z ft« U f. Nachdruck, auch mit Zm Büro der „Internationalen Schlafwagen-Ge Der Nord-Donez überschritten Luft- Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, von der (Baden) n bekannt film ellvertretuk ür PM a in Urlaub ;mmingen »er er ,ger-Regt* ieider .Ketty ser ;eN 9>nn nitz >kte. eichrveri-. n Spiele- Ballen derjenigen, die berufen oder gezwungen oder willens sind, den Sommer in Istanbul zu verbringen. Sie nehmen nicht nur ihre Kleider mit, sonder auch Kochtöpfe, Teppiche, Bettzeug, den Radioapparat, die Nähmaschine und das Sportgerät, um die vorübergehende Häuslichkeit am Bosporus auszugestalten. Der „Anadolu-Expreß" ist übrigens nicht das einzige Beförderungsmittel zwischen Ankara und Jstan- den. Die Verbindungen Englands und der USA. nach China, den Philippinen und Indien sind unterbrochen, Australien ist praktisch fast isoliert. Auch Kapitän Hiraide sieht die englisch-amerikanische Entlastung für die Bolschewisten als eine Folge der Schiffsraumnot an, und sagte: „Die Rooseveltsche Politik, dauernd ermutigende Reden zu halten, wird keinen neuen Schiffsraum schaffen. Die Tatsache, daß die amerikanische Schiffsbaukapazität nicht einmal genügte, um selbst die Hälfte der versenkten Tonnage zu ergänzen, ist ein unwiderleglicher Beweis dafür, daß der Schiffsbau in den USA. überhaupt keine Fortschritte macht." , Neben diesem Beitrag Japans durch die Derfen- kung feindlichen Schiffsraumes hat die japanische Marine den Waffen der Achsenmächte noch einen besonders wertvollen Dienst erwiesen durch ihre Siege über die Kriegsflotten der Gegner. Seit Pearl Harbour, den Seeschlachten in der Javasee, im Korallenmeer und bei den Midwayinseln haben die ^vind Ankaras kommt... , | Im Gegensatz zu Istanbul ist in Ankara die Hitze dank der Höhenlage von 900—1000 Meter trocken M daher erträglich, auch wenn das Thermometer über 36 Grad und höher steigt. Stechmücken sind natürlich vorhanden, sie gehören zum Orient. Die systematische Bepflanzung Ankaras und seiner Umgebung mit Bäumen und die Anlage von weiten Eninflächen sind nicht ohne Einfluß auf das Klima geblieben. Häufiger als vor zehn Jahren noch erquickt ein kurzer, aber heftiger Sommerregen die Stadt. Die Errichtung eines Stauwerkes im Tal von Tchubuk — eine große deutsche Leistung — hat die Wasserversorgung der Stadt völlig gesichert, und erlaubt die Grünhaltung von Gärten und öffentlichen Parks den ganzen Sommer hindurch. Wer die dürre, kahle anatolische Hochebene kennt, der weiß diese große Errungenschaft zu würdigen. Auch im Sommer ruht der Sport im heißen Ankara nicht. Tennis, Reiten und Schwimmen werden eifrig betrieben, die beiden ersten Sportarten allerdings nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, siür die Schwimmer gibt es im Park des staat- lihm Mustergutes, dem „Gasi Orman Tschiflik" vor der Stadt ein offenes Schwimmbecken, das, in Be- Mn ausgeführt, die Umrisse des Schwarzen Meeres '^Allabendlich gegen 18 Uhr rollen lange Autokolonnen zum Bahnhof, nicht nur um die Abrerfen- den zu befördern, sondern um die Schar der ab- sitk-dnehmenden Zurückbleibenden an die Bahn zu bringen. Das gehört zur Tradition Ankaras, daß die nach Istanbul fahrenden Sommer-Urlauber mit großem Zeremoniell zum „A n a d o l u - E x - preß" geleitet, dessen drei oder vier Schlafwagen ir tiefen Wochen lange im voraus ausverkauft sind Wenn gar ein Botschafter oder Gesandter die Reife Hontritt, meist von einem Teil seines Mitarbetter- sbbs begleitet — denn in Istanbul geht sa die diplo- Vruck und Verlag: vrühlscheUntverfttStrdruckerelL Lange amerikanische und englische Admiralität nicht einmal mehr gewagt, die Japaner in ihrem Bemühen zu stören, die eroberten amerikanischen und englischen Gebiete aufzubauen. Nichts kann wohl die Berlin, 20. Juli. (DNB.) Im südlichen Abschnitt der Ostfront erreichten deutsche Panzerverbände am 19.7. im Nachstoß gegen den weichenden Feind ein wichtiges Höhengelände. Die deutschen Panzerkräfte brachen die Gegenwehr der feindlichen Infanterie und Panzer und stießen weiter vor. An verschiedenen Stellen wurde der Nord-Donez von Schnellen Truppen überschritten. Dabei wurde eine feindliche Kampfgruppe überflügelt und eingeschlossen. Bei der Säuberung des neugewonnenen Gebietes wurden zahlreiche versprengte Kampfgruppen des Feindes aufgerieben. Die Luftwaffe griff erneut den Straßen- und Eisenbahnverkehr der Bolschewisten südlich Rostow an und belegte mehrere Donübergänge mit Bomben. Am Don wurde eine Brückenkopfstellung gegen wiederholte starke Angriffe der Bolschewisten erfolgreich verteidigt. Durch erneuten Abschuß von 15 feindlichen Panzern erhöhte sich die Zahl der vor diesem Brückenkopf vernichteten Panzerkampfwagen auf 57. Der Wehrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquarller, 20. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Süden der Ostfront sind, nachdem die Regenfälle beendet sind, die Verfolgungskämpfe in südlicher und östlicher Richtung wieder in vollem Gange. Kampf- und Schlachkfliegerverbände zerstörten feindliche Kolonnen ostwärts Rostow, vernichteten wichtige Rachschubverbindungen des Feindes im Mündungsgebiet des Don und unterstützten wirksam die Versolgungskämpfe im Donezbogen. Der Feind griff auch gestern mit starken Kräften den Brückenkopf Woronesch an. Alle Versuche zur Rückeroberung der Stadt wurden in harten h n ninger iteriechd t bekannt bul. In der guten Jahreszeit besteht eine tägliche Flugverbindung in beiden Richtungen. Es wird sehr vorsichtig geflogen. Wenn Schlechtwetter- Meldungen vorliegen, fällt das Flugzeug aus. Die Maschinen sind kostbar, Ersatz in der jetzigen Kriegszeit schwer zu beschaffen. Man will also das geringstmögliche Risiko haben. Krastwagenbesitzer, die sich noch einer gewissen Benzinzuteilung erfreuen — 6 Liter pro Tag —, übrigens vorwiegend Diplomaten, machen hin und wieder die Fahrt zwischen den beiden Städten im Kraftwagen. Wenn sich in diesen Formen der Abzug vollzogen hat, dann ist Saisonschluß in Ankara und es tritt die Sommer- ruhe ein, die gewöhnlich bis kurz vor Beginn des. Festes der Republik Ende Oktober dauert, worauf dann der Reisestrom in umgekehrter Richtung und unter den gleichen Bedingungen einsetzt. waffe erfolgreich unterstützt, abgeschlagen, und hierbei wurden von 60 angreifenden Panzern 36 vernichtet. 3m Raum um Moskau wurden Eisenbahnziele bei Tag und Rächt mit vernichtender Wirkung angegriffen. Südlich des 3 l m e n s e e s scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Bei diesen Kämpfen wurden eine bolschewistische Gruppe vernichtet und 19 feindliche Panzer abgeschoffen. Das Hafengebiet von M u r m a n f k wurde am gestrigen Tage mit besonderem Erfolge bombardiert. 3n Dockanlagen, Kraftwagen und Betriebs- stofflagern entstanden große Brände. 3agdflieger schossen hierbei über der Kolabucht 17 feindliche Flugzeuge ab. 3n Rordafrika beiderseitige Kampftätigkeit von örtlicher Bedeutung. Rordostwärts London erzielte ein Kampfflugzeug bei Tage Bombenvolltreffer in einem bedeutenden Rüstungswerk. 3m deutsch-holländischen Grenzgebiet warf ein britisches Flugzeug am gestrigen Tage einige Bomben auf Wohnviertel. Das Flugzeug wurde abgeschoffen. Die britische Luftwaffe griff bei Rächt mit schwächeren Kräften einige Orte an der Deutschen Bucht, vor allem die Städte Bremen und O l - den bürg, an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Drei feindliche Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. Bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen im Brückenkopf Woronesch zeichnete sich eine schlesische 3nfanteriedivifion besonders aus. Das 3agdgeschwader Udet errang seinen 2500. Luftsieg. vissenlch Mmch« er Mc. gesetzt un: Mtwa iann.ii ülograim irfsbedun erte Han «ehung br ldepflichtu ner Herd: mengen i? )ürr, da eines m Kalbest igwertige' oie hort' tadt wegn mordiM :n die Str ie Rech hnattr Üen Uf> 'riet j, Ötl«. Beilagen: Gießener ftamilienblätter isimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1.80 Kustellgebüör,.. >, -.25 uch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt ernsvreckanschluß 2251 )rahtanschrift:,Anzeiger" roltscheck 11686 F-ranktt/M. Flucht an -en Bosporus Von unserem WEB.-Berichterstatter. Japans Beitrag zum Siege Von unserer Berliner Schriftleitung. Hanr Stots; Üölumföfil V.» V.|U/.«U|~.Z.3..,--1- .....—■ Z i. Lange5i starker Ministerrat vorhanden fein. Die Staats« üifrüiH beamten können Urlaub nehmen, aber ihr Arbeite Viemtag,2i.ZuNMr Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VrUhr desVormittagS Auzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite r 7Nvf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitßanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25% ment pan übergegangen ist, klarer beleuchten als diese völlige Passivität der Yankees und Briten. Nach dem mißglückten Versuch, bei den Midways die verlorene Seeherrschaft wiederzugewinnen, hat Roosevelt hllflos zusehen müssen, wie die Japaner die Meuten, die Derbindungsbrücke zwischen Alaska und Sibirien, besetzten und damit die eine Straße, auf der die USA. Stalin Hilfe reichen konnten, unterbrachen. Der andere Weg über Murmansk und Archangelsk wird von deutschen U-Booten und Fliegern für alliierte Lieferungen unpassierbar gemacht. So hat die Zusammenarbeit der Achsenmächte mit Japan eine erhebliche Schwächung des Gegners auf ollen Wegen erreicht. Japans Erfolge reichen weit über den Pazifik hinaus. Auch Deutsche und Italiener spüren dankbar die Wirkung des japanischen Beittags zum Siege. z USA.-panzer. Wie sehr die Angriffe des Frühjahrs, die Schlachten auf der Halbinsel Kertsch und südostwärts Charkow, ebenso wie die Erstürmung Sewastopols nur Ouvertüren zum allgemeinen Sommerangriff waren, zeigt sich jetzt immer deutlicher. In den angstgeschüttelten mitilärischen Kombinationen unserer Gegner hatte vor diesem deutschen Stoß ein Angriff von Taganrog aus in Richtung Rostow eine große Rolle gespielt, aber die deutsche Strategie hat wieder einmal ganz anders gehandelt und den Gegner durch einen unerwartet großen Frontalstoß aus einer Front von über 500 Kilometer Breite mit der Durchschlagskraft der deutschen und verbündeten Waffen so vollständig überrascht, daß er unfähig wurde, die gesamte Linie zu halten und im Wirbel der Versolgungsschlachten die Uebersicht über seine Truppen vollständig verlor. Wir hatten, wie jetzt immer deutlicher wird, weit nördlich den Stoß angesetzt, waren frontal vorgegangen und hatten die Stellungen des Gegners durchbrochen, um einmal für unsere Panzer das günstigste Gelände, die weiten Flächen der Schwarzerde und dann der Donsteppe zu gewinnen und zweitens die Häusermassen des eigentlichen Industriegebietes zu umflügeln. Dieser strategischen Idee wurden unsere Truppen in unvergleichlicher Weise gerecht. Wie man dem OKW.