Eichener Anzeiger N2. Jahrgang Nr.M zum Absturz zu bringen. Trümmerfeld in Woronesch er- gebracht. X lalle der npf der t Dieser azu, die Oer Wehrmachtberichi. DJIB. Aus dem Führerhauplquartler, 16. 3ulL Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Südabschnltt der Ostfront werden die Verfolgungskämpfe rastlos fortgesetzt. Linge- jchlosiene und abgeschnittene Gruppen des Feindes versuchten vergeblich, nach Osten durchzubrechen. Die Im „Zentralen Schwarzerde-Gebiet" Von Dr. Paul Rohrbach. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Juli 1942. Alle drei waren, gleich Woronesch, im früheren Rußland Gouvernements-Hauptstädte von provinzialem Charakter. Die Bolschewisten haben Woronesch zu einem großen Industrie- und Rüstungszentrum mit mehreren hunderttausend Einwohnern gemacht und auch die Institute der Universität Dorpat, die ihnen mit der Errichtung des Estnischen Freistaats verloren ging, hierher verlegt. Bis Woronesch reicht die Dampfschiffahrt aufwärts auf dem Don. Zur Zeit Peters des Großen war der Don noch sehr wasserreich, daß der Zar^ hier eine IleeritrietM r Poliiil ui >an- Thvwr giumlyin. Lange fl.l : Hans Hl DNB. ...... 16. Juli. (PK.) Schon die Kämpfe im Weichbild der Stadt Woronesch, die sich nach lieberschreiten des Dons über zwei Tage und Nächte Nttnterbrochen hinzogen, ließen erkennen, daß die Bolschewisten unter allen Umständen versuchen woll- Das Zentrale Schwarzerde-Gebiet gehört, wie schon fein Name besagt, zu der weiten Region hurch Verluste des Gegners und die eingebrachte Beute sind bisher nicht zu übersehen. Starke Verbände der Luftwaffe griffen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets an und zersprengten zahlreiche Kolonnen. Kampfflugzeuge bombardierten R o st o w und mehrere Häfen an der K a u k a s u s k ü st e. In kriegswichtigen Anlagen der Stadt R o st o w entstanden mehrere große Brände. Lin Frachtschiff wurde durch Volltreffer versenkt. Gegen den Brückenkopf Woronesch fetzte der Feind feine starken Panzerangriffe fort. 3m Zu- ^Übunz gemein, hlieW iprodjen mtämpjt | lften ioi I Ringen n haben, I Folgend I Verfolgungskämpfe im Südabschnitt der Ostfront rastlos fortgesetzt. Verluste des Gegners nnd eingebrachte Beute bisher nicht zu übersehen. Panzerangriffe -es Feindes gegen den Brückenkopf Woronesch abgeschlagen. Dinger in den Leib. Schon brennt er, die Besatzung verläßt den Panzer und versucht zu türmen. Aber ihr Beginnen ist hoffnungslos. Dieser Spuk war wie ein Symbol für diese Stadt, dle sich m einem l-kten gewaltigen Aufbäumen dem Schicksal ent- qegenstellen wollte und der Kampfkraft deut^er Waffen und der Einsatzbereitschaft deutscher Soldaten unterlegen ist. , 19/116, 100 Pst. Freund, /116, bi; 140 K »er Mot j! - Siege-- wie Grien mutz, :nbe Fgg 1 100 Pst L tto, Mot! 7116, bi; 14p M her, HJto W : 3r ben ! en um chrafeü len um f fortge. K Ischastz, I nung in I >e Per. I irenuet, |» f» I ,l*)aus B Uschlag, I gen. j | ' sein« II >1 einer II Woronesch, das die deutschen Truppen reicht haben, ist die Hauptstadt des .Zentralen Ah chl ayi 15 T'iug. bdurih. bereii; °°d« ^ Hand,, bi.- isgualj. cr um °n ber. «norb, Faktor in der spanischen Eisenindustrie dar. Doch nicht auf allen Gebieten konnte man den industriellen Aufbau der Privat-Initiative überlassen, da teilweise die Gewinnchancen als Triebfeder nicht klar in Erscheinung traten, zum anderen große Kapitalien investiert werden mußten. Es handelt sich hier vornehmlich um die Gewinnung von Rohstoffen, die kein natürliches Vorkommen in Spanien haben oder nur in so geringen Mengen vorhanden sind, daß die Einfuhr bisher als unerläßlich erschien. Hier nahm die spanische Regierung das Steuer in die Hand und schuf durch Gründung von Gesellschaften die Voraussetzung zu neuen Jndustriezwei- , gen. Eine der wichtigsten Fragen war die Stickstoff- beschaff ung für die spanische Landwirtschaft. Aehnlich wie Deutschland vor dem Kriege 1914, so war Spanien bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges vom Ausland abhängig. Es beschritt nun den gleichen Weg wie Deutschland. Die Regierung verpflichtete sämtliche Hüttenwerke zur Ausnutzung ihrer Abgase und Abfälle für die Stickstoffgewm- nung. Die Gesellschaft „Altos Hornos de Vizeaya" gliederte daraufhin ihren Hochöfen ein neues Werk an, das jährlich 125 000 Tonnen Ammonium-Sul- fat herstellt. Eine weitere Fabrik für 60000 Tonnssn errichtet die gleiche Firma in SagUnto. Die Gesellschaft „Nitratos de Castilla" begann mit dem Bau eines Werkes für 60 OOO Tonnen Ammoniak und die Aktiengesellschaft „Hidroelectrica Cspanola" mit einem solchen für 40 000 Tonnen Schwefelammoniak. Neben diesen haben sich auch andere Firmen auf die Herstellung von Stickstoffprodukten vorbereitet, so daß Spanien den notwendigen Bedarf an Düngemitteln selbst decken kann. Allerdings - bleibt der Satz von 4,5 Kilogramm Stickstoffdünger pro Hektar noch weit hinter der in Deutschland angewandten Menge zurück. . Eine nicht weniger wichtige Frage war die Be- schaffung von pflanzlichen-Rohstoffen für die Textilindustrie, die durch die Verarbeitung von B a u m- wolle in starker Abhängigkeit von Südamerika und Aequatorial-Afrika stand. Auch hier dienten die von Deutschland beschrittenen Wege zur Herstellung von Kun st fasern den Spaniern als Vorbild. Die großen Investierungen von Kapital aber machten eiye Intervention der spanischen Regierung not. wendig, die die Gründung von. großen Aktien-Ge- sellschaften veranlaßte. In Miranda del Ebro bildete Oer Kampf nm Woronesch Von Kriegsberichter Dr. Ernst Bayer. 8reltag.l7.Zuir 1942 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8*/3 Uhr desVormittags Anzeiaen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenbeilsanzeigen 14Npf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25%meine angebaut als Roggen. Die Ukraine ist Weizenland, der Russe liebt das dunkle Schwarzbrot aus Roggenmehl. Eine Lieblingsnahrung des russischen Bauern ist Buchweizengrütze. B u ch w e i z e n ist daher, neben Roggen und Hafer, eine bäuerliche Hauptkultur im ganzen Zentralen Schwarzerde- Gebiet. Auch die Gerste wird gern zu Grütze verarbeitet. Im früheren Gouvernement Woronesch liegt das Hauptanbaugebiet der Sonnenblume. Els'Prozent der Ackerfläche, das sind mehr als 200 OOO Hektar, sind mit dieser Oelfrucht bestellt. Das Dreier Gebiet hat eine große Hanf Produktion, 50 000 Hektar sind mit Hans bepflanzt. Im Gouvernement Orel wurden früher die berühmten russischen Traber gezogen. In der Troika, dem russischen Luxus-Dreigespann, mit dem der Zar, die Aristokratie, die Generalität und die reichen Kaufleute, mit einem dickgepolsterten Kutscher auf dem Bock, zu fahren pflegten, mußten die bei- den Seitenpferde galoppieren, während das Mittelpferd scharfen Trab ging. Das sind vergangene Dinge, aber eine schöne Troika mit einem Dreier Traber war ein Stück altrussischen Stolzes. In Drei wurde 1818 der Dichter Turgenjew geboten. 1852 verwies ihn die Petersburger Regierung tbe* gen der leidenschaftlichen Proteste gegen die Leibeigenschaft, die seine Romane enthielten, auf sein Gut Spaßkoje im Gouvernement Drei. Dort schrieb er eins seiner berühmtesten Bücher, die stimmungsvollen „Aufzeichnungen eines Jägers". Sein Andenken bewahrt das Turgenjew-Museum in Orel. Der Name Orel (die russische Aussprache lautet: Arial) bedeutet Adler. Kursk ist eine alte russische Stadt und war früher die Hauptstadt eines der später von Moskau verschlungenen Teilfürstentümer. Unter den landlandwirtschaftlichen Erzeugnissen des Kursker Gebiets ist besonders der russische Bauerntabak zu nennen, die Machorka, ein grobes, aber sehr kräftiges Kraut. Merkwürdig ist die Kursker Magnetische Anomalie, eine ausgedehnte Region, innerhalb derer die Magnetnadel auffallende Abweichungen zeigt. Die Entdeckung geschah noch kurz vor dem Weltkrieg durch vieljährige magnetologische Beobachtungen eines deutschen Gekehrten, des 1918 verstorbenen Professors an der Moskauer Universität Ernst L e y st. Dieser vermutete Eisenerzvorkommen in der Tiefe. 1921 bis 1923 ließ die Sowjetregierung Bohrungen vornehmen, durch die in einer Tiefe von 160 Metern massenhaftes Eisenerz fest- gestellt wurde. Die Schätzung lautete auf 15 Milliarden Tonnen, doch wurde bisher nicht zur Ausbeutung geschritten, weil in den zutage geförderten Proben der Eisengehalt nur zwischen 30 und 40 vom Hundert betrug. Die Eisenerze von Kriwoi Rog sind weit reicher, und auch die auf der Halbinsel Taman sind noch gehaltvoller als die yon Kursk. Immerhin handelt es ssch im Bereich ber Kursker Magnetischen Anomalie, wenn die Berechnungen der Sowjetgeologen richtig sind, um eine bei* größten Erzvorkommen ber Welt. 1 i Woronesch unb Kursk gehörey mit bem Stromgebiet bes Don noch zur Einzugsreqion bes Schwarzen Meeres; Drei liegt am Oberlauf ber Oka, bie bereits ein Nebenfluß ber Wolga ist. Oka unb Wolga finb bie Mutterströme Rußlanbs; der D n j e p r ist bie ukrainische Lebensader. Das Utrainertum ist jedoch lebenskräftiger als das Rufsentum, es hat im Lauf der beiden letzten Menschenalter auch den Unterlauf des Don überschritten unb sich bis an ben Fuß bes Kaukasus ausgedehnt. aiiss -rßer taky ser M’ teridjemt täglich, außer bonntags unb Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlick.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernfvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: ,Llnzeiger" Postscheck 1168kFrcmkf./M. Unter Spanien stellt sich der Laie ein Land vor, das, von südlicher Sonne bestrahlt, nur Blumen । unb Früchte hervorbringt. Bis zu einem gewissen sarnrnemvirken mit der Luftwaffe wurden sämtliche @rabe mar früher diese Ansicht berechtigt, denn Angriffe in harten Kämpfen blutig abgeschlagen. | Spanien wies noch vor wenigen Jahren einen Ein- An ber übrigen 0 ft f r o n t nur Kämpfe örtlicher fuhrsatz an Industrie-Artikeln auf, der seinen Bedeutung. landwirtschaftlichen Charakter klar in Er- 3tn Tinniicken IN e e r b u i e n versenk- scheinung treten ließ. Lediglich im Norden des Lan- sowjetische Unterseeboote. ~ Ausfuhr ber geförderten Erze stets weit über der 3n Aegypten wurden mit starken Kräften ge- eigenen Verarbeitung. In der Provinz Katalonien, führte Angriffe des Feindes im mittleren Abschnitt mit ihrer Hauptstadt Barcelona stand die Textil- der (El-2ltamein- Stellung abgewiesen. 3m In d ustr i e im Vordergrund, die mit ihren Tuchen Verlaufe der erbitterten Kämpfe wurden im Gegen- nicht weit hinter der englischen zurückblieb, Außer- angriff 1200 Gefangene eingebracht und eine Anzahl dem stellte man Kl e me i sen«' und Metall- Panzerkampfwagen und Kraftfahrzeuge vernichtet. I b^sonde/s deutsche, haben sich um die 3m westlichen IHitfetmeer wurde ein Entwicklung der Industrie in Katalonien sehr oer- brilischer Kreuzer von deutschen Kampfflugzeugen y[ent gemacht. Der übrige Teil Spaniens behielt, angegriffen und durch Vombenvolltreffer beschädigt, abgesehen von einigen Minengebieten, seinen land- Bei Vorstößen britischer 3agbflieger an die Küsten wirtschaftlichen Charakter bei. der besetzten Westgebiete gelang es, im Laufe des Als nach dem Bürgerkriege die nationale Regie- gestrigen Tages sechsseindlicheFlugzeuge rang Spaniens mit dem Wiederaufbau begann war ” 3 1 es ihr Hauptziel, das Land von ber Einfuhr fo weit wie möglich unabhängig zu machen. Zu diesem Zweck wurden die bereits bestehenden Industriezweige ausgebaut. Die Bezeichnung „Nationales Erzeugnis" als Schlagwort war bald auf allen Gebrauchsgegenständen zu finden. -Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges und die damit verbundenen Cinfuhrfchwierigkeiten förderten diese Entwicklung in starkem Maße. Neue Fabriken schossen wie -Pilze aus dem Boden und ihre Produkte ersetzten zum großen Teil die bisher eingeführten. Diese auf der Privatinitiative beruhende Entwicklung wurde jedoch bald durch einen außerordentlichen Mangel an Rohstoffen gehemmt. Obwohl Spanien selbst reich an Bodenschätzen ist, fehlte bis dahin doch die erste Verarbeitung im Lande in ausreichendem Maße. Auch hier sand die private Wirtschaft auf einigen Gebieten eine Lösung, besonders in der Ei- I (en, und Metallindustrie, wenn auch bie Qualität einstweilen gegenüber den aus dem Auslände eingeführten Materialien noch zurückbleibt. Die stark erweiterten Zieh- und Walzwerke in ber baskischen Provinz Dizaya stellen heute einen bedeutenden vrühlsche Univerfitätrdrucker'el 8. tauge General-Anzeiger für Gberhefsen $ «ietzen^chulftrahe r-4 Zäh und verbissen wehrt sich der Gegner, jeher Straßenzug, jeder Stadtteil muß ihm abgekämpft, -- / werden. Das ist das unangenehmste an diesen Humus dunkel gefärbten Loß-Ablagerungen, die sich Kämpfen.