192. Jahrgang Nr. N8 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsprechanschluß 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck 11636 Frankf./M. Giehener Anzeiger vrühlsche Univerfttätrdruckerri B. Lange General-AnzeigerfiirOberhesfen $ 6ief|tn,9Sd)ulftra6eZ-9 8reltag,22.Mait942 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 81/» Uhr desVormittags Anzeigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffelR Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/. mehr Front und Heimat werden in gegenseitigem Vertrauen alle Aufgaben desdeutschenFreiheitskampfes gemeinsam meistern Reichsmarschall Görings Ansprache beim Staatsakt in der Reichskanzlei. Berlin, 21. Mai. (DNB.) Reichsmarschall Hermann Göring führte in seiner Rede bei dem Staatsakt in der Neuen Reichskanzlei aus: Deutsche Volksgenossen! Ein einmaliger Staatsakt hat soeben stattgefunden, wie er bisher in der Geschichte unseres Volkes und noch viel weniger bei anderen Völkern bekannt ist. Aber dieser neue und einmalige Staatsakt zeigt, wie sich die Auffassungen über den Wert der Arbeit und die Bewertung der Leistung des Arbeiters und der Arbeiterin im nationalsozialistischen Staat grundsätzlich gewandelt haben. In der Demokratie, die wir selbst in der Systemzeit erleben mußten, wurde der Ärbeiter bis zum letzten ausgenutzt. Seine Arbeitskraft wurde nur für die persönlichen Profite verwendet, die nicht ihm, sondern fremden Aktionären zugute kamen, und das Ziel seiner Arbeit war, diese Aktion und ihren Wert steigen zu lassen. Noch weit schlimmer ist das Los des Arbeiters im Zeichen des Bolschewismus. Hier herrscht Unterdrückung und rücksichtslose Vernichtung des Arbeiters, und das Endziel war dis Vernichtung aller Kultur. Das sogenannte „Paradies der Arbeiter und der Bauern" kennen jetzt Millionen deutscher Volksgenossen, und unter diesen Millionen deutscher Volksgenossen, die heute an der schwersten aller Fronten kämpfen und siegen, befindet sich so mancher, der früher einst selbst der Anschauung des Kommunismus gehuldigt hat. Wie viele glaubten in der vergangenen Zeit, wo der Arbeiter wirklich lerne Hoffnungen hatte, und wo es schwer für ihn war, an ein Vaterland zu glauben, sich diesem Fanatismus und der bolschewistischen Idee in die Arme werfen zu müssen. Jetzt sahen sie dies Paradies und konnten die „Errungenschaften des Bolschewismus und Kommunismus" selbst an Ort und Stelle feststellen. Und in vielen tausend Briefen haben diese ehemals Verblendeten nun geschrieben und immer wieder anerkennen müssen, daß nur der Nationalsozialismus allein dem deutschen Arbeiter und seiner Arbeit den wahren Wert beimißt, und daß nur in der Volksverbundenheit unseres Staates das wahre Leben auch für den Arbeiter und für den Bauern zu finden ist. Denn der Nationalsozialismus hat als einen seiner wichtigsten Punkte die Anerkennung des Arbeiters, des Bauern, seines Fleißes, seiner Arbeit und seines Werkes auf sein Programm geschrieben. Und das Ziel war nicht mehr der Gewinn für einzelne, sondern die Zusammenballung aller Kräfte für die Gesamtheit der deutschen Volksgenossen und für die Nation. Es ist das große und gewaltige Werk unseres Führers gewesen, daß er in den friedlichen Iah- ren, beginnend mit seinen sieben Männern bis zu den Hunderttausenden und Millionen, jenen einzigartigen Kampf um die Schaffung der Volksgemein, schäft geführt hat. Und diese Volksgemeinschaft besitzen wir nun heute. Sie ist unser größtes Glück; sie stellt aber auch unsere größte Kraft dar. Unser Glück deshalb, weil wir nun empfinden, daß es nicht einzelne Stände und Berufe und Klaffen und Religionen gibt, sondern daß es nur ein einziges gewaltiges Zusammenhalten im Rahmen unserer Volksgenossenschaft gibt. Wir alle fühlen uns nun als Mitglieder dieses einen großen Volkes. 3n jedem Einzelnen sehen wir nun wieder den gleichberechttgten Volksgenossen und über allem sieht die Gewißheit, daß wir alle nun gemeinsam vorwärts kommen, oder, wenn es sein muß, gemeinsam untergehen können. Es war die Absicht des Führers, in friedlicher Ar, beit dieses Werk weiter auszugestalten und auszubauen. In wiederholten Reden hat der Führer schon angekündigt, wie dieser Ausbau der Volksgemeinschaft und in Sonderheit, wie auch der Einsatz des deutschen Arbeiters und Bauern in diese Volksgemeinschaft immer weiter ausgestaltet werden sollte. Zu dieser Arbeit brauchte der Führer Frieden, und sein ganzes Bestreben war es nur, diesen Frieden zu erhalten, um im Aufbau dieser Volksgemeinschaft und im Aufbau einer wundervollen neuen Kultur Werke unvergänglichen Aus. mahes für fein deutsches Volk schäften zu können. Aus diesem Grunde richtete der Führer, wie Ähr alle wißt, immer wieder neue Vorschläge an die anderen Staaten. Es waren Vorschläge, die a n d i e allgemeine Vernunft appellierten, Vorschläge, die darauf abzielten, daß an Stelle gegenseitigen Zerfleischens in der Welt in ftiedlichem Aufbau'Werke geschaffen werden sollten. Aber es war selbstverständlich, daß bei aller Friedfertigkeit des Führers und des deutschen Volkes gewisse Rechte gewährt werden mußten, die für den Führer und für die deuftche Natton unbedingt notwendig waren, Rechte, die uns keiner nehmen und niemand bestreiten konnte, und die auch wieder Recht werden mußten. Dazu zählten in erster Linie der Anschluß unserer Ostmark, in der sechs Millionen Deuftche wohnten, dann die Sicherung jenes großen Teils des Deutschtums m der Tscheche! und schließlich die Eingliederung des rein deutschen Dan- Ätqs Es waren dies selbstverständliche Forderunoen, es war dies ein heiliges Recht, das durch die Gemeinschaft des Blutes verbrieft war, em Recht, an dem kein vernünftiger Staatsmann vorbeigehen konnte. _ -, Eigentlich hatten diese Staatsmänner von sich aus sorgen müssen, diese für die Einigung Europas so wichtigen Voraussetzungen rechtzeitig zu schassen. Aber im Gegenteil, statt auf W gemäßigten Vorschläge des Führers einzugehen, begann sofort, ja eigentlich im gleichen Augenblick, da unsere Fahne, das Hakenkreuz, als Siegeszeichen über Deutschland emporstieg, die Einkesselung des Reiches von allen Seiten. Und wenn wir näher Hinsehen, wer denn nun diese Staatsmänner waren, die diese Einkesselung betrieben, so konnten wir hinter ihnen immer wieder die Fratze des Äuden sehen, der überall gegen Deutschland hetzte, gegen ein Deutschland, das nichts anderes wollte, als in friedlichem Aufbau das Reich aus Not und Elend wieder zu stolzer Höhe aufzurichten. Es waren dieselben Staaten, die schon einmal vor Jahrzehnten gegen das Reich angetreten waren, die auch seinerzeit das Aufblühen des Reiches nicht ertragen konnten und dann aus Neid und Mißgunst das damalige Deutschland überfielen. Ihr alle wißt, welche furchtbaren Zeiten der Schmach, der Schande und der Ohnmacht wir dann durchleben mußten. Tiefer und tiefer sanken wir hinab. Das deutsche Volk drohte sich aufzulösen; Bruder stand gegen Bruder, Schwester gegen Schwester! Und das Ausland, das feindlich gesinnte, triumphierte über das der Vernichtung anheimgegebene Reich. In letzter Stunde aber kam der Führer, kam feine tapfere Bewegung und das chier Unmögliche geschah. Das Unfaßbare wurde Wirklichkeit: aus Ohnmacht und Schande wuchs ein neues Reich, eine neue Nation, folger und stärker denn je zuvor. Und wieder wurde nun von allen Seiten das Emporsteigen dieses neuen deutschen Volkes und Reiches mit Neid und Mißgunst betrachtet. Größer und größer wurde die Gefahr, so daß wiederum der Gegner nur Zeit uchte, um gegen das neue Deutschland vorzugehen. Die Voraussetzungen dafür glaubte er geschaffen zu haben in jenem Völkerbund, der in erster Linie die Abrüstung des völlig abgerüsteten Reiches weiter forderte. Der Führer sah sich schließlich gezwungen, diesen eigenartigen Verein, der nichts anderes als die Demütigung und Vernichtung Deutschlands wollte, zu verlassen. Er entschied sich dafür, nunmehr Deutschland jene R ü ft u n g zu geben, die die Voraussetzung, sein sollte, jeden Kampf zu bestehen, wenn er eines Tages dem deutschen Volk aufge- NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach zu den in der Gauschule der NS.- Frauenschaft in Mammolsheim i. T. versammelten Kreisfrauenschaftsleiterinnen und Gausachbearbeiterinnen der NS.-Frauenschaft über die bedeutenden Aufgaben der Frau im Einsatz der Heimat zur Erringung des Sieges. Mit der Arbeit ihrer Hände, mit der Kraft ihres starken Herzens, stehe sie heute als wahrhafte Kameradin des Mannes im Kampf um die Freiheit unseres Volkes. Im einzelnen behandelte der Gauleiter dann die verschiedensten aktuellen Fragen, die sich aus dem Aufgabengebiet der Frauenschaft ergeben. Sozialpolitische Probleme fanden dabei ebenso ihre Erläuterung wie der Wert ihrer aufrechten, geraden Haltung in allen nicht verkannten Sorgen des Alltags. Eine der wichtigsten Aufgaben der Frau fei es, die im Interesse einer gerechten Ordnung notwendigen Einschränkungen mit Umsicht und Bereitwilligkeit zu meistem. In ihre Hand sei es dabei vor allem gegeben, daß nicht die Polizei, sondern die tätig helfende, Volksschädlinge jedoch hart und unerbittlich zur Ordnung bringende, Kameradschaft zur Hüterin der für die Sicherung der Volksgemeinschaft notwendigen Maß- nnhmen werde. beim je, so führte der Gauleiter weiter aus, zwungen werden sollte. Gewaltig war die Rüstung, die nun einsetzte. Ganze Rüstungszweige mußten neu aufgebaut werden, denn in jenem Schandvertrag von Versailles waren Deutschland alle Waffen genommen worden, die für die Führung eines Krieges allein entscheidend waren. Jetzt wurden sie neu aufgebaut, und in wenigen Jahren wuchsen Fabriken um Fabriken. In kürzester Zeit wurden wieder 6% Millionen Arbeitslose in den Arbeitsprozeß eingegliedert. Jeder stand wieder an seinem Platze. Wieder drehten sich die Räder, wieder sausten die Hämmer, und ein gewaltiges Arbeiten begann in der Sicherung des Reiches. Gleichzeitig mit dem Aufbau der Rüstung schuf der Führer die neue deutsche Wehr- macht. Aus dem kleinen 100 000-Mann-Heer, das uns jener Schandfriede ließ, wurde wieder e i n gewaltiges Volksheer, bildete sich wieder aus dem deutschen Volke heraus eine neue Marine und schließlich eine neue strahlende Luftwaffe. So wurde auf der einen Seite das deutsche Volk und seine Männer, vor allem seine Jugend wieder herangezogen zum edelsten Berufe für den Deutschen, wieder die Waffen zu tragen und führen zu dürfen. Und die anderen wurden herangezogen, diese Waffe zu schmieden und das deuftche Schwert wieder zu schärfen. Und heute nun stehen wir wieder im Kampf, und dieser Kampf hat Ausmaße angenommen von einek Größe, daß man wohl sagen darf: Noch niemals stand Deutschland in einem gewaltigeren Kriege, denn in dem jetzigen. Zwei Fronten sind es, die wir vor uns sehen; die Front draußen und die Front in der Heimat. Die Aufgabe der Front draußen ist es in all diesen Jahren gewesen und wird es bis zum