Eichener Anzeiger Vkenrtag.20.iMoberM2 Beilanen: Roosevelts Griff nach Liberia {ATLANTISCHER OZEAN mfif vor bd I besucht, d 'chmals Lhrnß LSUHr. ge. Elellvertre«» Lich für PoP s : Tr. Hmt Äw da halten die Mnfer Bild zeigt einen Blick auf den Hafen der liberianischen Hauptstadt Monrovia — (Scherl-M.) fest. So ergän« (Scherl-Bilderdienst-M.) Mr See nj M Sieg der NSDAP. , 19.30 Ubr Ab- oer* heben und Theater U(KW fff _..Q fort an Nahrungsmitteln, was man durch den transport eines Teiles der ZiDilbevölkerung zu bessern getrachtet hat. Oie australische Gegenoffensive auf Neuguinea gescheitert. Der Negerfreistaat Liberia („Freiheitsland") an brr „Pfefferküste" Westafrikas liegt zwischen Sierra |fieone und der Elfenbeinküste und umfaßt 95 000 Miadratkilometer Fläche, also so viel wie etwa Sagern und Württemberg zusammengenommen, die Seoölkerungszahl beträgt aber nur etwa 2 Milanen Schwarze, die Zahl der Weißen nur wenige Wundert. Die Hauptstadt Monrovia hat 6000 Anwohner. Eisenbahnen gibt es in diesem Lande »ine, ebensowenig Telegraph und Telephon, und fand) nur verhältnismäßig wenige Straßen. Das filtma ist tropisch feucht und warm, mit sehr reich- lichen Niederschlägen. Die Temperatur liegt an der [Hüfte im Jahresdurchschnitt zwischen 27 und 28 Grab Celsius. Die herrschende Klasse der Negerrepublik besteht ms den Nachkommen der seinerzeit aus den 23er» [einigten Staaten von Amerika eingewanderten Schwarzen, der sogenannten Amerika-Liberianer, biren Zahl mit 20 000 bis 25 000 angegeben wird. [Dis Staatssprache ist englisch. Das an sich reiche fenb ist nach kaum erschlaffen. Die Gewinnung ||Den Kautschuk, Palmöl, Palmkernen, Sopra, Kakao pb Kaffee wird unter Leitung von Weißen fast (fcricbeim lagnch, außer Sonntags und feiertags evakuiert. Die große strategische Bedeutung Lias gehe daraus hervor, daß es nur 750 Tokio, 19. Oft. (DNB.) Die von den Australiern mit größerem Kräfteaufwand unternommene Gegenoffensive auf Neu-Guinea ist gescheitert. In der Mitte der Front, bei I o r i b a i v a, sind die Australier über ihre Ausgangsstellungen hinaus zurückgetrieben worden. Auch weiter nördlich im Gebirge nehmen die Kämpfe einen für die Japaner günstigen Verlauf. !mi R. Sorge 8. t «mlelter: Hous ft! Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r l i e e, 19. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westkaukasus schreitet der Angriff fort Infanterie erstürmte neue höhen und nahm im Steilanstieg einen mit sechs Bunkern stark befestigten und für die weitere Kampfführung wichtigen Berg. 3n Stalingrad wurde das in den letzten Kämpfen gewonnene Stadt- und Industriegelände von Versprengten gesäubert. Die Cuftroaffe griff Ziele in und um Stalingrad sowie Transportbewegungen und Bahnanlagen der Sowjets östlich der Wolga an. Elf Transportzüge, darunter zwei Oelzüge, wurden vernichtet. 3m mittleren Abschnitt bekämpften Kampf- und Sturzkampfverbände abermals feindliche Vahnbewegungen mit sichtbarem Erfolg. Ein großes Versorgungslager der Sowjets wurde im zusammengefahten Luftangriff schwer getroffen. W a l t a wurde durch deutsche und italienisch^ Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht angegriffen, liier# jefl, Köln Roosevelts Giühpmiktstraiegie Während sich in England maßgebende Kreise ernsthafte Sargen über die Empiremüdigkeit der Briten machen, die Zeitschrift „Nineteenth Century" auf den „Fluch des schwachen Denkens" (The curse of sloppy thinking) aufmerksam macht und gleichzeitig darauf hinweist, daß der Ruf „Das Empire in Gefahr" in den Massen keinen Widerhall finde, oievielfachen die 2)anfee5 ihre Anstrengungen, sich an allen strategisch wertvollen Punkten des britischen Empire einzunisten, Brückenköpfe und strategische Stützpunkte auszubauen, die deutlich darauf Hinweisen, daß dahinter Weltherrschaftsabsichten großen Stils stehen. Was hier geplant wird, hat nichts mehr mit der natürlichen und geographisch bedingten Dynamik eines Seestaates zu tun, der nach der Gegenküste oder der Umrandung des Meeres strebt, wie es in der Geschichte seit Jahrtausenden immer wieder der Fall gewesen ist. Hier ist vielmehr ein System, das auf lange Sicht berechnet und darauf abgestellt ist, die im Werden begriffenen Großräume Europa und Dftafien in ihrem Ansatz zu zerstören und sich selbst an ihre Stelle flu setzen. Roosevelt wußte nach dem Zusammenbruch Frankreichs und nach dem Dünkirchen der britischen Expeditionsarmee, daß er, um England im Kreige au halten, selbst nicht aus dem Ringen herausbleiben konnte. Von diesem Zeitpunkt an datieren auch seine Bemühungen, sich überall festzusetzen. Nordirland, Großbritannien und Island machten den Anfang, nachdem im Pazifik bereits ein „unangreifbares" System von Stützpunkten vorhanden war. Als Rommel in Nordafrika den Briten nicht nur erfolgreich Widerstand leistete, sondern sie immer weiter zurücktrieb, richtete Roosevelt fein Augenmerk auf die arabischen Länder, vor allem das Rote Meer und den Iranischen Golf, wobei gleichzeitig einer anderen Derbindungsstraße in diesem Sektor immer größere Aufmerksamkeit geschenkt wurde: dem Weg von Natal und Recife tn Brasilien nach dem Golf von Neu-Guinea an der gegenüberliegenden afrikanischen Küste, wo eine ganze Anzahl von Orten in See- und Lufthäfen verwandelt wurde, während gleichzeitig mit unleugbarer Tatkraft ein Netz von Fluglinien quer durch den afrikanischen Kontinent und von Autobahnen und Binnenwasserstraßen erschlossen wurde, das wiederum nach dem Roten Meer und von dort nach der lebenswichtigen Versorgungsbasis des Suez-, Mosiul-, Iran- und Bahrein-Oels führt, wobei außer der Derteidigungsaufgabe gleichzeitig die der Versorgung der Sowjetunion über Iran eine Rolle spielte. Während Roosevelt aber in West- und Ostafrika und in den Ländern des Nahen Ostens eine Position nach der anderen bezog, machte sich durch den Eintritt Japans in den Krieg im Pazifik eine stark ung, um bere ■ rchstihnlim fit1 t tijrem Kai»! t sehr verbi« | 1-2. Jahrgang Nr. 2^7 Orchesters, geschlossene ;r Karten]®' irch Freude. dknhanM rirsv Verbesserung der Verbindung quer durch Afrika in der Richtung nach Aegypten bieten würden. Aber neben der militärischen und politischen Bedeutung von Dakar, von wo aus auch Rückwirkungen auf den sonstigen französischen Kolonialbesitz in Nordafrika angestrebt werden könnten, könnte die Angelsachsen auch die wirtschaftliche Bedeutung von Französisch-Westafrika reizen. Französisch- Westafrika ist mit seinen 3,5 Millionen Quadratkilometern achtmal so groß wie Frankreich und halb so groß wie Europa. Seine Eroberung und Befriedung hat dem französischen Mutterland in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Teil militärischer und menschlich-brauchbarer Energien entzogen. Bereits 1865 hatte England den Entschluß gefaßt, sich wegen des ungesunden Klimas aus Westafrika zurückzuziehen. Nach vielen kostspieligen Kolonialkriegen hatte Frankreich sich 1890 mit England über die Teilung der Interessen am Niger einigen können. Heute zählt Französisch-Westafrika eine Bevölkerung von 15,5 Millionen Einwohnern, wovon aber nur 25 000 Weiße sind. Die wirtschaftliche Bedeutung Westafrikas für Frankreich besteht in erster Linie in der Ausfuhr von Erdnüssen, die sich seit 1937 auf 590 000 Tonnen belief und einen wichtigen Faktor für die Fett- und Oelgewinnung darstellt. Dazu kommen Palmkerne, Palmöl, Kakao aus den einzelnen, der Verwaltung von Französisch- Westafrika in Dakar unterstellten Gebieten wie Dahomey, der Elfenbeinküste, und Guinea. Mehr in die Zukunft weisen die seit Jahrzehnten am Mittellauf des 4200 Kilometer langen Niger betriebenen Stromregulierungs- und Bewässerungsanlagen zur Vergrößerung der Kulturflächen für Baumwolle, für die bis zum Jahre 1950 eine Million Hektar erschlossen werden soll. Die Schlüsselstellung für die Verteidigung dieser Riesenräume, die etwa ein Sechstel von Afrika umfassen, bildet unstreitig der Kriegshafen Dakar in der Nähe der Senegalmündung. Dakar bietet infolge feiner Lage in einem felsigen, mit militärischen Befestigungsanlagen erheblich ausgestatteten Gelände unbestreitbare Vorteile für die militärische Verteidigung zu Lande, gleichzeitig ergibt sich hieraus jedoch ein gewisser Mangel an Trinkwasser und Monatlich .... .RM.1.80 Mtellflebtoi,.. „ -Z5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge bö&erer Gewalt Fernfvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Polls check 11 6rr fhranfs /M Timbuktu. 6 Dakar . f'' 'tGaa '— Bathurst französ. west'afrika MH6UINEA s, 5$ Den Aufmarsch im Keime erstickt. Kampfgeschwader gegen Bahnen und Straßen im Abschnitt vonKalinin-Toropez Von Kriegsberichter Erich Wenzel. DNB....., 19. Oktober. (PK., Südlich des Ilmensees gewinnen eigene Angriffsunternehmungen Meter um Meter an Boden. In versumpftem Gelände, in dem der Infanterist oft bis zur Brust im Morast versinkt, bewährt sich die hervorragende Zusammenarbeit von Heer und Luftwaffe. Stuka- und Kampffliegeroerbände zerschmettern ein Widerstandsnest nach dem andern. Während die Ju 88- und He 111-Verbände bolschewistische Feld- toölOOOltm .Moralische Recht" zu einem ähnlichen Unternehmen gegen französischen Kolonialbesitz gebe. Bereits im Oktober 1940, wenige Monate nach dem von Frankreich abgeschlossenen Waffensttllstand, konnten die französische Garnison von Dakar und die dort befindlichen Teile der französischen Kriegsmarine einen Landungsversuch englischer und gaul- listtscher Kontingente abwehren. Inzwischen ist Syrien im Sommer 1941 den Franzosen entrissen worden; in diesem Jahr ist die Reihe an Madagaskar gekommen, und man muß mit der Möglichkeit einer Wiederholung des vor zwei Jahren gescheiterten englischen Manövers gegen Dakar rechnen. Die seestrategische Bedeutung von Dakar am westlichen Punkt der afrikanischen Küste, von wo aus die Seeverbindung nach den am nächsten befindlichen brasilianischen Häfen sich am besten bewerkstelligen läßt, mag den Appetit der Angelsachsen besonders reizen, Hanz abgesehen von den sonstigen Möglichkeiten, welche sich für eine Meilen süd östlich von Dakar liege. Die vor kurzem als für Aegpten bestimmt gemeldeten zwanzig Dampfer, die in einem Geleitzug westlich Afrikas gesichtet worden seien, wären zur Besetzung Liberias bestimmt gewesen. Die britische Luftwaffe habe sofort ihre Patrouillentätigkeit über dem Süd all antik ausgenommen. Spezialisten, Ingenieure wie