'Sifcf). iiis Do Diel he ent» ren, ob ? chesich J6- ehe eichene lasche, ^elne andere, eute in 2829V hö «ater irt ter Der hin en. in der durch in der 10. _Wv- ÜTÄT Jhr MD llü. nohaus Zöllner, lusikhaus naD ring tätte Gießen 7.80 Uhr, 'S Innland ommer rillen Veröd der fliegen Kon* Mitglieder ,1118 Vo kV irrten zum , Nicht mit* ier, Neuen* iringes der iRM. i>.30, LntiD «und , mit /emp s r 0 m 3 o hi 9 0 0 o m 0 u» » > 6 PELWf, 0 m r< jfllTilf V /.hl. " „Ib-f , eig°* ;U Vf' reich' /Öhr-11 «ss«’1' Montag, 19. lvttober(942 Gießener Anzeiger {92. Jahrgang Nr. 246 Endreim laglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Giehener ^amilienblätter Heimat imBtld-DieScholle Bezugspreis: Monatlich .... .RM.1.80 8uiteUöebü6r... „ -Ly auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Annahme von Anze,neu für die Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desVormitiagS Auzeigen-Breife für die Mllimeter-Zetle von 22 Millimeter Breite: 7Rvi. für i>mnilienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. i. Werbeameigen und geschäftliche Gelegeyheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25e/0 mehr ^ostscheck^lßgk s^anfs^M drühlfch« URioersitStr-rncker ei L Lange General-Anzeiger fiir Oberhessen lene Reinhard Heydri Die Aufgabe -es tschechischen Volkes im deutschen Raum. LS gehl UM das Wiche Vroi auf dem Tisch unseres Volkes Reichsminister Dr. Goebbels sprach in München über den Ginn des großen Krieges. OieErstürmungderGeschützfabrik„RoieBarrikade" Kampf um den Raum von Stalingrad von größter Bedeutung wurde, ist bereits zu Beginn der Kämpfe zwischen Don und Wolga am 23. August in einem bravourösen Dorprellen gebildet wgrden, dem die zäheste Verteidigung folgte. Die zu einem starken Festungswerk aus gebaute Geschützfabrik „3tote Barrikade" wurde nach harten Kämpfen erobert. Nach Säuberung des Panzerwerks „Dshershinfkij" i) rangen die deutschen Truppen weiter nach Norden vor und vernichteten die westlich Spartakowa eingeschlossenen Kräfte. Zu gleicher Zeit gingen Infanterie, Pionier- und Panzerverbände gegen die sich in den restlichen Werken der Geschützfabrik noch hartnäckig verteidigenden Bolschewisten vor. Der Feind versuchte in mehreren verzweifelten Gegenstößen die deutschen An- grftfskeile aNfzuhalten, doch drangen die vorstürzenden deutschen Soldaten zunächst in den Südteil und dann von Westen aus in das ausgedehnte Jn- dustriegelände der Geschützfabrik ein. Die Granaten der Sturmgeschütze und das prasselnde Feuer der Flammenwerfer zerrissen die Feuerkette der Verteidigung. Verbissen schossen die Bolschewisten aus ihren in mehreren Reihen in die Erde eingebauten Panzerkampfwagen. Mit Flammenwerfern und Handgranaten mußten sie im Nahkampf niedergerungen werden. Schrittweise kämpften sich unsere Truppen durch den Feuerring der Verteidigung hindurch. Immer wieder brach der Feind zu neuen Gegenstößen vor. Doch das Feuer der deutschen Artillerie, der Sturmgeschütze und Nahkampfwaffen hatten ihn zermürbt. Die Verbindung zwischen den deutschen Angriffskeilen wurde Prag, 18. Okt. (DNB.) Bei der Umbenennung der Prager Moldaulände in Reinhard-Heydrich- Ufer hielt Staatssekretär Frank eine Rede, in der er erklärte: Nach der formellen staatsrechtlichen Einverleibung Böhmens und Mährens in das Reich heißt nun die Aufgabe, re st lose geistige und seelische Rückeroberung Böhmens und Mährens und seiner Bevölkerung für das Reich und den Reichsgedanken. Angesichts des uns ausgezwungenen Krieges gibt es für Böhmen und Mähren nur die eine Aufgabe: Anspannung mH allen Gebieten für den deutschen Sieg. Diese Aufgabe wird unter starke deutsche Führung gestellt. Der oberste Vertreter dieses Grundsatzes war der gefab ~ ‘ ' ch. Für die Tschechen kön- Lod Heydrichs Mahnung USA. einen 10 000=lonner bei Bestellung gleich mitnehmen kann. (Stürmische Heiterkeit.) Wir fallen nicht auf diesen amerikanisch-englischen Bluff herein. Warum schreit man denn in USA. Zeter und Mordio, wetin jetzt deutsche U-Boote an der Südspitze Afrikas erscheinen ober wenn japanische Seeftreitträfte tm Atlantik auftauchen? Das ist ein Zeichen der Lebensangst,, die unsere angelsächsischen Gegner befallen hat. So bleibt unseren Feinden alfo nichts anderes übrig, als Terrorangriffe aus der Luft zu unternehmen. Diese allerdings können uns schmerzhaften Schaden zufügen. Ls wird in der Weltöffentlichkeit vielfach die Frage dis- tuliert, wer denn Eigentlich mit den Terrorangriffen begonnen habe. Ich möchte hier noch einmal feierlich konstatieren, daß d i e Engländer bereits im Januar 1940 mit ihren Angriffen auf die wehrlose Zivilbevölkerung durch eine Bombardierung von Wohnstätten in Westerland auf Sylt anfingen (stürmische Pfuirufe), um sie dann trotz der Warnungen des Führers beständig fortzu- fehen. Ls ist kindlich zu glauben, daß England mit feinen Terrorangriffen das deutsche kriegs- potenlial irgendwie entscheidend treffen könnte. Oie Briten wollen mit diesen Angriffen nur den versuch machen, die Moral unserer Bevölkerung zu erschüttern. Das heißt also: Auf diese Angriffe können wir nur als Volk antworten. Unser Volk wird mit diesen Luftangriffen fertig werden, wenn wir den Engländern den Gefallen täten, davor zu kapitulie- reu, so würden unsere Kinder in 15 Jahren mit Verachtung auf uns sehen, denn wenn das deutsche Volk einmal 30 Jahre den grauenvoll- slen Krieg der Geschichte durchsiand und dabei die Einwohnerzahl Deutschlands auf einen Bruchteil heruntersank, einen Krieg um die Frage Protestantismus oder Katholizismus, so werden wir auch heute die Kraft besitzen, einen ungleich viel kürzeren Krieg durchzu- stehen, der um unser tägliches Brot geführt wird. Es gibt Leute, die fragen, warum nur ferne Vergeltungs an griffe unternehmen. Denen kann man nur antworten, weil ein Großteil unserer Bomber bei Stalingrad und im Kaukasus vorläufig noch dringender gebraucht werben! Es ist heute wichtiger, den Angriff im Kaukasus fortzufetzen, die Wolga zu sperren und in Aegypten zu kämpfen, als den Engländern den Gefallen zu tun, unsere Kräfte zu zersplittern. Nur der wird den Krieg gewinnen, der es versteht, seine Kräfte auf die Schwerpunkte des Kampfes -zu konzentrieren. „ . v Unsere ganze Situation ist nut der des vierten Kriegswinters 1917/18 gar nicht zu vergleichen. Damals standen wir vor einem Kohlrübenwinter. Heute sind wir in der glücklichen Lage, unsere Lebensmittelrationen zu erhöhen. Die ungeheuren Räume des Ostens für unsere Kriegführung nutzbar zu machen, ist nur ein Problem der Zeit und der Organisation. Wenn die Engländer glauben, daß wir zur Offensive nicht mehr fähig wären, sv werden wir uns zu gegebener Zeit wieder sprechen. Nicht wir haben den Krieg begonnen, er ist uns in ruchloser Weise auf» gezwungen worden, und da er uns aufgezwungen worden ist, wollen wir auch einmal alle diese Probleme erledigen und lösen, die so lange auf unserem Volksleben gelegen haben. Aus den Habenichtsen sind mittlereile schon Besitzende geworden, und die Besitzenden werden immer weiter zu Habe- nichsen werden. (Starker Beifall.) Wir beherrschen heute unter der Achsenführung ein Europa, das sich selbst genügt. Wir können uns selbst ernähren und unseren Lebensstandard mehr und mehr entwickeln. nen Leben, Taten und Tod Heydrichs Mahnung und Besinnung zur Umkehr sein. Die weitere Entwicklung ihres politischen Verhaltens wirb über das Schicksal des tschechischen Volkes entscheiden. Es kann jetzt keine tschechische Forderung, sondern nur ein Sühnen durch pflichtgetreue Arbeit geben. Die Blutschuld, mit der die Mörder das ganze tschechische Volk beloben haben, ist so ungeheuerlich, baß.sie erst getilgt erscheint, wenn Heydrichs politisches Vermächtnis erfüllt ist. Die tschechische Emigrantenclique in London, der es eine Zeitlana den Atem verschlagen hatte, hetzt neuerdings zu Aufstand und Sabotage. Daher haben wir zunächst einmal die Angehörigen dieser gegen ihre eigenen Volksgenossen so rücksichtslosen Schwätzer in Gewahrsam genommen und einem Internierungslager zugeführt. Wenn wir bisher scharf Stellung bezogen haben gegen die tschechische Intelligenz, so taten wir es deshalb, weil 90 v. H. aller staatspolizeilich festgestellten Reichsfeinde die Träger der hier so beliebten verlogenen Flüsterpropaganda, der Hefters- kreis der Heydrich-Morder und der feindlichen Agenten aus der tschechischen Intelligenz stammen." Der Redner gedachte dann mit Anerkennung des tschechischen Bauern, der einige Entgleisungen des vergangenen Jahres durch gute Arbeit auszuglei- nach mehrstündigem Ringen hergestellt. Nachmittags stürmte dann Infanterie die resttichen Werke Oer Geschützfabrik. Damit war auch dieses Bollwerk aus der feindlichen Verteidigung herausgebrochen und das mehrere Quadratkilometer große Jndu- striegelände in deutscher Hand. Soweit man sehen konnte, nichts als qualmende Trümmerhaufen, eingestürzte Hallen, verbogene Eisenträger und herabhängende Laufstege. Bomben schwersten Kalibers.hatten den Boden zerwühlt und auch die letzten Gebäudeteile und Werkhallen zum Einsturz gebracht. In den Schutthalden und Trüm- merbergen konnten sich die Bolschewisten vor der vernichtenden Wirkung der deutschen Bomben nicht mehr retten. Die Geschützfabrik „Rote Barrikade" bildete eine Arbeitsgemeinschaft mit dem weiter südlich gelegenen Hüttenwerk „Roter Oktober", wo die eingeschlossenen Bolschewisten ebenfalls eine starke Kräftegruppe eingesetzt haben, die dem deutschen Vordringen noch Widerstand leistet. Der Ausfall dieser beiden Rüstungsbetriebe wiegt besonders schwer, da es den Bolschewisten in absehbarer Zeit nicht gelingen dürfte, diemoderneStahl- gießerei zu ersetzen, die wenigstens 13 Martinöfen und drei Elektroöfen besaß und mehr als 12 000 Arbeiter beschäftigte. Das Herstellungsprogramm umfaßte neben der Erzeugung von Pan- zerstahl, Geschützen aller Art und Einzelteilen für den Bau von Autos, Traktoren, Kampfwagen und Eisenbahnen vor allem auch die Herstellung von Artilleriemunitton, deren Anteil an der Gesamtproduktion der Sowjetunion 7 v. H. betrug. Ich stehe nur wenige Schritte entfernt von der Stelle, an der die ersten Blutzeugen der nationalsozialistischen Revolution ihr j3eben aushauchten. Damals stand die Bewegung vor einer Situation, in der nur ganz gläubige und starke Herzen erwarten und hoffen konnten, daß wir sie noch einmal meistern würden. Auch damals haben wir als stärkste Kraft unseren Glauben eingesetzt und haben es geschasst. Aus sieben Männern ist ein Volk erstanden, das heute mit seinen Waffentaten die ganze Welt m Atem hält. Heute zittern die seinolichen Großmächte und Kontinente vor den Heldentaten unserer Soldaten und vor den Erfolgen des Feld- herrngenies unseres Führers. (Stürmischer Beifall.) Ich rede zur Stadt München, die in allen großen Stunden unserer nationalen Geschichte eine heldenmütige Gesinnung bewahrt hat. Ich rufe ihr ins Gedächtnis zurück, welche Aufgaben sie dem deutschen Lande gegenüber zu erfüllen hat, rufe ihr ins Gedächtnis, daß der Führer dieser Stadt die kostbarsten Jahre seines Lebens geschenkt hat und daß es deshalb die Pflicht dieser Stadt ist, mit gläubigen Augen auf den Führer zu schauen, der