Mittwoch,l8.NovemberM2 ^ndiwbBertag: Gegen feindliche Kolonnen in Aordasrika trupplätigkcit. luftwaffe schon in der ersten Hälfte selbst dieses Ergebnis des gesamten Monats Oktober überschritten. eJrc__PrüfflPrnhPMl auf die Bahnlinien ostwärts der Wo t g a mit gutem I Erfolg fort. * gehoben würden. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) I st a n b u l, Ende Oktober 1942. Der Fastenmonat R amas an, den die Mohammedaner alljährlich nach der islamischen Mondrechnung mit einer Zeitoerschiebung um etwa vierzehn Tage begehen, wandelt langsam sein Gesicht. In dem modernsten Land des Nahen Ostens, der T ü r k e i, die sich mit der Ausrufung der Türkischen Republik, zu einem laizistischen Staat erklärte, spielte er in den Zeiten des Osmanischen Reiches, da in der Hauptstadt Konstantinopel noch der Kalif der mo- bammedanischen Welt thronte, eine große Rolle. Heute wird er mehr und mehr unsichtbar. Dor Jahren konnte man ihn noch erleben: In der Gestalt des Trommlers, der eine Stunde vor dem Morgengrauen die Frauen der Gläubigen weckte, damit sie die letzte Mahlzeit für die Familie bereiteten, ehe der Tag begann, den der Mohammedaner ohne die geringste Nahrung, ohne eine Zigarette, ohne den geliebten Kaffee, ja ohne ein Glas Wasser verstreichen lassen muß. In den Speisehäusern rückten anstatt gegen sieben Uhr, abends schon um halb sechs, nach dem Donner der erlösenden Kanonenschüsse, die großen runden Platten mit Reis, den, immer noch unvergleichlich viel leichter zu ertragen sind als das Inferno, das uns nach einer Niederlage drohen würde. Wir kämpfen jetzt um unsere nationale und individuelle Existenz im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser Krieg sei die Fortsetzung unserer sozialen Revolution, die mit der Machtergreifung durch den Führer begonnen habe. Nur die Staaten, die aus dem Kraftquell einer revolutionären Erneuerung ihre Konsolidierung erfahren hätten, würden dieses weltweite Ringen um die Neuordnung unseres Erdteils überstehen. In einer Synthese von überragendem staatsmännischem Genie und einem Feldherrntum, das an die klassischen Beispiele erinnere, gebe der Führer seinem Volk Ziel und Richtung dieser weltgeschichtlichen Auseinandersetzung. Vom Führer beginnend bis zum letzten Arbeiter, Bauern und Grenadier sei heute die ganze Nation von einem heiligen Fanatismus, zu arbeiten, zu kämpfen und zu siegen erfüllt. Siege, und feien sie noch so groß und überwältigend, machten uns nicht leichtfertig und übermütig, momentane Rückschläge könnten uns nicht in unserer souveränen Siegesgewißheit beirren, den schweren Anforderungen des Krieges unterzögen । mir uns mit tiefster Verpflichtung. Belastungen nehme das kämpfende und arbeitende deutsche Volk auf sich mit dem stolzen Bekenntnis: G e l o b t s e i, jwas hart macht! „glücklich" vollendet ist. Am 7. November haben Amerikaner und Engländer nun den Krieg unmittel» bar nach Französisch-Nordafrika getragen. Das ist der Abbruch des französischen Kolonialreiches durch kriegerische Gewalt. Daneben vollzieht ich der — sozusagen stillere — Abbruch durch französische Derrätergenerale wie de Gaulle, Giraud und Cattoux, dem die ausgedehnten französischen Besitzungen ' im Kongogebiet, das Mandat über Kamerun, zahlreiche Streubesitzüngen in allen Teilen der Welt einschließlich der kleinen Inseln Saint- Pierre und Miquelon im Karibischen Meer und die Fischereistützpunkte an der Neufundlandbank zum Opfer gefallen sind. Gegenwärtig wird Brasilien auf Französisch-Guayana an der Nordostküste Südamerikas gehetzt. Der Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 17. TLcro. Das Oberkommando der Wehrmacht gib! bekannt: Deutsche Truppen brachen im Raum nördlich Tuapse und im Elbrus-Abschnitt in tief- gegliederte Stellungen ein und erstürmten zahlreiche Kampfanlagen in erbitterten Nahtämpfen. Wiederholte mit Panzerunterstühung vorgetragene Angriffe des Feindes im T e r e k - A b f ch n i t t scheiterten am zähen Widerstand der deutschen Truppen. 3m Kaspischen Meer versenkte die Luft- der prächtigen Moscheen aus dem Großen Gebet beizuwohnen. Bier Tage später beginnt dann der Scheker-Bairam, an dem sich Freunde und Bekannte gegenseitig mit Zuckerwerk beschenken. Zucker steht heute über einem der Leidenskapitel des Nahen Ostens, so knapp ist er auch hier geworden. Um diese Entbehrung recht ermessen zu können, muß man sich vergegenwärtigen, welche Rolle der Zucker in den heißen Ländern spielt, wo der menschliche Körper alle schwere Nahrung vermeidet und sie in großem Maße durch Zucker ausgleicht. Im Irak ist die Zuckerknappheit besonders groß. Schon seit Monaten wird fast alles mit dem aus Datteln gewonnenen Syrup gesüßt. Weder dort, noch in Aegypten, wo sich die Klagen über Zuckerknappheit häufen, wird es zum Scheker« Bairam die von früher her gewöhnten Zuckerwaren gegeben haben. Welche Ausmaße der Konsum von Helva, Lokum, Zuckermandeln und -nüssen, Pralinen und Bonbons annehmen kann, läßt sich -daraus ermessen, daß sich in der Türkei, die in ihrer Zuckeroersorgung fast autark ist, im Anschluß an das Zuckerfest eine unangenehme Verknappung dieses Nahrungsmittels einstellte, da wegen des Krieges keine Einfuhren getätigt werden konnten. In Iran, das den Krieg durch die im letzten Jahr erfolgte anglo-fowjetifche Besetzung zu spüren bekam, hatte der Ramasan andere Auswirkungen. Als er begann, richtete die Regierung einen Aufruf an die Bevölkerung, den Fastengebeten genauer als in den zurückliegenden Jahren nachzukommen. Mit der Industrialisierung und Modernisierung des Landes hatten von Jahr zu Jahr weniger Iraner die Ramasanvorschriften eingehalten. Jetzt hatten die Behörden in Teheran die Polizeiorgane ausdrücklich angewiesen, streng darauf zu achten, daß untertags in der Oeffentlichkeit niemand die Gebote übertrete, allo weder auf der Straße noch in den Restaurants esse, trinfe ober rauche. Einige Wochen vorher war mit der Regierungsübernahme durch den neuen Ministerpräsidenten Kavam die verschärfte Durchführung des Belagerungszustandes, der des nachts jeden Straßenverkehr verbietet, angedroht worden. Da sich aber die Iraner vom Sonnenuntergang, der wegen der Sommerzeit sowieso eine Stunde später lag, bis zehn Uhr abends nur ungenügend verköstigen konnten, mußte sich die gleiche Regierung sehr bald bequemen, die Polizeistunde zu verlängern. An den Hauptfeiertagen wurde sie sogar ganz aufgehoben und anschließend auf Mitternacht festgesetzt. Auch in Aegypten fand eine teilweise Lockerung der Polizeistunde statt. Ferner erfuhr dort die knappe Versorgung der Bevölkerung mit Lebensrnitteln durch Sonderzuteilungen einige Erleichterungen. So wurden die seit langem eingeführten drei fleischlosen Tage der Woche aufgehoben und auch sonst Erleichterungen gewährt. Die britischen Militärbehörden mußten in einer Zeit, in der sich ein gewisses Band der Einigung durch die Einhaltung der islamischen Religionsgebräuche in dem nattona- mässe einen Tanker,zweiTankschiffe wurden beschädigt. Kampfflugzeuge setzten die Angriffe Angriffe der Sowjets an der Wolchowfront brachen im Feuer der deutschen Abwehr zusammen. 3n der Cyrenaika dauern die Kämpfe an. Demo wurde von den deutsch-italienischen Truppen planmäßig geräumt. Kampfflieger bekämpften wirksam britische Kolonnen. Aus der britisch-amerikanischen Rachschubflotte für Rordafrika wurde ein Tr a n s p o r t e r von 12 000 BRT. durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Feindliche Marschkolonnen auf der Küstenstraße ost- wärts B o ne und im südlichen tunesischen Grenzgebiet erlitten durch Luftangriffe schwere Verluste. Einzelne britische Flugzeuge flogen in der Abenddämmerung in das nordwestbeutsche Grenzgebiet. Durch Bombenabwurf hatte die Bevölkerung geringe Verluste. Vorpostenboote sowie Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine schossen an der Atlantik- und Rordseeküste sieben feindliche Flugzeuge ab. Amerikanische« GchreckenSregiment in Algier. Fleischgerichten, Gemüse und Süßspeisen in die Schaufenster. In dem alten Stadtteil Stambul auf ber anderen Seite des ©eibenen Horns begann bann anschließend an die erste Atzung nach dem nüchtern verbrachten Tag, eine Nacht des Lebensgenusses, em fröhliches Treiben, das Aehnlichkeit mit unseren Karnevalsvergnügungen hat. Davon ist jetzt nichts mehr zu merken. Uebrig blieb der Kanonenschuß, der im Morgengrauen am kündigt, daß bis zum zweiten Schuß am Ende des Tages gefastet werden muh, und die Lichterkränze rings um die Minarette, die allabendlich in den dunklen Nachthimmel hineinleuchten. Besonders eindrucksvoll war in früheren Jahren, als die Hagia Sofia noch nicht zum Museum erklärt worden war, das Große Gebet in ber 27. Nacht des Ramasanmonats (ber Kadimacht), in ber der Koran auf die Erde gekommen sein soll. Taufende von Gläubigen knieten nieder und neigten in rhythmischen Gebetsübungen, die im Halbdämmer des weitläufigen Gotteshauses wie das Wogen des Meeres wirkten, ihre Stirn gegen den Fußboden. Auch heute bleibt die Kadirnacht nicht ohne Eindruck auf den Fremden, dem es erlaubt ist, von der Empore einer Oer Westwall deutscher Kampfgesinnung. Reichsminister Or. Goebbels sprach im rheinisch-westfälischen Industriegebiet Rom, 17. Nov. (Europapreß.) Die Amerikaner in Algier haben ein Schreckensregiment errichtet, was dem bereits über die arabischen Länder des Nahen und Mittleren Ostens verhängten entspricht, so meldet „Popolo di Roma" aus Tanger. In Algier seien zahlreiche Mitglieder der nationalen algerischen Partei sowie andere „Verdächtige" verhaftet worden, zu deren Festnahme eine einfache Anzeige der wieder die Oberhand habenden Juden genügte. In allen mohammedanischen Kreisen Marokkos habe der Appell der anglo-amerikanischen Militärbehörden an die Araber Marokkos, sich für die alliierten Truppen anwerben zu lassen, lebhafte Entrüstung hervorgerufen. Infolge fortgesetzter Zwischenfälle, die sich gegen die britisch-amerikanischen Eindringlinge richten, haben die englischen und amerikanischen Militärbehörden in Casablanca und Rabat ein Aus- gehverbot ab 22 Uhr erlassen. Der Oberbefehlshaber des alliierten Landungsunternehmens in Nordafrkka, General Eifenhower, hat einer jüdischen Delegation zugesichert, daß mit Abschluß der militärischen Operationen sämtliche antijüdischen Gesetze, die von der französischen Regierung in Französisch-Nordafrika eingeführt worden sind, auf» infernalischen Haß gegen die Männer und Kräfte, die diese Gemeinschaft angreifen und zerstören wollen. Wenn man einwendet, das fei undeutsch, so kann ich dagegen sagen: Die übertriebene Objektivitätssucht ist ein deutscher Charakterfehler. Wenn man uns heute im Ausland vorwirft, wir feien Partei und voreingenommen, so bekennen wir offen: Das ist unser größter Stolz! Als dieser Krieg an fing, da haben wir uns geschworen: „Wir wollen von nun ab nichts anderes sehen als unser Volk! (Stärkster Beifall.) Für dieses Volk kämpfen wir und treten wir ein. Nach dem Kriege wollen wir wieder objektiv sein; jetzt kommt es nicht darauf an, Objektivität zu pflegen, fondern jetzt fordert die Zeit von uns die Pflege der nationalen Leidenschaften und des nationalen Fanatismus." Wir führten den Krieg, so schloß Dr. Goebbels seine Rede, nicht für blutleere Theorie. Es sei ein Volkskrieg für die materiellen und ideellen Interessen der deutschen Nation und des gesamten europäischen Erdteils. Jeder Soldat, jeder Arbeiter, jeder Bauer und jeder Geistesarbeiter wüßten heute, worum es gehe. „Es ist ein heiliger Krieg um Raum und Scholle!", so rief Dr.Goebbels, „es ist ein Krieg um die Ausdehnung unserer Volkskraft und damit um die Möglichkeit einer Entfaltung unserer nationalen Energien!" Wir wüßten, daß die schwersten Lasten, die uns aufgebüxdet wer- Y2. Jahrgang Nr. 272 (ärictjemt raguch, außer Sonntags und Feiertag- Beilagen: . Gießener Familienblätter Heimat imBil d-DieScbolle s Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1L0 Sustellgebüör... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Stummem infolge höherer Gewalt Bvrechanfchlnß 2251 Umschrift:,Anzeiger* i beck l l wtz Frankf /M. 1 Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer biS8V,UbrdesBornnttag» Ameigen-Breife für die Millimeter-Nelle von 22 Millimeter ©reite; 7Rpf. für Familienan» zeigen und privat« GelegenbeitSanzeigen 14Rvi. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Dlatzvorlchritt (vorherig« ©erembtmmg) 25*/» mehr $n England mache sich in kritischen Kreisen geradezu tme Art von Lebensangst über die wachsende Ge- chr dieses Problems breit Es sei klar, daß die tttische Regierung angesichts der Unmöglichkeit, den rieg nach Europa hineinzutragen, jedes brutale Uttel anwende, um ihrer verzweifelten Lage eine Zendung zu geben. Der Luftkrieg gegen d i e ivilbevölkrung sei dafür ein überzeugender eweis. Wenn wir demgegenüber eine Konzenration unserer militärischen Kräfte vornehmen und en Krieg nach dem Grundsatz der Schwerpunkt- ildung führten, so habe gerade die Bevölkerung der luftbedrohten Provinzen dafür das größte Verständnis. Ihre heroische Haltung sei für das gesamte deutsche Volk ein leuchtendes Beispiel. Im übrigen habe der Führer schon verschiedentlich erklärt, daß die Stunde der Vergeltung kommen und England bann eine Antwort zuteil werde, die es sich heute Oer Abbruch des französischen Kolonialreichs. Das französische Kolonialreich gleicht einem herrenlosen Hause, das von „wilden" Siedler abgebrochen ist, aus dessen Mauern sich jeder Steine, Ziegel und Balken nimmt, die ihm passen und die er kriegt. England und die Vereinigten Staaten als ehemalige Bundesgenossen sind die eifrigsten Zerstörungsarbeiter beim Abbruch des französischen Weltreichs. Von seinen ehemaligen Feinden hatte Frankreich nichts zu fürchten. Der gesamte fran- zösische Kolonialbesitz umfaßte 10,9 Millionen Quadratkilometer, war also rund 20mal so groß als das europäische Frankreich. Von diesen 10,9 Millionen Quadratkilometer (einschließlich der „Mandate") entfallen 9,8 Millionen oder rund neun Zehntel auf Afrika. Die modernsten, aufgeschlossensten Kolo nien Frankreichs im afrikanischen Erdteil sind wieder die nordafrikanischen Besitzungen. Ramasan in der Kriegszeit Von unserer L.A.-Berichterstatterin. Unterdes gehe die Schlacht auf den Welt- neeren ihren unerbittlichen Gang weiter. Im September hätten wir eine Million an versenkter feindlicher Tonnage überschritten. Der wettermäßig sist schlechteste Monat des Jahres, Oktober, habe tnnb 750 000 BRT. gebracht, und der-November, l?r für U-Boot-Operationen im allgemeinen außer- irbentlid) schwierig sei, habe zusammen mit der f..ft«.«tfa t« her erften (Srifffp fpfbft dieses Die Plünderung des französischen Kolonialreiches begann mit dem englischen Feldzug gegen Syrien am 8. Juni 1941. Er sollte ein Gegenstück zu dem deutschen „Blitzkrieg" auf dem Balkan sein, dauerte aber trotz der örtlichen Begrenzung auf das kleine syrische Küstenland reichliche fünf Wochen. Die Franzosen waren von vornherein zahlenmäßig und nach dem Rüstungsstande absolut in der Hinterhand. Am 24. Juli hielt Marschall Petain an die Offiziersschüler in Aix-en-Provence eine Ansprache, in der er bitter sagte: „Als vor einem Jahr der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, dachte man, daß der Krieg für Frankreich zu Ende fei." Und er fuhr unter Anspielung auf die Kämpfe in Syrien fort: „Wir werden vielleicht noch andere Kolonien zu verteidigen haben, da unser ganzes Kolonialreich bedroht ist." Die Ahnungen Pötains sind rascher in Erfüllung gegangen, als er selbst geglaubt haben mag. Am 27. April 1942 wurde bekanntgegeben, daß nordamerikanifche Truppen Neu Kale d o n i e n (im südlichen Stillen Ozean) besetzt haben. Frankreich protestierte in Washington ergebnislos. Selbstverständlich haben seither japanische Flieger Neu-Kaledonien angegriffen. Am 5. Mai 1942 begannen die Engländer mit der Besetzung des französischen Marinestützpunktes Diego Suarez die Eroberung von Madagaskar, die seither 'llendet ist. Am 7. November haben noch nicht träumen lasse. Wenn die britische Propaganda eifrigst bestrebt sei zu beweisen, daß England allein mit Hilfe der Seit zum Siege kommen werde, so sei das ein Trugschluß, der gerade für die britische Geistesverfassung bezeichnend sei. Den Krieg gewinne der, der sich die nötigen Fau st Pfänder sichere, und dem durch die Weite des Raumes auch die Zeit als Bundesgenosse zur Verfügung stehe. Die Vorteile ber inneren Linien ständen der deutschen Knegsuh- I mng trotz der weltweiten Ausdehnung des in ihrem ! besitz befindlichen Raumes vollauf zur Verfügung. । Denn die feindlichen Mächte glaubten, daß Deutfch- Icnb an feinen Rohstoffengpässen scheitern werde, so , sei demgegenüber darauf zu verweisen, daß die Engpässe, vor denen beispielsweise heute die amerifa- msche Kriegsproduktion stehe, sich wohffchemttch ! D el gefährlicher auswirken würden als die, dNrch die ! d-e deutsche Kriegführung hindurch müsse. England dagegen sei im Laufe des Kr-eges aus einem bdckierenden zu einem blockierten Land geworden. Die stark der Tonnagemangel sich auf der Femd- i feite schon bemerkbar mache, könne man daraus ersehen, daß das Reich in der Lage gewesen sei die : Lebensmittelrationen heraufzusetzen und das Volk durch eine reiche Weihnachtszuteilung zu erfreuen, während England für diesen Winter zu- 1 äegebenermafjen aus steigendem Tonnagemangel Hine Lebensmittelrattonen heruntersetzen muffe. Die kindische, englische Behauptung, daß Hiller sich zu Tode siege, erinnere an die gleiche naioe b:r Juden vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, daß Hitler sich zu Tode wähle, f Die wir uns damals von einem Wahlersolg zum I datieren bis zur Macht emporgeschwungen hätten, \t werde Deutschland sich heute von einem Sieg zum orderen bis zum Endsieg durchkämpfen. Unsere Dassen, an Quantität und Qualität denen des Gegners überlegen, feien zusammen mit der Tapferkeit der deutschen Soldaten und dem Feldhermgenie des Führers die beste Garantie des Sieges. Auch die Hoffnung des Feindes, die Moral des deutschen Lölkes allmählich durch längere Kriegsdauer zu f Erbrechen, werde sich als Trugschluß erweisen. || „Wir wollen", so rief der Minister aus, „daß unser I; Lolk nicht nur von einer heißen Liebe zur eigenen Gemeinschaft erfüllt wird, sondern auch von einem B e r {i n, 17. Nov. (DNB.) Die deutsch-italienische I Südostwärts des Ilmensees rege eigene Stoß- Kriegsmarine und Luftwaffe fetzten die Bekämpfung frunntatiatpif der britisch-amerikanischen Nachschubflotte für Nordafrika fort. Obwohl die Zahl der in den afrikanischen Gewässern operierenden Schiffseinheiten wesentlich geringer geworden ist, konnten zurückfah- renbe und neu ankommende Schiffe zum Kampf gestellt werden. Gleichzeitig setzten deutsche Kampflugzeuge die Bekämpfung des Hafens Bougie ort. Der Nachschub für das britisch-amerikanische Landungskorps kostet den Feind Tag für Tag neue Verluste, die um so schwerer wiegen, als es sich meist um besonders wertvolle, für schnelle Transporte geeignete Schiffstypen handelt. Die feindlichen Landoperationen kommen nur langsam in Fluß. Bisher hatten die in Tunesien gelandeten deutsch - italienischen Heeresverbände keine Gefechtsberührung mit dem Feind. Nur die Luftwaffe nahm sich mit starken Kräften ostwärts Bone den feindlichen Kolonnenverkehr auf der Käst en ft raße zum Ziel. Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 griffen in Sturz- und Tiefflügen amerikanisch-britische Fahrzeugkolonnen, darunter auch motorisierte schwere Waffen mit Bomben an. Die geringen Tar- nungsmöglichkeiten unter Bäumen hatten nicht auS- gerercht, um die Marschbewegungen zu verbergen. Nach Bombentreffern gerieten zahlreiche Lastkraftwagen in Brand. Den Bombenangriffen folgten im Tiefflug durchgeführte Feuerüberfälle auf die Deckung suchenden feindlichen Abteilungen. Trotz Einsatz von Jägern und trotz heftigen Maschinengewehrfeuers von den Fahrzeugkolonnen aus konnte der Feind die Angriffe nicht verhindern. Im Abflug beobachteten unsere Flieger noch feindliche Zeltlager, die ebenfalls mit Bordwaffen wirksam unter Feuer genommen wurden. Wuppertal, 18. Nov. (DNB. Funkspruch.) I Aeichsminister Dr. Goebbels stattete den bedrohten Gebieten des Westens erneut einen Besuch A ah. Er traf zunächst in Duisburg ein. Bei einer 3 Hahrt durch die Stadt ließ er sich über die Schäden Ihtr englischen Terrorangriffe unterrichten. Er er* hielt dabei erneut einen hervorragenden Eindruck ■ in der überragenden Moral der Bevölkerung des ieinisch-westfälifchen Industriegebietes. Arn Nach- ; mittag sprach er in der Stadthalle in Wupper- ta l. Hier erklärte er, der Krieg gegen dieSowjet- uni o n, die sich mit den potentiellen Mitteln fast eines ganzen Erdteils zum Angriff gegen Europa prüftet habe, fei auch in den vergangenen Monaten mit wahrhaft entscheidenden Siegen weitergeführt «orben. Der Raum, den wir zur Sprengung unserer national» und rohstoffpolitischen Enge benötigen, sei J sitzt zum größten Teil bereits in unserem f je s i tz. Wenn man bedenke, daß die Sowjetreserven fihon durch die Sommer- und Herbstoffensiven sowie , durch den Winterkrieg des vergangenen Jahres um ein Bedeutendes geschwächt wurden, so könne man Stufe mit Fug und Recht behaupten, daß sie ihrem I! jrschöpfungsstadium bedenklich näher gerückt seien. | Jie sowjetische Wehrkraft müsse so weit zerschlagen Reiben, daß sie für die Sicherheit des Reiches keine jedrohung mehr darstellen könne. Die Engländer hätten, da sie nicht in der ! Jage seien, auf dem europäischen Kontinent die inieite Front zu errichten, sich eine Stelle des ge- .! lingeren Widerstandes ausgesucht, um hier in der Engen Kette ihrer ununterbrochenen Niederlagen „i'ienigjtens den Schein eines militärisch entscheiden- frn Erfolges zu erringen. Auch die mit aufreizendem jqnismus begründete Aktion der Vereinigten Staaten gegen Französisch-Nordafrika liege in frr Linie dieses Versuches. Beides sei nur ein Be- »cis dafür, daß sie weder die Kraft noch den Mut besäßen, die Achsenmächte in ihren lebensent- sc)e.denden militärischen Positionen anzugreifen. Cm durch die Verhältnisse bedingter Rückzug m Aordasrika, so bedauerlich er im einzelnen fei, stelle feine kriegsentscheidende