Gietzener Anzeiger Sie Verfolgung mit allem Aachdruck fortgesetzt Am Unterlauf des Don östlich Rostow iegerverbände belegten vor allem die wichtigen isenbahnen südostwärts Rostow mit Bomben. Da- >i wurden drei mit Truppen und Material belaße Eisenbahnzüge vernichtet und 10 weitere schwer »schädigt, Bahnanlagen zerstört und ein großes reibstofflager in Brand geworfen. Bei der Säuberung des westlichen Don-Ufers zer- Washingtoner Diplomatenpässen in den Taschen, großkarierter Pankee-Hosen Europas Metropolen fluchtartig verließen, um ihr kostbares Leben nicht iy einem Kriege in Gefahr zu bringen, der in jahrelanger Wühl- und Zersetzungsarbeit ihr ureigenstes Werk war. Was gab es da nicht alles für Gesandte und Geschäftsträger, Konsuln und Attaches, die ihre Koffer gepackt und die von ihnen heirnge- suchten Länder verlassen hatten, nachdem die von ihnen gesäte Drachensaat aufgegangen war. Alles dies mit den Stäben an Sekretärinnen, Kochfrauen und Zimmerzofen traf sich in Petsamo an Bord der ,,American Legion", die eigens für diese Fuhre, überholt worden war. Der Vereinigten Staaten Sternenbanner flatterte über dem gesamten Spuk und den an den Ufern verstohlen blinzelnden Lappländern blieb wehr als einmal der Mund vor Staunen offen. ‘ Immerhin war dieser Karneval uns, die wir schon hier an der Grenze zum ewigen Eis auf der Lauer gelegen hatten, das Mittel zum Zweck. Denn wir wollten einmal Murmansk sehen und uns von dem Zustande der Murman-Bahn überzeugen, über die die Meinungen so weit auseinandergingen. Da Moskau über diese ganze Region das Gitter strengsten Sperrgebietes gelegt hatte, kam eine Inaugenscheinnahme zu Lande, etwa über Kemijärvi-Salla, überhaupt nicht in Frage. Nur der Seeweg über die Fischer-Halbinsel, das Eismeer und den Kola- Golf stand uns offen. Aber da bestand keinerlei Transportmöglichkeit, weil nach Ausgang des finnisch-russischen Winterkrieges 1939/40 jede Verbindung unterbrochen war. Bisher...! Da aber einige Amerikaner aus Rußland und den Südoststaaten ihre Reiseroute über Moskau—Leningrad—Murmansk genommen hatten Und somit aus Murmansk abzuholen waren, wurde eine für den Eismeertrafik besonders erbaute Schaluppe von Vaitolahti aus auf Kurs Kola-Golf—Murmansk gesetzt, um diese letzten USA.-Bürger in Europa dort abzuholen und zur „American Legion" zu bringen. So kramten wir unsere Taschen bis auf das letzte Brotkrümelchen aus, bewaffneten uns allein mit unseren Pässen und ließen besonders unsere Kameras in der Torfhütte unweit der Fischmehlfabrik in Liinahamari zurück, die uns einfach, aber gastlich ausgenommen hatte. Der Anker rasselte an Deck, die Schiffsglocke schlug an und unsere Schaluppe nahm Kurs gen Nordosten in der spiegelblanken See, die die Welt „Eismeer" nennt. Das Vogelparadies von Heinäsaaret, zum Naturschutzgebiet erklärt, lag längst hinter uns, mir befanden uns schon in sowjetischen Hoheitsgewässern und ahnten vorerst mehr als mir sahen, daß Europa hinter uns geblieben und Asien uns ausgenommen hatte. Also hier tobte sich der russische Imperialismus aus, hier verlangten einst Väterchen Zar in Petersburg und jetzt Stalin, in Moskau ein Ausfalltor zum Weltmeer. Dieser Kola-Golf — in den wir gerade einbogen, immer in wenig hundert Metern Entfernung zur Küste — bedeutete für dieses unheimliche Reich Auspuffkanal nach jeder Richtung hin, im Sommer und auch im Winter, da der Golft Tonnen entfallen müßte. Eine Leistung, die selbst die Rooseveltfche Phantasieproduktion von 8 Millionen Tonnen um bald das Doppelte übertrifft! Prak- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Helsinki, im Juli 1942. Wir standen wie gebannt unter den Eindrücken, die diese Landschaft aus Leblosigkeit und Erstarrung, Beton und Eisen, Himmel und Wasser, Tundra und Granitfelsen in uns auslöste, als der Kahn mit der weiß-blauen Flagge am Heck und dem dreckig-roten Fetzen mit Hammer und Sichel im Topp an Poljarno j e s drohenden Panzerkuppeln und Lang- rohren vorbeisteuerte in Richtung Murmansk. Gedanken und Begriffe jagten einander, backbord lag die Halbinsel Kola und steuerbords die Sümpfwelt Lapplands, südwärts zog die Mur- man-Bahn gen Kandalakscha, der Kola- Golf umspülte den Bug der Schaluppe, auf deren Planken wir gebannt standen und den Blick einbohrten in eine unbekannte Welt, die Sowjetrußland hieß. Wenn diese Männlein nicht gewesen wären mit den hohen Schäftern, den enganliegenden Reithosen und den joppenartigen Litewken mit den grünen Spiegeln und den Kommissar-Sternen, die kurz nach dem Verlassen der finnischen Hoheitsgewässer zu uns an Bord kamen und keinen einzigen von uns aus ihren Augen ließen, die in ihrer eisigen Tiefe und Gefühlslosigkeit die