>ldt. 1 kau» 9eben, 'n de, le bei, hen. triebe, 'eroor, Fakto, ie ent. ‘ Oer l Oki, tbruno ngft! ne hQ| ntzbun, (en ft, ltschutz, - hin. ng bec gründ, e elef. er den io wer. onuncn! L. it trotz us sehr 1! iie ein!; en. $e. 'Sebeu« >eit der da sich sonders em der i Prü. Mate- ln den estmark, Hessen.-, sowohl rtietetbd toliifl imb . Yriot; für tn(bml.), MS.S. M Sei del x en: £ in r o n> -m nü l i I > 5 o <* c 0 für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preife für die Mlllimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 149tof. f. Werbeanzeigen und geicdäftlicke Gelegenbeitsanzeigen Platzvorichritt (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mcbt <92. Jahrgang Nr. 221 Erictielm täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Aamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: o^o^atlich . .RM.L.80 Lustellgebühr,.. „ -Lg auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Posts cbetf rißgc f^ankf^ vrühlfcheVnioerfitArdnickerekB. Lauge General-AnzeigerfiirOberhessen ^ekfftihSdmlfträfct’l-g ® 4*. G Samstag, <9. /Sonntag, 20. September <942 Gietzener Anzeiger Die Lustwaffe im Kampf um Stalingrad des und 3n harten Straßenkämpfen stößt der deutsche Angriff in das Stadtinnere Statingrads vor. gegen Flugplätze im rückwärtigen Gebiet Feindes. Südostwärts des Ilmensees und südlich Ladogasees brachen wiederholte örtliche griffe stärkerer feindlicher Kräfte verlustreich sammen. Die Sowjetluftwaffe verlor am 16. des An- ZU- über das Schlachtfeld zieht, die genaue Beobachtung. Seit zwei Tagen hat auch der Regen eingesetzt, der langsam den Boden, vor " ~ 17. September 146 Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. Tag- und Nachtangriffe deutscher Kampfflugzeuge richteten sich gegen kriegswichtige Anlagen in S ü d- und Ost eng land. 3m Kanal wurde ein briti- sches Dorposlenboot durch Bombentreffer versenkt. Marineartillerie schoß zwei britische Flugzeuge ab. Vorstoß in die Bucht von Gibraltar. Rom, 18. Sept. (DRB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Freitag meldet, daß Sturm- rampfmittel der Marine in die Bucht von Gibraltar eindrangen und dort den Dampfer „Ra- vena Point" versenkten. In einer vorangegangenen Aktion beschädigten andere Sturmkampfmittel in der gleichen Bucht die Dampfer „Meta", „Shunds", kommissar nach Kanada ging, wurde Ronald Croß in der gleichen Eigenschaft nach A u st r a l i e n ge- chickt. Croß war ein typischer Vertreter der jüngeren Generation konservativer Politiker. Rach vierjährigem Frontdienst im vorigen Krieg war er als Kaufmann und Bankier tätig. 1931 erschien er im Unterhaus, wo er sich bald zum Parteigänger Chamberlains entwickelte. Dieser machte ihn im September 1939 zum Minister für Wirtschaftskriegführung. Wenn Croß beim Sturz Chamberlains nicht einfach verabschiedet, sondern auf das ehrenvolle Nebengleis der Diplomatie abgeschoben wurde, so verdankt er das wahrscheinlich seinen guten Beziehungen in seiner Partei. Seine Zukunftschancen werden sich ebenso wie diejenigen Hoares nach dem Berlin, 18. Sept. (DNB.) Im planmäßigen Fortgang der Schlacht um Stalingrad wurden die Bolschewisten trotz erbitterten Widerstandes weiter in das Stadtinnere zurückgeworfen. Die harten Häu- ferkämp'fe dauerten auch am 17. 9. an. Ueber Schutt und Trümmerhaufen von Häusern, über zusammengeschossene feindliche Panzerkampfwagen und zerstörte Artilleriestellungen oder Feldbefestigungen stößt der deutsche Angriff weiter in das Stadt- innere vor. Nach allen Seiten müssen die deutschen Infanteristen und Pioniere wachsam sein und sichern, denn von den Dächern und den Ruinen der Häuser lauert hinterhältig der Feind. Dazu erschwert ein dicker Rauch, der von den brennenden Häusern wege bei Tag und Nacht angegriffen. In rücksichtslosem Einsatz brachten Verbände der Flakartillerie den deutschen Truppen durch die Vernichtung von zwei Eisenbahngeschützen, die die deutschen Angriffsspitzen von der Flanke her bedrohten, wesentliche Entlastung. Nahkam pf-Fliege r- verbände führten wuchtige Schläge gegen die bolschewistischen Widerstanüszentren im inneren Stadtgebiet. Zahlreiche zu Bunkern ausgebaute Häuser wurden durch Bombenvolltreffer zerstört. Mehrere Oelbehälter und ein aus hundert Wagen bestehender Betriebsstoffzug gingen in Flammen auf. Unermüdlich angreifende Iagdverbände schossen 49 Flugzeuge ab. Fünf weitere wurden durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Bolschewistische Stellung an der Terek-Front durchstoßen. Berlin, 18. Sept. (DNB.) Panzerverbände durchstießen an der Terekfront am 17. September in umfassenden Angriff die bolschewistische Stellungslinie. In harten Kämpfen arbeiteten sich die Panzer- kampfwagen bis in den Rücken einer feindlichen Kräftegruppe vor, rollten sie auf und vernichteten sie. Die Bolschewisten setzten am Nachmittag mehrere Gegenstöße an, die aber sämtlich abgewiesen wurden. Zerstörerflugzeuge griffen kurz vor den Panzerspitzen bolschewistische Kräftegruppen an, die sich zu neuem Widerstand festzusetzen versuchten. Durch Bomben und Bordwaffenbeschuß brachten die deutschen Flugzeuge mehrere mit Munition und Treibstoff beladene Kraftfahrzeuge zur Explosion und zersprengten feindliche Truppenbereitstellungen. egen eingesetzt, der allem die Nachschubwege, künftigen Einfluß der Partei bestimmen. Aus eigener Kraft dürste ihm eine Rückkehr in die Politik kaum gelingen. Kampf um Cripps m London. Stockholm, 18. Sept. (Europapreß.) In London scheint es zu einer Krise um Stafford Cripps gekommen zu sein. Wie „Svenska Morgenbladet" meldet, seien Bemühungen konservativer Kreise im Gange, um Stafford Cripps aus der Regierung zu verdrängen, ober ihn zumindest von seinem Posten als Führer des Unterhauses zu beseitigen. Das Blatt spricht davon, daß diese Krise um Cripps hinter den Kulissen mit großer Erbitterung abgekämpft werde. Die Gegner des Großsiegelbewahrers erklärten, Cripps genieße nicht mehr das Vertrauen des Unterhauses. Auch viele konservative Unterhausmitglieder, selbst Abgeordnete der Labour-Partn, seien der Meinung, daß Cripps „in vielen Beziehungen" versagt habe. in Dreck und Schlamm verwandelt. Infanteristen, Pioniere, Panzergrenadiere und Panzerjäger kämpfen sich trotz allem gegen den verzweifelt Widerstand leistenden Feind weiter vor. Bei diesen Kämpfen muh man das Stadtbild von Stalingrad, das sich in einer Läbgenausdehnung von rund 35 Kilometer hinzieht, berücksichtigen. Ein am 16.9. genommenes Schluchtengelände an einem Nebenfluß der Wolga wurde von versprengten bolschewistischer: Kräften gesäubert. In die Kämpfe deutscher Stoßtrupps, die mit Handgranaten und blanker Waffe Straßenzug um Straßenzug säuberten, griffen Kampf- und Sturzkampfverbände mit nachhaltiger Wirkung ein. Bahnhofsanlagen, Wassertürme, verbarrikadierte Häuser und Fabrikanlagen wurden mit Bomben aller Kaljber sturmreif gemacht und im Hinterland Truppenansammlungen und Nachschub- flogen gleichzeitig die Stukas und darüber die Kampfoerbände. Oft sei es so gewesen, daß die Rauchwolken, die sich über der Stadt erhoben, den Einsatz der Luftwaffe erschwerten, weil das Ziel nicht mehr genau ausgemacht werden konnte. Der Flieger wußte nicht, was in dem Oelqualm alles herumflog, dicht nebeneinander stürzten Stukas, sausten Schlachtflieger und Jäger vorbei. Dem Feind sei im wesentlichen nur die Nacht überlassen worden, wo er, wie früher bei Woronesch und ähnlichen Punkten, mit verhältnismäßig langsamen Maschinen herüberkam und vorwiegend die Donbrücken zu treffen versuchte. Oer Wehnnachtberichi. DNB. Aus dem F ü h r c r tj a u p f q u a r f i e r, 18. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Terek vernichteten deutsche Panzerverbände, von Zerstörerflugzeugen unterstützt, durch umfassenden Angriff die Waffe von zwei feindlichen Bataillonen und erbeuteten 41 Geschütze. 3m Kampf um Stalingrad wurden in erbitterten Kämpfen in enger Zusammenarbeit von Heer und Luftwaffe weitere Erfolge erzielt. Erneute Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf von Woronesch wurden unter blutigen Verlusten abgewiesen. Seit dem 15. September wurden in diesem Raum 91 Sowjetpanzer- vernichtet. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich Diplomatisch kattgestellt Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Stockholm, September 1942. .Für die Ausschaltung unliebsam gewordener Minister gibt es viele Methoden, und nicht jeder kann einfach aus seinem Amt entlassen werden. Es ist daher früher in England manchmal der Weg der diplomatischen Kaltstellung gewählt worden, welcher zugleich ehrenvoll ist und die spätere Rückkehr ins politische Leben nicht ausschließt. Diese Methode ist besonders beliebt gegenüber Männern, die auf Grund ihres parteipolitischen oder persönlichen Ansehens zu mächtig sind, als daß man sie sang- und klanglos gehen lassen konnte. Churchill hat sich dieser Methode in 2XA Jahren seiner Regierungszeit besonders gern und häufig bedient. Die beiden bekanntesten Fälle sind Sir Samuel Hoare und Lard Halifax. Daß sie beide das Schicksal der diplomatischen Kaltstellung erlebt haben, ist auch deshalb bemerkenswert, weil diese beiden Männer von jung an merkwürdig gleichartige Schicksale gehabt haben. Sie sind fast gleichaltrig. Der 62jährige Baronet Sir Samuel Hoare ist nur ein Jahr älter als Viscount Halifax. Der eine besuchte Harrow, der andere Eton, aber schon in Oxford trafen sie zusammen. Beide zeichneten sich durch (wissenschaftliche Leistungen aus. Im Jahre 1909 heirateten beide Frauen aus dem Hochadel. Im nächsten Jahr traten beide ins Unterhaus ein. Nach dem Krieg, an welchem Halifax länger und an gefährdeteren Stellen als Hoare teilnahm, avancierten beide schnell auf der politischen Stufenleiter und übernahmen gleichzeitig 1922 die Leitung eines Ministeriums. Beide haben während ihrer langen ministeriellen Laufbahn sechs Ressorts verwaltet. Eine Abweichung brachte lediglich die Ernennung von Halifax zum Dizekönig von Indien im Jahre 1926, doch kamen die beiden nach seiner Rückkehr nach England wieder rasch ins gleiche Gleis. Die letzten 1% Jahre vor dem Kriege leiteten Halifax als Außenminister und Hoare als Innenminister die beiden angesehensten Aemter im Kabinett und standen damit beide auf einem der drei Sprungbretter, von denen aus man in England auf den Posten des Premierministers zu gelangen pflegt. Das dritte und sicherste Sprungbrett, das Amt des Schatzkanzlers, haben beide trotz ihrer langen Ministerlaufbahn allerdings nie erreicht. Im Jahre 1940 wurden beide Männer a u f B 0 t s ch a f - terposten abgeschoben. Hoare ging nach Madrid und Halifax nach Washington. Beide werden seither von Gerüchten begleitet, die von ihrem endgültigen Ausscheiden aus dem öffentlichen Leben wissen wollen. Doch hat ihr Beharrungsvermögen bisher die Gerüchte und die ihnen zugrunde liegenden Bestrebungen überwunden. Die Frage nach der Möglichkeit einer Rückkehr dieser beiden Männer in die Politik ist nicht ganz einfach zu beantworten. Beiden ist vor und nach Kriegsausbruch der Vorwurf gemacht worden, sie seien Gefolgsleute Chamberlains und „Männer von München" gewesen. Dieser Vorwurf ist allerdings nur teilweise berechtigt. Samuel Hoare hat während des letzten Jahrzehnts nur den Ehr- . geiz gehabt, das Amt des Premierministers zu erreichen. Er hat daher versucht, sich innerhalb der Konservativen Partei eine möglichst starke Stellung zu schaffen und sich die Gunst des Parteiführers nicht zu verscherzen. Insofern war er Chamberlains Gefolgsmann nicht mehr ober weniger als Baldwin. Allerdings verweisen seine Gegner auf den H 0 ar e - Laval-Plan, mit welchem Haare als Außenminister im Jahre 1935 eine frühzeitige Beilegung des Abessinien-Konflikts anstrebte, als auf einen Beweis dafür, daß Hoare schon früher zu den „Appeasers“, den Anhängern friedlicher Ausgleichs- Methoden, gehört habe. Trotzdem ist Hoares Einfluß in der Konservativen Partei noch heute beträchtlich. Lord Halifax ist im eigentlichen Sinne des Wortes niemals ein Parteimann gewesen sondern hat seine Karriere haupffächlich feiner Persönlichkeit zu verdanken. Seine Methoden waren oft ganz um ckthodox, besonders während seiner Amtszeit n Indien. Ob persönlicher Ehrgeiz ober em nicht ju- letzt in religiösen Überzeugungen wurzelndes Pflichtgefühl bie Veranlassung zu seiner politischen Tätigkeit gewesen sinb, ist heute noch nicht ganz ! klar. Gebrangt hat er sich zu keinem Amt, doch hat er auch keines abgelehnt, wenn es 'hm angeboten würbe. Vor bem Krieg würbe er mehrfach als Nachfolger Chamberlains genannt. Der Krieg hat es nicht dazu kommen lassen. Inzwischen ift aber u » in welcher Halifax aufgewachsen und zuHause war, schon so weit zerstört worben unb im übrigen zum | Untergang verurteilt, baß es nicht glaubhaft er- scheint, baß er noch einmal eine maßgebliche Roll ^Zwei^and^re Männer haben bas Schlcksal, auf 1 diplomatische Posten abgeschoben zu werben, geteilt, doch erscheinen sie neben bem 'wnier noch leuchtenden Glanz der Namen Hoare und Halifax als: 6terne dritter unb vierter Ordnung Der eine -st Malcolm Macbonald ber begabte Sohn eines begapien Katers. 