Mittwoch, Ib.Dezember 1942 Gietzemr Anzeiger 192. Jahrgang Nr. 296 (dmcbetni mgüch, außer Sonntags und ^eiertaps Beilagen: Gießener Kamilienblätter I Heimat imBild- DieScholle I BezugSvrers: Monatlich .. .RM.1.8V Suttellgebühr... „ -.28 auch bei Nichterlchetnen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt L»nähme von Ameme« für die Mittaasnummer bis 8'/, Uhr deSBornuttagS Anz ei aen-B rette für die Millimeter-Zeile von 22 Dtilltmeter Breite: 7Rvi. für ^amiltenan- zeigen und private GelegenheitSanzetpe« 14 Rvf. f. Werbeanzeige« und geschäftliche Gelegenhertsanz eigen Vlatzoottchritt t vorherig« Vereinbarung) 28*/. mehr ^^l^UgtverKtwdr»^^ General-Anzeiger für Oberhefsen e Sehen wir uns die zunächst von einer in den e i n Zeit auch man Geschenk Europas nennen." Dabei ist Europas Reichtum in derselben Knox erklärte, daß untersucht würde, ob das Schiff auf eine japanische oder möglicherweise auf amerikanischen „Wirtschaftswunder" war eine unkritische Uebertreibung. Der bekannte italienische Nationalökonom und Statistiker Corrado Gini ist diesem Problem un- längst nachgegangen und hat die Frage so gestelltt 27% Millionen Einwanderer, fast alles Europäer, durchweg in der Blüte der Jahre und im Vollbesitz der Arbeitskraft, ließen sich während 1820 bis 1930 in den USA. nieder. Welchen Teil des amerikanischen Volksvermögens, haben sie ausgemacht? Der italienische Wirtschaftler berechnet nach den genauen Angaben amerikanischer Fachleute den volkswirtschaftlichen Wert der europäischen Eingewanderten im Jahre 1930. Er kommt auf eine Summe von 2200 Milliarden Dollar. Vor der Wirt- ine USA. - Mine gelaufen sei. Die Verhaftungswelle in Teheran. allein noch von den Angelsachsen übertroffen wurden, haben damit Unschätzbares für Leben, Zukunft und Dauer von Volk und Staat in Nordamerika geleistet. Bis heute find diese eigentlichen Europäer am kinderreichsten geblieben, während die führenden Angelsachsen immer mehr nach einem Leben im „Komfort" als nach Kindersegen per- mit Dorian in Nordafrika nicht notwendig gewesen". * Verbindungsoffiziere der Gewerkschaften! Man erinnere sich einer Erkläung im Londoner Nachrichtendienst, die einige Monate zurückliegt. Ein Armeelektor, Mitglied der Labour Party, erzählte da, bereits seit 1941 würden politische Vorträge für die Soldaten gehalten. Kürzlich sei das Thema gewählt worden: „Die Geschichte des Bolschewismus". — Eine lebhafte Diskussion sei darüber entstanden, die ich bis in die Nacht hingezogen habe. Die Saat des Volschewismus, die hier insgeheim und ohne großes Aufsehen gesät wurde, soll nun hochgezüchtet werden. Was sind diese Verbindungsoffiziere der Trade Unions anderes als verkappte Kommissare, künftige Politruks in der englischen Armee? Zunächst liest sich das freilich noch recht harmlos. „Offiziere" sagen die Gewerkschaftsbonzen, damit der englische Spießbürger nicht erschrickt und kopfscheu wird. Sowjet-Agitation im Irak. Rom, 15. Dez. (Europapreß.) In Gegenwart englischer, sowjetischer und irakischer Persönlichkeiten wurde in Bagdad der Sitz der .^Vereinigung der Freunde der Sowjet-Union" eröffnet. Zahlreiche Beamte wurden gezwungen, sich in die Listen dieser Gesellschaft einzutragen, die den Zweck verfolgt, die Prinzipien des Bolschewismus im Irak zu verbreiten. Aehnliche Gesellschaften existieren bereits in Palästina, Syrien und Libanon und werden von den Sowjets finanziert. Auch in Iran ist die Propaganda für die Sowjet-Union trotz des Abzugs der sowjetischen Truppen verstärkt worden. In Teheran wurde ein ./Sowjet- zirkel" eingeweiht, wobei sowjetische Propagandafilme gezeigt wurden. „Roosevelt weiß nichts von Europa." Kroatien kam trotz Wilson unter bitterste Zremdherrschast. - Eine Unter, redung mit Ante pavelitsch. wurde. „Diese Versuche werden sicherlich nicht die einzigen bleiben", schreibt Vomiuri Hotschi. „Der Feind wird jedoch erfahren, daß die japanische Luftwaffe wachsam ist und all seinen Bemühungen, feine Positionen an der indisch-burmesischen Grenze zu verstärken, begegnen wird." Durch englische Schuld. Lissabon, 14. Dez. (Europapreß.) „Indien steht als Ergebnis früherer Fehler der britischen Verwaltung am Rande des Chaos. Man kann kaum erwarten, daß sich Indien ohne Revolution oder Bürgerkrieg vor diesem Chaos zu bewahren vermag", stellt die nordamerikanische Jounalistin Sonja Domara auf Grund ihrer Be- obachtungen während einer längeren im Auftrage der „New York Herold Tribüne" unternommenen Reise durch Indien fest. Die britischen Behörden in Indien hätten niemals daran gedacht, das'indische Problem grundlegend zu lösen ober auch nur für die Dauer des Krieges eine Zwischenlösung durch Schaffung einer vorläufigen indischen Nationalregierung zu finden. Es sei nicht zu leugnen, daß die britische Verwaltung in den letzten 20 Jahren praktisch nichts für dos indische Volk geleistet habe und es ihr an Einsicht wie an Tatkraft fehle. In einer Zeit sozialer und industrieller Reformen habe die britische Verwaltung Indien teils absichtlich, teils auch aus Nachlässigkeit an den Fortschritten nicht teilnehmen lassen. Wenig oder nichts sei zur Verbesserung der Landwirtschaft und Förderung der Industrie Indiens getan worden. Das von den Engländern vorgebrachte Argument, Indien werde unter britischer Verwaltung der Demokratie und dem Fortschritt zugeführt, könne von jedem leicht widerlegt werden, der an Ort und Stelle gesehen habe, unter welchen Bedingungen das indische Volk zu leben gezwungen sei. Statt durchgreifende Reformen vorzunehmen, habe sich die bri- tische Regierung in Indien mit der Unterdrückung der Freiheitsbewegung und der Bekämpfung des zivilen Ungehorsams beschäftigt. Angesichts dieser Zustände sei es schwer, die Fortdauer dieser Herrschaft zu wünschen. 3um Untergang der „President Eoolidge-. Buenos Aires, 16. Dez. (Europapreß.) Der Direktor der nordamerikanischen „President-Line" erklärte, daß die „President Coolidge" im Gebiet der Salomonen gesunken sei, obwohl der Kapttän bei der Einfahrt in einen Fronthafen zwei vor der Hafeneinfahrt liegende USA.-Zerstörer gefragt habe, ob die Einfahttt gefahrlos sei. Nach der bejahenden Antwort fuhr das Schiff in den Hafen ein und lief auf zwei Minen. Der USA.-Kriegsminister Ein zweites „Pearl Harbour In 8 Minuten war die Seeschlacht beendet. Die Neuordnung des deutschen Rechts Staatssekretär Rothenberger sprach in Frankfurt. Welt zwangsweise große Fortschritte machen müssen. Die USA. könnten nicht im eigenen kleinen Schneckenhaus leben, sie müßten ihre „Segnungen in andere Länder bringe n". Daher werde die Nachkriegswelt wesentlich verschieden von der vergangenen Welt fein. Bei der Aufrichtung dieser neuen Welt müßten die USA. die ihnen gebührende Rolle spielen. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, das Warenlager der Welt zu werden und unsere Pläne müssen derart sein, daß wir diese Vorräte überall dort hinbringen können, wo sie benötigt werden." Das ist also des Pudels Kem! Roosevelt will zwangsweise die „Segnungen" der amerikanischen Demokratie, die die amerikanische Zeitschrift „Life" als „amerikanisches Jahrhundert" mit Jazzband- und Hollywood-Zivilisation von Hamburg bis zum Südpol beschrieb, in Wirklichkeit als das riesenhafteste Geschäft seiner Juden verwirklichen. Die ganze Welt soll „amerikanisiert" werden und die Juden sollen den amerikanischen Ramsch allen Völkern aufnötigen, „zwangsweise". Das ist die Roose- velt-Lehmannsche „Philosophie dieses Krieges". Fürwahr, Shakespeare hat Recht, als er in feinem „Kaufmann von Venedig" die Shylocknatur des Weltjudentums entlarvte und den arischen Gegenspieler sprechen ließ: „Dank, Jude, daß du uns dies Wort gelehrt?" ie AGA., „das Warenlager der Welt" Von unserer Berliner Schriftleitung. Lissabon, 16. Dez. (Europapreß.) „Seit Pearl Harbour Hot es für die USA. auf dem Kriegsschauplatz nur Niederlagen gegeben; wenn man auch der vmerikonifchen Oeffentlichkeit gegenüber diese Mi tz- mol ge in Siege umwandelte, schreibt der Ä)geordnete Elwin I. Maas in der Zeitschrift .News Week" vom 23. November, die erst jetzt m Lissabon eintraf. Die Seeschlacht bei Tulagi bei den Salomonen, die von der USA.-Presse als Sieg ^gestellt wurde und in der die USA., mie Moos »ngibt, vier schwere Kreuzer sowie drei Zerstörer int) die australische Marine einen Zerstörer verloren hüben, ohne daß die Japaner nur einen einzigen Rann eingebüßt hätten, sei in acht Minuten zu ende gewesen. „Die Japaner", so erklärte Maas, «griffen die USA.-Flotte mit nur drei Kreuzern Md einem Zerstörer an, eröffneten ihr oernidjten’ les Feuer und waren schon wieder aus dem Bereich der USA.-Kanonen, ehe von nordamerikanl- roer Seite überhaupt nur ein Schuß übgefeuert vnrde. Mit den versenkten Schiffen fanden laufende von Nordamerikanern den Tod m den Bluten." „News Week" erklärt dazu, der Feldzug gegen sie Salomonen-Inseln sei schlecht organisiert warten. Weder in Washington noch im Paziftk bestehe «ne einheitliche Kommandogewalt, und schlletzuch Zersplitterten die USA. ihre Kräfte cuf zu vielen zweitrangigen Kriegsschauplätzen, |o sich sie für ihre Hauptfront im Pazifik nicht mehr jWügend Kräfte zur Verfügung hatten. Der japanische Sieg bei Chittagong. Berstärkimg »erburmesischenGrenzstellungen verhindert Io Mo. 15. D-z. (DNB.) Bei dem Ueberrajchungs- «ngriff auf den britischen Geleitzug. der den Ber- tch machte. Truppen in Chittagong. dein s' Ichsten indischen Hasen am Meerbusen von Bengalen. M landen, zerschlug die japanische Lustwasjeam 5. >nd 1g. Dezember mehr als 21 britische SchMe. »ährend zehn Flugzeuge abgeschossen und großer Schaden in dem britischen Hafenstutzpunktverur^chcht »urden. Der Geleitzug bestand aus Ezig Trans- kortfchiffen, einem kleinen Kr°>r,er und fünf «a «onenbvoten. Die japanische Luftflotte battefruh- ritig von dem britischen Landungsversuch erfahren, üi- japanischen Kampf- und Bombenflu^euge er leiten trotz fchweren Flakfeuers und br, scher Jager i-n glänzenden Sieg, der von der l°Pan'^.n «Cs Verhinderung englischer B-rsuch-, nut °mem «rotzen Geleitzug Truppen und Kriegsmaterial ^ie LP grenze Indiens zu bringen, gewertet von 1820 bis 1930 auch noch gestiegen, wenn langsamer als in Amerika. Im Grunde kann also mit wissenschaftlicher Berechtigung nicht nur die Zunahme des europäischen Reichtums, sondern auch den ganzen Reichtum Amerikas als ein Werk Europas ansehen. Mit ihrem Blut und ihrer Hände Arbeit haben viele Millionen Europäer zum Entstehen des „reichsten Landes der Welt" beigetragen. Das Blut der Angelsachsen allein hätte wohl auch ein namhaftes Kolonialvolk jenseits des Atlarttiks geschaffen, aber ein großes mächtiges Volk von über einhundert Millionen konnte sich nur mit dem Blut von Deutschen, Holländern, Nord- und Westeuropäern entwickeln. Voran die Deutschen, die In Frankfurt sprach der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Rothenberger über Sinn und Bedeutung des Führerauftrages an den deutschen Rechtswahrer. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger verwies eingangs auf die Tatsache, daß Heimat und Front einen ehernen Block des Widerstandswillens bilden. "Grundlage dieser Haltung sei die vom Führer geschaftene Volksgemein- schatt. Trotz Anspannung aller ihrer physischen Kräfte für den Sieg sei es im Interesse dieser Volksgemeinschaft notwendig geroort)en, noch während des Krieges mit der Neuordnungdes deutschen Rechts zu beginnen. Das Ziel dieser neuen Rechtsordnung sei die Sicherung der deutschen Volksgemeinschaft. Der Gauleiter versicherte hierbei dem Staatssekretär die aktive Michilse der Partei mit dem Hinweis auf die Führerworte: „Wir haben begonnen den Kampf um ein neues Recht. Wir wollen das Vertrauen in unsere Iustiz wieder Herstellen. Wir stellen den Grundsatz auf, daß jeder vor dem Gesetz und vor dem Recht gleich ist!" Staatssekretär Dr. Rothenberger erklärte dann, ein Blick in die Geschichte aller Volker beweise, daß wir eine starke Rechtspflege brauchten. Die ersten Entscheidungen im Leben der Volker seien immer im Machtkampf gefallen. Aber das Ziel jeher Machteroberung und jeder großen Neuordnung müsse die Ordnung des Rechts fein. Mit der Rede des Führers im April v. I. an die deutsche Justiz habe das deutsche Rechtsleben eine neue Epoche an getreten. Die Justiz weise in ihrer Entwickelung seit Jahrhunderten Schlacken auf, die restlos aus dem deutschen Volksleben beseitigt werden müßten. Wir hatten immer einen Richter- stand von hohem Berufsethos. Trotzdem ist öfters mit Recht Kritik am Richterfpruch geübt worden. Es lag dies an dem fremden Rechtsdenken früherer Zeiten, für das unser deutsches Empfinden Was die LlSA. Europa verdanken. Von Prof. Dr. Litt. D. h. c. F.Schönemarm, I. Die „Neue Welt" erhielt Namen und Inhalt durch Europa. Europäer entdeckten, eroberten, besiedelten das neue Land und taten ihr Blut, ihren Geist, ihre Kultur hinein. So erfüllt, konnte es erst unabhängig werden, etwas Eigenes sein, sich neben Europa stellen, doch immer wieder bis in die neueste Zeit hinein brauchte es europäisches Gei- st e 5 g u t zur Befruchtung, zur Anregung und kritischen Läuterung. Besonders in feinen Krisen hat es stets europäischen Beistand nötig gehabt und auch genutzt, indem es aus Grundsätzen und Einrichtungen Europas lernte; freilich dankbar anerkannt hat es das nie, dazu war es stets viel zu anmaßend schaftskrife von 1929 betrug das gesamte Volksvermögen der USA. 362 Milliarden, d. h. ein Sechst e l jener Summe. Aber selbst wenn man den Wert jener Einwanderer auf 1000 Milliarden herabsetzt, so beträgt das Gesamtvermögen der amerikanischen Bevölkerung immer noch einen Teil davon. „Der wirtschaftliche Beitrag der Einwanderer stellt nicht etwa einen Teil des jetzigen amerikanischen Dolksvermögens dar, sondern das jetzige amerikanische Volksvermögen bildet einen Teil des. wirtschaftlichen 'Beitrags der Eingewanderten. In gewissem S'mrr kann man also den Reichtum Amerikas *1 “ kein Verständnis hatte. Es kommt hierbei weniger auf die Gesetze, als auf die Menschen an. Wir wissen, daß die Werte, die unsere Frontkämpfer uns heute erkämpfen, nur Bestand haben, wenn es uns gelingt, die Gerechtigkeit im deutschen Richterspruch zu verankern. Unser Strafrecht ist ganz auf den Krieg eingestellt zum Zusammenhalt der Heimatftont; zwar großzügig und mild, wenn einer mal strauchelt, aber rücksichtslos gegen Asoziale. Die Kunst des Richters besteht darin, zu ergründen, wo ist der Bose und wo der Gute, der nur einmal gestrauchelt ist. Auf dem Gebiete des Z i v i l r e ch t s treten all die Fragen, die jeden Volksgenossen täglich berühren können, im Kriea« etwas in den Hintergrund, denn jetzt geht das All- gememintereffe vor. Wir werden aber dafür sorgen, daß auch diese Gebiete gesetzgeberisch auf nationalsozialistischer Grundlage vorbereitet werden. Unsere Gesetze sollen elastisch gestaltet werden. Der, der sie anzuwenden hat, wird eine erheblich größere Verantwortung tragen müssen. Wir wollen, daß jeder Lebensvorgang von einem Richter entschieden wird. Die Urteile sollen in einer klaren Sprache abgefafjt sein. Für die kleinen Streitig« feiten des täglichen Lebens wird der Friedensrichter eingeschaltet. Der Berufsrichter muß Fachwissen haben. Rechtsfindung aber ist fein wissenschaftlicher Vorgang, sondern eine Kunst, sich in die Menschen hineinzuoersetzen und das Leben in seinen Spielarten zu erfassen. Deshalb muß der Richter praftisch im Leben gestanden haben, bevor er auf den Richterstuhl steigt. Der Richt er stand wird so ausgestattet werden, daß es für jeden eine hohe Ehre ist, Richter zu werden. Staats- und Rechtsanwälte werden auch ferner ihre große De- deutung behalten, doch wird der Beruf des Anwaltes so umgestaltet, daß er sich als absoluter Ge- Hilfe des Richters bei der Findung des Rechts erweist. Roosevelts Neuordnungspläne lehnte Pavelitsch ganz entschieden ab. „Manche Völfer Europas", so sagte er, „auch viele Kroaten haben nach dem ersten Weltfrieg an die Versprechungen Wilsons geglaubt. Der Präsident der USA. hat aber feinen Finger gerührt, als Kroatien trotz der 14 Punkte nicht nur feine Selbständigfeit erhielt, sondern auch noch alle bis dahin behaupteten Rechte verlor und unter bitterfte Fremdher.r schäft tarn. In den darauf folgenden zwei Jahrzehnten haben die USA. dem kroatischen Volk in seinem Freiheitsfarnpf nicht die geringste Hilfe gebracht. Die europäischen Voller schenken Roosevelt feinen Olauoen. Wir wissen vielmehr", so sagte der Poglavnik, „daß Roosevelt einer der Hauptschuldigen an diesem Kriege ist. Allen seinen Handlungen entnehmen wir, daß er durch diesen Krieg Europa dem jüdischen Weltbolschewismus unterjochen möchte. Die Männer, auf die Europa vertraut, sind Hitler und Mussolini, aber nicht Roosevelt." Der Gouverneur des Staates Neuyork, Herbert Lehmann, wurde bei den letzten Wahlen ge- chlagen, folglich mußte fein Freund Roosevelt für tiefen Juden einen neuen Posten schaffen. Roosevelt terief also Lehmann auf den Posten eines „Beauftragten für die Hilfsaktion und Wiedergutmachung In überseeischen Ländern". Natürlich ließ er sich mich auch von der „New Port Times" interviewen. Lehmann erklärte: Seine Arbeit, obwohl sie pigent- tch unter das Staatsdepartement falle, werde die Mitarbeit der Armee, der Marine, des Schatzamtes, tes Landwirtschaftsministeriums und vieler neuen jkriegseinrichtungen notwendig machen. Hierbei taten Fragen der Finanzierung, des Transports und der Erzeugung berücksichtigt werden. Seine feläne feien noch im Entstehen, doch würden in ptorbafrifa bald die Ergebnisse seiner Arbeit |u sehen sein. Beweist schon der Hinweis auf Nordafrika, wo poosevelts Sendboten mit Hilfe französischer Ver- jäter der Welt das augenfälligste Beispiel geben, pas Hilfeleistung bedeutet, nämlich 9Uu* der wirt- Ichaftlich bedeutsamsten französischen Kolonie, so Raffen die weiteren Ausführungen Herbert Leh- panns die bisher von dem Judentum um das Problem gelegte Hülle der Verschleierung völlig Baden. Lehman verlangt, daß die USA.-Jdeen der wirtschaftlichen Durchdringung der und innerlich zu unsicher. Sehen wir uns die Frage Europa — Amerika zunächst von einer in den Vereingten Staaten sehr beliebten Seite an, nämlich der Gegenüberstellung: Reichtum Amerikas — Armut Europas. Es erübrigt sich fast, zu sagen, daß diesem „Hauptunterschied" eine maßlose Ueberschät- zung der USA.-Hilsquellen zugrunde liegt. In Wirklichkeit hat die gewaltige Reichtumsschöpfung in den USA. niemals bestanden, alles Gerede vom Ankara, 15. Dez. (Europapreß.) In der iranischen Hauptstadt Teheran dauern die Verhaftungen von Personen, die verdächtig sind, an den Hungerdemonstrationen teilgenommen zu haben, an. Die unruhige Stimmung in der Bevölkerung hält trotz der scharfen Unterdrückungsmaßnahmen der unter britischem und nordamerikanischem Druck testenden Behörden an. Sämtliche Studenten der iranischen Hochschulen wurden wegen ihres „undisziplinierten Benehmens" bei den Hungerdemon- trationen durch einen Erlaß des Teheraner Erziehungsministeriums scharf gerügt. Es wurde angedroht, diejenigen, die sich weiterhin an öffentlichen Kundgebungen beteiligen, sofort von den Hochschulen zu entfernen. Zur Beruhigung der aufgeregten Stimmung der Bevölkerung wird der iranische Ministerpräsident Achmed Kawami eine Rundfunkan- prache halten. Englands Gewerkschaften fordern politische Kommissare im Heer. Stockholm, 14. Dez. (Europapreß.) In einer dem Premierminister Churchill überreichten Entschließung fordern die englischen Gewerkschaften die Einstellung sogenannter politischer Verbindungsoffiziere bei allen „gegen feindliches Gebiet eingesetzten Truppen". Diese politischen Kommissare — denn darum handelt es sich — sollen teils von den englischen Gewerkschaften gestellt werden, zum anderen Teil will man sie aus „verläßlichen Londoner Emigrantenkreisen" rekrutieren. Wenn eine solche Maßnahme schon früher durchgeführt worden wäre, so heißt es in der von einer Gewerkschaftskonferenr in London angenommenen Entschließung, wäre ,J)as peinliche Uebereinkommen 21 g r a m, 15. Dez. (Europapreß.) Der Poglavnik, ttnte Pavelitsch, erklärte einem EP.