Mittwoch, 16. September 1942 Gießener Anzeiger [92. Jahrgang yr. 218 Erichemt täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familisnblätter Heimat tmBild-DieScholle Bezugsvreisr Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Si'vrechanschluß 2251 tanschrift: ,Sürzeiger" check 11686 chrantt./M. Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und vrivate Gelegenheitsanzeigen 14Rpf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschritt l vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr vrühlfche vnioerfitSttdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen I n, das lat 10, Reichs, L942/« Leibes« latfooll Rutsche rt<) 'rsch. Brunst nd Be- Besuch 'sichtige t, wäh. iberaus Drück, wagen. achkW. mutigen trieben. 18 bis ieb ge. toter bd oW uni yriot; für tn(bemL), itge K.T. ioni Beck. Der gescheiterte Landungsversuch bei Tobruk. Berlin, 15. Sept. (DNB.) Zu dem britischen 'andungsversuch bei Tobruk teilt das OKW. er- änzend mit: In den frühen Morgenstunden des 4. September versuchten britische Truppen bei Tobruk, unterstützt von zahlreichen stärkeren Sin- eiten der britischen Kriegsflotte, in Begleit- und Landungsbooten in breiter Front an der üste an Land zu gehen. Gleichzeitig setzten verbände der britischen Luftwaffe Fallschirm- äyer ab, die das Unternehmen von Land aus erstärken sollten. Diese wurden jedoch schon kurz «ach dem Absprung, abgeschossen oder sofort rach dem Aufsetzen g.e fangengenommen. Die auf die Küste zusteuernden Landungsboote er Briten wurden bereits vor Durchfahren der Brandung vom Feuer der deutschen und italienischen üstenbatterien und schwerer Infanteriewaffen geatzt, gerieten in Brand und versanken. Einige wenige Landungskommandos, denen es gelang, bis uf den Strand vorzudringen, wurden vor den 'rahthindernissen im' zusammengefaßten Feuer von Maschinengewehren und Granatwerfern z u s a m - rengeschosseu oder gaben sich angesichts der lussichtslosigkeit ihrer Lage gefangen. Die feindlichen Flotteneinheiten, die mit ttern Feuer das Landungsunternehmen decken ollten, wurden von deutschen und italienischen chweren Küstenbatterien sowie Batterien rr deutschen Flakartillerie unter wirkungsvolles euer genommen. Bereits die ersten Salven lagen rckend, gelbliche Rauchwolken und abblasender ampf zeugten von den schweren Verheerungen im chiffsinneren. Drei britische Zerstörer, inige Korvetten und zwei größere Begleitboote netzten mit schwerer Schlagseite ab und v e r • 2 nken im Mittelmeer. Deutsche Räumboote nachten ein britisches Schnellboot mit 117 Gengenen, die zum Teil von den versenkten Schiffs- nheiten stammten, in den Hafen von Tabruk ein. ach vorgefundenen Boutepapieren hatte der Geg- ?r den Auftrag, die Hafenanlogen von o b r u k zu zerstören und die im Hafen befind- ! hen Schiffe der Achse zu versenken. Schon gegen 9 Uhr.früh war in der Umgebung ! m Tobruk, wieder vollkommene Ruhe. Durch den fertigen Einsatz deutsch-italienischer Verbände ge- mg es nach hartem Kampf, der etwa fünf Stunden werte, die britischen Kräfte, die das Festland erreichten, unter hohen Verlusten für den Gegner zu vernichten oder gefangenzunehmen. Heber 576 Briten, darunter 34 Offiziere, mußten den Weg in die Gefangenschaft antreten. Die Verluste der deutschitalienischen Truppen sind gering. In Verbindung mit diesem Landungsunternehmen wurden westlich und ostwärts Tobruk an verschiedenen Stellen der Küste britische Spähtrupps an Land gesetzt, die aber ihre Aufträge nicht durchführen konnten, da sie bereits im Dünengelände vernichtet oder gefangengenommen wurden. Die sich nach Osten auf das Meer zurückziehenden britischen Schiffseinheiten wurden von deutschen und italienischen Kampf- und Zerstörerflugzeugen verfolgt und in rollenden Einsätzen angegriffen. Ein aus Alexandria entgegenkommender britischer Schiffsoerband, der den anderen zu Hilfe kommen sollte, wurde ebenfalls bombardiert. Dabei wurden zwei britische Kreuzer, ein Zerstörer und mehrere Motortorpedoboote versenkt. Zwei weitere Zerstörer erhielten so starke Beschädigungen, daß sie manövrierunfähig liegenblieben. Außerdem ist mit dem Verlust einer weiteren Korvette zu rechnen. Kleinlaute Berichte aus London. Madrid, 15. Sept. (DNB.) Reuter schreibt über den gescheiterten britischen Angriff auf Tobruk, es sei der Plan gewesen, soviel wie möglich Verwaltungseinrichtungen und Schiffahrtsanlagen zu beschädigen und schließt seine kurze Verlegenheitsmeldung mit dem bezeichnenden Satz: „Weitere Einzelheiten sind zur Zeit nicht verfügbar." Die britische Admiralität gab eine gewundene Verlautbarung heraus, in der es heißt, daß in der Nacht zum 14. September britische Marinestreitkräfte und Truppen- dbteilungen einen hartnäckigen Angriff auf Tobruk mit Unterstützung von Luftangriffen größeren Ausmaßes ausgeführt hätten. Trotz starken Widerstandes feien einige Streitkräfte gelandet und hätten dem Feind Verluste und Schäden zugefügt, bevor sie sich wieder zurückzogen. Der Rückzug wurde nicht ohne Verluste ausgeführt, die angesichts der Stärke der Verteidigung erwartet werden mußten. Vom Erhabenen zum Lächerlichen. Für die Verteidiger von Tobruk war es durchaus keine lächerliche • Sache, den englischen Landungsversuch,der in der Nacht vorn 14. September unternommen wurde, abzuwehren. Schiffsgeschütze haben schwerste Kaliber, und sie wurden durch starken Einsatz der britisch-amerikanischen Luftwaffe unterstützt, die — nach deutschem Vorbild — auch jetzt bei Tobruk einen „Luftschirm" zu bilden suchte, genau so wie bei Dieppe. Der Landungsversuch ging schief. Wir zweifeln zwar nicht daran, daß sich die eingesetzten englischen Landetruppen tapfer geschlagen haben. Das haben sie auch bei Dieppe getan. Aber trotzdem sind die englischen Landungsversuche ein Symbol des Schritts vom Erhabenen zum Lächerlichen. Die englische Grand Fleet ist ins Anknabbern der Küsten gekommen. Gemessen an öj?r Seerherrschaft, die England beansprucht und die die Grundlage seines Blockadekalküls ist, ist dieses Anknabbern der von uns besetzten Küsten — mag es sich nun um die nordfranzösische Steilküste oder um die libysche Flachküste handeln —> eine Groteske. Um dieses Groteske noch zu steigern, hat in der Nacht zum 13. September ein britischer Landungstrupp, bestehend aus fünf Offizieren, einem Feldwebel und einem Mann an der französischen Kanal- küste ostwärts Cherbourg Fuß zu fassen versucht. Gewiß, man darf vermuten, daß dieser vereinzelte Landungstrupp sich eine Sonderausgabe gestellt hatte. Aber fein Versuch illustriert das Anknabbern, das die große Flotte Altenglands als der Weisheit letzten Schluß jetzt unternimmt. Der neue Kommandant der englischen Mittelmeer- flotte, dje auf den östlichsten Winkel des Mittelmeers zwischen Haifa, Cypern und Alexandrien beschränkt ist, hat vor wenigen Wochen gestöhnt, daß feine Flotte erst Bewegungsfreiheit gewönne, wenn die englische Luftwaffe wieder in Tobruk und in Bengasi und auf Kreta säße. Richtig! Aus biefer Not ist der Anknabberungsverfuch von Tobruk entstanden,'genau so wie der Versuch von Dieppe unter dem Druck Moskaus erfolgte. In keinem der beiden Fälle waren die Engländer Herren ihrer Entschlüsse. en 17. eilen’' lierfür ischen karten gültig aison sstelle, 2781D 9- zm M' riSiiM geleitet [27T1C !)» ;en rste rate irers ) ahn 3403 27760 oße iflfk ief /ist- ssef S-" he* In erbittertem Häuserkampf dringen deutsche Truppen in das Giadiinnere von Stalingrad vor. Berlin, 15. Sept. (DNB.) Südostwärts Noworossijsk traten in den frühen Morgenstunden des 13. September deutsche Jnfanterieverbände trotz ^nerischen Wetters zum Angriff gegen ein slstungsartig ausgebautes Fabrikgelände an. Der Angriff traf auf erbitterten feindlichen Lid erst and, so daß sich die Infanteristen und Pioniere Stück für Stück vorkämpfen und in har- t. m Nah kämpf jedes Gebäude nehmen mußten. Lurch verzweifelte Gegenangriffe, die von einem Hanzerzug unterstützt wurden, versuchte der Feind &5 Vordriiiaen der deutschen Truppen aufzuhalten, sämtliche Gegenangriffe brachen im Feuer der deutschen Waffen zusammen, der Panzerzug wurde Ä Brand