die Last der ganzen Verantwortung zu tragen hat. Sie soll an nationaler Oberbereitschaft, an hoher patriotischer Gesinnung, an Stärke und Ausdauer allen anderen Städten ein Beispiel geben. Don dieser Stadt soll immer für das ganze Reich vornehmlich in den kritischen Stunden dieses Krieges der Ruf erschallen, den wir so oft Adolf Hitler entgegen- riefen, wenn es hart auf hart geht: Führer befiehl, wir folgen! (Langer stürmischer Beifall.) München, 18. Okt. (DNBH Vor der Feldherrn- halle waren Tausende von Schaffenden angetreten, um Reichsminister Nr. Goebbels zu hören. In seiner Rede führte Dr. Goebbels u. a. folgendes aus: Ich komme nicht vom grünen Tisch, ich kenne schr wohl die Sorgen und Bedrängnisse, denen jedermann in dieser Kriegszeit unterworfen ist. Ich weiß aber auch, daß wir in diesen Jahren zwar die letzte, aber auch d i e größte Chance unserer nationalen Geschichte besitzen. Wenn wir diesen Kampf gewinnen, dann steht uns das ganze Leben offen. Wenn wir ihn verlören, würden wir damit überhaupt das Anrecht auf eine nationale Geschichte verlieren. Es geht diesmal nicht um bloße Ideale, auch nicht um Thron und Altar, es geht um unser Lebensrecht, aber auch um unsere L e - den smö glicht eit. Der Raum, den wir als Volk besiedeln, ist zu eng. Wir können uns auf diesem Raum nicht ernähren, also muß er ausge- weitet werden. Eine günstigere Gelegenheit dazu als die, die wir heute besitzen, werden wir nie bekommen. Dieser Krieg ist also nicht eine Sache der Preußen oder Bayern, der Sachsen ober Württemberger, sondern unsere gemeinsame deutsche Sache, die uns alle angeht! (Stürmischer Beifall.) Wir wollen, daß durch den Krieg der Lebensstandard unseres Volkes geändert wird, daß sich das deutsche Volk endlich einmal an den Fettnapf der Welt setzen kann. Bisher kämpften wir, national gesehen, um Scheinziele, um Preußen oder Habsburger, Sozialismus oder Nationalsozialismus, um die Frage Proletariat oder Bürgertum oder darum, ob man das Abendmahl in einfacher ober zweifacher Gestalt reichen solle. Diesmal geht es um wichtigere Dinge: um Kohle, Eisen, Del und vor allem um Weizen, um das tägliche Brot auf dem -ftch unseres Volkes. Wir besitzen heute die Kontrolle über Dnjepr, Don und, wenn nach schweren Kämpfen Stalingrad vollends in unserem Besitz sein wird —auch endgültig über die Wolga. (Besonders stürmischer Beifall.) Wenn einmal zu gegebener Zeit der Stoß in den Kaukasus zu Ende geführt ist, dann werden wir die r e i ch st en Oe I * gebiete Europas in unserer Hand haben. Wer aber weizen, Del, Eisen und Kohle und dazu noch die stärkste Werkmacht besitzt, der wird den Krieg gewinnen. Es ist also eine dumme Verdrehung der Tatsachen, wenn jetzt die Engländer behaupten das Reich sei in die Defensive ubergegangen. Wenn wir uns zu einem Teil damit beschäftigen, das zu verdauen, was wir verschluckt haben, so wird auch dieser Verdauungsprozeß wieder zu gehe. Das heißt also, die Ziele, die wir uns im Dften gestellt haben, werden Stuck um Stuck rea l fiert. Während wir früher emJBolf ohne R^m waren, ist das heute nicht mehr der W müsien nur dem Raum, den unsere Soldaten er- obert haben, eine Form geben, ihn orgamsieren und nutzbar machen, das dauert eine gern f 3 • Wenn aber die Engländer behaupten w.r verloren den Krieg, weil wir Zeit ^.toren 1° jevgt btefe Beweisführung ihren ganzen Unverstand. Die Zeit arbeitet nur gegen den, der keinen Raum unb kem Rohstoffe besitzt. Wenn wir die Zeit nutzen °°n eroberten Raum zu organisieren, so arbeitet Zeit nicht gegen, sondern für uns. Die Engländer sind nicht m der Lage, et 3 Front zu errichten, allein schon °>e 4jjmn die nötige Tonnage fehlt, Dor dem U h Härte Churchill kürzlich, der Monat Septembn str für die britische Schiffahrt de-r bucher gunchg e Mvejen, In Wirklichkeit aber »°ben unsere tq-,e -en U-Boot-Besatzungen gerade m September P. ife eine Million BRT versenkt, ZUwnuscher, an iwltenber Beifall), Nicht mel f S b'$aupkn, Churchill lügen die Amerikaner S ihre Wersten bauten einen U'ooo-Tvnner m^ y Lagen. Wir warten nur noch darauf, oatz man Deutsche Truppen haben in Stalingrad nach dem ball des zur Festung ausgebauten Traktorenwerkes Dshershlnskij, wie der Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet, am 17. Oktober auch die große Ge- schützfabrik „Rote Barrikade" eingenommen. Die Kartenskizze, die wir vorn Nordteil Stalingrads veröffentlichten, zeigt, daß das Traktorenwerk sm weitesten nach Norden reicht und im Grunde «ine in sich geschloffene riesige Vorstadt bildet. Die Keschutzfabrik mit ihrer gewaltigen Montagehalle Legt mehr an den Kern von Stalingrad heran, sofern bei einer derartigen Bandwurm-Stadt wie Stalingrad mit 35 Kilometer Längen- und höchstens 6 Kilometer Breitenausdehnung überhaupt von einem „Kern" gesprochen werden kann. Immerhin hat der Hauptbahnhof des ringbahnförmig gestalteten Eisenbahnnetzes eine zentrale Lage. Das Ge- fchützwerk „Rote Barrikade" liegt zwischen dem äußersten Nordteil und dem Hauptbahnhof. Der sowjetische Widerstand in Stalingrad ist durch die Einnahme der „Roten Barrikade" noch weiter isoliert worden. Der Name dieser Geschützfabrik ist unter den obwaltenden Umständen zu einer geschichtlichen Ironie geworden. Es ist die zweite geschichtliche Ironie. Die erste ist der Name von Stalingrad selbst: Stalins Stadt! Stalingrad ist nicht mehr ... Stalins Stadt. Und die Geschützfabrik «Rote Barrikade" ist keine rote Barrikade mehr, die lang anhaltenden offensiven Entsatzversuche der Sowjetarmee, die mit großem Einsatz von Menschen imb Kampfwagen vom Norden her gegen den standhaften deutschen Riegel seit Wochen geführt werden, sind jetzt ohne Objekt! Dieser Riegel, der für den chen bestrebt war, restlos seinen Pflichten gegenüber Volk und Reich nachkommt, unib des tschechischen Arbeiters, der in den Bergwerken, in den großen Rüstungsbettieben, in der sonstigen Industrie und im Verkehrswesen gute' und saubere Arbeit geleistet hat. Ein großer Teil des tschechischen Volkes habe den wahren Sinn seiner Geschichte und das Lebensgesetz dieses Raumes inmitten des deutschen Volkes und Reiches begriffen. Die Fragestellung der Gegenwart für die Tschechen heiße nicht: „Was wird mit uns geschehen", sondern kann nur heißen: „Was haben wir heute zu tun?" Der Tag von Koburg. Anläßlich der 20. Wiederkehr des Marsches nach Koburg hatte der Stabschef der SA. Führer der SA.-Gruppen zu einem Appell nach Koburg berufen. Im Kongreßsaal der Feste Koburg begrüßte Gauleiter Wächtler das SA.-Führerkorps. Die SA. habe einst in Koburg der Partei das Recht auf der Straße erkämpft. Aus dieser SA. seien die führenden Männer der Partei hervorgegangen. Daher sei die SA. im Gedenken an das historische Ereignis des Jahres 1922 aufs engste mit der Stadt Koburg verbunden. Der Stabschef dankte dem Gauleiter und leitete dann zu der Arbeitstagung der Führer und Derwaltungsführer der Gruppen über, auf der er die Richtlinien für den Einiatz der SA. im Rahmen der Partei für die außermilitärische Wehrerziehung im Ausbildungsjahr 1942/43 bekanntgab. Am Jahrestag der 20. Wiederkehr des Marsches nach Koburg versammelten sich das Führerkorps des Gaues Bayreuth mit Gauleiter Wächtler und die Führer der SA.-Gruppen mit Stabschef Lutze zu einer Feierstunde, die mit einer Rede von Reichsleiter Rosenberg ihren Höhepunkt fand. Dann fand sich das politische Führerkorps des Gaues Bayreuth zu einer Führertagung zusammen, in der Dr. Ley forderte: „Nur nicht bequem werden!" „Nur nicht alt werben!" Alt werben fei em Sich- Lteberführt. Mit erbrücfenber Wucht unb einbringlicher Klarheit hat das Oberkommando der Wehrmacht die schwersten Fälle britischer Verletzungen des Völkerrechtes in der Behandlung von Kriegsgefangenen unb in feiner Kriegführung überhaupt vor bie Welt hingestellt, urfi damit seine Beweggründe zu den von ihm getroffenen gegenwärtigen Vergeltungsmaßnahmen klar herauszustellen. Es ergibt sich aus dieser Zusammenstellung das Bild einer Mentalität, das so verabscheuungswürdig ist, daß wir uns ange- ekelt von ihm abwenden. Der Brite, der bisher nichts als die Worte „Menschenrecht", „Christentum" und „Nächstenliebe" im Munde führte, der das Wort „Fairneß" als von ihm erfunden und gepachtet betrachtet,' der mit grenzenlosem Hochmut auf die andere, ihm minderwertig erscheinende Welt herabschaut, der es wagt, von deutscher Brutalität, von deutschen Barbaren zu sprechen, ist nun entlarvt als brutaler Räuber unb Unterbrüder hort, wo es gegen'Schwache geht, als heimtückischer Gangster bort, wo er einen anftänbigen Kampf gegen Gleichstarke führen sollte. Verfehlungen schwerster Art in ber britischen Kriegführung, bie jebem Völkerrecht, jeber Menschlichkeit Hohn sprechen, hat das Oberkommando der Wehrmacht vor ber Welt aufgebedt: Fesselung wehrloser Kriegsgefangener, bas Nieberknallen gefesselter Kriegsgefangener unter nachttäglich erfundenen Grünben, bas Vorfchiden wehrloser Kriegsgefangener mit Minenfuchttupps, bas Schießen auf in Seenot Befinblichey, MG.-Feuer auf Schiftbrüchige, Aufhetzung zum zügellosen Banbenkrieg, Gangsterpistolen im Kampf, bas finb bie Methoben, bie bas beutfche Oberfommanbo gezwungen haben, Maßregeln zu treffen, bie es in Zukunft ben Briten unb ben ihnen oerbünbeten Völkern unmöglich machen werben, die Ehre des beutfchen Solbaten und fein Recht auf anständige Behandlung, so er in Kriegsgefangenschaft geraten sollte, anzutasten. Wie kläglich nimmt sich, gegenüber ber Fülle deutschen Beweismaterials unb ber sich baraus bauenben Anklage ber Versuch einer Rechtfertigung ber britischen Regierung aus, sich vor ber Welt irgenbroic rein zu waschen. Man roinbet unb dreht sich. Man „begrünbet" unb versucht zu bementieren. Man stellt in Abrebe unb gibt halb zu, halb leugnet man. Wahrhaftig ein kläglicher Tanz um bie Wahrheit herum. Der gefesselte Tote von Sercq, bie beutschen Solbaten, bie im Wasser schwimmenb so lange von britischen MG s beschossen würben, bis sie untergegangen waren — sie stehen nun auf unb erheben ihre Anklage, so schwer, so vernichtenb, baß kein verlegenes Zitteren von Völkerrechtsparagraphen, bie biefe Verbrechen rechtfertigen sollen, aber auch kein weinerliches Gerebe vom „nichts davon gewußt" und vom „Befehlen zuwibergehandelt haben" daran etwas leichter machen könnte. Denn eine Regierung, kann sich nicht daraufhin ausreden, von militärischen Befehlen unterer Instanzen nichts gewußt zu haben. Noch weniger aber kann sie sich damit herausreden, daß man ihren ausdrücklichen Befehlen nicht ae- horcht hätte. Denn ist es schon so weit mit ihr, gehorchen ihr untergeordnete Instanzen nicht mehr, dann ist das ein Beweis tödlicher Schwäche für sie. Dann hat sie ihr eigenes Todesurteil in den Augen ber Welt gesprochen. „Das mag gegen bas Völkerrecht sein — was schert bas mich", so schrieb ber britische Hauptmann John D. S. Pendlebury in sein Tagebuch, als er baran ging, ben heimtückischsten Banbitenkrieg auf Kreta zu entfesseln. Das mag gegen bie natürlichsten Gebote ber Menschlichkeit verstoßen, was tut das, so dachte dieser britische Offizier. Man konnte diese brutalen Sätze auf das Panier des brittschen Empires schreiben. gehenlafsen. Wir müßten dies Ringen zu Ende führen, denn hinter dem Sieg stehe eine neue Welt. Die SA. sei das Symbol unseres Willens, der Träger unseres Glaubens, die Verkörperung d^es Wehrwillens der Nation. Nach dem Siege benötigten wir gerade diesen Geist, um nicht in die Ruhe eines satten Bürgers zu verfallen. Auf einer Kundgebung auf dem Marktplatz sprach Stabschef Lutze. Anschließend Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Freikorps Dänemark geht wieder an die Ostfront. Kopenhagen, 17. Ott. 1 (DNB.) Nach Ablauf des vierwöchigen Heimaturlaubs, der von Reichsführer jj Himmler in Anerkennung des Einsatzes in den Kämpfen an der Ostfront gewährt worden war, hat das Freikorps Dänemark die Rückreise an die O st front angetreten. Auf dem Hofe der neuen Artillerie-Kaserne fand in Ko- penhagen-Amagar ein Abfchiedsappell statt, zu dem der stellvertretende Bevollmächtigte des Deutschen Reiches, Gesandter Barandon, der Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark, General der Infanterie v o« H a nn e ke n, ^-Brigade- führer Kanstein und der Oberstkommandierende des dänischen Heeres, der Ehef des Generalkommandos, Generalleutnant G 0 e r tz, erschienen waren. Nachdem der Kommandeur des Freikorps, ^-Sturmbannführer M a r 1 i n s e n, das Freikorps General von Hanneken gemeldet hatte, richteten ^Brigadeführer Konstein und General von Hanneken Worte des Abschieds an die dänischen Freiwilligen. Die Wehrmachiberichte. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DNV.Aus dem Führerhauptquarlier, 17. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Deftkaukafus erzielte gestern der Angriff deutscher und slowakischer Truppen trotz heftigen feindlichen Widerstandes abermals bedeutenden Raumgewinn. Kampf- und Zerstörerflugzeuge griffen wirksam in die Erdkämpfe ein. W e st l i ch desTerek warfen rumänische Truppen den Feind aus mehreren Vergftellungen und brachten zahlreiche Gefangene ein. 3a Stalingrad setzten 3nfanterie- und Panzerverbände in engem Zusammenwirken mit pausenlos angreifenden Fliegerkräften und der Flakartillerie der Luftwaffe ihren schwungvollen Angriff trotz erbitterter feindlichen Gegenwehr fort, überrannten zahlreiche Stützpunkte und eingegrabene Panzer und drang en in die Geschützfabrik „Rote Barrikade" ein. Durch Vorstoß uach Norden sind feindliche Kräfte nordwestlich der Stadt von ihren Verbindungen abgeschnilten und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Schwerste Angriffe der Luftwaffe richteten sich außerdem gegen Vatterieslellungen ostwärts der Wolga. Eigene 3agdverbände schalteten die sowjetische Luftwaffe bei Tage vollkommen aus und schossen achtzehn feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. 3m übrigen Verlauf der Ostfront fanden nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt. Eine feit etwa 14 Tagen erkannte Aufmarschbewegung der Sowjets auf allen Bahnen und Straßen im Abschnitt Kalinin — Toropez wurde durch die Luftwaffe laufend und mit großem Erfolg bekämpft. Die für die Bahnbewegungen wichtigen Bahnhöfe Bologoje. Ostafchkow, Toropez. Seliaharewo und Soblago wurden mehrfach mit stärkster Wirkung angegriffen, die Bahnlinien selbst häufig unterbrochen und zahlreiche Züge mit Truppen und Material vernichtet. Durch diesen trotz schwieriger Wetterlage fortlaufend geführten Einsatz der Luftwaffe ist es gelungen, den Aufmarsch der Sowjets nicht nur zu stören, sop- dern ihn teilweise zu unterbinden oder erheblich zu verzögern. Die Bombardierung militärischer Anlagen auf der 3nselfestung Malta wurde bei Tag und Nacht durch deutsche und italienische Fliegerverbände fortgesetzt. 3n Luftkämpfen verlor der Feind durch die verbündeten 3agdflieger 15 Flugzeuge. Zwei deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgesehrt. 3n Südengland bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage militärische Anlagen und Ansammlungen von Landungsbooten an der britischen Südküste. Sechs Landungsboote wurden versenkt, eine Anzahl beschädigt. 3n der vergangenen Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafen- und Dockanlagen in Nordostengland an. lieber dem Seegebiet westlich B r e st wurden bei Tage zwei britische Bomber durch deutsche Kampfflugzeuge abgeschossen. Außerdem brachte Flakartillerie der Luftwaffe und der Kriegsmarine vier britische Bomber bei nächtlichen Vorstößen in die Deutsche Bucht und gegen westfranzösisches Küstengebiet zum Absturz. Oer Wehrmachtbericht vom Gonntag. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 18. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Frontabschnitt Noworossijsk — Tuapse schreitet der Angriff deutscher und verbündeter Truppen gegen die tiefgestaffelten Stellungen des Feindes weiter fort. Allein im Abschnitt einer 3äger- division wurden gestern 60 befestigte Kampfaulagen genommen. Bombenangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Kolonnenverkehr der Sowjets auf den Gebirgs- und Küstenstraßen. Südlich des Terek warf ein eigener Gegenangriff den im Angriff auf unsere Stellungen befindlichen Feind unter hohen blutigen Verlusten über feine Ausgangsstellungen hinaus zurück. 3n Stalingrad brachen die Angriffstruppen zähen feindlichen Widerstand, erstürmten sämtliche Werke der Geschühfabrlk „Rote Barrikade" und warfen nach blutiger Abwehr hefttger Gegenangriffe den Feind aus dem angrenzenden Stadtteil. Schwere Angriffe starker Luftwaffenverbände unterstützten diesen Kampf und vernichteten auf dem Ostufer der Wolga zahlreiche Geschütze. Die nordwestlich des Stadtteils Spartakowa eingeschlossenen bolschewistische« Kräfte wurden vernichtet. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt außer erfolgreicher eigener Stohtrupptälig- keit und Abwehr örtlicher feindllcher Vorstöße keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Kampfftteger- kräfte fetzten trotz der ungünsttgen Wetterlage die Bekämpfung der sowjetischen Transporlbewegungen fort. Bei Luftangriffen auf Flugstützpunkte und sonstige militärische Anlagen der Insel Malta durch deutsche und italienische Luftstreitkrafte wurden neue Zerstörungen erzielt. In heftigen Luftkämpfen wurden zwölf britische Flugzeuge abgeschossen. Lin Tagesvorstoß der britischen Luftwaffe gegen den Südteil des besetzten französischen Gebietes verursachte Verluste unter der französischen Bevölkerung sowie geringe Sach- und Gebäudeschäden, vor allem in den Wohnvierteln der angegriffenen Orte. Lin Bomber wurde abgeschossen. Leichte deutsche Kampfflugzeuge belegten gestern kriegswichtige Anlagen in Südostengland im Tiefflug mit Bomben schweren Kalibers. Rückkehr -er Brasiliendeutschen. Herzlicher Empfang in Frankfurt. NSG. Am Freitagvormittaq traf in Frankfurt der Sonderzug mit 136 Reichsdeutschen aus Brasilien, an ihrer Spitze Botschafter Prüfer, ein. Im Kaisersgal des Römers begrüßte Staatssekretär von Weizsäcker die Brasiliendeutschen und Oer Bar, der sich die Hände wäscht. Bon Richard Gerlach. Das einzige Tier Nordamerikas, an dem die Europäer einhellig schon vor Jahrhunderten ihren Spaß hatten, das schon früh in die Schaubuden gelangte, und das auch heute noch in keinem Zoologischen Garten fehlt, ist der Waschbär. Der Danziger Naturforscher Klein besaß schon vor zweihundert Jahren einen, und Buffon, der sich zu derselben Zeit in Paris einen hielt, beobachtete bereits, daß der Waschbär sein Brot in die Wasserschüssel stippte, und daß er es erst herauszog, wenn es gut eingeweicht war. Er fand ihn familiär und liebenswürdig, in vieler Beziehung den Halbaffen ähnlich, ja, sogar etwas mit den Vorzügen des Hundes begabt. Dieser Kloinbär schläft am liebsten tagsüber in luftiger Höhe, er sucht sich eine bequeme Astgabel im Baumwipfel, wo er sich ungestört der Ruhe hingeben kann. Er klettert auf eine behutsame Weise, sehr geschickt im Hangeln, mit den langen, bekrallten Füßen jede Unebenheit der Baumrinde ertastend. Oft läßt er dabei den Körper wie ein Faultier nach unten hängen, macht dann aber einen Klimmzug, schwingt sich auf und balanciert auf den dünnsten Zweigen, die sich unter seinem Gewicht biegen. In der Gefangenschaft ist er zu jeder Stunde munter, wenn es lebhaft um seinen Käfig herum zugeht, denn er ist äußerst empfindlich für Geräusche. Wird seine Siesta nicht beeinträchtigt, so krabbelt er erst gegen Abend auf die Erde herab. In der Natur sucht er dann die Bachufer auf und plätschert im seichten Wasser herum, um Süßwassermuscheln und Krebse hervorzuziehen. Er findet sie mit dem Tastsinn der nacktsohligen Vorderpfoten, die er prüfend ausstreckt, um mit ihnen im Feuchten zu grabbeln. Dabei sitzt er allein auf den kräftigeren Hinterbeinen, der Rücken ist gebuckelt. So hat er die Hände frei. Er reibt sie in der Längsrichtung aneinander und rollt eine gefundene Wurzel, sie immer wieder benetzend, bis sie mundgerecht ist. Um die Weichtiere aus ihren Schalen zu lösen, sind seine Vorfahren wohl ursprünglich auf diese Wäscherei verfallen, vielleicht auch, um das Freßbare vom Schlamm zu säubern. Sein Instinkt geht dahin, alles Genießbare erst einmal mit dem Gefühl zu er- ttlndeN, bevor er es in das spitze Schnäuzchen steckt. Genießbar ist für ihn so ziemlich alles vom Mais- körn bis zur Käferlaroe, und in der Gefangenschaft ist er daher leicht zu halten und pflanzt sich auch ohne Umstände fort. Die neugierig umherwatschelnden Jungen sind noch possierlicher als die Alten. Sie unterhatten sich durch einen leise gurrenden, schnurrenden Grunzlaut, der gelegentlich etwas schriller wird, wenn sie sich balgen, wobei sie sich gern auf dem Rücken wälzen und im Nacken zu zwicken versuchen. Höhlen graben sie nicht, sie kratzen auch kaum mit ihren Krallen. Die Nerven der empfindlichen Pfoten sind auf zarte Berührung eingestellt, feinfühlige Organe der Nahrungssuche, mit den robusten Tatzen der großen Bären gar nicht zu vergleichen. Oer italienische Roman -es 20. Jahrhunderts. Von Adelheid Dehio, Rom. Der große Umbruch der Jahrhundertwende, der auch in Italien neue Lebensformen heraufführte, spiegelt sich deutlich in der italienischen Literatur. Der italienische Roman des Ottocento (19. Jahrhundert) hielt sich in der Hauptsache an fremde Vor- bilbcr, an die Romantik, den Naturalismus, den Verismus französischer, englischer oder russischer Prägung. Eine Ausnahme machten drei hervorragende Schriftsteller: Giovanni Verga, der in feinen sizilianischen Hirten und Fischern homerische Gestalten schuf, die in großer, primitiver Natur leben und vom Hauch der griechischen Tragödie umwittert sind. Gabriele d'Annunzio, der als Dichter der „Laudi" unsterblich ist, der aber auch als Romanschriftsteller seine ganze Generation aufs Nachdrücklichste beeinflußte. Er predigte den Lebensgenuß und die Liebe zur Schönheit, schilderte seltene Erlebnisse auserlesener Helden, die er zu Uebermenschen aufwarf, deren Charakterzeichnung aber meist verschwommen und wenig überzeugend wirkt. Die Schönheit und den Reichtum seiner Weihe des deuWenGoldschnliedehausesin Hanau — raUeutnant Fahnert, der Chef des Fernmeldewesens beim Reichsführer fj und Chef der deutschen Polizei, ^-Gruppenführer und Gen-eralleut« nant Sachs. ' lmgelez hsschwim li« ein § Truppe nmen; 85 Paksani 5er Reich ’ffcng do Ppheit zu • die Der i unteren reibta K sind Dl wjrieber »nenfalls jum Wsi 1 Mädele ihsreferen Als Lest tppe 1 de- s beste 5u: ! Bannes l.Aeyerss iig teilgen ien Krieg- ’ Setreuui iberMei J. erfüllt kämpfen nicht für irgend jemanden in der Welt, der auf seinen Schätzen thront, sondern für die Vev- schönerung und Verbesserung unseres eigenen Le« bens. Wir rüsten jetzt schon für den kommenden Frieden und erhalten die Kräfte, die einmal unsere künftigen Heime würdig gestalten sollen." Zuvor hatte der Leiter der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Goldschmied F. R. Wilm (Berlin) über „Goldschmiedekunst als Kulturpoli« tik" gesprochen, während Bürgermeister Junker die Beziehungen der Stadt Hanau zum Deutschen Goldschmiedehaus darlegte. Das Goldschmiede« Handwerk sei das schönste und seelisch reichste aller! handwerklichen Künste. Wenn ein Handwerk tünfi» lerische und ehrliche haich-werkliche Gesinnung verbinde, so sei es das Schmuckgewerbe. Es stehe int seinem Etyos und in feinen Leistunyen neben den Werken der Maler und Bildhauer. Das Gold- scbmiedehaus soll der Mittelpunkt des Schmuck» schaffens des Reiches — die Stätte fein, die ständig neue Ideen des künstlerischen und handwerklichen Schaffens hinaustrage in die letzte Werk- stätte. Der spanische Außenminister Jordana sandte dem argentinischen Außenminister Guinazu ein Glück« wunschtelegramm für. seine Rede am „Sage der Rasse", in der er „nicht nur der historischen Leistung Spaniens Gerechtigkeit widerfahren ließ, sondern auch hauptsächlich die s e l b st ä nd i y e S t e l l u n g Argentiniens stärkte". * Große Beachtung findet in der italienischen Def- fentlichkeit der Gesetzentwurf der argentinischen Regierung, der das Hissen der italienischen Flaggen in Argentinien für die kommenden italienischen nationalen Feiertage erlaubt. Kunst und Wissenschaft. Professor Wilhelm Stepp 60 3ahre alt Am 20. Oktober vollendet der Direktor der ersten Medizinischen Klinik der Universität München, Professor Dr. Wilhelm Stepp, sein 60. Lebensjahr. Stepp ist geborener Nürnberger. Er besuchte dort das Gymnasium und studierte in München, Erlan« gen und Kiel. 1906 promovierte er in München und war bann bis 1916 an der Medizinischen Klinik i n Gießen Assistent. Hier hat er sich 1911 auch habilitiert. Von 1908 bis 1909 war er an das Physiologische Institut der Universität Straßburg beurlaubt. Die bayerische Regierung gewährte ihm 1911 ein Reisestipendium zu wissenschaftlicher Arbeit in London. 1916 erfolgte seine Ernennung zum a.0. Professor in Gießen und zum Oberarzt an der Medizinischen Klinik. 1922 wurde er etatmäßiger Sinhei bei her Soick kisation T r, hat dir lerschiedlich jntarbeiter Imalig in empfun tunst weil len im e chlt. Der !der OT. [ nilienbeih . gezahlt. Mge st rte bei dei le selbst e terfoR) be chmg tritt O« Rc Hortsetzun Arade d °"ger ich zu bet 1 BS dann ein * bog verrat? 1 Ä fff «•II? te«« .ynnen * ö'ffr M e 'V Reichsleiter Rosenberg wohnte am Sonntag einen Reichsgedenkfeier für den Freiherrn vom Stein in Breslau anläßlich seines 185. Geburtstages bei, Gauleiter Hanke stellte die Führerpersünlichkeit des überragenden Staatsmannes in das Blickfeld der sozialistischen Weltanschauung unserer Tage und zeichnete die Gestalt Steins als Schöpfer und Dar« kämpfer einer kraftbewußten sozialistischen Staats, ordnung, die im Volksstaat Adolf Hitlers vollendet würbe. bilderreichen Sprache vermag keine Ueberfetzung richtig wlederzugeben. Auch Fogazzaro gab Seelengemälde außergewöhnlicher Menschen, die sich jedoch mehr dem Heiligenideal näherten. Zu Beginn des Novocento (20. Jahrhundert) standen die italienischen Erzähler unfc Romanschriftsteller unter dem Einfluß dieses Dreigestirns. So Frederigo d e R 0 berto, Luigi Capuana, Marino M 0 - retti und die Frauen Matilde Serao und die Nobelpreisträgerin Grazia D e l e d d a. Als Reaktion gegen den nüchternen, objektiven Realismus traten bald einige Schriftsteller mit der Schilderung ihrer eigenen geistigen Abenteuer hervor, so Soffici in „Lemmonio Boreo", Papini in „Uomo finito" und Sibilla Aleram 0 in „Una donna" (Eine Frau). Diese Lebensgeschichte war ein erster Schritt zur Befreiung der italienischen Frau aus der traditionellen Geschlechtsgebundenheit. Luigi Pi ran dello, der als Bühnenschriftsteller Weltruhm genießt, verstand es vor allen anderen, seinen Helden die Maske des Alltags abzureißen, ihre tiefsten und geheimsten Seelenregungen bloßzulegen und meisterhaft darzu- stellen; so in seinem ergreifenden Roman „II Lu' Mattia Pascal". Etwas ganz Neues und Eigentümliches entstand, als die italienischen Erzähler sich nach einem Ausdruck Bontempellis daran machten „Wunder zu wirken". Man versuchte, einen metaphysischen Raum, eine mythische Fabelwelt zu erschaffen, in der sich reine Phantasiegestalten bewegten, die die Wirklichkett in allegorischer und satirischer Form spiegelten. Hierbei gehören Aldo Palaz- zeschi mit seinem Roman „II codice di Perelä“ lPerelk ist eine Gestalt aus Rauch), Massimo Bontempelli mit „La schacchiera davanti allo specchio (Das Schachbrett vor dem Spiegel), der den sich spiegelnden Schachfiguren Leben und Wirklichkeit verleiht, Alfredo P a n z i n i mit ,,I tre re" (Die drei Könige), der Leben und Geschichte in ein Märchen verwandelt, und Riccardo Bacchelli mit „Lo sä' il tonno" (Der Tunfisch weiß es), — einer Satire der menschlichen Gesellschaft und ihrer Leidenschaften, die unter den Wasserspiegel verlegt ist. In seinen Romanen von „Eva ultima" (1922) bis „II figlio di due madri" (Der Sohn zweier Mütter) und „Gente nel tempo" (1936) kehrt Bontempelli sprach vor allem Botschafter Prüfer seinen Dank aus. Mit seiner Tätigkeit habe er den Beweis von einer hervorragend beherrschten Diplomatie im besten Sinne des Wortes erbracht. Obwohl er schon früher hätte in die Heimat zurückkehren können, habe er ausgehalten im Kampf um die deutschen Interessen, im Kampf um das Wohl und Wehe unserer Landsleute und im Kampf um die Ehre des Reiches. Dann ergriff Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort, um die Heimkehrer im Namen der kämpfenden deutschen Volksgemeinschaft herzlich willkommen zu heißen. Eingehend schilderte er dann die vom Führer geschmiedeten Grundlagen der deutschen Einheit, die das Fundament des Sieges im Freiheitskampf unseres Volkes seien. Nicht mit Lineal und Zirkel sei dieses deutsche Volk zu seiner Einheit gekommen, sondern durch den Appell an die Gemeinsamkeit des Blutes. Wenn heute die Reichsdeutschen aus Brasilien in die Heimat kämen, so kämen sie in ein Reich voller Kraftentfaltung und Macht, das frei sei von Verrätern und Feiglingen und allein nach dem Befehl seines Führers handele. Jene Zeiten, wo deutsche Volksgenossen zu Hunderttausenden aus Raium- und Nahrungsgründen auswandern mußten, wofür das Deutschtum in Brasiilien mit einer Million Volksdeutschen ein klassisches Beispiel sei, seien für immer vorüber. Dieses uns durch Jahrhunderte begleitende Elend, welches uns zur Abgabe des besten Blutes zwang, das dann als Kulturdünger in der Wett verging, sei heute durch die deutschen Waffen für immer überwunden. Gegenwärtig stehe das Reich in der Verteidigung unt> Sicherung dieses Erfolges. An dieser Aufgabe mithelfen zu können, so schloß der Gauleiter, werde das Glück und der Stolz der heim- gekehrten Ausländsdeutschen sein. Oie ersten Repressalien Japans. Tokio, 19. Off. (DNB. Funkspruch.) Wie der Ehef der Presieabfeilung der Armee des kaiserlichen Hauptquartiers bekanutgibt, wurden diejenigen Angehörigen der amerifanlfchen Luftwaffe, die bei den Luftangriffen am 18. April dieses 3ahres auf 3apan in Gefangenschaft gerieten und in ftattgefundenen Unternehmungen unmenschlichen Vorgehens für schuldig befunden wurden, auf Grund der rMlitaraesetze bestraft. Kleine politische Nachrichten. Der Rundfunk überträgt heute um 19 Uhr die Münchener Kundgebung mit den Reden vqn Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Gieß- ler über alle deutschen Sender. * In Weimar fand in Anwesenheit des Reichsjugendführers der erste Reichs wettkampf der Nachrichten-Hitler-Jugend feinen Abschluß. Dem Wettkampf motynten bei der Inspekteur der Nachrichtentruppen des Crsatzheeres, Generalleutnant Rußwurm, der W)ef des Er- ziehungs- und Bildungswesens beim Heer, Generalleutnant Wolff, der Höhere Kommandeur der Luftnachrichten-Ausbildungsregimenter, Gene- In der Stadthalle zu Hanau wurde anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst das Deutsche Gold- schmiedehaus eingeweiht und eine Ausstellung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, Prinz Philipp von Hessen, und des Regierungspräsidenten v. Mombart (Kassel) eröffnet. Staatssekretär Hermann Esser beglückwünschte die Stadt Hanau, daß sie trotz aller Schwierigkeiten den Mut fand, ein solches Werk zu vollenden. Die Welt, die uns den Krieg erklärt habe, habe es in Jahrhunderten nicht verstanden, mit den großen Schätzen so umzugehen, daß daraus Segen erwuchs. Die Habenichtse aber hätten bewiesen, daß sie es verstünden, diese Schätze für die Menschheit segenbringend zu verwenden. Sie stellten heute ein Goldschmiedehaus vor die Welt und dokumentterten damit, daß, wenn sie auch arm wären, sie doch mehr Kultur hätten als die Reichen dieser Welt. Sie bekundeten damit, daß Kultur und Reichtum nicht zusammengehören müßten. „Mr Hi R KeW r, gjleW fei ö Micher/ fite M IMchs l Lebend' Kulant w LzikvSo prof211 Olt S fee » i« 8ri ^Archive c an das tM19r i£ er als £ Engen un ier Beruf h Spez; Hte und ( , heben 1 iegel der I Gngläni ßrft Mette hmarcks J Kankfurt Wie der italienische Wehrmachtbericht vom Sonn« tag bekannt gibt, behinderten in Aegyvten anhaltende Sandstürme weiterhin die Kampstättgkeit zu Lande und in der Luft. Feindliche Panzerspähwagen wurden beim Versuch, in italienische rückwärtige Stellungen einzudringen, in die Flucht geschlagen und zersprengt. * General Alex ander, der Befehlshaber der 8. Armee in Aegypten, hat dieser Tage der 9. Armee in Syrien und Lib anon einen Besuch ab gestattet, während General Auchinleck in Neu-Delhi ein« getroffen ist. Ob General Auchinleck in Indien wie« der verwendet werden soll, ist noch nicht bekannt, Der USA.