Steppen Sibiriens in sich spiegelten, wenn sich die Silhouetten der beiden uns eskortierenden Zerstörer, die grau in grau beinahe in dem schmutzigen, aufgewühlten Kola-Gewas- fer untergingen, nicht immer wieder und wieder bemerkbar gemacht und uns rotbesternte Aufklärer nicht laufend überflogen hätten, hätte man den Eindruck nicht los werden können, in einem toten Sa- genlande zu sein, das weder Europa noch Asien hieß und in dem eine allmächtige Hand alle Räder zum Stillstand gebracht hätte. Obwohl vor genau zwei Jahren der Kalender in diesen Breiten noch vollsten Frieden kündete, wies heute alles auf Krieg hin und sogar die Natur schien schon schon damals alles, was auf Leben und Fortleben deutete, zum Stillstand gebracht zu haben. Die Fratze der GPU. überschattete diese Gefilde, und-hinter ihrem Schatten drohten, deutlich für uns sichtbar, diese gesamten infernalischen Instrumente modernster Kriegführung, die nur darauf warteten, gegen Europas Zivilisation und Kultur losgelassen zu werden, um die Welt mit dem roten Fanal der Zerstörung und Bolschewisierung zu überziehen. Hier oben war aber am Kai zum Eismeer das einzigste Ausfalltor, das Moskau im Zuge der Aufrichtung der Weltrevolution zur Verfügung stand, in Verbindung mit Kola-Kanal und Murmanbcchn, Ostsee—Weißmeer-Kanal und der Bahnstrecke Moskau—Leningrad zum hohen Norden. Es war ein tolles Ding, das wir da oben i n Petsamo gedreht hatten! Auf der Reede von Liinahamarie lag der USA.-Transporter „American Legion", der 'auf achthundert biedere Bürger der Vereinigten Staaten wartete, die in den nächsten Wochen ün Europas nördlichstem, eisfreien Hafen an Bord kommen und nach den Vereinigten Staaten transportiert werden sollten. Wohl die bunteste Menagerie spleeniger Ladies und ©entfernen, die ein Polarlicht jemals beschien, Kreaturen, die mit Der Wehrmachtbencht vom Gamstag. DRV. AusdemFührerhauptquartler, !k. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Mannt: Panzerverbände und motorisierte Infanterie- Visionen sind ostwärts des Donez weiter »och Süden vorgestoßen und haben den Unter- lc uf des Don östlich Rostow in breite^ Front erreicht. Infanteriedivisionen vernichteten einge- Hlossene feindliche Kräftegruppen und gewannen in frontalem Angriff nach Osten Raum. Slatfe- Luftstreitkräfte führten vor allem im Gebiet des unteren Don vernichtende Angriffe gegen kickwärtige Bewegungen der Sowjets. Südlich des Dan wurden die mit Transportzügen in dichter Zolge belegten Eisenbahnlinien und Bahnhöfe mit besonderem Erfolg bekämpft. Wie durch Sonder- 1 nrcldung bekanntgegeben, wurde am 17. Juli nach gelangen schweren Kämpfen die größte und wich- Stadt des Donez-Jndustriegebietes, Woro- jch i l o w g r ad, von deutscher Infanterie im Sturm genommen. Große Teile der Stadt stehen in Flamen. Erneute feindliche Angriffe gegen den Brückenkopf Woronesch wurden abgeschlagen. Im mittleren Frontabschnitt werden die Zliuberungsunternehmungen im rückwärtigen Frontgebiet fortgesetzt. Südlich des Ilmensees griff der Feind mit starken Kräften vergeblich an. Sin örtlicher Einbruch wurde im Gegenangriff beledigt. In Aegypten verlor der Feind bei einem erfolglosen Angriff gegen die deutsch-italienischen Stellungen mehrere hundert Gefangene. Jagdflieger und Flakartillerie schossen 13 britische Flugzeuge ab. Im Mttelmeer schoß ein deutsches Unterseeboot ein britisches Flugboot ab. 3m Kanalgebiet südlich Torquai versenkten leichte Kampfflugzeuge am gestrigen Tage einen britischen Bewacher und beschädigten ein Handels- Ichisf schwer. Beklommenes Echo in London .Senf, 19.M. (DNB.) Die Londoner Presse fdiilbert die militärische Lage als für die Sowjets cußerft ernst. Der Moskauer Sonderkorrespondent ier „Times" schreibt, „Tirnoschenko gehe mit seinen kuppen in den werten Steppen des Don immer Mhr zurück. Er sei offenbar nicht in der Lage, den überlegenen deutschen Streitkräften, die in breiter (Berlin, 19.Juli. (DNB.) Die Verfolgung des Raum von Woroschilowgrad sowie beim Vorstoß f den unteren Don geschlagenen Feindes konnte rch das durch anhaltende - Gewitterregen verlammte Gelände nicht aufgehalten werden. Panoerbände durchbrachen erneut stark ausgebaute ellungen des Feindes. Gegen zähen feindlichen iderstand wurden zwei weitere Brückenpf e über einen Flußabschnitt als Ausgangs- , ellungen für die Fortsetzung des Angriffs gebildet, i Inter dem unaufhörlichen Druck der deutschen und »rbündeten Truppen wurde der Feind zum w e i - er en Rückzug gezwungen. Starke Kampf- (92. Jahrgang Nr. 168 (Sricbemt täglich, außer Sonntags und F-eiertags Beilagen: i Gießener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle \ Bezugspreis: hlugen u n gar is ch