geschossen. Das Fabrikgelände wurde gelt mmen. An der Terekfront versuchten die Bolsche- vsten das in den letzten Tagen im deutschen Angl fff gewonnene Gelände durch starke Gegenangriffe zurückzugewinnen. Der bolschewistische Gegenstoß mirbe unter hohen Verlusten für den Feind zurück- geichlagen. Das von den deutschen Truppen gewonnene Gelände wurde überall behauptet. In Stalingrad nahmen am Montag die erbitterten Häuserkämpfe ihren Fortgang. Schritt für Schritt kämpfte sich die deutsche Jnsan- ietic durch das weitverzweigte Befesttgungsgelände weiter in das Stadtinnere vor. Der Feind mußte für die Verteidigung der Stadt wichtige Stützpunkte in harten Nahkämpfen auf geben Md verlor 20 Panzerkampfwagen. Angriffe deutscher Kamps- und Sturzkampfflugzeuge fügten den Lllschewisten empfindliche Verluste zu. Bombenvoll- ir kommt n die mit patria- der britische Vormarsch nur l°ngf a m vorwärts. wor Vor uns liegt Stalingrad Von Kriegsberichter Hans-Joachim Biebrach. PK. Die Steppe blühte noch, in tausend Farben dehnte sich der bunte Teppich von Horizont zu Horizont, da warfen Infanteristen die sowieüschen Schützendivisionen aus ihren befestigten Stellungen am Donez, Burlut und Oskol und trieben fie gen Sri* liaber we h*'1 r die feindliche Agitation in völliger Verkennung der Entwicklungen glauben machen wollte, als müßte der'veutsche U-Boot-Krieg an dem fehlenden Ersatz der U-Boot-Besatzungen zerschellen. Vor wenigen Tagen machte allerdings Reuter darauf aufmerksam, daß man der deutschen U-Boot-Gefahr am wirksamsten entgegentreten könnte, wenn man den Geist der deutschen U-Boot-Besatzungen brechen würde. In England hat man also schon erkannt, daß nicht nur die unübertreffliche Werkmannsarbeit des deutschen U-Boot-Baues, sondern in Verbindung damit die ungeschwächte Kampfmoral der deutschen U-Boot-Besatzungen die sensationellen deutschen U-Boot-Erfolge erklären. In ihnen lebt der Geist Weddigens, der Geist Priens und wie alle die erfolgreichen deutschen U-Doothelden des ersten und dieses Weltkrieges heißen. Wenn jetzt das deutsche Oberkommando in seinem Bericht über die erfolgreiche Geleitzugschlacht im Atlantik ausdrücklich hervorhebt, daß an ihr hauptsächlich junge U-Boot- Besatzungen beteiligt waren, so bringt es damit zum Ausdruck, daß dieser Nachwuchs aus dem Holz geschnitzt ist, dos den Willensstärken Geist der deutschen Jugend ausmacht. Das ist -der Geist, den sie aus der Hitler-Jugend mitbringt und der sich in mit anderen Nationen." Die Parallelen zum Wortschatz der Freimaurer, der jüdisch verseuchten Presse, der Schlagworttiraden aus der Downing Street, dem Weißen Haus und dem Kreml, der Atlantik-Charte Churchills und Roosevelts und der jüngsten „Freiheits -Versprechungen an Irland und Indien, deren Kehrseite durch das Walten von Bleirohr und Henkersbeil illustriert wird, sind unverkennbar. Auch in der Jugenderziehung und -beeinflussung sagt der Engländer „(Sott" und meint „Kattun'. Rach dem blutigen Intermezzo des von England inszenierten Ersten Weltkrieges, den Millionen bester junger Menschen mit ihrem Leben haben bezahlen müssen, ist von Baden-Powell «Ilerorts wieder die alte Melodie vom „ewigen Weltsrieden intoniert worden, nur mit dem einzigen Unterschied, daß dabei hin und wieder als neues Motiv der Status quo des Versailler Diktates mit aufklang. Auf die Hellhörigen wirkte dieses Motiv allerdings als schrille Dissonanz, die von den Flötentonen der Weltharmonie in britischer Tonart nicht mehr überdeckt werden konnte. Während sich die deutsche Jugend durch ihr stolzes Bekenntnis^ a u s dem Hohen Meißner allen britischen Einnebelungsversuchen von vornherein entzog, im faschistischen Italien Mussolinis den Scoutismus sofort zusammen mit der Freimaurerei als staatsfeindliche Zer- setzungsherde verbot und sich die Busenfreunde Churchills im Kreml jegliche innerpolitische Einmischung des britischen Generals verbaten, brauchte die Jugend der übrigen Völker des Kontinents viele Jahre, um die Doppelzüngigkeit und den Betrug der britischen Politik, der sie über den Umweg „gleicher Spiele" für den „Weltfrieden" jüdisch- plutokratischer Art zum Opfer gefallen war, zu er» Osten d em Don entgegen. Wochen vergingen, die nichts anderes brachten als mühseligen Marsch in glühender Hitze durch die nun dörrende Steppe im steten Gefecht mit Den Nachhuten des Gegners. Da stießen dieselben Truppen zum Don vor. Hier hatte die sowiettsche Heeresleitung eine Auffangstellung von ungewöhnlicher Stärke vorbereitet. Auf dem Hohengelande westlich Kalatsch hielten in tiefgestaffelten B u n k e r l i n i e n die bolschewistischen Dwiswnen, die im großen Donbogen zusammengezogen waren, um den deutschen Vorstoß abzufangen. Hier warteten die feindlichen Panzerbrigaden, daß der entscheidende Aufbruch dieses Sommers an ihren stählernen Wänden und Waffen zerbrechen mochte. Die Armeen wurden geschlagen und die in Auflösung befindlichen Reste über den Don geworfen, während die rauchenden Trümmer der Panzerbrigaden auf den hügeligen Westen über dem Don von unserem Siege kündeten. Nun kam der letzte Stoß des unendlichen Weges zur Wolg, der Kampf im Vorfeld vor Stalingrad. Marsch und Gefechte in den Steppen zwischen Donez und Don hatten das Letzte gefordert, was der Infanterist herzugeben imstande schien. Ein Allerletztes wurde nun von ihm gefor- bert, denn das, was von den Geschlagenen übrig- gebtteben war, stand hier vor Stalingrad noch einmal zum letzten. Schlag bereit. Dazu hatte der Gegner alles an-Kräften herangezogen, was irgendwie geeignet schien, den deutschen Vormarsch aufzuhalten. Luftlandetruppen und Garde- d i v i s i o n en waren von der Nordfront vor Leningrad nach Stalingrad geworfen worden. Die Einheiten der Ostseeflotten hatte man zu Matrosenbrigaden zusammengestellt, um sie ebenfalls als Stützen des Eckpfeilers der Südfront einzusetzen. Nichts half. Der Sturm stürzte über die weißen Tonmeigelhöhen des Donabfälles in das Land vor der Wolga. Werner Bergengruen. Hum 50. Geburtstage des Dichters am 10. September. Die baltischen Länder haben uns — namentlich in der letzten Zeit — eine ganze Reihe bedeutender Dichter geschenkt. Auch Werner Bergengruen, der aus'altem baltischen Geschlecht stammt und in Riga geboren wurde, gewann mit seinen Romanen und Erzählungen viele Leser — und zwar schon ehe er mit seinen großen Roman-Dichtungen in die vorderste Front der deutschen Erzähler rückte. Er hatte bereits das dreißigste Lebensjahr überschritten — nachdem er am Weltkriege auf deutscher Seite und später als Mitglied der Baltischen Landwehr an den Baltikumkämpfen teilgenommen hatte —, als sein erster Roman „D a s G e s e tz d e s A t u m" 1923 erschien. In seinen Frühwerken folgte er den Spuren des Dichters E. T. A. Hoffmann, von dem er die Vorliebe für kuriose und unheimliche Geschichten übernahm, die solche Erzählungen wie die in den Bänden „Rosen am G a l g e n h o l z", „Schimmelreuter hat mich gösse n" und „Das B r a u t h e m d" entstehen ließ. Auch in späteren Erzählungen, gesammelt in den Bänden „Der tolle M ö n ch", „D e r T e u f e l i m W i n- t e r p a la i s", „B e g e b e n h e i t en", „D i c Schnur um den H a l s" ist diese Vorliebe oftmals spürbar, wenn auch der Einfluß Hoffmanns nicht mehr: denn Bergengruen hat längst zu seinem eigenen Stil gefunden, dem mit den „kuriosen Geschichten aus einer alten Stadt" „D e r Tod von R e v a l" wahrhaft Meisterliches gelang. Als Novellist gehört Bergengruen zu den wenigen Meistern dieser dichterischen Form — als Beispiel sei die Novelle „Die drei Falken" genannt. Der vielfältige Stoff, den Bergengruen mit der großen Anzahl von Erzählungen bewältigte und den er oft dem Bereich des Geschichtlichen entnahm — wie auch in dem „Buch R o d e n st e i n", das altes Sagengut aus dem Odenwald unerhört lebendig werden läßt, und in den Romanen „D a s Kaiserreich in Trümmern" und „Herzog Karl der Kühne" —, hat dem oberflächlichen Leser das zumeist verdeckt, was im Grunde Bergengruens Dichtungen ihr besonderes Gewicht verleiht und in den letzten großen Romanen zwingend zum Ausdruck kam: eine hohe