecke auf der Lahn beginnt. Die Veranstaltung findet zugleich im Rahmen des diesjährigen Kreis-Turn- unb -Sporttages des Kreises 23 Wetterau-Norb statt, der damit eröffnet wirb und feine Fortsetzung am Sonntag, 2. unb 9. August, durch die Veranstaltungen der anderen Fachämter findet. Es ist keine Groß-Regatta, wie wir sie von früheren Jahren her in Gießen gewohnt sind, denn durch den Wegfall des sonst so umfangreichen Bootstransportes auf der Bahn bleibt die Anzahl der Boote unb damit auch der 'startenden Vereine auf die beiden ortsansässigen, den Gießener Ruberclub „Hassia" und die Gießener Rudergesellschaft 1877, beschränkt. Es sind acht Rennen ausgeschrieben, von denen sieben Zustandekommen. Es messen sich die Anfän^ aer-Mannschaften im offenen Gig-Vierer unb die fortgeschritteneren HI.-Vierer im Renngig, die Frauen im Riemen-Zweier unb Memen-Dierer, letzteres als Schlagzahlrennen. Die Rennen der Ak- ttven (Riemen-iZweier, Kriegs-Vierer und Achter) „Sagen Sie mal, lassen Sie mich beschatten? Wodurch hohe iÄ mir denn diese Ehre zutzezogen?" „So etwas erfährt man rein zufällig — auch ohne Beobachtung. Aber ich mochte nun gern noch von Ihnen wissen, wen ober was Sie da gesucht haben?!" „Ich habe ein Rendezvous gehabt, aber man hat mich versetz^." ;,<5ie haben auf eine Dame gewartet — war diese Dame vielleicht Frau Sierinck?" Ein kurzes, scharfes Ausblicken. „Frau Sierinck? Nö — komisch! Natürlich — bas war Frau Sierinck!" „Auf die Sie gewartet haben?" „Nein, gewartet habe ich auf jemand anders — aber ich bin Frau Sierinck ein Stück nachgefahren, wenn Sie das meinen — sie kam aus dem Hotel ich bin ihr nachgejagt, weil ich dachte, das wäre mein erwartetes Rendezvous — unb als ich sie mir genauer besah, ba kam sie mir wohl bekannt vor — aber ich wußte nicht, wo ich sie hintun sollte — jetzt, wo Sie den Namen nennen, fällt es mir ein; es war Frau Albrecht Sierinck." „Unb was hatten Sie von ihr für einen Eindruck? War sie in Eile? War sie erregt?" „Eilig? Kann fein. Sie ging sehr schnell. Sehr vergnügt sah sie nicht aus. Ich dachte noch so bei mir: Leute, die. soviel Gelb haben, konnten eigentlich mit einem strahlenden Gesicht in die Wett sehen. Ich täte es sicher in dem Falle. Mer man soll nie jemand beneiden, unb am wenigsten um sein Gelb. Reiche Leute haben auch ihre Sorgen." .,O ja, dos kann man wohl sagen. Sie warteten also wahrscheinlich auf Fräulein Serena." Detlev Nehl stutzte. „Eben nicht", knurrt er bann mit einem halben Lachen: „Wenn Sie schon so gut über mich Bescheib wissen, dann könnest Sie auch wissen, daß ich das nicht als Abwege bezeichnen würde. Ich wartete auf eine Dame, von der ich nichts weiter weiß, als baß sie Concha heißt und im Hotel Baltic abgestiegen ist. Wenn sie mich nicht beschwindelt hat, heißt das — was man ja nie wissen kann." „Hm — so — Sie rechneten also nicht mit der Möglichkeit, Fräulein Serena ba zu treffen?" War sie denn da?" fragt Dettev hastig, unb das > 'Z't'.if schießt ihm heiß in den Kopf. „Das möchten wir gerne von Ihnen wissen." „Ich kann's Ihnen aber nicht sagen. Wie kommen Sie denn auf den Gedanken, daß Katta — daß Fräulein Serena —" „Sind Sie nie auf den Gedanken gekommen? Sie haben Drohungen gegen den Kaufmann Ba- reiro ausgestoßen — dazu müssen Sie doch eine Veranlassung gehabt haben." „Bareiro? Kenne ich nicht. Habe ich nie gehört. Und den soll ich bedroht haben? Ist der Kerl verrückt, so etwas zu sagen?" „Nicht in feiner Gegenwart. Er hat es auch nicht gesagt." „Nicht? Ich dachte schon, Sie kämen deshalb, weil ich irgendeinen Fatzke