192. Jahrgang Nr. 301 ttncbeint täglich, außer Sonntags und (VeiertQfl® Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle BeznaSvreiSr ?ÄÄ6i£:”4ä auch bei Niebterf^etnen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Eichener Anzeiger vienriag, 22. Dezember 194> Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer btl 8'/. Uhr deSiöorntittag» Anzetaen-P reite für die Shlltmfter-Bdlt von 22 Millimeter Breite: 7 Not. für frrnnilterum- zeigen und privat« Gelegenheitsanzeigen 14Rpf. t. Werbeanzeigen und getchätlltche GeisgenvettSanzeige« Platzvortchrtft l vorherig« Bereinbanmg) 2R*/e mehr General-Anzeiger für Oberhefien Spanien im Spannungsfew. Von unserem R. «.-Berichterstatter. Madrid, im Dezember 1942. Öor Jahresende ist Spanien in das strategische Spannungsfeld dieses Weltkrieges gerückt worden. Durch die Landung britischer und amerikanischer Truppen in Französisch-Nordafrika sind auf afrika- nischem Festland Spanisch-Marokko, im Atlantik die Kanarischen Inseln, im Mittelmeer die Balearen direkt bedroht, abgesehen von anderen Gefahren, die man hier nicht als unmittelbar empfindet. Spanisch. Marokko wird von den USA. und England zur Sicherung der Meerenge und sozusagen als Rücken- deckung für die Festung Gibraltar benötigt: die Kanarischen Inseln als Nachschubbasis für den Verkehr ouf dem Atlantik, der durch deutsche U-Boote ge- fährdet ist; die Balearen mit ihren günstigen Voraussetzungen für Flugplatzanlagen als Wachtposten im westlichen Mittelmeer und als Sprungbrett gegen Europa. Das sind die Ergebnisse der britisch- amerikanischen Aktion in Nordafrika von Spanien aus gesehen. Das sind die Tatsachen, mit denen sich Spanien ouseinandersetzen muß. Diese Auseinandersetzung vollzieht sich sowohl auf außenpolitischem als auch auf innerpolitischem Gebiet. Außenpolitik wird in Madrid nicht nur mit Mitteln der Diplomatie, sondern auch mit denen der Militärpolitik gemacht. In den Zeiten, als man in dieser Beziehung hier noch Unterschiede gelten lassen konnte, lag die Außenpolitik in den Händen von Serrano Suner und die Militärpolitik in denen von Generalleutnant Barela. Am 3. September hat der Staatschef Ser- rano Suner durchJordana und Varela durch Äsen- fron ersetzt. Der Wechsel hatte die Bedeutung einer Dereinyeitlichung. Die Aktionen der Diplomatie und der Wehrmacht wurden Persönlichkeiten anvertraut, deren enge Bindung zum Staatschef ein gemeinsames Vorgehen gewährleistete. So entstand ein organisches Zusammenspiel, eine Tatsache, die bei der diplomatischen Behandlung der britisch-nordamerikanischen Erklärung zu den Ereignissen in Nordafrika und bei, der Durchführung der spanischen Teilmobilisierüng klar und deutlich geworden ist. Unter dem Druck der neuesten Gefahren haben auf dem Gebiet der Innenpolitik Versuche zur Vereinheitlichung stattgefunden. Es zeigte sich aber, daß die Koalition von 1936 sich dem Wandel der Zeit nicht entziehen konnte. Das wurde vor allem bei' der Zusammensetzung des neuen Nationalrates der Falange klar. Einige Männer, die früher an ihm beteiligt gewesen waren, so der frühere Kultusminister Sainz Rodriauez, wurden aus Gründen der staatlichen Sicherheit ferngehalten. Andere, die früher auch beteiligt gewesen waren, und denen man ehren Ratssessel anbot, so der frühere Justizminister und derzeitige Präsident der Deputation Navarra, Graf Rodesno, baten, nicht ernannt zu werden. Es er- wies sich, daß hauptsächlich die Monarchisten sich zurückhielten. Damit ist die alte Koalition hinfällig geworden. Unter diesen Umständen ist es in Spanien notwendig geworden, zu allgemein gültigeren Grundsätzen zurückzukehren. Das Jahr 1942 hat den paradox klingenden Beweis erbracht, daß mit den Gegebenheiten der Jnnenpolik hier keine Innenpolitik zu führen war. An ihre Stelle trat Per- sönlichkeitspolittk. Die Persönlichkeit des Staatschefs, die in Spanien schon die Bedeutung einer Institution besitzt, ist das Maß der Dinge geworden. Um ihn wird ein Kreis verläßlicher Männer gruppiert. Sie werden in der spanischen Cortes, die am 17. Juli neu errichtet worden ist, versammelt werden. Sie besitzen ein persönliches, politisch freies Verhältnis zum Caudillo. Man hat versucht, die wertvollen Elemente, die zur Verfügung stehen, aus politischen Bindungen zu lösen. Das ist der innerpolitische ^rozeh, der sich 1942 in Spanien vollzogen hat, und der nach Bereinigung einiger Schwierigkeiten als gelungen bezeichnet werden kann. Dieser Uebergang aus dem Politischen ins Persönliche — übrigens eine echt spanische Lösung v- hat eine Gruppe von Männern zusammengeführt, die sämtlich klare und unmißverständliche Züge aufweisen: autoritär und antiliberal, national und antikommunistisch. Portugal in -er Gefahrenzone. Bon unserem tz. K.