Jahrgang ttr.joz Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Famili^nblätter Heimat imBtld-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Si'vrechanschluß 2251 tanschrift: Anzeiger" check 11686 Frankf./M. Montag. N. August M2 Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8V,UhrdesVormittags Anzeig en-Preise für die MMmeter-Zelle von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Matzvorschrift ( vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr Eichener Anzeiger Brfif)lHtUniottfttätebnKlereia.tange General-Anzeiger für Oberhessen $*rt#i^enfsd!e!Jtt«6t 7-9 tungslosen TagesslürflügeN griff die britische Luftwaffe in der vergangenen Nacht einige Orte W e st - deutschlands an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Außerdem entstanden Schäden an Wohngebäuden. vier der angreifenden Bomber wurden durch Nachtjäger und Flakartillerie abgeschossen. An der englischen Sübfüffe und im Osten der Insel belegte die Luftwaffe bei Tage und in der Nacht zum 16. August kriegswichtige Anlagen mit Tanker, von den übriggebliebenen Handelsschiffen haben einige zum Teil stark beschädigt Malta angelaufen. Von den begleitenden Seestreitkrästen. die unter der Wirkung der deutschen und italienischen verbände nach Westen abdrehten, wurden der Flugzeugträger „L a gl e" (22 600 Tonnen) und zwei Kreuzer, darunter der große Kreuzer „ITCan- ch est e r" (9300 Tonnen), und drei Zerstörer versenkt. Ein Flugzeugträger vom Typ „Illustrious" (23 000 Tonnen), der in Brand geraten war, nicht, wie am 13. August gemeldet wurde, der amerikanische Flugzeugträger „Wasp", und der Flugzeugträger „Fürious" (22 450 Tonnen) sind schwer beschädigt in Gibraltar eingelaufen. Ferner wurden drei Kreuzer und Zerstörer schwer beschädigt. Die eigenen Verluste sind gering. Der siegreiche Kamp ist ein Ruhmesblatt der Zusammenarbeit der verbündeten Streitkräfte zu Wasser und in der Lust und der vorbildlichen Tapferkeit oller beteiligten Soldaten im Flugzeug und an Bord der Kriegsschiffe. Tokio, 15.Aug. (Europapreß.) Als Teil eines umfassenden nordamerikanischen Offensivplans gegen Japan sieht die Zeitung „Asahi" den gescheiterten Vorstoß nordamerikanischer Flotteneinheiten gegen die Salomon-Inseln an. Es handle sich in erster Linie um den Versuch, eine zweite Ein- kreisungsaktiou um Japan zu errichten, von der aus die Luftwaffe zum Gegenangriff gegen Japan selber schreiten könnte. Die Angrifsswege würden noch diesem Plan sein: der Weg über die A l e u t e n ; der Weg vom Süden her mit Australien als Ausgangspunkt, Angriffe von der See her mit Hilfe von Flugzeugträgern und schließlich der Weg über China. Zur Zeit stehe nur dieser letzte Weg über China zur Verfügung. Nordamerikanische Flugzeuge in China nähmen einen gewissen Anteil an den Angriffen auf das von Japan besetzte Gebiet in China und hätten darüber hinaus den Ehrgeiz, auch Japan selber anzugreifen. Die Operationen gegen die Luftbasen in Ostchina hätten bisher zur Zerstörung der meisten nordameri- kanischen Flugzeuge geführt, doch seien die Nordamerikaner hart am Werke, um chre Flugzeug und Pilotenbestände in China wieder aufzufüllen. „Asahi" gibt interessante Aufschlüsse über den umständlichen Weg, auf dem die nordamerikanischen Flieger und Flugzeuge nach Chinagebr acht werden müssen. Zunächst gehe es durch die Luft über den Atlantik nach Bathurst an der Westküste Afrikas und von dort nach Freetown, dann quer über den afrikanischen Kontinent nach Eritrea, wo sich eine voll ausgerüstete nord- amerikanische Basis befinde, von dort über den Irak und Iran nach Indien. Dort erfolge die weitere Verteilung. Der größte Teil der nordamerikanischen Flieger und Flugzeuge in Indien werde zum Kampf gegen die Japaner in Burma und in den südlichen Gebieten angesetzt. Der Rest gehe auf die rückwärtigen Stützpunkte von Kweilin und Sumin. Diese Stützpunkte blieben die dauernden Standorte für die schweren Bomber, während die Jäger nahe an die Front vorgeschoben wurden. Die schweren Bomber würden unmittelbar vor dem Einsatz an die Frontflugstützpunkte vorgezogen und dort stationiert, um ihre Bomben an Bord zu nehmen. Bisher hätten die Versuche der nordamerikanischen Flieger allerdings keine praktischen Erfolge erzielt. Beispielsweise sei ein um den . 8. August geplanter Versuch, Kanton zu bombar- . dieren, durch rechtzeitige japanische Gegenangriffe gegen die feindlichen Luftstützpunkte unterbunden worden. Dabei seien 23 nordamerikanische Flugzeuge ' zerstört worden. rfonfahrt nicht, wie aue Flugzeuge unueqeun nut einer Assensay /- Stunden dreisache leitzug. Die Flanken waren $orn uni) Mauer non Kriegstzhrzeugen gei sie rückwärts des gewaltigen Pulk m Flugzeugträger. Der vorn fahrend MM röhrend Wind, daß er als Landeplatz biene $ etwa die anderen als Startplatz "■ bort unten 45 Minuten schienen wir den Herren lästig zu werden. „Jager voraus. Flugzeugführer. Wir gingen !••---_ e[an waren auf den G°l°ihMg u°ch unt-m D^s- Standort die Jager nicht gewachsen, ‘----- Leichte deutsche Kampfflugzeuge belegten bei Tage an der englischen Südküsie kriegswichtige Anlagen mit Bomben schweren Kalibers. In der vergangenen Nacht wurde die Stadt Ipswich angegriffen. Explosionen und ausgedehnte Brände wurden beobachtet. Sämtliche Flugzeuge kehrten von ihren Tages- und Nacheinsähen zurück. In der Zeit vom 3. bis 13. August verlor die britische Luftwaffe 154 Flugzeuge, davon 82 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Wahrend der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 45 eigene Flugzeuge verloren. In der Nacht zum 14. August kam es im Kanal zwischen deutschen Vorpostenbooten und englischen Schnellbooten zu einem kurzen Gefecht, in dessen Verlaus ein feindliches Boot so schwer beschädigt Das Mittelmeer brennt Von Kriegsberichter Leo Gölitzer. wie mehr als 20 HAA^ch Ü - Geleitzug Aufklärer, die als Ahlunghalter DOn flogen war Leutnant S., der mir. Flakfp'ittern zerfetzten Flugzeug und ei m M LeugtKer^wie die L 'ÄÄM „Eagle" herrschte ein Betrieb wie ,m wr°b°i Kaukasus-Fahrien. Von Dr. Paul Rohrbach. (Nachdruck verboten.) Ueberraschend schnell ist der Kaukasus durch die militärischen Ereignisse uns nahegerückt. Ich habe ihn in früheren Jahren, vor dem Weltkrieg, drei- . mal durchquert: mit der alten russischen Kurierpost auf der G r u s i n i s ch e n H e e r ft r a ß e von Wladikawkas nach Tiflis; mit der Lineika, einem merkwürdigen Gefährt, das eigentlich nur aus einem gepolsterten Brett auf vier Rädern besteht, auf der Osfetinischen Straße von Ala- gir im Norden des Gebirges nach Kutais auf der Südseite, und einmal in umgekehrter Richtung zu Fuß über den vergletscherten Betscho-Paß, etwas östlich vom Elbrus. Die Grusinische Heerstraße — Grusien ist der russische Name für Georgien — ist der älteste lieber« gang über die Hochkette. Nachdem Georgien 1801 russische Provinz geworden war, wurde hier eine Fahrstraße angelegt und allmählich mit großen Kosten so weit verbessert, daß die 230 Kilometer lange Strecke mit achtmaligem Pferdewechfel auf einer Reihe von Relais-Stationen in 24 Stunden zurückgelegt werden konnte. Der Kreuzberg- P a ß, wo der Abstieg nach Süden beginnt, ist 2300 Meter hoch. Der großartigste Anblick während der Fahrt ist zur Rechten die weißglänzende Pyramide des über 5000 Meter anfsteigenden Kasbek. Wild romantisch ist die Darjal-Schlucht, durch die der Terek brausend hinabschießt. Durch sie geht der Aufftieg von Wladikawkas zur Paßhohe. Jenseits des Passes folgt in unendlichen Windungen der Abstieg von Mlety in das warme Land Georgien. Man nähert sich dem Kaukasus von Norden mit der Bahn von Rostow nach Wladikawkas, das von den Bolschewisten nach einem der Hauptheffer Stalins, auch einem Georgier, in Ordschonikidse umbenannt wurde. Bei der Station Mineralnyia Wody zweigt eine Linie nach dem prachtvoll gelegenen Pjatigorsk und den berühmten kau- kasischen Bädern ab, Kislowodsk, Essentuki und anderen. Psatigorsk heißt auf deutsch Fünfbergen, nach fünf vulkanischen Bergmassen, die hier dem Erd- innern entstiegen sind. Mit der vulkanischen Tätigkeit hängt der Reichtum an Heilquellen zusammen. Zur Zeit des kaiserlichen Rußland entfaltete sich sich ein luxuriöses Badeleben. Das Wasser der „Riesenquelle" Narsan, des stärksten Kohlensäuresprudels der Welt, wurde in ganz Rußland ge» Genf, 16. Aug. (DNB.) Der Marine-Korre- spondent der „Times" gibt zu, daß der Geleitzug im Mittelmeer „vom überwiegenden Teil der britischen Mittelmeerflotte gesichert" wurde. Die Geleitzüge, die heute durch das Mittelmeer fahren, muß- ten schon, wenn sie überhaupt Aussicht auf einen Durchbruch der feindlichen Sperrzonen haben wollten, einen besonders starken Geleitschutz besitzen. Der Verlust des Flugzeugträgers „Eagle" sei um so bedauerlicher und schmerzlicher, als es bereits der fünfte Flugzeugträger fei, der in diesem Krieg, in dem dieser Typ eine so große Rolle spiele, verlorep ging. Flugzeugträger machten heute einen unermeßlichen Bestandteil der Flotten aus, insbesondere dann, wenn Operationen im Aktionsradius der gegnerischen, an Land stationierten Luftwaffe durchgeführt werden müßten, ohne daß man selbst vorn Land aus in der Lage sei, den eigenen Schiffen den notwendigen Schutz im Luftraum ge- währen zu können. Der ABE-Dertreter in Lissabon erklärt, England kann es ohne eine ausreichende Zahl von Flugzeugträgern überhaupt nicht wagest, einen Geleitzug auslaufen zu lassen oder sonst irgendwelche Flottenaktionen zu unternehmen. Da aber England heute nach der Versenkung des „Coura- geous", des „Glorious" vor Norwegen, des „Ark Royal" im Mittelmeer, des „Hermes" im Süllen Ozean, des „Eagle" im Mittelmeer und der Außer- gefechffetzung des „Furious", „Argus" und „Jllu- strious" in der letzten Seeschlacht im Mittelmeeik nur noch über drei dienstfähige, während des Krieges erbaute Flugzeugträger der „Jllu- ftrious"-K1affe verfügt, ist feine Flotte zur Untätigkeit verdammt. JapanischeU-Boots-Erfolge. Das japanische Hauptquartier gab bekannt, daß in australischen Gewässern operierende japanische U-Boote zehn feindliche Schiffe mit insgesamt annähernd 90 000 BRT. in der zweiten Juli« und der ersten Augusthälfte versenkte» F bei jit Mchfra Oie Llnruhen in Indien dauer« an bogen den Heldentod. 3m Frankreichfeldzug wa. als er als Kommandant eines Pionierbataillons ii rrreuz ausgezeichnet worden. Der Wehrmachtbe- ä)t vorn 14. 5.1942 meldete seinen hundertsten Luft-'j on mnrrtitf av Knc 4- ____l____ ... ' ichchung x hoch- Europas Nordwestflanke L gesichert. E •«r, den i literischer choerrat i teilt hat, i Bei den schweren Kämpfen südlich Rostow fiel am 28. Juli 1942 als Zugführer in einem Gebirgs- bindungen,"Befehls Die Erde ist allerdings kein regelmäßiger Magnet. Die Abweichung der Kompaßnadel von der genauen Nordsüdrichtung und die Abweichung einer genau um ihren Schwerpunkt drehbaren/vertikal freischwingenden Magnetnadel von der Waagerechten ist für verschiedene Orte der Erde abweichend, für andere wiederum gleich. Wenn man diese Orte mit der gleichen Abweichung durch Linien verbindet, dann entsteht, ähnlich wie bei den bekannten Längen- und Breitengraden auf unseren Land- und Seekarten, ein Liniennetz. Wir bemerken dann sogar dort, wo sich gewisse Linien schneiden, einen magnetischen Nokdpol und einen magnetischen Südpol, die sich allerdings nicht mit dem geographisches Nord- und dem geographischen Südpol decken. Der magnetische Nordpol z. B. befindet sich im bohen Norden Amerikas auf der Insel Boothia Felix. Er wurde erst vor 110 Jahren in seiner Lage bestimmt. Die Abweichungen der Magnetnadel von der Nordsüdrichtung und diejenigen von der Waagerechten ändern sich. Daneben zeigen sie außerdem noch kleine eigene tägliche Schwankungen, so z. B. nach dem Stand der Sonne, aber auch jährliche. Man hat in dieser Richtung u. a. Perioden von elf Jahren bemerkt. Es wurden aber auch plötzliche beim Auftreten von Sonnenflecken und Nordlichtern (magnetische Gewitter) beobachtet. Eine unregelmäßige Schwankung oder Störung'bezeichnet man als „Anomalie". Eine derartige Anomalie tritt im Gebiet von Kursk in stärkster Form auf. Eisen hat, wie bekannt, im besonderen Maße die Eigenschaft, Kraftlinien an sich zu ziehen und zu verdichten. Jede magnetische Kraftlinie ruft im Elfen eine gewisse Anzahl neuer magnetischer Kraftlinien hervor. Diese Eigenschaft hängt von der Eisensorte ob. Sie ist geringer bei Gußeisen großer bei Schmiedeeisen, am größten z. B. in den Zum Dynamobau verwendeten Ankerblechen. Durch gneten sich abstoßen, während sich ungleichnamige anziehen. Es zeigt daher ein beweglich aufgehängtes Magnetstäbchen mit dem einen Pol nach Norden, während es mit dem anderen nach Süden weist. Die anziehende Wirkung eines Magnetes geht also von seinen Polen aus. Der Führer hat dem Komponisten und Dirigenten Geheimrat Professor Dr. Siegmund von Haus» egg er in München aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um das deutsche Musikleben die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat dem Komponisten telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt liegt, erst recht erklärlich ist: Man hatte den Eindruck, die Stadt habe sich in ihrer Verbundenheit zwischen Ueberlieferung und umbrechender Gegenwart einen eigenen Stil geprägt: den „Wagne> St i I". Bewußtsein ihres Wertes sprach aus ben Bayreuthern, liebenswürdiges Erhaben sein den Din. gen gegenüber, die der Fremde, der hier zu Besuch Weilende, erst zu ergründen gekommen ist. All dies nun mitmachen, erleben und er fühle» Zu dürfen, hatte der Führer Soldaten und Arbeite« Der Rion ist der Fluß von Kolchis, dem heutigen Imeretien. Aus seinem Tal führt eine Straße durch Buchsnurwald über den Sekary-Paß auf das jenseitige Hochland. Auf der Paßhöhe ist alles weit und breit bedeckt mit dem politischen Rhododendron, der hier seine Heimat hat. Hinab geht es nach dem klimatischen Kurort Abbas Tu man, wo der älteste Sohn Kaiser Alexanders II., der Thronfolger Nikolai, seine letzten Lebenstage verbrachte. Er war lungenkrank; eine junge schöne kaukasische Fürstentochter, die er liebte, durfte seine Gefährtin fein, und dem vom Tode Gezeichneten wurden feine Der türkische Innenminister Fikri Tuezer, der diesen Posten seit Anfang Mai d. I. innehatte, ist gestorben. Jägerregiment Ritterkreuzträger^ Oberfeldwebel Hans Köckerbauer. Bereits im November 1941 hatte n das Ritterkreuz erhallen, nachdem er innerhalb von 24 Stunden sich bei der Abwehr von 16 schweren Angriffen hervorragend ausgezeichnet hatte. * Bei den neuen Angriffsoperationen starb Ritter- kreuzträger Oberst Paul Belke, Kommandeur eines Pionierregiments, am 28. Juli 1942 am Don. ® ß r l i n , 15. Aug. (DNB.) Seit dem Frühjahr 1940 entstand an der Nordwestflanke Europas zwischen der Barent-See und dem Skagerrak in rastloser Arbeit der Festungspioniere eine gewaltige Berteidrgungsfront^ Das Küstenland mit den vorgelagerten Inseln, den steilen Felsabstürzen und den vielen überhöhendenBeobachtungspunkten ist von Na- tur aus zur Verteidigung gegen den See- und Luftraum wie geschaffen. Durch Neubau und Berbesse- rungen des Eisenbahnnetzes, Felsausbrüche für Straßenbau, Schneesichermachen von Gleisanlagen und Wegen wurden die Voraussetzungen für schnelle Verschiebung von Truppen und Material geschaffen. Kampfstände und Kasernen, Hohlgänge für Vertrunken. Bei ben Kaukasiern gilt es als alle Körperkräfte stärkend. Sie Ossetinische Straße, so genannt nach dem Bergvolk der Osseten, ist weniger gut ausgebaut als die Grusinische, aber mit Ausnahme einiger Wintermonate auch fahrbar. Die Osseten, die sich selbst Iran nennen, d. h. Arier, sind ein hochgewachsenes, blondes und helläugiges Volk, dem Namen nach meist Christen, aber ihre wirkliche Religion ist ein seltsames Gemisch aus urtümlichem Heidentum, Christentum und Islam. Dicht an der Straße, die sich bis 2700 Meter emporwindet, liegt ein Ossetenheiligtum, der Rekom, ein verschlossenes Blockhaus mit vielen Gehörnen von Steinböcken und Bergziegen. Den kultischen Feiern, die die Osseten hier begehen, darf kein Fremder beiwohnen. Ihre Dörfer zeigen schon die den Kaukasus- oölkern eigentümlichen steinernen Wehrtürme. Ueberwältigend ist die Pracht der Koniferen- und Laubwälder auf der Hinabfahrt vom Mamisson- Paß. Wenn man sich der Ebene nähert, kommt man durch den meilenlangen Eichenwald von Adschamett, an dessen Stämmen sich die wilde Weinrebe emporrankt. In Platanen eingebettet liegt das Kloster © e la t i, eine alte Pflanzstätte des Christentums in Transkaukasien. Die Straße endet in Kutais, dem alten Kolchis, dem Land der Medea und des Goldenen Vließes, nach dem die Argonauten aus- 30gen. An einem Felsen des Kolchischen Kaukasus lag nach der griechischen Sage Prometheus ange- schmiedet. sieg, worauf er das Eichenlaub mit Schwertern erhalten hatte. kürzester Zeit den Uebergang über die Maas bei Gioet erzwungen hatte. Die Technik der Kompaßnadel, wie die zu Onentterungszwecken benutzte Magnetnadel bezeichnet wurde, entwickelte sich im Laufe der Zeiten Viele Ausführungen entstanden. Natürlich sind die modernen Kompasse, welche unsere U-Boote auf ihren weltweiten Fahrten benutzen, nicht von so einfacher Art wie die bekannten Taschenkompasse. Es sind im Gegenteil sehr komplizierte Geräte von unglaublicher Genauigkeit. Mit besonderem Stolz können wir verzeichnen, daß der berühmte Kreiselkompaß des Deutschen Anschütz, wie er z. B. auf Schiffen verwendet wird, kaum noch übertroffen werden kann. Frühzeitig wurde beobachtet, daß die Kompaßnadel nicht genau nach Norden zeigt, sondern eine gewisse Abweichung aufweist. Kolumbus entdeckte (1492) auch, daß die Abweichung der Magnetnadel von der genauen Nordrichtung nicht an allen Orten der Erde dieselbe ist. 1600 wurde erkannt, daß die Erde ein riesiger Magnet ist Das magnetische Erdfeld umhüllt die ganze Erde und reicht weit in den Weltraum hinaus, wie wir heute wissen. Magnetisches Feld heißt ganz allgemein das Gebiet, in dem eine magnetische Kraft zur Wirkung kommt. Die Kraftlinien dieses Feldes gehen vom magnetischen Nordpol aus und endigen im magnetischen Südpol. Der Nordpol ist also gleichsam die Quelle und der Südpol die Sinkstelle des Kraftlinienflusses. Da die Kraftlinien geschlossene