- Kaum einer ber Sowjets ist zu sehen, durch ben ganzen Süden Osteuropas von ben «ar. unb boch knallt es überall. Sie haben ihre guten pathen bis zum Ural und noch tief nach Sibirien Schlupfwinkel, und wenn es zu brenzlig wird für hinein, hmziehen. tf)ter hegt aber unter oemloB sie, bann wissen sie auch, auf welchen Schleichwegen schon eine dicke Schicht fest zusammen geb ack ne sie entwischen können, um sich an anderer Stelle eiszeitlichen Schutts die an den Flußelnschnittenof- mieber auf die Lauer zu legen. Selbst SttaßenzÜge, ters zutage tritt. Die Bewaldung war von jefyer die gut durchgekämmt sind, können als nicht sicher schwach und,st m den letzten Hundert sfahren noch gelten, denn oftmals schaffen sich die Bolschewisten geringer geworden, weil um der Ausdehnung des wieder in den Rücken der vorrückenden Landser Ackerbaus willen viel Wald gerodet wurde Im und beginnen die Schießerei von hinten. Durchschnitt mmmt er innerhalb des Zentralen. An Schlafen ist nicht zu denken. Der Kampflarm I schwarzerde-Gebiets nur noch.5—10 v H. der Bo. ebbt ab ohne jedoch ganz zu verstummen, und als denflache em. 7 5 — 8 5 v. I [ n & f d) tb ar es bie erste' Helle des neuen Tages sich meldet, da geht Ackerland, der Rest entfallt ^u.f Wiesen, bre tn es erneut los. Der infanteristische Widerstand läßt der Sommerhitze stark verdorren Kulturunfahiges langsam nach. Die Bolschewisten wissen nun, baß bte ßanb gibt es bi er überhaupt Acht Gtabt nickt mehr zu halten ist, unb versuchen an Das Zentrale Schwarzerde-Gebiet umfaßt etwas Mmschenundb Material ^en,' was zu über 190 00 Quadratkilometer das ist wehr als Ä»'. 5U KX -SÄ ^Bisher hat sich kaum ein Zivilist sehen lassen. Die Norden Westlich des SIuHes lwd Kursk uiÄ> frhßint außer den Soldaten, menschenleer, Orel bie wichtigsten Stabte, östlich Tambow. nun a$rfommen fie ^eroor. Zunächst Frauen, > mu- hrrf mnr.n nl-ick Woroneick. im früheren dann Kinber, schließlich auch halbwüchsige Burschen und Greise. Und bann hasten diese zerlumpten Gestalten durch bie Stadt unb beginnen ihre Plunderei. Unbekümmert um bie noch anhaltende Schießerei stürzen sie sich vor allem auf die Verpsl^ gungslager. Während die deutschen Soldaten noch alle Hände voll zu tun haben, das riesige Gebiet der 320 000 Einwohner zählenden Stadt zu sichern, raubt dieses Volk, was nicht niet- unb nagelfest ist. Strafte zum Südwestausgang ber Stadt ein bolfche- die Türken gebaut wurden, deren- Flotte damals miltücker Vanzer herunter Er muß sich irgendwo Nicht nur bas Schwarze, sondern auch das A|ow- wistlfcher ganzer yerun v i / » dicht, Ische Meer beherrschte. Durch bte starke Rodung, die Rohren feuernd^ ber Eisenbahnbrücke zu. während des letzten Jahrhunderts in Zentral-Ruß- Au! e nm°? bl°!bt Min unb ® jur Stadt land geschah, hat sich die Wasimührung des Dan, zurück Da ist aber auch schon einer unserer dicken mit Ausnahme des Fruhjahrshochwasfers, stark oer- P°nztr.d° im» Je6t. \ WWt lag im Zentralen Schwarz, erde-Gebiet die Südgrenze des Zartums Moskau gegen das Gebiet ber Krimschen Tataren, bie in ber ganzen Politischen Steppe die Herren waren. Orel wurde 1564, Woronesch 1586 als moskowitische Befestigung gegen die Tataren angelegt. Die Bevölkerung ist hier schon überwiegend russisch, die Ukrainer bilden eine Mm- Nwcheit in den Sübbezirken. Weizen wird weniges Wirtschaftliche Wandlungen im neuen Spanien Von unserem T.-Berichterstatter. llngeheuer ist das Bild ber Vernichtung innerhalb ber Stabt ^eme ©trafte unb ©afte ift oon ber I irfe^ de?^,,Russischen^ Föderativen vernichtenden Wirkung unserer Waffen verschont gebheben. (PK.-Aufnahmer Kriegsberichter Bauer, dowjetrexmblik". Sie ist einer der Gliedstaaten, unb PBZ'l 1^4)1 I jxuar ber größte unb herrschende innerhalb ber UdSSR., ber „Union der Sozialistischen Sowjet- Republiten", und an ihr allein haftet noch offiziell ber frühere Name Rußlands. Für die Gesamtunion wurde er schon oon 'Lenin abgeschafft, um andere, zukünftige Sowjettepubiliken, Deutschland voran, um so eher zum Beitritt einzuladen. ten, Die deutschen Brückenköpfe einzu - drücken, unb unsere Verbände wieder hinter den Don zurückzuwerfen. Als es klar wurde, daß dieser Plan an ber Standfestigkeit ber i deutschen Solbaten scheitern mußte, ba wurde die Parole ausgegebn, Woronesch selbst, wenn möglich, zu halten und so teuer als möglich zu verkaufen. • Alles wurde aufgeboten, was kämpfen konnte, truppen, bie gerade beim Exerzieren waren, als die deutsche Panzerspitze ben Uebergang über ben Don erzwang, wurden vorn Exerzierplatz hinweg in <\l / li die Front gesteckt. Miliz wurde aufgeboten und das fdV / / Rückgrat bildeten die NKWD.-Brigaden, besonders ' \//, Einheiten, die normalerweise im Dienste des Innen- dinmissariats und der GPU. stehen. Als die ersten Schützen einer Panzerdivision, unterstützt von Panzern, am Abend des 6. Juli von büdwesten her in die Stadt einzudringen begannen, 1 hatten schwere Artillerie und Stukas anständig vor- ; gearbeitet. Rauchende Trümmer überall. Wohl leine Scheibe in ber ganzen Stabt ist mehr heil. Ein Gewirr von elektrischen Leitungen und Tele- phondrähten bedeckt bie große Hauptstraße bie Panzer müssen sich in Schlangenlinien durch bie Straßen winben, um ben Granat- unb Bodentrichtern auszuweichen. Straßenbahnen sind durch ben Luftdruck umgeworfen worben. Beizender Rauch zieht durch die ganze Stadt. i Ueberatt knallt unb knattert es noch. Rasch haben bk Bolschewisten Barrikaden aufgebaut, hinter denen sie sich verschanzen. Sie haben dazwischen Platz fcj! zur Durchfahrt für bie Panzer gelassen, die in er- ij! hedlichen Mengen überall in ber Stadt auftauchen und wild um sich schießen. Sichernd nach allen Seiten, eng an die Häuser gedrückt, Hanbgrmiaten H Durfbereit, arbeiten sich bie Schützen durch bie Äraßenzüge. Es ist eine harte Arbeit, denn Haus um Haus muß durchsucht werben. Plötzlich taucht bann wieder ein bolschewistischer Panzer auf, ra|t leiernd durch die Gegend, verschwindet hinter der ' ncchsten Straßenecke. Da gibt es dann nur eines: ? Volle Deckung. Hier in ber Stadt, wo bie -oie|ter öe ber Teufel fahren, blitzschnell auftauchen und , z lieber verschwinden, kann kaum mit geballten Labungen gearbeitet werden. Hier knöpfen sich sie >Ichnell an den wichttgen Straßenecken aufgebauten i . Vaksicherungen und unsere dicken Panzer die Bur- leben vor, und bald sind auch bie ersten zur Strecke Gorgen -er pluiokratien. Lissabon, 17. Juli. (Europapreß.) Die angelsächsischen Jnteressentreise werden in der Tat immer größer, und die USA. wie auch England sind, wenn auch mit zweifelhaftem Erfolg, bemüht, ihrer Herr zu werden. Aegypten erweist sich dabei als Barometer für den Grad der Schwierigkeiten, denen in diesem Abschnitt vor allem England gegenübersteht. So kam es dieser Tage allläßlich der Vechaftung von vierzig Aegyptern durch die britischen Behörden zu schweren Zusammen st ößen zwischen britischen Truppen und ägyptischen Demonstranten, bei denen sieben Aegypter und zwei britische Soldaten getötet wurden. In das gleiche Kapitel britischen Terrors gehört die Nachricht des italienischen Blattes „Piccolo", daß an der syrisch-ägyptischen Grenze drei ehemalige ägyptische Minister, die sich den derzeitigen untragbaren Zuständen durch Flucht auf türkischen Boden entziehen wollten, von britischer Polizei verhaftet wurden. Das gleiche Los ereilte ferner den früheren Finanzminister Makram Obeid Pascha. Hinzu kommt für die Engländer die Dauersorge des mangelnden Schiffsraums, die am Donnerstagnachmittag zu neuen Erörterungen im britischen Unterhaus geführt hat. Wie heikel dieses Thema ist, beweist, daß trotz lebhaften Widerspruchs des britischen Parlaments und der gesamten Oef- sentlichkeit die Regierung es vorzog, diese Frage sn geheimer Sitzung zu behandeln. Die Vereinigten Staaten sind von dieser Läge nicht minder bedrückt. Marinemimster Knox sah sich gezwungen, in einer Rede in Quincy die Erklärung abzugeben, die U-Boote der Achse seien m amerikanischen Gewässern trotz aller Gegenmatz, nahmen weiter so erfolgreich, daß die Fischerent' lana der gesamten amerUanrscyen Atlantik-Kuste ihre Tätigkeit einstellen müsse. Von Tag zu Tag schwieriger wird auch die Situation des tschung- tingchinesischen Bundesgenossen. Da die Demokratien Tschiangkaischek schon nicht nnt Truppen und Material helfen konnten, versuchte Roosevelt, dem Marschall mit der Mitteilung Mut zu machen, daß er sich entschlossen habe, ihm zur Besprechung von Kriegsproblemen S t e t t i n >i u s und C u r r i e, zwei seiner engsten Mitarbeiter, zu schicken. Dem gleichen Zweck der Gleichschaltung der demokratischen Interessen dient wohl auch em plötzlich veranstalteter Flug des früheren UsA.-Botschafters in Paris, Bullitt, nach London, der dort mit dem britischen Marineminister Alexander dringende Besprechungen haben wird. Man glaubt auch, durch eine Vereinheitlichung der Agitation., 'die bisher in beiden Ländern oft einander gegenseitig Lügen strafte, einiges erreichen zu tonnen. Zu diesem Zweck wird das nordamerikamsche Knegs- informationsamt in London eine Zweigstelle errichten, die mit dem britischen Jnformationsmimstermm eng zusammenarb eiten soll. ■ Cripps und Stalin planen die Zerstückelung Deutschlands. Berlin, 17. Juli. (DNB. Funkspruch.) Stafford Cripps hat der „World Review" eine aufschlußreiche Darstellung des Bildes gegeben, das er und seinesgleichen sich vom Europa der Nachkriegszeit machen. Estland, Lettland und Litauen müßten Sowjetrußland angegliedert werden. Es sei ein Fehler gewesen, sie clls unabhängige Staaten vom alten Rußland zu trennen und als Sicherheitsgürtel gegen die Ausbreitung der Bolschewistenmacht zu benutzen. Die Bolschewisten würden wohl keinen Wunsch haben, bis nach Westeuropa vorzudringen. Aber sie müßten selbstverständlich eine strategische Grenze erhalten, die sie verteidigen könnten und dürften wahrscheinlich geneigt sein, die Grenze anzuerkennen, die sie bis zum Juli.1940 erobert hatten. Das sei aber nur die „ungefähre L i n i e", denn selbstverständlich müßten den Bolschewisten gewisse Basen in Finnland zugestanden werden, außerdem Bessarabien und die Bukowina. Anderseits dürften die Sowjets nach dem Kriege nicht nur ein starkes Polen, sondern auch ein starkes Großbritannien wünschen, wenn auch nur deshalb, damit diese drei Staaten als Polizisten Europa beherrschen. Seines Wissens wünsche Moskau nicht, sich große Teile Deutschlands einzuverleiben, sondern das Reich in kleinere Staaten aufzuteilen. Em Zusammenschluß Europas werde kaum möglich sein, es würde besser sein, eine Anzahl kleinerer Zusammenschlüsse zu