Montag, lk. Februar M2 (92. Jahrgang Nr. 39 Giehener Anzeiger Oer japanischeGroßangriff aufGumatra es sMnni RGER Utttgart X o fi o, 15. $ebt. (DNB.) Das kaiserliche Hauptquartier gab bekannt, daß um 22.10 Uhr japanischer Zeit Singapur bedingungslos kapituliert hat. Der Befehlshaber der britischen Streitkräfte hatte am Sonntag um 14.30 Uhr das japanische Hauptquartier davon verständigt, daß die Armee Singapurs zur lieber gebe bereit sei. weinen. Die „Kubus" altern schnell, nur wenige von ihnen überschreiten das dreißigste Lebensjahr. Das Mädchen ist mit zwanzig eine alte Frau und mit dreißig eine hinfällige Greisin. Kommen sie mit der Zivilisation in Berührung, so ändert sich das Verhältnis. Der Forscher hatte ■ sich einen jungen „Kubu" als Diener mitgenommen. Als dieser nach einigen Jahren wieder mit seinen Altersgenossen im Urwald in Berührung kam, berichtete er, daß diese bereits Zu der bedingungslosen Kapitulation von Singapur meldet Domei ergänzend: Der letzte und stärkste der drei großen Stützpunkte der Alliierten im Fernen Osten hat am Sonntagabend kapituliert. Generalleutnant Tomeyuki Yamaschita, der Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte in Malaya als Vertreter des Siegers, und Generalleutnant P e r c i v a l, der Oberkommandierenüe der britischen Streitkräfte als Vertreter der Besiegten, unterzeichneten um 19 Uhr Dokumente, durch welche d i e malaiische Phase des pazifischen Krieges beendet wird. Die Feindseligkeiten wurden an der großen malaiischen Front um 22 Uhr eingestellt. Die abgerissenen Tommies und Anzacs, die vor Müdigkeit bald umfielen, oder die durch die Japaner unaufhörlich vor sich hergetrieben wurden, konnten sich der ersten Ruhe erfreuen in den VA Monaten, seit die japanische Kriegsmaschine am 31. Dezember von Jpoh aus den Kampf in südlicher Richtung begann. Die Kapitulationspapiere wurden vor dem prosaischen Hintergrund einer Fordmotorenfabnk am Fuße des Hügels Bukit-Timah unterzeichnet. Die Briten hatten um 14.30 Uhr um Frieden gebeten, nachdem sie an der Stadt Singapur umringt waren und im Zentralabschnitt der Jnsyl sich nicht mehr gegen die japanischen Bomben und Granaten verteidigen konnten. Eine Friedensabordnung, bestehend aus vier britischen Offizieren, an deren Spitze Major Wilde vom britischen Armeegeneralstab stand, näherte sich dem japanischen Armeehauptquartier mit der weißen Parlamentärflagge. Die japanischen Friedensbedingungen wurden ihnen übergeben Sie verließen das Hauptquartier um 16 15 Uhr, nachdem die Zeit festgesetzt worden war, wann die Führer der siegreichen und der besiegten Armee zu der förmlichen britischen Kapitulation zus^mmenkommen sollten. wöhnt ist. Für England ist diese schwere Schlappe im Kanal von Dover besonders peinlich, als sie die Welt aufklärte über die Unüberwindlichkeit und. Stärke der deutschen Wehrmacht. Die Verlustbilanz Englands chloß dabei mit einem Debetsaldo ab, der auch, rem militärisch gesehen, einen schweren Schlag für Englands Rüstung bedeutet. Ein Zerstörer ist versenkt, ein weiterer in Brand geschossen, 43 Flugzeuge gingen verloren, während die deutschen Verbände lediglich den Verlust eines Vorpostenbootes und von 7 Flugzeugen zu beklagen hatten. Diese Bilqnz verschlechtert sich noch ganz ansehnlich, wenn man die im Anschluß an die Kampfhandlungen vor Dover erfolgten Verluste des Feindes durch die 93er* enkung zweier britischer Schnellboote und den Ab- chuß von zehn weiteren feindlichen .Flugzeugen durch deutsche Schnellboote, Zerstörer, Minensucher und Vorpostenboote dazu addiert. Besonders bitter ist aber für die Engländer der Prestigeverlust durch die Schlappe von Dover. Man raucht sich in London angesichts dieses deutschen Erfolges nicht zu wundern, wenn in der Welt die Frage diskutiert