Wandlung des allgemeinen Bildes dar. d iniifo GietzenerAiyeiger General-Anzeiger für Gberhefsen listisch sehr bewußten Aegypten herausblldete, ängstlich darauf bedacht sein, jeden Anlaß zu Unzufriedenheit so weit als möglich auszuschalten. Wie sehr diese Befürchtungen zu Recht bestanden, bewiesen die Kundgebungen in der Al-Azhar-Mo- s ch e e, in der die Geistlichen zwischen den Gebeten die politischen Leidenschaften ihrer Hörer schürten, so daß es zu neuen Verhaftungen kam, die auch zwei Prinzen aus dem alten Hause Osman trafen. Es gebührt noch vermerkt zu werden, daß die Militärverwaltung anordnete, daß „aus Ersparnisgründen" jeweils nur ein Kanonenschuß abgefeuert werden dürfte. Früher ertönten je nach der Ausgabefreudigkeit der Stadt oder frommer Stifter jedesmal eine ganze Reihe von Kanonenschüssen. Die britische Verwaltung mag froh sein, daß der Ramasan dieser Tage zu Ende ging, denn für die Durchführung ihres Programmes find solche Fastenzeiten wenig günstig. Für ihre Arbeiten an den Bahn- und Straßenbauten, Befestigungen und Truppenunterkünften haben sie ein Heer von Mohammedanern eingesetzt, wie sie auch Tausende von Soldaten aus deren Reihen im Dienst ihrer Nahostarmee haben. Es ist ganz selbstverständlich, daß der Fastende, der obendrein einen Teil seines Schlafes für die während der Nachtstunden erlaubte Nahrungsaufnahme opfert, nicht über die normale Leistungsfähigkeit verfügt, so daß manche Verzögerung eintrat. Dem Krieger wird Allah zwar nicht gram, so verspricht der Koran, wenn er die Fasten- geböte übertritt. Von dieser Erlaubnis scheinen die Islamischen Söldnertruppen Englands aber keinen Gebrauch gemacht zu haben, denn im Sudan beispielsweise erfolgte ein Sondererlaß, der die Soldaten und die an kriegswichtigen Bauten beschäftigten Arbeiter ausdrücklich darauf hinwies, daß sie sich nicht an die Fastenbeschränkungen zu halten brauchten. So haben die Zeit und der Krieg manchen Wandel in die Ramasangebräuche gebracht. Es zeigte sich aber auch, daß sie noch so lehendig sind, daß die britischen Behörden im Nahen Osten nicht umhin konnten, ihnen in sehr vieler Beziehung Rechnung zu tragen. Frankreichs politisierende Generale. Paris, 17. Nov. (Europapreß.) Die Pariser Morgenblätter schreiben, jene Generale, die im entscheidenden Augenblick zum Feinde übergingen, jene uniformierten Verräter seien typisch für das republikanisch - parlamentarische Regime. Ihre schändliche Handlungweise illustriere auf das Anschaulichste das Ende einer dem Tode geweihten Welt. Gamclin, Darlan, Giraud und Delattre de Tassigny, so bemerkt Georges S u a r e z im „Aujourdi'hui", sind die symbolischen Verfallsprodukte eines Regimes, in dem die Ehrlichkeit und der Mut Besorgnis einflößten, während Mittelmäßigkeit, Gefügigkeit und gefahrloser Ehrgeiz unerläßlich waren, um das Vertrauen des Parlaments zu gewinnen. Gegen Darlan, dem Suarez bescheinigt, er habe politischen Ehrgeiz besessen und seine Karriere nicht tem militärischen Können, sondern der Politik verdankt, wendet sich insbesondere auch Marcel D 4 a t im „Oeuvre". Er schreibt, Darlan habe „mit den niedrigsten Mittel der Politik die überraschendste und ungerechtfertigste Karriere gemacht". Er sei allen wahren Seeleuten ein Greuel. Giraud aber sei um kein Haar besser. Der französische Staatssekretär für Kolonien, Admiral Platon, ist nach vorübergehendem Aufenthalt nach Vichy zurückgekehrt. Er erstattete Marschall P^tain und Laval Bericht über die Lage. Aus der Bevölkerung gingen dem Marschall PLtain weitere Telegramme zu, in denen ihm unverbrüchliche Treue zugesichert wird. Der Post- und Telegrammverkehr zwischen dem bisher unbesetzten Frankreich und Dakar ist nach wie vor im Gang. Auch nach Korsika werden Post und Telegramme wie bisher befördert. Spanische Teilmobilmachung. Madrid, 18. Nov. (Europapreß.) Die spanische Regierung hat eine Teilmobilisierung der Armee angeordnet. Die Heeres-, Luft- und Marineminister sind ermächtigt worden, diejenigen Iahresklassen und Reserveoffiziere einzuberufen, die sie als notwendig erachten. Ausdrücklich wird hinzugefügt, daß die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Landes berücksichtigt werden müssen. Zur Erntezeit sollen die dafür notwendigen Männer freigegeben werden. Außerdem werden die sich aus der neuen Maßnahme ergebendep Kredite gewährt. Die Oie Nacht des großen Vogelzuges. Von Karl Rudolf Fischer, Gießen. Finster liegt die Nacht über dem Meere, tief dunkel hängt der Wolkenflor vom Himmel. Weder Mond noch Sterne stehen am Firmament. Unaup hörlich vollen die Wogen gegen die Küste. Die Brandung braust an dem Felssturz, die Flut tost in den Sandbänken und verliert sich als schmaler Schaumstreifen im Dünen sande des Strandes. Wie eine dichte Decke hängen brauende Nebelfahnen über der Insel. Draußen auf See, weit hinter den Dünungen, liegt ein Feuerschiff vor Anker, und Meernebel bilden einen Heiligenschein um sein Licht. Auf dem Buchtfelsen der Insel blinkt der Leuchtturm und wirft seine Warnungsfeuer in bestimmten Zeitabschnitten übers Meer hinaus. Und mitten im weiten Meer weit draußen in den brausenden Sturmfluten der schäumenden Wogenkämme, antwortet der Leuchtturm vom Roten Sand, und von den ostfriesischen Inseln sendet der Turm auf Wangeroog seine Feuerpfeile aus, die als lange Blitze über den Himmel gleiten. Und so stehe ich auf dem Leuchtturm von Helgoland und schaue in die Wunderwelt des Nordmeeres hinaus: die vielen Leuchtfeuer der kreuzenden Fischerboote, die Lichterreihe des großen Lloyd- bampfers, der weit auf See den Kurs nach der englischen Küste nimmt, die Mastfeuer der roten Leuchtschiffe und die kreisenden Strahlen der Leucht- türme. Da tritt der Turmwarter heraus auf den Turmving, grüßt kurz mit ber Hand an der Ledermütze, klopft seine Schiffspfeife über die Reeling, prüft den Wind gegen achtern und sagt dann in einem unheimlich flüsternden Tone: „Heut um Mitternacht werden die ersten Zugvögel kommen." Und in der Tat, als der Wind nach Backbord umsprang, da tauchten auf einmal Stimmen auf, erst weit in der Ferne, ganz leise nur, dann näher und lauter und stärker, tausend Laute erfüllten auf einmal die Luft, und in gewaltigem Rauschen ziehen die ersten Vogelgeschwader über die Insel hinweg. Alle die zauberhaften Naturlaute der nordischen Eine Arbeitstagung der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 17. Nov. (DNB.) Auf einer Tagung der DAF. umriß Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die großen Aufgaben der DAF. auch in den kommenden Monaten. Die besondere Fürsorge gilt im vierten Kriegsjahr mehr denn je der Erhaltung der Schaffenskraft der deutschen Menschen. Der schaffende deutsche Mensch kann in dem Bewußtsein arbeiten, daß jede erhöhte Anforderung eine entsprechende soziale Betreuung mit sich bringt. Dazu gehört die Einführung des Leistungs- l o h n e s als Vorarbeit für die Reichslohnordnung. Die Sorge für die Gesundheit der schaffenden Menschen wird wesentlich dadurch erleichtert, daß es dem Amt Gesundheit und Bolksschutz der DAF. gelungen ist, troß des Krieges in weitem Maße Betriebsärzte einzusetzen. Gerade in Zeiten härtester Anforderungen muß mehr denn je auch eine betriebseigene Feierabendgestaltung unter zielbewußter Lenkung und Förderung der NSG. „Kraft durch Freude" den Ausgleich bieten. Reichswirtsckaftsminister Funk erklärte, es komme darauf an, dafür zu sorgen, daß der heimkehrende Soldat in eine mit aller Konsequenz auf- gebaute nationalsozialistische Wirtschaft zurückkehre. Drei Imperative ständen heute im Vordergrund: Arbeit, Rechnen und Spar en. Produktion sei das Ergebnis unserer in der ganzen Welt bewunderten Arbeitsleistung. Rechnen sei die Voraussetzung für eine durchgreifende Rationalisierung der Wirtschaft und Verwaltung und Sparen gehöre 3ur Bereitstellung jener Mittel, die zur kriegsentscheidenden Rüstung notwendig seien. — Die Reichsfrauenführerin Frau S ch o l tz - K l i n k sagte, auch von der schchfenden Frau fordere der Krieg mancherlei Entsagung. Um so mehr sei es Pflicht aller Männer, die in der Heimat zurückgeblieben seien, den Frauen Achtung und Rücksicht entgegenzubrin- aen. Denn nicht zuletzt von ihrer Haltung in den Betrieben werde es abhängen, ob so manche Frau nach dem Kriege noch Kraft finde, ihre Mutterpflicht zu erfüllen. Wir dürften nicht die Wunden vergessen, die uns gerade in dieser Beziehung der Weltkrieg 1914/18 geschlagen habe und müßten uns immer dessen bewußt sein, daß die Frau und Muttex die Trägerin der Familie sei und diese wieder die Grundlage des Staates. Staatsrat M e i n b e r g (Reichswerke Hermann Göring) nahm zu Fragen der Rüftunyswirtjchaft Stellung. Man habe sich über den Kohlen- m angel im vorigen Winter gewundert, freilich ohne die Zusammenhänge zu kennen. Da wir ganz Europa mit Kohle versehen müßten, die Rüstung und damit zusammenhängend auch die Reichsbahn einen großen Kohlenbedarf hätten, wäre die Versorgung mit Kohle einer Lenkung unterworfen. Durch die Gewinnung des Donezgebietes, die zwar von den Sowjets zerstört, von uns aber wieder auf- gebaut feien, erfolge die Brennftoffverforgung für die Ostfront von dort aus. Aehnlich günstig habe sich die Lage bei Eisen und Stahl entwickelt. „Unsere Programme für die gesamte Rüstungswirtschaft", so erklärte Staatsrat Meinberg, „werden eingehalten werden. Unsere neuen Erfindungen sind eine Realität, deren Auswirkung wir im nächsten Frühjahr sehen werden." Stabschef der SA. Lutze betonte, daß der Glaube an den Sieg der Idee Deutschland ' groß und stark gemacht habe. Nicht zuletzt sei dem Nationalsozialismus der Erfolg deshalb beschieden gewesen, weil oft genug um den einzelnen Mann, um die Seele eines Menschen, gekämpft worden sei. Auch heute müsse unsere innenpolitische Aufklärung mit dem Herzen vor sich gehen. Weil wir an den Sieg glaubten, so würde er uns sicher sein. — Professor Dr. Arnh old beschäftigte sich mit den Aufgaben des Amtes für Berufserziehung und Betriebsführung der DAF. Wichtig für den Ausbau der Berufsausbildungs- und Lefttungsfteigerungs- aktion sei die Schaffung eines geistigen Ueberge- wichts im Betriebe und einer deutschen Betriebsehre. — Staatssekretär Ganzenmüller sprach über die Leistungen des deutschen Verkehrswesens während des Krieges. Der Reiseverkehr muß auch weiterhin auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Ebenso ist es notwendig, daß die Waggons auf schnellstem Wege ent- und beladen werden. Nur so ist es möglich, den Verkehrsbedarf im eroberten Ost- aebiet sicherzustellen, das den zweieinhalbfachen Umfang des Großdeütschen Reiches hat. Da in der Ost- weftrichtung keine Schiffahrtswege zur Verfügung stehen, muß dieser Verkehr durch die Schiene bewältigt werden. Nicht nur Zerstörungen, sondern auch Eis, Hochwasser und die ständige Bereitschaft gegen Bandenüberfälle stellen die Eisenbahner hier vor Aufgaben, deren Durchführung ein glänzendes Zeugnis des Eisenbahnpersonals bedeutet. — Der Reichsminister Alfred Rosenberg erklärte dann, das deutsche Volk und die ihm verbündeten Mächte in Europa werden im Osten Nahrung und Rohstoffe für