Mittwoch, 21. Januar 1912 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Sie Hintergründe der japanischen Wehrkraft Von Dr. Walter Donat, Direktor des Japanisch-Deutschen Kulturinstitutes in Tokio. e des Führers am 22. Juni Großmacht genauer studi r verrechnet haben. Denn er würde ) Uhr. I e q I UJUrUcH uruu, WUVCt unrei uuvmiH viv ~ ------------ ' ’ . ' , nationalen Konzessionen in China leicht den Schau- entscheidend waren, so hatten la auch mir manchen Churchill und das Parlament AM Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Gietzed, Zchulftrahe 7-9 er e- Stockholm, 20. Januar. (Europapreß.) Die Schlacht um das letzte Autzenwerk Singapurs, wie Iohore Baru am äußersten Zipfel Malayas gegenüber der Insel Singapur in London bezeichnet wird, ist in vollem Gange. Die dort eingeschlossenen 20 000 Mann britischer und vor allem australischer Truppen kämpfen verzweifelt gegen die immer stärker werdende militärische japanische Ueb erlegen - heit. Auch der Japaner wirft alle verfügbaren Streitkräfte in den Kampf. Der Kommandeur der eingeschlossenen australischen Einheiten, General B e n- nett, teilte in einem Funkspruch mit, daß sie ihre Stellungen „noch" hielten. Ausschlaggebend für den Ausgang des Kampfes wird es sein, ob es den Briten rechtzeitig gelingen wird, ausreichende frische Truppen heranzuschafsen. Die zwischen Labis und Yongpeng ein- geschlofsenen britischen Einheiten machen verzweifelte Ausfallversuche, in der Hoffnung, sich doch noch eine Rückzugsmöglichkeit zu erkämpfen. Der Ring der Japaner wird jedoch an der ganzen Front immer enger, an vielen -Stellen ist der britische Widerstand bereits gänzlich gebrochen. Ein Teil der geschlagenen Briten versucht nun, nach Ayer 3tarn, einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt in Zentral-Johore, zu entkommen. Am Montagnach- mittag besetzten die Japaner, nach Brechen des Widerstandes der 45. Division, die Stadt Baki, 20 km östlich von Batu Annarn. Auch hier setzen die Japaner ihre Angriffe mit unverminderter Ducht fort. Die Briten werden von Resten der britischen Luftwaffe nach Kräften unterstützt. Diese sind jedoch auch hier der japanischen Luftwaffe bedeutend unterlegen, so daß die Zahl der britischen Flugzeuge, die der Verteidigung Singapurs noch zur' Verfügung stehen werden, immer geringer wird. Die Anstrengungen der Briten, sich der japanischen Umklammerung zu entziehen, sind um so größer, als die von den Japanern eingeschlossenen 20 000 Mann britischer Streitkräfte für die Verteidigung Singapurs gedacht waren. Nach der Einschließung dieser Streitkräfte stehen für die Verteidigung dieses britischen Stützpunktes nur noch rund 10 000 Mann zur Dersügung. Funkberichte aus Singapur lassen ferner erkennen, daß die Lebensmittelversorgung der von Flüchtlingen überschwemmten Stadt bereits ernste Schwierigkeiten bereitet. Alle diese sich täglich steigernden Schwierigkeiten haben den Stadtrat von Singapur veranlaßt, auf Verlangen zahlreicher indischer Einwohner cm die Regierung in London englischen Interessen aufeinanderstoßen. August 1907 wurde das Land in eine russische Einflußzone im Norden und eine englische im Südosten aufgeteilt. Dazwischen verblieb ein neutrales Gebiet, das jeder der beiden interessierten Großmächte offenstehen sollte. Während des ersten Weltkrieges war der Iran, ohne sich selbst am Kampf zu beteiligen, Kriegsschauplatz. Nach Friedensschluß aber begann für das Land eine bessere Zeit. Unter einer starken weitblickenden Regierung, die sich von der englischen und russischen Bevormundung immer mehr frei zu machen wußte und enge Anlehnung an die stammverwandte Türkei suchte, begann der Japanischer Lustangriff auf Habaul. Schanghai, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der australische Luftfahrtminister Drakeford hat einen Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf Rabaul, die Hauptstadt des australischen Mandats von New Guinea, bekanntgegeben. Die japanischen Bomber, die vermutlich von einem Flugzeugmutterschiff gestartet seien, hätten den Flugplatz von Rabaul in mehreren aufeinanderfolgenden Wellen angegriffen und militärische. Anlagen zerstört. platz von verschleierten Aufkäufen abgeben konnten. Jedenfalls darf das gegenwärtige japanische Rü- tungspotential als recht umfangreich und vor allem n hohem Maße erweiterungsfähig angesehen werden. sind. Zur Beurteilung für die Durchhaltekraft eines kriegführenden Volkes gehören aber nicht nur die mehr oder weniger meßbaren Kräfte feiner technischen und kriegswirtschaftlichen Rüstung und ihrer Reserven. Wenn die Menge der Rohstoffe, die Größe der Produktionskapazität usw. allein kriegs- 1941 sind aller Welt die Vorschläge bekannt, mit denen Molotow im Winter 1940/41 nach 23 er« mng wurde durch geführt. Nach Festigung der Verhältnisse in Rußland nahmen bald nach Beendigung des ersten Weltkrieges auch die Machthaber der Sowjetunion, alter Tra- vruck und Verlag: vrühlfcheUniverfltätrdruckerei 8. tauge Trotz der gewaltigen Erfolge, die Japan in den wenigen Wochen des Krieges im Pazifik davonge- Krscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Oie Schlacht von Iohore Bahrn. Erbitterter britischer Widerstand am äußersten Zipfel Malayas. würde sich weniger______, beobachtet haben, wie dieses Volk mit einer fast unheimlichen Konsequenz seine gesamten Energien in die Vorbereitung auf die kommenden Auseinandersetzungen zusammengefaßt hatte. Wie ein systematisches und zähes Sammeln aller in der Welt verfügbaren militärischen, wirtschaftlichen, tech. nischen und wissenschaftlichen Erfahrungen zusammenspielte mit einer wunderbaren Oekonomie und Konzentration der eigenen Kräfte. Was zu lernen war, wurde gelernt (preußisch-deutsche Heeresorganisation und Ausbildung Schiffsbau und Seestrategie usw.), al lernte wurde sogleich in die eigene Waffe umge» SJäI 192. Jahrgang m.u Monatlich... RM.1.80 ZultellgekMr ,, 7-25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kerrrsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Postscheck 11686 Frankf./M. Geschichte des malaiischen Feldzuges fei*. Seine Worte klangen, als ob die Engländer gerade dabei wären, die Japaner aus Malaya zu vertreiben. Tatsache sei, daß die weit unterlegenen britischen Streitkräfte in einer ernsten Lage seien. Auch Reuters militärischer Kommentar ist ausgesprochen trübselig. Die Gesamtlage sei so heikel und verworren, und die japanische zahlenmäßige Ueberlegenheit zu Lande und in der Lust so groß, daß man Tag für Tag nur den Ereignissen zu- schauen könne, ohne irgendwelche Schlußfolgerungen zu ziehen. Die Einnahme von Tavoy in Südburma durch die Japaner sei h ö ch st unangenehm. Tavoy sei ein Bergwerkzentrum, ein Hafen am Indischen Ozean und der dritte verlorene Flugplatz in Nieder-Burma, nachdem bereits die Flugplätze in Victoria-Point und Mer- gui von den Japanern besetzt seien. Gihung des japanischen Reichstages. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/, Uhr desGormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm , Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsfeMengenstaffelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25^mehr Wer diese Jahrzehnte des japanischen Aufstiegs zur modernen Großmacht genauer studiert hätte. S®S K- r5“ to.be Je ^ra,Nng bk, . $16 L «yiinme. Sti Hessen-Nas^ eb Gebiete; BiernE stankfurM "u SC. Joch 'S11 h°chschul. 'lm endete b R Berlin Wo und 7:?| mes Plus, fr einrich henkil ckey-Mei. > weitere Be. süssen mit 4:.’ S'fr und b' chche Meister pieler ge. rkampf gegen !ten. arine Wil- t erstmals b ! verloren b dition folgend, die Dardanellenpläne wieder auf. Sie suchten ihren Zielen zunächst durch eine Verständigung mit der Türkei näherzukommen. Ein Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern wurde abgeschlossen. Ihren vereinten Bemühungen gelang es dann, daß 1936 der Völkerbund in den Abmaßen haben. Durch die Kundgebung 1941 sind aller Welt bi stl^* 7^*5 o* wandelt. Die Vorbereitungen zu jedem der Kriege, die Japan seit seiner Erneuerung geführt hat, waren gründlich umfassend und bis aufs letzte durchdacht. Bei aller Kühnheit ist eine Grundeigenfchaft des Japaners die Vorsicht. Wer die japanische Führungsschicht näher kennt, mit all den Regulativen, die einer endgültigen Entschlußfassung vorgebaut sind, der weiß, daß Japan für die Existenz seines States kein Risiko eingeht ohne höchstmögliche Sicherungen. Der Krieg, in den Japan am Ende des letzten Jahres eingetreten ist, geht um seine Existenz als Großmacht überhaupt. Ein Blick in die Geschichte läßt es als sicher erscheinen, daß die Vorbereitungen zu diesem Kriege umfassend Man kann die Frage, ob denn unser Bundesgenosse Japan auch die genügenden Voraussetzungen ür einen so gigantischen Krieg mitbringe, auch anders beantworten, in dem man auf die Geschichte verweist. Als das amerikanische Geschwader des Kommodore Perry im Jahre 1853 vor dem Jahrhunderte hindurch von aller Welt abgeschlossenen Lande erschien und die Eröffnung von Handelsbeziehungen erzwang, war Japan ein in unserem Sinne fast noch mittelalterlicher Feudal st aat, dessen Bewaffnung und Wirtschaft den modernen Staaten des Abendlandes hoffnungslos unterleaen war.. Es war in feiner Technik kaum entwickelter als irgendeines der anderen pazifischen Anliegerländer, und hätte wie diese dem Imperialismus und der Ausbeutungswirtschaft der westlichen Mächte zum Opfer fallen müssen. Da war es für die Welt keine kleine Ueberraschung, als wenige Jahrzehnte später ein völlig modernisierter Staat, eine funftionierenöe und exportstarke Wirtschaft und Industrie, und eine schlagkräftige modernste Wehrmacht ihre Forderungen in Ostasien anmeldeten. Der Chinesisch-Japanische Krieg aab der Welt einen ersten Beweis von der Leitungsfähigkeit des neuen Japan. Immerhin, als 1904 der Russisch-Japanische Krieg ausbrach, haben von den militärischen Fachkundigen im Abendland wohl 99 v.H. mit einem schnellen Ende >der neuerstandenen Macht gerechnet. Aber ein voller Sieg stand am Ende vieles xrieaes, und Japan war als Großmacht stabilisiert. Tokio, 21. Jan. (DN'B.