Dienstag, 18. August M2 Gießener Anzeiger Der 15 uni Das Donbecken fest in deutscher Hand 161 Die Korallensee, der neue Kampfraum im paziU der den (t a** loftä i.» ) «d er"' Ai" 'M uni (6§ bei lCri9. r. > Jl ten wir uns dieses Auftrages bewußt sein. Nach dem Lied vom guten Kameraden und Ehrensalve legte Gauleiter Sprenger Kranz des Führers nieder. Goldstandard und Sozialismus sich der des rq । 47, ' 47, irfen 1 big 125; | 58,5, Pazifischen Raumes gehen die Entscheidungen. Japanische ll-Bootangriffe LPD. Mainz. Auf dem Mainzer Haupt- sriedhof fand am Montagnachmittag die Trauer- lier für die den britischen Terrorangriffen auf frainz in den Nächten zum 12. und 13. August zum ipfer gefallenen Volksgenossen statt. Gauleiter nü Reichsstatthalter S p r e n g e r an der Spitze der ertreter von Partei, Staat und Wehrmacht ohnte der Feier bei. Dor dem Ehrenmal waren e Fahnen neben den brennenden Pylonen auf plbmast gesetzt. Chrenabordnungen der Wehrmacht kid der Formationen der Partei waren angetreten, 2 Mainzer Bevölkerung brachte den Gefallenen •turnen als letzten Gruß und bekundete den Hinter- iieben en und ungehörigen ihre Anteilnahme. Nach den feierlichen Klängen eines Musikkorps k Wehrmacht nahm Kreisleiter Fuchs Abschied kl den Gefallenen, die als Blutzeugen des neuen Deutschland nach härtestem Einsatz sich besonders ^währten und für Führer und Volk gestorben sind. seine Herrschaft pressen will, um ihre Arbeit aus- zubeuten. Genau so wie in den kapitalistischen Ländern der ehrliche Arbeiter zum Proleten ohne- . Stolz und Selbstachtung herabgewürdigt wurde, genau so sollten die ehrlichen und fleißigen Völker dev Welt zu Kulinationen für die jüdische Weltherrschaft gemacht' werden. Und eines der Mittel dazu war und soll nun auch in Zukunft wieder der Goldstandard sein. Um das zu erkennen, muß man sich die Bedeutung der Goldwährung noch einmal vergegenwäv» Ligen. Die Goldwährung ist noch gar nicht sehr alt, sie datiert im Grunde genommen erst seit etwa 1870. Als damals auch Deutschland die Goldwährung annahm, setzte sich diese Entwicklung in immer schnellerem Tempo bei den anderen Staaten durch. Es begann jene Zeit, in der alle internationalen Zahlungssalden im Gold beglichen wurden. Der Goldautomatismus feierte feine höchsten Triumphe. Wenn aber die Amerikaner heute so tun, als würde mit der Wiedereinführung des Goldes als Währungsgrundlage auch der Goldautomatismus zwangsläufig wieder eintreten, so ist das ein bewußtes Täuschungsmanöver. Einen Goldautomatis- mus hat es im Grunde genommen nie gegeben. Ster Automatismus war auch im jener Zeit, als er Oer Wehrmachtbericht. MV. Aus dem Führerhauptquartier, k.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ffannt: Südlich des unteren Kuban und im Jlorbroeff- jil des K a u k a f u s g e b i r g e s dringen unsere cuppen in erfolgreichem Angriff weiter vor. An der schwarzmeerküste wurden bei Luftangriffen lei Küstenfahrzeuge versenkt und ein größeres Mnsportschiff schwer beschädigt. i 3n der Nordwest schleife des großen lonbogens wurde der Feind vernichtend ge- (plagen und der Fluh überall erreicht. Die Säube- hing des Geländes von Versprengten ist noch im lange. Damit ist das gesamte Donbecken fest in der land der deutschen und verbündeten Truppen. Kfenbahnanlagen und Nachschubverkehr im rück- nrtlgen Gebiet des Feindes waren erneut das Ziel Kutscher Kampf- und Sturzkampfflieger. fOstwärts Wjasma und bei Rschew stehen kuppen aller Waffen in anhaltenden schweren Ab- lehrkämpfen. Auch gestern scheiterten zahlreiche An- kiffe des Feindes, der im Gegenangriff an verschie- nien Stellen zurückgeworfen wurde. 1 3m Nordabschnitt der Front wurden an khreren Stellen feindliche Angriffe abgewiesen und flSS' iiH if^ W Hohe Auszeichnungen. DNB. Aus dem Führer Hauptquartier, 17. Aug. Der Führer verlieh am Wontag dem Kapitänleutnant Erich Topp. Kommandant eines U-Bootes, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telegramm: „3n Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 17. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern züm Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." Der Führer verlieh erner dem Oberstleutnant Walter (Born, Kommandeur eines Kradschühenbataillons, dasEi cheu- laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe auf LlGA.Streitkräfie bei den Aleuten. Stockholm, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) 3a- parrische U-Boot-Verbände haben, wie aus amerikanischer Quelle verlautet, konzentrierte Angriffe auf die amerikanischen Streitkräfte bei den Aleuten unternommen. In Washington ist man der Ansicht, daß diese Angriffe an Stärke noch bedeutend zunehmen werden. Falls es den Japanern gelingen sollte, K i s k a als U-Boot-Stützpunkt zu benutzen, so würde die Entfernung für die japanischen U-Boote um 2000 Meilen verringert werden. Japanische Lustangriffe auf Tlordaustralien. Tokio, 17. Aug. (DNB.) Im Seegebiet der Salomon-Inseln kam es zu einem schweren Luftkampf zwischen japanischen und nordamerikanischen Kampffliegern, 17 USA.-Flugzeuge wurden abge- sckossen. Nur zwei japanische Flugzeuge kehrten nicht zu ihren Stützpunkten zurück. Die japanische Marine-Luftwaffe belegte die nordaustralischen Stützpunkte wirksam mit Bomben. In Townsville, Cairns, Wandham, Port Darwin und Port Hedland in West-Australien wurden schwere Schäden in den Hafenanlagen ungerichtet. In Towsville sind 18 000 Tonnen Obstkonseroen ein Opfer der Flammen geworden. Die Oelbunker sind sämtlich zerstört, ebensots Flotten st ützpunkte finden: Port Mores- b y auf Neuguinea, Suva auf den Fidschi-Inseln, Auckland auf Neuseeland, Melbourne, Syd- n e y und Brisbane an der Süd- und Ostküste Australiens. In enger Nachbarschaft dazu schließt der Stützpunkt Hobart auf Tasmanien an, die Tasmansee abriegeln soll. Um diesen Teil Oie Trauerfeier für die Opfer des britischen Lustangriffs auf Mainz. Bauleiter und Reichsstatthalter Sprenger legt den Kranz des Führers nieder. * Bereitstellungen im zusammengefaßten Feuer zer-. schlagen. In Nordafrika schossen deutsche Iäger in Luftkämpfen 14 britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. An der Kanalküste bekämpfte schwerste Artillerie des Heeres militärische Ziele im Raum von Dover. Bei vereinzelten Tages- und Nachteinslügen über West- und Norddeutschland und über den besetzten Westgebieten wurden vier britische Flugzeuge ab- geschofsen. Deutsche Kampsflugzeuge belegten in der vergangenen Nacht kriegswichtige Anlagen Mittelund Ostenglands mit Spreng- und Brand- bomben. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Nordmeer, in den Küstengewassern Nord- und Mittelamerikas, westlich Afrika und im freien Atlantik aus gesicherten Geleitzügen und in Einzeljagd 19 Schiffe mit zusammen 105 772 BRT. und zwei Transport f e g t e r. Drei weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Ihr Sinken konnte wegen der sofort einsehenden starken Abwehr nicht beobachtet werden. Scheinkandidat, bessern sich Roosevelt bediente, um bei der letzten Präsidentenwahl in den USA. zum drittenmal gewählt zu werden, Wendell Willkie, hat anläßlich eines Empfanges schwe- discher Journalisten die Absicht der Vereinigten Staaten angekündigt, nach Beendigung des Krieges den Goldstandard wieder ganz allgemein in der Welt einzuführen. Nun wird Herr Willk-ie zwar niemals in die Lage kommen, diese Absicht durchzuführen, aber schon die Tatsache einer solchen Ankündigung ist ein Beweis dafür, daß man in den führenden Kreisen der Vereinigten Staaten auch heute noch nicht begriffen hat, worum es in diesem Kriege eigentlich geht. Der Krieg der „Habenichtse" gegen die „Besitzenden" unter den Nationen ist im Grunde nichts anderes als die große soziale Auseinandersetzung. Die englischen und amerikanischen Weltherrschastspläne laufen ja darauf hinaus, daß das angla-jüdische Weltkapital alle anderen Völker der Welt unter Wenn nun Churchill sich jetzt nach Moskau begeben hat, so geschah das wieder in einer Zeck, m der die Alliierten allenthalben furchtbare Schläge ein- stecken müssen. Es sind nicht nur die Geleitzugkatastrophe im Mttelmeer, die schwere Niederlage bei den Salomoninseln, sondern auch die schweren Geländeverluste der Bolschewisten im Donbogen und im Vorfeld des Kaukasus, die diesmal die Begleitmusik zu Churchills Reise abgeben. Wäre die Lage in der Sowjetunion nicht so bedrohlich, so hätte sich Churchill sicher nicht auf den Weg gemacht. Zweifellos will Churchill in Moskau nicht nur nach dem Rechten sehen, sondern er fühlt sich vor allem berufen, durch seine persönliche Anwesenheit den Widerstandswillen der Sowjets-mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten. Churchill beabsichtigt also nichts anderes als die Rolle eines Politruks, eines