Eichener Anzeiger Montag, 2l. September J9$2 General-Anzeiger für Oberhessen Trotz erbitterter Abwehr und dicker Wolken Von Kriegsberichter Willy Altvater. ie der Geleitzug zerschlagen wurde mit SefchSftrsteile: Siehe«, rch»lftratze 7-9 Die Geleitzugkatastrophe im Nordmeer 38 Handelsschiffe mit 270000 BNT. Kriegsmaterial für die Sowjetfront durch Kampfflieger und U-Boote versenkt. Versuch unternommen, ein von starken Flottenein- heiten gesichertes Großgeleit durch das Rordmeer in einen sowjetischen Hafen zu führen. Die sehr schlechten Wetterbedingungen und die einen weit nördlichen Kurs erlaubende Eisgrenze begünstigten dieses Vorhaben. Deutsche Kampffliegerverbände und Unterseeboote griffen an und zerschlugen auch diesen aus rund 45 Handelsschiffen bestehenden Geleitzug in lagelangen aufopferungsvollen Kämpfen. Unter schweren Kampfbedingungen auf weite Entfernungen bei schlechtem Wetter und starker feindlicher Flak- und Jagdabwehr versenkten unsere Kampfflieger aus dem Geleilzug ins ge- samt 25 Handelsschiffe mit zusammen 177 000 BRT. Acht weitere Dampfer wurden so schwer beschädigt, daß sie als verloren anzusehen sind. Außerdem vernichtete die Luftwaffe von den Sicherungsfahrzeugen einen Zerstörer sowie zwei Bewacher und warf einen zweiten Zerstörer in Vrand. Unsere Unterseeboote schoben in Harker Verfolgungsjagd fünf Handelsschiffe mit zusammen 29 000 BRT. aus dem Geleikzüg heraus und erzielten auf zwei britischen Zerstörern Torpedotreffer, deren Untergang bei der herrschenden Wetterlage nicht beobachtet werden konnte. Damit erlitt der Feind eine seiner schwersten Niederlagen in Geleitzugskämpfen. Er oiedor innerhalb von sechs Tagen 38 mit Kriegsmaterial aller Art beladene Handelsschiffe, darunter auch Tanker, mit zusammen 270 000 BRT. Dazu kommt der Verlust von sechs Kriegsfahrzeugen. Nur Reste des Geleit- zuges, zum Teil erheblich beschädigte Schiffe, konnten entkommen. Ferner gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt: Die von amtlicher sowjetischer Seite bekanntgegebene und von der Reuteragentur übernommene Behauptung, daß Generaloberst v. K l e i st gefallen sei, ist unwahr. Sasa® «wSÄw Weiterer Erfolg unserer Ll-Boote. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Unterseeboote versenkten in harten Kämpfen in der Karibischen See, vor Afrika, im St. Lorenzstram und im Eismeer neunzehn Schiffe mit 100000 BRT. sowie einen Schlepper. Drei weitere Schiffe wurden torpediert. 192. Jahrgang Nr. 222 Kcichelm täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amiltenblätter | Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Oer Wehrmachibericht vom Sonntag. DNV. Aus dem Führerhauplquartier, 20. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Terek warfen deutsche Truppen den Feind aus befestigten Stellungen. 3m Raum oon Stalingrad bauern die Kampfe in unverminderter harte an. Entlastungsangriffe des Feindes von Norden scheiterten. Bei Woronesch wurden feindliche Angriffe zum Teil im Nahkampf unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen. 3m Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Dampfer von 1200 BRT. und vier Lransportsegter. Einzelne britische Flugzeuge führten am Tage wirkungslose Störflüge über dem Reichsgebiet durch. Lin Flugzeug wurde abgeschossen. 3n der Nacht flogen britische Bombenflugzeuge nach Südwest- und Süddeutschland ein. An einigen Orten, u. a. in der Stadt München, entstanden Spreng- und Brandschäden vorwiegend in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Zwölf der angreifenden Bomber wurden teils durch Ftak, teils durch Nachtjäger zum Ab- stürz gebracht. Nach Tagesangriffen auf Industrie- anlagen an der britischen Südostküste belegten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 20. September das 3ndustriegebiet von Sunderland mit Bomben schweren Kalibers. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist im Nordmeer eine große Geleitzug- schlacht gewonnen worden. Nach der völligen Vernichtung eines Großgeleitzuges im Nordmeer in der Zeit vom 2. bis 7. 3uti 1942 wurde am 13. September von britischer Seite ein erneuter Die deutschen Kinder sollen internationalisiert werden. Ein teuflischer plan Churchills und Stalins wird an der Entschlossenheit des deutschen Volkes zunichte werden. Annahme von Anzeige« für bte Mittagsnummer biS8'/,UhrdesVormittagS Anzeigen-P reise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite r 7Rpf. für Familtenan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rpf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Plcchvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Berlin, 20. Sept. (DRB.) 3n England wurde der ungeheuerliche Plan bekanntgegeben, die den t- schen Kinder nach dem Sieg der Alliierten zu internationalisieren. Die in London erscheinende, von Churchill bezahlte Zeitung „vrij Nederland" fordert, wie das amtliche englische Reu- terbüro mitteilt, daß alle deutschen Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ihren Müttern weggenommen und für die Dauer von 25 Iah- ren i n s Ausland geschickt werden müßten. Bei dieser Methode würden die Deutschen nicht mehr von ihrer Nationalität besessen fein. Ls würde ein Völkergemisch entstehen, das nicht mehr als deutsch zu bezeichnen sei. * Mit der Veröffentlichung dieser teuflischen Absicht wird das gemeinste Verbrechen verkündet, das jemals Menschenhirne ersonnen haben. Wir haben uns niemals einer Täuschung darüber hingegeben, welches Schicksal dem deutschen Volke von der bolschewistischen Bestie und den plutokratischen Weltverbrechern zugedacht ist. Stalin und Churchill wollen die Vernichtung aller der Nationen, die noch die Kraft in sich fühlen, der bolschewistischen Völkerversklavung Widerstand zu leisten und den Willen besitzen, sich gegen ihre plutokratischen Ausbeuter zu erheben. Wir kennen ihren teuflischen Plan seit langem. Ihr Ziel ist die Ausrottung des deutschen Volkes. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, um auch dem blindesten Volksgenossen die Augen zu öffnen, dann ist diese Veröffentlichung das unwiderlegbare Zeugnis dafür, was das deutsche Volk, was seine Mütter und Kinder von diesen unmenschlichen Verbrechern zu erwarten hätten. Än Ostkarelien, in Estland, ix Litauen, in Lettland uriö Galizien hat die Welt die bolschewistischen Handlanger Churchills und seiner Kumpane am Werke gesehen: So meldete „New Port Journal American" am 16. Oktober 1941: „150 000 Litauer, darunter Kinder von zwei Jahren an auswärts, sind von den Sowjets nach Sibirien verschleppt, unmündige Kinder ihrem Schicksal überlassen worden. ! Unter den verschleppten Kindern befinden sich auch! drei Kinder des litauische« Generals Rastikis." „Stockholms Tidm'ngen" meldete aus Lettland: I Summe 94 Schiffe 613 500 BRT. Wo immer unsere U-Boote und Kampfflieger feindliche Schiffe aufs Ziel nehmen, entlasten sie dl e Ostfront, helfen sie unseren Soldaten m den so schweren Kämpfen vom Kaukasus und Stalingrad angefangen die ganze lange Schräa- slanke über Woronesch, Orel, Medyn, Rschew bis hinaus an den so hart umkämpften Wolchowfluß. Diese Hilfe ist besonders augenscheinlich bei dem neuen Erfolg im Nordmeer. Anfang Juli wurden von einem Geleitzug, der 38 Schiffe zählte, nicht weniger als 35 versenkt. Diesmal wurden durch unsere Kampfflieger und U-Boote von 45 Handels- einem Dauerkampf von sechs Tagen 38 Schiffe am Rande des Polareises zu den Fischen geschickt. Denn dje feindliche Seekriegführung wählt den nördlichsten Weg, der überhaupt denkbar ist, um zwischen die deutschen Ausgangsstationen in Nordnorwegey und den eigenen Geleitzuq den weitesten Raum zu legen. Mit Absicht hat die feind- Uche Seekriegsuhrung für den neuen Versuch einer Materjalbelieferung der Sowjetunion auch diese früh- herbstlichen Tage ausgesucht, wo in den Rordmeer- gewassern bereits dichte Nebel auftreten, wilde Sturme herrschen umb die Tage kurz zu werden besinnen. Es war ein Meisterstück, unter diesen widri- aen Witterungsvechältnissen dem stark gesicherten Feind eine ganze Woche lang aus den Fersen zu bleiben. Der Zufall süat es, daß der USA.-Marineminister Knox an demselben Tage, an dem dieser Kampf un Nordmeer abgeschlossen war, in einer Rede die Notwendigkeit der „R u ß l a n d h i l f e" in den Vordergrund rückte und die Hoffnung aussprach, es werde den Amerikanern und Engländern gelingen, '^u.s?ie Dauer die Monatsziffer der gesamten vchlfssvenuste auf einen Punkt herunterzuschrauben, auf dem sie nicht mehr (!) eine Gefahr für unsere eigenen Versorgungswege und die unserer Verbün- deten bedeutet." Derselbe Knox hat im Juni 1941, lange vor dem Kriegseintritt der USA., durch amerikanische Flugzeuge und Korvetten bereits den Kampf gegen unsere U-Boote geführt und die sehr viel radikalere Hoffnung ausgesprochen, daß Luftwaffe und Kriegsmarine der Vereinigten Staaten die Ozeane von der U-Boot-Pest „reinfegen" und die angloamerikanische Seeherrschaft auf neue hundert Jahre begründen werden. Die glorreiche Versenkungswoche vom 13. bis 20. September 1942 ist die Antwort. „200 000 Einwohner, vom kleinsten Kinde bis zum 80jährigen Greis, sind in die russischen Meppen und in die arktischen Gebiete Sibirens gebracht worden. Die Kinder sind verschwunden und niemals zu ihren Eltern zurückgekehrt. Von deutschen Trup- pen wurden auf dem Güterbahnhof in Riga vier verschlossene Güterwagen voller Kinderleichen gefüllten." Der estnische Landesdirektor Dr. Maee erklärte: „Die Bolschewisten hatten den Plan, 700 000 Personen nach Rußland und Sibirien abzutranspor- tteren. Rur 385 000 Esten sollten im ßanbe bleiben." Die finnische Zeitung „Aamulehti" betont, daß die Verschleppung und Hinrichtung der Esten nicht nur eine Maßnahme zur Beseitiaung der politischen Klassengegner gewesen sei, sondern es sich um einen Ausrottungsprozeß gehandelt habe' Bei der Ver- fchleppung habe man festgestellt, daß die Familien auseinandergerissen wurden, indem die Männer in die eine Himmelsrichtung, in die Kohlengruben, die grauen in die andere, in die Kolchosen, gebracht und * bie Kinder den Eltern weggenommen wurden. Und so, wie hier geschildert, so haben die Bolsche- wisten, die die Geschäfte Churchills und seiner jüdischen Verbrecher besorgen, überall gewütet, wo ihre Soldateska Fuß fassen konnte. Die ungeheuerlichen Enthüllungen des Londoner Blattes stimmen durchaus mit dem überein, was gerade am Samstag der amerikanische Marineminister Knox in einer Rede m Kansas City erklärte: Nach dem Siege, so rief dieser Kriegshetzer aüs, wird ein Friede vqrgeschrie- ben, in dem Deutschland und die Achsenmächte völlig beseitigt werden. Es könne kein Kompromiß geben. Mit diesem Letzteren wird Knox recht haben. Es wird mit diesen Kreaturen keinen Kompromiß geben. In der Entschlossenheit des deutschen Volkes aber werden sich diese Verbrecher täuschen! Im Bewußtsein seiner Kraft hat es den Kampf seines Lebens gegen feine Verderber ausgenommen. Seine Söhne vollbringen Wunder an Tapferkeit, und sie stehen siegreich an allen Fronten und schlagen nun die Verbrecher nieder, die dem