Donnerstag, 17. September 1942 Af 9 fr d Donner« Gießener Anzeiger chs Iten bieg - «lief ; um 58er. Der. ' edie ittel. lpie= 92. Jahrgang Nr. 219 Gmcbemi raguch, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amtlienblätter Heimat imBild-DieScholle Gezugsvreisr Monatlich.,.. .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^51 vrick mid Verlag: , wÄÄÄrfjm. vkA>Nch-Uni°erstA»Oriamiltenan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Matzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr General-Anzeiger für Oberhessen Heftige Etraßenkämpfe in Stalingrad 5) enry Kaiser. (Porträt: Dehnen-Dienst.) Heldenkamps deutscher Infanterie vor Stalingrad ppgrarnm beendet hätten, was als Antwort auf die rvs Arründigung gelten darf, daß in den Vereinigten 'A Giaaten mehr als hundert Flugzeugträger tm Bau jJL- fti n. Washington verschwieg natürlich, daß es sich Ejy. ie diesem „gigantischen" Bauprogramm in erster 'eg’ tC t eines zeigen müder lütt unb riet; für i(beutL), geLL m3 Leck. 9), 42. rnhaus 04562, • Der wann urger istung aus. erfen, stein- Ägner zu überlassen.. hiraide deutete vor einigen Tagen an, daß Japan 2743D bil USA. nicht Zeit lassen werde, bis sie ihr Bauder alliierten Strategie und gleichzeitig auf den langsamen aber zähen Raumgewinn der Japaner auf Reu-Guinea hinwies. Das war der Stich ins Wespennest, denn der amtierende Ministerpräsident Curtin mußte bei den aufgeregten Erörterungen sogar zugeben, daß er zugestimmt habe, einen Transport von Flugzeugen, der für Australien bestimmt gewesen war, nach dem ägyptischen Kriegsschauplatz umzuleiten. Auch die Streitereien über das einheitliche Oberkommando sind nicht dazu angetan, nervenberuhigend zu wirken. Australien erkennt mehr und mehr, daß es die Hauptlast der Bedrohung durch Japan allein tragen muß, da weder England noch die USA. in der Lage sind, eine wirklich nach strategischen Gesichtspunkten groß angelegte Offensive gegen die japanischen Stützpunkte zu unternehmen. Aus der voreilig hervorgerufenen Illusion, daß der Südwestpazifik durch die alliierten Kriegspläne von den Alliierten „beherrscht" würde, ist die düstere Erkenntnis hervorgegangen, daß er noch niemals so gefährdet war wie gerade jetzt. $|ue um den Umbau von Handelsdamp- fern handelt, einer „Waffe", der man m japa- michen Marinekreifen mit Gelassenheit entgegensehen Airfte. Gleichzeitig machte Hiraide aber gewisse An- LeUungen auf Seeoperationen ö st l i ch Austra- lirns, „von denen man zu gegebener Zell Horen Oer Kaiser von Amerika. D-D. Den „ersten Bauherrn der Nation" hak man ihn in USA. genannt, als Henry Kaiser vor dem Kriege seine Millionenprojekte im Tief- und Straßenbau mit jenem routinierten Tempo des Geschäftemachers handhabte, das ihn seit Jahrzehnten die Spitze aller Konkurrenten hal-> ten ließ. Henry Kaisers System war amerikanisch schlechthin, seine Bauzeit der Rekord der Rekorde. Wo Kaiser ins Geschäft kam, hieß die Parole Gewinn um jeden Preis. Er scheute keine Spekulation, kein Geld, keinen Bluff, keine Rücksichtslosigkeit, vor allem keine Nerven, um die Zahl seiner Aufträge, Kontrakte und Verträge zu phantastischen Summen zu mehren. Von Henry Kaisers Produktion im Schiffsbau, in die er im Jahre 1940 einstieg, versprach man sich darum Wunderdinge in Amerika — erst recht, als Roosevelt die Staaten in den Krieg getrieben hatte und die Frage des Kaiserscyen Geschäfts die Frage des amerikanischen Schiffspotentials schlechthin geworden war. Im Jahre 1942 besitzt Henry Kaiser bereits acht große Werften. Was Roosevelt, Knox, Nelson oder Land an Tonnage auf dem Papier errechnen, das soll Kaisers berühmtes Tempo zu einem guten Teil vom Stapel laufen lassen. Kaiser findet auch hierfür einen „Rekord" von angeblich 42 Tagen. Der Jobber Kaiser sieht seine große Zeit gekommen. Er geht an den Bau eines modernen Stahlwerkes und einer Mognesiumsabrik. Er propagiert schließlich die Schaffung einer riesigen Transportflotte aus Flugzeugen. Denn so schnell Henry Kaisers „Rekorde", so schnell hat er dieses erkennen müssen: sein Tempo ist nichts gegen die Versen- kungskraft der deutschen U-Boot-Waffe. Sie schlägt Kamps >mpio- 8.92); erlin); Berlin), EjlN5- Decker utern), 'axlan. »Piel- 'ahm mute Leih. Der. lote. Leih. Dlitte \ Dor "ben- J für rben- erksam; »rzlichst t Gießen lbmieteö der Luftwaffe bei den schweren Kämpfen der letzten Tage besonders ausgezeichnet. Eine Abteilung vernichtete allein an zwei Tagen 21 Panzerkampfwagen, zwei schwere und 15 leichte Geschütze, mehrere Bunkerstellungen und Erdbefestigungen und ein Kraftstofflager. Eine unter dem Befehl von Hauptmann Lutz stehende Sturmgeschützabteilung des Heeres vernichtete in drei Tagen 37 Panzerkampfwagen sowie 15 schwere und 15 leichte Geschütze und zweq schwere Flakbatterien. 17 Bunker mit- Beton- und Panzerkuppeln wurden zerstört! Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten die zu starken Widerstandsnestern ausgebauten Häuser in der Stadtmitte. Schlacht- und Zerstörerflugzeuge bekämpften Bereitstellungen der Bolschewisten um Ostrande Stalingrads. Die Eisenbahnlinie noch Astrachan wurde mehrmals angegriffen. Im Raum von Rschew versuchten die Bolschewisten nach stärkerer Artillerievorbereitung die deutschen Stellungen zu durchbrechen. Sämtliche Angriffe brachen im Feuer der deutschen Waffen unter hohen Verlusten für den Feind zusammen. Nördlich von Rschew setzten die Bolschewisten mehrere Angriffe an, hie im Gegenstoß und harten Nahkämpfen abgewiesen wurden. Südlich des Ladogasees und an der Einschließungsfront von Leningrad versuchte der Feind an mehreren Stellen nach stärkerem Artilletiefeuer und unterstützt von zahlreichen Panzerkampfwagen die deutschen Abwehrstellungen zu durchbrechen. Sämtliche Angriffe scheiterten. Feindliche Bereitstellungen südlich des Ladogasees wurden zerschlagen. An keiner Stelle konnte der Feind Geländevorteile erringen. Blickpunkt Australien Von unserem Wk.-Berichterstatter. Von Kriegsberichter Oswald Zenkner. Nfergebüsch ihre Abschüsse, Pak belfert von den gegenüberliegenden Höhen herüber, Panzer schießen aus der Flanke, Fliegerverbände überschütten uns mit Bomben und drehen vor den deutschem Jägern schnell wieder ab, Salvengeschütze schicken ihren Granathagel herüber, und dazwischen knallen die harten Einschläge der Granatwerfer. Es ist eine Hölle: das andauernde Detonieren der Granaten aller Kaliber, das heulende Pfeifen der Geschosse in der Lust, der Regen der herunterfliegenden Splitter, der Staub aufspritzender Erdfontänen, die ständig bebende Erde, der beißende" und stinkende Puloerdampf und dazwischen der harte, fast pausenlose Mündungsknall der Abschüsse der deutschen Batterien, das Tacken der Maschinen- aewehre und Maschinenpistolen, die Abschüsse der Karabiner, der trockene Knall der leichten Infanteriegeschütze — dies alles klingt in diesem dröhnenden Kriegskonzert nur wie das tändelnde Gezwitscher leichter Pikkoloflöten. Und doch entscheiden diese leichten Infanteriewaffen und die Männer, die mit den Wafstn in der Hand kämpfen, die Schlacht. Sie müssen einen Bunker, einen Graben, ein Loch und eine Stellung nach der anderen ausräumen und einzeln nehmen. Denn drüben am Hang sitzen die sowjetischen Auffangbataillone, deren Maschinengewehre genau auf die eigenen Bunker und Stellungen eingeschossen sind und die rücksichtslos auf die eigenen Leute schießen, die den Kampf in der Sowjethölle aufgeben wollen. Wie es in der Stadt selbst aussehen muß, das können wir in dieser Stunde vorerst nicht ahnen. Vor uns brennen die Gebäude am Südrande des Flugplatzes, die Kasernen und die Fliegerschule. Auf dem südlich liegenden Hang, auf dem sich die Bolschewisten eingenistet haben, geht ein Haus nach dem anderen in Flammen auf. Gegen Mittag haben wir die vor uns liegende Hochfläche bewältigt und einen kleinen, in einer Mulde liegenden Vorort genommen. Kaum eines der Holzhäuser ist ganz geblieben, die Dächer sind zerfetzt, die Balken stehen sparrig aus den Bauten, alle Fensterscheiben sind zertrümmert, und die wenigen Bewohner, die noch geblieben sind, hausen in Erd- und Kellerlöchern. Das ist das erste Angriffsziel des Regiments. Der Kommandeur befiehlt sofort Gefechtsstandwechsel. Es ist gar nicht daran zu denken, daß wir die zwei Kilometer bis zur Muße fahren können. Unser Wagen hat schon zwölf Einschüsse, aber der Motor läuft noch tadellos; das Fahrzeug muß geschont werden. Sprungweise kommen wir über die Hochfläche und den Hang, auf dem schweres sowjetisches Artilleriefeuer liegt. Das Gewitter der Salvenschüsse braust über uns hinweg, wir können uns gerade noch hinwerfen, mitten in eine Gruppe gefallener Sowjetarmisten. In das pfeifende Surren paner gleichzeitig ihre Truppen und ihr Material auf Neu-Guinea ständig verstärken, also zu erkennen geben, daß sie gewillt sind, ihre Strategie sowohl vor Papua und vor Port Moresby in keiner Weise zu ändern oder die Taktik sich vom Gegner vorschreiben zu lassen. Schon darin liegt eine große UÜberlegenheit, die von den Briten und Yankees nur dadurch wettgemacht werden könnte, Saß sie ihre aus der Verteidigung vorgenommenen Angriffshandlungen so zu steigern vermögen, daß sie ihrerseits die Japaner in die Defensive zu drängen vermöchten. Dazu sind die Gegner Japans aber nicht stark genug, eine Erkenntnis, die in Australien geradezu eine Schockwirkung aus gelöst hat. Zu allem Ueberfluß hielt der frühere Ministerpräsident Hughes auch vor einigen Tagen noch eine Rede, in der er ausdrücklich auf diesen defensiven Charakter DNB.-Funkspruch. 16. Sept. (PK.) Der schwere Kampf um Stalingrad neigt sich dem Ende zu. Morgens um 4.45 Uhr sind die Infanterie- Divisionen eines Armeekorps zum Sturm an- getreten. Vom Kommandierenden General bis zum Schützen Müller, der vorn im Loch die 75. Nacht feit Beginn der Offensive unter freiem Himmel schlief, weiß jeder Soldat,, daß es ein schwerer Kampftag werden wird. Die Bolschewisten denken gar nicht daran, diese Stadt aufzugeben, sie verteidigen sie mit Klauen und Zähnen und mit allen Waffen, die ihnen noch zur Verfügung stehen. Und wir denken noch weniger daran, uns kurz vor dem Ziel den Sieg entreißen zu lassen; wir greifen mit aller Kraft an. So tritt die große Schlacht in die letzte Phase eines erbitterten Ringens, das eine Zerreißprobe der Waffen, des Materials, der Organisation des Nachschubs und vor allem aber der Menschen ist. Das Gewitter der Artillerie bricht los. Auf engstem Raum stehen die schweren Waffen in den Feuerstellungen und schießen in das Feftungskampf- feld vor der Stadt. Die Sturmgeschütze haben in den Kampf eingegriffen, und mehrere Batterien der Flak sind in der vordersten Linie in Stellung gegangen. Denn vor den deutschen Schützenlöchern sind wieder die sowjetischen Panzer aufgefahren, durchweg 26-Tonner des Musters T 34, die zuerst ausgeschaltet werden müssen. Sie stehen in Löchern, in gut gedeckten und getarnten Rampenstellungen und bepflastern die Hochebene, über die wir hinweg müssen, mit ihren Granaten. Es dauert Stunden, ehe auf engem Raum an die zwei Dutzend schwerer Sowjetpanzer niedergekämpft sind. Dazwischen hämmern die leichten und schweren Batterien unserer Artillerie, bellen die harten Abschüsse der Flak und der Pak, zieht sich das vernichtende Gewitter der Kampf- und Schlachtflieger zusammen, die in rollenden Einsätzen ungeachtet der starken sowjettschen Flakabwehr und der ständigen Bedrohung durch feindliche Jagdverbände — ein Ziel nach dem anderen angrerfen. Dor uns liegt auf einer Hochfläche derStalingxaderFlughafen. Seine Rollbahn ist längst von der deutschen Luftwaffe umge- pflügt worden. Nun fällt der Bombenhagel in die Gebäudemassen der Kasernen und der Fliegerschule, aus denen die Bolschewisten herüberschießen. Schwere schwarze Rauchfahnen stehen kilometerhoch über der Stadt. Große Brände lodern, der Flughafen • und seine Baulichkeiten verwandeln sich in ein einziges brennendes Trümmerfeld. Es ist alles zum Greifen nahe, und doch fin- wir n o ch la n g e nicht da. Denn nun hat sich die sowjetische Artillerie em» geschaltet, mitten aus der Stadt schießen die Batterien, jenseits der Wolga sehen wir im dichten Berlin, 16. Sept. (DNB.) Ostwärts und südlich von Noworossijsk wurden bolschewistische Gegenangriffe abgewiesen. — An der Terekfront tpar ein deutscher örtlicher Angriff erfolgreich, während mehrere feindliche Gegenstöße zerschlagen wurden. Im Kaukasusgebiet zeichneten sich bayerische und württembergische Gebirgsjäger besonders aus. Auf Höhen bis zu 3000 Meter stellen die Kämpfe an die selbständige Entschlußfähigkeit jedes einzelnen Gebirgsjägers höchste Anforderungen. Weder zahlenmäßige Ueberlegenheit noch genaue Kenntnis des Geländes nützt dem Gegner. Die oft mit Unterstützung schwerer Infanterie-Waffen und Artillerie vorgetragenen Angriffe brachen unter blutigen Verlusten für den Gegner zusammen. Im Feftungskampffelo von Stalingrad dauern die heftigen Straßenkampfe an. Alle verzweifelten Versuche der Bolschewisten, den Einschließungsring zu lockern oder zu durchbrechen, scheitern unter schwersten blutigen Verlusten. Jedes Haus ist in ein verharrikatiertes Widerstandsnest verwandelt worden. Häuserblocks bilden festungsartig ausgebaute Stützpunkte mit Infanteriewaffen, Artillerie und schweren Geschützen. Infanteristen und Pioniere brechen mit zäher Ausdauer Stück für Stück dieses Kampffeldes heraus und dringen weiter in die Stadt vor. Im südlichen Stadtgebiet gelana es, eine weitere starke Stellung des Feindes zu durchbrechen und in erbittertem Straßenkampf weiter Boden zu gewinnen Die harten Käinpfe dauern ununterbrochen an. Unter persönlichem Einsatz ihres Divisionskommandeurs, Generalleutnant Hoffmann, haben sich die Flakartillerieabteilungen einer Flakdivision der Granatsplitter und in den Gestank der abziehenden Pulöerschwaden mischt sich das leise Summen tausender glitzernder Schmeißfliegen und der widerlich süßliche Geruch verwesender Kadaver. Und mitten in diesem höllischen Krachen steht ein verwunde- tes Panjepferd, das zu schwach ist, sich vom Platz zu bewegen — ein unvergeßliches Bild der hilflosen Kreatur in diesem Drama des Krieges. Wir sind im Vorteil, unt) dieser Vorteil muß aus- aenutzt werden. Das Feuer der feindlichen Artillerie läßt nach, die Panzer sind ausgeschaltet, die Feldstellungen auf den gegenüberliegenden Hängen wer- den von der eigenen Artillerie niedergehalten. Aber die Kämpfer brauchen auch eine kurze Pause, sie müssen wenigstens Atem holen, ein Stück Komißbrot kauen, einen Schluck Wasser trinken oder aus den zerstampften Gärten eine Tomate beißen können. Es ist gar nicht daran zu denken, daß die Essenholer vor dem Abend durchkommen. Der' Regimentskommandeur dikttert in seinem Erdbunker dem Schreiber den neuen Regimentsbe- fehl. 12.30 Uhr tritt das verstärkte Infanterie-Regiment um Ang riff a u f das zweite Tagesziel an. Auf dem jenseitigen Hang stehen die Trockenhäuser einer Ziegelei, die noch genommen werden müssen, dann hat das Regiment die letzte Höhe vorderStadt erreicht. Ein junger Leutnant wird zum Kommandeur befohlen. Der Offizier trägt das E. K. I und das Jnfanterie-Sturmabzeichen. Der Kommandeur befiehlt dem Leutant: „Sie setzen sich an die Spitze des Bataillons, führen den Angriff und reißen durck ihr Beispiel der Tapferkeit das ganze Bataillon mit. Die Häuser auf der Höhe müssen genommen werden, sonst war der ganze Angriff umsonst." Um 15.15 Uhr hat nicht nur dieses Bataillon, sondern das ganze Regiment seinzweitesTages- ziel erreicht: die letzte Höhe vor Stalingrad! Gleichzeitig ist das Nachbarregiment heranaekommen und damit der Anschluß nach rechts hergestellt. Ebenso hat die linke Nachbardivision den Süv- und Südostrand des Flugplatzes erreicht. 500 Meter weiter beginnt das Häusermeer der Stadt. Die Stürmer graben sich ein, nachdem das Vorgelände vom Feind gesäubert worden ist. Am fernen Horizont der weiten Donsteppe versinkt der Sonnenball hinter den Schleiern dichter Staubwolken. Das Abenlicht glüht rot und flammend und breitet sich dann wie ein feuriger Schleier aus, ehe die Dämmerung jäh und plötzlich hereinbricht. Die ersten Sterne schimmern, bann ziehen sich stahlgraue Wolken wie Batikmuster zusammen. Die zarte Sichel des zunehmenden Mondes schimmert wie ein Lichthauch aus Filigran. Beißender Qualm zieht über die Hänge, und rundum züngeln die Flammen glofender Brände wie riesige Wachtfeuer auf. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, im September 1942. Die Strategie im pazifischen Raum folgt ihren cqenen Gesetzen. Als die Japaner Burma von der ditischen Herrschaft befreit hatten, orakelte man in i tr Weltöffentlichkeit darüber, ob als nächster i chritt der Angriff auf Indien erfolgen i ürde. Die Briten stellten sich in ihrer Agitation 1;rauf ein und versuchten, die Inder gegen die Ja- *ner aufzuhetzen, gleichzeitig aber mit allen Mit- n, die von ihnen selbst .hetbeigeführten Gegen- tze skrupellos zu verschärfen. Nun, die Voraus- gen trogen. Die Japaner blieben an Iren grenzen stehen, eine Taktik, die nicht allein lrch die — Anfang Oktober beendete — Regen- 3?it geboten wurde, sondern bei der auch poli- Ische Ueberlegungen eine Rolle gespielt 1 den dürften; denn die führenden Männer in - jfio sind sicher sehr genau darüber im Bilde ge- 1 sten, welcher Zündstoff sich nach dem Besuche i n Cripps in Indien angesammelt hatte. Die e i t kann auch hier nur im Sinne der japanischen olitkk arbeiten. Dor etwa einem Monat schien sich dagegen I r Schwerpunkt des kriegerischen Geschehens in J tasien nach bepi nördlichen Pazifik ver- ttgert zu haben. Damals standen die A l e u t e n in Blickpunkt des Interesses, so daß pon den poli- tschen Okakeln in Washington und London bereits »gebeutet würbe, Australien sei in bie Etappe ge- Mt. Auch hier hatte man sich zu Fehlschlüssen ttrleiten lassen, wobei sicherlich ber Wunsch bereiter des Gedankens war. Die Ereignisse bei den Ealomon-Jnseln dürften die USA.-Strategen fo^in belehrt haben, daß Japan es unter keinen Umständen duldet, in seiner Südostflanke in die 2>fensive gedrängt zu werden. Es liegt für Wall ngton eine gewisse Zwangsläufigkeit in dem Ersuch, wenigstens die südliche Route an den Satt non-Jnseln vorbei für große Transporte offen« zchalten, denn ber Weg über ben Norden ist ben Ixnfees burch bie Besetzung ber Aleuten-Jnseln Di:baut, während die Seeschlacht bei den Midways «chdrücklich darüber Aufschluß gab, daß ohne Guam Hd Wake ein Vorstoß direkt von Hawai nach $ pan unmöglich ist. Wenn man also in den USA. . im dem Angriff auf die Salomon-Jnfeln als von iner zweiten Front „zur Entlastung der Sowjets" spicht, so ist das eine ber typischen Ausreden, die lii die Verlegenheit auf der Gegenseite offenbaren. Wie groß diese Verlegenheit ist, geht am besten kraus hervor, daß man in Washington vergeblich erraten sucht, wohin die n ä ch st e n Schläge der Japaner fallen werden. Japan hat es von jeher in 6 fern Kriege verstanden, durch die Weitgespanntheit •jener Unternehmungen den Gegner zu lähmen und zu verwirren. Die Gleichzeitigkeit seiner Operationen htt es weder den Briten noch den Nordamerikanern !ittet, ihre Kräfte an einem Punkt zu konzen- en. Als Java besetzt wurde, fiel gleichzeitig n g u n ; am gleichen Tage landeten aber auch nische Streitkräfte auf Neu-Guinea. Es ;n sich noch mehrere Beispiele anführen, so vor n die meisterhafte Tarnung ber Aleuten-Be- ng burch ben zur gleichen Zeit unternommenen stoß nach ben Mibway-Jnseln. Das Rätselraten Gegner Japans ist also berechtigt, beweist aber , in welchem Maße Japan bie strategischen Iain ber Hanb hält. Es ist nicht gewillt, sie bem nerbe". . I fon Australien selbst ist man seit der Schlacht bet ier Salomon-Inseln jäh seiner HUflosigkeit und LcAassenheit bewußt geworden. Die zähe Methodik ir japanischen Strategie, die genau immer die Gdmittpunfte der australischen Verbindungslinien ilgu treffen weiß, hat für Australien etwas Lahmende-. Von den USA. her gesehen ist der Vorstoß raf) ben Salomon-Inseln der Versuch, sich an de er entscheidenden Stelle festzusetzen und den Japanern zuvorzukommen, sie also in die Defensive j'zu zwingen. Sie haben sich aber nicht überraschen (o||en, denn sie wissen sehr wohl, baß die Be- > stwschung ber Salomon-Inseln zusammen mit der *ermäh-)■ ^uas/bas auf bem Wege nach ben Salomon- ' f Kein spitz in bas Korallenmeer hineinragt, aus- > st-iggebend für die Beherrschung Australiens ist. i ater gerade an diesen Punkten konzentriert sich der oinmerl8d Kampf der Japaner. Die gelandeten USA.-Truppen Maui ben Salomon-Inseln sind eingekreist, em ver- ,,2 lvrnes Häuschen in ber unendlichen Weite des ' M/? Pastfik. Der endgültige Besitz Papuas ist zwar noch uirtritten, aber für Australien bedeuten die Kämpfe 1! ein Alarmzeichen erster Ordnung, zumal bie Sage ''hei Port Moresby alles andere als beruhigend Pst unb bie Besetzung der Norbaustralien vorge- Icgtrten Inseln Aru Kei und Tanimber eine .peitere Voraussetzung für ben Angriff auf Australier bißet. 1 2*ie australische Presse macht immer wieder mit demlichen Anzeichen heftiger Nervosität auf blese miralgischen Punkte aufmerksam, wobei ausschluß- nie) äst, daß die übertrieben optimistischen nord- ßÄ'5> afrikanischen Meldungen keineswegs zur Beruhl- giia beigetragen haben. Denn man übersieht in C ■ M'tralien keineswegs, baß die USA. bei ben Sa- *61< lmvn-Jnseln zur Offensive übergegangen sind, weil ofstraße! st aus einer Defensivlage heraus nicht anders |Q jfmnten. Als Erschwerung kam hinzu, daß die Ja- Die mißglückte Landung von Tobruk Ein feindliche Feuerstellungen, Bunker und Kampfstände mit beobachteter guter Wirkung. Auf dem Ladogasee wurden rin Sowjet- bewacher und ein Frachtschiff durch Bombenwurf beschädigt. In der Zeit vom 5. bis 15. September verlor die Sowjetluftwaffe 1215 Flugzepge, davon wurden 936 in Luftkämpfen, 212 durch Flakartillerie und 43 durch Verbände des Heeres' ab- geschossen, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Z6it gingen an-der Ostfront 87 eigene Flugzeuge verloren. Einschließlich der schon früher gemeldeten feindlichen Verluste vernichteten finnische und deutsche See- und Luftslreitkräfte im Laufe dieses Sommers 26 sowjetische Unterseeboote. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden die in der Rachl zum 14. September bei Tobruk unter Einsatz von Luft- und Seestreitkräften gelandeten britischen Truppen im engen Zusammenwirken deutscher und italienischer Kräfte nach hartem schnellen Kampf vernichtet oder gefangengenommen. Die feindlichen Flotkeneinheiten wurden von Küstenbatterien und Flakartillerie unter gutliegendes Feuer genommen und dabei drei Zerstörer, einige Korvetten und zahlreiche Landungsboote'versenkt. Die daraufhin nach Osten ab- drehenden Schiffseinheiten wurden von deutschen und italienischen Luftwoffenverbänden angegriffen, die zwei Kreuzer und einen Zerstörer und mehrere Vlotortorpedoboote versenkten. Wettere kleinere Einheiten wurden schwer beschädigt. Diutsche Räumboote brachten ein britisches Sch nellboot mit 117 Gefangenen in den Hafen non Tobruk ein. Neun feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeschossen. Insgesamt wurden 580 Gefangene, darunter 34 Offiziere eingebracht; außerdem verlor Die Briten -sind kuriose Leute. Sie, unternehmen auf Geheiß Churchills von Zeit zu Zeit Landung s v e r s u ch e , bei St. Nazaire, bei Dieppe, und jetzt wieder bei Tobruk. Sie haben dafür alles mögliche bereitgestellt, Kriegsschiffe, Transporter, ausgesuchte Mannschaften sowie Flugzeuge, und wenn dann die Landungsaktion verhagelt, die Verluste schwer sind und sich die Truppen nur mit Mühe in 7>ie bergenden Schiffe flüchten konnten, dann behaupten sie, man habe ja in Wirklichkeit keinen Landungsversuch gemacht, sondern nur sehen wollen, wie stark der Feind wirklich sei. Da aber der Feind stärker ist als die Briten, die Niederlagen unzweifelhaft feststehen, Kreuzer und Korvetten und Landungsboote regelmäßig bei diesen Versuchen ver- enkt und Gefangene gemacht werden, muß man chon sagen, daß die Briten recht bescheiden ge- vorden sind, wenn sie behaupten, sie hätten ja überhaupt nichts Ernstliches unternommen. Dieppe war beispielsweise unzweifelhaft, wie aus den uns in die Hände gefallenen Befehlen Churchills hervorgeht, der Versuch zur Errichtung einer zweiten Front. Und Tobruk? Wenn man die Kräfteverhältnisse in Nordafrika berücksichtigt, hatten die Briten diesen Landungsversuch mit durchaus zureichenden Truppen und vor allem auch Kriegsschiffen' angesetzt. Nachdem zwei Zerstörer, einige Korvetten und mehrere kleinere Kriegsschiffe im Feuer der deutschen und italienischen Verteidigung sanken, ist es klar, daß es sich hier nicht, wie die verlegenen Briten der Welt vorlügen, um eine „Aufklärungsaktion" handeln sollte, sondern um einen ernsthaften Versuch, im Rücken Rommels so etwas wie eine zweite Front zu errichten. Daß auch dieser Versuch im Feuer der Verteidiger zusammebbrach, ist das Pech Churchills, Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. Am Terek scheiterten mehrere feindliche Angriffe. In der Schlacht um Stalingrad wurden in erbitterten Kämpfen weitere bedeutende Geländegewinne erzielt. Verbände der Luftwaffe unterstützten den Kampf des Heeres und griffen den feindlichen Nachschubverkehr auf Bahnen und Straßen im Vlündungsgebiet der Wolga an. ,3m Raum von Woronesch nahm der Feind seine Angriffe mit stärkeren Kräften wieder auf. Er wurde in harten Kämpfen unter hohen Verlusten abgewiesen. Bei Rschew wurden bei der Abwehr wiederholter feindlicher Angriffe im Bereich tines Armeekorps am gestrigen Tage 106 Panzerkampfwagen, davon 71 allein im Abschnitt einer Infanteriedivision vernichtet. An anderer Stelle wurde ein eigener örtlicher Angriff erfolgreich durchgeführt. Im Rordabschnitt der Front brachen örtliche Vorstöße der Bolschewisten zusammen. Südlich des Ladogasees wurden schwächere feindliche Kräfte eingeschlossen und vernichtet. ArKllerie bekämpfte Der neue japanische Außenminister. Tokio, 17. Sept. (DRV. Funkspruch.) Der Präsident des Informationsbüros der Regierung 2Ha- fayuki Toni wurde zum Außenminister ernannt Er steht im 54. Lebensjahr. 1914 trat er in die Dienste des Außenamtes und war in Kanton, Hamburg, Holland, Paris, Washington und Blandschn- kuo. 1933 war er Gesandter in Oesterreich, 1936 Geschäftsträger in China und wurde dann unter Arita 1940 Vizeminister. ciirie fü Eesamtbe »Ehr als Meßen 1542/43 fc lrstbeslei Auf der tergjtcigei ijor Albe «ekle Ar Ms vol tagen ma Der Gro Ä dem e ' M Lurop Der Britenangriff auf Tobruk. Die Pfeile bezeichne^ die beiden Buchten, in denen die Briten ihre Truppen an Land zu setzen versuchten. — (Scherl-M.) der Feind eine große Anzahl von Toten. Umfangreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet Unter den Gefangenen befinden sich zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten britischen Kriegsschiffe. Die eigenen Verluste sind gering. An der Front von A e g y p t e n bekämpften leichte deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Kraft- wagenanfammlungen der Briten mit großer Wirkung. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen über Nordafrika und Malta 25 britischeFlug- zeuge bei einem eigenen Verlust ab. Heber dem Seegebiet westlich Brest sowie bei Einflügen in die befehlen Westgebiete wurden fünf britische Flugzeuge abgeschössen. 3m Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge in der letzten Rächt die Hafen- und Industriestadt Boston an. Es entstanden zahlreiche Brände. 3n der westlichen Rordsee versenkten Vor- poslenboote in einem kurzen Seegefecht zwei britische Schnellboote und schossen ein drittes in Brand. An der ägyptischen Front errang Oberleutnant Marseille seinen 145. bis 151. Luft* sieg. aufhört und ihm andächtig lauscht. Zitternd ver- furche schießt und gleich einer rostbraunen Welle raten die beiden weißen Halbmondsteckc am Hals I darin auf- und niederjagt. Zuweilen springt es wie W Junge i ;igen Rl -Heren 21 ch der § IngrifT fl «opfert -inben sa §rr hat. Jiff 75001 Der Sc chen des Midi di t’ Nci, seit Jahresbeginn 1942 alle Rekorde des ersten Bauherrn von Amerika ... . Aber Kaiser, der Rüstungsspekulant, will und muß produzieren. Kaiser will Schiffe bauen und Flugzeuge und mit Zahlen bluffen. Kaiser braucht darum Rohstoffe. Kaiser braucht stahl um jeden Preis — und Kaiser scheut keinen Preis, keine Mittel, keinen Raubbau an den Reserven des Staates. Bis das Gericht ihm feine schwarzen Geschäfte verbietet, die er — und das ist ein treff-, liches Schlaglicht auf die Geschäftemacherei der amerikanischen Rüstungsindustrie in ihrer Gesamtheit! — nicht als sein Privileg, sondern als das Uebliche im Lager aller seiner Konkurrenten bezeichnet. Kaiser, der Routinier, wird weiterhin seine Geschäfte machen, wo immer nötig, auf Kosten des amerikanischen Staates. Daß seine Schifte, einmal aus seinen Werften, den Weg aller Schiffe, aus den Grund des Atlantik, nehmen, was vermag das einen Kaiser zu stören, solange Geld in ferne Vorje fließt ... Spannung zwischen Schwarz und Weiß in den LlSA. Genf, 14. Sept. (DNB.) Der Krieg hat die Negerfrage in den USA. wieder akuter denn je gemacht. Der Neger, der weiß, Laß man ihn m der Wehrmacht und in der Kriegsindustrie braucht, tritt immer anmaßender auf. Kürzlich hatte in der Neuyorker Halbmonatsschrift „Pic" , ein