MMMkUWMWWW 3>Z;< .. Z'ZZ , Z. • t ■ * G 4/ . M. . R Dienstag. 20. Januar 1942 Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die Llntemichnung der Mlitärkonvention Die Södspitze der Ralayen- Halbinsel erreicht । benötigen, lanuat 1942, Jia hat sich der Ritterkreuzträger Oberst 2Hü (- Harte Abwehrkämpfe an allen Abschnitten föhrunfll blieben. Oer Kampf 1942 dürfe» Vorlage ta reichem t Haushalts- . Die Klein« jaftsamt eine! das bei der Zchrlftleitung und Gefchaftrstelle: Sietzen, Zchulstrahe 7-9 insgesamt 35 Geschütze, 23 Granatwerfer, 45 211a-1 Berlin statt, fchinengewehre sowie zahlreiches sonstiges Material erbeutet. Der $einb verlor hierbei 430 Tote und wchrkampfe stattgefunden. Zu besonders schweren Kämpfen kam es dab-ei um den Besitz zweier Ort-1 schäften, die im Bereich der deutschen Linien lagen. I Durch mehrfache starke Angriffe versuchten die Bolschewisten wiederholt, sich in ihren Besitz zu setzen. I Es gelang jedoch nur kleineren Gruppen des Feindes, in die deutschen Linien und die Orte einzudringen. Sie wurden nach erbittertem Häuserkampf wieder zurückgeworfen. Ein deutsches Infanterieregiment wehrte vom 15. bis 17.1. heftige Angriffe der Bolschewisten ab, die diese in Stärke von etwa fünf Regimentern immer wieder gegen die deutschen Stellungen ansetzten. Das Ziel war ein Ort, dessen Häuser die Bolschewisten ständig mit Brandmunition unter Beschütz nahmen und zerstörten. Trotz starken Frostes erlahmte unsere Infanterie nicht in ihrem hartnäckigen Widerstand und wehrte alle Angriffe des zahlenmäßig überlegenen Feindes bei Tag und Nacht erfolgreich ab. Dem Gegner gelang es nicht, den Ort in fernen Besitz zu bringen.! Starke Kräfte deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen insbesondere im mittleren Abschnitt her Ostfront mit Bomben und Bordwaffen Marschkolonnen und Truppenansammlunqen an. Kleinere Einheiten wurden in Tiefangriffen aufgerieben. Dabei fielen auch schwere Geschütze und 'Panzerkampfwagen den deutschen Bomben zum Opfer. Zahlreiche Kraftfahrzeuge, Pferdefuhrwerke und Schlitten, die sich über das verschneite Gelände bewegten, wurden bombardiert. Auch im nördlichen Abschnitt der Ostfront sowie an der finnischen Front waren deutsche Kampfflugzeuge erfolgreich. Auf der Murmanbahn wurden wieder drei beladene Transportzüge und drei Lokomotiven so schwer beschädigt, daß sie auf den zerstörten Gleisen liegen- griffes den Heldentod. An mehreren Stellen des S ü d t e i l s der Ostfront haben zwischen dem 14. und 17.1. heftige Abkämpfen die an der Südküste der Krim gelandeten sowjetischen Kräfte zurückgeworfen und die I Stadt Feodosia in entschlossenem Angriff wieder In Besitz genommen. Bisher wurden mehr als 4600 Gefangene eingebracht sowie 73 Panzerkampf- wagen, 77 Geschütze und zahlreiches anderes Kriegs- Oer Wehrmachtbericht. DBB. AusdemZührerhauptquarlier, 19. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generals der Infanterie von Wanst ein haben im Zusammenwirken mit den tustwaffenverbänden des Generals der Flieger Ritter von Greim nach mehrtägigen harten An der gesamten DonezrFront griff der Feind mit starken Kräften an. Die Kämpfe sind 140 Gefangene. Die Luftwaffe beschädigte im Seegebiet von Mur man ein großes Handelsschiff durch Bombenwurf. Kampfflugzeuge bombardierten Hafenanlagen an der englischen Süd Westküste und erzielten Bombenvolltreffer in einem Munitionslager auf den Shetlands. In Bordafrika wurden bei erfolgreichen^ Spähtruppunternehmungen der deutsch-italienischen Truppen in der Cyrenalka eine Anzahl von Gefangenen eingebracht. Deutsche Kampfflugzeuge griffen Hasenanlagen und Flugplätze an der Küste der Eyrenaika an. In der Großen Syrte wurden bei einem Luftangriff auf einen britischen Geleitzug mehrere große Handelsschiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt. Bei der Wiedereroberung von Feodo- um den Halfaya-Paß. Bis zur letzten Patrone und bis zum letzten Wassertropfen. Berlin, 19. Jan. (DNB.) Mit beispielloser Härte haben deutsche und italienische Truppen die Berastellungen von Halfaya bis zur letzten Patrone und bis zum letzten Wassertropfen zah verteidigt und dabei wahrhaftes Heldentum bewiesen. Das ununterbrochene Feuer schwerer britischer Artillerie, noch im Gange. Im mittleren . und nördlichen Ab- ße 16, Jini, stellen lassen, samt heraus- 5 und der Das Eickenkaub für einen Regimentskommandeur. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Jan. Der Führer hat dem Oberst Wegener, Kommandeur eines Infanterieregiments, am 18.1. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu- zes verliehen und an ihn nachstehendes Telegramm gesandt: ,^In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Balkes verleihe ich Ihnen als 66. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Monatlich... RM.1.80 ZustellgebWr... -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern . Infolge höherer Gewalt ^ernsvrechanschlutz 2251 Druck und Verlag: MWdieUniotrfltätebrutodB.tm.g« ir, Gewerbe« nehmer u. ä.) !i dem Groh« mrs mehr als ch diese Ser* r Mineralöl, Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'^ Uhr desBormittags Anzergen-Preile: Anzeigenteil 7 Rpf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüneMengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25*7» mehr Schanghai, 19.Jan. (DNB.) Die Südspitze der MalaienhaWinsel wurde bereits am Sonntagabend japanischer Zeit von japanischen Truppen erreicht. Die von Westen und Norden in Richtung auf Singapur vorstoßenden japanischen Verbände haben sich im Raume von Iohur- Bharu, das der Insel Singapur unmittelbar gegenüberliegt, vereinigt und dadurch die Reste der britischen Truppen I aus dem Festlande in Stärke von etwa 20 000 Mann eingeschlossen. Die Straßen- und Bahnverbindungen in Richtung Singapur wurden in der Nähe von Iohur-Bharu abgeschnitten. Oer japanische Vorstoß nach Güdburma. Stockholm, 20. Ian. (DNB. Funkspruch.) Das britische Hauptquartier im Südwestpazisik gibt zu, daß die Japaner die wichtige Hafenstadt Tav o y in Britisch - Burma besetzt haben. Die Engländer hätten sich wegen der Ueberlegenheit der feindlichen Streitkräfte zurückgezogen. Tavoy ist die ; MW[, -Vfiuigflabt °>h - W, *rg 11:5. ronfiurf. ann-Thealer turnerischen Stut^ert riegsmarine, irler Mann, energischen z überlegen wen (486,8) Emzelturner i«N HW Ä ÄS' I 192. Jahrgang HM6 ?!” W erschein, täglich, nutzer '* erjt,R Sonntags und feiertags ’■ :abet b,! ' Die Kriegführung im Pazifik Von unserem Ph.-Korrespondenten & Ä J •'W 6e[|, Äfc “"H Hi amiilt "w Seut, Jnn das hjr Meidend« N Regler lQ verfehlte und schoß ' Die Deu° >iele. bedeutendste Stadt der Provinz Tenasserim und bildet das Zentrum der burmesischen Zinnprodut- tion. Es liegt etwa in westlicher Richtung von der thailändischen Hauptstadt Bangkok, in einer geschützten Ducht und hat etgm 100 000 Einwohner. Der Flugplatz von Tavoy wird bereits von japanischen Flugzeugen als Stützpunkt benutzt. Japanischer Lustangriff auf Sumatra. Tokio, 19. Januar. (DNB.) Japanische Maschinen haben britische Einheiten verfolgt, die auf einem Flugplatz bei Pangkalan, nordwestlich Bela- man, landeten. Die japanischen Piloten verursachten erheblichen Schaden. Die Engländer haben offenbar ihre noch verbliebenen Luftstreitkräste auf Sumatra konzenttiert, um von hier aus in die Kämpfe zur Verteidigung Singapurs einzugreifen. Bela- man liegt an der nördlichen Ostküste der Insel Sumatra in der Nähe der Stadt Medan. Rom, im Januar 1942. Der Wettersturz im Mittelmeer, der tagelang den Schiffsverkehr in der Meerenge von Gibraltar völlig lahmgelegt hat, brachte auch im Seekrieg des Mittel- meeres wie in den Landoperationen einen gewissen Stillstand. Zwischen der Taktik der Bolschewisten und der der Engländer sieht man in Rom die Aehn- lichkeit in den verzweifelten Bemühungen, die Lage während des Winters mit einem jähen Stoß zu verbessern. Beide Versuche haben sich mit nebensächlichen Erfolgen, aber unerhörten Opfern festgefressen. Um so mehr wendet sich damit die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung, die die Dinge auf dem Kriegsschauplatz im Pazifik genommen haben und noch nehmen werden. Dabei tauchen zum ! erstenmal Vermutungen über die weitere Entwicklung der Kriegführung auf diesem Kriegsschauplatz auf. Diese befassen sich mit der nordamerikanischen Fernostflotte, soweit sich diese noch in den Gewässern der Philippinen befindet, ferner mit der japanischen Kriegführung im kommenden Frühjahr. Hinsichtlich der nordamerikanischen Ostasienflotte nimmt man auf Grund von Nachrichten aus Tokio an,'daß diese noch aus 4 Kreuzern besteht. Dazu durften noch etwa 17 Zerstörer und 10 U-Boote kommen. Eigentlich hatten sich diese Einheiten nach Singapur I durchschlagen sollen. Ein berartiger Versuch scheint bisher noch nicht erfolgt zu fein, da die Nordamerikaner offenbar den Versuch machen wollen, ihre Truppen auf den Philippinen, wenn weiterer Widerstand dort aussichtslos geworden ist, abzutransportieren, wahrscheinlich nach Java, wo bereits ein nordamerikanisches Kommando eingesetzt ist Da aber starke Verbände der japanischen Flotte sich in den Gewässern der Philippinen befinden, müßten die nordamerikanischen Kriegsschiffe dem Geleitzug mit Gewalt den Weg öffnen. Admiral Hart müßte entweder den Versuch machen, die japanische Blockade zu durchbrechen, wobei er weitere schwere Verluste seines Verbandes zu gewärtigen hätte, ober er könnte in ber Bucht von Manila bleiben, wo seinen Schiffen nur die Selbstversenkung übrigbliebe. Da dies aber gleichzeitig die Au gäbe des Planes bedeuten würde, die aus der Niederlage von Luzon geretteten Truppen abzutransportieren, ist wohl anzunehmen, daß Admiral Hart sich zu dem Versuch eines Durchbruchs wirb entschließen müssen, angesichts ber offenbaren Ueberlegenheit ber japanischen Flotte ein hoffnungsloses Unterfangen. Mit bem Ausscheiben ber Philippinen bürste sich auf Grund japanischer Berichte für das kommende Frühjahr eine Verlagerung des Kampfes gegen Nordamerika nach Norden ergeben. Man glaubt zu wissen, daß die Nordamerikaner den Winternebel ausgenutzt haben, um ihre Flughäfen auf den Aleuten auszubauen und sie mit starken Verbänden der „Fliegenden Festungen" zu versehen. Mit diesen Flugzeugen würde man den Versuch machen, das japanische Mutterland von den Aleuten aus unmittelbar anzugreifen. Nach der raschen Erledigung der Philippinen würden die Japaner aberZeit genug haben, um bis April ober Mai, wenn die Wetterlage auf den Aleuten derartige Unternehmungen ermöglicht, ihre Gegenmaßnahmen zu treffen. Eine solche Teilung des Kriegsschauplatzes bedeutet aber auch naturgemäß ein Auseinanderreißen der Front. Das nordamerikanische Interesse würde sich in einem für die Lage ber Englänber wenig günstigen Maß dem nördlichen Kriegsschauplatz zuwenden. Völlige Unklarheit herrscht darüber, ob m England überhaupt schon irgendwelche Plane für Die Führung des Krieges bestehen, und welche Konsequenzen sich daraus möglicherweise für die Kriegslage in Nordafrika und im Nahen Oste n ergeben können. Die Äußerungen ber englischen Presse sinb so widerspruchsvoll unb bie Nervosität in London ist offenbar so groß, baß vorläufig dem Wunsche, alle Dinge zu gleicher Zeit zu tun und dabei wenigstens Prestigeerfolge zu erzielen, alles andere untergeordnet wird. Es entspräche dies auch durchaus dem bisher verfolgten Prinzip einer Kriegführung von der Hand in den Mund, bic man durch die Leistungen ber Sowjets und ber Nordamerikaner als Teil eines Planes erscheinen lasten möchte, ber in Wahrheit nicht vorhanden ift LlGA.