Montag, ly.ZanuarM2 Rund- Gegenangriffe an der Ostfront. anofe, Harte Kämpfe an vielen Abschnitten (nie, dies • Sie sstn ; Erdal teweist sfähig- deut- tabrik. st das lehmen n, aus Jahren ser- bet und fügte dem Gegner schwere Verluste zu. Im Eismeer wurde durch die deutsche Unterseebootwaffe ein feindliches Unterseeboot versenkt. Im Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier feindliche Schiffe mit zusammen 21 000 BRT. Außerdem wurde ein großer Transporter durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt. Vei bewaffneter Luftaufklärung über der Nordsee wurde in der letzten Nacht vor der englischen Ostküste ein Berlin, 17. Ian. (DRV.) Generalfeldmarschall von Reichenau, der infolge eines Schlaganfalls schwer erkrankt war, ist während feiner Uebersührung in die Heimat g e ft o r b e v. Der Führer hat für den hochverdienten Aeldmarschall ein Staatsbegräbnis angeordnet. Mit feiner Vertretung als Führer der deutschen Nation hat der Führer den Reichsmarschall Hermann Göring nad in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des DNV. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim wurden erneute Angriffe des Feindes vor Sewastopol unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. 3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiesen die deutschen Truppen im Verlaufe der weiteren anhaltenden schweren Kämpfe zahlreiche Angriffe des Feindes ab. An mehreren Stellen wurden erfolgreiche Gegenangriffe geführt. Im Rahmen dieser Kämpfe kam es zu starkem Einsatz deutscher Kampfund Jagdfliegerverbände. Sie vernichteten, zum Teil in kühnen Tiefangriffen, Hunderte von Fahrzeugen und anderen Transportmitteln sowie zahlreiche schwere Waffen und anderes Kampfgerät des Gegners. Bei Luftangriffen auf Eisenbahnlinien wurden mehrere beladene Transportzüge der Sowjets beschädigt. Bei einem Angriff einer deutschen Panzerdivision im mittleren Frontabschnitt wurde der Feind unter Zurücklassung von 450 Toten geworfen. Ein Verband der Waffen--- sprengte bei Stoßtruppunternehmungen vor Leningrad 15 Bunker und Kampfstände, erbeutete zahlreiche Waffen gegen britische Marsch- und Rachschubkolonnen an der Küstenstraße. Deutsche Unterseeboote vernichteten ostwärts von Sollum einen englischen Zerstörer und erzielten drei Treffer auf einem Geleit- zug. im Seegebiet von Tobruk: das Sinken der Schiffe Tonnte nicht beobachtet werden. Der Feind warf in der letzten Rächt Bomben auf verschiedene Orte in Rordwesideutschland. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. In den Wohnvierteln einiger Städte entstanden Gebäudeschäden. Zwei britische Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. In der Zeit vom 10. bis 16. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe f05 Flugzeuge. Davon wurden 66 in Luftkämpfen und 14 durch Weichsel. m f u 3m Westfeldzug stand Generaloberst von Reichenau an der Spitze der 6. Armee. Nach den Kämpfen bei Maastricht, dem Durchbruch über den Albert-Kanal und der Wegnahme des Forts Eben Emael gelang es ihm schnell, den Dser-Kanal zu erreichen. Sein linker Flügel konnte die franzost- schen Verbände im Raume um Lille vernichten. Zu Beginn der Schlacht in Frankreich erzwang die 6. Armee den Uebergang über die obere Somme und den Oise-Aisne-Kanal, überschritt den Ourco, Marne und Seine, verfolgte den weichenden Feind bis zur Loire und nahm Orleans im Handstreich. 3m Feldzug gegen Sowfetrußland erzwang die Armee des Generalfeldmarschalls von Reichenau den Uebergang über den oberen Bug und den Durchbruch durch die Stalin-Lime. Anfang Juli nach harten Stampfen bei Berdyczew er- tines Schlaganfalls bet Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. So wie er im Leben ein V a n n c r- trägerber (Bebanfen einer neuen Zeit war, so stand er als Generalfeldmarschall im Kriege an bet Spitze seiner Mannschaft, oft an ben vordersten Brennpunkten bes Kampfes. Das Sturmabzeichen auf feiner Brust verbindet ihn besonders eng mit Euch, meine Frontsoldaten! Den ewigen Solbatentugenben verschaffte er burch ben Schwung seiner mitreißenden Führerpersönlichkeit einen neuen Glanz dadurch, daß er sie in die neue Zeil stellte und sich ihrer Mittet bediente. Generalfeldmarschall von Reichenau war In der Geschichte der erste Führer einer Panzerarmee. Ich habe sie ihm im Polenfeldzug anvertraut. Er führte sie zum Siege. Begeistert folgten ihm damals seine Männer, die in seiner Person eine Verbindung eines wahren Soldatentums mit den nationalsozia- listischen Idealen fanden. Mit dem starken Glauben an den endgültigen Sieg unseres Volkes ist er nunmehr in die Ewigkeit gegangen. Vor diesem Leben, das feinen Soldaten, feinem Volke und damit der Zukunft Deutschlands gehörte, senkt das Heer die Kriegsflagge des Reiches. Er ehrt damit feinen ruhmvollen Feldmarschall und tapferen Kämpfer. Sein Rame wird in der Geschichte des deutschen Volkes und seiner Wehrmacht für immer weiterleben. Adolf Hitler. Flakartillerie abgeschosssn, bet Rest am Boden ff ort Während der gleichen Zeit gingen an Ostfront 15 eigene Flugzeuge verloren. Walter von Reichenau wurde 1884 in Karlsruhe als Sohn des spateren Generalleutnants von Reichenau geboren. Er trat 1903 als Fahnenjunker m das 1. Gardefeldartillerieregiment ein. 1914 ruckte er als Regimentsadjutant des 1. Garüe-Referve- Feldartillerie-Regiments ins Feld. Als ^ront- und Generalstabsoffizier nahm er an ben Mampfen in Belgien und Ostpreußen, Polen und 8laJ™ern, an der Somme und in den Vogesen teil. Nach dem Zusammenbruch schützte er als Generalftabsoffizier im Grenzschutz die Provinz Schlesien: als Hauptmann wurde er in das 100 000 Mann-Heer übernommen. __ ., , Das Jahr 1931 sah Oberst von Reichenau als Chef des Stabes der 1. Division in Ostpreußen. 1933 wurde er Chef des Wehrmachtamtes, 1934 Generalmajor 1935 Generalleutnant und Kommandierender General des VII. A. K. in München, 1936 General der Infanterie, 1938 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 4 in Leipzig. 2m Oktober 1938 marschierten seine Truppen ins Egerland ein, im Frühjahr 1939 in B 'chmen und Mahren. Er befehligte im polnischen Feldzug die 10. Armee. Es gelang ihm, die polnische Front zu durchbrechen und nach Gewinnung der Warthelime gegen Warschau durchzustoßen. Dieser Stoß zwang den Gegner, die stark ausgebauten Stellungen an der Widawka zu räumen. In raschem Entschluß faßte General von Reichenau starke Kräfte zusammen, führte sie durch die Lysa Gora auf Radom und südlich an' die Weichsel vor und verlegte so dem Gegner den Rückzug. Am 7.9. schwenkte die 10. Armee aus der Richtung auf Warschau nach Osten gegen die Linie Pulawy—Gora Kalwanja und bildete Brückenköpfe auf dem Ostufer der DRV. Aus dem Führerhauptquarller, 17. Januar. Das Oberkommando bet Weh * ~d>t gibt bekannt: An ber Front vor Sewastopol wiesen beut- che unb rumänische Truppen wieberhotf feinbliche Vorstöße unter hohen Verlusten für ben Gegner ab. An ber Westküste bet Krim zwang eine beulsche Küstenbatterie feinbliche Kriegsschiffe zum Abbrehen. 3m mittleren unb nörblichen Abschni11bet Ostfront fügten Truppen bes beut- chen Heeres, burch starke Verbänbe bet Luftwaffe unterstützt, bem Feinbe im harten Abwehrkampf auch gestern schwere Verluste zu. 3m Raum ostwärts Kursk würben bei einem Stoßtruppunternehmen brei feinbliche Geschütze unb mehrere Maschinengewehre erbeutet ober vernichtet. Vor ber englischen Ostküste würbe ein briti- scher Minensucher burch Bombenwurf schwer befähigt. 3nRorbaftika bauern bie lebhaften Angriffe unb bas heftige Arlilleriefeuer auf bie beulich-italienischen Stellungen im Raum von Sollum an. Britische Panzer- unb Kraftwagenkolonnen sowie Flugplätze unb Zeltlager in der Eyrenaika unb an der ägyptischen Küste wurden erfolgreich bombardiert. Deutsche Kampfflugzeuge führten bei Tag urd Rächt wirksame Angriffe gegen Schiffsziele und Hafenanlagen in La Valetta sowie gegen britische Flugplätze auf der 3 use 1 Ma 11a burch. Die Mliiarkonvention unterzeichnet. Gemeinsame Operationen gegen die gemeinsamen Gegner. Berlin, 18. 3au. (DRV.) 3n Berlin ist heute eine MiNtärkonvention zwischen Deutschland, 3 fallen und 3 apan unterzeichnet worden, welche die Richtlinien der gemeinsamen Operationen gegen die gemeinsamen Gegner feffgelegt hat. Für Deutschland unterzeichnete der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, für 3ta- lien ein Bevollmächtigter des Oberkommandos ber italienischen Wehrmacht, für 3apan ein Bevollmächtigter des Ehefs des Generalsiabes des japanischen Heeres unb ein Bevollmächtigter bes Ehefs bes Admiralstabes der japanischen Marine. Neue deutsch-rumänische > WirtschastSvereinbarungen. Generalseidmarschatt von Reichenau f Ein Tagesbefehl des Führers zum Tode des verdienten Heerführers. fchewisten durch Bombenvolltreffer und Bordwaffenjagd starke Verluste beigebracht. Oer Wehrmachiberichi vom Gamstag. unitrrid)un5i4 ! sit cm mJ« Acts, Deeltt» t guter Starke Kräfte von Kampfflugzeugen und Jagern unterstützten die Truppen des Heeres bei ihren erfolgreichen Abwehrkärnpsen. Durch kühne Tieffluge erlitten die Bolfchewiften hohe blutige Verluste und büßten große Mengen an Kriegsmaterial ein. An einigen Stellen wurden feindliche Angrifssvorbe- reitungen und -bewegungen durch rollenden Einsatz belondere"immitllerenAbschnitt wurden den Bol-1 von 600 Millionen Reichsmark Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 81/, Ubr desVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbfchlüffeMengenstaffelL Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Heeres ben Generalfeldmarschall von (lebt beauftragt. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat nachstehenden Tagesbefehl an das Heer erlassen: Soldaten! Am 17.3anuar starb an den Folgen gen. Fränkische Truppen warfen den Feind zurück, wobei er hohe blutige Verluste erlitt. Bei einem Erkundungsvorstoß sowjetischer Panzerkampfwagen wurden zwei feindliche Panzer vernichtet. Schlesische Truppen wiesen zwei starte Angriffe ab, ein bolscheurW scher Stoßtrupp in Stärke von 40 Mann wurde völlig aufgerieben. Starke Angriffe richteten sich am 15. Januar gegen eine Ortschaft. Sie wurden aber zurückgeschlagen. Trotzdem wiederholten die Bolschewisten ihre Angriffe noch viermal, wobei ihnen die den ganzen Tag über anhaltenden Schneefälle zustatten kamen. Bei keinem Angrift gelang es ihnen jedoch, in die deuftchen Linien einzudrmgen. Der umstrittene Ort blieb fest in deutscher Hand. Im Raume südostwärts von Charkow versuchten die Bolschewisten in Stärke eines Bataillons am 16.1. die deutschen Linien zu durchbrechen. Deutsche Infanterie trat zum Gegenangnf an und stieß dem weichenden Feind mehrere Kilometer weit nach. Auch im Raume nordostwärts von Kursk zwangen mehrere deutsche Stoßtruppangriffe den Feind, aus den vor diesem Frontabschnitt gelegenen Orten nach Osten zuruckzu- weichen. Bei einer dieser Unternehmungen versuchten im benachbarten Abschnitt die Bolschewisten, dem deutschen Vorgehen durch einen von zwei Panzern unterstützten Gegenangriff halt zu gebieten. Die deutschen Soldaten wehrten aber den Gegen- stoß erfolgreich ab; ein Panzer blieb bewegungs- unfähig liegen. Berlin, 18.3an. (DRB.) Die Regierungsaus- schüsfe für die Regelung der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen haben das Programm jur Öen Waren- und Zahlungsverkehr zwischen den bei- den Ländern im Jahre 1942 Jeftgcleflt. en wird auch 1942 einer der wichtigsten Lieferanten Deutschlands an landwirtschaftlichen Erzeugnisstn und Mineralöl fein. Umgekehrt wird Deutschland in aroüem Umfange Maschinen und Gerate zur lye- bung der landwirtschaftlichen Erzeugung m Ruma, nien und Jndustrieerzeugmste zum weiteren Auf. bau der rumänischen Wirtschaft und zur Stärkung der rumänischen Rüstung liefern. Um Rumänien die Erhöhung seiner Bezüge aus Deutschland M er. leichtern, wurde eine Anzahl weiterer gr°h«r In- befti(innen auf Kreditbasis und em neuer Kredit Innn 600 Millionen Reichsmark vereinbart. ,92. Jahrgang ttr.fS Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: SSÄÄÄS Bezugspreis: Monatlich... RM. 1.80 ZustellgebMr ,, -25 Zich bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt toetfen®*1 inen »or- gtbeW" * eP'tt * * uni «nlh0 .......jS IlkottN litoiv'" 9 k. Il> letOud* Singapur. Von Dr. Paul Rohrbach. Während der Napoleonischen Kriege hatte England die holländischen Kolonien in Indien besetzt. Englischer Gouverneur auf Java war bis 1815 Tholnas Stamford Raffles, ein Mann von „imperialistischem" Weitblick. Er sah voraus, daß England in absehbarer Zeit sich mit Gewalt den Weg zur handelspolitischen Ausbeutung Chinas öffnen und wie bedeutend dann eine feste Stellung an der Malakkasttaße, dem Durchgang aus dem Indischen in den Stillen Ozean, sein würde. Es machte ihm wenig Mühe, von einem der kleinen Sultane im Süden der Malakka-Halbinsel das nur einige hundert Quadratkilometer große Inselchen Singapur für England zu erwerben. In London legte man anfangs wenig Wert auf den Besitz und überließ ihn der Verwaltung durch die Britisch-Ostindischen Compagnie. Erst 1867, als der, Dampferverkehr mit Ostasien und Australien seinen ersten kräftigen Aufschwung nahm, wurde Singapur Kronkolonie. Verwaltungsmäßig gehört es mit zu den sogenannten Straits Settlements, den unmittelbaren englischen Besitzungen an der Malakkastraße. Die nächstwichtige von diesen ist das von den Japanern bereits genommene P e n a n g. Der Gouverneur der „Straits" hat seinen Sitz in Singapur und führt auch die Auf- sicht über die unter englischer Oberhoheit stehenden kleinen Eingeborenenstaaten auf Malakka, durch die jetzt die Japaner von der Landseite her im Vormarsch gegen Singapur sind. 1882 wurde Singapur Flotten st ützpunkt und erhielt einige Befestigungen. Eine Seefest u n g ersten Ranges wurde es erst nach dem Weltkrieg. Auf der See-Abrüstungskonferenz in Washington 1921/22 verpflichteten sich alle Mächte, die Besitzungen im Stillen Ozean hatten, keine ihrer dortigen Befestigungen zu verstärken. Unter diese »Bestimmung fiel Hongkong, nicht aber Singapur, das als noch zum Indischen Ozean gehörig galt. Nach dem Erlöschen des bis 1921 tn Kraft be- Berlin, 18.Jan. (DNB.) Nach der Abwehr eines Angriftes auf einen von deutschen Trupven verteidigten Bahndamm im nördlichen Abschnitt der Ostfront am 16.1. mußten bie Bolschewisten über 200 Tote auf dem Gefechtsfeld zu- rücklassen. Im Nachbarabschnitt gelang es dem Gegner unter Ausnutzung des unübersichtlichen Ge- Geländes, zwischen den deutschen Stützpunkten in die Stellung einzudringen. Der bolschewistische Stoßtrupp wurde sofort abgeriegelt und zum Teil vernichtet. Der Feind verlor 60 Tote. Wetter nördlich griff der Zeind zweimal mit starker Arttt- lerieunterstützung und unter Einsatz von elf schweren Panzern an. Unter schweren Verlusten für die Bolschewisten wurden auch diese Angriffe abgeschlagen und vier Panzer vernichtet. — Im Waldai- Gebiet haben die Bolschewisten in den letzten Tagen schwere Verluste erlitten. So wurden nach der Abweisung heftiger Angriffe auf eine von den deutschen Truppen besetzte Ortschaft allem am 14. Januar 440 gefallene Bolschewisten gezahlt. — Südostwärts des Ilmensees stieß ein deutscher Stoßtrupp mehrere Kilometer über die eigenen Linien vor, vertrieb die Besatzung eines als Stützpunkt stark ausgebauten Ortes und zerstörte mehrere feindliche Kampfstände. — Wurttem- bergische Truppen stießen gerade in dem -Augenblick in bolschewistische Truppen hinein, als diese im Begriff waren, die deutschen Linien anzugreifen. Nach harten Kämpfen wurde der Feind geworfen, wobei er erhebliche Verluste erlitt. An einer anderen Stelle wurde ein Angriff von drei Sowzet-Batail. Ionen durch das zusammen gefaßte Feuer deutscher Artillerie und anderer schwerer Waffen bereits vor den deutschen Stellungen zum Scheitern gebracht. Unter schweren Verlusten für den Gegner wurden am 16.1. im mittleren Frontabschnitt meh- rere bolschewistische Angriffe bi- Regiment-stmke abgeschlagen. Einem bolfchewistischen Stoßtrupp gelang es, oorübergehenÄ in eine Ortschaft emzudrtn- zwang der linke'Flügel der Armee den Uebergang über den Dnjepr nördlich Kiew. Andere Teile der Armee durchbrachen die starken Verteidigungsstellen westlich von Kiew, nahmen am 19.9. die Stadt und überschritten auch hier den Dnjepr. Dann drang die Armee weiter nach Osten über Charkow bis an den oberen Donez vor. Aus den harten Winterkämpfen an dieser Front heraus wurde Generalfeldmarschall von Reichenau zur- großen Armee abberufen. Oer Gportsmann. Kriegsberichter Willi K a h l e r t gab in einem PK.-Bericht folgenden kurzen Abriß über den Sportsmann Walter von Reichenau: „Dor dem Weltkrieg fällt im Berliner Sport-Club unter den Aktiven die Gestalt eines jungen Offi- tiers auf. Nicht wegen überragender Leistungen, andern wegen seiner unerhörten sportlichen,V i e l - eitigkeit. Er stößt die Kugel, wirft den Speer und den Diskus für die damaligen Verhältnisse beachtlich weit. Aber diese leichtathletischen KaMpf- arten genügen ihm nicht. Er ist ein ebenso guter Schwimmer wie Tennisspieler. Au s diesem damals jungen unbekannten Offizier ist inzwischen der Generalfeldmarschall Walter von Reichenau geworden. Er hat seinem ehemaligen Verein bis heute die Treue gehalten. Auch jetzt mit seinen 58 Jahren treibt er seinen Sport wie früher und ist Ka m e r ad u n t e r K a m e rad e n. Dis vor wenigen Jahren lief er noch in der Staffel «emfvrechanfchluß 2251 Drahtanschrift : „Anzelgep Postscheck 11685 Frankf./M. GietzenerAnzeiger wZSm General-Anzeiger für Oberhessen rasasT- seines Vereins. Auch vor einem Fußballspiel chreckte er nicht zurück. Seine sportliche Betätigung hat er selbst jetzt in der Kriegszeit beibehalten. Als er im Polenfeldzug mit der Vorhut seiner Armee an der Weichsel stand und die darüber führende Brücke von den Polen gesprengt war, zog er ferne Uniform aus, sprang m den treibenden Strom, durchschwamm den F tu ß und wies seinen Männern den Weg zu den Hängen, von denen der Blick auf den geschlagenen Feind fiel." Der Reichssportführer hat des General- seldmarschalls mit folgenden Worten gedacht: Durch den Tod des Generalfeldmarschalls von Reichenau ist der deutsche Sport schwer und hart getroffen. Wir verlieren in ihm nicht nur einen begeister- te n und großen Freund, sondern wir verlieren in Generalfeldmarschall von Reichenau auch einen bis in die allerletzten Tage aktiven Kameraden. Sein Beispiel erreichte mehr, als durch noch so beredte Worte zu erreichen ist. Die Leibesübungen waren ihm von Jugend an treue, gebefreudige und glückspendende Begleiter. Diese Tatsache hat der Generalfeldmarschall durch seine Haltung erwiesen, als Soldat, als Kamerad und als ein immer wieder, auch im reifen Mannesalter, noch gern in die Kameradschaft der Mannschaft zurücktretender Kämpfer. Auch er wurde Zeuge dafür, daß die in den Leibesübungen wohnenden Eigenschaften zu mehr taugen als nur zum Rufe oder zum Ruhme, ein tüchtiger Sportsmann zu sein. An der Bahre seines Kameraden von Reichenau setzt der deutsche Sport in Stolz und Ehrfurcht seine Banner, hinter denen er mit uns schritt in guten und bösen Tagen, die er mitgeholfen wieder aufzurichten und die er selbst mit uns trug, als es galt, noch größere und tüchtigere Gefolgschaft um sich zu versammeln. Im Atlantik 21000 BRT. versenkt. - DerHeldenkampf von Sollum beendet, größerer Gelälzug angegriffen unb zersprengt. Mehrere Schiffe würben schwer befchäbigl. Andere Kampfflugzeuge belegten Häfen an ber englischen Sübweslküste mit Bomben mittleren unb schweren Kalibers. Britische Ueberwasserstreitkräfte griffen i m Kanal einen beuischen Geleitzug erfolglos an. 3n den Kamps griff auch unsere Küstenabwehr ein. Ein englisches Schnellboot sank brennenb. I n R o r b a s r i k a hat die von allen Verbinbun- gen abgeschnittene schwache Vesahung ber beutsch- italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum, nachdem sie in wochenlangem, helbenhaftem Wiberstanb ihre IHunitions- unb Verpflegungsvorräte aufgebraucht hatte, bie Vebergabe angeboten. Die Luftwaffe führte erfolgreiche Angriffe > (Bl sinWchen en gllsch-japanischen Vündniffes drang b-le konservative Partei in England auf den verstärkten Ausbau der Festungswerke. Schon 1924 ließ aber die Arbeiterregierung Ramsay MacDonalds die weitere Befestigung als Überflüssig und kostspielig einstellen. Kaum waren die Konservativen wieder am Ruder, so setzten sie die Bewilligung von 5 Millionen Pfund für die Festung Singapur durch. Dieser Betrag ist vermutlich wegen des Anwachsens der latenten Spannung mit Japan stark überschritten worden. Die Werke sind so getarnt, daß ein Laienauge sie mit Ausnahme des. alten, nur noch zum Salutschießen gebrauchten Forts Canning gar nicht erkennt. Befestigt sind die Höhen, von denen die Stadt beherrscht wird, und mehrere der vielen kleinen Inseln innerhalb des engen Fahrwassers unmittelbar südlich der Stadt. Der eigentliche Kriegshafen liegt in der Durchfahrt zwischen der Insel Singapur und dem Festland. Das äußere Bild Singapurs ist das einer großen und reichen, von wimmelndem Leben erfüllten, tro- pischen Handelsstadt. Die alte Reede hat nur einen freiliegenden Wellenbrecher gegen den von Osten kommenden Seegang, der neue Hasen dagegen, mit je einem Becken für Handels- und für Kriegsschiffe, ist