-Berichterstatter. Lissabon, im Dezember 1942. Die letzten zwölf Monate haben Portugal näher an den Rand des Krieges gebracht als man befürchtete. Während man im letzten Jahr, nachdem japanische Truppen den vorher von australischen und holländischen Streitkräften angegriffenen portu- aiesischen Teil der Insel Timor besetzt hatten, einen degner in J a pan vermutete, haben zwölf Monate Krieg im Fernen Osten und die wenigen Wochen der Kriegführung in Nordwest- und Westafrika ge- eigt, daß Japan, ebenso wie seine Bundesgenossen in Europa, die Neutralität respektiert hat, selbst in Mäcao, der im Schußfeld der japanischen Batterien von Hongkong liegenden portugiesischen Be- itzung. Britische und amerikanische Flugzeuge haben »agegen zu Hunderten nicht nur weit abgelegene Kolonialgebiete angegriffen, sondern auch das Heimatland Portugal wiederholt überflogen, ohne daß die Regierungen in London und Washington es für nötig hielten, neue Anweisungen an die Luftwaffe zu geben, ober sich auf diplomatischem Wege zu entschuldigen. _ , v . Auf wirtschaftlichem Gebiet taten England und die USA. alles, um die Ernährungslage Portugals zu erschweren, den Import von Rohstoffen zu unterbinden und die Brennstoffzufuhr abzuschneiden in der Hoffnung, hiermit innerpolitische Voraussetzungen für einen Umsturz zu schaffen, Mfen Ziel es ein sollte, nicht neutral gesinnte Elemente ans Ruder zu bringen. In den Kolonien und auf den atlantischen Besitzungen wurde eine lebhafte bnti che Propaganda entwickelt. Man tat sich mit Anarchisten, Baullisten und enttäuschten Emigranten jammen und versuchte alles, um Salazar und dem Staat Präsidenten, General Carmona, die Arbeit zu er- chweren. Doch hat sich bis heute gezeigt, daß Unruheherde, die zweifellos vorhanden waren, beseitigt werden konnten, daß Streiks, von denen man in London und Washington hoffte, sie wurden das Land ergreifen, abgeschlagen wurden und die Reu tralität, soweit sie unter den gegebenen Umstanden und der geographischen Lage Portugals.^rhaup streng eingehalten werden kann, nach wie vo Hauptmerkmal der portugiesischen Außenpolitik dar stellt. , K Salazar hat es trotz aller Drohungen und Ver- sprechungen auf wirtschaftlichem Portugal außerhalb des Krieges zu halten obgleich die Einbeziehung der brasilianischen ^chternatton in die Reihe der Kriegführenden zunachsi den. Ein druck größerer Rückwirkungen in der portugiesischen OefftntW h-rvorries. Di- Op°r°ki°n«nd-durch d-n britisch-amerikanischen Anffnfs sr°nz°I>sch- Dsbiet in Afrika in Gang flerommen firü>, »oben 3U einer erneuten Beunruhigung IN D°"ugal beige Iraflen. Die am Tage der Besetzung N°rd- un» W°£ gfrikas van England und der UE. abgegebenen Derlickerunaen die Neutralität und Integrität oes ÄSatkn Umst-md-nzu «fprftaennjhnb m Liss-ban nicht ahne Mißtrauen au genammm ivardem Sie wunden mit einer Machunq beantwortet, die -iwar Nicht, nien der Oefsentlichkeit mitgete.lt wurde, aber Do Cindi W\ V ?1907 ^,-ies >Ärg n ^erglkich L löiirtM Das Aeffchen Mitt. Menschengesicht und Goldhähnchenstimme. Nietzsche" llstoi" (1$ xthe" (1$ Licht Aratzbut! B er 1 % llmve 'neueü < yfrer Ort in Indien herrschende Mangel an Chinin hat in Indien bereits etwa eine Million Menschenleben gekostet. Die zur Zett in Indien grassierende Mala r i a e p i d e m i e wird von der britischen Regierung als die bösartigste seit hundert Jahren bezeichnet. Die englische Regierung in Neu Delhi hat alle erreichbaren Chininvorräte für die britischen Truppen und Beamten deschlagnahm.t. Ms Folge dieser Maßnahmen ist Chinin säst nur noch im Schleichhandel zu unerschwinglichen Preisen erhäWch. In national, indischen Kreisen Bangkoks glaubt man, daß.20 000 von den Engländern gefangen gesetzte indische Na- ttonalisten die Malariaepidemie 'kaum überleben dürsten. Mißstände in der englischen Flugzeugproduktion. Stockholrn, 21. Dez. (Europapreß.) Der neue Minister für die