j» d jk w Samstag, 22./so Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Gefangene Briten in Dieppe Brückenkopf und an der Einschlleßungsfronf Der Wehrmachiberichi DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 21. Hug.' Das Oberkommando der Wehrmacht gibt deutsche Kampsslugienge ein seindtiches Minen,uch. hnnl linh floMvihlrtf Otl O111 ffiplf PtPC, imTTX’r. 1)12 llfi* Zchriftleitung und SeschSftrstelle: Sichen, Zchulstrahe 7-9 Seemacht in der Zukunft Von Konteradmiral Reinhold Gadow. boot und beschädigten ein weiteres schwer. Die finnische Luftwaffe versenkte am 19. und 20. August zwei Sowjetunterseeboote durch Bombentreffer. In der vergangenen Nacht führten die Sowjets Störflüge über dem Generalgouvernement und Ostdeutschland durch. Die Zivilbevölkerung in Warschau hatte durch Bombenabwürfe einige Verluste. Vereinzelte britische Kampfflugzeuge berührten nachts norddeutsches Küstengebiet. Die englische Luftwaffe verlor am Tage und im Laufe der Nacht neun Flugzeuge. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 21. August erneut den Kriegs- Hafen Portsmouth und verursachten durch Bombentreffer schweren und schwersten Kalibers Zerstörungen und Brände im Werft- und hafeu- gebiet Die feindlichen Verluste bei dem Lan- dungsverfuch an der Kanalküsle am 19. August erhöhen sich gegenüber den bisher angegebenen Zahlen auf 2095 Gefangene, darunter 617 Verwundete. Die Zahl der Gefallenen und Ertrunkenen ist noch nicht festzustellen. Die bei diesem Unternehmen abgeschossenen seindlichen Flugzeuge erhöhen sich von 112 auf 127, die eigenen Verluste vermindern sich von 37 auf 35 Flugzeuge. von Leningrad blieben erfolglos. Im Finnischen Meerbusen ^ersenkten Druck und Verlag: SrühlscheUniverfttStsdruckerei 8. Lange bekannt: Im Kaukasus sind die deutschen und ver- bündeten Truppen trotz zähen feindlichen Widerstandes in fortschreitendem Angriff. Flakartillerie schoß in der Straße von Kertsch ein Transport- schiff in Brand. 3m Asowfchen Meer versenkten deutsche Räumboote ohne eigene Verluste aus einem feindlichen Verband zwei gepanzerte artilleristisch überlegene sowjetische Bewacher, zwangen die übrigen zur Umkehr und brachten Gefangene ein. I An der Donfront scheiterten mehrere Ueber- sehversuche der Bolschewisten. Die Lustwaffe ver- senkte auf der Wolga drei Transportschiffe und befähigte einen Fluhdampfer. Ostwärts Wjasma und bei R f ch e w wurden mehrfach Bereitstellungen feindlicher Truppen durch zusammengefahtes Feuer aller Waffen und wirksame Unterstützung der Luftwaffe zerschlagen. An anderen Stellen der Front wurden Angriffe der Sowjets blutig abgewiesen. Südostwärts des Ilmensees wurden in schwierigem Kampfgelände feil mehreren Tagen eingeschlossene Kräfte des Gegners vernichtet. Feindliche Angriffe gegen einen Wolchow- für die Mittaasnummer bis 8% Uhr desBormittags Anzeiaen-Breise für die Siillimeter-Me von 22 Millimeter Breite: 7Rvi. für Aamiltenan- zeigen und vrwaie Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzeigen Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25%ment Samstag, 22.1 Sonntag, 23. August 1942 Annahme von An-einen 192. Jahrgang Nr. 197 Gricveink britischen Seemacht auf der Seebrücke nach Afrika. Die Stützpunkte Malta und Alexandria sind in ihrer Existenz bedroht, der Ausblick weist auf die völlige Verdrängung Englands aus dem mittleren und östlichen Mitteimeer einschließlich Aegyptens. In O st a f i e n ist der Rückzug Englands aus dem Chinesischen Meer, dem Sundagebiet und Bengalischen Golf besiegelt, weitere wertvolle Flottenteile gingen verlosen, mit dem Rest klammert sich die britische Macht am Rande des Indischen Ozeans fest, auf Madagaskar und Ost-Australien, hier bereits weitgehend verdrängt durch die USA. Indien, als Kern des Weltreichs und seiner Wirtschafts- und Finanzmacht, steht vor unüberfeebaren Wirren. Die Vereinigten Staaten haben, wie die allgemeine Deutung lautet, die Beerbung der britischen Machtstellung in allen Meeren, verbunden mit dem Zugriff auf alle außereuropäischen Rohstoffkammern, mit anderen Worten die universale Weltherrschaft sich zum Ziele gesetzt. In Ostasien zwar gleichfalls geschlagen und zum.Rückzug gezwungen und wertvoller Rohstoffquellen beraubt,, richten sie ihren Blick auf spätere Rückgewinnung dieser Einflußgebiete und Kontrollübernahme in Indien, zunächst jedoch auf Festsetzung in Afri ka, dessen Mitte und Südteil von ihren Sttaßen- und Flugfeldbauten überzogen wird, und das als Aufmarschgebiet eines Millivnenheeres zur „Zweiten" ober ,/Dritten Front" ausersehen ift (Denkschrift des USA.-Generalstabes vom Dezember 1941). In ihre Pläne, die aus den eingangs zitierten naiven Worten ihres Marineministers und Dielen anderen Gaskonaden ersichtlich sind, stößt jedoch die Wirk- Nack der Zerschlagung des Invasionsversuches wurden die gefangenen Briten ins Gcmrmellager ? abgeführt. — (PK.-Kriegsberichter Hausmann. fSch.j) (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) ; Istanbul, August 1942. ■ Die Bergvölker des Nordkaukasus zerfallen in der ! Hauptsache in vier große Hauptgruppen ober i Stämme: bie westlichen Abyghe, eigentlich T s ch e r - . kessen und Kabardiner, welche vorwiegend das Kuban-Gebiet und einen Teil des Terek-Gebietes ! bewohnen, weiter die Osseten, die am Lauf des . Terek-Flusses längs der berühmten Grusinischen ; Heerstraße wohnhaft sind, die T s ch e 1 s ch e n e n im mittleren Teil des Nordkaukasus und die Lesghier . ober Dqghestaner an ber Küste des Kaspischen ' Meeres. Obgleich alle diese Volksstämme, die die wichtigsten des nördlichen Kaukasus sind, unterschiedliche Sprachen sprechen, so zeigen sie hinsichtlich ihrer Sitten und Gebräuche nur unwesentliche Unterschiede auf, was auch für ihre Volkstrachten gilt. Airders verhält es sich, mtt den Religionen. Die überwiegende Mehrheit ber nordkaukasischen Dölker- ftämme bekennt sich mit großem Eifer zum Islam. Nur bei den Osseten besteht eine Ausnahme: der Adel gehört zum Islam, das Volk hat die christliche Religion angenommen. Bei den Osseten sind daher drei Viertel ber Volksangehörigen Christen, unb ein Viertel Muselmanen. Das erklärt sich leicht da- durch, baß bie Osseten von attersher enge Beziehungen mit den christlichen Georgiern pflegten. Der gleiche Umftanb hat zur Folge gehabt, daß die Osseten, als christliche Orthodoxe, den Russen näher standen als die anderen nordkaukasischen Völker unb daher noch vor der Eroberung des Kaukasus durch die Russen dem russischen Einfluß unterlagen. Das zeigt sich auch noch in ber gegenwärtigen Zeit. Trotzdem haben auch die Osseten die Sitten unb Gebräuche ber übrigen Bergstämme bewahrt unb bemühen sich, ihrer kaukasischen Abstammung unb Tradition treu zu bleiben. So tragen bie Osseten zum Beispiel zwei Namen, einen offiziellen unb einen kaukasischen. Der erste wird nur im Verkehr mit den sowjetischen Behörben angeroanbt, währenb der andere Name Gültigkeit in den Beziehungen unter den Kaukasiern hat. Schließlich hängen die Osseten auch unverrückbar fest an dem kaukasischen „Abat", b. h. ben ungeschriebenen Gesetzen ber Tradition ber Berge, die zugleich auch die sozialen Verhältnisse innerhalb der Stämme regeln. Von ben anderen Völkern des Nordkaukasus |mo am frühesten bie Lesghier zum Islam uberge- treten, unb zwar schon im achten Jahrhundert, zur Zeit, als Daghestan von den Arabern erobert wurde. Viel später erst haben die Tschetschenen bie Religion des Islam von den Lesghiem übernommen. Die Adyghe-Tscherkessen wurden im Lauf des sechsten Jahrhunderts durch die Griechen zum Christentum bekehrt und ~blieben Christen bis zum siebzehnten, teilweise bis zum achtzehnten Jahrhundert. Erst mit dem Erscheinen der Türken in der Krim unb an ber kaukasischen Küste des Schwarzen Meeres, beginnend mit dem 16. Jahrhundert, erfolgte allmählich ber Uebertritt zum Islam. Diese Islamisierung wurde besonders dadurch begünstigt, daß zur selben Zeit die Russen zum Schwarzen Meer und nach dem Nordkaukasus vorruckten und die Selbständigkeit der Tscherkessen gefährdeten. Der stetige Kampf gegen das russische Vordringen veranlaßte die Tscherkessen, vom Christentum abzula - sen und ben Islam anzunehmen. Auf diese Weise wurde tn jener Zeit schon der Eslarn zmn größten Hindernis gegen ben Einbruch der Russen m den bni lück-amerikanische Jnvasionsversuch bei Dieppe wurde völlig zerschlagen, llwch vor den ersten brach ber °°N & y I wohl auf diese neuen Anzapfungen Die jüdische Wurzel des USA.-Zmpenalismiis Von unserer Berliner Schriftleitung. Das alliierte Regime im Nahen Osten I -'n,,, neuesten Erläuterungen handelte es nur um eine „Demonstration". Die werden kaum die Ueberzeugung wird Churchill erwidern? Nach seinen sich in Dieppe Bolschewisten ^rixq sind Ihrer MEDÖI Arzne Ankara, 21. Aug. (Europapreß.) Die rücksichtslosen Anforderungen der in den Ländern des Nahen Ostens stationierten britischen Truppen an die Lebensmittelbestände dieser Gebiete haben inSyrien und Libanon, in Palästina und Aegypten, besonders aber in Iran, zu immer neuen ernsten Krisen geführt. In der iranischen Stadt Buschehr kam es nach tagelangem Brotmangel zu einer Hunger- demonstration der Bevölkerung, die sich vor drei Warenlagern versammelte und sie zu stürmen Abmahnungen nicht gewahrt wird, und er beschloß, es diesmal kurz zu machen. Pallik, der mit den Inspektoren Takacs und Molnar und dem Amtsarzt Dr. Stetka bereits vor ihm angelangt war, stellte ihn den anwesenden Gästen vor und gab ihm eine kurze Schilderung des Falles. Das Festmahl hatte um halb Sechs begonnen (es war jetzt sieben Uhr vorbei) und es waren nur Herren anwesend, acht Herren, durchweg bekannte Philatelisten, deren Namen gelegentlich aller Veranstaltungen genannt wurden, die mit dem Sammeln von Briefmarken zusammenhingen. Herrn Czikos war es gelungen, aus der aufgelösten Ferrari-Sammlung einen prächtigen Satz gebrauchter Parale-Marken des Fürstentums Moldau aus dem Jahre 181)8 um 50 00 Pengö zu erwerben, ein Gelegenheitskauf, der entsprechend gefeiert werden mußte. Die Marken waren nach dem Essen rund um den Tisch herumgereicht worden. Feder der Gäste: Török, Szendy, Szasz, Szalay, Sip, Spolarits, Balogh und Posch, hatte die vier kostbaren Marken, die sich in einer Zellophanhülle befanden, in der Hand gehabt. Als Herr Balogh die Marken unver- sehrt an Czikos, den Hausherrn, zurückreichte, war plötzlich,das elektrische Licht erloschen, ein dumpfer, undeutlicher Lärm wurde vernehmbar, ein Fluch, das Geräusch eines Schlages, — es klang, sagte Spolarits aus, als ob jemand mit einem Stock auf einen hohlen Kürbis geklopft hätte, — eine Aussage, die in Anbetracht des durch einen Hieb auf den Schädel betäubten Aladar Czikos ehren unangenehm zynischen Eindruck machte —, worauf nach ein, zwei Minuten völliger Dunkelheit der Kammerdiener Bozaros auf die glorreiche Idee kam, das Licht wieder anzudrehen. Es würde fest- gestellt, daß Herr Czikos unter dem runden Tisch lag und die Moldau-Marken verschwunden waren. Neben dem Hausherrn log eine leere Champagnerslasche, und es konnte ohne weiteres angenommen werden, daß der Räuber dem guten Czikos mit der Flasche ein bißchen grob auf den harten, grauen Churchills Abenteuer in Dieppe hat sich zu einer militärischen und politischen Katastrophe größten Ausmaßes entwickelt. Die Niederlage, die die Engländer und ihre Hilfsvölker erlitten haben, ist so vernichtend, daß man in London das Kind nicht einmal mehr beim richtigen Namen zu nennen wagt. Wenn die Agitätion so weiter geht, wird aus dem Unternehmen in den Berichten der Engländer schließlich nur noch ein Spähtruppunternehmen werden. In Wirklichkeit war es der Versuch, die zweite Front zu errichten. Dem entsprach der Einsatz der Mittel und dem entsprechen auch die Verluste, die die Briten an Flugzeugen, an Schiffen, Menschen und Material davongetragen haben. Dieser Versuch war ein Abenteuer. In deutschen Zeitungen hätte Churchill im voraus nachlesen können, wie es ihm dabei ergehen würde. So hat Reichsminister Dr. Goebbels genau vorausgesagt, was jetzt eingetreten ist. Churchill hat die Kata- stropbe also leichtfertig heraufbeschworen. Allerdings war er nicht mehr Herr seiner Entschlüsse. Er mußte Stalin gehorchen. Die Bolschewisten hotten, wie der Sender Neuyork ausgeplaudert hatte, den Briten für die Errichtung der zweiten Front ein Ultimatum gestellt. In seiner höchsten Not flog Churchill zu Stalin. Schon diese Reise war ein Vorbote der kommenden Katastrophe. Alle Welt weiß, daß Dünkirchen unmittelbar auf den Besuch Churchills im damaligen französischen Hauptquartier folgte, daß Hongkong fiel und damit der Eckpfosten der britischen Herrschaft in Ostasien ausbrach, unmittelbar nachdem Churchill bei Roosevelt gewesen war, und daß kurz nach dem zweiten Besuch Churchills in Washington den Engländern Tobruk verlorengina uftd damit für die britische Front in Afrika und die gesamte Stellung der Engländer im Nahen und Mittleren Osten eine Katastrophe heraufbeschworen wurde, deren Ausmaß noch heute nicht voll abzusehen ist. Churchills Besuche bei seinen Kumpanen haben diese Zusammenbrüche ihrer Fronten nicht etwa herbeigeführt. Das hieße Churchills Bedeutung zu hoch einschätzen. Die Katastrophen lagen vielmehr bereits in der Luft. Die Voraussetzungen dafür * v hatten die Waffen Deutschlands und seiner Verbündeten geschaffen. Im letzten Augenblick versuchte Churchill durch persönliches Eingreifen das größte Unglüct abzuwenden. In allen Fällen ist ihm das glänzend mißlungen. Heute schon erkennt man klar, daß auch sein Flug zu Stalin für Churchill und seine Kumpane unweigerlich Katastrophen im Gefolge haben wird. Der Anfang davon ist Dieppe. Das Ende wollen wir nicht prophezeien. Wir wissen, daß Stalins verzweifelte Schreie nach der zweiten Front in den katastrophalen Niederlagen der Bolschewisten ihren Ursprung hatten. Diese Schreie sind auch heute noch nicht verstummt. Der Moskauer Nachrichtendienst läßt sich durch die,Taß aus Neuyork berichten, daß auch in der USÄ.