wird, was es denn nun eigentlich mit der britischen Seeherrschaft auf sich habe, wenn deutsche Kriegsschiffe unbeschädigt an den Küsten Englands vorbeimanövrieren können, und man braucht auch in der britischen Admiralität nicht zu staunen, wenn in der englischen Oeffentlichkeit die Fragen laut werden, wo denn eigentlich die englischen Kriegsschiffe gesteckt hätten. Dover war ein schwerer Schlag gegen die These von der lieber* legenheit der englischen Kriegsflotte. Aber noch in anderer Beziehung hat der Schlag von Dover gut gesessen. Er hat vor allem die englischen Lügner mit ihrem Chef Churchill auf das Schwerste getroffen. Seit Beginn des Krieges sind nämlich die deutschen Schlachtschiffe „Gneisenau" und „Scharnhorst" und der Kreuzer „Prinz Eugen" Paradestücke des englischen Lügentheaters gewesen. Unzählige Male wurden sie von der englischen Propaganda als vernichtet gemeldet. Einen besonderen „Leidensweg" hat dabei die „Gneisenau" machen müssen. Bereits im Oktober 1939 meldeten die Engländer, daß eine englische Bombe durch den Schornstein der „Gneisenau" geflogen fei, das ganze Schiff in zwei Teile gerissen und es vollständig vernichtet habe. Bald darauf wußte dieselbe Propaganda zu berichten, daß das Schiff in Libau, völlig von Granaten durchlöchert, wieder aufgetaucht sei. Don diesem Zeitpunkt ab spielte die „Gneisenau" ebenso wie ,,Scharnhorst" und „Prinz Eugen" von Zeit zu Zeit immer wieder eine Rolle in der englischen Propaganda. Man ließ sie an einer Stelle der Kanalküste auftauchen, immer wieder bombardieren und verschiedene Male völlig vernichten. Die Schiffe lebten aber immer weiter. Die letzte Meldung, die der englische Nachrichtendienst vor der Schlappe von Dover über ein Bombardement des Schiffes veröffentlichte, hatte folgenden Wortlaut: „Das Schiff wurde nicht so schwer beschädigt, wie wir es uns gewünscht hätten." Nunmehr erlebt Churchill mit all seinen Lugnern, daß diese drei Kampfschiffe der deutschen Kriegsmarine frei und stolz im Kanal operieren und damit der ganzen Welt vor Augen führen, daß ihnen überhaupt nichts passiert ist. Nach der schweren Niederlage von Singapur ist die Schlappe von Dover für die englischen Kriegsverbrecher ein besonders schwerer Schlag, der ihnen sicher stark zu schaffen macht. Das deutsche Volk aber ist stolz auf seine Kriegsmarine und auf feine Luftwaffe, die hier wieder einmal bewiesen haben, daß sie dann, wenn ihre Stunde gekommen ist, dem Gegner die schwersten Niederlagen beibringen, auch wenn er noch so viel von seiner Unüberwindlichkeit faselt und noch so große Anstrengungen macht, diese । Unüberwindlichkeit zu beweisen. alte Leute seien, während er seine zwanzig Jahre behalten habe. Das sei ein großer Zauber. Wenn auch die Entfernung zwischen der Spitze der Malakkahalbinsel und dem Ostufer Sumatras nur knappe 30 Kilometer beträgt, so trennt doch die beiden Ufer eine ganze Welt von Vorstellungen und Bedingungen. Selbst die eingeborenen Malaien der Halbinsel, denen alle Errungenschaften der Zivilisation schon lange vertraut sind, kennen, die Urwälder Sumatras nicht, sie üben in ihrer unberührten Wildheit auf sie keine Anziehungskraft aus. In nächster Nachbarschaft von ihnen liegt also eine unbekannte fremde Welt. Aber auch die Japaner brauchen sich bei ihren Operationen in und an der Straße von Malakka nicht um das andere Ufer zu kümmern, von dem ihnen kein Hinterhalt drohen kann. Das ist ein wichtiger Umstand, der ihrer Strategie vorteilhaft zugute kommen wird. Japaner besetzten die Anambas-Inseln. Schanghai, 16. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach hier vorliegenden Meldungen haben die Japaner die der S ü d s p i tz e M a l a y a s im Osten vorgelagerten Anambas-Inseln, die zum niederländisch-indischen Kolonialbesitz gehören, besetzt. Der insgesamt etwa 670 Quadratkilometer großen und von rund 3000 Malayen bewohnten Inselgruppe kommt bei den gegenwärtigen japanischen Operationen deshalb einige strategische Bedeutung zu, weil sie den Ausgang des Südchinesischen Meeres zwischen Malakka und Borneo abschließen. smacher- iMahlz»1' lisch gM rr-5upPen erden mi' , andere" er Knorr* ist eine Niederlage Englands und Empires. Singapur ist gefallen, die ganze layenhalbinfel ist überrannt." England verlor die Führung im Indischen Ozean. hersupp» Kartoffeln ebelsoße ibeschwerten on, artb, darwackiß« uftmunbUftbma id)m alten 5äQm, \ vorliegenden »ft chern.Dr.Boelder- eptjütaiMSni' ' austrurlförtanb, Lronchimgewrbe. Zroschün kostenlos 2/N — Bedeutung hatte für die Versorgung der feindlichen Flotten, war das Ziel des Angriffs der japanischen Luftwaffe und der japanischen Flotte. Nachdem am Samstag, wie aus Batavia berichtet wird, aus chähungsweife einhundert Flugzeugen mehrere hundert Mann Fallschirmtruppen in der Nähe palembangs gelandet waren und dort, nach japanischen Frontberichten, den Flugplatz sowie andere wichtige militärische Punkte beseht hatten, traf am Sonntagmorgen östlich palembangs die japanische Transportflotte ein und ein schwerer Schlag. „Dieser Krieg soll der letzte Weltkrieg sein.- Tokio, 16. Febr. (DNB.) Kurz nach der Bekanntgabe der Kapitulation von Singapur erklärte der Sprecher des Armeehauptquartiers, Oberst Ohira, im Rundfunk, der Krieg gehe mit unverminderter Heftigkeit weiter. Solange der englifch- nordamerikanifche Einfluß nicht ausgerottet sei, können die Feindseligkeiten nicht beendet werden. England und Amerika dürfen nie miede r f e st e n Fuß in Ostasien fassen. Dieser Krieg, erklärte Ohira weiter, solle, der letzte Weltkrieg sein, und deshalb müsse er bis zum Ende durchgekämpft werden. nahm, wie Batavia zugibt, eine Landung in großem Maß st ab vor. Die japanischen Landungstruppen haben im Laufe des Sonntags den Angriff auf palembang eröffnet. Ferner griffen ja- janische Flugzeuge den Flugplatz pnkanbaroe in M i t t e l - S u m a t r a an, wo fünf feindliche Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Weitere zehn Lockhead-Hudson-Bomber sind in der Nähe der Banka-Insel an der O st k ü st e Sumatras im Lustkampf abgeschossen worden. Palembang ist die Hauptstadt der gleichnamigen Residentschaft im S ü d o st t e i l der Insel Sumatra. Palembang hat über 100 OCH) Einwohner und ist das Zentrum des größten Erdölfeldes der Insel. Der japanische Oberbefehlshaber im Südgebiet. Tokio, 15. Febr. (Europapreß.) GeneraL Graf Juichi T a r a u ch i ist zum Oberbefehlshaber aller in den südlichen Gebieten kämpfenden ja- janischen Truppen ernannt worden. General Tarauchi ist der Sohn des Feldmarschalls Tarauchi, der im russisch-japanischen Krieg Kriegsminister war. Graf Tarauchi, der von einer Deutschlandreise im Jahre 1939 her auch im Reich bekannt ist, hat eine glänzende Karriere hinter sich. Er erhielt sein Offizierspatent im Jahre 1900, besuchte als Militärattache Oesterreich und Frankreich, wurde 1924 zum Brigadekommandeur, 1930 zum Divisionskommandeur ernannt und befehligte 1932 die Garnison Formosa. Er wurde 1935 zum Dollgeneral befördert und gleichzeitig Mitglied des kaiserlichen Kriegsrates. 1936/37 war Graf Tarauchi Kriegsminister im Hirota-Kabinett. 1938 wurde er zum Oberbefehlshaber der japanischen Armee in Nordchina ernannt. Gleichzeitig wurde die Ernennung von Generalleutnant Df amu Teukada zum Chef des Generalstabes der japanischen Streitkräfte im Südgebiet bekanntgegeben. Mne lFe||e I Mahn relef°D 2750 ■■y&.