Bereits ten gemeldet, lst nun 5TALIH6MD «SÄ ££22£k AD gl H - jj-. Li ihren Erfolg streitig zu FcaSPLATl Söllner München ; Parlaments gegen Ende des 13. Jahrhunderts bis ■ zum Jahre 1832, und der zweite von diesem wich- mit weitere Ängrrffskeile in des Traktorenwerkes ein im weiteren Vorstoß mit eben od Theater System de? englischen Parlamentarismus Sicherheit das Ende prophezeit werden. irttaii ü ir NSDAP. [9.30 Uhr im Theater inzert ehester die weitläufigen Anlagen und erreichten auch dort ihren Spitzen die Wolga. Um unseren Truppen tigsten Jahr in der neueren englischen Verfassungs- gcschichte bis in unsere Tage, da der Parlamentarismus in eine Krisis eingetreten ist, deren (steHietttetabei ) für Politik m r. Hans nft Siumldjeta. > R. Lange R. g. liier: Hans Btrf. vor einigen Tagen hat der Bericht des der Wehrmacht in lapidaren Wor- daß in Stalingrad Infanterie- und . den verbissenen Widerstand der m Häuserblocks und Barrikadenstellungen hatten und tief in das nördliche Stadt- rgestoßen seien. Dieser ungeheuren Leistung em weiterer großer Erfolg gefolgt. Die Truppen konnten nun auch das T r a b renwerk D s h e r s h i n s k i j erstürmen, das der wichtigsten wehrwirtschafUichen Unter- ethoven. 1.55 in der traft durch und in der iweg 10. 3105 D Wie das Traktorenwerk Dshershinskij gestürmt wurde. nach erbitterten Strcchenkämpfen das Wolga- uf er und stürmten die' dort liegende Ziegelei. Nördlich davon drangen a. Köln reschlossene 'Kartenyer- b Freude , enhandlung jigP Annabmc von tiiueinen für die Mittaasnummer biS 8'/,Ubr desBormittagS Auzeigen-Preife für die Millimeter-^etle von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für »>amilienan» zeigen und private Gelegen bei tsarnemen 149tvf. t. Werbeanzeigen und geschäftliche Melegenheitsanzemen Plavvor'chrift (vorberige Vereinbarung) 25°/oMebr Lustkampf über Dakar. Vichy, 17. Okt. (Europapreß.) Heber Französisch-Westafrika ist gekämpft worden. Die französische Admiralität meldet: „Während eines Fluges über Französifch-Wesdafrika fand am 11. Oktober 1942 im Laufe eines Gefechts der Schiffskapitän D a i l l i e r e den Heldentod. Schiffskapitän Dail- liere gehörte dem Luftstützpunkt Dakar an." Der Staatssekretär für die Marine, Konteradmiral Auphand, hat einen Tagesbefehl erlassen, in dem es heißt: „Mit tiefer Trauer gebe ich der Marine den Heldentod des Schiffskapitäns Dailliere, des Kommandanten der Marineflugzeuge von Dakar, bekannt, der im Luftkampf am 11. Oktober 1942 gefallen ist." Der Tagesbefehl rühmt di« hervorragenden Führereigenschaften des gefallenen Offiziers und fährt dann fort: „Unter dem Himmel Afrikas für die Verteidigung des französischen -Kolonialreiches und der französischen Einheit gestorben, hinterläßt er jedem von uns ein Beispiel zum Nachdenken und zur Nachfolge." fabrik o t e Barrikade" und die Hütte „R o t e r Oktober" sind nach ihrem Ausbau zu Derteidigungswerken die wichtigsten Bastionen der Festung Stalingrad geworden. Die Ruinen der klotzigen Hochhäuser, Hallen und Hochöfen mit dem Netz der Starkstromleitungen und Transportanlagen überragen die flacheren Trümmerfelder der um sie herumliegenden Wohnviertel. Obwohl die Bolschewisten den deutschen Angriff erwarteten und ihm durch Massenaufgebote an Waffen und Truppen die Kraft zu nehmen versuchten, drang der wuchtige deutsche Stoß in den Raum zwischen dem am weitesten nördlich gelegenen Traktorenwerk und der südlich davon liegenden Maschinenfabrik „Rote Barrikade" ein. Die Bolschewisten entfesselten zur Abwehr das ganze Toben der Materialschlacht, aber unsere Infanteristen und Panzer erreichten Aiel ff ikn*5 <*& « Slitf ’ □ih runin9«t Ä ■‘ÄÄ5 Korse liehst^ rsibtginffi wd2Z» nn** ten. W® leßäi^ ud> g* Oktober ,0bo^ Ausgang noch ungewiß ist. Es ist übrigens sehr wohl richtig, von hier aus von einer Krisis des Parlamentarismus schlechthin zu sprechen. Sollte nämlich die „Mutter der Parlamente" zu- grundegehen, so würden ihre Abkömmlinge in anderen Ländern vermutlich gleichfalls zum Tode verurteilt sein. Das Systenl des englischen Parlamentarismus ist eng verbunden mit dem sozialen Gefüge des Jnselreiches und trägt daher noch heute die Prägung seiner Feudaleinrichtung, als welche sie ursprünglich geschaffen wurde. Ursprünglich, d. h. nach der normannischen Eroberung im 11. Jahrhundert gab es nur die Versammlung der Barone, und selbst diese mußten zeitweilig um ihre Rechte kämpfen, bis sie ihnen in der Magna Charta endgültig gewährt wurden. Genau wie in Deutschland traten aber neben die territorialen Herren im Laufe der Zeit der Dienstadel und die reiche Bürgerschaft der Städte, welche ihrerseits auf eine Vertretung bei Hofe und Mitwirkung bei der Regierung des Landes drängten. Hieraus entstand dann, zunächst gegen den König und später mit seiner Billigung, das erste Parlament, dessen Geburtsjahr je nachdem 1265 oder 1295 ist. Der Charakter dieser Vertretung, deren Oberhaus aus dem erblichen Hochadel und der hohen Geistlichkeit bestand, während ins Unterhaus nicht etwa die Vertreter der commons, d. h. der Gemeinen, sondern nur Repräsentanten der reichen Land- und Stadtherren entsandt wurden, stempelte England zu einer Oligarchie. Diesen Charakter hat das englische Parlament bis ins 19. Jahrhundert hinein behalten. Nur wurde infolge der steigenden Bevölkerungszahl das Mißverhältnis' zwischen Regierenden und Regierten immer größer, und die industrielle Revolution machte eine Reform unvermeidlich. Der erste und entscheidende Schritt wurde 1832 getan, als die mittelalterliche Bindung des Wahlrechtes. an bestimmte Orte oder Gebiete aufgehoben und der Kreis der Wahlberechtigten beträchtlich erweitert wurde. Diese Entwicklung fand im Jahre 1929 ihren Abschluß mit der Aufhebung der letzten Beschränkung besitzmäßiger Art und der Verleihung des Wahlrechtes auch an die Frauen. Seicher hat jeder britische Untertan vom 21. Lebensjahr an das aktive Wahlrecht. War hiermit in formellem Sinn die Demokratie verwirklicht, so hatte sich doch tatsächlich eines seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts nicht verändert. Die Schicht der Regierenden war noch immer d i e gleiche. Im Parlament saßen mit wenigen Ausnahmen immer noch der erbliche Hochadel und die Bischöfe im Ober- und im Unterhaus, Oie Krisis des Parlamentarismus , Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Oie Widerspenstigen. Roosevelt, der den Begriff der „westlichen Hemisphäre" in die Politik eingeführt hat, der sich die Rolle eines Protektors der westlichen Hemisphäre anmaßt und vorgibt, zu ihrer Verteidigung in den Krieg gezogen zu sein, empfindet die Neutralität von zweien der größten, politisch konsolidiertesten und wirtschaftlich wichtigsten Stqaten des jüdameri- konischen Kontinents, Argentinien und Chile, als einen häßlichen Fleck auf dem Bild, das er sich von der „panamerikanischen Solidarität" entworfen hat. Roosevelt hatte es sich schon zu Beginn seiner ersten Amtsperiode zum Ziel gesetzt, die ibero-ameri- konischen Staaten nicht mehr nur wirtschaftlich, sondern nun auch politisch in ein enges Verhältnis zu den USA. zu bringen. In der schweren Wirtschaftskrise, die in den USA. den Jahren der Pro- sperität auf dem Fuße gefolgt war, hatte es sich gezeigt, daß die Stellung von Schuldnern wie die ibero-amerikanischen Länder, die keine Hoffnung auf neuen Kredit haben, sehr viel stärker ist, als man angenommen hatte. Roosevelt war daher entschlossen, die Stelle der Dollardiplomatie mit ihrer rücksichtslosen Ausnutzung der überlegenen finanziellen Stellung Wallstreets durch die Politik des „guten Nachbarn" zu ersetzen. Ihm schwebte die Umwandlung der panamerikanischen Union, einer losen Vereinigung oller omerikanischen Staaten mit regelmäßig wiederkehrenden Konferenzen, in eine Art amerikanischen Völkerbund vor, den er der Genfer Liga entgegensetzen wollte und die Erreichung dieses Zieles war ihm so wichtig, daß er persönlich, wohl als erster Präsident der Vereinigten Staaten, sich nach Buenos Aires begab, um dort auf der Panamerikanischen Konferenz für seine Politik Stimmung zu machen. Roosevelt hat schon damals erkennen müssen, daß es nicht leicht sein werde, die Mauer des Mißtrauens abzutragen, die der Dollarimperialismus mit seiner eigensüchtigen Ausbeu- tungspolittk zwischen den USA. und Jbero-Amerika errichtet hatte. Und auch damals schon waren es Argentinien und Chile gewesen, die einer engen Vereinigung mit den USA., wie sie Roosevelt forderte, wiederstrebten, weil sie einmal von ihrer Ausschließlichkeit fürchten mußten, daß ihre guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa darunter leiden würden, zum andern aber, weil in einem solchen Bunde die machtpolitische Ueberlegenheit der Vereinigten Staaten den übrigen Ländern keine Freiheit des Entschlusses mehr lassen würde. Es hat sich daher auf allen späteren Konferenzen für die nordamerikanischen Staatsmänner darum gehandelt, ihren ganzen Einfluß aufzubieten, um dafür zu sorgen, daß die Auffassung Argentiniens und Chiles bei den anderen ibero-amerikanischen Staaten nicht Schule machen konnte. Es ist ihnen dies im großen unb ganzen gelungen, denn als nach dem Kriegseintritt der USA. diese auf der Konferenz von Rio de Janeiro sich bemühten, eine Solidaritätserklärung sämtlicher ibero-amerikani- scher Staaten durchzusetzen, konnten es Argentinien und Chile nur mit Muhe erreichen, daß die Konferenz keine bindenden Beschlüsse faßte, sondern sich mit allgemein gehaltenen Empfehlungen für die praktische Auswirkung der „panamerikanischen Idee" begnügen mußte. Wie gut der Dollar feine Rolle gespielt und alle Gefühle gesunden Mißtrauens in die Uneigennützigkeit der USA.-Politik, die früher in den ibero-amerikanischen Hauptstädten so stark gewesen waren, übertönt hat, zeigte sich sehr bald, als nach den Empfehlungen der Konferenz von Rio de Janeiro sieben ibero-amerikanische Staaten die Beziehungen zu den Mächten der Achse unh Japan abbrachen, elf, darunter Mexiko und Brasilien, sogar sich als im Kriegszustand mit ihnen erklärten. Argentinien und Chile, in denen das Gefühl, eine Nation zu sein, die Verpflichtung zu einer Politik ausgelöst hat, die sich ausschließlich nach den eigenen Interessen ausrichtet, haben bis heute ihre Neutralität aufrechterhalten und sie sehen keinen Anlaß, ihrer schon im ersten Weltkrieg verfolgten traditionellen Linie untreu zu werden, da sie zu den Mächten der Achse sowohl wie zu Japan stets die besten Beziehungen unterhalten haben und vor dem Kriege in Europa wie in Ost- asien für ihre auf den überseeischen Export angewiesene Wirtschaft einen aufnahmefähigen Markt gefunden haben, den sie sich durch unkluge Entschlüsse nicht für spätere Zeiten versperren wollen. Zudem kann die Erfahrung, die die anderen ibero- amerikanischen Länder während der letzten Monate mit den USA. gemacht haben, wahilich nicht zur Nachahmung reizen. Roosevelt hat seine Rolle als Verteidiger der westlichen Hemisphäre zunächst einmal so aufgefaßt, daß er alle ihm hörigen ibero- amerikanischen Staaten mit nordamerikanischen Militärmissionen überzog, daß er daran ging, an allen wichtigen strategischen Punkten Marine- und Flugstützpunkte einzurichten und auch schon erhebliche Truppenkontingente herüberschaffte. Vor allem scheint Brasilien sich dem nordamerikanischen Protektor restlos auszuliefern. Es wird das Sprungbrett für die Durchdringungspolitik, die der USA.