-Oruck in Mo. Die Konferenz der amerikamschen Staaten in der brasilianischen Hauptstadt Rio be Janeiro muß nach vielen diplomatisch verhüllten Reden endlich zu irgendeinem Beschluß kommen. Washington hätte liebend gern einen klaren diplomatischen Erfolg bavon- getragen. Schon um einen Ausgleich für die militärischen Katastrophen von Hawai und Manila zu haben. Davon kann keine Rede sein. Das augenblickliche Ziel von Sumner Welles ist der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den amerikanischen Staaten und den Achsenmächten und Japan. Wenn die Kriegserklärung nicht sofort zu erreichen ist, so soll doch ein triegsähnlicher Zustand her gestellt werden. Wie gearbeitet wird, zeigt eine Drahtung von Reuter aus Rio, in der es heißt, daß sich der nordamerikanifchen Abordnung ein Gefühl der Enttäuschung bemächtigt habe, in das nur eine von Panama ein ged rächte Entschließung etwas Licht gebracht habe,' die die amerikanischen Länder auffordert, sich einer Vertretung der Interessen der Achsenmächte zu enthalten. Gemeint ist die übliche Vertretung gewisser diplornatisch-konfularifcher Interessen im Kriegsfall durch die „guten Dienste" eines neutralen Staates. Der Antrag Panamas, der dieses nobile officium, diese An standspflicht aufheben will, ist ber Sache nach ein Zeichen tückischer Gehässigkeit. In politischer Beziehung ist er eine Groteske. Denn es sind erst drei Monate her, daß durch eine Dollarrevolution in diesem Kleinstaat ber bisherige Präsibent Dr. Arnulfo Arias gestürzt unb burch eine USA.-Hörige Clique ersetzt würbe. Aber diese Methode ist charakteristisch für den Führer der amerikanischen Abordnung, Sumner Welles. Wir wollen nicht noch einmal die von den USA. gegenüber Südamerika befolgte Politik der unverschämtesten Pressionen kennzeichnen. Es genügt, daß Südamerika heute von nordamerikanischen Nachrichten überschwemmt wird, die unglaubliche Drohungen für den Fall enthalten, daß Südamerika sich Roosevelts Wünschen versperrt. Man versteht die Haltung der südamerikanischen Staatsmänner, die sich heute, wie im Februar 1941 die „Tribuna" in Montevideo schrieb, in den Fang- armen des nordamerikanischen Polypen befinden. Berlin, 19. Ian. (DNB.) Am Nordufer des Onegasees haben die finnischen Truppen in den harten Kämpfen der ersten Januarhälfte bis zum. 11.1. bei der Säuberung ber Lanbzunge südwestlich vvn Pewonez 167 Gefangene eingebracht. 1443 tote Bolschewisten würben festgestellt. Im 31 o rb te H der Ostfront unternahmen am 17. Januar bolschewistische Panzerkräfte einen Vorstoß gegen die deutschen Linien. Infanterie schlug den Angriff zurück. Drei Panzerkampfwagen wurden durch Panzerabwehrwaffen vernichtet, ein vierter fuhr auf eine deutsche Mine und explodierte. Die gleichzeitig mit den Panzerkampswagen vorstoßende bolschewistische Infanterie verlor auf nur schmalem Raum über 100 Tote und eine Anzahl von Maschinengewehren Artillerie beschoß wiederum ein für bie bolschewistische Kriegswirtschaft bedeutsames Jndustriewerk in Leningrad. In den Werksanlagen wurden mehrere Treffer beobachtet. An anderer Stelle der Front vor Leningrad nahmen deutsche Geschütze mit guter Wirkung Schanzarbeiten des Feindes unter Feuer. Der Feind wurde zur Einstellung seiner Schanzarbeiten, die bem Ausbau seines Stellungssystems dienen sollten, gezwungen. Weitere schwere Angriffe gegen bie beutschen Linien im mittleren Teil ber Ostfront schei- ber heftige Beschuß britischer Schiffsgeschütze unb zahlreiche feindliche Bombenangriffe hatten die in treuer Waffenkameradschaft ausharrenden Achsentruppen nicht erschüttern können. Mit ungebrochener Abwehrkrast schlugen sie immer wieder die mit großer Uebermacht vordringenden britischen Verbände zurück. Tage- und nächtelang tobte ein harter Kampf um die Bergstellungen unb felsigen Unterschlupfs Selbst als die Vorräte an Munition, Was- i|er und Proviant knapp wurden, trotzten bie beutschen unb italienischen Soldaten noch unerbittlich den britischen Vorstößen. Erst nach mehreren Tagen härtester Gegenwehr, als Durst und Hunger immer quälender wurden unb die Hoffnung auf Munitionsnachschub infolge des schlechten Wetters aussichtslos blieb, mußten bie bewährten Afrikakämpfer den Widerstand aufgeben, nachdem sie alle ihre Waffen und alles Kriegsgerät zerstört hatten. Den Briten fiel auf diese Weise nur ein wüstes Terrain ohne I brauchbares Kriegsmaterial in bie Hände. Die Militärkonvention zwischen Deutschland, Italien unb Japan unterzeichnete für Deutschland der Chef -------- des Oberkommanbos ber Wehrmacht Generalfelbmarfchall Keitel (Mitte des Bilbes), für Italien Düs ^taatsbearäbnis ein Bevollmächtigter bes Oberkommanbos ber italienischen Wehrmacht (links), für I a p a n em Bevoll- ~ mäditiqter des Chefs bes Generalstabes bes japanischen Heeres (rechts) unb ein Bevollmächtigter bes furGeNeralfeldmarfcha1lV0tlReichenaU Chefs des Abmiralstabes ber japanischen Marine. — (PK.-Kriegsberichter Kisselbach jAtl.j jSch.j.) Berlin, 19. Jan. (DNB.) Das vom Führer für Iben verstorbenen Generalfelbmarfchall von Rei- Oie Rückeroberung Feodosias. terten an ber deutschen Abwehr, bie bem Feinb hohe Verluste zufügte. Wenige Stunben barauf traten bie deutschen Truppen trotz des starken Frostes unb bes eisigen Ostwinbes zum Gegenangriff an. Der Hauptstoß wurde gegen eine verteidigte Ortschaft geführt, bie nach heftigem Kampf erobert würbe. Die zurückweichenben Bolschewisten mußten auf bem Kampffelb über 450 Gefallene zurücklassen. Sübostwärts von Kursk machten bie deutschen Truppen über 200 Gefangene und vernichteten zwei feindliche 32-Tonnen-Panzer. Ein Bataillon niedersächsischer Infanterie hat hef- tige bolschewistische Angriffe im Wolga-Abschnitt wirksam abgewehrt. Das Bataillon war vier Tages« angriffen und drei Nachtangriffen ausgesetzt. In Schnee unb Kälte und ohne Ruhepause haben die niedersächsischen Infanteristen bem Feinb schwerste Verluste zugefügt. Der Führer des Bataillons, der feine Soldaten immer wieder zu höchsten Leistungen mitriß, fand bei der Abwehr des letzten An- *en. .. lishaltszweck gerät erbeutet schnitt hatte der Feind bei der Fortsetzung feiner v- -- _ - Angriffe erneut schwere Verluste. Bei einem am let erneut durch hervorragende persönliche Tapfer- 17. und 18. Januar durchgeführten Gegenangriff kett, Entschlußkraft und umsichtige Führung seines deutscher Infanterie- und Panzerverbände wurden I Regiments ausgezeichnet yoer g Beilagen: Bezugspreis: Regierungsumbildung im Protektorat bite ich Giraßenbekannifchasten. Geschildert von Hedwig Forstreuter. Immerhin würde die Ablehnung der Kriegserklärung eine Niederlage Roosevelts bedeuten. Sie könnte auch durch den jetzt vorgeschlagenen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den Achsen- möchten nicht kaschiert werden. Die einziae Macht, die den Krieg wollte, ist in Amerika die USA. gewesen. Deutschland, Italien und Japan haben niemals auch nur die geringsten südamen^amschen Belange durchkreuzt. bet am Donnerstag, dem 22. Januar 1942, 12 Uhr, im Ehrenhof der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg statt. Generalfeldmarschall von Brauchitsch operieft. Berlin, 19. Ian. (DNB.) Generalfeldmarschall v o n B r a u ch i t s ch hat sich einer Operation unterziehen müssen. Die Operation ist trotz der vor zwei Monaten aufgetretenen schweren Herzstörung b e - friedigend verlaufen. Der Generalfeldmar- schall befindet sich auf dem Wege der Besserung und wird nach Heilung noch eine längere Kur in An- spruch nehmen müssen. Der Führer übermittelte dem Generalfeldmarschall seine besten Wünsche für baldige Genesung. Staatsbegräbnis für den Wirtschastsführer Sr. Oiehn. Berlin, 19.San. (DNB.» Der Führer hat für den verstorbenen Generaldirektor des DeutschenKalisyndikatsDr. August Diehn ein Staatsbegräbnis angeordnet. Der Staatsakt fin- Explc Ron Pro«, Als ich schnell meines Weges daherkam, sah den kleinen Jungen am Straßenrands stehen, den Schlitten neben sich, eifrig beschäftigt, irgend etwas an seiner Kleidung zu ordnen. Er hatte den Mantel offen, hielt den Kopf gesenkt und knüpfte und zerrte eifrig an etwas herum, das ich beim Näher- kommen als den Strumpfhalter erkannte, dessen Haken er vergeblich über den Leibchenknopf zu zwängen versuchte. Seine Finger waren rot und klamm vor Kälte. Er kam nicht zurecht mit der Heldenkampf einer ^-Division Von ^-Kriegsberichter Kurt Schaaf. Oie ersten Zeitungen. Wir können uns heute das Leben ohne Zeitung ifar nicht mehr denken und erwarten von ihr die chnellste und zuverlässigste Berichterstattung, aber üe Menschen haben lange ohne sie auskommen müssen und waren auf Nachrichten angewiesen, die oft ungenau oder gar falsch waren. Im Mittelalter gab es nur briefliche Mitteilungen von Neuigkeiten, und als im 16. Jahrhundert gedruckte Flugblätter an ihre Stelle traten, erschienen auch diese nicht regelmäßig, sondern würben nur bei besonderen Anlässen herausgegeben, so daß sie nur als Vorläufer der Zeitung gelten können. Aber schon im Jahre 1502 taucht die Bezeichnung „Zeitung" in einem solchen Flugblatt in der Ueberschrift einer Nachricht auf, die „Neue Zeitung vom Orient und Ausgang" bringt. Das ganze 1v. Jahrhundert über gibt es solche Der stellvertretende Reichsprotektor hat im Hinblick auf die fortschreitende Befriedung den noch für Prag und Brünn geltenden Ausnahme- zustand aufgehoben. Damit fallen auch dis- sonstigen noch bestehenden Gebote und Verbote fort. Kleine politische Nachrichten. Armeegeneral Vittorio Ambrosio beendet sein Amt als Kommandeur der 2. Armee und übernimmt das Amt des Stabschefs des Herres. Armeekorpsgeneral Mario Roatta, bisher Stabschef des Heeres, übernimmt das Kommando der 2. Armee. * Zum Nachfolger des Generals Wavell in Indien ist General Sir Allan Fleming Harty ernannt worden. Zu seinem Generalstabschef wurde Generalleutnant Morris bestimmt. * Deutsche Kampfflugzeuge sichteten etwa 200 Kilo- meter nördlich der afrikanischen Küste auf der Höhe zwischen Bengasi und Agedabia einen britischen Geleitzug, der stark gesichert war, zersprengten ihn und belegten zwei Schiffe von je 8000 BRT. und ein weiteres von 6000 BRT. mit Bomben schweren i "SM e sagte Ä "geb V heben M K. Da/ P weite W* 01 Lt*Min s Ä 8»! IM. ■Nr, ir * 8, tz-H Ä‘ St I C.