Linken sind, verlaufen sie im Innern der Erde vom Süd- zum Nordpol. Nun ist ein einfacher Kompaß nichts anders als em dünnes Gifenmagnetftäbd)en, das infolge des Magnetismus der Erde nach deren mag ne- Soldaten und Arbeiter als Gäste des Führers in Bayreuth ii»»®' , gelben® f Steuer' ^teuerj seren ije Steuer SM die W'A Hier hat ® igdtuni .bisherige« r bisher b i werden i Wens am entrichten, der Lage. h Kreis il säten Kap ün die : iatlich-rech Üen und t ui bei ihn in werden, rgeltungsbe i Jnanfpr sichten, das .Dezember le öffentlid cherigen S : verzinsen Schanghai, 16. Aug. (Europapreß.) In Dacca durchzogen große Trupps indischer Nationalisten, vornehmlich Studenten, die Stadt, drangen in britische Schulen ein und steckten die Schulbücher in Brand. Die britischen Behörden ließen Polizei und Militär aufmarschieren. Ueberall in der Stadt kam es zu Schießereien, bei denen viele Inder getötet und verletzt wurden. Als die Dunkelheit hereinbrach, versagte die elektrische Beleuchtung. Wichtige Maschinenteile waren aus dem städtischen Kraftwerk verschwunden. In Aminabad bei Lucknow wurde bei der Explosion einer Höllenmaschine eine Anzahl Personen verletzt und darunter ein Polizeioffizier. In der heiligen Stadt Benares gingen britische Polizisten gegen die demonstrierende Menge mit Bambusknüppeln vor und eröffneten das Feuer auf die Menge, als sie sich weigerte, auseinander- zugehen. In Kalkutta ist jetzt nur noch die Hälfte aller englischen Fabriken in Betrieb. Auch an der gesamten Ostküste Indiens sollen die Aufstände fortdauern. Schwere Ausschreitungen werden aus Nagpur berichtet. Drei Bahnhöfe und mehrere Polizei- stationen wurden in Brand gesteckt. Die Aufständischen stürmten das Hauptpostamt und die Central- Bank. Ueberall in den Straßen wurden Barrikaden errichtet, Autobusse umgestürzt und die Gleisanlagen der Eisenbahn aufgerissen. Geheime 21 g e n t en der Kongreßpartei sollen mit Hilfe gedruckter Handzettel jeden indischen Patrioten zu Sabotageakten an britischem Eigentum und an der Verwaltung der Briten aufgefordert haben. Von der britischen Polizei wird behauptet, diese Flugblätter enthielten den Befehl, vor allem den öffentlichen Verkehr auf jede Weise zu unterbrechen. ' „Letzi oder nie." Ansprache Boses an das indische Volk. Berlin, 15. Aug. (DNB.) Der indische Frei- hettssührer Subhas Chandra Bose nahm über einen Geheimsender zu den augenblicklichen Verhältnissen in Indien in einer Rede Stellung, in der er eingangs daraus hinwies, daß Indien sich heute im Zustand her Revolte gegen die britische Herrschaft befinde. „Um eine unbewaffnete Revolte niederzuschlagen", so führte er u. a. aus, „sind bere^ts P anzer- und G e - mg ein, so üilligt; füi mber 194< iiiuererlafje rütute wer janbbriefe -Mg des Innung soll Uneben bri Das Geheimnis der Magnetnadel. Von Dipl.-Jng. Hanns Otto Karl. Als mit dem Anlaufen unserer Offensive im Osten non Kursk aus dieser Name häufiger in aller Ttunbe war, wurde auch auf die Bedeutung jenes Gebietes mit feinen ungeheuren Eisenerzlagerstätten in Presse und Rundfunk hingewiesen. Eine physikalisch-technische Besonderheit verbindet sich aber außerdem mit dem Namen Kursk. Es ist dies die sogenannte „Anomalie von Kursk". Unsere Landser haben sie, soweit sie einen Kompaß, also eine Magnetnadel, in Händen hatten, immer wieder mit Erstaunen bemerken können. In diesem Gebiet nämlich wird die Kompaßnadel, die doch sonst stets die Nordsüdrichtung einzunehmen und horizontal zu stehen bestrebt ist, dauernd stark abgelenkt und damit zur Orientierung unbrauchbar. Der Grund liegt in den dortigen riesigen Eisenerzvorkommen, die einen störenden Einfluß auf die Magnetnadel ausüben. Unter Magnetismus versteht man die Eigenschaft gewisser Körper, andere Körper anzuziehen. Der Name Magnet stammt von dem bei der Stadt Magnesia gefundenen Magneteisenstein. Der Magnetismus entsteht durch kreisende Elektronen. Ein kreisendes Elektron erzeugt durch Induktion ein sogenanntes „magnetisches Moment", das sich im Anziehen oder Festhalten von z. B. Eisen aus- wirkt. Daß sich derartige aus Magneteisen bestehende Nadeln stets nach der Nordrichtung einzustellen versuchen, hat man frühzeitig beobachtet und sie daher als Geräte zurBestimmungderHim- melsrichtung benutzt. Schon jahrhundertelang haben sich die Seeleute auf ihren Fahrten nach der Magnetnadel gerichtet. Man nimmt an, daß die Chinesen als erste das Geheimnis der Magnetnadel gekannt haben; sie benutzten schon 200 Jahre vor öer Zw für Landfahrten eine Magnetwaage. Im 11. Jahrhundert wird in Europa in der Geschichte non der Entdeckung Islands die Verwendung von Magneten erstmalig erwähnt. In den alten beut» fammengefunden. Nicht weit entfernt davon fahr» Verwundete. Weiter zur Mitte des Zuges standen Zivilisten am Gangfenster. Neben der DRK.-Schw- ster debattierten Maiden des RAD. eifrig mit einem Erbhofbauern. Musik stand übrigens qls stets begleitender ChaZ rakterzug über den gesamten Tagen. Musik zur Aj-- fahrt, Musik zur Ankunft, Musik zum Essen, Dttisik im Festspielhaus, Musik beim Abschied und letztlich auch wieder Musik bei der Ankunft in Frankfurt a. ä V ' l,,f ei, > 1!* einiflU” Kseitil schewisten als autonome Sowjetrepublik organisiert worden fein. Ich mochte wissen, was die Swaneten, von denen nur einzelne nur ein paar Brocken Russisch konnten, mit diesem Moskauer Segen ange- - - v- ------- ------- ------- fangen haben! Aber damals war es fd)ön, einmal ^tandesschwrengketten mehr gemacht. Wäre der durch diese fremde Perg- und Völkerwelt zu mar- ---— - 'schieren. Jüngling am Leben geblieben, so hätte die europäische Geschichte vielleicht einen anderen Lauf ge- Der Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader Oberleutnant 0 ft e r m a n n i-st am 9. August am Ilmensee gefallen. Nach 62 Luftsiegen war er am 13.3. 1942 durch Verleihung des Eichenlaubs zum JRit- terkreuz ausgezeichnet worden. Der Wehrmachtbr die Entdeckung des Elektromagnetismus, der dem unter 8er Beeinflussung des elektrischen Stroms das Eifen stark magnetisch wird, wurde der Magnetismus eine der Grundlagen der elektrischen Maschinen. Er greift also in die moderne Technik ein. Magnetische Forschungen sind deshalb unge» Heuer wichtig. Durch die 'geniale Erfindung des Kreiselkompasses von Anschütz, der eine Wende in der Na- oigation bedeutete, sind die Fehler und Nachteile des magnetischen Kompasses bei der Orientier rung auf See, bei der Flugorientierung usw. aus» geschieden. Der Kreiselkompaß beruht auf dem Gesetz der Drehbewegung, nach der ein Kreisel be» ftrebt ist, stets die Richtung seiner Drehachse festzuhalten. In einem Gehäuse kreist der Kreisel in kardanischen Ringen, von einem kleinen Elektro» motor angetrieben, mit rund 20 000 Umdrehungen in der Minute. Als kardanische Ringe bezeichnet man drei im rechten Winkel gegeneinander beweg» liche Ringe. Jeder im innersten Ring befindliche Körper behält auch bei Lagenänderung des Systems |cine natürliche Lage bei, also z. B. auch der rotierende Streifel im schwankenden Schiff. Macht das Schiff eine Drehung, so hält der Kreisel trotzdem seine Nordsudstellung fest. Es stellt sich also seine Achse selbsttätig parallel zur Erdachse (Nordsüdrichtung) ein. Dadurch ist es jederzeit möglich, die genaue Himmelsrichtung und damit die Position eines Schiffes in Verbindung mit anderen Beobachtungen festzustellen. Welche Bedeutung der erdmagnetischen Forschung zuerkannt wird, zeigt sich darin, daß in den meisten Staaten magnetische Observatorien eingerichtet» sind, die aus wissenschaftlichen, feemänni» scheu, bergbaulichen und anderen Zwecken ihre Forschungen betreiben. Kompaßmessungen werden z. B. auch im Grubenbetrieb oft angewendet. — Wir können für uns in Anspruch nehmen, daß in Deutschland vor rund 100 Jahren (1833) in Göttingen das erste Observatorium eingerichtet worden ist. Die deutsche Wissenschaft hat besondere Verdienste auf dem Gebiet der erdmagnetischen Forschung. Wir können gewiß fein, daß nach dem Endsieg auf einem vergrößerten Raum weitere Forschungen einsetzen, die sich auf vielen Gebiete» ausanrten werden. kin. Deibel nierifd) beb s deutsche. Berg 3n dem b •frantte na kritisierten »kmijß b IgPhge Far Hp Bruder Uj unter s pankenhaui |[j des ein INr Iran! fc3n ben (! 