endgültigen Sieg bleiben, die Heimat zu schützen und den Sieg zu erringen. Jahre hindurch kämpfen nun eure Söhne, eure Brüder, eure Männer, um die Heimat zu schützen. In gewaltigen Schlägen und Siegen überrannten sie den Gegner. In dieser ganzen Zeit war es das Bestreben des Führers, mit Rußland zu einer Verständigung zu kommen, denn der Führer wollte dem deutschen Volk jeden unnötigen Kampf ersparen. Scheinbar ging Rußland darauf ein. Aber werde die Partei, deren wehrfähige Männer an der Front stehen, auf die Mitarbeit der Frau angewiesen sein. Die Frau werde sich in fachlichen wie propagandistischen Aufgaben dieses Einsatzgebietes in gewohnter Weise bewähren. Mut und Selbstvertrauen werde sie daheim, wie in ihren Briefen, die sie mit der Front verbinden, ausstrahlen und damit zu einer anhaltenden Stärkung des Widerstandswillens unseres Volkes beitragen. In selbstsicherer und stolzer Haltung werde sie sich im Geiste Adolf Hitlers so um die Erhaltung der Volksgemeinschaft besonders verdient machen und damit einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Gaufrauenschaftsleiterin dankte dem Gauleiter für feine zielweisenden und anerkennenden Worte mit dem Versprechen, daß die Frauenschaft des Gaues weiterhin ihre Pflicht erfüllen werde. Die Tagung brachte den Teilnehmerinnen — zumeist in Form von Arbeitsgemeinschaften — eine Fülle von Anregungen und die Möglichkeit zur Aussprache. Unter anderem sprachen Hauptstabsleiter Dr. Menzel von der Landesbauernschaft über die Versorgungslage, Major Otto über dieWehrmacht- betreuung, die Soziale Betriebsarbeiterin Fräulein D i e t e r l e, sowie Professor W i 11 s a ck von der Universität Frankfurt. 3m Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei. ■ 3m Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei war ein Ehrenbataillon aus Kompanien des Heeres, der Kriegsmarine, Luftwaffe und Waffen--- an getreten, deren Front Ritterkreuzträger Meister Hahne mit Reichsmarschall Göring abschritt. Reichsmarschall Göring verabschiedet sich hier von Meister Hahne. In der Mitte Reichsminister Speer. Links: Ritterkreuzträger (Befreiter Krohn, dahinter die Generalfeldmarschälle Keitel und Milch. Ganz links: Reichsorganifationsleiter Dr. Ley. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die deutsche Frau meistert alle Schwierigkeiten. Oer Gauleiter auf einer Tagung der NS.-Zrauenschast. ■ 1 «I Unser Bild zeigt Ritterkreuzträger (Befreiten Krohn bei der Uebergabe des Ritterkreuzes zum Kriegs- verdienstkreuz an den Rüstungsarbeiter Meister Hahne. — (Scherl-Bilderdienst-M.) schon bald mußten wir erkennen, daß das bolschewistische Rußland diese Zeit ausschließlich dazu benutzte, um eine Rüstung weiter auszubauen und zu vollenden, die niemals ihresgleichen gehabt hat. Und wenn nun heute gefragt wird: Wie war das möglich, daß die Sowjetunion eine solche Rüstung ausbauen konnte, dann kann die Antwort nur lauten: Nicht aus jenen edlen Gefühlen für Volk, Vaterland und Führung, die euch bewegen, ist dort drüben so wahnsinnig geschuftet worden, sondern nur weil der Mensch dort nichts bedeutet; weil der Arbeiter dort nichts anders ist als Sklave. Nur unter Maschinengewehren und mit der Peitsche wurden die Arbeiter Sowjetruhlands an ihre Arbeitsstätten getrieben. Dabei war es gleichgültig, ob der Arbeiter in der Lage war, die Waffen fertigzustellen ober nicht. Waren sie nicht fertig, verfiel er dem Tode. Ein Morden,> wie es die Welt noch nicht gesehen hat, ging durch dieses Rußland. An dieser Rüstung klebt das Blut von Millionen russischer Arbeiter und Arbeiterinnen. Rücksichtslos wie dieser Dschingis-Chan in diesem Winter, bar jeder militärischen Vernunft, immer wieder seine Regimenter gegen den deutschen Wall anbrausen und zusammenkartätschen ließ, genau so rücksichtslos und ohne jedes Bedenken, ohne jede Rücksicht auf Menschen, schuf er seine Rüstung. Ganze Dörfer wurden nachts umstellt und die Bewohner in die Fabriken getrieben. Die Kinder wurden in irgendeine Anstalt gebracht und durch die Bolschewisten erzogen. Ehepaare wurden aus- einanbergeriffen, die Männer hierhin, die Frauen dorthin verschickt, nie wieder bekamen sie sich zu sehen. Das war die bolschewistische Methode, zu arbeiten und anzupeitschen. Und so unterscheidet sich unsere Arbeit, der Einsatz unserer deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen, unserer Bauern und Bäuerinnen weiß Gott grundsätzlich von jener Methode, die dort in dem „Paradies der Arbeiter und Bauern" üblich war und heute noch üblich ist. Was auch immer die Lügenpropaganda des Auslandes sagen mag, jeder einzelne von euch weiß, daß wir gewiß jetzt viel vom deutschen Arbeiter verlangen und verlangen müssen und ebenso vom Bauern und der Bauersfrau. Aber nie wurden in Deutschland Maschinengewehre auf« gestellt, um deutsche Arbeiter zur Arbeit zu treiben, denn der deutsche Arbeiter geht aus eigenem Antrieb, aus der Leidenschaft des Herzens heraus zur Arbeit, um für feinen Führer und feine Wehrmacht die Waffen zu schaffen. Man braucht ihn nicht zu kommandieren, und man braucht ihn nicht zu peitschen wie dort drüben. Mit klaren Augen und mit der ihm angeborenen Genialität sah der Führer, daß das alles nur geschah, um im gegebenen Augenblick Deutschland zu Überfällen und zu vernichten. Langsam schoben sich die bolschewistischen Kolonnen erst im Norden gegen Finnland vor. Im Süden nahmen sie die Positionen Rumäniens ein, und weiter und weiter hätten sie sich im Norden über Skandinavien und im Süden über den Balkan herangeschoben, um Deutschland aus dieser Zange den letzten Stoß zu geben. Glauben Sie mir, liebe Volksgenossen, unser Führer hat viele Entschlüsse fassen müssen und um geheuer schwere. Der schwerste Entschluß feines Lebens aber war der, klar zu erkennen, was dem deutschen Volke drohte^ welche gewaltige Macht dort drüben stand und doch den ersten Schlag zu tun, der unabänderlich getan werden mußte. Als das feststand, da allerdings führte der Führer diesen ersten Schlag mit jener Kraft und jener Genialität, mit der nur er Schläge zu führen weiß. In unerhörten Siegen wurde die russische Wehrmacht überrannt und zerbrochen, 1500 Kilometer tief und mehr drangen wir in den russischen Raum ein. Und als gerade zu einem neuen gewaltigen Stoß ausgeholt werden sollte, da trat uns ein neuer Feind entgegen, nicht die bolschewistischen Drvisionen, nicht die bolschewistischen Waffen, es waren die Elemente, die nun wider uns waren. Ungeahnt und plötzlich brach der Winter herein, in drei Tagen ungeheure Kältegrade erzeugend. Und nun kam ein Winter, wie wir ihn in der Geschichte deutscher Kämpfe wohl noch nicht erlebt haben. Jetzt mußte sich die Bewährung unserer Front im russischen Winter erweisen. Es ist leichter, im siegreichen Vorwärtsstürmen Siege an die Fah« nen zu heften, als im schweren Abwehrkamps gegen Feind und Elemente zu stehen und doch nicht zu versagen. Es war keine Front in dem Sinne, wie wir alten Weltkriegskämpfer sie aus dem Stellungskrieg kannten, hier mal ein Schützenloch, dort ein Schützenloch, hier ein Dorf leicht befestigt oder ein Waldrand. Nein, ein unendlicher Raum von vielen tausend Kilometern spannte sich von dem letzten Soldaten im hohen Norden bis zum südlichsten Teil der Front; Sümpfe, Seen, reißende Flüsse dazwischen. Und dann plötzlich war das Land still geworden, die reißenden Ströme waren zu Eis erstarrt und ebenso Sümpfe und Seen. Eine einzige weiß« Decke des Todes dehnte sich über das unendliche Land. Und während vorher noch natürliche Hindernisse erlaubten, an manchen Fronten mit schwächeren Kräften zu kämpfen, war es nun den Russen in einzelnen Vorstößen möglich, über die zugefrorenen Flüsse, Seen und Sümpfe während der Nächte in den Rücken der deutschen Front zu gelangen. Hiobsbotschaft folgte auf Hiobsbotschaft. Partisanengruppen sprengten Bahnen und lauerten dem Nachschub auf. Die wahnsinnige Kälte ließ unsere Truppen fast erstarren. Jedem von Euch ist ja bekannt, wie einst der große Korse, Napoleon I., von Moskau aus den Rückzug antrat, wie im russischen Winter seine ganze große Armee bis auf den letzten Mann vernichtet wurde. Ein einziges gewaltiges Leichenfeld blieb damals zurück. Da konnten dem einen oder anderen schon Gedanken aufkommen — denn es sind ja nicht alle Menschen gleich stark — und so mancher mag an jene grausigen Ereignisse von 1812 gedacht haben. Eines aber ist klar, schwer war dem deutschen Soldaten nur der Kampf gegen die Elemente, denn selbst im eisigsten Sturm fühlte sich der deutsche Soldat seinem Gegner immer noch turmhoch überlegen. Kam es zum Kampfe, Waffe gegen Waffe, Mann gegen Mann, wurde der Bolschewist geschlagen, wo immer er angriff. Nur dort, wo eisige Stürme, gefrorene Hindernisse und tiefe Wälder es ihm ermöglichten, konnte er in den Rücken der deutschen Front eindringen. Aber auch ein zweites ist klar: Wären wir erst einmal ausgewichen oder zurückgegangen, was wäre dann aus der Front geworden? Es gab keine ausgehobenen Schützengräben wie im Weltkriege, keine Unterstände, nichts dergleichen; die Ortschafen auf viele Kilometer zerschossene Trümmerhaufen, sonst nichts. Es kam nur darauf an, daß die Front stand. Und sie stand. Aber was es bedeutet, in solch einem Kampfe zäh und eisern eine Front zu halten, weiß nur der, der diese kampfreichen Tage, Wochen und Monate miterlebt hat. Ich habe schon im Reichstag gesagt: Zwei Dinge waren es, die den größten aller Siege der Weltgeschichte, nämlich den Sieg in dieser Winterschlacht erreichen Netzen: die Tapferkeit des deutschen Soldaten und unser Führer. Ich bin unendlich glücklich darüber, daß ich in jenen Stunden oft beim Führer verweilen durfte, daß ich die Tage miterleben konnte, da nun all diese Nachrichten auf ihn einstürmten. Ihr kennt alle euren Führer, und ich darf für mich in Anspruch nehmen, daß ich ihn vielleicht noch besser kenne, als ihr olle, daß ich vor allem die unendliche Güt« seines großen Herzens kenne und daß ich weiß, wie unsagbar und unendlich der Führer in diesen Wochen gelitten hat. Nicht um seinetwillen, sondern um seiner tapferen Soldaten da draußen. Er hat mit ihnen gefühlt, er war ja selbst ein Soldat. Er wußte ja, wie es dem einzelnen Musketier ging, was er dachte, was er fühlte. Er litt unsagbar. Er wußte, was er von ihm fordern mußte: Beinahe Unmögliches, und doch mutzte es möglich gemacht werden. Er durfte nicht nachgeben. Nur eines konnte hier helfen, Härte bis zum Aeußersten, und so erlebten wir das Wunder- vare, wie in einem und demselben Menschen unendliche Güte und eiserne Härte zusammenwohnen können. Aber diese Härte war doch nur letzten Endes wieder Liebe zu seinem Volk. Zu genau wußte der Führer, verlangte er jetzt nicht von seinen Soldaten das letzte und äußerste, dann wären olle die bisher erkämpften Siege vielleicht nutzlos gewesen. Auf und ab ging der Führer in seinem Bunker, eine unendliche Kraft strömte von