politischen Kommissars, zu übernehmen, der seinem Genossen Stalin den Revolver zwischen die Rippen drückt, damit dieser nicht auf dumme Gedanken kommt. Gleichzeitig wird er natürlich feine Augen offenbaren und herumspionieren, ob er nicht einen starken Mann findet, der für den Fall, daß es zu einer Krise des bolschewistischen Regimes käme die Geschäfte Englands übernehmen wird, um als „Festlandsdegen" Englands den Krieg "welter.zufuhren. Dafür gibt es bereits einen Präzedenzfall, als im letzten Weltkriege das zaristische Regime unter den Schlägen der Mittelmächte schwach zu werden begann da waren es auch die Emissäre Londons, die beizeiten Ausschau hielten, und sich Kerenski kaperten, der dann auch als willenloses Werkzeug Englands mit den kriegsmüden Massen de? zaristi- scben Heeres den Krieg weiterzuführen sich unterfing Schließlich wird es auch noch die Absicht Chur- ckills sein, sich zu orientieren, ob sich denn überhaupt noch größere Entlastungsaktionen zugunsten fr>r Bolschewisten verantworten lassen. Man ist sich in London zweifellos klar darüber, daß jede größere Hilfsaktton nicht nur außerordentlich schwere Opfer kosten sondern auch mit der Gefahr eines Scheiterns verbunden sein würde. Bevor man sich also zu einem derartigen Risiko entschließt, mußte man sich schon genau orientieren, ob das Objekt den Einsatz überhaupt noch lohnt. Aber wie dem auch sei, Churchill wird mit seiner Reise noch Moskau den Gang der Dinge nicht aufhalten. Alle Manöver werden ihm nichts helfen, die deutsche Wehrmacht, m deren Händen die Initiative liegt, wird die alliiertem Kriegsmacher immer wieder vor neue Probleme stellen, wenn sie eben auch geglaubt haben, die alten gelöst zu haben. Churchill wieder in London. Stockholm, 18.Aug. (Eurvpapreß.) Der britische Ministerpräsident Winston Churchill ist vog (einem Besuch m Moskau wieder in Loiwon Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis SVtUbr desBormittags Anzeig en-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzeigen Plahvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Nicht ein Schicksalsschlag habe sie dahingerafft, sondern eine Kampfhandlung, die die Heimat zu bestehen gehabt habe. Ihnen nackzueifern und e s ihnen gleichzutun, das sei das Gelöbnis, das wir heute an den Gräbern dieser vorbildlichen Volksgenossen ablegten. Wir seien uns auch der Pflichten klar gegenüber allen denen, denen das Liebste und Teuerste genommen wurde. Hier werde sich die nationalsozialistische Volksgemeinschaft ganz erfüllen, indem sie die Angehörigen unterstütze und ihnen beiseite stehe. Unsere Gemeinschaft bringe es zuwege, ihre Schmerzen zu lindern und dabei doch dem Ziel zuzustreben, das die ^Vorsehung uns gestellt habe. Zu solchen Führungsaufträgen aber würden nur starke Völker gewählt und deshalb soll- mend gewirkt; nur unmittelbar am Meere finden sich Pflanzungen von Kokospalmen und anderen Nutzanlagen. 1885 wurden die Salomon-Inseln zwischen Deutschland und England geteilt; doch trat das Reich vierzehn Jahre später weitere Inseln an England ab, so daß nur Buka und die Hauptinsel Bougainville in unseren Händen verblieben, die mit dem Schutzgebiet Neu-Guinea und dem Bismarck- Archipel eine Verwaltunaseinheit bildeten. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Australien „Mandatsmacht" des Völkerbundes? England besaß bei Ausbruch des Krieges — wie überall! — den Löwenanteil des Besitzes in der und rund um die Korallensee, mit alleiniger Ausnahme von der französischen Insel Neukaledonien und den Neuen Hebriden, die feit 1906 gemeinsam von London und Paris verwaltet wurden. Mit Hilfe des Verrätergenerals de Gaulle sind diese Gebiete aber zur Zeit für Frankreich verlorengegangen. Wehrpolitisch wurde die Bedeutung des Korallenmeeres früh von England und nach dem Weltkrieg auch von Australien erkannt; die Folge war ein immer stärkerer Ausbau, der dazu führte, daß sich in dem Viereck Neu-Guinea, Fidschi-Inseln, Neuseeland und Australien nicht weniger als sechs In aller Heimlichkeit hat C h u r ch i l l eine Kriegs- dnferenz in Moskau organisiert und sich mit dem betrauten Roosevelts, Harriman, dorthin be- kben. Natürlich wurden zu diesem Geheimkonven- vel auch englische Militärs und Diplomaten bei- iizogen. Ueber die Reise Churchills selbst wurde der Meier des Stillschweigens gebreitet, und so sind B denn schon einige Tage, seit die Kriegskonferenz b Moskau tagt. Anwesend waren außer Averell lrrviman die 'britischen Generale Sir Brooke, Lavell, Sir Alexander Cadogan und von wvjettscher Seite Molotow und Woroschi- |rm. In einem Londoner Kommunique über das ^sammentrefsen" heißt es, eine Reihe von $e= Müssen sei gefaßt worden, worin der Wille zum Msdruck komme, „den gerechten Krieg mck aller «acht und Energie fortzusetzen . Die erste Zusam- Unkunst zwischen Churchill und Stalin hat schon in Mittwoch unmittelbar nach der Ankunft der Wtisch-nordamerikanischen Delegation m Tlostau vttgefunden. Sie dauerte nahezu vier Stunden, »n nächsten Tage hotte Churchill eine lange Unter- sttunq mit Molotow und eine zweite Zusammen- Eift mit Stalin. Auch der Freitag war mit „amt- Men Geichästen" ausqefullt, wie es in einem Son- Knet Bericht heißt. Dazu gchorte em großes Elf-n M Kreml mit nicht weniger als 25 Trmkspruchen. Walin selbst soll sechsmal geredet haben. l Churchills Reisen haben bis ,-ßt immer noch eine Minöse Tradition gehabt. Wenn Churchill sch °uf p.hrt begab, war immer etwas Katastrophales ge Wehen oder eine Krisis in Aussicht, so daß man Pilsen Churchills bereits als Sorbeten von Ma [Men bezeichnet hat. So ereignete sich btt» kiurchills Besuch in Frankreich im Sommer «« E Katastrophe von Dünkirchen. Als R°°levelt und lllrrchill sich auf der „Pütomae" trafen, meldete v°- deutsche Oberkommando nicht nur den Fall von Itrom, Poschow, Pleskau Dorpat, Fellm und k-rnau, sondern auch den Sieg, van Smolensk mtt 110000 Gefangenen und den Sieg vonUmanI |!<- Ukraine mit 103 000 befangenen. Als die Be IMungen auf der „Potomar ihren chohepunk »beichten und die berüchtigte Atlantikcharta l'fentlidjt wurde, erreichten die deutschen W h'fte des Schwarzen Meeres, Odessa und dieLug Itenbung. Auch das vorletzte Rendevous Chur^ll l-d Roosevelts im Dezember stand -m Je Kfflerer Niederlagen der britisch-ame Ipireitträfte. Es waren ihm vorausgegangen M-tastrophe von Hawaii, die Versenkung d br^ Mch-n Schlachtschiffe „Prmce of Wales und „R I'-lse" und die Kapitulation von ^oMtong. Uno W Churchill am 19. 3um wieder das Bedursn litte, sich bei Roosevelt Trost und Rat zu Holen, 1° »ar es der Fall von Tobruk und die grotze Firenjioe Rommels, die diese Reise begleiteten. Churchill als politruk Von unserer Berliner Schriftleitung. ru4 14.& M, i2hiL’ , Die Seeschlacht bei den Salomon-Inseln, in deren Verlauf schwerste und wertoollfte Eilcheiten der USA.-Flotte und ihres britischen Trabanten versenkt oder kampfunfähig gemacht wurden, lenkt den Blick erneut auf das K ö ra ll e n- m e e r. Es wird im Norden begrenzt von der Insel Neu-Guinea, am die sich in östlicher Richtung Neu- Pommern und die bogenförmig gelegenen Salomon- Inseln anschließen, welche dann allmählich zu den Fidschi-Inseln Hinweisen, die man als östliche Grenze des Korallenmeeres anfprechen muß. Im Südosten wird das Korallenmeer von dem nördlichen Teil Neuseelands begrenzt, während im Westen das australische Festland vorgelagert ist. Im Süden setzt sich schließlich das Korallenmeer in der Tasmansee fort. Die Nordsüdentfernung von der Linie Sydney-Neuseeland, dessen Spitze übrigens and) Nordkap heißt, bis zu den Salomon-Inseln beträgt rund 3000 Kilometer, die Dampferroute zwischen Suva auf den Fidschi-Inseln und Brisbane in Australien, was etwa der Ost—Westrichtung der Korallensee entspricht, 2820 Kilometer. Wie schon der Name Korallenmeer sagt, siikd in diesem Teil des Pazifik im Laufe der Erdgeschichte eine Unzahl von Korallenbauten aus dem Meer gestiegen, wodurch kleinere und größere Inseln entstanden, die teilweise als Untiefen nur bei Ebbe freiliegen. Schon manches Schiff ist auf einem bis dahin unbekannten Korallenriff gestrandet, zumal sich dieses Gebiet^durch stürmische Winde und hohen Seegang bei allen Seeleuten keinen guten Namen geschaffen hat. Das interessante Grenzgebiet des Meeres sind zweifellos die Salomon-Inseln, die sich im Anschluß an Neu-Guinea und den Bismarck-Archipel etwa 1000 Kilometer in südöstlicher Richtung hinzieh en. Sie führen ihren Namen daraus zurück, daß hier angeblich die Fundstelle der Reichtümer des biblischen Königs gewesen sein soll. Der Spanier de M e n d a n a, der auf den Spuren dieses Mythos wanderte, glaubte bei Entdeckung der Inseln am Ziel zu sein und gab ihnen den Namen des gekrönten Judenhauptes. Statt