WZ ege zum Bolschewismus England auf dem Oer Bolschewik Eripps ist der große Mann der Engländer lgung tleberraschungen dieses Krieges. irche ge> vollsten Stützpunkte m Ostasien verloren Haven. Die „Ostasienkenner" der USA. wollten ja mit Hilfe der „unerschöpflichen" Finanzmittel des Großkapitals nicht nur Japan aus feiner weltgeschichtlichen Stellung verdrängen, sondern die volle Kontrolle über den ostasiatischen Markt erlangen, die japanische Währung erschüttern, die „kleinen Japse" aus China herauswerfen und von hier aus mit Hilfe Englands ein W e l t m o n o p o l errichten, das sich im Ergebnis selbstverständlich auch gegen Großbritannien richten würde. Alle diese Schlagworte, wie sie vor kurzem noch von der nordamerikanischen Zeitschrift „Fortune" formuliert wurden, haben keine Gültigkeit mehr. Die weltbeherrschende Macht der englischen und nordamerikanischen Flotte wurde im Perlenhafen von H a w a i, an der Westküste von M a - l a y a durch die Kapitulation von Singapur und durch die Seekriegführung der Achsenmächte im Atlantik, im Mittelmeer sowie vor allem infolge der völligen Beherrschung des europäischen Kontinents durch die Achse zu Grabe getragen. Das Geschäft, das man sich in Neuyork in der Sitzung vom 29. April 1940 versprach, droht zu einer Katastrophe zu werden, die auf die innere Struktur Nordamerikas sich außerordentlich folgenschwer auswirken dürfte: von England gar nicht zu sprechen, das ferne letzten Hoffnungen in Singapur zu Grabe getragen hat. Stockholm, 20 Febr. (DNB.) Die Berufung von Sir Stafford Cripps ins Kriegskabinett werde in Washington mit B e f r i e d i - •* - 2 ausgenommen, schreibt „New Uork Times". Die Berufung, so unterstreicht das Blatt nachdrücklich, stehe im Zusammenhang mit der Forderung Moskaus, daß die Sowjetunion nach dem Kriege in Europa volle Freiheit erhalten solle. beiben Flügeln stand. Hinzu, kam, daß Roosevelt — und mit ihm Churchill — Schüler jenes Marine- Oer Wehrmachtberichi. DNV. Ausdem Führerhauptquartier, 20. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten hatte der Feind bei erfolglosen Angriffen wiederum hohe blutige Verluste. Im mittleren Frontabschnitt scheiterten erneute Ausbruchsversuche der eingeschlossenen feindlichen kräftegruppe. In den Kämpfen des 18. und 19. Februar wurden 79felndlichePanzer vernichtet oder er- beutet. Die sowjetische Luftwaffe verlor gestern 39 Flugzeuge. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. In Nvrdafrika keine größeren Kampfhandlungen. Deutsche Kampffliegerkraste griffen trotz schwieriger Wetterlage motorisierte Abteilungen in der östlichen Lyrenaika erfolgreich an. Einzelne britische Vomber flogen in der vergangenen Nacht m:t geringer Lindringtiese nach Westdeutschland ein. billigt werde. Reuter rechnet da mit einer unwahrscheinlichen Vergeßlichkeit und Gutgläubigkeit der englischen Bevölkerung. Sollte diese wirklich vergessen haben, daß Stalin über eine halbe Million orthodoxer Priester und Mönche ermorden ließ, daß alle Kirchen der Sowjetunion in Kinotheater, Autoreparaturwerkstätten oder sogar Pferdeställe verwandelt wurden? Die Reutermeldung beweist jedenfalls das Bemühen der jüdischen Schreiberlinge Churchills, den blutigen Kremlgewaltigen als frommen Beschützer der Christenheit hinzu stellen. Das wäre lächerlich, wenn es nicht Methode hätte. unberechenbarer Geschehnisse ist, sobald er das S'L- nal gegeben hat. Rückständige Kriegsämter, schwache, unfähige oder anmaßliche Führer, unzuverlässige Verbündete, feindlich gesinnte Neutrale, widriges Glück, böse Ueberraschungen, gewaltige Fehlrechnungen — das alles setzt sich rund um den Rats- tisch." — Heute verrät der Enkel eines Marlborough England an den Bolschewismus, nur um seine Katastrophenpolitik im Unterhaus ungehindert fortsetzen zu können. Dolfchew k Cripps 6e m König zu Aast. Stockholm, 20. Februar. (DNB.) Wie Reuter meldet, wurde der Exponent des Bolschewismus in England, Stafford Cripps, am Donnerstag vom König im Buckingham-Palast in Audienz empfangen. Anschließend durfte er im Kreis der königlichen Familie das Mittagessen einnehmen. Als Grund für diese hohe Ehre wurde die Beendigung seiner Botschaftermission in Moskau angegeben. Es ist jedoch auffallend und bezeichnend für die gegenwärtige heikle Situation in England, daß der Empfang bei Hofe zeitlich mit der Aufnahme dieses Stalin-Agenten in die Regierung zusammenfiel. Washington befriedigt. — Churchill als Wegbereiter. So berichtet das Blatt des portugiesischen Kardinalpatriarchen „Noviddes" unter der Ueberschrift „Ueberraschungen dieses Krieges" von einer kürzlich in der Londoner Albert Hall veranstalteten Manifestation, bei der in Anwesenheit des Erzbischofs von Canterbury und des Kardinals Hinsley zum erstenmal die Fahnen mit Hammer und Sichel vor dem christlichen Kreuz gesenkt worden seien. „Sollte die Geste in der Albert Hall mehr als ein Höflichkeitsakt gewesen sein?" fragt das portugiesische Blatt mit dem Hinweis, daß an jenem Tage ganz England geflaggt habe, die Sowjetfahne aber vorherrsche. Auch die schwedische Kirchenzeitung „Goeteborgs Stiftstiüning" wundert sich über die seltsame Ein* stellung der englischen Kirchenfürsten. „Wenn die Deutschen nicht Norwegen besetzt hätten, so wäre unser Land heute Kriegsschauplatz. Das kann wohl niemand bestreiten", schreibt das Blatt. „Unser Friede ist von deutschen Waffen in Norwegen gesichert worden. Zu jener Zeit, da die Kirche Rußlands in Blut ertränkt wurde, während gleichzeitig Norwegen immer mehr und mehr sich den Sowjets näherte, erhielten wir keine bischöflichen Botschaften. Aber jetzt, da der Bolschewismus bekämpft wird, da treten christliche Bischöfe hervor und fallen den Kämpfern in den Rücken." für die Mittagsnummer bis8'/,UbrdesVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Nvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüneMengenstaffelv Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/* mebr Von München bis Singapur 3m Dl.ckfeld Washingtons. Von unserem nn.-Berichterstatter. 192. Jahrgang M. 44 tfridwmt täglich allster Sonntags und Feiertags Beilagen: (ittetiener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: g)konatitch ND^l.80 Zustellgebühr ,, -.25 aud) bei Nichterscheinen 9l)n einzelnen Nummern imolgr böberer Gewalt »knn'prechunich!v^ 2251 xmbtanscknist Anzeiger" kknNcht*ck 11 6hg Frankf. M Neue vergebliche Angriffe der Sowjets Gestern 39 Feindflugzeuge vernichtet. der USA. sich nicht einmal mehr mit einer astronomischen Ziffer begnügen könne, sondern ins Kosmische erweitert werden müsse, dann läuten in diesen Zahlen bereits die Totenglocken des nordameri- kanischen Kapitalismus. Denn die hier aufgewandten Summen sollten ja nach dem ursprünglichen Plan in einen Krieg gesteckt werden, der ein ebenso riesiges G es ch ä f t zu werden versprach wie der Weltkrieg, und der überdies, von den USA. aus gesehen, noch den Zweck zu erfüllen hatte, die Vereinigten Staaten an die Stelle des britischen E m p i r e«s zu fetzen, also die Welt-, Herrschaft der Finanzhyänen und Börsenpiraten Wallstreets bringen sollte. Beide Hoffnungen müssen aber heute bereits von jedem Wissenden in den USA. zu den Akten gelegt werden, denn dieser Krieg ist heute nicht mehr ein Krieg der Ueberlegenheit der anglo-amerikani- schen Seemächte, sondern ein Kampf, bei dem sich England sowohl als auch die USA. bereits in einer verzweifelten Defensive befinden und schon die wert- . Natur ücheH ZPtzi •SA Minister Cripps. Der Agent Stalins, Sir Stafford Cripps, hat durch feine probolschewistische Agitation erreicht, daß der geschlagene Churchill, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, nicht nur das Kriegskabinett umformen und seinen geistigen Widerpart, Sir Stafford Cripps, als Lordsiegelbewahrer aufnehmen mußte, Churchill hat sogar seinen Titel als „Führer des Unterhauses" diesem Bolschewisten überlassen müssen. Weiter hat er zum stellvertretenden Ministerpräsidenten A t t l e e ernennen müssen, dem einst die spanischen Bolschewisten den Titel eines Majors für feine Bemühungen um die Bolschewisierung Spaniens verliehen hatten. Cripps wie Attlee sind diejenigen, die ganz konsequent die Bolschewisieruilq der englischen Zustände erreichen möchten, und es ist bezeichnend, daß der King in seiner Ernennungsurkunde von der „angenehmen Pflicht" spricht, diese Leute zu ernennen, die so lange vor der Tür mit der Bahre stehen, um den King und die Konservativen und Churchill zum Grabe zu befördern. Jetzt sind sie unmittelbar vor ihrem Ziel. Die ministerielle „Times" macht gute Miene zum schlechten Spiel und behauptet, jetzt, nach Zeiten der Verwirrung, die also zugegeben wird, gelte es, miteinander über „die große Strategie" zu beraten, die also bisher nach dem Eingeständnis der „Times" gefehlt hat. Aber in diesem Winter des Churchill- schen Mißvergnügens und der Erfolglosigkeit sieht die „Times" für das kommende Frühjahr doch schon „weitere Aenderungen des Kabinetts" voraus, denn der Ruf danach wurde nicht verstummen. Wenn man die vorsichtige Formulierung, mit der die „Times" solche Veränderungen zu glossieren pflegt, kennt, dann heißt das: die jetzige überraschende Kabinettskrise und deren Lösung befriedigen noch nicht, in kurzer Zeit wird der Rus nach einer neuen Aenderung erschallen, und dann wird Churchill wobl erst vor ber entscheidenden und endgültigen Kraftprobe stehen, ob er seinen roten Läusen im Pelz das weitere Zerstörungswerk gestattet oder ob er endgültig verschwindet und ihnen ganz England als enbgültig zu ruinierendes Objekt überläßt. Die temperierte Aeußerung der „Times" läßt also diesen Aampf erwarten. Aber besagt sie etwas anderes, als daß die Attlee und Cripps nunmehr daran gehen werden, den letzten Stoß bei sich bietender Gelegenheit zu führen und Churchill, der schon so viel Machtbefugnisse an diese englischen Bolschewisten abgegeben hatte, endgültig zu torpedieren? Als Sir Stafford Cripps aus der Labour Party ausgeschlossen wurde, geschah es wegen der Unvereinbarkeit seiner persönlichen Lebensführung — er ist ein Sohn des Lord Parmoor und sehr vermögend — und seinen radikalbolschewistischen Ansichten. Cripps war der Abscheu der Konservativen, zu denen er nach Herkommen als ehemaliger Eton- schüler eigentlich zählen.mußte, und der englischen ■io bas Burma -Unternehmen ungeheure Summen . yftedt, die im Herbst 1940 bereits an 100 Millionen i^und heranreichten und einzig den Zweck oerfolg- 'en, Japan lahmzulegen und China zu ;:ner nordamerikanischen Kolonie zu lachen Diese Spekulation wurde durch den Einritt Janans in den Krieg gründlich mn'chte ge= «lacht Damit fiel das ganze künstliche Gebäude hes 'orbamerikanischen Krieasvlanes zusammen. Hiller iefonte bereits in ferner Rede vom 30. Januar, nye mschätzbar der Anteil Japans an diesem Kriege ist. ifür die USA. ist er heute zweifellos schon sehr gut tznZuschüßen, denn die japanischen (Erfolg- bedeuten l.'chts anderes, als daß die vielen Millionen, 'ie das nordamerikanifche Finanzkapital in O ft - ff'en anleate, nm auch in Zukunft fette Profite änheimsen zu können, verloren sind. Menn ^orgenthau jetzt antündigt, daß die Schuldengrenze Glieder-°”d ,b" 3m brusthohen Schnee abgewiesen. Berlin, 20. Febr. (DNB.) Die Bolschewisten verloren bei ihren gescheiterten Angriffen an verschiedenen Stellen im mittleren Abschnitt der Ostfront einen bedeutenden Teil der von ihnen eingesetzten Panzerkräfte. Die Angriffe des Feindes wurden in erbitterten Kämpfen und z. T. im brust- hohen Schnee von den deutschen Truppen abgewiesen. Allein an einer Stelle schoß deutsche Panzerabwehr 14 feindliche Panzerkampf- wa^en, darunter zwölf schwere ab. Drei Panzer wurden so stark beschädigt, daß gleichfalls mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Einem Teil der feindlichen Panzer war es gelungen, an einer Stelle in die Linien der deutschen Truppen einzubrechen. Unsere Soldaten wichen dem eingedrungenen Feind geschickt aus und beobachteten, wie sich der Gegner mit seinen Panzerkampfwagen in einem Schneehohlweg festfuhr. Sofort wurde ein Stoß- und Sprengtrupp vorgeschickt, der zwei dieser festgefahrenen Panzer angriff und vernichtete. So verloren die Bolschewisten an dieser Stelle insgesamt 19 Panzerkampfwagen, deren Ausfall ihre Kampfkraft erheblich schwächte. Oer zweite Verhandlungstag in Viorn. Vichy, 20. Febr. (Europapreß.) Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages vor dem französischen Staatsgerichtshof ergriff der Verteidiger Daladiers, Ribet, das Wort zu ausführlichen juristischen Erörterungen. Er machte offenkundig den Versuch, zur Entlastung seines Mandanten die Frage der militärischen Operationen in die Debatte zu ziehen, und er- richtete in diesem Sinne das Ansinnen an den Gerichtshof, den Kreis der Untersuchung zu erweitern. Während der Ausführungen Ribets kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Verteidiger und dem Präsidenten C a o u s , der Ribet scharf zurechtwies, als er von Manipulationen sprach, die während der Vorbereitungen des Prozesses zu ungunften der Angeklagten vorgenommen worden seien. Ribet beanstandete auch, daß es in diesem Prozeß Geheimdossiers gebe, deren Kenntnis der Verteidigung wie den Angeklagten vorenthalten worden sei. In der gleichen Richtung bewegten sich auch die Ausführungen des zweiten Verteidigers von L6on Blum, des Juden Spanien, der darzulegen versuchte, daß Löon Blum nach dem Text des Gesetzes überhaupt nicht angeklaqt werden könne, da er am 4 September 1939 im Ibbergnng vorn Frieden zum Kriegszustände kein Amt bekleidet habe. S t o ck h o l m , 20. Februar. (DNB.) „Im Augenblick besteht die Forderung nach den b e st e n K ö p - f e n und st ä r k st e n Charakteren, die wir in England besitzen. Cripps gehört sicherlich zu diesen. Seit seiner Rückkehr aus Moskau wurde er zu einem der wichtigsten Männer im öffentlichen Leben Englands." So feiert im Zeichen der bolschewistischen Agitation der Londoner Nachrichtendienst den Platzhal er Stalins. Da es noch allgemein in Erinnerung fein öürfte, daß Cripps — der jetzt von Churchill den Auftrag erhalten hat, ihn im Unterhaus zu repräsentieren — vor vier Jahren als enfant terrible wegen zu großer Hinneigung zum Bolschewismus aus der Labour-Party ausgestoßen wurde, meint der Nachrichtendienst an einer anderen Stelle: „Falls jemand vor einigen Jahren vor- ausgesagt hätte, daß dieser stürmische Rebell der Labour-Party diese Stellung einnehmen und Führer des Unterhauses werden könnte, so würde man dem Propheten mit Spott geantwortet haben..Die Ernennung Cripps wird darum von großer Bedeutung für die politische Geschichte des Landes fein." Die englische Presse verhält sich vorläufig noch ziemlich zurückhaltend. „Daily Expreß" richtet an die Bevölkerung den Appell, dem neuen Kabinett eine herzliche Aufnahme zu bereiten und diesem die Chance zu geben, den Krieg siegreich zu beenden. Es müßten nun die U»S A., die Sowjetunion und China überzeugt werden, daß alle englischen Gemüter „vom Willen zu siegen beseelt" seien. — ,.T i m e s" nennt Cripps nicht nur einen der fähigsten Parlamentarier, sondern auch den Vertreter eines großen Teiles der öffentlichen Meinung. — „News Chrom i c l e" sieht in der Ernennung Cripps ein Zeichen für „noch engere Zusammenarbeit mit der Sowjetunion". — „D aily Herold" erklärt vorsichtig, man könne nicht leugnen, daß die offizielle, Arbeiterpartei etwas zu weit an die Seite geschoben worden fei, besonders durch den Crippsschen Neuerwerb. Aus allen diesen Stimmen geht hervor, daß Chur- cküll persönlich mit dieser sogenannten Kabinettsumbildung einen Weg beschritten hat, der seiner abenteuerlichen Vergangenheit durchaus entspricht. Er hat schon wiederholt von der einen Seite des Hauses auf die andere herüdergew^chselt, je nach der Machtlage schloß er sich den Konservativen oder Liberalen an. Jetzt überläßt er das Unterhaus der Führung eines Bolschew'ften. In seinem Buche „Weltabenteuer im Dienst", das Churchill lange vor Beginn dieses Krieges herausgab, schreibt er: „Der Staatsmann, der dem Kriegsge- ichrei nochgibt, muß wissen, daß er nicht mehr Herr der Politik, sondern Sklave unvorhergesehener ünd 9. Si^en'gi,' i» ■Vjj.. Die •> •» (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Mitte Februar 1942. Der Krieg verläuft anders, als es sich die Neun- 1 inalweisen Des Weißen Hauses gedacht hatten. Das Iniißte eigentlich dem Präsidenten der USA. am j0 Januar. 1942 besonders klar geworden fein, an hin Adolf Hitler für die ganze Welt unmißoer, iländlich erneut die deutsche Siegesgewihheit untermauerte, und gleichzeitig Roosevelt, der dilsttan- iische Phantast in Washington, seinen 00. Gedurts- iag begehen konnte. In der nordamerikanischen Oes- enllichkeit wurden Zweifel an der ganzen Kriegs- ,'onzeption der USA.-Regierung zum erstenmal stark ,0lu,Win- mlählich des Tages diskutiert, an dem sich die Ver- einigten Staaten zwei Monate im Krieg befanden. §s klappt nicht in der Produktion, es fehlt an rchi fen, an Facharbeitern, an Fabriken — es fehlt nur noch nicht an vom Kongreß.bewilligten Geldern jur Pläne, die vorläufig noch auf dem Papier tei)en. Aber, wenn jetzt Roosevelts Finanzminfter Norgenthau ankündigte, daß die Schulden- grenze entweder von 65 auf 110 Milliarden Dollar erhöht oder gänzlich abgeschafft werden solle, dann dürften selbst die Leichtgläubigsten in den USA. nicht mehr glauben, daß das ein Zeichen unüberwindlicher Kraft fei. Denn als Roosevelt durch sein Ultimatum vorn 16. März 1939 an (^amberlain diesen Weltkrieg heraufbeschwor, hatte er ungefähr die gleiche Vorstellung von dem, was die Yankees im Weltkriege so bezeichnend „busine88 as usual‘‘ nannten. In diesem Ultimatum, das die amerikanischen Journalisten Allen und Pearson am 14. April 1939 im „Washington Times h.'rald" enthüllten, stellte er die britische Regierung !urz und bündig vor die Alternative, entweder (einerlei moralische und materielle Hilfe von den USA. erwarten zu können, oder aber mit der „P o - sitik von München" Schluß zu machen. Damals schwebe Roosevelt noch das Schlagwort •her „methods short of war“ vor; also jen^ System, das bis an den Rand des Krieges führen sollte, laber nicht den Krieg selbst bedeutete. Diese von den Wischen Hintermännern ausgeklügelte Methode besagte nichts anderes, als daß Roosevelt hoffte, durch sie den restlos verfahrenen Karren feines Deal, fein persönliches Prestige, das Ar- deitslofen- und Finanzproblem genau wie im Welt- |(rieae dadurch retten und lösen zu können, daß die U2A. in einem neuen europäischen Krieg eie vor 25 Jahren das Zünglein an der ißaage bildeten. Die drei Hauptströmungen, die Bi erb ei die Politik" Roosevelts unterstützten, ja her- eisührten, hatten zwar alle verschiedene Ziele, verschleierten sie aber durch das Schlagxvort „Demokratie". Es war die Hochfinanz,^ die ihre Weltbeherrfchungspläne verfolgte und aleichzeitig hoffte, durch eine Militärdiktatur in den llSA. die lästigen Gewerkschaften los zu Derben; es waren weiter die Kommunisten, die auf eigene Rechnung im Trüben zu fischen alaubten; und es war schließlich die jüdische Intelligenz, die sich um Roosevelt geschart hatte und als verbindendes Element zwischen den CUIC .uiciuuuy, UU UV*. ~ in Moskau habe sich voll Empörung acgen Gründung einer national-ukrainischen Kirche „ wandt, die von den „deutschen Eindringlingen" ge^ Stockholm, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Um dem englischen Volk den Bolschewismus mundgerecht zu machen, bedient sich die Agitationsmaschine Churchills der groteskesten Mittel. So verbreitet Reuter eine Meldung, der Patriarch der orthodoxen Kirche ........ " "" i die Brül)lfd)e Uniüerfltatsbrude rei S. Lange Genrral-Anzeiger für Oberhessen $ 6ie8tn,9Sd)uIftra8e7-9 jgvfi » Samstag, 2|. /Sonntag, 22. Februar 1942 Siebener Anzeiger schriftstellers Alfred M a h a n sind, der um die Jahrhundertwende in tiner umfangreichen Ver- ö ientlichung die These vertrat, daß im modernen Krieg die Seemacht unter allen Umständen die Ueberlegenheit besitzen müsse. Daß die Vorgänge in Polen, Norwegen, Frankreich, im Südosten Europas und die Lage Englands auch schon vor dem dstasienkrieg dieser Theorie, die im Weltkrieg unter völlig anderen Voraussetzungen scheinbar noch Gül- tigkelt hatte, auf das krasseste widersprachen, würbe von den Verantwortlichen in Washington in Geradezu unverantwortlicher Blindheit nicht gesehen, irr war auch wohl schon zu spät, denn Roosevelt konnte nicht mehr zurück. Man vertraute auch wohl noch zu sehr auf die „unerschöpflichen Hilfsquellen" unb glaubte, durch uneingeschränkte Hilfeleistung an tie Alliierten diesem so völlig anders verlaufenden &rieg eine Wendung geben zu können. Jedenfalls beschlossen am 2 9. April 1 940 — ebenfalls ein historisches Datum der Kriegsgeschichte! — achtzehn Persönlichkeiten der U S Ä. - H o ch f i n a n z im Büro des Rechtsanwaltes R. Coudert in Neuyork, kas „Komitee zur Verteidigung Amerikas" zu grünen, das den Zweck hatte, den Alliierten unbe- hränkte Hilfe zu geben, also nichts anderes dar- lellte als die Wiederholung des Welt- riegsbeschlusses, durch die Ausweitung des Krieges den zynischen Grundsatz „Geschäft wie !ewöhnlich" in «noch gigantischerem Ausmaß mrchzusetzen. Es ist selbstverständlich, daß bei dieser bitzung alte Bekannte aus dem Weltkriege, so vor Wem die Partner der Morgan-Bank, Thomas Lamont und der jetzige Kriegsminister Henry btimson, die maßgebende Rolle spielten. Morgan war von jeher durch das von ihm finanzierte China-Konsortium an den »Vorgängen in Dftafien interessiert. Es wurden also Gewerkschaftler. Vermöge seiner sozialen Stellung wurde er nach Moskau geschickt. Er hat es fertig gebracht, die Hoffnung auf Stalin in Churchill zu erhalten und tatsächlich Stalin bewogen, seine Rüstungen gegen Europa anzusetzen. Nach England zurückgekehrt, betrieb Cripps eine nicht ungeschickte Agitation für den Bolschewismus, die ihm erleichtert wurde durch die Wühltätigkeit der mit ihm von Moskau gekommenen sowjetrussischen Ge- werkschaftsmisfion. Ein portugiesischer Offizier, der kürzlich aus London zurückkehrte, erzählt, wie aus Genf gemeldet wird, die bolschewistische Propaganda in England habe in den letzten Wochen einen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung genommen, nach dem Besuch der moskowitlschen Bolschewisten habe man ein rapides Ansteigen der bolschewistischen Propaganda in allen Arbeitertreisen feststellen können. Und Cripps tat das Seinige, um die bolschewistische Agitation in anderen Schichten Englands zu entfachen. Iud M a i s k y, der Botschafter Stalins in London, eröffnete die erste Nummer einer sowjetischen Wochenzeitschrift, die jetzt erscheint und sich an die Intellektuellen wendet. Der „Manchester Guardian" enweckte, daß der Westen Europas, vulgo England, Liner Auffrischung durch den Osten bedürfte. Die Londoner Börsianer planen, in den Hallen der Plu- tvkratie Stalin ein Denkmal zu errichten, und der Erzbischof von Jork plädierte für einen englischen Bolschewismus auf christlicher Grundlage, was gleichbedeutend wäre mit einer Mischung von Feuer Und Wasser. So wurde die bisherige Ordnung Englands unterwühlt, und Sir Stafford Cripps hielt Unzählige Reden, in denen er verkündete, England pnd der Bolschewismus müßten sich angleichen. Es fei die letzte Minute dafür, denn sonst sei es zu spät, Und überdies werde nach einem vorausgesetzten Siege Stalin in Berlin sitzen, womit des. Außenministers Eden unverschämte Lüge, er habe mit Stalin gar nicht Derartiges besprochen, von dem jetzigen Minister Cripps offiziell als solche hingestellt zvorven ist. Cripps hat eine einzige Chance oder vielmehr Hoffnung, den Bolschewismus siegen zu sehen, näm- Uch, daß Stalin und seine Horden im kommenden Frühjahr nicht vom Führer und seinen europäischen Alliierten geschlagen werden. Wir wollen abwarten, wo Stalin, wo Churchill, wo Cripps, Attlee und Konsorten in einigen Monaten sein werden. Denn das Schwert der Mächte des Dreierpaktes hat den Zusammensturz der alten politischen und gesellschaft- ßichen Ordnung Englands und des Empires bereits erelcht. Daher wohl die jetzige englische Kabinettsumbildung nach der radikalen Seite hin! Die Tat per Soldaten oes Dreierpaktes ist aber das Primäre, und die Cripps und Genossen sind die Leidtragenden. Das wird so bleiben, bis ihnen der Atem üusgeht. Churchill hat jetzt feine Konservativen abgesägt und die englischen Bolschewisten ausgenommen, die aber aus persönlichem Ehrgeiz und auf Stalins Befehl größere Hoffnungen hegen, als sie Churchill für berechtigt erklären möchte. Ihr Ziel ist, über kurz oder lang Churchill endgültig zu entfernen und die Bolschewisieruna Englands nach Stalins Geheiß zu vollenden. Das heißt den Verfall, den letzten Schritt zum endgültigen Abgrund. Der Kata- strophenpolitiker Churchill steht vor der letzten Katastrophe, in der Cripps und Atlee auch formal das Heft in die Hand nehmen und dem alten England das Ende mit Schrecken bereiten werden, das jeder Wann auf der Insel fühlt. Aber es ist bezeichnend: Äls politisch und moralisch längst ErlediAer führt Churchill diesen Bluff der Kabinettsänderung durch jbter, was eigentlich geschichtlicher ist, er ist gezwungen woroen, ihn durchzuführen, um die Kata- Prophenpolitik, die am 3. September 1939 begann, Elülttg bis zum bitteren Ende zu führen. Schnei- i(g London es sich träumen ließ, wird das Wort Führers in Erfüllung gehen: „lieber Deutsch- kommt der Bolschewismus nicht. Wer ob er dicht England trifft, das ist eine Frage ..." Reichsminister Dr. Goebbels vor den Propagandisten. Berlin, 20. Febr. . (DNB.) Die Leiter der Neichspropagandaämter und die Reichs- und Stoß- itruppredner der Partei versammelten sich am 19. und 20. Februar In Berlin zu einer Arbeitstagung. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine programmatische Rede von Reichsminister Dr. Goebbels. Der Minister gab den für die gesamte Propaganda der Partei und des Staates ver- antwortlichen Männern einen umfassenden lieber» ihlick über die politische und militärische Lage des Reiches. Unter Hinweis auf die besondere Wichtig- leit ihrer Tätigkeit in Deutschlands entscheidendem Schicksalskampf forderte Dr. Goebbels die Propagandisten zu stärkster Arbeit im Dienste von Volk Änd ötant auf. Wie in der Kampfzeit müßten sie dem deuffchen Volk, das vertrauensvoll hinter feiner Führung stehe, über alle Probleme offen und nuch- itern Rechenschaft ablegen und ihm darüber hinaus »hei der Ueberwindung von Schwierigkeiten Hel- jfeni) zur Seite stehen. Optimistischer Realismus in Verbindung mit begeisterter Einsatzbereitschaft müsse •ms Parole des polittschen Kämpfers des Führers jein und bleiben. Eins große Anzahl führender Männer entwickelte 9m Rahmen der Arbeitstagung die sich in ihrem Mirkungsbereich ergebenden besonderen Probleme. Sv gab Reichsminister Funk einen Ueberblick über tzsie wirtschaftliche Lage. Die Staatssekretäre Esser, Kacke und Kleinmann sowie eine Reihe wei- HSer Persönlichkeiten aus Partei, Staat, Wehr- ßnacht und Wirtschaft ergriffen das Wort zu länge- Ken Ausführungen über Fragen ihres Aufgaben» foeQes. Reichsverweser-Stellvertretcr Stefan von Horthy. Berlin, 20. Februar. (DNB.) Wie bereits ge. Mettet, wurde am Donnerstag von beiden Häusern Kes unaarischen Reichstages Stefan von Horthy piwch Zuruf zum Reichsverwefer-Stellvertteter ge. Kvahlt. Stefan von Horthy ist der älteste Sohn des Mchsverwesers Nikolaus von Horthy, dessen staats. Mänmsches Geschick und kluge politische Führung Ungarn mit in die Reihe ter europäischen Orte pungsftaaten stellte. Der neue stellvertretende Reichs- Perweser Stefan von Horthy wurde 1904 in Pola geboren und bestand an ter Universität Budapest ferne Ingenieurprüfung. Nachdem er den Posten eines Direktors bei den Staatlichen Stahlwerken Kmegehabt hatte, wurde er 1940 Präsident der un. Herrischen Eisenbahnen, wobei er seine Fädigkeiten als Organffator und Sachverständiger auf diesem Gebiet unter Beweis stellen konnte. 