ihm aus, und man fühlte, wie in diesem genialen Hirn alles durchdacht wurde, was überhaupt zu erwägen war, um der Front zu helfen. Um alle Einzelheiten, ja um das Letzte kümmerte sich der Führer. Jeden Zugtransport dirigierte er selbst, jedes Bataillon wies er an, in welche Stellung es zu gehen hatte, um Durchbrüche abzuriegeln. Das Gefühl der Kraft, das von jenem kleinen Bunker des Führevhaupt- guortiers ausgina, diese übermenschliche Kraft strömte vor zur Front und hielt so den letzten Mann. Und als der Frühling anbrach, da hatte der Russe nicht die deutsche Armee vernichtet. Sie stand, wo sie bei Beginn des Winters gestanden hatte. Die deutschen Divisionen stehen zur Stunde vor Moskau — genau so wie sie im Herbst vor Moskau gestanden haben. Der gewaltigste Sieg ist erfochten aus der Kraft und dem Genie eines Mannes und der unsagbaren Energie deutscher Männer. Mag di« feindliche Lüaenpropaganda reden, was sie will. Mag sie jetzt sprechen, die deutsche Elitewehrmacht wäre vernichtet — sie hat es in diesen Tagen zu fühlen bekommen: der erste Schlag, den die deutsche Wehrmacht wieder geführt hat, hat zu einem neuen gewaltigen Sieg geführt. Wenn ich Euch, meine lieben Volksgenossen, in dieser Stunde diesen schrecklichen Winter in die Erinnerung zurückgerufen habe, jetzt, da unsere Männer vorn sich wieder in der Wärme dehnen und wieder zu neuer Kampfeslust erwacht sind und sie darauf brennen, nun das heimzahlen zu können, was sie im Winter erleben mußten, so tue ich es deshalb, damit auch Ihr versteht, deutsche Arbeiter und deutsche Arbeiterinnen, deutsche Bauern und Bauersfrauen, daß man manchmal hart fein muß und daß in gewissen Fällen nur die Härte allein zum Siege führen kann. Ich weiß, auch von Euch wird Schweres gefordert, und glaubt mir, es fällt uns sehr schwer, wenn wir aus Sicherheitsgründen zeitweise Einschränkungen in der Ernährung vornehmen müssen. Ich weiß, wie unendlich schwer der Bauer und die Bauersfrau es heute haben, um die Ernährung zu sichern, besonders schwer deshalb, weil wir wirklich von den Elementen sehr stiefmütterlich behandelt wurden. Drei unendlich schwere Winter liegen hinter uns. 2lber auch sonst war die Witterung der Aussaat unö Ernte nicht günstig. Wie freute ich mich im vorigen Jähr, als zunächst die Saat so stand, daß man glauben konnte, es würde eine Rekordernte. Aber wieder schlugen die Regen- schloßen bei der Ernte dazwischen und verminderten den Ertrag erheblich. Aber alle diese Dinge dürfen Euch nicht entmutigen. Ich weiß, es ist zum Verzweifeln, wenn man im Herbst mit Fleiß gesät hat und nun im Frühjahr dann sieht, daß große Teile nicht aufgegangen sind. Aber das nützt nichts, es muß dann umgebrochen und neu gesät werden. Denn die Ernte muß sichergestellt sein. Alle diese Hindernisse dürfen Euch nicht schrecken. Solltet Ihr aber einmal verzweifeln, dann denkt zubück, was Mllivnen Eurer Brüder, Männer und Söhne dort Unerhörte Leistung des Riistungsarbeiiers Schatten über England. Von unserer Berliner Schriftleitung. Oie Rede des Reichsministers Speer. Beim Staatsakt führte der Reichsminister Speer u. g. aus: Wir hatten einen schweren und harten Winter, er hat auch in der Heimat Schwierigkeiten aller Art bereitet. Es war unser aller bange Frage, ob die Zulieferungen im notwendigen Umfange sichergestellt sind und ob der Abtransport der fertigen Einzelteile zu den Montagewerkstätten rechtzeitig und in genügendem Umfange erfolgt, ob die Versorgung mit Kohle und mit Arbeitskräften genügend bleibt und ob nicht die Energie des deutschen Arbeiters unter den vielen Erschwernissen dieses Winters erlahmen wird. Niemals darf durch ein Versäumnis in der Heimat, das uns wegen einer Bequemlichkeit einer Notwendigkeit ausweichen ließ, an der Front auch nur,eine Granate oder ein« Waffe fehlen. Die Waffen und die Munition find die Träger des Kampfes. Das Schicksal der Front, das Löben unserer Soldaten, auch unserer nächsten Angehörigen, hängt damit unmittelbar von unserer Leistung in der Heimat ab. Die Frühjahrslieferungen sind beendet; sie rollen unterdessen in ungeahnten Massen zur Front. Neue Fertigungen sind in Angriff genommen und werden den Ausstoß an Waffen und Munition in den nächsten Wochen wiederum erheblich steigern. Der Führer hat sich immer wieder berichten lassen, ob die von ihm geforderten Zahlen in den einzelnen Monaten erreicht werden konnten. Sie können sich denken, daß die Ansprüche des Führers an die Rüftungswirtschaft hoch und die von ihm ver- Die Front dankt der Heimat. Oie Ansprache des Gefreiten Krohn. ■ Gefreiter Krohn, der Beauftragt« des Führers, führte bei dem gestrigen Staatsakt in der Neuen Reichskanzlei aus: „Wenn ich heute auf Befehl des Führers im Namen der gesamten deutschen Wehrmacht einem Kameraden aus einem Rüstungsbetrieb das erste Ritterkreuz zum Kriegsverdienstk^euz überreiche, das in diesem Kriege verliehen wird, dann bringe ich damit aus übervollem Herzen den Dank aller deutschen Soldaten zum Ausdruck für di« wunderbaren Waffen, die die deutschen Rü- ftungsarbeiter uns schmieden. Ich weiß, daß wir ohne diese Waffen feinen der vielen Sieg« und Erfolge hätten erringen können, die uns das Kriegsgkiick in diesen Jahren schenkte. Wir haben unsere soldatische Ueberlegenheit über den Feind an allen Fronten auf dem Lande, auf dem Wasser und in der Lust immer wieder den deutschen Rüstungsarbeitern zu verdanken, die mit ungeheurem Fleiß, mit einer phantastischen Präzi- langten Lieferungen nur äußerst schwer zu erreichen sind. Es hat sich, von Monat zu Monat steigend, das unerwartete Bild ergeben, daß diese vom Führer verlangten Zahlen nicht nur erreicht, sondern immer mehr übertroffen wurden. Die letzte, für einen gewissen Abschnitt der Waffenlieferungen abschließende Meldung ergab nirgendwo einen Minderausstoß, fast überall eine Mehranlieferung von einem Drittel b i s zur Hälfte und auf einigen wichtigen Gebieten sogar eine Verdoppelung der vom Führer ursprünglich verlangten und erwarteten Leistung. Der Führer ist über dieses Ergebnis tief beeindruckt. Alle Leistungen der zentralen Stellen, auch die meines Ministeriums, der Betriebsführer und der Betriebstechniker müssen hierbei weit in den Hintergrund treten gegenüber der unerhörten Leistung, die hier der deutsche Arbeiter vollbracht hat. Sein bedingungsloser Einsatz ist auch dieses Mal ohne Beispiel und bewundernswert — ein Einsatz, der nicht, wie das Ausland betonen wird, durch Zwang, sondern der in dieser Höhe nur durch freiwilliges, begeistertes Mitschaffen jed^s einzelnen erklärt werden kann. Den Dank all der Soldaten, di« nun mit euren Waffen ausgestattet werden, kann euch nur die Front selbst zum Ausdruck bringen, denn für sie habt ihr schließlich Tag und Nacht gearbeitet. Ich habe daher den Führer gebeten, daß ein Soldat der Front euch diesen Dank ausspricht. Er hat den Träger des Ritterkreuzes, Gefreiten Krohn, hierzu bestimmt. Er wird im Auftrage des Führers das erste Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes einem deutschen Arbeiter überreichen und in diesem Arbeiter die stolze Leistung der gesamten deutschen Arbeiterschaft ehren. sion und mit derselben Einsatzbereitschaft, von der wir Soldaten beseelt sind, für den Sieg Tag und Nacht gearbeitet und gewerkt, gedacht und erfunden haben, nm uns immer bessere, immer wirkungsvollere und immer schönere Waffen zu schenken. Wir Soldaten aber an der Front haben diese Waffen eingesetzt und wissen deshalb besser als jeder andere, was sie wert sind und was sie bedeuten. Ich bin stolz darauf, daß der Führer deshalb mich, als einen unbekannten Soldaten aus vielen Millionen, di« heute mit der Waffe in der Hand vor dem Feinde stehen, beauftragt hat, dies« Gedanken der Front zum Ausdruck zu bringen. Im Namen des Führers überreiche ich Ihnen, Obermeister Hahne, deshalb das erste Ritterkreuz des Kriegs- verdienstkreuzes und spreche Ihnen dazu die herzlichsten Glückwünsche des Führers aus. Diesen Glückwünschen möchte ich die aller Frontsoldaten anschließen und zum Schluß auch meine eigenen, denn ich bin mir bewußt, daß ich ohne die Wasten, die die deutschen Rüstungsarbeiter uns in die Hand gegeben haben, niemals das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes errungen hätte. draußen im Osten erduldet und erlitten haben, dann werden Euch diese Schwierigkeiten wie ein Nichts erscheinen. Ich weiß, und es wurde hier vorhin vom Parteigenossen Speer schon ausgeführt, daß die Rüstungsindustrie ihr Aeußerstes tut und getan hat und uns in diesem Frühjahr mehr und bessere Waffen geliefert hat, als wir hoffen und erwarten konnten. Aber nun darf' niemand glauben, daß wir nun heute nach diesem Staatsakt etwa feiern können. Nein, es war dies nur ein Augenblick der Besinnung für Führung und Gefolgschaft, für die Führung, nach einem gewissen Abschnitt die Gefolgschaft zu ehren, und für die Gefolgschaft, nach dieser Feierstunde mit neuer innerer Kraft an die Arbeit zu gehen und Neues zu schaffen. Es gibt für sie nur einen Ehrenpunkt: die Forderung, die der Führer ausgestellt hat, das heißt die Erfüllung feiner Programme. Mögen sie noch so hart gestellt sein, noch so umfangreich und noch so groß, mögen sie mehr als täglich zehn Stunden Arbeit erfordern, was der Führer verlangt, ist ebenso notwendig, wie sein Befehl damals an die Musketiere, ein zerschossenes Nest zu halten, und wenn es mit zehnfacher Uebermacht von den Bolschewisten umzingelt war. Jeder muß jetzt sein« Pflicht tun, seine Tapferkeit und seinen Einsatz beweisen, wohin ihn der Befehl des Führers gestellt hat. Darum spreche ich von zwei Fronten. Sie ind verschiedener Art, aber sie müssen erfüllt wer- len von der gleichen Gesinnung, von der gleichen Treue und von dem gleichen Pflichtgefühl. Und so wie draußen die Truppe zusammenhält, so sollt Ihr in Eurem Betrieb eng zusammenstehen als Kameraden der Front und der Heimat. Mit Eurem Betriebsführer an der Spitze sollt Ihr eine Einheit bilden, die in geschlossener Zusammenarbeit das Letzte und Aeußerste aus dem Betrieb herausholt. Einen weiteren Vergleich möchte ich zwischen beiden Fronten ziehen: So wie es draußen an der militärischen Front Stoßtrupps gibt, Stoßtrupps besonders tüchtiger und tapferer Männer, die den Auftrag haben, besonders schwere Hrnder- niffe zu beseitigen, Bunker zu stürmen, Minen zu räumen, Brückenköpfe zu erkämpfen, so gibt es auch Stoßtrupps in der deutschen Arbeiterschaft, und olche Stoßtruppführer seid nun Ihr. Auch Ihr habt iber das allgemeine Maß hinaus geleistet, ge- chuftet, gearbeitet und Werke geschaffen. Und so wie der tapfere Stoßtrupp draußen ausgezeichnet wird, besonders ausgezeichnet wird mit dem Eisernen I. Klasse, so seid Ihr jetzt als Stoßtrupp der deutschen Arbeiterschaft und Bauernschaft burth den Führer mit dieser hohen Auszeichnung der I. Klasse des Verdienstkreuzes geehrt worden. Aber weit darüber hinaus ist heute nun eine einmalige