Arbeiter arbeiteten fieberhaft an der Anlage neuer und an der Erweiterung und Modernisierung alter.Flugplätze. Die Amerikaner stoßen ins Siegeshorn, wie die Engländer wegen Madagaskars ins Siegeshorn gestoßen haben. Die Negerrepublik Liberia ist vor 120 Jahren angeregt und gegründet worden von — freigelassenen amerikanischen Negersklaven in Widerspruch zu der damals vorherrschenden öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten, sintemalen in dieser Renommierdemokratie die Sklaverei erst durch den Kongreßbeschluß vom 31. Januar 1864 aufgehoben worden ist. Die ursprüngliche Gründung Liberias war ein klarer Protest gegen die Sklavenhaltung in den Vereinigten Staaten und sollte den Nachweis der bürgerlichen und politischen Gleich- berechtigungssähigkeit der Neger erbringen. Angesichts b* Schicksals, das die Negerrepublik Liberia jetzt betroffen hat, ist es nicht an der Zeit, die Frage aufzuwerfen, ob dieses Ziel erreicht wurde. Heute ist entscheidend, daß ein an sich weltpolitisch harmloser Negerstaat in Afrika, der einzige unabhängige Negerstaat auf dem großen afrikanischen Kontinent, durch die Vereinigten Staaten in die Kriegswirren gewaltsam hineingezerrt wird. Was trieb die Amerikaner nach Liberia? Sie hatten in Freetown einen ausgezeichnet ausgebauten Hafen, während der Hafen der Hauptstadt Monrovia viel zu wünschen übrig läßt. Es ist der Gummi, der die smarten Hankees angelockt hat. Sie haben hier schon vor etlichen Jahren Kautschukbauplantagen gegründet, die sie nun — sehr umfassend — „in eigene Regie nehmen" wollen. Annahme von Auzeiaen für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr devVormittagS Anzeigen-Preise für die Dttllimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof, für rtomiltenan- zeigen und private GeiegenheitSan^eigen 14Rvf. t. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Matzvorichrtft (vorherige Vereinbarung) 25°/°mehr Stellungen mit wohlgezielten Bombenwürfen angreifen, stürzen sich die tausendfach bewährten )u-87-Flieger auf Artillerie- und Flakstellungen. Der nachstoßende Infanterist bricht den Widerstand in Waldstücken und ausgeräucherten Dörfern oft mit der blanken Waffe. Zur gleichen Zeit überwachen die Fernaufklärer der Luftwaffe die Vorgänge im tiefen Hinterland des Feindes. Die Belegung der Flugplätze, der Verkehr auf den Straßen und Eisenbahnen, dies alles bleibt dem „Auge der Führung" nicht verborgen. Bahnhöfe und Knotenpunkte werden gelichtbildert, die Kolonnen auf den Straßen gezählt und der Eisenbahnverkehr genau registriert. Alle Meldungen laufen bei der Führung zusammen, die die Absichten des Gegners sehr bald erkennt und schnell zu handeln weiß. Bevor es den Bolschewisten gelingt, ihren Aufmarsch zu beenden, bevor die herangeführten Truppen und bereitgestellten Kriegsmaterialien an die Front gelangen, müssen sie empfindlich geschlagen werden. Der Befehl zum Angriff der Sturz« und Kampffliegerbände wird gegeben. Die geballte Kraft richtet sich jetzt gegen d i e Straßen und Eisenbahnen im Abschnitt Ka 1 i n i n - To r o p e z. An die Besatzungen stellen diese Einsätze, die oft Hunderte von Kilometer über feindliches Gebiet führen, die härtesten Anforderungen; denn der Gegner hat die Bahnhöfe durch ein starkes ^la tauf gebot geschützt, und zahlreiche Iackdfliegervevbände in dieses Gebiet verlegt. Die Jäger übernehmen den Schutz der Kampfverbände. So erscheinen plötzlich mehrere Kampf- geschwader über dem Bahnhof Ostaschkow, der bisher neutral verhielt, an den Kriegswagen USA. zu spannen. Auch Reuter meldet, man arte nunmehr, daß Liberia bald seinen Beitritt den „Alliierten" erklären werde. Weil der Prä- nt der Republik, Barclan, dem schon seit •naten ausgeübten Druck Roosevelts, die Neutra- nur in der Nähe der Hauptstadt betrieben. Weitaus an der Spitze der Exporterzeugnisse des Landes steht der Kautschuk, während Jndustriewaren, Tabak und manche Lebensrnittel eingeführt werden. Die Geschichte des Staates Liberia begann, als eine im Jahre 1816 in Washington gegründete Kolonisationsgesellschaft für freigelaffene Negersklaven 1822 am Kap Mesurado die Niederlassung Liberia mit dem Hauptort Monrovia (nach dem norbameri* konischen Präsidenten Monroe, dem Vater der berühmten Monroe-Doktrin, genannt) anlegte. Mit dieser Niederlassung vereinigte sich 1857 die am Kap Palmas im Jahre 1834 gegründete Negerrepublik Maryland. Die Unabhängigkeit des Staates Liberia wurde 1848/49, also schon vor der Vereinigung, von den europäischen Mächten anerkannt, während die USA. erst 1862 folgten. Wegen finanzieller Mißwirtschaft kam Liberia 1908 unter internationale Aufsicht. Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen die Vereinigten Staaten allein die Finanzkontrolle. Im August 1917, während des ersten Weltkrieges, mußte Liberia unter dem Druck der Westmächte Deutschland den Krieg erklären. igsrH IldufigsrtätteWI r ibends 7.30 H ität tttad I im SonN isä SM uusgeuuien -urua nvosevens, Oie ’Jteutra« Mießlich ivMllt aüfzugeben, nicht ohne weiteres erlag, ent» R5 neue te das Weiße Haus eine Besatzungsarmee, die i|erer U« ehr das weitere im Sinne Roosevelts „ver- asfen" wird. So sieht dann das gerühmte" in r Atlantik-Charta feierlich allen Volkern der Erde prochene Selbstbesttmmungsrecht aus. Exchange legraph meldet, Liberia werde in Kürze eindeu- zugunsten der Vereinigten Staaten Stellung men. Der deutsche Generalkonsul und sein Per- al seien aufgefotbert worden, das Land zu ver- General-Anzeiger für Oberhessen 7-9 Frankreich blickt auf Dakar Von unserem E. F.-Korrespondenten. als wichtiger Knotenpunkt zerstört werden muß. Hier hat der Feind gerade annähernd tausend Eisenbahnwagen abgestellt. Nach zwei massierten Angriffen ist der Bahnhof in ein weit sichtbares Flammenmeer gehüllt. Das letzte Kampfftugzeug hat noch nicht feine Bomben gelost, * ' " Fernaufklärer den Erfolg im Bild zen sie die Aussagen der Besatzungen mit der "Unbestechlichkeit der Filmkamera. Nicht anders ergeht es den Bahnhöfen Bologoje, Toropez, Selisharewo und S o b l a g o. Unzählige Bomben aller Kaliber haben die Bahnhofsanlagen zerstört und das rollende Material, das gerade ausgeladen ober umrangiert werden sollte, vernichtet. Neben deutschen Fliegern bewähren sich kroatische Besatzungen. Auch der Verkehr auf d e n Straßen wird wirksam bekämpft Mitten hinein in die zur Front fahrenden motorisierten oder bespannten Kolonnen hagelten die Bomben. Divisionen wurden auf diese Weise dezimiert, bevor sie überhaupt zum Einsatz gekommen waren. Geschütze fielen aus, bevor sie einen Schuß abgegeben hatten. Panzer lagen auf zertrümmerten Transportzügen, bevor sie gegen die deutsche Linie gerollt waren. Es ist darum eine feierliche Stunde für die Kampfflieger und Fernaufklärer, als der Luftflottenchef ihnen für ihren erfolgreichen Einsatz seinen Dank und seine höchste Anerkennung ausspricht. Die Zusammenarbeit der fliegenden Verbände, hat sich bewährt. Der Schneid der Besatzungen hat gegenüber einer harten Abwehr triumphiert, ihr Können hat auch diese schwierigen Aufgaben gelöst. Gießener Aamilienblätter Heimat imBlld-DieScholle Beqnasvreisr Vigo 19. Okt. (DNB.) Nack Meldungen aus Neu- rk und Monrovia hat Roosevelt unter dem Deck- aniel der angeblichen nordamerikanischen Kriegs- -rfmsse feine Raubpolitik jetzt auf die Neger- lif Liberia ausgedehnt. Er hat ein Erpe- inskorps nach Liberia gesandt, das zur Seit Hungen in diesem an der Westküste Afrikas ge- nen Freistaat bezieht, um die Negerrepublik die Paris, im Oktober 1942. Eine Reihe von Vorgängen hat in den letzten Machen erneut den Blick auf die französischen -öe- Ihungen in Westafrika gelenkt. Aus verschiedenen |"elbungen ist bekannt, daß die Amerikaner meh- pre wichtige Stützpunkte, die sich zum Teil in mv linittel'barer Nähe der Hauptstadt von Französisch- IMtafrifa, Dakar, befinden, stark ausgebaut uni) M Truppen belegt haben. Es handelt M) frcrbei W allem um den Hafen von B a t h u r ft in 33n- tich-Gambia, nur etwa 200 Kilometer südlich von telar, sowie um die Hauptstadt der englischen Ko- •pnie Sierra Leone, Freetown, wriche etw M Kilometer südlich von Dakar liegt. An Drohun- sm mit einem angelsächsischen Ueberfall auf Daka k es nicht gefehlt. Erinnert sei nur an die erst »er wenigen Tagen abgegebene Erklärung des ÜAl.-Senators Meads, der em amerikanisches Üüternehmen gegen Dakar mit der Bekundung äderte, daß das englische Vorgehen gegen Mada- hlar nunmehr auch den bereinigten Staaten das Hk, feine M '' und ä 1 .UhöerJB tn danU ?r und *** pad ff öon feeren >r den rer,n als ^anglh Brunnen' als (Erfl 'övot-M der auch •nnungsrei , °uch in i. '.keine 0°ren; |M einer !e im U: ! der Tai, ’fiene Leis teure C 4 er ließ beim K buche d Nerze re tapfere vis der | die Heims ung von chen Demi k sei noch n vommanbanki e KundgÄA^ .v ■ - v Gruß an kWen. Französische Transportflugzeuge hätten Li- ";kria an geflogen und alle französischen Staatsbür- ysrDas „Freiheitsland" an der Pfefferküste BIA re,i/i ‘Soko io ' NIGERIA JUOt 'KAMERUN i.Duala FernerdoPoot, ’LibrrviHe mm LIBERIA ) o i < 8 • = Monrovia ■ .