adelige Gesinnung und ein von innerster Verantwortlichkeit getragener sittlicher Ernst — beides auch eingegangen in die Gedichtbände „Die verborgene Frucht" und „D i e Rose von Ierich o". Die Frage nach der Gerechtigkeit, vor allem aber das rechte Vertrauen in ihre alles überdauernde Macht durchzieht jedoch am stärksten Bergengruens große Romane, die zudem von einer Klarheit — auch in der Sprache! — erfüllt sind, die alles Dar- gestellte förmlich durchsichtig macht und diese Dichtungen auf eine Ebene erhebt, die nur wenige in den letzten Jahrzehnten erreichten. Daß Bergengruen das von ihm Gestaltete zuvor schärfstens hurchdentt — um solche Klarheit zu erreichen —, bewies bereits der Roman aus Der Inflationszeit „D e r goldene Griffe l". Stärker kam das noch in dem Roman „Der S t a r o ft" — einer Ueberarbeitung des früheren Werkes „Der große Alkahest" — zum Ausdruck, am stärksten aber in der großartigen, auf dem Hintergrund der italienischen Renaissance spielenden Dichtung „Der Großtyrann nnddas Gerich t", mit welcher Bergengruen ein Meisterwerk gelang, das in wahrhaft strenger Zucht eine ungemein erregende Handlung gestaltet, in der sich die Gerechtigkeit machtvoll zu behaupten weiß. Dieses Werk jedoch wurde durch ein weiteres noch überboten: durch das — in jeder Hinsicht gewaltige — geschichtliche Epos aus dem Berlin des 16. Jahrhunderts „Am Himmel wie auf Erden", das von drohenden Katastrophen berichtet und von der Furcht der von ihnen heimgesuchten Menschen, die sich im scheinbar sicheren Untergang zu bewähren haben. „Fürchtet euch nicht!" steht als Motto dem Buche voran x— insgeheim aber dem ganzen Werke Bergengruens, das erfüllt tft von dem Glauben an die himmlische Gerechtigkeit: „Man muß Jahrzehnte gelebt haben, um das Recht glauben zu können, das den Triumph der Ohnmacht flebären kann. Die Kraft siegt jede Woche, das Recht bedarf der Jahrhunderte — aber es bindet sie auch („Herzog Karl der Kühnes H. Abenteuerliches Tagewerk. Aus den Kindheitstagen des Kinos. In den Kindheitstagen des Kinos entstand auch ein neuer Beruf, der des eigentlichen Filmschau- pielers, der völlig andere Aufgaben hatte als der Schauspieler auf der Bühne. Von ihm wurden in erster Linie Wagemut und körperliche Gewand- heit verlangt, um die aufregenden Ereignisse, um die es sich meistens handelte, tnöglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Das Spiel im Film wurde zum Abenteuer. Hier stand- auch die Frau nicht hinter dem Manne zurück. Das zeigt die Schilderung einer Filmschauspielerin von damals, die von ihrem romantischen Tagewerk erzählt. „Im Laufe von wenigen Tagen muß man sich da ertränken, eine Feuerspritze bedienen/als Chauffeur ein Auto lenken oder sich aus einem brennenden Hause retten, natürlich am besten so, daß man am Schornstein in die Höhe klettert. Ich erinnere mich, wie mir der Leiter eines Tages ganz kühl sagte, heute müßte ich ins Wasser gehen. „Aber", sagte ich, ein wenig aufgeregt über diesen Gedanken, „ich kann nicht schwimmen". „Desto besser", meinte er zufrieden. „Dann werden Ste desto leichter ertrinken." Er hätte mit diesem Wort beinahe mehr Recht bchalten, als er ahnte. Ich sollte vor meinem Verfolger mit gestohlenen Papieren fluchten. In tollstem Lauf komme ich an das Ufer des' Flusses, in den ich springen soll, und stürze mich hinein. Ich sichle, wie ich sinke. Der Leiter, der den Film aufnimmt — er stand auf einer kleinen sumpfigen Insel in der Mitte des Flusses — schreit voll Entzücken: „So ist's recht, Fräulein. Sie gehen ja glänzend unter." Und ich wäre wirklich glänzend untergegangen, wenn nicht noch im letzten Moment einer der Umstehenden gesehen hätte, daß aus Der Komödie furchtbarer Ernst wurde, und mich gerettet hätte. Solche Abenteuer sind nicht selten. Aber mein gefährlichstes Erlebnis hatte ich, als ich mich vor einen Schnellzug werfen sollte. Die Sache war auf einer richttaen Eisenbahnlinie arrangiert: aber es sollte eine Lokomotive und ein Zug verwendet werben, der bereits außer Dienst war. Ich stand auf dem Geleise und wartete auf die Maschine. Sie kam und kam nicht, und ich dachte schon, ich hätte etwas versehen. Da höre ich plötzlich den Ton eines heranbrausenden Zuges, und von fern kommt die Lokomotive in Sicht. Der Leiter stellt seinen Apparat auf und ich eile zwischen die Geleise, um mich vor dem Zug niederzuwerfen. Da sehe ich auf einmal zu meinem Entsetzen, daß der Zug, der da rasch heranbraust, gar nicht meine ausrangierte Maschine ist, sondern ein wirklicher Schnellzug. Der Lokomotivführer bemerkt mich nicht. Den Bruchteil einer Sekunde stehe ich wie angewurzelt da. Dann sagt mir etwas in meinem Gehirn, daß ich versuchen muß, mich zu retten. Aber ich war so verwirrt, so vom Schrecken betäubt, daß ich nicht zur Sette sprang, wozu noch Zeit gewesen wäre, sondern in sinnloser Angst vor dem Zuge herlief, wie wenn ich ihm entlaufen könnte. 20, 15, 10 Meter hinter mir höre ich das Fauchen der Maschine, das Donnern des Zuges. Und nun kommt mein gewisses Ende ... War es nun Instinkt oder das Gesetz Der Selbsterhaltung — ich weiß es nicht. Ich stolperte, ich stürzte, ich warf mich zur Seite und rollte kopfüber Die steile Böschung herunter, währenD Der Zug oben an mir vorübersauste ..." fb. Zeitschriften. — Das Septemberheft der Monatsschrift „N e u es V o l k" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) wird mit einem Aufsatz über nationalsozialistische Lebensführung von Professor Dr. Walter Groß eingeleitet. Zu dem reizvollen Thema „Deutsche Frauenschönheit^ findet man Wiedergaben von Plastiken und Gemälden aus der Großen Deutschen Kunstausstellung in München. Bemerkenswerte Auskünfte erteilt das Rassenpolitische Amt in Den „Völkischen Lebensfragen". Lebendig bebilDerte Beiträge beschäftigen sich mtf den Ukrainern in Osteuropa und berichten vom (Ernte« Hilfe-Einsatz württembergischer BDM.-Mädel bei den Wolhyniendeutschen. In der „Kleinen Vererbungslehre" behandelt Dr. Gustav Franke die Frage „Wo* versteht man unter ,Koppelung' und »Austausch? von Erbanlagen?"» ,,Lo n ;NerI • heiraten .»Jniei -Ma. » ! lernen 1 'd'e Trep Anna erst !JE einer :?AS knr I» K. ft* Bjiten < Ti 'Nvelle ,*S & kl Cr J8« lös io. eist nt. so- ben Tb. Ab inb Ad der >rb. hm ehr. itlev !om. als 1932 jahr aten >rzieher. die in Wissenschaft und Kunst als schöpfe» ilsche Menschen in allen deutschen Stammesgebie» en schaffen. Die Zusammenstellung nennt drei Träger des Adlerschildes: Sohnrey. Lenard und Stehr, 11 Träger der Goethe-Medaille, ferner Inhaber des „Preises der NSDAP, für Kunst und Wissenschaften", der „Silbernen Leibniz-Medaille der ?1kademie der Wissenschaften", der „Ackermann-Me- tiaifle", des ,^)esterreichischen Staatspreises für Literatur", des „Oesterreichischen Verdienstkreuzes für Sunft und Wissenschaft" und des „Sächsischen Staatspreises für Volkstumsarbeit". Vier Erzieher ind (aber waren) Mitglieder der Deutschen Aka- *ietrtte der Dichtung: Claudius, Griese, Schäfer und Stehr. „Gefährtin meines Sommers." In diesen Tagen ging der Film „Gefährtin meines Sommers" unter der Regie von Dr. Fritz Peer Buch in die Holland-Ateliers der Berlin-Film n Amsterdam und den Haag. Das Drehbuch schrieb Lhea von Harbou nach dem gleichnamigen Ronan von Claus Erich Börner. In Hauptrollen pielen: Anna Dammann, Paul Hartmann, Wolfgang Lukfchy, Gustav Knuth und Viktoria von Bal- asko. Dr. Fritz Michel 65 Jahre alt. Der Chefarzt des Krankenhauses St. Martin in Koblenz, Dr. Fritz Michel, vollendet am 17. Sep- entber sein 65. Lebensjahr. Er hat feine Freizeit I4tf die Erforschung der heimischen Kunstdenkmäler und die Geschichte der Stadt Koblenz, wie der Nach- 'arstädte und des Gebietes um die Mündung der Ötofel und Lahn verwandt und dabei so frucht- ringend gearbeitet, daß ihn die philosophische fofmtät der Universität Bonn für seine Verdienste 941 zum Dr. h. c. ernannte. Michel wurde in Nie- srlahnstein geboren. Er promovierte 1901 in Tü- tngen. Seit 1905 wirkte er in Koblenz, Er ist Ehrenmitglied der Westdeutschen Gesellschaft für iamilienkunde. Dr. nett nbigen en im ßt, die des zu iotage* an den er rne« ereits • Rit» !, bw einen i Lengen ei für wuch. irber gegen Schuh echter, il wate, ein ersten, ebt in In der westfälischen Gemeinde Südmerzen bauten d) spielende Kinder in einem Tannengehölz eine ohle. Ein in der Nähe liegender Draht sollte dazu 'mutzt werden, über das Versteck gespannt und mit Kträuchern zur Tarnung bedeckt zu werden. Dabei darf einer der Knaben den Draht so hoch, daß er -ne vorüberführende Starkstromleitung beehrte. Da der Knabe das eine Ende des Drahtes och in der Hand hielt, wurde er von dem über- agenen Strom getroffen. Der durch die übrigen inber herbeigerufene Vater des Jungen versuchte, inen Sohn zu befreien, erlitt aber selbst einen Schlag durch den Strom. Vater und Sohn wurden arch den Strom getötet, ein anderer Knabe . 