i Jerusalem .Kairo Beirut C»PEKSX;„, Haifaf* "i— 0 • 1 * ■' al ' SSEN Aufführung iütrtretet bei 'n tolitit imb fnwi Sbonot; Siumjäiem. -Lange LT. v. Ns Sei Werfen je a) 45,50 LUen a) 44 y 4-3,50 lM d) iß bis 41,50, 59, c) 4-5 50 bis 53; ämmel 40 18 bis 32; . c) 62,50, rktverlauf: wt0 lotto ,nfia0«n- elddu'* ittelP1^ film8, ff oll Kühr"06 8:4. llt J:2). fÄ'i i» ME 'fiter the-Bundes 1318D de r%*» $‘9 en. gegangen fd'n ufo !m Sti!je 'sbefinbet ["Rotten |en Wnen * ^v°rhan. seines ^Nischen ?res 1862 3e* Neuen Leit Be. ^fetönbes. Sorten f0 iongüd) ju — Karten- , Johannes« »insleiter. ----- 18 Auiiigei mW an die Mrung der ren Heimat, n: Aleman' >n in die Hei' ieitung/ den iierAMiiger ufgesuchej Große [oisia Wiinse iuf. Mlbt» kSbl-r Dienstaq, 21. April 1942 Annahme von Anzeige« für die MittaAspummeie bis 81'» Uhr desBormittagS Auzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm b^i 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AhschlüffeMengemtaffelL Platzvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr (92. Jahrgang Nr. 92 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener i>amilienblätter Heimat iniBild DieSckolle Bezngsvreis: Monatlich.... RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlnh 2251 Drahtanschrift: Llnzetger" Postscheck 11636 Mankf.fM. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen *«r Die neuen Erfolge unserer Ll-Boote. Flugzeuge und an Oberfeldwebel Schalles, der als Der Geburtstag des Wrers im Hauptguartier DRV. Ausdem Führerhauptquartier, AJeppt Kl ETA Ihren mein aus« nung. — (Scherl-Bilderdrenst-M.) Zu ^-Oberstgruppenführern befördert .CARACAS CARTAGENA VENEZUELA COLUMBIEN BOGOTA Flugzeugführer zu Sonderauf- 5 Die Sondermeldung, die dem Wehrmachtbericht vom 20. April vorausgegangen ist, meldet die Versenkung von insgesamt 143 OOO BRT., davon 131000 BRT. an der Ostküste Nordamerikas und im Karibischen Meer, die restlichen 12 000 BRT. im Eismeer. Zu gleicher Zeit wird aber auch eine rege U-Boottätigkeit im östlichen Mittelmeer verzeichnet: Ein Dampfer wurde am Hafendamm von Beirut versenkt und das Elektrizitätswerk der palästinensi- einem Flakregiment den Angriff eines bolschewistischen Infanterieregiments ohne jede Jnfanterie- unterstützung zerschlagen hat. Bereits im Dezember 1941 hat seine Flakkampfgruppe vier' sowjetische Kavallerieregimenter, die die deutschen Linien durchbrochen hatten, vollkommen vernichtet. Mit seiner wünsche aus. Gegen Mittag überbrachten Reichsmarschall G ö x i n g, in dessen Begleitung sich Ge- neralfetdmarschall Milch befand, und Großadmi- rol Raeder dem Führer die Glückwünsche der gesamte europäische Presse widmet dem Geburtstag des Führers herzlich gehaltene Glückwunschar^ tikel, in denen sie die einzigartigen Leistungen Adolf Hitlers als Staatsmann und Feldherrn würdigt. Auch der Aufruf des Reichsmarschalls und die Ausführungen von Dr. Goebbels finden überall größte Beachtung. — Der japanische Rundfunk richtete eine Sondersendung nach Deutschland. Neben dem deutschen Botschafter in Tokio, Generalmajor Ott und HJ.-Obergebietsführer Reinhold Schul* z e, Tokio, hiell der Generalsekretär der japanischen Staatsjugend, A s h i n a , eine Ansprache. In Oslo, Prag, Preßburg, Bukarest, Amsterdam, Brüssel und anderen Städten des Auslandes fanden Feiern der deutschen Wehrmacht unter Beteiligung der auslän< bischen Behörden und starker Anteilnahme der Bevölkerung statt. zu verdanken. Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an Oberleutnant Lehmgnn, der als Batteriechef in Der Würgegriff der Ll-Boote. Am 6. April jährte sich zum 25. Male der Tag, ait dem Präsident Wilson eine Proklamation über den Kriegszustand zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten unterzeichnete. Wenige Tage nach Kriegsbeginn traf der amerikanische Mmiral Sims auf Weisung seiner Regierung in England ein, wo er noch am gleichen Tage den Ersten Seelord, Admiral I e l l i c 0 e , sah, mit dem er alsbald die dramatische Unterredung hatte, von der Mmiral Sims später selbst folgendes berichtet hat. „Nach den üblichen Begrüßungsworten nahm Admiral Jel- licoe ein Papier aus seinem Schubfach und gab es fair. Es war eine Zusammenstellung der T 0 n - nageverluste in den letzten Monaten. Diese zeigte, daß die Gesamtversenkungen an britischem und neutralem Schiffsraum im Februar 530 OOO BRT. und im März 603 000 BRT. erreicht hatten; sie ließen ferner erkennen, daß die Versenkungen im April einen Stand von nahezu 900 000 BRT. erwarten ließen. Diese Zahl bedeuteten, daß die wirklichen Verluste drei- bis viermal so groß waren, wie die in der Presse veröffentlichten. Es ist ein schwacher Ausdruck, wenn ich sage, daß ich durch diese Enthüllung überrascht wurde. Ich war völlig verblüfft, denn ich hatte mir niemals etwas Am Geburtstage des Führers kamen zahlreiche Volksgenossen zur Reichskanzlei, um sich in Die Glückwunschliste einzutragen. Bereits in den ersten Vormittagsstunden erschienen auch Vertreter des Der Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 20. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Kaukasusküste bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung Hafenanlagen und Versorgungseinrichtungen. Lin großer Sowjettanker wurde durch Bombentreffer beschädigt. 3m südlichen Abschnitt der Ostfront schossen deutsche Jäger in Lustkämpsen ohne eigene Verluste 22feindlicheFlugzeugeab. 3m mittleren und nördlichen Abschnitt brachen vereinzelte örtliche Angriffe des Feindes nach harten Kämpfen zusammen. Bei erfolgreichen eigenen Angriffsunternehmungen im nördlichen Frontabschnitt wurden an einer Stelle in mehrtägigen Kämpfen elf Geschütze sowie 50 Granatwerfer und Maschinengewehre vernichtet oder erbeutet. Starke Verbände der Luftwaffe griffen besonders erfolgreich in die Lrdkämpse ein und zerschlugen rückwärtige Verbindungen der Sowjets. In Karelien fügten deutsche und finnische Truppen an der S wir-Front in mehrtägigen Abwehrkämpfen dem Feinde schwere Verluste zu. 3m Eismeer versenkten U-Boote aus einem Geleitzug heraus gemeinsam mit der Luftwaffe z w e i f e i n d l i ch e S ch i f f e mit zusammen 12 000 VRT„ darunter einen Tanker; drei weitere große Schiffe wurden beschädigt. Auf geleitenden Kriegs- schiffen wurden ebenfalls Treffer erzielt. 3n Rordafrika scheiterte ein Vorstoß britischer Aufklärungskräfte an der Lyrenaika-Front. 3m Mittelmeer torpedierte ein deutsches Unterseeboot einen Dampfer an der Mole von Beirut. Ein anderes Unterseeboot griff das Elektrizitätswerk bei 3 a f f a mit Artillerie an und beschädigte es schwer. Aus dem britischen Rachschubverkehr an der nordafrikanischen Küste versenkten deutsche Unterseeboote drei weitere Transport s e g l e r. Die Großangriffe der Luftwaffe gegen die mitt- tärischen Anlagen der Insel Malta wurden fortgesetzt. Vombenvolltreffer schweren Kalibers verursachten besonders in Versorgungsanlagen umfangreiche Zerstörungen; Brände und Explosionen, und weitere schwere Schäden entstanden in den Flugplahanlagen der Insel. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ver! senkten deutsche Unterseeboote an der O st k ü st e Nordamerikas und im Karibischen Meer 18 feindliche Schiffe mit zusammen 131 000 BRT. Lin Unterseeboot nahm die Oeltanks von B ullenbay auf Luraxa 0 unter Artillerie- seuer und setzte sie in Brand. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage Fabrikanlagen und Schiffsziele an der englischen Südküste mit Bomben und vorderen Erfolgen durchgeführt hat. Seine fliegerischen Fähigkeiten zeigte er mehrfach bei schlechtem Wetter und bei Nacht im Einmotorenflug, wobei er mit schweren Beschädigungen mehrere hundert Kilometer zurückflog und glatt auf dem Feldflughafen landete. Alliierter Kriegsrat. Unter dem Vorsitz des neuen Oberbefehlshabers der alliierten Wehrmacht im pazifischen Südostraum, General Mac Arthur, fand in dessen Haupt- I quartier eine Militärkonferenz statt. An ihr nahmen teil der australische Premier C u r t i n, der australische Heeresgeneral B l a m e y und der künftige Generalstabschef Mac Arthurs, der nordamerika- nische Generalmajor Sutherland. Das Eickenlaub zum Ritterkreuz. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 20. April. Der Führer verlieh dem General der Waffen-^ Licke, Kommandeur einer ff-Dioifion, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich 3hnen als 88. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Das Wttertreui. Batterie vernichtete er bisher 12 41 Panzer. Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz 2JCI lyuilECL um -- tuit: u;un ntuiciuti ----1 - - w--- , ■ zum ^-Oberstgruppenführer und den ^-Obergruppenführer und General der Polizei Kurt Daluege (HnM zum -Obergruppenführer und Generaloberst der Polizei befördert, (Scherl-Bilderdienst- fF. F. Sauer] Archivs in einem Kampfgeschwader häufig trägen herangezogen worden ist, die er mit beson- Interozeanischer Ll-Bootkrieg Von unserer Berliner Schriftleitung. waffen an. , ----- - , . . Hauptmann 3hleseldt errang an der Ostfront 20, April. Der Führer verbrachte seinen heutigen seinen 85. bis 88. Luftsieg. Geburtstag im Hauptquartier. Zu Beginn Bei den erfolgen deulfcher Unterfeeboote oor der der mMtärifch-n Befprechungen. die wie an jedem USM.