-Funkspruch.) Der ja- panische Reichstag tritt heute wieder zusammen, um die für die- Durchführung des Krieges notwendigen Mittel zu bewilligen. Auch ist eine Reihe von ^Gesetzen zu verabschieden, die die finanzielle und wirtschaftliche Grundlage für den Aufbau des neuen Ostens sicherstellen. Die Sitzung wird emgelettet durch eine Rede des Ministerpräsidenten General To jo. Weiter sprechen Außenminister Togo, Ministerpräsident To jo in seiner Eigenschaft als Kriegsminister, Marineminister Admiral Shrma- d a , sowie Finanzminister Kaya. Heber 200 Abgeordnete des Unterhauses haben eine Entschließung ein gebracht, die eine Erneuerung der Tätigkeit des Parlamentes fordert. Es sei Pflicht des Reichstages, von sich aus ein großes Das sowjetisch-britische Militärbündnis. Von Generalleutnant v. Tieschowitz. Der englische Außenminister Eden hatte, bevor Churchill aus USA. zurückkehrte, wieder eine Besprechung mit Stalin und Molotow in Moskau. Dabei hat es sich, wie die Londoner Times" in diesen Tagen ausführt, unter 'anderem um die zukünftige militärische Sicherheit und die wirtschaftlichen Interessen der Sowjetunion gehandelt. Es ist nicht schwer zu erraten, wie man die militärische Sicherheit erreichen will. Im Westen kann es sich nur handeln um ein Zerschlagen Großdeutschlands und um dessen militärische Ohnmacht, im Osten Um das Zurückdrängen Japans vom asiatischen Festlande. Die in Moskau besprochenen wirtschaftlichen Fragen werden sich vor allem bezogen haben auf die Schaffung von Zu- gän g e n zum eisfreien Meer für Sowjetrußland. Dabei kann es sich nur handeln um den in Moskau und Petersburg eit Generationen erstrebten Besitz von Kon tantinopel und der Dardanellen, um o die gesicherte Verbindung mit dem Mittelmeer in der Hand zu haben und um die Verbindung mit dem Indischen Ozean durch das Gebiet des Iran. Letzteres Land und die Türkei würden also durch solche Pläne aufs schwerste getroffen werden. Es wird kein Zufall gewesen fein, daß gerade die diplomatischen Vertreter Englands.in diesen beiden Ländern an den Moskauer Beratungen teilgenom- Tokio, 21. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Zwei japanische Luftgeschwader griffen britische Truppenansammlungen bei Moulmein in Burma an und richteten große Zerstörungen an Kasernen, Eisenbahnanlagen, Lagerplätzen, Lastwagen usw. I S t o ck h o l m , 20. Jan. (Europapreß.) Churchill an. Moulmein, eine Stadt von etwa 65 000 Ein- Kat sich noch nicht richtig wieder zu Haus einge- wohnem, etwa 150 km in der Luftlinie von Ran- eine Gruppe von Parlamentariern gun, ebenfalls am Golf von Martaban gelegen, ist gefordert, das britische Unterhaus möge Mittelpunkt der ersten britischen Derteidigungsstel- -usammentreten. Es wird eine eingehende Aus- lung gegen die vereinigten japanisch-thailändischen über die Vielzahl der Schlappen gefordert, Streitkräfte und bedeutendster Hafenplatz neben öic ©ngiänber seit Wochen in ununterbrochener Rangun. Die Engländer haben hier größere Trug- Reihenfolge in Ostasien erleiden müssen. Also blieb penmaffen zusammengezogen, da sie befürchten Churchill nicht anders übrig, er kündigte eine brei- müffen, daß nach dem Fall von Singapur ber tägige Unterhausdebatte über die Kriegführung an. nächste Schlag gegen Burma als Derforgungsbasis Cr werde die Vertrauensfrage stellen, wenn die für Tfchungking fallen wird. Diskussionen eine Herausforderung gegen die Re- Ein in der Montagnacht in Rangun veröffent- gierung darstellen sollten. ,Zch teile natürlich die lichtes Kommunique gibt den Rückzug der britischen Besorgnisse um den Krieg in Ostasien, habe aber Streitkräfte aus der bedeutenden südburmesischen Vertrauen auf das schließliche Ergebnis dieses Hafenstadt Tavoy bekannt. — In dem Kom- Konflikts." Mit diesen Worten versuchte Churchill muniquö heißt es, daß angesichts der Ueberlegen- vorerst die Erregung zu besänftigen, die weite heit der feindlichen Streitkräfte „die Zurücknahme Kreise |n Landon über die Schläge in Ostasien er- der britischen Truppen auf günstigere Stellungen griffen hat. Hauptzweck der Schaudebatte soll sein, erfolgt. 2lus der gleichen Mitteilung geht noch her- unangenehmen .beträchtlichen Diskussionen vor, daß die Japaner den Flughafen von Tavoy außerhalb des Hauses" zu unterbinden. „Im großen bereits besetzt haben. 'Tavoy ist neben Mergui etwa und ganzen sind wir der Ansicht, daß die Aus- 180 Kilometer weiter südlich der wichtigste Hasen spräche öffentlich geführt werden soll", Tagt Chur- der burmesischen Provinz Tenasserim und liegt in und fügt hinzu, „daraus wird sich die Not- der Luftlinie nur 400 Kilometer von der burmefi- Wendigkeit ergeben, den Anfragen einigen Zwang sch en Hauptstadt Rangun entfernt. Von besonderer aufzuerlegen". Typisch dafür war schon der An- Bedeutung ist die Eroberung von Tavoy für die trag des Abgeordneten Granville, daß sofort Flug- Stellung der Japaner im Indischen Ozean, nachdem ^uge ftU5 England zur Verteidigung Singapurs sich nunmehr die gesamte malaiische Halbinsel in ja- abgeschickt würden. Dazu erklärte der Sprecher der panischer Hand befindet. Regierung: ,^ch befürchte, daß ich im Rahmen der Geschäftsordnuna die Erlaubnis zu dieser Anfrage nicht erteilen darf." Worauf dann die Angelegenheit fallen gelassen wurde. Der Londoner ,Laily Expreß" macht die tradi- !! ogen Hungen van Montreux sich imt einer W«derd-sech- ,, CH „„ .... v„0.,.......... Fung der Dardanellen einverstanden ertlarte. get» L en hat, wird heute oft gefragt, ob denn Japan ner wurde damals zugestairden, daß die Kriegs- auch d u r ch h a l t e n könne, ob seine Kräfte, die es schiffe,6er Anliegerstaaten des Schwarzen Meeres bem fünfjährigen Krieg in China und schon vor- i im Frieden die Meerengen ohne Beschränkung be- U in 6en jahrelangen Kämpfen in der Mandschurei nutzen durften, wahrend d,e Durchfahrt für andere if, ftärt(te verausgabt habe, auch ausreichen wer- Seemächte echeblich eingeschränkt wurde. Wahrend I (einen neuen gewaltigen Gegnern, USA. eines Krieges in dem die Turke, neutral blieb, l Britannien, überlegen zu bleiben. Demgegen- irbernahm sie die Verpflichkln«. d,e Meerengeni für über jft f(J $ic Besetzung und Sicherung der die Durchfahrt frember Schiffe zu schließen Diese Mandschurei 1931 ist im großen und ganzen Lage besteht augenblicklich, in Ankara wird man mif ben'Sräften durchgeführt worden, die ohnehin mcht,rn Jweisel sein dag ein Sieg Englands und den Waffen standen, das heißt mit der re- der Sowjetunion für tue Turke, den Derlust Jstan- uIären Friedensstärke des japanischen brlls und der Meerengen bedeuten wurde ^..- Heeres. Wobei noch ein großer Teil der Truppen . Zn ähnlicher Lage befindet sich der 3 r a n, auf Sicherung der Grenze gegen die Sowjetunion dessen Gebiet feit Generationen die russischen und o ) i» englischen Interessen aufeinanderstoßen. Ende > '^nannte chinesische Zwischenfall seit 1937 (der nie als Krieg bezeichnet worden ist) hat sich zwar immer mehr zu einem weiträumigen und kräftefressenden Feldzug ausgeweitet, und es war in steigendem Maße nötig, Einziehungen vorzunehmen. Aber einmal wurde wiederum zunächst die Hälfte der verfügbaren Kräfte in die mandschurisch-russischen Grenzlinien geworfen und blieb damit, von geringen Ausnahmen abge« sehen, vom eigentlichen Kriege unberührt, und zum anderen ist der chinesische Feldzug so zögernd geführt worden, daß ein irgendwie erschöpfender Ein- , . - . ,,, fafe weder der menschlichen noch der rüstungsmäßi- Jran langsam aufzubluhen. Das alles wurde zu- Reserven eingetreten ist. Die große japanische nichts, als die Engländer im Sommer 1941 dort c^tte, die die Küstenblockade durchführte, in einigen einrückten, um die Verbindung mit der Sowjetunion I ’ xnrcß Beschießungen in die Kämpfe eingriff herzustellen. Der Schah knd ein vorg—en b'attl, englandhonge Regierung eingesetzt. So befindet sich v^^tnjAmäßig wenig gestört wurden, mußte das Land letzt in den Hunden Großbritanniens, und }nn tz^fes Krieges überhaupt noch als Außenminister Eden wird bei der ^esprechung ml. ((.^ intaft und unverbraucht gelten. Ihre Moskau denS°wieGertretern dievon diesen 9e- Leubau'ten fint) ebenso wie Flugzeugzahlen in den wünschten Zugeständnisse gemacht haben. I letzten Jahren nicht mehr veröffentlicht worden. Sie Di« Eowj«t-Afpir-tionen gj. *£«jÄ"tSSuS?«'■ aus türkische« Gebiet. w Berlin, 20. Jan. (DNB.) Die türkische Presse Sinne unseres Krieges konnte bisher in feiner beschäftigt sich mit einem TASS.-Dementi, dessen die Rede sein. Bis zum Anfang des euro- Anlaß ein Interview des ftüheren USA.-Botfchaf- päifchen Krieges war im Leben der Nation, von ters in der Türkei, M c. Murray, war. Er hatte ben durch Einziehungen betroffenen Familien ab- einen Anschlag der Sowjetunion aufbie gesehen, überhaupt kaum ein Unterschied gegenüber Meerengen als durchaus wahrscheinlich bezsich- tzem Leben im Frieden zu bemerken. Erst seit 1940 net. Bezeichnenderweise war dieses Interview von begann sich der Krieg wirklich fühlbar zu machen, den amerikanischen Agenturen in ihrer Bericht-1 m)r nQPm durch sehr strikte Rationierung und erftattung aus begreiflichen Gründen unterschlagen 3um Teil Drosselung von einer Reihe von Gütern, morgen. Wie unangenehm dieser Zwischenfall in die bis dahin im freien Markt zu haben waren. Daß Moskau aewirkt hat und wie unsicher die Sow- dahinter feit langem ein Prozeß abspielte, der jets sich der Türkei gegenüber fühlen, fann man }mmer ftärfer zur totalen Kriegswirtschaft über- daraus ersehen, daß sie versuchten, die Erklärung ^hrte, war wie gesagt nach außen nur ganz all- des unangenehmen Kronzeugen Mc. Murray durch mählich merkbar. Das letzte Jahr zeigte allerdings ihre Agentur ASS. zu dementieren. Merkwürdiger- nun auc^ offensichtlich die volle Entwicklung weife erfolgte dieses Dementi aber nur in der Tür- r Kriegswirtschaft. Sie galt aber, wie fei Dieses Abstreiten wird den bolschewistischen m{r je^t wissen, viel weniger dem Chinafeldzug, als «Machthabern nicht helfen. Es gibt Zeug-en genug für ker Vorbereitung auf den inzwischen eingetretenen die bolschewistischen Absichten auf den Bosporus des großen pazifischen Krieges, und die Dardanellen. ' I entzieht sich unserer Kenntnis, wieweit die 1 gewaltigen Rohstofferschließungen in der Mandschurei und Nordchina schon fortge-schritten sind. Daß aber alles, was in den letzten Jahren auf dem Kontinent schon hat aus= gewertet werden können, restlos der militäri- schen Rüstung zugeflossen ist, kann gar feinem Zweifel unterliegen. Ebenso wie es sicher ist, daß telegraphisch di- Aufsord°rung zu richten, die Stadt «“4‘ W fofe Opfer zu vermeiden. Hegt worden sind, wobei unter anberem^biejnter* Der Angriff auf Burma. I’ ' ........ t'onelle Selbstgefälligkeit und Ueberheblichkeit maßgeblicher britischer Kreise für die Niederlage in Ost- äsien oerantworttch und wendet sich mit beißender Ironie gegen den britischen Nachrichtendienst, der sich gestern über den Rückzug auf der Malayen- -- -----«, - Halbinsel begeisterte, weil dieser, wie er meinte, konstruktives Programm auszustellen, das dem neuen > „eine der herrlichsten Transportleistungen in der! Zeitalter Ostasiens gerecht werde. lin kam. Die Machthaber des Kreml forderten damals freie Hand zur Vergewaltigung Rumäniens und Finnlands, ferner „die Besetzung einiger wichtiger Stützpunkte an den Dardanellen bzw. am Bosporus"; denn „Sowjetrußland benötige unter ollen Umständen einen freien Durchgang durch die Dardanellen". In enger Verbindung mit diesem Plan stand die Ansicht, sowjetische Truppen in Bulgarien zu versammeln. Deutschland konnte auf diese mb fteilf* Forderungen nicht ein geh en, die freie Bahn ge- [ Qauf. schäften hätten für die Vergewaltigung von ganz Europa durch den Bolschewismus. England war bisher in der Frage Konstantinopel ® und die Dardanellen der Gegenspieler Rußlands gewesen, weil dessen Festsetzen an den Meeres engen zu einer Bedrohung des Seeweges durch das mittelländische Meer zum Kanal von Suez und - -weiter nach Indien führen konnte. Nur einmal hatte ] England sich bereit erklärt, den Russen dieses Zuge- < ständnis zu machen. Das war während des ersten Weltkrieges gewesen, als man dadurch die Petersburger Regierung um so fester an die Westmächte zu binden hoffte. Durch den Ausbruch der Revolution in Rußland im Jahre 1917 waren die Abmachungen mit dem kaiserlichen Rußland bann hinfällig geworden. Konstantinopel und die Meerengen blieben in türkischer Hand, aber ihre Entmilitarisie- Grund zur Besorgnis. Hinter den Statistiken und Berechnungen aber stehen lebendige Völker, Völker mit verschiedener Lebenskraft, mit einer so oder so gearteten Haltung und Gesinnung. Und da treffen wir allerdings in den Japanern auf ein Volk, das im höchsten Sinne des Wortes ein f o l • datisches genannt werden muß. Der Japaner nennt die Grundhaltung, die ihm mit seiner Rasse und in seiner Geschichte vererbt ist, Bushido, den Weg des Kriegers. Im japanischen Krieger steckt die Tradition des besten japanischen Menschentums. Als Stand war der „Samu- irai" der erste unter allen Ständen — der Kaufmann übrigens der letzte. In allen starken Zeiten seiner Geschichte war und ist auch heute noch das typenprägende Vorbild allein der Mensch, der die Grundhaltung des Kriegers besitzt, ob als Regierender, Beamter, Soldat oder Bürger. Der hohe Grad der Tapferkeit und Einsatzbereitschaft des japanischen Soldaten, sein Opfermut, seine Treue für den Tenno sind in der neueren Geschichte vollauf bestätigt. Schon der Samurai früherer Zei. ten zeigt so weitgehende Konsequenz des kriegerischen Typus, wie es kaum in einem anderen Kulturvolk gefunden werden kann. Die Forderungen an männliche und soldatische Härte, die das Kriegerideal des Samurai aufstellt, die karge und spartanische Lebenshaltung, die höchstgesteigerte Selbstzucht und Gefuhlsbeherrschung, die völlige Geringschätzung des Lebens, der hochempfindliche Ehrbegriff Haden ursprünglich diesen Stand streng heraus- gehoden aus der übrigen Masse des Volkes. Dafür war der Samurai in Dichtung, Theater und Bild das leuchtende Vorbild der Bürger. An der Geschichte feiner großen Helden — und kaum in einem anderen Volk ist die heroische Vergangenheit stets so lebendig geblieben — lernt der Japaner alles, was ihm Tugend ist. Mit der Erneuerung des Staates ging dieses Kriegerideal des Bushido, des Kriegerweges, fast unverändert auf die moderne Wehrmacht über, die ein Dolksheer war. In treuester Pflege von feiten des Staates entwickelte sich Bushido immer mehr zum völkischen Erziehungsvrinzip schlechthin und erwies sich als der gesunde Gegenpol gegen die ein. strömenden liberalistischen Ideologien des Westens. Rach der schnell fortschreitenden Ueberwindung all dieser liberalistischen Einflüsse ist heute das soldatische Ethos des Bushido wieder in immer steigendem Maße wirksam geworden in der Dolkserzie- hung, in den staatlichen Organisationen und nationalen Bünden, und bestimmt die Haltung des gesamten Volkes. Der Ausbruch des großen pazifischen Krieges wird diese Entwicklung noch überaus verstärken und beschleunigen. In der soldatischen Hal- tung und Gesinnung eines ganzen Volkes und feiner Wehrmacht liegen die eigentlichen Quellen der japanischen Kraft. Der Japaner ist stolz darauf, daß fein Land im Lause seiner 2600jährigen Geschichte noch niemals von einem Feinde besiegt worden ist. Daß das Land der Götter und des göttlichen Tenno eine Niederlage erleiden könnte, ist für ihn völlig unvorstellbar. Diese Siegeszuversicht, aus einer echten und radikalen soldatischen Haltung entspringend, verleiht der japanischen Wehrmacht jenen hinreißenden Schwung, mit dem der Krieg begonnen wurde, aber auch die unzerreißbare Zähigkeit und Härte, mit der sie ihn durchführen wird. Harte Abtvehrkämpfe. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Im Sudab- fchnitt der Ostftont- griff der Gegner in den frühen Morgenstunden des 18. Januar nach zwei- stündiger Artillerievorbereitung den Nordflügel einer deutschen Division an. Dem zusammengefaß- ten Feuer der deutschen Artillerie ist es zu verdanken, daß dieser Angriff trotz des strengen Frostes, der die Abwehrkämpfe erschwerte, restlos Abgeschlagen wurde. Zahlreiche Tote und Verwundete blieben auf dem Schlachtfeld liegen. Eine An- Aahl Gefangener fiel in unsere Hand. Auch an der Front einer benachbarten Division der Waffen-^ wurde eine angreisende feindliche Gruppe durch vernichtendes Artillerie feuer an ihrer Absicht, in Die deutschen Linien einzudringen, verhindert und aufgevieben. Ein schwerer Kampf entspann sich in ver Nacht zum 18.Januar in dem Abschnitt ita- tri e n i f tf) e r Truppen im Süden der Ostfront. Die Bolschewisten griffen hier eine Ortschaft an, die einen wichtigen Stützpunkt der italienischen Linien bildete. Trotz der strengen Kälte von Minus 18 Grad wiesen die italienischen Truppen den feindlichen Angriff ab und fügten dem Gegner hohe Verluste zu. Ein bolschewistisches Regiment konnte nur bis auf etwa 400 Meter an die deutschen Stellungen herankommen. Hier gerieten die Bolschewisten in das zusammengefaßte Abwehrfeuer der deutschen Infanterie und Artillerie, so daß ihr Angriff ins Stocken geriet. Im Nachbarabschmtt gelang es bolschewistischen Kräften in Regimentsstärke vor- Lbergehend in die deutschen Stellungen einzudrin- ven. Zusammen mit einer Panzerkampame ging hier deutsche Infanterie sofort zum Gegenangriff über und warf die eingedrungenen Bolschewisten zurück. Außer 30 Gefangenen mußte der Feind über hundert Tote zurücklafsen. In einem Abschnitt des Donezbogens unternahmen die Bolschewisten bereits in den frühen Morgenstunden des 18. Januar wiederholte Angriffe gegen die Stellunaen einer deutschen Infanteriedivision. Alle Angriffe wurden zurückgeschlagen. Am Nachmittag erneuerten die Bolschewisten ihre Angriffe, jedoch ohne Erfolg. Die Derluste des Feindes betrugen über 150 Tote und 200 Verwundete; zahlreiche Bolschewisten gerieten in Gefangenschaft. Die deutschen Stellungen im Raum ostwärts Charkow griffen am 19. Januar^ sechs bolschewistische Bataillone mit starker Unterstützung durch Artillerie, Eisenbahngeschütze und Panzerzüge an, wurden aber mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. An keiner Stelle gelang den Bolschewisten ein Einbruch in die deutschen Stellungen. Im Raume südostwärts von Kursk nahmen die deutschen Truppen gegen zähen bolschewistischen Wider» stand eine Ortschaft. Die Bolschewisten verloren über 500 Mann an Toten und Verwundeten. An der mittleren Front unternahmen die Bolschewisten am Nachmittag des 18. Januar wiederholte Angriffe mit strkeren Kräften. Deutsche Jn° fönte rie, die in tiefem Schnee und bei einer Kälte von fast 20 Grad dem Feindü erbitterten Widerstand entgegensetzte, brachte alle bolschewistischen Vorstöße zum Scheitern. Ein Ort, in den bolschewistische Kräfte vorübergehend eingedrungen roaren, wurde im Gegenstoß dem Feind wieder entrissen. An einer anderen Stelle wurden zwei, an einer weiteren drei feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Am Tage darauf griffen bolschewistische Kräfte in Bataillonsstärke die deutschen Linien in einem benachbarten Abschnitt an. Das feindliche Bataillon wurde fast vollständig aufgerieben. Im nördlichen Frontabschnitt kam es am 18. Januar zu außerordentlich schweren Kämpfen. Holsteinische und olden- burgische Truppen wiesen alle Angriffe ab und vernichteten sechs schwere Panzerkampfwagen. An feiner Stelle konnten die Bolschewisten in die deutschen Linien einbrechen. e Im mittleren Kampfabschnitt füdwesttich und nordwestlich von Moskau und im Seegebiet der lPaldai-Höhen bombardierten Kampf-, Sturzkampf-, Zerstörer- und die Jagdschutz fliegenden Jagd-Flugzeuge unablässig Truppen und Stellungen des Feindes. Trotz der harten Einsatzbedingungen hielten diese Angriffe den ganzen Tag über an, was zu außerordentlichen Verlusten des Feindes führte. Im nördlichen Kampfabschnitt richteten sich Tiefangriffe gegen bolschewistische Arttlleriestellungen. Drei feindliche Batterien wurden vernichtet, sechs weitere stark beschädigt. Mehrere Kampfflugzeuge zerstörten einen Eisenbahnzug auf der Murman- Bahn. Drei Betriebsstoffzüge wurden in Brand geworfen und die Gleise av mehreren Stellen unterbrochen. Die ununterbrochenen Einsätze stellten große Anforderungen an die deutschen Flugzeuge und ihre Besatzungen. Dabei gingen nur zwei deutsche Flugzeuge verloren. Der Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauplquarkler, 20. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim wurden die im Kaum nordostwärts Aeodosia kämpfenden feindlichen Kräfte weiter nach Osten zurückgeworfen. An der Donezfront sowie Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt dauern die Abwehrkämpfe an. Bei erfolgreichen Stohtrupp- unternehmungen fügten slowakischeTruppen dem Gegner blutige Verluste zu. Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront, zum Teil unter schwierigsten Einsahbedin- gungen, die Kämpfe auf der Erde. Die IHurman- Bahn wurde an mehreren Stellen durch Bomben- Oer Dichter Ludwig Thoma. Zum 75. Geburtstage am 21. Januar. Am Schluß feiner 1919 erschienenen Erinnerungen sagt Ludwig Thoma: „Bon dem Drucke, den ich wie alle nach dem Zusammenbruche des Vaterlandes auf mir lasten fühle, suchte ich und fand ich zeitweilige Befreiung in der Erinnerung an die Vergangenheit!" Wie leuchtend heben sich Kindheit und Jugend und das Schaffen und Wirken des Mannes von der düsteren Gegenwart ab! Das Rauschen der geheimnisreichen oberbayrischen Wälder umgab den Oberförstersohn von Vorder°Riß und Prien; die Jäger waren seine besten Freunde. Zwar die Schule in München, deren Lehret Sonderlinge und Tyrannen, „niemals Kameraden" waren, wo Körperliche Ausbildung als „Allotria treiben" aalt, behagte dem naturwüchsigen, mit scharfem Verstände begabten Knaben wenig. Aber er verstand bald, mit gutem Humor über alle schwierigen Lagen Hinwegzukommen und ein wacher Sinn für bildende Kunst, die Freude an Büchern und Theater erschloß neue Quellen der Freude. „Meine Erlebnisse auf her Hochschule waren die herkömmlichen, so sehr, daß ich sie nicht zu schildern brauche." Dann kam der Rechtsanwaltsberuf, zuerst in dem in eine reizende Hügellandschaft eingebetteten Städtchen Dachau, dessen gemütliche alte Giebelhäuser es dem jungen Juristen antaten. Inzwischen hatte Thoma beide Eltern verloren und wurde von einer mütterlichen Haushälterin, der „alten Victor", betreut. Die Rechtsgeschäfte brachten ihn mit einem Bauern- volk in Berührung, „das sich Rasse und Eigenart fast unberührt erhalten hatte". Aber das Landleben wurde ihm nicht nur innig vertraut, sondern: „Im Derstehenlernen faßte ich Lust, dieses Leben zu schildern." Thoma schrieb seine ersten Sauern- geschichten, die im Jahre 1897 unter dem Titel „Agricola" erschienen. Aber noch eine andere Seite in Ludwig Thomas Wesen kam zum Durchbruch: der Humor, der Blick für menschliche Schwächen, die Fähigkeit zur Satire, zur schaden Polemik. „3n Freundeskreisen machten zuweilen Gedichte von mir die Runde, die, meistens im Dialekt, bald derb, bald hanebüchen luftig waren ..." Die Freunde waren in der Hauptsache Maler, Mitarbeiter der neugegründeten Zeitschriften „Jugend" und „Sirnplicissimus". Auch Ludwig Thoma wurde zur Mitarbeit gewonnen und schrieb unter dem bald berühmt werdenden Decknamen „Peter Schlemihl" politische Gedichte und Skizzen. Als seine Bauerngeschichten, seine ersten Lustspiele Erfolg hatten, als er Schriftleiter am „Sirnpicissi- rnus" geworden war, verkaufte er (1899) seine Rechtsanwaltspraxis und wurde freier Schriftsteller. Arbeit- und kampferfüllte Jahre folgten, heitere Jahre in der Gemeinschaft guter Kameraden, bis der Krieg kam ... ,Hch fühle mich um jo mehr vereinsamt", schreibt Ludwig Thoma 1919, „als ich alles, was sich heute in der Literatur, in der Kunst, in der Politik lärmend oordrängt, verabscheue". Thoma ist aber nicht der Mann, der der Vergangenheit untätig nachtrauert. Dazu ist er zu sehr der Kämpfer, der einst, ohne jemals einer Partei anzugehören, gegen Ultra» montanismus, gegen Byzantinismus und rotes Bonzentum vom Leder gezogen hatte, der mehrmals seinen Bekennermut mit gerichtlicher Bestrafung hatte büßen müssen. Wo kann er jetzt seinem Ingrimm Luft machen? Der „Simpl" befindet sich in jüdischen Händen. Da beginnt Thoma für ein W-in- kelblättchen, den „Miesbacher Anzeiger" zu schreiben, ohne Honorar „außer zum Scherze ein Packl Tabak". Bald wird der „Miesbacher Anzeiaer" im ganzen Reich wegen seiner Leitartikel gelesen, als deren Verfasser erst spät Ludwig Thoma erkannt wird. Manche der alten Gegner sind noch da, die Klerikalen, die Partikularisten, aber die Hauptfeinde, das sind die „geborenen Kleiderhändler" in der „Schieberopolis an der Spree". Thoma nannte sich einen „eingefleischten Friderizlaner", er hatte „Hochachtung vor preußischer Tüchtigkeit" und schätzte die ihm durch einen langen Aufenthalt gründlich bekannte, saubere, arbeitsame, geistig regsame Reichshauptstadt sehr, aber jetzt teilte er mit alt- bayrischer Grobheit kräftige Watschen aus — einer der ersten aufrechten Publizisten der Systemzeit! — Wir verehren in Thoma den Dichter der urwüchsigen, aus tiefem Wissen um Freud' und Leid» mn Vei den„Wtzmädeln"i«i Gelleralgouvernemeni UNS N Burk W tat. 61to*' sä rourf unterbrochen; dn Vetriebsstoffzug wurde in Brand geworfen. In Nordafrika bddersdttge Spähtrupp- und ArtillerietäKgkdt. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich in der Cyrenaika gegen Hafenanlagen und gegen die küstenstraße. 3m Raum südlich A g e-. dabia wurden britische Kraftfahrzeugansammlungen und Zeltlager mit Bomben belegt. 3m Seegebiet von Tobruk beschädigten deutsche Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff durch mehrere Bombentreffer. Die Bombardierung von LaValetta und britischen Flugplätzen auf der 3nsel Malta durch deutsche Kampfflugzeuge wurden mit starker Wirkung fortgesetzt. Landtagsabgeordneten" erfreuen. Ein viel zu früher Tod ereilte den Dichter. Nach einer schweren Operation starb er am 26. August 1921 in seinem geliebten Rottach am Tegernsee, wo er seine Erinnerungen mit den Worten beendet hatte: „Um mich ist Heimat. Und ihre Erde kann einmal den, der sie herzlich liebte, nicht drücken." Franz Heinrich Pohl. Sprache, Sitte und Brauchtum des Landvolkes quellenden Bauernromane „Der Wittibe r", „Andreas Vö st" und „Ser Ru epp", des er- greifenden Bauerndramas „M a g d a l e n a" und erst Äh ma ’Wns barie Nachdem die britische Admiralität am 19. Januar endlich ge^mingen war, den Verlust des Unterseebootes „Perseus" zuzugeben, muß sie nun auch die Versenkung des Zerstörers „V i m i e r a" melden. Von dieser Zerstörer-Klasse wurden bereits die Zerstörer „Valentine" und „Venezia" versenkt. ,,M» Das Gtachelschwein. Von Dr. Richard Gerlach. Unsere Soldaten, die des Nachts in Afrika Wache haben, werden vielleicht hie und da im Gebüsch ein verdächtiges Rascheln hören. Den wenigsten wird es aber glücken, ein Stachelschwein zu sehen, denn die großen Nager sind sehr vorsichtig und verschwinden am Morgen wieder lautlos in ihren Höhlen. Stacheln haben auch unsere Igel und die Schnabeligel Australiens, an denen sich ungewitzigte Raubtiere eine blutige Schnauze holen können. Die Stachelschweine aber rollen sich nicht nur zusammen, sondern gehen mit ihren starrenden Lanzen zum Angriff über. Sie kehren habet dem Feinde das Hinterteil zu, die Nackenmähne richtet sich auf, und hundert Spieße sind plötzlich bereit, sich durch Haut und Fleisch zu bohren. Mit einem unvermuteten Ruck drückt sich das Stachelschwein an den Gegner heran, und Dolche bleiben in her Wunhe stecken. Der Hinterrücken und der Schwanz starrt von diesen h’Ä1 E bereit D, AdW"! Roi ■N tourbi neue Kd--». Cr nQ(to ihn l&Ms 3Bti Waffen. Dabei ist das Stachelschwein aber keineswegs ein bösartiges Geschöpf, es will nur nickst belästigt werden und ist die verkörperte Abwehr. Auf nackten Fußsohlen latscht es ganz gemächlich dahin, und her Stachelschwanz watschelt bei jedem Schritt auf hie entgegengesetzte Seite. Zur nächtlichen Stunde sucht es nach Früchten, Kräutern und Wurzeln, es folgt j dabei feiner Nase, welche sogar die Gerüche von 1 Dingen wahrnimmt, die unter her Erde sind. Die Stachelschweine sollen in her Natur einsied- I lerisch leben. Im Zoologischen Garten zeigen sie sich ] sehr gesellig. Wo vier zusammen sind, kommt stets eins hinter dem anderen aus der Höhle hervor,.und ebenso verschwinden sie wieder. Sie benehmen sich, als hätten sie ein Haarkleid wie jedes andere Säugetier und als wüßten sie von den hundert Dolchen ihrer Kehrseite nichts. Aber beim geringsten Schreck richten sich die Stacheln dem Geräusch entgegen, und her Schakal der Wüste, der einen Sprung wagen wollte, zieht sich dann schleunigst zurück. Das Stachelschwein aber legt auch weiter keinen Wert auf seine Bekanntschaft und taucht geräuschlos in der Nacht unter. ESS L*i. »*' L^litn ®uifl I m Nen® LiöWlt E|n« M 0 « |b»»n # Miliir-'S/ MWbadeN'Er MM-Wlders- umbenan ewltlt not I Mbeamtrn Mts Benvaltun Krtnb der M En unb Wei M« von den i und mache M verschiedener ■Meile zu M Kesten für MMche und Ke Auslese ■ratter, Kö Wische $rin< ■ijrteamtem W iriftotratih 1'M.rmattung An bei» I tkchsstudenti wta sich in Urlaubten Sc U Stubenten Mi Hochschule I Mkriegsstude 'M Formung MManKvoril! Mr besondere! Bh der Cie Nng nicht r der Front Kopse Nd werdei bilden e •Seiten sollt greifenden Bauerndramas „M a a b a I e n a" vieler ländlicher Erzählungen. Wir werden immer wieder an Thomas vvn köstlichem Humor erfüllten Komödien „M oral", „Die Medaille", „Die L o k a l b crh n", Gattchens Geburtstag", dem prächtigen Bauernschwank „E r ft e r Klaff e", den drei Einaktern „Braut- f ch a u", feinen „Lausbubengefchichte n"; dem „B r i e f w e ch f el eines bayrischen Thoma beim Tarock. In Ludwig Thomas schönem Landhaufe in Rottach am Tegernfee, am Fuße des Walbergs, fitzt ein oierblättriges Kleeblatt zusammen beim Tarockspiel: der Thoma, der Ludwig Ganghofer, der Michael Dengg und der Bertt Schultes. Das Spiel ist wundervoll im Gang, aber Dengg und Schultes müssen ins Theater, über den See hinüber; es ist höchste Ze>it. Der Ganghofer aber ist grab mitten im besten Zug und will natürlich jetzt nicht aufhören. Es muh halt im Boot weiter gespielt werden. Eilig holen sie das Boot herbei und drängen hinein. Thoma nimmt in die eine Hand die Karten, und mit der andern macht er sich am Steuer zu schaffen. Das Spiel geht weiter. Wild klatschen die Trümpfe auf die Bank. Da bemerkt auf einmal der Schultes-Bertl zu seinem Schreck, daß das Boot leckt, und daß sie alle schon mit den Schuhen im Wasser stecken. Schultes schreit: „Ludwig, wir berfaufen!" Aber Thoma brüllt zurückr „Dös b mir wurjcht! I hab a Herzsolo^ £ A. 2. Der Beruf der Nachrichtenhelferin ist einer der jüngsten Frauenberufe — ihn hat dieser Krieg erst geschaffen. — Seit dem vorigen Jahr sind Nachrichtenhelferinnen vom Oberkommando der Wehrmacht überall in her Heimat, im Protektorat, im Generalgouvernement und in den besetzten Ländern und Gebieten eingesetzt. Sie stehen auf verantwortungsvollem Posten am Fernschreiber und im Fern- sprechdienst. Ihre e r ft e Pflicht ist, im Interesse her Landesverteidigung über die Art ihrer Berufsaus- Übung zu schweigen. Nachrichtenheiferinnen sind daher aus naheliegenden Gründen wenig mitteilsam und selbst in einem aUaemeinen Gespräch wägen sie ihre Worte. In der Oefsentlichkeit sieht man sie nur in ganz seltenen Fällen allein ausgehen. Meistens sind sie zu zweien und dreien. Nur die Führerinnen sieht man gelegentlich ohne Begleitung. Die einheitliche Dienstbekleidung der Nachrichtenhelferinnen ist ein graublaues Kostüm. Auf einer schwarzen Krawatte tragen sie eine schwarze Brosche mit einem silbernen Blitz. Dieser Blitz ist der Anlaß, daß man ihnen den scherzhaften Beinamen „B I i tz- mädel" gegeben hat. Er ist in letzter Zeit, besonders im Generalgouvernement, abgelöst worden durch die luftige Bezeichnung „Drahtamfe l". Zwei der jungen, frifchen Mädchen erzählten uns etwas von ihrem außerdienstlichen Leben im Generalgouvernement. „Es stehen in unseren Reihen nur junge Mädchen unb Frauen im Alter von 19 bis 35 Jahren. Sie kommen aus den oer- fchiebensten Berufen zu uns: Hausangestellte, Fabrikarbeiterinnen, Studenttnnen, Künstlerinnen usw. Eine Vorbildung als DRK.