Donnerstag, 21. Mai 1942 192. Jahrgang Nr. 117 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168kFrankf./M. Annahme von Anzergen für die Mittügsnummer bis 81/, Ubr desVormittags Anreigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengemtaffel B Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen “ssr stehen. neu das Aanlsurt empfing die Heimkehrer aus den (ISA Ritter der Arbeit Der Sieg von Kertsch. Felde. iche, meldete Kantine ge- Das eine Erst in seiner letzten Reichstagsrede hat der Führer wieder mit besonderer Betonung auf die an der Ostfront eingesetzten italienischen Divisionen hingewiesen und ihre Leistungen rühmend hervorgehoben, eine Tatsache, die in Rom mit besonderer Freude vermerkt worden ist, denn das Italien von heute weih, daß es Seite an Seite mit Deutschland den Kampf so lange fortsetzen wird, bis der Sieg errungen ist. Wie wenig man bei den Westmächten seinerzeit die Bedeutung des vor drei Jahren, am 22. Mai 1939 zwischen Deutschland und Italien abgeschlossenen Freundschafts-,und Bündnispaktes in feinem vollen Umfange und in seiner ganzen Tragweite erkannt hatte, das zeigte die Tatsache, daß bei Ausbruch dieses Krites politisch maßgebende Persönlichkeiten Englands und Frank- reichs die Ansicht vertraten, es würde möglich sein, Italien aus dem Bündnis mit Deutschland herauszureißen. Diejenigen, die die Dinge so sahen, hatten den tiefen Sinn des Paktes nicht begriffen, der nicht von ungefähr abgeschlossen worden war, sondern dessen geistige Wurzeln viel tiefer lagen. Die Fäden gingen nicht nur bis zum Ium 1934 zurück, da der Führer zum erstenmal mit dem Duce in Venedig zusammentraf, sondern noch weiter in jene Jahre, da der Duce als erster Staatsmann Europas für den Kampf der nationalsozialistischen Bewegung das größte Verständnis aufbrachte. Schon vor dem 30. Januar 1933 bestanden enge und herzliche Verbindungen zwischen dem faschistischen Italien und der NSDAP., Verbindungen, die nun- Diese Ehrung all derjenigen, die sich um die Rüstung verdient gemacht haben, ist der Ausdruck dafür, daß die kämpfende Truppe und das schaffende Volk in der Heimat eins find in ihrem Ringen um Deutschlands Zukunft. Das Kriegsverdienstkreuz ist eigens für die Heimatfront geschaffen worden. Es soll allen denen verliehen werden, die durch besondere Leistungen die Voraussetzungen für den Endsieg schaffen halfen. Es sind das vor allem die R u st u n g s a r b e i t e r, die Tag und Nacht daran schaffen, den deutschen Frontsoldaten die besten Waffen und das beste Kriegsgerät zu liefern, und die nicht müde werden, an den Maschinen und in den Werkstätten unablässig zu schaffen, damit die Waffen immer besser werden und damit vor allem genug Waffen und Kriegsgerät vorhanden sind. Es sind das die R ü st u n g s a r b e i t e r i n n e n , die stch selbstlos und eifrig einer bisher ungewohnten Arbeit unterziehen und alles tun, um unseren Soldaten zu helfen. Es sind das die deutschen B a u e r n und Bäuerinnen und alle • Angehörigen des deutschen Landvolks, welche unter schwersten Opfern und bei drückendstem Leutemangel im Stall, auf dem Acker und im Garten mehr als ihre Pflicht getan haben, um die Ernährung sicherzustellen. In einem wundervollen Zusammengehorigkeitsge>fuhl haben bisher Arbeiter und Bauer mit der tfront gewetteifert und • werden es auch in Zukunft tun. Die Heimat weiß, daß sie sich auf die Front verlassen kann, und die Front hat ein unerschütterliches Vertrauen zur Heimat, sie weiß, daß sie von der Heimat nicht verlassen wird. Alle Kräfte stehen im Dienste des Sieges. Alle wissen, daß es um die Zukunft des deutschen Volkes geht und daß das deutsche Volk erst dann einmal in Freiheit einer glücklichen Zukunft entgegen schreiten kann, wenn jüdische Plutokratie und Bolschewismus nieder- gekämpft find. In diesem Bewußtsein ist das deutsche Volk zu dem ihm von seinem Gegner aufgezwungenen Kriege angetreten. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß jeder, dort wo er steht, seine Pflicht tut und das Letzte gibt, auf daß aus dieser Gemeinsamkeit der Sieg erwachse. Wenn den Besten besondere Auszeichnungen verliehen werden, so soll das nicht nur eine Belohnung für ihre Leistungen sein, sondern auch ein Ansporn für die anderen, es den Ausgezeichneten gleichzutun. Wie das schlichte Eiserne Kreuz für die Frontsoldaten, ist das Kriegsverdienstkreuz für die in der Heimat Schaffenden das Zeichen, daß die Träger Vorbilder der Pflichterfüllung gegenüber der Gesamtheit sind. So kämpfen Heimat und Front die Riesenschlacht um eine glückliche Zukunft zäh, unverdrossen und unbesiegbar. hat bisher ihre Leistungen in der praktischen Arbeit stets gesteigert. Der Betriebsobmann in einem westdeutschen Bahnhof, Paul Meyer, steht seit 1931 in der SA. Nach einem Luftangriff der Engländer verließ er als letzter den Betrieb. Dabei überraschte ihn ein neuer Fliegerangriff auf den Bahnhof und eine in der Nähe befindliche Brücke. Eine Brandbombe verursachte in einem Güterschuppen Feuerschaden. In der Nähe lagerten größere Mengen Benzin. Meyer dämmte mit zwei anderen Arbeitskameraden den Brand ab und rollte im Maschinengewehrfeuer der Engländer die vollen Benzinfässer aü5 der gefährlichen Nähe des Brandherdes. Meyer erhielt mit feinen beiden Kameraden vor wenigen Woche das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern. Der 77jährige Schmiedemeister Hermann D ö h - l e r hatte bis zu seinem 68. Lebensjahre eine eigene Schmiede in einem Dorfe Thüringens. „Das ist nichts mehr für mich, da muß Jugend rein", sagte er und übergab dem Aeltesten feine Arbeitsstätte. Er selbst aber meldete sich 1936 zur OT. und arbeitete seitdem dort in einer Kolonne im Osten. Seine 50jährige Erfahrung läßt ihn auch das sprödeste Material in seiner kleinen transportablen Feldschmiede sach- und fachgemäß behandeln. Drei Generationen der Döhlers stehen im Der deutsche Arbeiter hat sich in seinen Leistungen selbst übertroffen. Es geht um das Leben Bewährte Waffenkameradschast. DreiJahre Freundschafts- undBündnisPakt mit Italien. Oer Wehrmachtbericht. DNV. Aus dem Führerhauplquartier, 20. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generalobersten von IN a n st e i n, unterstützt von starken Luftwaffenverbänden unter Führung des Generalobersten Loehr und Freiherrn von Richthofen, in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Meerenge von Kertsch in ganzer Breite erreicht und die letzten stark befestigten Brückenköpfe beiderseits der Stadt nach erbittertem Widerstand genommen. Nachdem die seit Ende Februar immer wiederholten Versuche des Feindes, die deutschen Stellungen in der Landenge nordostwärts F e o d o s i a zu durchbrechen und die Krim wiederzugewinnen, gescheitert waren, trat die hier versammelte deutsch- rumänische Armee am 8. IHai zum Angriff an. 3m ersten Ansturm wurde die zäh verteidigte, stark ausgebaute und tief gegliederte Parpatsch-Stellung durchbrochen und im Verlauf dieses Kampfes sowie bei der sofort aufgenommenen Verfolgung die Waffe der feindlichen Kräfte eingeschlossen und vernichtet. Die damit abgeschlossene Schlacht hat zur Vernichtung von drei sowjetischen Armeen mit 17 Schützendivisionen, drei Schützen- brigaden, zwei Kavalleriedivisionen und vier Panzerbrigaden geführt. Bei hohen blutigen Verlusten verlor der Gegner 149 256 Gefangene, 258 P a n z e r k a m p f- wagen, 1133 Geschütze und unübersehbares anderes Kriegsmaterial. Rur Trümmer des Feindes konnten die Küste jenseits der Weerenge erreichen. 3n Luftkämpfen verlor der Gegner 323 Flugzeuge. 3n den Gewässern der Halbinsel wurden 16 Schiffe mit zusammen 13 600 BRT., ein Minensuchboot und 21 kleine Küstenfahrzeuge durch Luftangriffe versenkt. Zehn weitere Schiffe mittlerer Größe wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Im Rahmen eines Staatsaktes, dem zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht beiwohnten, wurde im Mosaik-Saal der Neuen Reichskanzlei e i n Rüstungsarbeiter auf Vorschlag des Reichsministers für Bewaffnung und Munition mit dem erstmals vom Führer verliehenen Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet — eine Ehrung, die gleichzeitig in eindrucksvoller Weife die hohe Anerkennung des Führers und der kämpfenden Front für die schaffende Heimat sinnfällig zum Ausdruck bringt. Außerdem erhielten 137 Rüstungsarbeiter und -arbeiterinnen,. Bergmänner und Hüttenarbeiter sowie Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter das Kriegsverdien st kreuz erster Klasse. Der Saal hatte zu dieser Feierstunde ein festliches Gewand angelegt. Von der Stirnseite des weiten Raumes grüßte ein goldgefaßtes Hakenkreuz. Davor und zu beiden Seiten leuchteten die Fahnen von Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe und Waffen-^ sowie die goldenen Betriebsfahnen im Scheinwerfer- licht. Hohe Lorbeerbäume sowie reicher Blumenschmuck rundeten das festliche Bild stimmungsvoll ab. In langer Reihe saßen die Männer und Frauen mit den Ehrengästen, der Rüstungsarbeiter neben dem Staatssekretär, der Bergmann in seiner schmucken schwarzen Tracht neben dem Feldmarschall, die Bäuerin neben dem SA.