beleidigt haben soll. Ich gebe zu, das kann mir passieren. Aber einen Bareiro kenne ich nicht." „Besinnen Sie sich einmal, ob Sie ihn nicht doch vielleicht kennen!" „Bareiro? Bareiro? Warten Sie mal." Detlev macht die Augen schmal. „Den Namen habe ich irgendwo gehört — aber wo bloß? Ist bas ein Großer, Schlanker, dunkel mit grauen Schläfen?" „Das kann wohl sein." „Dann ist das der — ja, jetzt weiß ich — von dem kleinen Hoffttebe habe ich den Namen gehört, der hat einen Haufen Gelb an ihn verloren, oder von ihm gewonnen, das weiß ich nicht mehr — nö, aber hören Sie mal, mit dem habe ich nie was persönlich zu tun gehabt — bloß mal von weitem gesehen." „Frau Sierinck ist eine geborene Hoftstede, nicht wahr?" „Ja, ja, ganz richtig? Gerb ist ihr Bruder." „Unb der hat mit Herrn Bareiro gespielt? Vielleicht Spielschulden bei ihm gehabt?" „Das weiß ich nicht. SchuLen? Glaube ich nicht. Trau ich dem Jungen nicht zu. Ein anftänbiqer, kleiner Kerl." 52. Es ift das zweite Mal, daß Bauer den Namen Gerhard Hoffttebe hort. Man wirb sich auch diesen „anständigen^, kleinen Kerl" einmal vornehmen müssen. Es wäre immerhin möglich, daß — Fürs erste ist es nicht möglich, von ihm zu erfahren, wo er den Donnerstagnachmittag verbracht hat« t Fortsetzung folgt.) sind für alle noch in der Heimat befindlichen Kameraden vorgesehen, die Mannschaften müssen jedoch infolge der zu geringen Zahl schon mit älteren erfahrenen Jugendlichen ergänzt werden. Etwas ungünstig auf die Veranstaltung wirkt sich aus, daß am gleichen Tage in Frankfurt a. M. die Gebietsmeisterschaften der HI. im Rudern statt- sinden, an der ebenfalls Gießener HJ.-Ruderer teilnehmen. Es sind gerade die besten HJ.-Ruderer, die in Frankfurt a. M. ihren Bann und damit die Farben Gießens im Vierer und Achter vertreten. Aber der Ruderer-Nachwuchs ist in Gießen so groß, daß für die ausgeschriebenen Rennen noch genügend Mannschaften zur Verfügung stehen und alle Rennen bis auf eines Zustandekommen. An diesem Tag, der gleichzeitig ein Werbetag sein soll, stehen auch die Bootshäuser und sämtliche Einrichtungen der Rudervereine allen Volksgenossen zur freien Besichtigung offen. „Kamerad Humor" rückt wieder aus. In diesen Tagen hat „Kamerad Humor", das vom Landesfremdenoerkehrsoerband Rhein-Main nach einer Idee von Direktor Kurt Jahn herausgegebene lustige Faltblatt für unsere Soldaten, zum zwölften Mal seine weite Reise an die Fronten angetreten. Wieder ersteht in zahlreichen mundartlichen Gedichten aus den heimatlichen Gauen, in lustigen Anekdoten und Geschichten das schöne Land zwischen Main und Rhein, Westerwald und Oberhessen, wobei die zahlreichen Bilder der landschaftlichen Schönheiten, der Baudenkmäler und der Arbeit der Bewohner auch dem Landser einen Eindruck vermitteln, der das Ryein-Main-Gebiet noch nicht kennt. Das neue Heft, dem vier ganzseitige Bilder und Zeichnungen beigegeben sind, wurde von Schriftleiter Robert M ö s i n g e r zusammengestellt. Die lustigen Zeichnungen stammen wieder von Lino Salini, dessen ebenso ffischer wie kecker Stift in wenigen Strichen Wort und Witz ebenso treftlich wie charakteristisch zu unterstreichen weiß. Auch das neue Faltblatt wird d?n. Soldaten, die es als Liebesgabe erhalten, wie die vorangegangenen elf Ausgaben große Freude machen, denn es ist ein Zeichen der inneren Verbundenheit zwischen Heimat und Front. Gießener Vochenmarktpreise. * Gießen, 23. Juli. Auf dem heutigen Wschen- markt kostete^: Kartoffeln, neue, % kg 10% Rpf., Wirsing 14 bis 15, Weißkraut 11 bis 13, gelbe Rüben 12, rote Rüben 12, Römischkohl 