-Oeffentlichkeit die beschleunigte Errichtung der zweiten Front in Europa in verstärktem Maße gefordert werde. Was Medof sind n «rhöltli medc i^azeu Seilschaft 3m Raum von Drei. Berlin, 21. Aug. (DNB.) Im Raum nördlich Orel, führte der deutsche Vorstoß zu hartnäckigen Kämpfen mit den sich in starken, tief gestaffelten Stellungen erbittert zur Wehr setzenden Bolschewisten. Die Schwere der Kämpfe wurde durch das von langen Regenfällen versumpfte Kampfgelände noch erhöht. Trotzdem brachen die' deutschen Angriffstruppen, von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt, in die von breiten Minengürteln geschützten und dicht mit Flammenwerfern bestückten feindlichen Stellungen ein. Vergeblich versuchte der Feind seine wankende Kampffront durch Gegenangriffe mehrerer Panzerbrigaden zu entlasten. Der Einbruch in dem mehrere Kilometer tiefen, von Sümpfen durchzogenen Kampffeld des Feindes wurde i n sehr schweren Waldgefechten erweitert und gewann in dem schluchtenreichen, durch Minenfelder, Baumsperren, Panzergräben, Bunker und Stützpunkte befesttgten Gelände weiter an Boden. In ungezählten Bunkern und Kampfständen mußten die Bolschewisten vernichtet werden, bis . Stück um Stück der feindlichen Stellungen bezwungen war. Die Einschließung und Vernichtung einer 5000 Mann starken feindlichen Kampfgruppe in einem Waldgelände war das Ergebnis hervorragender kämpferischer Einzelleistungen der deutschen Infanterie. Harte Kämpfe im Kaukasus. Berlin, 21. Aug. (DNB.) 3m Kaukasusge- biet wurde im weiteren Angriff, der die deutschen, rumänischen und slowakischen Trstppen tiefer ins Gebirge hineinführte, der feindliche Widerstand in harten Kämpfen gebrochen. Schwere Gefechte entwickelten sich an Straßensperren und um zur Verteidigung ausgebaute Stützpunkte. Bei mehreren örtlichen Gegenangriffen des Feindes, bei denen die Bolschewisten auch einen Panzerzug ein- fetzten, wurden drei feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen. Zerstörerflugzeuge unterstützten die südlich des unteren Kuban und im Nordwestteil des Kaukasus vordringenden Truppen. Kleine politische Nachrichten. Am 9. August 1942 fiel bei den Kämpfen im Osten Ritterkreuzträger Helmut Schreiber- D o l k e n i n g, Hauptmann im Stabe einer Panzerdivision. Er war einer der ersten Ritterkreuzträger des Heeres. Ende Mai 1940 drang er in eine große, vorn Gegner zäh verteidigte holländische Stadt ein und hielt die gewonnene Stellung mehrere Tage hindurch gegen starke feindliche Kräfte. * Der Führer verlieh das Ritterkreuz an: Hauptmann Kahl, Hauptmann F l e ch n e r und Hauptmann Stof f regen, die Führer der Kampfgeschwader, die die Sprengung und Vernichtung des feindlichen Geleitzuges im Nördlichen Eismeer vom 4. bis 7. Juli durchführten. * Roosevelt hat eine Zusammenkunft britischer und amerikanischer Befehlshaber ins Weiße Haus ein- berufen. Unter den Eingeladenen befinden sich Admiral Cunningham, Admiral King, Harry Hopkins, General Burns und andere mit der Durchführung des Pacht- und Leihgesetzes Beauftragte. * Auf der Insel Makin, im Norden der früheren englischen Gilbert-Inseln, stationierte japanische Truppen haben 200 Amerikaner, die auf der Insel landeten, zurückgeworfen. Die Gilbert-Inseln waren bei Beginn des Krieges in Ostasien von japanischen Truppen besetzt worden. i im uw um mm tungen Großbritanniens im Nahen Osten sollen englische Kulturinstitute angegliedert werden. Ihre Aufgabe wird es fein, durch Stipendien Studenten zum Besuch britischer Lehranstalten in jenen Ländern zu bewegen und durch englisches Schrifttum Stimmung für die britische Sache zu machen. LlSA.-Truppen in Iran. Ankara, 21. Aug. (Europapreß.) Wie aus Te« heran gemeldet wird, wurden in Basra gelandete nordamerikanische Truppen, die über Bagdad gekommen waren, in der Gegend von Kermanschah in Garnison gelegt. Da damit zum erstenmal nord- amerikanische Truppen auf iranischem Gebiet stehen, gab der nordamerikanische Gesandte in Teheran im iranischen Außenministerium ähnliche Erklärungen ab, wie seinerzeit der britische Botschafter, daß die Truppen nämlich als Freunde kämen, in keiner Weise die iranische Souveränität beeinträchtigen wollten, und ihre Anwesenheit befristet sei. Willkies Reiseroute. Lissabon, 22. Aug. (Europapreß.) Zu der geplanten Reise Wendel! Willkies nach Sowjetrußland und dem Nahen Osten teilte Präsident Roosevelt mit, Willkie werde folgende Länder des Nahen Ostens besuchen: Aegypten, Saudi-Arabien, Palästina, Syrien, die Türkei, den Irak und Iran. Er werde Briefe von ihm nicht nur an verschiedene Amerikaner, sondern auch an die führenden Persönlichkeiten der genannten Länder (neben dem Brief an Stalin) überbringen. Roosevelt kann keine Truppen nach Australien transportieren. Gens, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) In dem Bericht einer nordamerikanischen Nachrichtenagentur heißt es: Eine Erklärung Roosevelts, er würde gern eine Million Soldaten nach Australien verlegen, sei jedoch nicht imstande, sie zu transportieren, unterstreicht den Ernst der Lage auf See. Der Seekrieg hat das gleiche Stadium wie im letzten Kriege erreicht, als der britische Admiral Jellicoe zugab: „Sie werden den Krieg gewinnen, wenn wir nicht die Versenkungen verhindern können, und zwar schnell." Kurssturz für indische Aktien. Stockholm, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Folgen der indischen Unruhen machen sich für Eng- land in steigendem Maße auch auf wirtschaftlichem Gebiet bemerkbar. Die Kursstürze für indische Werte griffen jetzt auch auf die Londoner Börse über. Den größten Rückgang zeigten die Eisenbahn- werte von Rohilkund und Kumaon, die um fünf Punkte fielen. Auch die bengalischen Eisenbahnwerte gaben um 3V2 Punkte nach. Von dem Sturz sind ferner die Hafenanleihen von Kalkutta betroffen. Teeaktien gingen ebenfalls zurück. Oie militärische Lage. Wenige Stunden nur lärmte der Kampf um Dieppe, dann ging das Leben wieder seinen gewohnten Gang.' Auf die bombastische Ankündigung der „Times", die am Morgen des 20. 8. verkündete,. die Stunde der großen Opfer habe geschlagen, folgte einen Tag später im Reich die nüchterne Feststellung : 10 Stunden zweite Front. — Wozu das? fragt man sich Unwillkürlich. Geschah es Stalin zuliebe? oder um die mahnenden Stimmen in England selbst zum Schweigen zu bringen? Wozu das? werden sich auch die 1506 Kanadier fragen, die nun das Völkergemisch der deutschen Gefangenenlager vermehren. Niemand außer Churchill kann diese Frage beantworten. Kurz war sein Traum von der Invasion, die nun nachträglich gar keine gewesen sein soll. „Ein Augen- blick gelebt im Paradies wird nicht zu teuer mit dem Tod gebüßt." Uns hat der Tag von Dieppe den Beweis erbracht, daß unsere Küstenab- wehr auf der Hut und stark genug ist, solche dilettantenhaften Versuche aus eigener Kraft zu bereinigen. Sehnlichst haben alle die Posten und Wachen, die Besatzungen der Batterien und Stützpunkte, des ewigen Wartens leid, auf diesen Tag gewartet, an dem der Engländer käme, und voller Neid blicken die vielen anderen auf die Kameraden von Dieppe, die den Beweis ihrer Wachsamkeit und ihres Kampfgeistes erbringen durften. Man habe Erfahrungen sammeln wollen, behauptet nach dem Scheitern des Versuchs die Londoner Presse. Eine Erfahrung brachte man bestimmt nach Haus: daß mit der deutschen Küstenverteidigung nicht gut Kirschen essen ist. Die Welt aber blickt nach diesem kurzen Zwischenspiel wieder nach dem Osten. Mit der unserer schnellebigen Zeit eigentümlichen Selbstverständlich' feit haben wir uns daran gewöhnt, im Wehrmachtbericht vom Kaukasus zu lesen. In wenigen Narren aus sich machen! Sie werden die Zellophanhülse mit den Marken in einer der leeren Flaschen auf dem Seroierbrett finden. In dec schwarzen Magenbjtterflasche? Ja? Sehr gut! Den Rest des Getränkes hat er wahrscheinlich schon früfjer in einen Champagnerkübel gegossen. Eine einfache Sache, Pallik: da keine Fingerabdrücke an der Champagnerflasche zu finden waren, mit der Herr Czikos niedergeschlagen wurde, mußte es ein Diener gewesen fein. Denn nur die Diener trugen während der Mahlzeit Handschuhe an den Händen. Und es war anzunehmen, daß der Kerl sobald wie möglich trachten würde, seinen Raub in Sicherheit zu bringen." Juzbafzics murmelte ein paar Worte vor sich hin, aus denen zu entnehmen war, daß er sich zum Teufel wünschte, weil er so dumm gewesen mar, das Servierbrett mit der Magenbitterflasche unter anderem Geschirr sofort in den Speiseaufzug zu stellen: „Wenn ich gewartet hätte ... Sie hätten mir nichts nachweisen können. Bozaros und Kletzel trugen ja^auch Handschuhe an den Händen." „Ach, Sie armseliger Dummkopf, ich hätte doch nur nachforschen zu lassen brauchen, wer von Ihnen dreien Briefmarken sammelt. Sie, mein Lieber, jammeln ... nicht wahr? Menschen, die niemals Briefmarken gefammelt haben, verstehen gar nicht, roie man sich für diese bunten Papierchen überhaupt mtereffieren kann. Sie halten, wenn auch irrtümlich, Briefmarken für wertlosen Plunder. Nur leidenschaftliche Sammler können darüber zu Narren und Verbrechern werden. Ab mit dem Jungen, Pallik!" Inspektor Pällik und der Kriminalrat betrachteten ftch eine Minute lang die vier Marken unter dem durchsichtigen Zellophan! 27, 54, 81 und 108 Parole. Rosablaugrunschwarz in der Farbe! 50 000 Pengö! Die Zeichnung: ein Posthorn ... darüber ein Ochsenkopf! Inspektor Pallik strich seinen grauen, buschigen Schnurrbart. Seine respekllose Rand- und Schlußbemerkung zur Affäry Czikos zeugte von gänzlichem Unverständnis für die Reize, Freuden und Leiden der Philatelie Churchills blutige Katastrophenpolitik Von unserer Berliner Schriftleitung. Oie Moldau-Marken. Bon Edmund Finke. Die Margareten-Jnsel ist ein recht stilles Billen- Viertel Budapests, den Sommer und die Sonntage natürlich ausgenommen. Schriftsteller, die es zu einem Bankkonto und einiger Berühmtheit gebracht haben, schildern die Insel als den Inbegriff der Vornehmheit Budapests, während das Volk behauptet, sie wäre eigentlich nur eine Art Rummelplatz mit den dazugehörigen Flüsteralleen, wo, nebst „Palmkatzerln" an den Weidenbüschen, im Frühling auch die verschiedensten Arten, Ab- und Unarten der Liebe gedeihen. Herr Mezaros, der berühmte Kriminalrat von der Polizeidirektion am Franz-Josephs-Platz, saß im Spielzimmer der Frau Karlovszky ikaukasische Eiche — das Spielzimmer selbstverständlich: Frau Kar- looszky glich eher kühn geschweiftem Ahorn) und sagte soeben drei Ssnsatout an, als die Zofe hereinstürzte und Herrn Mezaros zum Fernsprecher rief. Er wurde durch diesen Anruf des Aergers enthoben, wieder einmal Frau Karlovfzkys irreführende Ansagerei tadeln zu müssen, die mit König, Zehner und drei Kleinen ein Pik angesagt hatte, was die drei Sansatout des Herrn Mezaros glattweg zum Einsturz gebracht hätte. Mezaros hob den Hörer ab. Inspektor Pallik teilte ihm mit, daß in der Derek utca am Fuße des Sonnenbergs in Ofen-Tabän mährend eines Herren- diners^ein frecher Raub verübt worden war. „Nehmen Sie, bitte sehr, ein Taxi, Herr Kriminalrat. Wir sind in zehn Minuten dort." Als Mezaros in der Derek utca eintraf und versonnen die fade, klafsizistifche Fassade des kleinen Palais des Herrn Aladar Czikos betrachtete, das zwischen Naphegy und Gellert hegy eingebettet lag wie ein gelbgrün gestrichenes Puppenhaus, verwünschte er seinen Beruf, den Beruf des Jägers, der unentwegt auf dem Anstand steht, der von all den schweren und leichten Jungen trotz häufiger liebe. Von Jahrhundert zu Jahrhundert habe Palästina nach Gottes Willen das Land der Verheißung sein müssen. Aber Vie Juden und Palästina allein hätten nicht das Königreich des Himmels hier auf Erden erbauen können. Das fei erst, nachdem Röm und Großbritannien sich als Grundlage eines jüdischen Himmelreiches auf Erden als ungeeignet erwiesen hätten, nunmehr in Amerika möglich. Dieses Amerika sei eigens zu diesem Zwecke vom lieben Gott ausersehen worden. In Amerika habe das -geistige Wesen des Judentums schließlich seinen Ausdruck finden müssen. Kein anderer als der Vertreter des Präsidenten hat hier die jüdische Wurzel des USA.