5 Nnahi rBo", de Nuno Ti toin übern fechtswagen eingesetzt worden, und in der näheren Zukunft werden wir hören und sehen, daß auch die modernsten Kampfmittel zum Einsatz gelangen werden, die der britische Imperialismus in seiner Brutalität und Terrorwirtschaft so gern gegen unbewaffnete Völker dann einsetzt, wenn sie das Verbrechen begehen, um Freiheit zu bitten!" Indien schreie die Frage in die Welt hinaus: „Wo sind die vier Freiheiten?" Diese Worte flogen über die sieben Meere in alle E^ken der Welt — aber Washington gab keine Antwort. Nach einer Pause frage Indien wiederum: „Wo ist die Atlantik-Charta, die jeder Nation eine eigne Regierung garantierte?" Auf diese Frage antworteten Downing Street und das Weiße Haus gleichzeitig: „Diese Charta giltmicht für Jnd'ien." Bose wandte sich dann direkt an die Inder, die den britischen Imperialismus ja schon seit 1857 kennen, als unschuldige und unbewaffnete Menschen durch Kanonen zerrissen wurden, und erinnerte seine Landsleute daran, daß 'der Imperialismus jetzt in feinen letzten Zügen liege! „Brüder und Schwe-, stern!",'rief er ihnen zu, „sammelt in dieser tritt-' scheu Stunde alle eure Kraft und euren Mut! Vor Sonnenaufgang ist immer die dunkelste Sftmde, und bevor der britische Imperialismus mit großem Krach verendet, wird er noch die schlimmsten Schläge austeilen. Wenn wir diesen Schlußangriff aushalten können, wird Indien wieder frei fein. Laßt euch durch die Verhaftung all eurer Führer nicht entmutigen. Vor allem seid eingedenk, daß ihr den britischen Behörden alle nur möglichen Schwierigkeiten machen müßt. Ihr müßt auf jeder Front und mit allen Mitteln, kämpfen, so daß die britische Verwaltung Indiens letzthin unmöglich gemacht wird." Nachdem Bose seinen Landsleuten fernerhin mitgetettt hatte, daß die ganze Welt den Kampf der Inder gegen das britische Empire aufmerksam verfolgt, schloß er seine Rundfunkansprache mit dem Kampfruf: „Jetzt oder nie" und „Sieg oder Tod!" Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing im Führerhauptquartter in Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den von seinem Posten abberufenen nfen zu t . _ v----------—-mingunb ihm vom Führer das Ritterkreuz verliehen worden, wen 85 v. nia a f nt c 0 <. Hirne leer Kgl. bulgarischen Gesandten in Berlin, Paroan Dragan o f f, zu seinem Abschiedsbesuch. * Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz den SA.-Brigadeführer H o h m, den HI.- Oberrichter Obergebietsführer Ministerialrat John und den HI.-Obergebietsführer und Führer des Gebietes Mittelland 15, Reck werth, auf die Dauer von fünf Jahren zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Dolksgeeichtshofes bestellt. * Der Führer beförderte auf Vorschlag des Reichsführers den -Brigadeführer Franz Br e.i t- haupt zum ^-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-^ und ernannte ihn als Nachfolger des kürzlich verstorbenen ^-Obergruppenführers Scharfe zum Chefdes ---Hauptamtes ---Gericht. * Stabschef der SA., Viktor Lutze, weilte im Rahmen einer mehrtägigen Besichtigungsfahrt bei der S A. - G r u p p e Pommern, um sich von öen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der SA.-Männer zu unterrichten, unter denen sie auf dem Lande als Bauern und Landarbeiter ihren Beittag im Kampf um die Ernährungsfreiheit leisten. U. a. besuchte der Stabschef Landarbeiterwohnungen und Musterhetriebe in den Kreisen Schlawe und Stolp. Die Fahrt wurde mit der Besichtigung der SA.-Siedlung in Augusthof bei Schlochau beendet, wo sich der Stabschef von der vorbildlichen Siedlungsarbeit überzeugen konnte, die hier bei der Ansetzung von A.-Männern geleistet worden ist NSG. Vom 9. bis 28. Juli führte die N S G. „Kraft durch Freude" die Festspiele in Bayreuth durch, an denen nach dem Willen des Führers als feine Gäste rund 20 000 Menschen aus allen deutschen Gauen, vor allem Rüstungsarbetter und viele schaffende Frauen teilnahmen. Auch Rüstungsarbeiter, Soldaten und RAD.-Angehörige des Rhein-Main-Gebietes hatten Gelegenheit, einer Aufführung des „Fliegenden Holländer" bei- zuwohnen. Daß es einem Volke möglich ist, nach fast dreijährigem, schwerstem Ringen in einem Kampfe um Sein oder Vergehen diese Volksgenossen — wenn auch nur für kurze Zeit — aus ihrer täglichen Umgebung herauszunehmen und sie an einen Ort zu führen, der aller Welt als Ausdruck suchenden deutschen Geistes gilt, stellt allein schon eine Anstrengung dar, wie sie nur eine wirkliche Gemeinschaft hervorbringen kann, die sich ihrer Kraft, aber auch der Richtigkeit ihrer Ziele vollauf bewußt ist. Wenn droben auf dem Festhügel in Bayreuth der Schlosser aus dem Rüstungsbetrieb, der in seinen freien Stunden Harmonium spielt, neben dem Ijntersturmführer der Waffen--- steht, und beide sich mit einer Maid des weiblichen Reichsarbeitsdienstes darüber unterhalten, warum wohl Richard Wagner dieses Haus vollkommener Schmucklosigkeit hingestellt habe, dann dürfte dieses eine Beispiel schon bewiesen haben, wie hoch der völkisch-kulturelle Wert einer solchen Fahrt anzu- setzen ist. Oder wenn man bei der Heimreise an einem Abteil stehenbleibt, von dem man weiß, daß hier auf öer Anreise eifrig Skat gespielt wurde, den Gespräche zuhört, die sich zwar keineswegs nur mit Wagner beschäftigen, dann erkennt man, welch fort- jeu^emöe Wirkung allein dieses eine Mal Losgelöstsein vom Alltag bedeutet. Hier war von den Werten des Lebens die Rede, von Dingen, die normalerweise kaum in die Rede des schlichten Mannes kommen, die aber nun hier, keineswegs fehl am Platze, als natürliche Folgerung des Vortages durchaus verständlich waren. In einem Abteil hatten sich Soldaten sechs verschiedener Waffengattungen zu- nommen. Er war eine weiche Natur, gleich seinem Vater; statt seiner kam sein jüngerer Bruder, der harte Reaktionär Alexander III., auf den russischen. Thron, und durch seine dänische Heirat mit der Schwägerin Eduards VII. wurde die St. Petersburger Polittk ins englische Fahrwasser gebracht. 2lus Imeretien führt das Tal des I n g u r zum Betscho - Paß hinaus. Diese Tour begann mit einem mächtigen abendlichen Rotweintrinken in der Behausung eines Bergfürsten. Zuerst kreisten die gefüllten Stierhörner, aus denen zu trinken eine Kunst ist, wenn die Neige sich naht; dann wurden langsttelige silberne Kasserollen hervorgeholt, mit denen der imeretische Mundschenk in die tief im Erdboden gebetteten tönernen Behälter hinabfuhr, die das duftende, schwarzdunkle Getränk bargen. Kein Trunk durfte getan werben, ohne einen Trinkspruch auszubringen, der Reihe nach auf die Anwesenden, die Frauen, den Zaren, den deutschen Kaiser, das imeretische Land und Volk. Durch eine Klamm des Jngur, die bei Hochwasser unpastierbar ist, steigt marl aus Imeretien in das Swanetische Hochtal empor. Die Schlucht war gefährlich wegen der Jahreszeit, darum zogen wir es vor, einen hohen Sattel zu überfteigen. Bei den Swaneten hier oben war man noch im vollen Mittelalter, ausgenommen die langen, silberbeschlagenen Vorderlader in der Bewaffnung der Männer. Auf der Brust steckten in beiderseitig aufgenähten Stoffhülsen die Patronen, Pulver und Blei; am Gürtel hing der scharfe kaukasische Dolch, an der Wand in einem hochragenden Wehr türm noch ein Panzerhemd. Imposant saß auf den Kopsen die riesige kaukasische Pelzmütze. Nach einigen Derhand- lunge glückte es, Träger für das Gepäck ü b e r ö e n Betscho - Paß zu bekommen. Er führt über ein großes Firnfeld und ist yur im Sommer benutzbar. Selbst das weltferne Swanetten soll von den Bol- Sie Qufti, 'il: Der 34 I. R< ■'•Sortjefo ,®it fiei Ä" 6»| ! um "Dann ko 15 tlingt " Mei w "M weif "Vhöas n weif Renten ■ Siel. ‘3( LNt m n anben Ai barf ? einen ^s-hwi .• mürbe i - ''"en % W"" s? jönn IK i»e ' ' Witter« iflnbeur n Lon- ifl wr Dorbffi, lons ff. los brl atie r. itt) doik hweiff. ien^l bas W| Vf aus. in bojj | 9enoqJ d ä M «ritz! er, her alte, ist ig der Professor in male- Klubsessel, anzuschauen wie ** Akademische Ehrung. Der Professor Dr. W. Engelhardt von der Universität Tübingen, ein geborener Gießener, wurde zum Ehrenmitglied der Italienischen Dermatologischen Gesellschaft in Bologna ernannt. ** Brandbomben a u f Straßen und Plätzen sind erst dann zu bekämpfen, wenn die benachbarten Wohnhäuser nach eingefallenen Brandbomben bereits gründlich abgesucht sind. floaten Kapitalmarkt beschaffen können. Für solche leten die Realkreditinstitute, Hypothekenbanken, lifentlich-rechtlichen Pfandbriesinstitute, die Spar- bssen und die Versicherungsunternehmen ein. Es hm bei ihnen ein Abgeltungsdarlehen aufgenom- Lrn werden. Der Eigentümer kann einen Teil bes, Ibgeltungsbetrages bar und den anderen Teil un-' ir Inanspruchnahme eines Abgeltungsdarlehens htrichten. Das AbgeltuMsdarlehen muß spätestens am Dezember 1942 beantragt werden. Es ist durch [irre öffentliche Last gesichert, die an die Stelle der I zherrgen Steuer tritt. Es ist jährlich mit 4,5 v. H. [i verzinsen und mit 4 v. H. zuzüglich der ersparten zu tilgen. Die Jahresleistungen zur Verzinsung und Tilgung des Abgeltungsdarlehens besagen 815 v. H. der bisherigen Jahressteuer. Stehen fäume leer »der tritt eine sonstige Ertragsminde- mng ein, so wird bei der Hauszinsste>uer ein Erlaß kmiUigt; für Ertragsminderungen nach dem 31. De- jember 1942 werden an Stelle des bisherigen Steuererlasses Beihilfen gewährt. Die Realkredit- inftitute werden auf Grund der Abgeltungsdarlehen Pfandbriefe ausgeben. Es tritt dadurch eine Be- Ibwig des Pfandbriesmarktes ein. Die Ver- Srdnung soll zur Lenkung der Kaufkraft beitragen, daneben bringt sie eine erhebliche Verwaltungsver- «nfachung und fördert die Einheitlichkeit des Rechts. Als die beiden in das zirbelgetäfelte, Helle Früh- ftückszimmer traten, lag edes Viehhalters, den Zählern richtige und ausführliche Angaben zu machen. Die Ernährungsamter. Abteilung A (Kreisbauernschaften), werden auch diesmal vom Reichsernährungsminister beauftragt wer- den, die Angaben der Viehhalter nachzuprüfen. Gegen Viehhalter, denen falsche Angaben nachgewiesen werden, wird mit strengen Strafen vorge- e"*u ; - Ni Sütr™ usfeu Fußball in Gießen. VfV.-R. Gießen — Sg. Büdingen 1:6. LSD. Gießen — Rb. Friedberg-Fauerbach 0:2 (0:0). Die am gestrigen Sonntag auf dem Waldsportplatz durchgeführte Doppelveranstaltung brachte nicht den allgemein erhofften Erfolg für Gießen. Die Gäste warteten mit sehr guten Leistungen auf und enttäuschten in keiner Weise. VfB.-R. Gießen mußte mit einer sehr ersatzge- chwächten Mannschaft antreten und konnte die Bu° ringer nie ernsthaft gefährden. Er hielt das Spiel zwar eine halbe Stunde lang offen, ohne jedoch verhindern zu können, daß der Gegner in der Folgezeit sichtlich überlegen wurde und hierdurch in regelmäßigem Abstand seine Tore erzielte. Beim Stand 5:0 gelang Fleischhauer das Ehrentor. Die Luftwaffe mußte ebenfalls mit einer stark veränderten Mannschaft antreten und war nicht in der Lage, den Gästen aus Fauerbach den Sieg streitig zu machen. Diese waren während des ganzen Spiels leicht tonangebend und hinterließen einen sehr guten Eindruck. Sport der Hitler-Jugend. Bann Offenbach hessennafsauischer Gebietsmcisler. Die Prüfungen zur Ermittlung des hessen-nassauischen Gebietsmeisters im Radsport wurden am Sonntag mit einem Straßenrennen über 100 Kilometer abgeschlossen. Die bergige Strecke von Anspach über Obernhain, Saalburg, Wehrheim, Usingen, Landstein, Brombach, Anspach, die dreimal zu durchfahren war, stellte an die 33 Bewerber große Anforderungen. Nur 16 Fahrer erreichten das Ziel. Gebietsmeister Heinz P r o ch a s k a wurde )er N' hl lachte'!' -A )rienft- st lrtritz r ini> bffl oonDlc id Lust' lerbck' che für anlage" schnelle qeschai' • iir Lei' ) A' Hoher deutscher Fußbattsieg in Beuchen ^Rumänien im Länderspiel mit 7:0 (1:0) geschlagen. Srppenämter erfolgen. Kampf gegen wildernde Katzen. LPD. Besonders in den obstreichen Gegenden findet man viele wildernde Katzen, die dem Sing- vogelbestand ungeheuren Abbruch tun. Aber nicht nur den Singvögeln stellen die Katzen nach, oft gehen sie auch hinter die Feldhühner. Brütende Rebhühner, Fasane usw. sind ihre Opfer, und der Schaden, den sie hier anrichten, ist ebenfalls groß. Das muß unbedingt unterbunden werden, denn diese Katzen fangen ohnehin keine Mäuse mehr, sind also völlig nutzlos. Jungkatzen heranwachsen lassen, die man später einfach ihrem Schicksal überläßt, ist unverantwortlich. Darum sollte jedes Jungtier, das man nicht einwandfrei versorgen kann, sofort nach der Geburt durch einen Schlag ins Genick getötet werden. Will man dem Muttertier em Junges lassen, bann soll es möglichst ein Katerchen fein, das man aber kastrieren läßt. Katzen zu ertränken ist Tierquälerei und strafbar; ebenso ist das Aussetzen von Katzen unter Strafe gestellt. Für Beseitigung der Hauszinssteuer. In den Ländern des Altreichs wird feit der Zeit it Geldentwertung vom Althausbesitz eine besonne Steuer erhoben. Sie ist als GebäudeentschuU .'.ngsst-euer bezeichnet. In Preußen und in einigen iberen Ländern wird sie Hauszinssteuer genannt, tiefe Steuer wird jetzt beseitigt werden. Sie ist nur och für die Zeit bis zum 31. Dezember 1942 zu ntvichten. Zum Ausgleich für den Wegfall der steuer hat der Eigentümer einen einmaligen jb ge l t un g sb e t r a g in Höhe des Zehnfachen ts bisherigen Jahresbetrags der Steuer zu leisten. |ie bisher bei der Steuer gewährten Ermäßigun- pi werden berücksichtigt. Der Abgeltungsbetrag ist !Liestens am 31. Dezember 1942 an das Finanzamt l[ entrichten. Viele Hausbesitzer werden dazu selbst r. der Lage fein. Andere werden sich die Mittel aus hm Kreis ihrer Verwandten oder sonst auf dem Aus der Stadt Giehen. Pilze als Doppelgänger. Genau genommen find sie keine richtigen Doppelgänger, wenigstens nicht für den Pilzkenner, aber es gibt doch Pilzarten, zwischen denen eine gewisse Aehnlichkeit besteht, und um diese Ähnlichkeit geht es, denn sie kann zu folgenschweren Verwechslungen ühren. Jeder Giftpilz besitzt Merkmale, die ihn von seinem ungiftigen Doppelgänger unterscheiden, allein man muß sie genau kennen, und zwar nicht nur die hauptsächlichsten, sondern alle seine wichtigen Warnungszeichen. So fällt beim giftigen Knollenblätterpilz die wulstige Verdickung seines Fußes auf, die bei seinem „Doppelgänger", dem eßbaren Champignon, fehlt. Oft aber steckt gerade der knollige Wulst so tief, im Boden, daß man ihn nicht gleich sieht. Ist der Hut des Pilzes gelblich bis olivgrünlich und dazu noch lose mit dünnen weißen Hautfetzen bedeckt, sind Fleisch und Lamellen weiß, der Hutrand unzerrrssen und riecht der Pilz nach rohen Kartoffeln, so handelt es sich um den Knollenblätterpilz, denn der Champignon besitzt rötliches Fleisch, zuerst rosa und später bräunlich-violette Lamellen, und riecht immer na$ ^nl5> Der Geruchsunterschied erweist sich besonders auch dann als wichtig, wenn man junge Champignons sammelt, so lange nämlich die Lamellen noch geschlossen sind und ihre rötliche Farbe noch nicht erkennbar ist. Obwohl sich auch der junge Knollenblätterpilz durch ein gutes Merkmal bestimmen läßt: eine weihe, vom Hutrand bis zur Erde reichende Hülle, die den Stiel umgibt und beim Champignon Anstalten, z. B. Heil- und Pflegeanstalten, den ent- sprechenden Abteilungen allgemeiner Krankenhäuser usw., befinden sich, so sagt der Erlaß, häufig «chrift- stücke, die für die Sippen-, Rassen- und Erbforschung sowie für den Abstammungsnachweis von Bedeutung fein können. Es ist erforderlich, solche» Schriftstücke von der sonst üblichen Vernichtuna der Akten auszuschließen und für die künftige Auswertung burd) Gesundheits- und Sippenämter aufzubewahren. Der Erlaß enthält die erforderlichen Anweisungen. Er erstreckt sich auch auf private oder karitative Anftal- ten, soweit sie von Gemeinden oder Gemeindeoer- bänden belegt werden. Da kriegsbedingte Schwierigkeiten eine sofortige Auswertung des anfallenden Materials nicht gestatten, kann die Verarbeitung erst nach Beendigung des Krieges, nach Entlastung der Gesundheitsämter und nach Einrichtung der bllt$inÖer, Kinder, hier ist gut sein, hier laßt euch nieder! Eure Köchin, die Resi ist eine Perle, schade, daß es für so etwas keine Orden gibt. Ein verzücktes Lächeln floß über fern breües Gesicht Er hatte bei Tisch aber auch Beachtliches aeleiftet Nun war er bei den Schnapsen ange- Pangt von denen ihm ein breigefiernter Kognak, eine ausgesprochene Männerangelegenheit, am mei- ften imponierte. Er hatte sich „Marscherle.chterung maebilliqt. und die untersten drei Knapte feiner ffiefte geöffnet. Er blie» aus einer erworbenen Brasil kunstvolle Ringe in die Lust. Da bringe ich dir Anna", sagte Brügger, kümmere dich ein wenig um das arme Mäuschen Ich habe draußen noch zu tun. Wegen der Gaudi heute abend. Unterhaltet euch gut! Er entließ feine Frau mit einem zärtlichen Klaps und verließ den Raum. Wird besorgt", ^erwiderte Helmrelch, erhob sich und schloß unbemerkt seine Weste. Dann wandte er sich ZU Anna. „So sind die Manner: da geht er hin und läßt uns zwei Schönen.allein. Was ist denn kleine grau? Sie kommen mir ein bissel bläh nor. Kopfweh? Ist ja auch kein Wunder bet all dem Durcheinander. irDfied JlNM. It 13.3J m 5tifc- ladjfbe- em er-- ’ änÄnnft du unbeforgt ieiu &rlaBebid) .auf Mann geradewegs in d'e^Arme. r ) dem Dätze unbemerkt mit angehort. Er Haus und suchte Anna. . • er* suche s ..Ach. da ist die klein- Au-r-.tz"h A dich wie eine Stecknadel, ^ch 0ane Ifkgungseinrichtungen, denen kein Schifisgeschütz fb keine schwere Bombe etwas anhaben können, chnisch auf das vollkommenste ausgestattete Stütz- ,'ntte für Seestreitkräfte und Flugplätze mit beto- s-rten Startbahnen und weiten Hallen sind ent- enben, um von hier aus Schläge gegen die bri- zjche Insel zu führen. Ein von den vorgelagerten faseln bis in die Tiefe der Fjorde gespanntes Netz m Hindernissen, Sperren unb feldmäßigen An- slgen wurde -geschaffen, fo daß heute Europas grdwestflanke eine einzige Riesenfestung darstellt. Aus dem Reich. Schlafwagenplätze nur bei kriegswichtigen Reifen. Roman von Walter ruopner l 17. Fortsetzung. OMtmid verboten.) Mit kleinen Fehlern", lächelte sie. -Man muß i tinanber doch helfen. Vielleicht kommt eine Zett da ich dictt um einen Gefallen bitten muß. • ^Ämm nur.änna. Für dich F-uer. Du kannst 00N mir oerlangen w°-bn w.llftt die Schleppe trägt. „Was b-,urchtest du denn. ÄÄltS-"™,,«.ii...«™- etj. mei6 ,5 nicht. Manchmal hat man s° törichte Gedanken. Du mußt nicht fo beftu^t ' Franzel. Ich bin ein bummes JXng. Oft ich nicht, was Martin an mir findet. Er patte ootp ganz andere Frauen haben können^ g-g* - I neuerte. Das eintönige Plätschern tat w I) „Ich mutz jetzt gehen. 