Donnerstag, 17. Dezember 1942 Annahme von Anzeige« für die LlittaaSnummer bis 8", Ubr deSBormittag- Lnzeigen-Vreise für die Millimeter-Zeile von 22 Sh Ihm et er Breite: 7-toi. für ftamiltetian» zeigen und vnoare ÄelegenbeitSanzergen 14Stof. t. Werbeanzeigen und aeirhäftliebe (AelegenbeitHanzeigen ViatzvorickrM < vorberiae Vereinbcrning) 26e/e mcbt Gietzener Anzeiger «*ss5«w General-Anzeiger für Gberheffen Hrat<äT-*t 192. Jahrgang Nr. 297 Ömcbemt togucb, außer Sonntags und feiertags BeUaaen: Siebener Familtenblätter Heimat tmBild-Di eSckolle BezuaSvreiS: Monatlich.... .RM.1LV SusiellgebÜir... „ -L8 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 3m Ring bei Toropez vernichtet. Dag- als Der Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem FührerhanptqUarller, 8. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt »etannt: 3tn Terekgebiet wurden gestern bei der sieg, lchen Abwehr feindlicher Angriffe 24 Sowjet- anzer vernichtet. Zwischen Wolga und on stürmten deutsche und rumänische Truppen rschiedene zäh verteidigte Ortschaften und wiesen egenangriffe blutig ab. Italienische Truppen schlu- n feindliche Angriffe unter hohen Verlusten für e Sowjets ab. 3m Raum südostwärts Toropez wurde Io großer Teil des elngeschlossenen Feindes ver- ichlel. vom 25. November bis 15. Dezember ver- or der Feind hier über 3000 Gefangene. 2 6 Panzer und 227 Geschähe. Die Zahl er Gefallenen beträgt über 14 000. Südlich des Ilmensees zerstörten Stoßtrupps ihlreiche feindliche Kämpfflände. 3m hohen Norden griffen Stutzkampf- und ampfflugzeuge Stadt und Hafen Murmansk, »lagen der Murmanbahn und Batteriestellungen f der F i s ch e r - h a l b i n s e l mit guter wir- ng an. 3n der Zeit vom 1. bis 15.Dezember verloren i Sowjets 441 Flugzeuge, hiervon wurden i in Luftkämpfen. 60 durch Flakartillerie der Luft- iffe und 29 durch Verbände des Heeres abgeschof- >. die übrigen am Boden zerstört, während der ichen Zeit kehrten 89 eigene Flugzeuge vom Flug jen den Feind nicht zurück. an eines der Nachkriegsprobleme, denen sich Großbritannien gegenübersehen wird. Daneben aber steht vor allem die Auseinandersetzung mit den USA., die als Ausgleich für Pacht- und Leihilfe ihre Polypenarme um das Empire legen. Britische Minierarbeit in Schweden. gewesen, der die Welt jemals erschüttert hat, die Gesellschaft für den Panamal-Kanalbau zusammenbrach, und man dabei von einem unvorstellbaren Betrug und einer ungeheuerlichen Korruption erfuhr. Derselbe Schwindel, dieselbe Korruption würde herrschen, wenn in Panama als „Hauptstadt der Welt", jüdische Handelskommissionen ihre Finger in den Welthandel stecken würden. Der deutsche Soldat wird derartigen Utopien ein rauhes Ende 3n der westlichen Lyreuaika hielten auch gestern heftige Kämpfe mit überlegenen feindlichen Kräften an. 16 britische Panzer und mehrere Geschütze wurden vernichtet. Deutsche Jäger schossen bei einem eigenen Verlust vier feindliche Flugzeuge ab. Bei Rächt wurde das hafengeblel von Bengasi mit guter Wirkung bombardiert. Rachschubhafen und Flugstützpunkte des Feindes in Algerien wurden weiterhin wirksam bekämpft. 3m östlichen VNltelmeer versenkten deutsche Unferfeeboofjäger ein feindliches Unterseeboot. Schnelle deutsche Kampftlugzeuge griffen bei Tage an der Südostküste Englands kriegswichtige Anlagen mit Bomben und Bordwaffen an. Harte Kämpfe in Libyen. Rom, 16. Dez. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch gibt bekannt, daß italienische und deutsche Panzerverbände auch gestern hart an der Grenze zwischen der Cyrenaika und dem Gebiet der Syrte gegen überlegene feindliche Streitkräfte kämpften. Bei der Insel Lampedusa stellten sich italienische Jäger einem starken britischen Iagdverband entgegen. In wiederholten heftigen Treffen wurden fünf Spitfires und zwei Beaufighter abgeschossen. Fernflugzeuge erzielten Treffer auf Oellager in Tripoli (Syrien) und auf Erd- ölrafsinerien in Beirut. In den algerischen Gewässern griff ein U-Boot ein aus Kreuzern und Zerstörern bestehendes Geschwader an und versenkte mit zwei Torvedos ein Schiff. Jyi Atlantik versenkte ein anderes U-Boot die Dampfer „Empire hawk" und „Ombilin" von insgesamt 11000 BRT. Englands falsche Rechnung Resignierte Feststellungen der timtet*. „Panama, die Hauptstadt der Welt." Ein LlSA.-Gouverneur enthüllt Roosevelts Weltherrschast-programm. Lern, 16. Dez. (Europapreß.) Einen neuen Be- ris für die wahnwitzigen nordamenkamschen Weil- rrschaftspläne lieferte der Gouverneur des WbZL- 'aates Minnesota, Harold Staffen, der in einer >r dem Wirtschaftsklub in Detroit gehaltenen Mde n offensichtlich von Roosevelt entworfenes Pro- .ramm für -ine „weltumfassende W t- i'dnuno" unter nordamerikan,scher Zwmgherr- kaft verkündete. Um den Bereinigten Staren das Monopol zur Ausbeutung der ganzen Welt zu -Hern, empfiehlt Stassen di- Einsetzung einer S) a n kV mMission „zur U-berwachung des zu chmenden Welthandels, zur Beseitigung aller er ückenden Zollschranken und aller Dumpmgmano *r". Zur Sicherung dieser Maßnahme, durch tue K jüdischen Ausbeutung unter dem Motto des .Wien Handels" in aller Welt Tur und Toi: fle ifnet würde, fordert Staffen d.e Errichtung >einer i-gion der Demokratien als V°ttle>machtt I« vornehmlich aus Luftstreitkräft-n, S-estr-'tkraf- und mechanisierten Truppenverbanden be- Weiter^ fordert Stassen die En tw o ffn u n g Hüb Beftrnfung" der Achsenmächte fo >e Blldung von vorläufigen Regieren au- Bürgern dieser Länder". Daß diese Regierungen il aus dem jüdischen Emigrantenklungel m Londo .d Washington rekrutieren wurden °-rfteht sich «n selbst ©taffen forderte ferner Organisation , i das Verkehrswesen, den Rundfunk und die -hissahrt auf den sieben Weltmeeren untrer >»rdanterikanische Kontrolle Als -iauvtltadt und Verwaltungssitz dieses '«n Roosevelt erträumten M-ltteich-s schlug atz Stadt Panama oor ^anoma '«ter von Roosevelt und seinen t»eradeMpräde- Mnnern aufgebauten neuen Welt^geradezu V «Alert. „Panama" ist W™. J | »»ichnuog für 6e» «r-Kt«« Berlin, 16. Dez. (DRV.) England hatte sich esen Krieg als den Triumph seiner alten Ermat- ngsstrategie gedacht. Ob England nach den Er- hrungen dreier Jahre noch einmal den Krieg so itytfeüg erklären wurde, muß man bezweifeln, enn man lieft, was dir „Times" über die wirt- zafUichen Folgen des Krieges schreibt. „Fraglos ;ht' Großbritannien", so stellt das Blatt fest, „am ide des Krieges wirtschaftlich gesehen h l e ch t e r da als zu Anfang." Wenn am Ende 5 Krieges die Leih- und Pachtvereinbarungen egfallen, dann entstehe für die englische Wirtschaft ne äußerst gefährliche Lage. Man werde mit einem .chlage wieder für die Einfuhr mttben Aus- ähren g ir bezahlen haben. Wenn es auch elleicht möglich fei, die eigene Landwirtschaft mehr 3 bisher in Englands Versorgungsapparat einzu- Men, so spiele dies im Hinblick auf die Vermin- rung der gesamten Exporte keine große Rolle, emgegenüber jedoch seien die Auslanbsgut- ab e n verloren gegangen, die in Friedens- iten mit ihrer Verzinsung weitgehend- für die Lc- -nsmittel- und Rohstoffversorgung aus Ueberfee in Ausgleich erbrachten. England müsse also, um ine Einfuhr bezahlen zu können, sehr viel ehr exportieren, das aber fei nicht so leicht, i Englands Dominien durch die kriegswirtschaft- hen Verhältnisse gezwungen feien, ihre früher aus m Mutterland bezogenen Waren in großem Maße bst herzustellen. Diele neue Jndusttien würden sich it allen Mitteln zu schützen suchen und sogar mtt wßbritanniens Exporterzeugnissen auf neutralen idrften konkurrieren. Diese Ausführungen der „Times rühren nur bereiten. Chile unter Druck gesetzt. Lissabon, 16. Dez. (DNB.) Im chilenischen Generalftab find starke Besorgnisie wegen neuer Ansprüche Perus und Boliviens auf die Arica- 3 one aufgetaucht. Die militärische Verstärkung der Arica-Zone wird jetzt durch eine Verstärkung der Grenzpolizei unterstützt, nachdem bekannt wurde, daß die Generalstäbe von Peru und Bolivien eine Reife in die Grenzzone unternommen hatten. Seit dem Salpeterkrieg des Jahres 1883 schwebt zwischen den drei Ländern ein Streit um die Gebiete von Tacna und Arica, der erst 1929 im Vertrag von Lima beigelegt wurde. Das wertvolle Anca-Geb^.t wurde chilenisch. Peru erhielt: m der Anca-Bucht (fmen Freihafen. Jetzt versucht die Diplomatie Roosevelts den alten Streit erneut zu entfesseln, um durch Unterstützung Perus und Boliviens em In- ftrument in die Hand zu bekommen, mit dem es einen starken Druck auf Chile ausüben kann. Was Lbero-Amerika aus Washington droht. Rom 16. Dez. (DND.) Zu einer MeDung aus Ruenos Aires, wonach der kubanische Präsident Vatista behauptet hat, gcmz Jbero-Amerika wäde E Invasion der Engländer und Nord- Stockholm, 16. Dez. (DNB.) „Folkets blad" weist auf die enge Zusammenarbeit zwischen dem englischen Secret Service und der von Ture Nerman geleiteten Drgamfation „Kämpfende Demokratie" hin, deren Organ das Blatt „Trots Allt" ist. Erst vor einigen Tagen habe Nerman 223 000 Exemplare seiner Zeitung gratis in Stockholm Derbreiten lassen. Bezahlt werde die Organisation durch ganzseitige Inserate des schwedischen Regierungsorgans „Socialdemocraten" und des englischen BBC. In allen Gewerkschaften und den Dolksfrontzeitungen habe die Organisatton zuverlässige Mitarbeiter. Ebenso wie die Kommunisten gegen Bezahlung daran arbeiten, Schweden auf der Seite der UdSSR, in den Krieg zu treiben, verfolge diese Organisatton das Ziel, Schweden auf englischer Seite in den Krieg zu stürzen. Anfangs, habe die Organisation aus London fertiges Agitationsmaterial bekommen. Doch fei die Ausdrucks- weife darin fo plump gewesen, daß jetzt das ganze Agitationsmaterial nach Richtlinien englischer Agen- ten.in Schweden hergestellt werde. Die Tendenz sei Hetze gegen Deutschland. amerifaner in Spanien zustimmen, sagt die A g e n- tur Stefani, die Worte Battstas, des Präsidenten von Washingtons Gnaden, der sich in den USA. die Taschen gefüllt hat, lassen die wahre Natur der panamerikanischen Bestrebungen der Washing- ton-Regierunb erkennen. 2>iefe Bestrebungen zielen darauf ab, die lateinischen und iberischen Trcüütto- nen der Völker Mittel- und Südamerikas zu er- ticken. Diese Traditionen stören die Dollarmagnaten bei der Durchführung des Plans, aus dem besamtamerikanischen Kontinent ein einziges von einer Anzahl Batistas verwaltetes USA.