== Säe Thomt, KUS! ulmdT •SEE Luki SEEfSg / Hschnn- \ SiWoknztei Ke Xb*#lawt 2^\kaunin rückläufige Bewegung bemerkbar. Die Verbindungs- ftraße über Hawai—Midway—Wake—Guam ist gestört, die Philippinen sind aus dem System heraus- gebrochen. Dafür gibt sich Roosevelt um so mehr Mühe, sich in der Südostflanke des ostasiatischen Reiches, also in Australien, stark zu machen. Und ebenso wie gegen Europa dem britisch-irisch-isländi- schen Brückenkops der arabische entspricht, so hat Australien sein Gegenstück in Alaska. Diesem Brückenkopf soll die Rolle des Sprungbretts nach Japan und die einer Basis für den Nachschubverkehr nach der Sowjetunion zufallen. Welchen Wert man strategisch auf diesen Stützpunkt legt, ist erst durch die Erörterungen in der nordamerikanischen Presse nach der Besetzung mehrerer Aleuten-Jnseln durch die Japaner deutlich geworden. Als letzter Brückenkopf in diejem weltweiten Plan ist Indien vorgesehen, dem als Mittelpunkt des Kriegsgeschehens wehrwirtschaftlich und beoölkerungs- mäßig eine wichtige Rolle zugedacht worden ist, deren Linie allerdings durch die letzten Vorgänge in Indien selbst erheblich gestört worden ist. Immerhin: Roosevelts Plan ist jetzt klar. Mit Hilfe dieser fünf Sprungbretter will er die von den Mächten des Dreierpaktes verfolgte Strategie durchkreuzen, mit ihrer Hilfe hofft er, langsam eine überlegene Macht ansammeln zu können, um von hier aus Stoßlinien gegen das Dreimächtepakt- System zu entwickeln, um nach genügender Vorbereitung zum entscheidenden Stoß selbst ausholen zu können. Der Plan Entbehrt nicht der Großzügigkeit. Er hat nur einen — allerdings entscheidenden! — Fehler. Alle diese Stützpunkte, mit Ausnahme vielleicht von Alaska, wo aber auch noch viele Schwierigkeiten zu überwinden sind, liegen Tausende von Kilometern von den USA. entfernt. Alles Material, das für sie bestimmt ist, muß mit Hilfe großer Transportschiffe dorthin gebracht werden, und zwar auf einem Wege, der von Tag zu Tag mehr durch die U-Boote der Achse und der Japaner gefährdet ist. Australien fühlt sich zudem immer stärker bedroht, die Vorgänge auf Neu- Guinea sind geradezu ein Menetekel dafür, daß diesem Plan, der eine ruhige Entwicklung der werdenden europäischen und ostasiatischen Großräume stören will, in der Offensivstrategie der Dreierpaktmächte eine Gefahr entstanden ist, die man vorläufig noch durch eine Illusions-Agitation und durch einen krassen Zahlenschwindel bannen zu können glaubt, der aber Kräfte zuwachsen — man denke nur an die Aufstandsbewegungen in Indien und an die Gärung im Nahen Osten —, die von Roosevelt einfach deshalb übersehen wurden, weil er glaubte, seine künftige Weltherrschaft als Gegenreformator der heute geschichtlich tragenden Ideen aNfbauen zu können. Gerade in diesem Punkt ist ihm, wie die Geschichte beweisen wird, ein weiterer gewaltiger Fehler unterlaufen, der allein schon seine Maßlosigkeit zum Scheitern verurteilen wird. Außerdem sind, rein strategisch gesehen, der Vorteil der inneren Linie für die Dreierpaktmächte, ihre weitaus kürzeren Verbindungslinien und ihre zum größten Teil völlig ungefährdeten Nachschubwege so augenfällig, daß die „weltweite Strategie" sich einer Tages als das enthüllen wird, was sie in Wirklichkeit ist: das Werk eines Stümpers! Bkn. Oer Widerstand auf Madagaskar. Vichy, 20. Okt. (Europapreß.) lieber die Lage auf Madagaskar berichtet ein am Montagabend herausgegebener amllicher Bericht, daß es den Briten südlich von Ambositra trotz dreitägiger Angriffe nicht gelungen ist, die französischen Verteidigungsstellen zu durchbrechen. „Die Schlacht von Ambositra", so heißt es in dem Kommunique, „die mit dem Einmarsch der Briten in die Hauptstadt Tananarivo am 3. September begann, hat sich als die heftigste der Kampfhandlungen auf Madagaskar herausgestellt. Alle britischen Versuche, den Widerstand einer Truppe zu brechen, die entschlossen ist, sich bis zum äußersten zu verteidigen, sind hier seit fünf Wochen gescheitert. Das Ritterkreuz für besonders erfolgreichen Nachtjäger. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Staffelkapitän in einem Nachtgeschwader. — Heinrich Prinz zu Sayn-Wittgenstein, 1916 zu Kopenhagen geboren, ein bereits im Kampf gegen Frankreich, England und die Sowjetunion auf 150 Feindflügen als Beobachter und Flugzeugführer bewährter Kampfflieger, erzielte in rund vier Monaten eine einzig Maria von Lever. Von WaldemarAirgustiny. Es gibt viele Leute, die von Stadt und Land Jever noch nichts gehört haben, aber den Jever- ländern wird das gleich sein. Sie sitzen inmitten saftgrüner Marschwiesen, nähren sich vom Handel oldendurgischer Pferde, nähren sich gut, und über den Dächern liegt die Stimmung aus Behagen, Sattheit und geschichtsloser Ruhe/wie viele Landstädte sie besitzen. Aber zwischen den eng zusammengerückten Bürgerhäusern heben sich Bauten, die nach großzügigen Plänen errichtet sind, Schloß, Münze, Gericht und Gelehrtenschule, und in den Himmel, dessen durchsichtige Klarheit die Nähe der Nordsee kündet, ragen Türme. Jever war, wie diese Bauwerke bezeugen, einmal Hauptstadt eines selbständigen Staates, und also besitzt cs geschichtliche Erinnerungen. Wenn man fragt, wer das Schloß erbaut, wer die Münzen, die im Museum gezeigt werden, geschlagen, wer die Gelehrtenschule gegründet, wer die Kunstdenkmäler, derer Jever sich rühmen darf, geschaffen hat, hört immer wieder den Namen der letzten Fürstin Maria. Die (Erinnerungen Jevers, scheint es, knüpfen sich vorwiegend an diese Frau, und auch was an Anekdoten, Sagen, Merkwürdigkeiten erzählt wird, weist fast immer auf sie. Maria, so hört man, war eine Frau, die nicht mit sich spaßen ließ. Ein Sohn hatte seine Mutter geschlagen? Maria ließ ihn aufs Schloß bringen, und nachdem er gestanden hatte, ihm die rechte Hand abhauen: sie strafte hart. Ein Bäcker hatte ihr nicht die schuldige Ehre erwiesen, indem er sein Holz weiter spaltete, indes sie vorübergjng, und ihr, der Fürsttn, den Hintern zukehrte? Sie zog ihm, da seine Hose sich so hübsch ftrammte, eins mit der Reitpeitsche über, dann aber, als er sich aufreckte und mit einem- unflätigen Ausdruck fragte, wer ihn da geschlagen habe, sagte sie, dieses Schimpfwort werde ihn seine grünen Kleider kosten, womit sie die Ländereien meinte, die der Bäcker vor der Stadt besaß, und wirklich brachte sie diese durch allerlei Rechtshändel an sich. Sie strafte hart und nicht immer gerecht. Aber die Jeoerländer wissen auch weichere Züge zu berichten. Das abendliche Schlagen der Glocken Bevin und die Kommunisten. Don unserer Berliner Schristleitung. Der britische Arbeitsminister Bevin, der selbst aus der Gewerkschaftsbewegung stammt, hat eine scharfe Verteidigungsrede gegen die Angriffe der englischen Kommunisten gehalten. Sagen wir besser: halten müssen. Sein Hauptargument mar, daß die englischen Kommunisten vor dem sowjetischen Kriegseintritt alles versucht hätten, um die englischen Kriegsanstrengungen unter dem Vorwand au sabotieren, daß der Krieg ein imperialistisches Unterfangen und ohne jegliches Interesse für die Arbeiterschaft fei. Pathetisch rief Bevin aus: „Bis zu meinem Tode werde ich den Kommunisten diese Haltung nicht verzeihen." In Wahrheit befindet sich Bevin in einer arg bedrängten Verteidigungsstellung. Die offiziöse sowjetische Nachrichtenagentur Taß bringt gerade jetzt einen langen Bericht aus London, der die Entschließungen britischer Belegschaften in wichtigen Rüstungsuntemehmen widergibt. Alle diese Belegschaften verlangen sofortige Eröffnung der zweiten Front. Na- mentlich sind genannt die Belegschaft einer großen englischen Flugzeugfabrik, einer großen Werft am Clyde bei Glasgow, eines Rüstungswerks in Manchester, eines Unternehmens in Coventry und einer Delegiertenkonferenz der Transportgewerkschaft, die ... eine Million Mitglieder zählt und aus der Bevin selbst hervorgegangen ist. Bevin ist also in seiner Stammdomäne bedroht. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang an die triumphale Begrüßung, die den sowjetischen Militär- und technischen Abordnungen in breiten Kreisen Englands zuteil geworden ist. Mit anderen Worten: Der Gewerkschaftler Bevin fühlt die kommunistische Faust an seiner gewerkschaftlichen Gurgel. Darum erinnert er die englischen Kommunisten an die Zeit ihres Paktierens, als sie in der ersten Kriegszeit der Sowjetregierung eine Hilfsstellung gaben, die ihrerseits ihren Krieg wollte und sich eine Zeitlang mit der englischen Regierung um die Frage balgte, ob Ntoskau oder London die Vorhand in der Kriegspolitik habe. Die englischen Kommunisten können Bevin antworten, daß sein Pathos aus der „falschen Kehle" kommt und durch die überkluge englische Politik den Vereinigten Staaten die so hart um- kämpste Vorhand zugefallen ist. dastehende Leistung: in 49 Nachteinsätzen 22 Nachtjagdabschüsse, darunter neun viermotorige Bomber, von denen er drei in einer einzigen Nacht innerhalb 39 Minuten abschoh. Kleine politische Nachrichten. Der Führer der Gruppe Hessen-Rheinland-Süd des Reichsluftschutzbundes, Generalleutnant Müller-Michels, wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist gleichzeitig eine Anerkennung des rückhaltlosen Einsatzes der Amtsträger und Amtsträgerinnen des Reichsluftschutzbundes sowie ihrer seit Jahren geleisteten aufopferungsvollen Luftschutzarbeit im Gruppenbereich. * Im Anschluß an den Gruppenführerappell in Ko- burg führte der Stabschef der SA., Viktor Lutte, den neuen Führer der Gruppe Bayernwald, SÄ.- Gruppenführer Schmuck, in sein Amt ein. Zugleich «er dem bisherigen Führer der Gruppe, SA.- ?enführer Wagenbauer, der die Führung der Gruppe Hochland übernimmt, Dank und Anerkennung für die von ihm geleistete Arbeit aus. * Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz den SA.-Gruppenführer Ministerialdirektor Dr. Hans vonHelmsin Berlin auf die Dauer von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Mitglied des Volksgerichtshofes bestellt. * In den Promotionsordnungen der Reichsuniversität Posen, die für die Naturwissenschaftliche und Landwirtschaftliche Fakultät durch den Reichs- erziehungsminister bereits genehmigt sind, ist sest- gelegt, daß die ersten Preisträger im Reichsberufswettkampf der deutschen Studentenschaft von der Entrichtung der Promotionsgebühren befreit sind. * ' Am 25. Todestage des im Weltkrieg gefallenen Dichters Walter F l e x wurde an des Dichters Grabmal auf der Insel Oesel im Auftrage des Reichsstudentenführers Dr. Scheel durch ^-Obersturmbannführer Dr. Sandberger, ein Kranz des Deutschen Studenten- und Altherrenbundes niedergelegt. Außerdem veranstaltete die Studentenfüh- rung Ostpreußen in Königsberg eine Gedenkfeier. Das Berufungsgericht hat im Prozeß gegen die Beteiligten am Bombenattentat gegen Botschafter von Papen das Urteil wegen eines Formfehlers aufgehoben und den Prozeß an die erste Instanz zurückgewiesen. Der neue Prozeß wird in Kürze stattfinden. Zu gleicher Zeit, in der der Tenno mit der gesamten Regierung und 30 000 Familien Gefallener zu einer eindrucksvollen Heldenehrung nach den Riten der Shinto-Religion am Pasukini-Schrein weilte, gedachte mit ihm das gesamte japanische Volk durch ein Schweigen von einer Minute Dauer der Gefallenen. * Der Präsident des Ehrenkomitees der französischen Legion Tricolore, B e n o i st - M e ch i n, hat sein Amt niedergelegt. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers wird die Lögion Tricolore durch, den Vertreter der fvanzfifchen Regierung im besetzten Gebiet, Botschafter de B ri n on, geleitet. * Präsident Roosevelt hat durch ein Dekret das amerikanische Nationalitätsgesetz von 1940 abgeändert. Danach verlieren naturalisierte nordameri- kani'sche Staatsangehörige ihre nordamerikanische Staatsangehörigkeit, wenn sie sich drei Jahre in dem Land ihrer früheren Staatsangehörigkeit oder fünf Jahre in einem anderen Land außerhalb der Vereinigten Staaten oufgehalten haben. Das neue Gesetz tritt erst am 15. Oktober 1944 in Kraft. Der spanische Staatschef General Franco hat auf Vorschlag des Parteiministers für die Provinzen Almeria, Burgos, Cadiz, Huesca, Orense, Inländer, Sevilla, Teruel und Zamora neue Gauleiter der Falange ernannt. Kunst und Wissenschaft. Karl Böhm wird Wiener Staafsopernbiretfor. Der bisherige Staatsoperndirektor in Dresden, Professor Dr. Karl Böhm, wurde zum Direktor der Staulsoper Wien berufen. Sein Nachfolger wurde der Generalmusikdirektor Karl Eimen- d o r f f, Mannheim. Karl Böhm stammt aus Graz. 1894 geboren, widmete er sich zunächst dem akademischen Studium, das er 1909 mit der Promotion zum Dr. jur. abschloß. Nach seinen musikalischen Studien in Wien wurde Böhm 1917 Korrepetitor am Grazer Opernhaus, dann zweiter und erster Kapellmeister. Der berühmte Wagnerdirigent Carl Muck empfahl Böhm an die Münchner Staatsoper, wo er 1924 erster Kapellmeister wurde. Es folgten dann Darmstadt und Hamburg. Als Dreißigjähriger wurde Böhm Generalmusikdirektor der Dresdener Staatsoper. Karl Elmendorfs wurde 1891 in Düsseldorf geboren. Mainz, spater München und fetzt Mannheim sind die Städte, zu denen er feste Bindungen ein ging. Daneben erschien Elmendorfs verschiedentlich auch am Pult der Berliner Staatsoper und machte sich als Leiter von Feftspielaufführunaen in Bayreuth als Wagner-Dirigent einen Namen. Hochfchulnachrichlen. Der Ordinarius für Gynäkologie und Direktor der zweiten Universitätsklinik der Universität Wien, Professor Dr. Wilhelm Weibel, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Weibel wurde 1876 in Wien geboren. Er promovierte dort 1901, kam dann als Assistent an das Kaiserin-Elisa- beth-Hospital, später an die Bettina-Stiftung und 1908 an die Universitäts-Frauenklinik. 1913 habilitierte er sich. Von 1929 bis 1931 wirkte er an der Prager deutschen Universitäts-Frauenklinik. Von dort kam er wieder nach Wien zurück. — Zum a. o. Professor an der Universität Freiburg wurde Dr. Karl Büchner für klassische Philologie ernannt. Büchner, der 1910 in Gaschwitz geboren wurde, habilitierte sich 1939 in Leipzig. — Professor Dr. Alexander Köhler ist zum o. Professor an der Universität Wien für Mineralogie ernannt worden. Köhler wurde 1893 in Wien geboren. Er studierte nennen sie Marienläuten, und sie sagen, Fräulein Maria habe dieses Läuten eingerichtet zu ihrem Gedächtnis. Und die Sage hat gleich ein paar hübsche Züge hinzuerfunden. In der Franzosenzeit hatte der Rat der Stadt das Läuten verboten, damit es den Feinden die Stadt nicht verriete, die hinter einem Wald verborgen lag; da aber fingen der Sage nach die Glocken von selber zu summen an und zu klingen. Als die Franzosen eingerückt waren, empfanden sie das Läuten als lästig, und sie verboten es; auch diesmal schlugen die Glocken von selber an. Die Akten sagen über dies Läuten ein wenig nüchterner aus. Maria wollte den Trinksitten steuern und ließ im Winter um zehn, im Sommer um neun Uhr die Glocken schlagen zum Zeichen, daß die Wirtshäuser schließen sollten. Dies wird stimmen, dennoch hat die Sage, wie meist, der Gestalt Marias nichts Falsches hinzugedichtet. Denn die Fürstin, die kinderlos starb, grämte sich, nicht in Kindern weiter leben zu können und vergessen zu werden. Als man den Turm ihres Jagdschlosses abbrechen wollte, fand man auf dem Schlußstein die Inschrift: dieser Turm solle stehen bleiben für alle Zeit guy Gedächtnis Marias. Die Sage, auch wenn sie erpnbet, trifft doch das Wesen. Im Schloß wird ihr Panzerhemd gezeigt; niemals soll sie ausgegangen fein ohne Panzer und Schwert. Mit dem Panzerhemd hat es eine eigene Bewandtnis, erzählt der Wärter, denn wenn Besucher einen Ring ausgebrochen hatten, war er am nächsten Morgen wieder nachgewachsen. Dies letzte ist wifsen- schafllich nicht bewiesen, aber der Panzer hat für Maria Bedeutung, sie war eine streitbare Jungfrau. Schon als sie, ein halbes Kind, ihr Erbe antrat, mußte sie um ihre Herrschaft und um die Freiheit Jevers kämpfen. Zeit ihres Lebens, das immerhin 75 Jahre währte, hat sie kämpfen müssen mit Waffen und mit Rechtsmitteln, auf geraden und krummen Wegen, hat sich auf den Kaiser berufen und Burgund gegen den Kaiser ausgespielt, wie es ihr günstig schien, sie hat, wenn das Geld nicht reichte, falsche Münzen schlagen lassen, und als chr vom Reichsgericht das Münzrecht verwehrt wurde, Taler prägen lassen mit der hohnvollen Inschrift: Nach des Reiches Schrot und Korn. Als über die junge Erbin die friesischen Vettern einen Vormund setzten, der sie rechtlos machen sollte, überwand sie diesen mit den zartesten Waffen: sie gewann ihm das Herz ab. Und dieses Mal trieb sie. kein falsches Spiel, denn sie setzte ihr eigenes Herz zum Pfand und bestand auf Heirat, und- da der Vormund wohl ein Edelmann, aber nicht von ebenbürtigem Blut war, setzte sie in jahrelangem Federkrieg seine Anerkennung durch. Zu eben dieser Zeit aber fiel der Geliebte. Wir wissen nicht, wie Maria den Verlust getragen hat, nur dies ist bekannt, daß sie fortan alle Anträge ausschlug, denn sie wollte nicht, daß jemand sie ihres grünen Kleides, ihrer Güter wegen nähme. Sie ist unverheiratet und kinderlos geblieben, obwohl dieses sie schmerzte, keine Kinder zu haben. Ihre mütterliche Fürsorge wendete sich nun dem Ländchen zu. Die Fürsorge ging so weit, daß sie den Bürgern die Krüge Bier nachrechnete, worüber die Jeoerländer gewiß nicht einerlei Meinung gewesen sind, aber sie stiftete auch Dinge, die allgemein bestaunt wurden, so das marmorne Grabmal ihres Vaters Edo Wiemken, die holzgeschnitzte Decke im Schloß, die zahlreichen stattlichen Gebäude, die Gelehrtenschule, die zu Marias Zeit Ruf gewann. Ihre Hofhaltung brachte Geld im Umlauf, und die Bürger übersahen gern, daß als Groschen zu ihnen zurückfloß, was als Steuertaler ihnen genommen war. Jeoer, erst durch Maria mit den Rechten einer Stadt versehen, bekam etwas von dem Glanz einer Residenz, und der Glanz schmeichelte den Bürgern. Im Schloß wird ihr Bildnis gezeigt. Die steife Tracht des 16. Jahrhunderts verbirgt die Gestalt, aber aus dem schwärzlichen Bildgrund schimmern die gewölbte Stirn und das Oval der Wangen. Dem schön geschwungenen Mund glaubt man die Liebes- nooelle, die so tragisch ausklang, wenn auch die Lippen, eng aufeinandergepreßt, einen männlichen Willen verraten. Die Augen, die hellblauen, groß aufgefchlagenen, künden den klaren, rechnenden Verstand der Friesen und noch etwas anderes, die tiefe Melancholie, von der die Sage mannigfach gedichtet hat. Denn auch was von ihrem Tod erzählt wird, daß sie in einem gläsernen Wagen davongefahren sei, daß sie in einem unterirdischen Gang des Schlosses lebe und wiederkehren werde, weist doch wohl auf die schmerzliche Sehnsucht der kinderlosen Frau, weiter leben zu dürfen. Maria, die selber „Dochter von Jever" unter ihren Namen setzte, ist von ihren Landsleuten nicht vergessen worden. Ja, dem Fremden scheirtt es, als in Wien, habilitierte sich 1928 dort und wurde 193 a. o. Professor. Im April 1941 erhielt er den Auf trag, das Mineralogisch-petrographrsche Institut de Reichsunioersität Posen aufzubauen. — Der a.Q Professor für orthopädische Chirurgie an der Uni versität Wien Dr. med. Hans Sp i tz y ist auf feine« Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbun* den worden. Spitzy wurde 1872 in St. Leonhard (Steiermark) geboren. Er studierte in Marburg uni Graz und promovierte 1896 in Graz, wo er sich 1905 habilitierte. Er erhielt dann einen Lehrauftrag für orthopädische Chirurgie an der Universität Wien. — Dr. Georg Nöbelina ist zum o. Professor an der Universität Erlangen für Mathematik ernannt worden. Nöbeling wurde 1907 in Lüdenscheid geboren, studierte in Göttingen und promovierte ifl Wien' 1931. 1935 wurde er in Erlangen Dozenij f 1940 wurde ihm als a. o. Professor der Lehrstuhl für Mathematik übertragen. Prof. Dr. Heinrich Weizsäcker 80 Jahre all. \ Am 18. Oktober vollendete der Stuttgarter Kunst» Historiker Pros. Dr. Heinrich Weizsäcker sein 80. Le« bensjahr. Seine Ausbildung erhielt er an de« Kunstakademien von München und Berlin und n« den Universitäten Berlin und Göttingen. 1885 trat er als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in die von Wilhelm Bode geleiteten Abteilungen der Ge* mäloe und Skulpturen bei den Museen in Berlin ein. Von hier aus übernahm er die Direktion des Sammlungen des S t ä d e l f ch en K u n ft i n ft i« tuts in Frankfurt. Ein schon durch feinen Vorgänger Henry Thode eingeleiteter Wiederauf« bau dieser allangesehenen damals jedoch durch finanzielle Schwierigkeiten bedrängten Stiftung, bil« bete feine Hauptaufgabe. 1904 folgte er einem Ruf als Ordinarius der Kunstgeschichte an die T. H. Stuttgart. Diesem Wirkungskreis ist er bis zu feinet 1930 erfolgten Emeritierung treu geblieben. Aus feiner Feder erschienen eine zweibcinde Geschichte der Frankfurter Kunst im 19. Jahrhundert, ferne? die Publikationen der „Kunstschätze des ehemaliger Dominikanerklosters in Frankfurt a. M." und de? im Stcidelschen Institut aufbewahrten Zeichnungen» banbes des Frankfurter Malers Adam Elsheimer« sowie der erste Band einer erschöpfenden Darstel hing vom Leben und Wirken desselben. v Ä s I gebühre; i^ehrdle Dch / M. sur stirer tir v e ja Untei -tudiuM ho» 1 tötete K l lollendet I irre lauf I galten, n I Mertil I M do; natlich 8( Daneben schlage 0i ctubente Auskunft £ani Mifaßi Der 5 Die mit Ar die Absicht geäußert, ins Ausland zu gehen. Nach |i der Sachlage kann mit einem Verbrechen gerechnet werden. P f i tz e r ist 1,77 m groß, schlank, dunkel-, Aus aller Wett. Vermutlich ein Verbrechen! Kriminalpolizeileitstelle München teilt Die ledige Zahnärztin Dr. Maria ßangener geboren am 6.5.1917 zu Köln, wird feit 4. 7.194! vermißt. Sie war in München wohnhaft und zuletz in Begleitung des ledigen Otto P f i tz e r, geb. ait 26.10.1915 zu Ludwigsburg, der sich dem Mädchen und dessen Verwandten gegenüber als Dr.