-Stifte zeichnete sich das Unterfeeboot unter der I °^eren Arbeitstag ffatlfanben, sprachen der Lhcs Führung u°n kapitänteutnan. AI u e I, e I b u r g be- fon ers aus. des Heeres, Generaloberst Halder, ihre Glück- xBiscHE6 mebr A BAR RAN Q U I LLA* iLzzl:: J^ARACAI BO Das östliche Mittelmeer. schen Hafenstadt Jaffa, von wo die Eisenbahn nach Jerusalem abgeht, wurde von einem anderen U-Boot mit Artilleriebeschuß angegriffen und schwer beschädigt. An dieser Meldung beeindruckt den aufmerksamen Leser vielleicht am .stärksten die Weite des U - B 0 0 tkr i e ge s: Vom Eismeer nördlich von Norwegen und Murmansk dehnt sich der Aktionsbereich über den ganzen Atlantik bis in den mittleren Südatlantik zwischen Afrika und Brasilien. Weiter aber ist es deutschen und italienischen U-Booten gelungen, die überaus stark gesicherte Meerenge von Gibraltar zu durchfahren. Der Kampf der U-Boote im Mittelmeer geht unter besonders Curaxao. ungünstigen Kampfbedingungen vor sich. In den engen und darum gefährlichen Gewässern des Mit- te/meers lag der Haupterfolg des U-Bootkrieges in dem erfolgreichen Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe, die in solcher Zahl versenkt wurden, daß das Kräfteverhältnis im östlichen Mittelmeerbecken gründlich geändert wurde. Wesentlich ist jedoch der Zusammenhang des U-Bootkrieges in seiner Ganzheit, mag es sich nun um das Mittelmeer oder um das Eismeer oder um Nord- und Südatlantik oder um Karibisches Meer handeln. Wir können mit Fug und Recht von einer nterozeanifchen Aktionsfähigkeit der U-Boote Berlin, 19.April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Otte, der als Flugzeugführer m einem Stukageschwader bisher in 350 Feindflügen hervor- ragende Tapferkeit bewiesen hat. Seinem Einsatz war es in vielen Fällen zuzuschreiben, daß in den Winterabwehrkämpfen den schwer ringenden Erd- truppen jede nur mögliche Hilfe gebracht werden konnte. Wenn am 28. Februar eine Riegelstellung Iemer^Kühnh?it^^O^strw^lligk"it^mii> ‘saltblutigteTt Der Führer hat - wie schon gemelbet — ben ff=! jeiner .nugnyen, 3 ,nm ^HhPrffnriiDDenfuhrer und den ^-Obergruv I Luftwaffe und der Kriegsmarine. Zur Gratulation hatten sich außerdem im Hauptquartier eingefunden sprechen die über «ne erstaunliche R-^chw-rt« ««■ L Rei^minif|„ be5 Auswärtigen o. Kibben- Ä» “ ZÄ ÄÄ" tr.p; b« W „und «« nung oon ber Sübostecke Frankreichs bis ins Kari- PoNzei. Himmler, ber Rerchsorgamsattonstertec bische Meer 6700 Kilometer beträgt. Nun genügt es ber NSDAP., Dr. Ley, bcr Lhes ber Parteikanzsei, nicht allein, hin- und zurückzufahren, sondern die Reichsleiter Bormann, der Reichsprefsechef U-Boote müssen die Objekte ihrer Schußsicherheit Reichsleiter Dr. Dietrich, der Lhef der Reichsuchen, müssen aus Jagd gehen, müssen in oft tage- Reichsminlsler Dr. Lammers, und der langen Verfolgungskämpfen an den Feind heran- Reichsminlsler für Bewaffnung und Munition, Alpirschen! bett Speer. Bereits am vormittag hatten die Dabei ist das U-Boot keine sch n e 11 eWas f e. Angehörigen des engsten persönlichen Stabes, an Es ist kein „Renner der Ozeane . Allem tn em so 9 Genetalmajor Schmundt und M- kleines U-Boot gehen eine solche Unmenge von Ma- P $ chinen, Ausrüstungsgegenständen und Vorräten, Gruppenführer S ch a u b, dem Führer ihre Glu daß das U-Boot über einen Aktionsradius wie ein t wünsche ausgesprochen. NS abhaL Der Glückwunsch Hessen-Nassaus. gekommen; scknst wüßten wir auf Anhieb, daß ber NSG. Gauleiter und Reichsslatthalter Sprenger große Vorteil des Segelschiffs feine Unabhängigkeit fan&(c dem Führer zu feinem Geburtstag folgenden von Kohlenstationen oder von Tankgelegenheit für ^legraphifchen Glückwunsch: „Mein Führer! 3ch die Oelheizung ist. Darum hat sich auch das Segel-'l.... ... “ihrem 53 Geburlstaae meine bcri- ’unbf an"’bis"l^stküst-"LübamL?as"am 'längsten lichsten Glückwünsche ■ s^n ^^ cntgcg-nnchmcn gehalten. Rechnen wir die Aus- und Heimreise des zu wollen, verbunden mit dem Wunsche, daß 3bnen U-Bootes zusammen, so legt es Entfernungen zu- der Allmächtige 3hre Gesundheit weiter erhalten rück, die diesen berühmten Segelschiffsrouten nahe- möge, damit Sie den Weg in die Zukunft des deut- kommen! Wenn wir sagen, daß das U-Boot ein lang- fchen Volkes freifeaen können. Diesem Wunsche fernes Schiff ist, so sind wir auch von sehr fungen bie Alle Garde des Gaues Heffen-Rafsau, Vorstellungen geleitet Erst das 19. Jahrhundert sah anläßlich der 20jährigen Wiederkehr des Tages, n h« sS" Älkn. D-r R°cdd,ll«!ch- Slopb HnfM“ I« 5wn(|u« am INarn flMn>nbd war»,, erregte Sensation, als er um das Jahr 1880 Durch- zum Appell angetreten ist, an. Mit dem starken schnittsgeschwmdigkeiten in der Nordatlantikfahrt Glauben, der uns alle vor 20 3ahren beseelte, von 30 bis 35 Kilometern zu erzielen suchte. Dann mallen wir auch heute und für und für zu erst begann die Zeit der Rekord-Schnellfahrten, der qexreudten Gefolgsmännern zählen, heil Jagd um das „blaue Band" des Ozeans Unsere » ' $ .. Großväter und Urgroßväter hätten um das Jahr ^uyren Sprenger. 1850 das U-Boot dagegen noch für ein schnelles Be- GeburtStaasakatulanteN förderungsmittel gehalten! Nur haben sie das U- Boot nicht gekannt, das in seiner ganzen Entwick-1 Itt ÖCF CIu)0ro lung ein echtes Kind des 20. Jahrhunderts ist, auch Auch in diesem Jahre haben zahlreiche wenn das Problem die Menschen schon früher mter- länbifdje Staatsoberhäupter und R e- essiert ist. In der kaiserlichen Marine wurde das erste giexungschefs telegraphisch chre Glückwünsche U-Boot 1906 in Dienst gestellt; aber erst 1™ °*/ übermittelt, die der Führer mit Danktelegrammen, -......——-- ,xV Ablösung der ursprünglich gebrauch en Petrol- erwiderte. Auch mele andere führende Persönlich- Diplomatischen Korps. Unser Bild unten zeigt den motoren durch die Dieselmotoren im Jahre 1910 be- feiten des Auslandes gedachten in Glückwunsch- japanischen Botschaf^r Oshlma bei der Emzeich- gann die „richtige" U-Bootszeit. schreiben und Telegrammen des Tages. Fast diel nung. — (Scherl-Bilderdienst-jj .) Zeitschriften. — Dem Gedächtnis Rudolf Schicks ist der einfüh« rende Aufsatz von Fritz Hellwag im April-Heft der Monatsschrift „DieKun st" (Verlag F. Bruckmann, München) gewidmet. Arbeiten des Münchner Bildhauers Karl Romeis, die von sicherem Können und innerer Geschlossenheit sprechen, zeigt Karl Busch. Neue Wandmalereien von Paul Bürck beschäftigen K. Rupflin. Monumentalentwürfe großen Ausmaßes stellen die Arbeiten der bekannten Vereinigten Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei August Wagner in Berlin-Treptow dar. Heinrich von Richt- Hofens Streben nach Naturwahrheit und nach der handwerklich richtigen Grundlage des Malens im Sinne der alten Meister zeigt August Gotzes. Der zweite Teil des Heftes bringt Häuser der Architekten Schwaderer (Stuttgart), Tschurtschenthaler (Bozen) und Freymuth (München), die mit vielen Abildungen und Grundrissen anschaulich gemacht werden. Die Planung eines Staudengartens in einem schönen alten Parkgrundstück in Hamburg- Blankenese durch Gartengestalter Lüttge ist eine besonders gelungene Lösung. — Im April-Heft der „neuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig/Berlin) wird u. a. der Unab- hängiakeitstag Kroatiens durch einen Aufsatz des kroatischen Gesandten in Berlin gewürdigt, der zugleich einer der bekanntesten Dichter Kroatiens ist. Professor F. A. Kauffmann schildert Adel und An- mut italienischer Kunst an Hand von z.T. farbigen Reproduktionen des schönsten Freskos der „Königin von Saba". Dann nimmt die „neue linie" das Jubiläum der Wiener und Berliner Philharmoniker wahr, um deren Bedeutung an Hand ihrer Dirigenten und deren Beziehung zueinander durch ihre Gastdirigenten sichtbar werden zu lassen. Das Heft zeigt ferner ein Haus am Gardasee, dessen architektonische Lösung besondere Rücksicht auf die Ursprünglichkeit der Landschaft erforderte. Der Theaterbericht, die zweite Preiserzählung, das .Letzte Gesicht des Feldherrn" und die Farbaufnahmen vom südlichsten Kriegsschauplatz zeigen die dieser Monatsschrift eigentümliche Haltung und künstlerischg Form. so Schreckliches vorgestellt. Ich brachte Admiral Iel- licoe meine Bestürzung zum Ausdruck. „Ja", sagte er ruhig, als spräche er vom Wetter und nicht von der Zukunft des britischen Weltreiches, „es ist uns unmöglich, den Krieg fortzusetzen, wenn derartige Verluste anhalten. Die Deutschen werden diesen Krieg gewinnen, wenn wir diesen Verlusten nicht Halt gebieten können, und ,zwar bald'. Ich fragte: »Gibt es keine Lösung für das Problem?' — ,Heber» Haupt keine, die wir augenblicklich sehen könnten', erklärte Jellicoe." DHe es damals um England aussah, schilderte uns der englische Militärschriftsteller Sir Herbert Russe l in der Zeitschrift „Naval and Military“ im Jahre 1932 wie folgt: ,Lm Sommer 1917 stand England dicht vor dem Verhungern. Hätten die Deutschen gewußt, wie nahe die Hungersnot bevorstand, dann hätten sie wahrscheinlich eine letzte Anstrengung gemacht, um die Sache zu Ende zu bringen. Hätten sie es vorausgesehen, dann hätten sie sich von Kriegsbeginn an unter Verzicht auf alle Kriegsschiffsbauten ausschließlich auf den Bau von U-Booten verlegt. Jetzt wissen sie es, und die ganze Welt weiß es: Die Möglichkeit, Großbritannien durch eine Belagerung zur See zu überwinden, ist bewiesen, und sie bleibt bestehen." Das mar im ersten Weltkrieg kurz nach Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg, und heute? Vor kurzem erst hat fast unter gleichen Umständen der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, eine Erklärung über die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote abgegeben, bemerkenswerter» weise aber nicht hinter verschlossenen Türen, sondern im Rundfunk. In ihr heißt es: „Es ist unnütz,' die vor, uns liegenden, ernsten Gefahren zu unterschätzen' Die Deutschen haben eine U-Boot-Offensive gegen die Straßen unserer Schiffahrt angelegt, die größer ist als irgendein ähnliches in der Geschichte bekanntes Unternehmen. Diese U-Boot--Offensive führen die Deutschen unter Einsatz ihres ganzen Reichtums an Einzelfällen und unter Anwendung der verschiedenartigsten Taktik durch. Die Schlacht, die in den Gewässern zwischen England und den Vereinigten Staaten geführt wird, ist in der Tat eine Schlacht, in der es niemals eine Pause gibt. Wenn wir bisher den Angriffen standhalten, so ist es nur auf die Tüchtigkeit unserer Seeleute zurückzuführen. Jetzt aber hat sich die Gefahr für unsere Schiffe nach dem Angriff Japans noch erhöht. Es mar unvermeidlich, daß diese Angriffe uns und den USA. eineii schweren Schlag zu Beginn eines Kampfes zufügen mußten, der sich als langer Kampf erweisen wird." So manche Parallele läßt sich ziehen zwischen dem Geschehen jener Tage im Frühjahr 1917 und der heutigen Zeit, da England wieder einmal die ganze Wucht der deutschen U-Boot-Offensive zu spüren bekommt. Auch heute hat sich ein USA.