6ranzel. , Ind wegen des Zahlungsbefehls —' 'ragt nie vorkommt. . Einen schönen Steinpilz zu erkennen, scheint nicht schwer zu sein, allein in der Form und Größe ist ihm der stark giftige Satanspilz ähnlich. Verwechslungen find jedoch so gut wie ausgeschlossen, wenn man darauf achtet, daß bei den Steinpilzen das Fleisch unverändert weiß, die Röhrchen unter dem Hut weiß bis gelbgrünlich und die Stiele hellbräunlich sind, der Satanspilz indes durch blutrote Röhrchen, einen oben stark gelben und nach unten hin rot gesprenkelten Stiel auffällt und sein weißes Fleisch sich beim Anschneiden zuerst rötlich und hernach blau und violett verfärbt. Wenn überhaupt das Fleisch eines dem Steinpilz irgendwie ähnlichen Pilzes, sobald man ihn anschneidet, bläulich anläuft, ist damit schon der Beweis gegeben, daß der Pilz ungenießbar ist, wie denn auch alle Röhrenpilze mit rotem Röhrenlager ober rotem Stiel unbedingt zu meiden sind. Auch beim Unterscheiden des eßbaren .Eierpilzes oder Pfifferlings von dem ihm beim flüchtigen Hinsehen gleichenden falschen Gelbling muß man sich an die Färbuna halten, indem beim Pfifferling Stiel, Hut und die unter dem Hut sitzenden Lamellen bas gleiche kräftige Gelb zeigen, wogegen beim Falschen, aber ebenfalls gelb gefärbten Gelbling die Lamellen dunkler getont sind als feine übrigen Teile. Der Doppelgänger des echten Reizkers, Gif treizke'r, ist seinem wohlschmeckenden Verwandte ziemlich ähnlich, unterscheidet sich ober durch ein leicht wahrnehmbares Kennzeichen von ihm, da der Milchsaft des echten Reizkers orangerot, der des Giftreizkers jedoch weiß ist. Wer feinen Geschmack auf ein leckeres Gericht aus gebratenen Brätlingen spitzt, darf sich ja nicht am stark giftigen Speiteufel vergreifen und muß vor allenr daran denken, daß. der Hut des jungen Brätlings gelbbräunlich unb der des jungen Speiteufels rötlich bis scharlachrot ist, daß die Lamellen beim Brätling geldlich, beim Spetteufel weiß sind, unb beim Brätling vom Hut ausgehend em Stückchen weit dem Stiel entlang nach abwärts laufen, beim Speiteufel aber gleich unter bem Hutrand dem Stil zuwachsen. Auch daran, daß der Brätling einen weißgelblichen Milchsaft enthalt, der feinem giftttzen Doppelgänger fehlt, lassen sichre beiden Pilze leicht voneinander sondern. Bei Pilzen und Dichtern lammen, auf einen guten zehn schlechte", sagt ein Scherzwort, aber so schlimm ist es denn doch nicht. Rur kennen muß man die .Schlechten" so gut, daß sich kein Doppelgänger unter die genießbaren ein schmuggeln kann. Und daran festhalten: nur die Pilze ernten, deren Merkmale man sich genau eingeprägt hat. M. A. V.L. chwer krank darnieder. Ein neuer Gigli-Fttm. In den Grünewald-Ateliers der Tobis beginnen die Aufnahmen zu dem Musikfilm „Lache B - a z ; o", den Leopold HalnlIch inszeniert. Ben- cnnino Gigli ha! eine bedeutende Ge>angsrolle >arin übernommen. _ ktrW - irbe dk' 1 ktM1 W Im fünften Fußball-Länderspiel mit Rumänien siegte am Sonntag im Beuthener Hindenburg- Stadion die deutsche Nationalmannschaft überlegen mit 7:0 (1:0) Toren. Die deutsche Mannschaft spielte wie aus einem Guß. Die Rumänen mußten sich einem in Höchstform spielenden Gegner beugen. Deutschland: Jahn; Janes, Miller; Kupfer, Sold, Sing; Burdenski, Decker, Wa^er, Willlmosti, Klingler. ~ - Rumänien: Pavlooici; tfelcean, yiegrcscu; Simatoc (später Constantinescu-Grecu), Wetzer, Moldoveanu; Bindea, Marian, Constantmescu- Grecu (später Sonny Niculescu), Jordache, Bogdan. Ütze 1. und 2. Klasse muß daher in Zukunft gründlich der Nachweis über Dringlichkeit und Kriegs- ichtigkeit der Reife durch die bereits feit dem jj. Juni 1942 vdrgefchriebene schriftliche Betz e i n i g u n g oder Erklärung gebracht werden. Die Nachfrage nach Schlafwagenplätzen für drin- Bde kriegswichtige Reifen ist fo groß, daß Schlaf- agenplätze 1. und 2. Klaffe für Reifen aus rrfönlichen Gründen nicht mehr zur g e st el l t werden können. Für Bett- Klaffe muß daher in Zukunft grünt)» Mit dem deutschen Anstoß wurde bas Spiel eröffnet, und bereits in der ersten Minute gab cs den ersten Eckball für unsere Mannschaft. Der Gegenstoß der Rumänen wurde abgebremft, wahrend auf der anderen Seite ein schöner Hochschuß von Klingler von dem ausgezeichneten rumänischen Tormann Pavlooici sicher abbewehrt wurde. Das Spiel unserer Mannschaft lies über eine Vierte - stunde hindurch geradezu musterhaft. Der Ball wanderte von Mann zu Mann wie an der Schnur gezogen. Doch die Ausbeute waren fünf ergebnislose Eckbälle. Die treibende Kraft im rumänischen Sturm war der junge Halblinke Marian. Nach Ab» ein teilnahmsvolles Gesicht zeigen. Sie darf auch nicht gleich gekränkt sein, wenn er einmal hochgeht. Chirurgen sind vor Operationen immer ungenießbar. Eine rechte Frau sieht auch daraus, daß der Mann alle Jahre Urlaub nimmt. Jin übrigen läßt es sich hier schon aushalten. Das Hochallgäu ist zu jeder Jahreszeit ein Genuß. Auch Fremde sind da. Für meinen Geschmack sogar zu viele. Und nun wollen wir dieses kleine Privattssimum beenden, meine liebe junge Frau. Machen wir ein bissel Musik. Wenn wir Glück haben, erwischen wir etwas Leichtes, Sanftes." Er ging zum Radio unb drehte an den Knöpfen. „Ich denke, das geht. Und jetzt versuchen sie zu schlafen. Ich gucke derweil in die Zeitung." Anna machte die Augen zu und ließ die dünne Musik über sich hinrieseln. Es war schön, hier zu liegen in dem Zimmer mit den Gamskrickeln, den Geweihen, dem Lüsterweibchen und der verschwim- menben Dämmerung. Wenn der andere, dieser Friedensstörer, hielt, was er zugesagt hatte, konnte noch alles recht werden. Dann dachte sie an ihren Mann. An seine klugen, ein wenig müden Augen, an seine reife Güte, die für aU*5 Nachsicht und Verstehen hatte. — Ich möchte dir alles vergelten, Martin, — dachte sie inbrünstig. — Man muß mir nur ^Sie°merkte nicht mehr, daß der Professor mit ber Zeitung raschelte und daß er sich auf den Fußspitzen hinausschlich, um irgendwo ein Nachmittagsschläfchen zu halten. Auf der Wiese, die an den Park grenzte, ging es wild her. Der hemdärmelige Zimmermann nagelte an dem Podium herum, ein Installateur legte das provisorische Lichtkabel, Hingerl schleppte immer neue Sitzgelegenheiten herbei, Stühle, Tische und Bänke, die zum größten Teil das Bräuhaus zur Verfügung gestellt hatte. Dr. Brügger stand sinnend unter einer Buche am Wiesenrand und blätterte in einem Notizbuch. Hatte i man alles? Das Bier, die Speisen, die Krüge, den Zapfhahn? t (Fortsetzung folgt. . durch Radschaden zurückgeworfen, nachdem er zwei Runden vorne lag. Den Meistertitel errang die Mannschaft des Bannes 287 Offenbach mit der Zett von 3:14:17 Std. hesieN'Nasiau vor Kurheffen. Im Gießener Sckützenhaus trafen die Gebiete Hessen-Nassau unb Kurhessen in einem Vergleichs- kämpf im schießen zusammen. Die jungen Hessen- Nassauer siegten mit 2965 Ringen gegen 2912 Ringe non Kurhessen. Die besten Einzelschützen waren: 1. Joachim Holzel (Bann 116 Gießen) 613 Ringe, 2. Horst Niederberger (Bann 117 Mainz), 3. Werner Kugelstadt (Bann 80 Wiesbaden), 612, 4. Hans August Siebers (Bann 83 Kassel) 597, 5. Helmut Beiz (Bann 83 Ziegenhain). Oer Aufstiegskampf entschieden. Rüsselsheim und Isenburg in ber Gauklasse. Der Kampf um den Aufstieg zur Fußball-Gauklasse Hessen-Nassau wurde am Sonntag entschieden. In der Gruppe 1 hat sich die Spvg. Neu-Isenburg, in ber Grupps 2 der SC. Opel Rüsselsheim den Ausstieg erkämpft. Leichtathletik-Mehrkampfmeister von Hessen-Tiassau. Die Mehrkampfmeisterschaften des Sportgaues Hessen-Nassau wurden nicht in Gießen, ^wie ursprünglich vorgesehen, sondern auf dem F-LV.-Platz in Frankfurt a. M. durchgeführt. Im Fünfkampf ber Männer siegte der Frankfurter Paul Rapp (Ein- tracht) mit 2954 Punkten, während der Frauen- Fünfkarnpf von Frl. Aenne Rackles (SC. Frankfurt 1880) mit 209 Punkten gewonnen wurde. Jv ?-• v iv ■ Ml Erb- und Sippenforschung auS gemeindlichen Akten. In einem Erlaß an die Gemeinbeaufiichtsbehör- ben Gemeinden und Gemeindeoerbände nimmt der Reichsminister des Innern zur Auswertung gemeindlicher Akten für die im Interesse der Volksgesundheit und Volkskraft wichtigen prägen ber Sippen-, Rassen- und Erbforschung Stellung. In den Akten gemeindlicher Behörden, insbesondere der Mablfahrts- und Jugendämter, sowie gemeindlicher Has Kopfweh besser, Liebling? Sonst hole ich Tabletten." Er sah sie besorgt an. „Danke, es ist besser, Martin ' Als ich dich oben nicht fand, vermutete ick), Ou wärst im Park. Es gibt da so nette stille Winkel. Ich habe mich schrecklich nach dir gesehnt, Annerl. Er nahm ihren Arm und sah sie mit großen ^^Sie"hörte seine Werbung, blieb stumm und ging neben ihm ins Haus. 9. piil' Orts-Sport- und -Turntag in Klein-Linden die Gelegenheit zum Ehrentreffer. Eiyen Strafstoß vor dem deutschen Tor führte Marian aus, der je- Leiter Schützenklubs „Roland mit je 8 Mann und zu 193! Dm Staufenberg, im August 1942. 2495D 03995 < 03984 von der Reise zurück 03986 Dr. Spohr, Rechtsanwalt. 