12, Bohnen, grün, 44, Kirschen 45 Rpf. ♦ ** Die „Hunds tage". Am heutigen 23. Juli beginnen die „Hundstage", die bis zum 23. August dauern. Sie sollen die heißeste Zeit des Jahres bringen. Die Erfahrung lehrt allerdings, daß oft gerade während dieser Tage das Wetter auch recht schlecht wird und Regengüsse niedergehen. Mit dem Beginn der Hundstage haben die sogenannten „hellen Nächte" ihr Ende erreicht. ** Blindenkonzert in Gießen. Zwei erprobte und beliebte blinde Künstler werden sich, wie man uns schreibt, am Samstagabend in der Neuen Aula der Universität mit einem geschmackvoll gewählten Programm hören lassen. Maria K l a e s e r aus Köln singt Lieder von Schubert und Brahms sowie einige Kompositionen ihres gleichfalls blinden Mannes Bert Klasser, der die Klavierbegleitung besorgt. Der Pianist Kurt Emmerich aus Soest spielt Werke von Beethoven, Schumann, Ehopin, Schubert, Liszt, Albenitz und eine eigene Tonschöpfung. Kinderermäßigung und HaushMzugehöriM! Der Begriff der 'Haushaltszugehörigkeit, die eine rend der Dauer ihres Wehrdienstes haushaltszuge- >er Voraussetzungen für die Kinderermäßigung bei hörig. Darüber hinaus wird die Haushaltszugeyorrg- pflichtet sind. feit minderjähriger Kinder mit der Einberufung zum Wehrdienst erneut begründet, wenn sie^vor diesem Zeitpunkt weggefallen war. Don den steuerpflichtigen wird es manchmal nicht verstanden, daß Kinderermäßigung dann nicht mehr gewährt wird, wenn die Kinder in der Wehrmacht befördert werden und einen Dienstgrad bekleiden, in dem sie Gehalt oder Kriegsbesoldung erhalten. Hierzu wird ausgeführt, daß die Regelung über die Haushaltszugehörigkeit von Wehrmachtangehörigen für die Steuerpflichtigen sehr wohlwollend ist. Für -ißelit1 machtangehörige, die nicht unerhebliche eigene Ge- haltseinkünfte haben, kann Kinderermäßigung nicht gewährt werden. Das wäre ciuch nicht vor den Eltern zu rechtfertigen, die keine Kinderermäßigung für ihre minderjährigen Kinder erhalten, die sich zu Erwerbszwecken außerhalb der Wohnung ihrer Eltern aUfhalten und keine höheren Bezüge als ein Obergefreiter oder Unteroffizier haben. Der Oberfähnrich ist ohne Rücksicht auf seine Bezüge als haushaltszugehörig zu betrachten, desgleichen der Feldunterarzt, der Fahnenjunker-Wachtmeister (im Veterinärkorps) und der Kadett oder Fähnrich des Bauwesens (in der Kriegsmarine). Die Voraussetzung der Haushaltszugehörigkeit ist bei Notdienst- verpflichteten erfüllt, wenn kein einem Arbeitsver- trag entsprechendes Befchäftigungsverhältnis vorliegt. Dazu rechnen auch Angehörige der Technischen Nothilfe, die ohne Begründung eines solchen Arbeitsverhältnisses auf längere Zeit notdienstver- der Voraussetzungen für die Kinderermäßigung bei der Einkommensteuer ist, führt immer wieder zu Zweifelsfragen, die eine Klärung durch die zuständigen Stellen notwendig machen. So sind jetzt erneut durch Erlasse des Reichssinanzministers und auf einer fachwissenschaftlichen Tagung Klarstellungen gegeben worden, über die die „Deutsche Steuerzeitung" zusammenfassend berichtet. Schön im vorigen Jahre wurde festgestellt, daß die Aufnahme von Gastkindern aus luftgefährdeten Gebieten einer Spende gleichkommt und nicht zu einer Steuerermäßigung fuhrt. Die gleiche Beurteilung gilt, wie jetzt mitgeteilt wird, für Gastkinder von Rückwanderern, die steuerrechtlich nicht als Pflegekinder anzusehen sind. Der Anspruch der Eltern aus Gewährung von Kinderermäßigung für ihre minderjährigen Söhne, die in einem anderen Haushalt als landwirtschaftliche Lehrlinge unterae- bracht sind, ist begründet. Die