Samstag, 23/8onntag, 24. IM942 <92. Jahrgang Nr. N9 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener r>amjlienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrecharischluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11688 Frankf./M. Annahme von Anzergen für die Mittagsnummer bis 81/, Uhr desBormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Textteil 50 Rvl. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr * Samstag, 25./ Gietzener Anzeiger »s.., General-Anzeiger sür Oberhessen pfingstliches Europa. Zu Pfingsten sehen wir unsere Umwelt in lebenbejahender Erneuerung, im Zeichen der erwachten, verjüngten Natur. Nach des Winters Last und -Dunkel empfinden wir die blütenfrische Welt, die wärmende Sonne, die jubilierende Kreatur wie ein himmlisches Geschenk, das nicht nur unser Herz erfreut, sondern auch unseren Geist neu entzündet. Die Menschen sind die gleichen und sind doch anders. Sie erscheinen uns wie von einem stillen Glück erfüllt, sie tragen etwas von dem Pfingstgeist in sich, der uns die Gewißheit des Erneuerungswunders gibt. Diese Erneuerungsidee setzt gewaltige seelische Kräfte voraus, die zwar in uns selbst schlummern mögen, aber erst von außen her geweckt werden müssen, damit sie auch in uns lebendig werden können. Mit dem Ablauf dieses Krieges tauchte, man möchte sagen zwangsläufig, die Idee einer europäischen Erneuerung auf. Zunächst mehr gefühlsmäßig, in ihrem Wesen und Wollen noch unbestimmt und doch empfunden als Erkenntnis einer neu angebrochenen Zeit. Was war die Ursache? Der Krieg, richtiger die Erfahrungen dieses Krieges? Deutschland und Italien hatten innerpolitische Umwälzungen durchgemacht, die Revolutionen waren und sich dennoch von jeder anderen Revolution innerhalb eines Volkes unterschieden. Es waren geistige Revolutionen, die ausgelöst wurden durch Ideen volksgemeinschaftlichen Zusammenschlusses zur Erzielung nationaler Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Nach den Erfahrungen alt überlieferter Parteidogmen handelte es sich um „Utopien", weil eine alle Stände, Berufe und Interessen umfassende Gemeinschaft und eine soziale Gerechtigkeit im idealsten Sinn auf dieser Welt undenkbar und — nach den Gesichtspunkten alter Parteiprogramme — auch unzweckmäßig sei. Das Leben lehre nach jahrhundertealten Erfahrungen, daß die wirtschaftlichen und sozialen Gegensätze innerhalb eines Volkes ebenso zweckbestimmt seien wie die Vorrechte einzelner Volks- und Gesellschaftsschichten. In Deutschland und Italien aber setzte sich die Idee der Volksgemeinschaft auf der Grundlage der sozialen Gerechtigkeit durch, sie durchdrang Menschen und Volk und führte zu einer revolutionären Erneuerung des Geistes, des Willens und des Handelns. Adolf Hitler hat die Eroberung des deutschen Menschen durch und für die nationalsozialistische Idee einmal als den größten Erfolg seines Strebens bezeichnet. Er hatte in jeder Hinsicht damit Recht. Wir brauchen nur die innerpolitischen Verhältnisse in Deutschland, besser die politische Haltung des deutschen Menschen vor und nach dem nationalsozialistischen Umbruch zu vergleichen. Die ständigen Stimmungsverschiebungen bei den einzelnen Parlamentswahlen zeigten deutlich genug, daß es abgeklärte, parteipolitische „Ueberzeugungen" in Deutschland nur in. ganz geringem Umfang gab. Die Wähler schwankten je nach den politischen oder wirtschaftlichen Erscheinungen oder Erschütterungen zwischen den Extremen von links und rechts. Parteipolitischer Idealismus bis zur Selbstaufopferung war nirgends anzutreffen. Deutschland erlebte im Jahre 1933 den nationalsozialistischen Umbruch und damit eine politische Erneuerung auf der Grundlage des nationalen Sozialismus im Rahmen einer echten Volksgemeinschaft. Diese Erneuerung des Geistes der Völker Europas. Das lag nicht im Sinne des Schöpfers der Idee des Nationalsozialismus. Adolf Hiller hatte sich zum politischen Ziel gesetzt, das deutsche Volk aus den Fesseln von Versailles und aus dem Joch der jüdischen Herrschaft zu befreien und ihm damit die geistige und politische Macht zurückzugewinnen, damit es sein .Schicksal selbst bestimme. Deutschland sollte die Rolle einnehmen, die ihm kraft der geistigen, kulturellen und rassisck)en Ueberlegenheit vom Schicksal zugewiesen worden ist. Es ist möglich, daß der Krieg diese europäische Entwicklung, die zwangsläufig ist, beschleunigt hat, weil jetzt zum ersten Mal von den Völkern erkannt wurde, daß ihr Los, das sie seit Jahrhunderten zu tragen hatten, nicht schicksalbestimmt war, sondern die Folge der raffinierten Unterdrückungspolittk des internationalen Judentums ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses Judentum sich demokratisch, pluto- kratisch, marxistisch, bolschewistisch oder sonstwie tarnte. Es wußte seinen Machteinfluß durch das gegenseitige Ausspielen der verschiedenen Interessen immer weiter auszudehnen und durfte, hinter dem Rücken der Churchill, Roosevelt und Genossen selbst nach der unbeschränkten Weltherrschaft greifen. Es beherrscht die Börsen, die Bodenreichtümer, den Handel, die industrielle und die landwirtschaftliche Produktion, es kontrolliert vor allem die Rüstungsindustrien der Welt. Für den jüdischen Imperialismus ist der Krieg nicht eine politische Auseinander- ctzung, sondern ein Mittel des Geld verdienens. Die Völker Europas haben während dieses Krieges ihre tatsächliche Lage, vor allem ihre ungewollte und ihre unbewußte Abhängigkeit von diesem ;ü- dischen Kapital- und Geistestrust erst richtig erfannt Sie sahen auf der anderen Seite die geballte Kraft der jungen starken nationalistischen und sozialistischen Völker sahen die revolutionäre Wucht ihrer Ideen und ihre politischen, geistigen und militärischen Auswirkungen. Ihnen wurde in dem und durch den Krieg der Unterschied zweier Weltanschauungen ve- wußt der materialistischen und der idealistischen, der Gegensatz von Kapital und Arbeit, wie er bisher bewußt vertieft wurde. Im Krieg zerbrach das Alte, Morsche, Ungesunde, es erstarkte die junge und gesunde Kraft durch die Idee des Nationalsozialismus. Der Geist der Erneuerung, m Deutschland und Italien geboren, griff über die Grenzen hinaus und rüttelte die Herzen anderer Volker ^Mit dem von Adolf Hitler entschlossen im Bewußtsein seiner Verantwortung für Deutschland und Europa aufgenommenen Kampf gegen den Bolschewisten, dem letzten, aber gefährlichsten Bollwerk des internationalen Judentums, kam der ^recheits- und Solid aritä-iswille der europäischen Volker immer mehr zum Durchbruch. Don einigen wenigen abgesehen steht heute ganz Europa im Kampf' gegen den Bolschewismus und gegen das hinter ihm stehende internationale Judentum an der Seite Deutschlands. Dieser Kampf Schulter an Schulter ist der stärkste Ausdruck der europäischen Neuordnung, ist der bewußte Wille des europäischen Kontinents zur Freiheit, zur Zusammenarbeit, zu neuer Zukunft in einem neugeordneten, ausreichenden Lebensraum. Darin liegt der Pfingstgedanke unserer Zeit, der Gedanke der europäischen Erneuerung, darin offenbart sich der Geist des pfingstlichen Europa unserer Zeit. Richard Posselt. Am Jahrestag des deutsch-italienischen Paktes Berlin, 22. Mai. (DNB.) Aus Anlaß des dritten Jahrestages der Unterzeichnung des deutschitalienischen Freundschafts- und Bündnispaktes fand ein Telegrammwechsel zwischen dem Führer, König Victor Emanuel III. und dem Duce statt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und der Kgl. italienische Außenminister Graf Ciano tauschten gleichzeitig Telegramme aus: Der Führer depeschierte an den Duce: Duce, an dem Tage, an dem vor drei Jahren Deutschland und Italien in feierlicher Form vor der Welt ihren Willen bekundeten, in unverbrüchlicher Gemeinschaft zusammenzustehen, gedenke ich Ihrer in herzlicher Freundschaft und Verbundenheit. Der unbeugsame Siegeswille unserer im Nationalsozialismus und im Faschismus geeinten Völker und die Waffentaten unserer tapferen Soldaten bieten die sicherste Bürgschaft für den gemeinsamen Endsieg. — Der Duce antwortete dem Führer: Zum 3. Jahrestag des Abschlusses des Stahlpaktes, der die unauflösliche Schicksalsgemeinschaft Deutschlands und Italiens besiegelt und sie im Kriege vereint hat, den unsere beiden Völker mit ungebrochener Kraft an allen Fronten führen, möchte ich Ihnen, Führer, meinen Gruß übermitteln und Ihnen noch einmal den Glauben des faschistischen Italiens an den Sieg ausdrücken, der den endgültigen Triumph unserer Sache barstellen wird. Verheißungsvoller Auftakl. Unser Volk hat die Winterprüfung hinter sich, Front und Heimat haben eine Bewährungsprobe bestanden, wie sie schwerer und härter kaum gedacht werden konnte. Reichsmarschall Göring hat bei dem einzigartigen Staatsakt der Verleihung des ersten Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz an einen vorbildlich einsatzbereiten Rüstungsarbeiter noch einmal in zu Herzen gehenden Worten der Heimat vor Augen gestellt, welches unsagbar furchtbare, aufreibende und bis ^ur letzten Faser anspannende Erlebnis sowohl für den Führer wie für feine Soldaten dieser Winter in Rußland gewesen ist. Und eindrucksvoll schilderte der Reichsmarschall, wie das Feldherrntum des Führers, die Kraft seiner Seele, die Gewalt seines Willens bis in die letzten Verästelungen der in der unendlichen Weite des östlichen Baumes sich dehnenden Front ausstrahlten und so das schier Unmögliche möglich machten: In zähem Ausharren hielt die Front stand und bewahrte sich trotz unvorstellbarer Strapazen m mannshohem Schnee und eisiger Kälte in beweglicher Verteidigung gegen einen immer wieder mit gewaltigen Menschenmassen und unter rücksichtslosem Äerschleiß eines ungeheuren Kriegsmaterials tur anrennenden Feind den überlegenen Geist deut- chen Soldatentums, der in den großen Schlachten des vergangenen Sommers gegen den gleichen Gegner unvergleichlichen Siegeslorbeer an die deutschen Fahnen geheftet hatte. Die Hoffnung unserer Feinde, daß die Härte des russischen Winters und die pausenlos vorgetriebene Walze bolschewistischer Massen diesen Geist deutschen Soldatentums für immer zerbrechen würden, diese Hoffnung auf ein Versagen der deutschen Kampfkraft hat trotz höchsten Einsatzes von Menschen und Material bitter getrogen. In altgewohntem unwiderstehlichem Angriffsschwung haben deutsche und verbündete Truppen, sobald der anbrechende Frühling die Durchführung offensiver Operationen erlaubte, auf der Halbinsel Kertsch über einen zahlenmäßig weit stärkeren Feind einen glorreichen Sieg errungen und inderSchlacht von Charkow nach erbitterten Kämpfen das Gesetz des Handelns an sich gerissen. Sie haben damit den Beweis erbracht, daß Führung und Truppe der Ostfront den gewaltigen Aufgaben, die dieser Sommer an sie stellen wird, gewachsen sein werden. Es kann heute keinem Zweifel mehr unterliegen, daß auch die bolschewistische Heeresleitung die besondere strategische Bedeutung gerade dieses südlichsten Abschnitts der Ostfront sehr wohl erkannt hatte. Engländer und Nordamerikaner hatten ja schon seit langem den bolschewistischen Bundesgenossen darauf hingewiesen und in einer zwischen Hoffen und Bangen wechselnden Spannung zu Beginn des Frühjahrs gerade in diesem Raum die ersten kriegerischen Ereignisse erwartet. Der Sowjetmarschall Timoschenko, der nach dem Zusammenbruch der bolschewistischen Südarmee unter Bud- jenny in den Vernichtungsschlachten südwestlich von Kiew im Herbst vorigen Jahres den Südabschnitt der Ostfront übernommen hatte, nachdem es ihm im mittleren Abschnitt nicht geglückt war, zur Entla- elne stärkere bolschewistische Bande ausgerieben. Nachtjäger brachten in den letzten Tagen an der O st f r 0 n t mehrere bolschewistische Bomber und Transportflugzeuge zum Absturz. Auf Maltas wurden die Flugplätze ha 1 far und Luca bei Tag und Nacht bombardiert. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen einen britischen Luftstützpunkt in Nordafrika. Deutsche Unterseeboote versenkten, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, ostwärts der Antillen, im karibischen Weer und im Golf von Wexik 0 2 0 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 111600 BRT. Ein weiteres Unterseeboot drang durch den S t.- L 0 r e n z - G 0 l f in den St.- L 0 renz - Strom ein und versenkte dort, trotz Ueber- wachung durch zahlreiche See- und Luststreitkräfte drei Schiffe mit 14000 BRT. Damit hat die feindliche Schiffahrt in amerikanischen Gewästern im Zuge dieser Operationen weitere 2 3 Schiffe mit zusammen 125 600 BRT. verloren. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote in amerikanischen Gewässern haben sich die Boote unter Führung der Kapitänleutnante Thurmann, Würdemann und F0lkers besonders ausgezeichnet. „Echutzarrest für das deutsche Bolt." Hatzorgie im englischen Oberhaus. Stockholm, 22. Mai. (DNB.) Im englischen Oberhaus trat der berüchtigte Deutschenhasser Dan ° sittart dafür ein, daß eine „gerechte Behandlung" Deutschlands nach dem Kriege gar nicht in Frage komme. Der Labour-Lord Nathan befürwortete eine Fortsetzung der Black ade nach Einstellung der Feindseligkeiten. Die Labourpartei werde auf einer „entscheidenden Vernichtung der Macht Deutschlands und auf einer dauernden Garantie" bestehen. Die Verantwortlichen dürsten ihrer „Bestrafung nicht entgehen". Deutschland müsse die „Schwere der Macht" zu fühlen bekommen. Der Koloniakminister Cranborne sprach von einer „harten und unerbittlichen Gerechtigkeit für die Deutschen", die eine „britische Gerechtigkeit" sein müsse. Lord Leigh ton sagte, daß die Engländer und ihre Verbündeten längere Zeit hindurch eine Okkupationsarmee in Deutschland halten müßten als eine Art „Schutz arre st für das deutsche Volk". In aller Ruhe notieren wir diese Aeußerungen des Hasses der maßgebenden Plutokratenclique. Diese Leute müssen von ihren Sesseln vertrieben werden, erst dann erhätt die Welt wieder Frieden und Ort)» nung. LlSA.-Schlachlschiff von italienischem ü-doot vor der brasilianischen Küste versenkt. " A ' 4^" Unser Bild zeigt ein Schlachtschiff der „Maryland"-Klasse. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Rom, 22.Wai. (Europapreß.) Wie das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht bekannt gab, hat am 20. Wai auf der höhe der brasilianischen Küste, 100 Weilen westlich der Insel Fernando Noronha, das von Korvettenkapitän Enzo G r 0 s s i befehligte Unterseeboot „B a r b a r i g 0" einen auf der Fahrt nach Süden begriffenen F l 0 t t e n v e r - band der Vereinigten Staaten angegriffen. Das U-Boot drang durch die Zerstörer des Geleitzuges vor und schoß aus wenigen hundert Wetern Entfernung eine Salve Torpedos auf ein Schlachtschiff der Klasse „Wary- land" (32000 Tonnen), das von zwei Torpedos am Bug getroffen, in kurzer Zeit gesunken ist. * Nicht genug damit, daß der amerikanischen Versorgungsschiffahrt in ihren eigenen Gewässern wieder schwere Verluste zugefügt wurden, mußte auch die amerikanische Kriegsmarine erneut die Erfahrung machen, daß der Atlantik heute für amerikanische Kriegsschiffe ein ebenso gefährliches Gewässer ist wie der Pazifik. So kurz nach der schweren Niederlage im Korallenmeer trifft die amerikanische Flotte der Verlust eines Schlachtschiffes der „Marylanb"-Klasse doppelt schwer. • lieber 125 000 BRT. Handelsschiffsraum und 32 000 Tonnen Kriegsschiffstonnage muß Roosevelt an. seinem „Marine-Tag" wieder in feine Verlustliste eintragen. Nach Pearl Harbour, der Java-Schlacht und der Niederlage im Korallenmeer kommt der neueste schwere amerikanische Flotttenverlust gerade recht, um Roosevelt die Verbundenheit der Achsenmächte und ihre gemeinsamen Operationen gegen den Feind wieder zum Bewußtsein zu bringen. Während die japanische Flotte die amerikanisch-britischen Seestreitkräfte im Korallenmeer zerschlug, fügen deutsche Unterseeboote in Zusammenarbeit mit der italienischen Kriegsmarine der amerikanischen und britischen Versorgungsschiffahrt immer schwerere Verluste zu. Und jetzt versenkte ein italienisches Unterseeboot weit draußen, im Südatlantik eines der größten amerikanischen Schlachtschiffe. Große Freude in Italien. Mailand, 22. Mai. (DNB.) Die italienische Sondermeldung hat in Italien, wo der Sieg durch Extrablätter befanntgegeben wurde, lebhafte Begeisterung ausgelüst. In allen Blättern kommt die Genugtuung und Freude über diesen Sieg der italienischen U-Bootwaffe zum Ausdruck. Ueberall wird hervorgehoben, daß sich von neuem der Angriffsgeist und die initiative Kraft der Achsenmächte im Kampf gegen dje englisch-amerikanische See- herrschast erwiesen habe, und im Gegensatz zu den Behauptungen der englisch-amerikanischen Agitation USA.