Flugzeugproduktion, Stafford Cripps, schilderte in einer Rundfunkansprache Mißstände, die er bei einer kurzen Inspektionsreise durch Flugzeugfabriken festgestellt hat. Ein neuer Direktor, der „diktatorische Vollmachten" erhielt, werde nun diesen Mißständen entgegenarbeiten, da England es sich nicht leisten könne, die Vergeudung von Arbeit durch schlechte Leitung der Betriebe oder durch Fehlen am Arbeitsplatz zu dulden. „Wenn wir nicht im vergangenen Jahr unnötige Ausfälle gehabt hätten, würden wir jetzt über eine heträcht- liH größere Zahl von Flugzeugen verfügen", erklärte Cripps. Er warnte davor, über Nachkriegsinteressen und Spekulationen einzelner Gruppen, die jetzt England so unentbehrlichen Leistungen zu vernachlässigen. len . uefroren W h' -Jahre oreichi'ch pro ich länge' Lber den -Lsbriefe । Prosesso kr Univk tipp Will gebürtige: neuere tu z wurde £ . Seine englischen Hetze kommen ohne Schwierigkeit neue französische Arbeiter nach Deutschland und gliedern sich zur vollsten Zufriedenheit in den Produktionsprozeß ein. Auch die vielen Ostarbeiter, die jahp zehntelang der Beeinflussung durch den Bolschewismus unterlagen, arbeiten mtt ihrem ganzen Können mit Munst er, die 1528 in Basel gedruckt wurde, sowie das „Städtebuch" von Georg Braun aus Köln um 1600. Jedes dieser Werke ist in seiner Art ein ruhmvolles Zeugnis deutschen Wissens und mehr noch deutschen Kunstschaffens. Aber keins ist fo allumfassend und so ausschließlich auf das Leben des deutschen Volkes ausgerichtet wie die Topographie Merians, fo daß man sie Mt gutem Recht als das erste Bildwerk über Deutschland bezeichnen kann. In ihm wird eine Ueberschau über die Kultur gegeben, wie sie sich in den Städten und Länd- chaften des ganzen deutschen Sprachgebietes wider- piegelt. Das Werk ist mit weit über 1000 Kupferstichen geschmückt. Sie geben von den Städten in der Hauptsache Ansichten aus der Vogelschau, von manchen aber auch nur Grundrisse. Ebenso wird geschichtlichen Begebenheiten, wie Belagerungen, seltenen Alterumsfunden sowie Denkmälern der Vorzeit ausgiebige Beachtung geschenkt. Merians Liebe gehört, seiner Herkunft gemäß, den Städten. Sie sind ihm die'bewaffneten Hüter der deutschen Kultur. Starke Mauern umgeben sie, über den Toren wölben sich trutzige Wachtürme, dem Häusermeer aber entspringen die kunstvollen Aufbauten der-Dome, Kirchen und Klöster wie die Erker und Giebel der Rathäuser und Patrizierwohnungen. Besondere Sorgfalt wird auf die Bastionen in oder vor den Stadtmauern verwandt. Gern läßt Merian den Beschauer einen Blick in das Innere der Städte tun. Meisterstücke in dieser Beziehung sind die Marktplätze von München und Bremen Sonst erweisen sich die Bilder der vielen freien Reichsstädte in dem Bande Schwaben als ungewöhnlich dankbar, weil hier die alte Reichsherrlichkeit am sinnfälligsten zutage tritt. Einen großen Teil der Kupferstiche hat Merian selbst gefertigt, besonders im Bereich Süd- und Mitteldeutschland. Für das Elsaß hat er auch selbst den Text abgefaßt, wie er unter diesem angibt. Sonst haben ihm wohl für die Kupferstiche seine Sohne Matthaeus und Kaspar geholfen, von denen der elftere nicht nur 1650 den Verlag des Vaters übernahm, sondern auch in seiner Zeit den Ruf eines bedeutenden Porträtmalers genoß. Etwa die Hälfte des Werkes ist bis 1650 unmittelbar unter Des Meisters Einwirkung entstanden. Dann nahm ihm der Tod den Stichel aus der Hand, lichte Hera •Xitel „Ei Der in Alter Ausgeber jfeffor Dc. i Weimar H der G kn Goelh itm, ein B : der Gele it Gräfs Mißen E i Ehrenmi in der g i Ikiite Frankreich! iTiontagv 6er in P< M Reg, s Freitag 16 U62 Wiegt Dc lurch so c -nb» und (£ Mnt wer! fpanifc l-nge, Gei Üer Aar lande bi : verliehen, linde Aus ^gegrünt onalig eim 2)er Utftiti ist schon feit Jahrhunderten nach Europa gelangt, besonders die Damen des Zarenhofes hielten ihn an Stelle von Schoßhündchen, und wirklich hat er von allen Affen das sanfteste Naturell. Im Urwald nährt er sich nicht nur von Früchten, fonbetn er hasckt auch Fliegen und Schmetterlinge, er fangt auch den Kolibri, wenn er kann. Er bewegt sich beim Laufen auf allen Vieren, das Hinter- ieil bßi sti"en flinken Sprüngen in die Höhe. Das Weibchen bringt zwei oder drei Junge zur Welt, für Affen eine hohe Zahl, die nur bei Krallen- asschen üblich ist; denn sonst bekommen die Affen tewetls nur ein Junges, Aber der kleine Uistiti Bilderbuch deutscher Landschaft. Merians „Topographia / Germaniae“. 