WWWWUM A-'M •ix....-*r*rt> - „.^ - 'M ** .„U..I.1|I| ' -■'rrrtMü :/ ' ' : ' ' ■ s geben bekannt (1:0). «9 ihr, ion na > Hfa ‘tttetet bd Coltti! mt ,ViiW! mgeS.4 bm? Sei hnarzt raffe i.WiU 8 (Süll' just 1 WS M/ 'lhem nmenbti Xurtl reite r mal nr Der m hat all Verlar lag hm! Nachnn che $3 re 9ted §rettag, 2b August M2 Annahme von iMnaeinett für die Mittagsnummer bis 8*/, Uhr deSBormittagS Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Kamilienan- zeigen und private Gelegenbeitsameigen 14Npf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsameigen Vlatzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 26°/»mehr ^.Jahrgang Nr.M jaya W • 5 st Gietzener Anzeiger infolge höherer Gewalt V>^ ■BHSEfi ■ mss&w General-Anzeiger für Oberhessen ^^Gietzen^Zchvlpratze 7-9 I Kriegs ein sah und dem Sieg dienstbar zu machen. Das wird in diesem Lande mit seinem sprichwört» UV* ITohärftoforitnrr hn linN hort Budapest, August 1942. Der Schauplatz des Landungsuniemehmens 20 Aua Infanterie schossen Landeprahme und Sturmboote , tu. zius L n-n^hrfrp enalncüe Tanks rollen von den »en am Strand. Dennoch ka- ann an Land. aufs höchste zu steigern und zum totalen Einsatz für den Sieg zu vereinigen. In der Sommersitzungs- periode des ungarischen Reichstags gab es kaum ein Thema, das nicht Anlaß geboten hätte, diesem Wille der regierenden Kreise Folge zu geben. Die Krastentfaltung des Staates nimmt deshalb auf allen Gebieten zu. ... ... r< Die kriegsbedingten Schwierigkeiten steigern sich natürlich auch, aber es ist nicht so, daß der «tactt sich einfach damtt genügen ließe, mannigfache Schwierigkeiten zu meistern. Diese Periode liegt hinter uns. Heute wird der materielle Einsatz des Staates und der Gemeinschaft nur von dem einen Gedanken gelenkt, das Höchste an Produktionskraft aus der Wirtschaft herauszuholen, ganze Zweige des öffentlichen Lebens zielbewußt neu zu entwickeln und alles mit starker Hand zujammengejaßt dem Kai- und Dockanlagen im Hafen von Portsmouth sowie andere kriegswichtige Ziele an der Südküste Englands schwer beschädigt, hierbei verlor die Luftwaffe 18 Flugzeuge. Ein Teil der Besatzungen wurde gerettet. In Luftkämpfen schossen eigene Jäger und Flakartillerie 112 feindliche Flugzeuge a b. 17 eigene Jagdflugzeuge gerieten in Verlust. Einige Flugzeugführer wurden aus Seenot gerettet. In der Nacht zum 19. August stießen die feindlichen Landungsstreitkräfte überraschend auf leichte deutsche Seestreitkräfte. Diese versenkten sofort ein mit Truppen voll besetztes Landungsboot und zwei große Kanonen sch nellboote. Sie beschädigten einen weiteren Flottillenführer und mehrere Schnellboote durch Artilleriebeschuß. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Lin eigener U-Boot-Jäger ist dabei gesunken. Sonst traten auf deutscher Seite keine Ausfälle ein. Alle an der Abwehr der feindlichen Landung beteiligten Verbände der deutschen Wehrmacht haben sich hervorragend geschlagen. Im Kaukasus gewannen die Angriffsoperationen weiter Raum. Die Luftwaffe versenkte an der Schwarzmeerküste drei Transporter. Zwischen Wolga und Don wurde südlich Stalingrad in harten Kämpfen ein feit längerer Zeit stark ausgebaules feindliches Stel- lungsfysiem im Sturm genommen. Der Feind verlor hierbei am 18. und 19. August 3301 Gefangene, 52 Panzer, 56 Geschütze, 90 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie 66 Flammenwerfer. Die Luftwaffe bekämpfte Lisenbahnanlagen und Rachschubverkehr im "rückwärtigen Gebiet des Feindes. Bei einem eigenen Angriffsunternehmen im Raum nördlich Orel wurden feit dem ll.August 14 000 Gefangene eingebracht, 400 Panzer und 200 Geschütze vernichtet oder erbeutet. Ostwärts Wjasma und bei Rschew scheiterten auch gestern Angriffe des Gegners an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen. Jni Vordabschnitt der Front wurden mehrere feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. Der Feind verlor außerdem am gestrigen Tage i im Osten 104 Flugzeuge. Oer Wehrmachtbericht. ] DRV. Aus dem Führerhauptquartier, o.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt । tekannt: Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde m gestrigen Tage eine Landung englischer, ttnerikanischer, kanadischer und de-Gaulle-Truppen kf iS km Breite gegen die französische Ka- a l k ü st e bei Dieppe, die unter dem Schuh Yorker See- und Luftstreitkräfte und unter Einsatz ion Panzern geführt wurde, durch die im Küsten- ihuh eingesetzten deutschen Kräfte unter hohen blu- .gen Verlusten für den Feind abgeschlagen. ! Ohne daß es nölig war, Reserven der höheren Whrung einzusehen, wurden die auf 300 bis 400 Landungsbooten avgesehten feindlichen Landungs- Kcuppen im Rahkampf aufgerieben oder Ins Meer geworfen. Sämtliche gelandeten ganzer in Stärke von 28 Kampfwagen wurden ker nicht et. Bisher wurden 1500 Gefangene, darunter allein 60 kanadische Offiziere, gezählt. Der Segner verlor zahlreiche Tote, während die eigenen Verluste an Gefallenen und Verwundeten nur 400 betragen. Sämtliche S tühpunkte, Balteriestellun- ien, Funkstationen an der Küste wurden von ihren Besatzungen gehalten. Das feind- liche Gros, das auf See in Stärke von 35 Transportern, geschützt durch zahlreiche Kreuzer, Zerstö- Iier und Bewacher zur Fortsetzung der Landung liereitgestellt war, mußte unverrichteter Dinge, aber pach starken Verlusten durch Artilleriefeuer und IlKftangriffe in seine Ausgangshäfen zurückkehren kni wurde laufend durch die Luftwaffe bis zur Ausschiffung verfolgt. Die feindliche Trans- korlflolte verlor: durch Arlilleriefeuer drei »Zerstörer, zwei Torpedoboote und zwei Transpor- ller; die Luftwaffe versenkte: einen Zerstörer, ein ISchnellboot, einen Bewacher und fünf Transporter Init zusammen 13 000 VRT.. darunter zwei Spe- Dialfchiffe. Sie beschädigte vier Kreuzer, vier Zer- hörer, vier Schnellboote, einen Schlepper, ein t Slurm-Landungsboot und fünf Transporter mit Ijufammen 15 000 BRT. I Bei der Bombardierung der flüchtenden britischen Seestreitkrafte wurden 11. xllUlUJUIVUtri. U“ "" - - Hafter Fischfang, auch Austernzucht betrieben. In Friedenszeiten bestand täglich zweimalige Verbin- dunq mit gegenüberliegenden englischen Hafen. Der Hafen von Dieppe, das etwa 25 000 Einwohner zählt, kann außer Fischereifahrzeugen bis zu 200 Schiffe vom üblichen Küstenftachtertyp aufnehmen. Dieppe war in ftüheren Jahrhunderten einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die französische Kolonftationsarbeit sowohl in Westafrika wie m Kanada. Es wurde im 19. Jahrhundert durch die svrunqhafte Ecktwicklung von Le Havre überholt, dem das industrielle Hinterland von Paris eine kräftige Stütze bot. - Unser Bild zeigteinenBlick auf den Hafen. (PK.-Kriegsberichter Stift, f^ch.j) in Brand. Mehrere englische Tanks rollen von den Spezialschiffen und versuchen feuernd durch das seichte Wasser zu kommen. Aber schon in dieser Stunde wendete sich das Schicksal gegen die Briten. Es war ihnen gar nicht gelungen, unsere Flugplätze zu zer- Hören Bomber und Jäger stürzten sich auf die Tommies. Schnell war die D.°,s'°ns- Artillerie alarmiert, die nun ebenfalls einen furchtbaren Feuerhagel auf die landenden Truppen roa/fen. Die Hölle ist los. Tanks walzen sich noch im Wasser, explodieren, brennen aus große und sstinl Schiffe zerbreche- ™ men einige tausend —----- Da begann für unsere Infanterie der Kampf. Wie überall an der Kanalküste, standen hier alle, erfahrene Ostkämpfer. Die wenigen Tanks, die über den Strand hinausgekommen waren wurden in Brand geschossen oder mit geballten Ladungen er- UMgt. 3m harten Snfanterielampj wurden die Ungarns Kriegseinsatz. Von unserem U.-Korrespondenten. Die häufig Wiederkehr ende lobende Erwähnung I der im Osten mitkämpfenden ungarischen Heere steile durch die deutschen Wehrmachtberichte zeigt, daß die Honved in vorbildlicher Weise ihren Mann stellt, wie sie es im vorigen Sommerfeldzug und in den Winterkämpfen bereits tat, und wie es von Truppen dieser Soldatennation auch nicht am ders zu erwarten ist. Ihr kämpferischer Geist, ihr Angriffsschwung und ihre Leistungen bilden den Stolz von Front und Heimat. Ungarn nimmt am Russenseldzug 1942 mit größeren Kräften teil als im vorigen Jahr, und die Heimat verspürt die Kriegsanstrengungen starker als zuvor. Ungarn handelt und opfert im Bewußtsein, mit der Niederringung des Bolschewismus' feiner Sendung nachzukommen: das Abendland gegen die ihm aus dem Osten drohenden, auflösenden Kräfte zu verteidigen. Dieses Sendungsbewußtsein betont man in Ungarn immer wieder und mit Nachdruck als eine während taufend Jahren in vielen geschichtlichen Entscheidungen erprobte Mission, seit den Toden des großen Ungarnkönigs Stephan, der sich für den Westen, das hieß damals gegen Byzanz, entschied. Darum ist dieser Krieg eine weltanschaulich e und keine Opportunitätsfrage für Ungarn. Auch das wird hier stets neu unterstrichen, um den ebenso öerständnis- wie hoffnungslosen Fälschungen der Motive Ungarns zu begegnen, die im Fo- reign Office und im Weißen Hause immer neu aufgelegt werden, seit den Tagen des ahnungslosen und europaftemden Wilson. Der Krieg ist aber nicht nur eine weltanschauliche, er ist auch eine Aufgabe der Selbftbe - hauptung Ungarns im Kampf für sein Dasein als Volk und Staat. Seelisch und moralisch befand sich Ungarn eigentlich im Kriegszustand mit den Sowjets seit den 131 Tagen der Bolschewistenherrschaft über Ungarn nach dem ersten Weltkrieg, der Ungarns Reichsverweser ein Ende machte. Der ungarische