Gold und Edelsteinen begegnete er aber wilden Dölkerstämmen, die alle Eindringlinge mit vergifteten Pfeilen beschossen und ihre Opfer verspeisten. Nach seiner schleunigen Flucht im Jahre 1568 vergingen 199 Jahre, bevor die Inseln von dem Briten (Tarte r e t und im folgenden Jahre von dem Franzosen Bougainville wiederentdeckt wurden. cingetroffen. Auf dem Wege nach Moskmi hatte Churchill eine Zusammenkunst mit dem Premierminister der Südafrikanischen Union, General Smuts, in Kairo. Die britische Niederlage im Mittelmeer. Rom, 17. Aug. (DNB.) Ein in der See- und Luftschlacht im westlichen Mittelmer verwundeter englischer Flugzeugführer erklärte in Gibraltar nach seiner Einlieferung ins Lazarett, daß die Fahrt des Geleitzuges ausgezeichnet vorbereitet gewesen sei, der Geleitzug sei so stark gesichert gewesen, wie wohl noch kein anderer je zuvor. Der Zeitpunkt schien besonders günstig gewählt, weil man geglaubt habe, daß die Luftstreitkräfte der Achse vor allem auf dem östlichen und dem ägyptischen Kriegsschauplatz be- schäfttgt seien. Leider habe man die Erfahrung gemacht, daß der Feind viel wachsamer war, als man angenommen hatte. Der Verlust eines Flugzeugträgers, noch bevor der Geleitzug die eigentliche Gefahrenzone erreicht hatte, wirkte sich ungünstig auf die Moral der Besatzung aus und machte die Durchführung der ursprünch'ich vorgesehenen Pläne unmöglich. Der Flugzeugführer hob den Todesmut der italienische Flieger hervor, die, nachdem sie ihre Bomben und Torpedos abgeworfen hatten, ungeachtet der englischen Flak und der englischen Jäger die Schiffe im Tiefflug mitden Bordwaffen an griffen. Die englische Luftwaffe habe über 50 Flugzeuge verloren. ^Mckeck^686 tonff9/^ vrühlsche Unioerfttäfeörnderel K Lange General-Anzeiger für Oberhessen *Iktzen^ch»Iftratz«7-4 I3ahrgang Nr.M I (Meint täglich, außer I Sonntags und Feiertags ' Beilagen: | Gießener Familienblätter I Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: I Uonatlick.....RM.L.80 I Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen lon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Geologisch sind sie, wie der ganze Archipel, Reste eines tektonisch zertrümmerten Gebirges; einige der Inseln besitzen Krater und tätige Vulkane, wie auch Erd- und Seebeben für dieses Gebiet des Pazifik besonders kennzeichnend find. Die Bevölkerung gehört zur melanesischen Rasse, die vorwiegend auf Pfahlbauten siedelt; auch der Kannibalismus ist heute noch weit verbreitet. Die größte, an den Bismarck-Archipel anschließende Insel ist Bougainville (10000 Quadratkilometer), nach Südosten folgen Choiseul, Isabella, Florida und Malaita. Die anderen Inseln und Inselgruppen sind kleiner und von untergeordneter Bedeutung. Das Klima ist tropisch heiß und feucht und hat daher auf die Ausbeute der Bodenschätze durch Europäer stark hem-^ die Bahnanlagen, tatsächlich reibungslos zu funktionieren schien, niemals mit dem Wesen des Goldes zwangsläufig verbunden, sondern er beruhte eben nur darauf, daß . ... w , .alle Länder die Spielregeln anerkannten und ge- lch Ihnen als 113. Soldaten der deutschen Wehr- ^j^nhast beachtet-n. Diese Spielregeln bestanden macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen t-arin, daß internationale Zahlungssolden in Gold Kreuzes. Adolf Hitler." Lübertragen wurden. Wenn also in einem Lande chM infolge einer steigenden Lebenshaltung und steigendei- Löhne die Kosten der Produktion stiegen, so das; die Erzeugnisse dieses Landes im internationalen Preiowettvewerb als zu teuer nicht mehr mitkamen, dann ging der Export dieses Landes zurück, und es Co nute sich die Möglichkeit ergeben, das; auch die Zahlungsbilanz dieses Landes passiv wurde. Das bedeutete, das; die Notenbank Gold aussichren mußte. Trat dieser Zustand ein, so wirkte er in der damaligen Wirtschaft als Alarm sign-al. Man sa-h die 'Wettbewerbsfähigkeit gefährdet, die Exportmöglichkeiten sanken, die Beschäftigung ging zurück, kurz es war eine „Krise" da, und die Wirtschaft zog die Folgerungen durch Kurzarbeit, Entlassungen und Lohnkürzungen. Es war also der Arbeiter, der den Segen des Gold autornatismus als einziger zu spüren bekam. Denn er konnte nicht mehr ausweichen, wie etwa der Unternehmer jener Epoche, der seine Exportverluste auf den Arbeiter abwälzte. Diese höchst bedenkliche soziale Auswirkung des Goldstandards und des Goldautomatismus wäre nun noch zu ertragen gewesen, wenn der internationale Preiswettbewerb auf den Weltmärkten un ter Wettbewerbern von annähernd gleicher sozialer Struktur und sozialer Höhe stattgefunden hätte. Da-.> aber war schon in Europa »richt der Fall. Es ist ja bekannt, das; der Lebensstandard hier ein beul- lief) sinkendes Gefälle aufweist, je mehr man vom Westey nach dem Osten kommt. Aber aus dem Weltmarkt mußten nun die hochstehenden Völker Euro- pas nicht nur miteinander, sondern auch mit den riesigen Menschenmassen der asiatischen Länder konkurrieren, die auf Grund ihrer ganz anders gearteten Lebensbedingungen, der Gunst ihres Klimas und der unermeßlich höheren Fruchtbarkeit ihres -Bodens unter wesentlich günstigeren Produktionsbedingungen arbeiten konnten. Sie konnten daher auch bedeutend billiger sein als die Kulturvölker Europas. Aehnlicheo galt iin Vergleich zu den Vereinigten Staaten, nur daß hier eine ebenfalls durch besonders günstige Umstände bedingte Entwicklung die Maschine in dir Nolle der asiatischen Kulis brachte. Maschinen, die im engräurnigen Europa unter den früheren Verhältnissen wirtschaftlich nicht tragbar waren, bewiesen in den riesigen Räumen Nordamerikas eine hohe Rentabilität und gestatteten eine Massenproduktion auf landwirtschaftlichem wie auch aus industriellem Gebiet, mit denen der Arbeiter in den Fabriken Europas und der bäuerliche Landmann auf kleinen und kleinsten Befitzun- gen nicht mitkonute. Auf dem Weltmarkt der Weltwirtschaft britischen Gepräges hatten diese unendlichen Verschiedenheiten der Produktionsbedingun- gen aber nichts zu sagen. Hier regierte lediglich der Preis und das Gold. Immer rollte dieses Gold dort- hin, wo mit dem billigsten Preise der höchste Gewinn lockte. In dieser Zwickmühle von Preis- und Goldautomatismus blieb schließlich den alten Kultur- Nationen Europas nichts übrig, als mit den Kulilöhnen und den» laufenden Band amerikanischer Niesenindustrien zu konkurrieren. Das aber war nur möglich, wenn sich der europäische Arbeiter ständige Abstriche von seinem Lohnniveau gefallen ließ. Die erbitterten sozialen Kämpfe, die wir gerade in der Zeit nach 1870/71 beobachten können, sind nicht glicht die Folge der allgemeinen Einführung der Goldwährungen, des Goldstandards und des Goldauto- inatismus. Der Goldstandard schlug die letzte Schranke ein, die die Völker vor dem ruinösen Preis, und Lohnwettbewerb mit den Kulis Asiens und mit den Maschinen der Neuen Welt bis dahin noch geschützt hatte Und diesen Goldstandard will Herr Mendell Willkie wieder einführen. Es gehört dazu schon die ganze ll>>Verschämtheit und Ignoranz eines amerikanischen Berufspolitikers, freilich auch die Dummheit jener Kälber, die sich ihre Metzger selber wählen. V. A. Auch die Lustirausporisioiie schafft es nicht. G e n f, 17. Aug. (DNB.) Im „Evening Standard" besaßt sich ein amerikanischer Militärkritiker mit der je ob man be ■ cyiffahi tspt Mem - dadurch Herr werden könne, daß man eine große Luft- t r a u » p o r t f l o t t e baue. Trotz der schnellen Ent- wickluna, die das Lufttransportproblem in den letzten Jahren erlebt habe, sei cs meit, übertrieben, wenn man glaube, man könne den Hondelsschifs- raum entbehren, wenn erst größere Lufttransport- gsschwader da seien. Wolle man den ,)2llliicrten" verbliebenen Schiffsraum durch Transportflugzeuge ersetzen, dann benötige man mindestens 100 000 große 70-Tonuen-Tranoportstugzeuge. Aber in der Praxis stelle sich das Problem noch ganz -anders dar. Der Versuch, Tschungking-Ehina aus dem Luftwege mit Kriegsmaterial zu versorgen, sei völlig gescheitert. Die Wetterverhältnisse stellten für einen geordneten militärischen Nachschub auf dem Luftwege eine der Hauptschwierigkeiten dar. Daher sei Abenteuer im Süden. Bon Ao Hanns Modler. Blau lag das südliche Meer in der Bucht. „Gestatten?" — „Bitte." „Ist dieser Stuhl frei?" — „Bitte." „Ich störe doch nicht, mein Herr?" — „Keineswegs." „Danke." Der fremde Herr, der an dem kleinen Tisch vor dem Kaffeehaus Platz nahm, war von einer vorbildlichen Eleganz. In sportlicher Hagerkeit und mit dem scharsgeschnittenen Prosit edler südländischer Geschlechter und dem ersten Grau an den schmalen Schläfen schien er feine gaine Kleidung auf dieses chrau abgestimmt zu haben. Er faltete seine grauen Handschuhe zweimal zusammen und legte sie sorg- fältln neben sich „Das Meer!", sagte er dann mit einer weitaus- holenden Handbewegung, als ob er dem Fremden ein Geschenk überreiche. Der andere nickte, ohne von der Zeitung auszu- bl-icken. Der Herr in Grau lächelte. „Sie sind Nordländer?", fragte er. — „Ja." „Aus Wien?" — „Nein." „Verzeihen Sie!" - Bitte." „Sie haben sicher schlechte Erfahrungen hier in unserer Stadt gemacht, mein Herr. Es läuft zuviel Gesindel herum. Jungen mit Korallen und Mu- schein und anderem wertlosen Kram, Burschen mit Schildpottkännnen, die hier in einer Fabrik aus Milch gepreßt werden, Spitzenhändler und jeder zweite Mensch ist ein Fremdenführer. Man macht zu schnell ihre Bekanntschaft und wird fTc zu schwer wieder los." „So ist eß", sagte der Fremde kühl. „Ich kenne diese-, Land. Ich reise das ganze Jahr durch die Welt. Zu meinem Vergnügen. Aus Luft nm Abenteuer. Kennen Sie Tunis?" Stalin muß sich der Kriegführung widmen. Don unserer Berliner Schristleitung. Der Donbogen ist fest in der Hand der deutschen und verbündeten Truppen. Alle Verteidigungsstellungen vorn Donez und Oskol bis ins unmittelbare Vorgelände der Wolgaposition find damit gefallen und in deutsche Hand gekommen. Von Issum, der vielumkämpsten Stadt im Mai, bis zum innersten Donbogen sind es 500 Kilometer. 