-Flotteneinheiten nicht im Mittelmeer operierten, sondern deutsche und italienische U-Boote im Atlantik dem Feind vernichtete Schläge erteilten. Es sei geradezu symbolisch, so heißt es, daß die Waffe der Habenichtse, das relativ billige U-Boot, gerabe am dritten Jahrestag des stählernen Paktes mit so gewichtigen Tatsachen die absolute Siegesgewißheit der Achsenmächte in eindrucksvoller Weise unterstrich. Korvettenkapitän Grossi ist für feine Tat zum Fregattenkapitän befördert worden. Sein Erfolg wird in Italien gebührend gefeiert und hervorgehoben, daß dieser erste Schlag der italienischen Seestreitkräfte gegen die nordamerikanische Flotte nicht im Mittelmeer, sondern weit von den italienischen Stützpunkten entfernt erfolgte. Grossi wurde 1908 in Sao Paulo in Brasilien als Kind italienischer Eltern geboren, trat 1923 in die Marineakademie ein, wurde 1939 Korvettenkapitän und nahm am abessinischen Feldzug teil. 1941 erhielt er die Silberne Tapferkeitsmebaille als Kommandant eines U-Bootes für eine glänzend durchgeführte Aktion gegen ein viermotoriges Flugzeug. Sein Unterseeboot „Bardarigo" gehört zur „Marcello-Klasse". Es hat eine Wasserverdrängung von 941 Tonnen, eine Unterwassergeschwindigkeit von 8,5 und eine lieber- wassergeschwindigkeit von 17 Knoten. Das Boot verfügt über zwei Geschütze von 10 Zentimeter, vier Maschinengewehre und acht Torpedorohre. Es hat nach der Versenkung des amerikanischen Schlachtschiffes seine Fahrt zur Durchführung der gestellten Aufgaben weiter fortgesetzt. Die in der italienischen Sondermeldung erwähnte „Maryland"-Klasse ber amerikanischen Kriegsmarine bestand aus den Schlachtschiffen „West Virginia", „Colorado" und Maryland, von denen die beiden ersten im Jahre 1921, die „Maryland" bereits 1929 in Dienst gestellt wurden. Die Wasserverdrängung beträgt 31500 bis 32 500 Tonnen. Die Bestückung setzt sich zusammen aus je acht 40,6-Zenttmeter-Geschützen, zwölf 12,7-Zenti- meter-Geschützen, vier 5,7-Zentimeter-Geschützen, acht 12,7-Zentimeter-Flak und elf 4-Zenttmeter-Flak. Außerdem besitzen die Schiffe je zwei Flugzeug schleudern und führen je drei Flugzeuge an Bord. Sie entwickeln eine Geschwindigkeit von 20,6 Knoten. Die Besatzung beläuft sich auf je 1407 Mann. Der neue Schlag der denlschen kl-Voolwaffe. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 22. Wai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Kertsch wurden bei den ab- schließenden Säuberungsaktionen weitere 19942 Gefangene eingebracht sowie 36 Panzer, 264 Geschütze und ein Panzerzug erbeutet. Damit erhöht sich die im Wehrmachtbericht vom 20.5. gemeldete Gefangenenzahl auf 169198, die Beute auf 2 84 Panzer und 1 397 Geschütze. Kampfflugzeuge warfen im Hafengebiet von S e w a st 0 p 0 1 ein Handelsschiff in Brand. Nachdem in der Schlacht von Charkow sämtliche sowjetischen Angriffe unter schwersten Verlusten des Gegners abgewiesen worden waren, ist das Gesetz des handelns nunmehr auf unsere Seite übergegangen. Südostwärts des Ilmensees setzte der Feind seine vergeblichen Angriffe fort. 3n Lappland gewannen deutsche Truppen im Angriff weiter an Boden. Eine im Verlauf der Kämpfe eingeschlossene Kräftegruppe des Feindes wurde vernichtet. 3n einem Hafen der K 0 1 a - h a 1 b i n f e 1 be- 1 schädigte die Luftwaffe drei größere Frachtschiffe, ! barunter eines so schwer, daß mit seiner Vernichtung zu rechnen ist. 3m rückwärtigen Gebiet der Ost- Ifront haben deutsche und ungarische Verbände Ä WW G'*.' W * HM--. -Ä-; -’* r S; M* - x*f '* ^EHEBLE Mingar. Quebec. ChMham - /VEU- FUNDLAND Lortni Qj&Goit\ alSt Johns JäpRtce ’«'»76i> =__^^MIQUEH 1CBRE10H-J Montres^ y^su^o. foftlanda^rzTTT Portsrouth ^-6^.ron- flndno-g^ ™int Abschied von Gauleiter Lari ORöoer in Säuberung in der Stadt Kertsch jets noch bis in die letzten Tage, um den Rückzug zu decken, die Brückenköpfe an der Strafe von Kertsch verteidigten, nur wenige Versprengte das andere Ufer haben erreichen können. Der Sieg von Kertsch hat die Hoffnungen, die die Alliierten auf die sowjetischen Krimarmeen gesetzt hatten, vernichtet, aber was schwerer wiegt, der Welt die ungeschmälerte Kampfkraft und den ungebrochenen Angriffsgeist der deutschen Ostfront bewiesen. Wiederum zeigte sich die turmhohe Ueber- legenheit der deutschen Führung, die auch auf schmalem Raum, der dem Angreifer keine große Entfaltung erlaubte, einen scharf durchdachten Operationsplan konsequent durchführte und eine durch die Ungunst der Witterung unerwartet entstandene schwierige Lage in kühnem Entschluß meisterte. Wie- üerum zeigte sich der deutsche Infanterist als der beste der Welt in raschem, mutigem Zupacken und zähem Festhalten, wiederum sind seine gewaltigen Marschleistungen über alles Lob erhaben, wiederum war das exakte Zusammenwirken aller Waffen unter straffer aber geschmeidiger Führung der beste Bürge für den Sieg, wobei die Luftwaffe unter den Generalobersten L o e h r und Freiherr von Richthofen unter nur sehr geringen eigenen Verlusten dem Feinde schwer zu schaffen machte. Daß auch Truppen unseres rumänischen Verbündeten an dem ersten Sieg dieses Frühjahrs an der Ostfront ihren Anteil haben, vor allem die ausgezeichnete rumänische Kavallerie, wird dem rumänischen Volk eine besondere Genugtuung sein. Als Anrainer des Schwarzen Meeres empfindet es jede Minderung des Druckes, der von dem ungeheuren Uebergewicht der Sowjetunion auf den kleineren Staaten des Schwarzmeer-Gebietes lastete, als einen Schritt zur Sicherung seines nationalen Bestandes und seiner künftigen Stellung in einem neuen freien Europa. So ist der Sieg von Kertsch ein verheißungsvoller Auftakt für das Jahr 1942, in dem wir weitere militärische Entscheidungen von größter Tragweite erwarten dürfen. Daß die deutsche Wehrmacht, die in der Vernichtungsschlacht von Kertsch ihre ungebrochene Kampfkraft bewiesen hat, auch für die neue Bewährungs, probe dieses Sommers aufs beste gerüstet ist, hat das deutsche Volk mit tiefer Genugtuung den Worten entnommen, die Reichsminister Speer bei dem Staatsakt in der Reichskanzlei an. die deutschen Rüstungsarbeite richtete. Die Frühjahrslieferungen an Waffen und Munition, so konnte er feststellen, rollen in ungeahnten Massen an die Front. Die Ansprüche des Führers an die Rü^tungswirt- schaft sind hoch, aber ihre Leistungen haben diese Ansprüche restlos erfüllt, ja auf wichtigen Gebieten weit übertroffen. Das ist der Dank der Heimat an die Front, ihr heißer Wunsch und unerschütterlicher Wille, dem besten Soldaten die besten Waffen zu geben für seinen harten Kampf um Leben und Freiheit der Nation. Dr. Fr. W. Lange. laufen, sind noch lange nicht fertig; erst ihre Schiffs» rümpfe sind gebaut. Aber die deutschen U-Boote wollten auch ihren Beitrag zum „Maritime Day" liefern und taten das auf ihre Weise. Das Oberkommando der Wehrmacht konnte in einer lakonischen Sondermeldung der Welt Mitteilung machen, daß, gewissermaßen zum Ausgleich des Rekordstapellaufes von 30 Schiffen, die deutschen Unterseeboote abermals 23 feindliche Dampfer mit zusammen 125 600 BRT. mit ihren kostbaren Ladungen versenkt haben. Damit dieses Ereignis dec „ausgleichenden Gerechtigkeit" auch nicht der besonderen Begleitumstände, die nun einmal zu einem Fest, rote es der „Tag der Flotte" ist, entbehrte, waren unter den 23 versenkten Schiffen drei Damp- fer, die die deutschen U-Boote trotz stärkster Abwehr mitten im St. Lorenz-Strom ihrer Bestimmung entrissen. Der St.-Lorenz-Strom, der dem Ontariosee entströmt, ist der wichtigste Strom Kanadas. Vom Ontariosee ab ist er 1200 Kilometer lang. Vor 23er» affen des Sees umfließt er unzählige kleine Eilande, die Thoufand Islands, auf denen die Neu» Yorker Plutokratie ihr Wochenende verbringt. Der Strom bildet die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten und tritt dann auf kanadisches Gebiet über. Bei Quebec beginnt der Mündungs- tnchter. Nach seiner Regulierung ist der St.-Ä» renz-Strom die wichttgste Verbindungswasserstraße der Erde. Seedampfer bis 8,4 Meter Tiefgang ge- langen bis MontreaL Von dort aus hinauf zum Oberen See können noch Schiffe von 3,6 Meter Tiefgang fahren. Durch den Champlainkanal ist der St.^orenz-Strom mit dem Hudson verbunden. Jtad) Verlassen der Gaspe-Halbinsel tritt der Strom tn den ungeheurn St.-Lorenz-Golf und geht durch die Cabot- bzw. Belle-Jsle-Straße an Neufundland vorbei m den Atlantischen Ozean über. Das Eindringen deutscher Unterseeboote in das Stromgebiet des St.-Lorenz ist ein sehr kühnes Un» ternehmen, galt es doch die von kanadischen Siche» rungs treitkraften scharf bewachten Zufahrtsstraßen beiderseits Neufundland zu passieren. So gewaltig ^-.^.bt.-Lorenz-Strom ist, so ist er doch im seetech» nlschen Sinn em „enges" Gewässer. Daß sich hier die U-Boote ebenso erfolgreich durchsetzen konnten wie an den Sandbänken des Mississippi, danken sie ihrer enormen Wendigkeit. Denn die U-Boote die heute an der USA.-Ostküste operieren, sind kaum großer als die U-Boote des Weltkrieges. Aber das Gewicht der Dieselmotoren ist seither auf die Hälfte gemindert, was erlaubt, stärkere Maschinen einzu- bauen und Schnelligkeit sowie Reichweite zu er» hohen. Die Besatzungen müssen allerdings die Un- oequemllchkeiten eines engsten Jnnenraumes auf sich nehmen, wie wir es in einer der letzten Wo» chenschauen sehr anschaulich sehen konnten. So Hel» ftn auch sie, die Reichweite der U-Boote bis in den st.-Lorenz-Strom und vor die Mississippi-Münduna zu vergrößern. Man kann verstehen, daß Roosevelt angesichts der Tatsache daß bereits unzählige Dampfer mit wertvollen Ladungen auf dem Grunde des Meeres ruhen, daß eine Tankerflotte mit über 3 Millionen und die Größe auf, auf diesen Gebieten die Leistung anderer Mitkämpfer neidlos anzuerkennen und sie für^ seine Arbeit fruchtbar zu machen. So war uns Karl Roever in diesen Jahren im tiefsten Sinne Kamerad und Freund gewesen und vor allem auch Vorbild in der unbekümmerten Ablehnung alles bloß Aeußerlichen, das sich manchesmal mit oberflächlichen Worten der Partei nahte oder mit gleißnerifcher Beredsamkeit die Bewegung aus ihrem Lauf lenken wollte. Hier erkannte sein stets waches Herz mit unbeirrbarer Sicherheik diese Gefahr. Heute nehmen wir nun Abschied von ihm, und mir erinnern uns alles dessen, was er in unverbrüchlicher Treue für sein Land, Führer, Volk und Reich getan hat. Und wir wissen, daß weder Führer noch Bewegung diesen Mann jemals vergessen werden. Er gehört zur Geschichte der großen nationalsozialistischen Revolution. Als Reichsminister Rosenberg geendet hat, tritt der Führer vor die sterbliche Hülle seines Gauleiters und legt den Kranz nieder. Während er der Witwe des Verstorbenen fein Mitgefühl in bewegten Wor- Berlin, 22. Mai. (DNB.) In den Mittagsstunden des Freitag wurde die sterbliche Hülle des vor einer Woche verstorbenen Gauleiters des Gaues Weser-Ems und Reichsstatthalters in Oldenburg- Bremen, Karl R ö o e r, von dem Haus der Auslands-Organisation der NSDAP, am Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf, wo der Tote aufgebahrt worden war, im feierlichen Zuge nach der neuen Reichskanzlei übergeführt und im Mosaiksaal aufgebahrt. Geführt von Reichsminister Rosenberg betritt die Witwe des Verstorbenen den Saal. Kurz darauf erscheint Reichsmarschall Göring. Um 15 Uhr betritt der Führer den Mosaiksaäl. In tiefem Ernst schreitet er bis vor den Katafalk. Er entbietet seinem treuen Mitkämpfer den Gruß. Dann wendet er sich den Angehörigen zu und drückt ihnen teilnahmsvoll die Hand. Nach der Trauermusik aus Richard Wagners „Götterdämmerung" von der Staatskapelle unter Leitung von Professor Heger vorgetragen, ergreift Reichsminister Rosem berg das Wort. In seinem Abschiedsgruß umreißt er den Lebensweg und das Lebenswerk dieses Kämpfers, der zu Lebzeiten und nun im Tode allen eine Verkörperung unbedingter Treue, Künder einer neuen Weltanschauung, Vorbild kompromißlosen Kampfes ist. Wenn wir an die Gesamterscheinung Karl Roe- vers denken, so sagte Alfted Rosenberg, dann steht vor uns eine Persönlichkeit, die tiefste Wurzeln in der Heimat geschlagen hat, ein Mann, der im praktischen Leben mit unbeirrbarem Instinkt sich für eine- gesunde Gestaltung dieses Lebens ein» setzt. Aber Karl Roever ist für uns Nationalsozialisten noch mehr als ein vorbildlicher Kämpfer und Organisator einer zweckmäßigen Verwaltung. Er ist für uns in diesen 20 Jahren zu einer Verkörperung jener unbedingten Treue und jener furchtlosen Konsequenz geworden, welche die nationalsozialistische Bewegung in ihrer steigenden Entwicklung immer deutlicher förderte. Bei allen Rückschlägen der kämpfenden Bewegung trat seine ungebrochene Geradheit stets erneut in Erscheinung und hat ihn für uns immer als ein Vorbiw jener uns so heiligen Verbindung von Stolz und Treue zugleich gezeichnet. Im Stedinger Land, wo einst feine Ahnen, die Stedinger Bauern, bis zuletzt gekämpft hatten, baute er die Schulungsstätte der Bewegung seines Landes, ein Vermächtnis Karl Roe- vers an fein Oldenburger Land, aber auch ein Gleichnis für alle Gaue des Reiches, sich nicht mit dem praktischen Leben und den Forderungen des Tages allein zu begnügen. Der unbekümmerte praktische Bauernsohn und Kaufmann war hier zugleich ein leidenschaftlicher Anhänger einer tief geistigen Besinnung und einer seelischen Wachheit. So hat sich für uns die Persönlichkeit unseres unvergeßlichen Kameraden in diesen 20 Jahren abgerundet und dort, wo er glaubte, nicht selbst aus dem Vollen heraus urteilen zu können, da brachte er den Stolz Unser Bild zeigt den Führer nach der Kranzniederlegung beim letzten Gruß an seinen Gauleiter. (Scherl-Bilderdienst.) Roosevelt hat den Vereinigten Staaten ein Ge- chenk gemacht: Er hat auf den 22. Mai einen „51 otten tag" angefetzt. Alle Amerikaner sollen an die Notwendigkeit einer großen Kriegs- und Handelsflotte erinnert werden. Das tat auch not. Denn die Amerikaner sind durchaus Binnenländler ... auch wenn sie jenseits der großen Pfütze wohnen. Immer war die Schiffahrt von und nach den Vereinigten Staaten in den Händen anderer Nationen, die 2)antees selbst begnügten sich mit Küstenschiffahrt. Weil nun am 22. Mai 1819 der torps, Oberst Botsch, Vertretern der Presse sehr anschaulich und eindrucksvoll geschildert. Die deutsche Führung stand vor der Frage, sollte sie den Angriff in der Richtung auf die Küste des Afowschen Meeres auffchieben, bis ein Einsatz von Panzerwagen wieder möglich war, womit sie jedoch dem Feind Zeit gelassen hätte, sich zu sammeln und in seiner rückten ausspricht, erklingen das Deutschlandlied und das Horft-Wefsel-Lied. Polittsche Leiter aus dem Gau Weser-Ems heben den Sarg auf und tragen ihn unter den Klängen des Trauermarsches aus der „Eroica" hinaus. Tausende von Berlinern recken die Hand, als der Sarg auf die Lafette gesetzt wird und der Trauerzug sich unter den Klängen des Ehopinschen Trauermarsches in Bewegung setzt. Reichsleiter, Reichsminister, Gauleiter. Staatssekretäre, Generale, mehr als 300 leitende Parteigenossen aus Oldenburg geben dem Toten das Geleit. Die militärische Trauerparade hat vor dem Lehrter Bahnhof Aufstellung genommen. Die Fahnen senken sich zu Ehren des Toten. Den Mittelbahnstei^ umsäumt eine Abordnung Politischer Leiter. Unter Trommelwirbel wird der Sarg auf den Bahnsteig getragen und in den Wagen gehoben. Hier halten Ehrenposten aus dem Gau Weser-Ems die Wache. Als der Zug die Halle verläßt, ist das alte Kampflied „Volk ans Gewehr" der letzte Abschiedsgruß an Karl Roever. Ein Bild von der Einnahme der Stadt Kertsch.