Selbstbehauptungswille erschöpft sich indes nicht im Derteidigungsgedanken. „Heute ziehen wir dem Feind entgegen", sagte Ministerpräsident von Kallay kurz nach seinem Amtsantritt, „mir ■ lassen den Fluch der Derwüstung und Vernichtung nicht an unsere Grenzen heronkommen. Draußen müssen wir die Schlacht schlagen, bevor der Feind die vollkommene Vernichtung hierher bringen zuordnen haben. Stephan von Horthy an der Ostfront gefallen. B u-b a p e ft, 20. Aug. (DNB.) Scr Stellvertreter des Reichsverwesers, Stephan von Horthy, ist am Donnerstag an der Ostfront gefallen. Die ungarische Regierung hat eine achttägige Landestrauer ongeordnet. — Stephan von Horthy war der älteste Sohn des Reichsverwesers. Er wurde im Jahre 1904 geboren. Am 19. Februar 1942 war er von beiden Häusern des ungarischen Parlaments einstimmig zum Stellvertreter des Reichsverwesers gewählt worden. Er war Ingenieur und bis zu seiner Wahl Präsident der ungarischen Staatsbahnen. Als Fliegeroberleutnant der Reserve meldete er sich zum Frontdienst und nahm an der Spitze einer Jagdstaffel wiederholt mit Auszeichnung an Kämpfen teil. * Der Heldentod Stephan von Horthys ist ein schwerer Schlag für die ungarische Nation und namenttich für den Reichsverweser. Ihm wendet sich die aufrichtige Anteilnahme des deutschen Volkes zu. .Es ist dem jungen Staatsmann nicht bestimmt gewesen, die große Ausgabe weiterzusühren, die ihn) durch das Vertrauen dfs ungarischen Volkes zuteil geworden war. Im Staatsleben der ungarischen Natton ist durch den Heldentod Stephan von Horthys eine schmerzliche Lücke entstanden. Der Führer übermittelte dem Reichsverweser und Frau von Horthy in einem Telegramm seine herzlichste Anteilnahme an dem schweren Verlust. Auch der Witwe des gefallenen Stephan von Horthy brachte der Führer sein herzliches Mttgefühl telegraphisch zum Ausdruck. Der Reichsminister des Auswärtigen hat dem Kgl. ungarischen Minister» Präsidenten das Beileid der Reichsregierrmg aus« Erocheg. könnte." „ rr Das sind die moralischen Härtestoffe, mit denen die ehernen Bande der Waffenbrüderschaft mit dem deutschen Heer geschmiedet wurden. Trotzdem heben sich im zweiten Jahr des Kriegseintritts Ungarns im Gesamtbild der Nation einige neue Erscheinungsformen deutlicher ab. Die Regierung Kallay steht geradezu ihre Bestimmung darin, sämtliche wirt- lschaftlichen und moralischen Energien des Landes Lin kurzer Kampftag Von Kriegsberichter Joachim Eichen. W Men auf W^^n^antt- Ichlagen eine Menge kleiner ^ote, „ersuchen 'Men noch an einer Stelle zu f[*n J öcm Mere deutsche Kampfflugzeuge greften m ter b rm Schutz von Fokke-Wulf-Jagern die Schiffs an, oie Ärmchen auf dem. Meer - auf die letzten Flucht finge warten. Ein großer Tran p Schwerer grauschwarzer Rauch Sieht 3 # Einige kleinere Einheiten sinken mchrcn 'm Bomben getroffen. Nebelnde Zerstöre^r me^ ich noch, so gut sie können, und müssen docy Angriff nach dem andern ertragen ... _ s. r S« »or ein kurzor KwmpstM Tag von Dieppe. Früh im, Ntorgeng ^ie Briten — ihre Bomber versuchen Sie na^ fiegenben deutschen Flugplätze 3W 3e । Schiffe liegen im Schutze kmrstkchen Nebe^ ms Strand. Schon die Küstenartillens Briten zurückgeworfen, sie hatten habet schwere Verluste. Nun machen die Tommies den letzten verzweifelten Versuch, aus dieser Hölle wegzutommen. Unter ständigem Nebel kamen einige große, flache Spezialkähne, von Zerstörern begleitet, die ein gewaltiges Flaksperrfeuer schießen — von See her näher. Aber auch diese tarnen in das furchtbare Vernichtungsfeuer unserer Artillerie und Kampfflugzeuge. Am frühen Nachmittag ist der Kampf entschieden. Diele hunderte Tote und Verwundete liegen am Strand und in den Straßen, schwimmen im Meer, etwa 1500 Tommies marschieren in langen Zügen in die Gefangenschaft. Vollkommen abgekämpft, zermürbt, oft mit zerrissenen und zerfetzten llniformen schleppen sie sich dahin. Dabei waren es Elitesoldaten, die Churchill wiederum sinnlos geopfert hat vom Regiment Royal Hamilton und Essex, großgewachsene und kräftige &ana= tuer. Man traf kaum einen Engländer unter ihnen. Wieder hatten sie ihre Schlächterstiefel an mit den dicken Gummisohlen — und auch die Gesichter waren wieder an gemalt, dieses Mal übrigens meist grün — ob Churchill wohl meinte, daß die Farbe der Hoffnung Glück bringen würde? Am Abend, als wir noch einmal zur Küste fahren, kommt uns die letzte Gruppe Gefangener entgegen, müde und zerschlagen. Kaum hundert Meter weiter begegnen wir einer Radfahrerkompanie, die stolz auf den errungenen Sieg zurück ins Quartier fährt. Warum bei Dieppe? Brüssel, 20. Auq. (Europapreß.) Bemerkenswerte Einzelheiten über das Ziel des britischen Jn- vasionsunternehmens bei Dieppe veröffentlicht „Nouveau Journal": „Schon die Wahl des Landungsplatzes verrät, daß ein großes Unternehmen geplant war. Die fast geradlinige Küste bei Dieppe erfordert zwar einen für eine Landungstruppe schwierigen Frontalangriff auf großer Breite, dafür aber ist das Hinterland mit seinem dichten Sttaßennetz sehr geeignet für die Entfaltung einer Ponzertruppe und für die Heranführung von Reserven." Wie der britische Rundfunk am Mittwoch- morgen verriet, sollte die Stoßdivision an der rechten Sommemündung gedeckt, zwischen Seine und Somme eine Angriffsbasis aufrichten. Dieppe liegt etwa in der Mitte zwrschen oer Seine- und der Sommemündung, gute 100 km den malischen Häfen Eastbourne und Hastings gegen- ib'er. Hastings nennen, heißt auch schon die grobe geschichtliche (Erinnerung von Dieppe »on Dieppe setzte der Normunnenherzog Wilhelm der Eroberer im Jahre 1066 nach “beJ{ öo er in fiaftinqs landete. Der Name Steppe >1« deutschen Ursprungs; er hangt mit dem nteber- deutschen „deep" zusammen, was nichts °"ber°s als tief bedeutet. Gemeint ist der treffliche, fchr sichere Hafen von fast 10 m Wasserttefe der von t-en Kreidefelsen der Küste emgesaumt tst. D e Swdt vird beherrscht von einem wuchtig-malerischen Schloß und einer schönen gottschen Kirche aus dem er glänzende denische Sieg im Westen lichen Sinn für gesunde Ueberlieferung da und dort noch vielfach als Ausnahme von der herkömmlichen Regel empfunden. Es bedeutet in vieler Hinsicht in der Tat einen organisatorischen Umbruch und ein Umlernen schon im Dienste auch des neuen Europa. Die gleiche Arbeit wird auch auf dem Gebiet der Volksaufklärung geleistet/ die nach der Ernennung eines Propagandaministers in diesem Jahre zur wachsam gepflegten Sonderaufgabe der Regierung wurde. Der Ungar braucht allerdings nicht an sein Soldatentum erst erinnert zu werden, oder an seine Pflicht und Bereitschaft, mitzutun. Aber die ideale und höhere Zielsetzung auszurichten, die Atmosphäre allgemeinen Verttauens zu verdichten, kurz eine starke Heimatfront zu schaffen und nir- genoroo eine Schwäche aufkommen zu lassen, dies Werk soll die Hauptansttengung der Regierung er- gänzen und stützen. Sie hat dabei zwei Beispiele vor Augen: „Die großen Nationen, an deren Seite wir kämpfen", so sagte der Ministerpräsident Kallay nach seiner Reise ins Führerhauptquartier, „verdanken ihre Größe, ihre Macht und ihre Kraft der Tatsache, daß sie es nicht zuließen, daß Nörgler, die im Interesse des Dienstes an der Nation geleistete Arbeit hemmen." Und das andere Beispiel: Die Fehler, die 1914 bis 1918 auch in Ungarn begangen wurden, dürfen sich nicht wiederholen. Sie sieht die Regierung Kallay ihre Ausgabe darin, einmal die Kräfte Ungarns voll auszuwerten und anderseits, je länger die Kraftprobe des Krieges dauert, die ungarische Nation um so stärker und einheitlicher zusammenzuschweißen. Das ist das Gesetz ihres Handelns, dem sich alle ihre Einzelanstalten unter» 24 Stunden später. Der Londoner Nachrichtendienst meldet seinen noxdamerikanischen Verbündeten: „Der große lieber» fall auf Dieppe ist beendet. Am Nachmittag kehrten unsere Krieger zurück. Ihre Gesichter waren noch schwarz und gelb gefärbt, sie waren sehr m ü d e." Das klingt etwas anders als die gkoß- mäuligen Phrasen, die man kurz vor oder bei Beginn des britisch-amerikanischen Jnoasionsversuches auf die französische Küste in die Welt posaunt hatte. Da betonte man im Londoner Nachrichtendienst die Politik der vereinten Nationen, eine Invasion auf Europa vorzunehmen. Da sprach man davon, daß der Angrift auf Dieppe den Offensivgeist der demokratischen Völker intensivieren werde. Da stellte man diese Operation als den wichtigsten Schritt bar, der in Uebereinftvmmung mit dem Programm der ver- einigten Nationen stehe, ihre Ofsensivpolitik auf Europa auszuführen. Es war der Zeitpunkt, in dem man darauf hinwies, daß dieser Angriff unmittelbar nach der Rückkehr Churchills aus Mos» kau erfolgte. Diese Großsprechereien-riefen denn auch prompt in den Vereinigten Staaten ein ungeheures Interesse wach und lösten großen Jubel aus. Willkie konnte sich nicht genug tun in begeisterten Worten, das sei ja großartig, das seien ja vorzügliche Nach- richten. Die nordamerikanische Presse machte in Begeisterung und das „American Journal" schrieb in großen Schlagzeilen „Wir und die Briten bringen* in Frankreich ein!" Man feierte in Neuyork das Unternehmen auf Dieppe als die Eröffnung einer zweiten Frontin Westeuropa. Die „New Park Times" ließ sich sogar melden, daß die nächsten Tage die Welt erschüttern und die Dauer des Krieges sowie den zukünftigen Verlauf der Geschichte bestimmen würden. Man wies nachdrücklich daraus hin in der englischen wie in der amerikanischen Presse, daß es sich um kein unbedeutendes Unternehmen, kein mitsommerliches Picknick handele, denn das kombinierte britisch-amerikanische Expeditions- korps habe zahllose Panzer und ungezählte Schwärme von Flugzeugen eingesetzt. Die Begeisterung in der englischsprechenden Welt aus beiden Seiten des großen Teiches ist schnell verrauscht. Der Traum von einer Invasion in Bayreuth in Feldgrau. Abschluß der Kriegsfestspiele mit dem „Ring^-Zyklus. Die geschlossene Aufführung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen", mit dem die 3. Krieas- festspiele in Bayreuth beendet wurden, bot im Zuschauerraum einen Anblick, der in der traditions- reichen Geschichte der Festspiele noch niemals gesehen wurde. 