1940 trat er im das Oberhaus ein und teftrm 1941 den Mel smss UnterstaatsftkpM^ Moiore laufen trotz Schnee und Eis Schnette Truppen kämpfen gegen einen neuen Feind Von Hauptmann von Witzleben, Oberkommando des Heeres. men; dröhnend in sich zusammen. Aus seinen Trümmern kriecht knatternd ein Panzer hervor. Dort drüben uieaji inauernu ein panger yervvr. jjuii uruuen uen Kranfahrer, ms jein ^ai-rzeag, aas ujni in vcn. yurup aber verschwindet ein ganzes Tannenwäldchen spuk- vielen Monaten gemeinsamen Kampfes ein Karne, fofes Land zu haft im Nichts, ist auf einmal ein wimmelndes rod gemorben ist, aufgeben zu müssen. Das Be> Hochmut,3U y Durcheinander von ratternden, qualmenden Pan- wußtsein, auf dich, auf dein Fahrzeug, auf deinen gefeit eint fra zern, Schützenpanzerwagen und Gefechtsfahrzeugen Motor kommt es an, spornen ihn aufs neue zu Harschast um) aJ -rr or-i s.1- n j. ..n_______r-a -11 t-’AA-ri n-ixx. _____rci- ÄsX-fi- Uli aller Art, die sich in erstaunlicher Schnelligkeit Oer japanische Vormarsch auf Sumatra. as gerate von tankt und untt »In erhielt a 1) dessen, was Ihrr i SesetzunaTim vesetzunaLlm üche. Der ® Tokio, 21. nen. Hauptabnehmer waren die USA., die sich jetzt, W Ul Vll vi V W e f V 11 | . V U V l • \JC V U l V I l l 1 | 3 K* 1 \ U V Ul | geht, nach anderen Lieferanten umfehen delsschiff wurden aufgebracht. Ein feindlicher I rineslugzeugtenter wurde versenkt. Gelehrten sind sich nicht darüber einig, wie- Die den betreffenden Regierungen. Seit -er Weltwirt- pt J sie Öl' cht ö Kälte melden kann: Fahrzeug kampfbereit! so gut es müssen. Tokio, 20. Febr. (Europapreß.) Die japanische Marineluftwaffe bombardierte, wie das kaiserlich- grenzen (tjrer L Oer Aus einen Massenangris (Java) durch, wobei 1 _ _ _ , abgeschofsen und im Hafen fünf Zerstörer iie TraMie de mopäischen Kc ordnen und davonrollen. Wie ist das nur möglich? In weniger als einer halben Stunde ist die Kampfgruppe marschbereit. Nur der Soldat selbst, der Kraftfahrer, jeder Mann höchster Leistung gegen Eis und Kälte an, so daß er auch in diesen schweren Monaten ter winterlichen )chn durch Bi oft beschädigt. Men sich ein. Mi Zerstörer, N wurde. Fü der legt die 1 Mlierbericht- egen den völ! en und Amerii es hospltalft Mossen. Der c amtliche zur wtionierten ? 1 ®M, ab Qi t und da - lhadigt wurde >?p°n>sche Lus : Wne Flugze, aber auch feine Stellung als Lieferant für die Weltmärkte erschwert haben. Der „Nationalismus" gegen das Mutterland war bei. ter Arbeiterpartei umso schärfer, als sie allmählich zur politischen Organisation ter etwa 1,5 Millionen katholischer Iren berj lotlo, 20. zu ihren Stützpunkten zurück. Heue Erfolge der japanischen Marinelustwaffe. Japans Kampfflieger über Lava. 73 feindliche Flugzeuge vernichtet. . fü, SL Australien — Land in der Krise. Tragödie einer Politik der Halbheiten und der Kurzsichtigkeit. Von Prof. Karl Heinz Pfeffer. l»*?; ■Sn, ter,;’ des a KZ schwerstens beschädigt wurden. Andere Einheiten der Marineluftwaffe zerstörten am 17. Februar bei einem Angriff auf Koepana, der Hauptstadt Niederländisch-Tirnors, zwanzig militärische Gebäude. Ein Handelsschiff, von 3000 BRT. wurde versenkt. der Besatzung bis hinauf zum Kommandeur weiß, welch unaufhörlicher Vorarbeiten und ständiger Ueberwachung es bedarf, den Verband trotz aller Witterungsunbilden zu jeder befohlenen Zeit einsatzbereit zu halten. Diese unermüdliche Sorge um zeitraubende Kleinarbeit gehört zum täglichen Brot jedes einzelnen Soldaten. Die geheizten Fahrzeughallen der Heimat gibt es hier nicht! Jede Wärmemöglichkeit für die Kraft- Vage 0 muß mühsam gesucht und geschaffen werten. Mit dicken, selbstgeflochtenen Strohmatten wird bas ganze Fahrzeug, hauptsächlich der Motor innen und außen, eingedeckt. Ganze Strohberge werten, wenn Stroh irgendwoher zu beschaffen ist, darauf getürmt, die — gleichzeitig zur Tarnung dienend — Da! Das ist dock; Zauberwerk! Riesige Stroh- mieten beginnen plötzlich zu zittern und zu qualmen; sie bewegen sich schwerfällig und geisterhaft, brechen auseinander, und heraus schälen sich die Panzerkolosse, drohend und schwer. Dort, wo eben kann den Befehl zu einem neuen Einsatz bringen, wenn die Sowjets wieder irgendwo gegen die Verteidigungsstellungen der Infanterie anstürmen — und sie tun es oft genug —. Höchste Alarmbereitschaft ist befohlen. Doch in den weitverstreuten Unter fünften der Kampfgruppe, die sich in alten verfallenen Sowjetkaten einquartiert hat, ist alles ruhig. Von den Kraftfahrzeugen ist nichts zu sehen. Da klingt helles Motorengeknatter auf. Ein Kradfahrer fegt auf der morgens von den Soldaten der Kampfgruppe mühsam freigeschaufelten Straße im schärfsten Tempo heran, hält vor dem Gefechtsstand des Kamvfgruppenführers und springt hinein. Der Einsatzbefehl! „Die Kampfgruppe wird zum Gegenstoß in die rechte Flanke des im Nachbarabfchnitt mit starken Kräften angreifenden Gegners angesetzt. Sofort antreten!" Wo eben noch lastende Stille war, gellen plötzlich Pfiffe, ertönen Kommandos. Die Soldaten rennen an ihre Fahrzeuge, sitzen auf. Dazwischen dröhnt, alles übertönend, das dumpfe Knattern anspringender Motore. Ader wo sind die Fahrzeuge nur? Bei Operationen in den Gewässern Suma - ? tr a s kaperten Marineeinheiten einen englischen U-Boot-Jäger sowie ein Minenräumboot. Je ein englisches und ein holländisches Hom ............ ? Ma« japanische «Hauptquartier am Freitagabend mitteiÜ. am Donnerstag die Stadt Bandoang auf Java. Dabei wurden insgesamt 19 nordamenkanische und holländische Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. Damit hat die japanische Marineluftwaffe am Donnerstag insgesamt 46 nordamerikanische und j; holländische Flugzeuge abgeschossen. Zwei der eige- ',, 'U111 v! 4/(1 v Tokio, 21. Februar. (DNB. Funkspruch.) Das Jhrineluftoafji Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Flugzeuge Uen Stützpunkt der japanischen Marine führten am 18. Februar ftschen ch einen Massenangriff auf Soerabaya " ~ (Java) durch, wobei 13 USA. -Maschinen wurde, die sich gefühlsmäßig nicht an England gebunden fühlen. Aus dem Kampf um den Arbeitsplatz des irischen oder britischen freien Einwanderers ergab sich sofort die Haltung der australischen Arbeiterbewegung zur Einwanderungssvage. Sie gleicht bis heute der be< kannten Abwehrhaltung in einem Eisenbahnabteil, mit der alle eben Zugestiegenen jedem Neuankömmling feindlich gegenüberstehen. Man hatte bas amerikanische Beispiel vor Augen und wollte nicht wie in Amerika die Lohne durch eine fremde Unterwanderung drücken lassen. So wehrte sich die australische Arbeiterbewegung geaen die Chineseneinwanderung, so erzwang sie den Abtransport der melanesischen Plantagenkulis, die schon die Zuckerpflanzer Queenslands durch sehr zweifelhafte Mittel von den Süte feeinseln geholt hatten. So setzte sie 1902 ein Gesetz durch, das jede Einwanderung von einer „Bildungsprüfung" abhängig machte. Bei dieser Prüfung erhält der Ankömmling ein Diktat in einer europäischen Sprache, die nach Belieben ausgewählt werden kann. Praktisch wird mit diesem Mittel jed- asiatische Einwanderung unterbunden. Gegen die Einwanderung von Südeuropäern nach der Abschließung der Vereinigten Staaten nach dem ersten Weltkrieg wandte sich Australien durch Abreden mit noch eine alte Bretterhütte stand, klafft eia Riesenloch in der Holzwand — nein, fällt die ganze Vorderfront Zusammen, niedergewalzt von einem Panzer, der friedlich und warm in der Hütte versteckt war. Ein liebevoll geschichteter Holzstoß bricht Berlin, 20. Februar. (DNB.) Die japanischen Streitkräfte auf Sumatra werden fortlaufend verstärkt. Das von ten Japanern besetzte Gebiet umfaßt heute schon einen großen Teil des bedeutenden Palendanger Oeldi striktes zwischen Djambi und Palembana. Dieser Distrikt ist gleichzeitig das reichste Kautschukgebiet ganz Sumatras. Die bei Palembang befindlichen beiden Oelraffine- rien sind vom Feinde beim Abzug schwer beschädigt worden, jedoch nimmt man auf japanischer Seite an, daß die Wiedevinbetriebnahme schon in kurzer Zeit möglich sein wird. Inzwischen rücken die Japaner von Palembang weiter vor, sie haben mit stärkeren Verbänden bereits die Ausläufer des Barisan-Gebirges in Süte west-Sumatra erreicht. Die Insel Sumatra enffpricht annähernd der Größe Schwedens. Die Bevölkerung zählt 8)4 Millionen Einwohner, fast ausschließlich Malaien, die den Japanern nicht feindselig gesinnt sind. Wirtschaftlich ist Sumatra von großer Bedeutung als Lieferant von Erdöl, Zinn, Tabak, Kautschuk, Bauxit, Palmöl und Sisalhanf. Die Del- Produktion im Jahre 1939 betrug 5,3 Millionen Tonnen. Das ^Sumatraöl eignet sich gut für die Herstellung von Benzin, insbesondere von Flieaer- benzin. Die auf den Sumatra vorgelagerten Inseln Banka, Biliton und Singkep betriebene Zinnförderung ist so erheblich, daß Japan nach Inbesitznahme der Zinnvorkommen Sumatras zusammen mit dem Zinn von Malakka, Indochina und Thailand über rund 70 v. H. der Welterzeugung nervigen würde. Auch die Bauritvorkommen auf Sumatra, besonders auf der Insel Bintang im Riouw- Archipel, sind mit 230 000 Tonnen Iahressörderung sehr erheblich. Bauxit ist für die Flugzeugherstellung ein wichtiger Grundstoff. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß Sumatra nach Malakka das wichtigste Kautschukerzeugungsgebict der Erde ist. Die Kautschukausfuhr belief sich 1940 auf rund 310 000 Ton- viel mehr Menschen Äustrallen auf seinem Boden ernähren kann. Sie find sich aber wohl darüber einig, daß Australien mehr als die jetzigen 7 Mil- honen Einwohner auf seinen 7,7 Millionen Quadratkilometer tragen kann. Wenn der australische Ministerpräsident 20 Millionen hn Lande hinter sich wußte, wäre ihm wahrscheinlich im Augenblick wohler. Aber gerate die Partei Curtins, tee australische Arbeiterpartei, hat rabiat an einer „Weißaustra- lienpolitik" festgehalten, die In Wahrheit nicht einmal eine „Brittsch-Australien-Politik", sondern eine „Australisch-Australlen-Politik" war. Die australifche Arbeiterpartei trug ursprünglich den Widerstand der neu eingewanderten Goldgräber, Industriearbeiter und bäuerlichen Landsucher gegen die Sträflings- wirtschaft, mit der die Kolonien begonnen hatten, gegen ein sich anbahnendes Plantagensystem mit Kuliarbeit, gegen eine Herrenschicht, die nur ein koloniales England im jüngsten Erdteil errichten wollte. Don diesem sozialen Ursprung aus wurde sie dann „nationalfftisch" im Gegensatz zu den „im- periallstischen" bürgerlichen Parteien, für die im vergangenen Jahre ter damalige Ministerpräsident Menzies sprach. Ihr lag nichts an hohen Verdien, ften für die australische landwirtschaftliche Ausfuhr, die ja doch nur wenigen Schafzuchtern, Farmern oder Zuckerpflanzery zugute gekommen wären. Ihr lag aber alles an einer Sicherung der Arbeitsplätze für ihre Anhänger. So drückte sie im Jahre 1907 für das Hanze Gebiet des australischen Buntes Die Ankündigungen und Voraussagen unserer Gegner, daß die gefürchteten blitzschnellen Bewegungen der deutschen motorisierten Verbände dem „General Winter" und der russischen Kälte nunmehr sicher und endgültig erliegen würden, sind nicht eingetroffen. Aus den Meldungen vom Ab- : wehrkamps im Osten künden knappe Sätze immer wieder von Unternehmungen motorisierter Kräfte an den verschiedensten Stellen der unendlich langen : Ostfront, die trotz schwierigster Schneeverhältnisse und grimmiger Kälte erfolgreich durchgeführt wur- den. Welches Uebermaß an menschlicher und technischer Leistung sich hinter diesen kurzen Worten oeroirgt, vermögen in der Heimat nur wenige zu ermessen. Nur der, der selbst einmal in Deutschland eine richtige Winterfahrt — sei. es m der Luxus- limouflne, im Lastkraftwagen oder auf dem Kraftrad — bei zwanzig bis dreißig Grad Kälte in Schnee und Eis miterlebt hat, kann sich eine unge« ähre — aber wirklich nur ungefähre — Vorstellung von dem machen, was unsere Schnellen Truppen geaenwärtig im Osten vollbringen. Der technisch un- geschulte Laie aber, der zu Hause am warmen Ofen von dem Abwehrkampf unserer Soldaten in den winterlichen Weiten der Sowjetunion lieft und hort, macht sich kaum ein zutreffendes Bild von den Schwierigkeiten, die es hier tagtäglich zu überwinden gilt, um den Motor, das Herz des Fahrzeuges und damit die Triebfeder jeder motorisierten Bewegung auch in Eis und Schnee beweglich zu erhalten. Nicht die allgemein umfassenden Fragen der Winterbeweglichkeit motorisierter Verbände, nicht die lebenswichtigen Maßnahmen für den reibungslosen Nachschub an Betriebsstoff und Ersatzteilen, für die pünktliche Versorgung mit Munition, Verpflegung, Bekleidung und Gerat, die Vorbedingung für den Erfolg einer beweglichen Kampfführung und eines überraschenden und schnellen Einsatzes dieser Verbände sind, sollen hier erörtert werden. Tausendfach und immer wieder neue Schwierigkeiten und Tücken des östtichen Winters gilt es zu bekämpfen und ihnen mit immer wieder anderen Mitteln und Maß- nahmen, einem ständigen System der Aushilfen, zu begegnen. Wo auch immer motorisierte Einheiten, Panzer- pähtrupps, Panzerkampfwagen, Schützen und Krad- chützen, kurz, alle vom Motor abhängigen Truppen in Schnee, Eis und Kälte der Ostfront marschieren und kämpfen, trägt ebenso wie der kämpfende Soldat und sein Kraftfahrzeug auch der Kraftfahrer zu einem entscheidenden Teil zur erfolgreichen Durch- ührung der Kampfaufträge bei. Die stille, kaum beachtete Arbeit jedes einzelnen Fahrers eines Kampf- oder Troßfahrzeuges, der in unerschütter- lichem Derantwortungsbewußtsein Tag und Nacht trotz Kälte und Schnee nichts als die unermüdliche Sorge für die Einsatzbereitschaft des ihm anver- trauten Fahrzeuges kennt, ist groß und höchster Achtung wert. Der Herrenfahrer in der Heimat weiß noch aus der Friedenszeit, daß fein lange Zeit unbenütztes Auto besonders aufmerksamer und liebevoller Behandlung bedarf, um es wieder startbereit zu machen — vor allem aber In der kalten Jahreszeit! Wie einfach aber war es im Frieden letzten Endes 1 ür ihn an Hand eingehender Vorschriften über die Winterbehandlung von Krafffahrzeugen, mit Hilfe des Autoschlossers und den zahlreichen Hilfsmitteln, die daheim zur Verfügung stehen, den Wagen in kurzer Zeit wieder in Gang zu bringen. Wie hilflos aber stünde er neben feinem Wagen in Schnee und Eis bei 'dreißig Grad Kälte einsam und verlassen in der weiten russischen Ebene ohne geheizte Gavage, ohne heißes Wasser und ohne Mechaniker! Da steht irgendwo an einer der Nachschubstraßen im Osten ein Lastkraftwagen, der infolge eines leichten Motorschadens liegengeblieben