492. Jahrgang Nr. 88 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen: Gietzener r>amilienLlät1er Heimat inlBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k Frankf./M. DoMerstag,t6. April \%2 Gietzener Anzeiger vrühlscheUniverfitStrdnttkerri8.La»ge General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen, Schulstratze 7-9 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschluss eMxngenstaff el B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25*7« mehr Was ist m Voll unserem nn z (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockh olm, Mitte April 1942. Es ist zweifellos etwas stiller geworden um Alaska. Die USA.-Presse veröffentlicht nicht mehr spaltenlange Aufsätze über die strategischen Möglichkeiten dieses „Bollwerks", von dem noch im Oktober 1941, also wenige Monate vor Ausbruch des Strieges im Pazifik, ein amerikanischer Journalist, der eine große Rundreise durch Alaska gemacht hatte, sagte, daß es vier Faktoren seien, die Alaska strategisch so wertvoll machten: 1. seien es nur 710 Meilen von der zu Alaska gehörenden Insel Attu bis zur nördlichsten Spitze des japanischen Territoriums; 2. seien es nur 500 Meilen von der Insel Attu nach Kamtschatka; 3. sei die Entfernung von Neuyork nach Tokio über Alaska um 4000 Meilen geringer als über San Franzisko und Hawai, und 4. böte Alaska für die Vereinigten Staaten, die sich verpflichtet hätten, der Sowjetunion Kriegsmaterial zu liefern, die kürzeste und sicherste Luft Verbindung mit der Sowjetunion. Vom strategischen Standpunkt aus springe in allererster Linie die Tatsache in die Augen, daß Alaska eine ganz hervorragende Position innehabe, von der aus Luft- und Seestreitkräfte „vorteilhaft" gegen das asiatische Festland operieren könnten. Alle diese Erwägungen waren allerdings mit dem Blick auf den anderen und längeren Arm der „transpazifischen Zange" gegen Japan gemacht, -nämlich den, der Über Hawai, die Wake- und Guam-Infeln nach den Philippinen führte und :m ersten Ansturm der Japaner gegen den Erdrosse- lungsoersuch der USA. zerschmettert wurde! Welche Folgen das in strategischer Hinsicht für die USA. hatte, haben wir an dem Siegeszug der Japaner beobachten können. Selbstverständlich ist Alaska durch diese Tatsachen nicht völlig entwertet worden, und hin und wieder kann man auch heute noch japanische Presseäußerungen lesen, aus denen hervorgeht, daß die verantwortlichen japanischen Militärs ein sehr aufmerksames Auge auf diesen Hebel haben, der mit Hilfe der Inselkette der Aläuten in sehr bedrohliche Nähe des japanischen Insel- reiches kommt. Zweifellos war es ein glänzendes Geschäft, als der USA.-Staatsfekretär Seward 1867 Alaska für 7,2 Millionen Dollar von Rußland kaufte, denn feit dieser Zeit haben die USA. aus dem Lande allein an Rohstoffen, Fischen und anderen Produkten für über 2 Milliarden Dollar geholt. Der rein wirtschaftliche Wext Alaskas ist gar nicht hoch genug zu veranschlagen. Das einzige wesentliche Zinn- Vorkommen auf nordamerikanischem Gebiet liegt an der Küste der Beringsee, dort wo sich Alaska und Sibirien am nächsten kommen. Außer Zinn kommen noch Kupfer, An'timon, Platin und viele andere Metalle auf Alaska vor, deren Ergiebigkeit zum Teil erst oberflächlich wissenschafttich erforscht wurde. Ebenso wichtig dürste aber das Oelfeld von Point Barrow sein, über dessen Reichhaltigkeit man auch nur Vermutungen anstellen kann, das aber immerhin eine so lohnende Ausbeute versprechen dürste, daß es vor Jahren schon von der Regierung als „Flottenreserve" erklärt wurde. Da die USA. von den Rohstoffoorkommen im pazifischen Raum, vor allem von denjenigen Niederländisch- Jndiens und der Malaien-Halbinsel durch den Siegeszug der Japaner abgeschnitten find, steigt der Wert dieses mit Schätzen aller Art gesegneten Landes von Jahr zu Jahr. Außerdem find die Klimaverhältnisse in Alaska durchaus andere, als selbst von den meisten Amerikanern angenommen wird. Der kurze, aber sehr heiße Sommer erlaubt einen ergiebigen A ck e r b a u. Es können Roggen, Weizen, Hafer und Gerste angebaut werden, ferner Früchte und Gemüse aller Art, so daß nach zuverlässigen Schätzungen dieses Gebiet, das mit feinen 1,5 Millionen qkm genau den doppelten Raum wie Skandinavien einnimmt, rund 15 bis 18 Millionen ernähren kann, während die Bevölkerung Alaskas heute sage und schreibe — rund 73 000 Menschen beträgt, während Skandinavien immerhin etwa 9 Millionen Menschen beherbergt. Alaska ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein Zukunftsland mit Möglichkeiten, die erst heute teilweise bekannt find, was vor allem in bezug auf die Reichhaltigkeit der verschiedenen Rohstoffe zutrifft. Seine strategische Lage wird auch weiterhin von den Japanern Aufmerksamkeit erfordern, wenn auch die bombastischen Zukunftsräume vor Ausbruch des Krieges im Pazifik, in denen vor allem die nordamerikanische Presse schwelgte, zum großen Teil auf Voraussetzungen aufgebaut waren, die heute nicht mehr zutreffen. Die nordamerika- nische Kriegsflotte ist durch die Katastrophe im Perlenhafen von Hawai für lange Zeit hinaus zu Offensivhandlungen unfähig geworden. Die Lage Alaskas fordert nun allerdings geradezu heraus, das Land als riesigen Flug st ützp unkt auszubauen. Zweifellos haben die Pankees in dieser Beziehung sehr viel Arbeit geleistet. In den Jahren von 1939 bis 1941 sind rund 133 Millionen Dollar für die Verteidigung Alaskas und den Ausbau der Stützpunkte bereitgestellt worden, inzwischen dürften Investitionen für einige weitere hundert Millionen Dollar gefolgt fein — gewiß keine große Beträge im Rahmen des Milliardenrausches der nordamerikanifchen Aufrüstung. Aber in Sitka, Fairbanks, Kodiak und besonders in Dutch Harbour wird seit Jahren mit großen Änstrengungen gerüstet, werden vor allem die Flugbasen und Marinestützpunkte immer weiter ausgebaut. Gerade den Flugstützpunkten auf Alaska schenkt man in Washington größte Aufmerksamkeit, da dieses Zukunftsland durchaus nicht fo am Ende der Welt liegt, wie es auf manchen Atlanten und Globeiz erscheint. Von Fairbanks nach Neuyork find es beispielsweise 5216 km, vom gleichen Punkt .-Berichterstatter. ' nach London nur 6752 km und nach Tokio 5610 km, während die Entfernung nach Los Angelos 3936 km und nach Manila 8560 km beträgt. Schon aus diesen wenigen Zahlenangaben geht die „zentrale" Lage Alaskas hervor, wenn man Begriffe des zukünftigen Weltluftverkehrs in Betracht zieht. Diese Lage hat selbstverständlich auch ihre hohe strategische Bedeutung, zumal der seit langem gehegte Plan, von Seattle in den USA. an der kanadischen Küste entlang die sogenannte 3600 km lange Alaska-Straße nach Fairbanks zu bauen, heute in den USA. aus dem Stadium der Berechnungen heraus fein dürfte. Man darf allerdings nie vergessen, daß alle diese Pläne, Träume und zum Teil bereits verwirklichten Projekte von einer weltpolitischen Konstellation ausgingen, die heute eben durch die militärischen Erfolge Japans ein gänzlich anderes Aussehen erhalten haben. Die transpazifische Zange der USA. hatte vor allem das Funktionieren des zweiten Armes, der über Hawai bis zu den Philippinen führte, als selbstverständliche Voraussetzung und alle Berechnungen gingen von der ebenso selbstverständlichen Annahme aus, daß nicht die Mächte des Dreierpaktes bei einer künftigen weltweiten Aus- Oie Ursachen der fri in Os Lissabon, 15. April. (Europapreß.) Nicht zahlenmäßig überlegene Menschenmassen, auch nicht der Mangel an Waffen bei den Alliierten haben zu der katastrophalen Niederlage der Alliierten in Ma- laya und Java und in ganz Ostasien geführt, stellt Sir Keith Murdoch, der bekannte australische Zeitungsbesitzer, in der „Daily Mail" fest. An der Alliiertenniederlage war ausschließlich die japanische Luftüberlegenheit und die bessere Vorbildung der Japaner für den Dschungelkrieg schuld. „Die