e Panzerverbände und otorifierte Truppen eine feindliche Kampfgruppe, m Angriff wurde auch an dieser Stelle der Don ^reicht und der Feind über den Fluß zurückgewor- n. Mehrere durch Panzer und Flugzeuge unter* ätzte bolschewistische Gegenstöße wurden abgeschla- ?n. Dabei wurden 21. feindliche Panzer vernichtet ad vier weitere erbeutet. Auch die wiederholten feindlichen Angriffe von nfanterie und Panzern gegen den deutschen Brük- jnkopf bei Woronesch wurden abgewiesen. Er- 2ute Vorstöße der Bolschewisten blieben im zusam- engefaßten Infanterie- und Artilleriefeuer liegen, echs feindliche Panzerkampfwagen wurden abge= gossen. Bombenangriffe richteten sich ostwärts Wc>- ! nesch gegen Eisenbahnen und Bahnanlagen. Auf nem Güterbahnhof wurden vier vollbeladene ransportzüge zerstört. Der Wehrmachtbencht vom Gonntag. DRV. A u s d e m F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, IS. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Mannt: Im S ü d a b f ch n i t i der Ostfront geht bie Verfolgung des geschlagenen Feindes ,iwh zum Teil grundloser Wege weiter. Die Luft- wiffe griff die bei W o ro fchilowgrad ge- i stlagenen und zurückgehenden sowjetischen Kräfte ] wirksam an und richtete an den Bahnverbindungen lib den/ Zugstauungen des Feindes im Raum im R o ft o w schwere Zerstörungen an. Ost w ä r t s l Kariupol wiesen rumänische Truppen den Lan- rtmgsversuch schwacher feindlicher Kräfte ab. Ungarische Verbände warfen eine noch auf dem West- irer des Don stehende Kräftegruppe des Feindes über den Fluß, hierbei wurden 25 feindliche Panzer vernichtet oder erbeutet. Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckianschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Montag. 20. Juli 1942 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8% Uhr desVormittags Ameigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan» zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25%mehr gäbe versagt, wird nach aller menschlichen Voraussicht den Krieg verlieren!" . / / Es ist natürlich verständlich, daß Churchill und Rocffevelt sich krampfhaft bemühen,' ihren „Kampf gegen Windmühlenflügel", solange es geht und koste es, was es wolle, fortzusetzen. Der zweite lieber« raschungsbesuch des britischen Premiers im Weißen Haus hat ja vor allem der Schiffsraumfrage gegolten. Das auf den USA.-Werften bis jetzt gebaute Einheitsschiff, der sog. „10 000-Tonnen-Li- berty-Typ", soll nach englischen Pressemeldungen aufgegeben werden, weil diese Schiffe zu lang- f a m feien und den deutschen U-Booten eine zu große Angriffsfläche böten. Statt dessen sollen kleinere, schnellere und billigere Schiffe gebaut werden. Die amerikanischen Konstrukteure Noble und Burgeß hatten daraufhin ein Schiff von etwa 80 Meter Länge mit 1500 Tonnen Fracht- räum, dessen Bau nicht mehr als 110000 Dollar kosten sollte, entworfen, das die Typenbezeichnung „Seeotter" bekam, weil dieses Tier sich geschickt dem Verfolger entziehe. Präsident Roosevelt, dem die Konstrukteure dieses Modell persönlich vorführen dursten, soll begeistert davon gewesen sein und sofort den Auftrag gegeben haben, ein Versuchsschiff zu bauen. Aber mit den Mächten der Plutokratie ist bekanntlich kein ewiger Bund zu flechten. Das Ma- rineminifterium sowie die politisch einflußreichen Werftbesitzer, die ihre Milliardenaufträge um der teuren Liberty-Schiffe willen nicht verlieren möchten, und die Marinekreise der alten Schule, die den „Seeotter" verächtlich als ,Kopservenbüchse mit Außenbordmotor" bezeichneten, inszenierten das drüben übliche Intrigenspiel. Und als das Ver- suchsschiff schließlich fertig war, kostete es nicht 110 000 Dollar, sondern mehr als 400 000 Dollar! Obendrein erklärte der Marineminister Knox nach Letzter Besuch in Murmansk Von unserem HEM.-Sonderberichterstatter. maz iaj aaiuun (pou iaqo 'ualpogj wag s;iwq unu aiannq aastuafto aWn3Q 3!Q '„sautfl" aiQ jjaauiaq nkv. Es muß entsetzlich schwer sein, bei „Verschenkt? Wie kommen Sie auf den Gedanken?" „Weil — es war eine Ertraanfertigung nach einem künstlerischen Entwurf. Ich kann Ihnen wohl ungefähr aufzeichnen, wie sie aussah. Aber Sie werden sie nicht finden. Ich habe mich schon gewundert, daß er sie mir wiedergeben wollte, denn so viel ich weiß, besaß er sie schon gar nicht mehr.. „Hat er Ihnen also erzählt, daß er sie verschenkt hat? Und an wen?" „Nein, ich habe sie gesehen." „Ah? Sie haben sie gesehen? Und wo?" Einen Augenblick zögert Irmela. Sie muß eine gewisse Hemmung überwinden. Aber es gibt jetzt kein Verschweigen mehr — also sagt sie leise und deutlich: „Bei der Tänzerin Katta Serena." 