rst. Ein chneidender Wind pfeift über die weiße, weite Ebene mb begräbt das verlassene Fahrzeug langsam, aber icher rm wirbelnden Schnee, bis dann plötzlich — als besonderer Gkücksfall — hilfsbereite Kameraten, vielleicht sogar ein Instandsetzun astrupv, erscheinen und michel'fen, den Wagen wieoer flottzumachen. Sind keine Möglichkeiten zum Abschleppen und zur Instandsetzung in rückwärtigen Werkstätten vor. Händen — und diese Möglichkeiten sind bet den riesigen Entfernungen äußerst selten —, dann darf nichts unversucht bleiben, den Schaden an Ort und Stelle zu beheben. Der Krafffahrer hat in den langen Monaten des Feldzuges gegen die Sowjet- Union — meist auf sich allein, auf fein technisches Können und feine Findigkeit angewiesen — gelernt, welche Mittel zum Ziele führen. Ein häufiges Bild auf ten verschneiten sowjetischen Straßen sind heute unter liegengebliebenen und eingefrorenen Kraftfahrzeugen aller Art lodernde und qualmende Feuer, die durch Putzwolle, Stroh, Holz, Ben^zin und Schweröl genährt, das steifgefrorene Del, den eiskalten Motor und feine spröde gewordenen Teile erwärmen und wieder bweglich machen sollen. Es nützt nichts, enffetzt aus. prüfen: Welch barbarische Behandlung! Sie ist hier oft die einzige Hilfe, um einen Panzer, einen Last, kraftwagen oder ein anderes Kraftfahrzeug wieder fahrbereit zu machen. Das ist aber letzten Endes die Hauptsache! Das gleiche Feuer dient bann .zum Austauen von Schnee in einem alten Benzinkanister, um als Kühlwasser — mitunter sogar als Säureersatz für die Batterie — Verwendung zu finden. Bei dreißig Grad Kälte im eisigen Wind, ohne Schutz und Deckung einen Fehler am Motor zu suchen, einen Reifen zu wechseln oder einen Reifenschaden zu be- heben, ist kein Vergnügen. Immer wieder müssen die erftarrenten Hände, die gefühllos an dem eis- kalten Metall hängenbleiben, und die steifgewortek nen Glieder durch Bewegung oder am Feuer duf- getaut und geschmeidig gemacht wkrden. Aber es wird geschafft. Und dann werden Räder und Fahr, gestell vom zusammengewehten Schnee freigeschaufelt, kräftige Soldatenfäuste wuchten an der Kurbel, packen hart zu, schieben, zerren, schleppen, bis trotz der eisigen Kälte der Schweiß von den Gesichtem perlt. Oder ein vorgespannter Lastkraftwagen schleppt das Fahrzeug über die oft spiegelglatt vereiste Straße, bis ter Motor endlich, endlich anfpringt. Welches Freudengeheul ertönt, wenn die elften knallenden Fehlzündungen das langsam wieder erwachende Le» ten des Motors künden, wenn er „wieder einen Ton sagt". Da liegt irgendwo in einem Abschnitt der riesigen Front im Osten die Kampfgruppe einer Panzerdivision. Seit Wochen schwankt die Temperatur zwischen zwanzig und vierzig Grad Kälte. Im heu° für eine wärmende Unterbringung zu schaffen, eine ü0U Schneeberge oder dichte Reisighaufen halten, wenn M nichts anderes zur Verfügung steht, die Kälte ab. kinhV.^siheln Und doch genügt dies alles noch nicht, um den stures Wn Motor für lange Zeit warm zu halten. Immer hm WFli i wieder muß in kurzen Zeitabständen heißes Was, Men um|ns feil fer auf gefüllt, das Del erwärmt, der Motor ge« 4uH‘n e|gen startet und bewegt werden. Wenn ter Gegner in [tralien nu! den kalten Nächten des Dftminters schon einmal oerl)i^erie ,ins & Zeit zum Schlafen läßt, dann fft es die Kälte, welche die Fahrer alle Stunde zu ihrem Wagen an eine 1 treibt, um ten Motor anspringen und warmlaufen nach 3aPan zu lassen, damit er bis zum Morgen nicht völlig bas u eingefroren ist. Md Japan ni Soldat und Motor verwachsen hier .zu famerab. M, Ini N* f. schaftlicher Gemeinschaft. Nichts ist schmerzlicher für (ernte W® ' den Kraftfahrer, als sein Fahrzeug, das ihm in den ■ Europa_ ?? zugleich 'k Ulli de K Mn lu!tral|h IWen alle a nen Flugzeuge kehrten noch nicht zurück. Bei einem Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf den Flugplatz von B u i t e n 3 0 r g auf Java wurden, wie bas kaiserlich-japanische Hauptquartier betanntgibt, 27 nordamerikanische und niederländische Flugzeuge teils ab-gescbossen, teils am Boden zerstört. Die japanischen Maschinen kehrten sämtlich ; A*e<*Ä* wS’i Einsatzbereite Kampfgruppen. 11 >; H" ■ g'Vti Wachts mehr Ns SedMNun irrte deutsche v> .914 am Aequo Stimmen der Um rnner wieder. Erst 1940 .ach Tokio, W >igte es sich mit gemeinsame Krie euch Truppen n Land hatte (eine )i6 Stillen und ■ in ;ur Landesv Härtel noch 197 PW hatte. heute sieht er Kj von seinem . heute bewe, n Maya uni ' Her kaum inte iit Wolke des K ..... .. . Je NW- "her qi das Kraftfahrzeug vor der Kälte und dem eisigen Kf, ,d)eU ,en zurv Zugwind schützen sollen. Gabze Haus, und Scheu» DnsEj» ft nenwänte werden notfalls eingerissen, um Raum jne M für eine wärmende Unterbringung zu schaffen, eine ü0Uti i Schneeberge oder dichte Reisighaufen halten, wenn jlen3,e Wt nötigen sozialen Folgerungen zogen ieger -eit Aus aller Welt Stockholm, 20. Februar. (DNB.) Nach einer Die Japaner auf Timor gelandet Zur Abwehr des britisch-holländischen Völkerrechtsbruchs. Oer Auftakt in Port Darwin Glänzender Erfolg der japanischen Luftwaffe. rnichtet. Die japaiM das tuiferliy jabenb mitten n-aufJava. erikanische uni iber am Loden! üarineluftwasse I lerikanische uni Zwei der eige> tut. ampffluazeugt ctz aus Sava Hauptquartier uni niederlän' eils am Boden lehrten sämtlich d)e £ * \ kninerM ^erzlilhrr lyl ?8 in btn \ f5 e'n Kann, llen. Das & auf deine, .?u!s neue z, "e °n, f0 u * ^interRÖj 4 für die S« LZ ™ Ln«>^ , L"L rS Verschickung. In den Mutterheimen findet dann außerdem noch eine Ueberprüfung der Zahne durch den zahnärztlichen Gutachter der NsD. statt. Soweit es sich um Familienversicherte handelt, zahlt die NSV. einen Zuschuß zu den Kosten für etwaigen Zahnersatz. Ist die 2lntragstellerin wirtschaftNch gut gestellt, so soll sie sich mit einem kleineren Berträg beteiligen. Im übrigen greift in der überwiegen- den Zahl die Hilfe der Krankenkasse oder des De- zirksfürsorgeverbcvrdes ein. Die Ermöglichung Der Durchführung des Zahnhilfswerkes für Mutter trotz des Krieges ist ein weiterer Beweis für die Unermüdlichkeit, mit der für die deutschen Mutter gesorgt wird. Der Germanist Edward 55 Sih« [•»«Werte rn lchied, qi Wt. aus bei Lein. Iröhliä Überaus' EL Saj9e fachte, her t M bei Md) der g l 64/18,”“ „ab S«"‘ E freubig« F“nL“?e5 ®cl fc» FH f,e KSÄ E uni ®*. Eben. In ®e» In Osfizi-r ung Erijaupt das S t die Generals IMt.me das Inti P°nz^M tert Vielleicht a |r seine einma l Lis, durch persc taeheurer törpe Efnenb überlege Ach seinen nicht Kor und die echte K allen seinen Jines Korps zu Mein die Früchte Iaibatentugenden Mb, sondern aus 1t Bewunderung Mrikakämpfers Wendige Kraft s »Wenn wir von Mutschen und ital len, so dürfen r Mbentliche ßeij: Innen, Leistung' Mebinnungen, m Mach'chubweM Hl' ’i 'n den ui laifa Tausende ‘ Mlldracht werbt Mer im Kriege Honnenhitze Kan »and zu schlepp ■ng zu bringen Weder> im rafei Wcii'n, an der W drehen, bis । Wasen an ben j M' Nacht, hie Ms hartem Bob- M'- unsere taps Mhörten Anford Mn^en: er fnni W Vorüber wir W dem afrika Muen, ist hie Woifenkameradsi MWgen ihre Wen Churchill B ttmue mit guter Kast.- Matratze, 1 Vt- schlüfr., zu verk. 35,- RM. 10682 Grotzen-Linden, Lind emtr. 1L_ MeMW 35,— RM., zu verlausen. Schriftl. Angeb. unter 651D an den Gieh. Anz. Nähtisch (8,-) u. 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Gutleutstr. 293 Tel. 33 285 s 2210 Juwelen alter Schmuck v alte Siitiermarken Lum Hochstgreis llir.44 Zweites Blatt tihdQ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) 2V2?. §ebruar M2 wie die noch älteren Batzen, Heller wohl noch davon, daß wir etwas hat mittelbar auf einen ähn- echt roman- nicht ausge- Backwunder ■ Reese-Gesellschaft Hameln mit Ich tönt mir Aus der Stadt Gießen Abschied vom kupfernen Pfennig. TER stadt Gießen lebendige Kraft schöpfen. Wenn wir von den außerordentlichen Siegen der lichen Werdegang zurück. Als Florenz im Jahr 1252 Goldmünzen prägen ließ, schmückte es sie mit seinem Wappen, den drei Lilien, und nannte sie „Giliati", Lilienmünzen. Durch den lebhaften Handel Italiens wurden die Münzen in anderen Ländern bekannt, auch Ungarn, Böhmen und Lübeck prägten sie und nannten sie, da sie aus Gold waren, „Gulden". Aus dem Goldgulden wurde dann ein silberner. Zunächst prägte man im 15. und 16. Jahrhundert in Deutschland Gulden von geringerem Gehalt, denen dann bald gleichwertige Münzen aus reinem Silber zur „Gulden"' und Dukaten" blicken ohne jeglichen Nachteil und Schaden betrieb: nämlich das Mundharmonika-Spielen und das Tinten« Klecksen. Musikalisch feinfühlig, wissenschaftlich exakt und immer und über allem humorvoll befaßte er sich mit der Geschichte und der Herstellung der Mundharmonika oder der „Maultrommel" oder des „Brummeisens", wie sie auch genannt wurde. — Im vorgerückten Alter betrieb Kerner folgende Spielerei: Er machte einen Tintenspritzer oder einen Tintenklecks auf die eine Hälfte eines Papiers, und zwar so, daß der Spritzer oder Klecks an die galt» Deo unsere.tapferen Afrikakamvfer neben den unerhörten Anforderungen des Kampfes noch täglich irfraaen; er kann es nur ahnen. Worüber wir uns angesichts der großen Erfolge auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz besonders freuen, ist die Bewährung der deutsch-italienischen Waffenkameradschaft, die hier unter schwersten Bedingungen ihre Feuerprobe bestanden hat. Was ihaben Churchill und seine Propagandisten im Laufe im nächsten Moment fällt bereits wieder eine Serie Wasserbomben. Eins, zwei, drei vier! Die Manometergläser splittern, die Farbe der Deckoerschalung des Bootes spritzt uns um die Augen, und für einen Moment fetzt das Licht aus. Ich sehe in die Gesichter des Kommandanten und des L. I. Die sind gespannt, wie alle anderen und ruhig. Wir haben nun eine kleine Schriäufpause. aber nicht lange, da kommt wieder das Mahlen der Schrauben und Stampfen der Maschinen der beiden Zerstörer. Das Boot bockt wie ein störrisches Pferd, da kommt die Meldung „Tiefenruder ist ausgefallen", und ein wenig später fällt auch das Seitenruder aus. Kein Zweifel, die Lage ist ernst. Nun, wenn es schon sein muß, dann gefaßt, wie es sich für einen deutschen Soldaten geziemt. Ich lege mich auf meine Koje, denn i nber Zentrale bin ich überflüssig und stehe nur im Wege. Achtern steht ein Matrose am Handruder, in kurzer Zeit schweißgebadet. Doch das Tiefenruder funktioniert wieder, und fester umspannen die Hände der Tiefenrudergänger die Steuerknüppel. Man hört jedes einzelne Kommando vor der Zentrale. Minuten werden zur Ewigkeit. Und in diese Stille kommen wieder Wasserbomben mit ihrem Knall und Bellen, als wenn ein Rudel wilder Hunde außerhalb des Bootes „hau, hau, bau" dellt, und dang „klack, klack, klack", als ob Tausende von Sprengkörpern auf das Boot herniederfielen. Beruhigend wirkt die Stimme aus der Zentrale über alle Räume. Ruhe! R—u—h—e! Im Boot ist alle? dicht? Das gibt doch wieder etwas Hoffnung. Wenn aber bloß der Uhrzeiger nicht gar so langsam dahinschleichen würde und es nur bald Nacht wäre. Aber weder der Zeiger noch die Zeit ändert ihren Lauf, um uns von diesem Hexensabbat zu befreien. Stunden um Stunden müssen wir uns winden wie ein Wurm um den todbringenden Wasserbomben zu entaehen, aber allmählich schütteln wir die beiden Zerstörer ab, und als wir es wagen können, unbemerkt aufzutauchen, bat sich der Tag bereits gelenkt, und an die Stelle der Sonne bähen sich der Mond und die Sterne gesetzt. Sie leuchten nenau so schon, nein, viel schöner wie vorher und künden uns, daß wir dem Lehen neu geschenkt sind. doch zu ihrer Zeit großes Ansehen wie die Taler, Gulden, Groschen, genossen haben: Kreuzer; ebenso usw. Wir sprechen ARKEN ?n. kauft Teisen IRMANN KRSttRT 6 8/84. Ein vielseitiger Sonderling. Zur Erinnerung an Justinus Kerner. Am 21. Februar sind es achtzig Jahre her, daß ber liebenswerte Poet Justinus Kerner aus dem Leben schied, an dem er keineswegs geizig gehangen, aus dem er aber soviel gemacht hatte, wie nur ein fröhlich schaffender, mit Humor begabter, Mistig überaus reger Mensch machen kann. Hinter feinem Sarge schritt trotz der Kälte, die damals herrschte, der treue Uhland. Die Erkältung, die M)lanb sich bei diesem Begräbnis zuzog, ist-wahrscheinlich der Keim für seine schwere Erkrankung zewesen — er starb im selben Jahre. linie grenzte, deckte dann die andere Hälfte darüber, strich mit der Hand darüber, klappte wieder auf und sah nach, welch phantastisches Gebilde sich ergeben habe. Er nannte das „Klecksographien", und die Spielerei ist bei der Jugend bis heute lebendig ge» fi»n ein? l"ttsame Erin" " ' j 'el- seitigen Sonderling. Johannes Günther. denn wir sind erst auf geringer Tiefe, da knallt es zum zweiten, dritten und vierten Male ... Wasserbomben? Ich kenne das aus dem Weltkrieg her. Es gebt zu langsam, bis wir auf Tiefe kommen, denn schon ! hören wir das Rauschen des zweiten Zerstörers, und Nachdem man in anderen Ländern schon seit längerer Zeit nach und nach von Öen Kupfermünzen sich getrennt hat, heißt es auch für uns Abschied nehmen von dem guten alten Kupferpfennig, oem „Roten", wie er im Volksmund heißt. Getreulich hat er uns weit über ein halbes, Jahrhundert lang begleitet, von manchem sehr zu Unrecht mißachtet, den anderen beglückend in harter Not. Uno trotzdem wird es auch fein Schicksal werden, fast in Vergessenheit zu geraten, wie so viele andere Mün- zen vor ihm, die ’**** onuoAa« auf eine Höhe gestellt zu werden, die keine in den Morgennebel getauchte Gänsefeder erreichte." Auch ein anderes Lied Justinus Kerners: „Dort unten in der Mühle saß ich in guter Ruh und sah dem Räderspiele und sah den Wassern zu" ist ja in den Schatz der Volkslieder übergegangen. — Nach einem Menschenalter hat übrigens Uhland den ersten Teil seiner Volkslieder-Sammlung mit einer herzlichen Erinnerungswidmung an gemeinsame junge Forscherjahre Kerner zugeschickt. — Ein Ergebnis echt romantischen Humors und echt romantischen gemeinsamen Schaffens ist die hübsche, von den Theatern leider immer noch gar nicht ausgewertete Posse „D e r B ä r" oder „Die Bärenritter", an der Uhland und Kerner zu gleichen Teilen ge- ten Referenzen tiemes Hotel °te. unter 0669 ^*8« erbeten.. der Hand, was bedeuten sollte tiefer zu gehen, wollte eben fragen, was oben anliegt, da er- eine fürchterliche Detonation. Die Frage bleibt . ... in Munde stecken. Wieder das Zeichen des Kommanb"nten mit der Hand ... tiefer, tiefer, mächtige Herrscher der Inflation, seinen Namen aus dem kleinen erzgebirgischen Städtchen bezogen. Jm Hexenkessel vor Alexandrien Von Kriegsberichter Fritz Huck. *6en U ^bereif, 11 ^iebergan- führ ttericb *^BSt flteT' „Vdr- *>■** „ntocU u.rl*’ 15 VW AV1'.... dieses Krieges nicht alles versucht, um die Achse Berlin—Rom, die einen dicken Strick; durch die Rechnung der plutokratischen Kriegstreiber bedeutet, zu zerbrechen. Sie sparten weder mit Schmähungen und Drohungen, noch mit Schmeichelworten und Versprechungen gegenüber unseren italienischen Bundesgenossen, ohne allerdings auch nur den geringsten Eindruck zu machen. Wenn nun die deutschen Afrikaverbände, die angeblich längst geschlagen und vernichtet waren, zusammen mit den italienischen Soldaten imstande waren, die große Offensive der Briten zu zerschlagen und zur Niederlage zu verwandeln, so bedeutet dies neben dem militärischen Fiasko auch eine vollkommene Pleite der britischen Propagandastrategie, die auf die Entzweiung Deutschlands und Italiens ausgerichtet war. Wir wollen nicht verheimlichen, daß sich zu unserer Freude über die Taten unserer Afrikakämpfer auch ein gut Teil Schadenfreude gesellt über jene strategischen Blindgänger, deren Infamie und Habgier zwar ausreichten, den Krieg anzuzetteln, nicht aber, Siege zu erringen. Nach einer Serie von Fehlschlägen, die durch keinerlei Erfolge beeinträchtigt waren, glaubten Churchill und Roosevelt nun, durch entsprechende Anhäufung von Truppen und Material an der ägyptisch-libyschenGrenze nach bewährtem deutschem Vorbild einen Schwerpunkt und sodann einen Kessel zu bilden, in dem die zahlenmäßig «weit unterlegenen deutsch-italienischen Verbände mit Mann und Maus gefangen werden sollten. Was wurde den australischen, neuseeländischen und indischen Soldaten nicht alles verlesen in Tagesbefehlen und Königsbotschaften, bevor sie in Marsch gesetzt wurden. Wie wurden in Reden und Zeitungsartikeln in London und Neuyork die kom- Buntes Bild der Le-pziger Messe. In einer hübsch illustrierten kleinen Schrift hat das Reichsmesseamt in Leipzig unter dem Titel „Die Welt in einer Nuß" literarische Zeugnisse über die Leipziger Messe aus drei Jahrhunderten gesammelt. Wir lesen darin unter anderem folgendes: Natürlich haben auch die Leipziger Verleger es sich nicht nehmen lassen, verschiedene, meist humoristisch gehaltene Schriftfolgen über Leipzig und seine weltberühmte Messe herauszubringen, als deren Abnehmer offenbar vornehmlich, die Fremden ins Auge gefaßt waren. „Die Leipziger Messe — wer kennt sie nicht. Napoleon war nicht berühmter", chebt eines der Hefte an, die unter dem Gesamttitel „Leipzig wie es geht und steht, lebt und liebt" segeln, und die I. Lyser 1835 herausgab. Der Autor fährt fort: „Fremde Gestalten, Armenier, Türken und Russen wandeln zu einzelnen oder zu mehreren durch die Gassen über den Markt. Aus dem Roß-Platz reiht sich Bude an Bude. In der einen ist ein großer Ochse zu sehen, in der anderen ein wilder Mann, in der dritten ein dickes Fräulein, in der vierten ein Hund aus Portugal." Was den großen Ochsen anbelangt, so ist er sogar einer literarischen Sonderbehandlung gewürdigt worden, in der allerhand anzügliche Späße gemacht werden. Niemals hat es an Sensationen dieser Art auf den alten Leipziger Warenmessen gefehlt. So hatte es sich auch der berühmte Dr. Eisenbarth nicht nehmen lassen, in Leipzig „die Leut' auf seine Art zu kurieren". Zur Frühjahrsmesse 1697 errichtete er eine mehrstöckige Bude auf dem Marktplatz und lockte mit gewaltiger Reklame sein Publikum an. Handzettel wurden verteilt, Trompeten dröhnten und Trommelwirbel klangen, Gaukler führten Possen auf, Schlangenbeschwörer zeigten ihre Kunst, ein als Clown verkleideter Gehilfe schrie feine Ankündigungen in einen Schalltrichter. Eisenbart selbst aber, den Dreimaster auf der wallenden Perücke und angetan mit einem scharlachroten Rock, zog b rinnen in der Bude Zähne und führte seine Operationen durch Wie hoch er, der trotz aller Hanswurstiaden ein für seine Zeit tüchtiger Mediziner mar, in der Gunst des Rates stand, geht daraus hervor, daß er auf fein am 10. Mai 1697 eingereichtes Gesuch, feinen Aufenthalt über tue Messe hinaus v-rlängern zu dürfen, einen zusagenden Bescheid erhielt. Schuß. Wir kommen jedoch nicht dazu. Ich stehe I gerade in der Zentrale und verfolge das Manöver, da kommt der Kommandant vom Turm herunter ! und gibt dem L. I. (Leitender Ingenieur) ein Zeichen Bemahe. Um die Jahrhundertwende kamen mir Braunschweiger Notare, die wir nicht in der Stadt wohnten, zusammen und beschlossen unter anderem, eine Eingabe an den Herzog zu richten, weil es im Herzogtum Braunschweig nicht die Bestimmung gab, daß in den Ferien Stellvertreter für uns bestellt wurden (die in der Stadt Braunschweig wohnenden hatten das nicht nötig; sie vertraten sich gegenseitig) und der Justizminister hatte unfern Antrag abgelehnt. Mein Freund, den wir den „Patriarchen nannten, und ich wurden besttmmt, den Herzog um eine Unterredung zu bitten und ihm die Sache vorzutragen. Der Patriarch sagte mir b^i einer Begegnung im Anwaltszimmer des Landgerichts, ihm läge das nicht, ich möchte doch das Gesuch aufsetzen und ihm mit meiner Unterschrift geben. Ich nahm als selbstverständlich an, er würde die Schrift lesen und dann beizeit sehen, daß ich mir, aber nur für ihn, den Scherz gemacht hatte, das Gesuch mit den Worten zu schließen: „Zum Beschluß bemerken wir ehrerbietig, daß wir gar keine Hoffnung haben, Eurer Hoheit jemals klar zu machen, um was es sich handelt." Der Patriarch hatte feinen Namen darunter gesetzt, aber — ich weiß nicht, ob ihm dann doch etwas aufgefallen ist oder ob vielleicht fein Angestellter das Schriftstück gelesen hat — es wurde nicht eingereicht. ' Welches Gesicht hätte wohl der Herzog gemacht? Er war ein kluger Herr, ob er aber die Klugheit heit gehabt hätte, die Sache zu unterdrücken, ist mir zweifelhaft. Da ich den Patriarchen selbstverständlich nicht im Stich gelassen hätte, wären mir beide vielleicht aus Notariat- und Anwaltschaft entlassen worden. Ich bin so häufig in bedenkliche Lagen geraten, daß mein Geschick übergenug zu tun hatte, mir im- nfer herauszuhelfen. Rudolf Huch. Und weitergesungen, in seinem Liede untergeht, aufgeht und — weiterlebt. Davon zeugt das Erlebnis, das er mit seinem beitbefannten und die Jahre überdauernden Liede ^Wohlauf noch getrunken ...!" gehabt hat, als er «5, 1809 Tübingen verlassend, auf der Wanderschaft lichtete: „Zu Echterdingen schrieb ich es im Wirtshaus für die Langeweile auf, und als ich weiterging, fang ich es auf der Straße vom Blättchen »ach eigener Melodie ab. Da kam ein Handwerks- b'irsche die Straße her, der lief auf mich zu und bat ittch sehr höflich, ihm das Lied zu geben. Da vergaß ich, daß es noch nicht gefeilt mar, und gab es ■>r den zehn Jahren der Festung (Fäulung) in die Reit hinaus ..." Und an Freund Uhland berichtete er: „Ich schlenderte, als du mich verlassen, so heinen Gang roeiter in einem Zickzack und dichtete Ach wirklich ein Wanderlied. Das Lied hatte bald la rauf das Glück, noch eh' ich Stuttgart erreichte, Ion einem Handwerksburschen gekrönt und somit PK. Seit Tagen schuckelten wir bereits im Mittelmeer umher, ohne daß uns eines von den Schiffen, auf die wir Jagd machen sollten, vor die Rohre gekommen märe. Wir wurden langsam unzufrieden. Was soll man schon hier, wenn weit und breit nichts zu sehen ist als die Küste, dann und wann mal ein kleines Fischerboot oder ein Lazarettschiff. Die Skat- und Schachmeisterschaft war bereits entschieden, die während der Freiwache ausgetragen wurde, und sonst gibt es eben auf einem U-Boot während der Feindfahrt keine andere Abwochslung als Wache gehen, Essen, Lesen und Schlafen. Als eine wahre Erlösung aus diesem Einerlei würde es deshalb empfunden, als es hieß, wir nehmen Kurs auf Alexandrien. Schien es doch, daß dort die Engländer mit Transporten nach Tobruk unter Begleitung von Flottenverbänden eine eifrige Tätigkeit entfalteten. Kaum daß mir es erwarten konnten dorthin zu kommen! Der Empfang war doch alles andere als schön. Noch ganz eingenommen von der Ruhe, die uns hier umgab, trafen wir voller Erwartung auf unserer neuen Position ein. Also nun mal sehen, was los ist. Das sollten wir allerdings sehr schnell gewahr werden! Kaum, daß der Kommandant die 1914/18 ihre einzigartige Bewährung fanden, erleben wir— und nicht weniger die Briten — in Jtorbafrifa die glänzendsten Beweise der unverwüstlichen Angriffskraft und des mitreißenden Draufgängertums unserer nationalsozialistischen Wehrmacht. In diesem Sinne erlebt auch das ganze deutsche Volk die Kämpfe im Osten und in Afrika: mit zusammengebissenen Zahnen und unerbittlich entschlossen, alles auf sich zu nehmen, um die heldenhafte Front gegen den Bolschewismus stark inb unerschütterlich zu halten; mit heißem ^er^en unb freudiger Begeisterung für die geniale Kriegführung und die geradezu unglaublichen Bravourleistungen des Generalobersten Rommel und seines tapferen Afrikakorps. Wo wir heute den Namen des Generalobersten Aommel lesen oder hören, wo von den blitz- fchnellen Attacken unserer „Afrikaner" die Rede ist, sind sie uns Begriffe unbesiegbaren deutschen Bolbatentums, Beispiele für die Richtigkeit des nationalsozialistischen Grundsatzes, daß Willens- jlärke und Leistungskraft mehr wiegen als Mate- rial und Masse, daß der Sieg schließlich die Fahnen begleiten wird, die von den tapfersten Armeen und dem entschlossensten Volk vorwärtsgetragen werben. In Generaloberst RomMel erblicken mir ben Offizier unserer neuen Wehrmacht und Zeit überhaupt, das Vorbild des militärischen Führers, ber die Generalstabskarte ebenso souverän de- jerrscht. wie das Gelände, das er an der Spitze einfet Panzertruppen wie der Sturmwind durchquert. Vielleicht aber ist nicht die geringste Ursache iir seine einmaligen Erfolge die Fähigkeit Rommels, durch persönliche Tapferkeit, verbunden mit ngeheurer körperlicher Ausdauer, durch die entwaffnend überlegene Meisterung heikler Situationen, durch seinen nicht unterzukriegenden trockenen Humor und die echte soldatische Kameradschaft, die ihn mit allen seinen Soldaten verbindet, die Männer feines Korps zu Leistungen mitzureißen, die nicht allein die Früchte der selbstverständlichen deutschen Solbatentugenben ber Disziplin und Pflichterfüllung sind, sondern aus ber persönlichen Anhänglichkeit, ber Bewunberung unb Begeisterung jebes einzelnen öfrifatämpfers für seinen Truppenführer ihre arbeitet haben. Ein liebensmürbiger Menschenfreund war^Kerner und ein anziehender Plauderer. Das „Kerner- haus" in Weinsberg ist noch heute ein lebendiges Denkmal des dankbaren Freundeskreises, der sich dort aufhielt, immer wieder gastfrei empfangen. Mit besonderer Vorliebe griff Kerner in seinen Plaudereien auf die Kinderzeit zurück: fein „Bilderbuch aus meiner Knabenzeit" und seine „R eisescha11en" haben eineganz persönliche und anschaulich-einprägsame Erzählform. Justinus Kerner gehört zu den Dichtern und bei „Heller und Pfennig" bezahlt haben, geben uns aber über die Herkunft des Hellers keine Rechenschaft. Die richtige Schreibweise wäre eigentlich „Hüller" gewesen, denn er war die Münze ber alten schwäbischen Reichsstadt Hall unb hat von ihr seinen Namen. „Ein Hell'er und ein Batzen Warn all zwei beide mein", singt das alte Lied und ber Sübdeutsche kennt noch oie Redensart: „Er ist keinen Batzen wert!" Dieser „Batzen" kommt ursprünglich aus ber Schweiz, aus dem Kanton Bern, der den Bären im Wappen führt. Auch die Berner Münzen trugen das Bild des Bären, d^r bekanntlich Petz oder Bätz genannt wird, daher der Name Batzen. Die ersten „Kreuzer" sind zweifellos in Tirol geprägt worden, denn „Meraner" oder „Etschkreuzer" sind die frühesten, die erwähnt werden. Sie tragen das bischöflich Brixener Wappen, ein Kreuz, haben also ihren Namen gleichfalls vom Gepräge. Den ,'Lroschey" kennt der Berliner noch heute. (Uebrigens hat der Ausdruck „Groschen" für das Zehnpfennigstück in den letzten Jahren so ziemlich im ganzen Reich sich eingebürgert.) Zuerst ließ Wenzel von Böhmen gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts „Grossi" prägen; ihm folgten die Markgrafen von Meißen mit ihren „Groschen", die sich rasch über ganz Norddeutschland verbreiteten. „Da host du 'n Taler, geh auf den Markt, kauf dir ’n Kühchen unb ’n Kälbchen und ’n Wulle-Wulle- gänschen", sagt die Mutter auch heute noch zu ihrem Kleinen und mahnt den Heranwachsenden: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", obwohl es. die Münze schon lang nicht mehr gibt. Der Taler hat seinen Namen nach dem Ort Joachimstal in Böhmen erhalten. Aus dem Joa- chimstaler Bergwerk nämlich, das dem Grafen Schlick gehörte, stammte das Silber, aus dem die ersten Taler geprägt wurden, die an Wert dem Goldgulden gleichstanden. Es sollte eigentlich heißen: „Joachimstaler Gulden". Daraus wurde „Joachims- taler" oder „Schlickentaler"; dann blieben noch „Joachim" und „Schlick" fort, und es hieß einfach „Taler, Taler, du mußt wandern". Und so wanderte er bis nach Amerika, denn auch ber Dollar, der all- Unsere Afrikaner. Von H. Schwaibold. Die beiden Hauptkriegsschauplätze, auf denen beute die Kanonen unserer Wehrmacht sprechen, iragen in ihrer ganzen Eigenart den Stempel ber heiben hervorragenbsten Eigenschaften bes beut- chen Soldaten und des deutschen Menschen über- haupt. Während sich nach dem einzigartigen Sieges- iturm jetzt in den Eis- und Schneewüsten bes ’tens unter schwierigsten Wetter- und Wegever- bältnissen und unter dem ununterbrochenen An- jiurm bolschewistischer Horden die ungeheure Härte mb Standfestigkeit unserer Soldaten zeigt, die bereits in den Materialschlachten bes Weltkrieges 21.1'ebrua: 45 Uhr 626 D ii, H»lbmieteß cherBlihiwiW hrung des Dichtere eiter ipiel Zerkauten. i bis 3.10 RM ^Februar 2.30 Uhr anstaltung «rtiuL-ii iw Werke" bis 0.75 EM- 'übr !i” la. lArOn>g »e. !'