192. Jahrgang Nr. U5 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener »>amilienblätter Heimat iniBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k Frankf./M. Gießener Anzeiger vrühlscheUniverfttatrdr»ckerri8.La«ge General-Anzeiger sür Gberhessen «i-bin.^ch»>ftr°hk°7-4 Dienstag. 19. Mai Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8", Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH A bschlüss eMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr Oie Lag-gründe deutscher U-Boote. Die Wehrmachtberichte melden jetzt einen U-Boot- erfolg nach dem andern. Da erscheint es angebracht, einmal die Schauplätze dieser so bedeutsamen Seekriegführung vom geographischen Standpunkt aus zu betrachten. Man verrät kein strategisches Geheimnis, wenn man seststellt, daß der offene Ozean kein geeigneter Jagdgrund ist. Seine unendliche Weite führt bestenfalls zu Zufallsbegegnungen. Dabei werden Boot und Mannschaft aber durch unfruchtbares Hin und Herfahren stark beansprucht. Seit Beginn dieses Jahres ist einer der hauptsächlichsten Jagdgründe die Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie stellt nicht nur den neuesten Jagdgrund dar, sondern auch den ergiebigsten. Das Warum dafür liegt in erster Linie' in' wirtschaftsgeographischen Gründen. Es ist bekannt, daß die Vereinigten Staaten allein über 60 v. H. der gesamen Erdölerzeugung der Welt verfügen. Nimmt man dazu noch die von ihnen abhängige Leistung der Erdölindustrie in Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Peru und auf Trinidad, dann kommen rund 75 v. H. der gesamten Erdölerzeugung zusammen. Schon die Auszählung dieser Länder zeigt, daß es sich mit Ausnahme von Peru um solche handelt, welche die w e st l i ch e Umrahmung des amerikanischen Mittelmeeres bilden. Das Bild wird noch vervollständigt, wenn man bedenkt, daß die z. Z. bedeutsamste Öelproduktion der Vereinigten Staaten selbst in Fortsetzung der mexikanischen liegt, d. h. in Texas, Louisiana und Oklahoma. Ein auf der Erde nicht wieder vorkommender Oelreichtum hat sich hier auf einem verhältnismäßig nahe zusammenliegenden Raum vereinigt. Trotzdem hat er einen erheblichen Mangel. Die Hauptverbraucher des Erdöls leben in 2000 bis 3000 Kilometer Entfernung nördlich. Bisher überwand man diesen Mißstand durch eine stattliche Tankerflotte, deren Bedienung wenig kostete, weil die Flotte sich auf der Hälfte der Strecke der hier sehr lebendigen, aber trotzdem kostenlosen Treibkraft des Golfstroms bedienen konnte, der den Golf von Mexiko durch die Floridastraße verläßt und dann bis zur Höhe von Neu-Fundland parallel mit der Ostküste verläuft. Von den eben genannten 75 v. H. des Erdöls benutzen wenigstens 50 v. H. diesen Wasserweg ganz ober teilweise. Die Florida- st r a ß e wird dadurch zu einem gefährlichen Engpaß, und zwar auf ihrer ganzen. Strecke: sowohl zwischen Florida und der Insel Kuba wie zwischen Florida und den Bahama-Jnseln. Das amerikanische Binnenmeer weist noch, einen zweiten gefährlichen Engpaß auf. Es zerfällt in zwei große Teile: in das Karibische Meer im Süden und in den Golf v o n Mexiko im Norden. In den Golf von Mexiko mündet der Misst s s i p p i, der in Geschichte und Literatur berühmteste Strom Nordamerikas. Der Vater der Gewässer, wie ihn die Ureinwohner nannten, ist mit dem Missouri der längste Strom der Erde. Er entspringt im Norden Minnesotas. Kurz von Minneapolis wird er schiffbar. Er berührt dann St. Paul und führt in einer Länge von 3115 Kilometer bis zum Mexikanischen Golf bei New Orleans (Louisiana). Durch seine Länge, Größe und die Gewalt seiner Strömung bildet er für die Nordamerikaner ein nationales Symbol. Man kann sich also die Wirkung auf die öffentliche Meinung Amerikas vorstellen, wenn jetzt das Auftreten deutscher Unterseeboote im Mississippi-Delta bekanntgegeben wird. Der Golf von Mexiko und das Karibische Meer stehen miteinander mit dem Yucatan-Kanal in Verbindung, der — etwa 250 Kilometer breit — zwischen der mexikanischen Halbinsel Yucatan und der großen Insel Kuba liegt. Am nördlichen Ausgangspunkt der Floridastraße vereinigen sich nun die Zufuhren von den oben angeführten USA.-Süd- staaten und Mexiko mit denen von Venezuela, Kolumbien und Peru. Die letzteren müssen einen besonders gefahrenreichen Weg zurücklegen. Am besten ist noch Peru dran, das seine Frachten nach dem Verlassen des Panamakanals nahe an der Festlandsküste halten kann. In Kolumbien und vor allem in Venezuela vollzieht sich die Erdölgewinnung in technisch so ungünstigen'Verhältnissen, daß das Rohöl erst einmal au'f den holländischen vorgelagerten Inseln Aruba und C u r a $ a o gesammelt und gereinigt werden muß, ehe es seinen Weg in die Staaten antritt. Damit wird es schon an seinem Ausgangspunkt großen Gefahren ausgesetzt. Die Östküsten der amerikanischen Staaten stellen also geradezu den Schulsall eines Jagdgrundes für U-Boote dar. Eine eigenartige Küstengestaltung kann hier mit einem hochwertigen und überaus kriegswichtigen Handelsgegenstand wetteifern. Damit sind die natürlichen Voraussetzungen für einen U-Bootjagdgrund herausgestellt. Aber es ist keineswegs so, daß die U-Bootjagd in diesen Gewässern nun ein Kinderspiel wäre. Der Zugang zu dem Karibischen Meer und besonders zu dem Golf von Mexiko ist für die U-Boote schwer, weil die Vielzahl der Inseln Stützpunkte ab gibt, von denen aus Luft- und Seestreitkräfte die Meere kontrollieren können, insbesondere aber die engen Zufahrtswege, die infolge von Untiefen, Sandbänken und Klippen auch rein navigatorisch schwer zu befahren sind. U-Boote, die hier operieren, können nicht nur kommen und wieder verschwinden. Sie müssen sich auf die Lauer legen, den Feind beobachten, in günstigste Schußstellung kommen. Wir lesen von tage- langen Verfolgungsfahrten deutscher U-Boote, die sich von feindlichen Kapitänen nicht abschütteln lassen.» „New York Times" schätzte die Reichweite der deutschen U-Boote auf 24 000 Kilometer und rechnet mit der Möglichkeit einer zweimonatigen Fahrtdauer. Das ist für die U-Boote, auch wenn sie nicht Westentaschenformat haben, eine gewaltige Leistung, gleich groß für Konstrukteure wie Besatzung! Ein anderer in letzter. Zeit von den deutschen U-Booten besonders bevorzugter Jagdgrund liegt am entgegengesetzten Ende des Atlantik bei seinem Zusammenfließen mit dem Eismeer im hohen Norden. Hier in der Barents-See liegt nicht mir der nächste Verbindungsweg zwischen den angelsächsischen Mächten und der Sowjetunion, sondern auch der für Massengüter allein in Frage kommende. Immerhin ist der Wasserweg nach Murmansk das ganze Jahr befahrbar — dank dem warmen Golfstrom, der bis zur Kola-Halbinsel seine Ausläufer schickt. Schon vor dem Kriege hatte die Sowjetunion hier einen Weg zum Ozean gesucht und gefunden, wie das Aufblühen des erst 1915 angelegten Hafens von Murmansk beweist. Dieses ging so stürmisch von statten, daß es seine Ein- (vtockholm, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die britische Monatsschrift „Nineteenth Century and After" kritisiert die Ideen- und Ziellosigkeit der britischen Politik, die dem Volke nicht sage, wofür es kämpfe, und deren Vorstellungen von der Nachkriegswelt unklar und verschwommen seien. „Demgegenüber haben-die deutsche« Ziele ganz klare Umrisse. Sie sind keineswegs uferlos, wenn dies auch unsere Propagandisten behaupten. Das ist es gerade, was den Führer vom englischen Standpunkt zu einem so gefährlichen Gegner macht, daß er nämlich eine ganz klare Auffassung von Strategie und Politik besitzt, und daß diese Auffassung durchaus auf dem Boden der Wirklichkeit steht. Die Deutschen haben eine klare Vorstellung von dem, was sie wollen, eine klare Vorstellung vom Krieg und eine klare Vorstellung von der Zeit danach. Wir Engländer besitzen keinerlei solche klare Vorstellung. Das Blatt warnt dann vor jeder Unterschätzung der Deutschen: „Die Fähigkeit der Deutschen, Schweres zu ertragen, ist ungeheuer. Daß die Deutschen binnen wenigen Jahren nach dem Weltkriege nicht nur imstande waren, alles wiederzuerlangen, was sie verloren hatten, sondern noch mehr dazu zu gewinnen, ist außerordentlich beachtlich. Man sagt, daß niemand aus der Geschichte lernt. Die Deutschen jedenfalls tun es. Man erzählt Berlin, 18. Mai. (DNB.) von den deutschen und rumänischen Truppen wurden am 17. Mai verzweifelte Ausbruchsversuche der auf dem Nordzipfel der Halbinsel Kertsch zusammengedränglen Bolschewisten abgeschlagen. Nachdem die zweitägigen, mit größtem Menscheneinsah geführten Anstürme des eingeschlossenen Gegners mit dem Ziel, sich ans der vernichtenden Umklammerung zu befreien, zerschlagen worden waren, gingen in den Mittagsstunden ds 17. Mai die verbündeten Truppen unter Einsatz starker Artillerie im konzentrischen Angriff zur Vernichtung der eingekesselten Bolschewisten über, hierbei entbrannten erbitterte Kämpfe um die Anlagen eines Hüttenwerkes. Ein erneuter Versuch des Feindes, im Rücken der vordersten deutschen Angriffswelle zu landen, mißlang. Auch die in einem allen Festungswerk eingeschlossenen Bolschewisten leisteten noch zähen Widerstand, der jedoch ihre Vernichtung nicht aufhalten konnte. Das Ritterkreuz. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Wiegand, der sich als Batteriechef in einem Flak-Regiment in Afrika durch besonderes Führergeschick und vorbildliche persönliche Tapferkeit ausgezeichnet hat. Ende Januar 1942 erhielt Oberleutnant Wiegand den Auftrag, S a u n u unter Oer Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Kertsch gehen die Reste des geschlagenen Feindes trotz verzweifelter Gegenwehr ihrer Vernichtung entgegen. Im Raum von E h a r k o w führten unsere Gegenangriffe zu einer Panzerschlacht, in deren Verlauf 56 feindliche Panzer abge- schofsen wurden. Weitere 54 sowjetische Pan- z e r wurden durch Luftangriffe außer Gefecht gesetzt. Im Abschnitt des Ilmensees führten Kampffliegerverbände vernichtende Schläge gegen Trup- penunlerkünfle und Nachschubkolonnen des Feindes. In Lappland wurde im Angriff weiter Gelände gewonnen. Im rückwärtigen Gebiet zerschlugen ungarische Truppen in mehrtägigen Kämpfen eine aus bolschewistischen Banden bestehende feindliche Kräflegruppe. Im Seegebiet von Murmansk erzielte die Luftwaffe Bombenvolltreffer auf fünf großen Transportern. wohnerzahl in den letzten Jahren von 25000 auf 118 000 steigern konnte. Ebenso holte der alte Hafen von Archangelsk am Weißen Meer in den letzten Jahrzehnten auf 280 000 Einwohner auf. Trotzdem ist der naturgegebene Handel hier bescheiden gegenüber dem der amerikanischen Ostküsten. Er wird für die U-Boote lohnend durch die Kriegsmateriallieferungen der änglo-amerikanischen Mächte nach der Sowjetunion. Aehnlich liegen die Verhältnisse in den Engpaßgebieten des europäischen Mittelmeeres, die bei Gibraltar, Malta und vor dem Suezkanal sich finden. Die geographischen Gesetzmäßigkeiten gelten aber auch hier wie überall anderswo. Dr. H. Dreyhaus. uns, was geschehen sei, sei geschehen, und auch Götter könnten die Vergangenheit nicht ändern. Die Deutschen jedoch können es. Sie schreiben zur Zeit« die Geschichte um und schreiben sie neu. Die Aufgabe, vor der England und seine Verbündeten stehen, ist daher bedeutend schwieriger als jede Aufgabe, die wir bisher in unserer Geschichte losen mußten." Volltreffer in einer britischen Fabrikanlage. Berlin, 18.fflai. (DBB.) Wie das 0Kw. mit- teilt, griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge in den Morgenstunde» des 18. Mai bei einem Vorstoß zur englische» Südostküste eine Fabrikanlage nor d-w esilich von Deal in der Nähe von Dover an. Kurz nach 6 Ahr gingen die deutschen Flugzeuge zu Tiefangriffen über und lösten die Bomben aus geringer höhe über den befohlenen Zielen aus. In einer großen Werkhalle wurden Volltreffer erzielt. Es entstand eine heftige Explosion mit starker weißer Rauchbildung. Die Flugzeuge kehrten nach ihrem überraschenden Tiefangriff ohne Zwischenfälle zu ihren Einfahhäfen zurück. Vernichtung der eingekesseiten Volschewisten auf der Halbinsel Kertsch Wieder 105000 BRT. an der LlGA.-Küste versenkt. allen Umständen zu nehmen und die englischen Kräfte in den Kessel gu werfen. Trotz schweren feindlichen Beschüsses fuhr er mit feinen Geschützen auf 1200 Meter an Saunu heran, kämpfte in direktem Beschuß die englische Batterie nieder und setzte dem zurückweichenden Feind nach. Dabei machte er Gefangene und erbeutete eine Panzerwerkstatt mit 22 Panzern. Der Führer verlieh das Ritterkreuz ferner an Oberstleutnant Meyer, Führer eines Infanterie- Regiments; Hauptmann Ehrt, Bataillonsführer in einem Infanterie-Regiment, und Gefreiten Master, Richtschütze in einem Infanterie-Regiment. Oberstleutnant Meyer wehrte fünf Tage lang in zähem Kampf die Massenangriffe des Feindes gegen eine große Ortschaft im mittleren Abschnitt der Ostfront ab. Die Bolschewisten versuchten, in Stärke von zwei Divisionen und mit Unterstützung von 30 Panzern sowie von 16 Batterien die wichtige Ortschaft uv Besitz zu nehmen. Oberstleutnant Meyer gelang es, alle Angriffe abzuwehren. Die Bolschewisten mußten ihre Massenangriffe mit dem Verlust von etwa 2000 Toten und 22 Panzern bezahlen. Hauptmann Ehr trist es zu verdanken, daß alle Versuche des zahlenmäßig überlegenen Feindes, eine wichtige deutsche Nachschubstraße abzuschneiden, vergeblich waren. Gefreiter Mosler hat Ende November vor.Moskau, als ein vorgeschober deutscher Spähtrupp eine Hohe erreicht hatte und sich später infolge starker Waffenwirkung der Bolschewisten absetzen mußte, bei dreißig Grad Kälte allein mit seinem MG. 14 Stunden lang die Hohe trotz schwerer Verwundung verteidigt. Heber Malta wurden fünf britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote an der Ostküste von Nordamerika, im karibischen Meer und vor der Mündung des Mississippi 17 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 105 000 BRT. Zwei weitere Schifte wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. An der englischen Südküste bombardierten leichte Kampfflugzeuge mit guter Wirkung die Hafengebiete von Folkestone und Hastings. Vor der niederländischen Küste beschä- j diglen Minensuch- und Vorposienboote im Kampf mit britischen Schnellbooten ein feindliches Boot durch Arlillerietrefser. An der K a n a l k ü st e schossen deutsche Jäger ohne eigene Verluste 15 britische Flugzeuge ab. In der nördlichen Nordsee griffen starke britische Luftstreitkräfte den Kreuzer „Prinz Eugen" erfolglos an. Sie wurden unter schwersten Verlusten zurückgeschlagen. Der Kreuzer und seine Vegleitfahrzeuge schossen sieben, Iäger und Flakartillerie 22 der angreifenden Bomber ab4 so „Die Deutschen schreiben die Geschichte um." Eine britische Zeitschrift bemängelt die Ideenlosigkeit der britischen Politik. Brutalität als Ablenkung. „Die Zahl der Enttäuschten wird — in den 23er* einigten Staaten — immer großer. Was ist z. B, aus der überheblichen Ankündigung geworden, Japan in 90 Tagen zu besiegen? ... Wie knapp das amerikanische Rüstungsmaterial ist, ergibt sich daraus, daß vom Dezember 1941 bis März 1942 (ein Kriegsmaterial nach der Sowjetunion geschickt werden konnte, obwohl Moskau darum flehte." So erklärte Gesandter Dr. Thomsen, der bisherigg deutsche Geschäftsträger in Washington, vor der Weltpresse in Lissabon. Seine Worte werden in Deutschland noch stärkeren Eindruck machen als in der Welt. Denn die deutsche Oeffentlichkeit ist zwar über die Tatsachen, aber doch mit der gebotenen Zurückhaltung, unterrichtet worden. Konjunktur, Wirtschaftsberichte und Verschiffungsstatistiken sind wichtig; das Wichtigste aber ist der Kampf der Truppe. Wir gehören nicht zu jenen, die das Publikum mit Wirtschaftsspekulationen behelligen. Darum sind diese Tatsachen, von denen der Ge» sandte Dr. Thomsen, der fünf Monate nach Erklä« runq des Kriegszustandes glücklich in Lissabon ein# treffen konnte,- gesprochen hat, in der deutschen Presse nicht mit Posciunenstößen als der Anbruch einer Morgenröte verkündet worden, die den Tag einleitet, an dem die gebratenen Tauben dem beuh schen Volk ganz von selbst ins Maul fliegen. Wenn der binnendeutsche Leser in langen Monaten von dem Verlangen Stalins nach Errichtung einer zweiten Front in West- oder Südeuropa las, wenn die dringlichen Forderungen der Sowjetbotschafter Litwinow und Maisky erwähnt wurden, wenn der kategorische Befehl Roosevelts an seins Regierungsstellen, endlich die Sowjetunion vor# dringlich zu behandeln, verzeichnet wurde; wenn dis deutschen Wehrmachtberichte von den tagelangen erbitterten Angriffen deutscher Flieger, Zerstörers und U-Boote im Eismeer sprachen, dann war? immer vom Thema die Rede! Aber dieses Thema wurde sachlich behandelt. Der deutsche Geschäftsträger in Washington hatte aber allen Anlaß, von diesem Thema in bestimmten Worten zu. sprechen, als er — nach fünf Monaten Krieg! — in diesen Tagen seinen Fuß in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wieder