§reNag.16.VktoberMr Eichener Anzeiger ;eeri?4i ? 1 Bevölkerum Kot^afrita zu säubern kennzeichietnlMttelmeer in seine l unb den Feind über das BF NSDAP, 19.80 Uhr MNg. rtkasse). Transport- iefeen ind Theater ein sowjetisches Schnellboot im Finnischen Meerbusen in Brand. 3m hohen Norden richteten sich Angriffe von Ierstörerflugzeugen gegen Truppenlager ostwärts der Kola-Bucht. Die britischen Flugstützpunkte auf der 3nfelfestung Malta wurden von Kampfflugzeugen bei Tag und Nacht mit Bomben schweren Kalibers belegt. Die zum Begleitschuh eingesetzten deutschen und italienischen Jäger schossen zusammen 25 britische Jagdflugzeuge ab, davon 18 allein durch deutsche Jäger. Zwei eigene Kampfflugzeuge kehrten nicht zurück. Bei einem Angriff gegen den Geleitverkehr an der britischen K ü st e versenkten Schnellboote vier feindliche Handelsschiffe von zusammen 8000 BRT. Alle Boote kehrten in ihre Stützpunkte zurück. 3n der Nacht zum 14. Oktober kam es imKanal zu einem Seegefecht zwischen deutschen Sicherungsfahrzeugen und einem überlegenen feindlichen Verband, der aus zwei Zerstörergruppen und mehreren Schnellbootflottillen bestand. 3m harten Gefecht wurde ein britisches Artillerie-Schnellboot versenkt und fünf Schnellboote durch Artillerietreffer beschädigt bzw. in Brand geschossen. Lin eigenes Fahrzeug ging verloren. Vorpostenboote und Marineflak schossen im Nordseegebiet zwei feindliche Flug- zeuge ab. Leichte deutsche. Kampfflugzeuge bombardierten gestern kriegswichtige Anlagen und militärische Ziele an der englischen Südküste. blockierte Festung zurückzu- werfen. Diese Projekte hängen strategisch und wirt- fchastlich zusammen. Di-e Aufgabe besteht darin, die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten zeitlich so zu geschlossene Kartenver- ch Freude“, ienhandlung r Verurteilte, l Ehrenrechi! Mer 500 Stühpunkte und Kampsanlagen im Kaukasus im Sturm genommen. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartler. 15. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kaukasus durchbrachen deutsche und slowakische Truppen in dicht bewaldetem Gebirgsgelände unter erbitterten Kämpfen neue feindliche Stellungen und nahmen über 500 Stützpunkte und Kampfanlagen im Sturm. Am Terek-Abschnitt wurden feindliche Kräfte zurückgeworfen. 3n Stalingrad brachen 3nfanterie- und Panzerverbände den verbissenen Widerstand der Sowjets in Häuserblocks und Barrlkadenstellungen und fliehen tief in das nördliche Stadtgebiet vor. Kampf- und Sturzkampfgeschwader zerschlugen in rollenden Einsätzen feindliche Bunker und Artilleriestellungen. Entlastungsangriffe des Feindes wurden unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich auch gegen Transportbewegungen und Umschlagplähe der Bolschewisten am Unterlauf der Wolga. Lln Tanker und zwei Lastkähne wurden durch Brand vernichtet. An der D o n f r o n t wiesen rumänische Truppen örtliche Angriffe ab. 3m mittleren Frontabschnitt führten eigene Stohtruppunternehmungen zur Vernichtung zahlreicher Bunker und Kampfanlagen. Kampfflugzeuge bombardierten wichtige Bahnstrecken, wobei der Feind beträchtliche Verluste an rollendem Material erlitt. 3m Tiefangriff schoben 3agdflieger »Economistt mit dem R i h", der, wie die amerikanische Presse mit Besorgnis schreibe, sich zwi- chen den Bolschewisten und den Alliierten aufgetan habe. „Es muh nicht sein — und hat keinen Sinn, daß sich irgendwelche Spannungen zwischen den Russen und den Alliierten entwickeln. Es wäre vielleicht auch klug, wenn die russische Propaganda mehr täte, um die Ungeduld und das Mißtrauen zu zerstreuen, die unvermeidlicherweise unter den arbeitenden und leidenden bolschewistischen Massen entstehen", so schreibt der „Economist" und gibt damit zu, daß „irgendwelche" Spannungen zwi- chen d-en Bolschewisten und Alliierten schon längst bestehen. Englands Arbeitsreserven erschöpft. Zuflucht zur Nachahmung „autoritärer" Methoden. Stockholm, 15. Okt. (DNB.) Der englische Produktionsminister Oliver Lyttelton erklärte: „Um eine höhere Leistung zu erzielen, müssen wir daran denken, die Arbeitskraft am rechten Platz einzusetzen und Maschinen, Werkzeuge und Gebäude zu größtem Vorteil zu nutzen. Durch eine Neuverteilung der Arbeit, durch Verbesserungen -in der Betriebsführung oder durch Zusammenfassung von Firmen. Solche Maßnahmen, meinte Lyttelton, werden manche Menschen schwer treffen, aber wir haben ein Stadium erreicht, wo mir die Produktion und Organisation in Ordnung bringen und zur höchsten Leistungsfähigkeit uniformen müssen. Jeder«, der von einer Arbeitsstätte zur anderen geschickt, oder aufgefordert wird, sein Unternehmen mit anderen zusammenzulegen, oder seine Fabrik von einem Bezirk in den anderen zu verlegen, wird „aktiven Heeresdienst tun". Leute, die ihre Arbeitskräfte und Maschinen nicht richtig nutzen können, werden schließen müssen." L y t t e l t o n s Ausführungen bestätigen die Fest- (92. Jahrgang Ur. 244 ^Eriche«ni < g. < cy. außer Sonntaas und Wetertaaß Beilagen: Meßener ttomihenblättea ZeimatimB'ld-DieScholle Bemasvrersr Nonatttch.....RM.1.80 Mellgebübr..... -.25 euch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern nfoloe höherer Gewalt ernsvrechnnschluß 2251 )rahtanschrtft „Anzeiger«' vnftfcheck 11 ßRfi ftrnnff /M Ml -n, Köln ■ unter Ul d>- fie * äJ Wir tragen den Tod nach Stalingrad Von Kriegsberichter Dieter Tiemann. jrtiW H*®! HO 871-930 0-11 931-jj! 1-12 991-105 Annahme von Anzeigen für die Mtttaasnummer biS 8'/, Uhr desBormittagS Au-eigen^reise für die DHllimeter-yetle von 22 Millimeter Brette: 7 Stof, für i>amittenan» zeigen und private GelegenhettSanzelgen 14 Stof. t. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbettkanzelgen Plavvortchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/° mehr tu lfln9e nort""d Tropf«"' fei" ,eP er Rl«**; 19’" vn , ko*»"' OerMarschattstab im Tornister Das Geheimnis der deutschen Siege in diesem Kriege beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, daß die deutsche Wehrmacht aus dem Weltkriege die richtigen Lehren gezogen hat. Das gilt auch im Hinblick auf die Auswahl der Offiziere, und zwar sowohl für die aktive Laufbahn als für die Reserveoffiziere. Schon in der alten Armee galt der Grundjatz, daß jemand wegen Tapferkett vor dem Feinde zum Offizier befördert werden konnte, ohne daß sonstige Voraussetzungen notwendig wären. Solche Beförderungen sind auch im Weltkriege erfolgt, aber sie bildeten doch eine Ausnahme. Es gab aber auch Bestimmungen, die im allgemeinen gewisse Schichten der Bevölkerung zur Offizrerslaufbahn nicht zuließen, das gatt ebenfalls ür die aktive Laufbahn als auch für die Anwart- chast zum Reserveoffizier. Diese Auffassungen haben ich schon im letzten Kriege als überholt erwiesen, und es sind vor allem eine Anzahl von Unteroffizieren Offiziere geworden, die sich in der neuen Wehrmacht außerordentlich bewährt haben, und die heute zum Teil Generalsrang einnehmen. Nunmehr ist wiederum eine neue grundsätzliche Tatsache zu verzeichnen, die die Offizierslaufbahn allen Schichten des Volkes öffnet. Man darf in diesem । Zusammenhang an die mutige Tat Scharnhorsts denken, der bei seinem Reformwerk vor mehr als hundert Jahren auch bürgerlichen Kreisen den Weg zur Offizierslaufbahn öffnete. In einem Staate der Volksgemeinschaft ist es nur eine natürliche Konsequenz, wenn nunmehr auch die letzte Schranke, die das Berechtigungswesen aufgerichtet hatte, fällt, und der Eintritt in diese Laufbahn nicht mehr vor irgendwelchen Examina abhängig ist. Der Führer hat diesen Grundsatz letzthin schon in seiner großen Sportpalastrede begründet, als er ausführte: „Wenn Sie die Beförderung unserer jungen Offiziere sehen, so beginnt hier bereits der Einbruch unserer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft in völligem Umfange. Es gibt keine Vorrechte der Geburtsurkunde, es gibt keine frühere Lebensstellung, es gibt keinen Kapitalbegriff, keine fo genannte Herkunft, es gibt auch nicht eine sogenannte Bildung, es gibt nur eine einzige Bewertung: das ist die Wertung des braven, tapferen, treuen Mannes, des entschlossenen Kämpfers, des kühnen Mannes, der geeignet ist, Führer seines Volkes zu sein." Die neuen Bestimmungen des Oberkommandos der Wehrmacht sind charakteristtfch für den nationalsozialistischen Staat, fie bedeuten aber keineswegs, daß nun etwa das Bildungsniveau des deutschen Offiziers gesenkt würde. Die geisttge Entwicklungs- säyigkeit muß vorhanden sein, und in ernster Schulung wird auch der junge Offiziersbewetber sich jene Berufsbildung anzueignen haben, die unerläßlich ist, und die ihm auch im gesellschaftlichen Leben die Stellung sichert, aus die der Offizier allen An-, sprach hat. Die Offiziersleistungen werden in Zukunft noch gesteigert werden, die Chance aber ist am Beginn der Laufbahn für jeden die gleiche. Nicht jeder junge Offizier wird Feldmarschall werden, aber jeder Deutsche, der sich zum Offizier eignet, soll die Möglichkeit dafür besitzen. V 9en M M »fr £ Med n SuMlJ feinem^ Wau er Uiü[ W Käse U St 1*35 .ws Er» e -Werin to er Weise w te Vertraut! na> «ertei. die amt, deshalb of)iK M/lt schwel, verurteil!! Verbrechen; zugleiis irfunbung in ! Verbrauchs ren Zucht, unter denen inJiffen und von militärischer Ausrüstung abgezogen. Itel das hat bewirkt, daß der Zeitplan der Alliierten ständig revidiert werden mußte. Unvermeid rcher- tteife aber immer in der falschen Richtung, mdem der zurückzulegende Weg v e r l ä n g e r t wurde. Tie Frage ist, ob der Zeitplan jetzt wiederum in Der richtigen Richtung zur Verkürzung des Krieges rem- dim werden kann. „Nächsten Sommer so hat Stifter WMkie verkündet, - kann es zu spät fern • @5 kommt nur darauf an, ob nach den /an^n Ver- fcumniffen in der Vergangenheit eine wirtlich g eich 8-schaltete Anstrengung im geeignetsten Augenblick unb das heißt bald — praftifd) mogüA ift Interessant ist auch in dem Zusammenhang dir immer wieder beabsichtigten und gestörten zwer fm Front - da- Bild, da- der „®conom ft von hin Zuständen in der Sowietunwn mbt. und das n. angesichts der unaeheuren Scrlufte bcrru„ itis an Menschen, Boden und R°Molt0uell-n tittlid; — so matt: „Die gesamte Ford e r u n g d-r Sowset - an Kokle betragt leM™®"* nith t mehr als ein Viertel der Vroduktwn Sr°tzdcutschlands. Müdigkeit und Erschöpfung m- Itlge schmieriger Ernäkrungsverbattnlss-, schwerer Mehrarbeit und der unglaublichen Anspannung, u Inder das russisch- Volk lewen Kampf allein kamp Im mutz, drucken der Arbeitsleistung und der Pro hitfion unvermeidlicherweife ihre 6 jte lis Seit ist nicht aus Rußlands Seite °id wenn Rußland abgeschnitten und peschwach s. I« wird der Weg der Alliierten zum S,eg tatsächlich knq." E- ist wohl das erstemal daß em britisch r-°tt di- „Seit" nicht als Verbund ten der^AM inten betrachtet. Zum Schluß _ 6er aid) dieses ist für uns red)t- aufschlußreich (PK.) ,^)alb vier Uhr! Wach werden! Es ist so weit!" Ich räkle mich vom Sttohsack hoch und sehe im Halbdunkel der kleinen Russenstube den U. d. D. in der Tür stehen. „Na, gut geschlafen?" fragt er. — „Himmlisch", sage ich und täusche ein verschlafenes Gähnen vor, um ihn nicht wissen zu lassen, daß ich schon seit Mitternacht keinen rechten Schlaf mchr finden konnte vor den vielen fragenden Gedanken, die den Morgen suchten, den Morgen des ersten Feindfluges. Die drei anderen Kameraden der Besatzung, der ich zugeteilt worden bin, haben schnell den tiefen, ruhigen Schlaf der Nacht abgeschüttelt. Eilig waschen wir uns, tun in aller Eile ein paar Bissen ins Brot, ein