-Helferin ist Bedingung. In 20 Doppelstunden werden die Nachrichtenhelferinnen vom DRK. ausgebildet. Um den Frauen urtb Mädchen im fremden Land ein wenig die Heimat zu ersetzen, wohnen sie in gemeinsamen Unterkünften, entweder Schulen oder großen Wohnhäusern. Eine Zug- führerrn ist Leiterin eines solchen Heimes, das außer den e-igenttichen Wohnzimmern auch Gemein, schaftsräume umfaßt, wie Lesezimmer, Musikraum usw. Eine militärische Wache kontrolliert die Besucher, die sich in ein Besucherbuch eintragen müssen. Da der Dienst recht anstrengend ist und in Tag. und Nachtschichten durchgeführt wird, wird auch auf die gesundheitliche Betreuung der Nach, richtenhelferinnen großer Wert gelegt. Als Ausgleich für ihre zumeist sitzende Tätigkeit beginnen die Mädchen den Tag mit Frühsport, her von einer Svortwartin geleitet wird. In jedem Heim wird gesondert gekocht. Damit ist gewährleistet, daß die Frauen und Mädchen ausreichend und Neuzeit- licher Ernährungswisienschaft entsprechend beköstigt werden. Einmal in der Woche findet ein Heimabend statt, den die Oberführerin durchführt. An ihm nehmen die dienstfreien Kameradinnen immer in großer Anzahl unb mit viel Freude teil. Er trägt zur Förderung der Kameradschaftlichkeit unter den „Blitzmädeln" bei, die sich bei ihrem verschiedenen Einsatz am Tage oder in der Nacht sonst oft gar nicht kennenlernen würden. Der Heimabend hat aber außerdem den wichtigen Zweck, die politische Ausrichtung der Nachrichtenhelferinnen zu vertiefen. Das geschieht vielfach an Hand einer Zeitungsschau, die die Oberführerin gibt und die die Grundlage für weitere politische Arbeitsgemeinschaften bildet. Aus allen. Gauen Deutschlands sind die Frauen und Mädchen im Zeichen des Blitzes ins Generalgouvernement zum Einsatz gekommen. In ihrem gertieinfamen Heim schwirren die verschiedensten deutschen Dialekte durcheinander. Zwischen den Nachrichtenhelferinnen und den Soldaten besteht eine gute Kameradschaft. Denn die Soldaten wissen, welchen wichtigen Dienst die Nachrichtenhelferinnen der Truppe leisten, und die „Mitzmädel" sind stolz darauf ihrem Vaterlande diesen Dienst erweisen zu können. Dr. G. H. Nachrichtenwesens anzuordnen. Ob sich die argen- I tinische Flotte an Geleitzugen beteiligen werde, I unterliege der Prüfung durch die Marineleitung. Während Uruguay am entscheidendsten für den I Abbruch her Beziehungen eintritt, sehen Peru, I Paraguay und Bolivien auf die Haltung I Argentiniens und Chiles, die beide gegen I einen Abbruch der Beziehungen sind, während I Brasilien eine vermittelnde Haltung einnimmt I und Ekuador seine Haltung von dem Äusgang des I Grenzkonflikts mit Peru abhängig macht. So ist in I Rio noch alles in der Schwebe, obwohl her Druck I des USA -Imperialismus auf die südamerikanischen I Staaten sich täglich verstärkt. Der neue Chef des italienischen Generalstabes. Rom, 21. Jan. (Europapreß.) Der ,$um Chef des I Generalstabes des Heeres ernannte Anneegeireral I Viktoria Ambrosio, bisher Kommandcmt her I 2. italienischen Armee, ist 1879 in Turin geboren I und hat als Hauptmann am italienisch-türkischen I Krieg und als Stabschef einer Kavalleriedivision am I Weltkrieg teil genommen. Als Oberst hat Ambrosis I das Kavallerieregiment Sovoia tommanfbqert. Er I ist 1927 Brigadegeneral und 1932 Divisionsgeneral I geworden. Als Armeeckorpsgeneral ist ihm 1938 I das Kommairdo der 2. Armee übertragen worden, | die am Krieg gegen Jugoslawien teilgenommen hat. ] Meine politische Nachrichten. Der frühere PolizeipräsDent von Tokio, Kiyoshr' Jkeda, wurde zum Oberkommissar für die von der J japanischen Marine besetzten Gebiete ernannt Der^ 57jährige Jke^da war früher der Chef her korea« W nischen Polizei. ♦ . Feindliche Unterseeboote haben in der Nähe der 1 Küste des Staates Neuyork den Tankdampfer „Nor- netz" (9577 BRT.) 130 Meilen von der Freiheitsstatue entfernt durch drei Torpedotreffer versenkt. Die 30köpfige Besatzung — sämtlich Skandinavier — konnte gerettet werben. Oie Konferenz von Nio. Nach Funkmeldungen der Frankfurter Zeitung aus Rio de Janeiro und Buenos Aires beschäftigt sich die panamerikanische Konferenz in Rio gegen- wärtig mit mehr als 50 Vorschlägen über eine politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der amerikanischen Staaten. Sie. gehen im einzelnen weit auseinander und wurden zur weiteren Bearbeitung Unterkommissionen überwiesen. Mexiko, Venezuela, Columbien und Uruguay wünschen, daß die übrigen amerikanischen Staaten ebenfalls ihre Beziehungen zur Achse abbrechen. Doch für solche weitgehenden Entscheidungen ist die Konferenz selbst nicht zuständig und kann den Regierungen yur Anregungen geben. Deshalb werden Sie endgültigen Entschließungen vermutlich sehr allgemein gehalten wenden, um einstimmige Beschlüsse ehö «■Jtiner 5 Es« bl EiÄei k 9le*t ur tii Ne V-r zu ermöglichen. Die beiden größten südamerikanischen Staaten Brasilien und Argentinien behandeln die USA. als „nichtkriegführende Macht". Der brasilianische Staatspräsident Vargas erklärte Journalisten, daß Brasilien nicht mehr neutral fei, nachdem der Krieg die westliche Hemisphäre erreicht habe. Der argenttnische Vizepräsident C a st i l l 0 erklärte, die Instruktionen für die argentinische Delegation in Rio seien so elastisch, daß sie eine Einigung über eine Kompromißformel zur Frage des Abbruchs der Beziehungen ermöglichen würden. Argentinien sei, falls nötig, bereit, Einschränkungen^ gegenüber den Jnteresien und den Staatsangehörigen der Achsenmächte auf wirtschaftlichem und finanziellem ,----- „—......... — „-----u Gebiet ebenso wie hinsichtlich des Verkehrs und des mtera" (1090 Tonnen) war mit vier 10,2-cm-Kano- EX Li 1^5» W* Jini LÄ F11 S|a‘-» MCHesdtt erarbeiten sollt. (Nachdruck verboten.) 42. Fortsetzung An die zum Studium beurlaubten Soldaten. deren Tannen mit dem von i inntxmt her irin fltborea llch-türtische» Ä^on am )at Ambros« mmdiert. 6r rsimsgeneral' st ihm 1938 yen lvorben. nrnnten hat. Zu den neuen Bestimmungen über die steuerliche Behandlung der Arbeitgeberbeiträge zur Zukunfts- icherung von Gefolgschaftsmitgliedern gibt Regie» -ungsr-at Hoheisel, der Sachbearbeiter des Reichs» inanzmin-isteriums, in der .^Deutschen Steuerzsi- lung" Erläuterungen und Ergänzungen bekannt. Die bisherige Steuerfreiheit von Pauschalzuwen- dunqen an Peusionskassen kam praktisch nur den Kassen zugute, die keinen Rechtsanspruch auf die Altersversorgung gewähren. Ferner wurde immer wieder geltend gemacht, daß die bisherige Regelung zum Teil eine doppelte Besteuerung der Gefolg- schaftsversorgung bedeute. Eine solche steuerliche Vorbelastung der Leistung aus der Versorgung entsteht in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer diese Beiträge nicht als Sonderausgabe geltend machen kann, weil der in die Steuertabelle eingearbeitete Freibetrag von 39 RM. für Sonderausgaben und Werbungskosten nicht überschritten wird. Von den meisten Volksgenossen wurde deshalb die steuerliche Behandlung der Arbeitgeberbeiträge und damit der Zukunftssicherung überhaupt als Belastung n Jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr in der Turn» Halle Schillerschule, Schillerstraße. 2730 n 19. Januar des Untersee« nun auch die ra" melden, reife die erfenkt- O^-cm-Aano« iRlPtßIm und sechs Torpedorohren an Deck bestückt. Der 1 M|| Jommartbant ist mit der. Besatzung von 134 Mann u* to ' imtergegangen. Sie MM M meilsvml Erfinderberatung durch die DAA. Die nächste Sprechstunde zur Erfinderberatung findet am Montag, dem 26.1.1942, von 10.00 bis 12.00 Uhr, im Haus der DPF. Gießen, Schanzenstraße 18, statt. Die Sprechstunden werden 14täqiq, jeweils von 10 bis 12 Uhr, durchgeführt. 1790 M-6«WWt Stoff tot® Stenöe Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen: ^Audt ikl kifaft NIVEA Hausarbeit greiftdiefleißigen Hände an. Vor Rötung u Rauheit schützt sie Nivea-Creme. ■ Sorgfältig verreiben I Wenig I tut's auch. Nivea ist knapp; I was es gibt, soll vielen zu- I gute kommen. Deshalb sei uffLIliK sparsam damitI Wrn. । vtio, ÄWi die von der k ernannt Dm f der korea«»! Explosion in Raum5 Roman von H. G. Hansen GpyrifM by Prometheue-Verlai Dr.Elchadter, Cr5b«nxeflfc.MlnA«i Die Steuerbefreiung der Beiträge zur Zukunstssicherung Einzelheiten zu der neuen Steuererleichterung. Im südafrikanischen Parlamen wurde «in An- öi< 3 I c be'r Oppositionspartei aus sofortige Ausrufung y.müC unabhängigen südafrikanischen Republik mit S '« ff la ngen 48 Stimmen abgelehni. Man sieht darin hin deutliches Zeichen für dar Wachsen der Stim. H Ihr Ml «1 w • r; » _ 1 feiihnfriFtia nnn ,d)' rin, Mw Menste, wischen ben fr KÄ H Mj 1.3" '■ 511, M eit ho ■ enb Reichsbeamtenführer Neef sprach vor der Berliner Verwaltungsakademie über das Thema „Das aristokratische Prinzip im Nationalsozialismus". Nährend der Marxismus die Gleichheit aller Men- ____vv, Hen und Völker predigte, gehe der Nationalsozialis- Irmeegereri mus von den von der Natur geschaffenen Rassen aus und mache die in ihnen bei den Einzelpersonen in verschiedenem Maße vorhandenen blutsmäßigen Bestandteile zur Grundlage einer Auslese, in der die Besten für die Führung verwandt werden. Die natürliche und rassisch bedingte, organisch durchge- 'führte Auslese nach Fähigkeit und Tüchtigkeit, nach Lharakter, Können und Leistung mache das aristokratische Prinzip des Nationalsozialismus aus. Der ^eichsbeamtenführer wies sodann die Wirksamkeit ies aristokratischen Prinzips bei der Umgestaltung )es Derwaltungsorganismus nach. er an feiner Zigarette und trank zwischendurch in kleinen Schlucken den starken Kaffee, den ihm seine Schwiegermutter gebracht hatte. „Vielleicht hast du dich komisch benommen , meinte er schließlich. ... . „Ausgeschlossen, ich war rote immer , verteidigte sich Kurt. „Weißt du", begann Michel von neuem und sprach fast jedes Wort betont aus. „Die Barkow ist ein verteufelt kluges Mädchen. Daß sie bis heute noch nicht wittert, hinter dir könnte etwas anderes stecken als ein verliebter Mann, ist sicher nur darauf zurückzuführen, daß du deine Rolle nicht etwa besonders gut spielst, sondern daß du sie gar nicht zu spielen brauchst, vielmehr sie erlebst." „Wie meinst du das?" „Man kann einer Frau nicht so leicht vormachen, man habe sie lieb, wenn das nicht der Fall ist, zumal keiner so klugen Frau wie Aenne Barkow. Frauen haben einen oft unfaßbaren Instinkt für die Richtigkeit eines Gefühles. Daß so manche aus Heiratsschwindler und ähnliche Elemente hereinfallen, ist fast stets dadurch bedingt, daß sie selbst bis über die Ohren in ihrer Liebe stecken. Don der Barkow kann ich mir das nicht vorstellen. Frauen ihrer Art stürzen sich nicht Hals über Kopf in em Liebeserleben, zumal wenn sie älter sind als der beteiligte Mann." „Einen solchen Frauenkenner hatte ich bmter dir gar nicht vermutet", lachte Kurt. „Aber sprich weiter, es ist ganz interessant." „ Man kommt daraus, wenn man nur gründlich genug nachdenkt." Michel ließ sich nicht beirren. Es ist möglich, daß die Barkow dich gern hat. Das heißt, sie kann dich vielleicht im Laufe der beiden Wochen liebgewonnen haben, die ihr zusammen seid Das ist jedoch kein Rausch, der blind macht. Sonst wäre es auch längst viel weiter mit euch Nun grinste Michel. „Siehst du, und deshalb schließe ich, daß sie immer noch ihren klug wägenden Der- stand zur Verfügung hat. Der spürt zusammen mit dem feinen