bis auf die östliche und westliche Durchfahrt von Natur geschlossen. Es gibt mehrere große Trockendocks und Schiffswerften, enorme Kohlenlager und Warenspeicher, in denen sich die Produkte Malakkas, Niedetländisch-Indiens, Europas und Amerikas sammeln, um von hier aus die Wege zu weiterer Verteilung anzutreten. Der Schiffsverkehr hat sich seit dem Weltkrieg zwischen 20 und 30 Millionen Registertonnen im Jahr bewegt. Vom Aequator ist Singapur nur etwas Über einen Breitengrad entfernt. Dem entspricht das Klima. Die niedrigst ge- messene Temperatur beträgt 23 Celsiusgrade; die Regenhöhe ist mit über 2300 mm viermal so reichlich wie in Deutschland. In den Kontoren und Wohnungen wird mit der jetzt elektrisch betriebenen Punkha ein kühlender Luftzug unterhalten. Früher wurde die an der Zimmerdecke aufgehängte Stange mit einem daran befestigten Stoff-Volant den ganzen Tag durch Ziehschnure von jungen malaiischen Dienern bewegt. Die Villen und Gärten in der Europäerstadt boten ein Bild kommerzieller Wohlhabenheit der Inhaber und Hauptvertreter englischer, deutscher, holländi- scher und amerikanischer Firmen. Der größte Reichtum steckte im chinesischen Viertel, wo viele millionenschwere chinesische Kaufleute wohnen. Singapur ist ein Hauptplatz des chinesischen Großkapitals. Fürstlich ist das in einem prachtvollen Park gelegene Palais des Gouverneurs. Die Stadt hat 400 000 Einwohner, davon noch nicht 10 000 Weiße. Chinesen und Malaien beherrschen das Bevölkerungsbild. Ich habe Singapur vor und nach dem Weltkrieg besucht. Der äußere Eindruck hatte sich wenia verändert. Ein paar städtische Gebäude in klassizistischem Säulenstil waren neu erstanden, aber die Atmosphäre war in den dreißiger Jahren gegenüber der Vorkriegszeit merklich mit politischer Spannung geladen. Man spürte den aus der Ferne heraufziehenden Schatten Japans auch in den Gesprächen an Bord des holländischen Prachtdampfers „Marnix van Saint Aldegonde", mit dem ich von Singapur nach Batavia fuhr. Mr noch 40 Kilometer -ko Singapur. Tokio. 19. Ian. (DRV. Funkspruch.) Die japa- nischen Streitkräfte, die längs der Westküste der INalayen-Halblnsel über die Flüsse pantian und Vesar (40 Kilometer westlich von Johur-Bharu) vor- stoßen, sind mit den britischen Verteidigern an einer Stelle in Gefechtsberührung gekommen, die weniger als 40 Kilometer von Singapur entfernt ist. Die letzten von der TNalaya- Fronl eingetroffenen Berichte zeigen, daß die japanischen Truppen, die in drei Heeressäulen der Südspihe der Malayen-Halblnsel zustreben, gleichzeitig eine Operation zur Einkreisung der restlichen auf etwa 20 000 Mann geschätzten feindlichen Streitkräfte eingeleitet haben. Man nimmt an, daß es in der Gegend oon 3o- Hur-V haru. der Hauptstadt des Sultanats Jo- Hur, zu einem Entscheidungskampf kommen wird, da der Gegner zweifellos alles versuchen wird, um die letzten Verteidigungsstellungen an der Singapur gegenüberliegenden Küste zu halten oder wenigstens die Reste feiner Truppen nach der Jnselfesiung hinüberzuretten. Der Endkampf um die Herrschaft aus der Malayen-halbinsel und das Schicksal von Singapur hat damit begonnen. Ltnaufhaltsamer Vormarsch. Schanghai, 19. Januar. (DRV. Funkspruch.) Rach einem Frontbericht standen die japanischen Truppen am Sonntag ungefähr 60 Kilometer vor Singapur. Sie haben auch die noch vor wenigen Tagen von den Engländern als „unüberwindlich- bezeichnete Pownall-Llnle durchstoßen. Die 45. indische Brigade, die am Südufer des Flusses Muar äußersten Widerstand leisten sollte, hat kapituliert, und die als letzte Reserve frisch herangeführten Australier wurden südlich Gemas ln die Flucht geschlagen. Unterdessen hämmert die japanische Luftwaffe unablässig auf die letzten den Engländern noch verbliebenen Flughäfen Sembawan und Ten- ga h, die beide bereits auf der Insel Singapur selbst liegen. Den Angriffen am Samstag fielen 22 britische Flugzeuge zum Opfer, die zum größten Teil am Boden zerstört wurden. Von über 500 britischen Maschinen, die zu Beginn des Krieges in Singapur konzentriert waren, sind nach japanischen Schätzungen weniger als 50 übriggeblieben, wenn auch englische Agitationsmeldungen von dem Einsatz holländischer Flugzeuge in Malaya sprachen. Rach hier vorliegenden Berichten sinkt die Stimmung in Singapur ständig. Weite Kreise sollen sich für eine kampflose Uebergabe einsehen, damit unnötiges Blutvergießen unter der Bevölkerung von 600 000 Menschen vermieden wird. Ob sich die englischen Drahtzieher dazu jedoch be- reitfinden, erscheint höchst fraglich. Die britischen Behörden haben bereits die Benutzung des Dammes verboten, auf dem die Bewohner Singapurs unter Umständen noch auf malayisches Gebiet hätten flüchten können, wo für sie die Gefahr nicht so groß wäre wie bei einer Belagerung und Erstürmung der Jnselfestung Singapur. Besonders trostlos gestaltet sich die Lage von hunderttausenden der ärmeren Bevölkerung, für die schon gar kein Ausweg aus dieser Lage besteht. Dazu kommt noch der Mangel an Wasser und Lebensmitteln. Die Verwimng wird noch dadurch vergrößert, daß die britischen Behörden mit. der Zerstörung der wichtigsten Gebäude in Singapur begonnen haben. Rach der Eroberung des Hafens und Flugplatzes Vatu Pahat an der Westküste von Malaya steht nunmehr die gesamte Malakkast raße unter der Kontrolle der japanischen Luftwaffe und Marine. Damit ist für die Engländer der Seeweg zwischen Indien und Singapur über diese wichtige Meerstraße abgeschnitken. Oie Verteidigung Singapurs überrascht. Tokio. 13.Jan. (Europapreß.) Immer mehr tmrt> es klar, daß die Führung des javanischen Hauptstoßes auf der malaiischen Halbinsel entlang der Westküste die Pläne des britischen Kommandos vollkommen durchkreuzte. In der Erwartung, daß eine japanische Landung an der Ostküste erfolgen werde, hatte die britische Truppenfüdrung o.ie Ostküste beiderseits Endau und südöstlich Kuan- tans mit zahlreichen Bunkern, ausgebauten Geschützstellungen und feldmäßigen Werken befestigt. Auch das unwegsame H ü g e l m a s s i v, das sich nach dem Landinnern hin anschließt, wurde mit Minensperren und Drahtverhauen befestigt. Die Japaner jedoch umgingen diese Zone und nahen sich jetzt Singapur durch den Südostteil der Provinz I oho re. Das Sultanat Iohore weist ein für motorisierte Truppen sehr vorteilhaftes Gelände auf. Die einzige Gelände er Hebung von Bedeutung ist der 1400 Meter hohe Ohio. Auch Dschungel fehlt in Iohore so gut wie gant. Das Straßennetz Johores ist gut und dicht. Die Anzahl der Brücken ist nur sehr gering, so daß Sprengun- Federkiel und Degen. Anekdoten von Karl Lütge. Die Leutnantswette. In Görlitz stand im Winter 1855/56 beim Schützenregiment Leutnant v. Moser. Die Feste waren verrauscht; man ging aus Langeweile öfter als sonst ins Theater, das mit leichten Schwänken auswartete. Auch Leutnant v. Moser besuchte, da sich „nichts besseres" anfangen ließ, um diese Zeit mit einem Schwarm Kameraden das Stadttheater. Zur neuen Berliner Posse erklärte v. Moser weawersend: „So ein paar lustige Akte zusammenzuichmieren siebt nach wer weiß was aus! Wenn es verlangt roiro, schreibe ich auch solch ein Ding!" „Ausgeschlossen! Ein ganzes Stück?" bohrten junge Leutnants. „Wet- ten wir , rief v. Moser, „daß ich sogar in einer Nacht ein Stück schreibe —?"'„In einer Nacht?" Einladend lockte der „Strauß" am Marienplatz. Leutnant v. Moser wettete dort mit seinen Kameraden, daß er in einer einzigen Nacht ein bühnen- fähiges Lustspiel schreiben könne. Dann zog man zur Wohnung des künftigen Dichters. Leutnant v. Moser bekam eine erschröckliche Menge Rotspon auf sein Zimmer geliefert und vollbrachte wirklich noch in der Nacht seine erste Einakter-Posse. Der lustige Erstling des angehenden Lustspieldichters ging in kürzester Frist über die Görlitzer Bühne und wurde auch im nahen Warmbrunn und in Bad Charlottenbrunn aufgeführt. Weit besser war der Start der weiteren Stücke von Moser, „Der grüne Esel" und „Wie denken Sie über Rußland?" Don Liesen Erstlingen des Leutnants von Moser spricht jedoch kaum noch eine Literaturgeschichte. Meist werden nur seine erfolgreichen Stücke „Das Stiftungsfest", „Der Deilchensresser", „Krieg im Frieden", „Der Registrator auf Reisen" u. a. erwähnt, die der später so bekannt gewordene Lustspieldichter Gustav o. Moser geschrieben hat — Folgen einer übermütigen Leutnantswette ... Das Rekordhonorar. Don schriftstellerischen Leistungen erzählte der Gefreite Schlucker in Ruhestellung mit Dorliebe. Doch unterließ er die Erwähnung, daß in den meisten Fällen die Leistung „nach der Zeile" vergütet wird. Auf dieser Grundlage erstrebte auch er einst fein erstes Schrtftstellerhönorar. Er war eigens nach Herrenalb gezogen, weil der Marne dieses Schwarzwaldortes so herausfordernd schneidig klang — weshalb er übrigens ein ,Kurort der Frauen" ist. Gerade dieser letzte Umstand erwies sich für Josef Schlucker ausnehmend günstig. Denn nicht durch Verlage oder Schriftleitungen erlangte der derzeitige Gefreite und damals „erfolgreichste" Dichter ein Honorar — man muh schon sagen: ein Rekordhonorar — das ihn instand setzte, fortan ein von allen Honorarnöten freies Leben zu führen. Josef Schlucker schrieb zur Abkürzung der langwierigen und dornenvollen Schriftstellerlaufbahn nur zwei Zeilen. Die zwei Zeilen, die ein „Honorar" von je 50 000 Mark einbrachten, lauteten: „Neigungsheirat mit ansprechender junger Dame sucht ..." „Aus technischen Gründen". Der um die Jahrhundertwende bekannte Lyriker Carl Busse konnte durch die fördernde Hand von Arno Holz verhältnismäßig frühzeitig für die Erst- linge seiner Muse einen Verleger finden. Dieser, der in einer kleinen Stadt in Sachsen wohnte, ging mit löblichem Eifer ans Werk. Busse wurde damals gerade Soldat und stand in der schönen Westfalen- Hauptstadt Münster in Garnison, wo er sich recht wohl fühlte. Nur der Gedichtband, der erscheinen sollte, beunruhigte ihn, denn der wackre Verleger schrieb beständig, daß „aus technischen Gründen" die Hälfte der Gedichte Wegfällen mühte. Aus technischen Gründen — das hieß: er konnte das Gedichtwerk nur in dem bescheidenen Höchstumfang von fünf Druckbogen aus Mangel an Typen in seiner kleinen Druckerei herausbringen. Der junge Dichter und Soldat empfand berechtigten Stolz, als er dann endlich das reichlich schwachbrüstige erste eigene Buch in der Hand hielt. Doch er erblaßte jäh, wurde rot, las das aufgeschlagene Gedicht wiederholt — und warf das schöne, köstliche Buch zornig zu Boden. „So eine booenlose Unverschämtheit!" Er fand nämlich eine Anzahl der Gedichte vom Verleger mit beispielloser Verständnislosigkeit einfach verändert, .verbessert". Busse beruhigte sich erst etwas, als er feststellte, daß nur bei einigen Gedichten die ersten Zeilen geändert worden waren. An ihnen war allerdings arg gewütet worden. Der Dichter schrieb einen geharnischten Brief an den Verleger. Auf die Antwort war Busse sehr gespannt. Der Brief aus Sachsen brachte Aufklärung: „Die Sache verhält sich ganz ettrfacy so, daß nämlich aus kurze o andere verzagten, da wuchs //“ aber, unser Wille wird immer härter, entschkoffener Berlin, 17. 