-Vertreter: .Präsident Roosevelt hat äußer st mangel« jafte Vorstellungen von den europäischen Verhältnissen, besonders bezüglich einzelner Teile inferes Kontinents. Seinen kürzlich gemachten pleußerungen habe ich entnommen, daß er die Bölter Südosteuropas kaum zu unterteilen vermag. Roosevelt möchte einem i h m Ire mb en Kontinent Lehrmeister sein, iber er müßte zuerst beweisen, baß die Einrichtun- »en in seinem eigenen Lande befriedigend sind. )as Gegenteil aber ist der Fall. Sicher möchte kein europäisches Volk sich eine Korruption wünschen, wie sie in den USA. durch die Herrschaft des üdischen Bankkapitals heraufbeschworen wurde. Krotz feiner ungewöhnlich langen Präsidentschaft, Krotz des Friedens und des Reichtums feines Landes, konnte Roosevelt das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen. Dagegen ist bas Gangsterunwesen nach wie vor bort in größter Blüte." fangen und sich damit den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Oder man nehme die Frage der Handarbeiter. Ohne die zahllosen unbekannten Europäer wären keine großen Kanäle und keine der transkontinentalen Eisenbahnlinien der Union gebaut worden, zumal sich die Alteingesessenen immer bewußter von aller Handarbeit zurückhielten und sie den Eingewanderten überließen. Denn es ist eine auffällige Erscheinung des amerikanischen Lebens, daß wohl ständig proklamiert wird: hier in Amerika schändet keine Arbeit, daß aber alle schwere und körperliche Arbeit ebenso selbstverständlich den „niederen" Europäern vorbehalten ist. Was wäre in erster Linie aus der amerikanischen Landwirtschaft ohne diese Europäer geworden, die nicht angelsächsisch mit dem Boden spekulierten oder einfach Raubbau mit ihrem Land trieben? Wir kennen beispielsweise die großen Leistungen des deutschen Landwirts, des Roggen- f a r m e r s vor allem, der seinen altererbten Sinn für den Boden und seinen Hang zur Seßhaftigkeit nach der Neuen Welt brachte. Auch Skandinavier muhten sich mit der Seele europäischer Bauern erfolgreich um die amerikanische Erde. Im großen und ganzen gilt heute, daß überall da in Amerika, wo mit Boden und Natur pfleglich umgegangen wird, noch unverfälschter europäischer Sinn am Werk ist. Selbst das Roosevelt-Amerika, das sich in seiner gehässigen Ablehnung alles Deutschen gar nicht genug tun kann, ließ sich noch bis kurz vor „seinem" Krieg von deutschen Landschaftsgestaltern und Forstwissenschaftlern beraten. Nicht anders steht es mit dem Handwerk, wo ganze Berufsgruppen, beispielsweise Bäcker und Fleischer, so gut wie ganz von Deutschen beherrscht werden. Im Gemüse- und Weinbau vollbringen etwa Italiener wahrhaft europäische Gemeinschaftsleistungen. So könnte man viele Europäer nach ihrer beruflichen Sonderart und generationenalten Fertigkeit im amerikanischen Leben aufspüren. Nicht zuletzt die gesamte I n d u st r i a l i - jierung der nordamerikanischen Union ist ohne den europäischen Facharbeiter schlechtweg undenkbar. Als mit dem Gesetz von 1924 die Einwanderung scharf abgedrosselt wurde, zeigte ' sich bald ein Mangel an hochwertigen gelernten Arbeitern, Monteuren und Technikern, und Roosevelts Riesenrüstungsprogramm leidet immer empfindlicher an ungenügendem Einsatz von Facharbeitern. Schließlich mußte auch die Union für ihren ersten bescheidenen Anfang von Sozialfürsorge in die europäische, voran die deutsche Schule gehen. Erst durch das Bundesgesetz vom 15. August 1935 hat das reiche Amerika mit einer Sozialgesetzgebung begonnen, ganze 50 Jahre, nachdem das „reaktionäre" Preußen-Deutschland den Arbeiterschutz für seine Zeit vorbildlich begründet hatte. Noch heute sind jedoch die meisten Maßnahmen des Bundes eher mit dem Geruch der alten Wohltätigkeit im angelsächsischen Sinn als mit den neuen Gedanken und Staatspflichten einer wirklichen europäischen Sozialversicherung ausgestattet. Während man sich in der Diffamierung des „Nazismus" und „Faschismus" gefiel, studierte man mit Eifer die großartigen sozialen Neuschöpfungen in Deutschland und Italien und versuchte sie, wenn auch unvollkommen, nachzuahmen. (Schluß folgt.) Ekuador wartet auf die Hilfe der USA. Buenos Aires, 16. Dez. (Europapreß.) Nach Heimkehr des ekuadorischen Staatspräsidenten Ar- royo del Rio aus den USA. sieht die Öffentlichkeit Ekuadors mit Spannung der Bekanntgabe des Reiseergebnisses entgegen. Ekuador steht in wirtschaftlicher Beziehung am Rande einer Katastrophe. Das Ausbleiben jeglicher Einfuhrgüter hat eine ungeheure Verteuerung der Lebenshaltungskosten mit sich gebracht, die Landwirtschaft befindet sich in einer schweren Krise, da ihre wichtigsten Produkte wie Kakao und Reis wegen Mangels an Schiffsraum nicht ausgeführt werden können. Als Ergebnis von zwei Ernten lagern bereits insgesamt 600 000 Zentner Kakao in den Häfen Ekuadors. So erwartet man mit Spannung, welche Zugeständnisse die Vereinigtes Staaten gemacht haben, nachdem Ekuador auf den Galapagos-Jnseln und auf Salinas an der Küste den USA. bedeutende Stützpunkte abgetreten hat. Kleine politische Nachrichten. Der spanische Ministerrat beschloß, den verdienten Kommandeur der Blauen Division, Munoz Grande zum Generalleutnant zu befördern. * Ein an der Ostfront eingesetztes deutsches Jagdgeschwader errang kürzlich feinen 4000. Luftsieg. Blücher als Mensch. Zu seinem 200. Geburtstage am Ib.Dezember Der Soldat Blücher war ein Naturmensch, der sich selbst treü war, sich nichts aufzwang, was nicht zu ihm paßte, und seine Zeit in sich trug, wie sie ihn trug durch alle Kämpfe und Gefahren, bis auf die Höhe seiner Erfolge. Er lebte feinem Beruf, der ihm ererbt im Blut lag und den er ausfüllte mit der Begeisterung, die durch die Wirkung seiner lebendigen Gegenwart alles mit fortriß, was um ihn war. Immer und überall gab es für ihn nur die eine Losung: „Vorwärts!", der er, bedächtig oder draufgängerisch, folgte, wie es der Augenblick gerade verlangte. Aber der Mensch Blücher war eine komplizierte Mischung, fein Wesen war eine Verbindung höchster Kraft und straffster Angespanntheit, die dann wieder umschlug in lebens- frische Genußfreude, derbe, unbeschwerte Heiterkeit, matte schwermütige Gleichgültigkeit oder zärtliche Verliebtheit, ein gutmütiges Verständnis für alles Menschliche ober in jäh auflobernben Zorn. Die Schilderung Arndts von Blüchers Gesicht gibt einen guten Begriff von diesem wechselnden Nebeneinander: „Auf Stirn, Nase und in den Augen konnten Götter wohnen, neben Schönheit und Hoheit fand man auch tiefe Schwermut. Um Kinn und Mund aber trieben die gewöhnlichen Sterblichen ihr Wesen, hier sah immer die Husarenlist gesammelt und etwas wie von einem Marder, der auf feinen Fang lauscht. Wie freundlich seine Augen auch zu lachen und zu winken verstanden, sie verdunkelten sich auch oft plötzlich zu einem fürchterlichen ßrnft und Zorn. Das war der Soldatenmensch Blücher, der genau so unerbittlich hart wie liebevoll fein konnte, der sich durch gute Geister vor allem Unheil gefeit glaubte und doch auch wieder so klar, scharf und wirklichkeitsnah dachte und handelte. Der so bescheiden war, daß er sich einmal einen „Handwerker" nennt, der nur die „aufgegebene Arbeit" geleistet hat, und dann, als er den Fürstentitel erhält, doch sehr daraus bedacht ist, daß sein „Fürstentum" in Schlesien nicht so beschaffen sei, daß er das „Heer der hungri- rigen Fürsten" vermehren würden Kessel südostwärisToropez wetterverengt Oer Wehrmachtbericht. DNv. Aus dem Führerhauplquarlier, 15. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Truppen einer deutschen Jägerdivision warfen angreifenden Feind nordöstlich Tuapse im Gegenstoß auf seine Ausgangsstellungen zurück und brachten ihm schwere Verluste bei. Nördlich des Terek scheiterten Angriffe feindlicher Infanterie und Kavallerie, die von Panzern unterstützt wurden, an dem zähen Widerstand deutscher Truppen. 3m Wolga —Don-Gebiet zerschlugen Infanterie- und Panzerverbände feindliche Panzerangriffe in harten Kämpfen. Sie fügten den Sowjets hohe Verluste zu und vernichteten 67 Panzer Am Don wehrten italienische Truppen starke feind- liche Angriffe blutig ab. Im mittleren Frontabschnitt scheiterten wie bisher alle Versuche der Bolschewisten, einen Durchbruch zu erzwingen. Die Angriffe brachen im zusammengefaszten Feuer vor den deutschen Stellungen zusammen, soweil sie nicht schon vor der Bereitstellung zerschlagen wurden. Die südostwärts Toropez eingeschlosseuen feindlichen Kräfte versuchten vergeblich, im Zusammenwirken mit starken Entlastungsangriffen auszubrechen. 3m Gegenstoß wurde der Kessel weiter verengt. Eigene Angriffe im Abschnitt westlich Toropez führten zum Durchbruch durch eine stark verdrahtete und verminte feindliche Stellung. 3nsgesaml wurden im mittleren Abschnitt 48 Sowjelpanzer vernichtet und fünf Transportzüge des Feindes durch Luftangriffe zerstört. Kandalakscha und andere Orte an der Wurmanbahn wurden bei Tag und Nacht von Kampffliegern mit guter Wirkung angegriffen. 3n der westlichen Lyrenaika entwickelten sich im Verlaufe des gestrigen Tages heftige Kämpfe mit zahlenmäßig überlegenen britischen Kräften. Bei der erfolgreichen Abwehr verlor der Feind 22 Panzerkampfwagen. 10 feindliche Flug- zeuge wurden abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge erzielten Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen auf Wüstenflugplähen der Eyrenaika. Deutsche 3äger schossen am gestrigen Tage in Tunesien ohne eigene Verluste drei feindliche Flugzeuge ab. 3n mehreren Dellen vorgetragene Nachtangriffe der Luftwaffe gegen B o n e richteten im Hafen erhebliche Zerstörungen an. Lin feindliches Unterseeboot wurde im ö st l i ch e n Mittelmeer mit Bomben bekämpft und schwer beschädigt. Deutsche Unterseeboote versenkten bei Oran einen Transporter von 6000 BRT. und beschädigten einen amerikanischen Zerstörer durch Torpedotreffer. 3m Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe in der letzten Nacht das Hafengebiet von Hartlepool und ein 3ndustriewerk ckn der O st - küste Englands mit Spreng- und Brandbomben. Ls entstanden vor allem in den Dockanlagen erhebliche Schäden. Allein in den vergangenen sechs Monaten wurden 2000 sowjetische Flugzeuge abgeschossen. Nach dem Geschwader Mölbers konnte damit ein zweites Jagdgeschwader seinen 4000. Luftsieg melden. Reichs- marschall Göring sandte ein Anerkennungsschreiben. Gemeinsam mit der NSG. „Kraft durch Freude" führte die Zweigstelle der Deutsch-Japanischen Gesellschaft aus Anlaß des Jahrestags des Kriegs- eintritts Japans eine Veranstaltung im Volksbil- bungsheim durch, an der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger teilnahm. Nach einer Ehrung der gefallenen Helden sprach Dr. Lujo von Toncic vom Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut in Berlin über das Thema „Der Aufttieg Japans". ♦ Reichsarbeitsführer Hier! sprach auf der 5. Wart- burgtaguna des Reichsarbeitsdienstes vor den Ar- beitsgauführem, Inspekteuren und Amtschefs des Reichsarbeitsdienstes. Den Abschluß der Tagung bildete eine Feierstunde im Landestheater in Eisenach, in der Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker Auszüge aus den Reden Hierls verlas, die erkennen ließen, daß der Reichsarbeitsdienst stets als feine Hauptaufgabe die Erziehung am jungen deutschen Menschen gesehen hat. ♦ Ein deutsch-belgisches Postabkommen sieht für verschiedene Arten von Driefsendungen beträchtliche Gebührenermäßigungen vor. Cs gelten für alle Briefsendungen nach Belgien die deutschen Inlcmds- briefgebiihren. Nach Meldungen aus der Türkei ist in Tschorum abermals ein starkes Erdbeben aufgetreten. Etwa 600 Häuser wurden zerstört. 25 Personen sind ums Leben gekommen. Darmstädter Ritterkreuzträger vom Feindflug nicht zurückgekehrt. Ritterkreuzträger Hauptmann E r n ft Wilhelm Ihrig, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, kehrte von einem Feindflug an der Ostfront nicht zurück. Er wurde als Sohn eines Großkaufmanns am 27. Juli 1915 in Darmstadt geboren und zeichnete fick als Kampfflieger im Polen- und Westfeldzug sowie im Einsatz gegen England so aus, daß er mit feiner Besatzung im Wehrmachtbericht erwähnt wurde. Immer war er seinen Besatzungen ein leuchtendes Vorbild. Der Führer verlieh dem tapferen Oberleutnant und Staffelkapitän am 14. August 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 1. März 1942 wurde Ihrig zum Hauptmann befördert. Am klarsten ausgeprägt zeigt sich der Mensch Blücher in den Briefen, aus denen alle Liebe und Sorge für seine Familie sprechen. Todmüde, verärgert ober versorgt, nach den härtesten Schlachttagen, spät am Abend oder früh am Morgen, immer fand er noch Zeit, heimzuschreiben. Seine erste Frau, Karoline von Mehling, die er als Dreißiger — sie war kaum siebzehn — geheiratet hatte, hinterließ ihm, als sie nach achtzehnjähriger Ehe starb, drei Kinder, zwei Söhne und ein Töchterchen, seine kleine „Fritze". Nun war er zwar kein Vater, der seine Kinder in den Mittelpunkt feines ganzen Denkens stellte, aber feine Sorge galt ihnen unentwegt und er liebte sie so zärtlich, wie nur ein Mann das Vermächtnis einer guten Frau lieben kann. Und lange ließ er sie auch nicht mutterlos, denn vier Jahre später packte ihn, den Zweiundfünfzigjähri- aen, eine zweite Liebe und diesmal die ganz große. In Emden, wo er im Frühjahr 1795 als Generalmajor und Chef des Regiments seiner „Blücher- Husaren" hinkommandiert worden war, sah er die junge, liebliche Amalie von Golomb und verlor sein Herz so gründlich an sie, daß, wie er es in seinem Werbungsbrief an ihren Vater gleich mit flotter Bestimmtheit vorausgesagt hatte, binnen wenigen Wochen schon die Hochzeit gefeiert worden ist. Und mit feinem „Molchen" war denn sein häusliches Glück gefestigt. Sie war die richtige für ihn. „Sie hat das Verdienst, daß sie mich zu einem ruhigen, ordentlichen Menschen macht", schrieb er ein Jahr nach seiner Heirat. Mit der Ruhe war es freilich trotzdem nicht weit her, denn, wenn er keine „Militärgeschäfte" vor sich hatte, wie er nämlich den Dienst an der Front nannte, mar ihm nicht wohl. Bald genug kam denn auch die Zeit, wo es wieder hinausging in den Kampf für die Freiheit des Vaterlandes und dann allmählich der Aufstieg begann, der ihm die Erfüllung alles dessen brachte, was er sich je erträumt haben mochte. Gleichwohl gab es keinen Tag, an dem seine Gedanken nicht zu seiner „Hertzenslieben Frau" flogen. Erhielt er eine Zeitlang keine Nach- richt von ihr, so war er schwer besorgt. Umjubelt von seinen Truppen, nach dem Rheinübergang bei Caub am 1. Januar 1814, bedrückte es ihn, daß er keinen Bries von idr erhielt .Um Gotteswillen, Das Eichenlaub. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Dez. Der Führer verlieh dem Generalleutnant Allmendinger, Kommandeur einer 3äget- Division, als 153. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. * Seine Jäger hatten maßgeblichen Anteil an der im Wehrmachtbericht vom 9. Oktober gemeldeten Einschließung und Vernichtung starker bolschewistischer Kräfte südöstlich des Ilmensees. Trotz ungewöhnlich schwieriger Geländeverhältnisse stieß die Division unaufhaltsam gegen den Feind vor und drängte ihn auf immer engeren Raum zusammen. — Generalleutnant Allmendinger wurde 1891 als Sohn eines Schriftstellers in Abtgmünd (Württemberg) geboren. Nach der Reifeprüfung auf dem Gymnasium in Stuttgart genügte er seiner Dienstpflicht und wurde dann als Fahnenjunker eingestellt. 1913 wurde er Leutnant. Den Polenfeldzug machte er als Chef des Generalstabes eines Armeekorps mit. 1940 wurde er Generalmajor und Kommandeur einer süddeutschen Jäger-Division. Seit August 1942 ist er Generalleutnant. Aus aller Wett. Zuchthaus für eine seltene Gewissenlosigkeit. Mit einem besonders unerfreulichen Zeitgenossen hatte sich das Sondergericht bei dem Deutschen Landgericht Brünn in Jglau zu befassen. Der 23jährige Frantisek Slama hatte ein Verhältnis mit einem Mädchen, das ein Kind von ihm erwartete. Der Angeklagte, der fürchtete, zur Zahlung von Unterhalt herangezogen zu werden, erstattete bei der Kriminalpolizei Anzeige, daß feine frühere Geliebte sich als Spionin betätige. Die Angabe hatte der Angeklagte frei erfunden, um eine Strafverfolgung des Mädchens herbeizuführen und sich so ihrer zu entledigen. Bald stellte sich die Haltlosigkeit dieser Behauptung heraus, und nun wurde nach dem anonymen Verleumder geforscht, den die Polizei bald ermitteln konnte. Das Sondergericht verurteilte den gewissenlosen Liebhaber zu fünf Jahren Zuchthaus. ' Aus dem Reich. Vorbeugende Maßnahmen gegen den Krebs. Zu den Volksseuchen gehört neben der Tuberkulose vor allem der Krebs. Man rechnet in Deutschland mit einer Todesziffer von 150 000 jährlich und 500 000 Krebskranken. Nahezu 40 v. H. sämtlicher gestorbener Krebskranker haben den Arzt überhaupt s ich kriege keine Briefe von Dich!" und am 13. Januar: „die ganze Welt kriegt Briefe aus Breslau, und ich von Dich nicht die mindeste Nachricht ... ha, ha, da krieg ich in diesem Augenblick Deinen Brief ... nun bin ich wieder beruhigt." Er wurde überhäuft mit Ehren und Orden: „alle Ordens, die zu haben find, habe ich schon auf dem Leib" und „mit den Ordens weiß ich mich keinen Rat mehr, ich bin wie ein alt Kutschpferd damit behangen." Und dann wieder: „Schreib mich, daß Du gesund und zufrieden bist, das ist mich das liebste." Endlich kam auch der Tag, an dem er sagen konnte: „Mein Tagwerk ist vollendet!" Er war nun dreiundsiebzig Jahre alt, aber er wußte jetzt fein Deutschland frei und bereit zum Aufbau für eine große Zukunft. Nun kam es noch einmal wie eine Tugend über ihn. Er ritt, jagte unb genoß heitere Geselligkeit, bäumte sich dazwischen temperamentvoll dagegen auf, daß man ihm das Sagbredjt auf einem seiner Güter nicht ungeschmälert zukommen lassen wollte und wollte lieber auf den Fürstentitel und die Güter verzichten, als sich diese Ungerechtigkeit gefallen lasten. Doch schon ein halbes Jahr später stand der Tod neben ihm. ,Hch sterbe gern", sagte er da zu Molchen, „nur um Deinetwegen wünschte ich noch zu leben, denn wenn ich erst nicht mehr bin, wirst du es doch empfinden/ Aber mannhaft sah er auch dem Weg ins Dunkle entgegen und hielt, was er feinem Adjutanten gesagt hatte, kurz vor feinem Tod: „Sie haben viel von mir gelernt, nun sollen Sie auch von mir lernen, wie man ruhig stirbt." M. A. v. Lütgendorff. »ückerttsch. — Nicht allen, die Eichendorff lieben und die schönsten feiner Gedichte als den Inbegriff ro» mantischer Lyrik schätzen, wird es bei der Nennung seines Namens gegenwärtig fein, daß einige der be- fannteften, immer wieder gelesenen und gelungenen Lieder wie „In einem kühlen Grunde^ und „O Täler weit, o Höhen", neben zahlreichen anderen, minder volkstümlich gewordenen schon in dem 1815 erschienenen, von Fouquö eingeleiteten Roman „Ah- Ein salomonisches Urteil. Der alte Judenkönig Salomon ist übertrumpft Sein viel zitiertes Urteil der Teilung eines um ftrittenen Kleinkindes ist nie vollstreckt worden, wä die echte Mutter lieber auf das Kind verzichtete um es zu retten. Die Engländer und Amerikaner haben sich mit einem salomonischen Urteil gegenüber Sarian und de Gaulle geholfen: Dorian ist fron» zösischer „Staatschef" in Nordafrika ge* worden und England mußte vor der vollendeten Tatsache, die Roosevelts General Eisenhower geschaffen hatte, zurückweichen. Es stopft jetzt seinerseits seinem Verräter-General de Gaulle den Mund, indem es ihn zum „S taatsch e f" auf Madagaskar macht. Man sieht: Das Kind wird sehr radikal geteilt. Das Kind ist das französische Kolonialreich. Frankreich ist es, das mit feinen über, seeischen Besitzungen den primitiven Kompromißtrick bezahtt. Aber dieses Kompromiß, das nach dem schönen Grundsatz „Jedem Hund seinen Knochen!" zusammengeschustert ist, hat noch ein Nachspiel. In den Vereinbarungen zwischen de Gaulle und der englischen Regierung wird ein Jnstanzenzug für die Schlichtung künftiger Streitigkeiten vorgesehen. Wörtlich heißt es Da: „Für den Augenblick wird dem gegenwärtigen Oberbefehlshaber der britischen Truppen auf Madagaskar die Pflicht auferleat, die Verteidigung dieses Gebietes gegen äußere Angriffe zu gewährleisten." Mit anderen Worten: der englische General auf Madagaskar ist „derjenige, welcher". Dann aber heißt esk „Es wird festgelegt, daß alle Fragen, die nicht an Ort und Stelle durch den (von de Gaulle bestimmten) Oberkommissar unb den Oberbefehlshaber der britischen Truppen gelöst werden können, gemeinsam von Seiner Britischen Majestät Regierung unb dem französischen NationalkomitL in London geschlichtet werden." Schon der alte griechische Fabeldichter Aesop spricht in seinem Geschichtchen von dem „Löwenanteil", dem unverschämt großen Anteil, den sich der Stärkere traft des Rechts der Stärke kurzerhand zuspricht. Die britische Regierung führt nicht umsonst den Löwen in ihrem Wappen. Sie hat sich gegenüber de Gaulle vortrefflich den „Löwenanteil" zu sichern verstanden. Dr. Ho. nicht ober zu spät auf gesucht. Früherfasfung und Frühbehandlung des Krebses sichern aber die besten Heilungsaussichten. In jebem Kreis bes Reiches soll daher eine Beratungsstelle eingerichtet werden. In jedem Gau müssen alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Vorbeugende Vorsorge wirb sich auf die Eheberatung, die Regelung der Lebensweise und eine naturgemäße Ernährung erstrecken. Daneben hat der Reichsausschuß für Krebsbekämpfung die Forderung auf- gestellt, regelmäßig Vorsichtsuntersuchungen in bestimmten Zeitabständen, bei Frauen ungefähr vom 30. und bei Männern vom 40. bis 45. Lebensjahr ab . durchzuführen. Ein gesetzlicher Zwang wird jedoch abgelehnt. Gchülerauölese. Durch die Einführung der Hauptschule ist für die Schulen die neue Aufgabe der Pflicktaus« lese entstaüben, die schon in der Grundschule beginnt. Reichsfachschaftsleiter Kircher erklärt dazu, die Lehrerschaft müsse neu psychologisch denken lernen. Von vornherein müsse ausgeschieden werden, das Kind als Objekt zu sehen, das mit allen Mitteln methodischer Beobachtung eingekreist wird, ferner die Anwendung von veralteten experimentellen Methoden. Es sei notwendig, daß der