-Jng. und Architekt ausgab und in betrügerischer Weise Heiratsabsichten oortäuschte. Pfitzer ist seit dem gleicher Zeitpunkt aus München verschwunden. Beide Haber nung erlc toaitsani Mn-N» Prooi, Landkreis lar, Ufm bach-Äa! Stadt un Landeswi fchastsani 1. Noveni ifDarmfta! schäfte dc «und des rer Dr. ( nai denken a lchast er jührunge Augendai Führer l blond, hat blaue Augen und eingefallenes Gesicht. Maria ßangener ist 1,65 m groß, schlank, Hai dunkelbraune Augen, kastanienbraunen Bubikopf, vollständige weiße Zähne und eine Operationsnarbe hinter einem Ohr. Sie trug zwei goldene Armreifen » und Brillantanhänger in Schleifenform. Sachdien- ?erf L liche Mitteilungen find erbeten an Kriminalpolizei- !eiter leitstelle München, 1. Kommissariat, Telephon 14321, Nebenstelle 636. Aus dem Reich. Oer Neubau der Rechtspflege. Der neue Reichsjustizminister Dr. Thierack hat auf einer Tagung der Oberlandesgerichspräsrdenten und Generalstaatsanwälte gesprochen. Die Rede wird jetzt in der „Deutschen Justiz" veröffentlicht. Der Minister bekennt sich darin erneut dazu, daß im Mittelpunkt der Aufbauarbeit der Richter stehen muß, in dem das Volk den Repräsentanten ber Rechtspflege erblickt. Der Richter sei die Verkörperung des lebendigen Gewissens der Nation. Hierin liege seine staatserhallende Tätigkeit. Die Staats« führung müsse dem Richter die allgemeine Linie geben, die eingehalten werden müsse, wenn die Rechtspflege ihre Aufgaben erfüllen soll. Entschei» dend sei die persönliche Haltung und menschliche Reife und Heberlegenheit des Richters, der deshalb für feine Aufgabe durch das Leben vorbereitet fein müsse. Er müsse in und mit seinem Volke sehen, womit die Gefahr gebannt werbe, daß sei in ihre Gestalt eingegangen alles, was dies» vom Handel lebende ßanbftabt an geschichtlichen Er» innerungen besitzt; mit Marias Tode, 1675 fiel dis Herrschaft Jever an die Oldenburger Grafen, und Jever trat aus dem Licht der Geschichte zurück. Wer-Ju restlos g- der Kriec liche (£ Vordergr Kampfzei seine Ma fester zus der K.-G liche Sch gange ar Leistungs der 3um dingen, e “nb grün die mona der Durc im Mit: entwickelt, jung, bei wie Test» Khmern A°ft zur Vie Obe führte, w es junge dessen Ci gehend gk Zeitschriften. — Die von Professor Heinrich Hoffmann heraus« gegebene Monatsschrift „K u n st d e m V o 1 k" (Vett lag Heinrich Hoffmann, Wien) hat ihre letzte Aus» gäbe als Sonderheft mit Text und Bildern ganz dec Großen Deutschen Kunstausstellung München 1942 gewidmet. Der Kunstliebhaber, der keine Gelegenheit hatte, diese repräsentative Ausstellung zu besuchen, erhält hier einen gewissen Heberblick über Stoff« wähl und Stiltendenzen (soweit das bei über 1200 ausgestellten Werken im begrenzten Umfang einet Zeitschriftennummer eben möglich ist). Jedenfalls wird man hier, vor allem was die Malerei betrifft — aus einer Reihe technisch vorzüglicher Farbwieder« gaben — einen sehr viel klareren Eindruck gewinnen als aus den üblichen Schwarz-Wei^-Reproduk« tionen. — Das Oktober-Heft der Monatsschrift „Neuer Volk" (Blätter des Rasfenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW. 68) bringt an der Spitze einen grundsätzlich bemerkenswerten Beitrag von Dr. W. Hüttig über Entwicklung und Abstam« mung in ihrer Bedeutung für den Menschen. Sehr aufschlußreiche, sozusagen sprechende Bilder begleiten den Aufsatz „Rassen-Zirkus", in dem H. Schubert die jüdisch-bolschewistische Irrlehre von der fünf« tigen Vereinigung aller Völker der Welt zu einem „Einheitsvolk" brandmarkt. (Die Aufnahmen sind einem die Rasfenschande verherrlichenden sowjeti« schen Agitationsfilm entnommen.) Alfred Rosen« berg liefert einen sehr aktuellen Beitrag „Heber die Schicksalsaufgabe der europäischen Völker". Archiv« direktor Dr. Gerber (Frankfurt) gibt in feinem Aufsatz „Zunesprache mit den Ahnen" einen Heb erblick über die reichen familiengeschichtlichen Quellen des Archivs. Dr. Gustav Franke behandelt in der „Kleinen Vererbungslehre" die Frage „Was ist eine Letalanlage?" Die Auskünfte in den „Völkischen Lebensfragen" sind wie stets auch für den nicht unmittelbar Angesprochenen lesenswert und vou allgemeinem Interesse. Ein Mortfe; Wete. .’ßrern Straj JJt So, Sjt -b-i Me ton Xuic °°« Mn. Q ^ler ?nnen. s Men Sc M S den 8n'« Kreter b SZ * ä 'N auf ’Ä *'»Ä Wertet !9en M het MS! 8"hre a([ “et Such ■ "n der § , d« ^Nstlnstj. durch - «dtz «ta» H.| er einem M n die T h,| ^bi-zu leinii Wieben, m ’i’e T-Ichitzjl *», fernes! ^EhemaligsU ?•* und bfJ Zeichnung^ m Elsheimei, Mn Darstel! der Richter über dem Volke thront. Es -ehe nickt I m d.e jungen Manner von der Unioerfitöt 7u nehmen und sie nach einer gewissen Vorbereitend Mt °l-b°ld in hohe Richterstellungen 7u brckä?n Der Rich erstand müsse ein RiL°rp- w rd n eme Auslese der Nation. Eine solche Entwickluna |eb= E" °°ll,gen organisatorischen Neuäu bau der Rechtspflege voraus. Schon in nächster Seit werde etn wchtiges Teilproblem, die EMscheiduna von kleinen vtrassachen und Streitigkeiten des täglichen Lebens durch Richter au- dem Volke in An. griff genommen. ' tin Das Studium der verheirateten Kriegsteilnehmer. Als Sonierförberung her studierenden Kriegs- ieilneljmer an w,,sen,cha,tlichen chochschulen erhalt seit dem Sommersemester 1941 Teilnehmer des ?I?e1rirh>.8en Krieges während des Studiums (ein- ? 1C ÄreL”°r?e|?riebenen praktischen Tätigkeit) rtn« ’Ru die Autos nach dem gemächlichen Tempo der Zahlreichen für den Abendbummel eigentlich traditionellen Pferdegespanne richten mußten Aber es war ja auch nicht der Sinn dieser allabendlichen Umsatz , Rennrekorde aufzustellen. Die Menschen hier wollten neue Toiletten zur Schau stellen, die eigene Eitelkeit befried,gen, Freunden zuwinken, klatschen und Stoff f Skandalchronik sammeln. Und ganz nebenbei woll. len sie natürlich ein wenig kühle Lust schnappen denn allgemein bestand und crfjielt ftd) b W« Ansicht, daß die Stunden nach eine erfrischende Brise brächten, .^ur ^e Thermo- Meter weigerten sich hartnäckig, dies Zuzug Forester hielt sich rechts außen, da °rl°nst- Zwilchen anderen Fahrzeugen eingekeilt, n«dazu g kommen wäre, die Promenade zu -"lallen, ^ren ordnete im Rückspiegel ihr Haar und betupfte Lan veröffentlicht l dazu, daß in. Richter steh» jsentanten btt die Berkörpe- Ration, hierin , Die Stoaw gemeine Lm e, wenn bii soll. Entschei- nd menschlich« ters, der Leben vollst tb mit feinere mNverde>l [es, was dich <1675 he!» r Grafen, m hte zurüS- Aus der Siadi Gießen. Papiersammlung. Der Wind weht durch die Halbleeren Blumen- und Gemüsebeete und spielt mit den letzten Tomaten, die gern eine kräftigere Sonne auf sich fühlten, daß sie auch noch so rot und schön leuchten dürsten wie ihre Geschwister vorher. Der Himmel ist weißlich-grau, mit ein paar dunkleren Wolken, anscheinend weiß er noch nicht, was er tun soll: Weinen oder Lachen. Als er aber Scharen von Jungvolkbuben und Jungmädels auftauchen sieht, entschließt er sich endgültig für das Letztere. „Was wollen sie nur?" denkt die Sonne, „und alle haben sie ein Wägelchen mit? Für was wohl?" Da sieht sie, wie eine Gruppe Jungmädels in den nächsten Häusern verschwindet. „Nun bin ich aber neugierig!" sagt die Sonne. Herauskommen sie schwerbeladen und vollbepackt mit Bündeln und Packen von Altpapier. „Nein, es ist nicht zu glauben", lächelt die Sonne, „ich habe nun gedacht, da ist nichts mehr zu holen. Und nun sieh mal einer an!" Die Mädel schleppen ihre Last auf das Wägelchen und verschwinden schon wieder im nächsten Haus. Und wieder kommen sie mit reicher Beute zurück, die unter Schwätzen und Lachen verstaut wird. Und als die Sonne in die nächste Straße blickt, ist dort dasselbe Bild. Da schleppt ein Junge sogar einen großen Sack auf dem Rücken zu dem Wagen, und wieder in der nächsten Straße haben sie ihr Wägelchen schon randvoll bepackt, und ein kleines Jungmädel sitzt darauf, um das Herunterrutschen der Papierstöße zu verhindern, wobei es selber in steter Gefahr ist, herunterzurutschen. An einer Straßenecke haben verschiedene Mädel ihre Bündel und Packen abgesetzt und warten auf den abholenden Wagen. Inzwischen sitzen sie alle einfach auf der Straße und blättern eifrig in den gesammelten Zeitschriften. „Ein Lesesaal auf der Straße" denkt die Sonne und scheint wärmer auf die weißen Blumen herab. „Damit sie sich nicht erkälten!" sagt die Sonne entschuldigend ob dieser Verschwendung zu sich selber, „schließlich habe ich jetzt doch nur meine Oktoberstärke!" Das kommt wieder ein Wägelchen angeraffelt, hoch voll, und auf einmal fällt eine ganze Menge des roertüollen Stoffes herunter, gerade vor eine Kuh, die an einem Kartoffelwagen wartet. Sie beschnuppert es, aber es wird schnell vor ihr gerettet. „Nein sowas!" denkt die Sonne, was es doch noch alles an Altpapier gibt: Zeitungen unb Zeitschriften, Bücher und Knüllpapier, Pappkästen und Packpapier. Und das alles wird nun mit Recht gesammelt! E. L. St. Dank der Ll-Booi-Männer. 3m Kamen meiner U-Boof-2Hänner danke ich dem N S.-Deutschen INarinebund für die Einladung nach Gießen und der Bevölkerung dieser schönen Stadt für die begeisterte und warme Aufnahme aufs herzlichste. Johann 2N o h r, Kapitänleutnant und Kommandant. Auszeichnung vor dem Feinde. Der Obergefreite Erich Deeg aus Gießen, Werrastraße 7, der als Meldefahrer im Osten steht, wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Sür unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „SVraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In zwei Lazaretten gestalteten unter dem Motto „Bunte Klänge" Maria Bergmann (Klavier), Franz Engert (Cello), Wally Hildebrandt (Sopran) und Herbert Krüger (Tenor) ein Konzert. Nach dem Duett „Geh Herz von Flandern" von Mozart kamen Lieder von Lange, Schumann, Kreuder und Künnecke zum Vortrag. Cello- Soli und Klavier-Konzertstücke bereicherten die Darbietungen. — Liebeslieder im Wandel der Zeiten klangen in der Programmfolge „Dein ist mein Herz" zu den Verwundeten in einem Lazarett. Heinz Schröter verstand es durch feine verbindenden Worte zur Einleitung der einzelnen Komponisten das Interesse der Verwundeten voll zu gewinnen. Die Konzertsängerin Erna Stoll (Alt) sang Lieder von Schubert, Beethoven, Brahms, Grieg und Strauß. Der 1. Konzertmeister vom Opernhaus Frankfurt Helmuttz Schuhmacher (Violine) svielte Konzertstücke von Beethoven, Brahms und Böhme. Heinz Schröter hatte am Klavier die Begleitung der Künstler übernommen und brachte ferner „Liebesträume" von Liszt zum Vortrag. — In einem gen, Kinn und Nase mit der Puderquaste.. Ihre Hände zitterten ein wenig. „Lampenfieber?" fragte Forester. Auf seiner Stirn standen Schweißperlen. Karen nickte stumm. „Was wollen Sie ihm überhaupt sagen? Haben Sie es sich ein wenig zurechtgelegt?" „Nein, ich überlasse es der Eingebung des Augenblicks." „Vielleicht auch besser, sich nicht auf ein Programm festzulegen. Er wird sich natürlich bieder und harmlos stellen ..." „Gewiß wird er das tun, aber ich werde mich hüten, durchblicken zu lassen, was ich von ihm halte." Sie näherten sich dem Ende der Promenade. Karen sah schon die Palmenanlage der Rotunde auftauchen. „Geben Sie acht, Frank, die Calle Stella muß unmittelbar vor uns liegen!" Forester schwenkte den Winker heraus und zog den Wagen ganz nach rechts an den Straßenrand heran. Sekunden später bog er scharf rechts ein und steltte im selben Augenblick die großen Scheinwerfer an. Sie rissen einen weißen Tunnel durch die Dunkelheit. Forester und Karen beugten sich gleichzeitig vom selben Gedanken bewegt vor und spähten durch die Windschutzscheibe die Straße hinan. Ein Liebespaar löste rasch seine innige Umarmung. Der Mann, ein Matrose, schüttelte drohend die Faust. Die Senorita verbarg das Gesicht schamhaft hinter den Händen. Sonst war kein Mensch zu sehen. Forester blendete diskret ab. Die Straße stieg an. Auf halber Hügelhöhe schimmerten zwei Lichter. Hundert Schritt vor dem Ziel bat Karen Forester zu halten. Er bremste und führte den Wagen links heran. „Achten Sie ein wenig auf die Straße, Frank!" „Sie können sich auf mich verlassen, Karen. Wann aber darf ich Sie wieder zurückerwarten?" „Ich weiß es nicht genau, ich nehme an, in einer halben Stunde." .. böse Menschen haben keine lieber!" Zur Heichsstraßensammlung am 24. und 25. Oktober. „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder — böse Menschen haben keine Lieder!" Es liegt ein Körnlein Wahrheit in jedem Wort, das vom Volk geprägt wurde. So ist es sicher kein Zufall, daß das liederärmste Volk auf der Welt das englische ist! Das ist Tatsache: echte Volkslieder sind wohl in Irland und Schottland, aber nicht in (Englaub zu Hause. Die englische Krämerseele konnte dort nicht schöpferisch wirken, wo der Quell des Volkstums am reinsten und stärksten flieht. Der Kehrreim des „englifh fang" heißt „Pfund" und „Dividende"! Das deutsche Lied ist ein Begriff in der ganzen Kulturwelt. Im deutschen Volkslied Haden wir von unseren Ahnen ein klingendes Erbe überliefert bekommen, das nicht nur gehütet, sondern von Geschlecht zu Geschlecht vermehrt wird. Unser Lied ist unsere Welt, heute wie ehedem. Der Führer hat diesen Gedanken einmal in folgende Wone gekleidet: „Das deutsche Lied begleitet uns von unserer Kindheit bis ins Greisenalter. Es lebt um uns, und es läßt, ganz gleich, wo wir sind, immer wieder die Urheimat vor unseren Augen erstehen, nämlich Deutschland und das Deutsche Reich!" Bei der zweiten Reichsstraßenjammbung am 24. und 25. Oktober wirbt unser deutsches Lied in einer sehr netten Form für das Kriegswintevhilfswerk: sechs kleine Liederdüchlein, klein genug, um im Knopfloch zu baumeln, groß genug, um als wirkliche Liedersammlung zu gelten, werden von der Deutschen Arbeitsfront in den friedlichen Kampf geführt. Der reiche Liederschatz unseres Volkes ist hier in Kostproben zu einem Strauß gebunden. Die farbigen, reizenden Einbände schließen Volkslieder, Lieder der Bewegung, Soldatenlieder, Feierlieder, Liebeslieder und Kinderlieber ein. Diese Büchlein sind ein Spiegel der deutschen Volksseele. Daß die kleinen, aber nur äußerlich nicht allzu „gewichtigen" Heftchen im Feldpostpäckchen große Freude machen, nur nebenbei. Die schaffende und die kämpfende Front holten sich im Lied neue Kraft. Und so wollen wir diese kleinen Sendboten deutscher Liederfreudigkeit auch werten: sie sollen uns stärken in unserem großen Kampf, dessen siegreichen Abschluß wir durch unsere Spenden und Opfer besesttgen können. ♦ Die Gesamtauflage der sechs Liederbüchlein beträgt 59 Millionen Stück. Sie stammen aus Berlin, Wien, München, Leipzig, Strafjburg, Reichenbach i. D. und Zwickau. Die Chöre, Kapellen und Spielscharen der Partei und des NS.-Volkskultur» wertes werden sich an der Sammlung beteiligen und die beiden Tage zu einer großen Liedwerbung der Partei gestalten. Der ReiHserziehungsminister hat die Erwartung ausgesprochen, daß auch die Schuljugend sich rege für diese Aufgabe zur Verfügung stellen wird. Oel von -en Bäumen! Sammelt Bucheckern. — Oie Annahmestellen. NSG. Sie wurde erst in Notzeiten als das erkannt, was sie in Wirklichkeit ist: eine Oelguelle, die geeignet ist, mitzuhelfen, die Fetllücke zu stopfen. Natürlich sind die Bucheckern — denn davon soll hier die Rede sein — nicht immer gleich in ihrem Ertrag. Und im Frieden, bei reichlichem Vorhandensein von Oel, wird man kaum auf sie zurückgreifen. Nun ist aber dieses Jahr' mif einer guten Ernte zu rechnen. Deshalb ist es selbstverständlich, daß diese Quelle für die Volksernährung unter Ausschöpfung aller gebotenen Möglichkeiten nutzbar gemacht wird. Mit der Durchführung der Erfassung ist für das Wirtschaftsgebiet des Gaues Hessen-Nassau der Milch, und Fettwirtschaftsverband Frankfurt a. M. beauftragt. Die Organisation der Erfassung ist bereits mit den in Frage kommenden Stellen in die Wege geleitet worden, so daß die Sammlung Ende Oktober-Anfang November — diese Zeit ist erfahrungsgemäß die günsttgste — beginnen kann. Gesammelt wird von den Schulen und den Einheiten der Hitler- Jugend bzw. des Jungvolkes. Natürlich können sich auch private Stmmler beteiligen. Die Ablieferung der gesammelten Bucheckern kann erfolgen: 1. an die fast in jedem Ort befindlichen landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgemeinschaften; 2. an die Kaufleute der Getteide-, Futter- und Düngemittelbranche; 3. an bie Sammelstellen der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzentunde und Heilpflanzenbeschaffung, der Reichsarbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Wald" (Sammelstelle für Hellkräuter); 4. an die im Gebiet des Milch- und Fettwirt- schaftsverbandes für Lohnschlag zugelassenen Oelmühlen und deren Sanrmelstellen. Diese Sammelstellen sind zweckmäßig bei den Ortsbauernführern ober Bürgermeistern zu erfragen. In den größeren Städten kommen wohl in der Hauptsache die unter 3 genannten Sammelstellen in Betracht. Auskunft erteilen in diesen Fällen die Ernährungsämter bzw. Bezirksstellen. Der Preis für 1 kg abgelieferte Bucheckern beträgt 0,50 RM. Die abzuliefernde Mindestmenge beträgt 2,5 kg. Dieser Preis versteht sich nur für gesunde, trockene Ware mit einem Besatz (Verunreinigung z. B. durch Steinchen, Blätter, Moos und Stengel) von höchstens 3 v. H. Bei einem Besatz von mehr als 3 v. H. und feuchter, geringerer Qualität werden entsprechende Gewichtsabzüge gemacht. Der Sammler erhält für die abgelieferten Bucheckern eine Ablieferungsbescheinigung, auf Grund deren er von seinem Ernährungsamt einen Berechtigungschein über Margarine oder Oel in entsprechender Höhe der abgelieferten Menge erhält. Bei einer Ablieferung von beispielsweise 15 kg Bucheckern erhält der Sammler eine Sonderzuteilung von 1,5 kg Oel oder Margarine. Lazarett las der Dichter Gutberlet aus seinen Werken den aufmerksam lauschenden Verwundeten vor. — Im Laufe der Kulturwoche der NSDAP, und HI. nahmen Verwundete der verschiedenen Lazarette an den Veranstaltungen Dichterlesung Agnes Miegel, Dichterlesung Kurt Arnold Findeisen, Wetterauer Heimatabend, Tanzabend Daisy Spieß, Festliches Orchester-Konzert, „In den Ostwind hebt die Fahllen" in größerer Anzahl teil. — Zu dem Vortrag „Land der Kroaten" hatte der DDAC. Verwundete zu Gast geladen. — Der NS.-Deutsche Marinebund hatte zu der Veranstaltung im Gloria- Palast anläßlich der Anwesenheit des U-Boot- Kommandanten Ritterkreuzttägers Kapitänleutnant Mohr und der anderen tapferen U-Boot-Männer in Gießen eine größere Zahl Verwundete aus allen Lazaretten geladen. Vortrag Professor Or. Carl Nieffen. Vom Theater der Universitätsstadt Gießen wird uns mitgeteilt: Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Universität und Theater" ist es gelungen, anläßlich der Kulturwoche der NSDAP, den bekannten Theaterwissenschaftler Universitätsprofessor Dr. Carl N i e s s e n (Köln) zu einem Vortrag über das Thema „Soldatentheater im Wandel der Zeit" (mit Lichtbildern) zu gewinnen. Carl Niessen ist nicht nur durch die Begründung des Theaterwissenschafllichen Jnstttuts der „Und wenn Sie dann nicht kommen?" fragte er und nagte bedenklich an feiner Lippe. „Was befürchten Sie eigentlich, Frank? Sie dürfen unbesorgt fein, Gonzales weiß, daß ich in Begleitung bin und vor seinem Hause erwartet werde." Sie öffnete den Schlag und sprang auf die Straße. „Hals- und Beinbruch!" rief er ihr nach. „Und trotzdem, länger als eine Stunde warte ich nicht!" „Machen Sie nur keine Dummheiten, Frank! Warten Sie in Ruhe ab, auch wenn es wider Erwarten ein wenig länger dauern sollte —" „In Ruhe —", murmelte er unbehaglich und sah ihr nach. Er hoffte, daß sie sich noch einmal um- drehen würde, aber er wartete vergeblich darauf. Er wußte nicht, wie klein ihr Mut und wie trösllich ihr die Gewißheit war, ihn und die hellen Lichter seines Wagens in der Nähe zu wißen. Vor sich sah sie die Säulen mit den beiden vier- eckigen Laternen. Eine Gestalt lehnte sich über die Torflügel und reckte ihr den Kopf entgegen. Es war ein Neger. Auf seinem schwarzen Schädel saß eine weiße Tellermütze. Anscheinend war es Gonzales' Chauffeur. Er öffnete das Tor halb, als Karen davor verhielt. „Sind Sie die Same, die Senor Gonzales angerufen bat?" „Ja." Der Neger riß die Mütze ab und ließ Karen eintreten. „Senor Gonzales erwartet Sie. Darf ich bitten, mir zu folgen?" Er ging voran und beleuchtete mit einer Taschenlampe den Weg, wie zufällig glitt der Lichtsttahl einmal über Karens Gesicht. Das Haus stand in einem ziemlich großen Grundstück. Durch ein paar Fensterläden des Erdgeschosses schimmerte Licht. Den weißen Weg säumten blühende Hibiskussträucher und stark duftende Mimosen. Ein großer neuer Wagen mit spiegelblankem Lack stand in der Auffahrt. Gonzales schien, die Absicht gehabt zu haben, am Korso tellzunehrnen. Universität Köln sowie des Kölner Theatermuseums, seine Forschungen zu Faust, über Jmmermann, Eichendorff und die von ihm begründete Buchreihe „Forschungen zum Theater der 3eit" heroorg^reten, sondern auch durch seine lebendige, anregend^Mit- arbeit am Theater als Regisseur und Erzieher