900 Verwundete aus Lazaretten und 200 Soldaten aus Genesungskompanien füllten an vier Tagen das Amphitheater. Vor diesen Männern Richard Wagners weltanschauliches Bekenntnis vom Kampfe aermanifchen Heldentums gegen die dem Golde versklavten Dämonen der Unterwelt aufzuführen, das bedeutete für die Spielgemeinschaft Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Max Lorenz war ein Siegfried, der in Erscheinung, naturgelöstem Spiel und selbstvergessener Hingabe als das Idealbild des mythischen Helden wirkte. Der strahlende Klang seines ehernen Heldentenors schuf unvergeßliche gesangliche Höhepunkte. Die gleiche Vollendung war an dem Siegmund Franz Völkers zu bewundern, mit dem sich Maria Müller als Sieglinde und Josef von Manowarda als Hunding (daneben puch als Fafner und Hagen) zu der Besetzung des ersten Walküre-Aktes vereinigten. Margarete Klo- s e s hoheitsvolle, prachtvoll singende Fricka und Waltraute und Jaro Prohaskas Wotan fanden künstlerisch ebenbürtige Gegenspieler in dem Zwergenpaar von Robert Burg und Erich Zimmermann, deren Zankszene im „Siegfried" als eine Meisterleistung schauspielerischer Charakterisierungskunst ohne Vergleich dasteht. Unter den neuen Kräften ragte Paula Buchner hervor. Ihre Brünhilde bezwang durch die großartige Entfaltung eines klangvollen, sicher beherrschten hochdramatischen Soprans. Als wesentliche Neuerung verdient auch die Uebernahme des Loge durch Erich Zimmermann vermerkt zu werden,^ügte der vielseitige Künstler damit doch seinem Mime (als der er im Rheingold durch Karl Krollmann abgelöst wurde) eine fesselnde, auch gesanglich bemerkenswerte Studie hinzu. Mit bedeutenden Stimmitteln trat Egmont Koch in der Rolle des Donner hervor, während Helmut Fehn als Fasolt die Aufmerksamkeit auf seinen mit reichen Naturanlagen ausgestatteten, auffallend hell gefärbten Baß lenkte. Ne.ben Ernst Pfeil (Froh) und Hildegard Jachnow (Rheingold-Erda) befriedigte auch das zum großen Teil neubesetzte Wal- küre^Ensemble. Mit der Einschmelzung der neu hinzutretenden Solisten erwies die Inszenierung Heiziz Tietje n 5 ihre formende Kraft. Aufs innigste verschwie- stert mit kühnen und schönen, vom Bild zum Symbol vorstoßenden Szenerien von Emil Preeto- r i u s, unterstützt auch durch die dramatisch profilierte Orchesterleitung Karl E l m e n d o r f f s , hat Tietjens langjähriger Aufbau eine szenische Form des „Ringes" geschaffen, die vorbildlich für die deutschen Bühnen geworben ist. Johannes Jacobi. as ist die Perlon-Faser? r Auf der Internationalen Messe in Budapest waren die vollsynthetischen Perlon-Fasern, Fäden, Borsten und Drähte zum erstenmal ausgestellt. Durch die Kunstseide, die die IG. als Agsa-Aceta- und Kupferkunstseide seit vielen Jahren herstellt, wie insbesondere durch die Pionierarbeit für Zellwolle, deren Ergebnis die für die Zellwollindustrie bahnbrechende Distrafaser war, hat die IG. die Alleinherrschaft der überseeischen naturgewachsenen Fasenr stürzen und das modische Bild bereichern helfen. Auch aus diesen beiden Rohstoffen waren in Budapest staunenswerte Spitzenleistungen zu schen; der millionenfach begangene Teppich, kochfeste Wäsche- tri fotogen, Autoreifencord und vieles andere. Das Hauptinteresse richtete sich verständlicherweise auf die neuen vollsynthetischen Fasern, zu denen der Chemiker weder Holz oder andere Zelluloseprodukte noch ausländische Erzeugnisse benötigt, sondern für die er als Ausgangsstoffe Kohle, Kalk und Wasser verwendet. Die erste dieser Fasern war PeCe, die es auch in Form von Fäden, Borsten oder Drähten gibt. Diese alle weisen gegen Sauren und Laugen wie gegen Fäulnisbakterien eine chemische Widerstandsfähigkeit auf, die bisher für Textilmaterial unvorstellbar war. Nur ist PeCe gegen hohe Temperatur empfindlich und nicht kochbeständig. In letzter Zeit ist es allerdings gelungen, den Erweichungspunkt von PeCe für bestimmte Verwendungszwecke auf 120 Grad zu erhöhen. So wurden z. B. kochfeste Perlonborsten in Budapest zum erstenmal gezeigt. Ist PeCe ihrer Natur nach eine Faser für technische Zwecke, so hat Perlon eine Bedeutung auch für die Bekleidung. Perlon ist der Sammelbegriff für eine Reihe von Polyamidfasern. Eine Polyamidfaser wurde unter dem Namen Nylon in den USA. auf den Markt gebracht. Bei Perlon handelt es sich aber nicht nur um Fasern, die Nylon entsprechen, sondern auch um solche, die andersartige Rohstoffe und neue Synthesen zur Basis haben. Ihre wichtigste Eigenschaft ist die außergewöhnlich hohe Reißfestigkeit, die ungefähr 50 v. H. über her besten Naturseide liegt. Aber auch in bezug auf Scheuerfestigkeit in trockenem und nassem Zustand und auf Elastizität wird sie von keiner anderen Faser erreicht. Interessant waren die ausgestellten Tragversuche. So sah man z. B. einen Perlonstrumpf, der siebzigmal getragen und aewaschen und noch immer unbeschädigt ist. Interessant waren aber auch die einfarbigen und bedruckten Damenkleider- und Herrenanzugstoffe, Regenmäntel und Schirme, Trikotagen, Badeanzüge, Strickartikel, Socken aus Perlon und Per- lomMischgarn, deren Trggfähigkeit und Gebrauchswert alles bisher Bekannte übertreffen. Perlon wird auch als Borste und Draht hergestellt. Perlonborsten sind in der Festigkeit, Drehung und Elastizität den besten Naturborsten mindestens gleichwertig, zum großen Teil sogar überlegen. Das ist für die Zahnbürste ebenso wichtig wie für den Haushaltschruboer und die großen Bürsten für die Technik. Solche Bürsten aller Art wurden in Budapest gezeigt, daneben Tennisschlägersaiten und Angelschnüre aus Perlondraht. Perlon wird überall dort eingesetzt werden, wo starke mechanische Bean* spruchung vorliegt und außerordentliche Gebrauchstüchtigkeit verlangt wird. Gleichzeitig aber wird diese vollsynthetische Faser die Anwendungsgebiete von Kunstseide, Zellwolle und Natursaser vergrößern, denn durch Mitverwendung von Perlon läßt sich deren Lebensdauer und Einsatzfähigkeit erheblich erhöhen. Europa ist ausgeträumt, wenn man überhaupt von einem Traum und nicht von einem auf Verlangen Stalins unternommenen Derzweiflungsschritt Churchills reden wollte. An der Wachsamkeit und der Schlagkraft der deutschen Wehrmacht sind die großsprecherisch angekündigten Jnoasionsoersuche gescheitert. Mit eisernem Besen hat man die Briten und Amerikaner hinausgefegt und auf die englische Insel zurückgejagt. Nun ist der Katzenjammer da, und man gibt sich alle Mühe, das gescheiterte Unternehmen zu bagatellisieren, die katastrophale Niederlage zu verschleiern und die Tatsachen durch groteske Verdrehungskünste in das Gegenteil zu verkehren, um die Blamage zu verhüllen. Schon immer waren die Briten Meister in einer albern anmutenden Gehirnakrobatik, wenn sie Niederlagen bezogen hatten. Was sie sich aber jetzt leisten, das überschreitet alle Begriffe und spricht rn. feiner geistigen Clownhaftig- keit allen Regeln der Vernunft Hohn. Während man vorher die Kämpfe bei Dieppe als umfangreicher bezeichnete als bei früheren Unternehmungen, beeilt man sich jetzt, die Invasionsabsichten zu leugnen und den Ueberfüll auf Dieppe lediglich als das Muster darzustellen, nach dem man derartige Versuche im Großey durchführen werde. Man habe, so läßt man sich vernehmen, nur die Nerven der Deutschen prüfen wollen und zugleich feststellen wollen, inwieweit die Angaben der deutschen Wehrmacht über die Stärke ihrer Befestigungen und Verteidigungsstellungen am Atlantik auf Wahrheit beruhten. Die Londoner Presse scheut sich nicht einmal vor der faulen Ausrede, man habe bei dem Unternehmen aegen Dieppe nur den einen Zweck verfolgt, Erfahrungen im Landen von Panzern und Geschützenzu machen. Etwas Dümmeres konnte der britischen Agitation nicht einfallen. Den Zweck, dieser Ausflüchte ersteht man aus dem Bericht des. Londoner Nachrichtendienstes, die britische Regierung habe bekanntgegeben, es handele sich nur um einen Kommandoüberfall, und die Deutschen könnten nicht von einer Zurückweisung eines Jnvasionsversuches sprechen. Man will also damit vor allen Dingen verhindern, daß die Weltöffentlichkeit das mißglückte Unternehmen als das anspricht, was es wirklich war, nämlich eine regelrecht beabsichtigte Invasion. Um diese Absicht der britischen Regierung, die Invasion abzuleugnen, zu unterstützen, spricht Reuter davon, daß es sich gewissermaßen um eine Generalprobe mit Kostümen gehandelt habe. Nun, die Kostüme sind den vereinigten Briten und Amerikanern ja ganz gehörig ausgeklopft worden. Man kann es dem Sprecher des Kriegsdepartements in Neuyork schon nachfühlen, daß er in seinen Äußerungen über die Landungsversuche recht zurückhaltend geworden ist und daß der Londoner Nachrichtendienst allzu stark die wertvollen Erfahrungen, die man habe machen können, betont. Die richtigste Einstellung scheint wieder einmal der Jude zu haben, der an der Neuyorker Börse seine Geschäftchen betreibt. Die