Donnerstag, to. 8ebrvar 1942 i.O2 Uhr. inen Kriegsziel festhielt, erhob man nun die -aß der Krieg nicht zu gewinnen ist. vie in bezug aus lschau mit Pra- Der Wortlaut des Dokuments Einge- Hollands Regierung intrigierte gegen das Reich. Zusammenarbeit mit dem englischen Geheimdienst. — Ein aufschlußreiches Dokument. andlungen von Sachverständigen und Ignoranten ist in den seither verstrichenen zwanzig Monaten nicht gelungen, eine Antwort zu finden, ja, es mag teufe manchem Engländer der Gedanke kommen. schilderten Unterredung Mitteilung mache, erscheint es mir nützlich, darauf hinzuweisen, daß zu dieser Unterredung keine besondere Einladung erging, sie land vielmehr, wie die vorhergehende (vergl. meine Telegramme Nr. 276 und 281) im Rahmen der all« wöchentlichen Audienz des Ministers statt. Sie trug daher nicht den Charakter einer Mitteilung. Es ist Berlin, 18. Febr. (DRV.) Unter den Handakten des ehemaligen französischen RUnislerpräsi- denten D a l a d i e r ist ein Bericht des französischen Gesandten im Haag, vitro lies, aufgesunden worden, der den authentischen Beweis dafür erbringt, daß die damalige Regierung der Riederlande ihren Reutralitätsbruch und ihre Soldnerpolitik mit einem beispiellosen Verbrechen krönen wollte. Der Bericht des französischen Gesandten, den dieser am.12. Oktober 1939 mit Kurier an Daladier sandte, bringt die Tatsache ans Licht, daß der frühere niederländische Außenminister van Kleffens Pläne für ein Attentat auf den Führer und den Reichsauhenminister betrieb, « Um den Plan dieses Attentats, hkNter dem als Drahtzieher die englische Regierung und ihr Intelligence Service stand, Hand in Hand mit allen Feinden Deutschlands durchzuführen, suchte Kleffens sich der Mithilfe der französischen Regierung zu versichern. Die Mittäterschaft und Mithilfe des Präsidenten Roosevelt setzte er dabei als selbstverständlich voraus. Aus dem Dokument ergibt sich ein sensationeller Zusammenhang zwischen den Plänen des holländischen Außenministers und dem bekannten Venlo- Zwischenfall, durch den seinerzeit die Umtriebe der im Haag stationierten Zentrale des britischen Intelligence Service enthüllt wurden. Diese Zentrale versuchte bekanntlich, in Deutschland Komplotte anzuzetteln und Anschläge zu organisieren und zu diesem Zwecke Verbindung mit vermeintlichen, in Wahrheit nicht existierenden revolutionären Organisationen herzustellen. Diese Umsturzpläne des englischen Intelligence Service im Haag waren der Reichsregierung natürlich bekannt. Um sie in all ihren Einzelheiten aufzudecken, erhielten damals Beamte des Sicherheitsdienstes der ff den Auftrag, sich als Mitglieder revolutionärer Organisationen in Deutschland auszugeben und in dieser Tarnung Verbindung mit der britischen Terror- und Revolutionszentrale im Haag aufzunehmen. Der Auftrag hatte, wie erinnerlich, den aufsehenerregenden Erfolg, daß der britische Intelligence Service in die ihm gestellte Falle hineinging, und daß sein Chef mitsamt seinen Komplicen, insbesondere mit dem ihn begleitenden an der deutsch-holländischen Grenze bei Venlo ver - holländischen General st absoffizier, hastet werden konnte. ausgeschaltet seien; Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Regimes, das allein imstande sei, die Massen zusammenzuhalten, aber eines nationalsozialistischen Regimes, das verbessert und vermenschlicht sei. Die späteren Verhandlungen könnten, seiner Ansicht nach, folgende Punkte zum Gegenstand haben: Wiederherstellung Polens ohne die von den Russen annektierten und von Weißrussen und Ukrainern bewohnten Gebiete, die Polen im Jahre 1920 erhalten habe: Anschluß Danzigs und der „von dem Abenteurer Kvrfanty in Schlesien eroberten Gebiete" an das Reiche eine Volksabstimmung unter internationaler Kontrolle solle über das Schicksal Der Bericht Vitrolles an Daladier, den das Auswärtige Amt hiermit der Weltöffentlichkeit zugänglich macht, beweist aufs neue die skrupellosen Mordpläne des Intelligence Service, zeigt aber auch zugleich, daß diese Pläne von dem damaligen holländischen Außenmini st e r persönlich auf das nachdrücklichste gefördert und betrieben wurden. Kleffens ließ den französischen Gesandten wissen, daß er in Beziehungen — wie er glaubte — zu „leitenden nationalsozialistischen Kreisen" stehe, denen er seine „guten Dienste" (!) angeboten habe. In Wahrheit handelte es sich bei diesen vermeintlichen Beziehungen zu „leitenden nationalsozialistischen Kreisen" um die von den Beauftragten des deutschen Sicherheitsdienstes zur Entlarvung der Haager Zentrale aufgenommene Verbindung mit dieser, die ihrerseits aufs engste mit maßgebenden holländischen Stellen und, wie sich jetzt zeigt, auch mit dem damaligen holländischen Außenminister zusammenarbeitete. Kleffens knüpfte den Gedanken einer künftigen „Zusammenarbeit" mit Deutschland an die Voraussetzung, daß „der Reichskanzler Hitler und Herr von Ribbentrop auf die eine oder andere Art (!) von der Macht ausgeschlossen seien". Kleffens unterrichtete den französischen Gesandten weiter davon, daß er bereits einige ihm bekannte französische Persönlichkeiten mit seinen Attentatsplänen vertraut gemacht und diese auch schon an die belgische Regierung herangetragen habe. Als der französische Gesandte enkgegenhielt, ein Friede mit jedem nationalsozialistischen Regime fei schwierig, da der Führer und fein Außenminister später doch wieder an die Macht gelangen könnten, erging sich van Kleffens, wie aus dem Schriftstück weiter erhellt, in unmißverständlichen Andeutungen, „als könnte diese Ausschaltung eine endgültige" (!) fein. Diese Worte sind nichts anderes als eine völlig durchsichtige Umschreibung für einen in englischem Auftrag vorsätzlich geplanten politischen Mord, an dem die französische und die belgische Regierung Arm in Arm mit dem Hauptkriegsschuldigen Roosevelt aktive Mittäter fein wollten. nieder- und ixenschußf skrankhei- schmerzen. :ung; 20 Tabletten en Apotheken, re Erfahrungen! :HENJ 27/547 stehen. Ihre Kampfkraft verschiebt das Verhältnis der Kräfte zur See weiterhin zu ungunsten der Angelsachsen. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Febr. Der Führer hat nachstehenden Offizieren das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernes Kreuzes verliehen: Generaloberst von K l e i st, Oberbefehlshaber einer Panzerarmee, als 72. Soldaten der deutschen Wehrmacht; General der Panzertruppen Reinhardt, Oberbefehlshaber einer Panzerarmee, als 73. Soldaten der deutschen Wehrmacht General der Panzertruppen Mod et, Oberbefehlshaber einer Armee, als 74. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Generalmajor Frhr. von Langerrnann und Erlencamp, bisher Kommandeur einer Panzerdivision, als 75. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Generalmajor Wessel, bisher Kommandeur eines Infanterieregiments (mot), als ^76. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Oberstleutnant Hagen, Kommodore eines Sturzkampfgeschwaders, als 77. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Die Beliehenen erhielten folgendes Telegramm des Führers: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." eines traditionell so vorsichtigen Staates geglaubt hat. auch nur unmittelbar auf Fühler eingehen zu müssen, deren Ergebnis, wenn es sich überhaupt nicht lediglich um ein Theater handeln sollte, doch wenigstens in einer Palastrevolution in Deutschland zum Ausdruck käme. Eine derartige Kühnheit könnte, falls Gerüchte darüber zu Ohren der für unliebsam gehaltenen leitenden Persönlichkeiten gelangen sollten, nicht nur dem holländischen Minister oder seiner Regierung, sondern auch dem ganzen Lande teuer zu stehen kommen. Daß Herr van Kleffens auch nur die Möglichkeit hierzu in Betracht gezogen hat. erlaubt, den Grad der Beunruhigung zu er. messen, die hier durch die Gefahren eines totalen Umsturzes entstanden ist, den ein — ebenfalls totaler — Krieg nach sich ziehen würde. 