48. Als Irmela auf der Straße steht, atmet sie tief und erleichtert auf. Gott sei Dank, das ist überstan-^ den, sie ist für's erste entlassen und nicht wieder hinbestellt. Die Luft scheint ihr von seltener Reinheit und Frische, der Himmel unendlich hoch und weit. Sie strebt schnell von dem großen düstern Gebäude fort. Es muß entsetzlich sein, wenn sich diese schweren Türen hinter einem schließen, um einen nicht wieder freizugeben. Vielleicht geht mancher ahnungslos da hinein, für den der Haftbefehl schon oben liegt, er denkt, nach einer Viertelstunde wieder auf der Straße zu stehen und wandert stattdessen in sicherer Begleitung in die Zelle. Sie ist nicht unzufrieden mit sich, sie hat mit gutem Gewissen die Wahrheit gesagt und, was das Wichtigste ist, sie hat keine Heimlichkeiten mehr vor Albrecht. Das Leben wird wieder in sein schönes, glattes Geleise kommen. Ein klein wenig bedrückt fühlt sie sich, bei dem Gedanken, daß sie den Namen einer gndern Frau genannt hat, aber sie hat damit keine Verdächtigung oder Beschuldigung ausgesprochen. (Fortsetzung folgt.) Die Geschäftszimmer der Deutschen Arbeitsfront, Ortswaltung Gießen-Mitte, befinden sich nunmehr Lonystrahe 18 (früher Kreisleitung der NSDAP.). Die Sprechstunden finden nach wie vor montags und donnerstags von 2Ö bis 22 Uhr statt. 2235D ich habe die Handschuhe nicht ausgezogen!" g.Hat man Fingerabdrücke mit Handschuhen von •r Per- en unb 5«ll;burger Festspiele für Wehrmacht und Werk, schaffende. Äameradschaftsführer Döhn konnte den Kameraden Christian G e l d b a ch und August G l e b e für hervorragende Leistungen im Kleinkaliberschießen die Urkunde zur Großen Siegerplakette im Namen des Reichskriegerführers, General der Infanterie ^-Obergruppenführer Reinhard, überreichen. Mit dem Dank des Kameradschaftsführers an alle, die am guten Gelingen der Veranstaltung beteiligt waren, wurde der Appell geschlossen. Genossenschaft für Biehverwertung Gießen. Am Samstag hielt die Diehverwertung G.m.b.H., Gießen, unter Leitung ihres Vorsitzenden, Gutspächter Philipp Reinheimer- Odenhausen (Ra- benau), im Hotel Hopfeld ihre diesjährige Iahres- tagung ab. Direktor Otto Heß-Leihgestern erstattete den' Geschäftsbericht. Nach diesem wurden ms- gesamt 2454 Rinder und Kühe, 5388 Kälber, 4941 Schweine und 497 Schafe zum Schlachten verwertet und 1290 Stück Zuchtvieh vermittelt. Der Gesamt- wert des Umsatzes betrug 2 130 183 RM. Nach größeren Abschreibungen auf das Inventar verblieb ein Reingewinn von 2928,65 RM. Der Prüfungsbericht wurde von Sommer- Gießen vorgetragen. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Der Reingewinn wurde je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrucklage überwiesen. Kreisstellenleiter Hartmann- Gießen vom Ländlichen Genossenschaftsoerband Rhein-Main-Nek- kar gab wertvolle Winke für die weitere genossenschaftliche Arbeit. Die Geschäftsführung der Viehverwertung Gießen bezeichnete er als mustergültig. Das turnusmäßig ausscheidende Vorstandsmitglied Bürgermeister Heinrich Erb- Beltershain sowie die ausscheldenden Aufsichtsratsmitglieder Menge!- Hattenrod, Rinn-Heuchelheim, Wagner-Wißmar (Kreis Wetzlar) und Höchst- Londorf wurden einstimmig wiedergewählt. In seinem Schlußwort bat der Vorsitzende die Vertrauensmänner, dafür Sorge zu tragen, daß im Interesse unserer Volksernährung alles schlachtreife Vieh baldigst den Märkten zugeführt wird. Auch ermahnte er, die kriegswirtschaftlichen Bestimmungen unter allen Umständen einzuhalten. * .** 8 4 Jahre alt. Frau Marie Diehl, geb, Ruppenthal, Asterweg 9 wohnhaft, kann am morgigen Dienstag, 21. Juli, in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 84. Geburtstag begehen. Der Jubilarin, die in der ,Familie ihres Sohnes lebt, bringen auch wir unseren,herzlichen Glückwunsch dar. ** Ein Siebzigjähri mer. Am morgigen Dienstag, 21. Juli, begeht der Fliesenleger Konrad Spies, Am Riegelpfad 98 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. ** Der Obus-.Besrieb^auf den Linien 1 und 2 zwischen Selterstor" und Ludwigs- p l a tz wird von morgen ab bis einschließlich Donnerstag wegen Oberleitungsarbeiten eingestellt. Näheres über die Regelung des Verkehrs während dieser Tage enthält die heutige Bekanntmachung. ** Salzheringe werden in den hiesigen Fischgeschäften vom morgigen Dienstag ab his einschließlich Freitag verteilt. Eine Person erhält etwa 250 g. „Allerdings." _ „Sie sind dann auf Ihren Platz zuruckgegangen und haben noch eine Weile gewartet. In dieser Zeit hat sich die Erregung in Ihnen gesteigert. Sie haben etwas bestellt, ohne es anzurühren. Nun, auch Ihre Erregung läßt sich begreifen. Es war Ihnen sehr . unangenehm, da zu sitzen. Jeden Augenblick konnte ein Bekannter Ihres Mannes Sie da sehen und Ihnen eine Klatscherei