— - tätspolittk verfolge und sich von den kriegerischen Ereignissen tn der Welt fernhalts. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichswirtschaftsminister Funk sprachen in m®Ä™te3’e,im Ä’ I mA ne Rültonaskommwto os unte^^wette^una^drer W a h l ins Unterhaus. Der Burgfrieden erschien ÄrS^^Wt Uenle^ei^: kommen 9W «te ™ Mai 1940 unter rninifters für Bewaffnung und Munition und d f°»°n°"nt° .am es dak über e n 'N w fertigung wurde im gleichen Sinne nach dem ^m 22 Juni 1941 die Al- dem Willen des Führers der «e trieb sführer und Ingenieur im Rahmen der Selbstverant- 11 u n ä Ilt 1 u c v w 1 * erhielten dadurch die radikalen Kräfte in ' Zunächst in den kommu- Fabrikarbetter, allmählich wortungsorganisation der Rüstungsindustrie einge- — Oer langfristige Einsatz der Schüler. . AuS aller Wett. Schüler und Schülerinnen, deren Einsatz minde-1 $'nc Großnichte öch cts gef or en. stens einen vollen Kalendermonat dauert, kann das! Dm Alter von 88 Jahren ist Marie <3 o = Schulgeld für die vollen Monate ihrer Tätigkeit Große, eine Großnichte Schillers, geftorben. erlassen werden, wenn der langfristige Einsatz ohne Sie war in ihren jungen Jahren eine bekannte unterrichtliche Versorgung erfolgen muß. Die Schü- Opernsängerin. Ihre künstlerische Laufbahn begann ler, die im langfristigen örtlichen oder im auswär- sie am Landestheater Altenburg. Auch auf Austigen Einsatz gestanden haben, erhalten einen ent-1 landsgastspielen hatte sie große Erfolge. Nach ihrer sprechenden Vermerk im Zeugnis. Dabei ist ein I Verheiratung war Frau Gotz-Große lange 3gMe Urteil über die Führung im Einsatz abzugeben. I als geschätzte Gesangspadagogm m Leipzig tätig. Das gleiche gilt für die Schülerinnen der Klasse 7 Sender Belgrad im Zeichen des Sommers. der Mädchenober chulen. lieber die Versetzung von h h Senders Belarad an den Schülern und Schülerinnen, die sich am Schluß des r^s ^Ers ^^erunter i" * b°,f-->°n und deren Ber- L ^E^«^älLf^^ S^s -i^t^ch setzung zweifelhaft ist, soll erst am BeMnn des der Dunkelheit zu hören sein. Diesem Umneuen Schuljahres entschieden werden. Schuler und . Sommersende plan Rechnung, der Schülerinnen, deren Versetzung nach ihren Jahres- P^gstscmntag den 25. Mai beginnt. Er verlegt das eiJlU"9fn hbei; ®eFlnnn GhiJ?£m5 Schwergewicht der unterhaltenden Sendungen auf $on 3U. Mesem Zeitpunkt der L.^ von 20.20 bis 24.00 Uhr, die von 22.00 bis nachstniederen Klasse zu gewiesen werden. 22.10 Uhr durch Nachrichten unterbrochen werden^ Auch der Hörer, der nach 22.00 Uhr den Sender MICIIIC pvllllJUf* sgclgrai> einschaltet, wird ein in Musik und Ansage Der italienische Botschafter Dino Alfieri und der lebendiges Programm geboten erhalten. Präsident der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, hinamdifef Reichssportführer von Tschammer und Osten, hatten! Volksschadling hmgenchlet. am Freitagabend anläßlich des Jahrestages des Abschlusses des Freundschafts- und Bündnispaktes zwischen Deutschland unb Italien zu einem Festakt im „Haus der Flieger" eingeladen. MUS gestört. Die in vieler Hinsicht merkwürdige Erscheinung der Labour-Party hat für zwei Jahrzehnte scheinbar die Erbschaft der Liberalen antreten können, aber ihre Kraft scheint heute auch erschöpft zu sein. So konnte es sein, daß als einzige wirkliche Partei im überlieferten Sinne die Konservativen übrig bleiben, doch auch bei ihnen zeigen sich infolge Fehlens eines Gegenspielers Erstarrung und zunehmender Mangel an Wirklichkeitssinn. Als Vorboten einer neuen Epoche ziehen die Unabhängigen in Westminster ein. Ihr Auftauchen wird von den alten Parteien als eine Krankheit betrachtet. Wenn das richtig sein sollte, so wäre doch das Heilmittel gewiß nicht die Aufhebung des Burgfriedens, denn er hat die Krankheit nicht verursacht, sondern nur gefördert. Die Aufhebung des Burgfriedens allein würde also höchstens eine Verlangsamung der Entwicklung bedeuten, sofern nicht gleichzeitig das einzige geschähe, was den Parlamentarismus bisheriger Prägung retten könnte: die Gründung einer großen, lebenskräftigen Partei als Gegenspielerin der Konservativen. Die Schwierigkeiten, die dem entgegenstehen, ind allerdings beinahe unüberwindlich. Die Unabhängigen, die jetzt im Unterhaus-sitzen, sind so verschiedener Auffassung über sehr wesentliche Fragen, daß es kaum denkbar erscheint, sie unter einem Dach zu vereinigen. Jedenfalls könnte das nur einem Manne gelingen, der Persönlichkeit genug ist, um von allen anerkannt zu werden und dessen Weitblick und Toleranz ausreichten, alle diese verschiedenen Meinungen, die von dem äußersten Flügel der Konservattven bis zu den Kommunisten hinüberreichen, unter seiner Führung zu bereinigen. Innerhalb der Kreise, die sich bereits auch äußerlich als Opposition von heute und Regierung von morgen gebärden, ist ein solcher Mann nicht zu erkennen. Dieser Mangel wird von unabhängiger Seite sehr schmerzlich empfunden und hat gelegentlich dazu geführt, daß Männer als Führer vorge- schlagen wurden, die in feiner inneren Beziehung zu den Kräften stehen, denen vielleicht doch einmal die Verantwortung für das Schicksal Englands zufallen könnte. Dagegen rechnen manche unter ihnen mit der Möglichkeit, einen Anführer aus den Reihen der heutigen Regierung zu bekommen, und es ist nicht verwunderlich, daß die Blicke und Hoffnungen sich vor allem auf Stafford Cripps richten, der seit seinem Ausschluß aus der Labour-Party im Jahre 1939 selbst als Unabhängiger dem Unterhaus angehört. Selbst wenn solche Hoffnungen berechtigt sein sollten, so erscheint ihre Verwirklichung doch im Augenblick sehr fern zu liegen, nachdem Stafford Cripps fein Schicksal erst vor so kurzer Zeit mit demjenigen Churchills verbunden hat. Nicht zuletzt deshalb ist eine Wiedergeburt des Parlamentarismus in England während des Krieges wenig wahrscheinlich. Der Prozeß der Erstarrung oder Auflösung der Parteien und ihre Bedrohung durch die Unabhängige Partei werden deshalb fortschreiten, solange der Krieg andauert, und es könnte wohl geschehen, daß Parlamentarismus und Demokratie, für deren Erhaltung die Engländer den Krieg zu führen behaupten, zugleich mit diesem Krieg in England ihr Ende finden. Am 16. Mai ist der vom Sondergericht Riga zum Tode verurteilte Karl Rust hingerichtet worden. Er war mit dem Abholen von Pelzsachen aus der Wintersachensammlung beauftragt. Unter Miß- # , brauch seiner Vertrauensstellung hat er sich einen _ . ,,, für bie an der Front eingesetzten Schwestern des Das Lazarettschiff der deutschen Kriegsmarine ^oten Kreuzes bestimmten wertvollen Damenpelz- „AlexanbervonHumboldt wurde auf der mantß( ^geeignet und versucht, ihn ins Altreich zu Fahrt nach einem Hafen an der norwegischen Küste toB fein« der Genf« Konoention entfprech°nden G-w°>lo«br°cher 3um Tod- oerutlcilL bi?o7"o n g-"'g^f f - n OM dotz 65 befchödigt Der Zljährige, mehrfach oorbestrofte Alwin Beut, wurde. Ein weiterer Fall in der langen Reihe der ner aus Zeitz, der sich dreißig neue Schiffe m einem Okulierten Erscheinung geworden. Veränderungen kordstapel^us vorAugen fuhrt-. Nun haben ,hm L ber Einstellung der Wählerschaft haben in Eng- bie d-utfchen U-Boote das B-rgnugen verfÄzen. -her lange Zeit zur Entwicklung g°- S,° werden ich freuen den Yankees zu ihreni faucht, brachen dann aber Leistens mit größter ''T°g d« Motte eine besonder- Reoerenz gemach ^tzen durch. Diese seelische Träg- zu haben. Das ganze deutsche Volk freut sich mit des Engländers wird im politischen Leben noch ^neiL unterstützt durch die Eigenart des englischen Wahl- {SsöAMdArfiM systems, welches die Zusammensetzung des Unter» !Hauses von der Mehrheit in den einzelnen Wahl- zwischen Flugzeugträgern." I stimmenzahl anhängig macht. »" SS tut ÄOtdllCfttltCCt. I in England begreiflicher. Seit Kriegsausbruch ten= Tokio, 22. Mai. (Europapreß.) Als eine mo= Mert bie Haltung der englischen Wählerschaft immer berne Seeschlacht großen Stils bezeichnete Kapitän I mehr nach links. Nun geht diese Entwicklung H i r a i b e in einer Rundfunkansprache den zweiten I Hand in Hand mit einer Flucht aus den Par- Teil der Schlacht im Korallenmeer am |t eien, die ihren Ausdruck findet in der immer 8. Mai. Es sei bie erste Seeschlacht zwischen erst- großer werdenden Zahl erfolgreicher u nab hon- klassigen Flugzeugttägern gewesen, die mehrereIgiger Kandidaten bei Nachwahlen zum Un- Stunden dauerte, wobei Hunderte von Flug- terhaus. In ben letzten Wochen sind nicht weniger zeugen von beiden Seiten eingesetzt wurden. Bei- lato br e i Reaierungskandidaten von solchen Un= derseits war man bestrebt, vor allem die gegne-! abhängigen geschlagen worden, wobei noch beson- rischen Flugzeugträger anzugreifen, wobei auf-jders bemerkenswert ist, daß die Regierungskandl- regenbe Luftkämpfe stattfanden. Es fei ein Beweis daten in allen Fällen angesehene und bekannte für bie überlegene Taktik ber japanischen Marine, Männer waren, während die Namen der Unab- ........ " • " ■ ' " ' ' hängigen vorher kaum über Me Grenzen ihrer Heimat hinaus gehört wordeü waren. Da zufällig die Zahl der Nachwahlen zum Unterhaus in diesem Monat sehr hoch ist — im Augenblick stchen noch vier bevor —, erhält die Erscheinung ben Charakter eines gewichtigen politischen Sym- [ ßjt^dfeilquede Karis/prude! Zo gleichen Preisen in Ipotbekeo. Drogerien and Mi die Brunnenverwaltung Biskirchea - Ruf 44 • erMiicd. | Verkäufe 02472 Prospekte14 02430 ■ 02436 Statt Karten. Danksagung. Büromaschinenpflege Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 1697 D 02422 3UV Nimm 5. An, Schr. 2lng. unt. vogtiVo Gehr.Schreibrnaschinn^re.bmas'ch: mögl. Olympia, zu kaufen ges. Ang. m. Pr. unt. Nr. 1528V a. d. Gieß.Anz, Moderne Personenwagen in- und ausländische Fabrikate, bis 5 Liter, kauft Kasse ab Standort. GebrauchtwagenKarltirsteEdammlBG Berlin-Halensee, Bnf: 975412. | Vermietungen | Grobes leeres Zimmer in gutem Hause, zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 02453 an den Gieß. Anz. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sowie allen, die dem Entschlafenen das letzte Geleit gaben, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. In tiefem Schmerz: Katharine Weiß, geb. Velten und alle Angehörigen. Großen-Linden, den 23. Mai 1942. Nebenverdien st! Zuverlässige Person, Mann oder Frau, zur Belieferung von Zeitschriften an feste Bezieher. Ortsagentur. Schriftl. Angebote unter 02428 an den Gießener Anzeiger erbet. Holsten-Drogerie HinrichBorncmann, Bahnhofstr. 17 Medizinal-Drogerie Hermann Elges, Seltersweg 66 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstraße 10 Löwen-Drogerie, W. Eilbinger Inh. Fr. Pierenkemper, Seltersw. 69 Kreuz-Drogerie August Noll, Bahnhofstraße 53 Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße 3V Kronen Drogerie Gebt. Michel, Walltorstraße 29 1 Dan'ksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste bei dem Heldentod unseres über alles geliebten, unvergeßlichen, braven Sohnes, Enkels, Neffen, Vetters und Bräutigams, Hans Schmidt, Obergefreiter der Luftwaffe, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten ^ank. In tiefem Schmerz: Familie Hans Weinhardt nebst allen Angehörigen. Gießen (Bismarckstraße 36), den 22. Mai 1942. 02417 Textilhaus Bensberg & Go. Gießen, Marktstraße 4-8. 1710 D Ana. unt. 02455 an d. Gieß. An;. Ein zweirädriger Drückkarren zum Ausfahren von Milch sofort zü kaufen ges. Schriftliche Angebote unter 02449 an dcnGießener Anzeiger erbeten. Johanneskirche. 10, m. Abendm. f. Luk.- u. Johs.-Gem., Liz. Trom- mersbausen. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther,- 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, m. Abendm., Schaad. Gießen-Klein-Linden. fällt aus. Gießen-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 10 G. zur Eröffnung d. Konfirm.-Unterrichts, Schmidt- Treis. Lich. 9.30, Naumann. Kollekte. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns durch den Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Sohnes, unseres lieben Bruders, des Leutnants Paul Tenniger, so hart betroffen hat, danken wir recht herzlich. In tiefer Trauer: Luise Tenniger Wwe., geb. Weicker und alle Angehörigen. Gießen, im Mai 1942. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen, für die zahlreichen Kranzspenden, für die ehrenden . Nachrufe des Herrn Pfarrers, der Behörden, Gemeinden, Verbände und Schüler sagen wir unseren herzlichsten Dank. Margarete Inderthal, geb. Bellof Studienrat Heini Inderthal und Familie 1 Großen-Buseck, den 23. Mai 1942. Allen denen, die mir beim Tode meines lieben, einzigen Sohnes ihreTeilnahme erwiesen haben, sage ich meinen aufrichtigsten Dank. Margarete Thieme, geb. Dietz. Gießen, im Mai 1942. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner innigstgeliebten Frau spreche ich hiermit meinen tiefempfundenen Dank aus, da es mir bei der gtoßen Anzahl unmöglich ist, jedem Einzelnen zu danken. In tiefster Trauer: Arthur Bramm, Lehrer i. tz. Gießen (Memeler Straße 17), den 22. Mai 1942. 1706D Mehrere Anstreicher und Weißbinder auch Meister sofort oder später gesucht. Landw. Urlaubstage können nach Vereinbarung gewährt werden. Gustav Chr. Schmidt Malermeister Gießen, Löberstraße 10. 02327 Haushalliiüirung oder Fliege Gebildetes Fräulein, 43 Jahre alt, sucht selbständigen Wirkungskreis (Aushilfs- od. Halbtagsposten) in Gießen. Gute Zeugnisse vorhanden. Schriftl. Angebote unt. 02435 an den Gießener Anzeiger erb. Sonntag, den 24. Mal - 19 bis 22 Uhr: Wo die Lerche singt Operette von Franz Lehar. Preise von 1.20 bis 4.10 RM. Von der Ostfront erhielten wir die tiefschmerzliche Nachricht, daß unser innigstgeliebter Sohn, Bruder u. Enkel Hermann Sarnes Soldat in einem Infanterie-Regiment in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland am 7. Mai schwer verwundet wurde und am 8. Mai sein junges Leben dahingeben mußte. - Er durfte im Frieden Gottes eingehen zur ewigen Ruhe. Die trauernden Angehörigen: Ernst Sarnes und Frau Elisabeth, geb. Schwan; Kurt und Lydia Sarnes;,Konrad Geißler und Frau Katharina, geb. Sarnes, und alle Verwandten. Dorf-Güll, an seinem Geburtstag, 22. Mai 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 7.6., statt. ' __________________________________________02447 Wir suchen für unser Direktions- Sekretariat zum möglichst baldigen Eintritt 1702D jüngere Dame die an selbständiges Arbeiten gewöhnt, über gute Fertigkeit in Stenographie und Maschineschreiben verfügt, und möglichst schon in der Industrie tätig gewesen ist. Ausführl. gehaltenen Bewerbung, mit Angabe von Gehaltsansprüchen u. frühest. Eintrittstermin bitten wir Zeugnisabschrift. u. Lichtbild beizufüg. Bnderus’scheEisenwerke Hauptverwaltung, Wetzlar. Montag, den 25. Mai 14.30 bis 17.30 Uhr: Nachmlttaga-Fremdenvoratellung Wo die Lerche singt Operette von Franz Lehär. Preise von 0.90 bis 3.60 RM. Muleln selbständig, mit der Führung des Haush. vertraut, [iw Stellung bei alleinstehend. Herrn z. 15.Juli oder 1. August. Schr. Ang. unt. 02429 a.d.G.A. Für leichte Arbeiten weibl. Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Großwäscherei Edelweih Schützenstraße 12. 