Vertreter des Kadettenkorps der Staatsuniversitat Louisiana der Befürchtung Ausdruck geaeben, die weißen Amerikaner würden nach dem Kriege gezwungen fein, „ihre Ellbogen an solchen von Negern zu yeiben . Der Neger C. Imine erklärte in einer Erwiderung, di» Weißen würden sich im Kriege daran gewöhnen müssen, mit den Negern nicht nur die „Ellbogen zu reiben", sondern mit ihnen zusammen zu schlafen, zu essen und ständigin eng st er Gesellschaft zu leben. Den Negern genüge auch nicht die Aufforderung der Weißen, mit ihnen für Derno- - kratie und Freiheit zu kämpfen, sondern sie wünschten darüber hinaus .die Anerkennung der R a s s e n g l e i h e i t. Der Neger S. B. Jackson ironisierte die amerikanischen Angriffe auf die deutfche Rassengesetzgebung und erklärte, Amerika unterdrücke ohne Gesetzgebung durch Lynchmorde die Negerrasse und verfolge sie unerbittlich. Die Erörterung zeigt, daß die Spannung zwischen Weiß und Schwarz in den USA. wächst und daß die Bevorzugung der Neger durch den Präsidenten und noch mehr durch Frau Roosevelt nur zur Erhöhung dieser Spannung beiträgt. Wie die „ftorktown" versenkt wurde. der Gallipoli, Dieppe und jetzt auch Tobruk au, dem Gewissen hat. , Ä rr „ .. .. Wie die anglo-amerikamsche Oeffentlichkeit, die begierig auf weitere Nachrichten über das Tobruk- abenteuer Churchills wartet, von der britischen Kriegführung behandelt wird, geht aus den Berichten der Admiralität hervor. Seit Mittwoch nacht hat die Admiralität nichts weiter von sich hören lassen als, die Verteidigung sei stark gewesen und die Truppen hätten bei ihrem Rückzug von Tobruk ernste Verluste erlitten. Natürlich ergeht sich die Phantasie der Londoner Presse in allerlei Vermutungen, die amerikanische Telegraphen-Agentur United Preß weiß aus London zu berichten, die britischen Kriegsschiffe hätten ein heftiges Bombardement auf Tobruk eröffnet, englische Truppen seien gelandet und „bis an die Befestigungslinien der Achsenmächte vorgedrungen, worauf sie sich wieder einschifften". In einem anderen Zusammenhang sagt die United Preß, der Widerstand sei hart gewesen. Aber man stelle sich vor: die britischen Truppen gelangen angeblich bis an die Befestigungslinien, darauf kehren sie einfach wieder um und flüchten sich auf das offene Meer! Jeder Leser muß annehmen, sie seien entweder zu feige gewesen, die Befestigungen anzugreifen, oder, der Widerstand sei so furchtbar gewesen, daß — die Briten unter starken Verlusten ins Meer getrieben wurden. Genau so wie bei St. Nazaire, bei Dieppe und vorher bei Andalsnes, ober, im Weltkriege, bei Gallipoli. Aber die englische Admiralität schweigt verlegen. Aber Stockholms „Aftonbladet" meldet aus London, der kurze Bericht der englischen Admiralität über den britischen Landungsversuch habe in London „wie eine kalte Dusche gewirkt". Und das glauben wir gern ... Nie falte Dusche von Tobruk Von unserer Berliner Schriftleitung. Mg E Sier erf #e nürte J’1 lWbulg' Menscha! Mut 'N. Sf rre *8 „ qtr--rd>" MSVlw E . IMS 19dd das Morgenfrühstück. Ach, ist das eine Lust, mit den roten Beinen in dem Halmengewust herumzustrampeln! Gierig zausen die hungrigen Schnäbel die reich gefüllten Lehren, klauben, beuteln und picken. Das Wohlbefinden des Taubers hat den Höhepunkt erreicht, als er sich plötzlich mit kleinen Schritten im Kreise zu drehen beginnt, dienernd den stahlblauen Hals bläht und laut zu rucksen anfängt. Dies gefällt seinem Weibchen so gut, daß es sofort zu fressen Wn @ Diertc noc M. um ^Ke Wü ften die Fen die; 'S mnienI 2 Nei ? Nn ? eine 2 Fet1 Gr :■® mit b gleicht st » 3eg SW Ringelhals. Ein Tierbild von Kurt Änaak. Die Frühsonne überflutet das Stoppelfeld mit eitel Gold, daß es eine Lust ist, darauf entlang zu gehen und den Blick über den weiten Ackerrücken schweifen zu lassen. Die Roggengarben trocknen, zu Mandeln zusammengestellt in langen Reihen. Der Tau tropft von ihren reifen Aehren und versiegt. Dampf wallt empor, und der Boden der Erde quillt aus den klarfunkelnden Stoppelzeilen dringlich auf, Herz und Lunge belebend. Spitzmäuse zwitschern erregt auf der Käferjagd, Brand- und Feldmäuse huschen flink um die Roggenpuppen, rutschen hinauf und herunter und knabbern und schroten die mehligen Körner nach Herzenslust aus den Spelzen. Aber nicht nur die Mäuse wissen das Korn zu schätzen, die Wildtauben aus der Bauernheide sind auch Liebhaber dafür. Ringelhals, der Tauber, hat eben von dem Dürr- zacken einer alten Birke seinen Morgengruh in die Feldmark hinausgerufen. „Gru gru-grugrugru gruh!", verklingt seine tiefe, volltönende Stimme. Dann singt jein Flügelschlag über dem Baumwipfel, seine Schwingen klatschen, und schon ist seine Familie vom Heiderande beisammen Reißend kommt der Zug der viet Wildtauben herangerauscht. Kein anderer Flieger tut es ihnen an Schnelligkeit gleich, aber auch nicht an Vorsicht. Einen weiten Kreisbogen beschreiben sie über dem Stoppelacker und schwenken bamf erst, da alles in Ordnung ist, auf den Puppen ein, noch ein ganzes Weilchen ringsum äugend. Dann erst beginnt des minniglichen Vogels den unablässigen Atern- stoß der Kehle. Die beiden Jungtauben flattern indessen zur Erde hinab, wo genug Körner verstreut umherliegen, laufen eifrig kreuz und quer und füllen ihre Kröpfe. Aufmerksam äugen die beiden Altoögel zu den Kindern herab und vergewissern sich ihrer aller Sicherheit. Dann gleiten auch sie zu ebener Erde. Wie kleine Flöckchen Himmelsgezelt trippeln sie nun alle vier zwischen den goldgleißenden Puppen einher. _ Die Sonye meint es indessen zu gut. Das Stroh knistert in der aufkommenden Dürre, und selbst im Schatten unter den eingebundenen Garben wird es warm. Quick, das spannenlange Mauswiesel, das dort zusammengerollt schlief, merkt die Hitze auch jetzt und schnellt sogleich auseinander: Mit wenigen zierlichen Strichen seiner kleinen, krallenbewehrten Vordertatzen hat es sich schon gewaschen und gekämmt. So eilig tut es dabei, als Hütte es seine gewohnte Zeit verschlafen. Dabei lebt es in diesen Tagen, wo es überall täppisches Jungtier in reicher Fülle gibt, eigentlich zeitlos und genießt die sorglosesten Stunden seines unsteten Lebens: denn immer ist hn Sommer seine Tafel voll gedeckt. An Mäusen hat es keinen Mangel, Rebhühner lassen sich beim Sonnenbade überrumpeln. Zuweilen gelingt es ihm auch, einen schläfrigen Hasen zu überfallen, juchheißa, wie gestern den alten Rammler am Feldrain! In der Kornpuppe ließ es sich darauf gut und sicher ruhen. Aber jetzt, wo Quick erneut Hunger empfindet, ist er mit einem Satze am Rande seines strohernen Zeltes und schiebt, vorsichtig mit dem rosigen Näschen schnuppernd, seinen Kopf durch die Lücke zwischen den Garben. Seine breiten Ohren zeigen im Widerlichte deutlich das reich verzweigte Adernetz. Die weißen Nadelspitzen seiner Reißzähne werden beim Schnuppern zuweilen sichtbar, und die Schnurrhaare beiderseits der Oberlippe tun so aufgeregt, daß man vor dem Gesicht mit den funkelnden Augen ordentlich Angst haben muß, noch mehr, als das Tierchen mit einem Ruck in die Acker- Stockholm, 16. Sept. (DNB.) Nach einer Reutermeldung gab das Washingtoner Marine- minifterium bekannt, daß der 19 900 Tonnen große Flugzeugträger „Yorktown" in der Seeschlacht bei den M i d w a y - I n s e l n durch japanische Bomben- und Torpedoangrifte versenkt worden ist. Die „Yorktown" war ein Schwester- schifs der „Entreprise", die ebenfalls bei den Kämpfen im Pazifik von den Japanern versenkt worden ist. Beide Schiffe waren 1936 vom Stapel gelaufen, hatten eine Geschwindigkeit von 34 Knoten und führten 60 Flugzeuge an Bord. Die Besatzung belief sich auf über 2000 Mann, von denen rund 850 Mann Flugzeugpersonal waren. Die ersten vernichtenden Bombenschläge hatten das große Schiffe bereits am ersten Tage der Schlacht getroffen. Der Flugzeugträger wurde später erneut angegriffen. Von Torpedoflugzeugen erhielt er zwei Trester und nahm so starke Schlagseite, daß der Befehl erteilt wurde, das Schift zu verlassen. Kreuzer und Zerstörer nahmen Hunderte von Besatzungsmitgliedern auf, die ins Wasser gesprungen waren. Am nächsten Morgen schwamm das Schiff noch, es wurden zwar Versuche gemacht, es wieder aufzurichten, aber ein japanisches U-Boot gab ihm den Gnadenstoß. Durch Torpedotreffer sank die „Yorktown" rasch, zusammen mit einem in der Nähe befindlichen Zerstörer. Syriens Beamte drohen mit Streik. Sofia, 17. Sept. (Europapreß.) Wie man aus Beirut erführt, drohten die syrischen Staatsbeamten der Regierung, in Streik zu treten, um gegen d i e Teuerung, vor allem den Mangel an Brot, Mehl und Zucker zu protestieren. Die syrische Regierung war gezwungen, ihnen ihre Gehälter für eineinhalb Monate auszuzahlen und für sie ein Nahrungsmittellager bereitzustellen, das den Militärbehörden vorbehalten war. Auch die Regierung des Libanon mußte den Arbeitern und Privatangestellten eine Erhöhung ihrer Bezüge um monatlich 60 bis 120 v. H. gewähren, um Zroteftkundgebungen ein Ende zu fetzen. Churchill bloßgesteltt. Die tatsächliche Auswirkung der Unruhen inJndien. Schanghai, 16.Sept. (Europapreß.) In der gesetzgebenden Versammlung in Neu-Delhi wurde von Dem nationalistischen Abgeordneten des Pun- schab, Singh, ein Antrag eingebracht, der i>ie ofortige und vollständige Unabhängigkeitserklärung iir Indien fordert, ferner Aufhebung des Versammlungsverbots, sofortige Haftentlassung Gandhis und Kunst und Wissenschaft. Hochschulnachrichten. Der a. o. Professor Dr. med. habil. Alexan - der Freih err von Danckelman von der i Charite in Berlin wurde von der Reichsuniversität < Straßburg zum Direktor der Orthopädischen Uni- . versitätsklinik bestellt. Er munbe 1898 in Montevideo geboren und habilitierte sich 1938 in Berlin. | — Der Dozent Dr. phil. habil. Fritz Bopp ist beauftragt worden, an der Universität Breslau das Fach theoretische Atom- und Kernphysik zu ver- i treten. Bopp wurde 1909 in Frankfurt a. M. ge- i boren, promovierte 1937 in (Böttingen, habilitierte sich 1940 in Breslau und wurde 1941 Dozent. Er war dann am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Physik j in Berlin-Dahlem. — Der außerplanmäßige Professor Dr. Lutz Mackensen ist zum ordentlichen j Professor an der Neichsuniversität Posen für ältere deutsche Philologie ernannt worden. Mackensen i MN i-Seres ( iDwakei) 1). Nichts 11, Napol M Rui zer Sich per zu 1 iiboD n Jtwmnsht Büchertisch. — Die Dichtung im kommenden Europa. Weimarer Reden 1941. 64 Seiten. Pappband 2,60 : RM. Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg j 1942. — Der Band vereinigt die Ansprachen und , Reden, welche auf dem Weimarer Dichtertreften des Jahres 1941 — im Zeichen des europäischen Zu- i sammettschlusses gegen den bolschewistischen Welt- | feind und unter Beteiligung der meisten europäischen Nationen — gehalten wurden, so von Ministerialdirigenten Haegert, Oberregierungsrat Dr.Erckmonn und Hanns Johst als Präsidenten der Reichsschrist- tumskammer. lieber den unmittelbaren Anlaß hinaus interessant und von grundsätzlicher Bedeutung erscheinen die. Reden von Bruno Brehm („Unser Kampf im Osten") und Moritz Jahn („Zukunftsauf- s gaben der europäischen Literatur^). Im ganzen gibt । dieser Sammelband ein auftchluhreiches Bild vom Wesen der alljährlich wiederkehrenden Weimarer ; Dichtertreffen, vom Geiste der gegenwärtigen Schrift- j fteUergeneration in der Mehrzahl der europäischen Länder, und von der Bewährung der jungen Dichter im Kriege; über dieses Thema äußert sich Hans Baumann temperamentvoll aus persönlichem Front- \ erlebnis. Hans Thyriot — Jahrbuch des Auslandsamtes der deutschen Dozentenschaft. Vorträge und Berichte zwischenstaatlicher Tagungen. Heft 1: Bul- I garisch-deutsches Akademikertreffen in Leipzig 8. bis 14. Juni 1941. Verlag Bibliographisches Snftitut, 1 Leipzig 1942. — Das über 200 Seiten starke Jahrbuch enthält nach dem einführenden Teil den Wort- | laut der zum Tagungsthema (Bulgarisch-deutsche Wirtschasts- unb Kulturbeziehungen) in den verschie- 1 denen Arbeitskreisen gehaltenen Vorträge. Eine Reihe von ihnen erscheint über das Spezialthema 1 und Den besonderen Anlaß hinaus für die breitere , Öffentlichkeit interessant und aktuell; wir nennen etwa die Referate über die Deutsche Bücherei, über Theater, Architektur und Literatur im neuen Deutschland, über Wesen und Bedeutung des Arbeits- und Genesungswillens, über Gemeinsames in Der Ge- schichte Deutschlands und Bulgariens, über Handels- 1 beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien, > über grundsätzliche Fragen der Kriegschirurgie, über Paradentose und über Grundlagen und Bedeutung der menschlichen Erblehre. Hans Thyriot. Wahren hon (Süi U Währ Men Klagte pli llwalt q K Stell, Herber f: Alich ge; Pistol >5 Revol Äoatsani 'n Gerich P flüchte! Mommer geklagt N nicht Hier Don ein Pfeil von der Sehne geschnellt über das Brom- beergeranfe, und dann ist es wieder ganz und gar verschwunden. Wahrscheinlich ist es den vor Angst zwitschernden Mäusen in die vielverzweigten unterirdischen Wohnungen nachgefolgt. Soeben taucht es wieder hinter einer Getreidemandel auf, schlieft aalglatt hindurch und sitzt kerzengerade aufgerichtet plötzlich davor. Steif wie ein Stock beobachtet es die Tauben, die kaum zehn Meter vor ihm die Stoppeln absuchen. Sie haben das quecksilbrige Tierchen nicht bemerkt, auch Ringelhals, der Tauber, nicht, obwohl er ihm am nächsten ist. Jetzt schaut er auf, um sofort weiterzupicken. Das Wiesel war nicht in seinem Blickfeld — wie ein Taschenmesser klappte es vorzeitig zusammen und duckte sich glatt auf die Erde. So schiebt es sich heimlich bis zur nächsten Korn- puppe. vor und verhält darin. Immer näher sucht sich der Täuberich nach Den Getreidekörnern heran. Deutlich sieht Quick Die gelben Ringe seiner Iris, die weißen Bugflecke an Den Schwingen. Den ganzen taublauen Federkörper, der bedeutend großer als das Wiesel ist, umfängt es mit Der ganzen Jagdleidenschaft, die ihm eigen ist. Da ist fein Halten mehr. Der kleine Räuber fiebert an jedem Nerv. Nur etwas näher müßte der hübsche Vogel noch kommen, aber nun biegt er in Der Richtung ab und folgt feinen Familienmitgliedern. Sofort hat das Wiesel die veränderte Sachlage erkannt, schlupft an die nächste Garbenlucke, ruftcht hinterher, verhält unter einem Lappen, und während Ringelhals auftchaut, fährt es ihm schon an Die Kehle. Zu spät guckte Der Tauber auf. Wohl schlagen seine Schwingen Die Luft und reißen chn mitsamt dem Raubtiere hoch, aber um so schneller sollen sie in ihrer Kraftlosigkeit zurück. Federflaum fliegt auf, die glasklaren Augen des Vogels brechen im Frühsonnenschein. Gierig leckt Quick sein warmes, rotes Blut, das ihm aus Dem Halse rinnt, während Die anderen Tauben erschrocken davonstieben. — Die Wärme wabert über Den Stoppeln, Die Eidechsen hasten. Die Grillen zirpen. Ein Rebhuhn ruft vom Feldrain her ... Quick schläft wieder unter einer Kornmandel ... seiner Mitarbeiter sowie Zurückerstattung aller Geldstrafen. - M Mitglieder Der britisch-indischen Verwaltung wanden sich gegen die Bemühungen Churchills, die Unruhen in Indien als unbedeutend hinzustellen. Ein Mitglied Der Postverwal ung teilte mit, daß 550 Postgebäude von aufständischen Indern angegriffen worden seren. 53 feien bis auf Die Grundmauern nieDergebrannt und etwa 200 völlig unbrauchbar, Hunderte von Kilometern Telegraphen, und Telephonleitungen feien zerstört. Ein Mitglied des Amtes für Kriegstransporte teilte mit, daß die Schäden der Eifenbahnverwaltung sich auf weit über 750 000 Pfund belaufen. In der Aussprache wurde festgestellt, daß die oon Churchill gemachten Angaben über die bisherigen T o des- opfer bei den Unruhen nicht im entfernte st en den tatfüchlichen Zahlen nahekämen. Hafen Mana l/me/jriaujc] > -T / W' - -'''z Manoe/Auda . TOBRUK, jk s berufene Gefolgsmann wahrend der Einberufung, <44110 VvF \jifl01 Q/Ivptlt« so leben die Reckte und Pflichten, wenn auch nur in beschränktem umfange, wieder auf. Der Unter- e - Erinnerun, >Ntt K. M. kämpfen! rin tfeuer sich weiter verbreiten kann. iffen unb W. ■ bei fünf idjle rast. Dir. über lug. er. M Na- mnnt n die »am- dschv. 6 (5c- Ma noch der , , „ geheimnisvoll mächtig ist, da künden noch Bauwerke von dem Geschehen, das sie selber erlebten, das sie sahen oder zu dessen Erinnerung sie geschaffen nehmer hat insoweit insbesondere die Pflichten zu erfüllen, die ihm durch den Tod des Gefolgsmannes erwachsen, wie z. B. die Zahlung eines auf Grund der Tarifordnung, Betriebsordnung oder einer Berber Luft wie von einer zähen Flüssigkeit umschlossen. Tropengeruch, der dem Boden entströmte, der Gestank der nahen Oelquellen und der sqlzig-herbe Atem des Ozeans vereinigten sich zu einem be- täubenden Parfüm, das die Stickigkeit der Atmosphäre noch zu verdicken schien. Seltsam klar und keusch ragte im Westen die Pyramide des Pik Orizaba schneeig schimmernd aus der irdischen Welt in die dünne Luft und die reinen Bezirke des Himmels hinein. Fern am östlichen Horizont, wo der Azur und das blaue Wasser verschmolzen, zog ein Schiff mit vielen Lichtern -seine Bahn. Sein Kielstreif hing wie der silberne Schweif eines Kometen sanft gekrümmt im unendlichen Spiegel der See. Der Fremde, dem Frank Forester den Weg gewiesen hatte, verhielt vor dem dritten Haus, das Jens Orgasfa gehören sollte und das sich in nichts von den anderen Ingenieurhäusern unterschied, an denen er vorübergegangen war. Der Panamahut, tief in die Stirn gezogen, verschattete sein Gesicht. Es war dunkler als Europäergesichter- hier sonst zu sein pflegten, wo weiße Haut ein Adelsprädikat war, das man nicht leichtsinnig aufs Spiel fetzte. Es war ein kaltes, scharfes Gesicht, wie aus Stein gehauen,- ober nicht aus Marmor, sondern aus einem spröden, härteren Material. Hunger oder Leiden hatten es gezeichnet. Zwei tiefe Kerben Kefen von den Nasenflügeln sichelartig zum Kinn. Der Mund war schmal. Die Lippen entblößten, wenn sie sich öffneten, zwei Reihen starker, sehr weißer Zahne. Die Dreiecke der Wangenmuskeln traten scharf hervor. Das Kinn war fest, die Haut schimmerte weiß, als hatte der Mann erst vor kurzem einen Bart abgenommen, der es der Sonne bis dahin verwehrt hatte, auch diesen Teil seines Antlitzes zu verbrennen und aus- zudärren. Die Augen waren hell, von der gefährlichen, farblosen Helligkeit jungen Eises auf sehr tiefen Seen. Ein böses Licht glitzerte in ihnen/ Das ganze Gesicht war böse. Es war das Gesicht eines Mannes von großer Willensstärke, aber mit ?mem bösen Ziel. (J^tsehüng folgt.) Sinnbilder deutscher Geschichte. Zur ersten Reichs ftraßensamm- lung zum Kriegswinterhilfswerk 1942/43 werden 16 Glasplaketten mit Darstellungen deutscher historischer Bauten und Denkmäler verkauft werden. einbarung zy gewäbrenden Sterbena Halts an die Hmteroliebenen. Durch die Zahlung Dor« bri. tanb. Ober, ufb xan- n der erfüdt Uni« Honte- Berlin, jp 'st iu das l ver« N. ge- litierte nt. Er Physik - Pro- Glichen ältere Lensen Karen doch um 'n ganzes Stückchen näherbringen, wie?" Eip leises Gelächter folgte. „Ach, halt's Maul!" knurrte Formier grob. Seine Grobheit klang ein wenio kläglich. Sie waren beide Angestellte der Baxter Oil Company. Forester hatte die Abenteuerlust verlockt, fünf Jahre lang das Oelkomp von Buena Esperanza nach besten Kräften freizuhalten von Malaria, Gelbfieber und Blattern, die sanitären Einrichtungen der Arbeiterbaracken und der Ingenieursiedlung zu überwachen und bei den nicht eben allzu selten vorkommenden Unfällen ärztliche Hilfe zu leisten. Sein Freund Jim Hawkins war Ingenieur. Forester lauschte noch immer in die Richtung, in der sich der Unbekannte entfernte. Er fächelte sich mit der Grammophonplatte Kühlung zu. „Ueberfall —", murmelte er. „Ach, Mensch, vier- oder fünftausend im Jahr mehr, da solltest du mal sehen, was ich täte —" Hawkins rekelte sich in seinem Strecksessel faul auf die andere Seite. „Du bist ein unheilbarer Idiot, und es macht mich verzagt, wenn ich an deine Zukunft denke", sagte er liebenswürdig und mit einem ehrlich besorgten Unterton in der Stimme. „Ich meine, du bist ein Idiot, wenn du noch nicht erkannt hast' daß du von Karen Orgassa einen Korb bekommst, ob du nun fünf- oder fünfzigtausend verdienst — wenn sie dich nicht nehmen mag. Und daß sie, wenn sie dich mag, dich nimmt, wenn du mit der Drehorgel durch die Indiodörfer ziehst. Jawohl, und wenn sie dich sehr mag, verstehst du, dann dreht sie noch die Kurbel für dich und fammelt die Centavos auf. Aber du hast von den Frauen ja nie was verstanden." Er seufzte tief auf und erhob sich: „Gute Nacht, Frank, ich laß mich jetzt von den Moskitos fressen. Sie sind schon ganz ungeduldig, daß ich so lange ausbleibe. Dudel du deine Serenaden nur weiter, wenn es dich beruhigt. Ich finde sie zum Kotzen, aber sie stören mich nicht weiter." Die Nacht war erstickend heiß. Die Palmen stan- den schwarz und regungslos unter den Sternen, als voc/etn sie wie stne Dorwelttiere in Bernstein von Aus aller Wett. Des Schachturnier um die Meisterschaft von Europa. von Wehrmacht- und Versorgungsbezügen sowie von Familienunterhalt hat das Reich lediglich die laufenden Verpflichtungen des Unternehmers gegenüber feinen Gefolgschaftsmitgliedern abgelöst, nicht aber auch einmalige, wie die Zahlung eines Sterbenachgehalts. In einem Kommentar des Amtes für Rechtsberatungsstellen zu der Entscheidung heißt es, daß die uug. den Hz« enen Heute beginnt unser neuer ORomon „Ein Mann rechnet ab" von Horst Hiernach kn len, (ett lere itn- ir ein. -ge. »e, rht Menschen, Ernte, Vieh und Gebäude... Lustschuhmaßnahmen, die sich aus dem Lande bewährt haben. Der deutsche Sport sammelt für das MW Oie NSRL.-Gemeinschasten Gießens zum Sammeln bereit. Ä 'e E s breit-- ,-i, uhf der A s Wenn der Gefolgsmann fällt... Das Amt für Rechtsberatungsstellen der DAF. zitiert in feiner Entscheidungssammlung ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Stuttgart über das Sterbenachgehalt. Während der Einberufung ruhen nur solche Pflichten, die für den Unternehmer durch sich ständig wiederholende Zahlungen eine unter Umständen unerträgliche Belastung darstellen würden. Die Treuepflicht des Gefolgfchastsmitgliedes und die Fürsorgepflicht des Unternehmers bestehen während der Einberufung weiter. Stirbt der ein- worden sind. Es ist nicht von ungefähr, daß uns Deutsche das Bild einer mittelalterlichen Stadt, einer alten Burg oder eines Denkmals bedeutender geschichtlicher Erinnerung besonders stark ergreift, denn wir find ein Volk, das mehr als manches andere nach einer vertieften Erkenntnis und Sinndeutung feiner Existenz und seiner Aufgaben drängt und das deshalb zu den steinernen Zepgen und Abbildern der Vergangenheit als den Sinnbildern feines überzeitlichen Lebens eine besondere tiefe und innige Beziehung hat. Früher mag wohl dieses zu allen Zeiten mächtige Gefühl zu einer romantischen Schwärmerei ober zu einem pathetischen Historienkult verschwommen und zerflossen fein, — heute ist es in einer großen Zeit mit großen Aufgaben und angesichts des Beginnes der großen deutschen Erfüllung klar ausgeprägt worden zu der bewußten Erkenntnis, daß alle Gegenwart eines Volkes letztlich aus der Verpflichtung der Vergangenheit und der Verantwortung gegen die Zukunft besteht. Deshalb auch vermag das deutsche Volk feinen Weg durch diese Zeit mit allen ihren Prüfungen, in denen wir zu Entscheidungen für Jahrhunderte aufgerufen find, mit solcher inneren Kraft, mit solcher Gewißheit und Gläubigkeit zu gehen. Immer ergreifen uns die Bauten und Denkmäler der Vergangenheit mit ihrem symbolhaften Gehalt besonders stark. Beim Anblick der Marienburg denken wir an den vielhundertjährigen Kampf im Osten, den wir jetzt endlich auch ganz zu gewinnen im Begriffe find, und beim Anblick des Straßburger Münsters etwa denken wir an die deutsche Behauptung im Westen, an den ewigen Grenzkampf, der nun sein Ende gefunden hat. Die Garnisonkirche än Potsdam ist uns untrennbar verbunden mit der Zeit und dem Geiste des Großen Friedrich, und das Bild des Ste- phansbomes in Wien ist uns Gleichnis des deutschen Geistes an der Donau und der deutschen Sendung der alten Ostmark des Reiches. Das Völkerfchlachtdenkmal bei Leipzig beschwört uns die Erinnerung an die Zeit der Freiheitskriege, und das H e r ma n n s d e n k m a l im Teutoburger Walde lenkt unsere Gedanken zurück bjs zu dem ersten großen germanischen Schicksals- kampfe. Aber auch unsere heutige Zeit schafft sich schon, wie jede echte geschichtsträchtigS Zeit, ihre Symbole in Baudenkmälern: der Mythus der nationalsozialistischen Revolution lebt in dem Münch e- nerMahnmal, jedem Deutschen längst vertraut, und das Tannendergmal ist uns ^Denkmal des deutschen Heldentums im ersten Weltkrieg und zugleich Mahnmal und Verpflichtung für uns, den damaligen Krieg, um dessen Preis und Krönung wir.betrogen worden waren oder uns selber betrogen haben, nun doch noch für Jahrhunderte zu gewinnen, damit alle großen Opfer von damals ein Vierteljahrhundert später doch ihren Sinn, ihre Krönung und Erfüllung finden sollen! Mit solchen Gedanken werden wir auch die sechzehn Bilder deutscher Bauten, Türme, Tore und Denkmäler, der Zeugen deutscher Geschichte und der Zeugnisse deutschen Schicksals, auf den Glasplaketten der ersten Reichs ft raßenfammlung im Kriegswinterhilfswerk 1942/43 betrachten, und wir werden uns auf solche Weise abermals erinnern, worum es in diesem Kriege geht und wofür wir iropa- Ü 2,60 unbifffl >n uni1 Reffen en 3U‘ Welt' mische" ifterial* tfnwnn sschnst' iß hö" ieiW („linier W »en gun Id vom eimaier SchB' läiche" Dichter Front' vriot. -sder ne und Verpflichtung des Unternehme zur Zahlung eines Sterbegeldes an die Hinterbliebenen in der Regel nur die Voraussetzung des Todes des Gefolgmannes. während eines rechtlich bestehenden Arbeitsverhältnisses kennt. Da das Arbeitsverhältnis durch die Einberufung nicht gelöst wird, ist diese Voraussetzung also auch stets dann erfüllt, wenn der Gefolgsmann während der Wehrdienftleistung stirbt ober fällt. Ob der Anspruch der Hinterbliebenen auf Sterbegeld zu den während der Einberufung ruhenden Reckten und Pflichten gehört oder nicht, könnte eigentlich dahingestellt bleiben. Denn selbst wenn er dazu gehörte, würde er bei Beendigung der Wehrdienftleistung wieder aufleben unb die Leistung, da hier Ende der Einberufung und Ableben des Einberufenen zusammenfallen, in diesem Zeitpunkt fällig werden. auch Duette, dann war noch ein schmelzender Bariton dabei, dessen Stimme man es anmerkte, daß er mit sehr langem Hals sang, weil ja die Angesungene sich hoch oben hinter dem grausamen Gitter eines Balkonzimmers befand. Forester hatte die Platte in Verakruz gekauft, und weiß der Teufel, er fand sie schön. Bevor er jedoch dazu kam, die andere Seite aufzulegen, wurde er von der Straße über die Mauer hinweg angerufen. „Hallo, Senor, wo wohnt Senor Orgassa?" „Drei Häuser weiter!" antwortete Forester. „Nach links oder nach rechts?" „Da Sie vermutlich mit dem Gesicht zu mir stehen, nach links." Der Fremde ging ohne Dank davon. Dr. Forester lauschte auf bas Geräusch der Schritte unb trat für einen Augenblick ins Freie, um dem Fremden nachzuspähen; aber er konnte nicht mehr als dessen Hut erblicken, einen breitkrempigen weißen Panama, schon die Schultern wurden von der Mauer verdeckt. Es war 22 Uhr. „Kanntest du die Stimme, Jim?" fragte Forester in die Dunkelheit der Veranda hinein, wo der Lichtpunkt einer Zigarette aufglühte und für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht eines jungen Mannes rötlich erleuchtete. „Nein, Frank, ich kannte die Stimme nicht , kam die von einem herzhaften Gähnen begleitete Antwort, „aber roenn’s ein Mörder ober ein Banbit wäre, hätte er sich nicht nach dem Weg erfunbigt, nehme ich an. Immerhin, vielleicht haft bu Glück — ich würde dir fo einen netten kleinen Mordüberfall von Herzen gönnen." „Was soll bas heißen?" Der Zigarettenrest flog wie eine winzige rote Sternschnuppe durch die Dunkelheit unb zerstob vor Foresters Füßen auf der Veranbatreppe in einem kleinen Funkenregen. ........ „Gott, Frank", murmelte die schläfrige Stimme, „stell dich nicht so dämlich an. Ein kleiner Ueberfall, bei dem du mit deinem Schießeisen dazwischen spritzen unb als Held und Retter auf tauchen könntest, denk mal an, bas würde dich dem kleinen Frausein schutzkasten 39 wird erinnert Zur Löschwasser Versorgung müssen alle verfügbaren Behälter, wie Eimer, Kübel, Tonnen, Fässer, Wasserwagen, Jauchefässer, Jauchewagen, unb alle vorhandenen Brunnen^ Teiche, Seen, Bäche usw. nutzbar gemacht werden. Fliehende Gewässer können durch Anstauung mittels bereitgelegter Bretter, Bohlen oder alter Türen im Bedarfsfälle eine wichtige Löfchwafferhilfe ergeben. Wichtig ist die Forderung, die Höfe nach getaner Arbeit aufzu- rnumen, Stroh- und Heureste besonders zwischen Schobern unb Stapeln zu beseitigen und das Ackergerät orbnungsgemäß unterzubringen. Ein Feuer darf keine Brücken vorfinden, über die es fiJL ’.ger hat. Fast 750000 RM. durch Opferschießen für das whw. !Der Schießdienst gehört zu den wichtigen Aufgaben des NS.-Reich skriegerbundes. Alljährlich veranstaltet er Opferschießen zugunsten des -Wnterhllfswerks. Durch diese Veranstaltungen wurde für das Kriegs-Winterhilfswerk 1941/42 ein Gesamtbetrag von 748029,87 RM., also 100000 RM. mehr als im Jahre zuvor, aufgebracht. Das Opfer- fcheßen des NS.