-Re- ervat zu machen. Zwischen den Erklärungen des kubanischen Präsidenten und der Eden-Rede, wonach nur die USA., England und Söwjetrußland gerüstet bleiben sollten, besteht offenbar ein Zusammenhang. Die anglo-amerikaniscyen Mächte bekriegen nicht nur Italien, Deutschland und Japan, son- dem alle traditionellen, nationalen, kulturellen, geistigen und rassischen Werte der Menschheit, die die Anglo-Amerikaner und ihre bolschewistischen Alliierten völlig vernichten möchten. Absage an Roosevelt. Tie Slowakei läßt sich nicht zum zweiten Male täuschen. Preß bürg, 16. Dez. (Europapreß.) Roosevells dauernde Versuche, die kleinen Nationen durch Versprechungen zu ködern, veranlaßten den slowakischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. T u k a zu folgender Erklärung: „Wir erinnern uns recht genau, welche Rolle in den Jahren 1918 und 1919 Präsident Wilson hinsichtlich der Freiheit des slowakischen Volkes spielte. Auch damals wurde unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dem slowakischen Volk hn Pittsburger Ver- trag die volle Selbständigkeit innerhalb des zu gründenden tschechoslowakischen Staates versprochen und garantiert Wie diese Selbständigkeit tatsächlich beschaffen war, haben wir in den langen 20 Jahren am eigenen Leibe zur Genüge erfahren. Roosevelt, der keine Gelegenheit unversucht läßt, sich in europäische Verhältnisse einzumischen, gibt sich anscheinend dem Wahn hin, das slowakische Volk noch einmal durch große Worte täuschen zu können. Herr Roosevelt muß wissen, daß das slowakische Volk eingedenk ist, daß es Freiheit und Selbständigkeit der deutschen Freundschaft verdankt Es wird sich durch dieselben alten Versprechungen, die wieder zu ihm über den Ozean bringen, nicht noch einmal täuschen lassen, sondern treu an der Seite des deutschen Volkes marschieren. Wegen Sabotageakten gegen Bahnlinien, die für den amerikanischen Nachschub in Nordafrika wichtig sind, wurden 124 Araber durch norbamerikanische Kriegsgerichte zum Tode verurteilt und erschossen. Hunderte von Geiseln wurden verhaftet. In Aufrufen fordern die nordamerikanischen Militärbehörden die Bevölkerung auf, innerhalb 48 Stunden die Urheber der Sabotageakte auszuliefern, widrigenfalls die Geiseln erschossen würden. Was die LISA. Europa verdanken. Von Prof. Dr. Litt D. h. c. F. Schönemamt II. Wenn wir zu den eigentlichen Fragen der höhe^ ren Kultur kommen, so ergibt sich eine nicht minder einleuchtende Tatsache. Zahllose Anleihen hat die amerikanische Kultur, soweit sie sich aus den Schlacken einer mehr. oder weniger materialistischen Zivilisation erhob, aus dem europäischen Geistesschatz gemacht. Den schönsten Beweis dafür liefert die amerikanische Literatur, die bis in die 1870er Jahre alles Europäische uneingeschränkt verehrte. Der Dichter L o n g s e 11 o w ist der klassische Zeuge dafür. Er hat die verschiedenen tiefen Berührungen mit dem außerenglischen Europa, mit Deutschland, Spanien und Italien, mit Goethe, Dante und der Frithjofsage zu einer schönen Synthese gebracht und damit zugleich sein Amerikaner tum nicht nur bereichert, sondern zutiefst erst lebendig gemacht. Eigentlich alle Dichter der ersten Blüte der amerikanischen Literatur, die man drüben die klassische oder nationale Litera tu repoche nennt, suchten die Schönheit jenseits des Atlanttks, suchten Jnspiratton und die Festiguna ihrer eigensten Visionen in der Luft der Dichftunst und des sicheren Geschmacks von Europa. Aber noch viel später zogen amerikanische Schönheitssucher nach Europa: der Romanschriftsteller Henry James und der Maler W h i st l e r sind nur zwei der hervorstechendsten Namen. Selbst Thomas Wolfe, einer der eigenwilligsten Ro- manschriftschreiber des Amerika von heute, kam zu sich selbst erst in Europa. Mit Emerson, dem größten Dichterdenker Amerikas, kommen wir zu dem eigentlichen Rufer im Streit um wahres europäisches Vorbild für die amerikanische Kultur. Er forderte, ursprünglich wie er war, amerikanische Selbständigkeit im Geistigen und war trotzdem und vielleicht gerade deshalb bas beste Beispiel dafür, daß auch bei ihm alles Bemühen UM ein heroisches oder repräsentatives Amerika den Wurzeln des besten Europäertums entwuchs. Er fand einmal im „Genius der deutschen Natton ... den oberherrlichen Einfluß in der Welt, der mit großer Kraft auf England und Amerika wirkte". Gerade aus seinem Wissen um europäische Grüße kam er dazu, einer der unerbittlichsten Kritiker der Demokratte und der ganzen Zivjlisatton der USA. zu werden. 1859 erklärte er sich gegen unbegründete amerikanische Anmaßung vor allem auf politischem Gebiet: „Es ist kein Wunder, daß europäische Länder, in denen schlimme Zustande herrschen, sagen: Seht Amerika an, da ist's weit schlimmer als bei uns!" Er gibt gewichtige Gründe für seine Anklage: die allgemeinen amerikanischen Charakterschwächen, das Uebel der un« moralischen Politik und nicht zuletzt „Raffsucht — ein englisches Erbe — mit geheucheltem Eifer für Religion oder mit Patriotismus bemäntelt". Seitdem haben sich die von ihm gegeißelten Zustände eher noch verschärft, anderes hat sich erst affenschmiede des Geistes. Oer Gauleiter eröffnet das neue Hochschulsemester. NSG. Die Semestereröffnung der Hochschulen des Gaues Hessen-Nassau durch beh NSD.-Studentenbund wurde im Rahmen eines Appells des Standortes Darmstadt in der Otto-Berndt-Halle der Technischen Hochschule begangen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die in Sinn und Inhalt allen Hochschulen des Gaues zugleich galt, stand eine Ansprache von Gauleiter und Reichsstatchalter Sprenger. Er schilderte den Kampf unserer jungen Weltanschauung gegen die alte Welt und hob vor allem den Wert der deutschen Volksgemeinschaft hervor, der die Welt der Feinde des Reiches bezwingen und endgültig niederringen werde. Jeder, stehe heute an feinem Platz, den er notwendigerweise einnehmen muß, um den Kameraden an der Front den Kampf durch beste und modernste Massen zu erleichtern. Auch die deutsche Hochschule stehe keineswegs abseits, sondern habe gerade hier entscheidende Aufgaben zu erfüllen. Sie sei die Ulientbehrliche Waffenschmiede des Geistes, die ihre Studenten zu Persönlichkeiten forme. Durch die Erziehung in den Kameradschaften des NSD.-Studentenbundes stehen die deutschen Studenten heute überall ihren Mann und werden auch künftig ihre wissenschaftlichen Aufgaben im Dienste des deutschen Volkes meistern. Gaustudentenführer Salon ging bann auf den praktischen Einsatz der Studenten und Studentinnen ein, den diese im Sommer in Rüstungsbetrieben, Lazaretten und in den Vorpostengauen des Volkstumskampfes, vor allem auch im bombengeschädigten Mainz- Seite an Seite mit Arbeitern und Handwerkern geleistet haben. In Anerkennung dieses Einsatzes konnte der Gauleiter den beteiligten Studenten eine Gedenkgabe Überreichen. Die Kameraden, die nach jahrelangem militärischen Einsatz während des Studiums in den Kameradschaften des NSDStB. ein redlich verdientes Zuhause finden, kennen kein anderes Ziel, als in der freiwilligen Gefolgschaft des Führers an der Hochschule unermüdlich den gleichen hohen Idealen zu bienen, für bie ihre Frontkameraben zur selben Stunde in härtester soldatischer Pflichterfüllung bereit sind, das höchste Opfer zu bringen. — Abends empfing der Gauleiter im Hotel „Traube" kriegsversehrte Stu- denken und verbrachte in ihrem Kreise einige Stunden kameradschaftlichen Beisammenseins. OieTrauerseiersür Staatsrat von Stäup Reichsminister Or. $unf würdigte dos Schaffen des Oahingegangenen. Berlin, 16. Dez. (DNB.) In Anwesenheit zahlreicher führender Männer des Staates, der Partei und der Wehrmacht sowie Mitgliedern des Diplomatischen Korps, Vertretern der Wirtschaft und des kulturellen Lebens, fand im Haus der Flieger die Trauerfeier für den Vizepräsidenten des Reichstags, Staatsrat Dr. Emil Georg von Stauß, statt. Im Auftrage des Führers legte Reichsminister Dr. Funk einen Kranz am Sarge des Toten nieder und hielt eine Gedenkrede, in der er bas Lebensbild bes Dahingefchiebenen zeichnete sowie seine Ser« bienfte auf ben Gebieten der Wirtschaft, ber Politik unb bes kulturellen Lebens roürbigte. Emil Georg von Stauß fei eine universelle Persönlichkeit im besten Sinne des Wortes gewesen. Alles Wollen, alles Schaffen fei diesem Manne nationale Verpflichtung gewesen. Das Lebenswerk bes Verstorbenen begann mit dem Kampf um bas Del, gegen bie norbamerikanische Standarb Oil. Es fei damals feiner oft gerühmten Verhanblungskunst gelungen, diesen USA.-Trust zurückzudrängen. Dom Del führte bie logische Konsequenz zum Verkehr. Er erkannte bie revolutionäre Entwicklung, die vom Explosions- motor ausging und begann das schwierige Werk der Zusammenfassung der Kräfte der 2lutomobilinbuftrie mit der Verschmelzung der beiden ältesten Automobilfabriken der Welt: Daimler unb Benz. Neben bem Automobilmotor roanbte sich sein Interesse auch bem Flugzeugmotor, ben Bayerischen Motorenwerken, zu. Die Gründung ber Deutschen Lufthansa würbe die Grundlage für den gewaltigen Aufstieg ber beut- scheu Verkehrsfliegerei. Besonders zur Grünbung ber Ufa habe ßubenborff bie Anregung gegeben, ber genau erkannte, was ber Film politisch unb propagandistisch bedeutet. Ob es die Deutsche Akademie, das Deutsche Musum, das Studentenwerk ober bie Kamerabschaft ber Künstler war, überall fei er Freunb unb Förberer ber Wissenschaft unb Kunst gewesen. So sei aus bem schwäbischen Lehrerssohn eine ber im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Leben Deutschlands erfolgreichsten Persönlichkeiten geworden. Während das Lied vorn guten Kameraden auf- klang, legte Reichsminister Dr. Funk den Kranz des Führers nieder. Ihm folgte Staatsrat Dr. Gritz- bach mit dem Kranz des Reichsmarschalls und Staatssekretär Esser mit dem des Präsidenten bes Großdeutschen Reichstages. Unter ben Klängen ber Trauermusik aus ber Eroika von Beethoven wurde bie sterbliche Hülle des Dahingeschiebenen aus bem Saal getragen. voll ausgewirkt, bis die USA. sich und einer verwirrten Welt als Land der unbegrenzten Möglichkeiten oder gar als Mythus erschienen: veraytwor- tungsloses Spekulantentum, dem keine Volksgüter heilig sind, oberflächliches Wissen besonders von Europa, schreiende Geschäftsreklame, vergiftende politische Propaganda, volksfeindliches Finanzwesen und Korruption in der großen und kleinen Politik! In dem Essay über den Erfolg bekämpft Emerson das sittliche Versagen seiner ganzen Zeit, zuerst den „seichten Amerikanismus". Und im Hinblick auf Europa kommt das geradezu erstaunliche Emerson- wort: „Die ersten Menschen sahen den Himmel und die Erde, wir sehen Eisenbahnen, Banken und Fabriken; die Schaffenskraft war damals die gleiche wie heute, nur daß sie sich damals mit Himmelskörpern beschäftigte und nicht mit Wasserklosetts — jeder sieht das, mit dem er sich abgibt." Also Idealismus gegen Materialismus, bodenständige Kultur gegen Zivilisation, Innerlichkeit gegen bloßen Komfort, schärfer konnte der Unterschied zwischen Europa und Amerika gar nicht bezeichnet werden. Wie die amerikanische Kultur ihren Anfang in Europa hatte, so teilte sie auch dessen alte und neue Geschichte als ihre Vergangenheit und ihr Miterleben. Es gibt bis heute keine europäische Entwicklung, die sich nicht irgendwann und in irgendeiner Form in oer Neuen Welt wiederfindet. Zwischen beiden Kulturen finden ständige Berührungen statt, wobei noch im Jahre 1942 Amerika bei weitem mehr Europa schuldet als umgekehrt. Natürlich wandelte sich das meiste Europäische auf dem Wege über den Atlantik. Kolonial- und „Grenzer"- Zustände, angelsächsischer Moralismus, neuenglischer Puritanismus und der ebenso echt amerikanische Pragmatismus begrenzten und amerikanisierten den möglichen Einfluß. Sehr oft wirkten auch nicht die tiefsten europäischen Gedanken, sondern bequemere oder leichtere