* q Führung der Division abgeben. Aber schon nach einigen Wochen Aufenthalt in einem Heimatlazarett bittet er den Reichsführer ff, wieder zur Truppe zurückkehren zu dürfen. Seine Wunde ist kaum verheilt, da ist er wieder bei seinen Männern. Gerade in diesen Wochen machen die Sowjets verzweifelte Durchbruchsoersuche. Südlich des Ilmensees bei Lufchno rennen sieben Schutzen- und eine Panzerdivision gegen die ff-Division an. Mit eiserner Entschlossenheit leitet der ff-Gruppenführer persönlich den Kampf. Sein Geist, seine unerschüt« terliche Ruhe und sein Draufgängertum sind es, die sich auf die Männer der Division übertragen. Nur wer weiß, was ein Kommandant für seine Truppe bedeutet, vermag zu ermessen, wie groß das persönliche Verdienst bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen ist. Die Division ist stolz auf ihren Kommandeur. Mit ihm empfindet sie die Freude über die hohe Auszeichnung. Wenn man jedoch dem Gruppenführer gratuliert, wird er mit Sicherheit auf die Leistungen seiner tapferen Männer verweisen. gehörigkeit zum Reich wegzog, und damit zum eu- ropä'ischen Unruheherd werden ließ, ging er auf den Weitblick des Führers bei der Mobilisierung aller Kräfte für den entscheidenden Kampf im mittleren Europa ein, brarJbmarfte die Verantwortungslosigkeit^ und Feigheit der seinerzeit maßgebenden Kreise des tschechischen Volkes, die jetzt in gleicher Weise in der Emigration tä-ttig sind, und würdigte den weisen Entschluß des Staatspräsidenten im Frühjahr 1939. Dann rechnete er mit der Passivität der bis- herigen Regierung ab, deren Haltung zu den Ereignissen vom Herbst 1941 führte und sprach den neuen Ministern sein Vertrauen aus. widerspenstigen Materie. Als ich stehenblieb, um ihm zu helfen, sah er mich schnell und scheu an und bemühte sich weiter: es ging ihm sichtlich gegen die Ehre, in diesem hilflosen Zustande vor einer Fremden zu stehen. Doch kniete ich schon vor ihm und streifte die Handschuhe ab. Ungern, aber doch erleichtert, überließ er mir das weitere. Und wäh. rend es mir gelang, die Metallöse über den reichlich großen Knopf zu zwänaen, spürte ich mit Rührung die Wärme seines schmalen Leibes, die aus den Kleidern stieg. Dann saß der Strumpfhalter wieder fest, wir glätteten das Leibchen, strichen schnell den wärmenden Wolljumper darüber und schlossen den Mantel. „Wie kalt du geworden bist, sagte ich, denn er hatte die ganze Zeit mit offenem Mantel im Windhauch gestanden, und seine Backen waren bläulich vor Frost. Als ich den Mantelgürtel durch die Schlaufe zog, öffnete der Junge den Mund zu einem leisen „Danke", und dann lächelte er. Dieses Lächeln breitete sich Über das erfrorene Gesichtchen aus und machte es ganz hell und kindlich. Er mochte etwas von der Selbstverständlichkeit gespurt haben, mit der ihn sonst seine Mutter anzog und zum Ausgang zurechtmachte. Und nicht anders als einer Mutter, fröhlich abschiednehmend nickte er mir dann zu und rannte mit seinem Schlitten davon, daß der Schnee hinter ihm aufstäubte... * Klägliches Weinen klingt über die Straße und dazwischen das hohe eindringliche Singen einer Kinderstimme. Es ist um die Dämmerzeit. Man kann nicht gleich feststellen, aus welcher Richtung ff°P^. Der Führer und Oberste Befehlshaber hat, wie bereits gemeldet, dem Kommandeur einer Division der Waffen-ff, ff-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-ff Eicke, das Ritterkreuz des (Eifernen Kreuzes verliehen. Sein Name ist untrennbar verbunden mit der Begründung und Entwicklung der in so vielen Schlachten siegreichen Waffen-ff. Auf seinem Rock trägt der ff-Gruppenführer das Goldene Parteiabzeichen. Er gehört auch mit zu den Männern, die als engste Mitarbeiter des Reichsfführers ff, Heinrich Himmler, die Schutzstaffel aufbauten. Während der Kampfzeit führte er die 10. ff-Standarte in der Pfalz. Nach der Machtübernahme wurde er der Kommandeur der ff- Totenkopfverbände, die er aufbaute. Sie gehörten zu den ersten Einheiten der jetzigen Waffen-ff. Mit seiner motorisierten Division rückte der Kommandeur, der inzwischen zum Generalleutnant ber Waffen-ff befördert worden war, über Holland und Belgien nach Frankreich ein. Nach einem mehrtägigen Eilmarsch konnte diese Division in die. gewaltige Umfassungsschlacht in Flandern ein-greifen. Bei Eambräi und Arras, am La-Bass6e-Kanal, bei Le Eornett, Malo und Paradis erwarb die junge Truppe den ersten militärischen Ruhm. Durch kühnen Einsatz in einem mitreißenden Angriffsschwung konnte der Komandeur mit seiner Division die Ab- schnürungsaktion gegen die Engländer wesentlich unterstützen. Die enMchen Eliteregkmenter, Royal Scotch, die Norfolks und andere, konnten dem Ansturm nicht widerstehen. Dann kam die große Verfolgungsschlacht, die bis hinunter nach Lyon und dann nach Bordeaux führte. In den entscheidenden Kampfesmomenlen war der Kommandeur immer in der vordersten Linie Die Wafsen-ff stellt laufend Freiwillige auf Kriegsdauer ohne Dienstzeitoerpflichtung ein. Meldungen können erfolgen bei der Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX) der Wafsen-ff, Kassel- Wilhelrnshöhe, Löwenburgstraße 10, Te. lephon 36683/34441, und Ergänzungsstelle Rhein (XII) der Waffen-ff, Wiesbaden, Hindenburg- allee 59. kl w te! fc&l Ar flUter fÄ’iS AS te KJ». Eft Ef * w Reinen Kren »Minen M . fcrtn unt erla' |L fletyhe den ■L und mA B^trt sogar b ILti bei wen MNehriahl.der Kber Jurist s' M keineswegs-, Mi eine gewi M Fachkenntni^ Minen an das M Massen, som jflri qanj anher W* °ls « «feiJK hondkobk Kn/ ihm also KStseheskuM Keiner ober ■ K.-iept' Hilst, d K^iinn auch n ■Elia ist: dah t K ni wohl sehr Kil, aber nichi KiPe bes W ■ « fassen, bei Km Drrsta^ ■fei um ©efi Kchau-druSe n llrteilsbegi Krrinanbersehi K Fachaustt Kil in oermei WÄmng Öen Kitcher sein, i M.ums ober ■t'ikrn. Di! Kill In Urteil ■Nährer i begriffen ■ Jen anoefül ■N mutz, tr ■ Benn aber bc ’U^ie, die sät Hmbe 3rrtiim jl-to ein „Re Kch auch nicht seine 6ign jlr1 vorn ftühn lAWchen. Wii IIN für ein MMN, nämli sich üom |vr Wzgenl Kalibers. Es konnte nicht beobachtet werden, ob die Schiffe gesunken sind. Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Geheimen Hofrat Dr. Richard Schmidt in Leipzig aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Rechts- und Staatslehre die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der in Kassel wohnende General der Infanterie a. D. Otto von Below, einer der bekanntesten Heerführer im Weltkrieg, konnte sein 85. Lebensjahr vollenden. ♦ Irn Rahmen des deutsch-japanischen Rund^unk- abkommens wurde am 19. Januar die erste japanische Austauschsendung von Tokio nach Deutschland gesendet. Das Programm enthielt Ansprachen des japanischen Außenministers Togo und des deutschen Botschafters in Tokio, General Ott. * Um auch in einem längeren Krieg eine gerechte Verteilung aller Nahrungsmittel ju erzielen, wird die javanische Regierung vorsorglich ein Rationie- rungssystem am 1. Februar in Kraft setzen. Das Karten- und Punktsystem wird eine Verteilung von Nahrungsmitteln und Kleidungsstücken ermöglichen, durch die alle Verbraucher gleichmäßig und so ausgiebig wie möglich bedacht werden sollen. Im Beisein von Offizieren verschiedener Waffenschulen und der Verbindungsoffiziere zu den drei Wehrmachtsteilen sprach Stabschef Lutze vor SA.- Männern, die als Offiziersanwärter an den Lehrgängen der Waffenschulen des Heeres teilnehmen. Der Reichsminffter der Finanzen Graf S ch w e. rin von Krosigk begibt sich Ende dieser Woche nach Mailand, um dort vor der Deutschen Handelskammer für Italien zu sprechen. Er wird von feinem persönlichen Referenten Ministerialrat Dr. Scholl bereitet. Die Genfer Sicherheitspolizei hat eine geheime Druckerei entdeckt, die das verbotene kommunistische Blatt „Le Pravail" Herstellen wollte. Das Setzmaterial wurde beschlagnahmt. Mehrere Personen, darunter drei Ausländer, wurden verhaftet. Hongkong japanisches Generalgouvernement. Tokio, 19. Ian. (Europapreß.) Die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong wurde nach einer Mitteilung des japanischen Hauptquartiers in ein japanisches Generalgouvernement umgewandett. Als erster japanischer Generalgouverneur wurde am gleichen Tage vom Tenno der frühere Ches des Generalstabes der japanischen Kwantung-Al-mee, Generalleutnant Ute I s o g a i, ernannt. Bei der Amtseinführung im.kaiserlichen Palast in Tokio war auch Ministerpräsident Tojo anwesend. zu finden. Sein persönlicher Mut war in der ganzen Division bekannt. Wichtig für ihn war nur, daß der Angriff klappte. Daran änderte sich auch i m Ostfeldzug nichts. Besonders stolz ist die Division auf tüe Tatsache, daß Timoschenko eigens in einem Tagesbefehl die unbedingte Vernichtung dieser Division der Waffen-ff verlangte. Auch hier wieder an der Spitze, hat ^--Gruppenführer Eicke den Druchdruch durch die schwer befestigte Stalinlinie geführt. Es waren Tage und Wochen härtester Kämpfe gegen einen zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Gegner. Die Taae von Kveslau und Rageli, von Dagda, Sebesh und Opotschka und schließlich von Luschno, all die Kämpfe Mich des Ilmensees, sind Ruhmestaten der Division, die unvergessen in der Geschichte dieses Krieges bleiben werden. Bei der Rückkehr von einer Spitzenkompanie zum Divisionsgefechtsstand fuhr fein Kübelwagen auf eine sowjetische Mine. Der ^-Gruppenführer wurde schwer verwundet. Er mußte vorübergehend die die schlagfertigen Pointen in der Rede dieser tatkräftigen Mutter. Als das Paar in der Pause auf- staüd, sah ich, daß die junge Frau selbst bald eine kleine Mutter werden wollte, und so rührte es mich wunderlich, als sie beim Einsetzen des zweiten Aktes bei einer besonders drolligen Stelle ihren Kopf an die Schulter des Mannes lehnte und sich dort unter Tränen auslachte. Die Gebärde war Anschmiegen und beglückendes Wissen um Geborgenheit zugleich. Als ich das junge Paar zum dritten Male wieder- traf, schob sie einen Kinderwagen, und ihr Gesicht blühte unter der weißblonden Haarwelle. Der Vater ging groß und jungenhaft neben dem Wagen, und um beide war, wie sie da so durch die Schneelandschaft daherkamen, ein Leuchten von Glück, das fast überirdisch schien. So schafft das Kommen eines Kindes immer wieder ein Gleichnis zur höchsten und