Kinder gehören, solange sie sich in der Ausbildung befinden, noch zum Haushalt der Eltern. Aus dem gleichen Grunde hat ein Steuerpflichtiger für seine minderjährige Tochter Anspruch auf Kinderermäßigung, auch wenn diese nur zum Schlafen nach Hause kommt und taas- über als Hausgehilfin tätig ist. Die Tochter teilt die Wohnung des ■ Vaters, und nur darauf kommt es an. Die Auffassung eines Finanzamts, daß die Tochter den Haushalt des Arbeitgebers teile und bei ihrem Vater nur eine Schlafstelle habe, wurde als unzutreffend zurückgewiesen. Minderjährige Kinder, die bis zu ihrer Einberufung zur Wehrmacht oder zur Waffen-^ im Haushalt des Steuerpflichtigen lebten, bleiben auch wäh- ** Kleingärtner-Versammlung. Im vollbesetzten Saale des „Burghof" fand eine gemeinsame Mitglieder-Versammlung des Kleingärtnervereins „Lahntal" und des Kleingärtnervereins „Post" Gießen zum Zwecke einer fachlichen Schulung statt. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden des Kleingärtneroereins „Post" Gießen, Postassistent a. D. N o r t h , hielt die Leiterin der Lehrküche der Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft hn Deutschen Frauenwerk, Frau Schäfer, einen sehr interessanten Vortrag über neue Wege in der Vorratshaltung der in den Kleingärten anfallenden Gemüse und Fruchte, der besonders bei den zahlreich erschienenen Hausfrauen größtes Interesse fand. An den Vortrag schloß sich die Beantwortung einer Reihe von Fragen aus dem Hörerkreise an. Vereinsführer H o r st des Kleingärtnerverems „Lahntal" schloß den lehrrreichen Abend mit dem Gruß an den Führer und unsere Wehrmacht. Aus der engeren Heimat. HJ.-Zelttager in Laubach. □ Laubach, 22. Juli. In diesen Tagen wurde das Laubacher HI.-Lager, das Zeltlager auf dem Ramsberg, eröffnet. Kreisleiter e. h. Oberbürgermeister Ritter, Gießen, der in Begleitung von Kreisstabsamtsleiter Weber und Oberstammführer Dr. Schneider erschienen war, nahm auf dem Thingplatz die Meldung des k. Bannführers Wolf entgegen, daß die' Einheiten der HI. angetreten feien. In seiner Ansprache hob Kreisleiter e.h. Ritter den Wert des kameradschaftlichen Zusammenstehens unsere? Volkes im Kampf gegen den Bolschewismus hervor, ganz besonders sei die Jugend als Träger der Zukunft unseres Volkes dazu 'berufen, die Arbeit der älteren Generation fortzusetzen. Das Sommerlager, das die Jugendlichen für einige Zeit vom Alltag loslöse, gebe Gelegenheit, Körper und Geist im Sinne des neuen Deutsch-, land zu stählen. Nachdem die Flagge gehißt war, erklärte k. Bannführer Wolf bas Großzelt-Lager für eröffnet, und Kreisleiter e.h. Ritter halte Gelegenheit, sich von der vorbildlichen Organisation de- Zeltlagers und der zweckmäßigen Unterbringung der Pimpfe zu überzeugen. Anschließend fand in der Laubacher Jugendherberge, am Eingang zum Schloßpark, ein gemeinsames Mittagessen statt. tanbtrefo Gieße«. * Lollar, 23. Juli. Der Former Wilhelm Möller, Adolf-Hitler-Straße 138 wohnhaft, kann am kommenden Samstag, 25. Juli, sein 25 jähri - ges Arbeitsjubiläum als Former bei den Buderuswerken begehen. Der Jubilar erfreut sich bei seinen Vorgesetzten und Arbeitskameraden allgemeiner Wertschätzung. । Diamantene Hochzeit. * Schotten, 23. Äuli. Das älteste Ehepaar unserer Stadt, Wilhelm Stete und Frau Karoline, geb. Konrad, kann am morgigen Freitag, 24. Juli, das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 85 Jahre alt, während seine Frau 79 Jahre alt ist. Dem Jubelpaar unsere herzlichen Glückwünsche. Todesstrafe . für zwei Gewohnheitsverbrecher. Die mitschuldigen Ehefrauen zu