-Finanzminister Morgenchau ist in Großbrttannien eingetroffen. vom Märchen zur Wirtlichkeit zurück, in der aber dank seiner dichterischen Phantasie wunderbare Ereignisse niemals ausgeschlossen sind. Im diesjährigen Florentiner Musik-Mai brachte Bontempelli übrigens wieder ein Märchen auf die Bühne, und zwar ein etwas abgewandeltes „Aschenbrödel". Riccardo Bacchelli, der Sohn einer deutschen Mutter, der unlängst wie alle hervorragenden ita- lienischen Schriftsteller zum Mitglied der Akademie von Italien er dann t wurde, hat sich durch umfassende historische Romane über die Grenzen Italiens hinaus einen Namen gemacht. Im „Diavolo al Pontelungo", vor allem aber im dreibändigen Werk „II Mulino del Po" (Die Mühle am Po) end wirft er ein großartiges Sittengemälde aus dem Oberitalien des vergangenen Jahrhunderts bis auf unsere Tage, auf historischem Hintergrund und m patriarchalischer Weise erzählt. Alfredo Panzini überspringt Zett und Raum auf der Suche nach der anttken Humanitas („Der Kuß der Lesbia") und schildert Liebe und Tod, überzeugt, daß die menschlichen Leidenschaften zu allen Zeiten die gleichen waren. Palazzesch i erzählt in seinen Werken vom „Stampe delFOtto- cento" bis „Sorelle Materassi" und ,J?alio dei duktt" die Ereignisse in einer kleinbürgerlichen Welt des Alltags, wo er seltsame Gestatten entdeckt, die oft von trauriger und hintergründiger Komik sind. Auch Cicognani und 23 e r g a ni bewegen sich in ähnlichen Kreisen. Corrado Alvaro und Enrico Pea schlagen ganz andere Töne an und lösen die ttadittonellen Formen der Erzählerkunst auf. In „L'uomo nel labirinto" und „L’uomo ö forte" (Der Mann ist stark) schildert Alvaro die elementaren Triebe und Leidenschaften des Menschen in abgerissener Form, aber sehr kraftvoller Weise. Auch Enrico Pea reiht seine Schilderungen lose aneinander, sie haben jedoch einen tiefen poettschen und gefühlsmäßigen Zusammenhang. Aus der Fülle der zeitgenössischen italienischen Schriftsteller, von denen einige zu guten Hoffnungen berechtigen, sei noch eine Frau genannt: Gianna Manzini, die Verfasserin feinempfundener Seelengemälde. Extreme und dekadente Erscheinungen, Futuristen, Surrealisten und „Neorealisten" machen bisweilen einen Lärm, der aber bald wieder verstummt. hau ist in stob dem Abend eine machtvolle Zusanrmenfassung. Der dem LparsamerVerbrauchvon Schulheften . sandte dem ein Glück. Oie besten Mädeleinheiten der Hitler-Jugend. mischen Oes- Kirschen Ne« Flaggen in ischen notio. Der Reichserziehungsminister teilt zu der Be- teaffung von Schulheften mit, daß die Papier- Mpphen zu sparsamstem Verbrauch zwingt. Bo die Verhältnisse es gestatten, insbesondere m kn unteren Klassen der Volksschule, soll von Schreib tafeln Gebrauch gemacht werden. Die hrfte sind voll auszunutzen. Sind keine Hefte mit Moeschriebenen Liniaturen erhältlich, so können ge- gezahlt. Damit ist auch eine einheitlübe Lohn- age für die Einführung der Bauleistungs- e bei der OT. geschaffen morden. An der Bau» selbst erhalten die OT.-Ärbeiter als Frontar- „üerfoto den Wehrsold des Soldaten. Die Neu- . )er Duodenalsonde und k»einsam mit Feulgen die Auffindung des Acetal- im Harn des Menschen. lshaber btt «r 9. Slrrnet abgestattet, U'Delhi ein« Indien wie, cht bekannt, ^rolleuh terte er ein galantes Abenteuer. Oder eine Falle? Seine Stimme wurde plötzlich mißtrauisch: „Sie wollen mich in meiner Wohnung aufsuchey? Eine etwas ungewöhnliche Forderung, wie Sie zugeben müssen." „Es handelt sich auch um ungewöhnliche Dinge, Tenor Gonzales!^ „Können Sie mir nicht wenigstens eine Andeutung darüber machen, was Sie mir sagen wollen?" „Es hängt mit Ereignissen zusammen, die sich vor sechs Jahren abspielten, Senor Gonzales .. „Sie werden immer rätselhafter", murmelte er, „ich verstehe Sie beim besten Willen nicht ..." „Und ich kann leider nicht deullicher werden." Eine kleine Pause entstand. Er schien zu überlegen. z ,Hch erwarte Sie", sagte er schließlich mit einem dünner; Hüsteln. „Kennen Sie meine Wohnung?" „Die' Straße steht im Telephonverzeichnis, ich weiß leider nicht, wo sie liegt." „Haben Sie einen Wagen?" „3a." „Dann können Sie in einer halben Stunde bei mir sein. Fahren Sie den Korso entlang; ganz am Schluß zweigt eine Straße nach rechts ab. Es ist die Calle Stella. Sie führt ein wenig hügelan. Auf der linken Seite stehen sechs Villen. In der fünften wohne ich. Sie können sie nicht verfehlen. Auf den Eingangssäulen brennen zwei viereckige schmiedeeiserne Laternen.' Kommen Sie allein?" ,Lch habe einen Begleiter. Er wird in der Nähe Ihres Hauses auf mich warten. Und ich warne Sie nochmals dringend, Senor Gonzales, vor der Unterredung mit mir das Haus zu verlassen. Sie schweben in ernstlicher Gefahr!" „Sie machen mich wirklich neugierig", sagte er mit einem unbehaglichen Lachen. Karen war überzeugt, daß er ihre Andeutung, ihr Besuch hänge mit Ereignissen zusammen, die sich vor sechs Jahren abgespielt hatten, sehr wohl verstanden und richtig gedeutet hatte. Sie hängte ein. Forester erwartete sie vor der Telephonzelle. (Fortsetzung folgt) gegenüber. Beethovens „Achte Symphonie' hast. re alt )r der ersten ünchen, Pro« l Lebensjahr, besuchte dort ichen, Erlm' Machen und en Klinik in ) 1911 auch er an dar t Straßburg ernährte ihm tlicher Arbeit ennung M Oberarzt an : etatmäßiger seinen Posten. Er hatte nicht alles verstanden, aber es genügte ihm, zu wissen, daß der Gringo und die blonde Senorita, denen man vielleicht noch viele schöne Pesos aus den Taschen ziehen konnte, zum mindesten morgen noch in Derakruz fein würden. Es war ein kitzliches Geschäft, und er riefe sich unwillkürlich den braunen Hals. Aber schließlich würde auch Brackmann für has soeben erworbene Wissen gern etwas springen lassen. Er trabte in der Richtung auf den Hafen davon. Aber er traf Brackmann nicht an. ♦ Karen und Forester betraten die Hotelhalle. „Besorgen Sie die Zimmer, Frank", bat Karen, „ich werde inzwischen versuchen, mich mit Gonzales in Verbindung zu setzen oder herauszubekommen, wo ich ihn finden kann." Während Forester zu den Hotelschaltern hinüber» ging, betrat Karen eine Telephonzelle und ließ sich mit Gonzales verbinden. In den Sekunden des Wartens begann ihr Herz plötzlich wie rasend zu schlagen. Eine entsetzliche Furcht packte sie, daß das, was sie verhindern wollte, inzwischen schon geschehen sein könne. Sie preßte den Hörer ans Ohr und lauschte angstvoll hinein. Und dann, endlich, gab es ein Geräusch im Draht und eine herrische Stimme rief ihr Hallo. ,£Sä) wünsche Senor Gonzales zu sprechen." „Selber am Apparat", ertönte die Antwort Und dann war es das Abenteuerliche ihres Vorhabens, das ihr für Sekunden die Sprache verschlug. Sie fand den Anfang nicht. ,^)allo!" wiederholte er, dieses Mal ungeduldig. „Wer spricht hort?* Karen faßte den Hörer fester: „Sie kennen mich nicht, Senor Gonzales, deshalb ist es gleichgültig, ob ich Ihnen telephonisch meinen Namen nenne oder nicht. Jedenfalls muß ich Sie sofort sprechen. Ich habe Jh/ien eine sehr wichtige Mitteilung zu machen. Bitte, verlaßen Sie Ihre Wohnung nicht, bevor ich mit Ihnen gesprochen habe ..." „Das klingt ja sehr geheimnisvoll", unterbrach er sie; er schien belustigt zu sein. Vielleicht rott- genmg der Coda und dem klanglichen Verhallen des Schlusses. In tänzelnder Grazie entfaltete sich das Allegretto scherzando zu dem federnden Hüpfen der Holzbläserakkorde. Naturgewachserchett durchzog das Menuett mit seinen schön und schmiegsam blasenden Hörnern im Trio. Das Finale durchflutete tteibender Humor mit scharfer Betonung des Hauptgedankens und wohliger Anmut des Seitenthemas. Die Entwicklungen der Coda in ihrer organischen Durchdringung führten das Ganze Eingangssatz mit seiner herzhaften Frische, Bannenden der Durchführung, der großen Aufstei- ö°tn Sonin pten anbali Mgkeit zg ^pähwagen rückwärtige t geschlagen it K K- n AB rico gLjrf ,e f)^en. w «Lf ine vv. M Wen" > •Ä, lief), „es ist ein merkwürdiger Weg, aber ich weiß keinen besseren." „Kommen Sie, Frank, wir haben keine Zett zu verlieren. Ich rufe Gonzales sofort an, er muß ""^Vollen Sie ihn aufsuchen?" fragte er bestürzt. „Natürlich, oder meinten Sie, daß ich es ihm telephonisch mitteilen würde?" „Nein, das nicht, aber ich meinte. Sie sollten diese Angelegenheit lieber mir überlassen." „Entschuldigen Sie, Frank, aber ich traue mir mehr diplomatisches Geschick zu als Ihnen. Sie dürfen mich bis zu feinem Hause begleiten und auf mich warten. Außerdem würden Sie nur Ihre Stellung im Camp gefährden." ,Zch wäre schon längst auf und davon, wenn ...", er stockte plötzlich und wurde sehr verlegen. . wenn ich nicht den Vertrag auf zwei Jahre unterschrieben hätte." „Haben Sie mir nicht erst vor wenigen Tagen erzählt, daß Sie sich für zwei weitere Jahre ver- pflichtet haben?" „Gewiß ..murmelte er tödlich verlegen, „aber das hat andere Gründe — wisienschaflliche Gründe sozusagen und auch persönliche Gründe ..." Er brach mit einer nervösen Handbewegung ab, als hielte er den augenblicklichen Zeitpunkt für äußerst ungeeignet, auf diese wissenschaftlichen und persönlichen Gründe, di« ihn zu der Dertragsverlängerung bewogen hatten, näher einzugehen. Dafür sprang er etwas unvermittelt zu dem allen und eigentlichen Thema zurück, was nämlich geschehen solle, wenn Gonzales nicht daheim oder verhindert sei, Karen zu empfangen. „Dann müßten wir Ciqutta Perano aufsuchen — obwohl mir der Gedanke, ihr gegenüberzutreteR, bedeutend unangenehmer ist." „Weshalb?" fragte er ein wenig verwundert. „Weil sie eine Frau ist, Frank", antwortete Karen. ,Lch verstehe ...", murmelte er mit gerunzelter Stirn und öffnete den Kragen seines Sporihemdes. Karen schob sich, und Forester folgte ihr. In biefem Augenblick verließ auch Bartholomeo ib beste Iungmädeleinheit die Iungmädelgruppe 1 )t5 Bannes Dinkelsbühl im Gebiet Franken hervor. Die Siegergruppen haben an jedem Dienst voll- Mig teil genommen, darüber hinaus einen vorinld- tchen Kriegseinsatz in der Nachbarschaftshilfe, in »er Betreuung der Kinder berufststättger Mütter, iei der Arbeitsplatzablöfung für berufstätig« Frauen cho. erfüllt. Jedes Mädel hat ein eigenes Sippen- Ach angelegt, das Leistungsschreiben und den kichsfchwnnmschein erworben und führt regel» röfjig ein Sparbuch. 40 von 120 Mädeln der UI- ntr Gruppe hoben am Ost eins atz der HI. teilge» lummen; 85 dieset Mädel stehen im Berufsleben. Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath ^Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Gerade das meine ich!" entgegnete sie. „Und ie langer ich Darüber nachdenke, um so mehr komme g zu der Uebergeugung, daß es feinen anderen IblSweg gibt, um Brackmann an feiner -tat zu feiern Eaaen Sie selbst: dürfen wir noch langer Harten? Dürfen wir Brackmanns Auffindung einem j-sall überlassen, der überhauot nicht ober Dtctlei$t «ft bann eintrifft, wenn es zu spat ift? „über das ist doch ..." er zögerte, seine Ge- zum großartigen Ausklang. Orchester wie Dirigent konnten in dem überaus starken Beifall den sprechenden Dank für ihr erfolgreiches Bemühen sehen, Dr. Hermann Hering. Morgenfeier der Hiller-Zugend. ,3n den Ostwind hebt die Fahnen!^ Unter dem Leitwort „I n den O st wind hebt die Fahnen!" brachte das Programm der Kulturwoche der NSDAP, am Sonntagvormittag im dichtbesetzten Theater eine Morgenfeier der Hitler-Jugend, zu der sich zahlreiche Ehrengäste aus Partei, Staat, Wehrmacht und Behörden eingefunden hatten. K.