3m Schatten dieses Vaters hatte der S^hn iS nicht leicht. Als er 1935 mit nur 34 3 H !e5 lonialminifter wurde, sagten °'°le er habe dieft timt nur seines Vaters wegen erhalten, e n Vor tnurf übrigens, den man konservativen . Söhnen großer Familien nicht SU machen pflegte. Menfatls hat der junge MaedonaW sehr b° » - zeigt, daß er den ihm anvertrauten Volten «ussullen ■ tonnte. Drei Jahre war er Kolon alm mster und ■ »ter weitere Jahre hat er als Minister für die Do ninions die interimperialen Beziehungen S-ps^S, imh nnrh Ansicht vieler Staatsmänner m den TW - minions auch gefördert Als Churchill ihn .m Jahre . 1940 — wahrscheinlich auch wegen seiner-ng-n ! Zusammenarbeit mit Chamberlain - taltfteUt , schickte er ihn immerhin mcht m d'° Wüste, sondern Cis britischen Oberkomnussar nach Kanada | damit auf ein Nebengleis, von welchem die Rückkehr T Äm Macdonald als Ober. Berlin, 18. Sept. (DNB.) Der soeben von der Front in unb um Stalingrad gekommene Oberleutnant Ti dick entwarf vor Pressevertretern ein eindrucksvolles Bild ber Kämpfe. Nachbem ein Brückenkopf über den Don geschlagen worben war unb bie Panzer zur Wolga burchstießen, hätten bie Kampfverbänbe ihre Bomben auf bie Stabt, auf die Verteidigungsanlagen unb Feldbefestigungen geworfen. Die Stukaverbände flogen in den unmittelbar vor den Panzern liegenden Raum und beseitigten die Widerstandsnester. Die Zerstörerver- bände behackten die gegnerische Infanterie, die in zahllosen Löchern lag. Es sei schwer, Infanterie in solchen Löchern durch Bomben allein zu vernichten. Wohl aber hätten sich die Schlachtflieger dabei unendlich verdient gemacht. Es fei Platz genug, Hunderte von Flugplätzen anzulegen, denn die Steppe fei zum größten Teil vollkommen eben. Das trockene Steppengras und das Wermutkraut gebe ihr bas Gepräge, es fei so trocken, daß es sich leicht entzünde. Wenn man fliege, sehe man oft drei Steppertbränbe, die sich irgendwo mit rasender Geschwindigkeit im Gelände bewegten. Das Klima habe sich recht unangenehm ausgewirkt. Einer Tagestemperatur bis zu 45 Grad im Schatten standen sogar im Juli Nachtfröste gegenüber. Wie auf einem Teller spielten sich von oben gesehen bie Panzerschlachten ab. Als der erste Vorstoß zur Wolga geglückt war, setzten bereits in der gleichen Nacht die Kampfverbände ihre Bombenangriffe an; 48 Stunden lang habe Stalingrad unter bem rollenden Einsatz ber Luftwaffe gelegen. Bei der engen Zusammenarbeit mit bem Heer komme es in hohem Maße auf die Aufklärer an, die unmittelbar mit ben Erb- truppen Zusammenarbeiten. Er sei bei einer Nahaufklärertruppe geflogen, die den Vortell habe, bis 300 unb 400 Meter und auch noch tiefer eingesetzt zu werden. Die Aufklärer standen durch Funkspruch in Verbindung mit ben Panzern. Wenn ber Aufklärer eine sowjetische Panzeransammlung in größerer Stärke festgestellt habe, die infolge der Geländebeschaffenheit unseren Panzern noch nicht sichtbar sein konnte, so führte er unsere Panzer heran, i m bie feindlichen überraschend angreifen zu können. Die sowjetische Luftwaffe habe sich, nachbem sie eine Woche vor dem ersten Schlag ber Luftwaffe Angriffe auf deutsche Flugplätze versucht, blutige Köpfe geholt. Hierbei sei der größte Teil der angreifenden Flugzeuge verloren gegangen. Dor etwa einer Woche hätten die Bolschewisten sehr starke Luftwaffenkräfte nachgeschoben, unb zwar übermiegenb Jäger. Dennoch beherrsche die beuffche Luftwaffe den Luftraum. Unmittelbar über ben Panzern, bie im Kampf standen, flogen bie Zerstörer und Schlachtflugzeuge, warfen Bomben und schossen mit ihren Bordwaffen. In der Hohe darüber klebte der »-Aufklärer, über diesem 9er Weg nach Stalingrad. Als der linke Angriffsflügel des zur Offensive angetretenen Südabschnittes der deutschen Ostfront nach dem Durchbruch zwischen Charkow und Kursk über Oskol unb mittleren Don vorstieß unb bann mit dem Drehpunkt Woronesch- aus ber bisherigen Ostrichtung nach Süben herumschwenkte, wurde sein operatives Ziel bas große Wolgaknie bei Stalin- grab, bas bamals noch gleichsam bas Scharnier war zwischen ben durch den deutschen Offensivvorstoß in Bewegung geratenen unb nun auf ben Unterlauf des Don zurückgeworfenen, ursprünglich selbst zum Angriff bestimmten ©Übarmeen Timoschenkos unb ber übrigen riesigen Front. Aus biefer Lage ergab sich für ben linken beutschen Angriffsflügel nach Erreichung bes großen Donbogens, ber westlich von Stalingrab den Fluß auf 60 Kilometer an die Wolga heranführt, die Notwendigkeit des Verhaltens, bis es ber über ben unteren Don Dorftürmen- ben Mitte ber beutschen Offensivarmeen gelungen war, bie Sowjetfront zu zerreißen. Mit bem Durch- schneiben ber Eifenbahnstrecke Stalingrab—Krasnodar unb dem Dorprellen Schneller Derbände zwischen Sal unb Manytsch auf Elista, bie Hauptstabt ber Kalmücken-Republik, war diese Trennung vollzogen. Deif linke Flügel ber Sowjetfront war abgehängt unb würbe in weiteren erbitterten Kämpfen in bieVorberge besNorbkaukasus zurückgeworfen. Das Wolgaknie hatte bamit feine Aufgabe als Scharnier ber Sowjetfronten verloren unb war nun zum Eckpfeiler der in der Linie des Winterfelbzuges ftehen- gebliebenen, sich über fast 2000 km von Norbwesten nach Sübosten behnenben Front geworben. Seine strategische Bebeutung für bie Sowjets lag nun einmal in biefer neuen Rolle, zum anbern in ber Möglichkeit, aus bem Wolgaknie nach Sübwesten vorbrechenb, ben im Kaukasus kämpfenden und an bie Ufer bes Afowfchen unb Schwarzen Meeres eilenben beutschen Armeen in ben Rücken zu fallen. Zu ihrer Rücken- beckung nahm baher ber linke Flügel ber über ben Don gestoßenen beutschen Truppen zwischen Don unb Sal Front nach Norbosten. Obwohl bie Sowjets ihnen hier starke Panzerverbände entgegehroarjen, um die Freiheit bes Hanbelns zurückzugewinnen unb bqm bereits spürbaren Druck auf bas Wolgaknie entgegenzuwirken, gelang es ihren hartnäckigen Bemühungen nicht, sich von biesem südlichen Arm ber Zange freizukämpfen, bie sich nun als konzentrisch angelegte große beutsche Operation gegen Stalingrad unb bas Wolgaknie abzuzeichnen begann. Die weitere. Voraussetzung für bie Einleitung dieser Operation schuf der linke deutsche Angriffsflügel in den gewaltigen Schlachten im Donbogen. Hier in der schattenlosen Steppe warf Timoschenko in den glühend heißen Tagen der ersten August- wachen aus bem welligen Höhenplateau ber kleinen Flüsse Liska und Dobraje den nach dem schnellen Vormarsch etwas verhaltenden deutschen Divisionen gewaltige Massen von Infanterie- und Panzerverbänden entgegen in der klaren Erkenntnis, daß sich hier eine Operation ein fädelte, deren Gelingen oder Mißlingen für den Besitz Stalingrads entscheidend sein würde. Deshalb warf Timoschenko alle verfügbaren Kräfte in den Donbogen, i^m die deutschen Truppen an dem Ueberschreiten des Stromes und an der Bildung von Brückenköpfen zu hindern, aus denen heraus erst auf der schmalen Landenge zwischen Don und Wolga die Entwicklung größerer Truppenmassen zum Angriff auf Stalingrad möglich war. In dieser Kampfphase hat nun die deuffche Luftwaffe ihren entscheidenden Beitrag zum operativen Erfolg geleistet. Stukas und Schlachtflieger zertrümmerten in pausenlosem Einsatz die Donbrücken und schnitten dadurch den mit dem Rücken zum Don kämpfenden Sowjets den Rückzug über den Fluß ab. Ihre weit über die Liska vorgeschobenen und dort in günstigen Höhenstellungen kämpfenden Hauptstreitkräfte blieben ohne Nachschub. Die Vorbedingung zur Kesselschlacht von Kalatsch war geschaffen. Aus ber Stellung am Tschir, einem rechten Nebenfluß des Don, brachen deutsche Panzerverbände zur Umfassung nach Norden auf, vereinigten sich westlich von Kalatsch mit jenen Divisionen, die von Norden nach Süden heruntergestoßen waren unb schlossen so ben Ring um die „Empire Snipe", „Baron Douglas" unb einen fünften nicht ibentifizierten Dampfer schwer. Der größte Teil ber Angreifer kehrte zum Stützpunkt zurück. Der Schlag gegen Gibraltar reiht sich mürbig an bie früheren Unternehmen in ber Suba-Bucht auf Kreta unb gegen bie stark geschützten Kriegshäfen Malta unb Älexanbria. Verwegener Einsatzwille weniger mutiger Seeleute hat runb 1500 Kilometer von der heimatlichen Basis entfernt erneut Englands Schiffsraum geschröpft. Der in ber Bucht von Gibraltar versenkte Dampfer „Ravena Point" war 1787 BRT. groß. Von ben schwerbeschäbigten Schiffe hatten „Meta" unb „Shunbs" je 1575 BRT. und „Baron Douglas" 3899 BRT., während die Größe ber beiben anberen noch nicht feststeht. Oie Verteidigung Madagaskars. Vichy, 18. Sept. (DNB.) Von offizieller Seite in Vichy wirb mitgeteilt, baß ber Generalgouverneur von Mabagaskar, Ann et, ben Entschluß gefaßt habe, bie Verteidigung ber Insel biszumäußer- sten fortzusetzen. Die britischen Truppen hätten in 6/4 Tagen keine entscheidenden Fortschritte gemacht. Trotz des Mißverhältnisses zwischen ben Streitkräften ber beiben Gegner unb ber ihnen zur Verfügung stehenden Mittel seien von ben Verteibi- gern alle Maßnahmen zur Fortsetzung bes Kampfes getroffen worben. Am Freitag früh besetzten, wie ber englische Nach- richtenbienst melbet, britische Truppen lamataoe, bas bie französischen Truppen im Laufe ber Nacht geräumt haben. Tamatave, mit 23 000 Einwohnern ber bebeutenbfte Hafen der Ostküste, liegt etwa 180 Kilometer nordöstlich von ber Hauptstabt Tana- narioo. Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Du bleibst zur Nacht selbstverständlich bei uns, Malte!" Und ohne eine Antwort abzuwarten, wandte er sich an Karen: „Geh bitte, Kleine, sag Eosebia, daß sie für Malte das Zimmer oben Herrichten soll. Und sie soll nicht vergessen, die Mos- kitos gründlich zu vertilgen!" „Das werde ich lieber selbst besorgen." Karen entfernte sich. Orgassa blickte ihr zärtlich nach. „Ein prächtiges Mädel", flüsterte er stolz. „Na, du wirst ja Gelegenheit haben, sie kennenzulernen. Sie hat sich schon selbständig gemacht, die Kleine, was sagst du dazu? Ist Sportlehrerin an der deutschen Schule in Puebla. Ihren Urlaub verbringt sie immer bei mir, trotz des Höllenklimas hier unten. Sie erinnert mich so an Margareta. Findest du nicht auch, daß sie ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist? Sie hat Margaretas Stimme, und genau so bewegte sich Margareta, als sie jung war ..." Brackmann unterbrach ihn schroff: „Wo ist Gonzales? Und wo steckt Ciquita Perano?" Er stieß die Fragen hastig hervor, und in seinen Augen war ein Ausdruck der Furcht, als habe er Sorge, die beiden Personen, denen seine Erkundigung galt, könnten inzwischen gestorben oder für ihn unerreichbar geworden fein. Orgassa fuhr erschreckt zusammen. „Sei still", flüsterte er, „man hört in den Nachbarhäusern jedes Wort, das hier gesprochen wird." Er führte Brackmann zur Veranda und von dort durch einen klirrenden Vorhang von Glasperlenschnüren in ein dunkles Zimmer. „Wart' einen Augenblick ...!" Brackmann stand sekundenlang reglos in der Finsternis. Orgassa bewegte sich mit sicheren Schritten durch den Raum, ohne irgendwo anzustoßen. Dann flammte unter dem Pergamentschirm einer Stehlampe eine Birne auf und warf einen schmalen Lichtkegel auf einen Rauchtisch mit einer ziselierten Metallplatte, um den ein paar Rohrsessel herumstanden. Orgassa lug Brackmann mit einer" Handbewegung zum Näherkommen ein. „Da, setz dich, mein Lieber, mach es dir bequem und steck dir eine Zigarette an. Und was willst du trinken? Einen Begrüßungsschluck will ich dir zu Ehren riskieren, obwohl ich es eigentlich nicht vertrage. Das Herz, weißt du, das Herz ... Das Klima mordet mich. Also was soll es sein? Whisky? Kognak-Soda ober ein Schluck Bier?" Brackmann stützte sich auf die Rückenlehne eines Sessels. „Ich will nichts!" fuhr er, verstimmt über das Geschwätz, Orgassa gereizt an. „Geh mit deinen Zigarren und deinem Schnaps meinetwegen zum Teufel! Ich will jetzt wissen, wo ich Gonzales und die Perano finde, hast du verstanden!" Orgassa wischte sich mit dem Aermel feines Schlafanzuges über die feuchte Stirn. Er starrte Brackmann ängstlich ins Gesicht und sah in dessen Augen ein gefährliches, kaltes Glitzern. „Was haft du mit ihnen vor? Um Himmels willen, Malte, du verwickelst dich nur in neues Unglück ..." „Ueberlaß das mir!" unterbrach ihn Brackmann kühl. Orgassa ließ sich ächzend in einen Sessel fallen. -Mit Gewalt kommst du bei den beiden nicht zum Ziel, dazu sind sie zu schlau, und dazu sitzen sie zu sicher im Sattel ..." „Ich bitte dich zum zweitenmal, diese Dinge mir Zu überlassen!" unterbrach Brackmann ungeduldig. „Wenn du mir die gewünschte Auskunft nicht geben kannst oder nicht geben willst, bann werde ich mich an jemand anders wenden." Orgassa senkte den Kopf, er machte den Eindruck eines müden und alten Mannes: nicht den Jahren nach, aber das Klima hatte feine Kraft unterhöhlt und ihn frühzeitig gebrochen. „Setz dich!" bat er leise. Sein Blick tastete forschend über Brackmanns Gesicht. Er schloß