-Reichskriegerbundes wird auch 1942/43 fortgesetzt. Erstbesteigung an der Südseite des Matterhorns. Auf der Südseite des Matterhorns ist von dem Bergsteiger Luigi Carrel und dem Alpinisten Profchor Alberto Deffeyes als kühne Erstbesteigung der Mette Aufstieg über die Südwand des Tyndall- gwtes vollzogen worden, die noch niemandem ge- furgen war. Der Aufstieg erforderte 10)4 Stunden. Schwere Vlullat im Gerlchisfaal. Während einer Gerichtsverhandlung in Avignon (Sübfrankreich) trug sich eine schwere Bluttat zu. Während der 65jährige Rechtsanwalt Roux für feinen Klienten bas Plädoyer hielt, zog der Angeklagte plötzlich eine Pistole und schoß den Rechtsanwalt aus nächster Nähe nieder. Roux war auf bet Stelle tot. Sein Mitarbeiter, der sich auf den Mrd er stürzte, wurde ebenfalls durch drei Schüsse Mich getroffen. Als der Staatsanwalt dem Täter bie Pistole entreißen wollte, zog dieser einen zweite« Revolver unb schlug mit dem Kolben auf den stwtsanwatt ein. Dem Täter gelang es, in dem int Gerichtssaal entstandenen Tumult auf die Straße zu flüchten. Er konnte jedoch nach kurzer Jagd fest- jjetommen werden. Die Gründe, die den 55jährigen Angeklagten zu dieser blutigen Tat veranlaßten, sind noch nicht geklärt. Der getötete Rechtsanwalt war . Later von 12 Kindern. Ein Mannrechnetab Roman von Horst Biernath (Nachdruck verboten.) L Kapitel. Der zunehmende Mond stand über dem mexikanischen Golf. Seiner goldenen Scheibe fehlte noch ein Viertel zur völligen Abrundung. Ader auch in ferner noch unvollendeten Gestalt spendete er genug Licht, um die Landschaft unb die Häuser von Buena Esperanza deutlich erkennen zu lassen. Es waren weiße Würfel im spanischen Kolonialstil; zum Schutz gegen die Ueberschwemmungen der Regenzeit und gegen bie Insektenplage bes Sommers hatte man sie aus kniende Betonsäulen gestellt, bie zudem noch der Vorteil bieten sollten, daß die Luft kühlend unter den Boden hinburchstreichen konnte. Es gehörte viel Phantasie dazu, diese wohltuende Wirkung zu ver- IDflren. Zu jedem der Häuser gehörte eine Wellblechgarage unb eine Veranda. Die Mauern, die sich um die ein- jeltien Grundstücke zogen, waren auffallend stark unb mit bösartig glitzernden Glasscherben gespickt, vielleicht sollten sich an ihnen Streiks unb Revolten Machen, vielleicht aber dienten sie auch nur zum Schutz gegen die wildernden Hunde, deren Geheul t(out und leise, anschwellend und perebbenb bte Nacht brherrschte. Es schien den Leuten von Buena Esperanza so vertraut zu fein wie Sphärenmusik falls es so etwas gibt — ober wie bas Summen der Moskitos, und bie gab es gewiß. Deshalb brauchte (■.[man die Grammophonplatte noch lange nicht mit Rbtr stärksten Nadel zu kitzeln. . A Dr. Frank Forester drehte bie abgespielte Platte IW Welche Seite man auch auflegen mochte, es öittdL- irgendein chauderhaft süßes Zeug, das wie Himbeersaft in die Ohren floß Schwermütiges Gl- --tarrengeklimper, zu dem eine Senonta etwas von Dcndsch-m irnd Li"^ flötete. Manchmal waren es Der Bauer hat weiter die Pflicht, der Gefahr, die feinen Feldern droht, oorzubeugen und zu überlegen, wie Schäden an feiner Ernte verhindert werden können. Beim Ausladen des geschnittenen Getreides ist darauf zu achten, daß nicht etwa Brand- plättchen ober Phosphorstückchen, bie sich wegen der Feuchtigkeit noch nicht entzündet haben, in die Scheune mitgebracht werden. Beim Lagern gedroschenen Getreides in Speichern usw. ist Lagerung als Schüttgut zu bevorzugen, weil Getreide in Säcken nicht nur leichter verdirbt, sondern auch leichter in Brand gerät und schwerer zu löschen ist. Wenn aber Sacklagerung unvermeidlich ist, müssen die einzelnen Stapel möglichst klein gehalten und ausreichend voneinander getrennt werden. Nach Luftangriffen darf bas sorgfältige Adfuchen sämtlicher Baulichkeiten unb bei Tagesanbruch auch der landwirtschaftlichen Anbauflächen unb Weiden nach Brandstiftungsmitteln nicht unterbleiben. Die Tiere sollen zur Nachtzeit möglichst aufgeftaüt werden, um sie der Splitterwirkung von Bomben zu entziehen. Es sind auch Ausweichplätze vorzubereiten, um bei Brandschäden sofort erfolgreich bergen zu können. Oeffentliche Kundgebung berNGDAP. Die Ortsgruppe Gießen-Süd bet NSDAP, veranstaltet am morgigen Freitag, 18. d. M-, in der Neuen Aula der Universität eine öffentliche Kundgebung. Gauamtsleiter Pg. Holländer spricht über bas Thema „Vorwärts bis zum Endsieg !". Die Veranstaltung beginnt pünktlich 20.15 Uhr (Saalöffnung 19.45 Uhr). Alle Volksgenossen sind dazu eingeladen. Zu den lebendigsten und unmittelbarsten Mittlern der reichen deutschen Geschichte gehören die Bauten, die Tore und Burgen unb Denkmäler in ben beutschen Gauen, benn sie sind Zeugen jener Zeiten unb ihrer Inhalte. Wo sonst nur bte geschichtliche ig ihre Bilder sich schafft unb wo sonst nur Mythos vergangener Zeiten und Taten wieder ein reichhaltiges Programm, Frauen- unb Kinderturnen, Gymnastik, Spiel, Tanz, Boden- und Gerätturnen geben in bunter Folge eine vielseitige Schau turnerischer Leibeserziehung. Die Rollschuhläufer werden zu verschiedenen Zeiten ihre schöne Kunst zeigen. Aber nicht nur kommen, sehen und spenden sollen diesmal bie Volksgenossen, sondern der Zuschauer soll selbst mit tun. Er kann praktisch ausprobieren, wie man ben Elfmeter tritt, , bei den Schützen, die in der Stadt ben Scheibenstand aufbauen, wird mancher versuchen wollen, ins Schwarze zu treffen, unb bei den Keglern, die auf der Straße ihre Bahn bauen, lautet die Paroler Für einen Groschen in bie Vollen. Das mag ein kleiner Ausschnitt aus ber Fülle der Veranstaltungen fein, über bie wir im einzelnen noch berichten. Zur Büchfenfammlung folbst find bic Gießener NSRL.-Gemeinschaften ben einzelnen Ortsgruppen zugeteilt, habssn ihre Sammler nament- lick gemelbel und stehen zum Einsatz bereit. Die gute Zusammenarbeit des NSRL. mit d e r H I. zeigt sich auch bei dieser Sammlung darin, daß die Bannführung nicht nur die jugendlichen Sportler und Sportlerinnen freigibt, sondern darüber hinaus weitere Sammler zur Verfügung stellt. Der deutsche Sport sammelt aber nicht nur, sondern er opfert auch, indem alle NSRL.-Gemeinschaften eine besondere Spende der Vereine an ihre zuständige Ortsgruppe abführen. Der Gvoßdeutsche Schachbund begann in München .mit dem ersten Schachturnier um bie Meisterschaft van Europa. Die Auslosung der Bewerber hatte fdaenbe Reihenfolge ergeben: 1. Stoltz (Schweden), 2. Dr. Aljechm (Frankreich), 3. Foltys (Protektorat), 4. Rellstab (Deutschland), 5. Junge (Deutschland), ö. Keres (Estland), 7. Radar (Kroatien), 8. Rohacek (Slowakei), 9. BogoljUdow (Generalgouvernement), 10. Richter (Deutschland), 11. Barcza (Ungarn), 12. Napolitano (Italien). Die Ueberraschung der erften Runde war der Sieg von Napolitano über Stoltz, der sich in einem aussichtsreichen, aber schwer zu brechenden Spiel verkomvinierte. B o g o l- jubow nutzte als Schwarzer eine ungünstige Er- ofsnungshandlung Rellstabs aus unb gewann die erste Partie. Weltmeister Aljechin erdrückte Äarcza förmlich. Ke r es siegte über Radar. Junge bekam als Schwarzer ein gutes Endspiel denen Rohacek. Hier unterliefen dem sonst fo sicheren Arbeitsdienstler jedoch einige Versehen, so Mjj der Slowake gewann. Richter hatte, um den Angriff gegen Foltys fortzusetzen, einen Bauern geopfert, den er im Endspiel ber nach fünf Kampf- jtitnben schwebend abgebrochenen Partie noch weni- Zu ben Richtlinien des Reichsministers ber Luftfahrt unb Oberbefehlshabers ber Luftwaffe über eine Verstärkung des Luftschutzes auf bem Lande «gibt Regierungsrat D§. Graf von Hardenberg vom Reichsluftfahrtministerium in ber „Sirene" Erläuterungen, bie sich auf Erfahrungen aus Angriffen auf ländliche Gebiete gründen. Die Alarmmittel können örtlich verschieden fein, Handsirenen, Signalhörner, Pflugscharen, be helfsmäßige Gongs ufw. find geeignet. Bei großer räumlicher Ausdehnung müssen mehrere Alarmmöglichkeiten Zusammenwirken. Alarmierung von Haus zu Haus ist wegen des unvermeidlichen Zeitverlustes in jedem Fall unzweckmäßig. Die Ausbildung für Luftschutzzryecke wird meist im Ort selbst oder in einem Gehöft stattfinden, wobei die Zeiten mit den Belangen ber Landwirtschaft abzustimmen sind. Das Schwergewicht der Ausbildung ist auf praktische Hebung von Bekämpfungsmaßnahmen bei Bränden in Gehöft unb Wald sowie auf Bergungsübungen unb erste Hilfe bei Mensch unb Tier zu legen. Entsprechen!) der besonderen Brandempfindlichkeit ländlicher Gebäude wird gefordert werden können, daß in jedem Raum ber Wohngebäube, Stallungen, Schuppen und Speicher mindestens zwei Lö sch sand tüte, n zu je 5 kg Inhalt aufgestellt werden. Auch an ödn Tierluft- Daß bie 1. Reichs st raßenfammlung für bas Winterhilfswerk 1942/43 einen neuyn Beweis ber Bereitschaft ber inneren Front zum freiwilligen Opfer erbringen wird, ist sicher. Das der deutsche Sport, dem vom Führer ber, ehrenvolle Auftraa erteilt wurde, diese erste Schlackt eines Winterfeldzuges, ben bie Heimat führen wird, siegreich bestehen wird, unterliegt bei der ben beutschen Turnern unb Sportlern eigenen Zähigkeit unb Einsatzbereitschaft keinem Zweifel. Seit Wochen rüsten bie einzelnen Gemeinschaften bes NSRL. ür diesen großen Auftrag. Die Vorbereitungen inb nunmehr zum Abschluß gekommen. Sportkreis- ührer Heller hat ben Auftrag an bie Gemein- chaftsführer auf bem Land weitergegeben und mit ben Führern der Gießener Turn- und Sportvereine in verschiedenen Besprechungen bie Organisationsfragen geklärt und den besonderen Einsatz feftgelegt. Reden ber eigentlichen Büchsensammlung unb dem Verkauf der Abzeichen wird ber Sportkreis Gießen ein umfangreiches sportliches Programm abwickeln, um mit den babei erzielten Einnal)rnen bas Sammelergebnis wesentlich zu erhöhen. Diesmal werben wieder die Straßen unb Plätze ber Stadt zwei Tage lang Spiel- unb Sportplatz fein. Alle Sportarten find vertreten: Fußball, Handball und Faustball, Ringen, Boxen und Gewichtheben der Schwerathleten; bie Turner bringen mlirbe 1901 in Bad Harzburg geboren. Er promo-' vürte 1923 in Heidelberg, habilitierte sich 1926 in Greifswald und gründete 1927 bas Pommersche Volkslied-Archiv, bas später zum Volkskundlichen Archiv ber Provinz Pommern erweitert wurde. 