-Admiral auf die Reise nach London begeben. Es ist der Admiral Stark, der als „Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte der Vereinigten Staaten in den europäischen Gewässern" Nach England entsandt wurde. Zwar wird dieser Admiral nicht so erschreckt und verblüfft fein wie damals der Admiral Sims. Denn dieses Mal kennt Washington die wirklichen Schiffsverluste, es hat sich darüber keine Illusionen gemacht wie damals im Weltkrieg. Es kennt sie heute gewissermaßen auch „aus eigener Anschauun g", denn die deutsche Unterseebootswaffe ist bereits bis unmittelbar an die Küsten der Vereinigten Staaten herangestoßen, und zwar nicht in kühnen Einzelaktionen, sondern in planvollem und systematischem Einsatz. Hunderttausende von BRT. sind in der Nähe Amerikas versenkt worden, ja, Häfen der „westlichen He'mi- sphäre" haben den unmittelbaren Angriff deutscher Unterseeboote erlebt. Wenn schon Admiral Jellicoe damals allen Grund hatte, mit besorgter Miene in die Zukunft zu schauen, so sind die Voraussetzungen für die Weiterführung dieses Krieges für die verbündeten angloamerikanischen Mächte noch schlechter. Dieses Mal stehen sie nicht nur gegen die deutsche Flotte, sondern auch gsgen die italienische und japanische, also zwei der größten Seemächte, deren Gewicht im ersten Weltkrieg in die andere Waagschale gefallen war. Sodann ist die A u s ga n g s o a s i s für die deutschen Handelsstörer über und unter Wasser diesmal nicht der begrenzte Raum der Deutschen Bucht, sondern die freie, weite Küste des Atlantik, von der aus Fernkampfflugzeuge er» gänzend weit in den Ozean hineinoperieren. Damals war die nordamerikanische Front nur nach Osten gerichtet, heute droht von Westen her die japanische Flotte und Luftwaffe, deren Schlagkraft im ersten Vierteljahr des Kampfes erwiesen worden ist. Damals konnten die Vereinigten Staaten Groß- Britannien noch mit Kriegs- und Handelsschiffen unterstützen, dieses Mal kommt Admiral Stark ohne Schiffe nach England, es ist in Washington ausdrücklich gesagt worden. So muß man heute in London die unheilvolle Feststellung machen, daß England im Jahre 1917 beim damaligen stärksten Einsatz deutscher U-Boote nicht so stark gefährdet gewesen ist wie jetzt; und wenn auch das Gespräch zwischen Admiral Stark und Sir Dudly P o u n d , dem Admiralstabschef der britischen Flotte, vielleicht eine nicht so dramatische Ueberraschung gebracht haben mag, wie die Unterhaltung zwischen den Admiralen Sims und Jellicoe vor 25 Jahren, weniger sorgenvoll kann sie gewiß nicht gewesen sein. DSW. Oer Lustangriff auf Augsburg. Acht viermotorige Flugzeuge abgeschossen. Berlin, 20. April. (DNB.) Bei dem britischen Luftangriff auf Augsburg waren, viermotorige Bomber des Typs der Beaufighter-Lancaster eingesetzt. Die in mehreren Ketten anfliegenden Bomber wurden kurz nach dem Einflug in den nord französisch en Küstenraum von deutschen Jägern gestellt, wobei von den 12 Lancaster vier abgeschossen wurden; der Rest geriet bei Augsburg in heftiges Flakfeuer, durch das abermals drei Bombenflugzeuge zum Absturz gebracht wurden. Alle anderen erhielten, wie selbst der britische Rund» funk zugeben mußte, Beschädigungen. Don den zu- rückkehrenden Bombern wurde dann das achte Flugzeug beim Heimflug über Frankreich abge - schossen, so daß nur ein Drittel der eingesetzten Britenbomber zurückkehrte. Der durch den Eingriff angerichtete wehrwirtschafttiche Schaden, der Pro» duktionsstörungen für wenige Tage in einem Betrieb verursachte, wurde mit acht neuen viermotorigen Flugzeugen bezahlt. Ueber fünfzig Mann fliegenden Personals mußten das Unternehmen mit dem Leben bezahlen. geworden sind, braucht eine starke Flamme. Sie ist ihm in der Gestalt Pötains gegeben. Es braucht aber ebenso sehr eine st arte Regierung, die im allgemeinen Fluh der Dinge und der Ereignisse der Nation einen neuen Rahmen schafft, in dem sich wieder ein gesundes Volk zum Staatsleben entwickeln kann, wenn einmal das Gestrige, das Ueberaltete, abgestorben sein wird. Laval steUtpStaiu seine Mitarbeiter vor. -Vichy, 20. April. (DNB.) Der neue französisch- Ministerpräsident Laval stellte am Montagnach- mittag im ersten Ministerrat dem Staatschef Marschall P e t a i n seine Mitarbeiter vor. Laval versicherte Marschall Petain im Namen der gesamten Regierung die loyalste Zusammenarbeit im Interesse des Landes. Der Sitzung wohnte auch Admiral 2) arlan als Oberbefehlshaber der französischen Wehrmacht bei. Handgranatenanschlag auf Ooriot. Serrano Suner : „Wir sind nicht neutral Eine Unterredung mit dem spanischen Außenminister. Madrid, 20. April. (Europapreß.) Ein Vertreter des skandinavischen Telegrammbüros hat in Madrid ein Interview mit dem spanischen Außenminister Serano Suner gehabt. Dieser sagte: „Wir sind nicht neutral, sondern nichtkriegführend. Es wäre für Spanien unmöglich gewesen, eine Neutralität in einem Kriege aufrecht zu erhalten, in dem auf der einen Seite die Länder kämpfen, die unsere Freunde sind und auf der anderen Seite diejenigen Staaten, die sich als unsere Feinde gezeigt haben. Die Achsenmächte standen mit uns Schulter an Schulter, als mir gegen den Bolschewismus um unser Leben kämpften. Diese Mächte und Spanien haben die gleiche Ideologie und sind durch viele andere Bande miteinander verbunden. Wir haben vier Jahre lang gegen den Kommunismus gekämpft und Demokratien halfen, uns nicht, sondern dem Gegner. Heute kämpfen die Demokratien praktisch für den Sieg des Bolschewismus. Ich verstehe nicht, daß England nicht an dem Tage, an dem Deutschland den Krieg mit der Sowjetunion begann, mit dem Reich einen Ausgleich über alle europäischen und afrikanischen Fragen gesucht hat und an der Seite Deutschlands in den Kampf gegen die größte Gefahr der Welt getreten ist. Die Kriegspolitik der Alliierten ist heute einer sowjetischen Diktatur unterworfen. Es kann uns Spaniern nicht gleichgültig fein, wer gewinnt. Wir haben allen Grund, zu hoffen, daß unsere Freunde siegen werden. Deshalb haben wir mit Bedauern beobachtet, daß südamerikanische Staaten, Länder von gleichem Blut und gleichem Geist wie Spanien, sich in eine Lage gebracht haben, die nur als Verneinung aller lebenswichtigen spanischen Ideale bezeichnet werden kann, deshalb sehen wir mit Freude, daß Argentinien und Chile mit Sicherheit und Energie ihr Verständnis der eigentlichen Bedeutung dieser gegenwärtigen Auseinandersetzung demonstriert und sich außerhalb des von den Bolschewisten. kontrollierten Kreises von Staaten gestellt haben." Oer neue Kurs in Vichy. Von unserem Dr. K.-Korrespondenten. Vichy, April 1942. Als Pierre Laval nach seiner letzten Unterredung mit Marschall Petain als Chef der Regierung mit größerer Machtfülle denn je das Hotel du Parc verließ, sprachen nicht wenige seiner Anhänger von einer unerwarteten Aenderung der Dinge. Nun, unerwartet ist dieser Kurswechsel nicht gekommen. Seit Wochen und Monaten lebte Vichy in einer Atmosphäre der Resignation, eines dumpfen Vorgefühls der Unlust und des Nichtbehagens, kurzum in einer Stimmung: f o geht es nicht weiter, so kann man einen Staat und ein Volk durch den Sturm dieser Zeit nicht auf ein sicheres Ufer führen. Im Sommer 1940 mar inmitten eines Zusammenbruches ohne Beispiel, der nur mit der völligen Aufzehrung der nationalen Substanz zu erklären war, der einzige Aktivposten die Autorität des großen Soldaten Philippe P ö t a i n. Er hat damals Frankreich durch die Beendigung des sinnlosen Krieges gerettet und das einzige stabile Element für den Neuaufbau geliefert, das damals im Lande vorhanden war. Seither sind jedoch bald zwei Jahre vergangen. Die Katastrophe jener sechs Sommer- wochen ist von vielen fast vergessen. Aber mit dem Alltag, der zurückgekehrt ist, haben sich auch Probleme aufgeworfen, zu deren Lösung eine starke und zielbewußte Regierung gehört. / Die seine Zeitgenossen weit überragende Persönlichkeit des Marschalls konnte vorerst n u r d i e Atmosphäre schaffen, in der dieses skeptische, innerlich zerspaltene und ratlose Volk langsam wieder zu einer neuen staatlichen Form zurückfinden konnte. Die öffentliche Meinung ist, nachdem der Schock des Sommers 1940 überwunden mar, weithin wieder in ihre alte Indolenz zurückaefallen. Vielfachen Einflüssen ausgesetzt, ist sie schwerer zu behandeln als je zuvor und, durch die vielfachen Schwierigkeiten des Alltags verärgert, nur mü MühÜr zu einem Verständnis für die Regierungsarbeit zu gewinnen. Das erklärt zu einem gewissen Teil auch die bisherige schlummernde, „a t t e n t i st i s ch e" (abwartende) Haltung der Regierung.gegenüber den brennenden Problemen Europas.________________ Wenn heute Pierre Laval von der französischen Bevölkerung mit nicht geringen Hoffnungen * empfangen wird, so weiß man in Frankreich, daß nun wieder ein Staatsmann zur Macht gelangt ist, der als Realpolitiker von großer Erfahrung in der Der- gangenheit wiederholt gegen den Strom der öffentlichen Meinung geschwommen ist und von den Tatsachen Recht bekommen hat. So neigt sich ihm eine allgemeine Erwartung zu. Man fühlt, daß die Rück- kehr dieses Mannes em außergewöhnliches Ereignis darftellt, daß nun Dinge geschehen können, auf die man lange gewartet hat; nicht zuletzt erwartet man eine tatkräftige Inangriffnahme der inneren Probleme, an denen hier fein Mangel ist. Seit Monaten hat beispielsweise die allgemeine Unzufriedenheit mit der Versorgung der Bevölkerung wiederholte Veränderungen in den zuständigen Mi- nifterien angekündigt. Es ist indessen alles beim Alten geblieben, und so hofft man hier natürlicherweise, daß nun auch auf diesem Gebiet ein durchgreifender Wandel eintreten wird. Eine Reihe von tatkräftigen Mitarbeitern, die sich Laval ausgewählt hat, verstärkt die allgemeine Hoffnung, daß die zögernde, hinhaltende Regierungsweise nun ein schärferes, zeitgemäßeres Tempo annehmen werde. Die Form, unter der sich der Regierungswechsel vollzogen hat, bestätigt, daß Laval Die Größe und die Schwierigkeiten seiner Aufgabe in keiner Weise unterschätzt. Frankreich, das praktisch' ohne Verfassung lebt, hat in diesen Tagen einen völligen Umbau seiner Struktur durchgeführt. Mar- schall Petain, der auf die Ausübung seiner ihm im Juli 1940 übertragenen Rechte als Regierungschef verzichtet hat, tritt damit nicht in den Hintergrund. Er macht seine Stellung, indem er sich von „ber Alltagsarbeit löst, einsamer, ferner, aber auch unangreifbarer. Wenn man sich heute in Frankreich daran gewöhnt hat, seinen designierten Nachfolger dön „Dauphin" zu nennen, so ist er, Philippe Pötain, der ungekrönte König, sein Wille der alleinige Ur» spruna jeder Autorität. Dor ihm verantwortet der Chef der Regierung seine Politik. Dieses Land, in dem alle Einrichtungen als Grundlagen hinfällig Vichy, 20. April. (Europapreß.) In Rennes, der Hauptstadt der Bretagne, wurde am Sonntag in einer großen Versammlung der französisä-en Volkspartei im Staatstheater, in der Jaques Do« riot sprach, von der Galerie eine Handgranate in den Saal geworfen. Sie fiel zwischen di- erste und zweite Sitzreihe und wurde von einer Frau geistesgegenwärtig in den Orchesterraum zwischen Rednertribüne und Zuschauerraum geworfen, bevor sie explodieren konnte. So wurde nur Sachschaden angerichtet. Offenbar galt der Anschlag dem Führer der Dolkspartei, Jaques Doriot, der in seiner Rede eine scharfe Abrechnung mit dem Bolschewismus gehalten hatte. Die französischen Freiwilligen im Kampf gegen den Bolschewismus, die an der Front für die europäische Zivilisation und gegen den Bolschewismus kämpften, würden nicht zulassen, daß man einen Dolchstoß gegen sie führe. Aus dem Reich. Oie Hochschule im Dienste de« völkischen Lebenskämpfe«. NSG. Eine Zeit, in der die Umrisse einer neuen Ordnung Europas immer deutlichere Gestalt annehmen, erfordert es, diejenigen Geschichtsepochen einer gründlichen Prüfung 'zu unterziehen, die nfit dem Chaos im europäischen und eurasischen Raum endeten. Zu diesem Zweck unterbreitete die Gau« studentenfuhrung Hessen-Nassau den Vorschlag, im Altherrenbund und Studentenbund erfaßte Wissenschaftler, die nicht im Felde stehen, zu einem Wissenschaftlich-Politischen Arbeitskreis zusammenzuschließen. Der Vorschlag fand Zustimmung bei Gauleiter Sprenger wie auch bei Reichsstudentenführer Dr. Scheel. Mit dem Aufbau des Arbeitskreises wurde der stellvertretende Leiter der internationalen Korrespondenz zur Aufklärung über die Judenfxage, „Weltdienst", Neiffer, beauftragt. In der ersten Tagung des Arbeitskreises konnte. Gaustudentenführer Balon den Rektor der Universität Frankfurt und Professoren der Hochschulen des Gaues als Alte Herren begrüßen. Sie alle haben sich bereit erklärt, mit den Studierenden die Aufgaben zu erarbeiten. Der Stellvertretende' Gauschulungsleiter, Ruß, stellte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des politischen Auftrages heraus, den damit Männer der Hochschulen übernehmen. Der Gauschulungsleiter wird dem Gau- studentenführer Themen bekannt geben, deren wissenschaftliche Bearbeitung für die Schulungsarbeit vordringlich ist. Der Gaustudentenführer wendet sich damit an Professoren als Mitglieder des NS.-Altherrenbundes und bildet mit ihnen den „Wissenschaftlich-Politischen Arbeitskreis". Zur Bearbeitung wird ein möglichst weiter Kreis von Studenten mit herangezogen. Sämtliche Ausarbeitungen des Arbeitskreises werden von dem Arbeitskreisleiter der Gaustudentenführung für die Auswertung in der politischen Schulung zusammengefaßt. Verstärkter Schutz gegen Amtsanmaßung. Immer wieder haben Verbrecher bei Begehung schwerer Straftaten sich als Polizeibeamte oder als ^-Angehörige getarnt. Auch die Zugehörigkeit zur Wehrmacht ist von Verbrechern vorgetäuscht worden. Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat deshalb eine Verordnung erlassen, nach welcher mit dem Tode, in minder schweren Fällen mit Zuchthaus bestraft wird, wer sich bei Begebung eines Verbrechens wissentlich unbefugt als Angehöriger der Polizei oder eines ihrer Hilfsorganoder als Angehöriger der Wehrmacht ausgibt. Gleichzeitig sind die Strafen gegen Anmaßung eines öffentlichen Amtes erhöht, um ein- Goldaien-Tiere. Von Paul Eipper. Nach einem meiner Filmvorträge kam ein Unteroffizier zu mir, ein Frontsoldat: „... ich kann zu Ihrem Thema Lamerad Tier' etwas aus feldgrauer Umgebung erzählen. Auch uns da draußen helfen die Tiere nicht bloß durch ihre Muskelkraft ..." So wurde mir wieder einmal die seelische Kameradschaft zwischen Mensch und Tier bewiesen und auch die sehr verbreitete Tierliebe unserer Soldaten. Zweimal suchte ein Tier ohne auffordernde Hilfen Anschluß bei einer Fronttruppe; jedesmal schuf es sich selber seine Stellung in der ursprünglich von den Soldaten gar nicht beabsichtigten Gemeinschaft, und die Artoerschiedenheit von Katze und Hund erwirkte, daß die Einordnung im ersten Fall mehr nach der Behausung hinstrebte, im zweiten Fall den lebendigen Umgang suchte. Hören wir nun diese tierfreundlichen Frontberichte: Das Bataillon stellt seit geraume Zeit die Wache für ein großes Munitionslager; Wachlokal ift ein altes Blockhaus. Hier erschien plötzlich eine Katze, wurde in schöner Selbstverständlichkeit heimisch, bald der gute und treue Freund der täglich wechselnden Mannschaft: Peter, der Pulverkater; Tag um Tag begleitet er die Streife durch das weit gedehnte Lagergelände und kennt sich längst genau aus zwischen den verstreuten Magazinbunkem. Mit Behagen trinkt er den schwarzen Mannschaftskaffee; das Kommißbrot schmeckt ihm, auch wenn die „Schmierage" fehlt. Weil die Soldaten ihr warmes Mittagessen vor dem» Ausziehen zur Wache einnehmen, ist der Puloerkater zum Rohköstler geworden. Es kann geschehen, daß er — nach zwei Stunden mit der einen Streife ins Blockhaus zurückge- fefjrt —, augenblicklich mit der neuen Streife wieder hinauszieht, in der Hoffnung, schnell doch noch eine Feldmaus als blutwarme Zusatzkost zu erjagen. Denn die lästigen kleinen Nager ,im Haus hat er schon restlos vertilgt. Peter ist gar nicht verspielt; würdevoll schreitet er durch Pflicht und Alltag, wählt feinen Schlafplatz inmitten der Soldaten und schaut aus großen ernsten Augen suchend in die Runde, ob wirklich alles in Ordnung ist. Spricht man mit ihm, hält er den Kopf schräge und hört aufmerksam zu. Mittags verfolgt er genau die Vorbereitung zur Wachablösung; manchmal läuft er sogar dem herankommenden Trupp bis zum Drahtverhau entgegen; springt schnell zurück Und meldet durch lautes Miau die rechtzeitige Ankunft. Die alte Wache rückt ab; der Pulverkater bleibt bei der neuen Mannschaft; er ift hier zu Hause, tut seinen Dienst und verlangt selbstverständlich zur vorgeschriebenen Stunde „Brot und Kaffee." * „Mäuschen", der kleine braune Hund dagegen lebt in der großen Bataillons-Unterkunft. Die Freundschaft mit ihm flammt aus der Zeit der ersten Ostkämpfe. Damals bezog die Einheit nach stürmischen Kampfwochen Standquartier in einer Ortschaft, die unter der Landplage zahlloser wild umherstrolchender Hunde litt. Befehl kam, mit dem Gewehr Ordnung zu schaffen. Als die Salven knallten, ergriff ein einziger Hund nicht die Flucht, sondern schaute interessiert zu. Das soll einem Soldaten nickst imponieren! Keiner brachte es fertig, auf Kopf oder Brust des mutigen Kerlchens zu zielen, das dann den Männern bei den notwendigen Sicherungsstreifen zu Rad immer wieder begegnete. So blieb Mäuschen allein am Leben, nahm bald beim Mannschaftsessen teil und wurde Kompanie- Hund. Von Natur possierlich verspielt, lernte er in Kürze, sich militärisch zu benehmen. Jetzt ist er prompt da, wenn die Kompanie zum Dienst antritt, steht artig am linken Flügel. Er setzt sich sogleich beim Kommando „rührt euch!", während auch ihm das „Stillgestanden!" derart in die Beine fährt, daß er wie angegossen auf dem Fleck steht. Wenn die Kompanie ausrückt, umtollt er laut bellend die Fahrräder, stundenlang. Zwei Jahre lebt nun Mäuschen bei feiner Fronteinheit, hat manchen harten Strauß wie viele hundert Kilometer Bahnfahrt mitgemacht. Einige Mo- nate war die Kompanie in einer großen Stadt, wo die Mannschaften wegen der weiten Entfernungen manchmal mit der Straßenbahn fuhren, Mäuschen stets dabei. Wenn auf dem Exerzierplatz eine Hundedame lockte, ging leider der Zusammenhang mit der Kompanie verloren. Sobald sich aber Mäus- chen seiner Kameradschaftspflicht bewußt wurde, merkte, daß die Kompanie abgerückt war, bestieg der kluge Hund selbständig die Straßenbahn, fuhr solange stadteinwärts bis er die Marschkolonne überholt hatte, stieg an der nächsten Haltestelle aus und umkreiste mit geradezu irrsinnigem Freudengebell die singenden, stolz schmunzelnden Männer. „Mäuschen schafft sich überall Freunde", sagt der Unteroffizier. Wenn wir die Hauptstraße entlang marschieren, läuft unser Hund plötzlich voraus und setzt sich still neben die Tür eines Metzgers. Der Tritt der Soldatenstiefel lockt den Meister aus dem Laden, und Mäuschen weiß längst, daß jedesmal „zufällig" aus der Metzgershand etwas für ihn herunterfällt. Auch ein ältliches Fräulein hat er sich als Zusatz-Nährmutter aufgetan; wir Männer werden gegrüßt, der Hund beschenkt. Aber sonst schätzt Mäuschen bie Zivilisten nicht; er lehnt sie bestenfalls ab; Briefträger und andere Bemützte bellt er wütend an, läßt sie nur unter Protest ins Quartier. Kompaniefremden Soldaten schaut dieser Hund zunächst ins Gesicht, schnuppert dann an ihren Stiefeln und macht' wortlos kehrt; weder durch Schmeicheleien noch Leckerbissen ist er zu bestechen. Einmal wurde Mäuschen auf der Landstraße von einem Motorrad gefaßt und hart zur Seite geschleudert. Die ersten drei Tage verweigerte der am Hinterbein schwer verletzte und fiebernde Hund jede Nahrung; die Kompanie bereitete sich schon darauf vor, dem kleinen Kameraden den letzten Liebesdienst der Erlösung geben 3U müssen. Aber seine Augen strahlten noch immer so hoffnungsvoll, daß niemand oie Tat ausführen wollte, und nach acht Wochen war alles wieder gut. „Glauben Sie, dieser vierbeinige Kamerad ist uns allen mächtig ans Herz gewachsen; wenn einer von uns fort war auf Kommando ober im Urlaub, gilt feine erste Begrüßung dem Hund. Mäuschen bleibt bei uns, und wenn er vorzeitig abrücken muß aus dem Leben, bekommt er von feiner Kompanie ein anständiges, ehrliches Soldatenbegräbnis/ Tag der Universität (Nachdruck verboten.) 