alle Zeit finden. Die Judenfrage sei erst gelöst, wenn es auf dem gesamten europäischen Kontinent keinen Juden mehr gebe. Diese Lösung sei auch eine Humanität, denn sie mache die Völker unseres Kontinents wieder gesund. Maßnahme ist zur Sicherung der spanischen Neutralität erlassen worden. Die jetzt angeordnete Teilmobilisierung hat den Zweck, die Lücken auszufüllen, die in den Garnisonen des Mutterlandes durch die zum Schutze Spanisch- Marokkos notwendig gewordene Uebersiihrung größerer Truppenmassen dorthin entstanden sind. Ein Dekret über den Beschluß der außerordentlichen Ministerratssitzung unter Vorsitz des Caudillo will dem spanischen Volk angesichts der durch die Vorgänge in Französisch-Nordaftika entstandenen Spannung die Ueberzeugung der eigenen Sicherheit geben. Mit seiner eigenen Wehrmacht werde Spanien, so betont man in Kreisen der Regierung und der Falange, seine Souveränität, seine Unantastbarkeit und Neutralität sichern und gegen jeden Uebergrifs zu verteidigen wissen. Roosevelts Anspruch auf das Empire. Berlin, 17. Nov. (DNB.) Auf einer Veranstaltung der „New York Herold Tribüne" hat sich Wen- dell Willkie in bemerkenswert scharfer Form gegen Churchills Versicherung gewandt, den Besitz st and des Empire halten zu wollen. Churchill hatte am 10.11. beim Bankett des Lordmayors gesagt: Wir wollen festhalten, was uns gehört. Ich bin nicht des Königs Erster Minister geworden, um den Vorsitz zu führen über die Liquidation des britischen Empire." Willkie dagegen verlangte die Ausstellung eines Planes, durch den die materiellen Grundlagen der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Kriege allen „Vereinigten Nationen" zur Verfügung gestellt werden sollen. „Dies kann nicht einfach durch Erklärungen unserer Politiker, wie z. B. in der Atlantik-Charta, geschehen", sagte Willkie, „besonders, wenn einer der Vogelberge bringen da aus der Höhe herab, das Sausen und Rauschen der schweren Ruderschläge großer Vogel, das Schwirren urtfr' Pfeifen und Fauchen der kleinen. Und dieser Lärm geht ständig in dieser Herbstnacht, er wird stärker und schwächer, bis er im Brausen der Brandung erstirbt. Früher glaubte der Buchtfischer in den Fjorden, in solch wilden Nächten ziehe die Seeräuberei vorbei. Zitternd lag der Schiffer im Boot und schlug das Kreuz. Aber dem, der die Laute der Natur kennt, sind diese Töne vertraut. Er vernimmt den Schlag unzähliger Flügelpaare, er hört die Glockenrufe der Singschwäne, den Trompetenlärm der Kraniche, die rauhen Rufe der wandernden Wildgänse, das heisere Fauchen der Graureiher, den Flötenruf des Brachvogels und das Schnalzen der Löffler. Er kennt sie: da fliegen Strandläufer, dort Wassertreter und Austernfischer, hier Goldregenpfeifer und Schnäbler, jetzt Möwen und Seeschwalben: er vernimmt Klagerufe und Locktöne aus tausend Kehlen das Ryrie der Wasserläufer, das Kiewitt der Kiebitze, das Schnattern der Kriek- und Knäckenten, das Schreien der Summen, das Quarren der Alken und Eiderenten und das Gagagag der Grau- und Saatgänse, die mit mächtigen Schwingenschlägen über die Insel im Leuchtturmfeuer dahinziehen. Doch eine Reihe von Vögeln, die ifcr Lichtstrahl von weitem angezogen hat, die feine Gefahren nicht kennen, folgen geblendet den kreisenden Strahlen in immer enger werdenden Windungen und fliegen schließlich verwirrt und bestürzt geraden Wegs in das glühende Licht hinein. Tausende von kleinen gefieberten Wanberern finbet am Morgen nach einer Zugnacht ber Leuchtturmwärter auf ber Durmgalerie mit eingestoßenem Schöbel unb gebrochenen Flügeldecken. Korbweise muß er Lerchen, Drosseln, Rotbrüstchen und Blaukehlchen wegtragen, die in der Nacht verunglückt sind. Auch drunten am Buchtfelsen hat das Meer viele Vogelleichen angespült. Geblendet sind die Vögel, die in den Bann des fidh drehenden Lichtkegels gerieten, hinabgestürzt unb hauchten ermattet in ben kalten Wellen ihre kleine Vogelseele aus. Lackge schon ist ber Zug vorüber. Noch stehe ich nachdenklich auf dem feuchtkalten Felsturm, dessen Spitze nicht mehr sichtbar ist und dessen Feuer zu verlöschen scheint, während unten das schreckliche Nebelhorn spielt. beiden Urheber dieses Dokuments die alte imperialistische Ordnung verteidigt und einer erstaunten Welt erklärt: „Wir beabsichtigen das zu halten, was wir besitzen." Roosevelts Politik ber Stützpunktgewinnung hat deutlich genug gezeigt, baß es ihm auf eine voll- ftänbige Ausplünderung des britischen Weltreichs ankommt. Die Verträge mit Kanada, die Vormundschaft über die vom Mutterland im Stich gelassenen Dominions Australien und Neuseeland und schließlich die Einmischung in Indien unb ben britischen Besitzungen im Nahen Osten sprechen die Sprache bes Erbschleichers. Der amerikanische Uebersall auf bas französische Norbasrika aber läßt erkennen, baß Roosevelt seine Ziele noch weiter gesteckt hat, und daß er auch ben Raub ber französischen unb ebenso ben ber britischen Besitzungen in Afrika im Schilbe ftihrt. llGA.-Oeueral erseht Engländer im Nahen Osten. Sofia, 16. Nov. (Europapreß.) Ein weiterer Schritt in ber V,e rdrängungbes britischen Einflusses im Nahen Osten burch die Amerikaner ist erfolgt. Der amerikanische General M a x- well, bisher Chef einer Militärmission ber USA., hat bas Amt eines V e r s o r g u n g s k o m m i s-- fürs für die USA-Truppen im Nahen Osten unb gleichzeitig dieLeitungderProduktion unb Verteilung lebenswichtiger Güter in ben arabischen Länbern seines Amtsbereichs übernommen. Bisher wurde dieser Dienst von ben Briten versehen. Angesichts ber schlechten Erfahrungen, die die Nahostländer mit den englischen Versorgungskommissaren gemacht haben, hielt es General Maxwell für nötig, bekanntgeben zu lassen, daß er feThe Requisitionen vornehmen wolle. Alljährlich zur Zugzeit treibt der von ben Vorfahren ererbte Trieb zum Wandern ben Vogel vorbei an bem ihm wehmütig nachblickenden Menschen, fernhin nach dem warmen Süden. Woher weiß der Vogel, daß die Zeit zum Aufbruch gekommen ist? Wer sagt ihm später, daß im Norden des Winters Rauhreif geschwunden ist und der veilchendustcnde Frühling seinen Einzug gehalten hat? Wir wissen es nicht, mir werden es auch nie erfahren. Die letzten Fragen des großen 'Vogelzuges wird kein erschaffener Geist erklären können: „Geheimnisvoll am lichten Tag Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Unb was sie deinem Geist nicht offenbaren mag. Das zwingst bu ihr nicht ab mit Hebeln unb mit Schraube«." Und alle Erklärungsversuche werben Hypothesen, bestenfalls Theorien sein. Wir ahnen nur das eine, baß auch der Vogel eine Seele hat, ganz anders als ote des Menschen, die sich nach einem fernen Sanbe, nach einer Heimat sehnt. Merkwürdige Grußformen in oller Welt. Die Einfachheit unserer Grußsormen würde in manchen anderen Weltgegenden große Verwunderung und eine gewisse Geringschätzung erregen, er- scheint dort der Gruß doch als eine sehr wichtige und verwickelte Angelegenheit, die mit aller Urn- stanbllchkeit erledigt werden muß. Schon im Nahen Osten ist ber formvollendete Gruß sehr viel strenger burchgeblldet als bei uns. Der Orientale verneigt sich vor dem Ankömmling mehrere Male, beugt die Knie, umarmt unb küßt ben Freund und spricht beim Kommen und Gehen einen längeren Segenswunsch. Einen besonbers entwickelten Sinn für höchst zeremonielle Begrüßung haben jedoch manche Natur- ! bem südafrikanischen Negerstamm ber Sarotfe fmet man nieder, küßt sich gegenseitig die Hande, wiegt den Körper hin und her und hält lange Begrußungsreben. Auf ben Anbamanen im Bengalychen Meerbusen starren sich die Eingeborenen eine geraume Zeit lang schweigend an, bevor ber Jüngere das Gespräch eröffnet Verwandte bei Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat einem Polizeiregiment den Namen „Polizeiregiment Todt" verliehen. Teile des Regiments, das der Organisation Todt zugeteilt ist, haben sich bei der Abwehr des englischen Landungsversuches an der Kanalküste bei Dieppe besonders ausgezeichnet. * Generaloberst Ruedel ist aus der bayerischen Feldartillerie hervorgegangen und hat sich große Verdienste um die Entwicklung der Flakartillerie Der französische Großindustrielle Eugen Schneider ist plötzlich in seiner Pariser Wohnung gestorben. Er war jahrelang Leiter der bekannten Maschinen- unb Geschützfabrik in Creuzot im Departement Saone-et-Loare.' Hohe Auszeichnung für Generaloberst Ruedel. Berlin, 17. Nov. (DNB.) Der Führer hat ben bisherigen Chef ber Luflwehr im Reichsluft, fahrlministerium, General ber Flakartillerie Rue- bei, mit Wirkung vom 1. November 1942 zum Generaloberst beförbert unb ihm bas Ritterkreuz bes kriegsverbienslkreuzes mH Schwertern verliehen. s> xs> D»4 jedi w' * Witali ?anf dein Ober -bleilvng als ; Mnloa' SrafS ÄbteiW fion no ioochenlan Kochel ei tiimme f Milchen i S) oölii, °«nen Le "Helene »^ch Ui 4- Ö Sä L? °! Ä «ii’V Stell .u «M u * einte dar * K, SerwunDi lampses. allein die Tagen ni> MpM Srog-Zan Sroß-Lte! nifLand- Kl Oie bolschewistischen Umtriebe yS in Schweden 1 “ sttzen fid> einander auf den Schoß, umarmen sich, meinen laut vor Freude und zeigen sich oft stundenlang in überschwenglicher Gebärdensprache ihr^ Freistic über bas Zusammentreffen. Die Bauschi-Neger in Nordwest-Rhodesien begrüßen sich, mdem sie auf die Knie fallen, in die $)anbe klatschen und ein lautes Wiehern hören Äsen. Bei den Kongonegern besteht der „kleine Gruß" im Klatschen in die« Hände, während man sich beim „großen" auf die Außenseiten der Schenkel klopft Die Dalonda klatschen in die Hände und trommeln mit den Ellbogen auf die Rippen. Der Feuerinsulaner grüßt durch ein lebhaftes Auf- und Nieberhüpfen. Der Tibetaner streckt zum Bewillkommnen die Zunge heraus, und wenn er sehr vornehm ist, nimmt er die Mütze ab und biegt das linke Ohr nach vorn. In Ozeanien, mo man mit ausgeprägtem Geruchssinn begabt ist, pflegt man den Nasengruß; jnan beriecht sich gegenseitig, indem man die Nasen aneinanderlegt und mit der Spitze oder den Seiten .Die Neuseeländer bewillkommnen sich durch ein für den Fremden jammervoll klingendes Geheul, das etwa eine Viertelstunde dauert: dann folgt bas Nafenreiben, von einem Stöhnen der Zufriedenheit begleitet Eigenartig find vor allem die Begrüßungsformeln die ber Untergebene dem höher Gestellten zuteil werden läßt. Das Küssen des Saumes des Kleides oder der Füße war früher auch bei den oflaoen üblich. In China macht man „Kotau", indem man zu Boden stürzt und mit der Stirn mehr- rnals Die Erde berührt. Bei den Toda in Korber- ajien fallt der Jüngere vor dem Weiteren auf die wI€—^bt dessen Fuß auf feinen Kopf. Die Awemba in Nordost-Rhodesien wälzen sich im Staube. In Uganda dürfen die Diener oor dem Jjauptlmg nur kriechend erscheinen. Am Kongo wird der Oberhauptling von seinen Untertanen dadurch begrüßt, daß sie niederknien, Staub auf die rechte ©djlafe ftreuen und bann in die Hände Nattchen. In Der originellen Begrüßung hat aber doch wohl ber Häuptling ber Bschiur-Neger ben Vogel ab- gesoffen, als er bie ersten Weißen bei sich bewillkommnete. Er brückte ihnen nach Landessitte seine betontere Achtung aus, indem er sie bei ben Hän- ben aßte unb ihnen kräftig auf die Handflächen unb ms Gesicht spuckte, q £ 3m Wc Dialer un fr stamm er unter1 besucht. C Qiisgeprai oicrung, men. Bek jkichnunm bchen Dir der bewies q: Hand. Stockholm, 17. Nov. (Europapreß.) Im Zusammenhang mit neuen Verhaftungen schrvebischer Staatsbürger, darunter eines Soldaten, wegen Spionage für Sowjetrußland macht „Aftonblatet" auf bie damit erneut bewiesenen engen Verbindungen zwischen ber sowjetrussischen Spionage unb ber Kommunistischen Partei in Schweben aufmerksam. Die unter Mitwirkung schrvebischer Staatsbürger betriebene sowjetrussische Spionage, so schreibt das Blatt, müsse im Zusammenhang mit den Versenkungen schwebischer Schiffe vor ber schwäbischen Küste, mit ber Bombarbie- rung schwedischen Gebiets und anderen Sabotagehandlungen gegen Schweden gesehen roer» ; den. „Angesichts der neuesten Spionageaffäre", so schreibt das Blatt, „muß nochmals die Gefahr betont werden, die sich aus dem Ignorieren der kommunistischen Maulwurssarbeit ergeben kann." Aus dem Reich. Gauwaltertagung des NS.