1642. Deutschland ist durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstet. Mit den letzten Kräften ringt man jahrelang in Münster und Osnabrück um den Frieden. Da faßt in Frankfurt a. M. der 1593 in Basel geborene Verleger und Kupferstecher Matthaeus M e r i a n den Plan, in seinem Verlag ein Bildwerk erscheinen zu lassen, das ganz Deutschland während der blühenden Vergangenheit vor dem Kriege in Bild und Wort umgreift und gewifsermaßen als stolzes Erinnerungszeichen für die kommenden Geschlechter ststhält. Dieser Plgn ist tatsächlich in der „Topographia Germaniae", der Ortsbeschreibung Deutschlands, verwirklicht worden. Der erste ihrer 30 Bände erschien 1642 und behandelte Merians engere Heimat, die Schweiz. In den nächsten Jahren folgten, von Süden nach Nprden gehend, die übrigen Landesteile. 1655'war mit Niederdeutschland und Burgund das eigentliche Deutsche Reich abgeschlossen. Doch rechnet man zu dem Werk noch 13 Bände über Gallien sowie einen über die Stadt Rom und Italien. Ein Generalregister kam 1672 und 1726 heraus, das jedesmal den vielfachen Neuauflagen wie den Nachträgen und Anhängen Rechnung trug. Meriaps Werk war nicht das erste dieser Art. Als feine Vorläufer muß man anfehen die Weltchronik des Nürnbergers Hartmann Sch edel von 1493, die wegen ihrer ausgezeichneten Städtean- sichten nicht nur im Zeitalter der Reformation sich einer weitverbreiteten Beliebtheit erfreute, sondern auch m unserer Zett durch einen wohlgelungenen Neudruck sich abermals viele Freunde erworben hat, ferner die „Cosmographia universales", die allgemeine Deltbeschreibung, des. Rheinhessen Sebastian Rückständiger Urlaub in der Wirtschaft Enffprechend der bereits in den Vorjahren getroffenen Regelung kann der rückständige Urlaub aus dem Jahre 1942 in der privaten Wirtschaft nach bis zum 30. Juni 1943 gegeben werden. Falls infolge der Kriegsverhältnisse ausnahmsweise der Urlaub auch bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erteilt werden kann, ist ab L 7.1943 feine Abgeltung zulässig, wenn der UrlauÜ drei Wachen nicht übersteigt. Jugendlichen Gefolgschaftsmitgliedern ist in jedem Falle Urlaubsfreizeit zu gewähren, ebenso Gefolgschaftsmitgliedern über 18 Jahren, die für 1941 keine Urlaubsfreizeit erhalten konnten. Kunft und Wissenschaft. H ochschulnachrichten. Im fast vollendeten 76. Lebensjahr starb der m o. Professor für Gynäkologie an der Universität Kiel, Dr. med. Karl Holzapfel. Er war tn Neuyork geboren, studierte in Würzburg, Berlin und Straßburg, war Assistent in Straßburg, Erlangen und Kiel und habilitierte sich 1899 dort, ueber 40 Jahre hat er als ein in ganz Schleswig- Holstein gesuchter Frauenarzt gewirkt. Seine technische Begabung entwickette zahlreiche gebürt sh ilf« uche und operationstechnische Verbesserungen. — Stabsarzt Dr. Heinrich Niemeyer, Assistent an der UmoersiLätssrauenklinik Tübingen, ist am 29. November 1942 in Smolensk gestorben. Nie- meyer, der 1906 in Wattenscheid geboren mar,1 gehörte seit 1934 der Tübinger Klinik an. Seit Krieas- begmn stand er im Feld, zuletzt als Truppenarzt lm Osten. -- Ein Institut für gerichtliche Medizin wurde in diesen Tagen an der Universität Freiburg eröffnet. Zum Leiter wurde Dozent Dr. Herbert Elbel ernannt. Dr. Elbel wurde 1907 in St. Martin (Kärnten) geboren. Er studierte m Innsbruck und habilitierte sich 1937 in Göttingen. 1938 erhielt er in Heidelberg eine Dozentur — Dozent Dr, phil, habil. Wilhelm Eppler von' der anderen Verräter de Gaulle. Die englische Dirffchaft hat allen Grund zu fürchten, von den Juden in Washington erdrückt zu werden. Dazu kommt Stalin, der seine Aspirationen über Europa als dritter im Bunde einmal mit Churchill und dann mit Roose- velt abspricht und hofft, alle beide verschlingen zu können, nachdem er Europa bolschewisiert hat. Ein sauberes Kleeblatt, in dem der eine den anderen ZU betrügen versucht, um ihn später zu vernichten. Das ist die „Demokratie" von Roosevelts oder Churchills oder Stalins Gnaden, die je nach ihren Befürwortern amerikanisch, ober englisch ober bolschewistisch schimmert, immer aber den Sinn eines brutalen Imperialismus hat, der darauf ausgeht, das Dasein der anderen zu vernichten. Die