e*ql K ">rA,ch, ^ich« mitftoo(b,2t®ttoberl942 Eichener Anzeiger Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer biS 81/, Uhr desVormittagS Anzeiaen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für ffamiltenan- zeiaen und vrivate Gelegenbeitsanzeigen 149h)f. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenhei isanzetgen Platzvorichritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr dkühlfche llaioerMtrdrnckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhefsen ***«!jmj$*itftra^7-9 k>2. Jahrgang Nr. 248 Snchemr ragt ich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: (^ebener ^amilienblätter Heimat imBild'DieScholle Bezugsvreisr Nonatlich .RM.1L0 Austellgebüör... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Seroalt Bvrechanfchlutt 2251 «nschritt: ^Anzeiger" beck11688^rankf./M Cs geht um die Geeverbindungen 93 er- Städtisch. Harte Bngriffskämpse im Westkaukasus V von jrstes Betrieben /ehnnadit NSDAP 19.80 Uhr feen d Theater gefallen. Es wird nicht eher schweigen, bis es fache geworden. £ Mi schlossen? {artenver- Freude“, ihandlung susD ad 19.80 Uhr en affende Heiterkeit Butter. Hiervon wurde zwar der größte Teil des dänischen Volkes miternährt, aber als Ganzes wurde es doch allmählich in das Getriebe des brittfchen Weltreiches einbezogen, wodurch es immer mehr von seinem Eigenleben einbüßte. Die Jndustriali- ierung der landwirtschaftlichen Erwerbszweige ührte allmählich zu einem Ueberschuß an Menschen bei den rein landwirtschaftlichen Unternehmungen. Man konnte sie nicht anders unterbringen als durch Aufteilung großer Güter oder in der Verbesserung des Landes. Damit wurde dessen Leistungs- ähigkeit bis zum letztmöglichen erschöpft, naturgegeben wieder in der Veredelungsindustrie, so daß die Abhängigkeit vom Ausland sich schon in der (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kopenhagen, Oktober 1942. terstellt werden. „Empire ohne Schwung." Amerikanische Kritik an der englischen Führerschicht. Genf, 21. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der amerikanische Journalist Negley F a r s 0 n schreibt in der englischen Zeitschrift „Worlds Revue", es gebe nur wenig Engländer, die sich bei Ausbruch dieses Krieges darüber klar gewesen seien, daß Großbritannien und sein Weltreich zu einer geschichtlichen Angelegenheit geworden seien, der keinerlei Schwung oder Anziehungskraft mehr innewohne. Viele maßgebende Männer Englands arbeiteten nur noch zur Erhaltung einer überkommenen Lebensform, aber spürten nicht mehr die Kraft in sich, den Lebensinhalt der Wirklichkeit anzupassen. Die brittschen Erziehungsbehörden hätten seit Jahren nicht mehr vermocht, eine Jugend heranzubilden, die England jene Widerstandskraft hatte verleihen können, die es heute so dringend benötige. In den Staatsstellen fehle es an frischem Blut. Englands Politiker seien zu Einfluß gelangt durch Geburt oder gesellschaftliche Stellung, aber nicht auf Grund ihrer Fähigkeiten. Hierdurch habe sich eine bequeme politische Oberschicht herausgebildet, die den Blick für die Wirklichkeit und die politischen Vorgänge außerhalb Großbritanniens einbüßte. Man habe Botschafter in die Welt hinausgeschickt, die sich einer neu emporsteigenden Welt der deutschen Diplomaten hilflos gegenübergesehen hätte. Richt umsonst seien sie denn auch von der amerikanischen Presse als die „Diplomaten der gestreiften Hose" bezeichnet worden. Was dem England von heute fehle, sei eine tatkräftige und entschlossene Führerschicht. Dieser Mangel sei auch die Ursache für die vielen militärischen Rückschläge. Vorver- ß* „Kraft 3961- 3lM »dt Ö* Oktober 30 Uhr rflwcg: FaÜ den Beginn eines Bahnbaues nach Tuapse, nennt die Reise von Noworossijsk nach Tuapse eine „lohnende, aber angreifende Tour" und verweist den Reisenden auf die Dampfer, die auf der Fahrt Odessa nach Datum auch in Tuapse anlegten. feuer das weitere Vordringen unserer Truppen zu verhindern. Trotz des schweren Abwehrfeuers und trotz wütender Gegenangriffe kamen unsere Soldaten vorwärts. Auch hier konnten sich zwei Angriffsspitzen vereinigen. Die dabei eingeschlossenen feindlichen Kräften wurden vernichtet. Jeder Kilometer zäh verteidigten Bodens kostet die Bolsche- wiften, wenn sie auch jeden Geländevorteil auszunutzen verstehen, große Opfer. Denn die Ausfälle sind für den Feind offensichtlich schwer zu ersetzen. Er rafft alles zusammen, was Waffen tragen kann. So kommt es, daß man unter den Gefangenen ehemalige Matrosen, 16jährige Jungens und ergraute Männer nebeneinander sieht. Tuapse. Im zähesten Kampf machen die deuffchen Truppen im Nordwestkaukasus mit Richtung auf Tuapse neue Fortschritte. An dieser Stelle ist der Kaukasus noch nicht das hochalpine Gebirge der Hauptkette. Aber ein Gebirgszug folgt dem anderen, die Täler find tief eingeschnitten und für die Schwierigkeiten des Geländes spricht es, daß erst sehr spät Tuapse Eisenbahnverbindung bekam. Tuapse liegt knappe 200 Straßenkilometer südöstlich von Noworossijsk. Die Erdölleitung von Maikop nach Tuapse ist 85 Kilometer lang. Die Kammhöhe des Gebirges unmittelbar vor Tuapse beträgt rund 1000 Meter. Der Baedeker von 1912 verzeichnet erst Stockholm, 20. Okt. (Europapreß.) Der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, machte in einer Unterhausrede drei grundlegende Veränderungen in der Seekriegführung gegenüber dem Weltkrieg für die schweren englischen Verluste zur See verantwortlich. Alexander verwies auf den bedeutend erweiterten Aktionsradius der Luftwaffe, die „ungeheuer erweiterte Operationskraft und Einsatzmöglichkeit der Unter- e e b 0 0 t e" sowie das „Ausmaß und die Verschiedenheit der deutschen Minenoperatione n". Er sprach davon, daß die Minen „geradezu aus der Luft gesät" würden. Englands Anstrengungen müßten in erster Linie darauf gerichtet ein, seine Verbindungen zur See intakt zu halten, doch dabei habe die britische Flotte die meisten V e r l u st e erlitten. Diese Verluste seien unglücklicherweise groß. Die Seekriegführung habe der Kriegs- uno*Handelsrnarine eine Last aufgebürdet, wie sie sie nie zuvor getragen habe. Später habe auch der „Schlag bei Pearl Harbour" die gesamte Kriegsstrategie im Pazifik umgeworfen. Alexander meinte dann mit einem deutlichen Seitenhieb auf die USA.: „Das zukünftige Bauprogramm der Vereinigten Staaten im Verein mit unserem eigenen, das nicht unbeträchtlich ist — denn im Verhältnis zu unseren Hilfsquellen stellen wir immer noch mehr Tonnen Schiffsraum pro Mann her, als es in den USA. mit all den modernen Methoden der Fall ist — erweckt mein Vertrauen." Nach dieser Bemerkung wandte sich Alexander dem heißen Eisen der zweiten Front zu und erklärte: „Wir müssen immer daran denken, daß unser Vermögen, diese zweite Front sicherzustellen, direkt von unserer Seeherrschaft abhängt, wie auch die Herrschaft in der Luft unerläßlich ist. Die Grundlage der gesamten alliierten Strategie hängt von der Beibehaltung der Seeverbindung ab. Nicht nur, damit wir selbst überleben können, sondern auch, weil wir diese Verbindungswege nötig haben, um den Krieg in das Land des Feindes zu tragen. Wir wollen auch einmal Schläge austeilen statt sie hinzunehmen." Oie Bürokratisierung des Kriegsapparates in den £K52/. Lissabon, 20. Okt. (Europapreß.) »Lieser Krieg kann auch in Washington verloren gehen", heißt es in einem Bericht eines Sonderkomitees liehe Widerstand von neuem auf. In Abzugsgräben, Kanalisationen, Gruben und ähnlichen Verstecken halten sich kleinere feindliche Trupps versteckt. Mit diesen Versprengten kam es in den unübersichtlichen Trümmerfeldern im Werkgelände der Geschützfabrik „Rote Barrikade" zu hartnäckigen Kämpfen. Obwohl die auf verlorenem Posten kämpfenden feindlichen Trupps jeden Vorteil ausnutzten, wurden sie von unseren Soldaten gefaßt und erledigt. Die in Häuserblocks in der nördlichen Vorstadt sitzenden Bolschewisten, Reste jener Verbände, die bei dem Stoß der deutschen Truppen aus dem Werkgelände der Traktoren- und Panzerfabrik „Dshershinskij" nach Norden westlich dieses Keiles abgeschnitten waren, wurden bei strömendem Regen in zahllosen Straßen- und Häuserkämpfen vernichtet. Sturzkampfgeschwader richteten ihre Angriffe gegen die Industrieanlagen des Werkes ,Kloter Oktober" und legten Werkhallen und Verwaltungsgebäude, die von den Bolschewisten durch Einbau von Infanteriegeschützen und Maschinenbewehren m Festungswerke umgewandelt waren, m Trümmer. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 20. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n dem dichtbewaldeten Gelände des w e ft k a u - kaflfchen Gebirges wurde trotz ungünstiger Wetteroerhältnisie harter feindlicher Widerstand in VUnterstellungen gebrochen. An der Paßstraße nach Tuapse wurde die Verbindung der beiden Angriffsgruppen, die sich nördlich und südlich der Straße vorgekämpft hatten, an der Straße selbst hergestellt. Am Terek-Abschnitt scheiterten feindliche Gegenangriffe. 3n Luftkämpfen wurden zehn Sowjetflugzeuge abgeschossen. 3m nördlichen Vorort von Stalingrad entrissen die deutschen Truppen den Sowjets eine weitere Häusergruppe. Die Kämpfe zur Säuberung des Werkgeländes der Gefchühfabrik „Rote Barrikade" dauern noch atu Rahkampfflieger bombardierten hauptsächlich die stark ausgebauten Stützpunkte des Werkes „Roter Oktober". Kampffliegerverbände vernichteten im Bereich der unteren Wolga mehrere Transportzüge, einen Schlepdampfer und sechs abgestellte Flugzeuge. An der D 0 n f r 0 n ( wiesen rumänische Truppen feindliche Angriffe ab. An der El-Alameln-Front griffen leichte deutsche und italienische Kampfflugzeuge britische Panzer- und Kraftfahrzeuganfammlungen an. Begleitende 3äger und Zerstörer schossen vier britische Flugzeuge ab. Die Bekämpfung britischer Flugplätze auf Malta wurde durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte fortgesetzt. 