Gefühl einer Frau, wenn bet Dir falsche Töne mitschwingen. Das macht sie stutzig. Gestern hast du, deiner Meinung nach, genau das gleiche getan wie immer, wenn du mit ihr zusammen warst. Du bist aber nicht Herr über den Unterton deiner Stimme, über die feinen Nuancen Deiner Haltung und Gebärden. Sie hat es gemerkt, wurde nd verschlv^' enE id die Schna »Waffle fönnen-. »» Söul™ € Feinde DJ W Ms M-Ädi- c°” zeiget stets ig|WLtt unH otM £tö‘ >«* gerade dabei, sich anzuziehen, als Kurt eintrat und ! »astig berichtete. Michel hörte aufmerksam zu und vergaß, den Binder richtig zu knüpfen. „Menschenskind, du hast dich hereinlegen lassen!" chrie er aufgeregt. „Aber das kommt davon, wenn man Laien zu solchen Aufgaben heranzieht. Unter keinen Umständen durftest du die Türe auch nur eine Sekunde aus den Augen lassen." „Sehe ich jetzt auch ein", gab Kurt zerknirscht zu. „Wahrscheinlich ist sie aus dem Hause gegangen, bevor ich wieder zurückkam." „Oder zu dem anderen Ausgang raus. Das Geschäft hat nicht nur die Türe zur Königstraße, sondern auch eine zur Pestalozziallee." .Habe ich nicht gewußt. Dann ist es aber immer noch möglich, daß sie tatsächlich kaufen ging und durch die andere Türe das Haus verlassen hat" „Möglich ja, aber nicht wahrscheinlich. Wer weiß, was sie alles heute mittag erledigt hat." Eine Weile war Schweigen in dem Zimmer. Michel überlegte, während er sich fertigmachte. „Gehen wir mal zu Dr. Ball und berichten ihm", forderte er den Schwager auf. „Wissen muß er es auf alle Fälle." Sie wurden sofort vorgelassen. Kurt stellte sich selbst vor und schämte sich, als der Kriminaldirektor ihm einen anerkennenden Blick zuwarf. Dann berichtete Michel, erst über den Eindruck seines Schwagers, die Barkow fei am vorhergehenden Abend allmählich frostiger geworden, und dann über den Vorfall von mittags sowie über die plötzliche Absage für den Abend. Ball hörte aufmerksam zu. „Einen Vorwurf können Sie Herrn Eberhard nicht machen. Auch einer unserer Beamten hätte sich nicht dagegen wehren können, abgeschoben zu werden. Wenn man allein ist, scheint es mir schwer, zwei Türen in zwei ver- schiedenen Straßen zu überwachen. Das ist außer- dem nicht mehr zu ändern. Im übrigen glaube ich, daß Ihre Ansicht richtig ist. Herr Crusius. Die kleinste Aenderung in Ton und Haltung fallt einer Frau wie Aenne Barkow auf. Ich.hoffe nur, fie eher vermutet, ihr Verehrer habe vlotzlich fern Herz einer anderen zugewendet, als daß sie hinter ihm kriminalistische Motive witte^ Ja" gab Michel zu. „Ich bin so verrannt m die Geschichte, daß ich alles nur im Sinne unserer Untersuchung sehe/' (Fortsetzung folgt.) Ibte argen. l?9en werde, "’neleitung. Jftat fiirbti hen Peru, 7. Munt beibe aeg(n während ng einnimni 2lu5qang bei ht. So ist in hl her Druit nierikanischel Der Dienstag verging, ohne daß Kommissar Rammin etwas von sich hören ließ. Michel gab sich seiner Beobachtungstätigkeit mit Eifer hin. Kurt tarn abends mit Aenne Barkow zusammen mb fand sie wie immer. Erst im Lause des Abends vurde sie einsilbiger und bestand schließlich darauf, schon frühzeitig nach Hause zu gehen. Sie schützte Müdigkeit und Kopfschmerzen vor, obwohl sie an- ’angs nichts davon gesagt hatte. Da Michel nicht zu Hause war, mußte sich Kurt nif feiner Schwester darüber unterhalten. Er üchte die Ursache zu dem veränderten Benehmen mb kam ebensowenig darauf wie Bärbel, die keine llhnung hatte, wie weit die persönlichen Beziehun- ;en zwischen ihrem Bruder und der Barkow gestehen waren. Mittwochfrüh fand sich Michel übernächtig bei Ihirt ein und ließ sich erzählen, wie das abendliche Stelldichein verlaufen war. Nachdenklich rauchte Aus der Stadt Gießen. Oer „Papagei* des deutschen Waldes. Mitten hn Winter, wenn Frost den Wald in seinen Bann geschlagen hat und die Aeste der Nadel- bäume Schneelasten tragen, stehen in wettergeschütz- ten Winkeln der Tannen und Lärchen die mit präch- tiger Kunstfertigkeit gewobenen Nester der Kreuz» chnäbel, und in den tiefen, mit feinem Faserge- pinft gefütterten Näpfen liegen buntgetupfte Eier ober kuscheln sich mit Flaum und Federn bedeckte Junge. Ein solcher Anblick, in dem wir einen der lieblichsten Scherze der Natur sehen dürfen, ist zwar nicht jedem vergönnt, a-ber erfahrenen Waldläufern, die mit der Lebensweise der scheuen, fast ausschließlich in geschlossenen Nadelholzbeständen ansässigen Vögel vertraut sind und ihre Reviere leicht aus- indig machen, ist er als besondere TUigeyweide oer- traut. Sie kennen auch das ttauliche Liedchen des wunderlichen Vogels, das neben der lustig gefiedelten Weise des Zaunkönigs als einzige Strophe den Winterwald belebt. Daß der Kreuzschnabel uns in der Freiheit so eiten zu Gesicht kommt, könnte die Annahme zu- lassen, daß er etwa nur ein Bewohner von einsamen Gebirgswäldem sei. Das ist ein Irrtum: er zurückhaltend und vorsichtig, und damit ist dein Spiel viel schwerer geworden." „Das wäre scheußlich", sagte Kurt aufgebracht. „Ganz unrecht hast du nicht. Die neuen Verdachts» momente, dir mir bekannt geworden sind, mögen mich ein klein wenig verändert haben." „Wir wollen abwarten, was daraus wird. Es bleibt uns nichts anderes übrig." Michel Crusius stand auf, reckte sich und ging. Sein Weg führte ihn nicht nach Hause, sondern zuerst zum Präsidium, wo er hören wollte, ob von dem Kommissar etwas vorlag. Er war nicht weiter enttäusckt, als seine Frage verneinend beantwortet wurde, sondern legte sich zufrieden ins Bett. Bis heute, abend konnte er ausruhen. Die Barkow war im Dienst. Während der beiden Stunden Mittagspause würde Kurt auf- passen. Die Vermutungen Michels gewannen auch m Kurt Nahrung, als er mittags Aenne Barkow vor dem Portal der Fabrik erwartete. Sie war liebenswürdiger als sonst, lächelte sogar fröhlich und behauptete dann, große Eile zu haben. Sie wollte schnell essen und bann einkaufen gehen. Emen männlichen Begleiter könne sie dabei nicht gebrau- chen. Er tat betrübt und bat. Sie lehnte lachend, aber entschieden ab. So saßen sie nur eine knappe halbe Stunde im gewohnten Restaurant. Er begleitete sie hinterher bis vor ein großes Kaufhaus. Erst als er ihr die Hand zum Abschied gab, sagte sie einfach: , , v e „Beinahe hätte ich vergessen: Heute abend kann ich auch nicht kommen. Eine Freundin von mir hat Geburtstag und mich eingeladen. Absagen ging nicht. Also — "bis morgen abend!" ♦ Ehe Kurt viel fragen kannte, war sie in der Drehtür e verschwunden. Zuerst ging er mechanisch die Straße hinunter und grübelte nach dann hatte er Verdacht und lies zurück. Wer weiß, was dahinter steckte. Schräg gegenüber dem Kaufhaus nahm er Aufstellung unh wartete. Bis um drei Uhr stand er, ohne einen Menschen zu übersehen, der aus der Türe trat. Jetzt konnte sie nicht mehr kommen, denn sie hatte eine Diertelstunge Weg bis zur Fabrik und kam sicher niemals zu spät, zumal nicht aus so unwesentlichem Anlaß. Ganz erregt bestieg Kurt eine Straßenbahn und fuhr zu Michels Wohnung. Sein Schwager war 2. Längerdienende Freiwillige: vom vollendeten 17. dis 25. Lebensjahr für alle Wehrmachtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Falls bei dem für den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt. Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchführung der Annahme als Freiwilliger. Lichtspielhaus: „Aufruhr im Oamenstist.* Di« Fabel dieses Films — Drehbuch von Peter H a s i s k e nach einem Stück von Axel B r e i - d a h l — wirkt auf den Beschauer so entlegen und zeitfern, daß man sich an ältere Jahrgänge der „Gartenlaube" erinnert fühlt: die siebzehnjährige Karnrna von Rüssing wird nach dem Tode ihrer Eltern in einem Damenstift untergebracht, wo alte und ältere adlige Fräuleins in einer verschollenen Welt unter dem despotischen Regiment der Vorsteherin ihren Lebensabend verbringen: das Mädchen wird sogleich als Fremdkörper in diesem Kreise empfunden, fühlt sich, lieblos behandelt, todunglücklich, geht mit einem jungen Maler durch, der hier vorübergehend mit der Restauration eines Bildes beschäftigt war, wird von ihm sitzen gelasien und kommt, da sie nicht aus noch ein weiß, noch einiger Zeit ins Stift zurück, um hier einem Kinde das Leben zu geben, wodurch ein noch viel ärgerer Aufruhr entsteht als bei ihrem ersten Erscheinen. Ausgerechnet am Weihnachtsabend ist es so weit. Kurt, wurde zu der Beratung zugezogen. Er schnitt anfangs ein böses Gesicht. Es widerstrebte ihm, daß Aenne Barkmo neuerdings wieder Der» dächtiat wurde. Als er "aber einiae Minuten lang Ligehort hatte, machte er eine Wandlung durch. Ebenso schnell wie Bärbel begriff er, welche wichtige Enweckung gemacht worden sei, und versuchte $ar nicht erst, haltlose Vermutungen aufzustellen, mit denen man die Unwahrscheinlichkeit eines 23er» trechens darlegen konnte. Gemeinsam gingen Michel und sein Schwager en die neue Ausgabe heran, wobei Michel die undankbarere und schwierigere Rolle zufiel. Er muhte nachts arbeiten und vermeiden, daß die Jarkow ihn zu Gesicht bekam. Er war ihr nun bekannt. Es galt aber nur zu verhindern, daß sie flüchtete. Weniger wichtig war der Auftrag, ihren persönlichen Verkehr zu überwachen. Dornotizen. Gießener konzerlrlng„ Das Qisarketto di Roma, das sich augenblicklich auf einer Konyertreise durch Deutschland befindet, veranstaltet an diesem Donnerstag im Rahmen des Gießener Konzerttinges 1941/42 einen Kammer» mufifabenb in der Umversitätsaula. Das Programm enthält Werke von Carelli, Haydn, Beethoven und Hugo Wol»f. Freiwillige für die Lluteroffiziersschulen der Luftwaffe. Der Reichsminister für Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe gibt bekannt: Die Luftwaffe stellt erstmalig am 1. April 1942 in ihre Unteroffiziersschulen Freiwillige ein, die die Absicht haben, sich für die Laufbahn des aktiven Unteroffiziers in bet Luftwaffe mit zwölfjähriger Dienstzeit zu ver- pflichten. Tauglichkeit für den Wehrdienst ist Bedingung. Der Bewerber soll am Einstellungstag das 17. Lebensjahr vollendet haben und nicht älter als 18 Jahre sein. Bewerbungsgesuche für die Einstellung am 1. April 1942 müssen bis 15. Februar an das für den dauernden Wohnsitz des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando gerichtet werden. Dort und bei dem Kommando der Unteroffiziersschulen der Luftwaffe, Berlin W 50, Nürnberger Straße 39/40, wird Auskunft über die Einftellüngs- bebingungen erteilt. Einstellung von Freiwilligen in die Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend Kriegsfreiwillige und längerdienende Freiyrillige, die sich für eine zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden: 1. Kriegsfreiwillige: vom vollendeten 17. Lebensjahr ab: > a) beim Heer: für Jnf.-Rgt., Jnf.