1432 D 19 bis 22.15 Uhr: Einmalig. Gastspiel Anca Jelacic Nia Badeten und Dino Badescu CARMEN Oper von Georges Bizet. Preise von 1.50 bis 6.10 RM. und schmerzende Hornhautstellen 1 schnell ph beseitigt. Wir suchen Aushilfen für alle Abteilungen unseres Hauses, auch für halbe Tage als Nebenbeschäftigung. Spielplan vom 26. bis 31. Mai Dienstag, den 26. Mai, 19 Uhr: 34.Dienstagmiete u.HalbmieteA Der Vetter ausDingsda. Mittwoch, den 27. Mai, 19 Uhr: 34.Mittwochmiete u.HaJ bmieteB Wo die Lerche singt. Freitag, den 29. Mai, 19 Uhr: 34. Freitagmiete u. Halbmiete B Erstaufführung: Jen ufa. Sonntag, den 31. Mai, 19 Uhr: Der Vetter aus Dingsda. ----—___ussj |Wohnungstausch| 3-ZimJohDDng heizbare Mans., Diele, Bad, Balkon, Nähe Bahnhof geleg., gegen 4-Zimm.-Wohn. auch außerhalb zu tauschen ges. Schr. Ang. unt. 02376 a.d-G.A. ( Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Herrn Johannes Kehler IX. sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Besonders danken wir dem Herrn Reichsbahn- Inspektor Rau für den Nachruf am Grabe. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 23. Mai 1942. Am 20. Mai, morgens 6 Uhr, verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unse» treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Adolf Schäfer, Schuhmachermeister im Alter von 54 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarete Schäfer, geb. Wagner Otto Balser und Frau Elli, geb. Schäfer Emilie Schäfer, Hans Henkel Erwin Schäfer und alle Verwandten. Gießen-Wieseck, Trohe und im Felde, den 23. Mai 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 23. Mai, nachm. 3% Uhr, vom Trauerhause, Ludwig- straße 15, aus statt. 02443 Suche für meinen gepflegten Etagenhaushalt eine ältere selbständ. Hausgehilfin oder unabhängige Frau Frau Rieb. Bernard Plockstraße 16 I. 02468 Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. Hauptgottesdienst, HG.-Abendm.--Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Pfingsten. Gießen, 1. Feiertag, 24. Mai. (Kollekte für Lutherstiftung.) Stadtkirche. 10, m. Abendm. f. Matth.- u. Mark.-Gem., Becker; 11.30 KG., Mark.-Gem. Johanneskirche. 10, Propst Knodt; -11.15 KG., Johs.-Gem. Kabelte Alter Friedhof. 10, m. Abendm., Walther. Kabelte Wetzlarer Weg. 10, Schaad. Gießen-Klein-Linden. 10, König; 11KG. Gießen-Wieseck. 10 G.r 11 KG. Mirchberg. 10 G., Schmidt-Gießen Lollar. 14 G., Schmidt-Gießen. Lich. 9.15 Beichte; 9.30, Kalm. Chorschule, Kirchenchor. Kollekte. Familienabendmahl. 14, Naumann. Kollekte. Crb. Stadtmission, Löberstraße 14. Sonntag, 24. 5., 8.30 Andacht; 10 S.-Sck.; 20.15 Predigt. - Montag, 25. 5., 20.15 Predigt. - Mittwoch, 27. 5., 20.15 Bibelstdc. Freie evangel.GemeindeGießen, Zu den Mühlen 2. 9.45 Erbam ungsstunde; 11 Sonntagschule; NS. Reidis» kriegerbund Kriegerkamerad- schalt 1874 Am 25. Mai (Pfingstmontag) 15.30 Uhr, im Schützenhaus Zusammenkunft mit Preisschieß. Familieirangeh. u. Gäste willk. Der Kameradschaftsführer. Ing.-Witwe 44 I., schl., gut auss., 0. Anhg., wohnh.Näh.Gie- ßen,m.sch.Eigh., w.sich,daesihra. Gel. fehlt, a. dies. Wege wieder zu verheiraten. Nur | Mietgesuche | Beamter sucht möbl. Wohn- u. Schlafzimmer mögl.m.Küchen- benutzung. Schr. Ang. unt. 02364 an 0. Gieß. Anz. Gut rnöbl.,sonn. Zimmer m. voll. Pension von Herrn in leitender Stellung ges. Bettwäsche wird gestellt. Schr. Ang. unt. O2473 a.d.G.A. 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Gleichzeitig kommen auf jeden Abschnitt des Futtermittelscheines monatlich 3% kg Hundekuchenbackmischfutter zur Verteilung. 1719D Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nur für die Hunde, die in meiner Bekanntmachung vom 30. Juni 1941 aufgeführt sind, Futtermittelscheine , verausgabt werden. Gießen, den 18. Mai 1942. Oür die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, riedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Danksagung. Für die so überaus zahlreichen Beweise a___ herzlichster Teilnahme bei dem Heldentod meines unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters und Schwiegersohnes Hans Weiß, Hauptmann in einem Inf.-Regt., sagen wir unseren herzlichsten Dank. Luise Weiß, geb. Mecke und Kinder Karl-Hans und Ilse Carl Mecke und Frau. Diez (Adelheidstr. 23), Gießen, den 23. Mai 1942. 02424 Schr. Ang. unt. ernstg.Zuschr.m. 1701Dihh G zum Frevel am Ganzen wird. Bis in den letzten Winkel erstreckt sich der Totale tätsanspruch des Krieges, und wer da glaubt, er könne sich mit Hilfe einer Philosophie, die ihn gegen das allgemeine Schicksal blind macht, seiner rauhen Hand entziehen, merkt schon im nächsten Augenblick, wie sehr er sich geirrt hat. Frauen arbeiten in den Waffenschmieden des Staates, Jünglinge, eben dem Knabenalter entwachsen, halten sich zum Einsatz bereit, und selbst die Kinder blicken anders denn sonst, ahnungsvoller, als wüßten sie insgeheim um das große Mysterium der Opferung. Die Magnetnadel unserer gesamten Existenz steht auf Krieg, kein Handgriff, kein Gedanke, kein Gefühl, die nicht auf ihn zurückgingen und sich nicht anders äußerten, wenn er nicht wäre. Unter solchen Umständen hat, wie es scheint, der geistig Schaffende einen schweren Stand. Soll seine Arbeit fruchtbar werden, bedarf er der Stille, der inneren Sammlung und der Kraft des Glaubens an, das Ewige in der Menschennatur, und seine ganze Umwelt scheint -ihm höhnisch zuzurufen: Tor, der du bist! Hörst du nicht den Lärm, unter dem die Erde erbebt, merkst du nicht, daß der inwendige Mensch, auf den du dich berufst, eine Worthülse ohne Inhalt geworden ist und Kriege nicht um des Ewigen, sondern um des Zeitlichen willen geführt werden? Es wird Augenblicke geben, in denen der Dichter, der Künstler, der Gelehrte sich von her Scheinwahrheit dieser Stimmen überreden lassen, daß ihre Arbeit, solange die Waffen sprechen, unproduktiv sei, daß sie besser daran täten, Feder und Pinsel beiseite zu legen und sich in der riesigen Maschinerie des Krieges eine Stelle zu suchen, die ihnen gemeinnützigere Aufgaben zuweist. Gerade besonders verantwortungsbewußte Menschen werden heute von solchen Zweifeln gequält und finden auf die Frage nach dem Sinn ihrer Berufstätigkeit nicht die Antwort, die eine bündige Rechtfertigung enthält und sie von der eingebildeten Schuld, in einer Weltenstunde, die kein Sondersein erlaubt, ein insulares Privatleben zu führen, ohne Einschränkung freispricht. Allein die Stimmen lügen. Oder besser: sie gehen von der irrigen Voraussetzung aus, daß der Krieg Selbstzweck sei. Das war unter Barbaren so: der Wilde kriegte, weil ihn das Stillesitzen beschäftigungslos machte und darum unerträglich war. Kultivierte Völker führen den Krieg allein um des Friedens willen, das heißt zur Erreichung wünschenswerterer, menscherwürdigerer Zustände, als die waren, die den Krieg erzwangen. Kein weichherziger „Pazifismus" darf den ehernen Gang des Krieges stören und den harten Willen zum Siege auch nur einen Augenblick dämpfen, aber Kurzsichtigkeit tpäre es, mitten im Getümmel der Waffen nicht an die Zukunft der Nation zu denken, die über den Krieg hinausreicht. Darum müssen schon in der turbulenten Gegenwart geistige Kräfte tätig sein, von der Notwendigkeit und Bedeutung ihrer kulturellen Aufgabe leidenschaftlich erfüllte Menschen, die sich aus höherem Antrieb berufen fühlen, den Samen auszuwerfen, der das Kommende vorbereiten und möglich machen soll. Bleibt auch die Mehrzahl von ihnen unbeachtet, wird ihr stilles Wirken auch von den Stimmen, die jetzt mit vollem Recht die Stunde regieren, übertönt, so ist ihre Arbeit doch nicht vergeblich und wird, wenn die Zeit erfüllt ist, einmal Frucht tragen. Es ist wahrhaftig keine schöne Redensart, wenn wir die Studierzimmer der Dichter und Denker, die Werkstatt des Künstlers, die Laboratorien der Wissenschaft, die Redaktionsstuben der Zeitungen, das Haus, in dem eine Mutter ihre Kinder Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! erzieht, Rüstungsbetriebe nennen, Werkstätten eines Krieges, dessen Soldaten auch fÜL. Deutschland marschieren und nicht weniger unter dem allgemeinen Gesetz des Gehorsams und der Zucht stehen als die Kämpfer vor dem Feinde. Auch in ihnen werden Waffen geschmiedet, die Waffen des Geistes und des Herzens, von deren Beschaffenheit es abhängen wird, wie sich die deutsche Zukunft, die jetzt noch geschlossene Frucht dieses weltumspannenden Ringens, gestaltet. Wir reden so viel von einer „inneren Fron t". Sie sollte mehr sein als nur der Ausdruck für den unerschütterlichen Widerstandswillen, der eine Selbstverständlichkeit ist. Aus ihr muß sich, gehärtet und gereift in aller Drangsal des Krieges, das herauskristallieren, was wir mit Recht unseres Volkes ewigen Wesenskern nennen, das in allem Wechsel Dauernde und Eigentliche, das den inneren Wert der Nation ausmacht und um dessentwillen es sich lohnt, ein Deutscher zu sein. An dieser Geburt rnitzuhelsen ist die Aufgabe derer, die den Ruf vernommen haben. Sie meint Goethe, als er in einem Briefe vorn 27. November 1813 die auch heute gültigen Worte niederschrieb: „Jndeß bei dem gegenwärtigen wichtigen Kampf ein großer Teil der hoffnungsvollen deutschen Jugend aufgeopfert wird, so haben diejenigen, welchen die Verhältnisse erlauben, in ihrer stillen Werkstatt zu verharren, eine doppelte Pflicht, das heilige Feuer der Wissenschaft und K u n ft, und wäre es auch nur als Funken unter der Asche, sorgfältig zu b e - wahren, damit nach vorübergegangener Kriegsnacht bei anbrechenden Friedenstagen es an dem unentbehrlichen prometheischen Feuer nicht fehle, dessen, die nächste Generation bedürfen wird." SeM-ilaliemsche SWsalsgememschast. Von Geheimrat Dr. Karl Brandt, o. Professor der Geschichte an der Universität Göttingen. Die Schicksalsgemeinschaft Deutschlands und Italiens beginnt mit der deutschen Kaiserzeit, und in ihrem Hintergründe erhebt sich, wie überall, die mächtige Figur Karls des Großen, der 774 mit dem Frankenreich das Langobardenreich verband und zu dem ohnehin in Oberitalien stark entwickelten germanischen Recht noch Elemente des fränkischen Rechts hinzufügte. Da die Blüte der Rechtswissenschaft in Pavia, Padua und Bologna überall an die alte römische Rechtstradition anknüpfte, fanden die jungen Deutschen, die hier in späteren Jahrhunderten ihre Studien trieben, schon eine sehr universale, von deutsch-rechtlichen Elementen und von den Erfahrungen des fortschreitenden Verkehrs durchsetzte Wissenschaft vor. Hier also ein früher und guter Austausch, wie er ebenso auf kirchlichem Gebiet die Jahrhunderte erfüllt hatte. Wenn auch das äußere Gefüge der römischen Kirche völlig aus der altrömischen Kaiserzeit übernommen war, so wirkte doch bei der Ueber- nahme der religiösen Inhalte von vornherein auch der germanische Geist stark mit und brachte in werktätigen Orden, in unzähligen anderen korporativen Gestaltungen und in den tieferen Welt- und Lebensanschauungen das zu Wege, was wir eben das mittelalterliche germanisch - romanische Christentum nennen, weit abgerückt bereits vom antiken, vollends vom frühchristlich- orientalischen Wesen. Entscheidend aber wurde das Politische. Die deutschen Könige sammelten die Kräfte der deutschen Stämme, das will sagen: es gelang der jeweils führenden Familie edlen Blutes die durchaus überschaubaren anderen großen Familien, mit ihrem Anhang, oft genug erst in schweren Kämpfen, zur inneren und äußeren Einheit wenigstens der festländischen Germanen zu führen. Das „Reich" umschloß bereits im 9. Jahrhundert alle Stämme diesseits der Alpen, zu denen Otto der Große erneut das früher langobardifche oberitalienische Königreich hinzufügte. Wie hier und in einem großen Teile des seit dem 11. Jahrhundert ebenfalls zum Reich gehörigen Burgund überwiegend romanische Dialekte gesprochen wurden, so umgriff das Deutsche Reich auch im Osten und Südosten alle germanischen Herrschaftsgebiete einschließlich ihrer fremdsprachlichen Elemente, etwa in Böhmen, — eine große einheitliche mitteleuropäische Führung. Mit der deutschen Reichsidee verquickte sich nun ebenfalls als ein Vermächtnis der Karolinger die römische R e i ch s i d e e, die vollends einen universalen Charakter hatte, über das weltlich Politische in das Providentielle hineinreichte und erst recht den Kulturaustausch mit den Deutschen förderte. Die alte Lehre von den vier Weltmonarchien gewann wieder Raum, deren letzte das römische Reich bleiben sollte. Da nun die deutsche Reichsidee auf dieser Stufe innerlich mit der deutschen Reichsidee verschmolz, umkleidete sich die Herrschaft der deutschen Kaiser des Mittelalters mit dem doppelten Schimmer der Germanen und der Römer: sie erfüllte sich zugleich mit der Weihe göttlicher Bestimmung. Im Schutze dieser Reichsidee konnten die deutschen Könige sowohl die uralte Neigung zur Teilung des Reichs unter den Erben, wie das Sonderstreben der Stämme überwinden. Die Einheitsidee ging als heiligstes Vermächtnis von Generation zu Generation, getragen von weltlichen und geistlichen Kräften. Zwar erwuchs dem Reich, das mit der Zeit auch das ganze Italien einschließlich des Normannenstaates von Neapel und Sizilien umfaßte, eine gefährliche Gegenmacht nicht nur in den Hoheitsansprüchen, sondern vor allem in dem weltlichen Staate der Päpste, dem sogenannten Kirchenstaat, der von den Karolingern und den kraftvolleren Kaisern durchaus nur als ein Bereich von Gütern und Hoheiten innerhalb des Reichs gedacht war, sich aber ^um Herde des Widerstandes gegen das herrschende Kaisertum auswuchs. Nicht in der Lage, ihren Staat selbst zu verteidigen, bedurften die Päpste von jeher gegen innere oder äußere Feinde des kaiserlichen Schwertes und bei Streitigkeiten mit dem Kaiser selbst erst recht der auswärtigen Hilfe. So waren es die Päpste, die zwar Italien eine große Stellung in der Kirche gaben, aber immer wieder die Fremden ins Land riefen. Als nun das letzte große Kaisergeschlecht der Hohenstaufen mit Friedrich II. ins Grab gesunken war, kam über Deutschland auf 20 Jahre.die „kaiser- lose schreckliche 3?it", für Italien auf viele Jahrhunderte. In Deutschland wurde zwar das Königtum durch Rudolf von Habsburg und feine Nachfolger hergestellt, aber die Einheitsidee nahm an Stärke ab, und die Territorien, Fürsten und Städte bildeten schließlich nur noch einen von Jahrhundert zu Jahrhundert mehr ausgelockerten Bund. In Italien blieb vom alten Reich nicht einmal ein solcher Bund: vielmehr bekämpften sich die großen in die Kaiserzeit zurückreichenden Parteien der Guelfen und der Ghibellinen ebenso leidenschaftlich wie die Städte und Herrschaften untereinander. Damit waren für Italien erst recht die Bedingungen gegeben für das Eingreifen der Fremden, der vom Papste gerufenen französischen Anjou und ihrer Gegner der Könige von Aragon oder einzelner deutscher Könige, die sich wieder auf den Wegen der alten Kaiserpolitik bewegten, bis sich vom Ende des 15. Jahrhunderts an das erstarkte Frankreich und das geeinte Spanien auf dem Boden Italiens in wechselnden Bündnissen an der Seite des Papstes oder gegen ihn dauernd bekämpften: das Erbe der spanischen Habsburger sollten später die österreichischen Habsburger werden. Das Elend des so zerrissenen Italiens ließ schon den ersten und größten Dichter in der italienischen Volkssprache, den Florentiner DanteAlighieri nach den deutschen Königen rufen, damit sie dem kaiserlichen Lande den Frieden gäben — vergebens. Dantes Kaisertraum wurde die letzte Verklärung der Reichsidee auf dem Boden Italiens: in feinem Gesichtskreis lag bereits das weitere ursprünglich von einem einheitlichen Volksstamm, wie er meinte, besiedelte und nur sprachlich in verschiedene Gebiete und Dialekte zerfallene Europa. Nach ihm versuchte .es Petrarca mit dem Bilde einer Herstellung des alten römischen Imperiums; seine Sehnsüchte blieben vollends im Bereich