paar Züge an der Zigarette und Zehen dann in Elle zum Antreteplatz der Staffel. Aus dem Osten steigt mildes, rosiges Licht und läßt die dunklen Schatten nach Westen wandern. Bläßlich weiß ducken sich die kleinen, unebenen Russenhäuser im rastenden Dämmer der nur langsam weichenden Nacht. Die Luft weht noch kühl. Wir kommen an der Feldküche vorbei und füllen die Flaschen voll heißen Kaffees. Dann gehen wir weiter, vor mir der Beobachter und der Bord- funter — beide sind Feldwebel —, neben mir der kleine schmächtige Bordmechaniker, ein Unteroffizier. Es ist die Besatzung des Staffelkapitäns, zu der nun auch ich gehöre. Gestern habe ich den Kapitän zum ersten Male gesehen. Er gab mir die Aber das Problem der Entfaltung ist nur die erst e von den Schwierigkeiten» der Vereinigten Nationen. Das Problem der Konzentration ist nicht weniger wichtig und schwierig. Das Ziel ist, an jedem der zum Angriff gewählten Punkte ein Maximum an Schlagkraft aufzubieten. Leider ist bas Offensivprogramm immer wieder durch die Storungen und Ablenkungen über ben Haufen geworfen worden, die der Feind durchführen tonnte, weil die Achsenmächte durch ihre Angriffs- Hand, als ich mich bei ihm meldete: „3n einer Stunde verlegt die Staffel. Machen Sie sich fertig, Sie fliegen bei mir." Er wußte, daß ich noch vor dem ersten Feindflug stand, wußte, daß ich noch ein ganz junger, unerfahrener Hase war, der seinen Mut noch nicht erprobt, sein Können noch nicht bewiesen hatte. Aber er fragte mich nicht einmal danach, sagte keine belehrenden Worte, nur: „Sie fliegen bei mir!" Und in feinem Gesicht stand ein Lachen, das froh machte und stolz und tapfer. Die Staffel war auf dem neuen Feldflugplatz gelandet. In einem russischen Bauernhaus hatte die Besatzung Quartier gefunden und wir hatten eine Abendstunde beeinanüergesessen, gegessen, geraucht und nicht sehr viel gesprochen. Wie soll ich diese Männer beschreiben? Sie sind wie nur die, denen der Krieg das Gesicht gab, wie nur die, welche den Tod und das Leben tragen, Soldaten und Kameraden. Die Staffel steht angetreten. Der Kapitän hat seine Männer gegrüßt und das gewohnte, herzhafte „Guten Morgen, Herr Hauptmann!" entgegengenommen. Nun gibt er den Einfatzbefehl, spricht knapp und klar. Ich komme nicht los von ihm; auch als wir weggetreten sind und nur die Flugzeugführer und Beobachter einen Halbkreis um ihn bilden, muß ich ihn noch immer anschauen. Es geht so etwas herzhaft Frisches von dem wettergeröteten Antlitz über dem gelben Fliegerhalstuch aus, es ist ein Gesicht, das eine starke, eigene Der Schiffsraum, die enlscheidende Frage Von unserer Berliner Schriftleitung. Sprache spricht, in welcher ein besonderes Wort befreiend und machtvoll klingt. Immer wenn die blendend weißen Zähne im Lachen aufblitzen ober es aus den schmalen Schlitzen der braunen Augen wetterleuchtet, fühle ich dieses Wort und in ihm das Band, das diesen Mann mit uns allen verknotet: es ist das „Wir", welches das Gesicht des Kapitäns gemeißelt hat, das Wort der Gemeinschaft, der Herzschlag des Volkes. Ich muß wieder an gestern abend denken, als' die Staffel in Linie angetreten stand und plötzlich wenige Schritte von mir entfernt im ersten Glied ein Mann zusammenklappte. Die Kameraden fingen ihn auf und legten ihn hinter der Einheit ausgestreckt auf den Boden. Vielleicht war er krank oder die Anstrengungen der letzten Tage waren über feine Kräfte gegangen. Gleichviel war es wohl nichts sehr Schlimmes, was ihn betroffen hatte, und der kleine Zwischenfall war ohne sonderliche Bedeutung. Doch noch am Abend und in den wachen Stunden der Nacht war mir immer wieder das Bild des Kapitäns vor Augen getreten, wie er sich über den Bewußtlosen beugte und ihn fragte: ,Was ist los, Fischer, hast du Schmerzen?" und ihm ruhig zu- sprach, als der Soldat zu sich kam und sich vor dem Vorgesetzten erheben wollte: „Nein, bleib' liegen, Fischer, ruh' dich aus." Gewiß, es war kein großes Ereignis, und er machte keine großen Worte. Aber wie er mit dem Kameraden sprach — ich mußte lange darüber sinnen. „Start!" kommt es durch die Ligenverständigung. Von dröhnenden Motoren gezogen, rollt die Maschine holpernd über das Rollfeld, wird schneller und schneller, stößt und schüttelt uns auf den Sitzen und liegt dann plötzlich ganz ruhig, als sie vom Boden abgehoben hat. Wir haben die Schwere der Exde von uns abgestreift. — Ich blicke durch die Fenster der Bodenwanne. Ganz klein sind die Straßen und Häuser unter uns geworden, immer tiefer lassen wir sie zurück, steigen immer höher. Nun beginnt der lange Anflug auf unser Zielgebiet, die erbittert umtämpfte, zäh verteidigte Stadt an der Wolga — Stalingrad. In endloser Eintönigkeit, grau in Braun gemalt, liegt die russische Weite unter uns, unterbrochen von den hellen. Der« schnörkelten Linien versandeter Flüsse. Es ist ein schweres, fruchtbares Land, doch allzu oft werden die bräunlichen Felder, auf denen die Strohhausten wie gelbe, ausgerichtete Punkte stehen, von großen Flächen schwärzlichen, sumpfigen Oedkandes unterbrochen oder von gelbbraunen Sandhalden, in die der Krieg seine dunklen Granattrichter und Schützen- löcher gewühlt hat. Diel Schweiß und viel Blut frohen diese Fluren getrunken, und jede der langen, vielverästetten Schluchten, in denen im Frühling das wintermüde Land sein Schmelzwasfer in die Flüsse ergießt, fit ein Malstein heißer Kämpfe und nicht zu brechenden deutschen Willens. In ihrer Vielzahl bilden diese Schluchten ein Hauptmerkmal des Landes. In ihnen glaubte der russische Armlst Vrühlsche Univerfttätrbruckerei 8. tauge General-Anzeiger für Oberheffen ^rießr^Schilftraß« 7-9 Die Zeitschrift aeftefrt unumwunden ein, daß die durch den Unterfeeboottrieg freroorgerufene Tonnagenot jede wirksame Operation gegen Europa unmöglich macht. Das Blatt schreibt: Das Problem besteht darin, in Europa ?lnzubrechen. Es lassen sich drei Schlüssel zu seiner Lösung erkennen: Da ist der gewaltige Plan, eine starke alliierte Wehrmacht gegen die Westfront zu werfen; da ist bas Programm einer immer stärker werdenden Bombardierung von britischen Flugplätzen aus; und da sind die Maßnahmen, den Mittleren Osten zu halten, stellung des Reichsaußenministers in feiner letzten Rede, daß England feine Reserven an Arbeitskräften erschöpft hat und heute Zuflucht nehmen muß zu einer Nachahmung der „autoritären" Methoden, die es vor noch nicht allzu langer Zeit als fo verabfcheuungswürdig kennzeichnete. Aber auch auf dem Gebiete des Arbeitseinsatzes gilt für England das bittere Wort: „Zu wenig und zu spät!" Oer Kontinent ohneMenschen. Schanghai, 16. Okt. (Europapreß.) Daß die Grenzen der australischen Kraftreserven bereits in Sicht sind, wurde dem beratenden Kriegsrat durch einen Sonderausschuß mitgeteilt, der mehrere Monate lang dieses Problem untersucht hat. Man glaubt, daß Australien der erste alliierte Staat sehr wird, der dieses Stadium erreicht. Um die Menschen zu finden, die für die geplante Beschleunigung der Kriegsproduktion unb für die Wehrmacht notwenbig finb, findet eine intensive Auskämmung der gesamten Zivilbetriebe statt. Mit größter Rücksichtslosigkeit sollen die Leute aus jeher Beschäftigung heraus- geholt werben, um sie in eine anbere zu stecken, wo sie notmenbiger finb. Gleichzeitig soll bie Zahl der Arbeitsstunben in her Industrie gesteigert werden. Der Lebensmitteloerbrauch soll durch Rationierung herabgesetzt werben, um Menschenkraft zu sparen, bamit bie Lieferungen an die Alliierten aufrechterhatten werden können. Im ganzen Lande sollen bie Frauen zwangsweise einberufen werben, wenn bie Vorbereitungen für ihre Einstellung vollenbet finb. Der Anbau von Weizen, Früchten unb Gerste soll beschränkt werben, um die Ueberroeifung von Arbeitskräften in wichtigere Industrien zu ermöglichen. ♦ Australische Truppen werden künftig nicht mehr bei Landungsunternehmen britischer Kommandos auf feindlichem Boden verwendet werden, versicherte der australische Premierminister Curtin in einem Rundsunkoortrag dem australischen Volke. Seine Regierung werde dies nicht mehr zulassen, offensichtlich hat das traurige Beispiel von Dieppe, bei dem gerade Australien unb Kanaba bie stärksten Verluste hatten, sowohl auf bie australische Regierung als auch auf bas australische Volk einen stark beprimie- renben Eindruck gemacht. Uhr.______ Stellvertreter w ch für Polittl m) Mots Sjöttot; mft Äuwlchem. ei «.Lange».-, fetter: Hans Uoch jedesmal, wenn eine Sondermeldung über i Zersprengung und Vernichtung feindlicher Ge- izüge in die Welt hinausging, haben die verant- urfi —''MN-^rtlichen Sprecher der Alliierten — „beruhigen- ’p toAlP Sirup auf die hochgehenden Wogen der Be- * I urJIlorgnis ausgießend", wie der britische Militärschriststeller Lidell Hart es unlängst nannte — von einer nun bestimmt eintretenden „Wende" gesprochen, von den „Ueberschüfsen und Vorsprüngen" ihrer Schiffswerften geredet, und von gigantischen Neubauprogrammen erzählt, die jeden Ausfall mehr denn je wett machen würden. Um so mehr nimmt es uns nun Wunder, daß ein Blatt wie der „E c o - nomist" die Anwesenheit Wendell Willkies in Sowjetrußland unb seine Darlegung der sowjetischen Verhältnisse zum Anlaß nimmt, die brennend- stm Probleme der Alliierten recht ungeschminkt und überraschend offenherzig klarzuftellen. mutt iur M nmnte, wen Die ncyienmacyie ouag MeinSäim Politik dieInitiativeansichgerissen hat- ung eingeleitt ten und beibehalten konnten. Norwegen, Griechenland, Kreta, Pearl Harbour, die Pazifikinfeln, Singapur, Indien und Burma — die Geschichte der verzettelten Kräfte und Niederlagen ist bekannt General W'a v e l l selbst erkennt zwar an, daß es bas erste Ziel sein muß, Hitler zu schlagen, betont aber auch die Notwendigkeit, Burma wiederzuer- obern, Tschungking zu helfen unb bie Japaner ins fert zu treffen. Er hat auch bie Bedeutung der Mittelmeerfront unterstrichen, wo Rommels Vor- inarsch gegen Aegypten ein schwerer Rückschlag war. Jas enge Meer ist rings mit deutschen Luftstutzpunk- tm besetzt; die Seemacht der Alliierten ist durch Die geringe Ausdehnung ihrer Landflanken stark beem- härf)tigt. Rommel steht immer noch viel zu nahe am verwenden, daß bie Festung der Nazimacht be= MDtmgen wirb, ehe bie deutschen Heere unb Luftflotten von dem Kampf im Osten frei gemacht werden, um in großer Stärke Widerstand zu leisten. 5n diesem Prozeß her Vorbereitung hat es Verzierungen, Rückschläge und Enttäuschungen ge- pen. Wie General WaveU vor einigen Tagen Murnalisten erklärt hat, sind die Schiffs Verluste ernst genug aewesen, um „die Kriegführung «i behindern und den Sieg zu verzögern". Die Entfernungen, über die Materialien, Mannschaften unb Lieferungen an ihre Bestimmung entlang den drei Seiten "des europäischen Dreiecks befördert werden müssen, sind sehr groß. Die Staatsmänner der Alliierten und der Achse sind sich darüber einig, dch der Schiffsraum die entscheidende Krage ist. Ribbentrop hat das Problem unlös- r genannt. Eden und Noel Baker haben auf bie große Bedeutung des letzten Geleitzuges nach btm Norden der Sowjetunion hin gewiesen, her den Husschlag an der Ostfront geben sollte. Der Flie- »rschutz für Geleitzüge ist jetzt „Priorität Nr. 1". per Krieg wird durch Geleitzüge gewonnen werden. 7J0.l^;1f, U. Sowohl her Pazifik als auch das Mittelmeer 8-9 W $ |,l6en Don den anderen Fronten große Mengen von 9-101101^ ^uq3eugen a^r Art. von Kriegs- und Transport- yUrfe! Wen und von militärischer Ausrüstung abgezogen. 