-Rgt. (mot.) und Gebirgsjäger, Panzertruppe (Panzer-Rgt.), Schützen-Btl., Nachrichtentruppe (nur für Funkdienst); b) bei der Kriegsmarine: für Küstendienst (See und Land)' c) bei der Luftwaffe: für Fliegertruppe (als Flug- zeugführer, Bombenschütze, Bordschütze/ Fallschirmschütze), Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Flieger- schütze); Höchstalter 28 Jahre. hält sich, obwohl er hn allgemeinen das Gebirge vonzieht, auch in Nadelwälidern der Ebene a/uf, i- und Fichtenzapfen ihn ausreichend ihm geschätzten Samen versorgen. Da diese Nahrung aber am reichlichsten in den Baum» Wipfeln vorhanden ist, werden mir den Kreuzschnabel raum je auf dem Waldboden der Futtersuche nachgehen sehen. So führt er ein ganz heimliches Leben, bas sich unserer Beobachtung fast immer enb .zieht. Diese Abseitigkeit bringt es mit sich, daß der Städter Kreuzschnäbel ausschließlich von den Schau» fenstern der Tierhandlungen her kennt, in deren Käfigen die prächtig gefärbten, mit einem satten Zinnober ober Karminrot geschmückten Männchen und die unscheinbareren, grün und grau gewandeten Weibchen uns unverdrossen ihre Kletterkunst» stucke oorführen. Die eigenartige Form ihrer haken, förmigen Schnäbel, die beim Klettern und der Ausführung von Klimmzügen eine wichtige Rolle spielen, regt zu einem Vergleich mit Papageien an und konnte die Versuchung nabel egen,_ die zur großen Familie der Finken zählenden Vögel einer Sippe zuzurechnen, zu der sie in Wirklichkeit nicht gehören. Die verschiedenen Absonderlichkeiten haben um den Kreuzschnabel einen Kranz von Legenden und abergläubischen Vorstellungen gewoben, die im Volksglauben bis in unsere Tage lebendig geblieben sind. Aber weder die eigenartige Form des Schnabels, die auss>chließlich auf das Aus klauben des har. ten Tannenzapfens eingerichtet ist, noch die in den Winter fallende Brutzeit, die einfach durch die Tatsache zu e-rklaren ist, baß sie in die an frischen Nadelholzsamen reichsten und für die Aufzucht der Jungen günstigsten Monate fällt, stellen, genau besehen, etwas von der Regel Abweichendes dar. Und wenn Leichen von Kreuzschnäbeln nicht verwesen, sondern zu Mumien eintrocknen, so ist bies „eben auf die Ernährung mit Nabelholzsamen zu ruckzuführen, deren starker Harzgehalt den Körper gegen Zersetzung schützt. Wenn wir also mit dem und jenem Aberglauben heute nichts mehr anzufangen wissen, so dürfen wir aber nach wie vor den Kreuzschnabel zu den interessantesten und reizendsten Bewohnern unserer Wäikder rechnen. schritten wird. Es kommt hinzu, daß auch weiterhin der Arbeitnehmer Ausgaben des Arbeitgebers für feine Zittunstssicherung als Sonderausgaben geltend machen kann, sofern sie zusammen mit Den Werbungskosten 39 RM. monatlich übersteigen. Auch die zulässigen Höchstbeträge für Sonderausgaben bleiben unverändert. Sonderausgaben für die Arbeitgeberbeiträge kommen allerdings nur noch insoweit in Bettacht, als die Ausgaben dem Arbeitslohn tatsächlich hinzugerechnet worden find. Es können somit nicht Sonderausgaben fein Die Ausgaben, von denen die Lohnsteuer in einem Pauschbetrag erhoben wird, und die Teile der Ausgaben, die infolge des Freibetrages ohnehin steuerfrei find. Es gibt Fälle, in denen die Arbeitgeberbeiträge zusammen mit Beiträgen des Arbeitnehmers den Höchstbetrag für Sonderausgaben erheblich übersteigen, so daß sich bei der Veranlagung eine Besteuerung bet Beiträge ergibt, die ihren Der- sorgungszweck gefährden kann. Für diese Fälle gilt auch weiterhin die im letzten Jahr verfügte Steuerermäßigung, wonach die Einkommensteuer einschließlich des Kriegszuschlages höchstens 20 v. H. der Arbeitgeberbeittäge beträgt. Zusammenfassend erklärt der Referent, daß nach der neuen Regelung die meisten Arbeitgeberbeiträge überhaupt nicht mehr Gegenstand einer Lohnsteuerberechnung werden. Zugleich tritt eine sehr fühlbare steuerliche Erleichterung für die Arbeitnehmer ein. Die Neuregelung enthält das größt- Neichsstudentenführer Gauleiter Dr. Scheel Danbte sich in einem Aufruf an die zum Studium beurlaubten Soldaten. Die an der Front bewähr- Jkn Studenten sollen mit ihrem Geist das Gesicht er Nähe -et Uder Hochschule bestimmen in der Ueberzeugung, daß lmvier,M« über Kriegsstudent auch über den Krieg hinaus für x ... j|e Formung der nationalsozialistischen Hochschule mitverantwortlich ist. Jetzt haben die Frontsoldaten eine besondere Pflicht zur wissenschaftlichen Leistung. Denn der Sieg wird ohne pplitische und geistige Fcsiigung nicht erobert und erhalten. Die Kämpfer der Front sollen auch die politisch und geistig klarsten Köpfe der Heimat werden. „Buch und bchwert werden den Endsieg garantieren. Geist und Macht bilden eine Einheit, die Ihr erkämpfen und empfund-en. Die Neuregelung bringt eine lohnsteuerliche Behandlung, die für alle Arbeitnehmer gleichmäßig ist. Sie bringt ferner eine Enttastung der Lohnbüros, da die Zuweisungen an Penstonskafsen nicht mehr auf die einzelnen Arbeitnehmer aufgeteilt zu werden brauchen. Sie bringt schließlich eine weitgehende steuerliche Erleichterung, da die Deittäge ...... -- -------. des Arbettgebors zur Zukunftsstcherung nur noch mögliche Entgegenkommen für die Besteuerung Der insoweit zum Arbeitslohn gerechnet werden, als der Beiträge zur Zukunftsstcherung. Diese Entlastung Freibetrag von 312 RM^ jährlich oder 26 RM. wird die Arbeitsfreudigkeit der Betroffenen steigern monatlich für den einzelnen Arbeitnehmer über- und ein neuer Ansporn zum eifbmen Sparen sein. «rum sind die Zigaretten knapp? mehr Raucher gibt als früher. Niemand wird wünschen, daß der Anteil der Wehrmacht an der Zigarettenproduktion geschmälert wird. Deshalb wird sich 282ÖJ angenommen. schlafen ist. Im Namen H Empfehlungen RI Wir tun unser Bestes! t? 279 A rn.Badi.nurgut v'uu i. nut nuv• ,, v Hause z. 1.4. evtl. Pros. Feulgen, spät. 3-^.-Wbn. Goethestr. 63 II. der Raucher in der Heimat auch gern mit einem geringeren Quantum zufrieden geben. — (Scherl.) NÄ LMM w Ml KleineAnzeiaen m Gießener Anzeiger werden von Taujenden beachtet und geleie». Sonntag, den 25. Januar vormittags 10.30 Uhr Fruh-Vorstellung Neueste Wochenschau Jugend hat Zutritt! a76A Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf Ein aktueller und hochinteressanter Dokumentarfilm TlhllEATlElRt der Universitätsstadt Gießen Itichter, sond B'g eine 2 fordert wird einschlägigen Z ® Geschäft Packung 20 Tabl. Auch £ • xum Feldpostversand zugelassen. Bezugsquellen-Nachweis durch - G • HERST. ERICH SCHÜMM • STUTTGART.W 109 Bel Jeder j Temperatur J erwärmt Esblt- G Trocken-Bre.m- G Stoff Speisen, G Getränke, Ra- G. sierwasserusw. G Praktisch für G Jederma nn.g Käuflich i n M Die Frage: „Warum sind die Zigaretten knapp?" beschäftigt zur Zeit jeden Raucher, der heute nicht mehr das gewohnte Quantum bekommt. Nun müßte sich jedoch jeder selbst sagen, daß die Wehrmacht einen großen Bedarf an Tabakwaren hat und die Soldaten selbstverständlich zuerst versorgt werden müssen. Die Zigarettenproduktion ist in den letzten Jahren bedeutend gestiegen. Unser Schaubild zeigt die monatlichen Produktionsziffern 1938—1940 in beständig ansteigender Kurve. Wenn auch die Produktion im vergangenen Jahr herabgesetzt werden mußte und auch im Jahre 1942 etwas niedriger sein wird, so ist es doch Tatsache, daß diese Produktionsziffern noch weit über dem Friedensstand liegen. Aber man darf nicht vergessen, daß es heute viel Wer diesen ungewöhnlich pak- kenden Film gesehen hat, begreift, was sich heute in dem fernen Osten abspielt Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied heute meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwester, Schwägerin u. Schwiegertochter Anna Schneider, geb. Bausch im 21. Lebensjahre. Willy Schneider, Wachtm., z.Z. Im Felde Zimmermeister Otto Bausch und Familie Familie Schneider Familie Ohlwein. Angenrod, Langsdorf, den 20. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. Januar, nachm. 3 Uhr, in Langsdorf statt __________________________________283 D der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Sahl, z. Z. im Felde und Sohn Karl Heinz. Gießen (Löberstr. 10), Steinbach, 19. Jan. 1942. Die Trauerfeier findet am Freitag, 23. Januar, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 0239 Todesanzeige. Allen Verwandte^uidJBek.annten die traurige Na?firicht, daß meine liebe, gute Frau, meine liebe Mutter, Tochter, Schwester,. Schwägerin, Tante und Gote, Lina Sahl, geb. Reuschling am Montagvormittag nach langem, schwerem Leiden, im Alter von 38 Jahren, sanft ent- m BadBahnbof' näh., kann i.Tausch gegeb werd.Ang. u.0243a.d.G.A. Buchhalier(in) für Durchschreibe ■ Buchführung monatlich einige Stunden gesucht. Schriftliche Angebote unter 278V an den Gießener Anzeiger erbeten. Klaviere werden fachgemäß repariert und gestimmt G. Ebert Klaviermacher Bl8lCh8tr.17.Tel.2303 Verk. v. neuen u. gebrauchten Klavieren gssD Mietklaviere Bekanntmachung Betr.: Pferderäude in Gießen. Die Räude unter dem Pferdebestand des Ludwig Euler I. zu Gießen, Hinter der Westanlage 5, ist erloschen. Die gesetzlichen Schutzmaßregeln sind wieder aufgehoben. 277C Gießen, den 19. Januar 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. J.V.: gez. Nicolaus. Städtische Fnuenarbeitssdnle Anmeldungen für die Frauenfachschule werden bis 1. März in der Frauenarbeitsschule, SteinstraßelO, Stoffspezialhaus BERNARD & SOHN GIESSEN, Blockstraße 14-16 $onl Stab* WfeinäÄ ► ft PQLPST Giessen. In Stofftieren rv wühlen . . . wie angetiehm! Aus Hunderten von Farben und Mustern das Erträumte zu wählen ... wie herrlich! So schön das alles einmal war... heute müssen alle darauf verzichten. Abes nur vorübergehend ... es kommt ja alles wieder. Wenn man es recht betrachtet, so sind es ja nur einige kleine Annehmlichkeiten, die wir uns heute verkneifen. Und wir tun es gern, denn wir wissen warum und wofür. Den wenigen aber, denen heute keine Auswahl groß genug ist, weil sie die Zeit noch nicht begriffen haben, denen können wir nur ein mitleidiges „Gute Nacht, schlafen Sie weiter“ wünschen. Wir selbst aber bemühen Uns unermüdlich, ständig eine so große Auswahl in Bemard- Stoffen vorzulegen, es die Umstände zulassen.' • nützlich sei. 5 m die mensch JÄ I Gießener Konzertring 1941f42 Arbeitsgemelnsch. Konzertverein,Theater, NSG. Kraft durch Freude Donnerstag, 22. Januar 1942, 19.30 Uhr, Univ.