Welt ist von diesen Gegensätzen -erfüllt, sie werden nicht einmal geleugnet. Hinter dem Phrasenmantel der „Demokratie" lauert der Dolch auf den „Freund" und fo ist dieser Krieg zu einem Krieg der „Alliierten" gegeneinander geworden und einer fürchtet den anderen! Die Bösartigkeit Churchills geht an ihrem eigenen Gift zugrunde. Er hatte sich wider besseres Wissen, die Folgen seines Krieges fürchtend,' erdreistet, über Mussolini und Italien Schauermärchen der englischen Lügenpresse in aller Oeffentlichkeit zu erzählen. Mussoline hat vor seinem Volke die einzig würdige Antwort darauf erteilt: „Für das italienische Volk gibt es nur eine einzige Aufgabe, bie heißt: Kämpfen, unb zwar Schulter an Schulter zusammen mit Deutsch land." Der englisch-amerikanische Nachrichtendienst hat auf Befehl Churchills Mussolinis Antwort verschwiegen, das ist bezeichnend nicht nur für Churchills Charakter, sondern auch für die Lage der Briten und der Dankees, die von ihren Kriegsverbrechern in Lüge unb Dummheit gehalten werden. Jetzt gibt selbst der englische Admiral Richmond zu: „Alle alliierten Feldzüge find bisher defensiv verlaufen", jetzt werden nicht nur vom USA.-Abgeordneten Mel Maas aus Minnesota Rdosevelt Lüge unb Verschleierungen, vorgeworfen, jetzt schreibt auch bie Zeitschrift „Time", Millionen Bolschewisten müßten diesen Winter an Hunger sterben. Ein stärkerer unb einiger Wille, eine neue unb bessere Weltanschauung wird diese auseinanöerftrebenben Kräfte der Zersetzung vernichten. Die Spldaten Deutschlands, Italiens unb Japans und ihre Verbündeten kämpfen dafür auf den Schlachtfeldern der Welt. Unb sie kämpfen in einer Siegesgewißheit unb Eintracht, bie ihre Führer auch in ber politischen Zielsetzung gestaltet haben. Geschloffene Führung unb gemein? sames Ziel, beides haben wir, und die Mächte ber Plutokratie unb des Bolschewismus werden daran zugrunde gehen. Neditsch warnt das serbische Volk vor England. B e l g r a d, 21. Dez. (DNB.) Am Sonntag wandte sich Ministerpräsident General Neditsch über den Belgrader Rundfunk erneut an bas serbische Volk. Er nahm scharf gegen bie englische Politik unb deren Versuche Stellung, das serbische Volk wie irgendein beliebiges Kolonialvolk für Englands Ziele zu opfern. Er rief das serbische Volk auf, an den Folgen der Tätigkett eines Dras cha Mihailo- witsch den Wert seines Werkes zu beurteilen. General Neditsch kündigte an, daß er mit allen Mit- teln gegen Drascha Mihailowitsch und alle Anhänger Londons.vorgehen werde: „Die Rettung des Vaterlandes ist bas. oberste Gesetz, unb ich werbe es bis zum Ende erfüllen", schloß ber MinisterpräsÄent. Wangtschmgweis Besuch in Tokio. Tokiä, 22. Dez. (Europapreß.) Der Präsident der chinesischen Nationalregierung, W a n g t s ch i n g- w e i, wurde in Tokio durch den japanischen Premierminister T o j o , den Außenminister T a n i und den Großostasienminister Kazuo Aoki empfangen. Wangtschingwei hatte nach seinem Empfang durch den Tenno eine Reihe von Besprechungen mit Premierminister Tojo und anderen Ministern. Vor der Presie bekundete Wangtschingwei erneut bie Ent- : schlossenheit Chinas zur rückhaltlosen Zi^- ‘ iammenarbeit mit Japan und betonte, baß feine Besprechungen mit ben japanischen Ministern ' Zu einer vollständigen Uebereinftimmung ber Auffassungen über bas Zusammenwirken beiber Ratio- nen geführt Hätten. Die chinesische Nationalregierung fei fest enffchlosfen, die völkische Kraft Chinas zu < sieben, um Japan in seinem Kampf Unterstützung ge- - wahren zu können. Malariaepidemie inIndien ohne Chinin , Bun gkok, 21. Dez. (Europapreß.) Der nach t dem Verlust von Niederländisch-Jndien und Malaya i Büchertisch. —- Wilhelm Fredemann: Der schwarze H e s s e. 76 Setten. Rütten 6- Loening Verlag, Pots- bum 1942. — „Etwas von ben alten Zetten aufzu- schreiben — bas wäre eine Aufgabe für einen ENN, ber mst ber Feber umgehen und im Winter mit der Zett nicht fertig werden kann ..." Dieser Satz aus der Einleitung klingt so, als ob der Er- zähler sich selber gleichsam habe bas Stichwort geben wollen. Ein wenig später findet man bann Die Aufzeichnung aus einem alten Gemeindekirchen- buch, bie gewissermaßen bie Keimzelle ber Erzählung bilbet: „Am 17. July würbe eine fterbenbe Sol- datenfrawe am Wege aufgefunben, welche vor ihrem Enbe angab, aus Hessen zu