500 Kilometer in der oft berufenen „Luftlinie"! Aber durch diese 500 Kilometer gehen alle Nard-Süd-Perbindungen! Und das Vorgelände der Wolga hinter dem Donbogen deckt nur noch die Wasserstraßen-Verbindung zwischen Kaukasus und Moskau über das Kaspische Meer — eine Verbindung, die schon exzentrisch ist, daher auch nicht mehr als „innere Linie" angespro- chen werden kann. Das ist eine wichtige Feststellung, daß Stalin nicht mehr auf den kürzesten Verbindungen operieren kann, fordern daß er auf 4bie exzentrischen Verbindungen der äußeren Linie angewiesen ist. Seitdem T i m o s ch e n k o am 15. Mai die Parade über feine Panzertruppen auf dem Noten Platz \n Eharkow abnehmen wollte, aber niemals dorthin kam, besteht in der Sowjetunion eine unausgesprochene, aber klare Führungskrisis. Im vorigen Jahre war Stalin noch stark genug, Woroschilow und Budjenny in die Verbannung zu schicken. In diesem Jahr ließ er Timoschenko meitermachen. Er hatte gewissermaßen ... keine Zeit, besser gesagt: keine Ellenbogenfreiheit zum Kommandowechsel. Es ist ein weiter Weg von dem „großen" Liquidator Stalin bis zum dem Stalin, der seine unglücklichen Generale weiterwursteln läßt. Aber jetzt — mit dem Scheitern aller Entlastungsschlachten, mit dem Verlust des Dondogens, mit der Verteidigung des unmittelbaren Äorgeländes der Wolga — gibt es kein Zaudern und kein Taktieren mehr. Jetzt muß Laut gegeben werden. Genau so wie Stalin am 30. Juni 1941 den Vorsitz im Verteidigungsausschuß übernehmen mußte, — genau so muß sich Stalin jetzt von seinen Funktionen als Präsident des Nates der Volkskommissare (Ministerpräsident) entlasten und den vielgeplagten Molotow formen mit der Funktion seines Stellvertre-- ters im Ministerpräsidium betrauen, was praktisch nichts anderes heißt, als daß der bisherige Außen- Minister Molotow nun auch tatsächlich das Minister- präfibium übernimmt, während sich Stalin den vordringlichen Aufgaben der Kriegführung widmet. > Die Führungskrise in der Sowjetunion hat eingesetzt. Vergessen wir nicht, daß Stalin — der „Rote Zar" — jahrzehntelang offiziell nichts anderes war als ... Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Er war immer der Mann des Hintergrundes, der aus dem Dunkeln Marionetten tanzen ließ und das Scheinwerferlicht der persönlichen Verantwortung scheute. Er wollte immer jemanden zu in Absetzen haben. Nun kann er es mit dem Absetzen nicht mehr schaffen. Dafür muß er s e l b st in die Bresche springen. Zu merstenmal seit dem Bestand der Sowjetunion ist die persönliche Verantwortung klargestellt. SanMskompanie am WolchowbMenkops. Von Kriegsberichter Hanns Änderte. PK. ... Er war schon seit dem Winter her hart umkämpst. Seit aber der große Wolchowkessel erledigt wurde, ist er zum Brennpunkt der Kämpfe des ganzen Abschnittes geworden: der Wolchow- drücke n kops, der ja auch in den OKW.-Berich- ten der letzten Zelt immer wieder genannt wird. Wie Gefangene 'und Ueberläufor übereinstimmend aussagten, hat Stalin selbst Ende Mai d. I. den Beseht gegeben, der Brückenkopf müsse unter allen Umständen genommen werden. Diesem Befehl des Sow jetmacht Habers steht gegenüber der Wille nicht nur unserer Führuna, sondern jedes einzelnen Mannes der Brückenkopfbefatzung, ihn zu halten, koste es, was es walte, und so spielen sich denn dort mm schon feit Wochen härteste Abwehr kämpfe ab, die nicht nur den höchsten persönlichen Einsatz derer for- dem, die unmittelbar am Feinde stehen, sondern die auch van den Männern, die den Kamps im Kampfe kämpfen, Leistungen verlangen, die an die Grenze dessen heranreichen, was Menschen überhaupt leisten können. Diesen Kamps im Kampfe kämpfen b le P i o - nie re, die über den Fluß mit der gesprengten Brücke die Verbindung nach rückwärts ansrechterhal- len, ihn kämpfen die Männer von der Nachri ch- t e n t r u p p c und die vom Nachschub; sie alle stehen nicht nur, wie ihre Kalo er ad en vorn in der Hauptkampflinie, ständig unter stärkster Feindeinwirkung, der man hier frontal, von der Flanke, ja, zum Teil sogar hinterrücks gewärtig sein muß, sondern sie haben auch anzukämpfen gegen die tausenderlei Schwierigkeiten, die sich der Erfüllung ihrer befonberen Aufgaben hier zusätzlich entgegenstellen. In vorderster Linie dieses Kampfes im Kampfe aber steht hier am Wolchowbrückenkopf die Sanität. Es war an einem der letzen Tage im Mai, als die Sanitätskompanie der Division eine Chirurgen- und Krankenträgergruppe unter Führung eines Stabsarztes zur besonderen Betreuung der Brückenkopfkämpser abstellte. Die Gruppe kam gerade zurecht, afr> mit dem ein setz en den Angriff der Bolschewisten ein besonders starker Verwundeten- auf all zu bewältigen war. Man war nachts auf den Brückenkopf gekommen — tagsüber über den Fluß zu setzen, ist wegen der Einsicht unmöglich — man hatte alles mitgebrackst, um den vorgeschobenen Hauptverbandplatz e'mzurichten, aber cs blieb keine Zeit dazu. Eben war wieder ein Angriff der Bolschewisten im Gange, bei den; sie auch reichlich Panzer einsetzten, schon warteten zahlreiche Verwundete, die betreut fein wollten, viele neue kamen dazu, und jo stand die kleine Gruppe zunächst einmal vier Tage und vier Nächte lang u n u n t e r ■ b rochen i m Dienst, kaum daß sie den Fuß auf den Brückenkopf gesetzt hatte. In dieser Zeit mürben einige hundert Verwundete versorgt und gemeinsam mit den Pionieren und dem Uebersetz- kommando eines Infanterie re giments über den Wolchow zurückbe fördert. Der Weg zurück aus der Schlacht ist für die Verwundeten und ihre Betreuer oft hart und beschwerlich. Hier, wo die Sturmboote und Pontonfähren tändig unter stärkstem feindlichen Feuer stehen, teilt er an die Helfer und Betreuer größte An- orderungen. Eines Tages bann aber war das letzte Sturmboot auf der Rückfahrt zum Brückenkopf gesunken und die letzte Pontonfähre ausgefallen. Ein Teil der Schwerverwundeten harrte an der Uebersetzstelle des Abtransportes. Die Lage drohte katastrophal zu werden, als am Himmel plötzlich feindliche Flieger auftauchten und Brandbomben abwarfkn. Ein Holzstapel in unmittelbarer Nähe begann zu brennen, und die ivchweroerwun- beten gerieten in höchste Lebensgefahr. Da griff der Stabsarzt persönlich mit seinen Männern des Hauptverbandsplatzes ein, zehn Männer eines Insanteriebataitlons, die vorne an der Hauptkampflinie gerade abkömmlich waren, sprangen bei, stundenlanger Muhe und Anstrengung bedurfte es, aber das Beispiel des Stabsarztes allein schon schien Wunder zu wirken; es wurde geschafft und jeder Verwundete wurde geborgen, ohne Schaden zu erleiden. Das war der Auftakt. Seither geht dieser Kampf im Kampfe ununterbrochen weiter, wochenlang nun schon. Jeder Mann auf dem Brückenkopf ist ein Held, wurde einmal gesagt. Das gilt auch für die Männer von der Sanität, die mit dem Heldentum der Kämpfer bas Heldentum der Helfer verbinden und die dem Allbezwinger Tod den All- bezwinger Mut gegenüberstesten, mit dem sie oft genug auch hoffnungslose Lagen meistern. es völlig verfehlt, wolle man die U-Boot-Gefahr durch Lufttransportgeschwader ausschalten „New Port Herold Tribuns" fordert einen Obersten Kriegsrat oer Vereinigten Nationen. Die englisch amerikanische Zusammenarbeit, Besprechungen zwischen den Staatsoberhäuptern und ihren Mini- tern genügten nicht mehr. Ein permanenter Oberter Kriegsrat, der über eine entsprechende Organi- ation zur Einholung aller Informationen verfügt, ei das Gebot der Stunde. Er müsse in Washington einen Sitz haben. Roosevelt sei der gegebene Mann, den