Dlemtag,17.8ebruarM2 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Stockholm, 15. Februar 1942. n Auf den ersten Blick allerdings wirkt dieses Pro- fett verblüffend, und darauf ist es auch berechnet, leoefioielüen lührunflt ic. etelloftttttet M rö* iür W unb Tnil 8lumi4fin; für Mn. Pwvmj, Lirl- ietel R. Langens, enleiter: Hm? Beck. Dotfiümmel '8l.St.fi, Zchriftleitung und Geschaftrstelle: Giehen, Schulstratze 7-9 tische Flugzeuge ab. u..,.........—o-- . Au dem Gelingen des Durchbruchs unserer See-s brachte dem Gegner sehr starke Verluste bei. Japan schlägt weiter kraftvoll zu. Ministerpräsident Tojo spricht vor dem japanischen Reichstag. oelt die Welt erobern zu können. Der Materialismus, der mit den Ideen der französischen Revolution über den Atlantik wanderte, feiert jetzt dort drüben seine höchsten ^Triumphe. , _ Der Webrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine der eingeschlosseneo feindlichen Kräfte- gruppen vernichtet. 800 Gefangene und 42 Geschirre fielen in unsere Hand. Auch an den anderen Frontabschnitten erlitt der Feind neue schwere Verluste. 3m Kampf gegen die sowjetischen Luflstreilkräfle wurden am gestrigen Tage bei zwei eigenen Verlusten 46 feindliche Flugzeuge vernichtet. , . 3m Kanalgebiet erzielte ein Sperrbrecher in kurzem Gefecht mit feindlichen Schnellbooten mehrere Treffer. Der Untergang eines britischen Schnellbootes ist wahrscheinlich. 3n Nordafrika verliefen örtliche Vorstöße jeder- und censchuß, krankhei- chmerzem !g: 20 Tabletten x Apotheken. . Erfahrungen! 1ENJ 27/547 * Druck und Verlag : vrühlscheUniverfitätrdruckerei 8. Lauge mit seinen Verbündeten noch enger Zusammenarbeiten. Es wird die militärischen Operationen kraftvoll weiterführen, um den USA.. Großbritannien und ihren Trabanten die vernichtendsten Schläge zu erteilen." Ministerpräsident Tojo sprach am Montagmittag vor dem Reichstag in seiner Eigenschaft als Kriegsmini st er. Er gab eine ausführliche Schilderung der militärischen Ereignisse der letzten Zeit und übermittelte*babei der gesamten japanischen Nation den Dank für ihre Anstrengungen, durch die die großen Erfolge ermöglicht wurden. Kriegsminister Tojo stellte die Schlacht um Singapur in den Vordergrund seiner Betrachtungen. Die Bedeutung des Falles von Singapur faßte Tojo in folgende drei Punkte zusammen: 1. Sicherstellung der Freiheit in unseren weiteren Operationen mit gleichzeitigem Druck gegenüber dem Indischen Ozean. 2. Der nordamerikanisch-englische Plan gemeinsamer Operationen in diesem Raum wurde völlig vereitelt und der japanfeindliche Einkreisungsring gesprengt. Weitere gemeinsame Operationen nord- ' amerikanischer und britischer Kräfte im Westpazifik sind unmöglich geworden. 3. Vereitelt wurde auch die Absicht Tschungkings. seinen Widerstand gegen Japan in Zusammenarbeit mit nordamerikanischen und englischen Streitkräften fortzusetzen. Die wirkliche Stärke Englands und der USA. ist jetzt enthüllt. Tschungking ist isoliert. Am Schluß seiner Rede betonte Kriegsminister Tojo, daß die japanische Wehrmacht auch in allen anderen Kampfabschnitten große Erfolge erzielt habe. Das sei eine Folge des Kampfgeistes der Offiziere und der Mannschaften sowie der vorbehaltlosen Unterstützung und Mitarbeit der gesamten Heimatfront. Er möchte hiermit der gesamten japanischen Nation seinen tiefempfundenen Dank aussprechen. Oer Tenno an den Führer. Dank für öle Glückwünsche zur Einnahme von Singapur. Berlin, 16. Febr. (DNB.) Der Tenno hat dem Führer telegraphisch für die Glückwünsche zur Einnahme von Singapur gedankt. Das Telegramm des Tenno hat folgenden Wortlaut: . Indern ich Eurer Exzellenz auf das lebhafteste danke für das liebenswürdige Glückwunschtelegramm, das Sie anläßlich der Waffentaten der japanischen Armee an mich richteten, liegt mir daran. Ihnen meinen festen Entschluß zu bezeugen, im Zusammenwirken mit unseren Verbündeten alle Anstrengungen zu machen für den endgültigen Erfolg dieses Krieges Ostasiens." 60 000 Gefangene auf Singapur. Tokio, 16. Februar. (DNB.) Die gegnerischen Streitkräfte, die auf der Jnselfestung Singapur zur Uebergabe gezwungen wurden, werden, einem Do- rnei-Bericht zufolge, auf schätzungsweise ins ge- samt 60000 Mann beziffert. Davon sind etwa je 15 000 Engländer und Australier und 30 000 Inder. Außerdem hielt sich in der Stadt Singapur noch eine Bevölkerung von etwa einer Million auf. darunter 120 englische Frauen und Kinder. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 81/» Ubr desBormittagS Anzeigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvk. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsteMengenstaffelv Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr Oer Führer und Marschall Anionescu. DasGrotzkreuzvomDeutschenAdler inGold. DNB. Führerhauptquartier, 16. Febr. Der Führer überreichte dem rumänischen Staatsführer Marschall Antonescu anläßlich seines Besuches im Führerhauptquartier das Groß- kreuz vom Deutschen Adler in Gold. Das Ritterkreuz für Generaloberst Cavallero. Berlin, 16. Februar. (DNB.) Der Führer hat dem Chef des italienischen Wehrmachtgeneral- stades, Generaloberst C a o a l l e r o , in Anbetracht seiner großen Verdienste um die erfolgreiche gemeinsame Wehrmachtführung das Ritterkreuz des EisernenKreuzes verliehen. Im Auftrage des Führers ist die Auszeichnung dem Generaloberst Cavallero heute durch, den deutschen General beim Hauptquartier der italienischen 1 Wehrmacht überreicht worden. “■ D°r M lnn Qtn moroi« let*r Frisch« - herzlichen eßen. ^’9t mit einem 9e Handlungen "agte war ge- "gnisstra'fe e Mei Monate werben, Der* 'egen versuchter Angeklagte be- 'erführt und zu zwei Mo* Bolschewistische Krästegruppe vernichtet 46 Sowjetflugzeuqe abgeschoffen. - Oertliche Vorstöße in Nordafrika. 15 britische Maschinen im Mittelmeerraum verlorengegangen. :!‘*Ä Sv/ seit 23 ” Unseren f*®* in aa* Die Männer, welche in Washington darum bemüht sind, eine Weltstrategie zur V e r - nichtung Europas zu entwerfen, haben eine andere Karte, wenn nicht an der Wand ihrer Be- ratunqszimmer, so doch gewiß in ihrer Vorstellung por Augen. Am obersten Rand dieser Karte liegt Kapstadt, die Spitze eines gewaltigen Dreiecks, l )esien wuchtende Last das zierlich am unteren Ranbe auf der beinahe gebrechlich wirkenden skan- i -manischen Halbinsel balancierende Europa zu erdrücken scheint. Wer seinen Atlas einmal verkehr t h e r u m betrachtet, kann sich sehr leicht eine ! Vorstellung von dieser Karte machen. Es ist gewiß m'cht die gewohnte, nicht die europäische Borstel- sireilkräfle durch den kau a l "haben die unter Füh- rung von Kapitän zur See und Kommodore Rüge stehenden Rlinensuch- und Räumboote sowie Sicherungsfahrzeuge hervorragenden Anteil. Oer italienische Bericht. iRom, 16. Febr. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag meldet u. a.: Luft- und Seestreitkräfte der Achse haben in erfolgreicher, gut abgestimmter Zusammenarbeit durch Einsatz von den verschiedenen Stutzpunkten des M i t t e 1 m e e r c s aus einen glänzen- Die holländischen Truppen, die den Japanern noch weiterhin Widerstand leisten, wird Japan meder- schmettern, fuhr Tojo fort. Wenn die Bevölkerung Niederländisch -Ostindiens Japans Ab sichten begreift und bereit ist, mit Japan am Aufbau eines größeren Ostasien zu arbeiten, o wird Japan ihren Wunsch und ihre Tradition berücksichtigen und sie von der despotischen Herrschast der holländischen Flüchtlingsregierung befreien. Japan wird aus Niederländisch-Ostindien em Land der Zufriedenheit und des Wohlstandes für die indonesische Bevölkerung machen. In bezug auf China erklärte Tojo, der Fall Singapurs bedeute den Zusammensturz eines Eckpfeilers der britischen Einkreisungsfront. Ts ch u n g- kinq-China sei infolge des unaufhaltsamen Vormarsches der kaiserlichen Truppen in Burma dazu verurteilt, in Kürze ya b g e s ch n 111 e n zu werden. Das Regime Tsch angkaischeks sei isoliert und hilflos. Japan wolle diesem Regime nut aller Entschlossenheit den Todesstreich versetzen. Mit dem chinesischen Volk suche Japan jedoch, so betonte Tojo, einen brüderlichen Zusammenschluß, denn Japan wolle den Neuaufbau Ostasiens zusammen mit der Bevölkerung Chinas bei gegenseitiger Hilfeleistung durchführen. Hinsichtlich Südamerika - und anderen neu- traten Ländern erklärte Tojo: „Ich k)abe den festen Glauben, daß sie unsere wirklichen Absichten verstehen und sich nicht unter dem Druck der UnA. und Großbritanniens dazu hergeden, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Tojo wies abschließend darauf hin, daß der Fall Singapurs nur die Vervollständigung des ersten Abschnittes des Krieges im asiatischen Kaum bedeute. Es dür^e kein Rachlassen in der 2Hora! des japanischen Volkes und keine Hebet- heblichkeit durch diesen Sieg geben. Japan wird »2. Jahrgang Nr. 40 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags «Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat irnBild DieScboUe Gezugsvreis: Monatlich .. RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 euch bei Nichterscheinen «on einzelnen Nummern tniolge höherer Gewalt »erni'vrechanicklnß 2251 Dl-abtanschrift:^Anzeige^ Postscheck 11686 Frankl. M zwungen, kehrtzumachen. In den Kampfhandlungen vom 13. bis 15. Februar sind insgesamt, wie festgestellt wurde, sieben Dampfer, ein Zerstörer und ein kleines Geleitschiff versenkt worden. Acht Dampfer, fünf Kreuzer, zwei Zerstörer wurden beschädigt, zwei Flugzeuge wurden vernichtet. Auch in der C y r e n a i k a hat die italienische und deutsche Luftwaffe besonders lebhafte Tätigkeit ent- s>°? 'ren S.« L-K i so Q? für ?