kommen, allwo ihr Mann nach Amerika in ben Krieg verschicket sei. Gute Leute in Köntrup haben sich bes Knaben erbarmet und ihn in ihr Haus genommen." Die Gemilchte des hessischen Findelkindes bildet ben Inhalt ber Erzählung; es ist ein einfaches, bäuerliches Schicksal, das sich da um die Franzosenzeit, als Napoleon zum Zuge nach Rußland rüstete, erfüllt: eine schlichte, wortkarge Geschichte, in ber Liebe unb Haß, Eifersucht unb gütige Opferbereitschaft dis menschlich bewegenden Triebkräfte der sparsamen Handlung bilden. Der Stil, die landschaftliche Um« wett unb das Thema der Erzählung, die übrigens schon im 30. Tausend erscheint, mögen den Äser manchmal an Hermann Löns erinnern. Hans Th^riofc fol ? Ne. 6k „Nm e an der Reichsunioersi. 8 Straßburg nnt der Wahrnehmung des Faches Mineralogie beauftragt - Professor Sari M ägd-. ,-u >st,m dre ft-.e Planstelle eines wissen,chaft- ch-n R?ts am Botamschen Institut der R^chs- i«i‘«rf'f5*7 Straßburg emgewiesen. Magdefrau tiirbe 1907 tn Jena geboren und habilitierte fick 936 m Erlangen. - Dozent Dr. phil. nat. habil fnton Kresselbach wurde Der Reichsuniversität ütra&bmrg mit Der Verpflichtung überwiesen, die -Scher Entwicklungsmechanik, Entwicklungsgeschichte mb vergleichende Anatomie zu vertreten. Dr Kies, tibad) wurde 1907 m Kempemch (Kreis Mayen) «froren. Er habilitierte sich 1939 in Greifswald JiD MNg noch im selben Jahr nach Frankfurt. - v-ent Dr.phil Martin Göhring wurde mit Der Wahrnehmung des neu errichteten außerordentlichen «hrstuhls für politische AuslanDskunde. insbeson- ere Geschichte Westeuropas, an Der Reichsuniversi- ü Straßburg betraut. Göhring ist 1903 in Ostdorf Württemberg) geboren. Er studierte in Tübingen, ;atis, Halle und Kiel und promovierte 1932 in hei, wo er sich 1938 habilitierte. 1939 wurde ihm n Der Universität Halle Die Dozentur für mittlere mb neuert» Geschichte erteilt. — In diesen Tagen dert Der Ordinarius Der Rechts- und Staatswissenhasten an Der Universität Wien, Professor Dr -uftao Walker, fein goldenes Doktorjubiläum 366 geboren, studierte er in Wien, Leipzig und »öttingen, habilitierte sich 1898 in Wien, war nige Jahre an Der Universität Innsbruck unD tzrte Dann nach Wien zurück. Er ist Präsident Des österreichischen Wrechnungshofes. Mehr Einsicht beim Ileischeinkauf! SS« 3.W lag, a> -en, no ifl ,$u yu jLUicuig zinyvuui wul, uu» pauvui Aufnahmeneigung begegnete, mit etwa 89,5 ochenschluß tariert. * u™' keiner am Wochenschluß tajii Der An! Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange K. Verlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans BeL Anzeigenpretsliste Nr. 6 ’ g. unt. 06727 o. Gieß. Anz. Gießen, Am Riegelpfad 32. 921D / POSTSCHECKDIENST billige un6are Zahlungswelse! Auskunft bei allen Postämtern DEUTSCHE REICHSPOST KNORR MULCUTO SCHRÄGSCHNITT An, an Sobald man aus dem Zimmer geht, man hinter sich das Licht ausdreht! Die bequeme, schnelle und Verletzen * unmöglich D.R.R 48368t ’einßnauß, fohbp. I Ordnungsstrafe von 3000 RM. genommen — außer, dem Rühl mit sofortiger Wirkung jegliche Tätigkeit im Handel mit Textilwaren untersagt und des Geschäft des Rühl in Büdingen sowie die Filiale in Emmendingen in Baden ab sofort geschlossen. Unteren Sonnige 4-Zimierwohnung gegen 4-5-3irn- mer-Wobnung in Gießen oder näherer Umgeb, sofort zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 06694 a. d.G.A. Eine Soße darf man nie zu lange kochen, da sie sonst einschmort und es wäre schade um jeden Tropfen. Kochen Sie nach unserem Rezepte den KNORR - Soßenwurfei fein zer* drücken, mit etwas Wasser glatt» rühren, ’/< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Minuten kochen. Ein Mann zumReinigen eines Bürgersteiges von Schnee gesucht. Frau Anna Möser Wwe. Zu den Mühlen 12. lo«?r. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei er Seite erbings V i Lchived >Mng am Seit Jahrzehnten Herstellerin hochwertiger Präparate auf dem Gebie» te der inneres Medizin und der Kalkan reiche mng des menschlichen Organismus. Danksagung. Für die herzlicheTeiJnahme,sowie für dieKranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Sohnes und Bruders Theodor Maid, Oberschütze in einem Landesschützen-Bataillon, sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank. Besonderen Dänk der Wehrmacht, sowie Herrn Pfarrer Keusch für die tröstenden Worte am Grabe, für die ehrenden Nachrufe und Kranzniederlegungen, und allen,die dem Verstorbenen das letzte Geleit gaben. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Familie Jobs. Maid V. Watzenborn-Steinberg, im Dezember 1042. 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Friedrich Rehnelt und Frau in Gießen ein herKiches Glückwunschschreiben des Führers übermittelt. Ferner hatten der Gauleiter und der O b e r b ü r - germeister dem Jubelpaar ihre herzlichen Glückwünsche entboten. *♦ 23 ö m Theater der Universität s- st a d t Gießen wird uns mitgeteilt: Am ersten Weihnachtstage findet die Erstaufführung von Smetanas Oper ,/DaIibor" statt. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor Söllner, szenisch wurde das Werk von Oberspielleiter Schwarze betreut, Einstudierung der Chöre Carl Willy Hahn, Bühnenbilder Karl Löffler. In den Hauptrollen wirken mit: Wolf Richter als Dalibor, Hildegard Jonas als Milada, Ludwig Druschel als König von Böhmen, Gabriele Possinke als'Jutta; Bernhard Schmitz als Kerkermeister, Peter Paul Schade als Knappe Deü, Eugen Latour als Budivej; ferner Eduard Burchard und Sophie Schärte!. Landkreis Siebe*. * Holzheim, 22. Dez. Der Landwirt und ^hiesige Untergruppenführer des Reichsluftschutzbundes Jakob Karl Jung und Ehefrau Katharine Elise, geb. Grieb, können am morgigen Mittwoch, 23. Dezember, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 22. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 68 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 35 bis 40 RM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 40 bis 50, 8 bis 10 Wochen alte 50 bis 60 RM. das Stück. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt. DasVolksbad ist amDonnerstag, 24.Desember 1942, von 9 bis 15 Uhr durchgehend geöffnet. Während der Feiertage und vom 28. Dezember 1942 bis einschl. 4. Januar 1943 wegen Instandsetzungsarbeiten geschlossen. i Ab 5. Januar 1943 Dienstags, Mittwochs, Donnerstags von 14 bis 19 Uhr, Freitags und Samstags von 10 bis 19 Uhr 3852 A durchgehend geöffnet. Kassenschluß % Stunde vorher. K tdr e i rer Materialverknappung zu rechnen, so daß wieder, um eine Veröffentlichung der neuen Amneldebc stimmungen für die nächsten Tage erwartet werden kann. Vielfach wurden Geldrepartierungen erfordere lich. Fester klagen u. a. Zell Waldhof, Buderus, Rheinelektra, Westd. Kaufhof, die zwischen 1 md 2 v. H. anzr^en. JG.-Farben blieben bei leichten Schwankungen bis zu 0,25 v. H. gehalten, and) Stahlverein wenig verändert. Daimler gaben ba gegen stark 1» v. H. her, aud) BMW., Lahmeyer schwächer, AEG., Klöckner und Rheinmetall ver- y loten 1,50 bis 3 v. H. Am Cinheitsmarkt fielen Mainzer Aktienbrauerei auf 145,25 zurück, Brown- • Boveri und Grün Bilfinger schwankten bei klein- -W « sten Umsatzenr, auch Moenus gaben einen Gewinn ^L^rt von 1 v. H. wieder her. Kahlgrundeisenbahn wurden nach 67 Brief später mit 65 notiert, in Der. Strohstoff lag yi 95 ständig Angebot vor, das jedoch woche mar die Stimmung an den Aktien m ä rk- t e n nicht ganz einheitlich, doch war überwiegend der Grundtvn als fest zu bezeichnen. Im HinM auf den bevorstehenden Zinstermin ist mit weite' Oarlehenserlaß für Schwerkriegsbeschädigte m der Landwirtschaft. Je nach der Länge der ununterbrochenen Tätigkeit in der Landwirtschaft werden die Tilgungs- beträae eines Ehestandsdarlehens den Angehörigen der Landbevölkerung gestundet und schließlich erlassen. Aehnliche Vergünstigungen gelten für die'unverzinslichen Einrichtungsdarlehen. Es mehren sich die Fälle, in denen Kriegsversehrte aus ihrer Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft oder als ländliche Handwerker ausscheiden müssen, die es dann als Härte empfinden, daß sie nun die Darlehen tilgen müssen. Der Reichsfinanzminister hat deshalb angeordnet, daß Kriegsversehrten, die so schwer versehrt sind, daß sie ihre landwirtschaftliche Tätigkeit zugemutet werden kann. Dies wird in der Regel erlassen sind. Da die Darlehen auch dann mit dem Ziel auf Erlaß gestundet werden, wenn nur die Ehefrau auf dem Lande tätig ist, soll vor der Entscheidung über den Darlehenserlaß auch geprüft werden, ob der Ehefrau die Fortsetzung dieser Tätigkeit zugemutet werden kann. Das wird in der Regel zu bejahen fein, wenn die Ehegatten ihren Wohnsitz in einer ländlichen