1932 wurde er an die Herder-Hochschule in Riga berufen und dort 1935 Ordinarius. 1940 war er Austauschprofessor an ber Universität Genf. Macken- sev ist Inhaber ber Silbernen Ehrenplakette für Verbienfte um bas Volkstum bes Deutschen Aus- lanbsinftituts in Stuttgart. — Dem Dozenten an ber Hochschule für Bobenkultur in Wen, unb Leiter ber Versuchs- und Forschungsanstatt für Landwirt- frfjaft, Dr. Wilhelm Liebscher ist unter (Ernennung zum ordentlichen Professor der Lehrstuhl für Tierernährungslehre übertragen worden. Liebscher wbrde 1897 in Mähr.-Schänberg geboren. Er studierte an bet Hochschule für Bodenkultur in Wien unb habilitierte sich 1932 ebenda. — Der außerplanmäßige Professor Dr. Karl Kindler ist zum o. Professor an ber Universität Innsbruck für pharmazeutische Chemie ernannt worden. Kindler wurde 1891 in Deutsch-Lissa geboren. Er promo» oierte 1916 in Breslau, habilitierte sich 1923 in Hamburg, wurde 1927 a. o. Professor unb 1929 Wissenschaftlicher Rat am Chemischen Staatsinstitut in Hamburg. — Der emerit. Ordinarius für Straf- unb Prozeßrecht an ber Universität Greifswald, Prof. Dr. Paul Merkel, vollendet am 18. September fein 70. Lebensjahr. In Rostock geboren, studierte er in Göttingen, München und Marburg unb habilitierte sich 1900 dort. 1906 wurde er Extraordinarius in Königsberg, 1909 ging er nach Greifswald unb wurde dort 1916 o. Professor als Nachfolger von Weismann. Seit' feiner Emeritierung 1935 lebt in München. 3ede'1,0P*< , Soße MW Hitler-Jugend ermöglicht RASUL1NE RASIER- PASTE. Nachdem sie dünn auf «die feuchte Gesichtshaut aufge* vagen ist, kann sogleich mit dem Rasieren begonnen werden.Dann läßt sich das Banhaar am leitfc. festen sthneidenVarallenOingen reichen Sie mit Ihrem Vorrat durch diese richtige und spar« tarne Verwendung am längsten. (Versorgung nur durch die Fadi« geschähe) Ein Kind mit Kaffee verbrüht uitu ouy |iuj । uj m 111 ^riuiui/uiiyui qm. , dauernswerte Kind wurde der Marburger Ehirurgi- | sch en Klimt zugeführt.' Gießen (116) 2792 D KNORR Eine Soße darf man nie zu lange kochen, da sie sonst einschmort und es wäre schade um jeden Tropfen. Kochen Sie nach unserem Rezept: den KNORR-Soßenwurfei fein zer* drucken, mH etwas Wasser glatt* rühren, V< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Minuten kochen. LPD. Marburg, 16. September. In der Kreisgemeinde Wittelsberg riß das 16 Monate alte Kind eines Einwohners im berüchtigten „unbewachten Augenblick" die Kanne mit heißem Kaffee vom Tisch und zog sich schwere Verbrühungen zu. Das be- ■ Junge Kätzchen zu verschenken. Marburger Straße 15. 04579 Reisebeamter für die Kreise Gießen und M ar bur g/Lahn gesucht. Nürnberger Lebensversicherung AG. Bezirksdirektion I. Frankfurt am Main, Röderbergweg 4 2742D | Verschiedenes] Freibank Am 18. 9.1942: . Ab 9 Uhr: Pferdefleisch. Am 19. 9.1942: 8-9 2Ö31-2090 9-10 1-50 10-11 51-100 SchlachtoMeii NSDAP. Bann „2. j; sE Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptichristletters: Dr. Harrs Thyriot. Verantwortlich für Politik und BUder: Dr. Fr.W. Lange; für das Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Emst Blumschein (beurl.), LS.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr -Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: HanS Beck. AnzeigenpreiZliste Nr. 6. Akademischer Gesangverein Wiederbeginn der Proben Montag, den 21. September 19>2 Uhr pünktlich im. Großen Hörsaal 2793 D HJ.-Veranstaltungsring 1942/43 , Reihe A. Wie von der NSG. „Kraft durch Freude“ bereits bekanntgegeben, ist die Ringvorstellung Der Thron zwischen Erdteilen vom 17.9.42. auf einen noch bekanntzugebenden späteren Termin verlegt worden. Die für diese Veranstaltung an einen Teil der Mitglieder der Reihe A des HJ.-Veranstaltungsrings zur Ausgabe gelangten Karten behalten für den späteren .Termin ihre Gültigkeit und sind bis dahin sorgfältig aufzubewahren. : Machdn Sind) ei' xq5 Staat 1 irdÄ mit l : Herstellung Saload Panama g gestellt r 1 Achtung Meilen we 6t" 1 tienen M die Fk trategllcher «uchdie der Zen iie durch c jetroffen st ' Aooseoel i sifg-Ttrayi ; Elfen Grill hing in de ! Mbegrenz kicht un ' fejerant f MZe mt fas allerdi len Anspi ich Roosei ttrständlict chaltung i |d daß die i imigermaß 19 sich bei jung Zwist [ .Panamer * »ach Fei i Parallel tau der g lach Ka -ab Krieg! lieure bei i seien, um len Bau ' ISA. un vurde die stzen Stac rorgeschob len nid t flfo den 2 kn ganzer ; lienstbar r I He von ; Stornier ' hmuras, kn, wobei le Janeiro vorgesehen llaska na hington, S »n soll, 1 dort soll i sichrt nach lmd Haiti vrgesehen dsten Kut Ler eine kubas mit Der Plc xsördert WA. die Zement us »ährend d lse Arbeit nne in G Manama tr ^stellt. Al k°ße Schr Gebirge dr allem j ? "berwin j Guatemala! J®1 Gefälle fI?, sonder Alge gffi | “'n und I fllerdinaz I Jjto 6es: ■ F“niffe, IIS® in bi IfWtbt | y«nliura | ? '«fini | r®eo n | Ib ■ fee ° I IÄ I — Frau ENsabeth Schäfer, geb.Müller, Witwe des Gastwirts Heinrich Schäfer V., entstammt einer Muschenheimer Bauernsippe. Ihre Kräfte Haven zwar nachgelassen, aber sie ist doch auch noch aus dem Felde tätig, zumal in unserer Zeit alle Hande' zur Bewältigung der Ackerarbeit gebraucht werden. Schweinemarkt in Grünberg. * Grünberg, 17. September. Auf dem heutigen Scbweinemarkt waren 173 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Woche» alte"Ferkel 16 bis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 18 bis 20 RM., 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 27 RM. das Stück. Marktverlauf schleppend, es verblieb geringer Ueberftand. Ein teures Weingeschäst. LPD. Frankfurt a. M., 15-. Sept. Ein Küfer -j kaufte in Johannisberg Wein auf und verkaufte ihn 1 zu übersetzten Preisen an Frankfurter Wirte. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte ihn wegen unge- ■ rechtfertigten Einschiebens in den Warenverkehr zu | 50 0 R M. Geld strafe unter Einziehung des Ueberpreises von 2450 RM. Der Angeklagte hatte zum Weineinkauf keine Genehmigung. Ein Warenlager zusammengestohle«. Lpd. Frankfurt a. M., 17. Sept. In ei-nem Frankfurter Geschmtshaus verschwanden feit länge- i rer Zeit spurlos Waren, Als vor einigen Wochen i plötzlich drei Paar Stiefel vermißt wurden, nahm s man die Kriminalpolizei in Anspruch. Bei einer Haussuchung, bei dem 46jährigen Willi Muck, der ’ als Hausdiener und Bote beschäftigt wurde, fand man Waren aller Art im Werte von 3080 RM., die j sämtlich in dem Geschäft gestohlen waren. Es er- i gab sich ferner, daß die Ehefrau Anna Muck einen j schwunghaften Handel mit gestohlenen Waren ge- j trieben hatte. Zum Teil hatte sie Gegenstände nach j auswärts geschickt und dafür Pakete mit Fett und Rauchfleich erhalten. Das Ehepaar hatte sich jetzt-, vor dem Sondergericht in Frankfurt zu verantworten. Die Diebstähle waren so umfangreich, daß hier« - durch eine Gefährdung der Bedarfsdeckung der Be- ' völkerung eintrat. Muck hat als Volksschädling j gegen die Kriegswirtschaftsverordnung gefehlt. Seine ebenfalls unbestrafte Frau handelte als gewerbs- | mäßige Hehlerin. Das Gericht verurteilte den Ehemann zu 4 Jahren, Zuchthaus und 5 Jahren ; Ehrverlust, die Frau zu 2V- Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust. . 1 Älet I ! r Divisionen umfassen fol- Danksagung. Statt Karten. 04567 rissen. 04560/ ohne Wohnungstausch. 2--Zimm.-Wohn. BahnhoMr. 731 Mit der Familie trauern um ihren hochgeschätzten Lehrer und Berufskameraden Schiller und Kollegium der Justus-von-Lieblg-Schule. __ 2800D Gießen, Leslau, Berlin, den 15. Sept. 1942. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 19. September, vormittags 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Düsseldörf.Zigarrenfabr.sucht geeignete Arbeitsräume auf dem Lande für 30-40 Gefolgschaftsmitglieder. Meisterwohnung erwünscht,doch nicht Bedingung. Sßhr.Angeb. unter 2788D an den Gieß. Anzeiger. In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt eines Jungen an Anneliese Simon geb. Preschet Hans Simon Gießen, Wetzsteingasse 7 III ____________________________04591/ In tiefer Trauer: Elisabeth Heymann, geb. Kaiser Elisabeth Rühl, geb. Heymann Ludwig Heymann, Regierungsrat im Ostministerium Dr. Ludwig Rühl, Amtsgerichtsdirektor Jlse Heymann, geb. Schwitters und 3 Enkel. Statt Karten Für die zu unserer Vermählung erwiesenen, Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Franz Ringg und Frau Gertrud, geb. Runge Gießen, 17. September 1942 ______________04581 Z Für die wohltuende Anteilnahme, die zteLk mir anläßlich des Heldentodes meines geliebten ältesten Sohnes Raimund Rittmeier, Feldwebel in einem Infanterie-Regiment, erwiesen wurde» danke ich allen von Herzen. In tiefer Trauer: Betty Rittmeier Wwe., geb. Bauer. Gießen, den 15. September 1942. 3 Wochen, nachmittags von 3 bis 6 Uhr gesucht. [2794D Gerhard 16.9.42. Mein lieber Mann, unser gütiger Vater, Schwiegervater und Großvater Prof. Dr .Wilhelm Heymann Studienrat wurde uns im 65. Lebensjahr plötzlich ent- Freiwillige für die Waffen-^. Wieder stellt die Waffen-^, die sich erneut an der Ostfront auszeichnen konnte und auch im Westen zu dem ehernen Schutzwall gegen jeden Eindringling gehörte, Freiwillige im Alter von 17 bis zu 45 mit und ohne Dienstzeitverpflichtung ein. Der Dienst in der Waffen---, darunter auch in der Leibstandarte ff „Adolf Hitler", ist Wehrdienst. | Kaufgesuche | Suche einen "U PKW. gut erhalten und bereift. [04535 Ernst Köhler, Gießen,