nationalsozialistische L e i st u n g s b e g ri f f in entsprechender Form auch der Schulleistung zugrunde gelegt werde. Es gelte eine neue Pädagogik Der Begabten zu schaffen, aber auch, den Durchschnitt zum Optimum seiner Leistungsentfaltung zu bringen. Die Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes habe die Verbindung mit der in Marburg geplanten neuen Anthropologischen Fakultät ausgenommen: die Erkenntnisse der Psychologie, Anthropologie, Medizin und Pädagogik sollen für die Lehrerbildung nutzbar gemacht werden. Nationalsozialistische Kommunalpolitik. Unter dem Vorsitz von Reichsleiter Fiehler trafen sich die Politischen Leiter des Hauptamtes und die Gauamtsleiter für Kommunalpolitik in München zu einer Dienstbesprechung. Reichsleiter Fiehler erklärte, die nationalsozialistische Kommunalpolitik arbeite an einer einheitlich ausgerichteten, aber örtlich unb gebietlich abgestimmten volksverbundenen und lebendigen Verwaltung. Der neue nationalsozialistische Typ des Gemeinbebeamten müsse sich immer mehr nun g unb Gegenwart" des schlesischen Freiherrn aus Ludowitz bei Ratibor zu finden sind. Daran erinnert eine Neuausaabe des Buches in der Sammlung „D e r $ a u b e r fp i e g e 1" (447 Seiten, Verlag Rütten & Loening, Potsdam). Wenn man vom „Leben eines Taugenichts" absieht, ist Dies wohl das romantischste unter Eichenborffs Prosawerken, ein Roman, besten Hanblung aber Inhalt — von Sonnenaufgang zu Sonnenaufgang — sich kaum in Kürze nacherzählen ober anbeutenb zusammenfassen läßt, in welchem aber der Leser, bem es nicht um gelehrte Formulierungen unb geistesgeschichtliche Be griffsbeftimmungen zu tun ist, am einfachsten und eingängigsten jene Motive mieberfinbet, die in der landläufig-volkstümlichen Vorstellung für Wesen unb Eigenart bes Romantischen noch immer als kennzeichnend gelten: Mondnacht unb Waldhorn- flang, Postillon unb Reisekutsche, Grafenschloß, Räuberherberge unb Wirtshaus am Strom, Studentenfahrt auf der Donau, altdeutsche Tracht unb Ritter- spiel, Krieg unb Liebe, Stegreifkomöbie und Zigeu- nerorafel, Klostergarten unb Mühle im Walde, Volksliederpoesie uno schwärmerisches Naturgefühl, -y um einige der vertrautesten Ingredienzien anzuführen. Da der Roman übrigens, im Gegensatz zu manchen anderen Werken romanttscher Herkunft, auch dem gegenwärtigen Leser kaum sonderliche Schwierigkeiten bereiten dürfte, wird das Erscheinen der geschmackvoll ausgestatteten, handlichen Neuausgabe sicher vielen, die von Eichendorfs nur die Gedichte besitzen, willkommen sein. — Ob die Aufnahme der „Epigonen" von Immermann (972 Seiten) in die Sammlung des „Zauberspiegels" als echte Wiederentdeckung ober als bloße Ausgrabung zu werten ist, wird die Aufnahme im deutschen Leserkreise erweisen müssen. Dos 1836 zuerst erschie- neue, vom „Wilhelm Meister" beeinflußte Werk, Uebergangserscheinung zwischen ausklingender Ro- manttk und beginnendem Realismus, als Zeitroman und auch um her recht bewegten Handlung willen nicht uninteressant, wird auch dem Belesenen minder geläufig fein als der „Münchhausen^ und „Der Oberhof". Die vorbildlich schöne, noch ganz friedens- mäßige Ausstattung kann indessen den Entschluß, sich an die nahezu 1000 Seiten dieses Romam. heranzuwagen, nur beflügeln. Ham Thyriai L 5ti MM Kjpo «In eine finden fliegen. MS- Minder Mit. oben im rangen «• ■« Itäf ' Durch! jnDÜrbifl' rheinische eben. De ich Lersch :,equlveit /Ml .Intens .Spät ähren ui ing im 1 ■rfiameii Ichtungsei wig von er in S in Titel inj Stück ir, in wi r Spiel illß tiger chtem Th mg gegel C Sn Dre> Hriststell e 1868 a -älkensteii M Edith innnenbe; lit antise l. Sie be ir die he loman di Maltigi igen die ! mit bei i|en“ aus sprechen «nn meb üe hat 2 Die Toch nt den g ßonrab i tidjs' — !ts-»rkreis Wender ebunben Dem Le Ws 1 ?5 3nfti! trfrtät (i lüft, wu Mige Qi ihre und Pros. X verlieh eboren. rouri ir Verei Wqe P rankheitks -eifert hannt N ban ab u derarzt c E, mut W steh r beroori ^Mittel m über i tbn6 w IM $ innere httfej mige 2 .erha Mbefehi Jj« bre * in ein Ä Sn ke h ?.*■ *r. Um« H j>‘Ante JA 6 I per,. , K' E tr e MW, IP eit im der verkörpert. H. W. Sch. erläßliche eigenhändige Unterschrift. Wenn auch das Testamentgesetz in seiner jetzt gül- zu haben.' (Fortsetzung folgt.) Z und besten, leiches •erben, thera« . Aon atung, iturgt« Reichs« 9 auf« in be> r vom nsjahr wird Klar ausgesprochen der Wunsch, Helene noch ein letztes Mal zu sehen. Und so hat Helene diese Begegnung ganz als ein nur ihr gehörendes Erlebnis empfunden: sie hat mit niemandem darüber gesprochen, nicht mit Gertraude und nicht mit Bergenroth. Und auch jetzt nicht mit Käte. Und nun erfährt sie — es ist wie eine glückliche Befreiung von letzten Borwürfen, die sie Rautenberg vielleicht doch noch immer im stillen machte — nun erfährt sie von seinem Wunsch, seinem Sohn seinen Namen zu geben. Käte muß in dieser Adoptionsangelegenheit einige Male nach Berlin. Das ist nun vom Uhlenhof aus bequemer als von Holstein. Martin ist in der Mutter Abwesenheit in guter Obhut. Helene weiß auch, daß Rautenberg seinen Sohn noch gesehen hat. Die junge Frau hat der älteren Freundin von ihrem Besuch bei Rautenberg ge« sprachen. Bei ihrer Rückkehr aus Berlin vor einigen Tagen berichtet nun Käte, daß Johannes schon seit mehreren Wochen keine Nachricht von seinem Vetter erhalten hat. Und obwohl Käte sich nichts anmerken läßt, weiß Helene, daß die junge Frau im Herzen sehr beunruhigt ist. Helene selbst fühlt, wie in ihr erst leise, bann immer quälender und bestimmter eine schlimme Ahnung aufsteigt. Aber da sie nun für die Bewirtschaftung des ganzen großen Gutes einzustehen hat, treten solche Bedrückungen hinter der drängenden Arbeit immer wieder zurück. - Oltfif. trafen mb die chenzu r klärte, arbeite ich und dleben1 le ist cbtaus* I ile be« | rt da« | denken I leiden, | Mitteln I ferner I Men I tional« | rechen-1 gelegt jgablen I i Dpti- 1. Die I ie Der-1 neuen | genom» | thropo« e Leh- „Tlnlenspriher." । „Tintenspritzer", eine Komödie von Johannes o. S p a l l a r t, der als Schauspieler vor einigen Jahren unserem Gießener Theater angehört hat, ging im Münchener Volkstheater unter der theater- wirksamen Regie Eduard Wiemuths mit einem Achtungserfolg für die starke schauspielerische Lei- stung von Heim Handschumacher und Lydi Schwie- der in Szene. Für die Uraufführung hatte man iben Titel in „Nur eine kleine Liebe" umgewandelt. Das Stück ist mehr eine dialogisierte Anweisung dafür, in welcher Richtung die beiden Hauptgestalten ihr Spiel abzuwickeln haben. Das stumme Spiel !muß eigentlich alles ersetzen, und insofern ist hier Achtem Theaterblut weiter Spielraum zur Entfal- ; hing gegeben. Edith Gräfin Satburg gestorben. In Dresden starb im Alter von 74 Jahren die I Schriftstellerin Edith Freifrau von Krieg-Hochfelden, die 1868 auf Schloß Leonstein als Gräfin Salburg- Falkenstein geboren wurde und unter dem Pseudonym Edith Gräfin Salzburg als Autorin zahlreicher kspannender Romane aus der Geschichte Oesterreichs [mit antisemitischer Grundhaltung bekanntgeworden ist. Sie begann ihr Werk mit Heimatromanen („Die [für die Heimat bluten" und „Renate Godeleith" — i Roman vom Rhein —) und gewann ihren ersten [nachhaltigen literarischen Erfolg mit einem Roman hegen die füdisch-amerikanische „Hochfinanz", den Ifie mit der dreibändigen „Erinnerung einer Respektlosen" aus der Vorkriegszeit festigen konnte. Ihre [ansprechende erzählerische Begabung wandte sich [bann mehr dem politisch-historischen Schrifttum zu. ■Sie hat Bücher wie „Karl Peters und sein Volk", [„Die Tochter des Jesuiten" — ein Schlüsselroman [um den geflohenen Jesuiten Graf Hoensbroech —, [„Conrad von .^ötzendorf" — „Der Preuße Oester- Ireichs" — veröffentlicht und sich damit einen weiten [Leserkreis erobert. Eine stattliche Reihe renn er- [zählender Werke setzte die Linie ihres einst Heimat- [gebunden begonnenen Schaffens fort Hochschulnachrlchlen. I Dem Leiter des Erbwissenschaftlichen Forschungs- [instttuts des Reichsgesundheitsamtes und Direktor [des Instituts für Dererbungswissenschaft der Uni» [perfität Greifswald, Professor Dr. phil. Günther 1'3 u st, wurde an der Universität Würzburg die plan- [ mäßige außerordentliche Professur für Vererbungslehre und Rassenforschung, die durch den Heldentod [von Prof. Dr. Ludwig Schmidt-Kehl freigeworden list, verliehen. Professor Just wurde 1892 in Kottbus [geboren. Er habilierte sich 1923 in Greifswald lunb wurde dort 1928 Direktor des Instituts Theater -er Llniversitätsstadt Gießen Gchnbert-Kammermusik-Abend. (Spielzeug für unsere Kinder 3ur kommenden Rejchsstraßensammlung. Ä -Jt ftni* !d,§ s8 ttgen Fassung ausdrücklich den strengen Formalismus früherer Zeiten fallengelassen hat, so ist doch die Notwendigkeit bestehen geblieben, daß der Erblasser seine Unterschrift auf die selbst geschriebene Erklärung zu setzen hat. Das Fehlen der Unterschrift nimmt dem Schriftstück die Wirkung eines Testaments. Es genügt also nicht, daß auch ohne solche Unterschrift die Urheberschaft des Erblassers und die Ernstlichkeit seiner Erklärung auf andere der Wortlaut des Testaments vom Erblasser eigenhändig geschrieben. Es fehlte aber die gesetzlich unerläßliche eigenhändige Unterschrift. i trr n stub. > in dec Seiten, in man es nw werken- — von lauin in enfasst" ichtum iche^ len M in b£f W ner & libhom ß, W ibenten* । W über eine Reise empfindet, die er im Frühsommer 1819 mit Freunden nach Oberösterreich unternommen hatte. Dem nachschasfenden und ausdeutenden Wort mangelt es naturgemäß an Ausdruckskraft, die durch die Musik erzeugten Gefühle sinnfällig wiederzugeben. Kammermusik will und schafft Intimität, erzeugt jene enge Verbundenheit, eine brüderliche U Übereinstimmung. Wie jede hohe Kunst ersttebt sic aber noch viel mehr. Wie der Zauber der herrlichen Melodien einst ihrem Schöpfer das Leben einigermaßen erträglich machte, so wurden auch die Hörer aller Sorgen ledig, erhoben und veredelt, „in eine bessere Welt entrückt". Durch die meisterhafte Wiedergabe konnte solch hohe Wirkung erreicht werden. Unter den Händen der konzertierenden Künsller erstand, von jeder Erdenschwere gelöst, Werk um Werk. Ich bin außerstande, Feinheiten im einzelnen hervorzuheben. Einheitlich war das Zusammenspiel, schön abgesetzt Spiel und Gegenspiel, unmerklich lösten sich die gleichen Themen bei den verschiedenen Instrumenten ab. Sauber perlten die Läufe, voll Wehmut fang das Cello seine elegische Weise. Wundervoll erklangen die zarten, kaum angedeuteten Pianissimi. Das harmonische Zusammenspiel wurde erst durch hohes solistisches Können möglich. Von eigenartiger Klangwirkung war das Jn- einanderspielen von menschlicher Stimme, Klarinette und Klavier in dem Lied „Der Hirt auf dem Felsen". Gabriele Possinke konnte ihr schönes Stimmaterial voll einsetzen und deutete das Lied, seinem Charakter entsprechend, aus. Bei aller Würdigung der Einzelleistung soll am Schlüsse der kaum merklichen Regie Otto Zöllners lobend gedacht werden. Die sehr sorgfältige Einstudierung, die künslleriscke Abrundung sind sein Werk. Ihm gebührt unser Dank für den erlesenen Genuß. Der erfreulich gute Besuch, das mit Verständnis und Andacht aufgenommene Spiel, die Herzlichkeit des Beifalls zeigen, daß für einen bestimmten Kreis das Hören- kammermusikalischer Werke ein echtes Bedürfnis ist. Mögen die Konzertgeber daraus ihre Konsequenzen ziehen! Dr. Ludwig Arnold. I für Vererbungswissenschaft. — Der auherplan- ■ mäßige Professor für Hals-, Nasen- und Ohren- [ttankheiten an der Universität Köln, Dr. L. B. veiferth, wurde zum beamteten a. o. Professor ernannt. Seiferth ist Kriegsteilnehmer 1914/18, schloß bann sein medizinisches Studium in Würz- ftirg ab und war dort Assistent. Seit 1928 war er Oberarzt an der Kölner Hals-, Nasen» und Ohrenklinik, wurde 1931 Privatdozent und 1936 Professor, heute steht er wieder im Felde. Wissenschaftlich ist er hervorgetreten durch Bearbeitung der Scharlach-Mittelohrentzündung und durch Untersuchun- t gen über die Otosklerose. Es gelang ihm der Nach- weis, daß sie zwar durch einen Erbfaktor bedingt, '»er im einzelnen Individuum durch Störungen t inneren Sekretton ausgelöst roirb._____________ durchsetzen, nur Persönlichkeiten, die weltanschaulich Über leben Zweifel erhaben sinb, mit besten Kennt- Ulfen ausgestattet, ohne jebe Kleinlichkeit, aber mit mn so mehr Pflichttreue und Unbestechlichkeit, cna verbunden mit der Partei und dem Volk, würden das Beste zum Wohle der örtlichen Gemeinschaft leisten. Reichsamtsleiter Dr. Haffinger warnte vor den Nachteilen der vertikalen Aufsplitterung der Verwaltung in zahllose Sonderbehörden. Ersparnisse und Gebührensenkung. In einem Erlaß des Reichsfinanzministers wird erläuternd klargestellt, daß Ersparnisse, die die Ge- Enden zu einer Gebührensenkung verpflichten vorliegen, wenn während des Krieges d u r ch L e i - st u n g s eins ch r ä n t u n g nicht nur vorübergehender Art Ausgaben erspart werden. Soweit den Ersparnissen kriegsbedingte Mehrausgaben im gleichen Sektor gegenüberstehen, können sie angerechnet werden. Kunst und Wissenschaft. Otta Drües Träger des Rheinischen Literaturpreises. WM. lt9ef# n an5u Sie schüttelt den Kopf. So steht sie in Sturm und Regen und sieht ihn fortfahren. Ein eisiger Windhauch geht über ihr Gesicht und zerrt an ihren Kleidern. Da tritt sie in das Haus zurück und geht in ihre Räume hinauf. Und erst jetzt erlaubt sie ihrem Schmerz, heroorzutreten. Unaufhaltsam rollen die Tränen über ihr Gesicht. Aber auch diese schmerzliche Regung vergeht. Und nun wird auch gleich der alte Trotz wieder wach. Helene begreift nicht, warum Richard so anders, so fremd geworden ist. Sie hat in diesen Tagen so viel darüber nachgedacht. Ihr sind alle möglichen Vermutungen gekommen. Vielleicht will er frei fein — frei für eine Frau, die er liebt — Helene mag diese Vermutung nicht roeiter verfolgen, weil sie dabei ein schmerzliches Gefühl empfindet. Aber wenn es so wäre, auch bann müßte Bergenroth doch offen und ehrlich zu ihr kommen — Wie lange wird er jetzt in Magdeburg bleiben? Nun sie wird ihn dort nicht besuchen. Niemals, wenn er sie nicht darum bittet. Das ftehbfür sie fest. Aber was die Arbeit hier auf dem Uhlenhof betrifft, so soll Richard mit ihr zufrieden sein. Sie weiß, daß er ihr viel zutraut, und sie wird seine Erwartungen nicht enttäuschen! Helene steht im Wohnzimmer am Fenster, und neben ihr auf dem Fensterbrett, sicher von ihrem Arm umschlungen, steht der kleine Martin: ein lebhafter Knirps in weißer, molliger Wollkleidung. Er drückt sein Naschen an die Scheibe und sieht den draußen lustig wirbelnden Schneeflocken zu. 1 „Deine Nase wird eiskalt, Martin!" sagt Helene. Vie ist das mit dem Liedchen, das du nur Vorsingen wolltest?" ermuntert Helene und summt den Anfang des Liedchens. Nö_" Der Kleine schüttelt den Kopf: er mag nicht lin2Unb wenn ich dir nachher einen schönen Apfel Vereinfachte Heranziehung zu Gemeindeabgaben. Durch eine Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan und des Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung sind die Maßnahmen über die Vereinfachung der Verwaltung weiter fortgeführt worden durch eine kriegsmäßige Vereinfachung der Heranziehung zu Gemeindeabgaben. Danach sind die Gemeinden bis zum Schluß des auf das Kriegsende folgenden Rechnungsjahres berechtigt, bei Gemeindeadgaben, deren Veranlagung nach gleichbleibenden Bemessungs-grundlagen erfolgt, von der Zustellung neuer Heranziehungsbescheide abzu- sehen und die Abgaben statt dessen durch eine in ortsüblicher Weise zu bewirkende öffentliche Bekanntmachung allgemein festzusetzen, sofern der Ab- gabenfatz gegenüber dem letzten Deranlagungszeit- raum nicht geändert wird. Die öffentliche Bekanntmachung hat zur Folge, daß die Abgabenschuldner die Abgaben in der Höhe zu entrichten haben, wie sie sich im einzelnen Fall aus dem letzten Heran- ziehungsbescheib ergibt. Die neue Verordnung bedeutet die Einsparung von vielen Millionen von Formularen, ihrer Herstellung und ihrer Ausfüllung sowie ihrer Beförderung. ©feuerabfehungen bei Abgeltung der Hauszinssteuer. Der Rrichsfinanzminister veröffentlicht im Reichs- fteuerblatt vom 10. Dezember 1942 einen Erlaß über einkommen- bzw. körperschaftssteuerliche Fragen bei Abgeltung der Hauszinssteuer. Soweit der Schuldner ein Abgeltungsdarlehen nicht aufnimmt, kann er die Hälfte des Abgeltungsbettages mit je einem Fünftel in den Kalenderjahren (Wirtschaftsjahren) 1943 bis 1947 als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehen. Wird ein Abgeltungsdar- lehen ausgenommen, kann der Schuldner die Schuld- zinsen des Abgeltungsdarlehns nach den allgemeinen Vorschriften zur Einkommensteuer als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehen. Er kann außerdem irt den Jahren 1943 bis 1947 die Tilgungsbeträge des Abgeltungsdarlehns als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehen. Die Bestimmungen zum Nutzungswert der Wohnung im eigenen Einfamilienhaus bleiben unberührt. Die Hälfte des Abgeltungsbettags und die Til- Testament ohne Unterschrift ungültig. Noch immer herrscht über die notwendigen Formalvoraussetzungen zur Ausstellung eines gültigen Testaments Unklarheit. Das Reichsgericht hat nun in einer Entscheidung („Deutsches Recht", A. S. 1340) nochmals klargelegt, daß eine mir am Anfang des Testaments stehende Selbstbenennung des Erblassers keine ausreichende Unterschrift des Tella- ments darstellt. In dem Streitfall begann das Testament mit den Worten: „Jcy, Johann Franz Kl., setze als Universalerben ..." Unbestritten war Aus der Siadi Gießen. Oer Weihnachtsbaum. Wieder ist der Wald in die Stadt gekommen. Von den Höben unserer Berge, von füllen Schonungen und einsamen Hängen haben die Tannenbäume Ab- sch.ed nehmen müssen, um jetzt nach kurzem Aufenthalt auf Höfen und Plätzen in einem Winkel des Hauses auf den Tag zu warten, an dem sie in festlichem Schmuck zum Mittelpunkt der Weihnachtsfeier werden sollen. Ein Weihnachtsbaum im Lichterglanz gehört nach unserem Empfinden zur stimmungsvollen Feier, und wir können uns kaum vorstellen, daß wir auf ihn verzichten sollten. Am allerwenigsten würde die Kinderwelt den Weihnachtsbaum missen mögen, für die er die strahlende Erscheinung des festlichen Geschehens ist. Die sehnsüchtigen Blicke, die ihm jetzt schon im ungeputzten Kleide gelten, zeugen davon, wieviel Sympathie er genießt und wieviel Freude sein Erscheinen auslöst. Etwa 250 Jahre sind erst seit jenen Zeitpunkt verflossen, da sich der Weihnachtsbaum bei uns ein« zubürgern begann. Es war das Gebiet am Ober« rhein, vor allem die Straßburger Gegend, wo er zuerst au stauchte und von wo er dann feinen Siegeszug durch ganz Deutschland antrat. Vorher kannte man allerdings bereits Weihnachtsleuchter und Weihnachtsgestelle oder Pyramiden, wie sie auch heute hier und da noch anzutreffen sind: mannigfache Aufbauten, mit Lichtem und Sinnbildern, Gebäck und Zuckerwerk geschmückt. Ursprünglich trug der Weihnachtsbaum kaum Lichter, aber es dauerte nicht lange, und Weihnachtsbaum und Lichterglanz wurden unzertrennliche Vorstellungen. Der Grund ist offensichtlich: so wie die immergrüne Tanne zum Symbol des ständig sich erneuernden Lebens wurde, so galt auch das Licht als Sinnbild dieses Lebens, wie ja schon die Feuerbrände unserer Vorfahren zur Zeit der Sonnenwende ähnlich symbolische Bedeutung hatten. Heute ist der Weihnachtsbaum selbstverständlicher Mittelpunkt des Festes der deutschen Familie. Im Ausland kennt man ihn zwar auch, aber während man ihn dort höchstens aufstellt, um einer gesellschaftlichen Sitte zu genügen, entspricht es bei uns einem Herzensbedürfnis, der grünen Tanne zum Weihnachtsfest den Ehrenplatz einzuräumen, da sie die alte deutsche Sehnsucht nach neuem Leben Zur rechten Zeit bringt das Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes in feiner kommenden Reichsstraßensammlung am 19. und 20. Dezember eine Serie entzückender Holzspielsachen, die überall Begeisterung und Zustimmung finden werden. Die kleinen niedlichen machen kommen wie gewünscht. Da braucht es keine Eintragung auf die Reichs- kleiderkarte, kein Anstellen und keine Sorge, daß man zu spät kommt. Angehörige der Hitler-Jugend und des Bundes Deutscher Mädel tragen uns die niedlichen Dinger sogar nach, wir brauchen nur zuzugreifen. Jeder kann sich nehmen, so viel er will. Es gibt keine Begrenzung. Es soll hier auch kurz erwähnt werden, wie das Spielzeug aussieht. Erst einmal eine kleine putzige Lokomotive, dann ein allerliebstes (Einfamilienhaus- chen, vor das man eine schlanke, immergrüne Pappel stellen kann. Weiter ein Soldat, der „(Be« Marswin kommt und hat mit Helene wichtige Besprechungen. Seine erste Frage gllt Bergenroch und seinem Ergehen. „Mein Mann schrieb zuletzt aus Polen", entgegnet Helene. „Es geht ihm gut. Aber meine Nachricht von den Prüfungsergebnissen des Forschungsinstitutes für Fettchemie scheint er noch nicht erhalten schenke — einen wunderschönen Apfel mit roten Bäckchen —?" Die dunklen Kinderaugen sehen Helene an. Ein Zögern. Daumen und Zeigefinger zerren am Ober- lippchen. Das ist immer ein