schaffen, wie eine Balkan-Föderation und ein Zusammenschluß Polens mit dem früheren Gebiet der Tschechoslowakei. England müsse bereit sein, sich an der Führung Europas zu beteiligen. " Cripps meinte dann, die Sowietumon werde zu Lebzeiten Stalins genug mit sich selbst zu tun haben, zumal ein großer Teil des Landes verwüstet sei. Das wäre eine gute Gelegenheit für England und die USA., Kapital in Form von Fabriken, Werkanlagen und Maschinen nach Sowjetrußland zu verkaufen, zumal Großbritannien von einer Ueberproduktion der Nachkriegszeit bedroht sei. Die Vereinigten Staaten könnten dann ihr Leih- und Pachtshstem auf Sowjetruhland, ja auf ganz Europa ausdehnen, was wiederum nicht ohne staatliche Organisation möglich wäre, d. h. unter Ausschaltung des Privattapitals. Zum Schluß tzab Cripps noch der Hoffnung Ausdruck, daß unter den jüngeren Engländern em.e wachsende Zahl das Experiment des Bolschewismus für England nach dem Kriege verlangen würde. sich^die „Cefasa" mit einer vorläufigen Produktion von 10 000 Tonnen Textil-Fasern aus Sstoh und i'i.i.m Kapital von 100 Millionen Peseten, in San- igntirr, Asturien und Huelva die „Esniage", die als ihrer Produktion Eukalyptusholz verwendet, und in Valencia die „Saipa 6.21.", die Textilfasern aus Reisstroh herstellt. Das Kapital der letzten l'eträgt 85 Millionen Peseten und neben der Produktion von 7000 Tonnen Faserstoffe werden noch a?)0 Tonnen Pupierrohstoffe gewonnen. Daneben hat hie Regierung den Anbau von Baumwolle im eigenen Lande angeregt und gefördert, so daß Spanien in den nächsten Jahren zwar noch nicht unabhängig von der Einfuhr ist, diese aber zu einem bedeutenden Teil vermindern kann. Die Herstellung von Harz und Terpentin wurde vor kurzem von der Regierung als wichtig für die nationale Wirtschaft erklärt.' Die Entwicklung dieser Industrie hat im letzten. Jahre einen derartigen Aufschwung genommen, daß die jährliche Produktion auf 35 000 Tonnen Harz und, 10 000 Tonnen Terpentin gestiegen ist. Da Spanien diese Mengen bei weitem nicht selbst verbraucht, ist ihm damit ein bedeutendes Kompensationsmittel in die Hand gegeben worben. Spanien ist reich an Bodenschätzen aller Art. Die Eisenerze aus dem Norden des Landes bilden schon von jeher einen wichtigen Posten in der Außenhandelsbilanz Spaniens. England, einer der Hauptabnehmer, knüpfte jedoch an die Abnahme voll Erzen die Bedingung, im gleichen Maße seine Kohle nach Spanien einführen zu können. Dieses hatte zur Folge, daß sich in Asturien die Kohlenhalden zu mächtigen Bergen stapelten und die Berg- daugesellschaften ihre Förderung reduzieren mußten. Die Not, die über die. spanischen Bergleute kam, ist am besten aus ihrer kommunistischen Haltung während des Bürgerkriegs zu erkennen. Da seit Kriegsausbruch die Einfuhr der englischen Kohle fast ganz aufgehört hat, sind die spanischen Kohlengruben wieher zu neuem Leben erwacht. Allerdings macht sich der Verfall in den Jahren des Stillstandes heute in der nicht ausreichenden Förderung bemerkbar. Die'Unternehmer sind nun verpflichtet worden, den Ausbau der Zechen nach neuen Gesichtspunkten vorzunchmen, so daß Spanien in der Kohlenversorgung vollständig autark wird. Um die Ausbeute aller wichtigen Bodenschätze zu intensivieren, wurde den Minenunternehmungen von der Regierung weitgehende Unterstützung zu- gesichert. Diese kommt vor allem bei der Erschließung neuer Gebiete in Anwendung..Im Laufe des letzten Jahres sind bedeutende Vorkommen kriegswichtiger Metalle festgestellt worden, für deren Förderung den Unternehmern ausreichende Kredite zur Verfügung stehen. Die Zahl der seit dieser Zeit erteilten Grubenkonzessionen übersteigt bereits mehrere Tausend. Von großer Bedeutung für Spanien sind die Wolframfunde in Galicien, die in absehbarer Zeit die Einfuhr überflüssig machen. Dagegen ist die Bleigewinnung in Spanien sehr zurückg-gangen, weil die Unkosten in keinem Verhältnis zum Verkaufspreis stehen. Für den eigenen Bedarf wird die Produktion jedoch noch aufrechterhalten. Von den rund 30000 TonnenA lu m i - nium, die Spanien jährlich benötigt, wird bereits mehr als die Hälfte im Lande selbst gewonnen. Der Ausbau der bestehenden Werke und die Errichtung von neuen werden den eigenen Bedarf in absehbarer Zeit decken könne». Diese industrielle Entwicklung erfordert natürlich eine Neuorganisierung der Kr a ft w ir tsch a ft. Zu diesem Zweck ist die Regierung dazu übergegangen, die Wasserkräfte des Landes, soweit das bisher noch nicht geschehen war, in großzügiger Weise auszunutzen. Seit dem Jahre 1939 befinden sich mehrere große Talsperren im Bau, von denen eine der größten bei San Bartolome vor kurzem fertiggestellt und durch den Caudillo eingeweiht wurde. Außerdem werden die Arbeiten für die Fertigstellung anderer Stauwerke in der Nähe von Valencia und in Andalusien durchgeführt. Diese Talsperren haben neben ihrem Wert als Elektri'Mts- erzeuger eine hohe Bedeutung für die Bewässe^> tung des Landes, durch die die Landwirtschaft ertragreicher gestaltet werden kann. Hand in Hand mit diesem geht auch die Verbesserung der Verkehrswege durch Anlage von neuen Straßen und Eisenbahnlinien. Spanien hatte bisher ein verhältnismäßig dünnes Ersenbahnnetz, das sich auf die industrielle Entwicklung hemmend auswirkte. Für den Ausbau des Verkehrsnetzes liegen bereits große Projekte vor, in denen auch die Errichtung von Fahrzeugwerken vorgesehen ist. Mit besonderem Interesse widmet sich Spanien dem Aufbau seiner Handelsflotte. Diese Bestrebungen entspringen der Notwendigkeit, den Verlust der Tonnage aus dem Bürgerkriege wieder aufzuholen, darüber hinaus aber auch der durch den Krieg geschaffenen Möglichkeit, nach Friedensschluß durch eine starke Handelsflotte .zu neuer Seegeltung zu gelangen. Der vorhandene Schiffsraum ist bis jetzt noch unzureichend für den eigenen Handel, nach einer Erklärung des Ministeriums benötigt Spanien noch einen Schiffsraum von einer Million Tonnen. Aus diesem Grunde schuf die Regierung eine Behörde, die neben der Aufstellung des Bauprogramms die Gründung neuer Werftgefellschasten und Reedereien angeregt hat. Die letztere Maßnahme ist um so dringender, als die bestehenden Werften jährlich höchstens 120 000 Tonnen vom Stapel lassen können. So rundet sich in großen Zügen das Bild von der industriellen 'Entwicklung des neuen spanischen Staates, der unter. Ausnutzung seiner natürlichen Kräfte und seiner Bodenschätze ein wertvoller Bestandteil des neuen Europa sein wird. Europäischer preisstop. Den Haag, 16. Juli. (DNB.) Der Reichskommissar für die Preisbildung, Staatssekretär Dr. Fischböck, erklärte als Generalkommissar für Finanz und Wirtschaft beim Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete in einer Rede im Haag, ein „zwischenstaatlicher Preiswucher" würde ebenso zu einer Erhöhung des Preisspiegels in den beteiligten Ländern führen, wie Preisausschreitungen im inländischen Verkehr. Ein europäischer Preisstop für den zwischenstaatlichen Warenverkehr dagegen würde sich ebenso nützlich auswirken, wie die in vielen europäischen Ländern bereits erlassenen Stopvorschriften für den Jnlandverkehr. Auch die Festsetzung endgültiger Währungsrelationen in Europa gehe von der Annahme aus, daß die Bemühungen um Stabilhaltung ver Preise für den zwischenstaatlichen Warenverkehr von Erfolg begleitet seien. Besonders die kleineren europäischen Länder, die auf einen Warenaustausch angewiesen seien, hätten an dieser Stabilisierung ein vitales Interesse. Glänzendes Ergebnis der ersten Gtraßensammlung. Berlin;- 16. Juli. (DBB.) Die am 27. unb 28. Juni von Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Arbeitsfront durchgeführte erste Straßensammlung des Kriegshitfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz hatte ein vorläufiges Oie Kunststadt Dresden. Bon Kurt Arnold Findersen. Als festes Bollwerk riegelte ehemals das Schloß der Wettiner die Stadt Dresden nach der Elbe zu ab, zugleich das wichtige Tor, das heutige dreiteilige Georgentor, bewachend, das alles, was auf der berühmten Steinbrücke daherkam, in sich einsog. Die riesigen Basteien und Mauerungen der eiben Seite, die der Festung nach dem Strom zu Gewicht geben sollten-, verwandelten sich in Gärten und hochgelegene Promenaden. Durch 41 Stufen einer verbindlich wirkenden Freitreppe erschlossen, erlangten sie Weltruhm unter der Bezeichnung Brühlsche Terrasse. Nach der anderen Seite verschwand im Laufe der Jahrhunderte der Schloß- und Stadtgraben, den ein Flüßchen speiste. Der Fluß wurde verlegt, der Graben zugeschüttet, eine weite Fläche mit. altem Baumbestand schwang sich aus in respektvollem Bogen, von den Fensteraugen des Schlosses im Bann gehalten. Hier gedachte jener Augustus, der den Beinamen „der Starke" führte, mit Hilfe seines genialen Baumeisters Daniel ' Pöppel - mann die riesigen Hofgevierte eines neuen Fürstenpalastes bis 3um Strom vorzutragen. Nur der erste Hof mit Pavillonen, Prunktoren, Galerien und Balustraden ist fertig geworden, das unvergleichliche Barockwunder des Zwingers. Der Zwinger ist fälschlicherweise lange Zeit als Vorhof dieses geplanten Schlosses bezeichnet worden. Tatsächlich ruht die große künstlerische Leistung dieses Baues ganz in sich selbst. Das eigenwillige fandsteinerne Rechteck war von vornherein als köstliche Umrahmung für die phantasieoollen Feste bestimmt, die als Ausdruck barocken Lebenswillens noch in den nachträglichen Beschreibungen etwas Hinreißendes haben. Hemmungslose Freude am Diesseits und feinen Erscheinungsformen triumphierte, wenn die vier Elemente, wenn Feuer, Wasser, Luft und Erde in hundert Verkleidungen einen schwingenden Reigen schlangen. Ueberschäumende Daseinslust war kaum zu bändigen, wenn die Völker Europas, von den Sinnbildern ihres Wesens umgaukelt, in märchenhaften Aufzügen die Grenze zwischen Sein und Schein zu verwischen schienen. Die mythologischen Figuren, die die Pavillone krönten, die Putten, die die Galerien, verzierten, die Karyatiden an den Bogengängen, die Tritonen, die Seepferde, die Nymphen an den Brunnen und Wasserfällen spielten mit, und der freie Himmel darüber wölbte die Arena ins Grenzenlose. Alles in allem wurde im Zwinger ein Bauwerk geschaffen, das berufen ist, die Zeiten zu überdauern. Mit seiner Einzigartigkeit wetteifern die unvergleichlichen Kostbarkeiten, die im „Grünen Gewölbe" gehäuft sind und die die weltbekannte Porzellansammlung ausmachen, deren älteste, unersetzliche Stücke, die alt- chinesischen Porzellane, der erste Augustus noch zusammengebracht hatte. Im Auftrag einer späteren Zeit schloß Gottfried Semper den nach der Elbe zu offenen Zwinger- hof mit dem ernsten Renaissancebau der Gemäldegalerie ab, zugleich die Pläne für das Kolossalrund des Opernhauses liefernd, das bald nach Fertigstellung niederbrannte. Nach einem zweiten Sernper- schen Grundriß stieg der heutige Bau empor. Das mit der polnischen Königskrone geschmückte Fürsten- gefckstecht glaubte nachher nicht ohne eine Hofkirche gedeihen zu können, die ihresgleichen suchte. Aus dieser Familiensorgle und der Genialität des beauftragten italienischen Baumeisters Gaetano Chia- v e r i wurde das hinreißendste Barockgotteshaus, das je in einem nordischen Strom sich spiegelte. Der überlegene Architekt wich von der üblichen Ost- orientierung der Kirchen ab, legte den Chor südwestlich und stellte das Ganze frei vor die Schloß- front, so daß der in großartiger Leichtigkeit sich verjüngende Turm nicht nur die Stromseite vollständig beherrscht, sondern auch vom Innern der Stadt her wichtige Straßenzüge hoheitsvoll an sich zieht. Die italienischen Bauleute Chiaveris hatten in kleinen Häusern am Ufer gehaust. Eine vielbesuchte Wirtshausanlage, die sich mit Gartenterrassen an derselben Stelle lang hirrstreckt. übernahm die Bezeichnung „Italienisches Dorsche n". Sie schließt zwischen Brücke und Oper den vielgestaltigen Ring, der um den Herzraum Dresdens gelegt ist. Im Zwingerhof und den darin abgehaltenen Festen entlud sich der lebensüberströmende Barockwille Augusts des Starken, der als König von Polen das Problem der deutschen Ostpolitik auf eine. Weife zu lösen versuchte, der Größe und Weitblick nicht abzusprechen sind. Die Figuren Permosers wispern in manchen Mondnächten heute noch von ihrer großen Zeit, besonders wenn gelegentlich der weitberühmten „Zwingerserenaden" Musik und Tanz hoher deutscher Meister sich mit der tänzerischen Musik der Steine vermählen. Im Semperschen Bau daneben ward dem berühmtesten Gemälde der Welt, der Sixtinischen Madonna Raffaels, ein Altar errichtet, zu dem Kunstgläubige aus allen Erdteilen gewüllfahrtet kamen. Da, wo das Kupferstichkabinett mit dem Nymphenbad in den Wall übergeht, wohnte vor reichlich hundert Jahren Carl Maria von Weber, der in Dresden den „Freischütz", die „Euryanthe", den „Oberon" schuf. Im prächtigen Opernhaus dicht dabei fand am 20. Oktober 1842 die erste triumph- hafte Aufführung des „Rienzi" statt, sie dauerte von 6 Uhr bis nach Mitternacht. Bald darauf würbe Wagner in demselben Hause Königlicher Kapellmeister. An der Premiere des „Rosenkavalier" von Richard Strauß kurz vor dem Weltkrieg nahmen Musikenthusiasten aus halb Europa teil. Auf dem schön gepflasterten Platz davor begeisterte sich art einem Juniabend des Jahres 1892 eine tausend- köpfige Menge, nachdem der vom jungen Kaiser abgesetzte Bismarck zu ihr geredet hatte. Heute trägt der weitgeräumige stolze Platz den Namen des Führers. Zwischen Galerie und Schloß klemmt sich in klassizistischer Gebärde, von keinem Geringeren als Schinkel entworfen, die ehemalige Hauptwache. Aus der berühmten „Terrasse" beglückt noch immer der Blick auf die fernhin schwingenden grünen Höhen des anderen Ufers, auf die stille Neustadt, auf die mannigfaltigen Formen der Schiffahrt, auf dem bunten Verkehr, der die Brücke belebt. Seit dem Mittelalter haben an der Stelle der heutigen Augustusbrücke Pfeiler und Bogen die Elbflut bezwungen. Seit den ältesten Zeiten wechselt hier deutsches Schicksal über den Strom. Ein Bild für viele Bilder, zugleich ein Sinnbild: Drüben, unterhalb der Freitreppe, dicht bei der Hofkirche, hielt vor seinem ^russischen Feldzug Napoleon unb, ließ die endlose Schlange feiner Regimenter an sich voöüberdröhnen; da unten raste' er in entgegengesetzter Richtung bei nächtlichem Schneegestöber fliehend im Schlitten vorbei, als die „große Armee" vernichtet war-- Noch immer gültig aber ist, was in sich selber ruht, die Schönheit des Stadtproffls, das hier durch die glorreiche Steinkuppel der Frauenkirche seinen höchsten Ausdruck findet. Noch immer gültig bewuhtfein freu, das ihn schon als Kriegsfreiwilliger 1914 zu den Waffen eilen hieß und ihn auch zeitig feinen weg zur SA. und der Partei finden lieh. funden. Don feinem Eintritt in den Sturm 1/83 (Kassel) angefangen bis zu seiner Führung der SA.-Brigade 46 (Fulda), später der Brigade 47 (Kassel) und zuletzt der Brigade 49 (Frankfurt a.2tt.) war sein Leben und sein wirken eine große glühende, selbstvergessene Hingabe an das Werk des Führers. Die Echtheit feiner Gesinnung und feine mitreißende Kameradschaftlichkeit haben ihm überall die Herzen seiner Ittänner gewonnen. Im Kampf gegen den Bolschewismus hat fein Leben feine letzte Vollendung ge*. Ergebnis von 29 338 904,12 2tIH. Vas Ergebnis der gleichen Sammlung des Vorjahres betrug 21 887 614,67 R2N. Ls ist somit eine Zunahme von 7 451289,45 RRI., das find 34,04 v. h., zu verzeichnen. Lleverraschungserfolge schneller deutscher Truppen. Berlin, 16.Juli. (DNB.) Im Südabschnitt der Ostfront wurden am 15.7. erneut starke feindliche Kräftegruppen abgeschnitten und eingeschlossen. Bei einem schnellen Aüfklärungsvorstoß wurde ein feindlicher Flugplatz mit 15 Flugzeugen genommen. Eingekesselte Bolschewisten, die einen Ausbruchsver- such machten, gerieten in eine Panzergraben-Stellung, die inzwischen von deutschen Truppen besetzt worden war. In wenigen Minuten waren neun bolschewistische Panzer abgeschossen. Jägerbataillone stießen auf eine überlegene feindliche Kräftegruppe, 1 die sich im dichten Walde sicher fühlte und die durchbrechenden Deutschen an sich vorbeifluten lassen wollte. Die Jäger griffen sofort an. Es gelang ihnen, durch schnelles Zupacken die gesamte zahlenmäßig weitaus stärkere Gruppe zu vernichten. Ein Panzerregiment schoß seinen 700. Panzer feit Be- ginn des Ostfeldzuges ab, als es im schnellen Vormarsch auf einen abgeschnittenen bolschewistischen ■ gemischten Verband stieß. Ohne den Vörstoß abzu- bremsen, zerschlug das Regiment diesen Verband und erbeutete oder vernichtete dabei 47 Panzer uiti) 46 Geschütze. Durch rollende Einsätze von Kampf- und Zer- ; ftörerflugzeugen wurden alle Versuche der Bolsche- ' wisten, sich an Flußläufen und auf Höhenzügen zu : neuem Widerstand festzusetzen, im Keime erstickt. Zahlreiche Batterien und Geschütze mußten ihr j Feuer gegen die nachstoßenden, schnellen deutschen ' Verbände einstellen. Auch die Rückzugsftraßen des ! Feindes wurden mit Bomben belegt, ebenso die wenigen nach Osten führenden Eisenbahnftrecken. Zwei Panzerzüge wurden durch schwere Bomben j von den Gleisen geschleudert und zahlreiche Trans« portzüge schwer getroffen. SA.-Bngadefiihrer Schmidt gefallen. RSS. Am 2. Juli 1942 fiel an der Spitze seiner Kompanie SA.-Brigadeführer Fritz Schmidt, dessen Wirken nicht nur im engeren Kreis feiner Heimat Kastel, sondern auch in der Geschichte der gesamten SA.-Gruppe Hessen unauslöschlich verankert bleibt. Zweimal war er in diesem Krieg schon verwundet und mit der Spange zum E. K. II sowie dem E. k. I ausgezeichnet worden. Immer wieder riß ihn seine kühne, vorbildliche Ein- sahfreudigkeit in die erste Linie vor den Feind. So blieb er bis zur letzten Stunde seinem stolzen Pflichten der K ■WW Serien voi geringen F ättelbartei: lisHung 4 den Mi sierial. 2 :4e und G ?fl und u billig ( liq herssel •W), ai schulten: krg, den stamm i \t Im unb ilwfsührm 5 > T M'sch 1 Dieser Stabes, 8ur L^ten le 'ichtep Atsdienst- flilt Lh- tw Sri» wn Men. Er g 1910 in 5 Greifst M'or _ai c-og berufe Äpzig, wul i Tübinger Äoerjität 1387/28 war |K an den Me und Äiitgart, ö i* f Unter den isorzugte shelos.an tfenem ted ■Jfur zu be * auch auf ff in Part ngen sind. ; zu m Aubde me Eestal ?MS und * ch im Be; Die sterblichen Ueberrefte des verstorbenen frühe ren Staatspräsidenten von Argentinien, Ortiz, sind »s dem \ unter militärischen Ehren zur letzten Ruhe geleitet vligionsmi worden. Zuvor widmete Außenminister Ruiz Gui- - der f8isl farbiger Wiedergabe) Aquarelle von Prof. Mathey. über das Wesen des Klassischen in der Plastik, begleitet von zwei außerordentlichen Phototafeln. . » Kleine politische Nachrichten. Wie Domei erfährt, ist am 1. Juli der größte Teil von über eintausend australischen Kriegs- und Zivil- gefangenen ertrunken, als ein japanisches Transportschiff, das die Gefangenen beförderte, in den südlichen Gewässern von einem USA.-U-Boot versenkt wurde. nazu im Namen der Regierung am Sarkophag im Weißen Saal der Casa Rosada dem Toten die Abschiedsworte. Nach dem Gottesdienst ging der Trauerzug zum Friedhof. * Das dänische Finanzministerium, dessen Leitung Minister Buhl nach (einer Ernennung zum Staats- Iftir Erl ck der 6 steisausschi flftQltet, be| Ward Re C Araßb l'ouer" i rrahburg budes in aber ist die Unantastbarkeit der Kunst, di« in einer neueingerichteten kleineren Galerie neben modernen die besten Gemälde der Romantik ausstellt. --;— Zeitschriften. — Das Julihest der Zeitschrift „Die Kunst", Monatsschrift für Malerei, Plastik und Wohnkultur, 43. Jahrgang, Verlag F. Bruckmann in München, ' berichtet über die Düsseldorfer Frühjahrsausstellnng. $ lieber 600 'Werke dcr Malerei und Bildhauerei sind von westdeuffchen Künsllern ausgestellt, auch Nieder« • sachsen, Hannover, Hamburg und Bremen sind Der« treten. An weiteren- Ausstellungen wird die Münch- * ner Kunstausstellung im Maximilianeum von Ulrich Christoffel besprochen. Der Entwicklung des in Heidelberg geborenen und in Berlin lebenden Bild- , Hauers Adolf Adel geht Wilfried Göpel nach. Der ; zweite Teil des Heftes zeigt neuzeitliche Wohn- und Speisezimmer, die dem Lebensstil von heute entsprechen. Wie Zweckmäßigkeit und Schönheit des Wohnens zu verbinden sind, wird an zahlreichen ' Abbildungen klar, die, dem Buch von Hans Eckstein I „Die Schöne Wohnung" entnommen sind und die verschiedensten Entwürfe wohnlicher Jnnenräume- mehrerer bekannter Architekten bringen. — Das Juli-Heft der „neuen lini e" (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Berlin) gibt mit dem Beitrage „Großdeutschlands Grenadiere" ein Bild von der Sonderstellung, die das Leibregiment des Führers einnimmt, und wodurch es sich von allen anderen Regimentern des Heeres, unterscheidet. — Ein Zwiegespräch „Der Soldat und das Mädchen" gjbt einem Problem Ausdruck, das' alle Soldaten und alle Mädchen auf ähnliche Weise empfinden, ohne für dieses Erlebnis die rechten Worte fintiert zu können. — Im übrigen widmet sich das schöne Heft auch in luiuiyci yuue / «yuuieue UUJl -piU|. JJlUUjVlJr M % C über eine Tanzschule von Athen mit Aufnahmen W - von großem malerischem Reiz, und einen Essay des W [,'Q bekannten Archäologen Prof, von Blanckenhagen 1|hi? über das Wesen des Klassischen in der Plastik, be- i gleitet von zwei außerordentlichen Phototafeln. . 1 J* le, KSie 6 F Ate .Ä -hi Stehn M seinen « drei mm JJe Gefchk 'N der hi fr Münste Auenhausk 'd Die Vi ? Karl L Wenkamer pneninert M des ei Stiel üomai ■ Mte 6u ptffeta L'fc unb wandert." l$5 »ei' pem auj An!« se es st Der n-P ge \& 9Ä D, Ischia t ^rn ft u* '° &uni> htbtr «Ul diesem Jahr vornehmlich der Kunst:, es zeigt eine Reihe 2)er Maler, deren Werke als richtunggebend für den Kunstwillen des Großdeutschen Reiches anzusehen sind, bringt weiter einen neuen monumentalen Wandteppich von Werner Peiner, mehrere Veröffentlichungen über Griechenland, darunter (in * 8«n zu jor an den nordamerikanischen Universitäten Bal- Tran;. i Midi, Kurhessische Maler-Soldaten. München Briefe in Bareiros Hand Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. hDqs weiß ich natürlich nicht." Sie^blättert das Er stutzt kaum merklich, aber Irmela nimmt es I. . 1 ° • r . _____trdtt ihr om in einet modernen unaus- i diese« ge zu« i wordev, che Lin- ind. So W: willig« d zulehl i Leben siverges- )ie Lchl- e Kome- in feinet Solschk- unggt‘ ßeitung n TtaaÜ' Kriegerfrau und Lebensversicherung. Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag.-„Der Sicherungsbeitrag" ZUM Ehrendoktor ernannt. Blaschke ist 1885 in Graz geboren. Er promovierte 1908 in Wien, habilitierte sich 1910 in Bonn, erhielt 1911 einen Lehrauftrag in Greifswald, wurde 1913 als außerordentlicher Professor an die Deutsche Technische Hochschule in Pwg berufen, kam 1915 in gleicher Eigenschaft nach tu Leipzig, wurde 1917 Ordinarius in Königsberg, 1919 erititft in Tübingen und im gleichen Jahre noch an die Universität Hamburg berufen, deren Rektor er 1927/28 war. 1931 und 1932 war er als Gastprofes- schvftsdienst. Kunst und Wissenschaft. Ehrung eines deutschen Gelehrten. Der Ordinarius für Mathematik an der Hansischen Universität Hamburg, Prof. Dr. Blaschke, wurde von der italienischen Universität Padua Reichsarbeitsführer Hier! hat den Kommandeur !des flämischen Arbeitsdienstes van Thillo empfange«. Dieser hatte auch Besprechungen mit dem Chef Stabes, Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker. ' * Lauer legt die Hand darauf. „Wie ich hier sehe, h-ben Sie die Absicht gehabt, ihn auch noch ferner- Bon der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: ■ Am 16. Juli 1942 vollendete Geheimer Medizinalrat Professor Dr. phil. et med. vet. h. c. Pfeiffer ein 75. Lebensjahr. Bei diesem Anlaß wurde ihm von dein Führer in Würdigung seiner Verdienste um - die wissenschaftliche und praktische Veterinärmedizin, im besonderes um die Veterinärchirurqie und um die Reorganisation des tierärztlichen Ilm tervichtswesens an der Universität Gießen und damit um den Auf- und Ausbau der Veterinärmedizinischen Fakultät, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Wilhelm Pfeiffer, am 16. Juli 1867 in Leu- bus in Schlesien geboren, studierte Veterinärmedizin an den damaligen Tierärztlichen Hochschulen in Stuttgart und Berlin. Im Mai dieses Jahres gehörte er dem tierärztlichen Beruf ein halbes Jahrhundert an. An der Universität Berlin studierte er ferner Naturwissenschaften und Nationalökonomie und promovierte im Mai 1899 zum Dr*. phil. Am 6. Dezember des gleichen Jahres wurde Dr. Pfeiffer in Nachfolge von Professor Dr. Pflug als ordentlicher Professor und Direktor des damaligen Tierspitals an der Universität Gießen angestellt. Bei seiner Berufung verlieh ihm die Medizinische Fakultät, welchex damals diese Professur an gehörte, den Dr. med. vet. honoris causa. In/ 36 Jahren seiner aktiven Zugehörigkeit zur Universität Gießen hat er ein -außergewöhnlich erfolgreiches Wirken für die Veterinärmedizin entfaltet. Seiner Tatkraft ist nach der Jahrhundertwende der Ausbau dieser tierärztlichen Lehr- und Forschungsstätte zu verdanken, der 1914 durch ihre Entwicklung zur Veterinärmedizinischen Fakultät gekrönt wurde. Das' gesamte Bauprogramm der Veterinär-Kliniken und -Institute wurde "von ihm bearbeitet, die in den Jahren 1904 bis 1910 zweckdienlich erstellt wurden. Professor Pfeiffer war der erste Vorsitzende des 1900 geschaffenen Veterinärmedizinischen Kollegiums, — eines Uebergangssta- diums zur späteren Fakultät —, welche führende Stellung er sechsmal inne hatte. In dieser Zeit überwand er die vielen Schwierigkeiten, die einer neuzeitlichen-, Reorganisation entgegenstanden, durch 1 abzu, I erbani 1 Vor. I Wdjen | m frühe' rtiz, N > geleite! uiz Gui. ipbtia im die Abling der !l1. >'!d, tolitfw 5bei e ei| sten. ißte Teil ib Zivil Irans« in bet oot vei- en ihr nitschen Die Goelhe-Mdaille für Geheimratpros. Dr. Dr.h.c. Wilhelm Pfeiffer Jebhli Mn, e vo6 1 ver. M uni i ß ?er' ll wische. Zur Erlangung bodenständiger Freilichtspiele Hilfe der Chef der.Zivilverwaltung im Elsaß ein Preisausschreiben unter den elsässischen Dichtern veranstaltet, dessen erstes Werk jetzt uraufgeführt wurde Eduard Re in ach er behandelt in seinem Spiel aue Straßburgs Vergangenheit „D i e st q h l e r n e Mauer" die Jahre zwischen 1548 und 1552, da Straßburg als Parteigänger des Schmalkaldifchen Lundes in Gegensatz zu Kaiser und Reich stand inb im Begriff war, sich zur Rettung seine? Glaubens dem französischen König auszuliefern, der die Mgionswirren dazu benutzt hatte, sich in den Besch der Bistümer Metz, Toul und Verdun zu setzen. Dem Stettmeister Jakob Sturm gelang es dem Keich seinen starken Schutz am Rhein zu erhalten. drei wuchtigen Bildern hat Reinacher das histo- tiiche Geschehen aufqebaut. Den krönenden Schluß bildet der historische Besuch Karls V. "Straßburg. Der Münsterplatz und die Renaissance-Fassade des Frauenhauses boten ein wirkungsvolles Bühnenbild. Die Volksbühne Straßburg unter Spielleitung Don Karl Lorentz und unter Mitwirkung von Stu- dentenkameradfchaften der Universität hatten dem Ahnenwerk farbiges Leben verliehen. Die Luhnen- nusik des elsässischen Komponisten Fritz Adam unterstrich die dramatischen Momente. Hans Reich. Sn der Kasseler Galerie wurde die Gauausstellung „Kurhessische Maler an der Front" eröffnet mit Mrken von Künstlern, dfe ohne Auftrag in der , geringen Freizeit schufen. Die tagebuchhafte Un- iniftelbarkeit, das künstlerische Experiment gibt der m l,eb Ausstellung ihren Charakter. Manches verrät deut- sself an- isch den Mangel an Zeit und an geeignetem Mal- igabeti . material. Die 200 ausgestellten Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde verteilen sich auf die beiden kraftvoll und unbekümmert zupackenüen Maler Gustav Wittig (Kassel) und Georg Roppel (Machtlos bei Hersfeld), den kompositorisch starken Self ing ^Kassel), auf Drescher (Itter), den an Corinth geschulten Frairz Frank aus Goßfelden bei Mar- tburq, den Peiner-Schüler Hindorf, auf Marttn slramm und die Maler Hansli, Fritz Wildel m und Kurt Wintgens. G. M. Vonau. Uraufführung auf dem Straßburger INünflerplah. -Ä rS'> W* msnister seit dem Tvde Staunings beibehalten hatte, st neu besetzt worden. Zum Finanzminister wurde )et Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Assin g^-And ersen, ernannt, der 1893 in Papenhagen geboren wurde und dem Kabinett Stouning von 1935 bis 1940 als Wehrminister an- igehört hat. ollen e fpitiM lettenem technischen Können und hoher Ausdrucks- n kullur zu behandeln versteht. Früher hat der Künstler auch auf der Bühne Triumphe gefeiert, nament- 'einei sich in Partten, die von einem geistigen Gehalt ge- yle btt fragen sind. Sein Repertoire reichte von Mozart bis zu Wagner und zu Orff. Unvergleichlich sind lewe Ausdeutungen des Bach'schen Evangelisten, leine Gestaltung der Liederzyklen Schuberts, Schumanns und Hugo Wolfs. trug ihn, als ich mich das erstemal mit ihm traf — nein, das zweitemal." ' „Er hat sie Ihnen abverlangt?" „Nein, er sagte irgend etwas darüber, und ich dachte, er wollte sie vielleicht haben, ich war sehr aufgeregt, und da riß ich sie ab — und warf sie aus den Tisch — aber garrz freiwillig." „Und nachher tat es? Ihnen Kid? Sie wußten nicht, wie Sie das Verschwinden erklären lallten und wollten sie lieber mit einem Scheck einlosen? Leid'-' Nein. Ich hätte am liebsten nicht mehr daran gedacht, aber Bareiro rief mich an und sagte, daß ich sie abholen sollte." ,Aber Sie waren nicht sicher, daß er sie Ihnen ohne Gegenleistung aushändigen würde, unb, da schrieben Sie vorsichtshalber diesen Scheck aus. ,'Aber dann war ihm der Scheck nicht hoch genug, und das brachte Sie in eine begreifliche Er- rE9g»' weiß nicht, ob ihm der Scheck nicht hoch genug mar, ich habe ihn ja gar nicht gesprochen! „Und auf welche Weise Haben Sie dann Ihre Kette zurückbekommen?" Ich habe sie überhaupt nicht zuruckbekommen'. "So — so!" Das klingt nicht ganz überzeugt. In diesem Augenblick zuckt Irmela zusammen. Man hört draußen helle plappernde Kinderstunmen, und im nächsten Moment wird die Tur aufgestoßen und die Kinder stürmen hereur Wir haben die Möwen gefuttert, Muttt! ruft Hansjürgen in aufgeregtem Entzücken. Sie waren ganz dicht bei uns, und so groß. Uschi hat geschrien, sie dachte, sie tun ihr was — als ob es Adler waren, habt ihr die Möwen gefüttert? Das ist ja fein!" Irmela zieht mit einem blassen Lächeln den kleinen Körper an sich, der sich gegen fie drangt. Aber jetzt dürft ihr hier mcht stören! Ihr seht doch, daß Mutti Besuch hat!" Hansjürgen macht eine knappe Verbeugung vor Unter den Konzertsängern nimmt Karl Erb eine bevorzugte Stellung ein infolge seiner schönen, mühelos ansprechenden Tenorstimme, die er mit n jjt gefälscht, die Summe nicht geändert wie in Ißebanten versunken will Bauer das H^stAn wte- I^PPt, I durch, lchi! 9elan: w' Ei I it gelehnt. Karl Erb zum 65. Geburtstag. seine starke Persönlichkeit und sein Verhandlungstalent. Als Dekan amtierte er ebenfalls sechmal mit entscheidendem Einfluß auf die Entwicklung der De. terinärmedizinischen Fakultät, dank seiner organisatorischen Fähigkeiten. 1905 wurde Pfeiffer zum Direktor der Chirurgischen Deterinärklinik ernannt, der er sich mit leidenschaftticher Hingabe an seinen Beruf als Chirurg verbunden fühlt. Der Titel Ge- Heimer Mcdizinalrat wurde ihm 1915 verliehen. Von 1902 bis 1935 war Prof. Pfeiffer ständiger Vorsitzender hes Ausschusses für die Tierärztliche Prüfung. Als solcher wie als Prüfer war Pfeiffer stets wegen seines ausgeprägten Gerechtigkeitsfin. nes hoch verehrt, als Lehrer wegen/der didaktisch wertvollen Anschaulichkeit seines Unterrichtes sehr beliebt. Sein Ruf als erfolgreicher Chirurg eigener Arbeitsmethodik ist außer durch zahlreiche wisfen- schafttiche Abhandlungen über diagnostische und operative Methoden und volkswirtschaftlich wichtige Operationen an verschiedenen Haustieren begründet durch seinen jetzt in 14. Auflage erscheinenden, weit über Deutschlands Grenzen hinaus geschätzten „Ope- rationskursus für Tierärzte und Studierende". Nach seiner Emeritierung am 1. April 1935 versah er seine Lehrtätigkeit und die Direktton der Chirurgischen Deterinärklinik noch bis zur Beru- fung seines Nachfolgers. Seiner Veterinärmedizinischen Fakultät ist Geheimrat Pfeiffer der getreue Ekkehard geblieben, als er, am 1. April nach Berlin verzogen, sich im Herbst 1939 nach Einberufung seines Nachfolgers,zurn Wehrdienst auf Anfrage der Landesregierung bereitwilligst wieder für die Direktion der Chirurgischen Deterinärklinik zur Der- fügung stellte. Als im Januar 1940 die Universität Gießen wieder geöffnet wurde, versah Geheimrat Pfeiffer auch wieder seine Lehrtätigkeit in vollem Umfange in aufopfernder Berufsfreude nochmals über y/d Jahre bis zu feiner kürzlichen Rückkehr nach Berlin, um nun in dem so wohlverdienten Ruhestand zu leben. Seine Kollegen, Schüler und Freunde gedenken des überall hochgeschätzten Jubilars mit herzlichsten Wünschen für einen noch langen glücklichen Lebensabend und nehmen in Der- ehrung und Sanft) ar feit freudigen Anteil an der ihm zÄeilgeworbenen Anerkennung durch Verleihung der Goethe-Medaille. >in, es stimmt." Er hat vorher gewußt, daß es ft'nunt. Der Bankbeamte hat den Scheck «och em - dieser Beihilfe erfolgt bei den Fürsorgestellen unter Dorlage der letzten Beitragsquittung. Sie Beihilfe erhalten nicht nur sämtliche zur Wehrmacht Einberufenen und ihre Angehöriapn, sondern auch heran- gezogene Notdienstpflichtige und die Angehörigen folgender Formationen: ^-Versügungsttuppe, bewaffnete Teile der ff, Notdienst, technische Wehrwirtschaftseinheiten, Reichsarbeitsdienst, behördlicher Luftschutz,^ Teile des Flugmeldedienstes, freiwillige Krankenpflege für die Zwecke der Wehrmacht. Ferner erhalten sie die von einer behördlichen Räumung ober Freimachung Betroffenen und die infolge feindlicher Maßnahmen an der Rückkehr aus dem Ausland verhinderten Besatzungsmitglieder der deutschen Handelsmarine und ihre im Inland verbliebenen unterhaltspflichttgen Angehörigen. Ser Sicherungsbeittag allein genügt zur vollen Aufrechterhaltung der Lebensversicherung während der Zeit der (Einberufung. Die Differenz zwischen dem Sicherungsbeitrag und der Gesamtprämie wird von den Gesellschaften auf Wunsch gestundet, wenn der Familie die Zahlungsleistung nicht möglich ist. Sie kann aber auch gleichzeitig mit dem Sicherungsbeitrag monatlich eingezahlt werden. Wichtig ist bei dieser Regelung lediglich, daß durch den Sicherungsbeitrag sämtliche Ansprüche der Versicherten aufrechterhalten werden. Unverheiratete Einberufene erhalten diesen Sicherungsbeitrag allerdings nur, wenn ihre Versicherung bereits vor dem 1. September 1939 beantragt war. In Zweifels fällen geben die Versicherungsgesellschaften darüber nähere Aus- __ tunst. , ' Was hat die Ehefrau zu tun, wenn der Mann im Kriege fällt? Als erstes werden an die Versicherung, d. h. an die Hauptverttetung ober Geschäftsstelle, bei der die Versicherung abgeschlossen würbe, folgende Schriftstücke geschickt: der Versicherungsschein, die letzte Beitrügsquittung, ein Altersnachweis (am besten Geburts- ober Taufschein) und die Benachrichtigung des Truppenteils vom Heldentod des Mannes. Ser Altersnachweis kann wegfallen, wenn er schon bei Beginn der Versicherung gegeben thien und Antipathien dürfen keineswegs unser Urteil trüben. Wir müssen nach den Mottven fragen, und die Motive sind gegeben." „Weiter, Butenschön, weiter." „Gerade w'eil bas Haus einen reichen und wohlgepflegten Eindruck macht — gerade weil diese reizenden Kinder vorhanden sind — gerade weil die Frau unendlich viel zu verlieren hatte, darum kann sie zu dem verzweifelten Entschluß gekommen sein, sich dieses Glück zu erhalten — um jeden Preis. Und daß sie nicht sofort zusammengebrochen ist und alles gestanden hat — Frauen können sich bewundernswert beherrschen — auch die zartesten und empfindsamsten — das wissen wir doch aus Erfahrung; daß'sie innerlich erregt war, bas konnte man sehr gut merken — Frauen sind so gewöhnt, in kleinen Singen zu lügen, daß sie's auch in großen tun können." „Ich wollte, Sie hätten r^cht. Butenschön!" Bauer hat endlich seine Entscheidung getroffen und mit einem kummervollen Seufzer seine Zigarre in Brand gesetzt. „Beruflich gesprochen, natürlich, auch wenn es einem menschlich leid tun könnte. Aber für uns wäre es sehr erfreulich, wenn wir so im Handumdrehen den Täter ermittelt hätten. Aber leider bin ich nicht überzeugt." „Nicht, Herr Rat? Sas ist aber ärgerlich, beruflich gesprochen." Butenschön lächelte etwas, „Menschlich könnte ich mich beinahe darüber freuen ..." Das sicheln verschwindet. „Ich kapn mir die Situation sehr gut vorstellen — diese junge, reiche, glückliche Frau fällt einem Erpresser in die Hände, die Angst um ihre Ehe, ihre Kinder, die Angst vor dem Skandal, gerade in diesen Kreisen. Wahrscheinlich ist sie nicht mit der Absicht hingegangen, ihn zu töten, sie wollte sich loskaufen. Aber Herr Bareiro war keine Summe hoch genug. Sas siebt man schon on dem Schwindel, den er mit den Briefen vor- hattc. Wahrscheinlich hatte sie gar keine Waffe bei sich. Haben Sie schon Antwort auf Ihr Kabel?" „Nö ... kann auch noch nicht..." (Fortsetzung folgt.) . I Aus -er Giadt Gießen. Wogende Getreidefelder. Ein eigenartiges, erhabenes Bild ist ein üppig stehendes Getreidefeld, wenn darüber mit geheimnisvollem Wehen der Wind hinftteicht. Es sieht so aus, als ob ein weitgespanntes seidenes Tuch Fal- 1 ten werfe. Ackerwinden ringeln sich als Unkraut an den Halmen empor, zwischen denen noch der rote , und der blaue Schmuck von Mohn, Kornrcüle und Kornblume leuchtet. Leise zirpt zwischen den Ackerschollen die Grille, und Rebhühner flattern aus dem Sickicht der Halme. Und hoch am blauen Himmel singt die Lerche ihre Lieder. Jetzt sind wir nicht mehr allzu weit von der Ernte. Der goldene Segen auf den Getreidefeldern wird sich in einigen Wochen, wenn alles ganz aus gereift ist, der Sense entgegenneigen. Für das Landvolk ist die Erntezeit die härteste und doch auch die schönste, sieht es doch seine rastlose Arbeit, das tägliche Brot für das ganze Volk zu schaffen, gelohnt. Mit glücklich schlagendem Herzen steht der Bauer vor den Feldern seiner Tättgkeit, läßt die Halme prüfend durch die Hand gleiten und kann kaum die Zeit mehr erwarten, wo hochbeladene Erntewagen, schwankend mit der kostbaren Last, den Scheunen zufahren. Dom wogenden Kornfeld geht ein heimatlicher Zauber aus. In ihm liegen mit die stärksten Wurzeln unseres deutschen Heimatgefühls. Blihgefahr und Blitzschutz. Die Zeit der Gewitter gibt Veranlassung, auf einige Verhaltungsmaßregeln hinzuweisen, die beim Aufziehen eines schweren Unwetters mit heftigen Blitzschlägen zu befolgen sind. Ist man zu Hause, so hüte man sich, sich dort aufzuhalten, wo irgend eine metallische Leitung sich befindet, durch die der Blitz seinen Weg in das Haus nehmen könnte. Man meide auch die Nähe des Ofens, des Fensters ober einer geöffneten Haustüre, durch die starker Zug göht. Ser beste Platz ist die Mitte einer geräumigen Stube. Manches Leute schließen ängstlich alle Fenster, sobald ein Gewitter zum Ausbruch kommt. Dadurch vermehrt man aber die Schwüle und Beklommenheit, besonders wenn mehrere Personen im Zimmer sind. Am besten ist es, die Fenster gegen die Windseite zu schließen, die entgegengesetzten zu öffnen. Auf der Straße ist man in der Nähe hon Mauern, unter Türen und Torbogen solcher Häuser, die keinen Blitzableiter haben, mehr gefährdet, als in der Mitte der.Straße. Besonders sollten Stellen, wo das Wasser von den Sächern oder Sachrinnen in starken Güssen niederstürzt, gemieden werden. Im Freien ist man unter Eichen, Weiden und Pappeln stark gefährdet. Nadelholzhäume und Birken werden weniger häufig vom Blitz getroffen, Lindenbäume und Birnbäume sowie Buchen am wenigsten. Nie suche man Schutz am Stamm eines Baumes, sicherer ist man unter den äußeren Zweigen, und zwar auf der Seite, die nicht vom Winde betroffen wird. Im Wald suche man Has Innere auf, wo die Bäume gleichhoch sind und dicht stehen. Einzeln stehende Bäume sind stark gefährdet, ebenso Bäume mit abgestorbenen Aesten. Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht so lege man alle den Blitz anziehenden Gegenstände, Geräte, Sensen usw. ab. Schnelles Laufen erhöht die Gefahr. Das Pulverfaß. Wer auf einem Pulverfaß sitzt, wird sich nicht gerade eine Zigarette anzünden oder eine Tabaks- -pifeilfe; und wer Benzin umgießt, wird das nicht gerade neben dem brennenden Gaskocher tun. Natürlich — denn es würde ihn selbst Köpf upd Kragen kosten. Würde jeder, der im Walde Tabak raucht, oder am Waldrand ein Feuerchen oder einen Spirituskocher in Brand setzt, mit dem Walde zusammen in Flammen aufgehen, so hätten wir zweifellos weniger Waldbrände zu verzeichnen. Senn der Wald ist in den dürren Sommermonaten auch nichts anderes als ein Pulverfaß, und ein Funke genügt, viele Quadratkilometer schönsten Baumbestandes m Asche zu legen. Daß es aber auch dem Waldbrandstifter, der kostbarstes Volksvermögen vergeutet, an Kopf und Kragen geht, ist chm gar nicht bewußt, weil es nicht explosionsarttg geschieht. Aber erstens trifft ihn — wenn er erwischt wird — die ganze Schwere des Gesetzes und zweitens schadet es seinem Vaterlande. Und damit schadet er sich selbst, , denn Holz ist heute für uns ein kriegswichtiger Rohstoff geworden! Das Holz selbst, und was wir ; aus ihm gewinnen an Merkstoffen, hilft mit zum 1 Durchhalten und zum Siegen. Denkt an das Pul« t verfaß! Schützt unsere Wälder! Verrmukelungszeit: 17. Juli von 22.36 bis 4.50 Uhr. len bes l°r an oen noroameruaniiajen unioequaien soai= üo hi limore und Chikago. Berufungen nach Heidelberg, Itreckeir Graz und Leipzig hat der Gelehrte ab- iomben ’ hin zu unterstützen? „Die Absicht — ja und nein — ich. wollte vor- bircitet fein, für den Fall, daß er mir die Kette n;djt zurückgeben wollte." „Was für eine Kette?" ... - las Wort fällt so jäh in ihre langsam st^tzen- bm Sätze, wie ein Beilhieb in ein lausendes Banv. te stockt, angehalten durch die Unterbrechung, das Dort liegt vor ihr wie angenagelt, sie kann das 2md nicht mehr zurückdrehen — eine Sekunde lang fhrrt sie ihn on, atemlos, verwirrt. Ich — hatte ihm einen Schmuck gegeben — icy Wenn der Mann an der Front ist, muß die Ehefrau seine Pflichten zum großen Teil mit übernehmen. Dazu gehört auch, daß die Frau den Versicherungspflichten nachkommt. Ser Mann fyat seinerseits vorsorglich verschiedene Versicherungen abgeschlossen, seiner Frau aber oft nur wenig Einblick in die Handhabung dieser Singe gegeben. Er hat die Versicherungspolice unter seinen Papieren aufbewahrt und auch die Prämie regelmäßig überwiesen. Wird der Mann eingezogen, dann sind viele Frauen oft ratlos. Sie können unter Umständen Rechte und Vorteile nicht wahrnehmen, weil ihnen der lieber« blick fehlt. Jede Frau muß sich deshalb in großen Zügen mit den Aufgaben vertraut machen, die ihr aus den für sie und ihre Familie abgefchlosfenen Dersicherüngen erwachsen. Was geschieht nun mit der Lebensversicherung? Die Frau muß zunächst wissen, wo die Versicherungspolice liegt und sie dann sicher aufbewahren, am besten in dem immer bereitstehenden Luftschutzkoffer. Außerdem muß sie weiterhin regelmäßig die Prämie einzahlen. Wenn sie den Zahlungstag auf ihrem Notizkalender vermerkt, wird sie jedesmal rechtzeitig daran erinnert. Sie Verpflichtung, die der Mann mit dem Abschluß der Lebensversicherung übernommen hat, muß durch regelmäßige Zahlungen laufend eingehalten werden, damit man der Vorteile dieser Voraussicht nicht verlustig geht. Größte Sorgfalt in.diesem Punkt wird sich später lohnen. Stirbt der Mann vor der Frau, dann steht ihr durch seine Lebensversicherung eine größere Geldsumme zur Verfügung. Bleiben beide Ehepartner lange am Leben, bekommen sie durch ihre Versicherung am Lebensabend eine kleine Rente oder besitzen dann die Summe gemeinsam als Vermögen, mit dem sie rechnen können. Um jedem Einberufenen die regelmäßige Zahlung der Beittäge zu ermöglichen, ist beim Familienunterhalt der sogenannte Sicherungsbeitrag geschaffen worden. Dieser 'Sicherungsbeitrag kann von den Fürsorgestellen übernommen werben und erleichtert die Beitragszahlung wesentlich. Sie Beantragung dem fremden Herrn und streckt ihm die Hand hin. „Guten Tag", sagt er höflich. „Guten Tag, mein Junge?" Bauer halt einen Augenblick die kleine warme Hand in der feinen, ein eigentümliches Gefühl rührt an sein Herz. Auf einen Wink von Irmela nimmt Fräulein Engel die Kinder an der Hand und verschwindet mit; ihnen. Und einen Herzschlag lang starren die drei Menschen im Zimmer schweigend auf die Tur, die sich langsam schließt. Sann schiebt Bauer die Papiere ineinander und in die Aktentasche zurück. „Ich will Sie jetzt nicht länger ermüden, Frau Sierinck." Es ist Gutmütigkeit in feinem Ton, und gleich darauf etwas mehr Schärfe. „Aber ich muß Sie schon bitten, sich morgen — sagen wir um zehn — bei mir- im Präsidium einzusinden.^ Er nennt ihr Stockwerk und Zimmernummer. „Ja", sagt Irmela tonlos. Also ist diese Angelegenheit noch nicht erledigt — sie hört wie an der Maschine sich klappernd die Rolle dreht und der Bogen knisternd herausgezogen wirb, aber sie hori taum, was ihr ziemlich schnell unb unverständlich vorgelesen wirb — es wird schon stimmen, daß sie das alles gesagt hat. r „So, wollen Sie bitte hier unterschreiben. Sie unterschreibt. 45. „Sprechen Sie sich aus, Butenschön, sagt Bauer, als sie im Wagen sitzen. Er holt feine Zigarrentasche hervor und fingert so gedankenversunken über die paar braunen Stangen darin, als hätte er eine lebenswichtige Wahl zu treffen. „Wenn ich mcüne Meinung sagen soll, Herr Rat , Butenschön (agtrfjne. Settinn her, wie ein braver unb etwas .ar pen£gter Schuler, „bann ist sie es gewesen *,r •*uns nicht burco den äußeren Eindruck Ta,-/ feilen. Wir bürfen uns nicht logen: eiri. ber 6ihu-?0 angenehme rau kann eme laiche Ebensowenig wie wir in einem uÄ^eitW mit stcch-ndem Blick einen Verbrecher ’S dürfen. Persönliche Sympa- $ur Förderung der Zusammenarbeit von NS.- miriei ! Fttluenschaft — Deutsches Frauenwelt und Deut- i)soer, 'chem Roten Kreuz trafen die Leiterinnen der DRK.- köte[, Lcmdesstellen und Bereitschaftsbienste in der besetz, e Neichsschule der NS.