3n Ostengland führte die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage ausgedehnte Angriffe gegen militärische Ziele und kriegswichtige Anlagen. ati de» Je 7 3073 rn. unter wie hie ant>5 und 'Uber. Das t mit 14:2 d im Torungen. Die 3 und wies Posten auf. Ungarn an nd der Anhand. Acht- “üntges als feburg) er-- tb Denfchel 1 erreichten eistuny der schnell und wurde vor- uge. 3« den Trümmern von Nord-Stalingrad. Berlin, 20. Okt. (DNB.) In Stalingrad haben starke Regengüsse die zum großen Teil nicht gepflasterten Sttaßen der Stadt tief aufgeweicht. Durch knietiefen Moraft wühlten sich die Trosse und Fahrkvlonnen zu den Kampfabschnitten im Nordteil der Stadt vor. In den Trümmerfeldern der eroberten Rüstungswerke flackerte vereinzelt der feind- Zeit nur schwer verstehen, wenn auch inre e m so eindringlich ist, daß sie nicht mehr überhört werden darf. Immerhin das Wort Neuorientierung ist er. fe* eine» • s"9. Di, wie cot S. Serli» 7'z°« Mit» (ich iinete. $e; ''MW, p« Erfolg? Recht;. ? und des 'welen mit W Siege, Erfolge bei 3U unseren Kriegsgefangen. Das Anklage-Dokument des Oberkommandos der Wehrmacht hat die Mißhandlung deutscher Kriegsgefangener eindeutig bewiesen und festgestellt, daß die Engländer damit auch die Bestimmungen des Genfer' Kriegsgefangenenabkommens in gröblichster Weise mißachtet haben. Es bestand die Hoffnung, daß gerade dieses Abkommen dazu beitragen würde, Vorfälle, wie wir sie im Weltkriege erlebt haben, unmöglich zu machen. Zu un- erem lebhaften Bedauern hat sich diese Hoffnung nicht verwirklicht, obgleich man auf deutscher Seite gerade ständig bemüht gewesen ist, alle Sicherungen für den Schutz der Kriegsgefangenen zu schaffen. Kriegsgefangenschaft gehörte in früheren Zeiten zu den trostlosesten Schicksalen, die man kannte. Das Recht des Krieges war unbegrenzt, es gab keinerlei einschränkende Bestimmungen, die Kriegsgefangenen, die dem Gegner in die Hände fielen, waren ihm auf Gnade und Ungnade aus- geliefert: sie konnten noch von Glück sagen, wenn sie nicht erschlagen wurden, sondern in die Sklaverei verkauft wurden. Selbst in der Zeit des 'lassischen Alterums, in einer Zeit, in der das Men- chentum schon zum lebendigen Begriff geworden war, dachte niemand daran, das schwere Los der Kriegsgefangenen zu mildern, auch die Griechen der Spät-Antike hatten nur unter sich gewisse Bestimmungen getroffen, die sich auf den Austausch der Kriegsgefangenen bezogen. Die Bilder der römischen Triumphbogen beweisen, daß man damals nicht nur die Krieger, solchem auch ihre Frauen und Kinder in die Gefangenschaft brachte, und sie in den Triumphzügen als Siegesbeute dem Volk von Rom vorführte. Erst ganz langsam entwickelte sich eine mildere Auffassung. Bei den Germanen wurden die Kriegsgefangenen zwar nicht als verkäufliche Sklaven, aber doch als Personen minderen Rechts, als Unfreie anaefehen. Im ganzen Mittelalter galt der Kriegsgefangene gewissermaßen als persönliches Eigentum seines Ueberwinders und mußte feine Freiheit durch ein Lösegeld erkaufen. Im amerikanischen Bürgerkrieg erhielten die Amerikaner, die einen Engländer als Gefangenen einbrachten, 300 Dollar für den Soldaten. Offiziere wurden hoher bewertet. Neger wurden als Sklaven verkauft, lieber das Auslösungssystem entwickelten sich dann im Laufe der Zeit feste Formen und es gab zwischen den Kriegführenden bestimmte Sätze, wie die einzelnen Chargen bewertet wurden. Als am 16. Oktober 1756 die sächsische Armee vor Friedrich dem Großen kapitulieren mußte, wurden die Offiziere entlassen und die Mannschaften zum Teil in geschlossenen Regimentern in die preußische Armee eingereiht. Ein solches Verfahren würde heute unmöglich erscheinen, aber damals kannte man den Begriff Vaterland angesichts der deutschen flaut* Skandinavien und Europa Von unserem ds.-Berichterstatter. des Repräsentantenhauses für die nationale teidigung. Es hält eine völlige Reorganisation der Obersten USA.-Kriegsbehorden für notwendig und wirft den Leitern des Krieasproduktionsprograrnrns einschließlich der für die Arbeitskraft-Mobilisierung zuständigen Personen vor, sie hätten bisher noch nicht den Sinn des modernen Krieges erfaßt. Ein neues „Büro für die Kriegsmobilisierung" soll nun Abhilfe schaffen. Diesem Büro müsse das Kriegs- produktionsamt, die Verteilung der Arbeitskräfte, die Arbeitsdienstpflicht und die Preisfestsetzung un- 6tufe steht. Dieser Vorzug ist bas Ergebnis der überaus ; «lustigen Lebensbedingungen, die Schweden sich im ! Laufe der Zeit hat schaffen können. Hierzu gehört Mzüglich die großartige innere Kolonisa - ; Ilion, die es den Bevölkerungsschichten mit gar feinem oder geringem Besitz hat zukommen lassen, beit 1904 unterstützt der Staat die Eigenheimbewe- tjung zur Ansiedlung von Landarbeitern durch Kreilgewährung in Form von vorteilhaften Darlehen. Lis 1935 konnten auf diesem Wege 85 000 Wohnungen errichtet werden, darunter 50 000 mit Landbesitz. Damit erhielten 400 000 Menschen, d. h. ein Zehntel der ländlichen Bevölkerung Schwedens ge- unbe Wohnungen und zum größten Teil noch dazu Jen notwendigen Boden zur Gewinnung des Lebensunterhaltes. Daneben wurde seit 1933 eine geänderte Aktion zur Ansieblung von Holzarbeitern unb Flößern durchgeführt, die schon in den ersten eineinhalb Jahren über 4000 SiedlungAellen beendete. Zu dieser hauptsächlich vom Staate auf jem Lande verfolgten Siedlungswelse gesellte sich bald eine von Staat und Gemeinden betriebene Siebtungspolitit am Raube ber Stabte, naturgemäß in erster Linie am Rande ber Landeshauptstadt Stockholm, sowie in den Industriegebieten m ihrer Nachbarschaft wie in Nordschweden. Im Verhältnis zu der geringen Bevölkerung Schwedens (6,3 Millionen bei nur 14 auf 1 qkm) «scheinen diese Siedlungserfolge als ungeheure so- jiale Leistungen, die den Lebensstandard des ge- amten Volkes außerordentlich erhöht haben. Trotzdem muß festqestellt werden, daß Schweden in Den letzten Jahrzehnten nicht in der Lage war, seinem geringen Bevölkerungsüberschuß tm eigenen Land genügend Arbeitsmöglichkeiten zu geben, wirnep Hieb die Auswanderung nach Ueberfee unverändert stark. Die Ursachen dafür liegen nun nicht in einem absoluten Arbeitsmangel. Gegen- teil! Schweden besitzt in seiner Provinz Norrland nn Siedlungsgebiet, das mit Recht das "Amerika schwebens" genannt wird, teils weil es schon nne große Anzahl Siedler aufgenommen bat teils veil hier noch mindestens 1,5 Millionen Hektar fulturfähiqes Land zur Verfügung stehen, die. aus lange Zeit hinaus bequem den Bevolkerungsuber^ schuß aufnehmen konnten. Allein, ber mobente Schwede will zunächst nicht den von der Landes natur gewiesenen Wegen nachgehen. dem Maße Die er seine Kultur hochzuchtete und °ft 9en,^ ,n 'Irberzivilisation entarten ließ erlahmte fein 61 eb- lungsfähiqkeit im Innern. 6r folgte ^ber ben -ngelsächsischen Lockungen und su^te 'n England ober jenseits des Atlantik seine ^ukunst P Unlieben Neigungen erschienen chm wichtiger als das Wohl feines Volkes und Vaterlandes. Für ein hlche Volks- und Wirtschaftsaesinnung kann liirlich im neuen Europa kein Iies Ganz ähnlich und äußerlich n°ch sinnfälliger 1 gen die Dinge i n D ä n e m a r k Hier «W" kandwirtfchaft schon beinahe als em Kunsrwe . IM feit 1864? b.b. nach d-r N!°derlag- m d°m lmtsch-dänischen Kriege, die über em Ahrtauft ?e75,ackftuchternk «enten nod) W^e^^CT^ing^fü^rten^aftfuHernritte^aus Ueb«. k entwickelte sich Dänemark zu e.meL^“b sirtschaftlicher Edelerzeugmtte (baren) Schlachtgeflügel, Mastrinder, E,er Berlin, 20. Ott (DNB.) Im Westteil des Kaukasus waren die Angriffskämpfe der deutschen und verbündeten Truppen durch anhaltende (Seroitter{türme mit starken Regen- fällen sehr erschwert. Im Hochgebirge gingen Schneemassen nieder, die bis zu drei Meter tiefe Verwehungen hervorriefen. Trotzdem setzten Infanteristen und Jäger zunächst im Raum von Schaumjan die Säuberung ber rückwärtigen Talgebiete fort. Die Bolschewisten hatten zahlreiche Straßen und Brücken gesprengt. Die große Paßstraße war durch elf über sechs Meter breite Panzergräben aufgerissen und durch mehr als ein Dutzend Baumverhaue unpassierbar gemacht. Dennoch wurde der Zutritt im Nah kämpf erzwungen. Südlich von Schaumjan setzten die Bolschewisten zu Gegenstößen gegen die deutschen Angriffsspitzen an, die vom Feuer zahlreicher Batterien und Salvengeschütze unterstützt wurde«. Die mehrfach wiederholten Angriffe blieben im Abwehrfeuer liegen. Auch west lich der Straße von Tuapse mußte der Feind unter dem in den letzten 48 Stunden ständig wachsenden Druck der deutschen und slowakischen Verbände seine Stellungen aufgeben. Er versuchte, sich unter gleichzeitiger Zuführung von Verstärkungen a u f d e n G e - birgstämmen weiter südlich in bereits vorbereiteten Stellungen festzusetzen. 2lüe diese Kämpfe, die sich um fast 1000 Meter hohe Berge, um steil abfallende Felswände unb um starke Waldbefestigungen entwickelten, verlangten von den unentwegt nachstoßenden Infanteristen und Jägern äußerste Kraftanstrengungen. Aber die deutschen Verbände, die sich beiderseits der Paßstraße nach Tuapse vorgekämpft haben, haben auf der Straße selbst die Verbindung hergestellt und damit diese wichtige Nachschubstraße für die Versorgung her deutschen Verbände geöffnet. Darüber hinaus wurden in den weiter südlich liegenden Auffangstellungen der Bolschewisten Einbrüche erzielt. Auch südostwärts Noworossijsk geht unser Angriff gegen die zu Festungen ausgebauten Fabriken an der Küstenstraße vorwärts. Die Bolschewisten haben sich an den zum Meer steil abfallenden Felswänden und anderen überhöhten Geländepunkten festgesetzt und versuchen durch Sperr- Einfuhr bedeutender Mengen von Getteide (342 000 Tonnen), Futtermitteln (746 000 Tonnen) und Del- famen (296 000 Tonnen) ausdrückt. Schon diese Ziffern bedeuteten eine beängstigend wirkende Bedrohung des nationalen Wirtschaftslebens in Dänemark. Deshalb versuchten bereits früher einsichtige Kreise be$ Landes, die Bindungen an England zu läsen und die Wirtschaft wie in vergangenen Zeiten wieder in ihre natürlichen Bahnen nach Deutschland hinzulenken. Der Krieg unterstützt und beschleunigt jetzt diese Besttebungen. Allein in Dänemark und mehr noch in Schweden zeigen sich reichlich genug Widerstände. Der vor.. Individualismus kann und will die Zeichen der lhr.__________ iellbettreter bei für $oliti! unb H-ms Thyckl; ft Numfchcin. 