auf europäischen Boden setzte. Ei? kam an der Spitze eines großen diplomatischen Stabes (aus den meisten amerikanischen Ländern) zurück. Er wußte, daß er noch Tausende von Deutschen in der Obhut der amerikanischen Brutalität zurücklassen muhte. Wer wollte es diesem ManU verargen, daß er in dem Augenblick, wo er aus deü haßschwangeren Atmosphäre der Vereinigten Staa# ten heraustrat, ein offenes Wort sprach und d i 6 H inter gründe der Brutalität herausstellte, deren Opfer so viele Deutsche und Italiener in derk „Neuen Wett" geworden sind? Denn die Brutalität, deren Opfer diese Amerika- Deutschen geworden sind, hängt aufs engste mit dem militärischen, politischen und persönlichen Versagen der Roosevelt-Clique zusammen. Die <5m tuation ist von durchscheinender Klarheit: Erstens erklärte die Roosevelt-Clique, daß die USA. die Wett um ihren Finger wickle. Dann kam die furchtbare Katastrophe von Pearl Harbour, die Ausschaltung der nordamerikanischen Kriegsmarine. Mit dem Verlust der Seemacht begann eine Serie* von Niederlagen und Bloßstellungen, die bis heute nicht abgerissen ist. Die amerikanischen Streitkräfte werden ebenso verzettelt wie die amerikanischen daß der Feind bei diesem Angriffsversuch über dis die Hälfte feines Verbandes verlor. Drei britifche Bomber wurden über der Deutschen Bucht, fünf über der westlichen Ost« f e e zum Absturz gebracht. Damit verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht bei ihren. Angriffsversuchen auf deutsche Seestreilkräfte und auf die besetzten Gebiete sowie bei Anflügen der deutschen Küste insgesamt 52 Flugzeuge. Bei diesem Kämpfen gingen nur drei eigene Jagdflugzeuge verloren, deren Besatzungen gerettet werden konnten. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote vor Amerika hat sich das Boot des Korvettenkapitäns Schacht besonders ausgezeichnet. Der Oberwachtmeifter Müller einer Sturm- geschühabteilung schoß am 17.Mai 11 feindliche Panzer ab. Reichsmarschall Göring besichtigt einen Verband der Luftwaffe. WK.-Kriegsberichter Eitel-Lange. r* Bfc. Lieferungen. Die an sich leistungsfähige amerikanische Äirtschaft war auf so schnelle Umstellung einer so riesigen Kriegsproduktion nicht vorbereitet. Ihr inneres strukturelles Gefüge kennt nur den höchsten geschäftlichen Erfolg, nicht aber die Leistung für das Land als das bestimmende Prinzip. Darum erschrickt die amerikanische Oeffentlichke.it jeden Tag über einen „Engpaß" oder — wie die Amerikaner sagen — über einen neuen „Flaschenhals". Wir wissen bis in die letzten Monate aus eigenster Erfahrung sehr genau, was „Flaschenhälse" aber „Engpässe" bedeuten, wie tiefgreifende Umstellungen, wie viel guter Wille und Hingabe notwendig sind, um durch einen solchen Engpaß oder „Flaschenhals" auf allen Vieren hindurchzukriechen. Wir können uns daher sehr wohl vorstellen, wie es in den Vereinigten Staaten aussieht. Dort herrscht ein großes Durcheinander. Und je unsicherer die Menschen sind, desto lauter schreien sie. Die Amerikaner sind aus dem Himmel aller Illusionen gefallen. Sie haben sich taäglich mit der wilden Regiererei einer Unzahl neu entstandener Regierungsstellen abzufinden. Die allgemeine Wehrpflicht ist aus der flachen Hand eingeführt worden. Der Normalamerikaner hat vom Kriege keine genaue Vorstellung. Er denkt mit Unlust an die Erfahrungen des 'Weltkrieges zurück, der die Vereinigten Staaten auf ihrem „Kreuzzug" moralisch blamiert zeigte und sie überdies mehr als zehn Milliarden unbezahlter Forderungen an ihre „Alliierten" kostete. Diesem zweifelnden, innerlich so unsicheren Bürger der USA. muß Sand in die Augen gestreut werden. Darum wird von der Gefährlichkeit jedes Deutschen erzählt, darum wird jede politische Broschüre als Auftakt zu einem hochverräterischen Unternehmen, jedes Führerbildnis als Beweis einer schwarzen Seele, jedes Liederbuch als Zeugnis eines perversen Gemütes verkündet. Eine Greuelpropaganda ist in Gang gesetzt worden, um von den Katastrophen auf politischem und militärischem Gebiet abzulenken. Die Brutalität wurde zur Tarnung der Unfähigkeit. Die Amerika- Deutschen sollten gutmachen, was die großspurige, wortereiche Klique um Roosevelt verbummelt oder durch Fehlspekulation eingebüßt hatte. Dieser Täuschungsversuch, diese dreiste Ablenkung ist so unwürdig, zugleich auch so offenbar und infam, daß ste an den Pranger gehört. Darum hat Dr. Thomsen dieses USA.-„Kind" beim rechten Namen genannt? Dr. Ho. Panama liefert sich Roosevelt aus. Lissabon, 19. Mai, (Europapreß.) Ein zwischen Panama und den Vereinigten Staaten abgeschlossener „Verteidigungsvertrag" liefert Panama völlig den Vereinigten Staaten aus. Panama muß den USA. die für militärische Stützpunkte verlangten Gebiete für eine unbestimmte Zeit zur Verfügung stellen. Ferner werden den Vereinigten Staaten Die Gewässer Panamas ausgeliefert und die USA. haben das Recht, dort nach freiem Ermessen Ankerplätze und Häfen anzulegen. Die Vereinigten Staaten verpflichten sich dagegen, die Häfen nicht für wirtschaftliche Zwecke zu verwenden oder sie an Dritte abzutreten, sondern sie nur für eigene militärische Zwecke zu benutzen. Die Heeres- und Marine-Flughäfen sollen zur gemeinsamen Verwendung für Die Truppen der USA. und Panama zur Verfügung stehen. Das Hoheitsrecht Panamas über die abgetretenen Land gebiete und Gewässer bleibt „grundsätzlich" bestehen. Daß es sich hier nur noch um eine theoretische Souveränität Panamas handelt, geht daraus hervor, daß die Rechtsprechung über die Bevölkerung einschließlich der Militärpersonen an die Vereinigten Staaten abgetreten wird. Obwohl dieses Abkommen erst nach Zustimmung der Nationalversammlung von Panama in Kraft treten soll, sind bereits Streitkräfte der USA. in Panama eingerückt. Dem Oberkommando der nordameriranischen Streitkräfte wurde von der Regierung von Panama die Errichtung von militärischen Funkstationen, der Bau von Flakstellungen sowie die Anlage von Flugplätzen gestattet. Bei Rio Hato, etwa 80 Meilen von Der Panama-Kanalzone entfernt, soll ein stützpunkt- artiger Flugplatz für die nordamerikanische Heeres- luftwaffe angelegt werden. Bisher hatten die Vereinigten Staaten nur das Recht, militärische Anlagen und Streitkräfte in der Panama-Kanalzone, also in unmittelbarer Nähe der Einrichtungen das Panama-Kanals, zu unterhalten. Roosevelts Plan der Besetzung des gesamten Staatsgebietes von Panama führte seinerzeit bereits zur Absetzung des Präsidenten Arias, dessen Nachfolger sich den imperialistischen Machtgelüsten Roosevelts gegenüber nun gefügiger zeigte, wie das jetzt abgeschlossene Abkommen beweist. Wer nichts leistet, hat in Deutschland keinen platz. -Dr. Ley auf einer Goudertagung der Betriebsführer, Betriebsobmänner und Betriebsunterführer des Gaues Heffeu-Naffau. NSG. Im Schumann-Theater in Frankfurt a. M. führte die Deutsche Arbeitsfront eine Sondertagung der Betriebsführer, Betriebsobmänner und Betriebsunterführer kriegswichtiger Betriebe des Gaues Hessen-Nassau durch, bei der Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, sprach. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger entbot ihm die Grüße Der Schaffenden des Rhein-Main- Gebietes, Die gekommen feien, feine Weisungen entgegenzunehmen. Die Aufgabe heiße heute, Die Lücken zu füllen. Den deutschen Soldaten dürfe nichts mangeln. Jeder müsse geben, was in ihm stecke. Die Männer und Frauen in den Betrieben übernähmen die Garantie dafür, daß diese Leistung vollbracht werde. Niemand habe mehr als Dr. Leg das Recht, dem deutschen Arbeitsleben die Parolen zu geben. Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront zeigte den schicksalhaften Kampf des deutschen Volkes seit dem Westfälischen Frieden und Kampf und Not, die wir seit vielen Jahrzehnten erlebt haben, und die sich auf den einen Nenner bringen lassen: Wir hatten zu wenig Brot und zu wenig Raum. Das Erwachen des Blutes und Der Kampf um Brot unD Raum bestimmen das Schicksal des deutschen Menschen bis zum heutigen Tag. Der Weltkrieg hatte zum erstenmal alle Deutschen vereint. Aeußerlich besiegt, wurde es innerlich nur gefestigter. Das vergossene Blut kittete die deutschen Menschen zusammen und der Segen war, daß ein Mann das Fühlen und Ahnen von Millionen Soldaten zusammenfaßte. Daraus wuchsen die Partei, die Idee, die Nation, die Gemeinschaft der 85 Millionen deutscher Menschen. Aus dieser Einheit sah der Kapitalismus feinen Gewinn in Gefahr und nahm Danzig als Anlaß zum Krieg. Der Jude ist natürlich auf feiner Seite und er verzeiht es nicht, daß wir ihn gesehen haben, wie er ist; deshalb geht es um Sein oder Nichtsein, gibt es nur ein entweder — oder. Juda muß vernichtet werden. Der Führer zeigt uns dabei als Einziger den Weg, auf dem es keinen Kompromiß gibt. Wir wußten, daß der Kampf hart würde; denn wir kannten Die Unvernunft Der Juden aus Den Saalschlachten. Aber der Kampf ist noch härter geworden und nur einer konnte ihn meistern: Adolf Hitler. Napoleon ist an dem russischen Winter gescheitert, aber Adolf Hitler hat ihn überwunden. Wir nehmen daraus die Lehre, daß der menschliche Wille stärker ist, als die Natur. Der Mensch vermag alles wenn er will und wenn die mechanische Waffe versagt hat, Der deutsche Soldat hat nie versagt. Der deutsche Mensch aber muß wissen, daß er dem Kampf und dem Schicksal nicht ausweichen kann. Deutsche Frauen und Kinder würden zum Freiwild, wenn Juda und der Bolschewismus siegen würden. Darum gilt es hart zu fein und wir haben die schönsten Vorbilder: den besten Soldaten und den b e st en Führer. Geben wir ihnen Die b e ft e n Waffen, dann schaffen wir ihnen alle Voraussetzungen. Dr. Ley kam Dann auf die Preisgestaltung und Lohnordnung sprechen. Hier muß es heißen: Wer etwas leistet, muß seinen Lohn haben, und wer nichts leistet, hat in Deutschland keinen Platz. In diesem Zusammenhänge behandelte der Reichsleiter verschiedene Maßnahmen quf sozialpolitischem Gebiet, wie die Werkverpflegung, die Verantwortung des Betriebsführers, die Anerkennung der Mitarbeit des deutschen Arbeiters, den Arbeitseinsatz und den Einsatz der deutschen grau, Der ihm Anlaß zu einem Hinweis auf das auf Anregung der Deutschen Arbeitsfront geschaffene neue Mutterschutzgesetz bot. Im Zusammenhang mit dem Einsatz fremder Arbeiter betonte er, daß es hier gilt, den deutschen Menschen richtig zu erziehen. Er muß begreifen, was er Blut und Rasse schuldig ist und muß m seiner Haltung Vorbild sein. Entscheidend ist, daß der Arbeiter an allem teil- nimmt, was im Betrieb geschieht, daß der Betriebsführer den Arbeiter achtet und der Arbeiter den Betriebsführer. lieber all hat Dr. Ley feftftelkn können, daß das Vertrauen nicht ab nimmt, sondern täglich fester wird. Die deutschen Menschen vertrauen auf die Führung und glauben an d e n Sieg. Ihre Begeisterung ist nicht lohend und brennend, aber sie ist fest und hart. Der Deutsche begreift es, daß es ein Schicksalskampf um die Zukunft, ein heiliger Krieg ist. Wir tragen Den Sieg in uns, rücken wir immer fester zusammen. Unsere Ahnen schauen auf uns, ob wir ihr Werk erhalten, und unsere Kinder schauen auf uns; denn ihnen nehmen wir das Leben und die Zukunft, wenn wir versagen. Wir werden alles haben, wenn wir siegen, und wir werden nichts haben, wenn wir unterliegen. Aber es ist nicht wie im ersten Weltkrieg, wo Die ganze Welt gegen uns stand. Heute haben wir mächtige Verbündete und das stärkste Heer der Welt. Wir haben Den S i eg, so rief Dr. Ley den Schaffenden des Rhein-Main- Gebietes zu. Haltet ihn fest! Helft alle mit! Heute müssen wir alle arbeiten. Es geht um die Freiheit, es geht um Deutschland, um seine Ewig-- tcit. ■ Nach den begeisternden Worten des Reichsorgam- fationsleiters schloß der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Eck, die Sondertagung. Der neueste Ll-Boot-Erfolg. Die katastrophale Lage der USA.-Schrffahrt infolge der mit verstärkter Wucht geführten deutschen U-Boots-Angriffe hatte unlängst der angesehenen Washingtoner Zeitschrift „United States News" Anlaß gegeben, den Marineminister Knox als schlechten Propheten hingustellen: „Nach jeder seiner vielen Versicherungen, daß Die U-Boot-Gefahr beseitigt sei oder beseitigt werde, steigt die Versenkunasziffer wie eine Rakete zum Himmel." Die USA.-Handels- marine tyabe, schreibt dieses Pankee-Organ, seit Kriegsbeginn, also seit dem 7. Dezember, bereits mehr als ein Drittel ihrer Tonnage eingebüßt, und wenn es so weiter ginge. Dann entscheide sich die Schlacht im Atlantik gegen die Alliierten. „Wenn diese Verlustkurve anhält", so meint ein anderes amerikanisches Blatt, die „Evemng News" in Buffalo, „so verlieren wir Den Krieg." Inzwischen ist die Verlustkurve weiter „raketengleich" in Die Höhe gestiegen. Der reklamegewaltige Marineminister Knox aber ist sehr still geworden und sagt nichts mehr über die angeblich totsicheren Waffen gegen Die Wölfe Der Meere. Roosevelts Traum, Die Weltmeere befahren lassen zu können, als unterständen sie bereits der Pankeegewalt, ist ausgeträumt, und die Stimmen, die von ihm Rechenschaft für seine Versprechungen fordern, melden sich in täglich zunehmender Zahl. So schreibt Das Blatt „Diario de la Marina" in Habana, das Leben der Völker in Der Karibischen See hänge davon ab, daß Roosevelt helfe. Die USA.-Marine- leitung habe vor längerer Zeit zwar Den Regierungen Panamas, Guatemalas, Honduras und Kubas versprochen, militärische Mittel in ausreichendem Maße zur Sicherung Der Karibischen See zu stellen. In Wirklichkeit habe aber dieses Meer, von dem Die Anrainerstaaten lebten, aufgefjört, ein amerikanisches Meer zu fein. Kann man stärker die Enttäuschung Der Anrainerstaaten der Karibischen See mit Rooseoeltversprechungen kennzeichnen, nachdem sie sich durch Das Beispiel Der vielen europäischen Völker nicht hatten abhalten lassen, eine deutschfeindliche Politik nach Den Befehlen Roosevelts und gegen ihre eigenen Interessen zu treiben? Gerade jetzt berichtet Das Oberkommando der Wehrmacht, daß in der Karibischen See, an der Ostküste Der USA. und vor der Mündung Des Misst si ppi siebzehn feindliche Handelsschiffe mit 105 000 BRT. vernichtet und zwei weitere Schiffe schwer beschädigt roorben seien. Es muß geradezu lähmend auf Die Pankees wirken, wenn unmittelbar vor Den Augen Der Küstenbewohner Die amerikanischen Handelsfrachter torpediert werden, ohne das Washington Hilfe weiß. Aber diese 105 000 BRT. bedeuten auch einen ganz erheblichen Verlust an Material. Ein Schiff von 6000 BRT. hat z. B. so viel Material, Waffen, Flugzeuge, Munition geladen, daß Damit allein 400 Güterwagen von je 15 Tonnen voll bestückt werden könnten. Ein solcher Güterzug hat eine Länge von nicht weniger als vier Kilometer. Nun haben Die 105 000 versenkten BRT. eine Warenmenge an Bord gehabt, Die ungefähr 17,5 Dampfer von je 6000 BRT. transportieren können. Umgerechnet hat also die deutsche U-Bootwaffe allein bei dieser Gelegenheit Waren versenkt, zu Deren Beförderung man 6820 Güterwagen zu je 15 Tonnen brauchen würde, die, aneinandergereiht, eine Strecke von 70 Kilometer ergeben. Mit einem einzigen Schlag haben also deutsche U-Boote Güter versenkt, Die unterzubringen es beispielsweise eines ununterbrochenen Güterzuges von Köln nach Koblenz oder von Berlin nach Angermünde bedurfte. An solchen Beispielen ermißt man erst Den Erfolg unserer U-Boote und den Verlust, mit Dem Die 5)anfees für — Die Fische produzieren. * Einen Begriff von der Arbeit unserer Unterseeboot-Besatzungen macht man sich, wenn man das Berfenfungsergebnis vom 1.bis 17. Mal zusammenzählt. In dieser Zeit, also in einem halben Monat, wurden 97 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 534 800 BRT. versenkt, davon allein 82 Schiffe mit 480500 BRT. durch Unterseeboote in atlantischen und amerikanischen Gewässern. Unter den jetzt versenkten feindlichen Schiffen befand sich auch ein großer Nachschubdamp- fer, der Flugzeugteile und Stückgut für die Bolschewisten geladen hatte. Wie auf Grund der Schisfspapiere festgestellt werden konnte, war das Schiff auf dem Wege von Neuyork nach Basra am persischen Golf. Dort liegen die einzigen Häfen im Süden, über die die Bolschewisten Kriegsmaterial erhalten können. Ein anderes 21- Boot, das sich auf der Heimreise befand und seine Torpedos und seine Artilleriemunition bereits verschossen hatte, hielt im Golf von Mexiko lediglich mit Hilfe eines leichten Maschinengewehres einen schwerbeladenen Dampfer an, der in völlig unbeschädigtem Zustande von Besahungsangehörigen des Unterseebootes durch Oeffnen der Boden- ventile versenkt wurde. Unter den 17 Schiffen waren sieben große Tanker mit rund 50 000 BRT., von denen sich ein Teil vollbeladen auf dem Wege zu den großen Verbraucherzentren an der Ostküste der USA. befand. Oer vergebliche Angriff aufdenKreuzer„PrinzEugen" Berlin, 18. Mai. (DNB.) Bei Dem Angriffsversuch britischer Bombenflugzeuge auf Den Deutschen Kreuzer „Prinz Eugen" an Der