-Frauenschaft in Berlin-Wann- neuü lee zusammen. Vorträge unb Arbeitsbesprechungen aillont brachten wertvolle Anregungen für gemeinsame Kriegsaufgaben wie Schwesterneinsatz unb Bereit- u«ei fti Roman von Anna Elisabet Weirauch j)3W II sind «l’| c St Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) TinVI »Mr unbedingt nötig", sagt Bauer, während sie L. Sifrl.b* paar Schritte macht. „Es wäre >a auch möglich, nach. $" M der Scheck gefälscht worden ist — oder die Zahl 5 en!' ^as weiß ich natürlich nicht, oie^btattort bas Ut der Büchlein auf. „Sas ist die Eintragung. ghlreW „Danke sehr." Bauer betrachtet den Reststreifen. ^Eckstti» „ftnn, €5 stimmt." Er hat vorher gewußt, daß es und fr-! ft'nunt. Ser Bankbeamte hat den Scheck «och ein- flinräwW mal sehr genau nach geprüft — die J^tcriajnjt ist . «Beitrag* Ihr Umschlagen, um es zu schließen — W- Ist non HRoth ein Scheck ausgeschrieben unb nicht abgetrennt ' -Ml*" - Herrn Fernando Bareiro oder [Überbringer. ’ anders El stutzt kaum merklich, aber Srmeta nimmt es 3n)if ||ttahr, unb erst in diesem Augenblick fallt ihr ein, ein*1*ijM der ausgeschriebene Scheck noch in dem Buch pi*f^ '®Xi« Annh hnrmtf 9[Zie ich hier sehe, ünnen. J Sgl Oie Siege im Eismeer und am Don in der neuen Wochenschau. Das hohe Lied von dem ungestümen Angriffsgeist des deutschen Soldaten erklingt in der neuen Wochenschau in den mit dramatischer Spannung erfüllten Bildberichten von der Vernichtung des britisch-amerikanischen Geleitzuges im Nördlichen Eismeer und der großen Durchbruchsschlacht am Don. Fernaufklärer starten von einem deutschen Stützpunkt an der norwegischen Küste zum Flug über die endlosen Weiten des Eismeeres und entdecken den aus 38 Transportern bestehenden Geleitzug, der durch Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Zerstörer und Korvetten gesichert ist. Wie deutsche Strategie und deutscher Kampfgeist das Vernich- tunaswerk vollenden, das wird in diesem dokumentarischen Bildbericht mit großer Eindringlichkeit deutlich. Durch Funk werden aus Feindfahrt begriffene Unterseeboote aus allen Richtungen herbeibeordert. Admiral Dönitz übernimmt persönlich die Leitung ihres Einsatzes, während starke Kampfflugverbände des Generalobersten Stumpfs von der Luft her zum Angriff übergehen. Von Bomben und Torpedos getroffen sinkt ein Schiff nach dem anderen in die Tiefe, bis der ganze Geleitzug vernichtet ist und 260 000 BRT. mit riesigen Mengen von Panzern, Flugzeugen und Lebensmitteln auf dem Meeresgrund liegen. Besser als alle Worte es vermögen, kündet dieser Bildstreifen vom Heldenmut unserer U-Boot-Männer und Kampfflieger, zugleich ist er ein neuer Beleg für die vorbildliche Zusammenarbeit der einzelnen Waffengattungen. Das gleiche gilt von dem großangelegten Bericht von der bedeutungsvollen Durchbruchsschlacht am Don. Während Stukas und Artillerie die feindlichen Stellungen zerschlagen, bereiten Sturm- aeschütze und Panzerkampfwagen der stürmenden Infanterie den Weg. Woronesch, das wichtige Industriezentrum, wird genommen, und am 11. Juli kann da^ Oberkommando der Wehrmacht melden, daß der Feind vernichtend geschlagen und der Don in einer Breite von 350 Kilometer erreicht sei. Packende Einzelszenen von höchstem kämpferischen Einsatz unserer Soldaten wechseln ab mit Bildern furchtbarer Verwüstung auf den Stätten der Schlacht und führen stets aufs neue vor Augen, mit welcher vernichtenden Wirkung das deutsche Schwert zuschlägt, wo' sich ihm der Feind entgegenstellt. Berichte aus dem Führerhauptqaurtier, wo Gene- ralfeldmarschall v o n M a n st e i n , der Sieger von Sewastopol, sich zur Berichterstattung beim Führer meldet, vom Geburtstag Dr. H a cha s in Prag, den Studentischen Tagen deutscher Kunst in Salzburg, der Eröffnung der Großen Deutschen Ku n st- ausstellung 1942 in München, dem Einsatz deutscher Kampfflugzeuge an der Murman- Front und einem Seegefecht zwischen deutschen Minenräumbooten und sowjetischen Bombern im Finnischen Meerbusen runden das Bild, dieser Wochenschau ab. K. F. Oie iU: anderung am Sonntag. Gießen — Dutenhofen — Stoppelberg — Kirschenwäldchen —r Wehlar. Um die belebte Landstraße nach' Dutenhofen zu vermeiden, beginnen wir die Wanderung zweckmäßig am Schlachthaus. Wir gehen an schönen Partien vorbei lahnabwärts bis zur Brücke, die wir überschreiten, um nach Dutenhofen zu gelangen. Hinter dem Bahnhofsgebäude stoßen wir auf den schwarzen Strich, der bis zum Schluß unser Wegzeichen bildet. Das Zeichen führt zunächst nach Münchholzhausen und später durch Feld und schöne Waldung nach dem 400 Meter hohen Stoppelberg, von dessen steinernem Turm man eine weite und herrliche Rundschau genießt. Das Zeichen leitet weiter über das Kirschenwäldchen nach unserem Endziel Wetzlar. Dauer der Wanderung 4Vi Stunden. Gießen — Schiffenberg — Annerod — Ganseburg— Großen-Vnseck. Diese Wanderung, die in ihrem ersten Teil fast nur durch Wald führt, beginnt bei der Universitäts- Bibliothek. Wir gehen zunächst den blauen Keilen nach, die bei den Eisteichen den Schiffenberger Weg verlassen, um in den Watzenborner Weg, eine stille Waldschneise, einzubiegen. Nach einiger Zeit treffen wir gelbe Punkte und haben an dieser Stelle einen schönen Blick auf den Schiffenberg. Wir gehen nunmehr diesem Zeichen nach auf den Schiffenberg. wo eine Rast am Platze ist. Das Zeichen führt uns weiter am Brauhofsberg vorbei durch prächtigen Laubwald bis zur Hohen Watte, von wo wir gelben Strichen nach Annerod folgen. Ohne Zeichen wandern wir nun zur Landstraße, die nach Grünberg führt, und auf dieser weiter an der Ganseburg vorüber bis zum ersten Feldweg links, der über einen mäßigen Höhenrücken mit hübschem Blick auf Großen-Buseck und den Hohen Berg nach dem Endziel Großen-Buseck führt. Wanderzeit insgesamt 4 Stunden. Wandervorschlag des VhC. (Zweigverein Gießen). Abmarsch Frankfurter Straße. An der Unterführung' nach Klein-Linden vorbei, sints des Bahnkörpers, weiter zur R o t e n - R i n g - Wegebezeichnung des DHC. Dieser über die Bahnbrücke folgend bis zur G e l b'e n - P u n k t - Markierung. Auf letzterer weiter über Allendorf nach Münchholzhausen (2 Stunden). Von hier auf der Wegebezeichnung schwarzer Strich nach dem Stoppelberg-Aussichtsturm. (IV- Stunden.) Auf dem Wegezeichen L (Lahnhöhenweg) über Kirschenwäldcken (Einkehr) weiter nach Wetzlar (1^ Stunden.) Gejamtwander- zeit 5 Stunden. wurde. Der Versicherungsschein und die letzte Dei- tragsquittung werden als Nachweis dafür gebraucht, daß die Versicherung tatsächlich in Kraft ist. Um eine unnötige Verzögerung zu vermeiden, müssen alle diese Unterlagen umgehend eingeschickt werden. Anders ist die Regelung, wenn der Mann vom Truppenteil als „Vermißt" gemeldet wird. Zn solchen Fällen wird — hauptsächlich, wenn es sich um Mitglieder einer U-Boot-Besatzung oder um einen Soldaten an der Ostfront handelt — Nie Versicherungssumme von der Gesellschaft bis zu 10 000,— RM. ausgezahlt. Wenn die Summe höher liegt, sinden von Fall zu Fall Sonderregelungen statt. Äst die Lebensversicherung ausgezahlt, muß die Kriegerwitwe reiflich überlegen, was mit dem Geld geschehen soll. Wie wird es am besten angelegt? Sie allein kann diese Frage entscheiden, denn sie kennt die für sich und ihre Familie gültigen Gegebenheiten. Vielleicht hat sie die Möglichkeit, sich an einem sicheren Geschäft zu beteiligen. Vielleicht ermöglicht ihr die Summe auch eine fachliche Ausbildung, mit deren Hilfe sie jederzeit sicher durchs Leben gehen kann. Schließlich wirb sie neue Versicherungen abfchlie- ßen, da ihr die Lebensversicherung gezeigt hat, wie wichtig und lebensnotwendig diese Vorsorge ihres Mannes war. Die Mutter wirb dabei in erster Linie an die Zukunft ihrer Kinder denken. Der Tochter kann sie eine Ausstattungsversicherung zugutekommen lassen, die ihr bei der Verheiratung einen Aussteuerzuschuß sichert. Heiratet die Tochter nicht, wirb ihr die Summe bei Vollendung des 25. Lebensjahres ausgezahlt. Für den Jungen wird die Mutter zweckmäßig eine Ausbildungsversicherung (auch Berufskosten- und Stubiengeldoersicherung) abschließen. In jedem Falle stehen ihr die verschiedensten Wege offen, die alle/das gleiche Ziel haben: die Zukunft der Kinder möglichst sorgenfrei zu gestalten. Sie muß in solchen Fällen daran denken, daß sie den Vater ersetzen und an seiner Stelle für die Kinder eintreten muß. Nur dann wird sie ohne Zukunftssorgen ihren Weg tapfer zu Ende gehen und den Anforderungen der Zeit mit Ruhe und Sicherheit nachkommen können. Mieterschutz der Soldatenfrau. Durch das Kriegsnotrecht ist der Mieterschutz auch auf Untermietverhältnisse teilweise ausgedehnt worden, bei möblierten Zimmern aber unter der Voraussetzung, daß der Untermieter darin mit seiner Familie eine selbständige Wirtschaft oder Haushaltung führt. Aenderungen des Familienstandes können von Bedeutung sein. Die „Deutsche Justiz" veröffentlicht zu dieser Frage eine beachtliche Entscheidung des Landgerichts Berlin. Das Amtsgericht hatte eine Soldatenfrau zur Räumung des möblierten Zimmers mit Küchenbenutzung verurteilt, weil sie nach dem Tode ihres Ehemannes nicht mehr darin mit Familie eine selbständige Wirtschaft führe. Das Landgericht hat diese Entscheidung aufgehoben. An und für sich entspreche das Urteil des Amtsgerichts dem geschriebenen Recht, so heißt es in der Entscheidung des Landgerichts, über diesem geschriebenen Recht aber ständemdie Grundgesetze der völkischen Lebensordnuäg und das gesunde Volksempfinden. Nach den höheren Gesetzen der Gemeinschaft sei es nicht angängig, die Soldatenwitwe einem anderen Alleingebliebenen gleichzustellen. Es entspreche nicht dem Sinn des Kriegsnotrechts, den Heldentod des Ehemannes als ein Ereignis anzusehen, das den Mieterschutz in Wegfall bringt. Die Soldatenwitwe' dürfe durch den Heldentod ihres Mannes mietrechtlich keineswegs schlechter gestellt werden. Die Soldatenwjtwe behalte deshalb ihren. Mieterschutz. Erleichterungen im Gütervrrsand. Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: Anfang Juni d. I. mußten Versandverbote erlassen werden, durch die der Transport nicht unmittelbar lebenswichtiger. Güter auf begrenzte Zeit zurückgestellt wurde. Sie sind inzwischen bereits zum größten Teil abgelaufen. Soweit das nicht der Fall ist, sind diese Verbote nunmehr bis auf weiteres außer Kraft gesetzt worden. Diese. Erleichterung für den Wirtschaftsverkehr kann aber nur dann aufrechterhalten bleiben, wenn vermeidbare Transporte unterlassen und allgemein die kürzesten Transportwege gewählt werden. Außerdem muß die Wirtschaft nach wie vor einen schnellen Wagenumlauf mit allen Mitteln unterstützen und durch Zusammenlegung verschiedener Sendungen auf volle Auslastung der Güterwagen bedacht sein. Kein Laderaum darf unnötig in Anspruch genommen werden. * ** Ausgabe von Tri nkb ra n n t w e i n. Dom Montag bis einfchl. Freitag nächster Woche wird in den hiesigen Einzelhandelsgeschäften, in denen die Anmeldung erfolgt ist, Trinkbranntwein ausgegebe^n. Die Ausgabe erfolgt in Flaschen, bei deren Entgegennahme die Hergabe einer leeren Flasche erwünscht ist. ** Preissenkung für Brüh - und Soße n w ür f e l. In Verfolg der. Preissenkungsbestrebungen hat der Reichskommissar für die Preisbildung für einzelne Artikel der Suppenindustrie eine 15- bis 20prozentige Preissenkung angeordnet. Im Preise gesenkt werden Brühwürfel, Soßenwürfel, Suppenpasten und gekörnte Brühe. Die Preissenkung wird für den Verbraucher mit Beginn des Monats September wirksam werden. *♦ Reichssportabzeichen. Die Prüfungen in Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren zur Erlangung des Reichssportabzeichens finden am morgigen Samstag und am Mittwoch nächster Woche statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich. Kreis Alsfeld. —.