-Lehrerbundes. Bestimmend für bie Arbeit bes NS.-Lehrerbundes ist ber Einsatz für kriegswichtige Ausgaben inner« unb außerhalb bes Schullebens. Das kam zum Ausbruck in einer Arbeitsbesprechung, zu ber Reichs- walter, Gauleiter W ä ch t l e r, alle Leiter ber Gauämter für Erziehung, bie zugleich Gauwalter des NSLB. sind, nach ber Reichsschule Donnbors bet Bayreuth einberufen hatte. Nach einem Bericht bes Reichsgeschäftsführers, Reichshauptstellenleiter Stricker, wurden in Referaten alle Probleme, bie aus ben derzeitigen schulischen Verhältnissen und ■ dem kriegsbedingten Einsatz ber Erzieherschast erwachsen sind, behandelt. Gauleiter Wächtler behandelte oraanisatorische Fragen, die für den Kriegs« einsatz der Amtsträger des NS.-Lehrerbundes sowie aller Mitglieder der Berufsorganisationen und für bie weitere Arbeit ber Schule unb ihres lebensnahen nationalsozialistischen Unterrichts von Bebeutung sind. Ausstellung japanischer Gchüler- zeichnungen in Weimar. Japanische Schüler und Schülerinnen aller Schularten im Älter von 7 bis 17 Jahren hatten nach Abschluß des Kominternpaktes einen Zeichenwettbewerb veranstaltet, aus dem vier Millionen Bilder hervorgingen. Von diesen wurden 143 000 ausaewählt und mit herzlichen Worten der Freundschaft der deutschen Jugend gewidmet. 750 werden jetzt in einer Ausstellung im Weimarer Schloß gezeigt, die durch den japanischen Botschafter O s h i m a eröffnet wurde. In den Ansprachen von Gauleiter 6 au cf e l, dem Reichswalter des NS.-Lehrerbun- des Gauleiter Wächtle» sowie dem Botschafter Oshima kam die deutsch-japanische Freundschaft zum Ausdruck, die auch in einem Austausch der beiden arteigenen organisch gewachsenen Volkskulturen ihre Bestätigung finde. ' 9n 2Inr unb der. Wegen „Diesel" i läuterte 1 Ziograph! Die krieg Projekt ei MW wesen. 2r dem Buä heilen ha! markantes getan, das aus seine! sagen: es einem za gange oh< dichten, ben Tatst in der ha ; bes Dreht gang des : terischer S T Am 18. ! für hals Frank' 80. Leben voller kö ruf ausii in Heide/ 1891 in i bals-, DI M Dr '!■ Llchssott Sanitäter ftessor an ' ton seine spieß ist gerinnen, für die j Lebensfra 'anders a bedeutend. Oie Beseitigung von Schnee. Mit dem Herannahen des Winters ist mit Schneefall zu rechnen. Unter Hinweis auf den § 3 der Polizeioerordnung über die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Schnees in der Stadt Gießen werden die Verpflichteten a* die regelmäßige und rechtzeitige Reinigung der Bürgersteige von Schnee und Eis erinnert. Durch die Anhäufung des Schnees längs der Bordsteine auf der Fahrbahn wird besonders in den engen Straßen, die für den Verkehr ohnehin zu schmal sind, der Fährverkehr nicht unerheblich beeinträchtigt. Bei der Beseitigung des Schnees von breiten Bürgersteigen ist so zu verfahren, daß die Bürgersteige in 'einer Breite von 2 m vom Schnee völlig befreit werden. Der dabei züsammengekehrte Schnee ist auf dem Bürger st eig am Rande der Fahrbahn (bei längs den Bürgersteigen hinziehenden Radfahrwegen müssen diese frei bleiben) so aufzuschichten, daß die Straßenrinne zur Auf- nähme des abfließenden Tauwassers frei bleibt. Zn Straßen, in denen die geringe Breite der Bürgersteige oder starker Fußgängerverkehr das vorbezeichnete Verfahren nicht zulassen, ist der Schnee am äußer st en Rande der Fahrbahn zu lagern, wobei Straßenrinnen, Straßen- bahnaleise sowie Hydranten, Straßenecken, Straßenausgänge und Hauseingänge frei zu halten sind. Vo'«zeikontro1le der Pkw. Wahrten. Die Verstöße gegen die Bestimmungen über die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugen zeigen, daß noch immer zahlreiche Kraftfahrer nicht die unbedingt erforderliche Rücksicht auf die Kriegsnotwendigkeiten nehmen. Bei Kontrollen über die Benutzung von Personenkraftwagen in einzelnen Städten wurden vielfach gedankenlose Gewohnheiten, mangelnde Ueberlegung und sogar fehlendes Verant- wortungsbewuhtsein festgestellt. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern hat deshalb in einem Erlaß die Polizeibehörden angewiesen, die Ueberwachunq des Personenfraftwagenverkehrs hinsichtlich des Zwecks der Fahrt zu verstärken. Die Polizei wird infolgedessen neben der laufenden Ueberwachung der Benutzung von Personenkraftwagen nunmehr auch allgemeine Kontrollen des Zwecks der Fahrt mit Personenkraftwagen, auch solchen mit Anhängern einschließlich Behelfslieferwagen, vornehmen. Lohnstopp und Heizerlätigkrit. RSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen gibt in seinen Amtlichen Mitteilungen folgendes bekannt: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß Personen, die nebenberuflich oder hauptberuflich in Wohnhäusern die Heizung bedienen, eine höhere Vergütung fordern als ihnen bisher gewährt worden ist. Ich weise darauf hin, daß die Vergütungen der Heizer auf Grund ihres mit den Hauseigentümern, Hausverwaltungen oder Mietern abgeschlossenen Dienstvertrages den Bestimmungen des Lohnstopps unterliegen und daher nicht beliebig hoch vereinbart werden dürfen. In Ermangelung einer Tarifordnung ist im allgemeinen davon auszugehen, daß die vor dem 16. Oktober 1939, dem Aus der Stadl Gießen. Theater der Universitätsstadt Gießen üb« Gerhart Hauptmann: .Wirrterballade". er» i-jte bei K rchnei« 1 Schul, m nach »emvett- en Lil. I gestor. en Ma« im De- Die von Herrn Löffler entworfenen Szenenbilder zeugten von einer feinfühlig auf das eigentümliche Klima dieses Schauspiels eingehenden Phantasie: sie wahrten Stimmung und Atmosphäre und fanden in der mit Geschick gehandhabten Klangkulisse (Bühnenmusik: Carl Willy Hahn) eine sehr wirksame Ergänzung. Die von Herrn Mund mit Sorgfalt vorbereitete, dynamisch gut gegliederte Inszenierung ließ sich zwar keine der reichlich sich anbietenden theatralischen Wirkungen entgehen, war aber allenthalben darauf bedacht, hinter den krassen Wirklichkeiten der Fabel die Lineatur des Seelendramas sichtbar zu machen, das Hauptmann aus der Erzählung der Lagerlöf ins Licht der Szene zu heben gereizt hat. Als die interessanteste und in der Charakterzeichnung reichste Figur erwies sich — wie im Buche so auf der Bühne — Sir Archie, den Herr Funke spielte: beweglich, unheimlich, von böser, selbstzerstörerischer Lust angetrieben, eine Erscheinung, deren körperliche Geschmeidigkeit mit dem schauspielerisch voll ausgekosteten Reiz der Verlebendigung eines kranken Menschenbildes korrespondierte. Anja Rau war die Elsalil: ein blasser, blonder Schatten, mondsüchtig und traumwandlerisch umgehend, halb schreckgeblendet, halb hellsichtig-ahnungsvoll, in Liebe, Entsetzen und Todesgrauen von der flüchtigen Spur des Täters angezogen. Herr Zeppenfeld bewältigte mit Umsicht und Eindringlichkeit die psychologisch schwierige Rolle des Arnesohn, einem leidenschaftlichen Kriegsmarine ähnlicher als einem geistlichen Herrn. Die Herren Mund und Köchling waren die wüsten, unheimlich lärmenden Lords Donald und Douglas, Herr Fischer der mächtige, würdige, schrecklich endende Pfarrer Arne, ungebeugt von der Last der neunzig Jahre. Von den Randfiguren des gespenstigen Spieles seien die Herren Sauerland als der bieder bedächtige Toraritz, Fuhrmann (Frederik) und B o s n y (Amtmann) neben den Damen H e n z k y (Pfarrerin), Lenzen (Berghild) und G o l l m a n n , deren Kathrin abermals eine erfreuliche Probe darstellerischer Wandelbarkeit lieferte, mit Auszeichnung genannt — Die Hörer folgten merklich beteiligt und spendeten zuletzt ausdauernden Beifall. Hans Thyriot. nen snh. °ft stM' iche ih« yerischen h große artillene 'bi* innen I Reichz, i r ©nufer de; °rf bei I Berich, enteilet M, die m unb last er- er be. Kriegs, s sowie inb für lsnahen Hutung erworben. In der neuen deutschen Luftwaffe hat er die Inspektion der Flakartillerie übernommen und erhielt als Erster den Dienstgrad eines Generals der Flakartillerie. Seit 1938 Chef der Luf^wehr, wurde ihm vom Führer zu seinem vierzigjährigen Militärdienstjubiläum das Recht zum Tragen der' Uniform des Flakregiments 5. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 17.Nov. (DNB.) Der Führer verlieh dem fiapUänleufnanf Wolfgang Luelh, Kommandant eines Unterseebootes, als 142. Soldaten, dem Sapitänleutnant Werner Toenlges, Komman- dank eines Schnellbootes, als 143. Soldaten, und dem Oberstleutnant Hyazinth Graf Strachwitz, Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment, als 144. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. ♦ ter Hal eichslusi' e Rue« )42 jum 5 Ritter- hwertem sammenraffenden, in Bluttat und Schicksalsver- strickung gipfelnden Dramatik echter Balladendich- tung: auch etwas von deren eigentümlich starker Stimmungsgewalt, die Hauptmanns dichterische Erfindung und Durchdringung des Stoffes mit sinnlicher Eindringlichkett beglaubigt: man kann sich der unheimlich unheilschwangeren Atmosphäre, die den Schauplatz umgibt, schon beim Lesen schwer entziehen; man empfindet den Winter, die Nacht, das Eis und die Einsamkeit, man spürt den Blutgeruch und den Branntweindunst, der die verkommene schottische Soldateska umwittert, und das Geräusch ihrer auf dem Schleifstein in der Scheune gewetzten Messer, Hundegebell und Möwenschrei und die schrillen Töne der Dudelsackspieler machen die grausige Begleitmusik. „ ♦ Das wirkt ganz unmittelbar und unentrinnbar auf den Leser wie erst recht auf den Beschauer im Theater, doch liegt das, worauf es Hauptmann in diesen sieben Szenen ankam, unter der Oberfläche des naturalistisch Gegenständlichen und faktisch Greifbaren; die innere Linienführung der Fabel weist, was schon die Wahl des distanzierenden und stilisierenden Blankverses statt alltäglicher Prosa ortl)entert mag, aus dem Wirklichen ins Unwirkliche und Ueberwirkliche, aus der kriminalistischen Sensation einer gräßlichen, nächtlichen Mordtat ins geheimnisvoll-abgründige Seelenreich. Hauptmann niollte zeigen, „wie eine Seele sich durch eine ungeheure Tat selbst zerstört" und sich dadurch der mit grimmiger Hartnäckigkeit ihr nachspürenden irdischen Gerechtigkeit entzieht. So sind hier Tod und Liebe auf eine Weise ineinander verschlungen, die für Augenblicke an Kleists „Penthesilea" denken läßt. Der verwilderte schottische Söldner Sir Archie, der mit seinen Spießgesellen den greisen Pfarrer Arne und die Seinen ermordet, um ihn zu berauben, tötet, in jäher Liebesraserei entflammt, auch Arnes Enkelin Berghild, um sie vor den Messern seiner Mitverschworenen zu retten; in Berghilds Milchschwester Elsalil, die dem nächtlichen Blutbade entrann, glaubt er das wiedergängerisch ihn ver- Groß-Stein, Kreis Gr.