deutschen Volke dieses furchtbare Schicksal zugedacht haben. Sie wissen, vereint mit der gesamten Heimat, daß die Gerechtigkeit unserer Sache zum Siege führen wird. Die Anstifter und Urheber dieser Verbrechen aber — dessen sind wir ebenso gewiß — wird ihr verdientes Schicksal ereilen. DNB. Bei einem Kampfgeschwader im September. (PK.) Vor einiger Zeit stellten deutsche Aufklärer einen großen englisch-amerikanischen Geleitzug i m Westteil des Nördlichen Eismeeres fest, der anscheinend für die Sowjetunion bestimmt war. Der Geleitzug war bisher nicht in den Wirkungsbereich unserer Kampfflugzeuge im hohen Norden gekommen. So glauben wir, unsere Ausgabe sei bereits erfüllt, der Gegner werde es nach dem katastrophalen Ausgang seines letzten Unternehmens, bei dem der gesamte Geleitzug von 38 Schiffen vernichtet wurde, nicht noch einmal wagen, seine wertvollen Schiffe mit ihren kostbaren Labungen unseren tödlichen Angriffen auszusetzen. Er hat es doch noch einmal gewagt, und diese Tatsache ist bezeichnend für die Lage, in der sich die Sowjets befinden müssen. Don diesem Geleitzug hängt sehr okel ab; unsere Gegner mögen glauben, durch ihn das Schicksal im Osten wenden zu können. Daß diese ülbsicht nicht gelingt, dafür sorgen wir in diesen i lagen. Zwei Tage tobt nun schon die Geleitzugschlacht. Ununterbrochen, ohne Rücksicht auf das Wetter, das mit dem Gegner im Bunde zu sein scheint, wird angegriffen. Die Abwehr i st erbittert und außerordentlich stark. Kreuzer, Zerstörer' und Bewacher kreisen um den Geleitzug, und die Handels- M)iffe selbst sind ausnahmslos bewaffnet und weh- ien sich verzweifelt. Den ganzen Tag über starten Hif unseren Feldflughäfen die Kampfmaschinen, Verben auch wir noch an die Reihe kommen? ! Da wird überraschend schnell für uns der Start freigegeben. Auf Lastwagen, in PKWs, und zu Fuß eilen die Besatzungen zu ihren Flugzeugen. Wir starten und nehmen Kurs nach Hervorragend war auch der Anteil der U - Boote. Die letzten Berichte über die Erfolge unserer Unterseeboote im Kampsi gegen die britisch- amerikanische Versorgungsschiffahrt erwähnten schon immer die außerordentliche Härte des Kampfes, der sich über alle Meere hinzieht. Ungeachtet der verstärkten Abwehr fahren unsere Unterseebootsbesatzungen trotz des in der jetzigen Jahreszeit im Nord- und Mittelatlantik wieder einsetzen- ben ausgesprochenen Schlechtwetters Angriff auf Angriff, um die feindliche Versorgungsschiffahrt, das Rückgrat der gegnerischen Kriegführung, empfindlich zu schöben. Die Versenkung von fünf Dampfern aus einem Geleitzug im Nördlichen Eismeer jedoch stellt, abgesehen von dem kampf- mäßigen Erfolg, eine besonders hervorragende seemännische Leistung dar. In diesem Seegebiet, in dem die von den letzten Ausläufern des Golfstromes erwärmten Luftmassen auf die Kälte der Arktis treffen, liegen jetzt schwere Nebel, die nur für Stunden von schweren Stürmen zerrissen werden. Es droht die Gefahr des Zusammenstoßes mit Eisbergen und den Sicherungsfahrzeugen des feindlichen Geleits. Ist dieses Geleit festgestellt worden, wird nach dem tage- und nächtelangen Auf- und Absteyen endlich der Angriff gefahren, der wiederum alles Können von Kommandant und Besatzung beansprucht angesichts der besonders starken Sicherung, die den wertvollen Geleitzügen für die Sowjets beigegeben wird. Wenn die jungen Besatzungen unserer Unterseeboote trotzdem wiederum 29 000 BRT. mit rund 45 000 Tonnen Kriegsmaterial vernichteten, so gaben sie erneut den Beweis für den hohen Stand ihrer seemännischen und soldatischen Ausbildung und Haltung, der ihnen die Möglichkeit gibt, die Kameraden an der Ostfront wirksam zu entlasten. tember, kurz vor Erreichen des Bestimmungshafens, noch einmal von den Kampfflugzeugen angegriffen, wobei weitere acht Handelsschiffe mit zusammen 61 000 BRT. versenkt wurden. Auch die Sicherungsstreitkräfte erlitten durch die Versenkung eines feindlichen Zerstörers und zwei Bewachern empfindliche Verluste. Ein weiterer Zerstörer wurde in Brand geworfen. Damit haben die Luftwaffenverbände unter Führung von Generaloberst Stumpf in einem sechstägigen harten Kampf den Nachschub für die Bolschewisten von der Vernichtung von 241 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes auf das schwerste getroffen. Zusammen mit den von deutschen Unterseebooten versenkten fünf weiteren Transportern mit insgesamt 29 000 BRT. betragen die Gesamtverluste des Feindes, wie durch Sondermeldung bereits bekannt- gegeben, 38 Schiffe mit insgesamt 270 000 BRT. sliegeroerbände den ganzen Tag über am Feind und versenkten vom Morgengrauen bis in die späten Abendstunden neun Handelsschiffe mit zusammen 61 000 BRT. Vergeblich bildeten die begleitenden feindlichen Kriegsschiffe, in Zickzackkurven fahrend, einen mehrfach en Ring um die schwer bedrohten Frachter. Auch der Einsatz feindlicher Jagdflugzeuge konnte die deutschen Kampfflugzeuge nicht von ihren Zielen abbringen. Zwei britische Flugzeuge stürzten, von dem Abwehrfeuer der deutschen Kampfflugzeuge getroffen, brennend ins Meer. Auch in den folgenden Tagen wurden die Angriffe trotz sich stetig verschlechternder Wetterlage erfolgreich fortgesetzt. Schon zu diesem Zeitpunkt lagen mehrere Frachter brennend im sinkenden Zustand weit hinter dem. Geleit. Erneute Bombenvolltreffer führten zu ihrer völligen Vernichtung. Durch die ununterbrochenen Angriffe wurde der Zusammenhang des Geleitzuges immer mehr zersplit - tert. Die einzelnen Schiffe versuchten auf eigene Faust weiter nach Norden auszuweichen, um ihrer Vernichtung zu entgehen. Am Nachmittag des 14.9. flog ein mit Munition beladener großer Transporter, von schweren Bomben eines Kampfflugzeuges getroffen, unter riesigen Explosionserscheinungen in die Luft. Zwei weitere Handelsschiffe erhielten zur gleichen Zeit so schwere Treffer, daß sie auseinanderbrachen und versanken. Damit waren bis zum 15. September weitere 16 Schiffe mit zusammen 119 000 BRT. vernichtet. Die Reste des Geleitzuges wurden em 18. SepEine glorreiche Versenkungswoche. Der großartige Erfolg, den unsere Flieger und U-Boote im Eismeer errungen haben, war eine große Sonntagsfreude. 38 Schiffe mit 270 000 BRT. sind am Rande des Polareifes versenkt worden. Damit wird die glorreiche Woche des Kampfes gegen die feindliche Schiffahrt — und Schiffahrt ist die Voraussetzung der feindlichen Kriegführung —, abgeschlossen. Lassen wir die Zahlen vom Sonntag, 13. oeptember, bis zum Sonntag, 20. September, für sich sprechen! Es wurden verzeichnet im Wehrmachtbericht vom 13. September 18 Schiffs 121 500 BRT. 15. „ 19 „ 122 000 ,, 19. „ 19 „ 100 000 „ 20. 38 „ 270 000 „ Norden. Hinter, über und unter uns fliegen die Maschinen unseres Verbandes. Deutlich sehen wir die schweren Bomben in den Trägern hängen. Am Nordkap tasten wir uns durch den dicken, hlometerbreiten Wolkenstreifen an der Küste. Links bleibt das Nordkap hinter uns zurück. Unter uns liegt dick und undurchdringlich der Nebel. Wir fliegen nur mit navigatorischen Mitteln den Geleitzug an. Doch bald wird uns unerwartete Hilfe. Weit voraus hebt sich, pechschwarz und sich immer mehr ausweitend, eine riesige Wolke, da in der Nähe muß der Geleitzug stehen! Wir fliegen darüber hinweg. Wenige Meter Unter uns liegt die schwarze Masse. Wir sind 3600 Meter hoch, also über 3000 Meter hat sich der Rauchpilz erhoben. Hier wurde ein Tanker getroffen, der sofort in die Luft flog. Eine unserer Maschinen stößt durch die Wolken nach unten und meldet den Geleitzug. Unser Ver- bandsührer befiehlt: „Wir fliegen eine Kurve nach' .. und greifen aus... Richtung je nach Lage im Sturz- und Gleitflug an!" So kurven wir ab und spähen durch die Wolken. Fast nichts zu sehen. Da, ein Handelsschiff, das in eiliger Flucht sein Heil sucht! Da, noch eins und noch eins und — da schieben sich wieder dichte Wolken zwischen uns und das Ziel. Noch einmal finden wir ein Wolkenloch. U n - fere Bomben fallen, aber ob wir etwas getroffen haben, können wir nicht sehen. Die Aufklärung muß nun im einzelnen die Erfolge unserer Angriffe feststellen. Noch nie haben wir einen so schwierigen An griff auf einen Geleitzug geflogen, Noch nie war die Abwehr so hart und erbittert, und Äoch haben wir dem Gegner schwerste Wunden geschlagen. Berlin, 20.Sept. (DNB.) Der im Nördlichen Cismeer in einem sechs Tage währenden ununterbrochenen Angriff durch deutsche Kampfflugzeuge wd Unterseeboote aufgeriebene feindliche Geleitzug bar der größte, der bisher einen Durchbruch zu ten bolschewistischen Häfen versuchte. Der nach lan- pn Vorbereitungen und unter dem Schutz befön- vrrs starker Kriegsschiffseinheiten unternommene »ersuch scheiterte auch diesmal an der Wachsamkeit tnd Schlagkraft der im hohen Norden eingesetzten d utschen Fliegeroerbände und der Agriffsfreudig- k-it der Unterseeboote. Trotz der vorge- ifi)rittenen Jahreszeit und der damit verbundenen ungünstigen Witterungsverhältnifse wurde d-r nach Osten laufende Geleitzug durch die gemeinsamen hartnäckig durchgeführten Angriffsoperatio- "in der Kampfflugzeuge und Unterseeboote zersprengt und eine große Zahl vollbeladener -Frachtschiff? vernichtet. Der Geleitzug fuhr auch diesmal wieder hart ti der Packeisgrenze südlich Spitz ber- S-n entlang. Weit ausoinandergezogen waren *>- feindlichen Sicherungsstreitkräfte um den ganzen Heitgug herum verteilt, damit die zu erwartenden putschen Angriffe rechtzeitig erkannt und vom ^rn des Geleitzuges ferngehalten werden konnten. Tvtz der starken Sicherung durchbrachen die deut- ^en Kampfflieger in den Tagen vom 13. bis " September immer wieder den Abwehrring. Einer der erfolgreichsten Tage dieser Geleitzug- älacht war der 13. September. Trotz st arkauf- i mm enber Nebelbänke blieben die Kamps Die Cismeer-Zone Ön sprach nichts als von Goethe." Unter großen und (Scherl-Bilderdienst-M.) Weg Berlin, 19. Sept. (DNB.) Wie das OKW. mitteilt, landeten die Bolschewisten im Frontabschnitt von Murmansk während der Nacht vom 17. zum 18. September in der Motowska-Bucht südlich der Fischer-Halbinsel eine stärkere Abteilung, die ,die deutschen Stützpunkte angreifen sollte. Durch die Wachsamkeit deutscher Posten wurde der Feind im Gegenstoß unter blutigen Verlusten zurückgeworfen. Der Rest der feindlichen Landungstruppen, vollkommen kopflos und ohne Führung, flüchtete und schiffte sich unter Feuerschutz wieder ein. In der Liza- Bucht ansahrende bolschewistische Motorboote, die wohl ebenfalls Truppen an Land setzen sollten, wurden durch Artilleriefeuer zum Ab-rehen gezwungen. Das Eichenlaub für Leutnant Schmidt. Berlin, 19. Schl. (DBB.) Der Führer verlieh dem Ceufnant Hein; Schmidt, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Bitter-" kreuz des Eisernen Kreuzes und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 124. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Das „fliegende Mädchen" von Narvik. In ihrer Geburtsstadt Narvik wurde kürzlich ein Fest für Fxäulein Jakobsen veranstaltet, die als das „fliegende Mädchen", das unzählige Flüge über Länder und Meere des Nordens ausgeführt hat, allgemein bekannt ist. Sie bedient sich einer alten Junkers-Maschine, mit der die Norwegerin eine Art Lufttaxidienst jenseits des Polarkreises eingerichtet hat. Sie hat Tausende von Fahrgästen darin befördert, Bergleute und reiche Nomaden, die Renntier- herden in den Einöden Lapplands besitzen, oder auch Geologen nach Petsamo an Ort und Stelle gebracht. Dabei hat sie zahlreiche Abenteuer erlebt, über die die Zeitungen berichteten. Einmal brach sie mitten in der Polarnacht, drei Tage vor Weihnachten, von Narvik nach Oslo in einem offenen Flugzeug auf, und ihr Flug dauerte 21 Stunden. Ein anderes Mal hatte sie sich in einem großen Flugzeug mit Kabine erhoben, um den wiederher- Tor seiner Zukunft. Und er ist nie wieder aus Weimar herausgekommen. \ Lieft man Eckermanns „Gespräche", die ihm Weltruf verschafft haben — es ist wenig bekannt, daß er auch Goethes Gesamtwert herausgegeben hat —, so ist man beglückt, überall über das nur Künstlerisch-Literarische hinaus bis zu jenem „Reichtum mystischer Völkskraft" durchzustoßen, die auch im Leben und Werk dieses großen klassischen Dichters steckte und die ihn dem Lebensgefühl der Gegenwart erst verttaut und lieb macht. Eckermann zeigt Zeichnen und zur bildenden Kunst. Er wurde Schreiber und macht? die Freiheitskriege in einem Jägerkorps als Freiwilliger mit. In Hannover wollte er sich zum Küüstler ausbilden lassen, doch wurde er krank und kam nun endlich als Rekonvaleszent zum ausgiebigen Lesen. Er las Klopstock und Schiller, danach Goethes Gedichte. Jetzt hatte er das ihm Gemäße gefunden! Ein Heller Funke sprang in sein Herz über und entfachte ein Feuer, das nie mehr erlöschen sollte. „Ich dachte Gescheiterte EntlMngsangriffe gegen die Riegelstellung nördlich Stalingrad Kämpfen zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe brachten den Truppen des Heeres hierbei wirksame Entlastung. ,, v 3n Bordafrika führte die deutsche und ila- lienische Luftwaffe rollende Angriffe mit Bomben und Bordwaffen gegen britische Panzerbereitstel- lungen und motorisierte Kolonnen. Bei nächtlichen Störflügen britischer Bomber im Küstengebiet der Ostsee wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bor der englischen Südkü^c versenkten gestern leichte deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 1500 BRT. und beschädigten vier weitere Schiffe durch Bombentreffer. Flakartillerie verhinderte sowjetischen Ourchbruchsversuch. Berlin, 20. Sept. (DNB.) Nordwestlich von Stalingrad wurde ein von zahlreichen Panzerkampfwagen unterstützter feindlicher Durchbruchsversuch durch eine Flakabteilung der Lustwaffe unter hohen blutigen Verlusten für die Bolschewisten zurückgeschlagen. Drei Flakbatterien nahmen die anrollenden bolschewistischen Stahlkolosse unter Feuer und schossen einen Panzer nach dem anderen in Brand. Als die Durchbruchsabsichten im Vorgelände der deutschen Stellungen ins Stocken gerieten, setzten die Bolschewisten gepanzerte Schlachtflugzeuge ein, die in wiederholten Tiefflügen gegen die deutschen Flakbatterien vor- stießen. Die Flakartilleristen schossen in wenigen Minuten vier Flugzeuge ab und nahmen die im Schutz der Panzerkampfwagen vorgehende bolschewistische Infanterie unter schweres Feuer. Nur kleine Reste konnten sich retten. Damit wär der bol- schewistische Durchbruchsversuch gescheitert und das Schlachtfeld mit 24 zerstörten Panzerwagen bedeckt. > Gescheiterte Landungsversuche an der Cismeerküste. finanziellen Mühen bahnte er sich jetzt den zum Studium, ging nach Göttingen und schrieb schließlich selbst „Beiträge zur Poesie", die er Goethe zwecks Empfehlung an den Verlag Cotta einsandte. Als er erfuhr, daß der Dichter eine gute Meinung von ihm hatte, wanderte er nach Weimar. Die Stunde der Lebenswende war da, er stand am milteHmr m, [onbi Dicken fi fdaioM lcgen. So spungs f yöhen. Hm 3m Ka r:pa brad Monte Po km bald ta in Kombinat litte, mu in 33. Zu eieg über kioltz ( M erste U'chke b ßeres - J" Partie B zu | Ne. 3r wunge IW 9 1 • Echai litte, imi ”id)ter Dchen P Miie gec Jhinben ”tftie gei N Ich [pb Keles "pgepart *2 Punk! K K & bt u\ ni. „i * - -tw Der 1920 inBodhomburg geborene Leutnant Schmidt erhielt nach 51 Luftsiegen am 21.August 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, ^ei zahlreichen kühn und schneidig durchgeführten Tiefangriffen hochbewährt, gelang es ihm, in wenigen Wochen die Zahl feiner Abschüsse zu verdoppeln und damit insgesamt 102 Luftsiege zu erringen. Generalarzt Or. Scholl vor dem Feinde gefallen. Der Korpsarzt eines Panzerkorps, Generalarzt Dr. Otto Scholl, wurde an der Ostfont schwer verwundet und ist seinen Verletzungen erlegen. Dr. Scholl, der in Trier 1888 geboren war, machte schon fast den ganzen ersten Weltkrieg als Truppenarzt bei der Infanterie mit Als Oberarzt gehörte er der Eisernen Division an. Darauf wurde er in die Reichswehr übernommen, hier war er'ein Arzt, dessen sich viele Soldaten und ihre Familien — Scholl war als Frauenarzt ausgebildet — dankbar erinnern werden. In diesem Kriege fand er zunächst als Divisionsarzt, später als Korpsarzt eines Panzerkorps Verwendung. Sei't mutiger Einsatz für die Verwundeten sarck) ferne An. erfennung durch die Spangen zum E. K. 1. und. II Klasse Inmitten des Kampfes der Panzertruppe, denen feine ärztliche Fürsorge galt, traf ihn Das kindliche Geschoß. Ein bescheidener Trost. Genf, 19. Sept. (DNB.) Der Londoner Korre- spondent 'der „New York Times" schreibt, daß das englische Volk äußerst niedergeschlagen ser, well das Molotow gegebene Versprechen, noch 1942 eine zweite Front in Westeuropa zu schaffen, nicht e i n q e l ö st worden fei. Die britische Öffentlichkeit habe in diesem Versprechen eine Verpflichtung Englands und Amerikas zum Handeln erblickt und nicht ein Ausflucht, um völlig untätig zu bleiben. Deshalb fühle man sich in England beschämt und gedemuttgt. wenn ein Redner in aller Öffentlichkeit die „tapferen sowjetischen Verbündeten" beweine und gleiche Zeitig auseinandersetze, daß britischer- und amenka- nischerseits nichts zu ihrer Entlastung geschehen men muß, deren Ausweichkurs zwischen den Treibeisblöcken an der Grenze des Packeises verlauft, ohne dem tödlichen Zugriff der deutschen Flieger und Unterwasserstreitkräfte entgehen zu können. Das Ausmaß der Entfernung von 700 km allein im Raum zwischen Nordkap und der Insel Spitzbergen mag bedeuten, welche Reichweite die deutsche Blockadetätigkeit in diesen Gewässern kämpfend beherrscht. Die Eismeerblockade vermag zudem ihre Ergänzung, Fortsetzung und Verstärkung in den Luftwaffenbereichen der Murmanbahn zu finden, die den einzigen Bahnweg von Murmansk nach dem Sowjetinnern mit Verbindung nach Archangelsk dar- stellt. Im Eismeerrevier unserer U-Boote sind ähnliche militärische Auswirkungen geltend wie im Mittelmeer. Die Tonnage ist nicht Rohstoffware schlechthin, sondern dringlichste Materialliefer u n g mannigfacher Zusammensetzung — Panzer, Flugzeuge, Munition, Ersatzteile usw. —, die f u rde n so f o r ° tiqen Einsatz andersowjetischenLand- front bestimmt ist. Geht sie verloren, so hat der Feind bereits eine Schlacht verloren, ehe ste zu Lande geschlagen worden ist, darüber hinaus sind Arbeits- und Rohstoffaufwand der anglo-amerika- nischen Produktion zu nutzlosem Kräfte-, Zeit- und Materialoerlust entwertet, ganz zu schweigen von dem kostbaren Bestand an Schiffsraum, der der gesamten Feindversorgung entzogen worden ist. So kann eine einzige erfolgreiche U-Boot-Tat eine Summe von schwerwiegenden, den ganzen Apparat der feindlichen Kriegführung beeinträchtigenden Folgeerscheinungen nach sich ziehen — eine Tatsache, die grundsätzliche Geltung hat für alle über Zehntausende von Kilometern reichenden maritimen Einsatzgebiete der siegreichen deutschen Unterseebootwaffe. . Nma eilten W- * Ian 's K i ? ^ai' -K Ä kAchen Feind auch am Samstag mit starken, zahlenmäßig weit überlegenen Kräften unter Einsatz zahlreicher Panzerkampfwagen, die deutsche Abwehrftelluna zu sprengen. Durch den heldenmütigen Einsatz deutscher Infanteristen und Pioniere wurden alle Masse n a n g r i f f c zerschlagen und starke Kräfte gruppen der Bolschewisten in umfassendem Gegenangriff vernichtet. Der Schwerpunkt der Luftangriffe lag auf den feindlichen Batteriestellungen, in denen 13 Geschütze zum Schweigen gebracht wurden. Schlacht- und Zerstörerflugzeuge griffen angetretene feindliche Gruppen, noch ehe sie sich entwickeln konnten, im Ties'flug an und zersprengten sie. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DBB. Aus dem Führerhauptquartier. 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: AM Terek durchbrachen deutsche Truppen in harten Kämpfen stark ausgebaute und verminte Feldbefestigungen und warfen den Feind aus mehreren höhenstellutigen. Der Kampf um Stalingrad wurde gegen zähen Widerstand erfolgreich fortgesetzt. Ein von Borden gegen die deutsche Riegelstellung geführter örtlicher Entlastungsangriff starker feindlicher Infanterie-.und Panzerverbände brach unter schwer en Verlusten zusammen. 3n die eigenen Stellungen eingedrungene feindliche Kräfte wurden m hervorragender Zusammenarbeit von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe aufgerieben. Es wurden zahlreiche Gefangene ein- gebrachl un.d 12 0 Panzer vernichtet. In Luftkämpfen über Stalingrad verlor der Feind am gestrigen Tage 77 Flugzeuge. An der unteren Wolga warfen Kampfflugzeuge drei Oelschiffe in Brand und setzten die Zerstörung von wichtigen Eisenbahnknotenpunkten mit Erfolg fort. Bei Woronesch wurden fortgesetzte Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf in erbitterten Berlin, 20. Sept. (DNB.) Vor Stalingrad leisteten die Bolschewisten in den zahlreichen bunker- artig ausgebauten Häusern, die größtenteils bereits von den Granaten der Artillerie und den Bomben der Kampfflugzeuge bis auf die Äru nörnau er n zerstört waren, zähen Widerstand. Abschnittsweise muß jedes Haus, jeder Trümmerhaufen erstürmt werden. Vorgehende deutsche Infanteristen stießen auf bolschewistische Bunker, die gut getarnt . bis zu 15 Meter Tiefe in die Erde hineingetrieben waren. Drei befeftigte Anlagen waren sogar zu .z w e i ft ö rf i g e n Bunkern ausgebaut und dienten einer bolschewistischen Armee als G e - fechtsstanD; Pioniere überraschten ihn. Der bolschewistische Oberbefehlshaber konnte in letzter Minute entwischen, sein Generalstabschef mit allen Offizieren und Hilfskräften geriet in Gefangenschaft. Alle Versuche der Bolschewisten, in verzweifelten Gegenangriffen die Vernichtung aufzuhalten, scheiterten an der entschlossenen Angriffskraft deutscher Infanteristen und Panzersoldaten unter schweren Verlusten für den Gegner. Südlich von Stalingrad führten verbündete Truppen einen Erkundungsvorstoß durch, wobei 17 feindliche Bunker genommen und eine Anzahl Gefangener eingebracht wurden. Von Norden/ her unternahmen ’ die Bolschewisten gegen die deutsche Riegelstellung einen örtlichen Entlastungsangriff. Nach trommelfeuerartiger Artillerievorbereitung ging der Feind mit starken Jnfanterieverbänden und über 150 Panzerkampfwagen gegen die