Vorsitz zu übernehmen. „Nein." Der Herr in Grau schwärmte begeistert! „Tunis müssen Sie sich ansehen! Tunis, die interessante Stadt, voll von Geheimnissen und den wunderlichsten Abenteuern. Als ich das letzte Mal drüben, war — ich langweile Sie dock) nicht, mein Herr?" „Bitte, erzählen Sie —" > „Ich war im G ra Nd - Pa 1 ast - Roxi >Hote 1 ab gestiegen und fand im erste«' Stock ein unerhört luxuriös eingerichtetes Appartement mit Liegeterrafse, Bad, Dienerzimmer und allem, was man so auf Reisen ungern entbehrt. Neben mir wohnte die jugendliche Gattin eines bekannten Millionärs, man sprach da- von, dos; sie in Scheidung lebte und erzählte von ihren extravaganten streichen. Sie war allerdings unglaublich schön, daß man ihr gern Dinge erzieh, die bei einer weniger begehrenswerten Frau einen Skandal hervoraerufen hatten. In der zweiten Nacht geschah etwas Ungewöhnliche-. Die Tür meines Zimmers wurde aufgerissen und meine Nachbarin stürzte im Schlafgewand auf mich zu. ,Ick) liebe Sie, Alphonse! Ick; kann ohne Sie nicht mehr leben, Alphonse! Entführen Sie mich!' Mein erster Gedanke war, woher sie meinen Namen wußte. Ich saß jicmlid) sprachlos und wohl auch mit einem dummen Gesicht im Bett und fragte -nur: .Wann?' — »Morgen früh, Alphonse, um neun Uhr! Ich muß nur noch meine hundertdreizehn Koffer packen!' Und damit war sie auch schon aus der Tür. Ich langweile Sie doch nicht, mein Herr?" „Keineswegs", sagte der Fremde, schien ein wenig wärmer geworden, „ich nehme an, ^Äe erwachten jetzt aus Ihrem Traum?" „Nein. Es war kein Traum. Ich kniff mich in den Arm, ein altes Rezept, das die 'JioöcUcnfdireiber erfunden haben. Es schmerzte. Die Tür meines Zimmers stand noch offen. Ich sprang aus dem 'Bett, sie zu schließen. Ich trat aus den Gong hinaus. Er lag still uirb ruhig. Ich lief auf die Terrasse, ob ich Die deutsche Abwehrfront bei Calais. Madrid, 17. Aug. (DNB.) Der „ABE."-Korrespondent in Berlin berichtet über einen Besuch des deutschen Küftenbefestigungsgürtels am der eng« ft e n Stelle des Kanals bei Calais und schreibt: „Die Küstenbatterien, die hier nicht so groß sind wie in der Bretagne, erreichen mit Leichtigkeit die Themse-Mündung. Durch ihre den Kanal voll- kommen heherrschende Anlage ist nicht nur jede Licht in ihren Fenstern erbliche. Ja, ihre Fenster waren taghell erleuchtet, Schatten, die Kleider falteten, fielen in den Garten. Lange stand ich so. Plötzlich spürte ich ein leichtes Frösteln, und ehe ick wieder in mein Zimmer treten konnte, mußte ich heftig niesen. Einmal, zweimal, dreimal. Ich langweile Sie doch nicht, mein Herr?" Der Fremde reichte dem Gegenüber seine Ziga- rettenbofe. „Im Gegenteil", sagte er herzlich, „ich bin sehr auf bas Ende gespannt." ,,')tun, das Ende sollte eine andere Wendung nehmen", fuhr der andere fort, „ich leide sehr unter Schnupfen, mein Herr? Der Schnupfen ist eine heimtückische Krankheit. Die Augen treten aus dem Gesicht, die Nase wird rot und schwillt auf, man kann nicht sprechen, und von der männlichen Würde schwiildet ein beträchtlicher Teil. Ist dies sck>on im alltäglichen Leben eine große Plage, wie viel mehr für einen Liebhaber, der am nächsten Morgen eine wunderschöne, verwöhnte Sixiu entführen soll! Ich verwünfchte mein Schicksal, und je mehr ich ängstlich auf das Fortschreiten meines Schnupfens lauschte, desto heimtückischer trieben die Bazillen ihr Werk. Noch nie hatte in so kurzer Zeit ein Schnupfen meinen ganzen Körper erfaßt. Ick) nieste ununterbrochen, die Augen tränten mir, mein Mund stöhnte und ächzte. Es mußte etwas geschehen. Der Hotolar^zt konnte mir nicht helfen. Nur noch fünf Stunden blieben bis zum Morgen. Man hatte mir die Adresse eines einheimischen 'Wunderdoktors genannt. Ich eilte noch in der Nacht zu ihm. Ich erzählte ihm mein Leid. Er verlangte ein Vermögen von mir. Ich gab cs ihm, was sollte ich tun in meiner bedrängten Lage? Da reichte er mir ein Pulver, mischte es mit einem jrocitcn und sagte: „In zehn '))linuten ist Ihr Schnupfen verschwunden!" Das Minder geschah. Das Mittel wirkte. Am nächsten Morgen war ich gesund und neugeboren. Madame erwartete mich in ihrer weißen Luxus- «0! Geleitzügen, teils ereilte sie ihr Schicksal, als sie L'- öc aw ohne Begleitung ihr Ziel zu erreichen versuchte. iJL j Das Kris veptembe Gehalten. «Hl Das Kul ebatll .n Haus« Einbuße durch uns mals sind 1!) Schiffe mit zusammen 105 772 B! und zwei Transportsegler auf den Grund waffe: Die deutschen Unterseeboote haben es fertig gebracht, den Nachschub von Amerika über Afrika nach Aegypten systematisch zu stören. 28enn fro Truppen der Alliierten in Aegypten heute vor einem Angriff des Marschalls Rommel zittern müss«. dann geht das auf das Konto der deutschen Unter, seeboote. Das deritsche Volk weiß, was es femtn U-Booten und ihren tapferen Besatzungen zu ban« ken hat. schaftlich auf die Schultern. Der Herr in Grau beugte sich nach vorn. „Mein Herr", sagte er leise, „wenn ich Ihm etwas von dem wundervollen Schnupfmittel ol geben darf, nur zehn Lepta, Herr, das große Paket Ll-Vooie auf allen Meeren siegreich teidigungsfyftem arbeitet. IV2 Minuten nach den Ertönen der Sirenen traten bereits die Geschütze in Rudolf Greinz gestorben. In Innsbruck starb an seinem 76. Geburtstag Schriftsteller Rudolf Greinz. Was Rosegger die Steiermark, das bedeutet in gewissem Sinn vr anl öttUW •Wh, irftorfe °gd mit wairdlui Erfolg ermütiger er r i n", li 1733 s iel, in de Itanb m rd. Weib mit ein! räsentierl rockmusik. nmg leit n gespielt 'in von ! «adrid der hm «lein« Kitt ®i»! 1 mal Neri, d iQa ' u Nlacfe" I N5 mei ■IN?" ILNer, t BÄ IK\le Qri iLNe j Uv Ihr.’n imi K3 ’f Hi Meeres geschickt worden, weitere Schiffe durch Torpedotreffer schwer beschv« digt worden sind. Diesmal sanden die deutsche i Unterseeboote ihr Wild auf verschiedenen Kriege, schauplätzen. Angegeben wurden das Nordmeer, dss Küsten gemäss er Nord- und Mittelamerikas, das (St. biet westlich von Afrika und der freie Atlantik. Icilj stammten die versenkten Schiffe aus stark gesicherl-n Der Angriff im Kaukasus gewinnt Raum. Berlin, 17. Aug. (DNB.) In brütende^ Sommerhitze und auf grundlosen staubigen Straßen drangen die deytschen Truppen im Kaukasus- gebiet nach Brechen feindlichen Widerstandes in südwestlicher und südostwärtiger Richtung weitet vor. Eine württembergisch-badische Jägerdivision |uy ,;u uti oiciuyiic |inv vic uctllVclu/“D*" “u Zone direkt in die gewaltigen Bunker, an denen tut ”ltier auch die schwersten Fliegerbomben wirkungslos ah wiptnW ’ ' ■ -...... " ‘ T lanzerregm Imwrts I . . t -3n Gidra Tätigkeit und waren die Jagdmaschinen in der Lust, daufenen "ßictori legte an einem der letzten Tage als Begleitung roch» 2U„ 7xu; Panzerverbänden trotz Aufenthalts durch Gefechte stk" anläß und Minenfelder Märsche bis über 70 Kilo- Filiae 111 c t e r zurück. In der Ä a l m ü ck e n st e p p e nah« l0n aqu men die deutschen Truppen weitere Gebiete in Ars (m sitz. Im Nordteil des großen Don-Bogens vernich» dolf Greinz für Tirol. Ein Literarhistoriker hat schmiß recht mit der Behauptung, wenn alles über Tiroler verlorenging, so könnte man aus den inanen von Rudolf Greinz sie wieder rekonstruiercst« In dem Dörflern Pradl (jetzt zu Innsbruck gehörig mürbe er am 16. August 1866 geboren, verlebte « Salzburg feine Jugondjahre, ließ sich nach feinst Unitersitätsstudien als freier Schriftsteller in Meral nieder, wo seine ersten großen Romane spielrn, siedelte von dort nach Innsbruck und 1911 nach Müi" chen über, wo er Mitarbeiter der „Jugend" muriw 1933 zog. er sich auf leimen Smnmersitz in ADran bei Innsbruck zurück. In mehr als 50 Jahren gab t* über 100 Bücher heraus, unter denen einige nvd heilte immer wieder neu anfgelegt werden; nwi denke an feine „Tirolerleut", an die Geschichten „I' Herrgottswinkel", „Auf der Sonnseiten" oder an d köstlichen kleinen Erlebnisfc „Rund um den Äirtb» türm". Große Erfolge hatte er mit seinem Ronu „Allerseelen" und mit dem „Garten Gottes". Di< bäuerliche Licbcstragödie „Gertrud Sonnweber" ci innert an die Tragik Gottfried Kellorschcr Novelleii Unvergeßlich sind seine urelgdefcnen historischen Re inane „Der Hirt vom Zcnoborg" und „Ltebtissm Bc rena". Auch dieses Ergebnis des deutschen Handelskrieg?