3 an. (DRB.) Die britische Admiralität glaubt die Berichterstattung der Achsenmächte über den Seekrieg durch die Behauptung Lügen strafen zu können, daß das deutsche und das italienische Oberkommando seit kriegsbeginn bis zum 31.Dezember 1941 hie Versenkung folgender britischer Kriegsschiffe bekanntgegeben hätte: 44 Schlachtschiffe, 20 Flugzeugträger, 158 Kreuzer, 183 Zerstörer, 95 Unterseeboote. Demgegenüber wird amtlich festgestellt, daß vom deutschen Oberkommando 2 Schlachtschiffe, 4 Flugzeugträger, 17 Kreuzer, 62 Zerstörer, 47 Unterseeboote; vom italienischen Oberkommando 1 Schlachtschiff (als wahrscheinlich), 11 Kreuzer, 18 Zerstörer 42 Unterseeboote a l s versenkt gemeldet wurden. des Führers Glaube an den Sieg." Reichsminister Or. Frick auf dem Erinnerungstreffen von Lippe. i Sulin.1,7 Hi D-i-hli Hirlttuj an: wiftuT einer fitersdorf Mlenttegim ffltr PanMäc .tmpaiiiesührei -HmbelZue Lknteneregimen •ihrtr in einen [tag des ö! Mifeldwebel i einem Sä Hngfanb 300 lmichtete, h te Staaten»; Begriff 32 fe/ Rc ^WnbyProt Fortsetzung Britische Lügenoffensive. Oie Admiralität verdächtigt die deutsche Berichterstattung, um eigene Schiffsverluste zu vertuschen. । lulfurwe lianzia, h Ehrenschul pnslanti w ta. 3n k M Forster M aus. D Miipsen an Weit. Pj |«w, jbafür ’ ickmkt der £ kk würdigte Danzio iinstant, dah Kutscher Mi Men Blüte wie. dr. auch dazu Archen. ™ ä n an 1' ■ 5-i-Ä OS Die britischen Lügen haben diesmal besonders Beine, well jeder sorgfältige Beobachter der Jri R Hbt Ha ? '’nem ö b’ ch° itz; •Ms bi u?'1 f«nb K'6nt' ÄS K' iS- Ml R J)c * etft LX' NnSie: mM wie, J wie m S;rM Sie fll ,-orcht, KoM Arhr-l zkineni * »,Biandeur e M w fü und NP i nnem WW I K deutschen D -Jihitz el - ffcks, als 65. Zeitschriften. — „Das Erlebnis des Winters in der Malerei" ist das Thema eines Aufsatzes in der Zeitschrift .Kunst dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) , mit Bildern von Brueghel, Boucher, Preller, C. D. Friedrich und andern. Ueberhaupt ist das vorzüglich reproduzierte reichhaltige Anschauung-- material dieser Monatsschrift immer wieder zu rühmen; es vermag gerade heute eine ausgezeichnete kunsterzieherische Wirkung auszuüben. Sehr schöne, auch farbig wohlqelungene Wiedergaben findet man ferner zu den Beitragen „Deutsche Maler des 19. Jahrhunderts" und „Meisterwerke der Bildnis- malerei". H. Ranzoni erzählt amüsante Geschichten von Wiener Künstler-Originalen der siebziger und achtziger Jahrs. harrten das Mädchen und ihr Bräutigam noch immer vor dem Apparat und fragten, warum der Mann denn plötzlich dcwongelaufen fei. Es handelte sich um einen der Polizei bereits bekannten Dieb, der erfahren hatte, daß der Photograph verreist war, und dies benutzen wollte, ihm das Haus auszuräumen. Er war mit Hilfe eines Dietrichs in das Atelier eingedrungen, und er hatte schon Held, Silberzeug und photographische Platten zusammengetragen, als das junge Paar kam, um sich photoaraphieren zu lassen und er sich nicht anders Helsen zu können glaubte, als daß er selbst den Photograpyen spielte. Er hatte keine Ahnung, wie er mit dem Avparat umzugehen hatte, aber da er unter dem Tnche steckte, hatte er nicht bemerkt, daß er von der Pförtnerin beobachtet worden war, und so hatte er zu spät die Flucht ergriffen. C K. amtlichen deutschen Kriegsmeldungen den Schwindel sofort aufzudecken in der Lage ist. Daß die britische Admiralität in einem verklausulierten Nebensatz zu erkennen gibt, daß sie bei ihrer Phantasierechnung auch „beschädigt" gemeldete Schiffe mitgezählt habe, macht die Betrugsabsicht ihrer „Erklärung" nur noch deutlicher. Daß bei der^ast 2 >4 jährigen Dauer des Krieges manche, besonders schwere Einheiten der britischen Marine mehrmals beschädigt werden und dann in monutelangen Dockreparaturen wieder verwendungsfähig' gemacht werden konnten, ist jedem Laien klar. Der Versuch der britischen Admiralität, Versenkungen und Beschädigungen zusam- menzurechnen, ist ein elender Taschenspielertrick. Fest steht, daß unsere Meldungen über die Vernichtung britischer Kriegsschiffe ebenso klar wie zutreffend sind, während die britische Admiralität über die Verluste der englischen Flotte — insbesondere bei den mittleren Einheiten — nur berichtet, was sie nicht verschweigen kann. »Bitte recht freundlich?" Die Pförtnerin eines Hauses in der Via Lome!- lina in Mailand hatte gesehen, wie ein junges Paar vom Lande die Treppen hinauf zum photographischen Atelier Traverso ging, das im ersten Stock des Hauses lag; erst nach einigen Minuten erinnerte sie sich, daß der Photograph verreist war, und ie fragte sich verwundert, wo das Paar geblieben ei, wenn die Werkstatt dock geschlossen war. Sie ging nach und blieb ganz erstarrt stehen, als sie sah, daß die Tür geöffnet war, und noch mehr staunte sie, als sie näher hinzutrat und wahr- nahm, daß der junge Mann und das Mädchen Hand in Hand, zärtlich einander in die Augen blickend vor dem Apparat standen, wie man eben steht, wenn das übliche „Bitte, recht freundlich!" ertönt. Dor ihnen, oon dem schwarzen Tuch über dem Apparat so verdeckt, daß nur noch Rücken und Beine zu sehen waren, und eifrig daran drehend, stand der Photograph. Das Objekt schien dem jungen Paar nicht recht geneigt zu sein, vielleicht hatten die beiden kein Photographiergesicht, denn dem Photographen wollte es durchaus nicht gelingen, die richtige Haltung und Beleuchtung zu finden, er brummelte unverständliche Worte, die das wartende Paar jedoch augenjcheinlich in ihrem Glück nicht störten. Der Pförtnerin schien bei dieser Szene nicht aller in Ordnung zu sein, sie zog sich leise zurück und ging, ihrem Mann die Sache zu erzählen. Wer war der Photograph, da doch Traverso abwesend war? Schnell riefen die beiden das nächste Poltzeikom- miffariat an, das auch sofort zwei Beamte schickte. Während sie noch auf der Treppe standen und die Pförtnerin näher befragten, kam der geheimnisvolle Photograph aus dem Atelier, mit gesenktem Kopf, > In Detmold nahm Reichsorganisationsleiter D r. L e y am Sonntag am traditionellen Erinnerungstreffen teil. Wiederum sind zunächst im Rathaus und bann im Detmolder „Krug" die alten Mitstreiter des lippischen Wahlkampfes 1933 und mit ihnen zahlreiche Vertreter der Wehrmacht um Dr. Ley versammelt. „Vor neun Jahren", so sagte Dr. Ley, „war dieser Wahlsieg hier im kleinen Land für das große Reich wertmäßig entscheidend. Es war ein Sieg der Ideale, ein Sieg des Willens, der Opfer und des persönlichen Einsatzes. Kurz vorher hatten die Gegner noch triumphieren tonnen. In ihren vermeintlichen Triumphen ließen sie sich zu den ausschweifendsten Phantasiegebilden in ihrer Propaganda hinreißen. Es war genau wie heute. Der Führer sah sich das aufgeregte Gebaren der Gegner an und befahl den Angriff und den Gegenstoß, wo ihm Ort und Zeitpunkt geeignet erschienen. Die Tage von Lippe machen uns klar, daß das Schicksal dem entschlossensten Kampfein- satz auch den eindeutigsten Sieg folgen läßt. Der beste Kamerad seiner Soldaten ist Wolf Hitler, auch der zuverlässigste Kamerad jedes einzelnen Menschen in der Heimat. Sein Glaube ist unser Glaube. Aus seiner Siegeszuversicht damals uni) heute strömt unsere Kraft zum Kampf bis zum erfolgreichen Ende." IS'-! ÄS ■Mel Ks; Lemgo, 18. Januar. (DNB.) Mtt besonderer Freude empfing die Bevölkerung der kleinen Han- feftabt Lemgo am Samstag Reichsinn enminister Dr. Frick, der auch in diesem Jahre an dem Ehrentag der alten Lippe-Kämpfer teilnahm. Dr. Frick umriß die Bedeutung der letzten Wahlen vor der Machtergreifung und unterstrich, daß dieser Erfolg nur die Frucht eines harten und zähen Kampfes war, der,ost von Rückschlägen begleitet wurde, dank dem unerschütter-lichen Glauben des Führers an den Endsieg aber dock zum vollen Erfolg führte. „Wo andere verzagten", so rief der Minister aus, „ba wuchs die Kraft des Führers und fein Glaube an den Sieg der nationalso- ziulistischen Idee." Mit Stolz und Bewunderung ging der Redner dann in großen Zügen auf die gewaltigen Erfolge der deutschen Wehrmacht ander Ostfront ein. Größter Dank gebühre dem deutschen Soldaten, der die deutsche Heimat beschütze und sie vor den Schrecken eines bolschewistischen Einfalls bewahrt hat. Mr ständen in einem harten, zähen Kampf gegen einen verbissenen und vertierten Gegner, mit dem kein Kompromiß möglich sei. Die Heimat danke dem deutschen Solda- ten am besten durch die Tat, indem feder an seiner Stelle seine Pflicht erfülle. Für jene aber, die heute verzagen wollten, gelte die Mahnung, den Blick auf die Front zu richten; dann werde jeder wohl ermessen, wie unbedeutend fein eigenes Entbehren sei. Der Minister schloß: „Voraussetzung für den Sieg tst der Glaube an den Sieg. Dieser Glaube ist unerschütterlich. Wie lange der Krieg dauern wird,- wissen wir nicht; wir wissen ihre Handgranaten auf die feindlichen Fahrzeuge und zerschmetterten eins nach dem andern. Zweihundert Briten blieben bei den zerstörten Fahrzeugen liegen. Der Ministerpräsident von Burma verhaftet. Stockholm, 19.Jan. (DNB.-Fun-tspruch.) Der Premierminister der britischen Kolonie Burma, S u S a w, ist von den Engländern v er h a f t e t worden. Er forderte Anfang November in London das Dominienftatut für sein Land. Als die engländischen Imperialisten vage Versprechungen für die Zeit nach dem Kriege gaben, äußerte Su Saw freimütig seine Empörung über die britische Hinterhältigkeit. Er reifte dann ab und befand sich im Augenblick des Kriegs-ausbruches auf Honolulu. Nach seiner Rückkehr wurde er von den Engländern festgenommen, die behaupten, er habe mit Japan im Einverständnis gestanden. Die Verhaftung beweist, daß England jedes Mittel recht ist, wenn es gilt, die Ein- technifchen Gründen die Aenderungen vorgenommen werden mußten, und Sie müssen doch zugeben, daß die Initialen der Anfangsbuchstaben sehr sckon aussehen? Weil nun aber nicht genug große „w" bei uns vorhanden waren, mußten ein paar Gedickte eben mit einem „A* anfangen, von welch selvigen wir genug vorrätig haben ..." Der „M i t a r b e i t e r". Ein Arbeiter-Dichter, wie es im Weltkriege hieß, und dessen Name nichts zur Sache tut, hatte schwer um Anerkennung zu kämpfen. Eines Tages kam im Kreise von Kameraden das Gespräch auf eine Zeitschrift. „Kennst du das Blatt näher?" fragte einer den Dichter. „Gewiß, sehr gut!" — „Bist Du da etwa Mitarbeiter?" — ,Hm und wieoer!" „Was du nicht sagst?! Bei diesem großen Blatt?! Alle Achtung!" — „Ja, hin und wieoer? Ich schicke meine'Gedichte hin, und die Leute schicken sie mir wieder!" ..... J »ä1 und unbeugsamer werden. Geschlossener denn je ß Kat d steht das deutsche Volk hinter seinem Führer. Die I Parole heißt: Wir können siegen, wir müssen siegen, p \ und wir werden siegen!