deutsche Stellung vor. Er wurde unter schwersten blutigen Verlusten zurückgeschlagen. An einer Stelle gelang es ihm, mit massierten Kräften einige Kilometer tief in die deutsche Abwehrstellung einzudringen. Die Einbruchsstelle wurde sofort abgeriegelt, die vordringen- den Bolschewisten wurden in konzentrischem Gegenstoß zum Stehen gebracht. In harten Nahkampfen z wurde der Feind dann wieder zurückgeworfen, so daß bei Einbruch der Dunkelheit die deutsche Abwehrstellung überall wieder in deutscher Hand war. Der Feind verlor 120 Panzerkampfwagen. Der mit stärksten Kräften durchgeführte Versuch, die deutsche Riegestellung im Norden Stalingrads zu durchbrechen, scheiterte. Trotzdem- versuchte der tL Neben allem habe man aber auch noch in Großbritannien eine falsche Grundeinstelluna diesem Kriege gegenüber, denn beispielsweile stehe Der Mann auf der Straße auf dem Standpunkt, daß keine Nachricht eine gute Nachricht sei, er habe infolgedessen die vorübergehende Ruhe im Mittler e n O st e n als ein gutes Zeichen hingenommen. Dem fei in der Tat nicht so. Denn Die Zeit kämpfe nicht mehr auf Englands Seite und insbesondere dort nicht, wo Rommel mit seinen Truppen stehe, die auf einem wesentlich kürzeren Seeweg nachschub- mäßig besser versorgt werden konnten, als Die Alliierten. Jetzt fordere Das britische Volk von feinen militärischen Führern, Daß sie handelnd ernannten, auch wenn Das Unternehmen fehlschlage und schwere Verluste koste. Entsprechend dieser Einstellung sei es verständlich, Daß Der Angriff auf Dieppe Die Duftere Stimmung Des englischen Volkes etwas gehoben habe. Wenngleich, auch Die eigenen Verluste groß seien, so habe man Doch endlich einmal gehandelt. Oas Geheimnis Rommels. Lissabon, 19. Sept. (DNB.) General gul< ler, der sich im Weltkrieg große Verdienste um Die Entwicklung Der britischen Tankwaffe erwarb, stellv Die in England viel erörterte Frage: Worin besteht das Geheimnis Rommels? Er antwortet: „Aus den verschiedenen nordafrikanischen Feldzügen können wir lernen, daß Schnelligkeit der Bewegung auch Schnelligkeit des Denkens und Handelns erfordert. Es ist 'offenbar, daß Rommel niemals nach einem starren Plan arbeitete, sondern auf Grund von raschen Entscheidungen, Die durch Die Wechselfälle Des Kampfes diktiert wurden. Das Geheimnis der Taktik Rommels liegt Darin, daß er sich stärker auf die Intelligenz seiner Soldaten verließ als auf ihren sturen Gehorsam,' daß er sie mit seinen ftra» tegischen Gedankengängen im großen vertraut machte, und es Dann den Unterführern an Ort und Stelle überließ, zu handeln, wie es gerade die örtlichen Umstände erforderten. Je stärker Die Mechanisierung Der Waffen steigt, mit denen wir kämpfen, desto weniger mechanisch muß der Geist sein, der diese Waffen führt, und je weniger der Soldat eine bloße Maschine ist, desto einfacher müssen auch seine Notwendigkeiten und Bedürfnisse jein." Transportflugzeuge zu 50 Prozent aus Holz. Stockholm, $0. September. (DNB.) Roosevelts „Wunderdoktor" in rüstungstechnischen Angelegenheiten, Der Werftbesitzer, Flugzeugkonstrukteur und Spekulant Kaiser, macht immer noch mit seinem ' Plan von sich reden, eine ganze Flotte von Transportflugzeugen zu bauen. Die Den Wassertransport ersetzen und Das T o n n a g e p r o b l e m lösen fallen. Nach erneuten Verhandlungen in Washington erklärte er jetzt, diese Flugboote müßten zu 50 v. H. aus Holz gebaut werden, da Aluminium vom Kriegsproduktionsamt für andere, noch wichtigere Aufgaben dringend gebraucht werde. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem König von Thailand zu seinem Geburtstag am 20. September mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. * Reichsleiter von Schi rach verlieh dem ersten Jugendführer der faschistischen Revolution, Renato gestellten Motor zu erproben, als in etwa 1000 m Höhe der Motor sich von dem Flugzeug löste. Dieses verlor das Gleichgewicht, gehorchte nicht mehr Dem Steuer und stürzte ab. Wunterbarerwefle gelang es der Fliegerin, als sie nur noch 200 m über dem Meere war, die Stabilität wieder herzustellen und so das eigene Leben und das zweier Mechaniker, die an dem Abnahmeflug teilnahmen, zu retten. Einmal war Das „fliegende Mädchen" auch die Gefangene eines Berichterstatters. Es war im Jahre 1930, als Die Reste des Ballons wieder aufgefunden wurden, mit dem Andrse 1897 feinen Unglück» liehen Flug zum Nordpol unternommen hatte. Robbenjäger hatten die sensationelle Entdeckung gemacht und waren mit ihrem Schiff unterwegs nach Tromsö, wo ihre Ankunft von einer Schar von Berichterstattern aus allen Ländern mit größter Spannung erwartet wurde. Da hatte ein «Schwede einen glänzenden Einfall. Er ging zur Jakobfen, legte ihr alle seine Ersparnisse auf Den Tisch und beschwor sie, ihm zu einem großen Erfolg zu verhelfen. Das gute Herz der Fliegerin war gerührt, und Die beiden flogen wirklich in der Richtung zum Eismeer ab. Sie erreichten auch das Schfff, gerate als Der Motor eine Havarie hatte, und das Flugzeug wasserte dicht bei Dem großen Fahrzeug. Da man sie für Schiffbrüchige hielt, eilte man ihnen zn Hilfe und brachte sie an Bord., Hiev wurde Das „fliegende Mädchen" sofort erkannt und von allen gefeiert. Vor ihr hatte man natürlich auch feine Geheimnisse, da man nichts Arges vermutete. Der Berichterstatter aber stand scheinbar unbeteiligt dabei und spitzte die Ohren: auch einige interessante. Aufnahmen konnte er machen. Dann erklärte Die Fliegerin, sie wollte versuchen. Den Motor mietet in Gang zu bringen, und bei ihrer Geschicklichkeit gelang, ihr das auch. Die beiden flogen wieder ab. Als ste in Tromsö angekommen waren, nahm der Berichterstatter Die Fliegerin am Arm und führte sie in ein Hotelzimmer, nachdem er sie fürstlich hatte bewirten lassen. Während er seinen Bericht niederschrieb, stand sie selbst auf Posten an Der Tür, und als er fertig war, bot er ihr von neuem den Arm, ging mit ihr zum Telegraphenamt unD sandte ein langes Telegramm nach Stockholm. Wenige Stunden Darauf erschien seine Zeitung mit dem sensationellen Bericht und schlug damit alle schwedischen und ausländischen Konkurrenten. C, K. Zu Den Drei bei Beginn Des Ostfeldzuges amtlich erklärten Operationsgebieten zur See gehört neben Ostsee und Schwarzem Meer auch das Nördliche Eismeer mit Dem weit nach Norden ausgedehnten Raum um die Halbinsel Kola einschließlich des Weißen Meeres. Damals ahnten die Sowjets noch nicht, welche vitale Unterbrechung Des Hilfsstromes für ihre Kampfleiter zu Lande hier im gegebenen Augenblick erfolgen würde. Inzwischen ist Die Nordpassage vom Atlantik zur sowjetischen Eismeerküste eine im gesamten Femd- (ager gefürchtete Gefahrenzone erster Ordnung geworden, jene Schiffsstraße, die Den Weg nach Mun mansk oder Archangelsk über Den Gefahrenbereich zwischen Nordkap—Bäreninsel und Spitzbergen neh- „Heute war ich bey Goethe..." Zu Johann Peter Cckermanns ISO. Geburtstage. Es ist sehr oft Darüber geschrieben worden, daß Bücher Wegbereiter, liebe und vertraute Freunde von Menschen geworden sind, von denen sie sich nicht zu trennen vermögen, deren Last ihnen nie zu schwer wird. Die in Den freudigsten und ernstesten Stunden ihres Lebens bei ihnen sind. Zu der bevorzugten Literatur Dieser Art gehören unzweifelhaft auch Eckermanns „Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823 bis 1832"; ich kenne nicht wenige. Die sich von diesen schmalen drei Bänden, die vielleicht die wertvollste Quelle für Das Bild Des größten Deutschen Dichters sinD, Die wir besitzen, nicht losreißen können. Sttömen sie Doch noch heute nach mehr als hunDert Jahren ein unmittelbares Fluidum jener geistigen Sphäre aus, in Deren Vordergrund Goethe stand, vermitteln sie Doch unentwegt einen so farbigen Abglanz Der Ereignisse Dieses leidenschaftlichen Lebens in Den letzten zehn Jahren, da er auf Diesem Stern weilte, daß man nicht müde roirD, immer wieder aus Der Blickrichtung seines begeisterten Schülers und Vertrauten, Der mehr als ein „«Sekretär" war, zu dem Wesenskern des Olympiers vorzustoßen, Den gerade er oft genug von jeher olympischen Ruhe weit entfernt als leidender und handelnder Mensch und Kämpfer zu beobachten Gelegenheit hatte. Es gibt wirklich keinen Zweiten, der sich mit solcher Hingabe und solcher bedingungslosen Treue in das Genie Goethe versenkt, hat roie Eckermann. Lange bevor er ihn sah, lebte bereits in ihm, wie er schreibt, „kein anderer Trieb, -als ihm nur einmal einige Augenblicke persönlich nahe zu sein". Und schon als Kind hat er, wenn auch unbewußt, seiner besonderen Sendung geharrt, hat er auf Die Stunde gewartet, in Der sich ihm Das Tor seiner Zukunft öffnen. Die Stunde seiner Lebenswende schlagen sollte. In der Einsamkeit Der Lüneburger Heide hütete er einst die Kühe, sammelte er Holz und Eicheln für den Winter und half gelegentlich dem Vater, Der in Den Dörfern mit Band und Zwirn hausieren ging. Das springende Wappen- pfetD auf einem Päckchen Tabak führte ihn zum uns, daß Goethe ein Mensch war stue wir. Wie unmittelbar tritt uns doch in diesen Tagebuchblättern Die Lebenswirklichkeit des Dichters entgegen! „Ich kann wohl sagen, daß ich in meinen 75 Jahren keine vier Wochen eigentlich Behagen gehabt. Etz war Das ewige Wälzen eines Steins, ter‘ immer von neuem gehoben sein wollte." Was für ein Bekenntnis! So aber sieht ihn nur Der Vertraute, nicht nur im schwarzen Frack und Stern im geselligen Kreise! Er weilt bei ihm im Sommer und Winter, in heiteren und trüben Stunden, er lernt Die Verwandten und Freunde kennen, Goethe experimentierte mit ihm in der Farbenlehre, er zeigte ihm Kupferstiche und seine Gemmensammlung, er disputierte mit ihm über Gott und Die Welt. Er lieft ihm nicht nur Den sich in diesen Jahren zur reifenden Frucht rundenden „Faust" vor, sondern er bekennt ihm auch irt stillen Stunden, wenn Der Abend sich neigt und der Greis des sich allmählich nahenden Endes besonders gedenkt, „das Größte und Beste, was in feiner reichen Natur lag". „Heute war ich bet) Goethe", schreibt Eckermann oft genug in fein Tagebuch, bis schließlich doch die Stunde des Abschieds schlägt. „Goethe schwieg. Ich aber bewahrte seine großen und guten Worte in meinem Herzen." Mit diesen fast biblisch klingenden Woitten endet der Dritte Band. Ernst Wilhelm Balk. & aflfl SliO »ä mTl i.r-L fit lN El if i-k1 5« Dk fi" ilößnen. §ratoi Land- Wern auf de hi Innsb Vachs n st der M Lazent 1 Pachtung j^en D« WE • Ifjflien. W\ fr Rod tcrfchiedst hifier G Mung LttnsfÄ be hi: • itti Men. impfe ■nbere stehe, .Äu;, dzugen ‘ oegung ersoi- s nach Grund Sechse!