8i. Lange fi. per Ob Nen, Iwtber । Äs Sä; "^ke' ft’ ..Der Duce empfing Reichserziehungsminister R u st zu einer etwa einftünbigen herzlichen Unter« rebung. Dieser würbe fobann im Beisein bes Unter« richtsministers Bottai in der Kgl. italienischen Akademie vom Präsidenten Federzoni empfangen. Kunst und Wissenschaft. „Gespenster" im Burglheater. Unsere Zeit hat sich zweifellos von dem Vernichtungsdrama der Jbsenschen „Gespenster" weit entfernt, wenn auch hier der selb stzerstör er sich e Nihilismus schuldig gesprochen und die Unerbittlich- lichkeit der Vererbungsgesetze aufgezeigt wird. Was das Burgtheater zu einer Aufführung veranlaßt bat, dürfte wohl die meisterhafte Beherrschung der Szene unb des Dialogs gewesen fein. Dom Erlebnis des Theaters inszenierte Lothar M Ü t h e l dis drei Akte mit feinster Durchleuchtung auch der unausgesprochenen Gedanken, mit großartigen Steigerungen und mit bewundernswerter Leitung feiner schauspielerischen Kräfte, die er jede einzelne zu stärkstem Ausdruck und sie alle zusammen zu einem herrlich aufeinander abgestimmten Ensemblespiel brachte. Käthe Dorsch gab die Frau Atving mit höchster Einfachheit und eben darum mit ergrei« felnber Fülle des Herzens. Horst Caspar als setzt verschlechtert. Nach Berichten des geheimen Funksenders des Nationalkongresses ist es für britische Beamte und Zivilisten im ganzen Bereich der Provinzen Sindh und der nordwestlichen Grenzzone und Belutschistan unmöglich, ohne militärische Bedeckung zu reifen. „Pomiuri" sieht eine Wechselwirkung zwischen den Unruhen im westlichen Teil Indiens und der englischen Schlagfertigkeit an der indischen Nordostgrenze, eine Wechselwirkung, die sich auch auf die V erteilun g des Kriegsmaterials zwischen Ost und West erstreckt. In den nordwestlichen Gebieten wird die Lage immer schwieriger. Die aus Peschawar heran- gezogenen britischen Verstärkungen mußten sich nach schweren Verlusten in Richtung auf die Grenze zu- rückziehen, um nicht umzingelt zu werden. Eine britische Abteilung wurde nahezu aufgerieben. Ein entkommener britischer Soldat erklärte, daß alle Stämme die Waffen ergriffen hätten und sämtliche Verbindungswege blockierten. Die Aufständischen griffen auch eine britische Kraftwagenkolonne an und bemächttgten sich der Kraftfahrzeuge und der Waffen. einen Stamm, den sie gegen den fallenden stemmen könnten. Philippi Sohn nahm die kleine Trumm« säge und sägte verzweifelt an dem Strang, es brachte den Stamm wieder ins Gleiten. Pohl sprang zu einem ber Holzhauer, nahm ihm bie Fällaxt weg. Er darf ihn nicht bekommen, diesen nicht, schoß es ifjm heiß durch den Kopf. Er rief den anderen zu, sie sollten zurücktreten, und zu Philippi sagte er: „Hinlegen, Philippi, nicht rühren!" Und Philippi legte sich stumm gehorchend hin. Er drehte sich zur Seite, das linke Bein stand hoch* gekrümmt. Und Pohl hob die Axt. „Nicht!" rief Philippi Sohn. Aber Pohl schwang die Axt schräg durch bie 8uft m einem gewaltigen Hieb, sie sauste hart an Phi« lippis Knie vorbei, bann gab es einen krachenden Ton, Splitter stoben weg, Philippi stieß einen leisen Schrei aus. Aber schon bie Lage erfassen!), zerrte er an feinem Fuß, er bekam ihn frei, er rutschte über den Boben fort — unb im gleichen Augenblick schlug der Stamm neben ihm zu Boden, um Armeslänge entfernt. Es donnerte durch den stillen Forst, bie 2leste zitterten noch eine Weile nach, bann lag er still, ein gefälltes totes Ungetüm. Aber Philippi lebte. Die Holzhauer nahmen sich feiner an, schnürten den Fuß ab, der blutete. Pohl hängte den Drilling wieder um die Schulter unb sah auf Philippi. Sein Gesicht war weiß. Er lächelte. Später nahm Pohl bie Pfeife unb den Tabaksbeutel aus ber Rocktasche unb setzte die Pfeife in Brand. Er hockte sich auf den Stamm unb sah ZU, wie sie eine Tragbahre flochten, aus Stangen unb Zweigen. Philippi Sohn brachte bie Schnapsflasche, und ber Vater nahm einen kräftigen Schluck. Er sagte, babei wischte er bas Munbstück ber Flasche mit bem Rockärmel ab: „Herr Förster, wie wäre es?" „Jaja —", meinte Pohl, „mer weiß, ob Euch der himmlische Schnaps auch so gut geschmeckt hätte, Philippi! Prost, Philippi!" Dies geschah im letzten Herbst, und heute ist es schon vergessen. Die Leute reden nicht mehr davon, wie sie damals geredet haben, ber eine dafür, ber anbere bawider. 2lber Philippi hat es nicht'vergessen, bas kann er nicht. Philippi ist jetzt ein Mann, der nur noch brri Zehen am linken Fuß hat, aber Mei Zehen wachÄ js das Leben eines WMhen picht aus» * > j Nenmu Bckr/L Hi durch eine titdetb- „ emfall wuyijuvn , tfrau noo,eveir, yar mcyr einmal oen jjj Versuch unternommen, nach bem Verbleib der vielen • W;' Aber auch nicht in ihrem eigenen ßanbJ engeren t ben USA., hat diese eigenartige „Expertin" den M n Kämpfe bei Joribeiva, am Sübabhang bes Owen- Stanley-Gebirges, weiter. Ein erfolgreicher japanischer Durchbruch führte zur Vernichtung einer feinblichen Kampfgruppe von 300 Mann. Sin europäischer post- und Fernmeldeverein. Zur Förderung der europäischen Zusammenarbeit auf den Gebieten des Post- und Fernmeldewesens wurde in Wien von den Bevollmächtigten der Post- verwaltungen Albaniens, Bulgariens, Dänemarks, Deutschlanbs, Finnlands, Italiens, Kroatiens, der Niederlande, Norwegens, Rumäniens, San Marinos, der Slowakei unb Ungarns ein Uedereinkom- kommen über einen „Europäischen Post- und Fern- melbeverein" abgeschlossen. Das Werk stützt sich auf ben Weltpostvertrag unb den Weltnachrichtenvertrag. Reichspostminister Ohnesorge würdigte in einer Ansprache das Übereinkommen, mit dem bie europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen ein Instrument besitzen, das der gesamten europäischen Oeffentlichkeit sehr beachtenswerte Vorteile ver- schasen wird. Durch die im Übereinkommen vorgesehenen Ausschüsse wirb es möglich sein, alle Erfahrungen des dnen Landes den anderen Verwaltungen zugute kommen zu lassen. Der Minister gab seiner Freude Ausdruck, daß der Verein seine Ge- schäftsstelle in Wien einrichten wird-, die in ihrem engeren Bereich ähnliche Aufgaben hat wie die Büros des Weltpostvereins unb des Weltnachrichtenvereins. Kleine politische Nachrichten. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbe« fehlshabers der Luftwaffe Idas Ritterkreuz des Eifer- nen Kreuzes an Major Alpers, der sich als Kommandeur einer Fernaufklärungsgruppe in Polen, Frankreich und im Kampf gegen die Sowjetunion in vorbildlicher Weise bewährt unb alle Hindernisse durch rücksichtslosen Einsatz überwunden hat. Alpers ist Staatssekretär im Reichsforstamt unb Generalforstmeister. * Zwei Oberfeldwebel eines Jnsanteriebataillons im Abschnitt südlich des Ilmensees überreichten Reichsminister Dr. Goebbels als zusätzlichen Winterhilfs- beitrag für den Monat Oktober eine Geldsumme, bie einer durchschnittlichen Spenbe von 52,50 RM. pro Mann, d. h. etwa Mei Drittel eines Monatssolbes, entspricht. Das Bataillon kämpft seit Beginn des Ostfelbzuges in vorderster^Linie. Reichsminister Dr. Goebbels empfing in Gegenwart der Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink die zu einer Arbeitstagung in Berlin versammelten Gaufrauenschaftsleiterinnen aus dem Reich sowie die Hauptabteilungsleiterinnen in der Reichsfrauenführung, dankte ihnen für ihre aufopfernde Kriegsarbeit und bat sie, Dank und Anerkennung an alle schaffenden deutschen Frauen im Lande weiterzuleiten. * Der Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium, Dr.'Jng. G a n z e n mü l l e r, besichtigte Einrichtungen der Reichsbahndirektion Wien und hielt auf einem Appell ber Gefolgschaft eines Reichsbahnaus- befferungswerkes eine Ansprache, die in ber Mah- Knegshaufen unterwegs waren und einander suchten unb es auch nicht weiter übelnahmen, wenn sie nicht alles so in der Wirklichkeit antrafen, wie es auf ber Karte stand, — es gab ja einmal eine Zeit, m ber sogar ber Krieg kein eiliges Geschäft war. Allein, über ben bloßen Nutzen hinaus rührt ben Beschauer boch noch etwas anderes an, vielleicht bie heimliche Sehnsucht aller Kreatur, .sich von der Erde zu lösen, die Dinge von oben zu betrachten, wenn auch nur im Bilde und im Gleichnis. So kann denn ein später Mensch wie ich nur vor >o einem Blatte sitzen unb seine Augen auf eine abenteuerliche Reise schicken, in eine Welt voller Merkwürdigkeiten, einfacher noch unb einfältiger als die, m der er selber lebt unb die kein Geheim- ms mehr hat. Ein spielerisches Vergnügen also, bem man heimlich nachhängt, ober einer von ben Fluchtwegen aus ber Wirklichkeit, deren es nicht mehr viele gibt, — die darum wissen, werden es verstehen. uuu/ niuji i ii 11) l u III t i y t n t ii 4; u ri in den USA., hat diese eigenartige „Expertin" ben Versuch gemacht, wirklich für bie Wohlfahrt bet Tugend etwas zu tun. Nach einem Bericht bet Präsidentin des internationalen Pflegerinnenrates Ulll ... beim Völkerbund-Komitee für Kinderschutz — auch , o. Pri so etwas hat es einst gegeben — hieß es über ‘ “ Neuyork: „Wir trafen auf Tiefen von fitt« lichem und körperlichefn Elend, die selbst ben obgehärtesten Wohlfahrtsarbeiter erschick tern würden." In einem Artikel der USA.-Zeit« schrift „Look" wurde erklärt, daß van durchschnittlich 2,5 Millionen in ben USA. jährlich geborenen Kin« bem rund 50 v. H. unter Hunger, ungenügendes Kleidung und unwürdiger Behausung litten. Darum konnte sich Frau Roosevelt allerdings nicht kümmern, da sie sich dem „Swing-Tanz mit älteren Diplomaten" widmen mußte, so daß sich der bekannte Journalist Clapper im Mai dieses Iah« res zu ber Feststellung veranlaßt sah: „Ein solches Tun und Treiben der Frau Roosevelt ist der Stel« hing ihres Gatten nicht würdig und entwickelt sich geradezu zu einem Skandal." Dafür reist sie jetzt zur Königin von England — als Jugendwohl fahrt« Expertin! Alte Karten. Von Karl Heinrich Waggerl. In ber Welt gibt es Dinge, denen eine magische Macht ber Versuchung innewohnt und die in sonst ganz harmlosen Gemütern unversehens eine leidenschaftliche Besikgier wachzurufen vermögen. Dergleichen Leute setzen bann Kopf unb Kragen dran, Bücher zu stehlen ober Bilder zu rauben ober Gott weiß welchen Kram, bie unscheinbarsten Nichtigkeiten, an benen für andere Menschen gar nichts Begehrenswertes ist. Ich selber zum Beispiel kann kein Stück Bernstein in ben Fingern halten, ohne Not, es rechtzeitig wieder loszulassen, und vollends vor alten Karten gewahre ich mit Traumesängsten, wie fadenscheinig mein Gewissen eigentlich ist, obwohl ich es doch zeitlebens sehr geschont habe. Ich besitze etliche solcher alter Blätter, redlich erworben, versteht sich, und darum auch nicht besonders wertvoll. Ab und zu hole ich sie aus bem Schrank, um sie wieder zu betrachten, aber ich wüßte kaum mit genauen Worten zu erklären, was mir eigentlich daran so gefällt. Schon bas Papier ist gut anzufühlen, wie etwas Gewachsenes, wie weiche, ein wenig narbige Haut. Es hat Risse und Flecken, lemanb stellte ein Weinglas daraus, dieser Mensch trank Rotwein zu seinen Gedanken, oder er schrieb em paar Worte an ben Rand, „Drei) Thaler" steht Zu lesen, vielleicht mußte er sie irgendwo für die Zeche bezahlen. Der Holzschneider hat seine Arbeit auch mit Liebe getan, hat Wald und Hügel nicht vergessen, eine Burg für jede Stadt, ein Kringel für bie geringeren Orte, alles sauber ausgestochen, aber doch wieder nicht zu genau, es kam ihm wenig darauf an, einmal ein Flüßchen krumm laüfen zu lassen, statt quer durch das Dorf, wenn er anders ben Namen nicht schön genug unterbringen konnte. Wieder ein Meister bat das Blatt mit Farben ausgeziert, rot oder gelb bie Grenzen, blaues Wassergeister hinein, grünen Dusch, fein behüt- lawer Pinsel fügte bas Zufällige ber Form zu einem schönen Ganzen zusammen unb die Gesellen haben es hinterher fleißig nachgemalt. Reisende Händler mochten seine Kundschaft sein, denen war es genug, wenn ihren Saumtieren nur ungefähr ber Weg über bie Pässe und Täler und non einem Nachtquartier zum andern gewiesen wurde. Oder rauflustige Herren, die mit ihren Kanada und die LlGA. Lissabon, 20. Okt. (Europapreß.) Der USA.