23 itr olles, K'r M LK Stockholm, 17. Februar 1942. Zwei Fragen haben in England von den irften Tagen des Krieges an und in den 23 er- iiirigten Staaten etwas später im Vordergrund der Erörterungen gestanden: die Frage nach en Kriegszielen und die Frage nach der festen Methode, den Krieg zu gewinnen. Churchill machte der Diskussion über die Kriegsziele i®r einfach dadurch ein Ende, daß er erklärte, er labe nur e i n Kriegsziel, und das sei, den Krieg tu gewinnen. Diese Formulierung errang auch großen Beifall in einem Augenblick, als nach der Katastrophe von Dünkirchen den Engländern das 'Lasser bis an den Mund stand. Sobald die Drohung Iss Unterganges jedoch ein wenig in den Hintergrund rückte, lebte die alte Lust zum Debattieren BÜeber auf. Weil Churchill aber an seinem Annabme von Anzeige« für die Mittomsnummer bis 8'/, Ubr desVormittagS Anzeig en-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttetl 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsfeMengenstaffelL Matzvorschrikt (vorherige Vereinbarung) 25°/. mehr taufe des Winters Italien aus dem Krieg „hin- «■- r.-uiimJU53ubojen". Als dieser Vorschlag während des Re Behandlung lllrückzuges aus der Cyrenaika Schiffbruch erlitt, ; ’ u-g UH| am man auf den Gedanken, die Moral der beut» Tiere. Für den jh e n Zivilbevölkerung durch Luftangriffe ~:i m "= zu erschüttern. Bald war es der Luftkrieg, Weltstrategen schon großzügig bekannt. Sie oer» chweigen dagegen, welche Pläne sie für die Aufrechterhaltung ihrer S e e v e r b i n d u n ° g e n in den nächsten drei Jahren gemacht haben. Leicht wäre diese Aufgabe nie gewesen, da durch den Eintritt Japans in den Krieg die Ausdehnung der schutzbedürftigen Seeverbindungen mehr als verdoppelt wurde. Aber durch den Schlag gegen Pearl Harbour wurde der amerikanische Traum von einer Zwei-Ozean-Flotte noch traumhafter und ihre Seemacht vorläufig auf eine „Halb- Ozean-Flotte" reduziert. e Einen noch empfindlicheren Schlag versetzte aber der britischen Seemacht das deutsche Geschwader, das vor einigen Tagen im Kanal, vor der englischen „Vordertür" bei den Kreidefelsen von Dover vorüberfuhr. Zwar traten hier keine nennenswerten britischen Schiffsverluste ein, aber das Prestige der Briten erlitt einen harten Stoß. Doch betrachtet man den deutschen Erfolg in England nicht nur als Prestigeoerluft. Die deutschen Schlachtschiffe, die man durch britische Bomben gelähmt und für die Kriegsdauer an einen Hafen fern der Heimat gefesselt glaubte, sind unversehrt i n ihre neuen Stützpunkte eingelaufen, wo sie für weitere Unternehmungen zur Verfügung toMen, bQi präge, w i e und w o man den Krieg am besten )netes Tiennot». gewinnen könne. Trotz zahlloser Aufsätze und Ab- * °m ---------- ------X ----------- mü Achter, Earl .nb Mg,; et ^otjresljauBf, Nde°R-chw U°> legte dk» M Wsriditet ___________________...__________..._____________ „ M ene Zuchkbewer« 'Ratlosigkeit, aber schon im Herbst wurde der erste t gebracht habe, tjorschlag einer Patentlösung gemacht. Es galt, im . I i n g (Oifflpn) OO iwlrtvr 4- rt f t A n Allff Sah. Pi i m - ,"dg°b praktische Jedenfalls sind in der Zwischenzeit so ziemlich ile Möglichkeiten erörtert worden. Es begann im ■pmmer von Dünkirchen zunächst mit einer großen Oie Schlacht im Atlantik Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. AT£R ).9O Ngruppg Z, '«»15tt'„ im',*,: e'5t*r 55 i, te 8*. ouE ls^t bald die Invasion des Kontinents, dann wieder tie Blockade und schließlich die Dampfwalze der rowjets. Als auch diese nicht die erhofften Er- olge brachte, als auch der zweite Versuch in Rord- frifa scheiterte, da rief man in London schließlich .ach dem Kriegseintritt der Vereinigen Staaten, selbst wenn dieser nur über Ost- cjien zu erreichen fein sollte. Während dieses englischen Suchens nach dem Allheilmittel für die siegreiche Beendigung des krieges ist allerdings eine Erkenntnis, die vor allem Churchill immer wieder seinen Zuhörern einzu- lörnmern bemüht war, mehr und mehr im Be- rußtsein der Engländer verwurzelt: die Erkennt- s, daß die S ch l a ch t a u f d e m Atlant ick von allen Schlachten die wichtigste sei. Ihr Verlust be= leutet für England den Verlust des Krieges. Hinzu kommt, daß der maritim denkende Engländer dos Wesen großer Schlachten zu Lande, wie sie in Frankreich und vor allem in der Sowjetunion aus« gkkämpft werden, nur schwer zu erfassen vermag. So ist es begreiflich, daß die Frage, ob die veeherrschaft durch den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte und besonders durch die Entwicklung der Flugzeuge in ihrem Wesen verändert oder gar aufgehoben worden sei, nirgends m t so allgemeiner Teilnahme diskutiert worden ist. Die in England. Die ersten 2)4 Jahre des Krieges haben nicht vermocht, an dem englischen Glauben IN die überragende Bedeutung der „Sea Power" m rütteln. Die Argumentation der Engländer ist ehr einfach. Sie lautet etwa folgendermaßen: Unsere Herrschaftsgebiete sind die Meere, und unsere Kolonien und Dominions sind nichts anderes als die Begrenzung dieses Herrschaftsgebietes. Selbst das Mutterland ist nichts weiter als ein gewaltiger Stützpunkt für die Ausübung der Seeherrschaft. Beherrscht werden kann das Meer aber nur durch Griffe. Die Soldaten haben nur Wert, soweit sie vom Lande her die Seeherrschaft stützen oder ujn A age J-Aes. ä"«S Eichener Anzeiger der Tschecho-Slowakei und Oesterreichs entscheiden. Auf Grund der Aeußerungen des Herrn van Kleffens entspricht der entworfene Plan der Ansicht führender nationalsozialistischer Kreise, die über Deutschlands Zukunft beunruhigt seien. Wenn die Angaben des Ministers den Tatsachen entsprechen, könnte man daraus tatsächlich auf eine Stimmung und eine Erregung schließen, deren Symptome Beachtung verdienen. Außerdem sei zu bedenken, daß, so ungewiß derartige Perspektiven auch seien, ffe doch durch ihren Charakter bei verschiedenen Neutralen den Wunsch nährten, eine Ausrichtung der Entwicklung des derzeitigen Konfliktes im Sinne eines politischen Kompromisses zu erleichtern. Von einem solchen Wunsche getrieben, könnten diese Neutralen dazu verleitet werden, verschiedene Intrigen — ohne Zweifel im guten Glauben — zu fördern, deren Fäden nicht alle auf der anderen Seite der Schranken zusammenliefen. Der Minister schloß mit der Eröffnung, daß er verschiedenen französischen Persönlichkeiten, zu denen er persönliche Beziehunaen unterhalte, davon Mitteilung gemacht habe. Er habe auch die allfältige Mitwirkung der belgischen Regierung bei der gemeinsamen Weiterleitung der von ihm aus Berlin erwarteten Antwort erbeten; diese Antwort beziehe sich auf Vorschläge, in denen er gewissermaßen die Gesichtspunkte seiner Gewährsmänner konkretisiert und die er ihnen zur Genehmigung vorgelegt habe. Er glaubte, auch gegebenenfalls auf die Mitwirkung des Präsidenten Roosevelt zählen zu dürfen, der „im Hinblick auf seine weit zurückliegende Abstammung zur Zeit eine tatsächliche Sympathie für die Niederlande bekunde." Die vor kurzem von Eurer Exzellenz gehaltene Rundfunkansprache an das französische Volk habe übrigens feinen lebhaften Beifall befunden; jedoch entsprechend dem, was Präsident Colijn in dem in meinem Telegramm Nr. 301 genannten Artikel erwähnt habe, weise er nachdrücklich auf das Interesse hin, das daran bestehe. Näheres über dis konkrete Beschaffenheit der Garantien zu erfahren, die die französische und englische Regierung von Deutschland übereinstimmend fordern wollten, bevor sie sich in irgendwelche Verhandlungen einließen; er fügte hinzu, daß er im Falle der Unmöglichkeit einer öffentlichen Behandlung dieser Garantien in der Lage sei, sie streng vertraulich an feine deutschen Gewährsmänner weiterzuleiten. Als ich ihm schließlich von dem Mißtrauen Mitteilung machte, das Unterhandlungen mit den führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus jederzeit wecken würden, da — bei einem Weiterbestand des nationalsozialistischen Regimes — Hitler und sein Außenminister, die nur von der Macht ausgeschaltet seien, später wieder zur Macht gelangen könnten, erklärte er mir, er wisse nicht, wi e diese Ausschließung durchgeführt werden solle, und schien zu glauben, daß fie eine befenitioe sein könnte. Indem ich Euerer Exzellenz von der oben ge- 2m Solde Englands. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Veröffentlichung aus den Handakten des früheren französischen Ministerpräsidenten Daladier beweist eindeutig das Bestehen nicht nur einer englischen, sondern einer freimaurerisch-internationalen Mörderbande, der.die höchsten Spitzen sogenannter neutraler Regierungen angehörten. Der französische Gesandte in den Niederlanden, Vitrolles, berichtete aus dem Haag am 12. Oktober 1939 über eine Unterredung mit dem damaligen Außenminister der Niederlande, E. N. K l e f f e n s , der heute noch als sogenannter „Außenminister" der niederländischen Emigrantenregierung eine Rolle spielt. In dieser Unterredung hat sich Kleffens eindeutig zu dem Plane bekannt, Adolf Hitler und den Reichsaußenminister von Ribbentrop durch ein Attentat aus dem Wege räumen zu lassen? Kleffens war nach seinem ganzen Werdegang für die englische Mordabsicht gewonnen. Dieser Freimaurer war, bevor er als Außenminister am 9. Juli 1939 in die neugebildete niederländische Regierung De Geer eintrat, Schriftführer des Schiedsgerichts für die Interpretation des Dawes- und Poungplanes, er war ferner Mitglied des Sekretariats des jüdisch-freimaurerischen Genfer Vereins und hatte in London einige Zeit im Sekretariat der Direktion der Royal Dutch Shell gearbeitet, war also mit den Schlichen und Praktiken der Tyrannen 92. Jahrgang nr. 42 ßrubettit täglich, außer tzonntnns und feiertags Verlagen: Gießener ftamilienblcttter Heimat imBild DieSckolle vezugsvreis: vronatlick.....RM. 1.80 Zustellgebühr . ,, -.25 Lrch bei Nichterscheinen *yn einzelnen Nummern jtimfar höherer Gewalt Hcrnsvreckranichlrrß 2251 Drabtansckmft: ,Llnzeiger" jostscheck IIOnNranks./M von den Schiffen her die Küsten erobern können. Ebenso haben Flugzeuge — und das ist der Kernsatz der heutigen englischen Auffassung — nur &crt, wenn sie den Schiffen in der Ausübung der Eeeherrschaft beiftehen oder zu ihrer Verteidigung und Bewachung eingesetzt werden. Seeherrschaft ist Ober nicht Selbstzweck, sonderw dient dem Vorteil derjenigen, die unter ihr leben. So verfolgt die britische Seeherrschaft vor allem den Zweck, die 23 e r ■ horgun g der Briten in der ganzen Welt zu chern. In Kriegszeiten ist ihre vornehmste Aus- hibe die Sicherung des wichtigsten Stützpunktes, er Heimatinsel. Als die deutsche See- und Luftkriegführung unter 6er englischen Flotte aufzuräumen begann, fühlten Jie Engländer sich ernstlich bedroht, und es ist kein Husall, daß auf dem atlantischen Schlachtfeld die omerikanische Hilfe zuerst eingesetzt wurde. Allerdings mußte England für fünfzig Zerstörer, die es §ch im Spätsommer 1940 als Geleitschutz ferner vrachtschiste erhandelte, teuer bezahlen. Trotzdem zeigte sich bald, daß diese Hilfe nicht reichen würde, toeil immer schneller di e britischen 6 d) i f f e in den Tiefen des Atlantik verschwanden. So kam es zu der Ueberlassung emerikanischer Handelsschiffe unter dem Pacht- und Leihgesetz, zu der Beteiligung amerikanischer Kriegsschiffe an den Atlantikpatrouillen und schließlich zu dem Schießbefehl Roosevelts. Heute sind die Amerikaner im Kriege. Sie erste Folge dieses von Churchill im Interesse Einer gemeinsamen Seestrategie so sehnsüchtig erwarteten Zustandes ist aber nicht eine Verbesserung ?r angelsächsischen Position auf dem atlantischen Schlachtfeld, sondern eine ft arte Zunahme der (chiffsversenkungen. Die Weltstrategen in Washington und London versuchen allerdings, diese Erscheinung als eine Art Kinderkrankheit zu besuchten^ welche die amerikanische Seekriegführung Ebenso durchzumachen habe wie die britische, und Welche nach einigen Monaten verschwinden würde. Eine weitere Zukunftshoffnung ist die sogenannte Amerikanische Zwei-Ozean-Flotte, die allerdings nach I ^n optimistischen Schätzungen kaum vor 1945 fertig - werden kann. Was bann geschehen soll, geben die Abschrift. Französische Gesandtschaft in den Niederlanden. Durch Kurier Den Haag, 12.10.1939. Handschriftliche Bemerkung: Eingelaufen Paris, den 14.10., abends. Herr Vitrolles wurde nach Paris berufen. Wurde am 18. vom Ministerpräsidenten empfangen. Geheim! Der Außenminister teilte mir soeben seine Befürchtungen hinsichtlich der raschen Bolschewisie- rung Deutschlands und der von der Kommunistischen Partei in allen Teilen der Niederlande entfalteten Aktivität mit. Die zersetzende Tätigkeit dieser Partei wird, feiner Ansicht nach, durch die Entwicklung der Wirtschaftskrise begünstigt, die sich in den neutralen Ländern auszubreiten beginnt, und ebenso durch die Arbeitslosigkeit und die sozialen Schwierigkeiten, die sich aus dieser Krise notwendigerweise ergeben. Alle Informationen, die er aus Deutschland erhalten hat, stimmen überein. Wenn der Krieg nicht rasch zum Abschluß gebracht werde und es nicht einer autoritären Regierung gelingen sollte, die Nachfolge der jetzigen Regierung anzutreten, so würde man mit der Gefahr des Ausbruchs einer schweren Krise im Reich zu rechnen haben. Er hat mir auch nicht vorenthalten, daß diese Ansicht nicht nur die seiner Gewährsmänner sei, sondern daß sie sich auch mit brr verschiedener führender nationalsozialistischer Persönlichkeiten decke, die der sich ankündigenden Krise mit steigender Desürch- einem Stockwerk jaufes wurde ein end eingerichtet M. StrilDfttretfr H lortlidi im Politik imb 6mft ölunischeiir: Iti Heu, Pmin,. tiitt« endete! Si. Lange S.H. igenleiter- Han- Zeck, iohorfilimmel $!.9k.6. vrühlscht UniverfitStrdruckerei H tauge General-AnzeigersürOberhessen * «itß,»ksch.Ilr°d-r-» lananns würzte iKmischung i-MARKE ille Tiers tung entgegensähen. Ich brachte ihn zum ständnis, daß er persönliche Beziehungen zu den erwähnten führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus unterhalte, daß er sich veranlaßt gesehen habe, ihnen seine Dienste an- aubieten und daß er ihre Antwort erwarte. Mit den Gedankengängen seiner Gewährsmänner vertraut, glaubte er. daß die Verhandlungen sich auf etwa folgender Basis abspielen könnten, ohne daß er jedoch vor dem Eintreffen genauerer Informationen diesbezüglich eine definitive Zusage machen könne: Einstellung der Feindseligkeiten und Abrüstung der sich gegenüberstehenden Parteien, Verhandlungen zwischen den früheren Gegnern und den . .... ________ interessierten Neutralen auf dem Fuß vollständiger^ündes ungewöhnlich, daß der Chef der Diplomatie Gleichberechtigung, sobald der Reichskanzler Hitler und Herr von Ribbentrop auf die eine oder andere Art (!) von der Macht Ifefffe in der tr ei" (Nachdruck verboten.) 19. Fortsetzung. t Die Abwehrschlacht im Osten 28 Sowjetpanzer zerstört, 51 Flugzeuge abgeschoffen. fens mit seiner Kumpanei der höchsten Stellen in den Niederlanden der Totengräber der alten Niederlande geworden,- denn die Königin der Niederlande wußte um die Attentatsabsichten ihres Außenministers gegen den Führer und andere Nationalsozialisten! Die Nemesis hat prompt gearbeitet Die Weltgeschichte ist auch in diesem Falle das Weltgericht. Sie las den Brief gar nicht noch einmal durch, fügte einen Hundertmarkschein bei (den letzten au4 dem Bündel, das Fehr ihr in Wernigerode gegeben), und schloß den Umschlag. „Herrn Bankier von Brätel, Mainz, Hauptpostlagernd." Der Pckrtier übernahm es, abermals gegen ein gutes Trinkgeld, dem drohenden Wetter zum Trotz, soglsich einen Boten nach Aanetendorf abzufertigen und den Brief auf dem Postamt einjchreiben zu lassen. Mi d-r. S « nor.jugita) * mit Butter „ !, D« W» 4ti - ebenso Welchen mih) Hsrinerung nm ine beträufelt, gtz beim Drot, *n Mineralstoi j. und Phosck Havert so rid jammen mit beralsW me Mm, Kols! Suren und Ba1 fchie Sesundhc Mwichtigen ! rin laßt sich b siue und Karto * dm mii rt das ist der G Blatter in gut fchmecker Men anderen b Waifyshinu. -4 Einzelne britische Bomber unternahmen vergangenen Nacht wirkungslose Störangriffe aus Der feurige Gfeu Roman von Hans von hülsen Motu fen. Der Ministerpräsident wiederholte, daß der] Krieg er st jetzt begonnen habe, und for-1 derte die Japaner auf, ihre Anstrengungen auch» weiterhin mit denen Deutschlands und Italiens 5111 vereinen, bis die Feinde der Achsenmächte auf die» Knie gezwungen seien. Zum zweiten Male in seiner RegierungszeitI dankte der japanische Kaiser persönlich für] die Huldigungen, die ihm von der Bevölkerung] entgegengebracht wurden. Am Mittwoch um 14 UhrV zeigte sich der Tenno den Massen, die in end-1 losem Zuge an seinem Palast vorbeizogen, um ihmg anläßlich der Einnahme Schinantos (bisher Singa-V pur) zu huldigen. Die Tokioter brachen in begeisterte! Banzairufe aus, als der Tenno auf seinem