5 I® das hat bewirkt, daß der Zeitplan der Alluc Ä $6D18® ständig revidiert werden mußte, ^fruermeid l will' .. immsr in hpr foffchen Richtung, ir jnödjte ich schon ein wenig stolz werben aus meinem immer neue in Säube lern Willkie wieder in Washington. ichrere L enzuf tet werden muß, ob im gluten-den Som- sind ausgeftiegen, rauchen bei dem Flugzeug stehend Luftschrauben der startenden Flugzeuge eine Zigarette, und als jetzt der Beobachter mir mir Ein Musikinstrumente der Tiere. Ein wenig später mußte Vater Schön oon seinem gelassener Tierstimmen 'vergleichen ' " Fenster aus mit ansehen, wie seine eigene Tochter! Weniger bekannt ist aber, daß auch ^nftni« Man weiß, daß die Tiere gute Vokalmusiker sein können; nicht nur die Vögel singen, sondern auch andere Tiere veranstalten Konzerte, die mehr durch ihre Kraft als durch ihren Wohllaut eine große Wirkung erzielen. So stellen die Leistungen der Frösche und Kröten in den amerikanischen Seen und Sümpfen mit ihrem Quieken und Quaken, Bellen und Pfeifen, Blöken und Brüllen, Seufzen und Schwirren alles in den Schatten, was menschliche Tonerzeugung zu leisten vermag, und nur die große Urwaldsymphonie der Brüllaffen und ihrer Genossen kann sich mit diesem Hexensabbath los- die Hand schüttelt und mir spaßend und ermunternd zu meinem ersten Feindflug Glück wünscht, da gratulieren anfangen." Da überkommt mich etwa wie Beschämung, aber dann werde ich erst re stolz, stolz auf meinen Staffelkapitän. hutzlräste lintstr liie Luftscf den Warten beißenden Staub in die Augen wirbeln oder in der schneidenden Kälte russischen Winters beim Montieren die Haut der Hände am unterkühlten Metall der Motore kleben bleibt. Es ist ein Tagewerk, das Treue und Verzicht heischt wie selten ein anderes —-- Chiles Protest in Washington Buenos Aires, 15. Okt. (Europapreß.) De chilenische Protestschritt in Washington gegen di beleidigenden Auslassungen des Unterstaatssekretär Sumner Welles wird als der energischste in de letzten 50 Jahren bezeichnet. Der argentinis Zeitung „Razon" wird aus Santiago de Chile richtet, daß diplomatische Kreise in der chllenische Hauptstadt den gegenwärtigen Augenblick füi äußerst delikat hielten. Die chilenische Haltum finde durch die Stellung Argentiniens eine außeri Minschc nbenac Zucht ege bek< Dti die r iv Der südafrikanische Erstminister Smuts ist London eingetroffen und hat recht offenherzig über seine Absichten gesprochen. Er sagte: „Ich bin überzeugt, daß wir mit den Hilfsmitteln, über die wir jetzt verfügen, den Sieg erreichen können. und wendigen deutschen U-Boote so verdrießlich. Gmuis fordert Initiative in Afrika. Von unserer Berliner Schristleitung. tauchen auf, da Fehlen jeder englischen und amerikanischen Jnitia- Mtertür Ste £i fe Utto V 1 kölw 'm lvc Neue Absichten auf Dakar? Von unserer Berliner Schristleitung. Romeo und Julia im Giedlergärtchen. Bon Erich Paetzmarm. Es war eine alte, in vielen langen Sommern erprobte und gefestigte Fehde. Soweit man sich noch auf den Anlaß besann, bestand er in einer halben Büchse Baumwachs. Die hatte sich Herr Pinnow eines Tages von Frau Schön entliehen, aber nicht zurückgegeben. Daraufhin entlieh Herr Schön sich von Frau Pinnow dreißig Meter Garten- feil und vergaß sie ebenfalls. Und da sich nun jeder selber mit dem Entleihen im Rückstand und den anderen mit dem Vergessen im Vorsprung wähnte, so suchte jeder diesen ungerechten Zustand so rasch und gründlich wie möglich zu beseitigen. Bis an irgendeinem Punkte plötzlich alle Höflichkeit und Zurückhaltung von den beiden Familienhäuptern abfiel und sie sich über ihre Himbeersträucher hinweg eine wütende Liste von geborgten und unterschlagenen Gegenständen zuschimpften, auf der auch nicht das kleinste Stückchen Pflanzholz vergessen war. Dann versahen sie das Durchschlupftürchen in dem gemeinsamen Zaun mit viel Windungen eines festen Eisendrahtes und traten in die vorerwähnte Feindschaft. Fräulein Hilde Schön war inmitten dieses Sippenhasses zu einer neunzehnjährigen und höchst wohlgeratenen Jungfrau herangeblüht, die nur den einzigen Fehler hatte, daß sie die Welt und ihre Händel nicht allzu ernst nahm, nicht einmal die der feindlichen Familie. So spazierte sie eines Samstags nachdem Mittagessen, als die Eltern sich drinnen ausführlich über einen alten Kohlstrunk ärgerten, der offenbar von Feindeshanü bei Nacht herübergeschleudert war, in aller Unschuld und Fröhlichkeit im Garten herum und versuchte sogar den Buchfinkenhähnchen ihre frechverliebten Schnörkel nachzupfeifen. Denn ihr war gerade wieder eingefallen, daß morgen Sonntag war. Und der Himmel schien es überdies mit feinen Pflichten gegen alles, was neunzehn Jahre zählte und ein neues Sommerkleidchen emzuweihen hatte, durchaus ernst zu meinen. Da klangen aus dem Nachbargarten in ihre fest- Ehrung der tapferen Hitler-Zungen. Die Hitlerfungen, die durch das E. K. II und da« Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern für ihren tapferen Einsatz ausgezeichnet worden sind, besuchten di» alte Garnisonstadt Potsdam. Nach Besichtigung der historischen Stätten wurde die Abordnung durq den Oberbürgermeister General Friedrichs empfangen. Bei der Besichtigung des Reichssportfeldes wurden .die Jungen durch Dr. Diem im Auftrage des Relchssportführers begrüßt. Anschließend besichtigten die Jungen der luftbedrohten Gebiete einen Flak- türm, wo sie durch General von Axthelm herzlich willkommen geheißen wurden. Der General beglück- wünschte im besonderen die beiden jüngsten Träger des Eisernen Kreuzes im Namen des Reichsmar« challs. Zum Abschluß ihres Berliner Aufenthaltes besuchten die Jungen als Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels die Aufführung der „Jungfrau von Orleans" im Deutschen Theater. Wiederbeschästigte Ruhestandsbeamte- Em weiblicher Beamter konnte bisher bei Verheiratung feine Entlassung verlangen. Nach den neuen Bestimmungen braucht dem Entlassungsaiv trag nur entsprochen zu werden bei Beistehen einer Schwangerschaft vom 6. Monat an oder beim Dor. Milena; u? hin nach ra iiÄ i>i Jn muten f Qn der ? ®lb k". Ä tK & w unb t Jag QJerii lnstoß 31 Mgen m »der ftr 1ms in i Kleir Der ifo: tommand Eschen Fr «uhnenjul jn das d fw Kunst immer wieder einen Halt finden zu können, krallte, er sich immer erneut zäh fest. Aber er mußte mei= I chen, wenn über chm im Heulen der stürzenden Flugzeuge die Stukas ihre todbringende Bombenlast auslösten. Wir fliegen weiter der Sonne zu, die nun schon eine ziemliche Spanne über den Horizont gestiegen ist. Dörfer, deren kleine weiße Häuserreihen die lange Straße säumen, tauchen vor uns auf und wandern unter uns nach Westen. Dann überfliegen wir das breite, in aroßen Bogen sich windende Band des Don, dessen Flußbett von schmutzig aelben Sandbänken versperrt und eingeengt wird. Nun werden wir bald die Wolga und unser Zielgebiet erreicht haben. Ich taste an meinem linken Die Ar Velchman en Arbe Bet der bnnten n •erben. ’ xm Lebe« Bimmen I bevorzugt jrad) sich Butter, Q Mare i: J geben. utige ! mtgegen. Jem Soni iaus een bmmen l unternahm ein britisches Geschwader einen Angriff auf Dakar. Die französische Admiralität veröffentlichte folgende amtliche Mitteilung: „Die britischen See- und Luftstreitkräfte hatten am 24. September einen heftigen Angriff gegen den Hafen von Dakar, gegen die Küstenbatterie und gegen das Linienschiff „Richelieu" vorgetragen. Drei englische Flugzeuge wurden abgeschossen. Ein britischer Kreuzer wurde getroffen," Dakar, eine Stadt von 100 000 Einwohnern, ist ein befestigter Hafen der französischen Kolonie Senegal und Sitz des Generalgouverneurs von Französisch-Westafrika. Es besitzt moderne Hafenanlagen. In der unmittelbaren Nähe ist das Kap Verde gelegen, das der wesllichste Punkt Afrikas ist: unmittelbar gegenüber den portugiesischen Kapverdischen Inseln. Etwa 150 km südlich von Dakar liegt der englische Hafen B a t h u r st, der als Etappe des südatlantischen Luftverkehrs oft genannt wurde und Hauptstadt der englischen Kolonie Gambia ist; weitere 450 km südlicher liegt die Hafenstadt Free« t o w n in der englischen. Kolonie Sierra Leone, die inzwischen ein Hauptverkehrsvunkt für den englisch- amerikanischen Nachschub nach Mittelafrika und von da nach dem Sudan und dem Vorderen Orient geworden ist. Reuter ließ sich dieser Tage „von einem Stützpunkt in Westafrika" folgende Meldung fünfen: „Ein neues kleines Modell deutscher U-Boote versetzt der alliierten Schiffahrt vor der Ausbuchtung Westafrikas Schläge in Durchführung von Plänen, die bereits vor Jahren getroffen wurden. Wie Ueberlebende von nahezu einem Dutzend torpedierter Schiffe verlauten lassen, sind die meisten feindlichen U-Boote kleine Einheiten." Dem Reuter-Vertreter rutscht das kostbare Geständnis durch, daß Engländer und Amerikaner „bereits vor zweihundert, ja mehr als dreihundert Mal am Steuerknüppel, auf dem Funkersitz oder hinter dem Bord-MG. über den rauchenden Ruinen sowjetischer Städte den Granaten der Flak und den Feuer- aarben feindlicher Jäger die Stirn geboten haben. Für sie alle war dieser erste Feindflug wie ein Ge- tübbe, immer erneut ihr Leben zu bieten, um den Tod in die Reihen des Gegners zu tragen. Der Feldflugplatz liegt unter uns. Weich setzt das Flugzeug auf, rollt holpernd aus dem Liegeplatz der Staffel. Die Motoren schweigen. Ich öffne die Bodenklappe und steige aus. Als ich die Fallschirm- gurte abgelegt und die FT.-Haube vom Kopf genommen habe, bin ich noch ein wenig benommen, und in meinen Ohren klingt immer das dumpfe Dröhnen der schweren Motoren. Es gibt keine Pause. Wir jungen Bordschützen legen beim Verladen der Bomben mit Hand an, tive vierfach empfindlich ist. So wird jetzt wieder ein neuer kombinierter englisch-amerikanischer Angriff auf Dakar, die Hauptstadt der westafrika- nischen Kolonien Frankreichs, prophezeit. Madrider Vertreter der nordamerikanischen Nachrichtenagenturen werden von Neuyork auf bevorstehende Ereignisse in der Nähe von Dakar aufmerksam gemacht. Es sind bet diesen Agenturen Telegramme eingetroffen, worin von Geleitzügen gesprochen wird, die sich in der Nähe der westafrikanischen Küste befinden. Es wird hinzugefügt, offiziell liege in Neuyork keinerlei Mitteilung über die Absichten der Geleitzüge vor. Die Büros werden aber aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit dorthin zu lenken. Dakar stand schon einmal im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Am 23-/24. September^1940 wenn wir d i e richtige Strategie mit äußerster Energie anwenden." Smuts selbst verrät auch sofort, was er als richtige Strategie anfiebt: „Ä frika tritt in unserer Kriegsstrategie als bestimmender Faktor immer mehr hervor. Jck> habe nach besten Kräften die Bedeutung dieses Kriegsschauplatzes stets unterstrichen." Im Anschluß an die Moskaureise Churchills fand zwischen ihm und Smuts eine Begegnung in Kairo statt, als deren Folge der britische Generalissimus im Vorderen Orient, Auchinleck, und mehrere seiner Generale abgesetzt wurden. Starke südafrikanische Truppenteile sind während der Offensive Rommels im Juni aufgerieben oder gefangen genommen worden, insbesondere bei der verblüffend schnellen Einnahme von Tobruk. Seither suchte Smuts nach einem Prestigeerfolg. Darum setzte er sich für die Abhalfterung der britischen Generale als Sündenböcke ein, darum war er ein Haupttreiber bei dem neuen englischen Vorgehen gegen das französische Madagaskar. Die U-Booterfolge vor Kapstadt haben seinen Eifer neu entfacht. Die Sowjets dürften über die Herausstellung Aegyptens als Kriegsschauplatzes nicht sehr glücklich sein. Oie Verteidigung Madagaskars. Genf, 15.Okt. (Europapreß.) Auf Madagaskar hält der französische Widerstand gegen die britischen Eindringlinge auch weiter an. Eine Anerkennung für Leistungen der französischen Truppen ist die Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion an Generalgouverneur Anet. Vor nunmehr 35 Tagen fielen die Briten auf der Insel ein, ohne der schwachen Garnison in der Zwischenzeit Herr werden zu können. Aus Enttäuschung über das langsame Fort- schreiten der Operationen gehen die Engländer jetzt auch gegen die Zivilbevölkerung vor. Am 13. Oktober wurde eine kleine Ortschaft ohne jegliche militärische Bedeutung von britischen Flugzeugen unter Maschinengewehrfeuer genommen, wobei es zahlreiche Opfer gegeben haben soll. kleinen Erfolg. Doch dem Beobachter scheint etwa; einzufallen. Er tritt vor den Kapitän, nimmt Hal hing an: „Bitte Herrn Hauptmann zum Hundert ftenv beglückwünschen zu dürfen!" Doch der wind lachend ab: „Das ist der Mühe nicht wert. Bein Dreihundertsten können Sie vielleicht einmal Jni internationalen Blätterwald rauscht es: I Jahren" Pläne geschmiedet haben, um die Westküste - Vermutungen und Tendenzmeldungen Afrikas in ihren Aufmarschbereich einzubeziehen, da vor dem vierten Kriegswinter das Gerade darum ist ihnen das Auftauchen der kleinep und die Flugzeugführer, Beobachter und Funker besprechen den nächsten Einsatz. Das technische Personal geht an die Arbeit und wartet das Flugzeug zum folgenden Feindflug. Sie sind die treuen, um ermüdlichen Helfer der Besatzungen. Vor Anbruch des Tages, ehe die ersten Flugzeuge starten, treten ie -an ihre Plätze, und wenn in später Nacht die letzte Maschine zum Flugplatz zurückgefunden hat, dann dürfen auch sie zur Ruhe kommen. Sie leisten eine Arbeit, die noch keine Heldenlieder verherrlicht haben, aber die gekonnt sein will, die verläßlich und treu verrichtet werden muh, ob im glutend * wer die Luftschrauben der startenden F mentalmusik" im Tierreich geübt wird. Es gibt ein» ganze Reihe von Vögeln, die nicht nur den Wohllaut ihrer Stimme ertönen lassen, sondern auch Gliedmaßen und Gegenstände als lauterzeugend» Instrumente verwenden. Der Truthahn schleift seine Flügel gegeneinander, daß es sich anhört, wie wenn Schrotkörner in einer Blechbüchse rollten; der Paradiesvogel vollführt mit feinen Flügeln ein Rasseln, der Mönchsschmuckoogel ein Schnurren, die Webervögel ancr v n Parademarsch, der wie von lauter Kind er klappern klingt. Der Specht benutzt seinen Schnabel wie den Hammer eines Xylophons. In Zweiunddreißigstsl». ja Dierundsechzigftel-Takt schlägt er mit dem Schnabel auf einen dürren Ast, so daß ein lautes schnurren und hellklapperndes Knarren die Lust erfüllt. Die Liebe ist es ih erster Linie, die die Tier» auf die Verwendung von Musikinstrumenten gebracht hat. Streichmusik ist besonders beliebt. Di» werbende Bekassine stellt beim Fluge ihre Steuerfedern so ein, daß der durch die Kiele stteichend» Wmd einen Geigenton erzeugt. In höchsten Fiedeltonen ergeht sich das Jnsektenoolk. So geigt die Heuschrecke wirklich, indem sie die mit einer Zahn- leiste versehenen Schenkel am Rande der Flügeldecken hjn und her zieht. Die Grille reibt di» epifcen ihrer Flügeldecken, die Feilen und Leisten haben, übereinander und erzeugt so einen schwirrenden, singenden Ton. Einige afrikanische In- sektenarten stellen geradezu lebende Violinen dar. Bei ihnen sind die ersten Hinterleibsringe blasenartig aufgetrieben, so daß sie einen sehr feinen Schall' hoben bilden; die Beine stellen den Streichbogen vor und die Flügeldeckenränder die Saiten. Eine brasilianische Grille bringt auf solche Weise so starke und angenehme Laute hervor, daß die (Eingeborenen sie zu ihrem Vergnügen nach Art unserer Singvögel in kleinen Käfigen, halten. Die besten Musikanten stellt aber merkwürdigerweise eine Schneckenart. Das sind die sogenannten Achatinellen der Sandwich-Jnseln. Diese Schnecken bringen durch Neiden ihres Gehäuses an Holz eine Art von Flaaeolettlauten hervor ober auch eine Art Aeols- Harfenmusik, bie als wohlklingend geschildert wird. Die sübländische Zikade handhabt die paukenförmigen Gebilde an ihrem Körper durch Muskel- Wirkung wie ein kleines Tamburin. CK. dem Mattofengefreiten Pinnow eine Buchse Baum- wachs überreichte. „Da soll doch gleich bas 'Donnerwetter!", sagte er zu seiner Frau. Noch etwas später wurden dem alten Pinnow dreißig Meter Gartenseil enfführt, mit denen sein eigener Sohn auf dem Grundstück des Erbfeindes verschwand. „Sieh doch den verfluchten Bengel!" sagte er zu feiner Frau, „nun geht der ganze Spektakel von neuem los!" — Aber er ging nicht los, durchaus nicht. Im Gegenteil, am nächsten Morgen wurde von einer starken Männerhand der Eisendraht am Durchschlupfpförtchen abgewickelt. Unb eine schwächere weibliche Hand hielt daneben solange die blaue Jacke. Ja, an diesem Montag, so in der Abenddämmerung, war diese Mädchenhand so schwach geworden, daß sie sich schon an der Jacke festhielt, als noch der Besitzer drinnen steckte. Unb der ließ sich das sichtlich gern gefallen. ♦ ..Da kannst du mal sehen, Karl", sagte Vater Schön bei der Derlobungsfeier zu seinem Nachbarn Pinnow, „wie im Leben alles seinen verschiedenen Gang geht. Bei uns alten Schafsköpfen fing es auch einmal mit Baumwachs an." -Mit Gartenseil", sagte Herr Pinnow freundlich rügend, „abfcr laß nur! Das kommt ja doch nun mal alles zusammen. — Prost, du alter Sünder!" Uchen Gedanken plötzlich höchst unmelodische Geräusche. Als ob jemand mit einer alten Baumsäge an einem noch älteren Ast herumarbeite. Sie wagte einen halben Blick hinüber. Aber alles, was sie erspähen konnte, war eine blaue Marinejacke, die an einem Apfelbäumchen hing. Fräulein Hilde rupfte zunächst einige Grashalme zwischen dem jungen Salat heraus, bann holte sie eine Harke herbei unb harkte nach unb nach alle Beete sauber. Die Beete hatten zwar einiges von ihrer Grad- linigkeit verloren, aber sie sah es nicht. Sie bemerkte dafür an dem blauen Aermel ein paar geheimnisvolle Zeichen, einen Winkel unb einen gezackten Blitz, beren Bebeutung sie sichtlich interessierte. „Nanu — ich frage mich andauernd, sind Sie nicht die kleine Hilde Schon?" fragte plötzlich eine Männerstimme nicht weit von ihr. „Die kleine Schön?" wiederholte sie ein bißchen schnippisch, „von klein kann man nun wirklich nicht mehr reden." „Aber von schon um so mehr! Ich hätte Sie beinahe nicht erkannt. Aber der Teufel mag auch wissen, Fräulein Hilde, was in die Mädchen heutzutage gefahren ist, daß sie alle so hübsch und appetitlich aussehen!" „Das wird wohl daran liegen, Herr Pinnow", lachte sie, nun schon viel freundlicher, „daß Sie sie mtt zuviel Appetit betrachten." „Na, Gott sei Dank, Sie kennen mich also noch. Ich dachte schon. Sie wollten nicht." „Oh — warum? Weil sich unsere Eltern früher mal gezankt haben, wegen einem bißchen Baum- wacbs ober was es war?" „Gartenseil war es. Uebrigens, wo wir gerabe von Baumwachs sprechen, ich habe da ein paar von unseren Apfelbäumen ausgesägt, unb nun hat mein alter Herr kein Baumwachs mehr." „Da kann ich Ihnen etwas geben. Warten Sie, ich bringe Ihnen eine Büchse her." "Eine halbe genügt schon. Aber bringen sollen Sie sie nicht, ich hole sie mir selber." Damit fuhr er unternehmungslustig in die blaue Jacke mit dem gelben Blitz am Aermel. Handgelenk hoch. Dort umspannt ein Talisman meinen Arm. Menschen, die mich lieb haben, schenkten ihn mir und dachten dabei an bie Liebe und an den Tod. Da vorn am Knüppel sitzt ein Mann, aus dessen Lachen der Sieg klingt, und neben ihm ein zweiter und über mir im Funkersitz ein dritter, der mehr als hundertmal dem Tod ins fahle Angesicht gelacht haben, und auch der kleine Bordmechaniker, der jetzt zu mir nach yinten geturnt kommt und mir bedeutet, daß ich die Atemmaske aufsetzen müsse, wenn ich nicht höhenkrank werden wolle, ist so ruhig und gelassen wie gestern abend, als er sich vor dem Schlafengehen den letzten Glimmstengel anbrannte. Braucht es denn da noch einen Talisman? Der Bordmechaniker nimmt seinen Platz in der Wanne ein, und ich steige ein Stockwerk höher unb blicke über bas Maschinengewehr aus den Seitenfenstern. Breit unb majestätisch spannt unser Vogel seine starren Schwingen über das weite Land. Ruhi-g und sicher fliegt er feinem Ziel zu, rechts und links hinten von den beiden Kettenhunden flankiert. Den Menschen dort unten auf der kleinen (Erbe erscheinen wir hier oben wie ein winziges Kreuzchen im Aetherblau. Doch wir selbst sehen bie Erde mit ihren Häusern und Bäumen klein unb zerbrechlich, wie einer Spielzeugschachtel -entnommen, sind uns selbst eine Welt für sich, ein festgefügter Block des Vertrauens auf die eigene Kraft und die Stärke der Motoren. Stalingrad. — Der Zielraum liegt vor uns. Ziehende Rauchschwaden haben längst die Nähe der Stadt angekündigt, denn der Kommandeur hat vor uns seine Bomben über der Stadt ausgelöst. Jetzt überfliegen wir die breiten, träg rollenden Fluten der Wolga unb was nun geschieht, spielt sich in rascher Reihenfolge ab. „Auf feindliche Jäger achten!" Mit weiten Augen burchforsche ich ben Luftraum rechts und links unter der Maschine. Dunkle Pulverwölkchen tanzen in nächster Nähe an uns vorbei unb bleiben zerflatternd zurück. Die sowjetische Flak schießt, was bie Rohre hergeben wollen. Es ist ein Augenblick wahnwitziger Spannung: Wird uns die Flak erwischen, werden Jäger angreifen? Dann fühle ich mich plötzlich emporgehoben und mit Gewalt wieder niedergepreßt. In messerscharfer Linkskurve legt der Flugzeugführer die Maschine auf Gegenkurs unb drückt sie in rasender Fahrt aus dem Bereich des wütenden Flakfeuers. Der Mechaniker winft mir, hinab in bie Wanne zu kommen unb beutet burch das Plexiglas der Hinteren Bobenlafette. Die Atemmaske läßt npr seine Augen frei, aber bie leuchten in Kampfesfreude. Vorsichtig, um in dem engen Raum nicht auf ihn zu treten, klettere ich zu ihm hinunter unb hocke mich neben ihn. Ich brauche ben Zielraum nicht zu juchen. Rote Bränbe kennzeichen die Stellen, wo die Bomben unseres Verbandes ihr Ziel fanden, unb schwelender Qualm zieht in graugelben Schwaden über bas breite Bett der Wolga. Unaufhaltsam werben jetzt bort unten bie deutschen Infanteristen in die brennenden Nester boschewistischen Widerstandes vorstoßen unb sie ausräuchern können. Wir bürfen ihren harten, schweren Kampf um jeden zäh verteidigten Häuserblock unterstützen, ihnen ben Sieg erleichtern unb manchen Mann ersparen. Wir sind auf geringere Höhe gegangen unb können die Atemmaske abnehmen. Aufmerksam und gespannt beobachten wir noch eine Weile lang den Luftraum, dann ist die größte Gefahr vorüber, und der Bordmechaniker kriecht zurück in ben vorderen Teil der Maschine. Nun hocke ich wieder allein in der Wanne. Durch bie Lafettenscheiben sehe ich die Flüsse, die Dörfer, die Wälder wieder vorüberziehen unb zurück nach Osten wandern. Die Schatten der drei Flugzeuge der Kette huschen uns über die Felder voraus. Eine große, fast beklemmende Freude überkommt mich, gepaart mit einem Gefühl gänzlicher, befreiender Entspannung. Das also war mein erster Feindflug. Alle haben sie so begonnen, als junge Hasen mit dem ersten Foindflug, alle, die heute schon mehr als hundert, mehr als Dann lind mir wieder gestartet unb noch einmal. Dreimal haben wir an diesem Tage unsere Bomben über Stalingrad, der sowjetischen Hochburg an der Wolga, abgeladen unb, wenn bas Flugzeug bann ein zweites Mal über dem Zielraum kreiste, gesehen, daß sie haargenau ihr Ziel ge» "un'ben hatten und dort unten das Chaos d-er Hölle chufen. Dreimal waren wir der rasend Sperre chießenden Flak entkommen und hatten mit wachen Augen nach Jägern gefpät, aber kein sowjetischer Jagdflieger hatte uns angegriffen. Mögen die USA. den Bolschewisten chre Curtiß-Jäger durch das Eismeer, Sibirien ober wenn sie wollen über den Nordpol schicken — es ist, als wenn man einem in der Wüste Verschmachtenden mit verbindlichem Lächeln statt des rettenden Trunkes eine dollar- gespickte Brieftasche reicht. Einmal nur, nach dem dritten Anflug, jagen plötzlich Jäger hinter uns heran. Schon will der Bordschütze ihnen ben ersten warnenden Feuerstoß vor die Nase setzen, da ziehen sie hoch und zeigen die Hoheitsabzeichen unter ihren Flächen. Es sind unsere italienischen Waffengefährten, die uns auf dem Rückflug das Jagdgeleit geben. .. Mein erster Feindflug geht seinem Ende zu. Wir i als o -Jren. (Siraffi 11 Gin Ofrl Washington, 15. Okt. (Europapreß.) 2Ben< hafte bei dell Willkie ist in Washington angekommen und !tv-' c wurde vom Präsidenten Roosevett empfangen, jnes RW Pressevertretern erklärte Willkie, die zweite Front ur besow müsse so rasch wie möglich eröffnet werben. Aus enzus die Frage, ob Stalin zufrieden sein würbe, wenn -kündig' die Eröffnung der zweiten Front erst im nächsten inö für bi Frühjahr geschehe, gab Willkie' keine Antwort. Er hasten di erklärte, feine Ansicht vonoder Notwendigkeit einen nmpfung Entlastung der Sowjetunion grünbe sich auf bie Meinung ber militärischen Fachleute aller Länder, die er besucht habe. Seine Reise habe den Zweck ue «urr. verfolgt, so viel als möglich darüber zu erkunden, Heidend i wie ber Krieg gewonnen werben könne. Aber be> haften u vor die USA. ben Krieg gewinnen würben, würden yd) n u r viele ihre Muskeln unb ihr Hirn anftrengen müssen, her vom Aus dem Reich. - Ä Reichsmarschall Göring E?” an die Mutter ZmmelmannS. Der Mutter des Weltkriegsfliegers Jmmelman» p üterni hat zu ihrem 80. Geburtstag Reichsmarschall Gö. sr kann > ring die herzlichsten Glückwünsche übermittelt Er betonte in seinem Schreiben, baß Jmmelmann» kämpferischer Mut und fein unbeugsamer (Sieges» ? Wille als fruchtbare Saat in dem gegenwärtigen gingen unseres Volkes um die Freiheit aufgegangen fei. Mit stolzer Freube könne die Mutter an ihrem Lebensabend Zeugin sein, wie das beispielhaft» Heldentum ihres Sohnes in ben Reihen der jungen Fliegergeneration weiterlebe. orbentliche Stütze, obwohl man ben Ton ber chile Nischen Reklamation als weit schärfer betrachtet In Santiago finb Gerüchte aufgetaucht, daß Staats» präfibent Rios wohl auf seine Reise nach Washing. drei hm verzichtet habe, jeboch baran benke, eine Reih» L^en, von ibero-amerikanischen Nationen zu besuchen, zwei Inzwischen unterhält bas chilenische Außenministe« V Die rium einen ständigen engen Kontakt mit seiner Kege on diplomatischen Vertretung in Washington und mik dem argentinischen Außenministerium. V v- Kulturwoche der NSDAP, in Gießen feldzug gilt. Darum ist der immer erneute Rückgriff auf Liese seelischen Kräftereserven notwendig, wobei dem deutschen Buch als berufenen Mittler >e den 3t mgen mül Wochenschau beginnt wieder mit einer : Reichsmarschall Göring spricht zum Die neue sonders da, wo ihm traditionslose Massen gegenüberstehen, wie es für unsere Kameraden im Ost- düng und Verpflegung. Aus dieser Einstellung ergab sich die Büchersammlung der NSDAP, für die Wehrmacht. Was sie im ganzem in den hinter uns liegenden drei ersten Kriegsjahren geleistet hat, braucht uns hier nicht mehr zu beschäftigen. Es erscheint aber angemessen, anläßlich des Beginns der vierten Reichssammlung auf das Ergebnis der vor- jähri'gen Bücherspende hinzuweisen, soweit sie bie Gemeinschaftsleistunlg der Volksgenossen unseres Gaues betritt, wo im Herbst des Vorjahres weitüber 300 000 Bücher gespendet worden sind, die zu 1 278 Büchereien verarbeitet werdgM konnten. Hinter diesen beiden toten Ziffern steckt eine Fülle von anstrsnaender Arbeit: Arbeit des Sammlers, der unermüdlich treppauf, treppab eilend die Spenden in Ernpmng nimmt. Arbeit des Sichters, der kritisch prüft, ob die einzelne Spende dem SoDaten etwas bedeuten kann trter nicht, Arbeit des Verpackers, der die Bücherkisten versandfertig macht. In den zahllosen Büchereien, die seitdem zu dem Fronte nheiten oder in die Lazarette gerollt sind, ergab sich eine lebendige Verbindung zwischen Front und Heimat, die höchst bedeutsam gering »TT ist. ,.Haben! sua fata libelli!“ Jawohl? Bucher hoben ihre Schicksale, wie der spätrömische Schriftsteller meint. Das dachte die junge Spenderin auch. die sorgsam ihren Namen auf dem Vorsatzblatt des heiteren Romanes vermerkte und dabei doch wohl im stillen einen Gruß von der Front irgendwo draußen erwartet hat. Ob er eingelaufen ist? Wir wissen es nicht, aber das wissen wir,^daß ihr Geschick an der Front viel, viel Freude bereitet hat und bantt ein Kraftquell geworden ist, der so schnell nicht versiegt. Volksgenosse, Kamerad in der großen Kampffront unseres Volkes, auch du hast es in der Hand, mit einer Bücherspende Freude und damit seelische Straft den Kämpfern in Ost und West, in Nord und Süden schenken zu können. Nur bitten wir dich, nicht, wahllos zu spenden, sondern das, was du dem Sammler aushändigen willst, sorgfältig zu prüfen, ob es auch wirklich wertvolle genug erscheint, einer Bücherei einverleibt zu werden, ob es inhaltlich auch den Tapferen, die draußen die Heimat mit ihren Leibern decken, etwas bedeuten kann. , In den Kriegen vergangener Jahrhunderte haben mehr als einmal wertvolle Kulturgüter große Wan- derungen angetreten. Man mag dabei an die Schätze denken, die der Korse raubte, um sie nach Paris zu schicken, oder auch jener vielgerühmten Biblio- theca Palatina sich erinnern, die Tilly nach der Eroberung Heidelbergs beschlagnahmte und dem Papst schenkte. Unendlich viel großartiger ist — ihrer Veranlassung und ihrem Umfange nach — 'die Bewegung deutscher Kulturwerte, die sich in •Nob zehn Pesos an mich verkauft hast, möchtest du mich an ihn für zwanzig wieder Weiterverkäufen." „Senor, ich schwöre Ihnen bei der Madonna von Guadalupe." „Halt's Maul und beschwindle die Madonna nicht. Aber hör mich gut an. Ich verspreche dir jetzt etwas, was ich zu halten fest entschlossen bin: wenn du mich an den Amerikaner oder an jemand anders verrätst, miete ich zwanzig solcher Schufte wie dich, und zahle demjenigen hundert Pesos in die Hand, der dir 'nen Strick um den Hals legt. Das kann man hier schon für die Hälfte haben. Ich zahle hundert. Hast du mich verstanden?" „Jawohl, Senor —", murmelte Bartholomeo und griff unwillkürlich nach seinem Hals: er war blaß geworden, denn er zweifelte nicht einen Augenblick daran, daß die Drohung völlig ernst gemeint war. Brackmann zählte ihm zehn Pesos in Silber ab. Für den Burschen bedeuteten sie ein kleines Vermögen. „Hier hast du dein Geld, Bartholomeo. Du kannst dich übrigens morgen früh bei mir melden. Vielleicht habe ich ein paar Aufträge für dich, bei denen du wieder etwas verdienen kannst. Und geh ruhig durchs Lokal, wenn du mich besuchst. Ich habe dem Padrone gesagt, daß du den Boten zwischen mir und deiner Schwester machst —" Bartholomeo sah Brackmann überrascht an, als wäre er da unvermutet auf eine neue Einnahmequelle gestoßen worden. „Sehr gut, Senor — und ich habe übrigens tatsächlich drei Schwestern, eine immer knuspriger als die andere. Die längste könnte ich Ihnen besonders empfehlen, sie wird nächstens fünfzehn, und sie ist süß und feurig wie Chile- Pfeffer —" Brackmann packte den jungen Schurken beim Kragen und warf ihn kurzerhand hinaus. „Auf Wiedersehen, Senor?" rief Bartholomeo sozusagen im Fliegen. „Und es bleibt bei unserer Verabredung, morgen früh!" (Fortsetzung folgt.) -sbeamlt ita fei i* n. H-ch dtz gestehen dnt! »er beim vert. S|1 t "ft H toten. M.) Wft. Omnien um empfang, «e werden. würde, ttttj nächst Antwort. L "Weit eine auf Ö aller Land«: Fort mit Schwarten und Pandekten! Altpapier bedeutet Rohstoff für die Kriegsindustrie. •‘jungen, K. II und du r ihren topft- besuchten Ni Besichtigm rrdnung durts richs empfoi* ortfeldes wui> Auftrage du nd besichtigln e einen M thelm herM meral beglut- ngsten Triign !S ReichsM Aufenthaltti leichsministtst Jungfrau m unseren Tagen vollzieht, da deutsche Bücher an olle Fronten reisen, um den heldenhaften Kämpfern für die deutsche Zukunft vom treuen Gedenken der Heimat Kunde zu geben. So möge auch in unserem Gau die vierte Büchersammlung der NSDAP, für die Wehrmacht ein Erfolg werden, der sich würdig dem anreiht, was wir bisher auf den verschiedensten Gebieten Les Heimateinsatzes errungen haben. Verhunkelungszeit: 16. Oktober von 19.27 bis 7.20 Uhr. Oie neue Wochenschau. , Und jetzt los, was hast du mir zu erzählen?" „Ich möchte erst einmal hören, was Sie dafür anlegen wollen, Senor —?" Brackmann sah den Burschen mit einem Unheil- vollen Blick an. ,Lch könnte das, was ich mitten will, sehr leicht aus dir herauskitzeln, du kleiner Schuft", sagte er bösartig. „Auch ahne ich ungefähr, was du mir sagen wirst —" Das ist auch nur der kleinere Teil dessen, was ich" Ihnen zu bieten habe, Senor", grinste Bartholomeo unerschüttert. „Ich kann es Ihnen mit drei Worten sagen. Ein Gringo hat ein Dutzend Jungen beauftragt, Ihre Adresse auszukundschaften. Er sagte uns, daß Sie Brackmann heißen, und dann zeigte er uns ein Bild von Ihnen — und da erkannte ich Sie sofort." „ein Bild von mir?" fragte Brackmann über- rascht. ,Ia, ein ziemlich altes Bild, Sie sind inzwischen nicht gerade hübscher geworden, aber trotzdem erkannte ich Sie sofort wieder." Brackmann erinnerte sich nicht daran, Orgassa oder Karen jemals ein Bild von sich gegeben zu haben Aber deshalb war es natürlich nicht ausge- schlossen, daß sie ein altes Photo von ihm besaßen. Gewiß erzählte Bartholomeo die Wahrheit. „Und weiter?" fragte er. Weiter sagte der Gringo uns, daß wir in unseren Nachforschungen vorsichtig sein sollten, weil er für Sie eine Ueberraschung vorbereite — wohl Kauber 8,35 —, aber das konnte'den anderen ja gleichgültig sein Sie waren heute mittag nobel zu mir, und da dachte ich mir, die Ueberraschung könnte Sie vielleicht interessieren ... Kurz und gut, der Gringo gab jedem von uns die Hälfte von einem Pesoschein — ein verdammt schlauer Hund übrigens, finden Sie nicht auch? — und versprach dem, der Ste entdeckt, weitere zehn Pesos." Fünf Pesos hat er versprochen, Lu verdammter 1 Schlingel!" fiel Brackmann ein; „wenn ich dich noch WjStQQ[|t tij-s Es gibt eiiu ur den N sondern au; touterzeugZ lthahn wjj > sich S f AechbiB t mit W limckvogel.es tinberWJ" nabel wie 8 mdbrelßiW >r mH H * rren oie w di! bis M trum* 5 bihibt' 'jhr-b- f-l- fir-ZZ id)f» K S° « ü einet w. b-r N riö« K n und L cikam!