der Poesie. Aber das tiefe Verlangen nach der alten Macht und Größe des sprachlich geeinigten Italiens starb nicht ab und überdauerte allen Jammer der Fremdherrschaften. Die' stärkste Stimme in diesem von Jahrhundert zu Jahrhundert weiter gegebenen Klagelied Italiens war der Florentiner Nicolo Machia - velli, der nur zu deutlich sah, daß vor allem der Kirchenstaat eine Einigung Italiens unmöglich mache. Leidenschaftlich rief auch er die Fürsten und Städte seiner Tage auf zur Befreiung Italiens von den Barbaren. Er verband damit die von ihm so großartig zuerst vertretene Meinung von der Notwendigkeit eines Volksheeres anstatt der Söldner. „Die Wehrkraft Italiens braucht nur . aufgeboten zu werden; es gibt keine besseren Soldaten als hier." Auch er rief nach dem Führer wie Dante, auch er vergebens. Die Hoffnungen Deutschlands und Italiens überstanden alle Prüfungen und Verwüstungen der Zeiten Richelieus und Ludwigs XIV., sogar die Katastrophen der napoleonischen Zeit und die drückende Unbill der Restauration, um dann immer machtvoller das Ideal der nationalen Einheit anzurufen. Aus den bis aufs Blut mißhandelten Ländern mit ihren Dynastien von Napoleons oder Metternichs Gnaden ging nun um so sicherer auch die Erneuerung hervor: das Deutschland der Befreiungskriege und des zweiten Reiches mit seiner Sehnsucht nach wahrer nationaler Einheit und in der gleichen Gesinnung das Italien des Risorgimento. Die Bewegung der Jugend erfüllte die Herzen, wie es nur je Petrarca oder Machiävelli, bei uns Hutten oder Ernst Moritz Arndt ersehnt oder gesungen hatten. Für Italien war das Ergebnis, daß seit 1859 die italienische Einheit, jetzt getragen von einer alles bezwingenden politischen Idee, unter Führung des einzigen altitalienischen Fürstenhauses von Savoyen gegen die Oesterreicher nicht als Deutsche, sondern als Erben der spanischen Habsburger erkämpft wurde; zuletzt 1866 doch an der Seite Preußens, das auch Deutschland bald in Kaiser und Reich wiederher- stellte, wenn auch leider ohne das stammverwandte Oesterreich. Aber es bedurfte noch aller Leiden und Enttäuschungen des ersten Weltkrieges und zudem der genialsten Führung, um in beiden Völkern über die äuffere nationale Einigung hinaus den völkischen Willen einer inneren Verbundenheit zum Durchbruch zu bringen und die letzten Schwierigkeiten und Mängel der wahren nationalen Einigung zu überwinden. Benito Mussolini liquidierte die These Machiavells vom Kirchenstaate in dem Sinne, daß ein weltliches Territorium nicht zu den unumgänglichen Bedürfnissen einer Kirche gehört. Die Citta del Vativano ist kein Hindernis der nationalen Einheit mehr; der Duce gewann statt eines welthistorischen Gegners den sicheren Freund. In Deutschland hat ebenso Adolf Hitler die Wunden von 1866 geschlossen und geheilt, die Verantwortung Deutschlands für den Donauraum als Erbe Oesterreichs und des alten Deutschen Reichs wieder auf sich genommen. Großdeutschland und das italienische Jmpero haben in ihrem Zusammenschluß die historischen Aufgaben des alten Reichs gemeinsam übernommen, ein Bollwerk des europäischen Friedens und die Gewähr der Wohlfahrt ihrer Völker zu fein. Denn nur ein starkes Mitteleuropa gibt diesem Erdteil den Schwerpunkt, dessen er zur eigenen Festigkeit bedarf. Nur in ihm liegt die Sicherung gegen alle Mächte der Barbarei des Oestens, aber auch gegen die Wiederkehr der Europa ewig beunruhigenden Rivalitäten der Westmächte' untereinander oder der imperialen Politik Englands auf Kosten des kontinentalen Europa. verdunkelungszeil: 23. Mai von 22.23 bis 4.44 Uhr. 24. Mai von 22.24 bis 4.43 Uhr. Der Welt älteste fotochemis^ej|abjik Oie Giganten. Von Carl Hans Watzinger. Bevor Michelangelo Buonarroti für fein Standbild des David vor den Konsuln der Wollenweberzunft in Florenz den Platz neben der Tür des Palastes der Signorie, also den Ort, wo die Judith Donatettos stand, verlangte, hatten die in der Stadt lebenden KünsÜer schon im großen Saal der Signorie getagt und ihre Meinungen über die Möglichkeiten der Aufstellung der achtzehntausend Pfund schweren Marmorstatue ausgesprochen. Sie hatten sich ;edoch nicht einigen können. Der Architekt Monciatto wollte sie der Kirche Santa Maria del Fiori übergeben, nach dem alten Bildhauer Cosimo Roselli joUte sie am besten im Palast der Signorie stehen, was der berühmte Maler Sandro Botticelli befürwortete. Und der nicht minder berühmte Baumeister Giuliano di San Gallo sagte, man solle den Daorb doch in die Loggia bei Lanzi stellen, wo die Judith noch vor etlichen Jahren ihren Platz gehabt hatte Auch Messer Lionardo, der hochgerühmte Maler, ^estunqs- architekt und erfahren in der Kunst, Wasserbauten anzusegen, bekannte sich zu dieser Ansicht. Wie so die Meinungen durcheinanderschwirrten, ohne daß die Konsuln sich dazu äußerten, sagte plötzlich der Goldschmied Saloestro: „Lasset jenen, der das Standbild geschaffen hat, den Platz oeftimmen!" Der Vorschlag gefiel, Messer Michelangelo wurde geholt. So trafen sie zum erstenmal zusammen, Lionardo und er, Michelangelo Buonarroti. Sie wechselten nur wenige Worte, denn sie waren sich 'emd von Anbeginn. Lionardo galt als der erste Maler Italiens, als er, von seinem Schüler Boltrassio- und dem schönen Jüngling Salainos aus Mailand gefolgt, Florenz betrat. Michelangelo beanspruchte den Ehrentitel des ersten Bildhauers. Ader Lionardo, wie man hörte, wollte auf allen Gebieten der Herrlichste sein. Michelangelo konnte solches nicht unwidersprochen hinnehmen. Dach er mied den Gewaltigen, um nicht etwa mit ihm vor aller jefrent- lichkeit in Streit zu geraten. Nun sahen sie sich von Gesicht zu Gesicht und waren kühl zueinander. Michelangelo sagte zu den Konsuln: „Einzig der Platz der Judith vor der Signorie ist meines Davids würdig. Alle Welt soll den Giganten sehen. Er warf einen Blick auf Lionardo, der aber mit starrer Miene in der Runde sah. Auch er hatte an einem Giganten gearbeitet, an dem Reiterstandbild des Francesco Sforza, des Vaters seines Herrn L-udovico il Moro, dem er so lange treu gedient hatte. Aber sein Werk war nur bis zum Modell gediehen. das dann übermütige gascognische Armbrustschützen zu ihrem Ziel genommen hatten. Sechzehn Jahre hindurch hatte ihn das Modell immer wieder beschäftigt. Michelangelo hatte nach wenig mehr als zwei Jahren den David vollendet, obgleich der neun Ellen hohe Block aus Carrara, aus dem er ihn schlug, bereits behauen gewesen war und für jegliche neue Formung unbrauchbar geschienen hatte. Allein, Messer Michelangelo hatte den Stein bezwungen. Tag um Tag hatte er in ungeheurem Fleiße den Meißel geführt, und auch in den Nächten ruhte er nicht. Da hing ihm am Stirnreif die Laterne vor dem Gesicht, bei ihrem Licht hieb er den carrarischen Marmor, daß ein großes Werk entstehe, seinen Ruhm endgültig zu festigen. Und es gelang ihm. Lionardo hatte den Stein einst aus- geschlagen. Neidete er dem Siegreichen den Triumph? Niemand wußte es. Ader alle dachten zur Stunde an das zerschossene Modell der Reiterstatue des Francesco Sforza. Mitten im Frühling, so um Pfingsten, zogen die Arbeiter der Signorie, deren vierzig man dazu beordert hatte, den David von der Werkstätte, wo er, den Blicken der Neugierigen durch einen Bretterverschlag verborgen, bis zu diesem Tag gestanden, nach dem Regierungspalast. Messer Cronaco hatte ein Gerüst erfunden, in dem die Figur, an Hanfstricken aufgehängt, pendeln konnte. Das Gerüst aber wurde durch Winden auf geölten Balken fortgezogen. Erst nach drei Tagen kam man auf den Platz der Signorie. In den drei Nächten mußten Wachen um das Gerüst aufgestellt werden; denn man wollte die Statue durch Steinwürfe zerstören, ehe sie den Platz der Signorie erreichte. Die Kunstfreunde in Florenz waren in zwei Lager gespalten, die einen hingen Lionardo an, die andern verehrten Michelangelo. Und da mochten sich wohl die Anhänger Lionardos, ohne daß ihr Meister davon wußte, zchammengetan haben, den Sieg des Gegners zu verhindern. Jedoch der Gigant gelangte heil auf den Platz der Signorie. Man entfernte die Judith, die, wie der Aberglaube ging, nur Verderben über die Stadt gebracht hatte, von ihrer Stelle und setzte das Meisterwerk Michelangelos hin. Die Volksmenge stand, als das Standbild sich nun von der Mauer des Palastes der Signorie im Hintergrund hell abhob, von dem Anblick ergriffen da. Die fröhlichen Rufe, die feinen Zug durch die Stadt begleitet hatten, waren verstummt,- keiner vermochte zu reden angesichts des strahlenden Jünglings mit der Schleuder. Wie dann nach dem ersten Staunen und der ersten Bewunderung die Lust über die Schönheit der makellosen Gestalt die Herzen überwältigte und die Gemüter begeisterte, augenblids brach da der Schrei über den weiten Platz der Signorie: „II gigante! II gigante!“ Und jetzt erfaßte ein Taumel die Menschen, sie warfen die Arme hoch, umarmten einander, und ihre Rufe wollten kein Ende nehmen. Der Meister des Giganten aber, Messer Michelangelo Buonarroti, saß zu dieser Stunde im Garten seines Hauses und war gefoltert von den Leidenschaften, die seinen Geist riefen, sich nicht immer nur. an Steinen zu erproben, sondern auch an den Menschen. Aber er liebte niemanden, er war ganz einsam. Lionardo war glücklicher, Michelangelo fühlte es. Und es liebte ihn wohl auch kein Mensch, am wenigsten eine Frau, denn er, Michelangelo, war häßlich von Gesicht. Schön aber war seine Seele. Der Brautmarkt zu Pfingsten. Daß mit dem Pfingstfest ein altheidnisches Frühlingsfest verschmolzen ist, geht aus der großen Zahl von Dolksbräuchen hervor, in denen Liebeslust und Fruchtbarkeit gefeiert wird. Diese uralte Bedeutung eines Liebesfestes hat mancherorts einen merkwürdigen Ausdruck gefunden. So werden in Griechenland, auf Cypern und auch anderwärts noch jetzt zu Pfingsten Tänze vorgeführt, in denen der Kult der antiken Liebesgöttin Aphrodite fortlebt. Bei uns spielt der altgermanische Brauch des „Mai- lehens", durch den ein Mädchen einem Burschen zugesprochen wurde, in die Pfingstfeier hinein. So ist es ein beliebtes Pfingstspiel, daß sich jeder Junggeselle eine „Maibraut" wählt ober daß man die Maibräute im Grünen suchen geht. Am eigenartigsten aber hat sich die Rolle, die Pfingsten als Liebesbote und Heiratsvermittler spielt, in den Braut- märtten ausgeprägt, die zu Pfingsten hier und da abgehalten werden. Die Pfingstmärkte sind Einrichtungen, die sich schon im frühen Mittelalter nachweistn lassen. Nach der notgedrungenen Abgeschlossenheit während des Winters strömte an diesen Feiertagen das Volk auf großen Jahrmärkten zusammen, auf denen alles und jedes zu hoben war. Dabei ging es natürlich im Hochgefühl der Frühlingslust recht ausgelassen zu, und bald bekamen diese Pfingstmärkte den Ruf, daß sich auf ihnen eine besonders günstige Gelegenheit biete, zarte Bande zu knüpfen. Mit der Verlegung des Mailehens, das nach altem Rechtsbrauch mit einer Versteigerung der Mädchen an den Meistbietenden verknüpft war, auf Pfingsten bildeten sich auf diesen Pfingstmärkten richtige Brautversteigerungen heraus. In der Pfalz sind diese noch bis weit ins 19. Jahrhundert allgemein üblich gewesen, finden auch heut noch bisweilen statt. Aus Hauenstein wird z. B. über eine solche Pfingst-Auktion berichtet: „Zur festgesetzten Stunde erschien der Notar, mit Aktenbündel und Brille ausftaffiert, begleitet von Schreiber und Ausrufer und gab zunächst die Bestimmungen bekannt, nach denen wie alljährlich die „Gemeindehölzer" — verneint waren die Mädchen — versteigert werden sollten. Jedes einzelne Mädchen kommt zum Angebot, und zwar werden sie so beschrieben, daß alle wissen, wer gemeint ist. Da heißt es z. B.: „Es kommt jetzt brau eine zwanzigjährige Tanne, schlank unb schön gewachsen; der zum Abholen nötige Abfuhrschein ist erhältlich bet N. N. (Name des Mädchens). Wer biet' an?" Es werben Preise, meist nicht über eine ober zwei Mark geboten, und ber Erlös wird in Bier und Tabak angelegt. Die also ersteigerten Mädchen „gehen" mit den Burschen eine Zeit lang, woraus bann nicht selten eine Ehe entsteht." Noch origineller ist die Brautversteigerung in Sizilien. Hier soll schon aus bem grauen Altertum die Sitte überliefert sein, baß sich die heiratslustigen Mädchen und Männer des Dorfes auf einer Wiese versammeln. Zuerst kommen bie jungen und schönen Mädchen dran, für die hohe Preise geboten werden. Je älter und weniger verlockend die Weiblichkeit wird, desto geringer ist der Eifer des Bietens, und dann wird das Geld, das für die begehrten Schönen erlegt wurde, dazu verwendet, den Häßlichen eine Mitgift zu geben. Die Mädchen, die auf diese Weise unter die Haube kommen, heißen „Pfingstbräute". Don reichen und verliebten Leuten werden für eine Schone nicht selten viele tausend Lire geboten. — Berühmt war auch ber belgische Heiratsmarkt von Ecaussines, der an jedem zweiten Pfingstfeiertag stattfand, ber jedoch aus einem alten Volksbrauch zu einem internationalen Rummel geworden war, zu dem die „Junggesellen aller Länder" eingeladen würben unb auch zahlreich erschienen» G.& Aus der Stadt Gießen. Das innere Gesetz. Mit Pfingsten ist das Frühjahr auf seinem Höhepunkt angelangt. Das Leben verkündet seine Allmacht in einer verschwenderischen Fülle blühender Gärten und Felder, es verkündet sie in der Sprache der Schönheit, die leichter den Weg zum Herzen firidet. Wie klein und kalt ist so vieles, was der Mensch über das Göttliche sagt, gegenüber der ein« dringlichen Größe, mit der das Werk selbst seinen Meister lobt! Nur ein völlig erstorbenes Gemüt empfindet in diesen Tagen nichts von der Schönheit der Stätte, die dem Menschen für sein Leben und Schaffen bestimmt ist. Aber die Blüte ist nicht der Sinn des Lebens, sondern die Frucht. Um Pfingsten geht die Welt aus dem Zustand des Blühens in den Zustand des Reifens über, und jedes Gewächs strebt, wie es der Sinn seines Daseins verlangt, seiner Bestimmung zu, sich aus der bunten Fülle des Ganzen lösend. Ein Gang durch die Felder läßt uns wieder und wieder staunen über den Reichtum der Formen, der sich da vor uns ausbreitet. Nicht e i n Ding ist dem andern gleich, nicht e i n Halm ist völlig wie der andere beschaffen, nicht ein Blatt, nicht ein Baum, nicht eine Blume gleicht völlig der andern. Alles hat seine Eigen-Art und sucht sie zu behaupten; das Lebendige paßt sich wohl, wenn es die äußeren Bedingungen fordern, bis zu einem gewissen Grade der Umwelt an, aber sein eigentliches Wesen gibt es nie auf, lieber geht es zugrunde. Das ist das innere Gesetz, das in allen Geschaffenen lebt, und das es treibt, sich gegen seine Umgebung durchzusetzen, jedes bleibt in dem Rahmen, den ihm die Vorsehung schöpferisch gesetzt. Auch der Mensch hat sein inneres Gesetz, nach dem er sein Dasein formt und das ihm vorschreibt, sein geistiges Wesen und seine sittliche Ueberlegen- hett gegen seine Umwelt zu wahren. Es ist das Göttliche, das von Anfang an in ihn gelegt ist und ihn dazu beruft, die anderen Regungen, die abseits von seinem Wesen und seiner Bestimmung führen wollen, zu beherrschen oder zu unterdrücken. Freilich wird ihm die Entscheidung häufig erschwert, wenn das Sichtbare und Greifbare sich gegen das Gebot des Geistes zu stellen und den Menschen dazu zu bringen sucht, das innere Gesetz zu umgehen und sich den äußeren Umständen anzupassen. Man pflegt dann das Ausweichen zu entschuldigen mit der Ausflucht: So ist nun einmal die Welt, die anderen machen es auch so, die suchen sich auch um dies oder das zu drücken, mitzunehmen, was mitzunehmen ist und sich auf Umwegen einen Vorteil zu verschaffen, — warum soll ich's nicht ebenso machen? Aber das ist nicht das Entscheidende. Nicht was die anderen tun, sondern was d u tust, hast du vor deinem Gewissen und vor dem Rechtsgefühl deines Volkes zu verantworten. Das innere Gesetz steht über der Wirklichkeit. Das zwingt vielleicht manchmal, gegen den Strom zu schwimmen, aber Siege werden auf die Dauer nur auf diese Weise errungen, im Persönlichen wie im Weltgeschehen. Wenn der Führer nach der Rückkehr aus dem Weltkrieg sich nur nach den anderen gerichtet hätte — ach was, die tanzen, die verdienen, die spielen, die schieben, warum soll ich's nicht machen wie sie? —, wenn er nur auf die äußeren Zustände, auf den völligen wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch, auf die scheinbare Ausweglosigkeit unserer Lage gesehen hätte, dann gäbe es heute wohl kein deutsches Volk mehr. Aber er gehorchte dem inneren Gesetz, er glaubte an dessen Macht auch in anderen Menschen, er stellte den Geist und den Glauben, den Willen und die Kraft unseres Volkes gegen die Umwelt und siegte. Das Vorrecht des Geistes, die Freiheit der sittlichen Selbstbestimmung hochhalten auch in den Kleinigkeiten des täglichen Lebens, nicht dem Zug nach unten, sondern dem Zug nach oben folgend — das ist Pfingsten. W. F. Kür Tapferkeit vor üem Kemöe. Der Kriegsfreiwillige ^-Sturrnrnann Heinrich Battenfeld aus Lollar wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Giehen-Wiekeck. Am heutigen Samstag wird unser Mitbürger Zigakrenfabrikant Heinrich Bi er au II. 85 Jahre alt. Der alte Herr, der körperlich und geisttg noch sehr rüstig ist, gründete im Jahre 1905 in Wieseck eine Zigarrenfabrik. Aus anfänglich kleinsten Verhältnissen hat sich im Lause der langen Jahre ein moderner Betrieb entwickelt. Herr Bierau, der in feilten jungen Jahren ein eifriger Turner war, ist auch heute noch von dem edlen Sport begeistert, und man sieht ihn noch bei jeder größeren turnerischen Veranstaltung. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Warum fragen Sie mich denn, wenn Sie dann doch erst das Gegenteil machen?" murrte Krähe. Dann packte er die Maschine und die Akten zusammen und ging ins Nebenzimmer, um seinen steifen Hut und seinen Schirm zu holen. Sie fanden Lanos gesund und munter in seinem Bett sitzend. „Ein Krankenbesuch", lachte er, als sie eintraten, „wie nett von Ihnen. Und wo sind die Blumen und die Aepfel und der Guglhupf?" „Der Ausdruck Guglhupf läßt mich darauf schließen, daß Sie Ostmärker sind, Herr Lanos", gab Wenig zur Antwort und setzte sich an das Bett. „Nicht ganz, Ungar. Mein Vater war ein ehrbarer Beamter im Wirtschaftsministerium und bekam graue Haare, als er merkte, daß ich Artist werden wollte. Meine Mutter flammte aus Kecs- femet — kennen Sie Kecskemet?" „Nein." „Seien Sie froh und versuchen Sie die Götter nicht. Es ist eine ungarische Kleinstadt, und ein Artist kommt dort gleich hinter einem Topfbinder. Machen Sie sich einen Begriff davon, was das unter diesen Umständen bedeutete, Arttst zu werden. Ich habe es nicht leicht gehabt, und erst als ich den Entschluß faßte, einfach durchzubrennen und mich einer umherziehenden Zigeunerkapelle anzuschließen/ hatte ich es besser." ,^ch dachte, Sie sind Zigeuner", fragte Wenig. „Nein, wirklich nicht. Aber ich war lange Zeit bei Zigeunern. Sie müssen die ungarischen Zigeuner nicht mit den deutschen verwechseln. Die ungarischen sind musikalische Genies, die deutschen kaum etwas mehr als Vagabunden und Gauner. Das ist der Unterschied. Die Norodna ist Zigeunerin, und Vorschläge für pfingstwanderungen ►Puddingpulver Reese-Gesellschaft. Hameln über den Großen Rothenberg mit unterwegs prächtigen Blicken auf den Dünsberg sowie auf Königsberg zur Obermühle leiten, von wo wir das Biebertal abwärts zum Endziel Bieber gelangen. Dauer der Wanderung etwa 424 Stunden. Gießen — Fernewald — Albach — Lich. Wir beginnen unsere Wanderung an der Universitäts-Bibliothek und folgen der vom VHC. Gießen angelegten Blauen-Punkt-Markierung, die uns über den Schreiberweg, das Nizza und hierauf die Alte-Steinbacher-Straße entlang führt. In der Nähe des Forsthauses Hochwart überschreiten wir die Licher Straße und kommen in den schönen einsamen Fernewald, Nach einiger Zeit stoßen wir auf gelbe Striche, denen wir nunmehr nachgehen. Auf prächtigen Waldwegen kommen wir nach zweistündigem Marsch nach Albach, wo gute Unterkunft ist. Hinter dem Orte erreichen wir alsbald den großen, wenig bekannten. Walddistrikt, die Meil- bach, die wir bis zum Schnittpunkt der Lich-Hatten- röd er Strafte durchschreiten. Hier verlassen wir die Markierung und wenden uns rechts, um nach wiederum zweistündiger Wanderung auf schöner Wald- strafte zu unserem Endziel Lich zu gelangen. Beim Austritt aus dem Walde hübscher Blick auf den Vogelsberg. Diese Wanderung ist, da sie viel durch Wald führt, für die jetzige Jahreszeit mit dem maienfrischen Grün besonders zu empfehlen. Gießen — Kinzenbach — Schwalbenbachtal — Bieber. Wir gehen die Rodheimer Straße entlang bis zum Abzweig schwarzes Dreieck, das uns an der Heuchelheimer Mühle vorüber nach dem hochgelegenen Kinzenbach führt. Von da benutzen wir die Straße nach Atzbach und treffen am Bahnübergang auf den Schwalbenbach, dem wir jetzt aufwärts folgen. Kurz hinter der idllisch gelegenen Schwab benmühle stoßen wir wieder auf unser altes Zeichen, das uns durch ein liebliches Waldtälchen führt. Unterhalb Bubenrod verlassen wir das seitherige Zeichen und folgen jetzt gelben Strichen, die uns könnte, würde manches von dem, was wir hl« unten treiben, was wir in Angriff nehmen, und was uns geschieht, vielleicht einen nicht unähnlichen Anblick bieten. Was die Ameisen betrifft, so ist es für den Menschen, von seiner riesigen Höhe herab, nicht leicht, sich in ihrem Gemeinwesen zurechtzufinden. Oberhessische Landschaft. Wir treten aus dem durchsonnten Waldwege ins Freie. Dem Blick öffnet sich ein sehr anmutiges und für die oberhessische Landschaft chorakteristtsches Bild. In flachem Bogen von der dunklen Kulisse des Waldes eingerahmt, breitet sich, nach rechts hin sanft ansteigend, ein weiter Wiesengrund vor uns aus. In das satte Grün der Gräser mischt sich ein leuchtendes Gelb: hier wachsen Löwenzahn und Hahnenfuß über und über. Im Grunde, schräg von links her in die Tiefe des Bildausschnittes verlaufend, zieht sich die mit blühenden Obstbäumen bestandene Sttaße. Dahinter zeichnen sich die regelmäßigen Rechtecke der braunen Ackerstreifen ins Blickfeld: auf ihnen, als einzige figürliche Staffage weit und breit, ein paar Bauern mit Pferden und Wagen. Seitlich über dem Walde zieht ein Habicht feine schwingenden Kreise. Es ist -ganz still; das Ohr vernimmt nur das vietönige Orchester zarter Vogelstimmen. Einmal schaukelt ein Zitronenfalter vorüber. Begegnung am Zaun. Ein anderes Wiesenstück, kleiner und von einem Drahtzaun umgrenzt, liegt jenseits der Lahn, eine Pferdekoppel an der Hardt. Da weidet eine große, braune Stute, den Hals ins Grüne gesenkt, geruhsam rupfend und malmend; sehr bedächtig tut sie hin und wieder einen Schritt weiter, ohne den Kopf zu heben. Eng an ihrer Seite das Fohlen, braun wie die Mutter, mit einem weißen Stern auf der Stirn, auf hohen, noch unbeholfenen Beinen, mit einem aufgeregt wedelnden, struppigen Fohlenschwanz. Einmal stupst es die Mutter mit der Nase in die Flanke, als ob es trinken möchte, aber die Mutter ist jetzt beschäftigt und läßt sich auf nichts ein. Allmählich, Schritt für Schritt, kommen die beiden näher zu uns heran an den Zaun. Das Fohlen schaut neugierig herüber, läßt sich locken und stelzt zutraulich schnuppernd herbei. Zwar haben wir nichts, was wir ihm anbieten könnten, aber es hält mit feinem guten, weißgestirnten Kopf geduldig still, läßt sich streicheln und krauen und mit halblauter, zärtlicher Stimme sich zusprechen. Das weiche Maul stteckt sich zwischen den Drähten, durch uns entgegen und streicht suchend über das Gewand der fremden Besucher. Eine Kinderhand . langt hinüber und betastet das warme Fell und die famtige Weichheit der spielenden Ohren. Dann wendet sich das Fohlen langsam zur weidenden Mutter zurück. Die schaut nicht auf, sie rupft bedächtig und geruhsam von der saftigen Wiese. Auch hier ist es ganz still. Man kann lange davorstehen und zusehen: ein friedliches Bild. —y— Zwischen Gleiberg und Gchiffenberg Kleiner Streifzug durch den Gießener Frühling. Oie Arbeitsdienstpflicht -er Mädchen. Um Mißverständnissen entgegensutreten, wird von der Reichsarbeitsdienstleitung klargestellt, daß es Befreiung von der Ableistung der Arbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend, zu der grundsätzlich nur ledige Mädchen herangezogen werden, nicht gibt. In dringenden Fällen können lediglich befristete Zurückstellungen erfolgen. Die Entscheidung hierüber wird von dem Leiter des Reichsarbeitsdienstmeldeamtes nach den geltenden Bestimmungen bei der zur Zeit stattfindenden Musterung getroffen. Unzulässige Ausnutzung -er Kriegsverhältniffe. Es ist in letzter Zeit wiederholt wahrgenommen worden, daß Personen, die ihre Arbeit in fremden Haushalten verrichten, wie Wäscherinnen, Aufwartefrauen, Hausschneiderinnen, Gärtner u. a., ihre Ar- siehe, diesmal gelingt es: ein schönes Küchelchen, frisch und lecker, formvollendet und ohne Tadel. Die Sonne bescheint zwei rosige Kindergesichter. Das Drama in der Schneise. _ Wer unter dieser Überschrift die blutrünstige Schilderung eines Groschenromans oder die Reportage eines aufregenden Kriminalfalles erwartet, wird sich entäuscht sehen. Der Schauplatz ist irgendwo im Schiffenberger Wald, in der Gegend der vierten Schneise. Neben dem Wege erhebt sich ein aewaltiger Ameisenhaufen. Der Blick auf dieses Gemeinwesen, aus der Vogelperspektive gewissermaßen, ist verwirrend; es erscheint unmöglich, in der pausenlosen Geschästtgkeit dieses tausendfältigen Gewimmels den ordnenden Sinn, das staatenbildende Prinzip zu erkennen. In der Mitte des Hügels wächst wie der schiefe Turm von Pisa ein verrotteter Kiefernast heraus, wer weiß, wie lange der da schon steckt, er gehört zum Ganzen; wenn man ihn ein wenig herauszieht, vervielfältigt sich das Gewimmel da unten so sehr, daß man es in der tiefen Stille des Waldes leise und beständig rauschen hört. Ein Stück weiter, auf einem sonnigen Waldwege, ist abermals eine auffallende, diesmal geringere Bewegung zu entdecken: wieder Ameisen, herüber und -hinüber laufend in ständiger, emsiger Bewegung. Eine von ihnen hat der Fuß des Spaziergängers gestreift und verletzt, sie liegt, hefttg zappelnd, aber zur Fortbewegung unfähig, auf dem Rücken. Man müßte sie wohl vollends auslöschen; aber was wird geschehen, wenn eine der Ihren sie findet? Es dauert nicht lange, da kommt eine Gesunde an die Stelle, wo die Verwundete liegt, stutzt, umkreist jene und stürzt sich auf sie, heftig arbeitend; es sieht von oben aus, als wollte sie die Verunglückte kurzerhand auffreffen, hilflos wie sie ist. Am Ende packt sie die Getroffene und schleppt sie eilig ein Stück fort, läßt sie liegen, läuft weiter. Nach einer Weile kommen mehrere, die umkreisen die Zappelnde, unternehmen aber nichts; bei ihnen ist auch eine kleine, junge, ein neugieriges Ameifenkind. Die Getroffene liegt, zuckt und zappelt. Wieder kommt eine Gesunde, umkreist die Liegende, stürzt sich über sie, packt sie, zerrt und schleppt sie ein Stück mit sich, läßt los, läuft fort, kommt wieder, packt nochmals zu und' schleift die Zappelnde mit sich; jetzt haben sie den Wegrand erreicht und verschwinden beide im grünen Gewirr eines Grasbüschels. Man sieht sie nicht mehr. Das kleine Drama — das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Handlung — ist zu Ende. Es hat nur zwei oder drei Minuten gedauert, die Darsteller waren winzig und ganz stumm. Wenn man aus sehr großer Höhe auf die Erde schauen Wenn einer eine Reise tut, bann kann er was erzählen. Aber das ist nichts Besonderes, und außerdem haben wir oft genug gehört, daß man heute nicht reifen soll, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Wenn einer keine Reise tut, sondern statt dessen bloß einen Frühlingsspaziergang macht, kann er auch was erzählen, mindestens etwas erleben, feine großen und erschütternden Dinge, nur dies und das, Erfreuliches und Nachdenkliches. Der Schauplatz ist vom Schiffenberg hüben und vom Gleiberg drüben begrenzt. Eine Zulassungskarte ist nicht erforderlich, nur offene Augen und Ohren, um unterwegs wahrzunehmen, was es zu sehen und zu hören gibt Blick in einen Schrebergarten. Es lohnt sich beispielsweise schon, im Hinschlendern für einen Augenblick — im ursprünglichen Sinne des Wortes — stehen zu bleiben, an den verwitterten, mit rostigem Stacheldraht ausgeflickten Zaun zu treten und in den blühenden Schrebergarten zu schauen: kleine, eng umgrenzte, friedliche Welt. Die Fliederbüsche, in dreierlei Violett, verschwenden ein betäubendes Aroma. Am Wege, der zur Gartenhütte führt, stehen vollentfaltet die roten und gelben Tulpen, und am Zaun entlang in dicken Büscheln die zärtlichen kleinen Vergißmeinnicht. Neben dem Angenehmen und Schönen das Nützliche und Notwendige: Stachelbeeren und Johannisbeeren haben gut angesetzt, die Erdbeeren werden auch das Ihre tun. Fett, breit und saftig wuchert das Rhabarbergebüsch: nicht von ungefähr lehnen die vorjährigen Bohnenstangen an der Laubenwand. Appetitlich, locker und grün steht der junge Salat. Auf dem Acker. Da drüben geht mit ruhigen, gleichmäßigen Schritten ein Bauer über sein Feld und zuckert. Vor ihm das Pferd, mittelfchwerer, kräftiger Schlag, durchmißt mit starken, raumgreifenden Bewegungen die ganze-Länge des Ackerfeldes, hinauf und hinunter in einem stetigen Rhythmus: ein Bild der kernigen Gesundheit, des tätigen Lebens; es ist gut und wohltuend zu sehen, wie der Mann und das Pferd hier die uralt-friedliche Arbeit tun und das Feld bestellen, indessen draußen, weit jenseits unserer Grenzen, die Welt in Flammen steht. Die Sonne spielt auf dem kraftvoll arbeitenden Tierleib in der schönen Stetigkeit und Beharrlichkeit feiner Bewegung und wirft warme, glänzende Lichter auf das glatte, helle Braun, das sich am Schenkelansatz und Bauch ins Weiße verliert. Ab und zu kommt ?in Windstoß und weht ein Staubwölfchen aus der Erde über das Gespann. Beharrlichkeit in der Sandkiste. Auf dem Spielplatz steht eine Sandkiste. In der Sandkiste sitzt ein kleines Kind, ein Bübchen, zwei Jahre alt vielleicht ober auch etwas mehr. Es hat ein verschossenes blaues Kittelchen an, die warme Maisonne macht sein blondes Haar noch heller. Der Kleine sitzt ganz allein, mit schmutzigen Händen, hingegeben und vertieft in fein Spiel: Kuchen backen. Er hat ein verbeultes, blechernes Sandförmchen in feiner winzigen Faust, das füllt er verschwenderisch gehäuft, streicht das Ueberstehende mit- der anderen Hand sorgfältig ab und haut bas Förmchen bann, schwupp, mit einem feierlich-erwartungsvollen Schwung auf bas Ranbbrett, bas die Sanbkiste einfaßt. Aber leiber kommt kein Kuchen zustanbe, weil ber Sand viel zu trocken ist. Lauter breite, zerfließende, unansehnlich gestaltlose Häufchen. Ein anderes Kinb würbe es vielleicht nach einer Weile aufgegeben haben; dieses nicht. Es wertt mit der gleiche», unverdrossenen Beharrlichkeit wie bas große Pferb auf bem Acker. Einmal, vielleicht, wer kann es wissen, gelingt boch noch ein richtiger Kuchen. Der ganze Ranb ist schon mit verunglücktem Gebäck bebeckt, aber der Kleine läßt nicht nach. Er rutscht auf feinem verblichenen Hosenboden am Rande entlang durch den Sand, er schöpft, streicht ab und kippt sein Förmchen um. Das kann noch lange dauern. Aber das Kind ist ohne Zeit. Und dann geschieht In dieser winzigen Welt etwas, was die Alten auf ihrem Theater als das Eingreifen des deus ex machina bezeichnet haben: wie jener schicksalwendende „Gott aus der Maschine" erscheint aus dem Hausgang nebenan ein kleines Mädchen/ ein Jahr älter vielleicht als der beharrliche Kuchenbäcker in ber