Berichte über die Neuyorker Börse kennzeichnen die Stimmung als ä u h e r st gedrückt. Oie Geschlagenen. Stockholm, 20. Aua. (DNB.) Ein südschwedisches Blatt, das durch feine Engiandfreundlichkeit bekannt ist, bringt eine Schilderung der Zustande auf einem Feldverbandplatz der bei Dieppe geschlagenen Briten an der englischen Südküste ai^s der Feder eines amerikanischen Korrespondenten. Er schreibt: Es ist Mitternacht. Eine lange Reihe bleicher, schweigender, todmüder Männer mit Arm-, Bein- und Gesichtswunden streben dem Verbandplatz zu. £>ie Gesichter vieler Männer tragen den Stempel des Schreckens, den sie in den unheimlichen Stunden auf französischem Boden erlebt haben. Blutige Verbände, zerrissene Uniformen, sprechen eine deutliche Sprache. Viele hatten auch infolge von Explosionen Nervenschocks erlitten. Schweigend hinkten die Leute hinein. Viele in total zerfetzten Uniformen. Schweigend litten sie, während die Militärärzte Verbände anlegen und Morphiumspritzen geben. Manche der Verwundeten mußten erst aufgeweckt werden, bevor sie behandelt werden konnten. Es herrschte eine erstaunliche Stille. Die verbundenen Soldaten standen und saßen umher, ohne ein Wort zu sprechen, rauchten die erste Zigarette, die sie seit 24 Stunden genießen durften. Das Feldlazarett in einer verdunkelten Straße einer Hafenstadt besteht aus einem großen Saal mit im» provisierten Operationstischen, auf denen Verwundete liegen. Andere liegen auf Tragbahren längs Das Examen. Von Richard Gcrlach. Es muß wahrscheinlich sein, obwohl es eine ziemlich fragwürdige Prozedur ist, in einer Stunde den armen Prüfling so auf den Zahn zu fühlen, daß damit eindeutig festgestellt ist, wieviel Geist er bisher nicht nut getaut, sondern auch verdaut bat. Ich habe vier Examina hinter mir, und ich bin zufälligerweise hindurchgekommen, nur einmal hätte mich beinahe ein Regenwurm stolpern lassen. Weil es fast zwanzig Jahre her ist, kann ich es ja erzählen. „Mit welchen besonderen Gebieten haben Sie sich beschäftigt?" fragte der Zoologie-Professor, nachdem er mir gegenüber Platz genommen hatte. „Mit Säugetieren und Vögeln", antwortete ich. „Dann brauchen wir darauf nicht einzugehen. Aber vielleicht erklären Sie mir einmal die Anatomie des Regenwurmes." Verdammt noch einmal, die Weinbergschnecke war fein Steckenpferd, darüber hätte ich ihm einen sehr fundierten Vortrag halten können, aber der Regen- wurm? Ich fing damit an, daß die Regenwürmer Zwitter, Männchen und Weibchen zugleich sind, genau so wie die Weinbergschnecke. Ader der Professor bog ab: „Die Weinbergschnecke ist ein sehr bemerkenswertes Tier, aber mich interessiert heute der Regenwurm." Wie sah doch ein Regenwurm aus? Ick) fing damit an, daß er eine längliche Gestalt habe, die aus zahlreichen kurzen Segmenten, zusammengesetzt sei. Das vorderste Segment hat die Mundöffnung, mit der sich der Regenwurm durch die Erde frißt. „Wie wird er denn die Erde wieder los?" fragte der Professor. Nephridien hießen die Exkretionsorgane, das fiel mir noch ein, und sie begannen mit einem von starken Wimpern bedeckten Trichter an der Hinter wand ber Segmente. Aber wie wand sich dieser drüsige Schlauch doch weiter durch den Körper hin? Ich rang nach Ausdrücken. Wenn man feine Sache beherrscht, ist es leicht, das Wort dafür zu finden. Wenn sie einem dagegen nicht ganz klar ist, beginnt man zu stottern. Der Professor fragte: „Wollen Sie es mir lieber au^eichnen?" Sollte ich ja ober nein sagen? den Wänden und warten auf Behandlung. Einer der schlimmsten Fälle war ein Soldat, dessen Beine an den Oberschenkeln abgeschossen waren. Ein Major mit völlig zerfleischter Schulter kniete am Boden, während er behandelt wurde, und murmelte: „Ich kann in Teufels Namen immer noch nicht verstehen, wie ich davongekommen bin." In der schwarzen mondscheinlosen Nacht reißt der Strom der Krankenwagen, die die Verwundeten zu den Krankenhäusern bringen, nicht ab. Spät in der Nacht traf die letzte Abteilung Engländer in einem Häfen Südenglands ein. Nach einer United-Preß- Meldung aus einem englischen Hasen an der Süd- küste konnte man bereits vom Nachmittag an beobachten, wie die Truppentransporte zurückzukehren „Oder wissen Sie, wie sich die Ausscheidung bei der Weinbergschnecke vollzieht?" / Ich wußte es. Ich bestand die Prüfung schließlich. Aber es gibt ein gräßliches Wort von den Regenwürmern, die der Examinator seinem Opfer aus der Nase «sieht. Der Prüfling fühlt dann ein Brett vor dem Kopf, wie gern würde er die Rollen vertauschen, es wäre nicht schwer, den Examinator selbst in Verlegenheit zu bringen. Denn alles kann er natürlich auch nicht wissen. Aber wahrscheinlich genügt es ihm, herausgefunden zu haben, wes Geistes Kind da vor ihm Angst schwitzt. Und am Ende sagt er: „Sehr gut", und „Sie haben bestanden!" und reicht einem gratulierend die Hand. Musikalität und Klangsinnlichkeit. Bon Kurt v. Sandor, München. Musik lebt vom Klingen. Die gewaltigen Klangdome der Symphonie, das sinnenfrohe Fest der Oper, die ergreifende Wechselrede der Kammermusik, die Herzensinnigkeit des Liedes, sie alle sind in der Partitur, im gedankenreichen Notenbild verborgen wie in einem ungelegenen Buch, wie in einem ungesprochenen Gedicht, solange diese Zeichen und ihr weiterer Sinn nicht zum klingenden Leben erweckt sind! Freilich ist der geübte Musiker imstande, ein Notenwerk auch in stummem Lesen ZU verstehen: seine musikalische Bildung, seine Begabung und Erfahrung erlauben ihm eine mehr oder weniger vollkommene Vorstellung der geforderten Klangbilder. Und doch bleibt die so gewonnene Kenntnis mehr auf die gedankliche, architektonische Struktur des betrachteten Werkes beschränkt: denn das seelische Erlebnis wird nur in der klingenden Darstellung mit packender Unmittelbarkeit offenbart. Der schöpferische Musiker hingegen, der sein Werk primär erlebt und nach eigenem Plan gestaltet, kann feine musikalischen Gedanken allein mittels der Klangvorstellung, ohne Zuhilfenahme eines Instruments am Schreibtisch in Noten setzen. Das war die Arbeitsweise fast aller unserer großen Meister. Don Bach ist bekannt, daß er Das begannen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen ununterbrochen die Schiffe an. Die englischen Schiffe verteilten sich auf viele Häfen, um dem Feind die Angriffe zu erschweren. Am Ende aller Illusionen. Paris, 20. Aug. (Europapreß.) Die Pariser Presse bringt neben Bildern aus Len Stellungen an der Kanalküste die Meldungen der gestrigen Vorfälle. „Unter Tausenden von Kilometern Küstenlänge hatte England die Wahl, unter dem Einsatz bedeutender Luft-, See- und Landstreitkräfte den Landungsversuch zu unternehmen. Das einzige Resultat dieser Anstrengungen war, daß sie sich neun Komponieren am Instrument streng verpönte; er nannte Musiker, die sich des Klaviers als Erfindungskrücke bedienten, verächtlich „Klavierritter". DiS Gedankenarbeit solchen vom realen Klang unabhängigen Schaffens ist nicht erstaunlicher als die Konzentration, die einen Gelehrten befähigte, am Schreibtisch den Himmelsort des dis dahin unbekannten Planeten Neptun zu errechnen. So betrachtet erscheinen auch die späten Wunderwerke des bereits tauben Beethoven im Uederrahmen dieses Riesengeistes begreiflich: Beethoven mußte nicht mehr physisch hören was er schuf, er wußte, wie es klingen soll; seine reichen früheren Klang- erlebniffe hatten sich ihm eingeprägt, und losgelöst vom physischen Ohr entwickelte er seine Klanggedanken zu einer neuen Unabhängigkeit weiter. Beethovens Klangsinn wirkte über das Absterben des Gehörs hinaus, er fuhr unvermindert fort, die Klangbeziehungen im musikalischen Sinne zu deuten und souverän zu beherrschen. Die Klangsinnlich, keit jedoch, diese körperliche Aktion oder Reaktion, die sich in Wechselwirkung den spezifischen Klang wünscht und bei musikalischer Ausübung zu schaffen versucht, diese Klangsinnlichkeit, die in der lebendigen Gegenwart wirkt und nur wenig von her Erinnerung genährt werden kann, trat ihm bestimmt hinter ihre frühere Bedeutung zurück. So sind vielleicht auch manche klangliche Probleme zu verstehen, die der späte Beethoven dem Spieler aufgibt. Klangsinnlichkeit haftet also wie allb Sinnlichkeit dem lebenden Organismus an und hat mit der Geistigkeit eines Wesens nichts zu tun. Sie ist eine Gabe der Natur und das Resultat einer häufig unbewußten Erziehung, wie sie schon durch die Muttersprache ausgeübt wird. Sie äußert sich im Bestreben nach Wohllaut und in der Fähigkeit Wohllaut zu bilden. Häufig ist sie als echte Sinnen- gäbe gepaart mit einem anderen Zeichen starken Körpergefühls: mit rhythmischer Begabung. Es gibt ganze Völker, die klangsinnlich begabter sind als andere. Und wie die Rassen verschieden sind und sich verschiedene Ideale von Körperschönheit heraus» gebildet haben, so sind auch verschiedene Begriffe klangsinnlicher Schönheit entstanden. Der Südländer ist sinnenfreudiger als der Nordländer, also auch meist klangsinnlicher. Innerhalb der musikgeschichtlichen Entwicklung der mufikalischsten Völker der Erde, der Deutschen und der Italiener, hat sich die klangsinnliche Verschiedenheit weitgehend ausge- Stunden auf dem Kontingent aufhatten durften", so schreibt „Paris M i d i". „Für die Engländer, für die dies ein Meisterstück der Strategie darstellt, bedeutet es wohl auch einen Gipfelpunkt des Erfolges, Tote, Verwundete und unabsehbare Men- gen an Kriegsmaterial zurückgelassen zu haben. Dies ist aber nicht nur em Handstreich, bei dem man so viele