sekundenlang erschüttert die Augen. Was hatten die sechs Jahre aus diesem heiteren, liebenswürdigen Jungen gemacht. Daß er sie überhaupt überstanden hatte, war ein Wunder. Orgassa sah die ungeduldige Spannung, mit der Brackmann auf die Antwort wartete, und wußte plötzlich, daß Malte sechs Jahre lang nur um dieser Frage willen gelebt hatte, daß sie das einzige gewesen war, was ihn über die furchtbare Zeit hinübergerettet hatte. Wohin? dachte er. Neuen Leiden entgegen. Aber mochte bas Schicksal seinen Lauf nehmen. Er konnte es nicht verhinbern. „Beibe leben in Verakruz", sagte er matt. „Ciquita Perano hat bort bas „El Faro" gekauft, ein Kasino, bas hauptsächlich von amerikanischen Touristen aufgesucht wirb. Zuweilen tritt sie bort noch selber auf. Es liegt an ber Promenabe. Sie erwarb es ein Jahr nach deiner Verhaftung ..." Er zögerte und sah Brackmann von unten herauf an, als erwarte er eine Zwischenbemerkung, und tatsächlich stieß Brackmann ein kurzes, heftiges Gelächter aus. „Das Geld für diesen Kauf hatte sie wohl erspart, wie?" fragte er höhnisch. Orgassa zuckte mit den Schultern: „Du und ich und die paar Leute, die deine Geschichte kennen, werden sich darüber einig sein, aus welchen Quellen das Geld stammt. Aber ein Beweis ist bas natürlich nicht, und ..." Brackmann unterbrach ihn mit einer ungeduldigen Handbewegung. „Und Gonzales? Mein Freund Fernando Gonzales?" fragte er, und seine Stimme schwirrte durch den Raum wie eine Klinge. „Gonzales ist ein Jahr lang in den Vereinigten Staaten gewesen. Als er zurückkam, wurde er Chef der Oelleitung und des Hafens von Tepluan. Das wäre an sich kein bedeutender Posten. In Wirklich- keit ist Gonzales einer der mächtigsten Männer in der Gesellschaft geworden. Die Baxter Oil Companie hat sich in den vergangenen sechs Jahren zu der größten Gesellschaft des Südens entwickelt. Der Huislander-Camp war ihr erster Bissen. Inzwischen hat sie hier alles geschluckt, was nicht auf Lange. Wendest Willtie wurde ber Oeffentlichkeit vor zwei Jahren als Roosevelts Gegenkanbibat bei den letzten Präsidentenwahlen in USA. bekannt. Seither tritt er als Manager des Kriegspatriotismus in den Vereinigten Staaten auf. Ist er dabei unter die Fittiche Roosevelts gekrochen oder macht er die Roosevelt-Politik mit, um in der richtigen Stunde selbst den Rahm abzuschöpfen? August W. H a l f e l d , dem wir ein gutes und temperamentvolles Buch über die Vereinigten Staaten verdankey, greift jetzt in den Schatz feiner intimen Kenntnis der amerikanischen Hintergründe und erzählt in der „Nachtausgabe" ein erfrischendes Histörchen. Wendest Wistkie fand als Sohn und Nachfolger ejnes etwas anrüchigen Anwalts den Weg in das „große Geschäft", wenn es anfing ... brenzlich zu werden. Roosevelt wurde — das ist noch in Erinnerung — in der schwersten Krisenzeit der Vereinigten Staaten zum Präsidenten gewählt mit der nächsten Aufgabe, sein Land aus einem allgemeinen Bankrott herauszuführen. Für den Bankrott wurden auch die hohen Ueberpreise für elektrischen Licht- und Kraftstrom verantwortlich gemacht, die die industriellen Erzeugungskosten enorm verteuerten. Darum schrieb Roosevelt auf sein Wahlprogramm die Errichtung eines Stauwerkes im Te- nessee-Tal, das billige Elektrizität liefern sollte. Auch sollte zum erstenmal in den Vereinigten Staaten der gemeinwirtschaftliche Gedanke in Der Elektrizitätsversorgung durchgesetzt werben, bie bisher ausschließlich in den Händen eines trustartig zusammengeschlossenen Börsenkapitals lag. Die Kriegsereignisse in Ostasien und im Pazifik haben rascher, als man es in Washington annehmen wollte, weltweite Auswirkungen gehabt. Die Rohstoffbelieferung der USA. ist bereits in große Schwierigkeiten geraten, nachdem die Zinnerze, der Kautschuk und anb-ere Schätze Südost- astens in Japans Hänbe geraten finb. Die Beherrschung weiter Flächen -es Pazifik, die Bedrohung des Indischen Ozeans durch Japans Flotte hat außerdem die Kriegsmateriall-iefe- Afrika hindurch die Materiallieferung zu vollziehen. Damit würde also an die Stelle des Weges durch den Pazifik und den Indischen Ozean ber Weg über ben Atlantik treten. In gewissem Umfang bestehen heute die Voraussetzungen für einen solchen Querverkehr durch Afrika. Er benutzt in der Hauptsache Straßen, die von den Franzosen im Mandatsland Kamerun und in Aequatorialafvika angelegt worden sind. Die Franzosen haben in Kamerun 1940 eine Autostraße vollendet, die anschließend an die Bahnstrecke Duala—Jaunde nordostwärts durch bas Sultanat Adamaua nach Fort Lamy in bie Gebiete am Tschadsee führt. Nach Osten hin ist diese Straße bis nach dem anglo-ägyptischen Sudan fortgesetzt worden. Hier findet sie Anschluß an die Autostraße nach el Obeid, den westlichen Endpunkt des sudanischen Eisenbahnnetzes, das in Port Sudan einen Hafenplatz am Roten Meer hat. Außerdem führt von el Obeid auch eine Autostraße nach Chartum am Weißen Nil. Damit besteht in ber Tat eine über 4000 Kilometer lange Querverbindung durch Afrika hindurch, bie bei Normalwetter benutzbar fein- soll: sie kann in zwei bis drei Wochen zurückgelegt werden. Neben diesem nördlichen Weg gibt es noch einen zweiten, der w el t er s ü d li ch verläuft. Auch er geht von Jaunde in Kamerun aus. Er führt ostwärts nach Bangidam Ubangi, dem großen Nebenfluß des Kongo. Auf dem Ubangi und seinem Nebenfluß Bomu erreicht dieser Verkehrsweg die Grenze, der anglo-ägyptischen Sudanprooinz. Eine Japans Außenpolitik unverändert Erklärungen des neuen Außenministers Tani. r u n g en der USA. an England für den Aufbau feiner Fronten in Vorderafien und Nordafrika' und die Hilfssendungen für die Sowjets über Iran— Persien schwierig, wenn nicht unmöglich gemacht. Darum sind die Männer um Roosevelt auf bie Suche nach neuen Verbindungen gegangen. Jetzt glauben sie das Problem gelöst zu haben: Afrika soll jetzt aushelfen. Und zwar denkt man daran, aus Afrika, vorwiegend aus dem Kongogebiet, die Rohstoffe zu holen und quer durch Oie Etappenstraße durch Afrika Von unserer Berliner Schriftleitung. Minute zu retten. Aber der deutsche Soldat hat sich in todesmutigem Einsatz auch dieser hinterhältigen Kampfesweise überlegen gezeigt. Der Infanterist, der Pionier und Panzergrenadier haben in diesem erbitterten Ringen auf oft engstem Raum Mann gegen Mann von Hausecke zu Hausecke, von Kellerloch zu Kellerloch gegen einen mit dem Fanatismus der Verzweiflung sich wehrenden Feind ihre hervorragende Schulung auch im Einzelkampf, ihre Umsicht und endest Wistkie, derClektrizitätsschießer Von unserer Berliner Schriftleitung. Verantwortungsfreude auch in kleinsten Kampfgruppen, ihre harte Entschlossenheit, ihren unbeugsamen Siegeswillen bezeugt. Der deutsche Soldat wird sich die Stadt Stalins, ben Siegespreis unsäglicher Mühen und Entbehrungen im heißen, ausdorrenden Steppenwind so vieler Marsch- und Kampftage, den Siegespreis schwerer Opfer in blutigem Ringen nicht entreißen lassen. Die deutsche Kriegführung aber erhält den Lohn für den Mut und Kühnheit fordernden Entschluß zur Konzentration der Kräfte an dem als entscheidend erkannten Punkt. Sie hat sich auf der langen Front zwischen Wolgaknie und Ladogasee in dieser Zeit auf die Abwehr ber hier an verschiedenen Stellen mit äußerster Erbitterung und Zähigkeit geführten Entlastungsversuche der Sowjets beschränkt, wohl wissend, daß sie von den hier eingesetzten deutschen Immer neue Llnruhen in Indien. Bangkok, 18. Sept. (Europapreß.) Die zahl- reichen Meldungen über Unruhen m Indien lasten erkennen, daß die Widerstandsbewegung unvermindert weitergeht. In Bombay wurden Studenten- umzüqe von der Polizei auseinandergetrieben Eme Anzahl Studenten bewarf das UniversitätsgebauLe mit Steinen. In der Nähe von L a h o r e trug sich vor kurzem ein Eifenbahnunfall zu, bei Dem 7 J englische Soldaten getötet worden sind. Der Unfall war dadurch entstanden, daß drei Bomben in kurzen Abständen auf die Schienen gelegt worden waren. Das gesamte Personal Des Bahnhofs Lahore wurde verhaftet. Im Nordteil von Madras ist es der britischen Polizei gelungen, 43 Inder, die sich nach einer Freiheitskundgebung m einen Häuserblock zurückgezogen hatten, auszuräuchern. Sie wurden von der brittschen Polizei auf der Stelle erscho ssen. Die Freiheitskundgebung wurde von dem ehemaligen Bürgermeister von Madras geleitet. Durch das sinnlose Feuer der britischen Polizei wurde ein ganzes Stadtviertel zerstört. Auch die große Textilwarenfabrik Rata ging in Flammen auf. Die Zahl der Toten betrug über 100. Nach glaubwürdigen Berichten sind allein im Gangestal 700 Postämter, 500 Bahnhöfe und 10 000 Polizeistationen unbrauchbar gemacht worden. 350 Fabriken in allen.Landesteilen mußten in ben letzten Wochen ihren Betrieb einstellen. Nach Berichten aus britischer Quelle liegen in Ahmedabad 13 Fabriken, von Denen jede über 1000 Arbeiter zählt, seit 5 Wochen ohne Unterbrechung still, doch besteht Grund zu der Annahme, baß diese brittschen Schätzungen viel zu niedrig gegriffen sind. Besonders wichtig ist es, daß es dem Nationalkongreß gelungen ist, bie Bauern in weiten Landesteilen aus ihrer traditionellen Lethargie zu erwecken und daß der allindische Bauernbund aktiv in den Freiheitkampf einzugreifen begonnen hat, wovon bisher zehn Bauernerhebungen in verschiedenen Landesteilen Zeugnis ablegen. Von noch größerer Bedeutung kann es werden, wenn die in Den letzten drei Wochen zutage tretende Unruhe in der inbi sch en Armee weiter um sich greift. Es liegen bereits Berichte über offene Revolten von indischen Truppen vor. Gandhi erkrankt. Mailand, 18. Sept. (Europapreß.) „Corriere delle Sera" gibt Meldungen aus Delhi wieder, wonach Gaydhi erkrankt sei. Die Nachricht fei bisher von den englischen Behörden geheimgehalten worden. Sie habe in ganz Indien starken Eindruck hervorgerufen. Der Arzt des Mahatma erklärte. Die schwere Erschöpfung bringe das Leben Gandhis in Gefahr unD beruhe auf den Entbehrungen, bie Gandhi in der letzten Zeit erlitten habe. Firoze Gandhi, ein Sohn des Mahatma, wurde von den Briten in Allahabad zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt, weil er eine Versammlung geleitet hatte trotz des Versamm- lungsoerbotes. Da er sich weigerte, die Geldstrafe zu zahlen, wurde die Gefängnisstrafe um weitere sechs Monate erhöht. der Auslandspropaganda und Sammlung ber Auslandsinformationen verstärkt würde. Diese Lösung Dürfte um so allgemeineren Beifall finden, als bie Forderung nach verstärkter Auslandspropaganda gerade in den letzten Tagen in der Presse laut geworden war. Auch die Ernennung Aokis zum Staatsmmister wird mit großem Interesse verzeichnet. Es wird darauf hingewiesen, daß Aoki soeben aus Nanking zurückkehrte, wo er die chinesische Nattonal- regierung in Finanzfragen beriet. Er gilt als einer Der bedeutendsten Finanzfachleute Japans und verfügt auch über genaue Kenntnis ber Wirtfchafts- fragen Oftasiens. Die Presse spricht offen aus, daß Aoki wahrscheinlich ausersehen ist, das neue Ministerium für g r o ß a s i a t i s ch e Angelegenheiten zu übernehmen, für dessen Errichtung bas Kabinett schon 13 Millionen Yen bewilligt hat. Auch Aokis Persönlichkeit verbürgt engste Zusammenarbeit mit dem übrigen Kabinett, Da er seit langem besonbers mit Staatsminister Suzuki, ber bas Planungsamt leitet, und mit dem Kabinettssekretär Hoshino, einem der engsten Vertrauensmänner des Premierministers Tojo in freundschaftlichen Beziehungen steht. Was tat Wendell Willkie? Er mobilisierte die USA.-Gerichte im Namen des Privateigentums, wenn das „Privateigentum" auch in diesem Fall nichts anderes als raffgieriges Finanzkapital war. Die ausschließlich formal urteilenden USA.-Gerichte gaben ihm nach dem Grundsatz Recht: Das geschriebene Recht wurde vollstreckt, auch wenn die Welt zugrunde geht. Roosevelt suchte diese juristische Opposition Willkies auszufchalten und Willkie selbst finanziel anzubinden. Er bot der von ihm vertretenen Eommonwealtb-ancl-Zouttiern-Elektrizitätsge- fellfchaft in höchst großzügiger Weise 55 Millionen Dollar als Abfindung. Willkie, der heute in der Welt als Bannerträger der demokratischen Ideale herumreist und in diesen Tagen sehr zeitgemäß auch die Sowjetunion besucht, steigerte die Abfindungssumme um 23 auf insgesamt 78 Millionen Dollar. Aber Wendell Willkie hielt sich die Hände frei. Er nahm nur das Geld, von dem ein römischer Kaiser gesagt hat, baß es nicht stinkt. Nun war er der Mann aller USA.-Börsenhyänen alten Schlages. Die Fox-Filmgesellschaft berief ihn in ihren Aufsichtsrat, was ihm jährlich — je nach dem Geschäftsergebnis — 250 000 bis 500 000 Dollar abwirft. Und dieser fromme Zeitgenosse ist nun auf ber Fahrt nach Moskau, um Stalins Tränen über Stalingrad wegzuwischen. Das Paradies der Arbeiter und Ballern empfängt ehrenwerten kongenialen Besuch. Die Sowjets schwärmen nicht umsonst von der Gigantomanie des Amerikanismus. Ist Wendell Willkip schon ein Schieber, so darf er von sich sagen, daß er ein gigantischer Schieber ist. Dr. Ho Tokio, 18. Sept. (Europapreß.) Die Außenpolitik Japans werde durch seine Ernennung keine Aenderung erfahren, erklärte Außenminister Tani japanischen Pressevertretern. Er werde bie Politik seines Vorgängers Togo im großen und ganzen fortsetzen, insbesondere wolle er eine noch engere Zusammenarbeit mit Deutschland und Italien pflegen. Bei der Würdigung, ber Persönlichkeit Masayuki Danis betont bie jajpanische Presse, daß Tani als persönlicher Vertrauensmann des Ministerpräsidenten Tojo gilt. Seine Ernennung wird daher unter dem besonderen Gesichtspunkt begrüßt, baß sie geeignet sei, ben kameradschaftlichen Zusammenhalt des Gesamtkabinetts zu verstärken. Ferner gewährleiste seine frühere Tätigkeit als Leiter der Asienabteilung des Außenamtes, in ber er Gelegenheit hatte, den engsten Kontakt des Außenamtes mit Der Armee zu pflegen, Die Harmonie zwischen Dem Kabinett, Dem Außenamt und Der Wehrmacht. Besonderes Interesse finDet bie Tatsache, Daß Tani Die Leitung Des Inform ationsmini st e- r i u m s beibehält, weil baDurch Die enge Zusammenarbeit Der beiDen Ministerien bei Durchführung und verbündeten Truppen, fei es bei Woronesch, bei Kaluqa, bei Rschew, südostwärts des Ilmensees oder am Wolchow, Das Höchste an aufopfernDer Einsatzbereitschaft als Beitrag zum Siege auf Dem fernen Schauplatz Der Südfront verlangen mußte, um in Dem entscheidenden Augenblick auf diesem ent- scheidenden Kriegsschauplatz dem Feind mit überlegenen Kräften entgegentreten zu können. So haben Die Soldaten der Ostfront in zäher Abwehr und nie ermattendem Angriff in engstem Zu^m- menwirken unter der vorausschauenden, scharf durchdachten, sorgfältig planenden, kühn zupackenden und ihren Truppen im Angriffsschwung wie im Standhalten zutiefst vertrauenden Führung eines genialen Feldherrn auch auf ihrem Weg nach Stalingrad ben Sieg an ihre Fahnen geheftet Dr. Fr. W. Lange. 62. Sowjetarmee, die in dieser stählernen Umflam* ! merung auf immer engeren Raum zusammenge- s preßt und vernichtet wurde. Eine Riegelstellung, | auf die Timofchenko die größten Hoffnungen ge- i setzt hatte, war zerschlagen. Das linke Donufer war | gewonnen, Die Bildung von Brückenköpfen konnte < der Feind nicht mehr verhindern. Wenn er auch Durch heftige Gegenangriffe Der Erweiterung dieser i Brückenköpfe entgegenzuwirken suchte, so gelang es : den deutschen Truppen doch, in zähem Festhalten ' sich die Basis zu sichern, aus der sich nun auf der : schmalen Landenge zwischen Don und Wolga der Frontalangriff gegen Stalingrad entwickeln konnte. Den Ausbau Des zur Wolga ansteigenden, von Senkungen kleiner Flußtäler und sanften Höhen- zügen durchzogenen Geländes in weitem Bogen um Stalingrad zu einer Befestigungszone ersten Ranges kennen unsere Leser aus zahlreichen Erläuterungen zum Wehrmachtbericht und anschaulichen Schilderungen der PK.-Berichte. Ein dichtes Netz starker und durch Bepflanzung gut getarnter Betonbunker war offenbar schon im vergangenen Herbst vor die Stadt gelegt worden. Aber Timoschenko hatte Die knappe Zeitspanne, Die ihm Die Kämpfe im Dom bogen gewährtest, nicht ungenützt verstreichen lassen, vielmehr mit größter Schnelligkeit alle möglichen Mittel moderner Befestigungskunst angewandt, um einen waffenstarrenden Gürtel um die Stadt zu legen. Der Russe ist aus allen früheren Kriegen bekannt als ein Meister der Erbbefestigungen. Als solcher hat er sich vor Stalingrad erneut erwiesen. Das hügelige Steppengelände war unter geschickter Ausnützung jeder Bodenfalte, jeder beherrschenden Anhöhe mit tiefgegliederten Feldstellungen, Laufgräben, unterirdischen Gängen, Mannschaftsunter- ftänben, Munitions- und Proviantkammern Durchzogen worden. Mehrere hundert Panzer, noch ohne Anstrich und Motore aus Den Stalingrader Traktorenfabriken herbeigeschafft, waren bis zur Kuppel und zum Geschützrohr als Bunker in die Erde eingegraben worden. Davor waren breite Panzergräben angelegt und die Steppe war mit Phosphorbomben abgebrannt worden, was den deutschen Vormarsch aufhalten sollte, tatsächlich aber dem Angreifer die feindlichen Erdbefestigungen entschleierte. Trotzdem war der Kampf noch hart genug, Denn Timoschenko hatte zahlreiche frische, gut ausgerüstete Verbände zur Verteidigung ber Stadt herangezogen und sie ohne jede Rücksicht auf Die furchtbaren Verluste, Die schon Die Deutsche Luftwaffe und Artillerie in ihren Bereitstellungen unter ihnen anrichtete, in gewaltigen Massen eingesetzt. Aus den Brückenköpfen am Don geht Der erste Stoß in südöstlicher Richtung. Deutsche Panzer durchbrechen die Bahn Moskau—Stalingrad und Damit auch schon Die breiten FelDbefestigungen Der äußeren Verteidigungslinie. Schon am folgern Den Tage Drehen Die Panzerverbände gegen Die StaDt selbst ab. Gleichzeitig aber entsteht zur Deckung Der deutschen Angriffsarmee eine Ver- teiDigungsfront, Die in zähem Kampfe die Ent- lastungsverfuche abwehren muß, Die Timoschenko mit von NorDen her herangeführten starken Kräften unternimmt, um womöglich von außen Die sich immer enger um StalingraD unD Das Wolgaknie schließende Umklammerung zu zerschlagen. Doch die deutsche Nordfront schirmt in erbittertem Ringen die von Westen und Süden vorgetragenen Angriffsoperationen ab gegen das verzweifelte Anrennen der Sowjets. So schloß sich, nachdem noch Ende August im Norden und am 10. September auch im Süden der Durchbruch zur Wolga gelungen war, der Einschließungsring halbbogenförmig um die Stadt. Gegen diese deutschen Riegelstellungen setzten Die Sowjets ihre Eliteregimenter zu wütenden Gegenangriffen an. Aber enger unD enger wurde Der Ring. Deutsche Truppen trieben trotz erbitterter Gegenwehr ihre Stoßkeile durch die breite Feldbefestigungszone in die Vorstädte von Stalingrad vor und drangen schließlich m Den Stadtkern selbst ein. Aber auch bann gaben die Sowjets die Stadt noch nicht preis. Verbissen klammerten sie sich an jeden Häuserblock, an jeden Straßenzug, ja nachdem Stukas und Schlachtflieger ihre furchtbare Vernichtungsarbeit getan hatten, an jeden Keller, an jeden Trümmerhaufen. Die Sowjets kennen den Häuferkampf in dem unübersichtlichen Straßengewirr der Großstadt aus Der Zeit Der Bürgerkriege zwischen Rot unD Weiß. Sie haben Dann noch einmal im spanischen Bürgerkrieg bei Der Verteidigung von MaDrid gegen Die Truppen Francos Das gleiche Kampfprinzip verfolgt und hofften nun mit seiner Hilfe Stalingrad gleichsam in letzter ganz festen Beinen stand. Und ich nehme an, daß Gonzales bei diesem Fischzug, Der übrigens immer noch anhält, eine wichtige Rolle als Mann am Netz spielt." Orgassa schaute auf. „Wie gesagt. Das nehme ich an!" wiederholte er betont. „Ein ganzes Dutzend kleinerer Unternehmen ist hier im Laufe der letzten Jahre abgewürgt worden, und zweifellos hat Gonzales Dabei feine Finger im Spiel gehckbt, aber beweisen wirst Du ihm nichts, Dazu ist er zu geschickt." Orgassa zerquetschte einen Moskito, Der sich auf seinem Schenkel nieDergelassen hatte. Es gab einen kleinen Dunkeln Fleck in dem weißen Streifen Der Pyjamahose. „Ich habe mir monatelang unD jahrelang Den Kopf zerbrochen, was man in Deiner Sache tun wie man Dir helfen könnte, Malte. Aber man kommt an Gonzales nicht heran. Und ich fürchte, auch du wirst nichts ausrichten. Nicht, weil es zu spät ist, sondern weil du es mit einem Gegner zu tun hast, Den man einfach nicht fassen kann." Brackmann beugte sich vor. „Ich werde ihn fassen", sagte er ruhig und sicher, „verlaß dich darauf. Ich werde mit Gonzales und Ciquitcr Perano abrechnen, und es wird die einfachste Sache von Der Welt fein." Orgaffa befeuchtete sich Die Lippen und zog den Kopf in Die Schultern. „Du wirst * Gonzales töten murmelte er stockenD und beklommen. Brackmann gab ihm keine Antwort. Er starrte auf seine braunen, narbigen HänDe, Deren Nägel zerbrochen unD fplifftg waren, als käme er aus Der Fron eines Granitbruchs oDer aus Den Sisalspinnereien von Yukatan. In seinem Gesicht bewegte sich kein Muskel, es war wie erstarrt, aber Orgassa hatte Das Empfinden, unter Der Haut dieses Mannes, der einmal fein Freund gewesen war, brenne bie kalte Glut eines unversöhnlichen Hasses, freffe Die ätzende Säure eines verzehrenden Rachedurstes und als sei in seiner Seele nichts zurückgeblieben als der tödliche Vergeltungswille. (Fortsetzung folgt.) Prüfung für Mathematiker sind zwei Studienrichtungen vorgesehen: die naturwissenschaftlich-technische (allgemeine Mathematik) und die mathematisch-wirtschaftswissenschaftliche (Verficht rungsmathematik). Die letztere kann nur an den Universitäten Berlin. Göttingen. Leipzig, München und Wien, den Technischen Hochschulen Berlin, Dresden, Wien und Prag sowie an der Wirtschaftshochschule Berlin eingeschlagen werden. Im übrigen aber sind für das physikalische und mathematische Studium alle Universitäten und Technischen Hochschulen zuständig. Die Studiendauer ist auf mindestens sieben Semester vorgesehen. Diese Minimalzeit ist jedoch nur vorübergchend. Dazu kommt eine praktische Tätigkeit von vier Monaten in der vor- lesungssreien Zeit. Bis zur Vorprüfung nach vier Halbjahren sollen die allgemeinen Grundlagen geschaffen sein, bis *ur Hauptprüfung steht die Vertiefung der spezifischen Kenntnisse des Hauptfaches im Vordergrund. Die Fremdenverkehrslenkung. Die Landesfremdenoerkehrsverbände haben Kontrollen durchgeführt über die Lenkung des Fremdenverkehrs. Sie haben gezeigt, daß die Anordnung, wonach der Beherbergungsraum in erster Linie Fronturlaubern und Volksgenossen in kriegswichtiger Beschäftigung zur Verfügung zu stellen ist, ungenügend beachtet wurde, da sämtliche anfragenden Gäste ohne Rücksicht auf bevorrechtigte Gruppen Zusagen erhielten, so daß dann bevorrechtigten Volksgenossen abgesagt werden mußte. Der zweite Verstoß war die 'Nichteintragung in die Reichskleiderkarte. Häufiger ist es auch vorgekommen, daß die Urlaubsbescheinigungen der Gäste sowie die ärzllichen Atteste nicht einbehalten wurden. Es haben sich Gäste auch über drei Wochen aufgehalten. Die Bestimmungen müssen unbedingt einzehalten werden, andernfalls sind empfindliche Ordnungsstrafen zu erwarten. Auch für Familienangehörige, die Soldaten in ihren Garnisonen besuchen, ist der Aufenthalt auf drei Wochen beschränkt und muß in die Reichskleiderkarte eingetragen werden. Das gilt auch für Lazarettbesucher, wenn der Aufenthalt die vom Chefarzt des Lazaretts bescheinigte Dauer von wenigen Tagen übersteigt. Aufenthalte aus beruflichen Gründen sind nicht eintragungspflichtig. Aus oller Wett. Gattenmörder hiugerichtei. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Am 17. September 1942 ist der am 8. 7.1920 in Emsdorf (Bezirk Neutitschein) geborene Reinhold Pro - k e s ch hingerichtet worden, den das Sondergericht in Darmstadt wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilt hat. keres führt im Schachturnier. Zn der dritten Runde um die Europameisterschaft fielen in fünf Stunden nur zwei Entscheidungen. Keres (Estland) gewann nach zeitweisen Schwierigkeiten durch fabelhafte Enospielführung gegen Barcza (Ungarn). Napolitano (Italien) — Foltys (Protektorat) spielten unentschieden. Dadurch ist Keres an die Spitze gelangt. Schachweltmeister Dr. A l j e ch i n gab auf, einen Zug vorher, ehe der Deutschlandmeister R e l l st a b ihn mattsetzte. B o ■ goljubow gewann seine Partie gegen Rohacek, Stoltz hielt gegen Junge Remis. Der Stand vor der vierten Runde, in der Aljechin—Keres auf* einandertreffen, ist folgender: Bogoljubow (Generalgouvernement) und Keres (Estland) je 2% P., Aljechin (Frankreich), Foltys (Protektorat) und Rellstab (Deutschland) je 2 P., Napolitano (Italien) 1% P., Rabar (Kroatien) und Richter (Deutschland) je 1 P. und 1 Hängepartie, Junge (Deutschland) und Rohacek (Slowakei) je 1 P., Stoltz (Schweden) V» P. und Barcza (Ungarn) 0 P. Bärenpanif in einem holländischen Tiergarten. Am Zwinaer des schwarzen Kragenbären im Tiergarten zu Wassenaar hatte sich viel Publikum eingefunden, um der Vorführung eines Tierbändigers zuzuschauen. Als dieser die Käfigtür schließen wollte, versetzte ihm der Bär von hinten mehrere Schläge mit seinen Tatzen und biß ihn in die Beine. Ein zu Hilfe eilender Wärter wurde ebenfalls von dem Baren angegriffen. Die Menge vor dem Käfig geriet in große Erregung, die das Tier offenbar noch mehr in Wut versetzte. Als nun unglücklicherweise ein weiterer Wärter, der den Zwinger betrat, in der Aufregung vergaß, die Tür hinter sich zu schließen, brach der Bär aus und stürzte sich in die Menge. Eine 24jährige Frau kam zu Fall, worauf der Bär sie mit seinen Tatzen schwer verletzte. Mittlerweile war noch weiteres Personal herbeigeeilt. Der Bär suchte Schutz auf einem Baum. Hier konnte ihm ein Strick um den Hals geworfen werden. Das gefesselte Tier wurde in den Käfig zurückgebracht. Kunst und Wissenschast. Professor Schmincke 65 Jahre alt. Am 19. September vollendet der ordentliche Professor der Pathologie an der Universität Heidelberg, Dr. Alexander Schmincke, fein 65. Lebensjahr. In Nürnberg geboren, promovierte er in Würzburg 1901, habilitierte sich 1907 ebenda, ging 1912 nach München als Prosektor, 1920 folgte er' einem Ruf als ordentlicher Professor nach Graz, 1922 nach Tübingen, 1928 nach Heidelberg, wo er auch Mitdirektor des Instituts für experimentelle Krebsforschung ist. Sein besonderes Interesse gilt der pathologischen Anatomie des Nervensystems-, der Geschwulstlehre und der Tuberkulose. HauptschrtfUetter: Dr.Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptjchrislleiterS: Dr. Hans Thyriot. Verantworllich für Politik und Bllder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. HanS Tbyriot; für Stadt (Sieben, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein lbeurl.), Dr. Hans Thyrtot. Truck und Verlag: Brühlsche UniversitStSdruckerel R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: HanS Beck. AnzeigcnprelSIiste Str. 6. Aus dem Reich wird die- Merkwürdiger Zweikampf im Damenhemd 2829V denken? Theater der Universitätsstadt Gießen Paul Neidert 3bi5Mßx STOFFE Der Bürgermeister: Geil 2810D und beöonde/io Köln/Rhein Gießen Ihre Vermählung geben bekannt Aufnahme in die 04615/ 2511D ca. KNORR 1000 qm, zu verk. Sehr.Angeb. unter 2839D an den Gieß.Anz. ziehen, durch g über KLEIDER KOSTÜME Mäntel Dann genügt oft schon ein halber KNORR - Soßenwürfel, um die eigene Soße zu verlängern und zu verkleinern. Sie brauchen den '[a Würfel nur fein zu zerdrücken, mit reichlich V» Liter Wasser glattzurühren und 3 Minuten mitkochen zu lassen« Gartengrundstück in Baugelände gelegen, hin und her bewegen. Bei sehr schmutziger Wäsche nehmen Sie am besten einen Wäschestampfer zu Hilfe. Das Waschpulver hat dann beim Waschen nachher weniger Arbeit, und Sie kommen auch mit einer geringeren Menge Einweichmittel zurecht. Dabei geht ohne Waschen schon der größte Teil des Schmutzes heraus. Nach dem Einweichen darf man auch das Spülen nicht vergessen. Es wäre ein grober Fehler, den schon gelösten, aber noch im Gewebe hängenden Schmutz mit der Wäsche in den Kochkessel zu tun, wo er die Waschlauge unnötig verbraucht und sich vielleicht gar wieder in der Wäsche festsetzt. Werden Sie bei Ihrer nächsten Wäsche daran aus der Wäsche herausgeht! Biele Frauen wollen das auch heute noch nicht einsehen. Sie halten immer noch das Waschen für die Hauptsache. In Wirklichkeit ist das Einweichen viel wichtiger, weil es den Schmutz nicht nur weich macht, sondern selbsttätig aus dem Gewebe löst. Machen Sie sich auch klar, daß Ihre Wäsche rascher entzweigeht, je mehr sie gekocht und gerieben wird? Sollte man heute nicht alles tun, um die Wäsche länger zu erhalten, dadurch, daß man sie länger und gründlicher einweicht? Zwei bis drei Stunden genügen nicht — mindestens eine ganze Nacht soll die Wäsche in der Einweichlösung liegen. Besonders gut löst sich der Schmutz, wenn Sie die Wäschestücke von Zeit zu Zeit im Einweichwasser .Eine merkwürdige Sitte in der Minnesängerzeit bestand darin, daß der Ritter sich das Hemd seiner Dame auslieh, ehe er in den Kampf zog. Während des Zweikampfes trug er es über feiner Rüstung. Kehrte er dann siegreich zurück, so trug die Dame das Hemd — als Zeichen feiner Treue — ungewaschen weiter! An einem solchen Hemd hätte man sicherlich die Wirksamkeit eines bewährten Einweichmittels erproben können. Man hätte daran erkennen können, wieviel Schmutz allein schvn durä) gutes Einweichen friert wo- -isher lten ndruck klärte, lndhis n, die Deutsche Arbeitsfront Berufserziehungswerk Gießen Ihre Verlobung geben bekannt Hilde Bachmann Ihre Verlobung geben bekannt Irmgard Schomber Heinz Thielemann z. Z. Luftwaffe >n den Geleit er |amm» Strafe oeitele IhreVermählung geben bekannt Gefr. Willi Ferger Agnes Ferger geb. Römmelt Tanzuntemcht Anmeldungen, für unsere Anjänger-u.Forts ehrittkurse werden täglich ab 11 Uhr entgegengenommen 2735d Tanzschule Bäulke Gießen, Wolfstraße 31, Ruf3835 äbjcMeiv fäuldinty Fritz Weller Matr.-Obergefreiter und Frau Christel geb. Klooß einjährige Handelsfach klasse Beginn Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32 Ruf 2486. onal- 'eiten ie zu ibunb innen Der» noch >ie in )e in greift, n Don ausfallen. Die Vorstellung wird zu einem noch bekanntzugebenden Termin nachgeholt. Gelöste Karten behalten Gültigkeit Die Geburt einer gesunden Tochter zeigen wir an. In dankbarer Freude Anna Berghöfer geb. Golinski Friedrich Berghöfer z. Z. bei der Wehrmacht Gießen, F rankfurter Straße 12 z. Z. Kath. Schwesternhaus _______2838 D/ Wegen plötzlicher Erkrankung des Herrn Druschei muß die Morgcn- veranstaltung vom 20. Septembep Die Geschwister Oper nach der Dichtung Goethes im 3000 350 letz» chten abri- ' seit estehf ichen Gießen-Klein-Linden, den 19. September 1942. __04620/ Ihre Verlobung geben bekannt Anna Sann Theodor Otto Verw.-Maat Frankfurt/M., den 22. Sept. 42. Beethovenstraße 171 KirchLTrauung - Ld.Paulskirche,14 Uhr __________ ______2830 D/ Vom 22.9. bis 6.10. bleibt mein Geschäft geschlossen. Otto Georg norm. Y. Mn. 2826 D LicherMchweihmarkt Schweine- und Krämermartt Montag, den 21.Sevtember 1942 Auftriebszeit von 8 bis 8% Uhr Bei Beschickung des Viehmarktes sind die seuchen« polizeilichen Vorschriften zu beachten. Lich, den 15. September 1942. Wolfgang Fischer-Defoy Dipl.-Landwirt, z. Z. Leutnant und Adjutant in einer Panzerjfiger-Abteilung Erika Fischer-Defoy geb. Zeltmann zeigen ihre Vermählung an Modehaus Nowack INH.: C.H. SCHLÜTER GIESSEN SELTERSWEG Gießen Kriegsmarine Bruchstraße 13 19. September 1942. ch. ssen Hin. ten. Eine iube sich 79 sind, rei -nen des von ' 43 9 in tau« auf und- 'ister ' der Zer. SN über oraus- durch en, die Kamern sind. Auto- nstrecke ultana! te am Straße clgesetzt Lstrahe > suda- i einen i führt Hartum at eine j durch jar sein ickgelegt es noch ft. Auch lhrt ost' Neben« ’ seinem oeg die z. Eine ; Saat-Roggen Petkuser anerkannte Handelssaat - ostpreußischer Herkunft geben zu gesetzlichen Bestimmungen ab Jughard & Krause Ludwigstraße und Neuenweg Fernruf 2811 2813D V Werner Helmut 15.9.42. Die Geburt ihres ersten Kindes zeigen in großer Freude an Irma Lich, geb. Schramm Heinz Lich Oberleutnant und Adj. HUS. z. Z. Groß-Auheim Adolf-Hitler- Straße 15 VITASIN mit Vitamin Bi Der Lehrgang in PLAKATSCHRIFT beginnt am Mittwoch, dem 23. September Anmeldungen bei der Deutschen Arbeitsfront Berufserziehungswerk, Gießen, Schanzenstr. Zbsische Aequatorialafrika m den Händen des Verräters de Gaulle sind. Diese Vorstellungen von der Bedeutung der afrikanischen Duerrouten sind maßlos übertrieben. Kenner tropischer Verkehrsverhältnisse wissen, daß die Verkehrsleistungen in den Tropen durch mannigfaltige Hemmnisse beschränkt sind, von den langwierigen Umladungen zwischen Eisenbahn, Straße und Schiff ganz zu schweigen. Vor allem aber hat die neue Weltetappenlinie der Achsengegner den großen und sehr bedenklichen Schönheitsfehler, daß sie nur die Hälfte des ganzen Weges darstellt. Die andere aber verläuft in einer Länge von mehreren taufend Kilometer über den Atlantik und der ist Tummelplatz unserer U- Boote. Hz. M-D. „Dipl.-Physiker" und „Dipl.-Mathematiker". Die wachsenden Anforderungen, die Staat, Wehrmacht und Wirtschaft an die Physiker und Mathematiker stellen, machen es notwendig, ihre Ausbll- dung auf eine neue Grundlage zu stellen. Es werden zu dem bisherigen „Dipl.-Ina." zwei neue Hochschulabschlüsse und akademische Grade hinzugefügt: der „Dipl.-Physiker" und der „Dipl.-Mathematiker". Die Neuordnung bringt eine einhettliche Ausrichtung des physikalischen Studiums an den Universitäten und Technischen Hochschulen, wobei das Ziel die Diplom-Prüfung für Physik ist. Für die Diplom- Kirchenplatz 14 Liebhards (Rhön) 19. September 1942. _______________________04642/ tchelernte in größerem Umfange begonnen wird. Das sommerliche Wetter Ende August und Anfang tzptember hat dazu geführt, daß die Kartoffel fküher als in den vergangen Jahren Vogtsche Piivaf-Hondelsschule ! Gießen, Goelhestr.32 Die geernteten und gut ausgereiften Kartoffeln kommen schon jetzt und vor allem im letzten Drittel des Monats September in weitaus größerem Maße zumVerfand in die Städte als in den vergangenen Jahren. Die ankommenden Mengen werden deshalb den Tagesbedarf wesentlich überschreiten und müssen zur V o y r a t s b i l d u n g für die kommenden Monate benutzt werden. Es ist daher notwendig, daß nach Aufforderung durch die zuständigen Ernährungsämter alle Einzel- und Großverbraucher schon in den nächsten Wochen einen Teil der Wintereinkellerungsmengen abnehmen. Auszeichnung verdienter Hauptschristleiter. NSG. Der Leiter des Gaupresieamtes, Oberbereichsleiter Hauptschriftleiter Uckermann, überreichte am Freitagnachmittag im Adolf-Hitler-Haus in Frankfurt a. M. im Auftrage des Gauleiters mehreren Hauptschriftleitern von Zeitungen des Gaues Hessen-Nassau das ihnen vom Führer verliehene Kriegsverdienstkreuz. Er würdigte dabei die journalistische Leistung, mit welcher diese Haupt- schriftleiter einen wichtigen Beitrag zur geistigseelischen Kriegführung des Reiches geleistet hätten und sprach ihnen dafür den Dank des Reichspressechefs aus. uni den Engländern gebaute Autostraße nach Lado an Weißen Nil bietet den Anschluß an die Nil- i schiffahrt, mit der Chartum zu erreichen ist. ' Das sind die beiden Etappenwege, von denen fuh die Gegner der Achsenmächte Hilfe in ihrer ! Drkehrsnot versprechen. England hofft auf diesen Hinwegen auf Nachschub, die Sowjetunion auf das versprochene Kriegsmaterial und die bisher nicht Lieferten Lebensmittel, die USA. aber wollen sie ab- Transportwege für die Bodenschätze und Roh- füffe des Kongogebietes an die Küftenhäfen West, cistikas benutzen, womit sie zugleich für ihre Trcms- i P-rtschiffe die erwünschte Rückfracht hätten. Dafür Duden außerdem auch die Häfen von Französisch- ;lkquatorialafrika, vor allem Point Noire und Libreville zur Verfügung, die wie das übrige fran- ftüher als in den vergangen i>en Reifezustand erreichte. Begünstigt sei Umstand dadurch, daß der Anbau mittelfrüher ^Sorten, die die gleiche Qualität und Win- trrh altb ar kei t der späteren Sorten zeigen, in den letzten Jahren stark ausgedehnt worden ist. Die die Getreideernte geborgen wurde. Nach einer Mitteilung des Reichsnährstandes tum nun festgestellt werden, daß die Getreideernte unter den besten Witterungsbedingungen rechtzeitig und in guter Beschaffenheit eingebracht roer-- ten konnte. Wegen der Verspätung der Reife des Gtreides konnte die Ernte erst erheblich später begonnen werden. Es standen, wenn die Getreide- l etnte rechtzeitig vor dem Beginn der Hackfrucht- ernte eingebracht werden sollte, nur etwa 5 bis 6 Wochen zur Verfügung. Deshalb mußten die schönen Erntetage ohne Rücksicht auf Sonn- und Fkiertage und ohne Rücksicht auf eine normale Mhezeit in einem ununterbrochenen wochenlangen Einsatz mit täglich 14- bis Mündiger Arbeitszeit abgenutzt werden. Hierbei hat sich vor allem die Bäuerin, die oft genug allein mit wenigen fremd- lydischen Hilfskräften oder Kriegsgefangenen die Ernte bewältigen mußte, einen Ehretitel erworben. Trotz des erheblich späteren Beginns war am 12. 9., dem Zeitpunkt, zu dem die Getreidernte insgesamt als sa gut wie beendet angesehen werden kann, in diesem Jahre bereits die Ernte zu 97 v. H. hereinge- 1 bracht, im Durchschnitt 1939/42 aber nur zu 95 v. H. Ä den entscheidenden fünf Wochen vom 8.8. bis 12. 9. hat damit das Landvolk bei der Ernteein- ! bvngung eine einzigartige Leistung erarbeitet Frühe Kartoffelernte. Durch die günstige Witterung der letzten Wochen ist die Beendigung der Getreideernte außerordentlich beichleunigt worden, so daß nunmehr mit der Kar- 19. September 1942. 04644Z Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken herzlich Erwin Neidei, Bootsmannsmaat und Frau Lern', geb. Rinn Heuchelheim, Gießener-Str.14 im September 1942. __________________________04616Z Gießen Fulda Am Kugelberg 18 Langebrücke 36 b 20. September 1942. ___________________04614 Z an, daß ! immer tnn flW hnie td) Dutzend r letzten at Gon- aber be- leschitkl. sich <“>' ! jb einen >jsen der ; i ang de" ache | n kommt, auch spät ist- zu tu" : iti* $ Siqutf« sie SaA zog Gonza^ klorn"^ -r e" . aus der siE bem* r OrW° L W"' ss Erde. In unsagbarem Herzeleid: 2823 D [geb. Metzger 04630 04628 Gießen, den 19. September 1942. 04596 04599 2806 D LieseMle(in) |stenengesUche[ z. Austragen u. af .. Kassieren v. Zeit- Aetterer Kaufmann 10, G. Fran Carl Schlüter, Biömarck- ttrafte 45 L 1 2840 D Heinz Schäfer Familie Fr. Münch. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Möblierte Wohnung oder 2 Zimmer mit Küchenbenutzung zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 04637 an den Gießener Anzeiger erbeten. Schmidt - 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg Schaad. Gicftcn-Mcin-Linden. 10 11.15 KG. Gieften-Wieseck. 14 G. Gießen (Bleichstraße 11), Darmstadt, den 18. September 1942. Die Beerdigung findet am Montag, dem 21. September, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Danksagung. P urdie vielen Bejveise herzlicher Teilnahme und die Kranz- und Blumenspenden anläßlich d.Heldentodes meines innigstgeliebten,unvergeßlichen Mannes, meines lieben,guten Papis,Obergefreiter Herbert Voigt, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank der Wehrmacht für die letzten Ehrungen und Herrn Pfarrer Becker für die trostreichen Worte am Grabe. In tiefem Schmerz: Elly Voigt, geb.Schneider, und Tochter Rosemarie, nebst allen Angehörigen. Mit der Familie trauert um seinen lieben Arbeitskameraden Wllh. Gerhard, Gartenbau, Gießen. _____________________04603 Gleichzeitig danken wir allen mit uns Fühlenden und gedenken ihrer schriftl. Anteilnahme. Familie Albert Th. Schmidt Möbliertes Mn- uni WOilNMl mit Küchenben., oder zwei leere Zimm, sofort od. später gesucht. Schr. Ang. unt. 04584 a.d.G.A. Marie Schreiner,geb.Görding,u.Kinder Inge u.Elfriede Frau Karoline Schreiner Wwe., geb. Deibel Familie Georg Börding, und alle Angehörigen. Heuchelheim, Gießen-Wieseck, Krakau, den 19. September 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme an dem schweren Verlust durch den Heldentod meines lieben unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Helmut Schäfer, Obergefreiter in einem Inf.- Regt., sowie Herrn Pfarrer Reusch für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, danken wir auf diesem Wege herzlich. Henriette Schäfer, geb. Fay Frieda Marsteller, geb. Schäfer Christian Schäfer Ernst Marsteller, Erna Marsteller. Grünalgen, im September 1942. Mädchen oder Frau wöchentlich zweimal zur Hilfe im Haushalt gesucht Prof. Herzog, Friedri chstr. 30 04460 Heuchelheim bei Gießen, Horst-Wessel-Str. 9 2798 D WirtstHaOsorOanisation sucht für sofort oder später 2 — 3 helle Biiroräume möglichst Stadtmitte. Schriftl. Angebote unt. 2805D an den Gieß. Anz. erbeten. Wir suchen 1 Küchenherd 3 Zimmeröfen neu oder gebraucht. Metallwerk Berkenhoff & Co. Kinzenbach über Gießen Fernruf: Gießen 2598 2828 D Gießener Geldinstitut sucht einen Mann zur Bedienung der Heizung. Schriftl. Angeb. unter 2833 D an den Gieß. Anzeiger erbeten. Studentin sucht zum 1. Novemb. möbliertes Zimmer Schriftl. Angeb. unter 04636 an den Gieh. Anz. Mein treuer Lebenskamerad, unser guter Vater, unser 1b. Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Studienassessor Pg. Willi Reuschling Gefr. und O.-A. in einer Panzerjäger-Abt. kehrt nie wieder zu uns heim. Nach einem Leben voll größter Arbeitsfreudigkeit, treuester Pflichterfüllung und nach vierjähriger Tätigkeit im Ausland (Afghanistan) starb er im Alter von 32 Jahren auf einem Verbandplatz im Osten an den Folgen seiner Verwundung. Unser ganzes Glück deckt fremde Erde. In unsagbarem Leid: Emilie Reuschling, geb.Winter, und Kinder Gerhard und Dieter Bernd Wilhelm Reuschling und Frau Margarethe, geb. Engel Friedrich Wilhelm Winter und Frau Anna, geb. Schimpf Obergefr. Reinhold Reuschling, z. Z. im Osten Gefr. Robert Reuschling, z. Z. bei der Wehrmacht, und Luise Winter, und alle Anverwandten. [Familie Nieder-Weisel, Birklar, Lang - Göns, den 18. September 1942. Mit den Angehörigen trauern um ihren hochgeschätzten Lehrer und Berufskameraden Schülerschaft und Lehrkörper der Ober- und Aufbauschule Friedberg. _______________________2822D Geizer von Behörde so fort gesu cht. Schriftliche Angebote u. 2815D an den Gieh. Anzeig, erbeten. Wir erhielten die für uns schmerzliche und traurige (Nachricht,’ daß unser treuer, braver Sohn und Bruder Walter Kurt Schmidt kaum zwanzigjährig, seinem geliebten Bruder Erich, der an der Ostfront sein junges Leben hingab, gefolgt ist. .JSL. Hart und schwer traf uns die uner- wartete Nachricht, daß unser lieber, guter, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, treuer Bruder, Schwager, Pate, Onkel, Neffe und Kusin Walter Stumpf Gefreiter in einem Infanterie-Regiment am 5. Aug. bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten, im blühenden Alter von 22 Jahren, den Heldentod fand. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefem Schmerz: Friedrich Stumpf und Frau Christine, geb. Pitz Georg Laukel und Frau Erna, geb. Stumpf Heinrich Theiß, z.Z. im Felde, und Frau Frieda, Irma Stumpf, Else Stumpf, [geb. Stumpf Werner Stumpf, Emma Stumpf, Kurt Stumpf Christian Pitz, und alle Angehörigen. Garbenteich, Sterzhausen, Steinbach, September 1942. Malergehilfen Eisenanstreicher, sucht 2821 v Beyer & Co. Dresden A 24 Arbeitsstellen im ganzen Reich. Ami. September 1942fand bei Rschew unser lieoevoller Mann und Vater, unser guter, einziger Sohn Forstass. Justus Soltau Leutn. u. Komp.-Führer in einer MG.-Komp. Inhaber des E. K. II. Kl. und der Ostmedaille auf seinem Kompanie - Gefechtsstand den Heldentod. Sein Leben war Liebe und Opfer für uns und sein Vaterland! In tiefer Trauer: Anne-Marie Soltau, geb. Brüning und Kinder Annemarie u. Hubert Dipl.-Ing. Münzrat Adolf Soltau und Frau Helene, geb. Dauer Gustel Brüning, geb. Spengel. Gießen, Berlin, den 18. September 1942. 04626 Poliere, Hilfspoliere Schachtmeister, Vorarbeiter Maurer und Zimmerleute für Brom berg und d. besetzten Ostgebiete für sofort oder später gesucht. Bewerbung an Baugesellschaft Angerer m.b.H., Bromberg, Postfach 153 04382 Tüchtiger, energischer Bauführer für die besetzten Ostgebiete für sofort gesucht. Bewerbung mit Gehaltsansprüchen an Baugesellschaft Angerer m. b. H., Bromberg, Postfach 153 04381 Sonntag, 15.30 G. 20.15 G. ttirchberg. 14 Gedächtnisfeier (Robert Karber), Lindenborn- Odenhausen. Mainzlar. 13.30, Schmidt, Treis: 14.30 KG. Hungen. 10, Naumann. Sich. 9.30: Katm. 13.30: KG. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 20. 9., 8.30 Andacht; 10 S.-Sch.; 20.15 Predigt. — Mittwoch, 23. 9., 20.15 Vortrag: Sekretär Runge. Baptistengemeinde u. Bund frei- kirchlicher (Christen, Gartenstr. 13. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein innigstge- ,_. liebter, unvergeßlicher Mann, der liebe Vater seines Töchterchens, unser lieber, unvergeßlicher Sohn, mein lieber, einziger Bruder, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Enkel und Neffe Walter Schupp Soldat in einem Infanterie-Regiment an den Folgen seiner am 19. August erlittenen schweren Verwundung, in einem Reserve- Lazarett im Osten, am 6. September im blühenden Alter verstorben ist. Er ruht auf dem Heldenfriedhof Byala Zerkow. In unsagbarem Schmerz: Liselotte Schupp, geb. Walldorf, und Kind Marion. Otto Schupp und Frau Elisabeth, geb. Gerhardt. Marianne Schupp. Ernst Walldorf und Frau Elisabeth, geb. Klumb. Erich Walldorf, z. Z. im Felde, und Frau Evi Ernst Walldorf, z. Z. im Felde, und Frau Lotte Fritz Herbst, z. Z. im Felde, und Frau Margot, Frau Margarete Gerhardt (geb. Walldorf Familie Eberhard Bast, nebst allen Angehörigen. Gießen, Gießen-Klein-Linden, Düsseldorf, Wolferborn, im September 1942. Putzfrau für die Reinigung von Büroräumen zum sofortigen Eintritt gesucht. Heyligenstaedt&Comp. Werkzeugmaschinenfabrik G. m. b. H. Gießen Ingenieur oder ausgebildeter Techniker f. Wärmetauscherbau u. Feinblechkonstruktion gesucht. Gelegenheit zur Einarbeitung wird geboten. Herren, die Interesse für das interessante u. vielseitige Gebiet haben, werden gebeten, ihre Bewerbung, mit Lebenslauf, Zeugnisabschrift. u. Gehaltsansprüchen zu richten unter ,,M 4436“ an Annoncen-Ezpedition Hans Kegeier, Berlin-Wilmersdorf, Nikolsburgerstraße 10. , 2816 V Am 16. September entschlief sanft und unerwartet meine liebe, unvergeßliche Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, meine liebe Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Schäfer geb. Münch nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 49. Lebensjahre. Wer sie gekannt, der weiß, was wir verloren. Die trauernden Hinterbliebenen: Louis Schäfer Fritz Schäfer, z. Z. im Felde, und Frau Gertrud, Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. -- Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gieften. Sonntag, 20. September. Stadtkirche. 10, Schmidt,-11 KG., Matth.-Gern.; 17 Christenlehre f. weibl. fugend, Mark.-Gem.,' 20 Christenlehre f. männl. Jugend, Mark.-Gem., im Markuösaal. Fohanneskirckie. 10, Li;. Trom mershausen; 11.15 KG., Johs.- Gemeinde. Kapelle Alter Friedhof. 10, Dekan M Tieferschüttert und unerwartet erhiel- Mjg! ten wir die für uns unfaßbare Nachricht, Wl daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, mein herzensguter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Ernst Schreiner Unteroffizier in einem Jäger-Regiment in treuester Pflichterfüllung, im blühenden Alter von 32 Jahren, am 12. August an den Folgen seiner schweren Verwundung in einem Feldlazarett im Osten gestorben ist. Auf dem Heldenfriedhof in Gemjansk fand er seine letzte Ruhestätte. Unser ganzes Glück deckt fremde ceerzlmmel auch möbl., mit Kochgelegenh.od. Küchenbenutz.,z. 1. Okt. 1942 od. später von be- rufstät. Ehepaar z. miet .gesucht. Schr. Ang. unt. 04582 a.d.G.A. Student sucht für Staatsexamenarbeit warmes Ml. Zimmel möglichst Kliniknähe. - Schriftl. Ang. unt. 04601 an d. Gieh. Anz. schreibgewandt, sucht irgendwelche lohnende Beschäftigung. Schr. Ang. unt. 04618 a. d.G.A. Alleinsteh., ält. Witwe, ohne Anhang, in allen Hausarbeiten erfahren, sucht MttuWkreig in frauenlosem Haushalt, am liebsten in der Landwirtschaft. Schr. Ang. unt. 04619a. d.G.A. Alleinsteh. Frau sucht Stelle als WsWem bei ält. Witwer, auch m.Kindern, am liebsten in Geschäftshaushalt in d. Nähe Giehens. Schriftl. Angeb. unter 04621 an den Gieh. Anz. 20. 9., 11.15 KG. - Mittwoch, 23. 9. Ml.3innner mit Küchenben., an Dame, ohne Wäsche u. Bed., zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04635 a.d.G.A. Mietgesuche | Hart und schwer traf uns am 12. Sep- tember 1942 die unfaßbare, schmerz- ®k* liehe Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner drei Kinder, unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn,Schwager,Pate, Onkel, Neffe und Vetter Heinrich Nachtigall Schütze in einem Infanterie-Regiment an den Folgen seiner schweren Verwundung gestorben ist. In tiefem Schmerz: Margarete Nachtigall, geb. Braun, und Kinder Johann Nachtigall und Frau Marie, geb. Jäger Ernst Weller und Familie Willi Vesper und Familie Karl Nachtigall und Familie Fritz Münch, z. Z. im Felde, und Familie Wilhelm Nachtigall, z. Z. im Felde Heinrich Braun Willi Braun, z. Z. im Felde, und alle Angehörigen Daubringen, Londorf, Gießen, Frankfurt, im Felde, im September 1942. Suche f. meinen Haushalt Mädchen oder Frau für halbe oder ganze Tage. Frau [04545 Johanna Amvt, Schanzenstr. 6. Tüchtige, ehrliche WsgeMn baldmöglichst gesucht. [ 2809 D Vorzustellen: Seltersweg 6411 Stütze der Hausfrau täglich bis 4 Uhr nachmittags gesucht. [04589 Aulweg 54 11. Gut erhaltener ginOerroogen zu kaufen gesucht. - Schriftliche Angebote unter 04610 an den Gieh. Anz. Moderner Bwnroogen z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04639 an den Gieh. Anz. 40 Zentnerl 04631 Oickwurz z. kaufen gesucht. Ziegenzuchtverein Gieften, AnnerödLVeglS | Verkäufe | Vogelsberger Rind Anf. Dezember kalb., eingefahr., z. verkauf. [0462? Watzenborn- Steinberg, Herm.-Göring- Stratze 23. 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Halbmiete A Der Thron zwischen Erdteilen Freitag, den 25. Sept. ,19 Uhr 3. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Thron zwischen Erdteilen Samstag, den 27. Sept., 19 Uhr Zum letzten Male! Der Zarewitsch Sonntag, den 27. Sept., 18.30 Uhr Der Troubadour LICHTSPIEL-THEATEB Gloria-Palast, Seltersweg: GPU. 2626^ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Eva TägL 3,5.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr 19./20. September 1942 Nr. 221 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen) > men liegen. — —y— Außerdem werden hier auch noch Kuchett gebacken, auch die sogenannten „Stückchen". Dazu kommen dann noch die Kuchen, die von der Kund- chaft gebracht werden. Der Bedarf an Brötchen, Kuchen und Stückchen ist sehr zurückgegangen, weil die Leute nicht genug Weizenmehlmarken dafür haben. . .. Eben, gegen Mittag, ist das zweite Gebäck Brötchen in Arbeit: daneben gehen einige Gewürzkuchen (Backpulverkuchen), aus dunklem Mehl, ihrer Vollendung entgegen. Es ist interessant, dabei zuzu- ehen und allerhand zu lernen, was man bis jetzt ücht wußte. Wir betrachten die ansehnlichen Flachen voll Essenzen, die dem Teig zugesetzt werden und ihm, je nach Wunsch, Rum- oder Vanille- oder ein anderes Aroma verleihen: Es ist auch lehrreich, die verschiedenen Mehlsorten, die hier verbacken werden, nebeneinander auf dem Tisch zu betrachten und zu vergleichen; sie sind sehr unterschiedlich in Farbe und Konsistenz. Das Gerstenmehl, von dem in der Ankündigung der Rationserhöhung die Rede war, wird bereits in den Mühlen nach dem vorgeschriebenen Prozentsatz den Mehltypen 2800 und 1050 beigemischt und mitgeliefert. (Für Type 1050 nimmt man das sog. Gerstenauszugsmehl.) 15 Liter Milch werden in dieser Backstube jeden Tag verbraucht, und der Meister zeigt uns bei unserem Besuch, wie man früher mit der traditionellen „Nagelprobe" den Fettgehalt der Milch prüfte; heute wird das auf andere Weise gemacht, aber es gibt in jedem Handwerk gewisse Hausmittel, die dazu gehören von altersher und vom Vater an den Sohn, vom Meister an den Lehrbuben weitergegeben werden. Eine sehr sinnreiche und praktische Erfindung ist die Maschine, die den Brötchenteig herrichtet. Sie ist eben im Gang, und wenn man sich das betrachtet, kann man sich vorstellen, was das früher für eine Arbeit war, als es noch keine maschinellen Hilfsmittel gab und alles mit der Hand gemacht werden mußte. Die Maschine spart natürlich viel Zeit und viel Körperkraft, aber es ist doch auch hier noch das meiste und wichtigste „Hand-Werk" im ursprünglichen und edeln Sinne, und es ist ein hübscher Anblick, zu sehen, wie das zugeht, wie Lehrbub und Geselle dem Meister in die Hand arbeiten, wie der fertige Brötchenteig auf der mehlbestreuten Tischplatte gewälzt und ausgewirkt und in Portionen abgewogen wird: wie die Portionen, wieder von einer sehr praktischen Maschine, in jeweils 30 Brötchen aufgeteilt werden, die dann, in rundliche oder längliche Form (Forstmeister) gebracht und, immer 30 Stück, auf ein langes Brett gesetzt werden. Wirken, teilen, wälzen, aufsetzen — es geht wirklich „wie's Brezelbacken", und nach einer Viertelstunde stehen die Bretter mit ein paar hundert Brötchen bereit für den großen Ofen. — Mittags wird dann die Ware ausgefahren, später die Backstube aufgeräumt. Dann ist Feierabend, und der Feierabend ist wohlverdient, denn die Arbeit am nächsten Morgen beginnt zu einer Zeit, wo die allermeisten von uns noch in süßen Träu- Singer von den Brandbomben! Lpd. Frankfurt a. M., 18. Sept. In einem Taunusort wurde ein 13jähriger Junge beerdigt, der am ganzen Körper schwere Verbrennungen durch eine gefundene Brandbombe erlitten hatte. Der Junge war mit zwei Kameraden aufs Feld gegangeck, wo sie eine nicht explodierte Brandbombe in der Erde fanden. Als sie daran hantierten. Das tägliche Brot. Kleiner Besuch in einer Gießener Backstube. explodierte plötzlich die Bombe. Zwei Jungen kamen mit leichteren Verbrennungen davon, der dritte , . - wurde so schwer verletzt, daß er nach qualvollem l zugunsten des WHW. klusgetragev. Vorwärts bis zum Endsieg! Eindrucksvolle Kundgebung der Ortsgruppe Gießen-Süd in der Aula. Die 1. Jugend von Daubringen empfängt am kommenden Sonntag die gleiche von Treis zum fälligen Verbandsspiel. Da beide Mannschaften als gleich spielstark zu bezeichnen sind, ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen. Das Spiel wich I zugunsten des WHW. ausgetragen. Sein oder Nichtsein, ein Kampf der jungen gegen die alte plutokratische Welt und das Judentum; es gebe feine Verständigung und kein Kompromiß, sondern nur eine Auseinandersetzung bis zur Entscheidung. Den Meckerern und Spießern stellte der Redner das Vorbild des Soldaten an der Front gegenüber. Wir seien auf dem Ernährungs- und Bekleidungssektor nicht niederzuringen — aleich, wie lange der Krieg dauere. England versuche heute mit Flugblättern und Terrorangriffen die seelische Widerstandskraft unseres Volkes zu zermürben. Aber er, Redner, habe mit den von britischen Bomben Heim- gesuchten gesprochen und herzerhebende Eindrücke gewonnen. Wem flau zumute sei, der solle eine Reise in die Bombengebiete machen, er werde bekehrt werden. Zur Frage, wann der Krieg zu Ende sei, erklärte der Redner, es komme in erster Linie darauf an, w i e er zu Ende gehe. Wenn wir drei Jahre Anstrengungen und Entbehrungen hinter uns haben, so sei zu bedenken, daß wir einem übermächtigen Gegner gegenüberständen, der diese Entbehrungen 25 Jahre durchgestanden habe. Der Führer fei nicht nur ein einzigartiger Feldherr und Politiker, sondern auch ein glänzender Psychologe und ein großer Schweiger. Seine Unberechenbarkeit sei der Schrecken unserer Feinde. England wisse, daß die große Abrechnung komme, der es nicht entgehen könne. Wer frage, warum gerade unserer Generation nichts erspart bleibe, der solle immer das Bild des Führers vor Augen haben und an unsere braven Feldgrauen denken, die draußen am Feind stehen, auf daß Deutschland lebe. Groß und stark könne nur jein, wer die Welt mit den Augen des Führers sieht, mit dem uns Liebe, Treue und Glauben verbinden. Soldaten und Arbeiter wissen, Die in diesen Tagen veröffentlichte Ankündigung, daß die Fleijch- und Brotrationen vom kommenden Monat an wieder herabgesetzt werden sollen, lenkt die Aufmerksamkeit auf unser wichtigstes Volksnahrungsmittel und legte den Gedanken eines Besuches beim Bäcker nahe — nicht um Brot zu kaufen, wie es alle Tage geschieht, sondern um einen Bericht vom Brotbacken zu schreiben, was nicht alle Tage vorkommt, aber vielleicht, außer uns selbst, auch manchen andern interessiert, der sich bisher nicht weiter darum gekümmert hat, wie das Brot gemacht wird, das er täglich verzehrt. Wir befinden uns in der Backstube einer alteingesessenen Gießener Bäckerei. Das Geschäft ist feit dem Jahre 1745 ununterbrochen im Familienbesitz; das Handwerk hat sich jeweils vom Vater auf den Sohn vererbt. Heute arbeiten Vater und Sohn gemeinsam im Betrieb, zusammen mit einem Gesellen und einem Lehrbuben. Sie haben allesamt redlich zu schaffen und könnten gut und gern noch ein bis zwei Mann beschäftigen; aber es muß auch so gehen. Hier werden monatlich im Durchschnitt über hundert Sack Mehl verbacken. Das Mehl, das der Betrieb von hiesigen oder auswärtigen Mühlenbetrieben bezieht, wird in Säcken mit dem Aufzug in die Ptehlkammer geschafft. Dort wird es, nach Sorten getrennt, in große Mehlkästen verteilt. Verarbeitet werden in diesem Betrieb gegenwärtig vorwiegend drei Sorten: Roggenmehl Type 1790, sog. Brotmehl Type 2800, und Weizenmehl Type 1050 (für Brötchen, Kuchen und zum Verkauf). Aus den Mehlkästen in der Kammer läuft das Mehl, durch ein Sieb aufgelockert, in der jeweils benötigten Menge unmittelbar in die große Teigknetmaschine unten im Backraum. Abends wird gesäuert; der Sauerteig, aus Roggenmehl und Wasser, bleibt über Nacht stehen und gärt. Morgens, so zwischen y.6 und 6 Uhr, wird der erste Teig gemacht: noch Brotmehl hinein, Wasser und Salz. Dann wird der Teig „rausgerafft", in dreipfündige Portionen ab= gewogen und „aufgewirkt"; d. h. der Teig erhält die richtige Form, rund oder lang, je nachdem. Dann kommt er in den Gärschrank und bleibt darin, bis er „reif" ist. Dann in den Ofen. Das Brot wird nicht mehr auf Brettern „eingeschossen", wie es früher gemacht wurde, sondern in der modernen, weitgehend maschinell betriebenen Bäckerei, wie hier, hat man einen Spezialbrotofen, einen Doppelauszugofen mit zwei mächtigen, ausziehbaren Platten; auf eine davon gehen, in zwölf Reihen, 168 Kommißbrote. Gebacken wird eine Stunde und zehn Minuten; Kommißbrot braucht anderthalb Stunden. Die Tagesleistung in dieser Backstube sind etwa 400 Laib Brot. Ein gewisser Vorrat muß zweckmäßigerweise vorhanden sein, weil die Leute heute nicht gern ganz frisches Brot kaufen, sondern lieber etwas älteres, das ausgiebiger ist. . v r, , Die erste Portion Brötchen wird schon vorher gebacken. So um fr Uhr morgens geht es los. Der Teig dafür wird in kleineren Teigknetmaschinen bereitet: Weizenmehl, Type 1050, nimmt man dazu, Hefe Salz, etwas Zucker, Backhilfsmittel zum Bräunen, und Wasser oder Milch, je nachdem, ob es Walser- oder Milchbrötchen geben soll. Um %6 oder 6 Uhr wird das erstemal gebacken, anschließend kommt das erste „Gebäck" Brot in den Ofen das etwa um Uhr fertig ist. Das zweite gleich hinterher. Gegen Mittag kommt dann das Zweite Gebäck Brötchen an die Reihe. Die Tagesleistung beträgt ungefähr 1000 Stück. 350 Stück gellen auf einmal auf der gewaltigen Ofenplatte : in den Ofen. Früher wurden viel mehr Brötchen ; und weniger Brot gebacken; heute ist es, der Nachfrage entsprechend, umgekehrt. Wir fahren nach Wetzlar, durschreiten die Stadt in westlicher Richtung, kommen schließlich über zwei Dillbrücken und gehen roten Punkten nach, die Lahn abwärts zu dem schön über dem Tal gelegenen früheren Kloster Altenberg mit prächtigem Blick auf das Lahntal. Das Anwesen, eine sürstlich-braunfels- jche Domäne, ist von den Buderusschen Eisenwerken gepachtet und von diesen zu einem Musteraut ausgebaut. Wir besichtigen die wohlerhaltene frühgotische Klosterkirche mit dem Grabmal der heiligen Gertrud und den ehemaligen Klostergarten, der in einen Park umgewandelt ist. Hinter dem Gasthaus „Zum Klostergarten" führt uns ein Feldweg über eine zwar schattenlose, aber aussichtsreiche Höhe; namentlich fesselt der Blick auf Wetzlar mit dem Kalsmunt. Nach einiger Zeit erreichen wir bei Klein- Altenstädten das Dilltal und jenseits des Flusses Aßlar. Auf tadelloser Straße kehren wir über Hermannstein zu unserem Ausgangspunkt Wetzlar zurück. Wanderzeit etwa 3% Stunden. Lollar — Waidhaus — Dünsbctg — Bieber. Eine hübsche Waldwanderung ist die Begehung der roten Keilmarkierung jenseits der Lahn. Wir fahren zu diesem Zweck nach Lollar, durchschreitenden Ort in nordöstlicher Richtung, gehen obigem Zeichen nach an dem altersgrauen Gotteshaus von Kirchberg vorbei über die Lahnbrücke nach Ruttershausen und gelangen nach kurzer Zeit in den großen Krofdorfer Forst. Das Zeichen führt uns an einer mächtigen Hainbuche, die allerdings ihrer Aeste beraubt ist, vorüber nach dem Forsthaus Waldhaus. Hierauf stets durch Wald an zahlreichen Grenzsteinen der ehemalig preußisch-hessischen Grenze entlang bis zur Krumbacher Straße, wo wir am Fuße des Dünsbergs angelangt sind. Der Aufstieg zur Höhe ist wohl von hier der steilste, aber auch der kürzeste. Auf dem Dünsberg, wo das Zeichen zu Ende ist, find jonntags Erfrischungen zu haben. Nachdem wir uns vom Aussichtsturm an der herrlichen Rundschau gelabt haben, erfolgt der Abstieg schwarzen Punkten nach über drei Ringwälle aus altgermanischer Zeit nach dem Endziel Bieber. Dauer der Wanderung etwa 4% Stunden. &. A-Spori. Handball für das WHW. Wie alle anderen Sportarten, so setzt sich auch das Fachamt Handball für das WHW. ein. Die Paarun- gen der Spiele find so getroffen, daß überall mit spannenden Treffen zu rechnen ist. Lokaltreffen auf dem Oswaldsgarten: Luftwaffe Gießen — Wtv. Gießen. Im Anschluß an das Fußballspiel am Samstag- nachmittag auf dem Oswaldsgarten kommt es zu einem Lokaltreffen der beiden Gießener Vereine. Die Luftwaffe konnte in den beiden Punktspielen der Gauklasse noch nicht überzeugen, da die beste Aufstellung noch nicht gefunden ist. Dem Männer- turnoerein gelang es, die Bannmeisterschaft zu erringen. Nach Abschluß der Punktspiele mußte auf einige gute Kräfte verzichtet werden. Deren Plätze sind jedoch vollwertig ersetzt. Lang-Göns — Luftwaffe Gießen. Am Sonntag tritt die Luftwaffe in Lang-Göns an. Die Platzmannschaft hat sich gerade in diesen Begegnungen immer als sehr stark erwiesen. Die Gießener müssen schon mit einer guten Leistung aufwarten, um als Sieger den Platz zu verlassen. Holzheim — Grüningen. Ein weiteres Lokaltreffen gibt es in Holzheim, welches zu gleicher Zeit den Abschluß einer HI.« Sportveranstaltung bildet. Diesmal müssen die Gäste jedoch auf ältere Spieler verzichten, während die Platzmannschaft sich noch mit solchen verstärken kann. Dies bedeutet einen Vorteil, weshalb auch Holzheim den Sieger stellen sollte. DahenborN'Zleinberg — Nllv. Gießen. Die Gießener besitzen wohl die größeren Siegesaussichten. Allerdings darf man die Begegnung nicht allzu leicht nehmen, da man noch die vortägige Anstrengung in Betracht ziehen muß. Fußball in Daubringen. Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, veranstaltete am gestrigen Freitagabend in der Neuen Aula der Universität eine öffentliche Kundgebung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der zahlreiche Vertreter von Partei und Staat, Wehrmacht und Behörden teilnahmen, und zu der ich zahlreiche Verwundete als Ehrengäste einge- unden hatten, stand die Rede von Gauamtsleiter Bg. Holländer über das Thema „Vorwärts bis zum Endsieg!" Die Kundgebung begann mit schneidiger Marschmusik des Musikzuges der °t,chen 20 bis 35, Salatgurken 28, Einmachgurken, das Stuck 2 b,s s Blumenkohl 10 bis 50, ealat 8 bis 1°, ^ D,enn 10 bis 12, Rettich 8 bis 10, Radieschen, das Bund 10. . * ** Zwei Eier auf Bestellschein Nr. 41. Eine Bekanntmachung des Landratsamtes im Ijeu- tiaen Anzeigenteil behandelt die Ausgabe von zwei Eiern für jeden Versorgungsberechtigten in der Zett vom 21.9. bis 18.10. Alles Nähere ist aus der Bekanntmachung zu ersehen . „ . h t ™ } »»Theaterder Universitatsstadt Gie- ß e n. Die Morgenveranstaltung am morgigen r, auf die man sich zurückziehen könne. Rückblickend auf die großen Ereignisse des Jahres 1941, schilderte der Redner dann eindringlich, an eine persönliche Begegnung mit Dr. Goebbels erinnernd, wie der Führer vorausschauend damals am 22. Juni die Stunde des Handelns be-1 menen X , , stimmt und das entscheidende Moment der Ueber- gebung mit 'dem . ~ . raschung des Gegners gemeistert habe. Unser Kampf mit den Liedern der Nation und mit dem Fahnen- sei ein Kamps um Raum und Brot, ein Kampf um I ausmarsch beschlossen. Aus der Stadt Gießen. Nach Mitternacht. Ein herrlich sternübersäter Himmel wölbt sich über die schlafende Stadt. Eine Sternschnuppe fällt aus dem Unendlichen in ein neues Unendliches. 1 Irgendwo sagt einer: „Hast du dir etwas ge- : wünscht?" Ein Frauenlachen ist die Antwort, bald ! ist es verhallt. Aus den Gaststätten kommen ein paar Menschen. Zögernd wie Blinde manchmal suchen sie den verläßlichen Weg. Kurze, eilige Abschiedsworte klingen wie ins Leere. Lichter eines Lastkraftwagens tasten sich ins Dunkel. Zwei Urlauber gehen vom Bahnhof her den gleichen Weg durch die Nacht. „Dort kommt meine Straße. Na, bald ift’s geschasst" — sagt der eine. „Die werden Augen machen", kommt es aus dem Munde des andern. Hart setzen sie ihre Stiesel auf den steinernen Boden. Dieses Feste wieder unter den Füßen zu wissen und zu fühlen — wie ein Traum kommt es den beiden vor. Wochenlang, monatelang haben sie immer nur die endlosen, nachgiebigen Wege gekannt, die das Fremde noch fremder machten. Nun ist Heimat schon dies: nachts über steingegründete Straßen zu gehen. Einer kommt müden Schritts aus dem Dienst. Wieviele Male schon zwang ihn immer der gleiche Weg. Er sieht und sieht auch nicht. Und manchmal fällt ihm ein seltsames Gewebe um ein paar Bäume auf, die unter ihrem Laubdach das dürftige Licht einer Notlaterne schweigend verbergen. Eine Sekunde fängt sich's in seinem Auge, und wie ein Blitz durchzuckt's ihn: schön, dieses Ringsum. Bleibt er? Verhält er eine Weile den Schritt? Es treibt ihn weiter. Viele Augen sehen in die gleiche Nacht hinaus, hören in ihre Stille hinein, auf daß uns der Schlaf geschenkt sei. Vergessen wir nicht, auch ihnen einmal des Nachts Grüße zu sagen über den gestirnten Himmel hin. Er wird sie willig weitertragen — unsere heimlichen Grüße. wto. Heraus zum Wehrkampstag der SA.! Es wird noch einmal auf die am morgigen Sonntagnachmittag, 15 Uhr, auf dem Universitätssportplatz bei freiem Eintritt stattfindenden Wettkämpfe der SA., die sportlichen Wettkämpfe der Betriebssportgemeinschaften und die Vorführungen des NSRL. hingewiesen. Der Musikzug der SA.-Stan- darte 116 spielt während der Veranstaltungen. Ein zahlreicher Besuch wird erwartet. Leranstaltungsplan zur Veichsstrahensanunlung. Der Veranstaltungsplan zur 1. Reich st raßen- fammlung für das WHW. 1942/43, durchgeführt vom NSRL., Ortsgruppe Gießen, sieht vor: Samstag: ab 12 Uhr im Posthof Schießen; ab 14 Uhr Seltersweg Schießen; ab 16 Uhr Oswalds- garten Elfmeterschießen; 16.45 Uhr Oswaldsgarten Fußballspiel; 17.45 Oswaldsgarten Handballspiel; 18.30 Uhr Oswaldsgarten Faustballspiele; 17 Uhr Rollschuhbahn Kürlaufen; 17 Uhr Bahnhofsplatz Ringen, Boxen, Gewichtheben; 17.45 Uhr Selterstor Ringen, Boxen, Gewichtheben; 18.30 Uhr am Theater Ringen, Boxen, Gewichtheben; 20 Uhr Glo- riapalaft Bühnenschau, Turnerinnen und Rollschuh. Sonntag: ab 10 Uhr: Frohes Turnen der Kinder-, Jugend- und Turnerinnenabteilungen am Theater und m den Anlagen; ab 10 Uhr Rollschuhbahn Kürlaufen und Rollhockey; ab 10 Uhr Parkplatz am Theater Schießen und Kegeln; 20 Uhr Gloriapalast Bühnenschau, Boxen und Ringen. Kür Tapferkeit vor öem Hemöe. Der Unteroffizier Alfred Wunderlich, Gießen, Walltorstraße 73p, erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse für Tapferkeit vor dem Feinde an der Ostfront. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde dem Ge- freiten Wilhelm Stein, Gießen-Klein-Linden, Frankfurter Straße 57, das Eiserne Kreuz Vas feilende Wundpflaster 5 7i: W/^X. 1669 A GEBR. CHEMISCHE Die optischen Fachgeschäfte E für den Pudding? DEUTSCHE REICHSPOST au map/., ^vGUNGSWERK^ HM H H HIII! !t IIII»II» ü tt H ?ll H H |l III! ii n i; |j y I, i|« « n y si-! «A Metytadd- FELDPOST PÄCKCHEN Mündlich können SieeämrrwenigiD sagen, schrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es alle» Optiker Geller am Bahnhof Optiker Leisler, Seltersweg 79 Optiker Magnus, Seltersweg 33 Montag Dienstag Donnerstag Freitag •Mondamin-Puddingpulver Ist aul die Stärke-Abschnitte dar Nahrmittfilkfirtß «Afiitiirf* Paßt denn das? Ja, es schmeckt sogar ausgezeichnet, und man spart 1/4 Liter Milch dabeL Versuchen sie einmal folgendes Rezept: Man mischt 1/4 Liter Malzkaffee mit 1/4 Liter Milch, süßt mit 50 g Zucker, gibt eine Prise Salz dazu, rührt 1 Päckchen Puddingpulver* (Sahne od. Vanille) nach Gebrauchsanweisung mit Milch an und kocht daraus einen „Spitzbohne n"-Pudding. Das Pudding-Aroma mischt sich dabei mit dem des Malzkaffees zu einer angenehmen Einheit Medopharm-Arzneimitfel sind nur in Apotheken erhältlich.. sind ab 21. September an folgenden Tagen vormittags geschlossen: f Schuh- u. Lederpflege? $ > Nicht jede Schuhcreme ist J i ! Größeres Wohnhaus oder Geschäftshaus mit Wohnung zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 2730D an den Gießener Anzeiger erbeten. MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. München8 Verpackt so fest wie möglich! Der Weg ist weit - Nur was Stoß und Druck aushält, kann gut ankommen • Schreibt die Feldpostnummer richtig und deutlich! 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Sch e ib e n p i st o s e. 50 Meter, 60 Schuß, 20er-Ringscheibe, Mannschaften zu vier Mann: Gau Meistermannschaft: Sch.-V. Gießen 3203 Ringe. Nächstbeste: Sch.-V. Frankfurt 3189 und Sch.-Ges. 1926 Gießen mit 2859 Ringen. Gaumeister: Gg. Schilling, Sch.-D. Gießen, 890 R. Zweitbester: Werkhäuser, Frankfurt, 888 Ringe. 4. Gebrauchspistole: 45 Schuß, lOer-Fi- Bekanntmachung. Bete.: Erhebung über den Gesamtanbau von Gemüse und Erdbeeren 1942 auf dem Ackerland und im Erwerbsgartenbau (Anbau zum Verkauf) vom 25. September bis 2. Oktober 1942. Auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft ist eine Erhebung über den Gemüsebau 1942 durchzuführen. Die Erhebung umfaßt alle Betriebe, die Gemüsebau auf dem Ackerland und im Erwerbsgartenbau zum Verkauf an Verteiler, Bezirksabgabestellen, Ortssammelstellen usw. betreiben. In der Zeit vom 25. September bis 2. Oktober 1942 werden die vom Oberbürgermeister berufenen Zähler alle Gemüsebauer aufsuchen und die Gemüseanbauflächen 1942 in die Zählbezirksliste ein- tragen. Die Betriebsinhaber oder deren Vertreter sind nach der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 (RGBl. I S. 723) gesetzlich verpflichtet, die erforderlichen Angaben zu machen. Sollte Lis zum 2. Oktober bei einem Gemüsebauer kein Zähler vorgesprochen haben, so ist der Gemüsebauer verpflichtet, dies sofort dem Oberbürgermeister zu melden. Alle an der Erhebung beteiligten Personen sind zur Verichwregenbett verpflichtet. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden als Unterlagen für die Maßnahmen zur Sicherung der Bolkserncihrung gebraucht und dienen damit wichtigen kriegswirtschaftlichen Zwecken. Die Angaben auf den Zählbezirkslisten werden stichprobenweise kontrolliert, falsche Angaben werden gegebenenfalls streng bestraft. Es wird daher erwartet, daß alle Beteiligten dazu beitragen, daß die Erhebungsvaviere sorg- ausgefullt und die Ermittlungen pünktlich avgeichlonen werden. [2827C Gießen, den 15. September 1942. Der Oberbürgermeister. I* B.: Nicolaus. bahn Herborn 482, Vorstädter Wetzlar 481, Wies» baden 477 und Nidda mit 466 Ringen. Gausieger : F. Grün, Frankfurt a. M., mit 153 Ringen. Nächstbeste: K. H. Koch, Sch.-D. Gießen, 147, Braunschweig, Kassel, 144, Lang, Nauborn, 141, Mohn, Langenselbold, 138, 5). Koch, Nidda, 135, Wagner, Seulberg, 133, Brötz, Frickhofen, Joachim Hölzel und $). Müller, Sch.-V. Gießen, mit je 132 Ringen. Ein Teil der Sieger wird den Gau Hessen am 10. und 11. Oktober bei den Deutschen Kriegs- meisterfchaften 1942 in Berlin vertreten. Jranffurfer Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Sept. (Dorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 33,50 bis 51, Bullen 31,50 bis 49, Kühe 29,50 bis 49, Färsen 32,50 bis 50, Hämmel 52 bis 54, Kälber 40 bis 59, Schweine 57 bis 64. Marktverlaufr alles zugeteilt. Verdunkelungszeil 19. September von 20.29 bis 6.33 Uhr. 20. September von 20.27 bis 6.35 Uhr. Oie Gießener Schützen erfolgreich im Kampf um die Gaumeisterschast. Die Gaumeisterschaftsschießen des Gaues Hessen im NSRL. wurden in diesem Jahre wieder an mehreren Orten im Gau ausgeschossen, und zwar in Frankfurt, Gießen, Hanau, Hersfeld und Marburg. Obwohl ein großer Teil gerade der besten Schützen vor dem Feinde steht, waren Beteiligung und Er- aebnisse recht gut. Gleichzeitig wurde ein Vergleichsschießen der rund 80 besten Zungschützen des Gaues abgehalten, das trotz der Kriegsschwieriakeiten einen guten Leistungsstand zeigte. 3m einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. Wehr manngew ehr, 175 Meter, 15 Schuß in den drei Ansthlagsarten, 20er-Brustscheibe: Schützen: Mannschaften zu vier Mann. G a u - Meistermannschaft: Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 883 Ringen. Nächstbeste: Sch.-Ges. Wiesbaden 861, Schützenoer. Gießen 853, Sch.-V. Kassel 845, Sch.-V. Marburg 841 und Sch.-V. Frank- \A' Salizyl bewahrt das eingemachte VLV Obstu.Gemüse vor dem Verderb. Rezepte bei jedem Kolonialwarenhändler oder direkt durchdie REESE-GESELL5CHAFT.HAMELN guren-Scheibe, 25 Meter. Mannschaften zu drei Mann. Gaumei st ermannschaft: Sch.-V. Frankfurt 1250'Ringe. Nächstbeste: SA. Kampfsp. Frankfurt 1231, Sch.-Ges. 1926 Gießen 1213, Reichsbahn Fulda 1142, KKSV. Hermannstein 1100 und Sch.-V.Gießen 1073 Ringe. Gaumeister K. Heuser, Hermannstein, 431 Ringe. 5. Olympische Schnellfeuerpistole. 25 Meter, 2 Serien zu 6 Schuß in 6 Set., 3 Serien zu 6 Schuß in 4 Sek. und 10 Serien zu 6 Schuß in 3 Sek. auf 6 Figurenscheiben (Schattenrisse). Gau meister: K. Heuser, Hermannstein, mit 87/50 Treffern. Nächstbester: Heinz Rau,- Sch.-Ges, 1926 Gießen, mit 72/25 und Zehner, Frankfurt, mit 71/19 Treffern. Zugend-Dergleichs-Schießen. Kleinkaliberbückse: 50 Meter, 12er°Ring- scheibe, in den 3 Anschlagsarten, sportl. Anschlag. Gausiegermannschaft: Sch.-V. Gießen 533 Ringe. Nächstbeste: Langenselbold 497, Reichs- Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 ______________________ 1823 DZ RM. 10.— täglich für nur RM 1.75 Monatsbeitrag erhalten Sie bei Krankenhausaufenthalt. Dieseyersicherung können Arbeiter, Angestellte, Beamte oder Selbständige abschließen, auch wenn sie einer anderen Krankenkasse angehören. Alleinstehenden Frauen ist der Beitritt ebenfalls möglich. Das Krankengeld wird vom ersten Tage des Krankenhausaufenthaltes an in bar zur beliebigen Verwendung ausbezahlt. Lassen Sie sich heute noch unverbindlich beraten durch die Allgemeine Krankenversicherungs-AG., Filialdirektion Kassel, Hohenzollern- straße 1. Ruf 34297. Bitte ausschneiden und einsenden./18 Gi. 2741d r EINFACHE-BEQUEME HAUSTRINKKUR G E G E N RHEUMATISMUS □SCHIAS HEXENSCHUSS Gicbtosint SEIT303AHREN BEWÄHRT V IN ALLEN APOTHEKEN ZU HABEN A rockmanns gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränke- wasser geben^ondern stets unter das Futter mischen. Bedeutendstes fachunternehmen Süddeutschlands In Gießen: Seltersweg 63 Anträge auf Genehmigung zur ß.ek ihnein5tellu.ny zu Ostern und Herbst 1943 sind ab sofort bis spätestens 30. September 1942 bei der Kreishandwerker- schaft Gießen einzureichen. Antragsvordrucke sind ebenfalls dort erhältlich. Alle bisher gestellten Anträge, die nicht erfüllt werden konnten,sind hinfällig; erneute Antragsstellung ist daher erforderlich. Auch für Lehrstellen, die mit den eigenen Kindern besetzt werden sollen, muß Antrag gestellt werden. Anmeldungen für die 2836 D Meisterprüfungen 1942/43 sind ab sofort ebenfalls an die Kreishandwerkerschaft zu richten, da die Vorbereitungskurse bereits Anfang Oktober 1942 beginnen. Kreishandwerkerschaft Gießen. Keine unnötig^" Sorge um Ihre Wäschei Gründlich einweichen und die Waschvorschriften erst recht beachten — bis es wieder Dr. Thompson's Schwan-Pulver gibtl Und die Fußböden? Einfach sauber halten, bis Ihr Bohnerwachs Sei FIX wlederkommtl Für die Schuhpflege ist nach wie vor Pilo dal Stets hauchdünn Pilo gibt Glanz und lange Lebensdauer. Kb26 2837 D same Bekanntmachung der Landräte der Landkrene Alsreld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Elerverteilung. Auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung .und Landwirtschaft werden auf den gultme.n Beitellschem Nr. 41 der Reichseierkarte für die Zett vom 21. 9. bis 18.10.1942 2 Eier Hit jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf den Abschnitt 3 1 Ei, auf den Abschnitt b 1 Ei. <. die Eier zur Verfügung stehen, erfolgt dre Ausgabe ab 21. September 1942, andernfalls im Laute des Versorgungsabschnittes 41. Gießen, den 17. September 1942. [zssiD Mr die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. IlfLI £1 J n 1 Wehrkämpfe der SA. Heraus zum Wehrkampttag der bA. Ä^dS^derBe,riebssportgemeinscha,,en Am Sonntag, dem 20. September 1942, nachmittags um 15 Uhr, auf dem Universitätssportplatz. - Es spielt der Musikzug der SA.-Standarte 116. — Eintritt frei!