- leimnis stärker ik au! n stto- trtraut )rt und )te ort’ Mecho'l kämp> ist sein, Toldai en auch Ueber das Anbieten. gestattet, sich für heute mit einem Wört- befassen, das man in unserer Zeit der 1. Reichsstraßensammlung im Zeichen der Leibesübungen In der Gegend von Palmyre und in anderen Ort- chaften Syriens ist es zu schweren Unruhen gekommen ersten Sieg. In der fünften Runde bean- hruchte besonderes Interesse das Zusammentreffen Jeres — Rellstab. Keres bekam in der Wie- rer Partie Angriff auf dem Königsflügel, deck Rell- ab zu stark werden ließ, so daß er aufgeben siußte. In der Bremer Partie Napolitano — unae hatte der nachziehende Hamburger den ngrisf gerade abgeschlagen, als er einen Abzug it Schach übersah und vor Schreck aufgab; er itte immerhin noch Remis erreichen können, ichter — Barcza trennten sich in einer spa- schen Partie unentschieden. R o h a c e k hielt die rtte gegen Aljechin unentschieden, ebenso teü- m sich Stoltz und B o g o l j u b o w. nach sieben rtunden in den Punkt. Fo 11ys gewann seine Partie gegen Radar, der gegen R i ch ter gar rcht mehr >antrat. Der Stand ist nun: Aljechm ’nb Keres je 3%, Bogoljubow 3 und eine unklare 5iingepartie, Foltys und R^llstab je 3, Richter \V> Punkte und die Hängepartie. W, ÖQ5 Der erfU nimmt dies voll Freude zur Kenntnis und unter leichtem, aber keineswegs ernst gemeintem Zögern — die Zigarette, und beide qualmen in einer früher nie gekannten Langsamkeit und Liebe einträchtig das Kontingent zu Ende. Und wieder hat sich ein bislang feststehender Punkt in blauen Rauch aufgelöst . Mir den also Beglückten ist es — unter aufrechten Männern — eine Selbstverständlichkeit, am andern Morgen desgleichen zu tun und so gewissermaßen ein Geschenk in aller Form und Freundschaft zurück- arunb Seiß in Vorteil kam. Da Keres dann t feinem' iombmation einen Zug von Aljechin Trans- alte, mußte Keres in entscheidendem Nachteil schon -ansvork n 33. Zuge aufgeben. R e l l st a b hielt durch einen ifen fol- kieg über Napolitano mit dem Weltmeister Schritt. Hnnaton Stoltz errang als Schwarzer gegen Radar sei- 2.'8 , eit» hör tünffon Wiinhe hpnn= lö. Fuli im die stellt besteht Lebensführung müsse darauf eingestellt werden, daß er Wind in den feuchtwarmen Tropen Helfer des enschen, in den trockenheitzen Gebieten ihm da- egen feindlich sei. Er beschäftigte sich weiter mit der ormalen Appetitlosigkeit des Europäers in den rvpen, mit dem Wasser als Träger von Krank- eitskeimen und mit der Plage der Fliegen als räger bazillärer wie durch Protozoen bewirkter suchen. Schließlich sprach Professor Dr. S t r u g - old, Berlin, über Luftfahrtmedizin. Aktuell ist »ute nicht nur die Frage, wie durch technische Hilfs- ittek immer größere Höhen gewonnen werden tönen, soüdern auch wie Schwierigkeiten zu über- ücken sind, wenn in der Stratosphäre bzw. Sub- ratosphäre die technischen Hilfsmittel plötzlich ver- gen. So behandelte er auch die Frage des Ab- rungs.mit dem Fallschirm aus extrem großen Kunst und Wissenschaft. Um die Europameisterschaft im Schach. Im Kampf um die Schachmeisterschaft von pa brachte die vierte Runde besonders inter- sante Paarungen. Aljechin eröffnete mit sf3. Es im bald zu scharfen Spannungen im Zentrum, wo Kästchen mit den Zigaretten und das Feuerzeug hinüber. — „Du rauchst doch, Malte?" Brackmann nickte. „Das war das einzige, was einem dort noch ..." Er beendete den Satz nicht, sondern schloß mit einer gereizten Handbewegung, als bereue er es, eine Erinnerung beschworen zu haben, die ihm lästig war. — Ein Zündholz flammte zwischen seinen Fingern auf und beleuchtete sekundenlang sein Gesicht. Im Spiel von Licht und Schatten sqh Orgassa eine tiefgekerbte, dämonische Maske von erschreckender Wildheit. Brackmann blies die Flamme zugleich mit dem Rauch aus, den er in scharfem Stoß ausatmete. „Setz dich doch ein Weilchen zu uns, meine Kleine", bat Orgassa. „Ich fragte Malte vorhin, ob er etwas trinken wolle; aber er scheint keinen Durst zu haben. — Nun, ich bin selbstsüchtig genug, ihn nicht lange zu nötigen. Wenn ich jemand ttinken sehe", fuhr er zu Brackmann gewandt fort, „brennt mir die Kehle. Aber jeder überflüssige Tropfen ist für mein Herz Gift. Ein elender Zustand in diesem Klima, wo man ein Faß Pilsener leeren könnte, ohne den ewigen Durst zu löschen ..." Er leckte sich die Lippen: bei der bloßen Vorstellung dieses Genusses leuchtete sein Gesicht vor Gier förmlich auf. „Ich mache Papa seit Jahren den Vorschlag, nach Europa zurückzugehen", wandte Karen in dem Bestreben ein, so etwas wie eine Unterhaltung in Fluß zu bringen, „aber er findet immer neue Einwände und Ausflüchte. Und leider habe ich hier niemand, der mich in meinem Bestreben unterstützt. Dabei bin ich fest davon überzeugt, daß er in Schweden ober in Deutschland gesunden würde. Meinen Sie nicht auch?" Weiß Gott, wo Brackmann mit seinen Gedanken war. Auf keinen Fall hier. Bei der an ihn gerichteten Frage schrak er leicht zusammen und starrte Karen leex an: „Was sagten Sie? — Ach so, Deutschland ... ja, gewiß ..." Er trommelte mit den Fingerspitzen auf seinem Knie. Die Zi- —tfe hing, während er sprach, nachlässig in fei- drehte sich nicht um. Er saß steif und mit leerem Gesichtsausdruck in seinem Sessel und schien darauf zu warten, daß Karen Orgassa sich wieder entferne. „Störe ich?" fragte sie schüchtern. Es war ihr selbst, als käme ihre Stimme aus weiter Ferne. Orgasse versuchte zu lachen: es wurde ein heiseres Gekrächze, das in einem kurzen Husten endete. „Nein, Kind, durchaus nicht! Weshalb solltest du uns stören? Komm nur ..." Er war offensichtlich froh, daß sein Gespräch mit Brackmann eine Unterbrechung erfuhr, und er schielte ein wenig besorgt zu Brackmann hinüber, als beabsichtige er. Malte gegebenenfalls durch einen heimlichen Wink daraus aufmerksam zu machen, daß er eine Fortsetzung des Themas in Karens Gegenwart für unangebracht hielt. Er konnte sich das Augenzwinkern, das er Brackmann zugedacht hatte, ersparen. Brackmann saß so eisig verschlossen da und preßte die Lippen so fest zusammen, als beabsichtige er, sie nie mehr im Leben zu öffnen. . „ „Ihr Zimmer ist gerichtet und, wie ich hoffe, moskitofrei", sagte Karen und trat einen kleinen Schritt näher zum Licht und an den Tisch heran: „haben Sie irgendwelche Wünsche? Oder wollen Sie. vielleicht etwas essen ? Wir haben alles mögliche im Hause, und es ist leicht angerichtet." „He — he — he", unterbrach Orgassa sie polternd und mit erzwungener Munterkeit, „was soll denn das heißen, daß du unseren alten Freund Malte mit Sie anredest?" „Ich danke Ihnen. Karen", sagte Brackmann kühl, aber wenn ich ein Bett und am Bett einen Schluck Wasser habe, genügt es mir vollkommen." Ohne das „Ihnen" zu betonen, sprach er es so deutlich aus, daß kein Zweifel daran bestand, er wünsche an die Onkelrolle, die er einem kleinen Mädchen gegenüber vor langen Zeiten einmal gespielt hatte, nicht erinnert zu werden, viel weniger noch, vergangene Beziehungen etwa wieder aufzuwärmen. » „Wie ihr wollt — wie ihr wollt —", murmelte Orgassa hilflos, und um die entstehende Verlegenheitspause vi überbrücke:: schob er Brackmann da? und sonsttgen an festgefügte Begriffe gebundenen Waren selten hören kann. Es ist lange her, daß ein Kaufmann sprach: Was darf ich sonst ottt. bös ÖQ$ eine 5' hken Eng- nidjr Nh ütira, * lleidj. erifQ, Hetzen '«len-. noch anbieten? Und es ist auch sehr lange her, daß ein guter Freund ein Etui zückte, es mit einem leisen und metallischen Klicks aufspringen ließ und die Worte sprach: Darf ich mir erlauben — man beachte die gewählte Form! —, Ihnen eine Zigarette anzubieten ... Hier hat sich, in Form und Inhalt, mancherlei gewandelt. Das mehr oder minder silberne Zigaret- ten-Etui hat sich in Schreibtische älteren Datums verkrochen und wird meist nur noch auf der Buhne ober im Film mit monchalanter Geste präsentiert. Statt dessen trägt die Männerwelt in ihren Hosentaschen — neuerdings sollen auch die Westentaschen genügen! — kleine und überaus flache Schachteln, in denen sich das Kontingent des Tages in einer Anzahl vorfindet, die mit Hilfe ^iner Hand mühelos nachzurechnen ist. Wenn einmal unter Männern, die in einem Zimmer sitzen, der eine keine mehr hat, dann kann zugeben. Das Spiel wiederholt sich, der Spender des Vortages ziert sich gleichfalls nicht, und auf diese behält — Tag für Tag und Woche um , 1000 V iM W- ichtmedk' weile F ) m utf I rui'W' r Ml nnen, F auch im* anfgel?' rs (fung ?• oegsA i grE Tisch üf-d das 3» ad*» Ä »Ä 5*5 U Der am gestrigen Sonntag von der SA.-Standarte 116/Gießen in Verbindung mit den SA - Standarten 145/B üd in gen und 222/ Friedberg durchgeführte Wehrkampftag der SA. legte Zeugnis ab von dem Wehrwillen unserer engeren Heimat. SA.-Männer, Angehörige der Betriebs-Sportgemeinschaften, der DÄF. und des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen waren in Ausübung der ausgeschriebenen Wehr- und Wettkämpfe auf dem Universitätssportplatz vom frühen Morgen Lis in die Nachmittagsstunden in wechselnder Reihenfolge wehrsportlich tätig. Obwohl nur wenige SA.-Männer noch in der Heimat verblieben sind, war die aktive Beteiligung sehr groß, so daß es einer guten Organisation bedurfte, um die Wehrkämpfe und sonstigen Darbietungen planmäßig abzuwickeln. jL Sie Nachmittagswettkampffolge mürbe1 mit einer einbrucksvollen Kunbgebung eröffnet Nach bem Einmarsch der Stanbarten unb Fahnen nahm der Inspekteur der SA.-Standarten 116, 145 und 222 bas Wort zu einer kurzen Begrüßungsansprache, in ber er u. a. betonte, daß die Wettkämpfer nach den harten Kämpfen des Vormittags nunmehr angetreten seien, um den Ehrengästen aus Partei, unter ihnen Kreisleiter Backhaus, Staat unb Wehrmacht, sowie ben Frauen unb Männern aus Gießen und Umgegend in ber Wettkampffolge des Nachmittags einen Querschnitt durch die Wehrerziehungsarbeit der SA. und ber Arbeit des Betriebssportes zu zeigen. Als aktive Träger bes Wehrgebankens ber Heimat legten bie Wettkämpfer vor ber Oeffentlich- keit ben Beweis ab, baß sie trotz aller kriegsbebing- ten Schwierigkeiten bemüht seien, sich körperlich unb geistig zu höchstem Einsatz bereitzuhalten. .Das sei das Ziel bes Wehrkampftages 1942, Wehrwillen unb Einsatzbereitschaft ber gesamten Heimatfront zu zeigen unb fo der Welt zu beweisen, baß bie Haltung bes deutschen Volkes im vierten Jahr dieses Krieges im großen Gegensatz zu ber bes vergangenen Weltkrieges stehe. Damals seien Friedensresolutionen verfaßt, Munitionsarbeiterstreiks entfesselt und in jeder Hinsicht der Wille zum Sieg gedrosselt worden. Heute dagegen stehe die Nation geschlossen hinter dem Führer, der Wehr- und Widerstandswillen sei stärker denn je, und zuversichtlich sehe jeder Deutsche den kommenden Ereignissen entgegen. Opfer unb Leistung ber Kameraben an ber Front sollten Vorbild sein für den kämpferischen Einsatz ber heute noch in ber Heimat Verbliebenen. Mit ber Mahnung an die aktiven Teilnehmer, bie Wettkämpfe in I kamerabschaftlicher unb solbatischer Haltung burch- I zuführen, eingehend des Geistes ber sturmerprobten er daraus bauen, daß ber andere erstens noch mindestens zweie unb außerdem ein gutes Herz hat. Erfüllt nun dieser andere die erste Voraussetzung, dann kann er seine Schachtel getrosten Mutes aus ber Tasche ziehen und sich eine Zigarette heraus- holen. Erfüllt er nun auch — ein gütiges Geschick möge es geben! — die zweite Voraussetzung, dann übersieht er keineswegs ben sehnsüchtigen Blick, ben der erste auf ihn und seine Zigarette wirst. Die Hand, schon im Begriff, die kleine Schachtel wieder in bie Tasche zu schi/ben, zuckt unb hält ein. Dann macht die andere Hand bie Schachtel wieder auf, — jeder ben anbern in bester Erinnerung. —as—. Für unsere Verwundeten. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nem Mundwinkel. Es war nicht nur unhöflich, sondern zumal in diesem spanischen Land eine Beleidigung für Karen, daß er mit ihr sprach, ohne die Zigarette aus dem Mund zu nehmen.. Aber sie schien es nicht zu bemerken, ober sie wollte es nicht sehen. Ein Rauchfaben stieg auf und beizte sein Auge. Er kniff es leicht zusammen, unb es sah aus, als grinse er. „Bevor ich meine Reise antrat", sagte er zu Orgassa unb grinste, als er ben Ausbruck „Reise" gebrauchte, wirklich, „habe ich einiges bei dir zurück- gelassen: ein paar Kleidungsstücke und ein wenig Geld. Die Anzüge werden inzwischen ja wohl verfault fein ..." Orgassa erhob sich lebhaft: „Achthundertundsünfzig Pesos, mein Junge. Das Geld steht zu deiner Verfügung. Und die Sachen werden vermutlich, soweit sie nicht tatsächlich verschimmelt und zerbröckelt sind, von Eosebia in dein Zimmer geschasst worden fein. Stimmt es, Karen?" Karen nickte: „Ja, Eosebia hat einen Koffer in bas Gastzimmer gestellt." „Schön, bann will ich bas Geld holen. Ich werde dir bie Summe in amerikanischen Dollars auszahlen. Das Papiergeld ist hier zur Zeit knapp, unb achthunbert Pesos in Silber würbän bir bie Hose auf die Erde ziehen. Du kannst es ja immer nach Bebarf wechseln." Der lange Aschenstreifen löste sich von Brackmanns Zigarette und fiel ihm in ben Schoß. Er schnippte ihn mit bem Zeigefinger auf ben Fuß- boben. „Gib mir auch ein paar Pesos, ich bin nämlich völlig blank. Die Fahrt von Campeche hat meine ganzen Ersparnisse verschlungen." Er grirtfte wieber. Orgassa blinzelte nervös. „Gut, gut, selbstverstänblich. — Karen, du wirst Malte solange Gesellschaft leisten ..." Er trat aus dem Lichtkreis ber Lampe unb verschwand in ber Dunkelheit. Eine Tür klappte. Brackmann zündete sich eine neue Zigarette am Rest ber alten an. Er saß in seinem Sessel, als wäre er allein im Zimmer. (Forschung folgt) SA. unb ber vor dem Feinbe gebliebenen Kameraden, schloß der Inspektor seine Ausführungen. Hierauf begannen die Wettkämpfe des Nachmittags. Umrahmt wurden die einzelnen Wettkämpfe durch die Vorführung eines Keulenschwingens von einer Frauengruppe des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen unb einem Tanz der Frauen aus ben Betriebs-Sportgemeinschaften. Beide Vorführungen sanden bei ben Zuschauern allgemeine Anerkennung. In ben Wehrkämpfen zeigten alle Teilnehmer volle Einsatzbereitschaft unb trugen so zu der Ge- samtleistung der einzelnen Mannschaften wesentlich bei. Ein erfreulicher Beweis für das Interesse an ber Arbeit der SA. war es, daß sich eine große Zahl von Zuschauern eingefunben hatte, die sichtlich gefesselt bie Wehrkämpfe verfolgten. Pünktlich zur vor- gefehenen Zeit konnte die Schluhkundgebung mit ber Verkündung der Sieger erfolgen Auch hierzu nahm der Inspekteur ber SA.-Standarten 116, 145 und 222 das Wort zu einer kurzen Ansprache, nachdem die Standarten unb Fahnen mit den aktiven Teilnehmern auf der Wettkampfbahn aufmarschiert waren, und führte u. a. aus, ber Wehrkampftag 1942 unseres Gebietes sei beendet und ber damit verbundene Zweck, Bekenntnis zur geschlossenen Wehrgemeinschaft unseres Volkes abzulegen, sei erreicht. Er dankte ben Wettkämpfern für ihren Einsatzwillen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Tag im Gebiet ber Standarten reiche Früchte tragen möge. Den Ehrengästen aus Partei, Staat und Wehrmacht sowie allen (onftiaen Zuschauern danke er für das Interesse an der Arbeit der SA. All unser Denken unb Schaffen fei ausgerichtet auf das eine Ziel, dem mir uns alle unterzuorbnen hätten, die Erringung bes Enb- fieges. Mit dem Geist der Nationalsozialisten aus ber Kampfzeit werbe uns das gelingen, um so mehr als wir jetzt die Freiheit und den Lebensraum für unser Volk sichern müßten. Wesentliche Voraussetzung Hierfür sei die Erhaltung unb Festigung ber deutschen Wehrgemeinschaft an der Front und in der Heimat. In diesem Sinne ergehe nunmehr der Ruf an alle wehrfähigen Männer ber Heimat, bie aus beruflichen Gründen am Dienst mit der Waffe in der Hand verhindert seien, sich einzureihen in die Krieaswehrmannschasten der SA., damit auch sie sich rüsten für ben Tag, an dem der Führer sie benötigen werde. Heute sei die Zeit viel zu ernst, um noch nach Privatneigungen zu leben. Jeder wehrfähige Mann in der Heimat solle feinen Dienst in der Wehrgemeinschaft erfüllen. Alsdann erfolgte die Verkündung ber Sieger. Mit dem Gruß an den Führer und dem Aus- Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath r. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung folgt.) Brackmanns Finger streckten sich und umspann- ftn einen imaginären Widerstand, um ihn Ianalem unb erbarmungslos zu zerdrücken. »Sechs Mre lang habe ich auf diese Stunde gewartet , legte er leise. Orgassa starrte erschüttert und von «hem innerlichen (Brauen gepackt wie auf eine Scheußlichkeit, von ber er ben Blick trotz feines Dscheus unb seiner Furcht nicht menben konnte, M Brackmanns Hänbe. „Sechs Jahre lang habe it nur für diese Stunde gelebt ..." „Hast du auch an dich gedacht? Hast du auch buran gedacht, was mit i)ir geschehen wird? fragte & gaffa eindringlich. Wenn es schon nutzlos war, an 8-atfmanns Gefühl zu appellieren, so wollte er blch bas Letzte wachrufen, was in ber oeele jedes Menschen am tiefsten verankert ist und worauf er ibd) bei Brackmann stoßen mußte, auf fe,J}en 2 lbsterhaltungstrieb. Aber Brackmann schnitt ihm bis Wort ab. _ , , .. ,Jch habe nur noch ein Ziel, Jens, also spar dir Atem! Alles anbere ist mir gänzlich gleichgültig, -Ersteht du! Ich bin seit sechs Jahren so gründlich ^gelöscht, als ob ich damals krepiert wäre. Man !ann nicht zweimal sterben. Was hinterher kommt lch geschieht, wenn ich die beiden gefaßt habe, ist •i" mich völlig bedeutungslos. Unb im übrigen er- ’-^e ich dich ..." Die Perlenschnüre flirrten, unb K-brad) mitten im Satz ab. Karen Orgassa war hinter ihnen m den Raum treten unb verhielt den Schritt in der plötzlich Nstandenen Stille, die so lähmend war, als breite eine zähe Masse in dem Zimmer aus, .in ber Ib ir-s Q •"-fr'n e.pickten. Brackmann Oer Wehrkampftag der E>A. Eindrucksvolle Kundgebung für den Wehrwillen der Heimatfront. Jticci, in dankbarer Würdigung seiner durch siele Jahre der nationalsozialistischen Iugendbewe- png beliefere Freundschaft das Goldene Ehren- jeigen ber HI. Britische Bombenflugzeuge haben erneut die chwedische Neutralität verletzt unb in schwedischen Hoheitsgewässern Minen geworfen. Ein schwedisches : Mnensuchboot ist auf eine englische Mine gelaufen mb gesunken. Größere englische Flugzeugforrnatio- ien unb überflog bei Schonen schwedisches Gebiet mb wurden von der schwedischen Luftabwehr intern jh> beschoßen. * Auf Neu-Guinea dauern die schweren Kämpfe im Dorgelände von Port Moresby an. Die Japaner iberminben ben Widerstand der australischen Truppen m erbitterten Einzelkämpfen in unwegsamem Irwald- und Dschungelgelände, teilweise auch schon cuf der offenen Savanne. * Am Sonntag früh mit den ersten warmen Sonnenstrahlen war schon reges Leben in ben Anlagen. Jugend unb Turnerinnen rüsteten zu einer b u n « ten Schau der Leibesübungen, die mit dem Turnen der Kleinsten begann, durch Tänze unb Spiele der größeren und Junamädel unb Bodenturnen und Pferdspringen der yupgen zu den sehr schönen Leistungen ber Turnerinnen vor bem Theater überleitete. In den Anlagen entwickelte sich weiter unter Leituna von Reichsbunblehrerin Margret Seim, Kreisfrauenwartin Jbel Hauck und Helma Schmieder eine sehr reichhaltige Folge von Vorführungen, die die Zuschauer stundenlang allshalten und immer wieder fpenben ließen. Inzwischen wurde auf bem Schießstand ber Schützen auf bem Parkplatz gegenüber ununterbrochen geschossen, und auch die Kegelbahn hatte guten Zuspruch. Die Rollschuhläufer, bfe schon am Samstag durch ihre schöne und beschwingte Kunst sehr viel begeisterte und fpenbefreubige Zuschauer angelockt hatten, setzten sich am Sonntag weiter ein vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag. Das Schwergewicht ber Sammeltätigkeit verlegte sich am Nachmittag auf ben Universitcitsfportplatz, auf dem anläßlich Des Wehrkampf ta ges ber S A. unb Der Beteiligung bes NSRL. an ber Kundgebung gute Aussichten für ben Erfolg Vorlagen. Mit einer weiteren Bühnenschau ber Schwerathleten am Sonntagabend im Gloriapalast war führte im Laufe ber vergangenen Woche im Auftrage bes Oberkommanbos ber Wehrmacht unb in Zusammenarbeit mit dem Sonderreserat „Truppen- betreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch. In drei Lazaretten boten „Unvergängliche Melodien" die Programmfolge für die Verwundeten. Die Sprecherin Katrin Burghardt sagte die Ballade vom Brennesselbusch von Münchhausen und „Mein Fluß" von Morike auf. Elfte Bruck (Violine) spielte eine Sonate von Händel. Gertrud H e rf m a n n (Sopran) und Hildegard Trunk von Streit (Alt) sangen Arien und Lieder von Händel, Mozart unb Brahms. Gisela Sott war am Klavier eine sein- sühlenbe Begleiterin unb brachte noch das Impromptu As-dur von Schubert zum Vortrag. Im Auftrage der Kreisbildstelle führte Lehrer Appel mann in zwei Lazaretten einige Filme von deutscher Kolonialarbeit vor und gab Erklärungen dazu. Musikabteilungen der Wehrmacht erfreuten die Verwundeten und fanden viel Beifall. Die Kreisamtsleitung Wetterau . der NSV. hatte für alle Insassen ber Lazarette Liebesgaben zur Verfügung gestellt. Die Betreuerinnen ber NS.- Frauenschaft konnten Zigaretten, Briefpapier unh schone Künstlerkarten zur allgemeinen Freube verteilen. Eine Anzahl Einlaßkarten zu ben hiesigen Lichtspielhäusern konnte der Lazarettbeauftragte ber NßKOV. als Spenbe ber NSV. ben Verwundeten verteilen. Am Sonntag war eine große Zahl Verwundeter aus hiesigen Lazaretten von den Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Daubringen unb Ettingshausen zu Gast geladen. Die schonen Stunden in den Familien unb frohen Gemeinschastsseiern werden allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Derbuntelungs»eit 21. Septeinder von 20.25 bis 6.37 Uhr. -and bie Schachtel wieder auf, greift hinein, holt die vorletzte Zigarette heraus, legt sie auf ben Tisch, unb der gute Freund sagt: Hier, weil du's bist ... Die Vorbereitungen zur reibungslosen Durchführung der Re i ch sstr^a ß e n s a m m l u n g in G i e- ß e n waren durch Sportkreisführer Heller umfassend getroffen worden. Die Sammler der NSRL. - Gemeinschaften, Darunter viele begeisterte jugendliche Sammler und Sammlerinnen, boten unermüdlich die schönen Abzeichen an, so daß ber Verkauf sehr flott vonstatten ging. Die eifrigsten Sammler und Sammlerinnen mußten sich immer wieder neue „Munition"'auf den Ortsgruppen ber NSV. holen. Das darüber hinaus burchgefützrte sehr reichhaltige unb vielgestaltige Sportprogramm zeigte, daß im NSRL. mit viel Hingabe an der sportlichen Betreuung ber Jugend gearbeitet wttb. Schon am frühen SamstagnadjmittagÄibien bie Schießstätrde im Posthof und im seltcrsmeg eine starke Anziehungskraft aus und brachten sehr gute Ergebnisse. Die Schwerathleten zogen durch Schauboxen, Ringen unb Gewichtheben an verschiedenen Punkten ber Stadt die Zuschauermassen an. Volle Sammelbüchsen waren der klingende Lohn neben dem immer wieder reich gezollten Beifall. Den Freunden der Rasenspieler_rourben auf dem Dsmalbsgarten einige genußreiche Stunden durch ein sehr spannendes Fußballspiel, ein einsatzfrohes Handballspiel unb mit großem Interesse verfolgte Faustballspiele, über Deren Verlauf unb Ergebnsise noch berichtet wird, geboten. Die öffentlichen Darbietungen am Samstag wurden durch eine Bühnenschau im Gloria p a 1 a st abgeschlossen, bei ber in pausenlosem Einsatz Turnerinnen und BDM.-Mädel Der beiden Gießener Turnvereine Keulenübungen unb Tänze unb Rollschuhläufer Kunstläufe zeigten. Die finnische Regierung hat beschlossen, sämtliche fochschulen^ Finnlanbs am 12. Oktober wieder zu röffnen. Studierende, die jetzt ihr Studium an- angen, sollen später ihre Arbeitsplätze in ben Laboratorien an Studenten, die jetzt im Dienste er Landesverteidigung stehen, abgeben. Aegenwartsfragen her Wehrmedizin. Auf dem deutsch-ausländischen Medizinertreffen i Innsbruck sprach Oberfeldarzt Professor Dr. Lachsrnuth, Berlin, über „Die Kriegschirurgie i ber neuzeitlichen Kriegführung". Flottenarzt unb ozent Dr. Hein, Berlin, berichtete über „Be- bachtungen und Erfahrungen in der kriegschirurgi- n Versorgung von Schußverletzungen bes Magens und bes Dcrrrnkanals in einem Marine- izarett". lieber .Hygienische Betreuung europäischer , Gruppen in warmen Ländern" sprach Oberfeldarzt Ör. Rodenwaldt, Berlin. Er erörterte die un- Drschiedliche Wirkung f euchtwarmer unb trocken- , eitzer Gebiete auf das Befinden bes Europäers. Bohnung, Kleidung, Ernährung unb gesamte bas Sportprogramm beendet. Schönstes Wetter, voller Einsatz ber freubige Durchführung ber gestellten Ausgaben durch die Sportler unb Turnerinnen — konnte da von utzbach, 537; 3. BSpG. sich ein | gestern zu Grabe getragen. Dem Sarge folgte ein in einem Buche nieüergelegt, n großes Trauergeleit. Nach einem Lied- der Schüler bleiendes Denkmal gefetzt hat. Betriebsappell -er städtischen Gefolgschastsmitglieder * Heuchelheim, 21. Sept. Der am 17. September verstorbene Lehrer Dr. R e i d t wurde gestern zu Grabe getragen. Dem Stille Märkte. Fran kurt a. M., 18. Sept. In der Berichtswoche zeigte sich recht geringe Unternehmungslust, die Umsätze hielten sich in engsten Grenzen, und vielfach kam es zu Kursaussetzungen bzw. -strei- chungen. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf die Vorgänge am Farbenmarkt, wo — entgegen ursprünglicher Absicht — das Bezugsrecht nur an einem Tage notiert wurde, und zwar mit 17,50 v. H. Die Farbenaktie selbst wurde am 17.9. auf kapitalberichtigter Basis mit 174 wieder notiert, nachdem seit Monaten die Notiz unterblieben war und in Frankfurt a. M. als letzte Notiz 212 festgestellt worden war. Der Kurs von 174 lag etwas über der errechneten Parität, die nach dem Bezugsrechtskurs mit etwa 170 anzunehmen war. Die Veränderungen bei den übrigen Aktien waren meist nur unwesentlich, doch verloren Scheideanstalt zirka 2 v. H. auf , 197,50 nach 199. Weiter gedrückt lagen Westdeutsche Kaufhof, auch Autoaktien nachgebend, ohne dckß die Abschläge nennenswert waren. Schwankend- lagen weiter Waldhof, Stahlverein, Mannesmann, AEG., RWE. (um bis zu 2 v. H. nach beiden Seiten). Siemensaktien kaum notiert. Am Rentenmarkt waren Reichsaltbesitz vorübergehend bis 167,50 anziehend, später 166,50, Steuergutscheine 104,25 bis 103,75, Industrieobligationen wenig verändert, ebenso Stadtanleihen. In Pfandbriefen kommt Material nicht mehr heraus. Dis Notierungen blieben im allgemeinen unverändert, lauteten aber für 4,50prozentige vereinzelt auf 102,90 nach 103,50. Der Aktienfreiverkehr lag leblos bei nur geringen Kursveränderungen, Dingler mit 150 gesucht (152 Br.), Feist Sekt 145 nach 146. HaupychrifUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« HauptichrisUeiters: Dr. Hans Thyriot. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr.HanS Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichaft u. Sport: Ern» Blumschein cheurl.), t.B.: Dr.HanS Thyriot. , Ä _ Druck und Verlag: Brühlsche UniversitStSdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck. AnzeigenpreiSlifie Nr. 6. zu bienen. Unter feiner Führung und im Glauben an ihn werde das deutsche Volk das Volk der Zu kunft fein. — Mit herzlichen Dankesworten an alle Gefolgschaftsmitglieder und mit der Versicherung, daß er stets gerne an feine Gießener Zett zuruck- denken werde, fchlah Oberbürgermeister Ritter Aus Anlaß der Berufung von Oberbürgermeister Ritter nach Mainz und des Amtsantritts von Bürgermeister Dr. Hill in Gießen,fand am Samstagmittag im Theater ein Betri ebs appell für die Gefolgschaftsmitglieder der stadt Gießen statt. Das Städtische Orchester leitete die Feierstunde mit Mozarts „Kleiner Nachtmusik" stimmungsvoll em. Beigeordneter Nicolaus eröffnete den Betriebs- appell mit einer Begrüßung von Kreisleiter Backhaus und Pg. Schmidt als Vertreter der Deut- chen Arbeitsfront. . . Oberbürgermeister Ritter erklärte in seiner Ansprache u. a., er wolle nicht von Gießen sort- gehen, ohne seiner Gefolgschaft für die schone und ersprießliche Zusammenarbeit gedankt zu haben, trr erinnerte an manche früheren Zusammenkünfte und Feiern, an gemeinsam verlebte Stunden der Sorge wie der Begeisterung. Er schilderte dann, wie sein neuer Wirkungsort Mainz von brltlschen Terrorangriffen heimgesucht und wie vorbildlich die Haltung der betroffenen Bevölkerung dank der nationalsozialistischen Schulung und Ausrichtung gewesen sein. Kein Volk sei heute - nach langer politischer Zerrissenheit — politisch so geschult und gefestigt wie das deutsche. Das gebe die Gewahr, das auch alle kommenden Terrorangriffe der Engländer ihren Zweck verfehlen werden. Was Gießen betreffe, so könne er sagen, daß er hier m der Verwaltung erfreuliche Verhältnisse vorgefunden habe. Die Gefolgschaft sei immer willig mitge- B, dafür gebühre ihr der Dank der Gießener ;rung. Die achteinhalb Jahre seines hiesigen Wirkens, so sagte Oberbürgermeister Ritter ferner, seien für ihn eine schöne Zeit gewesen. Er habe überall die richtigen Mitarbeiter gefunden, ob es sich um das Theater oder die Musikpflege, um die Finanzverwaltung, um den Schlachthof, um die Grundstückspreise oder um das Bauwesen gehandelt habe. Es komme auf die Persönlichkeit an, jeder müsse aufs Ganze sehen und im Dienste der Volksgemeinschaft feine Pflicht tun Alles was wir erreicht haben, verdanken wir dem Führer, er habe auch in der Kommunalpolitik die richtigen Manner eingesetzt. Das verpflichte uns, stets im Geiste des Führers, von dessen genialer Persönlichkeit Oberbürgermeister Ritter aus eigenen Eindrücken und Erlebnissen ein packendes Bild entwarf, dem Volke Harbigs 1000-m - Weltrekord 2:21,5 Minuten hat nach wie vor Gültigkeit, denn der Schwede Arne Andersson, der diese Bestleistung am Sonntag in Göteborg schlagen wollte, kam nur auf 2:23,3 Minuten. marsch der Standarten und Fahnen fand der in] allen Teilen wohlgelungene Wehrkampftag der SA. | in Gießen seinen Abschluß. Der Musikzug der SA.- Standarte 116 erfreute Teilnehmer und Zuschauer mit flott vorgetragener Marschmusik. Oie Ergebnisse. und der Grabrede von Pfarrer Weisel sprach Schulrat Walter dem tüchtigen und fleißigen Lehrer den Dank des Kreisschulamtes und des Landratsamtes aus; Rektor Kn ab sprach für die Lehrerschaft, Bürgermeister Rinn für die Gemeinde, besonders hervorhebend, was Dr. Reibt für die Gemeinde geleistet hat, die ihn in Anerkennung dessen durch ein Erbbegräbnis ehrte. Ferner legten Kränze nieder seine Schüler, der Turnverein, der Reichskriegerbund und der VHC. Dr. Reidt war 1888 zu Grebenau geboren. Nach dem Besuch der Volksschule, der Präparantenanstalt in Lich und des Seminars in Friedberg hatte er als Schul- verwaltev verschiedene Stellen inne, bis er feine feste Anstellung 1912 in Hopfmannsfeld erhielt. Im Weltkrieg machte Lehrer Reidt die schweren Kämpfe bei Verdun mit, erhielt das E. K. II und die Hessische Tapferkeitsmedaille und geriet 1917 in französische Gefangenschaft, der er sich 1919 durch die Flucht entzog. 1921 erhielt er eine Lehrerstelle in Heuchelheim. Sein Studium in Gießen schloß er mit der Prüfung fürs höhere Lehrfach 1926 ab. 1925 erwarb er den Doktorgrad. Die Schule verliert in Dr. Reidt einen tüchtigen Lehrer und die Lehrerschaft des NSLB., Bezirk Gießen-Land, einen umsichtigen, fleißigen Leiter der Arbeitsgemeinschaft Volksschule. Sein Privatstudium galt der Geschichte Heuchelheims. 1938 hat er die Ergebnisse seiner Arbeit in einem Buche niedergelegt, mit dem er s" W e h r k a m p f I (75-m-Sturmlauf über 2 Hindernisse mit Handgranatenzielwurf. Mannschaftsstärke 1:3). 34 Mannschaften. 1. Sieger: BSpG. He- frag Wölfersheim, 128 Punkte; 2. Sturm 11/116 Gießen und Wehrmannschast, 108; 3. Sturm 14/222 Weckesheim, 108. — Wehrkampf H: Tauziehen (Mannschaftsstärke 1.9). 10 Mannschaften. 1. iII/116 Lich; 2. BSpG. Didier-Werke Mainzlar; 3. 1/145 Büdingen. — Wehrkampf III, Man n - schaftsfünfkampf, 5 Mannschaften (Mannschaftsstärke 1:7), 50-m-KK.-Schießen (5 Schutz liegend freihändig), Weitsprung über einen Graben (3 m), 200-m-Hindernislauf über 3 Hindernisse, Handgranatenweitwurf, 8 X 75^rögetPcnbelftof• fei mit 2 Patronenkästen: 1. 11/145 Nidda, 483 P., 2. 11/222 Friedberg, 397; 3. III/222 Friedberg, 348. — Wehrkampf IV, Deutscher W eh r m a n n - s ch a f t s k a m p f (Mannschastsstärke 1:6), 8 Mannschaften. 20-km-Geländemarsch mit 2 Orientierungseinlagen, 50-m-KK.--Schießen (5 Schuß liegend freihändig), Ueberwinden der kleinen Wehrkampfbahn von 75 m mit anschließendem Handgranatenzielwurf auf 25 m Entfernung: 1. 11/145 Nidda, 447 P.; 2. 3/116 Grünberg, 425; 3. III/222 Friedberg, 419. — Wehrkampf V (Mannschaftsstarke 1:3), 7X3 Mannschaften. Mannschafts-KK.-Schießen nut Hand- granatenziel- und -weitwurf: 1. 44/116 592 P.; 2. 2/145 Glaubern, 582; 3. 24 222 Osthelm bei Butzbach, 575. - W e h r k a m p f VI, lOXHalb- runden-Hindernisstaffel (Mannschaftsstarke 1.9). 1. 1/145 Büdingen, 5.30 Min.; 2. Hefraa Wolfersheim, 5.45; 3. 11/222 Friedberg, 6.24; 4. 1/222 Friedberg, 1. Mannsch., 6.32; 5. 