-Bericht vom vergangenen Freitag entnehmen konnte, war der Der bvitt'sche Produktionsminister ßg ttelto tl brach am Samstag in düstere Kassandratone aus: „Zu keiner Zeit seit der Schlacht um Großbritannien haben mir uns m schwerer Gefahr befunden. Es wäre Wahnsinn, ableugnen zu wollen, daß die uns bevorstehenden 80 Tage zu den ernstesten gehören, denen wir uns je gegenüber gesehen." Und Der „Observer" bemerkte, daß das englische Volk noch nicht voll die Gefahr einer verlorenen Attan- ttkschlacht erkannt habe. Jedenfalls hat allein in der letzten Woche die alliierte Handelsflotte durch Deutschland einen Verlust von 360000 BRT. erlitten. Jedoch auch Japans Marine hat sich in diesem Kriege von einer die Amerikaner geradezu entsetzenden Tüchtigkeit erwiesen; ihre Erfolge haben nicht nur in der Versenkung amerikanischer Schlachtt schiffe und Flugzeugträger bestanden, sondern auch in der Unterstützung, die Japan mit seinen Akttonen gegen die feindliche Handelsschiffen im Indischen Ozean bis vor Madagaskar den deutschen und italienischen Ubooten in ihrem Kampfe auf den anderen Meeren gewährte. Wie ein Sprecher des Kaiserlichen Hauptquartiers in Tokio, Kapitän Hiraide, a» S WS8 «w ----- HandlangerdesKeindes Von Karl Nckermann. NSG. Es war unschwer vorauszusagen, daß jene bereits vor Kriegsbeginn von den Briten begonnenen Agitationsoersuche, eine Trennung von Führung und Volk im nationalsozialistischen Deutschland herbeizuführen, im Kriege selbst im verstärkten Maße ihre Fortsetzung finden würden. So hat denn auch der plumpe Anbiederungsversuch in dieser Richtung, der mit dem feliaen Andenken King Halls verbunden ist, weitere Nachahmungen erfahren. Freilich vermochten auch sie nicht irgendeine Wirkung zu erzielen. Man mußte wohl oder übel erkennen, daß dem deutschen Volk mit dem Nationalsozialismus neben der phnsischen vor allem eine seelische Rüstung gegeben worden war, die eine Wiederholung der erfolgreichen Beeinslus- sungstaktik, wie man sie noch im Weltkrieg in entscheidender Weise zum Tragen brachte, aussichtslos erscheinen ließ. Wenn also von der Feindseite dennoch mit einer bemerkenswerten Zähigkeit an diesem Versuch festgehalten wurde, so mußten hier schon gewichtige Gründe vorliegen. Sie sind uns nicht unbekannt, und wir wollen es daher auch nicht unterlassen, die Voraussetzungen jener augenschein« lich gegen alle Vernunft sprechenden, von den Briten jedoch stur beibehaltenen Taktik eines Trennungsversuchs von Volk und Führung klar und offen aufzuzeigen. Wir wollen damit nicht nur zum Ausdruck bringen, daß wir durchaus wissen, wie der Hase läuft, sondern sind auch der Meinung, daß die eigene Erkenntnis von vorhandenen schwachen Stellen ihre Ausnutzung durch den Feind von vornherein verettelt. Es sind vor allem zwei Gründe, die die angloamerikanischen Agitationspläne hoffen heißt. Erstens ist es die Spekulation auf die im deutschen Charakter geschichtlich belegte Kritiksucht und Nörgelei, die sich sehr oft von den Jnteressen- gvenzen der Nation ungehemmt bis zum vollendeten Dolksoerrat zu entwickeln vermag. Nun weiß man sicher auch beim Feinde sehr genau, daß diese Schwäche, soweit es sich um das politische staatliche Leben des Reiches handelt, eben durch den Nationalsozialismus überwunden wurde, ja, daß die Idee des Führerstaates nicht zuletzt in der Abwehr dieses so oft am Zerfall des Reiches schuldigen Fehlers ihre eigentliche Begründung fand. Das Warten auf einen Erzberger ober Liebknecht, auf Politiker oder Journalisten, die jede Maßnahme der Kriegführung mit zweifelnder Kritik und schließlich 'Verrat begleiteten, würde heute freilich mir kalte Füße einbringen, mehr aber nicht. Das weiß man, man weiß aber dazu, dqß der Nationalsozialismus diese Erfolge neben einer unendlichen, keine Mühe sck-euenden Erziehungsarbett nur durch die rücksichtslose Ausmerzung allen egozentti- schen, dem Gemeinschaftsinteresse entgegen- testenden Denkens und Handelns erreichen konnte. Das dadurch entstehende unvermeidbare Kontingent der Mißvergnügten, das feinem Groll über das Eingreifen in feine über- kommenen Lebsnsgewohnh eiten trotz aller Aufbauerfolge des Nationalsozialismus in den Krieg hin- üb er gerettet hat, darf für sich heute die Ehre in Anspruch nehmen, für die britische Agitation als zweites Aktivum angesehen zu werden. So tragbar nun diese Volksgenossen für uns in den Friedensjahren auch empfunden wurden, und das möge bereits vorausgeschickt fein, so erfolglos eee* platz bleibt Ankara. / Dennoch ändert der politisch-diplomatische Som- Mtrumzug das äußere Gesicht und die Alltagsgewohnheiten Ankaras recht erheblich. Für die in Ankara Zurückbleibenden entsteht die Frage, wie sie sich dem stillen und glühend heißen Sommer in der Derlhffenen Hauptstadt hin geben und anpassen sollen. Die letzten Frack- und Smokinq-Gelegenhei- ten sind vorbei, wenn der Außenminister in seiner hochgelegenen Parkvilla von Tschangkaya die beiden Abendempfänge für Regierung, Diplomatie und Presse gegeben hat. Dor dem Krieg war nur ein Aschlußfest fällig. Heute sind es zwei, gemäß den ,ni beiden feindlichen Lagern, in die der Krieg die Welt 'M geteilt hat. Die „Neutralen" sind — Kriegsgewinnler, denn sie werden zu beiden Empfängen ein- Ifyfaben. Wenn das vorbei ist, kommt die dicke, schwarze Abendkleidung in den Schrank und der veiße Anzug regiert. Man trachtet danach, noch einen Ventilator zu erstehen oder gar einen der we- ; fligen noch käuflichen elektrischen Kühlschränke. In b:n frühen Vormittagsstunden werden die Fenster geschlossen und verdunkelt und bleiben es bis zum Einbruch der Dämmerung, wenn der kühle Abend« Verfolgungskämpfe in vollem Gange Bon unserer Berliner Schriftleitung. man q£ nrchMir ’Pften % eise burt, Asbach nter M M S dir Könige des ehemaligen Jugoslawiens residierten i Austra- iffl Sommer nicht in Belgrad, sondern in Veldes- anfänglich frontal nach Osten angesetzte breite Durchbruch gelungen, aber bann setzte, nachdem vorher schon die südlichsten Teile der deutschen Front, als die Zeit dafür gekommen war, in den Kampf ein gegriffen hatten — wie der OKW.-Bericht vom 14. Juli meldete — eine Richtungsänderung ein. Der Wehrmachtbericht vom Freitag meldete ein Abbiegen der Angriffsrichtung nach Südosten und dann nach dem Süden. Der Gegner wurde nach dem Willen der deutschen Führung immer mehr auf den Unterlauf des Don zurückgewovfen. Am Samstag wurde aus dem Führerhauptquartter die kurze, aber vielsagende Tatsache berichtet, wonach östlich von Rostow der Unterlauf des Don von uns in breiter Front erreicht worden fei. Die eingeschlossenen bolschewistischen Kräftegruppen wurden abgeschnitten und vernichtet, dann der Kampf in frontalem Angriff, diesmal wieder nach Osten, roeitergetragen. Am Tage vorher war die größte Jndusttiestadt des Donezbeckens, Worüfchilowgrad, von unserer Infanterie gestürmt worden. Nach hartnäckigem Ableugnen wurde in der Nacht zum Montag der Fall dieser Stadt vom Gegner auch zugegeben. In den letzten acht Tagen haben die Bolschewisten erlebt, daß der Führer und seine Soldaten Erfolge errangen, die die schwärzesten Erwartungen Stalins noch übertrafert. P2. Jahrgang Nr. M CTidbemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Bei' den Kämpfen zwischen Donez und Don traten erstmalig amerikanische Panzer auf, von denen gleich zu Beginn des deutschen Vormarsches mehrere abgeschossen b,zw. erbeutet wurden. — Unser Bild zeigt einen USA.-Panzer vom Typ „Tank Light M 3", der eine Besatzung von vier Mann hat und mit einer Funkeinrichtung ausgestattet ifU Die Bewaffnung besteht aus einem Geschütz, met Maschinengewehren und einem Fla-MG» (PK.-Kriegsberichter Schröter. sSchK Maschen, um sich ihre Schlafwagenplätze nochJstanbul zu sichern, Die Staatsbahn mußte ttotz der äußerst angespannten Transportlage ein Sinderzugpaar zwischen den beiden Hauptplätzen des Landes einlegen. Der alljährliche große Auszug aus Ankara, der Strom zum grünblauen Gestade des Bosporus und des Marmara-Meers ist im Gange. Es ist Saison-Schluß in Ankara, diplomatisch, politisch und gesellschaftlich. Aehn- liche Erscheinungen kennt man überall im Vorderen Orient. Der bulgarische Hof siedelt nach Euxinograd bei Varna um, in Rumänien gehen Hof und Diplo- motie aus der Hitze Bukarests in das kühle Sinaia, len-yndeo artens^’ 12 „ M Blcd im slowenischen Gebirge, in Aegypten vollzog sich vor der Rommel-Offensive um die gleiche Jahreszeit der Umzug von Kairo nach Alexandrieti. Als Kemal Atatürk durch ein Machtwort aus Ankara die Hauptstadt der türkischen Republik werden ließ, lag das entthronte Istanbul ein paar Jahre sozusagen in Acht und Bann. Dann aber setzte sich die alte Hauptstadt wieder durch, als Sommerfrischenfitz, als Ort der Entspannung. Fast alle führenden Türken haben in Istanbul oder Um- giung einen Sommersitz; die diplomatischen Vertretungen verfügen noch aus der Zeit, als Istanbul Hauptstadt war, über ihre Sommersitze in den Bos- porusDororten Yeniköi, Therapia und Büyükdere. 3n Juni bis Ende Oktober verlagert sich also der itisch-diplomatische und der gesellschaftliche Bettieb ochi Ankara nach Istanbul. Oie Frage, ob das praktisch oder gesundheitsfördernd ist, wagt niemand zu entscheiden. In den primitiven Anfangsjahren der Residenz Ankara war der Wunsch verständlich, ein paar Monate eine andere Umgebung zu genießen. Heute trifft das nicht mehr zu, denn die vornehmen Türken, Minister und Abgeordnete, haben in Ankare bessere und komfortablere Häuser, als in Istanbul, und das gleiche gilt für die Botschaften und Gesandtschaften. Für , „ .den Geschäftsbetrieb ist es zweifellos störend, wenn ■ ? t alhährlich ein gewaltiger Umzug diplomatischer Ak- knkisten und dem dazugehörigen Personal nach u ra Wianbul stattfindet und doch in der Hauptstadt aus- at>r 1961 « reichende „Stallwachen" den Dienst versehen müssen. Die Regierung als solche zieht ja nicht um. Der Staatspräsident geht zwar auf Provinzreisen, die hm Erholung und Fühlungnahme mit dem Land bitten, auch die Minister und Abgeordneten reisen, - immer kommt es aber auf ein Pendeln zwischen Gkara und Istanbul heraus. Allemal muß in Antara ein beschlußfähiger, also mindestens acht Mann y fli schort vruninK. ’ ,re ßi . hielt <■> - ... , . urchsetz i fe schäft" am Atatürk-Boulevard drängen sich die [ fjjgj• mVwizRnrt tim «Kra lKr(ifnfmnni>nnlnfaa istr in fr. Quellenangabe, verboten.) | malische Arbeit weiter —, so findet sich an der Bahn Ankara Juli 1942. alles ein, was zu der gleichen Flagge gehört. In den Gepäckwagen stapeln sich die Koffer, Kisten und Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Von der produktionskrisis in die Echiffahrtskrisis 3«®! auch sch w «teilt h« Nordirland ein. Die Truppen entsprechen un- (Nachdruck verboten.) 37. Fortsetzung. > 6 Ctobora mit Befriedigung stellt sie fest, daß es sich genau so verhält, wie sie gesagt hat: es existieren mit Sicherheit nur die beiden Exemplare, die Herr Albrecht Sierinck bestellt hat — Herr Albrecht Sie- rinck, Groß-Fontenay. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. nen Form vom Reichstag verabschiedet. Es sind dies die Gesetze über die Erhöhung der Einkommen-, der Erbschafts- und Schenkungssteuer, über eine außerordentliche Waldsteuer sowie über die Besteuerung der Sparbanken. Meine politische Nachrichten. Der Führer hat der Witwe des verstorbenen ,111! » w* Der erste vollausgerüstete Verband farbiger Trupp en 5 ~ Plötzlich machen ihre Gedanken einen jähen Sprung, der sie etwas erschrecken läßt, hat sie nicht einmal etwas von Beziehungen zwischen dieser Tänzerin und Detlev Nehl gehört? Und von Detlev stammt der Entwurf zu dieser Kette — er wird es nicht so genau genommen haben mit dem Versprechen, die Zeichnung nicht zu wiederholen, er hat den gleichen Schmuck für seine Freundin anfertigen lassen. Es war doch wohl sehr unüberlegt, daß sie den Namen genannt hat. Umkehren und Bauer erzählen, was ihr soeben eingefallen ist? Nein! Nach Möglichkeit nie wieder dieses Haus betreten! Aber wenn sie die Gewißheit hat, daß es nicht ihre Kette war, die sie an Katta Serenas Hals gesehen hat, dann kann sie immer noch schreiben, oder anrufen, ein wenig drückt sie das unbehagliche Gefühl, als ob sie eine falsche Anschuldigung erhoben hätte. Mit einem raschen Entschluß biegt sie von ihrem Weg ab. Es ist das einfachste, einmal bei Grotjahn nachzufragen, wie es sich mit dem Entwurf verhält. Leider ist niemand im Geschäft, den sie persönlich kennt, weder Herr Grotjahn nach Fräulein Köster. Aber die Dame, die sie empfängt, ist sehr gewandt und höflich und weiß anscheinend gut Bescheid. Sie erinnert sich sehr genau der Bestellung, der Entwurf ist bei Herrn Grotjahn angefertigt und nicht zurückgegeben, er ist sofort nach der Ausführung vernichtet, es ist ganz ausgeschlossen, daß eine Massen wäre danach hergestellt wird, die gnädige Frau kann darüber ganz beruhigt sein. Das lange schmale Buch liegt auf der Glasplatte der Theke, das Fräulein blättert eifrig darin, und Nein! Katta ist fest entschlossen, diesem Mann die die Freude an seinem Beruf zu verleiden. Sie ist nicht die Frau, sich auf so plumpe Manier aus- fragen zu lassen. Wenn Frau Sierinck etwa die Absicht hat, einen Ehescheidungsprozeß anzustrengen, muß sie sich andere Zeugen suchen. Einen Herzschlag lang stellt sie sich mit der ganzen aufflammenden Wärme ihres Gefühls schützend vor Albrecht Sie- rmck — was ist denn geschehen? Nichts! Was hat er verbrochen? Gar nichts! Aber diesen Ehefrauen geht es viel zu gut — alles haben sie: einen Mann, der für sie schafft und sorgt, ein wunderbares Heim, die reizendsten Kinder — und eine solche Frau hat den traurigen Mut ihren Mann bespitzeln zu lassen, weil eine gute Freundin, die auch nichts Besseres zu tun hat, Klatschereien anzettelt: sie hat den braven Ehemann gesehen — unerhört! In der Gesellschaft einer Tänzerin! In diesem Augenblick haßt Katta keinen Menschen so heiß und inbrünstig wie Irmela Sierinck. Dieses verwöhnte Püppchen, das einen solchen Mann überhaupt nicht verdient! Und dann an eine Frau, die hoch über ihr steht, Ohrfeigen austeilen möchte — weil es eine Tänzerin ist- Und warum? Um sich scheiden zu lassen? Ach, wahrscheinlich nicht einmal das — um Szenen zu machen? Um einen neuen Hut oder einen neuen Schmuck zu erpressen. liche Anteilnahme ausgesprochen. * Eine Delegation der türkischen Presse unter Führung des türkischen Politikers und Abgeordneten Necmeddin Saddak und des Generaldirektors der türkischen Presse Dr. Selim Sarter, traf auf Ein-' labung der Reichsregierung zu einer Deutschlandreise in Berlin ein. Reichspressechef Dr. Dietrich gab zu Ehren der türkischen Gäste einen Empfang, an dem zahlreiche hervorragend Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht teilnahmen. ist ihm doppelt verdächtig, und eine so ruhige und beherrschte dreifach. „Wollen Sie mir bitte zunächst einmal genau sagen, was Sie am Donnerstag, den siebenten getan und getrieben haben, wo Sie sich aufgehalten haben, mit wem Sie zusammen waren?" Katta weiß es sehr genau. Und bei dieser ersten Frage glaubt sie zu wissen, um was es sich handelt. Dieser Mann, der das Mädchen mit irgendeinem Blechschildchen erschreckt hat, so daß sie ihr angstvoll zuflüsterte: „Es ist ein Herr von der Kriminal —", dieser Mann hat natürlich nichts mit der Polizei zu tun, sondern kommt von einem privaten Detektivinstitut, das eine eifersüchtige Ehefrau in Bewegung gesetzt hat. „Arn Donnerstag? Das weiß ich nicht" sagt sie mit einer kühlen spöttischen Gleichgültigkeit. „Ich bin zu Hause gewesen — oder ich bin ausgegangen — vielleicht allein, vielleicht mit Bekannten, abends bin ich aufgetreten, das ist das einzige, was ich genau weiß, sonst hätte ich einen Strafzettel bekommen." Diese Art verdrießt Bauer ziemlich, sein sonst so gutmütiges Gesicht strafft sich und läuft rot an. -.Sie werden vielleicht doch etwas genauere Angaben machen können!" „Nein." Sie wagt es, überlegen zu lächeln. „Bin ich gesetzlich verpflichtet, ein Tagebuch zu führen? Ich denke kaum. Wenn dieses Gesetz neuerdings ein» geführt ist, werde ich von heute an genaue Aufzeichnungen über meinen Lebenslauf machen. Rückwirkende Kraft dürste es wohl nicht haben. Das ließe sich schwer ermöglichen." „Bitte, strengen Sie Ihr Gedächtnis ein bißchen an!" "Das nützt gar nichts!" erklärt Katta mit einer aufreizenden Liebenswürdigkeit. „Je mehr ich es anstrenge, um so mehr versagt es. Ich habe ein sehr schlechtes Gedächtnis." „Das scheint so", murmelt Bauer ingrimmig und kritzelt eine Bemerkung auf sein Papier« Gge A ’ Kess gefähr dem britischen Pionierkorps. Bei chrer Ankunft in Nordirland wurden die -farbigen Truppen von der Bevölkerung herzlich begrüßt (!). * Die Londoner Sonntagszeitung „People" meldet aus Kairo, nach den kürzlichen Erfolgen Rommels in Nordafrika feien 2000 Aegypter von den britischen Militärbehörden verhaftet worden. Auch werde schroff gegen alle vorgegangen, die sich als achsenfreundlich verdächtig machten. * Der portugiesische Truppentransporter „3oao Belo" ist nach siebenmonatiger Reise, ohne seinen Auftrag erfüllt zu haben, nach Lissabon zurückge- kehrt. Der Dampfer war im November mit einem Truppenkontingent nach Timor in See gegangen. 49. Bauer schickt den Kommissar Lürsen zu Herrn Albrecht Sierinck, um einige Fragen an ihn richten zu lassen, während er selbst die Tänzerin Katta Serena aufsucht. Es ist immerhin nicht uninteressant zu erfahren, wie sie zu der Kette gekommen ist. Katta Serena ist durchaus nicht gelaunt, den Besuch eines fremden Herrn zu empfangen. Und daß sie genötigt ist, ihn zu empfangen, weil er sich ausweist, macht die Begrüßung auf beiden Seiten nicht freundlicher. Sie steht sehr aufrecht mitten im Zimmer, hält die Ellbogen mit beiden Händen fest und scheint nicht gesonnen, ihm einen Stuhl anzubieten. Ihr kühles „ Was wünschen Sie von mir, bitte?" verärgert Bauer ein bißchen. „Sie gestatten wohl, daß ich mich setze!" sagt er obenhin. „Ich werde Ihre kostbare Zeit ein paar Minuten in Anspruch nehmen müssen. Ich habe einige Fragen an Sie zu richten." „Bitte." Er setzt seine Aktenmappe auf den Boden, zieht seinen Mantel aus und sucht sich einen leidlich bequemen Platz mit dem Rücken gegen das Licht. Aber diese Person denkt nicht an das leiseste Entgegenkommen, sie bleibt stehen oder macht ein' paar Schritte, sie scheint nicht geneigt, sich ihm unaufgefordert gegenüberzusetzen, und dieser Widerstand, den er spürt, macht ihn von vornherein gereizt. Sie ist sehr schön und sehr stolz in ihrer Haltung. Es ist nicht ganz leicht, sich diesem Eindruck zu entziehen, aber fein gelehriger Schüler Butenschön sagt nicht mit Unrecht, daß Sympathien und Antipathien das Urteil nicht trügen dürfen. Im Gegenteil, Bauer geht noch einen Schritt weiter: Eine schöne Frau Aliche - taget 5 n schon hft uni lich unterschätzt. In einer Zeit, wo tausende deutscher Männer den Bestand der Gemeinschaft «on Führer und Volk mit dem Opfer ihres Lebens heiligen, hatten sie versucht, diese Gemeinschaft meuchlings zu zersetzen. Sie standen im Dien st e der Feinde unseres Volkes. Sie wurden daher aus gelöscht. So aber dürfen auch jene Kreise, die als Gerüchtemacher und «-Verbreiter nicht weniger als Handlanger unserer Feinde anzusehen sind, von dem nationalsozialistischen Willen, unsere Gemeinschaft sauber zu halten, überzeugt sein. Mögen sie dereinst nicht auch zu den lieber» raschten zählen. Die Schrumpfung des Schiffsverkehrs nach Südamerika. Berlin, 20. Juli. (DNB.) Auch im Monat Juni 1942 sind die Häfen Argentiniens ebenso wie im Vormonat Mai nur noch von zwei kleinen nordamerikanischen Schiffen mit insgesamt 750 BRT. an gelaufen word en. Man erkennt daraus die ungeheure Schrumpfung des nordamerikanischen Schiffsverkehrs nach Südamerika, verursacht durch die gewaltigen Schiffsraumverluste im Seekrieg gegen die Achsenmächte. Die Tatsache, daß auch die britischen und sonstigen „alliierten" Schiffe im Verkehr nach Südamerika fast völlig ausgefallen sind, geht daraus hervor, daß die argentinischen Häfen im Juni insgesamt nur noch von 104 Schiffen mit 227 250 BRT. angelaufen wurden, was die niedrigste Monatsziffer s e i t v i e- l e n Jahren darstellt. Neue Sieuergesehe vom finnischen Reichstag angenommen Helsinki, 21. Juli. (Europapreß.) Der finnische Reichstag begann die dritte Lesung des neuen Finanzplanes, mit dem der Regierung die Mittel zur Deckung der durch den Krieg bedingten größeren Ausgaben zur Verfügung gestellt werden sollen. Von den insgesamt sechs Steuergesetzen wurden bereits vier in der von der Regierung vorgeschlage- mhäuser fobei üb« ' Der Re tojsmona i: Krieg mgericht« Reinige Hen Un dmten d Zheres i oh n'ch tu mir »n ihrer !C)5 Mi kihilsen ritligt rc Huhn Lve ifienen 1 leslüge ff£ Enter jsirig tnfern P trattion jit Mn D5 über ! wntm je hrbra rningspr Iritgeii „Nein", sagt sie leichthin. „Ich habe mir auch gar keme Muhe gegeben. Ich habe an ganz andere Dinge gedacht. Meine Gedanken gehen immer dahin, wo sie wollen — ich kann sie nicht einfangen." „Das ist sehr bedauerlich — es könnte den Eindruck machen, als ob Sie die Aussage verweigern wollten." „Vielleicht würde ich in einem solchen Fall die Aussage verweigere auch wenn ich mich gänzlich schuldlos fühle." (Fortsetzung folgt.) Zm Der Di 9,5 Rienr . 'M am! «-Das ' |e »n bei 'Mer Sie «tts gele eten. -gepräc wen d _ n Im $n Pros, Jrtt. Ex Meton K fPit ^.Schnei Melan >> sicher Saft »Mrai «n jfilS Z» Äen „Nun, wie ist es? Haben Sie sich unterdessen besonnen?" ihre Wühlerei für die Entscheidung unseres Lebenskampfes bleiben wird, so sehr muß doch darauf hin- gewiesen werden, daß nur ihre Existenz jene Vorgänge erklärlich macht, die wir bei jeder auftretenden Alltagsschwierigkeit des Krieges mit der Gerüchtebildung erleben. Sie allein sind der geeignete Nährboden für jene von noch böswilligeren vom Gelde des Feindes ausgehaltenen Hetzern fabrizierten Gerüchte, mit welchen man das Vertrauen d e s Volkes zu feiner Führung untergraben will. Sie stellen die erste Reihe der Verbreiter dieser feindlichen Machwerke. Bei ihnen hören sich die Gerüchte daher noch durchaus massiv an. Sie wissen das, was sie sagen, meistens noch aus genauer Quelle, im Gegensatz zu jener an Zahl bereits größeren und daher zur Ausweitung des Erfolges unentbehrlichen Kategorie von Schwachköpfen, die diese Agitationsmache dann treu und bieder mit den bekannten anonymen Bemerken „man erzählt sich", „man sagt" usw. weitergibt. Beide Arten aber, ob bewußt ober unbewußt handelnd, betätigen sich als Handlanger des Feindes. In einem Kampf, der um die Zukunft des Reiches und damit um das Leben jedes einzelnen Deutschen gekämpft wird, arbeiten sie im Auftrag der feindlichen Agitation an her Dertrauens- erschütterung des Volkes zu seiner Führung. Das vom Feind angewandte Mittel ist dabei ebenso primitiv, wie es auf primitive Gemüter seine Zugkraft nicht verfehlt. Man wartet geflissentlich auf irgendeine im Kriege nun einmal nicht zu vermeidende Schwierigkeit, beachtet die von der Führung getroffenen Maßnahmen, die die Lage natur- gelnäß nur durch rücksichtslose Ausschaltung aller der Gemeinschaft entgegenstehenden Mißstände meistern kann, — dabei also auch die privaten Bezirke egoistischer Einzelpersonen antasten muß und sich die davon Betroffenen zum Gegner macht —, womit man den Zeitpunkt für gekommen hält, einen geeigneten Start für eine Fülle von ehrver- leumderischen Gerüchten über füh - renbe Männer der Bewegung zu Haden. Der Tenor dieser Hetze ist dann stets die gemeine Verdächtigung, daß diese Männer von den von ihnen getroffenen Maßnahmen nicht berührt werden. Durch die Linse seiner eigenen Seele blickend will dieser Klüngel jenen Mannern, deren einziges Vorrecht seit Jahrzehnten darin besteht, mehr an Sorge und Verantwortung zu tragen als Millionen andere, ein bequemes Dasein andichten. Am Beispiel der Schwierigkeiten in der G e - müfeoerforgung unseres Gaues möge diese Gerüchteentwicklung einmal besonders aufgezeigt fein. Wie bekannt, löste die Feststellung, daß neun Zehntel der anfallenden Gemüseerzeugung im Di- rektoerkehr verschwanden und nur ein Zehntel den Weg zum Markt nahm, die vom Gauleiter in seiner Eigenschaft als Reichsverteidigungskommissar getroffenen Bewirtschaftungsmaßnahmen aus. War nun schon vor dieser Verordnung ein großer Teil der Bevölkerung darüber verärgert, daß er kein Gemüse erhielt, so gesellte sich ihm nach der erfolgten Bewirtschaftung mit weit größeren Unwil- ligkeitsgebärden jener Bevölkerungsteil hinzu, der sich vordem auf Kosten des ersten Teiles durch Beziehungen und lieberpreise in die Lage versetzt hatte, Gemüse zu erhalten. Hinzu kam weiter, daß während einer Uebergangszeik bis zu einem spürbaren Erfolg dieser Maßnahmen in Kauf genommen werden mußte, daß in dem Lager der Unzufriedenen neben der Minderheit jener, denen durch die Verordnung der Weg des direkten Gemüseverkehrs versperrt war, auch die Mehrheit der anderen stand, für die diese Maßnahmen getroffen worden waren, die aber eine Aenderung der Lage nicht sofort feststellen konnten. Das wär freilich zu erwarten und jeder hat auch Verständnis dafür, daß eine solche Situation nicht mit Freudenausbrüchen und begeisterten Heil-Rufen begleitet wird. Kein Verständnis aber wird man dafür aufbringep, daß derartige Schwierigkeiten, die von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung mit selbstverständlicher Anständigkeit ertragen wurde, von einer Welle verleumderischer Gerüchte begleitet wurden. Kaum nämlich waren die Bewirtschaftungsmaßnahmen erlassen, so erschienen die unausbleiblichen „Haben-Sie-schon-gehört?"-Nachrichten. Na, was hatte man nicht alles gehört! Zuerst war da einmal die Tatsache zu vermelden, daß der Gauleiter einen Kühlschrank besaß. Man stelle sich das vor! Es sollen zwar auch noch andere Leute Besitzer von Kühlschränken sein, aber der Kühlschrank des Gauleiters ist selbstverständlich bereits ein Vorwurf; denn was könnte er anderes erhalten, als eben jenes Gemüse, dessen Existenz sonst so legendär ist. Es dauerte dann auch gar nicht lange, bis sich der Kühlschrank zu größeren Lebensmittellagern entwickelte, und der Gauleiter zuerst zum einfachen, später jedoch zum mehrfachen Gutsbesitzer avancierte. Der dramatische Höhepunkt aber roar dann das plötzliche Auftauche des Führers — er inter- ßiffabon, 21. Juli. (DNB. Funkfvnich.) Die Geheimsitzung des Unterhauses über die Schlff- fahrtslage hat die öffentliche Meinung in England und in den USA. über die zur Zeit hoffnungslose Lage auf dem Gebiet des Schiffsbaues aufgeklärt, obwohl die Veröffentlichung irgendwelcher Ziffern sowohl in Washington wie auch in London streng verboten ist. Aber verschiedene Äußerungen zeigen, daß im Augenblick keinerlei Aussichten bestehen, daß die Werften auch nur im entferntesten genügend Schiffsneubauten liefern können. Die amerikanische Schiffahrtskommission gab bekannt, daß die USA. im Jahre 1943 in der Lage sein würde, alle Schiffsverluste durch Neubauten zu ersetzen. Das gleiche war aber bereits für 1942 angekündigt worden. Noch bedeutend ungünsttger werden die Aussichten der englischen Wersten beurteilt, deren Produktion im Laufe der letzten zwölf Monate abgenommen haben soll, statt zu wachsen. Man fragt sich also, was es bedeutet, wenn der „Daily Expreß" erklärt, feit Beginn des Krieges hätten die britischen Werften „jeden zweiten Tag ein Schiff vollendet". Eine solche Angabe sei lediglich zur Täuschung der Oef- fentlichkeit bestimmt. Niemand wisse, ob es sich um 10 000-Tonnen-Frachter ober um Kutter von 50 Tonnen handele. Aber selbst bei einer Durchschnittsgröße von 3000 Tonnen sei diese Bauziffer im Vergleich zur Versenkungsziffer geradezu erschütternd niedrig. „Wir geraten aus einer Krise in die andere, aus der Produktionskrise von 1941 fielen wir in die Schiffahrtskrise des Jahres 1942", erklärt die amerikanische Monatsschrift „Fortune" und fährt dann fort: „Zu allen Zeiten war es ein ungeschriebenes Gesetz schiffahrttreibender Länder, die Schiffsversuste zu veröffentlichen. Daß die Zensur es heute verbietet, ist ein Zeichen dafür, wie ernst die Lage geworden ist. Zu Lande können wir aus taktischen Gründen einmal ein Stück zurück- gehen, zur See können wir es nicht. Wirmüssen die Ozeane behaupten, wenn England verteidigt werden soll, wenn wir unser Bündnissystem aufrechterhalten und den Feind von unseren Küsten fcrnhalten wollen. Trotz aller Zensurvorschriften kann sich die Oeffentlichkeit doch ein Urteil darüber bilden, wie ernst die Lage ist. Wir liefern der Sowjetunion nur einen Bruchteil der versprochenen Kriegsmaterialien. In Südamerika wächst die Erregung darüber, daß die Schiffe der alliierten Völker immer stärker aus dem Süd- amerikcwerkehr herausgezogen werden. Ueberall türmen sich auf den Kais die Frachten zu riesigen Bergen." Das Blatt erklärt, alle Berechnungen über die Entwicklung der Tonnageverhältnisse im iS r liftu" at* litt# M« e Wie ifljtr5c Itter ,,nnn fr Laufe des Jahres 1942 feien durch den deutschen U-Boot-Krieg über den Haufen geworfen worden. In London habe man offenbar für 1942 mit einer Zunahme des Schiffsraumes um mehr als 1 Millson Tonnen trotz aller Versenkungen gerechnet. In Wahrheit aber überfliegen die Versenkungen bei weitern die Neubauten. -Der Wettlauf zwischen Wersten und Torpedos sei noch längst nicht entschieden. England an der Grenze seiner ^Geduld. Lissabon, 21. Juli. (Europapreß.) Der „New York Times" schreibt ihr Londoner Korrespondent, wieder einmal sei dem englischen Volke gesagt worden, daß in Nordcrfrika die britischen Truppen mit großem Mut und größter Tapferkeit gekämpft und sich in guter Ordnung zurückgezogen hätten. Diesmal aber sei es der Rückzug gewesen, der den grüß- ten Eindruck hinterlassen habe. Früher sei das britische Volk bereit gewesen, die militärische Schwäche Englands auf den Mangel an Ausrüstung und auf die Luftüberlegenheit des Gegners zurückzuführen. Dann sei den Engländern gesagt worden, daß mit Hilfe der USA. ein neuer Abschnitt begonnen habe. Die Engländer wollten jetzt endlich wissen, was in der Zwischenzeit getan worden sei. Das Volk habe die Erkenntnis gewonnen, daß iraend etwas falsch sei und es verlange, daß diese Mißstände behoben würden, oder Köpfe rollten. Das Land habe jebt d i e Grenze seiner Geduld erreicht. Außerdem sei, so wie die Dinge jetzt stünden, der kleine Mann im Lande der Anficht, daß England sehr wohl den Krieg verlieren könne. Noch sei kein Zeichen einer Aenderung zu sehen. Viele Leute in England hätten das Gefühl, daß die britischen Militärs sich vollständig auf die Verteidigung eingestellt haben und nur noch versuchten, dje deutschen Schläge zu parieren. Die „New Park Times" schreibt dazu, weder Chur« chill noch Roosevelt hätten bisher irgendein ftrategi« sches oder taktisches Genie entwickelt. Im Gegenteil,' bei Churchill habe es sich schon im vorigen Weltkrieg gezeigt, daß er nicht die Fähigkeiten eines Herzogs von Marlbourough, seines Anherrn, besitze. In Eifa- land werde jetzt die Zahl derer immer größer, die forderten, daß Churchill nicht mehr in rein militärischen Fragen hineinreden solle. Viel anders sehe es auch in den Vereinigten Staaten nicht aus. Man müsse sich nicht wundern, wenn sowohl Churchill als auch Roosevelt sich gezwungen sehen würden, sich eines Marschalls zu bedienen. essierte sich persönlich für den Gemüsefall —, hatte sich mit dem Hinweis, daß er das Kohlrabikontm- gent in Frankfurt a. M. zu ordnen habe, für geraume Zeit von der Front verabschiedet und zwang den Gauleiter zum Rücktritt. Weil die Volksseele nun aber nicht nur Gemüse, sondern auch Blut sehen wollte, mußte sich der Gauleiter auch noch erschießen. Mit diesem Ende merkte man jedoch plötzlich, daß man sich damit des Gegenstandes seiner Phantasie selbst entledigt hatte. Es ging einfach nicht mehr weiter. So nimmt es folglich nicht wunder, wenn jetzt bereits wieder argwöhnisch und mißtrauisch gefragt wird, was der Gauleiter nun wohl wieder mit feinem Selbstmord bezweckt habe. Das nächste Gerücht feiner natürlich „nur durch Beziehungen" ermöglichten Wiederauferstehung wird daher voraussichtlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Man darf gewiß gespannt sein, wie jene Armen im Geiste, die mit gewichtiger Miene diesen Unifinn in bestimmter ober aber auch in fragender Form verbreiteten, eine derartige Metamorphose aufnehmen werden. Zuzutrauen ist ihnen auch die Verdauung dieses Brockens, wie man aus den wiedergegebenen Beispielen tatsächlich umlaufender und oftmals auch geglaubter Gerüchte ersehen kann. Tatsache ist nun, daß durch die vom Gauleiter getroffenen Bewirtschaftungsmaßnahmen des Gemüses seit dem Tage ihres Inkrafttretens eine Ver- vierfachung der Gemüsezufuhr in den Verteilerapparat erreicht werden konnte. Erhielt die Großmarkthalle in Frankfurt am Main vor der Bewirtschaftung täglich 70 792 Kilogramm Gemüse, so steigerte sich diese für die Versorgung der Bevölkerung unzureichende Menge durch die getroffene Bewirtschaftungsmaßnahme binnen acht Tagen auf eine tägliche Anlieferung von 288 648 Kilogramm und hat in der vergangenen Woche 300 000 Kilogramm überschritten. Auch unter Abzug des witterungsbedingten erhöhten Anfalls des Gemüses, der ohne Vewirtschastungsmaßnahmen jedoch kaum spürbar aewesen wäre, ist also ein voller Erfolg festzustellen. Gewiß kann auch ein Gauleiter nicht mehr Gemüse auf den Markt bringen als erzeugt wird, und es werden sich infolge der stärkeren Nachfrage nach diesem Nahrungsmittel auch weiterhin Spannungen nicht vermeiden lassen. Unter Ausscheidung aller gemein, schaftsschädigenden Tendenzen aber sorgte er für die volle Heran führung des erzeugten Gemüses in den Verteilerapparat und eine gerechte Verteilung an den Verbraucher. Mehr wird man auch von einer Hilfsmaßnahme des Nationalsozialismus nicht verlangen können. Wenn man also angesichts dieses Erfolges nochmals die ihn begleitende Gerüchtemacherei überblickt, wird man sie nur als Handlangerdienst der feindlichen Agitation werten können. Durch Beschmutzung der Ehre führender Männer der Partei versucht diese das Vertrauen der Bevölkerung zur Führung zu erschüttern, um bei zukünftig auftretenden Schwierigkeiten nicht mehr mit der Abwehr einer willensmäßig einmütigen Gemeinschaft rechnen zu müssen, sondern auf eine in sich zerrissene, wankelmütige und daher für jeden weiteren Beeinflussungsversuch bereite Bevölkerung zählen zu können. Die letzten Vorgänge beweisen uns allzu deutlich, daß gewisse Ansatzpunkte, die den Feinden eine derartige Taktik trotz aller erlebten Mißerfolge noch immer aussichtsvoll erscheinen lassen, doch vorhanden sind. Wir wissen nun, daß das Vertrauen die wesentlichste Voraussetzung unserer Gemeinschaft und damit unserer nationalen Kraft ist. Wir sind daher nicht gewillt, tatenlos zuzusehen, wie ehrvergessene Individuen, ob bewußt oder unbewußt, dieses Vertrauen zu schädigen versuchen.Hier geht es weniger um den Schutz der führenden Männer der Bewegung, denn diese sind durch reichliche Erfahrungen der Kampfzeit gegen ehrverletzende Verleumdungen mit einer erhabenen Robustheit gewappnet, es geht hier um nicht weniger als den Schutz der Nation. Es ist daher nur selbstverständlich, daß der Gauleiter die Partergenossenschaft aufforderte, unnachsichtig gegen die Gerüchterna cher und ihre Verbreiter vorzugehen. Die Maulwürfe innerhalb unserer eigenen Reihen werden damit erfahren, daß der nationalsozialistische Führerstaat nicht mit jenem Ohnmachtsgebilde zu verwechseln ist, das im Jahre 1918 vor ihrer Wühlarbeit kapitulieren mußte. In der kürzlich vorn Volksgerichtshof Frankfurt am Main abgehaltenen Verhandlung gegen kommunistische Hetzer war das bemerkenswerteste Moment sicher die Ueberraschung, mit der die Angeklagten ihre Verurteilung zum Tode aufnahmen. Man hätte annehmen sollen, daß sie auf einen derartigen Ausgang gefaßt gewesen wären, aber nein, sie waren ehrlich überrascht. Sie rechneten mit ein paar Jahren Zuchthaus, gewiß, darauf waren sie vorbereitet, aber daß sie nun ihr Leben verwirkt hatten, wollten sie nicht begreifen. Sie hatten damit den von ihnen selbst, gewählten Gegner, den Nationalsozialismus, gründ- Lb=r der Vereinigten Staaten, unter denen »rben, ar3e Offizi er e sind, traf in len hch stgewicht l tüorben j ,n hie fii; Der Dichter unb Schriftsteller Anton Schnack, aus Rieneck in Unterfranfen aebürtia, jetzt in Frank- oiarier von unüeriDeumyeni .uu|i, xiqui ' von farbiger Leuchtkraft, Miniaturpastelle, ter Melancholie überhaucht. von zar- nis. Dior ChurckL würbe«. Es B Sinfon* uer, übet r die & Dr. gegen nter Fih eordnet« ttors be. auf Gin' rMland- Dietrich Empfang, von Pai' Aus -em Reich. Oie Ablieferungsprämien. Aus aller Welt. Vollstreckte Todesurteile. In einem Lazarett hielt Pg. Dr. Klein einen in« tereffanten Vortrag über das Thema „Deutscher Kampf im Osten". Der Rödner verstand es, seinen Zuhörern ein Bild von dem Auf und Ab des Kampfes der Deutschen im Osten im Laufe der Geschichte zu geben. Im Auftrage der Kreisbildstelle führte Lehrer Appelmann in zwei Lazaretten Filme aus der Vogelwelt und einen Sportfilm vor, die den Verwundeten gut gefielen. Die Musikabteilungen von Wehrmachtsteilen ga, den in den Lazaretten Konzerte, die gerne gehört wurden und den Musikern viel Beifall brachten. Am Mittwoch hatte die Kreisamtsleitung Wet> ter au der NSV. eine größere Zahl Verwundeter in das Kaffee Wien eingeladen. Der Lazarettbetreuer der NSKOV. Gravelius begrüßte die Verwundeten und einige Vertreterinnen der NS.- Frauenschaft. Bei Kaffee, Kuchen und einem Glas Wein vergingen bei flotter' musikalischer Unterhaltung der Hauskapelle die Nachmittagsstunden schnell. Einem Teil der Verwundeten eines Lazarettes wurde durch die Kreisamtsleitung der NSV. Gelegenheit gegeben, einen Ausflug mit einem stadti- In Anwesenheit des Militärbefehlshabers im Ge- ^ouvernement, General der Kavallerie Freiherr " , und des Generals der Flieger Somme, le" meßt1 Ronirneb f t von bet der bene- ' traf ii rechen w* ihrer An- ; i Trupp» * °gt tDot ’Pen ujj. Anion Schnack. Zum 50. Geburtstage am 21. Juli. ann ist man verlobt? Wie der Gesetzgeber das Verlöbnis sieht. Aus der Stadt Gießen. Kinder — Ferien. Kinder in den Ferien bei schlechtem Wetter — das kann ein Problem für die Familie werden, wenn Mutter nicht einen einfallsreichen Kopf und beach- i tenswerte Geduld hat. $ Der schlimmste aller dieser Fälle, nämlichxauf der i Sommerreise in einer Pension mit unzureichenden i Zimmern, bleibt uns ja erspart. Wir verleben die i Ferien zuhause, und da gibt es wenigstens einen < zuverlässigen Helfer in solcher fatalen Lage — das i Spielzeug. Immerhin, nach ein paar verregneten | Tagen werden die Kinder seiner überdrüssig, und es muß Abwechslung geschaffen werden, wenn die un- ruhigen Kinderköpfe nicht in Versuche kommen sollen, gar zu viel Phantasie zu entfalten und sich die । Zeit auf eine Art und Weise zu vertreiben, die i nachher die Mutter einer Ohnmacht nahebringt. Es gibt da Fälle —! Bemalte Tapeten in Vaters Ar- 1 beitszimmer, Schnitzereien am Eßtisch, Puppenklei- । der aus Mutters besten Kleiderflicken und solche Sachen mehr, die strahlend ob der Leistung von den Kindern vorgewiesen werden. Nein, da ist es schon besser, Mutter denkt sich etwas aus. Sie zeigt das Spiel, tut eine Weile mit, setzt ein paar Preise aus und — zieht sich dann zurück, um ein wenig selbst Ferien zu machen. Da sind die zahlreichen Schreibspiele für die größeren Kinder. Äe weißen Ränder der Zeitung wer, den abgeschnitten, jeder bekommt eine Zeitung und nun müssen nach gewissen Gesetzen Wörter ausgeschrieben werden: dreisilbige Flüsse oder Sternbilder ober Blumen, die mit einem B oder T anfangen ober viersilbige Musiker ober derartiges. Man kann auch ein Wort nehmen, beispielsweise „Heizung", mit dessen Buchstabenvorrat nun neue Worte gebildet werden müssen (Geiz, Zug, Zunge, Gig, Zeug usw.). Die Kleinen sind oft selig über Farb- sttfte und ein Modenheft, das sie bunt ausmalen dürfen. Auch kann man ihnen aus alten Papierservietten (sie entgehen darum doch nicht der Altpapier-Sammlung) ein paar Puppen, Tierchen oder gar eine ganze Flotte zurechtkniffen und falten, womit sie sich dann stundenlang unterhalten können. An keinem Regentag aber sollte man es unterlassen, mit den Kindern zusammen regendicht angezogen einen längeren Spaziergang zu unternehmen. Kommt man nach Haufe, zieht man sich um; und beim Hagebuttentee rund um den Tisch fühlt man sich bann wunderbar behaglich. G. W. Zurücknahme von Angestellten- und Invalidenverficherungsmarlen. Zur Entrichtung der »Beiträge für die Rentenversicherung werden im allgemeinen keine Beitragsmarken mehr verwendet. Versicherte und Arbeitgeber haben zum Teil noch Marken in Händen, die sie nicht mehr verkleben können. Die Aemter und Amtsstellen der Deutschen Reichspost werden deshalb unverdorbene Angestellten- und Invalidenversicherungsmarken gegen Erstattung des Darbe- trages bis zum 31. August 1942 kostenlos zurück- nehmen. Die Bestimmungen über den Umtausch unverdorbener Angestellten- und Invalidenversicherungsmarken gegen andere Marken der gleichen Art bleiben unberührt. Für unsere Verwundeten. Die NSG. „Straft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat .Truppenbetreuung" im : Reichs Ministerium für Volksausklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Deranstal- ttmgen durch: Die Mitglieder des Wiesbadener Streichquartettes Albert Nocke (1. Violine), August Mayer (2. Dio- ; (ine), Fritz Fink (Viola) und Anton Hoigt (Diolon- । cello) spielten „Thema und Variationen aus dem Streichquartett in A-dur, op. 18,5" von L. v. Beet- i Hoven und Serenaden oon^Hugo Wolf unb Josef : Haydn. Die Sopranistin Margot Ebersbach sang - Lieder von Franz Schubert und zwei Arien aus i „Figaros Hochzeit" von W. A. Mozart. Reicher Beifall dankte den Künstlern. , Immer wieder kann man sich im „Kleinen Lesebuche" am „Liebesbrief aus Würzburg" freuen unb an der „Widmung für einen Landbriefkasten"; wer, außer ihm, vermöchte im Duft, der von einem kleinstädtischen Spezereiladen ausgeht, auf wenigen Seiten das berauschende Aroma der weiten Welt einzufangen: wem wurde, wie ihm, in der träumerischen Erinnerung an die rosig unb purpurn glühenden Gläser und die steinernen Töpfe mit dem Eingemachten im Elternhause, die ganze Kinderzeit, der hohe. Sommer unb ber gesegnete Herbst der Heimat am Main lebendig? Ein alter Reisekoffer und ein entflogener, roter Kinderluftballon konnten seine Einbildungskraft so sehr gefangennehmen unb beflügeln wie das asiatisch starre unb grausame Bildnis eines in Gold unb gelber Seide prunkenden chinesischen Marschalls. Den Fahrten des Konradm und des Weltumseglers Kolumbus, den verschollenen Schicksalen eines hessischen Goldgräbers aus der Wetterau und eines bayrischen Ulanen Anno 1814, ber Erinnerung an den alten Schulatlas, an die fränkischen Fischer und Flößer und Holzfäller, an den Main und an die selige Heimkehr nach Franken sind seine schönsten Gedichte gewidmet. Ihrer unb mancher anberen unvergessenen Lieblingsstücke aus Anton Schnacks Büchern werben am heutigen Tage viele seiner Freunde und Leser dankbar und mit guten Wünschen für die kommenden Jahrzehnte gedenken. hth- L; 2 ober 5 ober 8 Rpf. je Kilogramm Milch bzw. von S.N qr 1,5 unb 2,4 Rpf. je Fetteinheit. Bei Land - ,0et. tu. h p r beträat die Prämie 1.20 RM. ie Kilo- Mittliche Marktleistung hinausgeht. Diese durch- sittliche Marktleistung ergibt sich aus ber Jahres- lsstung an Milch je Hektar landwirtschaftlich ge- bS» mtzter Fläche aller Lieferanten des Einzugsgebieten te> jeder Molkerei. Der Einzelhof erhält je nach fei» A t mr Ablieferung gestaffelte Leistungszuschläge von ihte«. cstorbeM AG., Dk, 'eine Herz- j > fchen Omnibus nach dem Gleiberg zu machen. Auf der Fahrt nach und von dem Gleiberg sowie durch die günstige Fernsicht auf ber Burg war den Verwundeten Gelegenheit gegeben, unsere Gegend ken- nenzulernen. Nach den eingenommenen Erfrischungen klangen frohe Soldaten« und Volkslieder durch das Burgzimmer. Fräulein Wämser hatte sich in dankenswerter Weise mit einem Akkordeon für die Unterhaltung zur Verfügung gestellt. Der Dank an die Gastgeber bezeugte, daß den Kameraden der Ausflug gefallen hatte. . Verschiedene Ortsgruppen der NSDAP, mit ehren Gliederungen hatten am Sonntag Verwundete als Gäste eingeladen. In Freienseen, Göbelnrod, Klein- Eichen und Oberbessingen waren Verwundete zu Besuch. Während der Vormittag und die Mahlzeiten bei den Gastgebern verbracht wurden, bot ber Nachmittag eine gemeinschaftliche Veranstaltung. Mit guter Stimmung kehrten die Verwundeten dankbar zurück. Zu ihrem Mitgliederappell chatte am Sonntag die Kameradschaft 1874 Gießen des NS.-Reichskrieger- bundes — wie gestern bereits berichtet — eine größere Anzahl Verwundeter in die Gaststätte „Burg- aus Rieneck in Unterfranken gebürtig, jetzt in Frankfurt am Main ansässig, wird am 21. Juli 50 Jahre alt. Da fein Name den ßefern des Gießener Anzeigers feit langen Jahren aus ungezählten Beiträgen bekannt ist, ziemt es sich wohl, ihm auch ap dieser Stelle zur Vollendung eines halben Jahrhunderts gelebten Lebens Gruß und Glückwunsch zu entbieten. Schnacks literarische Persönlichkeit ist so ausgeprägt, daß fein Stil unverwechselbar genannt verden darf. Er ist ein Romantiker; im innersten ‘ Wesen lyrisch gestimmt, hat er eine Form ber kleinen Prosa entwickelt, die außerordentlich anziehend virkt. Er schrieb kurze Erzählungen unb blitzenbe Milletons von künstlerischer Haltung unb Rundung; feiner spitzen Feder, deren Schrift wie Vogelspuren im Schnee anzusehen ist, entstammen Erinnerungs- bfötter von unverwelklichem Duft, Aquarellbilder sticht ihre niedlichen Zungen. In witziger Gesellschaft, wo die Bälle ber Worte hin- und herfliegen, fiihlen sie sich wohl. Sie sind mit Mutterwitz beschenkt, kühle Schlagfertigkeit mildern sie durch Anmut und Liebenswürdigkeit. Sie lassen sich nicht leicht verblüffen unb können manchmal den besten Rechtsanwalt zum Schweigen bringen. Zu ihren geistigen Genüssen gehört der Theaterbesuch, wo sie Konversationsstücke bevorzugen, besonders die blitzenden Aphorismen, die in die Spulen von drei amüsanten Akten gewebt sind. Man trifft nicht immer geistreiche, aber fast immer recht gesprächige Sophien, besonders wenn sie aus den gesprächigen Landschaften Sachsen ober Thüringen stammen. Dort würben Mädchen gern auf den Namen Sophie getauft. Er war ein in protestantischen Kreisen beliebter Name, wahrscheinlich angeregt durch Schwärmerei für die Frauen der einst in diesen Landschaften herrschenden Dynastien. Heute sind diese fürstlichen Dynastien nicht mehr tonangebend, unb ber Name Sophie ist etwas stumpf und mübe geworden und anderen beliebteren Namen gewichen: denn auch die Namen haben ihre Blütezeit unb ihren Herbst. * Sophie hat Spiel- ober Koseformen nur im niederdeutschen Sprachgebiet hervorgebracht — Fiek- chen, Fiele, Fyche sind kleine Splitter davon. Die knappe Sprache ber Friesen lockt noch mit dem winzigen Vye. Am schärfsten hat sich Sophie bei den Letten verwandelt: Sappe unb Wike sind die fremden Schößlinge. Eitel ist Sappe, wenn sie beim Kuh- ober Gänsehüten in den Wind singt, der über die Ebene fährt, wo Hin^nel unb Erde sich ringsum berühren: „Reitet, Knaben, überall, auf allen Wegen, Nur zur Weibe reitet nicht! Denn dort steh' ich arm und schlicht, Nicht im Sonntagskleid so rounberbar. Und ber Oftwind hat zerzaust mein Haar." Liebesgeschichte einer Sophie. Sophie T. hatte ben blühenden und von üppigem Rot getränkten Mund einer Nymphe, überreif in einem edlen Gesicht. Dieser Mund mar eine herrische ungestüme Flamme, ein Feuer, bas gelöscht fein wollte. Er war der gierige Mund einer Bacchantin. In den Lippen schliefen Trunkenheit, Märchen, Blumen, heimliche Schmausereien, Iubelschreie, Feuchtigkeit ' unb zauberische Tränke. Wenn ber Mund sich öffnete, glitzerte eine Kette wunderbarer Zähne, wie Perlen, makellos und rein, als wären sie nie von einer gewöhnlichen Speise berührt morden. C hie war eine holbe schlanke Schönheit von lie Wie Staatssekretär B a cke in seiner gestern ver- osentlichten Rebe angekündigt hat, wird zur För- M jxrung der Ablieferung von Mi1chder Milcherzeu« A?® neben der üblichen Milchgeldauszahlung einen ieii mS Üristungs zuschlag für Milch- und Landbut- j B temenge erhalten, die über eine bestimmte durch- ftnittliche Marktleistung hinausgeht. Diese durch- Verwandte und Bekannte sind durch Anzeige unterrichtet, daß man einen neuen Lebensabschnitt beginnen will. Die Ringe sind auch gekauft, so daß rein äußerlich der neue Lebensstand nunmehr dokumentiert wird. Viele Menschen sind noch ber Meinung, daß Anzeige und Rinae erforderlich sind, um eine gültige Verlobung zu schließen. Das ist nicht ber Fall. Die Verlobung — ober wie es ber Gesetzgeber nennt — bas Verlöbnis ist formlos gültig, ja es braucht nicht einmal erklärt zu werden. „Sie" hat ich Geld gespart und kauft mit „seinem" Eimver- tändnis eine Kücheneinrichtung. Hierin kann schon eine Verlobung gesehen werden, und dabei braucht das Wort „Verlobung" überhaupt nicht gefallen zu ein. Selbst das Verlöbnis ist nicht erforderlich, um eine Ehe miteinander schließen zu können. Die Verlobung ist zwar allgemein üblich, jedoch niemals Bedingung für eine künftige Eheschließung. Nur wegen ber Ueblichkeit des Derlobungsstandes hat der Gesetzgeber besondere Bestimmungen geschaffen. Man kann nicht behaupten, daß die Verlobung ein Vertrag ist, und trotzdem kommen die allgemeinen Vorschriften über Verträge zur Anwendung. Das zeigt sich insbesondere in folgenden Fällen: Eine Verlobung kann wegen Betrugs ober wegen Irrtums angefochten werden (z.B. der Verlobte behauptet, eine auskömmliche Lebensstellung zu haben, fo baß er feine zukünftige Frau auch ernähren kann; der Vater muß aber feftfteüen, baß feine Tochter in der Ehe hungern müßte. Ober der Verlobte behauptet, er sei ein ehrenwerter Mann; lei« ber wird aber festgestellt, daß er schon vorbestraft ist. Ober bei ber Verlobten wird Morphiumsucht fest- gestellt). In solchen Fällen kann die Verlobung angefochten werden. Auch ein Eheverbot zwischen den Verlobten macht das Verlöbnis nichtig, weil es nicht zur Ehe führen kann (z.B. Ehe zwischen Ariern und Juden). Die Vertragsähnlichkeit des Verlöbnisses sieht man auch im folgenden: das gültig abgeschlossene Verlöbnis zeigt Rechtswirkungen. Durch die Verlobung wird ein familienrechtliches Verhältnis eigener Art begründet. Die Verlobten find Angehörige (wichtig 'für Zeugenaussagen); sie sind den Eheleuten gleichgestellt, soweit es sich um den Abschluß von Ehe- unb Erbverträgen handelt. Dagegen können Verlobte noch fein gemeinschaftliches Testament machen. Die Verlobung begründet die beiderseitige Vervflich- tung zur Eheschließung, aber nicht fo, daß auf Eingehung ber Ehe geklagt werden kann, fonbern nur fo, daß im Falle des Rücktritts des einen Teils der andere Teil schadenerfatzpflichtig wird unter besonderen Voraussetzungen. Tritt ein Verlobter vom Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten und dessen Eltern und ben Personen, die an Stelle der Eltern gehandelt haben (z.B. der Vormund ober der sagen- Sophie. Bon Anton Schnack. Die Wurzel bieses Namens ist das griechische Wort „sophia“, die Weisheit. Den Namen Sophie haben viele vornehme und fürstliche Mädchen und Frauen getragen, und ber Name hat sich mit ber Wesensart gebeckt: Sophie, Kurfürstin von Hannover, war eine Freundin des Philosophen Leibniz: Sophie Charlotte, Königin von Preußen, wurde die „philosophische Königin" geheißen; Sophie, die Großherzogin von Sachsen-Weimar, war für Kunst und Wissenschaft begeistert und förderte sie gerecht und mit schenkender Geste; Sophie La Roche, die Großmutter der Bettina, war die Jugendfreundin des Dichters Wieland, und die siebzehnjährige Griechin Sophia heiratete ben 47jähri- gen Heinrich Schliemann, unb grub mit ihm aus Sem Schlaf mythischer Erbe ben großartigen Schatz des Priamus, Königs von Troja, aus. Im geheimnisvollen Glanz vorgeschichtlicher Zeit leuchtete ber ans Licht gebrachte Goldreif ber schonen Helena auf dem dunklen Haare ber jungen Sophia. Sophien sind launenhafte Geschöpfe. Spöttln ’- ' Der Reichserziehun gsminister hat wiederum einen sechsmonatigen Sammellehrgang in Berlin fir Kriegsversehrte aus dem ganzen Reichsgebiet eingerichtet, der auf die Reifeprüfung vorbereitet. Reibungen sind unter Beifügung der erforder- lihen Unterlagen bis 15. August an den Stadtprä- Renten der Reichshauptstadt Berlin, Abteilung für höheres Schulwesen, zu richten. Kriegsversehrte, die Md) nicht aus dem Wehrdienst entlassen sind, kön- iun nur bann ausgenommen werden, wenn ihnen von ihrer militärischen Dienststelle ein Urlaub von sechs Monaten erteilt wird. Im Bedarfsfälle können Beihilfen zu den Kosten des Sonderlehrgangs be» M »ährend sich ber Dampfer noch auf hoher See be« MW feib, wurde Timor von britischen unb nieberlän» * dich-indischen Truppen unb später von den Ia- Eutschtz pcnern besetzt, fo baß er sein Ziel nicht erreichen «™te. "'S ..... _*........... ’i sjj L,--------- Wt £ Malaouvern beihs von Ginasth,«------- v- ---- Dechps eröffnete Generalgouverneur Reichsminister ben. Fonk die Ausstellung „Der Wettkampf Mlfchewismus unb Plutokratie". fen 8 RM., für Mager ganfe 4 RM., für Hühner mb Enten 3 RM. und für Hähnchen 1 RM. Beim berThur« Honig wird die Ablieferungsprämie denjenigen > stratch Intern gezahlt, die ihr Ablieferungssoll in der Son. Fraktion ber Reichsfachgruppe Imker überschreiten. Weltkri« jje Prämie beträgt für jedes Kilogramm Honig, timoc« -es über die Minbestablieferungsmenge von 2 Kilo- amm je Volk hinaus geliefert wird, 2 RM. Die erbraucherpreife werben durch die Ablie- { butter beträgt die Prämie 1,20 RM. je Kilo- ,Je «jfr gramtn der über das festgesetzte Ablieferungssoll ^ausgehenden Menge. Bei E'iern beträgt die - ouli Mmie 4 Rpf. je Ei für alle (Eier, die über die ,nO' je Huhn und Jahr festgesetzte Ablieferunysmenge Din 60 Eiern — ober, soweit eine solche nicht fest- mu2i| «'letzt ist, aus der für den Eigenverbrauch freige» rur° laftnen Menge abgeliesert werden. Bei Schlacht- s Gefühl, ge flüg el von einem beftimipten Mindesto—i-/ ? aus di, ^trägt die Prämie für schlachtreife Gänse unb Pu- W nod z RM., für Mageraänse 4 RM., für Hühner ren. 7 --- ' ........