-Welttmperia- lismus vor aller Welt bloßgelegt. Roosevelts Politik entspringt dem jüdischen Missionsgedanken, der auf dem Boden des zu religiöser Hysterie neigenden Amerikanismus besonders gute Nahrung findet. Daß Mr.Wallace diese Gedanken unverblümt äußern kann, beweist, welchen Umfang die jüdischen Anschauungen in der USA.-Regierung sowohl wie in der führenden Clique des politischen Nordamerika angenommen haben. Man hat durch das Zeugnis von Wallace nunmehr ein neues Beispiel dafür in der Hand, weshalb Roosevelt die Unterstützung und das Lob des Weltjudentums so freigebig und uneingeschränkt einstreichen kann. Er besorgt getreu ihr jüdisches Geschäft. Er trieb zu ihrem Krieg, er sucht die Leitung der Strategie dieses Krieges in seine Hände zu bringen. Er vollzieht den Willen der Weltbrandstifter! Und wird mit ihnen untergehen. Kopf geklopft hatte. Zur Beruhigung aller konstatierte Dr. Steka sofort, daß kein Schädelgrund- bruch vorlag, und daß Herr Czikos, der jetzt in seinem Schlafzimmer lag, wahrscheinlich sehr bald aus seiner Ohnmacht erwachen werde. Mezaros sah sich aufmerksam die Anwesenden an. Da waren zuerst einmal die acht Herren, die zur Moldaumarkenfeier eingeladen worden waren. Sie standen aufgeregt wispernd im Speisezimmer herum (Herr Czikos war Junggeselle), rauchten und schütteten Weinbrand in die Kehle, offenbar zu dem einzigen Zweck, um die aufgeregten Gemüter zu beruhigen. Der Kammerdiener und zwei Lohndiener, welch letztere nur für den heutigen Abend aufgenommen worden waren, (Hemer Juzbafzics und Gyula Kletzel, standen an der Wand bei dem gewaltigen Buffet aus schwarzer Eiche. Mezaros wies auf die ominöse Flasche, die noch immer hinter dem Sessel des Hausherrn auf dem Boden lag: der Beamte des Fingerabdruckbüros, der mit dem Inspektor Pallik in die Derek utca gekommen war, nahm an Ort und Stelle die üblichen Manipulationen vor, es fand sich jedoch auf dem dunkelgrünen Flafchenglas, dessen glatte Fläche Fingerabdrücke am allerdeutlichsten aufbewahrt, nicht die geringste Spur eines Abdruckes vor. Me- zaros nickte zufrieden mit dem Kopfe, wandte sich sehr höflich an die anwesenden Gäste und sagte kurz: „Meine Herren, Sie können nach Hause gehen." Die Gäste starrten den Kriminalrat einen Augenblick lang entgeistert an, um sodann laut auf- atmend zur Tür zu drängen, die hinaus in die Halle führte. Der Kammerdiener und Kletzel, der ältere Lohndiener, schlossen sich den Herren an, um ihnen in die UeberHeiber zu helfen. Juzbafzics hingegen nahm ein Servierbrett mit Flaschen und Gläsern auf und stellte es in den kleinen, elektrischen Aufzug, der die im Erdgeschoß liegende Küche mit dem Speisezimmer verband. Mezaros hob nachlässig die Hand und zeigte auf Juzbafzics: „Los, Pallik, schnappen Sie den Burschen! Was doch Menschen manchmal für einen versuchte. Nachdem die Polizei mit Steinen beworfen wurde, nnftde englisches Militär herbeigerufen, das zahlreiche Verhaftungen vornahm. Im Hafen von Basra weigerten sich Hafenarbeiter,' eine für englische Truppen bestimmte Lebensmittelfendung umzuladen, bevor ihnen der Lohn in Gestalt von Lebensmitteln ausgezahlt wurde. Angesichts solcher Fälle halten es die Alliierten für angebracht, ihre Agitation in diesen Gebieten zu verstärken. Sämtlichen diplomatischen Vertre- Die Fabel, die sich in der ausschließlich amerikanischen Ansicht, Gottes eigenes Land zu fein, aus» drückt, lenkt unmittelbar auf die Psychose hin, aus der heraus die Regierung der Bereinigten Staaten von Nordamerika die moralische Begründung ihrer Beteiligung am Kriege zieht. Dieser Krieg wird von Amerika aus gesehen geführt aus rein imperialistischen Gründen. Roosevelt will durch ihn über das Erbe Großbritanniens zur Weltherrschaft au ffteigen. Als Herrscher in Gottes eigenem Lande fühlt er sich hierzu aus der alttestamentarischen Ueberzeugung heraus, den Willen einer überirdischen Gewalt rechtmäßig vollziehen zu müssen, berufen. Er und seine Regierung wie die in Nordamerika Politik und Leben bestimmenden Kräfte sehen sich als das Werkzeug Jehovas. Der USA.-Präsident und seine Mitarbeiter scheinen geradezu besessen zu fein von einem Missionsgedanken, hinter dem die nackte jüdische Forderung auf Beherrschung der Welt steht. Dafür hat in einer Rede anläßlich der Verleihung einer Plakette der Zeitschrift der englischen Hochkirche an Roosevelt der USA.-Vizepräsident Wallace ein besonders eindringliches Zeugnis abgelegt. In einem Vortrag, den er bezeichnenderweise unter das Thema „Warum schuf Gott Amerika?" stellte, spricht er davon, daß die Weltgeschichte bis zum heutigen Tage nur ein Vorspiel zu einer großartigen Weltsymphonie zu sein scheine. In biefem Thema seien viele Präludien gespielt worden. Ein wundervolles Thema, so unterstreicht Wallace weiter seine Hinweise, sei, wie der Herrgott, Jehova, seine auserwählte Rasse, die Juden, besonders haben, daß ihnen mit Demonstrationen vor der französischen Küste gedient ist. Churchill aber weiß, daß er mehr als in Dieppe überhaupt nicht zustande bekommt. Immer wieder berufen sich die amtlichen englischen Stellen darauf, daß sie jetzt wenigstens kostbare Erfahrungen gesammelt hättbn. Kostspielig wäre richtiger als kostbar. Allerdings haben sie erfahren, wie es ihnen ergeht, wenn sie gegen den eisernen Wall anrennen, mit denen Deutschland Europa vor Ueb ergriffen Fremder schützt, die auf dem Kontinent nichts zu suchen Haden. Sollte Churchill Lust verspüren, wettere Befehle Stalins in ähnlicher Form wie bei Dieppe auszuführen, bann weiß er jetzt, was ihm oder besser gesagt den von ihm ins Verderben geschickten Soldaten blüht. Jeder Fähnrich hätte dem Strategen Churchill erzählen können, was bei einem Landungsversuch in Frankreich herauskommt. Aber Churchill Hot, wie in so vielen entscheidenden Augenblicken seines Lebens, alle Ueberfegungen beiseite geschoben und seine Zuflucht zur blutigen Katastro- phenpolitik genommen. bedroht oder eingeengt sind, müssen den Traum der Erneuerung einer universalen Seeherrschaft begraben. Der Erdteil Europa, im Besitz dieser weitreichenden Machtmittel, geführt durch Deutschland —Italien, ist im Begriff, sich zur Einheit zu schließen und erhebt seinen Gegenanspruch auf einen Anteil an der Seeherrschaft. Ostasien, geführt durch Japan, beendet die Periode irnperialisttscher Einfluß- und Ausbeutungszonen und ergänzt die reoolutionäre Wandlung. Das Bild einer Dreiteilung der Großräume erhält fein Gegenstück in einer Dreiteilung der Seemacht, diesmal nicht verkörpert durch USA., England, Japan, sondern durch Amerika, Europa und O st a s i e n. Die heutigen Formen dieser Seemacht mögen zeitbedingt sein: gegen die Beherrschung der Seewege haben die zu ihrer Bekämpfung geeigneten Mittel zu dienen. Für die künftige Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zur See werden die erforderlichen Flottenformen gefunden werden, auch die eines Europas, das fremde Seemacht, einschließlich der englischen, von seinen Küsten und Außenposten abgeschüttelt haben wird. Dieses Gleichgewicht wird sich von der „balance of power" zugunsten einer dritten Macht tief unterscheiden: es wird seiner Natur nach echt sein. r d°2u dül! J? Kau ", ° d- lAii d-" pW K für -E flUttn, d" f’ iE heute e Verfolg"" «LLerniältuuö rder Uner ' 7-°-$crfl I Vertrauen a astischen cks es zu s szuniletz jede Voraus hflern, die ci fAückzugsweg tfönte und yo »die Mchter . Ran braucht bedeutend jewistischen S irden können äffen die feit ! Wersten sä tzbaren Han! iert, wahrer ser Kaukasus A Sängerbünde Wert Meist lestsalen, der mischen San ligteit die ! leslau im I chren gestorb Geheim 3m Alter vo deut des >d langjährig Hs, Dr. jur., «mrat Franz aes Taubstu und mui Arbeiter der tit großem 5 ^gend är; tot des Reil ilammenarbe allem für 'Me Säuglmc Mitte zur % n Herne in tre MEDÖPHARM II ' Arzneimittel II 22. August 1942. 04098/ Das feilende Wundpflaster FTumap/«, Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! >3 I- lit Pt dem ntur Zern gen, US' aus wie liral nen, 'an- len hre len an« um Die Lng- chein iidr törje ahn- füns lertc sind fsen, Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlich Karl Knaden Isolde Knaden, geb. Frey. Gießen, den 22. August 1942. en <5 )er rh Was hat das Gewitter damit zu tun — daß die Milch schneller sauer wird? Wahrscheinlich begünstigen Temperatur und Spannung der Luft die Bildung von Milchsäurebakterien, die den Milchzucker in Milchsäure verwandeln. Wie dem auch sei: Wir verwenden die saure Milch weiter zur Quarkbereitung. Lassen Sie die Milch an einem warmen Ort völlig dick werden und schütten Sie sie dann auf ein sauberes Tuch. Ist die Molke gut abgetropft, mischen Sie den Quark mit süßer Milch und Zucker. Sie können ihn dann als Süßspeise zu Obst oder Kompott reichen oder auch mit einer Puddingmasse aus Mondaminpuddingpulver mischen. Das schmeckt besonders gut der ijet- )ent der ien, ran. lent Berbern ch die flüchtenden Kolonnen stauen. Sian braucht nicht im einzelnen zu wissen, was schichtlichen Museum. Das Haus gehörte damals der Metzgerfamilie Mohr. Zur Erinnerung an diesen Aufenthalt Mozarts hat der Derschönerungsverem eine Gedenktafel gestiftet, die der Bildhauer Richard Bieringer entworfen hat. Line Briefmarkensammlung der Stadt München geschenkt. Die Arbeitsgemeinschaft der Münchner Briefmartensammlervereine hat die aus einem Nachlaß an- gekaufte und schon bisher der Stadtbibliothek leihweise überlassene zwölfbändige Briefmarken- und Fälschungssammlung der Stadtbibliothek — Phila- telistische Bücherei — als Schenkung übergeben. Die Sammlung soll dauernd in München bleiben und den Münchner Briefmarkensammlern für Prü- fungs- und Forschungszwecke zur Verfügung stehen. 23 Todesopfer bei ein?m Schiffsunglück. Bei heftigem Sturm kenterte südlich des chilenischen Hafens Dalparaifo an der Westküste Südamerikas der Motorleichter „Libertad". Zwei Monn der Besatzung und 21 Fahrgäste fanden dabei den Tod. und die Wissenschaft, sich ihrer Verpflichtung gegenüber dem Volksganzen bewußt sind. So ist es notwendig, daß während des Krieges die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung in denjenigen Bereichen besonders stark vorangetrieben wird, in denen militärisch verwertbare Ergebnisse in absehbarer Zeit zu erwarten sind. Trotzdem wird auch während des Krieges z. B. von der Wehrmacht und vom „Vierjahresplan" großer Wert darauf gelegt, daß auch diejenige Grundlagenforschung innerhalb weit gesteckter Grenzen laufend weiter betrieben wird, aus der solche für den Krieg und die totale Wehrfähigkeit wichtige Ergebnisse er st inzehnoderzwanzigJahrenvi el- leicht erwartet werden können. Deutschland fühlt sich auch auf diesem Gebiet schon während des Krieges für den Frieden Europas und feinen weiteren Lebensraum verantwortlich. Die Erkenntnis dringt vor, daß es im Wettkampf der Völker und Kontinente nicht allein darauf ankommt, daß wisse nschaftliche Forschung betrieben, sondern daß sie mit solcher Intensität und mit solchen Mitteln betrieben wird, daß der deutsche Vorsprung gehalten, fremder Vorsprung wieder ein- geholt werden kann. Der Krieg als der harte Te> Petr ge> 1 in irb >en, im gen bk ner gen Gerrix-Gläser schließen zuverlässig! Sie sind unbedingt kochfest. Bewahren Sie darum Obst und Gemüse In den preiswerten Gerrix-Glesern auf! Freudig begrüßen wir unser drittes Mädel Kerstin Margltta Gertrud Moll, geb. Schmidt Dr. jur. Adolf Noll, Oblt. der Luftwaffe. Statt Karten! Für die freundlichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung sagen wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlichen Dank Heinz Barth, Oberleutnant Lieselotte Barth, geb. Angermann Gießen / Schwaningen (Warthegau), im August 1942 b «< tr, et, eh Je, Unsere Ingrid hat ein Schwesterchen bekommen! In dankbarer Freude Irmgard Stamm, geb. Felsing Dr. med. Ernst Stamm Ass.-Arzt, z. Z. ün Felde Lieh, den 21. August 1942 z. Z. Unlv^Frauenklinik, Giefien __04115/ in- rer cht. Jen In allen Apotheken u. Drogerien Carl Blank.Bonn am Rfyein Nicht immpr ~- nur an sich denken! Solange Dr.Thompson’sSdiwan- Pulver und das BohnerwadisSei- FIX fehlen, muh mit Waschmitteln gespart und auf Bodenglanz verzichtet werden. Auch Pilo kann niemand für sich allein beanspruchen. Dieser Lederbalsam ist für alle da . Also haudidünn auftragenI Das genügt, damit die Schuhe glänzen und länger leben. 10,22 Beiden das Haar nicht regellos durcheinanderreiben, sondern bei der Massage in einer Richtung nach vorn schieben 1 Sonst verfilzt es leicht. Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische SCHWARZKOPF SCHAU M PON "bei*6 <*'*•■ be’! -fr e"1* schützt SOL.TIT gibt Ledersohlen töngere Haltbarkeit, verhütet r>aSie tüfie! MONDAMIN G • M • B • H Haupt,chriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Etellverttctcr bet Houptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Poiinl und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot (beurlaubt); i. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Drrtschast und Sport: Ernst Blumschein. m o „ Druck und Verlag: Bruhlfche Umversitatädruckerei R. Longe K.G. Berlagsleitcr: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Deck. Anzeigenpreisliste Nr. 6.__ :erei! ter Den |d)on Eine t on der i ein uge» iden. sie rheit sth znin n)ßr' mler ii“ 'M letzel doch W tiöl$ n'ch'- auP£ le'' rte11 ge,L eien dem #• ein uen- u!ip 1)0'1 läutcrung. Churchill und seine Konsorten in Washington 'und Moskau denken sich alle paar Wochen etwas Mues aus, wie sie diesen Krieg gewinnen wollen. Erst hieß es 1942, jetzt wird der Sieg für 1943 geplant. Das Unglück will nur, daß die Deutschen 'immer schneller find. Unsere Divisionen im Kaukasus sind bedeutend schneller, als der Rückzug der bol- !schewistischen Verbände. Schneller -als sie ersetzt werden Emmen, vernichtet die Gewalt der deutschen iMsfen die feindlichen Panzer, und schneller als es die Werften schaffen, versenken unsere U-Boote die Mtbareii Handelsschiffe. Drüben wird lange kon- sferiert, während wir schnell handeln: Ob Dieppe ober Kaukasus — das Tempo bestimmen wir. Aus aller Welf. Ihre Vermählung geben bekannt Josef Schultheis Obergefreiter in einem Kampfgeschwader Marie Schultheis geb. Neeb z. Z. im Felde Watzenborn- Steinberg und unerbittliche Wertmesser völkischer Leistungs- ähigkeit auf allen Gebieten hat aber auch die Erkenntnis wieder unterstrichen, daß es nicht genügt, in einigen wenigen, mit allen Raffinessen ausge- totteten Großlaboratorien Forschung treiben zu lassen, sondern daß so viele Stellen und so mele wissenschaftlich befähigte Köpfe an die ungeheure Vielfalt der wissenschaftlichen Aufgaben eines Kriegs und der Lebensraumsicherung im „technischen Zeitalter" angesetzt werden müssen, wie es eben nur möglich ist. Deshall) ist mancher junge deutsche Wis- enschaftler, der viel lieber den grauen Rock träge, clbst während des Krieges verpflichtet, daheim am Mikroskop und am Labortrsch zu arbeiten. Welche Bedeutung naturwissenschaftliche Grundlagenfor- forschung für den Krieg und die künftige Lebensraumsicherung hat, soll an wenigen Beispielen kurz verdeutlicht werden. Die wehrhafte Bedeutung naturwissenschaftticher Grundlagenforschung ist im Bereich der exakten Naturwissenschaften am weitesten bekannt. Ob es sich um optische Instrumente, um Kampf- und Sprengstoffe, um Buna, Zellwolle oder dergleichen handelt, jeder Volksgenosse weiß heute, daß bei deren Entwicklung die Physik und Chemie die entscheidende Rolle gespielt haben. Eines der eindrucksvollsten geschichtlichen Beispiele für die kriegswichtige Bedeutung der chemischen Grundlagenforschung ist die Gewinnung von gebundenem Stickstoff aus der Luft zu Beginn des Weltkrieges; ohne diese Möglichkeit hätte Deutschland damals nach wenigen Monaten den Krieg aus Munitionsmangel nicht weiteyführen können. Diese Großtat der chemischen Technik war jedoch in jenem Zeitpunkt nur möglich, weil ihr eine eingehende wissenschaftliche Erforschung der beteiligten Reaktionen v 0 r a u s g e g a n g e n war, die zum größten Teil ohne jede Absicht aus technische Nutzanwendungen deutschen Verein für Volkshygiene wurde Bumm zum Vorsitzenden gewählt. Er war ein^r der Gründer des Kaiserin-Augusta-Diktoria-Hauses in Berlin als Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings- und Kleinkindersterblichkeit, Vorsitzender der deutschen Vereinigung für Säuglings- und Kleinkinderschutz, des Volksheilstättenvereins vom Roten Kreuz sowie des Verwaltungsrates des St.-Hedwig- Krankenhauses in Berlin. Bumm war Wirkl. Geheimer Oberregierungsrat, Inhaber der Preußischen Staatsmedaille für Verdienste um die Volksgesundheit in Silber und der Goethe-Medaille. Eine Mozart-Gedenktafel in Frankfurt. Als siebenjähriger Wunderknabe weilte Mozart mit seinem Vater kurze Zeit in Frankfurt. Er gab in dem einstigen Scharfschen Saal, Ecke Tönges- gasse und Liebfrauenberg, Konzerte. Einem von ihnen wohnte auch der junge Goethe bei. Gewohnt, hat die Familie Mozart im Hause Bendergasse 3 gegen den Dom zu. Ein Fenster, in das Vater Mozart die Tatsache dieses Aufenthaltes mit einem Brillantring eingeritzt hat, ist heute im Stadtge- HUI --------*---i) - - - / , von Heil- und Kräftigungsmitteln gewonnen: fogc viele Schulkinder -wissen schon, weshalb sie tt)i „Vitaminpille" verabreicht bekommen. Bei all diesen Forschungen findet nicht nur Line immer weitgehende Spezialisierung und Aufsplitte- Der gegenwärtige Krieg läßt mit zunehmender Deutlichkeit an Stelle des Phantoms einer kapitalistisch-imperialistischen Weltwirtschaft Lebensgroß- räume als organisch gegliederte Wirtschaftsbereiche hervortreten, die sich auch als politische Großräume konstituieren. Im amerikanischen, , im grohostosiati- schen und im europäischen Großraum sind die politisch führenden Staaten nicht zufällig zugleich diejenigen, die in ihren Bereichen auch in den Naturwissenschaften und in der Technik führen. Auf vielen, wenn nicht den meisten Gebieten der Natur- wissenschaften war Deutschland während der letzten 100 Jahre in Europa das fiihrende Land, das Kraft- und Strahlungszentrum des Abendlandes. Von Deutschland und von Europa haben die beiden anderen Großraummächte die entscheidenden Anregungen für die Entwicklung ihrer eigenen Naturwissenschaft und Technik erhalten. Aus der Tatsache, daß neben der politischen und biologischen Kraft der Völker die Beherrschung und Weiterent- wicklung der wissenschaftlich-technischen-Mittel heute die unabdingbare Voraussetzung für die Selbstbehauptung eines großen Volkes wie des deutschen und mit ihm der europäischen Lebensraumgemein- schäft ist, ergeben sich für das neue Deutschland besonders große Verantwortungen und Aufgaben auch im Bereich der naturwifsenschaftlichen Grundlagenforschung. Unter naturwissenschaftlicher Grundlagensorschung versteht man die „zweckfreie, aber n i ch t zwecklose Forschung", die auf die Erkenntnis des Weltalls und der Erde im ganzen, ebenso aber auch auf die Kenntnis der irdischen Natur bis zu den feinsten Zusammenhängen im Aufbau der Materie und ihrer Kräfte gerichtet ist, ohne daß von vornherein an eine technisch-wirtschaftliche Verwertbarkeit g^acht wird. Sie wird getragen von dem Streben nach Naturerkenntnis auch dann, wenn sie mit der Natur scheinbar nichts mehr zu tun hat und wie etwa ein Teil der organisch- chemischen Forschung zahlreiche chemische Verbindungen untersucht, die mit dem organischen Leben in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehen, sondern ausschließlich ein Ergebnis der Experimen- tierkunst des Chemikers sind. Daß dabei oft Irrwege beschritten worden sind und weiter beschritten werden müssen, ist ein notwendiges Schicksal aller Forschung: dies darf aber nicht darüber Hinwegtäuschen, daß die Grundlagenforschung der tiefe Born ist, aus dem immer wieder grundlegend wichtige Anregungen und Erkenntnisse für die zweckgerichtete angewandte Forschung und für die Technik herausfließen. Die Technik fetzt im wesentlichen Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung in eine Form um, die wirtschaftlich, militärisch usw. brauchbar ist. Oft wird die prattische Bedeutung einzelner Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung freilich erst' nach Jahrzehnten sichtbar: so war es bei den elektromagnetischen Wellen, auf denen die Entwicklung des Radios und der Radioindustrie aufbaut, so bei den chemischen Umwandlungsprozessen, die aus Kohle und Kalk eine gummiartige Masse — für den naturwissenschaftlichen Laien eine wissen- schafttiche Spielerei! —, schließlich aber das hochwertige Buna werden ließen. Der „totale Krieg" und darüber hinaus der Kampf um Lebensraum und Lebensficherung kann nur von einer Volksgemeinschaft geführt werden, in der alle Glieder und damit auch die Hochschule sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Medopharm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. medopharm Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens rung in einzelne Wissenschaftszweige statt, sondern auch immer wieder ein Hinübergreifen in benachbarte Fächer und deren Arbeitsmethoden, eine Zu- ammenfassung in und eine Neubildung von Grenzwissenschaften. Die moderne Chemie ar- beitet weitgehend mit physikalischen Methoden und Ueberlegungen: die Neuerschließung von Stoffklassen wie der Carbonyle und bestimmter Fluoroerbindungsreihen gelang z. B. erst nach eingehenden energischen Ueberlegungen, Röntgenappa- ratur und Elektronenmikroskop gehören heute zum Handwerkszeug des modernen Chemikers, des Mineralogen, des Biologen usw. Was weitsichttge Forscher schon zu Beginn des Jahrhunderts gefordert haben, hat erst der Nationalsozialismus als Rassegedanken in den Mittelpunkt unserer Weltanschauung gestellt und in seinen Gesetzen zur Rasse- und Erbpflege in 'Anwendung gebracht. Eine volle Auswirkung wird sich erst in den nächsten Generationen zeigen: auf ihnen beruht zum guten Teil die Gewißheit von der großen Zukunft unseres Volkes. Die spezielle menschliche Erblehre erhält dabei ihre dauernde Befruchtung und die Ausweitung ihrer Grundlagen aus den Erkenntnissen der experimentellen Forschung an Pflanze und Tier: die M u t a t i 0 n s f 0 r - s ch u n g z. B. weist unmittelbar Wege zur Verringerung der Gefahr mutatioer Schädigungen des Erbgutes. Die Vererbungsforschung ist auch die Grundlage für die großen Erfolge der Pflanzenzüchtung. Die reine Auslesezüchtung ist ergänzt worden durch die Kombinationszüchtung. Die Erkenntnis z. B., daß eine bestimmte Eigenschaft wie etwa der (Ertrag durch verschiedene Erbanlagen bestimmt sein kann, führte durch Kombination zweier Sorten mit gleichem Ertrag zu einer Sorte höheren Ertrags (Transgressionszüchtung). Durch Züchtung von krankheits- und frostwiderstandsfähigen Sorten konnte vielfach die Sicherheit des Ertrages erhöht werden. Durch Eingriffe in die Zahl der Chromosomen, jener im Zellkern sich findenden fähigen Erb- träger, können Eigenschaften der Pflanzen verändert, ja, vielfach kann ein Riesenwuchs hervorgerufen werden: entsprechend lassen sich' an Stelle steriler Kreuzungen fertile Bastarde — etwa aus Weizen und Roggen: ein alter Wunsch — erzeugen. Da Erbanlagen gelegentlich mutieren, können gelegentlich Pflanzen „aus der Art" schlagen und dabei für uns wertvolle Eigenschaften vorweisen: so war es bei der Süßlupine, die aus den drei bitterstofffreien Lupinen unter zwei Millionen untersuchten Pflanzen — eine Glanzleistung der Züchtungsforschung unter Erwin Baur — entwickelt wurde und bereits heute wegen ihres großen Nahrungswertes außerordentlich große volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt hat. Heute versucht man, solche Mutation experimentell auszulösen: welche Bedeutung ihre Ergebnisse für unsere Nahrungs- freiheit und Wehrkraft Haden können, läßt sich noch gar nicht abschätzen. Die organische Chemie, die stch als Wissenschaft mit dem Bauplan der Ko y len st off - Verbindungen und den Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwandlung, befaßt, kennt heute saft eine Halde Million solcher — z. T. künstlicher, d. h. der Natur unbekannter — Verbindungen. Diele von ihnen sind wie zahlreiche Treib- und Werkstoffe zu entscheiden- >den Faktoren unseres nationalen Lebens geworden (Benzin- und Kautschuksynthese, Zellwolle u. a.). Die Erfahrungen einer zwangsläufige Autarkisierung während des Weltkrieges find feit 1933 mit besonderer Energie vorangetrieben worden. Hierbei ist heroorzuheben, daß bei den synthetischen Paukten vielfach eine breite Variierbarkeit der Qualitäten für die verschiedensten Spezialzwecke möglich ist, wie sie mit Naturprodukten nicht erreicht werden kann: in den Kunststoffen sind überhaupt völlig neuartige Materialien entstanden, die mit ihren, zum Teil bisher unbekannten Eigenschaften ganz neue technische, auch wehrtechnische, Anwendungsgebiete erschlossen haben Die Vitamin- und Hormonsor- schung der letzten anderthalb Jahrzehnte hat im Kriege besondere Bedeutung durch die Herstellung Grundlagenforschung und Zweckforschung Bon Dr. Georg Niemeier, Professor an der Universität Straßburg. Wochen des Vormarsches haben unsere Truppen Mine erreicht, von denen auch die kühnsten Dpti= Den vor kurzer Zeit nur in Zukunftsphantasien 1 irtd)en zu dürfen glaubten, und die letzten Mel- Men des OKW. sprechen von weiterem Vorstoß jiiferer im Kaukasus kämpfenden Verbände. I Leit dem Fall von Rostow konzentrierte die Füh- knfl der Sowjets den Widerstand im D 0 n - logen und dem Raum westlich Stal in - ’ ;rat). Bei dem Versuch, die entscheidenden Don- jihen zu behaupten, verblutete eine Sowjetarmee ,1 Raume von Kalatsch, ohne das Ver- Mnis aufhalten zu können. Seit Tagen schon I das gesamte Don-Becken fest in unserer Hand 1111h der Kamps geht bereits um die starken Stel- ingssystem südlich Stalingrad. Genau so, wie die Boöjeta zum Schutze der Landenge zwischen Don inb Wolga ungeachtet der riesigen Verluste immer on neuem mit Massen von Panzern gegen die ipwen der deutschen Armeen anrennen, so opfern t bei Woronesch und Rschew tagaus, tagein ihre langer für vergebliche