- zeigt der Welt wiederum, daß nigends fcinbhdie Swiffe vor den deutschen U-Booten sicher sind, unb daß trotz der Weiträumigkeit des Kampfgebietes die deutschen Unterseeboote die feindlichen Schche limoufine — den Rest brauche ich Ihnen wohl ni$| E zu erzählen." ,^ch beglückwünsche Sie zu diesem Abenteuer,\ sagte der Herr und klopfte dem anderen tamero^l teten die deutschen Truppen die letzten Reste bolschl „ uuyi wistischer Kampfgruppen westlich des Don, währeM^^^^ die Luftwaffe die zurückweichenden feindlichen ^el. lonnen ostwärts des Don wirksam mit Bomben btebrftircr zusammen. An anderer Stelle wurden id)t Panzer vernichtet. Auch an der Nordsront non Ischcw wurden zahlreiche Panzerkampswagen ab- ^schossen. Insgesamt verlor der Feind am 15 8 n diesem Kampfabschnitt 71 Panzer. Südostwärts des Ilmensees entwickelten sich )artc Kampfe bei der Abwehr feindlicher Angriffe )ie trotz starken Einsatzes von Panzern und zwei Mzerzugcn völlig ergebnislos blieben Schwere 'lbwehrkampfe entwickelten sich auch am Wolchow Brückenkopf, wo der Feind im Schutze des Norgennebels die Ostfront des Brückenkopfes mehr- voks ergebnislos angriff Erneute Bereitstellungen M >cs Feindes zum Angriff wurden durch Artillerie- euer zerschlagen. Aus der Stadt Gießen. Das Steckenpferd. Ein alter Freund schrieb mir. Er wollte wissen, ob ich ihm nicht eine bestimmte Pflanze schicken könne. Es kostete mich keine große Mühe, den Wunsch zu erfüllen, worüber mein Freund sehr er- reut war. Das Sammeln von Pflanzen ist nämlich ein Steckenpferds mit dem n sich in seinen Mußt tiinden beschäftigt. Ein solches Steckenpferd beißen mehr Menschen, als man gemeinhin denkt. Mannigfaltig wie ihre Neigungen sind auch ihre Liebhabereien. Io, manche pflegen ihr Steckenpferd mit geradezu rührendem Eifer und finden In dieser 'Beschäftigung eine tzlückhafte Befriedigung, die wie ein stilles Leuchten ihren Alltag verklärt. Da gibt es einen Handwerker in vorgerückten Jahren, der sich von früher Jugend an für die Bogelwelt der Umgebung interessiert. Es ist er- Inunlid), welche Sachkunde sich der Mann im Laufe her Jahre angeeignet Hot. Richt etwa, daß er den Fachleuten Konkurrenz machen möchte, nichts liegt ihm ferner, aber er weiß durch seine strstematischen Beobachtungcii und regelmäßigen Erkundungsgänge auf dem von ihm begrenzten Gebiet so viel auvzu- sagen, daß mitunter auch die Fachleute sich roim* de'rn. Es ist die ihm innewohnende Liebe zur Sache, die ihn treibt und die trotz der anstrengenden Berufsarbeit vor keiner Unbequemlichkeit oder Schwierigkeit zurückschreckt. Aua der Geschichte weiß man, daß aus solchem Holz die Männer geschnitzt sind, die mitunter als Nichtsachleute auf bestimmten Gebieten geradezu bahnbrechend wirkten. Webe« solchen Erscheinungen wirken notiirlid) die Steckenpferde, wie sie uns allen mehr ober weniger eigen sind völlig nd, aber auch in' biIngen Meine Freuden im Alltag und sind deshalb nicht ohne Wert. Es ist bemerkenswert, daß sich jetzt mancher auf ein Steckenpferd besonnen hat. an das er in früheren Jahren kaum gedacht hätte. Als durchaus erfr-eulid) erweisen sich jene Steckenpferde, die auch dem Ganzen dienen. Es hat wohl kaum jemals soviel ffa- ninchenstäUe hinter den Häusern gegeben wie jetzt, und die Anzahl der Kleingärtner, die in diesen Wochen mit ihren Erzeugnissen prunken können, ist auch erstaunlich groß. Steckenpferde mit mehr real betonter Bestimmung gewiß, ober auch sie können außer dem Nutzen, den sie einbringen, sehr viel jene Alltagsfreuden verschaffen, die mancher seinem Steckenpferd verdankt. Ist nicht so mancher, der im vorigen Kriege aus der Not eine Tugend machte, seinem Garten oder seinen Kaninchen spater ein treuer Liebhaber geblieben? H. W. Sch. Kür Tapferkeit vor öem KeinÜe. Dem Gefreiten Erich Henkel aus Gießen, Sonnenstraße 18, der in einer Panzerabwehr-Kompanie im Osten kämpft, und dem Gefreiten Wil- Helm Lepper aus Gießen-Wieseck wurde für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. ftür unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte Im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage dos Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferot „Truppenbetreuung" im Reichsministerimn für Bolksau'fklärung und Pro- paganda in hiesigen Lazaretten folgende Beranstal- hingen^ durch: In einem Lazarett fand die Unterhaltung unter dem Motto „Goldenes Wiener Herz" viel Beifall. Die Sprecherin Snaebdrg Krauß erzählte von Wien, seinen Komponisten und Theatern Die Sopranistin Madlen Ianda und Herta Jäger (Alt) sangen Lieder und Duette bekannter Wiener Komponisten, hermi; von Dorp spielte deutsche Tänze von Schubevt und 'begleitete am Klavier. — Die Vortragsfolge „Blumen und Liebe in Wort und Musik" brachte den Verwundeten in zwei Lazaretten eine reichhaltige, fröhliche Unterhaltung. Mimi Klingler (Sopran) sang Lieder von Meisel und Hans-Erich Weidiq. Edith Mann spielte Saxophon- und Fylophonsoll. Ellen Ren6 mit ihrer Gitarre sang und steppte sehr ansprechend. Erna Ludewig am Klavier, Hans-Erich Weidia mit Akkordeon und Willy Pvhlert (Schlagzeug) bildeten die Kapelle in bestem Zusammenspiel. Hans-Erich Weidig erfreute als Akkordeon-Virtuose und Zauberkünstler die Anwesenden. Paula Schmidt sprach die verbindenden Worte und sorgte für den Humor. Starker Beifall dankte den Künstlern. — An der 10 000. KdF.-Wehrmachtoeranstaltung im Gau Hessen-Nassau, die in Bad-Nauheim slattsand, nahmen auch aus hiesigen Lazaretten 200 Verwundete Oic wohlgi wie auch der bei schönstem Sonnenschein auf der Kurterrasse von der NSV. veranstaltete Kaffeenach- mittag hat allen Teilnehmern gefallen und wird in bester Erinnerung bleiben. — Am Sonntag war schlendert linb sah famos wie immer aus. Er hielt eine Margerite zwischen den Zähnen. „Bitte?" „Nicht hier, vielleicht in deinem Arbeitszimmer, wenn es dir recht ist , schlug Fender vor. „Meinethalben. Ist es denn so dringend? Du siehst, ich habe zu tun. Na, komm." Sie schritten zur Villa, und Brügger öffnete fein Sprechzimmer. Er hatte ein unbehagliches Gefühl. „Nimm Platz", sagte er kurz. „Ich stehe liöber. Ich bin gleich fertig. Um dich nicht lange aufzuhalten, ich muß zurück nach München." „Eilt das so?" fragte Brügger erstaunt. „Wegen der Besorgung der Devisen. Die Sache ist die: ich möchte eine Studienreise ins Ausland machen. Noch Italien, Florenz, Rom. Ich halte das für wichtig für unfereinen. Die Devisen besorgt mir ein Bekannter, der nur noch kurze Zeit in München ist." Fender zögerte verlegen. „Na — und weiter?" „Es kloppt alles bis auf — den Nervus rerum. Ich möchte dich um Geld bitten, Papa " „Du bist toll. Geld! Habe ich dir nicht vor wenigen Wochen, als ich dich in München besuchte, Geld gegeben? Und eine schöne Summe! Die kann doch noch nicht alle sein?" „Leider. Ich habe Schulden damit bezahlt. Der Wogen erforderte eine größere Reparatur. Leben muß man auch", entschuldigte sich der junge Mensch. „Du bist ein Verschwender. Du hast bas Ein- teilen nicht gelernt. Nebenbei gesagt, bist du ein Faulpelz, der nur Allotria im Kopf hat, Weiber, Gelage, kostspielige Passionen, was weiß ich. Ich spioniere dir nicht nach, aber ich habe mich ein wenig erkundigt. Ich habe dich damals gewarnt. Ich Hobe dir angekündigt, daß es das letzte Mal ist daß du von mir Geld erhältst. Und jetzt kommt der Bursche schon wieder!" Brüggers Stimme wurde laut vor Zorn. , , Beruhige dich, man hort uns jo. Ich bin ja auch zerknirscht, daß ich dich schon wieder belästigen muß. Aber ein Künstler ist schließlich fein Post- Die Erstattung von Kriegssachschäden. Das Jieichskricgsschädenami klärt die Grenzen. Weitere Klarstellungen zur Abgeltung von Kriegssachschäden durch das Reich enthalt der in der Zeit- |d)r bei Speng- 1 erarbeiten, die am Dache des Ehemiscyen Instituts in der Ludmigstraße vorgenommen werden, ein schwerer llnglürfsfall. Dort wollte der 15 Jahre alte Installateurlehrling P a u I Simon aus Londorf den am Dachrande auf dem Gerüst arbeitenden In- ftalfateuren ein Arbeitsgerät bringen. Zu diesem Zwecke mußte er über eine hohe Leiter das Gerüst ersteigen. Plötzlich hörten die auf dem Gerüst arbeitenden Männer ein dumpfes Geräusch, und e-lner von ihnen sah gerade nod) den Körper des Jungen auf die Erde ausschlagen. Ob der bedauernswerte Junge von der Leiter ober vom Gerüst adgesturzt ist, konnte, da die Installateure etwas abseits von der Unfallstelle arbeiteten, bis jetzt mit Sicherheit sehen, und das ist n^x möglich, wenn bu der ganzen Großjtadtatmosphäre entrückt wirst." „Ich kann nicht, Papa", murmelte Kaspar finster. „Etwas Aehnliches habe id) erwartet. Jetzt sehe id) erst, wie nötig mein Eingreifen war." „Ich kann dir das nicht erklären. Ich bitte dich, mir auch ohne Bekanntgabe der Gründe zu glauben. Ich muß weg", wiederholto der junge Mann trotzig und dachte an Anna „Dann geh! Dir ist nicht mehr zu helfen", schrie Brügger wütend. „Du gibst mir kein Geld?" „Du hast meinen Entschluß gehört. Da ist bi« Tür." „Du wirst deine Härte noch bereuen", murmelte Fender im Abgehen „Den Teufel werde ich!" " Brügger hörte die Tür zuknallen und atmete heftig. Immer gab es Anstöße mit diesem Burschen, den seine Mutter verdorben hatte, bis er nicht mehr zurechtzurücken mqr. Ein Windhund, ein Schürzenjäger und ein Nichtsnutz. Schämen mußte man sich mit ihm. Gut, daß er wenigstens nicht das eigene Fleisch und Blut war. Brligger sank schlaff auf e-inen Stuhl. Vielleicht war es das beste, wenn Kaspar Fender aus dem Hcnw kam. Bei jeder Mahlzeit dieses Gesicht sehen müssen — nein, lieber so. Der Bursche halte ihm da einen sauberen Aerger eingebrockt an seinem Ehrentag ... Anna erwachte von einem sonderbaren Geräusch. Es klang wie Murmeln einer fernen Brandung. Sie schlug die Augen auf. Es war fast dunkel im Zimmer, und durch die Vorhänge drang ein rotgelber, wabernder Schein. — Ich muß lange geschlafen haben, dachte Anna verwundert unb richtete Den Dberförper auf. Sie vernahm Schritte Martin, ihr Mann, trat ins Zimmer, setzte sich aus die Couch und nahm die Schlaftrunkene zärtlich in feine Arme. Anna schlug zusluchtsucheud die Arme um seinen Hals. (Fortsetzung folgt. 