weißen! Lieblingspferd vor dem Palast erschien. Kurze Zeit! später traten auch die übrigen Mitglieder der tabl serlichen Familie vor das Schloß und wurden eben.] falls stürmisch gefeiert. Eine solche Zeremonie hall sich bisher erst ein einzigesmal ereignet, nämlich I nach der Eroberung Hankaus am 28. Oktober 1938.1 „ßd gibt keine Kompromisse!" Tokio, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Auf der! Gedenkkundgebung im Hibiya-Park nahm auch der! Sprecher der japanischen Marine, Kapitän Hi-I r a i d e, das Wort. Er betonte, daß es notwendig! sei, den Feind endgültig niederzuwerfen. In diesem 1 Kriege gebe es keine Kompromisse! Japan! werde sich durch die augenblickliche Untätigkeit des! Gegners nicht täuschen lassen. Die jahrhundertelange! englisch-nordamerikanische Vorherrschaft in Ostasienj müsse zusammenbrechen. Indien nach dem Fall Singapurs. Bangkok, 18. Febr. (DNB. Funkspruck.) Derj Fall Singapurs hat in Indien, besonders in den am Indischen Ozean gelegenen Städten,s Nervosität verursacht. In Madras werden von Donnerstag 14 Uhr bis Freitag mittag militärisch; < Hebungen abgehalten, die sich über verschiedene Stadtteile erstrecken. Der britische Gouverneur von Madras bezeichnete die Lage für Madras alij ernst und ersuchte alle Personen, die keine Be^ schäftigung haben, die Stadt bereits jetzt zu der«' lassen. Die Regierung von Ceylon hat Maßnahmen getroffen, um ab 5. März alle Frauen unb1 Kinder aus Colombo zu evakuieren. Hilferuf an Australien. Professor Strakonitz wischte sich den Schweiß von der wulstigen Stirn und zog den weißen Mantel aus. Dabei fiel ihm die Karte ein, die er vorhin, im Begriff, in den Operationssaal zu gehen, in Gedanken schon ganz mit dem „Fall" beschäftigt, achtlos in die Tasche gesteckt. „Ulla!" rief er durch die Tür. — Ulla sterilisierte nebenan mit einer anderen Schwester Instrumente. „Höre, Ulla: im Sprechzimmer sitzt ein Besuch. Hab' ihn total vergessen. Faust-Zitat: .Der arme Knabe wartet lange, der kann nicht ungetroster gehn. Bescheide ihn gütigst, daß er sich gedulden muß, bis ich meine Visiten absolviert habe. Ansonsten nach Belieben.- Ulla ging den blendend weißen Korridor entlang. Die Knie wankten ihr ein wenig. Dieser Tag wat anstrengend gewesen, hatte ausnahmsweise schon um sechs Uhr früh mit einer dringenden Operation begonnen: jetzt sank draußen bereits die Dämmerung (FoMtzun- folgt,) Mi Ms*. fe, ’s $ü ra einem LLfw® , fei«, Kitten d-> fela*„eln( "'n L1I5 wWj Em leh- 9“' Ei tonn, M t/ etwas jußlld E* «iic»! nordwestdeutsches Küstengebiet. Weitere bolschewistische Verbände eingeschloffen. Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Außer der im Mittwochbericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldeten Vernichtung einer bolschewistischen Kampfgruppe in der Mitte der Ostfront ist die Einschließung weiterer bolsche - wistischer Verbände und ihre Vernichtung im Fortschreiten. Am 16.2. wurde im mittleren Frontabschnitt der Ring um bolschewistische Kräfte, die schon seit mehreren Tagen eingeschlossen sind, weiter verengt, wobei unter schweren feindlichen Verlusten der verzweifelte Widerstand der eingeschlossenen Bolschewisten niedergekämpft wurde. Von mehreren Seiten her drangen in den Kämpfen des 15. und 16. 2. deutsche Stoßtrupps mit Unterstützung durch Sturmgeschütze in den Einscblie- ßungsraum vor und vernichteten zahlreiche bolschewistische Stellungen und Widerstandsnester, so daß der Feind zu weiterem verlustreichen Zurückweichen auf die Kesselmitte gezwungen wurde. Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe griffen am Dienstag gleichfalls mit gutem Erfolg in die Erdkämpf^ ein und belegten feindliche Angriffsvor- bereitungen, Artilleriestellungen und Infanteriekolonnen wirksam mit Bomben aller Kaliber. In der Mitte der Ostfront wurden wiederum 89 bespannte Schlitten, 94 Lastkraftwagen, mehrere Flakgeschütze, drei Panzerkampfwagen, 183 Fahrzeuge verschiedener Art und fünf Lokomotiven des Feindes durch gutgezielte Bombenwürfe vollständig vernichtet. „Ich verstehe nichts von alledem, was du sagst, Papa!" - „Nie werd' ich den Tag vergessen, Marion! Als er zu mir kam ins Privatkontor. Er hatte deinen Brief in der Hand, immerfort schlug er mit der flachen Hand darauf — so'., seine Augen gingen, als wär' er irrsinnig. War's wohl auch. Und er schrie mich an: „Jetzt ist die Rücksichtnahme zu Ende, Brakel, jetzt sehn Sie sich vor! Ich höre noch heute, wie seine Stimme überkippte ..." Sie dachte einen Augenblick nach. „lut mir leid, Papa. Aber auch wenn ich's hätte vo'raussehen können, ich hätte nicht anders gehan- freit. Dies mußte einmal zu Ende sein. Es war so unwürdig geworden. Direkt schmutzig kam ich mir vor. Vergiß nicht, daß ich wußte ..." „Was wußtest du?" „Daß alles mit deinem Wissen geschah. Daß er mich sozusagen gekauft hatte. Oder vielmehr: daß ich für dich bezahlte .. ." „Marion! Um Gottes willen, was redest du?^! Weil du das glaubtest, ging'ft du weg? Marion? „Wär's nicht Grund genug gewesen? Aber soviel anderes kam hinzu ..." Der Vater antwortete nichts. Sein Ton war ruhig, als er endlich sagte: „Du weißt also nicht, wo Abbeg ist?" „Nein. Ich weiß nichts mehr von ihm — «aß das Vergangene vergangen sein, Papa. Es ist oas beste. / „Vergangen?" schrie er ihr ins Gesicht. „Aber das ist ja das Furchtbare, daß es nicht vergangen ist und nie vergeht! Und dafür muß er büßen *— da flibt's kein Pardon!" Oer Wehrmachiberichi. DNB. Mus bem Föhrerhauptquarlier, 18. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m mittleren AbschuiitAr Ostfront wurde eine weitere Kräftegruppe o« Gegners von ihren Verbindungen abgeschnitten und vernichtet. Zahlreiche Gefangene, elf Geschütze, viele Maschinengewehre und große Mengen an sonstigem Kriegsmaterial fielen in unsere Hand. Mehr als 1000 Tote des Feindes wurden auf dem Gefechtsfeld gezählt. Die Luftwaffe setzte zur Unterstützung des Heeres vor allem im Mittel- und Nordabschnitt der Ostfront starke Verbände von Kampf-, Sturzkampf- und Jagdflugzeugen ein. Sie zersprengte mehrere feindliche Kolonnen und vernichtete große Mengen an rollendem Material. Bei den gestrigen Kämpfen wurden 2 8 feindliche Panzer vernichtet und 51 Flugzeuge des Gegners abgeschoffen. Vor der englischen Ostküste beschädigten Kampfflugzeuge am Tage ein kleineres Handelsschiff. Weitere Lustangriffe richteten sich gegen Versorgungsanlagen des Hafens Great Yarmouth. In Nordafrika Mufflärungstätigteif im Raum südostwärts LI Mechili. Zehn britische Pan- zerspähwagen wurden abgeschossen. Verbände bet deutschen unb italienischen Luftwaffe bombarbierten Tobruk sowie einen britischen Flugplatz unb griffen feinbliche Kolonnen mit Bomben unb Bord- roeffen an. In ben Gewässern um Kreta würbe ein britisches Unterseeboot wahrscheinlich versenkt. „Für dich gibt's nur einen Weg. Zu Mama. Mag sie dir vergeben — ich hab' es längst getan. — Willst du zu ihr?" „Ich kann nicht! Ich kann nicht — ich hab' ja nicht einmal das Reisegeld nach Olberville", fügte er zynisch auflachend hinzu. Marion ließ ihn los. Lies zu dem kleinen Mahagonisekretär, sperrte ihn auf. — In diesem Augenblick schlug die Pendeluhr in der Nische die vierte Stunde. „Hier — hier hast du! Nimm's, nimm's, mach dir keine Gedanken, brauchst es mir nie zurückzugeben! Fahr zu Mama, fang neu an, ein neues Leben! Aber fang's nicht mit Rachegedanken an! Und laß mich ... Gott im Himmel, nein, laß mich nie wieder von dir hören!" Sie brachte ihn die Treppe hinunter. Schloß die Haustür auf. Kein Wort sprachen sie mehr miteinander. Durch die Glasscheibe sah sie ihn in der Dämmerung schwanken Schrittes, davongehen. Marion riß sich hoch, das Zimmer lag im Halb- dunkel. Um Himmels willen. Fehr konnte ja umgekehrt fein, mußte ja umgekehrt fein bei diesem pihen Wetterumschlag! Jeden Augenblick konnte er eintreten! Rasch, rasch handeln! Sie holte den Briefblock aus dem Koffer, schraubte den Füllfederhalter auf, schrieb: „Papa, ich sende dir, was ich geben kann — es ist nicht mein Geld. Aber ich beschwöre dich bei meinem Leben, mir nie, nie wieder zu schrei- ben. Meine Bühnenlaufbahn hat ein jähes Ende gefunden, es ist alles ganz anders, als du denkst. Ich bin so froh, daß ein edler Mann mich aus dem großen Schiffbruch gerettet hat, und daß ich m wenigen Wochen feine Frau fein werde. Er weiß nichts von dir, und von allem, was einmal gewesen ist, und wüßte er’s, er müßte jetzt noch zurucktreten. Darum nochmals: ich beschwöre dich, vergiß, daß Liu eine Achter HM schreib« mir M Da wurdest^ Nationalhelden der Vereinigten Staaten, am 22. Februar soll in diesem Jahr nicht gefeiert werden. Donald Nelson, der Leiter des Kriegspro- duktionsamtes, hat nach einer Meldung- aus Washington alle Fabriken ersucht, am Geburtstag Georg Washingtons zu arbeiten. „Die Vereinigten Staaten kämpfen um ihr Le- b e n", erklärte Nelson. „Wenn wir die Erzeugungs- schlacht verlieren, verlieren wir den Krieg." Auf Cripps'Spuren... AuchBansittart als Schrittmacher Moskaus. Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Den täglichen englischen Haßausbrüchen von Cripps bis „John Bull" rehte sich eine Rede würdig an, die der britische Staatssekretär Sir Robert Vansit- t a r t am Mittwoch in London hielt. Das über das zusammen geraubte Empire hereinbrechende Verhängnis hat den Themseplutokraten noch einmal die Zunge gelockert, und in ohnmächtiger Wut geifern sie ihre finsteren Pläne heraus. Auch Vansittarts Wunschträume, die bezeichnenderweise von der Moskauer Taß in großer Aufmachung verbreitet werden, gipfelten in der Feststellung, daß es nach dem Kriege „eine Besetzung ganz Deutschlands von Seiten Englands und der Sowjetunion geben" werde. Deutschla md, so meinte Vansittart weiter, werde vollständig vernichtet werden. Die deutschen Rüftungsfirmen müßten völlig zerstört und alle Deutschen unbewaffnet gehalten werden, damit die Abrüstung nicht wieder „eine Farce" (!) würde. Der Staatssekretär schloß seinen echt britischen Haß- Ömit dem anmaßenden Hinweis, fraß die )en „neu erzogen" werden müßten. Wenn auch angesichts der militärischen Tatsachen solche Ausflüsse skrupellosen britischen Vernichtungswillens nur noch lächerlich wirken können, so ist es doch immer wieder erschütternd, mit ansehen zu müssen, wie das einst weltbeherrschende England nach dem militärischen nun auch Den politischen Verstand verloren hat. „Oie Geburt eines neuen Asiens." Tojo über den Fall von Singapur. Tokio, 18. Febr. (DNB.) Auf einer Massenversammlung im Hibiya-Park anläßlich der Feier des Falles von Singapur hielt Ministerpräsident Tojo eine Ansprache, in der er betonte, daß die nationalen Anstrengungen für die Weiterführung des Krieges und die Schaffung eines neuen und größeren Ostafiens auch weiterhin durch- des Erdöles vertraut. Aus dieser Zeit stammen wohl auch feine Beziehungen zum englischen Secret Service, der feit 1587 im Interesse Englands Mord- anschläge gegen alle Bekämpfer der britischen Machtopposition durchführte und dessen Untaten während des Krieges nicht nur arabische Politiker und ägyptische Generäle mit Mord und Vergiftung trafen, sondern in aller Welt ihre giftigen Spuren hinterließen. Die Verbindung der früheren höchsten Stellen der Niederlande mit dieser Mörderzentrale ist ubri- gens schon am 29. März 1940 bewiesen worden als der deutsche Reichsminister des Innern an Hand des uns in die Hände gefallenen Matenals nachwies daß der Vertrauensmann der holländischen Königin, der Polizeikommissar van t'Sant in Rotterdam, gleichzeitig Vertrauter des holländischen Prinzgemahls, der zu seinem kostspieligen Leben das Geld des englischen Nachrichtendienstes gebrauchte, die holländische Organisation des Secret Service aufgezogen hatte. Der Reichsmimster des Innern kam damals zu der Feststellung: „Das englische System kann nur wirksam arbeiten, weil es die restlose Unterstützung und Billigung seiner Arbeit maßgeblichster amtlicher, militärischer und poli^ tischer Stellen Hollands und Belgiens genießt. Eine Unzahl von mit Namen aufgeführten Per- fönlichkeiten kennzeichnete die Verästelungen dieser Mordorganisation Englands mit amtlichen niederländischen und belgischen Stellen. Unter anderem wurde bewiesen, daß der Leiter des holländischen Nachrichtendienstes, der Angehörige des holländischen Generalstabes von O o r s ch o t, für den britischen Geheimdienst im Haag die Agentennummer 930 führte. Die Vertreter Englands in dieser holländischen Geheimorganisation waren die Briten Major Stevens und Kapitän Best. Sie liefen im November 1939 dem Sicherheitsdienst un erer ji in die Hände und wurden an der deutsch-holländischen Grenze bei Venlo verhaftet. Wie jetzt bekannt wird, wurde pamals auch ein die beiden Mordagenten begleitender holländischer Generalstabsoffizier dingfest gemacht. Vor dieser Verhaftung also äußerte sich, wie der französische Gesandte Vitro lles seinem Mmister- Präsidenten Daladier berichtete, der niederländische Außenminister K l e f s e n s am 12. Oktober 1939 ihm gegenüber, er habe persönliche Beziehungen zu führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus und habe sich veranlaßt gesehen, diesen seine Dienste anzubieten. Diese „führenden Persönlichkeiten" hatten im Haag, um die Schurken aus ihrer Dunkel- fammer hervorzulocken, erzählt, in Deutschland sei Mißstimmung gegen den Führer. Man werde den Nationalsozialismus gewissermaßen reformieren müssen. Durch diesen Trick gelangten wir In den Besitz aller Attentatspläne der Mörderorganisation. Der niederländische Außenminister Kleffens versicherte dem französischen Gesandten Vitrolles, wie dieser berichtet, er habe den betreffenden Nationalsozialisten „seine Dienste angeboten", für den Fall, daß „der Reichskanzler Hitler und Herr von Ribbentrop auf die eine oder andere Art von der Macht ausgeschaltet feien". Der Kleffensfche Ausdruck: „auf die eine oder andere Art" sagt alles. Kleffens hat weiter erzählt, er fördere verschiedene Intrigen und rechne auch auf die Mitwirkung des Präsidenten R o o f e v e l t. Auf die Frage des französischen Ge- sandten Vitrolles, ob nicht Hitler und Ribbentrop später wieder zur Macht kommen könnten, habe Kleffens erklärt, er wisse nicht, wie diese Ausschließung durchgeführt werden könnte, aber er 'glaube, „fraß sie eine definitive sein könnte". Nach englisch-niederländischer Ansicht ist aber die Ausschließung eines politischen Gegners eine definitive nur, wenn der Betreffende ober die Betreffenden aus der Reihe der Lebenden gestrichen werden! Der französische Diplomat muß über diese Eröffnungen der niederländischen Regierung geradezu sprachlos gewesen fein, denn er verhehlt in feinem Schreiben an feinen Ministerpräsidenten Daladier nicht, eine derartige Palastrevolution in Deutschland würde, wenn die Unterlagen dafür der deutschen Regierung zu Ohren kämen, „nicht nur dem holländischen Minister oder feiner Regierung, sondern auch dem ganzen Lande teuer zu stehen kommen." Diese Ahnung hat den französischen Diplomaten nicht getrogen. Die Verhaftung bei Venlo enthüllte diese Umsturzpläne, und der Bericht des französischen Gesandten im Haag an Daladier wirft einen Strahlenkegel in die Dunkelkammer, in der der holländische Außenminister Kleffens mit Per- fönlichkeiten der englischen Mordorganisation den Dolch geschliffen hatte. Alle Folgen, die das niederländische Volk fetzt erdulden muh, der Verlust seiner ostasiatischen Kolonien, Hunger und Elend, Verarmung usw. sind die Auswirkungen dieser Kleffensschen Gemeinheit und Niedertracht, mit denen er Hollands Schicksal an das der englischen Plutokratie fesselte. Wie Churchill der Totengräber Englands ist, so ist Klef- Stockholm, 18. Febr. (Europapreß.) Nicht fc Australien, sondern Niederländisch-Jn^ dien sei die Vertei-digungslinie, die es ifn PazifilA zu halten gelte, erklärt die niederländisch-indischsl^ Regierung in einem Hilferuf anAustralie njj wie der Londoner Korrespondent von „Nya DagligiAl Allchanda" berichtet. Australien solle nicht nur alle« seine Mittel mobilisieren unb alles EntbehrlichsW an Menschen und Material für die Verteidig gung Javas zur Verfügung stellen, sondern auch eine bindende Versicherung abgeben, daß es die niederländisch-indischen Besitzungen bis zum letzten verteidigen wolle. In Sumatra, so erklärt die niederländisch-indische Regierung weiter, werde von den niederländisch-indischen Truppen erbittert darum gekämpft, soviel Zeit wie möglich zu gewinnen, um die Invasion der Japaner solange wie irgend denkbar hincmszuzögem. Australiens