|nt Cd)Weine, In Amerika hat sich während des letzten Jahres eine politische Doktrin herausgebildet, deren Kernsatz die Behauptung ist, das Schwergewicht der Welt würde sich in kurzer Zeit vom Abendland auf den amerikanischen Kontinent verlagern. Es sind Schlagworte vom „amerikanischen Jahrhundert" und der „Pax americana“ geprägt worden, und Roosevelt hat sich diese Begriffe zu eigen gemacht, um seiner imperialistischen Politik die Rechtfertigung der „historischen Notwendigkeit" zu geben. Das Urteil über diese Doktrin wird die Geschichte fällen. Vorläufig geschehen jedenfalls immer noch um das Mittelmeer herum Dinge, die für das Schicksal der Welt nicht weniger Bedeutung haben werden als die politischen Projekte und militärischen Pläne, welche in Amerikas Hauptstadt augenblicklich entworfen werden. In der Tat ist das M i t t e I m e e r g e b i e t von all^n geschichtlichen Räumen dasjenige, welchem bei- nahe in allen Stadien dessen, was wir mit einiger Llnlnaßung die menschliche Geschichte nennen, eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle zugefallen ist. An den Ufern und auf den Inseln dieses Meeres entstand nicht nur die abendländische Kultur, sondern es war auch Mittelpunkt des ersten und bisher einzigen universalen Reiches, des Imperium Romanum, wobei der Begriff des Universalen an dem Umfang der damals bekannten Welt gemessen werden muß. In späteren Jahrhunderten sind einige der wichtigsten Entscheidungen im mittelländischen Raum ausgetragen worden. Das Welt- herrschaftsftreben des Islams zerbrach nicht zuletzt in der Seeschlacht von Lepanto, und der Kampf Napoleons gegen England wurde im Grunde schon in den Schlachten von Abukir und Trafalgar entschieden. Zwar liegt das Empire der Briten nicht um das Mittelmeer, aber die Linie Gibraltar— Malta—Pott Said wird von den Engländern selbst als eine der Lebensadern ihres Reiches bezeichnet. lung des Mittelmeerraums, die sich da bietet. Aber die Männer in Washington lassen sich bei ihren Betrachtungen der Pläne nicht von europäischen Gesichtspunkten leiten, sondern von dem Gedanken an eine angelsächsis ch e Weltherrschaft amerikanifcherPrägung. Die überragende Rolle, welche Afrika in diesen Plänen zufällt, ist auch wahrscheinlich keine englische Erfindung, sondern in A m e r i k a ausqedacht. Denn obwohl die Engländer seit mehr als hundert Jahren sehr beträchtliche Teile Afrikas in ihrem Besitz haben, sahen auch sie zu Beginn dieses Krieges in dem dunklen Erdteil noch immer vor allem die südliche Begrenzung des Mittelmeeres, und Aegypten, welches weder geographisch noch anderswie der Mittelpunkt Afrikas ist, war doch für die Engländer sein wichtigster Teil, weil es an der Straße nach Indien gelegen ist. Selbst als Churchill seinen Plan zur Einkreisung Europas zu verwirklichen begann, sollte Nordafrika nur die Kette schließen, deren beide riesigen Glieder die britische Flotte im Westen und Norden und die Rote Armee im Osten sein sollten. Erst Roosevelt, der sich, sobald durch seine Wiederwahl zum Präsidenten seine Stellung gesichert mar, sehr schnell die führende Stellung im feindlichen Lager verschaffte, drehte die Landkarte herum und wies Afrika die Rolle der gemaltbrften Operationsbasis zu, welche die Kriegsgeschichte bisher kennt. Es ist ein echt amerikanischer Gedanke, em Plan aus dem Londe des grenzen- und hemmungslosen Derkkens. Die römischen Cäsaren stützten die Legionen, mit denen sie die damals bekannte Welt eroberten, auf kleine umfriedete Feldlager. Don ein paar Oasen aus unterwarfen die Kalifen des Islams sich die Lander vom Ganges bis nach Gibraltar, u > auch die Engländer erwarben sich ihr Gmnire mit vergleichsweise geringen Mitteln und gestützt auf schmale Basen. Nicht so Roosevelt, Der amerikanische Imperialismus des 20. Jahrhunderts braucht einen Erdtei l ols B a - |is. Mit Masse und Schwergewicht glaubt Roose« Die überragend« Rolle, welche das Mittelmeer in der menschlichen Geschichte gespielt hat, erklärt sich daraus, daß es Bindeglied seiner Kontinente ist. Europa streckt sich mit weitgeöffneten Küsten Ihm entgegen. Weniger aufgeschlossen, aber um so wuchtiger begrenzt Afrikas Nordküste den südlichen Saum des Mittelmeeres, während von Osten her Kleinasien sich zwischen beide schiebt. Seit Beginn 'dieses Krieges hat wohl jeder einen Blick auf eine Karte des Mittelmeeres geworfen, um die Erfolge unserer Soldaten in' anschaulicher Weise richtig schätzen zu lernen. Alle diese Karten sehen sich ähnlich: Im Norden zeigen sie Europa etwa bis zur Breite des Mains, im Westen erscheint gerade noch die atlantische Küste Spaniens und Portugals, im Osten schneiden die Karten mit der östlichen Grenze der Türkei ab, und im Süden bringen sie die nördlichsten Küstenstriche des afrikanischen Kontinents. Dies ist, wenn wir von den wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen der letzten zwei Jahrtausende absehen, die gleiche Karte, welche die Bürger Roms in ihren Bibliotheken betrachteten, als Eäsar seine Gegner rund um das Mittelmeer jagte. t ist die Karte des Mittelmeeres, wie sie von I Europäern für Europäer gezeichnet wurde. Tokio, 16. Febr. (DNB.) Premierminister Tojo versicherte vor dem Parlament, daß der Fall Singapurs die Besetzung aller wichtigen Stützpunkte Großbritanniens und der USA., die bisher von diesen Ländern zur Unterdrückung Ostasiens benutzt wurden, durch die japanischen Truppen bedeute. Japans Kriegsziel, so wiederholte Tojo, ist die „sichere Einrichtung einer neuen Ordnung für die gemeinsame Existenzmöglichkeit auf ethischen Prinzipien. Bei dieser neuen Ordnung wird das japanische Kaiserreich jedem Land und jedem Volk im größeren ostafiatischen Raum den ihm zustehenden Platz sichern. Die kaiserlichen Truppen führen die Offenstv- operationen in Burma weiter, um die britischen militärischen Stützpunkte zu erobern und um die anglo-amerikanische Versorgungsstraße für Tschungking abzuschneiden. Die Japaner denken nicht im geringsten daran, die burmesische Bevölkerung als ihre Feinde zu betrachten. Wenn sich daher die Bevölkerung Burmas über die augenblickliche Lage Großbritanniens, die seine absolute Unfähigkeit klarlegt, Rechenschaft ablegt und willens ist, mit Japan bei der Abschü11elung der langjährigen britischen Fesseln zusammenzuarbeiten, so wird Japan gern der Bevölkerung Burmas seine positive Mitarbeit zur Einrichtung eines .Burmas für die Burmesen' gewähren." Tojo kam dann auf I n d i e n zu sprechen. Indien hat jetzt, so erklärte der Premier, die beste Gelegenheit den rücksichtslosen Despotismus Großbritanniens abzuschütteln und a m A u f b a u d e r g roß- asiatischen Wohlstandssphäre teilzu- nehmen. Japan erwartet, daß Indien den ihm zukommenden Status eines „Indien der Inder" wiederherstellt und die patriotischen Anstrengungen der Inder tatkräftig unterstützt. düng zwischen ihrer ägyptischen Position und dem Kap der Guten Hoffnung herzustellen, und auch das war nur eine Verbindung, welche der Beförderung eiliger Verwaltungsbeamter und wichtiger Sendungen gewachsen war, nicht aber der Verschiebung von Truppen und Material, wie Roosevelt es in seinem Projekt vorgesehen hat. Die umgekehrte Mittelmeerwelt stellt sich also als ein phantastisches Traumgebilde amerikanischer Imperialisten dar, nicht aber als der Alp, der sie nach dem Willen der Weltstrategen in Washington für die europäischen Völker werden sollte Don Stufe zu Stuse. Der Londoner Sender nennt die abgelaufene Woche „die schwärzeste des Krieges für das britische Empire." Dieser Sender ist unhöflich genug zu erklären, daß bie^e Woche die Engländer „an die Zeit der Ruinen von Dünkirchen und an die Kapitulation Frankreichs erinnere". Dünkirchen hatte Churchill als „siegreichen Rückzug" bezeichnet, während er die französische Kapitulation als „treulosen Verrat an den gemeinsamen Ziele der Alliierten" verurteilt hatte. Die weiße Fahne, das Zeichen der Kapitulation, war von diesem Kriegsverbrecher als Zeichen des Verrats hingestellt worden. Jetzt ist es nach dem Londoner Sender nur ein „Mißge- chick, das uns persönlich trifft", nämlich die weiße Flagge über Singapur. Auch Mister Churchill hat sich am gleichen Tage der Kapitulation Singapurs in einer neuen Unterhausrede mit der allgemeinen Kriegslage beschäftigt und darin auch die „furchtbare Niederlage" erwähnt, die das britische Empire in Singapur und auf der ganzen Malaiischen Halbinsel einstecken mußte. Er hat die Kapitulation von Singapur nicht als Verrat bezeichnet. Er hat sich überhaupt nicht näher darüber ausgelassen. Er brachte diesen Fall Singapurs auch nur ganz zum Schluß seiner Rede zur Sprache. Man hatte aus seiner Mitteilung den Eindruck, daß er zu Beginn einer Ausführungen das Geschick Singapurs noch nicht kannte. Deshalb wirken auch feine an sich schon reichlich widerspruchsvollen Darlegungen noch konfuser und wenig überzeugend. Im Grunde lohnt es nicht, sich mit Churchill- Reden zu befassen. Sie gehen in der Regel um die Wahrheit herum und bringen keine Klarheit über die wirkliche Lage. Das Volk soll eben nicht wissen, wie es um das englische Schicksal steht. Er versuchte durch einen scheinbar logischen Aufbau Hörer und Volk zu verwirren. Deshalb behandelte er die Fragen: 1. Wie hat sich unser Geschick entwickelt? und 2. Welche Aussichten haben wir für die Zukunft zu erwarten? Den Kriegsablauf beurteilt er offenbar nach Zeitabschnitten von August zu August. Man wird sich erinnern, daß er bald nach Kriegsbeginn händereibend von einem „reizenden Krieg sprach. Er zeichnete damals eine Lage vom Kriege, nach der die Aushungerung Deutschlands und die militärische Vernichtung der Nazis gleichsam in wenigen Wochen Wirklichkeit geworden sein würde. Es ging ja dann nicht so schnell mit der Vernichtung Deutschlands. Um so größere Enttäuschungen und Niederlagen mußte Churchill als der Hauptkriegstreiber und -Hetzer einstecken. Nach Ablauf des ersten Kriegsjahres hatte er auf der Gewinnseite seines Kriegsschuldbuches nichts stehen, auf der Verlustseite aber waren verzeichnet Polen, Norwegen, genau wie das RüstungsproHramm Roosevelts für die nächsten beiden Jahre, dessen astronomische Zahlen genau so verwirrend wirken wie die grenzenlose Weite der Sahara — und genau so unfruchtbar. So erdrückend das Gewicht des dunklen Erdteils-auf Europa zu lasten scheint, so zeigt doch ein zweiter nachdenklicher Blick auf diese umgekehrte Karte der Weltstrategen in Washington, wie phantastisch das ganze Projekt ist. Gerade an der gewaltigen Größe des afrikanischen Kontinents scheitert der Plan, ihn in eine einheitliche Basis verwandeln zu können. Was bisher geschehen ist, mag gewiß nicht gänzlich bedeutungslos sein für sie künftigen Feldzüge und Schlachten. Die Errichtung einer amerikanischen Materialbasis in Eritrea, der Ausbau amerikanischer Flugplätze in L i b e r i a , die Erweiterung der britischen Stützpunkte in B a t h u r st und Freetown, die allmähliche Entwicklung südafrikanischer Rüstungsbetriebe, die stärkere Ausbeutung von Rohstoffquellen in den belgischen und gaullistischen Kolonien, das alles sind Dinge, die nicht ohne jede Bedeutung sind, die aber zu ihrer vollen Auswirkung nicht kommen können, wenn und solange es nicht gelingt, sie zueinander in Beziehung zu setzey. Di- Engländer haben trotz aller kolonisatorischen Erfahrung Jahrzchnte benötigt, um eine brauchbare Derbm- Ein Erdteil als Basis Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. ldpauisen «eScf""1 “ j hei^ r tin°. jg.tust; m Tobich m*1 ry» deutsch-italienischer Kräfte erfolgreich. Auf Malta wurden durch Bombentreffer deut- scher Kampffliegerverbände erhebliche Zerstörungen an militärischen Anlagen und Verladeeinrichtungen des Hafens La Valetta angerichtet. Bei Luftangriffen gegen Flugplätze der 3nfel wurden drei britische Bomber atn Boden vernichtet und Betriebsstofflager in Brand geworfen. 