machen. Denn Sie wollten ja um jeden Preis oermeiden7daß Ihr Mann etwas davon erführe." ..... . , „Mein Mann weiß alles!" Irmela ist sehr froh, daß sie das sagen kann. „So? Er ist also unterrichtet. Aber gestern sagten Sie, daß er nichts wüßte, nichts wissen sollte. War das nicht so?" Vielleicht ist diese Frage nicht ganz geschickt — aber sehr ungeschickt ist sicherlich ihre Antwort: „Ich habe es mir inzwischen anders überlegt. Der Satz ist unvollständig. Sie hätte hinzusugen müssen, daß sie sich inzwischen entschlossen Hatz ihm alles zu sagen, und daß sie das am gestrigen Abend getan hat. . . So... ja..." Bauer malt Kndgelchen mit dem ungespitzten Ende eines Bleistiftes. Plötzlich steht er auf. „Sagen Sie, Frau Sierinck, haben Sie eigentlich einen Waffenschein?" , . „Ich? Nein. Wozu sollte ich den brauchen? „Selbstverständlich brauchen Sie keinen ... so lange Sie keine Waffe besitzen. Man kann nur keinen Revolver kaufen ohne Waffenschein. Ich habe auch nicht die Absicht..." Irmela stoßt ein kleines spöttisch-verwundertes Lachen aus. Sie kann diesem Hin und Her nicht folgen. „Sehen Sie, wenn Sie einen Revolver hatten und keinen Waffenschein, dann hätten Sie sich straf- bar gemacht, sehr geringfügig, aber immerhin... Darauf reagierte sie mit keiner Miene. Es hatte sein können, daß sie plötzlich versichert, einen Waffenschein zu haben. . .. . Ein junger Mann im Hintergrund steht auf und schiebt einen Zettel vor Bauer hm, der ihm vor. einigen Sekunden gebracht wurde. Bauer liest und nickt vor sich hin. Ganz wie er sich's gedacht hat: der Revolver ist Eigentum des Ermordeten, die Nummer ist nach drüben gekabelt, die Polizei hat festgestellt, daß die Waffe vor vier Jahren von dem Händler Enrique Gomez in Rosario an Fernando Bareiro ordnungsgemäß verkauft ist. Also nach einem anderen Besitzer braucht man nicht mehr zu fahnden. „Mildernde Umstande", denkt Bauer, bann ist es immerhin nur Totschlag und nicht vorsätzlicher Mord — aber das ist Sache des Verteidigers... _ Er schiebt den Zettel weg, als ob er gar nicht zur Sache gchörte. „Sie warteten also, und Bareiro erschien nicht. Darauf entschlossen Sie sich,, um die Sache nun endgültig zu erledigen, ihn auf feinem Zimmer aufzusuchen. Sie gingen also hinauf, stellten ihn zur Rede und verlangten Ihre Kette... und da?" „Nein, ich kam gar nicht so weit. Ich hörte in seinem Zimmer reden... und da kehrte ich wieder um." „Und dann warteten Sie also vor der Tür oder im Korridor, bis er allein war; denn Sie sind doch nicht wieder an Ihren Platz in dem Teeraum zu- rückgegangen?" „Nein, ich wartete nicht. Ich kehrte um und ging nach Hause. Es war so schon reichlich spät geworden." „Aber wie und wann sind Sie denn in den Besitz Ihrer Kette gekommen?" „Gar nicht." „So? Das ist ja sonderbar. Sie haben sie nicht an fid) genommen?" „Wie kann ich denn? Ich habe das Zimmer nicht betreten." „Hm '... ja ... Können Sie uns vielleicht eine genaue Beschreibung von der Kette geben? Wir werden in den Pfandhäusern und bei Juwelieren Nachfragen, ob sie versetzt ober verkauft ist, durch ^füro ober durch jemand anderen." . „Ich glaube eher, daß er sie verschenkt hat" ■nippen Wohnsitz i An 22. Juli vollendet der Ordinarius für Mathe- ibehördc an der Universität Tübingen Professor Dr. Durch- jonrab Knopp fein 60. Lebensjahr. In Berlin ge= einet norm, promovierte er 1907. Von 1908 bis 1911 war lt. Sie w lozent in Japan und an der Deutsch-Chinesischen n stren. jftochschule in Tsingtau. 1911 habilitierte er sich in ne Bin- 1 Berlin. Von 1912 bis 1914 war er Lehrer an der ife. hast N ltärtechnischen Akademie in Charlottenburg und Ilen mit Daher Kriegsakademie. 1915 bis 1919 wirkte er an je aller, fier Universität Berlin als ao. Professor und ging AntriliDW als Ordinarius nach Königsberg, 1926 nach > feinem fcbingen. Sein Gebiet ist die spezielle Funktionen- es stall- ftjeerie und die unendlichen Reihen. hochschulnachrichlen. ffeim fester bestreitet. ertön Professor Wolfgang Wichael 80 Jahre all. der bet tz! erfreulicher körperlicher und geiftiger Frische s Mac vllendet am 22. Juli der emerit. Ordinarius für ter be- osteuropäische Geschichte an der Universität Frei- abien. »uh, Professor Dr. Wolfgang Michael, fein 80. Le- -simjahr. In Hamburg geboren, promovierte er ,!S8i in Berlin, habilitierte sich 1889 in Freiburg wh blieb der Universität Freiburg bis zu feiner Zurruhesetzung 1931 treu. Die Universität Edinburg irmnnte ihn 1934 zum Ehrendoktor. Sein Speziol- eftords M ist englische Geschichte im 18. Jahrhundert, Leck!; spoMer er vier Bände veröffentlichte. Der fünfte md und «md ist in Vorbereitung. tet. An- Professor Dr. Knopp 60 Jahre all. Der Bannfachwart Radsport des Bannes 116 hatte sich um die Ausrichtung der Straßenfport- Gebietsmeisterschaften beworben. In Zufammen- arbeit mit dem NSRL.