-Bannsührer Obergefolgschaftsführer Wolf hielt zu Beginn eine Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte: Einheit der Raffe fei die Voraussetzung für die Kultur eines Volkes. Erst Adolf Hiller habe die große, rassisch gegründete Gemeinschaft geschaffen, die ftühere Bestrebungen zur Einigung des Volkes und Reiches vergeblich zu errichten versuchten. Nur ein gesundes Volk könne kulturelle Aufgaben lösen. Wir gelten zwar als das Volk der Dichter und Denker, aber wir seien auch ein Volk der Kämpfer unö der Tat. Erst in der Verbindung dieser beiden Elemente werden wir die andern Völker überflügeln. Im Blick auf die uns feindlichen Völker konnten wir ermessen, was die fehlende rassische Einheit bedeute. Die Erziehungsarbeit der Hitler- Jugend sei auf die Erreichung von Fuhrer- eigenschasten gerichtet. Die. deutsche Jugend werde einmal der Träger der deutschen und europäischen Kultur fein. Wir brauchen Haltung und Bewährung, um den von unserer Wehrmacht eroberten Raum auch kulturell zu erschließen. Die unbekannten Kräfte in der Hitler-Jugend müßten gefördert werden. Asoziale Elemente müßten ausgeschaltet werden. Die deutsche Jugend alaube an Deutschland, an den Sieg und an den Führer; sie werde immer hn Geiste von Lange mar ck marschieren und auch im Kriege unermüdlich arbeiten, denn es gelte nicht nür den Krieg, sondern auch den Frieden zu gewinnen. Nach der mit lebhaftem Beifall auf genommenen Ansprache gestatteten Chor und Einzelsprecher aus HI. unö BDM. auf der mit Fahnen geschmückten Bühne, vom Bannorchester des Bannes 116 begleitet, den Leitgedanken der Morgenfeier — „In den Ostwind hebt die Fahnen!" — in Lied und Spruch. In dieser Feiergestaltung waren der gläubige Mut der Jugend, das Bekenntnis zur Heimat und aum Führer und nicht zuletzt zu der großen verpflichtenden Aufgabe deutscher Zukunft im Osten die wegweisenden Motive. Im Mittelpunkt der Morgenfeier stand eine mit großem Beifall ausgenommen« Ansprache von Kreiskutturstellenleiter Alwin Rüffer, der zunächst an die Dichterlesung von Agnes Miegel erinnerte und bemerkte, daß diese Veranstaltung unb die heutige Morgenfeier den Blick in den Osten richteten und an die schmachvolle Zeit mahnten, da noch deutsche Menschen, ati getrennt vom Reiche und unbefreit, den Blick sehnsüchtig über die Weichsel gehen ließen.' Während Agnes Miegels Lesung aber eine Feier des Wortes gewesen sei, sei die heutige Morgenfeier ein politisches Ereignis; es komme darauf an, den politischen Anspruch und Auftrag dieser Stunde zu erkennen. Auch Rüffer erinnerte aus persönlichem Erlebnis während des Feldzuges in Polen an die Zeiten der Schmach und der Unterdrüctuna, an die mancherlei schweren Schicksale der Volksdeutschen und an die Grausamkeiten der Polen. Der Boden dort im Osten, so führt« der Redner weiter aus, schweige nicht, er rufe uns Deutsche, er mahn« uns an jene, die Arbeit, Blut und Leben dort eingesetzt haben» Die entscheidende Tat des Führer vom 22. Juni 1941 habe Europas Rettung gebracht. Die deutsche Jugend sei aufgerufen, im Osten bereit zu sein. In diesem Sinne sei der Osteinsatz der deutschen Jugend zu verstehen, und in diesem Sinne sei das Lied „3n den Ostwind hebt die Fahnen" von Hans Baumann ein Kampflied. Mit dem Gesang „Drüben geht es an ein Bauen, das ist größer als die Zeit" wurden die Leitgedanken der Festansprache ausgenommen und von Chor und Sprechern in Lied und Spruch ab« gewandelt. „Wir reiten in neues Land, nach Ostland geht unsere Fahrt" — mit diesen Worten fand die Morgenfeier der Hiller-Jugend ihren sinnvollen Ausklang. Hans Thyriot. Aus -er Stadl Gießen. 4. Büchersammlung für die Wehrmacht Als der Reichsmarschall bekanntgab, daß die Rationen erhöht würden und für Weihnachten eine Sonderzuteilung zu erwarten sei, fühlte sich jeder persönlich von Der Wehrmacht beschenkt. Das überwältigende Wechnachtsgeschenk unserer Soldaten für uns ist die gesicherte Nahrungsbasis für das deutsche Volk. Was aber schenken mir? Was kann die Heimat spenden? Die Heimat schenkt vom Reichtum ihrer Seele, sie schenkt gute deutsche Bücher. Wenn am 18. Oktober die 4. Büchersammlung für die Wehrmacht anläuft und die Amtsleiter der Partei oder die Helfer der Gliederungen in jeden Haushalt kommen, um zur Bücherspende aufzurufen, soll jeder' der großen Opfer der Wehrmacht gedenken und wirklich nur die besten Bücher spenden! Und wenn zufällia kein Blockleiter, kein Hitlerjunge oder sonstiger Heiser kommt: nehmt euer Bücherpaket und bringt es auf eure Ortsgruppe der Partei, der DAF. ober der NSV. Von dort werden alle Bücher der Sammelstelle zugelettet, wo sie von Fachkräften aesichtet und zu fertigen Truppenbüchereien zu- . sammengestellt werden. 84 komplette Truppenbüchereien mit rund 9000 Büchern war das Ergebnis der letzten Bücherspende im Kreise Wetterau. Das Ergebnis der 4. Bücherspende, die nun beginnt, mochte größer sein. Der Hunger nach guten Büchern ist groß. Spendet deshalb reichlich für die 4. Büchersammlung für die Wehrmacht! Architekt Hans Meyer 75 Jahre alt. Am morgigen 20. Oktober kann Archttekt Hans Meyer in bester Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der aus Regensburg stammt, vereinigte sich nach Beendigung feiner Studien im Jahre 1890 mit dem Architekten I. Stem in Gießen, mit dem er bis 1900 gemeinsam arbeitete und nach dessen Ausscheiden er das Architektenbüro allein fort» führte. Unter der Leitung Hans Meyers ist in den mehr als 50 Jahren feines hiesiaen Wirkens eine große Anzahl privater und öffentlicher Bauten entstanden. Seit 1892 ist er Baumeister der Evangelischen Kirchengemeinde in Gießen. Der Umbau der Stadttirche im Jahre 1900, deren gründliche äußere Erneuerung im Ähre 1912, Bauarbeiten an der Johanneskirche, die Errichtung von Neubauten der Evangelischen Gemeinde (im Jahre 1926 die Zuflucht, 1929 die Krippe, 1934 das Altersheim, 1938 Erweiterungsbau am Evangelischen Schwesternhaus) seien hier als Beispiele für sein Wirken genannt. In Anerkennung seiner Tätigkeit wurde ihm im Jahre 1923 die Amtsbezeichnung „Baurat der Evangelischen Kirchengemeinde" verliehen. Beim Bau unseres Theaters (1906/07) lag die örtliche Bauleitung in seinen Händen. Aus der langen Reihe der von ihm ge» leiteten Neubauten feien hier u. a. weiter die Häuser der früheren Korporationen Wingolf, Starkenburgia, Germania, Alemannia, Darmstadtta und Adelphia, ferner die Kinderklinik in der Friedrichstraße und die Lupus-Hellstätte an der Gaftkystraße sowie deren Erweiterungsbau im Jahre 1926, schließlich noch die Errichtung der Heilstätte Settersberg in den Jahren 1927 bis 1929 erwähnt. Neben feiner Berufsarbeit diente der Jubllar in einer Reihe von Ehrenämtern dem Gemeinwohl. Der Universität galt ebenfalls seine tatkräftige Förderung, wofür ihn der Gesamtsenat der Ludoviciana im Jahre 1923 zum Ehrensenator ernannte. Sein Wirken als Architekt und Baumeister erstreckte sich auch über Gießen hinaus, sowohl durch zahlreiche Bauten als auch durch die erfolgreiche Beteiligung an großen öffentlichen Wettbewerben. In weiten Bevölkerungskreisen genießt der Jubilar hohe Wertschätzung. Zu seinem morgigen Geburtstage bringen auch wir ihm herzliche Glück- wünsche dar. * ♦♦ EineSiebzigjährige. In bester Frische konnte am gestrigen Sonntag Frau Maria Hunte- mann, Seltersweg 39 wohnhaft, ihren 70. Ge» burtstag begehen. Die Jubilarin hat in langjähriger Tätigkeit an unserem städtischen Dolksbad, sodann an der Kasse unseres Theaters unserem Gemeinwesen gedient und sich als allezeit liebenswürdige und hilfsbereite Frau einen großen Freundeskreis erworben. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag, verbunden mit den besten Wünschen für einen schönen Lebensabend. *» Ernteeinsatz der 7. Klassen der Oberschule für Mädchen. Der langfristige Ernteeinfatz der 7. Klassen der Oberschulen für : Mädchen ist am 31. Oktober beendet. Die Mädchen i sind anschließend bis zum 8. November beurlaubt : und haben dann die Schule wieder zu besuchen. ** Gießener Vortragsring. Die im Gießener Dortragsring zusammengeschlossenen Kultur- prof. Arnold Oskar Meyer 65 Jahre alt l Im 20. Oktober vollendet der ordenlliche Professor fit neuere Geschichte an der Universität Berlin, Arnold Oskar Meyer, fein 65. Lebensjahr. In Kaslau geboren, studierte er in Breslau, Tübingen, Lchzig, Berlin und Heidelberg. 1908 habilitierte L flch in Breslau, arbeitete zunächst an den Bres- icuer Archiven zur schlesischen Landesgeschichte, kam iaroi an das Preußische Historische Institut in Rom tat ging 1910 als Privatdozent nach Rostock, 1915 M er als Ordinarius nach Kiel, 1922 kam er nach Mngen und 1929 nach München, wo er bis zu feiner Berufung nach Berlin 1936 gewirkt hat. Ehe Spezialarbeitsgebiete sind englische Ge- schschte und Geschichte Bismarcks. Von feinen Werken heben wir hervor: „Bismarcks Glaube im Megel der Losungen und Lehrtexte"; „Deutsche ml Engländer", „Kaiserin Augusta Viktoria"; \tgürft Metternich"; „Bismarcks Orientpolitik" und sMsmarcks Kampf mit Oesterreich am Bundestag pi Frankfurt". Aus dem Reich. Einheitliche Arbeitsbedingungen bei der Organisation Todt. Der Sondertreuhänder der Arbeit für die Or- isatisn Todt, Reichstreuhänder Dr. S ch m e 1 - jjt, hat durch eine Tarifordnung die bisher sehr rschiedlichen Lohn- und Arbeitsbedingungen der (arbeiter der OT. vereinheitlicht und damit alig in der Bauindustrie immer als sehr ftö- empfundene Vielzahl der Löhne beseitigt. In n'ft werden bei der OT. auf sämtlichen Bau- n im europäischen Raum einheitliche Löhne It Der Unterschied zu dem vor der Tätigkeit ider OT. zuständigen höheren Tariflohn wird als llienbeihilfe in monatlichen Beträgen von der Festliches Orchester-Konzeet. Das „Festliche Konzert" im Theater mar schon durch seine Vvrtragsfolge dazu angetan, den Hörer in engste Verbindung mit der Musik zu bringen, chn innerlich zu heben durch unmittekbares Erleben: Bachs Orchester-Suite Nr. 1 als Zeugnis für den Musizierwillen des Barock, Mozarts Konzext als ein Zeichen gesellschaftlicher Kunst und Beethovens Achte Symphonie in ihrer Abgeklärtheit, inneren Befriedung und beglückenden Heiterkeit, die sich im Erhabensein über die Nichtigkeiten des Lebens durch die Tatsachen des Ueberwundenhabens sich vom Schmerz gelöst hat und mit einem überlegenen Lächeln der Reife zu überschauen vermag. Bachs Suite in C-dur ist leider zu Unrecht gegenüber den anderen beiden zu dieser Gruppe gehörenden Werken in den Hintergrund gestellt worden. Auch hier in Gießen hörten wir sie seit langem nicht. Und dennoch liegt eine Unmittelbarkeit in ihr, wie es sich unter der Leitung von Musikdirektor Otto Zöllner bestätigt«. Im erft«n Satz, in der Form der sog. ftanzöfischen Ouvertüre geschrieben, wird ein Allegro von zwei langsamen rvuchttgen Wschnitten, die voll innerer Gespanntheit erklangen, gerahmt. Waren hier schon in der fugierten Entwicklung des Mittelteiles die Durchführungen für die drei dem Streichorchester zugesellten Blasinstrumente (2 Oboen, ein Fagott) von besonderem klanglichen, musikalischen Reiz, so zeigten sich diese drei im schönsten kammermusikalischen Zusammenspiel in den Triosätzen, der m der Suite zusammengefaßten alten Tanzformen; so in der Gavotte und in der Bouröe Nr. 2. Don den einzelnen Sätzen fei die Forlane (venezianischer Tanz) mit ihrer schwelgerischen Linie besonders hervor- gehoben. Das Menuett ließ in feinem zweiten Teil, der mir den Streichern vorbehalten ist, sich diese zu beachtticher Ausdruckshöhe erheben. Mozart ist in seinen Klavier-Konzerten zum bedeutungsvollen Förderer des Klavierspiels geworden, denn in der Einheit als Schaffender und als ausübender Solist hat er hier schönstes und wertvollstes musikalisches Gut niedergelegt, über die überlieferten Formen der Gesellschaftsmusik seines Zeitatters hinaus spüren wir bei ihm die menschliche Weite als Vorboten eines neuen Musikempfindens. Mozart hat zweimal mehrere Klaviere im Konzert mit dem Orchester vereinigt; das eine Werk hatte er für die Gräfin Lodron mit ihren Töchtern geschrieben, das Konzert in E s-du r (K. V. Nr. 365) für zwei Klaviere und Orchester hatte Mozart für fein Musizieren mit feiner Schwester bestimmt. Die überaus feine Verknüpfung der beiden Solopartien im Gewebe des musikalischen Satzes trat in geradezu beglückender Weise in der Wiedergabe durch Lore und Heide Walterspiel, München, hervor. Ganz aufeinander eingeftimmt und gleichwertig im Ebenmaß des aus geschliffenen technischen Könnens und hohen musikalischen Dur erringens erschloß sich dieses so klangschöne Werk in Natürlichkeit und gesunder, niemals überspitzter Frische des Erfassens. Man mußte seine Freude daran haben, wie die beiden Partnerinnen sich den jeweiligen Anteil abnahmen, im Weiterspinnen des angeschlagenen Gedankens, in dem diologhasten Beantworten und der sauberen Geftigtheit des organischen Aufbaues. So war es z. B. im Aandante stellenweise ein gegenseitiges Sichüberbieten in der Schönheit der Linie im gegenseitigen Ausstrahlen und Vertiefen der Empfindungen; in den Kadenzen ein Zusammenwachsen im sich steigernden innreren Arftschwung.