-Führer. Punkt 17 Uhr erscheint Reichsmarschall Göring mit seiner Begleitung. Der Staatsakt beginnt. Wuchtig erfüllen „Les preludes“ von Liszt, gespielt von der Staatskapelle unter Leitung von Professor Heger, den festlichen Raum. Dann spricht derReichs- minifter für Bewaffnung und Munition Speer. Er gibt feiner Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, daß die Waffenproduktion in den deutschen Rüstungsfabriken von Monat zu Monat eine Steigerung erfährt, und knüpft daran den Dank an alle 'Arbeiter und Betriebsführer, die in unermüdlichem Einsatz zum Gelingen des großen Werkes Tag und Nacht ihr Bestes geben. Als Sonderbeauftragter des Führers betritt nun ein mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus» gezeichneter, erst 24 Jahre alter Gefreiter des Heeres das Rednerpodium, zu dessen beiden Seiten inzwischen vier Ritterkreuzträger des Heeres, der 3m Raum von Charkow wurden erneute Angriffe des Feindes in harten Kämpfen abgeschlagen, hierbei Wurden weitere 34 feindliche Panzer abgeschossen. Die Luftwaffe griff an den Schwerpunkten der Schlacht mit Kampf- und Sturztampfverbänden wirksam in die Crdkämpfe ein, zerschlug Bereitstellungen des Feindes und vernichtete oder beschädigte 2 9 Panzer. Der Feind verlor am gestrigen Tage 36 Flugzeuge. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. An der übrigen Front im Osten waren eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich. Vereinzelte Vorstöße des Feindes wurden abgeroiefen. Auf Walta wurden Bombenvolltreffer in Abstellplätzen des Flugplatzes La Venezia erzielt, in Luftkämpfen über Nordafrika zwei britische 3agd- flugzeuge abgeschosfen. 3m Kampf gegen Großbritannien belegten stärkere Verbände der Luftwaffe in der vergangenen Nacht das Hafengebiet von hüll an der humber- mündung mit Spreng- und Brandbomben. Mehrere Brände wurden beobachtet. Leichte Kampfflugzeuge bombardierten bei einem Tagesvorstoß zur britischen Südküste mit Erfolg Fabrikanlagen. An der Kanalküste schossen deutsche 3äger ohne eigene Verluste aus feindlichen 3agdverbänden 7 Spitfire ab. Britische Bomber unternahmen in der letzten Nacht mehrere militärisch wirkungslose Störangriffe auf füdwestdeutsches Gebiet. Sie warfen vorwiegend Brandbomben auf Wohnviertel. Die Schäden sind unerheblich. Nachtjäger und Flakartillerie brachten elf feindliche Flugzeuge zum Absturz. Bei den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch hat sich der Leutnant Friedrich, Kompanieführer in einem 3nfanfetieregimenf, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. Hauptmann Baer, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader. errang am gestrigen Tage seinen 99. bis 103. Luftfieg. Das 3agdgefchwader 77 hat die Zahl feiner Abschüße auf 2011 erhöht. Das KnegsverdieiMeuz auf dem Arbeitsroü Vorbilder der treuen Pflichterfüllung der Heimat. Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes, ..... vergrößerte Ausführung des Kriegsverdienstkreuzes in Silber ist und am Halse getragen wird. (Scherl-Bilderdienst-M.) sondern gegen das deutsche Volk schlechthin richtet. Unter dem freudigen Beifall der heimgekehrten Reichsdeutschen kennzeichnete er dann die Garanten des Sieges in unserem Freiheltskampf, die unzertrennbare Einheit von Führer und Volk, die deutsche Volksgemeinschaft, und die in ihr wurzelnde siegreiche deutsche Wehrmacht. „Mit harter Arbeit und schwerem Kampf", so schloß er seine Ausführungen, „werden die jungen Völker den Sieg erringen, der ihnen für die Zukunft einen wahrhaftigen tfrie» Führer und Front danken der schaffenden Heimat Höchste Ehrung von Arbeitern und Bauern in feierlichem Staatsakt. des Volkes und den Sieg des Sozialismus; wenn jemand den größten Anteil an dem künftigen Siege hat, so sind ‘es neben den Soldaten an der Front die deutschen Rüstungsarbeiter und -arbeiterinnen, die entschlossen und treu zu ihrem Führerschwur v. Br. Kriegsmarine, der Luftwaffe sowie der Waffen-^ : Aufstellung genommen haben, und überbringt den Männern und Frauen die Grüße des Führers und der Front. Während dann die Klänge des Präsentiermarsches ertönen und alle sich von ihren Plätzen erheben, tritt der Sonderbeauftragte des Führers auf den Obermeister in einem Rüstungsbetrieb, Franz Hahne, zu und legt ihm das Band mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz um. Feierliche Augenblicke sind es, in denen sich diese höchste Ehrung, die je einem Arbeiter zuteil geworden ist, vollzieht. Nachdem der Reichsmarschall und Reichsminister Speer dem ersten Ritterkreuzträber des Rriegsoer. dienstkreuzes ihren Glückwunsch ausgesprochen haben, erfolgt die Ueberreichung der Kriegsverdienstkreuze 1. Klasse an die übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen, die von Minister Speer, Reichsminister Funk, den Generalfeldmarschällen Keitel, von Leeb und Milch, Generaladmiral Witzell, Reichsleiter -Dr. Ley, Generaloberst Fromm und Staatssekretär Backe vorgenommen wird. Reichsmarschall Hermann (Bärin g ergreift dann das Wort zu einer einftünöigen Rede, in der er dem unvergleichlichen Kämpfertum unserer Soldaten die hohen Leistungen der Schaffenden in der Heimat gegenüberstellt und auf den Führer als das leuchtende Vorbild aller Deutschen hinweist. In packenden und mitreißenden Ausführungen würdigt er die unerschütterliche Entschlossenheit des ganzen deutschen Volkes, alle Kräfte anzuspannen, bis der endgültige Steg errungen ist. Als der Reichsmarschall geendet hat, stimmen die Männer und Frauen begeistert in das Sieg-Heil ein, das der erste Ritterkreuzträger des Kriegsverdienstkreuzes auf den Führer ausbringt. Durch den Mittelgang des Saales begeben sich dann der Reichsmarschall, Reichsminister Speer, ^er Sonderbeauftragte des Führers sowie der mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes Ausgezeichnete und die vier Ritterkreuzträger des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Waffen-^ zum Ehrenhof. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schreitet nun Reichsmarschall, Göring, begleitet van dem vor der gesamten Nation als Vertreter der deutschen Arbeiterschaft geehrten Obermeister Hahne die Front der Ehrenkompanie ab. NSG. In Frankfurt am Main trafen am Mittwochvormittag von der Bevölkerung der Gauhauptstadt herzlich begrüßt die ersten Reichsdeutschen aus den USA. ein. Es handelte sich bei .ihnen hauptsächlich um die Familien der Angehörigen der d i - plomat i schen Vertretungen des Reiches. Weitere Transporte von heimgekehrten Reichsdeutschen aus Amerika werden in den nächsten Tagen das Reichsgebiet erreichen. Jy der Mittagsstunde fand für die Heimkehrer im Bürgersaal des Rathauses eine schlichte aber herzliche Begrüßungsfeier statt. Im Auftrage des Reichsministers des Aeußeren begrüßte hier Staatssekretär von Weizsäcker die zurückgekehrten Reichs, deutschen, an ihrer Spitze den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in den USA., Gesandten Thomsen, die Wehrmachtsattaches, General der Artillerie von Bötticher, und Admiral Wit- Höft sowie die weiteren Angehörigen der diplomatischen Vertretungen. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Heimkehrer im Namen der kämpfenden deutschen Volksgemeinschaft und im Auftrag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der alten deutschen Kaiserstadt Frankfurt, die ihr deutsches Gepräge durch den Kampf und Sieg des Nationalsozialismus wieder gewonnen habe, empfangen zu können. Die schikanöse Behandlung, die den Reichsdeutschen in den USA. zuteil wurde, tief er alsdann zu Zeugen dafür an, daß der Haß der jüdisch-plutokratischen Welt sich nicht allein gegen den Nationalsozialismus, In einer Schweißerei arbeitet Frau Mühlbauer, die auch kürzlich das Kriegsverdienstkreuz erhalten hat. Ein schmales Persönchen mit energischem Gesichtsausdruck. Als der Werkdirektor einmal äußerte, daß ihm die Schweißerei ihrer geringen Besetzung wegen besondere Sorge mar1- sich Frau Mühlbauer, die bisher in der arbeitet hatte, zum Schweißkursus im Werk an und den sichern wird!" , Der frühere deutsche Botschafter ih Washington, Dieckhoff, wies nochmals auf die Friedensbestrebungen des Führers hin, die stets dahin gingen, mit den USA. in keinen Konflikt zu geraten. Das un- verantwortliche Treiben jener gleichen niedrigen Kräfte, die es bereits 1'917 entgegen dem Wunsche des amerikanischen Volkes verstanden hatten, den Krieg zu entfesseln, habe aber auch jedes ehrliche Streben nach der Erhaltung des Friedens erfolglos sein lassen. Die Verantwortung für das Blut, das nun vergossen würde, komme auf das Haupt Roosevelts. Voller Zuversicht habe das deutsche Volk den ihm an getagten Kampf aufgenommen