*ii ifa chcrft gehalten,* eine wahrhaft fruchtbare Freund- yaft Besonbers war es Uhlands Volkslieder-For- d)ung, für bie Kerner viel Verständnis und Neigung zeigte. Zu seinem Glück kam Kerner mit [einem Dichten in den Volksliedton hinein und emp- ------- v , fonb die Seligkeit des Poeten, der vielleicht namen- Weisen, die ebenso furios wie musisch waren. Von los, aber um so lieber vorn Volke aufgenommen Beritt Arzt, hatte er sick> besonders mit der Seelen- ' ' künde abwegiger Geistesverfassungen beschäftigt. Beobachtend und nachfühlend hatte er dabei so manches fein und heilsam erforscht, was fo-gar der nüchterner gerichtete Uhland anerkannte. Dann aber sammelte er auch Zeugnisse und Berichte anderer Menschen, schenkte diesen allzuviel Glauben und geriet mit seiner Psychologie in die Irre. Und Kerner hatte noch zwei andere Liebhabereien, die er aber nun wieder mit reizvollem Nutzen unb menben Siege gefeiert. Churchill sonnte sich in seiner Washingtoner Rede bereits oor ben auf ihre Agitation hereingefallenen amerikanischen Politikern in seinem künftigen Ruhme. Die Wegnahme von Tripolis war eine abgemachte Sache. Lebiglich ein kleines Sprungbrett nach Italien, bas man von ©üben her aufrollen wollte, um die Nazis am Brenner zu schlagen. Daß auf die blühende Phantasie des plutokratischen Kriegstreibers ein früher Reif fiel, daß der furchtbare Schlag, mit dem sie die deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika zermalmen wollten, in den Sanddünen der Cyrenaika verpuffte, daß die amerikanischen Panzerwagen, noch bevor sie bie Kurve nach Tripolis erreichten, von unseren Panzerjägern, Flakkanonieren unb Fliegern zu Hunderten abgeschossen wurden, ja baß bie englisch-amerikanische Wafsenprobuktion eines Vierteljahres, bie Konzentration riesiger Truppenmassen in Aegypten auf Kosten ber ostasiatischen Stellungen unb ber Einsatz zahlreicher, in anberen Gewässern bringend benötigter Kriegs- und Handelsschiffe in einer derartigen militärischen und politischen Niederlage der demokratischen Katastrophenpolitiker endet, ist das einmalige Verdienst des Generalobersten Rommel und seiner tapferen deutschen und italienischen AfrikaAmpfer. Ihre Heldentaten und ihr unentwegter Angriffsgeist erfüllen das ganze deutsche Volk mit Freude und Stolz. Es wäre ihrer nicht würdig, wollten wir ihnen nur mit Worten dynken. In der unermüdlichen Arbeit der schaffenden Heimat unb in ber Bereitschaft jedes einzelnen von uns, bie kleinen Opfer und Einschränkungen des Alltags jederzeit auf sich 3u ur'hmcn. mögen sie den bescheidenen Dank des deutschen Volkes erblicken. Ihr schönster Lohn aber 1 wirb ber Enbsieg sein. . deutschen und italienischen Soldaten in Afrika spre- d;en, so dürfen wir nie vergessen, daß nur außerordentliche Leistungen solche Erfolge zeitigen föhnen, Leistungen, die unter schwersten klimatischen Bebtnaungen, mit riesigen unb vielfach gefährdeten Nachschubwegen, oft nur von wenigen Männern j ..........;**--•***-- oll- n 'n den unendlichen Sandwüsten der Cyre- Lage gepeilt hatte, kamen auch schon zwei Zerstörer laita Tausende Kilometer von der Heimat entfernt | auf uns zu. Der Kommandant versuchte das Boot vollbracht werden Wer es einmal im Kasernenhof, in günstige Schußposition zu bringen. Es gilt also ober im Kriegseinsatz erprobt hat, bei glühender! m zeigen. brh deutsche U-Boote auch feindliche Zer- vonnenhitze Kanonen im Mannschaftszug durch den ftörer nicht fürchten. )vnd zu schleppen, in wenigen Minuten in iote 1= Während die Zerstörer sehr schnell naherkommen, lang zu bringen und feuerbereit zu machen, bann | gerben jm Boot die Torpebos klargemacht zum Dieb er - im rasenden Tempo Stellungswechsel zu ~ machen, an der Dopvelkurbel eines Flakgeschützes m drehen, bis einem die Luft ausbleibt.und b;e Blasen an den Händen platzen, wer selbst manche fal^ Nacht, die einem heihen Tag folgte, im Zelt auf hartem Boden geschlafen hat, weiß noch nicht, CMIUNGfH hofetraßp. öreMÄinncii, 7/172U.24/169, Ziiroangeflcllle, iMusieli., 1M im'cheinungen, litten (i. diesem Lege djnrnltci1 lolie, gebildete 'cbenskamerlid. Inschriften mit )ilb um. C53D n d. (M. M erlobimgs-Anzeigeii iei Brühl, SchuWl Im Jahre 1804 kam Justinus Kerner als Studiosus nach Tübingen und wurde dort der vertraute Freund Ludwig Uhlands, der, etwas jünger als er, nicht ganz siebzehn Jahre alt und tzleich ihm kchwabe war Die beiden haben ihr ganzes Leben indurch buchstäblich bis zum letzten Tage Freund- 17. Lebens- Kriegsfrei- die sich für wollen, ein. Höchstalter 28 Jahre. 2. Längerdienende Freiwillige: vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für Heer und Luftwaffe für alle Waffengattungen, für Kriegsmarine bis zum 23. Lebensjahr für den Flottendienst, der sich aus. schließlich aus längerdienenden FreiwiPgen ergänzt. Meldung hat in jedem Falle bei dem für den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehr, bezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmelde, amt. Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchführung der Annahme als Freiwilliger. in die Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend willige und längerdienende Freiwillige, eine zwölfjährige Dienstzeit verpflichten gestellt. Es können sich melden: Gev ANIM li Wertvoi Zu beziehet Landwlrtsct zur Familienwohnung ist als ein Weg von der Arbeitsstätte anzusehen und als solcher versichert» Seid sparsam mit Kartoffeln! as früher in der Zeitung stand Ein Blick in den Gießener Anzeiger aus dem Jahre 1766. 1. Kriegsfreiwillige vom vollendeten jahr ab: beim Heer: für Infanterie (Jnf.-Rgt., Jnf.-Rgt. Imot] und Gebirgsjäger-Rgt.), Panzer, truppe (Panzer-Rgt., Schiitzen.Rgt., Kradschützen- Btl.), Nachrichtentruppe (nur für Funkdienst): bei der Kriegsmarine: für die Tee- und Land- streitkräfte der Küstenverteidigung (Küstendienst See und Land), Höchstalter 25 Jahre: bei der L u f t. waffe: für Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschüße, Bordschüße, Fallschirmjäger), Luft, nachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerschütze), m h|t spenden 'S**«#» .Art Verben, fonbern t fltrtM in »ilNiih ,Si> Wien Sie bum grüne un jo idbltifen. 6 MtN-AMelt, von der Firma C buidhdi dit mim "^ri, lassen^ tos K ^rden Ha Vereinigung huta.M.4, Jür d. Genc Jenossenscl Frankfurt a. SL-öS« L'tzx!. sL? nenn W' 2 fnb, $orla- Sepso-Tinktur gehört in Ihre Haus-Apotheke! Warum? Werl Sie immer ein zuverlässiges und rasch wirkendes Desinfektionsmittel zur Hand haben muffen. Denn kleine Verletzungen, wie sie durch Schnitte, Stiche, Risse, Bisse und dergleichen verursacht werden, kommen ja im täglichen Leben so oft vor! Und alle, auch kleine offene Wunden sind der Gefahr der Infektion durch Bakterien ausgesetzt. Deshalb soll man auch geringfügig erscheinende Verletzungen nicht unbeachtet lassen, sondern sie rechtzeitig mit Sepso-Tinktur desinfizieren. Sepso-Tinktur, die in allen Apotheken und Drogerien in Flaschen zu funfundfünfzig Pfennigen und in handlichen Tupfröhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist, wirkt genau so desinfizierend wie Jod-Tinktur und ruft keine unerwünschten Nebenerscheinungen hervor. Sie hat weiterhin die angenehme Eigenschaft, keine Flecken in der Wäsche zu hinterlassen. Auch kann sie von der Haut leicht abgewaschen werden. Mn'As fi,r schon 011 Ä'S WU-VI tun Ist d°- ®el fliehe; • Siebe"'' SO K kg 6 einmal aus. 1766 ist ein willkürlich herausgegriffenes Datum, eine bloße Jahreszahl. Wir wollen, bevor wir zu lesen fortfahren, den Versuch machen, die kahle, nichtssagende Zahl mit einigen Erinnerungen ein wenig lebendiger zu machen und die Zeit, um die es sich hier handelt, uns etwas farbiger und plafti- cher vorzuftellen. 1766: drei Jahre zuvor ist der Hubertusburger Frieden geschloffen und der Sieben- ährige Krieg beendet worden. Friedrich Schiller ist ein namenloser kleiner Bub in Ludwigsburg, Goethe ein junger Student in Leipzig. Die erste Ausgabe vom „Laokoon" des Herrn Lessing erscheint in diesem Jahre, und die „Minna von Barnhelm", „verfertiget 1763", ist noch immer die aufregendste Neuerscheinung der deutschen Literatur. Friedrich der Große hat noch zwanzig Jahre zu leben und in unerhörter Friedensarbeit dem Staate zu dienen. Aber schon drei Jahre später wird in Ajaccio auf Korsika das Kind geboren werden, dessen Taten an der Wende dieses Jahrhunderts Europa erschüttern werden. Das mag genügen; kehren wir zurück zu dem unscheinbaren Quartblättchen aus „Giesen" vom Dienstag, dem 14. Januar. Gleich unter dem Kopf, den wir oben beschrieben haben, da wo heute der Leitartikel beginnt, erscheint eine umfangreiche „Betrachtung über die Lectüre der Frauenzimmer": es ist nicht ersichtlich und auch nicht mehr zu er- Mitteln, von wem sie stammt; jedenfalls ist es ein merkwürdiger und lehrreicher Beitrag, und die Zeitung erweist sich auch hier schon durchaus als ein Spiegel der Zeit. „Wir sehen mit grosern Ver- gnügen", so beginnt die anonyme Betrachtung, „daß die Begierde, Bücherzulefen, besonders unter dem schönen Geschlechte in unserer Stadt von Tag zu Tag wächst. Wir müssen aber zugleich aufrichtig bekennen, daß wir uns sehr oft ins gehein betrübt haben, wenn wir über den Endzweck, warum unser Frauenzimmer meistenteils ließt, über die Wahl der Bücher, die es ließt, und über die Art und Weise, wie es ließt, nachgedacht haben. Und wir glauben fast daß diese Begierde bisher bei) vielen mehr Schaden als Nutzen gestiftet hat. Aus dieser und verschiedenen anderen Ursachen haben mir uns für verbunden gehalten, unsere Gedanken über die Lectüre der hiesigen Frauenzimmer in unsere Blätter einzurücken. Es sey ferne von uns, daß wir dadurch ihre Begierde zum Lesen unterdrücken sollten. Nein, unsre Absicht ist, sie noch mehr zu vergrösern, aber auch zugleich (vergeben sie den Ausdruck, holde Schönen, wir reden itzt mit ihnen, wir wir mit unfern Freunden zu reden gewohnt sind) vernünftiger zu machen ..." So geht es an, und man sieht: der Verfasser ist ein gründlicher und übrigens nicht ungalanter Mann; wir befinden uns, auch das wird beim Lesen deutlich, nicht nur im Zeitalter Lessings und Friedrichs, sondern auch Gottscheds, im Jahrhundert der Aufklärung,' der Kritik und der „moralischen Wochenschriften". Dem Verfasser, soviel wird in der Folge klar, liegt das charakterliche und geistige Wohlergehen, die sittliche und geschmackliche Bildung der weiblichen Leserschaft ernstlich am Herzen. Seme Han ’ZyUnder.un Er»st Sa fj^nstraöei Mensch Sl>nderg Mh? NSG. Die vor kurzer Zeit vorgenommenen Er« Hebungen über die in den einzelnen Haushaltungen vorhandenen Kartoffelvorräte bezweckten, einen Ueberblirf zu erhalten, inwieweit die Volksgenossen mit Kartoffeln versorgt sind. Hierbei hat sich her» ausgestellt, daß manche Volksgenossen, die sich rechtzeitig mit der normalen Menge an Kartoffeln eindecken konnten, diese in stärkerem Maße verbraucht haben, als bei sparsamer Wirtschaftsführung notwendig gewesen wäre. Es ist schon seinerzeit zu Beginn des Kartoffel- len Eine Zeitung ist heute aktuell, morgen Einwickelpapier, in zwanzig Jahren ein Kulturdokument. Dies ist zwar keine vollgültig befriedigende Begriffsbestimmung, aber sie sagt etwas aus vom eigentümlichen, mit wenigen Worten kaum zu erschöpfenden Wesen der Tagespresse, wie sie uns aus täglich erneuerter Bekanntschaft vertraut und geläufig ist. Wenn also nach dem aphoristischen Wort, das wir an den Anfang gestellt haben, schon eine Zeitung von 1922 ein Kulturdokument für uns Menschen von 1942 wäre — sie ist eins, davon kann man sich leicht überzeugen, wenn einem so ein vergilbtes Inflationsblättchen zufällig wieder in die Finger kommt —, um wieviel mehr eine Zeitung aus dem Jahre ... sagen wir mal 17 6 6. Eine respektable und ehrwürdige Jahreszahl: nicht viele Zeitungen in Deutschland können sich rühmen, damals schon erschienen zu fein; der Gießener Anzeiger, 1750 gegründet, bestand, wie wir mit berechtigtem Lokalstolz fcftfteUen können, immerhin bereits 16 Jahre. Schlagen mir den schmalen Quart* band einmal auf. Da steht auf etwas stockfleckigem Papier in schöndn altertümlichen Lettern: „Giesische wöchentlich-gemeinnützige Anzeigen und Nachrichten. Zweytes Stuck. Dienstags den Ilten Januar. 