— Das Orchester fügte sich unter Otto Söllner mit feinsinniger Anpassung ein, besonders reizvoll erklangen die Oboen-Episoden des Andante, lieber- aus herzlich war der Dank den beiden Solistinnen ein* 'tzes bei. ' ierRlt(btetf I ^Aiikfch 1 T W unb :r M Vox, stn Staats» i rs vollende! il verbände haben zu dem dritten Vortragsabend Sommer" mit zahlreichen farkngen Ltthtblldern hab dieses Winters am Donnerstag, 22. Oktober, in der ten. Der Vortragende gibt em anschauliches Bild Aula einen Vortragenden aus Finnland eingeladen, feines Heimatlandes und des mit uns in treuer Professor Dr. phil. et med. Georg von Wendt Waffenbrüderschaft verbundenen finnischen Volkes, wird einen Vortrag „Finnland im Winter und im Der Vortrag verdient allseitige Beachtung. Kulturwoche der NSDAP, in Gießen. in der afeef nierbare E? Jm diesjäW gjjS’SMenenfHch aLereheste benutzt werden. ner demW caqenden der AkadellNt h durch M Grenzen 3m dreibändig^ am WjJ Le aus M d-rt- jnuib unb a .Tage der ^2*1 „Clu --------- -------- 9» Melung tritt am 1. Januar irr Kraft. Stellung n kitten auszusprechen. . . Iserrat? Nein! Nein! Brackmann fehlte iede I«re Vernunft unb Einsicht, bah er mit seiner Tat fe selber den größten Schaben zusugt unb seme kbstenz für immer vernichtet. Es ist mir gleich tätig, was er von mir bentt wenn er enchecken ffie, baß ich seine Absichten burchkreuzt habe. 2ch feie es für meine Pflicht, ihn mit aUen Mitteln »er feinem felbstzerstörenschen Wahnsinn zu (Einmal wirb er einsehen, baß er wirklich nicht ki Sinnen war. Er hat in ber Gefangenschaft bas Bifüfjl für bie Wirklichkeit verloren. Er hat ver Un, baß er in ber Welt lebt unb !wß ihre Ge- fee auch für ihn gelten. Er denkt nichtdarandaß feiet Tat eine furchtbare, unerträgliche Ernuchte tuns folgen muß unb daß er mit der Vernichtung feier Gegner nichts gewinnt, fonbem alle Sehen Sie bas ein, Frank? Unb sehen Sie auch fe. baß eine Warnung an Gonzales so verblut !--d dieser Gedanke im ersten Augenblick auch er tonen mag, jetzt da unsere S)offnunfl, flr;(f1teit ’« finden, gescheitert ist, unsere letzte 9 _ iliitt? Ober können Sie mir einen besseren Vor Kester^Mttelte nach -angem Besinnen den Nl. „Sie haben recht, Karen", sagte er schlreg 3um Abschluß des Reichswettkampfes 1941/42 «Her MäbeleiTcheiten der Hitler-Jugend besuchte die «ichsreferentin, Jutta Rüdiger, die Siegergrup- M. Ms beste Mädeleinheit der HI. ging die Mädelpuppe 1 des Bannes Ulm im Gebiet Württemberg, 'UW ti.$rDfeffor und Vorstand der Medizinischen Poli. . ” feit in G ie ß e n. Er folgte dann einem Ruf als Minanus für innere Medizin an die Universität ? hk iS ya unb tarn 1928 in derselben Eigenschaft an che 9=nenT D-ersitöt Breslau. Im Frühjahr 1934 olgte er "°ch München ols Nachfolger des ver- un|5 Ebenen Geheimrats Dr Ernst von Romberg. ■ '• App ist Mitherausgeber der „Enokronologie", der Melli^ Stamme und Hormone', der „Zeitschrift für kli- und der Zeitschrift „Zentrchblatt für TW tote Medizin Für Lehr- und Handbücher auf 5un[, M Sebiete der Magenkrankheiten, des Stoffwechsels ' Ndfe ur- h°t °r»°hlreiche Beiträge verfaßt. Besonders Mtent machte er sich um den Nachweis der Lebens- °«h!t! Z i, t-endigkeit gewisser Stoffe in der Nahrung, die »er! S Ui den Hauptnahrstosfen angehören. Aus diesen »Hund „ , M-n Befunden über die Unentbehrlichkeit gewisser -a ft* £ ^Löslicher Stoffe (Lipoide) für die Ernährung ent- »ton kJ Hielte sich die Vitaminforschung. Ferner gelang 518 (Sn7 je erstmals die Gewinnung von Gallenblaseninhalt i Efe Lebenden mit Hilfe br- ...... E—tnfnm mit fomfnon hie s * »rt, DER GROSSE ILM DER SW MM - ..ZV . GLORlfl am der Fder Ölungen den,M mchr d Den überaus kebhotften und len Dank de die große Marine-Kundgebung Oer Ausklang Empfang der Ll-Boot-Männer durch die Stadtverwaltung ^erringen und dadurch den deutschen Sieg mi sicherstellen werden. ent der onaten d' Willkommengruß der Gießener Kameraden und gab chrer großen Freude über den starken Besuch der Tagung Ausdruck. Dann sprach der Bundesführer Konteradmiral Klüpfel zur Einleitung der internen Beratungsarbeit in längerer richtungweisender Rede über Gegen- warts- und Zukunftsaufgaben des NS.-Deutschen Marine-Bundes und seiner Kameradschaften, wobei er u. o. der vorbildlichen Tätigkeit des Gießener Kameradschaftsführes Lich, des Kameraden Emmerich und der gesamten Gießener Kameradschaft mit größter Anerkennung gedachte und ihnen den Dank der Bundesführung aussprach. An die grundlegenden Worte des Bundesführers schloß sich eine längere Aussprache an, in der die von dem Bun- desführer behandelten Punkte starken Widerhall in vollkommener U eber einstimmun g hinsichtlich des Marschweges und der Zielsetzung fanden. Anschließend gab der Führer des Landesverbandes Fulda-Werra, Fregattenkapitän Ackermann, einen Bericht über die Tätigkeit des Landesverbandes in den Jahren seit 1939, aus dem hervorging, daß ebenso wie vom Bund auch im Landesverband wertvolle Arbeit zur weiteren Vertiefung es Bewußtseins von der Notwendigkeit der starken deutschen Seegeltung und Seemacht auch im Bin-- nenlande geleistet worden ist. Dem Geschäftsführer und stellv. Landesverbandsführer Joh. Heinemann, Kassel, wurde von Landesverbandsfüh- rer herzlicher Dank für seine langjährige vorbildliche Tätigkeit ausgesprochen. Das Ergebnis der Tagung, die mit dem erneuten Gelöbnis der Treue zum Führer und seinem Werk schloß, kann als ein sehr bedeutsamer Beitrag zur Förderung aller Bestrebungen im Dienste unserer Kriegsmarine und damit zur Stärkung der deutschen Machtstellung auf dem Weltmeer bezeichnet werden. Der anschließende Kameradschaftsabend im Bootshaus nahm in alter waffenbrüderlicher Verbundenheit den gewohnten schönen Verlauf. Mit begeisterter Freude wurde der nach dem Konzert im Theater noch herbeigeeilte Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Mohr im Kreise der alten Mariner begrüßt, durch dessen Besuch dieser Kameradschaftsabend zu einem unvergeßlichen Erleben wurde. Der gestrige Sonntag brachte den Höhepunkt dieser beiden Gießener Marinetager Verdunkelungszelk: 19. Oktober von 19.20 bis 7.25 Uhr. Zuhörer unterstrich Admiral Klüpfel noch mi ttirzen warmen Worten an den Komma-ndantei und seine Männer. Dann schloß die Kundgebun- mit dem begeistert mrfgenvmmenen Gruß an bei Führer. 31W a um T M Kampf erzählt, ed)t soldatisch: groß in der Tat, ein. fach, bescheiden im Bericht über die eigene Leistung Der Kommandant machte die ungeheure Schwere des Kampfes gegen Geleitzüge deutlich, er ließ er. MW Der erste Tag der großen Marine-Kundgebung in Gießen brachte nach der Gefallenen-Ehrung Skagerrak-Ehrenmal am Samstagmittag den Haus, der Prorektor der Universität Professor Dr. Rauch, Vertreter der Wehrmacht und Behörden, viele alte Soldaten, insbesondere Kameraden von der alten Kriegsmarine, und andere Gäste nahmen an der Begrüßung teil. Bürgermeister Dr. Hill übermittelte den U-Bootmännern den herzlichen Gruß der Stadt Gießen. Mit Worten des Dankes würdigte er dabei die bisherigen Heldentaten unserer Kriegsmarine auf allen Welt» meeren, insbesondere die unvergleichlichen Leistungen der U-Boot-Besatzungen. Er betonte, daß die Herzen der Heimat allezeit bei unseren Soldaten sind, deren glorreiche Waffentaten uns mit Stolz und größter Zuversicht erfüllen, er gedachte weiter in Ehrfurcht unserer Helden, die im Kampfe um die Freiheit und Zukunft unseres Vaterlandes ihr Leben Hingaben und gab den U-Boot-Männern und der Front die Versicherung, daß wir in der Heimat, auch die Gießener Bevölkerung, jederzeit unsere Pflicht gegenüber unseren Kämpfern erfüllen werden, beseelt von dem sicheren Glauben an den Endsieg, den die Soldaten des Führers erkämpfen werden. Den Ehrengästen von den U-Booten wünschte er zum Schluß ein schönes Erleben in unserer Stadt. Der Prorektor der Universität Prof. Dr. Rauch entbot den U-Boot-Männern die herzlichen Grüße der Universität und betonte dabei, daß unsere Kämpfer, die vom Ruhm großer Waffentaten umstrahlt sind, mit ihren Taten Geschichte machen, die von den Universitäten für die Nachwelt gepflegt und verkündet wird. Dadurch seien die Universitäten auch mit unseren Männern der Frönt verbunden. Den Gästen wünschte er, daß sie die schönsten Erinnerungen von Gießen mitnehmen möchten. Der U-Boot-Kommandant Ritterkreuzträger Kapi-, tänleutnant Mohr brachte seinen und seiner Männer herzlichsten Dank für die warme Begrüßung in dieser Stunde und am Abend vorher bei dem großartigen Empfang durch die Gießener Bevölkerung in begeisterten Worten zum Ausdruck. Er betonte besonders, daß die U-Boot-Männer bei ihrem Besuch weniger eine körperliche Erholung, vielmehr nach den Strapazen ihres Einsatzes eine seelische Entspannung suchen, die ihnen hier in reichem Maße schon bereitet worden sei. Daraus könnten sie die Gewißheit mitnehmen, daß die Herzen der Heimat mit ihnen siftd, und stärker denn je empfänden sie heute, wofür sie draußen vor dem Feinde stünden zum Schutze der geliebten Heimat, deren Liebe und vollen Einsatz für unseren Sieg die Front dankbar empfinde. Sein herzlicher Gruß und der seiner Männer gelte der Gießener Bevölkerung. Mit dem Gruß an den Führer schloß die schöne Feier. Anschließend vereinigten sich die U-Boot-Männer und die Kameraden vom NS.-Deutschen Marinebund mit den Gästen zum gemeinschaftlichen Mittagessen im Klub. Hier begrüßte der Bundesführer des NS.