-Strelitz (ÖS.), ist von ruf Land- und Forstwirt. Kunst und Wissenschaft. Region auch die kleineren Ältokumuluswolken, des- i gleichen die gewaltigen Zyklone zu Haufe. Die untersten erreichen im günstigsten Falle das Alto- stratusniveau, ehe sie zerplatzen oder erlöschen. Die > nächsten und letzten 6 Kilometer der Troposphäre nennt man die obere Zone. Hier findet man zwischen dem 4. und 5. Kilometer die'Zusammenhängen- . den Kumulonimbuswolken, zwischen dem 5. und 1 7. die Schneewolken und die leichten kleinen Cirro- kumuluswolken utw zwischen dem 8. und 10. Kilometer die Wogenwolken des Cirrostratus, den von Westen nach Osten ziehenden Höhenwind und die Region der Antizyklone, deren Einfluß langdauern- des gutes Wetter verursacht Bei 10 Kilometer Höhe ist die obere Grenze der Troposphäre und des Wasserdampfes und damit der Witterungserscheinungen erreicht. In der Troposphäre fällt die Icchresdurchschnitts- temperatur von +10 Grad auf dem Erdboden fast gleichmäßig mit wachsender Höhe bis zu —50 Grad bei 10 000 Meter. Don der Grenze der Troposphäre, die übrigens auch noch durch ständige Ostwinde in großer Höhe charakterisiert ist, bis 40 Kilometer Höhe bleibt seltsamerweise die Temperatur bei — 50 Grad stehen, um dann schnell weiter abzusin- ken. Bis zu dieser Höhe von 40 Kilometer sind wir über die Luftverhältnisse noch durch unmittelbare Messungen unterrichtet, da es zugleich die größte bisher erreichte Höhe eines unbemannten Ballons ist. Der Sauerstoffgehalt der Lust beträgt hier nur noch 13 v. H., der Luftdruck 2 gegenüber 760 mm auf der Erde. Die Stratosphäre oder Dunstzone ist, obwohl sie jenseits der Sphäre unserer Witterungsvorgänge liegt, doch nicht arm an interessanten Erscheinungen. In ihr sehen wir die Sternschnuppen aufleuchten und verschwinden. Bis zu 70 und mehr Kilometer Höhe erheben sich die vulkanischen Staubwolken der Erde, die, wie nach dem großen Krakatau-Aus- bruch im Jahre 1883, dann als leuchtende Nachtwolken sichtbar werden. Bei 70 Kilometer Höhe liegt auch die Schichtgrenze, an der das letzte Dämmerungslicht wahrgenommen wird. Die Polarlichtdraperien reichen von 50 bis 200 und mehr Kilometer Höhe, die Bogen des Polarlichtes schätzt man sogar 400 bis 500 Kilometer hoch. In dieser Entfernung aber geht unsere Lufthülle unmerklich in den Weltenraum über. Don der Universität Gießen. Der Dozent Dr.-Ing. Kurt Neumann, der seit Mai d. I. den Löhrstuhl für physikalische Chemie an der Ludwigs-Universität Gießen versieht/ wurde zum ordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen unter Übertragung des Lehrstuhls für physikalische Chemie ernannt und gleichzeitig zum Direktor des Physikalisch-chemischen Instituts bestellt. 9 Prof. Dr.-Ing. Neumann wurde am 2. Juli 1905 in Norrköving (Schweden) geboren. Nach dem Schulbesuch in Norrköping, Berlin und Kottbus bestand er in Kottbus die Reifeprüfung. Von 1924 ab studierte er an der Universität Berlin und dann an der Techniscben Hochschule in Berlin. Hier promovierte er im Jahre 1930 und habilitierte sich im August 1935. Am 1. Mai 1940 wurde er zum Dozenten ernannt. Don Mai 1940 bis Mai 1942 wirkte er an der Universität in Rostock. Von dort kam er nach Gießen zur Vertretung des Lehrstuhls für physikalische Cbemie; hier wurde er jetzt als Nach- 1 folger des im März 1940 als Major und Batail- 1 lonskommandeur verstorbenen Professors Dr. Her- ' mann Reinhold zum Ordinarius und Direktor des Instituts ernannt. j Aerdunkelungszeil: 18. November von 17.26 bis 7.20 Uhr. fesfor an der Universität Frankfurt. 1929 wurde er von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden. Spieß ist besonders als Arzt der Sänger und Sängerinnen, der Schauspieler und Schauspielerinnen, für die ja eine Erkrankung des Kehlkopfes eine Lebensfrage ist, bekannt. Auch als Lungenarzt, besonders als Tuberkulosearzt, erwarb er sich einen bedeutenden Ruf. Alexander Olbrichl gestorben. Im Weimar starb im Alter von 66 Jahren der Maler und Graphiker Professor Alexander Olbricht. Er stammte aus Breslau. Als junger Künstler hat er unter Theodor Hagen die Akademie in Weimar besucht. Seine graphische Befähigung und sein stark ausgeprägter Formensinn ließen ihn bald zur Radierung, zum Holzschnitt und zur Lithographie kommen. Bekannt sind seine ornamentalen Phantasiezeichnungen, seine illustrativen Städtebilder und die Landschaften am Stadtrand, die er mit nebensächlichen Dingen liebevoll belebte. Olbricht, der Lehrer an der Staatlichen Kunstschule in Weimar war, bewies auch in seinen Aquarellen eine glückliche Hand. ____________________ Oer Aufbau der Atmosphäre. Der Himmel erscheint dem Laien als ein einheitlicher Luftraum, die Wissenschaft aber hat die Lufthülle der Erde, die sich noch in 500 Kilometer Höhe nachweisen läßt, nach bestimmten Erscheinungen und Forschungsergebnissen in einzelne Zonen eingeteiü. Sie nennt die erdnächste Zone Troposphäre oder Wolkenzone. Die Troposphäre, die bis zu einer Höhe von 10 Kilometer reicht, ist der Bezirk, auf den die Witterungserscheinungen sich beschränken. Nebel, Bodenwinde und die Regenfälle des mittelstark ausgeprägten Temperaturganges gehören zum sogenannten Stratusniveau, die von 0 bis 1 Kilometer Höhe reicht. Den nächsten Kilometer nennt man die Nirnbusscyicht, eine Störungsschicht, in der Wolken- zusammenballunaen, sogenannte Nimbuswolken, meist schlechtes Wetter bringen. Zwischen dem 2. und 4. Kilometer, dem Stratokumulus- und dem Altostratusniveau, sind die hochziehenden großen Stratokumulus- und Kumuluswolken, in der oberen Uraufführung des Dlesel-Films. In Anwesenheit der beiden Söhne Rudolf Diesels und der Hauptdarsteller Willy Birgel und Paul W e g e n e r wurde in Augsbura der Ufa-Film „Diesel" uraufgeführt. Spielleiter Lamprecht erläuterte den Ursprung des Films auf Grund der Biographie von Dr. Eugen Diesel über feinen Vater. Die kriegsbedingten Schwierigkeiten, die sich dem Projekt entgegenfteUten, seien nur durch die kameradschaftliche Zusammenarbeit aller zu meistern gewesen. Dr. Eugen Diesel schilderte seine Arbeit an dem Buch. Das Ringen um die Fülle der Einzelheiten habe zur Aufgabe des Zusammenraffens der markantesten Ereignisse geführt. Er habe nichts dazu getan, daß dieser Stoff verfilmt würde, könne aber blaoir ,lnbun: "d bet J auf-1 =tQQtS: 8e, so rvle- ‘nbereit n toer- lhr be- :r tom, Graf Strachwitz mar seit Ende August mit seiner Abteilung zur Unterstützung einer Infanterie-Division nördlich Stalingrad eingesetzt. In wochenlangem Ringen wehrte er alle Versuche der an Zahl und Material weit überlegenen feindlichen Kräfte ab, nach Süden durchzustoßen und die Stadt zu entsetzen. Daß die feindlichen Durchbruchsoersuche schließlich endgültig scheiterten, war in erster Linie das Werk des Oberstleutnants Graf Strachwitz, der trotz einer erneuten — seiner fünften — Verwundung die Seele des erbitterten Abwehr- kampfes war. Von der Härte des Ringens zeugt allein die Tatsache, daß er innerhalb von vier Tagen mit nur 31 eigenen Panzern 105 feindliche Kampfwagen vernichtete. Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Cammmetz, geboren 1893 in ~ ~ - -■ ---- -jj Be- 143 000 getan, daß dieser Stoss verfilmt rouroe, rönne aoer ifreunbi aus seiner Kenntnis des Lebens von Rudolf Diesel werden fa9cn: 65 ist das magische Kunstwerk geglückt, in iloft ae» einem zweistündigen Film die Substanz^der Vor- gänge ohne die geringste Pietätsverletzung zu ver- 'auleiter dichten, so daß wir sie als innerlich wahr und mit mhnni den Tatsachen übereinstimmend empfinden. Es sei f| in der Hauptsache das Verdienst von Frank Thieß, JJ ’ des Drehbuchautors, den unendlich schwierigen Aus- be d-n gang des Lebens von Rudolf Diesel mit hoher dich- ren ib« ierischer Kraft geformt wiederzugeben. Prof. Gustav Spieß 80 Jahre alt. Am 18. November vollendet der emer. Ordinarius Iftll für Hals- und Nasenheilkunde an der Universität Fran kfurt, .Prof. Dr. Gustav Spieß, fein u ii 80- Lebensjahr. Prof. Spieß, der heute noch in erheben. | yg^er körperlicher und geistiger Frische seinen Be- m lobtB rus ausübt, wurde in Frankfurt geboren, studierte es eng;| hn Heidelberg, Straßburg und Leipzig, promovierte 1891 in Leipzig, trat dann bei dem Spezialarzt für Hals-, Nasen- und Brustkrcmkheiten, Geheimrat Prof. Dr. Moritz Schmidt, ein, erhielt 1904 den Professortitel, 1912 die Ernennung zum Geheimen Sanitätsrat und 1914 die Ernennung zum o. Pro- Die „Winterballade", im Kriegsjahre 1917 er-! folgende und heimsuchende Bild der ermordeten Ge schienen und zum ersten Male aufgeführt, gehört zu liebten zu erkennen: indem ihm die Gestalten oer den Werken, in denen Gerhart Hauptmann das beiden Mädchen verwirrend m eins SufammenfliL Lebensgefühl und die Stilprinzipien seiner natura- ßen ihn gleichsam wehrlos ausUef«^ listischen Anfänge entschieden und unmißverständlich ist die Sühne der blutigen Tat L.ewlsfermaßen überwunden hätte. In dieser „dramatischen Dich-s außen nach innen verlegt, wird ^ir Archae sich je st tung" - sieben Szenen in Versen - schließt er sich.'zum Richter, und wenn er „mie wm«tro£ wie eine Vorbemerkung zum Text besagt, stofflich ten zusammenbricht, ist er auch für ben^auf eng an Selma ßagerlöfs Novelle „Herrn Arnes gettuny sinnenden Arnesohn fein Feind mehr, som Schatz" an, ähnlich wie er früher Grillparzers Er- dem ein entsühnter UeberminDer. — zählung „Das Kloster bei Sendomir" in den sechs Szenen der „Elga" bramatifiert hatte. Die „Winterballade", deren Handlungsvorgänge zwischen Wirklichkeit unb Ueberwirklichkeit schweben und in ihrer Verstrickung von Liebe und Tod um dos alle Thema von Schuld und Sühne kreisen, hat in der Tat etwas von der sprunghaften, drängenden, zu- sien be- t, in die n hören . „kleine >nö man r Scheu' inte und pen. Dtt Huf« und anen A ichin L inke Ohr eprägt^ isensiruß! je» onn W r Mi-- s» irn iE Vorder ; -<>r »5 hie reO* 1 i Der große Irrtum. Roman von Meta vrtr. 