geheimnisvollsten Geburt auf Erden. Wir sahen uns an, wie wir aufeinander zuschrit- ten, und ich fühlte den starken Impuls, hinzugehen und ein Wort froher Anteilnahme zu sagen, aber dann war da die Hemmung der Form, und ich tat es nicht, nur unsere Augen grüßten sich, und im Grunde war das auch genug. Denn ist es nicht so? — Blick und Schweigen sagen mehr und Tieferes als Worte. Prag, 20. Januar. (DNB. Funkspruch.) Die Erkenntnis der Notwendigkeit, noch mehr als bisher alle Kräfte des Protektorats Böhmen und Mähren für den Endsieg des Reiches und für die Neuordnung Europas unter der Führung Adolf Hitlers zu aktivieren und die Leistungsfähigkeit des Füh- rungs- und Verwaltungsapparates durch Vereinfachung zu erhöhen, veranlaßten den amtierenden Vorsitzenden der Regierung, Dr. K r e j c i, dem Staatspräsidenten Dr. Hacha die Gesamtdemission des Kabinetts anzubieten. Staatspräsident Dr. Hacha betraute Dr. Krejci mit der Bildung einer neuen Regierung. Zu Ministern des neuen Kabinetts wurden ernannt: Dr. Krejci, Vorsitzender der Regierung und Justizminister: Landespräsident Richard Dienert, Innenminister; Dr. Walter Bertsch, Wirtschaft und Arbeit; Oberst a. D. M o r a v e c, Erziehungsminister, gleichzeitig Amt für Volksaufklärung; Adolf Hruby, Land- und Forstwirtschaft-, Dr. Heinrich Kamenicky, Verkehr und Technik, und Dr. Joses K a l f u h , Finanzminister. . Der Staatspräsident empfing die neue Regierung zur Eidesleistung und erklärte: ,Zu einer Zeit, wo sich fast alle souveränen Staaten Europas eindeutig zur Neuordnung des Kontinents nach dem Willen des Führers bekennen und aktiv mit dem Reich arbeiten, halte ich es für notwendig, daß im Protektorat ein vollständig neuer R e g i e - rungsturs der positiven und aktivistischen Kräfte eingeschlagen wird." Der Staatspräsident betonte, daß eine weitgehende sachliche Umgestaltung der Zentralbehörden des Protektorats durchgeführt werde. Die unmittelbare Leitung der wichtigsten Angelegenheiten von Wirtschaftund Arbeit durch einen Reichsbe a m t e n bedeute einen großen Vorteil für die gemeinsamen Interessen des Protektorats und des Reiches. Eine Regierungskundgebung besagt, Böhmen und Möhren sei durch die Vorsehung in die Mitte des großen Deutschen Reiches gestellt und mit diesem und seinem Schicksal für immer eng und unzertrennlich verbunden. In? diesem Sinn bedeute die Neubildung der Regierung einen entscheidenden Schritt zum restlosen Hineinwachsen ins Großdeutsche Reich. „Wir haben endgültig den Mut zur Wahrheit. Zum Wohl des tschechischen Volkes gehen wir diesen Schritt offenen Herzens und sauberen Sinnes, im Bekenntnis zu Führer und Reich, in der Gewißheit um den Sieg der neuen europäischen Ordnung und in eindeutiger und schärfster Verurteilung und Ablehnung der bolschewistischen und plutokratischen Mächte." Die Pro- teftoratsregierung sei entschlossen, die ihr anver- traute Ausgabe zur Führung und Erziehung der Menschen dieses Raumes, besonders der Jugend, des Einsatzes aller Kräfte für den aroßdeutschen und europäischen Endsieg, der harten Abwehr aller in= und ausländischen Zersetzungs- und Zerstörungsversuche bis zum letzten zu erfüllen. Sie verlange daher von jedem Bewohner dieses Raumes Glauben und Beistand. Unverbrüchliche Reichstreue fei eine unerläßliche Voraussetzung für die glückliche Zu- tunft des Protektorats. Der stellvertretende Reichs Protektor, 77- Obergruppenführer General der Polizei H e y d - rich, empfing in der Burg die neue Regierung. Er betonte, daß es sich bei dieser Neubildung der Regierung verbunden mit der Reorganisation der Ministerien um einen geschichtlich bedeutsamen R i ch- tungswechsel handele. Nach einem Rückblick auf die politische Fehlentwicklung zur Republik, die die Bevölkerung Böhmens und Mährens bewußt von der organischen geopolitischen und historaschen Zu- das Weinen kommt. Dann sehe ich vor mir einen Kinderwagen, den eine junge Frau schiebt, das Kleine im Wagen schreit jämmerlich und hält die Hände in den Fausthandschuhen anklagend empor. Wahrscheinlich friert es in der bitteren Kälte. Die Mutter bleibt stehen, um die Stulpen der Handschuhe höher über die Mantelärmel aufzustreifen, )abei wärmt und streicht sie tröstend die Händchen in weißen Wollhandschuhen zwischen ihren Händen. Die kleine Schwester aber lehnt sich über den Wagen und singt mit schallender Stimme ein Wiegenlied, um das Kind zu beruhigen. Es bringt sie gar nicht von ihrem guten Werk ab, daß die frierende Kleine sich wenig um diesen Trostversuch kümmert und mit unverminderter Lungenkrast fortfährt zu jammern. Sie singt weiter mit dem schönen Eifer derer, die an ihre Sendung glauben, und es schallt hell und tröstlich und von unbewußter Mütterlichkeit erfüllt durch Schneeluft und Straßenbahnkreischen: „Schlaf, Kindchen, schlaf, da draußen gehn zwei Schaf." Das junge Ehepaar, das mir zuweilen in der Straßenbahn gegenübersaß, lebte sichtlich noch in dem Glück des ersten frohen Zusammenseins. Sie sprachen wenig miteinander, aber die Art, in der sie sich ansahen oder lächelten, der Händedruck, mit dem sie sich trennten, wenn der Mann ein paar Haltestellen früher ausstieg, die kurze Verabredung, die sie vorher trafen, alles zeugte davon, wie glücklich sie waren, und wie sehr sie übereinstimmten. Der Mann war groß, breitschulttig und dunkelblond, in Ausdruck und Lächeln glich er noch ganz einem großen Jungen. Die junge Frau war einen Kopf kleiner, mit einer Welle sehr blonden Haares über der Stirn; ihr Gesicht erhielt den Ausdruck durch einen roten eigenwilligen Mund. Gesundheit und Lebenskraft sttahlten von ihr aus; — als unsere Blicke sich trafen, Hütte ich ein starkes Gefühl von Sympathie. Ein halbes Jahr später sah ich das Paar im Theater wieder, sie saßen eng nebeneinander im ersten Rang und verfolgten mit frohem Lachen und geflüsterten Bemerkungen das Lustspiel auf der Bühne, das vom unbändigen Stolz einer Mutter auf ihren Heranwachsenden Sohn erzählte. JÖie beiden kicherten Immer wieder sehr angeregt über Luristifches Denken. Bon Dr. Hueber, Unterstaatssekretär im Reichsjusüzrninisterium. In der Zeitschrift „Deutsche Justiz, dem amtlichen Organ der deutschen Rechtspflege, erschienen die nachfolgenden, auch die Allgemeinheit interessierenden Ausführungen: Es ist Mode geworden, über die Juristen herzuziehen oder ihnen je nach Bedarf wohlwollend auf die Schulter zu klopfen. Die also handelnden Krittker haben Recht, allerdings meist nicht in der Sache, sondern nur deshalb, weil wir Juristen uns das bisher gefallen ließen. Wir haben bisher wenig oder gar nichts bageaen gesagt oder gar getan, und das war weder für uns noch für die Sache von Nutzen. Es wird Zeit, die zum Teil recht naiven Angriffe auf die Justiz fortlaufend zu beantworten. Dies wird zweckmäßig fein sowohl zur Abwehr von Angriffen als auch um das heutige Recht und die Rechtspflege dem Volke verständlich zu machen. , Damit soll keineswegs dem Juristen das Wort geredet werden, der sich in nationalsozialistisches Denken nicht hineinftnden kann. Im Geaenteil, dieser geflissentlich rückständige Jurist ist selbst ein Feind der Justiz. Wenn ferner berufene Stellen an einzelnen Urteilen Kritik üben, so ist das etwas anderes, als wenn ein Unberufener Dinae kritisiert, dcwi denen er wenig ober nichts versteht. Ein bestimmter Fall gibt mir Anlaß zu biefer allgemeinen Bemerkung: Eine Zeitung desvricht in keineswegs gehässiger aber doch etwas yerablassender Form ein Urteil, in dem eine Lebensrettung, die mit bem Tode bes Lebensretters tragisch endete, als Geschäftsführung ohne Auftrag bezeichnet wirb. Daß die Richter zum richtigen praktischen Ergebnis kamen, wirb allerdings bäbei ausdrücklich anerkannt. Die Hauptsache steht also fest. Der Entschädigungsanspruch der Erben bes tödlich verunglückten Retters wird in allen Instanzen zugesprochen, teilweise mit verschiedener rechtlicher Begründung. Daran stößt sich jener Kritiker. Zugegeben, es wirkt wenig idealistisch und schwungvoll, hier von einer Geschäftsführung ohne Auftrag zu sprechen. Aber auf das kommt es nicht im mindesten an. Die Rechtswissenschaft ist ein nüchternes Gebiet und bl-etbt in ihrer Formulierung auch bei größter Lebensnähe und größtem Idealismus nüchtern, und das hat feinen guten Grund darin, daß flar und kalt überlegt und gesagt werden muß, wie der beabsichtigte Deale Erfolg herbeizuführen ist. Ist das eine Besonderheit der Justiz? Gehen andere Wissenschaften darin nicht viel weiter? Ein unbestritten idealer Beruf ist 3. B. der bes Arztes. Was beim Juristen der Vertrag ober das Urteil ist, ist beim Arzt das Rezept oder bie Operation. Bei aller Idealität des ärztlichen Berufes eignet sich weder das eine noch das andere zur poetische-n Verklärung. Das Rezept ist eine nüchterne chemische Formel, die Operation ein Eingriff in die Anatomie des Körpers mit Narkose oder örtlicher Be- „Neue Zeitungen^, in denen nüchterne Berichte und phantastische Wundergefchichten abwechseln, und erst an seinem Ende erscheinen Nachrichtenblätter regelmäßig in bestimmten Zwischenräumen, die halbjährigen Zeitungen ober Meßrelationen, die an die Frühjahrs- und Herbstmesse anknüpfen. Der Begründer dieser „Meßzeitungen", die fteilich auch noch nicht richtige Zeitungen in unserem Sinne sind, war der Oefterreicher Michael Eyzinger, der von 1588 ab jedes Jahr zwei halbjährliche Meß. berichte auf den Markt warf und damit das erste regelmäßig wiederkehrende Unternehmen auf diesem Gebiet ins Leben rief. Ein großer Fortschritt war es, als man zu Anfang des 17. Jahrhunderts dazu überging, allwöchentlich Nachrichten auszugeben. In der Heidelberger Universitätsbibliothek befindet sich der fast vollständige Jahrgang einer gedruckten Zeitung aus dem Jahre 1609, der ältesten Zeitung, bte einen bescheidenen Anspruch auf Vergleich mit unfern heu- tigen Blättern erheben barj. Der Titel erinnert noch an bas Unternehmen Eyzingers: „Relation aller fürnehmen und gedenkwürdigen Historien, fo sich hin und wider in Hoch und Nieder Deutschland, auch in Frankreich, Italien, Schott- und Engelland, Hispanien, Hungarn, Polen, Siebenbürgen, Wallachei, Moldau, Türkei etc. in diesem 1609. Jahr verlaufen und zutragen möchten." Aus demselben Jahr gibt es noch eine andere Zeitung, bie in Augsburg herausgegeben worden zu fein scheint, und von dieser Zeit an nehmen bie wöchentlichen Zeitungen an Zahl und Verbreitung zu. Schon als Schüler abonnierte 1619 der später als Barock- Satiriker bekannt gewordene Moscherosch die „Wo- chendlichen Avisen" für 1 Gulden und 5 Schillinge. Als im Lause des 17. Jahrhunderts die Poften regelmäßiger und schneller wurden, begann auch der eigentliche Aufschwung der Zeitung. Häufig wird der Postmeister mit dem Zeitungsschreiber gleichgefetzt, und viele Zeitungen führen den Titel „Postreuter", an den noch heute die Zeitungstitel. „Post", „Bote", „Kurier" erinnert. Deutschland ging auch mit dieser Einrichtung in der Welt voran, die vom Ausland bald nachgeahmt wurde; fo gab es seit 1619 in Antwerpen, feit 1622 in London, feit 1631 in Paris regelmäßig erscheinende Wochenblätter. C.K- tetit hat. und Stelle. Das Arbeitsbuch forderte er von Herrn dieser Handlung veranlaßte. Der ^Sachverständige 1 i •• < .... mxn.M« ntA» kia nlittr *1 Irrte (Nachdruck verboten.) U. Fortsetzung t das.erstt k auf diese« n setzen. (Fortsetzung folgt.) Es'enthielt keinen Aufschluß. Die fraglichen zwei Jahre lagen vor dem Zeitpunkt, an dem die Arbeitsbücher eingeführt worden waren, und nannten daher keine Einzelfirma. Die Eintragung der Be- schäftigungsart lautete auf Stenotypistin und Kor- Gießen Verwundeten eines Lazarettes selbstgebastelte Spiele, Flieger und etwas Gebäck, was gern angenommen wurde. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede überbrachten die Ortsfrauenfchaften Ober- und Nieder-Befsingen, Nonnenroth und Röthges eine reiche Kuchenspende, die den hiesigen Lazaretten zugeführt wurde. Das interessiert die Hausfrau Oelverteilung im ersten Kalendervierteljahr 1942. »lioilligr mpflichtung )ei der Er- Waffen-ff» che 10, Testens Mein Hindenburg- Gerichte und chseln, M Freiwillige für die Fallschirmspringer. Wie der Reichsminister der Lustsahrl und Ober- besehlshaber der Luftwaffe mitteilt, sind Me^dum aen zum freiwilligen Eintritt in die Fallschirmtrupp- fortlausend möglich. Es können sich in erster Linie Kriegssreiwillige, dann langerdienende Frei- willige (Bewerber für die Unterossizierslaufbahn dieser Handlung veranta^ ^er Kaspar an, der verwund/r.e Augen machte und sprach ausdrücklich von höchsten, mer ms pmrsuna w' Ein Verdacht gegen A ftS !°in° Sekretärin vorlieg-. Darauf erhielt er nur sem, seit die AenLenmg der «kmr gefcheyen Antworten und ließ sich von dem vor drei Monaten ereignete sich die ^xMston. P^kuristen einen ganzen Stoß Arbeitsbücher schlk- „Gut, ausgezeichnet, erkannte Doktor Ball an. £ QU5 ben,en cr ba9 der Barkow heraussuchte. „Ganz meine Auffassung. Ich wollte nur Horen, nv t keinen Aufschluß. Die fraglichen zwei Sie folgerichtig Ihre Ächsusse Mhen. Nur nHnem lagen vor dem Zeitpunkt, an dem die Ar- schon naib matlazarett jur Truppt t kaum ver- rn. iie Sowjets ich de» 31. hutzen- und 'n an. Mit ppenfiihrer unerschüt» m sind es, übertragen, it jur seine , wie groj ,reichen Ab- i auf ihren die Freude jedoch dem t Sicherheit tönner vev Explosion in Raum 5 Roman von H.G. Hansen CepydfM by Prometheu ►Verlöt Dr.Eldwdier, Grtibemefl b.Mlntfie# stimme Ich K Ihnen nicht überein: In unmittel- barem Zusammenhang stehen die Dinge, die sich in der auf Blatt 4 bezeichneten Stellung ereigneten, nicht mit den Vorfällen, die vor wenigen Monaten zu der Aenderung geführt haben. Das Mädchen hat alles ganz schlau begannen. Sie machte nur den winzigen Fehler, die Numerierung der Zeugnisabschriften zu übersehen." Zn einer Schlinge muß sich feder Verbrecher saugen. Wo kämen wir sonst hin?" Theo Kammin schlug sich klatschend auf die Knie „Aber ich bm erschlagen, daß wir ihr auf den Leim gegangen ntm zu erging- ° der Heide sich der M geitung °u Äff# 7 Elation SS* >*•«* “‘fi aumen, inen, die «l wpfen. Der freilich auch erem Sinne yzinger-°er gliche * iit das.erste Der Kommissar setzte sich sofort telephonisch mit der Berliner Fahndungsstelle in Verbindung und bat darum, am anderen Morgen beim Reichsver- sicherungsamt Erkundigungen darüber emzuziehen, ob in den fraglichen zwei Jahren Versicherungs- Marken für die Barkow geklebt worden seien. Der Bescheid wurde ihm für spätestens Mittag zuge- sagt. Dann beschloß er noch, Michel zu beauftragen, in das Arbeitsbuch des Mädchens Einsicht zu nehmen und begab sich zum Schluß ins Meldeamt, um den genauen Wohnsitz der Barkow in den be^ den Jahren festzustellen, in denen wahrscheinlich Der Apparat der Polizei arbeitete schnell und m>iA»i l-ot, di- Akten lorasam an Ort ljpknma. Beide- fußend auf streng fachlichen Er. printnilfen der Wissen,chaft, ohne dah der Arzt L iU feinem Heil — gezwungen ist, feine Ent- «üiie in Worte zu fasten und ,chon gar nicht sie 2. Ö-sf-ntlichkeit kundzutun Und trotzdem wissen ,lr wieviel Idealismus in der Aerzte,chaft steckt nt- mit welch künstlerischer, ja genialer Begabung , motzen Mediziner ihren Berus ausuben. Für ,n Kranken ist es aber ganz gleichgültig, ob er I, Heilmethode, der er unterzogen wird, wissen- baftlich begreift, ab ihm die Formel des Rezeptes Mas lagt oder ob er den Sinn und die Notwend,g- >it der Operation voll ersaht hat Oft sagt ihm er Arzt aus guten Gründen gar nicht, wie es um ßn steht. Das Wesentliche für ihn ist, daß ihm ^Auch" der Soldat kennt die physikalischen und Nico Oosiat dirigiert. Operetten-Aben» mit »Kraft durch Freude^ im Gloria-Palast. >5 en ßrJi bik HUQ) ver ÜUIVUI Ulim Vie yyy|ii«.,|u;ni — - Teil tX ^mischen Formeln nicht, nach denen Wisienschaft- !Nh M .,«h Konstrukteur ihm Watten liefern. Für Ion sind." . „ . .. Man lernt nie aus, lieber Kammin , bemerkte Doktor Ball gelassen. „Sie, Crusius, legen morgen früh noch bevor die Barkow zum Dienst kommt, die Akte' wieder an Ort und Stelle. Dann kommen zurück, weil ich Sie bei der Ueberwachung ersetzen will. Und Sie, Herr Kammin, setzen o,ort alle Hebel in Bewegung, damit wir moglich't.schnell erfahren, wo die BarIow m den fast zwei Jahren be, schäftigt war, die aus den. Akten verschwunden sind. Mit diesen Instruktionen entließ er seine Be- Von der Gießener Lazarettbetreuung. Im Laufe der vorigen Woche wurden durch die . NS.'Gememschaft .Kraft, durch Freude" im Auf- trage des Oberkommandos der Wehrmacht folgende Veranstaltungen in den Gießener Lazaretten durchgeführt: In zwei Lazaretten wurden die Wochenschau und der Film „Lieselotte von der Pfalz" gezeigt. — Am Mittwoch veranstaltete das Kammermusikduo Meta und Willn Heuser ein sehr an- sprechendes Konzert für Klavier und Violine. In reicher Folge, die mit dem Teufelstriller von Tar- tini begann, wechselten Menuette, Gavotten, Ro- manzen großer deutscher Meister. Die Künstler fanden für ihre ausgezeichneten Leistungen größten Beifall. — Ein buntes Programm unter dem Motto Zwei frohe Stunden" erfreute die Verwundeten in zwei Lazaretten. Ilse Holle (Tänzerin), Mira R o s e t t i (Sängerin), B i l a n o (Jongleur), Helma Keß (Akkordeon) und das „Duo Gerard" als Stepptänzer zeigten ihre Künste. Die verbindenden Worte sprach Herr H ö p f n e r , der mit einer Part- nerin noch die verschiedensten Zaubereien vorfuhrte. Der Pianist Zörgiebel sorgte für die musikalische Untermalung. Stürmischer Beifall dankte den Künstlern. — In zwei Lazaretten sprach Lehrer S p a n g aus Mainz im Auftrage des Landesfremdenver- kehrsverbandes Rhein-Main mit schönen Lichtbildern über „Taunus, Rheinhessen und Rheingau". Die schönen Gegenden wurden manchem Verwundeten dadurch nähergebracht. — Die Gießener Musik- erzieher veranstalteten mit einem Teil ihrer Schüler und Schülerinnen in einem Lazarett ein Konzert mit guter Vorttagssolge. Es waren Teile des früher veranstalteten Mozart-Gedächtniskonzertes in der Aula. Dabei spielte Herr Otto Walter das Adagio aus dem ^-ciur-Konzert für Klarinette. Reicher Bei- fall dankte Herrn Dr. Rose und den Mitwirken- den für ihre guten Leistungen. — Unter Führung der Kindergärtnerinnen Frl. H u tz e r a t b und Frl. Knapp überbrachten Kinder des NSV.-Hortes refpondentin. Aber dabei kam Michel auf eine neue Idee. Die Barkow mochte die ihr zugänglichen Perlonalakten fälschen. An die Archive des Arbeitsamtes kam sie nicht heran. Wo war das Buch ausgestellt? In Leipzig. Dann mußte beim Arbeitsamt Leipzig der Fragebogen liegen, den der Empfänger eines Arbeitsbuches auszufüllen hatte. Und darauf standen die einzelnen Stellen verzeichnet. Hochbefriedigt von seinem glücklichen Gedanken, kam Michel zu Kammin zurück und hörte, in Berlin sei einwandfrei festgestellt worden, daß mit 21us= nähme von zwei Monaten für die Barkow feit Beginn ihrer Berufstätigkeit Versicherungsmarken geklebt worden waren. Die vorliegenden Karten be- wiesen das. Eine freiwillige Weiterverstcherung lag nicht vor. * Michel machte seinen Vorschlag, das Leipziger Arbeitsamt zu befragen. Zu seiner Enttäuschung antwortete der Kommissar, er sei neugierig gewesen, ob der Kriminalassistent Crusius so gescheit wäre, diese Feststellung in dem Arbeitsbuche zu machen. Ein neuer Gedanke war es mithin für ihn nicht Sofort rief er in Leipzig beim Polizei- präfibium an und liefe stch mit der zuständigen Stelle- verbinden, die umgehende Ermittlung versprach. Rauchend und plaudernd faßen die beiden Beamten dann zusammen. Die Spannung mar Jo protz, datz sie in der ffiartefrift feine ander- la- tigkeit vernünftig ausführen konnten. 91 od) eineinviertel Stunden kam das Antwortgesprach aus Leipzig. Kammin stenographierte mit und dankte. Das hätten wir. Zwei Stellungen sind auf dem blättern", hatte mit dem Schlager „Ich bin ver- liebt" aus „Clivia" und vor allem mit dem Kolo- raturfor eine ausgesprochene Paradenummer, deren verblüffend mühelos ausgehaltener Ziergesang natürlich sofort wiederholt werden mußte. Zarter in der Wirkung, ganz auf weiche Stimmung hin gesungen, klangen im zweiten Teil das Wiegenlied und das durch den Funk überaus populär gewordene Heimatlied aus „Monika". Joop de Dries erfreute u. a. mit dem wohllautend temperierten Vortrage „Märchentraum der Liebe" aus der „Ungarischen Hochzeit" und zeigte sich als geschmackvoller Partner von Lillie Claus in Duetten aus der „Vielgeliebten", der „Ungarischen Hochzeit" und „Monika". Die sehr muntere Soubrette Charlotte Schütze und Joe E i b i n g e r , der die Qualitäten eines Spieltenors und eines Exzentrikers in sich vereinigt, bildeten das für die Operette obligate zweite Paar; mit den äußerst effektvoll oorgetrage- nen TanHduetten „Einmal rechtsum, einmal links- um", „Mit dir auf Reisen" und „Kleine Etelka" erzielten sie stürmisch applaudierte Publikumserfolge. Das kleine Potpourri aus „Clivia" vereinigte die vier Solisten und ergab das schwungvolle Finale des für alle Mitwirkenden ungemein erfolgreichen Abends. Dirigent, Gesangskräfte und Orchester dursten sich immer wieder für ausdauernde Beifallskundgebungen bedanken. Hans Thynot 3. Äugenverletzungen: Beide Augen, auch das unverletzte, zubinden. Eingedrungene Fremdkörper nicht entfernen. Bei Verätzung Auge sofort mit viel Wasser ausschwemmen. Schnell zum Augenarzt. 