^ Ä SB s-D 'Äl t einmal bei einer Lüge erwische, setzt es eine Tracht Prügel, verstanden?" „Woher wissen Sie das?" fragte der Bengel verblüfft. „Weil ein Mann, der auf den Trick mit den Hal- ben Pesos kommt, auch sonst mit dem Geld nicht leichsinnig umgeht", antwortete Brackmann beleh- renb. Bartholomeo kratzte sich hinter'dem Ohr. ,Caramba, Sie sind ausgekocht —", bekannte er mit rückhaltloser Hochachtung; diese Feststellung schien chm seine Niederlage wesentlich zu erleichtern. „Und jetzt soll ich dein Schweigen kaufen, wie?" fragte Brackmann und ließ sich rittlings auf dem Stuhl nieder. / „So hab' ich's mir gedacht, Senor", bekannte Bartholomeo freimütig. .Kostenpunkt?" „Ich mach's billig, Senor. Sagen mir: zrnanzig Pesos." m „Zehn Pesos und keinen Centavo mehr! Das ist genau das Doppelte von Lern, was der Amerikaner für meine Entdeckung geboten hat. Entscheide dich schnell!" „Gut, Senor, ich bin damit einverstanden", sagte der junge Erpresser mit einem kleinen Seufzer. Dennoch tarn fein Einverständnis Brackmann allzu rasch. Er sah Bartholomeo aus den Augenwinkesn lange und durchdringend an, und der Bursche wich unter dieser Prüfung unwillkürlich ein wenig zurück, wenn er auch versuchte, Brackmanns Blick treuherzig und bieder zu erwidern. „Ich durchschaue dich genau, du häßlicher Vogel", sagte Brackmann langsam, „ich lese dir die Gedanken von der Stirn ab, du kleiner Schurke. Du glaubst jetzt, ein kleines Doppelgeschäft zu machen, nicht wahr?" „Wie meinen Sie das, Senor? Ich verstehe Sie , nicht —", stammelte er. „Wirklich nicht?" höhnte Brackmann, „du bist • doch sonst nicht gerade auf den Kopf gefallen. — i Aber ich kenne dich: so wie du den Amerikaner für Aus der Giadt Gießen. Soldat und Buch. Von Ernst Biel. NSG. Am kommenden Samstag und Sonntag wird, wie im gesamten Reich, auch im Gau Hessen-Nassau allenchalben die Büchersammlung der NSDAP, für die Wehrmacht burchgefühert. Bereits jetzt sind unermüdlich Kräfte am Werk, um ihr zu einem guten Erfolg zu verhelfen. Die Erkenntnis von dem alle Lebensverhältnisse der Völker durchdringenden, d. h. totalen Charakter dieses Krieges hat uns von vornherein den Kampf auf drei Ebenen führen lassen: auf der militärischen (uni) der ihr eng verbundenen politischen), der wirtschaftlichen, die inzwischen außerordentliche Bedeu- bung gewonnen hat, und schließlich ber geistigen. Dabei hat sich ergeben, daß der deutsche Mensch ber Gegenwart fähig ist, seine seelische Widerstands- traft gegenüber den ungeheuren Belastungen, die ein moderner Krieg mit sich bringt, gewaltig zu steigern, und daß sie mit diesen Belastungen wächst und immer wieder wächst, so sehr man auch von dem verstädterten Menschen unserer Zeit geneigt gewesen wäre, das Gegenteil zu erwarten. Rassenseelische Momente mögen dabei eine nicht unerhebliche Rolle svielen, sicher ist aber auch, daß das deutsche Volk in seiner Gesamtheit einen starken seeliscyen Kraftzuwachs aus den unendlichen Schätzen unseres deuftchen Kulturgutes, soweit es für uns noch als lebendig gelten darf ober doch im Unterbewußtsein unseres Volkes noch wirksam wird, erfährt. Das. bedingt jene turmhohe Ueberlegenheit des deutschen Kämpfers an allen drei Fronten, be- Bn Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 25.Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Duenas noches, Senor —", murmelte der Padrone hinter Brackmann her und starrte ihmi un- sicher nach. Und dann wurde er vor Wut zttronen gelb im Gesicht. Bildete der Kerl fid) em daß er biete frechen Lügen etwa glaubte? Em Kellner setzte ihm ein Tablet? mit geleerten Tlästrn klirrend vor die Nase und briUIte ihm seine Bestellung ms Ohr, Hn^nitenb an unö ließ> einen Much folgen, w dem er an der ehrenhaften Geburt des Kellners und an der Ehrenhaftigkeit feiner Ahnen bis ms dritte und vierte Glied schwerste Zweifel äußerte. Brackmann stolperte die finsteren Treppen empor. Mochte der Padrone glauben, waser mailte jefien falls hatte er das Empfinden, den Schnuf ler gruno ^n“Ä,‘kannte Brackmann e^entlich Q“«« {ein Wichtiger war das, was der kleine Sch i h w melden hatte Daß es um eine Erpressung ging, ?ar sonnenNar Nurder Preis stand noch n.cht !-si, Leräusch und blieb stehen. „Hallo fragte bieÄ"j5®en«- Bartholomeo - flüsterte d-^Bu^che erleichtert. Entweder war es ihm ^in der Dunkelheit unheimlich geworden, oder er: b ne fürchtet. Brackmann könne ihm durchhie emPM) »ntertür. Mb« en brannte em Zündholz an. ^ue o t numeriert oder gekennzeichnet Er ftteß au^ gux Tlück eine Tür auf. Es ^r die [ag er nachmittags geschlafen hatte. Die tP Mch auf dem Stuhl. den neugewonnenen Ostgebieten. Im Kaukasus geht es durch romantische Täler zu den Gipfelstellungen unserer Gebirgsjäger hinauf. Eine Tragtierkolonne bringt Nachschub und Feldpost bis in über 3000 m Höhe. Schwer beladen treten unsere Gebirgsjäger ben Aufstieg zu den nächsten Kampfständen an. Ein bolschewistischer Stoßtrupp greift an. Der Angriff bricht im konzentrischen Feuer zusammen. Die von unseren Gebirgsjägern gehalte- uf drei Viertel verminderten Pension entlassen »urden, erhalten wieder die volle Pension, wenn sie sich zwei Jahre während des Krieges im öffenb Achen Dienst bewährt oder im gegenwärtigen Kriege an einem mit Gefahr für Lech oder Leben verbundenen Einsatz teilgendmmen haben. Straffe Führung des Selbstschutzes. Kundgebung: Reichsmarschall Göring spricht zum deutschen Volk. Landwirtschaftsführer Leffler und Bauer Ritter erhalten aus der Hand des Reichs- marschills das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes. — Auf einem Berliner Bahnhof erleben wir bie Ankunft des ersten Zuges mit Lebensrnitteln aus MNibensein eines oder mehrerer Kinder unter 151 Mahren, wenn sie mit der Mutter in häuslicher pemeinschaft leben und die Fortsetzung des Dienst- Herhältnisses mit den Mutterpflichten nicht vereinbar tft Weibliche Beamte, die entlassen worden nd, wett ihre wirtschaftliche Versorgung gesichert rar, können als Beamte auf Widerruf in Dienst eftellt werden. Die über das 65. Lebensjahr im 'lenst gebliebenen Beamten und die wiederbeschäf- gten Ruhestandsbeamten erhalten für die Tätigest nach Vollendung des 65. Lebensjahres eine Htruhegehaltsfähige Zulage, wenn das Endgrund- chatt bereits mindestens zwei Jahre lang bezogen untre. Die weiteren Dienstjahre werden außerdem füf die ruhegehaltsfähige Dienstzeit ungerechnet, nt) zwar erhöht sich ber Höchsthundertsatz des Ruhegehalts für jedes volle Jahr der Beschäftigung m em Prozent. Auch wenn ein Ruhestandsbeam- r als Arbeiter ober Angestellter wieder beschafft wird, erfolgt eine Anrechnung dieser Zeit auf re ruHegehaltsfähige Dienstzeit. Für Beamten- nwärter, die noch nicht planmäßige Beamte nd und im Kriege fallen, werden die Versor - ungS'dezüge der Hinterbliebenen so festge- p, als ob sie schon planmäßige Beamte gewesen )aren. Beamte, die auf Grund des Gesetzes über die Säuberung des Berufsbeamtentums mit einer Der Führer hat dem Hofschauspieler i R. Hugo Ihimig in Wien aus Anlaß seines TO^rigen Bühnenjubiläums in Würdigung seiner Derblenste um das deutsche Theaterleben die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. d- ■in bet (8 NSG. „Sie sollen wirklich kein Altpavier mehr Haden, liebe Frau Muller? Das kann ich mir gar nicht oorstellen!" „Es ist aber wirklich so! Die Zeitungen finb' ja jetzt nicht mehr so dick, der Kaufmann spart am Einwickelpapier, meist muß man es sogar selbst mitbringen, — ich habe wirklich nichts mehr, was ich ab geb en könnte!" „9hm, da muß ich Ihnen aber doch ein wenig behilflich fein. Sie wissen doch, Jebes Stückchen Papier wird heute als wichtiger Rohstoff für die Kriegswirtschaft gebraucht. Und ich habe doch neulich erst gesehen, daß Sie noch einen ganz alten Jahrgang der .Gartenlaube' auf Ihrem Schrank liegen haben. Gewiß wird sich Ihr Mann schon davon trennen, wenn Sie ihm den Zweck der Altpapiersammlung nochmals richtig klar machen. Und außerdem weiß ich, daß Sie noch eine ganze Menge alter Modenhefte ausbewahren. Auch diese sind inzwischen überholt und rauben Ihnen nur Platz. Als Altpapier aber sind sie hochwillkommen. Und dann die alten Schulhefte von Ihrer Lotte, auch diese werden Sie gerne entbehren, wenn Sie bedenken, wie groß gerade jetzt im Kriege der Bedarf an Rohstoffen ist. Na, und die vielen Groschenhestchen ... - die Luftschutzwarte und die Politischen Leiter. Ent- no scheidend für die Auswahl sinh allein Führereigen- rh™ Mafien und Kenntnisse im Luftschutz. Es kommen . ' euch nur Männer für die Auswahl in Betracht. Der vom örtlichen Luftschutzleiter ausgewählte Beauftragte, her einen polizeilichen Ausweis erhält, hat währevd des Fliegeralarms ständig Kontroll- jänge durch die Luftschutzgemeinschaften seines Be- reiches auszuführen. Wenn er einen Schadenfall feststellt, dessen die Luftschutzgemeinschaft unter Führung ihres Luftschutzwartes nicht Herr werden kann, so übernimmt er die Führung der Bekämpfung. Er kann dabei auch Kräfte aus anderen Luftschutz- ßemeinschasten seines Bereiches einsetzen oder Hilfe aus benachbarten Bereichen anfordern. Zuchthaus für korrupte Angestellte eines Arbeitsamtes. Die Angestellten des Arbeitsamtes Ansbach Deichmann und Rattel waren mit Vermittlung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft betraut Bel ber großen Zahl der offenen Arbeitsplätze konnten nur die dringendsten Bedürfnisse befriedigt »erden. Nachdem einige Bauern durch Geschenke von Lebensrnitteln es anscheinend mit Erfolg übernommen hatten, bei diesen beiden Angestellten eine bevorzugte Behandlung ihrer Wünsche zu erreichen, sprach sich dies herum. Infolgedessen wurden ihnen Butter, Eier, Wurst, Geflügel und andere Mangelware in die Dienststelle ober in ihre Wohnungen gegeben. Beide nahmen diese Geschenke als eindeutige Belohnung für bevorzugte Behandlung entgegen. Die beiden Volksschädlinge wurden von dem Sondergericht Nürnberg zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, da sie ein korruptes System aufkommen ließen, das die schwersten Gefahren in sich barg, die Staatsführung aber darauf angewiesen ist, daß sämtliche Aemter mit peinlichster Genauigkeit und völliger Unbestechlichkeit verwaltet werden. Das Gericht hielt den Angeklagten zugute, daß der Lnstoß zu ihrem Treiben nicht von ihnen ausgegangen war, und daß sie als kriegsangestellt nicht in ber strengen Tradition des deutschen Beamtentums in ihre Aemter hineingewachsen waren. Kleine politische Nachrichten. Der italienische General Alessandro P r e d i e r i, Kommandeur der Division Brescia, ist an der ägyptischen Front gefallen. * Ein Erlaß über die Führung der Selbstschutz- i tröste bei der Schadenbekämpfung /bestimmt, daß ' Mehrere Luftschutzgemeinschaften, in der Regel die . eines RLB.-Blocks, unter her Führung einer hierfür besonders geeigneten Persönlichkeit zusam- menzufassen sinh. Im Interesse einer schnellen, l sachkundigen und konzentrierten Brandbekämpfung fmb für die Zusammenfassung her Luftschutzgemein- , «hasten bie taktischen Gesichtspunkte ber Branbbe- vmpfuna maßgebenb. Für bie Führung ber Selbst- I ihutzkräfte kommen in erster Linie in Frage bie | Imtsträger bes Reichsluftschutzbundes, bann gerade in unserer Zeit erhöhte Bedeutung zukommt. Zwar scheint zunächst der Soldat, dem Augenblick mit seinen jeweiligen Forderungen zugewandt, seines Zuspruches nicht in gleichem Maße bedürftig, wie es etwa für die Heimat ausgesagt werden darf. Und dennoch bestehen enge Beziehungen zwischen der soldatischen Welt und der des Buches. Je mehr von maßgebender Stelle aus diese Zusammenhänge erkannt worden sind, desto mehr hat bie deutsche Dolkssührung daraus ihre praktischen Folgerungen gezogen. Es entstand bie Büchersammlung her NSDAP, für bie Wehrmacht. In den Jahren des Weltkrieges waren wir Soldaten von damals nicht so glücklich, auf ein entsprechendes Verständnis her politischen Führung zu stoßen. Infolgedessen blieb die seelische Betreuung. die man uns angedeihen ließ, in den bescheidensten Ansätzen stecken, soweit sich solche überhaupt feststellen ließen. Gewiß, mancher deutsche Soldat des WMkrieges in Ost und West trug seinen „Faust" ober mich seinen Nietzsche im Tornister, hatte irgendwo ton Gepäck ein paar Reclambänd- chen verstaut, zu denen er in der oft nur knapp bemessenen Zeit zwsichen den Kampfhandlungen zu greifen pflegte. Doch war das durchaus nur bie Angelegenheit des einzelnen. Der Wandel von heute, der in der engen Zusammenarbeit von Front und Heimat sein besonderes Gepräge findet, hat es mit sich gebracht, daß die Heimat auch die geistig-seelische Betreuung der Fronten übernommen hat, die uns genau so wesentlich erscheint als ihre Versorgung mit Kriegsmaterial, Beklvi- Ng onnd. AmmelkiM narschall U 'ermittelt, 3mmelmannf imer Siege» legenmörtigti 1 aufgegang» Her an ihren beispielhch in der jung« Oberheffischer Heimatabend mit »Kraft durch Freude". Die NS.