norwegischen Küste flogen Die Briten in verschieDenen Wellen mit etwa 40 bis 50 Flugzeugen gegen 19.30 Uhr, von Westen her fommenD, Den Raum von Stavanger an. Noch über Dem Meer wurde Der feindliche Flugzeugverb and von Jägern gefaßt. In Der äußerst erbitterten Luftschlacht schossen sie 18 Flugzeuge ab. Die wenigen. Denen es gelungen war, Die JagDsperre zu Durchbrechen, gerieten in Das zusammengefaßte Feuer Der Flak- und Marineartillerie. In kurzen Abständen hatte die Flakartillerie vier, Die Marineartillerie sieben feindliche Flugzeuge vernichtet. In einer knappen Stunde wurde Damit über Die Hälfte Des britischen Verbandes abgeschossen, vorwiegend Bomber vom Muster Bleuheim, Beaufighter unD Hudson. Der britische Angriff scheiterte an -Dem hervorragenden Zusammenspiel aller Deutschen Abwehrwaffen und zwang Die Briten nach einem Verlust von 29 Flugzeugen zum Abdrehen. Schießerei zwischen britischen und ägyptischen Offizieren. Rom, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) In Fayum (Aegypten) kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen ägyptischen ünD englischen Offizieren. In Fayum befand sich feit langem eine ägyptische Garnston; vor kurzem wurde nun auch eine englische Garnison dorthin gelegt unter Dem Vorwand, es handele sich um einen wichtigen strategischen Punkt. Der britische Kommandant besaß die Frechheit, in Gegenwart des ägyptischen Vizekomman- Danten sowie britischer und ägyptischer Offiziere, seinem Mißfallen über Den ägyptischen König offen Ausdruck zu geben. Der ägyptische Vizekommandant Fuad Schoukry machte Dem englischen Komman- Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 33. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Das war nämlich der zwingende Grund: Dreimal war er mit Edith ausgegangen unD hatte zu Diesem Zweck den gutmütigen Welt in die größten Unkosten gestürzt. Denn Welt mußte ihm zu diesem Zweck etwas leihen. Daß Pete'rsen bestimmte Absichten hatte, war klar. Unklar war nur, ob diese Absichten nun Die reinsten unD lautersten waren. Die kleine Edith war ein höchst sachliches junges Mädchen, das zunächst einmal versuchte, vorsichtig seine Absichten zu erfahren und Näheres über seine beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnisse festzustellen. Anscheinend war sie mit Dem Ergebnis nicht sehr befriedigt, denn sie hatte ihm rund heraus erklärt, heiraten könnten sie doch nicht, und für etwas anderes fei sie sich zu schade. Das also war der Grund, weshalb Petersen schlechter Laune war und auf alles, was ihm in Den Weg kam, schimpfte. Willis hatte unter diesen Umständen alle Hände voll zu tun, um die Truppe bei guter Laune zu erhalten. Hierin hatte er jetzt in Irene Norodna eine gute Hilfe. Eine Zeitlang war die Norodna recht fahrig und nervös gewesen. Aber in Den letzten Tagen rourDe sie guter Laune und hob dadurch die Stimmung. Irene war schon sehr frühzeitig gekommen, weil sie sich für Die Vorstellung besonders schön machen wollte. Es hatte sich herumgesprochen, daß einige auswärtige Varietädirektoren eingelaDen waren, so daß man hoffen konnte, gute Engagements für die Wintersaison zu erhalten. Jetzt saß sie vor ihrem Spiegeltisch, malte sich Die Augen und Die Lippen und war so in ihre Beschäftigung vertieft, Daß sie Das Klopfen Wenigs nicht hörte. Wenig nahm an, daß sie noch nicht Da fei, weil er keine Antwort erhielt, und trat ein, Krähe blieb draußen vor Der Tür stehen. „Oh", sagte Der Kriminalrat, als er Irene sah, „verzeihen Sie, aber ich habe geklopft, unD Da niemand antwortete, trat ich ein, um hier auf Sie zu warten. Störe ich?" Sie wandte sich nicht um. # „Durchaus nicht", lächelte sie, „wie gefällt Ihnen mein Kostüm?" „Fabelhaft", sagte er als Kenner, „wunderbar, berauschend. Ihre Hülle, Fräulein Norodna, ist ganz prächtig. Aber ich wollte mich heute einmal über Ihr Inneres unterhalten." „lieber mein Inneres?" fragte sie spöttisch, „danke, ich fühle mich ausgezeichnet. Ich wußte nicht, daß Sie auch Arzt für innere Krankheiten sind." Er setzte sich gemütlich an ihre Seite, so daß er ihr Profil sehen konnte und sie keine Gelegenheit mehr hatte, ihr Gesicht zu verbergen. „Wir von der Polizei sind eine Art Seelenärzte", begann er, „weil wir uns mit dem Studium Der menschlichen Seele oft mehr beschäftigen müssen, als wir möchten. Bei Ihnen, zum Beispiel, liegt Die Sache so, daß ich gern wissen möchte, warum — zum Teufel — Ihre Seele so gelogen hat." „Gelogen? Wann habe ich gelogen? Soeben, gestern oder ist es noch länger her?" Sie malte ihre Lippen ruhig weiter und schien nicht im mindesten erregt zu fein. „Sie haben gelogen, als Sie mir treuherzig erzählten, Sie hätten Lanos vor vier Wochen das letztemal gesehen — das fei in Hamburg gewesen. Ist das richtig?" „Vielleicht — vielleicht auch nicht." Sie zuckte die Achseln. Wenig wunderte sich über ihre Kaltblütigkeit. „Sie sind eine reizende Dame", sagte er lächelnd, „ich meine das rein äußerlich. Aber die Polizei Dürfen Sie nicht belügen, die kann nämlich ohne jede Rücksicht auf äußere Reize sehr unliebenswürdig fein. Wann haben Sie Lanos zuletzt gesehen?" „Sie haben es doch soeben selber gesagt, Herr Kriminalrat, vor vier oder fünf Wochen in Hamburg. Ich habe dem nichts hinzuzufügen." Zufällig blickte Wenig nach unten und sah, wie sich ihre Füße heftig bewegten. Die Zehen krümmten sich in Den Dünnen Schuhen und Die Füße beschrieben in Den Knöcheln kleine Kreise. Ihre gespannte Erregung war für Den guten Beobachter nicht zu verbergen. „Wollen Sie nicht doch lieber die Wahrheit sagen?" fragte er noch einmal, „wir haben nämlich bereits genügend Zeugen, Die bekunden können, daß Sie Lanos viel, viel später in Berlin gesehen haben —" „Wann Denn zum Beispiel?" ,Lum Beispiel am MorDabend." Sie warf klirrend ihr Gerät auf die Glasplatte des Spiegeltisches. Dann wandte sie sich zu ihm um. „Herr", rief sie zitternd vor Erregung, „ich stehe vor meinem Auftritt, zu Dem ich alle Nerven unD alle Ruhe brauche. Wollen Sie mich rasend machen? Sagen Sie, was Sie von mir wollen, und dann gehen Sie." „Die Wahrheit, Fräulein Norodna, nichts als Die Wahrheit." Wenig stand auf und trat einige Schritte zurück. Draußen erklang ein schrilles Läuten, zugleich flammte im Zimmer eine Lampe hoch. „Mein Auftritt", sagte sie. Das kam Dem Kriminalrat sehr ungelegen, aber unter diesen Umständen konnte er Die Vernehmung nicht fortsetzen. Er gab ihr Den Weg frei. „Ich werde später noch einmal Darauf zurückkommen", sagte er, „Denfen Sie Daran, daß es für Sie besser ist, stets Die Wahrheit zu sagen. Sie kommen mit Schwindeleien nicht weiter, Denn wir kommen doch dahinter." Sie sagte nichts mehr. Sie blickte sich noch einmal im Zimmer um, nahm Dann ihr zweites Kostüm, das sie nach Dem einen -Austritt überzog und ging hinaus. Kaum war sie draußen, als Krähe Den Kopf zur Tür hereinfteckte. „Hat sie gestanden?" fragte er. „Nein, Der Auftritt kam dazwischen. Kommen Sis mal herein, Krähe." Wenig suchte mit Dem Kriminalsekretär das Zimmer durch. Sie fanden ihre Handtasche, Die sie durchsuchten. Es fand sich nichts vor, was ihnen nützen könnte. Der Kriminalrat ging daraufhin mit Krähe zum Büro Des Direktors. „Kriminalrat Wenig", stellte er sich vor, „Herr Direktor, ich möchte einige Auskünfte von Ihnen haben. Zunächst bitte ich Sie um Die Adresse von Fräulein Norodna." Direktor Berthold war überrascht aufgestanden. „Darf ich fragen, um was es sich handelt?" , Diese Frage war sicherlich berechtigt, aber Wenig bat ihn, erst Die Adresse zu geben. „Lutherstraße 29", sagte er, „gleich hier in Der Nähe." Dann steckte er die Karteikarte wieder in den Karteikasten. „Krähe, gehen Sie sofort hin und machen Sie eine Durchsuchung", befahl Wenig, „vor allem achten Sie darauf, ob Sie eventuell Den Revolver finden." „Ja", meinte Krähe, „soll ich denn ganz allein —* „Nehmen Sie noch zwei Beamte vom zuständigen Revier. Los, gehen Sie." Als Krähe gegangen war, sagte Wenig: „Ich habe große Lust, Die Norodna zu verhaften. Wenn ich es nicht tat, so einfach mit Rücksicht auf Sie, Herr Direktor, und Ihre Vorstellung. Ich muß Sie aber bitten, mit mir in Den Bühnen- raum zu gehen. Damit ich Die Norodna während der Vorstellung beobachten kann. Nach ihrem Auftritt muß ich sie mitnehmen zum Polizeipräsidium." (Fortsetzung folgt.) danken deshalb heftige Vorwürfe. Der britische Kommandant beschuldigte darauf den ägyptischen Kommandanten, ein Landesverräter zu sein. Der Streit endete mit