^ gen, die einen wesentlichen Aufenthalt tm Vormarsch bedeuten konnten, kaum in Betracht kommen. Die schwerste Aufgabe wahrend des bisherigen japanischen Vormarsches fiel der japanischen Infanterie zu, die von Kuantan aus durch das dichte Dschungel des Staates Pahang den An- griff durcyzuführen hatte. Eine Ueberrafchung des Gegners war höchstens bei Nacht möglich, bei knietiefem Waten durch den zähen Sumpfboden und mühsamem Durchdringen des pfadlosen, von Lianen durchwachsenen Urwaldes. Einer japanischen Ab- teihrng aber, die durch Mitteilungen freundlich gesinnter Malayen über die Stellungen des Gegners unterrichtet wurde, gelang es trotz aller dieser Schwierigkeiten, in Den Rücken der Briten zu gelangen. Nach mühsamem Vordringen hatte die Abteilung schließlich die Landstraße erreicht, an welcher der an seiner Front angegriffene Gegner zurückmarschieren mußte. Nach stundenlangem Warten erschienen fünf britische Panzer und mehrere Lastwagen, mit Mannschaften besetzt. Von den Baumkronen herab warfen die japanischen Soldaten als ob er noch immer unter dem Dunkeltuch steckte, und versuchte, die Flucht zu ergreifen. Es war zu "D Qoth spät, die Polizisten nahmen ihn schnell feft. Ganz JW« jetzt verdutzt und ohne zu verstehen, was geschah, ver- 8 "Woher denn k v!, J'‘Cn siegen, Gleiter Dr. tinnerunfls. m ^tatbaus alten Mj(. 33 unb mit ch um Dl. o sagte Dl. lewen Land Heidend. Cs 'es Willen»,’ l«6«s. Kurz gieren tön« in ließen sie egebilden in ennu wie geregte Te. Angriff und ntt geeignet n uns klar, ftdmpfeln» 1 läßt. Del M Hitler, s einzelnen >e ist unser )amals und p| bis zum Aus der Giadi Gießen. »Hunde sehen dich an!* Ich hatte heute einen Hundetag. Bitte, mißverstehen Si« das nicht! Es ging mir weder hundsmiserabel noch bin ich auf den Hund gekommen. Nur, daß dieser Tag merkwürdigerweise von Erlebnissen mit Hunden angefüllt zroar. Schon morgens lies ein süßer kleiner, hellbrauner Dackel ins Haus, der, leider gerade als ich mit ihm spielen wollte — oder er mit mir? — mit einem lauten „Hexe" Das Eichenlaub zum Wfferfreuj. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 17. Ian. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wchrmacht hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberst Jordan, Kommandeur eines Infanterieregiments: Oberst Specht, Kommandeur eines Infanterieregiments: Masor Frhr. v. Wolff, Bataillonskommandeur im einem Schützenregiment: Generalmajor Hube, Kommandeur einer Panzerdivision: Oberleutnant N o a k, Kompaniechef in einer Panzersägerabtei- lung und Hauptmann H e l b i g , Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, als 59. bis 64. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ferner dem Oberstleut- nant Hitzfelb, Kommandeur eines Infanterie-Re' giments, als 65. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Das Ritterkreuz. Berlin. 17.Januar. (DNB.) Der Führer und Oberst- Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Dort Oven, Kom- mcmdeur einer Infanteriedivision: Major von Petersdorfs, Dataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Hauptmann P r o e h l, Führer einer Panzerjägerabteilung: Leutnant R i e ch e r t, Kompaniesührer in einem Infanterieregiment: Oberfeldwebel Zuehlsdorf, Zugführer in einem Infanterieregiment und Oberfeldwebel Reinke, Zugführer in einem Infanterieregiment: ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Oberfeldwebel Hachtel, der als Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader im Kampf gegen England 30 000 Tonnen feindlichen Schiffsraums vernichtete, irn Nachtangriff einen Volltreffer auf eine Staatswerft erzielte und im Ostfeldzug im Tiefangriff 32 feindliche Panzer vernichtete. Explosion in Raum 5 Roman von H.C. Hansen Cepyrlfht by Prometheus-Verlaf Dr.Elchadter, Crfibenxefl b.MlnAe* Menschen inmitten des Tanzlärms ihre Gläser hoben und auf das kommende Glück tranfen. Dann betrieben sie ihren Aufbruch hastig und fielen als fröhlicher Schwarm mit der überraschenden Kunde im Hause Kobelt ein, als die Eltern gerade im Begriff standen, schlafen zu gehen. Daraus wurde nun nichts, denn Vater Kobelt bestand darauf, in seinen Weinkeller zu steigen. Er machte kein Hehl daraus, daß ihm dieser Schwiegersohn ausgezeichnet gefalle. Der Mutter gegenüber war Theo galant. Er beugte sich weit genug, daß sie ihre Arme um seinen Hals legen konnte, wobei sie ihm zuflusterte, die Ueber- raschung sei für sie gar keine mehr gewesen. Theater der Llm'versitätsstadt Gießen Morgenfeier der Kammertanzgruppe. Der Ansang der nächsten Woche brachte Miche Crusius zum erstenmal einen entscheidenden Schritt vorwärts, obwohl sich aus seinen Wahrnehmungen immer noch kein schlüssiger Beweis, der für einen Prozeß genügte, ziehen ließ. Nachdem mittags alle Angestellten das Haus verlassen hatten, machte er sich daran, die Personalakten einer genauen Durchsicht zu unterziehen, und entnahm dem Schrank zuerst den schmalen Akt, der den Namen Aenne Barkow trug. . r M ... Mel versprach er sich nicht von biefer Jßrnjhing. Natürlich würde nichts Belastendes über das Mädchen in den Papieren stehen. Aber er wollte sich mv ben Aufzeichnungen über die Personen vertraut machen, die .zu dem engeren und etwas erweiterten Kreis der möglich Schuldigen ^horten In Gegenwart der Sekretärin konnte er das schlecht tun, benn es wäre ihr sofort aufgefallen, daß der bett! bs fremde Volontär nicht etwa nur die Form und Ln- laae der Personalakten studiere, sondern auch deren Inhalt selbst. Irgendein berechtigtes ^teresie daran konnte er beim besten Willen nicht glaubhaft ma ^Das erste Blatt enthielt auf vorgedrucktem Schema die Angaben über Geburt, Geburtsort Eintritt, Stellung. Gceialt, frühere Stellungen. Das alles war Michel länast bekannt. Es folgten ihr ferner» bungsschreiben, das sie an die Firma Kafvar Wond & Kobelt vor ihrem Eintritt gerichtet hatte. Es ent dielt eine gut formulierte Schilderung ihrer Schul zett und ihres beruflichen Werdeganges. Dahinter folgten Zeugnisabschriften. Michel las sie flüchtig Durch. S'e iitteressterten ihn nicht sonderlich. Dann ft »8 rePQratureb «iS ■sä L« ttre bei »Q9 f|e Sein Finger glitt die Reihe der Limen hirmnter. Da stand die auf Blatt 3 der Zeugnisabschriften angegebene Firma und Stellung. In der nach ten Reche war angegeben: Außer BerufsMtigkelt. Die Zeit war hinzugefügt und stimmte mit dem Austrittsdatum aus der vorhergehenden Stellung und dem Einttittsdottlm in die nächste überein. Das wer wenig auffallend. Genau den gleichen Inhalt zeigte das Bewerbungsschreiben. Es verzeichnete sorgsam alle Stellungen, die auf den Zeugnissen anqefleben worsn, uttb erttärte, fie 1 ' nicht berufstätig gewesen, weil Fanulienverhalt. nisse, unter anderem die Erkrankung chres Vaters, sie daran gehindert hätten. Michel saß eine Viertelstunde nachdenklich da. Alles das war durchaus möglich und keineswegs ungewöhnlich. Merkwürdig blieb nur die Nume- rierung ber Zeugnisabschriften. Das erste ^tt enthielt ein Abgangszeugnis aus dem Lyzeum öns zweite ein Zeugnis der Handelsschule, das dritte die erste Stellung Aenne Barkows und das werte, mit Nmmner 5 bezeichnet, ein Zeugnis über die angeblich zweite Stellung. Daß Blatt 4 fehlte, konnte einfacher Schreibfehler sein. Genau so gut konnte auch mehr dahinter stecken. Michel sah auf die Uhr und stelltt fest, daß die Zeit noch ausreichte, um zum Präsidium zu fahren. Er verließ sofort das Haus und nahm sich eine Taxe. Kammin war nicht da. Wo er im Augenblick steckte wußte niemand. Auch Doktor Ball war be- reits gegangen. Kurzerhand suchte Michel selbst den blühen. Ein Bild vom Sonnenaufgang hinterläßt den stärksten Eindruck. Bilder von einer Burg auf steiler Höhe — der Aufstieg geht in vielen Windungen durch vierzehn an den Berg angebaute Torbogen — vermittelten den Hörern einen gewaltigen Eindruck von einstigen Geschlechtern. s. Am Schluß vergaß der Vortragende nicht von seiner schönen und erholsamen Reise ins Kärntnerland wieder heimzukehren und rasch noch einige farbige Bilder von Gießen zu zeigen, und wie er seine Schreibversprechen am Briefkasten einlöst. Herzlicher Beifall für den gutgelungenen Dor- trag belohnte den Redner und der Vorsitzende sprach mit seinen Dankesworten die Hoffnung aus, daß es Dr. Kaufmann gelingen möge, auch in diesem Jahre wieder eine solche Reise zu unternehmen und die Mitglieder des Deutschen Alpenvereins und seine Gäste mit einem neuen Dorttag zu erfreuen. Kameradschaft ehemaliger 116er. Arn Sarntagabend hielt, die Kameradschaft ehemaliger 116er in Gießen unter Leitung des Karne- radschaftsführers Bill im „Pfälzer Hof" ihren IahreShauptappell ab. Kameradschaftsftchrer B111 kannte nach der Ehrung der Gefallenen uno der Verstorbenen neben den in großer Anzahl erjdrene« nen Kameraden noch als Vertreter der Kreiskrieger- führung die Kameraden Kreispropagandawart Die. f e l und Kreisschießwart M e rl a u , ferner ew? Anzahl aus dem Felde auf Urlaub weilende Kameraden mit dem Kameraden Hauptmann Lorenz Ei- fort an der Spitze besonders herzlich begrüßen. In seinem Jahresbericht über das abgelaufene Jahr konnte Kameradschaftsführer Bill die erfreu- liebe Feststellung machen, daß die Kameradschaft ehe- maliger 116er auch im verflossenen Jahre wieder einen sehr starken Zuwachs an Mitgliedern erfahren hat und auf allen Gebieten der Pflege der Tradition und des alten Soldatentums gute Arbeit leisten konnte. Ferner brachte er die Feier des 30iahrigen Bestehens der Kameradschaft im verflossenen Jahre von der Sttaße her gerufen wurde, woraufhin er ( sich so rasch auf den Rückweg begab, daß er j umfiel. Dabei mußte ich lebhaft an den Hund der « Tante Eukarestie denken, den Waldemar Dönsels so \ hübsch beschreibt: „Da er mit den Vorderbeinen nur ■ traben und mit den Hinterbeinen nur galoppieren ' tonnte, geriet er bei rascher Fortbewegung häufig , ins Schleudern, so daß er mit der Kehrseite dort , an kam, wohin er gehofft hatte mit der Nase zu ; gelangen." Das war also die erste Hundebegnung. Ms ich dann eintaufen ging, war ein, diesmal schwarzer, Dackel im Laden, der mich schwanzwedelnd empfing uni) aus schwarzen Knopfaugen tteuherzig ansah. Er war zum Schluß so oft um Frauchen, das eifrig einkaufte, herum gelaufen, daß sie gewickelt wie eine Mumie aussah. Nachmittags auf einem Spaziergang mit meiner Tochter begegnete uns ein Ehepaar, das einen grauen, schmalen und sehr hochbeinigen, windhundähnlichen Vierbeiner stolz an der Leine führte. „Mutti!" sagte Brigitte und gab mir einen unvorschriftsmäßigen Stupser, „gud* mal: wie ’ne Giraffe!" Woraufhin uns die Dame, die es lei- der gehört hatte, wütend ansah, der Herr aber lachen mußte. Der Giraffenhund aber hatte anschei- nenb nichts gehört und tänzelte seelenruhig weiter. Auf dem Nachhauseweg mußten wir sehr lachen: Da standen zwei graue struppige Rattenpinscher neben einem Kohlenwagen und bellten mit Inbrunst und Ausdauer die imponierend dicken Hinterteile der beiden mächtigen Pferde an, die dieses laute Treiben mit noch keinem Ohrwackeln beantwortt^n, was die beiden Hündchen fürchterlich zu ärgern schien. Aber unsere.Hundebegegnungen waren hiermit noch nicht zu Ende. Uns entgegen kam, würdevoll, ein graubrauner Pudel, der unversehens von einem kleinen, weißen Scotch-Terrier angefallen wurde. Nun war es mit der Würde vorbei und es gab viel Gejage, Gekläffe und dazwischen angstvolles Rufen, bis der Terrier eingefangen und angeleint war. Da klirrte ein Fenster, ein Kopf erschien, und langge- dehnt ertönte es von oben: „Des is aber en ganz Beeser!" EL. St. Sorneflxen. Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro schreibt: Das am Mitt- woch, 21. Januar, zur Erstaufführung gelangende Schauspiel „Christian de Wet" von Arnold Krieger schildert den Aufstand des großen Burenführers gegen feinen einstigen Waffengefährten, den südafrikanischen Premierminister Botha, und dessen 1 unter englischem Druck erfolgten Angriff gegen Deutsch-Sübwesttfrika bei Ausbruch des Weltkne- ' qes 1914. Den Titelhelden spielt Leopold Fischer; in 1 weiteren Rollen: Frechen, Kneip; Bergmann, i Vosny, Funke, Köchling, Kratz, Lendrich, Ludwig, r Roux, Seitz, Dolck, Zeppenfeld. Inszenierung: Carl ' Maria Zeppenfeld; Bühnenbild: Karl Löffler. Vorläufig feine Winter- und Sommerschlußverkäufe mehr. Die Frage der Abhaltung von Saisonschlußverkäufen war im Kriege bisher von Fall zu Fall geregelt worden. Der Reichswirtschaftsminister, hat nunmehr eine endgültige Regelung in dem Sinne getroffen, daß Verkäufe zur Wende eines Derbrauchsabschnitts (Sommer- und Winterschlußverkäufe) bis auf weiteres nicht mehr stattfinden. ♦ ♦♦ Eine Neunzigjährige. Am heuttgen Montag, 19. Januar, wird Frau Luise Decker, geb. Möhl, Bahnhofstraße 16 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische 90 Jahre alt. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. *♦ 75 Jahre alt. Unser Mitbürger Heinrich Hebell, Hinter den Schießgärten 22, kann am heutigen Montag, 19. Januar, in geistiger und kor- perlicher Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. Danzig, 17. Ian.' (DNB.) . Zur Uebernahme des Ehrenschutzes über das Kulturwerk Deutsches Oibensland war Reichsminister Dr. Goebbels in Danzig. In der Halle des Artus-Hofes sprach Gauleiter Forster dem Minister seinen Dank für den Besuch aus. Die Schaffung des Kulturwerkes solle atitnüpfen an die großen Kulturleistungen der Ver- aangenheit. Pflicht aller Träger des Kulturwerkes fei es, jjafür zu sorgen, daß es der kulturelle Mittelpunkt der Stadt werde. Reichsminister Dr. Goebbels würdigte die kulturelle Aufbauarbeit des Gaues Danzig-Westpreußen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Begründung des Kulturwerkes Deutsches Ordensland der Beginn einer hohen kulturellen Blütezeit des ganzen deutschen Ostens sein werde. Dr. Goebbels benutzte seinen Besuch in Dan- zig auch dazu, um zu tzen Politischen Leitern zu sprechen. Der deutsche Alpenverein, Zweig Gießen-Ober- hessen, hatte für den gestrigen Sonntagnachmlttag zu einem Lichtbildervortrag in das Gasthaus „Hindenburg" eingeladen. Der Vorsitzende, Direktor Wrede, konnte zahlreiche Zuhörer, Mitglieder und Gäste, begrüßen. . Dann begann der Vortragende, Dr. Kaufmann, mit seinen Ausführungen über das Thema: ,Zn Kärnten und auf Bergwanderung in den Karawanken". Er machte seine Hörer bekannt mit Land und Leuten in Kärnten, wies auf Den Kärntner Freiheitskampf hin und bezeichnete Kärnten als „das Land der Berge, Seen und Lieder". Nach einem Bild von der Gießener Hütte zeigte der Vortragende eine Reihe von farbigen Lichtbildern vorn Weißen-See, zunächst vom Boot aus nach allen Richtungen, dann von Spaziergängen am Ufer und aus der näheren Umgebung, und flocht in feine Erklärungen etliche launige Bemerkungen und wichtige Hinweife ein. Rings von Bergen umgeben, bietet diese herrucye Seelandschaft dankbare Motive für einen Photo- graphen, der auf feinen Wanderungen die Landschaft nicht nur sieht, sondern auch erlebt und sein Erlebnis im Bild festzuhalten versteht. Es wurde zu weit führen, im einzelnen auf die Bilder em- zugehen. Von der, flimmernden Sonne auf dem sanft gekräuselten See, vom schweren Abendschat- ten, vom sattgelben Kornfeld, von bläulichen Ber- gen in der Ferne, vom Gebirgsdorf, von der Blumenwiese bekamen die Hörer eine Reihe ausge» .zeichneter Bilder zu sehen, deren Farblgkett alle Reize dieser malerischen Landschaft lieber gab. Dann zeigte Dr. Kaufmann mehrere Bilder von einer Bergwanderung in den Karawanken, dem steil aufragenben Gebirgszug, in dem sich die Kärntner ober Komischen Alpen nach Osten fort« setzen, mit nackten unb wilben Gipfeln bis ZU 2200 Meter Höhe. Auch biese Bilder, gleich«alis farbig und von mehreren Höhenvunkten aus auf» genommen, zeigten ben Hörern wunbervolle Ausblicke auf liebliche Täler und ferne Gebirgszuge und vermittelten, burch erläuternbe Worte unter- stützt, bas ganze Erlebnis einer Bergbesteigung bis zu bem Augenblick, wo man auf bem Gipfel steht, runbum schaut unb bie Natur in ihrer Gewalt auf sich wirken läßt. Da in ber Nacht mit einem Wett terftun Neuschnee fällt, kann ber Vortragende auch Bilder von ben frisch verschneiten Höhen zeigen, währenb im Tal noch Sommer ist, die ^iime noch ihr Laub tragen unb in ben Garten die Blumen lief mürbe er vlötzlich MM D-> .tonnte etoas rW iimmen. Blatt 1. 2 uni) 3 waren vorharkden. Statt 4 ■efjlte. Statt 5 bildete den Abschluß. - Fr sah nach ben Daten und stellte fest, daß auf Blatt 4 ein Zeugnis üirr eine fast zweijährige Tätigkeit ge- tauben haben mußte, wenn sie nicht in dieser lan- gen Zeit aus bem Berufsleben ausgeschieden war. Sofort blätterte er zurück und suchte dm Personal- boqen daraufhin nach. Er trug Ine gleiche Hani). Art ff wie das Bewerbungsschreiben, war also van der Barkow ausgefüllt worden. Ehe er werterlas entnahm Michel dem Schrank mehrere Akten und stellte.in ihnen fest, dah alle Aufzeichnungen. ber letztes Jahre von der Sekretärin des Fabrikanten stamrrtten. Allo mußte sie natürlich auch ihren eigenen Personalbogen ausfüllen. Im Präsidium warteten Kriminaldirektor Doktor Ball und Kommissar Kammin auf Mchel. Er legte die Akte auf den Tisch und erstattete Bericht. Alle waren sich einig, daß es sich zwar um einen ganz unbedeutenden Fehler handeln, daß aber auch Wichtiges dahinterstecken könne. Um die Wartezeit ms zur Erledigung der chemischen Un verkürzen, lud Doktor Ball seine beiden Unterge denen zu e-iner Partie Billard ein, die sie ln einem nahegelegenen Restaurant spletten. Mchel w bei so von feinen beruflichen. Theo Kammii derart von rosenfarbenen Gedanken erfüllt, daß si , Ball wiederholt Gelegenheit zu energif^nl Stra predigten gaben; denn es machte wenig Freuds nut solchen Stümpern eine Partie auszuttagen. Trotz dem verharrten sie folgsam die beiden Stunden, die der Sachverständige als Frist gesetzt hatte, und gingen dann erst zum Präsidium jwd. „Na, was haben Sie herausgekriegt? fragte Dob Sterenante Dinge. Da» Bewerbungsschreiben und der Personalbogen, lautend auf ^en Namen Aenne Barkow, sind frühestens vor vier bis fünf Monaten geschrieben worden. Der Zustand der Tmt- beweist das einwandfrei. (Fortsetzung folgt) „Um Gottes willen!" stöhnte bas Mäbchen unb mußte jetzt lächeln. „Sie wären dazu imstande. Können Sie benn nicht ein bißchen liebevoller sein? „Und wie, Karla!" sagte er verhalten. „Ich werde Sie wie meinen Augapfel behüten, mich mit meiner breiten Brust jedem Wind entgegenstellen, . damit Sie geschützt sind. Ich werde au Hause ber iehorsamste, liebevollste und aufmerksamste Mann ein, den Sie sich nur denken können. Karla, ich habe ich lieb. Es ist nicht so einfach, das zu sagen. Ich liebe Sie doch, bas mässen Sie fühlen." „Ich möchte hinaus an bie Luft", sagte sie ganz leise unb roanbte sich ber Türe zu. Er folgte ihr. Etwas Besseres hätte sie gar nicht vorschlagen können. Draußen war es fast bunkel. Die beiden gingen nebeneinander, ohne ein Wort zu sagen, bis sie das Ende der Bäume erreicht hatten und vor einem weiten Ackerfelde standen. Er drehte sich ihr zu, schlang beide Arme behutsam um sie, als fürchte er, sie zu erdrücken, suchte bann ihren Mund unb küßte ihn lange unb zärtlich. „Liebes bu, meine liebe, kleine Frau! Sie fand noch keine Antwort, schmiegte sich aber fester an ihn. .Hast bu mich auch lieb?" fragte er. „Ja", antwortete sie unb zitterte habet, als ob sie friere. r , , . Unb bann begann ein flüsterndes Gespräch, bei bem Theo Kammin hauptsächlich den Frager spielte unb Karla Kobelt antworten mußte. Sie bekannte zögernb, baß er ihr vom ersten Tage bes Kennen- lernens an gut gefallen hatte, baß sie aber noch gezögert habe, eine Entscheibung herbeizuführen, weil sie sich erst so kurze Zeit kennen mürben Er küßte bie Bedenken weg unb erlangte bie (jrlaubms, den anderen ihr Glück sofort mitzuteilen. Sie schlenderten zu bem Saal zurück und machten so feierlich- lachende Gesichter, daß zumindest die anwesenden Damen Wichtiges errieten. Die erste Feier bestand darin, daß acht junge mutig raumfüllendes Bild; tänzerisch schien sich hier wie in ber einleitenden Komposition nach Corelli eine der unmittelbarsten und selbständigsten Be. gabungen der Gruppe zu äußern. Die übrigen Nummern ber Dorttagsfolae haben wir schon bei früheren Gelegenheiten zu sehen be. kommen: das Ständchen aus „Don Pasquale (Dost pert), elegant, spritzig^und spielerisch; die Tanze aus de Fallas Ballett „Der Dreispitz (Dolpert, Krock) bikden hübsche Beispiele moderner Formen urtter andeutungsweiser Verwendung nationalspanischer Motive (Torero, Kastagnetten, Talon); ungarischer Tanz von Brahms (E. Stoll), ein malerisches Bild mit reizvollem Tempowechsel. Schumanns „-^au» merci", von Brigitte Dietz auf Spitze getanzt, uno „Fürchtemachen" (Dietz, Stoll) und ber ^trauhsche Walzer (Krock, Volpert) bestätigten