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Nicht einen Schritt kommt sie ihm entgegen. Ihre Stimme klingt rauh bei der Frage: „Was gibt es zwischen uns noch zu erledigen? Es war übrigens auch völlig überflüssig, daß du vor ein paar Tagen deinen Vetter Johannes zu mir schicktest." ,4)clene — ich bitte dich —!" „Ich wünsche nicht, mir dir zu sprechen." ,^Ich komme heute noch ein letztes Mal. Du willst verreisen, sagt BemhardiIfie —" Er sieht sich im Zimmer um, das deuüich den Aufbruch zeigt, und fährt fort: „Gut, Helene, reife — aber laß die Möglichkeit einer Verständigung zwischen uns offen. Laß eine Zeit vergehen, und du wirst alles anders ansehen." Der Ausdruck im Gesicht des Mädchens hätte Rautenberg warnen sollen. Immer stärker wird Helene von einem rasenden, unbeherrschten Zorn erfaßt. Sie will, daß dieser Mensch sie in Ruhe läßt. Es ist kaum zu ertragen, wie sie selbst leidet, denn sie liebt diesen Mann — ja, und tausendmal ja! — sie liebt ihn noch immer. Ihr Gesicht ist sehr blaß, und ein Zittern geht durch ihren Körper. Sie schüttelt wild das Haar Zurück. Noch immer steht sie neben einem der großen Koffer, so, wie Ludwig sie beim Eintreten traf. Und weil sie ihrer Erregung Ausdruck geben muß — einfach muß, schlägt sie knallend den Kofferdeckel zu. Noch immer vor Zorn sprühend, behält sie in diesem Kampf das letzte Wort. Es klingt fast brutal, so hart, so rauh wird es hingesagt: „Ich will dich nie mehr sehen? Nie mehr! Begreife das endlich? Und damit du den einzig richtigen Weg weißt — Käte Allert und deinen Sohn Martin findest du m Sramftebt" Sie wendet sich rasch zu der seitlichen Tür und verläßt den Raum. * Heber Italien und Griechenland beginnt Helene Deselius ihre große Reise um die Welt. Sie will auf Wochen und Monate aus dem Kreis ihres Berliner Lebens heraus. Vielleicht gelingt es, sich von den trüben Erfahrungen, von dieser bohrenden Enttäuschung befreien zu lassen. Menschen der verschiedenen Nationen sind Teilnehmer der Fahrt um den Erdball. Ernste und heitere, angenehme und unleidliche Menschen. Helene bleibt fast immer allein. Um das gesellschaftliche Leben an Bord kümmert sie sich wenig. Sie steht sekundenlang an der Reling, blickt in das immer wieder wechselnde Bild des Meeres und laütcht den singenden Winden. Während die anderen Reisenden sich im in ßuror vergnügen, sitzt sie im Boot und läßt sich im leichten, warmen Wind langsam über den Nil zum wüstenartigen Flachland treiben. Und immer weiter gebt die Reise. Küstenlandschaften gleiten vorüber, von glühender Sonne bestrahlt oder in graue Nebel gehüllt. Große, fremde Städte zeigen ihre Gesichter, lebendig und hintergründig. ... Und immer wieder gleitet das Schiff in eine andere Bucht hinein, zu neuen Ufern. Helene Veselius sitzt verzaubert inmitten der tropischen Farbenvrocht der Gärten von Rio de Janeiro, sie gebt in Tokio über die Brücke wm Kwonnon- Temvel, und sie fährt durch die seltsamen Tore der Su-Pai-lo-Sttaße in Peking und durch die lauten Geschäftsstraßen von Schanghai. Es kommen Tage, in denen sie diese Eindrücke mit einer fast übersteigerten Anteilnahme aufnimmt, doch rücken alle Erlebnisse sehr schnell wieder in eine kühle Ferne. Johannes Rautenberg sieht die Post durch ... Da ist eine Einladung zu der Königsberger Frühiahrs- messe. Er hält das Schreiben nachdenklich in der Hand, dann geht er damit zu seinem Vetter hinüber. „Was meinst du, Ludwig — es wäre vielleicht ganz gut, wenn einer von uns zur Ostmesse nach Königsberg fahren würde. Die Mandschukuo-Aus- stellung dürfte ganz aufschlußreich sein." Ludwig hat nicht viel Stimmung dafür. „Was erwartest du Neues? Uns interessiert lediglich Anbau und Ernte der Sojabohne, aber darüber werden wir auch so unterrichtet. Doch wenn du fahren willst, so tue es doch." „Ich? Nein — ich dachte vielmehr, du solltest es tun." Ludwig lehnt sich zurück und sieht zu dem Vetter auf. „Ich weiß schon Johannes ... du meinst es aut, du denkst, es wird eine Ablenkung für mich sein. Aber ich habe sie durchaus n'cht nötig." Der Aeltere zieht sich einen Sessel heran. Er sagt ernst: „Ja, Ludwig, wir sollten doch wohl einmal miteinander darüber sprechen. Du bist jetzt fast immer in einer schwer erträglichen Stimmung." Ludwig tut eine nachlässig fortschiebende Handbewegung. „ ,, Johannes fährt fort: „Du b’ft von einer Unraft erfüllt ...du machst so oft die Nacht zum Tage..." „Ich sumvfe herum? Sprich es ruhig aus. Das aber ist meine Privatfache, mein Lieber. Du wirst nicht sagen können, daß ich meine Arbeit hier im Betrieb vernachlässige." „Das tust du nicht, nein. Trotzdem mochte ich dich gern einmal hier forthaben, Ludwig?" Ludwig denkt: Was weiß Johannes schon von meiner Stimmung? Und jetzt darüber zu reden, wäre erst recht verkehrt. Aber plötzlich ist ein Gedanke da ... Ostmesse ‘in Königsberg. Gut, man wird hinfahren. Aber die Welt ist weit ... man ivird die Reise fortsetzen ... , . Er sagt: „Man müßte sich selbst ^einmal m die Mandschurei begeben, Johannes ..." „Ein nicht ungefährliches Land." „Das könnte ein Grund mehr für mich fein, mich dahin zu begeben. Da ist das große Anbaugebiet für Oelpflanzen in Kwanttmg Johannes Rautenberg erhebt sich. Er hat also erreicht, was er wollte ... Ludwig zeigt jetzt doch Interesse für eine Reise. Er legt ihm die Hand auf die Schulter: „Mso gut, überlege dir das mal." ♦ Zwischen Bernhardine und Käte Allert wird oft von der Wettreifenden gesprochen. Nun, da die Heimkehr des Fräuleins Veselius bevorsteht, sieht die junge Mutter der Begegnung mit Bangen entgegen. Erst durch Bernhardine hat sie von den seltsamen Zusammenhängen erfahren, von Helenes Verlobung mit Ludwig Rautenberg und der Trennung, deren Ursache sie selbst und ihr Kind sind. Nach halbjähriger Abwesenheit kehrt Helene nach Deutschland zurück. Von Hamburg aus fährt sie zuerst nach Bramstedt. Sie liegt auf der Wiese unter dem breitfronigen Birnbaum, und neben ihr kräht und strampelt der kleine Martin. Sie saßt nach dem runden, molligen Körperchen und wälzt den kleinen Mann zu sich heran. Einen Augenblick liegt Martin erstaunt und ganz unbeweglich. Große, dunkle Augen sehen Helene an. Wieder fährt ihr der alte Schmerz durch das Herz ... aus dem klaren Kindergesicht sehen Ludwig Rautenbergs Augen sie an. Martin kugelt sich zurück unb greift nach seinen rosigen Zehen, liegt wie ein Kaninchen und liegt endlich ganz still. Er atmet wunderbar ruhig und mag sich vor lauter Behagen nicht mehr rühren. Helene schaut in den blauen Himmel und zu dem ragenden Dom des Buchenwaldes, der mit scharfem Rand gegen den Himmel abschneidet. Sie muß denken: Wäre sie nicht unversöhnlich geblieben oder ... oder hätte es das Schicksal gewollt, daß sie niemals von dem Dasein Käte Allerts und dieses Kindes erfuhr ... vielleicht hätte sie heute selbst ein so liebes kleines Wesen. Und wäre sehr glücklich. I (Fortsetzung folgt) Inkrafttreten des allgemeinen Lohnstopps, för dieselbe Tätigkeit bezahlte Vergütung auch heute angemessen ist. Bei Neuabschlüssen solcher Heizerverträge dürfen keine höheren Vergütungen bezahlt werden, als sie vor dem Inkrafttreten des Lohnstopps als angemessen oder ortsüblich vereinbart worden wären. Die Bestimmungen des Lohnstopps stehen unter Strafschutz. Bei a,en mir bekannt werdenden Verstößen gegen den Lohnstopp mache ich von meiner Strafschutz. Bei allen mir bekannt werdenden 23er- richtige Höhe oder ist die Erhöhung von Vergütungen beabsichtigt, so ist es Pflicht der Hauseigentümer, Hausverwalter oder Mieter, sich an den Leiter des zuständigen Arbeitsamtes als Beauftragten des Reichstreuhänders der Arbeit zu wenden. 2500 Zentner Brotgetreide durch Kinderhand vernichtet! NSG. Es ist immer das alte Lied: Brände durch Kinderhand, deren Ursache in der Fahrlässigkeit und Leichtsinnigkeit Erwachsener zu suchen ist. Wie oft hat die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung auf diefe Gefahrenquelle hingewiesen, wie oft ist den Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten gesagt worden: Gebt euren Kindern keine' Streichhölzer zum Spielen, bewahrt sie so auf, daß sie durch Kinderhand nicht zu erreichen sind! Und doch kommt es immer wieder vor, daß gerade Kinder im Alter von vier bis acht Jahren in den Besitz von Streichhölzern und sonstigen feuergefährlichen Spielzeugen gelangen können. Durch diese Fahrlässigkeit Erwachsener sind in einem Falle in der Gegend von Nauen 2500 Zentner Brotgetreide vernichtet und Inventarschäden in Höhe von insgesamt 50 000 RM. entstanden und noch mehr: für mehr als 1000 Menschen ist der Iahresbedarf an Brotgetreide verloren gegangen. Das sind Schäden, die vermieden werden können. Darum ergeht an alle Eltern nochmals die dringende Mahnung: Belehrt eure Kinder über die Folgen der Feuersbrunst. Duldet niemals Spiel mit Streichhölzern oder offenem Licht. Mütter, verwahrt die Zündhölzer; denn Schadenverhütung ist im Kriege nationale Pflicht! Rriegerfameraöfcboft 1874 Gießen. Am Sonntag hielt die Kriegerkameradschaft 1874 Gießen in Gegenwart des Kreiskriegerführers Dr. Monnard im „Burghof" einen Monatsappell ab. Der Kameradschaftsführer K. D ö h n begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und gedachte der seit dem letzten Monatsappell gefallenen Söhne der Kameraden. In diese Ehrung wurden eingeschlossen alle Soldaten, die in diesem Ringen für Deutschlands Größe ihr Leben gaben. Sodann berichtete der Schießwart Kamerad Lutz über das Schießwesen. Das Schießen wurde mit dem 15. November für dieses Jahr beendet. Die beste Mannschaft beim diesjährigen Wettkampf- schießen im Kreisoerband war die 2. Gruppe der Kriegerkameradschaft 1874 Gießen mit 439 Ringen; ihr wurden der Wandervreis des Gaues sowie ein Buch „Die Hessen im Weltkrieg" zuerkannt. An 9er Landdienst im Gebiet Hessen-Mau (13). NSG. Im Landdienst der Hitler-Iuaend hatte man Gelegenheit, festzustellen, wie schnell die Jungen und Mädel mit den dörflichen Verhältnissen vertraut waren. Gerade das Gebiet Hessen-Nassau (13) der Hitler-Jugend hat in besonderem Maße diese Feststellungen treffen können. In den 10 Jungen- und 12 Mädellagern des Gebietes, verteilt auf Dörfer der Wette rau, des Odenwaldes, Vogelsberges und Taunus, des Oberlahnkreises und Rheinhessens, gelangten im letzten Jahre 128 Jungen und 155 Mädel zum Einsatz. Bei den Jungen verblieben allein 73 auf dem Lande, von denen der größte Teil bereits im Osten eingesetzt werden konnte. Eine beträchtliche Anzahl konnte, dank der festgestellten pädagogischen Eigenschaften, dem Landdienstlehrhof des Gebietes in Aulhausen bei Abmannshaufen zugewiesen werden; hier erhalten sie die Ausbildung zum Landdienstführer bzw. «sührerin. Aber auch bei den Mädeln verblieb ein großer Teil auf dem Lande, während über die Hälfte dieser Mädel ebensalls im Osten eingesetzt werden tonnte. Die Jugend des Gebietes Hessen-Nassau (13) ist im vergangenen Jahre dem Rufe des Landdienstes der Hitler-Jugend mit anerkennenswerter Anteilnahme gefolgt. Es ist selbstverständlich, daß die Jugend Hessen-Nassaus der Parole ,Hstemsatz und Landdienst" des Reichsjugendführers in breitestem Rahmen nachkommen wird. Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren können sich bei der zuständigen Banndienststelle oder dem zuständigen Arbeitsamt zum Landdienst der Hitler-Jugend melden. zweiter Stelle folgte die 1. Gruppe der Krieger- kamera'dschaft 1874 Gießen mit 432 Ringen; sie erhielt den Wanderpreis des Kreisverbandes. Bester Einzelschütze war Kamerad K. M o o tz mit 116 Ringen; er erhielt hierfür eine besondere Ehrenurkunde. Am 11. Oktober 1942 fand ein Wettkampf im Klein- kaliberschießen zwischen fünf Gruppen der Kriegerkameradschaften des Kreisverbandes und fünf Gruppen der Wehrmacht statt. 