'litt leichtere Brandwunden. '■! 18. ■ Anna vernahm die hastigen Schritte ihres Man- ms erst in der Diele, bann auf her Treppe. Es gab ihr einen feinen Stich. Was würbe nun kommen? das Cnbe? Die Angst vor ber brohenben Ausein- arederfetzung schnürte ihr fast ben Atem ab. Sicher jette Martin von Fenber alles erfahren. Anna lag bleich, schmal und mit einem kleinen ^ibenszug um den Mund in ben Kissen und wagte sich nicht zu rühren. Nicht nur wegen ber Angst, sondern auch wegen ihres malträtierten Rückens, ber jede Bewegung zur Qual machte. Sie starrte in bc-s Dunkel und wünschte inständig, es möchte abes schon vorüber fein. Durch einen Spalt des scdenen Vorhangs (jtferte ein Streifen Helligkeit, üirl zu wenig, um dem Schlafzimmer seine lastende, nedjtige Schwere zu nehmen. Sie lauschte den vertrauten Schritten wie einem näherkommenden Un- Westerwald) verbrühte sich das zweijährige Söhn- tjen ber Familie Zeitz so schwer mit heißem Wasser, tah es nach brei Tagen [einen Brandwunden im 1 rankenhaus erlag. — In ber Westerwalbgemeinde Horressen fiel ber Lanbwirt Marx von einem -mit I Krümmet beladenen Wagen und erlitt innere Verätzungen, die seinen Tob herbeiführten. Der gefährliche Draht. - im ' immen« chsbun- -W j durch,, eröffnet In Wiesbaben würbe ein fünfjähriger Junge on einem Auto erfaßt und zur Seite geschleudert. )as Kind erlitt einen Schäbelbruch, an dessen Folgen 3 starb. — In Heppenheim kam bas dreijährige Töchterchen eines Landwirts beim Spielen auf ter Straße unter die Rädel eines Lastzuges und ourbc tödlich verletzt. — In Traben-Trarbach ette ein Schneidermeister vergessen, sein elekttisches Bügeleisen auszuschalten, wodurch zur Nachtzeit der 5chneidertisch, verschiedene Mäntel, Anzüge und Ein- irchtungsgegenstände in Brand gerieten. Der Band mürbe von einer Streife bald nach seiner Entstehung temerkt, so baß ein größeres Arzsbreiten ber Flarn- rien verhindert werden konnte. — In Hartenfels Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klopffer (Schluß.) „So wollen wir auch wieder net sagen", schränkte fjingerl ein. „Sie sind auch net uneben, Herr Dok- iti. Aber Glück darf einer schon haben bei der fjßiraterei, sonst saust er richtig rein." Zwei Minuten später hielt der Wagen vor der Ma. Brügger schloß die Haustür auf, schleuderte (tenen Mantel auf einen der Stühle und stürmte de Treppe hoch. Professor Weißenfels 85 Jahre alt. Der cm. Göttinger Literarhistoriker Professor Richard Weißenfels vollendet am 17. September fein 5. Lebensjahr. Professor Weißenfels, der in Magdeburg geboren wurde, habilitierte sich 1887 in Frei- mrg, wurde dort 1894 ao. Professor und kam 1906 :ls ao. Professor nach Göttingen, wo er 1920 Or- iinarius wurde, 1925 trat er in den Ruhestand. Er aab Schillers „Erzcchlungen" und „Don Carlos" in Der Cottafchen Säkularausgabe heraus, ferner Schillers Gedichte in ber Pantheonausgabe. Außerdem find zu nennen seine Werke „Goethe in Sturm und Drang", „Der junge Goethe" und Deutsche Kriegslieder und vaterländische Dichtungen . Aus aller Wett. Schwere Folgen von Unachtsamkeit. ’ „Deut' »eutfcher durch ten, Die uirnann, , Schar öaggerl. 1 rjenigen and auf Sie kam te etwas nes her' die Le« Apparat mich D°, t einmal da ras» Vaschwe er Lok»' teil einer ann W versuch^ vermim itir 9eüe sondern Die wen" er hinter das W aewlf'ee ftolptw. elfte Wj ) der 3^ - fb. 'S' Iflte». 6‘ mit fei & ■- Leber" heil. Nun war es da. • Die Tür ging auf, und Brügger blieb auf der , Schwelle stehen. Sein Atem flog. Puch das schien V bedrohlich. .Mach, bitte, Licht", murmelte sie ergeben. Tin schwaches Knacken, und es wurde hell. Anna drehte ben Kopf unb gewahrte einen Mann, ber »och allem, nur nicht nach Zorn, nach Gekränktsein aber Kälte aussah. Sie begriff bas nicht. Sie mußte »lützlich schlucken. Brügger kam auf ben Zehen- sptzen näher und flüsterte zärtlich ihren Namen, k: war übernächtig, unrasiert und alles in allem tir., bißchen verwildert. Nun stand er mit hängende-! Schultern vor ihrem Bett. Da er sich denken fnjnte, daß jede Erschütterung ihr Schmerz ver- Aus der Stadt Gießen. Rudolf von Jhering, ein großer Gießener Gelehrter. Zu seinem 50. Todestage am 17. September. Rudolf von Jhering, Professor des römischen Rechts und der einflußreichste deutsche Jurist ber zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stammte aus einer der ältesten und angesehensten Familien Nordwesttreutschlands, in ber bas Studium der Rechte Tradition war. So lag es nahe, daß ber am 22. August 1818 in Aurich geborene Student sich einer Laufbahn zuwandte, die fast alle seine unmittelbaren Vorfahren zu ihrem Lebensberuf gewählt hatten. Nach dem Studium in Heidelberg, München unb Göttingen und nachfolgender kürzerer Lehrtätigkeit in Basel, Rostock und Kiel folgte er 1852 einem Ruf an die hessische Ludwigsuniversität in Gießen, das ihm durch seine reizvolle Lage, den Freundeskreis, bet ihn hier umschloß, die Muße, die es ihm für seine wissenschaftlichen Arbeiten gewährte, bald zur zweiten Heimat wurde. Mehr als in einem anderen Abschnitt seines Lebens hat Jhering gerade während seines Gießener Aufenthaltes in feinen Mußestunden die Musik gepflegt und am Musikleben ber Stadt den regsten Anteil genommen. Oft verbrachte er ganze Sonntagnachmittage am Flügel, um die Sonaten Beethovens, die Werke Schumanns mit großer Freube immer von neuem einzuüben. Dem Klaviertrio gab er vor allem andern musikalischen Zusammenspiel den Vorzug, und, wie später in Wien, so hatte er auch in Gießen fein festes Trio. Lange Zeit hat Jhering den dortigen Konzertverein geleitet, und es begann unter feiner Führung ein neuer Aufschwung in dem Gießener Musikleben. Gießen, damals eine Stadt von kaum 9000 Einwohnern, sah, wovon gelegentlich des Konze«tvereins-Jubiläums in diesem Frühjahr eingehend die Rede war, die glänzendsten Künstler unb Künstlerinnen in feinen Mauern, und Jhering sorgte dafür, daß die Künstler sich wohlfühlten. Die ersten Familien nahmen sie gastfreundlich auf, und sie tarnen alle gern. Der Darbietung des „Messias" folgte 1859 die musterhafte Aufführung der „Matthäus-Passion" in ber dichtgefüllten Stadtkirche. Auch der Bildung eines guten Stadtorchesters hat Jhering die Wege geebnet, so daß für die Orchesterleistungen ein tüchtiger Stamm vorhanden war und die Aufführung der Symphonien von Mozart, Beethoven und Haydn stattfinden konnte. Schon in feiner Gießener Zeit bewegte Jhering die Idee des „Kampfes ums Recht". Er wohnte in einem Haufe ber Liebigsiraße, gegenüber dem alten Laboratorium, unb hatte, wie das fo kommt, mit feinem Hausherrn verschiedene, aus dem Mietver- hältnis sich ergebende Zwistigkeiten. Im Geiste feiner Anschauungen brachte er die Sache vor das zuständige Gericht; doch hatte ber große Gelehrte das Mißgeschick, alle feine Prozesse — es waren deren drei — zu verlieren. Wie Jherings „Kampf ums Recht, das in neunzehn U eb ersetzen gen erschienen ist, so hat -namentlich eine Schrift über das Trinkgeld auch in ßaientreifen weiten Eingang gefunden. Das Haupt- unb Lebenswerk Jherings ist ber „(S e ä ft des römischen Recht s", bas zu ben bebeutenbften Arbeiten neuerer Zeit auf diesem Gebiete gehört und ins Französische, Russische unb Italienische übertragen worden ist. Aus seinen sonstigen Schriften sind noch die „Zivilrechtsfälle" „Die Jurisprudenz des täglichen