Ehrung vollzogen worden, indem einem Arbeiter vor allen anderen eine Auszeichnung zuteil wurde, die der Führer zum ersten Male verliehen hat. In diesem einen soll nun die gesamte deutsch« Arbeiterschaft in den Betrieben und die Bauern auf dem Lande geehrt werden, die heute chastend und arbeitend in der Heimatfront stehen. So ist nun diese hohe Auszeichnung dem Werkmeister Hahne zuteil geworden für eine aanz besondere Leistung in der Panzerherftellung. Auch er hat eine scheinbar unlösliche Aufgabe erfüllt und möglich gemacht. Und hinter ihm standet nun heute ihr Männer und Frauen, die ihr ebenfalls aus den Händen der Führung als besondere Auszeichnung das Kriegsoerdienstkreuz 1. Klasse erhalten habt. Eine symbolische Handlung von tiefster innerer Bedeutung verschönt diesen Festakt dadurch, daß ein kühner, mit dem Ritterkreuz ausgezeichneter Stoß- truppführer, ein junger unbekannter Soldat Der Front, als Sonderbeauftragter des Führers euch den Dank der Wehrmacht hier überbracht hat. Die kämpfende Truppe dankt fo der Front der Arbeiter und der Bauern. Wahrlich ein herrliches Zeiten unserer Volksgemeinschaft, wie es schöner nicht sein kann. Aber auch ihr müßt ein tiefes und echtes Dankgefühl für die Front haben, denn sie schützt euch weit, weitab von feindlichen Truppen, daß ihr in Ruhe arbeiten und leben könnt. Aber so wichtig die Lieferung der Waffen ist, so entscheidend die Sicherung der Ernährung für die Kriegführung ist, so kommt aber wiederum etwas hinzu für die Heimatfront, das sie ganz fo in sich tragen muß, wie draußen die Front der kämpfenden Männer: Ich habe vorhin von der Härte gesprochen, di« jeder deutsche Soldat, der in diesem Winter in Rußland kämpfte, bewiesen hat, und deshalb erwarte ich, daß auch in der Heimat jeder einzelne härter und härter wird und sich sagt, dieser Krieg muß durchgestanden werden, gleichgültig, wie lange er dauert. Am Ende steht der Sieg, und das allein ist entscheidend. Diese Generation muß wieder gutmachen, was sie einst versäumte, und die Jugend hilft ihr schon dabei. Das, was wir jetzt ertragen und aushalten, das ersparen wir unseren Kindern und denen, die nach uns kommen. Ich verlange von jedem einzelnen in der heimakfronl die gleiche härte, wie sie draußen die kämpfende Front besitzt. Dazu gehört vor allem aber das Zusammenstehen und das Zusammenhalten untereinander; wie draußen die Front durch das Blut zufammengeschweiht wird, fo sollt ihr durch die Arbeit verbündet sein. In stolzer Verachtung wollen wir alle Feindpropaganda xurücfroeifen, denn es sind doch nichts anderes als Lügen. Der Jude lügt heute genau das gleiche vorn Himmel herunter wie damals in feinen schmierigen Zeitungen in der Systemzeit — nur Gott fei Dank nicht mehr in Deutschland, sondern vom Ausland her. Mit lächerlicher Einfalt versucht er das, was feinem Gehirn entsprungen ist, auf allen möglichen Wegen der Propaganda in das deutsche Volk hineinzutragen. Er irrt sich. Auch hier haben die Zeiten sich geändert. Aus diesem wüsten Durcheinander, das sich einstmals deutsches Volk nannte, in dem der Bruder dem Bruder den Sck)ädel einschlug, ist nun, und das möge der Jude zur Kenntnis nehmen, eine Volksgemeinschaft entstanden, die wie. ein granitener Block fest in sich ruht und alles zu ertragen vermag. Glaubt nicht immer alles, was erzählt wird und weist stolz alle Lügen zurück. Befolgt die K r i e g s g e se tz e. Sie wurden ja nicht von uns gegeben, meine lieben Volksgenossen und Volksgenossinnen, um Euch zu drangsalieren, um Euch zu ärgern oder Euch das Leben zu erschweren, sie sind erlassen worden,.weil sie notwendig sind, um das deutsche Volk zu erhalten und seinen Sieg zu sichern. Und darum ist ihre Be, folgung auch notwendig. Es mag manchmal etwas nebensächlich erscheinen, das vermag der Einzelne nicht so zu durchschauen. Die Führung aber hat die Pflicht, die Dinge vorausschauend zu erkennen und vorausschauend dafür zu sorgen, daß Schwierigkeiten, die den Bestand der Nation bedrohen könnten, vom deutschen Volke abgewendet werden. Weil die Führung sich anstrengt, alles für das Volk zu tun, deshalb muß auch das Volk brav und anständig fein und Verständnis und Vertrauen für die Handlungen der Führung besitzen. Es sind ja nur immer Einzelne, ganz Wenige, die sich aus der Gemeinschaft ausschließen. Man kennt sie bereits am Typ, man kennt sie an ihrer früheren Einstellung. Sie Die schweren Schlagschatten über England haben in einer zweitägigen Aussprache im Unterhaus zu einer immerhin unerwarteten Rebellion gegen den Regierungskurs und di« ,Löpfe" in der englischen Kriegführung, vor allem gegen Churchill, geführt. Der negative Eindruck dieses Palavers ist so stark, daß selbst der Londoner Nachrichtendienst zugeben muß, die starke Kritik an Der Kriegführung sei nicht unberechtigt. Churchill war nicht anwesend, sondern besichtigte Mumtionsfabri- fen, um den unbequemen Kritikern seiner ständigen Niederlagen auszuweichen. Er hatte A111 e e und Cripps vorgefchickt, aber als die Debatte begann, wurde sofort Kritik laut, daß Churchill abwesend sei. Cripps meinte, unter Umständen werde sich Churchill vielleicht am zweiten, am Schlußtage der Aussprache, einfinben, aber Die Antwort war: „Nein, nein", und Rufe wurden laut: „Diktatur". Dann kam ein Strom von Klagen, daß Churchill das Parlament vernachlässige und daß er den Krieg ganz allein führe. Attlee schien Churchill verteidigen zu wollen, aber er machte die Sache noch schlimmer. Er meinte, jedes Mitglied des Kabinetts habe ja feinen Anteil an Der Kriegführung, um Dann fortzufahren: „Ich glaub« nicht, daß Sie einen Apparat erhalten werden, der von Dem jetzigen sehr verschieden ist (gemeint ist die Zusammenarbeit Chur- chill/Generalstab), es sei Denn, Sie könnten ein wunderbares Genie entdecken, das Den Krieg zu Lande, zur See und in der Lust führen kann. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, daß Sie ein solches Genie ausfindig machen werden." Am zweiten Tage schloß Cripps Die langwierig« Erörterung über Die englischen Niederlagen, über das Fehlschlagen aller Churchill-Illusionen mit Ausführungen, die die verfahrene Situation noch verschlimmerten. Cripps sagte, die britische Regierung habe außerordentliche Schwierigkeiten in der Beförderung von Truppen und ßuftftreitfräften über sehr große Entfernungen unter schnell wechselnden Umständen. Cripps fuhr fort: „In dieser Beziehung besitzen unsere Feinde einen großen Vorteil über uns. Die Deutschen und Italiener halten die innere Linie und können ihre Streitkräfte von einer Front an die andere werfen, während wir uns immer um Die Peripherie bewegen müssen. Die Javaner haben zeitweilig die Kontrolle über Den Pazifik und haben Damit Den Vorteil Der inneren Seeverbinbungen. Dies hat sie in Den StanD gesetzt, ihre Streitkräfte Da zur konzentrieren, wo sie zuschlagen wollten, und es würbe hierdurch unserem Oberbefehlshaber an Ort und Stelle außerordentlich schwer gemacht, vorauszusehen, wo ein Angriff ftattfinben würde." Höchst aufschlußreich waren auch Cripps' Bemerkungen über die Niederlagen im pazifischen Gebiet: Niederlagen auf dem Schlachtfeld seien nicht immer Das Ergebnis von Nachlässikeit oDer Dummheit. Möglicherweise könnten sie dadurch verursacht worden sein, daß Der Feind an einer bestimmten Stell« stärker war als die eigenen Streitkräfte. Auf eine nähere Begründung des Tatbestandes legt man in London allerdings keinen Wert. So verkündete Cripps zu der Forderung auf Untersuchung der Vorgänge in Singapur, die Regierung habe „nach sorgfältiger Erwägung" beschlossen. Daß eine solche Untersuchung Den Interessen für wirksame Fortführung Des Krieges nicht entsprechen roürDe. Cripps verwahrte sich Dann gegen eine Unterschätzung Des „militärischen Wertes" Der Terrorangriffe gegen deutsche Kulturstätten und Städte. Aus der Notwendigkeit einer solchen Verteidigung Der Churchillschen Bombardierungspolitik geht schon zur Genüge hervor, daß nicht jedem Engländer Der Sinn dieser Wahnsinnstaten, Die immer wieder sind mit nichts zufrieden, «s ist alles falsch, was gemächt wird. Sie selbst können natürlich nichts besser. Aber weil es wenige sind, können sie leicht von uns ausgeschwitzt werden Die Hauptsache ist: Das große deutsche Volk muß nun in gegenseitigem Vertrauen diese riesige Aufgabe, die Freiheit der deutschen Ration endgültig zu erkämpfen, gemeinsam meistern. Es sind die Zeiten vorbei, da sich das deutsche Volk dumm machen lieh, wie einst in den Iahren 1917 und 1918, und dann schließlich an seiner Dummheit zugrundegegangen ist. Wir sind uns vollends klar darüber, daß das deutsche Volk dazu bereit ist, die notwendige Härle dieses Krieges auf sich zu nehmen und diesen Krieg, gleichgültig, wie lange er immer dauern mag, eisern durchzustehen. Dafür hat der Führer seinem Volke neulich im Reichstag auch seinen Dank und Anerkennung ausgesprochen. Aber in dieser Stunde hat das Deutsche Volk sowohl an Der Front als auch in Der Heimat Grund, einerseits Dem Führer für seine gewaltigen Leitungen zu danken. Er ist Der große und Der erste Waffenschmied unserer Rüstung. Er ist Der geniale und heroische Feldherr unserer Kriegsmacht, er ist vor allem Der Gar a n t Des Deutschen Sieges. Ich habe Euch vorhin einen Einblick gegeben in Die gewaltigen Erschütterungen, Denen Der Führer ausgesetzt war. Ich habe Euch gezeigt, wie stark er gewesen ist. Das Schwerste zu tragen und Doch alles zum Besten zu führen, wie er alles gemeistert hat, alle Hindernisse, woher sie auch kamen, wie er alle Schwäche ausgerottet hat, wo immer sie sich zeigte. Ein solcher Führer ist Der Garant Des Sieges, unD diesen Führer hat Das deutsche Volk und ein anderes, und deshalb allein schon können wir mit tolzer Sicherheit auf Das EnDe dieses Kampfes als 'in siegreiches Hinblicken. Das Vertrauen her kämp- enhen Front zu ihrem obersten Kriegsherrn ist ein überwältigendes. Der letzte kleine Infanterist weiß, wenn her Führer heute befiehlt, baß angetreten wirb, daß bas fo fein muß, und baß bann auch bi« Entscheidung fällt. Er weiß, daß her Sieg bann icher ist. Ewigen Dank schulden mir dem Führer, hem unbekannten Soldaten des Weltkrieges, her burch feine eigene Kraft Und fein eigenes Genie heute schon nicht nur zum mächtigen Führer her Deutschen Nation, fonDern auch schon zum Symbol fast aller europäischen Völker geworben ist. Der Allmächtige hat uns gesegnet, weil er uns diesen Führer gegeben hat. Aus her Treue bes Führers zu feinem Volk erwächst uns Die Verpflichtung zu fortgesetzten Bereitschaft unb bas Entscheibenbe ist, daß diese Bereitschaft aus dem Herzen kommt, Denn sonst wäre sie nichts wert. Nur so kann bas große Werk gelingen. Unb nun wollen wir abschließen unb unser ganzes Flehen zum Allmächtigen gelte dem einen unb bem einen Gedanken, er möge Schutz für unseren Führer geben unb feinen Segen für bes Führers Werk — den Sieg!" härteste Vergeltungsschläge ausgelöst