Zeichen der Unsicherheit, weiß Helene. Dann aber sagt Martin ganz großartig so obenhin: „Weißt du, vielleicht ist aber dein Apfel sauer —" Helene lacht: „Du unbestechlicher, kleiner Strolch!" Sie hebt den Jungen mit einem Schwung hoch und läßt ihn einen Augenblick in der Luft schweben. Jauchzende Zustimmung, und bann bekommen die munteren Füßchen wieder Boden unter sich. „Komm", sagt Helene, „gehen wir jetzt zur Mutter. Nun wird sie mit dem Briefschreiben fertig fein." Weihnachten ist längst vorüber, und Käte und Martin sind auf dem Uhlenhof heimisch geworden. Die beiden jungen Frauen geben sich gegenseitig Hilfe. Käte hat für sich und den Jungen ein paar behagliche Stuben zur Verfügung, und nun durch- stöbert sie Helenes Haushalt nach allen möglichen Nähereien und macht in dieser Richtung gründliche Ordnung. Helene weiß jetzt um die Verfügung Rautenbergs, feinen Sohn Martin zu adoptieren. Zuerst, als sie oas von Käte erfährt, wundert sie sich, daß Rautenberg bei dem Zusammentreffen in der Philharmonie nicht davon sprach. Helene durchlebt diese Begegnung noch manchmal in der Erinnerung. Sie weiß, nichts mehr lebt in ihr von dieser heißen Liebe, die sie einmal für Rautenberg empfunden hat. Aber als der Mann an diesem festlichen Abend zu ihr trat und sie in fein Gesicht sah, aus dem alle Züge der Leichtlebigkeit und Heiterkeit wie ausgewischt waren, da vermochte ihr Herz diesem Antlitz gegenüber nicht tot zu bleiben. „ _ r , Es gab nicht viele Worte. Keinen Versuch Rautenbergs, biefe Begegnung als Zufälligkeit zu deuten. Dee große Irrtum. Roman von Meta Vrik. 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Einige Tage bevor Käte mit ihrem Sohn erwartet öiri), erhält Bergenroth seinen kurzfristigen Gestel- ungsbefehl. Er hat sich in Magdeburg zu melden. Nun drängen sich viele Arbeiten und Anordnun- gen in eine kurze Zeit zusammen. Da Helene über bie meisten Arbeiten unterrichtet ist, bleibt nur notig, alle Aufgaben in großen Umrissen noch einmal Wst unfr-undlich-r Tag. Wind fegt über ias Land, und ein kalter Regen peitscht durch die &$ann steht draußen der Wagen, und es kommi !er Augenblick, da Bergenroth. zum Gehen g-rusteh lu ch-l-ne ins Zimmer tritt. Er steht vor ihr. und lein Blick umfaßt ihre ganze Gestalt und ruht au, ein so banges Gefühl. Jetzt, in dieser Minute, mochte sie ihre Arme um Richards Hals °A!s sie seinem ernsten Blick begegnet, geht em Schatten über ihr Gesicht. Bergenroth erkennt chre krschütterung wohl. Und auch m ihm st-mt h-m :ad unbändig der Wunsch aus, das Mädchen feine Arme zu nehmen, dieses Gesicht zu kuilen Nein' befielt er seinem Herzen. Nur die äugen Ilickliche Stimmung des Abschieds $f!cnau* Hüttern. Er streckt ihr die ^°nd -ntgeg-n „Auch m wirst jetzt zu den Frauen gehören b,e ft-r UNS Ronner eintreten müssen. Le.cht w.rd es nm>- Helene bezwingt die Unruhe und ., in }nb geht mit Richard hinaus. Sie begleitet ihn He Diele und geht mit ihm kns vor die Tur. „Du wirst dich erkälten, Helene! * M Uv M ÄJ fonie I ItÖfle I 1 tej w 1 drq! auf] I ubtt. Wh.I ^önen usiU. 1 bin eng. >r bie keheii. wirb; bei1 di« .ketrz it an. Ws« 3t er, ht an tinnn- ■r bet ;me:n. g unb n ge. Jabel« n bem Anteil, Störte fuhr! >ie hat ömen. Ho. s Hier, wehr über" Wache steht. Wenn sein Dienst vorüber ist, dann wartet schon ein dralles Bauernmädel, das sein schönes weißes Gänslein einfach im Stich lassen wird, um mit dem strammen Grenadier zum Tanz zu gehen. Jeder hat nun mal sein Steckenpferd oder zumindest ein Schaukelpferd. Beide 'Typen sind nach freier Wahl vorhanden. Ist bas nicht zum Schießen? Uebrigens schießen: Da gehört doch eine Kanone dazu! Sie werden lachen, auch die ist da! Und sie schießt sogar wirklich. Man braucht nur hinten am runden Knops zu ziehen und ein halbes Streichholz in die Mündung zu stecken und los-» zulassen, schon sinkt der arme getroffene Soldat zu Boden. Doch die Trillerpfeife mit dem Vogel reißt ihn wieder empor, denn zu Weihnachten darf es nur frohe Gesichter geben, und außerdem war doch bas ganze nur ein scherz. gungsbeträge können deshalb hier von dem Grundbetrag, nämlich 3 v. H. tfes Einheitswerts, nicht ab• gezogen werden. Es können aber Schuldzinsen, die anläßlich der Abgeltung der Hauszinssteuer gezahlt werden, vom Grundbetrag bis zu dessen Höhe abgezogen werden. Gehört das Abgeltungsgrundstück zu einem Betriebsvermögen, dann ist der Abgettungsbettag buchmäßig in voller Höhe gesondert zu aktivieren. Nimmt der Schuldner bei Bettiebsgrundstücken ein Abgeltungsdarlehn nicht auf, so kann er den aktivierten Betrag von 1943 bis 1947 zu je einem Zehntel abschreiben, nimmt er ein Abgeltunasdar- lchn auf, so kann er von dem aktivierten Betrag von 1943 bis 1947 die Tilgungsbettäge des Abgeltungsdarlehns abschreiben. Der Erlaß regelt im einzelnen noch, wie bei Betriebsgrundstücken der Schuldner zu verfahren hat, der nur zur Entrichtung eines Teiles des Abgeltungsbetrages ein Abgeltungsdarlehn aufnimmt. Weiter wird die Lage bei Eigentumswechsel, bei einer Mehrheit von Eigentümern und bei vorzeitiger Zurückzahlung des Abgeltungsdarlehns in steuerlicher Hinsicht klargestellt. Es waren Kostbarkeiten Schubertscher Kammermusik, mit denen Musikdirektor Otto S ö l l n e r, die Sopranistin Gabriele P o s s i n k e und Mitglieder des Städtischen Orchesters einen großen Hörerkreis von Schubert-Freunden beschenkten. Die Dortragssolge sah nur vier Werke kammermusikalischen Charakters vor: ein Stteichauartett, einen Gesang, ein Klavierttio und ein Klavierquintett, doch erwies sich bei dem beträchtlichen Umfange gerade der beiden letzten Stücke die weise Beschränkung insofern als günstig, als dadurch jede der einzelnen Gattungen ihrem besonderen Charakter gemäß und in meisterhaft künstlerischer Abrundung erklingen konnte. Vielleicht konnte auch gerade in solch enggezogenem Rahmen in makelloser Reinheit und Schönheit Schuberts allerbeste Gabe erstehen: sein Lied. Das arößte Vermächtnis des kurzen Lebens — der Meister starb bereits im 31. Lebensjahre — waren seine Lieder und Gesänge. Der Lieddichtung „Der Hirt auf dem Felsen" op. 129 für Sopran, Klavier und Klarinette liegt das Gedicht „Der Berghirt" von Wilhelm Müller zugrunde. Schubert widmete das Werk der berühmten Sängerin Anna Milder-Hauptmann. Die Komposition zählt schon ihres Umfanges wegen und durch die über das Lyrische hinausweisende Steigerung nicht zu den Liedern im engeren Sinne. Es handelt sich vielmehr um ein größeres Gesangsstück, das sich schon der Arie nähert. Aus Schuberts Reifezeit stammt das K l a d i e r t r i o B - d u r, op. 99, oas neben der unerschöpflichen Melodienfülle und dem Farbenreichtum, den Merkmalen feiner Kammermusik, Züge tiefsten Leides trägt. Daß der lebenslang von Not und Sorge bedrängte Meister eine Tagebuchstelle spricht davon, daß seine besten Werke der Schmerz geboren habe — auch der hohen, der göttlichen Heiterkeit des Daseins fähig war, bezeugt das Forellenquintett A - d u r, op. 114, für Klavier, Geige, Bratsche, Cello unb Kontrabaß. Es ist benannt nach feinem Kern, dem Lied „Die Forelle", dessen Variationen den dritten Satz bilden. In der Komposition kommt die überströmende Freude zum Ausdruck, die der Meister in der Erinnerung Durch den Landeshauptmann Haake wurde ehrwürdigen Gürzenich der Hansestadt Köln Rheinische Literaturpreis 1942 an Otto Brües verliehen. Der Preis wurde bisher verliehen an Heinrich Lersch, Josef Ponten, Wilhelm Schäfer, Heinz Steguweit, Hermann Stegemann, Curt Langenbeck unb Wilhelm Schmidtbonn. Weise klargestellt wird. Die Unterschrift muß am Schluß des Testaments stehen. Gießener Schlachtviebmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 36 bis 43 Rpf., Bullen 35 bis 44, Kühe 14 bis 44, Färsen 27,5 bis 50, Kälber 18 bis 57, Schafe 15 bis 52 Rpf. pe 7» kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e—f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Alt- schneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Gießener Dochenmarktpreife. 6 Gießen, 16. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, Ti kg 10 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, rote Rüben 8, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 6, Lauch 15, Sellerie 16, Feldsalat, 1/m> 10 Rpf. Verdunkelungszeit: 16. Dezember von 17.08 bis 7.58 Uhr. * *♦ Die Jugendgruppe des Deutschen Frauenwerks veranstaltet am kommenden Sonntag, 20. Dezember, 16.30 Uhr, im Standortlazarett, und am Mittwoch, 23. Dezember, 19 Uhr, im Altersheim vorweihnachtliche Feiern. Die Mitglieder werden gebeten, eine halbe Stunde vor Beginn anwesend zu sein. ** Strom sparen! Müssen alle Lampen im Zimmer brennen, wenn nur am Schreibtisch gearbeitet wird? Genügt nicht die Schreibtischlampe allein auch zur Aufhellung des Raumes, solange wir für Rüstung und Front Strom sparen müssen? Strom sparen hilft der Front! ** Keine telgraphischen Weihnachtsund Neujahrsglückwünsche. Wie der Reichspostminister mitteilt, wird mit Rücksicht auf die starke Belastung des Telegraphen durch kriegswichtige Telegramme für die Zeit vom 18. Dezember 1942 bis 5. Januar 1943 einschließlich die Annahme von Weihnachts- und Neujahrswünschen und -griißen sowohl in vollbezahlten Telegrammen als auch in Brieftelegrammen für den Auslandsdienst gesperrt. ** Wichtig für Rentenempfänger. Empfänger von Renten aus der Angestellten-, Invaliden- und Unfallversicherung werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Reichspost im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister auf die Beglaubigung der Unterschrift und auf die Beibringung etwa erforderlicher Lebens- und Witwenschaftsbescheinigungen bei der Abhebung der Rente für Januar 1943 verzichtet. Die nächste allgemeine Beglaubigung der Unterschrift usw. ist erst bei der Zahlung für Oktober 1943 erforderlich. ** V o n der Hessischen Brandversicherungsan st alt. Der Beitragssatz für die bei der Hessischen Brandversicherungsanstalt versicherten Gebäude wurde für das Kalenderjahr 1943 mit Zustimmung des Derwaltungsrates wieder auf 13 Rpf. für je 100 RM. Umlagekapital festgesetzt. Alle versicherungstechnischen Ueberschüsse des Rechnungsjahres 1942 werden ausschließlich zur Bestreitung der Beitragsrückerstattungen an die Versicherten verwendet und im Jahresabschluß 1942 der Rücklage für Beitragserstattungen zugewiesen. Strafkammer Gießen. Wegen Urkundenfälschung hatte sich gestern die Ch. H. aus T. vor der Strafkammer zu verantworten. Die Angeklagte hatte eine Uebergangskarte der Reichsbahn zur Benutzung der II. Wagenklasse gefälscht und ferner durch Datenfälschung auf einem Freifahrtschein eine längere Gültigkeitsdauer des Scheines bewirkt. Von den beiden verfälschten Ausweisen machte sie Gebrauch. Wegen schwerer Fälschung wurde die Angeklagte zu drei Monaten und drei Wochen Gefängnis verurteilt. Schweinemarkt in Friedberg. * Friedberg, 16. Dez. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 129 Ferkel a-ufgetrie- ben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 30 bis 35 RM., 6 bis 8 Wochen alte 35 dis 45 RM., 8 bis 12 Wochen alte 45 dis 60 RM. pro Stück. Der Handel war lebhaft, es wurde ausverkauft. Richtige Säuglingspflege im Winter. Kälte schadet dem Säugling nicht. — Lustbad auch im Winter. Wie weit erfordert die kalte und nasse Jahreszeit vom Herbst dis zum Frühjahr dieses oder jenes Besondere in der Pflege des Säuglings? Das sind wohl die ersten Fragen, die von mütterlicher Seite für den Winter gestellt werden: „Soll ich den Säugling wärmer anziehen oder nicht? Soll ich das Kind wärmer baden als im Sommer? Oder soll ich es gar, um es vor Kälte zu schützen, im geheizten Zimmer etwa mehr in Ofennähe halten?" Nichts von alledem! Die Zimmerwärme braucht weder höher als 18 Grad Celsius zu sein, noch gehört das Kind in Ofennähe, noch braucht der Säugling im normal geheizten Raum wärmer bekleidet zu sein als sonst, noch benötigen wir im Winter ein wärmeres Bad als etwa 35 Grad Celsius. Würden wir das Kind im Winter zu warm halten, also im geheizten Zimmer dicke Wollsachen zur Kleidung und schwere Federdecken als Zudecke im Säuglingsbett benutzen, würde das Kind ständig in Schweiß geraten, wodurch die Krankheitsgefahr wesentlich erhöht wird, — das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen. Für den Aufenthalt des Säuglings im Zimmer ist auch im Winter, was die Wärme anbelangt, alles Nötige getan, wenn das Zimmer so geheizt ist, daß tagsüber etwa 18 Grad Celsius, nachts im Schlafzimmer etwa 16 Grad Celsius Wärme gemessen werden. Im übrigen ändert sich in Kleidung, Bett, Bad und Pflege gegenüber anderen Jahreszeiten nichts, wenn bisher alles richtig gemacht war. Was wir dem Kinde im Winter zu geben haben, ist vielmehr: Fr.iscke Luft und Sonne! Denn im regnerischen Herbst, im kalten Winter, im nassen Frühjahr ist das Kind viel im geschlossenen Zimmer. Mangel an frischer Luft kann die Haut träge machen und das Kind verweichlichen. Gerade um diese Zeit halten wir daher nachdrücklich auf ausreichende Zimmerlüftung, morgens, mittags und abends vor dem Nachtschlaf je einige Minuten, denn die kühle, frische Luft erwärmt sich schnell. Und wir verhindern zu trockene Zimmerluft, indem wir, besonders bei Zentralheizungen, Wasserbehälter auf die Heizkörper stellen. Wir achten darauf, daß das Kind bei der Zimmerlüftung nicht in Zugluft gerät. Dafür lassen mir das Kind auch im Winter tagsüber im Zimmer ohne Bedenken mehrfach einige Minuten nackt strampeln, damit es sein fröhliches Luftbad bekommt, z. B. vor seinen Mahlzeiten oder beim Wickeln oder vor dem Bad. Unbedingt aber muß das Kind ins Freie, selbst wenn es draußen richtig kalt ist. Es ist durchaus gut, wenn der Säugling seinen Mittagsschlaf im Freien hält, z. B. auf dem windgeschützten Balkon. Hierzu werden ihm natürlich Mütze und Handschuhe gegeben, genau so, wie zu den täglichen Ausfahrten im Wagen, die wir vor allem in der Wintersonne, aber auch sonst bei trockener Kälte unternehmen. Der Wagen braucht nicht mit einer „Windschutzscheibe" über dem ruhenden Kind abbeschlossen zu werden, — wir suchen ja gerade die frische Luft auf; wir sollten nur dafür sorgen, daß der Wind dem Kind nicht gerade ins Gesicht hineinbläst. Unser Grundsatz sei daher auch im Winter: das Kind nicht verzärteln! Es braucht viel frische Luft, viel Licht, Sonne, es muß ins Freie, auch bei Kälte! Denn so wichtig Wärme für den Säugling ist (sie ist so wichtig wie seine Nahrung), so wenig ist eine Verweichlichung des Kindes am Platze. Gerade die reine, kristallklare, weitgehend staubfreie kalte Win- terluft bringt dem Kind, wenn es ausreichend bekleidet ist, keinen Schaden, sondern wichtige gesundheitliche Vorteile. Nicht die Kälte im Freien macht krank — wenn es sich nicht um Uebertreibungen handelt; wohl aber fördern überheizte Zimmer, aus- getrocknete und verbrauchte Zimmerluft, zu dicke Wollbekleidung im Zimmer usw. die Empfänglichkeit des Kindes für Erkrankungen und Krankheitsübertragungen. Und gerade darauf sollte die Mutter im Winter besonders achten, Ansteckungsgefahren vom Kind ferNzuhalten, also die Uebertragung von Krankheitsstoffen von Erwachsenen auf das Kind zu verhüten. Denn diese Gefahr ist in der erkältungsgefährlichen naßkalten Jahreszeit ernst zu nehmen, daß sich erkrankte Erwachsene in der Nähe des Säuglings aufhalten, oder auch solche Personen, die z. B. an Schnupfen leiden und Jnfektionskeime verbreiten, ohne selber ausgesprochen krank zu sein, Keime, die zwar den Erwachsenen, der widerstandsfähiger ist, nicht immer krank niederwerfen, wohl aber den Säugling bedrohen und ihn schnupfen- oder hustenkrank machen können, mitunter auch so heftig, bnjj sich frühzeitig Bronchialkatarrhe oder Lungenen» zündungen daraus entwickeln. Laßt den Säugling nicht auf den Mund küssen! Wascht ihm wiederholt Gesicht und Hände. Reinigt oft den Betten- und Wagenranü und die Gegey stände, mit denen der Säugling in Berührung kommt oder die er in den Mund steckt. Benutzt niemals eigene, unsaubere, benutzte Taschentücher, utn das Kind zu „reinigen". Und wenn Mutter selber einmal Schnupfen hat, so bindet sie jedesmal, bevor der Säugling gebadet, trocken gelegt oder zur Mahlzeit ausgenommen werden soll, ein sauberes, weißes Leinentuch vor Mund und Nase, sie spricht zum Kind nicht mitten ins Gesicht hinein und atmet- es nicht cm. Und ist ein anderes Familienmitglied krank, dann wird die Mutter, bevor sie sich wieder mit dem Säugling beschäftigt, grundsätzlich die Hände waschen und gegebenenfalls auch den Mund desinfizierend ausspüle«. Denn alle sonstige gute Pflege des Kindes kann illusorisch gemacht werden, wenn durch Leichtsinn, Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit Krankheitskeime zum (Säugling verschleppt werden! Oie Sage von der Teufelsmühle. LPD. Die im Jahre 1691 erbaute „Teufelsmühle" bei Ilbeshausen im hohen Vogelsberg ist eine Meisterleistung hessischer Zimmermannskunst. Der Ueberlieferung nach wurde sie von einem Junggesellen Hans Muth erbaut, der sie seinem Patenkind aus Usingen schenkte. Die Familie U sing er ist seit Jahrhunderten auf der Mühle, die gleichzeitig Erbhof ist, ansässig. Die außergewöhnliche Ausstattung des Fachwerks regte die Volksphantasie erheblich an. So berichtet die Sage, ein einziger Zimmermann habe sieben Jahre lang das für den Bau der Mühle erforderliche Holz im Oberwald gehauen und bearbeitet. Als es aber ans Bauen ging, packte den Mann der Hochmut, so daß er mit dem Teufel eine Wette einging, er könne genau so schnell und schön bauen wie dieser. Beide machten sich daraufhin gemeinsam ans Werk. Der Teufel baute das untere, der Zimmermann das obere Stockwerk. Der Teufel war selbstverständlich eher fertig und hing trimnphie- rend seinen Hut an die oberste Spitze des Hausdaches. Dann führte er den Zimmermann ins Feld und zerriß ihn in den Lüften. Nach einer anderen Fassung der Sage arbeitete der Zimmermann zwar ebenfalls sieben Jahre lang an der Zurichtung des Holzes, hatte aber beim Sägen an der einen Seite der Säge den Hut des Teufels hängen, wodurch die Arbeit flott vonstatten ging. Nach der Fertigstellung der Mühle geriet aber der Zimmermann wegen des Besitzes der Mühle mit dem Teufel in Streit. Schließlich berief sich der Teufel darauf, daß fein Hut die schwerste Arbeit geleistet hätte und drehte dem Zimmermann den Hals um. Hauptjchriftlelter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriflleiters: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotz für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Unwersttätsbruckerei R. Lange A. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Haus Beck. Anzeigenpreislifte Nr. 6. iituitcr Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die unfaßbare, traurige Nachricht, daß mein über alles geliebter, herzensguter Mann, der treubesorgte, glückliche Vater seines einzigen Kindes, unser lieber, einziger Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager,Enkel, Neffe und Onkel Heinrich Stein Unteroffizier bei der Luftwaffe im Alter von 33 Jahren im Osten für Führer und Vaterland den Heldentod fand. In unsagbarem Schmerz: Hilde Stein, geb. Heck, und Töchterchen Hannelore Otto Stein und Frau, geb. Uhl Hedi Euler, geb. Stein, und Familie Familie Wilhelm Heck. Gieß6n,Kaiserallee 40, Kohden,Dezemberl942. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. oAKdÄ Der Landrat des Landkreises Büdingen und seine Befolgschaftsmitglieder werden dem Gefallenen ein ehrendes Andenken bewahren. 06M7 Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Futtermittelscheine für Pferde. Zur Versorgung der nichtlandwirtschaftlichen und städtischen Pferdehaltungen mit Futtermitteln in den Monaten Januar und Februar 1943 wird zum 15. Dezember 1942 der Abschnitt 4 der Futtermittelscheine für Pferde aufgerufen. Die Futtermittelverteiler werden ausgefordert, die in ihrem Besitz befindlichen Abschnitte 3 der Futtermrttelscheine bis zum 23. Dezember 1942 dem Ernährungsamt, Abt. A, zum Umtausch in Bezugscheine vorzulegen. Die Abschnitte sind von den Verteilern nach Gruppen und Stückzahl (5er und 1er Abschnitte getrennt) geordnet mit einer unterschriftlich vollzogenen Zusammenstellung einzureichen. Gleichzeitig ist die Richtigkeit zu bescheinigen und zu versickern, daß sämtliche Abschnitte beliefert worden sind. Die Rationssätze betragen für 1. Schwerarbettende Pferde 400 Kilogramm, 2. Normalarbeitende „ 280 „ 3. Leichtarbeitende „ 220 „ Gießen, den 15. Dezember 1942. (3797D Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung einge- lettet werden mutz: 9. Rate Grundsteuer 1942. 3. Rate Hundesteuer 1942. [8798C Gießen, den 15. Dezember 1942. Der Oberbürgermeister (Stadtkasse). COMMERZBAN K Gießen ffibt ltatik*i>ar biich <*r l n SM h k , e st Jtn d! •‘rn, ii “Mit WftspK : lf5 ®in ''!»«> ’ffenfid; für Mir Sulin, 'en Krieg ^tratet) Mgen r i ffl man pichen Wroßb it des Achter i Kriege« Men, d Äußerst Ne wie jren z Reicht mö ! bisher i: Wen, fo j nmg der Wnüb •ben ve itn mit ii Mittel- 1 Ausgleü w Cinful 'hrexp Monti! Verha Jbuttert J* Herzust 'allen M Kritcmn Een kor üese Au- *1 an l^pfi ^nden s Sn s ,'..3ur § Mischer