Uebertragungen, auch falsche Nach- ahmungen. Vielfach vermassigte sich Europäisches sofort in Amerika. Manches Große haben die Amerikaner zweifellos erreicht, aber ebenso ist in ihnen auch wertvolles Europäisches entartet. Sie haben ihre Neigung, alles im Leben ins Extreme zu führen, nicht oft gezügelt. Sie haben ebenso mit europäischen Gedanken wie mit europäischen Menschen Raubbau betrieben. Im 20. Jahrhundert hat Amerika seinen bestimmten Platz, soweit die Erstarrung seiner Gleichheits- und Freiheitsideologie und seine reaktionäre Gesinnung das zulassen. Der einzelnen Belege für tiefgehende europäische Einwirkungen auf Amerika ist hier lein Ende. Ausgeklügelt klassisch gibt sich z. B. das ganze Regierungsviertel in 'Washington mit seinen mächtigen Bürobauten. Jefferson, der erste Demokrat der Union, in dem die klassische Kultur zum vollsten Ausdruck kam, entnahm für seine „römischen" Bauten seine entscheidenden Anregungen aus dem Mai- son Carrcke in Nimes (Südfrankreich). Der einzige geschichtliche Stil Amerikas, der colonial style, verdankte mindestens soviel deutscher und holländischer Sachlichkeit wie englischem Barock. Seit dem 19. Jahrhundert lebt bis heute eine regelrechte Mischarchitektur als Nachahmung verschiedener europäischer Stile: mächtige Tempelfronten mit Vorliebe für Banken und Bahnhöfe, die merkwürdigste Gotik für Kirchen und Schulen, die französische Renaissance immer noch für die Neureichen, und in den 1920er Jahren sogar „neudeutsche" Vorbilder für Hochhäuser. Die Idee und Einrichtung der Forschungsuniversität kam aus Deutschland, aber Wissenschaft wurde vielfach nur durch bloßen „Betrieb" ersetzt. Als im Weltkrieg eine kulturelle Minderheit in der amerikanischen Jugend an Reformen des amerikanischen Lebens ging, etwa der Kreis upi die Zeitschrift „Seven Arts", da wurde europäischer Geist nicht zuletzt in Goethes Lebenshaltung beschworen. Und die bittere Selbstkritik im Schrifttum seit 1920 orientiert sich immer wieder an Europa, auch wenn man sich sonst anmaßlich antieuropäisch gibt. Was schon 1902 ein kluger Amerikaner seinen Landsleuten ins Stammbuch schrieb, gilt noch heute: „Bei all unserem Gerede über überwundenen Kolonialismus sind wir noch nie kolonialer gewesen als gerade jetzt, wenn wir es auch kosmopolitisch nennen." Entwurzelte oder enteuropäisierte Europäer sind damit noch keine Amerikaner, und die ungeheure Dankesschuld der USA. gegen Europa ist noch nicht beglichen dadurch, daß smarte Pankees nunmehr ein „Amerikanisches Jahrhundert" verkünden, das Europa, nebenbei gesagt, mit seinen neuen Gedanken bereits längst überwunden hat. Wo sich heute Amerika verständnislos, ja gegnerisch, gegen Euro- Von Tetnan nach Tanger. Von unserem T.-Sonderberichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tanger, im Dezember 1942. Bon wilden Abenteuern kann ich nicht berichten, wie sie Kara Ben Remsi auf seiner Reise von Bagdad nach Stambul erlebte, ich habe auch nicht auf einem Kamel oder auf dem Ri, dem unübertrefflichen Araberhengst gesessen. Meine Reise machte ich nach moderner Art in einem Omnibus und da ich einen Platz 1. Klasse nicht mehr erhalten konnte, mußte ich mich mit der zweiten begnügen. Das heißt: ich ließ mich auf einer Bank mit all oen Halefs, Omars, Hatschis, Mohammeds, Achmeds und ihren Lieblingsfrauen — den Freunden aus der Jugentzlektüre — über die Berge nach Tanger schaukeln und hörte mir ihre Erzählungen an, die zum Teil sicher noch aus den Märchen von „Tausendundeiner Nacht" stammten. Es war nicht leicht, in T e t u a n an den Wagen zu kommen. Ich befand mich plötzlich in einem bunten Knäuel von farbigen Turbanen, Haiks und roten Fezen mtt blauer Quaste und konnte weder vor noch zurück. Erst der Hüter des Gesetzes, ein dunkel- häutiger Sohn Mohammeds in blauer Litewka, den sackähnlichen Araberhosen und einem glänzenden Abzeichen an seinem roten Turbasch bahnte mir mit hocherhobenem Stocke und langen Reden eine Gasse bis zur Wagentür und zu meinem Platz. Wir hatten noch viel Zeit, denn im Lande der heißen Sonne kennt man keine Eile. Langsam füllte sich der Wagen, bis auch fein einziger Sitzplatz mehr frei war. Doch immer neue braune Gestalten drängten sich herein, immer enger schob ich mich an meine Nachbarin heran, von der ich nichts als eine weiße Hülle sah, aus der mich zwei braune Augen sonderbar anstierten. Nach menschlichem Ermessen war der Wagen nun voll, er neigte sich schon bedenklich nach der Seite der Tür hin, wo braune Glieder von weißem Linnen überdeckt sich zu Haufen ballten. Aber draußen standen wenigstens noch ein halbes Dutzend dunkelhäuttger Gesellen, die ihr Recht auf Beförderung aus einem bereits gelösten Billett herleiteten. Der stolze Polizist in feiner Uniform war Zag-wild auf eiferner Fährte Von Kriegsberichter Dieter Tiernann. ton Road nach Chile. Ebenso fehlen Kohlentransportdampfer, die auf der Rückfahrt von Asien und Afrika Erz nach den Vereinigten Staaten bringen könnten. In den letzten 14 Tagen wurde kein neutraler Schiffsraum für solche Frachter angeboten, während für keinen der angeforderten amerikanischen oder englischen Frachter Fahrterlaubnis erteilt wurde. Aehnlich sind die Verhältnisse am La Plata, wo es ebenfalls an Schiffsraum für den Abtransport von Getreide und Leinsamen für die Vereinigten Staaten fehlt, obgleich bereits 18 Dollar plus 35 v. H. Kriegsaufschlag für Frachten nach den Hajen am Golf von Mexiko geboten werden. Auch die Getreidelieferungen nach Callao (Peru) und Lissabon konnten nicht durchgeführt werden. Die Frachtsätze für diese Routen betragen 21 und 60 Dollar je Tonne. Dabei steht in Argentinien eine U e b e r p r o b u f t i o n von 4,6 Mill. Tonnnen Weizen und von 1,7 Mill. Tonnen Leinsamen zur Verfügung. pas Kultur und Lebensinteressen stellt und damit die Wurzeln feiner Entwicklung und Kraft ableugnet, läßt sich vielleicht eine scharfe Feststellung des Franzosen A d e t von uns beherzigen, die er 1796 an seine Regierung berichtete: „Ein Amerikaner ist der geborene Feind aller europäischen Völker." Ke n (Schiffsraum. Völliges Stocken des Seefrachtverkehrs in Amerika. S t o ck h o l m, 16. Dez. (DNB.) Nach Meldungen aus Neuyork ruht das Seefrachtengeschäft in Nordamerika fast vollständig. Es ist dicht möglich, auch nur für die wichtigen Zuckertransporte aus Kuba oder für Zeitungspapier aus Neufundland Schiffsraum zur Verfügung zu stellen. Die Kohlenvorräte in Hampton Road werden immer größer, da es in den letzten Wochen nicht möglich war, Transporte nach den Antillen und Südamerika durchzuführen. Der Frachtsatz beträgt 8,80 Dollar plus 81 v. H. Kriegsaufschlag von Baltimore oder Hamp- Kleine politische Nachrichten. Im ägyptischen Parlament wurde nach einer Stefan i-Meldung der Abgeordnete Fahtri Avbchnoir nach einer heftigen Anklagerede gegen Nahas Pascha, dessen Regierung alle Leiden verschuldet habe, die die englische Besatzung über das ägyptische Volk gebracht habe, von einem Unwohlsein befallen. Ein Arzt konnte nur noch den Tod des Abgeordneten feststellen. Da Fahtri Abdchnoir als ein unversöhn- licher Feind Englands galt, vermutet man in dem die Maschine setzt zum Anflug an, drückt hinab und braust in 50 Meter Hohe über die aneinandergereihte Wagenschnur.--- „Habe zwei Probebomben geworfen. Lage und Wirkung verfolgen!" gibt der Beobachter an den Heckschützen durch. „Bomben liegen wenige Meter rechts vom Ziel", kommt es zurück. „Tadellos, neuer Anflug, jetzt hab' ich die Masche raus!" „Ich gehe auf 20 Meter runter, der Bursche hat ange- yalten, steht auf gerader Strecke, steht zum Anflug wie 'ne Eins! Jetzt nur nicht mit Bomben sparen." „Klar, alles raus, was wir drunter haben. Da kann ja gär nichts daneben gehen." „Ich gebe noch ein paar Brandbomben dazu." „Da ist er wieder! Achtung! Auf passen! Jetzt — Reihenwurf — die schwere auf die Lok! Bomben ... rrraus!!!" — „Da! Noch einmal, wieder! Mensch, herrlich! Da liegt eine besser als die andere! Er brennt lichterloh! Hurra!!! Pfundig, ganz groß, toll, einfach klassisch!!!" Die Hörmuscheln in der Kopshaube schmerzen mir an den Ohren vor dem tosenden Freudentrubel der gesamten Besatzung, aber ich brülle selbst von einer Art Sportbegeisterung gepackt mit, denn da unten blitzt jetzt Explosion auf Explosion, da wüten rote, qualmige Brände und grelle Stichflammen lecken in langer Schlange von Wagen zu Wagen. Daß unser ganzer Bombenfegen so genau im Ziel lag, war schon ein schöner Erfolg, aber daß es auch noch e i n Sprit-Zug war, den wir geknackt hatten, das war einfach ttaunchaft. „Das war ein Otto! Sagenhaft!" „Und wie human wir waren, daß wir erst den Zugführer durch Probewürfe zum Aussteigen veranlaßt haben." „Schade, daß ich den alten Knaben nicht wetzen feh'n konnte." „Den hafs hingehaut!" klohnt es noch ein Weilchen durch die Leitung und wird dann wieder rUhig. Es hat sich angehört wie Beifalljubel eines ausgelassenen Fußballpublikums, und dabei hat doch jeder der. fünf Männer wieder einmal ehrlich seine Haut zu Markte getragen. Mancher Maschine hat bei einem solchen Angriff eine wütende Flakabwehr die Flächen zersiebt, daß sie gerade noch ihre Bomben ins Ziel bringen und sich mit knapper Not aus dem Feuer retten konnte, andere mußten hinab, und keiner weiß um ihr Schicksal, denn sie kämpften weit draußen über Feindesland. Kalt, in unnahbarer Hoheit wölbt sich die dunkle Kuppel über Rußlands Steppenweitem Fahl und verloren flirrt" das Licht des bleichen Mondes. Irgendwo im Raume perlen rote Leuchtgran aten ket-^ ten empor, und blasse Scheinwerfer tasten im Dunkel, durchsuchen die Luft nach den nächtigen Todes- öögeln, die überall nach Raub gehen auf eiserner Fährte. PK. Und wieder schweben wir spähend und suchend über das dunkel gleißende Land, wie in jeder Nacht, in der ein großer heller Mond uns zu lohnender Beute leuchtet. Der Einsatzbefehl hat uns kein fest begrenztes Ziel gegeben, sondern es ist freie Jagd befahlen worden, freie Jagd auf Eisenbahnzüge, die nach Süden rollen und von denen somit als gewiß gelten kann, daß sie wichtigsten Nachschub an Munition, Verpflegung und frischen Truppen für die feindliche Fropt im Südabschnitt geladen haben. Diese Zufuhr gilt es zu vernichten, um damit der verzweifelten Abwehr der Bolschewisten den letzten Rückhalt zu nehmen. Damit ist unser Auftrag fest umgrenzt, aber die Schwierigkeit unserer Aufgabe beginnt bereits mit der durch das ungewisse, täuschende Licht des Mondes erschwerten Schaues nach der Bahnlinie. In direktem Kurs ftepern wir einen Fluß an, um über ihm entlangfliegend die Eisenbahnbrücke ausfindig zu machen. Es ist eine gute Flugstunde bis dorthin, eine Stunde im gleichtönenden Motorendröhnen, wachgehalten von steter Bereitschaft, fortwährender Aufmerksamkeit auf die Gefahr, die jäh in den funkensprühenden MG.