haben, ein- leuchtet. „Dies ist die beste materielle Hilfe", wagte Cripps zu behaupten, „hie wir den Sowjets leisten können, das beste Mittel, bis zu dem Augenblick, da wir den beabsichtigten, sorgfältig vorbereiteten Angriff auf den europäischen Kontinent durchführen können". England zieht es also vor, wehrlose Frauen und Kinder zu morden und geschichtliche Bauwerke zu vernichten und bezeichnet das als seine „bette Hilfe". Im.Frohgefühl der Entlastung durch die sowjetischen Blutopfer versprach Cripps weitere Materiallieferungen an die Bolschewisten und sprach ganz ohne Scheu und Zurückhaltung aus: „Kein Preis scheint uns zu hoch zu sein für die Fortsetzung der sowjetischen Anstrengungen." lieber die kitzlige Produktionsfrage sprach Cripps in Worten, die an die doppelsinnigen Aussprüche des Orskels von Delphi gemahnten. Die Erzeugung sei zwar jetzt groß, aber, so meinte er bekümmert, „sie ist nicht so groß, daß sie nicht absorbiert werden könnte, wenn wir die Anforderungen, die von allen Kriegsschauplätzen an uns gestellt werden, erfüllen wollen". Womit zugegeben wird, daß die Anforderungen der verschiedensten Kriegsschauplätze die Möglichkeiten der englischen Produktion weit übersteigen. Nach derartigen „Auskünften" ist es nicht verwunderlich, wenn der Labourabgeordnete S h i n- m e II ganz bekümmert forderte, England müsse eine zweite Front eröffnen. „Ich fordere", so sagte er, „die Versicherung der. Regierung, daß sie die Absicht hat, anzugreifen. Ich glaube ja, daß die Sowjets die Nazis ohne Hilfe schlagen können, aber es ist doch möglich, daß die Sowjetunion besiegt wird. Wenn sie besiegt ist, zweifle ich daran, daß das britische Weltreich dies überlebt." — Das Unterhaus vertagte sich nach seinen Klageliedern, ohne daß die Angst um Englands Schicksal gewichen oder das Genie gefunden worden wäre. Die Angst, Stalin, auf den England seine letzte Hoffnung seht, könne geschlagen werden, aber überschattet weiter die englische Insel. Aus dem Reich. Vereinfachung der Rechtspflege. Der Reichsjustizminister hat die ersten, vornehmlich die Zivilrechtspflege betreffenden Maßnahmen zur Vereinfachung der Rechtspflege getroffen. Das Verfahren erfährt eine Reihe wesentlicher Vereinfachungen: Die Entscheidungen sind kürzer als bisher abzufassen, wodurch sie für den nichtrechtskundigen Beteiligten zugleich verständlicher werden. Die Beteiligten können bei Urteilen, die einem Rechtsmittel nicht unterliegen, auf die Begründung verzichten und hierdurch Kosten ersparen. Eine Fortsetzung erledigter Verfahren nur noch wegen der Kosten findet nich mehr statt. Die. Beschwerde ist wesentlich eingeschränkt, vor allem in Kostensachen und in Angelegenheiten, in denen es sich nur um eine vorübergehende Regelung handelt. Die Berufungsgrenze ist für alle nach dem 31. Mai 1942 ergangenen Urteile wieder auf 500 RM. heraufgesetzt. Neues Vorbringen in der Berufungsinstanz ist nur noch ausnahmsweise zulässig, die Beteiligten müssen also bereits in erster Instanz ihre Behauptungen und Beweise vollständig Vorbringen, anstatt das Verfahren dadurch zu verzögern, daß weiteres Vorbringen für die Berufungsinstanz aufgespart wurde. Offensichtlich unbegründete Berufungen und Revisionen können durch Beschluß ohne mündliche Verhandlung zurückgewiesen werden. Arbeitstagung derLandeSbauemführer Unter dem Vorsitz von Staatssekretär Backe fand in Berlin eine Arbeitstagung der Landes- bauernführer statt. Es konnte festgestellt werden, daß es trotz des ungewöhnlich langen und horten Winters gelungen war, die Frühjahrsbestellung so gut wie vollständig zum Abschluß zu bringen. Auch in diesem Jahr wird kein Hektar Ackerland unbestellt bleiben, obwohl der Umfang der Auswinte- rungsschöden größer war als seit Jahren und damit auch die Notwendigkeit einer zweiten Bestellung. Staatsakt ftfr Gauleiter Rover. Der vom Führer für den verstorbenen Gauleiter und Reichsstatthalter R ö v e r angeordnete Staatsakt findet am heutigen Freitag um 15 Uhr im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei statt. Nach dem Staatsakt werden die Spitzen von Partei, Staat und Wehrmacht dem toten Gauleiter das Geleit zum Lehrter Bahnhof geben. Von dort erfolgt in einem Sonderzug die Ueberführung in die Hauptstadt des Gaues Weser-Ems, Oldenburg. Unter Vorantritt einer militärischen Trauerparade und einer Truppenparade der SA., des NSKK. und des Reichsarbeitsdienstes wird der Trauerzug seinen Weg zum Bahnhof nehmen. _____________ Deutsche Gegenangriffe Berlin, 21. Mai. (DNB.) Im Raum von Charkow wurden die Bolschewisten gezwungen, in einem Abschnitt, ter an den Vortagen von stärksten feindlichen Kräften immer wieder angegriffen worden war, ihre Angriffe am 20. Mai e i n- zustellen. Dagegen führte der Feind an einer anderen Stelle heftige Angriffe unter Einsatz von zahlreichen Panzern, von denen viele bet der erfolgreichen Abwehr vernichtet wurden. In Gegenangriffen wurden ein Waldgelände und mehrere Höhenstellungen dem Feinde entrissen. Besonders sckwere Kämpfe entwickelten sich in den späten Abendstunden bei einem gegen starke feindliche Panzerkräfte geführten W a l d g e f e ch t, das einen für die deutschen Truppen günstigen Verlauf nahm. In den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch und im Raum von Charkow haben die Bolschewisten in den letzten 13 Kampftagen allein 959 Panzer verloren. Oer Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 21. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Raum von Charkow dauert die Schlacht an. Bon starken Panzerkräflen unterstützte Angriffe des Gegners scheiterten unter schwersten Verlusten. Weitere 63 feindliche Panzerkamps- wagen wurden vernichtet. Die Luftwaffe griff mit starken Kräften und großem Erfolg in die Erdkämpfe ein. Auch im Raum südostwärts des Ilmensees wurden feindliche Angriffe verlustreich abgewiesen. Die 9. Flakdivision vernichtete in den Kämpfen im Raum um Charkow bis zum 20. Mai 10 7 feindliche Panzer. Das Flak- regiment 91 erzielte im Osten seinen 101., die 1. Abteilung des Flakregiments 12 ihren 10 0. Panzerabschuß. Auf Malta wurden Flugplätze des Feindes bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. Vor der Südostküste Englands beschädigten leichte Kampfflugzeuge am Tage ein Handelsschiff mittlerer Größe. 3n der Zeit vom 11. bis 20.Mai verlor die britische Luftwaffe 15 1 Flugzeuge, davon 36 über dem Mitlelmeer und in No rdasrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 42 eigene Flugzeuge verloren. Leutnant R e i ch w a l d schoß am 18. Mai mit einem schweren Flakgeschütz in wenigen Minuten sechs angreifende sowjetische Panzer ab und erzielte damit im Ostfeldzug seinen 27. Panzerabschuh. Brennpunkte des Kampfes auf Kertsch. Berlin, 21. Mai. (DNB.) Nach dem siegreichen Abschluß der Kämpfe auf der Halbinsel Kertsch werden versprengte Reste des geschlagenen Feindes aus dem zerklüfteten Felsgelände, aus Höhlen und Steinbrüchen herausgeholt. Schritt für Schritt mußte sich die deutsche Infanterie gegen das Hüttenwerk Woykow, wo sich der Feind tagelang in jedem einzelnen Haus bis zum äußersten verteidigte, vorkämpfen, bis schließlich der Feind resttos vernichtet war. 4000 Gefangene und 1800 Tote verlor der Gegner auf diesem einen Kampfplatz. Aus den weiträumigen und teilweise unterirdischen Werksanlagen wurden bei der Säuberung immer noch versprengte Reste des Feindes ausgehoben. Noch schwerer waren die blutigen Verluste des Gegners beim Fort Ienikale, wo sich 3000 tote Bolschewisten auftürmten. Der Kampf um dieses Fort wurde deshalb so erbittert geführt, weil sich an dieser Stelle für den Feind die letzte Möglichkeit zu einer Einschiffung bot und daher die Kommissare den Befehl gegeben hatten, das Fort um jeden Preis zu halten. Aber auch dieser Widerstand wurde in schweren Kämpfen gebrochen und schließlich das Fort genommen. Außer 3000 Toten verlor der Feind hier 5440 Gefangene. Alpenländische Gebirgstruppen an der Murmansk-Front. Berlin, 21. Mai. (DNB.) Gleichzeitig mit ihren wiederholten Angriffen gegen die Stellungen der deutsch-finnischen Truppen an der Lapplandfront führten die Bolschewisten vom 26. 4. an auch mit starken Kräften umfassende Angriffe gegen im Raum von Charkow alpenländische Gebirgstruppen der Murmansksront. Der Gegner hatte insgesamt 37 Bataillone mit zahlreicher Artillerie und sonstigen schweren Waffen zusammengezogen und führte vom 28.4. bis 13.5. 129 VorsAße in Bataillonsstärke und darüber. Während an der übrigen Ostfront zu dieser Zeit bereits Tauwetter herrschte, war an der Murmanskfront noch tiefer Winter. Die Kämpfe vollzogen sich bei eisiger Kälte und anhaltenden Schneestürmen von ungewöhnlicher Heftigkeit. Auf der Südslanke schlugen die deutschen Sicherungen 67 feindliche Angriffe ab. Währenddessen landete der Gegner in der Nordflanke eine Marinebrigade. Die dort stehenden Sicherungen wichen zunächst aus, um dann in schneidigen Gegenstößen die bolschewistischen Truppen am 14. und 15.5. zu werfen und das örtlich aufgegebene Gelände wieder in vollem Umfange in Besitz zu nehmen. Die Bolschewisten haben im hohen Norden Ende April und in der ersten Maihälfte 20000 Tote verloren. Oie Abwehrkämpfe am Gwir. H e l s i n k i, 21. Mai. (DNB.) In einem finnischen Frontbericht über die unter hohen Verlusten zu- sarnmengebrochene zweite Offensive der Bolschewisten gegen die finnischen Stellungen im Abschnitt Kiestinki — Louhi wird die ausgezeichnete Zusammenarbeit der finnischen und deutschen Verbände bei jenen harten Abwehrkämpfen gewürdigt. Nach der mißlungenen ersten Offensive am Swir zogen die Bolschewisten ihre während des Winters zu „Gardedivisionen" und Schneeschuhregimentern zusammengestellten Verbände bei Louhi zusammen. Darunter befanden sich Reservisten, Halbinvaliden, die eben aus den Lazaretten entlassen waren, und Reste der in früheren Kämpfen zerschlagenen Einheiten. Aber hinter der Front standen die Politruks mit ihren Spezialtrupps und trieben die geschlagenen ungeordneten Reste immer von neuem bis zum völligen Verbluten zum Angriff. Die wenigen, die sich dann zurückretteten, erhielten reichlich Wodka und wurden darauf wieder ins Feuer geschickt. Neben der Zähigkeit und Kaltblütigkeit der Finnen wird in dem Frontbericht der Anteil der deutschen Waffenbrüder besonders herausgestellt. Bei den Gegenstößen zeigten die Deutschen einen wahrhaft hervorragenden Angriffsgeist, nie erlahmende Zähigkeit und einzigartigen Heldenmut. Ueberall zerschlugen sie den Feind, selbst in den Stellungen, deren er sich für einen Augenblick bemächtigt hatte. Das Ritterkreuz nachträglich verliehen. Berlin, 21. Mai. Der Führer verlieh nachträglich das Ritterkreuz an den im Westfeldzug gefallenen Oberleutnant Einhard Malguth, Adjutant in einem Panzerregiment. Mit großem Schneid erkämpfte er die Seinebrücke südlich Mar- cilly, überrannte den zurückflutenden Gegner und nahm Romilly durch Handstreich. In rastlosem weiteren Dorstoßen bildete er einen Brückenkopf und ermöglichte dadurch feiner Panzerdivision den schnellen Uebergang über den zäh verteidigten Seine-Abschnitt. Mit der nachträglichen Verleihung an den am 15. 