Ministerpräsident (Eurtin mußth wie Reuter meldet, wegen einer Magenverstimmung das Krankenhaus aufsuchen und konnte darum nicht nach Canberra zurückkehren. Churchills jäm' merliche „Erfolgsbilanz" ist Curttn anscheinenli mächttg auf den Magen geschlagen. Er hat es -- alles zerstören, was das Geschick mir nach foolej Katastrophen gnädig noch einmal gönnt. Und noch eins: gib um Hinzmelswillen deine Rachepläns gegen Abbeg auf, du würdest nur dich selbst und uns alle ins Unglück bringen! Ueberlaß es dem! L Schicksal, ihn zur Verantwortung zu ziehen. Frei^ lief), wenn es ein gerechtes Schicksal gibt, so mu| ich lebenslang zittern. Marion. „Du wirst dich nur noch unglücklicher machen. Dich und Mama." „Und wenn schon! — Marion, ich habe furchtbar viel Zeit gehabt, über alles nachzudenken. Glaub' mir, ich habe immerfort gesucht ... nach irgend etwas, bas ihn entschuldigen könnte. Ich habe nichts gefunden. Nichts. Er hat ohne jede Notwendigkeit gehandelt. Sogar gegen das klare Interesse des eigenen Vaters und der Firma. Nur um seiner Rache willen!" „Rache dafür — daß ich ihn verließ?" „Um das Gefühl der Macht auszukosten! Der Macht, die er über mich besaß! Um sich selbst und der Welt zu beweisen, daß er mich in der Hand hatte — mich den großen Bankier. Die ganze Zett über hat er mich das fühlen lassen. Es war ein Martyrium, sage ich dir! ... Ach, Marion, was habe ich alles aufgeboten, ihm die Waffe „aus der Hand zu schlagen! Du weißt das nicht „Doch", jagte sie hart:. „Ich weiß es. Mich hast du aufgeboten. — Wie trostlos muß es in dir aus- sehen, daß du vorhin fragen konntest, ob ich dich nicht umarmen wolle! — Wozu kommst du?", fragte sie schließlich, um ein Ende zu machen. Er starrte sie an, mit Augen, die sie ängstigten: „Hilf mir, Marion! Bei dem einzigen, was wichtig ist!" „Höre, Papa: einmal habe ich mich von dir zu einer Gemeinheit mißbrauchen lassen. Es wird dir nicht zum zweitenmal gelingen. Ich bin heute kein sechzehnjähriges Mädel mehr. — Wenn du nichts anderes willst, dann .. / „Verstehst du denn nicht, zum Teufel, daß ich mich rächen muh? An dem, der uns alle ins Unglück gebracht hat?" _ „Er?! — Allzu bequem, Papa, die Schuld auf ihn zu wälzen! Laß dir das eine gesagt sein: treffe ich Abbeg noch einmal im Leben — so werde ich ihn eher vor dir warnen!" , . Sie stand auf, ging zu ihm, Me ihn bei hesden SMtMi geführt werden müßten. Die Einnahme von Singa» pur, das 220 Jahre lang als Basis für die britisch» Beherrschung der Asiaten gedient habe, bedeute die Geburt eines neuen Asiens und einen Das Ritterkreuz für Kapttänleuknant Hardegen. Berlin, 18. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral R a e d e r, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänleutnant Hardegen. Kapitänleutnant Hardegen versenkte als Kommandant eines Unterseebootes bisher insgesamt 16 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 105 500 BRT. Hiervon versenkte er allein 8 Schiffe mit 53 OOO BRT. dicht vor der nordamerikanischen Küste. Hardegen ist ein vorbildlicher Kommandant, der sich durch Kühnheit und Draufgängertum bei seinen geschickt angesetzten Angriffen auszeichnet. „Explosion im Kongreß." Ern Bericht der „Times". Lissabon, 19. Febr. (Europapreß.) Die Son- dersitzung im Weißen Hause, an der in Gegenwart des Präsidenten Roosevelt Feldmarschall John Dill, Generalleutnant Colville W e m y ß , Luft- marschall A.T. Harris und Admiral Sir Charles Litt le sowie Henry Hopkins, der Leiter des Produktionsausschusses, teilnahmen, hatte, wie der Washingtoner Korrespondent der Londoner „Times" mitteilt, die erfolgreiche Durchfahrt der deutschen Marine st reitkräste durch die Sttaße von Dover zum Anlaß. Dieser neue Erfolg der Achsenmächte zusammen mit den Ereignissen in Oftafien habe zu einer „Explosion im Kongreß" geführt. Senator T y d i n $ s (Maryland) nannte die UDA.-Regierung eine „überlebte Monstrosität". Senator Byrd (Virginia) erklärte, daß „Verwirrung,. Eifersucht und Bürokratismus" die Amerikaner den Krieg verlieren lassen würden. Hinzu komme die schlechte Nachrichtenpolitik, an der die allzu vielen Abteilungen, die sich mit der Herausgabe von Nachrichten befassen, frte Schuld trügen, sowie der unangebrachte Optimismus in den Überschriften der Zeitungen. Der neue USA.-Bot- schafter in der Sowjetunion, Standleyn, erklärte rundheraus, daß „ Amerika auf die Knie gebracht werden könne". Der Geburtstag Georg Washingtons, des wie schon öfter in solchen Fällen — vorgezoger^ sich ins Bett zu legen, um sich der Rechenschaft zu entziehen, die man von ihm in Canberra fordern wird. Wie der australische Verkehrsminister Ashley bekanntgab, hat das Kriegskabinett beschlossen, alle Radio- und Telephonverbindungek( nach USA. und Niederländisch-Jndien ab Samstag' im Interesse der nationalen Sicherheit e i n 3 u 4 stellen. Nur noch bestimmte, besonders genehmigte Rundfunksendungen werden in Zukunft als Aus< nähme gestattet. J Wendepunkt der Weltaeschichte. Tojo unterstrich, daß Japan erst die Waffen ausgenommen habe, nachdem der englisch-nordamerikanische Druck uner- t z , träglich geworden war. Als aber Japan einmal < 5 aufaestanden sei, seien alle Stützpunkte englischer unfr "L n noroamerikqnischer Eingriffe in Oftafien in kurzer Zeit in japanische Hände gefallen. Die Entwicklung j des Krieges im Pazifik enthülle die großen Fehler ! der englischen und nordamerikanischen Regieren-^ den, welche die wirkliche Macht Japans unterschätzt s hätten und die versuchten, Japan durch Wirtschafts-! blockade und bewaffnete Einkreisung zu unterroer-l Die Benutzung von personenkrastVagen N kr ^ngapliks. sen dien. " ““ VUI)1MH UHU UU3 UCl VJIUIvu, ivwy-.u vx 9“* ^erländisch-indilU neu Blätter in dieser Zusammenstellung nicht nur in Australien fo gut schmecken, sondern auch am bekömmlichsten Allen anderen Pflanzen ist, ihres besonders schnei- sagt Frau Lotte M.~ Köchin in Frankfurt/M Fünf einzigartige Vorteile S Das Sparguthaben wird in Notfällen, bei der sofort ausgezahlt Spare eisern jetzt im Krieg, kaufen kannst Du nach dem Sieg! «TmÖ llebei Naturschutz und Aaturlunde Kx icksal 9|bt^rion. bi« noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler dar aussührUci w,SCHu Geburt eines Kindes und bei der Verheiratung einer kaufen and dort was zu kaufen, spare ich eisern. Der Heinrich soll sehen, daß ich jeden Tag an ihn gedacht habe, und wie wird er sich dann freuen, wenn er’s erfährt.“ Wae oertlechfr unö fettig war, machte iMi tri leb unO hlart „Mein Mann hat den Kopf voller Pläne für die Zukunft, Sie sollten mal seine Feldpostbriefe lesen. Ich denke mir, dazu kann ich schon jetzt mithelfen» Anstatt hier was zu 1. Wer eisern spart» zahlt weniger Steuern und Sozialbeiträge. 2. Die Höhe des Krankengeldes berechnet sich trotzdem nach dem vollen Lohnbetrag. 3. Der Sparbetrag wird zum Höchstsatz verzinst & Das Sparguthaben ist unpfandbar» unter allen Umständen unterbleiben. Lustschutzverbandmaterial darf nicht feucht werden. iropaprey ülift ländisch.8^ die es im PazIK IMi roafcht fiafh ocrfdmrafite verukoKIeldung ohne Seife und Waschpulver. teilte u=6«‘°Liää unterrichten Sie sich am besten mit den allgemeinverständlichen Büchern des ~ jo Bermühler Verlages, DerUn-Lichterfelde. Bitte verlangen ich bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur find Freunde guter Bücher" ■otniffe!