1766. Mit Hochfürftl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten (Erlaubnis." So sah also der Kopf unseres Blattes lich nicht so ironisch, wie es von meinen Spötter- lippen vielleicht klingt! Das Theater war ja nie recht eigentlich Ihre Heimat, wie? Sie haben sich's bloß eingeredet, weil Sie partout wegwollten, von zu Hause — und von jemand, der Ihnen, mit ein bißchen Geduld Ihrerseits, den ganzen Umweg erwart hätte ..." „Nicht meine Heimat? Nein, Abbeg. Da haben Sie recht. Und doch möchte ich diese sechs Jahre nicht missen ..." „I, woher denn?! Natürlich nicht. Bißchen Romantik, bißchen Abenteuer, das macht das Leben hübsch und bunt. Verstehe ich vollkommen. Man muß nur nicht im Gestrüpp hängenbleiben, wenn man Marion Brakel ist, sondern sich rechtzeitig herausretten, und das werden, wofür man von Natur Doibeftimmt und gemacht ist: Frau Baronin. Oder, mehr im neuzeitlichen Stil, Frau Generaldirektor — ganz nach Belieben. — Mein Kompliment! Sie sind eine kluge kleine Frau, Marion! Wenn Sie den Baron Fehr einfangen wollten, so .konnten Sie gar nichts Klügeres inszenieren, als diesen Kontra'ktbruch mit den respektiven Folgen. Auf so was fällt er und seinesgleichen immer mit Sicherheit 'rein ..." „Pfui, Abbeg. Das ist abscheulich von Ihnen, ganz abscheulich! Nicht mit einem Gedanken hab' ich derartiges gedacht. Es war gar keine Rede von .Berechnung' und .Einfangen' und .Inszenieren'." „Nicht? Wie der Mensch sich täuschen kann! Ich glaubte bestimmt. Sie lieben ihn also, gut. Pardon, ich will nicht indiskret sein .." . Marion spielte mit dem Fuß ihres Glases, n das der Kellner inzwischen goldgelben Rheinwein geschenkt hatte. „Fehr ist ein guter Mensch. Nicht, was man gc- ringschätzig so nennt, sondern ein wirklich guter Mensch, Von innen heraus gut. Diel, ■ viel besser als Sie, Abbeg. Denn Sie, Sie sind im Innersten eher böse. Das .böse Prinzip', denk' ich mir oft Aber bei ihm werde ich geborgen sein. Und danach habe ich wirklich- Sehnsucht, nach allen Stürmen, die für mich wirklich ein bißchen früh angesangen haben. — Vorausgesetzt, daß der ,böse Mensch mir diesen Hafen nicht zerstört ..ugte sie mit einem nicht ganz geglückten Lächeln hinzu. Abbeg lachte laut: „Das ist ja ein hochinteressantes Bild, das Sie Es ist schon seinerzeit zu Beainn des Kartoff, Wirtschaftsjahres in der Presse Darauf hingewies! worden, daß eine Menge von drei Zentnern je Kopf als Einkellerungsmenge für den gesamten Winterbedarf ausreichend ist. Diese Menge gründet sich auf die Erfahrungen, die in früheren Jahren gemacht wurden. Hierbei ist durchaus berücksichtigt, daß zum Ausgleich für andere weniger reichlich vor. handene Nahrungsmittel der Kartoffeloerzehr all- gemtin stärker geworden ist. Vor dem Kriege lag der Durchschnittsverbrauch von Kartoffeln unter drei Zentnern je Kopf. Es mutz also erwartet werden, daß alle Verbraucher bis zur neuen Kartoffelernte Im Fernfprechbuch fand sie seine Nummer; mit unsicherem Finger setzte sie die Wählerscheibe in Be- ^""meldete sich sofort. Lachend versprach er, sofort „zum Bahnhof zu brausen", und ging über ihre Bemerkung, es eile nicht, da sie erst ein Hotel suchen wolle, hinweg. . . .. Zehn Minuten später mar er wirklich da und hielt ihre Hände: „Na, Marion, überglückliche Braut? Das ist aber nett, daß Sie mir gewissermaßen einen Polterabend gönnen! Hab's freilich um Sie verdient, wie? Denn, Hand aufs Herz!, ohne mich und das berühmte Oktoberfest wäre der Baron Fehr für Sie zeitlebens ein Unbekannter aus den schlesischen Wäldern geblieben! Statt dessen werden Sie nun Schloßherrin von Lappersdorf und für-Ihren getreuen Seladon bleibt der schale Rest, sich vor Ihrem altehrwürdi- gen Schloßportal mit dem schönen Wappen eine bescheidene Direktorvilla zu bauen! ... Steigen Sie ein, Marion! Den Koffer tun wir hier nach hinten. Ein Hotel zu finden bleibt immer noch Zeit. Vorerst wollen wir yial den alten Adam futtern und nachholen, was wir vor vierzehn Tagen in Berlin versäumten, als Sie mich so schnöde versetzten verlobungshalber, wie ich vermute!" Und er schob Marion ins Polster neben sich, drückte den Starterknopf und trat den Gashebel. Minuten nur, und sie fuhren am strahlend erleuchteten Hotel Bellevue vor, unter dem der nächtliche Elbstrom seine Eisschollen donnernd gegen die Riesenpfeiler der Brücke wälzte. Abbeg suchte einen Tisch^aus, während Marion in der Garderobe sich ein wenig zurechtmachte. Sie stand vor dem Spiegel, handhabte umständlich Pu- derquästchen und Lippenstift und lächelte ihrem eigenen Bilde zu. Sie wollte sich Mut machen mit diesem Lächeln. Dann trat sie, angestaunt, wie gewöhnlich, in den großen Speisesaal, darin die Luster ihr mildes, vielfach gebrochenes Licht versandten und bunte Lampen auf allen Tischen leuchteten. „Und nun erzählen Sie mir, Marion —", sagte Abbeg, als sie sich gegenübersaßen, und der Kellner mit der umfangreichen Bestellung enteilt war. „Erzählen Sie, wie das große Glück über Sie kam! Denn natürlich ist es ein großes Glück für Sie, ich ßertenne das keinen Augenblick und meine es wirk- da von mir auf Ihrer seelischen Netzhaut haben! Könnte mich direkt eitel machen, wenn ich mir solche Schwachheiten gestattete! ... .Das böse Prinzip — also jedenfalls 'was Höheres! Gott, ein harmloser Konzerndirektor wie ich ... Marion", fuhr er ernster fort: „Lassen Sie sich mal in aller Freundschaft etwas erklären. Sie sind, was mich betrifft, eine kleine Schwarzseherin! Sie nehmen gewisse vergangene Dinge noch immer wichtig, noch immer tragisch, schleppen sie mit sich herum wie eine Schnecke ihr Haus. Total falsch, lassen Sie sich das sagen. Alles auf der Welt stirbt — teils eines natürlichen, teils eines unnatürlichen Todes, aber jedenfalls stirbt es. Die Dinge von anno Düsseldorf sind jetzt mausetot. Die Marion von vor sechs Jahren ist mausetot. Und ich bin es auch — keinen Widerspruch, das kann der Verstorbene am besten beurteilen, ob er tot ist! . Wie wir uns hier gegenübersitzen /— Sie bildschön und zum Anbeißen, pardon!, ich ein langsam vom Leben ramponierter Junggeselle — sind wir beide ganz neue Wesen, fremde Wesen, möcht' ich beinahe sagen, gewissermaßen nur Durch vage und sehr wenig ob- jektive Erinnerungen an ihre prähistorische Existenz verbunden, die wir beide am besten nicht unterschätzen. Quasi neu gegeneinander angetreten zur Lebensmensur! Nichts von »bösem Prinzips wenn ich bitten darf ... Aber Sie wollten ja erzählen, wie das große Glück über die kleine Marion kam? Ich gebe Ihnen das Stichwort: »Als der böse Abbeg mich in der Pension an der Rankestraße verlassen hatte, trat der leuchtende Baron Fehr ins Zim- mer .. A4“ Marion brach in ein Lachen aus, das sie gleich wieder dämpfte. „So ungefähr, Abbeg, so ungefähr! Doch das ist alles nicht so wichtig. — Was Sie da eben sagten, von den Dingen, die »maufetof sind, das ist viel wichtiger. Ja, es wäre wirklich am besten, wik beide 'erklärten das alles für mausetot, auf immer und ewig! Mir traue ich's zu, weil ich ja ohnehin ein neues Leben anfange, wenn ich Christian Fehrs Frau werde. Aber Sie — können Sie s? Ich fürchte beinahe, nein — nach Ihrem Brief. Er hat mir wahrhaftig ein bißchen Sorge gemacht. Ich weih, Sie hassen Fehr —" (Fortsetzung folgt.). Erfahrungen scheinen nicht die erfreulichsten zu sein, denn von den Leserinnen, auf die er es abgesehen hat, haben einige „uns blos zu lesen geschienen, um sagen zu können, daß sie gelesen hätten. Unter diese rechnen wir die unerträglichen Gesellschafterinnen, welche so gern von den vielen Büchern reden, die sie schon gelesen haben, und welche über Bücher, die sie nicht verstehen, mit einem entscheidenden Tone urtheilen". Das geht gegen die Blaustrümpfe und klingt ziemlich hart. Aber es kommt noch besser: „Andere lesen, um einige Mode-Complimenten, einige verliebte Ausdrücke zu erlernen, womit sie ihre Liebhaber tobt kützeln wollen. Die Romanen-Heldinnen inb in unfern Gegenden so gar selten eben nicht." Hier kann sich der verspätete Leser von 1942 eines anften Schmunzelns nicht erwehren. „Noch andre" so heißt es weiter, „nehmen aus verdrütz- licher Langeweile ihre Zuflucht zum Lesen, weil sie entweder' ihre Zeit mit keinen angenehmen und nützlichen Frauenzimmer-Arbeiten hinzubringen wissen, ober weil es ihnen zu niebrig vorkommt, ich mit häuslichen Geschäften viel abzugeben. Diese Absichten ben ber Lectüre müssen freylich sehr chlimme Folgen haben und wir verbenken es bie Mütter nicht, bah sie ihren Töchtern bie Bücher aus der Hand reisen, wenn sie' merken, baß sie burch bas Bücherlesen hochmütig und eitel, verliebt unb zur geschickten unb klugen Führung einer Haushaltung untüchtig werden ..." Wir können hier nicht den ganzen Traktat zum Besten geben, nur ein paar Auszüge unb Kostproben. Der Kollege von 1766 müßte nicht ein echtes Kinb seiner Zeit gewesen sein, wenn er darauf verzichtet hätte, aus seinen kritischen Betrachtungen die gehörige und belehrende Nutzanwendung zu ziehen. „Doch wir wollen nicht außschweifen. Wir vermuthen, daß unsere Leserinnen nunmehro auch zu wissen verlangen, wie sie eigentlich lesen müssen, wenn sie Nutzen und Vergnügen von ihrer Lectüre Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülsen 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ja, es war ein garu plötzlicher Impuls gewesen, unb er hatte ihr Freube gemacht! Nachbem sie sich in Hirschberg von Fehr, der in Richtung Breslau weüerfuhr, getrennt hatte, war ihr ber Einfall gekommen, eine Unterredung mit Ulla herbeizuführen. Sie hatte sich ifi der Zuversicht gewiegt, Fehr eine große Freude zu machen, wenn sie persönlich Ullas Widerstände besiegte und die beiden versöhnte ... Warum eigentlich?, fragte sie sich jetzt, ernüchtert. Im Grunde roar’s doch für sie viel bequemer, in Lappersdorf Alleinherrscherin zu sein und keine Ulla neben sich zu haben, bie für ben Vater immer das Einst verkörpern, ihn immer erinnern, ihr vielleicht in manchen Dingen ben Rang streitig machen konnte und mußte? . . Aber sie hatte durch Fehrs nervöse Schroffheiten auf der Peterbaude hindurch deutlich gespürt, wie nahe ihm ber Konflikt ging unb hatte in ihrem guten Herzen gedacht, Frieden stiften zu können, wenn sie Ulla einmal persönlich spräche) Dummes gutes Herz! Das war nun vorbei. Ulla hatte sie ja'geradezu brüskiert! ... Konnte hier überhaupt etwas geschehen, so konnte nur die Seit es stiften. Für sie selber war jeder Weg zu Ulla Fehr versperrt — wahrhaftig nicht durch eigene Schuld. Blieb Punkt zwei des improvisierten Dresdener Programms: Abbeg! Seit sie auf der Peterbaude seinen Brief — einen echten Abbegbries! — erhalten, war es ihr klar und klarer geworden, daß sie Abbeg noch einmal sprechen mußte, ehe sie ihm, als Christian Fehrs Srau, ln Lappersdorf begegnete. Ihm schreiben? Den Gedanken hatte sie alsbald wieder verworfen: das alles war viel, viel zu heikel für briefliche Mitteilung! Nein, notwendig war, ihn persönlich zu sprechen ... Sein Brief war nun schon fünf Tage alt. Ueberbies war heute Samstag. Sie konnte also hosfen, daß er übers Wochenende nach Dresden zuruckgekehrt fein würde- Seite gestellt wurden. Man unterschied jetzt ®o!b- und Silbergulden. - . Im Kinderreim hat sich ber „Dreier" ober .^Dreiling" erhalten, ben schon Fischart unb Hans Sachs erwähnen und ber später in Hessen ein Vierheller- stück war, währenb in Württemberg brei Dreier einen Schilling ausmachtev. Im Sprachschatz erhalten hat sich auch ber -.Deut , sagen wir boch: „Das ist keinen Deut wert. Zu- erst erwähnt wird diese kleinste Münze, deren Namen aus dem niederländischen „Duit jtammi, im Jahre 1716. Sie galt3preußische Pfennige ober i/s Stüber. Der „Stüber" selbst galt ehedem am Niederrhein Voo Taler. Die Bezeichnung wurde aus dem Niederländischen „stuyver" abgeleitet, das wohl mit dem mittelniederdeutschen „ftuoe , bas ist „IReft", zusammenhängt. Sie alle sind den Orkus hinab, unsere Herrscher sind bie Mark und ber vom 1. März 1942 ab nicht mehr gültige kupferne Pfennig, besten Herkunft sich nicht mit Sicherheit bestimmen läßt. Aber, möge er flammen, woher gr wolle, ber biebere Pfennig, laßt ihn uns auch in seinem neuen Gewand ehren, auf daß wir des Talers wert werden. L. B. Kür Tapferkeit vor öem Heinde. Dem SA.-Scharführer Heinrich Weigel, der als Gefreiter in einem Nachrichten-Regiment im Osten steht, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Sornofigen. Ehrung Heinrich Zerkaulens im Theater der Universilälsstadt. Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns geschrieben: Aus Anlaß des 50. Geburtstages des oilkch eine Reihe von Romanen und Bühnenwerken bekannten rheinischen Dichters Heinrich Zerkauten bringt das Theater der UniDerfitätdftabtjam heutigen Samstag bie Festaufführung feines Schauspiels „Der Reiter". Der Dichter wird der Aufführung beiwohnen. Die Inszenierung hat Oberspielleiter Wilhelm Michael Mund, der auch den Kaiser Rudolf II. spielt. Die Rolle des Reiters verkörpert Carl Bruno Schmidt. Den Examinator gibt August Wilhelm Funke, die Gestalt Tycho de Brahes wird Leopold Fischer spielen. Luise Prasser ist bie Barbara Lempin, angeklagt, als Here des Feuertodes zu sterben. In weiteren Rollen: Hilde Kneip, Hans Bergmann, Kurt Bosny, Herbert Kochling, Karl Dolck und Carl Maria Zeppenfeld. Die Bühnenbilder schuf Karl Löffler. Die Aufführung wird er- läuternd unterstützt durch Ausstellungen des Kunst- Vereins unter Leitung von Stadtbaudirektor G r a • vert; sie zeigt Wiedergaben des Bamberger Rei- ters unb andere Plastiken aus der Zeit. — Am folgenden Sonntagmorgen lieft der Dichter in der 6. Morgenveranstaltung aus eigenen Werken. Die Lesung wird umrahmt von Streichquartetten Beethovens, die das Kammerquartett, des Städtischen Orchesters zum Dortrag dringt. Einstellung von Freiwilligen erwarten sollen ..." Nutzen unb Vergnügen —: zwei für die Geisteshaltung des 18. Jahrhundert, typische Begriffe; und ebenso bezeichnend erscheinen die sechs Regeln, mit denen der Verfasser seine Betrachtung lehrhaft zum Positiven wendet, zusam- menfaßt und abschlieht. Die erste dieser Regeln empfiehlt unabgelenkte Aufmerksamkeit bei der Lektüre, die zwecke, damit zusammenhängend, langsames Lesen. Die dritte zielt auf moralischen Gewinn: „Beschreibt man Ihnen z. E. das kleine unb unvernünftige in der Eitelkeit, im Kleiberpracht, im Hochmuth unb begleichen, so müssen Sie sich sogleich fest entschließen, nicht eitel, nicht üppig unb bochmüthig zu seyn . Die vierte: „Denken Sie über alles nach, was Sie lesen unb ziehen Sie zur Verbesserung Ihres Herzens Folgen baraus .." Dabei ist es, fünftens, zweckdienlich, die schönsten und wichtigsten Stellen auswendig zu lernen. Und sechstens endlich: „Sie müssen nur alsbenn lesen, wenn Sie Ihre wichtigere unb nöthigere Geschäfte schon verrichtet haben. Sie dürfen z. E. die Geschäfte der Haushaltung nicht durch das Lesen versäumen, Sie sind sonst in Gefahr, schädliche Haushälterinnen und schlechte Mütter zu werden ..." Die wenigen Beispiele mögen gezeigt haben, wie sehr auch in dieser kleinen und nicht eben wichtigen Betrachtung eine untergegangene Zeit sich spiegelt. Vieles darin klingt uns beute wunderlich, altmodisch, trocken und schulmeisterlich; aber der Mann hat es gut und ernst gemeint, und etliches von dem, was er ben Frauenzimmern von 1766 unterbreitet scheint uns heute noch annehmbar und beherzigenswert — nicht nur für „Frauenzimmer". Uebrtgens nimmt bie literarisch-moralische Betrachtung weitaus ben größten Teil bes Blattes ein; ben Rest füllen eine Nachricht über die Sperren „am Wallthor" und „am Selzerthor", die Bekanntgabe von „Veränderungen eines löblichen Magistrats allhier", ein Avertissement über bie „Ver- lehnung" bes „frey adelich Rodenhausischen Ritter- Guthes zu Dlh-n ®a5i, 'Inch« totn »'tauften inj ?»»« Treifti fr ®aa!