-Garben feindlicher Jäger aus dem Dunkel brechen kann oder plötzlich das Flugzeug in das grellweiße Licht blendender Flakscheinwerfer taucht. Doch das sind für den alten Kampfflieger Dinge von allzu oft erlebter Selbstverständlichkeit, als daß sie ihn in irgend einer Weise beunruhigen könnten. Wir haben den Fluß erreicht und folgen seinen schnörkelnden Schleifen aufwärts. Schräg vor uns hängt ein großer, bläulich bleicher Mond zwischen fernen weißen Sternen und bricht fein Licht in tanzenden Füttern in den runden Scheiben der Kanzel. Mattschimmernde Lachen fangen den huschenden Schein von der Erde und winken sekundenlang gleißend zu uns herauf, bis sie wieder im stumpfen Glanz versinken, und in dunstiger Ferne verirrt glimmern große Seen wie in müder Trauer. Man möchte sich in die Größe des Anblicks verlieren, sich hingehend beugen vor der Majestät des Augenblicks. Da spannt sich verschwindend klein wie ein dunkler Strich die Brücke über den wegweisenden Fluß und rüttelt mit einem Schlage die träumenden Sinne wach. Wir haben die Fährte und wittern das Wild. Freilich, es ist eine schwierige Spur, die sorgsam bewacht werden will, denn gar zu leicht kann man den schmalen, in feiner Färbung nur wenig von der Umgebung unterschiedenen Strich wieder aus den Augen verlieren, zumal ihm viele Straßen und Wege gleichlaufen und ihn kreuzen, die sich selbst für geübte Augen kaum von der Bahnlinie unterscheiden lassen. Um jedoch ganz sicher zu gehen, kennzeichnen wir unseren Weg. Zogen wir bisher hoch und ruhig über die schattende Erde, so reißen wir jetzt im rasenden lief- flug das Land unter uns, jagen mit dröhnenden, starken Motoren längs der schmalen Schienenspur und jubeln auf, als vor uns die weiße Rauchschleppe eines Zuges über der eisernen Fährte steht. Wie ein langer, dünner Gliederwurm krebst er da unten entlang, und schienengebunden kann er uns nicht entkommen. Vierzig oder fünfzig Güterwagen schleppt die Lokomotive nach Süden. Sie müssen voll beladen sein. Die Bombenklappen öffnen sich, fassungslos. Was konnte hier wieder geschehen sein? Nach langem Nachdenken entschloß er sich dann, eine Fahrkartenkontrolle unter den bereits im Wag^n befindlichen „Fahrgästen" abzuhalten. Schon bei der Aeuherung seiner Absicht war die Wirkung verblüffend. Die ganze letzte Bank des Wagens, die mir wie ein einziges Stück in Weiß, allerdings mit zahlreichen Höckern, erschienen war, erhob sich und verließ umständlich den Wagen. Es waren sechs Araherfrsuen, die versucht hatten, einmal ohne Billett die Fahrt zu versuchen, befreites Aufatmen und merkliche Beruhigung der noch draußen Wartenden. Man war nicht böse auf diese ertappten Sünder, denn man hält es für selbstverständlich, daß man es zuerst mal ohne Fahrkarte wagt. Froh, nun doch nicht von der Reise ausgeschlossen zu fein, nahmen die Pillettinhaber Platz, und mit einer Stunde Verspätung (!) setzte sich der Omnibus langsam in Bewegung. Meine arabische Nachbarin hatte, wie ich nun sah, auch ein ungefähr zehnjähriges Mädchen mitgebracht, und da auf dem Schoße der Mutter nicht genügend Platz für das Kind war, legte es feine Beine vertrauensvoll auf meinen Schoß, tpas ich in Anbettacht der mir fremden Umgebung als arabische Ehrerweisung ansah und still quittierte. Bei einer Polizeitontrolle auf der Landstraße erfuhren meine Mitreisenden, daß ich Deutscher war. Plötzlich stand ich im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses und hatte das Empfinden, daß mir von allen Plätzen die Sympathie wie eine Welle entgegenschlug. Vor mir drehte sich ein weiße Haube herum und die zwei mandelförmigen Augen, die mich so sonderbar ansahen, machten mich verlegen. Es ist ein eigenartiges Gefühl, nur in Augen sehen zu müssen, ohne den Ausdruck des ganzen Gesichtes zu kennen. Lächelte sie? Ich glaube es fast. Aus den beiden Augen und der breiten Nasenwurzel konnte ich es allerdings nicht erkennen. Mir war etwas unbequem in meiner Haut. Ein kleiner Araber zu meiner Rechten löste meine Befangenheit, indem er mich auf Spanisch ansprach. Ich glaubte fast, es sei der Hatschi Halef, der treue Freund und Begleiter des Kara Ben Nemsi, oder sein Sohn oder Enkel gewesen. Auch er trug einen grünen, allerdings stark verwaschenen Turban und aus seinem Gesicht lächelten mich zwei fteundliche, vielleicht auch listige Augen an. Wir waren von vornherein auf du und du, nur daß er in der Anrede ein höfliches „Sidi" vernehmen ließ. Er erzähtte von seinen Erlebnissen im spanischen Bürgerkrieg, von' feinen Freunden aus der „Legion Condor". Es dauerte nicht lange, so war unsere Unterhaltung Allgemeingut aller Reisenden geworden. Ein jeder wußte etwas von den Deutschen zu berichten, und sie setzten ihren Stolz darin, nicht damit hinter dem Berge zurückzuhalten. Plötzlich fragt mich ein langer, hagerer, vielleicht zwei Meter großer Rifkabyle, warum die spanischen Araber nicht als Freiwillige in Rußland kämpfen dürften. Es würden sich nicht nur einzelne, sondern ganze Truppenteile melden. Was sollte ich darauf antworten, ohne politische Probleme zu wälzen? Schließlich rettete ich mich mit der furchtbaren russischen Kälte, die den Söhnen der heißen Sonne sicher nicht gut bekäme. Zweifelnde. Augen, vereinzelte Fragen, — doch dann schien man sich zufrieden zu geben, obwohl ich das Gefühl hatte, sie doch nicht ganz überzeugt zu haben. „Sidi" — so schloß ein letzter dieses Thema — „du kannst den kleinsten Jungen in den Bergen fragen, wen er in sein Herz geschlossen hat, und er wird dir antworten: den Alemany! (den Deutschen). Darum wirst du auch verstehen, daß wir gemeinsam mit euch kämpfen möchten." Bei dem nun folgenben Thema hielt ich es für richtig, taube Ohren zu zeigen, denn man sprach von vergangenen Kämpfen, wobei auch der Name A b d - E1 - K r i m erwähnt wurde. Schließlich zog einer her Männer aus den Bergen eine lange, gerade Pfeife heraus, deren Kopf so klein war, daß ein gut ausgerauchler Zigarettenstummel gerade Platz darin gefunden hätte. Nachdem er sie mit viel Liebe gestopft und angezündet hatte, reichte er sie nach ein paar Zügen feinem Nachbar, der sie bald danach an den nächsten weitergab. Ich wußte bisher noch nicht, daß auch die Araber ihre „Friedenspfeife" rauchten und sah plötzlich ein Verhängnis aufsteigen, dem ich sicher nicht entgehen konnte, wenn ich meine mir liebgewordenen Begleiter nicht beleidigen wollte. Kurz entschlossen zog ich meine Zigarettendose, nahm mir eine heraus und verteilte die übrigen im Wagen. Nachdem ich sie angerauter hatte, begann ich mit meinem „Halef" umständlich, aber Iaut~ genug ein Gespräch über das Rauchen und erwähnte dabei so nebenher, daß ich nur Zigaretten rauchte, weil es mir nach der Pfeife so In Blüchersruh bei Breslau legte am burtstage des am 16. Dezember 1742 in Auf unb die der Berichtes Ausland über die geleistete 200. Ge- t Rostock (Mecklenburg) geborenen Marschalls Blücher im Auftrage des Führers der Kommandierende General der Kavallerie Kocherspach einen Kranz nieder, ler, zur Entgegennahme eines von den deutschen Frauen im vorbildliche Arbeit. ai|en) a amilie e H sie il Wen 'toenbeti ner (3eli>: Her i m sie ir m und e 'sich an unierte, 5ns sei. ■inten a gefto wen, hc ’ »Nick h Reisec $ er do orden tr uFtha 1 Eichen Die M M „ solde re Ledei Üjt nur •ftoM I pielle aiierung ch den l Osur Der em i der 11 chlsor, jgen sei Dien H hort 1 mgen, 19 i zu seii er Zent: sDeutsc m seit ijdje Plc Mters Äechenla i der Un ■piet^i tkpflichtu i75 in D <02, Hadi tinarius j'irufung iter der dler der ?c Geschli ebenso (Sauleiter Hanke für Schlesien und für deutsche Jugend der Gebietsführer Schlesien Hitler-Jugend. Aus dem Reich. Enge kriegswirtschaAiche Zusammenarbeit der Achse. Die Vereinigte Bundesversammlung der Schweiz tritt am Donnerstag zusammen, um den Bundespräsidenten und den Vizepräsidenten des Bundesrats für das kommende Jahr zu wählen. Nach einem unbestrittenen Turnus werden diesmal Bundesrat C e l i o (Tessin) zum Bundespräsidenten und Bundesrat Stampfli (Solothurn) zum Vizepräsidenten gewählt werden. Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Bei- sein von (Sauleiter Bohle die Leiterin der auslands- deutschen Frauenschaft, Frau Gertrude 2) o erb plötzlichen Ableben des Abgeordneten ein neueß Verbrechen Ler Engländer. * In Vichy wird ein Dekret veröffentlicht, in de« dem Generalgouverneur B o i f f o n und dem General Bar rau die französische Nattonalität abgee sprachen und die Beschlagnahme ihres Besitzes vey fügt wird. Boisson, der seinen Sitz in Dakar hatten lieferte Französisch-Westafrika an die USA.-Imperialisten aus. r Wegen einigere aum au timolbei Aach rbeltsftel cldene 1! "iti jiiolf' g * * 3 Later! l&äus illW Uli«” O strahle Ä . einer Berliner Tagung des deutschen . , italienischen Regierungsausschusses wurde das Pro- Gramm für den Warenverkehr zwischen den verbündeten Ländern im Jahre 1943 ausgestellt. Es sieht eine weitere Intensiv ierung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit vor. Deutschland und Italien werden sich in steigendem Umfange gegenseitig mit kriegswichtigen Rohstoffen und sonstigen Erzeugnissen versorgen. Die Bersin- barungen wurden vom Gesandten Clodius für Deutschland und vom Botschafter Ciannini für Italien unterzeichnet. An wichtigsten Beratungen nahm auch der italienische Staatssekretär für Rüstungen, General Favagrossa, teil. Botschafter Ciannini und General Favagrossa wurden auch von Reichsaußenminister von Ribbentrop empfangen. Staatssekretär Rothenberger in.Darmstadt. NSG. Staatssekretär Dr. Rothenberger hatte am Dienstagvormittag bereits auf einem vom Oberlandesgerichtspräsidenten des Oberlandesgerichtsbezirks Darmstadt und der General« staatsanwaltschaft, in Gemeinschaft mit dem NS.» Rechtswahrerbund einberufenen Appell gesprochen. Oherlandesgerichtspräsident Dr. Scriba begrüßte hier den Staatssekretär. Mit Nachdruck betonte er den glücklichen Umstand, daß durch den Führer selbst die Ziele einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege klargestellt wurden, und daß nunmehr die starke Richterpersönlichkeit, mit dem Herzen im Volk stehend, selbstlos dem Volke dienend zur Entfaltung kommen könne. Vor der Kundgebung in der Gau- hauptstadt, über die wir bereits berichtet haben, stattete der Staatssekretär dem Oberlandesgericht Frankfurt seinen offiziellen Besuch ab. Er wurde hier von Oberlandesgerichtspräsidenten Professor U n g e m i 11 e r und Generalstaatsanwalt Dr. Wackermann begrüßt. Kunst und Wissenschaft. „Die Verschwender.