« von „Nya DaglizK |inb. rlle nicht nur alle unv»».. vi*—m*» V/., *4—- 'Iles GntbeWi len Wachstums wegen, die Gartenkresse vorzuziehen. Besonders für die Laienhelfevinnen bedeutsam Ift eine Mitteilung des Präsidiums des Reichsluftschutzbundes, wonach feftgeftellt worden ist, daß in Luftschutzräumen das Verbandmaterial manchmal stockig wird und einen muffigen Geruch annimmt. Zur Vermeidung solcher Mängel könnte das Verbandmaterial entweder in luftdichten Behältern oder in Pergamentpapier aufbewahrt werden. Wenn das Material schon durch Feuchtigkeit gelitten hat, ist es unbedingt durchzuwaschen und frisch zu bügeln. Die Verantwortung hierfür trägt die Laienhelferin. Meist helfen sich die Frauen damit, daß sie dann das Verbandzeug in ihren Wohnungen aufbewahren. Es muß aber unbedingt gewährleistet sein, daß das Material bei Fliegeralarm in den Luftschutzraum mitgenommen wird sel. und Phosphorsäure, überwiegen, pnrkt sich der Mrwert so richtig erst dann aus, toenn man sie zusammen mit einem Gemüse verzehrt, dessen Nineralstoffe mehr basische Bestandteile, d. h. Kali, Natrium, KE Magnesia usw., enthalten, denn die Säuren und Basen verbinden sich nun erst zu den für die Gesundheit und den Aufbau des Körpers so lebenswichtigen Nährsalzen. Durch das junge Blatt- grün läßt sich der Säureüberschuß, wie ihn Brot, Fette und Kartoffeln sowie auch alles Fleisch auf- weisen, dm wirksamsten zum Ausgleich bringen, uiti) das ist der Grund weshalb die frischen grü- chmecken. , , , Da man die junge Kresse immer roh verzehrt, bleibt die Wirksamkeit ihrer Vitamine voll erhalten, und da schon ein kleines Kistchen, dicht mit Pflanz- den bestanden, eine ziemlich gute Ernte spendet, Fahrten, die aus Gründen der Bequemlichkeit unternommen werden. Die zur Zeit rot bewinkelten Personenkraftwagen sind im Sinne der Weisungen des Führers erneut zu überprüfen, ob ihre Weiter- benutzuna gestattet werden kann. Grundsätzlich werden verboten: Fahrten mit Personenkraftwagen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte; Fahrten über Strecken von mehr als 75 Kilometer Luftlinie, vom regelmäßigen Standort des Fahrzeuges gerechnet; Fahrten an Sonn- und Feiertagen. Ausnahmen können von den Verwaltungsbehörden (Zulassungsstellen für Kraftfahrzeuge) im Benehmen mit den das Fahrzeug betreuenden Stellen genehmigt werden. Diese können auch je nach den Verhältnissen des Einzelfalles besondere räumliche oder zeitliche Beschränkungen für die Benutzung von Personenkraftwagen anordnen. Eine von der Zulassungsstelle ausgestellte und abgestempelte Bescheinigung über den zulässigen Umfang der Benutzung von Personenkraftwagen ist an der Innenseite einer Fensterscheibe so anzubringen, daß sie von außen jederzeit für jedermann lesbar ist. Die Bestimmungen über Personenkraftwagen gelten auch für die Behelfslieferwagen. VT w p°N5 »He, > -ÄÄ Funks«.) Sc ?len- besonder; legenen Stäbttn, ■?’ werden doi E°g MilNrGVeuH «lul, ucl ou— .............- u°er verschiedene deren Mineralstoffen die Säuren, wie Chlor, Schwe- JBoiwerneur doh '‘ ‘ k— rür Madras al! ", die keine Sfr its jetzt zu ver«. Ylon hat Ma^ > alle Frauen un) linieren. »i lden letzen» Hauptschrifttetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptlchriftlettl-rS: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und ©über Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst vlumschetn: für baS Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für Stadt Gießen. Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühl,che UntversttätSdruckerei R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. BerantworUtch für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrH. Umgen Ordnungsstrafen bis zu 500 RM. verhängt werden können. Die Formblätter für die Anmeldung werden in den einschlägigen Papiergeschäften vorrätig gehalten. Unnötige Reisen müssen unterbleiben. Der Staatssekretär für Fremdenverkehr gibt bekannt: 3m Hinblick auf die dauernde Ueberfüllung der O-Züge wird eindringlichst davor gewarnt, Reisen ohne zwingenden Grund zu unternehmen. Die Anordnung des Staatssekretärs für Fremdenverkehr, daß nur jene Volksgenossen in Erholunas- ürlaub reisen dürfen, die sich ein Anrecht durch ihre Leistungen für das kriegführende Deutschland erworben haben, gilt nach wie vor. Die Bürgermeister der Fremdenverkehrsgemeinden werden durch strenge Kontrollen dafür sorgen, daß die Anordnung sorgfältig durchgeführt wird. Vermieter von Unterkünften, öle sich nicht genau an die Bestimmungen halten, haben empfindliche Strafen auf Grund der vor kurzem verschärften Vorschriften zu erwarten. Der Platz in den Fremdenverkehrsorten und vor allem auf der Eisenbahn gehört den Soldaten und den Volksgenossen, die mit kriegswichtiger Arbeit beschäftigt sind. Unnötige Reisen müs- Aus der Stadt Gießen. Frisches Wintergrün am laufenden Land. Es ist noch nicht so weit, daß im Freien das erste Arun sprießt, aber so lange braucht man auch nicht »u warten, um sich mit feinen grünen Leckerbissen, frisch aus der Erde heraus, zu versorgen. Dabei kostet es wenig Mühe und bedarf weder besonderer Fachkenntnisse, noch viel Zubehör. Wer ein flaches kleines Kistchen, eine Schale oder sonst ein passendes Gesäß — eine alte Kasserolle tvt's auch — mit Erde füllt und dicht mit Kressen- lonien besät, kann im Laufe von zwei bis drei Nochen schon die jungen, frischen Kressepslänzchen ernten. Mittlerweile kann man durch neues Ansäen für die nächste Ernte sorgen, so daß das junge ®rün am laufenden Band in die Küche kommt. Am schnellsten und besten wachsen die Pflänzchen, wenn ße an einen möglichst Hellen und sonnigen Platz bei einer Durchschnittswärme von 8 bis 12 Grad Cel- ßus, wie also etwa am Fenster im geheizten Zimmer oder der Küche stehen. Die Keimung erfolgt gewöhnlich schon nach ein bis zwei Tagen. Mit einem Sättigungswert darf man bei den Keimpflanzen — man läßt sie für diesen Gebrauch nicht höher als ungefähr 4 bis 6 cm wachsen- natürlich nicht rechnen, aber darauf kommt es hier auch nicht an. Es handelt sich vielmehr darum, gerade jetzt dem Körper die Vitamine und Nährstoffe, tfe besonders in den jungen Pflanzen enthalten ftnd, zuzuführen, und dafür eignet sich die Gartenkresse am besten, weil schon die zarten Stengelchen and Blättchen der Jungpflanzen kräftig und würzig ünti Bel Mweselchest 15fr Lafenhelferfe erreichbar ist. Roggenbrot mit Weizenbeimischung. Auf Grund der neuen Anordnung über die Aen- derung der Mehl- und Backwarenordnung ist es den Bäckereien gestattet, dem Roggenbrot mit Wirkung vom 1. Februar 1942 an bis zu 5 d. S). Weizen- mehl zuzusetzen. Diese Bestimmung gab Anlaß zu der Frage, ob bei der Abgabe von Roggenbrot mit Weizenbeimischung von dem Verbraucher auch un- gekennzeichnete Abschnitte der Reichsbrotkarte verlangt werden können. Die Hauptvereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft teilt dazu mit, daß das Roggenbrot, dem 5 v. H. Weizenmehl zugesetzt worden ist, auf „^"-Abschnitte der Reichsbrotkarte abzugeben ist. Es ist also nicht statthaft, für den 5prozentigen Weizenmehlanteil un- gekennzeichnete Abschnitte zu verlangen. <5iefien»Rlein«£inben. In der Wirtschaft von Fritz Weller fand am Sonntagnachmittag der Jahresappell der Krieger- kameradschaft Klein-Linden statt. Kameradschafts- führer Heinrich D i e hl widmete den im Kampf für das Vaterland gefallenen Kameraden einen ehrenden Nachruf. Den Jahresbericht erstattete der Schriftführer. Dem Bericht des Kassenwarts Philipp Weigel war zu entnehmen, daß die Jahresrechnung mit einem Ueberschuß von 280,17 RM. abschloß. Auf Antrag der Rechnungsprüfer wurde die Rechnung genehmigt. ** Oberhesfischer Gebirgsverein^ Zweig verein Gießen. Die Februar-Wanderung führte die Wanderschar zunächst über Wieseck, am Hangelstein entlang nach Lollar. Bei Kirchberg ging es dann zum jenseitigen Lahnufer und von Ruttershausen nach Wißmar. Nach der Kaffeepause in Wißmar erfolgt der Heimweg auf der Straße Krofdorf—Gießen. Verdunkelungszeit: 19. Februar von 19.41 bis 8.00 Uhr. Während für die Benutzung von Personenkraftwagen durch Wehrmacht, Partei und Verwaltung besondere, stark einschränkende Bestimmungen kürzlich erlassen worden sind, hat der Reichsverkehrsminister für die übrigen Benutzer von Personenkraftwagen neue Bestimmungen erlassen, die im Neichs-Verkehrs-Blatt B Nr. 4 bekanntgegeben werden. Die Bestimmungen beruhen auf einer besonderen Anordnuna des Führers. Die neuen Anordnungen ergänzen die bisher schon geltenden Bestimmungen durch Verschärfung Der Vorkehrungen gegen Mißbrauch. Personenkraftwagen dürfen im öffentlichen Dienst, im Wirtschafts- leben sowie im sonstigen Verkehr nur zur Erfüllung kriegs- oder lebenswichtiger Aufgaben benutzt werden. Die Benutzung ist auch in diesen Fällen verboten, wenn ohne Gefährdung der Aufgabe das Reiseziel mit einem öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden kann. Eine Zeitersparnis allein rechtfertigt die Benutzung nicht. Dies gilt besonders auch für Fahrten auf weite Strecken. Alle nicht den be= zeichneten Aufgaben dienenden Fahrten gelten als Privatfahrten und finb daher in jedem Falle verboten. Desgleichen