10. Fortsetzung. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp Chlorodont müßte In einer gegenüber der Vorkriegszeit wesent* lieh erhöhten Menge hergestellt werden, um alle An» forderungen zu erfüllen. Eine Vergrößerung der Produktion ist aber Im Kriege nicht gut möglich, well die Beschaffung neuer Maschinen und zusätzlicher Arbeitskräfte schwierig ist. Es wird alles getan, um den Handel und die Verbraucher gerecht zu beliefern. Wenn Sie nicht immer Chlorodont erhalten können, so« liegt dieses leider an der zeitbedingten Verknappung aller. Qualitätserzeugnisse. hintereinander verheiratet, die eine einen „Rechts- anwalt, die andere einen Großkaufmann —" „Ah", grinste Petersen, ,-ich wußte nicht, daß Sie hier ein Ehevermittlungsbüro unterhalten. Ich dachte immer, es wäre ein Variete —" Und dann ließ er den verdutzten Regisseur stehen und ging langsam nach seiner Garderobe. Dort saßen bereits Welt und Willis vor ihren Spiegeln, um sich abzuschminken. Petersen hörte gerade noch, als er eintrat, wie Willis sagte: „---jeden Tag eine Stunde üben." Dann schwieg er plötzlich. Er wollte es vermeiden, Welt Vorwürfe zu machen, wenn Petersen anwesend war. Der Kleine setzte sich an seinen Spiegel, riß die Perücke ab und sagte: „Nun, Kapitän, wie war die Nummer?" „Ich denke, gut", gab Willis zur Antwort, „mir müssen uns noch mehr auf den Takt der Musik ein- cirbeiten. Das ist alles. Ich werde morgen mit dem Kapellmeister sprechen. Er soll den einen Tango wegfallen lassen und dafür das vorhergehende Stuck wiederholen." „Hm, der Tango ist gerade das schönste daran. 2lber freilich, wenn man einen Elefanten zum Partner hat, dann muß die Nummer ins Wasser fallen. Hast du schon mal einen Elefanten gesehen, der Tango tanzen kann? Ich nicht." Diese Worte gingen auf Welt, der bei dem Tango aus dem Takt gekommen mar. Aber Welt schien nicht beleidigt zu sein. Er blickte lächelnd zu Petersen und sagte: „Wie gut, daß wir unseren Windhund dabei gehabt haben, er hat die Sache gleich wieder in Ord» nung gebracht." Willis bemühte sich, dem Gespräch eine Wendung zu geben." „Die Norodna hat heute angerufen", sagte er, „sie will heute abend in die Kantine kommen. Was meint ihr, soll ich mit ihr einmal darüber sprechen, ob sie in unsere Nummer eintreten will? Der Direktor hat mich gebeten, morgen früh zu ihm ins Büro zu kommen, ich kann mir schon denken, was er will — Aus der Stadl Gießen. Heilkraft in Frühlingsboten. Eine mit blühenden Veilchen bedeckte Wiese ist ein Anblick, dem nicht so leicht etwas gleichkommt. Aber die Natur hat das Veilchen nicht mir mit einer lieblichen Farbe und zartem Duft versehen, sondern auch mit Heilstoffen, nur sind sie wenig bekannt, , obwohl unsere Vorfahren viel von ihnen muhten und sie auch ausnutzten. Vor dem Kriege ging alb jährlich viel Geld für eine Pflanzendroge nach Südamerika, nämlich für die Brechwurzel, auch Ipekakuanha genannt, die bei Erkrankungen der Atmungsorgange schleimlösend wirkt. Nun findet sich aber in der Wurzel des Märzveilchens ein Stoss — das Veilchen-Emetin —, dem die gleiche Wirkung zukommt, wie dem in der Brechwurzel enthaltenen Emetin. Darin liegt die Heilkraft, die unfer holder Frühlingsbote zu spenden hat. Wo es sich darum handelt, einen harten, trockenen Husten zu lindern — namentlich bei Kindern — tut schon eine schwache Abkochung der getrockneten Veilchenwurzel oder ein gesüßter Tee, zu dem man außer den Wurzeln auch noch die getrockneten Blüten, Blätter und Stengelchen verweiset —- 10 Gramm auf ein Liter Wasser, Kindern eßlöffelweise und Erwachsenen in Tassen gereicht — gute Dienste, weil durch die gelind anreizende Wirkung der beiden Heiltränke auf die Schleimhäute eine Förderung des Auswurfs eintritt, worauf der Hustenreiz nachläßt. Auch für ein anderes ausländisches pflanzliches Heilmittel wächst auf deutschem Boden ein vollwertiger Ersatz. In Fällen, in denen bisher die nord- amerikanische Senegawurzel — wie übrigens auch die genannte Brechwurzel — verwendet wurde, kann man sich mit dem gleichen Nutzen und Erfolg an unsere Frühlingsprimel halten. Der Heilwert der Primel beruht darauf, daß in ihren Wurzeln, Blattern und Blüten Saponine enthalten sind, das sind jene Söffe, deren Einfluß auf den Körper darin besteht, daß bei Bronchialkatarrh und veraltetem Luftröhrenkatarrh, wie überhaupt bei Husten und Atembeschwerden eine lindernde Schleimabsonderung kräftig angeregt und vermehrt wird. Die in der Primelwurzel m fünffach größerer Menge als in der frisch getrockneten Senegawurzel enthaltenen Saponine wirken auch wassertreibend und gicht- lindend, beruhigen erregte Nerven und befreien manchen von quälenden Kopfschmerzen. Obwohl sich in allen Teilen der Primel — in Betracht kommen hauptsächlich die Frühlingsprimel (Primula offi- cinalis) und die hohe Primel (Primula elatior) — Saponine finden, ist doch die Wurzel am reichsten daran, und zwar namentlich vor und während der Blütezeit, in der der Saponingehalt einen Höhepunkt erreicht, was sich dann im Herbst und gegen den Winter zu wiederholt. Verwendet werden die an der Luft getrockneten Wurzeln als ein- bis zweiprozentige Abkochung, der man etwas Zucker oder Süßstoff beimischt. Einen guten Hustentee geben auch die getrockneten Blüten, von denen ein bis zwei Teelöffel mit einer Tasse Wasser aufgebrüht werden: im gemischten Gesundheitstee sollten Primelbluten übrigens auch nicht fehlen. Gut getrocknet und fein zerschnitten, geben die Blüten zu Fleischklößchen einen würzigen Beigeschmack. Und die jungen Blatter lassen sich — ebenfalls gut zerkleinert — Kar- toffelsalat beimengen als eine feine, heilsame Früh- lingsrohkost. Rechnet man noch dazu, daß selbst die für feine Wäschereien so geschätzte südamerikanische Ouillajarinde nicht mehr Saponin enthält als die Primelwurzel, so kann sich die Primel als Nutzpflanze schon sehen lassen. Alle diese guten Eigenschaften sollen aber nicht etwa zu einer Ausrottung unseres lieben Frühlingsboten führen. Die kurzstengelige Primel steht übrigens unter Naturschutz. Die guten Eigenschaften dieser Blume sollten überhaupt den Gedanken nabe« legen, unnützes Massenpflücken zum Zweck des Zmi- merschmuckes zu unterlassen. Ein einheimisches Gewächs, das sich als wirklicher Ersatz einer Auslandsdroge erweist, sollte vielmehr eigens angebaut werden, da es von einem Nutzwert ist, der unsere besondere Wertschätzung verdient. M. A. v. L. Sterbegeld für Gefallene. Die Zahlung von Sterbegeld aus der Sozialversicherung an die Eltern Gefallener führte vereinzelt zu Unklarheiten, weil sehr häufig die häusliche Ge- meinschaft vorder Einberufung nicht mehr bestand. Der Reichsarbeitsminister hat nun, wie die mitteilt, verfügt, daß in den Fällen, in denen wegen der Kriegsverhältnisse die Wiederherstellung der häuslichen Gemeinschaft zwischen den Versicherten und ihren Eltern nicht möglich war, dem Vater oder der Mutter des Versicherten Sterbegeld auch bann zu gewähren ist, wenn sie nicht mit ihm in baus- ; sicher Gemeinschaft gelebt haben. Das gilt mit Wirkung vom 26. August 1939.______ Der starke Welt sah etwas erschrocken zum Kapitän hinüber. „Oh", sagte er, „sicher will er dir nahelegen, mich hinauszuwerfen." „Quatsch", rief Petersen, „dann gehen wir alle. Ohne unseren Elefanten sind wir nichts. Er gibt eine so schöne tapsige Folie für unsere eigene Eleganz —" Er machte dazu eine Handbewegung und betrachtete sich im. Spiegel. Welt war gerührt über seine Worte. Er warf ihm eine Schachtel Zigaretten hinüber und brummte: „Du machst dich immer schlechter als du bist, Kleiner." - „Ich kann mir schon denken, was der Alte will , fuhr Willis fort, „und ich habe selber schon darüber nachgedacht. Er will sicher, daß wir ein oder zwei Mädchen mit in die Truppe nehmen." „Das hat uns noch gefehlt zu unserem Glück", rief Petersen dazwischen, „zwei Weiber, die gegenseitig eifersüchtig sind und die uns dauernd reizen, damit wir uns in sie verlieben, bann gibt es wieder Mord und Totschlag unter uns, es ist alles schon mal dagewesen, und ich bin immer der Dumme dabei weil ich die Haue kriege. Nee, mein Lieber wir bleiben für uns, Weiber sind eine schöne «ache, aber nicht in der Truppe. Ausgeschlossen." Willis und Welt hatten sich inzwischen umgezogen. „Komm nicht zu spät. Kleiner", sagte Willis, als sie hinausgingen, „es gibt heute saure Linsen mit „Nee ich komme schon, ich muß mir nur Edith noch mal ansehen", sagte Petersen. „Edith? Wer ist Edith?" „Das Nummernmädchen. Sie hat die schönsten Beine, die ich je gesehen habe, von ihren Augen gar nicht zu reden. Ein netter Kerl, wirklich. Es liebt doch nicht einer von euch zufällig Edith, das Nummernmädchen?" „ „Nein", lochte Welt, „wir lassen sie dir. „Danke schön." Fortsetzung folgt.) zum Eigentum erlesen, geselle sich zu Erdenbürgern nicht. Der Menschen und der Uederirdischen Los, es mischt sich nimmer in demselben Becher." Hier ist sehr schön die nach alter Auffassung jenssiiiqe Welt, die göttliche Sphäre des Dichterischen bezeichnet; hier begegnet sich das Drama der unglücklich liebenden Frau mit dem Künstlerdrama, und Sappho steht ratlos erschüttert vor der tödlichen Ueberschnei- düng zweier im Wesensgrunde getrennten Reiche — wie jene Ariadne in Eschmanns griechischem Trauerspiel, dessen Uraufführung wir vor einiger Zeit hier erlebt haben. — Die Musikalität Grillparzers, die in Prof. Rehms Restrede gerühmt wurde, war in der von Oberspielleiter Mund gelenkten Aufführung, die auf gepflegte und gegliederte Sprachbehandlung Gewicht legte, wohltuend zu empfinden. Die statuarische Gemessenheit klassischer Gebärdensprache erhielt ihren Dewegungsrhythmus aus der Treppenanordnung in Herrn Löfflers schlicht