- Das Landestheater Linz brachte als neues Werk des Dramatirers Friedrich Forster eine dramatische Dichtung heraus, die unter dem Titel „Die Ver- schwender" vier Einakter vereinigt. Das erste dieser dramatisierten Lebensbiwer, von einer düsteren, aber zugleich erhebenden Dramatik heißt „Wann- s e e" und gestaltet das unglückselige Ende Kleists und der Henriette Vogel. Ohne daß diese auftreten, wird durch die gut gezeichnete Figur des Gastwirtes, der als Kontrast zur idealen, die klein-bürgerlich- egoistische Welt verkörpert, das Geschehen mit furchtbar übet würde. MitleidigUelnde^Gesichter allerseits. Doch meine List war gelungen. Die Friedenspfeife kam nur bis zu meinem Nachbarn „Ha- lef" und kehrte dann wieder an ihren Ursprung Zurück, weil ich alle anderen mit Zigaretten versorgt hatte. Noch vieles, was Deutschland und den Krieg betraf, wollten die Männer vorn Rif wissen, und ich beantwortete es, so weit ich es konnte und durfte. Dann waren wir, ohne daß es mir klar geworden roar bereits in Tanger. Drei Stunden waren wie im Fluge vergangen, und ich muh sagen, daß ich m dieser kurzen Zeit, quf meiner Fahrt von Tetuan nach Tanger, die Söhne Mohammeds in Marokko uebgewonnen habe. In letzter Minute. Ein gefährliches Abenteuer hatte vor kurzem ein Dachdeckermeister zu bestehen, der in einem Ähwet- 3er Dorf bei Bem beauftragt war, das Zifferblatt der Kirchturmuhr zu reinigen. Auf feinem luftigen «ltz rutschte er nämlich plötzlich aus und wäre unweigerlich tödlich abgestürzt, wenn es nicht gerade einige Minuten über 10 Uhr gewesen wäre. So verfing sich der Mann mit feinem Gürtel am großen Zeiger der Uhr und war vorerst gerettet, konnte sich jedoch nicht allein befreien und nur hoffen, daß ihm von den Dorfbewohnern Hilse gebracht würde. Aus Lelbeskräften schrie er um Hilfe. Schließlich wurde man auf den Unglücklichen aufmerksam, der hort oben zwischen Himmel und Erde hing. Jede Minute war kostbar, denn inzwischen war der Minutenzeiger bereits auf 10 Uhr 12 Minuten vorgerückt, und spätestens nach weiteren vier Minuten, wenn der Zeiger etwas nach unten wies, mußte der Dach-' decker abrutschen. In größter Eile wurde die Feuerwehr alarmiert. Mit Stricken und Stangen ausgerüstet, begannen die Männer nun den Wettlauf mit dem Tode. In fliegender Hast stürmten sie die steile Kirchturmstiege hinaus und ließen dem Ge^ fährdeten ein Seil hinunter, das dieser gerade noch in dem Augenblick ergreifen konnte, als der Zeiger mit einem Ruck von 10 Uhr 15 auf eine Minute nach Viertel vorrückte. Buchstäblich in letzter Minutt konnte so ein Menschenleben dem sicheren Tode entrissen werden. 3 Fortsetz Nenr Wen & Mdt. i wichen! •Melii' Je« »« w da. Men fre - leibst »uniet ^°ni!Nk -den *4 te Si? K l:Ver9' K in 1 Ipn m 'N sanwali Der Beifall war nach beiden Stücken groß und wohlverdient. Hans Thyriot. Herr Zeppenfeld als Spielleiter traf den leichten, unverbindlich-improvisatorischen Stil der commedia dell’ arte vortrefflich; die Aufführung erwies sich als Divertimento von unmittelbar heiterer Wirkung: das Publikum, im ersten Augenblick wohl etwas betroffen von der Vielfalt der Figuren, Namen und verwirrenden Beziehungen, kam schnell auf den Geschmack und folgte dem turbulenten Durcheinander mit großem Vergnügen. Das Bühnenbild (Löffler) wirkte für unser Empfinden im Verhältnis zum spielerischen Anlaß ein wenig massiv, die Kostüme (Rautenberg) zum Teil etwas sehr farbenfreudig. Der Truffaldino bot Herrn Funke, der an diesem Abend zwei Hauptrollen hintereinander zu bewältigen hatte, Gelegenheit zur Entfaltung einer überaus witzigen und beweglichen Spielphantasie; dieser gewissermaßen in zwei Portionen aufgeteilte Diener war eine Figur von ganz volkstümlichem Humor und einer Fülle drolliger Einfälle. Gaby Amersbach und Herr Schmidt als Beatrice und Florindo machten das nach ungezählten Mißverständnissen und Verdrießlichkeiten glücklich vereinte Liebespaar, Käte Jaenicke das muntere Mädchen Blandina, das Truffaldino am Ende für viele Aengste und doppelte Prügel entschädigt. Dom Ensemble seien ferner Herr Fischer (Pandolfo) und Herr Meyer (Silvio) genannt; sonst gibt es nicht viel zu spielen. "Lei danbg oerfi ’erbii leistet, erger m dm lande- leneral n NT/ proben legriijh onte et er selbs Rechtsehr bi, m Loli foffunj r Gau- haben, ndes- die Vermittluxgsaufträge an das Arbeitsamt ein* zusenden. ♦♦ Die zweite Verteilung von Trinkbranntwein betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte, in der die Festlegung der Ausgabezeiten mitgeteilt wird. ** Strom sparen! Je weniger Wasser in den Kochtöpfen, um so weniger Wärmeoerbrauch. Mehr dämpfen als kochen! Turmkochen! Nur zum Ankochen Schalterstellung 3, weiterkochen auf 1! Strom sparen hilft der Front? rs Werl matischt de Leite diese' »öfteren Bann- Kleist; ujtreten stwirtes, rgerlch ien mii n uii s W& n ver St. IE, 8 bet kutsch n Um Wei Verein us fu; üni für itunm iir M 1'chafts Uch DDI NW. r Helene hat Bergenroth den Tod Rautenbergs mitgeteilt, aber dieser Brief trifft seinen Empfänger nicht mehr an seinem bisherigen Standort in Dolen an. Bergenroths Truppe befindet sich auf dem Transport, vermutlich Richtung Westfront. An einem der nächsten Sonntage kommt Johannes Rautenberg auf den Uhlenhof. Helene empfängt ihn. Sie sprechen nicht lange zusammen. Helene sagt, daß sie sich nachher bei T'lch sehen werden, denn es ist selbstverständlich, daß Johannes bleibt. Rautenberg aber will nur einen kurzen Besuch machen. Er ift froh, daß er auf der Station einen Wagen bekommen hat. Der Kutscher wartet draußen. „Er kann ausspannen", entscheidet Helene. „Um fünf Uhr hast du einen guten Zua nach Berlin. Und nun komm, Johannes, ich bringe dich zu ftäte." Als Helene dann wieder unten im Wohnzimmer ist, hört sie draußen Motorengeräusch. Sie tritt an das Fenster und sieht, daß ein Motorrad, der Fahrer in Feldgrau, auf den Hof braust. Das ist doch — ja, das ist Bergenroth? (Fortsetzung folgt) wig noch zu seinem Kinde gefunden hat. Er gab Martin seinen Namen und sicherte des Kindes Zukunft. Diese Bestimmung war für Käte ein unerwartetes Geschenk und ist jetzt zu einem Vermächtnis geworden. Sie hat ihr Glück nicht halten dürfen. Das wußte sie zwar schon vor dem Tode Rautenbergs. Auch der Lebende gehörte ihr nicht mehr. Aber sie wurde darum nicht mutlos. Ihre Aufgabe lag in der Erziehung ihres Sohnes. Und doch ... nun sie weiß, daß das Leben des geliebten Mannes ausgelöscht ist, meint sie, ihn erst ganz verloren zu haben. Und wenn sie nun in stillen Stunden allein sein wird ... in ihrem Haus und Garten in Bram- stett ... wird ihr viel Zeit bleiben, ihrem Leb"n nachzusinnen, allem Guten und Schweren, das sie erlebt hat. Einmal ist sie auch glücklich gewesen. Und mehr kann sie wohl nicht verlangen. Rostot er in lenerj .nieder für bi, -n be wurden vor allem „Der Lügner", „Das Kaffeehaus" und die hübsche „Mirandolina" bekannt und immer wieder gespielt, und auch der „Diener zweier Herren" hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren: hier sieht man Theater um des Theaters willen im alten, volkstümlichen Spiel mit Truffaldino, der sich gleich zweimal als Diener verdingt — dem Herrn Florindo und dem Fräulein Beatrice —„ Dummheiten über Dummheiten begeht und außer doppeltem Lohn auch doppelte Prügel bezieht. — Landwirtschaft betrieben werden, die Betriebe des Gartenbaues, des Weinbaues und der Fischerei und alle kleineren Betriebe, soweit sie ständig fremde Arbeitskräfte beschäftigen. Die unter „Bedarf" im Erhebungsbogen des Reichsnährstandes gemachten Angaben gelten nicht als Auftragserteilung. Die Auftragserteilung erfolgt auf dem Auftragsschein der Arbeitseinsatzverwaltung. Mit einer über die Anforderungen hinausgehenden Bereitstellung von Arbeitskräften durch die Arbeitsämter kann nicht gerechnet werden. Die Fragebogen sind bis zum 28. Dezember beim Ortsbauernführer abzugeben, Dee große Irrtum Roman von Meta Srif. Zesichtek üe Ariern J)® irspruaj versorg' >n Kriej und W ) durfte eworder iren W daß ich iTetns« Maron» Theater -er Ltniverfltätssta-t Gießen Deutsch-italienischer Lustspiel-Abend. Hilfe für Kinderlosigkeit in der Ehe. Gründung einer Arbeitsgemeinschaft durch das Gauamt für Volksgesundheit. 'M '8 Qbq Die als Morgenoeranstaltung seinerzeit eingehend besprochene, sehr sehenswerte und stilvoll abgerundete Aufführung des „Zerbrochenen K r u • g e s" von Heinrich von Kleist — in Szene gesetzt durch Herrn A. W. Funke, der auch den Dorfrichter Adam gibt — wurde jetzt in den Abendspiel- plan übernommen und mit G o l d o n i s Lustspiel „Der Diener zweier Herren" zusammen- gestellt. Das ergibt die reizvolle Möglichkeit, zwei national begründete Stilformen, zwei theatralische Persönlichkeiten von bemerkenswerter Gegensätzlichkeit nebeneinander wirken zu lassen. Dem märkischen Weltgenie tritt das venetianische Naturtalent gegenüber: während sich im „Krug" die Komik der Situation aus dem Charakter entwickelt, ist im „Diener zweier Herren" die Situation in sich komisch; während die analytische Technik Kleists schrittweise unaufhaltsam zu einer grotesken, menschlichen Demaskierung führt, schafft die lockere, synthetische Komposition des Italieners eine Folge heiter ineinander verschlungener Szenen, die in der Geschwindigkeit ihres Ablaufes unwiderstehlich zum Lachen reizen, obwohl fie weiter keinen Ehrgeiz haben und, ohne tiefere Bedeutung, an der Oberfläche der sichtbaren Ereignisse bleiben. Carlo G o l d o n i, 1707 in Venedig geboren, 1793 in Paris gestorben, war ursprünglich Advokat, wurde aber bald Schauspieler, lernte das Theater und dessen Bedürfnisse bei einer Komödiantentruppe kennen, fing an, selber Stücke zu schreiben, glaubte das alte Typentheater, wie es von Gozzi gepflegt wurde, reformieren ^u können, und wurde schließlich nach Paris berufen, wo er unter Ludwig XV., bei dessen Töchtern er das Amt eines Erziehers und Vorlesers versah, als Bühnenautor bald viel Erfolg hatte. Seine pädagogischen Aufgaben ließen ihm Zeit genug, sich ausführlich dem Theater zu widmen. Als er, übrigens in dürftigen Verhältnissen, starb, hinterließ er rund 200 Stücke von naturgemäß ungleicher Qualität.' Von dieser 44 Bände füllenden, überquellenden Produktion ist jetzt das meiste vergessen; einiges davon hat sich aber" in unverwüstlicher Frisch bis heute gehalten. In Deutschland rzein-°> sN: iffetR w litt it «re. 'S ag !