sind ausnahmslos verboten alle die Verteidig stellen, fonbeni, abfleben, dah y Bungen bis ziN imatra, so et« Regierung weiter, irdischen Truppen Zeit wie rnöglit r Japaner solang? m. Curtin n* lagenverstmmM unb konnte band i. Churchills jim« urtin anscheinend en. Er hat es -n - vorgezW ch der RechenschH Canberra forbed Minister Ashlel ltbesMen.alst »erbindungel idien ab Sams o Sicherheit ct.n3>!l anders ge** jufunft acs Lu. Man kann zur Abwechselung aber auch Schnittsalctt säen, ebenfalls dicht in Reihen und unter den gleichen Temperaturverhältnissen wie die Kresse, nur dauert es etwas länger, bis er pflückreif ist, weil man die Pflänzchen erst verwendet, wenn sie vier richtige Blätter entwickelt haben. Grüne Rohkost um diese Zeit ist das beste, was man sich zur Stärkung der Gesundheit und Arbeitskraft leisten kann. Man muß aber sein eigener Versorger sein, weil sich der Handelsgärtner mit dieser Kleinarbeit gegenwärtig kaum abzugeben vermag. Dafür mundet das frische Wintergrün, das man vorn ersten Keimen an hegte und pflegte, ganz besonders, und wem es noch Dazu gelingt, es am Kaufenden Band" zu ernten, der kann das erste Grün im Freien ruhig abwarten, M. A. v. L. Kür Tapferkeit vor öem Hemüe. Der Gefreite Hermann E i s e n h u t h, Gießen, Am Kugelberg 52, wurde für Tapferkeit vor dem Heinde im Osten mit dem Eisernen Kreuz . Klasse ausgezeichnet. * Krofdorf, 18. Fedr. Der Gefreute Albert G o d g l ü ck (VfB. Gießen) erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Meldepflicht bei der Neuvermietung von Wohnungen in Gießen. Da immer wieder Fälle von ungerechtfertigten Mietpreissteigerungen Vorkommen, hat sich der Oberbürgermeister der Stadt Gießen veranlaßt gesehen, durch Anordnung vom 14. 2.1942 die Meldepflicht bei der Neuvermietung von Wohnungen im Stadtkreis Gießen einzuführen. Diese Anordnung wird heute im Anzeigenteil veröffentlicht. Nach der Anordnung ist der Vermieter verpflichtet, bei jeder Neuvermietung einer Wohnung dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen binnen einer Woche auf einem Formblatt mitzuteilen, welcher Mietpreis in dem bisherigen und in dem neuen Mietvertrag vereinbart wuroe. Der seitherige und der neue Mieter müssen das Formblatt mitunterzeich- nen. Auf die Anordnung, die am 1. 3.1942 in Kraft tritt, wird besonders hingewiesen. Insbesondere wird darauf aufmerksam gemacht, daß bei Zuwiderhand- । nab qua i hen bestanden, eine ziemlich gute »rme ipenoei, !, Äapltön ß. braucht man nicht damit^zu sparen. Als zu- JL** "»Mii ,"»11*1 tarn 'Weit les S'Nbttteti N‘ in Cft5 bereitet geben sie freilich so wenig aus, daß sie mir als Bei ko st zu verwenden sind, aber in dieser form sehr gut zu Pellkartoffeln passen, namentlich auch bann, wenn die Kartoffeln, vom Frost betroffen, etwas süßlich schmecken, weil der pikante an- legende Würzgeschmack der Kresse dem Fro.stge- chmack der Kartoffel fast völlig entgegenwirkt. Ganz vorzüglich mundet auch ein Stück Vollkornbrot, mit Butter oder Margarine bestrichen, wenn man es dick mit tleingeschnittener Kresse bestreut, mobei — ebenso wie beim Salat — auch die Stengelchen mitverwendet werden und man zur Verfeinerung noch mit ein paar Tropfen Maggi- vürze beträufelt. Sowohl bei den Kartoffeln, als auch beim Brot, der Butter oder Margarine, in h den J en do* ein, dte * in 0 D‘fiir 3" 8I äsA W jtorr®01 w, ’n its 'kati0het '{«271 s p r„. _ /') /« 21?-^/'W b G x MEMPHIS Allpulz 4 PL 618D sind gut und ein besonderer Genuß von A-Z MILDE SORTE 4 PL HL SORTE 5 PL NIL 6 PL Georg Haubach Johanna Haubach Ws koche ich 0646 0640 Wissenbach Februar 1942 0649/ Freibankverkauf SO. Februar 1912: 615A am am verlegt! 616 D | Rljeumoplaft Die Standardzigareiie der österreichischen Tabakregie 120 170 220 von 8- *3 Ul)isJii 1751-1800 von 9-10nbr')ir 1801-1850 von 10-11 Ubr 91t. 1851-1880 Gießen Wolfstraße 26 Schmutzlösend, scheuerwirksam und seife- sparend — das sind die Eigenschaften, die ALLPUTZ zum wertvollen Helfer der Hausfrau machen. Besonders in der Küche sollte ALLPUTZ immer griffbereit stehen ALLPUTZ reinigt mühelos und rasch Spülsteine, Steinböden, Eimer, Kochtöpfe, Geschirr und anderes Küchengerät. 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Das für heute vorgesehene Konzert des Gießener Konzertringes wird auf einen anderen Termin Wer gibt einem 17iährig.Jungen Scnifferklav.er- Untemcht? Schr.Angeb.unl. 0637 an den G.A. Hugo Bermühler Verlag BerNn-Llch erfelde Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Natu freunde und Vogel iebhaber mit Dege.sterung leien unö schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der D. gelwe t der deutschen Nordseehüfte Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wunde vollen Naturau nahmen In Leinen ge u den RM. 3.90. Bcst llungen nimmt je e Buchhandlung entge cn. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt Hugo Bermühler Verlag Berlin-Licht erfelde Rotes Gtni mit Füllhalter u, Bleistift verloren Gegen bobe $e- lobn. abzugeben Horst-Wessel- I Wall 49 vart. BRIEFTRÄGERIN Danksagung. 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Pate und Kusin Otto Schmidt Obersoldat in einem Infanterie-Regiment bei den schweren Kämpfen im Osten in soldatischer Pflichterfüllung sein junges Leben im Alter von 21 Jahren lassen mußte Wiedersehen war stets seine und unsere größte Hollnung. Nun ruht er fern der Heimat, dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. In tiefem Schmerz: Adolf Schmidt und Frau Marie, Red. Engel Helmut Deppermann. z. Z. im Felde. und F au Emmi geb. Schmidt, und Kind Anni Schmidt Friedrich Schäfer und Familie Heinrich Engel und Familie Heinrich Bachmann und Familie Otto Balser und Familie Wilhelm Engel und Familie und alle Verwandten. Gießen-Wieseck. Wohnfeld, Hausen, Harbach, Im Februar 1942. Ein Film mit viel Humor und einer glänzenden Besetzung Carl Ludwig Diehl Olga Tschechowa Paul Hörbiger Maria Andergast Frank Stark Beute Donnerstuß Wiederaufführung! Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45 und 7.30 Uhr Sonntags 2.00,4.30 und 7.30 Uhr Jugend hat Zutritt! 614 A Weid. 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Anordnung über die Einführung einer Meldepflicht bei der Neuvermietung von Mahnungen im Stadtkreis Gießen. Vom 14. Februar 1942. Auf Grund des Gesetzes zur Durchführung des Vierjahresplanes — Bestellung eines Reichskom- misfars für die Preisbildung — vom 29. Oktober 1936 (Reichsgesetzblatt 1 S. 927) in Verbindung mit der Vierten Anordnung für die Wahrnehmung der Aufgaben und Befugnisse des Reichskommissars für die Preisbildung vom 27. September 1937 (Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 238) wird mit Zustimmung des Reichsftatthal- ters in Hessen — Landesregierung — Stelle für die Preisbildung vom 10. Februar 1942 für den Stadtkreis Gießen folgendes angeordnet: 8 1 . _ m Der Vermieter ist verpflichtet, bei jeder Neuvermietung einer Wohnung dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen binnen einer Woche nach Abschluß des neuen Mietvertrages mitzuteilen, welcher Mietzins in dem bisherigen und dem neuen Mietvertrag vereinbart ist. Bei der erstmaligen Vermietung von Wohnungen hat der Vermieter dem Oberbürgermeister mitzu- teilen, welcher Mietzins in dem Mietvertrag vereinbart worden ist. § 2. Die Anzeige ist schriftlich nach dem vorgeschriebenen Muster zu erstatten und bei dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen. § 3. Der bisherige Mieter ist verpflichtet, die Richtigkeit der Angaben über den bisher gezahlten Mietzins, der neue Mieter die Richtigkeit der Angaben über den in Zukunft zu zahlenden Mietzins auf der Anzeige durch Unterschrift zu bescheinigen. Der Oberbürgermeister kann daneben die Vorlage des bisherigen und des neuen Mietvertrages verlangen, oder in anderer Weise die Angaben auf ihre Richtigkeit prüfen. § 4. Wer den Bestimmungen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird mit einer Ordnungsstrafe bis zu 500,— RM. bestraft, sofern nicht auf Grund anderer Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist. § 5. Diese Anordnung tritt am 1. März 1942 in Kraft. Gießen, den 14. Februar 1942. 613C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. D.: Nicolaus._____________