und streng stilisiertem Raumbilde. Die Bühnenmusik von Herrn • C. W. Hahn beschränkte sich auf wenige, sparsam andeutende Akkorde. Im übrigen waren die beiden tragenden Motive des Dramas in der Wiedergabe gerecht gegeneinander abgewogen; die geringen Streichungen wären zu vermeiden gewesen; etliche dialektische Unebenheiten werden sich in der Wiederholung abschleifen. Bianca B l a ch a spielte die Titelrolle in Ton und Haltung der großen Heroine: im vollen, melodisch schwingenden Sprachklang formten sich die tödlich verletzte Empfindung der reifen Frau, Majestät und Würde der fortieergetrönten Dichterin und die schmerzliche Klage der in die unberührbare Sphäre der UÄeriMschen sich flüchtenden, heimatlos gewordenen Sappho. — In einer gespannten und gesteigerten Tonlage spielte Herr C. B. Schmidt den Phaon, aus kleistisch anmutender Unsicherheit des Gefühls — „Was ist denn hier geschehen? ... Ich bin verwirrt" — zu leidenschaftlicher Entschlossenheit und undlich stiller Ergebung in die Lösung der Geschicke reifend. — Anja Rau war, in eindrucksvollem Kontrast zur Zentralgestalt, eine sauste, zarte, mädchenhaft scheue und hilflose Melitta. — Hilde Kneip (Eucharis) und die Herren Dolck (Rhamnes) und Bosny (Landmann) rundeten den kleinen Kreis der Handelnden. — Eine große Zuhörerschaft dankte mit anhaltendem Beifall. Hans Thyriot. * Zu Beginn des Festckbends hieß Intendant Klein die Gäste willkommen und rief zum Gruß an den Führer auf. Nach kurzem Rückblick auf die Geschichte des Gießener Theaters betonte er die engen Beziehungen zwischen Theater und Universität, zwischen Kunst und Wissenschaft überhaupt; im Zusammenwirken der in der Arbeitsgeineinschaft verbundenen Kräfte sei die Schaffung des deutschen Nationaltheaters eine der großen Zukunftsaufgaben. Der Rektor Professor Dr. Kranz kennzeichnete Universität und Theater als gemeinschaftsbildende Faktoren im Rahmen der kulturellen Erziehungsarbeit der NSDAP. Beiden feien bedeutsame, eng verwandte Aufgaben zugewiesen; im gemeinsamen Dienst am deutschen Volke möge das Theater allezeit Freude, Kraft und Entspannung spenden; der Arbeitsgemeinschaft wünsche er in diesem Sinne guten Erfolg. Studentenführer Stein begründete, anknüpfend an die kulturelle Umwertung unserer Zeit, Annähe, rung und Zusammenarbeit der beiden Institute, wies auf die Wechselwirkung zwischen Künstlerschaft und Studentenschaft hin und überbrachte deren beste Wünsche für eine kameradschaftliche Zusammenarbeit. Kür Tapferkeit vor öem Kemöe. Der Unteroffizier Wilhelm R e u s ch l i n g aus Gießen, Alicenstraße 29, wurde mit dem Eisernen Kreuz I. Klaffe ausgezeichnet. Verdunkelungszeit: 21. April von 21.30 bis 5.41 Uhr. mer und einem bezaubernden Lächeln über die Bühne gehen müssen. „ , . ... Der Regisseur ließ den Direktor stehen und eilte fauchend durch die Kulissen. „Ha!" rief er plötzlich. Da stand das Nummern-Mädchen an der Feuerleiter und unterhielt sich mit Petersen. „Sie sind wohl vom wilden Affen gebissen, was?' fuhr er auf sie los, so daß sie erschrocken zuruck- prallte, „wollen Sie gefälligst machen, daß Sie mit Ihrer Nummer auf die Bühne kommen? Sie drückte die Hand auf das Herz und riß den Mund auf. Offenbar hatte sie ganz vergessen, warum sie eigentlich mit einer großen Nummer in der Hand, mit nackten Beinen, nackten Armen und nacktem Rücken hier stand. , r. , .__, Am Eingang zur Bühne atmete sie noch einmal tief auf, stellte sich dann in Positur unö trat mit einem etwas gezwungenen Lächeln ihren Gang an. Der Regisseur warf auf den kleinen Petersen einen vorwurfsvollen Blick und sagte: „Wenn Sie poussieren wollen, Herr ^eterfen jo sieht Ihnen die Kantine, und, wenn die geschloßen ist, ganz Berlin zur Verfügung. Sie muffen es nicht unbedingt hinter der Bühne tun und dadurch die Mädchen von ihrem Auftritt abhalten. „Wozu verkaufen Sie eigentlich Programme, wenn Sie das arme Ding mit nackten Beinen und einer Nummer auf die Bühne schicken, wo sie nichts ist als bas Objekt der begehrten Blicke des männlichen Teils der Zuschauer? Ich halte das für unmoralisch, Herr Krüger." Der kleine Petersen sagte das in so ernstem Tone, daß Kruger nicht wußte, ob es ihm wirklich ernst mit seinen Worten war oder "^Wissen Sie, wieviele Mädchen fiel) für die Stellung gemeldet haben?" entgegnete Krüger. ^Dreihundertfiebenundfünfzig aus Berlin und zweihunderteinunddreißig aus anderen Städten. Die beiden Vorgängerinnen der Edith haben sich schnell Grillparzer-Feierstunde in der Großen Aula. Die erste Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft „Universität — Theater" war die Grillparzer-Feierstunde in der Großen Aula. Der Rektor Professor Dr. Kranz hieß als Hausherr, zugleich im Namen des Intendanten Klein, die Vertreter von Partei und Wehrmacht, Staat und Stadt willkommen und dankte allen, die sich um das Zustandekommen der Arbeitsgemeinschaft verdient gemacht haben, insbesondere Professor Dr. Rauch. Der Geburtstag des Führers, dessen die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil gedachte, könne als günstiges Omen für die neue Gründung gelten. Als geistiger Repräsentant der vom Führer zurückgewonnenen Ostmark -stehe Grillparzer im Mittelpunkt der Feierstunde. Nach einem Musikvortrage des Streichquartetts des Städtischen Orchesters lasen Luise Prasser und Herbert K ö ch l i n g Verse und Prosa aus Grillparzers Werk. Professor Dr. Walter Rehm, der Literarhistoriker unserer Universität, zeichnete in seinem sehr interessanten, persönlich angelegten Fest- üortrage, ausgehend von einem Wort Stifters und der Begegnung Grillparzers mit Goethe 1026 ein Bild des großen Historiendramatikers und Tragikers, den feine Landsleute nur als Schöpfer der „Ahnfrau" gelten ließen. Als Grillparzers Beitrag zur gesamtdeutschen Dichtung nannte Professor Rehm fein Oesterreichertum, die alte Theaterkultur feiner Heimat, feine Musikalität, die Süßigkeit seines Verses, vor allem den großen, umspannenden Reichsgedanken Habsburgs, den historischen und politischen Instinkt: Mittelalter und Barock waren in Grillparzer blutmäßig und landschaftlich lebendig. Als Dichter der Geschichte und des eigenen Volkes grenzt er sich gegen das Werk der reichsdeutschen Klassik ab; als Tragiker steht er in einer Reihe mit Kleist, Grabbe, Büchner und Hebbel. Daß er das Tragische in der geschichtlichen wie in der vorgeschichtlich- mythischen Welt erkannte und gestaltete, erwies der Vortragende mit einer Deutung der „Sappho", die tragisch und musikalisch in einem sei. Heute, so schloß Professor Rehrn seine feinsinnigen Darlegungen, sei uns Grillparzer, wie Prinz Eugen, neu geschenkt und endlich reif, aus feiner Einsamkeit und Wirkungslosigkeit erlöst zu werden. An uns sei es, ihn zu empfangen und zu gewinnen. — Nach der mit starkem Beifall aufgenommenen Festrede ließ das Streichquartett die Feierstunde harmonisch aus- klingen. Festaufführung im Theater: „Sappho" von Franz Grillvarzer. Nach den heftigen Effekten des Schicksalsdramas „Die Ahnfrau" suchte Grillparzer, im Sinne Goethes Abrundung, Klarheit und klassisches Maß erstrebend, für seinen „zweiten dramatischen Versuch" nach einem einfachen Stoff, aus dem sich ohne Anwendung äußerer Mittel edle und starke Gemütsbewegungen entwickeln ließen: er fand ihn in einer ihm ursprünglich als Operntext angebotenen antiken Fabel, der sagenhaften Liebesgeschichte der griechischen Dichterin Sappho. In wenig mehr als drei Wochen des Sommers 1817 war das Werk vollendet, nach Laubes Worten aus einem Gusse und zum Vollendetsten gehörig, was der Dichter geschaffen habe. Die Uraufführung am Burgtheater, ein Jahr später, machte mit Sophie Schröder in der Titelrolle „unglaubliche Sensation", und Lord Byron bemerkte: „Grillparzer, ein verteufelter Name wahrhaftig für die Nachwelt, aber sie müssen es lernen, ihn auszusprechen." Gewiß hat man nicht mit Unrecht neben der „Iphigenie" vor allem auf den „Tasso" als Grillparzers bewundertes Vorbild hingewiesen, aber die „Sappho" wirkt doch nicht in erster Linie als Künstlerdrama, sondern als das ewige Tr^ueriviel der siebenden, nicht geliebten Frau, als Tragödie der Eifersucht auch, wenn man will, auf anderer Ebene als weibliches Gegenspiel zum „Othello". Die psychologisch entscheidende Szene, wie Sappho den schlafenden Phaon findet und küßt, der erwachend Melittas Namen murmelt, enthüllt den tragischen Kern in den Beziehungen der Figuren: Sappho liebt Phaon, Phaon jedoch liebt Melitta; Sappho bewundert er und sonnt sich in ihrem Ruhm, aber Verehrung und Liebe sind ungleich» wertige Empfindungen: Sappbo fährt zurück, „verschmäht, um ihrer Sklavin willen", „... es sitzt der Pfeil". Damit ist der Weg zum tödlichen Ausgang vor- aezeichnet, und Sappho begreift ihr Schicksal mit Worten, welche die naturgemäß sich aufdrängenden Begriffe der verschmähten Liebe und der Eifersucht verschwimmen lassen oder jedenfalls bem~ Bereich banaler Alltäglichkeit entrücken: „Wen Götter sich Der Vorhang hatte sich geschlossen. Die drei Willis gingen durch die Kulisse zu ihrer Garderobe. Dabei sah Eberhard Willis zu dem Direktor hinüber, als wolle er in seinem Gesichtsausdruck ergründen, wie ihm die Nummer gefallen habe. Berthold nickte ihm zu. „Kommen Sie morgen um 11 Uhr auf mein Büro, Herr Willis, ich möchte mit Ihnen und dem Regisseur noch einmal über Ihre Nummer sprechen." „Gut, Herr Direktor." „Je mehr ich darüber nachdenke", wandte sich der Direktor wieder an den Regisseur, während Willis den anderen zur Garderobe folgte, „desto mehr komme ich zu der Ansicht, daß Sie recht haben. Die Nummer muß etwas aufgelockert werden, rein anschaulich gesprochen, sie inuß dem Auge mehr bieten, vor allem dem unmusikalischen Auge. Für einen musikalisch Begabten ist die Nummer ganz ausgezeichnet —" wäre es, wenn dieser Elefant, dieser Welt, nicht immer daneben trampeln würde. Entweder muß Willis den Welt mehr herannehmen, oder er soll ihn ausscheiden und statt' dessen einen taktvolleren Menschen hineinnehmen —" „Wieso taktvoll?" ,Hch meine taktvoll in bezug auf den