Revolverschüssen zwischen den beiden Offiziersgruppen: mehrere Offiziere wurden getötet oder.verwundet. Der ägyptische Vizekommandant wurde auf Veranlassung der Engländer verhaftet. Bahnknotenpunkte in Assam mit Bomben belegt. Tot4o, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) Große Verbände japanischer Armeeflieger griffen am Montagnachmittag erstmalig Bahadurpur und Silchar, zwei wichtige Knotenpunkte der Verbindungslinie Indiens mit Tschungking in der indischen Provinz Assam an und zerstörten Bahnhöfe, Lagerhäuser und Eisenbahnzüge. Auf einen Truppentransport mit fliehenden britischen Soldaten wurde ein Volltreffer erzielt. Aus dem Reich. Keine Urlaubsreifen während der pfingstzeit. Zum Pfingstfest kann die Reichsbahn mit Rücksicht auf den Kriegs- und lebenswichtigen Personen- und Güterverkehr im Reich und in den besetzten Ostgebieten keine zusätzlichen Züge zur Bewältigung von Urlaubsreisen oder Familienheim- fahrten stellen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz erwartet daher von jedem Arbeiter, Angestellten und Betriebsführer, daß er vom 21. bis 27. Mai jede Reise nach Möglichkeit unterläßt und daß er Urlaubsreisen und Familienheimfahrten in die Zeit legt, in der die Reichsbahn besser als gerade zu Festzeiten einen solchen Verkehr bewältigen kann. Haltet also alle die Reichsbahn gerade in diesen Tagen für kriegswichtige Transporte frei und tragt auf diese Weise mit dazu bei, daß die Front und die Rüstungswirtschaft in der Heimat rechtzeitig mit allem versorgt werden können, was sie dringend brauchen. Dir landwirtschaftliche Bodennutzungserhebung. Zn diesen Tagen findet im gesamten Großdeutschen Reich die landwirtschaftliche Bodennutzungserhebung statt. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind für die Staatsführung gerade während des Krieges als Grundlage für wichtige Maßnahmen auf dem Gebiete der Ernährungswirtschaft von größter Be-. deutung. Es ist daher nationale Pflicht jedes landwirtschaftlichen Betriebsinhabers, die auf dem Fragebögen gestellten Fragen gewissenhaft zu beantworten und 'den Fragebogen zum festgesetzten Termin an den Bürgermeister zurückzugeben. Dies gilt nicht nur für die Fragen über die eigentliche Bodennutzung, sondern ebenso für die Fragen über die Obstbaumbestände und die Bestände an Arbeitskräften, deren richtige Beantwortung überdies im eigenen Interesse der Betriebsinhaber liegt. Um die Gewinnung zuverlässiger Angaben auf jeden Fall sicherzustellen, werden — ähnlich wie bei den Viehzählungen — die Angaben der Betriebsinhaber durch Beauftragte der Ernährungsämter stichprobenweise nachgeprüft werden. Betriebsinhaber, denen falsche Angaben nachgewiesen werden, haben auf Grund der in der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. 7. 1923 vorgesehenen Strafbestimmungen strenge Bestrafung zu gewärtigen. Oie Versetzung an den höheren Schulen Für die Versetzung an den höheren Schulen hat der Reichserziehungsminister Richtlinien herausgegeben: Ein Schüler hat nur dann das Anrecht auf Versetzung, wenn er den Unterrichtsanforderun- gen genügt und den Willen zu Leistung und Mitarbeit aufweist. Ist dieser Wille vorhanden, so kann über Minderleistungen in Einzelfällen bei Höherleistungen in anderen Fächern hinweggesehen werden, jedoch kann ein Schüler, der in Deutsch und Geschichte gleichzeitig versagt, nicht versetzt werden. Im übrigen wiegen mangelhafte Leistungen in mehreren Fächern einer Fachgruppe nicht so schwer, wie mangelhafte Leistungen in Fächern verschiedener Fachgruppen. Ein Schüler der A n - 7 an g s k l a s s e , der sich als ungeeignet für die höhere Schule erweist, kann aus ihr entlassen werden. Wer im übrigen zweimal das Ziel der gleichen Klasse nicht erreicht, muß die höhere Schule verlassen. Ein besonders hoher Maßstab ist bei der Versetzung in die Klasse 8 anzulegen, zumal mit dieser Versetzung die vorzeitige Zuerkennung der Reife für Schüler, die in die Wehrmacht eintreten, verbunden ist. Das Handwerk im Kriege. Vor den Schaffenden des deutschen Handwerks sprach in Essen der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF., Reichsamtsleiter Sehnert (Berlin) zu den Meistern, Gesellen und Lehrlingen sowie zu den Frauen, die den Arbeitsplatz der zum Wehrdienst einberufenen Männer eingenommen haben, über die einschneidenden Maßnahmen, die der Krieg auch dem kleinsten Handwerksbetrieb auferlegte. Der Einsatz für die kriegswichtige Versorgung und die Rüstungswirtschaft müsse in bestem Sinne gelöst werden. Die Frage, ob die handwerklichen Betriebe noch eine Existenzberechtigung hätten, könne dahin beantwortet werden, daß das beste Verhältnis eine gesunde Mischung zwischen Klein, Mittel- und Großbetrieben sei. Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit, zu denen der einzelne Betrieb nicht in der Lage sei, seien Aufgaben der Innung. Wenn das Handwerk sich den Grundsätzen modernster Sozialpolitik unterwerfe, dann gebe es feine Aushöhlung der handwerklichen Betriebe. Durch Technisierung und Rationalisierung könne die Leistung des deutschen Handwerks noch gesteigert werden. Für den Nachwuchs gelte es, nur so viel Lehrlinge einzustellen, wie notwendig sei. Aus der Stadt Gießen Oer Ernteeinsatz -er Jugendlichen verlor beim j vier Finge i mit einer Kreissäge rechten Hand. Der beim yll- icissen den hohen Wert der Peri-Güteerzeugnisse zu schätzen, deshalb gehen Sie sparsam mit ihnen um. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter bei Hauvtschriftleiters: Ernst Blumichein. verantwortlich für Politik und Bilder: D.r. Fr. W. Lange: für das fieutheton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadl Gietzen, Provin,, Wirtjchaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Berlag: Brühljche Universitälsvruclerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Gloria-palast: „Oie Erbin vsm ^Rofenbof'*. Der Film, der einer Vorbemerkung zufolge Jahre 1930 spielt, behandelt im Rahmen einer dauernswerte Wann mußte ein Krankenhaus aufsuchen. — In dem nahen Bellmuth mußte ein Einwohner das Offenlassen d-es Hühnerstalles teuer bezahlen. In der Nacht brach ein Fuchs aus dem nahen Walde ein und bi ß 19 Hühner tot. Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar. Die gestrige Aufsichtsratssitzung genehmigte den Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1941. Nach Abschreibungen auf Anlagevermögen von 3 468 196,42 RM. (i. 23. 3 499 271,84 RM.) vor- bleibt ein Reingewinn von 1 486 542,16 RM, (i. V. 1531 192,38 RM.). Der am 8. Juli stattfindenden Hauptversammlung wird die Verteilung einer Dividende von 5V2 v. H. (wie im Vorjahr) vorgeschlagen. machen: zweitens in Erntekindergärten: drittens in Einsatzlagern ipi Osten: viertens als Helferin in Kindertagesstätten: fünftens als Helferin in Mutter-, Kinder- und Säuglingsheimen. Verantwortlich für den Einsatz ist die Mädelführerin des Gebietes. Für eine ordentliche Unterkunft, gefunden Arbeitseinsatz und für die Lebenshaltung der Mädel sind die Bäuerinnen bzw. die Leiterinnen der Heime verantwortlich. Die Mädel sind in einer Gruppe von mindestens fünf Mädchen je Dorf einzusetzen. Die Jugendlichen (Jungen und Mädchen), sofern sie über 14 Jahre alt sind, erhalten ein Taschengeld von 10 RM. im Monat, sofern sie unter 14 Jahre sind, ein Taschengeld von 30 Rpf. werktäglich. Außerdem können Lebensmittel (Obst usw.) als Zulagen neben dem Bargeld gewährt werden. Sofern Mädchen der 7. Klasse zusammen mit der NSV. eingesetzt werden, erhalten sie monatlich 15 RM. Taschengeld. Die Jugendlichen werden zur Krankenversicherung angemeldet und sind gegen Unfall versichert. Die Kosten trägt der Betriebsführer. Die Bereitstellung von Bekleidung und Schuhen ist im Hinblick auf die Versorgungslage nicht möglich. Die Jugendlichen müssen daher geeignete Arbeitskleidung selbst mitbringen. Die bäuerlichen Betriebe werden jedoch, soweit sie dazu in der Lage sind, mit ihren eigenen Beständen an Arbeitskleidung nach Möglichkeit aushelfen. Sofern ein Jugendlicher Schistiefel oder anderes geeignetes Sportschuhzeug besitzt, soll er sie mitbringen. Zur Entschädigung des durch den Ernteeinsatz verursachten besonderen Verschleißes der mitgebrachten Kleidung und Schuhe wird jedem Jugendlichen ein angemesseres Kleidergeld bezahlt. l i n seien von den übrigen genannt: die Gießener wird es interessieren, in einer kleinen Rolle Ludwig L i n k m a n n wiederzusehen. Die Spielleitung hatte Franz Seitz. — (Kopp-Film.) Im Beiprogramm