- Jmperialismus unter dem Vorwand der Sicherung von Nachschubwegen für die alliierten Armeen in Afrika betreibt. Daß es seine Kriegsflotte und Luftwaffe, so belanglos beide ihrem militärischen Wert nach sind, dem USA.-Oberbefehl unterstellen muß, liegt ganz in dieser Linie. Und wo bleiben die wirtschaftlichen Konzessionen, die die USA. den ibero-amerikanischen Staaten als Aequivalent für den Verzicht auf eine den eigenen Interessen entsprechende Politik der Neutralität in dem großen weltumspannenden Konflikt einzuräu- men versprochen hatten? Nichts von alledem. Die Tonnagenot der USA. ist dank der Wirksamkeit des deutschen U-Bootkrieges im westlichen Atlantik so groß, daß die ibero-amerikanischen Staaten, die sämtlich über keine eigene nennenswerte Handelsflotte verfügen, auf den riesigen Vorräten an agrarischen Landesprodukten, zu. deren Abnahme die USA. sich verpflichtet hatten, sitzen bleiben, weil die USP. die wenigen zur Verfügung stehenden Schiffe ausschließlich für den Abtransport der für die Rüstungsindustrie der USA. wichttgen Rohstoffe kampfwagen stattgefunden. Die Belegschaft war später durch Zwangsarbeiter und Evakuierte aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten erheblich verstärkt worden. Während in den eigenen Schmieden, Schlosserwerkstätten, Ankerwickeleien, Drehereien und Schweißereien alle Einzelteile für den Bau von Motoren, Achsen, Kugellagern und Karosserien hergestellt wurden, lieferte die benachbarte Maschinenfabrik „Rote Barrikade" die für den Kampfwagenbau erforderlichen Panzerplatten, Geschütze und Munition. In hohen glasgedeckten Hallen wurden hier bolschewistische Panzer aller Größen montiert, auf einem eigenen Versuchsgelände ausprobiert und von der bolschewistischen Wehrmacht übernommen. Wenn Moskauer Berichten zufolge die Arbeiter das Rüstungswerks „Dshershinskij" bis in die jüngste Zeit ihrem Tagewerk nachgingen und so vor der Welt der Eindruck erweckt werden sollte, als wenn die Wirkung der deutschen schweren Waffen nur belanglose Zerstörungen angerichtet hätten, so bot sich den deutschen Stoßtrupps ein anderes Bild. Bomben unserer Sturzkampfflieger hatten riesige Krater in das Werkgelände gerissen, und eingestürzte Mauern, verbogene Eisenträger und zer- spellte Panzerplatten und Gleisketten sowjetischer Tanks sind alles, was von dieser Musterfabrik und seiner Produktion übriggeblieben ist, und die angeblich so friedlich schaffenden bolschewistischen Arbeiter krochen mit verstörten Gesichtern, das rauchende Gewehr noch in der Hand, aus den Schlupfwinkeln unter den zertrümmerten Mauern hervor, als deutsche Flammenwerfer und Handgranaten sie aus« räucherten. Die deutschen Truppen traten in der Nacht zum 15. Oktober zu ihrem Angriff gegen den Nordteil der Stadt an. Die hier nebeneinanderliegenden drei großen Rüstungswerke: das Traktoren- und Pan- zerwagenwerk „D s h e r f h i n s i j", die Maschinen- Wirklichkeit ist nun im letzten Jahrzehnt die Krisis des englischen Parlamentarismus entstanden. Der Grund für die zwar erschütterte, aber immer noch andauernde Herrschaft der relativ dünnen obersten Gesellschaftsschicht liegt darin, daß wählen zwar auch der Aermste kann, während zum Gewähltwerden ein nicht unbeträchtlicher Wohlstand gehört. In Frankreich scheiterte der Parlamentarismus, weil die Beschäftigung mit der Politik ein Geschäft war, bei dem man sich bereichern konnte. In England entstand die Krisis des Parlamentarismus aus der Tatsache, daß die Beschäftigung mit der Politik so kostspielig ist, daß nur ein sehr kleiner Teil der Staatsbürger sich diesen Luxus leisten kann. In der Vergangenheit beschränkte sich daher die Mitwirkung an der Regierung auf die wohlhabenden Grundbesitzer, die Industriellen und großen Handelsherren, während in den letzten bekden Jahrzehnten noch die Gewerkschaftsvertreter hinzugekommen sind, die die Kosten der Politik nicht aus der eigenen Tasche bestreiten, sondern aus der Kasse der Arbeitgeberverbände. Ein Arbeitervertreter, der den Gewerkschaftsführern nicht paßt, hat so gut wie keine Aussicht, ins Unterhaus gewählt zu werden. Die Einzelheiten dieses Systems werden noch später in anderem Zusammenhang erörtert werden. Hier genügt es zu sagen, daß die Ausgaben eines Unterhausmitgliedes in jedem Jahre das Vielfache feiner recht bescheidenen Diäten betragen. Wenn schon der Beruf des Parlamentariers eine kostspielige Angelegenheit ist, so gilt das in noch größerem Maße von den Kabinettsmitgliedern. Diese werden in England so schlecht bezahlt — den Ausländer führt das scheinbar hohe Gehalt von jährlich 5000 Pfund meistens irre — daß wirklich viel Idealismus oder großer Ehrgeiz oder mindestens ein ziemlich unerschöpfliches Privatvermögen erforderlich ist, um Jahre oder Jahrzehnte hindurch als Minister der britischen Krone tätig zu sein. Trotzdem konnte dieses System funktionieren, solange feine wichtigste Grundlage: der Reichtüm der oberen Schicht und die grundsätzliche Anerkennung sozialer Wertunterschiede durch die unteren Schichten erhalten blieb. Beide scheinen durch den gegenwärtigen Krieg zerstört oder aufgehoben zu werden und damit kann auch dem überlieferten Das englische System. I. Stockholm, Oktober 1942. Das englische Parlament nennt sich voller Stolz die Mutter der Parlamente. Tatsächlich ist es im Abendland die älteste gewählte Volksvertretung innerhalb des nationalstaatlichen Regimes. Trotz seiner heute bald 700jährigen Geschichte und trotz des mannigfachen Wandels seiner Zusammensetzung und seiner Macht im Laufe der Jahrhunderte läßt sich zum Zwecke der Betrachtung der besonderen Eigenheiten des englischen Parlaments feine Geschichte in nur zwei Abschnitte einteilen. Der erste reicht von der Einberufung des ersten I deren Söhne sowie die großen Herren aus Stadt und Land. Aus diesem Gegensatz zwischen Schein und nehmungen Stalingrads gewesen ist und bis zuletzt noch Panzer für die Sowjets hergestellt hat. Die Bolschewisten wußten die Bedeutung dieses Werkes wohl zu schätzen und haben mit Angebot ungeheurer Kräfte immer wieder den Versuch gemacht, das Werk nicht in deutsche Hande fallen Ali lasten. Wenn es jetzt den deutschen Truppen, doch gelungen ist, so weit in den nördlichen «Leu Stalingrads vorzustoßen, daß die Bolschewisten das Traktorenwerk Dshershinskij, auf dessen Besitz sie so großen Wert legten, nicht mehr zu halten vermochten, so zeugt das von der Kampfkraft und Tapferkeit der deutschen Wehrmacht, die auch dem stärksten feindlichen Ansturm Widerstand hielt und mit schneidigem Elan den Gegner selbst angriss. Den unvergänglichen Leistungen, die unsere^taps - ren Soldaten bisher bereits in dem harten Kampfe um Stalingrad vollbracht hoben, haben sie damit ein neues Ruhmesblatt zugefügt. Das van der deutschen Infanterie im Verein mit Panzerverbänden erstürmte Traktoren- und Panz 1 lampfmagenroert „Dshershinskij liegt a m a u b e rsten Nordrand von Stalingrad. Aus mehreren Quadratkilometern Grundfläche war hier ein fog. bolschewistische- Musterwerk ?uf9eb"ut- bas mit modernsten technischen Anlagen, -mem.°,g°- «en V-rladebahnhof. eigener Wasser- und Elektrizi iätsversorgung versehen war und an dririer Stelle Der sowjetischen Traktorenwerke s wurden im Frieden von mehr als 20 000Arbeitern 27 x>.S) der gesamten bolschewistischen ! r a k t o r e n p r ° d u k t i ° n h-rvorgebracht. Schon lange vor dem Kriege hatte i-doch -ni Zuge der gewaltsamen Ausrüstung -m- weitgehende U m Heilung auf den Bau von Panzer machen, zogen die Bolschewisten a m O st u f e r der Wolga ihre Reserven zum Gegen st oß zusammen. Bei dem Versuch, den Strom zu überqueren, wurden diese Kolonnen vom Feuer der deutschen Geschütze zusammengeschlagen. Nochmals versuchten die Bolschewisten, den Verteidigern des Traktorenwerkes Hilfe zu bringen. Aber Sturzkampfflugzeuge legten einen undurchdringlichen Ring um das Werk. Unsere Schlachtgeschwader erstickten, wenige Meter über den Hügeln der Nord-Stadt fliegend, jeden Entlastungsvorstoß im Keime. Noch am Vormittag wurde der Widerstand im Traktorenwerk gebrochen, wo sich die Bolschewisten in den Trümmern mehrgeschossiger Häuser und Hallen, in unterirdischen Werkanlagen sowie zwischen zerschlagenen Eisenkonstruktionen verzweifelt zur Wehr setzten. Gegen Mittag bauten die deutschen Truppen ihren Erfolg durch Erstürmung der westlich davon liegenden Häuserblocks weiter aus, so daß am Abend des 15. Oktober diese wichtige Nordbastion aus der Festung Stalingrad herausgebrochen worden war. ^kfurt I $ener Luft, ! sowohl audi ! ichaften dr; ? den 3nter= der sich in 1 gegen ttn.| * mächtig an.ih e °m letzten' enden Ms-li hat ben i • Etappe ib ' das Tempo h $ ein Sieg jgebud' 19.50 W 8 der lännfi' Bahnhof larln^d Wbwl1 ".enLer UI Mhrlchn . UH letzt He. J" ^Perls. .! i Htumers durch Pt, > \ entmen. l: ^2?r?Bö"2 nQru;e2?5 W Samstag,fr./§onntag,18.Gttoberf942 ss Gietzener Anzeiger ifrnnff General-Anzeiger für Oberhessen ^«l-tzt^;chiilllratzir-. wie Erze und Gummi einsetzen, aber um darin jede Stockung zu vermindern, rücksichtslos genug sind, sogar die für die ibero-amerikanischen Staaten bestimmten Frachten an industriellen Fertigwaren, Maschinen und ähnliches, in den nordamerikanischen Versandhäfen zu hohen Stapeln liegen zu lassen und auch auf den südamerikanischen Routen ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse des interkontinentalen Handels nur die Häfen anzulaufen, in denen für die Kriegführung der USA. wichtige Güter verladebereit liegen. So sieht die panamerikanische Solidarität nach Tisch aus, eine eindringliche Warnung für jedes in seinen Entschlüssen noch freie Land, in die Fußtapfen der Nachbarn zu treten, die in der Gefolgschaft Roosevelts sd überraschend schnell die Schattenseiten eines Krieges kennen lernen, der ihre ureigensten nationalen Interessen in keiner Weise berührt hätte, wenn sie nicht so voreilig dem vom klingenden Dollar begleiteten Sirenengesang Roosevelts gefolgt wären. Für Roosevelt ist die Neutralität so wichtiger Staaten wie Argentinien und Chile nicht bloß ein Schönheitsfehler der panamerikanischen Solidarität, wie er sie auffaßt. Deshalb folgt der erfolglos ye- bliebenen Ueberredung nun die Politik der Einschüchterung, um die Widerspenstigen doch noch an das Leitseil des nordamerikanischen Imperialismus zu nehmen. Diese neue Phase hat nun Unterstaatssekretär Sumner Welles, der die USA. schon in Rio vertreten hat, mit einer Rede eröffnet, in der er den beiden neutral gebliebenen südamerikanischen Republiken Verrat an der panamerikanischen Idee vorwarf und sie bezichtigte, auf ihrem Staatsgebiet „umstürzlerische Agenten" zu dulden, die von dort ihre feindselige Tätigkeit in den Nachbarländern betrieben. Diesen völlig unbewiesenen und unbeweisbaren Behauptungen fügte er die Drohung hinzu, er könne nicht glauben, daß die beiden Republiken noch weiter dulden würden, daß „ihre Brüder und Nachbarn von den Achsensendlingen den Dolchstoß in den Rücken erhalten". Es ist selbstverständlich, daß