Alliierten machten verzweifelte Versuche und setzten Elitetruppen ein", so schreibt Murdoch, „aber das war alles vergeblich. Die japanischen Verluste waren leicht, die der Alliierten bisweilen erschütternd. General Vernon, sagte, daß die Japaner zur Eroberung von Malaya und Singapur nicht, mehr als drei Diviflonen einsetzten, während britische Beobachter von vier Divisionen sprechen und von einer fünften der kaiserlichen Garde, die zum Sturm auf Singapur angesetzt wurde. Wie immer es gewesen fein möge, eine zahlenmäßige lieber» legenheit der Japaner bestand zu Beginn des Kampfes nicht, ebenso wenig wie die Japaner besser ausgerüstet waren. Im Gegenteil, die alliierten Truppen verfügten über hervorragende Waffen mit Ausnahme von Tankabwehraeschützen, während die Japaner mehr leichte Maschinengewehre und Flammenwerfer besaßen und sich mit dem Material, das sie von den britischen Truppen eroberten, den Vormarsch bahnten. Die britische Niederlage ist einzig und allein auf.die fehlende Kenntnis der englischen Militärs im Dschungelkrieg sowie die fehlende Luftwaffe zurückzuführen. Anfangs hatten die Alliierten nur veraltete Flugzeuge gegen die 500 bis 600 Maschinen, die die japanische Luftwaffe einsetzte. Als die Hurricanes kamen, fehlte es an Piloten, und die Verluste waren ungeheuer. Nachdem die Piloten später hinzukamen, war es bereits zu spät. „Wenn Australien gerettet werden soll", so stellt der Artikel fest, „bann muß es genügend Flugzeuge erhalten, denn ein Kampf ohne entsprechende Luftverteidigung ist reiner Selbstmord." „Jetzt, und nicht Oie Dringlichkeit de Barcelona, 16. April. (DNB. Funkspruch.) Der Neuyorker Korrespondent des Blattes „Dan- guardia" hebt hervor, daß man in den USA. nicht mehr wie noch vor wenigen Monaten davon spreche, man könne ruhig „ein paar Jahre warte n". Man habe erkannt, daß die Entscheidung in diesem Jahre fallen müsse. Das sei auch der Grund, warum General Marsh al, der amerikanische Generalstabschef, nach London entsandt worden fei. Auf der gleichen Ebene liege die Erklärung des Leiters der nordamerikanischen Rüstungsproduktion, Donald Nelson, der dieser Tage darauf verwies, man brauche jetzt und nicht in einem Jahre Schiffe. Ein Schiff, das jetzt vom Stapel laufe, fei mehr wert als zehn Schiffe im nächsten Jahre. Der Mangel an Schiffsraum fei die entscheidende Frage. Die Verbündeten hätten ihre Schlachten vor allem wegen des Mangels an TransportmSglich- keiten verloren, die militärische Zukunft der demokratischen Mächte hänge von den Neubauten der Werften ab und von besseren Abwehrmaßregeln gegen die immer mehr zunehmende U-Boots-Gesahr. Die Nachschubkrisis. Mailand, 15. April. Zu den Erfolgen der deutschen und der italienischen U-Bootwafse schreibt „Popolo d'Jtalia", die beiden vom Meer umgebenen angelsächsischen Staaten seien in passiver Hinsicht in einer idealen Lage, in offensiver und aktiv- defensiver Hinsicht jedoch stark im Nachteil, denn nach den Verlusten ihrer kontinentalen Verbündeten hätten sich d i e Seewege zur Aufrechterhaltung ihrer strategischen Verbindungen mit ihren Bundesgenossen, der Sowjetunion und Tschung- king-Chma, immer mehr verlängert. So betrage der Weg von Neuyork nach Archangelsk einandersetzung mit den Demokratien die Initiative in der Hand halten würden, sondern Englands Blockadekrieg und Nordamerikas Eingreifen sowohl Deutschland und Italien erdrosseln, wie Japan zur Kapitulation zwingen würden. Das ist wesentlich anders gekommen, und damit hängt alles, was im Zusammenhang mit Alaska geplant wurde, heute für die USA. als weit vorgeschobener Außenposten sehr gefährlich in der Schwebe. Denn die lieber» legenheit sowohl auf dem Wasser wie in der Lust ist heute ganz zweifellos bei Japan. Das haben die USA.-Militärs bereits mehrfach zugegeben, und damit hat auch Alaska strategisch nicht mehr den Wert, den es in der ursprünglichen Konzeption haben sollte. Das hindert selbstverständlich die Amerikaner nicht, Alaska weiter als Machtfaktor ersten Ranges auszufpielen, wie es auf der anderen Seite Japan zwingt, diesem nördlichen Pfeil der USA., der direkt auf das Jnfelreich zielt, erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und sich der Nähe Dutch Harbours bewußt zu bleiben. Das strategische Schwergewicht ruht — vorläufig wenigstens — aber im Indischen Ozean und um Australien, ohne daß die UWl. bislang in der Lage gewesen wären, so wie sie es vor dem Kriege immer wieder in langen Erörterungen der Presse betonten, mit Hilfe Alaskas den Pazifik bis zum Panamakanal zu beherrschen. Es fehlen die Philippinen und es fehlen vor allem die Flotteneinheiten, die heute zertrümmert auf dem Meeresgrund liegen... Das Geheimnis der japanischen Erfolge. Tokio, 15. April. (Europapreß.) Japans große und rasche Erfolge auf allen Kriegsschauplätzen sind zum großen Teil der Verwendung motorisierter Truppen un£> moderner Was- fen zuzuschreiben, erklärte Major Mu.rai vom kaiserlichen Hauptquartier in einer RundfunkaUrsprache. Er unterstrich besonders die durch die Panzer und Luftwaffe ermöglichte Konzentrierung großer Stampftraft in den Händen verhältnismäßig kleiner Zahlen von Soldaten. Dies sei auch besonders wichtig angesichts der hohen Beanspruchung von .Arbeitskräften an der Kriegsindusttie. Murai vertrat den Standpunkt, daß schon heute Maschinen die Rolle des Pferdes in den Armeen zum größten Teil übernommen haben und in Zukunft den Kern der Kampfkraft bilden wurden. Deshalb fei eine weitgehende vormilitärische technische Aus- bÜbung wünschenswert. Beispielsweise sei Voraussetzung, daß alle Rekruten, welche für motorisierte Formationen oder für die Panzerwaffe bestimmt seien, beim Eintritt in das Heer in der Lage sein müßten, Kraftwagen zu steuern und zu reparieren. Bereits im Vorjahr habe das Unterrichtsministerium praktische technische Kurse eingerichtet. Britische Unterlegenheit auch in Burma Stockholm, 16.April. (DNB. Funkspruch.) In einer Reutermeldung heißt es: „Die Lage in Burma mit unverdientem Optimismus zu betrachten, käme einer Flucht vor der Wirklichkeit gleich. Wieder einmal ist es die alte Geschichte: Nicht genug Flugzeuge, Geschütze und Panzer. Man kann von den Truppen nicht erwarten, daß sie Wunder verrichten, wenn sie zahlenmäßig unterlegen sind und wenig Unterstützung aus der Lust und durch Artillerie erhalten." in einem Zahr!" r Schiffsraumfrage. oder nach Suez 9700 Kilometer, nach dem Persischen Golf 20 000 Kilometer Schiffahrtsstraßen, die heute von den See- und Luftstreitkräften der Achse und Japans in steigendem Maße bedroht würden. Da die Kampfkraft der angelsächsischen Landstreitkräfte von der Regelmäßigkeit der Seeoerbindungen abhänge, befänden sich die Vereinigten Staaten und England durch den Verlust von bereits 19 Millionen Tonnen in einer Nachschubkrise, was die Staaten des Dreimächtepaktes nicht zu befürchten hätten. Auf die Dauer würden die Angelsachsen daher den Krieg verlieren, bei dem sie ihre Hoffnungen gerade auf ihre Stärke zur See gesetzt hätten. Oie Kehler der britischen Kolonialpolitik Genf, 16. April. (DNB. Funkspruch.) Der „Manchester Guardian" beschäftigt sich mit der Frage, warum die malayische Bevölkerung beim Zusammenbruch der britischen Verteidigung teilnahmslos zugesehen habe, und warum die Bewohner von Burma die Japaner bei ihrem Einmarsch freudig begrüßten. Die Folgerungen, die England aus diesem raschen Abfall der Eingeborenenbevvlke- rung ziehen müsse, sind nach Ansicht des „Manchester Guardian" um so schwerwiegender, als sie nicht nur Indien, sondern den gesamten britischen Kolonialbesitz berühren. Das Blatt wendet sich daher scharf gegen die kolonialpolitifchen Methoden in Kenya (Ostafrika), wo man ausgerechnet in diesem Augenblick die Zwangsarbeit Der Eingeborenen für private Farmer eingeführt habe. Das Blatt schreibt: „Die Wahrheit ist, daß die wehrlosen Eingeborenen des britischen Empire moralisch den gleichen Anspruch auf Schutz haben wie der britische Bürger zu Hause. Aber das bri- ttjche Volk hat dies nicht einiebeu wol° Zehn Jahre NSV. Politische Kämpfe bis zum Brudermord, bitteres Elend von nahezu fieben Millionen Arbeitslosen und ihren Familien, Verwahrlosung einer Jugend, die nicht den Segen straffer, geordneter Arbeit kennen lernen durfte — das war das Gesicht des Deut, scheu Reiches in jenen lagen, als die ersten Aeuße- rungen nationalsozialistischer Volkswohlfahrtspslege (damals noch beschränkt auf Unterstützung der kämpfenden Bewegung) sich durchzusetzen begann. Sie erforderte Mut und Einsatzbereitschaft in einer Zeit, in der jedes Bekenntnis zum Nationalsozialismus eine Welle von Hohn und Verachtung heroor- rief, ja auch den Verlust von Arbeit und Brot oft genug brachte. Eine Hauptaufgabe in diesen von schwersten politischen Kämpfen erschütterten Jahren war die Auf« rechterhaltung der Verpflegungs- und llnterfunfts« Möglichkeiten für die SA. Diese S A. - K ü ch e n und SA.-Heime, meist mit bescheidensten Mitteln errichtet und unter großen Opfern der Parteigenossenschaft und der NS.-Frauenschaft unterhalten, waren oft der einzige wirtschaftliche Rückhalt der erwebslosen SA.-Männer, die um üjrer Treue zum Führer willen, nicht nur brotlos geworden mären, sondern häufig auch von den eigenen Familien verstoßen wurden. Ihnen Heim und Küchen ihres SA.-Sturmes zu erhalten, war eine Ehrenpflicht. 3n den Notwintern vor der Machtergreifung wurde auch die erste N S. - W i n t e r h i l f e durchgeführt, die vor allem in Speisungen und Unterstützungen der notleidenden Anhänger der Bewegung bestand. Mittagstische und Unterkünfte wurden eingerichtet, Nähstuben und Kleiderkammern errichtet. Im übrigen sind fast alle Arbeitsgebiete, die heute das Wesen der NS.-Volkswohlfahrt ausmachen, in ihrer Entwicklung bis in jene Zeit zurückzuverfolgen, als noch, ohne den Namen einer „NS.- Volkswohlfahrt", doch schon in ihrem Geiste Selbsthilfe in allen Formen wohlfahrtspflegerischen Wirkens geleistet wurde. Familien standen sich gegenseitig bei; Frauen halfen einander; wirtschaftlich Bessergestellte übernahmen Patenschaften bei Kin^ bern hilfsbedürftiger Kameraden; Kinderspeifungen wurden durchgeführt: manche Ortsgruppen mit viel erwerbstätigen Müttern schufen sich einen eigenen Kindergarten; für gesundheitlich verelendete Kinder wurden bei gleichgesinnten Familien auf dem Lande Gaststellen geworben ... In der Erkenntnis der Notwendigkeit einer stärkeren Einschaltung von Nationalsozialisten in die öffentliche Wohlfahrtspflege erfolgte dann der nächste Schritt. Er wurde von geschichtlicher Bedeutung durch Aufnahme der jungen Organisation in die freie Wohlfahrtspflege. Die Arbeitsgemeinschaft der NS.-Volkswohlfahrt wurde in das Vereinsregister eingetragen. Ein formaler aber wichtiger Akt. Damit war der 18. April 1932 in der Reichshauptstadt, zugleich für das Reichsgebiet, wo überall schon tatkräftig gearbeitet worden war, Zum Geburtstag der größten Wohlfahrtsorgani- fation der Welt geworden. Allerdings waren die Aussichten für den jungen Verein zunächst keineswegs rosig. Zwar wurde bereits mit der Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter für die öffentliche Wohlfahrtspflege begonnen und überall fing die Organisation an, in den Ortsgruppen festen Fuß zu fassen, aber trotz der persönlichen großen Opfer der zumeist brotlos gewordenen Mitarbeiter gab es immer wieder Rückschläge. Dazu kamen die rein technischen Schwierigkeiten der äußeren Arbeitsbedingungen. Doch was kümmerte die ersten Mitarbeiter ein l e n.N Es fei kaum jemals der Versuch unternommen worden, den tiefen Lebensstandard des Eingeborenen auch nur im geringsten zu heben. Britische Piraterie. M a d r i d, 15. April. (DNB.) Die spanische Presse berichtet über die unerhörte Behandlung, die der deutsche Botschafter Freiherr von Thermo n n auf der Uebersahrt von Argentinien nach Portugal durch die Engländer erfuhr. Das spanische Schiff, mit dem der Botschafter reifte, wurde von englischen Hilfskreuzern angehalten und gezwungen, den westafrikanischen Hafen Bathurst anzulaufen. Dort wurden der deutsche Bot-, schafter und feine Frau von den Engländern untersucht und beraubt, obwohl er mündlich und schriftlich Dagegen protestierte und auf die völkerrechtlich gültigen Abmachungen zwischen Deutschland und England verwies. Im Verlaufe dieser Untersuchung wurden dem deutschen Botschafter 2 0 0 0 0 Dollar entwendet. Es wurde ihm nicht gestattet, bei der Durchsuchung seines Gepäcks anwesend zu sein, aus dem ihm gleichfalls von den Engländern zahlreiche Gegenstände, besonders Wäsche, Kleidung, Schuhe und Wertsachen in einem Gesamtwert von etwa 10 000 RM. gestohlen wurden. Regierungsumbildung in Frankreich. Berlin, 15. April. (DNB.) Meldungen aus Vichy besagen, daß Marschall P e t a i n und Pierre Laval eine Regierungsneubildung beschlossen haben. Die neue französische Regierung, die voraussichtlich Pierre Laval als Regierungschef und Admiral Darlan als Oberbefehlshaber- der Wehrmacht haben wird, soll in Kürze vor die Oeffentlichkeit treten. * Durch ein von dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Admiral Darlan und dem Justiz.minister Barthelemy unterzeichnetes Gesetz wird der Prozeß von Riom gegen die Verantwortlichen der Niederlage — wie schon kurz gemeldet — bis auf weiteres eingestellt. Der Oberste Gerichtshof wird feine Untersuchung ergänzen, um alle Verantwortlichkeiten, die vom Friedens- zum Kriegszustand geführt haben, nachzuforschen und zu beurteilen. Damit ist gleichzeitig die Frage nach der Verantwortung am Kriege gestellt. Deutsche Erfolge trotz schlechter Wetterlage. Berlin, 15. April. (DNB.) Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, fanden auf der Krim und im gesamten Süd ab schnitt der Ostfront am 14.4. bei strichweise anhaltenden Regenfällen keine nennenswerten Kampfhandlungen statt. Auch im mittleren Frontabschnitt ließ die Kampftätigkeit nach. Nur vereinzelt führten die Bolschewisten vergebliche Angriffe durch. So griff der Feind in dem Gefechtsstreifen einer deutschen Infanteriedivision sechsmal hintereinander an. Doch alle Vorstöße wurden unter hohen blutigen Verlusten für den Feind abgewiesen, wobei es zu erbitterten Nahkämpfen kam. Erneute Bereitstellungen des Gegners zum Angriff wurden durch Artillerie zerschlagen und mehrere feindliche Panzer abgeschossen. Bei einem weiteren Angriff versuchten sich die Bolschewisten unter dem Schutz starken MG.-Feuers durch das völlig aufgeweichte morastige Gelände vorzuarbeiten. Auch diese Vorstöße blieben im Abwehrfeuer und im Schlamm stecken. Trotz ungünstiger Witterungs- und Geländeverhältnisse konnten die deutschen Truppen den Feind zurückwerfen. Verzweifelte Versuche, das deutsche Vordringen aufzuhalten, brachen zusammen. Eine Infanteriedivision aus den Donaugauen und eine sächsisch-sudetendeutsche Panzerdivision habe die Bolschewisten im Laufe der letzten Wochen um mehr als 40 km zurückgeworfen. Durch meterhohe Schneeverwehungen, gegen schneidenden Wind, in eisiiger Kälte arbeiteten sich Infanterie, Panzer und Artillerie immer wieder vorwärts und stürmten eineK feindliche Stellung nach der anderen. Bereitstellungen bolschewistischer Divisionen wurden in erbitterten, oft tagelang hin- und herwogenden Kämpfen zerschlagen. Die gewonnenen Stellungen wurden gegen zahlreiche Angriffe des Gegners gehalten. Der Wehrmachibericht. DNB. Aus dem Führerhaupkquartier, 15. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Off en ließ die Angriffstätigkeit des Feindes weiterhin nach. Nur an einzelnen Stellen griff der Gegner mit stärkeren Kräften an und wurde abge- wiefen. Eigene Angriffsunternehmungen brachten örtliche Erfolge. Schwere Artillerie des Heeres bekämpfte kriegswichtige Antagen in Leningrad, darunter eine Munitionsfabrik. Anhaltende Brände und Explosionen wurden beobachtet. Erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflieger richteten sich gegen Hafenanlagen und einen Flugplatz in Sewastopol. 3n Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufktä- rungstütigkeit. Kraftfahr,eugansammlungen und Flugplätze der Briten wurden mit guter Wirkung bombardiert. Die Angriffe auf mjlitärische Anlagen und Flugplätze der 3nsel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. Dabei wurde ein Funkturm der Sendeanlage Rinella durch Bombenvolltreffer zum Einsturz gebracht. Deutsche 3äger schossen über Matta und vor der nordafrikaniichen Küste neun britische Flugzeuge ab. 3n Luftkämpfen über dem Kanal und an der norwegischen Küste wurden am gestrigen Tage neun britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Token und Verletzten. Flakartillerie und Nachtjäger schossen zehn der angreifenden Bomber ab. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 15.April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst i. Genst. Koller, der sich als Chef des Generalstabes einer Luftflotte hervorragende Verdienste in der Truppenführung erworben hat. Er stammt aus dem Mannschaftsstande und hat sich durch eigene Kraft hinaufgearbeitet. Als Führungsgehilfe des Befehlshabers trug er zum Durchbruch unserer Schlachtschiffe durch den Kanal, durch voraus- schauende Maßnahmen und planmäßigen Einsatz i),ßr Luftwaffenverbände bei. Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz an Oberst Sinzinger, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, und ^-Obersturmbannführer S ch u l d t, Führer eines Infanterie-Regiments der Waffen-^. Oberst Sinzinger gelang es, im mittleren Abschnitt der Ostfront bei der Abwehr starker Feindkräfte einer bolschewistischen Stoßarmee in zweitägigem erbitterten Ringen, völlig auf sich allein angewiesen, alle Angriffe zu zerschlagen. ^-Obersturmbannführer Schuldt nahm mit den ersten Teilen seines im Anmarsch befindlichen ^-Infanterie-Regiments eiüe beherrschende Höhe nach hartem Kampf, griff dann eine vom Feind ausgebaute Ortschaft an und überraschte in schneidigem Zupacken die Bolschewisten, so daß sie eingekesselt werden konnten. „Oie fliegende Artillerie Dietls." Von Kriegsberichter Peter Bohlscheid. DNB.....,14. April. (PK.) Wir erinnern uns heute des so erfolgreichen Tages unserer Horizontal- und Sturzkampfgruppe, als vor der Kolabucht am Nördlichen Eismeer der amerikanisch - englisch - sowjetische Geleitzug zersprengt wurde. Ein sowjetischer Zerstörer ging in Flammen gehüllt unter, ein anderer erhielt Volltreffer, und vor unseren Augen sank der durch deutsche U-Boote lahmgeschossene amerikanische 6000-BRT.- Transporter mit dem Heck in die Tiefe. England prägt nun, nachdem die lange Nacht nördlich des Polarkreises mehr und mehr dahinschwindet und die Erfolgschancen sich immer deutlicher auf die deutsche Seite verlagern, neue geflügelte Worte: „Schlacht um die Mitternachtssonne." Aber die Zeit ist nicht mehr fern, wo die Tag und Nacht währenden Strahlen der Sonne mit ihrem Höchststand um Mitternacht auch den Transport im Dunkeln zur Unmöglichkeit machen. Die letzten deutschen Erfolge vor Murmansk, dem einzigen zum Atlantik gerichteten eisfreien Hafen der Sowjets, zeigen bereits an, daß die zugkräftigere deutsche Formulierung heißen wird: „Sieg der Mitternachtssonne". Den Augen unserer Fernaufklärer, die wir oft auf ihren entsagungsvollen Flügen begleiten durften, entgeht keine Tonne, die sich ihren Weg zur Murmanküste sucht, von Island her, über Grönland, Jan Mayen, Spitzbergen, Bäreninsel, bis an die Gestade der Tundra Nordnorwegens, Finnlands und der Kola- Halbinsel. Beweis dafür waren die blutigen Verluste, die sich der britische „Polarspuk", ein Flugzeugträger, vor Kirkenes und Petsamo im vergangenen Jahre holle. In der Tundra, auf den nördlichsten Fliegerhorsten der Welt, halten wir Wacht, über Renn- tiermoos starten unsere Stukas, hinterlassen Spuren im Schnee, den der Saft aus dem Vorjahre stehen gebliebener Multebeereu (ähnlich unseren deutschen Blaubeeren) mit roten Streifen durch- zieht. Unsere Bereitschaftsbaracken säumen zwergenhafte Krüppelbirken, die den Besatzungen gerade bis an die Schultern reichen. Sonst nichts als die Welle des Landes, Tausende von Seen, Millionen von Felsen, die Gott in so überreichem Maße säte. Wir sind hier oben Jb i e fliegende Artillerie Dietls", greifen die sowjetischen Schifffahrtswege an, stürzen auf die Hafenanlagen von Murmansk, unterbrechen die Murmanbahn von Tag 5u Tag erneut und werfen Tod und Verderben auf die Eismeerfront. Spezialisten lauern amerikanischen und englischen Schiffen aus, alte Scapa-Flow- Flieger; die alten tragen den Regenschirm im Sturz- visier als Symbol auf ihren Flugzeugrümpfen, andere wieder den stürzenden Adler: alle gemeinsam aber beseelt der Hunger nach Tonnage. Stolz denken wir an Murmansk, wenn die Handels- und - Kriegsschiffe im Hafen Zickzack fahren, wenn die Batterien Feuer speien, Hafenanlagen auseinanderbrechen, Schwärme bolschewistischer Jäger im eigenen Flakfeuer zum Angriff ansetzen ... an jenen imposanten Anblick, als unter unserer „Ju 88" ein Munitionslager auf dem Flugplatz Warlamow, dicht bei Murmansk, in die Lust flog. Unvergessen aber bleiben die spannenden Minu- ten weit draußen überm Eismeer. Wir hatten im Sturz ein mittleres Handelsschiff versenkt ... da ttaf das feindliche Flatgeschoß. Pulverrauch füllte die Kanzel, wir trudelten nach unten, die sowjetischen Zerstörer verdoppelten ihr Feuer. Leutnant O. aber fing unsere weidwundgeschossene Maschine ab, brachte sie in eine normale Fluglage ... und beim Abflug beobachteten wir das rasch sinkende Schiff „Geschäftszimmer", in dem es am Nötigsten fehlte, für das es in den eisig kalten Wintermonaten nicht einmal Kohlen gab? Was schadete es, wenn immer wieder neugeworbene Mitarbeiter und Förderer nach kurzer Zeit sich zurückzogen, weil ihnen die Arbeit dieses unbekannten kleinen Vereins aussichtslos erschien? Der Kreis verständnisvoller Mitarbeiter vergrößerte sich allmählich doch. Bald traten die Leistungen der NSV. auch außerhalb der Bewegung in Erscheinung. NSD.-Küchen wurden geschaffen, in denen erstmalig im Zeichen der Hakenkreuzfahne nicht nur Parteigenossen, sondern Volksgenossen aller politischer Färbungen gespeist wurden. Dies verdient insofern besonders betont zu werden, als damit noch vor der Machtergreifung mitten im erbitterten politischen Kampfe die nationalsozialistische Wohlfahrtspflege ihren neuen befreienden, auf die Gemeinschaft des Volkes gerichteten Geist zu bekunden vermochte. Als wenige Tage vor der Machtübernahme ein besonders rühriger Mitarbeiter die Erlaubnis für eine Büchsensammlung beim Reit- und Fahrturnier von dem jüdifchen Berliner Polizeipräsidenten und seinem gleichgesinnten Dezernenten auf Grund eines Leistungsberichtes über die NS.-Winterhilfe erwirkte, bewies diese nur mit Widerwillen gegebene Entscheidung besser als viele Worte, daß bereits wer- oolle praktische Wohlfahrtsarbeit geleistet worden war. Diese Auffassung durfte die NS.-Volkswohlfahrt in einem Schreiben des Berliner Gauleiters Dr. Goebbels beftättgt finden, in dem es u. a. heißt: „Die NS.-Volkswohlfahrt hat im Laufe dieses Winters hier in Berlin wertvöllste Arbeit geleistet, sowohl auf allen Gebieten der Wohlfahrtspflege wie auch bei der Ausbildung ehrenamtlicher Wohlfahrtspfleger ..." Wenige Monate später, im Mai 1933 wurde der NSV. im Vertrauen auf die bisherige Leistung und die ihr innewohnenden lebendigen Kräfte die offizielle Anerkennung durch den Führer zuteil. In welchem Umfange das Werk in den nun folgenden Jahren zur Sache des ganzen Volkes geworden ist, beweist feine heutige Mitgliederzahl von über 15 Millionen und die Zahl ihrer ehrenamtliches Mitarbeiter von über einer Million. Der Krieg unterbrach die machtvoll voranfchrei- tende Entwicklung, lange bevor die hoch und weit gesteckten Ziele erreicht fein konnten. Zum Stillstand zu dringen aber vermochte er sie nicht. War die NS.- Volkswohlfahrt dem deutschen Volke bisher ein Werkzeug des Aufbaues im Frieden, so wurde sie ihm nun eine der wirksamsten Waffen im Daseinskampf. Mehr denn je ist unser großes deutsches Sozialwerk heute Hüterin der Volksgesundheit und Beschützerin der Mütter und Kinder, das mitten im Vernichtungssturm des Krieges dem Leben und einer glücklicheren Zukunft dient. L. A. Kleine politische Nachrichten. NSG. Die Gauleiter sind als Beauftragte für den Arbeitseinsatz in den Gauen eingesetzt worden. Hierdurch wird in einschneidender Form die Zusammenarbeit aller Kräfte von Partei, Staat und Wehrmacht gesichert. Unter Führung der Partei soll bei voller Würdigung der Zuständigkeiten aller beteiligten Stellen ein höch - ft e r Nutzeffekt auf dem Gebiete des Arbeitseinsatzes gewährleistet werden. Der Führer hat König Boris von Bulgarien das Goldene Großkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen. * Im Auftrage des Feldmarschalls Mannerheim überreichte Generalleutnant Talveda dem Reichsmarschall Göring das Großkreuz des Freiheitskreuzes mit einem Handschreiben des Oberbefehlshabers der finnischen Wehrmacht. Auch dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Großadmiral Raeder wurde das Großkreuz des Freiheitskreuzes verliehen. * Der Führer hat dem Präsidenten der Republik Porttrgal General de Fragoso Carmona zum Antritt seiner neuen Amtsperiode mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. * Der italienische Kronprinz Umberto übernahm das Oberkommando der Armeegruppe in Mittel- und Süditalien und auf den Inseln unter Beibehaltung des Oberkommandos der Infanteriewaffe und der übrigen Aufgaben auf dem Gebiet des Jnfpektions- wefens. * Die iranische Regierung hat auf britischen Druck hin die Beziehungen mit Japan abgebrochen. Die japanische Gesandtschaft wurde au&gemiefen. Die Moskauer „TASS."-Agentur bestätigt, daß eine Weigerung der Regierung, die Japaner auszu- weisen, einen ernsten Konflikt mit England zur Folge gehabt hätte. Warnung aus Stendal Roman von A.Lothar Philipp 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Welches ist denn hier das zuständige Polizeirevier?" fragte jetzt Wenig. „In der Ioachimstalerstraße —" „Sehen Sie mal nach, Krähe, welches Revier das ist." „Sagen Sie, Frau Hauckwitz", begann der Krimi- nalrat wieder, „hatte denn Herr Lanos gar keine Sachen? Die Schränke sind alle leer, keine Anzüge, keine Wäsche, keine Koffer, nichts, das ist doch auffällig —" Frau Hauckwitz. hatte bisher durchaus ihre Ruhe behalten. Schließlich hatte ihr Mieter ihr bereits den September bezahlt, sie hatte also durch seinen Tod keinerlei Verluste. Jetzt aber sprang sie auf und wollte das Zimmer verlassen. „Wo wollen Sie denn hin?" fragte der Kriminalrat. „Ich will mal nachsehen, wo die Anzüge geblieben sind, womöglich sind meine Kleiderbügel auch weg —" „Sie können jetzt nicht in das Zimmer. Ihre Bügel hängen übrigens noch da, wenn öie das beruhigen kann." Sie ging langsam wieder auf ihren Platz. Inzwischen hatte Krähe eine Verbindung zum Polizeirevier hergestellt und gab Wenig den Hörer. „Ja, hier Kriminalrat Wenig. Haben Sie die Hauskarte? Lesen Sie mal vor. Wie? Ist nicht gemeldet? Danke schön." Er legte den Hörer auf. „Wie kommt es, Frau Hauckwitz, daß Ihr Mieter nicht gemeldet ist? Sie wissen doch, daß das strafbar ist, nicht wahr?" „ Frau Hauckwitz machte ängstliche Augen. „Aber, Herr Kriminalrat", sagte sie mit zaghafter Stimme, „er ist doch gemeldet. Er hat das Formular ausgefüllt und ich habe es unterschrieben, auch der Verwalter hat es unterschrieben, und dann ist er damit zum R.evier gegangen." „fiat er Ihnen das gesagt?" ,Ja, ich habe ihn noch besonders danach gefragt ... Hat es nicht eben geklingelt?" „Gehen Sie mal hinaus, Krähe. Das wird die Mordkommission sein." Nachdem die photographischen Aufnahmen gemacht worden waren, untersuchte der Gerichtsarzt Dr. Bennecke den Toten und stellte fest, daß er einen Schuß ins Herz erhalten hatte, der den sofortigen Tod herbeigeführt hatte. Der Tod mochte etwa vor einer Stunde eingetreten sein, jedoch erlaubte die kurze Zeit, die seit dem Tode verstrichen war, eine genaue Feststellung nicht, so daß es möglich war, daß die Tat auch schon eine halbe Stunde früher geschehen war. Der Kriminalkommissar machte dabei auf die große Schreibtischuhr aufmerksam, die ein Schußloch aufwies und auf 20.50 Uhr stehen geblieben war. „Zweifellos ist der Schuß in der Uhr eine günstige Gelegenheit, die Zeit der Tat festzuftellen", jagte Kriminalrat Wenig, „also zehn Minuten vor neun Uhr. Hm. Demnach ist zweimal geschossen worden, die erste Kugel brachte die Uhr zum Stillstand, die andere tötete djesen Lanos. Finden Sie irgendwelche Papiere bei ihm?" Krähe hatte die Sachen, die bei dem Toten gefunden worden waren, auf dem Tisch ausgebreitet. Es waren: eine Schachtel Zigaretten, aus der zwei Stück fehlten, eine halb aufgebrauchte Schachtel Streichhölzer, eine Abendzeitung vom heutigen Tage, ein Kamm, ein Schlüsselbund, ein altes Taschenmesser, eine Geldtasche mit drei Mark siebenund- fechzig Pfennig Inhalt, eine Mundharmonika und zwei schmutzige Taschentücher. Sonst keinerlei Papiere oder andere Anhaltspunkte, die auf die Persönlichkeit dieses Mannes Hinweisen könnten. „Nehmen Sie die Fingerabdrücke des Toten", befahl der Kommissar dem Fingerabdruckbeamten, „damit wir sehen^ ob wir seine Identität an den Registern feststellen können. Denn", wandte er sich an Wenig, „wenn er nicht gemeldet war und sich auch sonst nichts ergeben hat, was auf seine Identität Hinweisen könnte, ist es möglich, daß der Mann einen falschen Namen führte oder sogar gesucht wird." „Ja", meinte der Kriminalrat, „bas glaube ich auch." Und dann erzählte er dem Kommissar von der geheimnisvollen Warnung, die er am Vormittag erhalten hatte. „Das .ist ja sehr interessant, Herr Kriminalrat", sagte der Kommissar erstaunt, „und ich glaube, es wird gut sein, wenn ich dem Kriminaldirektor vorschlage, daß Sie mit dem Fall betraut werden. Wenn jemand ein Interesse daran hatte, gerade Sie zu warnen, so müssen hierbei Leute beteiligt sein, die Sie kennen." Der Kriminalrat lachte. „Nun, ich habe gerade nicht über Mangel an Arbeit zu klagen, aber wenn Sie meinen? Vielleicht haben Sie recht. — Ist die Patronenhülse gefunden worden?" Krähe brachte sie. Krähe war dafür bekannt, daß er alles fand. Sie lag am Fenster und war unter den schweren Fenstervorhang gerollt. „Gut, wir wollen sehen, daß wir das System der Waffe jeftfteUen können. Ist der Bericht fertig?" Der Protokollführer brachte dem Kriminalrat den auf der Maschine geschiebenen Bericht, den er unterzeichnete und ihn dann dem Kommissar weiterreichte. „Die Leiche kann abtransportiert werden", sagte dann der Kommissar.' „Halt", warf der Kriminalrat ein, „wir wollen Frau Hauckwitz holen, damit sie die Leiche als die ihres Mieters, der unter dem Namen Lanos bei ihr wohnte, identifiziert. Sie kann bann ihre Aussage gleich noch zu Protokoll geben." Frau Hauckwitz wurde hereingerufen. Als sie einen furchtsamen Blick auf den Toten geworfen hatte, fuhr sis plötzlich aut schüttelte den Kopf und sagtet 5 Jahre NG.-Fliegerkorps. Am 17. April 1937, also vor fünf Jahren, befahl der Führer die Aufstellung des Nationalsozialistischen Fliegerkorps und übertrug ihm als wesentlichste Aufgaben die Wachhaltung und Vertiefung des fliegerischen Gedankens im deutschen Volke sowie die vormilitärisch-fliegerische Ausbildung des Nachwuchses für die Luftwaffe. In enger Anlehnung an die Partei wurde der organisatorische Aufbau des NSFK. in kürzester Frist durchgeführt. Ueberall im Großdeutschen Reiche wurden Reichssegelflugschulen, Reichsmodellflugschulen und Reichsschulen für fliegertechnische Ausbildung -errichtet und ausgebaut. Ein großes Heer von ehrenamtlichen Segelflugaus» bildern, Flugmodellbaulehrern, Werkstattleitern, Funklehrern und Theorielehrern sicherten der Luftwaffe einen zahlenmäßig starken, gut vorgebildeten und im Fliegergeist erzogenen Nachwuchs. Dor dem Kriege legte dieser Nachwuchs alljährlich Zeugnis oon, dem hohen Ausbildungsstand ab durch die Rhönsegelflugwettbewerbe, die Reichswettbewerbe der Modellflieger für Motor-, Segel- und Saalflugmodelle und die Segelflug-Zielstrecken-Wettbewerbe von Schlesien bis zur Ostsee. Mit dem Deutschlandflug 1938 veranstaltete das NSFK. den größten motorflugsportlichen Wettbewerb der Welt. Für den Krieg wurde dem NSFK. die Aufgabe gestellt, „den Nachwuchs der Luftwaffe fliegerisch und technisch weitgehend zu fördern und die Teile der Jugend zu binden und sicherzustellen, die besonders im Kriegsfälle, angespornt durch den erfolgreichen Einsatz der Luftwaffe, zur Fliegerei drängen". Die Erkenntnis von der politischen und militärischen Notwendigkeit unserer bleibenden Ueberlegenheit im Luftraum wird dafür sorgen, daß auch in Zukunft bas NSFK. seine Mission erfüllen kann, bamit bas beutsche Volk nach einem Worte Hermann Görings ein Volk der Flieger werde. mit Nachschub für die Sowjets. Mehr und mehr verblaßt um diese Jahreszeit das Nordlicht: die Sonne nähert sich ihrem mitternächtlichen Höhepunkt; sie wird zum Freund beutegieriger Kampfund Sturzkampfflugzeuge. Vor dem Feind wächst drohend unser geflügeltes Wort empor: „Sieg der Mitternachtssonne!" Kunst und Wissenschaft. Eine Grimm-Gesellschaft in Kassel. Im Anschluß an einen Märchenabend, den die Heinrich-Schütz-Gesellschaft Kassel mit Vorträgen von lothringischen - Märchen und Volksliedern, die von den Geschwistern Pinck gesammelt worden sind, veranstaltete, verkündete Gauleiter Weinrich die Gründung einer Grimm-Gesellschaft. Ihre Aufgaben sind Förderung aller Bolkstumsfragen und der Wissenschaftler und Schriftsteller des Gaues Kurhessen, Zusammenschluß aller literarisch interessierten Volksgenossen, Herausgabe eines Buches über Kassel und Wilhelmshöhe, eine neue Grimm- Ausgabe, vielleicht auch eine Biographie der Brüder Grimm. Der von der Universität Marburg alljährlich zu vergebende Grimm-Preis soll im Rahmen der Grimm-Gesellschaft verliehen werden. Ihre besondere Aufgabe sieht die Grimm-Gesellschaft in der tatkräftigen Unterstützung der hessischen Geschichtsforschung und in der Förderung des miffen- schaftlichen Nachwuchses auf diesem Gebiet. Ferner plant die Gesellschaft durch Vermittlung einer besonderen Bühne die Märchen durch Märchenspiele und durch Wiederbelebung und Förderung der Erzählkunst das alte Märchengut der Allgemeinheit wieder nahezubringen. Die Zeitschrift ,Hessenlanb" wird Organ der Grimm-Gesellschaft. Björn Björnfon gestorben. Björn Björnfon, der älteste Sohn des norwegischen Dichters Björnstjerne Björnfon, ist in Oslo im Alter von 82 Jahren gestorben. Er hat eigentlich Musik studieren wollen, dann wurde aber seine Leidenschaft für das Theater immer stärker, 1880 trat er zum erstenmal bei den Meiningern auf. 1885 ging er an das Schauspielhaus in Oslo. 1899 wurde ihm die Leitung des Nationaltheaters übertragen, dessen Errichtung auf seines Vaters Initiative zurückgeht. Was der alte Björnson für die norwegische Literatur war, das war der junge für das norwegische Theater. Es ist eigentlich erst durch ihn geschaffen worden, dort erlebten Jbfen und Björnfon ihre großen Aufführungen. Auch der, junge Björnfon hat einige Dramen geschrieben. Deutschland, feiner Wahlheimat, war er immer in Verehrung zugetan. Während des ersten Weltkrieges lebte er in Berlin und stritt als Journalist mit scharfer Feder für die deutsche Sache. Später wohnte er lange in München, eine Frucht seines Aufenthaltes in Deutschland ist feine Betrachtung „Von deutschem Wesen". „Wer ist denn das? Das ist doch nicht Herr Lanos!" „Was?" rief der Kriminalrat, „wollen Sie behaupten, daß das nicht der Herr ist, der bei Ihnen unter dem Namen Lanos gewohnt hat?" „Ach, kein Gedanke. Das ist nicht Herr Lanos. Na, hören Sie, ich werde doch wohl Herrn Lanos kennen! Herr Lanos ist viel dicker und älter, außerdem hat er dunkleres Haar, war stets gut rasiert und ging elegant angezogen. Den Mann habe ich nie gesehen und kenne ihn auch nicht." Der Kommissar sah verwundert zu dem Kriminal- rat. Der zuckte die Achseln und sagte: „Nun, dann geben Sie das zu Protokoll. Das ist ja eine sonderbare Geschichte, Teufel, ja." „Das ist doch ganz einfach", meinte Herr Krähe, „das ist dann eben der Mann, der den Lanos ermorden wollte. Lanos hat schneller geschossen und ist bann getürmt." „Ach, Krähe, wenn sich alles so leicht erklären ließe", seufzte ber Kriminalrat. „Wir sinb jetzt hier fertig, Herr Kriminalrat", sagte jetzt der Kommissar. Dann wandte er sich zu Frau Hauckwitz, die gerade das Protokoll unterschrieb, und sagte: „Das Zimmer hier bleibt noch versiegelt, Frau Hauckwitz. Sie können noch nicht darüber verfügen." „Wann werde ich es denn wieder vermieten können", fragte sie, „in ein paar Tagen ist ber Erste, ich bin doch darauf angewiesen —" Der Kommissar zuckte nur die Achseln. Wenige Minuten später war das Zimmer geräumt. Der Tote wurde zum Leichenschauhause gebracht, die Mordkommission fuhr zurÄck, und Kriminalrat Wenig fuhr mit Krähe zum Polizeipräsidium, um festzustellen, wer ber Tote war. Währenb Krähe beim Dauerbienft in ber Finger- abbruckzentrale war, sah sich Kriminalrat Wenig mit dem Kommissar die Protokolle burch. (Fortsetzung folgt) Front und Heimat in der neuen Wochenschau. _ Die neue Wochenschau wird mit einer Reihe von jöeimaübilbern eingeleitet. Nach einem Dorspann- Film über bie Arbeit der NSV., die in diesem Monat 'aus ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann, erlebt man ein Werkpausenkonzert in einem Jndustriewerk. Das Berliner Philharmonische Orchester spielt unter Furtwängler das „Meistersingers- Vorspiel. In einem Rüstungswerk werden Panzerkampfwagen gebaut. Die einzelnen Werkstücke gehen von Hand zu Hand, bis sie zur Endmontage gelangen. Das nächste Bild zeigt Reichsmarschall Hermann Göring bei Generalfeldmarschall Milch, der in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte. Im Führerhauptquartier sieht man drei unserer erfolgreichsten Jagdflieger: Hauptmann P h t - lrpp, der nach 94 Abschüssen das Eichenlaub mit Schwertern erhielt, Hauptmann Ubb en und Oberleutnant O st e r m a n n , die beide mit dem Eichenlaub ausgezeichnet wurden. Die Szene wechselt hinüber zur Front. Hauptmann Philipp, der inzwischen die Zahl seiner Abschüsse auf 100 erhöhte, startet zu neuem Feindflug. Am mittler en Frontabschnitt zeigt das Thermometer zeitweilig noch starke Kältegrade. Die eisigen Stürme, die seit Wochen über das ungeschützte, flache Land fegen, haben nur teilweise nachgelassen. Wieder sieht man eine lange Straße zur Front. Kolonnen marschieren nach vorn im dichten Schneesturm. Die schweren Strapazen, die unsere Soldaten hier zu bestehen haben, sind an vielen Stellen der Front die gleichen geblieben. In den vorderen Linien wird Artilleriemunition entladen. Bereitstellungen der Sowjets werden unter Feuer genommen. Stoßtrupps greifen den Feind an, ehe er sich zum Angriff entwickelt hat. Gerade diese Bilder zeigen die ganze Härte des Jnfanteriekampfes. Während im mittleren Abschnitt noch Schneestürme toben, ist auf der Krim bereits Frühling eingezogen. Auf der Halbinsel Kertsch greifen die Sowjets immer wieder mit stärkeren Kräften an. Aber der deutsche Soldat hält die Front! Feldwebel L i p p o l d und Gefreiter U n f r i e d erhalten für ihren heldenhaften Einsatz bei den schweren Abwehrkämpfen auf der Krim aus der Hand ihres Generals das Ritterkreuz. Bei der Kriegsmarine wird Konteradmiral Hoffmann, der Kommandant eines der Schlachtschiffe, die seinerzeit in kühner Operation durch den Kanal stießen, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. In einem italienischen Kriegshafen erhalten Offiziere der italienischen Kriegsmarine aus der Hand eines deutschen Admirals das Eiserne Kreuz. Der Herzog von Aosta heftet dem deutschen U-Boot-Kommandanten Kapitänleutnant Guggenberger, der den britischen Flugzeugträger „Ark Royal" versenkte, die italienische Tapferkeitsmedaille an. Die gleiche Auszeichnung wird Kapitänleutnant Freiherr von Thiesen- Hausen zuteil, der das britische Schlachtschiff „Barham" auf den Meeresgrund schickte. Schwere Einheiten der italienischen Kriegsmarine sichern einen Geleitzug nach Tripolis. Britische Zerstörer greifen an. Ein schweres Artillerieduell beginnt. Bei stürmischer See erreicht der Geleitzug ohne Verluste sein Ziel. In Afrika wird Nachschub für die Panzer-Armee des Generalobersten Rommel entladen. Im Raume südlich Derna greifen stärkere Aufklärungskräfte der Briten die deutschen und italienischen Verbände an. Im Feuer unserer Artillerie bricht auch hier der Angriff des Feindes zusammen. Aus der Giadi Gießen. Oie Vogeluhi-. Das große Vogelkonzert hat nach dem Einzug der Sänger in Feld und Wald und Garten feinen Anfang genommen und schwillt mit jedem Tage zu größerer Stärke an. Ihr Gesang kann dem Kundigen die Zeit des Tages ansagen, so daß das Auftreten der verschiedenen Sänger eine Art Vogeluhr ergibt. Es ist freilich eine Uhr, deren Fortschreiten zu verfolgen man sehr früh aufstehen muß, ja eigentlich müßte man die ganze Nachtruhe der Beobachtung opfern. Mit dem letzten Dämmerschein, etwa gegen 21 Uhr, hat die Schwarzdrossel mit ihrem „tuck, 'tack, zizier' tack, tacktack" oder ihrem tiefen und hohlen „zrüt, zrüt, däk" angefagt, daß sich alle Singvögel zur wenn auch kurzen Ruhe begeben haben. Schon nach 22 Uhr tritt die erste Sängerin wieder auf, die den größten Ruf unter allen hat, die Nachtigall. Erst läßt sie einzelne langgezogene, pfeifende „mit, mit!" ertönen, bann nachdem sie von den in der Nähe wohnenden Nachtigallenmännchen gleiche Antwort erhalten hat, zeigt sie ihre Freude und Zärtlichkeit mehrmals durch tiefe „tat, tat" an, um endlich zu den allbekannten, herrlichen, schmelzenden Weisen überzugehen. Sie ist lediglich Solosängerin, und es scheint, als ob die anderen in der Nähe sofort aufhören, wenn eine recht prachtvoll einsetzt, wahrscheinlich, um respektvoll zurückzutreten und davon zu lernen. Ihre Stimme ist sehr melodisch, hell, rein und dabei erstaunlich stark. Vorzüglich zeichnet sich der Gesang der Nachtigall durch die mannigfaltigen und anmutigen Abwechslungen aus. Bald zieht sie minutenlang eine Strophe einzelner melancholischer Töne hin, die leise anfangen, nach und nach immer stärker werden und sterbend endigen; bald schmettert sie eine Reche scharfer, gerader Töne hastig hin und schließt bann diese und viele andere Stanzen, woraus ihr Lied besteht, mit den einzelnen Tönen eines ansteigenden Akkords. Der Schlag einer guten Nachtigall muß 20 bis 24 verschiedene Hauptstrophen enthalten, die kleinen Veränderungen nicht mitgerechnet, mit Zwischenpausen. Schnell vergehen die Stunden. Plötzlich erhebt sich ein Schmettern im Walde, der bunte Herold des Sängerchores, der Buchfink, bläst die Reveille. x(9egen 2 Uhr beginnt er mit den Weckrufen und hört nicht eher auf, als bis er alle Sänger aus dem Schlafe ermuntert hat. Um 2 Uhr beginnt auch die fchwarzköpfige Grasmücke ober Mönch ober Mohrenkopf mit ihrem prächtigen Flöten- gefang. Die Stimme eines guten Sängers ist zwar nicht so stark wie bie ber Nachtigall, allein sie ist reiner und flötenartiger, der Gesang inehr anein= anderhängend und stufenförmig. Bald nach 2 Uhr ertönt* überall im Felde der charakteristische Schlag ber Wachtel, besten „Pickperick" ober „Bückwer- wück" auf die verschiedenste Art und Weise gebeutet wird. In .Norddeutschland heißt er: „Bück den Rück! Ehr sei Gott! Bück den Rück!"; in Westdeutschland: „Fürchte (Sott! . Fürchte Gott!"; in Süddeutschland:. ),Sechs paar Weck! Sechs Paar Weck!" , Gegen 3 Uhr erscheint die bewegliche Grasmücke oder ber Heckenfchmetzer auf der Naturbühne, besten wechselvollen Gesang ein Vogelkenner folgendermaßen schildert: „Bald gleicht bas Lied dem Gemurmel eines Baches, bald dem Rieseln einer Quelle, dem Säuseln des Windes in den Blättern ber Bäume ober einem unbestimmten, kosenden Geflüster, bald wieder einem lieblichen Geplauder; alle einzelnen Gesangsabsätze folgen in schnellem Wechsel aufeinander und werden mit den wohlklingenden Flötentönen vermischt und verbunden." Mittlerweile ist bie Amsel roieber erwacht und läßt von 3.30 bis 4 Uhr ihren Flötengesang ertönen. Um 4 Uhr verläßt bie Sippschaft der Meisen ihre Ruheplätze, bie zu ben lebendigsten und beweglichsten Vögeln gehören. Besonders bie Tannenmeise ist jeden Augenblick in Bewegung, und nie hält sie ihren Schnabel. Wenn bann bie Sonne langsam im Osten emporfteigt, ist bas Konzert der Vögel, auch von denen, bie sich nicht genau nach ber Uhr richten, im Gange. C. K. Heilkräftige Himmelsschlüssel. Die Schlüsselblume (Primula officinalis), auch Himmelsschlüssel genannt, liefert in ihren Blüten ein geschätztes Heilmittel, das heute z. T. an die Stelle von ausländischen Drogen getreten ist und zur Behandlung von Erkrankungen der Lustwege, ähnlich wie die Wurzeln, die gerne als auswurf- förbernbes Hustenmittel bei Bronchialkatarrhen, ja selbst 'bei Lungenentzündung im Stadium der Lösung ärztlich verordnet wird. Man muß jedoch unterscheiden zwischen der zwar nicht wertlosen hohen Schlüsselblume (Primula elatior), bie eine mehr schwefelgelbe Blüte besitzt und geruchlos ist, und der echten Schlüsselblume, die eine mehr dottergelbe Blütenkrone hat, aber ausgesprochen wohlriechend ist und arzneilich fast ausschließlich gebraucht wird. Es muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß bie edjte Schlüsselblume zur Vermeidung ber Ausrottung geschützt ist und nur dort gesammelt werden darf, wo sie häufiger vorkommt. Man befrage darüber den zuständigen Kreissachbearbeiter ber RfH., der in ständiger Verbindung mit dem Kreisbeauftragten für Naturschutz überall Auskunft geben kann, ob und wo die Pflanze geerntet werden darf. (Anschrift bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfragen). Geerntet wird die Blüte mit dem Kelch. Sachgemäß getrocknet, liefert sie eine schöne, gelbe Arzneidroge, die allein ober in Mischung mit anderen Kräutern viel begehrt ist und daher auch nach den obigen Grundsätzen systematisch gesammelt wird. * ** Zusatz karten zur III. Reichskleiberkarte für Jugendliche werden vom Wirtschaftsamt der Stadt Gießen am Freitag und Samstag dieser Woche gegen Vorzeigung ber erforderlichen Unterlagen ausgegeben. 60 Jahre auf seinem Arbeitsplatz. In geistiger und körperlicher Frische kann der Verwalter ber Metall- und Modell-Lager ber Firma H. Schaffstaedt in Gießen, Emil Schüß- l er, am morgigen 17.Aprll 1942 sein 60. Dienstjubiläum begehen. Herr Schüßler, ein vorbildlicher Arbeitskamerad, ist zugleich das älteste Gefolgschaftsmitglied des Werks. Er begann seine Laufbahn im Jahre 1882 als Dreherlehrling in dem damals noch kleinen Betrieb und ist stolz darauf, an ber ständig auswärts gehenden Entwicklung des Werkes ein Menschenalter lang mitgewirkt zu haben. An Ehrungen und Anerkennungen der Betriebsführung, Gefolgschaft und der Deutschen Arbeitsfront bei feinem Ehrentage wird es nicht fehlen. Herr Schüßler tritt mit dem gleichen Tage in den wohlverdienten Ruhestand, womit aber feine Betriebsverbundenheit nicht aufgehoben ist. Sn ber Küche erstickt. * Lang-Göns (Kreis Gießen), 16. April. Am Dienstag gegen Abend bemerkten Nachbarn aus der Küche des Landwirts Karl Großhaus Rauchwolken herausdringen. Der Mann, der seit dem frühen Nachmittag zur Arbeit im Felde weilte, bewohnt das Hausgrundstück allein mit feiner 40 Jahre alten Tochter Katharine, bie wegen verminderter Zurechnungsfähigkeit während der Abwesenheit des Vaters zu Hause verwahrt wurde. So befand sie sich auch am Dienstag gegen Abend allein in der verschlossenen Küche. Hier hatte sie, wie die Nachbarn bei ihrem gewaltsamen Eindringen in bas Grundstück und in die Küche feststellten, in einem neben dem Küchenherd stehenden H o l z k a ft e n mit Brennmaterial Feuer angeftedt, das sich auf den ganzen Brennstoffvorrat ausdehnte. Durch oen starken Rauch, der die Küche undurchdringlich anfüllte, wurde das bedauernswerte Mädchen bewußtlos und fand, auf dem Küchenboden liegend, den Erstickungstod, bevor die'Nachbarn auf den verhängnisvollen Vorgang aufmerksam wurden. Schweinemarkl in Gründers. + Grünberg, 16. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 75 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 Wochen alte Tiere 40 bis 44 RM., 6 bis 8 Wochen alte 45 bis 54 RM., 8 bis 13 Wochen alte 55 bis 60 RM. bas Stück. Bei lebhaftem Handel wurde ber Markt geräumt. Landkreis Gießen. = Lich, 15. April. Am morgigen Donnerstag, 16. April, vollendet Frau Johanna A l b a ch , geb. Ludwig, Witwe des Land- und Gastwirts Johann Heinrich Alboch, in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihr 7 0. Lebensjahr. Seit 23 Jahren Witwe steht sie, unterstützt von ihrer ebenfalls verwitweten Tochter, mit großer Umsicht ihrer Gastwirtschaft „Zum Storchen" vor und ist wegen ihres freundlichen Wesens allgemein beliebt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Verdunkelungszeit: 16. April von 21.21 bis 5.52 Uhr. Havptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« HauptschriftleiterZ: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Hnjrtüt; für Stadt Gießen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universstätsvrnckeret R. Lange K. G. Derlagsteiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigeupreisliste Nr. 6. Verkäuferin aus Dortmund 'Willllim, Gib auch Du Deine Eiserne Sparerklärung ab! IHMIIllUlj Weil es im Krieg Ehrensache ist, seinen Verbrauch auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken, und weil ich mir nach dem Krieg manches anschaffen will, worauf ich mich schon heute freue. Außerdem wird das Eiserne Sparen durch Ermäßigung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge besonders belohnt, und die Eisernen Sparguthaben werden mit dem Höchstzinssatz, der gegenwärtig 374% beträgt,verzinst. Wenn ich monatlich 13 Reichsmark eisern spare, sind das jährlich 156 Reichsmark. Ich werde vielleicht sogar auf monatlich 26 Reichsmark übergehen. Das werden jähr* lieh 312 Reichsmark sein. Dazu die große Ersparnis an Lohnsteuer und an Sozialversicherungsbeiträgen und die Zinsen.” Das Eiserne Sparen lohnt sich.wahrhaftig. sagt Fräulein Emma B..., HUI '"""ihunT Hinter Schloß und Riegel... Langfinger, die es auf Ihr Eigentum abgesehen haben, kommen hinter Schloß und Riegel. — Aber auch der Langfinger Kalk.derimhartenLeitungs-oderÄrunnen- wosser bie Schaum- und Waschkrafi von Seife und Waschpulver stiehlt, gehört ins Gewahrsam. — Einige Handvoll Henko Lleichsoda, vor Zugabe des Waschpulvers Z im Wasser verrührt, bieten Ihnen diesen Z Schutz. Vergessen Sie nicht Ihr Los! 7. Deutsche Reichslotterie Ziehungsbeginn morgen 1264D ZIGARETTEN MILDE SORTE MEMPHIS DRITTE SORTE NIL Ireibankverkaus am 17 Avril 1942: i26$d von 8- 9 Uhr Wr. 431-470 von 9-10UbrWi 471-51" von 10-11 Ubr Wr.511-550 von 11-12 Uhr Nr. 551-580 am 18. Avril 1942: von 8- 0 Ubr 'Jfr. 581-620 von 9-10 Uhr Nr. 621 660 von 10-11 . Uhr Nr 661 700 von 11-11.30 Uhr Nr. 701-730 Fleischbrühe! Städ«. SLiachthof, Gießen. 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Eidmann, und Söhnchen Jürgen-Detlef; Familie August Brinkmann; Familie August Eidmann. Gießen (Asterweg 41, z.Z.Ederstr. 4), Lübeck- L Niendorf, im April 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 0174(J Nach Gottes Willen verstarb am Montagabend nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit mein lieber, herzensguter Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Emil Jung, Prokurist kurz vor Vollendung seines 67. Lebensjahres. In tiefem Schmerz: Frau Luise Jung, geb. Bald Cefr. Willi Trösser, z. Z. Wehrmacht, u. Frau Luise, geb. Jung Oberzahlmeister Albert Jung,z. Z. I. Felde, u. Frau Ernst Jung und Frau Willi Jung und Frau Obergefreiter Werner Jung, z.Z.im Felde, u. Frau Gefreiter Erich Jung, z. I. im Felde Herta Jung; Richard Jung und 7 Enkelkinder sowie alle Verwandten. Lollar, den 15. April 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, 17. April, um 15.45 Uhr, in Lollar statt. 1273 D Für alle Beweise der Liebe für meine verstorbene Schwester Helene Kinkel und der Teilnahme an dem schweren Verlust sage ich herzlich Dank. Luise-Charlotte Stichtenoth. z. Z. Gießen, Senckenbergstraße 15, den 15. April 1942. 01749 Bekanntmachung. Betr.: Verkauf von Tabakwaren. I. Für den Stadtkreis Gießen gilt hinsichtlich der Abgabe von Tabakwaren bis auf weiteres folgende Regelung: Es entfallen: auf einen Abschnitt 3 Zigaretten oder auf einen Abschnitt 1 Zigarre oder auf einen Abschnitt 2 Zigarillos oder 2 Stumpen zum Verkaufspreis bis zu 0,07 RM. (ohne Kriegssteuer) oder auf einen Abschnitt 1 Zigarillo oder 1 Stum» pen zum Verkaufspreis von 0,08 RM. und höher (ohne Kriegssteuer) oder auf 8 Abschnitte 50 g Feinschnitt-Tabak oder auf 10 Abschnitte 100 g Krüll- oder Grobschnitt- oder Strangtabak oder auf 2 Abschnitte eine Rolle Kautabak oder auf 1 Abschnitt 10 g Schnupftabak. Es ist zulässig, auf 3 Abschnitte eine geschlossene Packung mit 1Ö Zigaretten und auf 8 Abschnitte eine geschlossene Packung mit 25 Zigaretten abzugeben. Bei dem Verkauf ist zu beachten, daß Tabakwaren nur auf fällige Abschnitte abgegeben werben dürfen. Soweit es die Vorratslage gestattet, wird zugelassen, daß bei dem Einkauf von Zigarren, Zigaretten, Zigarillos oder Stumpen außer dem fälligen Tagesabschnitt die nächsten 7 Abschnitte und beim Einkauf von 100 g Krüll-Grobschnitt oder Strangtabak außer dem fälligen Tagesabschnitt die nächsten 9 Abschnitte vorgriffsweise beliefert werden. Richt ausgenutzte Abschnitte — ausgenommen die beiden letzten — oder lose Abschnitte dürfen nicht beliefert werden. Sie sind von den Verkaufsstellen abzutrennen bzw. einzuziehen. II. Abänderungen dieser Mengen bleibt Vorbehalten. III. Verstöße gegen die vorstehende Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungs-Strafverord- nung vom 25. November 1941 bestraft. 12560 Gießen, den 10. April 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt. Oeffeniliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 1269C 1. Vorauszahlungsrate Grundsteuer' 1942. 1. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßenreini- gungsgebühren 1942. Beitrag zur Brandversicherungskammer 1941. Gießen, den 15. April 1942. _______Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.)________ Berichtigung. Polizeiverordnung betreffend die Schlachtungen und Notfchtachtungen in der Gemarkung Gießen. § 1. Die Polizeioerordnung betreffend die Schlachtungen und Notschlachtungen in der Gemarkung Gießen vom 15. 2.1930 wird hiermit aufgehoben. Für In- und Ausland Wachposten gesucht unter günstigstenBcdingungen. Schriftliche Bewerbung an den Bielefelder Heimschutz, Bielefeld 1261 V Zum Reinigen d. 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Paul Kemp Fita Benkhoff Humor, Liebe und galante Abenteuer um schöne Frauen Neueste Wochenschau Heute Donnerstag: Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 2,30, 4,45, 7,30 Uhr Sonntags 2,00, 4,30, 7,30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt 1264 A ■h NQ