laufen die neue Wochenschau mit sehr fesselnden Aufnahmen vom Einsatz unserer U-Boote gegen Amerika, ein Kultursilm vom Erzberg in der Steiermark und eine heute besonders aktuelle und bildhaft instruktive Darstellung der enormen Größe einer Bruttvregistertonne. Hans Thyriot. Luise Steinmüller tot aufgefunden. Die seit vorigem Dienstag vermißte 27 Jahre alte Luise Steinmüller aus Fellingshausen wurde am gestrigen Montagnachmittag in der Lahn in der Nähe der Brücke in der Gemarkung Waldgirmes, dem sog. Naunheimer Steg, t 0 t aufgefunden. Die Leiche des Mädchens wurde zum Friedhof in Wetzlar gebracht, lieber die Todesursache ist bis jetzt noch nichts bekannt, Aufschluß darüber wird wohl erst die Sektion der Leiche ergeben. In einer Mitteilung der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt a. M., Mordkommission, die bereits vor der Auffindung der Leiche des Mädchens an die Presse gerichtet wurde, kommt zum Ausdruck, daß diese BehöHle mit der Möglichkeit eines Verbrechens rechnet. Luise Steinmüller wurde, nach der Mitteilung der Kriminalpolizei, am Dienstag, dem 12. Mai, gegen 7 Uhr in Wetzlar gesehen, als sie von der Lahnbrücke kommend in die Garbenheimer Straße einbog. Es ist festgestellt worden, daß der Edwin Höhn aus Rodheim a. d. Bieber, der seit längerer Zeit in näherer Beziehung zu dem Mädchen stand, am gleichen Tage mit der Bahn bis zum Bahnhof Garbenheim gefahren ist, dort gegen 7 Uhr den Zug verlassen hat und in Richtung Gastwirtschaft Taubenstein, Garbenheimer Straße, weiterging. Aus weiteren Feststellungen ist zu schließen, daß eine Verabredung zwischen dem Edwin Höhn und der Luise Steinmüller für jenen Morgen bestanden hat. Offenbar fuhr die Steinmüller bis Wetzlar und Höhn nur bis Garbenheim, damit beide zusammen in Wetzlar nicht gesehen wurden. Von der Mordkommission der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt a. M. ist, wie wir gestern bereits berichteten, der Edwin Höhn am Samstag erneut festgenommen worden. Er befindet sich in Gießen rn Polizeihaft. Die Beamten der Mordkommission der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt, die z. Z. in Rodheim a. d. Bieber weilen, sind eifrig mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt. Verdunkelungszeit: 19. Mai von 22.17 bis 4.50 Uhr. * * 7 0. Geburtstag. Am morgigen Mittwoch, 20. Mai, kann Herr Jnnocenz Krack, Leihgesterner Weg 118, in aller Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar macht für sein Fuhrgeschäst täglich noch alle Fahrten. Zu seinem Geburtstage unseren herzlichen Glückwunsch. * * Erfolgreiche Hundezucht. Bei der am Sonntag in Wetzlar durchgeführten 8. Hundeausstellung errang der IV-jährige Chow-Chow-Deckrüde Alf vom Saarowstrand, Vater Riclds To-Bee im- poliert, gezogen auf Champion Rochow Dragoon und Champion Brillantinen-Linien aus dem Chow- Chow-Zwinger „vom Hessenland", Besitzerin Frau Anny Fechter, Gießen, Kaiserallee 34, in der O. K., N. K. und I. K. den 1. Preis mit der Note „Vorzüglich". Zur Förderung eines guten Zuchtmaterials ist er vielversprechend. Schweinemarkt in Buhbach. * Butzbach, 19. Mai. Auf dem heuttgen Schweinemarkt waren 318 Ferkel auf getrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 28 bis 34 RM., 6 bis 8 Wochen alte 34 bis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 50 RM., 10 bis 12 Wochen alte 50 bis 60 RM. das Stück. Der Handel verlief anfangs flott, später ab flauend: kleiner Ueberstand. Landkreis Mietzen ch Daubringen, 18. Mai. Der Zigarre narb ei« ter Heinrich Töpfer von hier begeht morgen seinen 7 0. Geburtstag. 47 Jahre ist der alte Herr in der hiesigen Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos, früher Emmelius, tätig. Mit 18 Jahren ging er nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo er fünf Jahre als Schmied arbeitete, dann infolge eines Unfalles wieder zurück kam. Der Jubilar erfreut sich noch bester Gesundheit. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Kreis Biibinge*1 G Nidda, 17. Mai In dem benachbarten Fauerbach ereignete sich gestern ein schwerer Unglücksfall. Ortsbauernführer Adolf Schwab Kastanienblüte. „Noch sind die Tage der Rosen ..." heißt es in einem Lied. Nun, die Tage der Rosen sind noch nicht, aber die Maitage der Kastanienblüte sind gekommen. Ist es nicht eine Pracht, auf den freien Plätzen, in Parkanlagen, auf Friedhöfen und Straßenrainen unter den stämmigen Schattenspendern zu stehen und den Blick hinaufzusenden in das dichte, breit ausladende Geäst, das übersät ist mit den schnurgerade aufstrebenden Blütenkerzen?! Unter den Wundern der Blüte ist das Wunder der Kastanienblüte eines der schönsten. Ein blühender Kirschbaum wirkt weich und zart wie ein knospendes Mädchen, die Blütenkerzen der Kastanien dagegen sind ein Fest, zu dem leuchtende Lichter aufgesteckt wurden. Wir Deutsche lieben denn auch die Kastanie gerade wegen ihrer festlichen Schönheit, mag der Saum auch sonst nicht von sonderlich großem Nutzen sein. Er hat sich in unserer Landschaft eingenistet, ols ob er immer hierher gehört hätte. Dennoch ist auch die Kastanie.aus dem Süden zu uns gekommen, eigentlich in'Vorderasien und in den Mittelmeerländern zu Haufe und vor etwa 300 Jahren erst bei uns heimisch gemacht worden. Gesprochen haben wir hier von der Roßkastanie, die von wesentlich anderer Art ist als die Edelkastanie. Sie, die Edelkastanie, verwandt der Eiche und der Buche, gedeiht bei uns nur in klimatisch besonders begünstigten Gegenden. Wir finden sie an der Mosel, begegnen ihr auch im Taunus und in der Pfalz, wo sie uns überall ihre köstlichen Früchte schenkt. ' Ungeachtet des geringen Wertes der Roßkastanie erfreuen wir uns an ihr doch. Nur kurze Wochen sind es im Frühjahr, daß ihr Blätterdach im hellen, lichten Grün erstrahlt. Kaum ist die Blüte dahin, kaum sind die ragenden Kerzen verlöscht, dann dunkelt das Grün, wird tief und matt. Wir aber sitzen unter der wuchtigen Krone des Baumes kühl und geborgen. Und so bleibt es den ganzen Sommer lang. Zweimal im Jahr ist die Kastanie unfern Kindern besonders lieb. Sie schätzen sie zuerst als einen Lieb- lingsbaum der Maikäfer, die, wie schon der Name sagt, ihre Hauptflugzeit im Mai haben. Der Maikäfer' ist gewiß ein luftiger Kumpan, aber er zählt leider auch zu den sehr schädlichen Käfern, die mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Unsere Jugend hat bann erst recht wieder Spaß an der Kastanie, wenn die Herbstzeit kommt und in den Früchten für sie ein allerliebstes, vielfach verwendbares Spielzeug heranreift. In Kriegszeiten haben wir allerdings auch für die braune Roßkastanie eine andere und bessere Verwendung als es ein Spielzeug zu sein pflegt. Da sammeln wir die Kastanie als Mastfutter für die Schweine und können sie auch noch auf manche andere Art praktisch verwenden. Sv dient sie vorweg auch dem Wild zur Aesung, und was vielleicht nur wenige wissen werden, aus der Roßkastanie läßt sich eine Art Giftstoff, Saponin genannt, gewinnen und zur Herstellung von Haarwasser und Erfrischungsgetränken verwenden. Ganz von ungefähr kommt es also nicht, daß wir der Kastanie immer und überall als Zierbaum begegnen, der unsere Plätze und Anlagenbereichert. In ihrem schönsten Schmuck, im Schmuck der Blütenkerzen, zeigt sie uns an, daß wir im Hochfest des Frühlings stehen. Daran wollen wir in diesen Tagen denken, wo wir uns überall am Kerzenrausch der Kastanien ergötzen können. Kür Tapferkeit vor öem Zemöe. Der ^-Mann Ernst Ströher aus Wilsbach (Kr. Biedenkopf) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Don der Ludwigs-ilniversiiäi. Zum Dozenten für das Fach Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Universität Gießen wurde der Dr. med. habil. Walter Moritz ernannt. Dozent Dr. Moritz, der Oberarzt in der Universitäts- Ohren-, Nasen- und Halsklinik ist, hat in Gießen, Berlin und München studiert, in Gießen sein Staatsexamen bestanden und im Februar 1937 hier auch promoviert. Im November 1940 wurde er zum Dr. med. habil, ernannt. zu umständlich ausgesponnenen und übrigens auch kaum filmgerechten Handlung bas Problem der Landflucht. Der Schauplatz ist ein oberbayrisches Dorf, die Elemente der Fabel sind halb volksstück- mäßig, halb schwankhaft gemischt aus Liebes- und Eifersuchtsgeschichten, Gemeinderatssitzung und ländlichem Trachtenfest mit Preissingen, gediegener Keilerei, anschließender Versöhnung und der obligatorischen Vereinigung der nach den üblichen Verwirrungen und Mißverständnissen endlich und endgültig zueinander findenden Paare. Die Frage der Landflucht ist schwerwiegend genug, um in einem ernsthaften Film wenn nickst ohne Rest und volks- politisch befriedigend gelöst, so doch klar, vernünftig und gerecht oorgetragen zu werden. Dazu gehört etwas mehr als die oberflächliche und simple Schwarzweißzeichnung der Charaktere, wie sie in die 1 em bäuerlichen Sturm im Wasserglase in Szene gesetzt wird. Im Vordergrund stehen Paul Klinger als der Dvrffchu Hehrer, der eigentlich ein Bauer hätte werden sollen, und Hansi Knoteck als die Erbin vom Rosenhof, die in ihm gerade den Richtigen erwischt: sie wirken beide sympathisch, haben aber nicht viel zu spielen. Gustav Waldau in der hübsch gezeichneten Figur eines verschmitzten Bauerngroßvaters, Sepp R i st und Trude Haefe - Auf den Erfahrungen des Vorjahres aufbauend, find die diesjährigen Durchführungsbestimmungen oes Jugendführers des Deutschen Reiches bis ins letzte durchgefeilt worben, so daß die Gewähr gegeben ist, baß der Ernteeinsatz volkswirtschaftlich den erhofften Nutzen bringt, und anderseits die Jugendlichen geistig und körperlich auch in dieser Zeit die Förderung erfahren, die unter den gebotenen Umständen möglich ist. Es kommt kein I u - aendlicher zum Einsatz, der nicht vom Arzt für tauglich befunden wurde. Kranke Kinder werden während des Ernteeinsatzes der übrigen möglichst zur Erholung verschickt, jedenfalls werden die Zurückbleibenden während des auswärtigen Einsatzes ihrer Schulklasse nicht am Unterricht in anderen Klassen teilnehmen. Sofern die Jugendlichen zum langfristigen Einsatz kommen, der vom 15. April bis zum 15. November freigegeben ist, gehen die Lehrer mit in den Ernteeinsatz, so daß die schulische und erzieherische Betreuung am Einsatzort fortgesührt wird. Erfolgt der Einsatz kurzfristig, so erfolgt er grundsätzlich am Wohnort der Kinder oder in benachbarten Drtene die täglich vom Elternhaus erreicht werden können. ' Beim langfristigen Einsatz werden keine Sommerferien eingelegt. Die Kinder werden vielmehr in den Einsatzpausen am Schulort auch während der Ferienzeit — bis auf eine Erholungszeit von insgesamt drei Wochen — unterrichtet. Da der Einsatz nur nach Bedarf erfolgt, ist es möglich, daß eine Schulklasse mehrmals zum auswärtigen Einsatz abrückt und nach Erledigung der Ernte wieder zum Schulart zurückkehrt, wo dann der volle Schulbetrieb wieder ausgenommen wird. Die Jungen werden am Einsatzort entweder geschlossen in einem Lager untergebracht ober einzeln ober zu mehreren beim Bauer ober den landwirtschaftlichen Bettieben. Bei ber Einzelunterbringung wirb ber Jugendliche grundsätzlich in die Familien- gemeinschast ausgenommen. Der Bauer und die Bäuerin werden bemüht sein, den Jugendlichen bas Elternhaus weitgehend zu ersetzen. Entsprechend wird auch die Verpflegung am Familientisch des Lauern sein. Die Jugendlichen dürfen auch nur entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit eingesetzt werden. DerLager- leiter, also der Lehrer, und die zu seiner Hilfe beigegebenen HJ.-Führer haben darüber zu wachen. Der auswärtiae Einsatz ber Mädel erfolgt nach etwas anderen Grundsätzen. Für ihn stehen nur die Schülerinnen der Klasse 7 der Höheren Mädchenschule zur Verfügung. Er hat die Form des ununterbrochenen Einsatzes und erfolgt nach Bedarf vom 15. 4. bis 15. 11. 42. Eine schulische Betreuung während des Einsatzes findet nicht statt, lieber eine den Mädeln zu gewährende Erholungszeit etgeht noch besondere Verfügung. Der Einsatz erfolgt vorwiegend: erstens als Helferin in bäuerlichen Haushalten, hauptsächlich in kinderreichen Familien, um die Bäuerin für die bäuerliche Arbeit frei zu 50 Jahre Dr. Oe i k er Back p u 1 v er • P.u ddingpulver • V a nillinzuc ke r [ ^M^f/eilquelfe^ Karis/prude! Zo gleichen Preisen in Apotheken. Drogerien ond durch die Brunnenverwaltung Biskirchen - Ruf 44 - erhälliicd. DieDeutsehelFbeitsfroDt E NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Sonntag, den 31. Mai 1942, 15 Uhr, im Theater 10. Veranstaltung im 10er Ring An Stelle: „Das Spitzentuch der Königin 1671 D 5 ZIGARETTEN NIL <ÄUSlRIÄ> sä Wo ist Burnus LICIITSPIEL.-THEATER heute vordringlich? es löst den Schmutz schon kann: Einweichen auf und nimmt beim die halbe Wascharbeit ab. Ihnen lllllllllllllllilllllllltlllllllllllilllllllllllllllllUIIIlU TraumaPlast Die Nachfrage nach Burnus kann heute nicht immer voll befriedigt werden. Verwenden Sie es also nur dort, wo es Ihnen am meisten hilft: bei Leib- und BURNUS ' GMBH • DARMSTADT VtdrielMaftiellidiflfi tter-RäMAtiqsu Gmttü Jahre das gute ErdL&l Für Wäsche, die schon vor dem Kochen vom gröbsten Schmutz befreit ist, brauchen Sie weniger Seife oder Waschpulver. Das erreichen Sie durch gründliches Ein« weichen mit Henko Äleichsoba. Sie brau« chen dos Waschpulver dann nur noch zum Kochen der Wasche! Denken Sie auch daran, das Waschwasser vor Gebrauch mit ßenfo weichzumachen,- weiches Wasser ist der beste Seifensparer. 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Lebensjahre, nach langem mit Geduld ertragenem Leiden, öfters versehen mit den heil. Sterbesakramenten, zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Ihr Leben war Arbeit, Liebe und Fürsorge für die Ihrigen. - Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Hillenbrand und Kinder. Gießen (Feuerbachstraße 6), den 18. Mai 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 21. Mai, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Das Seelenamt für die Verstorbene ist Freitag, 22. Mai, vormittags 7Uhr. —Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 1676 D Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, für die uns in liebevoller Weise ausgesprochenen Worte des Trostes und für die, Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Karola Mord, Gisela Mord. Gießen (Wilhelmstr. 63), den 18. Mai 1942. 02366 Dienstag, den 19. Jini 19 bis 21 Uhr: 33.Dienstagmiete u.HalbmieteB Tanz-Abend Ein Reigen bunter Tänze. 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Wir bitten v. einzelnen Dankschreiben absehen zu dürfen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina Weller. Gießen-Wieseck (Wellersburg), 19. Mai 1942. 02344 Herausgeber: Zeichnung: Hahn. Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenoerhütung. MM IM WWIHMiM nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referen. im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und Prof. Dr. Walther Schoenichen. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnatur- schutzgeseh haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazu- gehörigen bisher erschienenen Ergänzungs- beftimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien-».Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausflopfer, Pflanzensammler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftrag en Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag Verlin-Lichterselde Gemeinnützige Ba^enofienitliaft 1894 e. G. m. b. H., Gieften. Wir laden unsere Mitglieder zu der am Samstag, dem 30. Mai 1942, abends 8 Uhr, in der Gastwirtschaft Germania, Kaiserallee 141, stattfindenden Jahres-Hsuptversammluiig ergebenst ein und bitten um zahlreichen Besuch. Tagesordnung: , 1. Vorlage des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 1941 nebst Erläuterungen. 2. Bericht des Aufsichtsrates. 3. Bericht über die vom 11. bis 14. Mai 1942 stattgehabte Verbandsprüfung. 4. Genehmigung des Jahresabschlusses. 5. Verteilung des Reingewinnes für 1941. 6. Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. 7. Satzungsänderung (§38 Abs. 2). 8. Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern. 9. Anträge. - 10. Verschiedenes. Der Jahresabschluß sowie der Bericht des Aufsichtsrates liegen in der Zeit vom 18. bis 29. Mai in der Geschäftsstelle der Genossenschaft, Aulweg 26, werktäglich (außer Samstag) von 16—18 Uhr, zur Einsicht der Mitglieder offen. — Anträge zur Jahres- Hauptversammlung müssen bis zum 27. Mai 1942 bei dem Vorsitzer des Aufsichtsrates, Kärl-Vogt- Straße 19, schriftlich eingereicht werden. Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 e. G. m. b. H., Gießen 1672d W. Martin, Vorsitzer des Aufsichtsrates. Krankenfahrstuhl z. kaufen gesucht. Gefl. Angeb. an Carl Quireiu, Wilhelmstr.50H erbeten, l 02391 Gebrauchtes MeMM n. Mrseon z. kaufen gesucht. Schr. 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Friedrichstr. 24. Verhütete woldbrande! V>'-