-'ü MnE" ■e N * 5 -rs- öramatischer Wucht entwickelt. Eine starke psycho- loglsche Studie, kunstvoll im dichterischen Aufbau ist k ar dan elli", eine Zwei-Personen-Szene zwischen. HoDerhn und dem mngen Eduard Mö- r'ke. Wie sich aus der Nacht des Wahnsinns noch Her strahlende Geäst des Dichters erhebt uno dem Studenten Monte seinen Weg als Mensch und Äünftler weist, ist in Gehalt und Sprache ttefflich MrgefteUt Raimunds Tod in Pottenstein schildert „Der Verschwender". „Der Stern" schließlich bringt eine Episode aus dem Leben des alten grlllparzer. Auch hier finden mir tiefe Schicksalsdeutung und fdjone Sprache. Friedrich Forster hat sich in dieser Szenenfolge vom sich verschwendenden Künstlertum als starker Szeniker und dichterischer Mensch erwiesen, der auch schwierigen Stoffen bühnenwirksame Formen zu geben weiß. Rudolf Dich f. Wegen einer großen Reihe von Diebereien und Betrügereien mußte sich die 24jährige Elisabeth Daum aus Voltlage (Kreis Bersenbrück) vor der Detmolder Strafkammer verantworten. Die schon mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte auf ihrer eltsfteöe Geldbeträge, Kleidungsstücke und eine zoldene Uhr gestohlen und war dann auf Reisen gegangen. Nachdem sie Hannover und den Harz _____ «sucht hatte, tauchte sie in Dorsten (Kr. Reckling- Besuls (taufen) auf und erschwindelte sich dort bei einer fibentei |Familie eine Unterkunft unter der Vorspiegelung, ß sie ihrem verwundeten Bruder einen Besuch statten wolle. In einem unbewachten Augenblick kntwendete sie die Kleiderkarten und stahl' aus imer Geldkassette einen größeren Betrag. In Rheine, Muster und Essen beging sie Betrügereien. Nach- m sie in Detmold ihrer Vermieterin Fleischmar- ’en und einen Pelzumhang gestohlen hatte, machte |ie sich an einen älteren Herrn heran, dem sie vor- 'lunkerte, daß sie die Nichte des Dichters Hermann Wns fei. Kurze Zeit später rief sie den neuen Be- fannten an und erzählte ihm schluchzend, daß ihr And gestorben sei. Sie müsse nun zur Beerdigung jähren, habe jedoch kein Geld. Der Mann wollte her „Nichte" des von ihm verehrten Dichters tos Reisegeld ins Hotel bringen, erfuhr jetzt aber, tob er von einer Betrügerin hinters Licht geführt rden war. Die Angeklagte erhielt 10 3al)re uchthaus und wird nach Verbüßung der Strafe Sicherungsverwahrung genommen werden. Haus mit munterem Leben erfüllt, als von sich selbst. Als Helene in dieser'stillen Sonntagsstunde bei den Briefen ihres Mannes sitzt, hört sie, daß unten der Fernsprecher läutet. Gleich darauf kommt auch schon das Hausmädchen angelaufen: „Frau Bergenroth — ein Ferngespräch — aus Berlin —" Richard ruft an, denkt Helene und ist schon auf der Treppe. Vielleicht, denkt sie, kommt er auf Urlaub ... Sie fühlt eine so heiße Freude ... Aber nicht Bergenroth ist am Telephon, sondern Johannes Rautenberg. Noch ehe er nach kurzer Begrüßung weiterspricht, weiß Helene schon, daß ein Unglück geschehen ift Und dann spricht Johannes es aus: Ludwig ist gefallen! ,Lch kann es noch gar nicht fassen", sagt Johannes, und Helene hört die Erschütterung in der Stimme des Mannes. „Obwohl ... ja, Helene, es ist furchtbar, aber ich habe das Gefühl, Ludwig ahnte, daß er nicht heimkehren würde. Bei seinem Urlaub, wenige Tage war er nur hier, war er sehr verändert. War ein anderer, ein fremder Mensch fast." Helene will sagen, daß sie das alles weiß, und daß Johannes schon das ganz richtige Gefühl hat ... Aber sie sagt das nicht. Sie fragt nach den näheren Umständen. „Denn du willst doch, daß ich es Käte' mitteile." Darum eben will Johannes bitten. Einzelheiten sind ihm noch nicht bekannt geworden. Nur daß Ludwig bei einem Vorpostengefecht am Westwall fiel. „Ich weiß, daß sein Tod dich sehr erschüttern wird, Helene. Und nun muß ich dir noch das traurige Geschäft aufbürden, Frau Käte zu benachrichtigen. Aber ich kann in diesen Tagen tatsächlich nicht abkommen." „Du mußt dich nicht entschuldigen, Johannes. Ich werde mit Räte sprechen." „Wenn du erlaubst, mache ich in den nächsten Wochen einen Besuch?" „Komm nur, Johannes. Ich werde mich freuen, und für Käte wird dein Besuch gewiß ein Trost sein!" Anders ist die Lage jetzt im Kreige. Der Ausfall der an den Fronten stehenden Männer bewirkt wiederum einen Rückgang der Geburtenziffer, dem es durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken gilt. Hierbei ist vor allem an die Behebung der Sterilität in den Ehen gedacht, bei denen 50 v. H. berechtigte Aussicht auf Heilung haben. Professor Guthmann ging dann im einzelnen auf die Ursachen der Sterilität ein und gab fachwissenschaftliche Ausführungen, die sich mit der auf diesem Gebiet klinisch angewandten Heilbehandlung befaßten. Um der Sterilität beizeiten entgegenwirken zu können, sei vor allem frühzeitige Aufklärung der Jugend sowie weitgehende Zusammenarbeit der Aerzteschaft erforderlich. Im Gau Hessen-Nassau wurden Behandlungs- und Beratungsstellen eingesetzt, an die sich alle Betroffenen vertraulich wenden können. Solche Stellen befinden sich nunmehr in den Städten Frankfurt a. M., Wiesbaden, Offenbach, Mainz und Gießen, später folgen noch Darmstadt, Worms und andere. Eine rege Aussprache schloß sich dem Referat an und erörterte die Zusammenarbeit aller maßgeblich eingeschalteten Stellen, ihre organisatorischen Maßnahmen und ihre Durchführung unter besonderer Berücksichtigung erbbiologischer Fattoren und weitestgehender finanzieller Beteiligung der Kran» kenkasien. Einmal ... das ist lange her ... hat Helene zu Johannes gesagt, daß sie mit den Rautenbergs nichts mehr zu tun haben will, mit keinem Rautenberg ^.. Das aber ist lange her, und vieles ist jetzt anders geworden. Helene beauftragt das Mädchen, sich nach Frau Allerts Rückkehr vom Spaziergang mit Martin zu beschäftigen., Als Mutter und Sohn dann kommen, geht Helene mit Käte ins Wohnzimmer. Und muß nun sprechen. Ludwig soll tot sein ...? Käte kann diese Nachricht nicht begreifen. Da werden ein paar Worte gesprochen .. leise und sehr behutsam ... und ein Mensch, den man liebt, soll nicht mehr sein ... Die junge Frau schüttelt den Kopf und starrt in das Leere. Sie sagt mühsam: „Wer das ist doch unmöglich ... sinnlos ist das, was Sie da sagen, Helene .. Helene beugt sich zu der Fassungslosen. Sie legt ihre Wange an die Wange der anderen, spürt deren Tränen neben den eigenen. Wie sehr sind die Frauen doch alle Schwestern im Leid, denkt sie. Und sagt, jetzt ganz selbstverständlich das Du gebrauchend: „So darfst du nicht denken, Käte: Niemals kann ein Sterben um so hohe Ziele sinnlos sein! Ludwig ist für sein Volk gestorben. Für dich ... für uns alle ... für seinen Sohn ...Es mag schwer sein für dich, das zu begreifen ... aber versuche es Käte!" Käte wischt über ihre Augen. Nein ... sie kann das nickst begreifen ... Sie sagt: „Ich möchte jetzt allein sein. Du wirst das verstehen, ja ... und nimm bitte Martin zu dir." „Ich habe Sorge um dich, Käte!" Käte schüttelt den Kopf. „Ach nein ... ich komme schon wieder zurecht..." Sie erhebt sich und gebt langsam durch das Zimmer. Sie geht wie eine Kranke, stützt sich am Tisch, an einem Stuhl... Als Helene sie begleiten will, lehnt sie mit einem traurigen Lächeln ab: „Danke — bleibe nur —" Es ist aber sehr, sehr schwer, wieder zurechtzukommen. Die Tage kommen und gehen, und das zuerst Unfaßbare muß als. unabänderlich hinge- nommen werden. Kate ist nun doch im Herzen dankbar, daß Lud- Aus -er Stadi (Ziehen. Zauber des Behagens. Das Behagen, nicht die dumpfe, satte Stumpfheit des Philistertums, ist ein Zustand, der die Seele entspannt, der sie nach dem Zwang täglicher Arbeit von erzwungener Einseitigkeit befreit und ihr die Möglichkeit gibt, ihre auf anderen Gebieten liegenden Fähigkeiten — und sei es nur das Spielen — gelten zu lassen. Die Frau des Hauses, der d e Pflege aller Seelen ihres Heims anvertraut ist, hat dafür zu sorgen, daß Mann und Kinder, daß auch sie selbst gelegentlich immer wieder eine Stunde solchen Behagens finden, die Quellen zu neuen Kräften frei macht, die eine Stimmung von Frieden und Har- pionie schafft, Dazu braucht sie alle weiblichen Kräfte als da sind Anpassungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme ud anderes mehr, das vielleicht aussieht wie ein wenig Aufopferung und doch — dem Wesen der Frau entsprechend — ebenfalls Behagen und Freude vermittelt. Ob wir in der Dämmerstunde mit den Kindern ingen oder ob wir den Vater einmal anregen, von einer Kinderzeit zu plaudern, ob wir mit ihm fein geliebtes Schach spielen und mit Humor zu verlieren verstehen, ob mir einen kleinen Kreis von Freunden gesellig zusammenbitten ober unseren Jungen einmal ungestört eine Stunde schmökern - lassen, ob wir vielleicht auch nur mit Vater stumm und träumend am Ofen sitzen und dem Flackern der Glut zuschauen, oder ob wir einen kleinen Gang durch den Abend vorschlagen — mir Hausfrauen haben unendlich viel Wege, ohne große Mittel jedem zu seinem Behagen, zu seiner Entspannung und einer kleinen Heiterkeit zu verhelfen, die man uns von Herzen dankt, jnenn solch ein Dank wohl auch nicht immer bewußt und mit Worten ausgesprochen wird. Doch darin, daß die Familie stets Mutter als den Hafen in allen Beschwernissen des Alltags ansehen wird, kommt zum Ausdruck, was Mutter für die Familie über ihre wirtschaftliche Tätigkeit hinaus bedeutet. Und ist das nicht reichlich genug für unseren Ehrgeiz? Eva Leiter. Verdunkelungszelt: 17. Dezember von 17.08 bis 7.58 Uhr. Groschen helfen siegen. Jugend sammelt. NSG. Pimpfe gehen mit dem Kopf durch die Wand, wenn sie ein Ziel verfolgen! Das haben uns schon die vergangenen Neichsstraßensammlungen gezeigt. Durch die „Minensperren", „U-Bootfallen" und Schlagbäume, mit denen die fleißigen Sammler arbeiteten, konnte man nicht so leicht hindurchkommen. Das letzte Kleingeld mußte herausgerückt werden. Und so ähnlich wird es auch diesmal werden, wenn die Hiler-Jugend am kommenden Samstag und Sonntag für das Kriegs-Winterhilfswerk sammelt. „Groschen helfen siegen", lautet die Parole. Alle jungen Sammler werden eifrig besorgt fein, diese Groschen zu mobilisieren. Wollen wir ihnen entgegenkommen und diese begehrte Bannware reichlich mit uns führen? Eine „Beschlagnahme" wird uns gewiß nicht verdrießen, wenn wir hls Entgelt einige der reizenden Spielzeugabzeichen erwerben können, verkleinerte Ausgaben der von der Hitler- Jugend gebastelten Spielzeuge, — eine Bereicherung des Weihnachtsbaumes? Zur Sammlung für das KWHW. vom Unterricht befreit. NSG. Die Landesregierung, Abteilung 7, in Darmstadt gibt bekannt: Am Samstag, 19. Dezember, fällt- an den Schularten, an denen die Sammlung der Hitler-Jugend für das Kriegswinterhilfswerk bereits am Vormittag durchgeführt wird, der Schulunterricht aus. Bestand und Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskrösten 1943. Der Reichsnährstand führt mit dem Stichtag vom 21. Dezember eine Erhebung über Bestand und Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften durch. Gleichzeitig erfolgt die Auftragseinholung für die Vermittlung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte durch die Arbeitseinsatzverwaltung. Auch die Herkunft der fremdvölkischen und ausländischen Zivilarbeitskräften wird feftgefteUt. Bei der Erhebung werden erfaßt alle mehr als 5 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche umfassenden betriebe der Landwirtschaft und der Privatfvrstwirtschaft, die in Verbindung mit W Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bergenroth hatte noch vor seiner Einberufung wischen Samen der letzten Ernte an dleses Institut lefanit. Da- Ergebnis ist ganz vorzüglich, völlig ^weichend von der Prüfung Rautenbergs. „Es hat sich also erwiesen", sagt Helene, „daß sic der hohe Fettgehalt vererbt hat!" „Unbedingt!" bestätigt Doktor Marswm. Er sieht Helene wohlgefällig an. Er bewundert die Frau und ipricht das auch aus: „Sie gehen so sicher an alle auf gaben heran, liebe Frau Bergenroth? Selene will gar nicht gelobt werden ..Das 'st >°ch selbstverständlich, Doktor. Und Sie Helsen in r Io wunderbar. Es ist großartig, daß Sie mir für fie -auptarbeitsnwnate zwei Ihrer eigenen JJlit- Arbeiter herschicken wollen. Ich danke Ihnen dafür. „Nichts zu danken, Frau Bergenroth Wo ist denn ier Bub heute, der Heine, freche Spatz? . „Kommen Sie, lieber Doktor, und trinken « tiit uns Frauen eine Tasse Kaffee. Emen Kuchen toben wir auch, und da ist natürlich auch Martin unk, einen MD Qfibtn NSG. Am Dienstagvormittag erfolgte im Aerzte- I)aus der Gauhauptstadt Frankfurt a. M. die Gründung der Arbe.tsgemeinschaft „Hilfe für Kinderlosigkeit in der Ehe" durch das Gauamt für Volksgesundheit. Vertreter der Partei, des