und wird ihn bis zu seinem siegreichen Ende führen. Gauamls- leiter $ eil ermann überbrachte abschließend die Grüße des Leiters der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle. Die Auslandsorgani- sation der NSDAP, werde den zurückgekehrten Reichsdeutschen bei ihrem Einbau in die deutsche Volksgemeinschaft Helfer, Betreuer und Berater fein. NSK, Der vergangene Winter war eine Bewährungsprobe, die nicht nur die Front, sondern auch die Heimat entschlossener und unbeugsamer überstanden hat, als cs die ganze Welt je erwartete. Aus dem namenlosen Heer der Schaffenden mögen nun einige heraustreten, deren vorbildliche Haltung und Hingabe mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Sie legen Zeugnis ab für Leistung und Fleiß der deutschen Kriegswirtschaft, deren Kraft kerne Macht der Welt brechen kann. Zwischen öligen Lokomotivrädern leuchtet eine bunte Schürze. Eine kräftige Frau richtet sich aus gebückter Stellung auf und deutet lachend auf fertig- gestellte Räder, die sie reinigt, bevor sie zur Montage kommen. Es ist Frau Höfling, die vor wenigen Wochen erst das Kriegsverdienstkreuz erhielt und seit 4Va Jahren in einem süddeutschen Reichsbahnausbesserungswerk getreu ihren Dienst tut. Der Betriebsführer lobt besonders ihre frische Art, mit der sie es verstanden hat, eine wirklich gute Arbeitskameradschaft zwischen Männern und Frauen in ihrer Werkabteilung herzustellen. Vor Ausbruch des Krieges erhielt Frau Höfling auch das Mutterkreuz, denn sie hat sechs Kinder in Alter zwischen 2V2 und 15 Jahren. * Mehr, da der Führer die Macht übernahm, noch eine wesentlich engere und festere Form annahmen. Dem Zusammentreffen des Führers mit dem Duce im Juni 1934 find noch verschiedene Begegnungen gefolgt, sowohl in den Jahren des Friedens, der freilich kein wahrer Friede war, als auch feit dem Augenblick, da Deutschland zu den Waffen greifen mußte, um sein Recht und seine Ehre zu verteidigen. Die Bande zwischen den beiden Mächten waren vor Ausbruch des Krieges nicht zuletzt deshalb schon so fest und stark, weil Deutschland als die einzige Großmacht dem Kampf des faschistischen Italiens um sein Kolonialreich sympathisch gegenüberstand und es auch an Unterstützung nicht fehlen ließ. Der Duce hat dies in seiner großen Rede in Berlin, die er, wie erinnerlich, in deutscher Sprache hielt, ausdrücklich anerkannt, wobei er den Satz prägte: „Wir werden das nie vergessen." Und als, eineinhalb Jahre vor Kriegsbeginn, der Führer zwölf Tage, in Italien weilte, als ihm in Rom, Florenz und Neapel der Jubel und die Begeisterung eines über diesen Staatsbesuch von tiefer Freude erfüllten Volkes entgegenschlug, da war es bereits offensichtlich, daß der Weg der beiden großen Völker, deren Revolutionen auf so ähnlichen Gedanken- Jnfolge des schnellen Vorstoßes der deutschen und rumänischen Truppen auf die Stadt Kertsch war es den Bolschewisten unmöglich, den Hafen von Kertsch zu einer Einschiffung ihrer zerschlagenen Kampfeinheiten za benutzen. Die Reste der geschlagenen Sowjetarmeen flüchteten deshalb auf den südostwärts der Siadt Kertsch vorspringenden Zipfel bei Ak Burnu und auf die nordostwärts von Kertsch vorspringende Landzunge bei Jenikale. | W ■ / A Der rumänische Staatsführer Marschall A n t o - nescu und Generaloberst v. Man stein, unter dessen Oberbefehl deutsche und rumänische Truppen in Verfolgung des geschlagenen Feindes die Meerenge von Kertsch erreichten, bei einer Lagebesprechung. (PK.-Kriegsberichter Hackl sAtls sSchj.) Von diesen beiden Punkten aus^ versuchte der Feind mit Schiffen und Barken über die Meerenge von Kertsch zu entkommen. Um die Einschiffung zu ermöglichen, wurden die noch kampffähigen Bolschewisten durch ihre Kommissare zu einem letzten verzweifelten Widerstand angetrieben. Im Zusammenwirken mit der deutschen Luftwaffe wurde nach heftigem Kampf und einem kühnen Sturmbootunternehmen über See das südostwärts von Kertsch gelegene Fort Ak Burnu genommen. Gleichzeitig wurde südwestlich dieses Forts der letzte Widerstand einer feidlichen Kampfgruppe bei dein Festungswerk Staryi Karantin gebrochen. Unter Einsatz von Flammenwerfern mußten zahlreiche in die Felswände eingesprengte Bunker, deren Besatzungen sich bis zum äußersten verteidigten und demgemäß sehr hohe Verluste hatten, genommen werden. Am Dienstagabend war auch dieses Fort fest in der Hand der deutschen Truppen. Damit war in erbitterten Kämpfen der südostwärts der Stadt Kertsch gelegene Brückenkopf dem Feinde entrissen. Nordostwärts von Kertsch leistete der Feind im Raum um Jenikale und in dem Hüttenwerk Woskow besonders zähen Widerstand. In immer wieder vergeblichen, oft mehrere Glieder tief gestaffelten Gegenangriffen versuchten die eingekes- sclten Bolschewisten das ständige Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten. Das Gelände mit seinen zahlreichen Höhlen und unterirdischen Verbindungsgängen begünstigte den Widerstand des Gegners. Am späten Nachmittag des Dienstag erreichten deutsche Truppen, nachdem der starke feindliche Widerstand rücksichtslos gebrochen war, das Meer bei Opasnaja und nahmen den vorspringenden Teil des Forts Jenikale. Truppen einer anderen deutschen Division stürmten den weiter nordostwärts gelegenen Leuchtturm bei Gleiki mit seinen Befestigungen. So wurde in härtesten Kämpfen unter Zusammenwirken mit der Luftwaffe die Masse des in diesen beiden Brückenköpfen noch Widerstand leistenden Gegners vernichtet, so daß es nur versprengten Trümmern gelang, die Küste jenseits der Meerenge von Kertsch zu erreichen. Die gesamte Halbinsel Kertsch ist in deutscher Hand. Die Halbinsel ist 2500 Quadratkilometer groß, entspricht also etwa der Größe von Luxemburg. Bis zu 50 Kilometer breit, hat sie eine Länge von 90 Kilometer (Luftlinie). Die Straße von Kertsch und Jenikale ist an der engsten Stelle 3 Kilometer breit. Das Land ist von den Ausläufern des Jailagebirges durchzogen. Reiche Eisenerzvorkommen wurden in Kertsch verhüttet. Die Tabaterzeugung des Landes ist bedeutend. Durch die Beherrschung der Meerenge von Kertsch ist den Bolschewisten der Zugang vöm Asowschen zum Schwarzen Meer versperrt. Welche Bedeutung die Bolschewisten dieser kleinen Halbinsel beigemessen haben, ergibt sich aus der Stärke der angelegten Befestigungen, und der dort auf engem Raum massierten Armeen, sowie weiter aus'den verzweifelten Entlastungsangriffen im Raum bei Charkow. Bei den im Bericht des OKW. gemeldeten Zahlen ist die außerordentliche Höhe der Gefangenenzahl und Waffenbeute auffällig. Es dürfte außer Frage stehen, daß die Bolschewisten diese Truppenmassen nicht nur fiir Abwehrzwecke, sondern vielmehr für einen Angriff zur Rückeroberung der K r i m bereitgestellt hatten. Drei bolschewistische Armeen, und zwar die 44., 47. und 51. Armee, sind in ihrer Masse vernichtet worden. Diese Armeen setzten sich zusammen aus: 17 Divisionen, nämlich gängen fußten, von nun ab für immer untrennbar sein würde. Der Freundschafts- und Bündnispakt, der ein Jahr darauf in feierlicher Form zum Abschluß gelangte, bestätigt diese Entwicklung deutlich. Seit zwei Jahren steht die Wehrmacht Italiens Seite an Seite mit ihren deutschen Kameraden. Sie hotte schon in der Zeit, da sie noch nicht am Kampfe aktiv beteiligt war, uns unschätzbare und vom Führer stets gewürdigte Diertste erwiesen, da sie im Mittelmeer und in Afrika starke feindliche Kräfte gebunden hat, die an den Fronten nicht zum Einsatz gelangen konnten. Und dann hat Italiens Wehrmacht unter Beweib gestellt, daß sie im Geiste des Faschismus zu kämpfen, zu siegen und zu sterben versteht. Sie hat schwere Opfer bringen müssen, sie sind aber nicht vergeblich gewesen. Die Zusammenarbeit der beiden verbündeten Armeen hat sich immer enger und enger gestaltet. Ob wir an die Operationen in Nordafrika denken, an die Kämpfe an der Ostfront, an den Einsatz der italienischen U-Boote vor der Küste Nordamerikas, überall hat es sich gezeigt, daß der Italiener von Stolz erfüllt ist, weil er mit den Waffen seinen Teil zu der Schaffung des neuen Europas beisteuern kann. 11 Schützendivisionen, 2 Volkswehr-Divisionen und 4 Gebirgsdivisionen, ferner aus drei Schützenbrigaden sowie aus weiteren Kavallerie-Divisionen und 4 Panzerbrigaden. Nach dem augenblicklichen Stand hat eine bolschewistische Schützendivision ungefähr 12 000 Mann, während eine Brigade etwa ein Drittel so stark ist. Unter Zugrundelegung dieser Stärke- ve-rhältnisse hätte also der Gegner rund 2 2 0 0 0 0 Mann auf der Halbinsel Kertsch versaimnelt gehabt, wovon rund 150 000 Mann gefangengenommen worden sind. Dex Rest von etwa 70 000 Mann ist größtenteils als gefallen anzusehen. Nur ganz schwachen Kräften kann die Flucht über die Meerenge von Kertsch geglückt sein, denn der Fährbetrieb für die flüchtenden Bolschewisten erfolgte vorwiegend mit ganz kleinen Fahrzeugen, soweit er infolge der ständigen Tiefangriffe