- Deutschen Marinebundes Konteradmiral Klüpfel die U-Boot-Männer mit einer herzlichen Ansprache, in der er u. a. den begeisterten Empfang durch die Gießener Bevölkerung als ein Zeichen dafür deutete- daß die Heimat mit der Front und namentlich auch mit den Männern unserer U-Boote und Kriegsmarine lebssn wolle. Bei diesem Besuch zeige sich erneut in überzeugender Weise, wie sehr sich die V® Sw1 Ab-' w 1 in der Aula der Universität. Der Hoheitsträger Partei im Kreise Wetterau, Kreisleiter Back mit minutenlangem stärkstem Beifall begrüß dankte zunächst, zugleich für seine Männer, für dc sehr herzlichen Empfang, der ihn und seine Kamp geführten außerordentlich erfreut habe, und bezeia, riete diese Tage in Gießen als ein unvergeßli, schönes Erlebnis, von dem sie immer in dankbare Erinnerung sprechen würden. volle Schwere des Kampfes unserer U-Boot-Männer erkennen, sie konnten im Geäste aber auch teil» haben an den schönen und entspannungsreicheir Stunden sowohl draußen auf See als auch in ihren Stützpunkten. Keine falsche Romantik, keine wide> liche Sentimentalität war hier zü hören: schlicht und wahr und dadurch erhaben in seiner Wirkung wurde vom Verlauf der Fronteinsätze im U-Boo! angetreten und nun die Entspannung von der Schwere des Kampfes im Bewußtsein treu erfüllte Soldatenpflicht genossen wird. Und schließlich noch öl auM eines: er bestärkte bei allen Hörern aufs neue di röte das Gießen im Zeichen unserer Kriegsmarine. Eine Ll-Boot-Abordnung der Front zu Besuch bei der Tagung der alten Marinekameraden Heimat unseren U-Boot^Männern und den übrigen Kämpfern der Kriegsmarine zu Dank verpflichtet fühle für den starken Schutz, den sie der Heimat geben und für den gewaltigen Einsatz, den sie für dem vollen Sieg unserer Waffen leisten. Der Admiral würdigte dann die Schwere des Kampfes, den unsere U-Boot-Männer unter großen Strapazen auf allen Meeren in wochenlangen Feindfahrten zu bestehen haben, mit Worten höchster Anerkennung, betonte die enge Verbundenheit des NS.-Deutschen Marinebundes mit den jungen Kameraden unserer Kriegsmarine und die Liebe der alten und jungen Seemänner zu ihrer Wafte, übermittelte den Männern der U-Boote für ihre weiteren Fahrten gegen den Feind die herzlichsten Wünsche der Heimat, brachte dSren volles Vertrauen zu den Kämpfern der Front zum Ausdruck und schloß unter begeisterter Zustimmung mit der Versicherung, daß die Heimat der Front unverbrüchlich die Treue halten werde. Am Samstagnochmittag erfreute das Musikkorps der Kriegsmarine unter Leitung von Obermusikmeister Änderst die Bevölkerung mit einem schönen Platzkonzert auf dem Kreuzplatz. Den Samstagabend verbrachten die U-Boot-Männer als Ehrengäste im Theater der Universitätsstadt Gießen, wo Kreisleiter Backhaus sie mit einer kurzen Ansprache herzlich begrüßte. Er sprach feine Bewunderung der Leistungen der U-Boote aus, von denen der Binnenländer nur durch Wochenschau und Sondermeldungen erfahre, und wünschte den Männern schöne Tage der Erholung in Gießen und durch das Konzert die seelische und geistige Betreuung, die sie auf ihren Feindfahrten oft vermissen müssen. Dann hörten sie das feslliche Orchester-Konzert des Städtischen Orchesters unter Leitung von Musikdirektor Söllner. Kameradschastsführertagung des Landesverbandes Fulda-Werra. Im Bootshaus der Marine-Kameradschaft Gießen versammelten sich am Samstagnachmittag die Führer der Kameradschaften des Marine-Landesverbandes Fulda-Werra zu einer mehrstündigen Arbeitstagung unter Leitung des Bundesführers des NS.- Deutschen Marinebundes, Konteradmiral Klüpfel. Der Führer der Marine-Kameradschaft Gießen 1892 Heinrich L i ch entbot zunächst den herzlichen, Houptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des! Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik im«; Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtots für Stadt Gieben, Provinz, Wirtichait und Sport: Ernst Brumjchem. * Druck und Verlag: Brühlsche UnwevstlätSdruckerei R. Lange K. ®. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreislifte Nr. 6. rsprochem legraph t zugiuck )men. De ial seien sm. Fra! ria anges x evakuie rias gehl feste Ueberzeugung, daß wir mit unserer ^l-Boot, Waffe unsere Feinde endgültig auch <_ während sich die Besucher zu ehrfurchtsvollem Gruß erhoben, der Gefallenen an allen Fronten, während die Musik leise das Lied vom guten Kameraden spielte. Ein Seemannslied, gesungen von einer Gruppe der Marine-Hitler-Jugend, schloß sich stimmungsvoll an. Bundesführer Konteradmiral Klüpfel hielt sodann eine kurze Ansprache, die er mit herzlichen Grußworten an die tapfere U-Boot-Besatzung einleitete, der von den Versammelten erneut zuge- jubelt wurde. Dann dankte er der Stadt Meßen und ihrer Bevölkerung für die überaus gastfreundliche Aufnahme der U-Boot-Männer unb die damit erwiesene gute Förderung der Marine-Tagung. Hierauf sprach er in knappen, aber aufschlußreichen Umrissen über die Notwendigkeit der Erringung der machtvollen deutschen Seegeltung durch die Nieder- zwingung Englands mit seinem unberechtigten alleinigen Machtanspruch zur See und kennzeichnete dabei die Sicherung einer wirklichen Freiheit der Meere als die erste und entscheidende Voraussetzung für die Freiheit der Völker und deren glückliche Entwicklung. Für dieses Ziel müsse unser Volk in dem uns im Gloria-Palast, zu der sich mit den alten und den aktiven Seemännern alte Soldaten anderer Waffengattungen in unvergeßlicher Frontkameradschaft, zahlreiche Ehrengäste — u. a. Kreisleiter Backhaus, der Gaukriegerführer des Gaukriegerverbandes Fulda-Werra im NS.-Reichskriegerbund, Generalleutnant z. V. Fett, Kreiskriegerführer Dr. Monnard, Bürgermeister Dr. Hill, Vertreter der Wehrmacht und der Behörden — und Manner und Frauen in außerordentlich großer Zahl vereinigten. Die U-Boot-Männer wurden bei ihrem Einmarsch unter Führung von Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Mohr mit stürmischem Jubel begrüßt, in benj die herzliche Freude der Gießener über diesen willkommenen Besuch erneut zum Ausdruck kam. Nach schneidiger Marschmusik des Marine-Musik- korps unter Obermusikmeister Inderst eröffnete der Gießener Marinekameradschaftsführer Lich die Kundgebung mit herzlichen Grußworten an die Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, insbesondere des Konteradmirals Klüpfel und des Generalleutnants Fett, und an die große Gemeinschaft aller Marinesrevnde. Anschließend gedachte er, zur,S°° iw f*;” von England ausgezwungenen Kriege alle Kräs! einsetzen, um dadurch eine glückliche deutsche & fünft zu erringen und sicherzustellen. Zum Schlu wies- er auf die entscheidungsoolle Bedeutung Ringens zur See hin, bei dem unseren U-Bootcu besonders schwere und weitwirkende Aufgaben P. stellt seien. Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Mohr, Iiiiblik L ionskorp! Einem Platzkonzert der Marinemusik vor dem Stadttheater folgte im Club das gemeinschaftlich« A/j Mittagessen. Am Nachmittag wurde, in zwei städn vUv schen Omnibussen der Schiffenberg besucht, ant Abend tbaren die U-Doot-Männer nochmals Ehren« gaffe im Theater. Damit fand die denkwürdige Tagung, um deren I Zustandekommen und glänzende Durchführung fid) L die Marinekamerad schäft Gießen mit ihrem Stamedl radschaftsführer L i ch an der Spitze sehr verdient L gemacht hat, ihren schönen Abschluß. Dann berichtete er an Hand feiner und seiner Männer gemeinsamen Erlebnisse in überaus packen.1 der und doch ganz schlichter Erzählung von dein iIHV, Kampf unserer U-Boote auf allen Weltmeeren. Pest Jfuii0 sönliche Kriegserinnerungen wurden hier den mit * der höchster Spannung lauschenden Zuhörern als un« "Misse vergeßliches Erleben dieser Stunde zugänglich gr — 0 macht, und doch sind derartige Erinnerungen Gt meingut aller unserer U-Boot-Fahrer als Ergehn- ihres ruhmvollen Einsatzes. Die Hörer lernten bi kennen, wie hart auf hart es geht beim mit Kriegsschiffen, wie stark die feindliche AbwehS ist, aber er konnte auch fesselnd und überzeugens schildern, wie unsere U-Boote und ihre tapfere Bk. J®“1 satzungen 'immer am Feind bleiben, bis der letzjß«oE n , „Aal" verschossen ist, dann siegreich die Heimfahr^ Bekanntmachung Betr.: Vorbestellung zum Bezug von Triirk- branntwein. Voraussichtlich im Dezember d. I., spätestens au Beginn des nächsten Jahres, findet eine zweite Verteilung von Trinkbranntwein statt. Für die Versorgungsberechtigten innerhalb des Stadtbezirks Gießen wird folgendes bestimmt: l.Die VorbesteNung erfolgt auf den abtrennbaren Abschnitt 10 des zum roten Hanshalts- ausweis gehörigen itzeißen Einlagebogens für Personen über 18 Jahre. Bei Entgegennahme der Anmeldung hat 'bet Einzelhändler seinen Firmenstempel in das auf der Rückseite des Einlagebogeus befindliche Feld VI zu setzen. 2. Die Vorbestellung hat bis spätestens den 31. Oktober 1942 bei einem durch besonderen Aushang zur Entgegennahme von Anmeldungen zum Bezug von Trinkbranntwein gekennzeichneten Einzelhandelsgeschäft zu erfolgen. 3. Die Einzelhändler haben die von ihnen abgetrennten Abschnitte auf Bogen zu je 100 Stück aufgeklebt gegen Empfangsbestätigung bis spätestens den 7. November 1942 bei dem Ernährungsamt, Zimmer Nr. 4, einzureichen. Die Empfangsbestätigung ist vom Einzelhändler aufzubewahren. 4. Bezugsberechtigt sind männliche und weibliche Personen, die, ohne Rücksicht darauf, ob sie Selbstverpfteger sind oder sich in Gemeinschaftsverpflegung befinden, vor dem 16. November 1924 geboren sind. Angehörige der Wehrmacht, des RAD., der Polizei und sonstiger Gliederungen außerhalb der Wehrmacht, die vor dem 16. November 1924 geboren sind, sind bezugsberechtigt, falls sie als Selbstver- vfleger die Bedarfsnachweise der Zivilbevölkerung erhalten und den Einlagebogen zum Hausbaltsausweis besitzen. 5. Nicht bezugsberechtigt sind vorübergehend anwesende Personen, die in die Lebensmittelversorgung nicht ausgenommen sind und daselbst karteimähig nicht geführt werden. Ferner sind nicht bezugsberechtigt Geisteskranke in Anstalten, Ostarbetter, Kriegsgefangene und Strafgefangene. i 6. Die in Gemeinschaftsverpflegung befindlichen Personen über 18 Jahre können von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen, wenn die Anstalten bzw. Lagerleitungen die Ausstellung von Bezugscheinen bei dem Ernährungsamt, Zimmer 5, beantragen. [sisoD Gießen, den 17. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße» Eruährungsamt Abt. B. Deutsche Wochenschau Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt 2'nc Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Jlwixeiffcer Schulstraße 7 3073D Ludwigs-Universität Gießen Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater ifer Bild Jia ist tr. Giefcener Vortragsring Kulturelle Vereinigung / 6oethe-Bund / Volksbildungsstätte 6(eßM Finnland im Winter und im Sommer Studenten und JBUitär zu RM. 0.40. Gut erhaltene der NS6. „Kraft durch Freude“ Donnerstag, den 22. Oktober 1942, abends 7.30 Neue Aula der Universität | Vereine MTV, Wiederbeginn Frauen- turnstunde am 19. 10., vor 20—21 Uhr, in der Justiz v.-Liebig-SchulH Bismarckstraße. Die Leiterin: Margret Sewc. JEidklftildeT-VortraS von Prof. Dr. Georg von Wendt, Flnnlam Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP. Dienstag, den 20. Oktober 1942, 19.30 Uhr in der Neuen Aula Soldaleiitheater im Wandel der Zeit Vortrag von Prof. Dr. Nlessen, Köln Es wirkt mit: Das Streichquartett des Städt. Orchesters. Karten zu RM. 1.—, Wehrmacht u. geschlossene Formationen Ermäßigung, in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuen weg 10. 3138d erni m LNtige iZarer ' , g^Pen V 1p Huerta r Kniete && ' Staats); .. 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