Staates, des Rassenpolitischen Amtes, der Aerzteschaft, insbesondere führende Vertreter auf dem Gebiete der Frauenheilkunde und der Geburtshilfe, der ärztlichen Berufsorganisationen, der Krankenkassen und Behörden, des Reichsbundes Deutsche Familie sowie der Hebammen waren aus dem gesamten Gaugebiet Hessen-Nassau zusammengekommen, um diese Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen. Der Leiter des Gauamtes für Volksgesundheit, Dr. Mörchen, umriß die Ziele der neuen Einrichtung, die aus Anregung des Reichsgesundheitsführers nunmehr ihre Arbeit in den einzelnen Gauen aufnimmt und aus dem Grunde, bevölkerungspolitischer Notwendigkeit all jenen Ehen Hilfe bringen will, denen Kinder bisher versagt blieben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Referat von Professor Dr. Guthmann, der auf Grund langjähriger ärztlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Arbeit auf dem Gebiete der Gynäkologie auf die unmittelbaren Ursachen der Kinderlosigkeit in der Ehe eingehen konnte. Er streifte kurz die Lage vor dem Kriege, die Deutschland dank umsichtiger Maßnahmen der Partei und des Staates ein starkes Anwachsen der Geburtenziffer brachte. Rudolf Dtefo, em nassauischer Heimatdichter, ist kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres in Wiesbaden gestorben. Dietz war in Naurod als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem frühen Tod Des Vaters war die Mutter ihm und feinen beiden Schwestern die rechte Führerin und Beraterin. Seine Ausbildung als Lehrer erhielt er in Herborn und Ufingen, feine erste Lehrerstelle 1883 in Freien- diez; in Wiesbaden wirkte er feit 1898. Furtwängler als Regisseur. Die Wiener Staatsoper bereitet eine Neuinszenierung von Wagners „Tristan und Isolde" vor. Die Aufführung erhält eine beson- ere Bedeutung dadurch, daß Wilhelm Furtwängler nicht nur als Dirigent den musikalischen Teil neu gestaltet, sondern zum erstenmal auch als Spielleiter hervortritt und die gesamte Inszenierung leiten wird. Die Bühnenbilder werden nach den Entwürfen, die Alfred Roller im Jahre 1903 für die Ausführung an der Wiener Staatsoper schuf, neu hergestellt werden. Hochfchulnachrichlen. Der emer. Ordinarius für klassische Archäologie an der Universität Würzburg, Geh. Regierungsrat Professor Dr. Heinrich Bulle vollendete in diesen lagen sein 75. Lebensjahr. In Bremen geboren, promovierte er 1892 in München und habilitierte ich dort 1898. 1902 wurde er a. o. Professor in Erlangen, 1908 siedelte er nach Würzburg über, wo er is zu feiner Entpflichtung im Jahre 1935 wirkte. Der Zentraldirektion des «Archäologischen Instituts Oes Deutschen Reiches gehört er als Vertreter Bayerns feit 1914 an. Seine Arbeitsgebiete find griechische Plastik und Malerei, Geschichte des antiken Theaters sowie prähistorische Ausgrabungen in Ariechenland. — Der Ordinarius für Dermatologie an der Universität Leipzig, Professor Dr. med. Bodo 2piethoff, ist auf seinen Antrag von seinen Verpflichtungen entbunden worden. Spiethoff wurde 1875 in Düsseldorf geboren. Er promovierte in Jena 1902, habilitierte sich dort 1905, wurde 1911 Ertra- irbinarius und 1923 Ordinarius. 1934 erfolgte feine Berufung nach Leipzig. Seit 1934 ift er Schriftleiter der „Dermatologischen Wochenschrift und Leiter der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung tar Geschlechtskrankheiten. Aus aller Wett. Die „TUchle" von Hermann Löns. tobei." * . Um den Uhlenhof, um Gutshaus, chof und Wirt- Haftsgebaude liegt die Stille eines ?°nnta«s Kate |it mit ihrem Sahn auf einem Spazierganxp S-l-n- Ictzt in ihrem Zimmer und heft m den Feldpost triefen ihres Mannes. ... . Zwischen Bergenroth unb Mene lauftelnLries Achsel, den man als vortreffliche Lehrbriefe für Wanzenzucht und Feldbestellung °nsehen kann. Sachlich stellt Helene ihre Fragen, klar und ve Endlich kommen die Antworten. gnDrfe Und persönliche Mitteilungen ., Wenige Worten Bergenrothl daß er gesund ist - dann und «°nn ein Streiflicht auf das S°ldatcnl°b°n und d r°ben in Polen überhaupt ch-l-ne erzählt m ihren Briefen mehr von Käte und dem Jungen, der v Jahresversammlung -er erblindeten Krieger. Wie schon seit Jahren üblich, so fanden sich auch am gestrigen Mittwochnachmittag wieder die Mitglieder des Bezirks Gießender NSKOV., Fachabteilung erblindeter Krieger, zu der am Jahresende stattfindenden Versammlung zusammen, um gemeinsam mit ihren Familien einige Stunden zu verleben. Die Versammlung fand im „Burghof" zu Gießen statt und war recht gut besucht. Gebietsfachleiter Reallehrer i. R. Joseph Kranz (Friedberg) eröffnete nach flotter Marschmusik der Kapelle Krengel die Veranstaltung mit herzlichen Worten der Begrüßung. Sein besonderer Gruß galt dem Kreisamtsleiter Gravelius (Gießen) von der NSKOV., dem Sonderfachleiter für die Kriegsblinden des gegenwärtigen Krieges, Schriftleiter Kittel (Marburg), Gebietskassenwart Schuch (Offenbach), ferner dem Wehrmachtfürsorgeoffizier Hauptmann Reiz (Marburg), Abteilung Blinden- üetreuung im Kriege. In ehrenden Worten gedachte Pg. Kranz der Gefallenen und der an ihrer Verwundung verstorbenen Kameraden des Weltkrieges, des jetzigen Krieges und der Blutopfer der Bewegung. Im Verlaufe des geschäftlichen Teiles der Versammlung berichtete Gebietsfachleiter Kranz über folgende Gebiete des Kriegsblindenwesens: Behandlung der Jnvalddenrentenempfänger, Angestelltenversicherung, Neuerungen auf dem Gebiet der Rentenversicherung, die verschiedenen Versehrtenstufen, Anträge auf Jahresbehandlungsausweise, Befreiung von Rundfunkgebühren, Zusatzrenten- fpage, Witwenbeihilfe, Waisenrenten, Gültigkeitsdauer der Ausweise für das Jahr 1943, Krankenhausbehandlungen, Kuranmeldungen, Alterszulagen und vieles andere mehr. Seine Ausführungen wurden mit größtem Interesse aufgenommen. Kreisamtsleiter Gravelius von der NSKOV. überbrachte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Kreisleiters Backhaus und des Gauamtsleiters Dippel (Frankfurt a. M.). Er sprach dann über die schöne Sitte, daß sich die Mitglieder der Fachabteilung erblindeter Krieger am Jahresende einmal versammelten und brachte seine besten Wünsche für das kommende Jahr zum Ausdruck. Pg. Kranz dankte dem Kreisamtsteiter für seine herzlichen Worte und bat ihn, dem Kreisleiter und dem Gauamtsleiter die Grüße der Versammelten zu übermitteln. Gebietskassenwart Schuch (Offenback a. M.) berichtete dann kurz über das Kassenwesen. Sehr interessante Mitteilungen über die Stellung der Kriegsblinden machte der Sonderfachleiter Kittel (Marburg). Er, der selbst Kriegsblinder ist, betonte, die alten und nun auch schon die neuen Kriegsblinden hätten den Berpeis erbracht, daß sie vollwertige Menschen seien, daß sie ihren Platz voll und ganz ausfüllen, daß sie sich in die Volksgemeinschaft einfügten und chre Schuldigkeit in jeder Beziehung leisteten, wie andere Volksgenossen auch. Eine Bemilleidung sei also in feiner Weise am Platze. iDte Reichsstelle für Propaganda habe dies Nach einem arbeitsreichen Leben verschied heute nacht plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann und treuer Lebenskamerad, mein lieber, guter Papa, mein braver Sohn und Bruder, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Vetter, Onkel und Pate Kaufmann Heinrich Heisei im 38. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Marie Heisei, geb. Schmall Lotti Helsel, und alle Angehörigen. Gießen (BahnhofstraßeJ>1), Heppenheim, den 16. Dezember 1942. Beerdigung: Freitag, den 18. Dez.. 14% Uhr, aUjf dem Neuen Friedhof. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren sehr geschätzten Chef. 3809 D Die Angestellten der Firma Heinrich Heisei. Unsere gute, selbstlose Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Johannette Junker Wwe. geb. Brückmann ist im fast vollendeten 69. Lebensjahre am 14. Dezember bei uns sanft entschlafen. Willy Junker; Erich Junker Thilde Junker, geb. Rudolph Hesel Junker, geb. Westecker Erich Willi und Hanns Heinrich Junker. Kirchhain (Bez. Kassel^, den 15. Dez. 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Montag, dem 21. Dezember, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes in Gießen statt. 06572 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unsrer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fran Bertha Wenderoth sagen wir unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Walter für die trostreichen Worte. Geschwister Wenderoth nebst allen Angehörigen. Gießen, den 16. Dezember 1942. '/ 06563 Für die überaus vielen Beweise aufrichtigen Mitgefühls, wie sie beim Heimgang meines lieben Mannes in liebevoller Hilfsbereitschaft, in zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, in tröstenden Zuschriften und ehrenden Nachrufen bei der Trauerfeier zum Ausdruck kamen, sage ich allen tiefempfundenen Dank. Frau Meta Fritz sch, Gießen, den 15. Dezember 1942. 3806 D Tüchtige, zuverlässige Jiöchin für sofort oder später gesucht. 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Obwohl diese Einsicht eigentlich langst Gemeingut geworden sein sollte, kommt sie offenbar doch manchem jungen Mädchen, das sich dem Beruf der Hausgehilfin zuwendet, noch nicht genügend zum Bewußtsein. Wer heute nicht untadelig auf seinem Posten steht — auch im Haushalt —, der arbeitet dem Feind in die Hände, denn unseren Gegnern kann ja nichts lieber sein, als daß wir nachlassen oder müde werden. Aber auch die Hausfrauen haben ihre Pflicht zur Haltung, zur Erziehung. Es ist unmoralisch und instinktlos, die jungen Mädchen heute mit hemmungslosen Lockangeboten von ihrer Pflicht abzuziehen und ihnen das Augenmaß für gerechte Ansprüche und Arbeitsbedingungen zu nehmen. Köhnen wir uns wundern, daß die Jugend sich nach der Seite des geringsten Widerstandes wendet, wenn ihr als Gegenwert für pflichtgemäße Berufsarbeit Dinge in Aussicht gestellt werden, auf die sie unter normalen Verhältnissen niemals Anspruch erheben würde. Die Jugend selbst hat eigentlich immer einen gesunden Instinkt dafür gehabt, was ihr zukommt, und der junge Mensch weiß auch, daß die harten Lebensbedingungen der beste Erzieher für dcks Leben sind. Wenn ein junges Mädchen heute versucht, den härteren Bedingungen auszuweichen, dann nur, weil es durch manche Hausfrau selbst in Versuchung geführt wird, weil ihr Theatervorstellungen, unangemessene Freizeit, ja selbst undurchsichtige Beziehungen zu ländlichen Lieferquellen usw. vorgegaukelt werden. Eine solche Handlungsweiss widerspricht der Erzieherpflicht, die die Hausfrau der jungen Berufsanwärterin gegenüber hat. Zur Erziehung aber gehört in erster Linie das gute Beispiel; deshalb dürfen auch die Hausfrauen nicht dagegen verstoßen, indem sie sich fortwährend überbieten und eine gerechte Verteilung der verfügbaren Arbeitskräfte erschweren. Wir haben heute manche kinderreiche Haushaltungen, in denen sich die Hausgehilfinnen jahrelang hallen und bei aller schweren Arbeit treu zu der Familie stehen. Diese Fälle beweisen, daß nicht äußere Bedingungen das Arbeitsverhällnis im Haushalt ersprießlich machen, sondern der Geist, in dem Hausfrau und Gehilfin zusammenstehen und beide ihr Bestes leisten. Es gehört auf beiden Seiten Einsicht und Selbsterziehung dazu. Auf der Seite der Hausfrauen die Einsicht, daß nicht jede heute Anspruch auf eine Hilfskraft erheben kann, sondern daß u n - sere kinderreichen Mütterund berufstätigen Frauen vorgehen. Auf der Seite der Hausgehllfin muß wieder eine gesündere Wertung der eigenen Arbeitsleistung eintreten, die häufig im Vergleich zu anderen Berufen überschätzt wird. Und hier müssen in ihrem Berufsstand vor allen Dingen die älteren Hausgehilfinnen vorangehen, jene 5 v. H., die häufig wechseln, in keiner Stellung zufrieden sind und über ein reiches Maß an Erfahrungen in ihrem Wanderleben verfügen. Es wird an der Zeit sein, sich mit solchen Menschen, die glauben, im Schatten der Kriegsereignisse für sich etwas herausschlagen zu können, einmal etwas eingehender zu beschäftigen, gerade dann, wenn ihnen unberechtigte Forderungen, die sie unter Ausnutzung der Nollage stellen, abgeschlagen werden und sie sich deshalb hilfesuchend an die Deutsche Arbeitsfront wenden. Im Kriege müssen alle ihr Aeußerstes einsetzen, auch die Hilfskräfte im Haushalt, de? einem arbeitsfreudigen Mädel ja so vielseitige Bewährungsmögltchkeiten bietet und zugleich die beste Ausbildung für das spätere Leben in der eigenen Familie ist. Dr. I. B.