diese anmaßende Belehrung in Argentinien und Chile als Affront empfunden worden ist. Die erste Wirkung war, daß der chilenische Staatspräsident Rios, der wie eine Anzahl anderer ibero- amerikanischer Staatsoberhäupter sich auf Einladung Roosevelts nach Washington begeben wollte, diese Reise abgesagt hat und statt dessen in Washington Aufklärung über den Vorstoß von Sumner Welles verlangt hat. Aber daß dieser durchaus im Einvernehmen mit Staatssekretär Hüll und dem Präsidenten gesprochen hat und seine Rede nur die.Einleitung einer Politik der Einschüchterung und Vergewaltigung gegenüber den beiden ibero-amerikanischen Republiken sein sollte, hat inzwischen die nordamerikanische Presse ganz offen erkennen lassen. So schrieb die „New York Times": „Aus vielerlei Gründen glaubt man in Washington, daß es höchste Zeit ist, die Haltung der letzten zwei Neutralen in der westlichen Hemisphäre unter die Lupe zu nehmen". Argentinien und Chile müssen also damit rechnen, daß die USA. den Reden auch die Taten folgen lassen, um sie von ihrer neutralen Linie abzudrängen. Argentinien, das mit 2,8 Millionen Quadratkilometer zwar sechsmal größer ist als das Altreich, aber mit nur 13,12 Millionen Einwohnern (4,7 auf den Quadratkilometer) kaum mehr Bevölkerung zahlt als Bayern und Sachsen zusammenge- nommen, ist ein Land des Großgrundbesitzes und der weiträumigen Viehzucht, wenn auch die städtische Bevölkerung zahlenmäßig überwiegt. Die argentinische Pampa ist eine der größten Fleisch- und Kornkammern der Erde. Ader das Land ist arm an Bodenschätzen, und wo solche vorhanden sind wie in den Kordilleren, da stehen die schlechten Transportverhältnisse, obwohl Argentinien über das ausgedehnteste Schienennetz des Erdteils verfügt, einem rationellen Abbau entgegen. So beschränkt sich die JiHustrie im wesentlichen auf die Verarbeitung der agrarischen Erzeugnisse namentlich in den berühmten Gefrierfleisch-, .Fleischextrakt- und Trockenfleischfabriken, in Getteidemüh- len, riesigen Brauereien, Gerbereien und Textilfabriken. Trotzdem ist Argentinien mit einer Ein- fuhr von 1,338 Milliarden Pesos und einer Ausfuhr von 1,573 Milliarden Pesos im Jahre 1939 der erste' Handelsstaat Südamerikas gewesen, und Buenos Aires ist mit 2,4 Millionen Einwohnern nicht nur die größte Stadt, sondern auch die bedeutendste Handelsmetropole des Erdteils. Aber der Krieg hat den Außenhandel Argentiniens so zusam- mensthrumpfen lassen, daß bereits das Jahr 1940 eine passive Handelsbilanz von 70 Millionen Pesos brachte und die Häfen, in denen 1933 noch 60 000 Säst sie mit 40 Millionen Tonnen angelaufen waren, obwohl die eigene Handelsflotte nur etwa 3000 Schiffe mit 520 000 Tonnen zählt, sind heute verödet, da die früheren Absatzmärkte und Lieser- zentren zum größten Teil gesperrt sind und Argentinien nicht über hinreichend Schiffe verfügt, um einen interkontinentalen Warenaustausch mit den Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Auf der Terrasse des Hotels Pullman waren alle Tische besetzt. Ein Vergnügungsdampser aus USA. hatte am Morgen eine ganze Schiffsladung von Touristen über Verakruz ausgeschüttet. Der Erste Offizier hatte das Hotel Pullman besonders warm empfohlen. (Später allerdings, nach dem Lunch, amüsiere man sich, wenigstens wenn man allein sei und nicht ewig allein zu bleiben wünsche, im El Faro bei Madame Perano oder in den anderen zcchllosen Lokalen entschieden besser.) Man hatte sein bedeutungsvolles Augenzwinkern verstanden. Auf den Tischen standen kleine Lampen, rote Blütenkelche, deren Licht diskret genug war, um die Moskitos ungesehen in der Suppe ertrinken zu lassen. Sie war nordamerikanischen Gaumen ohnehin zu stark gewürzt. Aber auf den Löffeln waren die Worte „Pullman, Verakruz" eingraviert. Und wer wollte es zu bezweifeln wagen, wenn man später in Pittsburg oder Philadelphia solch einen Löffel aus der Andenkenvitrine hervorholte, daß man in Verakruz — wissen Sie, da unten in Mexiko, blödsinnig heiß — Suppe gegessen hatte? Auf einer Hotelterrasse, die ganz von blühenden Oleandern, rot und weiß, eingerahmt war, und mit einem wundervollen Blick über den Palmenkorso auf den Hafen hinunter. Ein leiser Lufthauch wehte vom Ozean her, nicht etwa kühl, aber doch ein wenig erfrischend. Gerade soviel Wind, um die Palmenfächer ganz sanft zu bewegen. Heber dem Korso blitzten helle Bogenlampen, eine strahlende Schnur, die sich wie ein funkelnder Schmuck an der Küste entlangzog. Ein zauberhafter Anblick vom Wasser aus. Und dazu die zuckenden Lichtreklamen der Hotels und Ler- gnügungslokale. Natürlich nicht mit dem Lichtwunder Neuyorks zu vergleichen, aber eben doch entzückend in Verbindung mit dem märchenhaften Strand, mit dem Duft der Tropen, mit dem rot aufsteigenden Mond. Und auf dem Korso der wogende Zug der Flaneure, das Vorübergleiten der eleganten Limousinen und blumengeschmückten Pferdegespanne. Merkwürdige Gentlemen, verdammt farbig, aber herrliche Frauep. Antonio drückte sich gewandt wie eine Eidechse an den Vorgärten der Lokale entlang durch den Bummlerstrom. Sein Ziel war die Terrasse des Pullman, wo Forester ihn erwarten wollte. Er hatte es viel zu eilig, um zu bemerken, daß ihm ein anderer Bursche, Bartholomeo nämlich, in kurzer Entfernung heimlich folgte. Vor wenigen Minuten hatte Antonio ihm als letztem der zehn Kundschafter für seine Bemühungen die zweite Hälfte des Geldscheines mit der entsprechenden Nummer in die Hand gedrückt. Karen und Forester hatten einen Tisch am Rand der Terrasse. Ein grün beranktes Gitterwerk zwischen den blühenden Oleanderkugeln trennte die Hotelgäste von der Straße. Die Balustrade war hoch genug, um ihnen den Blick über die Promenade zu gewähren, während es den Bummlern unmöglich war, den Gästen des Hotels in die Teller zu gucken. Antonio entdeckte Forester sofort, er streckte den Kopf über das Terrassengeländer und machte sich, da Forester mit der blonden Senorita in ein eifriges Gespräch vertieft war, durch ein diskretes Hüsteln bemerkbar. „Antonio — endlich! Nun, bringst du gute Nachricht?" Antonio sah, daß auch die blonde Dame mit höchster Spannung auf seine Antwort wartete. Er hätte etwas darum gegeben, den beiden mit einem günstigen Bescheid antworten zu können. „Sie sind Ihr schönes Geld leider umsonst losgeworden, Senor", sagte er bedauernd. „Entweder war die Frist von zwei Stunden für die Suche zu RM. Med< sind erhol sine Ihre Bitte und ei IAEDC Ar z n Fuller ZWE $Pan dashal w»sser unter < „Was meinen Sie, „wollen wir Antonio weiter nachzuspüren?" „Ich mach's umsonst, mit einer Kavaliersgeste «Danke, Antonio, aber du sollst nicht unbelohnt bleiben, wenn du uns etwas Wichtiges melden kannst." Antonio grinste: Kavalier hin, Kavalier her, vom Rittertum allein lebte man nicht, und ein Ehrensold war eine angenehme Aussicht. „Aber wo finde ich Sie?" „Du findest mich in den nächsten Tagen hier im Hotel, Antonio", sagte Karen kurzentschlossen. „Und MED tharmaze Gesellschc ,„2a, Frank, und versuchen Sie bitte nicht, es mir auszureden. Suchen Sie, wenn Sie nach Buena Esperanza kommen, bitte sofort meinen Vater auf und erzählen Sie ihm alles, damit er sich meinetwegen nicht beunruhigt." „Läuten Sie ihren Vater an, Karen, und spre- chen Sie selber mit ihm. Glauben Sie etwa, daß ich Sie im Stich lasse? Selbstverständlich bleibe ich bei Ihnen, obwohl ich Ihnen offen gestehen muß, daß mein Witz zu Ende ist." Karen legte über den Tisch hinweg ihre Finger auf seine Hand. „Sie sind wirklich ein guter Freund, Frank ..." „Nicht doch ... nicht doch ..." murmelte er verwirrt und spürte sekundenlang beglückt die Wärm» und das zarte Gewicht chrer Hand. „Wenn ich nur einen gescheiten Einfall hätte!" „Sie haben ihn bereits gehabt, Frank ..." Er blickte überrascht auf: „Ich verstehe Sie nicht — oder. Sie meinen doch nicht etwa im Emst die absurde Geschichte, Gonzales vor Brackmann zU warnen?" (Fortsetzung folgt.) Senver$ Wo K Karen", fragte Forester, beauftragen, Brackmann Senorita", warf Antonio ein, „für Sie ...!" p- rL eine | Diese । |‘ OB IL mit rWell*! L w? S. Oberks ft finit di LjjoM w ® Ui* k humane te» Ult bl Km 8 h®et? ttirschi Lnjenen» I» di- ln Fr- fi zubt' Mich- 5 zjlgendein Ltianb io [ oon De he Nücl entgelten Die Mißhandlungen deutscher Kriegsgefangener Das OKW. gibt die eidlichen Aussagen gefesselter Gefangener bekannt. Berlin, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Zu der Fülle der Erklärungen, die in den letzten Tagen durch den britischen Premierminister oder durch die britische Regierung abgegeben wurden, gibt das Oberkommando der Wehrmacht eine Veröffentlichung heraus, in der es u. a. heißt: Bei dem Landungsveusuch der Engländer am 19. 8. 1942 bei Dieppe ist der deutschen Wehrmacht auch der englische Operationsbefehl für dieses sogenannte „Unternehmen Jubilees" in die Hände gefallen. Im Anhang L, Abschnitt 4, Ziffer b2 heißt es: „Wo immer es möglich ist, werden den Gefangenen die Hände gebunden, damit sie ihre Papiere nicht vemichten können." Das Oberkommando der Wehrmacht hat inzwischen über die vielen Fesselungen, die bei Dieppe vorgekommen sind, nicht nur erschütternde Photographien des noch gefesselt tot aufgefundenen Schneiders Starke der Organisation Todt erhalten, sondem auch zahlreiche ordnungsmäßig vor einem Kriegsgericht gemachte eidliche Aussagen von Soldaten und Arbeitssoldaten der Organisation Todt, die zwischen zehn Minnen und anderthalb Stunden gefesselt waren. Nur einige dieser Aussagen seien im folgenden wiedergegeben, sie zeigen zugleich, in welcher unglaublich rohen Art die Fesselungen durchgeführt waren. In der Aussage des Obergefreiten Albert Dörr heißt es: „Auf der Wiese, auf die auch wir geführt wurden, lagen mehrere OT.-Männer. Ihnen waren die Hände auf dem Rücken zusammengebunden. Vor mir lag ein OT.-Mann. Diesem waren die beiden Daumen aneinander gebunden. Von den gefesselten Händen führte ein Strick nach dem Hals in der Weise, daß dieser Strick vorn um den Hals gelegt war, nach hinten über den Rücken lief und dort an die Hände gebunden war. Die Folge dieser Fesselung war, daß beim Ermüden der Hände und Arme die um den Hals führende Schnur nach unten gezogen und daß dadurch dem Gefesselten die Lust abgesperrt wurde ..." Der Arbeitssoldat der Organisation Todt, Josef B ö l l i n g e r, hat eidlich erklärt: Am 19. August, gegen abend, sagte mir unser Frontführer Reinhardt, wir sollten den Schneider Starke, der oben am Wege lag, holen. Wir fanden Starke tot am Wege liegen. Ihm waren die Hände nach vorn gefesselt. Die Fäuste waren zusammengekrampft. Er hatte am Leibe eine ziemliche Wunde. Ob es eine Schußwunde oder eine Stichwunde war, kann ich nicht sagen. Auf der anderen Seite des Bauches hatte er gleichfalls eine Wunde. Ferner hatte er am unteren Kinn eine Verletzung. Es sah so aus wie eine Stichwunde, ich kann es aber nicht behaupten, ob es eine war." übrigen ibero-amerikanischen Ländern in die Wege zu leiten. Argentinien war vor dem Kriege Domäne des britischen Kapitals. Heute drängt der USA.