Takt der Musik. Der Welt verliert mitunter den Takt. Ich habe es deutlich bemerkt. Zwar haben dann Willis und Petersen ihren Takt so laut betont, daß Weits Taktlosigkeit nicht weiter auffiel, aber es fehlt dann doch die Geschlossenheit des Auftritts — wo ist denn das Nummernmädchen, zum Teufel? —" wandte er sich um, nachdem er auf seine Uhr gesehen hatte. Das Nummernmädchen hätte längst mit seiner Num- strenge Strafe in Fällen zu ermöglichen, in denen derjenige, der sich unbefugt als Träger eines öffentlichen Amts oder als Soldat aufführt, einen dienstlichen Ausweis vorlegt, zu dessen Benutzung er nicht berechtigt ist, oder mit einem gefälschten Dienstausweis arbeitet oder unbefugt eine Uniform oder ein Dienstabzeichen trägt. Verlängerung der Lohnabrechnungszeiträume. Der Reichsarbeitsminister hat bestimmt, daß nach einer Ankündigungsfrist von einem Monat und in vertrauensratpfsichtigen Betrieben nach Beratung im Dertrauensrat die bisher im Betrieb üblichen Lohnabrechnungszeiträume bis zu einem M o - n a t verlängert werden können, auch wo in Tarifoder Betriebsordnungen kürzere Abrechnungszeiträume voraefchrieben worden sind. Bei einer Verlängerung Der Abrechnungszeiträume über 14 Tage hinaus ist mindestens eine Abschlagszahlung auf den zu erwartenden endgültigen Lohn zu^ leisten. Mit dieser Anordnung wird den Betriebsführern die Möglichkeit gegeben, die Abrechnungsarbeiten in den Lohnbüros erheblich zu vereinfachen und Personal einzusparen. Es wird erwartet, daß von dieser Möglichkeit weitestgehend Gebrauch gemacht wird. Aus aller Wett. Schwere Strafen für Eisenbahn-Gepackdiebe. In Rostock hatte eine Anzahl von Bahnarbeitern seit 1940 fortgesetzt Gepäck, das auf dem Bahnhof zur Beförderung aufgegeben war, gestohlen. Ein gewisser Dittmann hatte sich ein ganzes Warenlager zusammengestohlen. Das Sondergericht erkannte gegen Dittmann auf Todesstrafe, andere Angeklagten erhielten 15, 7 und 4 Jahre Zuchthaus. Jelbpoflräubet hlngerichtet. Am 16. April ist der 1915 in Gotha geborene Walter H a r t h a u s hingerichtet worden, den das Sondergericht in Köln als Volksschädsing wegen Diebstahls zum Tode verurteilt hat. Harthaus hat fortgesetzt Feldpostsendungen beraubt. Vierlinge in Lampertheim. Die 32jährige Ehefrau des vor vier Monaten verstorbenen Arbeiters Fritz Kraft schenkte vier Kindern, zwei Jungen und zwei Mädchen, das Leben. Kunst und Wiffenschast. i Line neue Spieloper. Verschiebe-nMch haben sich deutsche Komponisten, zuweilen in den Spuren Lortzings oder Smetanas wandelnd, um eine neue deutsche Spieloper gemüht. Einen verheißungsvollen Vorstoß in der gleichen Richtung darf man jetzt wohl Herbert T ra n t o w s bäuerliche Spieloper „Antje" nennen, die im Bei- fein des Komponisten, der Ballettkapellmeister der Berliner Staatsoper ist, im Chemnitzer Opernhaus ihre Uraufführung erlebte. Die Handlung, die in der Gegenwart wurzelt (Trankow hat auch das Buch selber verfaßt), ist von betonter Schlichtheit. Aus der ostpreußischen Landschaft (Masuren) wuchs dem Komponisten der Stoff entgegen. Auf gle>ich schlichter Linie hält sich im wesentlichen auch die Musik, die eine Reche von ostpreußischen Volks- und Tanzwei. sen ausgenommen hat, die vom Komponisten durchaus eigen aufgefaßt wurden. 'So angenehm und leicht die Musik im allgemeinen dem Hörer eingeht, stellt sie doch einige Ansprüche an Sänger und Musiker. Das Orchester ist farbig behandelt, zuweilen wohl etwas zu gewichtig an der Einfachheit der Handlung gemessen; die modernen instrumentalen Möglichkeiten sind geschmackvoll ausgenutzt. Unter Hans Paul -igs Stabführung erklang die Musik tonschön und stimmungsreich, während Hermann S ch a s f n e r die Inszenierung auf einen gemütvollen Grundton stimmte. Karl Bachler. Türken spielen Beethovens Neunte. Im Konservattlrium zu Ankara fand die türkische Erstaufführung der Neunten Symphonie statt. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Ernst P r ä t o r i u s wirkten mit das Dhilharmo- nische Orchester der Republik, der Chor des Staat- sichen Konservatoriums und einheimische Sosisten. Dem Konzert wohnten Staatspräsident Ismed Inönü, Ministerpräsident Saydan, Außenminister Saracogku und Botschafter von Papen bei. Ein TNozart-Film. In den Wiener Rosenhugel-Ateliers, wo unter der Spielleitung von Eduard von Borsody der Wien-Film (im Verleih der Terra) „Mozart" gedreht wird, entstehen jetzt mächtige Bauten, um einem Film vom Leben des großen Meisters die Atmosphäre zu geben. So wird das alte Burgtheater aufgebaut, fo die Salzburger Wohnung des alten Haydn und die Mannheimer Wohnung der Mutter von Konstanze Weber, Mozarts spaterer Gattin. Die Bauten entwarf Julius von Borsody. Hans Holt spielt den Mozart und Winnie Markus die Konstanze. Die musikalische Leitung hat Alois M e l i ch a r. Kriegersiedlung, Gießen. Die Kriegersiedlung, Gemeinnützige Baugenossenschaft m. b. H. in Gießen hielt in der Restauration „Zur Stadt Lieh" unter Leitung des Vorsitzers des Aussichtsrats, Verwaltungsdirektor Martin, ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ob. Wie in dem vom geschäftsführenden Vorstandsmitglied, Stadtinspektor S ch i r m b e ck , erstatteten Geschäftsbericht heroorgehoben wird, war die Genossenschaft auch im abgelaufenen Jahre auf die Verwaltung ihres derzeitigen Besitzes beschränkt. Dieser besteht aus 90 Wohnungen in 30 Häusern an der Friedensstraße und im Aulweg. Die Mitgliederzahl belief sich zu Ende des Geschäftsjahres 1941 auf 98 gegenüber vorher 71. Wie sich aus dem vom Vorsitzer des Aufsichtsrats erstatteten Bericht ergab, haben auch im obgelaufenen Jahr regelmäßig Prüfungen der Geschäftsund Kassenführung stattgefunden, die zu Beanstandungen keinen Anlaß gaben. Aus den Erläuterungen zum Jahresabschluß, der in der Bilanz auf der Aktiv- und der Passiv-Seite mit je 873134,83 RM. und in der Gewinn- und Verlustrechnung aus beiden Seiten mit 64 467,88 RM. abschließt, war zu entnehmen, daß die Genossenschaft sich auch weiterhin in finanzieller Hinsicht aufwärts entwickelt hat. Die Erwerbshäuser stehen nach einer Abschreibung von 13 500 RM. noch mit 807 000 RM. zu Buch, dazu kommen die hypothekarisch gesicherte Forderung an die Hegemag mit 30 305 RM., sowie verschiedene kleinere Posten. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder haben sich um 6314,61 RM. aus 13 621,11 RM. erhöht. Die Rücklagen belaufen sich auf 14 493,11 RM., wozu die Bauerneuerungsrückstellung mit 27 200 RM. bei einer Erhöhung um 5610,20 RM. kommt. Die Hypothekenschulden haben sich unter Berücksichtigung einer Tilgung in Höhe von 14 237,49 RM. auf 702 730,60 RM. im laufenden Jahr vermindert. Hierzu kommen die Einlagen der Hausanwärter mit 59 059,17 RM. Ferner stehen noch zu Buch ein vorerst unverzinsliches Darlehen der Stadt Gießen mit 43 000 RM., sowie Straßenbaukosten mit 10 603,45 RM. Aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich, daß die Stadt Gießen auch weiterhin einen Zinszuschuß in Höhe von 12 045 RM. leistet. Der Jahresabschluß ist vom Aufsichtsrat geprüft, Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Antragsgemäß wurde beschlossen, den erzielten Reingewinn in Höhe von 1683,80 RM. wie folgt zu verwenden: Zuführung zur gesetzlichen Rücklage 265 RM, zur verstärkten Abschreibung 1199,60 RM., 3 v. H. Dividende auf die Geschäftsguthaben 219,20 Reichsmark. In dem vom Verwaltungsleiter vorgetragenen Bericht über die im vorigen Jahre stattgefundene Prüfung durch den Prüfungsverband wird betont, daß die Liquidität gut ist und sich in Zukunft infolge der Steigerung der Mitgliederzahl noch bessern wird. Die Rentabilität ist nur gegeben, wenn die seitherigen Zinszuschüsse weiter gewährt werden und der Steuererlaß fortgesetzt wird: die Vermögenslage des Wohnungsunternehmens ist geordnet, das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 'rund 10 000 RM. erhöht. Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die turnusmäßig ousscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats Martin und Z a m m e r t wurden durch Zuruf wiedergewählt. Rach Vornahme geringfügiger Satzungsänderungen wurde die Versammlung mit dem Gruß an den Führer geschlossen. Versicherungsschutz für die Kriegswehrmannschasten der GA. Lpd. Wie die Oberste. SA.-Fuhrung mitteilt, genießt jeder Volksgenosse, der sich in den Kriegswehrmannschaften der SA. der vormilitärischen Wehrerziehung unterzieht, für alle im Dienste entstehenden Unfälle kostenlos ausreichenden Versicherungsschutz für sich und seine Angehörigen. Die Versicherungsleistungen bestehen einmal in der Krankenhilfe, soweit die Verletzten nicht einer Kran- kenkasie angehören, zum anderen in der Gewährung von Entschädigungen für Verdienstausfall, der durch Dienstunfälle entstanden ist. Bei dauernden Schädigungen, teilweiser oder voller Invalidität, wird je nach Maßgabe des Jnvaliditätsgrades Rente oder Kapitalzahlung gewährt. Bei tödlichen Dienstunfällen werden Witwen- und Waisenrenten gegeben. Zusammenschluß der beiden Wiesecker Kaffen. Am Sonntag tagten die beiden Wiesecker Kassen bei Gastwirt Heinrich Braun. Zuerst hielt der 6p ar» und Vorschußverein seine ordentliche Generalversammlung ab, bei der der Vorsitzende Lotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder gedachte. Aus dem Geschäftsbericht war zu ersehen, daß die Kasse auch im ab gelaufenen Geschäftsjahr eine weitere erfreuliche Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hatte. Sodann gab Herr Lotz Aufklärung über die beabsichtigte Zusammenlegung der beiden Wiesecker Kassen, und Kreisstellenleiter Hartmann machte weitere Mitteilungen über die Notwendigkeit der Zusammenlegung. Nachdem Vorsitzender Lotz den Derschmelzungsvertrag verlesen hattd, stimmte die Versammlung mit über Dreiviertelmehrheit dem Vertrag zu und genehmigte damit die Zusammenlegung. Im Anschluß an die Versammlung des Spar- und Vorschußvereins tagte die Spar- und Darlehn s k a s s e. Schreinermeister Seibert eröffnete die Versammlung und gedachte der im ab gelaufen en Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder. Vorsitzer Weller erstattete dann den Geschäftsbericht, der auch für das vergangene Jahr eine weitere Auftvärtsentwicklung aufwies. Besonders sind die Spareinlagen stark gestiegen. Die Jahresrechnung wurde genehmigt, ebenso wurde der Verteilung des Reingewinnes zugestimmt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Rückerstattung der s. Z. abgeschriebenen Geschäftsguthaben stimmte die Versammlung ebenfalls zu. Vorsitzer Weller gab dann Aufschluß über die beabsichtigte Verschmelzung der beiden Wiesecker Kassen. Kreisstellenleiter Hartmann gab noch einen umfassenden Bericht über die Entstehung und Entwicklung der beiden Institute und die seit längerer Zeit geführten Verhandlungen zwecks Zusammenlegung. Hierauf verlas Vorsitzer Weller den Verschmelzungsvertrag, dem die Versammlung einsttmmig zufttmmte. Ebenso wurde der Zusammensetzung der Verwaltung einstimmig zugestimmt. Die nunmehr vereinigten Wiesecker Kassen führen den Namen „Vereinigte Spar- und Darlehn s k a s s e e. G. m. b. H. G i e ß e n - W i e s e ck". Die Verwaltung setzt sich wie folgt zusammen: Vorstand: Vorsitzer Adolf Weller, Stellvertreter Ernst Ludwig Haas, Rechner Karl Völzel V., Kontrolleure August S chm^ t t, Heinrich Roden- hausen V I. Äufsichtsrat: Vorsitzer August Lotz, Stellvertreter Gustav Seibert, 'Ernst Bierau, Heinrich Dech I., Heinrich Euler, Heinrich Frank, Karl Kreiling I., Karl Leib, Karl Post, Karl Schäfer XIII., Otto Schmelz, Gustav Schneider. Die Mitgliederzahl der nun vereinigten Wiesecker Kassen erreicht fast die- Zahl 600. Die Bilanzsumme überschreitet die Million. Damit ist erfreulicherweise ein weiterer Weg Aufwärtsentwicklung für unsere heimische Wirtschaft beschritten, der auch in unserer Gemeinde Widerhall findet. Als Tag der Zusammenlegung wurde der 1. Juni 1942 bestimmt. Zum Sckstuß der beiden Tagungen gab Kreisstellenleiter Hartmann seiner Zufriedenheit über das Gelingen der Verschmelzung Ausdruck, indem er die ganze Angelegenheit in launigen Worten mit einer Hochzeit verglich. Frauensportgruppe der Bezirkssparkaffe Gießen. In dem Enspiel um die Gaumeisterschaft bm Medizi nball über öiit Schnur im Sportbereich Hessen- Nassau blieb die Frauensportgruppe der Betriebs- Sportgemeinschaft der Bezirkssparkasse Gießen mit 7:3 Toren gegen die Frauensportgruppe der Drahtwerke Schmidt, Niederlahnstein, Sieger und errang damit die Gaumeisterschaft. Oer Bierdeckel ist eine Urkunde. LPD. In einem für das Gastwirtsgewerbe bemerkenswerten Betrugsprozeß hat die _ Essener Strafkammer als oberste Instanz rechtskräftig entschieden, daß der Bierdeckel, der in den Gastwirtschaften bei der Bedienung der Gäste gebräuchlich ist, den Charakter einer Urkunde besitzt. Ein Gast war in einer Essener Gastwirtschaft dabei erwischt worden, als er versuchte, einen. Bierstrich auf dem Bierdeckel auszukratzen. Das Gericht hat ihn wegen versuchter schwerer Urkundenfälschung, begangen aus gewinnsüchtiger Absicht, um sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt. Die Strafkammer vertrat die Auffassung, daß . der Bierdeckel nicht allein als Untersatz für das verabreichte Bier verwendet wird, sondern auch dazu dient, als Unterlage für das Quantum der verabreichten Getränke zu gelten. Dieses Urteil hat Rechtskraft erlangt. ♦ ** Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppe Gießen - Mitte. Am Montag, 27. April, 20 Uhr, findet im UC. (Seiteneingang) der Gemeinschaftsabend statt. Es spricht Fräulein E m m e l i u s über die Bedeutung der deutschen Volksgruppe in der Slowakei. ** Fritz-Reuter-Abend. Die im Gießener Vortragsring zusammenyeschlossenen Kulturver- bande Volksbildungsstätie Gießen der N6G. „Straft durch Freude", Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung, veranstalten am Freitag, 24. April, einen Fritz-Reuter-Abend, zu dem der Vortragsmeister Ernst H a m e i st e r verpflichtet wurde. Der Künstler trägt frei aus Meuters Werken in seiner mecklenburgischen Mundart vor. Die Darbietungen Ha- meisters sind ,auch den nicht norddeutschen Hörern vollauf verständlich. Landkreis Gießen. * Annerod, 21. April. Durch Blitzschlag wurden die vor einen Arbeitswagen gespannten beiden Kühe des Weißbinders Jakob Becker von hier auf der Heimfahrt vom Felde so schwer verletzt, daß sie an Ort und Stelle getötet werden mußten. Becker und seine Frau, die bei dem Gespann weilten, kamen mit dem Schrecken davon. # Mainzlar, 20. April. Am Samstagabend hielt die hiesige Bezugs - und Absatzgenossenschaft im Gasthaus „Zum Schwanen" ihre Jahresschlußversammlung unter Leitung von Bürgermeister Ludwig Kreiling ab. Der Schriftführer Heinrich Kreiling erstattete den Jahres- bericht. Den Kassenbericht gab Rechner Wilhelm Müller. Die Kassenlage ist gut. Für das durch Tod ausaeschiedene Vorstandsmitglied Heinrich schlapp IV. wurde Ortsbauernführer Heinrich ©paar IV. in den Vorstand berufen. Zuchthaus für Gelegenheitsschieber. Lpd. Darmstadt, 20. April Der 43jährige Wilhelm Bernhard Werth aus Friedberg iOberhessen) wurde im Februar 1942 festgenommen, weil er den Versuch machte, ein schwarzgeschlachtetes Schwein im Gewicht von etwa 15 kg nach Frankfurt a. M. zu bringen, wo es zum Wucherpreis von 3 bis 4 RM. für das Pfund an nicht bezugsberechtigte Privatpersonen abgefetzt werden sollte. Da es 'ihm bereits im Dezember 1941 in gleicher Weise gelungen war, ein Schieber- und Wuchergeschäft mit einem schwarzgeschlachteten Schwein von 58 kg erfolgreich durchzuführen, hatte er sich nunmehr wegen Verbrechens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung und wegen Zuwiderhandlung gegen die Preisvorschriften und gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung vor dem Sondergericht Darmstadt zu verantworten. Vom Gericht wurde auf eine Zuchthaus st rafe von 1 Jahr und 6 Monaten, 100 RM. Geldstrafe, 96 RM. Wertersatz und auf Einziehung der bei der Festnahme sichergestellten Schwarzschlachtungsprodukte- sowie von 154 RM. Mehrerlös erkannt. Wegen Beihilfe zu diesen Straftaten und wegen einer geringfügigeren Schwarzschlachtung zum eigenen Hausverbrauch erhielt der Mitangeklagte, bisher unbestrafte 53jäh- rige Otto M ü n ck aus Friedberg (Oberhessen) zehn Monate Gefängnis neben 100 RM. Geldstrafe und einem Wertersatz von 96 RM. Er war dem Hauptangeklagten bei dem Einkauf der beiden Schlachttiere behilflich und stellte einen Stall seines Anwesens für eine der verbotenen Schwarzschlachtungen zur Verfügung. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumjchein. Berontworüich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange: für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsbruckerel R. Lange St. G. Bsrlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpretsliste Nr. 6. Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief heute nacht plötzlich und unerwartet mein herzensguter Mann, unser treusorgen der Vater, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Karl Schmidt im 45. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Margarete Schmidt, geb. Spaar Erwin Schmidt, z. Z. im Felde Fridolin Schmidt, z. Z. im RAD. Elisabethe Schmidt, geb. 6rölz (Mutter) Familie Ludwig Schmidt Wilhelm Schmidt, z. Z. im Felde, und Familie Familie August Schmidt Otto MIHI er, z. Z. Im Felde, undTamille Minna u. Anna Schmidt u. alle Angehörigen. Ruttershausen, Gießen -Wieseck, den 19. April 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. April, nachmittags 15.15 Uhr statt. 1327 D Statt Karten: Danksagung. Allen denefi, die uns bei dem schmerz- Jäsk liehen Verlust unseres lieben, guten und einzigen Sohnes, Bruders, Schwagers, Paten und Neffen Heinrich Nickel, Gefreiter in einem Inf.-Regt., mündlich und schriftlich ihre herzliche Anteilnahme erwiesen, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie Heinrich Adam Nickel, Gastwirt Familie Willi Wagner und alle Angehörigen. Treis a. d. Lumda, den 19. April 1942. 01838 Für die zahlreich erwiesene Teilnahme und Blumenspen de zum Heimgange unsres inniggeliebten Söhnchens Walter bitten wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank entgegen zunehmen. Friedrich Müller. Gießen, den 21. April 1942. __01853 ,Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. Mit Zustimmung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft werden auf den vom 9. März bis 5. April 1942 gültigen Bestellschein Nr. 34 der Reichseierkarte 1326D 3 Eier für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf den Abschnitt a 1 Ei „ „ „ b 2 Eier. Gießen, den 20. April 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. + Schwerhörige! + 1323V 1324 D 1293 D Mittwoch, den 22. dieses Mts. werden wir bei Herrn August Aßmann, Dutenhofen erstklassige Ferkel u. Läuferschweine zum Verkauf bringen. TIHIEATIEIR der Universitätsstadt Gießen Gebr. Scheerer, Niederdieten 1331 D Dienstag, den 21. April Mietvorstellung fällt ausl | Mietgesuche | Gesucht: 5-6-Zim.-Mng. mit Bad. Geboten: 4-Zim.-Wohng. mit Badezimmer und Balkon. Schr. Ang. unt. 01843 a.d.G.A. 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April 1942, abends 7.15 Uhr Neue Aula der Universität Vortragsabend des Vortragsmeisters Ernst Ha meister Heiteres aus den Werken Fritz Reuters Die Mitglieder des Goethe-Blindes, der Kulturellen Ver« einignngund derVoIksb.ldungsstätteGieflenhaben gegen Mitgliedsausweis freien Eintritt (G.B.-Kontr.-Abscnn, Nr. 2, K.V.Kontr.-Abschn. Nr. 8). Die Mitglieder der Gesel schalt für Erd- nnd Völkerkunde erhalten gegen Kontr.-Abschn. Nr. 8 ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von/ RM. 0.50, die Mitglieder der NS.-Frauen- schatt, des Landsciultshnndes Vo’kstnm n. Heimat zum Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preise von RM. t,25 bei Challier, Neuenweg Die Angehörigen des Veranstaltnngsringei der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise von RM. 0,30, Stnden en nnd Militär zu RM. 0,40. LuagP Theater der Universitätsstadt Glehen Mittwoch, den 22. 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