Sanbkiste: sie schleppt ein Sanbeimerchen mit Wasser herbei, verspritzt das meiste unterwegs, aber ben Rest bringt sie freube- strahlenb zum Ziel und kippt es knapp vor dey Beinen des Kleinen klatschend in ben Sand. Es ist ein Tropfen auf einen heißen Stein, aber schon hackt sie daneben und rührt begeistert im Teig: bas ist das Wahre. Der Kleine kann es kaum erwarten, bis er mit seinem Förmchen in bie Masse fahren kann. Er patscht es verklärt auf den Rand, und es hat mich viel Mühe gekostet, aus ihr eine gute Artistin und einen leidlich anständigen Menschen zu machen. Ganz ist mir das nie geglückt, sie wurde immer wieder etwas rückfällig —" „Und bann?" Lanos lachte etwas verlegen. „Legen Sie Ihre Maßstäbe von Kultur nicht an die Maßstäbe ber Zigeuner", sagte er bann, „sie bekam immer mal ein paar Ohrfeigen von mir, unb die brachten sie bann wieder zur Vernunft." „Eine etwas brastifche Erziehungsmethode —", meinte Wenig. „Ich würbe niemals eine Frau schlagen", verteidigte sich Lanos, „aber Zigeunerinnen sind keine Frauen. Sie sind ein Mittelding zwischen einer wilden Katze, einer Krähe und einer Natter. Auf alle Fälle Bestien." „War die Norodna eigentlich am Tage jenes — Mordes in Ihrer Wohnung?" Wenig benutzte diese Gelegenheit, um bie Frage auf ein heikles Gebiet zu bringen. „--ja", gab Lanos nach einigem Zögern zur Antwort, aber sie hat keinen Anteil daran. Barthold kam zu mir herauf unb bedrohte mich, holte eine Waffe heraus und wurde tätlich, daraufhin verteidigte ich mich, unb zwar so unglücklich, daß er tot liegen blieb. Ich verlor den Kopf und packte meine Sachen zusammen und verschwand. Das ist alles." „Und dabei wollen Sie bleiben, Herr Lanos?" fragte der Kriminalrat. Dann lächelte er und kniff das rechte Auge zusammen. Lanos seufzte. „Es ist eine verfluchte Lage, in der ich mich be« finde", stöhnte er, „Ihre Mimik zeigt mir, daß Sie es besser wissen. Wenn ich nur wüßte, was Sie wissen, dann wäre mir vieles erleichtert —" „Würden Sie dann die Wahrheit sagen?" Jetzt lächelte Lanos. „Mein Lieber, die Wahrheit ist oft recht brutal und unhöflich. Nein, ich würbe meine Aussage etwas mehr Ihrem Wissen anpassen." „Das ift sehr deutlich", warf Krähe ein. „Im Gegenteil, sehr undeutlich", entgegnete Wenig. „Demnach müßte also der Staatsanwatt Anklage gegen Sie wegen Totschlags oder Körperverletzung mit Tobesfolge erheben, und Sie würden einwenden, in Notwehr gehandelt zu haben. Nein, das geht nicht, Lanos, Horen Sie? Sie müssen die Wahrheit sagen." „Ich habe ohne Not noch niemals die Wahrheit gesagt", meinte Lanos. „Machen Sie sich nicht schlechter, als Sie sind", tadelte ihn Wenig. „Das ist gar nicht möglich." Wenig seufzte. „Was soll ich nur aus Ihnen machen?" „Bitte, machen Sie was Sie wollen, und wohin Ihre Begabung Sie treibt. Man soll der Begabung eines Menschen keinen Zwang auferlegen." „Sie antworten so geistreich, Herr Lanos", sagte Wenig, „daß ich saft annehmen muß. Sie sind sich des Ernstes Ihrer Lage gar nicht bewußt. Es geht um Kopf und Kragen, Monn, Sie sind in Gefahr, wegen Mattles zum Tode verurteilt zu werden." „Das wäre auch nicht schlecht. Ich würde dann einen spritzigen Artikel über die Gedanken eines zum Tode Verurteilten schreiben —" Wenig machte eine abwehrende Handbewegung. „Ich weiß", rief Lanos, „Sie wollen sagen, das hat Victor Hugo schon getan. Aber ich bitte Sie, der ist vollkommen veraltet. Ich würde das ganz anders aufziehen, mit mehr Humor, denn auch in dieser Situation steckt ein gewisser Humor, der sogenannte Galgenhumor, der bisher viel zu wenig erforscht worden ist —" „Sind Sie ein Dichter?" „Ein Stegreifdichter, als solcher hatte ich einst ein Engagement in einem Kabarett und erzielte großartige Erfolge. Jetzt schreibe ich ein modernes Lustspiel mit guten Dialogen, unb sobald ich aus dem Gefängnis herauskomme, werde ich es herausbringen. Sie werden Tränen lachen." Wenig wandte sich zu Krähe um, der starr auf Lanos sah und mit gerunzelter Stirn feine Ohkett bewegte. „Was sagen Sie dazu, Krähe?" „Verrückt", gab Krähe zur Antwort, „er will ben Jagdschein haben." „Verrückt", wiederholle Lanos, „bas würde füs mich ein Beweis sein, an der Grenze des Genies zu stehen. Ich weiß nicht, ob Sie wissen, daß alle Genies ursprünglich als verrückt angesehen wurden. Ich erinnere nur an Galilei — lesen Sie darüber den großartigen Roman meines Landsmannes Zsolt von Harsany, ich erinnere an Columbus, an Graf Zeppelin und andere. Goethe hat sich ausführlich darüber ausgelassen, und Lombroso brachte Genie und Irrsinn in die nahesten Beziehungen, von Nietzsche gar nicht zu reden. Sie machen mir ein Kompliment, wenn Sie mich für verrückt hallen, leider bin ich es nicht. Ich werde auch jeden auf Pistolen fordern, der in der Verhandlung etwa dieses Thema anschneiden sollte. Ich, bin leider nur zu normal." „Ja, soll ich denn diesen Quatsch mitschreiben?" fragte Krähe. „Natürlich nicht. Wir wollen einmal bei ber Sache bleiben, Herr Lanos. Sagen Sie die Wahrheit, es ist in Ihrem Interesse!" „Wenn ich nur wüßte, welche Wahrheit ich Ihnen sagen soll.", seufzte Lanos, „bie Norodna mar da, schön, das ist anscheinend nicht mehr zu leugnen. Barthold kam heraus unb wollte mich töten. Ich tötete ihn. Notwehr. Aus. Und jetzt bin ich mübe und möchte schlafen." Er legte sich in sein Kissen, drehte den beiden Beamten unhöflich ben Rücken zu unb antwortete nicht mehr. Das Protokoll war sehr mager. Wenig hoffte, aus ber Norobna mehr herauszuholen. Er überlegte sich, ob das Verhalten des 23er- hafteten wirklich echt ober nur gespielt war. Schließlich hanbelle es sich boch um ben Tod eines Menschen, und von diesem Gesichtspunkt aus war sein Verhallen mehr als fonberbac. (Forts. folgtH beitslesttung häufig davon abhängig machen, daß ihnen die normale Verpflegung ohne Abgabe von entsprechenden Lebensmittelmarken gewährt wird. Da diese Ausnutzung der Kriegsverhältnisse die Versorgung der auf solche Arbeitskräfte aygewiesenen Haushalte mit den lebenswichtigen und notwendigen Nahrungsmitteln gefährdet, mutz mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß derarttge Forderungen nach den geltenden Kriegsgesetzen unerlaubt sind. Gießener Tvochenmarklprelse. * Gießen, 23. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 NM., Matte 30 Rpf., Käse, dos Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 47, Wirsing, XA kg 27, Spinat 15 bis 22, Spargel 86 Rpf. bis 1,17 RM., Meerrettich 50 bis 60 Rpf., Rhabarber 20, Zitronen, das Stück 8 bis 12, Lauch 8 bis 12, Salat, % kg 69, das Stück 30, Oberkohlrabi 30 bis 32, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bund 12 bis 15 Rpf. ♦ ** D i e Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten erfolgt in der kommenden Woche vom Dienstag ab, an den gleichen Tagen werden auch die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter, sowie für Lang- und Nachtarbeiter ausgegeben. Die Ausgabetage und -Feiten sind aus den heutigen Bekanntmachungen des Ernährungsamtes ersichtlich. ** Verteilung von Pralinen. Gegen Vorlage der Nährmittelkarte 36 und des roten Haushaltsausweises werden an die in Gießen wohnenden Verbraucher vom 26. bis 30. Mai Pralinen ausgegeben. Die Ausgabe der Pralinen erfolgt gegen Abtrennung des Abschnittes 33 der Nährmittelkarte. Gondergericht in Gießen. Wilhelm Naumann aus Bleichenbach hatte in den Jahren 1940 bis 1942 sechs Schweine, vier Kälber und ein Rind schwarzgeschlachtet und die Fleischwaren teilweise ohne Fleischmarken abgegeben. Wegen dieser Verbrechen gegen die kriegswirtschaftlichen Bestimmungen stand er nun vor dem in Gießen tagenden Sondergericht. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetzten Schwarzschlachtens in Tateinheit mit Vergehen gegen die Verbrauchsreglungsstrafverordnung, das Schlachtsteuergesetz und die Reichsabgabenovdnung zu einer Zuchthaus- ftrafe von zwei Jahren und sechs Monaten abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, einer Geldstrafe von 300 RM. und einer Wertersatzstrafe von 1023,56 RM. verurteilt. Strafkammer Gießen. Der Wilhelm Drechsler in Gießen hatte im Jahre 1941 an Kindern unter 14 Jahren Sittlichkeitsverbrechen begangen. Er wurde deswegen zu einer Gefängnis ft rafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, auf die vier Monate Untersuchungshaft angerechnet werden. Von der Börse. Sehr stille Aktienmärkte. Frankfurt a. M., 22. Mai. An den Aktienmärkten zeigte sich in der verflossenen Berichtswoche sehr stille Tendenz. Die Mahnungen zur Bör- sendisziplrn werden nunmehr ziemlich lückenlos beachtet, und es wurde lieber zu Kursstreichungen geschritten, als daß die Notierungen nennenswert her- aufgesetzt werden. Es besteht an sich weiterhin eine ziemlich starke Nachfrage nach Aktien, während das Angebot weiterhin kaum nennenswert ist, so daß die Gefahr eines weiteren Kursanstieges durchaus bestand. Bei der IG.-Farbenaktie wurde die Notiz an sämtlichen Tagen mit 210,40 unverändert gelassen, hier waren Abgaben der Hausbank und einer öffentlichen Stelle zu beobachten, die bewirkten, daß eine Kursfestsetzung überhaupt möglich war. Bei Siemensaktien blieben die Notierungen weiterhin aus. Auch für Südd. Zucker wurde die Notiz an einzelnen Tagen ausgesetzt. Per Saldo liegen die Veränderungen bei ganz wenigen Ausnahmen im Rahmen von 1 v. H. nach beiden Seiten. Mehrprozentig erhöht lagen Scherdeanstalt mit Notierungen bis 397, bei denen die Kapitalberichtigung und das Bezugsrecht weiterhin nachwirken. Auch Metallgesellschaft etwa 2 o. H. fester, des weiteren waren Dt. Erdöl nach vorübergehender Abschwächung wieder bis 172 befestigt. Das Interesse an Aktien hat verschiedentlich zugunsten einer stärkeren Beteiligung am Renten- Pfingsttage der Es ist Brauch im deutschen Sport geworden, an Pfingsten mit großen Veranstaltungen an die Oeffentlichkeit zu treten. Der NSRL. als Treuhänder dieses von höherer Stelle gegebenen Auftrags will damit einen doppelten Zweck erfüllen: einmal werben für die deutschen Leibesübungen und immer weitere Volkskreise, besonders in der Kriegszeit, an diesen krastspendenden Born heranführen, zum andern die Pfingsttage zu wirklicher Erholung und zum Ausspannen werden lassen. Jeder Volksgenosse weiß, daß die Reichsbahn und die sonstigen Verkehrsmittel heute keinen Platz für die früher üblichen Pfingstreisen frei machen könnem Trotzdem braucht keiner auf Licht, Lust und Sonne, auf Freude und Erholung zu verzichten. Neben den vielen anderen Möglichkeiten, die uns gegeben sind, lädt der deutsche Sport jeden ein, mit hinauszukommen und mitzumachen, sei es als Teilnehmer an fröhlichem Spiel und Wettkampf, oder auch als Zuschauer. Das erstere sieht er allerdings lieber. Unser heimischer Sportkreis wird am l.Pfingst- feiertag wieder einmal, diesmal auf dem Universitäts-Sportplatz, ein Standardprogramm abwickeln, dessen Rahmen uns schon bekannt ist, dessen Inhalt aber immer neu ist und einen weiteren Beweis der Vielseitigkit deutscher Leibesübungen bringt. Alls sind wieder dabei, die Kinder, die Jugendlichen, die Frauen und, soweit noch vorhanden oder als Urlauber, auch die Aktiven. Die Leichtathleten beginnen bereits am Dormittag mit ihren Ausscheidungskämpfen. Neben den Einzelwettkämpfern tteten die Mannschaften zum ersten Versuch um die Deutsche Vereinsmeisterschaft an. Dieser Wettbewerb, bei dem es um einen guten Platz in der Reichsliste geht, hat in den letzten Jahren, trotz des Krieges, sprunghaft steigende Beteiligungsziffern auszuweisen, nachdem auch die übrigen Sportarten, Turner, Spieler, Ruderer usw., teilnehmen. Bei den aktiven Klassen sollte der LSV. Gießen in der Lage sein, ein gutes Punktergebnis herauszuholen. Die ersten Kämpfe des Jahres zeigten, daß die Luftwaffe über eine Anzahl beachtlicher Könner verfügt und gewillt ist, den großen Vereinen aus Frankfurt und Darmstadt, die in der deutschen Leichtathlettk immer eine führende Rolle gespielt haben, ernstlich Konkurrenz zu machen. — Bei den Frauen sind außer dem leistungsstarken Mto. und dem VfB.-Reichsbahn erstmals auch der Tv. 1846 und die Gießener Ruder-Gesellschaft am Start. Eine Ueberraschung können hier die Nachrichtenhelferinnen bringen, über deren Leistungsstand im Augenblick nichts gesagt werden kann, deren Einheit aber schon im vorigen Jahre sich als sehr stark erwies. Außer diesen Wettmarkt nachgelassen. Hier wurde vor allem auf die' Reichsschatzanweisungen zurückgogrissen, auch die Reichsaltbesitzanleihe konnte zeitweise bis 166,5 anziehen. Steuergutscheine I schwankten um 102,75, Kommunalumschuldung um 104. Stadtanleihen gingen in kleinen Posten bis 103,75 um. Pfandbriefe und Kommunalobligationen ohne Veränderungen der Lage. Der Freiverkehrsmarkt in Aktien lag sehr still, Kursveränderungen wurden nicht bekannt. Im Telefon verkehr wurden Großalmeroder Ton weiterhin gesucht, bei Bad Salzschlirf-Aktien verstimmte etwas der Abschluß, der einen kleinen Restverlust noch beibehält, während das Ergebnis offenbar zur Tilgung und vielleicht auch zu einer kleinen Dividende ausgereicht hätte. Der Tagesgeldsatz blieb unverändert 1,75 v. H. Leibesübungen. bewerben, die den Leistungssportlern vorbehalten sind, kann jedermann in dem Dreikampf „osten für alle" seine Leistungsfähigkeiten prüfen. — Den „Bunten Rasen" am Nachmittag wird fröhliches Spielturnen der Kinder beleben. Wie wäre ein bunter Rasen auch ohne dieses quicklebendige, unbeschwerte Frohsein der Kleinsten denkbar? Gymnastik, Tänze und Spiele der Turnerinnen und des BDM. wechseln ab mit Gerätturnen und Pferdspringen der Turner. Dazwischen ermitteln die Leichtathleten in den Endkämpfen die Besten aus den Vormit- tagswettbewerben. Ein Fußballspiel führt die neue, aus jungen Spielern zusammengestellte Mannschaft Gießen-Land mit der Stadtvertretung Zusammen, so daß auch die Anhänger dieses Volkssports auf ihre Rechnung kommen. Die Austtellung beider Mannschaften verspricht ein spannendes Spiel, dessen Ausgang nicht vorauszusagen ist. Die Wettbewerbe der Leichtathleten. Für die Pfingsttvettkämpfe wurden von der Sportkreisführung folgende Wettbewerbe ausgeschrieben: Männer 100 Meter, 200 Meter, 400 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, Hochsprung, Weitsprung, Diskuswerfen und Kugelstoßen, Speerwerfen und 4X100-Meter-Staffel; Frauen 100 Meter, Weitsprung, Hochspruna, Diskuswerfen. Kugelstoßen und 4X100-Meter-Staffel, HJ.-Klasse 100, 800 und 1500 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen; BDM.-Klasse 100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Staffel Volkstümliche Dreikämpfe „Offen für alle" (100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen). — Allgemeine Klasse (alle vor 1910 geb.). Altersklasse 1. Jahrgang 1910 und älter. Altersklasse 2. Jahrgang 1902 und älter. Altersklasse 3. Jahrgang 1892 und älter. Gießen Stobt — Gießen Land. Im Rahmen einer leichtathletischen Veranstaltung findet am 1. Pfinastfeiertag auf dem Universitätssportplatz ein Fußballspiel Gießen Stadt — Gießen Land statt. Während sich die Gießener Mannschaft aus Spielern der drei Gießener Vereine zusammensetzt, stützt sich die Landmannschaft, auf Spieler von Watzenborn-Steinberg, Leihgestern und Garbenteich. Die Austtellung der Landmannschaft steht noch nicht endgültig fest. Gießen Stadt tritt in folgender Besetzung an: Kaatz (LSV.), Petri (LSV.), Schlitz (VfB.-R.), Weniger (1900), Weiß (LSV.), Brunner (LSV.), Wolf (LSV.), Dörschel (LSV.), Fleischhauer (VfB.-R.), Klein (VfB.-R.), Walz (LSV.). Gpielvereinigung 1926 Leibgestern. Am 1. Feiertag empfängt die 1. Jugend von Leihgestern die gleiche vom VfB.-R. Gießen zu einem Freundschaftsspiel. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Ebenfalls am 1. Feiertag erwartet die neu zufammengsstellte 2. Jugend von Leihgestern die 1. Jugend von Saasen zum Freundschaftsspiel. Hier werden die Gäste zu einem sicheren Siege kommen. Am 2. Feiertag tritt Leihgestern mit 2 Jugendmannschaften die Fahrt nach Lich an, um die fälligen Rückspiele auszuttagen. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 — VfL. 1860 Marburg. Am 2. Feiertag stehen sich obige Mannschaften zum Rückspiel auf dem 1900-Sportplatz gegenüber. Im Vorspiel siegten die Marburger überlegen mit 7:2, man kann auch diesmal mit einem Sieg der Marburger rechnen. 1900 wird aber versuchen, das Spiel für sich zu entscheiden. Die Mannschaftsaufstellung steht noch nicht fest. Handball der HI. Spiel um die Gebietsmeisterschaft. Bann 8fFrankfurt — Bann 116 Gießen. In der Ausscheidungsrunde um die Gebietsmeisterschaft blieben die Banne 81 Frankfurt, 287 Offenbach und 116 Gießen Sieger. Offenbach hat das Freilos und kommt dadurch schon in das Endspiel zur Gebietsmeisterschast. Die Banne 81 Frankfurt und 116 Gießen stehen sich am Pfingstmontag in Friedberg im Ausscheidungsspiel gegenüber. Die Frankfurter sind für den Gießener Bann vom Mainzer Hallenhandball-Turnier noch in bester Erinnerung. Damals mußte Gießen deren Ueberlegen- heit anerkennen. Wenn auch für die neue Begegnung dieser Vergleich nicht voll anwendbar ist, so muß man sich doch mächtig anstrengen. Die Frankfurter schlugen ihren letzten Gegner Wiesbaden mit 19:7 Toren. Gießen blieb über Dillenburg mit 33:1 Sieger. Wird seitens der Vertretung des Bannes 116 in Friedberg wie in den letzten Spielen gekämpft, so besteht Hoffnung, in das Endspiel zu kommen. handball-Nachlrag. Grüningen — Watzenborn. Watzenborn trat zu dem Spiel in Grüningen nicht an und vergab so die Punkte. Grüningen behält dadurch Fühlung mit der Spitzengruppe. DJ.-ttlasse. Grüningen — Lang-Göns 12:2. Nach dem 10:4-Siege über Heuchelheim mußte nun auch Lang-Göns eine Niederlage hinnehmen. Grüningen war das ganze Spiel überlegen und gewann in dieser Höhe verdient. Im letzten Spiel gegen Mtv. Gießen kann sich Grüningen bei einem weiteren Siege die erste Stelle in dieser Klasse sichern. OR-KQRTHAtlS * FRANKFURT AM wissen den hohen Wert der Peri-Güteerzeugnisse zu schätzen, deshalb gehen Sie sparsam mit ihnen um» Die Verlobung meiner Tochter Traute mit Herrn Dr. rer. nat. Walter König, Diplom-Chemiker, gebe ich bekannt Frau Gerda Mecklenburg geb. Krüper Hamburg 39 Forsmannstraße 29 Wir habeh uns verlobt Anni Keßler Albert Bopf Obergefr. in einem Inf.-Regt. Leihgestern Hirnzheim Pfingsten 1942 \ ____02466/ Meine Verlobung mit Fräulein Traute Mecklenburg beehre ich mich anzuzeigen Dr. Walter Hönig z. Z. Gießen Bismarckstraße 47 Pfingsten 1942 __ 02390/ Ihre Vermählung geben bekannt Hermann Baum Steuerinspektor Anna Baum geb. Schmidt Wesermünde Zeilbach Gießen,Ebelstr.30 Kr.Alsfeld Die Ira uung findet am 24. Mai in Zeilbach statt. \ 02439 / Ihre Verlobung geben bekannt Liselotte Angermann Heinz Barth Gerichtsreferendar z.Z. Oberleutnant in ein. Beobachtungsabteilung Schwaningen Gießen Warthegau Henselstraße 3 im Mai 1942. __02396/ ^Ihre Vermählung geben bekannt Hans Brehm Hildegard Brehm geb. Ullisch Nürnberg Gießen Goethestr. 20 Neuen Bäue 9 Pfingsten 1942 Die kirchl. Trauung fandet am 25.5 in Gießen um 14 Uhr statt. \ 02371/ Als Verlobte grüßen Elli Schmidt Hans Dürrbeck San.-Uffz. Gießen- Weißenstadt Klein-Linden bayr. Ostmark Wetzlarerstr. 66 z. Z. Kassel Pfingsten 1942. ______________02421 / ^Ihre Vermählung geben bekannt Ludwig Fritz Oberleutn.und Batl.-Adjutant in einem Inf.-Batl. (mot.) Anneliese Fritz geb. Wahl Gießen Frankfurt/M. Astenveg 68 Funckstraße 2 Pfingsten 1942. _______________________02446/ Als Verlobte grüßen Elli Serth Heinz Ebschner Öbergefreiter der Luftwaffe Gießen Lohmen Walltorstr.67 Sachsen Pfingsten 1942. ________ 02380/ Wir haben uns vermählt Ewald Keusch z. Z. Uffz. in einem Inf.-Regt. Hedi Keusch geb. Hof Gießen, den 23. Mai 1942. Wilsonstraße 5. y 02426/ Werner Schenck Annerose Schenck geb. Zodel geben ihre Vermählung bekannt Gießen, Pfingsten 1942. Asterweg 65 \_______________________02456 / Wir haben uns vermählt Willi Weigel Paula Weigel geb. Velten Großen-Linden 23. Mai 1942. \_____________________02425/ Ihre Vermählung zeigen an IhreVermählung geben bekannt Alfons Schuchardt und Frau Johanhette geb. Jung Karl Brücke! z. Z. in einer Artl.-Ers.-Abtlg. Hilde Brückel geb. Isheim Gießen z.Z. im Felde Liebigstraße71 Watzenborn- Grüningen Steinberg 23. Mai 1942. \_______________________02432 / Pfingsten 1942. \_______________________02374/ IhreVermählung geben bekannt Karl Stein Irmgard: Die Geburt ihres ersten Kindes, eines gesunden Mädchens, zeigen in dankbarer Freude an Klara Stein geb. Wagner z.Zim Felde Gießen Bergstraße 3 Pfingsten 1942. \ 02451/ Dr. med. Marie-Sophie Hillenbrand geb. Rave Dr. med. Hans-Joachim Hillenbrand Unterarzt d. R. Münster (WestL), d. 20. Mai 1942 z. Z. Universitäts-Frauenklinik \_______________________1718P / überall erhältlich Bezugsquellen werden gern nachgewiesen 1I11V ohne Zucker InZubindegläsern und -gelaßen Beutet 20 Pfg. Hersteller.- Friko-Dortmund, Postfach 225 R'jf; 34752 Statt Karten! Für die freundlichen Glückwünsche und Geschenke anläßlich ihrer Vermählung sagen herzlichen Dank, auch im Namen der Eltern Rudolf Feuring, San. Feldwebel und Fau Hilde, geb. Schäfer Großen-Linden, im Mai 1942. Braunsteinbergwerk __02440/ Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Karl Hammel u. Frau Toni, geb. Rinker Gießen, den 23. Mai 1942. Ludwigstraße 57. _________________________02448 / 1699 D/ Für die vielen Geschenke und Glückwünsche anläßlich mein. 70. Geburtstages sage ich allen auf diesem Wege meinen herzlichen Dank Für die zahlreichen Beweise der Freundschaft anläßlich meines 70. Geburtstages spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus Dr. Hernmes Gießen, den 23. Mai 1942. Friedrichstraße 53 Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 1678 V/ Heinrich Karber, Lollar ____02462/ Statt Karten! Für die dargebrachten Glückwünsche, Geschenke und Blumenspenden anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlichst Albert Römer u.Frau Anni, geb. Freitag Heuchelheim, im Mai 1942. _______________________1717 D/ Entrahmte Frischmilch« Das schmeckt — man mufl ihn nur richtig zu kochen verstehen. Gerade bei den Knappheit heute darf er* nicht anbrennen oder sonst irgendwie mißlingen. Des* halb kocht man ihn genau nach der Gebrauchsanwei* sung u. beachtet Folgendes! Das Puddingpulver wird trocken in den Kochtopf ge« schüttet u.sofort mitdergan# zen Milch verrührt (Milch bitte genau abmessen). Die entrahmte Frischmilch mit dem Pulver 2 Min. ko* chen lassen und dann erst den Zucker unterrühreru Manflamln«PnddlngpnTvwB wird a. d. Stärkeabschn. den Nfthrmittfiltarto ataeMhflBi GLORIA Friedl Czepa Beppo Schwaiger HILDE 'KRAHL nach der Operette von C. M. Ziehrer mit Paul Hörbiger Lucie Englisch Rudolf Carl Gretel Theimer Rudolf Platte Deutsche Wochenschau Ab 2. Feiertag Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat keinen Zutritt. 1709 A A—G Dienstag, S, Sch, St am 13 und von 14% 30. Mai 1942, 0,80 läßt wehe Wunden schnell 26. Mai 27. Mai 28. Mai 29. Mai 1942, 1942, 1942, 1942, H—L M—R am am am Ein neuer eindrucksvoller Bavaria-Film, der durch die Spannungseiner Handlung, durch den Reiz seines Milieus und durch die packenden Leistungen seiner Darsteller ein in uns fortklingendes Erlebnis vermittelt Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 27. Mai 28. Mai 29. Mai 30. Mai Ab Montag den 2. Feiertag Erstaufführung Einfache, bequeme fiaustrinkkur Siegfried Breuer Rolf Wanka Fritz Odemar und zwar 1942, 1942, 1942, 1942, 1942. 1. Ausgabetag: Dienstag, 2. Ausgabetag: Mittwoch, 3. Ausgabetag: Donnerstag, 4. Ausgabetag: Freitag, Ausgabezeit von 8 bis bis 17 Uhr, Halbmiete 7,80 RM. 2,50 „ 2,20 „ 1,70 „ 1,30 „ deutsche Rheumatismus Hexenschuss-Jschias Gichtosto seit 30 Jahren, bewährt tn.aLlenADoth.eken zu haben Probe u. austlärende Druckschrift kostenlos von Max Dultz, Berlin 235, Friedrich. Straße 19 oöoL^ ooMooTTZ Täglich 3.00,5.15, 8.00 Uhr Sonntg. 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt 1708 A Gießen, den 12. Mai 1942. Der Oberbürgermeister. 2,60 1,60 WRO-ElNUCNTUNOEM Gießen, Bahnhofstraße. Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 37. Bersorgungsabschnitt. I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: t 15,60 RM. 5,— „ - 4,40 „ ? 3,40 „ Eigenheimfinanzierung (auch Hauskauf, Umbau usw.) mit II. Hypothek, unkündbar, zu niedrigen Zinsen, durch steuerbegünstigtes Bausparen Verlangen Sie kostenlos Aufklärungsschrift von der Bausparkasse Deutsche Bau- Gemeinsdiatt AG. Leipzig Ci, Georglrlng 8b Bel 25%Elgenkaplfal sofortige Zwischenfinanzierung in geelgn. Fällen, insbesond.z. Hauskauf, möglich — ■ ■ i Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. _____________Ernährungsamt Abt. B.______ Einlösung -er Gta-ttheater-ptahmiete. Die Einlösung der achten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 1695U Dienstag, den 26. Mai 1942, für die Dienstag- Mieter, Mittwoch, den 27. Mai 1942, für die Mittwoch- Mieter, Freitag, den 29. Mai 1942, für die Freitag- Mieter während der Kassenstunden. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Mam Nr. 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende achte (letzte) Rate beträgt: 5. Ausgabetag: Samstag, Ausgabezeit nur von 8 bis 13 Uhr. Samstag, ________ Die Verteiler bringen ab 26. Mai 1942 in einem Schaufenster einen Aushang mit der Aufschrift „Zugelassen für Pralinensonderzuteilung" an. Die Auslieferung der Pralinen erfolgt gegen Abtrennung des Abschnittes Nr. 33 der Nährmitkelkarle 36 und Eintragung der Abgabe in den roten Haushaltsausweis. Der Eintrag ist in Spalte A (Seite 2) aus der zweiten Reihe vorzunehmen. Einzutragen ist Datum und die Abkürzung „Pra". Es dürfen nur Nährmittelkarten chit dem Aufdruck Gießen-Stadt beliefert werden. Die ausgegebene Warenmenge ist durch die vereinnahmten Abschnitte 3Xt. 33 nachzuweisen. Die Abschnitte sind dem Ernährungsamt bis zum 8. Juni 1942 auf Bogen zu 100 Stück aufgeklebt einzu- reichen. 1716V Gießen, den 21. Mai 1942. T—Z am Familientogen I. Ring . . II. Ring. s III. Ring . . IV. Ring . , V. Ring..... Die Einlösung der achten Rate"muß'unbedingt vor der 34. Mietoorstellung erfolgt fein. Wahlmiete. Die Einlösung der rückständigen Rate kann an den oben angegebenen Tagen erfolgen. Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Zusatzkarten. Die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter sowie die Zulagekarten für Lang- und Nachtarbeiter werden wie folgt ausgegeben: Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben A—G am Dienstag, 26. Mai 1942, H—K am Mittwoch, 27. Mai 1942, L—Q am Donnerstag, 28. Mai 1942, R, S, Sch, St am Freitag, 29. Mai 1942, in der Zeil von 8 bis 12% und von 14% bis 17 Uhr, T—Z am Samstag, 30. Mai 1942, nur in der Zeit von 8 bis 12% Uhr. Die vorgeschriebenen Bescheinigungen sind hierbei vorzulegen, und die im 36. Versorgungsabschnitt nicht verausgabten Karten sind zurückzugeben. Gießen, den 23. Mai 1942. 1712D Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. ______ - Ernährungsamt Abt. B. pralinenverieilüng^ Die in Gießen wohnhaften Verbraucher erhalten nach nachstehendem Plan in der Zeit vom 26. bis einschließlich 30. Mai 1942 gegen Vorlage der Rährmittelkarte 36 und des roten haushaltsaus- weifes in den durch Aushang gekennzeichneten Geschäften je Person 62,5 Gramm Pralinen, Verbraucher mit den Anfangsbuchstaben a — - - - 26. Mai Licher Vßßrrsftmavkt Schweine- und Krämermarkt Dienstag, den 26. Mat i$4<2 Auftriebszeit von 8—8% Uhr Bei Beschickung des Schweinemarktes sind die seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Lieh, den 20. Mai 1942. nis0 Der Bürgermeister: Geil. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem grauen Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. Im Interesse einer restlosen Erfassung des Altpapiers müssen sämtliche Reste der Karten des 35. Versorgungsabschnittes zu- rückgegeben werden. II. Sofort bei, Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachzuprüfen. Spätere Beanstandungen find zwecklos. III. Die Bestellscheine der Eier-, Fett- und Marmeladekarten müssen bis spätestens Samstag, 30. Mai 1942, bei den Warenverteilern eingereicht werden, da sonst nicht mit einer Pe- lieferung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. IV. lieber die Umwandluna von Bestellscheinen der Eierkarte in Berechtigungsscheine ergeht besondere Bekanntmachung. V. Alle Personen, die Rühe, Ziegen oder Schafe zur Eigenversorgung mit Milch sowie alle Geflügelhalter, die Hühner oder Enten zur Eigenversorgung mit Eiern halten, haben dies bei der Rartenausgabe unaufgefordert der Ausgabestelle zu melden. VI. Vom 1. Juni 1942 ab wird entrahmte Frischmilch nur noch gegen Bezugsausweis abgegeben. Diesen erhalten alle Personen über 6 Jahre, die nicht Selbstversorger der Gruppe A oder Selbstversorger mit Butter sind. Der Milchverteiler versieht den Bezugsausweis mit Datum und Firmenstempel und trennt den Kontrollabschnitt und den ersten Bestellschein ob; her Ausweis selbst verbleibt im Besitz des Bezugsberechtigten. Innerhalb der Geltungsdauer (l.Juni bis 15. November 1942) kann der Verbraucher zweimal den Milchverteiler wechseln. VII. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind ungültig und dürfen nicht beliefert werden. VIII. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß verlorene Lebensmittelkarten nicht erseht werden: dahingehende Anträge sind zwecklos. IX. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß alle Lebensmitteltartenabschnitte nur während der aufgedruckten Gültigkeitsdauer beliefert werden dürfen. Die Darenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig. X. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe nicht angenommen. Gießen, den 23. Mai 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsomt Abt. B. Der Arzt warnt vor einem einfadien Heftpflaster, vielmehr empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also Traumaplast mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt. WA\ 2n Apotheken, Drogerien u. Fachgeschäften erhäli ieses WAREN ZEICHEN ip>unEiR. ' / Füße erhihi, / überangestrengh ' brennend? der Fabrik ehern, pharm. Präparate H.O. ALBERTWEBER Magdeburg-W., Belforter Sfr. 23 war o. o. für Sie bisher das Zeichen des Vertrauens für meine bewährten Kräuter, tablelten H. W. M. 86, deren Herstellung z. Z. in der allen zuverlässigen-Qualilät nicht mehr möglich Ist. Im Interesse der Verbraucher ist deshalb bis auf weiteres die Fabrikation meiner Kräulertablelten H. W. M. 86 eingestellt worden. IchbitteSiejedoch.meinenKräulertableflen H. W. 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Denn daraus muß ja er ff lebenserhaltende Kraft, Energie gemacht werden. Das besorgt das Ditamirj Bi.lOOglierhers enthalt ungefähr soviel üitamiro Bi, wie ein erwachsenes täglich braucht Oos meiste Vitamin Bi enthält übrigens dis Bierhefe, und mit diesem kostbaren Wirkstoff aus der liefe ist unser Ditamalj-Einfachbiec angereichert. Es ist also wohlschmeckendes Genußmittel, bekömmlicher Durstlöscker und Ditaminspender zugleich, alkoholarm VUfÜUflNnR vitaminreich (BJ Ab er z Zt denen lassen, die's am nötigsten haben} Und: nicht schimpfen, wenn Sie's nicht immer bsq kommen. Das wird auch wieder anders» ** AUßini f*ast allesVleh futter ist reich an Vitamin Bl — oft so reich, daß die Tiere Vitaminüberschuß haben, der in Herz, Leber, Nieren usw. abgelagert wird. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Müeiuiker Höher. Beamter, Dr., 50er, durch ungl. Ehe enttäuscht u. vereinsamt, sucktgebild. 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