Versuche, die deutsche Front mizustoßen, um den tödlichen Druck des rechten fclltschen Flügels zu vermindern. Die Stärke unserer Führung besteht nicht zuletzt in ihrer Elastizität. Sie bewies im vergangenen $r ihre Meisterschaft in den gewaltigen Kessel- chlachten, die sich auch im Frühjahr 1942 wiederholten. Heute erleben wir die dramatische Wucht einer Verfolgung, die sich nicht minder eindeutig lie Vernichtung des Gegners zum Ziel fetzt. Gegen- ibtr der Unerbittlichkeit des deutschen Druckes ver- ogen alle Versuche des Gegners, der sich zunächst im Vertrauen auf die Weite des Raumes in einem tlastif ch en Wider st and versuchte, um dann — als es zu spät war — einen Wider st and zis zum letzten zu befehlen. Panzer und moto- hsierte Vorausabteilungen jagen gemeinsam mit Wiegern, die einen erbarmungslosen Kampf gegen -ieRückzugswege führen, die Bolschewisten gegen die fetröme und Höhen des Kaukasusgebietes, vor denen Gießen, den 20. August 1942. ____ 04099/ | Sängerbundesführer Albert Meister gestorben, f Albert Meister, Oberbürgermeister von Herne in Westfalen, der seit dem Jahre 1934 die Geschicke des deutschen Sängerbundes leitete und in dessen Amtstätigkeit die Durchführung des Sänaerfeftes in Aeslau im Jahre 1937 fiel, ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Geheimrat Franz Bumm gestorben. I Im Alter von 81. Jahren starb der frühere Präsident des Reichsgesundheitsamtes . und langjährige Vorsitzende des Reichsgesundhetts- 'states Dr. jur., Dr. med. h. c„ Dr. med. vet. h. c Ge- Iheimrat Franz Bumm. .Im WürMrg als Sohn Ieines Taubstummenlehrers geboren, studierte er iQura und wurde 1892 im Reichsamt des Innern Bearbeiter der Angelegenheiten der Volksgesundheit. Nit großem Verständnis meisterte der Jurist die vorwiegend ärztlichen Gebiete, so daß er 190o Präsident des Reichsgesundheitsamtes wurde In enger Zusammenarbeit mit der Aerzteschaft setzte er sich I doü allem für planmäßige Tuberknlosebekampfung sowie Säuglings- und Mutterschutz ein. Im Zenttal- fomitee zur Bekämpfung der Tuberkutoso und im Herr Churchill alles in Moskau besprochen hat. Seine Sorgen kennen wir. In vier Sommerwochen hat die deutsche Wehrmacht in ihrem Angriff au jonez und Don einen Raum besetzt, der etwa so groß ist, wie das besetzte Frankreich, ein Gebiet, das ondwirtschaftlich wie industriell von größter Bedeutung für die Sowjets ist. Zwei Millionen Hektar des in Deutscher Hand befindlichen Gebiets allein tragen die für die Speiseölverforgung der Sowjets unentbehrlichen Sonnenblumenkulturen, und was der Verlust der verschiedenen Erdölgebiete für die Lolschewisten bedeutet, bedarf keiner besonderen Er- Warum noch Miete zatol Bauen oder kw- f en Sie eich ein eigenes Hans. Für jedermann mit oder ohne Eigenkapital bequeme monafl. Ein- u. Rückzahlungen. Wir vergüt 3 % b*w. l*/4% Zinsen. Lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten, auch über 2 wichtige fragen z L In welch. Zeit kann ich das Geld für Hausbau od-Hane- kauf erhalten? 2. Wie hoch mt die gesetzt Steuerermäßigung? iMirtierflM ßaesparfcas« 1-6. In Lwabere bol Stetigen VON KSfedtr-MB U.fam&ttaH Hoch EH »ereiter Hofes statt. 04112 04117 Statt Karten. Danksagung. 04059 04114 04092 Leihgestern, den 21. August 1942. 04089 0407) a) b) c) d) Aufnahme in die 25110 2516 D Uhr. [04077 Gießen, den 19. August 1942. [2545V LICHTSPIEL-THEATER Tägl. 8,5.15.8, So. 2.80,5,8 Uhr Hart und schwer traf uns die schmerzliche, für uns unfaßbare Nachricht, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust, der uns betroffen, sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Beate Kühner, Witwe und Angehörige. Gießen (Neuen Bäue 19), 21. August 1942. 04102 Sonntag, 28. Aug., 19-22 Uhr Saison in Salzburg _______________________________2541 D daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser guter, stets hilfsb« Bruder, Schwager und Onkel Meine liebe Frau, die gute Mutter, Großmutter, Schwester, Tante und Schwägerin Anna Schade, geb. Schmulbach wurde heute von ihrem langen, schmerzensreichen, mit großer Geduld ertragenen Leiden, im Alter von 79 Jahren erlöst. Für die trauernde Familie: Magnus Schade, Rechnungsrat. Gießen, den 20. August 1942. Die Beisetzung findet in der Stille statt. _________________________________________________04072 Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme an der Trauer um unsern lieben unvergeßlichen Sohn, Bruderu. Neffen Walter Bönning, Gefreiter in der Panzerjägerkompanie eines Inf.-Rgts., danken wir hiermit herzlich. Ernst Bönning, Pfarrer Ernst Otto Bönning, cand.mach.nav. Geschwister Bausch. Rödgen bei Gießen, Berlin-Reinickendorf, Gelnhausen und Weierbach/Nahe. einjährige Handelsfachklasse Beginn Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32 Ruf 2486. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schmerzlichen Verlust unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Willi Peppier, Funker in einer Panzerdivision des Afrikakorps, sagen wir auf diesem Wege imseren herzlichsten Dank. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Peppier u. Angehörige. Gießen, den 22. August 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Frau Bozena Dosch und Sohn. Gießen, im August 1942. Jung, kinderliebe u. zuverlässige Hausgehilfin oder Tagesmädchen in gepflegten Etagen-Haushalt (Arzt) für sofort od. zum 1. Sept, gesucht. Schriftl. Angebote unter 04045 an den Gießener Anzeiger erbet. Behördenbetrieb sucht für sofort oder später: Schuhmacher, Schneider, Sattler, Kttchenhilfskrätte, ungelernte Arbeiter n. einige Btirohilfskräfte Schriftl. Angebote unter 2539D an den Gießener Anzeiger erbet. Bloria-Palaxt, Seltersweg: Königswalzer Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Artisten zsssO SWWM verloren. Abzugeben geg. Belohnung a. d. FUNdbÜro. 04078 Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gienen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gienen. Der Landrat des Landkreises Gießen: Pt. Lotz. Plötzlich und unerwartet verschied nach einem arbeitsreichen Leben nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber, guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Adam Leitner Bergmann i. R. im Alter von nahezu 66 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Marie Leitner, geb. Formhals Familie Karl Martini Familie Friedrich Aßmann Wilhelm Leitner, z. Z. bei der Wehrmacht, und Frau Karl Schneider, z. Z. im Felde, und Familie. Großen-Linden,Leihgestern, Gießen-Unterhof. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. Augus nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Obei gasse 13, aus statt. Kaufmann firm in allen Sparten der kaufmännisch. Geschäftsführung, sucht per sofort verantwortungsreichen Wirkungskreis, evtl, als Stellvertreter oder Stütze des Chefs. - Branche gleich. Schriftl. Angebote unt. 04108 an den Gieß. Anzeiger. S '/riahr. Fohlen gegen Arbeitspferd zu tauschen evtl, zu verk. [oioss Friedrich Nell, Wetzlar- Niedergirmes, Untergasse 38, Telephon 2589. Friedrich Rohrbach Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II und des Infanterie- Sturmabzeichens bei den schweren Kämpfen im Osten sein Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Rohrbach nebst allen Angehörigen. Londorf, den 22. August 1942. Erfahrener Kaufmann mittleren Alters suchtaussichtsreichePosition in Handel oder Industrie. Eintritt evtl, sofort, la Zeugnisse, erste Referenzen. Schriftl. Angebote unter 04105 an den Gießener Anzeiger erb. der Universitätsstadt Gießen Statt Karten. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme an dem schweren Verlust durch den Heldentod meines innigstgeliebtenMannes und Vaters, unseres lieben Sohnes, Bruders, Enkels, Schwiegersohnes und Schwagers Hugo Müller, Unteroffizier in der Radfahrkompanie eines Inf.-Regts., die uns entgegengebracht wurden, danken wir auf diesem Wege herzl. Irene Müller, geb. Weil, mit Hilmar Familie Wilh. Moritz Müller. Ober-Hörgern, im August 1942. Am 21. August verschied sanft nach längerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante, Großtante, Nichte und Cousine Fräulein Marie Dörr im 75. Lebensjahr. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Dörr. Gießen, Frankfurt'M.,^Wiesbaden, Darmstadt. Die Trauerfeier findet Montag, den 24. August, 15.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Fried- Ingenieur oder ausgebildeter Techniker f. Wärmetauscherbau u. Feinblechkonstruktion gesucht. Gelegenheit zur Einarbeitung wird geboten. Herren, die Interesse für das interessante u. vielseitige Gebiet haben, werden gebeten, ihre Bewerbung, mit Lebenslauf, Zeugnisabschrift. u. Gehaltsansprüchen zu richten an 2422v Hans Windhoff A.-6. Verwaltung Berlin-Schöneberg Bennigsenstraße 20/22. Vogtsehe pMvor-Handelsschule Gießen, Goethestr. 32 Putzfrau für die Reinigung von Büroräumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heyligenstaedt & Comp. Werkzeugmaschinenfabrik 6. m. b. H. Gießen STADTKIRCHE Sonntag, den 23. August 1942 Jahresfest 2544V der Qemeinschafte-Posaunenchöre 15 Uhr Festversammlung. Prof. D. Dr. Köberle-Tübingen: „Leben aus der Kraft Gottes“; 19.30 Uhr Vortrag von Prof. D. Dr. Köberle-Tübingen: „Gottes Walten im Weltgeschehen.“ Krankenanstalten, Aerzte und verwandte Berufe,Betriebe der unmittelbarenErnährungs- wirtschaft (Bäckereien, Fleischereien, Molkereien, Gärtnereien die Frühgemüse anbauen), sonstige Anstalten, Lager und Heime. Haushalte, im besonderen Verbraucher von Kochkohle, und zentralbeheizte Wohnhäuser. Verbraucher, die Brennstoffe zur Erzeugung oder zur Be- und Verarbeitung von lebenswichtigen Gütern benötigen, Rüstungsbetriebe und Behörden. Alle übrigen Verbraucher. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. --Kinder- gottesdienst, HG. = Hauvtgottes- oienst, HG.-Abendm. --Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 23. August. Stadtkirche. 10 G., Prof. D. Dr. Köberle, Tübingen. Fohanneskirchc. 10, Schultheis. Kapelle Alter Friedhof. 10, Dekan Schmidt. Kapelle Wehl. Weg. 10, Schaad. Gießen-Klein-Linden. 10, Dekan Sattler,' 11 KG. Gießen-Wieseck. 14 G. Lich. 9.30, Naumann. Hungen. 15 Uhr Gedächtnisfeier. Bavtistengemeinde und Bund freikirchl. Christen, Gartenstr. 13. Sonntag, 23. 8., 11.15 KG. fällt aus; 15 G., Zu den Mühlen 2. - Mittwoch, 26. 8., 20.15 G. Ev. Stadtmission, Löherstrabe 14. Sonntag, 23. 8., Gottesdienste in der Stadtkirche um 10, 15 und 19.30. - Mittwoch, 26. 8., 20.15 Bibelstunde. Freie cvang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 23.8., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonntagschule- 15 Fahresfest; Redner: Pred. Lob, Gießen. - Dienstag, 25. 8., 20.30 Bibel- und Gebetstde. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtigerTeilnahme bei dem schweren Verlust durch den Heldentod meines über alles geliebten Mannes und Vaters seines Töchterchens, unsres lieben Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Paten und Neffen Hans Kreiling, Feldwebel in einem Inf.- Regt., sagen wir allen unsren tiefempfundenen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Reusch für die trostreichen Worte. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen: Frau Emma Kreiling, geb. Seel, u. Töchterchen Ursula, welcher mit seiner Schau der unbegrenzten Möglichkeiten in Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart, Heilbronn. Heidelberg, Worms, Darmstadt einen ganz großen Erfolg erzielte, kommt am 25. August nach Giehen Oswaldsgarten und bringt eine hundertjährige, traditionelle Circuskunst. Der Name Althoff Ist der Garant ganz großer Leistungen. 2512D Die Luftwaffe ladet ein zur großen Werbe Veranstaltung am Sonntag, dem 23. August 1942,14.39 Uhr auf dem „Universitäts - Sportplatz“, fließen zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes! Ausschreibung: 14.30 Uhr: 100-Meter-Lauf (Entscheidung) 14.40 Uhr: 800-Meter-Lauf (Entscheidung) 14.50 Uhr: Keulenwurf (Entscheidung) 15.00 Uhr: Fußballspiel Luftwaffe gegen Neu-Isenburg (1. Halbzeit) 15.45 Uhr: 1500-Meter-Lauf (Entscheidung) 16.00 Uhr: Fußballspiel (2. Halbzeit) 16.45 Uhr: 200-Meter-Lauf (Entscheidung) 16.50 Uhr: 400-M.eter-Lauf (Entscheidung) 17.00 Uhr: Hindernisstaffel 17.20 Uhr: 3000-Met.-Lauf (Entscheidung) 17.30 Uhr: 4 X 100-Meter-Staffel 17.40 Uhr: 20 X %-Runden- Staffel 17.50 Uhr: Siegerehrung durch den Herrn Kommandeur. Eintritt einschl. Programm 0.50 RM. 2531 r> Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gienen und Lauterbach sowie desLver- bürgermeisters der Stadt Gienen. Hausbrandversorgung 1942/43. (Vom l.Llvril 1942 bis 31. März 1943.) 1. Nach der Anordnung H 10a und den Richt- linien der Reichsstelle für Kohle vom 23. Dezember 1941 wird die Regelung der Hausbrandversorgunq im Kohlenwirtschaftsjahr 1941/42 bis 31. März 1943 ■ verlängert. Die von mir für die Regelung im Kohlenwirtschaftsjahr 1941/42 erlassenen Bestimmungen gelten daher sinngemäß für dgs Kohlenwirtschaftsjahr 1942/43 weiter. 