- Dollar auch hier das englische Pfpnd hinaus, denn England muß zur Bezahlung feiner Rüstungs- fäufe in den USA. immer mehr dazu übergehen, auch seine wertvollen Kapitalanlagen in Südamerika dem rücksichtslos eintreibenden Juniorpartner des so ganz wider Erwarten verlaufenden Kriegsgeschäfts zu überlassen. Die Innenpolitik Argentiniens ist seit der Entstehung des Staates aus einem spanischen Vizekönigreich 1816 durch den Kampf zwischen Unita- riern und Föderalisten bestimmt worden. Mtt dem föderalistischen Gauchohäuptling Rosas, der sich 1830 zum Diktator auswarf, wandte sich die Provinz gegen die kosmopolitischen Strömungen der Hauptstadt. Damals bildete sich im Kampf gegen die Blockade der Seemächte Frankreich und England ein argentinisches Nationalbewußtsein heraus, das seitdem sich immer wieder gegen die fremden Einflüssen zugängliche Radikale Partei durchgesetzt hat. So hat der Präsident Jrigoyen im ersten Weltkrieg im wohlverstandenen Interesse Argentiniens dem Druck Washingtons und Londons widerstanden, die in den „Antipersonalistas" des Dr. de Al v ear ihre Freute im Lande hatten. Dieselben Elemente zeigen sich auch jetzt wieder in dem berüchtigten Daborda-Ausschuß des argentinischen Parlaments den Wünschen der USA. gefügig, die mit Schwarzen Listen ihres Agenten Atockefeller argentinische Wirtschaftskreise einzuschüchtern suchen. Aber die jüngsten Parlamentswcchlen im Frühjahr haben der „Concordancia", den RegierungSpar- teien, einen Sieg gebracht. Sie unterstützen die Neutralitätspolitik des Präsidenten Castillo und seines Außenministers G u i n a z u, denen es bisher gelungen ist, gegen alle Machenschaften der Roosevelt-Agenten und der von ihnen ausgehaltenen Po- Wenn die englische Regierung bisher die nötigen Belege für die deutschen Behauptungen über die Fesselung bei Dieppe vermißt zu haben glaubt, so müssen die hier veröffentlichten gerichtlichen Vernehmungen an sich wohl genügen. Die Reichsregierung stellt aber gleichwohl frei, die vorliegenden Aussagen auf dem Wege über die Schutzmacht durch erneute Vernehmungen der Betreffenden nachprüfen zu lassen. Die neuen Erfahrungen bei dem englischen Ueberf all a u f d i e Insel Sercq am 4.10. haben bewiesen, daß die Versicherung der Zurücknahme der erst angezweifelten Fesselung entweder wieder eine Unwahrheit darstellt oder aus Jndiszi- plin der englischen Truppen nicht befolgt wurde. Denn auch bei diesem Unternehmen haben die Engländer wiederum alle fünf deutschen Gefangenen gefesselt, wie die vor einem Kriegsgerichtsrat gemachten eidlichen Aussagen der beiden lebend davongekommenen Pioniergefreiten Klotz und Just einwandfrei ergehen. Jeder der fünf Pioniere wurde nachts von zwei Engländern überfallen und zum Mitgehen gezwungen, ohne sich vorher noch ankleiden zu dürfen. Sowohl dieser verbrecherische Vorfall wie die nachttäglichen Ermittlungen nach dem Landungsversuch bei Dieppe haben somit einwandfrei gezeigt, daß das brittsche Kriegsministerium zwei falsche Erklärungen abgegeben hat. Infolgedessen sah dos Oberkommando der Wehrmacht sich gezwungen, anzukündigen, daß vom 8. Oktober, 12 Uhr mittags an, sämttiche bei Dieppe gefangenen britischen Offiziere und Soldaten in Fesseln gelegt und in Zukunft sämtliche Terror- und Sabotagettupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten, sondem wie Banditen benehmen, von den deutschen Tmppen auch als solche behandelt und, wo sie auch auftteten, rücksichtslos, im Kampf niedergemacht werden. Da das britische Kriegsministerium befriedigende Erklämngen hierauf abzugeben nicht gewillt war, sind am 8.10. von den seinerzeit bei Dieppe eingebrachten englischen Gefangenen 107 Offiziere und 1269 Mannschaften in Fesseln gelegt worden. Die deutsche Erklärung schlldert dann die als Entschuldigung von den Briten vorgebrachten „Gründe" für die Fesselung der fünf deutschen Soldaten im Falle Sercq, die angeblich an (gar nicht vorhandenen) deutschen Kasernen vorbeigeführt werden mußten, und fährt dann fort: So erlogen diese mühsam erfundenen „Gründe" sind, so abwegig ist es auch, wenn die britiscke Regierung sich darauf bemht, daß nach Artikel 2 des Genfer Kriegsgefangenenabkommens Repressalien gegen Kriegsgefangene verboten Da die führenden Kupfergesellschasten Chiles Toch. temnternehmungen großer nordamerikanifcher Me- tallkonzeme find, waren die' USA. immer einer der bedeutendsten Absatzmärkte für Chlle-Kupser, vor allem auch well es billiger war als das nordameri» kanische Kupfer. Im Zeichen der Kriegskonjunktur ist Chiles Kupferausfuhr im Rahmen des Gesamt« exportes auf 60,4 v. H. im Jahre 1941 gestiegen. Aber man wird sich in Chile darüber klar fein, daß dieser Kupfer-Boom ein schnelles End» finden wird, wenn mit Kriegsschluß die USA.- Industrie um der Rentabllität der eigenen Kupfer« gruben willen die chilenische Konkurrenz beschneiden wird. , i Politisch gehört Chile dank der großen Homogenität seiner Bevölkerung und feiner unitarifdjen Ver- fassung zu den bestgeordneten Staatswesen Südamerikas. Die innerpolttischen Gegensätze zwischen Konservativen und Liberalen treten in der Außenpolitik weitgehend zurück. Die Neuttalitätspolitik des Präsidenten Rios und seines Außenministers Barros Jarpa, die schon im ersten Weltkrieg ihr Vorbild gehabt hat, findet auch die volle Untere stützung ihrer innerpolitischen Gegner. Nur dit Kommunisten, die im Parlament aber nur über wenige Sitze verfügen, demonstrieren für Unterstützung Moskaus und Washingtons. So verschieden die wirtschaftlichen Interessen Argentiniens und Chiles der Natur ihrer Länder entsprechend gelagert sind, so eng verbunden fühlen sich die beiden benachbarten Republiken als die kulturell führenden des Kontinents, die der Pflege chrer Beziehungen zum spanischen Mutterland immer besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben und aus ihrer rassischen Eigenart den Willen ableiten, ihre Unabhängigkeit zu behaupten auch gegen die mit allen agitatorischen und wirtschaftlichen Druckmitteln betriebene Pressionspolitik Roosevelts und seiner plutokrattschen Hintermänner. Dr. Fr. W. Lange. kurz, ober dieser verdammte Senor Brackmann hat sich woanders als im Hafen einquartiert." Antonio sah, daß Forester die Lippen zusammenpreßte, und daß die blonde Senorita für einen Auaenblick die Augen schloß, als wäre die Enttäuschung füx sie völlig unerträglich und niederschmetternd. Er ahnte sofort, daß mehr noch als Forester der blonden Dame daran gelegen war, Brackmann aufzuspüren, und daß seine ursprüngliche Meinung, Forester wünsche dem Gesuchten eine Kugel irgendwo hineinzujagen, ein Irrtum, war. Seine Phantasie gaukelte ihm sogleich ein Drama vor. Hoho, von der Sorte hatte er im Kino gerade genug gesehen. So und nicht anders war es. Eine blonde Senorita, die von einem selbstlosen^ ebeln Freund begleitet, mit dem Kind der Schande auf dem Arm finstere Hafenspelunken absuchte, um den gewissenlosen Verführer zu seiner Pflicht zurückzurufen, ober ihn mit dem Dolch im Strumpf zu erstechen. „Tut mir mächtig leid, Senorita, baß wir den Schurken nicht gefunben haben", murmelte er ergriffen, „aber verlassen Sie sich barauf, ich finbe ihn, und wenn ich brei Tage nach ihm suchen müßte!" Trotz ber ritterlichen Aufwallung schob er bas Fünfpesostück, das Forester ihm zuwarf, strahlend in die Tasche. Die b stockho MtzM |ie warn tn konser in engli! n genieß schreibt ! 8 Dielleid ilsioe Kri jerung ei lgMru^ EntMlkI ften Rohl jajM öe: n fei Zw i nicht t tschen n ie. !uch die, |en auf e tt glaubt irpräfiber ibepunöt Her Slug „Times" l Es hi i annehi eien. Wer auch nur eine Spur anständigen soldati- chen Empfindens hat, muß zugeben, daß die Be- janblung der deutschen Gefangenen bei Dieppe und auf Sercq aller Menschlichkeit und soldatischen Ehrauffassung Hohn spricht und die einfachsten Soldatenrechte gröblich verletzt. Es sind also die Engländer, die sich schwere Verstöße gegen das Genfer Kriegsgefangenenabkommen haben zuschulden kommen lassen. Das Verhalten reiht sich „würdig" an zahllose grobe Verstöße der Briten gegen die einfachsten und natürlichsten Gebote menschlicher Achtung und Hegen Grundregeln des Kriegsvölkerrechts. Einige ber fchwerstwiegenden Fälle sollen, um das Bild von den Methoden englischer Kriegführung zu vervollständigen, nunmehr der Oeffentlichkeit unterbreitet werden. Eine Beute-Aktenstück über „Sprengstoffe, Zerstörungen, technische Anweisungen, Fallen und Minen" enthält eine Dienstanweisung für Pioniere, in ber sich auf Seite 28 folgende Anmerkung befindet: „Das Mitnehmen oon einem ober zwei Kriegsgefangenen bei den Such- tr up p ff ist ein erheblicher Aktivposten und kann 1 zum Auffinden von versteckten Sprengladungen , wertvolle Dienste leisten." Diese Anordnung für das Vorschicken von Gefangenen zum Minenräumen ist ein eindeutiger dokumentarischer Beweis eines besonders schweren Verstoßes gegen das Kviegsge- sangenenrecht. In einer Unzahl von Fällen ist auf Solbaten in Seenot geschossen worden, insbesondere im Schiffsverkehr nach Kreta, was nicht Einzelverfehlung untergeordneter Dienststellen fein kann, sondern ebenfalls auf Befehl höherer britischer Kommandobehörden erfolgt fein muß. Den ungeheuerlichsten Fall dieser Art stellt die Versenkung des Motorseglers „Osia Paraskevi" am 12. Mai 1941 auf der Fahrt von der Insel gern- nos nach Cavalla dar. Hierüber liegen die seinerzeit bekanntgegebenen eidlichen Aussagen ber über* lebenben griechischen Besatzung vor. Auch im Erd- kampf auf Kreta haben die Briten schon baburch schwerste Schuld auf sich geladen, daß sie lange vor Beginn des deutschen Angriffs den bann geradezu ungeheuerlich in Erscheinung getretenen zügellosem Bandenkrieg durch Aufhetzung und wohldur'chdacht» Organisierung der Zivilbevölkerung und vor allem durch reichliche Verteilung von Waffen verschiedenster Art vorbereitet haben. Schließlich verdient noch das folgende Beispiel für die verbrecherischen englischen Kampfmethoden an die Oeffenttichkeit gebracht zu werben: Ende Dezember 1941 war in ber weiten Umgebung vom Kopenhagen ein in London Ausgebildeter abgefprungen, jedoch tödlich verunglückt, da der Fallschirm sich nicht ordnungsmäßig entfaltet hatte. . litifer das Land aus dem Kriege herauszuhalten. Daß diese Politik strikter Neutralttät dem Wunsch ber überwältigenden Mehrheit des argentinischen Volkes entspricht, haben die großen Kundgebungen gezeigt, die dem Präsidenten Castillo am Nationalfeiertag und eben jetzt wieder am 450. Jahrestag ber Entdeckung Amerikas dargebracht worden sind. Chile, der südliche Teil des altberühmten Inka- reiches, ist die einzige der großen ibero-amerikanischen Republiken, die ihr Gesicht ganz dem Pazifischen Ozean zugekehrt hat, weshalb die durch den Kriegseintritt der USA. und Japans erfolgte Einbeziehung auch dieses Weltmeeres in den Krieg für Chile besonders folgenschwer war. Da sich feine Küste über etwa 4000 km hin erstreckt, was etwa der Entfernung von Lissabon nach Moskau ober vom Norbkap bis nach Athen entspricht, so forbert gerabe ber pazifische Charakter bes Krieges im wohlverstandenen Interesse des Landes gebieterisch die Neutralität Chiles, das bei der immer wieder erwiesenen militärischen und maritimen Unfähigkeit ber USA., ihre eigenen Außenbesitzungen zu schützen, keinen Anläß sehen konnte, die ausgezeichneten Beziehungen zu ben Achsenmächten unb Japan gegen bie