- Propagandachef Davis hob in einer Rede an bas kanadische Volk, bie er in Quebec hielt, die Verbundenheit zwischen Kanada unb ben Vereinigten Staaten hervor. Von ber englisch orientierten Presse Kanabas wurden die Ausführungen mit größter Zurückhaltung behandelt. Die französischen Zeitungen ber Provinz Quebec, die die Rede in großer Aufmachung veröffentlichten, erklärten, eine engere Zusammenarbeit mit den USA. sei einer solchen mit England vorzuziehen. Durch die erstere komme man nämlich einer Verwirklichung des von Davis verkündeten Grundsatzes „Kanada ben Äanabiern" bedeutend näher. „New World Telegramm" betont die enge wirtschaftliche Verbundenheit zwischen ben Industrien Kanadas unb ber USA. Kanada liefere einen großen Teil seiner Rohstoffe an bie USA. unb erhalte bafür in erster Linie Halbfabrikate. Die Anlage gemeinsamer Kraftwerke am St. Lorenzstrom, ein Lieblingsplan Roosevelts, sei ein weiterer Beweis ber engen wirtschaftlichen Bande, bie natürlich auch zu politischen Bindungen führen würden. Oie LIGA, schränken den Südamerika- Export weiter ein. Buenos Aires, 20.Okt. (Europapreß.) Der Export nordamerikanischer Rohstoffe nach den süd- amerikanischen Staaten erfährt immer weitere Ein- chränkungen. Die bisher schon stark gekürzten Lieferungen an Eisen und Stahl für Chile müssen, wie die nordamerikanische Botschaft in Santiago de Chile der chilenischen Regierung mittrtlte, um mindestens ein Viertel herab gesetz werden. Als Segrünbung wurde ber chilenischen Regierung erklärt, daß der Eigenbedarf der nordamerikanischen Rüstungsindustrie und ber Schiffsraummangel eine derartige Herabsetzung der Lieferquoten notwendig machen. Weiteres Vordringen der Japaner auf Guadalcanar. Tokio, 20. Okt. (DNB.) Den Japanern gelang es, auf ber Salomonen-Insel Guabalcanar durch Einsatz von Panzern unb Sturzkampffliegern drei wichtige zentrale Hafenplätze ber Insel, darunter das Gebiet von Tefere, in ihre Hand zu bekommen, wobei bie Amerikaner schwere Verluste hatten. — Auf Neu-Guinea gehen bie harten lichen Zerrissenheit überhaupt nicht, genau so wenig wie man Volksheere im heutigen Sinn kannte. Die ersten internationalen Schutzbe - ft i m m ungen für die Kriegsgefangenen erstreckten sich auf diejenigen Gefangenen, bie verwundet waren, über sie wurde im Jahre 1864 bie erste Genfer Konvention geschlossen, bie nach und nach von allen Staaten der Erbe ratifiziert worben ist. Im Lause der Jahre ging man bann dazu über, bie Kriegsregeln überhaupt festzulegen, um Unbeteiligte so wenig wie möglich leiden zu lassen. Es entstand infolgedessen im Jahre 1907 bie Haager L a n b k r i e g s o r d n u n g, bie im ersten Abschnitt bie Vorschriften über die Behandlung ber Kriegsgefangenen enthielt. Daraus ergab sich auch, daß ber Zweck ber Gefangennahme nur ber ist, bie Kriegsgefangenen an der weiteren Teilnahme am Kriege zu verhindern. In diesen Bestimmungen aus bem Jahre 1907 mürbe u. a. festgesetzt, daß bie Kriegsgefangenen keine Strafgefangenen, sondern Staatsgefangene sind, ihre Privateigentum behalten dürfen, auskömmlich unb gesund ernährt und untergebracht werden mußten. Sie durften mit Ausnahme ber Offiziere als Arbeiter verwendet werden unb sollten nach dem Friedensschluß binnen kürzester Frist entlassen werden. Deuffchland hat im Weltkrieg peinlich darau gesehen, die Bestimmungen ber Haager Lanb friegsorbnung zu achten, aber leiber ist dies au: der anberen Seite nicht ber Fall gewesen. Wir erinnern uns ber furchtbaren Tatsache, daß von Engländern, die heitte Kriegsgefangene fesseln, damals wie in diesem Kriege bei Kreta, auf hilflose Matrosen, bie im Wasser schwammen, geschossen wurde. Die Franzosen haben bie deutschen Kriegsgefangenen mit unzulässiger Härte behandelt, sie in ungesunden Tropengegenden untergebracht unb sie sogar burch Neger körperlich züch- tigen lassen. In Rußland waren die gesundheitlichen Maßnahmen völlig unzureichend, viele Tausende sind beim Bau der Murman-Bahn umge« kommen. Einen völligen Bruch der Bestimmungen bedeutete aber die Tatsache, daß nach Abschluß bes Waffenstillstandes Deutschland seine Kriegsgefangenen am 15. Januar 1919 heimschickte, während die Entente die deutschen Kriegsgefangenen gegen das Völkerrecht in ihrer Gewalt behielt, um ein hartes Druckmittel gegenüber den Mittelmächten in der Hand zu haben. Die Heimsendung begann erst im Jahre 1920. Die letzten Kriegsgefangenen kamen erst Ende Dezember 1922 nach Deutschland zurück. So hatte sich gezeigt, daß die bis dahin getroffenen Bestimmungen nicht ausreichten, um den Schutz der Kriegsgefangenen sicherzustellen. Unter dem Eindruck der Mißstände des Weltkrieges sind am 27. Juli 1929 neue völkerrechtliche A b - m a ch u n g e n über die Kriegsgefangenen getroffen worden. Das ist das sog. Genfer Abkommen vom Jahre 1929. Nach diesem müssen die Kriegsgefangenen jederzeit mit Menschlichkeit behandelt werden unb gegen Gewalttätigkeiten, Be- letbigungen und öffentliche Neugier geschützt sein. Die Kriegsgefangenen haben Anspruch auf Achtung ihrer Person unb ihrer Ehre. Die Kriegsgefangenen sind verpflichtet, ihren wahren Namen unb Truppenteil anzugeben, es barf aber k e i n Z w a n g aus sie angeroanbt werben, um N a chrichten von ihren zu erhalten. Maßnahmen wie sie die Engländer in Nordaftika getroffen haben, sind also absolut gegen jedes Völkerrecht. Die Kriegsgefangenen müssen in möglichst kurzer Zeit nach Sammefftellen außerhalb des Kampfgebietes gebracht werden. Persönliches auf Befehl eines Offiziers gegen Empsangsbescheini- Eigentum, Personalpapiere unb Ehrenzeichen verbleiben ben Kriegsgefangenen. Geld darf ihnen nur gung abgenomiren werden, außerdem sind bie Kriegführenden verpflichtet, einander jede Gefangennahme mitzuteilen. Das geschieht durch bie Genfer Auskunstsstelle bes Roten Kreuzes, bie sich im ganzen bis jetzt durchaus bewährt hat. Die Kriegsgefangenen haben Portofreiheit und Zollfreiheit für Paketsendungen aus der Heimat.' Besondere Bestimmungen wurden für verwundete Kriegsgefangene erlassen, die in schweren Fällen über neutrale Länder in bie Heimat zurückgeschafft werden. Deutschland hat stets Wert darauf gelegt, korrekt nach dem Völkerrecht zu handeln. Der totale Krieg Macht das nicht immer leicht, zumal viele der völkerrechtlichen Regelungen auf die Zeit vor dem Weltkriege zurückgehen. Die damaligen Begriffe stimmen heute längst nicht mehr. Sie fußen, wie Professor Dr. Carl Schmitt noch vor kurzem ausgeführt hat, auf liberalen Staats- und Wirtworden waren. Sie blieben dort verschollen, bis jetzt durch einige, von deutschen Soldaten aufgefundene Spanienkinder etwas Licht in dieses Kin» Förster Pohl. Von Alfred Petto. Revierförster Pohl ging zu Haumeister Philippi und sagte, er solle vorerst ben Wegbau im Frauen- roalb einstellen. Philippi sprach bagegen. in einer Woche, sagte er, fei er ohnehin fertig. Aber dann besann er sich und meinte, die Buche könne er schließlich doch noch fällen, sie sei hinderlich. Pohl sagte: „Aber ich rate Euch, sie mit bem Wurzelstock umzulegen, anders habt Ihr nachher die Arbeit mit dem Stürzen." Der Haumeister war es zufrieden. Den Morgen darauf machte sich der Förster auf feinen üblichen Reviergang. Er öffnete das Tor unb trat auf bie Lanbstraße. Kalter Wind stieß aus bem Wiesengrund, summte unb pfiff in ben Telephondrähten. Den Feldweg herunter kam eine Frau, Philippis Frau. Sie zog ein Handkärrchen hinter sich her, in bem Kärrchen saß ein kleiner Junge, in einen dicken Schal eingemummt, man sah nur die braunglänzenden Augen unb das verfrorene Stupsnäschen. Ein echter Philippi, bachte Pohl bei sich „Schon so früh auf ben Beinen?" fragte er bie Frau. Die brachte ihr Kärrchen auf bie Straße, dann hlett sie mne und lächelte scheu. er Menschlichkeit angewandt wird. Das aber ist gerade ber Kern der deutschen Anschuldigunaen gegen die Engländer, daß sie sowohl gegen die Gebote der Ehre als auch der Menschlichkeit gehandelt haben. Frau lKoosevett. Von unserer Berliner Schriftlettung. Der geschäftige Reklameapparat der Roosevelt§' teilte soeben mit, daß Frau Roos evelt, bie: Gattin des USA.-Präsidenten, eine Einladung bei] Königin von Englanb zum Besuch Englanbs angec nommen habe. Sie werde diese Reise mit praktischen Aufgaben als Expertin für internationale Jugendwohlfahrt verbinden. Frau Roosevelt darf für sich — und ihre Familie — bie Feststellung in Anspruch nehmen, daß sie überaus praktisch, b. h. geschäftstüchtig veranlagt ist. Der USA.-Publizist John Thomas Flynn berichtete sei« -H üJlund I« Dirig M°rci ;r, die r«. Peinlich ist dennoch der Hinweis auf ihre Tätig, feit als Jugendwohlfahrts-Expertin. Denn gerade jetzt erfuhr bie Welt von der Auffindung f p a« nifch er Kinder, die seinerzeit von den bolsche« wistischen Horden nach ber Sowjetunion verschleppt ®011 <" Buena Esperanza hält. Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, dann würde ich Ihnen sehr empfehlen, Verakruz für ein paar Wochen mit unbekanntem Ziel zu verlassen. Mein Vorschlag gilt selbstverständlich auch für Madame Perano." Sein Gesicht war undurchsichtig wie eine Maske. „Ich verstehe, allerdings werde ich Ihrem Vorschlag wohl kaum folgen. Mein reines Gewissen, wie Sie vorher ganz richtig bemerkten, verbietet es mir, mich so zu verhalten, als ob ich ein schlechtes Gewissen hätte. — Sollte Brackmann tatsächlich einen Anschlag aus mich planen, so werde ich mich zu schützen wissen." Er erhob sich und verbeugte sich leicht. „Wo kann ich Sie erreichen, Senorita Orgassa, falls ich Ihnen in dieser Angelegenheit noch etwas mitzuteilen habe?" „Ich wohne für die nächsten Tage im „Pull- man"." „Run, jedenfalls danke ich Ihnen für Ihre Warnung, Senorita. Ihre Nachricht war mir sehr wertvoll. Ich bedauere es nur, daß Ihr entzückender Besuch solch einen unangenehmen Anlaß hatte. Ich wäre glücklich, mich mit Ihnen einmal über erfreulichere Dinge unterhalten zu dürfen ..." Sein Blick war eine Unverschämtheit. Karen erblaßte vor Zorn. „Oh, Sie haben mir nichts zu danken, Senor Gonzales! Ich habe mich zu diesem Schritt sehr schwer entschlossen, und durchaus nicht deshalb, weil ich um Ihr kostbares Leben bange. Es ist eioentlich ein Verrat an Malte Brackmann, mit dem ifiid) seit meiner Kindheit freundschaftliche Gefühle verbinden. Sie haben mich ein wenig mißverstanden. Die Warnung war nur eine unvermeidbare Nebenerscheinung ..." Seine Zähne blinkten weiß aus dem dunkel gewordenen Gesicht. Karen sah über seinen schwarzen Scheitel hinweg. (Fortsetzung folgt,) Oie Gesundheit unser größtes Gut das Laub. en Kastanien Da Kulturwoche der NSOAp. in Gießen ar T i, daß jeder dazu diene, Währung un« Professor Dr. Herbert Birtner starb am 27. September in den schweren Kämpfen bei Woronesch als \ Hauptmann und Bataillonsführer in einem Infanterieregiment den Heldentod. — Birtner stand im [ 43. Lebensjahr. Er promovierte 1924 in Berlin, habilitierte sich 1930 in Marburg für Musikwissen- ■ schäft und erhielt einen Lehrauftrag für deutsche Die Volksgesundheit ist das wertvollste Gut eines Volkes. Es ist deshalb die vornehmste Aufgabe der nationalsozialistischen Gesundheitsführung, sie mit allen Mitteln zu heben und zu stärken. Dabei ist es wichtig, Volkskrankheiten, wie z. B. die Tuberkulose, frühzeitig zu erkennen und die Erkrankten so früh wie möglich zu erfassen, um sie einer ärztlichen Behandlung zuzuführen. Denn Tuberkulose im Frühstadium ist heilbar. Aus dem Verantwortungsbewußtsein, das die NSDAP, dem Volksganzen gegenüber trägt, sind bis heute auch auf diesem Gebiet Maßnahmen ergriffen worden, wie sie bisher noch in keinem Volke auch nur ansatzweise zu erkennen sind. 'Während drüben im einst so viel gepriesenen demokratischen England die Millionenmassen des ärmsten Volkes in furchtbaren Elendsquartieren verkommen und ein unbeschreibliches Dasein fristen müssen, geht das nationalsozialistische Deutschland mitten im Kriege daran, diese Volksseuche zu bekämpfen und damit viele Volksgenossen vor Siechtum und Leid zu bewahren. Auch in unserem Gau werden alle Volksgenossen 1940 wurde Birtner zum außerordentlichen Professor und Direktor des Musikwissenschaftlichen Jn- Da klang plötzlich ein Lied auf! Pflanzte sich von vorn durch die Reihen nach hinten: „Graue Kolonnen ziehn in der Sonnen müde durch Heide und Sand. Neben der Straße blühen im Grase Blumen am Wegesrand." strafften sich die Glieder, da krampfte die den Kolben des Gewehres wieder fester, da lungsminister Iid)en Unter' „ ------- , n des Unter« Musik des Mittelalters und der frühen Neuzeit. iden stemmen »ine Trumm« Strang, er Pohl sprang Fällaxt weg. icht, schoß ti i anderen W i sagte er: chend hin. Et t stand W Aus der Giadt Gießen. Kastanien. Unter unseren Schritten raschelt das gelbe Laub. Die Luft duftet herb. Die Bäume an der Straße haben ihr buntes Kleid angezogen und wetteifern mit ihren Farben. So sind die breiten Hellen Straßen mit goldenem Rahmen umgeben. Am Bahndamm steht eine Reihe mächtiger Kastanien. Sie haben schon einen Teil ihres Laubes verloren. Zwischen den Blättern hängen aber noch die stacheligen Früchte. Fast, alle find noch geschlossen. Da klang ein Lied auf... Zur 2. Reichsstraßensammlung am 24. und 25. Oktober. •g£ « II1" „Goldatentheater im Wandel derZeit." Die Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater leistete ihren Beitrag zur Kulturwoche der NSDAP, mit einem Vortrage „Soldatentheater im Wandel derZeit" von Prof. Dr. Carl N i e s s e n, Universüät Köln, in der Aula. Das Streichquartett des Städtischen Orchesters leitete den Abend mit dem 1. Satz aus Beethovens Streichquartett A-dur (op. 18) ein. Der Rektor Prof. Dr. Kranz hieß als Hausherr, zugleich im Namen des Intendanten H. W. Klein, die Ehrengäste aus Partei, Wehrmacht, Staat und Stadt willkommen. Er wies auf die erfolgversprechende Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft hin und bemerkte, der Redner des Abends, Prof. N i e s - Jen, dessen Verdienste und Hauptarbeitsgebiete er kurz umriß, sei besonders berufen, die engen Beziehungen zwischen Universität und Theater zu dokumentieren; Prof. Niessen gelte sein herzlicher Willkommengruß und Dank. Das Thema sei heute naturgemäß besonders aktuell, und der Vortagende könne ein aufgeschlossenes und dankbares Publikum erwarten. Nachdem Herr K ö ch l i n g vom Gießener Theater Schillers berühmten Traktat über Schaubühne und Nationaltheater gelesen hatte, leitete das Streichquartett mit Mozarts Allegro aus dem G-dur-Quartett stimmungsvoll zu den Worten von Professor Niessen über, der in einem überaus anregenden, durch eine Fülle von Lichtbildern belebten Vortrage in aller gebotenen Kürze einen Ueberblick über die literarisch, theater- und kulturgeschichtlich gleichermaßen reizvolle Entwicklung der Soldatenbühne und des Theaterspiels für und von Soldaten im Kriege vermittelte. Das Soldatenkheater, so führte der Vortragende einleitend aus, ist so alt wie der Krieg. Der Begriff ist in einem so umfassend großzügigen Sinne „Weil er von allen seinen Sachen, die sich bei ans befanden, nur seine Pistole ausgesucht hat und unter Vorgabe wichtiger Geschäfte heute nach Verakruz gefahren ist, nachdem er sich gestern danach erkundigt hatte, wo Sie und Madame Perano sich aufhotten." „Sie wissen vermutlich, daß Brackmann in dem Prozeß, in dem er verurteilt wurde, Madame Perano und mich beschuldigt hat, ihn sozusagen in eine Falle gelockt zu haben ..." „Gewiß, Senor Gonzales, das weiß ich; und ich kann Ihnen sagen, daß Brackmann diese Ansicht noch heute vertritt." Ein Unterton in ihren Worten oeriet ihm, daß sie Brackmanns Meinung vollkommen teilte. Er lehnte sich zurück und schlug die Beine lässig übereinander. „Nun, der Prozeß hat die völlige Haltlosigkeit und Lächerlichkeit dieser Behauptung klar ergeben." „Das ist mir nicht so genau bekannt, Senor Gonzales ..." „Was wollen Sie damit sage»?" fragte er rasch. Karen lächelte höflich: „Sie ließen mich nicht zu Ende sprechen. Ich wollte nämlich fortfahren: weil ich vor sechs Jahren noch zu jung war, um mich für Zeitungen und Prozeßberichte sonderlich zu interessieren." Gonzales zerdrückte die Zigarette im Aschenbecher. Er zog ein Tuch aus der Brusttasche und säuberte seine Fingerspitzen. „Ihre Mitteilung ist mir sehr interessant, Senorita Orgassa, nur ich glaube, daß Ihre Besorgnisse ein wenig übertrieben sind. Brackmann wird es sich überlegen, noch einmal mit den Gesetzen in Konflikt zu geraten. Die sechs Jahre dürften ihm eine heilsame Lehre gewesen sein..." ..... „Ihr reines Gewissen macht Sie leichtsinnig, Senor Gonzales", sagte Karen frostig und ohne ihre Ironie zu verbergen; „Sie vergessen dabei, daß Malte Brackmann, wie ich Ihnen schon sagte, nicht Ihrer Ansicht ist, sondern Sie und Madame Perano nach wie vor für die Urheber des Brandes auf NSG. Eine wogende Staubwolke wälzte sich über einem zerfahrenen Landweg irgendwo durch die sommertrockene Landschaft des Ostens. Eine Kompanie marschierte im Zuge der allgemeinen Vorwärtsbewegung durch die zivilisationsarme Weite. Hitze brütete über der schattenlos ausgedörrten Fläche. Gegen den in der Ferne dunkel schimmernden Waldstreifen zittert die windstille Luft. Die Männer gingen mechanisch im waffen- und munitionsbepackten Trott hinter dem Vordermann, die Kragen geöffnet, hochgeschlagen die Aermel der verblichenen Feldbluse. An den stoppelbärtigen Gesichtern, an Augenbrauen und Haar hatten sich die feinen Staubteilchen wie eine grauschimmernde Schicht gelegt. Ab und zu wischte man mit dem Unterarm den Schweiß aus der Stirn. Nicht einmal eine Zigarette schmeckte dem ausgedörrten Gaumen. Monoton und „ohne Tritt" ging es schon stundenlang vorwärts, immer vorwärts. Selbst hinten an den Fahrzeugen stampften die Pferde in straffgespannten Geschirren vor den knirschenden Wagen. Sie hatten nicht minder zu schmachten. Apathisch verhielten sich Sinne und Gedanken. Marschieren, marschieren im Wettlauf mit dem Feind, Zeit und Gelände. Ab und zu zuckte eine Hand noch der Uhr. Wann gab es wieder einmal Rast, wann ein Verschnaufen? stituts der Universität Graz ernannt, hochschuluachrichten. Dr. phil. habil. Walter Nestle, Ellwangen, ist mit den Vorlesungen über griechische Philologie an der Universität Freiburg beauftragt worden. Dr. Nestle ist 1902 in Schwäb.-Hall geboren, er pro- monierte 1927 in Tübingen und habilitierte sich dort 1939, nachdem er im württembergischen Schuldienst gestanden hatte. — Der Kurator der Umver- fität Kiel hat den Dozenten Dr. med. habil. Eduard Güntz zum Oberarzt bei der orthopädischen Abteilung der Chirurgischen Klinik ernannt. Guntz wurde 1903 in Erfurt geboren. Er promovierte 1928 in München, war danach Assistent in Dresden und Frankfurt, wo er sich 1938 habilitierte. Er siedelte dann nach Kiel über. Guntz hat den Preis der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft aus der Tagung in Gießen für die beste Assistentenarbeit des Jahres 1938 erhalten. — Der a. o. Professor Dr. Karl Valentin Müller ist zum o. Professor an der Deutschen Karls-Universität | in Prag für Sozialanthropologie ernannt worden. Müller wurde 1896 in Bodenbach (Böhmen) ge= boren. Er studierte in Leipzig und hAlitierte sich dort 1937. 1938 wurde ihm kommissarisch der Letjn stuhl für Soziologie an der TH. Dresden übertragen. __ _________ «chdieO hart an W n krache^ »einen U zerrtet rutschte^ zenblickM Armeslan en Fock d dann laß 6 nahmen SM feÄ S# s«' Ein Maim rechnet ab Roman von Horst Biemath 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er war sehr elegant. Der Anzug aus schwerer mattgelber Naturseide schien eben aus der Bügele ui kommen. Die Falte der weiten Hose war melier Aarf. In der 'braunen Kravatte blitzte em großer. Sn gefaßter Brillant. Auf den bunteigetonten Dangen lag rosiger Puderstaub, und fern glanzend Lc^zes forgfälig gescheiteltes Haar verbreitete ehren \arten Parfümgeruch. Seine Fmgernag l waren rosenrot poliert, die Monde und Nagelkup pen hoben sich kreideweiß ab. . In Eurova hätte er wie eine Diva gewirkt, 91er, »0 Reichtum zu.solchem Firnis Ta6nQS niemand etwas Lächerliches ober Unmännliches üa bei. Er war ein schöner Kerl, von -mer damom scheu, verruchten Schönheit, und Karen. die chn mit dem Bild verglich, das rhr D"ter von >A-n. Mies gegeben hatte, sand, daß er m der ZwN-yen zeit seinen Geschmack erheblich versemert hatte. Er entblößte beim Lächeln Mei Rechen schnee- weißer Zähne, sie waren o 'M «bildet, daß sie fast wie kuchllrch wwktem Lu, ’s» «"■ Ren zü hchen „Rauchen Sie, Senor.ta Orgassa? „Danke, nein." Urlauben Sie mir, daß ich mir eine Zigarette anzünde?" „ % "Nilie A sie übtr«, A pAo sd iüit 6'ä ?en OOlfdjt, sH PL ,, et «röhi, ungert, laIe Nnb. Amal dr, ,b der Dieiej !