4. Verbrennungen: Brandblasen nicht offnen. Brandbinde auflegen, darüber Verband. Kein Pulver, kein Oel. 5. Innere Verletzungen: Sofort Arzt zuziehen. Nichts zu essen und zu trinken geben. 6. Brüche: Schienung des Gliedes durch Schienen, Brettchen, starke Pappe u. ä., benachbarte Gelenke mit feststellen. Am gebrochenen Glied weder ziehen noch versuchen, es einzurenken. 7. Gasvergiftungen: Frische Lust schaffen. Arzt holen. Bei nicht lungenschädigenden Gasen (Blut-, Nerven-, narkotische Gifte, Kohlenoxyd, Blausäure, Aether, Cloroform, Benzin- und Benzoldämpfe usw.) Oberkörper des Vergifteten entkleiden, in Decken einhüllen. Bewußtlosen keine Flüssigkeit einflößen. Handflächen und Fußsohlen bürsten oder reiben. Wenn der Vergiftete nicht atmet, Wiederbelebung. Bei lungenschädigenden Reizgasen (Chlor, Phosgen, nitrose Gase, Schwefeldioxyd usw.) den Vergifteten entkleiden. Die vergasten Kleider ent- fernen, ihn in Decken elnhüllen. Den Gaskranken völlig ruhig halten, flach auf den Rücken legen. Künstliche Ätmung ist verboten. 8. Ertrinken: Mund von Sand und Schlamm reinigen. Künstliches Gebiß entfernen. Den Verunglückten auf den Bauch Ieiner ganz anderen Zeit und unter anderen Der- daltnissen, als es der Richter anzuwenden hat. Welche Handhabe es ihm bietet, welche „Medika- mente" ihm also zur Verfügung stehen, kann nur der Gesetzeskundige beurteilen. Es ist hier wie beim Mediziner oder Soldaten die Hauptsache, daß das Fezept" hilft, daß also die gesetzlich richtige Ent- cheidung auch nach dem gesunden Volksempfinden richtig ist; baß dagegen ihre Begrünbung populär ist, ist wohl sehr wünschenswert und sehr erstrebenswert, aber nicht entscheidend. Es ist gewiß eine Aufgabe des Richters, auch die Urteilsbegründung so zu fassen, baß sie jedem Volksgenossen mit nor- inilem Verstände begreiflich ist. Wo es sich aber dabei um Gesetzesstellen handelt,_ um feststehenbe Fachausdrücke unb wo sich die höhere Instanz in der Urteilsbegründung mit der unteren Instanz m'seinanderfetzt, also Juristen unter sich sprechen, sind Fachausdrücke und fachmännische Darstellung nicht zu vermeiden. Zudem wird auch eine solche Erörterung den Volksgenossen noch wesentlich ver- itaMcher sein, als der Inbast etwa eines ärztlichen Sonfitiums oder eine fachliche Unterhaltung von Vallistikern. Die Forderung zur Gemeinverständlichkeit in Urteilsspruch und Begründung haben die Nechtswahrer des nationalsozialistischen Deutschs lcmds begriffen und kommen ihr auch, sowei mcht aus den angeführten Gründen eine Einschränkung erfolgen muß, weitgehend nach. Wenn aber da und dort unter her Million Zivil- urteile, die jährlich mindestens ergehen, gründ- legende Irrtümer auftreten, haben wir auch da 'wieder ein „Rezept" geschaffen, dessen Wesen vielleicht auch nicht allen Volksgenossen einleuchtet, das tfber seine Eianung zu helfen bereits erwiesen Hut, das vom Führer erlassene Staatsanwaltsgesetz in Zivilsachen. Wir glauben damit auch die Doiraus- setzung für ein gesteigertes Verständnis geschaffen zu haben, nämlich dafür, daß auch die ^usontat der Justiz sich vom Führer herleitet, und daß daher jeder Volksgenosse diese Autorität zu respektieren bei zwölfjähriger Dienstverpflichtung) melden. Voraussetzungen für die Einstellung sind die gleichen wie für alle anderen Waffengattungen. Einstel- lungsalter: vollendetes 17. bis vollendetes 30. Lebensjahr. Als Unterlage sind jedem Bewerbungs- gesuch ein handgeschriebener, ausführlicher Lebenslauf und eine amtlich beglaubigte Einwilligungserklärung des gesetzlichen Vertreters beizufügen. Der Lebenslauf muß enthalten: Geburtstag, Schulbesuch, Beruf, sportliche Betätigung sowie gegebenenfalls Zugehörigkeit zu einer Gliederung der NSDAP. Bewerber, die sich schon zum fliegenden Personal ^gemeldet haben oder sich noch melden wollen, kommen für die Einstellung in die Fallschirmtruppe nicht in Betracht. Bewerbungen sind nur an das für den dauernden Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando einzureichen. ’ Hfl auch be^susig SK HS ba? Aon Die Explosion, bei der der Ingenieur Wand ums Leden kam, ereignete sich am 11. Mai, also vor gut drei Monaten. Das muß ich vorausschicken. Die Barforo hat bei ihrer Bewerbung vor drei Jahren und neun Monaten eine vollständige Uebersicht über ihre Berufstätigkeit gegeben. Nach den Personalakten zog Herr Kaspar nur von ihren letzten Stellungen eine Referenz ein, die gut ausgefallen ist. Jahrelang haben die richtigen Originalpapiere m der Mappe gelegen. Dann trat vor längstens fünf Monaten ein Ereignis ein, auf ®runb beffen die Barkow eine genaue Nachprüfung ihrer Vergangenheit befürchten mußte, ©ie vernichtete bas bungsschreiben und den Personalbogen und fch^u beides neu. Das war leicht zu machen, wcu beides ihre Handschrift trug. In den Papieren ließ sie die auf Blatt 4 der Zeugnisabschriften angegebene Stri- lung aus, weil sie etwbs zu verbergen hat. steht das in unmittelbarem Ereignis, das sie vor län« Fragebogen angegeben. Die eine kennen wir, die zweite ist die fehlende. Es handelt sich um eine Firma in Leipzig, Marbes und Kompanie, die vor vier Jahren liquidiert worden ist." „Schade", sagte Michel. „Warum, junger Freund? Irgendwer wird noch leben, der uns Auskunft geben kann. Man muß nur Geduld haben, auch wenn sich die Losung immer wieder verzögert. Die Auskunft paßt zu den Ermittlungen des Meldeamtes. Die Bartow hat in diesen Jahren in Leipzig gewohnt." . „Dann wird wohl am besten jemand nach Leipzig fahren?" meinte Michel. „Jawohl, und zwar ich. Jetzt wollen wir den Herrn Kriminaldirektor benachrichtigen." S« gingen durch den Korridor und traten auf das herein!" ein. Kammin erstattete Bericht und bekam sofort den Auftrag, nach Leipzig zu reifen. „Fräulein Barkow darf unter keinen Umstanden erfahren, daß wir eine neue Untersuchung gegen sie durchführen", mahnte Ball. „Dorläuftg haben wir keinerlei Beweise, sondern nur Mutmaßungen, mit denen sich praktisch nichts begtn* nen läßt. Von einer Verhaftung unb Vernehmung verspreche ich mir bei ihrer Gewandtheit uno Sicherheit nichts." Kammin rief eilig Karla an und teilte ihr betrübt mit, er müsse leider dienstlich verreistn und wisse nicht genau, wann er zurückkomme, ifaus er Glück habe, dauere es nur ein bis zwei Tage; es könne aber auch eine ganze Woche m nehmen. Sie sagte ihm durchs Te ephon efti paar liebe Worte und fragte plötzlich, mit welchem Zuge "„Bann komme ich zum Bahnhof. Telephonisch, Abschiede sind scheußlich." Du Liebes", raunte er dankbar. Michel hatte inzwischen seine Anstruktwnen emp. fangen und erklärte dem verblüfften ftrimbrnt. direkter, dafe eine private Überwachung der Bar kow durch seinen Schwager immer noch tm Gang, & ßr mußte genau barlegen, welche Erwägungen dazu geführt hatten, und steckte »rötend ein dicke, Lob ein Mit dem Versprechen, dafe er sem Beste, tun werde, ging er aus dem E-baude und stürmte zu Bärbels Wohnung, um fie in Kenntnis zu unb Land. . r Bei der Luftwaffe: für Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschütze, Bordschutze, Fallschirmschütze); , Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerschütze). Höchstalter 28 Jahre. 2. Längerdienende Freiwillige: vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehrmachtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Falle bei dem für den Aufenthaltsort des freiwilligen zuständiges Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt. .... . Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchführung der Annahme als Freiwilliger. Stellina; etn)Q3 t At, V'n be. feinen ^'hestnegi ’e mit bent Lf Tk. MniS Erkannt. Wen Ret. Hen, teil. WMung, n, es wirkt non einer chn. Aber Lu d'e Wiet unb ,e.' größter chern, unb 8 klar unb nie ber be« ift W Gehen witer? An des Arztes s Urteil ist, ration. Bei eignet sich tischen Ber, e chemische i die Ana« rtlicher Be. Aus der Giadi Gießen. Erste Hilfe bei Unglücksfällen. 1. Wunden: nicht berühren ober auswaschen. Bei oberflächlichen Wunden klastischen Pflasterverband, bei anderen Wunden Verbandpäckchen auflegen. Keine blutstillende Watte. 2. Blutungen: Nur bei spritzenden Schlaa- aderblutungen Abbinden des Gliedes, sonst Hoch- lagerung und 2luflegen von Verbandpäckchen. Abbindung nach einer Stunde lockern. NSG. Im ersten Kalendervierteljahr 1942, also in der Zeit vom 1. Januar bis zum Ende der 34. Zutettungsperiode (5. 4.1942), wird Speiseöl an Verbraucher nicht verabfolgt. Als Ersatz für Speiseöl kommt ausschließlich Margarine zur Verteilung. Es kommt demzufolge während der fraglichen Zeit der wahlweise Bezug von Margarine oder Speise- öl in Wegfall Soweit Kleinverteiler noch geringe Bestände von Speiseöl am Lager haben, kann selbst, verständlich bis zum Aufbrauch dieser Menge Speise- .öl verabreicht werden. Bedarfsdeckung der Verbraucher durch Kalbfleisch. NSG. In der Woche vom 18. bis 25. Januar wird es auffallen, daß In den Metzgereibetrieben kein Rind- oder Ochsenfleisch erhältlich ist. Der Dieh- wirtschaftsverband, dem die Ueberwachung der Durchführung der Marktordnung obliegt, hat im Einvernehmen mit anderen zuständigen Behörden eine Bedarfslenkung unb Derbrauchslenkung durchzuführen. Wenn nun einmal die Schlachtungen von Ochsen und Rindern ausfallen, um dementsprechend mehr an Schweinen und Kälbern zur Versorgung zu bringen, so ist dies keine willkürliche Handhabe, sondern eine überaus wichtige Maßnahme, deren Auswirkung wiederum den Derbraucherkreisen zu- gute kommt, und zwar in Gestalt von Milch und Butter. Es werden also in besonders hohem Maße Kälber abgeschlachtet, um die Milch, die für Auf- zücht bzw. Mästung erforderlich wäre, für die Ver- forgung der Bevölkerung und zur Herstellung von Butter freizumachen. Es wird daher ein Appell an die Verbraucher gerichtet, ihren Fleischbedarf in erster Linie in Kalbfleisch zu decken. Wer dieses vorübergehende Zeitgebot befolgt, trägt dazu bei, kriegswirtschaftliche Ziele schneller und besser zu erreichen. Testament ohne Unterschrift ungültig. Eine Frau hatte einen Umschlag mit einem Schriftstück „Meine letzten Bestimmungen" hinterlassen. Weder das Schriftstück selbst, noch der Um- chlag wies ihre Unterschrift auf, und ihr Name kam auch im Inhalt ihrer letztwilligen Anordnung nicht vor. Dieser durchgreifende Formmangel führte dazu, daß das Schriftstück nicht als Testament an- erkannt wurde und die darin bedachten zwei Haupterben ihr Erbe in der geplanten Weise nicht an- fahr ab: _ , w K a) beim Heer: für Jnf.-Rgt., Jnf.-Rgt. (mot) unb Gebirgsjäger, Panzertruppe (Panzer-Rgt.), Schutzen-Bll., Nachrichtenttuppe (nur für Funkdienst). b) Bei ber Kriegsmarine: für Küstendienst (See c) betebung. 9. Erfrierungen: Die erstarrten Glieder vorsichtig mit Schnee ober kaltem Wasser reiben. Den Erfrorenen nicht in warmen Raum bringen. Langsame Erwärmung herdefführen. 