1/222 Friedberg, 2. Mannsch., 642. — Wettkampf der Betriebe, Mannschaftsfünfkampf: a) Männer (Mannschaftsstarke Mann), 14 Mannschaften. Medizinballstoß und -wurf als Staffel, 8X75.m-Pendelstasfel, Weitspruüg, Keü- lenzielwurf, 1000-m-Mannschaftslauf: 1. BSpG. Schunk & Ebe, 1. Mannsch., 433 P.; 2. BSpG. Bude- rus, Lollar, 1. Mannsch., 403; 3. BSpG. Schunk & Ebe, 2. Mannsch., 399. b Frauen: (8 Mannschaften), Fünfkampf: Gymnastik (Tanz), Ballzielwurf, Weitsprung, Medizinballstoh als Staffel, 6X50-M- Dendelstaffel: 1. BSpG. Schunk & Ebe, 558 P.; 2. Fachkundliche Vortragsreihen der Deutschen Arbeitsfront. Don der Kreiswaltung Wetterau der DAF., Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsfuh- rung, wird uns geschrieben: Das Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront beginnt Ende dieses Monats mit einem Lehrgang über Fachkunde in Landesprodukten und Ko- lonialwaren sowie einem weiteren Lehrgang über Verkaufskunde. Der Fachlehrgang behandelt im einzelnen Warenkunde, Herkunft derselben, Entstehung und Verarbeitung, die Marktordnung, Der- brauchslenkung, Ernährungsfragen und Gesetzes- kundc. Die Lehrgemeinschaft über Verkaufskunde, welche für Lebensmittelhändler, Textileinzelhandler und Kurzwarenhändler durchgeführt wird, bringt den Verkäufer in lebensnahe Betrachtungen beim Verkauf und Zeigen der Ware bis zum Verkauf. Es werden hierbei behandelt: die Person des Deickau- fers, Benehmen und Eigenschaften des Verkäufers, Kunden und ihre Behandlung, Verkaufsgespräche usw. Mehr denn je ist heute die berufliche Fortbildung notwendig. Dem Verkaufspersonal im Einzelhandel ist durch die Einsetzung, der Lehrgänge Gelegenheit gegeben, sich alle Kenntnisse, welche für ihren Beruf notwendig sind, anzueignen. Dir Lehrlinge Haden weiterhin die Möglichkeit, sich für die Ge- Bürgermeister $r. fiiti versicherte daraust daß Oberbürgermeister Ritter- Weggang non Sieben allgemein bedauert werde; er wünsche dem schei- denden Stadtoberhaupt alles Gute für seinen ferne- ren Lebensweg und hoffe, daß er m Mainz ebenso erfolgreich wirken werde wie hier der uns. An die Arbeitskameraden gewandt, erklärte Bürgermeister Dr. Hill, daß man in vertrauensvoller Zusammenarbeit alle Schwierigkeiten zum Wohle der Stadt meistern werde. Im komplizierten Räderwerk kommunaler Verwaltung komme alles aus Fleiß und Pflichttreue der Gefolgschaft an. Der ganze Mann werde heute gebraucht, und fo bitte er alle, ihm als derzeitigem Stadtoberhaupt das gleiche Vertrauen entgegenzubrmgen wie Oberbürgermeister Ritter. Dr. Hill versprach, immer ein gerechter Vorgesetzter zu sein; er wolle kameradschaftlich mit der Gefolgschaft Zusammenarbeiten im Geiste des Führers, der uns stets em leuchtendes ^Betriebsobniann Angestellter Seibert betonte in seiner Ansprache namens der Gefolgschaft Oberbürgermeister Ritter sei stets ein vorbildlicher Vorgesetzter gewesen, der sich schnell das Vertrauen der Gefolgschaft gewonnen habe, der in nimmermüder Einsatzbereitschaft Gießen zur aufbaufreudigen Stadt gemacht habe. Die Gefolgschaft werde dem scheidenden Betriebsführer stets ein gutes Andenken bewahren und in seinem Geiste weiterarbeiten. Darauf hieß der Sprecher den neuen Bürgermeister Dr. Hill namens der Gefolgschaft herzlich willkommen und gelobte, daß jeder willig Mitarbeiten werde in unerschütterlicher Treu zu Führer und Volk. Mit der Auszeichnung verdienter Gefolgschafts- Mitglieder, der Herren Bachmann, Deibel, Dewald und Funk, durch Bürgermeister Dr. Hill, mit dem Gruß an Führer und Wehrmacht und den Liedern der Nation wurde die Feierstunde geschlossen. tanbtreU (Riebe«. 4-' Grünberg, 21. Sept. Heute vollendet der hiesige Einwohner Andreas Wagner sein 85 Lebensjahr. Am 19. Dezember 1940 konnte er mit seiner Gattin das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Die Frau steht heute im 82. Lebenswahr. Beide stammen aus Leidenhofen im Ebsdorfer Grund. — Ebenfalls am heuvgen Tage wird unser Mitbürger Konrad Cd el 8 6 Iahre alt. Er war früher in Rodheim (Hör- loff) ansässig und verbringt seinen Lebensabend bei einer in Grünberg verheirateten Tochter. G. A.-Sport. Schwedischer Sieg im Olympiastadion Die Hoffnungen auf einen deutschen Sieg im 15. Fußballänderkampf gegen Schwe- den — und -damit einer Vergeltung für die im Vorjahr in Stockholm erlittene Niederlage — erfüllten sich leider nicht. Die starken Nordländer ge- wannen im Olympiastadion vor 90 000 Besuchern mit 3:2 (2:2) Toren und damit stehen in der deutsch, schwedischen Länderspielbilanz nun acht schwedische Siege fünf deutschen gegenüber; zwei Begegnungen endeten unentschieden. \ Schon in der ersten Hälfte fielen vier der insgesamt fünf Treffer, und zwar zwei für Deutschland durch Decker (Wien) und Klinaler (Daxlanden) und zwei für Schweden durch den kleinen, aber ungemein durchschlagskräftigen „Garvis" Carlsson. In der zweiten Halbzeit stellte dann Martensson den schwedischen Sieg sicher. Kurze Sportnotizen. Hilfenprüfung in hinreichendem Maße vorzubereiten Wer auch die älteren Angestellten können durch den Besuch der Lehrgemeinschaft ihre Kenntnisse erweitern. Die BetriebSführer, die ein besonderes Interesse an einer gründlichen Ausbildung ihrer Gefolgschaftsmitglieder haben, werben gebeten, die Lehrlinge und auch andere Angestellte ihres Betriebes für die Lehrgänge frei zu machen. Die Zeit erfordert es, daß jeder schaffende Deutsche an fein berufliches Weiterkommen denken muß. ♦ ** Das Höchstgewicht für Postpakete wird, zum Schutze der Arbeitskraft der bei der Reichspost zahlreich beschäftigten Frauen, ab 1-Oktober 1942 bis auf weiteres allgemein auf 15 kg herab- * ** Tagung der Pferdezüchter. Im Anschluß an die 51. Fohlenabsatzveranstaltung, die am 26. September hier stattfindet, wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesver- bandes der Pferdezüchter Hessen-Nassaus abgehalten. Aus der engeren Heimat. Abschied von Lehrer Dr. Reidt. Weitsprung, Medizinvaupoy Pendelstaffel: 1. BSvG. Sch' BSpG. Butzbacher Werte, Bi Bezirkssparkasse Gießen, 506. Aus einem arbeitsreichen Leben verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unerwartet mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Opa Ferdinand Hengst Ingenieur im Alter von 56 Jahren. In tiefer Trauer: Klara Hengst, geb. Knorr. Horst Hengst, z.Z. Im Felde, und Frau Paula, geb. Hill, und Söhnchen Dieter. Hildegard Hengst. Werner Hengst Gießen (Schanzenstr. 16), den 18. Sept. 1942. Die Trauerfeier findet Donnerstag, 24, Sept., 14 Uhr, in d. Kapelle d. Neuen Friedhofs statt. Mit den Angehörigen trauern um ihren geschätzten Mitarbeiter die Betriebsführung u. Gefolgschaft der Firma Ludwig Becker, Mineralölgroßhandlung, Gießen. 04661 Am 19. September entschlief sanft und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Hartung Wwe. geb. Schul Inhaberin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter, nach langem, mit großer Geduld ertragenem, Leiden im 67. Lebensjahre Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Alsfeld, Gelsenkirchen, Mcinerzhagen, Brauerschwcnd, den 21. September 1942 Die Trauerfeier und Einäscherung findet am Dienstag, dem 22. September, ufn 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 04666 Danksagung. |PöR|| Für die herzliche Teilnahme beim Hcl- dentod meines lieben Mannes, Dr. rer. pol. Ernst Eckhardt, Schütze in einem Inf.- Regt., sage ich hiermit, auch im Namen der Mutter und aller Angehörigen, herzl. Dank. Lieselotte Eckhardt, geb. Klein. Berlin, Gießen. 04649 Wir haben uns verlobt Junker, Vereinsleiter. 384 sD September 1942 04625/ Henle Montag Bratanlftthrnng 1 Gießen Neuenweg 40 Anneliese Dahm er Ludwig Schöck Gießen Stephanatrafie 34 i. Z. Im Felde Statt Karten! Für die zu unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Marianne Zeuner Adolf Thomas Gießen, 21. September 1942 ______________________04655/ Gabriele-Sabine Die Geburt eines prächtigen Sonntagsmädels zeigen hocherfreut an Sabine Clauß-von Wllucki Dr. med. Wilhelm Clauß Facharzt für Chirurgie Gießen, den 20. Sept. 1942 Evangcl. Schwesternhaus _____________________2846 D/ Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir recht herzlich Karli Bauer Willi Schwarz Unteroffizier In einem MG.-Batallloa Gießen, im September 1942 _________________________04656/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei DANKSAGUNG Für die zahlreichen Glückwünsche sowie Blumcnspendon u. Geschenke anläßlich meines 70. Geburtstages sage ich allen, die meiner gedachten, hierdurch meinen hcrzlichstcnDank Ludwig Glöckner „Hotel Holländischer Hof“, Lich v 28480/ W.Bett z. kauf, gesucht; ebenso eine Blnmenkrivve, ein Leiter- Handwagen und ein Puppenwagen. Schr. Ang. nut. 04651 a.d.G.A. Vom2S. V. bis 6.10. bleibt mein Geschäft geschlossen. Mo Georg vom. tz. Wo. 28292 Kranksein ist halb so schlimm, wenn ein guter Krankenschutz vorhanden ist. Wir bieten ihn für alle Berufe. Krankenhaustagegeld und Krankengeld.Zu- sätzl. 51!rnnkenschutz für alle Sozral- versicherten für 2.20 RM. monat- lich.Berlangen Sie unverbindliches Angebot. Die Hanse, Krankenschntz V. a. G., Frankfurt/Main, Goethe- straße 21, Tel. 23471. 2702V Obst- und GarlenbanvereiD Gießen Anmeldung von Ficbtendeckreisern und SaalkarWn (Früh und Spät) für 1943 bis zum 25. Sept. 1942. Vision am See mit Klarl Tolnay Paul davor Elisabeth Simor Lilly Berky Deutsche Wochenschau! Achtung I Ab heute Aenderung der Anlangixelten: Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.0Ö, 4.30, 7.J0 Uhr Jugend hat keinen Zutritt 1 28426 Aelt., srischm.Ias Simment.^ahr- kuh m. Kalb od. Vogelsb. Nind, 16 Mon. alt, zur Zucht zu verkauf. Leihgestern, Hinoenburg- straße 53. [2845D Anruf 298 Großeu-Linden. | Kaufgesuche~| Zweirädriger malmen auch luftbereift, zu kaufen gesucht. [04654 Herm. Siißel, Gartenbau, Lich. | Vermietungen] Schönes, großes , Zimmer an alleinstehende Frau od. Fräul. gegen Verricht, von Hausarbeit zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 2849D an den Gieß. An;. [ Mietgesuche~| A eitere, alleinstehende Dame sucht 2 Zimmer und Küche zum 1. Januar 1943. evtl, früher oder später. Schriftl. Ang. unt. 04662 an d. Gieß. Anz. Zwei leere Zimmer möglichst mit Heizung, zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 04650 an d. Gieß. Anz. Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich der Geburt unsres Stammhalters Dirk-Hans- Wilhelm danken wir herzlichst Leutnant Willi Schalch z. Z. im Felde Llesel Schalch, geb. Schwarz Gießen, im September 1942 \04657 / Tausche meine geraum. 2-3im.-EI)iifl. mit Zubehör, gegen größere Wohnung. Schr. Ang. unt. 2844 Da. d.G^A. | Verkäufe | Stabiler MenlM z. verk. f. 30 Mk. Löberstraße 6, Äartenh. [ome Ein Wagen Mist -. kauf. ges. Schr. Ang. m. Preis u. 2850Da.d.G.A. Einige Führen Mist ZU kaufen gesucht. s 2847 D Zigarrenmbr. Otto Becker, Wieseck. [Verschiedenes] Trauring pon Soldat verloren. Geg. Belohnung auf d. Fundbüro abzugeben. v485o Verloren. Sonntag zwisch. 11 u. yz12 Uhr vom Sportplatz über Kugelberg, Licher Str., eine ärmellose Knabenweste verloren (rojd). Bitte abzugeben 04663 (Krb, Li». Str. 75 in Empfehle zu Marktpreisen: frischen Spinat „ Wirsing H Rotkohl H Weißkohl (zum Einschneiden) M Ober-Kohlrabi „ Unter-Kohlrabi frische Rote Rüben ,, Gelbe Rüben frischen Rettich „ Endivien-Salat „ Pflück-Salat frische Einmach-Bohnen „ Einmach-Gurken frischen Porrö und frische Schlotten-Zwiebel neues Sauerkraut Hermann Hier Neuen Bäue 7. ___________2Ä Hilde Krahl Igo Sym Albert Matterstock Musik: Peter Kreuder mit Heute Montag Lichtspielhaus Achtung! Ab heute Aenderung der Anfangszeiten. Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntag 2.00, 4.30, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich. Jugend hat keinen Zutritt. _____ Ml