-Aula 6. Konzert • Gruppe A 3 Quartette di Roma Streichquartette: Beethoven op. 18 Nr. 1 in F-dur - Corelli- Geminiani La Folia - Wolf Ital. Serenade - Haydn op. 76 Nr. 1 in G-dur. 212d Eintrittskarten: 1.50, 2.00, 2.75 und 3.50 RM. bei Musik-Challier, Neuenweg 10, Ruf 2671, und in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Ruf 2141. Studentenkarten 1 RM. nur beim Hausverwalter im Kollegiengebäude geg. Ausweis I las Entsche I :thi dem l Man M I km bie 5a I M ift D(H schon ei Cnt ist, zu m Marinen, de ■ hinnen ! «I Ltz ftben® &en' 'n k Son. '"»He K . St(t Frauenfachschule b ist abgeschlossene Volksschulbildung und ein Jahr Haushaltungsschule oder abgeschlossene Berufsschulbildung oder erfolgreiche Kinderpflegerinnenausbildung. ♦* Januar-Wanderung des V H C. Gießen. Am Sonntag hatten sich über 20 DHC.er zur ersten Wanderung im Kriegsjahr 1942 eingefunden. Auf nicht alltäglichen Wegen ging es kreuz und quer durchs Nizza, alsdann dem Lauf des Kmngel- bachs folgend, den Alten Steinbacher Weg entlang über die Hohe Warte. Im Anneröder Mühlchen frischte sich die Wanderschar durch eine kräftige Suppe wieder auf. Im Weitermarsch über die Platte, mit dem der Anneröder Jugend alle Ehre machenden Heim, durchquerten die Wanderer den Fernewald, und sie konnten beim Austritt aus dem Wald ein Rudel Rehe beobachten, lieber Oppenrod gelangten sie nach zweistündiger schöner Wanderung zum Endziel Großen-Buseck, wo sie zur Schlußrast einkehrten. Wie gewohnt war der Kasfeetisch gedeckt, und beim guten Glas Apfelwein verging in gemütlicher Stimmung die Zeit allzu rasch. Gegen Abend brachte die Bahn dann die Wanderschar wieder nach Meßen zurück. Strafkammer Gießen. Am 24. September o. I. wurde der Bauunternehmer B., der auf dem Anhänger eines Kleinschleppers saß, auf dem Bahnübergang der Strecke Gie- Mlttwoch, den 21. Januar 19 bis 21.30 Uhr »oeD lO.Mittwochmiete u. Halbmiete A Christian deWet Erstaufführung Schauspiel von Arnold Krieger. Preise von 0.60 bis 3.10 RM. daß sie einen Sekbstmorbversuch begeht: • erst als' Mutter und Kind im letzten Augenblick gerettet werden, sind die Insassinnen des Stiftes, die Vorsteherin an der Spitze, zur Menschlichkeit bekehrt und „gewandelt". Die Voraussetzungen wie die Entwicklung der Geschichte sind so beschaffen, daß es dem Temperament des Zuschauers überlassen bleibt, Tränen der Rührung oder des entwaffnenden Gelächters zu vergießen, zumal der Spielleiter FD. A n d a m den Film so inszeniert hat, daß man nicht weiß, ob die Komik zahlreicher Auftritte unbeabsichtigt ist oder ironisch gemeint war, und der Eindruck auf weite Strecken zwischen Satire, Groteske und Posse schwankt. Dabei ist die Photographie (Kamera: Günter Arko) gar nicht übel, der Regie- einfall mit der Weihnachtskerze als Lebenslicht ein optisches Symbol von unmittelbarer Sinnfälligkeit. Uebrigens ist dies ein Film ohne Männer, mit lauter weiblichen Rollen. Die junae Maria Land- rock ist das rührende arme Hascherl, eine kleine mäter dolorosa, Hedwig 23 leib treu die Aeb- tissin, unnahbar wie ein Ahnenbild, dabei von schreckenverbreitender Kommandogewalt, Elisabeth Markus ist, sehr menschlich und sympachisch, das Fräulein von Benzon, unter Larven die einzige fühlende Brust. Im sehenswerten Panoptikum der Stiftsdamen spielen Erika von Th ell m ann , Gertrud Wolle und Erika Gläßner die erstaunlichsten Typen. Eine hübsche, lebendige Figur ist das alte Faktotum von Frieda Richard. — (Siegel-Monopol.) — Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau und einen lehrreichen, sehr aktuellen Kulturfilm, der über die vielfältig segensreiche Tätigkeit des Deutschen Roten Kreuzes unterrichtet. Hans Thyriot. Vorsicht auf dem Eis! Trotz aller Mahnungen an die Jugend, dünne Eisdecken nicht zu betreten und vorsichtig zu feinv ereignen sich immer wieder Unfälle, bei denen schon mancher Junge uni) manches Mädchen zum Schmerz der Eltern das Leben eingebüßt hat. Nicht immer haben die Kinder das Glück, daß sich ein Erwachsener in der Nähe befindet, der ihnen helfen kann, oder daß sie sich mit„ gegenseitiger Unterstützung selbst herausarbeiten können, vielfach verschwinden die Unglücklichen unter der Eisdecke und finden einen jämmerlichen Tod. Darum nochmals: Vorsicht! Leichtsinn ist nicht Mut, sondern Dummheit. Gießener Schlachtviehmarlt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Diehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten Schafe 46 bis 50 Rpf. das % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08. Marktverlauf: kein Auftrieb von Großvieh. Gießener rvochenmarktpreise. * Gießen, 21. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, y, kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 11, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohlh 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15 Rpf. _______________________ ßen—-Fulda in der Nähe von Rimlos von der Loka, motive eines Eisenbahnzuges erfaßt und auf der Stelle getötet, Der Schrankenwärter I. B. in Lau. terbach hatte sich jetzt vor der Strafkammer wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Er hatte die bereits vorschriftsmäßig geschlossene Schranke wieder geöffnet, um den Kleinschlepper mit Anhänger durchzulassen, und so hen Tod des B. verschuldet. Der Angeklagte gab zu, daß ihn der Lenker des Kleinschleppers nicht veranlaßt hatte, die Schranke wieder zu öffnen, er habe aber als sicher angenommen, daß der Zug zu diesem Zeitpunkt noch nicht herankommen könnte. Er habe nichts vom Zuge gehört, dieser hätte auch nach seiner Meinung entsprechend der Abfahrtsmeldung noch nicht so nahe sein können. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Gefängnis st rase von vier Monaten verurteilt. Wenn dem An- geklagten von der vorgesetzten Dienststelle auch das beste Zeugnis ausgestellt wird, so konnte, wie das Gericht in der Urteilsbegründung ausführte, die grobe Fahrlässigkeit doch nicht übergangen werden. Landkreis Gießen. * Hungen, 21. Jan. Beim Transport der Kar- toffel-Dämpfkolonne scheuten am Dienstagnachmittag die vor ein Fahrzeug gespannten Pferde und gingen du rch. Dabei wurde der Fuhrmann Hofmann von dem schweren Fahrzeug über- fahren. Mit einem Beckenbruch mußte der bedauernswerte Mann vom Deutschen Roten Kreuz kann immer größer werden und es besteht die Möglichkeit einer Brucheinklemmung, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Ziehen Sie rechtzeitig Ihren Arzt zu Rate und kommen Sie zu mir. wenn er Ihnen ein Bruchband verordnet. Schon Tausenden konnte ich helfen und auch Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt. Durch meine Spezialbandagen sind nachweisbar vielfach sogar Heilungen erzielt worden. — Machen Sie sich das Leben leichter und quälen Sie sich nicht unnötig auch für Ihren speziellen Fall gibt es eine Hilfe. - Kostenlose und unverbindliche Sprechstunde in: Wetzlar, Donnerstag, 22. Jan., von 3 bis 6 Uhr, im Hotel Kaltwasser. Gießen, ^amstag,24.Jan., von 9 bis 1 Uhr, im Hotel Kobel. Harburg, Montag, 26. Januar, von 9 bis 11 Uhr, im Bahnhothotel. I275D Ii. RuHing, Spezialbandagist, Köln, Rlchard-Wagner-Str. 16 Vermietungen Gut möbl. Zimmer mit Pension zu vermieten 024s (sderstr. 18 v. Mietgesuche | Alleinst., ruhiges Ehevaar s. sonn. 3-Zimmer-Wohng. Todes-Anzeige. Am 19. Januar entschlief plötzlich infolge eines Herzschlages unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Katharine Rinn, geb. Hartmann im 85. Lebensjahre. jm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Rinn IX. Heuchelheim, Krofdorf, Bieber/Offenbach, Atzbach, den 21. Januar 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 22. Januar, 14 Uhr, vom Trauerhaus, Bachstr. 58, aus statt ________________________ 284 D „Tag der Deutschen Meister in Gießen." Am 15. Februar veranstaltet die Gießener Radfahrervereinigung einen großen „Tag der Deutschen Meister in Gießen". Es ist dem Veranstalter gelungen, fast sämtliche deutschen Meister im Kunstfahren hierher zu verpflichten, um den Gießener Sportfreunden etwas ganz außerordentliches zu bieten. Es werden starten: die deutschen Meister im ^reierkunstfahren Hilbig/Seifert, Hamburg, der deutsche Meister im Einerkunstfahren, sowie der deutsche Meister im Sechserkunstreigen, Radfahrverein Mainz-Bischofsheim, die deutschen Meister im Zweiertunstfahren der Frauen, Geschwister Weber in Darmstadt, sowie der deutsche Meister im Sechser- gruppensahren für Frauen, der Bonner Radfahrverein 1883. Weiterhin hat der Verein noch mehrere Wettbewerbe im Radballspielen sowie Kunst- und Reigenfahren ausgeschrieben, und auch hierzu sind schon zahlreiche Meldungen eingegangen. * ** Die städtische F r a u e n f a ch s ch u l e gibt die Grundlage für die Ausbildung zu gehobenen Frauenberufen (technische Lehrerin, Gewerbelehrerin, Kindergärtnerin, Wirtschaftsleiterin usw.). Die Frauenfachschulklasse a nimmt Schülerinnen mit mittlerer Reife auf, die Frauenfachschulklasse b ermöglicht es auch tüchtigen Mädchen von der Volksschule, einen verantwortungsvollen, leitenden Beruf zu erlernen. Voraussetzung für den Besuch der Tüchtige Kontoristin 0. Lebensmittelgrotzhandlung für sofort oder später gesucht. Schrift» liebe Angebote unter 230D an den Gießener Anzeiger erbeten. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! j Verkäufe | Erstklassiges, Ä. 3«"» 4Wochen kalbend zu verkaufen 024« Lang-Göns, Hunstatenftr. 42. Kaufgewoche Klavier zu kaufen gesucht. l 41680 G. Ebert, Klaviermacher, Bleichstratze 17. Kinderklapp- stiihlchen z. kaufen gesucht. Sckr. Ang. unt. 0245 a. d. G. A. Pelzmantel Gr. 44-46, neuw. aus Privatband, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 281D a. d. G. A. _______________ .. nach Gießen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. |r‘ befliß □ Laubach, 20. Januar. Die Jungvieh- Iv " uns ang Weidegenossenschaft Solms-Laubach» uiw u hielt ihre 5. Hauptversammlung ab, in der der stell- I!/uolwenM vertretende Vorsitzende Friedrich Wagner einen V ' galt Ueberblick über das vergangene Wcidejahr gab. Die |Kje jn vieler Weide war mit 13 Fohlen und 21 Rindern beschickt. I Lng an ° Die Gewichtszunahme betrug bei den Fohlen durch- schnittlich 89 kg, bei den Rindern 83 kg. Die Ab- I ^tifd)er rechnung, die von dem Rechner H. Silß vorgeleat I1. hur wurde, prüften der stellvertretende Drtsbauernfülp | t fluftai rer Franz Gäbisch und Georg S a l z m a n n. Es I < feine i wurde ferner über die Düngung und die notwen- j die digen Jnstandsetzungsarbeiten beraten. Durch die I ■■\ grenjlin bereits vorliegenden Anmeldungen ist die Weide für I L allo das Jahr 1942 voll besetzt. I ^rernäl)run< Ehrung eines gefallenenZliegerhelden. I LPD. Fulda, 20. Jan. Zum ehrenden Geben- I A^ige dem ken des gefallenen Fliegerhelden Ritterkreuzträgers I • - 1 Hauptmann Wilhelm Balthasar wird die ft ä d- | Der&en, we tische Oberschule für K.n oben in Fulda I {jje bau künftighin dessen Namen führen. Der Weiheakt ftn- I M bet am Donnerstag in feierlicher Form in Amve* I ^Miikunge senheit von Gauleiter Weinrich^ Kassel, statt. ■ gewc Wieder ein Kind tödlich verbrüht. I ■ Mlene, uun . LPD. Limburg, 20. Jan. Im Kreisort L a n« I Dngen oft gendernbach weilte ein Soldat auf Urlaub, um I beschränk an der BeeMgung seines Bruders teilzunehmen. 1 Wachsen pni Während sich der Mann mit seiner Frau zu dem I