-Gemeinschaft „Äraftburd) Freud e" hatte für gestern zu einem Oberhessischen Heimatabend im Theater eingelbben und damit das Programm der Kulturwoche der NSDAP, von der bodenständig-volkskulturellen Seite her er» reulich bereichert. An diesem Abend froher und besinnlicher Heimatkunst waren als Mitwirkende die Dolkstumsgruppen Leihgestern und Lang-Göns unter Leitung von Georg Heß, die Volksmusikgruppe Gambach unter Leitung von Lehrer Lahm unh die Wetterauer KdF.-Spielgemeinschaft unter Leitung von Oberstudiendirektor W. K. Philipps beteiligt. Der Abend gliederte sich in zwei Telle. Im ersten Teil zeigten die Dolkstumsgruppen einen frohen Dorfsonntag. Aus einem freundlichen und geräumigen oberhessischen Dorfplatz (Bühnenbild von Karl Löffler) entfaltete sich in ber von Gg. Heß zusammengestellten Spielfolge alsbald ein farbenfrohes Bild und ein munteres Treiben. Es war alles ha: vom Ortsdiener mit der Schelle bis zur Kirmesblasmusik. Die Tracht und die Mundart gaben ber dörflichen Freizeitgestaltung bas lanb- jchaftlich-charakteristische Gepräge. In Wort unb ßieb unb Tanz würbe bas Lod bes Hessenlanbes und des Bauernstandes verkündet. Der Hüttenberg und die Wetterau kamen nach Gebühr zu Wort. Die Blaskapelle wurde vom Akkordeon-Orchester abgelöst, her gemeinsame Gesang — „Im schönsten Wie- sengrunde ...", „Das Lieben bringt groß Freud" — von einem Duett sehr hübsch zusammenklingender Mädchenstimmen („Heimat, deine Sterne"). Es gab allerhand volkstümliche unb gemeinverständliche Scherze und Ansprachen zu hören, und besonderen Anklang fanden allgemein die Trachtentänze, wie zum Beispiel „Wenn ber Vabder mit her Mudder" und bas in Oberhessen besonders beliebte „Gieh mer net immer mei Aeckerche ..."). Mit der von Gg. Heß verkündeten Parole „Stabt und Land Hand in Hand" und einem abendlichen Umzug mit Musik mürbe ber Dorftonntag unb her erste Teil bes Programms beschlossen. Nach ber Pause gab es bie Aufführung eines Wetterauer Heimatstuckes von W. K. Philipps unter hem verheißungsvollen Titel „D e s K r o a • gekneppch e". Man konnte hier erleben, wie ein verlorengegangenes Kragenknöpfchen ben häuslichen 5rieben eines länblichen Ehepaares in einer Weife gefährdet, die in keinem Verhältnis zu dem wahrhaft geringfügigen Anlaß der Auseinandersetzung steht. Dabei hat die Frau ziemlich ausschließlich das Wort unb wird auch so ziemlich alles los, was sie qerabe auf bem Herzen hat. Ein Segen, daß das Knöpfchen schließlich miedergefunden mird; überdies fahren die Eheleute hinterher zum Säumarft unb haben das Glück, dort ben wahren Jakob zu treffen, ber natürlich auch Kragenknöpfchen auf Lager hat. — Auch hier war bie Mundart die eigentliche Würze des harmlosen Spiels, um das sich MargrethR e i n< Heimer, Maria Kleintopf, Wilhelm Michel. Willi Simmer und Karl H e ß verdient machten; besonders die originellen Figuren des Ortsbieners unb bes wahren Jakobs erregten mit ihren Sprüchen verständnisvolle Heiterkeit. Ueberhaupt war bas Publikum von Anfang an mit Begeisterung bei ber Sache, und das vollbesetzte Haus dröhnte von wohlverdientem Beifall. Hans Thyriot mit den Jndianergeschichten von Ihrem Jüngsten, glauben Sie, er würde Ihnen etwa Dorwürfe machen, wenn er sie daheim nicht mehr vor find et? Er ist ja inzwischen groß und erwachsen geworben und bevorzugt andere Lektüre. Und außerdem weiß er als Soldat mit am besten, worum es jetzt geht. Sehen Sie, das ist doch schon eine ganze Menge, was allein Ihr Haushatt 6ergibt." Aber auch Knäuelpapier, alte Packbogen und ähnliches, all diese Dinge sind sehr begehrt. In den Büros und Betrieben sinden sich gewiß ganze Stapel alter Akten und Papiere, die nicht mehr von Nutzen sind. Und wenn jeder etwas gibt, dann haben wir in ber Heimat wiederum eine kleine Schlacht gewonnen. Und wenn nun auch bie Sammler an Ihre Ture kommen, — Sie wissen doch, Hiller-Jugend, Jungvolk und BDM. holen in den Haushalten, bie DAF. in den Betrieben und ber RDB. bei den Behörden bas Altpapier ab, das der Reichsluftschutzbund bann in Empfang nimmt, dann ist Ihr Päckchen auch dabei! Aber Sie müssen sich beeilen, liebe Frau Müller, beim heute ist ber letzte Sammeltag! ncn Höhen bilden schon heute ein unüberwindliches Bollwerk zum Schutz der fruchtbaren Gebiete bis hinauf zum Don. Der Kampf um Stalingrad tobt in unverminderter Härte. Das Schlachtfeld ist mit zerschlagenen bolschewistischen Panzern übersät. Die neuen deutschen Waffen sind auch den vielgepriesenen amerikanischen und englischen „Wunüerpanzern", die hier eingesetzt waren, gewachsen. Südlich des Ladogasees sind unsere Soldaten, die hier seit Monaten im schweren Abwehrkampf standen, zu einem Angriff angetreten. Jetzt haben die langen, harten Kämpfe, über die ebenfalls ein Bericht gezeigt wird, ihren Abschluß gefunden. Sieben sowjetische Divisionen sind vernichtet. Auch im Jlmenseegebiet greifen Verbände des Heeres und der Waffen--- die Bolschewisten an. Die Bolschewisten werden in die Sumpfgebiete des Ilmensees getrieben und eingekesselt. Wie der Wehrmachtbericht meldete, verlor der Feind hier über 3000 Gefangene und über 10 000 Tote. Zum Schluß starten wir mit deutschen Kampfflugzeugen zum Angriff auf bolschewistische Nachschubverbindungen und Reserven hinter der feindlichen Front. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt liegt unter uns. Ein Treibstofflager brennt lichterloh. Die letzte Ladung gilt einem Rüstungswerk. Hart und unerbittlich schlägt die deutsche Luftwaffe zu. U. Giehen-Klein-Linden. Im Kreise seiner Kinder und zahlreicher Enkel und Urenkel konnte am Mittwoch der Polizeidiener i. R. Friedrich Jung II., Wetzlarer Straße 85, feinen 83. Geburtstag begehen. Geistig und körperlich rüstig, nimmt der alte Herr noch rege an den großen Ereignissen der Gegenwart Anteil. — Bauunternehmer i. R. Heinrich Bernhard, Frankfurter Straße 25, feierte am gleichen Tage seinen 79. Geburtstag. Infolge seiner umfangreichen Tätigkeit im einstigen Baugeschäft ist der Jubilar weit über unseren Vorort hinaus eine bekannte Persönlichkeit. Wir wünschen den beiden alten Herren einen schönen Lebensabend. * ** Ein Neunzigjähriger. Am morgigen Samstag, 17. Oktober, begeht der frühere Kaufmann Georg Unverzagt, Hindenburgwall 7a, in aller Rüstigkeit seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar ist geborener Gießener und hat u. a. lange Jahre ein Kohlengeschäft betrieben. Als Kriegervater wurden ihm vom Reichskriegeropferführer, SA.-Obergrup- penführer Oberlindober, vom Gauamtsleiter SA.-Brigadeführer Dippel und von der Kameradschaft Gießen der NSKOV. Glückwünsche und Ehrungen übermittelt. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu seinem 90. Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. Steuerfreiheit für Llnterhaltsgewährung an „Mittellose". Gewährt ein Steuerpflichtiger einer mittellosen Person vollen Unterhalt durch Aufnahme in seinem Haushalt, so werden seine Aufwendungen für sie als steuerfrei anerkannt, soweit sie 80 RM. monatlich nicht übersteigen. Dieser Betrag von 80 RM. ermäßigt sich aber um die eigenen Einkünfte der in den Haushalt aufgenommenen Person. Haushalthilfe für den Unterhaltgewährenden wird nicht angerechnet. Manche Steuerpflichtige machen nun geltend, die Unterhaltskosten seien höher als 80 RM. Einem solchen Antrag kann jedoch, wie die „Deutsche Steuer-Zeitung" mitteilt, das Finanzamt in keinem Fall entsprechen. In die bis zu 80 RM. monatlich sind allerdings nicht einbezogen Aufwendungen, die dem Steuerpflichtigen durch Krankheit der mittellosen Person erwachsen, und Beiträge zu einer Krankenversicherung für diese Person. Es kommt auch vor, daß die mittellose Person, der der Steuerpflichtige Unterhalt gewährt, nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehört^ sondern einen eigenen Haushalt führt. In diesem Fall werden bei dem Steuerpflichtigen, der den Unterhalt gewährt, bis zu 150 RM. monatlich als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden können. Dieser Betrag kann ebenfalls um die Aufwendungen erhöht werden, die der Steuerpflichtige zur Bezahlung von Krankheitskosten und von Beiträgen zur Krankenversicherung der mittellosen Person leistet. Wird der Unterhalt an zwei mittellose Personen gewährt, die zusammen einen Haushalt führen, so können nicht für jeden 150 RM. anerkannt werden, denn der über 80 RM. hinausgehende Betrag wird für Wohnung, Beleuchtung, Heizung und dergleichen anerkannt; diese kommen jedoch, wenn zwei Personen zusammenwohnen, nur einmal vor. Daher werden in solchem Fall für die erste mittellose Person bis zu 150, für jede weitere bis zu 80 RM. monatlich als außergewöhnliche Belastung anerkannt. Die Steuerermäßigung wird nicht gewährt, wenn die mittellose Person arbeitseinsatzfähig ist, aber sich nicht um einen Arbeitsplatz bemüht. Nur wenn es sich um Eltern des Unterhaltgewährenden handelt, ist die Frage nach der Arbeitseinfatzfähiakeit nicht zu stellen. Die Unterhaltsrente des geschiedenen Mannes an die geschiedene Frau wird ohne Rücksicht auf ihre Höhe als außergewöhnliche Belastung des Mannes anerkannt, und zwar stets in der Höhe, die das Gericht festgesetzt hat, oder die das Gericht im Falle einer Klage der geschiedenen Frau höchstwahrscheinlich festsetzen würde. Die außergewöhnliche Belastung kann nun bei Berechnung der Einkommensteuer nicht immer in voller Höhe abgezogen werden, sondern nur so weit, wie sie die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuer- pflichttgen wesentlich beeinträchtigt. Das ist der Teil, der die Mehrbelastungsgrenze des § 22 Abf. 3 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung übersteigt. Oie anderung am Sonntag. Wandervorschlag des VhC., Zweig Gießen. Abmarsch: Lahnbrücke. Wir wandern die Krof- dorfer Straße entlang bis zur Seemühle. Hier beginnt der gelbe Punkt ^VHC.