9. A.-Sport nicht festgestellt werden. Der Junge mußte bewußt-1 los, vermutlich mit einem Schädelbruch, vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden, wo er inzwischen das Bewußtsein wiedererlangt hat, jedoch noch nicht vernehmungsfähig ist. — Auf dem Gelände des Gießener Bergwerks, vormals Fernie & Co. in der Gemarkung Großen-Linden wurde am Montagnachmittag der 20 Jahre alte Bergarbeiter Marcel Maier aus Donaueschingen beim Transport von Abraummaterial, mit dem ein still- gelegter alter Kalksteinbruch aufgefüllt wird, von einer umkippenden Feldbahnlore erfaßt und unter der Lore und dem Abraummaterial verschüttet. Der bedauernswerte junge Mann konnte zwar rasch wieder befreit werden, er hat jedoch so erhebliche Verletzungen, Beckenbruch und wahrscheinlich auch innere Schäden, davongetragen, daß er vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. ** Von der Straßenbahn angefa hr en. Gestern vormittag wurde zwischen Gießen und Wie- seck der 76 Jahre alte frühere Bahnarbeiter Wilhelm Kling von einem hinter ihm herankommenden Straßenbahnwagen angefahren und am Oberarm und Kopfe so erheblich verletzt, daß er der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. Der alte Mann war mit einem Sack voll Grünfutter auf dem Heimweg auf dem Straßenbahn gleis gegangen und hat offenbar das Warnungsläuten des wtraßenbahnführers überhört, während anderseits der StraßenbaWührer seinen Wagen nicht mehr so rechtzeitig von dem Fußgänger entfernt zum Stehen bringen konnte, daß der Zusammenprall zu verhüten war. Die Ermittlungen über den Unglücksfall sind im Gange. Verdunkeluugszett: 18. August von 21.43 bis 5.40 Uhr. Landkreis Gießen. cv> Bettenhausen, 18. Aug. Am morgigen Mittwoch, 19. August, begeht der Landwirt Wilhelm Pauly 11. mit seiner Gattin Luise, geb. Kämmerer, den Tag der Goldenen Hochzeit. Beide sind nach sehr rüstig, obgleich die Arbeitsleistung des ganzen Lebens nicht spurlos an ihnen vorübergeaangen ist. Selbst in einem Dorfe so rühriger Leute, wie es Bettenhausen ist, fällt der Jubilar schon lange auf durch seinen unermüdlichen Fleiß. Beide Eheleute entstammen alten Bettenhäuser Sippen. Der Name Pauly ist hier heimisch seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts, die Sippe Kämmerer war schon eine Generation früher hier ansässig. Das Jubelpaar hatte fünf Kinder, von denen noch drei leben, zwei Enkel und zwei Urenkel. Der Jubilar steht im 72. Lebensjahre, seine Gattin zählt ein Jahr mehr. Wegen Kriegswirtschastsverbrechen ins Zuchthaus. Lpd. Darmstadt, 17. Aug. Mehrfache Schwarz- fchlachtungen von Schweinen, Kälbern und Groß- vieh im Verlaufe des ersten Kriegsjahres, die im Zusammenhang mit einem bereits durchgeführten Strafverfahren gegen einen Landwirt in Seli- g e n st a d t auch bei dem dortigen Metzgermeister Josef Schreiner festgestellt werden konnten, wur- Gießen-Klein-Linden. Bei dem Orts-Sport- und -Turntag am Sonntag, über den wir gestern schon berichteten, wurden auch Einzelwettkämpfe ausgetragen. Die Ergebnisse im Weitsprung sind folgende: HJ.-Kl. A: 1. Werner Keil 5,90 Meter. HJ.-Klasse B: 1. Herbert Jung 5,65 Meter. — DJ., Klasse A: 1. Heinz Grünewald 5 Meter. — DJ., Klasse B: 1. Wolfgang Hilberg und Willi Schneider je 4,20 Meter. BDM., Klasse A: 1. Gertrud Klein, 4,80 Meter. — BDM., Kla e B: 1. Marie Schmidt, 4,65 Meter. — — Jungmädel, Klasse A: Lotti Lehr 4,30 Meter. — Jungmädel, Klasse B: 1. Erika Weller 3,95 Meter. — Frauen-Klasse: 1. Gertrud Hörder 5,15 Meter. Die Ergebnisse im Hochsprung : HI -Kl. A: 1. Werner Keil 1,40 Meter. — HJ.-Kl. B: 1. Willi Lutz 1,40 Meter. — Deutsches Jungvolk: 1. Hemz Grünewald, Erich Langsdorf und Willi Schneider, je 1,25 Meter. — Frauen-Klasse: 1. Gertrud Hor- der 1,35 Meter. — Im 1 0 0 : M e t e r - L a u f gab es folgende Ergebnisse: HJ.-Kl. A: 1. Werner Keil, 12,3 Sek. — HJ.-Kl. B: 1. Herbert Jung 12,4 Sek. BDM.-Kl. A: 1. Gertrud Klein 13,6 Sek. — Frauen- Kl.: 1. Gertrud Hörder 13,6 Sek. Die Ergebnisse im Stabhochsprung: HJ.- Kl. B: 1. Hans Stein 2,25 Meter. Im Keulenwurf wurde 1. Sieger Herbert Jung mit 52; 2. Hans Stein 51; 3. Werner Keil mit 46 Meter. Die Ergebnisse im Diskuswurf: HJ.-Kl. 1. Hans Stein 24,80; 2. Herbert Jung 21,20; 3. Werner Keil 20 Meter. Im Kugel st oßen erzielte in der HJ.-Kl. A: 1. Werner Keil 9,60 Meter. — HJ.-Kl. B: 1. Herbert Jung 12 Meter. Wettkämpfe im Schwimmen. Alle Teilnehmer 50 Meter beliebig. Hitler-Jugend, Klasse A, 5 Teilnehmer: 1. Willi Otto 44,3; 2. Ludwig Stein 49,1; 3. Werner Keil 54,4 Sek. — HI.. Klasse B, 12 Teilnehmer: 1. Willi Lutz 44,7; 2. Theo Weller 47,7; 3. Ernst Holler 51,1; 4. Hans Germer 52,8; 5. Rudi Peusch 62 Sek. — DJ, Klasse A, 4 Teilnehmer: 1. Erich Langsdorf 54,8; 2. Werner Schön 60 Sek. — DJ., Klasse B, 4 Teilnehmer: 1. Heinz Spengler 67; 2. Willi Schaum 81,6 Sek. BDM., Klasse B, 4 Teilnehmer: 1. Elfriede Steger 56,7; 2. Inge Stein 62,6 Sek. — Jungmädel, Kl. A, de von dem Sondecgericht in Darmstadt als Kriegswirtschaftsverbrechen, Zuwiderhandlung gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung und die Reiichs- abgabenordnung trotz der länger zurückliegenden Tatzeit mit nachdrücklicher Schärfe bestraft, weil der Täter gemeinsam mit seiner Ehefrau nicht nur bei der Schwarzschlachtung der Tiere selbst, sondern auch bei der markenfreien Abgabe der Erzeugnisse Erwägungen verwerflichen Eigennutzes gegenüber der Notwendigkeit kriegsmäßiger Rücksichtnahme auf das Gemeinwohl den Vorzug gab und es sogar duldete, daß auch eine Jüdin unter Umgehung der Be- 3 Teilnehmer: 1. Frieda Germer 52,3; 2. Margret Langsdorf 60 Sek. — Jungmädel, Kl. B, 4 Teilnehmer: 1. Elfriede Hinterlang 61,5; 2. Erika Weller 68 Sek. Bei einer 4X50-Meter-Staffel wurde 1. Sieger HI. Klasse B mit 3:25; 2. HI. Klasse A mit 3:39,2 Minuten. Schießweltkämpfe. Diese wurden geleitet von Vereinsführer Wilhelm Erle vom Schützenklub „Roland". Die Ergebnisse waren im Mannschaftsschießen: 1. Schützenklub „Roland" 376; 2. Politische Leiter 363 Ringe. Die beste Tagesleistung erzielte Ortsgruppenleiter Rudolf Jung mit 55; 2. Walter Müller mit 55 Ringen. Beim nachfolgenden Einzelschießen wurde 1. Sieger Fritz Speier vom „Roland" mit 54 Ringen; i. Sieger von den Politischen Leitern Heinrich Weber mit 50 Ringen. Es wurde mit Kleinkaliber auf die Zwölf-Ringscheibe geschossen. Jedem Teilnehmer standen bei liegend-freihändiger Schießlage fünf Schuß zu. Die Gesamtergebnisse im Schießwettkampf sind als sehr gut zu bezeichnen. Handball der HI. Lang-Göns — Lützellinden 5:6 (3:5). Eine nicht geringe Ueberraschuna gab es in Lang- Göns. Die sieggewohnten Platzbefitzer mußten von Lützellinden eine knappe, aber verdiente Niederlage hinnehmen. Die Gäste waren in sportlicher Weise für den ursprünglich vorgesehenen Gegner, Höchst-Nied, eingesprungen. Lang-Göns verzichtete auf den seitherigen Spielplatz und verlegte das Treffen an den kleinen Platz an Vber Turnhalle. Hier fand sich die Mannschaft überhaupt nicht zurecht. Der Läuferreihe war es nicht möglich, den Sturm ins Spiel zu bringen. Anders war es bei den Gästen. In der ersten Hälfte bestimmten sie, abgesehen von einigen Durchbrüchen der Platzmannschaft, das Spielgeschehen. Ihre Halbzeitführung war dadurch verdient. Nach dem Seitenwechsel versuchte Lang-Göns dem Spiel eine Wendung zu geben. Es gelang, Lützellinden immer mehr in die Verteidigung zu drängen. Ihre ausgezeichnete Hin- termannschast verstand es jedoch, der Drangperiode der Platzbesitzer standzuhalten. Wohl gelang es Lang-Göns, den Abstand zu verkürzen, es mußte je>doch den Sieg den Gästen überlassen. wirtschaftnngsvorschriften wiederholl beliefert wurde. Der angeklagte Metzgermeister wurde trotz feiner bisherigen Unbescholtenheit wegen dieses fortgefetzten Verbrechens zu zwei Jahren Zuchthaus und zu 1000 RM. Geldstrafe verurteilt. Die mitbeteiligte Ehefrau erhielt ein Jahr und acht Monate Gefängnis und 500 RM. Geldstrafe. Beide Angeklagte haften für einen Wertersatz von 1460,56 RM. Die beschlagnahmten Fleischwaren wurden eingezogen. Bei der Strafz"messung wurde dem Hauptangeklagten seine zwischenzeitliche Bewährung 4m Wehrdienst zugute gehalten. Statt Karten. Mein lieber Mann und guter Lebenskamerad, unser stets treusorgender, allerbester Vater und Opa, unser hilfsbereiter Bruder und Schwager Philipp Seipp Land- und Gastwirt ist heute nach längerem Leiden im soeben vollendeten 62. Lebensjahre sanft entschlafen. Sein Leben war Arbeit u. Aufopferung für uns. In tiefer Trauer: Lina Seipp, geb. Becker Anna Pfaff, geb. Seipp Dr. Wilhelm Pfaff, Studienrat, z. Z. bei der Wehrmacht Wolfgang und Helga Pfaff. Trohe und Butzbach, den 15. August 1942. Die Beisetzung findet im Sinne des Verstorbenen in aller Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 04004 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgange meiner lieben Frau, unserer lieben guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elisabeth Spengler, geb. Lnh zugingen, sowie für die vielen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Germer am Grabe, sagen wir allen herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Spengler. AUendorf a. d. Lahn, den 18. August 1942. 