der deutschen Kampfflugzeuge überhaupt noch möglich war. „Vorposten der Zivilisation." Der Bolschewismus soll in den UTA. popularisiert werden. Lissabon, 20. Mai. (Europapreß.) Der gefährdeten Sowjetunion sucht man in den USA. jetzt mit einer riesigen Propagandaaktion auf die Beine zu helfen. In Hunderten von Versammlungen versucht man- die Sympathie für den Bolschewismus in der Bevölkerung der Vereinigten Staaten zu wecken. Man hat sich zu diesem Zweck bekannte „Größen" verschrieben, die in diesem Sinne tätig sein sollen. In einer solchen Versammlungsrede vor der Neuyorker medizinischen Akademie beispielsweise forderte der nordamerikanische Staatsanwalt M i l - bank eine Unterstützung der UdSSR, durch die Oie Hochschulen im Kriege. In einer Feier der Universität Freiburg i. Br. nahm der Rektor Professor Dr. Süß die Immatrikulation von 1261 Studenten und Studentinnen vor. Er erklärte, von 800,im ersten Kriegssemester sei die Gesamtzahl der Studierenden auf 4244 gestiegen, von denen 3218 ortsanwesend seien. Reichserziehungsminister Dr. Rust sagte, die unsterblichen Kolonnen von Langemarck seien wieder gewachsen. Wir könnten denen gegenüber, die draußen stehen, nur zweierlei tun: den Sinn des Opfers immer wieder zu begreifen suchen, und wenn wir ihn begriffen hätten, Ernst machen damit, daß die Haltung und der Einsatz-unseres Lebens ihren Tod rechtfertigen. Die Studenten könnten nicht alle an der Front stehen. Aber jeder müsse mit den Kameraden an der Front die Gemeinschaft fühlen. Wenn der Krieg vorüber sei, müsse der Geist der Kämpfer vom Winter 1941/42 vorn kommenden Geschlecht ausgenommen und verstanden werden. Die akademische Jugend müsse begreifen, daß es nicht gestattet werde, nochmals gesellschaftlich auseinanderzulaufen, sondern daß das Volk eine verschworene Gemeinschaft sei. Forschung und Lehre seien untrennbar verbunden. Die überlieferte wissenschaftliche Mechode sei die beste Waffe, mit der man das Ziel, den menschlichen Geist heranzubilden, erreichen könne. Solange der Drang nach Wahrheit die eigentliche Triebkraft der wissenschaftlichen Arbeit sei, solange könne die Wissenschaft nicht sterben. Ohne die deutsche Wissenschaft und die deutsche Forschung würde heute das Heer nicht die Waffen tragen, die es habe. Und ohne die Geisteswissenschaften würden wir die Zukunft nicht führen können. Senkung gemeindlicher Gebühren. Auf Grund der Kriegsverhältnisse sind die Gemeinden verschiedentlich genötigt, bei einzelnen ihrer Leistungen, für deren Benutzung Gebühren erhoben werden, Einschränkungen vorzunehmen. Das gilt z. B. für die Straßenreinigung. Soweit die Gemeinden durch solche nicht nur vorübergehenden Leistungseinschränkungen Ersparnisse erzielen, müssen sie zu einer entsprechenden Senkung der Gebühren schreiten, sofern das Ausmaß der Senkung die dadurch entstehende Verwaltungsarbeit rechtfertigt. Der Reichsinnenminister hat die Aufsichtsbehörden ersucht, darüber zu wachen, daß die Gebührensenkung beim Vor- liegen der Voraussetzungen unverzüglich vorgenommen wird. Die Preisüberwachungsstellen werden Anregungen auf Senkung gemeindlicher Gebühren an die Gemeindeaufsichtsbehörden weitergeben. Öer Beamtennachwuchs. Die Aufgaben der Verwaltung sind von Jahr zu Jahr gestiegen, und die Gewinnung des Beamtennachwuchses bereitet ernste Sorgen. Der Reichsinnenminister hat daher das für ben unmittelbaren Eintritt ^in den gehobenen Dienst vorgeschriebene Höchstlebensalter der Zioilanwärter von 30 auf 40 Jahre und das der Bewerber für den höheren Dienst ebenfalls um zehn Jahre auf 42 bzw. 45 Jahre heraufgesetzt. Ferner können die aus der regelmäßigen Dienstlaufbahn hervorgegangenen besonders gut beurteilten Anwärter des höheren und des gehobenen Dienstes schon vor der festgesetzten außerplanmäßigen Mindestdienstzeit angestellt werden. Damit ist befähigten Beamten die Möglichkeit einer früheren Eheschließung gegeben. Eine Benachteili- Vereinigten Staaten ohne alle Vorbehalte. Die Sowjetunion müsse nach dem Kriege der Vorkämpfer der vereinigten Nationen zur Niederhaltung Deutschlands werden. Ein starkes Sowjetrußland würde das wirksame Instrument zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa sein. Der einstige USA.-Botschafter in Moskau, Davies, erklärte, die Rote Armee sei heute ein Vorposten der Zivilisation. Die Nordamerikaner müßten zu dem großen sowjetrussischen Verbündeten in Ehrfurcht aufblicken. Seine Unterstützung sei eine Ehrenschuld für die Amerikaner und die übrige Welt. Todesstrafe im Attentatsprozeß von Ankara beantragte Ankara, 20. Mai. (DNB.) In dem Prozeß wegen des Anschlags gegen den deutschen Botschafter von Popen beantragte der Staatsanwalt gegen die beiden türkischen Angeklagten S u l l e y - man und Abdurrahman die Todesstrafe, gegen die sowjetischen Angeklagten Pawlow und Kornilow eine Kerker st rafe von 15 bis 2 0 Jahren wegen Beteiligung an der vorbedachten Durchführung eines Anschlages auf das Leben einer dritten Person. Kleine politische Nachrichten. Die Reichsfrauenführerin, Frau Scholtz-Klink, beendete eine Arbeitstagung sämtlicher Gau- srauenschaftsleiterinnen in Berlin. Im Mittelpunkt standen Ausführungen des Gauleiters Sauckel als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz. * In Lindau fand eine Arbeitstagung des Amtes „Gesundheit"^ der NS.-Volkswohlfahrt statt, die sich mit den kriegswichtigen Fragen der Durchführung gesundheitlicher Aufgaben vorwiegend auf dem Gebiete der Hilfe für Mutter und Kind beschäftigt. Neben den in der NSV. tätigen Aerzten sind zahlreiche Gauamtsleiter der Aemter Volksgesundheit und Volkswohlfahrt anwesend. Am ersten Tage sprachen Reichsgesundheitsführer Dr. Conti und Oberbefehlsleiter Hilgenfeld. * An den Wettkämpfen der italienischen Studentinnen in Como nahm S ch ultz e ür neue Werke des Ostpreußen Konrad Noetel und des Wieners Armin Kaufmann ein. Dieser, Musikpreisträger der Stadt Wien 1941, war mit einer Klaviersonate vertreten, die von starken motorischen Kräften beherrscht wird. Eine weitschrittige Thematik tritt dazu in wirksamen Gegensatz. Auch Noetels Violinsonate zeigt solche innere Erregung in den Ecksätzen und bietet der Violine dafür im Mittelsatz ein gesangvolles, dankbares Thema. Beide Werke stellen sehr hohe Ansprüche an das technische Können der Ausübenden. Lothar Band. Eine italienische Uraufführung in Augsburg. Die dreiaktige Komödie des italienischen Schriftstellers Gherardo Gherarüi „O diese Kinder" erlebte in der ausgezeichneten deutschen Bearbeitung von Rudolf Schneider-Schelde ihre Ur- aufführung im Augsburger Stadttheater. Das an öic beste Tradition der alten italienischen Stegreifkomödie anknüpfende Werk ist in feiner unproblematischen Grundhaltung ganz auf die Wirkung einer mit Witz und Grazie behandelten Dialogführung abgestellt. Das Thema Liebe wird ebenso originell wie geistvoll an einem jungen Ehepaar, das noch nicht das richtige Verhältnis zueinander gefunden hat, und an einem nach dem Glück der Vereinigung strebenden, in veralteten Vorurteilen befangenen Paar älteren Jahrganges mit den einfachsten Mit- teln, aber mit untrüglichem Bühneninstinkt abqe- wandelt. Walter Oehmichen gab mit der beschwingten Durchführung des munteren Spiels einen Beweis feiner Vertrautheit mit dem Wesen der italienischen Komödie. Karl Hessel. „Feldgraue Komponisten". Mit einem Konzert „Feldgraue Komponisten" wurde der Musiksommer in Dresden eröffnet. Es war ein soldatischer Auftakt, getragen von der frischen Kunst des gefallenen Helmut Bräuti- g a m, dessen „Jagdmusik" erklang, und von kennzeichnenden neueren Werken anderer sächsischer Komponisten. Als Uraufführung hörte man eine ge- öiegene, durchsichtia gearbeitete Chor-Motette von ^ranz Herzog („Und weiter wachsen Gott und Welt j und Lieder dieses ehemaligen Präfekten des Dresdener Kreuzchors, die sich etwa auf Pfitzner- lchen Limen bewegen. Von Joh. Tilman wurde die geistvolle rhythmisch zündende Sonate in d-moll für Violine und Klavier ausgeführt, endlich die Soldatenlieder für Bariton und Streichquartett von Hermann Unger. Ausführende waren Kräfte der Dresdener Philharmonie, der Kreuzchor unter Mauersberger, der Bariton Richard Ca- pellmann und der Pianist Karl Weiß. Hans Schnoor. Swnb Borbergs Don-Ivan-Schauspiel. Nach der vorjährigen deutschen Erstaufführung in Hamburg führte Heinrich George, feit langem um die Förderung des deutsch-nordischen Kulturaustausches erfolgreich bemüht, des Dänen Svend Norberg Don-Juan-Tragödie „Sünder und Heiliger" im.Schiller-Theater der Reichshauptstadt auf. Das Werk, in dem Don Juan als der große Maßlose gezeigt wird, der aus der Unstill- barkelt seines Gefühls zum Zerstörer des Gefühls wird, fand in der sorgfältig vorbereiteten.Darstel- ung ungewöhnlich herzliche Ausnahme. Die hem» chen Leiter (Ernst Legal, Josef Fennecker) und die Darsteller (vor allem Will Qu ad flieg früher in Gießen, und Walther Süßenguth' Berta D r e w s , Maria Pierenkämper und Hans Hermann S ch a u f u ß) errangen dem Dichter einen rauschenden Erfolg. Erwin K. Wiechmann „Tosca" als Film. _ Dieser Tage findet in Wien die Uraufführung des ncalera-Films im Bavaria-Verleih „S o 5 c q"‘ftatf. Die Musik von Puccini wurde von Umberti Man- cine für den Film bearbeitet. Die Spielleitung hat Karl Koch. Friedrich Koppe schuf die deutsche Fas- ung unter Mitarbeit von Otz Tollen, der die Dialoge schrieb. 9er Sturm aus die letzten Vrückenköpse von Kertsch Oie Joris Ak Burnu und Jenikale in deutscher Hand. Aus dem Reich werde mich beschweren, das ist Freiheitsberaubung, nichts weiter." „Freiheitsberaubung im Amte", erklärte ihr Krähe, „Paragraph 341 Strafgesetzbuch. Vergessen Sie die Nummer nicht." Irene schwieg. Sie trat jetzt hervor, warf Krähe einen wütenden Blick zu, ging zum Spiegel und setzte sich das Hütchen auf. „Ich muß aber unbedingt noch einmal zu meinem Zimmer", sagte sie dann energisch, „ich muß meine Sachen abschließen und alles ordnen — das sehen Sie doch hoffentlich xein, nicht wahr?" „Natürlich", grinste der Kriminalsekretär, „ich habe das längst eingesehen und war deshalb schon vorhin dort, um alles in Ordnung zu bringen. Ihr Zimmer ist versiegelt, es kommt keiner hinein —" Sie ließ sich auf ihren Stuhl fallen, der vor dem Spiegeltisch stand. Ihre Hände, die sie zu den Haaren erhoben hatte, sanken herab und einen Augenblick lang machte sie eine trostlose und verzweifelte Miene. „Sie — Sie haben meine Sachen durchgesehen?" stammelte sie. „Ja, mit drei Beamten vom Revier, und Ihre Wirtin war auch dabei. Es ist alles ganz ordnungsgemäß zugegangen, gemäß Paragraph 102 b(? 160 der Strafprozeßordnung." „Hören Sie auf. Sie machen mich wahnsinnig mit Ihren blöden Paragraphen." Sie hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu. Jetzt trat Frau Behrendt vor. „Ich bin jetzt hier fertig", sagte sie schüchtern, „und soll den anderen Damen beim Umkleiden helfen. Darf ich jetzt gehen?" Krähe blickte sie freundlich an. „Liebe Frau", sagte er im väterlichen Tone, „Sie kennen vermutlich den Paragraph 257 des Strafgesetzbuches ?" „Nein —" (Fortsetzung folgt.) Meslagmg des Oberhessischen Kunstvereins stand. Landkreis Gießen. i ) 1 I OHNE miLCH ZU BEREITEN und dem wonnen äußert. läge der Iahresgabe dem Verein auch eine gewisse Beschränkung in der Werbung auferlegt hätte. Die finanziellen Verhältnisse des Vereins haben sich trotz mancher Schwierigkeiten durch.das Heranbringen von Ausstellungsmaterial nicht verschlechtert, sie gestatten nach dem Kriege die Wiederaufnahme der Werbung für den Verein, und zwar nicht nur durch eine größere Anzahl von Ausstellungen, sondern auch durch Kunstbeigaben und kunstgeschichtliche Reisen in Deutschland und im Ausland. Im Vorstand ist insofern eine Aenderung zu verzeichnen, als an Stelle des von seinem Vorstandsamt zurückgetretencn Bankdirektors i. R. Grieß- bauer mit Genehmigung der Reichslammer der bildenden Künste Bankdirektor Bley er dieses Amt übernommen hat. Der Vorsitzende machte noch kurz Mitteilungen über die Sicherung des Kunstbesitzes des Vereins. Anschließend wurde die von der Reichskammer der bildenden Künste gewünschte Satzungsänderung genehmigt, wobei vorgesehen ist,'auf Grund eines Erlasses des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda das Führerprinzip noch stärker als bisher zur Geltung zu bringen. <£ Watzenborn-Steinberg, 21. Mai. Am morgigen Freitag, 22, Mai, feiern die Eheleute Georg R u ck e l s h a u s e n , Rentner, und Frau Katharine, geb. Happel, Watzenborn - Steinberg, Schlageterstraße, das Fest der goldene nHo ch - zeit. Der Jubilar wurde am 9.3.1867, die Jubilarin am 24.8.1867 in Watzenborn-Steinberg geboren. In ihrem Ehestand wurden ihnen sechs Kin- der — vier Söhne und zwei Töchter — geschenkt, von denen noch fünf am Leben sind. Sie haben außerdem noch 21 Enkel. Das Jubelpaar ist noch rüstig und erledigt noch alle vorkommenden Arbeiten. Beide interessieren sich noch rege für dos heutige Zeitgeschehen. Georg Ruckeishausen genügte seiner aktiven Dienstzeit beim Jnf.-Regt. 116 Gießen in den Jahren 1888 bis 1890. Allendors (Lahn) 1. Jgd. — Heuchelheim 2. 3gb. 3:6. Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften in Allendorf zu einem Fußballspiel, das die Heuchel- heimex verdient für sich entscheiden konnten. Mitte der ersten Halbzeit ging Heuchelheim durch seinen Mittelstürmer Hofmann in Führung. Allendorf glich bald darauf aus und konnte dann in Führung gehen. Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit konnte Heuchelheim, obwohl Allendorf mit dem Wind als Bundesgenossen spielte, auf 5:2 erhöhen. Allendorf versuchte nun mit aller Macht zu Erfolgen zu kommen. Die sichere Abwehr der Heuchelheimer, in der besonders Benner und Förster ein großes Spiel lieferten, ließ keine Erfolge zu. Kurz vor Schluß kamen beide Mannschaf' ten noch je zu einem Tor, so daß Heuchelheim mit 6:3 den Platz verlassen konnte. Verdunkelungszeii: 21. Mai von 22.20 bis 4.47 Uhr. Am gestrigen Mittwochnachmittag fand die Mit- aliederoersammlung des Oberhessischen Kunstvereins statt. Der Vereinsoorsitzende, Stadtbaudirektor Grave r t, berichtete über den Verlauf des Ausstellungs- wefens in den letzten Jahren. Nach seinen Darlegungen hat sich die Zahl der Ausstellungen sowohl als die der Besucher trotz der schwierigen Zeitoer- hältnisse auf der gleichen Höhe gehalten. Erst im letzten Jahre mußten die Ausstellungen wesentlich eingeschränkt werden, wofür Verdunkelungsschwie^ rigt eiten usw., in jüngster Zeit auch die Durchführung von Sicherungsaufgaben für den Bestand der Kunst- und Kulturwerte der Anlaß waren. Infolgedessen wird auch die Durchführung von Ausstellungen für die nächste Zeit nicht zu erwarten sein. Dafür ist aber die Ausgabe der Iahresgabe für 1942 und auch bereits der Iahresgabe für 1943 gesichert, so daß die Mitglieder des Kunstvereins auf diese Weise für ihre Förderung dei> Vereinsbestrebungen einen Ausgleich erhalten werden, der bei manchen anderen Kunstoereinen noch nicht vorhanden ist. Die Zahl der Mitglieder hat sich in den letzten Jahren aus der gleichen Höhe gehalten wie in den Jahren vorher, sie hätte sich ohne Schwierigkeiten sogar noch steigern lassen, wenn nicht die Beschränkung der Auf- Mähen und Verfüttern von unreifem Getreide und Oelfrüchten verboten. NSG. Die Landesbauemschaft Hessen-Nassau teilt mit: Die Hauptvereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft in Berlin hat eine Anordnung erlassen, wonach Roggen, Weizen, Gerste, Hafer einschließlich Gemenge dieser Getreidearten sowie Oelfrüchte in unreifem Zustande nicht abgemäht oder verfüttert werden dürfen. Nur in besonders begründeten Ausnahmefällen kann von dem zuständigen Kreisbauernführer auf Antrag eine Ausnahme von diesem Verbot bewilligt werden, falls eine ordnungsgemäße Verwertung in ausgereiftem Zustand nach Lage des Einzelfalles in Frage gestellt ist. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden nach den geltenden kriegs- wirtschaftlichen Vorschriften streng bestraft. * ** Die Woche nmärkte werden vom kommenden Samstag ab um 7 Uhr beginnen und um 13 Uhx beendet fein. Aus der engeren Heimat. Schweinemarkt in Grünberg. 4- (Brünberg, 21. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 255 Fette! und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 30 RM., 6 dis 8 Wochen alte 30 bis 37 NM., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 50 RM., Läuferschweine 50 bis 60 RM. das Stück. Das Gescl-äft war anfangs gut, fpäter abflauend; es verblieb geringer Ueberftanb. Schweinemarkt in Homberg. —.— Homberg, 20. Mai. Auf dem heutigen S ch w e i n e m a r 11 waren 204 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 28 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 35 RM. und 10 bis 12 Wochen alte 35 bis 45 RM. das Stück. Der Handel verlief schleppend; es verblieb lieber» Es handelte sich darum, sich anzuziehen, und zwar in Anwesenheit des alten Krähe, der als Wache in ihrem Zimmer verbleiben mußte. Ihre Weigerung war kindisch, denn sie hatte eine spanische Wand, die — im Gegensatz zu jener Wand auf der Bühne — nicht durchsichtig war, außerdem sollte ihr die Garderobiere helfen. Krähe, auf feinen Schirm gestützt, den schwarzen, steifen Hut auf dem Kopfe, schüttelte den Kopf. „Wie ist denn das gekommen?" fragte Frau Behrendt, die Garderobiere, während sie der Norodna Handreichungen machte. „Ach, der Kriminalrat hat mich nervös gemacht. Ausgerechnet vor deni Auftritt drang er bei mir ein und belästigte mich mit seinen Redereien, und dann wundert er sich, wenn ich unruhig werde und mal daneben schieße." „Ist denn etwas passiert?" erkundigte sich die Frau. „Ich — weiß es nicht, aber vielleicht weiß es der Herr hier?" „Ja", sagte Krähe, „ich weiß es, aber ich werde es Ihnen nicht sagen." „Warum nicht? Mir können Sie es doch sagen—" „Gerade Ihnen nicht." „Ist jemand getroffen worden — schwer?" kam es hinter der Wand hervor. „Möglich." „Oh, mein Gott, es ist nicht zum Aushalten —" tobte sie, „wenn ich es nur wüßte, Behrendtchen, liebes Behrendtchen, können Sie nicht mal hinausgehen und sich erkundigen? Ich muß es doch wissen —" „Ist gut", sagte Frau Behrendt, kam hinter der Wand hervor und wollte das Zimmer verlassen. 2!ber Krähe vertrat ihr den Weg. „Bleiben Sie lieber hier", riet er, „beim ich barf Sie nicht hinaus lassen." „Frechheit!" kam es hinter der Wand hervor, „ich Die Gäste haben die besten Eindrücke von der vorbildlichen Ordnung in der deutschen Forstwirtschaft hohen Stand unserer Waldbaukultur ge- und sich darüber sehr anerkennend ge- M. D. Ausländische Forstmänner in unseren Wäldern Studienreise der Internationalen Iorstzentrale durch Hessen. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 35. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.» Nur noch der Kunstschießakt, mit dem letzten Schuß Irenes war der Auftritt beendet. Er hoffte, daß er fein Ziel erreichen würde^ Die Ziele lagen durchweg aus der anderen Seite der Bühne. Nur die drei letzten Schüsse wurden nach einem beweglichen Ziel gefeuert, das sich unmittelbar an der Kulisie befand, wo Lanos stand. Diese Ziele mußte Irene durch den Spiegel befeuern. Willis hoffte, daß sie durch den Spiegel Lanos nicht erkennen werde. Inzwischen hatte Irene aber gemerkt, daß man ihr anscheinend etwas verbergen wollte, und nun war ihre Neugierde wach geworden. Dieses Etwas mußte in der anderen Kulisse sein. Sie beschloß, bei den Spiegelschüssen, wo sie einige Sekunden Zelt hatte, zu zielen und das Ziel zu suchen, diese Kulisse genau zu betrachten. Deshalb machte sie setzt keine Anstrengungen mehr, nach jener Kulisse zu Lücken, und Willis atmete auf. Sie feuerte ihre Schüsse mit größter Sicherheit ab und errang einen lauten Beifall. Inzwischen war Welt als Untermann angetreten. Willis flog, vom Trampolin hochgeschnellt, aus seine Schulter und fing dann den kleinen Petersen auf. Nach dem letzten Schuß sollte Irene auf das Trampolin springen und mit mächtigem Schwung von Petersen ausgefangen werden. Sie mußte dann flach auf seinen Händen ruhen. .... , .. Drei Paukenschläge ertönten bei ihren letzten ^“r^erfte Schuß durch den Spiegel. Irene hatte nichts gesehen. Sie erblickte nur zwei ftiguren an der Kulisse und achtete nicht weiter daraus. Mit diesem Schuß ein Paukenschlag, Willis flog auf Welks Schultern. Seit Ausgang des vorigen Jahrhunderts sind die maßgebenden Vertreter der Landwirtschaft und der ■ mit ihr in Interessengemeinschaft arbeitenden Forstwirtschaft um internationale Zusammenarbeit und um den Zusammenschluß aller ihrer Kräfte bemüht. Bereits vor dem Weltkrieg wurde ein Internationales Landwirtschaftsinftitut gegründet, das in späteren Jahren auch die Forstwirtschaft in sein Arbeitsgebiet mit einschloß, und in der Folge wurde der Wunsch nach einer gesonderten Vertretung der internationalen Forstwirtschaft lebendig. Dieser Plan sand am 11. Mai 1939, wenige Monate vor Ausbruch des Krieges, in der Gründung J)er „Internationalen Forstzentrale", mit dem Sitz Berlin- Wannsee, seine Verwirklichung. Das Aufgabengebiet der Internationalen Forst- zentrale, die nicht etwa den Charakter einer forst- wissenschaftlichen Akademie trägt, ist vorwiegend ein praktisches. Internationale Zusammenkünfte und ein geordnetes Verösfentlichungswesen bienen dem Gedankenaustausch der Forstleute aller Länder. Es ist selbstverständlich, daß in diese gemeinsame Arbeit auch Studienreisen einbegriffen sind. Eine solche Studienreise führte in diesen Tagen elf Vertreter der Internationalen Forstzentrale, deren Betreuung dem Auswärtigen Amt untersteht, durch Hessen. Als Vertreter der Landesregierung in Darmstadt nahm Landesforstmeister Dr. h. c. fr c ff e an der Fahrt teil. Unsere MDM.-Mitardeiterin hat die internationalen Gäste auf einem Teil ihrer Reise, der Fahrt durch Oberhessen, begleitet. Thema der Erörterungen und des Studiums war die „Buchenwirtschaft" in Hessen. Von Berlin über Gießen kommend, wurde das Städtchen L i ch zum Ausgangspunkt der Exkursion. Die Buchenwirtschaft in der Wetterau ist durch die Qualität des Diluvialbodens bei der hohen Wärmesumme überaus günstig, und die Gäste konnten sich in den verschiedenen Forstorten genau über die geologischen, bodenkund- lichen und floristischen Besonderheiten des fruchtbaren Landstriches unterrichten. Eine Besichtigung der Ruine Arnsburg mit ihrem alten Baumbestand vervollständigte den Rundgang durch diesen Bezirk. Anschließend fuhr man nach dem Gebiet der Solms-Laubachschen Forstoerwaltung, wo die „Buchenwirtschaft auf Basalt" im Vordergrund der Betrachtungen stand. In Laubach wurden die Gäste von Graf Solms begrüßt, der ihnen seine wertvolle, 45 000 Bände umfassende Schloßbibliothek, in der eine Reihe sorstwissenfchaftlicher Werke das besondere Interesse der Fachleute erweckte, zeigte. Hier gab Forstmeister Ostheim in einem einführenden Vortrag einen vorwiegend historisch orientierten Ueberblick über die klimatischen Bedingungen der Basaltwirtschaft und über die speziellen Revier- verhältnisse und die betrieblichen Leistungen, der durch eine Fahrt zu den verschiedenen Forstorten erweitert wurde. Die forstpolitischen Probleme in bezug auf die Betreuung des Großwaldes, Ver- jüngungsfragen und Räumungsverhälknjsse standen im Vordergrund der Betrachtungen, i Am nächsten Tag wurde, mit dem Ausgangspunkt Schotten, die „Buch en wirtschaft im Ober- wald" 3um Gegenstand der Erörterungen. Einige der landschaftlich schönsten Punkte des Vogelsbergs, auf Wir brauchen nicht lange nachzudenken, um zu erkennen, was der Wald den Menschen bedeutete und heute erst recht bedeutet. Möbel, Fachwerk, Dielen, Schiffe und Wagen, die Wärme der Stuben, die (Blut der Herde und der ersten Schmelzöfen — das alles kam aus den Wäldern. Pilze, Beeren, Wild und Vögel — ganze Generationen nährten sich von dem, was der-Wald gab. Und heute greifen wir wiederum die Parole auf: Nahrung aus dem Walde! Auch die Nahrung unserer Lungen, wertvollen Ozon, schenkt uns der Wald. Der Wald befruchtete die Kunst, die Literatur, die Malerei und Musik durch viele Jahrhunderte. Seit wenigen Jahren haben wir gelernt, den Wald von einer ganz anderen Seite aus zu werten, nämlich als Rohstoffquelle. Holz als Hei,;- und Baumaterial ist uns viel zu kostbar geworden, seit wir wissen, daß wir bei Der physikalischen und chemischen Zersetzung des Holzes Werte finden, mit deren Hilfe wir Werkstoffe Herstellen können, die uns auf dem Textilienmarkt, auf dem Papiermarkt, in der Medizin und anderen Zweigen der Wirtschaft unabhängig vom Ausland und von Devisen machen. Dieser Wert des Holzes hat sich im Kriege erheblich gesteigert und legt uns die Verpflichtung auf, den Wald zu schonen wie ein Heiligtum. Tabak- rauchen, Spirituskocher und Lagerfeuer haben im Walde und in der Nähe von Wäldern nichts zu suchen! Achtet auch auf spielende Kinder und nehmt eure Zündhölzer in gute Verwahrung! Hausschlachtung und!?rischfleischabgabe Bei Hausschlachtungen hat der Schlachtende auf Anordnung des Ernährungsamts oder der Kartenstelle Fleisch aus der Hausschlachtung abzugeben, wenn er sich sonst für einen übermäßig langen Zeitraum aus der Hausschlachtung versorgen müßte. Dabei kann auch die Entrichtung einer Ausgleichs- abgabc in Frage kommen. Um für den Hausschlachtenden diese Fleischablieferung zu veremfachen, werden wie der Reichsernährungsminister bekanntgibt, dis Außenstellen der Viehwirtschaftsverbande Fleisch aus Hausschlachtungen möglichst Fleischereibetneben am Orte der Schlachtung zuweisen, ober sonst Maßnahmen treffen, damit eine Ausgleichsabgabe nicht fällig wird._______________ ____ der Feldkrücker Höhe und dem Hoherodskopf, mit -dem Blick über die Basaltkegel gaben Anlaß zu angeregter Diskussion über Probleme der Landschaftsgestaltung und die Ausgaben der Waldwirtschaft in den hohen Regionen des Oberwaldes, wo der Wald in ständigem Existenzkampf gegen Wind und Schneebruch sich befindet, und noch obendrein die Wildschäden bei der Durchführung der Beforstungspläne erschwerend wirken. Nachdem Forstmeister Dr. Künanz anhand von Kulturpkänen und Dege- tationskarten interessante Ausführungen über den Wasserhaushalt des Vogelsbergs und die geologischen Bedingungen des mit Basalt durchsetzten Löß- und Lehmbodens gemacht hatte, sprach der Detachierte des Deutschen Reiches Forstmeister Dr. Imme l zu den Aufgaben des Natur- und Landschaftsschutzes. Von dem Gebiet der Hessischen Staatsforsten im Oberwald, in dem noch einige charakteristische Wald- bilder gezeigt wurden, ging es durch die standes- herrlichen Gebiete Stolberg-Roßla und Stolberg- Wernigerode, nach dem „warmen Vogelsberg" über Grebenhain, Hartmannshain nach Lißberg in"ben Forstbezirk Konradsdors. Die üppigen Waldungen am Fuße des Vogelsbergs weisen ganz besondere Wachstumsverhältnisse auf und fordern eine planmäßige Gliederung des Waldbaues, insbesondere der Buchenbestände. Das Problem des Mischwaldes, das durch die natürliche Verjüngung, die reichliche Buchenmast sowie die starke Begrasung des Bodens die Vorwuchsfrage in den Vordergrund schiebt, wurde zum Gegenstand eingehender Erörterungen. Bis zu dem Forstbezirk Konradsdors haben wir die Vertreter der Internationalen Forstzentrale, die in den folgenden Tag die Bergstraße, den Odenwald und das Neckartal bereisen, begleitet und da-, durch einen interessanten Einblick in die Zusammenarbeit der Forstleute bekommen. Die Reise gab Gelegenheit zu einem fruchtbaren Gedankenaustausch zwischen den Wissenschaftlern und den Praktikern. Der Direktor der Internationalen Forstzentrale, Prof. Dr. Dr. Josef Köstler, sowie Landesforstmeister vr. b. c. H esse nahmen verschiedentlich zu den Grundfragen der Forstwirtschaft Stellung und gingen dabei nicht nur auf die Besonderheiten der hessischen Waldwirtschaft ein, sondern gaben auck) den Ausländern Gelegenheit, sich dazu zu äußern und aus der eigenen Praxis wertvolle Ausführungen zu machen. Die verschiedenen Arbeitsmethoden in den einzelnen Ländern, wie die den Nordländern unbekannte Anlage der Pflanzgärten und die uns fast unmöglich erscheinende Betreuung von 120 Millionen Hektar Waldgebiet auf Sumatra oder Java, waren der Anlaß zu besonders angeregten Debatten, die durchweg in deutscher Sprache geführt wurden. Das Ziel drehte sich schneller. Irene visierte wieder durch den Spiegel. Jetzt hatte sie die Kulisse erreicht. Sie sah das Gesicht des Kriminalrats über die Schulter eines Mannes blicken. Wer war der Mann? Ein Paukenschlag. Der zweite Schuß fiel. Petersen flog durch die Luft und wurde von Willis' Schultern aufgefangen. Oben zog er sich seine Krawatte gerade, zog einen kleinen Spiegel und Kamm hervor und kämmte sich seinen Scheitel. Tosender Beifall. Irene trat einige Schritte näher zur Kulisse heran. Wieder visierte sie. Da erkannte sie ihn. Lanos! Das Blut schoß ihr durch den Kopf. Sie atmete keuchend. Und dann drehte sie sich ein wenig zur Seite und visierte Lanos an. Ein Paukenschlag. Der Schuß fiel. Wenig hatte das Visieren gesehen und im letzten Augenblick Lanos zurückgerissen. Beide fielen hin. Irene hatte die Flinte wcggeworfen, war auf das Trampolin gesprungen und flog nach oben. Petersen fing sie auf und hielt sie auf feinen flachen Händen. Die Kapelle spielte laut die letzten, ausklingenden Takte. Die Säule von Menschen neigte sich langsam nach vorn und mit dem letzten Paukenschlag sprangen sie alle vier auf ihre Füße und verbeugten sich. Das Publikum klatschte laut Beifall. Auch als der Vorhang bereits zugegangen war, wurden sie hervorgerufen. Zweimal kam auch Irene hervor. . Das drittemal nur noch die drei Willis. Kriminalrat Wenig hatte Irene von der Bühne weg verhaftet. 10. „Ich tue es nicht, nein, ich tue es nicht, solange der Mann im Zimmer ist", schrie Irene und stampfte mit den Füßen auf. Aus -er Stadt Gießen. , Pfingstrosen. Man nennt diese stolze Blume wohl auch Päonie, Königs-, Bauern- oder Gichtrose. Wohl am häusig- ften findet sich die ungefüllte Päonie, die sogenannte „Pumpeirose", meist dunkelrot leuchtend, während die gefüllte auch in Scharlachrot, in strahlendem Weiß oder zartem Rosa erblüht. Herrlicher Zimmerschmuck, eine Vase mit den prächtigen großen Blüten! Doch dient die Pfingstrose keineswegs lediglich zum Schmuck der gärten und Zimmer, auch nutzbar wird sie gemacht. So werden den Kindern beim Zahnen die roten Sarnen der Pfingstrose als „Zahnkorallen" um den Hals gehängt, sie sollen die Zähnchen daran durchbeißen. Des Weiteren hat sich die Volksmedizin der Pfingstrose bemächtigt. U. a. findet sich in einem handgeschriebenen Heft mit alten Bauernrezepten aus der Karlsbader Gegend die folgende Vorschrift: Psingstrosen, Gichtrosen. Das Männlein (die ungefüllte Päonie? und die weibliche die gefüllte?) hat eine lange Wurzel, die Blätter gleichen den Nußblätrern, die Blume hat ein prächtiges Aussehen. Drei Tage vor dem neuen Monde'im März vor Aufgang der Sonne gegraben, so dienet sie wider fallende Sucht. Wenn sie aber im März bei zunehmendem Licht gegraben wird, so hilft sie vor die Gicht und Steinschmerzen, ein gutes Mittel wider die Sucht sjede gefährliche Krankheit, des. auch Epilepsies und schwere Noth sSchwe- renoti)]. Wenn auch nur die Wurzel oder die glänzenden Körner an den Hals gehängt, auch den Kindern an die Arme gebunden fwerden, so helfen siej. Man legt auch das Kraut und die Blumen den Kindern in die Wiege — soll alle Zauberei gbhalten. Die Wurzel in Wein gesotten ist gut für die laufende Gicht, Krampf und Stein. Die Wurzel findet man in der Apotheke eingemacht, und von der Blume ein Wasser, Sirup und Zucker, welches wider die lähmenden Gebrechen hilft." L. B. Zahlt Steuern bargeldlos. Es ist aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung dringend erwünscht, daß Steuern nicht am Schalter der Finanzkasse ober Zollkasse, sondern nur durch Postschecktiberweisung im Giroverkehr, durch Banküberweisung oder durch Steuerzahlkarte entrichtet werden. Der Steuerpflichtige muß bei jeder Steuerzahlung auf dem Zahlungsabschnitt die Steuernummer, die Steuerart und den Zeitraum, für den die Steuer entrichtet wird, angeben. Leben aus dem Walde. Tagung der Geflügelzüchter in Gießen Zum Strecken anderer Soßen 5o/?en 02409/ Freibankverkauf 02414 am 22. Mai 1942: 1G86Ä Henko Sil iMi ATA ZIGARETTEN gegen Ausweis 1691D 1 02404 ^Ihndqeicheucft 3 02411 Der Arzt warnt vor einem einfachen Heftpflaster, vielmehr läßt wehe Wunden schnell gesunden. 1690 0 02392 TraumaPlast ■— und was wichtig Isti die Eier können jederzeit unbedenklich entnommen und zugelegt werden! I I I 9 U Garantol hinterläßt oftmals in Gefäßen Ränder. Meist lassen sie sich schon mit Ata-oder Vim enfernen. In hartnäckigen Fällen helfen unverzüglich einige Tropfen verdünnter Salzsäure: Auf einen Lappen träufeln und entsprechend reiben! Ausflugsort Nähe Gießen sucht für die Pfingstfciertage Aushilfskellner oder Kellnerinnen Näh. Telefon 3444 Gießen. ________________1687 D empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also Traumaplast mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt. In tiefem Schmerz: Elsa Keil, geb. Fischbach, und Kinder Hannelore und Ingrid Anny Keil Otto Fischbach und Frau Heinrich Lehfeldt und Frau, geb. Fischbach. Gießen, Frankfurt, den 21. Mai 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 23. Mai, vorm. 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. MILDE SORTE MEMPHIS DRITTE SORTE NIL Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang meiner lieben Frau, unserer guten Mutter und allen denen, die der Entschlafenen das letzte Geleit gaben, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Besonders danken wir dem Herrn Pfarrer für die tröstenden Worte am Grabe. In tiefem Leid: Ludwig Hormann und alle Angehörigen. Gießen, den 21. Mai 1942. Bezirksversammlung der Landesfachgruppe Hessen-Nassau. 2lm Sonntag tagten die Ausstellungsgeflügelzüchter aus Oberhessen und den angrenzenden Gebieten in Gießen im Hotel Hopfeld, um der Hauptversammlung der Landesfachgruppe Hessen-Nassau beizuwohnen. Landesfachgruppenvorsitzender Maas (Darmstadt) widmete nach der Begrüßung den Gefallenen und Verstorbenen des verflossenen Geschäftsjahrs einen warmen Nachruf. Die Versammlung ehrte ihr Gedächtnis in üblicher Weise. Dem umfangreichen Tätigkeitsbericht der Landesfachgruppen ist folgendes entnommen: Die Landesfachgruppe Hessen-Nassau zählt gegenwärtig 25 Kreissachgruppen mit 352 Vereinen und 13 311 Mitgliedern. Durch die Einreihung der Brieftaubenzüchter ist die Mitgliederzahl erheblich gestiegen. Die Sperre für Hühner- und Entenhalter, die nicht schon vor Kriegsbeginn den Vereinen beitraten, bleibt bestehen. Die Zahl der Zuchttiere soll weiter den vorhandenen Futtermengen angepaßt werden. Im Geschäftsjahr wurden im Bereich 116 Ausstellungen durdurchgeführt, alle verbunden mit Lehrschauen. lieber die Kassenverhältnisse erstattete Mitglied Am 2. Mai 1942 erhielten wir die trau- rige Nachricht, daß unser treuer, hoff- nungsvoller Sohn, mein lieber Bruder Obergefreiter Werner Balser Bordfunker in einem Kampfgeschwader im April 1942 nach Rückkehr vom Feindflug tödlich abgestürzt ist. — In treuer Pflichterfüllung gab er im Alter von 21 Jahren sein Leben für seine Heimat. In tiefem Schmerz: Otto Balser und Fran Anna, geb. Schwalb Befreiter Gerhard Balser, i. Z, im Felde. Gießen (Thomastraße- 33), im Mai 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 02391 ■ Am 19. Mai abends um 10% Uhr verschied in der Klinik zu Gießen nach längerem Leiden, jedoch unerwartet, meine liebe, unvergeßliche Frau, unsere gute, stets treusorgende Mutter, meine liebe Oma,unsere herzensguteSchwester, Schwägerin und Gote Marie Haas, geb. Haas im 56. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Haas I. Anna Briegel Wwe., geb. Haas und Söhnchen Herbert Otto Haas, Obergefr., z. Z. im Felde Steinbach, 21. Mai 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 23. Mai, nachmittags 2’4 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust durch den Heldentod unseres lieben Sohnes. Bruders, Enkels und Neffen Rudi Franke, Steuermann, Ober-Gefr. der Kriegsmarine, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. In tiefem Schmerz: Familie Willi Franke. Gießen-Klein-Linden. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren stets hilfsbereiten Betriebsführer. Die Gefolgschaft der Fa. Wilh. Keil, Banstoflhandlnng, Gießen. 1684 D Harald und Annemarie Pagenstecher danken vielmals für die herzlichen Glückwünsche zur Geburt ihres Cord-Erhard. Gießen, im Mai 1942. mit Mana Andergast Ivan Petrovich Carmen Lahrmann, Theo Loos Willi Schaeffers, Rudolf Platte Spielleitung: Heinz Helbig Heute Donnerstag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt. 1683 A Er muß Saltrat haben! Du brauchst es heute vielleicht nicht so nötig! Saltrat, das erlösende Bad für angestrengte und müde Füße muß heute vor allem für Soldaten, Rüstungsarbeiter und all jene verfügbar sein, deren kriegswichtige Pflichterfüllung langes Stehen oder vieles Laufen erfordert. Verzichte darum, wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, heute auf die liebgewordene Annehmlichkeit des Saltrat-Bades zugunsten derer, die cs zur Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit brauchen. Wenn Du Saltrat besitzt und es nicht unbedingt brauchst, so schicke es an die Front! Musikalische Einleitung: Das Städtische Orchester Eintrittskarten: (im Musikhaus Challier) RM. 1.__. Studentenkarten, 50 Pf., nur im Vorlesungsgebäude von 8- 9 Uhr Nr. 321-390 von 9-10 Uhr Nr. 391-450 von 10-11 Uhr Nr. 451-510 von 11-12 Uhr Nr. 511-570 am 23. Mai 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 571-620 von 9-10 Ubr Nr. 621-670 von 10-11 Uhr Nr. 671-720 Fleischbrühe! Stckdt. Schlachthos, Gießen. Am 20. Mai, vormittags 6% Uhr, verschied nach langem schweren Leiden mein geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, mein lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wilhelm Keil im Alter von 39 Jahren. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes Kind Mariechen nach kurzer schwerer Krankheit zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Lenz, nebst Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, den 20. Mai 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 22. Mai, um 14% Uhr, vom Trauerhause aus statt. Bekanntmachung. Die Wochenmärkte beginnen van Samstag, den 23.2l7ai 1942, ab vormittags um l Uhr und enden um 13 Uhr. ' 1682C Gießen, den 30. Mai 1942. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Gießener Konzertverein 1792-1942 Donnerstag, 28. Mai 1942, 19 Uhr, in der Universität VORTRAG das Präsidenten der Reichsmusikkammer Tretet 7Q.fl.abe Heute erhielt ich die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser 1 ieber Bruder, Enkel, Neffe, Schwager und Pate, picin heißgeliebter Bräutigam Erich Kociok Unteroffizier im Musikkorps eines Panzerregiments, Inh. d. Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern und des Sudetenabzeichens nach glücklich überstandenen Feldzügen in der Tschecho-Slowakei, in Polen und Frankreich, bei einem Spähtruppunternchmen im Osten gefallen ist. Wie sein Vater im Weltkrieg für Deutschland, gab auch er sein Leben für Führer und Vaterland. In tiefem Leid: Johanna Kociok, geb. Schmidt, Erwin Kociok, Uffz. i. Felde; Ewald Schmidt, Uffz. d. Luftwaffe; Philipp Schmidt; Hugo Schmidt i. Felde, Max Kramarczik, Uffz. i. Felde, nebst Familie; Ernst Dörr, Feldw. d. Luftwaffe, und Familie; Alfgns Bonfick, Gefr. i. Felde, und Familie, und alle Angehörigen; Ruth Wiegleb als Braut. (Moltkestraße 2), Frankfurt a. Main, den 20. Mai 1942. Oer SettionSbefund der Leiche Luise Steinmüllers. Der „Wetzlarer Anzeiger" vom gestrigen Mittwoch berichtet über den Sektionsbefund bei der Leiche der Luise Steinmüller aus Fellingshausen folgendes: In Gegenwart des Ersten Staatsanwalts Dr. Bohmeyer fand gestern nachmittag im Krematorium die Sektion der Leiche der Luise Steinmüller aus Fellingshausen statt, die bekanntlich am Montag bei Waldgirmes aus der Lahn geborgen werden konnte. Die Sektion hatte ein überraschendes Ergebnis. Im Kopf der Steinmüller, unter dem Backenknochen, wurde ein Geschoß aus einer kleinkalibrigen Schußwaffe festgestellt und entfernt. Dieser Schuß ist auf das Mädchen bei einer Auseinandersetzung abgegeben worden, die zwischen ihm und dem Liebhaber Edwin Höhn aus Rodheim an der Bieber vor einigen Tagen im Walde bei Bieber stattgefunden haben muß. lieber der Schußwunde trug die Steinmüller ein Pflaster. Als Todesursache wurde Ertrinken festgestellt. Höhn wurde heute von Gießen nach Wetzlar transportiert; seine Vernehmung ist noch im Gange. Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. An Stelle des vor einiger Zeit verstorbenen Kommerzienrats Dr.-Jng. e. h. Adolf Koehler Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauvückirift!etter->: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotx für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Truck und Verlag: Brühlsche Universüätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiler: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Leck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. iMi (üc ieden UauskaU*? beider nein; denn im Kriege soll iMi nur für die Reinigung schmutziger Berufs wasche ver- wendet werden. Das bedeutet für viele Hausfrauen einen Verzicht auf gute alte Gewohnheiten. Bringen Sie dieses kleine Opfer! Ss kommt auch wieder die Zeit, wo iMi in jedem Haushalt seine Vielseitigkeit beweisen kann. Persil-Werke, Düsseldorf | Mietgesuche | Beamter sucht 3-4-3immet- öoönang möglichst bald. Schriftliche Angebote u. 02401 an den Gießener Anzeiger erbeten I wurde Dr. jur. Heinrich Gisbert (früher Klöckner-Konzern) zum Mitglied und gleichzeitig zum Vorsitzer des Vorstandes der Buderusschen Eisenwerke, Wetzlar, bestellt. Werkmeist. sucht 3-Zimmer - Wohnung sofort ob. später in Gießen. Schr.Angeb.unt. 02402 and. G.A. Invalide, ge* lähmt, sucht Zimmer mit Pension, am liebst, bei alleinstehender älteren F-rau. Schriftl. Angeb. u. 02393 an d. Gieß. Anz. | Stellenangebote) Zuverlässiges Haibtagsmädctien oder Aufwartung für 2 bis 3mal in der Woche von älterem Ehepaar alsbald gesucht. (Ziesten [02105 Weserstraße 2 I. | Verkäufe | Trächtige MM zu verkaufen. Bieber. Haupt- straße 22. l 02387 14 Monate altes Vogelsberger zu verkauf. [02394 Giesten-Mcin- Linden Franks. Str. 15. Gudrun Elke Unser Horst-Georg hat ein Schwesterchen bekommen In dankbarer Freude Elfriede Schwan Georg Schwan z. Z. im Felde Gießen, den 20. Mai 1942 Ludwigstra&e 28 Guttmann (Vilbel) für den verhinderten Landesfachgruppenkassenwart Heldmann (Darmstadt- Cberstadt) Bericht. Einer Einnahme von 14 727,81 RM. stehen in Ausgabe 9593,81 RM. gegenüber, so daß ein Kassenbestand am 31. 3.1942 von 5134 RM. verbleibt. Die Prüfung war durch einen Beauftragten der Prüfungskammer des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter erfolgt, der die mustergültige Arbeit anerkannte. Zn einem Vortrag über die Züchtergruppe „Leistung und Schönheit" behandelte Pg. Maas (Darmstadt) den Aufbau und die Ziele der Gruppe. Bei einer Besprechung über die geplanten Ausstellungen im neuen Geschäftsjahr kam zum Ausdruck, daß die Ausstellungen nicht an Größe, sondern an Güte verbessert werden sollen; der größte Wert ist nach wie vor auf die Lehrschau zu legen. Der Versammlungsleiter teilte noch mit, daß die Neuanschaffung von Brutapparaten genehmigungspflichtig ist, und schloß dann mit dem Gruß an den Führer die Tagung. * Am Sonntagnachmittag fand die Jahreshauptversammlung der Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter im Hotel Hopfeld statt. Transport Ml verkauft i695D' Th. Dcbus Launsbach. leiöerööfü mit Ständer Gr. 44 NM. 20-, örouner Söfflel- öaueröranöofen RMk. 180- zu verkauf, timss Besichtigung von 18 bis 20 Uhr. NcuenBäue221 Klavier z. kaufen gesucht. G. Ebert Klaviermacher Bleichstr.i7.n27l) Koffergrammophon wenn möglich mit Platten zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02383 and. G.A Kindersitz zur Befestigung an Damenfahrrad zu kaufeir gesucht. Schriftl. Angeb. u. 02403 an d. Gieß. Ain. | Verschiedenes | Mappe mit sämtlichen Lebensmittelkarten a.20.5.auf d. Wochenmartt verloren. Geg. Belohnung abzugeüen bei Krämer [02412 Llebigstratze 84. Goldene Damen- Armbanduhr aus dem Wege Löber-, Alicen- bis Bahnhofstr. am 20. 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