3n Luftkämpfen über w,—________ 21laUa und in der östlichen Eyrenaika.^et; sie belegte im Tiefflug in kühnem Schwünge schossen deutsche 3äger ohne eigene Verluste 15 bri- Kraftfahrzeuge, Artilleriestellungen und Truppenansammlungen des Gegners.mit MG.-Feuer und trägerin !Cht den Erfolg errungen. Der große feindliche Geleitzug, der, in mehreren Gruppen aufgeteilt und stark geschützt, von unserer Aufklärung beim Versuch, von Alexandrien aus Malta zu erreichen, gestellt wurde, wurde wiederum zu wiederholten Malen angegriffen. Ein Teil des Geleitzuges wurde vernichtet, ein anderer Teil wurde ge- Holland, Belgien, Frankreich und dazu rund 4,3 Millionen versenkter Handelsschiffstonnage. Wenn Churchill Dünkirchen in seinen Reden auch als „siegreichen Rückzug" bezeichnet hat, so steht auf» fälligerweise dieser „Gewinn" nicht auf Churchills Gewinnseite. Er hat auch nicht gewagt, seinem Volk nach einem Jahr Krieg zu erklären, daß er seinem Ziele, der Vernichtung Deutschlands und Italiens, einen Schritt nähergekommen sei. Im Gegenteil, er prophezeite, daß der britischen Bevölkerung aus der Insel schwere Zeiten bevorstünden. Im August 1941 verbuchte Churchill ein Plus für sich: den Eintritt der Sowjets in den englischen Krieg an der Seite der Plutokraten. Er hatte aber vorher schon den Balkan, Griechenland und Kreta abschreiben müssen, und auch den Eintritt der Bolschewisten in den Krieg verbuchte Churchill noch nicht auf der Gewinnseite seines Hauptbuches. Er fühlte sich aber verpflichtet, nachdem er die zweite August-Stufe seines Krieges erreicht hatte, dem englischen Volk einen Lagebericht zu geben. Sein Wort von „Not, Blut und Tränen* fiel um diese Zeit. Heute erklärt nun Churchill, daß der August 1941 schon wesentlich günstiger ausgesehen hätte als 1940. Denn inzwischen sei nicht mir Stalin sein Verbündeter und Freund geworden, sondern auch R o o s e o e l t sei mit den „ungeheuren Hilfsquellen der USA." Großbritannien zu Hilfe gekommen. Er erinnert sich heute sicher nicht mehr gern daran, wie sich die Lage für die Plutokraten Ausgang August 1941 gestaltet hatte: Die Sowjets im Durchschnitt über 1000 Kilometer zurück geschlagen, ungeheure Menschen» und Materialverluste und über vier Millionen Gefangene zurücklassend: England selbst hatte bis dahin über 13 Millionen BRT. Handelsfchiffsraum allein durch die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe verloren. Die englische Rü- stungs- und Dersorgungsindustrie lag in wesentlichen Teilen in Trümmer. Die Lebensverhältnisse auf der Insel hatten sich in nie geahnter Weise verschärft. Herr Churchill hat nicht bis zum fälligen August mit seiner Jahresbilanz gewartet, sondern er hat schon jetzt eine Zwischenbilanz gezogen. Der Grund hierfür war nicht die besonders günstige Lage, sondern die immer mehr zunehmende Beunruhigung und das stärker werdende Mißtrauen, das sich in der Bevölkerung des brittschen Empire breitmacht. Denn inzwischen ist Japan, der Herausforderun» gen der britisch-nordamerikanischen Kriegshetzer müde, an die Seite der Achsenmächte getreten. Churchill konnte in seiner jüngsten Rede diese Tatsache gleichfalls nicht als Gewinn ausweisen. Im Gegenteil, er erklärte resigniert: ,^>eute triumphiert Japan, und wir sind hart bedrängt." Was er über die Zukunft des britischen Schicksals zu sagen hatte, war in keiner Weise ermutigend: „Wir gehen einer für uns ungünstigen und schweren Zeit entgegen." Er konnte nur orakelhaft erklären: „Die Eigenschaften, welche uns im Sommer 1940 gerettet haben, die werden uns auch durch diese Prüfung hindurchführen." Er erwartet nichts von der eigenen Hilfe; denn erstens liegt dem Engländer es nicht, selbst zu kämpfen, zum andern fehlen Churchill für einen Sieg alle Voraussetzungen. Er erwartet deshalb einmal, daß Amerika „seine ungeheuren Hilfsquellen" zur Verfügung stellt, ferner daß die Sowjets die Deutschen aus ihrem eigenen Lande heraustreiben, daß die Tschungting-Chinefen die Japaner am weiteren Vordringen gegen Indien verhindern, und daß die übrigen Hilfsvölker aller Kontinente Großbritannien vor dem Untergang bewahren. Wenn das alles zutrifft, dann ist nach Churchill „der Sieg in den Bereich der Möglichkeit gerückt". Wir wissen nicht, ob Churchill am nächsten August noch seinen Lagebericht wird erstatten können, aber das eine wissen wir, daß Churchill heute bereits mit seinem Kriegslatein zu Ende ist. Nach der weißen Flagge über Singapur sieht er ganz schwarz! Po. Union Zack und weiße Fahne. Oie Verhandlungen zur llebergabe Singapurs. Singapur, 16. Febr. (DNB.) Generalleutnant Yamashita, der Oberbefehlshaber der japanischen Expeditionskräfte in Malaien, der in einer Unterredung von 49 Minuten Dauer mit Generalleutnant A. E. P e r c i v a l, dem Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Singapur, am Sonntagabend die japanischen Uebergabebe- bingungen für Singapur diktierte, erklärte sich bereit, die volle Verantwortung für das Leben Der britischen und australischen Truppen sowie auch der in Singapur verbliebenen britischen Frauen und Kinder zu übernehmen und erklärte, man könne sich hierbei „auf den japanischen Buschido-Geist" verlassen. Bei dieser historischen Zusammenkunft forderte Yamashita eine unverzügliche Annahme der javanischen Uebergabebebingungen, wie aus dem fol- genoen von Domei veröffentlichten Wortlaut der Unterredung hervorgeht, die zwischen dem japanischen und dem britischen Truppenführer ftattfanb: Yamashita: „Ich wünsche kurze und präzise Antworten zu erhalten. Ich werde mich nur mit einer bedingungslosen Uebergabe zufrieden geben." Percival: ,Ha." Yamashita: „Wurden irgendwelche japanische Soldaten von den Briten gefangen genommen?" Percival: „Nein, nicht ein einziger." Yamashita: „Wie steht es mit den japanischen Einwohnern?" Percival: „Alle japanischen Einwohner, die von den britischen Behörden interniert wurden, sind nach Indien gesandt worden, doch wird ihr Leben von der indischen Regierung vollständig gewährleistet." Yamashita: „Ich möchte jetzt hören, ob Sie sich zu ergeben wünschen ober nicht, und falls sie dies wünschen sollten, so bestehe ich auf einer bedingungslosen Uebergabe. Was ist Ihre Antwort hierauf: Ja oder nein?" Percival: „Wollen Sie mir bis morgen Zeit lassen?" Yamashita: „Bis morgen? Ich kann nicht so lange warten, und es'ist eine abgemachte Sache, daß die japanischen Streitkräfte heute Nacht an- greisen werden." Percival: „Wie wäre es, wenn wir bis 23,30 Uhr japanischer Zeit warten würden?" Yamashita: „3n diesem Fall würden di-e japanischen Streitkräfte ihre Angriffe bis zu diesem Zeitpunkt fortsetzen. Wollen Sie sich jetzt mit ja oder nein erklären?" Percival schweigt. Yamashita: ,Hch möchte eine endgültige Ant- wort haben und ich bestehe auf einer vedingungs- losen Uebergabe. Was haben Sie dazu zu sagen?" Percival: „3a.* Yamashita: „Dann gut, der Befehl zum Feuereinstellen muß um 22 Uhr aus gegeben werden. Ich werde sofort gestatten, daß bis zu hundert Mann britischer Truppen zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung im Stadtgeoiet verbleiben. Sind Sie damit einverstanden?" Percival: „3a." Yamashita: „Sollten Sie diese Bedingungen verletzen, würden die japanischen Truppen keine Zeit verlieren und sofort zur allgemeinen und end- gültigen Offensive gegen die Stadt Singapur an« treten." Die Briten Haden am 15. Februar um 14.30 Uhr zum erstenmal chre Bereitwilligkett zur Uebergabe geäußert, als drei britische Offiziere, darunter Major C. M. D. Wilde, sich mit weißen Fahnen der Vorhut der japanischen Haupfftreitkräfte auf dem Sportplatz vier Kilometer nördlich der Bukit- Timah-Straße näherten und eine Unterredung über Waffenstillstandsbedingungen vorschlugen. Auf Anweisung des Generalleutnants Yamashita fragte der Kommandeur des dortigen Verbandes, Suglitz, die britischen Offiziere aus. Der britische Waffenstill, standsvorschlag wurde darauf abgelehnt und die Forderung aus eine bedingungslose Uebergabe gestellt. Es wurde den Offizieren mitgeteilt, daß, falls das britische Oberkommando zur Uebergabe geneigt fei, der Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte die Bedingungen noch am selben Tage 3U besprechen wünsche. Die britischen Offiziere kehr, ren um 16.15 Uhr zurück. Inzwischen dröhnten die Geschütze weiter. Am selben Tage noch, um 18.40 Uhr, kam Generalleutnant Percival, begleitet von seinem Generalstabschef K. S. T. T o r m a n c e und Major Wilde im Kraftwagen in die Anlagen der Farbwerte. Das Auto Percivals führte einen großen Union Jack und eine weiße Fahne mit und der brittsche Befehlshaber war von dem japanischen Kommandeur Sugita begleitet. Kaum hatten die britischen Offiziere in einem der Räume in den Farbwerken Platz genommen, als um 19 Uhr Generalleutnant Yamashita, begleitet von ver- schiebenen Stabsoffizieren, erschien. Die britischen und japanischen Offiziere reichten sich die Hände und die Unterredung begann. Tschungling bitter enttäuscht. Schanghai, 17. Februar. (Eurovapreß.) Auf die T s ch u n g k i n g-Regierung hat der Fall von Singapur geradezu niederschmetternd gewirkt. Bittere Enttäuschung spricht ferner aus den Kommentaren der Zeitungen Tschungkings, die einem Notruf an Großbritannien und die Bereinig ten Staaten gleichkommen. Düstere Zeit, starker Feind. Stockholm, 17. Febr. (Europapreß.) Die Zeit ist düster und der Feind ist st a r k, schreibt die USA.-Zeitung „Balttmore Sun" in ihrem Artikel, der die allgemeine Stimmung in den Vereinigten Staaten nach dem Fall von Singapur kennzeichnet. Reuters Korrespondent in Washington ist der Meinung, man beurteile den Verlust von Singapur in den Vereinigten Staaten nicht nur als britisch^ sondern allgemein als britisch-nordameri- konische Niederlage. Ein Rundfunk-Kommentator erklärte, der Fall Singapurs sei eine Folge der Ereignisse von Pearl Harbour (Hawai) gleich zu Beginn des Ostasien- krieges. Sie hätten die Lage im Stillen Ozean entscheidend gugunften der Japaner verändert. Der Ostindische Archipel. Von Karl August Deubner. Der ostindische Kolonialbesitz bildete die Grundlage des holländischen Reichtums. Nachdem kühne Seefahrer und unternehmende Kaufleute am Aus- aang des 16. Jahrhunderts mit ihren Schiffen von Amsterdam bis zum ostindischen Archipel vorgestoßen waren, wurde im Jahre 1602 die mit erheblichem Kapital ausgestattete „Generale Ost-Indische Compagnie" gegrünbet, die sich die Ausbeutung der zuerst weaen ihrer Gewürze begehrenswerten Inseln zum Ziel setzte. Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein Kolonialreich, das rund 60mal so groß war wie das Mutterland (1904 000 Quadratkilometer). Die volkreichste, an Oberfläche jedoch hinter den anderen großen Inseln des Archipels weit zurück- stehende Insel Java (132 000 Quadratkilometer) wurde mit Batavia der Mittelpunkt dieses kolonialen Inselreichs. Um das Zentrum Java gruppieren sich als Außenbesitzungen: Sumatra (473 000 Quadratkilometer), zwei Drittel von Borneo (539 000 Quadratkilometer), Celebes (189 000 Quadratkilometer) die kleinen Sunda-Jnseln (ausgenommen portugiesisch Timor), die Molukken und die Westhälfte von Neuguinea (390 000 Quadratkilometer). Der holländische Staat als Besitz- und Rechtsnachfolger der Ostindischen Kompanie knüpfte zu- nächft an die koloniale Ausbeutungspraxis der Handelsgesellschaft an. Möglichst hohe Gewinne aus den überseeischen Befitzungen zu ziehen, war das Be-» streben der kavitalistisch orientierten niederländischen Kolonialpolittk der ersten Zeit. Erst verhältnismäßig spät, dann allerdings mit anerkanntem Erfolg, wandte sich der Staat der Aufgabe der Organisierung und kulturellen Durchdringung seines Kolonialreichs zu. Ein gewisser Abschluß dieser Entwicklung wurde vor 20 Jahren erreicht, als die niederländische Verfassung das europäische Mutterland und das Kolonialreich als gleichberechtigte Teile anerkannte. Die Holländer hatten es verstanden, von der rein kapitalistischen zur modernen Kolonialpolitik einen Uebergang zu finden, ohne daß der Staat durch kolonial-revolutionäre Erschütterungen beeinträchtigt worden war. Sie bedienten sich mit großer Geschicklichkeit der eingebore/ien Fürsten, denen zum Teil nach Sicherstellung be's holländischen Einflusses ihre Herrschaftsrechte belassen wurden, während nur etwa oie Hälfte des ostindischen Besitzes der direkten holländischen Verwaltung unterstand. Diese großzügige Beteiligung des eingeborenen Elements an der Verwaltung führte dann allerdings zu der Gefahr einer rassischen Vermischung, oie so weit um sich griff, dast von rund 240 000 Europäern, die In Niederländisch-Indien leben, über die Hälfte indo-europäische Mischlinge sind. Nach zuverlässigen Erhebungen bestanden zuletzt 22,5 v. H. der von Europäern in Ostindien geschlossenen Ehen aus Mischehen. Der koloniale Friede war, sieht man das Problem von dieser Seite an, mit einer erheblichen Selbstaufgabe bezahlt worden. 1937 zählte man in Nlederländisch- Indien 66 Millionen Einwohner, im holländischen Mutterland 8 Millionen. Der Gewürzhandel war es, der die Holländer in das von tropischem Klima begünstigte Nieberlän- disch-Indien zog. Der Pfeffer hat bis zu unserer Zeit im osttndischen Export seinen Platz behauptet. Die Produkte, die bann im Dlantagenanbau begünstigt wurden und bis vor nicht so langer Zelt den ostindischen Handel beherrschten, Zucker und Kaffee, sind vom Kautschuk und vom O e l rn ihrer Bedeutung abgelöst worden. Die Erdölvorkommen auf Java, Sumatra und Borneo haben Niederländisch-Jndien den Rang der fünften Del- macht der Welt gesichert. In der Tabelle der wichtigsten Ausfuhrgüter Nieberländisch-Jnbiens rangieren die Oelprodukte mengenmäßig an erster Stelle, wertmäßig gleich hinter dem Kautschuk. Die Hauptinsel Java ist mit 42 Millionen Einwohnern bas am dichtesten bevölkerte Agrarland der Erbe. Ausgebehnte Reispflanzungen befinden sich hauptsächlich im Besitz von Angeborenen Bauern. In minder ergiebigen Erntejahren reicht die Reisprobuktton Javas allerbings zur Ernährung ber Bevölkerung nicht einmal aus unb muß durch Einfuhr ergänzt werben. Bei einem trifen- bebingten Rückgang bes Anbaus von Zucker und Kaffee hat sich bie Teekultur günstig entwickelt. Sie nimmt in ber Ausfuhr Javas bie erste Stelle ein. Auf der fruchtbaren Insel werden Kautschuk, Zinn, Taplokaprodukte und Chinarinde in bedeutenden Mengen gewonnen. In ber Chinarinde, aus ber Chinin gewonnen wirb, besitzt Nieberlän- disch-Jndien bas Weltmonopol. Sumatra, bekannt geworben burch feinen Tabak von hoher Qualität, hat durch seine aus- aebehnten K a u ts ch u k ku lt u r e n in ben letzten Jahrzehnten einen bebeutenben Wertzuwachs erfahren. Nach Malaya, bas sich jetzt unter ber Kontrolle Japans beflnbet, Ist Nleberlänbisch-Jnbien bas ergiebigste Kautschukgebiet ber Welt. Die USA. haben vis zum Kriege ben größten Teil ber nieder- lönbisch-inbischen Kautschukproduktion abgenommen. Die großen Erbölvorkommen auf Sumatra lenken bie Aufmerksamkeit auf biefen schicksalhaften Rohstoff, ber in erheblichen Mengen auch auf B o r- n e o geförbert wirb, bas im übrigen In seinen Ur- walbzonen ein eigentliches Eigentum ber Eingeborenen geblieben ist. Wirtschaftlich ist bas in weiten Tellen noch unerschlossene Niederlänblsch- Neuguinea ohne größere Bebeutung. Die Ausfuhr wirb kompensiert burch bie Einfuhr, es ist hier weniger ein wirtschaftliches Moment, bas Interesse verdient, als ein bevölkerungspolitisches. Neuguinea ist ein Ventil für bie übervölkerten Inseln bes Archipels, vor allem Java. Auch Japan hat sich zeitweise für eine Be- sieblung Neu-Guineas interessiert. Dieser umrißartige Ueberblick über die Schätze Nieberländisch-Jndiens bebarf einer Ergänzung burch den Hinweis auf bie bebeutenbe Ausfuhr an Kokospalmprobukten — Nieberlänbisch-In- bien steht an ber Spitze ber Kopraausfuhrlänber ber Welt — unb Zinn, bei bem Nieberlänbisch-Indien den dritten Platz in ber Welterzeugung einnimmt. LlGA.-AdmiralHart gefallen. In der Seeschlacht vor Java mit seinem Kreuzer untergegangen. Schanghai, 16. Febr. (DNB.) Der USA^ Admiral H a r t, der am 7. Februar wegen angeblicher Krankheit von bem holländischen Vizeadmiral Helfrich als Oberbefehlshaber abgelöst wurde, ist, wie aus Surabaya gemeldet wird, auf bem Gemischter Tobak. Kulturhistorische Betrachtung zur Raucherkarte. Auch die scheinbar so nagelneue „Raucherkarte" *r- wie man die Bezugskarte für Tabakwaren im Dolksmunde kurz und treffend nennt — gibt der Behauptung des alten Scheichs Ben Akiba recht: „Alles ist schon, einmal dagewesen!" Bereits vor 250 Jahren mußten sich in verschiedenen Gemeinden Deutschlands Leute, die dem Tabak hold waren, per- sönliche Berechtigungsscheine zum Rauchen gegen Erlegung von amtlichen Gebühren besorgen, widrigenfalls sie — beim Rauchen ertappt — Strafe zahlen mußten. Solche „Tabakzettel" oder „Raucherpässe" allerdings unterschieden sich insosern von unserer neuen Raucherkarte, als sie lediglich die Berechtigung zum „Tabaktrinken" erteilten, nicht aber die Beschaffung von Rauchwaren ermöglichten. Immerhin ist die Parallele zu unserer Zeit doch auffallend, unb nicht ohve Interesse dürfte in diesem Zusammenhänge auch bie folgende kulturhistorische Reminiszenz fein: „1754 wurde in Bremen dix Tabaccise aufgehoben, dagegen verfügt, daß alle Mannspersonen nach zurückgelegtem 14. Lebensjahre jährlich 8 Schillinge Tabaksgeld zahlen sollten." Es handelte sich hier also um eine Steueränberung, bie generell galt und ben Erfaßten natürlich auch bie Nauchererlaubnis erteilte. Das ist um so beachtlicher, als schon Iugenbliche davon betroffen werden, nachdem noch kurz vorher selbst bas Recht ber Erwachsenen aufs Rauchen mancherorts bestritten wurde. So sind zahlreiche behördliche Erlasse bekannt, die das Rauchen — manchmal auch nur das unmäßige Rauchen ober das Rauchen an öffentlichen Orten — verboten. Ja selbst bas weniger „feuergefährliche" unb nicht burch Qualm andere Leute bdäftigenbe Tabakschnupfen ist mehrfach öffentlich untersagt worden; so verboten es die Päpste Urban 1642 unb Innozenz X 1650 innerhalb ber Kir» chen, was begreiflich erscheint, da es dort wirklich ungehörig ist. Aber auch bie Mebiziner hatten ihre Bedenken, und es ist noch gar nicht so sehr lange her, seit die alte Auffassung getilgt wurde, daß bas Rauchen ben Mann unfruchtbar mache. Andererseits aber sand ber Tabak auch starke Beachtung als Heilpflanze, und heute noch ist er offi- zwl in Verwendung. Allerdings erfahrt er nicht rstchr öle sieffattigtz Hestcmwendmrg vvn Tobak". Diese nämlich war wirklich außerordentlich vielseitig, und folgende Rezepte stellen nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus einem Fachbuche der srkderizianischen Zeit bar, „Das Tabakkraut, in Branntwein geleget und davon ein Löfflein voll getrunken, tobtet die Würmer im Leibe unb ist gut für bie Steinschmerzen. Die Blätter, in Bier eingeweichet und dieses getruncken, verursachet ein hesftiges Erbrechen, daher die Fieber dadurch oft curiret unb vertrieben werden. Das Kraut, in Weine gesotten und hernach warm über die schmertzenden Wunden geschlagen, stillet ben Schmertz wunberbar." Auch die Indianer schätzten bereits die von ihnen zuerst kultivierte Pflanze als Heilkraut, und es ist uns überliefert, daß sie mit Tabakslauge sogar vergiftete Pfeilwunden behandelt haben. Im Kult spielte der Tabak eine bemerkenswerte Rolle bei ihnen. Ein alter Reisender, etwa um 1680, beschreibt uns die Zeremonien, die beim Rauchkulte getrieben wurden, ausführlich; da heißt es: „Diese Indianer — nämlich bie bes füblichen Norbamerikas — sollen der Sonne zu Ehren Toback rauchen. Sie kehren ihr Angesicht nach der Sonnen zu, um dadurch ihren Respect, den sie gegen dieselbe tragen, an den Tag !u legen, unb präsentieren also ihre Pfeiffen, so bald le dieselbe angezündet haben, diesem Gestirn mit •en Worten: Hschenti ouba!', das heißet: ,Rauche, Sonne!'" Sodann spielt der Tabaksgenuß dort in seinem Heimattande eine bedeutende Rotte für die körperliche und seelische Anregung; ja auch der Kautabak war schon frühzeitig dort bekannt, wie alte Berichte, etwa für die Zeit um 1700 herum geltend, barlegen. Wir lesen bei einem Autor jener Zeit: „Wenn die Indianer durch wüste Oerter reifen wollen, machen sie aus dem Tabacke kleine Küglein nach dem anderen vorne in den Mund zwischen Lippen und Zähne und saugen daran, daß sie zergehen; davon empfinden sie eine Feuchtigkeit, welche sie verschlingen, und können sich also damit einige Tage des Hungers und Durstes erwehren." Der Name Tabak stammt übrigens von einem indianischen Wort, das soviel wie „Rauchröhre" — eine Vorrichtung zum Rauchen auf Haiti — bedeutet und von ben Entdeckern in die spanische Form „tabaco“ gebracht wurde. Zigarre kommt vom spanischen „cigarra“, bem Namen einer Grillen- ober Zikadensorte, und „cigarro“ ist eine kubanische Tabaksorte, Cn du ZK > Ai W’ PW1 /««tu - IlWA n 17 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) len noch uner« ea ohne grö« 'd kompensiert ein wirtschaft» t als ein be» in Wentil für ls, vor allem ftr eine Be- Klein» politische Nachrichten. Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darmstadt haben dem Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium SA.-Obergruppenführer Wilhelm Kl ein mann in Würdigung seiner hervorragen- den Verdienste auf dem Gebiete der Eisenbahnwissenschaften, insbesondere um die wissenschaftliche Durchdringung der Eisenbahnpraxis und um die Zusammenarbeit der Verkehrsmittel, die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber verliehen. Wie aus Tanger gemeldet wird, ist ein durch eine Flugzeugbombe im Mittelmeer schwer beschädigter britischer Zerstörer in Gibraltar eingelaufen. Drei Tote und 15 Verwundete wurden an Land gebracht. i Der wegen ongev« n Vizeadmiral dgelöst MiM wirb, aus dem Marschall Antonescu traf nach seinem Besuch im Führerhauptquartier Sonntag vormittag in Begleitung seines Stabes wieder in Bukarest ein. ?r die Schatze r Ergänzung )e Ausfuhr an derländisch-In» ifuhrländer der ländisch-Jndien mg einnimmt gefallen. Jaw ' egangeil. durch feinen kch seine aus, ,n den letzten rlzuwachr er« mter der Son. sch'Jndien das .. Die U68L eil der nieder« abgenommen, auf Sumatra schicksalhaften uch auf Bor« in seinen Ur« n der Singe« feindliche Dampfer erzielten. Am 14. 2. sichteten zwei auf bewaffneter Aufklärung befindliche italienische Torpedoflugzeuge einen durch drei Avisos und einen Hilfskreuzer gesicherten feindlichen Geleitzug. Die italienischen Torpedoflugzeuge gingen sofort zum Angriff über und erMten einen Tor. pedovolltreffer auf einen mit Material schwer beladenen Dampfer, der sofort Schlagseite gab und kurz darauf sank. Ein zweiter Dampfer wurde eb-enfalls von einem Torpedo getroffen. Die Abwehr der Geleitschiffe war schwach und wirkungslos. Zur selben Zeit führten deutsche Flugzeuge glänzende Aktionen gegen andere feindliche Schiffe durch. Unsere Schlachtschiffe zwischen Kontinent und Insel. Oer kühne Marsch deutscher Ueberwafferfireitkräste durch -en Kanal. Von Kriegsberichter Willi Gleichfeld. Die englischen Geleitzüge für Malta unter unseren Bomben. Rom, 17.Februar. (DNB. Funkspruch.) Zu den erfolgreichen Angriffen der deutschen und italienischen Luftwaffe auf englische Geleitzüge im östlichen Mittelmeer veröffentlicht die römische Presse folgende Einzelheiten: ein». & Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülfen ’9tÄ *S;*Ä -r.T inbert n en1. Rinnen N», "fltatlanj bet «9en b-fin. ^Angeborenen Wien reich! W M. "M und mui trifen. «Butter und R tnheldeit « -He Stelle ? Mm * m Weu. J’narinbe. $ ^ieberlan» Die tagtäglich auf die englischen Stützpunkte der Insel Malta durchgeführten schweren Angriffe haben die Engländer veranlaßt, zahlreiche Material, und Versorgungstransporte aus den ä g y p t fc • schen Häfen auslaufen zu lassen. Die italienische Luftaufklärung wurde daraufhin ^verstärkt, und bereits am 13. Februar gelang es, nördlich der S y r t e einen Geleitzug festzustellen, der von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen wurde, die trotz heftiger Luftabwehr Volltreffer auf drei feindliche Dampfer erzielten. Am 14.2. sichteten zwei auf bewaffneter Aufklärung befindliche USA.-Kreuzer „Houston" gefallen. Der Kreuzer .Houston" wurde, wie jetzt bekannt wird, am I. Februar in der Seeschlackt an der Küste Javas mfammen mit zwei holländischen Kreuzern versenkt. Durch die nachträgliche Absetzung sollte der Untergang des Kreuzers verschleiert werden. „Houston" war ein schwerer Kreuzer, der 1929 vom Stapel lief und eine Wasserverdrängung von 9050 Tonnen hatte. Die Geschwindigkeit des Schif- Jes, das eine Besatzung von 611 Köpfen hatte, betrug 32,7 Seemeilen. Die Armierung des Kreuzers lhestand aus neun 20,3-cm-Geschützen sowie vier en Schweigen, auf und bW was «de» gntereffi Sani ZU 'S»* &t fwjil Spiel ff n°ch ;ft jüer» alte 6'5 Ä-ä end« ” ftier " * 'S «* * angelegenheit, bei der fremde Leute immer ein bißchen blöde wirken ... „Aber du schlägst ja für dich selber auch einen Fremden vor, Jan? Und überhaupt ... da du so für Versöhnung bist ... sollten wir es nicht wenigstens versuchen, mit Ulla einen Ausgleich zustande zu bringen?" Fehr war etwas betroffen. Er fühlte sich geneigt, ihr innerlich recht zu geben: es war schwer, den ersten Schritt zu tun! So 'antwortete er ausweichend, und man einigte sich schließlich darauf, daß Marion ihre Münchner Freundin Jenny Metz („Fipps" genannt) — die ja bereits Zeuge ihrer ersten Bekanntschaft gewesen-war! — nach Berlin einladen würde. Wenn man dem armen Hascher! das Reisegeld schickte, käme sie natürlich begeistert.. Am Morgen nach diesem Gespräch, da Marion — ein wenig früher auf als Fehr — zum Frühstück hinuntertam, empfing sie beim Portier zwei Briefe. Der eine trug den Poststempel Lappersdorf — der andere — mein Gott, der andere trug die Handschrift ihres Vaters! Schnell ließ sie beide in der Handtasche verschwinden, denn auf der Treppe klang bereits Fehrs Stimme, der mit dem Zimmermädchen sprach. Beim Frühstück mußte sie - sich sehr zusammen- nehmen. Daß der Brief des Vaters nichts Gutes brachte, stand fest. Mer „Lappersdorf?" Wer konnte ihr aus Lappersdorf schreiben? Fontana höchstens? Fehr bemerkte nichts von ihrer Erregung und Unsicherheit. Er war in aufgeräumter Stimmung, der böhmische Landwein, den er gestern reichlich getrunken, war ihm ausgezeichnet bekommen, er hatte die Nacht vortrefflich geschlafen und sich mit dem Entschluß erhoben, den prachtvollen Morgen zu einer Skitour nach Spindlermühle hinab zu benutzen. — Die Filmleute, wußte er aus dem gestrigen Abendgespräch, reisten heute vormittag, Gott sei Dank!, ihre Härnerschlitten waren bestellt, er brauchte nicht zu fürchten, daß der Regisseur Grel- ling sich in seiner; Abwesenheit Marions bemächtigen Würm Was der Marsch schwerer Seestrektkräfte durch den Kanal im Angesicht der stark befestigten englischen Stufte bedeutet, wird im Urteil der Seekrieas- Se bestätigt werden. Uns an Bord erfüllt tm lick allein das Erlebnis der Gegenwart und desKampfes. „Nie so verzweifelt wie jetzt." Ein offenes Wort eines britischen Großadmirals. Stockholm, 17.Februar. (DNB. Funkspruch.) Großadmiral Sir Roger Keyes erklärte in einem Kommentar zum deutschen Sieg im Kanal, wobei er auch auf die Versenkung Der „Prince of Wales" und „Repulse" vor Singapur einging, das britische Volk müsse einsehen, daß sich Großbritannien „nie zuvor in seiner Geschichte in einer so verzweifelten Lage wie gegenwärtig" befunden habe. 12,7-cm-, zwei 4,7-cm- und acht 4-cm^Luftabwehr- geschützen. Er hatte vier Katapultflugzeuge an Bord. Sie Japaner auf Sumatra. Lissabon, 17. Febr. (Europapreß.) Stark beunruhigt, beobachtet man in den Vereinigten Staaten das Vordringen der Japaner auf Sumatra. Die CBC meldet bereits die Eroberung der Oel - selber Sumatras durch japanische Truppen mit dem Hinzufügen, daß dadurch die Hälfte der Oelproduktion Niederländisch - Indiens verlorengegangen sei. DNB. ..., 16. Februar. (PK.) Soeben hat unser ^Schiff die schmälste Stelle zwischen dem Kontinent md der englischen Insel passiert. Es sind nur we- nige Seemeilen bis drüben zur Steilküste, und man staucht kein Glas, um die hellen Felswände selbst bei diesem diesigen Wetter auszumachen. Die Uhr- beiger stehen fast auf Mittag. Unsere Schlacht- shiffe und andere schwere Einheiten haben zwar Aeleitschutz zu Wasser und "zu Land, aber dennoch miri) der Feind alles daran setzen, diese Unterneh- kirn-g mindestens zu stören. Wir alle an Bord sind uns bewußt, was diese Aufgabe bedeutet. Für jeden bis zum jüngsten Matrosen ist der Tagesbefehl des Befehlshabers der Schlachtschiffe Leitwort und Her- -enssache im soldatischen Sinne. Jeder wird auf seiner Station bis zum letzten seine Pflicht erfüllen, lind schon beginnt sich der Feind zu rühren. Eng- lische Küstenbatterien feuern auf unseren verband. Man muß es dem Tommy lassen, er tofet nicht schlecht, aber dennoch nicht genau genug, um uns zu treffen. Ringsum gischten die Aufschläge her Granaten auf, liegen mal näher, mal weiter hon den Schiffen weg. Dann erreicht uns der Engländer nicht mehr. Der Durchbruch durch die engste stelle im Kanal ist gelungen. - Nun beginnt ein stundenlanger Kampf gegen britische Flugzeuge und Unterwasser, jt r e i t f r ä f t e. Im Schutz der Küste und des hiesigen Wetters operieren feindliche Einheiten. Wieder beobachten wir die Einschläge, die allerdings lauch daneben liegen. Schwefelgelb springen kurze Rauchsäulen der betonierten Granaten auf, klatschen hie eisernen Grüße in die See. Unbeirrt setzen die Ideutschen Schiffe und Boote ihre Marschsahrt fort, heuern zurück, erzielen Treffer und decken den Geg- her ein, der bald darauf die Zwecklosigkeit seines »Angriffes von See her einsieht und das Feuer ein» hellt. Da setzt man auf den Inseln Flugzeuge [in Massen em. Während dieser Bericht geschrie- Istn wird, läßt sich noch nicht übersehen, wie stark in Wirklichkeit die Angriffskräfte der englischen Luft- paffe sind. Vielleicht sind es 80 Flugzeuge, viel- [leicht sind es auch mehr. I Der Feind läßt keine Gelegenheit ungenutzt, um Bins Treffer beizubringen. Er bietet alles auf. pomberallerTypen greifen an. To rp ed o- vlugzeuge fliegen Anlauf um Anlauf, Jäger Karen dazwischen auf und schießen mit Bordwaffen. Das Wetter ist für den Gegner günstig, die tief» Hangende Wolkendecke schützt die Flieger. Jetzt tobt ■in wilder Kamps hier im Kanal. Flugzeuge Ion vorn und von achtern, Flugzeuge »n Steuerbord und an Backbord. Ein höllisches Konzert dröhnt in der Lust. Leichte, mitt- Jere und schwere Flak schießt aus allen Rohren, daß Uch der Himmel von den Garben der Leuchtspur- ■nunition weit erleuchtet. Brennende Flugzeuge stürzen ins Meer und werden sofort von ■en Wogen verschlungen. Englische Besatzungen Iptingen mit Fallschirmen ins Wasser, loroeit sie noch Zeit dazu haben. Bomben klatschen In die Fluten, daß es yoch aufspritzt. Lufttorpedos Mischen mitten hinein. Deutsche Jäger Der» lolgen außerhalb der Kampfzone den Feind. [ Die Hölle i ft los. An Bord stehen die Män- met eisern auf ihren Gefechtsstationen. Wir sehen Me getroffenen Maschinen ins Wasser stürzen. Es mögen acht ober zehn Flugzeuge gewesen jein, die mir selbst von unserem Schiff mit bloßem Äuge »beobachteten. Die Anzahl der Abschüsse ist aber be» Nimmt größer, da die Sicht kurz ist und die an» ■beten Schiffe nicht schlechter schießen. Wir unter« ■schätzen den Gegner nicht. Seine Anflüge sind mutig ■und kühn, doch unsere Abwehr ist besser. ■Erst als sich die Dunkelheit über die Deutsche Bucht Jen ft, wird der Kamps abgebrochen. Weder eine ■englische Fliegerbombe noch ein Torpedo haben ihr «Ziel erreicht. Am nächsten Morgen aber stehen unsere Einheiten pünktlich auf der befohlenen Po siti o n irgendwo in heimischen Gewässern. Schwieriger lag die Sache für Marion. Ihre ein» firnen Bekannten in Berlin waren Leute vom Igeater, Agenten, Kollegen aus früheren Engagements, die Fehr nicht genehm sein würden. Er lehnte denn auch gleich ab. „Mer — wie wär's mit deinen Eltern, Marlon?" fragte er: „Sie sind doch schließlich Hie Nächsten dortau', wie Fritz Reuter sagt. Und wenn Re sich seinerzeit nicht damit befreunden konnten, daß du zum Theater gingst — jetzt tust du ihnen ja gewissermaßen nachträglich den Willen! — Also kein Erund mehr zur Verstimmung, auf beiden Seiten, denk' ich. Eine bessere Gelegenheit, sich auszusohnen, kommt nicht so leicht wieder. — Was meinst du?" Aber Marion schüttelte nur energisch den Kopf: „Wenn du wüßtest, Jan! Du hast ja keine Innung, wie tief der Riß zwischen ihnen und mir Nt. Bestimmung? Ach, das ist ein sehr freundlich- deschönigendes Wort. Das trifft die Sache gar nicht. Go sehr ich immer für Frieden bin — ich will mich ^stimmt nicht dem aussetzen: eine Abfuhr zu be» bmmen. Du kennst Papa nicht! Versöhnlichkeit ist, Sünde gesagt, nicht seine starke Seite. Er würde, denn er zur Hochzeit käme, todsicher die ganzen Uten Geschichten wieder aufrühren, und alles wäre schlimmer als bisher. Nein, laß uns auf etwas andres denken! Ich habe mich nun einmal von seinem Elternhause losgemacht — es ist mir bitter schwer geworden. Aber wenn sich an biefem Verhältnis oder Mißverhältnis etwas ändern soll, muß ler erste Schritt von drüben ausgehen. — Wirklich, kß uns auf etwas anderes sinnen!" „Gew, Kind. Obwohl ich es redlich bedauere. Aus der Stadt Gießen. Oer Druckfehlerteufel. Dieser wahrhaft teuflische Bursche ist der tödliche Feind eines jeglichen, dessen mehr oder weniger unsterbliche Werke der Druckerschwärze für würdig befunden werden, kennt er doch keine größere Lust als die, den unglücklichen Schreiber in den Augen des Lesers als komische Figur erscheinen zu lassen. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, macht er beispielsweise aus einer „Taschenuhr" ein „Taschentuch", was wie männiglich zugegeben wird, immerhin zweierlei ist, denn niemandem, als etwa dem zerstreuten Professor der Witzblätter, wird es einfallen, das Taschentuch als Zeitmesser heranzuziehen ober gar den Versuch zu machen, die Taschenuhr — die Feder sträubt sich, dieses Bild auszumalen! Mit hämischer Freude läßt der Druckfehlerteufel jemanden „schnell" blicken statt „scheel" und freut sich bis in die Tiefe seiner schwarzen Seele, wenn er vernimmt, wie der liebe Leser daraufhin kurz und deutlich feststellt, daß der Verfasser ganz offenbar in einer Anstalt für harmlose Irre am besten aufgehoben sei. Daß der Dwckfehlerteufel daneben auch Wörter ausläßt, Kommata und andere Satzzeichen unterschlägt oder an Stellen schiebt, an denen sie ganz und gar nichts zu suchen haben, sei nur nebenbei erwähnt. Ist es da ein Wunder, wenn die Leute von der Feder den Bösewicht dahin wünschen, woher er zweifellos stammt, zum Teufel, zur Hölle nämlich? L. B. Mit dem Deutschen Kreuz in Gold . ausgezeichnet. NSG. Für mehrfache außergewöhnliche Tapferkeit wurde dem Hauptmann Trautvetter, Bataillonsführer in einem hessischen Infanterieregiment, das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Der Hauptmann, der bereits im Westfeldzug mit den beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet worden war, bewährte sich in dem Feldzug gegen die Sowjetunion als tapferer Offizier. Als Bataillonsführer war er seinen Infanteristen ein Vorbild an Tapferkeit und ungestümem Vorwärtsdrängen. In härtesten Kämpfen stand er an entscheidender Stelle und riß seine Infanteristen mit vor. Sein persönlicher Einsatz trug dazu bei, daß die Gegenstöße der Bolschewisten, Die zum Teil mit Panzern erfolgten, an der eisernen Abwehr dieses Bataillons restlos scheiterten. Als bei schlechtesten Wetterverhältnissen fein Bataillon eine Höhe gegen die Angriffe der Sowjets verteidigte, gelang es den Bolschewisten, einen Einbruch zu erzielen und in die Lücke einzudringen. Ohne erst die zum Gegenstoß befohlene Reservekompanie abzuwarten, griff der tapfere Bataillonsführer mit seinem Stab und Teilen einer Kompanie die Bolschewisten an und warf sie im Nahkampf zurück. Sein mutiges Beispiel riß die ganze Front mit vor, so daß der Gegenangriff der Sowjets nach hartem Kampf zerschlagen werden konnte. Hierbei wurde der Hauptmann verwundet. Bei späteren Kämpfen wurde dieser tapfere Offizier zum zweitenmal so schwer verwundet, daß er ein Bein verlor. Einstellung von Freiwilligen in die Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend Kriegsfreiwillige und längerdienende Freiwillige, die sich für e ne zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden: 1. Kriegsfreiwillige vom vollendeten 17. Lebensjahre: a) beim Heer: für Infanterie (Jnf.-Regt., Jnf.-Regt. (rnot.) und Gebirgsjäger-Regt.), Panzertruppe (Panzer-Regt., Schützen-Regt., Kradschützen-Btl.), Nachrichtentrupxe (nur für Funkdienst); b) bei der Kriegsmarine: für Küstendienst (See und Land); c) be* der Luftwaffe: für ’ Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschütze, Bordschütze, Fallschirmschütze), Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerschütze). Höchstalter 28 Jahre. 2. Längerdienende Freiwillige vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehr- machtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Fall bei dem für den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt. Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchfichrung der Annahme als Freiwilliger. Glänzendes Ergebnis des Tages der Polizei. Sv vielversprechend der glanzvolle Auftakt des „Tages der Polizei" in Gießen am Donnerstag mit dem künstlerisch außerordentlich hochstehenden Konzert im Theater war, so würdig reihte sich der Verlauf der weiteren Darbietungen verschiedenster Art am Samstag und Sonntag an. Dabei trat überall die herzliche Verbundenheit unserer Bevölkerung mit den Männern der Polizei, aber auch mit ihren Helfern aus den Reihen der ff. des NSKK., der Feuerlöschpolizei, der Technischen Not- hilfe, der Bahnpolizei ufw. erneut zutage. Gern und freudig opferten alle Volksgenossen auf die freundliche Einladung der Sammler hin ihren Beitrag zur Sammlung der Polizei für das Kriegs-Winterhilfswerk, sei es nun bei den unterhaltenden Darbietungen, wie z. B. bei dem Konzert des SA.-Musikzuges ober beim Schießen in der Schießhalle am Markt, bei der einladenden Geste von Nurmi, der die Sammelbüchse in seinem Elefantenrüssel entgegenhielt, beim Reiten oder fei es bei dem Verkauf eines schönen Wandspruches, der von Polizeibeamten in den Wohnungen der Volksgenossen an- geboten wurde und willige Abnehmer fand, allüberall immer das gleiche Bild: jedermann gab gerne und reichlich, weil er hierbei eine Gelegenheit erblickte, den Männern unserer Gießener Polizei einen Teil seiner Anerkennung für ihren schweren Dienst zum Besten unserer Volksgemeinschaft zu bekunden und damit erneut zu beweisen, wie eng er sich mit unserer Polizei verbunden weiß. Bei dieser anerkennenswerten Opferfreudigkeit war es selbstverständlich, daß das Ergebnis der Sammlung wiederum außerordentlich erfreulich für die Polizei und ihre Helfer als Sammler und für das Kriegs-WHW. als Empfänger ausfiel. So konnte unsere Gießener Polizei — einschließlich der persönlichen Spenden der Polizeibeamten und Angestellten des Gießener Polizeidirektionsbezirks, der Gießen, Bad-Nauheim und Friedberg umfaßt, — einen Betrag an das Kriegs-WHW. abliefern, der um rund 9 Ö v. H. über dem Ergebnis der vorjährigen Sammlung liegt. Der stellvertretende Polizeidirektor, Major und Kommandeur der Schutzpolizei Hellwege Emden, brachte am gestrigen Montagnachmittag in einer Besprechung mit der Gießener Presse seine und seiner Beamten und Angestellten große Freude angesichts dieses glänzenden Ergebnisses zum Ausdruck. Er gedachte dabei mit Worten herzlichster Dankbarkeit der schon immer bewährten anerkennenswerten Opferfreudigkeit der Gießener Bevölkerung, mit gleicher Genugtuung aber auch des in diesem Sammelergebnis erneut zum Ausdruck gebrachten Vertrauensbeweises der Gießener Volksgenossen für ihre Polizeibeamten, die sich mit ihr aufs engste verbunden fühlen. Major H e 11 w e g e Emden bat uns, seinen und seiner Kameraden aufrichtigen und tiefempfundenen Dank für diese erneute eindrucksvolle Bekundung der Opferfreudigkeit und des nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeistes allen Volksgenossen zum Ausdruck zu bringen. Die Polizei werde dieses Sammelergebnis als einen neuen Ansporn betrachten, um auch in Zukunft mit Einsatz ihrer ganzen Kräfte für die Gießener Volksgemeinschaft zu wirken. Wie wir von der Genbarmerie-Jnspektion in Gießen hören, hat auch die Sammlung der Gendarmeriebeamten im Landkreis Gießen ein sehr erfreuliches Ergebnis gebracht. Unsere Gendarmeriebeamten im Kreisgebiet konnten diesmal rund 7 5 v. H. mehr als im Vorjahre für das Kriegs-WHW. einnehmen und weiterleiten. Die Gendarmerie weiß sich für dieses schöne Ergebnis der Opferspende allen Volksgenossen im Landkreis Gießen ebenfalls in herzlicher Dankbarkeit verbunden. Kranke Zähne vergiften den Körper. Wir haben deshalb die Pflicht, die Zähne moM gens und erst recht abends gründlich zu pflegen» Ch I orodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege. Verlangen Sie kostenlos von der Chlorodont-Fabrik, Dresden N 6, die Schrift: „Gesundheit ist kein Zufall0. In der Tat vergingen keine zehn Minuten, bis Herr Greiling erschien, — reisefertig, er hatte bereits gefrühstückt, um sich zu verabschieden. „Schade —", sagte er und hielt Marions Hand vielleicht ein wenia länger, als notwendig war. Dann ging er. Fehr blieb es überlassen zu fragen, was dies eine Wort alles bedeuten konnte. Aber er war viel zu gut aufgelegt, um sich zu fragen. Er redete Marion dringlich zu, unter Anleitung des Bauden-Sportlehrers auf der Wiese fleißia zu üben, schnallte die Bretter unter die Füße und schoß mit einem fröhlichen Juchzer vom Eingang talwärts, während Marion mit ihrem bunten Kopftuch winkte. Sie sah ihm nach, solange sie ihn auf dem steil abfallenden Weg nach der Spindlerbaude erkennen konnte; aber dann eilte sie sogleich in ihr Zimmer hinauf, schloß sich ein und holte die Briefe hervor. Jetzt hatte sie Zeit zum Lesen. Fehr hatte gesagt, daß er vor 2 Uhr nicht wieder oben sein könne, und beim Kellner das Mittagessen ausdrücklich für diese Stunde bestellt. Als sie eben den Umschlag mit dem Poststempel „Lappersdorf" aufriß, klopfte es. Sie räumte fort und lief, zu öffnen. Draußen stand der Portier, die Tresienmütze in der Hand: „Verzeihung, gnädige Frau. Dieser Brief ist für Sie hinterlegt worden. Ich habe versprochen, ihn Ihnen persönlich zu überbringen." (Daß er dafür ein reichliches Trinkgeld empfangen, verschwieg der Brave!) Marion gab sich Mühe, ihn mit kühlem Blick zu mustern. Noch ein Brief?! Sie öffnete ihn absichtlich vor seinen Augen, überflog ihn scheinbar — obwohl sie in Wirklichkeit nur verschwommene Zeilen sah —, dankte und schloß wieder die Tür. Der Brief war von Greiling, offenbar in großer Eile auf einen Bogen mit dem Aufdruck „Gloria-Film" hingeworfen. Leider, schrieb der Regisseur, habe er keine Gelegenheit mehr gefunden, ihr nochmals zu sagen, wie sehr er bedauere» daß die Umstände shr im Moment nicht Möglich machen schienen, seinem dringenden Vorschlag, den Film betreffend, näherzutreten. Aber, nichts sei ewig als der Wechsel, fuhr er fort: und für den Fall, daß diese Umstände sich einmal änderten, wolle er ihr nur sagen, daß er immer zu seinem Angebot stehe, und ihr deshalb hier seine Adresse gebe ... Marion mußte lächeln. Nett von Greiling! War überhaupt ein netter Kerl! ... Aber das war im Augenblick nicht wichtig, — obwohl er recht hatte, wenn er sagte, daß nur der Wechsel ewig sei ... Sie schloß den Brief tief in ihren Koffer und langte nach dem schon aufgerissenen Umschlag. Fontana? Was konnte er von ihr wollen? So reizend war die Silvesternacht in der klingenden Jagdhütte gewesen! Sie zog eine Briefkarte heraus, las: „Liebe, ungetreue Marion! Das Schicksal, das offenbar seltsame Dinge mit uns vorhat, wählte einen sonderbaren Weg, um mich Ihre plötzliche Verlobung wissen zu lassen: ich erfuhr davon, als ich hier eintraf, um die Glashütte Ihres künftigen Herrn und Gebieters zu übernehmen. Vielleicht hätte ich einen kleinen Anspruch darauf gehabt, ein so bemerkenswertes Ereignis aus erster, schönster Hand zu erfahren. Aber wie Sie wissen, ,ich grolle nichtt, sondern freue mich aufrichtig, daß meine Tätigkeit in Lappersdorf mir die immer willkommene Gelegenheit geben wird. Ihnen häufig zu begegnen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück zu Ihrem überraschenden Entschluß und bitte Sie, wenn Sie das für angebracht halten, meine Glückwünsche auch dem Herrn Baron, der so diskret zu schweigen verstand, zu übermitteln. Wenn nicht, so wird Dafür volles Verständnis haben — Ihr sehr ergebener Adbeg." Mit einer Gebärde des Unwillens warf Marion den Brief auf den Tisch. Abbeg! Abbeg in Lappersdorf! Warum hatte Fehr ihr nichts davon gesagt? Aus welchen Gründen verschwieg er's ihr? (Fortfrtzung folgt.) 5*41, i teilrü8i|e in x5erDinoung mu oer zjouöiaju'uunga«, , aui^.r * Verordnung als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher v,.)en|jeit zu 15 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und W Sicherungsverwahrung verurteilt. i ejnem einye' Der Angeklagte war 1939 in der Frankfurter . Mr g> Niederlassung eines Saarbrücker Unternehmens als Q flße eur Hilfsarbeiter tätig gewesen. Als Saarbrücken ge- ^heit rÄiimt initrfri» f nmon fair hi(> Niederlailuna 75 Waa« 111)1 Gießen, Februar 1942. 596 D li Vermietungen Zeitungsträgerin Drück- « « ।. . . gesucht. 582D Verlag lies Giefiener AnzeieeTj trieb verkauft VS, । fflplabon Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Grete Ebel und Kinder Elisabeth Ebel. merzen \«»S t FS ! Lch°» der THEATER der Universitätsstadt Gießen Statt Karten! Für alle uns erwiesene liebevolle Teilnahme und treues Gedenken bei unserem schweren Verlust danken wir herzlich. Lpd. Frankfurt a.- M., 16. Febr. Dor dem Sondergericht Frankfurt a. M. stand zum zweiten Male der 1892 in Frankfurt geborene Friedrich Ochs, ein typischer Verbrecher uni) Volksschädling. - Ochs wurde schon dreizehnmal verurteilt und hat | bereits 17 Jahre seines Lebens in Gefängnissen. oder Zuchthäusern zugebracht. Die höchste Strafe, die er absaß, waren 8 Jahre Zuchthaus. Seme Spezialität waren Schau-enster-, Keller- und Laden, einbrüche.. Seit Januar 1941 befand er sich erneut: in Haft und wurde, im Vorjahre vom Sonderaericht •> wegen einfachen und schweren Rückfalldiebstahls, teilweise in Verbindung mit der Volksschädlings. I asmirft. Dein l Ml in den W u^nie moberniti ftgebnille erkämf sind völlig Migiem Klin 1 Paar gut er- haltene • DamenfdmQe Gröhe 40 für 8.50 RM. au verkaufen. Marktstraße 19. Dienstag, den 17. Februar 18.30 bis 21.45 Uhr 21. 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März 1942 nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel. Die Kupfermünzen sind einzuziehen. Ab 1. März ist außer den mit der Einziehung beauftragten Kassen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Bis zum 30. April 1942 werden sie bei den Reichskassen und Landeskassen zu ihrem Nennwert in Zahlung oder zur Umwechslung angenommen. Landkreis Gietzen. * Lollar, 16. Febr. Die Spar- und Darlehn s k a s s e e. G. m. b. H. Lollar hielt am Sonntag im Gasthaus „Zum Löwen" bei Mitglied Ludwig H p f m a n n ihre 23. ordentliche Generalversammlung ab. Der Aufsichtsratsvorsitzende Tau- b er t begrüßte die Anwesenden, besonders das auf Urlaub hier weilende Vorstandsmitglied Erich E s p i ch , sowie Ortsgruppenleiter Pg. Becker. Er gedachte des im vergangenen Jahre verstorbenen Mitgliedes Heinrich Geißler IX., sowie der 1941 gefallenen Kameraden. Vorstandsmitglied Ludwig Geißler erstattete den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war. daß die Kasse ihre Aufwärtsentwicklung trotz des Krieges auch im Jahre 1941 fortgesetzt hat. Im abgelaufenen Jahr sind der Genossenschaft 7 Mitglieder neu beigetreten, ausgeschieden sind durch Tod 1, durch Aufkündigung Klavier zu kauf, gesucht. A. Förster Gießen Babnhofftr. 71 Telefon 3367. da- Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mir angew. einzig sichere Meth. unt Garant für immer mit d. Wurzel entfernt Frau tf.Gulden.seit35Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 1359D 3-4-3immer- WoDnung zu vermieten. Schriftl. Angeb. unt. 0609 an den Gieß.Anz. erbet. „Tag der deutschen Beißer" in Gießen M üblich, Wagnermeister, Dammstraße, Tel. 4314. 0605 hjibt n»N« 5.e® teM« 9 MM* Weiter muß do /Miliche.3ni)ii fiiji oder Calcr VOODOO Dürfe ton Wustmli Weidend ein A c . hihrung leben ■ ■ d f). der ■ nur 11 v. i Mren von 189: ^Mütbeoölkerunc iK Bevölkerung! 'Millionen damo M^nommen ha MM, Wi Minder Agrcn Mi-ig ist. ob l ,1.0 der jährt Mchlich oder |pc Wiche mangeln ■ gut wie uners W in einer Pr ■r Heinen Proo Wil aus hungi MWvinz das Mrlaust wurde. Mi diesen vi Wuaen nun die M Partner, ni Wd zivilisatori Hart und schwer traf uns die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, treuer, unvergeßlicher Sohn, unsere Freude und unser Stolz, unser herzensguter Bruder, Schwager, Pate, Onkel und Neffe Walter Jung Soldat in einem Inf.-Regt., Inhaber des E. K. II. kurz vor Vollendung seines 22. Lebensjahres bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer und Heimat, die er über alles liebte, bei einem Spähtruppunternehmen schwer verwundet worden und auf dem Wege zum Verbandsplatz den Heldentod gestorben ist. — Sein Leben war Liebe, Treue und Kampf bis zum Tode. Wiedersehen war seine und unsere HolTnung. Nun ruht er in stillem Frieden fern der Heimat und seiner Lieben, dem Auge fern, dem Herzen ewig nah In tiefer,stiller Trauer: Ludwig Jung III. und Ehefrau Marie, geb. Philipp Ludwig Jung VII., Bruder, z.Z. im Felde, und Familie Karl Jung, Bruder, z.Z. im Felde, und Braut Ernst Jung, z.Z.im Felde und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, Kusel, im Februar 1942. 601 D Wau gesucht. 10607 OtMllu Glon'a-palast: „Das andere Zch." Das Mädchen Magdalena, in Berlin auf der Suche nach einer Stellung, findet durch einen komischen Zufall deren zwei, und zwar bei per|elDen großen Firma. Auf Doppeloerdienst erpicht, spaltet sie sich, statt gleich die Wahrheit zu sagen, kurz-nl- . schlossen mit Hilfe einer schnell veränderten SpfüL in Magda und Lena („meine Schwester und ich ), ist tagsüber Sekretärin im Ingenieurbüro uni) macht Nachtschicht als Betriebsassistentin m der - Maschinenhalle II. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen, erstens wegen des Arbeitsamtes^ und zweitens muß man ja auch mal schlafen. Richtig schlimm wird es aber erst, als sich der junge Ingenieur Martin für das Mädchen zu interessieren beginnt. Das heißt: er interessiert .sich teils für Magda, teils für Lena, und das ift für Magdalena anstrengend und peinlich, sie betrügt sich mit sich selbst und sie muß sogar auf sich eifersüchtig fein. Sie kann ihr Doppelspiel gerade so lange treiben, bis eines Montagmorgens der ganze Schwindel im Betrieb ans Tageslicht kommt. Jetzt schrumpfen die freche Magda und. die biedere Lena einigermaßen betreten wieder zur ursprünglichen Einheit Magdalena zusammen, und nun wäre es ja eigentlich an der Seit, die impertinente Person hinauszuschmer- ßen, aber dem Ehe! hat die doppelte Tüchtigkeit mehr Eindruck gemacht als der Schwindel und der Doppelverdienst, und damit das Glück vollkommen sei, ist der iunge Ingenieur, dem endlich die Augen über Magda und Lena aufgegangen sind, auch noch der Sohn vom Ches. Mehr kann tticmi selbst im Film nicht verlangen. Der Autor des Drehbuches, Dr. Heinrich S P o e r l, im Film und in der Literatur bereits gut eingeführt, hat auf eine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Nutzanwendung oder Maral von der Geschichte schlauerweise verzichtet und dem Spielleiter Wolfgang Lieben- einer vertrauensvoll alles weitere überlassen: der hat zwar der Fabel nichts von ihren mehr als offenkundigen Unwahrscheinlichkeiten zu nehmen vermocht, aber mit dem Unwahrscheinlichen auf eine fo reizende Weise gespielt, daß man feinen Spaß daran bat. Hilde Krahl: Magda und Lena m einer Person, abwechselnd frech und bieder, kokett und zärtlich, mit Humor und anmutiger Spielfreude ganz dem Reiz der Verwandlung und der Doppelrolle hingegeben. Wieman in seiner norddeutschen, ernsthaften und sachlichen Art als ihren Partner zu sehen, ergibt einen pikanten Kontrast. Sehr amüsant in zwei winzigen Rollen: Erich Ponto und Harald Paulsen: auch Margarete Hangen als „höhere Witwe", Eduard Wenck als Meister Hannemann und Charlotte Schultz als Sekretärin verdienen eine lobende Anerkennung. lTobis.f Iw Beiprogramm gibt es außer der Wochenschau einen Film'von unseren Fallschirmjägern („Ganze Männer") und einen Vorspann zu „Jenny und der Herr im Frack". Hans Thyriot. Außerkurssetzung der Kupfermünzen ab l.Mä z. Im Reichsgesetzblatt ist eine Verordnung des Reichsfinanzministers vom 10. 2. 1942 über die Außerkurssetzung der Kupfermünzen erschienen. Danach gelten die Kupfermünzen im Nennwert von ein und zwei Pfennig, ein und zwei Rentenvfennig, ein und zwei Reichspfennig, ein und zwei Groschen Kun st fahren wurde ebenfalls von Rosel Braun, Frankfurt a. M.-Bornheim, gezeigt. Der von dem RV. Mainz-Bischofsheim gefahrene Sech- ser-Schaureigen sowie der von der Meistermannschaft des gleichen Vereins vorgeführte Sech- ser-Kunstreigen zeigten in flotter Fahrt die schwierigsten Hebungen, die nur in jahrelanger, unermüdlicher Arbeit erreicht werden können. Die von dem Meisterpaar im Zweier-Kunstfahren vollbrachten Leistungen haben selbst Leute des Radsports zum Erstaunen gebracht. Hilbig-Seif- f e r t haben gezeigt, daß ihnen der Titel „Deutscher Meister" im Zweier-Kunstfahren so schnell nicht zu nehmen sein wird. Die Radballspiele hatten folgende Ergebnisse: Die Spieler von Bann 98 Groß-Auheim siegten überlegen gegen den Bann 88 Wetzlar und den Bann 115 Darmstadt mit 10:0, bzw. 13:1. Schreiber-Worzler gewannen mit 7:5 geaen die Gießener Mannschaft Deibel-Don-Eiff. Ein in diesem Jahr neu aufgenommener Meisterschaftswettbewerb, das Radpolospiel für Frauen wurde von der 1. und 2. Mannschaft des RD. Bornheim gezeigt. Hier siegte die 1. Mannschaft mit 8:4. Außer diesen Radsportvorführungen wurde zur Abwechslung auch der Rollschuhsport gezeigt. Im Einzellauf starteten Fräulein Fischbein und H e u b l e i n , Frankfurt a. M., und im Paarlaufen der Jugendmeister Fischbein-Müller, Frankfurt. Noch der Veranstaltung dankte der Kreisführer den Teilnehmern und allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Mit dem Gedenken an den Führer und seine stolze Wehrmacht wurde das Nachmittagsprogramm abgeschlossen. Die Abendveranstaltung zeigte ohne wesentliche Veränderungen das gleiche sportliche Programm. Geb. Frau sucht f.balbeTage,ani liebst, vorm. Beschäftig. Büro od. Geschäft angen.. ImoEinarb.mögl. ।Stein Steno und Wasch. - Schreib. |Ang.u.0613G.A. Wöeie flame (Witwe) sucht passenden Wirkungskreis in frauenlos. Haushalt. Schriftliche Ang. unt. 0608 an o. Gieß. Anz. um das Strafmaß. In Abänderung der erstergangenen Entscheidung verurteilte das Gericht den Angeklagten menen der von ihm begangenen Straftaten als Volksfchädling und Gewohnheitsverbrecher zum Tode, 4 Jahren Zuchthaus, Ehrverlust auf Lebenszeit und Siche- > 25 30 Ä madlte 7 |0 L Äiten ?'Mch »n E'i° Ce »i s •y,1 Ausgerichtet von der Gießener Radfahrer-Vereinigung wurde vom NSRL., Kreis Gießen, am Sonntag in den Räumen des Gesellschaftsvereins eine größere Radsport-Werbeveranstaltung durchgesührt. Bei der am Nachmittag abgewickelten Veranstaltung war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Manch alter Radsportler, nicht nur aus Gießen, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung, war gekommen, um ich diese Glanzleistungen anzusehen. Nach dem Einmarsch der Teilnehmer und Meldung des Kreis- achwartes Deibel an den Kreisführer vom NSRL., Pg. Stein, ergriff dieser das Wort, um den Hoheitsträger des Kreises Wetterau, Pg. Backhaus, die sonstigen Vertreter von Partei, Wehrmacht, Behörden. Stadt sowie die Verwundeten zu begrüßen. Ebenso begrüßte er den stellvertretenden Gauführer, Obersturmbannführer Rieke. Der Sport begann mit dem Einer-Kun st - ahren der Jungvolkklasse. Hier fuhr der Sieger aus den Dorwettbewerben, Schönberger, RD. Wetzlar (Bann 88). Gute Leistungen fanden reichen Beifall. Dann erschienen die Frauen vom RD. Frankfurt a. M.-Bornheim zum Sechser-Gruppe n f a h r e n. Der flott gefahrene Reigen wurde von den Zuschauern mit Interesse verfolgt. Dieselben Vorführungen der Frauen des RD. 1883 Bonn zeigten eine große Sicherheit in schwierigen Hebungen; ihr Auftreten wurde durch mehrfachen Beifall belohnt. Im Zweier-Kunstfahren der Frauen zeigten das Meisterpaar Geschwister Weber, Darmstadt, und die Damen vom RV. Frankfurt a. M.-Bornheim, Rosel Braun und Ruth Weber, was sie in eifriger Arbeit erlernt hatten. Mit Begeisterung folgten die Zuschauer den einzelnen Hebungen. Das in diesem Jahr als Wettbewerb bei den Frauen neu eingeführte Einer- oa man oie ueoerjiaji ueuuitm yuue. f den Krieg verursachte Lage nutzte der- Angeklagte < Uiföen von W mta II mf rttl rtrPf dlPtl PflnPt falt’ l ' ■<.! «nlfifl U steuer und Zuschreibung des Restes zum Reserve« fonds bzw. zur Betriebsrücklage, wurde entsprochen. Bei der Ersatzwahl zum Vorstand, aus dem das Vorstandsmitglied Heinrich Moos VI. satzungsge. mäß auszuscheiden hatte, wurde dieser wiederge« wählt, ebenso erfolgte eine Wiederwahl der Auf. sichtsratsmitglieder Gilbert und Schwalm. Die gesetzliche Revision widmete der Kasse für beit Stand und die Geschäftsführung vollste Anerken- nung. * Großen-Linden, 17. Februar. Das Fest der silbernen Hochzeit begeht am heutigen Tage das Ehepaar Schäfer, Burgstraße 31. Wir gratulieren. Todesurteil für einen Dolksschädling. Nach kurzer schwerer Krankheit entschlief heute sanft meine liebe Frau, unsere Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin, Gote und Tante Frau Anna Knöll, geb. Heilwig im 77. Lebensjahre. Im Namen aller Hinterbliebenen: Heinrich Knöll, Lehrer a. D. Lieh i. O. (Bahnhofstr. 25), 15. Februar 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Februar 1942, nachmittags 3 */4 Uhr, in Lieh statt. _______________________600 D 3nv erlass., Vers. Aileinmälci.en f. fof. z. Aushilfe gesucht. [059i Caesar, Gartenstr. 22. Zuverl., saubere Slnnöenftatt o:et MW für Haushalt ges. Seltersweg 36. wenn man sie nur betäubt, well ihreUr- Kin dem entzündlichen bzm. entzün- iSähnlichen Zustand des rheuma- besallenen Körpergewebes liegt. Äcan muß also nicht nur aus die Fühlncrven und das Lchmerzzentrum, sondern auch aus diesen Entzündungszustanö selost Einslutz zu gewinnen suchen. Dazu eignet sich Melabon, daS sich zur Bekämpfung von fltheuma immer wieder bewährt hat. Verwenden Sic es sparsam — man braucht nur wenig davon. Packung 72 Pfennig in Slpothcken. Statt Karten! Danksagung. Für die vielen wohltuenden Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns beim Heimgange unseres geliebten teuren Entschlafenen, des Landgerichtsrates i. R. Dr. jur. Georg Moritz Hansult zu teil wurden, danken wir herzlich. Marie Hansult, geb. Reitz Brunhilde Winterberg, geb. Hansult Alwin Winterberg, Studienrat z. Z. Hauptmann im Heeresdienst. Gießen (Bismarckstraße 43) und Moers (Ndrrh.), im Februar 1942. 594 D 5 Mitglieder. Am Schluß des Geschäftsjahres zählte die Genossenschaft 240 Mitglieder. Der Umsatz war unverändert. Er betrug auf einer Hauptbuchseite 5 500 000 RM., mithin ist der Gesamtumsatz 11000 000 RM. Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, welche Arbeit von der Kasse zu leisten war. Wenn sich in den vergangenen Jahren die Entwicklung bei den Spareinlagen bereits erfreulich zeigte, so ist die diesmalige Erhöhung der Spareinlagen aus 1100000 RM. besonders zu begrüßen. Hierzu ist zu bemerken, daß im Berichtsjahr 465 000 RM. neu eingelegt wurden und 130 000 RM. zur Rückzahlung gelangten. Im verflossenen Jahre ergaben sich 6200 RM. neue Spareinlagen bei der Schulsparkasse. Die fest befristeten Darlehen beliefen sich am Ende des Jahres auf 300 000 RM. Der Gewinn aus dem Geschäftsjahr 1941 beträgt 3122,77 RM. Aus dem Geschäftsbericht ergibt sich ein erfreuliches Bild günstiger Entwicklung der Kasse. Das zeigt sich schon in der Bilanzsumme von 1 336 500 RM. Der Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigte den günstigen Gesamteindruck. Der Jahresrechnung und Bilanz konnte die Genehmigung erteilt werden. Ebenso wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Gewinn wie folgt zu verteilen: Verteilung einer 1 Dividende von 5 v. H., Tragung der Kapitalertrag- Oeffeniliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 11. Rate Grundsteuer 1941, 4. Rate Hundesteuer 1941, 4. Rate Gewerbesteuer 1941, 1. Rate Bürgersteuer 1942. Gießen, den 14. Februar 1942. 597C Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) | Kaufgesuche | Gut erhaltenes modernes zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0611 an den Gieß. Anz. erbet. Unser einziges braves Kind, unser froher, sonniger Junge, unser ganzes Glück und Stolz Gefreiter Kurt Fuchs kehrt nicht mehr zu uns zurück. Im Osten opferte er sein Leben im festen Glauben an em siegreiches Großdeutschland. Sein Leben war vorbildlich und berechtigte zu großen Hoffnungen. tiefem Schmerz: Otto Fuchs und Frau, geb. Ilgner nebst aBen Verwandten. räumt wuüde, kamen für die Niederlassung 75 Wag. gons Räumungsgut angerollt, die aufgestapelt roer« , den mußten. Es gab dabei einiges Durcheinander, -Maftlich wer da man die Uebersicht verloren hatte. Diese durch ...m < undstuCk he durch* I m ausgejproch I malle Loch | Mbeuten. Es ] Wiche Kon "| ■ h ausjch |=' und fchre Mtat. besagen h sie bewch p Objett be E ber JWn Kapitc MMnahast i *11 Wn ? Psund, 1 Milch'» $, 3 nutz,« . ?pus: I« .Nilbui ?’«»• “ “Hf di« j ,0»nt«. Schlitz und Gießen, Februar 1942. 593 D Hart und schwer traf uns die Nachricht, daß unser einziger, lieber Sohn Studienassessor Dr.Kurt Tönges Feldwebel u. Offiziersanw. in einem Inf.-Regt. Inh. des E. K. II, des Verdienstkreuzes II. Kl. mit Schwertern, Verwundetenabzeichens und Deutschen Schutzwall-Ehreneichens im 29. Lebensjahre in den Abwehrkämpfen im Osten bei einem Gegenstoß vor dem Feinde geblieben ist. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren haben. In tiefem Schmerz: Christian Tönges und Frau. Wißmar bei Gießen, Februar 1942. ___________ 602 D aus, indem er aus dem umfangreichen Lager faßweise Benzin, Oel usw. verschwinden lieh, das er mit Hilfe eines Komplizen verkaufte. Ferner ver- übte der Angeklagte zwei Ladendiebstähle und einen Weindiebstahl im Keller einer Wirtscha t. Gegen das Urteil des Sonderqerichts hatte der _, Oberreichsanwalt Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt Seae weil weder die Todesstrafe angewandt, noch aus ' ^ierw’or lebenslängliche Zuchthausstrafe erkannt worden war. ^„ mischen Daraufhin hob das Reichsgericht das Urteil auf, )mier Herrsch und der Fall gelangte am Montag nochmals vor Forme dem Sondergericht zur Verhandlung. Die Schuld- v.:l ^ch in frage selbst schied aus, es handelte sich nur nach yt Sem t Klavier Flügel gegen bar gesucht R.Schönau Bahnhofstr. 76 Tel. 3269. 450D | Verkäufe Hochtragendes Rind zu verkaufen Lang-Göns, Obergasse 28.b9ü0 rungsverwahrung._________________b__ Verdunkelungszeit: 17. Februar von 19.37 bis 8.04 Uhr. HauvtfchnfUeiter: Dr. Frisdrich Wilhelm Lange. Stellvertteler brt tzmlptfchriftleiFrS: Ernst Blum'ckein. Berantwortlich für Peliti' und Bilver: Dr. ^r. W. Lanpe (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für oas Feuilleton- Dr. Hans Thyriot: für Stabt ®iepen. Provrnz, 5Birt. chaft u. Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag- Brsthlfche Untversitatsdruckerei R. Lange K. (3. Aerlagsleiter: Dr. - Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter- Hans Beck. Beranlwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: TbeodorKümmel Pl.Nr.8. sprüht da