Schiffe, Flugzeuge, Panzer und Material einsetzt. Die eingesetzten Mittel lassen nun über» sehen, p)ie groß die Katastrophe war. Politisch be- trachtet stellt Dieppe einen großen Fehler dar. Kurz nach dem Abschluß der Moskauer Konferenz werden die Sowjets jetzt erkennen, wozu dieser Verbündete imstande ist. Man konnte bisher jenseits der Wolga noch Illusionen hegen. Diese sind nicht mehr zulässig, Großbritannien hat das Maß seiner Unfähigkeit deutlich gezeigt." Oie Kämpfe an der Ostfront. Berlin, 20. Aua. (DNB.) Am unteren Kuban und im westlichen Kaukasus bringen die deutschen Truppen kämpfend weiter vor, obwohl die anhaltenden tropischen Temperaturen -und die von Gewitterregen stark aufgeweichten Wege die Märsche sehr anstrengend machten. Zwischen Wolga und Don südlich Stalingrad waren die deutschen Infanterie- und Panzerverbände zum Angriff gegen die feit langem stark ausgebauten feindlichen Verteidigungsstellungen angetreten. Die vordringenden Truppen mußten völlig deckungsloses Gelände stürmen. In erbitterten Kämpfen Mann gegen Mann wurden die mit 118 schweren Bunkern befestigten Stellungen den sich verbissen zur Wehr setzenden Bolschewisten entrissen und die Masse der feindlichen Kräfte in konzentrischem Angriff auf engstem Raum zusammengedrängt und vernichtet. Mehrfache Durch- bruchsversuche und Entlastungsangriffe aus nöw- sicher Richtung wurden abgewiesen. Im Raum von Rschew versuchten die Bolschewisten, bald in kleineren Vorstößen von Infanterie- und Panzergruppen, bald in starken Angriffen mit Artillerie-, Panzer- und Fliegerunterstützung, die deutschen Stellungen zu durchbrechen. Trotz der Ungunst des durch anhaltenden Regen verschlammten Kampfgeländes zerschlugen die deutschen Infanterie- und Panzerverbände alle feindlichen Angriffe. Südostwärts des Ilmensees war es gelungen, eine feindliche Kampfgruppe einzuschließen. Trotz heftiger Entlastungsangriffe und verzweifeF- tcr Durchbruchsversuche wurde ein Teilkessel nach harten Nahkämpfen ausgeräumt. Da die Luftwaffe infolge anhaltender ungünstiger Wetterlage sich auf bewaffnete Aufklärung beschränken mußte, hatten die Verbände des Heeres die ganze Schwere der Kämpfe zu tragen. An der Einschließungsfront von Leningrad griff der Feind an der Newa nach starker Artillerievorberitung, unterstützt von Schlacht- fliegern und Panzern mehrmals an. Die Angriffe wurden zuruckgeschlagen und im Gegenstoß Bereitstellungen feindlicher Infanterie und Panzer zersprengt. Ein vorübergehend erzielter Einbruch wurde ab geriegelt und der Feind unter Verlust von acht Panzern zurückgeschlagen« Willkie auf Churchills Spuren! Stockholm, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reuter-Meldung aus Washington erklärte Wendell Willkie, der republikanische Präsidentschaftskandidat, daß er „in einigen Wochen" eine Reise nach der Sowjetunion und dem Nahen Osten antreten werde, um im Auftrag Roosevelts „gewisse Missionen" auszuführen. Willkie hatte am Donnerstag ein^e Zusammenkunft mit Roosevelt. Willkie hofft, auch Stalin zu sehen. Willkie dementierte, daß er auch nach China oder Indien fahren würde. Als Begründung für seine Reise erklärte er: „Ich glaube, die USA. werden eine enge Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und den Ländern des Nahen Ostens pflegen müssen. Ich habe den Wunsch, diese Länder und ihre Führer kennenzulernen." Kleine politische Nachrichten. Der am 23. Juni 1942 mit den Schwertern zum Eichenlaub des Ritterkreuzes ausgezeichnete Kommodore eines Jagdgeschwaders, Major Go Hob, schoß zwei Tage nach der Bezwingung von fünf Gegnern am 18. 8. zwei meitere bolschewistische äuge ab und errang damit feinen 127. Luft- m gleichen Tage erzielte Oberleutnant Graf, ebenfalls Träger des Eichenlaubs mit Schwertern wirkt: es ist beispielsweise kein Zufall, daß die abstraktere und mfijr dem geistigen Wesen zugewandte Klavier- und Orgelkunst in Deutschland ihre frühe Blüte erlebte, während die durch Klima und Sprache zu strahlenderer Klangsinnlichkeit erzogenen Italiener Gesang und Geigenspiel zur baldigen Reife brachten. Es wäre nach alledem * falsch, dem landläufigen Schluß zu folaen, Völker mit besonders ausge- ater Klangsinnlichkeit waren auch besonders kalisch. Die wahre Musikalität entstammt künstlerischen Impulsen, einem tiefen Willen zur Gestaltung und dem Drang nach Wissen um die Musik. Klangsinnlichkeit ohne diese große Voraussetzung reicht nur zum Spiel. Sie ist das Talent, das gemeinsam mit einer — ebenfalls häufig mit ihr verbundenen — Dewegungsbegabung' den artistischen Spieler, den Virtuosen ermöglicht, beffen Tonschönheit, dessen Brillanz von vornherein besticht. Begreiflich, daß gerade Völker mit besonderer Klangsinnlichkeit eine Vielzahl solcher Virtuosen stellten. Ein typischer Vertreter dieser Art ist der ungarische Zigeuner: seine Geige singt und schmeichelt und schluchzt und weckt im Hörer, der sich nicht wehrt, jene bekannten Pseudoempfindungen, die nur die Sinne angehn. Wer möchte danach den Zigeuner „musikalisch" im wahren Sinne dieses Wortes nennen? Das ist nichts als hochausgebildete, durch Generationen gepflegte Klangsinnlichkeit? Der Zigeuner gibt selten einen nachschöpferischen, nie einen schöpferischen Musiker — feine Melodien entlehnt er feinem Wirtsvolk!. —, er ist der Repräsentant des M u s i k a n t e n im guten und im schlechten Sinne. Was er spielt, klingt, hat Schmelz und Feuer, mit Wissen oder gar Geistigkeit nach musikalischem Begriff ist er nicht belastet. Und wenn die Spielgenoffen ihrem in wilder Freiheit geigen- den Primas folgen, dann tun sie es mit der Technik alter Ueberlieferung, die unliebsame Heber- raschungen ausschließt. Was an der völkischen Eigen- art des Zigeunermusikanten zu bewundern bleibt und mitreißt, ist eben fein ungehemmtes, eruptiv hervorbrechendes Naturmusikantentum, feine ursprüngliche Freude am Wohlklang, seine Klang- sinnlichkeit. Der echte Musiker aber, der „m u f i * tantisch" die gesunde Mischung zwischen Leib und Seele findet, die Vereinigung und Durchdringung von Klangsinnlichkeit und wahrer Musikalität, dieser Musiker ist hoch zu loben! hinrichiunc Das Äuratt Leis hat mi ttfität Freib ir Alfred Hi ahung des f wrbe der D Äggenberger Äh starb, m Ingen Jahre 'tuschte er der i G-rlikon tyenen und Jäter brannh !ine Frau ih "sichtlich bei ? sich ein sch 'en Erzählun -eine Mundo N, er ist ii Mnbfer der Mn bei fein '»■gründen an tyten Bücher meinem Som meinem Som Lebenstreue' Heimat". LiN 19. Äug 'tar, Kreis 2 ^gerichtet w i gefährliche hrurteilt hat. stchx als 30 -rgenommen. rstorben. Jus zehn Mel j Als eine ff hu Harz vom tr Kinder ai igrabung in -and in Lew |k Grube. E Pann sah dar nb fing das i wie durch surde. Kuns Der ffÄ pfiÄ® faß es i Haup" 'As 'N jM. Die beiden $ ->S Ks '.Spur T°S° Einigten S Went hat * An dem nei »eben Werne A'eman ( "g, Annc Fritz 3>eber. 6 Dr.Bi Roi Mortfefeun «niw trat •""Hielt A°tt, «fbudj "Ab toai Ä’»1 fe', «81- i” fnft ft der Alte der reine Geizkragen ge- S”2" “ Hs ÄiKSh: I Mher war er bet weitem mcht so schwierig. Xna“ schwieg unb sah an F-nber vorbei in den I bu das gewünscht, Anna/ jraaii tQnn ^ch I es gibt keinen anderen Weg. 3 ) Ausland I nicht von der Lust leben, wenn ich ms liu^ian Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr phil. Richard Schorr aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die astronomische Wissenschaft unb um den Aufbau der Hamburger Sternwarte die Goethe-Mehaille für Kunst unb Wissenschaft verliehen. Aus aller Wett. Hinrichtung eines gefährlichen Gewohnheitsverbrechers. -- Am 19. August ist der am 27. Mai 1889 in Gelnhaar, Kreis Büdingen, geborene Karl Wagner hingerichtet worden, den das Sondergericht Kassel c(5 gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt hat. Wagner hat seit vielen Jahren an mehr als 30 Frauen gewerbsmäßig Abtreibungen vorgenommen. Eine der Frauen ist an den Folgen gestorben. Aus zehn TNeter höhe abgestürzt und aufgefangen. Als eine Frau mit zwei Kindern bei Claustal im Harz vom Beerensammeln zurückkam, lief eines der Kinder an den Rand einer 10 Meter hohen pflichtung. , Da ein großer Teil der Hausbesitzer den Abgeltungsbetrag wohl nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann, ist vorgesehen, daß diese Hausbesitzer sich den Betrag ober einen Teil der Abgeltungsschuld durch Aufnahme eines Abgeltungsdarlehens bei Sparkassen, Hypothekenbanken, Versicherungsunternehmungen und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten beschaffen können. Grundsätzlich soll das Abgeltungsdarlehen von dem Institut eingeräumt werden, dessen Hypothek ober Grunbschuld auf dem Grundstück den besten Rang innehat; die- es Geldinstitut gilt als das berufene. Wenn em Hausbesitzer eine Hypothek von anderer Stelle bekommen hat, kann ihm von der Sparkasse, einer Hypothekenbank usw. ebenfalls ein Ab- geltungsdarlehen gewährt werden, wenn auf dem Grundstück nur P r i v a t h y p o t h e k e n ruhen, oder wenn es auch unbelastet ist. Dabei spielt hie Hohe der hypothekarischen Belastung keine Rolle. Grundsätzlich ist z. B. die Sparkasse bereit, auf Antrag Abgeltungsdarlehen zu bewilligen, jedoch mit Ausnahme solcher Fälle, in denen der Grundstückseigentümer eine Hypothek ober Grunbschuld von einer Hypothekenbank, von einem Versicherungsunternehmen oder von einer öffentlich-rechtlichen Kreditanstalt erhalten hat. In diesen Fällen gelten diese Jnstttute als die zur Gewährung von Abgeltungsdarlehen berufenen Darlehensgeber. Das Abgeltungsdarlehen ist ab 