— Homberg (O h m), 15. Juli. Auf Einladung der hiesigen Jugend gruppe statteten am Sonntag Verwundete und Kranke eines Lazaretts unserer Stadt einen Besuch ab. Die Gäste wurden von Mitgliedern der Jugendgruppe bereits in Nieder-Gemünden am Bahnhof empfangen und hierher geleitet, wo sie von der Leiterin der Jugendgruppe, Frau Geißer, herzlich begrüßt wurden. Nach einem Frühstück wurde ein Spaziergang durch die herrlichen Waldungen um Homberg unternommen, anschließend vereinigte man sich zum Mittagessen. Der Nachmittag war mit einem Spaziergang durch unser Städtchen mit anschließendem kameradschaftlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und guter Unterhaltung ausgefüllt. Bei dieser Gelegenheit richtete Bürgermeister Geißer herzliche Gruß- und Dankesworte an die Soldaten. Nach dem Abendessen kehrten die hier gern begrüßten Besucher zu ihrem Lazarett * zurück. Schweiuemarkl in Homberg. —.— Homberg (Ohm), 15. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 82 Ferkel zum Verkauf gestellt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 RM, 10 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 RM. pro Stück. Nach schleppendem Handel verblieb Ueber- stand. G. A-Sport. Gebietsmeisterschasten im Gtraßenfahre« mit vier Gießener hJ.-Fahrern am Start. Eine für die Zeitverhältnisse recht glanzvolle Besetzung haben die Gebietsmeisterschaften im Straßenfahren, die am Sonntagvormittag mit Start und Ziel am Schützenhaus in Gießen ausgetragen werden. Die Rennstrecke führt über Steinbach, Lich, Nieder-Bessingen, Münster, Grünberg, Lindenstruth zurück nach Gießen, ist 52 Kilometer lang und wird von der Klasse A zweimal durchf^ren. Ein „Erster Schritt", eine Nachwuchsprüfung^sahrl auf der Landstraße Klasse B über 30 Kilometer, wird auf der Strecke Gießen—Reiskirchen—Lindenstruth und zurück durchgeführt. An den Titelkämpfen um die Gebietsmeisterschaft nehmen in jedem Wettbewerb der Bannmeister und der nächstfolgende Bannbeste teil. Die Startliste trägt die Namen von sechzig Fahrern aus elf Bannen. Vertreten sind die Banne 80 (Wiesbaden) mit neun, 81 (Frankfurt) mit zwölf, 88 (Wetzlar) mit vier, 98 (Mittelbuchen, Langen- selbold, Bergen) mit vier, 115 (Darmstadt) mit acht, Del M.Au II Juli. Da Kanal: 117 (Mainz) mit vier, 118 (Worms) mit mer, 166 (Friedrichsdorf, Kelkheim, Bad Soden, Oberliederbach) mit vier, 287 (Offenbach, Mühlheim und Langen) mit fünf und 772 (Esch und Anspach) mit zwei Fahrern. Der Gießener Bann 116 hat je zwei Fahrer aus der RadfahreEereinigung Gie. ßen 1885 und ohne Vercinszugehörigkeit gemeldet. In der Gebietsentscheidung „Erster Schritt" HJ.° Klasse B (30 Kilometer) bewerben sich zwanzig Fahrer einschließlich Adolf Deibel (Nachr- HI. 116), Gießen, Heinz und Rolf Uhl aus Wetzlar. Der Titelkampf im gleichen Wettbewerb Klasse A (50 Kilometer) sieht achtzehn Fahrer ohne Beteiligung von der Lahn am Start. Im 50-Kilo- meter-Sttaßenfahren der HI. Klasse B wollen neun Bewerber einschließlich Hans Werner (Strei- sendienst 116), Gießen, sowie Wilhelm Grau und Hans Engel aus Wetzlar Gebietsmeister werden. Der Titelkampf im 100-Kilometer-Straßen- fahren der HJ.-Klasse A wird von vierzehn Fahrern bestritten, unter denen aus Gießen Hans Goß (M o t o r - H I. 11 6) anzutreffen ist. Goß und Werner sind keine Neulinge mehr im Sttaßenfahren und dürften, wenn auch die Gegnerschaft stark und fchnell ist, gute Plätze erkämpfen. Die Veranstalkung wird durch Gebietsfachwart Jak. Burkhardt (Frank« furt) mit Unterstützung durch Kreisfachwart August Deibel (Gießen) durchgeführt. zeisstrecken (i und Hal Adelte In Zechende d Seit M2iu pult $fl! /annh M läge' «grAeul leie*. 2,0 J Sturm 9« , jtammen WwschA tjil der 11 r » Kohles gn eine r< Mials hieß Mrespl tftrie stieg 2 Stabt w Kriegs # worden 'Bergwerks Yen weithii iichösen, 5. ,r.M w MbenA Höchstpreise für Bauland. Auf Grund des Erlasses über den sozialen Wohnungsbau hatte der Reichskommissar für die Preisbildung die Festsetzung" von Richtpreisen für Bauland angeordnet. Auf Grund der dabei gemach« ten Erfahrungen gibt der Reichskommissar nun ergänzende Anweisungen, Die Maßnahmen dienen dazu, die Stoppreise des Jahres 1936 für Baulandgenau festzuhalten und jeder Bodenspekulation einen Riegel vorzuschieben. Die festgesetzten Höchstpreise sollen künftig in Stadtplänen eingetragen und öffentlich ausgelegt werden, so daß für Käufer und Verkäufer eine klare und einfache Orientie- rungsmöglichkeit geschaffen ist. 34000 Studentei» im KnegSeinsah. Aus dem Reich. Oie Ostmedaille. Die Bedingungen für die Verleihung der Ostmedaille bestehen in einer mindestens vierz eintägigen Teilnahme an Gefechten, für fliegendes Personal der Luftwaffe in Feindflügen an dreißig Tagen. Die Bedingungen sind ferner erfüllt bei Verwundung, für die das Verwundetenabzeichen verliehen wurde, bei Bewährung in einem sonstigen ununterbrochen nen Einsatz von mindestens 60 Tagen. Die Voraus- ■ fetzungen müssen zwischen dem 15. November 1941 und 15. April 1942 erfüllt sein. Die Verleihung wird ihn Wehrpaß eingetragen. Die Eintragung berechtigt zum späteren Empfang der Ostmedaille. Im vorigen Jahr haben jnsgesamt 33 985 Stuben« ten und Studentinnen im Kriegseinsatz gestanden. Davon waren 15 500 als ungelernte und 3900 als gelernte Kräfte im Rüstungseinsatz, also weit mehr als die Hälfte der Studenten. 2000 Studentinnen lösten erholungsbedürftige Arbeiterinnen am Arbeitsplatz ab, 1500 Studenten standen im Ostein- satz, 2750 halfen in Kliniken und Lazaretten. Die übrigen verteilen sich auf den Westeinsatz, auf den chemischen Einsatz im Bergbau, auf den Einsatz bei der Organisation Todt, bei der Reichsbahn und Reichspost, auf die Erntehilfe, auf die ärztliche Hilfe bei der Kinderlandverschickung, auf die Hilfe beim Roten Kreuz usw. Aufbau eines frauenberuflichen Schulwesens. Der Reichserzichungsminister hat das frauenberufliche Schulwesen neu geordnet. Das Ergebnis wird für das ganze Reich ein einheitliches und organisch aufgebautes Schulsystem fein, das alle Bil» dungswege für die mittleren und gehobenen spezifischen Frauenberufe umfaßt. Sie lassen sich in drei Gruppen zusammenfassen: Hauswirtschaft, Sozialpädagogik und Frauengewerbe. Allen gemeinsam ist, daß die pflegerischen, pädagogischen und gestaltenden - Ausgaben im Mittelpunkt der Erziehung stehen. Die Ausbildungsstätten können als Einzelschulen errichtet oder auch unter Zusammenfassung der Berufsausbildungsgänge verwandter Richtungen zu größeren Schulgebilden zusammengeschlossen werden. Die Errichtung von frauenberuflichen Schulen ist 2Iuf« • gäbe öffentlicher Träger. Hauptschrtstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschrislleiters: Ernst Blumschetn. Berantwottlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotk 8 für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. , Druck und Verlag: Brühlsche Univerfttätsdruckeret R. Lange K. G. Lerlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann,- Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 3m 5Üb He Verl ir Achtung iihnlini Hingt ab lünellcn V Hinke des iki 3nfanl «Endliche Di Mengt n Ä! versucl i Verluste WC ufl IpN die ünbe und M ju weil Tage un ld Sfurjat Anlagen !ln den "schnitt 'n Vlaße k '»garisch b ersten 3 irniee, zu Mont eir 11 o n 5 f o t j keekorps ßftforo au litt Bet '"Menkos h überraf Manb eine k wurden iWrf. : 'M an de möblierte Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Bekanntmachung. Betr.: Reichssportabzeichen; hier: Leichtathletik, Schwimmen und^Radfahren. Am Samstag, dem 18. Juli 1942 ab 17 Uhr wird die Prüfung im Schwimmen in der Müller- schen Badeanstalt abgenormnen. Ab 19 Uhr können die vorgeschriebenen Hebungen in Leichtathletik auf dem MTV-Platz am Schiffenberger Weg abgelegt werden. Am Mittwoch, dem 22. Juli 1942 kann die Prüfung im Radfahren abgelegt werden. Start zugleich für den Oberbürgermeister der StadtGießen - Dr. Lob. ' Heute vormittag 6% Uhr verschied sanft nach langer, schwerer Krankheit meine treue Lebensgefährtin, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Schwägerin und Tante Frau Mary Ramge, geb. Calleja. Im Namen der Hinterbliebenen: Hofrat Ludwig Ramge, Kanzler i.R. Nidda, den 16. Juli 1942. Die Trauerfeier findet im Sinne der Entschlafenen in Gießen in der Stille statt. Von Blumenspcnden und Beileidsbesuchen wird gebeten, Abstand zu nehmen. 03407 I-Mm-M«, "jt Küche ober Die Schulungstagung für Juli findet Sonntag, den 19. Juli 1942, 16Ulir,imStadtteilKlein-Linden, und Ziel: Gasthaus Feldschlötzchen an der Straße nach Heuchelheim. Abfahrt 20 Uhr. Bewerber können sich vor der jeweiligen Prüfung melden. Urkundenhefte mit Lichtbild und beglaubigter Unterschrift sind mitzubringen. Gießen, den 16. Juli 1942. 2210D Der Landrat des Landkreises Gießen Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach und Gießen sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr: Warenabgabe auf Nährmittelkarten. Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat angeordnet, daß bis auf Widerruf auf die Nährmittelkarten em besonderes Weizenmehl der Tnpe 1050, das für diese Zwecke her gestellt wird und ein durchgemahlenes Mehl darstellt, verteilt wird. Außerdem werden die Bestände an Hiilsen- früchten und Reis,1 die noch beim Einzelhandel vorhanden sind, zur Belieferung der Nährmittelrationen freigegeben. Bei den Hülsenfrüchten werden ferner noch Bestände des Großhandels herangezogen werden. Dem Verbraucher wird kein Anspruch auf Belieferung der von ihm eingereichten Abschnitte mit Mehl, Reis ober Hülsenfrüchten eingeräumt. Eine gerechte Verteilung der vorhandenen Waren durch den Einzelhandel iit sichergestellt. 2209V Gießen, den 15. Juli 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach und den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lob. Obst-nnd Garlentaeron Meßen. I I Suche ab 1. Aug. Wirtschaft „Zum Strümpfchen", Wetzlarer Weg, statt. . 28hd Uji Küche ober Tagesordnung 1. Verwendung des Wirtschafte^ < »glich in. _______________ düngers. 2. Herbstarbeit im ' -riM 7 Hürnrniimp *unb Gartenbau. 3. Verschiedenc-^p^'Nk av)te an L UUIUIUUIUI, 4 Weitere Bestellungen von OlMe und WtosNeder ---------------- vart.,in.Heizung bäumen und Sträuchern bis aufl* Perm Lt.vtegvv Brühi'schen Druckerei vermiet, loam 1. August 1942. . .heute nda6 Orh urucKerei BakmboNtr. 4öJ Junker, Vereinsleitek gele9erJrg.8tr.il. Für die uns anläßlich unsererVer- mählung in so überaus großem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir auf diesem Wege recht herzlich Otto Schaeffer und Frau Elli, geb. Brenk Restaurant zur Pils-Klause Gießen, den 16. Juli 1942 \ 03408/ Bekanntmachung. Ausgabe von Trinkbranntwein. Mit der Ausgabe des Trinkbranntweins wird am Montag, dem 20. Juli ds. Js. begonnen und zwar für die Buchstaben A—F Montag, 20. Juli G—K Dienstag, 21. Juli L—R Mittwoch, 22. Juli S Donnerstag, 23. Juli _ T—z Freitag, 24. Juli. Zur Ausgabe gelangen ie Inhaber des -Bezugsausweises für Trinkbranntwein 0,7 Liter bei bem Einzelhändler, bei dem die Vorbestellung vorgenommen wurde. Der Trinkbranntwein kommt auf Flaschen gefüllt zur Ausgabe. Die Hingabe einer leeren Flaiche bei.Aushändigung des Trinkbranntweins Nt erivunscht. Die Ein-zelhändler haben bei der Ausgabe den Abfchnltt U des Bezugsausweises abzutrennen und aufgeklebt zu ie 50 Stück bis zum 15. August ds. Js. gegen eine schriftliche Enivfangsbestätigung bei dem Ernährungsamt, Zimmer 4, einzureichen. Die Emvfangsbestätigung hat der Einzelhändler bis spätestens den 1. September ds. Js. der Abteilung A des Landesernährungsamtes Hessen in Frankfurt a. M. einzusenden, lieber verbleibende Restbestände darf der Einzelhändler nicht frei verfugen. 2212V Gießen, den 15. Juli 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abtl. B. Wohnungstausch. 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