2507 D |Stellenangebote| kmerlieves MAN zum'l. 10., spätestens 1.11. 42, bis 31.3.43 nach Gießen gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 04017 a. d. Gieß. Anzeiger. 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Weißes Svitzenkleid mit Unterkleid u. Samtjacke für 35 RM., Brautkleid für 40 RM. eleg.Plisseekleid für 50 RM. zu verk. [oioos Aulweg 30. will, wird sich für die schonen In früheren normalen Zeiten hat die deutsche Waschmittelindustrie der Hausfrau manchen guten Rat gegeben. Und wer sich hat raten lassen, der hat gewiß guten Nutzen davon gehabt. Heute sind diese Ratschläge von weit größerer Bedeutung, ja, sie sind Gebot geworden. Jede Hausfrau, die ihre Pflicht erfüllen, dieWasch- mittel sparen und das Waschgut Feinwäsche merken: Ratschlag oder Gebot ? Falsch ist es, zwischen den einzelnen Wäschen die Kleidungsstücke allzu lange zu tragen. Je stärker der Schmutz, desto schwerer ist er zu entfernen. Starker Schmutz verleitet zu leicht dazu, daß man reibt und bürstet, was aber gerade für alle Feinwäsche äußerste Gefahr bedeutet. Falsch ist es, farbige Knöpfe, mit Stoff überzogene Metallknöpfe, Schnallen und dergleichen an den Kleidungsstücken zu belassen. Sie könnten in der Wäsche Farbe abgeben oder Rostflecke verursachen. Richtig ist es, Schnallen und farbige Knöpfe vor der Wäsche abzutrennen. Falsch ist es, Gewirke und Gewebe zu reiben oder zu wringen. Hierbei entstehen Faserbrüche, bei schweren Schädigungen Löcher im Gewebe. Wollene Sachen verfilzen durch Reiben, sie verlieren ihren lockeren Charakter und ihre Paßform. Falsch ist es, empfindliche farbige Wäschestücke ohne Essigzusatz zu waschen oder zu spülen. Richtig ist es, sowohl dem Waschbade wie auch dem Spülbade etwas Essig zuzugeben: denn Essig festigt die Farben und verhütet das Aus- und Ineinanderlaufen. Falsch ist es, bunte Wäschestücke naß aufeinander liegen zu lassen. Sie färben dann leicht ab. Richtig ist es, jedes Wäschestück in ein Frottierhandtuch zu rollen, die überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen und nach dem Ausrollen unter Vermeidung von Ofen- und Sonnenhitze ausgebreitet zu trocknen. Sachen, die leicht die Form verlieren, trocknet man stets auf einem sauberen Tuch und nicht auf der Wäscheleine. Falsch ist es, farbige Wäsche zu warm zu waschen. Echtfarbige Wäschestücke kann man handwarm (bis zu 36 Grad Celsius) waschen; Wolle und farbempfindliche Sachen wäscht man kalt. Falsch ist es, Wäsche und Kleidungsstücke mit zu heißem Eisen zu bügeln. Das Eisen soll stets nur mäßig warm sein, und in jedem Falle ist von links zu bügeln. Wir haben uns verlobt 03998/ Annelotte Rannersmann Albert Steinmüller Ant, r. Z. San.-Feldwebel Unser Hansjörg hat ein gesundes Brüderchen bekommen! In dankbarer Freude Else Etz, geb. Heller Dr. Karl Heinz Etz z. Z. bei der Wehrmacht f Portemonnaie auf dem Wege Kaiserallee— Gnauthstraße verloren. ^bzugeben geg. gute Belohnung Gnauthstr.7o^W3 Gießen, Kirchenplatz 14 _______________________04020Z Rosemarie Die Geburt ihres zweiten Kindes, einer gesunden Tochter, zeigen in dankbarer Freude an Else Jost, geb. Werner Lic. theol. Dr. phil. Wilhelm Jost z. Z. bei der Wehrmacht Gießen, den 17. August 1942 s 04022 Z Ingrid 18. 8. 42 Die Geburt eines kräftigen, gesunden Mädels zeigen in dankbarer Freude an Magrit Schmidt, geb.Ferger Ewald Schmidt, Uffz. z. Z. im Felde Bremen Gießen Hottet-Allee 33 BahnhofstraSe 26 im August 1942 RoteLedergeldbörse m.ganz.Monats- lohn in der Fernsprechzelle am Ludwigsvlatz liegengelassen. Abzugeben geg. gute Belohnung in d. Geschäftsst. des Gieß. Anz. Dieburg, den 18. August 1942 i. Z. Sb-Rochus-Krankenhaus _____________________2510 DZ LICHTSPIEL-TH KATER Gloria-Palast, Seltersweg: Die große Liebe Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Rosen aus dem Süden Tägl. 3,5.15. 8, So. 2.30,5,8 Uhr KRIEMHUF4WERK Am 22. und 23. August sammeln Deutsches Rotes Kreuz, Hitler-Jugend, NS.-Kriegsopfevversorgung und NS.-Reichskriegerbund für das Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes. Als Abzeichen werden Kunstblumen (Margeriten) angeboten. Zuchthaus und Sicherungsverwahrung für einen Gewohnheits- und Verdunkelungsverbrecker. LPD. D a r m st a d t, 17. Aug. Zehn Vorstrafen, darunter auch solche wegen schweren Diebstahls und wegen Rückfalldiebstahls, belasten das Vorleben des 39jährigen Jakob Reichte aus H e d d c s h e i m. In Gemeinschaft mit seinem Onkel, dem 45jährigen, gleichfalls in Heddesheim wohnhaften Friedrich Reichte, beging er im Mai 1942 einen Einbruchsdiebstahl . zum Nachteil eines Land- und Schank- wirts, in Viernheim. Die Täter drangen zur Nachtzeit, auf dem Hinweg und Rückweg durch die Verdunklung begünstigt, in den Keller des Anwesens em und entwendeten größere Mengen Lebensmittelvorräte. Jakob Reichte, bei dem im Hinblick auf die Tatumstände die Voraussetzungen des Rückfall- und Gewohnheitsverbrechens Vorlagen, und der wegen dieses Verdunkelungsoerbrechens auch als Volksschädling äbzuurteilen war, wurde für diese Straftat und wegen weiterer fortgesetzter Diebstähle von Werkzeugen und Kraftfahrzeugersatzteilen aus dem'Lager eines früheren Arbeitsplatzes mit sieben Jahren Zuchthaus, sieben Jahren Ehr« verlast und Sicherungsverwahrung bestraft. Der ihm an Arbeitsscheu und bedenklicher Lebensführung kaum nachstehende Mitangeklagte Friedrich Reichte erhielt wegen seiner Teilnahme an dem Kellevdiebstahl als Dölksjchädlingsverbrecher unter erschwerender Berücksichtigung mehrerer Vorstrafen dreiJahreZuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. »Steif»"1 f (eines \ «« jieral sntgow i Mlleutw I MeN" ■ 6jor * ' i einem m1 Mlleutm । jr des 13. 2er seines Wen Tr inernl n Geburt, ijzicrs geb * 3m 1 tyn Korp- Aegypten kWtamie Svenen R aber 1939 st Zunächst tyn Expe' lllemehmen ylischen A Mziehen iber in Süi Herbefehl ii 5n(i 1941 chibalb 2 Wen üben Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter der HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thnriot (be- urlaubt); t B. Dr. Fr. W. Lange; für StgdtGießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. (8. BerlagSleiter? Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisltste Nr. 6. FÜR DA* OEVWHE ROTE KREUZ 4941 * WM vtockho KNORR Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen Friedberg, Gießen und Lauterbach/ sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Denn davon hängt es ab, ob die Soße sämig ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie des« halb genau nach Vorschrift: den Wur» fei fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattröhren, V» Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Min. kochen. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte do Landkreise Alsfeld. Büdingen, Friedberg, Gießei und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeistern der Stadt Gießen. Betr.: Speisekartoffelversorgung. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. In der Woche vom 17. 8. bis 23.8.1942 könnet die Verbraucher auf den fälligen Abschnitt de4 Kartoffelbezugsausweises 4 kg Speisekartoffeln je Person beziehen. Die Höchstmenge bleibt bis au weiteres bestehen. 250# Gießen, den 17. August 1942. versiche, S Stockhg MQ& eit "die Svtr M die F instand J englisch N na L d°k wn no Mion, er folgen Mhr da: • ihtspuntten . iii gesund •'n „Sven Tigen" sie feiner Mg seine «auf vorz "gehen ;!cht meh n9 a ?9en b( Weiche Lahmer ff °'ue >°b. tjssdchuell Uen ö Äung ö CTeiänt L yten IWh