1. Januar 1943 jährlich mit 4,5 v. H. zu verzinsen.und jährlich nut 4 v. H. des ursprünglichen Darlehensbetrags, zuzüglich ersparter Zinsen, zu tilgen. Die Tilgung wird jährlich verrechnet. Kommt ein Schuldner eines Abgeltungsdarlehens im Laufe ber nächsten Jahre in den Besitz größerer Mittel, der ihm die schnellere Tilgung der Darlehensschuld wünschenswert macht, so kann er das Abgeltungsdarlehen mit einer Frist von 6 Monaten, erstmals am 31. Dezember 1943, und später zum Ende eines Kalendervierteljahres kundigen. Entsprechendes gilt auch für Teil- rückzahlungen. Dem Antrag auf Gewährung eines Abgeltungsbarlehens ist zweckmäßig ber Steuerbescheid des Finanzamtes über die Hohe des Abgeltungsbetrages, der bis zum 30. November 1942 ausgefertigt und zugeteilt jein muß, beizufügen. Jedoch kann der Antrag auf Gewährung des Abgeltungsdarlehens auch zchon vor der Zustellung des Steuerbescheids gestellt werden. Der Abgeltungsbetrag ist, wie die Steuer selbst, eine öffentliche Last des Grundstücks mit der bevor- zugten Stellung bei der Zwangsversteigerung. Diese öffentliche Last kann durch eigene Barzahlung ober Die Anordnung ber Reichsregierung, ab 1. Januar 1943 die H a u s z i n s ft e u e r, die in Hessen Sonbergebäudesteuer genannt wird, nicht mehr zu erheben unb dafür einen einmaligen Abgeltungsbetrag in Hohe des Zehnfachen des bisherigen Jahresbetrags der Hauszins- (Sonbcrgebäube=) Steuer von den Steuerpflichtigen einzuziehen, hat zahlreiche Hausbesitzer zu vielfachen Anfragen bei den an der Abgeltungsregelung beteiligten Geldinstituten veranlaßt. Im Hinblick darauf stellt uns ber derzeitige Leiter der Bezirkssparkasse Gießen, stellv. Direktor Dietrich, die nachstehenden Ausführungen zur Verfügung. Die Hauszinssteuer, die wir in Hessen unter der Bezeichnung Sonbergebäudesteuer kennen, hotte ihre Grundlage in den Vorteilen der Abwer- tung ber Belastungen durch die Inflation und in ber wertbeständigen Erhaltung des Grundbesitzes für den Hausbesitzer. Durch die Verordnung vom 31. Juli 1942 wird die Hauszinssteuer (Sondergebäudesteuer) ab 1. Januar 1943 aufgehoben, gleichzeitig aber der steuerpflichtige Grundstückseigentümer zur Zahlung eines Abgeltungsbetrages in Höhe des Zehnfachen des bisherigen jährlichen Betrages der Sonbergebäudesteuer verpflichtet. Bei dieser Ablösung handelt es sich nicht um eine freiwillige, sondern um eine gesetzliche Abgeltungsver- 21. August von 21.36 bis 5.45 Uhr. geh?" Er dtückle^ruggers Arztstempel neben die Interschrift und riß das Blatt aus dem Scheckbuch, trocknete es ab und steckte es in die Innentasche eines Jacketts. Anna erwachte aus ihrer Erstarrung. „Und wenn er es merkt?" stöhnte sie gequält. „Fassung, liebes Kind! Ich sage dir, er wird es nicht so rasch merken, namentlich wenn du klug bist. Vielleicht kommt er nie dahinter. Ihr habt dock jetzt alle Augenblicke eine andere Zahlung 3u (elften mit dieser Bauerei. Bisher hat das Purgstaller besorgt. Von morgen an übernimm einfach du seine Korrespondenz. In Gelddingen ist er ja so harmlos. Wenn dir daran liegt, kannst du es leicht vertuschen. Na — unb schlimmstenfalls, wenn er es wirklich merkt, bann ist das Unglück mich nicht so groß. Bis dahin bin ich über alle Berge. Morgen hebe ich das Geld in München aus der Bank ab. Quittieren tue ich mit einem falschen Namen, da mich niemand auf der Bank kennt Bei einem Überbringerscheck geht das leicht- Bis übermorgen allerdings bars er nichts erfahren, sonst sperrt er mir womöglich noch t>en «check. Sarin Wie ich mich auf dich Hörst du? Stehe doch nicht so begossen do! Du host keine Nerven. Hebe- Kind —“ _ „ „Sage nicht immer liebes Kind!" fuhr Anna ihn Q'\a schon, beruhige dich nur! Und (eifer bitte, sonst hort uns noch jemand. Also, wie gesagt arg orotz wird der Schaden nie werden. find wir doch verwandt, er und ich Ich glaube kaum daß er es zu einem Skandal kommen lassen wird Und nun sprich, bitte, einen Ton. Das ist £ nicht zum Aushalten. Gib wenigstens zu, daß ich mich wie ein Kavalier dir gegenüber benommen habe." Wie — ein — Kavalier? "fta ja, ich tue doch alles, um hier aus dem Hause zu kommen." „Ach so". meinte sie bitter. schlecht riecht. Es würde zu weit führen, auf tue verschiedenen Pilzgerichte einzugehen. Bei der Zubereitung ist vor allem darauf zu achten, daß die Pilze am besten mit wenig Flüssigkeit und nach Möglichkeit mit etwas Fett gedünstet werden. Sie sind in 10 big 15 Minuten gar. Durch längeres Erhitzen wer- den sie hart und sind dann nicht bekömmlich. Man kann das Pilzgericht nach Belieben mit etwas an- gerührtem Mehl dicken und mit gehackten Krautern würzen. , . , Hinsichtlich der Haltbarmachung sei außer auf da« Sterilisieren, soweit Gläser vorhanden sind, auch auf das Trocknen hingewiesen. Die Pilze werden gesäubert, geschnitten unb an der Lust ober im Ofen — sür gute Entlüftung muß gesorgt werden — getrocknet, bis sie innen nicht mehr feucht sind. Verdimkelungrzett: 3m Opfern nicht zurückstehen! NSG. Am 22. und 23. August sammeln DRK., Hitler-Jugend, NSKOV. und NS.-Reichskriegerbund anläßlich der 2. Straßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz. Mit jedem Sammler, der uns.auf der Straße mit der Sammelbüchse in der Hand entgegentritt, werden mir zur Besinnung angeregt, an die Leistungen und Taten derjenigen zu denken, die an den Fronten im Osten kämpfen unb unver- gleichliche Siege erringen. Wir im Gau Hessen- Nassau werben aber auch durch die mutige unb zuversichtliche Haltung ber Bevölkerung jener Stabte besonbers eindringlich an unsere Verpflichtung zum „Ober soll ich ein gehorsamer Sohn sein und bleiben?" fragte er höhnisch. Sie schüttelte verzweifelt den Kopf. „Ihr zwei mit eurer Ehrpußlichkeit paßt vortrefflich zusammen. Kriege ich eine Hand zum Abschied? Nein? Auch recht. Ich bin untröstlich dar- über. Seid ihr zwei Spießer! Geht zum Teufel alle beide!" Er schritt zum Fenster, schwang sich hinaus und verschwand hinter den Fliederbuschen. Endlich strich sie sich mit einer wirren Gebärde über die Stirn — Womit habe ich das verdient, womit? Warum werbe ich immer tiefer hineingerissen m Schuld und Schmutz und Dinge, vor denen mir graut? — Niemand gab ihr Antwort. Sie schleppte sich zum Schreibtisch und hob mechanisch das Scheckbuch auf, ihre schmale Knie zitterten ein bißchen. Plötzlich strich ein Luftzug durch das Zimmer, unb die Deckenbeleuchtung flammte aus. Der spa- henbe Kops der Purastaller erschien m der Tur- ipalt. Anna klappte das Scheckbuch zu und ließ es rasch in die offene Schreibtischlade gleiten. .^Verzeihung, ich glaubte vorhin ein Geräusch zu hören unb wunderte mich darüber", begann die Hausdame. „Ich hatte oben nämüd) jnein Fenster o-ffen Es liegt genau über dem Sprechzimmer. Deshalb bin ich hinunter, um nachzusehen, was es ^Nichts gibt es. Ich suche Tabletten, ich kann nämlich nicht einschlafen", murmelte Anna unsicher. So" sagte die Purgstaller, und es mar schwer zu' entscheiden, ob sie es glaubte ober nichts „Das Tablettenzeug bewahren mir im schrank auf. Was soll es denn fein? Deronal, Phanodrom, Allional? „Geben Sie irgend etwas, zwei Tabletten werden genügen. Danke", sagte Anna knapp, fast hochmütig Dann schritt sie zum Fenster und schloß es. lehensgebenden Instituts. Die fmanzfelle Auswirkung ber Aufnahme eines Abgeltungsdarlehens für den Hausbesitzer stellt sich wie folgt dar: Nimmt der Hausbesitzer ein Darlehen in voller Höhe der Abgeltungsschuld in An- sprach, so beläuft sich ber Schulbendrenst auf 85 v. H. ber bisherigen jährlichen Steuerleistung. Beispiel: Ein Hausbesitzer hat jährlich 1000 RM. Sonbergebäudesteuer zu zahlen. Mithin schulbet er einen Abgeltungsbetrag von 10 000 RM. Dieser Betrag ist mit 4,5 v. H. zu verzinsen unb mit 4 o. H. zu tilgen. Somit beträgt die jährliche Leistung des Hausbesitzers vom Jahre 1943 ab bei einem Abgeltungsdarlehen von 10 000 RM. 850 RM., d. h. 85 v.H. ber bisherigen jährlichen Sondergebäudesteuer von 1000 RM., d. h. ber Hausbesitzer hat in biesem Falle jährlich 150 RM. weniger aufzubringen als in den Vorjahren. Es ist ihm außerdem ein erheblicher Steuervorteil ein- geräumt worben. Nimmt ber Hausbesitzer fein Abgeltungsdarlehen auf, so darf er die Hälfte des Abgettungsbetrages mit je '/s in ber Steuererklärung für die Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer ber Jahre 1943 bis 1947 absetzen. Damit ist ein beachtlicher Anreiz für die Bezahlung aus eigenen Mitteln geschaffen worden. Hat ber Hausbesitzer ein Abgeltungsdarlehen in Anspruch genommen, so darf er neben den Schuld- zinsen auch die Tilgungsbeträge für fünf Jahre, ebenfalls verteilt auf die Jahre 1943 bis 1947, von feinen Einkünften ab ziehen. Bei Zahlungen aus eigenen Mitteln und aus einem Abgeltungsdarlehen können diese Steuervor- teile auch anteilmäßig geltend gemacht werden. Beispiel: Schuldet der Hausbesitzer einen Abgettungs- b et rag von 10 000 RM., und kann er beispielsweise 5000 RM. aus eigenen Mitteln aufbringen, während er 5000 RM. als Abgeltungsdarlehen bei der Sparkasse aufnimmt, so kann er die Hälfte des Ab- geltungsbetrages, also 2500 RM., verteilt über fünf Jahre, bei der Ermittlung feiner Einkünfte in ber Einkommensteuererklärung abziehen und außerdem die Zinsen in Hohe von 4’A: v. H. und die Tilgungsrate in Hohe von 4 v.H. für das Abgeltungsdarlehen von 5000 RM. — mithin 2125 RM. — zu je Vs in jedem Jahre ebenfalls als abzugsfähige Einkünfte in der Einkommensteuererklärung absetzen. Für einen Zeitraum von fünf Jahren bebeu« tet bi es also, bei