10. Hitz schlag ober Sonnenstich: Kleidung offnen. Stiefel und Strumpfe ausziehen. An schattigen Ort lagern. Bei blaurotem Gesicht Kopst hochlegen, bei blassem Gesicht Kopf tieslegen. Mit kühlem Was- ser besprengen. Wenn keine Atmung, Wiederbelebung. Einstellung von Freiwilligen in die Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend Kriegssreiwil- lige und längerbienenbe Freiwillige, die sich für eine zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden: 1. Kriegsfreiwillige: vom vollendeten 17. Lebens- „Sind Sie Ihrer Sache absolut sicher?" ,^a", sagte der Beamte, „unbedingt. Wie die Rapiere ergeben, ist die Barkow vor drei Jahren unb sieben Monaten bei ihrer jetzigen Firma em- fletreten. Das Datum des Bewerbungsschreibens liegt um weitere zwei Monate zurück. Es soll also »or nahezu vier Jahren geschrieben worden sein. Das -st ein so gewaltiger Unterschied gegenüber meiner Feststellung, daß ich mich unmöglich irren kann." „Danke", erklärte Doktor Ball. „Bitte, bringen Sie Ihren Befund zu Papier, und geben Sie ihn mir in mein Zimmer!" Sie stiegen zu dritt die Treppen hinaus und betraten bas Arbeitszimmer des Kriminaldirektors. Nehmen Sie Platz, meine Herren! Und Sie, Herr Trufius, tragen nun einmal vor, welche Schlüsie Sie «ms Ihren Entbeckungen ziehen!" Nico D o st a l, aus ber jüngeren, an Lehärs Tradition anknüpfenden Komponistengeneration einer der erfolgreichsten unb populärsten, gab gestern abend im vollbesetzten Gloria-Palast, eigene Werke diriaierend, ein Gastspiel mit dem Rhein-Mainischen Lanoesorchester. Die Vortragsfolge bot einen farbenreichen Ausschnitt aus Dostals beliebtesten, auf der Bühne wie im Funk immer wieder gespielten Operetten — von der „Ungarischen Hochzeit" bis zur „Fahrt ins Glück", von „Clivia" bis „Monika", von den „Extrablättern" und der „Vielgeliebten" bis zur „Prinzessin Nofretete". Das Rhein-Mainische Landesorchester, das bei uns erst vor kurzem unter Abendroth seine bedeutenden Qualitäten in seriösen Programmen erwiesen hatte, zeigte, mit schöner, ausgeglichener Klangfülle beschwingt und locker musizierend, unter Dostals Führung seine Eignung auch für die minder anspruchsvollen Gaben der leichten Muse. Der Komponist, naturgemäß ber beste Interpret seiner Melobien, birigierte auswendia, mit viel Temperament, nuancenreich unb auf zündende Wirkung bedacht. Der Marsch aus der „Ungarischen Hochzeit", Ballettmusik unb Walzerintermezzo aus „Nofretete" unb die Melodien aus „Clivia" erwiesen sich als besonders dankbare Stücke aus der Fülle seiner Partituren. Die ergiebige Vortrags folge wurde durch die Mitwirkung bewährter Solisten gesanglich bereichert. Lillie Claus, ein Heller, schlanker Koloratursopran, begann mit dem Alt-Wiener Lied aus den „Extra- ««uh’ unb Konstrukteur ihm Waffen liefern. Für iyn sovch °' st die Hauptsache, daß sein Zielgerät genau arbeitet Q9 h uni) die Waffe gut schießt. Nach welchen wissen- MtänbZ gastlichen Erkenntnissen sie gebaut ist, mag ihn j Interessieren, wesentlich ist es nicht, und in vielen m Auftrage des Sang! (Gießen) durch den n* er- S.jf.-ifportf ver- von KÜChEll' Und Haus- | Kaufgesuche"] Leiden erlöst. Im Namen mädchen 265D 259 D und I friede* A Molabon Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei ^^HWaSchmerzen sowie Stundenfrau oerfofort gesucht Bahnhofgaststätten Gießen. THEATIEIR der Universitätsstadt Gießen W ohnungstausch Gießen—Büdingen. Ich biete in Büdingen eine 4-Zimmerwohnung mit Küche, Bad und Beranda gegen eine kleinere Wohnung in Gießen. Schriftliche Angebote unter 268 D an den Gießener Anzeiger erbeten. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen fleißigen und aufrichtigen Mitarbeiter, der in mehr als 20jähriger Tätigkeit im Betrieb treu zu uns gestanden hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Sack & Jughard K.G. __ 272 D hielt der Gesangverein seine Generalversammlung ab. Hierbei wurden im Auftrage des Sänaer- kreisführers K. Müller " Aff Die Jung» J gesellen S verwenden mtt ® Vorliebe Esbit- • Trodcen-Brenn- • •toff tum Er- * wärmen von Speis* u.Trank. ______ Billig, praktisch * ® bequem. Käuflich in einschläg. D • Geschäften. Packg. 20 Tobi. Auch G J rum Feldpostversand zugelassen. G O Bezugsquellen-Nachwels durch । ® • HERST. ERICH SCHÜMM f» • STUTTGARLW 109 Suche für die Hausdame mein, verstorb. Vaters neuen MrtWSkreis in nurgut.Hause. Ausf. Ang. unt. 267D a. d. G.A. Mil ollem Hasen Drei Jungen bHö «in «RtbfAen ihre Waldheimai. Don Werner Siebold 136 Seiten Text und 8 Kunftdrucktaseln Leinen RM. 1,85 Hugo Vevmühler Verlag Berlin-Lichterleide Todesanzeige. Am 17. Januar wurde meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Frau Alma Heyne,geb. Schönfeld im Alter von 68 Jahren von ihrem schweren Verdunkelungszeil: 20. Januar von 17.43 bis 9.19 Uhr. Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Heyne. Gießen, den 20. Januar 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, 15.80 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Ibe, 02421 Aulweg 30 II r.I Kaiserallee 3 L Handball. T.G. Friedberg — L.S.V. Gießen 5:11. Der L.S.V. Gießen gewann fein erstes Spiel auf eigenem Platz. Der L.S.V. eröffnete den Torreigen, doch bald zog Friedberg gleich. Kurz darauf zweites Tor für Gießen. Der L'S.V. diktierte so langsam das Spielgeschehen. Infolge von Fehlschüssen wurden, keine weiteren zählbaren Erfolge erreicht. Obwohl der L.S.V. überlegen war, erzielte Friedberg bei einem Durchbruch den Ausgleich. Bis zur Halbzeit gelang es jedoch dem L.S.V., mit zwei weiteren Toren in Führung zu gehen. Man hatte in der ersten Spielhälfte den Eindruck, daß der L.S.V. den Gegner zu leicht nahm. Wenn auch die Friedberger Mannschaft in keiner Weise ebenbürtig war, so blieb sie doch infolge ihrer Durchbrüche immer gefährlich. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen ohne Tore, dann begann der L.S.V. endlich das Tempo vorzulegen, das man zu sehen wünschte. In kurzen Abständen fielen sieben weitere Tore, drei Tore wurden wegen Ueberschreiten des Torraumes nicht gegeben. Friedbergs Mannschaft wurde während dieses Torreigens erheblich unfair. Hierbei muß vor allem eine Entscheidung des Schiedsrichters angegriffen werden. Ein Mann, der gegen einen gegnerischen Stürmer tätlich wird, d. h. ihn mit voller Absicht ins Gesicht schlägt, gehört nicht verwarnt, sondern vom Platz gestellt. In den letzten Minuten gelang es den Friedbergern mit Durchbrüchen drei roeitere Tore zu erzielen. Diese Tore waren allerdings nur möKich, da Jsensee unter einer Verletzung zu leiden hatte. Damit war der Endstand 11:5 erreicht. Die Torschützen: Oblt. Wagler (5), Sonnabend (3), Krgst (2), Reichert (1). Eine kurze Kritik der Gießener Mannschaft. Im Sturm klappte in der ersten Halbzeit nicht alles, es wurde aber in der zew eiten Spiel hälfte besser. Dor allem muß der Sturm sich immer wieder vor Augen halten, keine Ballabgabe über größere Entfernung als 15 bis höchstens 20 Meter. Dasselbe gilt für die Läuferreihe. Das Stellungsspiel der Abwehr war im allgemeinen gut, aber dazu muß doch gesagt werden, daß der Gegner auch an der Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgang unseres Vaters Prof. Dr. Karl Noll, Oherslndienrat i. R. spreche ich allen meinen herzlichsten Dank aus. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Walter Noll, Heeresstudienrat. ________________________________________________269 D memmne zirka 80-100 qm, trocken, per sofort gesucht. mgD Clir. Jnderthal. Gießen, Settersweg 55. worfen wurde. Amtsgericht Gießen H Damenbart Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mlrangew. einzig sichere Meth. unt. Garant für immer mit d. Wurzel entfernt Frau B. Gulden,seit35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 18Md Der P. E. in Gießen hatte in der Zeit März bis Oktober v. I. Material und Fertigfabrikate, die er zur Reparatur außerhalb der Werkstatt mitnahm und die bei der Arbeit übrig blieben, nicht mehr an den Eigentümer, seinen Arbeitgeber, zurückgegeben, sondern einfach mit nach Hause genommen. Außerdem hatte er aus einem Radiogerät, das zur Reparatur übergeben war, zwei Röhren entwendet. Der Angeklagte wurde zu KELLNER gewissenhafte, solide und flotte Arbeiter, je einen für Wartesaal 2. und 3. Klasse, od. Serviererinnen, gesucht. Bewerbungen mit Zeugnisabschriften an 263D BahnhoLGaststatlen Sieben Latin. Heute morgen 4 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit mein geliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Laucht Fließenleger im 53. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Luise Laucht, geb. Leib Otto Laucht, z. Z. im Lazarett und Frau Elisabeth, geb. Wießler Minna Laucht Alfred Michel Lothar Laucht (Enkel). Gleiberg, Krofdorf, den 19, Januar 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 21. Jan., nachm. 1% Uhr, vom Sterbehause aus statt. Heute entschlief sanft nach längerem Leiden unser lieber, guter Vater, Großvater Schwiegervater FRAU zur Pflege unseres Gefolgschaftsraumes für jeden Wochentag- Nachmittag gesucht. 262ü Wilhelm Gail sche Tonwerke, Erdkauterweg. -As Vorstrafen straferschwerend wirkten. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein, die BlauerKinder- handschuh zwischen Neuer Vestalozzischule und Johannes- kirche verloren. Geg. Belohnung abzug. 27iD An d.Jobannes- kirche 6 II» chch um More H Dniiber be L'istin, Npen kä Wer weih Auch de We in be Wonnen S teilte jungen. ?Bng bt ?n|en recht ?Pen bei Lezwjs Wloüenen Je Susfoi S eine 3 S der ' g S ein PA bese ö ^QPQn( iM1 *>«; &!: itztz 6 ‘Sfc Oberforstmeister i. R. August Lang Geheimer Forstrat im 84. Lebensjahre. In stiller Trauer: Familie Dr. Ernst Lang Familie Dr. Wilhelm Lang. Lauterbach, Wetzlar, den 16. Januar 1942. Die Beisetzung fand in aller Stille statt. __258 0 Dienstag, den 20. Januar 19 bis 21.15 Uhr 209d 19.Dienstagmiete u. Halbmiete B DerMeifterboxer Schwank von Schwartz/Mathern Preise von 0.60 bis 8.10 RM. Mitteln. Für 30jährige Dereinstatigkeit wurde STufi, Schubecker zum Ehrenmitglied ernannt und ihni ein Diplom überreicht. Den Sangesbrüdern an der Front wurden Feldpoftpaketchen geschickt und dir Verbindung brieflich mit ihnen aufrechterhalteni Zum Schluß ermahnte der Vereinsführer die Mit. glieder, auch weiterhin dem deutschen Lied die Treue, zu halten. Vorsicht auf dem Eis! Lpd. Limburg, 19. Dan. Auf dem Lahneis bei Dehrn brach ein Junge ein, der von einem Zwölfjährigen aus dem Wasser gezogen werden konnte. Der Retter hatte bereits einmal ein Men.! schenleben aus der Gefahr geborgen. — Ein Zehnjähriger im benachbarten Dietkirchen rettete einen Jungen von sieben Jahren, der an der bortb] gen Fähre ins Eis eingebrochen war und zu ertrinken drohte, indem er sich der Länge nach aufs Eis streckte, während alle anderen Spielkameraden^ wegliefen. Kellnerlehrlinge auch junge Mädchen, die sich dem Beruf einer Serviererin widmen wollen, finden Lehrstelle bei gewissenhafter, gründlicher Ausbildung. 