-Kreis fachw art für Radsport August Deibel (Gießenh wurden in vorbildlicher Weise die Voraussetzungen für eine einwandfreie Abwicklung der aus 14 Bannen, beschickten Meisterschaften gegeben. Am Sonntag vormittag um 7.30 Uhr startete die -V-Klasse zur 100-! Gehör. Reicher Beifall belohnte die Sänger. Der Letter der Kreisfilmstelle Gießen, Lehrer A p p e l m a n n, führte einige interessante Filme vor, zu denen er ausführliche Erläuterungen gab. Die flotte Marschmusik hatten Kameraden der Kameradschaft Übernommen. kom 5. bis 30. August werden für Angehörige )eC Wehrmacht und für Werkschaffende bie Salz- ' "Her |L|Ler Festspiele durchgeführt werden. Unter ber uMevischen Oberleitung von Generalintendant Pro- foto Gr Clemens Krauß gelangen zur Aufführung W-zarts „Figaros Hochzeit" und „Arabella" von Marb Strauß unter der musikalischen Leitung von Lienens Krauß. Als Regisseure wurden Walter ^jenstein und Rudolf Hartmann, als Bühnenbild- ier Stefan Hlawa unb Robert Koutsky verpflichtet, bar Wiener Burgtheater bringt mit einem Gesamt- Mpiel in ber Felsenreitschule unter Leitung von ikreralintenbant Lothar Müthel Goethes ,^phi- ,ieite auf Tauris" und im Lanbescheater Nestroys iMen Jux will er sich machen". Ferner enthält )az Programm acht Symphoniekonzerte ber Wiener Mharmoniker unter Leitung von Richard Strauß, iter fir Wem Menaelberg, Karl Böhm, Clemens Krauß inl Ernest Anfermet, unb sechs Mozart-Serenaben, M denen drei Ebwin Fischer mit seinem Kammer- dvzent Dr. phil. habil. Fritz Bartz tritt zum 1. Oh jbtr von der Universität Kiel zur Universität Frei- nit$ über, um dort die Geographie in Vorlesungen 4 Hebungen zu vertreten. — Der Direktor ber verstör. i^sitäts-Frauenklinik in Heidelberg, Prof. Dr. rmien in | Runge, ist zum korrespondierenden Mitglied ung btri König!. Gesellschaft ber Aerzte in Budapest er- er 1904 lUmt morden. Runge, der 1892 in Neustrelitz gebo- iz u, Cie. I wurde, wirkt seit 1934 in Heidelberg, uk Der L Eine Guslav-Areytag-Gefellschafk. Bemühungen um die Pflege des Nachlasses /2a!>!es Dichters unb Kutturhistorikers Gustav Freytag " Itaten nun zu ber Gründung der Deutschen Gustav- insc^ k^tag-Gesellschaft in Kreuzburg Mberschle- IW dem Geburtsort des Dichters, geführt. Den horiih ber Gesellschaft i)at Landeshauptmann Kate hVncr! l-beinommcn. In einen Beirat rouröen bie Oben tKrlwtcr aller Städte, in denen Gustav Freytag ge- ™ unb gewirkt hat, berufen. Auch der Sohn des ??'enkWers, Professor Dr. Gustav Freytag München, ÄZ h Mitglied des Beirates. Die Aufgaben der Gefell- Wt sind Erwerb und Ausgestaltung des Geburts- mses in Kreuchurg, die Betreuung des Hauses m fahrz? 'Sieble b en durch bie Stadt Gotha und der I -ütte inBreslau , an welcher der große Roman steytags „Soll unb Haben" spielt. $ Suhrkamp Verlag. M. , Ver frühere S. F i s ch e r - V c r l a g - Berlin fuhrt Eid ch nach seinem langjährigen Letter den Namen Zllhrkamp Verlag-Berlin. der S» Briefe in Bareiros Hand iroeschlch-' der MU Roman jron Anna Elisabet Weirauch tzAigtes ' Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. ^Fortsetzung. 0" :6nnen! Jm^ übrigen nützt es Ihnen gar nichts, denn „»it, be« ich habe bie Hanbschuhe nicht ausgezogen! raten vo"1^,chat man Fingerabdrücke mit Handschuhen von Wyn genommen?" fragt er mit einem hurnor-vol- MU Entsetzen. , (W5 „Stein, das allerdings nicht! oie lacht ein wenig in frühe" libtr fein tiefernstes Gesicht. „Man hat mich ersucht, t-rftreudr i 'e ouszuziehen. Hnb ich habe natürlich keinen Wi- unst- D'k Mstand geleistet. Ader am Donnerstag habe ich sie de"W)t ausgezogen, bas weiß ich genau!" altWp' iL Lm Donnerstag..." Nicht der Schimmer einer ! Würbe"' 'Üeterrafchung fliegt über Bauers Gesicht. „Als Sie "i Hotel Baltic waren..." W 2l"'.?! Es ist wie ein kleiner stumpfer Schlag gegen Jr- ?nnaeleS'kMos Herz — unb für eine Sekunde schließt sie die 9 oiitf Lugen. Als sie sie aufschlägt, sind sie klar und ruhig. 