6.1940 gefallenen Oberleutnant finden seine hervorragenden Waffentaten ihre Anerkennung. Das Staatsbegräbnis für General von Lohberg. General von Loßberg, der erfolgreiche Feldherr des Weltkrieges, ist am Donnerstagnachmittag in Altenkrempe bei gesetzt worden, nachdem vorher i n Lübeck, feiner zweiten Heimat, auf Anordnung des Führers ein Staatsakt stattgefunden hatte. Auf dem Kasexnenhofe waren Lübecker Truppenteile in Paradeaufstellung angetreten. Als Vertreter des Führers war Generaloberst Fromm erschienen, in seiner Begleitung der stellv. Kommandierende General des X. Armeekorps, der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, der Kommandierende General im Luftgau XI, Reichsstatthalter Hildebrand, sowie Reichskriegerführer General der Infanterie a. D. Reinhardt. Nach den Klängen eines Trauermarsches gedachte Generaloberst Fromm der Verdienste des Verewigten. „Wer als Jüngerer", so sagte er, daß Glück und die Ehre hatte, den Verstorbenen kennenzulernen, dem prägte sich beim ersten Blick der Eindruck einer ganz überragenden, fest in sich ruhenden Persönlichkeit ein, eines bedeutenden Mannes voll Klugheit und Kraft, eines Mannes, der aus Eigenem sich seine hohen Ziele setzte und immer tapfer geradeaus marschierte. So stürmte er vorwärts mit dem XIII. Korps tief nach Frankreich hinein und kämpfte mit ihm auch im Osten. Die Herbstschlacht in der Champagne hat der Verstorbene durch seinen klugen Rat zum Siege führen helfen. Der Orden Pour le merite und dann — für einen Generalstabschef ganz ungewohnt — das Eichenlaub dazu, zeigen, wie hoch feine Leistungen anerkannt wurden. Auf feinen Schultern hat Deutschlands Schlachtenglück sehr oft gelegen. Des Krieges unverdienter Ausgang traf ihn schwer. Er hat weiter gekämpft. Er schützte Schlesien vor den Polen und stand an der blutenden West grenze im Kampf gegen Franzosen und Separatisten. Und als der Kampf nach außen verboten war, nahm er den Kampf auf anderen Wegen für Deutschlands neues Blühen auf, an das zu glauben er nicht aufgehört." Darauf legte Generaloberst Fromm den Kranz des Führers zu Füßen des Sarges nieder. Die Fahnen senkten sich; das Lied vom guten Kameraden erklang, und donnernd hallten die Salutschüsse einer Batterie. Kleine politische Nachrichten. Ein in der Nähe der amerikanischen Küste operierendes italienisches U-Boot versenkte einen unter voller Ladung fahrenden 12 000-BRT.-Tanker und einen 10 000-Tonnen-Dampfer, ein anderes U-Boot einen 7000-BRT.-Dampfer. * In Sutschou (Provinz Kiangsu) wurden von der japanischen Militärpolizei acht Mitglieder einer Terrororganisation verhaftet und ein großes Lager von Sprengstoff, Handgranaten und Handfeuerwaffen beschlagnahmt. Die Verhafteten sind zahlreicher Sabotageakte gegen die japanische Besatzungsmacht überführt worden. * * Reichsminister Rosenberg weilte zu einem kurzen Besuch in Dorpat. Er suchte namentlich die während des Krieges zerstörten Stadtteile auf und besuchte die Hochschule. ♦ Der Reichsminister der Finanzen hat die Frist für die Einbringung des Antrages auf Berücksichtigung besonderer Verhältnisse und die Frist für die Entrichtung der ersten Vorauszahlung auf den Gewinnabführungsbetrag vom 1. Juni auf den 20. Juni 1942 verlegt. * Der Führer hat dem Hochschulprofessor Hofrat Dr. h. c. Joseph-Maria Eder in Wien aus Anlaß der 50. Wiederkehr des Tages seiner Ernennung zum Hochschulprofessor in Würdigung seiner Verdienste um die wissenschaftliche und technische Photographie die Goethe-MÄaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der bolivianische Wirtschaftsminister wird zu Wirtschaftsverhandlungen nach den USA. reifen. Es soll über einen USA-Kredit für Bolivien und eine „Erschließungsgesellschaft" (Development Corporation) verhandelt werden. Vor allem ist die Erschließung der Mineralschätze und die Verbesserung der Verkehrseinrichtungen in Bolivien geplant Kunst und Wisienfchast. Wilhelm Backhaus spielte in Madrid. Der deutsche Pianist Wilhelm Backhaus gab in der Gesellschaft für musikalische Kultur in Madrid ein Konzert mit Werken von Albeniz und Chopin. „ÄBC." schreibt in seiner Krittk: „Von all den Künstlern, die in dieser Spielzeit Gäste unserer Gesellschaft wären, ist Backhaus der größte. Er ist der berufene Interpret unserer alten Meister, die durch seine Kunst aufs neue vor uns erscheinen." Die zeitgenössische Oper. In Wien sprach Werner Egk über die zeitgenössische Oper. Er ging zunächst auf die Musikentwicklung seit dem Anfang unseres Jahrhunderts ein, die mit der atonalen Musik zu einem Abschluß des Zersetzungsvrozesses überkommener Formen geführt hat. Die Anbahnung einer neuen Kunst wendete sich von der Betonung des Psychologischen und Psychoanalytischen ab zum Seelischen, vom individuellen Einzelfall zum allgemeingültigen. An einem statistischen Querschnitt zeigte Egk, wie gering die zeitgenössische Produktion im Verhältnis zu der Opernmusik der Klassik, Romantik und jüngsten Vergangenheit im Spielplan vertreten ist, und wies die Wichtigkeit nach, dem Schaffen der jüngeren Generation auf der Opernbühne erhöhte Beachtung zu schenken, damit die Opernkunst nicht völlig dem aktuellen Interesse entrückt werde. Der Pianist Max Nahrath gefallen. An der Ostfront ist der Pianist Max Nahrath gefallen, her unter den Nachwuchsspielern seines Faches sich bereits einen geachteten Namen erworben und sich besonders für neu^ Musik eingesetzt hatte. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauprichristleiterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politti und Silber: Dr. Fr. $B. Lange: für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadl Gießen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Truck und Berlaa: Brühlsche Universitatsdruckeret R. Lange ft. G. Berlagsletter: Tr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 36. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wer nach Begehung eines Verbrechens oder Vergehens dem Täter oder. Teilnehmer wissentlich Beistand leistet, um denselben der Bestrafung zu entziehen ober um ihm die Vorteile des Verbrechens oder Vergehens zu sichern, ist wegen Begünstigung mit Geldstrafe oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre und wenn er diesen Beistand feines Vorteils wegen leistet, mit Gefängnis zu bestrafen." Krähe hatte mit geschlossenen Augen den Text des Paragraphen heruntergeleiert, so, wie er ihn sich damals eingeprägt hatte, als er seine Sekretärprüfung gemacht hatte. .Haben Sie das verstanden?" fragte er sie dann. „Kein Wort —", stammelte sie. „Liebe Frau, das ist doch so klar wie--klare Suppe mit Einlage. Wenn Sie jetzt hinausgehen und sich erkundigen, was geschehen ist, und es dann Fräulein Norodna mitteilen, so machen Sie sich einer Begünstigung schuldig und kommen in den Bunker —" „3n was komme ich?" fragte sie schüchtern. „In den Bunker. Nun verschwinden Sie." Er gab ihr den Weg frei und sie war froh, diesem unheim- lichen Manne entronnen zu fein. Dann baute sich Krähe, auf seinen Schirm ge- stützt, vor der Tür auf und antwortete auf feine einzige Frage mehr, die Irene an ihn stellte. — Im Zimmer des Direktors faß Lanos mit entblößtem Oberkörper auf einem Stuhl, der Arzt stand vor ihm und machte ihm einen Verband um den linken Oberarm. Die Kugel hatte den Oberarm ziemlich an der Schulter getroffen und es war gelungen, sie herauszuziehen, was heftige Schmerzen verursacht hatte; Lanos ertrug/ sie mit großem Gleichmut. Am Schreibttsch saß Wenig und schüttelte den Kopf. „Sie habe ich mir ganz anders vvrgestellt", sagte er, „aber wissen möchte ich doch, was Sie ausgerechnet heute im Eispalast suchten." Lanos versuchte, die Achseln zu zucken, verzog dabei aber das Gesicht vor Schmerz. „Nichts besonderes —", gab er zur Antwort. „Aber Sie müssen doch einen Grund gehabt haben, ausgerechnet zu dieser Vorstellung hinter der Bühne Aufstellung zu nehmen —" „Ich kannte die Willis und ich kannte Irene. Ist es so erstaunlich, wenn ich mich über ihre Fortschritte vergewissern möchte." „Erstaunlich schon, wenn man wegen Mordes gesucht wird. Sie mußten doch damit rechnen, verhaftet zu werden." „Ichtemem", rief Lanos aus, „was kommen soll, das kommt. Ich wäre heute sicher auch in Hamburg verhaftet worden." „Sie sind Fatalist, wie ich sehe. Als Fatalist dürften Sie eigentlich auch nicht leugnen, wenn ich Sie etwas frage." „Bitte, fragen Sie." „Doktor, wie weit sind Sie?" wandte sich der Kriminalrat an den Arzt. „Fertig, Herr Kriminalrat. Wenn Herr Lanos in Haft genommen wird, so wird es gut sein, ihn zunächst ins Gefängnislazarett zu bringen. Denn er muß beobachtet werden und braucht noch Pflege." „Ja, ich werde das veranlassen." „Dann kann ich mich jetzt verabschieden. Guten Abend, Herr Kriminalrat." Wenig begleitete ihn bis zur Tür. Dann trat er zu Lanos, der sich bemühte, sich seine Jacke umzu- hängen. Wenig half ihm dabei. „Wie ist es, haben Sie den Mord begangen ober nicht?" „Ich habe keinen Mord begangen", gab Lanos zur Antwort. „Wer denn?" Lanos antwortete nicht. „Ich werde Sie der Norodna gegenüberstellen —" „Ja, wollen Sie sie denn verhaften?" fuhr Lanos auf, „warum denn — zum Teufel —?" „Wegen Mordversuches, Herr Lanos, Sie wollen mir doch nicht einreden, daß das —" er zeigte auf den Verband — „ein Zufall ober ein Versehen war?!" „Warum denn nicht? Sie war nervös, ich sah es deutlich, schon während des ganzen Auftritts. Es war verständlich. Vielleicht hat sie mich gar nicht erkannt —" „Und wenn sie Sie erkannte?" „Dann ist es noch verzeihlicher, wenn sie durch mein plötzliches Austauchen verwirrt wurde. Nein, lassen Sie das arme Kind frei —" „Wenn ich sie nicht wegen dieses Mordversuches verhaften würde, Herr Lanos, so würde ich sie wegen des Verdachts der Beihilfe an der Ermordung des Barthold verhaften. Ich habe nämlich so meine Feststellungen getroffen, und dadurch erscheint sie sehr belastet." Lanos sah zur Erde und schwieg. Nach einigen Minuten hob er den Kopf und sah Wenig an. „Würden Sie sie freilassen, wenn ich Ihnen die Wahrheit sagen würde?" fragte er. Der Kriminalrat ging im Zimmer auf und ab. „Die Wahrheit, Herr Lanos, ist ein kostbares Ding, das nicht jo eingehandelt werden kann. Sagen Sie die Wahrheit, aber ich kann mich zu nichts verpflichten. Sie sehen, ich bin offen zu Ihnen." „Und ich danke Ihnen dafür. Ich habe Barthold getötet Wenig war vor ihm stehen geblieben. „Warum?" fragte er ganz sachlich. „Er kam zu mir und wollte mich ermorden. Und in der Notwehr tötete ich ihn und floh dann. Das ist alles." Lanos jagte dies mit zu Boden gesenktem Kopfs. Warum lügt der Mann? fragte sich Wenig. Lügt er, um Irene zu entlasten? Unmöglich wollte Barthold Lanos töten, nachdem er uns erst gewarnt hat und selber zu ihm ging, um — davon bin ich überzeugt — ihn zu warnen. Warum? Wirklich nur, um Irene zu entlasten? Oder hatte er noch andere Gründe? „Nun?" fragte Lanos, „glauben Sie mir nicht?" „Nein, wenn ich offen sein soll, denn ich habe ganz andere Informattvnen —" „Welche?" „Die werde ich Ihnen nicht auf die Nase binden. Ihr Geständnis ist falsch, Herr Lanos. Gehen Sie in sich und denken Sie sich ein anderes aus. Und jetzt wollen wir gehen. Kommen Sie." In zwei Autodroschken fuhren sie zum Alexander- platz. In der einen saß Krähe mit der Norodna, in der anderen Wenig mit Lanos. Etwa zur selben Zeit, da sie eingeliefert wurden, Irene in bas Frauenpolizeigefängnis, Lanos in bas Gefängnislazarett, begann ber Auftritt Elisabeth Perlings, umtost von bem Beifall ber Zuschauer, bestrahlt im Lichte der Scheinwerfer und begrüßt von rauschenden Akkorden ber Kapelle. 