2463 D 03996 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Aus reicher Oberlieferung, die reife Leistung CD.) 3,20 Die Sportgemeinde unseres Vororts führte am gestrigen Sonntag ihren diesjährigen Orts-Sport- und -Turntag durch. Es war der dritte Sporttag dieser Art, die Beteiligung nicht geringer als in früheren Jahren. An den volkstümlichen Dreikämpfen nahmen 99 Sportler und Turner teil, nicht viel schwächer war die Beteiligung an den Einzelwettkämpfen. Zum Schwimmwettkampf am Sonntagnachmittag stellten sich den Kampfrichtern 48 Teilnehmer zu den Schießwettkämpfen. Die beiden Kampfgruppen der Politischen Leiter und des Sprechstunden beginnen ab 18. August G. Straub Heilpraktiker. Gießen, Bahnhofstraße 65 03993 lerowicz blieb am Start stehen, der früh abgekom- mene zweite Deutsche, Licha, siegte in 10,6 vor dem rumänischen Rekordmann Moina, der auch über 200 m mit dem zweiten Platz vorliebnchmen mußte. Hier bewies Mellerowicz sein Können mit einem überlegenen Sieg in 21,5 .Sekunden. Ohne ernste Gegnerschaft waren die deutschen 400-m-Läufer und auch die Mittelstreckler, wo Rumänien Talmaciu und Pandrea zweimal einsetzen mußte. Der 5000-m- Lauf ergab einen eindrucksvollen Sieg des 3000-m- Meisters Seiden schnür in 15:11 über den Eß- linger Eitel. Deutsche Siege in allen Wettbewerben. Auch die Sprung- und Wurfwettbewerbe sowie die beiden Staffeln ergaben durchweg deutsche Siege. Die Rumänen mußten sich jeweils mit dem dritten und vierten Platz begnügen. Die 4 X 100-m-Staffel wurde schon von Licha und Mellerowicz entschieden, obwohl Moina gegen Uetz ein feines Rennen lief, und auch über 4 X 400 m stand der deut- sche Sieg schon bald fest. Ergebnisse: Hans Mangelsdorff staatl. gepr. Dentist Die zweifache Begegnung des deutschen Sports am Sonntag mit den Vertretern Rumäniens endete Beifall der 3000 Zuschauer nn neuen Silleiner Stadion heraus. Die besten Einzelturner waren Karl Stadel und Kurt Krätsch, die beide nur einen halben Punkt hinter der zu erreichenden Höchstzahl von 80 Punkten zurückblieben. Es folgten dann Alfred Schmidt mit 79,4 Punkten vor Alfred Müller und Rudolf Gauch mit 78,3, Eugen Göggel mit 78,1 und Heinz Kretschmer mit 77,2. Don den slowakischen Turnern schnitt Ramonzik mit 73,8 Punkten vor Jänecka und Gonda mit je 72,3 Punkten am besten ab. Volle 20 Punkte erhielten Schmidt, Gau- chel, Stadel, Krötsch für ihren Pferdesprung, Stadel und t Krötsch am Barren, während Schmidt und Benoten! bandgearb.rund« Brosche anr 14.8. 1942 auf d. Weg Landgraf- Phil.- Platz — Neuen Büue-Bismarck- str.-Stevhsnstr. Geg. Belohnung abzugeben bei Senßfelder, Stephanstr. 19. auch in der Leichtathletik mit einem klaren deutschen Sie, ~ Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unsres lieben Entschlafenen Ernst Pfeffer, Gefreiter in einem Inf.-Regt., sagen wir auf diesem Wege unsren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Metzler für seine trostreichen Worte am Grabe, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden. Frau Luise Pfeffer Wwe., geb. Geißler, nebst allen Angehörigen. zahlreichen Beweise aufrichtiger bei dem Heimgang unserer lieben na Uhl Wwe., geb. Schäfer herzlichen Dank, besonders Herrn icker für die Worte des Trostes. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Biedenkopf, geb. Uhl. m 15. August 1942. JEagenäume möglichst in der Nähe des Bahnhofs zu mieten gesucht Schriftl. Angebote unter 2496D an den Gießener Anzeiger erbet. 100 Meter: 1. Licha (D.) 10,6; 2. Moina (R.) 11,0; 3. Zenide (R.) 12,1. — 200 Meter: 1. Mellerowicz (D.) 21,5; 2. Moina (R.) 22,0; 3. Uetz (D.) 22,5; 4. Zenide (R.) 22,8. — 400 Meter: 1. Homburg CD.) 50,3; 2. Fromme (D.) 51,0; 3. Ludu (9t.) 51,9; 4. Dejenaru (9t.) 52,1. — 800 Meter: 1. Seibert (D.) 1:58; 2. Talmaciu (9t.) 1:58,8; 3. Pandrea 2:03, Piduhn (D.) ausgeschieden. — 1500 Meter: l.-Rank (D.) 3:58,5; 2. Körting (D.) 4:01,8; 3. Talmaciu 4:41,5; 4. Pandrea 4:41,7. — 5000 Zigarren Zigaretten RAUCHTABAKS Der Unterzeichnete ist beauftragt, f. d. Herren: 1. Rechtsanwalt Dingeldey in Alsfeld 2. Rechtsanwalt u. Notar Wachtel in Alsfeld am Amtsgericht Alsfeld Sprechtage abzuhalten. Die Sprechstunden finden statt nachmittags zwischen 14 Uhr 30 and 17 Uhr 45 an folgenden Tagen: Mittwoch, den 19. August 1942 Mittwoch, den 16. September 1942 Mittwoch, den 21. Oktober 1942 Mittwoch, den 18. November 1942 Mittwoch, den 16. Dezember 1942 Am 8. August 1942 starb nach Gottes Willen im Osten in treuer Pflichterfüllung den Soldatentod mein lieber, treusorgender Mann,unser lieberVater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Wilhelm Weber Postwagenführer bei der Feldpost Inhaber des E. K. II, des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern, des Westwall-Frontkämpfer- und Treudienstehrenzeichens im Alter von 45 Jahren. Sein Leben war Liebe, Treue und Aufopferung bis zum Letzten. In tiefer, stiller Trauer: Lina Weber, geb. Schmidt Elfriede Weber und Walter Menke Konrad Weber und Frau Katharine, geb.Momberger Wilhelm Schmidt und Frau Marie, geb. Fink Familien August Günther und Adam Familien Lemmer und Eirich. Gießen, den 17. August 1942. M % L für die kni in den k geM Michal htcr 00 Lite der 1 Fahnen keift 9* feier 3»« [ Mainzer Leu als V Lien und 6 den V Wehnnnc Un Gefa Mand r Wien un nehmen Sämtliche Beteiligten traten am Sonntagvormittag auf dem Sportplatz zur Morgenfeier mit Flaggenhissung an. Der mit der Führung der Gefolgschaft der Hitler-Jugend beauftragte Oberrottenführer Herbert Jung sprach einleitend über den Einsatz der Jugend im Sport und die hohe Verpflichtung gegenüber Führer und Volk. Rach der Flaggenhissung und dem gemeinsam gesungenen Lied „Auf hebt unsere Fahnen" traten die Teilnehmer, Hitler-Jugend und Politische Leiter, BDM., Jungvolk und Jungmädel, Schützen und Turner, Männer und Frauen zu den Wettkämpfen an. Großes Interesse wurde auch den Schwimmwettkämpfen am Nachmittag im Schwimmbad entgegengebracht. Sämtliche Wettkämpfe wickelten sich glatt und rasch ab, so daß schon gegen 17 Uhr die Preisoerteilung auf dem Sportplatz durch den Ortsgruppenletter Jung vorgenommen werden konnte. Er sprach dabei über die hohen Ziele des friedlichen Wettbewerbs und ermahnte, in der Pflichterfüllung für Führer und Volk unseren Soldaten gleich zu kommen. Der Ortsgruppenleiter dankte allen Teilnehmern und Mitarbeitern, besonders den beiden Vertretern des Turnvereins, Karl Weiß und Hermann Rau, die die Hauptarbeiten geleistet hatten. Mit dem Treugelöbnis zum Führer klang eine Ansprache aus. Die Ergebnisse: Hitler-Jugend, Klasse A (Weitsprung, 100-m-Lauf und Kugelstoßen; 3 Teilnehmer, 3 Sieger): 1. Werner Keil, 60 Punkte; 2. Rudi Kissel, 42; 3. Herbert Rau, 39. Hitler-Jugend, Klasse B (15 Teilnehmer, 11 Sieger): 1. Herbert Jung, 73 Punkto: 2. Hans Stein, 72; 3. Willi Lutz und Heinz Rau, je 55; 4. Emil Lenz, 50; 5. Erich Dormchl, 44. Deutsches Jungvolk, Klasse A (11 Teilnehmer, 11 Sieger): 1. Heinz Grünewald, 63 Punkte; 2. Erich Langsdorf, 55; 3. Willi Schneider, 55; 4. Herbert Weinand, 47; 5. Karl Heinz Reichhordt, 42. Deutsches Jungvolk, Klasse B (23 Teilnehmer, 20 Sieger): L Heinz Spengler, 73 Punkte; 2. Wolfgang Hart und schwer traf uns am 15. August die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Friedrich Panz Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II, des Infanteriesturmabzeichens in Silber und des Verwundetenabzeichens in Schwarz im blühenden Atter von 27 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten, am 13. Juli 1942, den Heldentod für Führer und Vaterland fand. In tiefer, stiller Trauer: Frau Käthi Panz, geb. Schrott Marie Panz, geb. Dönges Gefr. Rudolf Panz, z.Z. i. Felde Uffz. Otto Panz, z. Z. im Felde Marie Schrott, Anna Saida Franz Schrott und Frau Anton Schrott Franz Saida, z.Z.im Felde und alle Angehörigen. Rodheim, Nikolsburg, den 17. August 1942. 2498 D Bauern! Feindliche Luftangriffe richten sich auch gege>i einzelne Bauerngehöfte. Auch auf dem Lands müßt Ihr für gute Verdunkelung sorgen. Da^ aus geöffneten Stalltüren dringende Licht ist feind« lichen Fliegern ein sicherer Wegweiser! Irankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Aug. Es notierten 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 47 bis 49; b) 43 bis 45, c) 38 bis 40; Bullen a) 46 bis 47, b) 42 bis 43, c) 37 bis 38; Kühe a) 46 bis 47< b) 42 bis 43, c) 34 bis 37, d) 20 bis 27,5; Färsen a) 46 bis 48, b) 42 bis 44, c) 37 bis 39, d) 30 bis 30,5; Schafe a) und b) nicht notiert, c) 15 bis 25. Schweine a) 63,5, bl) 63,5, b2) 63,5,^) 62,5, d) 58,5, e und f) 56,5, gl) 63,5. Marktoerlauf: alles zugeteilt. Schweinemarkt in Alsfeld * Alsfeld, 17. August. Auf dem heutigen: Sch weine markt waren 42 Ferkel aüfgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 16 RM. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueber- stand. Nignon- Schreihmaschine gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03990 a.d.G.A. Meter: 1. Seidenschnur (D.) 15:11; 2. Eitel (D.) 15:24,2; 3. Jonitza (9t.) 15:59,2; 4. Christen (9t.) 16:18,6. — 110-Meter-Hürden: 1. Kumpmann (D.) 15,5; 2. Ludu (9t.) 16,2; 3. Haferkamp CD.) 16,6; 4.. Dumitrescu (9t.) 16,7. — 4X100-Meter: 1. Deutschland (Licha, Mellerowicz, E. Schmidt, Uetz) 42,6; 2. Rumänien (Mitranescu, Dejenaru, Zenide, Moina) 43,0. — 4X100-Meter: 1. Deutschland (Fromme, Homburg, E. Schmidt, Seibert) 3:26; 2. Rumänien: (Mitranescu, Zenide, Dejenaru, Ludu) 3:41,2. — Kugelstoßen: 1. Bongen (D.) 14,67; 2. Dr. Luh (D.) 14,56; 3. Gurau (9t.) 14,18; 4. Radasan (9t.) 12,42 Meter. — Diskuswerfen: 1. Wotapek (!D.) 49,30; 2. Rosendahl CD.) 45,39; 3. Havaletz (9t.) 42,51; 4. Radasan (9t.) 40,63 Meter. — Weitsprung: 1. Wagemanns (D.) 7,32 Meter; 2. Schwenke (D.) 6,85 Meter; 3. Nistor (9t.) 6,70 Meter; 4. Moina (9t.) 6,13 Meter. — Hochsprung: 1. Langhoff (D.) 1,90; 2. Böhmer (D.) 1,85; 3. Nistor (9t.) 1,70; 4. Dumitrescu (R.) 1,65 Meter. — Stabhochsprung: 1. Glötzner (D.) 3,90; 2. Stührk 3,80; 3. Baziu (9t.) 3,40; 4. Dumitrescu (9t.) Meter. wehren. Die siebte deutsche Ecke, übrigens die einzige des zweiten Spielabschnittes, blieb erfolglos. Aber in der 76. Minute schoß Decker ein wundervolles Durchspiel unseres Jnnensturmes mit dem fünften Tor ab. Zehn Minuten von Schluß war Walter mit dem sechsten Tor an der Reihe, und wenig später konnte der Oberschlefier Willimowski, zur großen Feude seiner engeren Landsleute, sich in die Liste der erfolgreichen Torschützen eintragen. Fast mit dem Abpfiff bot sich den Rumänen noch RotettrgeWm m.ganz.Monats- lohn in der Fernsprechzelle am Ludwigsvlatz liegengelasscn. Abzugeben geg. gute Belohnung rn d. Geschättsst. des Gieß. Ans. Leichtathletiksieg über Rumänien Oer dritte Länderkampf 86:48 klar gewonnen. Einzelwettkämpfen im Schießen weitere Teil- rk Kd 1 SeM Deutscher Turnländersieg. Die deutsche Turnriege gestaltete in Si klein den ersten Länderkampf mit den slowakischen Turnern mit 550,5 gegen '489 Punkten zu einem über- legenen Erfolg. In den Kürturnen an Barren, Reck, Längspferd und am Boden forderten unsere Turner durch ihre prächttgen Leistungen immer wieder den ba. Nach den voraufgegangenen Begegnungen 19 in Klagenfurt und 1941 in Bukarest lautete diesmal das Ergebnis in Breslau, wo 6000 Zuschauer prächtige Kämpfe erlebten, mit 86:48 Punkten zum drittenmal zugunsten Deutschlands. Allerdings waren die Rumänen durch einige Ausfälle zu Ersätzeinstellungen und zur Mehrbelastung einzelner Athleten gezwungen, während Deutschland mit der vorgesehenen Mannschaft, zusammengesetzt aus den neuen Meistern und den Erstplacierten der Titelkämpfe, antreten konnte. Die besten Leistungen gab es im Diskuswerfen, wo der deutsche Meister W 0 - t a p e k (Wien) mit 49,30 m dicht an die 50-m-Grenze herankam und eine neue deutsche Jahvesbestleistung aufstellte, und im Weitsprung durch Wagemanns mit 7,32 m. lieber 100 m kam es zu mehreren Fehlstarts und schließlich zu einem Mißverständnis. Mel- DieDeulscbe Arbeitsfront HA N8G. Kratt durch Freude KreisdienststeUe Wetterau Danksagung. |S3c9| Für die vielen I^pweise aufrichtiger Teilnahme, die uns bei dem schmerzlichen Verlust durch den Heldentod unseres lieben, unvcrgeßl. Sohnes, Bruders, Schwagers und Neffen Walter Repp, Gefreiter in einem Schützen-Regiment, zugingen, sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Repp und Angehörige. Gießen, den 17. August 1942. Lief schon in den ersten 45 Minuten das Spiel der deutschen Mannschaft reibungslos, - so war es nach dem Wechsel nahezu vollendet. Bereits in der!vor dem'deutschen Tor führte . . ...... ... ,. vierten Minute nach Wiederbeginn war es Walter, doch das Leder gegen die Latte setzte, wo es ab- der sich glänzend durchgespielt hatte und Pavlvvici | prallend ins Aus sprang. p aller he Mnz in Ruten R pn- Natürl r auch em Mn. liebe Wer des tarn fdjon Moskau t pan die höel(, £ pscher ($ I®- 3n ein Pmentre Fnen fei ( Lu kon 7 und E mt zwi Mittwoch Wprbar wunben Wachsten! B mit 9 L E Stc K Bericht mi P I-ldst piffls 5 ß TkÄ K be9«b, ber‘ ober e k? ^urd p'g b P°l- B f»n , L ttQme r Punqen ; Kr ra- Ai> Me „ P W Ln> - kW bV'i Oefsentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum- mszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 1. Grundsteuer 1942, 5. Rate 2. Gewerbesteuer 1942, 2. Rate 3. Beitrag zur Land- und sorstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1941 4. Bürgersteuer, 3. Rate. Gießen, den 15. August 1942. 2494C Der Oberbürgermeister (Stadtkasse). T 5~6 kg Toma,en- 1 Päckchen Alba.Gurkendoktor, Alba-Elnmaehhauf. 5-6 kg T°mafen werden gewaschen, in 4 leile geschnü10", (jhne^sserwgabeweichgekochl und dann durch ein S.ebgegeben. OanachkochtmannochmalslOMin., nimmfvomFeuer.gibtl Päckchen Alba-Gurkendoktorhin- h»nU?rJ9U dyC^UndrU d^SGa,nZeTein9rOßesGlaSOdereinenStein,op,ZumZubindenAlb'a-Einmachhaul benutzen. Jedes benötigte Quan um Tomatenmark kann aus dem Glas oder Steintopf, so wie es gebraucht wird, herausgenommen werden, Es hält sich Monate und ist in Farbe, Geschmack und Verwendbarkeit wie frische Tomaten. - Neue Rezepte für Gurken und Tomatenmark bei Ihrem Händler. | Verschiedenes! Mit offenen Augen Drei Imt-en und ein Mädel entbediew ihr« WaldHeimai. Bon Werner Siedold 138 Setten Test and 8 AanstdraLtafele Seinen ««. 2,88 H»go vermühle» Verlag Berlin-Lichterfeld» Stadel am Reck je 19,9 Punkte, Gauch und Stadl je 19,8 Punkte für ihr Bodenturnen «erhielten. Kurze Sporknotizen. In der Frauen-Handballrneister schäft hoben sich für das Vorfundenturnier de Gruppe D folgende vier Mannschaften qualifiziert Stahlunion Düsseldorf (4:2 gegen den deutsche. 9Jteifter VfR. Mannheim), Eintracht Frankfurt (11: gegen VfR. Frankenthal), TG. Stuttgart (8:6 gege: SG. München) und Dortmunder SC. (3:2 gegei Kölner BC.). zum zweiten Male überwand. Nur sechs Minuten später schoß unser Mittelstürmer im Zusammenspiel mit Burdenski das dritte Tor. Den vierten Treffer reihte in der 16. Minute abermals Burdenski an. Seine Vorlage erwischte der Linksaußen Klingler, und gegen den Schuß des Badeners mußte Pavlovtei erneut kapitulieren. Zweifellos waren die Rumänen ihrem eigenen zu schnellen Tempo zum Opfer gefallen. Zuvor hatten sie sich noch zu heftiger Gegenwehr aufgerafft, und Jahn hatte Scharfschüsse von Bindea und 9JZarian abzu- lauf der ersten 15 Minuten mußte Rumäniens rechter Läufer Simatoc verletzt ausscheiden. Seinen Platz übernahm der Mittelstürmer Constantinescu- Grecu, während als neuer Angri'ffsführer Sonny Niculescu auf den Platz kam. Für beide Mannschaften ergaben fick) eine Reihe von Torgelegenheiten, aber entweder wurden die rumänischen Stürmer noch im letzten Augenblick aboedrängt oder bei uns zauderten Willimowski und Klingler zu lange mit dem Schuß. Allerdings machten auch die sehr schnellen rumänischen Läufer in dieser Zeit manche gute Absicht des deutschen Angriffs zunichte. Eine Minute vor der Halbzeit fiel jedoch das deutsche Führungstor. Walter, Decker und Burdenski hatten sich fein durchgespielt. Pavlooiei wehrte mit einer kühnen Parade ab, doch das Leder kam nicht weit genug fort, so daß vor dem rumänischen Tor sich ein dichtes Getümmel der massierten Spieler ergab. Burdenski erfaßte die Lage und sandte blitzschnell das Leder unhaltbar ein. Hilberg, 65; 3. Hans Morneweg, 59; 4. Helmut Wek ler und Willi Schneider, je 58; 5. Willi Jlge, 57. BDM., Klasse A (2 Teilnehmerinnen, 1 Siegerin); 1. Gertrud Klein, 48 Punkte. BDM., Klasse B (8 Teilnehmerinnen, 5 Siege« rinnen): 1. Marie Schmidt, 58 Punkte; 2. Hilde Honig, 40; 3. Inge Stein, 39; 4. Elisabeth Stein, 33; 5. Ria Luh, 32. Juingmädel, Klasse A (10 Teilnehmerinnen, 10 Siegerinnen): 1. Margot Barnscheidt,' 63 Punkte) i 2. Elfriede Schmidt, 57; 3. Liesel Schaum, 52; 4, Lotti Lehr und Margret Langsdorf, je 49; 5. Jk;s Lang und Agnes Jung, je 48. Jungmädel, Klasse B (16 Teilnehmerinnen, 1J Siegerinnen): 1. Elfriede Hinter lang, 56 Punkte? 2. Irma Spengler, 48; 3. Elfriede Weber und Marti Schmidt, je 47; 4. Helga Jung, 46; 5. Elfrieds Steinmüller, 43. Männer-Klasse: 1. Walter Schmidt, 34 Punkte. \ Frauen-Klasse: 1. Gertrud Hörder, 38 Punkte. J Ueber die Sieger in den Einzelwettkämpfen unH im Schwimmen werden mir noch berichten. Oer MAus M Das pnnf: Mich de« V bes La kppen in ei hivarzm p Lüslensa msporlschi la der ) nbogeu pgen und Lg des Ge roge. Dami m der i rabahnanl pgen Gel Mer Lan Wärts 1 pppen alle kfämpfen nie des $e pm Stelle! pm H 0 r ö feren 5le Für unser diesjähriges Theatervorhaben nehmen wir noch Neuanmeldungen entgegen. Zur Durchführung kommen t Ein Ring mit 8 Veranstaltungen: (2 Opern, 2 Operetten, 2 Schau- u. 2 Lustspiele) Platzgruppe Ir RM. 14.40 Platzgruppe II r RM. 12.— Platzgruppe III t RM. 1 9.60 Platzgruppe IV: RM. 7.20 Platzgruppe V: RM. 4.80 Spieltage: Samstag. Ein Ring mit 10 Veranstaltungen: (2 Opern, 3 Operetten, 1 Schau- u. 4 Lustspiele) Platzgruppe I: RM. 18.— Platzgruppe II. RM. 15.— Platzgruppe III: RM. 12.— Platzgruppe IV r RM. 9.— Platzgruppe V: RM. 6.— Spieltage: Sonntag nachmittag. Ein Ring mit 16 Veranstaltungen: (4 Opern, 4 Operetten, 4 Schau- u. 4 Lustspiele) Platzgruppe I: RM. 28.80 Platzgruppe II: RM. 24.— Platzgruppe III: RM. 19.20 Platzgruppe IV r RM. 14.40 Platzgruppe V: RM. 9.60 Spieltage: Montag und Donnerstag. 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Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hmrs Thvrtot (beurlaubt); i. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unidersitütsdmckeret R. Lange K. (& Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Bech Anzeigenpreisliste Nr. 6. Skosen aus dem bilden mit Paul Hörbiger Gretel Theimer, Oskar Sima Olga Limburg, Oskar Sabo Deutsche Wochenschau Heute Montag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich: 3.00, 5.15, 8.00 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat Zutritt 1 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei