Dienstag, 17. März 1942 Gießener Anzeiger Annahme von Anzeigen für bte Mittaasnummer bis 8V2 Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel T AbschlüffeMengenstaffeliS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/« mehr Fernsvrechanschluff 2251 Druck und Verlag: KWWiiKKÄ. 8riillIfd|tUnii>etfHäts6rur. H. K. R u p p e l über „Gestaltungsfragen des zeitgenössischen Bühnen- bildes" sprechen. Ein Inskiluk für Verkehrswesen an der Universität Frankfurt.. An der Universität Frankfurt ist ein Institut für Verkehrswesen errichtet worden, zu dessen Direktoren die Professoren Dr. R. Henzler und Dr. A. v. Unruh ernannt wurden. Das neue Institut, das erste dieser Art im Reich, soll sich besonders mit der Umstellung des Verkehrs nach dem Kriegs beschädigen und dabei die Umlagerungen auf den Lufttransport und auf die Motorfahrzeuge wissenschaftlich untersuchen. Theaterschule in Kassel. Wtt einer schlichten Feier wurde in Gegenwart des Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen, des Gauleiter-Stellvertreters und des Regierungspräsidenten die im Rahmen des Städtischen Konservatoriums zu Kassel geschaffene Theaterschule eröffnet. Reben einer Schauspielschule und- einer Opernschule müssen alle Schüler eine allgemeine Abteilung durch- laufen, wo ihr Wissen vervollständigt wird. Patengaues und in der Mitte eine große künstlerisch Karte des Gaues Hessen-Nassau. Im Gemeinschaftsraum sind die Wände mit hessischen Gebäuden und Trachten geschmückt, und im Lesezimmer befindet sich ein Porträt von Gauleiter Sprenger. So steht dem Soldaten in seiner Freizeit immer die Heimat vor Augen. Im Schreibzimmer findet er Ruhe, seine Feldpostbriefe zu schreiben, und im Sessel am Kaminfeuer kann er zu besinnlicher Stunde verweilen. Alle Soldaten waren stolz auf dieses Geschenk der Heimat, als am Nachmittag eine KdF.-Spielgruppe eine festliche Veranstaltung mit Kammermusik und feiner einaktigen Oper von Flo- tow brachte, war die Begeisterung groß. MS WRTRäuen Hessen-Nassau Vergab der Wehrmacht ein Soldatenheim Ausdruck des Dankes der Heimat an ihre tapferen Söhne. zes Können für die Gestaltung der Jnnenräume eingesetzt haben. In diesem Rahmen sei besonders der Männer der Meist er schule Offenbach gedacht. Koroetten-Kapitän Luchting hat sich um den Bau des Heimes und die gesamte Gestaltung der Jnnenräume und der Gesamteinrichtung besonders verdient gemacht. Mein ganz besonderer Dank gilt daher ihm, und Eures Dankes ist er gewiß. Möge Euer Soldatenheim stets eine Stätte natio- nalsozialistifcher Sold atenkamerad schäft und damit ein Kraftquell Eures Kampfgeistes fein. Mit diesem Unterpfand wird der Führer seine Soldaten zum Endsieg führen zum Heil des ganzen deutschen Volkes." Mit den besten Wünschen des Patengaues Hessen-Nassau übergab Parteigenosse Wegener das Soldatenheim der Wehrmacht. Auf einem Rundgang konnte man feststellen, daß hier bis ins kleinste eine vorbildliche Heimstätte für die Soldaten geschaffen wurde. Ein großer Kino - und Theatersaal mit 700 Plätzen ist mit moderner Bühne, Orchestergrube und kompletter Doppel-Tonfilmanlage ausgestattet. Der G e m e i n s ch a f t s - 1 a al faßt 300 Personen und dient gleichzeitig als Speisesaal. Weiter stehen den Soldaten Werkraum, Leseraum, Spielzimmer, Doppelkegelbahn und ein eigener Bootshafen in diesem herrlich am Wasser gelegenen Soldatenheim zur Verfügung. Dazu kommen noch Offiziersraum, Küche, Badeönlage und eine Reihe Nebenräume. Von besonderer Sorgfalt und Liebe zeugt die sinnvolle Ausgestaltung und zweckmäßige Einrichtung dieser Räume. So' befindet sich gleich in der Vorhalle neben der Führerbüste und der von einem Angehörigen der Luftwaffe geschnitzten Gedenktafel, die auf die Patenschaft des Gaues Hessen-Nassau hinweist, ein großes Gemälde der Gauhauptstadt Frankfurt. Die Decke des großen Dheatersaäles zeigt die Wappen der 26 Kreise des 'Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger gingen anläßlich der Uebergabe des Soldatenheims folgende Telegramme, zu: „Im Augenblick der feierlichen Einwechung des Soldatenheimes in Kriftiansand spreche ich Hhnen und allen Spendern des Gaues Hessen-Nassau den herzlichsten Dank aller Wehrmachtsangehörigen für die bereitgestellten Mittel aus, die es ermöglicht haben, dieses so schöne Heim aufzubauen. Diese Spende legt erneut Zeugnis von der engen Verbundenheit zwischen Heimat und Front ab. Mit herzlichsten Frontgrüßen und Heil Hitler Der Oberbefehlshaber in Norwegen v. Falkenhorst, Generaloberst. „Ihnen, hochverehrter Gauleiter, und des Patengaues Hessen-Nassau gedenken die, anläßlich der festlichen Veranstaltungen zur Einweihung des Soldatenheimes versammelten Soldaten der drei Wehr-, machtsteile des Standortes in aufrichtiger und herz-' lief)er Dankbarkeit und hoffen zuversichtlich, Sie recht bald in ihrer Mitte begrüßen zu können. Soldatenheim Hessen-Nassau Kristiansand-Süd." NSG. In Kristiansand wurde das zweite Eol- datenheim, das bisher größte Norwegens, vom Gau Hessen-Nassau der Wehrmacht zum Geschenk gemacht. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sandte den Soldaten über den Rundfunk einen Gruß des^Gaues Hessen-Nassau, in dem er sagte: „Soldaten, Kameraden! In Kristiansand und Umgebung halten zahlreiche Soldaten, die im Gau Hessen-Nassau beheimatet sind, die Wacht. Aus ihrer Mitte wurde der Wunsch an mich herangetragen, durch besondere Hilfe die rasche Errichtung eines würdigen ^oldatenheimes zu ermöglichen. In kürzester Zeit wurden die Mittel zusammenge- tragen. Die Pläne wurden in kürzester Zeit fertig- gestellt und eine Innenausstattung vorgesehen, die Euch die engere Heimat nahebringen. soll. Wenn Ihr das Heim betretet, zeigt Euch das Deckengemälde die Darstellung des Rhein-Main,Gebietes und das Wahrzeichen der Gauhauptstadt Frankfurt sowie die der Kreisstädte des Gaues. Eure vielfachen Wanderungen in den Taunus, in den Odenwald, in den hohen Vogelsberg, in den Westerwald, an die herrlichen Ufer des Rheins mit ihren Reben werden in die Erinnerung zurückgerufen. Bei diesem Gedenken wißt aber, daß Euch die Heimat die Opfer, die Ihr als Soldaten auf Euch genommen habt, dankt, und daß zu Haufe jeder als Soldat der Arbeit an seiner Stelle steht, um seine Pflicht zu erfüllen, um Euch die Möglichkeit zu schaffen, durch höchsten Einsatz den Endsieg über unsere Feinde zu erringen. Haltet die Wacht im Norden! Die Eröffnung des Heimes gibt mir Veranlassung, zunächst allen, die durch ihre freiwilligen Beiträge den Bau ermöglicht haben, meinen herzlichen Dank auszusprechen. Besonderen Dank haben die Erbauer und insbesondere die Künstler verdient, die ihr gan- WWM (Rüde) reinrassig in gute Hände zu verkaufen. Schrift!. Angeb. unt. 01134 an d. Gietz.Anz. erbet. Konfirmanden- Hose und Weste für 15 NM. zu verkaufen, toiuo Mühlstrasie 101 v.3-5Uhrnachm. der Generaldirektor des ttalienischen Filminstituts, ferner Botschaftsrat Graf Cittadini von der Propagandaabteilung, Dr. Tetomasi von'der Filmabteilung und R. Pompei von der Theaterabteilung des Ministeriums für Volkskultur. Zum Empfang waren Reichsminister Dr. Goebbels und Staatssekretär Esser auf dem Münchner Hauptbahnhof erschienen. _ * Anfang dieses Monats weilte eine Abordnung von Schulern der Adolf-Hitler-Schulen in Italien. Am 15. März traf eine Studienabordnung der italienischen Parteischulen und Gil-Collegios in Deutschland ein, um an den Adolf-Hitler-Schulen und in den Einheiten der Hitler-Jugend die nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätze aus eigener Anschauung kennenzulernen. . * In Gegenwart zahlreicher deutscher und belgischer Persönlichkeiten wurde im Brüsseler Parkmuseum die Ausstellung „Deutsche Größe — Bilder aus Deutschlands Vergangenheit" eröffnet. Reichsamtsleiter Hagemeyer betonte, daß die Ausstellung, die bereits in Prag und in einigen deutschen Städten gezeigt worden fei, allein den Zweck verfolge, die gesamteuropäische Aufgabe des Reiches im Laufe feiner geschichtlichen Entwicklung klar herauszustellen. Der Führer hat Ministerialrat Dorsch zum Mi- nisterialdirektor und Oberregierungsbaurat Haase- m a n n zum Ministerialrat ernannt. Dorsch hat am Bau der ersten Reichsautobahn rnitgewirkt und leitet seit Beginn des Krieges den Einsatz der Organi- satton Todt. Er ist Ehrenzeichen- und Blutordens- träger. 8 * Der Führer hat den Ministerialdirektor Dr. Hans Engel zum Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium ernannt * Vor dem Sondergericht in Bromberg begann ein großer Prozeß gegen 38 Mitglieder der polnischen Bewachungsmannschaft, die einen Zug von internierten deutschen Volksgenossen in den August- Ed Septembertagen 1939 von Thorn nach Warschau begleitet hatten. Es handelt sich um einen her vielen Verschleppungszüge, die so unendlich viele Opfer gefordert haben. Keine Ursprungszeugnisse, lonbent nur Zeugnisabschriften dem ßte Werbungsschreiben beilegen ! — Lichtbilder undBewerbungsuntev tagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite 'Hamen und Anschrift des Bewerbers tragen! Zuverlässige Putzfrau für 1= bis 2mal wöchentl. dring, gesucht. 01162 Wetzlarer Weg Nr. 15 n. ZtateWImge lt. Genehmigung des Arbeitsamtes gestrcht. Gebr, Nicolaus, Gieben Am Nahrungsberg 2. (oim Der Chef des spanischen Generalstabes, General A s e n s i o , ist zu einem kurzen Besuch in Berlin eingetroffen. * Ein an der Westküste der Vereinigten Staaten operierendes japanisches Unterseeboot hat am 1. März einen 10 000-BRT.-Tanker in der Nähe von San Franzisko und am .2. März einen 7000-BRT.- Frachter in her Nähe von Medocine (Nord-Kalifornien) versenkt. * Wie Reuter aus Tschungking meldet, ist ein chinesisches Verkehrsflugzeug bei Munming abgestürzt. 12 Personen kamen ums Leben, darunter der Leiter der brittschen Militärmission in, Tsckpmgking-China, Generalmajor Dennys, dessen Aufgabe es war, bei Tschrangkaischek auf den Einsatz chinesischer Streitkräfte zum Schutze Burmas hinzuwirken, ferner der USA.--Finanzberater der Tschungking-Re- gierung sowie zwei Mitglieder der USA.-Militär- mkffion. * Der Gesundheitszustand des nach seiner Operation noch immer bettlägerigen Königs Gustaf von SchwedW ist weiterhin zufriedenstellend. In seinem Allgemeinbefinden ist keine. Aenderung eingetreten. Kunst und Wissenschaft. Lin „helden"-Chorwerk von Hermann Wunsch. Einer klangprächtigen Aufführung des Deutschen Requiems von Brahms schickte am Hel- dengedenktag Günther Ramin als Dirigent des Berliner Philharmonischeü Chores die Uraufführung eines Chorwerkes „Helden" von Hermann'Wunsch voraus (Werk 61). In vier knappen Sätzen, denen drei hochfliegende, hartgeformte Gedichte von Hans Schwarz und ein innig- schwingendes Gedicht von Binding entsprechen, hat Wunsch ein in wirkungsvollen Kontrasten auf- gebautes, dramatisch gesteigertes Werk für ernste Feiertage geschaffen. Bei chorisch einfacher Führung bezieht es seine musikalischen Kräfte aus spätromantischer Inbrunst und dunkelprunkenden, vielfach gebrochenen Farben, deren schwerer Feierlichkeit kurz- schrittige Motorik und primitive rhytmische Akzente belebend gegenübergestellt sind. Der chormelodische Einfall ist weniger traafähig als seine Verarbeitung, die gern von dem Blech des Orchesters Gebrauch Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- rnatzeikung, den BießenerAnzeiger |stellenangebote| Zuverlässige Hilfe für den Haushalt für 4-6 Wochen gesucht. [ Ohas Wolkengasse221 wortele der Gtzneratt „Wir sind immer zu spat gekommen und haben daRennen um die Zeit verloren. Die Japaner gingen schneller vor als wir gehofft hatten, unsere Verstärkungen trafen spater ein als wir erwarteten." Es seien auch auf Java Fehler gemacht worden, gab General Waoell zu, aber es verlohne nicht, sich heute mit ihnen zu, beschäftigen. Trübe Stimmung in den LtSA. 'Lissabon, 16. März. (Europapreß.) In Lissa- hon sind Meldungen eingetroffen, daß die nord- amerikanische Presse seit der Bekanntgabe des Al- liierten-Berichtes über die Niederlage der alliierten Streitkräfte in der Schlacht in der Java-See die Hoffnung auf einen leichten Sieg über Japan endgültig begraben hat. Die Zeitungen sehen sich gezwungen, die ganze Größe, der Niederlage der Alliierten in dieser Schlacht zuzugeben und als einen japanischen Sieg von entscheidender Bedeutung zu bezeichnen. Man erkenne nun, daß in Auswirkung dieser Seeschlacht. Japan die uneinge- schränkte Seeherrschaft im südwestlichen Pazifik innehabe. Die Begründung dieser schweren Niederlage sucht man in dem schwachen Trost, die' Japaner wären auch bei diesem Treffen an Zahl und Waffen stark überlegen gewesen. Re- signiert stellt man fest, es sei deshalb unnütz, auf neue Stege der Alliierten zur See zu warten, wenn man nicht vorher die Ueberlegenheit dieses Gegners an Schiffen, Flugzeugen, Tanks und Geschützen breche. Benzinsorgen in USA. Genf, 15. März. (DNB.) Die Oel- und Benzinvorräte in den Oststaaten der USA. sind in letzter Zeit immer mehr zürückgegangen, meldet die Neuyorker Zeitung „Daily Merror". Besonders seit feindliche U-Boote eine so große An- zahl Tanker an der amerikanischen Küste versenkten, seien die Brennstoffvorräte in diesen Staaten in geradezu katastrophaler Weise geschrumpft. Der Präsident der Standard Oil Company von New Jersey habe die dringende Bitte an sämtliche Raffinerien der weiter westlich gelegenen amerikanischen Staaten gerichtet, größere Brennstoffmengen in die Atlantikstaaten zu schicken, um der verzweifelten Brennstofflage Herr zu werden. Japanischer Angriff auf Baffem. Schanghai, 16. März. (Europapreß.) Japanische Streitkräfte haben nach Eintreffen von Verstärkungen durch neue Truppenlandungen imIra- wadi-Delta den Angriff auf Bassein, den britischen Hafen in Burma, westlich von Rangun, eröffnet. In Nordburma wurde von den Japanern zwischen den Flüssen Sittang und Jrawadi ein Vorstoß gegen die englischen Rückzugsstraßen nach Westen eingeleitet. Nachlaffender Widerstand der Tschungking-Truppen. Stockholm, 15. März. (Europapreß.) Der Oberkommandierende der japanischen Streitkräfte in Ehina, General Hata, erklärte, der Widerstand der Tschungking-Truppen sowie der gegen Japan kämpfenden kommunistischen Verbände habe in letzter 3eit merklich nachgelassen. Dies sei auf die schweren Verluste der Armeen Tschiangkaischeks und auf den Mangel an Nahrungsmitteln sowie an Waffen und Munition zurückzuführen. Die Tschungking- Truppen zögen sich bei japanischen Angriffen in gebirgige Gebiete in Nordchina zurück. Junger Spitz z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01119 an den Gieß. Anz. Klavier zu kauf, gesucht. A. Förster Gießen Bahnhofstr. 71 Telefon 3367. Zuverlässige Mfron zum Reinigen der Ladenräume gesucht. [897D Webau? Becker Markwlatz 6. Ordenti. Mädchen oder junge Frau in2-Kinderhaus- halt gesucht. oiiLs Bahnhof- ftratze 79 I. Klaviere Flügel gegen bar gesucht R. Schönau Bahnhofstr. 76 Tel. 3269. d50p Stelzen f.6-,10-u.!4jähr. großer Teppich z. kaufen gesucht. Kaiserallee 331 Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Wir haben einige 1,2 Ltr. Opel-Lieferwagen (Pritschenaufbau) zur Verfügung OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 \___________ 921 D/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei anns gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere v Mit der Familie trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden. Betrlebsführer und Gefolgschaft der Stadtwerke Gießen. 929 v Hart traf uns die unfaßbareNachricht, daß bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 21. 2. 1942 mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Söhnchens, mein braver Sohn, unser lieber Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Gefreiter Herbert Hintze Inhaber des E.KJI und des Infanterie-Sturmabzeichens im Alter von 80 Jahren sein Leben lassen mußte.Wiedersehen war stets seine und unsere größte Hoffnung. In tiefer Trauer: Margarete Hintze, geb.Repp, und Sohn Friedrich Hintze [Wolfgang Familie Heinrich Repp nebst allen Verwandten. Gießen (Marktplatz 19), den 16. März 1942. Tieferschüttert erhielten wir die [ÄäSj schmerzliche Nachricht, daß unser herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber, unvergeßlicher Bräutigam Wachtmeister Wilhelm Fink Zugführer in einer AufkKirungs-Abteilung Inhaber des E. K. I und II bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 14. Februar, 14 Tage nach seinem 28. Geburtstage, in treuer, soldatischer Pflichterfüllung gefallen ist. Wiedersehen war seine und unsere größte Hoffnung. In tiefer Trauer: Karl Fink und Frau Alfred Fink, z.Z. Kriegsmarine Hermann Fink u. Familie Emmi Jung, als Braut Gertrud Fink nebst allen Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, Gießen, Groß.-Linden, im März 1942. 01117 Danksagung. Statt Karten! Allen, "die uns bei dem Heldentode ___ unseres lieben Sohnes und Bruders Hans Buehler, Gefreiter in einem Inf.-Regt. mühdlich und schriftlich ihre herzliche Teilnahme erwiesen, sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. Im'Namen der Angehörigen: Familie Heinrich Büchler. Schiffenberg, im März 1942. 01124 N Q n h I ä e Q Q von Z bk 20 V. n. erhalten Sie bei wieder- Nacmasse holten Veröffentlichungen einer Anzeigei y Hart und schwer traf uns am 3. März die unfaßbare Nachricht, daß mein innigstge- LflSäSl liebter, herzensguter Mann, meiner beiden Kinder treusorgender, liebevoller Vater, unser guter, treuer Sohn und Bruder, mein lieber, braver Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Erwin Otto Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse im Alter von 27 Jahren den Heldentod starb, nachdem er den Westfeldzug glücklich überstanden hatte. Nun ruht er fern der Heimat in fremder Erde. In tiefem Schmerz: Frau Lieselotte Otto, geb. Backes, u. Kinder Brigitte und Peter Julius Otto, Elise Backes Karl Otto, z. Z. Im Felde, nebst Frau und Kind Willi Otto, z. Z. Genesungskompanie, und Frau Erna Otto, Emilie Otto August Läufer, z.Z. Im Felde, nebst Frau u.Klnd und alle Anverwandten. Gießen, Nister, z. Z. Im Felde, Unnau-Korb, den 10. März 1942. 01126 W7 Am 13. März erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte, unseres Söhnchens treusorgender Vater, mein lieber Sohn, unser hoffnungsvoller Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Heinrich Engel Unteroffizier in einem Artillerie-Regiment Inhaber des E.K. I und II im Alter von 27 Jahren in einem Heimatlazarett an seiner Verwundung für Führer, Volk und Vaterland verstorben ist. e Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. In tiefer schmerzlicher Trauer: Luise Engel, geb. Schäfer, und Söhnchen Horst Karl Schäfer und Frau Luise, geb. Franz 1 Familie Rinker Familie Schnorr, und alle Verwandten. Lützellinden, im März 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 19. März, vom Trauerhaus Nr. 132 aus um 14 Uhr statt. 01137 Innigsten Dank für die herzlichen Beileidsbezeigungen zum Soldatentod unseres lieben Wilhelm Beppler, Leutnant der Artillerie. Lehrer R. Beppler und Familie. Gießen-Wieseck, März 1942. 930 D Bekanntmachung. Betr.r a) Ausgabe von Apfelsinen. b) Ausgabe von Zwiebeln. a) In der Zeit vom 18. bis 21. März 1942 er« Halten die in Gießen ansässigen Verbraucher Apfelsinen gegen Vorlage des roten Haushallsausweises von den einschlägigen Geschäften zugeteilt. Der Handel ist über die Abgabemenge und über die Vornahme des Eintrags in den Haushaltsausweis bereits unterrichtet. lieber die bei dem Handel verbleibenden Restbestände verfügt nur das Ernährungsamt. Der Handel teilt bis zum 23.3.1942 schriftlich oder fernmündlich die Höhe des Restbestandes dem Ernährung samt mit. b) Ucber den Restbestand an Zwiebeln «erfügt ebenfalls nur das Ernährunasamt Abt. B. Der Handel meldet zum 25. 3. 1942 telephonisch oder schriftlich den Restbestand an Zwiebeln dem Ernährungsamt. Gießen, den 16. März 1942. 926D Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. s Überflüssige MehrarbeitI Es komtrit heute auf jede Arbeitskraft an! 1OOO Arbeitskräfte werden der Deutschen Reichspost jährlich entzogen durch überflüssige Mehrarbeit bei der Bearbeitung von Sendungen mit mangelhafter Anschrift, bei der Bearbeitung unzustellbarer Briefsendungen ohne Absenderangaben,die deshalb erst amtlich geöffnet werden müssen. 5 Millionen Sendungen müssen jährlich vernichtet werden,weil auch in den Sendungen nähere Absenderangaben fehlen • Helft solche Verluste vermeiden, sorge jeder für einwandfreie Angabe (Tom Absender und Empfänger • Zustellpostamt (in Großstädten nach Postbezirk und Nummer, z. B.W8, SW11 USUT.) und Wohnung oder Geschäftsraum, Gebäudeteil (Vorderbaus, Seitenflügel und Stockwerk, Untermieter) Unterstützt die Deutsche Reichspost durch einwandfreie Anschriften! Jeder Mieter und Untermieter bringe ein Türschild an! REICHSPOST DEUTSCHE * Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Gefreiter Hans Schmidt Kriegsfreiwilliger ht einer Fallschirmjäger-Abteilung im blühenden Alter von 19 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung sein junges Leben für sein Vaterland hingab. Nun ruht er in fremder Erde, dem Auge lern, dem Herzen ewig nah In tiefer Trauer: WilluSchmidt und Frau Christine, geb. Lang Richard Schmidt u. Frau Sophie, geb. Görnert u. Kind Unteroffizier Willi Schmidt, z. Z. im Felde Gefreiter Heinrich Schmidt, z. Z. Im Felde Erika Schmidt, Hildegard Schmidt Waldemar Schmidt und alle Verwandten Gießen (Kirchenplatz 15), im März 1942 Mit der Familie trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden BetrlebsfUhrung u. Gefolgschaft der Firma Schunk 4 Ebe ________________________________01156 Heute früh verschied nach schwerer Krankheit mein lieber, herzensguter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Philipp Menges, Revierförster a. D. im Alter von nahezu 75 Jahren In tiefer Trauert Katharine Menges, geb. Feller Dr. Wilhelm Menges, Reichsgerichtsrat, z. Z. Im Felde und Frau Eliesabeth, geb. Müller Heinrich Velten, Reichsbahn-Obersekretär und Frau Marie, geb. Menges •Wilhelm Mack, Revierförster, und Frau Anna, geb. und 7 Enkelkinder [Menges Großen-Linden, Leipzig, Treis an der Lumda, den 16. März 1942 Die Beerdigung findet Mittwoch, 18. März, um 15 Uhr, vom Trauerhause, Alte Heerstr. 42, aus statt Mit den Angehörigen betrauern das Ableben ihres Berufskameraden . die Beamten und Gefolgschaftsmitglieder des Forstamtes Schiffenberg 01131 ■■■■■■■PEBIieillÄWJÄllFW/illlIMÄ Hart und unfaßbar traf uns die Nach- richt von dem Heldentod unseres lieben Sohnes, Bruders, Bräutigams, Paten und Neffen Uffz. Christian Schneider Inhaber des E.K. II u. des Verwundeten-Abz. der in den schweren Kämpfen im Osten an der Spitze seines Zuges sein Leben im Alter von 25 Jahren für Deutschland gab. Wer ihn gekannt, kann unsem Schmerz ermessen. Ludwig Schneider und Frau Elisabeth Ernst Schneider, z. Z. im Felde Willi Schneider Mariechen Kandel, Braut und alle Verwandten. Salzböden, Bechtholdsheim, Alten-Buseck, Treis / Lumda, im März 1942. 01129 Unerwartet entschlief gestern abend nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Hildebrand geb. Benner im 61. Lebensjahr. In tiefer Trauert Familie Franz Krämer Familie Fritz Rudolph und alle Angehörigen. Heuchelheim, 17. März 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18, März, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhaüs, Gießener Straße 43, aus statt. 931 D Allen denen, die uns zum Heimgange unseres lieben Entschlafenen Worte aufrichtigster Teilnahme übermittelt haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten, innigsten Dank. Helena Stein, geb. Bötel, und Kind Rittergut Uetz über Tangerhütte Lehrer a. D. Stein und Familie Lieh (Oberhessen) Oberverw.-Inspektor a. D. Bötel und Familie, Halberstadt. .922 D Ihre Vermählung geben bekannt 01127/ Für sofort oder, um 1. April Gießen, Mühlstraße 20 17. März 1942 Ernst Ph^ Krause Uffz. In einer schw. Flak-Abt. Ilse Krause, geb. Klaus * Damenbart t Gesichtshaare, alle listig. Haare werd, nur durch d. von mir angew. einzig sichere Math, unt. Garant für immer mit d. Wurzel entfernt Frau B.Gulden.seit35 Fr. W. Henkel Sprechstunden jeden Miltwoch: Öleßen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr.iayD Stud. sucht mötil. Simmet in Nähe der Lan« desheil-u. Pflegeanstalt. Schr. Ang. unt. 01118 a.d.G.A. Berufstät. junge Dame sucht zum 10. April f. läng. Zeit ein möbl.Zimrner mögl. mit flieh. Wasser u.Zentral- beiz.i.gut.Hause. Äng.b.-.Freitag, 20.3. unt. 01122 den Gieh. Anz. Familiendrucksachen Verlobunosanzelgen Vermflhlungsanzekien Geburtsanzeigen Bel Brühl, Schulstr. I THEATER der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 17. Marz 18.30 bis 22 Uhrt 25.Dienstagmiete u.HalbmieteB Königskinder Märchenoper 002d von Engelbert Humperdinck. Preise von 1.20 bis 4.10 RM. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung; 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERAL G.M.B.MÜNCHEN J 27/547 Mündlich können Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Verschiedenes] Kleiner Garten zu pachten oder kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 01120 an den Gieß. Anz. ein oder zwei gut möblierte Zimmer von Studienrgt gesucht. Schriftliche Angebote unter 01133 an den Gießener Anzeiger erbeten. Verlobungs-Anzeigen he! Brühl, Schulstr. 7 Schönes leeres Mansardenzimmer in gutem Hause ab sofort oder später zu verm. Schr. Ang. unt. 01125 a. d.G.A. | Mietgesuche | Ich suche f. meine Tochter, am Gieh. Stadttheater tätig,zum l.Avril ein heizb. möbl. Zimmer evtl. Mansarde, m.Kochgelenheit. Schr. Ängeb. mit Preis unt. 925D an d. Gieß. Anz. unbedenklich entnommen und zugelegt werden! Kck deiQßmsfm ist ihre Vorratskammer. Vollkommen ist sie erst donn, wenn in ihr auch ein Topf mit in Gorontol konservierten Eiern steht. - Dos macht sich bezahlt, denn (D REEMTSMA SORTE Nr. 64 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Dienstag.17. März M2 Aus -em Reiche her Frau. Das Schulkind und seine Kleidung. Die wärmere Jahreszeit erfordert einen Wechsel in der Kleidung unserer Schulkinder. Allerdings nicht ganz so wie die Kleinen, die ja immer „Hitze haben", sich das oorstellen. Bei ihnen wäre jetzt bald ein Gehen ohne Mantel erwünscht, denn das ist ja die alte Streitfrage zwischen Jugend und Erziehungsberechtigten: Möglichst zeitig kurzärmelig mit einem Sommerkleid herumlaufen. Der beste 'Ratgeher in dieser Sache ist und bleibt aber immer das Thermometer. Bevor es nicht auf 12 Wärme deutet, bestehe man auf dem Anziehen des Mantels. Trotzdem können mir aber nun an die leichtere Kleidung denken, die wir unseren Kindern nur allzu gern anziehen, um die kostbaren Wollkleider zu schonen. Selbstredend wird von Neuanschaffungen abgesehen. Doch aus Mutters altem Sommerkleid gibt es noch ein sehr hübsches Schul kleid für ein Kind. Man sei stets darauf bedacht, die Schulkleider möglichst praktisch zu verarbeiten, d. h. mit Taschen zu versehen und bsquem und reichlich weit zu nahen. Bei den Jungen ist ein doppelter Hosenboden keine Schande, zumal wenn von Vaters altem Anzug, aus dem er angefertigt wurde, genügend Stoff vorhanden ist. Am besten bringt man auch gleich doppelte Taschen in den Jungenanzug, denn diese erhalten durch die verschiedenen Utensilien, die darin ängstlich gehütet werden, nur allzu schnell Löcher. Wichtig für das Mädel ist die Schürze, fast so wichtig wie für den kleinen Besucher des Kindergartens. Wie leicht läßt sich aus einem bunten alten Kopftuch eine hübsche Schürze anfertigen: sind vom Vorjahre noch Schürzen oder Kleider vorhanden, die zu klein geworden sind, so stellt man durch Kombination aus zweien eine her. Die verschiedenen Anleitungen in den Modezeitschriften bieten für alle Stoffreste eine Verwendungsmöglichkeit. Allerdings für die Kleinen, die im Kindergarten betreut werden/ ist eine bunte Schürze aus Werkstoff, einer Wachstuchart, unerläßlich. Aus Resten des Werkstoffs werden Tischdeckchen für die Kinder oder Mundtücher zum Umbinden angefertigt. Letztere sind für alle Kinder, ob groß oder klein, unerläßlich, denn wie leicht gibt es beim Essen Flecke. Mutter aber kann, da sie Seifenpulver sparen wil! und vielleicht tagsüber ihrem Beruf nachgeht, nicht allzu oft waschen. Andererseits legt sie begreiflichen Wert darauf, daß ihre Kinder sauber und hübsch angezogen den Weg zur Schule antreten. Aus diesem Grunde ist sie besonders darauf bedacht, daß die Schulkleidung sofort abgelegt wird. Nur das Frühstück darf darin eingenommen werden. Hausklei- dung für die Kinder ist sehr wichtig, denn dadurch wird nicht nur an Kleidung gespart, sondern auch on Aerger. Stellt sich am alten Hauskleid ein Riß ober gar ein Tintenfleck ein, so gibt das weniger Anlaß zu mütterlichen Ermahnungen als beim guten Schulkleid, das ja am nächsten Morgen wieder frisch und sauber angezogen werden muß. Also, mit dem Tragen der weniger wertvollen Stoffe, die nicht aus Wolle bestehen, kann bei den Kindern bald begonnen werden, unter der Bedingung, daß warme Unterkleidung oder ein Unter- jäckchen die fehlende Wärme ersetzen. Und mit dem Ausziehen des Mantels — da hat es noch lange 3eit! Am besten entgeht man dem vielen Betteln der Kinder, wenn man sie auf das Thermometer verweist. Wer groß genuff ist, die Wärmegrade selbst davon abzulesest der kann erst mit dem Anliegen, ohne Mantel gehen zu dürfen, an die vielgeplaqte Mutter herantreten, wenn draußen 12 Grad Celsius sind. Man sei in diesem Punkt unbedingt unbestechlich: auch nicht zu einem Gang an den nahen Briefkasten darf es ohne wärmende Kleidung gehen, denn gerade das Frühjahr zeitigt die meisten und gefährlichsten Erkältungskrankheiten. H. v. L. Angebrannte und versalzene Speisen. Eine alte Küchenregel lautet zwar „Wenn auf dem Feuer steht der Topf, laß alles andere aus dem Kopf", jedoch ist diese Regel für unsere Hausfrauen heutzutage nicht immer leicht zu befolgen. Da schweifen die Gedanken immer wieder einmal von der Arbeit ab zu den Angehörigen an der Front, da ist der Kopf so voll von Mühen, die jeher Tag aufs neue mit sich bringt, da müssen immer zwei Arbeiten auf einmal gemacht werden, wenn man das tägliche Arbeitspensum erledigen will. So kann es also schon einmal vorkommen, daß man im Eifer des Gefechts zu tief ins Salzfaß gegriffen hat oder ein leichter Brandgeruch ankündigt, daß die Suppe zu lange auf dem Feuer gestanden hat. Das Unglück ist meistens gar nicht so groß, wenn man sogleich das Richtige tut, um das Unheil wieder auszugleichen. Angebrannte Speisen darf man nie umrühren. Man schüttet sie vorsichtig — ohne zu kratzen aber auch nur mit dem Löffel nachzuhelfen — in einen anderen Topf, dessen Boden mit etwas frischem Wasser bedeckt ist, und läßt auf kleiner Flamme weiterkochen. Ist der Brandgeschmack trotzdem sehr stark, schüttet man das Gericht in einen kalten Steintopf, stellt ihn in eine Schüssel mit kaltem Wasser, legt ein feuchtes Leinentuch über das Steingutgefäß und läßt die Zipfel des Tuches in das Wasser eintauchen. Nach kurzer Zeit ist der Brand- geschmack vergangen. Auch der Zusatz einer Messer- spitze doppeltkohlensauren Natrons soll den letzten Rest eines brandigen Geschmacks wegnehmen. Den ersten Topf läßt man zunächst völlig erkalten, nimmt dann vorsichtig mit einem Löffel die obere Schicht ab, die meistens auch noch gut verwendbar ist Reis, Grieß, Graupen, Hülsenfrüchte und dick- breiige Suppen haben eine besondere Neigung, leicht anzubrennen. Diese Gefahr kann man von vornherein ausschalten, wenn man in den Topf eine Untertasse mit der Wölbung nach oben legt. Auch eine versalzene Suppe verliert bald an Schrecken, wenn man sie richtig zu.behandeln weiß. Als erstes muß das Gemüse aus der Brühe herausgenommen werben. Inzwischen setzt man einige in Scheiben geschnittene geschälte Kartoffeln mit wenig ungesalzenem Wasser an. Sind sie halbgar, gibt man das Gemüse wieder hinzu und kocht es solange weiter, bis die Kartoffeln weich sind. Erst jetzt kann man auch die Brühe wieder hinzugeben. Kartoffeln schlucken nämlich viel Salz und mildern somit die scharfgesalzene Brühe. Hat man trotzdem das Gefühl, sie dürfte noch milder sein, so gibt man ein wenig Zucker hinein. Bemerkt man das Unheil erst dann, wenn bereits die Kartoffeln unter das Gemüse gemischt sind, so Hießt man die Brühe durch ein Sieb ab und setzt Kartoffeln und Gemüse erneut mit frischem ungesalzenem Wasser zum Garkochen an. Erst zum Schluß gibt man dann von der zu scharf gesalzenen Brühe soviel hinein, als notwendig erscheint, um den richtigen Geschmack herzustellen. Der Rest wird aufgehoben und in den nächsten Tagen zur Anreicherung und zum Salzen anderer Gerichte verwendet. P. St. Kleine Kniffe erleichtern die Arbeit. Wir haben es jetzt alle eilig, und auch die Hausfrau, die nur in ihrem eigenen „Betrieb" tätig ist^ muß mit ihrer Zeit geizen, um zurechtzukommen. Leicht schleicht sich jetzt eine gewisse Unordnung ein, deren Beseitigung dann oft wie ein unübersteigbarer Berg erscheint. Sie belastet das Gemüt der Hausfrau und macht sie gegen sich selbst mißgelaunt. Da hilft nur eiserne Disziplin, die man selbst übt und auch den Hausgenossen anerzieht. Erster Grundsatz muß sein, jeden gebrauchten Gegenstand sofort wieder an seinen Platz zu bringen und nicht erst irgendwo „rasch" abzustellen. Ob man die benutzte Bürste auf irgendeine Tischecke legt oder ob man sie sofort in ihren Behälter tut, spielt zeitlich keine Rolle, wohl aber, wenn ich sie und andere ebenso flüchtig abgelegte Dinge in einem besonderen „Arbeitsgang" aufräumen muß. Man wird erstaunt sein, um wieviel ordentlicher es allenthalben aus» sieht, wenn nichts herumliegt. Schränke mit ihren einblickoerwehrenden > Türen haben es an sich, daß ihr Inhalt sehr schnell in ein wildes Durcheinander gerät, weil man immer in Eile ein Kleidungsstück herausnimmt und es ebenso wieder irgendwie hineinhängt. Voraussetzung für Ordnung im Kleiderschrank sind genügend Bügel — jedes Kleidungsstück muß einen für sich allein haben. Ist diese Vorbedingung erfüllt, kann man den Schrankraum systematisch aufteilen. Nicht hier ein Kleid, daneben einen Anzug, wieder eine Jacke usw. nebeneinander hängen. Am besten ist es, eine Seite für die Männer-, die andere für die Frauenkleidung zu bestimmen und an dieser Ordnung unbedingt festzuhalten. Die seltener zu benutzenden Stücke kommen in den Hintergrund, die täglich gebrauchten müssen dem Griff am schnellsten zugänglich sein. Ist der schrank in Ordnung gebracht, sehen wir uns Nähkorb und Schubladen an. Auch hier ein chaotisches Durcheinander. Aber auch hier gibt es Abhilfe. In Schubladen und Nähkästen kann musterhafte Ordnung herrschen, wenn man deckellose Pappkästen verschiedener Größe einpaßt und sie mit dem Kleinkram füllt. Was sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS AUS EINEM JACKENKLEID MI Wie man aus einem unmodernen, aber noch gut erhaltenen Jackenkleid (rechts) einen flotten Som- mermantel bekommen kann, zeigt heute unsere Modeskizze. Und zwar in der Mitte eine herrenmäßig gehaltene Form mit kleinen, fallenden Aufschlägen und einem Samtkragen zu schräg eingeschnittenen Taschen mit Klappen. Knöpfe: Steinnuß. — Die Form links ist hochgeschlossen- hat einen kleinen Bubikragen zu großen, aufgesteppten Taschen und schmalen Aermelaufschlägen. Ann-Nähte sind breit abgesteppt. Knöpfe: Stofs. H. Gekocht, gedämpst, gedünstet? Diese Frage ist schon berechtigt, denn die meisten Hausfrauen kennen nicht den Unterschied zwischen den verschiedenen Garmachungsarten. „Aber ist denn das so schlimm", wird manche Hausfrau vielleicht fragen, „handelt es sich dabei nicht lediglich um eine kleine .Begriffsverwirrung'?" — Nun, es ist schon wichtig, wenn die Hausfrau sich einmal den Gang der einzelnen Garmachungsarten klar macht. Dann kann sie viel besser beurteilen, welche Art der Garmachung bei den verschiedenen Lebensrnitteln am besten angewendet wird, und sie weiß, welcher schonend st en Zubereitung sie. den Vorzug geben muß. — Außerdem sind die Angaben in den Rezepten leichter verständlich, wenn man um diese Dinge Bescheid weiß. Das Kochen ist ein Garmachen in viel Wasser. Wasser hat eine lösende, auslaugende Kraft, ganz besonders, wenn man etwas kalt a mf e ij t. Vitamine, Mineral- und Nährstoffe gehen zum großen Teil in die Flüssigkeit über. Nur Knochen oder Gemüseteile (Strünke, Petersilienstengel u. a.), die man für ein Gemüsegericht nicht verwendet, aber für eine Gemüsebrühe auskochen wird, setzt man kalt an Setzt man ein Nahrungsmittel mit kochendem Wasser an, geht auch noch immer ein beträchtlicher Teil an Vitaminen, Mineral- und Aromastoffen in das Kochwasfer über; es ist daher selbstverständlich, daß das Kochwasser immer mitoer- wendet wird, wenn man — wie für Gemüse und Kartoffeln — nicht schon sowieso lieber als Gar- machungsart das Dämpfen oder das Dünsten be- vorzügt. So wie man Kartoffeln am besten dampft, d. h. in strömendem Wasserdampf gar macht, so eignen sich auch verschiedene Gemüse, z. B. rote Rüben, Blumenkohl u. a., besonders gut zum Dämpfen. Man gibt dafür in einen Topf etwas Wasser, und wenn es kocht, den Siebeinsatz oder den Dämpfer mit den Kartoffeln ober dem ge- fthniittene» Gemüse darüber. Das Kochgut bar| von dem Wasser nicht berührt werden. Der Topf wird mit einem Deckel fest verschlossen. Das Dampfwasser wird im allgemeinen (wie z. B. beim Blumenkohl für bie' Tunke) mitverwendet. Für die Gemüsezubereitung besonders geeignet ist auch das Dünsten. Das ist ein Garmachen in eigenem Saft mit wenig Fett ober Flüssigkeit. Hierbei wird etwas Fett in den Topf gegeben, je nachdem etwas feingeschnittene Zwiebel ober Lauch darin angedünstet, das kleingeschnittene Gemüse da- zugegeben und unter Zugabe von sehr wenig Wasser, das man am besten heiß hinzufügt, gar gedünstet. — Gedünstetes Gemüse ist sehr viel gehaltvoller als gekochtes und auch im Geschmack wesentlich besser. — Außer Gemüse dünsten wir auch Fisch und Fleisch. Gardinenwäsche im Kriege. Dieses Thema löst bei mancher Hausfrau einen Seufzer aus, stehen doch in den nächsten Wochen viele Haushaltungen unter dem Zeichen des Hausputzes und der damit verbundenen Gardinenwäsche. Wie behandeln wir diese nun am schonendsten? Versuchen wir's einmal auf folgende Art: Nach dem Abnehmen entstauben wir die Gardinen gut, legen sie dann vierfach zusammen und ziehen einen Heftfaden durch die so zusammengelegten Gardinen. Dann weichen wir sie ein, spulen mehrmals in frischem Einweichwasser durch und bringen sie in der enthärteten Wäschelauge bis zum Kochen. Nach dem Abkühlen der Lauge werden die Gardinen gut darin durchgedrückt und dann gespült, bis das Wasser klar bleibt. Erst nach dem Trocknen ziehen wir die Heftfäden heraus. So ist die Gefahr des Zerreißens der durchsichtig dünnen Stoffe bedeutend geringer, ebenso verziehen sich die Stücke nicht so leicht. Sauber werden sie auf diese Art aber allemal, in dieser Hinsicht ist bei so leichtem Material nichts zu befürchten, handelt es sich doch nicht um stark versteckte Stücke. Natürlich ist diese Anwendungsmöglichkeit nur bei einfarbigen Gardinen gegeben, nicht bei bunten» i Osterhäschen. Die Ostervorbereitungen fangen an. Gerade ht der Kriegszeit wollen wir es nicht versäumen, unseren Kindern die Feste des Jahres so schön wie möglich zu. gestalten. Wenn manches auch schwer fällt und wenn es auch wenig Osterhasen aus süßem Material geben wird, so kann die Mutter doch schon.jetzt anfangen, die Vorbereitungen zu treffen. Eine Fülle von Möglichkeiten ergibt sich aus der Verwendung von Papier, Pappe, Stroh, Kastanien usw. Schmale lange Streifen werden aus braunem Papier geschnitten, Kopf und Ohren, Bauch und Schwänzchen werden jeweils aus einem Stück geformt und zusammengeklebt. Durch Knicken erhält das Häschen festen Stand und gute Form. Die Breite der Streifen muß so sein, daß die Körper-- formen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Vögel und Kücken entstehen auf dieselbe Art. Der Schwanz wird gesondert geschnitten und mit Bauchstreifen zusammengeklebt. Den Fuß bildet man aus einem kleinen Streifen, der zusammengtzklebt und zum Stehen geknickt wird. Durch verschiedenes Knicken erreicht man eine Verschiedenheit im Ausdruck und in der Haltung. Um O st erhäschen aus gerolltem Kreppapier herzustellen, schneidet man von der geschlossenen Kreppapierrolle (wie man sie kauft) Streifen in entsprechender Breite und wickelt sie in sich fester zusammen. Ein einzelner Streifen wird zur Befestigung um jeden Teil herumgelegt und festgeklebt (ein'größerer Teil für den Bauch, ein kleinerer für den Kopf). Die Breite der Streifen muß der Höhe des Häschens entsprechen. Eine kleinere Rolle wird vor den Körper als Fuß geklebt, für den Schwanz nimmt man einen kleinen Abfallstreifen. Die» Ohren werden spitz zusammengerollt, in vorgebohrte Löcher hinein- gesteckt und eingeklebt. Beider Perwendung von Stroh ist es ratsam, handgedroschenes Stroh zu verwenden und es vor Gebrauch mit kochendem Wasser zu überbrühen. Auf diefe Weise wird es geschmeidig und läßt sich besser verarbeiten. Man flicht Strohzöpfe, wjckelt sie in Körperform des Hasen auf und näht die einzelnen Teile mit Bast oder Bindfaden aneinander. Bei Osterhasen aus Kastanien, Eßkastanienschalen, Eicheln, Nüssen usw. verwendet man zum Befestigen der einzelnen Teile aneinander Hölzchen, Streichhölzer, nötigenfalls auch Bast, Kordel, Draht u. a. Wenn in einer Gegend Tonader Lehmvorkommen sind, ist der Ton dem künstlichen Plastilin vorzuziehen. Er ist ih der Farbe gut und erhärtet schnell nach der VerarbeitungT^Er ist gewissermaßen die Vorstufe zum Schnitzen. Um Osterhasen aus weichem Holz oder Borke zu schnitzen, muß man gut beobachten, die Formen gut beherrschen, um aus dem Material heraus schnitzen zu können. Die älteren Brüder tun das oft gerne für die jüngeren Geschwister. Solche und viele andere Anregungen werden in den Lehrgängen in der Abteilung Mütter d i e n ft „Erziehungsfragen mit Anleitung zum Basteln und Heimqestal- tung, Volks- und Brauchtum" gegeben. Wer sie besuchen will, melde sich bei der zuständigen Ortsfrauenschaftsleiterin oder in den Mütterschulen. Rezepte. Buttermilchspeise. 1 Liter Buttermilch, 80 g Zucker, abgeriebene Zitronenschale und etwas Zitronensaft, 80 g Stärkemehl. — Das Stärkemehl wird mit der Buttermelch verquirlt, unter Rühren zum Kochen gebracht. Man läßt einige Male auf- kochen, gibt die anderen Zutaten dazu, schmeckt gut ab und füllt die Speise in eine Glasschüssel. Grießklöße. 1 Liter Milch, 20 g Fett, Salz, 250 g groben Grieß, 1 Ei oder Eiaustauschmittel, 40 g Zucker, abgeriebene Zitronenschale. — Milch, Fett und Salz bringt man zum Kochen, streut unter Rühren den Grieß hinein und kocht die Masse zu einem Kloß, der sich vom Topf lösen muß. Dann gibt man die anderen Zutaten darunter. Man formt Klöße, gibt sie in kochendes Salzwasser und läßt darin garziehen. Buttermilchgötz en. 1% kg rohe Kartoffeln, H kg gekochte Kartoffeln, % Liter Buttermilch, Salz, evtl, etwas Kümmel, Fett zum Backen. Dio Kartoffeln werden roh gerieben, ausgedrückt und mit den§ gekochten geriebenen Kartoffeln und den übrigen Zutaten vermischt, in eine gut ausgefettete Pfanne geschüttet (1% cm dick) und bei Mittelhitze in dem Backofen gebacken. Nicht wenden! Grießquarkfpeise. Liter Milch wird mit 50 g Zucker und 1 P. Vanillezucker zum Kochen gebracht. Dann rührt man 25 bis 30 g Grieß hinein, kocht gut durch und schlägt dann den Brei mit dem Schneebesen kalt, gibt nach und nach 250 g durchgerührten Quark dazu und schlägt die Masse, bis sie recht schaumig ift Man gibt sie über rohes oder gekochtes Obst Krautstrudel. 200 g Mehl, 10 g Fett, Salz, etwas lauwarmes Wasser, 30 g Speck. — Zur Fülle: 20 g Fett, 10 g Zucker, Zwiebel oder Lauch, 1 kg Weißkraut, Salz. — Das Mehl wird auf ein Brett gesiebt, in der Mitte macht man eine Vertiefung, in die man Wasser, Salz und Fett gibt. Man verarbeitet alles zu einem geschmeidigen Teig, den man so lange knetet, bis er Blasen wirft, bann läßt man ihn unter einer erwärmten Schüssel eine Zeitlang ruhen, legt ihn dann auf ein bemehltes Tuch, auf dem der Teig zuerst etwas ausgerollt, bann mit ben Hänben ausgezogen wird. Man bestreut ihn mit ben ausgelassenen Speckwürfeln, gibt bie Krautsülle, bie man wie braun gebünftetes Kraut zubereitet hat, barauf, rollt ben Strubel aus, legt ihn auf ein Blech, bestreicht ihn mit etwas Milch ober Wasser unb bäckt ihn bann. Düchertisch. j— „Da s Pf lichtjah r". Heft 1 der „Lehrbücherei für Hauswirtschaft", herausgegeben von ber Reichsfrauenführung. „Deutsche Hauswirtschaft", Verlagsgesellschaft, Leipzig. Preis 90 Rpf. — Dieser Wegweiser von Irmgard Berghaus begleitet Mädel, Hausfrauen unb Eltern burch bas Pflichtjahr. Angefangen mit ben Vorbere tungen im Elternhaus unb im Pflichtjahr-Haushalr, berichten reichbebilderte Aufsätze über alles, was ein Pflichtjahrmäbel in ber Stadt wie auf dem Lande leisten unb lernen muh. Das Heft erzählt von ben „Geboten" ber Hausfrauen unb Mütter, bringt bie Bestimmungen über Arbeits- unb Freizeit, Urlaub, Krankheit, Kündigung, und geht auch auf aussichttzi reiche Frcmenberufe ein. Verdunkelungszeit: 17. März von 20.29 bis 7.01 Uhr. sechs Jahren bestanden nicht weniger als 160 Zweig- vereine. Als Hofrvt Ignaz Perner kurz vor seinem Tode — er starb vor 75 Jahren, am 16. Februar 1867 — bie Summe von 70 000 Gulden für die Zwecke des Tierschutzes vermachte, löste diese hochherzige Tat in ganz Europa ein begeistertes Echo aus. Heute sind die Tierschutzvereine über* alle Städte verbreitet: in der Jugend wird schon der Tierschutzgedanke geweckt und gefördert. Die- Pionierarbeit Ignaz Perners hat reiche Früchte getragen. In den Tierasylen werden kranke Ti"re ausgenommen und gepflegt. Besonders aus dem Gebiete des Vogelschutzes ist in der neueren und neuesten Zeit Großes geleistet morden. Im strenaen Winter bleiben Tausende "unterer kleinen gefiederten Freunde durch Aufstellen von Futterkästen var dem Hungertod bewahrt. Diese neue, heute selbstverständliche Einstellung der schutzlosen Keatur gegenüber kämmt auch in der Gestaltung unserer neuzeitlichen Tiergärten zum Ausdruck. Das Tier soll hier nicht nur bloße Schaustellung sein, es mutz sich in der neuen Umgebung auch wo^lfühlen. Mit Recht verzichten daher z. B. manche Tiergärten darauf, Raubvögel, "bie das freie, weite Reich der Luft als Lebenselement brauchen, in enge Käfige einzukerkern. Diese Beispiele — unter vielen ähnlichen — sollen aber nicht abgeschlossen werden, ohne an die hervorragende Pfleoe zu erinnern, die heute das Pferd, der treue f)elfer und Kamerad des Soldaten, erfährt. Das Bferd steht in einem besonderen Verhältnis zum Menschen: seine Treue, Klugheit und Gelehrigkeit befähigen es, auch im Kriege von großem Nutzen zu sein. W"r einmal eines der Pferdelazarette besichtigt, wird überrascht sein, was hier alles an Einrichtungen zur Verfügung steht, um das kranke ober verwundete Pferd gesund zu pflegen. Auch im modernen Krieg ist das Pferd unentbehrlich. Gerade im vergangenen Herbst bewährte es sich auf den katastrophalen Straßen der Sowjets oft dann, wenn im Schlamm und Dreck die Kraft des Motors versagte. Der deutsche Soldat weiß das zu schätzen und lohnt die Dienste seines vierbeinigen Kameraden durch sorgsamste Pflege. Man sagt oft, daß tierliebende Menschen auch einen guten Charakter haben: ein Mensch, der ein schutzloses Tier mit dem Fuß stößt ober sonst rniß- h and eit, wird auch keine Herzensgute besitzen. Es ift kein Zufall, daß diese große Tierliebe, die Tierschutzbewegung überhaupt, von Deutschland ausging. Wir können dem Manne, der vor-hundert Jahren unter Opfern sich für diese Sache begeistert einsetzte, unseren Dank am besten abstatten, wenn wir im Alltag seine Grundsätze verwirklichen Die Gelegenheit dazu wird wohl jeder von uns einmal haben. A. Sch. Spiel mit der Liebe. Oer llfa-Zilm „Illusion" im Sloria-palast. Aus der Stadl Gießen. Freund der Trere Wir alle wissen von der Deutschen Wochenschau her, aus den Schilderungen der Kriegsberichter in Rundfunk und Presse, welche Rolle das Pferd als Helfer und Kamerad des Soldaten im Kriege spielt. Wenn es eine TapferkeitsauszeichnunH für Die vierbeinigen Kameraden des Soldaten, die Pferde und Sanitäts- ober Meldehunde gäbe, würden sie wohl die meisten erhalten. Aber nicht nur im Kriege, auch im täglichen Leben bewährt sich das Tier — hier soll vor allem von unseren Haustieren die Rede fein — als der Freund des Meuchen. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, das Tier gut und freundlich zu behandeln, es nicht abzurackern ober gar rfu quälen. Das nationalfozialfftischs Deutschland hgt in zahlreichen Gesetzen und Verordnungen den Tierschutz tatkräftig gefördert, nicht zuletzt in dem Erlaß des Schächtverbotes, das dem Judentmn untersagte, Tiere aus rituellen Gründen in bestialischer Weise zu quälen. — Sehr wenige Menschen aber wissen etwas von dem Mann, der sich diese Tier- fchutzgedanken zur Lebensaufgabe machte, von Ignaz Perner, dem ,^Vater der deutschen Tierschutzbewegung". Vor 100 Jahren, am 12. März 1842, wurde in München auf Betreiben des Notars und Anwalts Aus der engeren Heimat. Vorbildlich in derKriegegräberfürforge * Ober-Hörgern (Kreis Gießen), 17. März. Eine Mitgliederwerbung für den Volkskund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die vor einigen Wochen in unserem Orte durchgeführt wurde, hatte das sehr erfreuliche Ergebnis, daß hier eine Ortsgemeinschaft von 50 Mitgliedern des Volksbundes gegründet werden konnte. Diese Mitgliederzahl bedeutet, daß au f j e sechs Ortseinwohner ein Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge kommt, während sonst im allgemeinen das Ziel des Vvlks- bundes bei der.Mitgliederwerbung darin besteht, auf je 20 Einwohner ein Mitglied zu haben. Mit dem guten Ergebnis von 1:6 steht die Ortsgemeinschaft Ober-Hörgern des Volksbundes an der SpPe aller oberhessischen Ortsgemeinschaften des Volksbundes Deutsche "Kriegsgräberfürsorge. Gründer und Vertrauensmann der hiesigen Ortsgemeinschaft ist der Landwirt Heinrich Fenchel, der zur Zeit bei der Luftwaffe dient. Diamantene Hochzeit. LPD. Büdingen, 16. März. Das Fest der bi-amantenen Hochzeit feierten in der Kreis- gemeinbe Biffes der Landwirt Heinrich Knau und Frau, geb. Koch, in bester Rüstigkeit. Das Jubelpaar steht im 86. bzw. 81. Lebensjahr. Fahrlässige Brandstiftung. * Büdingen, 16. März. Gestern kurz nach 22 Uhr brach hier in einem H o l z h a ck s e, in dem drei Familien wohnten, Feuer aus, durch welches das Haus, trotz eifriger Tätigkeit der Feuerwehr fast vollständig vernichtet wurde. Menschenleben Faunen zum Glück nicht zu Schaden, dagegen ist der Verlust der betroffenen Familien sehr empfindlich. Ein junger Bursche wurde wegen fahr, lässiger Brandstiftung, die er bereits ein- gestanden hat, verhaftet und nach Gießen gebracht. Landkreis Gießen. Ignaz Perner ein „Verein gegen Tierquälerei" ins Leben gerufen, dessen Statuten König Ludwig I. genehmigte. Diese Gründungsversammlung mar die Keimzelle für big bald in aller Welt festen Fuß fassende Tierschutzbewegung. Wer war dieser »Welt- anroalt der Tiere", wie man Ignaz Perner später treffend nannte: Er wurde 1795 in Ebersberg (bei München) als zehntes Kind eines Gerichtsdieners geboren. Er hungerte sich durch die Gymnasiasten- und Unwerfitätsjähre durch; trockenes Brot war oft feine einzige Nahrung. Damals schon begann er sich gegen das Los der armen, schutzloses Kreatur aufzulehnen. In München ließ er sich als Anwalt nieder, feine Praxis war glänzend und so begehrt, daß" er schon nach wenigen Jahren daran denken konnte, sich seinem „Steckenpferd" fast ausschließlich zu widmen. So kam es dann zur Gründung jenes „Vereins gegen Tierquälerei", des ersten dieser Art überhaupt. Was kümmerte es Ignaz Perner, daß er Spott, Hohn und Kränkungen einstecken mußte! Nicht weniger als 14 000 Briefe hat er in seiner Sache eigenhändig geschrieben und in alle Welt verschickt. Unter großen persönlichen Opfern schürte er immer wieder den Funken: der Erfolg blieb nicht aus. 1843 scholl wies der Verein über 3000 Mit- gl-iebfr au?. Auch die ins Ausland verschickten Druckschriften, die er auf eigene Kosten Herstellen ließ, verfehlten ihre Wirkung nicht. Bald wurden in Frankreich, in der Schweiz, in Italien, auf Madeira, in den entferntesten Kolonien Ti er schutzuere ine nach dem Münchener Muster gegründet. Der Ruf Perners verbreitete sich immer mehr im Ausland, und von Jahr .zu Jahr gewann der Tierschutzg?- danke bei allen Kulturvölkern mehr Anhänger. Nach Sießen-Klein-Linden. Unter dem Geleit vieler Freunde und Bekannten wurde am Sonntag der Elektromekster Friedrich Schimmel zu Grabe getragen. Don der Wertschätzung, deren sick der Verstorbene erfreute, legten die ehrenden Nachrufe am Grabe und die vielen Kranzspenden Zeugnis ab. Für die evangelische Kirchengemeinde widmete Pfarrer König dem langjährigen Kirchen vorsteh er ehrende Worte des Gedenkend. Im Namen der Kriegertameradschast, deren Vorsitzende der Verstorbene 22 Jahre lang war, sprach deren Schriftführer Hermann Jung. Für den Männergesangverein „Arion", dem der Verewigte 33 Jahre lang als Mitglied und Ehrenmitglied angehörte, legte Vereins sichrer Mülln einen Kranz nieder, für die Elektroinnung im Stadt- und Landkreis Elektromeister Bechtold. 3m Auto nachts auf der Landstraße. Wie verhält man sich bei Fliegeralarm? Ein Lastautofahrer hatte sich nach wiederholtem Erlebnis dieser Art mit der Frage an den Reichsluftschutzbund gewendet, was er zu tun habe, wenn er auf der Landstraße nachts vom Fliegeralarm überrascht werde. Er erhielt die Antwort: Wenn man außerhalb von Ortschaften feststellt, daß in der Umgebung Fliegeralarm gegeben ist, muß man sofort die Fahrbahnbeleuchtung auf die Tarngeräte beschränken. Bei unmittelbar drohendem Luftangriff, etwa wenn man die feindlichen Flugzeuge schon hort oder sieht, wenn das Feuer der Flak vernehmbar näher kommt ober .Leuchtfallschirme am Himmel stehen, muß man halten und das Fernlicht, das Abblendlicht und den Tarnscheinwerfer ausschalten. Das Kraftfahrzeug darf dabei nicht ^uf Brücken, unter Unterführungen, an Straßenkreuzungen und sonst freizuhaltenden Stellen abgestellt werden. Der Fahrer selbst begibt sich am besten abseits der Straße In Deckung. teilung zu machen, daß sein Gehalt weiterlief, dck bann die Doppelzählung unterblieben märe. Er erhielt rund 1600 RM. zuviel, bie aber zurückerstattet wurden. Als der Angeklagte den Zahlungsantrag an seine neue Dienststelle unterschrieb, ist ihm, wie er jetzt behauptete, nicht zum Bewußtsein gekommen, um was es sich handelte. Der Angeklagte wurde wegen Betrugs an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu einer Geldstrafe von 300 R M. verurteilt. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Angeklagte nicht vorbestraft ist und nicht aus verbrecherischer Neigung, sondern leichtfertig gehandelt hat. Der O. H. in L. war angeflagt, am 16. Dezember v. I. durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen herbeigeführt zu haben. Der Angeklagte fuhr an jenem Tage mit einem Straßenschlepper von Frankfurt a.M. kommend auf der Straße Altenstadt—Lind- Heim. Obwohl ihm die Gefährlichkeit der Strecke bekannt und es an dem fraglichen Tage regnerisch und unsichtig war, richtete er die Fahrgeschwindigkeit nicht so eil), daß er in der Lage war, an einem Eisenbahn Übergang rechtzeitig zu halten. Bei dem am BahniMraang in Lindheim erfolgten Zusammenstoß des Schleppers mit einem Eisenbahnzug wurde der Mitfahrer auf dem Schlepper getötet. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Uebertretung der Straßenverkehrsordnung und der Eisenbahnbau- und Betriebs-ord- nung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. ** 70 Jahre alt. Am morgigen Mittwoch, 18. März, kann der Postasfistent i. R. F r g.n z N o r t h , Ebelstraße 17 wohnhaft, in ausgezeichneter körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der aus Ober- Ramstadt bei Darmstadt stammt, kam im Jahre 1910 durch Versetzung nach Gießen. Hier wurde dr, ebenso wie in seiner Heimat Starkenburg, durch sein politisches Wirken für die völkische Bewegung und für die Ziele des verstorbenen bäuerlichen Reichstagsabgeordneten Köhler-Langsdorf in weiten Kreisen bekannt. Wie schon damals fühlt er *sich auch heute noch aufs engste mit dem Landvolk und dessen Bestrebungen verbunden. U. a. ist er heute noch Rechner der hiesigen bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft, ebenso leitet er seit Jahren den hiesigen Kleingärtneroerein der Postbeamten. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Geburtstag. ** Von einem Auto totgefahren. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am gestrigen Montagnachmittag gegen 15 Uhr am Oßwalds- garten/Ecke Wernerwall. Dort wurde das sieben Jahre alte Söhnchen Werner des Berufsfeuerwehrmanns Hans Z i n 11, Im Gartfeld 1 wohnhaft, von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod des bedauernswerten Kindes auf der Stelle eintrat. Der Kleine soll auf der Fahrbahn hinter einem Kohlenfuhrwerk nach der Seite hervorgelaufen und dabei unmittelbar vor den Kraftwagen geraten sein. Das Bübchen befand sich unterwegs zum Messeplatz am Oßwaldsgarten, um dort Karussell zu fahren. Strafkammer Gießen. Ein Mann in O., der bei der Eisenbahn beschäftigt war und dann zu einem anderen Dienst kam, nahm hier die besondere Besoldung in Ansvruch, obwohl er während dieser Zeit von der Dahn seinen Gehalt weiter bezog. Der Angeklagte wäre verpflichtet gewesen, seiner " neuen Dienststelle Mit- ZX H e uch elh e im, 14. März. Die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt in der Gastwirtschaft „Zum Schwanen" ihre diesjährige Jahreshauptversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Theodor Kröck ab. Der Geschäftsführer Ludwig Hofmann gab den Geschäftsbericht. Der Rechnungsbericht zeigte einen Reingewinn von 579 RM. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Ludwig Rinn IV., Philipp-Germer V. und Fritz Böhmer wurden wiedergewählt. Nachdem der Orts- bauernführer Ludwig R i n n zur Saatgutbeschaffung gesprochen hatte, machte Ortsgruppenleiter Wob- k e r interessante Ausführungen über die gegenwärtige politische Lage. Im Verlaufe der Versammlung wies Bürgermeister Fr. Karl Rinn die Landwirte auf ihre Ablieferungspflicht hin. Der Rechner des Crebitpereins Heuchelheim, Ferdinand V o l k m a n n, hielt noch einen Vortrag über die deutsche Währung. Mit dem Treugruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen. <£ Watzenborn-Steinberg, 14. März? Die ä 1 teste Einwohnerin von Watzenborn- Steinberg, Frau Anna Elisabethe S ch m a n d t Wwe., geb. Buß, konnte gestern ihren 9 7. Geburtstag feiern. Die Jubilarin ist schon über zehn Jahre Witwe. Sie lebt, da sie kinderlos ist, im Hause von Heinrich Mauer, Bahnhofstraße. Von nah und fern gingen ihr zahlreiche Glückwünsche zu. Nachträglich auch unseren herzlichen Glückwunsch. Es ist die alte Spannung zwischen Kunst und Leben, die schon so oft und auf die verschiedenste Weise zur Gestaltung gereizt hat. In diesem Film, um es genauer zu sagen, läuft es auf die Entscheidung zwischen der Leidenschaft fürs Theater und der Liebe zu einem Menschen hinaus; man könnte fragen, ob denn das eine das andere so ausschließen müsse, daß es als ein echter Konflikt empfunden wird. Im Film, zu dem Werner E p l i n i u s und der Spielleiter T o u r j a n s k y das Drehbuch schrieben, gibt es jedenfalls nur das Entweder — ober; die Handlung, die so unverbindlich und spielerisch begann, endet mit einer kompromißlosen Entscheidung und unter Verzicht auf eine gefällige Harmonie des Ausklangs. Die Voraussetzungen sind einigermaßen unwahrscheinlich: eine gefeierte Schauspielerin bekommt von einem Industriellen aus purer Freundschaft und Verehrung ein Gut geschenkt; als sie, zusammen mit einer munteren Schar von Kollegen, hinsährt, um den erwarteten neuen Besitz in Augenschein zu nehmen, gerät sie versehentlich auf ein Nachbar gut, dessen junger Eigentümer gleich bereit ist, mit der ebenfalls unvermuteten Einquartierung seinen Spaß zu treiben. Aber bann, nachdem die Verwechslung sich aufgeklärt hat, wird es ernst: was anfangs nur wie ein Flirt zwischen Maria, der Schauspielerin, und Stefan, dem Gutsherrn, aussah, wandelt sich zu einer echten Neigung. Stefan hält nichts vom Heiraten, Maria geht eine Wette mit ihm ein, sie werde ihm in wenigen Tagen die Illusion einer glücklichen Ehe verschaffen. Das ist ein gefährliches Spiel und bald mehr als nur Spiel, und als die Frist ab gelaufen ist und ein neuer lockender Vertrag in Aussicht steht, hat Maria zwar die Wette gewonnen, aber das Glück der großen Liebe verloren, an die Stefan, Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 223 h. Gegen die Verweigerung der behördlichen Genehmigung eines Grundstückkaufoertrages ist das Rechtsmittel der Beschwerde an den Herrn Reichsstatthalter, ßanbesregieruna, in Darmstadt gegeben. Nach dem Wortlaut Ihrer Anfrage scheinen Sie mit den Grundstückseigentümern noch keinen Vertrag abgeschlossen zu haben. Ob die Genehmiguna verweigert werden wird, steht also überhaupt noch nicht fest. Es hängt überdies von der Größe des fraglichen Grundstücks ab, ob der Verkauf einer Genehmigung bedarf. Näheres können Sie bei dem Abschluß des Vertrags, der gerichtlich oder notariell zu beurkunden wäre, erfahren. nun schwer verletzt und tief enttäuscht, fest geglaubt hat. Die Spielleitung hatte V. Tour jansky. Seine Regie wirkt anfangs etwas geflissentlich — die beste Regie ist die, welche man Picht merkt —, aber er ha^hübsche und lustige Einfälle und, was mehr bedeutet, ihm gelingt es, wo es darauf ankommt, dem Filmtitel seinen Sinn zu geben, in der Tat allmählich bie Grenzen zwischen Spiel und Ernst zü verwischen und aufzuheben, so daß der Zuschauer und Hörer bis ganz zuletzt bie Illusion für Wirklichkeit nehmen muß. Brigitte Horney ist die Schauspielerin Maria Roth: eine schöne, vielfältig reizvolle Rolle, die wie für sie geschaffen scheint; sie gibt sie in den entscheidenden Szenen mit dem ihr eigentümlichen halblauten Kammerspielton ganz von innen her, und sie braucht nur ein paar Minuten dazu, um den Zuschauer (wie ihren Gegenspieler) davon zu überzeugen, daß sie „Siebe spielen" kann: in der Tat eine vollkommene Illusion. Heesters ist ihr Partner; er hat eine angenehme Art, bas Draufgängerische, Dickschädelige und auch Bubenhafte, bas Maria an Stefan liebt, mit einer liebenswürdigen Unkompliziertheit und Offenheit hercms- zubringen. O. E. Hasse gibt mit guter Haltung den phantastischen Jnbustriellen; Nikolai Kolin, Hans ©tiebner und Theodor Danegger in Chargenrollen von verschiedenartig getönter Komik; Hilde Sessak formt mit knappen, sicheren Strichen den Umriß einer „kleinen Freundin". Franz Grothe schrieb die Musik, Werner Krien schuf bie Bilder. — (Ufa.) * Im Beiprogramm laufen die Wochenschau und ein guter Kulturfilm „Das Jahr des Bergbauern". Hans Thyriot Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Dem Gefreiten Erich Klein von Gießen-Klein- Linden, Frankfurter Straße 156, wurde für Tapfer- , feit vor dem Feind im Osten das Eiserne Kreuz . II. Klasse verliehen. j Oie Musikarbeit der Hitler-Jugend. ■ Die Hitler-Jugend, Bann 116, hat es schon immer j als eine besondere Aufgabe betrachtet, bie Musik- ; pflege unserer Jugend zu fordern. Diesem Zweck ; bienen die drei Singkreise —einer für Jungen, einer ; für Jungmädel und' der BDM.-Singkreis —, bie als Hitler-Iugendchor zusammengefaßt sind, und das 1 Orchester der Hitler-Jugend, in dem Jungen und Mädel gemeinsam musizieren. In allen Gruppen wird zweimal wöchentlich geübt. Ferner ist ein Vor- orchester vorhanden, in bas die Jugendlichen nach Eignung zunächst Aufnahme finden. Alle Angehörigen des Orchesters haben ihren Privatmufikunter- richt bei Musikerziehern und werden im Orchester im Zusammenspiel geschult. Die Ausbildung in Chor und Orchester liegt in den Händen von Fachkräften. Der Chor übt neben politischen Liebern älteres Liedgut und einfache Chöre unserer klassischen Meister ein. Das Orchester widmet sich den einfachen Streichmusiken älterer Meister, wie Bach und Händel, und pflegt auch neuere Musik von Spitta, Baumann, Napiersky usw. Das Orchester wurde im vergangenen Jahr in Konzerten, Feierstunden der Partei und in der Lazarettbetreuung eingesetzt. Der Oeffentlichkeit sind die Leistungen der jugendlichen Liebhabermusiker aus früheren Veranstaltungen bestens bekannt. Elternschaft und Musikerzieher arbeiten hier Hand in Hand mit der Hitler-Jugend im Dienste des Kulturgutes der Musik. Am Sonntag, 22. März, treten Chor und Orchester der Hitler-Jugend, Bann 116, mit einem „Konzert der Jugend" wieder vor die Deffentlichfeit Die Vor- tragsfolge umfaßt Lieder und Musiken alter und neuer Meister. Der gute Ruf, der den Veranstaltern vorausgeht, läßt auch für das geplante Konzert wieder einen vollen Erfolg erwarten. D-e Äslksbank Gießen im Jahre ^941 Auf unsere Anfrage hören wir von der Leitung der Volksbank Gießen über den Geschäftsgang im Jahre 1941 folgendes: Die Volksbank Gießen hat im Jahre 1941 wiederum eine günstige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches betrug 60,3 Mill. RM. gegenüber 59,5 Mill. RM. in 1940. Die Bilanzsumme hat sich von 3185 331 RM. auf 3 768 755 RM. erhöht. Die Bankguthaben haben sich um 658167 RM., die Wertpapiere um 47 143 RM. erhöht. Barreserve, Bankguthaben und Wertpapiere betragen zusammen 3 093 752 RM., das sind rund 90 v. H. der gesamten Einlagen. Die Forderungen sind um 128 221 RM. auf 631 143 RM. zurückgegangen. Die Einlagen der Privatkunden und Warengenossenschaften in Ifd., Rechnung sind um 212130 RM. auf 634161 RM. gestiegen. Die Einlagen der Dorfkassen haben sich wenig verändert und betragen 1564 170 RM. Die Spareinlagen haben sich erfreulicherweise um 339 274 RM. auf 1 323 274 RM. erhöht. Es wurden 139 neue Sparbücher ausgegeben. Am Nationalen Spartag erhielt die Nolksdank 21454 NM. neue Einlagen. Die ordentlichen Rücklagen wurden wie alljährlich durch Zuweisungen aus dem Reingewinn gestärkt und betragen jetzt 57 000 RM. In der Unterbewertung der Effekten liegt eine nennens- , werte stille Reserve. Die Sonderrücklage für soziale Zwecke und das Wertberichtigungskonto wurden wiederum erhöht. Die Zinssätze für Einlagen und i Forderungen blieben unverändert. Die Gewinn- und , Verlustrechnung schließt mit einem Reingewinn i von 14 462 RM. ab, der wieder eine 5prozentige ■ Dividende und eine Zuweisung von 8000 NM. an [ die Rücklagen zuläßt. Die Generalversammlung -findet am 18. April statt. , Diese Frau macht Wäsche haltbar? Aber wodurch? 9ft das ein neues Patent? Nein! Aber diese Frau weiß, daß Wäsche um so länger hält, je weniger sie gekocht, gerieben und gewaschen wird. Darum sucht sie heute im Kriege den Schmutz mehr durch Einweichen herauszubekommen als durch Waschen. Sie weicht nicht nur länger, sondern auch gründ- vcher dn als sonst. Wenn aber das Einweichen auch noch so gründlich ist, der Schmutz ist dann wohl gelockert, ein großer Teil davon aber hängt immer noch am Gewebe. Soll man nun diesen losen Schmutz in der Wäsche mit in den Waschkessel geben? Nein! Hier muß man etwas tun, was sehr viele Hausfrauen vergessen. Die Wäsche muß nach dem Einweichen gespült werden. So wird der noch locker am Gewebe sitzende Schmutz gründlich entfernt. Die Wäsche kommt sauberer in den Waschkessel als sonst, die Waschlauge hat weniger Arbeit und das Waschpulver wird besser ausgenutzt, Aber auch aus andere Weise können Sie die Wirkung des Waschpulvers erhöhen. Unser Leitungswasser enthält Kalk — mal mehr, mal weniger. Kalk vernichtet Seife l Bei hartem, kalkhaltigem Wasser werden in einem mittelgroßen Kessel bis zu dreiviertel Pfund Seife unwirksam. Wenn Sie also Ohr Waschpulver voll ausnutzen wollen, machen Sie das Wasser vorher weich. Man verrührt dazu am Abend vor dem Waschen einige Handvoll eines guten Enthärtungsmittels im Kessel und läßt das Wasser dis zum nächsten Morgen stehen wKd es HhN ZigM totofiOPOlI peichj»