264d Bahnhol-Baststütten Olefien/Lahn. ** Im neuen Jahr Luftschutzbereitschaft vollkommen. Alle Häuser in Stadt und Land müssen in den Höchststand der Luftschutzbereitschaft gesetzt werden! Das ist die Aufgabe, die sich der Reichsluftfchutzbund für das neue Jahr gestellt hat. Das neueste Heft der „Sirene", der lllu- stvierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, appelliert an alle Deutschen in der Heimat, besonders an alle RLB.-Arntsträger und Selbstschutzkräfte, sich dafür mit allen Kräften einzusetzen. Daneben vermittelt sie einen lebendigen Querschnitt durch die vielseitige Arbeit des Reichsluftschutzbundes im Dienst der deutschen Heimatfront. Bargeldbesitz muß dem Gemeinwohl dienstbar sein! Vor dem Sondergericht in Darmstadt hatten sich zwei Angeklagte zu verantworten, die in unzulässiger und aemeinschaftsschädlicher Weise Bargeld in größeren Betrügen zu Hause aufgespeichert und dadurch ihre selbstverständliche Verpflichtung gegenüber der Volksgemeinschaft, nämlich den Bargeldbesitz über die Geldinstitute der Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen, in schwerer Weife verletzt hatten. In dem einen Falle handelte es sich um den 57 Jahre alten Karl Schmidt in Friedberg, der nahezu 5000 RM. ohne triftigen Grund zu Hause liegen hatte und dem Gericht erzählte, er habe sich das Geld für einen Wagen und für eine Kur zurückgelegt. In seiner Dermögensaufstellung hatte er über von diesem Gelde nichts verlauten lassen. Wegen Vergehens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung wurde der Angeklagte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 50 Tagen zu einer Geld st rase von 5000 R M. verurteilt. In dem anderen Falle handette es sich um den 67 Jahre alten Georg Albrecht II. in Hillesheim (Reinhessen), der in ebenso unzulässiger Weise 11000 RM. zu Hause aufgespeichert hatte. Das Sondergericht verurteilte diesen Angeklagten ebenfalls wegen Vergehens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung zu 15000 RM. Geldstrafe an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 12 Wochen. Die eigensüchtige Einstellung dieses Angeklagten kam bei dem Urteilsausmaß straferschwerend in Betracht. Strafkammer Gießen. Der W. V. aus I. hatte einen Strafbefehl über vier Monate Gefängnis erhalten, weil er feiner Wirtin ein Paar Stiefel entwendet und verkauft hatte. In der Verhandlung war der Angeklagte der Unterschlagung überführt und zu einer G e - fängnis strafe von vier Monaten verurteilt worden, wobei die erheblichen einschlägigen Am Samstag, dem 17. Januar, verschied unerwartet infolge eines Schlaganfalles mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Opali, unser guter Bruder, Onkel und Schwager Heinrich Junker im 68. Lebensjahr. Im Namen aller Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Margarethe Junker, geb. Gümblein. Gießen, Dresden, Hohenkirchen, Darmstadt, Diedenhofen, den 19. Januar 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, 21. Januar, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 256 D treten konnten. Der. Nachstreit um die Gültigkeit dieses fehlerhaften Testaments ging bis zum Reichsgericht, wo die beiden Kläger geltend machten, daß die fehlende Unterfertigung nur ein unbeachtliches Versehen sei, das die letztwillige Erklärung nicht unwirksam machen könne, da diese unbestritten von der eindeutig bekannten Erblasserin herstamme und ihren letzten Willen zuverlässig wiedergebe. Das höchste Gericht ließ aber diesen Einwand nicht gelten und führte in seinen Urteilsgründen aus: Das Testamentgesetz vom 31. Juli 1938 sieht die Errichtung eines Testaments durch „eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung" vor. Wenn auch die Art, wie der Erblasser unterschrieben hat, vom früheren strengen Formalismus befreit ist so bleibt doch das Erfordernis, daß er feine Unterschrift auf die selbstgeschriebene Erklärung setzt Es genügt nicht, daß auch ohne solche Unterschrift die Urheberschaft des Erblassers und die Ernstlichkeit seiner Erklärung klaraestellt wird. Die eigenhändige Niederschrift und Unterfertigung ist somit ein Gültigkeitserfordernis des Testaments, dessen Fehlen einem Schriftstück die Wirkung eines Testaments nimmt. Gloria-Palast: „Heimaterde^. Es i'st nicht ersichtlich, ob das Drehbuch zu diesem Film auf eine literarische Anregung zuruckgeht, aber man kann sich, umgekehrt, ganz gut einen Roman vorstellen, der nach dem Film zu schreiben wäre; das spräche weder gegen den Mm noch gegen das Buch. Es könnte ein ordentlicher Unterhaltungsroman werden, angefiedelt in_ der gesunden vstpreußischen Landschaft, im Gespräch belebt von den anheimelnden Lokaltönen der vstpreußischen Mundart, bewegt von erprobten Konflikten und handgreiflicher Spannung. Die ersten Bilder sehen |o aus, als ob man sich in einem Kulturfilm befände, aber dann fetzt gleich die Handlung mit kräftigen Akzenten ein. Der Kampf um den väterlichen Hof ift das Zentralmotiv; darum herum gruppieren sich eine Reihe anderer, sorgfältig ineinander verflochtener Handlungselemente, die den Beschauer bis zuletzt in Atem halten: da ist ein erst ganz zuletzt aufgeklärter Mordfall, aus dem die jahrelange Feindschaft zweier benachbarten Familien entspringt; da ist eine von altem Haß und dunklem Verdacht bedrohte junge Liebe; da gibt es Gerichtsverhandlungen, .Schützenfest und Schmugglerjagd über den nächtlichen See, und alle diese Szenen sind vom Spielleiter Hans Deppe mit viel Sinn für dramatische Steigerung wirkungsvoll, realistisch, manchmal mit volksstückhasten Zügen zueinander in Beziehung gesetzt. Man sieht bald, wie die Fäden laufen, man wittert Konflikte, Zusammenstöße und Lösungen von weitem, aber man bleibt doch dir zum Schluß gefesselt bei der Sache. Die Absichten der Inszenierung werden durch eine gute, klare Photographie und die geschickt gegeneinander abgesetzte Darstellung unterstützt. Aus dem Kreise der Schauspieler seien Theodor Loos unb Paul D a h l- k e mit zwei liebevoll ausgearbeiteten, auch mundartlich sehr belebten Eharakterrollen an erster Stelle genannt. Viktoria von Balias ko und Viktor Staal geben ein sympathisches junges Liebespaar; Käthe Haack, Karl Kuhlmann und H. A. von S ch l e t t o'w fügen sich ebenfalls sicher in den fest umgrenzten Lebenskreis. — Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau und, auf der Bühne, eine sauber ausgefeilte Parterre-Akrobatik. Hans Thyriot. wenn man sie nur betäubt, tvell threUr- fache in dem entzündlichen bzw. entzün- oungsähnlichen Zustand des rheuma- befallenen Ltörpergewebes liegt. Maa muß also nicht nur auf dleFühlncrvca und das Lchmerzzentrum, sondern auch auf diesen iLntzünöungszustand sclbit Einfluß zu gewinnen suchen. Dazu eignet sich Melabon, das sich zur Be- kämpfung von Rheuma immer roicict bewährt hat. Verwenden Sie es sparsam— man braucht nur wenig davon. Packung 72 Pfennig in Apotheken. Al KN Sen- «Äbei E in ÖieV Km ffl.»'ft IgVt rod)*"®1; IK. D-b-i !»r°rd°n I ü*9 I tiilt U"4 “I |ä«l>i|d)*C I Wres Limv \wW« I B tim M I ^mailichen I ftirMn an de I M haben. I kurch die Ri I M find alle' I kntn SRolotot I Hn tarn. Die I ßsls freie ha I O Finnlands I tiger Stützpun I Bosporus“; b ■ Äen Umstand I Honetten“. I jlon stand die I Krien zu verf I Mnmgen I fhchn hatte' | Europa durch England ro «d die Dar knös gewest mengen zu 'm mittelläl »eiter nach t fatfanb /ich Ws,ju n Meges g hr Regier $ toben ho in Ruf Mengen m; ‘iflig Morde Kilben in tür N wurde t ltach Festig Wn bald nai nh die Tla einsfuhrer Gg. Schulz folgende Sänger ausgezeichnet: Für 50jährige Sängertätigkeit Hch. Ettling mit dem Ehrenbrief und der Ehrennadel, Fr. Z e ch e r für 40jährige Sängertätigkeit mit der Ehrennadel. Da der Sängerkreisführer verhindert war, die Ehrung persönlich vorzunehmen, ließ er den Jubilaren die herzlichsten Glückwünsche über« ivatband zu verkaufen 27OD Kaiser ~ einer Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt. Straferschwerend wirkten die erheblichen einschlägigen Vorstrafen. Ein Mann in Gießen war als Dienstverpflichteter wiederholt der Arbeit ferngeblieben. Er wurde wegen Vergehens gegen die Verordnung über die Lohngestaltung zu einer Geldstrafe von 100 R M., die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gilt, verurteilt. Landkreis Gießen. * Ruttershausen, 19. Januar. Dieser Tage Gleichßrm- Jfiotor 1 PS 220 Volt, z. kaufen gesucht. AnniMaiksmesins Kaiserallee 14. [Verschiedenes] Schneiderin gesucht. Schristl. Angeb. unter 0240 an den Gieß. Anz. »aii und WlMin ins Haus gesucht Liebigstr. 58 I. Füreinen12iähr. Jungen für 1 mal wöchentlich PÄorileoü'lehrer ges. Schr.Ang.u. 0237 a. d. G. A. 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Der Tenniskampf zwischen den Hochschulmannschaften von Berlin und Stockholm endete in] der Reichshauptstadt mit einem knappen Berliners Sieg. Bei Punkt- und Satzgleichheit (3:3 und 7:7)1 hatte Berlin mit 77:72 Spielen ein kleines Plus. In der Berliner Mannschaft wirkte auch Heinrich Henkel mit. Im Kampf um die Eishockey-Mei-s sterfchaft gab es am Sonntag zwei weitere Be-; gegnungen. In Berlin siegte der EV. Füssen mit 4:21 über VfK. Königsberg/Rastenberger SV. und in] Garmisch-Partenkirchen schlug der deutsche Meister! SC. Rießersee den EV. Teschen mit 18:0. Deutschlands Basketballspieler ge-i wannen in Budapest den ersten Länderkampf gegen Ungarn knapp mit 35:32 (17:16) Punkten. Die Ringer der Kriegsmarine Wil-^ helmshaven wurden nach langer Zeit erstmals in einem Mannschaftskampf besiegt. Sie verloren in Augsburg gegen eine durch Hering und Feilhuber (beide München) verstärkte Auswahl des Gaues) Schwabemmit 3:4 Punkten. I Verkäufe ^nOfen zu verk. von 17 bis 18 Uhr 024i Sckittenberger Weg 30 H. I. Ein Sinöetroooen u.5poriroagen zuverkaufen,nur Nachmittags 02se Seltersweg 4,Lad. Fast neuer Boaelöaner zu verkaufen 0235 Tannenweg 54 I Pelzmantel Gr. 44, aus Pri- Kelne Ursprungs- Zeugnisse, lonbem nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsjchreiben bei legen! — Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Futon oäcü ein- od. mehrere Male in der Woche gesucht Vermietungen | 2 große, ineinandergebend.gut möbl u.gut heizb. Zimmer in der Nähe des Bahnhofs abzug. Schr. Ang. unt. 261Da^G,A. \ MietgesuchT"! Junger Zollbeamter sucht Zimmer mit oder ohne Pension. Schr. Ang. unt. 0232 a. d. G. A. ***tfce *6/i7d r>eue„ x<7*M,n 'ment'.'***«•' sind: