Donnerstag, 16. Zull 19^2 VI M'neti St W # $ is Mn "’m kein infolge höherer Gewalt Frmsvrecbanfchluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Plstscheck1168kAranks./M Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8'/-Uhr desBormittags Slnzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rpf. für Familienan- zeigen und vrivate Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Äonatlich.,...RM.L.8O Zustellgebühr... „ -.25 o ch bei Nichterscheinen )i rt einzelnen Nummern !. Jahrgang Ur. 165 ( iicbemt lagtlch, außer ( mntags und feiertags Beilagen: i EeKener ^amilienblätter H imatimBild-DieScholle 1 Bezugsvreis: Gietzener Anzeiger MmeSXu» General-Anzeiger für Oberhessen tä* Zerstörte Rückzugsstraßen Von Kriegsberichter Hans Fritzsche. ragen mit einigen von fetzen hat ein ■?»» dem furchtbaren Schicksal dieser ganz mnrerreMares Band van der Front zur Hei- sel betroffen wurden, dann hat mat. Dieser erste Handgriff ist wie ein stiller Gruß aus Im und H ■gute en* t-enn sich am 17. Juli die deutsche Nation daran ifiUiKrt, daß an diesem Tage v o r h u yd er t Iah- ’Hüertotald ir 'ßolitfl ei bans Biumichm, L Sange 6.1 r. Ham k-i iman der 2 gibt* ppeß* 4 ibra* dflim- en die . „ i muss* treckt» fahrigen Richtern die Handhabe bot, den unbequemen Volksmann in den Kerker zu schicken und ihn für fünf Jahre der politischen Rechte zu berauben. In den letzten zehn Jahren (1897—1907) seiner Tätigkeit als Abgeordneter hatte sich sein Einsluß- gebiet in die Sudetenlande verlagert, wo die alten Deutschliberalen in der Abwehr des von der Regierung begünstigten Tschechentums völlig versagt hatten. Als er sich von seiner parlamentarischen Ar- bekannt: 3m 0 ff en bringen die deutschen und verbündeten Truppen auf der gesamten Angriffsfront rafch vorwärts. Die Nachhuten des Feindes wurden geworfen, teilweise zersprengt oder vernichtet. Schnelle Verbände rieben in rastloser Verfolgung feindliche Kolonnen auf und durchschnitten im Rücken des Feindes dessen Verbindungen nach Osten. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf die feindlichen Rückzugsbewegungen fort. Bei einem nächtlichen Luftangriff gegen Rostow entstanden ausgedehnte Brände in der Stadt und im Bahnhofsgetände. Starke feindliche Angriffe gegen den Brückenkopf Woronesch wurden in harten Kämpfen abgeschlagen und dabei 38 Panzer abgeschossen. Infanterie- und Panzerverbände v e r n i ch t e t en die an den Kameraden Rüstungsarbeiter, Erfinder, In» genieur yni> Organijatöv. Rasch vorwärts aus der gesamten Angriffsfront über, die nicht von L,... ------- - ✓ ■ , , Vernichtung im Kessel betroffen wurden, dann hat man auch nicht den Eindruck einer etwa überragenden Initiative. Ab und an streut bolschewistische (en zu dürfen. Die Soldaten Roosevelts würden sich wundern, wie der Krieg in der Nähe aussieht, hinter im Baum nordwestlich Woronesch eingefrorenen Kräfte und zerstörten hierbei 125 Panzer. 3m mittleren Frontabschnitt scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Nördlich und nordwestlich Drei hat sich die Zahl der durch Heer und Luftwaffe in erfolgreichen Abwehrkämpfen vom 5. bis 13. 3uli vernichteten Pan- •ner eby e aus feil SM )te Ersq ’lltonuifc famw Tießenc besitze? x )cr erfe n. 3n feh )ecker ei-> tung no: etwas bf. oertig U GeitM! mang fei iS weiten vorzüglitz, ’ verdim der, SBeat [e(s, MH. Nach der Schlacht. ibt®*, ilg'.'t tfitt* 8** Ä /» unt^> tag-unC* I o s s ®n die (L ien.kei, 'nen, $ 9Ung w Halle fe. Oie Türkei und Europa. Von Dr. Adolf Halfeld. Auf dem großen Verkehrsmittelpunkt von Pera, hoch über Bosporus und Goldenem Horn, erstand vor wenigen Jahren ein Denkmal der Republik, das unwillkürlich jeden Besucher in seinen Bann zieht. Der Steinschmuck mit seinen zierlichen Arabesken steht in scharfem Gegensatz zum harten Realismus der Figuren, die vor dem Sockel eine fanatisierte Gruppe bilden: Der befrackte Kemal Atatürk inmitten seiner Mitkämpfer und eine türkische Frau — entschleiert — als Helferin im Ringen. Das Denkmal verbindet auf seltsame Weise orientalische Stilmomente mit betonter Nüchternheit. Vor allem aber zeigt es eindrucksvoll den Riesenabstand auf, der das moderne Türkentum vom Reiche der Osmanen trennt, das schließlich erst vor zwei Jahrzehnten I Georg Schönerer in Wien zur Welt kam, so t er dies nicht zuletzt dem ehrenden Gedächtnisse, ihm der Führer in seinem Buche „Mein pf" gewidmet hat. In den Grenzen des ehe- zen Oesterreich ist sein Wirken allerdings nicht essen, hat sein Wirken doch vielen den Weg ge- t, der fie später zu Adolf Hitler führen sollte, st kein Zufall, daß gerade in der Habsburger archie der Gedanke des Volkstums den über jenen des Staates davontrug. Konnte sich Schlachtfeldes zu bemächtigen versuchen unb gegen die mit aller Energie und, wie man sagen darf, mtt Erfolg der Kampf der Aufräumungstrupps geführt wird, damit keine Seuchen entstehen. Wenn die Initiative, die die bolschewistischen Truppen angeblich in der Hand hatten, zu dem Ergebnis führt, daß der Boden des Landes in dieser Weise mit den Leichen seiner Menschen und den Trümmern seines Kriegsmaterials -bedeckt wird, barm kann man diese Initiative nur eine beschrankte Zeit lang fortsetzen. Späht man dann ein paar -tage danach von der jetzigen deutschen Front aus zu den Vorposten der Sowjettruppen yln- . . . » . c ... iL.wXlü t /T f A T ATölöt* Georg Ritter von Schönerer Von Prof. Dr. Wilhelm Bauer (Wien). PK ... Seit Wochen schon ist der vorher so viel genannte Name der Stadt Charkow aus den Meldungen und den Berichten von Moskau und London so gut wie verschwunden. In den bolschewistischen Berichten über die Kämpfe an diesem Frontabschnitt hört man nur noch Namen von Dörfern, die man erst auf der Karte suchen muß sowie dre immer gleichbleibende und ewig wiederkehrende Feststellung: Eine Einschließung von Armeen Timo- chenkos hat nicht stattgefunden, im Gegenteil, die deutschen Truppen seien schwer geschlagen und demoralisiert und hätten ihre gesamte Ausrüstung verloren. Hierzu kann ich nachträglich einen kleinen Beitrag nach eigener Anschauung bieten. Sehen wir einmal die beiden Heere an, soweit wir sie überblicken können. Einen Teil der Armeen Timoschenkos kann man noch heute, Wochen später auf dem riesigen Raum der Kesselschlacht nördlich Charkow eben. Es bieten sich da die unbeschrslblichsten Gegensätze. Wer heute das leicht gewellte, ab und zu von Waldstücken durchbrochene Gelände in der heißen Sonne liegen sieht, der meint von einem entfernten Beobachtungspunkt aus, dag der Friede dort wohl nur vorübergehend gestört war Wer aber hm- einfährt in die Landschaft, der findet, und wenn er hundert oder zweihundert Kilometer kreuz und quer zurücklegt, Bilder des Grauens. o Diele Wochen hindurch arbeiten nun schon zahllose Berqungskommandos an der Sauber u n g des Schlachtfeldes, auf dem mehrere Armeen Timoschenkos m wenigen Tagen zusammen- geschlaqen wurden. Diel länger aber als die Der- nic^unq brauchen die Aufräumungsarbeiten, obwoh wirklich genug Hände zur Verfügung stehen. Es gibt keine Photographie, keinen Film, derdas G r a u e n zu schildern vermöchte, das gerade fetzt über diesen Relt^i einer riesigen Heeresmacht liegt die angetreten war, um die deutsche entscheidend zu durcbbrechen. Gewiß, man sieht im Bilde die Trümmer von Panzern und Kanonen, das Chaos rveg- ims durch und durch Deutschgesinnter mit ganzer veiie einem Staat verschreiben, der seit dem Aus- hLß aus dem Verbände der übrigen deutschen stacken dem Ansturm der zur Mehrheit geworde- •en Slawen nicht mehr standzuhalten vermochte? Illi Schönerer sich 1873 in den österreichischen liemstag wählen ließ, waren knapp sieben Jähre egangen, da Oesterreich nicht meßr dem Deutschen Zchde angehörte, dieser selbst zu Grabe getragen gmöen war. Dafür hatte sich jenseits der schwarz- elten Grenzpfähle etwas anderes vollzogen: die Mrzahl der übrigen Deutschen hatte sich auf den rarzösischen Schlachtfeldern zusammengefunden und ute zu Versailles ein großes und stolzes Reich ge- Midet mit dem Preußenkönig als Kaiser an der 5pi(c. Der Schöpfer dieses Reiches aber, der den )tttschen wieder zu der ihnen gebührenden welt- roitischen Stellung verhalf, war Bismarck. Diese fachen muß man sich vergegenwärtigen, will roli verstehen, wie' es kam, daß Schönerer, dessen N iter übrigens aus dem „Reiche" stammte, von ächn nationalen Erlebnissen nie ganz loskam und ui gar nicht loskommen wollte. Ihre Größe und u e überglänzte ihm alle Schatten, die Bismarcks '8t tik auf das Schicksal der Deutschösterreicher warf. dem ihr Präsident herlief. . Im übrigen haben diese Soldaten in den vergangenen Wochen auch eine ganz große Freude er- lebt Es war die Erfüllung des Versprechens auf n e u e , n o ch b e f s e r e W a f f e n. Man muß einmal erlebt haben, mit welcher Begeisterung neue Kanonen und neue Munition, neue Wagen und neue Maschinenpistolen an der Front begrüßt werden. Wie sich die Nachricht von ihrem Eintreffen herum- spricht! Mit dem ersten Griff, der an der neuen Waffe getan wird, spannt sich ein unsichtbares, aber beit zurückgezogen hatte, ahnte er nicht, daß er noch den Fall des Deutschen Reiches erleben sollte. Als Neunundsiebzigjähriger schloß er am 14. August 1921 die Augen. Seinem Wunsche gemäß fand er auf dem Waldfriedhof im Sachsenwald nahe der Gruft Bismarcks seine letzte Ruhestätte. In dem oft ungezügelten Draufgängertum dieses Kämpfers für Alldeutschland, wie er sich selbst nannte, und ebenso in der kindlichen Demut gegenüber Bismarck zitterte die gleiche Liebe für ein Reich aller Deutschen, dem er einen Reiter wünschte, der „mit seinem Rosse verwachsen wie ein Fels alles Anstürmende zum Scheitern bringen wird". ^ie Aussagen von Gefangenen bestätigen das Bild der tiefen Erschütterung, die die vergebliche Offensive bei den Sowjets ausgelöst haben muß. Es hat sich drüben manches verändert. Wenn früher der Posten eines Kommissars sozusagen den Juden vorbehalten war, so drängt sich heute, wo der Kommissar mit in die Feuerlinie muß, der Jude gar nicht mehr an diese Posten, sondern bevorzugt die Ueberwachung des Nachschubs. Offi- ! ziere der Bolschewisteck sind oft in wenigen Wochen fünfmal befördert worden. Die Masse der Schutzen ist ganz kurz ausgebildet. Lediglich die Angehörigen technischer Waffen machen in Ausbildung, Ausrüstung und Verpflegung eine Ausnahme. Und wie sieht es nun auf deutscher Seite aus, welchen Eindruck macht die Truppe, die nach Moskauer Gerüchten schwer angeschlagen und demoralisiert sein soll, ja deren gesamte Ausrüstung an- geblich verloren ging? Nun, ich bin bei vielen Einheiten dieser Truppe gewesen, und ich habe ausnahmslos unter dem überwältigenden Eindruck einer einfach großartigen Stimmung, Haltung und Kampfkraft gestanden. Wenn diese Truppe bei Beginn der I Schlacht um Charkow nach all den Mühen und Op- Ifern des Winters nicht in dem Gedanken kämpfte, nur den Dreck verteidigen zu müssen, in dem sie -----lag, sondern wenn sie schon damals von der ersten überladen Wrniffaren mit Man brutalen M-th°d°n K"feiS6Cmti7°w°1dTner&ZT*in“s gmfi?rtff^maOp1^f,gefaUfflb™in mich'JmSchutze merkwürdig: mit wievielen Soldaten und osf^ie- SlL Tnt Pin ten gebaut Man grüßt Wunsch riämltd), doch einmal, ein einziges kleines k.s gsB s g jÄ-iÄsa« LL west, als die anderen,, die Infekten, m ] aj 1 | ' . .. . — SoIlbaten Roosevelts wurden sich js war kein fertiges Programm, mit dem der uiye Schönerer auf den politischen Kampfplatz trat. Besitzer eines großen Landgutes trieben ihn Erst landwirtschaftliche Sorgen in die Oeffentlich- 'eit Im Parlament wurde er so recht erst inne, wel- he; Uebergewicht in Staat und Gesellschaft damals len beweglichen Kapital zufiel. Dem stand --'-ch fast die gesamte Presse zu Diensten. Obwohl Hei junge Abgeordnete anfangs wie so viele andere Weit Zeitaeiste des Liberalismus gehuldigt hatte, Kolbe er" durch die Gewalt der Erfahrungen im Mehr mit anderen „Volksvertretern" schrittweise n -as gegnerische Lager gedrängt. Daß das Volks- vor allem am Boden haftet und mit ihm «nvurzelt, von ihm gar nicht zu lösen ist, dps wurde W wohl schon bald zu voller Gewißheit. Dem be- Mclichen Kapital, das zumeist anonym war, ging e- ,iur um möglichst hohe und sichere Verzinsung. Lsanqe das herrschende Regime ihm zu Willen wi gab es sich „patriotisch", wie es morgen der ' i^olution seinen Schutz angedechen ließ. In den Üiiirenben Schichten empfand man es als störend, fea{ der allmählich allem Parteizwang sich entzie- frerne Schönerer ganz unoerhüllt von den Deutschen Del erreich erklärte, sie blickten gerne in das stamm- mvandte Deutschland, und 1878 feststellte, man böi: immer lauter den Ruf: „Wenn wir nur schon tun Deutschen Reich gehörten!" Solche Bekenntnis ■ waren danach angetan, seine Parteifreunde m Br ruf zu bringen, aber darum kümmerte er sich dlii'wenig. Andererseits übte gerade sein unbeirr- baies Losstürmen nicht geringe Anziehungskraft am. Die Jugend, besonders die studierende Jugend, bkc.-isterte sich an dem offenen Auftreten, an der Mrache dieses Mannes, der sich nicht scheute die 2h qe beim wahren Namen zu nennen. Selbst et- lich' Juden, die aus der Kritik, die Schauerer laut ; tmrben ließ, nur das Negative heraushorten, folg- i t:n seiner Spur und haben später so getan, als oo de Sorge um die Industriearbeiter, die aus seinem j Engramm von 1882 (dem sogenannten „Linzer Programm") deutlich genug sprach, allein ihrem An- | (H an den Beratungen zu verdanken sei. !' Um diese Zeit ging über alle deutschen Lande und | Näher hinaus auch über die Nachbarstaaten eme I Klle der Gegenwehr gegen das an Macht und 6-r fluß überhanduehmeude Judentum. In -Byrh I hefte Hofprediger Stoecker die Massen aus ihrer Se^ankenlosigkeit, bot Eugen D ü h r i n g die wi en- sh ftlichen Grundlagen zur !Bekämpfung derjuöi- f6n Rasse, warnte Treitschke vor der semitischen I Unerheblichkeit. Aber von diesen dreien mar nur IWring an den Kern der Frage vorgedrungen. Er j iDLx- in gewissen Grenzen Schopenhauer und Sirjarb Wagner erkannten das schicksalhaft Un- erl-innbare im Wesen des Judentums als solchem Ui) Schönerer? Die Große feiner ß^nghegt h:in, daß er diese Erkenntuisst in p^tlsche Werte I Msetzte. Damit hatte er dem Ringen der Deutschen I im politische Selbstbehauptung und »m das Her- ui recht im eigenen Lande erst Tiefe und Kraft - | h»5en: ©ie Saat, die er dam^s gesät hatte und ft^r , he vorerst W nur in Deutschosterreich volles slii'idnis zu treffen war, sollte erst nach 1918 zu ftitischer Ernte gedeihen. . - -7^..^, Gegenüber Lern Säkularen dieses von s^nschern itefte eingegebenen Einblickes »n den tag von dem nationalen Erbe, das nt unseren tt’rn roUt, mit dem Wesen des Volkstumss tritt das persönliche an Schönerers Leben M dis zweite LiE V Schn eines der bedeutendsten V'°nE des kiisnbchnbaus in deutschen Landen der um ferner ie-dienste willen 1860 geadelt wurde wuchs G-org Silier von Schönerer in gesellschaftliche Verba ll hein, die ihm ein geruhsames Genieß:trieb in fl- ta tet hätten. Er aber opferte seinen Idealen Gellt uti Kraft und Freiheit. Umtost vom SuMter fht- lierenden Jugend, von Bouern, Handwe^ern und laienständigen Kaufleuten als Anwalt wider me liriffe jüdischer Praktiken verehrt, wurde er gwar 10t der liberalen Presse als bloßer RudaupvlU ker I kennzeichnet, schließlich aber von Regierum^I i ^inaftie gefürchtet. Mau war in . 'hi ; ^a-um froh, als er durch sein Einbringen Kiume des „Neuen Diener Tagblattes 1888 w HÄ W» 5. und y überwunden wurde. Die emanzipierte Frau von heute wäre m den Zeiten Abdul Hamids ebensowenig am Platze^ gewesen wie die Plastik überhaupt und wie der Frack als Galakleid des Staatsmanns oder der Zylinderhut als Kopfbedeckung für den altererbten Fes. Auf türkischem Boden wirb man schwerlich die Statue eines Sultans oder bas Ebenbilb eines islamischen Heiligen finden. Die Männer, die einst von der Hohen Pforte aus ihr großes Reich regierten, empfehlen sich der Nachwelt durch die Prachtbauten ihrer Moscheen. Heute gibt es keinen Scheik-il-Jslam i p r auf 446 erhöht. I mehr, der in Konstantinopel das Recht für alle Bei Cuftangriffen auf einen feindlichen JfcgMj im Gebiet von Blurmanf k zahlreiche als Nationalstaat zu verjüngen suchte, Treffer in hallen und zwischen abgestellten Flug- gerabe deshalb mußte sie auf das Kalifat verzichten zeugen erzielt. , ___ auf jene religiöse Einrichtung, die in ihrem Zei- AnderägyplifchenFront wurden im Süd- ^exx eme Fülle verschiedenster Völker nur noch ober- abschnitt starke britische Aufklärungskräfte im An- slächlich in einem Reiche zu vereinigen vermochte, griff geworfen. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Die Gebete werden freilich heute wie vor alters fügten dem Aeinde schwere Verluste zu. Zahlreiche in den Moscheen Stambuls verrichtet, und ,n den Kraftfahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Aus Malta wurden n.mt°rische Anlagen bei I nm deutsche Stützpunkte ab. Tag und Nacht bomvarolert. Man sieht wohl, wie drüben in der feindlichen ßmie ---------- * in einem zerschossenen Hause eine Beobachtungsstelle eingerichtet wird, aber selten nur folgt bei allzu un- vorsichttgen Bewegungen auf unserer Seite der Feuerstoß eines Maschinengewehrs oder der Einzelschuß eines Scharfschützen. Bolschewistische Flieger schleichen sich zwar bei günstiger Bewölkung einmal an deutsche Nachschubstraßen ober Verbindungs- wege heran, lassen einige Bomben fallen und werfen Flugblätter mit der Versicherung ihres Wohl- l wollens für den deutschen Soldaten hinterher. Es kommt wohl auch vor, daß einige Bomben aus ganz großer Höhe herunterfallen. Aber das alles sind keine Zeichen von Initiative, wie man sie etwa nach der gelungenen Lösung einer militärischen Aufgabe Oer Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFührerhauptquartler. 15.3uli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt V weltentrückten Dörfern Anatoliens wird man immer noch erleben, daß die Frauen mit entsetzten Blicken auseinanderstieben, wenn ein Fremder sich in ihre Nähe verirrt. Dennoch wäre es falsch, der Fragestellung nachzugehen: Orient oder Okzident? — Die Republik, die Atatürk begründet hat, bezieht die Eigenart der Rolle, die sie zu versehen hat, aus ihrer geographischen M i t t l e r st e l l u n g zwischen Europa und Asien, und alle Wege zwischen beiden Welten, zu Wasser und zu Lande, kreuzen sich in ihrem Raume. In den Restaurants von Galata und Pera wird man fast so viel Französisch wie Türkisch oder Griechisch sprechen hären. Aber wer sich mit der Eisenbahn nur wenige Stunden vom Bosporus ins Innere Anatoliens begeben hat, dem werden die Unendlichkeit der Steppe, die archaischen Sitten des Landvolkes und die Bescheidenheit der dörflichen Behausung das einzigartige Gefühl vermitteln, daß ein jeder Kilometer ihn ein Stückchen weiter von Europa fortträgt. Die Zwischenstellung Anatoliens hat sich seinem staatlichen Gefüge und seiner außenpolitischen Methodik unverlöschlich eingeprägt. Ein autoritär gelenktes Gebilde mit demokratisch-westlerischer Ge- bärde: Das ist die Republik des Ghasi, die es auch im dritten Jahre eines weltumspannenden Krieges geschickt verstanden hat, im Schwebezustand zwischen gegnerischen Mächtegruppen zu verharren und ungeachtet aller Sympathien für die eine oder andere Seite des Konfliktes realistisch ihre eigensten Interessen wahrzunehmen. Die geistige Wegrichtung der türkischen Revolution — von einer solchen darf im echten Sinne des Wortes gesprochen werden — wurde im wesentlichen durch den Zeitpunkt ihrer Entstehung bestimmt. Versailles erschien ja seinen Zeitgenossen zum mindesten für einen kurzen Augenblick nicht lediglich als machtpolitischer Triumph des Westens — es galt genau so sehr als endgültiger Sieg der liberalen Weltanschauung, als Durchbruch einer Zivilisation, die durch das ausgehende achtzehnte Jahrhundert mit Frankreich und den Vereinigten Staaten als seinen Bannerträgern vorbereitet worden war. Die Angelsachsen aber haben ihren zahlreichen Anhängern in Istanbul und Ankara so manche militärische Enttäuschung bereitet und, was noch schwerer ins 'Gewicht fällt, sie haben durch ihr Bündnis mit den Bolschewisten diesen Tür und Tor in Mittelost geöffnet. Die demokratischen Programmreden in Washington und London können kaum das überragende Faktum aus der Welt schaffen, daß der S o w j e t st a a t der nächste Nachbar Anatoliens ist, und daß der russische Drang zum „warmen" Meere, ob zum Golf von Persien öder durch die Dardanellen; nicht erst seit heute oder gestern, sondern seit Jahrhunderten den Frieden der Türkei umwölkt. Insofern hat der türkische Freundschaftsvertrag mit dem Reiche wenigstens zum Teil die Gleichgewichtslage wiederhergestellt, die in dem Augenblicke auf das schwerste erschüttert wurde, als der britische Bündnispartner Ankaras sich dazu hergab, die bolschewistische Notbremse zu ziehen. Nicht an der bulgarischen Grenze oder auf den Inseln der Aegäis, sondern an den Meerengen, an der anatolischen Schwarzmeerküste und vor allem im Osten Anatoliens fühlten sich die Türken durch den Gang des Krieges bedroht — mit einem Worte: durch die Möglichkeiten sowjetischer Erfolge gegen Deutschland oder eines sowjetischen Verzweiflungsschlages in Mittelost bei weiteren Krafteinbußen der Roten Armee im laufenden Jahre. Der Entschluß des Führers vom 22. Juni 1941 hat die türkische Einstellung zum Kriegsgeschehen, das um alle Grenzen Anatoliens brandet, grundlegend geändert. Damals' erkannte Ankara, daß Deutschland, weit davon entfernt, die Republik der Türken weltpolitisch als Objekt in seinem Spiele eingesetzt zu haben, mit seinem Kampfe gegen den Bolschewismus nicht zuletzt auch der indirekte Beschützer vitalster türkischer Interessen und damit der Meerengen geworden war. Als stärkste aller noch neutralen Mächte fühlte sich die Türkei verpflichtet, von sämtlichen Parteien des Krieges die gleiche Distanz zu halten. Die Gefühle eines Volkes aber unterliegen keiner diplomatischen Kontrolle. Es ist nun einmal Tatsache, daß die soldatische Leistung des Reiches im Osten Europas ein vernehmliches Echo in den Herzen der unverfälschten Bauernrasse Anatoliens findet. Der Kampf Europas gegen den Bolschewismus hat das türkische Volk nicht gleichgültig gelassen, wiewohl die Politik des Landes streng neutral verbleibt und nur den Wunsch kennt, in einer sturmbewegten Welt den Frieden ihrer Grenzen zu erhalten. einer zweiten Front mißglücken wurde. Auch mlli- tärische Kreise in Washington hielten eine unmittelbare Invasion für unbedingt notwendig. Auch die „New York Times" erklärt, daß man endlich aus militärischer Seite eine sofortige Landung m Erwägung ziehen müsse, obwohl die Seetransporte ein fast unlösbares Problem darstellen würden. , In England stellt man sich taub, man will von solchen Abenteuern nichts wissen, wenn auch die Nachrichten aus Moskau von Tag zu -Lag kläglicher werden. Die „Prawda" schreit, das Land sei von ernster, ja von tödlicher Gefahr bedroht und das Blatt der bolschewistischen Armee, der „Rote Stern" stellt fest, die Deutschen marschierten immer weiter gen Osten, es müsse daher etwas getan werden. In einem Leitartikel fordert die „Prawda Die Soldaten auf, zur Rettung der Sowjetunion die Kräfte bis aufs äußerste anzuspannen. „Drohend hängt die Gefahr über dem Vaterland, das euch jetzt zu dem großen Kampf ausruft. Zertrümmert die Kriegsmaschine des Feindes und haltet seinen Vormarsch auf!" Auch in London erfährt man jetzt endlich, wie es tatsächlich mit den Sowjets steht. So erklärte der Kommentator im Londoner Nachrichtendienst Tahoe: Die Bolschewisten haben sich weiterhin in östlicher Richtung zurückgezogen, Gebiet verloren und einen sehr schmalen streifen zum Manövrieren übrig behalten. Im vergangenen Jahr hatten sie mehr Raum zur Bewegung. Die Tiefe des deutschen Vorstoßes ist, wie in London die militärischen Beobachter feststellen, überraschend. In vier Monaten sind die Deutschen auf einer Front von 200 Meilen 100 Meilen ostwärts vorgestoßen. Das ist die gleiche Geschwindigkeit, wie beim Vormarsch im vergangenen Jahr. Auch der UP.-Vertreter der „Ny Tid" in Moskau meldet, daß nun für die ganze Sowjetunion Gefahr im Verzüge ist. Zwar leisteten die bolschewistischen Verteidiger mit ollen Kräften harten Widerstand, aber sie würden noch immer weiter nach Osten gedrängt. Auch der Jude Höre Belisha, der frühere britische Kriegsminister, sieht düster in die Zukunft. Er erklärte in einer Rede in London, die augenblickliche Lage fei ernster als zu irgendeiner anderen Zeit des gegenwärtigen Krieges. „Was ist es für ein trauriger Kommentar zu unseren verpaßten Gelegenheiten", so sagte er, „wenn wir bedenken, daß wir, während die Russen über den Don zurückgedrängt werden, zu Lande nichts unternehmen, was den Druck an der Ostfront erleichtern könnte. Wenn wir nicht drastisch die Mängel in unserer Organisation und unserem Personal beseitigen, werden solche Fälle weiterbestehen, bis es zu spät ist, ein großes Unglück zu vermeiden!" Keine Hilfe für die Sowjets Von unserer Berliner Schriftleitung. Im Londoner Nachrichtendienst hat ein Sprecher versichert: „Im Augenblick gewinnen mir die See- chlacht nicht. Wir können nur hoffen, daß wir stand- halten, aber es ist möglich, daß uns nicht einmal dieses zur Zeit gelingt. Die Schiffsoerluste stellen jetzt das größte Problem für die Produktion dar, und Großbritannien muß sich jetzt aus die Schiffahrt konzentriere n." Nun hat England nie etwas anderes getan, als sich „auf seine Schiffahrt konzentriert", denn die Beherrschung der Meere war für England gleichbedeutend damit, Ueberseebesitz rauben und ganze Völker niederhalten zu können, ohne Blutopfer, wie sie die europäischen Völker im Kampfe um ihre Existenz bringen.mußten. Das Neue ist jetzt, daß diese Konzentrierung auf die Schiffahrt Englands nicht mehr genügt, da unsere U-Boote und unsere Luftwaffe gerade die ehemals weltbeherrschende Schiffahrt Englands in die Verteidigungsstellung gebracht haben. Ziemlich still ist es jetzt mit dem Schrei nach der „zweiten Front" geworden. Wie auf Kommando chweigen jetzt fast alle englischen Blätter über dieses Thema, dessen Widerhaken gerade die englische Presse bei seiner Erörterung genugsam bloßgelegt hatte. Die amerikanischen Zeitungen schreien zwar, die Gefahr für den Bolschewismus sei so groß, daß nur ein gewaltiges Ablenkungsmanöver die totale Offensive Deutschlands abwenden oder zum Halten bringen könnte. „Washington Post" schreibt z. B., wenn die Sowjets jemals eine zweite Front in Europa nötig gehabt hätten, so fei dies mehr denn je jetzt der Fall. Es fei gar nicht mehr möglich, die Gefahr, in der sich der bolschewistische Bundes- aenosse augenblicklich befinde, noch zu übertreiben. Man müsse eingestehen, daß die letzten Ereignisse Timoschenko mit einer totalen Niederlage bedrohten. Man dürfe deshalb nicht davon überrascht ein, wenn die Sowjets ihre Forderung nach der ofortigen Errichtung einer zweiten Landfront in Europa erneuerten und verstärkten. Das Blatt betont jedoch, daß ein solches Unternehmen v o n größten Schwierigkeiten begleitet wäre, andererseits sei aber klar, wenn nichts getan werde, um den ungeheuren auf der Sowjetunion lastenden Druck zu erleichtern, würden sich die Alliierten in kurzer Zeit einer geradezu katastrophalen Lage gegenübersehen. Der Militärsachverständrge von „New York Herold Tribüne" meint, daß die Sowjets, selbst wenn sie die Absicht hätten, im Südabschnitt ihrer Front eine Verteidigungszone mit Bunkern und Minenfeldern zu errichten, um ihren Rückzug dadurch aufzuhalten, dazu nicht in der Lage wären, da ihnen einfach das Material fehle. „New York Sun" setzt sich für eine Landung in Europa um jeden Preis ein, auch wenn dieses Unternehmen der Errichtung Das Eichenlaub an zwei U-Boot-Kommandanten. DRV. Aus demFührerhauplquartier. 15. Iuli. Der Führer verlieh heule den kapltänleut- nanten Rolf Muehelburg und Adalb. Schnee, beide Kommandanten von Unterseebooten, als 104. und 105. Soldaten das Eichenlaub zum Ritterkreuz und sandte an die Veliehenen nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres Helden- haften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Oer Ritterkreuzträger Major Beh gefallen. Berlin, 15. Juli. (DNB.) Ritterkreuzträger Major Betz, Bataillonskommandeur in einem Schützenreqiment, starb am 2. Juli 1942 bei den schweren Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront den Heldentod. Er war am 6. März 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, weil er in einer für die gesamte Abwehrfront seines Korps durch einen Einbruch starker bolschewistischer Kräfte entstandenen bedrohlichen Lage in schneidigem Gegenstoß den weit überlegenen Feind zurückgeworfen und dadurch eine gefährliche Lücke geschlossen hatte. * Wie das Oberkommando der Wehrmacht ferner mitteilt, starb als vorbiDlicher Soldat Oberleutnant Philippi aus einer Infanteriedivision den Hel* dentod. Nachdem er am 5. Juli mit seinem Zug neun feindliche Panzer abgeschossen hatte, fiel er gemeinsam mit der Bedienung einer Panzerabwehrkanone am 6. Juli im Feuerkampf mit drei schweren feindlichen Panzern, von denen er noch einen abschoß. Fünf britische Flugzeuge bei Einflugsversuchen abgeschoffen. Berlin, 15. Juli. )hnen einen Rat geben darf: Ich würde es an Ihrer Stelle einmal mit t r a gl f d) e n Rollen versuchen!" Joseph Lang« Außerdem... Anekdoten um Werner Krauß. Dem Berliner Stäatsschauspieler Werner Krauß, im Reiche durch seine Filmrollen („Zwischen Himmel und Erde", „Annelie", „Robert Koch", „Burg- theater") bekannt, wurde eines Tages nach dec Probe von einem Kollegen eine Zigarre angeboten, die nicht gerade von der besten Sorte war. Nachdem Krauß einige Züge genommen hatte, fragte der Spender, wie ihm die Zigarre schmecke. „Außerdem — zieht jie nicht!" antwortete Krauß nachdenklich. Kopenhagen, 15. Juli. (Europapreß.) den isländischen Wahlen zum Atting . haben kommunistische Bestrebungen verfolgenden Sozia, listen ihre Mandate von drei auf sechs erhöhen können. Während die Sozialdemokraten einige Sitze einbüßten, ist die Bauernpartei, die vorher mit zwei Mandaten vertreten war, aus dem Atting verschwunden. In dänischen Kreisen erblickt man in' Dem Anwachsen der kommunistischen Stimmen den Einfluß der Besetzung Islands durch britische und nordamerikanische Truppen. S^QIS 96 hortet '* La ich ba Das japanische Derwaltungssystem auf den Philippinen. Tokio-, 15.Juli. (Europapreß.) Das in Japan bestehende System der Einteilung m Nachbar, schaftsblocks wird auch auf den Philippinen eingeführt. Den Nachbarschaftsblocks ist auch die Lebensmittelverteilung übertragen. Nach der Besetzung Manilas begann die japanische Militarver, waltung die Verteilung von Reis und anderen Lebensmitteln an die philippinische Bevölkerung zu organisieren. Jeder Block besteht aus 33 Familien mit durchschnittlich etwa 100 Personen. Bisher sind in Manila etwa 700 000 Personen in Nachbarschaftsblocks zusammengefaßt. Die tägliche Reisration ist auf 300 - Gramm pro Person festgesetzt. Das entspricht ungefähr 90 Prozent der in Japan selbst aus- gegebenen Reisration. Oie kommunistischen Mandate auf Island verdoppelt. SÄ ; 6tNe &*! hott Im Deutschen Theater zu Berlin fand die Gene- ralprobe zu dem Schauspiel „Neidhardt von Gnei' senau" von Wolfgang Goetz statt. iw elQ) Alle Mitwirkenden fanden sich zur festgesetzten unb Qet Zeit ein. Nur der Hauptdarsteller fehlte. Er hatte ' noch schnell ein Bad genommen und sich dabei verspätet. Endlich stürzte er atemlos auf die Bühne. „Nanu, wer sind Sie denn?" fragte der dort anwesende, etwas kurzsichtige Autor. „Ein Feldmarschall, der sich gewaschen hat!" antt wartete Werner Krauß: Kleine politische Nachrichten. Der ehemalige USA.-Botschafter in Paris, Bul. litt, der im nordamerikanischen Marineministerium einen Sonderauftrag innehat, traf mit dem Flug- zeug in London ein. Er suchte sogleich den britischen Marineminister Alexander auf, um mit ihm das Tonnageproblem zu besprechen. * Dr. Roberto Ortiz, der frühere Staatspräsident von Argentinien, ist in Buenos Aires an den Folgen einer Influenza verstorben. Wegen eines schweren Augenleidens hatte er im vergangenen Monat die Präsidentschaft niedergelegt. * Auf Einladung des Ehess der rumänischen Staatsjugend traf in Bukarest eine Abordnung der Hitler- Jugend ein. Außer Besichtigungen und Fahrten ist die Teilnahme an einem Lager vorgesehen. * Die vom Einsatz in Lappland zurücktehrendeu Einheiten des Reichsarbeitsdienstes wurden in Dan- zig durch Reichsarbeitsführer Hier! begrüßt. Er sprach ihnen seine besondere Anerkennung aus uni) belohnte die Arbeitsdienstabteilungen durch Ver- leihung eines Fahnenbandes mit der Aufschrift „Lappland 1941/42". * In Posen wurden 866 Erzieher und Jungmannschaften der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten aus allen Gauen Deutschlands zur Landhilfe im Warthegau durch den Inspekteur der Anstalten, Obergruppenführer Heißmeyer, eingewiesen. Aus dem Reich. Gaststättenverpflegung in erster Linie für Berufstätige! Der PolizeipräsidentvonErsurt weist auf eine „Verlagerung der Mahlzeiten der F a m i« lie in den Gaststätten" hin und erklärt, daß das wohl für den einzelnen eine Erleichterung bedeuten möge, sich aber für die Allgemeinheit schädlich auswirken müsse, weil dadurch an der Lenkung des Lebensmittelverbrauchs gerüttelt werde. Der Minderverbrauch in der Familie— so heißt es in der Erklärung des Polizeipräsidenten — führe zu einem Großverbrauch in Öen ©aftftätten und damit zu einer lieb erfüll ung der Lokale; der Essenoerkehr der Berufstätigen, die auf Gaststättenverpflegung angewiesen feien, werde dadurch erheblich gestört. Es dürfte deshalb, so sagt der Polizeipräsident weiter, die Möglichkeit der Erlangung markenfreier Stammgerichte nicht dazu verlocken, die ganze Familie in die Gaststätte zu führen. Um eine ordnungsmäßige Versorgung jener Berufstätigen zu gewährleisten, die auf Gaststätten Verpflegung angewiesen seien, müsse der Mittagsbesuch aller dec gekennzeichneten „Markensparer" und der Nichtberufstätigen auf die Zeit nach 13.30 Uhr „Ich lebe mich so in die von mir bargeftettten Personen ein, daß ich es kaum beschreiben kann. Wenn ich auf der Bühne stehe, vergesse ich alles um uq mich her! Ich sehe dann nur mich selbst und meine gM' Rolle, und alle Zuschauer verschwinden!" -u'Opf'* „Das kann ihnen auch niemand übelnebmenl* dämpfte Krauß hier seinen Redeschwall. [ff. IJ &!«< r> Bit «WÄ KS * * ff# jiW Str W* Kun Pr. )in hohen '.rg der st Msität 2 [tjiir.h.c- M. Wul i fiten, HM u angeboU' war. M e, fragte antworik nur eine Kleinigkeit ist? Kaum einer denkt daran, und vom Morgen bis zum Abend wiederholt der Beamte bittend diese Bestimmung, wobei er auf die vielen Leute hinweist, die vor seinem Schalter der Abfertigung harren. Es fruchtet wenig, immer wieder stößt er auf Unverständnis, manchmal sogar auf Dickfelligkeit. Kann man sich da wundern, wenn der Beamte gelegentlich auch nachdrücklicher wird? Es sind immer nur Kleinigkeiten, die die Verdrießlichkeiten im Alltag erzeugen. Bei dem Postbeamten so gut wie irh Kaufladen, in der Gaststätte wie auf der Eisenbahn, von den vielen anderen Kleinigkeiten gar nicht zu reden, die beispielsweise die Atmosphäre eines ganzen Miethauses vergiften können. Soll man sich nicht dagegen wehren? Es gehört nicht mehr dazu als Rücksichtnahme aufeinander, Beachtung der gegebenen Vorschriften und ein bißchen Selbstdisziplin, um mit solchen Kleinigkeiten fertig zu werden und ihnen die Stacheln zu nehmen. H. W. Sch. llPpihf der % Jen h Oie Haushalthelfenn. Die NS.-Volkswohlfahrt hat den Beruf der Haushalthelferin geschaffen, der im Falle der vorübergehenden zwingenden Abwesenheit der Hausfrau bei Niederkunft, Erkrankung oder Erholungsbedurstig- keit eine wirkliche und wertvolle Hilfe bringen soll. Die Haushalthelferin ist keine Hausangestellte oder Putzfrau, die für einen bestimmten Lohn ihr Arbeitspensum zu erledigen hat, sondern eine bei der NSV. besoldete Kraft, die das umfassende Arbeitsbereich einer Hausfrau und Mutter bestreiten soll, die also eine gründliche Befähigung in Haushalts- und Kinderpflege besitzen muß. Es gehört besondere Begabung dazu, etwa alle 4 Wochen eine pflegerische und erzieherische Arbeit immer wieder in einem neuen Haushalt auszuüben, sich dort einzugewöhnen und das Vertrauen der von der Hausfrau zurückgelassenen Familie zu gewinnen. Die NS.-Frauenschast bildet in besonderen Lehrgängen in einer Schulungsstätte in Bad Kissingen laufend für diesen Beruf geeignete Frauen aus, und es hat sich gezeigt, daß das Verlangen nach einer Haushalthelferin der NSV. immer stärker wird. Frauen, die fick für geeignet halten, einen vorüber- aehend frauenlosen Haushalt ordnungsgemäß zu führen und sich auch der erzieherischen und weltanschaulichen Anforderungen dieses idealen Frauenberufes bewußt sind, die also persönliche Eignung und Verständnis für soziale Arbeit haben, bewerben sich bei ihrer zuständigen NSV.-Kreisamtslei- hing, wo sie bereitwillig über alle Fragen dieses Berufes Aufklärung erhalten. Löscksandlisten sind keine Mülleimer! Die Löschsandbehälter sind an sich fein allzu erfreulicher Anblick, aber wie sehr verschandeln sie erst die Aufgänge und Treppenflure der Hauler, wenn sie zu einem Sammelplatz für Unsauberkeit und Unrat werden. Da findet man z. B. tn ihnen ,6! «J er nach Könisberg berufen. hochschulnachrichlen. £ Der Dozent Dr. med. habil. Gerhard Künts cher, »Wstenzarzt an der Chirurgischen Klinik der Um- ,• । Roersität Kiel, wurde zum außerplanmäßigen Pro- W' icjbr ernannt. Klinischer ist 1900 in Zwickau gell rt we'^fmen. Er habilitierte sich 1935 in Kiel. Sein Spe- r nami ji*biet ist Knochenchirurgie. Er hat einen Hoch- t daß dcj! Miienzmetallsucher erfunden sowie em Verfahren ' dedevtt nnn ©rtnrhorthriirhen entdeckt, schädli! Nein." "Und Sie haben mit Bareiro Beziehungen unterhalten?" „Beziehungen! Beziehunff-n!" Es zuckt und arbeitet auf ihrem Gesicht. „Ich.«laude nicht, daß es das mar, was man in der lunstischen Sprache ,Be- ziehunqen' nennt! Ich habe ihn «ern gehabt - wenn ich es aussprechen muß: ,ch habe ihn « liebt Ich weiß nicht, ob das mehr oder weniger ist, als ,93 C3iet),u Treten • r • u Es tarnt mehr fein, es kann weniger fe>rn Bauer kritzelt auf feinen Papieren, er schreibt nicht, er führt nur kleine kreisende Bewegungen aus, ohne aufzusehen — nur ab und zu blitzt sein Auge unter der gesenkten Stirn hervor. „Sie haben ledenfalls DOn diesen - bleiben wir bei dem Wort Beziehuw gen*, zu Ihrem Mann mcht gesprochen. Und warum nl*®eil '» noch keine Zeit gefunden habe " Keine Zeit? Hören Sie, das ist aber etwas un- wahrscheinlich!" Heber diese Antwort ist Bauer leicht mtI)asf'ningf unwahrscheinlich, das gebe ich zu. Es klingt als ob ich zehn Jahre lang keinen ruhigen Augmbl ck gesunden hatte. Aber ich bin nun wirk, lich sßcht Zchn Jahre - oder acht Jahre lang mit dem Gedanken herumgelausen, daß ich Mann etwas von Herrn Bareiro erzählen will. So . erlegt werden. Sollte diese Maßnahme nicht be- ihfien werden, dann bleibe eben nichts anderes brig, als die Vorweisung des Arbeitsbuches oder i&crer Beschäftigungsausweise bei der Essenabgabe i verlangen, um in e r ft e t Linie die Der- - 31 g u n g der Berufstätigen sicherzustellen, ilkbeitstaguug des Amtes für Erzieher. Hi? Kreisamtsleiter und Mitarbeiter des Amtes ^h-t!'" MELDE FUNOe SOFORT DER ZUSTÄNDIGEN POLIZEIDEHÖROE! Neben dem Brot bildet die Kartoffel die Grundlage unserer Ernährung. Gerade im Kriege kommt es darauf an, alle Schädlings- und Krankheitsverluste bei unseren wichtigsten Feldfrüchten zu verhindern. Im Hinblick auf die Kartoffel gilt das vor allem vom Kartoffelkäfer, auch Kolorado-Käfer genannt, der im vergangenen Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppt wurde, sich besonders stark in Frankreich verbreitete und seit einigen Jahren gelegentlich in einzelnen Gebieten des Westens unseres Reiches auftauchte. Die starke Verbreitung dieses Schädlings in Frankreich ist zurückzufuhren auf die ungenügenden Bekämpfungsmaßnahmen. In Deutschland hatte man dagegen die Gefahr rechtzeitig erkannt und durch den Aufbau des Kartoffelkäferabwehrdienstes des Reichsnährstandes (Heidel- fchlag sorgt. Wir alle kennen solche Situationen. In der Geschäftigkeit des Alltags ergeben sie sich plötzlich, sie verschonen keinen Beruf und kein Gewerbe, keine Dienststelle und feine Veranstaltung. Wir selber sind auch nicht dagegen gefeit, wenn auch jeder sein Augenmerk darauf richtet, beim anderen die Schwäche des Augenblicks festzustellen. Und dabei find es immer nur Kleinigkeiten, die das Gewitter auslösen. Man stelle sich einen Beamten am Post- schalter vor, der den ganzen Tag Zahlungsanweisungen in Empfang nimmt. Zu einer solchen Tätigkeit gehört Ruhe und fein hetzendes Tempo, denn die Gelder, die zu vielen Tausenden über den Zahl- tisch wandern, müssen am Abend auf den Pfennig stimmen. Nun besagt eine Bestimmung, daß die Zahlungsanweisung vor Aufgabe freizumachen ist. Aus der Siadi Gießen. Kleinigkeiten. Es ist ein gerüttelt Maß von Pflichten, das der Alltag für jeden bereit hält. Da ruft die tägliche Arbeit in der Werfstatt oder im Büro, da verlangt der Haushalt unermüdliches Tätigsein, da kommen die vielen zusätzlichen Aufgaben, die auch die Freizeit ausfüllen. Die Anspannung aller Kräfte in dieser Zeit des Krieges ist so umfassend wie niemals zuvor. Daß damit eine starke seelische Beanspruchung parallel läuft, versteht sich von selbst. Wer vom Morgen bis zum Abend an der Maschine steht oder am Schalter seinen Dienst versieht, ruht seine Nerven nicht aus. Jrn Gegenteil, er könnte manchmal aus der Haut fahren, wenn ihm etwas in die Quere kommt, und mitunter verliert er sogar das seelische Gleichgewicht scheinbar ohne jeden Grund. Dann setzt es Redensarten, der Ueberdruck entweicht vernehmlich seinem Gehäuse, es gibt einige ungemütliche Augenblicke, bis schließlich wieder das Gleichmaß der Pflicht für einen normalen Wellen- tragen wurde. Ein nachgelassener Boman von Kurl Kluge. Der Verlag I. Engelhoms Nachf., Stuttgart, tun- Lct das Erscheinen eines nachgelassenen Romanes A Kurt Kluge an, der 1941 während einer Reise r erste Roman Kluges, und in den Jahren 1929 tit 1931, also noch vor „Glockengießer Christoph 8'Rahr" entstanden. ______________ berg, Blumenthalstraße 34) die denkbar großzügigsten Bekämpfungsmaßnahmen veranlaßt. In Anbetracht der außerordentlich regen Der- kehrsverbindungen, die heute mit Frankreich aus militärischen Gründen, infolge des Wirtschaftsverkehrs und des starken Einsatzes französischer Arbeitskräfte in Deutschland bestehen, ist es hm und wieder doch möglich, daß einzelne Kartoffelkäfer eingeschleppt werden. In Anbetracht der außerordentlich starken Vermehrung dieses Schädlings muß daher erneut jeder einzelne Volksgenosse auf» gerufen werden, auf Kartoffelkäfer zu achten und jeden Fund sofort der zuständigen Polizeibehörde zu melden. Dabei ist es wohl unnötig, darauf hinzuweisen, daß durch das Gesetz zum schütz der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen jeder einzelne gesetzlich verpflichtet ist, dieser Pflicht nachzukom- men. In den gefährdeten Gebieten des Westens des Reiches sind gesetzlich festgelegte Suchtage be- stimmt, an denen sämtliche mit Kartoffeln und To- malen bestellte Flächen sorgfältig abgesucht werden Damit jeder diesen Feind unserer Kartoffelkultur erkennen kann, präge sich jeder den nachfolgenden Steckbrief genau ein: Der Kartoffelkäfer ist etwa 1 cm groß; typisch sind seine zehn schwarzen Längs- ftreifen an den blaßgelben Flügeldecken und die V-förmige Zeichnung auf dem Halsschild. Bei schönem Wetter sitzt er auf den Kartoffelblättern, von denen er sich farblich abhebt. Auch die ziegel- oder orangeroten Larven des Käfers, die an den Reihen schwarzer Punkte zu beiden Körperseiten besonders kenntlich sind, heben sich gut vom Kartoffelkraut ab. Schwerer ist schon das Auffinden der gelben Ei- gelege, die an der Unterseite der Blätter abgelegt werden. Aus diesen Eiern schlüpfen nach drei bis sechs Tagen die Larven aus, die binnen 14 Tagen nach dreimaliger Häutung bis zu 1,5 cm herangewachsen sind. Sie gehen dann in den Boden, um sich zu verpuppen. Nach acht weiteren Tagen schlüvft bereits der Käfer, so daß bereits nach durchschnittlich 5 Wochen die neue Generation des Kartoffelkäfers da ist. Die Nachkommenschaft eines einzigen Weibchens kann sich in einem Jahre bis zu 30 Millionen Tieren beziffern. Jeder einzelne von uns weiß, was die Kartoffel für unsere Ernährung bedeutet. Helfe daher jeder mit, mögliche Schäden zu verhüten, er hilft nicht nur der Volksgemeinschaft, sondern auch sich selbst! melgut: Blätter mit Stielen. Brombeerblätter (Kubus fruticosus) frisch und getrocknet. Frisch nur nach besonderer Weisung des Gausachbearbeiters RfH. Am begehrtesten ist reine Blattware, also Einzelblätter mit Stielen. Namentlich frisch abzuliefernde Blätter, die zur Fermentation bestimmt sind, sollen nur in dieser Form geerntet werden. Erdbeerblätter (Fragaria vesca), alle Wald- und Gartenformen. Walderdbeerblätter können mit den Stielen abgeerntet werden. Gartenerdbeerblätter ohne Stiele. Getrennt abliefern. Gänsefingerkraut (Potentilla anserina). Sammelgut: Kraut ohne Wurzel. Quendel oder Feldthymian (Thymus serpyllum). Sammelgut: das blühende Kraut, also ganze oberirdische Pflanzenteil. I aus uiö Aoethe-Medaille. lrch Stil Professor von INieulicz-Radecki 50 Jahre all. Aufschrr 17. Juli vollendet der Direktor der Unioer- Ms-Frauenklinik in Königsberg, Prof. Dr. von Mulicz-Radecki sein 50. Lebensjahr. In Breslau ungmoni. Sohn eines, bekannten Chirurgen geboren, stu- isanftaltaLüerte er in Kiel, Paris, Bonn und Freiburg und idhilfe ib habilitierte sich 1925 in Leipzig für Geburtshilfe taltcn, j unb Gynäkologie. Er siedelte dann nach Berlin über n. urtb wurde dort 1929 a. o. Professor, 193-2 wurde -k wichtig war er mir mm wirtlich nicht! Ich habe ihn einfach vergessen!" Vergessen — bis zu dem Augenblick, wo er wieder auftauchte und anfing, Erpressungen an Ihnen auszuüben." , . , . , _ . . „Erpressungen? Das ist zu viel gesagt. Er hat ich plötzlich wieder gemeldet." „Und das war Ihnen nicht angenehm? „Angenehm? Im Gegenteil, es war mir sehr un» angenehm!" Sie sagte das mit aufrichtiger Entrüstung, als ob sie sich gegen den Vorwurf vertei- ti'gen müßte, daß ihr das angenehm gewesen fein £ÖUSo? Es war Ihnen also sehr unangenehm? Und Sie hätten viel darum gegeben, um ihn loszuwerden?" „Ach ja — es wäre mir lieber gewesen, wenn er ab gereift wäre — am liebsten, wenn er überhaupt drüben geblieben wäre, wenn ich nie wieder etwas von ihm gehört hätte." „ . , Ganz unvermittelt zieht Bauer einen Briefumschlag aus feinen Papieren und legt ihn vor sich hm. „Das ist Ihre Schrift, nicht wahr? Das haben eie geschrieben?" . v , rr m , Wieder steigt ihr das Blut in das blaffe Gesicht. , Mein Gott, hat er noch mehr Briefe von mir ? Sie zuckt die Achseln, wie ein trotzig-verlegenes Kind. „Haben Sie gelesen, was darin steht? Muß das nun auch zu den ,Akten'? Meinetwegen. Es sind nur Albernheiten, die darin stehen, aber nichts, was mich ernsthaft kompromittiert." Bauer hat den Eindruck, daß sie überhaupt noch nicht ganz begriffen hat, um was es sich handelt — einen sehr schwerwiegenden Eindruck „Trotzdem wollten Sie die Briefe sehr gern wieder in Ihren Besitz bringen, nicht wahr? Er steckt den Umschlag sorgfältig wieder weg. Daß er zu seinem großen Bedauern nicht lesen kann, was darin steht oder gestanden hat, teilt er ihr.nicht mit. „Und Bareiro hat zu diesem Zweck nut Ihnen un« ^^Unttrhattdelt? Er hat angeboten, sie mir zurück- Hirtentäschelkraut (Capsella bursa pasto- ris). Sammelgut: Kraut ohne Wurzel. Holunderblüten (Sambucus nigra), eam« melgut: Blütentrauben ahne Zweig- und Blatt- A ck erschachtelhalm oder Zinnkraut (Equisetum arvense). Nur die oberirdischen grünen Teile, keine Teile des schwarzen Wurzelstockes, fein Wald- oder Sumpfschachtelhalm. Spitzwegerich (Plantago lanccolata). Nur grüne Blätter, ohne Blütenftengel. Nicht drucken. Kein Mittlerer oder Breitwegerich. Stiefmütterchenkraut (Viola tricolor). Die ganzen blühenden oberirdischen Pftanzenterle. Die vorwiegend blauviolett blühende Unterart und die vorwiegend gelbblühende getrennt ab liefern. Vogel knöterich (Polygonum aviculare). Das blühende Kraut ohne Wurzeln. R a i n f a r n b I ü t e n (Tanacetum vulgare). Blutendolden ohne Stengel oder die abgestreiften stiel» freien Blütenkörbchen. Rainfarnblätter (Tanacetum vulgare) Die beim Sammeln der Blüten vom Stengel abgeftreif» ten Blätter. (Bedarf beschränkt.) 'S"- st und & uen Kunst und Wissenschaft. 1 .c ' Ach. Rat Professor Dr. Richard Lehmann gestorben. vu| gm hohen Alter von 97 Jahren starb in Mar- ni™i? durg der frühere Ordinarius für Erdkunde an der 'm §luc Diversität Münster, Geh. Regierungsrat Dr. phil., vnhfdK Dr.jur. h. c., Dr. med. h. c. Richard Lehmann. Ge- lW bt: in Neuzelle bei Guben, studierte er in Halle -------. Berlin, promovierte 1869 in Göttingen und Hält sich jemand an diese Bestimmung, obwohl es vandte sich dann dem höheren Schuldienst zu. In ------- ®**••** -«—* bArAM Wäfibflj halle habilitierte er sich 1881 für Erdkunde. Vier k‘" * 3d)re später wurde er a.o. Professor an der damaligen Akademie Münster, wo er 1897 Ordinarius Ede. Aus Gesundheitsrücksichten trat er 1906 in Veh. Rat Professor Dr. Heinrich Ewald Hering, mi Professor für Physiologie an der Universität Ä, feiert am 18. Juli sein goldenes Doktorjubl- läwn. Er promovierte 1892 in Prag. Die Deutsche iJniocrfität Prag, an der Hering von 1900—1913 kehrend-! ds Professor und Vorstand des Instituts für allae- i in Dal nujne und experimentelle Pathologie wirkte, hat ihm jrüfct. d Das Doktordiplom erneuert. Hering ist Träger der ' oor ner fioand tnu"6" siequenzmetaUsucyer erpinoen joanc em iw „Marknagelung" von Knochenbrüchen entdeckt. - Der Dozent für physikalische Chemie Dr. phil. ml. habil. Peter Wulff wurde zum außerplan- ! Eigen Professor an der Universität Frankfurt er- eißt es I mimt. Wulff wurde 1897 in Konstantinopel ge» . führe baren, habilitierte sich 1934 tn München unb liebelte nach Frankfurt über, wo er Leiter der Forschungs- uit> Beratungsstelle für physikalisch-chemische Be- trikbskontrolle und Laboratoriumstechnik war. — l&r o. Professor für öffentliches Recht an der Um- mrsität Heidelberg. Dr. Herbert Krüge r ist an die nih 'Ur irrzieyer idulcil ou i j ) jrranffurt zusammengekommen. Der Stabsleiter des ScS Nietes 13 der Hitler-Jugend, Bannführer M a g - iHa- ian, berichtete über die Erziehungsaufgabe der ^genborganijation, deren vornehmste Aufgabe es J°n Menschen bereitzustellen, die willens und fähig uS eitl m'fr, Führer zu sein. Der GaUamtsleiter des Amtes ' Qu* Dolkswohlfahrt, Kreisleiter Fuchs, kennzeichnete die Mitarbeit des Erziehers als die beste Un- \U lermauerung der NSV.-Arbeit, iensbesondere für iaf Nachwuchsproblem. Der mit der Vertretung des ilmtes für Erzieher beauftragte Kreisleiter Jor - >6\ )an zeichnete in packenden Worten die Stellung lben? ie» deutschen Erziehers im Ringen um Deutschlands Sm; Mcheit, seine hohe Berufung, das deutsche Volk ethJc ;um Nationalsozialismus zu erziehen. Jeder Er- ioe § Hcr nrüsse aus tiefstem Empfinden als überzeug- -er Nationalsozialist bedingungslos zum Führer ste- ina 7 ien. Für ihn gebe es nur eine Befehlsstelle: Den JL ”ei Rührer. So an den großen Aufgaben unserer Zeit m.Ar nitaufbauen fei nicht nur Pflicht und fchönste Auf- , ^abe unserer Erzieherschaft, es gebe auch die innere K Zevißheit, seinem Volke zu dienen. f w d-E- lie d-r * N Fortsetzung. «Nachdruck verboten.) i Bauer gibt daraus keine Antwort. Er blättert in ien Papieren, die vor ihm liegen. „Er sagtjms, iiß Sie etwa um halb sechs an die Theke sekommen fnt) und gefragt haben, ob Herr Bareiro das chaus ^.Und^woher weiß er, daß ich das gewesen bin? lie Röte aus ihrem Gesicht vertrest sich „Sie hatten schon einmal tn der Hotelhalle eme Zusammenkunft mit Herrn Bareiro Herr Barero sät damals mehrere der Angestellten ^raus aus mrksam gemacht, daß er Frau Albrecht Etermck irwartet." .. „ t „Das finde ich ziemlich indiskret von ihm, sag iimela verärgert. ,Es stimmt also?" .Wenn Sie das wissen müssen -- ia, es- mmmt. -„Sie geben also zu, den Kaufmann Fernando bareiro gekannt zu hoben?" ,3a, ich kenne ihn — ich habe auch nie ein Ge- hemnis daraus gemacht." .. „Es ist Ihnen wohl auch bekannt, daß man ihn Io: aufgefunden hat?" ,Nein!" Irmela fährt auf, es ist em ehrliche ersetzen in ihren weit geöffneten Augen, sie ringt noch Atem. „Das ist doch nicht möglich — oas ^Fast hätte sie es in ihrem Erschrecken besorge» Üchen: „Das habe ich nur nicht gewünscht Sl dcikt es, ganz klar und deutlich, er ist tot, bas isi eine Lösung, aber mein Wunsch, nein, mein Wunsch Bist das nicht gewesen. M , - c, „Jawohl. Es besteht sogar der Verdacht, daß er ermordet worden ist." häufige Reinigung verlorengegangenen zum Auf- füllen des alten Bestandes zu erhalten. Auch aus diesem Grunde sollte man die Löschsandkisten frei von jeglicher Beschmutzung halten. Nur so ist Ge- währ gegeben, daß im Ernstfälle der Löschsand vorschriftsmäßig zur Stelle ist. Pilzmahlzeiten in bunter Folge. Eine beliebte Verwendung von Pilzen ist das ge- mischte Pilzgemüse, wobei mit den Pilzen auch an« bete Gemüse mit zubereitet werden, z. B. Kohlrabi, Möhren, Gurken und Tomaten. Zu beachten ist da- bei, baß einige dieser Gemüse wegen der verschiebe- nen Garzeit im voraus gekocht werden müssen. Bei Gurken und Tomaten wird auch gern eine Pilzfulle aus Mehlteig hergestellt. Krautwickel mit Pilzfullung ergeben ebenfalls einen aromatischen Geschmack. Da die Pilze ein kräftiges Aroma haben, können sie zugeben. Ich habe nicht danach gefragt. Ich wußte ja gar nicht, daß er sie aufbewahrt hatte." „Er hat sie Ihnen angeboten? Zu welchen Be- dingungen?" „Er hat keine Bedingungen gestellt? „Er hat sie Ihnen ausgehändigt — zum minbe- sten teilweise — könnte ich sie wohl sehen?" * „Leider nein. Ich habe sie sofort vernichtet. „Das ist allerdings — sehr schade." ,Hch habe es auch schon bereut. Es war sicher eine Dummheit." Es ist die Wahrheit, daß sie es bereut hat. Sie hätte -sie Albrecht zeigen müssen. Er hätte sich selbst überzeugen können, was für Belang- losigkeiten darin standen — nun mußte er sich auf ihr Wort verlassen. Bauer widerspricht nicht, aber er bestätigt ihr auch nicht, baß es eine Dummheit war. Er zuckt die Achseln, und sein Gesicht kann ebensogut Wider- spruch wie Bestättgung ausdrücken sollen. „Er hat nichts dafür gefordert? Es war nur eine Aufmerksamkeit von ihm? Also waren seine Dermö- qensverhältnisse sicher sehr geordnet?" „Das glaube ich nicht. Geordnet? Das weiß ich nicht. Aber keineswegs glänzend. Er ist hergekom- men, um eine Stellung zu suchen. Nein — ich hatte nicht das Gefühl, daß es ihm gut geht." „Und deshalb haben Sie ihm einen Scheck gegeben?" „Einen — Scheck?" „Ja. Am siebenundzwanzigsten des vorigen Monats Am achtundzwanzigsten ist er bei Ihrer Bank eingelöst worden. Durch Herrn Bareiro persönlich." „Also das wissen Sie auch schon?" Sie ist offenbar peinlich berührt. . . „Ja. Es ist nebenbeigefagt die einzige Bankver- binbung, bis Herr Bareiro besaß. Er hatte hier nir- gends ein Konto, ach, dürfte ich vielleicht eben die Eintragung in Ihrem Scheckbuch sehen?" „Wenn Sie bas für nötig halten — gewiß! Achselzuckend steht sie auf und holt das Scheckbuch — es ist etwas Geringschätziges in der Bewegung, mit der sie es auf den Tisch fallen läßt. (Forts, folgt.) leicht mit sämtlichen Nährmitteln, mit Graupen, Flocken, Reis, Nudeln usw. zusammen zubereitet werden. Dieses geschieht in Form eines Eintopfes oder als Auflauf oder Bratling. Auch in Eierkuchen und Strudelteig schmecken die Pilze vorzüglich. Für Salate und selbst für Brotaufstrich wird gern die eine oder andere Pilzart verwendet. Hierbei ist besonders darauf zu achten, daß die zubereitete Menge aufgegessen wird, denn die gewärmten Pilze oder solche, die längere Zeit stehen, können leicht Magenbeschwerden Hervorrufen, die denen einer Vergiftung sehr ähnlich sind. Daß nur einwandfreie Pilze verwendet werden dürfen, ist eine Selbstverständlichkeit, und daß nur Pilze gekocht werden, die man zweifellos als ungiftig kennt, ist eine der wichtigsten Forderungen, wenn man sich nicht durch Pilzvergiftung in Lebensgefahr bringen will. Zweifelhafte Pilze sind vor der Zubereitung auszulesen, denn im Kochtopf gibt es kein Erkennungsmerkmal mehr, auch nicht den schwarz angelaufenen Löffel oder die schwarz werdende mitgekochte Zwiebel, wie immer noch behauptet wird. Zulassungsmarke für die 1000-Gramm-Feldpostpäckchen. Wie schon gemeldet, darf an Soldaten mit Feldpostnummer monatlich ein Päckchen bis zum Gewicht von 1000 Gramm geschickt werden. Es werden jedoch nur solche Päckchen angenommen, auf die der Absender eine Zulassungsmarke geklebt hat, die ihm aus dem Felde zugesandt worden ist. (Scherl-Bilder- dienst-M.) Oie Verwendung von Wildfrüchten. Mehr denn je sind wir darauf bedacht, alle Schätze, die die Natur uns schenkt, zu verwerten. Dazu gehören nicht nur unsere Gartenfrüchte, die wir in pfleglicher Betreuung unserer Gärten alljährlich ernten, sondern auch die Früchte des Waldes, die an vielen Stellen unserer engeren und weiteren Heimat zu finden sind. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und andere mehr spendet uns der Wald, wir müssen uns diese Schätze nur nutzbar machen. Möglichkeiten gibt es da viele, neben der Frischverwertung gilt auch der Haltbarmachung un- . sere Sorge, denn die Vorsorge für den Winter ist den Hausfrauen eine wichtige Aufgabe. Die Verwendung der Waldhimbeeren ist die gleiche wie die der Gartenhimbeeren und bei den Haus- fiauen wohl allgemein bekannt. - Als weitere Wildfrucht denken wir an die Heidelbeeren, die wir gerne frisch gezuckert als Beilage zu Flammeri oder mit Milch als Kaltschale oder auch als Pfannkucheneinlage verwenden. Auch zu Suppe und Kompott werden sie gerne verwandt, wie auch der Heidelbeerkuchen lecker mundet, der als Hefeteig eine Auflage von frischen, gut gewaschenen und abgetropften Heidelbeeren erhält. Zum Haltbarmachen werden die Heidelbeeren vielfach in Flasechn eingemacht. Die verlesenen, gewaschenen Heidelbeeren werden an der Seite des Herdes im eigenen Saft unter gelegentlichem Umrühren zum Kochen gebracht, heiß in vorbereitete Flaschen gefüllt und sofort mit Korken oder Gummikappen geschlossen. Sie lassen sich jedoch auch sehr gut auf dem Wege des Dampfentsaftens verarbeiten, dabei benötigt man auf 2 Kilogramm Heidelbeeren 100 Erbschaftssteuer und Testament. Ein bedeutsames Urteil des Michsfinanzhofs. Es kommt im Leben oft vor, daß errichtete Testamente sich nachträglich als nichtig erweisen. In der Mehrzahl dieser Fälle werden aber solche nichtigen Testamente von den Erben dann doch erfüllt. Das wichtigste Beispiel hierfür ist der Fall, daß ein Vater die Mutter als Vorerbin einsetzen will, damit sie von den Kindern nach seinem Tode nicht abhängig ist. Bei der Testamentseröffnung zeigt sich dann oft, daß der Vater das Testament nicht in der richtigen Form errichtet hat. Alle Beteiligten sind sich aber im klaren darüber, was er wollte, und sie sind auch gewillt, der Mutter das gesamte Erbe zu überlassen. Das nichtige Testament wird also von den Erben trotz der Nichtigkeit erfüllt. Wie sieht nun die Sache von der Seite der Erbschaftssteuer aus? Mit dieser Frage hatte sich der Reichsfinanzhof im Frühjahr dieses Jahres zu befassen (Urteil vom 5. März 1942 Ille 37/41), abgedruckt im Reichssteuerblott Nr. 48. Der Erblasser war Weinhändler und hatte drei erwachsene Töchter, die gut verheiratet waren. Die Weinhandlung, die die Erbschaft darstellte, sollte die Mutter als Alleinerbin ohne jede Auflage erhalten. Das Testament erwies sich als nichtig, wurde aber von den Erben erfüllt, indem die Töchter ein „Erbüberein- kommen" schloffen, demzufolge die Witwe den gesamten Nachlaß mit allen Aktiven und Passiven übernahm; die Töchter erhielten von der Witwe eine Abfindung von je 10 000 RM. als Dorempfang auf die künftige Erbschaft nach chrem Ableben. Das Finanzamt sah in diesem Uebereinkommen eine Schenkung, soweit die Witwe mehr erwarb, als ihr nach ihrem gesetzlichen Erbanteil zustand, und veranlagte sie insoweit zur Schenkungssteuer, die bei dem Objekt rund 7500 RM. ausmachte. Der Reichsfinanzhof gab der Rechtsbeschwerde der Erben statt, nachdem die Vorinstanzen die Veranlagung des Finanzamts gebilligt hatten. Der Reichsfinanzhof führt aus, daß nur dann eine Steuer zu erheben gewesen wäre, wenn sie auch bei Gülttgkeit der Verfügung des Erblassers zu entrichten gewesen wäre. Dieser Grundsatz ist in £ p Abi z des Steueranpaisungsgesetzes. niedergelegt, wonach die Nichtigkeit eines Rechtsgeschäfts wegen Formmangels insoweit für die Besteuerung bedeutungslos ist, als die Beteiligten dos wirtschaftliche Ergebnis des Rechtsgeschäfts eintreten und bestehen lassen. Es kommt also bei sormungultigen Testa- menten darauf an, wie die Beteiligten den letzten Willen des Erblassers wirtschaftlich tatsächlich durchgeführt haben. Wenn in vorliegendem Falle der Erblasser — wie auch durch Zeugenvernehmung erwiesen wurde — seinen letzten Willen dahm erklärt hat, daß die Witwe Alleinerbm sein solle, so bedeutet das Erbübereinkommen tatsächlich die Erfüllung dieses letzten Willens mit der Folge, daß der — rechtsförmlich erst durch das Erbübereinkonu men bewirkte — Gesamtanfall an die Witwe nach § 17a Erbschaftssteuergesetz erbschaftssteuerfrei ist. Daneben ist infolgedessen für eine Schenkungssteuer auf die Zuwendung durch dieses Uebereinkommen kein Raum mehr. Wenn die Erben in dem Erbübereinkommen zusätzlich eine Abfindung von je 10 000 RM. an die Töchter vereinbart haben, so darf nach der ganzen Sachlage ohne Zwang angenommen werden, daß sie auch damit dem letzten Willen des Erblassers entsprachen und jedenfalls nicht gegen ihn gehandelt haben. Diese Zuweisungen an die Töchter halten sich im Rahmen der Freigrenzen nach § 17b Erbschaftssteuergesetz. Auch für sie entfiel deshalb die Erbschaftssteuer. Gramm Zucker. Auch zum Trocknen eignen sich Heidelbeeren, dafür werden die Heidelbeeren sorg- fälttg verlesen, kurz gewaschen, dann läßt man sie am besten an der Sonne etwas welk werden und trocknet sie im Herd oder an der Luft auf Horden fertig. Brombeeren können auf die verschiedenste Art haltbar gemacht werden; sie lassen sich vermosten, i**o dampfentsaften, wozu ebenfalls 100 Gramm Zucker auf 2 Kilogramm Brombeeren gerechnet werd em Brombeersaft ohne Zucker gewinnt man auf folgende Art: Nachdem die reifen, aber nicht überreifen Brombeeren gewaschen und gut abgetropft sind, werdest sie mit einer Holzkelle leicht zerdrückt. Dann erhitzt man sie ohne Wasser langsam, bis sie viel Saft gezogen haben, und läßt den Saft durch einen Beutel, ohne zu pressen, ablaufen. Der klare Safi wird in gereinigte Flaschen gefüllt, diese werden verkorkt und im Wasserbad 15 Minuten gekocht, wobei die Flaschen sich nicht berühren dürfen. Zu diesem Zweck gibt man Zeitungspapier, Holzwolle oder ähnliches zwischen die Maschen. Beim Kochen im Wasserbad ist es Meckmäßig, die verkorkten Flaschen mit Bindfaden kreuzweis zu über- binüen, um ein Heraustreiben der Korken zu vermeiden. Nach dem Erkalten werden die Flaschen verlackt. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n , 16. Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Kartoffeln, neue, kg 12^, Wirsing, grün, 15 bis 17, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 22, Gelbe Rüben, Bd. 15, Römischkohl 13, Bohnen, grün, 50 bis 65, Erbsen 24, Tomaten 35, Zwiebeln, Bund 130, Kirschen 49, Blumenkohl 50, Salat 5 bis 10, Rettich 5 bis 10 Rpf. Verdunkelungszeit: 16. Juli von 22.38 bis 4.49 Uhr. *♦ Das Gaudiplom für hervorragende Leistungen. Die Betriebsgemeinschaft des Filialbetriebs A l t e n v e r s der Firma Joh. Balth. Noll in Gießen hat auch in diesem Jahre wieder das Gaudiplom für hervorragende Leistungen erhalten. Es ist das die vierte Verleihung dieser Auszeichnung. ** Der Lageplan als Lebensretter. Als vorsorgliche Menschen haben wir alle nur möglichen Fälle in unser Denken und Handeln einzubeziehen. Für den Fall, daß der Luftschutzraum von Haustrümmern verschüttet sein sollte, sind neben dem Notauslaß und den Mauerdurchbrüchen Maßnahmen angeordnet, die jeder kennen muß und die einen genauen Lageplan für jedes Wohngebäude fordern. Wo dieser Lageplan fehlt, ist ein Rettungswerk von außen erschwert. lieber alle Einzelheiten dieser wichtigen Maßnahme unterrichtet das neueste Heft der ,/Sirene", der großen illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbun!des. Schiebergeschäsie mit Autoreifen. Zuchthaus und Gewerbeverbot für einen unzuverlässigen Burschen. Lpd. Darmstadt, 14. Juli. Gewerbliche Unzuverlässigkeit und handwerkliche Unzulänglichkeit kennzeichneten schon seit Jahren das Geschäftsgebaren des Kraftfahrzeugmeisters Wilhelm N e u r o t h in Darmstadt, der bis Anfang 1942 eine Autofahrschule und eine Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt betrieb und in diesem Zusammenhang auch mit gebrauchten Kraftfahrzeugen und Altbereifungen handelte. Ohne zum Handel mit Kraffahrzeug- reifen von der zuständigen Ueberwachungsstelle zugelassen AU sein, hat er von Kriegsbeginn bis November 1941 fortlaufend Reifengeschäfte gemacht, lose Reifen verkauft, andere von Gebrauchsfahrzeugen abmontiert oder durch Austausch für die zum Berkaus gebrachten Astwagen verwendet. Die Schie. I bergeschäfte in Altreifen wurden ohne Rücksicht auf I die behördlichen Besschlagnahmeverfügungen und I Anmeldevorschriften unter Umgebung des Bezug- I scheinzwanges unternommen. Bei Betriebsdurch- fuchungen im Jahre 1941 konnten außer den bereits verkauften Bereifungen noch ungefähr 100 lose oder auf Fahrgestelle montierte, bis zuletzt hartnäckig verheimlichte Reifen ermittelt und sichergestellt werden. Bei dem rechtswidrigen Verkauf der losen Reifen wurden z. T. nicht unerhebliche Ueberpreise genommen. , . . . J Ebensolche Preisverstöße lagen auch im Handel Neuroths mit gebrauchten Kraftfahrzeugen vor, die meist in bedenklicher Nähe der Verschrottungsquali- töt nach Vornahme völlig unwirtschaftlicher und minderwertiger Reparaturen zu Preisen an den Mann gebracht wurden, die gegenüber den Anordnungen für Verbraucherpreise und Handelsspannen im Geschäftsverkehr mit gebrauchten Kraftfahrzeugen willkürlich und in der Regel erheblich übersetzt waren. . ] Neuroth hatte sich wegen dieser kriegswirtschast- lichen Verfehlungen und Preisverstöße vor dem Sondergericht in Darmstadt zu verantworten und wurde unter Berücksichtigung zahlreicher Vorstrafen und seines in jeder Richtung undisziplinierten und undurchsichtigen Geschäftsgebarens wegen fortge- fetzten Verbrechens im Sinne der Kriegswirtschafts- Verordnung und der Preisstrafrechts-Verordnung in Tateinheit mit Zuwiderhandlung gegen die Ver- brauchsregelungsstraf-Derordnung, die Warenver, kehrs-Verordnung und das Reichsleistungsgesetz, sowie wegen Betrugs zu 3 Jahren Zuchthaus und 1500 RM. Geldstrafe verurteilt. Die beschlagnahmten Kraftfahrzeugreifen wurden eingezogen. Da der Angeklagte nach dem Gesamteindruck seiner händlerischen und handwerklichen Tätigkeit einer weiteren selbständigen gewerblichen Berufsausübung unwürdig erschien, wurde zum Schutz der Allgemeinheit gegen Geschäftsbetriebe dieser Art schließlich auch ein fünfjähriges Gewerbeverbot ausgesprochen, G. A.-Eport. Bannausgleichskampf im Gingen und Gewichtheben. Arn Samstagabend findet in der Turnhalle der Langemarck-Schule ein Bannoergleichskampf dev Banne Gießen (116) und Hanau (98) statt. Dieser Vergleichskampf dient in erster Linie dazu, die Mannschaften beider Banne für die Rundenkämpfe um die Gebietsmeisterschaft für Mannschaften im Gebiet Hessen-Nassau vorzubereiten. Im Ringen werden die 116er schwere Arbeit zu leisten haben, A wenn sie einen Sieg erringen wollen. Folgende H Mannschaft wird den Kampf'bestreiten: In der Klasse bis 80 Pfü. H. Schneider, 19/116, bis 90 Pfd. E. Pansch, Fnl. 19/116, bis 100 Pfd. H. Althaus, Mot. 1/116, bis HO Pfd. F. Freund, Mot. 1/116, bis 120 Pfd. W. Otto, Mot. 1/116, bis 130 Pfd. W. Kensler, Marine 1/116, bis 140 Pfd. P. Hatz Gef. 1/116, über 140 Pfd. O. Fischer Mot. j 1/116. Im Gewichtheben haben die 116er mehr Siegesaussichten, trotzdem in Gießen auf Könner wie Ge- bietsmeister Adolf Müller verzichtet werden muß, In der Hebermannschaft werden nachstehende Jgg. I ihr Können beweisen: In der Klasse bis 100 Pfd. H. Althaus Mot. 1/116, dis HO Pfd. W. Otto, Mot. 1/116, bis 120 Pfd. O. Grötzfch Marine 1/116, bis 130 Pfd. W. Kensler, Marine 1/116, bis 140 Pfd. I G. Kley Flg. 1/116, über 140 Pfd. P. Fischer, Ma- rine 1/116. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotj für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumj^in. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenletter: Hans Beck. Anzetgenpreisliste Nr. 6. Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls einSäum- niszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden mutz: 2203C 1. Grundsteuervorauszahlung 1942 4. Rate 2. Kanal-Müllabfuhr- und Straßenreinigungs- aebühren 1942 2. Ziel 3. Beitrag zur Handwerkskammer 1942. Gießen, den 15. Juli 1942. Der Oberbürgermeister (Stadtkasse). Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden, insbesondere der Firma Poppe & Cie., Gießen, nebst Gefolgschaft, und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Keusch, Leihgestern, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Frau Katharine Schwarzhaupt und Tochter Gertrud. Watzenborn-Steinberg, den 16. Juli 1942. ________ 03389 Freibankverkauf am 17. Juli 1942: 2204A von 8- 9 Uhr Nr. 1371-1420 von 9-10 Uhr Nr. 1421-1470 von 10-11 Uhr Nr. 1471-1520 von 11-12 Uhr Nr. 1521-1570 am 18. Juli 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 1571-1620 von 9-10 UbrNr. 1621-1670 von 10-11 Uhr Nr. 1671-1720 Fleischbrühe! Stadt. Schlachthof, Gießen. ZIGARREN ZIGARETTEN RAUCHTABAKE Überlieferung, ie reife Leistung | Verkäufe | Länlerscliweine 60—80pfündige hat noch abzu- geben 03384 Ernst Mandler, Heuchelheim, RodheimerStr.2 Mehrere Fuhren Mist sofort billig zu verkaufen. 2208D A. Lnncker Svedition Erlengasse. | Kaufgesuche | Ginfamilien- Aus 4—6 Zimmer, Heiz. u. Garten, bis 50 Mille, zu taufen gesucht. Schr. Zlng. mit. 02989 a.d.G.A. Gebrauchtes Paddelboot Ul kaufen gesucht. Auf Wunsch kann Schifserklavier itt Tausch gegeb. werden. Schriftl. Angeb. u. 03381 an den Gieß. Anz. 51 Die Dose stets im Schatten aufbewahren, damit die Creme nicht weich wird und ausläuft. Die ersten Sonnenbäder nicht zu lange aus» dehnen. Augen durch gefärbte Brille oder Schirm schützen I Ihre Vermählung geben bekannt Werner Caspar Baumann Oberleutnant Hildegard Baumann geb. Jung Marburg Gießen Wernerwall 53 Juli 1942 k 03393/ -----s-—.. ■ Ihre am 11. Juli 1942 Klavier z. kaufen gesucht. «. Ebert Klaviermacher Bleichstr.l7.i42?v 1 Kleinmotorrad z.kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03394 an den Gieß. Anz. Gutgehende Taschenuhr z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03383 an den Gieß. Anz. I Verschiedenes | Radio Gleichstrom gegen Wechselstrom zu tauschen gesucht. 03378 Kunz Bleichstraße 29. Neues Roöio-W Wechselstrom m. Plattenspieler geg. neue Küche Wohn-o. Schlafzimmer zu tauschen gesucht^od. auch zu verkauf. Anzusehen ab ab 18 Uhr 03398 Schrankenwärter- hans zwischen Großen - Linden und Lang-Göns, Nähe Lochmühle Mchvevterlungr Am Freitag, 17. Juli 1942, werden beliefert: Von So. Fischh. Cuxhaven . die Nr. 1-270 Von Fa. A. Koch Nacht, die Nr. 5181-5480 Von Fa. 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