in erster Lime die technische Beherrschung klassischer Ausbrucks- formen. Sehr akkurat ber argentinische Tango (Dietz, Volpert), doch sollte hier auf die Zusammenstellung der Kostümfarben geachtet werden: die Kombination von Violett und Rostrot erscheint wenig harmonisch. Den Beschluß bildete die Mozartsche Rokokosuite zu Goethes Iugendgedicht „Kleine Blumen, kleine Blatter", eine in Bewegung umgesetzte galante Schäferszene, welche von A. Volpert, E. Stoll und B. Dietz in graziös pantomimischem Zusammenspiel vorgeführt wurde. — Earl Willy Hahn war em aufmerksamer, verläßliche Hilfen gebender Partner am — - _ Die zahlreiche Tanzgemeinde folgte inter« md spendete sehr freundlichen Beifall. KfS Ä-K K je»* ,ie6orenenbeoötterung Burmas unter der Knute zu halten. Dreister englischer Lleberfall auf spanischen Hafen. Berlin, 18. Jan. (DNB.) Englische Seestreit- fräste überfielen am 14. Januar 1942 ben spanischen kaen Santa Isabel auf Fernando Poo und Lrifen im Hafen liegende deutsche nnb Halte- nii dje Hanbelsschiffe an. Die Insel Fer- nanbo Poo, bie zusammen mit einigen kleineren In- Mn unb bem gegenüberliegenden Festland bie Ko- Lnie Spanisch-Guinea bildet, liegt an der westafrikanischen Küste in unmittelbarer Höbe der deutschen Kolonie Kamerun. Die Hafen- labt Santa Isabel zählt etwa 8600 Einwohner. Die oanische Regierung hat ber englischen Regierung mrd) ben spanischen Botschafter in Lonbon eine energische Protestnote überreichen lassen. Das par« eiamtliche spanische Blatt „Arriba" weist barau bin daß dieser Ueberfaü nur deshalb durchgeführt werden konnte, weil die spanischen Verteidigungsmittel an dieser Stelle äußerst unzureichend waren. Niemand soll daran zweifeln", so schreibt bie Zest tung „baß bie Freibeuter gespürt hätten, wie hart die spanischen Waffen zuschlagen, wenn bie_ not- wenigen Mittel zur Verfügung gewesen waren. Solibaribab Nacwnal" schreibt, Spanien erhebe einen Protestschrei gegen bie Verletzung bes internationalen Rechts unb gegen bas Verbrechen gegen bie Menschlichkeit. Spanien zittere vor Entrüstung unb verpflichte sich feierlich vor ber Welt, bis zum lohten Blutstropfen zu verhinbem, baß derartige Angriffe ungestraft verwirklicht werden konnten. - Die Kammertanzgruppe — Andreas Volvert, Brigitte Dietz, Katja K r ö ck, Edith Stoll; Lei- tung und Choreographie: Ballettmeister V o 1. pert — bestritt bas Programm der gestrigen Morgenfeier mit einer Zusammenstellung von bereits lezeigten Einzel- und Gruppentänzen und einigen Neuigkeiten. Unter diesen erwies sich als die interessanteste und künstlerisch ergiebigste eine Komposition „Der König unb drei Frauen" nach einer Idee von Andreas Volpert zur Musik von Corelli: bie tänzerische Erfindung entsprach der technischen Reife und Entwicklung der individuellen Anlagen aller Ausführenden. Die stellenweise sehr ausdrucksvolle Gebärdensprache und pantominische „Handlungsführung" formte sich nach dem Vorbilde mittelalterlicher Figuren in einem gehaltenen Bewegungsrhythmus im Sinne altertümlicher Tanzreihert, wobei nur die gelegentliche Einbeziehung ftilfremder Ballett-Elemente die Einheitlichkeit des Gesamtbildes störend unterbrach. (Im ganzen scheinen sich aus der Weiterbildung derartiger Tanz- formen, wie sie Haaß-Berkow vor Jahren zuerst gestaltete, dankbare Aufgaben für die kleine Arbeitsgemeinschaft der Kammertanzgruppe zu ergeben.) Von den neuen Stücken ber Dorttagsfolge sind ferner das Regersche Duett „Puck und Nymphe" zu nennen, ein von E. Stoll und A. Volpert in heiterer Spiellaune getanztes groteskes Scherzo von augenfälliger Publikumswirkung, unb em . Walzer von Mackeben, den Katja K r ö ck zeigte: sehr Flügel. - r- M locker bewegt, einigermaßen abseits vom herkomm- essiert und spendete sehr freundlichen B-ifalb lichen Schema, mit bem blauen Blumenstrauß ein an- nans - fpruch.) Der Burma, 6u lstet mar« London dar ngländischen jie Zeit nach imütig feine WM Er inenbliik der (einer Rück« [(genommen, Einverstand- t, daß Eng' itt^die Ein. ie nicht aller mnick uno >n Wer mar lesend mar? Polizeitom. irnte schiA ben und v heimnisDoUt nktem M’ M M* §s mar zu s fest. Ganz ms Ml noch '™ warum w' i bereif« d» E wollt«. * und «E äs? Sa iffen. in Erinnerung. Rechnungsführer Kam. K o r e l l legte hierauf seinem Rechenschafts- und Kassenbericht vor, der eh\ gutes Ergebnis auswies. Die Kassenführung war von den Kameraden Kern, Stork und Muhl geprüft worden, die alles in bester Ordnung fanden. Auf ihren Antrag wurde dem Kameraden K o r e l l mit herzlichen Worten für seine Mühewaltung einstimmig Entlastung erteilt. Der Schießwart Kamerad Kern, berichtete sodann über das Schießwesen der Kameradschaft im verflossenen Jahr, das sehr gute Ergebnisse gebracht hat. Die Kameradschaft ehemaliger 116er hat bei dem Schießwettbewerb im Kreisverband mit an erster Stelle gestanden und für die guten Schießleistungen ihrer Schützen ein Kleinkalibergewehr als Preis erhalten; viele Kameraden wurden für gute Schießleistungen besonders ausgezeichnet. Nach Bekanntgabe einer Reihe von Briefen aus dem Felde, darunter auch eines Schreibens von Oberstleutnant Scheuerpflug, in denen die enge kameradschaftliche Verbundenheit von Front und Heimat und der alten 116er mit den Kameraden des aktiven Regiments eindrucksvoll zutage trat, gab der Propagandawart der Kameradschaft, Kamerad Röder, noch verschiedene Anregungen und Hinweise für die weitere Ausgestaltung der Kameradschaftsabende durch den Ausbau des Dor- tragswesens usw. Hierauf führte Kreispropagandawart Kamerad H i e s e l einen Film über die Verdun-Schlacbt vor, der von den Kameraden mit großem Interesse ausgenommen wurde. Die begleitenden Schilderungen fanden ebenso wie der Film' den dankbaren Beifall der Kameraden. Kriegerkameradfchast Lollar. * ßoHat, 18. Jan. Am 18.Januar, am Reichsgründungstag, hielt die Kriegerkameradschaft Lollar in ihrem Kameradfchaftslo'kal ihren gut besuchten Hauptjahresappell ab. Kamerad- fchafts'führer Säubert begrüßte die Kameraden, insbesondere den auf Urlaub weilenden verwundeten Kameraden Ernst Moos, den vom Osten auf Urlaub weilenden Kameraden Stabsveterinär Dr. Limberger, den ältesten, im 89. Lebensjahr stehenden Kameraden, Ehrenmitglied Ehristoph R i n g l e b, sowie die Ehrenmitglieder Reise- weber, Bierau und Ludwig Geißler V. Bei gesenkter Fahne wurde in Ehrfurcht der im Jahre 1941 gefallenen Kameraden, sowie der in 1941 verstorbenen Mitgliedr Karl Erdmann und Karl Gaul, der Opfer der Bewegung und des so plötzlich verstorbenen Generalfeldmarschalls von Reichenau gedacht. Der Jahresbericht ließ wieder die enge Verbundenheit der Heimat mit der Front dadurch erkennen, daß 62 Dankschreiben einberufener Kameraden für übersandte Grüße aus der Heimat und für Lieb e sga b enp a k ete bekanntgegeben wurden. Im Vordergrund stand das Dankschreiben von Hauptmann und Ritterkreuzträger mit Eichenlaub Carl Nordmann. Der Kassenbericht, vorgetragen von Kassenwart Johs. Schmitt, ließ einen günstigen Abschluß erkennen. Dem Kassenwart und den übrigen Beiratsmitglredern wurde für ihre gewissenhafte Mitarbeit durch den Kameradschaftsführer gedankt. Das Schießwesen ließ eine rege Beteiligung beim Bundeswettkampfschießen erkennen. Dem Kameraden Heinrich Viehl wurde die goldene Ehrennadel und den Kameraden Willi Borschel, Heinrich Brück, Adolf Gottlich und Karl K a l e t s ch die [ gräberfürsorge. Alsdann wurden noch einige interne silberne Ehrennadel für gute Schießleistungen über- Kameradschaftsangelegenheiten besprochen. Mit dem reicht. Kamerad S ch i e f e r st e i n berichtete über Gruß an den Führer wurde ter Appell in der ub- die Kriegsgräberfürsorge. Seine Werbung hatte das lichen Weise geschlossen. gute Ergebnis von 36 Neuanmeldungen zur Kriegs-1 z ----- SJ.-fport Fußball-Meisterschastsspiele. Hessen-Nassau. Kickers Offenbach — KSG. Wiesbaden 2:0; Eintracht Frankfurt — SV. 05 Wetzlar 11:0; TSVg. 1860 Hanau — FSV. Frankfurt 0:2; RSG. Rot- Weiß Frankfurt — Union Niederrad 0:1; SV. 98 Darmstadt — VfB. Groß-Auheim 10:0. 1900 — Steinberg 1.1. VfV.-R. — Sinn 1:6. Ehringshausen —Luftwaffe 1:3. Der Verlauf der gestrigen Meisterschaftsspiele hat an dem Tabellenstand keine Veränderungen verursacht. 1900 kam gegen Steinberg nur zu einem Unentschieden, da einmal Goß, Kraft I, Schellhaas und Becker ersetzt werden mußten und zum anderen durch ein Eigentor den Gästen zu einem billigen Erfolg verhalfen wurde. VfB.-R. mußte sich dem Kampfgeist der Sinner beugen, mit dem Torergebnis ist die Niederlage allerdings etwas zu hoch ausgefallen. Die Luftwaffe wußte in Ehringshausen ihre Chance zu wahren. Nach einem bis an die Grenze erlaubten Kampfe blieben die Gäste verdient Sieger. 1900 — V.-Steinberg 1:1 (0:1). Die Hoffnungen der Blau-Weißen wurden wieder einmal stark getrübt. Goß und Schellhaas mußten höheren Aufgaben folgen, und als Kraft! und Becker durch dienstliche Belange auch noch ausfielen, wurde die Sache weit schwieriger. Mit Wenz, Muhl, Bötz, Carstens, Schäfer, Weniger, Schuck, Theis, Sittner, Kraft II, Ludolph kam aber dann doch noch eine Mannschaft zusammen. Der Verlauf brachte wenig erhebende Momente. Muhl war es, der den Gästen durch ein Eigentor zur Führung verhalf. Diesen Vorspruna verteidigten die Gäste zäh und verbissen, und Da bei den Blau-Weißen kein rechter Zusammenhang in die Aktionen kam, dauerte es bis kurz vor Schluß, bis es Kraft II gelang, den Ausgleich zu erzielen. Der Siegestreffer wäre vielmehr zustande gekommen, wenn bei einem aussichtsreichen Angriff nicht die Hand mit im Spiel gewesen wäre. So mußten die Platzbesitzer statt des erhofften Sieges mit einem Unentschieden vorlieb nehmen. VfB.