2. Die Kundenlisten bzw. die Kohlende zugkarter bilden auch im Kohlenwirtschaftsjahr 1942/43 öic Grundlage für die Belieferung der Verbraucher:-! Hausbrandbrennstoffe dürfen nur auf solche bezogen und geliefert werden. Die eingetragenen Höchst mengen gelten im allgemeinen auch für das Kohlenwirtschaftsjahr 1942/43; soweit die Höchstmengc von mir herabgesetzt wurde oder noch herabgesetzt wird, gilt die berichtigte Höchstmenge. Die Verbraucher sind jedoch verpflichtet, dem Wirtschafts amt schriftlich zu melden, wenn die Voraussetzungen für die Zuteilung sich ändern oder wegfallen (Wohnungswechsel, Geschäftsschließungen, Betriebsein schränküngen, Stillegungen usw.). Empfangene Kohlenbezugkarten sind zurückzugeben. Soweit irr Einzelfalle mit einem künftigen Wegfall der Verbrauchsstelle, mit Betriebseinschränkungen oder Be-- triebsstillegungen zu rechnen ist, dürfen nur die Mengen bezogen werden, die zur laufenden Bedarfsdeckung erforderlich sind. Mit welchem Hmi- dertsatz der Höchstmenge der Versorgungsberechtigte endgültig beliefert werden kann, wird später bestimmt. Die endgültige Zuteilung richtet sicki nach den Kohleneingängen der Händler. 3. Die Händler sind für eine ordnungsgemäße und gerechte Belieferung der bei ihnen angemeldeten Verbraucher verantwortlich. Sie sind verpflichtet, die wichtigen Verbrauchsstellen vor den weniger wichtigen zuerst zu versorgen. Zu den wichtigen Verbrauchsstellen gehören die Verbraucher der Gruppen I bis IV sowie diejenigen der Gruppe V, die der Ernährungswirtschaft dienen oder Brennstoffe für die betriebliche Erzeugung laufend benötigen. Im Falle unzureichender Eingänge ist die Bevorratmig der Verbraucher vom Händler weiterhin nach Maßgabe der folgenden Dringlichkeitsstufen vorzunehmen: 4. Da es noch zweifelhaft ist, ob im Kohlenwirtschaftsjahr 1942/43 die gleichen Mengen geliefert werden können wie im vergangenen Jahre, werden die Verbraucher erneut auf äußerst sparsame Verwendung der Brennstoffe hingewieseir. Alle Verbraucher — auch Anstalten, Behörden, gewerbliche Betriebe usw. — haben sich daher tut Verbrauch so einzurichten, daß auch mit einer geringeren Menge ausgekomrnen werden kann. Wer dem nicht Rechnung trägt, ist für alle daraus entstehenden Folgen selbst verantwortlich. Die Haushaltverbraucher, auch die von zentral« und etagenbeheizten Wohnungen, haben sich deshalb im allgemeinen auf die Beheizung eines Raumer zu beschränken. Die Raumbeheizung ist bis Mitte Oktober möglichst zu unterlassen. In Wohnhäusern ist der Betrieb von zentralen Warmwasserversorgungsanlagen auf zwer aufeinanderfolgende Tage je Woche zu beschränken. Sonstige Warmwasserversorgungsanlagen sind auss äutzerste einzuschränken. Es ist ratsam, solche Anlagen im Interesse der Sicherstellung der Rauni'- beheizung möglichst ganz außer Betrieb zu setzen. Allen Koksverbrauchern wird im Interesse eine» richtigen Bedienung der Zentralberzungsanlagem erneut aufgegeben, während der Sommermonate «inen der Kurse „Heize richtig" der Deutschen Arbeitsfront zu besuchen, soweit das nicht schon geschehen ist. Erneut wird angeraten, während des Sommers Oefen und schadhafte Brennstellen in Ordnung bringen zu lassen. 5. Händler und Verbraucher sind auch weiterhin verpflichtet, art- und sortenähnliche Brennstoffe anzunehmen. . 6. Der Verbraucher, der lagern kann, verlierß seinen Anspruch auf Lieferung, wenn er die bestellten Brennstoffe nicht in dem Zeitpunkt, in den» sre rhm vom Händler angeboten werden, annimmt. 7. Mit Rücksicht auf den Mangel an Arbeitskräften, Fahrzeugen und Treibstoffen sollen die Verbraucher kleinere Mengen bei den Händlern selbst abholen. Die Händler sind berechtigt. Selbst- abholer bevorzugt zu befriedigen. 8. Zuwiderhandlungen werden nach der Ver- brauchAegelungsstrafverordnung vom 6. Avril 1940 m der Fassung der Verordnung vom 26. November 1941 (RGBl. I Seite 734ff.) bestraft. ftou oöet MWn für 1-2 Stunden in der Woche gesucht. [04073 Marktplatz 21 I Kleine 3-4-Zimm.-Wohn. von alleinstehd. Dame gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04113 a. d. Gieß. Anzeiger. Jung.,berufstät. Mädel sucht mööL MiM möglichst Nähe Seltersweg. Schr. Ang. unt. 04087 a.-d. G.A. Perfekte SfliaeWetin gesucht. Evtl, ins Haus. Schriftl. Angeb. unt. 04066 a. d. Gieß. Anzeiger. Tausche gut erh. Büro- Schreibmaschine „Mercedes" gegen neuwert. Herren- Ballonrad. Schr. Ang. unt. 04109 a.d. G.A. Wrangen (Kasten- od. Leiterin.), gut erh., z. kaufen gesucht. Schr. Angeb. m. Preis u. 2543D a. d. Gieß. Anz. Gebrauchtes Bett z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04093 a. d. Meß« Anzeiger. EieliMer WWM für Wechselstrom 220 Volt z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2440Da.d.G.A. 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Besonders danken wir Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier. In tiefer Trauer: ..... Frau Elisabeth Becker, geb. Bangel, und Kinder 04031 Friedrich Becker u. Frau Katharine, geb. Römer. Gießen-Wieseck (Wagengasse 3), Atzbach, 22.8.1942. MLZlumel in Lollar an eine Frau zu vermieten. Schriftl. Anfrag, unt. 04076 a. ö. Gieß. Anzeiger. | Mietgesuche"] 4-6-3Hmnet- W»g gesucht. Evtl. Tausch geg. 4-Zimm.-Wohn. in Mainz. Schr. Ang. unt. 04041 a.d. G.A. Mädchen für Versuchsfeld und leichte Laboratoriumsarbeit, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04119 an den Gieß. Anz. Junges Mädel für ganz oder halbe Tage zur Mithilfe i. Haushalt ges. [04106 Karl Dörr, Gießen-Wieseck, Gießener Straße 75. Zum 1. Septbr. evtl, später tüchtige ältere 9au5fleöilfin oder MW f.d. Vormittagsstunden gesucht. Schr. Angeb. m. Zeugnisabschrft. unt. 04012 a. d. Gieß. Anzeiger. MMes IWen zum 1. 10., spätestens 1.11. 42, bis 31.3.43 nach Gießen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04017 a. d. Gieß. 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Die Werbeveranstaltung unserer Flieger. Hebungen, im allster beim emamiDierten beroorgebt, dast (Nachdruck verboten.) 22. Fortsetzung. A. Schnurre hat dem Ansiedlungsvorgang seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und kommt in seinem Buch „Vögel der deutschen Kulturlandschaft" zu dem Schluß, daß in isoliert gelegenen Wohnplätzen der Menschen es wohl zunächst ein einziges Pärchen gewesen ist, von dem die Besiedlung ausging. „Der Zeitpunkt derselben ist abhängig vom Grade der Schwierigkeit des Auffindens einer menschlichen Siedlung durch den Vogel. Dieses Auffinden geschieht in der^ Regel wohl nicht zum Frühjahr, sondern in der Strichzeit im Herbst oder Winter. In der Steppe gelegene Siedlungen werden, selbst bei größeren Entfernungen, erheblich früher vom Sperling aufgefunden, als solche, die durch Wald und Gebirge isoliert sind." Wir sagten schon, daß der Spatz schon vor dem Menschen in Deutschland heimisch war. Er ist von Hause aus ein echtes Steppentier'und frißt ja nicht nur Getreide. Sein Schmarotzertum beim Menschen und die damit verbundene Massenvermehrung ist, wie gesagt, erst in historischer Zeit entstanden. Nach Naumann frißt der Spatz am liebsten Weizen, dann folgen Hafer und Gerste: Korn, unser heutiges Hauptgetreide, nimmt er nur zur Not. Bringen wir nun den Speisezettel als Anhaltspunkt in den naturhistorijchen Zusammenhang mit der Geschichte des Getreideanbaus in Deutschland, dann ergibt sich folgende Beziehung: Ist der Sperling der Weizen- und Gerstenkultur gefolgt, dünn müssen wir sein Auftreten in den Anfangs der neolithischen Periode legen. Denn diese Feldfrüchte sind aus dem 4. Jahrtausend alter Zeitrechnung nachgewiesen. Kam er aber erst mit dem Hafer zu uns, dann ist er wesentlich später aufgetreten, und wir müßten fein Erscheinen in die Bronzezeit zurückverlegen, da nach Montelius der Hafer sich ins zweite Jahrtausend alter Zeitrechnung zu- . rückverfolgen läßt. Mit dem Roggen, den wir erst im 7. Jahrhundert alter Zeitrechnung bei uns antreffen, ist er jede ns all s keineswegs erst ins Land gekommen. Diel für sich hat die Gefolgschaft des Spatzen mit im Zuge des Haferanbaus. Hafer war das Hauptgetreide der Germanen, und Haferbrei nach Plinius'ihr wichtigstes Gericht. „Die Vorliebe der Spatzen für Haferkörner ist ja bekannt. Seine innige Gemeinschaft mit dem Pferde, die jedoch nur solange dauert, wie dieses mit Hafer gefüttert wird, beweist das zur Genüge." Aber, wie gesagt, viel näher liegt es anzunehmen, daß der Spatz schon vor diesen Kulturperioden bei uns heimisch war, sein Anschluß an die Feldwirtschaft etwas Sekundäres ist und lediglich nach Eingehen leichtathletischen Fünfkampf sowie im Schwimmen die Horstmeister 1 942 bereits festgestellt. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt: Meister im Fußball wurde die 1. Kompanie, Meister in Handball die 2. Kompanie, Meister im Faustball die des Schmarotzertums die Maffenvermehrung gefördert hat. Dennoch aber weist uns diese Agrikulturbetrach» tung auf etwas für diesen Zusammenhang wich« tiges hin: die spatzenlosen Dörfer haben meistens keine Pferde: in fuhrverkehrsarmen Stadtteilen ist die Zahl der Spatzen geringer, alL da, wo ein reger Gefpannverkehr herrscht. Eitz Brauereihof ist ein Eldorado für Spatzen. In Gießen z. B. ist von jeher die H a m m ft r a ß e diL spatzenreichste Straße gewesen, da aller Verkehr mit dem Güterbahnhof über ihr Pflaster geht. Der S e l t e r s w e g, obwohl Hauptverkehrsstraße und vielbefahrenes Gefchäftsviertel, ist dagegen fpatzen- arm. Im Vogelsberg gerät der Hafer schlecht. Hier steht er noch gegen Ende Oktober ringe* erntet auf den Gebirgsfeldern (Ulrichstein, Selgen* Hof). In vielen Jahren, die durch Nässe heimgesucht waren, ging die Getreideernte vollkommen zugrunde. Infolge dieser oft aufeinanderfolgenden Mißernten verarmte die Bevölkerung und war in früherer Zeit stark verschuldet. Der Generalkultur, plan für den Vogelsberg sollte hier Abhilfe schaffen; man versuchte die Landwirtschaft vom 2kferbau zur Viehzucht umzustellen und propagierte das, bodenständige, klimaharte Vogelsberger Rotvieh. Die Siedlungsdichte der Spatzen reagierte sehr stark auf diese Verhältnisse. Geht es dem Spatz gut, heckt er das ganze Jahr, hat er nichts zu fressen, unterbleibt das Brutgeschäft. Vor dem ersten Weltkriege hatten in den Oberwalddörfern die Bauern keine Pferde: dazu waren sie zu arm, und der Hafer gedieh nicht jedes Jahr. Als der Krieg zu Ende ging und bei der Demobilmachung Pferde zu Spottpreisen zu haben waren, wurde auch dep Vogelsberg pferdereicher. Unmittelbar danach stellte sich der Spatz in diesen Dörfern ein, denn wo Pferde sind, muß Hafer gebaut werden. Und damit ist die ökologische Verbundenheit zwischen Hafer, Pferd und Spatz erwiesen. Denn die unverdauten Haferkörner der Pferdeerkremente sind ein wesentlicher Bestandteil der Spatzen-Winter- nahrung, und die Spatzenabnahme in der hafer- armen Kriegszeit beweist das genau so gut wie umgekehrt das plötzliche 'Auftreten großer Spatzenschwärme in vorher spatzenfreiem Gelände, wo während derselben Zeit größere Pferdetransports abgestellt wurden. Damit haben wir kennengelernt, daß noch recht merkwürdige wichtige und unlösbare Beziehungen bestehen zwischen Menschen, Spatzen und — Pferdeäpfeln! daß ganz Trettau einbezogen schien, „aber sonst war es ein ganz wunderbares Fest! Und Mädle gibts hier! Blond, braun, -schwarz — und alle so hübsch, direkt zmn Anbeißen! So jung wie ihr Grashüpfer müßte man noch mal fein. Da war eine drunter, so eine Dunkle aus dem Walsertal, mit der Boy eine Zeitlang tanzte — übrigens, wo ist denn der junge Mann?" „Keine Ahnung." Anna hob die Schultern und hielt dem unbequemen Fraget ein tropfendes, honigbestrichenes Hörnchen so dicht vor den Mund, daß er schweigen mußte. Sie fand es ein wenig komisch, welchen Elan der alte Herr auf einmal entwickelte. ~ v „Dein Manck hat heute ja früh aus den Federn müssen, Anna. Was war denn los?" wollte Hudal wissen. „Entbindung", sagte Anna kurz. Der Professor lachte kauend. „Patienten haben ein merkwürdiges Talent, immer die dümmsten Augenblicke zu erwischen. Don einem Grand mit Vieren weg ober meinetwegen aus dem Theater, das lasse ich mir ja noch gefallen, aber" — hier machte er eine Kunstpause und sah Anna abge- feimt an — „aber so direkt unterm Elxristbaum weg, das ist Schikane! Im übrigen ist das gleich der richtige Vorgeschmack für eine neugebackene Doktorsfrau." , Anna wußte vor Verlegenheit nicht wohin. Gottlob, da hörte sie Martin kommen. Rasch band sie ihrem Zierschürzchen eine neue flotte Schleife und verließ das Zimmer. , Brügger bremste seinen Wagen, packte den geburtshilflichen Koffer und stieg aus. Dann eilte er über die breite Haustreppe empor durch die Diele ins Sprechzimmer. Er war in kurzem Wichs. Die schwarze Lederhose ließ feste, braune Jtnie frei. Die graue Lodenjoppe hing ihm über die Schulter. Während er feine Hände mit warmem Wasser bürstete, überlegte er, daß der telephonische Anruf vorhin wegen der Entbindung im Grunde genommen sehr günstig mar. Denn er begründet- ihr getrenntes Nb w- „Ist das wahr, Anna?" „Natürlich, Martin." Sie stellte sich auf bis Zehen und bot ihm ihren Mund. „Was hast du denn da? Darf ich sehen?" Er reichte ihr den