1. Sieger war auch hier die 1. Gruppe der Kriegerkameradfchaft 1874 Gieren mit 742 Ringen. Am 8. November wurde die- er Wettkampf mit Gewehr 98 wiederholt. Bei die- em Wettkampf wurde Kamerad Schilling 1. Sieger mit 109 Ringen, Kamerad Karl M o o tz 3. Sieger mit 105 Ringen. Im Anschluß an diesen Bericht überreichte der Kreistriegerführer Dr. Monnard der Krieger- kameradschäft 1874 die errungenen Wanderpreise des Gaues und des Kreiskriegerve^bandes und händiate Kamerad Wessels die in diesem Jahre erschossene silberne Schießnadel und Kamerad T r ü m p e r t die bronzene Schießnadel aus. Im Mittelpunkt des Appells stand ein Vortrag des Kameraden Bankdirektors a. D. Grießbauer über „Erinnerungen an Palästina". Der Vortrag, der auf eigenen Reiseerlebnissen aus der Zeit kurz vor Ausbruch des Krieges aufgebaut und mit zahlreichen Lichtbildern ausgeschmückt war, wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Gießener Schlachtviehmarkl. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 Rpf., Bullen 35 bis 50, Kühe 10 bis 44, Färsen 25 bis 50, Kälber 28 bis 57, Schafe 24 bis 44 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. ♦* Deutsches Frauenwerk Gießen- Mitte. Am Montag, 23.November, pünktlich um 20 Uhr, findet im UC. ein Gemeinschaftsabend in Gestalt eines Bastelabends statt. Schere, Nadel und Fingerhut sind mitzubringen. ** Die Hausfrau spart Strom. Töpfe ohne Deckel kosten mehr Strom. Auf jeden Topf gehört ein Deckel! Die Topfdurchmesser sollen zu den Durchmessern der Kochplatten passen. Keine kleinen Töpfe auf große Platten, keine großen Töpfe auf kleine Platten! Arbeitstagung des Gängergaues Heffen-Haffau. NSG. Auf Einladung des Sängergauführers Dr. Meißner (Wiesbaden) fanden sich am Sonntag die Mitglieder des Gauführerrates und die Kreisführer des Sängergaues Hessen-Nassau zu einer Arbeitstagung in Frankfurt a. M. zusammen. Der vom Sängergauführer erstattete Bericht über den Verlauf des letzten Deutschen Sängertages in Weimar ließ erkennen, daß der rund 26 000 Gesangvereine umfassende Deutsche Sängerbund an einem Wendepunkt seiner Geschichte steht, der einen deutlichen Niederschlag in einem bereits vorliegenden Satzungsentwurf findet. Die im Vollzüge damit erforderlich werdenden organisatorischen Aenderungen bringen u. a. auch die künftige Uebereinftimmung der Sängergau- und Sängerkreisgrenzen mit denen der NSDAP, im ganzen Reiche. Nach Vollzug dieser organisatorischen Maßnahmen wird der Sängergau Hessen-Nassau statt der bisher 43 nur noch 26 Sängerkreise aufweisen. Die in vielseitiger Hinsicht auch den letzten Verein erfassenden Auswirkungen erfordern entgegen dem früheren Vorhaben die Einberufung eines Gausängertages, wofür der 13. Dezember vorgesehen ist. Der Tagungsort wird noch bekanntgegeben. Cantfreif Gieße« * Lollar, 17. Nov. Um die neuaufgenommenen Männer der P f l i ch t f e u e r w e h r mit den Grundbegriffen und einheitlichen Regeln des Feuerlöschwesens vertraut zu machen, wurde im Gasthaus „Zur Traube" theoretischer Dienst angesetzt. Haupt« truppführer Schwabe, der den Unterricht leitete, verstand es ausgezeichnet, das an sich schwierige Thema fesselnd und interessant zu gestalten. Seine lehrreichen Ausführungen waren für jedermann verständlich, so daß zu wünschen wäre, daß solche Vorträge ständige Einrichtung würden. * Staufenberg, 17. Nov. Frau Elisabeths Repp, geb. Jung, konnte gestern ihren 85. Geburtstag feiern. Die Jubilarin ist noch sehr rüstig und verbringt ihren Lebensabend bei ihrem Schwiegersohn. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. Handball-Gauklaffe. LSV. Gießen — Tv. Griesheim 7:8. Trotz aller Schwierigkeiten, die der LSD- Mannschaft in letzter Zeit ständige Begleiter waren, hatte man in diesem Spiel gegen- den To. Griesheim mit einem Siege der Flieger gerechnet. Wie berechtigt diese Hoffnung war, beweist bas knappe Ergebnis. Die Soldaten erschienen mit einer völlig neuen Mannschaft. Die Aufstellung neuer Leute scheint sich zu bewähren. Vor allem war eine Neu- formierung der Angriffsreihe erforderlich. Am letzten Sonntag klappte das Zusammenspiel gar nicht, dazu kam, daß der Innensturm unzählige Bälle verwarf, und diese aus günstigster Stellung heraus. Trotzdem gelang es — und das ist vor allem dem Einzelkönnen der Stürmer zuzuschreiben — das Spiel völlig offen zu halten. Daß sieden Tore bei schlechtem Zuspiel geworfen wurden, berechtigt zu der Annahme, daß die nächsten Spiele bessere Stürmerleistungen zeigen werden. Dem Spielverlauf nach hätte das Ergebnis unentschieden lauten dürfen. Der Schiedsrichter konnte nicht restlos überzeugen. Gleich zu Beginn des Spieles getjt der LSV. mit 1:0 in Führung; wenig später gleicht Griesheim aus und erhöht im Laufe weniger Minuten nach einem zweiten Tor der Flieger auf 4:2. In dieser Zeit scheint es, als ob Griesheim stark überlegen sei. Doch dann kommen die Flieger wieder auf und stellen bald den Ausgleich her. Als sie dann die Führung übernehmen, hat man Hoffnung auf einen Sieg; doch der Sturm vermag dke guten Angriffe nicht zu verwerten. So gelingt es den Gästen, wieder auszugleichen. Bis wenige Minuten vor Spielfchluß wird stark um das Führungstor gekämpft, das für den Sieg entscheidend ist. Das Spiel steht 7:7. Wenige Minuten nur sind noch zu spielen. Mehr-als einmal haben die Stürmer der Soldaten Gelegenheit, aus günstigster Wurfstellung heraus das entscheidende Tor zu werfen. Im Eifer des Kampfgeschehens aber werden alle Bälle zu hoch geworfen. Fast in der letzten Minute wirft Griesheim das 8. Tor. Damit ist die Entscheidung gefallen. Griesheim hat einen mehr als glücklichen Sieg mit nach Haufe genommen. Mit diesem Spiel ist die Vorrunde beendet. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleikers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder.- Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriüt: für Stadt Meßen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Truck und Verlag: Brüblsche UniversttgtSdruckcrei R. Lange S. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann,- Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Im Kampf für die Zukunft unseres ittrajal Volkes fiel am 27. Oktober 1942 vor Stalingrad uhser innigstgeliebter, tapferer, lebensfroher Sohn und Bruder Hans-Ludwig Jung Oberleutnant und Batterieführer in einem Artillerie-Regiment, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, dem Sturmabzeichen, der Deutsch- Italienischen Erinnerungsmedaille für den Feldzug in Nord-Afrika und dem Schutzwall- Ehrenzeichen. In tiefem Schmerz: Lina Jung, geb. Mäser Herbert Jung Leutnant in einem Nachtjagdgeschwader. Gießen, Liebigstraße 47, 17. November 1942. 05911 Uebcraus schmerzlich traf uns die unfaßbare Nachricht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unser über alles geliebter, einziger, braver, hoffnungsvoller Sohn, der Jungbaucr Gefreiter Ernst Bepler Fahrer bei einem Bataillonsstab am 21. Oktober im Osten gefallen ist. Er gab sein junges Leben im blühenden Alter von 22 Jahren in treuer Pflichterfüllung für sein liebes Vaterland. Er war die einzigeStütze unseres Alters und ruht nun fern in fremder Erde. In tiefer Trauer: Johann Georg Bepler und Frau Margrethe, geb. Mandler nebst allen Angehörigen. Kinzenbach, im November 1942. Die Trauerfeier findet am Sonntag, dem 22. November, nachmittags 2 Uhr, in der Kirche zu Kinzenbach statt. 0591! Gott der Allmächtige rief heute abend nach längerem Leiden meinen geliebten Gatten und treuesten Lebenskameraden in guten und schweren Tagen, unseren teuren, gütigen Vater Studienrat Friedrich Obermann Inhaber des E. K. II 1914 u. a. Ehrenzeichen unerwartet im vollendeten 60. Lebensjahre zu sich in sein himmlisches Reich. In tiefem Leid: Martha Obermann, geb. Lepper Walter Obermann, Referent in der Reichskulturkammer, z. Z. Oberscharführer b. d. Waffen-ff Hans-Joachim Obermann, Gerichtsreferendar, Unteroffizier, z. Z. in einem Lazarett. Gießen, Heegstrauchweg 16, 16. Novbr. 1942. Die Beerdigung findet Freitag, 20. November, 14% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 3439 q Mit der Familie trauern um ihren hochgeschätzten Lehrer und Berufskameraden Schülerschaft und Lehrkörper der Justus-von-Liebig-Schule. --- 34 92 D Klaviere Flügel kauft ständig „ Pianohaus SCnöliaU Bahnhofstraße 76 Telefon 3269 Rechnungen t>«i Brühl. OleBen ftlrineilnaefaeit i« «teßen« «n,etger werden von Lautenden »»achtet und fickfea. Heute morgen wurde im 84. Lebensjahre mein lieber Mann, unser gütiger Vater, Schwiegervater und Großvater Apotheker Leo Suffert von seinem langen, schweren Leiden erlöst. In großem Schmerz: Anna Suffert, geb. Schilling Anna Gundrum,geb. Suffert; Ella Suffert Otto Suffert, Apotheker; Karl Gundrum, Oberamtsrichter Lotte Suffert, geb. Vermenten. Homberg (Oberhessen), den 17. Nov. 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 2 Uhr, statt. 3495 D |05899 ige Druckerei Albin Klein, Hmdenburgw^l Für die Führung der Buchhaltung einer Gieß. Apotheke weibl. oder männl. Kraft zu sofort oder später .gesucht. Beding.: gewissenhafte1, saubere Arbeit. Bei Eign. Dauer- bzw. Lebensstellung. Zuschr. mit Zcugnisabschr. und Referenzen erbeten unter 3494D an den Gießener Anzeiger. Nachrichten-Helferin der Luftwaffe, 3422 V können tüchtige MädelS u. Frauen, mit guter Allgemeinbildung, vom 17. bis 3. 35. Lebensjahr werden. Nach Ausbildung Einsatz im Reichsgebiet, den besetzten Gebieten oder bei befreundet. Nattonen. Vergüt.: Tarifordnung A, äußerl), d.Reiches außerdem freie Unterkunft u. Ber- vsiegung u.Barentschädigung. Einstellung v. Angehörigen der Landwirtschaft, Hausangeit., Pflegerinnen nicht möglich. Bewerbungen bei allen Lustwaffen-Dienststellen, allen Arbeitsamt, u. beim Luftgau- Kommando XII/XIII, Verwalt., Wiesbaden, Taunus-Str. 49/53. Frauen und Mädchen für leichte Näh-u. Stepparbeit ganze oder evtl, auch halbe Tage gesucht. Die Einstellg. erfolgt über das Arbeitsamt. Vorzustellen vormittags in der Zeit von 9-12 Uhr bei Lehfeldt & Schäfer Liebigstraße 13 34 43 D Stellenangebotei Hilfsarbeiter, d.a.radfabr.kann u. in Gießen ob. nächster Stäbe wobnt, sucht für ganze oder halbe Hunge Dame sucht möbliertes Zimmer möglichst mit Heizung. Schr. Ang. unt. 05894 a.d.G.A. Zwei leere Zimmer mit Küche zum 1. Ilan. od. spät, von berufstätig. Ehepaar gesucht. Schr. 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Institut, Brandplatz 4 II, die Lichtbilder-Vortragsreihe: Geographie der Kriegsschauplätze Es spricht 1 Prot Dr. Klute üben »Der Nordosten Europas und die Ostsee«. Alles Nähere in der Kartenverkaufsstelle NSG. »Kraft durch Freude«. Gießen, Sei- tersweg 60. 3490 D Wegen plötzlicher Erkrankung Praxis vorübergehend geschlossen Dr. Stangier Dutenhofen. Der Lehrgang: Technisches Rechnen III technische Tabellen, Arbeitsdiagramme, Logarithmen. die Anwendung der Winkelfunktionen, praktische Uebungen, sollen ^nlaufen. Meldungen sind umgehend an das Berufserziehungswerk, Gießen, Schanzenstraße 18, zu nchten. MelD der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 18. November ... 19 00 bis 22.00 Uhr lO.Mittwochmieteu.HalbmieteB Winterballade. Die Deutsche NSG. „Krall Arheilslroni 5®* durch Freude' Kreisdienstst. 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