-Reichsbahn — B.E. Sinn 1:6 (1:4). Das Spiel endete mit einer großen Ueberraschung. Die Reichsbahner traten mit Wiegel, Spatz, Leut- Heuser II., Bauer, Schlitz, Kirschner, Plaum, Schardt, Fleischhauer, Mattern, Burkhardt an. Sinn hatte seine alte Mannschaft, durch den Mittelstürmer Brück aus Burg verstärkt, zur Stelle. Sinn spielte eifrig, aber ohne System. Das Zuspiel der Gießener war weit besser, aber die Sinner fegten immer wieder dazwischen und verhinderten dadurch Erfolge. Die Gegenangriffe der Sinner führten durch Schnelligkeit und Schießen des Sinner Sturms zum Erfolg. Den Reichsbahnern fehlte ein Mittelläufer, ter das Spiel dirigierte und den Sturm besser einsetzte. In der Mannschaftsaufstellung muß unbedingt eine Umstellung vorgenom- men werden, wenn Erfolge erzielt werden sollen. Deutscher WbaWeg in Agram. Deutschland schlägt Kroatien 2:0 (1:0). Das erste Fußball-Länderspiel im neuen Jahr wurde von der deutschen Nationalelf zu $inem schönen Erfolg gestaltet. Sie gewann |am gestrigen Sonntag in der kroatischen Hauptstadt im zweiten Ländertreffen gegen Kroatten verdient mit 2:0 (1:0) Toren. Rund 20 000 Besucher wohnten dem Kampf bei. Die Svielbedingungen waren nicht die besten, aber die Leistungen beider Mannschaften standen doch auf einer hohen Stufe. Deutschlands Führungstreffer kam durch ein Eigentor des kroatischen Verteidigers Brozovic zustande, und nach Seitenwechsel schoß ter Wiener Decker, der erstmals in der Nattonalelf stand, düs zweite Tor, Deutschland: Jahn; Sesta, Schmaus; Wagner, Mock, Hanretter; Riegler, Decker, Conen, Walter, Durek. K r o at i e n : Glaser; Brozovic, Dubac; Puksec, Jazbinsek, Kokotovic; Cimermancic, Wölfl, Pavle- tic (Lesnik), Antolkovic, Plese. Die kroatische Nationalelf sand sich zunächst besser zurecht, und schon mußte Janes gegen den vor- stürmenden Cimermancic eingreifen. Gleich darauf kam Wölfl über den ausgleitenden Schmaus hinweg zum Schuß, der Ball flitzte jedoch am Torpfosten vorbei. Sesta in unserer Abwehr ließ die unermüdlich vorstürmenden Kroaten vergeblich anrennen. Auf der Gegenseite mußte auch Glaser feine ganze Kunst aufbieten, um einen Schuß Deckers im Hinwerfen unschädlich zu machen. Walter fand als erster unserer Stürmer festen Halt, aber fein Schuß strich über die Latte. Am wenigsten kam Conen ins Spiel, feine Paßbälle gerieten stets an den Gegner. In der Wiener Deckung bemühte sich Mock mit steigendem Erfolg um ein flaches Paßfpiel, wodurch unser Sturm zu den ersten zusammenhängenden Aktionen auflief. Die Kroaten gaben Jahn immer wieder schwere Arbeit. So konnte der Berliner einen Schuß Wölfls nur 61 0228 scheck- 251D 240 D eine 0226 Gebrüder Kahl Baustoffgrobhandlung, Gießen Frankfurter Straße 159 Telefon 2286/2287- Für die liebevolle Anteilnahme bei dem Heldentod unseres lieben Sohnes und Bruders Obergefreiter Theodor Weber sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Trautwein für die trostreichen Worte. Philipp Weber XI. und Familie. Fellingshausen, den 19. Januar 1942. Unser sonniger Junge, mein lieber Bruder. Schwager, Onkel und Neffe Karl-Heinz Noll Leutnant in einer Aufkl.-Abteilung starb am 22. Dez. den Heldentod im Osten für sein Vaterland, für Recht und Freiheit. In tiefem Schmerz: Karl Noll und Frau Walter Jeroch und Frau Bärbel Jeroch Emmi Schmidt. Gießen (Bahnhofstraße 6), Neuwied. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 246 D DANKSAGUNG. Allen denen, die uns bei dem schweren Verlust anläßlich des Heldentodes meines in- nigstgliebten, unvergeßlichen, braven Mannes, meines lieben, teuren Vaters, unseres einzigen hoffnungsvollen Sohnes, unseres guten, unvergeßlichen Bruders und Schwiegersohnes. Schwagers, Nellen, Paten und Cousin Philipp Brück II., Gefreiter in einem Inf.-Regt. in Wort und Schrift ihre Anteilnahme bekundeten, sowie allen Teilnehmern der Gedächtnisfeier, besonders Herrn Pfarrer Bönning für seine liebevollen Worte, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefen Dank. In tiefem Schmerz: Lina Marie Brück, geb. Weller und Töchterchen Renate nebst allen Angehörigen. Annerod, den 13. Januar 1942. Kreuzvlaß 9-10 suche ich Putzfrau evtl, für ganze Tage. Winterhoff. Torfat-Platten (zementgebundene Faser Platten) Größe 1250 x 2500 mm Stärken: 5, 6, u. 8 mm abzugeben. Näh. Bedingungen erfahren Sie schriftlich oder telefonisch. Am 22. Dezember 194,1 fiel in den schweren Abwehrkämpfen im Osten unser geliebter einziger Sohn, Bruder und Schwager Franz Werner Schütze in einem Inf.-Panzerjäger-Reg. Als 19 jähriger Freiwilliger gab er sein Leben für Führer, Volk und Vaterland. In tiefem Schmerz: Robert Werner und Frau Katharina, geb. Müller Irmgard Willmes, geb. Werner Klara Voßmann, geb. Werner Dr. Fritz Willmes Dr. Heinz Voßmann, z.Z. im Felde. Hungen u. Reiste (Kr. Meschede), 16. Jan. 1942. _______________________________________________247 D Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft am Freitag, dem 16. d. M., abends um 6 Uhr, nach kurzem, schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender, nimmermüder Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Seipp im Alter von 60 Jahren. In tiefem Schmerz: Karoline Seipp, geb. Inderthal Wilhelm Seipp, z. Z. im Felde, u. Frau Otto Hahn, z.Z. im Lazarett, u. Frau und ein Enkelkind. Rödgen, Grpßen-Buseck, den 17. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, 20. Jan., nachmittags um 2 Uhr statt. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe, gute Frau, meine gute Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Katharine Becker, geb. Benner gestern nach kurzem, schwerem Leiden im 74. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Becker 7. Elisabethe Hofmann. Alten-Buseck, Daubringen, Gießen-Wieseck, Frankfurt a. M., den 18. Januar 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, 20. Januar, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhaus, Hofburgstraße 43, aus statt. ____________________248 D M sa DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgang meines lieben Mannes, unseres guten Schwagers und Onkels sagen wir hierdurch herzlichen Dank. Besonders danken wir noch Schwester Lina für die liebevolle Pflege während seinem langen Leiden, Herrn Pfarrer Dr. Jost für die trostreichen Worte am Grabe, der Reichsbahndirektjon Frankfurt, vertreten durch Herrn Reicbsbahninspektor Rau. und der Gesangsabteilung der Lokomotivführer in Gießen für die Kranzniederlegungen. Im Namen der Hinterbliebenen: • Katharine Vogt, geb. Bärthel. Gießen-Klein-Linden, den 16. Januar 1942. _____________________________________239 D Verschiedenes an der Lahn (zirka Z4 Morgen) zu verpachten. Schr. Ang. uni. 253D a. d. G.A. öeöurtsanzeigen »xi Brühl. Gießen | Mietgesuche | dd)ön.3»3hnjlDön. mit Küche und Mansard.lStadt- mitt)geg.2-Zim.- Whrrg.) mit Bad zu tauschen ges. Schr. 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Wer 3n|i ytMilitärkon Oberfomm ,in Aeoollmäch MM des Lhess des L Vorzulegen ist der vom Ernährungsamt heraus- Gegebene rote Haushaltsausweis und der Lebensmittelkarten-Personalausweis. Sonstige Verbraucher (Handwerker, Gewerbetreibende, Baugeschäfte, Fuhrunternehmer u. ä.) decken ihren Bedarf unmittelbar bei dem Großhandel. Beträgt der monatliche Bedarf mehr als 20 Liter Petroleum, so müssen sich diese Verbraucher an die Reichsstelle für Mineralöl, Berlin SW 68, Krausenstraße 22/24, wegen Zuteilung von Pettoleum wenden. 250D Gießen den 17. Januar 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Äießen. Wirtschaftsamt. Verdunkelungszeit: 19. Januar von 17.42 bis 9.20 Uhr. Ä C-N SS Berlin, s^vnegc 01 Marten »11.1. b( Ach doh U3 tote B Erbteil boljthe kM die b« «Mi ? N« *«uf eir Si'il'g n SS MS pr ft? Sie “"Meld Lß’.^mbes L*ung entere ■ S;r, p>? I Sten k 1 die Ras Bekanntmachung. Bekr.: Verkauf von Petroleum. 1. Mit Mrkung vom 20. Januar 1942 dürfen Kleinverteiler Petroleum nur gegen Vorlage des roten Saushallsausweises, in welchem auf Seite 4 ein Vermerk „Petroleum für Haushalts- zwecke" aufgestempelt ist, abgeben. Die Kleinverteiler erhalten von dem Wirtschaftsamt eine schriftliche Benachrichtigung über das bei der Petroleumausgabe zu beachtende Verfahren. 2. Verbraucher, die Petroleum für Haushaltszwecke (Heiz-, Koch- und Leuchtzwecke) benötigen, müssen sich' ab Montag, den 19. Januar 1942, bei dem Wirtschaftsamt, Liebigstraße 16, Zini- mer 1, einen Einkaufsausweis ausstellen lassen. im Sturz abwehren, wahrend er gleich darauf einen hohen Flankenball im Sprung herunterholte. Decker schlängelte sich durch die gegnerische Abwehr, seinen nach rechts Gegebenen Ball nahm Riegler, der aber in vollem Lauf vorbeischoß. Die erste Ecke der Kroaten verlief ebenfalls ergebnislos, aber der gegnerische Angriff blieb weiterhin durch sein schnel. les Zusammenspiel gefährlich. Schon fand man sich mit dem torlosen Halbzeitstand ab, da erwischte Riegler in vollem Lauf das Leder und schoß scharf gegen Glasers Tor. Der von Decker hart bedrängte rechte kroatische Verteidiger Brozovic hatte beim Dazwischenfahren das Pech, den Boll für Glaser unhaltbar zum ersten deutschen Treffer ins eigene Tor zu lenken. Damit übernahm die deutsche Mann- schäft eine glückliche, wenn auch nicht unverdiente 1:0-Führung. Gleich eine der ersten Aktionen nach Wiederanpfiff gab Riegler Gelegenheit zu einem schönen Flankenball, Durek setzte ins Tor, aber der Schied s, richter versagte dem anscheinend völlig gerechtfertig, ten Treffer seine Anerkennung. In der 54. Minute gab Lesnik, der an Stelle von Pavletic getreten mar, erstmals seine Karte bei Jahn ab. Der lange Berliner vermochte das Leder zwar abzuschlagen, aber Plese nahm den Lall in kurzer Entfernung vor dem Tore auf, hatte jedoch das Pech, am Pfosten vorbeizuschießen. Nach einer Minute des Gedenkens für die Opfer des kroatischen Freiheitskampfes lief das Spiel mit einer wunderbaren deut» fchen Aktion wieder an. Das Leder wanderte von Decker über Conen und Walter zu Riegler, dessen Flanke jedoch mißlang. Als der flinke Lesnik Sesta umspielte und auch Hanreiter mit einem kurzen Haken täuschen konnte, bestand größte Gefahr für Jahn. Wieder strich der Ball am Tor vorbei. Jahn hatte dann neuerdings Glück, als er, am Boden liegend, von Plese angeschossen wurde. Der zweite Eckball gegen Kroatien wurde wieder eine Beute Glasers. In der 69. Minute fiel aber dann das für den weiteren Fortgang des Spieles entscheidende zweite deutsche Tor. Wieder einmal hatte sich Riegler durchgekämpft, seinen hohen Flankenball verfehlte Conen. Decker erfaßte die Situation und schoß kurzentschlossen halbhoch ins rechte Eck. Die Deutschen beherrschten nun völlig das Spiel. Handball-Meisterschostsspiete. Hessen-Nassau. SA. Frankfurt — TV.Mombach 12:6; RG. Rüs» selsheim — Polizei Frankfurt 6:10; GfL. Pfungstadt — TG. Offenbach 7:4; TG. Dietzenbach — TG. Hanau 10:4; LSV. Gießen — TG. Friedberg 11:5. Stuttgarter Turnersieg in Frankfurt. Im ausverkauften Frankfurter Schumann-Theater kam es am Sonntagvormittag zu einem turnerischen Mannschaftskanvf zwischen Frankfurt, Stuttgart und einer Riege der Wilhelmshavener Kriegsmarine, aus dem erwartungsgemäß die Stuttgarter Mannschaft siegreich hervorging. Die württembergischen Gäste siegten mit 517,6 Punkten ganz überlegen vor Frankfurt (487,8) und Wilhelmshaven (486,8) und stellten in Theo Wied den besten Einzelturner des Hages. ofematerie mit Viktoria v. Ballasko Viktor Stahl • Käthe Baak Theodor Loos, Paul Dahlke, H. A. Schlettow Spielleitung: HailS Deppe. Neueste Wochenschau! Täglich 2.30, 4.45, 7.30; So. 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt! 24tA Die Vorstellung heute Montag, 7.30, fällt aus 11