Brief und erläuterte ärgerlich! „Der Bengel ist auf und davon. Bei Nacht und Nebel. Und ich habe es gut gemeint mit ihm. Ich schlug ihm vor, er sollte hierbleiben. Er hatte sich nämlich in den Kopf gesetzt, nach Italien zu fahren. Und frech wird der auch noch' Will „unser junges Glück" nicht stören. Mit anderen Worten, er will sein nichtsnutziges Bummelleben weiter- führen. Auch recht. Soll machen, was er will. Von mir hat er jedenfalls nichts mehr zu erwarten. Wir sind geschiedene Leute. Vielleicht ist es sogar besser so." Anna las, knüllte das Papier zusammen und stopfte es in ihres Mannes Tasche. In ihrem Herzen war wilde Freude. Sie griff in Martins Haar, zog feinen Kopf herab und bedeckte feinen Mund mit ungestümen Küssen. Ein Schauspiel, bas sich dem korrekten Sprechzimmer noch nie geboten hatte. „Du mußt dich nicht ärgern, Martin. Das ist der Junge gar nicht wert. Es ist viel besser so, glaube mir. Nun sind wir zwei allein. Ich habe dich und du hast mich, und kein Mensch auf der Welt hat uns dreinzureden. Und wegen gestern — gestern war ich ein bissel verdreht und durcheinandergebracht. Kopfweh und so. Aber heute ist das wieder im Lot. Du darfst mich für keine Heul- suse halten, Martin, ich vertrage schon eine ganze Menge. Heute bin ich sogar schrecklich auf dem Damm, sieht man mir das nicht an? Ich habe solche Sehnsucht nach dir gehabt!" Zärtlich küßte sie seine Augen. Als Brügger, ein wenig fassungslos, ihr Antlitz nach oben bog, glitzerten in den Augenwinkeln zwei Tränen, die viel gutmachten. Er war gerührt und drückte feine Frau fest an sich. Er wurde mitge- riffen und gab ihre Liebkosungen zurück. tFortjetzung folgt. Gie^ 22^ arf , Erscheinen und rückte eine schiefe Situation leidlich zurecht. Ein abgelehnter Ehemann war und blieb eine komische Figur. Es klopfte. „Herein!" „Diesen Brief habe ich vor ein paar Minuten im Zimmer des jungen Herrn gesunden", sagte Zenzi und blickte den Doktor treuherzig an. „Na, dann gib mal her. Ausgeschlafen? Viel getanzt gestern?" „Es tut's", erwiderte das Mädchen und spielte mit seiner Schürze. Brügger riß hastig den Umschlag auf und las: Will Euer junges Glück nicht stören. Außerdem ziehe ich es vor, mein künftiges Leben nach meinem Geschmack zu gestalten. Ich mache dotx Deinem Anerbieten deshalb keinen Gebrauch und gehe. Daß ich mich ohne Abschied empfehle, wirst Du ja wohl begreifen. Lebt wohl! Boy." „Wann haft du das gefunden?" „Grad vorhin. Lag auf dem Tisch. Sein Bett war gar nicht benützt. Ist etwas geschehen?" fragte das junge Ding neugierig. „Nichts. Boy muhte nur plötzlich abreifen und setzt mich davon in Kenntnis. Es ist alles in Ordnung. Du kannst gehen", beschied Brügger das Mädchen mit gekaufter Stirn und lieh den Brief sinken. Zenzi ging knicksend hinaus und prallte an der Tür mit Anna zusammen. Die junge Frau vergewisserte sich, dah das Mädchen außer Hörweite war, dann erst trat sie auf ihren Mann zu. „Guten Morgen, MarUn. Du hast fortgemußt?" „Ja. Es handelte sich um eine Entbindung. War schnell erledigt." Anna streichelte seinen Arm und sah zu ihm auf. „Ich habe dich kommen hören. Deine Hupe kann man mit gar keiner verwechseln. Wir sind drüben. — Ich bin so froh, daß du wieder da bist", fügte sie rasch und herzlich hinzu und schmiegte sich an ihn. rtbauti e. eher» infM zeug« ileEi 'tünch Der bekannte oberhefsische Ornithologe Dr. 1 Karl Rudolf Fischer in Gießen, der wohl einer der besten und erfahrensten Kenner unserer heimischen Dogelwelt ist, behandelt hier ein Thema, das sowohl in der Stadt, als auch auf dem Lande besonderem Interesse begegnen wird. Seine Ausführungen geben auf manche Frage, die man sich angesichts des Ueberhandnehmens bzw. völligen Fehlens der Spatzen in manchen Gegenden oder Stadtteilen selbst schon gestellt hat, eine interessante Antwort. Daß der Hausspatz, um den es sich hier handeln soll, in seiner Lebensweise voller Kuriositäten steckt, traut diesem gemeinen Proletarier aus der Vogel- weit so leicht keiner zu. Was kann schon besonders an diesem Plagegeist von Stadt und Land zu finden fein, der sich allerwärts in Hellen Scharen herumtreibt und sich nur unangenehm bemerkbar macht, die Singvögel vertreibt und in den Gärten lästig wird, mit feinem häßlichen Gesang das Dogeikonzert nicht gerade verschönern Hilst, sondern im Gegenteil bei seiner Zanksucht und seinen ewigen Streitereien den Straßenlärm nur ver-. größern hilft? Und doch hat dieser städtisch frisierte AUerweltsvogel Eigenheiten, die der Zweite nicht kennt und noch nie gehört hat. Wer kann sich z. B. Dorftellen,_ daß es heute noch Dörfer gibt, in denen keine Spatzen Vorkommen, in denen es noch nie Spatzen gegeben hat, und wer ist darüber unterrichtet, daß mir in unserem engsten Heimatgebiet eine Reihe ausgesprochen spatzenloser Dörfer haben oder wenigstens bis in jüngstvergangene Zeiten hatten? Und doch ist es an dem, und es verlohnt sich, aus naturhiftorifchen Gründen einmal den Ursachen nachzugehen, welche zu diesem merkwürdigen Ver- halten des sonst durchaus nicht wählerischen Vogels geführt haben. Man sollte doch aus der Aufdringlichkeit seiner sattsam bekannten Lebensweise, seinen Vielehen und seinem Kinderreichtum, aus der Härte und Stärke seines bilogischen Vogelcharak- ters annehmen, daß irgendwelche Ausbreitungsschranken für ihn niemals bestehen könnten, sondern im Gegenteil, wie es auch meistenteils zu fein pflegt, eine regelrechte Spatzeninflation zur Folge haben müßte. Und doch ist aus alter wie aus neuer Zeit in Hessen und Hessen-Nassau eine ganze Reihe von Dörfern bekannt, in denen es noch niemals Sperlinge gegeben hat. Schon Landau waren die Siedlungen Schloß Wildeck, Kehrenbach (bei Melsungen), Ober- und Unterschönau (Schmalkalden) bekannt, und Sunkel gibt in seiner hessischen Vogelfauna dazu noch das Dorf Wallenfels im Dill frei 5 und Treisberg (Kreis Ufingen) an: „Als Grund wird meist der Umstand angegeben, daß diese Dörfer nur eine beschränkte Feldmark haben und dicht von Wald umgeben sind. Merkwürdigerweise grenzen im Obertaunus die spatzenlosen Dörfchen Schmitten, Glashütten, Ruppe r-tshain und Eppenhain nicht aneinander, sondern die dazwischen liegenden Dörfer sind gerade auffallend stark mit diesen Vögeln, versehen." Der Autor folgert daraus fetyr richtig, daß „diese Befunde ökologisch unb ornitbo- geographisch besagen, daß der Spatz eine außerordentlich stark betonte Seßhaftigkeit besitzt", die auch außer der Brutzeit bestehen bleibt und daher durch zusammenhängende Wälder leicht „isoliert" werden kann. Auch der hohe Vogelsberg besitzt spatzenarme Gegenden, und das Dorf Rebgeshgin mar bis vor etroa zehn Jahren noch spatzenfrei. Ebenso ist der Sperling erst in den letzten Jahren in den Selgenhof eingezogen, mo er früher absolut gefehlt hat. Und in früheren Zeiten sind fast alle Oberwalddörfer spatzenfrei oeroefen. Wenn nun auch oben schon eine Teilbegründurch für dieses eigenartige Verhalten des Sperlings gegeben werden konnte, nämlich, durch feine Abneigung, große Flüge zu unternehmen, in Verbindung mit dem durch zusammenhängende Wälder ihm unmöglich gemachten schrittweisen Vorrücken in spatzenfreies Neuland, so ist damit der Hauptanteil des Umwelteinflusses auf den Spatz noch nicht geklärt. Wenn auch aus feiner Lebensweise 3. Kompanie. In den Einzelwett bewerben wurden Sieger im: Hochsprung: 1. Gest. Strathrnann 1,60, 2. Flg. Zeidler 1,60, 3. Dbgefr. Engert 1,50 Meter. Diskus: 1. Wz. Tröger 30,49, 2. Wz. Marx 30, 3. Feldw. Osthold 26,93 Meter. ' K u g e l st o ß e n : 1. Flg. Zeidler 11,04, 2. Hptrn. Magier 10,75, 3. Wz. Bracher 10,15 Meter. Schwimmen. 100 Meter Rücken: 1. Uffz. Fochenbrock 1:31,4, 2. Dbg fr. Stein 1:50,1, 3. Flg. Rink 1:53,2 Min. — 200 Meter Kraul: 1. Gefr. Böhmer 2:51,7, 2. Uffz. Fochenbrock 3:05,6 Min. — 100 Meter Kraul: 1. Gefr. Böhmer 1:08,5, 2. Uffz. Fochenbrock 1:15,2; 3. Flg. Ruth 1:24,4 Min. — 200 Meter Brust : 1. Dbg fr. Hebestreit 3:25,9, 2. Gefr. Dltersborf 3:37,9, 3. Flg. Dtt 3:54 Min. — lOOMeterBrust:!. Dbg fr. Hebestreit 1:35,8, 2. Flg. Dberhvser 4:38,9, 3. Ober» amt Dr. Kromann 1:39,1 Min. — 1 0 X 5 0 - Me» ter-Staffel: 1. 2. Komp. 7:47,1, 2. Stabskomp. 7:48,8 Min. Die schwierigste Hebung in der Leichtathletik, den Fünfkampf, der aus 100 Meter, Hoch-, Weitsprung, Kugel und 400 Meter bestand, gewann nach hartem Kampf Hptm. Magier mit der guten Lei- Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Kiopffer weit: tth deitz nut d ien& «Ha sberch d W Keuck ngens inh» vor fe enO idjettc wl Bw send«' ;e ist 8 c roete IM- ibteft Großstadtspatzen — eine direkte Abhängigkeit vom menschlichen Ackerbau besteht, so muß doch nach dem neuesten Stand der Vogelforschung angenommen werden, daß der Spatz schon vor der menschlichen Ansiedlung bei uns heimisch war und sein „Anschluß" an Getreidebau und besonders Pferde- haltung eine sekundäre Angelegenheit sind. I) 'N- M W W ernviv. Aus der Stadl Gießen. 6s geht besser, wenn man geht. In diesen schönen Spätsommerwochen, da für manchen die Versuchung gewiß nicht gering ist, bei einiger Zeit eine durchaus überflüssige Reise zu machen, erfreut den Chronisten doppelt die Kunde von einem 73jährigen Herrn, der in kühner Ver- achtung aller Fahrzeuge, die ja ohnehin immer überfüllt sind, einen Fußmarsch unternahm, der an den wanderfrohen Poeten Johann Gottfried Seume erinnert, dessen „Spaziergang nach Syrakus" vor anderthalb Jahrhunderten eine Berühmtheit geworden ist. Jener rüstige Greis, der den Wanderruhm auch für unsere Tage in Anspruch nimmt, statt es für zeitgemäß und vornehm zu halten, in der überfüllten zweiten Klasse einen Stehplatz au szu füllen, hat sich zwar nicht gen Syrakus aufgemacht, sondern ist in seiner Heimat geblieben. An einem Sonntag, da ihn die alte Wanderlust überkam, hat er sich ausgemacht und in zwei Tagen nicht weniger als 95 Kilometer längs der Sudeten zurückgelegt, also mehr als 45 Kilometer an einem Tage. Das ist für einen Menschen in solch vorgerücktem Alter etwas ganz Außergewöhnliches und ist von allen, die davon hörten, auch gebührend angeftaunt worden. Aber vorbildlich sollte uns vor allem doch die Erinnerung fein, die der alte Herr mit feiner / Leistung in uns wachgerufen hot, die Erinnerung nämlich an das alte Seumewort: „Es ginge mayches besser, wenn man mehr ginge!" Meint ihr nicht auch? Diesen Sonntag jedenfalls kvill ich es neu beginnen. Es werden bestimmt keine fünfundvierzig Kilometer fern, aber etwa die Hälfte läßt sich schon ganz gemütlich schaffen. Ja, wir sollen uns nur mehr Zeit nehmen in unserer Freizeit! Wer vorgibt, keine Zeit zu haben, der bemäntelt damit nur zu ort seine eigene Bequemlichkeit. Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen — das ist eine Redensart, die eigenlich ein überzähliger Eifenbahnreifender unserer Tage in Umlauf gesetzt haben könnte. Drum nehmt als kleine Weisheit in diese Spätsommerwochen, deren wir uns alle freuen wollen, das Lob des Fußgängers mit auf den Weg und glaubt dem alten Dichterrat: Es geht besser, wenn Keine Fettmarken für Feinbackwaren. In einzelnen Fällen werden bei Abgabe - von Feinbackwaren außer Brotmarken auch noch Fett- morten verlangt, obgleich eine solche Forderung auf Grund der bestehenden Bestimmungen nicht gestellt werden kann. Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiefen, daß bei der Abgabe von Feinbackwaren neben den Brotmarken Fett- oder Zuckermarken nicht verlangt werden dürfen. Nur in besonderen Fällen, d. h. nur dann, wenn die Herstellung der Feinbackwaren im Backlohn erfolgt, find die Betriebe berechtigt, Zucker bzw. Fett entgegenzunehmen. Doraussetzung ist aber, daß alle wichtigen Rohstoffe, insbesondere auch Mehl, von den Bestellern geliefert werden. Verlustlose Körnerernte. NSG. In jedem Krieg ist die Frage der Brot- perforgung von besonderer Bedeutung. Dies gilt ganz besonders für den gegenwärtigen Krieg, weil es ja die Feindmächte darauf abgesehen haben, das deutsche Volk durch Aushungerung niederzuzwmgen. Wir konnten bisher diese Absicht vereiteln und werden auch in der Zukunft beweisen, dah der Feind vergeblich hofft. , Trotzdem muß man sich klar darüber sein, daß Verluste an Brotgetreide unbedingt vermieden werden müssen. Jedes Getreidekorn ist kostbar und hilft den Sieg gewinnen. Unter dieser Parole sind die gegenwärtigen Erntearbeiten durchzusühren. Alles muß gesammelt werden, was zum Zwecke des Drusches und der späteren Vermahlung zu Brot- mehl eingebracht werden kann. Millionen kleinster Mengen machen zusammengenommen einen großen und entscheidenden Betrag aus. Auch alle Erntehelfer sollen immer an die politische Bedeutung des Brotes in dieser Zeit denken und in größter Sorgfalt bei den (Erntearbeiten ihre nationale Pflicht erfüllen. Mer auch die nichtsammelbaren aus gefallenen Körner dürfen nicht eingepflügt werden. Es find Schweine auf die Stoppelfelder zu bringen, von denen diese Körner als wertvolles Futter aufge- nomrnrn werden. Dadurch sparen wir anderes Futter und bringen die (Ernteuberrefte zu höchst- m (6emiffent)afteftVu 5 f ü f) r u x g der (Erntearbeiten hilft siegen! _________________ 11. Bevor Anna am nächsten Morgen an dem reich’ gedeckten Frühstückstisch erschien, erfuhr sie von d^ Mädchen, daß ihr Mann vor einer guten Stunde zu einer Entbindung gerufen worden sei. Die Zenzi ermähnte das nur so nebenher, weil sie von den Vorgängen dieser Nacht keine Ahnung hatte und das (Ereignis bei der Men Frau als bekannt voraussetzte. Anna hütete sich, diesen Glauben zu zerstören. Anna reichte Professor Helmreich und Detter ftran* die Hand Sie trug ein kleidsames Schotten- Söckchen und eine teerosenfarbene Bluse. Gelassen widmete sie sich ihren Hausfrauenpflichtenl, goß Kaffee in die Tassen und bot den Herren Gebäck an. Franz beobachtete seine Bast verstohlen unb mit jungenhafter Neugier, ob die erste Nacht im eigenen Heim einen neuen Zug in ihr Gesicht geprag habe Aber er fand nichts besonderes an ihr. Anna Jeiat’e ein ausgeschlafenes, heiteres Gesicht dem die frauliche Würde einen Zug von Beftimmth^t verlieb Franz Hudal war eben ein junger Dachs und fein Psychologe. Sonst würde er bemerkt haben daß durch Annas ganzes Wesen ein» feiner ’JjFSJS lief, daß ihre Munterkeit nicht echt war und daß sich hinter aller Forschheit em labiles Gemüt ver barg dessen gespielte Sicherheit beim geringsten An- la^'in Tränen Umschlagen konnte. Franz rührte e^was"enttäuscht in s7ner° Tasse, indes der Pra,e sor leine Stimme, die wie ein verstopftes ivawyorn klayg, mit den Exzessen des gestrigen Abends e ^iber sonst", fuhr er begeistert fort, und voll- siihrle eine Bewegung von si> großer Weitlaufigkei, Kobln-I ngeil I n Salti I riiW] icwiciu. I c&örtal jäher einer MN. 