- ” htK wn bei luf hingeiviefeii !i Zentnern je den gesamten Menge gründet rüheren Jahren i! berücksichtigt, |er reichlich vor, ifseloerzehr all- )em Kriege lag fitln unter brei »ortet werden, i Kartvsfelernti ÄiifteniOerfcftieiznung^ftftmcz» jKataritfe, Bronchitis die quälenden Zeugen einer geschwächten, eelzempssnbNchm, oflmold entzündlich veränderten Ätmungsschleirndaut; baher ihre HarlnäSIgkeit. Tritt man Ibntn aber mit .Silvhodcalln" entgegen, so zeigt man bad richtige DerNandnIs für das, maS hier nottut, nämlich: nicht allein der jeweiligen Beschwerden Herr zu werden, sondern vor allem auch auf bat anfällige Schleimhaut» aewede In wirklich heilkrästigem Eigne einjuwirken. Da* ifl Oer Vorzug der »SilphoSkatin -Tabletten- die feil fangen Jahren vielseitige anerlennung gefundm Haden. — Achten Sie beim Cinfauf auf den Namen «Eilphoäcalin*, die grüne Pa (hing und den ermäßigten Preis von 2.06 für 80 Tabletten. Srdältlich in allen Apotheken, wo nicht, dann Aosen-Apotheke, München, Ilosenssraße 6. — Verlangen Sie von der Firma Carl Hü hier, Konstanz, kostenlos o. anver» bindhch die infeiessante, illustrierte AufklärungsschriftSf 858 Ernst Sarnes, Gießen ^lieenstraQe 18 Telefon 3885 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrOhl'schen Druckerei ** Ein Neunzigjähriger. Der frühere Bäckermeister Wilhelm Lange, Neustadt 37, kann am Monbag, 23. d. M., seinen 90. Geburtstag begehen. Wir gratulieren herzlich. Amtsgericht Gießen. Ein Mann aus Allendorf (Lahn) hatte einen Strafbefehl über zweimal 10 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Am 11. August v. I. war er mit einem Kleinkraftrad, an dem das vordere Kennzeichen verrostet war, durch den Neuenweg in Gießen gefahren. Der Aufforderung eines Polizei- beamten, seinen Führerschein und die Zulassungs- papiere vorzuzeigen, kam er nicht nach, er bemerkte, er habe keine Zeit. Der Angeklagte wurde zu Geldstrafen von zusammen 20 RM. verurteilt. Berichtigung. Zum Bericht vom 18. Februar zur Verhandlung gegen Sj. in Gießen. Der Angeklagte war beschuldigt, Sammeleimer für das EHW. entleert und den Inhalt sich angeeignet zu haben. Er konnte aber nicht einwandfrei überführt werden und mußte wegen des ihm zur Last gelegten Diebstahls mangels ausreichenden Beweises sreigespro- chen werden. Dagegen erhielt er, wie berichtet, wegen Nötigung sechs Wochen Gefängnis. (Straffammer Gießen. Der H. W. In Ober-Rosbach war durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt worben. Er hatte im Juli v. I. in der Bahn zwischen Ober-Roshach und Frankfurt a. M. einen Blockwalter der NSV. in gröbster Weise öffentlich beleidigt. Gegen das Ur* teil legte der Angeklagte Berufung ein, und zwar wegen des Strafmaßes. Die Berufung wurde ver- warfen. In der Urteilsbegründung wurde ausge- Äs 'Irr s°.^"lii v kn», äJ SS 'her JS en .^1' V •*554; 't miiii?»1’ ’l ft werter Frechheit aus einem Transportwagen auf dem Gießener Bahnsteig gestohlen hatte. Der an sich traurige Fall erscheint in einem be* sonders trüben Lichte durch den Umstand, baß der Junge bei seinen Straftaten auf verbrecherische Weise von seiner Mutter unterstützt wurde., die ihm das Diebesgut verbergen half und sich damit der Hehlerei schuldig machte. Das Gericht kam im Laufe der Verhandlung zu der Auffassung, baß der Angeklagte nur unter dem Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Febr. (Dorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 37,50 bis 46,50, Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 25 bis 44,50, Färsen 41,50 bis 45,50, Kälber 40 bis 59, Schweine 56,50 bis 63,50. Marktoerlauf: alles zw- geteilt. Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8-jährig. Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen unoNähen. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Auf nahmeprünmg bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Einjährige Handelsfach- Iflaccon kür Schüler mit Volks- RidooUJl schulreife und höherer Schulbildung, bei Sekunda-oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neueSchul- jahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen, floethestr.32 Ruf 2486. Vogtsche | Piivot-Handelsschule [ Gießen, Goelhcstr. 32 artf der Meng« von drei Zentner» pro Kopf ans- kommen. Es liegt im Interesse der Dolksaenvssen, beim Verzehr von Speisekartoffeln äußerste Sparsamkeit walten zu lassen. Auf die Notwendigkeit, in weitestem Umsange Pellkartoffeln zuzubereiten, wie ieden Abfall sorgfältig zu vermeiden, wird hingewiesen. Voltsgenoffen, die über den Normalbedarf von drei Zentnern hinaus Kartoffeln verbraucht haben, können bei Neuzuteilung erst dann berücksichtigt werden, wenn alle diejenigen Volksgenossen, Die sich an die tägliche Derbrauchsmenae von einem Pfund gehalten haben, restlos mit Speisekartoffeln ver- ■ sorgt sind. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß die ausgestellte Bescheinigung über die Zeit, bis zu der ' der betreffende Haushalt mit Kartoffeln versorgt ist, allein zum Bezug eines roten Einkaufsausweises ' nach Ablauf der in der Bescheinigung angegebenen Zeit nicht berechtigt. Der rote Einkaussausweis ’ wird von den Kartenstellen erft dann ausgehändigt, wenn feststeht, daß die Kartoffeln restlos verbraucht sind, und der Dersorgungsberechtiate hierüber — außer der Vorlage der oben erwähnten Bescheinigung des Hoheitsträgers der RSDAP. — eine eidesstattliche Erklärung abgrbt. r Apotheke! affiges und rasch tb haben müssen, durch Schnitte, rrursacht werden, t vor! Und alle, iefahrdeiM üb soll man auch ; nicht unbeachtet .pso-Tinktur des« n Apotl^eten und mfzig Pfennigen ■ neuMndvierzig so desinfizierend Mschten Neben« in die angenehme )e zu hinterlassen. ewofötnotM nn ich m,r l°ltz > * (Bott, ein, 6«™ M-ri-n, W h *1 ht «L > w» * In' @e "*! nertoi*^ nch herum Ä«“S .. £ei“n d WÄl llten l^ . fam? ne l,d« °>ß°« 'Ain- Z- ***** jletot- s^hnep I -ÄS\ führt, mtt Rücksicht auf Me Vorstrafen des Ange- klagten hätte nicht auf Geldstrafe erkannt werden können. In nichtöffentlicher Sitzung hatte sich der H. T. in Butzbach wegen Sittlichkeitsverbrechen zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich an männlichen Personen unter 21 Jahren in schwerer Weise vergangen. Er wurde zu einer Gesamtgefängnis st r a f e von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, auf die ein Monat der Untersuchungshaft angerechnet wird. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß der Angeklagte einschlägig nickt vorbestraft und als Psychopath anzusehen ist. Anderseits waren die Straftaten so schwerwiegend, daß auf eine empfindliche Strafe erkannt werden mußte. Jugendgericht Gießen. Vor dem Gießener Jugendgericht wurde dieser Tage ein Fall verhandelt, wie er glücklicherweise nicht häufig oorkommt. Es standen zur Aburteilung die wiederholten Straftaten eines Jugendlichen, der sich noch nicht im strafmündigen Alter befand, als er auf die schiefe Ebene geriet, fein verbrecherisches Treiben allerdings nach der Erreichung des Jugend- ftrafalters sortfetzte. Der Junge hat 1941 bei einer Gießener Firma, wo er beschäftigt war, bei jeher sich bietenden Gelegenheit Waren der verschiedensten Art, wie Schuhe, Handschuhe, Schmuckstücke, Spielzeug, Füllfederhalter und manches andere gestohlen: er hat ferner ein Paket mit Waren im Werte von 65 RM., das er zur Post besorgen sollte, unterschlagen, auch im Geschäft einen Geldbetrag aus einem verschlossenen Schreibtisch und die einer Angestellten gehörige Armbanduhr entwendet. Der jugendliche 2lngenagte wurde zu einer Gesamt« gefängntsftrafe von acht Monaten verurteilt. Außer den aus diesen Diebstählen herrühren- den Gegenständen wurden in der Wohnung des Angeklagten Silbergegenstände im Werte von etwa 1400 RM. gesunden, die der Junge mit bemerkens- Ale Verlobte grüßen Gießen, den 22. Februar 1942 S G' Asterweg 6 Ludwigstr. 6 0684/ Berlin 0670/ Halbmiete RM. sind gut und ein besonderer Genuß von A-Z MILDE SORTE 4 PL HL SORTE 5 PL NIL 6 Pt Mehr Freude an der Natur durch Lermühler-Bücher! 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Denn das ist miaminreichJn kessen aber entfallen vorerst nut 4 % des Vrotvsrzehrs auf vollkornbrot,96°/odageg. auf vitaminarmes Brot in 6 eßen zu kauten gesucht Schriftliche**.nrebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet KARL HÜBNER Bahnhofstraße 44 Frau Müller bekommt beim Waschen auch stark verschmutzte Wäsche, z.B. ölige Berufskleidung, mühelos u. schonend tadellos sauber. I • i l I l l l I l l l • I i I I I I I I 15,— 5,— 4,— 2,50 2,— 2,— Güte. Wort, in Lebensbildes des Patienten entscheidend. So ist der Hausarzt der Mittelpunkt der gesundheitlichen Betreuung, unentbehrlich' in seiner Hilfsbereitschaft und ben Flecke zurück und die Farbe verblaßt. der Schmutzlöser mit der Doppelwirkung Familien-Drucksachen vefiebuno*e«*ige" Verm*hlung*emelgea bei BröhleSchulstraOe J e=«"drol läßt wehe wun _______________ Aber t Zf. denen lassen, dte's am nötigsten haben» Und: nicht schimpfen, wenn Sie's nicht immer bekommen. Des wird auch wieder anders. — Allein». Einladen Leibbinden Gummistrümpfe 297? A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aUer Krankenkass. Gießen, den 19. Februar 1942. Der Polizeidirektor. I. V.: Hellwege Emden. I. Erfassung der Mädel im Restaurant „3um Burghof", Burggraben 9: 23. 2. 42 24. 2. 42 25. 2. 42 26. 2. 42 27. 2. 42 28. 2. 42 Helles Brot enthalt zwar viel Kohlehydrate, die unser Körper braucht Es enthalt aber kaum Vitamin Bl, das die Kohlehydrate erst in Energie und lebenser• haltende Substanz yer* wandelt. itim-SoiD)etPra Eeleift ’ProtqfoU en Egonen Stalin soll bei >ßen ZusarNw i britischen G sönlich inten r eine Aech jische König, nahm diese. st, als sie da sich selbst un Vielleicht muf Reimen F ponnen hatte. 5 ine Reise nach U mar der erst« lern es gestatt! Irumchi, zu bi lag er dort ein len mit <5od steisespur ging ich Dier Noch stand er, in der ni sein. Den R vereinigten 61 ii Botschas ir den äußerer Mbar lange £ir Ttafford peg" gefprod pifion der en Rßth.üffC von Z bis 20 v. S. erfoalien 6ie bei wlederhoUen Auf. nahmen einer Anzeige 23. 2. 42 24. 2. 42 25. 2. 42 ■ Diese Stellun Mtspricht Crips Mr Sohn von Wnd obwohl er Millionär! Mrch einen Ra r:n Ausschluß MVistischer 5 Ijn Arbeiter t Mhurchill t ■Hrhri) sei- |2alle, ermiben Giadttheaier-Plahmieie. Die Einlösung der sechsten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: Montag, den 23. Februar 1942, für die Dienstag- Mieter, Dienstag, den 24. Februar 1942, für die Mittwoch- Mieter, Mittwoch, den 25. Februar 1942, für die Freitag- Mieter während der Kassenstunden. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasft des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende sechste Rate beträgt: ist neben Kunst und persönliche gesamten Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Kurt lahn Leutnant in einer 1 lakabteilung Elly Jahn, geb. Martin Wohlbefindens der ärztlichen Erfahrung die Kenntnis des Gießen Glaubrechtstr. 12 21. 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Dezember 1936 in Verbindung nut dem § 13 der Zweiten Durchführungsverordnung voin 25. März 1939 (Jugenddienstverordnung) (RGBl. 1 S. 710) hat der Jügendführer- desDeutschenReiches mit Erlaß vom 12. Dezember 1941 — I N 2173 — die Erfassung der Jugendlichen der Geburtsiahr- gänge 19^4 bis 1928, der Jugendlichen, dre in der Zeit vom 1.1.19i9 bis 30. G. 1929, vom 30.6.1931 bis 31.12. 1931 und vom 1.1.1932 biö 30. G. 1932 geboren sind, männlichen und wei.blrmen Geschlechts, gleichgültig, ob sie der Hitler-Jugend bereits angehören oder nicht, angeordnet. Die Erfassung findet in der Beit vom 23. Februar 1942 bis 30. März. 19.42 ftatt. Die Jugendlichen, die, tnt Stadtkreis Gießen wohnhaft oder aufenthältlich sind, haben, wie aus dem Erfassungsplan ersichtlich, auf den Ateldeuellen zu den angegebenen Zeiten zu erscheinen.. Die gesetzlichen Vertreter der Jugendlichen fmb für das Erscheinen verantwortlich. . Folgende Papiere und Urkunden smd bet der Anmeldung vorzulegen: 1. Geburtsurkunde oder andere Unterlagen, aus denen das Geburtsdatum einwandfrei hervorgeht ; . , . 2. Lichtbildauswers, soweit vorhanden:. 3. bereits vorhandener Mitgliedsausweis der Gitter-Jugend bzw. Unterlagen über eine frühere Zugehörigkeit zur HI. (Dtitgliedausweis, Ausschlußbescheid. usw.)r . _ . 4. Unterlagen über eine etwaige nicht deutschblütige Abstammung; 5. Unterlagen für einen Antrag auf Dienstbefreiung wegen: ~ c x a) Untaugüchkeit ( § 4 Jugenddienstverordn.), b) zurückgebliebene körperliche Entwicklung ( § 5 Jugenddienstverordnung), , „ „ n v c) mangelhafte Schulleitungen ( § 5 Abs. 2 der Jugenddienstverordnung), d) nichtdeutsches Volkstum (§ 6 der Jugenddienstverordnung). Es wird darauf hingewiesen, daß ein Anbruch auf Reisekosten oder Entschädigungen für Lohnausfall für die Jugenddiemtvflichtigen nickt besteht. Juden und solche Atischlinge, die nach § 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. 11. 1935 (RGBl. I S. 1333) als Juden.anzu- sehen sind, haben zu diesen Gestellungen nicht zu erscheinen. t_ ... . Zuwiderhandlungen gegen die Jugenddienst' pflicht werden nach den bestehenden Gesetzen 9.30—17 Uhr, Jg. 1927 v. A bis Z u. Jg. 1928 v. A 8.30—17 Uhr, Jg. 1928 v. L Jg. 1929 v. A 8.30—17 Uhr, Jg. 1925 v. A Jg. 1926 v. A 9—12 Uhr, Jg. 1926 v. L 13—18 Uhr, Jg. 1931 v. A Jg. 1932 o. A . 9—14 Uhr, Ortsgr.G.-Kl.-Linden, 9—16 Uhr, Ortsgr. G.-Wieseck. $ Harfnäckige Husrenqualen und Bronchitis ein Pflaster (mit Mufflussenl zusammen- is sondern em ru cs dieWunoi häll; «»al s»i> LL-- Statt Karten! Allen Freunden und Bekannten danken wir auf diesem Wege recht herzlich für die vielen Geschenke und Glückwünsche zur Konfirmation unseres Sohnes Helmut Rudolf Krehblehl und Frau Albertine, geb. Back Lollar, den 21. Februar 1942 ____________0658/ Vermahlungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei Gießen, den 17. Februar 1942. Der Oberbürgermeister. 1 Bekanntmachung. Rach der Polizeiverordnung vom 4. II. 1882 haben die Garten- und Feldbesitzer die Hecken, die ihre Grundstücke umfriedigen, an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen, bis zum 15. März jeden Jahres auf eine Höhe von 1,25 m und eine Breite von 0,50 m zu beschneiden. In der Zeit vom 15. März bis zum 30. September dürfen nach § 14 der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 Hecken nicht geschnitten werden. Zuwiderhandlungen merben^be^ Gießen, den 18. Februar 1942. Der Oberbürgermeister. I. A.: Nicolaus. !Ün(d)te, nachgc it sich auf em z MEMPHIS 4 PL