von Roosevelt ausgebotene „panamerikanische Solibarität" einzutauschen, bie sich im Emstfall als höchst fragwürdig erweisen müßte. Chile, das mit 4,7 Millionen Einwohnern auf 740 000 qkm kaum dichter bevölkert ist als Argentinien, da das ganze Staatsgebiet trotz feiner Meernähe von den bis über 6000 m aufsteigenden Anden durchzogen ist, erhält feinen wirtschaftlichen Charakter durch den Erz- unb Mineralreichtum ber nördlichen Provinzen. Seine Salpeterindustrie und Jodgewinnung nimmt noch immer den ersten Rang in der Welterzeugung ein, und in der Kupferproduktion steht es nach den USA. an zweiter Stelle. Das macht Chile natürlich für bie Kriegsinbuftrie der USA. zu einem begehrenswerten Lieferanten. wenn ich zufällig gerade unterwegs fein sollte, wartest du, bis id) zurückkomme." „Jawohl, Senorita." Antonio merkte, haft seins weitere Anwesenheit nicht erwünscht war und tauchte zwischen ben vorüderschlenbernben Bummlern unter. Wie von ungefähr näherte sich im gleichen Augenblick Bartholomeo der Terrasse. Ohne von Karen ober Forester entbeckt zu werden, die ihn wohl auch, selbst wenn sie ihn bemerkt haben würben, schwerlich für einen Spion gehalten hätten, brückte er sich an das Gitterwerk, als fände er gerabe diesen Platz für eine Beobachtung bes Abendkorsos besonders geeignet. Seine beweglichen' Ohrmuscheln lauschten aufmerksam dem Gespräch hinter der grünen Wand, von dem er genug Bruchstücke vernahm, um sie sich sinngemäß zusammenzureimen. ,^ie wollen wirklich in Verakruz bleibeiL Karen?" iNirRM] kn Sie bt t Diese Vf LL - °n sie ein " * angeh SR“1 Nh. Di } ersten! ■ Nhaltes : Ätz tten du Merzen Verbindungen der Sowjets. An der ZU u r gongen en machen wird." Angesichts dieser Meldung ueriennen, eiuciueien uuci uciu/uuiyicu |cnw- gen weroinoungen oer >ow)ers. zin aer zu u r • lichen Schiffsraums. In diesen Zahlen sind aber | tn a n f r o n t wiesen Gebirgslruppen mehrere feind- Erg-bniNe d-s Mm°nkri-g-s. Be- w Angriffe, zum Teil im G-gensioh, blutig ab. rucksichttgt werden muß auch die große Zahl der be- ' x..,r.«etntt„nn . schi-Ligt-n Schiff-, di- d-n s-indlich-n Schifs-v-r. ®T7n’ 8 1 3 6 - / « v r• k, «• # r < •• < vo\n der über« ach im Erd' hon dadurch ie lange vor nn geradezu n zügellosen hldurchdach» d vor allem verschieden« nde Beispiel ^psmethoden erben: EM naebung M ^gebildeter idt, da del itfaltet hatte« Es grüßen als Verlobte Ruth Vollmer Schwester Alfred Haibach Gefreiter in einem Inf.-Regt. Ihre Vermählung geben bekannt Ludwig Herbert Unteroffizier in ein. Inf.-Regt. Gerda Herbert geb. Sander Else Michel Friedrich Wilhelm Holst cand. med. Verlobte Willi Spliethove Irmgard Spliethove geb. Depr6 Cbem. Fabrik Krewel-Leuffen G. m. b. H. Köln gen soldati« aß die Be« Dieppe und iischen Ehr« chsten Sol- MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. München8 IhreVermählung geben bekannt Gerhard Wendt Oberleutnant d. R. in einem Panzer - Grenadier - Regiment Hilde Wendt geb. Dapper IhreVermählung geben bekannt August Hock Anna Hock, geb. Rohn Ihre Kriegstrauung geben bekannt Hans Lehr Masch.-Maat, z. Z. Kriegsmar. Anni Lehr geb. Rohrbach Ihre Verlobung geben bekannt Elli Rebling Gerhard Grocholski Unteroffizier in ein. Inf.-Regt. wird als Zeichen für den zunehmenden Ernst der indischen Lage aufgefaßt. „Yomiuri Hotschi" sagt, dies stelle die erste Massenevakuierung in Indien dar, seitdem im Frühjahr des Jahres — im Zusammenhang mit der Besetzung Burmas durch die Japaner — die englischen Frauen und Kinder sowie sonstige Zivilisten aus dem indisch-burmanischen Grenzgebiet entfernt wurden. Tod dem Hausschwamm Beseitig.auf chem. Wege.ohneA b- bruch v. Mauerwerk, lOj. Garant F. A. Carl Weber, Frankfurt Mato Sand weg 6 Gartenh Ruf 46566 Lang-Göns z. Z. im Felde 17. Oktober 1942 Schon mit RM 30.- im Monat ersparen Sie ein Eigenheim von RM 12OOO.. Der Wohnbedarf nimmt immer noch zu! 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Daß es dem Londoner Nachrichtendienst bei seinen Zahlenkunststücken offenbar selbst nicht wohl zu Mute ist, zeigen seine weiteren Ausführungen: „Wenn Deutschland tatsächlich in der Lage wäre, die Versenkungsziffern bis zum Frühling aufrechtzuerhalten, so würde dies ein starkes Hindernis für die Errichtung der zweiten Front sein." Wäre dieser besorgte Hinweis auf die Gefährdung der „zweiten Front" notwendig, wenn die optimistischen Zahlen des Nachrichtendienstes stimmen? Wenn es zuträfe, daß die Kurve der Neubauten sich über die der Versenkungen erhebt, dann wäre der Hinweis, daß die „zweite Front" wohl auch in Zukunft ein Wunschtraum bleiben muß, überflüssig gewesen. Es bleibt dabei, bis Ende September 1942 wurden von deutschen U-Booten, anderen Seestreitkräften und Luftwaffeneinheiten rund 21,3 Millionen BRT. versenkt. Unser italienischer Verbündeter hatte bis Mitte Mai d.J. über 1,3 Millionen BRT. versenkt, und die japanischen Heuchelheim Lauenburg (Gießen) (Pom.),z.Z.i.Osten Oktober 1942 ____05220/ tankenversicherungs-ÄG.» Filialen Kassel, Hohenzollern- z. Z. Frankfurt'M. z. Z. Gießen Städt-Krankenhaus Seltersweg29 05224/ Sicherung eines großen Landblocks als Basis der Währung Deutschlands, das mit dem Besitz und kr Entwicklung dieser Gebiete hinsichtlich der leisten Rohstoffe zum Selbstversorger würde. Der msang der deutschen Gebietseroberungen im sten sei zweifellos unerwartet groß gewesen, was um nicht zuletzt auf die defensiven Erfolge der Rutschen im letzten Winterfeldzug zurückführen ufie. Auch die „Times" bemüht sich, englische Erwar- befindliches Deutschland weniger gefährlich und furchtbar sei als ein anqreifendes." Weiter schreibt die „Times", daß ein Sieg über die Achsenmächte nicht nur vollständig sein, sondern auch schnell herbeigeführt werden müsse. Von den jetzt in Ausarbeitung befindlichen Plänen hänge es ab, wie lange der Krieg noch dauere und welche Mächtegruppe ihn überleben werde. Diese Pläne gälten in erster Linie der Wahl der Punkte, wo die Verteidigungslinie des Feindes angegriffen werden mässe, oder, mit anderen Worten, der Schaffung neuer Fronten, ohne die Deutschland nicht besiegt werden könne. Den Briten seien, nachdem ihnen iw Verlauf des Krieges so viele Positionen verloren gingen, nur noch zwei Eckpfeiler zur Verteidigung des britischen Imperiums geblieben: die britische Insel und Afrika. Der afrikanische Konti- nent werde im Verlauf der weiteren Kriegführung eine besondere Rolle spielen. Smuts habe von jeher die entscheidende Bedeutung der afrikanischen Front für den Krieg im Westen und Osten begriffen. Neuer spanischer Botschafter in Berlin. Madrid, 17. Oft. (Eurvpapreß.) Ein größerer Amt vorgenommen worden. Danach kehrt der bisherige spanische Botschafter in Berlin, Conde de M a y a l d a , nicht mehr in die Reichshauptstadt zurück. Zu seinem Nachfolger ist der bisherige erste Botschaftsrat, Gesandter Vidal, ernannt worden. Zum neuen Botschafter i n R o m wurde der bisherige spanische Botschafter in Rio de Janeiro, Fernandez Cuesta, ernannt, während der bisherige römische Botschafter nach Brasilien geht. Auch der Botschafterposten beim Vatikan wird mit dem bisherigen spanischen Gesandten in Bern, Barcenas, neu beseht. Britisches Zivil zum Verlassen Indiens aufgefordert. Schanghai, 16. Oft. (Eurvpapreß.) Der Oberto mmandiere nde der britischen Streitkräfte in Indien, General Sir Archibald W a v e l l, hat unter dem Schutz einer ansehnlichen britisch-indischen Leibgarde die Verteidigungsanlagen an der indischen Ostgrenze und Burmafront besichtigt. Eine durch die amtliche Funkstation in Neu-Delhi verbreitete Weisung der britisch-indischen Regierung, alle nicht dem Heer oder der Regierung angehörigen Briten sollen so schnell wie möglich Indien verlassen, eigen auf einen schnellen Sieg abzuschwächen. Das Hott glaubt in dem Besuch des südafrikanischen Mi- isterpräsidenten Smuts die Ankündigung eines endepunktes in der Kriegführung sehen zu können tiefer Augenblick ist vielversprechend", so schreibt It „Times", „aber er ist auch voller Gefah- en. Es hieße das Schicksal herausfordern, wenn . . , , _, _ _ int annehmen wollte, daß ein in der Defensive Diplomatenaustausch ist im spanischen Auswärtigen Selbständige abschließen, auch renn sie einer anderen Kranken- Stoe angeboren. Alleinstehenden Stauen ist der Beitritt ebenfalls möglich. Das Krankengeld wird Ml ersten Tage des Krankenhaus- lufenthaltes an in bar zur beliebigen Verwendung aus bezahlt. Lassen Statt Karten. Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlich Erika Hahn Bernhard Ampt Gießen, Oktober 1942 \05217/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrQhl'schen Druckerei BrotKmanns gewürzte Futferkalkmisthung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewasser geben/Sondern stets unter das Futter mischen. Unterftlchung des Toten ergab sich daß er I der Fllegerkombination in einem Gurt e i n e fische Gangsterpistole trug, mit der der W't mft der Hand m jeder Stellung durch Bedang eines besonderen Bowdenzuges, der unter H alr-T( ^9t.2rtb "icht zu sehen ist, schießen iir. Diese Einrichtung ermöglicht es, den Fest- Khttenden aus nächster Entfernung bei scüin- W Ergebung durch Händehochheben in hinter- if-icer Weise unuulegen, da man mit dieser Ap° wur mit erhobenen, hinter den Kopf und auf je; Rüden’ gelegten Händen sowie mit hochoshal- 6iH Armen schießen kann. i Sas Oberkommando der Wehrmacht schließt: Das üein sind die Grunde, die das Oberkommando der Vormacht veranlaßt haben, Dergeltungs- n a h m e n zu ergreifen, denn es ist dem deut- |® Volke gegenüber verpflichtet, nicht nur die Ehre Bi#r Soldaten zp schützen, sondern vor allem eine ilülchliche Behandlung deutscher Gefangener einem -_ulM Kexier gegenüber durchzusetzen, dem das Gefühl für Unter. Inhumane Dber 9ar ehrenvolle Behandlung von Nur di» Msngenen Soldaten völlig fehlt." Im Hinblick auf nur üj>° ßtlt deutschen Gegenmaßnahmen hat der englische für Unter ftWunt bekanntgegeben: „In London wird m verschied^ si^Sung gezogen, daß die englische Regierung rtiens 5 W G e f a n g e n e n d e r A ch s e n m ä ch t e vom nb gelaoeri ^'chen Gesichtspunkte aus betrachten und keinen )en bena*. lnterschied zwischen italienischen und deutschen reichen ies-ngenen machen wird." Angesichts dieser Meldung unoen Aum die deutsche Regierung veranlaßt, die auf Auüntt? llen Fronten den verbündeten Feinden ab- r rafc jimmmenen Kriegsgefangenen ebenfalls als Ein- nt h<*trrt<*hton aXa«« i•**_ litatoriidien schliche Behandlung deutscher Kriegsgefangener bene W “f irgendeinem Kriegsschauplatz, z. B. auch in Sow- tofratii*,' tnißland wird dann von jetzt ab die Gesamtheit P.Lanw « von Deutschland eingebrachten Gefangenen ge- hve Rücksicht auf ihre Nationalität i entgelten haben. Stockholm, 16. Oft. (Eurvpapreß.) Vor einer nlerschätzuna der deutschen d e f e n s i v e n S t r a - egie warnt der militärische Mitarbeiter der ena- ilhm konservativen Wochenschrift „S p e c t a t o r*, ir in englischen militärischen Kreisen großes An- len genießt. Deutschlands defensive Strategie — schreibt der englische Sachoerständige — ver- ften Sol« bne vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit als feine oie Eng. seilsive Kriegführung. Nicht zu bestreiten sei die WQ MM 00 im Oktober 1942. wollen. 