-Markierung), der uns durch das schöne Gleibachtal aufwärts zum Waldhaus führt (2% Stunden). Heimwärts folgen wir dem blauen Strich durch das Fonbachtal über Krofdorf nach Gießen. Gesamtwanderzeit 5% Stunden. Hungen — Einartshausen — Jägerhaus — Laubach. Diese Wanderung führt nach dem südwesllichen Hängen des Vogelsbergs, wohl dem lieblichsten Teil unseres heimatlichen Gebirges. Von Hungen führt der Marsch blauen Strichen nach in etwa drei Stunden auf guten, von Lärchen umsäumten Wegen zur Rast nach dem malerisch in einer Talsenkung gelegenen Dörfchen Einartshausen, das mit feinen Fachwerkhäusern und dem Kirchlein mtt seinem Wesen Turm einen schmucken Anblick bietet. In den Waldungen, die man durchwandert, bieten ab und zu Lichtungen reizende Ausblicke in die Täler und Schluchten, sowie auf die nächsten Höhen, namentlich auf das hochgelegene Stornfels. Am Schellnhof verlassen wir die blauen Striche und wandern ohne Zeichen über Einartshausen bis zur Kiliansherberge im Horlofftal. Von hier bringen uns weiße Ringe nach dem gastlichen, in der Nähe der Kirchenruine des eingegangenen Dorfes Ruthardshcmsen gelegenen Jägerhaus, von wo uns blaue Ringe das idyllische Wettertal abwärts nach unserem Endziel Laubach bringen, das wir von Einartshausen in zwei Stunden erreichen. Gießen — Watzenborn — Pfahlgraben — Butzbach. Wir den Schiffenberger Weg entlang, dem blauen Keil nach, der uns auf der ganzen Wand erstrecke das Geleite gibt. An den Eisteichen verlassen wir die Straße und gehen nunmehr auf dem Alten Watzenborner Weg, einem einsamen Waldweg (bei der Kreuzung der gelben Punkte schöner Blick zum Schiffenberg) nach Watzenborn. Hinter dem Ort stützt das Wegzeichen in der Nähe der Grüninger Warte auf den Pflahlgraben. Durch Wald und Feld geht es nunmehr den letzten Spuren der Römerherrschast in unserer Gegend nach bis Butzbach, das von Gießen in etwa 4^stündiger Wanderung erreicht ist. Eine Besichtigung des alten Städtchens, das noch manche Perle mittelalterlicher Baukunst aufweist, ist lohnend. Brand in Hungen. * Hungen, 16.Okt. In der letzten Nacht brach in der Scheune auf dem Grundstück des hiesigen Molkereidirektors Schneider Feuer aus. Den Flammen fielen die Scheune und darin aufbewahrte Fässer und Kartons, ferner Holz- und Kohlenoorräte und ein Motorrad des Grundstückseigentümers sowie eine Kannenreinigungsmaschine der Molkerei zum Opfer. Da Erntegut in der Scheune nicht gelagert war, ist zum Glück nach dieser Richtung hin kein Schaden entstanden. Der eifrigen Arbeit der Feuerwehr gelang es, den Brand auf die Scheune zu beschränken, so daß die übrigen Gebäude des Grundstücks unversehrt geblieben sind. Die Ermittlungen über die Brandursache sind noch im Gange. Todesstrafe für einen Gewohnheitsverbrecher. Lpd. D a r m st a d t, 15. Okt. Der vielfach vorbestrafte 27jährige Franz Dobsicek aus Dürnkrut (Niederdonau) wurde vom Sondergericht in Darmstadt als gefährlicher Gewalt- und Gewohnheitsverbrecher auf Grund des Gesetzes vom 4. September 1941 zum Tode verurteilt. Er entwich nach feiner Ueberführung in ein Arbeitshaus im Juli d. I. aus dem Lager, nahm auf der Flucht einen Dolch, eine Aktentasche und Nahrungs- und Genußmittel mit und beging an den nächstfolgenden Tagen in den Gemarkungen Eppertshausen, Urberach und Messel zum Teil unter Ausnutzung der Verdunkelung meh- rere Einbruchs- und sonstige Diebstähle, um sich Kleider und Lebensmittel zum weiteren Fortkommen, aber auch Werkzeuge für künftige Straftaten 3U beschaffen. Dobsicek ist ein unverbesserlicher Ge- wohnheitsverbrecher, der sich, wie bereits 1935 geschehen, der Festnahme und Ergreifung auch durch gewalttättges Niederschlagen entgegentretender Per- fönen zu entziehen versucht. Dieser gemeinfährlichen Neigung entsprechend erzwang er sich auch jetzt wieder, als er bei einem Einsteigediebstahl in Eppertshausen von der Tochter des Hauseigentümers gestellt wurde, die Freigabe des Fluchtwegs durch Bedrohung mit dem zuvor für solche Fälle entwendeten Dolch. G. A -Sport. Handball-Vorschau. Gauklasfe. Luftwaffe Gießen — SA. Frankfurt. Im nächsten Heimspiel hat die Gießener Lust- waffe die Frankfurter SA. zu Gast. Obwohl auch diese nicht mehr die vorjährige Stärke besitzt, zählt sie doch noch zu den Spitzenmannschaften des Gaues. Sollte sie das Treffen ohne den Jnter- natsonalen Schunk bestreiten müssen, der sich in einem. Lehrgang für das Länderspiel gegen Ungarn befindet, so wird sie sich mächttg an- strengen müssen. Die Luftwaffe zeigte am letzten Sonntag gegen die stärker einzuschätzenden Wiesbadener eine verbesserte Leistung. Man hat den festen Vorsatz, unbedingt von der Schlußgruppe wegzukommen. Verstehen die Gießener das Tempo im ganzen Spiel durchzuhalten, so liegt ein Sieg im Bereich der Möglichkeit. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptschrifUeiters: Ernst Blumschc-in. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotr für Stadt Gienen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann Änzeigsnleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Alna J HM' .i i au* ; ' Lereik Mkom> Ifll >nzerve Sowjets gebrochen Gebiet do V Mischen torenn eines i>e ft ß Gießen - 3102V 35 05160 Statt Karten. Danksagung. Berlin Dieter Rolf Gießen, im Oktober 1942. 05122 Ist Ihr Kind ein Sausewind? LICHTSPIEL-TH EATEB 05118 Tflfll. 2.30,4.45,7.30; So. 2.00,4.30,7.30 U6r Vöhl am Edersee z. Z. im Felde Uebernehme Mkelmöelk Wilh.Hofmann, Tammstraße 20. Ludwigs-Universität Giefcen Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater WesgeMn für Laden und etwas Hausarb. gesucht. [3072D Braubach&Fisclier Seltersweg 69. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns beim Heldentod meines innigstgeltebtcn, herzensgut. Mannes, meines lieben, treusorgenden Vaters, meines lieben Sohnes, unsres guten Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers, Onkels und Paten Hermann Hedrich, Soldat in einem Infanterie-Regiment, zuteil wurden, sagen wir unsem herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Büschel für seine tröstenden Worte bei der Gedächtnisfeier. In tiefem Schmerz: Frau Katharina Hedrich, geb. Mäßer und alle Anghörigen. Hörnsheim, im Oktober 1942. Für die vielen Beweise aufrichtiger s. Teilnahme, die uns entgegengebracht vyurden, sowie von Liebe und Anerkennung, die in so reichem Maße unserem teuren Toten Studienassessor Dr. Arno Schulz, Leutnant in einem Art.-Regt., auch übers Grab hinaus zuteil wurden, sagen wir herzlichst Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Gertrud Schulz, geb. Appel. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns in unserem großen Schmerz bei dem Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Mannes und Vaters Hermann Schwarz, Gefreiter in einem Inf.-Regt., entgengebracht wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. - Frau Anna Schwarz, geb. Weiß und Töchterchen Marianne. Großen-Linden, den 12. Oktober 1942. Nadioavvarat, Telefunken, Gleichstrom, gegen Wechsel- od. AUstrom zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 05140 a. ö. G.A. Unser Wolfgang hat zwei Brüderchen bekomman In dankbarer Freude Rosemarie Wadenpfuhl geb. Rose Karl Wadenpfuhl Gießen, 14. Oktober 1942 z. Z. Evangel. Schwesternhaus ____________________________05144 / abhängige Frau gesucht zur Vertretung d. Hausfrau, die wieder beruflich tat. sein will. Evtl, auch . tageweise. Eine Station v. Gießen entfernt. Schr. Ang. unt. 3101Da.d.G.A. Statt Karten! Unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Auguste Stoll, geb. Eiser ist heute im 77. Lebensjahre von uns gegangen. In tiefer Trauer: Adolf Stoll Elisabeth Rullmann, geb. Stoll Dr. med. Georg Rullmann und 3 Enkel. Riedmühle, den 14. Oktober 1942. Die Beerdigung findet Samstag, 17. Oktober, 15 Uhr, in Inheiden statt. Oft gibfs kleine Verletzungen dabei. Gefahren beugt man vor mit dem blutstillenden hochbakteriziden Schnellverband Hansa plast-elastisch. Seine Q-u-e-r-elastizität hält Wundränder klammerartig zusammen und fördert so den Heilprozeß Ihre Vermählung geben bekannt Heinrich Rhode Unteroffizier Inge Rhode geb. Wilhelm landeDfleie oimeSeesand ftir »ehr Empfindliche- Sie retnigt and pflegt die Hxut. Stet» su dünnem Brei verrührenI Neue Kurse Unsere nächsten A nfänger-Kurse beginnen am 20.Okt. und 22. Okt. Vorherige Anmeldungen erbeten. 3012D Tanzschule Bäulke Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Ewald Jung Ingenieur Marie Jung geb. Diehl Marine-Kundgebung. Heute Freitag, 19.50 Uhr Ankunft der U-Boot-Männer Begrüßung am Bahnhof 3103D_______^8. Marinebund. Heute nacht entschlief nach schwerer Krankheit, 5% Wochen nach der Geburt, unseres ersten Kindes, meine heißgeliebte Frau, unsere einzige innigstgeliebte Tochter, Schwiegertochter, Nichte und Schwägerin Frau Erna Schmidt geb. Hebstreit im Alter von fast 28 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Ernst Schmidt, Oberveterinär d.R. Gießen (Marburger Straße 15), Marburg, Niederbiel, Heuchelheim, den 14. Okt. 1942. Die Beisetzung findet Samstag, den 17. Oktober, 14 Uhr, in Heuchelheim, vom Hause Gießener Straße 17, aus statt. * Gloria-Palast, Seitersweg 7 Jahre Glück 29770 Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Operette Die DenlnheMIM Os USD. Krall dnreh Freude Kreisdienststelle MrM Wetteraü Karten zu RM. 1.-, Wehrmacht u. geschlossene Formationen Ermäßigung, in der Kartenverkaufsstelle der NSG. ,,Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. 31mD Leihgestern 17. Oktober 1942 05135Z 10. Oktober 1942 05141 Z Zeugnisse, andern nur Zeugnis ablcbriften dem Be werbungsichrciben beilegen I — Lichtbilder «mdBewerbungsunter- 'agen müllen ,ur Vermeidung von Verluste» aus der Rückseite «Romen und Anschrift des Bewerbers tragen l Roller Marke „Steif" ist von 2 Kindern heute morgen in der Bahnhofstr. mitgenommen worden. Die Eltern werden um Rückgabe gebeten. 3U6d Babnhofstr. 5. Wj Danksagung. Herzlichen Dank allen denen, die in Wort und Schrift bei dem unersetzlichen Verlust unseres heißgeliebten, braven Sohnes und Bruders Willi Brück, Obergefreiter in einer B-Abteilung, unser gedachten. Ebenso danken wir Herrn Pfarrer Reusch für seine wohltuenden Worte bei der Trauerfeier, dem Gesangverein Liederkranz und für die Kranz- und Blumenspenden. - In tiefem Schmerz: Familie Karl BrUck II; Familie Dr. Karl BrUck. Leihgestern, Darmstadt, 14. Okt. 1942. [05137 | Mietgesuche | In Gießen oder Wetzlar sucht leit. Ingenieur eines Werkes freund!. 4-5-ZifflJohng. f. jetzt od. später. Einfam.-Haus o. abgeschl. Etage. Schr. Ang. unt. 05134 a.d. G.A. Aelt. Herr sucht leeres oder teilweise möbliert. Zimmer Bettwäsche wird gestellt. Schr. Ang. unt. 05138 a.d. G.A. Danksagung. Für die vielen und über- aus herzlichen Beweise tiefster Teil- Ä. nähme anläßlich des Heldentodes unsres lieben -unvergeßlichen Sohnes, ( meines guten Bruders und Enkels Walter Bonarius, Unteroffizier in einer Panzerkampfstaffel, danken wir auf diesem Wege allen, die so herzlich seiner gedachten und uns in unserem schweren Leid Worte des Trostes gaben. In tiefer Trauer: Fritz Bonarius Frieda Bonarius, Heinz Bonarius. Gießen (Schwarzlachweg 22), im Oktober 1942. | Kaufgesuche | Von Reichsbehörde z. kaufen gesucht: FüreinGemein- schaftslager gebrauchte Betten mögl.m. einfach, oder doppeltem Zubehör. Schr. Ang. unt. 3100va.d.G.A. | Verkäufe Reinr., schwarz. ZivergW billig zu verkauf. Besicht, zwischen 13 und 14 Uhr täglich. [05149 Dr. Strenger, Otto-o.-Schjer- ning-Str. 20, Telephon 4182. Umstände halber zu verkauf, eine gut erhaltene Bratsche m. Kasten 50,- Ein 6 mm= Modert m. Munit. 35,- Heuchelheim, Horst-Wessel- Strasre 1. [05139 7UZÄ7ZIZ 4 der Universitätsstadt Gießen Freitag, den 16. Oktober Hietvorstellnng wird verlegt. Für Werkskantine gesucht: 2 saubere Mädchen für unsere Werksküche Wohnung im Hause, Angebote an Zuckerfabrik Offstein Neuoffstein (Pfalz) Werkskantine. 8010d Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP. Dienstag, den 20. Oktober 1942, 19.30 Uhr in der Neuen Aula Soldalentbealer im Wandel der Zeil Vor trag von Prof. Dr. Niessen, Köln Samstag, 17. Oktober 1942, 19 Uhr, im Theater Festliches Orchester-Konzert Ausfuhrende: Städtisches Orchester Leitung: Städtischer Musikdirektor Otto Söllner Solistinnen: Lore u. Heide Walterspiel, München Klavier. Werke von Bach, Mozart, Beethoven. Karten zu RM. 3.55, 2.80, 2.05, 1.55 in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg GO, *Tel. 3961, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. - - ____________________3105 D WO L»! ft? Meure * 6a " «offen. N.g-lm Mloteni frien Werteit frn I SW » ncues t?«5 °°, 95 fr*" fr b, frrlai