Freiheitsstrafen verurteilt. Lpd. O f f e n b a ch a. M., 22. Juli. Vor dem Son. dergericht des Oberlandesgerichts Darmstadt wurde in Offenbach am Main die Hauptverhandlung gegen die Eheleute Georg Frech und Konrad Spitzbar t h auf Offenbach a. M. wegen Volksschädlingsoerbrechens, Widerstands und Hehlerei durchgeführt. Der vielfach vorbestrafte Georg Frech beging teils mit seiner Ehefrau, vorwiegend jedoch mit dem gleichfalls vorbestraften Georg Spitzbarth in Offenbach am Main und Umgebung zahlreiche Kleintler- diebstöhle, bei denen der Zutritt zu den umzäunten Gartengrundstücken durch Einbruch erzwungen wurde. In der Nacht zum 14. Mai wurde schließlich auch ein Einbruchsdiebstahl in ein Geschäftslokal der Verbrauchergenossenschaft in Offenbach ausgeführt, bei dem den beiden Tätern Lebensmittel und Wäschestücke im Wert von etwa 700 RM. als Beute in die Schickt Illustrierte an die Frönt! Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein. Hände fielen. Als Frech und Spitzbarth wenige Tage später bei einem weiteren Felddiebstahl von einem Kriminalbeamten gestellt und festgenommen wurden, leisteten sie gewalttätigen Widerstand, um der Verhaftung zu entgehen. Der P-lan mißglückte durch die energische Haltung und Verteidigung des Kriminalbeamten und durch das Eingreifen herbei- eilender Passanten. Wegen der fortgesetzten Reihe zahlreicher Bandendiebstähle, die infolge der Ausnutzung kriegsbeding- t$r VerdunkelungsVerhältnisse als Dolksschädlings- verbrechen anzusehen sind, sowie wegen Widerstandes und gefährlicher Körperverletzung gegenüber dem Kriminialebamten wurden Georg Frech und Konrad Spitzbarth als gefährliche Gewöhn- heitsverbrecher, Frech auch unter den erschwerenden Umständen des Rückfalldiebstahls, auf Grund des Gesetzes zur Aenderung des Reichsstrafgesetzbüches vom 4.9. 41 zum Tode verurteilt. Die Ehefrau Minna Frech erhielt für die Teilnahme an zwei Diebstählen unter dem erschwerenden Umstand des Volksschädlingsoerbrechens sowie wegen fortgesetzter Hehlerei 3 Jahre Zuchthaus und die Angeklagte Ehefrau Lina Spitzbarth wegen fort- gesetzter Hehlerei 1 Jahr Gefängnis. Den zum Tode verurteilten Hauptangeklagten sind die Ehren-. rechte auf Lebensdauer, der Ehefrau Frech für 3 Jahre aberkannt worden. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Gchriftleitung.) G. V. in R. Nach dem geschilderten Einkommen kann fein Fettoerbilligungsschein mehr bewilligt roerbetr, unter" der Voraussetzung, daß die Frau alleinstehend ist. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Mrtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamaün; Anzeigenleiter: Hans Beck. Bnzeigenpreisllste Nr. 6. Schweres Herzeleid brachte uns die tief traurige Nachricht, daß unser lieber, herzensguter, unvergeßlicher Sohn und lieber, einziger Bruder, mein innigst- geliebter, unvergeßlicher Bräutigam, unser lieber Schwager, Qpkel, Neffe, Pate und Vetter Karl Müller, Uffz. in ein. Inf.-Regt. Inhaber des E. K. II, Infant.- Sturmabzeichens und Verw.-Abzeichens am 4. Juli 1942, nach fast Sjähriger treuester Pflichterfüllung, sein junges, hoffnungsvolles Leben, im Alter von 28 Jahren, für Deutschlands Zukunft opferte. Er ruht in Frieden auf einem Heldenfriedhof. Sein und unser Herzenswunsch auf ein Wiedersehen ging nicht in Erfüllung. jn tiefem Schmerz: Karl Müller und Frau, geb. Roos; Ob.-Gefr. Helmut Müller, z.Z.irn Felde; Anneliese Lamm, als Braut; Gertrud Schmidt; Leutnant Paul Lehmann, z.Z. im Felde, und Frau, geb. Lamm; Ob.-Gefr. August Lamm, z. Z. im Felde; Helga Lehmann; nebst allen Angehörigen. Gießen, den 23. Juli 1942. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Mit den Angehörigen trauert die Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma W. & 0. Schuchard. 2264 D Unser lieber Sohn, Bruder u. Schwager Herbert Kübel Leutnant in ein. Panzerabwehr-Komp. i. Osten starb am 6.. Juli 1942 in einem Feldlazarett, nach schwerer Verwundung, den Heldentod für sein geliebtes Vaterland. In tiefer Trauer: August Kübel und Frau Maria, geb. Teipel Dr. A. Wetzel und Frau Maria, geb. Kübel Rechtsanwalt Dr. G. Zimmer u. Frau Trudel, geb. Kübel (z. Z. Leutnant und Adjutant in einer Art.-Ers.-Abtlg.) Oberleutnant A. Zimmer und Frau Margot, geb. Kübel Gefreiter Hans Kübel, z. Z. im Felde. Gießen (Hitlerwall 29), den 23. Juli 1942. Mit den Angehörigen tjauern auch wir um unseren jungen Betriebsführer. Die Gefolgschaft der Firma Frdr. Teipel _______________22b3D 03518 Unerwartet und hart traf uns die traurige Nachricht, daß am 18. 6. 42 bei den schweren Kämpfen im Südosten mein lieber Sohn, mein lieber Zwillingsbrudcr und Schwager Richard Bernhardt Gefreiter in einem Infanterie-Rtgiment im Alter von 28 Jahren gefallen ist. In tiefer Trauer: Helene Bernhardt Wwe. Gustav Bernhardt und Frau nebst allen Angehörigen. Fellingshausen, den 23. Juli 1942. Am 21. Juli 1942 starb plötzlich nach kurzer, schwerer Krankheit mein über alles geliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Gustav Adolf Müller Metzgermeister i. R. im 65. Lebensjahre. In tiefer Trauert Marie Müller, geb. Kaufmann Rudolf Müller und Frau, z.Z. St.Louis Hartwig Langmarck und Frau Elisabeth, geb. Müller. Gießen (Friedrichstraße 8), den 23. Juli 1942. Die Beerdigung findet Freitag, 24. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ._________*03529 Dienstag nacht entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Lebensgefährtin, unsere gute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Bepler, geb. Rinn im Alter von 62 Jahren. In tiefer Trauer: Ernst Aug. Bepler Familie Ernst Albert Bepler / Karl Otto Bepler, z. Z. im Felde, und Kinder Familie Hans Aug. Bepler, z.Z. im Felde und alle Angehörigen. Heuchelheim, den 23. Juli 1942. IDie Beerdigung findet Freitag, den 24. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Kreuzgasse 4, aus statt. -2265 D Mietgesudie Biete eine 4=3.’ Wobnung mit Küche. Suche für sofort eine große 2-Zimm.- Wolmung mit Küche. Schrift!. Angeb. unter 03526 an den Gieß. Anz. | Kaufgesuche I Klavier ä. kaufen gesucht. G. Ebert Klaoiermacher Bleichstt.17.n27v Mßinnner mit zwei Betten nur an zwei Schwest. Nabe Kliniken ab 1. 8. 1942 zu verm. Näh. Telephon Kleiner MeltW neu, zu verkauf. Preis 68 - StM. Schrift!. Angeb. unter 03524 an den Gieß. Anz. Weißkraut z. Einfchneiden empfiehlt 03530 A. Pink, Frankf. Str. 36 Telefon 2103. I Verschiedenes! Guigebendlehens- miitelgeschätt zu verpachten. Interessenten wollen sich melden unter 03528 andenGieß.Anz. Wer bereitet Reife für Klasse 7 (Einjährig.) vor in Deutsch, Naturwissenschaften und anderem? Schr.Angeb.unt. 03522 an d.G.A. Ireibankverkauf MN 25. Juli 1942: 28G6a von 8-9 Uhr Nr. 1721-1770 von 9-10 Uhr Nr. 1771-1820 Fleischbrühe! Stadt. Schlachthof, Gieße». icbtfcrt auf dem ersitt BezirkssDarkasse Bieten 2054 D Betr.: Znstallationserlaubnis. Wir geben hiermit bekannt, daß zur Ausführung von elekttischen Anlagen in unserem Ueberlandgebiet der Elektromeister Ernst Vesper, Burg-Gemünden (Kreis Alsfeld) neu zugelassen ist. Gießen, den 21. Juli 1942. Stadlwerke Gießen. Lotz. An alle Betriebsführer, Settiebsobmöliner und