9 Minuten vor den Deutschen Schröder, Laskowski, Räuber und Köninger in 9:34,1 Min. Ungarn führte mit 6:2 Punkten. Im folgenden Wettbewerb über 100 Meter Rücken verbesserte Deutschland den Stand auf 7:5 Punkte. Der Deutsche Meister Schröder beendete das Rennen in der vorzüglichen Zeit von 1:10,4 als sicherer Sieger über den Ungarn Galambos, der in 1:13,1 einkam. Punktergebnis 3:1 für' Deutschland. Den Zweikampf der Kunstspringer entschied der Deutsche Meister Merholt mit 151,64 P. zu seinen Gunsten; der ungarische Meister Hidveghy kam auf 140,24 P. Die Kür war mit 89,67 gegen 67,95 eindeutig zugunsten des Deutschen, der damit im Stand 8:8 ein Gleichauf erzielte. Im 400-Meter-Kraulschwimmen konnte der deut-, sche Meister Lehmann gegen den ungarischen Rekordmann Tatos nur bis zur 100-Meter-Makke mit- halten, die der Ungar in 1:04,5, der Berliner in 1:04,7 passierte. Dann zog Tatos davon und siegte nach einer 200-Meter-Zwischenzeit von 2:21,0 in 5:00,2 mit einer halben Bahnlänge. Im abschließenden Wasserballspiel bewies der ofL malige Weltmeister Ungarn seine überlegene Klasse mit einem 10:1 (3:1)-Sieg. Da auch auf diesen Sieg 0:2 Punkte vergeben wurden, schloß der erste Tag mit einer ungarischen Führung bei 17:11 Punkten. Der zweite Tag. Die Wettbewerbe des zweiten Tages gingen unter denkbar ungünstigen äußeren Verhältnissen vor sich. Trotzdem waren wieder 5000 Schwimmfportfreunde gekommen. Im einleitenden Krgulschwimmen über 100 Meter gab es gleich wieder einen ungarischen Sieg durch Elemeri, der in 1:01,3 Minuten den'deutschen Meister Schröder in 1:02,0 um eine halbe Körperlänge schlug» 3:1 Punkte für Ungarn und insgesamt 20:12 nach diesem Wettbewerb. Eine für uns etwas unangenehme Ueberraschung gab es dann über 200-Meter-Brust, mußte doch hier der deutsche Meister Temke (Berlin) dem Ungar Szigedi den Vortritt lassen. Wieder 3:1 Punkte "für Ungarn, so daß nach diesem Wettbewerb die Gesamtwertung 23:13 lautete. Das Turmspringen endete mit dem erwarteten deutschen Sieg. Kitzig war schon in der Pflicht um vier Punkte besser als der Ungar Hidvegy und baute diesen Vorsprung in der Kür noch wetter aus. Kitzig siegte mit 123,74 Punkten gegen 114,87 von Hidvegy. 3:1 Punkte für Deutschland und insgesamt 24:16 Punkte für Ungarn. Das abschließende 1500-Meter-Kraul-Schwimmen war eine sichere Angelegenheit für Ungarns Re. kordmann Tatos, der gegen öjen jungen deutschen Meister Lehmann (Kriegsmarine Kiel) auf jeder Bahn mehrere Meter gewann und schließlich mit 100 Meter Vorsprung in der vorzüglichen Zeit von 19:45,5 Minuten siegte. Der Deutsche kam in 21:31,9 Minuten ein. Noch einmal 3:1 Punkte für Ungarn, das im Gesamtergebnis mit 27:17 Punkten Länder, kampfsieger wurde. Das abschließende Wasserballspiel Deutschland gegen Ungarn war ein Freundschaftstreffen und wurde für den Länderkampf nicht gewertet. Die Ungarn siebten mit 5:4 (3:2) Toren. Handballturnier in Lang-SHns. Die Mannschaften des Bannes 116 Gießen muß. ten die beiden ersten Plätze den Nachbar-Bannen Friedberg und Wetzlar überlassen. 3nx der ersten Gruppe hatte Kirch-Göns in Holzheim feinen schärfsten Widersacher. Diese mußten gegen Grüningen eine überraschende Niederlage hinnehmen. Die körperlich schwache Mannschaft Grüningens hielt sich recht tapfer, konnte sich aber noch nicht durchsetzen. Hörnsheim konnte ebenfalls nur einmal stegreich fein. Dutenhofen war der überlegene Sieger in der zweiten Gruppe. Mtv/ Gießen war zu Beginn nicht vollständig und vergab dadurch einige Punkte. Pohl- Göns und Krofdorf waren ziemlich gleichwertig, während Dornholzhausen zu den restlichen Spielen nicht an trat. Nach den Leistungen hatte man allgemein Dutenhofen als Sieger erwartet. Kirch-Göns schlug jedoch die Mannschaft mit dem knappsten Re, fultctt. Die Spiele wurden in sportlicher Weife durch, geführt. Kreis- und Bannfachwart Drolsbach, Garbenteich, führte die Veranstaltung unter Mithilfe Lang-Gönfer Dereinsmitqlieder reibungslos durch. Das als Abschluß vorgesehene Spiel Lang- Göns — Luftwaffe Gießen kam nicht zum Austrag. Schiebungen mit Fleisch. Lpd. Darmstadt, 20.Juli. In gewissenloser Unbedenklichkeit verabreichte der Metzgermeister Wilhelm Dürr in Vilbel im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 1941 bis Anfang 1942 fortgesetzt und ohne Bezugsberechtigung Fleisch- und Wurstwaren ah den Schäfereibesitzer Ludwig Hartmann, so daß auf diese Weise insgesamt etwa 35 Kilogramm Fleischerzepgnifse der öffentlichen Bedarfsdeckung verlorengingen. Als Gegenleistung belieferte Hatt- mann den Metzger gleichfalls unter Umgehung der Bewirtschaftungsvorschriften und Anmeldepflichten mit schwarzgeschlachteten Schafen aus seiner Herde, wodurch nochmals weitere 250 kg Fleischmengen im Lebendgewicht beiseitegeschafft wurden. Dürr, der außerdem auch noch an der Verwertung eines von dritter Seite schwarzgeschlachteten leichten Kalbes und an der Schwarzschlachtung eines geringwertigen Schweines beteiligt war, wurde ebenso wie Hartmann von dem Sondergericht in Darmstadt wegen Verbrechens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung in Tateinheit und Zuwiderhandlung gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung und die Reichsabgabenordnung zu 1 Jahr und 3 Monaten Zuchthaus und zu 500 RM. Geldstrafe verurteilt. Die Ehefrau Dürr, die im Ladengeschäft der Metz, geret an den Straftaten des Ehemannes und Hart« manns beteiligt war, wurde mit 1 Jahr G e- fängnis und 200 RM. Geldstrafe bestraft. Verdunkelungszeit 20. Juli von 22.33 bis 4.54 Uhr. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Diumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. *' Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitätSdruckerei R. Lange K. ®. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 0 Wel' * Sm Iüi W der -ckrZUk le Lande Igaus Led z im ®° r-,diB bi Erseh grient. De j 'Barna Utie aus I König- j 5omir H im i h por d weit der Us Ke intara erben li icr Iah »er setzte hrnmerfi S« 1116 ort/’11 ekin'vk Ache' «tt für jk Gesct idjäbrlid Inkisten etinbitf kochende !ie Rech fatf.'phi t Echo r?n, au (immer h'ara u: hra ein b (ftrfer D tarnten ! ttimgen fruptjtab: ;iru5Doro in Juni «itisch-di Mi Anka Die Fo frnd ft ifinen 2 fr Wuns fr? Umg :»hr zu, ab Abge Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die traurige, unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der liebevolle, treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein guter Schwiegersohn, unser lieber Schwager, Pate, Onkel und Neffe August Becker Oberschütze in ciüer MG.-Kompanie am 16. Juni 1942 in soldatischer Pflichterfüllung, im 35. Lebensjahr, im Osten den Heldentod fand. Während sein Leben Arbeit und Aufopferung für dje Seinen wär, ging sein Her- ■ zenswunsch, die Heimat und seine Lieben wiederzusehen, nicht in Erfüllung. In tiefer Trauer: Frau Elisabethe Becker, geb. Bangel, und Kinder Hildegard und Reinhold, Friedrich Becker und Frau Katharine, geb. Römer, Frau Luise Bangel Wwe., Familie Wilhelm Weber, Wilhelm Bangel, z.Z.im Felde, u. Familie, nebst allen Angehörigen. Gießen-Wieseck, Atzbach, den 18. Juli 1942. Wagengasse 3 \ 2240 D Am 30. Juni 1942 starb den Heldentod für Führer und Großdeutschland mein lieber Mann, mein guter Vater, unser braver Sohn, Schwicgcrsohfi und Enkel Hermann Lyncker Leutnant und Kompanie!, in einem Inf.-Regt, im Alter von 28 Jahren. In tiefer Trauer: Lotte Lyncker, geb. Schirmer, und Heinz-Peter Carl Lyncker und Frau Bustel, geb. Mayer. Kehl am Rhein (Adolf-Hitler-Straße 179), Gießen (Stephanstraße 13 II). Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 03469 2239 D Am 19. Juli 1942 entschlief nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser herzensguter Vater Karl Duill nach einem arbeitsreichen Leben, im Alter von 66 Jahren, Die trauernden Hinterbliebenen: Emma Duill, geb. Knörr Gertrud Duill Dr. Karl Duill, z. Z. im Felde. Gießen, den 20. Juli 1942. Die Beerdigung findet, in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu pehmen. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns in Wort und Schrift bei dem schweren und schmerzlichen Verlust durch den Heldentod meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und ältesten Sohnes, Bruders und Schwagers Heine. Trüller, Oberfeldwebel in einem Infanterie-Regiment, zugingen, danken wir herzlichst. In tiefer Trauer: Rosel Trüller, geb. Schäfer und Kinder; Familie Heinrich Trüller. Gießen, Hausen, den 20. Juli* 1942. 03467 Dekanntmachung. Beir.: Obusbetrieb, Wegen Vornahme von Oberleitungsarbeiten muß der Verkehr der Obuslinien 1 und 2 zwischen Selterstor und Ludwigsvlab vom Dienstag, dem 21. d. M., bis einschließlich Donnerstag, den 23. d. M., eingestellt werden: An diesen Tagen wird der Betrieb wie folgt aufrechterhalten: Ein Wagen verkehrt vom Bahnhof bis Selterstor und zurück. Zwei Wagen verkehren vom Selterstor bis Klein-Linden. Zwei Wagen verkehren zwischen Schubertstratze und Berdunkasernp. Drei Wagen verkehren zwischen Schubertstraße und Fliegerhorst. x Für die Fahrgäste vom Bahnhof zum Fliegerhorst bzw. vom Bahnhof zur Verdunkaserne besteht die Möglichkeit, an der Haltestelle Ludwigstraße, Ecke Liebigstraße, einzusteigen bzw. in umgekehrter Fahrtrichtung auszusteigen. [2238A Gießen, den 18. Juli 1942. Stadtwerke Gießen — Nahverkehrsbetriebe. Gut möbliertes Zimmer von Fabrikartten zu mieten gesucht. Nähe der Rödgen. Str. bevorzugt. Eilangebote unt. BL P. 967 erbeten durch Annoncen-Exped. Carl Gabler, O.m.b.H., Nürnberg, Könlgelr. 67 59. Altertümer Antike Schränke, Kommoden, Tische, Stühle, Sessel, Stiche, alte Gemälde (auch neuere Meister) zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 08471 an d. Gießener Anzeiger. Mietgesuche Suche ab l.Aug. möblierte 1-2-Zimmer-WoliD. mit Küche oder Kochgelegenheit, wenninöglich tu. Klavier. 22uD Angebote an BarbaraBoettcher Stadttheat.Gießen z. Z. Bad Orb Wttnburg.Str.41. Fa. Nordsee Fa.Fischh.Cuxhaven Sin GLORlfll sucht. 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