Gemeinde beibehalten. Verdunk-lungszeit: 22. Dezember von 17.10 bis 8.01 Uhr. Preistreiber am Pranger. NSG. Gelegentlich der bet der Firma Wilhelm Rühl, Strumpf- und Kurzwaren, Wäsche und Damenkleidung, Büdingen, Neustadt 12, wiederholt durchgeführten Preisprüfungen ist festgestellt worden, daß der Inhaber Wilhelm Rühl die Verkaufspreise für die zum Verkauf bereitgehaltenen Waren nicht nach den einschlägigen Preisvorschriften errechnet hat. Es sind in den einzelnen Fällen Preisüberschreitungen von 15 bis 137,9 v. H. ermittelt worden. Außerdem haben in seiner Filiale in Emmendingen in Baden ebenfalls die Preisbestimmungen keine Beachtung gesunden. Weiterhin ist festgestellt worden, daß die Kennzeichnungsvorschriften des § 8 der Verordnung über die Preisbildung für Spinnstoffe und Spinnstoffwaren im Einzelhandel vom 17. September 1939 nicht berücksichtigt worden sind. Im ganzen gesehen muß gesagt werden, daß die einschlägigen Preisbestimmungen von Rühl in keiner Weise beachtet wurden, obwohl ihm die Vorschriften bekannt gewesen sind. Has von wert auszugleichen. Wenn aber die Hausfrauen aus solchen gewiß verständlichen Gründen besonders oft Knochenfleisch, frische Blutwurst, Lunge, Herz und die übrigen anrechnungsmäßig bevorzugten Artikel verlangen, so genügt die einfachste Ueberlegung, um zu sehen, wann auch dem besten Willen des Fleischers eine Grenze gesetzt ist, denn diese Artikel stellen nur einen Keinen Teil des Fleischanfalles aus dem dem Fleischer zugeteilten Schlachtvieh dar. Oft ist die Knochenfrage diskutiert. Hier ist zunächst zu beachten, daß dem Fleischer nicht sämtliche Knochen des zugeteilten Schlachtviehs verbleiben. Die Rinderunterbeine und ein Teil der Kopfknochen müssen von ihm für andere kriegswirtschaftliche' Zwecke abgeliefert werden. Ein großer Teil der Knochen geht über den Ladentisch, wenn das Fleisch mit eingewachsenen Knochen verkauft wird. Zum schieren Fleisch kann die Hausfrau für den Knochenabzug eine entsprechende Knochenbeilage verlangen. Dennoch wird es vorkommen können, daß diese Knochenbeilage in besonders gelagerten Fällen einmal nicht gleich zur Hand ist. Keinesfalls wird die Hausfrau einen regelmäßigen Anspruch auf die Bereitstellung von Knochenfleisch oder gar markenfreie Knochen erheben dürfen, da den Fleischern hierzu das Material auch bei bestem Willen nicht immer zur Verfügung steht. Beim Kauf von frischer Blutwurst ist zu beachten, daß auch diese Ware nur hergestellt werden kann, wefin genügend Blut zur Verfügung steht. -x Die Hausfrauen finden jederzeit eine gute Auswahl von Fleisch und Fleischwaren vor; sie brauchen sich also nicht auf die eine oder andere Sache zu versteifen. Rind- und Kalbfleisch steht sowohl zu Brat- als auch zu Kochzwecken in guter, ja meist sogar in überraschend guter Qualität jederzeit ausreichend zur Verfügung, und auch die Auswahl an Wurstwaren darf beträchtlich genannt werden. Für die einsichtige Haufrau bedeutet es daher fein Opfer, wenn sie ihre Wünsche dort vorübergehend zurückschrauben muß, wo sie jederzeit unbeschränkte Einkaufsmöglichkeiten schlechterdings nicht erwarten kann, weil ja Schlachtvieh nun einmal nicht nur aus den begehrteren Teilen besteht. JOHANN A.WÜLFING BERLIN SW 66 •ufgerufenen vier Eier im Augenblick zur Verfügung) $u stellen. Die Lieferung er olgt jedoch bestimmt innerhalb des Versorgungsab chnittes. Laboratorium Bierau und Müller Hindenburgwall 7 geschlossen 06701 vom 22. Dez. 1942 bis 7. Jan. 1943. Stückgutannahmeu.-ausgabebeiderReichs- bahn an Weihnachten und nach Neujahr. Eil- und Fracht-Stückgut wird am 26. und 27. Dezember 1942 und am 3. Januar 1943 angenommen und ausgeliefert. An diesen Tagen werden Sendungen auch im bahnamtlichen Rollfuhrdienst zugestellt. Die Empfänger werden gebeten, zugeführte Sendungen selbst oder durch ihre Beauftragten (Hausgemeinschaft) sofort abzunehmen. (885 äu. L" un Mlhsvelz in einem Laden Settersweg abhanden gekommen. Bitte im Fundbüro gegen gute Belohn, abgeb. (ehetiohhe m. Hausschlüssel im Hause Plack abhanden gekommen. Abzugeb. gegen Belohnung daselbst. [06713 Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Hill cand. med. Erika Hill, geb. Jörg Essen Gießen r. Z. b. d. Wiehrmacht Gaauthstrafic 26 torchHche Trauung um 14.30 Uhl in der Johanneskirche 23. Dezember 1942 ___________06709 Z