diesem Beispiel, in jedem Jahre 925 RM. Zu berücksichtigen ist allerdings noch, baß ber Hauseigentümer selbstverständlich die Zinsen, die er seither z.B. für ein Sparguthaben von 5000 RM. gehabt hat, verliert. auch unser herzlicher Glückwunsch zu seinem Geburtstage. Freiwillige für die Waffen-^. Wiener stellt die Waffen-^, die sich erneut an der Ostfront auszeichnen konnte und auch im Westen zu dem ehernen Schutzwall gegen jeden Eindringling gehörte, Freiwillige im Alter von 17 bis 45 Fahren, mit und ohne Dienstzeitverpflichtung ein. Der Dienst in der Waffen-^, darunter auch in der Leibstandarde ff „Adolf Hitler", ist Wehrdienst. Die vollmotorisierten Divisionen umfassen fol- oende Truppengattungen: Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Panzer, Panzerjäger, Pioniere, Kradschützen, Flak, Gebirgs-, Nachrichten-, Sanitätstruppen ufw. Nach einer Entscheidung des Führers muß jeder Freiwillige der Waffen-ff seiner Arbeitsdienstpflicht, die in diesem Falle auf Vt Jahr festgesetzt ist, vor Einberufung zur Truppe genügen. Wie dos ff-Hauptamt, Ergänzungsamt der Waffen-ff, im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsdienst mitteilt, besteht auch die Möglichkeit, Bewerber bereits mit 16^ Jahren dem Reichsarbeitsdienst als „Dorzeitigdienende" zuzuführen, so daß die Einberufung zur Waffen-ff nach Ableistung einer halbjährigen Reichsarbeitsdienstpflicht mit 17 Jahren erfolgen kann. In Kürze finden laufend Annahmeuntersuchun- aen statt. Ein ausführliches Merkblatt mit den Einstellungsbedingungen ist anzufordern bei allen Dienststellen der Allgemeinen-ff, der Polizei, der Gendarmerie und insbesondere bei der Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX) der Waffen ff Kassel- Wilhelmshöhe, Löwenburgstraße 10, Tel. 36 683 und 34 441, die schriftliche Meldungen entgegennimmt und jede Auskunft erteilt. i* ** Hohes Alter und treue Mieter. Am 22. August 1942 begeht Frau Katharine S p e r - ber, geb. Reuschling, in bester körperlicher und geistiger Frische ihren 83. Geburtstag. Zur gleichen Zeit wohnt das betagte Ehepaar Schneidermeister i. R. Otto Sperber 25 Jahre in Miete bei Bauunternehmer Karl Wehrum, Gießen, Cred- nerstraße 35. Aus dem Gießener Gerichtssaal. Verkehr mit Kriegsgefangenen hat sich auf ein Mindestmaß zu beschränken. Auf Grund der Vorschriften zum Umgang mit Kriegsgefangenen wird den Gefolgschaften industrieller Und gewerblicher Betriebe immer wieder bekanntgegeben, daß sich die Beziehungen zu den im Arbeitseinsatz befindlichen Kriegsgefangenen auf das durch die sachliche Zusammenarbeit notwendige Mindestmaß zu beschränken haben. Bier Arbeiterinnen aus Gießen, die in Kenntnis derartiger Verbote Kriegsgefangenen wiederholt Lebens- und Genußmittel zusteckten, obwohl sie z. T. eigene Kinder in der Familie zu versorgen hatten, erhielten vom Strafrichter des Amtsgerichts in Gießen nachdrückliche Freiheitsstrafen, weil das Verhalten der Frauen in der Betriebsgemeinschaft berechtigte Empörung ausgelöst hatte. Zwei der Angeklagten wurden mit je 6 Monaten Gefängnis, die beiden übrigen mit j e 2 Monaten Gefängnis bestraft. (Eine ehrvergessene $tau. In ehrvergessener Weise knüpfte die 23jährige Ehefrau Berta F. aus Klein-Eichen ohne Rücksichtnahme auf ihre zwei Kinder und den abwesenden Ehemann Beziehungen zu einem Kriegsgefangenen an. Das Amtsgericht Gießen erkannte gegen die Angeklagte wegen dieses verbotenen und hartnäckig fortgesetzten Umgangs auf neun Monate Gefängnis. Nachlässig und störrisch. Ein 19jähriges Küchenmädchen, das in einem Gießener Hotelbetrieb tätig war, vernachlässigte trotz wiederholter Ermahnung gröblich die Pflichten des Arbeitsverhältnisses, fuhr mehrere Tage ohne Urlaub nach Hause, kam öfter verspätet zur Arbeit und störte durch störrisches Verhalten die Betriebsgemeinschaft. Es beabsichtigte, auf diese Weife seine Entlassung zu erzwingen, rechnete aber nicht damit, daß es wegen dieses undisziplinierten Verhaltens auf Grund der Lohngestaltungsverordnung und der Anordnungen des Reichstreuhänders der Arbeit von dem Strafgericht zur Verantwortung gezogen werden könnte. Durch eine von dem Amtsgericht Gießen ausgesprochene sofort vollstreckbare Strafe von 3 Monaten und 3 Tagen Gefängnis hat die Angeklagte nun Zeit, über das im Kriegseinsatz der Heimatfront besonders verwerfliche Verhalten nachzudenken. Tauschschlachtung ist Schwarzschlachtung. Der Bauer Otto Schmittberger I. aus Eiche lsborf erwirkte die Genehmigung zur Hausschlachtung eines Schweines von 85 Kilogramm Lebendgewicht. Unter Mißbrauch der vorgeschriebenen Kennzeichnungsmarke ließ er an Stelle des amtlich gewogenen Schweines ein anderes mit dem Schlachtgewicht von 152 Kilogramm schlachten. Der Fleischbeschauer erkannte die Täuschung, durch die sich Schmittberger unter Umgehung der Verbrauchs- regelungsvorschristen in Höhe des nicht genehmigten Uebergewichts zusätzliche Fleischversorgungsmittel verschaffen wollte. Das Amtsgericht Gießen verurteilte den Angeklagten wegen dieser Tausch- schlachhung als Schwarzschlächter zu 7 Monaten Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 300 RM. Die Ehefrau des Angeklagten erhielt wegen Beihilfe zu dieser Straftat 1 Monat Gefängnis. Das Bestreben, sich durch unzulässige Machenschaften als Selbstversorger Fleisch ohne Anrechnung auf die ihm zustehende Berbrauchsmenge zu verschaffen, verleitete den Landwirt Rudolf Llnd aus Gonterskirchen in gleicher Weife nach dem amtlichen Verwiegen zweier Hausschlachtungsschweine durch Mißbrauch mit den Verwiegungsmarken ein erheblich schwereres Schwein zu schlachten und durch Verheimlichung dieses Dauschs das auf diese Weise erzielte Uebergewicht für den eigenen Bedarf bei- soitezuschaffen. Auch er erhielt vom Amtsgericht Gießen wegen dieses verwerflichen Eigennutzes auf Grund der Verbrauchsregelungsstrafverordnung 7 Monate Gefängnis. ii: anderung am Sonntag. Die: wandervorfchlag des VhL.» Zweig Gießen. Abmarsch: Alter Friedhof an der Licher Straße. Wir folgen von hier der „Gelben-Strich-BHE.- Markierung" bis zum Waldausgange oberhalb Forsthaus Hochwart, biegen hier rechts ab und nehmen den „Roten Ring rund um Gießen" als Führung weiter zum Schiffenberg (l3/* Stunden); zur Theodorsruhe (1 Stunde) immer dem Zeichen folgend durch den Bergwerkswald bis zum „Brünn- chen" (3/4 Stunde); zurück zur Stadt (Vs Stunde). Gesamtwanderzeit 4 Stunden. Lich — Ruppertsburg — Gonterskirchen Schotten. Von Lich wandern wir den blauen Ringen nach an den Hungener Teichen, einigen ziemlich großen, in idyllischer Landschaft gelegenen Weihern, vorbei über Nonnenroth, Ruppertsburg und die Fried- richshütte zur Rast nach dem anmutig im Horlofftale gelegenen Gonterskirchen. Ein Stück hinter Nonnenroth verlassest uns die blauen Ringe, die nach Laubach führen, und wir gehen nunmehr ohne Wegzeichen. Eine gute Karte ist daher schon erforderlich. Auf guter Landstraße erreichen wir das tief im Grunde gelegene Einartshausen mit hübschen Fachwerkbouten, das durchwandert wird, um hinter dem Dorf einen Höhenrücken zu ersteigen, von dessen Grat man einen prächtigen Ausblick auf den hohen Vogelsberg genießt. Aus nach, ster Entfernung grüßen der Tausstein, der Hohe- rodskopf mit den Klubhäusern, Bilstein und Gacker- stein, während zu unseren Füßen sich freundliche Vogelsbergdörfchen ausbreiten. Nach genügender Augenweide geht es dem Endziel Schotten zu. Wanderzeit etwa 5 Stunden. kahenfurt — Dianaburg — Leun — Station Braunfels. Wir fahren mit dem Frühzug nach Katzenfurt, gehen vorläufig ohne Zeichen durch Greifental, eine ehemalige französische Kolonie, und später an dem idyllisch gelegenen Forsthäus Langengrund vorbei. Bald darauf stoßen wir auf die Straße, die von Elgershausen kommt und mit blauen Strichen bezeichnet ist. Dieser Straße folgen wir jetzt nach links und gelangen durch schönen Hochwald bei mäßiger Steigung zur Dianaburg, einem einfachen Jagdschlößchen mit Aussichtsturm, daneben eine Försterei mit Wirtschaft. Die Aussicht vom Turm auf ein weiteres Wäldermeer sowie nach den Höhen des Westerwaldes, des Taunus und in unsere Gegend ist entzückend. Rote Striche führen uns über den Heisterberger Hof hinab zur Lahn, sodann durch Leun, an interessanten Fachwerkhäusern vorbei, zum Bahnhof Braunfels, von wo wir heim- fah/en. Dauer der Wanderung 4 Stunden. »Kleine Ursachen/' NSG. Da hat zum Beispiel der Wassereimer nicht mehr dicht gehalten, und dasBabettche, die Magd, findet, daß er nun gerade noch zum Abfalleimer gut genug sei, in den auch die Herdasche hinein könnte. So wurde er nun manchmal feucht von faulem Zeug, ein andermal glühheiß von der Asche. Die Löcher im Boden erweiterten und vermehrten sich. Und einmal füllt Babettche wieder glühende Asche in den Eimer und spaziert damit zur Müllgrube. Es ist gerade so ein windiger Spät- fommertag. Wie sie über den Hof geht, stößt sie mit dem Eimer irgendwo an. Glimmende Asche rieselt aus dem löchrigen Boden. Der Wind packt sie und wirft sie in die Spreu, die vom Dreschen auf dem Hof herumliegt. Die Asche glüht auf, die Spreu ebenfalls, und der Wind entflammt die Funken zur Flamme. Wie eine Schlange züngelt der Brand durch die Spreu zur Scheune, in der gerade noch die gesamte Ernte untergebracht ist. Ehe Babettche noch den Mund aufreißen kann, steht die Scheune in Flammen. Feueralarm im Dorf — und wieder ist eine volle Scheune, ein ganzes Gehöft zur Asche geworden. Es soll sogar Leute geben, die die Asche in Pappkästen schütten! Handelt mit Ueberlegung: Kleine Ursachen — große Wirkungen! Schützt den deutschen Bauernhof, schützt die deutsche Ernte vor Brandgefahr! Landkreis Gießen. ’+' Grünberg, 20. Ang. Die Landwirt- schastliche Bezugs- und ALsatzgenos - senschaft hielt in der Wirtschaft von Heinrich Ritter I. ihre Generalversammlung ab. Der stellvertretende Vorsitzende Bauer Christoph Ritter begrüßte neben den 31 erschienen Genossen den Ortsgruppenleiter Schütz. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rechner Wilhelm Müller, trug hierauf die Jahresrechnung und die Bilanz für 1941 vor. Die Bilanzsumme betrug 24 209,22 RM. Der Reingewinn von 677,24 RM. wurde den Rücklagen zugeführt. Die Mitgliederzahl betrug im Anfang des Jahres 1941 = 137, im Berichtsjahre erfolgten 6 Eintritte und 1 Austritt, so daß am Jahresende ein Mitgliederbestand von 142 zu verzeichnen war. Der Geschäftsanteil eines Mitgliedes beträgt 30 RM., die Haftsumme 100 RM. Der Warenbezug in 1941 gestaltete sich folgendermaßen: 2392 Doppelzentner Düngemittel für 13132 RM., 726 Doppelzentner Futtermittel für 10 638 RM., 257 Doppelzentner Saatgut für 6064 RM., 1444 Doppelzentner Brennstoffe für 3113 RM. und 205 Doppelzentner Sonstiges für 4930 RM., insgesamt 5024 Doppelzentner für 37877 RM. Folgende Absätze wuraen vermittelt: 1577 Doppelzentner Getreide für 30 577 RM., 505 Doppelzentner Kartoffeln für 2510 RM. und 356 Doppelzentner Heu und Stroh für 2245 RM., insgesamt 2438 Doppelzentner für 35 332 RM. Vorstand und Aufsichtsrat wurden Entlastung erteilt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden Fragen des Warenverkehrs besprochen. Ortsgruppenleiter Schütz forderte die Anwesenden auf, im Hinblick auf das Heldentum der Front in der Heimat alles zu tun, was zum Endsiege nötig sei. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschrtftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot (be. urlauBt); i. D. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck, Anzeigenpreisliste Nr. 6. ri'i Dauerauflrag aeenww ■4» Grüningen, den 18. August 1942. 2528V bargeldlos UberweisC BezirtssDarHasse Gießen 2054 P KRIEGSWILFSWERKK?™ 2532 D KkAUsCM IST RASSEHSAMMLUNG 22J23.AUGUS1 2516 D neues 04068 2534V zubrmgen. oernfalls e erfolgt LICHTSPIELTHEATER 04058 Alpine Chemische A.-G,, Berlin NW 7. 1643 V Zahle fortschrittlich ! ZIGARREN ZIGARETTEN RAUCHTABAKE Diejenige Person die am 19. 8. 42 nachm. ein fast Rechnungen bei Brühl, Gießen Anzeige der Erkanntem 150 Jahre Tradition verpflichten | Mietgesuche*] Möbliertes Wohnend Schlafzimmer mitKochgelegen- beit in gut.Hause sofort gesucht Schr. Ang. unt. 04037 a.ü.G.A. 8I.MMMNI 3.mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04069 an den Gieß. Anz. IntieferTrauer: AnnaDöbus,geb.Seibert, u.Töchterchen Adam Döbus und Frau Luise, geb. Mlinker; El. Seibert, geb. Deibel und alle Angehörigen. Gießen-Wieseck, den 20. August 1942. Damenfabrrad (Dürkopv) versehentlich aus d. Keller des Ber» waltungsgebäu- des Klinikstr. 32 mitnahm, wird gebeten, dasselbe Zu kaufen gesucht: Gebrauchtes Bett möglichst mit Matratze. Schr. Ang. unt. 25251) a.d.G.A. da unentbehrlich, baldigst zurück- An- Ein gebrauchtes berrenfiiorrflö gesucht und 5 ZMk'Asen z.verk.Läuferts- röderweg 57o405« KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelelea. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust, der uns betroffen, sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie Heinrich Haas Familie Robert Haas Familie Otto Haas. Gießen (Marktplatz 7), Watzenborn-Steinberg, den 20. August 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme an unsrem schmerzlichen Verlust anläßlich des Heldentodes meines geliebten, unvergeßlichen Mannes und Vaters, unsres lieben Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen SA.-O.-Truppführer Hans Döbus, Uffz. in einem Inf.-Regt., sagen wir hiermit allen unsren herzlichsten Dank. Niemand braucht an Fußflechte zu leiden. Jeder Mensch kann einmal an der peinlichen, oft schmerzhaften Dermatomykose leiden, die an feuchten Stellen, roten Flecken oder gar wunden Hautrissen zwischen den Zehen oder an den Fußballen erkennbar ist Der Pilz, der sie hervorruft, entwickelt sich besonders bei Wärme und Schweißabsonderung. Dank seiner typischen Zusammensetzung dringt Ovis, das erprobte Desinfektionsmittel für Füße, tief in die Oberhaut ein und tötet das Pilzgeflecht ab. Wenige Tage hindurch morgens und abends angewandt, bringt Ovis Hilfe und Erleichterung. Wenn Sie Fuß jucken befällt und andere Symtome auftreten, beugen Sie mit ein wenig Ovis auf verdächtige Stellen vor. M > 'l [Stellenangebote! Gewandte, zuverlässige SleMWjskln halbtags, oder stundenweise, gesucht. Schriftliche Angebote unter 04070 an den Greßen. Anzeig. rwaumanso: Kühren mit einer Prise Salz zum Wochen. Sobald die Milch kocht, nimmt Vr-Deüer Puddingpulver wird mit den auf der Packung vorgefchriebenen man sie von der Kochstelle, gibt das mit Wasser und Zucker ungerührte Mengen Zucker und wgyer (Milch) angerührt, vteMilch bringt man^n^x PuMgvMeuwtKLützren hinemM-läht nach einige Male auftachei^. »JHU Danksagung. Für die aufrichtige Anteilnahme bei äL dem Soldatentod unsres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Ludwig Bender, Schütze in einer Panzerj^ger - Kompagnie, sagen wir auch Herrn Pfarrer Keusch für seine erhebenden Worte bei der Gedächtnisfeier auf diesem Wege herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Chr. Wilh. Bender und Frau Anna, geb. Isheim; Otto Bender, 2.1. im Felde, und Frau Gerhard Bender, z. Z. im Felde. junge Dome aus gut. Familie auch Anlernling, in zahnärztliche Praxis sofort ges. Schriftl. Anfrag, unter 04060 an den Gieß. Anz. | Kaufgesuche | Alter ßleiöerfdiranl z. kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 04063 an den Gießen. Anzeig. Putzfrau für die Reinigung von Büroräumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heyligenstaedt & Comp. Werkzeugmaschinenfabrik 6. m. b. H. Gießen Mundenden: für jede Haut, die Seife •chlecht verträgt. Aber nie so trocken an wenden? [Verschiedenes! SdiMM im Cafe Haas, Plockstr., liegen geblieben. Gey. Anzeigengebühr abzuhol. daselbst. 04074 Grüner VellenslW entflog.Wiederb. erhalt Belohng. o407iEbelftr.l3lI Am 16. August starb in einem Reservelazarett an seiner schweren Verwundung, die er am 4. 7. 42 in den harten Kämpfen im Osten erlitten hatte, unser innigstgeliebter, guter Sohn' unser unvergeßliches einziges Kind, unser aller Stolz, unser Glück und unsere ganze Hoffnung,/mein innigstgeliebter, herzensguter, unvergeßlicher Bräutigam, unser lieber, lebensfroher, sonnigerEnkel, unser hoffnungsvoller Schwiegersohn, unser lieber Pate, Neffe, Vetter und Schwager Otto Jung Obergefreiter in einer Panzerdivision im blühendeh Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerz: Otto Jung II. und Frau Marg., geb. Mohr; Mariechen Bopp, Braut; Anna Jung Wwe.,geb. Port; Karl Mohr I., Familie Ludwig Bopp nebst allen Verwandten. Watzenborn-Steinberg, Garbenteich u. Hausen, den 20. August 1942. Die Beerdigung findet am Samstag, 22. Aug., nachm. 3 Uhr, in Watzen born- Stein berg statt. Mit den Angehörigen trauern um ihren lieben Mitarbeiter Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik, 6. m. b. H., Gießen. 04064 über ein Girokonto Am 20. August ist meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter u. Großmutter Marie Erbe, geb. Schneider im Alter von 66 Jahren nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden sanft entschlafen. In tiefem Leid: Ludwig Erbe Wilhelm Erbe und Frau Familie Franz Braun Familie August Junker. Lollar, den 21. August 1942. Die Beisetzung findet Samstag, den 22. Aug., um 8% Uhr nachmittags, von der Leichenhalle aus statt. Für die überaus zahlreichen Geschenke und Gratulationen, die mir anläßlich meines 86. Geburtstages zuteil wurden, sage ich allen auf diesem Wege meinen tiefgefühlten Dank Frau Hammel Wwe. Gießen, Asterweg 50 _________________________04067 / Gloria-Palast, Seltersweg: Königswalzer Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Artisten 2386^ Tägl. 3,5.15.8, So. 2.30,5,8 Uhr | Verkäufe | Bett Sprungfeder- Kastenmatratze und 3teil.Kavok- matratze Mk. 40, zu verkaufen 04065 Anzusehen im Altersheim, Johannesstr. 7, Gartenhaus. Neicksbahn- Schaffnerin- llniform,Gr.40, für RM. 30.—, Petroleum- Kocher für RM. 9.— zu verkaufen «io«- Wernerwall 7v »3* es ist Sfr FS (Mchdrm Die Berg' Hauptsache Stamme: d ke! en us Aan-Sebl bewohnen.' Terek-Flusse Heerstraße' mittleren T oder D a g Meeres. D wichtigsten! liche Sprach Sitten und auf, was o Anders i Übewiegen stamme bei Mr bei de. Ml gehör Religion ai drei Vierte ein Viertel durch, daß i gen mit fr gleiche Um Osseten, als standen als und daher durch die V Das zeigt s Trotzdem t Gebräuche bemühen si Tradition i zum Beisp einen taute mit den sov der andere ter den Kc Osseten am „Wat", d. bitten der Verhältnis Von den am frühest treten, und Zeit, als Di Diel später Religion tu Die Ady, des sechster Christentum siebzehnten dert. Erst Krim und > Meeres, bi folgte allm Lslamisieru daß Mr s Meer und die Selbstä stetige Kan anlaßte die sen und dk wurde in j Hindernis Kaukasus. Auch in Religion fr bare Diens ten die Ru terdrückuna gegenüber" Die gottlo, daher selbs zaristische 'chen Jan- Man bedei fanatische Zweifache: M auf x hhrt, daß Kaukasiern nen M d Meitunq kann, weil ^ssen uni bererseits, ?1^egen, ikl? 5»”f Aei alh Mitte der Jiale Kl ^roberunq Müch-, L »rch b, U >n f( fr Qm K° ^undschgf oberer», J !ltllenoeifcr K