des Intendanten- und Spielleiternachwuchses. Zu dem für Gießen gewählten Thema hat er im Laufe der Jahre außerordentlich seltenes Material zusammen- getragen. Die Veranstaltung wird eröffnet durch eine Ansprache des Rektors der Ludoviciana, Professor Dr. H. W. Kranz, sowie kammermusikalischen Darbietungen. Der Vortrag findet am heutigen Dienstag, 20. Oktober, in der Aula statt. Tleue Ausweiskarten für bevorzugte Abfertigung in Linzelhandelsgeschäften. NSG. Die NSV. hat für die bevorzugte Abfertigung von bestimmten Personenkreisen in Einzelhandelsgeschäften Ausweiskarten herausgegeben. Diese Karten, die bisher in verschiedenen Gebieten kein einheitliches Aussehen hatten, sollen mit Wirkung vom 1. November 1942 ab durch eine allgemein gültige Ausweiskarte in blauer Farbe ersetzt werden. Um eine reibungslose Abwicklung dieser Neuregelung sicherzustellen, werden alle Inhaber (innen) einer solchen durch die NSV. ausgestellten Karte Der Neger führte Karen durch die Veranda in den landesüblichen Salon, der mit schönen, sehr kunstvoll geflochtenen Bastteppichen und wenigen, aber bequemen Rohrmöbeln ausgestattet war. Ein rotlackierter europäischer Hausbarwagen auf gummibereiften Nickelrädern stand verloren und fremd in der mexikanischen Umgebung. „Wollen Sie die Güte haben, hier Platz zu nehmen? Ich werde Senor Gonzales sofort Ihre Ankunft melden." Der Diener verschwand. Karen nahm auf einem Sessel Platz. Gonzales ließ ein paar Minuten auf sich warten. Wahrscheinlich wollte er nicht neugierig erscheinen. Karen verrieb ein paar Tropfen Kölnisch Wasser auf ihren Handflächen. Ihre Nervosität schwand. Dann spürte sie an einem Luftzug, daß hinter ihr eine Tür geöffnet wurde. Sie drehte sich halb um. Gonzales "stand hinter ihr. Sein Blick glitt blitzschnell über ihre Gestalt und hastete auf ihrem Haar. ,Dh —", sagte er und verbeugte sich. Er schien aufs angenehmste überrascht zu sein, und sein spontaner Ausruf war wohl als Huldigung zu deuten. An Karens kühlem Blick jedoch scheiterten die Komplimente, die ihm anscheinend auf der Zunge schwebten. Sein Lächeln verflog. „Darf ich nun fragen, mit wem ich die Ehre habe —", seine Augen streiften ihre 5)ände, „Senorita —?" „Orgassa — Karen DrgcrHa", vollendete Karen und neigte leicht den Kops. Gonzales starrte sie an. Die Uederrnschungen schienen sich nach feinem Geschmack ein wenig zu überstürzen. „Die Tochter von Senor Jens Drgaffa?" rief er verblüfft und fügte, sich langsam fassend, hinzu: „Ich habe Sie vor mehreren Jahren häufig gesehen. Senorita; allerdings waren Sie damals noch ein sehr kleines' Fräulein, aber ich erkenne Sie wieder, gewiß ..." Seine beringte Hand schrieb eine unsichere Kurve. ,Zch gestehe offen, daß mir Ihr Besuch immer rätselhafter wird." (Fortsetzung folgt.) aufgefordert, diese möglichst unverzüglich bei ihrer zuständigen NSV.-Ortsgruppe abzuliefern. Die Ein- zelhandelsgeschäfte sind angewiesen, nach dem 1. November eine bevorzugte Abfertigung nur noch bei solchen Personen vorzunehmen, die sich durch die neue blaue Karte ausweisen können. »Schaffende erfreuen Schaffende/^ Der Volkskunstabend, den die NSG. „Kraft durch Freude" im Rahmen der Kulturwoche am kommenden Freitag im Gloria-Palast veranstaltet, steht unter dem Leitspruch: „Schaffende erfreuen Schaffende". Es sollen dabei einmal alle die Talente herausgestellt werden, die in Einzel- und Gruppendarbietungen bei der Feierabendgestaltung im Kameradenkreise Mitwirken. Die Vortragsfolge umfaßt: eine Musikkapelle, Einzelsänger, Quartette, Tänzerinnen, Tanzgruppen, Turnscharen, Vortragende, Können auf einzelnen Instrumenten, einem Schnellzeichner, einen Zauberer und einen Ansager. Nicht Berufskünstler, sondern Laien werden ihr beachtliches Können zeigen. Die Eigenart und Vielseitigkeit der Darbietungen versprechen einen anregenden Abend. Gießener Docheamarktpreise. * Gießen, 20. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 51 Rpf., Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 6 bis 9, gelbe Rüben 10, Spinat 12, Kürbis 10, Aepfel 25 bis 35, Lauch 15, Sellerie 16, Endivien, das Stück 12, Rettich 5 bis 15 Rpf. * ** Eine Siebzigjährige. Frau Katharine Stamm, Wetzlarer Weg 41 wohnhaft, kann am 22. Oktober in aller Rüstigkeit ihren 70. Geburtstag begehen. Die Jubilarin verrichtet noch alle Hausund Gartenarbeit. Zum Geburtstag unseren herzlichen Glückwunsch. ** Erst denken — dann schalten! Leisestellen bedeutet beim Rundfunk keine Stromersparnis. Wenn niemand zuhört, ganz abstellen! ** „Finnland im Winter und im Som- m e r." Der finnische Professor Dr. phil. et med. Georg von Wendt wird auf Einladung des Gießener Vortragsringes (Kulturelle Vereinigung, Goethe-Bund und Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude") am kommenden Donnerstag einen Lichtbildervortrag über das Thema „Finnland im Winter und im Sommer" halten. Professor von Wendt illustriert seine Ausführungen mit zahlreichen schönen farbigen Lichtbildern und gibt einen Bericht über sein Heimatland Finnland. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. <£ Watzenborn-Steinberg, 19. Okt. Am vergangenen Samstag, 17. Oktober, konnte Frau Katharine Schäfer Witwe, geb. Sames, Borngasse 11, ihren 83. Geburtstag begehen. Frau Schäfer ist bereits über 20 Jahre Witwe. Von ihren sechs Kindern leben nur noch zwei Söhne, ein Sohn ist im Weltkrieg gefallen, ein weiterer und zwei Töchter sind verstorben. Die Jubilarin, die im Haushalt ihres Enkels lebt, ist ihrem Alter entsprechend geistig noch auf der Höhe. — Der dem Dereinsführer des FC. „Teutonia", Heinrich Harnisch, von dem NSRL.-Gauamt Kassel für langjährigen Einsatz auf dem Gebiete des Deutschen Sportes und der Leibesübungen verliehene NSRL.° Ehrenbrief wurde ihm dieser Tage in einer Versammlung des Vereins von dem NSRL.-Ring- Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn Karl Hof Panzergrenadier in einem Panz.-Gren.-Regt. im blühenden Alter von 20 Jahren im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Familie Wilh. Hof I. Alten-Buseck, den 20. Oktober 1942. 05253 Bekanntmachung. Betr.: Abgabe von Sützwaren. Nach Ablauf der Verkaufssverre für Sützwaren gelangen während der 42. Zuteilungsveriode ab 19. Oktober d. I. wiederum Sützwaren an einen beschränkten Personenkreis, und zwar nur an Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren, mit Ausnahme der in diesem Alter befindlichenJugend- uchen von Selbstversorgern mit Getreide, zur Ausgabe. Zur Verteilung gelangen Marzipan- und kakao- haltrge Erzeugnisse, sowie Zuckerwaren, vro Kovf bis zu 62,5 Gramm. Ein Anspruch auf Abgabe einer bestimmten Ware besteht nicht. Ausgegeben werden die Sützwaren auf die Abschnitte N 36 der rosafarbenen Nährmittelkarten 42 für Kinder bis zu 3 Jahren (Klst.) und derjenigen für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren (Jgd.), sowie der blauen Nährmittelkarten 42 für Selbstversorger (für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, 8V/Jgd.). Nicht beliefert werden dürfen die N-36-Ab- schnitte der rosafarbenen und blauen Nährmittelkarten 42 für Erwachsene, sowie der blauen Nähr- nuttelkarten 42 für über 3 Jahre alte Selbstversorger mit Getreide (8V/G.). Die Einzelhändler haben daher vor Auslieferung der Ware und Abtrennung des Abschnitts auf dessen Kennzeichnung besonders zu achten. [si54D Gietzen, den 19. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abt. B. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger, 6. m. b. H., Fittingsfabrik, Gießen. ____________________________________________________3151 D Praxis wieder aufgenommen Dr. Limberger, Tierarzt Lollar, Telefon 138 3140 D Bürohilfe für 3 bis 4 Vormittage evtl, zur Vollbeschäftigung gesucht. Lichtspielhaus Giefeen 3148 D | Vermietungen"] 6-Zimmer- Wohnung zu vermieten. Schr. Ang. unt. 3161va.d.G.A. 2 bis 3 möbl. Zimmer mit Küche, Bad, in unbewohnter Wohnung (Kliniksnähe) ab 1. November zu vermieten. Schr. Ang. unt. 05260 a.d.G.A. Naturschutz für Wildhecken und Gehölz in der Landschaft. Der Naturschutz hat sein Augenmerk auf die Erhaltung des Landschaftsbiloes zu richten, dem Hecken und Gehölzgruppen eine besondere Schönheit verleihen. Nachstehend soll daher auf die besonderen Gründe hingewiesen werden, die für die Erhaltung dieser Naturvorkommen sprechen. Unsere Ernährungslage macht es erforderlich, von der Landwirtschaft Höchstleistungen zu verlangen und die Erträge immer mehr zu steigern. Zur Erzielung von Höchstleistungen braucht der Bauer eine Landschaft von größter wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Dabei gilt es nicht nur eine vorübergehende Steigerung der Erträge zu erreichen, sondern die Landschaft so zu erhalten, daß dauernde Mehrerträge zu erwarten sind. Dies ist nur möglich, wenn die Mannigfaltigkeit der Landschaft in ihrer naturgemäßen Zusammensetzung erhalten wird. Das heißt: es dürfen durch den wirtschaftenden Menschen nicht solche Eingriffe in der Landschaft vorgenommen werden, die das Zusammenwirken aller natürlichen Lebensgemeinschaften empfindlich stören. Zur Erhaltung dieses Gleichgewichtes in der Natur gehört auch das Bestehenlassen von Hecken, Sträuchern und Wildbäumen in der Landschaft und notwendige Eingriffe auf ein Mindestmaß zu beschränken. Wenn auch zur Zeit die wissenschaftliche Forschung noch nicht so weit gediehen ist, um eine Uebersicht über das Zusammenwirken alles Naturgeschehens in der Landschaft aufzustellen, so wissen wir doch heute schon, daß den Wildgehölzen in der Oekologie unserer heimatlichen Fluren eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt. Büsche, Hecken und Bäume bieten den Vögeln, die dem Landwirt in der Schädlingsbekämpfung unentbehrliche Helfer sind, Brutgelegenheiten, Deckung und Beerennahrung. In der Imkerei dienen die Heckenpflanzen als Bienenweide, da die meisten der hier vorkommenden Sträucher auch gute Bienenfutterpflanzen sind. Hecken und Gehölzgruppen gewähren dem Wild, besonders im Winter, Schutz und Aesung, erhalten und verbessern somit die jagdlichen Verhältnisse. Weiterhin bilden Wildhecken und Gehölze für die Kulturflächen einen vortrefflichen Windschutz, der das Austrocknen des Bodens und den Entzug der für den Aufbau der Pflanzen so wichtigen Kohlensäure verhindert. Bei der Einzäunung von Weiden und sonstigen Grundstücken ist eine natürliche Hecke um so mehr angebracht, als sie billiger ist als ein Vieh unb Wild