'Lkt lausO i örf MiM bet M zeiitl^I i am •en. i': I ind £ zu ieg •efieH isaiil^s ermofj scber> jteitö^ stellen' iveiiei^ nWff| t,»fd atinfi olfen* H WeM [25*5P ctu . Seit vielen Tagen herrscht in den Abendstunden auf dem Sportplatz reges Leben. In harten Vorkämpfen wurden die Teilnehmer für die Entscheidungskämpfe am morgigen Sonntag ermittelt. Aus zeitlichen Gründen wurden in den technischen Fußball, Handball, Faustball, im Fünfkampf sowie im Schwimmen ftung von 2702 Punkten vor Dbgefr. Neumann mit 2677 Punkten und Flg. Zeidler mit 2649 Punkten. Dabei erzielte Hptm. Magier folgende Einzelergebnisse! lt)0 Meter 12,1 Sek., Hochsprung 1,50 Meter, Weitsprung 6,35 Meter, Kugel 10,75 Meter, 400 Meter 57,9 Sek. Das wohl beste Ergebnis brachte der Weitfprung. Hier siegte Hptm. Magier mit 6,35 Meter vor Dbgefr. Neumann mit 6,16 Meter unb Uffz. Dörfchei mit 6,10 Meter. Aus diesen Ergebnissen läßt sich ersehen, daß am Sonntag auf dem Universitäts-Sportplatz spannende Kämpfe zu erwarten find, für die sich im einzelnen nachstehende Teilnehmer qualifiziert hoben. Im 100-Meter-Endkauf stehen: Hptm. Magier, Uffz. Gram, Bracker, Tröger, Wolff und Dbgefr. Neumann. Es wird vom Sieger eine Zeit von 11,3 Sek. erwartet. Den 100-Meter-Lauf, den Hptm. Magier, Uffz. Gram, Dbgefr. Neumann und Flg. Daichow bestreiten werden, ist völlig offen. Zum Sie.g werden 23,7 Sek. gelaufen werden müssen, die außer Dal- chow sämtliche anderen Endlaufteilnehmer zu lausen in der Lage sind. Einfacher ist es im 400-Meter-Lauf, den wohl Dbgefr. Neumann in einer Zeit, die um 53 Sek. herum liegt, gewinnen dürfte. Falls Becker, in dem wir den sicheren Sieger über 1500 Meter und 3000 Meter sehen, über 800 Meter nicht starten sollte, erwarten wir von Ockstadt eine Siegerzeit nahe der 2-Minuten-Grenze. Ganz offen sind dagegen die Staffeln. Es läßt sich schwer sagen, wer sich hier in die Siegerlistö einträgt. Glänzender Sport wird erwartet, und es ist sicher, daß die Besucher der Werbeveranstaltung wieder einmal ausgezeichnete Kämpfe sehen werden. „Nimm Deckung!" Zeder Unfall im Betrieb ist ein Ausfall für die Front. In den Betrieben der gewerblichen Wirtschaft werden in^den nächsten Wochen mehrere Millionen Hefte verteilt, die dem Ziel der Unfallverhütung in der Rüstungsschlacht und der allgemeinen Aufklärung der Gefolgschaften auf diesem Gebiet dienen sollen. „Nimm Deckung!" heißt die neue Parole an qlle in der Rüstungswirtschaft tätigen Volksgenossen. General Thomas, der Chef des Rüstungsamtes, ruft den Rüstunasarbeitern zu: „Die Arbeitskraft des deutschen Volkes ist das wertvollste Mittel der Krieasrüstung. Jede Stärkung der Arbeitskraft verbessert die Rüstung und hilft mit zum Siege, Unfälle dagegen schwächen die Arbeitskraft und damit auch die Rüstung. Arbeiter der deutschen Rüstung, denkt daran, daß auch die Unfallverhütung mit zur Erringung des Sieges beiträgt." Und der Reichsminister für Bewaffnung und Munition Speer hat folgendes Geleitwort zur Verfügung gestellt: „Das Vaterland braucht Eure ganze Kraft, denn Eure äußersten Anstrengungen in Hei» mat und Frontraum helfen entscheidend mit, dem Reich den endgültigen Steg zu erringen. Die Erhaltung Eures Lebens, Eurer Gesundheit und damit Eurer vollen Arbeitskraft ist daher oberstes Gebot für jeden einzelnen von Euch. Schützt Euer Leben! Ihr schützt damit nicht nur Euch selbst und Eure Angehörigen, Ihr dient darüber hinaus Euren Kameraden an der Front und Eurem Volke." Wie die Front nicht ohne Verluste fämp-ft, bringt auch die Millionenzahl der Schaffenden in der Rü- stungsschlacht ihr Opfer an Leben und Gesundheit. Wie die Leistungskrost des Soldaten das höchste Gut der Truppe im Kampf bedeutet, so ist die Arbeitskraft das wertvollste Gut, das der deutsche Mensch in die Rüstungsschlacht zum deutschen Siege einbringt. Jeder Unfall im Betriebe ist ein Ausfall für die Front, denn verlorene Arbeitsstunden bedeuten " verminderte Leistung. Daher ist es dem deutschen Techniker und Arbeiter im Rüstungsbetrieb mehr als Ehrgeiz, auch durch die Pflege seiner Arbeitskraft die Leistung zu erhöhen. Das Streben nach unfollsicherer Arbeit erwächst aus dem stolzen Bewußtsein, auch, am Arbeitsplatz Soldat zu sein. So widmen alle Beauftragten für die Rüstungsschlacht ihr ganges Bestreben im Verein mit der Wirtschaft und den gewerblichen Berufsgenossenschaften dem Ziele, den Arbeitsunfall weitestgehend auszuschalten. Denn Unfälle gefährden den reibungslosen Nachschub. Neue Schreibhefte nur gegen Vorlage der alten. Der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers eine Anordnung erlassen, die mit Wirkung vom 22. August 1942 den Verkauf von Schreibheften neu regelt. Danach darf der Einzelhandel Schulhefte aller Art nur noch gegen Vorlage eines allen, mit dem Stempel der Schule versehenen Schulheftes gleicher Art verkaufen. Die Abgabe des neuen Heftes wird in dem eingereichten alten vermerkt. Außerdem können Schulhefte gegen die Vorlage einer von einer Schule, einem hauptberuflichen Privatlehrer oder einem Erziehungsheim ausgestellten Bescheinigung, daß die Anschaffung des Heftes für Unterrichtszwecke erforderlich fei, abgegeben werden. Zuwiderhandlungen gegen sie Anordnung sind strafbar. Gießener wochenmarktpreise. * Gießen, 22. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 70, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 22, Rö misch - kohl 12, Bohnen, grün, 22 bis 25, gelb, 25 bis 28, Tomaten 35, Pflaumen 28, Zwetschen 32, Mirabellen 35, Renekloden 35, Salatgurken 30, Einmachgurken, das Stück 2 bis 6, Blumenkohl 20 bis 50, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf. * * * Die Hausbrand Versorgung. In einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte werden die Anordnungen über die Hausbrandoer- sorgung für den nächsten Winter veröffentlicht. Verdunkelungszeit: 22. August von 21.34 bis 5.47 Uhr. 23. August von 2L32 bis 5.48 Uhr. Aus der engeren Heimat. Vorbildliche Eierablieferung. * Hunge n, 22. Aug. Die Eierkennzeich- n u n g s ft e l l e S t e i n h e i m teilt uns mit: Nachdem die Eiererfäffung in unserem Bezirk mit dem am 30. September zu Ende gehenden Lieferjahre soweit abgeschlossen ist, kann jetzt schon festgeftellt werden, daß die Ablieferung zum großen Teile hundertprozentig erfüllt wurde. Die Verwaltung der Genossenschaft hat deshalb beschlossen, an ihre Mitglieder, die ihr Liefersoll voll erfüllt haben, als Anerkennung neben der chnen AufaUenben Reichs Prämie eine Nachzahlung für alle abgelieferten Eier zu vergüten, deren Höhe nach Abschluß des Lieferjahres festgesetzt werden soll. Den in ihrem Liefersoll noch rückständigen Hühnerhaltern ist von jetzt bis zum 30. September noch Gelegenheit geboten, ihre Pflichtlieseruna durchguführen und sich diese Neben- einnahme zu sichern. Vom Alsfelder Heimatmuseum. Lpd. Alsfeld, 21. Aug. Im Kreise der hessischen Heimatmuseen nimmt das Museum des Alsfelder Gefchichts - und Altertumsvereins, das in dem herrlichen Renaissancebau des von 1565 bis 1571 errichteten Älsfelder Hochzeitshauses untergebracht ist, eine der markantesten und hervorragendsten Stellen ein. Das Museum stellt eine der schönsten und umfassendsten heimatgeschichtlichen Sammlungen dar und bildet neben dem altehrwürdigen Alsfelder Rathaus, einem der schönsten Fachwerkbauten Deutschlands, * und dem Hochzeitshaus einen glänzenden geschichtlichen Mittelpunkt der Stadt Alsfeld. Die Schätze des Museums sind im Laufe der Jähre durch zahlreiche neue Stiftungen und viele weitere geschichtliche Funde ganz erheblich angewachsen, so daß es nicht mehr zu umgehen ist, eine weitgehende Umgestaltung und Neugruppierung in den reichen Museumsschätzen unter rationellster Ausnutzung der Räumlichkeiten durchzuführen. Dabei soll auch erstrebt werden, im Zuge der Neuordnung einen geschlossenen sachlichen Aufbau der Museumsschätze zwecks Herbeiführung größerer Uebersichtlichkeit über die Bestände und die darin zum Ausdruck kommende geschichtliche Entwicklung der Stadt und ihrer Landschaft vorzunehmen. An der interessanten musealen und heimatgeschichtlichen Aufgabe wird bereits gearbeitet. Landkreis Gieße«. * Dilling en, 22. Aug. Der Landwirt Otto Müller I. von hier stürzte am gestrigen Freitagabend beim Einfahren von Roggen von dem hochbeladenen Erntewagen. Der bedauernswerte Mann erlitt dabei einen komplizierten Unterschenkelbruch. Die Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes verbrachte den Verunglückten nach Gießen in die Chirurgische Klinik. Ein viertes Todesopfer der Hanauer Pilzvergiftung. Lpd. H,anau 21.Aug. Die folgenschwere Pilzvergiftung einer Hanauer Familie hat noch ein oiertes Todesopfer gefordert. Nachdem ein 39jähriger Mann und zwei Mädchen im Alter von 17 und 13 Jahren der verhängnisvollen Pilzmahl- zell erlegen waren, ist nunmehr als viertes Opfer Helft Waldbrände verhüten! Rauchen im Walde ist verboten! der Tod eines neunjährigen Mädchens zu beklagen. Bei der Mutter besteht keine Lebensgefahr mehr, sie befindet sich auf dem Wege der Besserung. Bei dem jüngsten Kind der Familie wurden erfreulicherweise keine Vergiftungserscheinungen festgestellt: es hatte von dem Mahl nichts oder kaum etwas genossen. Treue eines Schäferhundes. Lpd. Marburg, 21. Aug. Don der Treue eines Schäferhundes wirD aus dem Dorfe Roßdorf bei Kirctchain berichtet. Dort hatte ein Schäfer seinen Hund an einen Interessenten aus dem Westfälischen verkauft, und das Tier wurde auf dem Bahnhof Kirchhain nach Brilon verladen. Kurze Zeit darauf kam der Hund zu seinem einstigen Herrn zurück; er hatte die über 150 km lange Strecke in etwas mehr als 30 Stunden zurückgelegt. Fußball in Oaubringen. Am kommenden Sonntag trägt die 1. Jugend von Dolllningen ein Freundschaftsspiel gegen die gleiche von Alten-Buseck aus. Da beide Mannschaften als gleich spielstark anzusehen sind, ist mit einem spannenden Spiel zu rechnen. Sieger des am vergangenen Sonntag durchgeführten Fußball-Turniers wurde Gießen-Wi^seck, das Daubringen im Endspiel nach Verlängerung 2:1 schlug, nachdem in der Vorrunde Gießen-Wie- seck gegen 1900 Gießen 4:0 gewann und Daubringen den Bannmeister Leihgestern mit 2:0 besiegt hatte. ßü^wfleilquelle Kaiislprutfe tfe Bronnenverwaltang Biskircbeo * Ruf 44 - ertäHlicK sparsam anwenden Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung gu erreichen, werden die Heumann- Heilmittel nur noch direkt in den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldüber* Weisung. Schriftliche Bestellungen müssen daher leider Unberücksichtigt bleiben. firumann FUD DM DEUTSCHE BOTE KREUZ 1942 1$tras$ensammlung22./23,august B.2O Dann genügt oft schon ein halber KNORR - Soßenwurfei, um die eigene Soße zu verlängern und zu verfeinern. Sie brauchen den ’/j Würfel nur fein zu zerdrücken, mit reichlich V» Liter Wasser glattrühren und 3 Minuten mitkochen zu lassen. KNORR mMIMIirhllf ■!!Wil HU IMilüHnWIlHII I» li III Gießen, CHCaTfctstraße 9—11 hat vom 24. August bis einschließlich 5. September 1942 vorübergehend geschlossen! 2540 D Hochzucht-Saatweizen Saatroggen Winter-Saatgerste empfiehlt Karl Schäfer Landesprod., Atzbach ü/Gießen Bei Bestellungsaufgabe den Bezugsausweis des Ortsbauernführers miteinsenden. 2546D Verrei st bis 7. September Dr. Gerster 04097 VITAS! N mit Vitamin Bi £tzt fflucldinty wn fasiem, und beöcmdj2/Lö y QruncHfi^e-Jiifchdwäß! 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