310&D 05174 05206 fycöt. [05216 05201 Die Lehrgemeinschaften and den 15. Oktober 1942. 05175 nicht ausgeschl.h kennenzulerneir zwecks vbcMwi Tüchtiger, gesunder 3078D sucht. [05210 Warum gerade Pudding? 1659 A 10, unten, u orr. 2887 d 10, LICHTSPIEL-THEATEB t. v. Inhalt. ♦ und beAOVbdßM Rezept: 1/2 Päckchen Puddingpulver mit 4 Eßlöffeln von 3/41 Flüssigkeit kalt anrühren und den Rest zum Kochen aufsetzen. NachGebrauchsanweisungwei- ter kochen und zum Schluß die doppelte Menge Zucker als für den Pudding angegeben, hinzufügen. Zwiebackstückchen oder Schneeklöße aus Eiaustauschmitteln schmecken gut dazu. Man kann auch mal eine süße Suppe als Nachtisch reichen, warm oder kalt/- je nach der Jahreszeit Zwar braucht man etwas mehr Milch, aber nur die Hälfte von dem so knappenPud- dingpulver. Aus 1/2 Päckchen Puddingpulver* mit Vanille-, Himbeer-, Ananasgeschmack, aus 1/2 Feinkostpuddingpulver oderauslj2Rote-Grütze-Pulver läßt sich sehr gut eine warme oder kalte süße Suppe kochen. * Mondamin -Puddingpulver wird auf die Stärkeabschnitte dar Nährmittelkarte abgegeben. Orts mit de fern, 1 Ken, 5 2.Klas! Schlosser u. Installateur sofort gesucht. Verwaltung der klinischen Univ.-Anstalten, Gießen Frankfurter Str. 53 I Perfekte Sekretärin Abitur,beste Zeugnisse, gute Kenntnisse in Fremdsprachen, mehrjähr. Praxis, vertraut mit Sekretariatsarbeiten, sicher und gewandt, sucht zum November oder später passenden Wirkungskreis Zuschriften unter 3126D an die Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. 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Oktober 1942. mit Inhalt, von Ecke Krofdorfs» Strahe bis Schützenstrabe verloren. Wochenübersicht: Dienstag, 20. Oktober, 18.30 Uhr Fran Luna. Mittwoch, 21. Okt., 18.80 Uhr Frau Luna. Freitag, 23. Oktober, 18.30 Uhr 6. Freitagmiete u. Halbmiete A Frau Luna. Sonntag, 25. Oktober, 11.80 Uhr Die Geschwister. 18.30 Uhr Frau Luna. Heute früh entschlief nach langem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Ludwig Schäfer Institutsgehilfe i. R. im Alter von 69 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Katharina Schäfer, geb. Bodenröder nebst allen Angehörigen. Gießen (Alicenstraße 32), den 15. Okt. 1942. Die Beerdigung findet Montag, 19. Oktober, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu Mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Kaufmann Heinrich Rinn ist nach einem längeren, mit großer Geduld getragenen Leiden im hohen Alter von fast 80 Jahren sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Maria Rinn, geb. Schaper Paul Rinn, Polizeihauptmann a. D. Else Schatteburg, geb. Rinn Franz Rinn, Apotheker Hans Rinn, Kaufmann Hermann Schatteburg, Hauptmann Laubach, Dorlar, Berlin, Wetzlar, den 15. Oktober 1942. Die Beisetzung findet auf Wunsch des Entschlafenen in seinem Heimatort Krofdorf am Sonntag, dem 18. Okt., nachmittags 8 Uhr, von der dortigen Friedhofskapelle aus statt. _____________________05225 Mein geliebter Mann, unser braver Junge, der gute Bruder von Eugen und Ilse, unser lieber Schwiegersohn, Enkel, Neffe und Cousin Obergefreiter Willi Heb Träger des E. K. 2, desVerwrnndeten-Abzeichens und des Infanterie-Sturmabzeichens kehrt nie mehr heim. Bei einem Angriff um- f Noworossijsk (Kaukasus) am 23. Sept. 1942 mußte er im Alter von 23 Jahren sein junges Leben lassen. T .. , T .. In tiefem Leid: Emmi Heß, geb. Pfaff; Familie Karl Heß Familie Alwin Pfaff; Familie Wilhelm Steinmüller und alle Angehörigen. Kinzenbach, im Oktober 1942. Buchführung, Stufen I, II und III sollen in den ersten Tagen anlaufen. Anmeldungen j sind sofort bei dem Bernfserziehnngswerk der DAF,( Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 22, vorzunehmeu, Heizer für Physikalisches Institut von %7 bis %8 Uhr und von 17 bis 19 IJhr gesucht. Stephanstraße 24 Hart und schwer traf uns die tieftraurige Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, der treusdrgende Vater seiner drei Kinder, mein lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Adam Lange Soldat in einem Infanterie-Regiment im Alter von 33 Jahren in den Kämpfen beiWoro- nesch am 17. Sept, den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Frau Elisabeth Lange, geb. Hirschhäuser, und Kinder Waltraud, Martin und Regina, sowie alle Angehörigen Odenhausen, Fronhausen, Salzböden, Kirchvers, Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß unser braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Enkel, Schwager, Pate, Onkel, Neffe und Vetter Helmut Bufe Soldat in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 21 Jahren auf vorgeschobener Stellung den Heldentod fand. Seine Ruhestätte ist in Ssusemka Nordwest. In tiefem Schmerz: Georg Buß und Frau Anna, geb. Hinkler Walter Buß, Wachtmeister, z.Z. im Felde, und Familie Robert Buß, z. Z. im Felde, und alle Angehörigen. Watzenborn, im Felde, Holzheim bei Gießen, Lebensmittelbetrieb sticht erfahrenen Kraftfahrer Sehr.Angebote unter 05189 an den Gießener Anzeiger erbeten Kirchliche Anzeigen. (®. = Gottesdienst, KG. — Kinder- aottesüienst, HG. - Hauvtgottes- dienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gienen. Sonntag, 18. Oktober. Stadtkirche. 10, Schmidt: 11 KG., Matth.-Gern. 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Ll-Boot-Männer in Gießen am Die Göns. ver- *l I * *l 'riff t'k Die blond Dame . am Mittm »eitsfront werk * * * tz ßen als Nachfolger des Geh. Justizrats Leist. Nach dem ersten Weltkrieg, den er als Hauptmann d. R. bei der Infanterie mitmachte, entfaltete er an unserer Universität eine unermüdliche und erfolgreiche Tätigkeit, die für unsere Ludoviciana und ihre Studenten von großem Nutzen war. In den Universitätsjahren 1922/23 und 1930/31 war er Rektor der Universität. Mit besonderer Liebe und größter Schaffensfreude widmete er sich auch dem großen sozialen WoK der Studentenhilfe und der Studentenheime (dem jetzigen Studentenwerk), deren Entstehen und Ausbau untrennbar mit seinem Wirken verknüpft ist. Weiter haben der frühere Lesehallenverein und die Oeffentliche Bücherhalle, das Rote Kreuz und seit einigen Jahren auch der Konzertverein, dessen Vorsitz er führt, ihm sehr viel von ihrer guten Entwicklung zu verdanken. Dem Jubilar, der in weiten Kreisen der Gießener Bevölkerung und darüber hinaus größte Wertschätzung genießt, bringen auch wir unsere • herzlichen Glückwünsche Die große Marine-Kundgebung, die am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag in Gießen stattsindet, erfuhr am gestrigen Freitagabend einen glänzenden Austakt mit dem begeisterten Empfang der als Ehrengäste willkommenen Abordnung unserer U-Boot-Männer. In der Wartehalle des Bahnhofsgebäudes hatte sich eine so gewaltige Menschenmenge versammelt, daß die' große Halle bis auf einen schmalen Durchgang in der Mitte, der auch nur mühsam freigehalten werden konnte, vollständig gefüllt war. Außerdem hatte sich auf dem Bahnsteig eine weitere Menge eingefunden, durch die der Allendorf (Lda.) — La na - Gön < Allendorf wird in seinem ersten Heimspiel suchen, Sieg und Punkte für sich zu buchen. Dazu bedarf es allerdings großer Anstrengung. Obwohl die Gäste mit Ersatz nach dort müssen, sind sie doch etwas stärker einzuschä^n. Ortsgruppenleiter K r e u d e r aus Gießen wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 1, Klasse mit Schwertern, Unteroffizier Reinhard Görnert aus Gießen, Seltersweg 10, mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Prof. Or. Giger 65 Jahre alt. Der langjährige Ordinarius für römisches, bürgerliches und Handelsrecht an der Universität Gießen Professor Dr. Otto Eger kann am kommenden Montag, 19. Oktober, seinen 65. Geburtstag begehen. Professor Dr. Eger, der aus Darmstadt stammt und in Gießen, Göttingen und Berlin studiert hat, war nach ^kurzer Dienstzeit in der Justiz vom Herbst 1908 ab Assistent der juristischen Fakul- tat in Gießen, dann 1909/10 Privatdozent in Leipzig, dann bis 1918 ordentlicher Professor in Basel, wo er 1914 Rektor war, seitdem Ordinarius in Gie- Mitten im Kriege geht die Arbeit der NSV. weiter. Die vornehmste Aufgabe heißt: Die Gesundheitsführung des deutschen Volkes. Noch immer ist die Tuberkulose das heimtückische Leiden, dem von allen Krankheiten die meisten Menschen zum Opfer fallen. Deutsche Volkskraft ist bedroht. Die Krankheit im Anfang zu erkennen, war bisher die größte Schwierigkeit. Deutsche waren es, die wichtige Waffen schufen im Kampf gegen die Geißel der Menschheit. Robert koch und Konrad Röntgen waren die ersten Pioniere. Durch die Erfindung der Reihenuntersuchung nach Professor holfelder ist es heute der Wissenschaft und der Technik gelungen, mit einem Mindestmaß von Zeit und Geld die Röntgenuntersuchung im ganzen Volk durchzuführen. Dir rufen zur Röntgenreihenuntersuchung auf im kreise Wellerau in den Monaten November und Dezember. Jeder ist aufgerufen! Ziel dieser Maßnahme ist es, einer weiteren Ausbreitung von herz- und Lungenkrankheiten in vorsorglicher Weise entgegenzutrelen. Auf Anordnung des Gauleiters und Reichsstatthalters wird im Gau Hessen-Nassau die Volksröntgenuntersuchung der gesamten Bevölkerung durch den Rönkgensturmbann beim ^-Führungshauptamt durchgeführt, in Gemeinschaftsarbeit mit dem Amt für Volksgesundheit und dem staatlichen Gesundheitsamt. Mit der organisatorischen Durchführung dieser Aktion wurde die NSV. beauftragt. Zu gleicher Zeit führt die DAF. die Vetriebsröntgenuntersuchung durch. Geröntgt Wieder Führung durch die Kunstausstellung Sonntagvormittag im großen hörfaal bet Universität. werden alle Volksgenossen vom 6. Lebensjahr an. Nach oben ist keine Altersgrenze festgesetzt. In einigen Haushaltungen war bereits der NSV.- Blockwalter mit aufklarenden Handzetteln und Er- fasiungsliften. In den nächsten Tagen wird jeder haushalt besucht werden. Alle näheren Einzelheiten zur Durchführung dieser großen Vorbeugungsaktion werden den Volksgenossen von der zuständigen NSv.-Ortsgruppe noch mitgeteilt. In Hessen-Nassau ist der allgemeine Kampf gegen die volksfeuche eröffnet Es liegt in deiner Hand, Volksgenosse und Volksgenossin, dich und die deinen zu schützen. Du erfüllst eine selbstverständliche Pflicht, dich, deine Familie, deine Arbeitskameraden vor dieser Krankheit zu bewahren. Diese Pflicht wird die Bevölkerung des Kreises Wetterau in ihrer oft bewährten Disziplin erfüllen. Die NSV. ruft dich! Gesunderhaltung ist Pflicht jedes einzelnen! Der Kreisleiter: Backhaus, Oberbereichsleiter. Der Kreisamksleiter des Amtes für Volkswohlfahrt. hortig. Der Kreisamtsleiter des Amtes für Volksgesundheit: Dr. Brill. Staatliches Gesundheilsamt Gießen: Dr. E n g a u. Staatliches Gesundheitsamt Friedberg: Dr. Can z. und Gemeinschaftsgeist vollbracht wurde. Das Kriegsver-ienstkreuz mit Schwertern. » und i« ' Anmelduo »erk der > Vorzunehnt Die Röntzen-Reihenunlersuchungen beginnen. 