— ' unwiderstehlicher Macht. Einem verliebten Detter hatte sie schnell unb unüberlegt, im Einfall der Laune ihr Jawort gegeben. Kurze Zeit danach begegnete ihr auf Schloß H. der junge Graf H. Liebe auf den ersten Blick trieb die beiden jungen Menschen zueinander. Sie wurde nun die Braut des Grafen, und ihr erster Verlobter ebschoß sich in einem Waldwinkel. Keine Mien^ veränderte sich in ihrem Gesicht, als man ihr die Nachricht brachte. Ihr Lachen war wie sonst: leicht, unberührt und berückend. Aus ihm war herauszuhören, daß es eine Dummheit fei, der Liebe wegen zu sterben. Namenstag. Mitten im Mai, am 15., ist, wie im Kalender steht, der Tag chres Namens. Ringsherum blüht ber rote unb weiße' Flieder unb hüllt den Namen in eine Wolke von Wohlgeruch. Man denkt, Sophie müsse vor soviel Huldigung und Blumenfteude zu- jrieben fein, strahlen unb leuchten und herzliche Wärme verbreiten; aber dem launenhaften Wesen beliebt es, um diese Zeit recht kalt unb frostig zu werden — die Bauern nennen sie deswegen die „kalte Sophie". Die schwäbischen Gärtner holen noch einmal ben Winterwams aus der Truhe und sprechen mit bebenklichem Stirnrunzeln, wobei sie an ihre Weinberge, Salatköpfe unb blühenden Apfelbäume denken, abfällig vom „Iswibli , vom dveimal verteufelten „Cisweible". Das Sophien kraut. Das Sophienkraut ober der rundblätterige Sonnentau — ein fast unscheinbares, niedliches Pflänzchen, das auf Moorboden und Torfstrichen wächst. Es ist sehr merkwürdig, fast von satanischem Wesen: es ftißt Fleisch. Seine klebrigen Drüsenhaare fangen kleine Insekten ein, schließen sich zu einem Werter zusammen und' verzehren die geflügelten Gäste. Manche mögen dieses langgestielte Gewächs mit einer schlanken Sophie vergleichen, der verliebte Männer auf den Leim gehen. Alte Kräuterbücher berichten Geheimnisvolles vom Sonnentau — er habe die zauberische Macht, Kraft zu nehmen und Kraft zu geben; die mittelalterlichen Goldmacher mischten die von ber Pflanze ausgeschwitzten Hellen Tröpfchen ihren Mixturen bei, und in, Italien trintt man noch heute den aus Sonnentau gebrannten Likör „Rosoglio", eine Goldwasserart, die von dem Quacksalber Arnoldus de Dillanvva erfunden unb von ihm als Universalmittel gegen viele Krank- Heiken verkauft wurde. Ist eine hübsche unb liebenswürdige Sophie nicht auch ein Allheilmittel, bas wirksam gegen die Leiben ber Seele ist? Ein Kuß von schönen Mädchenlippen ober ein Schluck aus einer Flasche — immer lind es Elixiere gegen Griesgram, Trauer, schlechte 2aune unb Trübsal. haste reiche Onkel) den Schaden zu ersetzen, der daraus entstanden ist, baß sie für die bevorstehende Eheschließung Aufwendungen gemacht haben (z. B. Ausrichtung eines Festes) oder Verbindlichkeiten eingegangen find (z. B. Aufnahme eines Darlehns). Es ist auch ganz allgemein der Schaden zu ersetzen, der das Vermögen oder die Erwerbsftellung des einen Verlobten betrifft Beispiele: Die Verlobte hat in Ansehung der Ehe ein ihr gehöriges Grundstück unter Preis verkauft, weil die Ehegatten nach einem anderen Teil Deutschlands ziehen wollten. Oder die Braut hat wegen ber bevorstehenben Ehe eine gutbezahlte Stellung aufgegeben und muß nach Auf- löfung der Verlobung eine weniger gut bezahlte Stelle annehmen. Die an sich so einfach erscheinenden Bestimmungen geben meist Anlaß zu Streitigkeiten, die besser vermieden werden sollten. Im einzelnen wollen wir uns folgendes merken: Der Verlobte ist fchadens- erfatzpflichtig, der ohne wichtigen Grund felbft vom Verlöbnis zurücktritt ober dem anderen Verlobten einen Grund zum Rücktritt gibt (und der andere auch bann tatsächlich aus diesem Grunde zurücktritt). Ein mid)tiger Grund ist immer dann gegeben, wenn die Fortsetzung der Verlobung ober die Eingehung ber Ehe bem anberen Teil nid)t zugemutet werden kann. Beispiele: Tser eine Verlobte will nun doch nicht heiraten, weil er glaubt, allein besser auszukommen ober weil er einen anderen Menschen kennengelernt hat, der ihm besser gefällt = grundloser Rücktritt, wenn ber andere Verlobungsteil nicht mit ber Auslosung einverstanden ist. Der Bräuttgam fängt plötzlich an zu trinken, die Braut tritt zurück. Die Braut hat sich ber Untreue schuldig gemacht, ber Bräutigam tritt zurück. Hier hat ber eine Teil bem anberen einen wichtigen Grund gegeben, von der Verlobung zurückzutreten. Die Schadenserfatz- ansprüche verjähren in zwei Jahren von ber Auslösung des Verlöbnisses an gerechnet. Bisher ist nur von Aufwendungen und Verbindlichkeiten gesprochen worden. Was wird aber mit ben Geschenken, die sich die Verlobten gegenseitig gemacht haben? Unterbleibt aus irgendeinem Grunde die Eheschließung (es braucht also kein schuldhafter Rücktritt des einen Teils vorzuliegen) — beide Verlobte haben erkennen müffen, daß sie zueinander nicht paffen —, fo kann jeder Verlobte von bem anderen die Geschenke -urückoerlangen (Brautgeschenke, Derlobungsringe usw). Ist das Verlöbnis durch ben Tod des einen Verlobten aufgelöst, dann ist im Zweifel die Rückforderung ber Geschenke ausgeschlossen. Das Rücksorberungsrecht besteht auch nicht für den Verlobten, der ohne wichtigen Grund vorn Verlöbnis zurücktritt ober dem anderen Teil einen Grund zum Rücktritt gegeben hat. Dr.Tw. willigt werben. er ,Hahne fein" i zurück^ mit einem Wnn^ m. Sie s S? lammew« 6red)t 6» ! Ws'?» Ehefrau len ares W V FrauP i?u * e b°t Mit HZ rüjWS errf”6(1 »•tf ’nS iiB« w t de" n ich Die Grunbkräfte seines Wefens entspringen feiner fränkischen Heimat, die zu den anmutigsten deutschen Landschaften gehört; ihr Gegenpol ist die weite Welt, bk Schnack m seinen Wanderjahren bereist unb feit feinen Knabentagen in schwermütigen und sehnsüchtigen Träumen umkreist hat: der Mensch, der in ben Beinen Städten, in den Dörfern, Wäldern und Weinbergen am Main zuhause war, hat immer wieber die heftige Lockung der Ferne, der unbekannten Lüsten und südlichen Eilande, der fernen Länder \ unb ihrer Abenteuer erfahren und mit einer oft erstaunlichen Kraft der Vision unb der Einfühlungsgabe zu beschworen vermocht. Diese beiden Elemente in Schnacks dichterischem Wesen kommen in ihrem Merspiel unb ihrer inneren Beziehung am überzeugendsten in dem Gedichtbuche „Die Flaschenpost„ und in der Prosasammlung „Die bunte Hauspoftille Dm Ausdruck. Schnack schrieb auch einen leiden- schaftstchen, in düsteren warben funkelnden, non großartigen Abenteuern bewegten Seeräuber-Ro- Mn „2>er finstere Franz"; er beschrieb die merk- Mrbigen Lebensläufe und erregenden Schick|ale der .Fünfzehn Abenteurer"; feine schweifende Phantasie imb seine romantische Erzählergabe spiegeln sich wie in der „Hauspostille" in den schmaleren Banden der „Begegnungen am Abend", des „Kleinen Lesebuches" und der „Kalender-Kantate", in der er auf (Wie bezaubernde Weise die Charakterbilder der "rölf Monate zum Jahresring rundete. 1! . *' .Am Samstaa ist die 1877 in Essen geborene Deodora Hufnagel, geb. Eifeler, hingerichtet »rben, die das Sondergericht in Kassel als gefährliche Gewohnheitsverbrecherin wegen gewerbs- Mßiger Abtreibung zum Tode verurteilt hatte. Sie Dor schon oft und schwer wegen Abtreibung vorbe- I! flraft und hatte sich doch wieder als gewerbs- Mßige Abtreiberin betätigt. — Ferner ist ber 1925 rfjiaef in Kassel geborene Kurt Fiskal hingerichtet • ’ worden, ben das Reichsgericht als jugendlichen Schwerverbrecher wegen Mordes zum Tode ver- utteilt hatte. Fiskal war schon mehrmals in Gartenhäuser eingebrochen. Einen Gärtner, der ihn dabei überraschte, hatte er ermordet. 3n Eng ;Öfjir, bil 'I ae IU LU U UJV L f i v i I c Urtivni uuiuy Vit. «w»»- >n militi- frungsprämien nicht berührt. ~ SnegSversehrte werden auf die Zreife- prüfung vorbereitet. Was koche ich moraen? ein ein Tab el len st and der 2. Gruppe. |rd) 40 bis 60, Salat 5 bis Rettich 5 bis 10, Ra- Die Verbraucher haben verzeichnen wir 3i üt 1. (1:1) (1:1) (0:0) (2:1) (3:0) (0:1) fie Dutenhofen Gießen Pohl-Göns Krofdorf Dornholzhausen ff ti ff. 3:1 2:1 2.-0 4:1 4:0 1:1 8 Punkte 5 „ 4 „ 3 „ 0 ,, Ein an- Handballturnier in Lang-Göns. Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht über 10, Oberkohlrabi 6 bis 8, dieschen, das Bund 8 Rpf. * 2. Gruppe. Dutenhofen — Dornholzhausen Pohl-Göns — Krofdorf Dutenhofen — Pohl-Göns Gießen — Dornholzhausen Gießen — Krofdorf Dutenhofen — Krofdorf Dutenhofen — Gießen Gießen — Pohl-Göns Gießener HZ. siegt im KK.-Schießen. Der 2. Schießwettkcrmpf der hessen-nassauischen HI. um den Ehrenpreis des Gebietsführers fand in Dillenburg statt. Beteiligt waren die elf besten Bannmannschaften des Gebiets. Der Sieg fiel, wie schon im Vorjahre, an den Bann 116 Gießen (Mannschaft: Joachim Hölzel, Helmut Ernst, Wolfgang Schäfer und Karl-Heinrich Koch) mit 406 Ringen. Bann 117 Mainz kam mit 396 Ringen auf den 2. Platz vor 303 Dillenburg (383 R.), 88 Wetzlar (381 R.) und 287 Offenbach (381 R.). Bester Einzelschütze war Schwärze! (287) mit 109 Ringen. Hessen-Hassqus Schwimmer schlagen Baden. Mit dem Darmstädter Schwimm-Länderkampf war ein Vergleichskampf zwischen Hessen-Nassau und Baden verbunden, den Hessen-Nassau mit 1143,3 zu 1118,4 Punkten siegreich gestalten konnte. Beginn der 39. Zuteilungsperiode, spätestens bis zum 27. Juli, bei ihren Kleinhändlern abzugeben, andernfalls sie nicht mit rechtzeitiger Belieferung mit, Kartoffeln rechnen können. Die Verteiler haben die entgegengenommenen Bestellscheine innerhalb der ersten Woche der neuen Zuteilungsperiode in Bezugscheine umzutauschen. ** Di e neue Raucherkarte. Voraussichtlich vom Montag nächster Woche ab wird die neue Raucherkarte in Gießen vom Wirtschaftsamt ausgegeben werden. Bei der Empfangnahme dieser Karte ist der Stammabschnitt der jetzigen Raucherkarte zwecks Kontrolle abzugeben. Eine enffprechende Bekanntmachung des Wirtschaftsamtes wird in den nächsten Tagen erfolgen. ** Richt auf- und abspringen! Unfälle auf dem Weg zum und vom Arbeitsplatz sind oft vermeidbar. Jeder Arbeitskamerad sollte daher alles vermeiden, was geeignet ist, seine Gesundheit und sein Leben zu gefährden. Eine leidige Unsitte ist hier das Auf- und Abspringen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Besonders weist hier die Gauwal- tung Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront darauf hin, daß neben dem körperlichen Schaden auch noch eine sehr erhebliche geldliche Belastung entstehen kann; denn das Reichsversicherungsamt hat entschieden: „Das Auffpringen auf bereits in Fahrt befindliche Verkehrsmittel stellt einen derart groben Verkehrsfehler dar, daß der Schadenersatz wegen grobfahrlässigen Verhallens in vollem Umfang versagt werden kann." Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Treis a.d. Lda., 20.Juli. Die hiesige Kriegerkameradschaft veranstaltete am Samstagabend in der Wirtschaft Nickel einen Kameradschaftsappell. Es wurden verschiedene Befehle der Kreiskriegerführung bekanntgegeben und Mitteilungen über das Verhalten und die Aufgaben der Heimatfront im Kriege gemacht. □ Laubach, 20. Juli. Zugunsten des Kriegs- hilfswerks des Deutschen Roten Kreuzes veranstaltete die Kreisdienststelle Wetterau der NSG. ,Kraft durch Freude" hier ein Wunschkonzert, das einen ansehnlichen Erfolg brachte: es gingen 4039,50 RM. an Spenden und Eintrittsgeldern ein. Der Gaumusikzug 25 unter Leitung von Obertruppführer Bender, Marianne Pieper, Lya Justus und Robert vom Scheidt vom Frankfurter Opernhaus, Karl R i n n e r vom Stadttheater Gera und Rudi Rauher vom Reichssender Frankfurt (Ansage) erfüllten alle musikalischen Wünsche der Laubacher. Vom schneidigen Marsch und beliebten Unterhaltungsstücken bis zu den anspruchsvolleren Arien und Operettenschlagern brachte die dreißig Stücke umfassende Vortragsfolge für das Handballturn-iier in Lang-Göns nachstehend die Ergebnisse: 1. Grupps Kirch-Göns — Hörnsheim ' Grüningen — Holzheim Holzheim — Hörnsheim Kirch-Göns — Grüningen Hörnsheim — Grüningen Kirch-Göns — Holzheim Tabellen st and der Kirch-Göns Holzheim Hörnsheim Grüningen bis 50, Kirschen 42 bis 45, Johannisbeeren 24, Salatgurken, das Stück 30, Einmachgurken, XA kg 30, Blumenkohl, das Stück 40 bis 60, Salat 5 bis Gruppe. 5 Punkte 3 „ 2 „ 2 w ** Kartoffelbezug. die Bestellscheine für den Kartoffelbezug bis zum schließend noch manche Fragen. Gießener Ivochenmarktpreife. * Gießen, 21. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln,' neue, Va kg 11% Rpf., Wirsing 14 bis 15, Weißkraut 11, gelbe Rüben, das Bund 12 bis 15, rote Rüben 12, Römischkohl 12, Bohnen, grün, 44, Erbsen 20, Tomaten 28, Zwiebeln, das Bund 10 bis 15, Himbeeren, % kg 45 jeden Geschmack etwas, und die Hörer waren vom dem über drei Stunden dauernden Konzert aufs angenehmste unterhalten, denn die Künstler, denen Eugen Imhoff als gewandter Begleiter am Klavier eine wertvolle Stütze war, hatten nicht nur ihre frischen und ansprechenden Stimmen, sondern auch viel Temperament und gute Laune mitgebracht. Reicher Beifall, an dem auch der Gaumusikmg wohlverdienten Anteil hatte, dankte für die frohen Stunden und den ungetrübten Kunstgenuß. )—( Ruppertsburg, 20.Juli. 89 Jahre a l t wurde dieser Tage die älteste Frau unseres Dorfes Luise Scheel Witwe. Viel Schweres hat sie in ihrem langen, arbeitsreichen Leben standhaft ertrag an. Von ihren sechs Kindern verlor sie schon früh eine Tochter, die einer tückischen Krankheit zum Opfer siel. Im ersten Weltkrieg starben ihre drei Söhne den Heldentod fürs Vaterland. Im jetzigen Kriege siel ihr Enkel, der einzige Sohn seiner Eltern, für die Freiheit unseres Volkes. Schon längere Jahre ist die Jubilarin Witwe. Trotz der vielen Schicksalsschläge ist die Greisin noch recht rüstig. Der Jubilarin unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstag. — Unsere Wälder spenden in diesem Sommer eine Fülle von Beeren, vor allem Himbeeren. Oer Revolver in der Tasche des Toten. LPD. Wetzlar, 20. Juli. Im Gemeindewald von Dornholzhausen wurde ein 70 Jahre alter Einwohner, der einen Tag vermißt war, tot aufgefunden. Da man in der Tasche des Toten einen Revolver fand, nahm man zunächst an, daß er ermordet worden fei. Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission stellten jedoch einwandfrei Selbstmord fest, und zwar hat sich der Mann einen Schuß in den Kopf beigebracht. Da dieser nicht sofort tödlich wirkte, konnte der Schwerverletzte den Revolver wieder in die Tasche stecken. ho"" eingelabt'n. Der Nachmittag verlief in schön- |Xcr Kam radschaft. Der Ge^u.-oerein „Sängerkranz", Grünberg, gab in einem Lazarett ein Konzert. Chöre und Lieder wurden unter Stab sichrung 6on Chormeister Nicolei aus Graßen-Buseck gut zu Gehör gebracht. Reicher Beifall dankte den Sängern. In einem Lazarett brachte der Gesangverein „Germania", Großen-Linden, Chöre und Lieder von Kirchner, Silcher und Spangenberg zum Vortrag. Die Verwundeten dankten Chormeister Blaß und den Sängern für das schöne Konzert. Gießen-Klein-Linden. Pohl-Göns — Dornholzhausen für Pohl-Göns Krofdorf — Dornholzhausen für Krofdorf. Im Interesse jein er Mitglieder in unserem Vorort hatte der Obst- und Gartenbauverein Gießen seine Schulungstagung für diesen Monat in die.hiesige Wirtschaft von Fritz Weller verlegt. Vereins- sichrer Junker teilte in der Versammlung, die am Sonntagnachmittag stattfand, mit, daß wieder vier neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind. In warmen Worten gedachte er des dahingeschiedenen Mitglieds Heinrich Henkel, dessen Gedenken die Versammlung in üblicher Weise ehrte. Sodann sprach der Veremsführer auf Grund seiner reichen praktischen Erfahrung über die Themen „Verwendung der Wirtschaftsdünger" und „Herbstarbeiten im Obst- und Gartenbau". Der Redner berührte dabei breite Gebiete aus dem heimischen Gartenbau. reger Gedankenaustausch der Mitglieder klärte Entscheidungsspiel gegen den Turnierfieger Kirch-Göns — Dutenhofen 1:0 (0:0) Kurze Sportnotizen. In der 1. Tschammerpokal-Schluß« runde mit ihren 32 Begegnungen blieben am Sonntag zehn Fußball-Gaumeister auf der Strecke, und zwar 1, FC. Kaiserslautern. Schweinfurt 05, Borussia Fulda, LSV. Olmütz, SC. Planitz, TDd. Eimsbüttel, HUS. Marienwerder, Germania Kö« ntgshütte, LSV. Boelcke Krakau und Hamborn 07. Die deutschen Leichtathlet ikmei st er« schäften werden am 25. und 26. Juli in Berlin wieder stark besetzt sein. Es wurden für die Männer 402 Einzel- und 28 Staffelmeldungen, für die Frauen 175 Einzel- und 23 Staffelmeldungen abgegeben. Neue Jahresbestleistungen wurden bei den brandenburgischen Leichtathlettkmeisterschaften in Berlin erzielt, und zwar im Kugelstoßen durch Wollte mit 15,73 Meter, im 800-Meter-Lauf durch Giesen mit 1:55,2 Minuten, im Frauen-Hochsprung durch Gräfin Solms mit 1,58 Meter und in der 4X 100-Meter-Staffel der Frauen durch den ST. Charlottenburg mit 50,4 Sekunden. Eine deutsche Jahresbestleistung im Speerwerfen gab es bei den Titelkämpfen des Gaues Donau-Alpenland in Wien, wo Pektor das Gerät 70,68 Meter weit schleuderte. Mit dieser Weite dürfte Uffz. Pektor in der Weltrangliste dieses Jahres den zweiten Platz einnehmen. Briefkasten -er Redaktion. ft. R. G. Die Höhe der Erbschaftssteuer richtet sich nach der Höhe der Erbschaft und nach dem 25er» wandtschaftsverhältnis. Für jedes erbberechtigte Kind besteht eine steuerliche Freigrenze bis zu 30 000 RM. Weitere Einzelheiten können Sie auf Wunsch beim Finanzamt erfahren. Verdunkelungszeil 21. Juli von 22.32 bis 4.56 Uhr. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriott für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Lerlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzetgenpreisltste Nr. 6. 6:2 (6:1) 3:1 (2:1) 2:1 (1:0) 4:0 (0:0) 1:1 (0:0) 4:3 (2:1) 3:2 (2:2) 3:1 (2:1) Erf erkt Ereii di not ner Ther eher ■ le öii imb Spa' lt he )on i noch len i i Ro hier t, da 19 ff usfu! e dc chni ipra unb unt '-91 do Ga Krei Mar !5 E ■Gr ’nen und chcn r.ii ■n. f Gelbe Rüben mit bratenbrauner Soße schmecken auch ohne Fleisch« Für die Zubereitung der Soße brauchen Sie kein Fett, nur den Knorr - Soßenwürfel, der alles enthält. Den Würfel fein zerdrücken, glattrühren, mit ’/« Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. KNORR Kartsrprude! Zo gleichen Preisen fr Apotheken. Drogerien ond durch die Bruooenverwaltung Biskircheo-Ruf44-erhältlich. IlS p kn 121 hnn :i1 Iftll ffs k 03495/ |s Statt Karten. Für die anläßlich der Geburt unseres Sohnes erwiesenenAuf- merksamkeiten sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Ludwig Wallenfels und Frau Mia, geb.Günther Gießen, den 21. Juli 1942 (Kirchenplatz 23) Nl & 'Aut tQli Li nehmen. 03491 03480/ Wohnungstausch. Biete geräumige 4-Zim.-Wohng. Suche 6-8-Zim.- Wohnung, beid. in Gießen, baldmöglichst. Schriftl. Angeb. unter 03476 an den Gieß. Anz. Mathematik-Unterricht (Anfänge Differentialrechnen) für Obersekundaner ab sofort gesucht. Schriftl. Angebote unt. 03482 an den Gießener Anzeig, erbet. Alehv Svende a« dev Natur duvih Nevmühler-Vüchevt Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, für die Kranz- und Blumenspenden, sowie allen denen, die unserer lieben Entschlafenen während ihrer langen Krankheit so treu zur Seite standen, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Philipp Deibel. Gießen (Walltorstraße 28), den 21.tJuli 1942. 03478 Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Hermann Roth, Lehrer a. D. ist nach längerem Leiden am 16. Juli sanft entschlafen. T x. „ _ In tiefer Trauer: Lina Roth, geb. Repp Luise Roth Hermann Roth und Familie Gießen (Schlesische Str. 11), den 20. Juli 1942. Die Beerdigung fand in der Stille statt. —-------03477 Sintotuta Mittwoch, den 22. Juli 9240 fallen aus, Frau B. Gulden seit1935Fr.W.Henkel Am Riegeipiad 32 Wir danken herzlich für die Glückwünsche zu unsrer Verlobung Anni Becker Werner Keil, z. Z. im Felde Gießen-Wieseck Heuchelheim Juli 1942 Statt Karten. Wir freuten uns über die zu' unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und danken herzlich, auch im Namen unserer Eltern Otto Schütz und Frau Kätchen geb. Kröck Abendstern/Gießen \03483/ Tieferschüttert erhielten wir die IjOylg schmerzliche Nachricht, daß unser prächtiger, zu den besten Hoffnungen berechtigender, innigstgeliebter Sohn, mein guter Bruder, unser herzlieber Neffe, mein lieber, lieber Patenjunge Ottohans Nachtigall Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inh. des E.K. II und des Inf.-Sturmabzeichens an seiner in treuer Pflichterfüllung erhaltenen schweren Verwundung in einem Feldlazarett sanft verschieden ist. In tiefer Trauer für alle Angehörigen: Wilhelm Nachtigall und Frau Auguste, Helmut Nachtigall. [geb. Bechthold Gießen (In Löbershof 8). Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu Pertmeaie mit Inhalt im Lokale des Rest. Frankfurter Hof oder auf d. Wege üb. Kanzleiberg, Sonnenstratze. Neuen Bäue, Ludwigsplatz, Kaiserallee und LicherStraßeam vergangen. Freitagabend verloren. Geg. Belohnung abzugeben l2247V Licher Str. 5 vt. MeineAnz eigen im Gießener Anzeiger werden von Lausenden beachtet und gelesen. Unerwartet traf uns die schmerzliche Nachricht, daß am 16. Juni 1942 mein S herzenguter, lieber, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn, Onkel und Pate Philipp Körbächer Schuhmachermeister Gefreiter in einem Infanterie-Regiment nach treuer Pflichterfüllung, an den Folgen einer schweren Verwundung auf einem Hauptverbandplatz im Osten, für Führer, Volk und Vaterland, im Alter von 33 Jahren, den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Marie Körbächer, geb. Höres, und Kinder Friedel und Werner; Balthasar Körbächer und Frau; Georg Körbächer; Marie Körbächer; Friedrich Wißner und Frau, geb. Körbächer; Philipp Göbel, z.Z. im Felde, und Frau, geb. Körbächer; Karl Höres, z. Z. im Felde, und Frau; Elisabethe Höres Witwe; Heinrich Höres, z. Z. im Felde, und Frau. Londorf, den 20. Juli 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 26. Juli, um 14 Uhr, in Londorf statt. ________________________________________________2245 D Stundenfrau für abends von 18'/r-22 Uhr per bald gesucht 225M Babnhoigaslsläto Gießen. |stellengesuche| Aelterer SWlliMer (Meister) sucht Stellung. Schriftl. Angeb. unter 03488 an den Gieß. Anz. | Verkäufe | Emen Wurf Rauhhaar- Dackel zu verkaufen Karl Müller, Pobl-Göns bei Butzbach, Springerweg 16 | Kaufgesuche | Komplettes Bett z.kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mitPreisangabe unt. 03481 an d. Gietz.Anz. erbet. Gebr.od.beschäd. Kindersportwagen z: kaufen gesucht. Angeb. u. 03493 andenGieß.Anz. | Mietgesuche | z-4'Zimmer und Me v. Dauermieter gesucht. Schr. Ang. unt. 03484 a. d.G.A. Nettes möbliert. Zimmer zum 1. 8. 1942 gesucht. 2249D Schriftl. Angebote an ' Bahnhofgaststätten Gießen. | Verschiedenes! Metin für Damenkleidung gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03489 an den Gieß. Anz. Alleinst.ält.Frau kann für einen älteren Herrnod.Dame mitkochen. 'Schr. Anfr. unt. 03475(1. d.G.A. 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Koob Gießen Berlin-Frieden au Hltlerwall 1 19. Juli 1942 _ _______________03479/ Meine Verlobung mit Fräulein Sieglinde Seiser zeige ich hiermit an Karl Heinrich Brüggemann Oberleutnant zur See z. Z. Gießen, Wartweg 27 im Juli 1942 , 03486/ Verloren SilberneDmnen- armbanduhrauf dem Wege Ludwigsplatz— Marktplatz— Dammstraße. Abzugeben geg. gute Belohnung Fundbüro 03494 In der Not gibt es einen treuen Freum