Lebens" unb „Heber den Grund des Besitzschutzes" hervorzuheben. Von Gießen war Jhering im Jahre 1866 nach Wien gegangen, unb auch die Jahre, die er dort verbrachte, waren für ihn besonders anregend unb genußreich. Von Wien folgte Jhering, . bem Kaiser Franz Joseph gleichsam als Abschiedsgruß den erblichen Abelsstand verliehen hatte, einem Rufe nach Göttingen, wo er den letzten Abschnitt feines Lebens verbrachte. Bis in fein hohes Alter hinein hat sich Jhering eine hohe geistige Frische bewahrt;' er hatte die 70 bereits überschritten, als der Vielseitige noch Sanskrit unb arische Kultur zu studieren begann. Er hatte, wie er selber erzählt, bas unabweisbare Bebürfnis, nachhem er bas Recht des alten Rom bis in feine Anfänge verfolgt hatte, es auch noch darüber hinaus zu erforschen, und so gelangte er in den Kulturkreis ber alten Arier. C. K. Verdunkelungszeit 16.September von 20.36 bis 6.28 Uhr.. ursachte, da er sich nicht auf den Bettrand fetzen durfte und fein Stuhl in greifbarer Nähe war, ließ er sich auf das eine Knie nieder unb war nun in ihrer Höhe. Seine Linke schob sich sacht unter Annas Haar, bie Rechte umspannte ihre Finger. „Hast du große Schmerzen?" fragte er demütig. Sie schüttelte langsam ben Kopf. Sie konnte bas Wunder noch nicht fassen, baß alles so ganz anders kam, als sie (js sich seit brei Tagen ausmalte. „Leute haben mir unterwegs alles erzählt. Von bem Brand unb von dir. Warum hast bu mich nicht verständigt?" forschte er mit leisem. Vorwurf. Sie zuckte die Achseln und schwieg. Sie hatte ein Schluchzen in ber Kehle, aber sie hielt es tapfer zurück. „Man hat mir berichtet, daß du dich wundervoll benommen hast. Ich verdanke dir bas Haus da brüben. Und der Glasl verdankt dir fein Leben. Warum sprichst hu nicht, Anna?" „Wgs ist da viel zu sagen? Ich habe nur getan, was jede andere an meiner Stelle auch getan hätte. Das Hauptverdienst gebührt den Pimpfen. Du mußt ihnen eine Freude machen, wenn du wieder nach München kommst." „Selbstverständlich, Anna. Wir werden uns erkenntlich zeigen. Vielleicht eine Einladung oder eine Spende in ihre Reisekasse. Aber wir wollen bei dir bleiben. Ist viel passiert? Ich hatte den ganzen Tag solche Angst. Was meint denn der Sanitätsrat?" „Er hat eine Röntgenaufnahme gemacht. Gebrochen ist nichts. Nur'die Prellung macht mir zu schaffen. Und die Brandwunde auf der Schulter wirb eine große Narbe geben. 'Glaubst du, daß man das sehr sieht? Wenn ich ausgeschnitten gehe oder beim Baden?" „Und wenn! Ich werde bann wenigstens immer daran erinnert, was für eine tapfere Frau ich habe. Aber es wird schon nicht so arg werden. Nötigenfalls muß man einen kleinen kosmetischen Eingriff machen", beruhigte er sie lächelnd. „Gut, daß ich deine alte Windjacke anhatte. Die ist leider restlos erledigt." „Macht nichts. Die Hauptsache ist, daß ich dich noch habe." „Ja?" fragte sie zaghaft unb sah ihn an. „Ach, Anna, — ich bin heute so - glücklich wie noch nie." Er küßte ihre Finger, zart und voll Eherner Wehrwitte -er Nation. Oie Wehrkampstage 1942 der SA. „Dieser Krieg hat auch den letzten deutschen Menschen erfaßt und läßt ihn nicht mehr los, da es sich wahrhaft um die allerletzte und endgültige Entscheidung über unser völkisches Schicksal in ber Welt han- belt." Diese Worte schrieb Josef Magnus Wehner in einer Betrachtung, an deren Spitze er die Forderung stellte: „Kämpfen, opfern, arbeiten!" Die soldatische Ausrichtung ber gesamten Nation, dieser zähe, unbeirrbare Wille zum Sieg ist nicht zuletzt das Ergebnis des kämpferischen Einsatzes ber SA. Die Geschichte der SA. ist ein immerwährendes Bekenntnis zur Wehrbereitschaft und Wehrkraft, ein Bekenntnis, das immer wieder durch Tat unb Beisvjel erhärtet worben ist. Aus ihrer solbatischen und politischen Tradition wurde die SA. Trägerin ber geistigen Wehrbereitschaft bcs Volkes. Der Führer hat diese Aufgabe einmal mit den Worten gekennzeichnet: „Heeresinstitutionen selbst von bestem militärischen Wert werden in Zukunft nutzlos sein, wenn nicht die dqhinterstehenden Völker soldatisch denken und damit zu einem ebensolchen Handeln und ebensolchen Opfern entschlossen sind. Damit ist die-Aufgabe des wirklich verantwortungsvollen Politikers unb Staatsmannes nicht mehr bie, eine mehr ober weniger gut breffierte Truppe aufzuftellen, sondern ein ganzes Volk in ben geistigen Zustand einer unbedingten Wehrwilligkeit unb Wehrbereitschaft zu versetzen." Die weitaus meisten Anaehörigen der SA. stehen am Feind und beweisen ihre kämpferische Haltung auf dem Schlachtfeld. Um so mehr sind die wenigen in der Heimat verbliebenen SA.-Männer älterer Jahrgänge bemüht, in der knappen Freizeit ihrem soldatisch-politischen Ideal zu dienen. In mühseliger Kleinarbeit hat die SA. in ben abgelaufenen drei Kriegsjahren viele hunderttausend Männer außer- militärisch auf den Waffendienst vorbereitet. Diese Arbeit vollzog sich in ber Stille. Wenn sie nun in den Septembertagen 1942, an der Schwelle des vierten Kriegsjahres, mit den W e h r k a m p f t a g e n an die Oeffentlichkeit tritt, dann soll damit aller Welt funbgetan werben, baß bie Wehrbereitschaft unb Wehrkraft des deutschen Volkes durch brei Kriegsjahre nicht geminbert worben ist. Die Wehrkämpfe, bie in mehr als 300 Standarten unter Beteiligung ber Betriebssportgemeinschaften von KbF. und von Gemeinschaften des NS.-Reichs- bunbes für Leibesübungen abgewickelt werben, entsprechen in Anlage unb Durchführung bem Ernstfall des bewaffneten Einsatzes. Beim Wehrkampf 1 „75-m-Sturmlauf" ist der Start aus dem Liegen zu vergleichen mit dem Vorbrechen aus der Deckung. Der Schnellauf über 75 m mit Ueberwin- bung je eines Balken- und Kriechhindernisses kommt dem Sturm der Truppe gleich. Das erneute Hin- legen unb ber Handgranaten-Zielwurf dem Kampfe auf nächste Entfernung kurz vor bem Einbruch in die feindliche Stellung. Nur geschlossener Einsatz verbürgt ben Erfolg; deshalb Mannschaftskampf! Der Wehrkampf 2 „Tauziehen" erfordert raschen und unvermittelten kräftigen Einsatz. Wie oft ist im Ernstfälle von entscheidender Bedeutung, daß zehn oder zwanzig Männer entschlossen und hart zupacken, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Diejenige Mannschaft ist Sieger, die den Gegner in 45 Sekunden mit ber Seilmitte über bie Zweimetergrenze zieht ober bei Abpfiff bie Mittelmarkierung des Taues auf ihrer Seite hat. Im Wehrkampf 3 „M a n n s ch a f t s - F ü n f - lamp f" finb alle wichtigen Erforbemisfe des fol- batischen Einsatzes enthalten. Ein Führer und sieben Männer bilden eine Gemeinschaft. Im KK.-Schießen liegend freihändig stehen jedem Mann einschließlich Probeschießen zwei Minuten zur Verfügung. Beim Weitspringen über einen Graben liegt das Wesentliche nicht daran, daß der Mann 3 m springt, sondern daß er die Scheu vor natürlichen und plötzlich auftretenden Hindernissen augenblicklich überwindet. Beim 200-m-Hindernislauf müssen Balken-, Wand- und Holzstöße bezwungen werden. Der Handgranatenweitwurf mit Anlauf erfordert einen guten Durchschnitt. Jeder Mann hat zwei Würfe. Die 8X75-m-Träger-Penbel-Staffel mit zwei Patronenkästen stellt besonders hohe Anforderungen. Der Mann ist nicht nur durch den Dienstanzug, sondern auch durch die Belastung ber Hände behindert. Im Wehrkampf 4 „Deutscher Wehrmann- s ch a f t s kv m p f", in bem sieben Männer eine Gemeinschaft bilden, finb brei Hebungen im Gelände abzuleisten. Der 20-lcni-Marsch verlangt Ausdauer, Zähigkeit und kameradschaftliche Haltung, während die zwei Orientierungsaufgaben vom Führer der Mannschaft geistige Beweglichkeit erwarten. Ein eingelegtes KK.-Schießen soll die ständige Gefechtsbereitschaft unter Beweis stellen. Die Wehrkampf» bahn muß 5 Minuten nach Ankunft am Ziel des Geländemarsches überwunden werden. Ausdauer, Orientierungssinn, Zielsicherheit, Schnelligkeit unb Härte gegen sich selbst bilden die Voraussetzung für das Bestehen dieses Kampfes. Der Wehrkampf 5 „M annfdjafts-StÄ.» Schießen und Handgranatenziel- unb = weitwurf" vereinigt vier Männer zu einer Mannschaft. Jeder Mann schießt fünf Schuß liegenb freihändig auf 50 m Entfernung. Der Handgranaten- zielwurf erfolgt auf 30 m Entfernung. Im Wehrkampf 6 „lOXHalbrunden - und Hindernis st a f f e l" bilden 10 Männer eine Mannschaft. Von jedem Läufer sind Wand- und Balkenhindernisse zu bezwingen. Nicht die Schnelligkeit allein, sondern bie Gewanbtheit im Angehen unb Nehmen ber Hin- berniffe bringt bie Entscheidung. Die zu diesen Kämpfen antretenden Männer bekunden mit ihrer Teilnahme den entschlossenen Wehrwillen und bie Einsatzbereitschaft der Nation. Die Erhaltung und Festigung der deutschen Wehr- gemeinfchaft ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Beendigung unseres schicksalhaften Ringens. Obersturmbannführer Spanholz. . Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde bes Kreisleiters finbet am Donnerstag, 17. September 1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für bas Landvolk findet am Donnerstag, 17. September 1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstr. 10, statt. x Straßensammlung nur am Samstag und Sonntag. Die erste Reichs-Straßenfammlungbes Kriegs-W.HW. 1942/43 wird am 19. und 20. September von dem NS.-Reichsbund für Leibesübungen durchgeführt. Es wird besonders darauf hingewiefen, daß nur am Samstag unb Sonntag gesammelt werben barf. Gebt alte Kupfer- und Nickelmünzen dem WSW.! Viele unter uns haben es seinerzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben ober gegen kursfähiges Gelb umzu- Schonung. Plötzlich hob er den Kopf und sagte: „Eigentlich dürfte ich gar nicht so glücklich sein." „Warum?" „Denke dir, Boy ist tot! Die Operation kam zu spät. Ich habe ihn nicht mehr retten können. Es waren schreckliche Tage — und Nächte. Es ist niederdrückend, zusehen zu müssen, wie ein junger Mensch,, der am Leben hängt, dahingeht. Er war immerhin mein Stiefsohn, auch wenn wir uns nicht gut verstanden haben. Und mit seinem Sterben hat er vieles gebüßt, — was ist dir, Liebling? Deine Lippen finb plötzlich fo weiß. Ist bir nicht gut?" „Laß nur, cs geht schon vorüber", flüsterte sie mit maskenhaftem Gesicht. Er wartete ein Weilchen, dann berichtete er weiter: „Bevor Boy gestorben ist, hat er mir gebeichtet, daß er es mar, der den Scheck ausgefüllt hat. Jene zweitausend Mark, bu weißt. Er traf zufällig deinen Vetter und bat ihn, das Geld bei ber Bank abzuheben. Franz hat keinerlei Schuld. Ich habe ihm in Gedanken Unrecht getan. Auch dir. Ach, Anna, ich schäme mich, es, zu gestehen. Ich Dummkopf hatte allen Ernstes dich im Verdacht. Ich nahm an, du hättest das Formular ausgeschrieben, weil bu Gelb brauchtest. Kannst bu mir verzeihen? Nie' wieher will ich an dir zweifeln!" Sie strich über seine kratzige Wange und schwieg. Sie konnte jetzt nicht sprechen. Sie mußte erst all dieses Neue verarbeiten. „Du wirst mich milder beurteilen, Annerl, wenn du die Zusammenhänge kennst. Ein paar widrige Umstände fielen zusammen und liehen meinen Verdacht gerechtfertigt erscheinen. Heute sehe ich ein, daß ich ein Narr war. Was hast du in jener Nacht vor acht Tagen eigentlich in meinem Sprechzimmer gewollt?" Anna schrak cmpoi< „Was ich gewollt habe? Schlaftabletten suchte ich. Ich konnte nicht ein- schlafen. Die Purgstaller hat sie mir bann gegeben." „Damit wäre auch dieses geklärt. Die Person sagte nämlich zu mir, sie habe dich mit dem Scheckbuch in der Hand betroffen. Boy gab zu, er habe es bei seiner Flucht aus dem Fenster in ber Eile liegen lassen. Unb bu bist nach ihm gekommen unb hast es weggeräumt, nicht wahr? Jetzt ist mir alles klar. Kannst bu mir vergeben, Anna?" „Ich habe dir nichts zu vergeben, Martin. Was hat dein Stiefsohn sonst noch gesagt?" tauschen. In allen möglichen Behältern, Schubladen und sogar in Geldbörsen sind immer noch derartige Münzen zu finden. Der einzelne kann damit nichts anfangen; in der Masse gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werden. Das Kriegs-Winter Hilfs- werk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei ber Reichs-Straßensamml.ung am kommenden Samstag und Sonntag neben unserer üblichen. Spende in bie Sammelbüchsen her ehrenamtlichen Helfer stecken. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung unb stellen sie in ben Dienst jener Kraft, bie uns den Endsieg sichert. Mit lleberlegung. NSG. Wieviel ^leiß, Können, Wissen und Er- fahruna liegen in der Herstellung eines einwandfreien Gußstuckes, wie überhaupt in jedem Arbeitsprodukt! Das Werkstück, woran der einzelne schafft, ist nicht das Produkt einer kalten und unpersönlichen Menschenarbeit, sondern ein durch lieber« kgung entstandenes Arbeitsergebnis. Viele werden sagen, daß/Arbeitserzeugnisse in der Zeit der Technik und der Maschinen doch nichts mehr vom „Menschen" haben, denn scheinbar ar-» „Nichts von Belang; Wir haben nicht viel miteinander sprechen können. Er war fast immer bewußtlos, wenn er nicht schlief. Einmal.phantasierte er wirres Zeug von einer Lucia, die ich nicht kenne. Ich glaube, daß er sein verpfuschtes Leben aufrichtig bereut hat. Er ist als ein ganz anberer*gc» ftorben. Er tut mir leib. Einen so järnnkerlichen Tod hat er nicht verdient, mag er auch ein Leichtfuß gewesen sein", schloß Brügger nachdenklich. Anna atmete erleichtert auf, wie ein Mensch, ber eine schwere Bürde von sich geworfen hat. Wie seltsam und unerwartet hatte sich doch alles gefügt! Kaspar Fender hatte sie auf dem Totenbett entlastet, hatte gebeichtet und doch kein Wort zuviel gesprochen. Nun war sein Mund stumm für immer. Nie mehr würde sein Schatten durch ihr Leben geistern und ihre kleine Welt bedrängen. Niemand außer ihr wußte um jene Sache, bie Martin nicht erfahren sollte. Sie allein hatte es in der Hand, zu sprechen oder zu schweigen. Sollte sie sprechen? Nein! Wozu ohne Not eine neue Wunde schlagen. Auch die Wahrheitsliebe hatte ihre Grenzen. Sie fühlte sich müde, zerschlagen und troftbe» dürftig wie noch nie. Auch in der Schulter war ein feines, heißes Brennen ... „Du bist so still, Anna?" „Ich dachte nach, Liebster." „Ich will nie wieder schlecht zu dir sein, Anna. Nie wieder an dir zweifeln", beteuerte er. „Ich glaube bir, Martin. Aber bu mußt Gebuld mit mir haben. Es ist ein bißchen viel auf mich eingestürmt in der letzten Zeit. Ich muß erst wieder' ins Geleise kommen. Und denkst du, daß das Schicksal mich jetzt ein wenig in Ruhe läßt?" forschte sie ängstlich. „Bestimmt, Anna. Es gibt so etwas wie ein Gesetz der Serie." „Ich wäre nämlich gern glücklich mit bir, Martin, unb da kann ich bas viele Durcheinander nicht brauchen." „Wir werden glücklich sein, Anna", sagte er zuversichtlich. „Dann ist es gut. Komm, gib mir einen Kuß." Er stand auf und beugte sich über sie. Dann schritt er zum Fenster unb zog ben Vorhang auf. Drüben über dem Neubau funkelte ein Stern, heller unb größer als bie anberen. Sein Leuchten war wie eine tröstliche Verheißung. gjtxfpoit etwas Nähmaschinenöl vor item Rosten. Gießen-Wieseck. Morgen wird unser Mitbürger Wilhelm Schä- fer, Wagnermeister und Landwirt i. R., bei guter Lana-Göns einen schönen Erfolg. Die Mannschaft war der Auswahl in jeder Beziehung überlegen. Wohl leistete Dillenburg in der ersten Halste zähen Widerstand, zumal man auch noch den ersten Treffer erzielt hatte. Aller Eifer nutzte jedoch nichts, um den Vorsprung der Gäste einzuholen. Nach der Pause fielen die Gastgeber imrster meht ab. Verstärkte Abwehr und Schutzpech der Gäste verhinderten eine höhere Niederlage der Bannmannschaft. Friedberg — Mtv. Gietzen 4:6 (3:1). Dieses Treffen brachte einen würdigen Abschlutz der sportlichen Veranstaltung in Friedberg. Beide Mannschaften zeigten ein schnelles und faires Spiel. Schon in der ersten Hälfte waren die Gießener mehr im Angriff als die Friedberger. Trotzdem blieben die Erfolge aus. Diö Gastgeber konnten drei Erfolge anbringen, ehe die Mtv.er einen Gegentreffer erzielten. Nach dem Seitenwechsel klappte das Zusammenspiel der Gießener noch besser. In wenigen Minuten konnten Heiner und Menges den Ausgleich herstellen. Heftige Angriffe der Friedberger scheiterten an der guten Abwehr der Gießener. Nach zwei weiteren Toren der Gäste erlahmte die Widerstandskraft der Platzmannschaft. Die Aufstellung der Gw- Gießener Modellflieger zu Gast beim Vergleichsfliegen desNSIK.-Sturmes 6/75 Wetzlar. Ein erfolgreicher Modellflieger, Wolfgang Hei- s en aus Gießen, der im Jahre 1942 auf dem Reichswettbewerb den 4. Platz belegen konnte,, war züm Vergleichsfliegen auf die „Hohe Warte bei Aßlar geladen worden. @r, startete außer Konkurrenz und erzielte mit seinem Modell die Tages- bestleistung von 14 Minuten 35 Sekunden. Gesamt- sieqer wurde Jg. Kolb (Wetzlar) mit 5 Minuten. Mit dieser Leistung hat W. Heisen sein modell- fliegerisches Können wieder unter Beweis gestellt. Er wird auch am 18. Oktober 'b. I. auf dem Gießener Wettbewerb, der auf den Wiesen hinter dem Gericht stattfindet, am Start sein und voraussichtlich einer der Erfolgreichsten werden. F. ri. Handball. Bann Dillenburg — Lang-Göns 3:15 (1:8>. Das im Rahmen des Kreis-Turn- und Sporttages in Dillenburg ausgetragene Werbespiel brachte Gesundheit 80 Sabre alt Herr Schäser, der lange Jahre dem Aufsichtsrat des Spar- und Vorschuß- Vereins angehörte, erfreut sich in semer Heimat- gemSinde größter Wertschätzung. Wir wünschen dem alten Herrn einen schönen Lebensabend. Gießener Gchlachtviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtvieh-Verteilüngsmarkt) in der Viehversteige- runqshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 bis 45 Rps., Bullen 44 bis 54, Kühe 20 bis 48, Färsen 38 bis 49, Kälber 20 bis 57, Hammel 18 bis 52 Rps. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl <135 bis 149,5 kg 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Markt- verlauf: alles zugeteilt. * ** Ein Verkehrsun fall ereignete sich, wie die Polizeidirektion mitteilt, dieser Tage gegen 22 Uhr in der Ludwigstraße. Dort wurde zwischen den Häusern Nr. 30 und 32 ein Verkehrsteilnehmer von dem Pkw. VN 62582 angefahren. Der bedauernswerte Mann erlitt einen Schädelbruch und Prellungen: seine Aufnahme erfolgte im Evangelischen Schwesternhaus. Ermittlungen sind im Gange. ♦* Margarine für Hederichsamen. Um Hederichsamen in möglichst großem Umfange für die Oelgewinnung zu erfassen, wird für die Ablieferung von Hederichsamen als Prämie Margarine m Hohe von 2 v. H. der abgelieferten Menge gewahrt, also für 100 kg Hederichsomen 2 kg Margarine. Landkreis Gietzen. - Lick 15 Sept. Die Eheleute Georg Karl Lud- Arbeiten. Auch unsrerseits herzliche Glückwünsche. Kreis Alsfeld. * Kambera, 15. Sept. Am letzten Sonntag fand In der finrrooll gefdjmüdten SEhݰ'ne rttohpnPfeier für bte Gefallene nj tun, zu ber die Angehörigen eingeladen waren. Nach der Verlesung von Aussprüchen des Führers trugen Mitglieder der HI. ähnliche Smnspruche vor. Unter den Klängen des Liedes ,Zch hott einen Kameraden" wurden die Namen der Gefallenen Die Ansprache hielt Ortsgruppenleiter Geißer. ureis Lauterbach. LPD. Lauterbach, 15. Sept. In der Kreis- aemeinde Uellershausen bei Schlitz suchte das drei- mhrige Bübchen der Familie L. Sch."i'dt ferne Mutter, die beim Dreschen half, und lief dabei auf der Dorfstraße gegen einen Lastzug. Das Kind geriet unter die Zugmaschine und wurde getötet. Blitzschlag in eine Scheune. LPD. Wetzlar, 15. Sept. In einer der letzten Nächte schlug der B l i tz in das Anwesen eines Land- Wirts in Naunheim und zündle. Eme Scheune, m der Stroh lagerte, ging in Flammen auf Das Feuer breitete sich so rasch aus, daß das Vieh nur mit Mühe gerettet werden konnte. Lener lauteter Becker II; Kirstem, Frey; Lenzt, Bentheim, Schürmann; Mehner, Gerbig, Menges, Hemer, Stübner. Fußball. Leihgestern I — Wieseck I 3:0 (1:0). Wieseck, ipit die stärkste Mannschaft des Kreises Gießen, trat am vergangenen Sonntag dum erjten Derbandsspiel in Leihgestern an und mußte Steg und Punkte in Leihgestern lassen. Das Spiel verlief schnell und fair; auf beiden Seiten wurde hart um den Sieg gekämpft. Wieseck war ein tapferer Verlierer und kämpfte bis zum Schlußpfiff um Verbesserung des Resultats. Bei dem Sieger konnte die gesamte Mannschaft gefallen, m der sich der Mittelläufer Haßler und der erstmals auf halblinks spielende Werner Rühl besonders hervortaten Spielverlauf: Wieseck hatte Anstoß, Leihgestern übernahm gleich das Korpmando und konnte in der 21-Mnutte durch W. Rühl in Führung gehen Obwohl Lech- gestern, bis Halbzeit drückend, überlegen war, verhinderten Latten- und Pfostenschüsse zählbare Tore. Nach Seitenwechsel drückte Wieseck stark, aber Lech- aesterns Hintermannschaft stand eisern. In der Mitte der zweiten Halbzeit stand es dann 2:0. Kurz vor Schluß setzte Funki aus 16 m noch einen Bombenschuß in den Kasten und stellte den 3-0-Sleg für Leihgestern fest. Schiedsrichter Stumpf (Garbenteich) leitete das Spiel vorbildlich und korrekt. Kurze Sportrwtizerr. BestleistungimRasenkraftsport. Der bekannte Marburger Kraftsporller Georg Hermann (ASV. Marburg 1888) stellte bei den Marburger Kreismeisterschaften eine neue deutsche Bestleistung im Rasenkraftsport der Federgewichtsklasse aus. Herrmann kam mit 49,66 m im Hammerwerfen, 17,02 m im Gewichtwerfen und 7,86 m im Stem- stoßen auf insgesamt 235 Punkte. * Einen Weltrekordversuch unternimmt der erfolgreiche Schwede Gunder Haegg am kommenden Sonntag in Göteborg über 5000 m. Arne Andersson will bei der gleichen Veranstaltung den von Rudolf Harbig gehaltenen Weltrekord über 1000 m angreifen. * Die deutsche Fußball°Elf zum Kamps gegen Schweden am Sonntag im Berliner Olympiastadion steht wie folgt: Jahn (Berliner SV. 92); Janes (Hamburger SV.), Miller (LSV. Berlin); Kupfer (Schweinfurt 05), Sold (Tennis-Bor. Berlin), Voigtmann (SC. Planitz) oder Rohde (Tv. Ejms- büttel); Lehner (Schwaben Allgsburg), Decker (Vienna Wien), Walter (1. FC. Kaiserslautern), Sing (Stuttgarter Kickers), Klingler (FV. Daxlanden). beiten in den automatisierten Betrieben doch nur die Maschinen, die Automaten, wahrend der arbeitende Mensch diese Maschinen und diese Automaten lediglich „bedient". Weit gefehlt! Gerade in der Bedienung bzw. Einrichtung der -automattsierten Maschinen liegen — trotz vorhandener Schutzvorrichtungen — dennoch Gefahren, die nur -durch Ueberlegung, und zwar durch scharfe Überlegung, zu umgehen sind. Denken wir nur an die Bedienung der zahlreichen Arbeltsmaschlnen denken wir an die zahlreichen Handgriffe an den Schmiedehämmern, Scheren, Bohrern Drehbänken, Pressen, Stanzen usw., — überall drohen Gefahren und Unfälle, wenn nicht mit Ueberlegung gearbeitet wird. „ , , Also: Wer seine Arbeit ohne Ueberlegung oer= richtet, macht nicht nur Fehler, er gefährdet auch sich selbst und seine Arbeitskameraden. Jeder Ausfall — sowohl an Material wie an Arbeitskraft — chwächt unsere Wehr- und Wirtschaftskraft, abgesehen von den Folgen -für den Betreffenden selbst. Überlegung erspart trübe Erfahrungen und verhütet Unfälle! „ ' Darum: Arbeite mit Ueberlegung! Denn: Sichere Arbeit sichert den Sieg! (Saubere Brenner kochen sparsam. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hmwtschriftleiters: Dr. Hans Thhriot. Verantwortlich, für Politü unb BUder: Dr. Fr.W.Lahge; für das Feutlleton^Dr.Hans Thhriot; fite Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beurl.), "i-B.: Dr. Hans Thhriot. , M m Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lmige K. G. Lerlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hcynann: Anzeigenleiter: HanS BeL Anzeigenpreisliste Nr. 6. Das Gasgerät ist dankbar für jede Pflege; denn nur der saubere Gasbrenner kocht sparsam und nutzt die Heizkraft des Gases richtig aus. Die Seele des Gasherdes ist der Brenner. Erscheint nach dem Anzünden die Kochflamme in einem blau-violetten Flammenmantel mit deutlich abgesetztem grünen Kern, dann ist der Brenner in Ordnung. Verschmutzte, etwa durch übergekochte Speisenreste verstopfte Brennerdeckel lassen die Flamme nur schwach oder schwelend brennen. Die Oeffnungen des Brenners sind dann zum Teil verschlossen. Mitunter haben sich sogar in dem Brennkörper Ruß oder sonstige Schmutzteile festgesetzt. An neuzeitlichen Gasherden kann man die Brenner bequem heraus- nehmen und in warmem Spülwasser abwaschen und abürsten. Man befreie hauptsächlich die Brenneröffnung mit einer scharfen Bürste von allen anhaftenden Schmutzteilen. Die unter dem Brenner liegenden Schutzbleche sollten häufiger abgewischt werden, jbenfalls aber dann, wenn Speisen übergekocht sind. Sie werden am besten mit feuchtem Lappen sauber abgerieben. Auch die Back- und Bratröhre verlangt Pflege. Es genügt hier, da nicht täglich gebrcsten und gebacken wird, sie nach jeder Benutzung gründlich mit Zeitungspapier auszureiben. Haben sich aber stärkere Krusten aus verspritztem Fett und Fleischsaft ober dergleichen gebildet, ist mit etwas heißem Sodawasser gründlich, auszubürsten und mit einem trockenen Lappen auszuwischen. Flecke, die beim Überkochen von sauren Speisen entstanden sind, sollte man nicht lange antrocknen lassen, sondern schnellstens wieder abwischen, da manche schärferen Säuren dem Glanz der Platten abträglid) sind. Blanke Teile schützt tfian durch tr 3 2787 D 27430 « STOFFS PE 2 IALHAU S GIES SEN SS isa 04555 2727 D Aufnahme in die 2511° Kaufgesuche 04551/ Zum 1. Okober oder später 1-2 hübsch möbl.Zimmer von berufstätiger Dame gesucht. Schrift!. Angebote unter 04536 an den Gießener Anzeiger. Sie wissen ja Wir tun unser Bestes! Jo Deutschland und vielen Staaten der Wett cis Hersteller gni ioniaseo äetaaoni; MeineAn-eigen im Gießener Anzeiger werden von Taufenden beachtet und gelesen. Düsseldorf. Zigarrenfabr.sucht geeignete Arbeitsräume auf dem Lande für 30-40 Gefolgschaftsmitglieder. Meisterwohnung erwünscht,doch nicht Bedingung. Sehr.Angeb. unter 2788D an den Gieß. Anzeiger. Gröberer Keller für Einlagerung von Kartoffeln zu mieten gesucht. Werkskttchenverwaltnng der Firma Heyllgenstaedt & Co., Gießen. einjährige Handelsfachklasse Beginn Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32 Ruf 2486. Am 29. August 1942 fand an der Ostfront im Kan>pf für die Zukunft unseres Volkes unser lieber Sohn, Bruder, Enkel, Schwager und Neffe Wolfgang Schonebohm Leutnant und Zugführer in einem Inf.-Regt, im Alter von 18 Jahren den Heldentod. In tiefer Trauer: Studienrat Walther Schonebohm und Frau Elisabeth, geb. Lehmann Leutnant Fritz Karl Schonebohm Burkhard Schonebohm Oberarzt Dr. Karl Hans Osterwald und Frau Irmgard, geb. Schonebohm Oberregierungsbaurat a. D. Paul Lehmann. Gießen, den 16. September 1942. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. ______________________2781D Für die freundlichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unsererVermählung danken wir herzlich Oberwachtmeister Günter Reining und Frau Ursula, geb. Hennig Gießen, im September 1942. Wilhelmstr. 80 AWNiW oder großer Garten, evtl. Grundstück mit Haus zu kaufen oder pachten gesackt. Schrift!. Angeb. unter 04553 an den Gieß. Am. der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, d. 16.9., 19-22.15 Uhr 2.Mittwochmiete u.Halbmiete B Der Troubadour Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Tode meines lieben Mannes, meines treusorgenden Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes. Bruders. Schwagers, Onkels, Neffen und Enkels, Georg Kronenberg, Gefreiter in einem Panzer-Regiment, sagen wir allen herzlichen Dank. Else Kronenberg, Sohn Georg nebst allen Angehörigen. Gießen, den 16. September 1942. Bürohilfe mit, Buchhaltungskenntnissen in Vertrauensstellung gesucht. Schriftliche Angebote unter 04557 an den Gieß. Anzeiger. Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OFEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Ruf 2847—48 _____________ > 2697 DZ Karl Heinz Die glückliche Geburt eines Stammhalters zeigen hocherfreut an Anni Baier, geb. Tempel Karl Baier Gießen (Marktstraße 9), den 15. September 1942. z. Z. Kath. Schwesternhaus ____________________°W62/ Ein- oder zweitüriger SfeiöeifWrant z. kaufen gesucht. 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In tiefer Trauer: Hermann Wagner und Frau Marie, geb. Stumpf Hermann Wagner, Ingrid Wagner und alle Angehörigen. Gießen(Beethovenstr.ll), Augsburg,Heuchelheim, Frankfurt/M., Villingen (Schwarzwald), den 16. September 1942. Von Besuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 04556 frWL. Hart und schwer traf uns die Nach- richt, daß bei den schweren Kämpfen im Osten mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, uuser lieber Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wilhelm Elbrecht Oberschütze in einem Inf.-Regt. (mot.) im 29. Lebensjahre in treuester Pflichterfüllung den Heldentod fand. In tiefer Trauer: , Frau Meta Elbrecht, geb. Reitz und Kinder Marianne und Gertrud nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Kirchvers, Staufenberg, Lohra, Gladenbach, im Felde, Weidenau-Sieg, den 8. September 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei d^m schmerzlichenVerlust durch den Heldentod meines innigstgeliebten Mannes, unseres unvergeßlichen, braven, herzensguten Sohnes, meines lieben Bruders und Schwagers, unseres fieben Enkels, Neffen, Vetters, Schwiegersohnes und Onkels Otto Langsdorf, Gefr. in ein. Inf.-Regt., zugingen, danken wir herzlichst. In tiefem Schmerz: Lotti Langsdorf, geb. Klein 04550 Otto Langsdorf und Frau, und alle Angehörigen. Frankfurt a. M., Gießen (Asterweg 8), 16.9.42. Frauen und Mädchen für leichte Näh-u. Stepparbeit gesucht. Die Einstellg. erfolgt ganze od. evtl, auch halbe Tage ü. d. Arbeitsamt. Vorzustellen vorm. in der Zeit von 9-12 Uhr bei Lehfeldt & Schäfer Liebigstraße 13 '2782 D Hart und schwer traf uns die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß unser guter, hoffnungsvoller, ältester Sohn, unser treuer Bruder, Enkel, Neffe und Pate, unser unvergeßlicher, lieber Walter Dechert Schütze in einer Panzerjäger-Abteilung Inhaber des Verwundetenabzeichens an den Folgen seiner am T»Juni 1942 erlittenen schweren Verwundung in einem Reserve- Lazarett am 11. Sept. 1942, im blühenden Alter von 20 Jahren, für sein Vaterland gestorben ist. bl In tiefem Schmerz: Gastwirt Heinrich Dechert und Frau Natalie, geb.Ernst Margot und Heinz Dechert und alle Angehörigen. Gießen (Neuen Bäue 5), im September 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 17. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. - Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand zu nehmen. Statt Karten! Für die zu unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Herbert Lotzow und Frau Anni, geb. Sommeriad Gießen-Wieseck, im September 1942. __________ _______04558/ Ordentliche Putzfrau für wöchentlich zwei- bis dreimal gesucht. [04533 Alieenstr. 18 I. Suche s. meinen Haushalt Mädchen oder Frau für halbe oder ganze Tage. Frau [ 04*545 Johanna Amvt, Schanzenstr. 6. Stellengesuche! Kaufmännischer Angestellter sucht passenden Witlungstreis in Gießen. Schriftl. Ange^i. unter 04559 an den Gieß. Anz. Jung. Ehepaar sucht möbliertes SMiinmet ebtl. auch Wohnzimmer, i.Gießenod.Lrch. Schriftl. Angeb. unter 04554 an den Gieß. Anz. |Stellenangebote| Keine Ursprünge- eengnisse, 1 andern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbllder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen ! Zwei Damen suchen geeignete MWWeil zur Führung _ ihr. Haushaltes. ■ Schriftl. Angeb. I unter 04489 an I den Gieß. Anz. Danksagung.. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie für die in so reichem Maße zugegangenen Kranz- und Blumenspenden, die uns bei dem Heimgahg meines lieben Mannes, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagers, Onkels u. Paten zu gegangen sind, spreche ich meinen Dank auf diesem Wege aus. Ganz besonders danke ich dem Herrn Dekan Sattler für seine trostreichen Worte, und allen, die unserem lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fran Katharine Becker Wwe., geb. Römer. Gießen-Wieseck, den 14. September 1942. ' 04552 LICHTSPIEL-THEATjEB Gloria-Palast, Seltersweg: GPU. 26a6C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Wiener Geschichten TägL 3,6.15,8, So. 2.30,5,8 Uhr Mädchen oder Frau wöchentlich zweimal zur Hilfe im Haushalt gesucht Prof. Herzog, Friedri chstr. 30 04460 | Mietgesuche"] Aelter. Ehepaar sucht für sofort oder später Z-M.-Wllg. mit Zubehör. Nordvierte' bevorzugt. Schr. 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