«nLand. W ü ■ofct £ bricht der pmnenratM — auch eß es über sitt» lend, di, eiter ersW ' W urchschnitüich bnenen Sin. Wichendei Uten. i aUerbings ng-Tanz mit A sich der Keses Ich "Ein solch» ist der Stel. intmitfelt sich reist sie jeß ndwohlfahrt« mischen Aka« angen. hast. -r. n dem 23er- »enster" weit örerische Ni> Unerbittlich- t wird. Was ig veronlatzi mschuna der Lom Erleb- Itüthel die auch der um Ligen Steige- eitung seiner einzelne zu ien zu einem rnsemblespiel 1 Ming mit mit ergret« Caspar als der Tasche. Er ließ es aufspringen und klopfte die Zigarette sorgfältig auf, ehe er sie anbrannte. Dann beschrieb er mit der Rechten eine salutierende Bewegung gegen Karen. „Sie haben in Ihrem Telephongespräch eine An- deutung gemacht, Senorita, als befände ich mich in einer Gefahr. Darf ich Sie jetzt bitten, mir zu erklären, was Ihre merkwürdige Warnung zu bedeuten hat?" . Karen neigte ihm den Kovf em wenig entgegen, sie beobachtete ihn unter gesenkten Lidern: „Malte Brackmann ist vor wenigen Tagen aus der Haft entlassen worden und hat die Absicht, sich an Ihnen und Madame Perano zu rächen, Senor Gonzales." „Das ist nicht möglich!" stieß er hervor. \ ur den Bruchteil einer Sekunde verlor er die Fassung, für eine winzige Zeitspanne brachten ihn Schreck und lleberraschuirg aus dem Gleichgewicht. Im nächsten Augenblick hatte er sich wieder in der Gewalt. Und es blieb die einzige Entgleisung, die er sich gestattete. „Ich meine", fügte er hinzu, „Das ist nicht möglich, weil Brackmann damals zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde." „Die Amnestie aus Anlaß des Präsidenten- we'chsels hat ihn vorzeitig befreit, Senor Gonzales." „Er war bei Ihnen?" er suchte meinen Vater aus, um einen xeü seines Eigentums zurückzuholen, das mein Vater zur Verwahrung übernommen hatte." Gonzales klopfte die Asche seiner Zigarette ab, sie fiel auf den Teppich und zerstäubte dort. „Hat Brackmann Ihnen oder Ihrem Vater gegenüber die Aeußerung getan, daß er sich an mir und Madame Perano rachen wolle?" „Nein, Senor Gonzales, so unvorsichtig war er m$®ie kommen Sie also auf Ihre Vermutung?" fragte er mit einiger Schärfe, da er spürte, daß sie die Unwahrheit sprach, um ihm jede Handhabe zu nehmen, gegen Brackmann mit Hilfe der Polizei oder der Gerichte vorzugehen. der Kameradschaft, die Sttaße rollte wieder unter dem Fuße ab. Das ist der Wert des Liedes! Am kommenden Samstag und Sonntag, 24. und 25. Oktober, werden die Abzeichen zur 2. Reichs- straßensammlung, fünf verschiedene Büchlein, „Das deutsche Lied", durch die DAF. verkauft. Laß dich nicht mahnen, sondern, wie es im Liede heißt: „Stell dich in Reih und Glied, das Ganze zu verstärken ..." Gib auch du zur 2. Reichsstraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk! Ein Windstoß fährt plötzlich durch Da raschelt es auf der Erde. Die reife fallen herunter, knallen auf den harten Boden und platzen auf. Glänzend dunkelbraune Früchte mit schneeweißem Fleck leuchten auf. Und schon kommen vom 6. Lebensjahre ab auf Anordnung des (Sau- leiters durch den ^-Röntgensturmbann Frankfurt a. M. geröntgt. Nur durch diese Maßnahme kann allein eine noch so geringfügige tuberkulöse Erkrankung einwandfrei festgestellt werden. Viele Tuberkulosekranke sind sich ihrer Krankheit gar nicht bewußt und kommen meistens zu spät zum Arzt, so daß eine Heilung unmöglich ist. Auch bilden, diese Tuberkulosekranken stets eine Quelle der Infektion allen anderen Volksgenossen gegenüber, und sie selbst werden bei frühzeitiger Erkennung vor Leid und Siechtum bewahrt. Deshalb hat jeder Volks- genösse, ob Mann oder Frau, unbedingt die Pflicht, sich röntgen zu lassen, auch wenn er glaubt, vollkommen gesund zu sein. Die Vorbereitungen für den Kreis Wetterau sind in vollem Gange, so daß mit der Röntgenaktion im November begonnen werden kann. Nähere Einzelheiten werden die Tageszeitungen noch bringen. Das Amt für Volksgesundheit der 9tSDAP. als Träger dieser Aktion gibt gerne Auskunft und Belehrung. (2ldresse: Gießen, Schanzenstraße 18, Telephon Nr. 3961.) au verstehen, wie er aus der Antike überliefert und heute durch KdF. wieder allgemein geworden ist. Die ältesten gültigen Belege finden sich bei Tenophon und Homer (Schild des Achill); Mimen und Mimus-Aussührungen sind bet Alexander und bei Cäsar bezeugt, bei den Römern wie bei den Germanen. Schon 1204 spielten (im Rigaer Prophetenspiel der Deutschordensritter) Soldaten an der Front. Mit dem Beginn der Neuzeit beginnt auch die Entstehung des Berussschauspielertums. Der Redner beleuchtete die Rolle der wandernden englischen Komödianten, die neue Theaterentwicklung in der Zeit der stehenden Heere, die Bedeutung der französischen und russischen Theatertruppen im Siebenjährigen Kriege und das einander teils anziehende, teils abstoßende Verhältnis zwischen Theater und Krieg im Wandel der Jahrhunderte. (Goethes „Dichtung und Wahrheit" gehört zu den ergiebigsten Quellen auch für dieses Thema.) Es wurden ferner gestreift das Soldatentheater in den napoleonischen Kriegen, in den Befreiungskriegen, wo der Gedanke des Nationaltheaters erwacht, im Krimkriege und im 70er Kriege. Vielfältiges und besonders interessantes Material lieferte der Vortrag zum Soldatentheater im Weltkriege, namentlich zum Theater hinter Stacheldraht und ohne Frauen in den Gefangenenlagern. Hier entwickelt sich ein Laienspiel, aus tiefer seelischer Notwendigkeit geboren, mit den primitivsten Mitteln verwirklicht, fast über die ganze bewohnte Welt. Was hier an Spielplangestaltung und schauspielerischer Energie, in der Anfertigung von Kostümen, Dekorationen, Plakaten, Theaterzeitungen gelei. stet wurde, machte der Vortrag in Wort und Bild ungetjretn anschaulich. Der Ueberblick wündete sinnvoll und zeitnah in eine kurze Würdigung der heutigen Fronttheater und der vorbildlich organisierten Truppenbetreuung durch „Kraft durch Freude". — die Buben gelaufen. Das Einsammeln der reifen Kastanien ist eine schone Arbeit. Das gibt Spielzeug für die langen Wochen, aber die meisten werden an der Sammelstelle abgeliefert. Die Kinder wissen, daß unser Wild im. Winter damit gefüttert wird. Sind alle Kastanien, die auf der Erde und unter dem Laub verborgen lagen, aufgesammelt, dann warten die Buben nicht ab, bis wieder ein Sturmwind daherfegt, sondern mit Holzstücken und Steinen wird nachgeholfen. Einige mutige Buben aber klettern hinauf und schütteln die Früchte ab. Die Taschen und das mitgeführte Säckchen sind bald gefüllt. Jetzt ist die Sonne auch noch heroorgekommen. Da sitzen die Kinder am Bahndamm und begutachten ihre Ernte. Schon holt ein Bub sein Taschenmesser heraus und fängt an, eine Kastanie auszuhöhlen. Ein kleines Loch hinein, ein Holzstäbchen, und nun sitzt im Mund eine „Pfeife". Von weitern sieht sie wirklich einer echten Pfeife täuschend ähnlich. Die Mädchen machen sich Ketten aus den Früchten. Manche Tiere und allerlei Sachen kann man aus den Kastanien schnitzen. Zu Hause haben sie ja alle leere Kästchen. Darin werden die Kastanien aufgehoben. Wenn die langen Winterabende kommen, sind es willkommene Spielsachen für die ganz Kleinen. Die alten ehrwürdigen Kastanien stehen da und schauen zu. Sie scheinen nun tot zu sein. Aber inwendig in ihnen pulst und schwillt es. An jeder Stelle, an der ein Blatt vom Baume fiel, sitzt schon die neue Knospe für das kommende Jahr. Die Bäume stehen und warten, schlummern ein wenig, lassen sich vom kalten Sturmwind umtosen, aber tief im Innern fühlen sie, daß sie leben, daß sie wieder §rünen und Früchte bringen werden, wenn ihre »eit da ist. H. ORK.-Feldführer Kratz 60 Jahre alt. Am kommenden Freitag, 23. Oktober, kann der langjährige Kolonnenführer und Mitarbeiter der Kreisstelle des Deutschen Roten Kreuzes im Kreise Gießen, Louis Kratz in Gießen, seinen 60. Geburtstag begehen. Louis Kratz, der aus Bleidenrod (Kreis Alsfeld) stammt, gehört seit Februar 1908 der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen an, deren Kolonnenführer er im März 1921 wurde. Unter feiner Führung nahm die Arbeit der Sanitätskolonne Gießen einen starken Aufstieg, fo daß sie beispielgebend für und über den Kreis Gießen hinaus wurde. Seit 1. März 1935 war er als Kreis-Kolonnensiihrer des Roten Kreuzes tätig, seit Mai 1935 war ihm auch das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden des früheren Kreis-Män- nerroereins Gießen anvertraut. Im Zusammenhang mit der Umorganisation des Deutschen Roten Kreuzes wurde er im April 1938 zum Leiter der Personalabteilung der Kreisstelle Gießen des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Dienstgrad eines DRK.