3m Kreise Wetterau finden sie in den Monaten November und Dezember statt. Kamps der Tuberkulose. mb anschliehM ns Cast ViV sing, wird M hre Adresse < 'beten unter I )5193 an H Wen. ÄmM tons gelegt, von Zeit zu Zeit gewendet und kommen schließlich zur Sammelstelle.'Ein ganz eigenartiger Geruch geht von den Bucheckern aus, die nun aus« gebreitet im Zimmer liegen. Es ist beinahe so, als ob der Wald in die Stube gekommen wäre. So riechen nicht die Sommerblumen, so riecht nicht die Erde, wenn sie der Bauer umbricht, so riecht nur der Waldboden. So grüßt der deutsche Wald die Kinder und weckt schöne Erinnerungen an eine Arbeit, die mit Freude am vergangenen Sonntag durch den Kreis» leiter eröffnete Kunstausstellung anläßlich der Kuk- werden und es wieder einmal einige Pfund mehr sind als in der letzten Woche. im r 15.20 r lon her Bick albahn famr inen Koffer Bahnhof bratt ral Klüpfel, der hiesige Vertreter der Kriegsmarine Korvettenkapitän Chorus, ein Musikkorps der Kriegsmarine unter Obermusikmeister Inderst, Kameradschaftsführer L i ch und eine Anzahl Mitglieder der Marine-Kameradschaft Gießen 1892, eine Einheit der Marine-Hitler-Jugend, unter Führung des' Obergefolgschaftsführers und derzeitigen Feldwebels der Kriegsmarine R u p - p e l, eine Grpppe Jungmädel vom BDM. mit großen Blumensträußen und eine Anzahl alter Kameraden aus dem ersten Weltkriege erschienen. Bis zum Eintreffen des Zuges erfreute das Ma- rine-Musikkorps die große Menge auf dem Bahnsteig mit guter und flotter Marschmusik. Beim Einlaufen des Zuges wurden die U-Boot- Männer von der Musik mit einem schneidigen Marsch und von der Menge mit herzlichen Zurufen begrüßt. Der U-Boot-Kommandant Kapitänleutnant Mohr, Träger des Ritterkreuzes, meldete die angetretene U-Boot-Mannschaft dem Führer des NS.-Marine- bundes, Admiral Klüpfel. Dann schmückten Jungmädels die Gäste mit stattlichen Blumensträußen. Den Willkommengruß in Gießen entbot nun Kame- radschaftsführer L i ch den jungen aktiven Kameraden mit einer kurzen herzlichen Ansprache, in der er dem Stolz der Heimat auf die unvergänglichen Ruhmestaten unserer U-Boot-Männer Ausdruck gab, insbesondere die Freude der alten Waffenkameraden über ihre jungen Marinekameraden und deren herrliche Waffentaten erkennbar machte und die tiefe Verbundenheit aller Volksgenossen mit den Männern unserer U-Boote betonte. Zum Schluß übermittelte er den Ehrengästen mit der Versicherung der herzlichsten kameradschaftlichen Gesinnung den aufrichtigen Willkommensgruß aller Marinefreunde und alten Soldaten in Gießen, insbesondere der ehemaligen Angehörigen unserer ruhmreichen Kriegsmarine. Der U-Boot-Kommandant Kapitänleutnant Ritterkreuzträger Mohr brachte den aufrichtigen Dank w WM auf der Mck gefundenj Heg. MW AnzeigegeW ibzubolen RoonfttflM Goldener,I Armreti am 14, verloren Aulwes- GoetheftM Ges- Äd abiu^em Auuvest-M Gel-bm mit Inhalts w turwoche der NSDAP, in Gießen hat in allen Krei» sen den Bevölkerung regstes Interesse gefunden. Der Besuch der Ausstellung ist nach wie vor gut, und es sind auch schon eine ganze Anzahl von Bildern, auch Plastiken, verkauft worden. Die anläßlich der Eröffnung von Professor Rauch durchgeführte Führung, die allgemein begrüßt wurde, soll am kommenden Sonntag wiederholt werden, damit jedermann nochmals Gelegenheit hat, die Ausstellung unter sachkundiger Leitung zu besichtigen. Es ist zu wünschen, daß eine recht große Anzahl von Volksgenossen sich diese Gelegenheit nochmals zunutze macht und die Ausstellung besucht. Handball der HI. Mtv. Gießen I — Watzenborn. Die Gießener werden unter allen Umständen versuchen, ihre Tabellensührung zu festigen. Dieses Vorhaben sollte um so eher möglich fein, da die Gäste mit stark veränderter Mannschaft antreterl müssen. Aus der Stadt Gießen. Ein Geschenk des Waldes DLMMLUZ Jr?rbenfrofe ?"d einrahmen.^Die retten Eicheln fallen zur Erde. Hier und da liegen sie in dichten Haufen. Und dort klettert Vaffi d)en hinauf hinter die schützenden Aeste. Es kann jetzt ernten und Vorräte einheimsen. .2Ibxer auch Bucheckern gibt es in Mengen Wenn mir durch den herbstlichen Wald wandern und auf .^uder stoßen, die dort im Hochwald auf dem Boden hockt und mit fleißigen Fingern die kleinen dreieckigen Früchte der Buchen einsammelt dann freuen wir uns doppelt des schönen Tnnoc.' ist °b°r auch £Puf ber sXr. öie sich mit stolzem Gefühl sagen können: das haben wir zusammengebracht! Wir haben mitgeholfen TnWUd) chmutziae Finger gab. Wir haben bem Wald von seinem Reichtum und Ueberfluß ae- den Bucheckern spendet uns der Wald das beste Speiseöl. Wir haben einmal eine Probe gemacht. Zu emem halben Kilo müssen wir etwa 2000 fBudv etfern haben. Eine Klasse von 50 Kindern liest in der Stunde rund 8 kg. Das wären 32 000 Stück UN? em Zentner? Dazu sind wohl 200 000 Früchte notig. Und viele Schulen haben mehrere Zentner gesammelt! Und was wird daraus gewonnen? Wenn sie gut getrocknet sind, erhalten wir von einem Zentner 20 Liter feinstes Speiseöl. Das ist ein großes Geschenk des Waldes. Wir müssen dabei über die Heimatgrenzen hinausschauen ins deutsche Land. Fast überall gibt es Buchenwälder. Es sind große Mengen zu sammeln. iw.17u.19U! levlmtraßk! Holzheim — Mtv. Gießen II. Der letzte sonntägliche Sieg über Lang-Göns Zeigte die Stärke der Platzbesitzer. Bei aller Anstrengung der Gießener worden sie um eine MedeV- läge nicht herumkommen. Sranffurfer Schlachkoiehmarkl. Frankfurt a. M., 17. Oft. (Vorbericht) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 39 bis 48, Bullen 37 bis 46, Kühe 36 bis 46, Färsen 38 bis 47, Kälber 40 bis 59, Schafe 34 bis 42, Schweine 57 bis 64, Marktverlauf: alles zuaßß teilt ■— Ruhm und Größe gefallenen Kameraden der Kriegsmarine des ersten Weltkrieges. Dann wies er darauf hin, daß unsere Marine im September 1939, als durch Englands Schuld der jetzige Krieg ausbrach, sich ihrer schweren Aufgabe gegenüber der gewaltigen Ueberlegenheit der englischen Streitmacht bewußt gewesen sei und sich auch darüber im klaren war, daß dieser Kampf Opfer von der Marine fordern würde. Diesen Opfern der Kriegsmarine in dem jetzigen gewaltigen Ringen für Deutschlands Freiheit und Größe, den gefallenen Kameraden der Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer, die sich vor Narvik ein ewiges Ruhmesdenk- mal gesetzt haben, den auf dem Felde der Ehre gebliebenen Kameraden von den Minensuchern und Minenräumern, die sich im Kampfe gegen einen heimtückischen Feind unsterblich machten, den Opfern von den Vorpostenbooten und den schneidigen Schnellbooten, die in kühnem Angriff gegen die englische Versorgungsschiffahrt und Streitmacht angingen, ganz besonders aber den vor dem Feinde gebliebenen Kameraden unserer U-Boote galt die ehrfurchtsvolle und dankbare Erinnerung der Der- fammelten, deren Empfindungen der Admiral zum Ausdruck brachte. Während das Marine-Musikkorps das Lied vom guten Kameraden spielte, legten Admiral Klüp - fei und der Ritterkreuzträger KapitänleutnanL Mohr als Zeichen der dankbaren Erinnerung an jene Marinekameraden, die für die Sicherheit der Heimat, für die Freiheit und eine große Zukunft unseres Vaterlandes ihr Leben Hingaben, Kränze an dem Marineehrenmal nieder. Die Versammel-- ten ehrten die toten Helden mit stillem Gruß in dankbarem Gedenken. der U-Boot-Männer für den schönen Empfang zum Ausdruck, begrüßte dann noch besonders die angetretene Marine-Hitler-Iugend, deren Front er Ä- schritt, und dankte den Jungmädels vom BDM. für den schönen Blumenschmuck, den sie den U-Bootmännern als Gruß der Heimat dargebracht hatten. Hierauf rückle die U-Boot-Abordnung vom Bahnsteig ab. Stürmischer Jubel begrüßte die blauen Jungens in der Bahnhofshalle, in der die riesige Menschenmenge ihrer Freude in schier ohrenbetäubenden Begrüßungsrufen Ausdruck gab. Vor dem Bahnhofsgebäude und beim Abmarsch in die Stadt brausten die Heil- und Gruhrufe, begleitet voy lebhaftem Händeklatschen der Menge, weiterhin den Ehrengästen entgegen. Dann pflanzte sich die Welle der Begeisterung der die Marschgruppe begleitenden Menge immer mehr in die Stadt hinein fort. Der Marsch ging durch die Bahnhofstraße, Liebig- straße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Kreuzplatz zur Sonnenstraße, wo die Marschgruppe aufgelöst wurde. Anschließend weilten die U-Boot-Männer in der Gaststätte „Zum kühlen Grund" zum gemeinsamen Abendessen. Hierauf wurden sie von Angehörigen der Marine-Hitler-Iugend zu Ihren Quartieren geleitet. Die U-Boot-Männer waren, wie sie übereinstimmend bekundeten, von der außerordentlichen Herzlichkeit des Empfangs in unserer Stadt freudig überrascht und dankbar erfüllt. In kurzen Ansprachen von Admiral Klüpfel und Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Mohr wurde der dankbaren Genugtuung über den herzlichen Empfang Ausdruck gegeben. Gefallenen-Ehrung. Heute, Samstag, vormittag 1Ö Uhr, fand am Skagerrak-Denkmal in den Eichgärten eine eindrucksvolle Ehrung der Gefallenen statt. Von unserer Kriegsmarine erschienen der Führer des NS.-Marinebundes, Admiral Klüpfel, mit feinem Stabschef, Kapitän Raven, der Ritter- freujträger Kapitänleutnant Mohr mit einem feiner Offiziere, außerdem war das Musikkorps der Kriegsmarine unter Obermufifmeifter Inders! angetreten. Mit den Männern der Kriegsmarine vereinigten sich zu diesem Gedenken zahlreiche verwundete Kameraden des Heeres, die hier in Lazaretten weilen, ferner als Vertreter des jungen Deutschland eine Einheit der Marine-Hitler-Iugend und eine Gruppe Jungmädels vom BDM., außerdem zahlreiche Volksgenossen am Ehrenmal. In einer kurzen packenden Ansprache gedachte Admiral Klüpfel zunächst der für Deutschlands lunger Mav OZ.alt.wün!! 'iadel ob. ht! rau im. M ausgesitl mnenzulem zwecks Heirat, Zuschriften ur 5157 a. d. G.i Tanzabend Daisy Spies. Auf Einladung der NSG. „Kraft durch Freude" gaben die Tänzerin Daisy Spies vom Deutschen Opernhaus, Berlin, und ihre Kammertanzgruppe im Programm der Kulturwoche der NSDAP, gestern ein Gastspiel im Theater. Die Vortragsfolge stand unter der künstlerischen Leitung von Daisy Spies; am Flügel: Isolde D o b r o » v o l n y. Die Bindung der Gruppe und der Solistin an die Bühne und ihre Voraussetzungen do- kumentiert sich wohl am deutlichsten in der Gegenständlichkeit oder Programmatik ihrer Tänze, wie sie sich etwa in der von Daisy Spies getanzten „Walpurgisnacht" ausdrückt; dazu heißt es auf dem Zettel: „Trotz innigem Gebet unterliegt die Frau dem Zauber der Walpurgisnacht. Nach wilder Fahrt und besessenem Tanz überkommt sie jäh die Erleuchtung, und sie sinkt reuig in die Knie." Man sieht, wie hier der Tanz nach einem klar umrisse- nen Thema als „Handlung" im ursprünglichen Sinne aufgefaßt ist. Die Ausdrucksmöglichkeiten, foliftisch wie in der Gruppe, sind ziemlich weit gespannt: sie reichen etwa von der mittelalterlich stilisierten Gruppe „Abschied der Pagen" bis hin zu dem ganz grotesken, stark pantomimisch unterbauten Tanzscherz ..Am Strand" nach alten Melodien. Dazwischen liegen beispielsweise der „Walzertraum", im alten Stil auf Spitze getanzt, sauber in der Technik und von geschlossener Ensemblewirkung, oder nach einer Schubertmelodie die „Kavalkade", vom heiter bewegten Rhythmus und von der Thematik des Mo- ttvs inspiriert. Es ist eine Arbeit, die die Kinder bei gutem Wetter mit großer Freude tun. Beim Lesen gibt eins aufs andere acht, daß ja alle tüchtig sammeln, und wenn ein Kleiner einen guten Platz gefunden hat, etwa bei den großen Buchen am Waldrand, dann ruft er den andern zu: „Hier liegen sie wie gesät! Kommt hierher!" Und sie kommen. Mit flinker Hand streifen sie das Laub zurück, und dann sehen sie die kleinen Früchte mit ihrer typischen Form, braun und glänzend liegen sie auf der Erde. Hier und da versuchen auch einige Kinder, die Schale zu entfernen und den Kern zu essen. Ja, sie schmecken recht gut. Wie Nüsse! Aber vom Essen wird das Säckchen nicht voll. Deshalb wird fleißig « Schuh-Umtauschstelle. Von nächster Woche ab ift die Schuh-Umtauschstelle >m W.rt- ' Ichastsamt mittwochs und freitags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. ** Zweite Verteilung von Trinkbranntwein. In einer Bekanntmachung m unserem heutigen Blatte wird die zwette Verteilung $on Trinkbranntwein angekündigt. In den von Daisy Spies gebotenen Solotänzen wirkten am unmittelbarsten der „Zärtliche Walzer" von Brahms, ein anmutiges Bild, ganz hingegeben an die reizende und sehr verbreitete Melodie, und das drollige „Dallerinchen", in welchem sich die exakte Technik des alten Ballettstils mit ausgesprochen komischer Begabung zu sinnfälliger Wirkung verband. Gudrun Leben und Erna Lindenberg zeig- ten im „Sommerlichen Tanz" ein leichtes, unkompliziertes Duett. Gretel D e i k e hatte mit der volkstümlich betonten, rhythmisch lebhaft akzentuierten „Masur" von Chopin eine dankbare Aufgabe. GUdrun Leben und Solo Wichmann brachten im zweiten Teil ein „Kleines Duett", das in ferner fast kabarettistischen Art die vielseitigen Möglichkeiten, die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit der sehr akkurat aufeinander eingespielten Gruppe unterstrich, während der Gruppentanz „Am Lagerfeuer" in der Kostümzusammenstellung und der Raumaufteilung wiederum an die szenische Herkunft und Funktion des kleinen Ensembles erinnerte. JsvDe Dobrovolny machte sich als sehr verläßliche Begleiterin am Flügel verdient und bewies überdies mit Zwei solistischen Zwischenspielen ihre gediegenen pianistischen Qualitäten. — Das Hnus war nahezu ausverkauft. Das Publikum ging interessiert und angeregt mit, sparte nicht mit Beifall und erklatschte verschiedene Wiederholungen. Hans Thyriot \W\ .Stadt fi* 18. Oktober 22 Uh? Lon»- lS»»1 tob«*'1 ■b^#€ )Uhr dar. Gießener wochenmarktpreise. * Gießen, 17. Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM-, Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 6 bis 9, gelbe Rüben 6 bis 10, rote Ruben 5 bis 8, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 4 bis 6, Tomaten 18 bis 25, Meerrettich 35, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kürbis 5 bis 10, Feld- salat 7 bis 9, Falläpfel 20 bis 35, Birnen 25 bis 30, Lauch 15, Sellerie 16, Blumenkohl das Stuck 20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 8 bis 13, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Spart Kohlen! Dann darf geheizt werden? NSG. Der Gaubeauftragte für Kohle gibt bekannt: Unter der Devise „Spart Kohlen" steht auch der Beginn der diesjährigen Heizperiode. Die Raum- beheizung muß nicht zu einem bestimmten Termin beginnen, sondern ist solange zurückzustellen, wie es die Witterung irgend erlaubt. Jeder einzelne ist dafür verantwortlich, daß die Kohlen auf das sparsamste eingesetzt werden. Es ist unverantwortlich, setzt schon die Heizungen voll in Gang zu setzen und bann wegen Ueberhitzung der Räume die Fenster aufzureißen. Bedenkt, daß die Liefermöglichkeiten von den Zufuhren und den kriegswirtschaftlichen Notwendigkeiten abhängen. Deshalb spart jetzt für den Winter! Sonderlehrgang und Reifeprüfung für Kriegsteilnehmer. > NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen beabsichtigt, für Kriegsteilnehmer, die nachträglich das Reise- Zeugnis erwerben wollen, an der Liebigschule, Oberschule für Jungen, in Darmstadt einen Son- derlehrgang nach dem Lehrplan der Oberschule ein« zurichten, der am 2. November 1942 beginnt und Ende April 1943 in der Reifeprüfung abgeschlossen wird. Die für den Bewerber gellenden Bedingungen mb: erfolgte Versetzung in bie 7.Klasse einer höheren Schule, während des Krieges abgeleitsteter Wehrdienst, am 22.2. 41 noch nicht vollendetes 25. Lebensjahr und Wohnsitz der Eltern oder des Bewerbers bzw. militärischer Standort in Hessen. Frühere Schüler von Mittel-- oder nicht anerkannten Privatschulen werden nur zugelassen, wenn sie am Unterricht in zwei Fremdsprachen teilgenommen haben und den Anforderungen des Lehrganges gewachsen erscheinen. Ausnahmen hinsichtlich der Vorbildung, z. B. Nachweis der früheren Ober- ekundareife bedürfen besonderer Genehmigung. Meldungen sind sofort an den Direktor der Liebig-Schule, Oberschule für Jungen, in Darmstadt unter Beifügung des letzten Schulzeugnisses, einer Bescheinigung des Truppenteils über abgeleisteten Wehrdienst und die dabei gezeigte Haltung sowie über den für die Dauer des Lehrganges erteilten Urlaub zu richten. Die Beifügung eines Lebenslaufes mit Angaben über die Zugehörigkeit zur Partei oder ihrer Gliederungen sowie ein polizeiliches Führungszeugnis sind ebenfalls erforderlich. Weitere Auskunft erteilen die Direktoren der Lie- big->Schule, Oberschule für Jungen, in Darmstadt, der Langemarckschule, Oberschule für Jungen, in Gießen und der Hermann-Göring-Schule, Ober« chule für Jungen, in Mainz. ■’ । Bahnsteig 1 fast in seiner ganzen Länge besetzt war. Zum offiziellen Empfang der U-Boot-Männer waren der Führer des NS.-Marinebundes, Admi- 25 Anterröcke gleich 25000 Mark Mitgift & Am schäft“ (Marinebootshaus). 3134D O$RAM-D-LAMPE MIT DER DOPPELW^ 5 ALT-EX 5 5 L o «1» °JRAM-D-LAMPE MIT DER DOPPELW1 Das feilende Wundpflaster KNORR OSRAM-IAMPEN WWM Dann genügt oft schon ein halber KNORR - Soßenwürfel, um die eigene Soße zu verlängern und zu ver* feinem. Sie brauchen den V2 Würfel nur fein zu zerdrücken, mit reichlich ’/a Liter Wasser glattzurühren und 3 Minuten mitkochen zu lassen« Hitler-Jjgend fllefien (116) O a :: 6 Durch leichtes Auftupfen nur wenig Sdwhkrem in die Bürste nehmen I (Besser: Auf- tragiuch verwenden). So spart man NSDAP. Bann z LU vertrauensvoll angewandt BAYER-ARZNEIMITTEL. Sie fragen das B AYE R-Kreuz das Zeichen des Vertrauens! r < ot «/> O Ludwig Druscbel, Bariton Lieder von Franz Schubert, Hugo Wolf Edvard Grieg und Richard Strauß. Bechstein - Konzert - Flügel vom Pianohaus Die Schwälmer Braut hat das Recht, für je 1000 Mark Mitgift einen Unterrock zu tragen. Bei 3000 Mark Mitgift trägt sie drei Unterröcke, bei 7000 Mark sieben. Man soll sogar schon bis zu 25 Unterröcke bei einer Braut gezählt haben. Zu den Reifröcken trug man früher bis zu einem Dutzend Unterröcke aus Leinen und feinster Seide. Und alle diese Röcke mußten gewaschen werden! Wenn man sich überlegt, wie viele dieser Röcke nur Staubfänger waren, wird einem klar, wieviel unnötige Wascharbeit sich die Frauen von damals machten. _____________________ Heute Samstag, 17. Oktober, 19 Uhr, im Theater Festliches Orchester-Konzert Ausführende: Städtisches Orchester Leitung: Städtischer Musikdirektor Otto Söllner Solistinnen: Lore u. Heide Wattemplel, HIflnchen Klavier. Werke von Bach, Mozart. Beethoven. Karten zu RM. 3.55, 2.80, 2.05, 1.55 in der Karten Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, Tel. 3961, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuen weg 10.^ Kleinbild-Vergrößerungen und Amateurabzüge nur Großaufträge für Soldaten liefert schnellstens Photomeister Pfaff, Butzbach/Heiten Preisliste gegen Rückkuvert. 05007 R. Schönau: Musikdirektor Otto Söllner. Eintrittskarten von RM. 1.50 bis 8.— im Musikhaus Challier und an der Abendkasse. sizsD Besser für Dich — besser für alle! Durch die Arbeit vieler fleißiger Köpfe und Hönde entstand die Osram-D-Lompe mit der Doppelwendei, die viel licht für wenig Strom gibt. Verlangen Sie deshalb beim Glühlampen-Austausch Stets ausdrücklich Osrom-D-Lompen, damit der elektrische Strom, der meist mit Kohle erzeugt wird, ein Höchstmaß on licht ergibt. In allen Apotheken u. Drogerien CarI Blank.Bonn am Rfyein Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 __1823 D/ T56 Die Dulsclie Ar’ellilrin: Ä NSG. Ki all M Feu^.e Kreisdienststelle Wetterau tulu-fig abends nicht erst die unnötige Arbeit mit dem Tisch« decken im Speisezimmer machen. Es geht ja nicht nur um die Arbeitsersparnis — es geht auch um die Wäscheschonung. Da, wo viel Wäsche gebraucht wird, geht auch viel Wäsche entzwei! Wollen Sie nicht auch einmal probieren, ob Sie künftig mit weniger Wäsche auskommen? Wissen Sie auch, daß frischgewa-schene Wäsche sich immer erst etwas ausruhen und erholen muh, ehe man sie wieder in Gebrauch nimmt? Frischgewaschene Wäsche sollten Sie immer zuunterst in den Wäscheschrank legen. So vermeidet man, daß einzelne Wäschestücke mehr angegriffen werden als andere. Auch dieser kleine Wink dient dazu, sich heute in Kriegszeiten Wäsche länger zu erhalten! 2829V zz^cARZNEISCHATZ gehören, von der Wissenschaft hoch anerkannt und von Millionen Menschen kühl, tiockM, dunkel ütul — fro-stsicke»! HJ,-Veranstaltungsring 1942/43 Reihe A: Die an einen Teil der Gießener HJ.-Einheiten ausgegebenen weißen Eintrittskarten für das im Rahmen des KdF.-Ringes zur Vorführung gelangende Schauspiel Der Thron zwischen Erdteilen mit dem Aufdruck 17. September haben für die am 19. Oktober stattßndende Aufführung Gültigkeit. »nßD Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen ' und Lauterbach. Betr.: Zweite Verteilung von Trintbrannt- wein. 1 Voraussichtlich im Dezember b. I., spätestens zu Beginn des nächsten Jahres, findet un Bezirk des Landesernährungsamtes reifen dre zweite Verteilung von Trinkbranntwein statt. Für diese Verteilung wird folgendes bestimmt: I. Bezugsberechtigt sind männliche und werbliche Personen, die ohne Vücksrcht darauf, ob fte Selbstvervfleger sind oder sich m Gemeinschaftsverpflegung befinden, vor dem 16. November 1924 geboren sind. Nickt bezugsberechtigt find vorübergehend anwesende Personen, die m dre Lebensmittelversorgung nicht ausgenommen sind und daselbst nicht karteimäßig geführt werden. Ferner sind nicht bezugsberechtigt Geisteskranke m Anstalten, Ostarbeiter, Kriegsgefangene, Strafgefangene und Juden. , c . , Angehörige der Wehrmacht und des RAD., der Polizei und sonstiger Gliederungen außerhalb der Wehrmacht, die vor dem 16. Nov. 1924 geboren sind, sind bezugsberechtigt, falls sie als Selbstvervfleger die Bedarfsnachweise der Zivilbevölkerung erhallen. II. Entgegen der in der Presse veröffentlichten Notiz hat von den Inhabern der Nahrmrttel- karte die Vorbestellung des Trinkbranntweins auf Grund des Abschnittes N 33 der Nährmittelkarte 42 bis spätestens 31. Oktober 1942 bei einem durch besonderen Aushana zur Entgegennahme von Anmeldungen zum Bezug von Trinkbranntwein gekennzeichneten Einzelhändler zu erfolgen. Der Einzelhändler hat nach Abtrennung des Abschnitts die Vorderseite des Stammabschnitts mit fernem Firmenstempel zu versehen. Der Aushang muß von der Kartenstelle mit dem Vermerk „Aushang freigegeben ab 19. Oktober 1942" und dem Dienststempel versehen Giefcener Vortragsring Kulturelle Vereinigung / Boethe-Bund / Volksbildungsstätte fließen der NSG. „Kraft durch Freude" Donnerstag, den 22. Oktober 1042, abends 7.30 Uhr, Neue Aula der Universität JEi