11. Am nächsten Tage ging Kriminalrat Wenig daran, die beiden Verhafteten zu vernehmen, um seinen Bericht an bie Staatsanwaltschaft fertig zu machen und eine rasche Aburteilung zu ermöglichen. „Wen sollen wir zuerst vernehmen, Krähe?" fragte er feinen Sekretär. ,Äch denke, mir vernehmen erst die Norodna und dann den Lanos. Sie ist das große UeM, je eher daran, desto eher davon." „Na schön, Krähe, dann machen Sie sich fertig, wir wollen ins Lazarett gehen und Lanos vernehmen", lachte der Kriminalrat und setzte sich feinen Hut auf. (Fortsetzung folgt) assind„ähnlicheVersorgungsbezüge"? Kmdergärien besonders wichtig im Kriege EEN wenn derlappen beim Putzen trok- ken wird. Feucht wirkts erst richtig Die Bezieher von Ruhe- oder Wartegeld und „ähnlicher Dersorgungsbezüge" nehmen heute in weitestem Maße als Arbeiter der Stirn oder der Faust aktiven Anteil am Kampf des deutschen Volkes. Bereits durch Verordnung vom 12. Dezember 1939 ist bestimmt worden, daß solche Personen beim Eingehen eines BeschästigungsverhältnisseS auf Antrag von der Krankenversicherungspflicht, also den Beiträgen zur Krankenkasse, befreit werden. In der Arbeitspraxis hat der Begriff „ähnliche Versorgungsbezüge" einige Schwierigkeiten bereitet. Nunmehr hat dasReichsverlicherungsamt durch einen jetzt veröffentlichten Bescheid die wesentlichsten der hierunter fallenden Bezüge einmal zusammengestellt, wobei es einleitend sagt, daß die Verordnung von 1939 als eine Arbeitseinsatzmaßnahme gewertet werden müßte und daß „Sinn und Zweck der Vorschrift beim Fehlen der Notwendigkeit eines öffentlichen Versicherungsschutzes eine möglichst weite Auslegung bedingen." Die Quelle der Bezüge ist gleichgültig. Auch der ist auf Antrag von der Krankenversicherungspflicht befreit, der Ruhe- oder Wartegeld von einer privaten Stelle erhält, solange der Fürsorgeverband (Kommunalverwaltung) einverstanden ist. Anerkannt als „ähnliche Versorgungsbezüge" sind ferner Hinterbliebenenbezüge, die Witwen, Witwer und Wenn die Heuernte beginnt, wenn die Beerenfrüchte und ersten Gemüse geerntet werden, dann hat sowohl die Landfrau als auch die Siedlerin und Kleingärtnerin alle Hände voll zu tun, um alles rechtzeitig „unter Dach und Fach" zu bringen. Wie dankbar empfinden diese Frauen dann die Kindergärten der NSV., die ihnen die Sorge um die Kleinen abnehmen? Schon früh am Morgen werden die Kinder dorthin gebracht oder legen den Weg allein oder in Begleitung älterer Geschwister zurück, um abends wieder heimzukommen. Warme Mahlzeiten im Laufe des Tages und eine Ruhestunde nach dem Mittagessen helfen den Kindern, gesunde und leistungsfähige Menschen zu werden. Während die Mütter in Stadt und Land ihrer Arbeit, ihrem freiwilligen Kriegseinsatz nachgehen, werden ihre Kinder von der NSV. versorgt. Unter der Leitung einer Kindergärtnerin werden sie verpflegt, seelisch und körperlich betreut und ertüchtigt. Ernährungsfehler der Mütter werden ausgeglichen, Krankheiten vorgebeugt oder schon entstandene körperliche Schäden behoben oder gemildert. So sind die gymnastischen Hebungen darauf gerichtet, den kindlichen Organismus zu kräftigen, Rücken-, Arm- und Fußmuskulatur zu stärken. Die Hygiene des Zähneputzens und gründlichen Waschens hilft schon mit, Krankheiten zu verhüten. Dazu kommt die stän- H'olzzäune zu errichten, deren einziger Zweck es ist, die Grünflächen vor verantwortungslosen Erwachsenen und vor ungenügend beaufsichtigten Kindern zu schützen. Ob bzw. wann diese Zäune wieder entfernt werden können, hängt einzig und allein davon ab, ob die Bevölkerung die zum Schutze unserer Anlagen dringend notwendige S t r a ß e n d i s z i p l i n und den erforderlichen Gemeinschaftssinn bald bekundet oder nicht. Es ist bedauerlich, daß die Stadtverwaltung zu diesen ihr selbst unerwünschten Maßnahmen greifen mußte, um die Grünflächen vor gedanken- und hemmungslosen Menschen zu schützen. Ein weiterer verwerflicher Roheitsakt wurde vor einigen Tagen in den Anlagen vor dem Theater und am Horst-Wessel-Well, außerdem in einer Reihe von Privatgärten und in den Klinikanlagen begangen. An diesen Stellen wurden von den prächtigen Tulpenbeeten insgesamt mehrere hundert Stück ge st oh len, wodurch natürlich nicht nur materieller Schaden für die Stadt bzw. die Garteneigentümer, sondern auch eine starke Beeinträchtigung unseres Anlagen- und Straßenbildes entstanden ist. Ferner wurden auch die schönen Magnolienbäume vor dem Theater geplündert. In diese Sammlung wenig erfreulicher Begebenheiten in unseren Anlagen gehört leider auch die Tatsache, daß Hundebesitzer ihre Köder un- Waisen von Angestellten, Arbeitern und Wehrmacht- angehörigen beziehen, wobei bei privaten Bezügen darauf zu achten ist, daß sie nach Art, Höhe und Umfang den öffentlichen Bezügen ähnlicher Fälle entsprechen müssen. Nicht hierher gehören dagegen die Ehefrauen von Pensionsbeziehern, da sie ja keinerlei eigene Versorgungsansprüche haben. Unfallrenten können auch nicht anerkannt werden; sie sind vom Gesetzgeber mit gutem Grund fortgelassen worden, da sie sich nach dem Grade der Minderung der Ef- werbsfähigkoit richten und ihnen stets das Moment d'es dauernden Bezuges fehlt, mithin also stets ein Schutzbedürfnis für den Fall der Krankheit anzunehmen ist. Das gleiche muß für Renten wegen einer Dienstbeschädigung nach dem Reichsversorgungsgesetz und die daraus abgeleiteten Renten der Hinterbliebenen gelten, denn auch sie sind ihrer Natur nach keine Versorgungsbezüge. Ebensowenig das Versehrtengeld nach dem Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsgesetz, das nur die Folge der Wehrdienstbeschädigung mildern soll, aber mit der auf ganz anderem Gebiet liegenden Versorgung nichs zu tun hat. Erwähnt sei noch, daß Einkünfte aus Kapitalvermögen, Grundstücken und dergleichen, so hoch sie auch sein mögen, niemals Versorgungsbezüge in diesem Sinne sind. Kaum haben wir uns an den ersten Schönheiten unserer Anlagen und Gärten erfreuen können, da ergibt sich schon Grund zu ernster Klage über rücksichtsloses Verhalten von Erwachsenen und Kindern, denen offenbar die neue Herrichtung unserer Anlagen und Gärten völlig gleichgültig ist. Durch den mangelnden Gemeinsinn dieser Zeitgenossen war es nur möglich, daß auf den Grünflächen vor dem Theater breite Streifen der jungen Aussaat neben dem Fußsteig rücksichtslos niedergetrampelt und die an sich schon sehr weiträumigen Kurven durch Heberqueren der Aussaatfläche verbreitert wurden. Ebenso waren die breiten Anlagenwege an verschiedenen anderen Stellen für verantwortungslose Große und Meine immer noch nicht breit genug, so daß auch hier der Weg durch „Abschneiden der Ecken" verbreitert wurde. Das bedenkenlose Ueberqueren der Rasenfläche, z. B. von der Goethestvaße/Johannes- straße her in Richtung Hindenburgwall hinter dem Wetterhäuschen vorbei, wodurch sogar ein neuer Weg entstanden ist, hat keine Verschönerung, sondern eine Vers chandelun g unserer Anlagen zur Folge gehabt. Um das Heberqueren und „Eckenschnei'den" auf den Grünflächen für die Zukunft unmöglich zu machen, hat sich die Stadtverwaltung leider gezwungen gesehen, auf den Anlagenflächen vor dem Theater und an einigen anderen Stellen der Anlagen kleine dige gesundheitliche Heberwachung durch Arzt, Schwester und Kindergärtnerin. Besser als in der Kindertagesstätte können die Kinder nicht versorgt werden. Und die Einrichtung dieser Kindertagesstätten, Hilfskindergärten und Erntekindergärten der NSV. ist jetzt im Kriege besonders wichtig. Denn sie entlasten nicht nur die kinderreiche Mutter von ihrer vielen Arbeit, die durch das Einholen usw. erschwert ist, sondern vor allem auch die berufstätige Mutter, die irgendwo auf dem Arbeitsplatz eines eingezogenen Mannes fleht oder als Landfrau ihren schweren Dienst am Boden versieht. Ohne diese Kindertagesstätten wäre kein so großer Fraueneinsatz im Kriegsdienst möglich. Die Kinder sind hier als Säugling und Kleinkind in Krippe und Kindergarten und als Schulpflichtige im Hort untergebracht. Die Kindertagesstätten find aber auch gleichzeitig Ausbildungsftätten für die schulentlassenen Mädel von BDM. und Arbeitsdienst und die Vorschülerinnen, die hier die Grundbegriffe für ihre späteren sozialen Berufe vermittelt erhalten. Auch die Frauen der NS.-Frauenschaft finden sich als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in der Kindertagesstätte em, um den berufstätigen Müttern zur Entlastung ihrer Verantwortung um das Wohlergehen ihrer Kinder zu verhelfen. E. Sch. Roheiten in Anlagen und Gärten Aus -er Stadt Gießen. Weiße Wäsche. „Draußen auf der Wäscheflur Hängt die weiße Wäsche. > Oben auf der Wäscheschnur Balancier'n zwo Frösche." In einem Possenspiel, das vor etwa dreißig Iah- ( ren viel auf den deutschen Bühnen gegeben wurde, ist dieses idyllische Liedchen vorgekommen. Unteren , Hausfrauen freilich, die ihren großen Wäschetag hinter sich haben, ist es bei weitem nicht so idyllisch zumute, sie sind vielmehr rechtschaffen müde und , seufzen: Gott sei Dank, das ist wieder geschafft. Wenn auf dem Rasen das weiße Linnen zum Bleichen ausgebreitet ist oder in Sonne und Wind die Wäschestücke wedeln, dann ist das ein erfreulicher Anblick für jeden Vorübergehenden, denn es strömt davon Frische und Sauberkeit aus. Das Bleichen ist heute unentbehrlicher denn je, wo wir mit den Waschmitteln sparsam wirtschaften mässen. Unseren Hausfrauen braucht man das nicht erst zu sagen. Jede Medaille hat eine Kehrseite. Auch für die Wäsche, die auf der Bleiche liegt, gilt dieser Satz. Natürlich ist, es bequem, die Wäsche über Nacht draußen liegen zu lassen, es ist aber ebenso leichtfertig und gefährlich. Wir wollen davon absehen, daß bei einem plötzlichen kräftigen Regenschauer, der während der Schlafenszeit niedergeht, die ganze schwere Arbeit, die unsere Frauen mit der Wäsche gehabt haben, ziemlich nutzlos gewesen sein kann. Wie oft ist es aber schon vorgekommen, daß in den Nachtstunden mehr oder minder viele Wäschestücke von der Bleiche verschwunden, d. h. gestohlen worden sind. Dann