-Feldführers bestellt. Wie früher in der Führung der Sanitätskolonne, so hat der Jubilar auch in seiner Funktion als Leiter der Personalabteilung stets mit aller Kraft und großer Liebe zur Sache für das Deutsche Rote Kreuz gewirkt, bis er vor kurzem aus Gesundheitsrücksichten eine vorübergehende Beurlaubng von dieser Amtspflicht erbitten mußte. Das verdienstvolle Wirken dieses ausgezeichneten Mitarbeiters und Wegbereiters des Roten Kreuzes fand im Jahre 1932 feine wohlverdiente Anerkennung durch die Verleihung des Ehrenkreuzes II. Klasse des Deutschen Roten Kreuzes, ferner in einer Reihe weiterer Ehrungen, die ihm namentlich anläßlich seiner dreißigjährigen Zugehörigkeit zur hiesigen Sanitätskolonne des Deutschen Roten Kreu- zes im Februar 1938 bereitet wurden. Dem Jubilar bringen wir zu feinem 60. Geburtstage unseren herzlichen Glückwunsch dar. Verduukelungszett: 21. Oktober von 19.16 bis 7.29 Uhr. Oswald üennieb lebe klinische Studie, er gab eine .n Kern gebrochene Kraft, die nach Innen ver- Lrennt. In unheimlicher Lebensnähe erstand durch ILwald Bal er der Pastor Manders mit feiner verhängnisvollen Tolpatschigkeit und Schreckhaftiq- eiüSehr wirkungsvoll fügten sich in das Zusammenspiel der drei Gusti Hu b e r als lauernde !Re- r xUn/r H e i m als heuchlerischer Eng- jtrand. Es war em großer Abend der Schauspiel- pnft, wie auch er un Burgtheater selten ist. Oskar Maurus Fontana. Uraufführungen im Rundfunk. Äomponiften, Die im Fronteinsatz stehen und Ur- laubstaae schöpferisch auswerten, haben vornehmlich Recht, gehört zu werden. So stellte der Rund- unk vier neue Werke von im Waffendienst stehenden Musi/ern der Oeffentlichkeit zum erstenmal vor scr D05 öem Kriege Lehrer an ter Münchner Akademie der Tonkunst war und sich Lls Dirigent der Münchner Sängerzunft einen Kamen gemacht hat, kam mit seiner „Musik für Streichorchester", Werk 39, zu Gehör, einer Partitur, bie heitere und besinnliche Stimmungen in jein em Klangreiz zum Ausdruck bringt. Es folgte Wart Meisters geigerisch sehr anspruchsvolles Violinkonzert, von Emmi Schach-Donius trefflich miebergegeben, Meister läßt im Orchester schwere »lockenmotive und ederleichte Spieldoseneffekte zu harter Wirkung aufklingen. Otto Rosenberger jst durch feine Hör pielmusiken bekannt geworden, leine „Bretonica", ein Tonoemälde über die Schönheit der bretonischen Landschaft gesellt dem Orchester in einfallsreicher Durchführung Klavier, Bläser nd Harfe als Soloinstrumente zu. Erich Lauer ftt für Feiergestaltuua eine „Stedinger Musik" gesoffen ,die den Kamps der Stedinger Bauern gegen en Bremer Bischof zum Gegenstand hat. Aus der längeren Folge hörte man den anmutigen „Bauern- tanz" in barockem Fluß und pikanter Rhythmik. Greta Daeglau. Ritterkreuzträger Prof. Karl Greve gefallen. Am 27. Mai verlieh der Führer dem beamteten fc o. Professor an der Universität Breslau, Dr. med. dent. Karl Greve, Leiter der prothetischen tbteilung des Zahnärztlichen Universitätsinstituts, -er sich als Hauptmann und Bataillonskommandeur in einem Jägerregiment bei den Kämpfen um Kertsch besonders ausgezeichnet hatte und im Bericht des OKW. namentlich erwähnt war, das Mt- terkreuz. Nun kommt bie Nachricht, daß er feinen schweren Verletzungen erlegen ist. Greve war 1897 in Hannover geboren. Er studierte in Münster und Berlin und promovierte 1921 in Greifswald. 1924 habilitierte er sich in Breslau und übernahm die Leitung der prothetischen und orthodontischen Abteilung des Zahnärztlichen Instituts. 1928 wurde ir a. o. Professor und 1937 b. a. o. Professor. 1934/35 war er als Gastprofessor in Japan. Pros. Greve, der bereits im Weltkrieg mit dem LK. I ausgezeichnet worden war und in dem gegenwärtigen Krieg mehrfach verwundet wurde, war auch Träger des goldenen Verwundetenabzeichens. Professor Herbert Birtner gefallen. Faust _ , ... blitzten die Augen wieder auf, und die kampfharten Gesichter bekamen wieder Leben. Unbefohlen wurde der Gleichschritt in den sich formierenden Reihen wieder ausgenommen und schwang als straffer Rhythmus in den Taktpausen des Liedes mit. Man fühlte wieder das feste und so oft erprobte Band * Reicher Beifall dankte Prof. Ni ess en für seinen vielfältig anregenden und belehrenden Dortrag, dem eine zahlreichere Hörerschaft sehr zu wünschen gewesen wäre. —y— Warum sparen wir Kohle? Kohle ist notwendig, um unseren Soldaten die Waffen zu schmieden. Kohle ist die Grundlage kriegswichtiger Erzeugnisse, wie Benzin, Buna, Werkstoffe, Oele und Arzneimittel. Kohle braucht die Reichsbahn für ihre großen Kriegsaufgaben. Der Bedarf an Kohle ist damit gewaltig gestiegen! In den deutschen Gruben müht sich der Bergmann Tag und Nacht in treuester Pflichterfüllung. Deine Kohlenzuteilung ist begrenzt. Die Opfer der Front verlangen auch Opfer der Heimat, und diese stehen doch in keinem Verhältnis zu dem, was unsere Soldaten leisten und opfern. Deshalb denke immer daran: Kohle, Gas und Energie helfen uns siegen, spare sie! Gegen übermäßige Ladenschließungen. Der Reichsarbeitsminister hat im Anschluß an Klagen aus der Bevölkerung in einem Erlaß erneut zur Labenschlußfraae Stellung genommen. Die Klagen richten sich, so heißt es in dem Erlaß u. a., vor allem gegen den Umfang der tage- und stundenweisen Schließung der Einzelhandelsgeschäfte, die von den Ortspolizeibehörden im Wege der Einzelausnahme zugelassen sind. Hierdurch wird die Ein- kaufsmöglichkeit der arbeitenden Bevölkerung erheblich erschwert und in manchen Fällen der Einkauf überhaupt unmöglich gemacht. Ferner wird Klage geführt über die zu weit gehenden Genehmigungen längerer Schließung zwecks Urlaubsgewähruna. -Die arbeitende Bevölkerung versteht es nicht, daß Geschäftsinhaber mitten im Kriege wochenlang ihre Geschäfte schließen, was in früherer Zeit nicht üblich war, und dazu noch die Genehmigung erhalten. Der Reichsarbeitsminifter hat daher im Einvernehmen mit dem Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei die Nachgeordneten Behörden ersucht, für die genaueste Durchführung der gegebenen Anweisungen Sorge zu tragen und Ausnahmen von der Offenhaltungspflicht nur unter den in seinen Erlassen genannten Voraussetzungen zuzulassen. Dies gilt sowohl für tage- und stundenweise Schließungen als auch für längere Schließungen zwecks Urlaubserteilung. Bei allen derartigen Genehmigungen ist ein strenger Maßstab anzulegen, um die Belange der kaufenden Bevölkerung zu sichern. Neue Bezugsausweise für entrahmte Frischmilch. Auf Grund einer Reichsregelung ist in vielen Teilen des Reiches, insbesondere in den großen Städten, ein Bezugsausweis für entrahmte Frischmilch eingeführt worden, der mit Ablauf der 42. Zuteilungsperiode seine Gültigkeit verliert. Für die Zeit vom 16. November wird deshalb ein neuer vereinfachter Bezugsausweis ausgegeben (auch in Gießen), der für vier Zuteilungsperioden gilt. Zur schnelleren Abfertigung der Verbraucher wird den Milchverteilern gestattet, auf dem Bezugsausweis Leistungsfleigerung durch DAF.-Lehrgemeinschasten. Lehrgang„3eid)ttunglefen*. Es besteht in diesem Kriege die Notwendigkeit, nicht nur alle vorhandenen Leistungsreserven zu mobilisieren, sondern auch die Leistungsquellen ergiebiger zu gestalten und neu zu erschließen. Das Berufserziehungswerk der DAF. hat sich die Aufgabe gestellt, die berufliche Ausbildung und Erziehung innerhalb der Betriebsgemeinschaften immer mehr vorzutreiben. Ein erprobter Uebungsleiter- stab, der mit reichen Betriebserfahrungen ausge- tattet ist, trägt dazu bei, diese Aufgaben durchzu- fübren. Die Lehrgemeinschaften werden da eingesetzt, wo sie sich für die Gefolgschaft zur Leistungsteigerung notwendig erweisen, und jeder annehmbare Vorschlag der Uebungsleiter wird in die Tat umgesetzt. So berichtet der Hauptübungsleiter, Pg. ,Jng. Willy Boß, wie folgt: „Im großen Ringen um Deutschlands Freiheit wurde schon oft das Wort Leistungssteigerung' geprägt. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn der Industrie genügend geschulte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Von diesen Arbeitskräften haben heute aber sehr viele Facharbeiter, hauptsächlich die jüngeren, das Arbeitskleid mit dem Waffenrock gewechselt und stehen mit der Waffe in der Hand an der Front. Man hat andere Fachkräfte in weniger wichtigen Industrien für die kriegswichtigen Betriebe frei gemacht. Diese Leute müssen umgeschult bzw. für bestimmte Facharbeiten angelernt werden. Die Anlern- bzw. Umschulungszeit ist verhältnismäßig kurz. Es kann daher , in dieser Zeit dem Arbeiter nur das Allernotwendigste bei gebracht werden, was er an fernem neuen Arbeitsplatz braucht. Da in dem Maschinenbetrieb bei jeder Arbeit die einzige Sprache die Zeichnung ist, muß sich der An- lemling und Umgeschultex mit dieser Tatsache ab- sindon. Dies ist vielfach für den neugewonnenen Arbeitskameraden die größte Schwierigkeit. Im Betrieb ist wenig Zeit vorhanden, die Leute auch auf diesem Gebiet zu schulen. Daher muß sich der Mann an seine Vorgesetzten (Vorarbeiter, Meister usw.) wenden und öfters um eine Auskunft über die Zeichnung bitten. Dies ist aber gerade kein Vorteil für den Meister, da er ja auch noch andere Arbeit hat als die vielen Auskünfte zu erteilen, und an- dererfeits ebensowenig vorteilhaft für den Arbeiter, da er ja aus Gründen der Leistungssteigerung mit feinen eingespielten Arbeitskameraden Schritt halten soll. Aus diesen Gründen sieht sich das Berufserziehungswerk der DAF. veranlaßt, diesen Arbeitskameraden an ihren neuen Arbeitsplätzen helfend zur Seite zu flehen, in dem es neben den schon laufenden Lehrgängen nun auch noch einen Lehrgang „Zeichnunglesen^ einzusetzen beabsichtigt. Jeder Arbeitskamerad, der umgeschult oder angelernt in einem Betrieb tätig ist, wende sich an das Be- rufserziehungsWerk der DAF. Es wird auch bei diesem Lehrgang an alle diejenigen Arbeitskameraden appelliert, die als Unterführer in den Betrieben eingesetzt sind uni) viel mit Zeichnungen umgehen müssen, sich diesem Lehrgang anzuschließen; es kann nur ein Vorteil für sie fein." Das Berufserziehungswerk der DAF. beabsichtigt, den Lehrgang „Zeichnunglefen" in aller Kürze anlaufen zu lassen. Anmeldungen sind umgehend bei der Kreiswaltung der DAF., Gießen, Schanzen- straße 18, Zimmer 22, einzureichen. Die Anmeldungen können auch in den Betrieben gesammelt und geschlossen bei der vorgenannten Stelle abgegeben werden. eines Versorgungsberechtigten einer mehrköpfigen Familie die Gesamtpersonenzahl zu vermerken und hierauf in Zukunft allein die Belieferung mit entrahmter Frischmilch und die Entwertung der Tagesfelder vorzunehmen. Die Bezugsausweise dieser Verbraucher brauchen dann nicht täglich, sondern nur einmal zu Beginn der Zuteilüngsperiode vorgelegt zu werden. Ein Wechsel des Milchverteilers ist nur zu Beginn einer Zuteilungsperiode zulässig. Wehrmachturlauber usw. werden auf Antrag Berechtigungscheine für entrahmte Frischmilch ausgestellt. Bei Personen, die umziehen oder eine Reise antreten, wird der Bezugsausweis als Reisekarte gestempelt. Reisen Personen aus einer Gemeinde, in der die Abgabe von entrahmter Frischmilch nicht an einen Bezugsausweis gebunden ist, in einen Ort, wo dies der Fall ist, so stellt die Kartenstelle des Wohnsitzes auf Antrag eine entsprechende Bescheinigung aus. Wenn die Reise die Dauer einer Woche nicht überschreitet, besteht in dem Aufenthaltsort fein Anspruch auf Belieferung. ** 78 Jahre alt. Am morgigen Donnerstag, 22. Oktober, wird Frau Johanna Peil, geb. Sand, Frankfurter Straße 129 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische 78 Jahre alt. Der Jubilarin herzlichen Glückwunsch. ** Gießener Mufiks endung vom Reichssender Frankfurt. Die in der Aula der Universität aufgenommene Musiksendung aus Werken des laufenden Spielplans des Theaters der Universitätsstadt Gießen geht am Samstag, 2 4. Oktober, von 11 bis 11.45 Uhr über den Reichsfender Frankfurt a. M. Die Sendefolge bringt Querschnitte durch „Die Hochzeit des Figaro", „Der Troubadour", „Die Geschwister", „Wo die Lerche singt" und „Frau fiuna . ** Vortrag über Finnland. Am dritten Vortragsabend des Gießener Vortragsringes wird auf Einladung der Kulturellen Vereinigung, des Goethe-Bundes und der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" der finnische Professor Dr. phii. et med. Georg von ien Statt Karten. Danksagung. 