gefährdender Stacheldrahtzaun, der zudem nicht in die Landschaft paßt. Nicht zuletzt beleben Hecken und Gehölze das Landschaftsbild, dessen Erhaltung in seinem Reiz und in seiner Eigenart sowohl im Interesse des bodenständigen Landbewohners, als auch im Interesse des für einige Zeit sich auf dem Lande von den Anstrengungen seines Berufes erholenden Stadtbewohners geboten ist. Die in der freien Natur vorhandenen Wildhecken und Gehölze werden in der Regel dort, wo sie die Entwickelung der Kulturpflanzen beeinträchtigen, in gewissen Zeitabständen dicht über dem Boden abgetrieben. Hierbei ist zu beachten, daß diese Maßnahme nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 14. März eines jeden Jahres durchgeführt werden darf. In der übrigen Jahreszeit ist nach der Naturschutzver- ordnung jegliches Arbeiten an dem Gehölz verboten. Dieses Verbot ist im Interesse des Vogelschutzes erfolgt und durchaus berechtigt. Ist das Abtreiben einer Wildhecke erforderlich geworden, so verteilt man zweckmäßig diese Arbeit auf verschiedene Jahre, damit den Vögeln immer noch ein Teil der Hecke als Nist- und Zufluchtsstätte zur Verfügung steht. Besser als das Abtreiben der Hecke dicht über dem Boden ist es, die Sträucher auf etwa 80 Zentimeter einzukürzen. Dadurch werden die Holzgewächse veranlaßt, an den stehenbleibenden (Stumpfen neue Triebe zu biNen; die Hecke wird dichter, als wenn die Stämmchen ohne Zurückschneiden, sich selbst überlassen, vom Boden an wenig verzweigt in die Höhe wachsen. Wer noch ein weiteres Interesse daran hat, die Wildheck» an seinem Grundstück so zu gestalten, daß sie den Vögeln möglichst viele Nistgelegenheiten bietet, kann dies durch Schneiden von Nestquirlen erreichen. Hierbei werden an den Stellen der Stämmchen und Aeste, wo von dem Mitteltrieb drei ober mehr Seitentriebe ab zweigen, die Mitteltriebe mit der Rosenschere über der Verzweigung herausgeschnitten und die Seitentriebe auf etwa Handlänge eingekürzt. Dem aufmerksamen Naturbeobachter wird nicht ent- aangen sein, daß die in Sträuchern nistenden Vögeln ihre Nester ausschließlich in Astquirlen anbringen und in Sträuchern, denen derartige Verzweigungen fchlen, keine Vogelnester anzutreffen sind. Das Abbrennen von Hecken sollte gänzlich unterlassen werden. Denn die im Frühling und Sommer in all dem Mühen und Grünen tot dastehenden, verkohlten und halbverbrannten Büsche bieten einen häßlichen Anblick in unsern, an landschaftlicher Schönheit gewiß nicht armen Feld- fluren. V. führer A. P i tz im Auftrag des inzwischen einberufenen Sportkreisführers ausgehändigt. Heinrich Harnisch steht bereits 30 Jahre im Sportleben und leitet seit 1930 den FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg. = Lich, 19. Okt. Heute konnte unser Mitbürger Heinrich Lust (Charlottenburg) kn bester Gesundheit das 80. Lebensjahr vollenden. — Morgen begeht der Fuhrunternehmer und Landwirt Heinrich Schmidt IX., Kirchplatz, seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar ist vielen Gießener Marktbesuchern bestens bekannt, fährt er doch noch in jeder Woche dreimal früh morgens mit feinem Pferdewagen nach Gießen, um die vollgeladenen Körbe der Licher Marktfrauen auf den Wochenmarkt zu bringen. Leider verlor er vor einigen Wochen feine Lebensgefährtin. Desgleichen wird am morgigen Dienstag Frau Elise Fuhr, die Witwe des früheren Bürgermeisters Fuhr, 75 Jahre alt. Allen Jubilaren unsere herzlichsten Wünsche. Schweinemarkl in Butzbach. * Butzbach, 20. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 190 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 RM., 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 24, 8 bis 10 Wochen alte 24 Wir suchen für 2 Büro-Angestellte (Dauermieter) Wohn- und Schlafzimmer möbliert, Nähe Aulweg. 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Kühn Gießen Urberach' lm Oktober 1942 Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlichst Vorausbestellungen auf Spirituosen können ab sofort bis spätestens 31. Oktober abgegeben werden. ZigarreDgeschSft Louis Scbarmann Inhaber Otto Schleuning Lindenplatz 3. 3158 D Heinz Schlüter und Frau Helene, geb. Buß Reinhard Burger und Frau Irma, geb. Buß Grüningen, im Oktober 1942. ____________________ 3147 D/ 1 Paar sehr gut erhalt., braune halüsWe Gr. 39 y2 bis 40, Blockabs., gegen gleichwertige, , Grötze 41, flach. Absatz, zu tausch, gesucht. [05248 Wartweg 301, Ruf 4508. 1 Paar Herr.-Schaftstiefel Grötze 42-43, gegen 1 Paar Dam.-Schattstiefel Gröhe 39, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 05238 a.d.G.A. hmenWrali gegen 9onienfym z. tausch, gesucht. Schr. Ang. unt. 3155va.d.G.A. Rechnungen bei BrOhi, Gießen Wasserdichte MMeste auf d. Wege von Wißmar bis zur Molkerei Grieb, Gietzen, [05242 ^verloren. Mitteilung geg. Belohn, erbittet Wilh. Stroh, Wißmar, Haus-Nr. SS. 1 bis 29 RM. das Stück. Der Handel war flott,-der Markt wurde geräumt. > Kreis Wetzlar. I Dutenhofen, 19. Okt. Der einzige noch lebende Mitgründer der hiesigen Kriegerkameradschaft, Kamerad Johannes A g e l, Haus Nr. 42 wohnhaft, beging am heutigen Montag, 19. Oktober, seinen 9 0. Geburtstag. Der alte Herr, der trotz seines hohen Alters noch verhältnismäßig rüstig ist und noch leichtere Hofarbeiten verrichtet, war von 1872 bis 1874 Soldat in der 6. Kompanie des Jnf.-Regts. Nr. 29 und in seinem letzten Dienstjahr im Lehr-Jnf.-Bataillon. Seinen Lebensabend verbringt er auf seinem Hofe, der jetzt von seinem Sohne bewirtschaftet wird. Die Kriegerkameradschaft bereitete ihrem verdienstvollen Mitgründer an seinem seltenen Geburtstage herzliche Ehrungen. Nachträglich auch unseren herzlichen Glückwunsch. G.A-Sport. Deutscher Kußballsieg in Bern. Bei dem 27. Länderspiel mit der Schweiz errang die deutsche Nationalmannschaft gestern einen durch schöne Leistungen gekrönten 5:3-Sieg. Die deutsche Mannschaft spielte genau so schön, wie vor wenigen Wochen im Olympiastadion zu Berlin gegen Schweden, doch mit dem Unterschied, daß diesmal der Sturm erfolgreicher war. Es gelang unserem Angriff, den sonst so starken schweizerischen Abwehrblock zu sprengen, dazu kam, daß der Mittelstürmer Willimowski mit allen vier Treffern sich als ein überragender Torjäger auszeichnete. Den 5. und letzten Treffer erzielte der uneigennützig und dem ganzen dienende Fritz Walter. Die Erfolge der Schweizer kamen auf das Konto des Rechtsaußen Bickel, des Halbrechten Amado und des Linksaußen Kappenberger. Nach 27 Spielen mit der Schweiz lautet die Bilanz: 16 deutsche Siege, vier unentschieden und sieben Schweizer Erfolge bei' einem Verhältnis von 71:41 Toren zu unseren Gunsten. Handballsieg über ffnaarn. In Budapest standen sich am Sonntag unter Leitung des Schweizer Schiedsrichters Horte die Handball-Länderrnannfchaften Deutschlands und Ungarns zum zwölften Male gegenüber. Das Spiel brachte der deutschen 'Mannschaft mit 14:2 (7:2) einen überlegenen Sieg und fand rm Tor- ergebnis den Spiegel der gezeigten Leistungen. Die deutsche Els spielte wie aus einem Guß und wies in ihren Reihen keinen schwachbesetzten Posten auf. Abwehr und Läuferreihe hinderten die Ungarn an einer wirkungsvollen Entfaltung, während der Angriff sich immer wieder durchzusetzen verstand. Achtmal war der Berliner Halblinke Brüntges als Torschütze erfolgreich. Thielecke (Magdeburg) erzielte vier, Brinkmann (Kattowitz) und Denschel (Berlin) je einen Treffer. Die Ungarn erreichten nicht die mannfchaftsmäßige Gesamtleistung der Deutschen, waren aber tÄweise sehr schnell und gefährlich. Ihr bester Stürmer Erdödy wurde vorzüglich abgeberft und kam nicht zum Zuge. Verdunkelungszeif: 20. Oktober von 19.18 bis 7.27 Uhr. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriflleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gietzen, Provinz, Wirnchaft und Sport: Ernst Blum,chein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng Ericki Hamann- Anzeig-mleiter - Hans Beck. Anzetgenpreisliste Nr. 6 Ludwigs-Universität Giefeen Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP Heute Dienstag, 20. Oktober 1942, 19.30 Uhr. in der Neuen Aula £iildervorfrag Soldatenlheater im Wandel der Zeil Prof. Dr. Niessen, Köln Es spielt das Streichquartett des Städtisch. Orchesters Gießen. Karten zu RM. 1.-, Wehrmacht u. geschlossene Formationen Ermäßigung, in der Kartenverkaufsstelle der NSG. ,,Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. 3M5d Die Deutsche irbeilsffonl NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Volkskunstabend am Freitag, dem 23. Oktober 1942, 19.80 Uhr im Gloria-Palast zu Gießen Schaffende erfreuen Schaffende Ein Abend voller Frohsinn und Heiterkeit Mi twirk ende: Ein Orchester eines Fliegerhorstes Tanz- und Gesangsgruppen von Betrieben und Vereinen, Laienkünstler der Wehrmacht und der Betriebe. Eintritt: RM. 1.-, 2.-, 2.50 und 8.-. Vorverkauf: Karten Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, Ruf 3961. --_ 3146 D Einfache, gold. Wtfnoöel (Andenken) von Cafö Krämer bis Roonstratze verloren. Abzugeben geg. gute Belohnung auf dem [05246 Fundbüro. Verloren Kleinrentnerin verlor auf dem Weg Walltor- stratze-Marktvl.- Kreuzvlatz- Neuenweg zum Ev.Schwefternh. Doubls-Arm- banduhr. Gegen gute Bel. abzug. bei Friseur [05250 Rückert, Walltorftr. 37. Putzfrau für die Abendstunden gesucht SieOener Anzeiger Schulstraße 7 3073D TKdAlg®4 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 20. Oktober 18.30 bis 21.30 Uhr Frau Luna. L1CHTSPIEL-TH KATER Gloria-Palast, Seitenweg • Der Jäger von Fall Llchtspielhans, Bahnhofstraße t Ohm Krüger 2977C Tfitl- 2.30.4.45,7.30; So. 2.00,4.30,7.30 Uhr Md««! AM Ci! >°r. E° ? , jeftjfie 'N6 "! ,6 Südoste M dar, d feiten M We : Erde f» iimliegei Wichen- 1 Liese Fes jc beiden std Dan Eigentlich 3 euoriei -ensalls i lche tatsäc t Dänem rer Bevö Wickelte l acht, die s rbe steiler lägt; eine !rn, wie l cch ihre C Die schärf lsolgedeffe hjten entr i Nation । i Land ängsten ' ht prattifi f 1000 G igang DD kstand ist sorge. Er )r geringe I' der 3 des Q ilichkeil daß e- i steht, rser B igen L r der iglich i, die m obei 1904 i zur 21 vährm 1935 i en erri Dam tel der ! Wahr notaen anterho üe Ak Flößer «halb. bete. 5 im Lande ilb eine üedlungspi ! erster l Ockholm, tochbarscha .3m Verl Awedens Minen d We Leistu Men Vol muh f. vsen Hahr langen tz fügend 2 4eb bie 2l Undert N ”J eink PJtytDe ? 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