ist der Schaden groß: er ist doppelt groß jetzt in Kriegszeiten, wo für die in Verlust geratene Wäsche nur schwer Ersatz zu schaffen ist und der Kauf einen mächtigen Aderlaß auf der Kleiderkarte kostet, ganz abgesehen von den Geldausgaben, dem Aerger und Verdruß, den wir uns ersparen konnten, wenn ... Sicher ist sicher, müssen sich unsere Hausfrauen aber noch aus einem anderen Grunde sagen, der sie zwingend verpflichtet, über Nacht keine Wäsche auf der Bleiche zu lassen. Weiße Wäsche hat ziemliche Leuchtkraft und kann weithin bemerkt werden. Das bedeutet, daß so ein ausgespanntes Lementuch feindlichen Fliegern, die nachts über die Grenze kommen, ein sehr guter Fingerzeig werden farm. Es ist also nicht nur leichtfertig, es ist in Krieas- zeiten geradezu unverantwortlich, wenn die Wäsche über Nacht draußen bleibt. Offenbar haben manche Frauen darüber noch nicht nachgedacht, denn wenn man in späten Abendstunden an den Meichplcitzen beim Hause vorübergeht, kann man immer wieder hier und da seststellen, daß dem Gebot der Stunde, die Wäsche über Nacht hereinzunehmen, noch nicht überall Folge geleistet wird. Geschieht erst ein lln- glück, dann ist es zu spät, dann hilft keine Reue hinterher; die schrecklichen Folgen wollen wir hier gar nicht erst ausmalen. Nicht wahr, liebe Hausfrauen, jetzt haben wir uns alle verstanden. Hnd fortan wird überall nachts die Wäsche hereingenommen. Oie Volksgasmaske. NSG. Bei Luftangriffen sind Volksgenossen öfters nur dadurch mit dem Leben davongekommen, daß sie ihre Volksgasmaske (DM.) bei sich trugen. Die Volksgasmaske schützt nicht allein gegen alle Arten von Kampfstoffen (Giftgase), sondern sie bietet auch weitgehenden Schutz gegen Rauch und Qualm bei Entstehungsbränden, die durch Brandbomben verursacht werden können, darüber hinaus gegen Staubentwicklung bei Häuserschäden, die durch Bombeneinschlag entstehen. Die Anschaffung der VM. wird deshalb allen Volksgenossen dringend empfohlen! Da eine erfolgreiche Bekämpfung von Bränden und Phosphorbrandbomben ohne DM. nahezu unmöglich ist, müssen vor allem die im Luftschutz ausgebildeten Selbstschutzkräfte die Dolksgasmaske, die bei den NSV.-Dienststellen erhältlich ist, besitzen. Ihre Beschaffung ist durch Preisverbilligung auch den minderbemittelten Volksgenossen möglich gemacht. Es genügt aber nicht, daß man eine VM. besitzt, sie muß auch pfleglich behandelt werden und ist vor Hitze, Feuchtigkeit und Kälte zu schützen. Am besten wird sie in einer aus Stoffresten selbst her- gestellten Tragetasche im Schrank aufbewahrt. Die DM. muß stets griffberei sein und ist bei Fliegeralarm in den LS.-Raum mitzunehmen. Sie vermag im Ernstalle beih Leben zu retten! * ** Von der Kreishandwerkerschaft Gießen. Schneider-Obermeister Ernst Hartmann in Gießen, Bahnhofstraße 35, ist nach einer Mitteilung der Handwerkskammer Darmstadt urkundlich zum Kreishandwerksmeister für den Kreis Gießen bestellt worden. ** Oef fentliche Impfung. Im heutigen Anzeigenteil fordert der Oberbürgermeister zur Impfung der in Gießen (ohne Wiefeck und Klein- Linden) wohnhaften Kinder, die im Kalenderjahr 1940 und in früheren Jahren geboren, jedoch noch nicht geimpft find, sowie der im Kalenderjahr 1941 geborenen Kinder auf. Eltern und Pflegebefohlene seien auf die Bekanntmachung hingewiesen. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 22. Mai. Am heutigen Freitag, 22. Mai, begehen die Eheleute Jakob Buß IV. und Frau Maria, geb. Happel, bei guter Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 76., die Jubilarin im 73. Lebensjahre. Das Jubelpaar sieht von seinen acht Kindern noch sechs um sich, ckuherdem neun Enkelkinder, von denen zwei im Felde stehen. Den Jubllaren bringen auch mir unseren herzlichen Glückwunsch dar. Verdunkelungszeit: 22. Mai von 22.21 bis 4.46 Hhr. geniert über die Grünflächen und Blumenbeete laufen lassen, anstatt den Wauwau in ordnungsmäßiger Weise an der Leine zu führen; ferner, daß allzu nachsichtige Mütter anscheinend gar nichts dabei finden, wenn ihre spielenden Kinder sich nicht allein mit den Wegen begnügen, sondern auch die Grünflächen mit zum Tummelplatz ihres jugendlichen Dranges zum Austoben machen. Im Interesse unserer Volksgemeinschaft und zum Schutze der Schönheiten unserer Anlagen und Gärten sei an den guten Willen und die Einsicht aller Volksgenossen appelliert, zu jeder Zeit und an allen Plätzen nach bestem Vermögen unsere Anlagen zu schonen und zu schützen, darüber hinaus Frevler auf frischer Tat zurechtzuweisen und die Anrichtung von Schäden unmöglich zu machen bzw. Missetäter unnachsichtlich zu r Anzeige zu bringen. Das gleiche gilt zum Schutze unserer Pri- oatgärten, an deren Schönheit ja nicht nur der Besitzer, sondern wir alle dringend interessiert sind. Hoffentlich hat dieser Appell an den guten Willen Erfolg, andernfalls dürfen sich die Missetäter nicht darüber wundern, wenn sie von der zuständigen amtlichen Stelle mit aller Strenge an gefaßt werden. Preissenkung für Glühlampen. Nach Unterfudjungen über die Erfolgsentwicklung in der Glühlampenindustrie hat der Reichskommissar für die Preisbildung eine Senkung der Verbraucherpreise für Glühlampen (Großlampen) veranlaßt. Die Preise ermäßigen sich für die Lampen 15 und 25 Watt von 73 Rpf. auf 65 Rpf.; für die Lampen 40 Watt von 86 Rpf. auf 75; für die Lampen von 60 Watt von 112 Rpf. auf 96 Rpf.; für die Lampen von 100 Watt von 160 Rpf. auf 125 Rpf. Bei den Lampen, deren Herstellung im Zuge der Vereinfachung des Typenprogramms der Hersteller ausläuft, bleiben die bisherigen Preise im wesentlichen bestehen. Herdputzpulver JHT Hart und schwer traf uns die traurige Nachricht, daß unser ältester, hott- nungsvoller, braver Sohn, unser guter Bruder, Enkel und Neffe, mein über alles geliebter, unvergeßlicher Bräutigam Karl Keller Schütze in einem Infanterie-Regiment im 22. Lebensjahr, in Ausübung treuester Pflichterfüllung im Osten durch ein unerbittliches Geschick aus unserer Mitte gerissen wurde. Gottes Wille ist geschehen, aber unser Trost ist Wiedersehn. In unsagbarem Schmerz: Familie Albert Keller Edgar und Marga Keller Mariechen Rinker, Braut Familie Heinrich Rinker nebst allen Angehörigen. Gießen, Aßlar, den 22. Mai 1942. Weg. Verheirat, meiner Hausgehilfin suche ick für bald ob. auch später eine zuverlässige, verf. hsjtlfn 8. Führ, meines Haushaltes. Frau [1684D Lisbet Elges, Med.-Drogerie, Seltersweg 66. Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen »ur Vermeidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers Nagen! Dr.Wolf Praxis geschlossen vom 23. bis 31.Mai 1942 Vertreter: Dr. Geyer Dr. Ploch 02419 SWmliWnzellu.llelen nach der Naturfchutzverordnung vom 18. Mürz 1938 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Refereni im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, (Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Svgo Betwüöiec verlos,Berlin-Merl. || Verkäufe"UMWM '---- entlaufen Hochtragende Bekanntmachung Pocken- Döbns in her LudlnigSburg bei Wiefeck. 1704D bis 15 15 bis A a) Familienname beginnend mit Buchstabe bis S 15 15 1692C MONIKA 1694A Tägl. 3,5.15,8, So. 2.80,5,8 Uhr alsbald vorzulegen. Gießen, den 19. Mai 1942. Rachschau: Montag, 8. Juni 1942, von 15 16 Hhr. c) Familienname beginnend mit Buchstabe bis Z: Impfung: Dienstag, 2. Juni 1942, von bis 16 Hhr. Nachschau: Dienstag, 9. Juni 1942, von bis 16 Hhr. THEATER der Universitätsstadt Gießen Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! Wie em gutes Sicherheitsschloß... Das Abschlüßen der Trockenboden' und Waschküchentüre ist für Sie ein selbstverständlicher Schuh gegen Lang« finger. Worum ober losten Sie den Langfinger Kolk im harten Leitungs. und Brunnenwasser ungestört die Schaum« und Waschkrast der wertvollen Seife und des Waschpulvers stehlen? Einige Handvoll Henko Bleichsoda schützen Seife und Waschpulver vor diesem Verlust! auswärts zugezogen sind: Impfung: Mittwoch, 27. Mai 1942, von 16 Hhr. Rachschau: Mittwoch, 3. Juni 1942, von 16 Hhr. II. die im Kalenderjahr 1941 geboren sind. bis H: Impfung: Donnerstag, 28. Mai 1942, von 15 bis 16 Hhr. Rachschau: Donnerstag, 4. Juni 1942, von 15 bis 16 Hhr. b) Familienname beginnend mit Buchstabe J bis R: Impfung: Montag, 1. Juni 1942, von 15 bis 16 Hhr. Fußjucken spuren • Viel mehr Menschen, als man annimmt, werden von lästigem Fußjucken geplagt. Sie wissen nicht, daß sie Fußflechte haben. Der übertragbare Pilz, der sich zwischen den Zehen festsetzt und dort die Fußflechte verursacht, meldet sich oft durch Fußjucken an. In der Wärme und bei Schweißbildung gedeiht die häßliche Pilzbildung besonders gut und erzeugt feuchte Steilen und schmerzhafte Hautrisse. Wenn man bei der täglichen Körperpflege solche Symptome bemerkt — sofort Ovis, das erprobte Desinfektionsmittel für Füße auf die befallenen Stellen, und in wenigen Tagen- sind Sie die Fußflechte los! § Betr.: Reichsimpfgefeh; hier: öffentliche fchuh-Erstimpfung. Es finden folgende Impftermine für Stadt Gießen (nicht in den Stadtteilen Klern-Lin- den und Wiefeck) wohnhaften Kinder statt: I. die im Kalenderjahr 1940 oder in früheren Jahren geboren, jedoch noch nicht erftgeimpft sind, zurückgestellt waren oder ungeimpft von Der Oberbürgermeister. (Ämpfpolizerbehörde.) 3.23.1 Nicolaus,__ Impf- und Hachschaulokal: Turnhalle der Schillerschule, Schillerstraße 8. Die Eltern und Pflegebefohlenen werden aufgefordert, ihre Kinder pünktlich zu obigem gebührenfreien Impfterminen zu bringen, andernfalls nach Ablauf des Kalenderjahrs Strafanzeige erfolgen muß. Es wird darauf hingewiesen, daß die Kinder und chre Kleider sich in sauberem Zustand befinden müssen, ferner daß kranke Kinder und solche aus Häusern, in denen zur Zeit ansteckende Krankheiten bestehen, zur Impfung nicht zugelassen sind. In letzteren Fällen ist ärztliche Bescheinigung dem Staats. Gesundheitsamt Gießen, Wilhelmstraße 59, Freitag, den 22. Hai 19 bis 21.30 Uhr: 33. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Vetter aus Dingsda Operette von Eduard Künneke. Preise von 0.90 bis 3.60 RM. 1666 D Suche einen Gartenfreund der gewillt ist, einen gepflegten Garten mit zu be- arbeiten u.seinen Bedarf an Gemüse und Obst decken kann. Schr.Anerb.unt. 1693V gnd.G.A.I LICHTSPI EL-THEATER Gloria-Palast, Seltersweg: Die Erbin vom Rosenhof Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: iiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiir Vornehm/ ' GeschmackvollI Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brührsche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllll gute NW- unö MW steht z. Verkauf. Heuchelheim Gieß. Straße 11. DeulArMifc" (weiß) zu verkauf. [023S4 Karl May Watzenborn Bahnhofstr. 14. iuÖeSeü gebraucht, gut erhalten, für 25 RM. zu verkaufen. Sckriftl. Angeb. u. 02431 an o. Gieß. Anz. | Kaufgesuche"] Gebrauchtes Faltboot (2-Siber) zu kauf, gesucht. 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