-R. auch anerkannt. Die Ausführungen von Pg. Kittel wurden von allen Seiten anerkannt. Gebietsfachleiter Kranz dankte zum Schluß allen Mitarbeitern und schloß mit dem Gelöbnis der Treue zu Führer und Volk den geschäftlichen Teil der Versammlung. Anschließend blieb man bei den frohen Klängen der Musikkapelle Krengel und beim Austausch gemeinsamer Kriegserinnerungen noch Einige Stunden beisammen. z Landkreis Gießen. )-( Ruppertsburg, 16. Dez. Auf eine wohlgelungene Nikolausfeier, die am Sonntagnachmittag im Gasthaus „Zum Bahnhof" stattfand, kann unser NSV.°Kindergarten zurückblicken. Viele Erwachsene hatten sich eingefunden, um sich mit den fröhlichen Kleinen über zwei Stunden lang zu freuen. Was die Leiterin, Tante Mariechen P o r t i und ihre Helferinnen, die Tanten Berta und Gertrude, an Liedchen, Gedichten und Kinderspielen eingeübt hatten, übertraf alle Erwartungen der Gäste, die ihren herzlichen Dank durch Ortsgruppenleiter Bürgermeister Lind aussprechen ließen. Das Erscheinen des Knechts Rupprecht bildete den Schluß. Schweinenmrkt in Schotten. * Schotten, 16.Dez. Der heuttge Schweinemarkt war mit 32 Ferkeln im Atter von 6 bis 10 Wochen beschickt. Je nach Qualität wurden bis zu 45 RM. pro Stück bezahlt. Bei flottem Geschäft wurde der Auftrieb in kurzer Zett verkauft. (Sin Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. LPD. Darmstadt, 16. Dez. Am 15. Dezembtr 1942 ist der 33 Jahre alte Alexander Scheer aus Offenbach a. M. hingerichtet worden, den das Sondergericht Darmstadt als Volksschädling und gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tooe verurteilt hat. Scheer, ein mehrfach und schwer vorbe- sttafter Einbrecher, hat in Offenbach unter AuL- nutzung der Verdunkelung aus dem Vorraum eins Luftschutzkellers einen Koffer mit Kleidern und Wäsche gestohlen. Wirtschast. Adam Opel AG., Rüsselsheim. Nach einer Handelsregistereintragung ist auf An ttag des Reichskommissars für die Beharcklung feindlichen Vermögens der Leiter der Wirtschaftskammer Hessen, Prof. Dr. Karl ßu er, Frankfurt am Main, zum Verwalter der Adam Opel AG., Rüsselsheim, bestellt worden. Er über nimmt in dieser Eigenschaft die dem Aufsichtsrai und der Hauptversammlung bisher zustehenden Be fugnisse. Prof. Dr. Karl Luer ist im Hinblick auf diese Berufung von seinem Posten als Vorsitzer des Vorstandes zurückgetreten. Durch AR.-Beschluß vom 9. 9. 1942 wurde zum Vorsitzer des Vorstandes das ordentliche Vorstandsmitglied Heinrich Wagner, Rüsselsheim, bestellt. Seine Gülerverkehrseinschränkung während der Feiertage. Auch in diesem Jahre lassen zahlreiche Unternehmen in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine Betriebsruhe eintreten. Durch Erlaß der Reichswirtschaftsministers ist jedoch angeordnet worden, daß auch in den Tagen der Bettiebsruhe dar zur Abnahme von eintteffenden Gütern erforderliche Personal bereitzuhalten ist, damit in der Entladung der Verkehrsmittel keine Verzögerung eintritt. Darüber hinaus wird den Betrieben dringennahegelegt, die in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr erfahrungsgemäß besonders flüssige Wagenlage dazu auszunutzen, etwaigen Versand rückstau abzufahren und die in den nächsten Wochen benötigten Rohstoffe und sonstigen Materialien hev- einzuholen. Es muß von allen Betrieben erwartet werden, daß sie alle in dieser Beziehung bestehenden Möglichkeiten ausschöpfen. Die volle Ausnutzung der Schienen- und.Straßenverkehrsmittel darf auch durch die Betriebsruhe nicht gestört werden! Bettiebe, die gegen dieses Gebot verstoßen, können nicht damit rechnen, später bei dringenden Wagenanforderungen bevorzugt berücksichtigt zu werden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschlossen. HauptjchrifUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschristleirers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik mrd Bilder: Dr. Fr. W. Langes für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gieven, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange 8. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Änzeigenpreisliste Nr. 6. & V HW# 9 ö« tyn ka> ^ert du kam, die A Die . h" Vit mar (dien bei M die M- uni Lite sie b' ! Lus dem Msschlc W; ätsche 310 ergo! jjnf mar W Pei kni) bei s li der es Senn zar jollen, da Seter auf: Ni, mite HsiM 1918 mc nippen b img. Mai nd bat n Mche A itdem al Aparden kckn an M, die ritschen I !rn 24. No iiblik Gebe neues Radio 6 Röhren (Wechselstrom) gegen Radio Gleichstromgerät Schr.Angeb.unt. 06581 and.G.A. Junger Mann 36 Jahre, blond, gutes Aussehen, wünscht die Bekanntschaft eines netten Mädels von 28-35 Jahr, zwecks Heirat kennenzulernen, Witwe nicht ausgeschlossen. Schöne 3-Zim.- Wohn.vorh.Nur ernstgem. Zuschriften m. Bild unter 06575 an den Gieß. Anz. Am Montag, 14. Dezember Brille verloren. Abzugeb. gegen Belohn, auf dem Fundbüro. Oeses Sonntag, den 13. Dez., 11.30 Uhr mittags, i. Jagdrevier Hangen weiSoelber Drahlhaar- foxterrier (Äxel) abhanden gekom. (ohne Halsung.) Mutmatzl. Richtung zuletzt gesehen Villlngen. Sofort.Rachricht beiAuffinden an FörsterBommers- heim, Villlngen Oberhessen. Gute Belohnung für Ablieferer. | Verkäufe | Neues Kinderbett für 59 - Mk. zu verkaufen, evtl, gegen Gasherd zu tauschen. Schr. Ang. unt. 06574 a. d.G.A. (Brammophon mit Platten 50.- 1 Türschließer 30-, zu verkauf. Am 06566 Riegelvfad 1OO Zu verkaufen: 1 Mandoline mit Tasche RM. 22- I Querflöte RM. 5.—. [pesjo Heyer, Wetzlar- Niedergirmes Kirchstratze 12 p. gajch Schenke Den/rt^an Die Finanzen des Grofeherzogs Ein lustig-romantischer Film mit: Heinz Rühmann Theo Lingen Victor de Kowa • Hilde Weißner Paul Henkels • Fritz Alberti Wochenschau - Kulturfilm Ihre Vermählung geben bekannt Walter Weisel Unterarzt und Bataillonsarzt z. Z. Im Felde Gretchen Weisel geb. 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Dezember 1942,19.30 Uhr, Neue Aula der UniversItB Lichtbildervortrag von Dr. Paul Fickeler M an angen j ihre hat t jetzt a Een, Ä mim ni< sie ha Ifftabt, n Der MittelmeerrauDi in der Weltgeschichte K lung steht, * von Suche für meinen Einfamilien« Haushalt mit d kleinen Kindern nettes, solides Mädel zur gemeinsamen Verrichtung der Hausarbeit aushilfsw. bis 1. April evtl, auch für dauernd. Schnft- liehe Angebote unt. 06559 an den Gießener Anzeiger erbeten. Mietgesuche] Aeltere, allein- stehende Dame sucht 2 Zimmer und Küche. Schr.Angeb.unt. 06565an d.G.A. Vu "bei K“ *?>« bestellt batten, nur in den folgenden Gemeinde« erfolgen: Gießen-Stadt, Alsfeld, Büdingen, Butzbach, Bad-Nauheim, Friedberg, Vilbel, Heuchelheim, ,""ei Laubach, Grünberg, Lich, Lauterbach und Schlitz. C rW Die Ausgabe des Trinkbrannttveins für Urlauber hiefi N die £ f* lbt habe > fönj ! "«lie Sollte infolge unvorhergesehener Verhältnisse eine resllose Belieferung vor Weihnachten nicht überall möglich sein, wird der fehlende Trinkbranntz wein alsbald nach dem Fest zur Ausgabe gelangen. Tie Belieferung von vorübergehend anwesew den Personen, die eine Vorbestellung nicht getätigt haben, u. a. auch von Urlaubern, darf erst :ür die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oven bürgermeister der Stadt Gießen Der Laudrat des Landkreises Gießer* Or.Lotz. Die Belieferung des Einzelhandels mit Trink- branntwein. ist soweit vorgeschritten, daß vom 14. d. M. ab mit der Ausgabe begonnen wird. Da, wo der Trinkbranntwein noch nicht zur Verfügun ist im allgemeinen mit seinem Eintreffen bis il der fo ung d lundb, üurch in Me. So nd materi 4 das es ändert sc ßet hat. »irische m Deutfd Aschen V ßgeren ( rtnmj j We zule döntfbeDi ftlfion 3q &00 Etud finiter in Estland j en 6h Wo. U "lein hau k.rvill ir *'h ^chen ii sc nnt, der V?iu hatte "es von; WsoniDc c Men, ui Ethisch Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gretzev und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Zweite Verteilung von Trinkbranntwein. erfolgt in den vorgenannten Orten nur durch die* jenigen Einzelhändler, die den Ernährungsämtera von der Wirtschaftsgrupve Nahrunys- uno Genuß« mittel in Frankfurt a. M. mitgeterlt werden. Die Namen der zugelassenen Händler werben von d« betreffenden Bürgermeistern auf ortsübliche Weitz bekanntgegeben. [ssotd Giesien, den 15. Dezember 1942. ^>6 enannien stauen nur ouia) oie* t 11. ÜQ ter, die den ErnährunZsämtera |^n, (Qn^ . ------------- -----------------------------zu den Feiertagen zu rechnen. Sollte em Einzelhändler in einer Gemeinde, in der der Trinkbranntwein-Abschnitt mit einer ganzen Flasche zu beliefern ist, vorerst nur den Abschnitt mit einer halben Flasche beliefern können, ist der Abschnitt vorläufig von der Karte nicht abzutrennen, ledoch die Vorderseite des Stammabschnitts der WU1)II Sonderkarte mit dem Firmenstempel des Einzel« "n ein f Händlers zu versehen. Die Abtrennung des Ab- schnitts bat alsdann bei Ausgabe der zwenen halben im S1'*1 Flasche zu erfolgen. Mitglieder des Goethe-Bundes (Kontroll-Abschnitt Nr. 2)^ der Kulturellen Vereinigung, der Volksbildung^ statte gegen Kontroll-Abschnitt Nr. 5 freier Eintritt, Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde gegen Kontroll-Abschn. Nr. 5 und Inhaber von Hörer- karten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von RM, 0.75. Wehrmacht, HJ. und NS.-Frauenschaft bei Sammelbestellung Ermäßigung. Nichtmitglieder RM.1.25, Vorverkauf: Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Gießen,Seltersweg 60, Fernruf 3961 und inderMusikalienhandIungChaüier,NeuenweglO. lssoiv vom 22. 12. 1942 ab erfolgen. Da es unmöglich ist, n;ar°n den hierfür vorgesehenen Bedarf in sämtlichen Ge- ier 9 meinden im Bezirk des LandesernährungsamteS er !chn berettzustellen, wird die Ausgabe des Trinkbrannt- ",n- Äbe» meins für Urlauber und Personen, die nicht vor« 1 ni WWWW ...... \ p iffi’ *1 n"