Betriebsfrauenwalterinnen im Kreise Wetterau. Es.werden in den nächsten Tagen Einkaufs- answerse für die berufstätigen Frauen in unserem Kreisgebiet eingefübrt. Diese Ausweise werden an alle berufstätigen Frauen ausgegeben werden, sofern sie an ganzen Tagen beschäftigt sind. Für halbtags berufstätige Frauen wird kein Einkaufs- ausweis ausgestellt, da diesen Frauen an ihren Treten, halben Tagen Gelegenheit zum Einkäufe« gegebeu ist. Der Begriff „Berufstätige" wird wie folgt umrusen: A.) Diejenigen Frauen mit Kindern unter 14 Jahren, die für sich und den Haushalt zu sorgen haben und daneben voll im Arbeitsprozeß stehen, jedoch keine. sonstigen Angehörigen und verwandte besitzen, die die Einkäufe tätigen können. B.) Alleinstehende Frauen und Mädchen, die ganz und nicht teilweise im Beruf stehen und keine Angehörigen und sonstige Verwandte haben, die für die Besorgung der Einkäufe in Frage kommen. Tie Ausweise werden ausgestellt für Frauen, die ihren Wohnsitz in Gießen, Klein-Linden und Wreseck haben. Gleichzeitig müssen die Ausweise mit einem Lichtbild versehen sein. Um so schnell wie möglich diese Einkaufsausweise ausstellen zu können, bitten wir Sie, in Ihrem Betrieb festzu- Uellen, wer unter diesen angeführten Begriff „be- rusStattgeFrauen" fällt, und die notwendigeZahl von Ausweisen bei der Kreiswaltung der Deutschen Arbeitssront, Gießen, Lchanzenstraße IS, anzufor- dern.DieseAusweise werden dann. vonJhnen aus- gefullt, an die Kreiswaltung zurückgesandt. (22610 DieTeutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau — J Reisebeamter für Kreis Gießen gesucht. Nürnberger Lebensversicherung AG. Bezirksdirektion I, Frankfurt am Main, Röderbergweg 4 — Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Neuwertige, schwarze 03531 Knaben- Halbschuhe Gr. 39 gegen gröbere Nr., schwarz od.braun zu tauschen ges. Hahn, Löberstr. 17 I. Schwarz-weiß karierter UgenMni gerader brauner Griff m. schwarz. Kordelschlinge u. Quaste vor einig. Wochen stehen gelassen. 03525 Nachricht erb. an M. Kaufmann, Franks. Str. 5. Oie Oarne die am 21. Juli imGemüsegesch. Koch denSchirm an sich nahm, nyrb gebeten, denselben dort wieder abzuge- ben.03521 KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Taufenden beachtet und gelesen. Stellenangebote! Keine Ursprungs* Zeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Werbungsschreiben bet- legen! — Lichtbilder undBewerbungSunte» lagen müden zur Ber. meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift deS Bewerber» tragen! Mädchen sauber und ehrlich, wegen Verheiratung mein, jetzigen, tür 1.8. oder später für Haushlt.geßicht. LobnnachUeber- einkunft. 2258D Fosef Fieber AnderKaserne7 [Stellengesuche) Landwirtstochter aus gut.Familie 53 3., sucht zum HerbstWirkungs- kreisi.g.frauenl. Haushalt, wo bei gegenseit. Verst. Dauerheim geboten wird. Schr. Ang. unt. 2269V a. d.G.A. Praxis bis 11. August 1942 geschlossen. Naujokat, Heilpraktiker Leihgestern 2267 D Iglo Riol Heute Donnerstag: Der WIEW nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer miti Hansi Knoletfc/PaulRidiler Neueste Wochenschau! Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30,5.30,8.00 Uhr Jugend hat Zutritt! ________________________________________2260< Mordsache Cenci Ein packender Kriminalfilm von mitreißender Spannung von Geschmack und Kultur mit Carola Höhn Giulio Donadio Oswaldo Valenti Regie: Guidp Brignone Heute Donnerstag Er staufführung! Lichtspielhaus Neueste Wochenschau! Täglich 3.00. 5.15, 8.00 ühr Sonntags 2.80,5.00,8.00 Uhr Jugendliche haben keinen Zutritt 22$9<