05274 05269 Ihr Berater in allen Punktfragen 35FA Hitler-Jugend GieOen (116) Gießen Blelchstrafie 46 und alle Angehörigen. Gießen, den 20. Oktober 1942. dem Heldenfriedhof von Pabino zur ewigenRuhe. Sein Herzenswunsch,dcnEndsieg zu erleben,ging nicht in Erfüllung. Nun ruht er in Frieden, fern der Heimat und seinen Lieben. In unsagbarem Leid: Balthasar Jakob Haas u. Frau Lina, geb. Steller; Heinrich Stabei, z.Z. im Felde, und Frau Lina, geb. Haas; Karl Haas, z.Z. b.d.Luftwaffe; Jakob Haas, z.Z.Im Felde; Erich Haas; Werner und Winfried Stabei. Steinbach, im Oktober 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 25. Oktober, 14.15 Uhr, statt. 3mD Nachdem er nach einer Verwundung und nach französ. Gefangenschaft,sowie einer nochmaligen Verwundung im Osten seine Heimat wiedersehc.. durfte, betteten ihn nun seine Kameraden auf NSDAP. Bann Marburg Friedrichstraße 14 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem so unsagbar schweren Verlust durch den Heldentod unseres lieben,unvergeßlichen Sohnes,Bruders Enkels, Neffen und Vetters, Willi Adolph, Schütze in einer Nachrichtenabteilung, sagen wir allen herzlichen Dank. In tiefem Leid: Wilhelm Adolph und Frau Marie, geb. Weber; Helmut Adolph, z.Z.b.d. Wehrmacht Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich meines 40jährigen Berufs-Jubiläums sage ich auf diesem Wege allen meinen herzlichen Dank Philipp Hof Ofensetzermeister Gießen, im Oktober 1942 _____________________05266/ Statt Karten! Die Verlobung unserer Tochter Helga mit Herrn Hans Breekheimer, Ingenieur zeigen wir an Hans Beyrich, Studienrat und Frau Helmi, geb. Hering Gießen, Ludwigstraße 32 Statt Karten! Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlich Anny Heller Rudi Kiesling Gießen, den 20. Oktober 1942 _________________________05265/ | Mietgesuche | 3nm Winter- semest. (1. Dez.) suche f. Medizin- Studenten gut möbliertes Zimmer 05178 Professor W. bischer, Alicenstr. 3311. Köhler. * GIESSEN Für die herzliche Teilnahme und die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer kleinen Helga sagen wir hiermit herzlichen Dank. Heinrich Zimmerschied, z.Z. im Felde und Frau Minni, geb. Schuldheis. Gießen, den 21. Oktober 1942. Ihre Verlobung geben bekannt Gertrud Buchholz Theodor Gilbert Pfarrer z. Z.Waldenburg (Württ.) Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OPEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Ruf 2847-48 < 2697 D/ Für Büro und Essiglabor suche ich junge Dame evtl, stundenweise nach Ueber- einkunft. Hans Q lambusch, Essigfabrik Gießen, Alicenstraße 22. 5156 D das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Junge im Alter von 14 bis 16 Jahren f. leichte Arbeiten gesttcht. [06281 Zigarrensabr. Georgi, Dammstrasre 40. Junge,gebildete Dame sucht Stelle als Aushilfe im Geschäft in d. Nachmittagsstunden. Schr. Ang. unt. 05264 a.d.G.A. | Verkäufe Fahrgcst.s Äabn- korbm.Verd.6,- Svortwagen, gut erhalt. 30,- Laufgitter, neuwertig 12,- Mavvstühlchen, neuwertig 17,- zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 05273 a.d.G.A, [ Kaufgesuche | Gut erhaltenes Klavier z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 05241 an den Gieß. Anz. Ihre Verlobung geben bekannt Helga Beyrich cand. rer. nat. Hans Breekheimer Ingenieur z. Z. Unteroffz. in ein. Ln.-Regt. Gießen, Ludwigstraße 32 Niederhöchstadt i. Ts. bei der Wehrmacht Im Oktober 1942 s____________________ 05271 / HJ.-Veranstaltungsring 1942/43 Reihe A; 1. Veranstaltung Donnerstag, 22. Oktober, 18.30 Uhr Theater der Universitätsstadt Festvorstellung „OßrThroDzwiscliBDEpdlßüßn" anläßlich der Eröffnung des HJ.-Veranstaltungsringes 1942/43. Es sprechen Kreisleiter Backhaus u. der K.-Leiter der Hauptabteilung III des Gebietes Hessen- Nassau (13) BannfUhrer Michel. Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß am 11. Sept. 1942, in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland, unser braver, hoffnungsvoller, unvergeßlicher Sohn, unser herzensguter Bruder und Schwager, unser lieber Pate, Neffe und Cousin Heinridi Haas Uffz. In einem Inf.-Regt, Träger vieler Auszeichnungen 6 Tage nach Vollendung seines 28. Lebensjahres in der Nähe von Rschew den Heldentod fand. im Oktober 1942 ___________________05239/ Heivat. Suche einen lieben Mann aus guter Familie, auch Witwer mit 1 Kind nicht ausgeschlossen, dem lw treu zur Seite stehen kann. Bin 33Zahre alt, arbeitssam, aus ächtb. Landwirtsfamilie, einige Tausend Mark und gute Aussteuer vorhan- den. Ausführl., nur ernstgemeinte Zuschriften mit Bild unter 05240 cm den Gießener Anzeiger erbeten. Strengste Verschwiegenheit. ffutzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Anzeiger Schulstraße 7 3073D Nachrichten-Helferin der Luftwaffe ^35V können tüchtige Mädels u. Frauen, mit guter Allgemeinbildung, vom 17. bis z. 35. Lebensjahr werden. Nach Ausbildung Einsatz i. Reichsgebiet, den besetzt. Gebieten oder bei befreund. Nationen. Vergüt.: Tarifordnung A, außerh. d.Reiches außerdem freie Unterkunft u. Verpflegung u. Barentschädigung. Einstellung v. Angehörigen d. Landwirtschaft, Hausangest., Pflegerinnen nicht möglich. Bewerbungen b. allen Luftwaffen-Dienststellen, all. Arbeitsamt, u. beim Luftgau- Kommando XII/XIII, Verwalt., Wiesbaden, Taunus-Str. 49/53. 6-Zifflmefwohflyo[ mit Bad und Küche gegen moderne 3—4-Zimmer- Wohnung zu tauschen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05270 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote| 3unoe oder Mel ein. Stunden a. Tag für leichte Bastelarbeit gesucht. (05280 Sicher Str. 211. Zuverlässige Putzfrau 2malind.Woche, je 2 Stunden, gesucht. [ 3i3i D Näh. zu erfrag.: Schubertstr. 81. HJ.-Kulturveranstaltungen im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP. Samstag, 24. Okt., 19.30 Uhr Saal des Studentenheimes „Froh zd sein bedari es mig" Sing- u. Spielabend der Hitler-Jugend Gestaltet von der Bann- und Bannmädelspielschar des Bannes Gießen (116) Eintrittskarten zumPreise von 50 Rpf. im Vorverkauf durch die Einheit, der Hitler-Jugend und an der Abendkasse. 3165 D Verschiedenes Wer erteilt baldigst UrWteiio- MerrW? Sckr. Ang. unt. 05277 a.d.G.A. Wer übernimmt gegen gute Bezahlung sltltfaroeKen für berufstätige Frau? Schriftl. Ang. unt. 05284 an d. Gieß. Anz. Tüchtige HausschoeideriD für bald gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05282 an den Gieß. Anz. Gras abzugeben gegen Abmähen Frankfurter Str. 24 l. [05278 Tüchtig., solides ServieiWin evtl, junge Frau für halbe Tage umgeh, gesucht. Konditorei- (5afs Amend, Gießen, l05288 Am Selterstor. Putzfrau f.mehrere Stunden in derWoche gesucht. [05283 Dr. Bender, Gießen, Großer Stein- weg 21. |stellengesuche| Dame tu. guter Handschr. sucht Halbtagsbeschäftigung b. Behörde oder Industrie. Kein Steno-u.Masch.- Schreiben. Schr. Ang. unt. 05263 a.d.G.A. Wendt am Donnerstag, 22. Oktober, einen Licht, bildervortrag über „Finnland im Winter und inj Sommer" halten. Der Vortragsabend verdient all- fettige Beachtung. Strafkammer Gießen. Der Wilhelm Balzer in Weckesheim (Kreis Friedberg) hatte sich in schamloser Weise an feinen beiden 17- und 18jährigen Töchtern vergangen. Der Angeklagte wurde zu einem Jahr und zwei Monaten Zuchthaus verurteilt, zwei Mo. nate Untersuchungshaft wurden ihm angerechnet. Wegen schwerer Urkundenfälschung hatte sich der W. K. aus Großen-Linden zu verantworten. Er hatte in seinem Wehrpaß amtliche Eintragungen durch unzulässige Aenüerungen gefälscht, um oo- durch bei seinem Arbeitgeber Urlaubswünsche erfüllt zu bekommen. Der Angeklagte wurde wegen schwe» rer Urkundenfälschung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. bä! \N & Lütau Meii Feuer beim Dreschen. In Ober-Hörgern (Kreis Gießen) wurde am heutigen Mittwoch, früh gegen 8 Uhr, die Scheune des Landwirts Wilhelm E i f f beim Dreschen durch einen Brand vernichtet. Mit der Scheune verbrannte auch die Strohpresse, während der Dresch, wagen gerettet werden konnte. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Der rasch herbeigeeilten Feuerwehr und den übrigen Helfern gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Die Ermittelungen über die Ursache des Brandes sind im Gange. Der bedauerliche Vorgang muß allen Bauern und Landwirten erneut eine Mahnung zu größter Vorsicht bei den Drescharbeiten, insbesondere zur strengsten Durchführung aller Maßnahmen gegen ^"uers- gefahr sein. G. A -Spott. Gießener Stadtmannschast erfolgreich. Sladlmannschafl Gießen gegen Kreismannschaft Marienberg 5:2 (3:1). Die Gießener Stadtmannschaft weilte am oer. gangenen Wochenende in Marienberg und trug gegen eine dortige Kreis-Auswahl-Elf ein Werbe, spiel aus, das sie auf Grund ihres technischen Kön- nens für sich entscheiden konnte. Die Gießener erzielten in der ersten Halbzeit durch Pitz, Brunner und Grunert drei Treffer, bemgegenübrr die Kreis- Elf nur einen zu erzielen in der Lage war. Nach dem Wechsel erhöhten Günther und Holstein auf 5:1. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit gelang es der Kreis-Elf, ein zweites Tor aufzuholen. Das Spiel stand unter der umsichtigen Leitung des Kreisfachwarts für Fußball H. Post und verlief in bester Kameradschaft. Der Stadtmannschaft, die schon am Samstagnachmittag in Marienberg ein« traf, wurde eine herzliche Aufnahme zuteil. Hcmptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptfchriflleiterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gienen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Un:versitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeig^nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Giebener Vortragsring Kulturelle Vereinigung / Goethe-Bund l Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Donnerstag, den 22. Oktober 1942, abends 7.80 Uhr, Neue Aula der Universität JEi