\Telok- Arrnabrtte von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desVormittagS Anzeigen-Vreife: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nacklätte: Wiederholung MalstafseU AbschlüsieMengenstaffelL Plabvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr Berlin, 15. Febr. (DNB.) Diesmal gab fein Vertuschen und Beschönigen. Noch am Sonntagabend mußte London amtlich zugeben, daß Singapur kapituliert habe. Gleichzeitig sprach Churchill im Rundfunk. Er erklärte: „Ich spreche zu Ihnen allen im Schatten einer schweren militärischen Niederlage von großer Tragweite. Es Schanghai, 16. Febr. (DNB. Funkfpruch.) Am gleichen Tage, an dem der malaiische Feldzug mit der Kapitulation der Briten auf Singapur siegreich abgeschlossen wurde, eröffneten die Japaner einen Großangriff auf Sumatra. Palembang in Mittel-Sumatra, das mit 50 v. h. Anteil an der gesamten niederländischen Oelproduktion eines der wichtigsten Oelzentren darstellt und besondere Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild DieLcholle Bezugspreis; Monatlich ... RM. 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt ternsprechanickluft 3251 Drahtanschrift „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankl. M. 200 400 600km schmeckt sch, wen» Zwiebel* ter ohne ilschmek bringen7 chstehen* Churchill bekennt seine neueste Niederlage „Eine Niederlage Englands und des Empires." rnsch«ß, ÄS* ENjH|547 Tokio, 15. Febr. (DNB.) Finanzkreise in Tokio weisen, wie Domei berichtet, auf die Zerrüttung der britischen und der USA.-Wirtschaftsbasis mit dem Verlust Singapurs hin. Diese werde rapide zunehmen mit dem Schwinden der Lagerbestände an wehrwichtiqen Rohstoffen. 25 v. H. des gesamten britischen Kapitals außerhalb der Metropole sei im Südwestpazifik investiert gewesen. England habe mit Singapur die Führung im Indischen Ozean und den Weg zu den Ostasien- und Ueberseebe- sitzungen verloren. Auch für die Kriegführung der USA. sei ein Lebensnerv getroffen. Das Ausbleiben wehrwichtiger Rohstoffe aus Holländifch-Jndien, Australien, Neuseeland und Indien sei für die USA. ■fiel f0|n 4»; Jenseits der Malakka-Straße Von unserem S.-Berichterstatter. AustraüenrechnetnurnochMdiettSA. Madrid, 15. Februar. (DNB.) Die spanische Nachrichtenagentur Efe meldet aus Nkuyork: Der Sprecher der Columbia Broadcasting Corporation Cecil Brown, den die Engländer aus Singck- pur ausgewiesen haben, weil er das voraussagte, was inzwischen ein getreten ist, hat in Sydney über die Lage im Pazifik u. a. erklärt, daß Australien jetzt nur noch auf d i e Verein i g t e n Staaten rechne und daß allein die Uö2L. Australien retten könnten. Der Fall Singapurs bedeutet das Ende Niederländ'fch-Jn- d i e n s. Die Kritik Australiens an der Politik des englischen Mutterlandes sei sehr hart. Die Australier verlangten von London, daß es endlich Schlug mache mit dem Chaos von Niederlagen und ewigen Rückzügen. Oie Japaner auf der Insel Ambon. T o k i o, 15. Febr. (DNB.) Starke japanische Einheiten sind auf der Insel Ambon erfolgreich. Man rechne bald mit der vollständigen Besetzung der Insel. Täglich mehre sich die Zahl der Gefangenen und Ueberläufer. _ f el Die Insel Ambon, eine Insel der Molukken, tff der großen Molukkeninsel Cerarn im Sudwesteu vorgelagert. Oer Schlag von Dover. Der schwere Schlag, den die deutsche Kriegsmarine und die deutsche Luftwaffe in der Straße von Dover den Engländern zugefügt haben, hat m der ganzen Welt größtes Aufsehen erregt In England selbst ist eine Welle der Empörung darüber aufgebrandet, daß sich das ereignen konnte. Die britische Oeffentlichkeit spricht von einer „kalten Dusche", von der Kühnheit, mit der die deutschen Schiffe an der Vordertüre Englands unbeschädigt „vorüberparadiert" seien, und von der Blamage, daß so etwas „Seiner Majestät Wächter zur See" hätte passieren können. Auch in Amerika und in der ganzen übrigen Welt hat diese Tat der deut' scheu Wehrmacht das größte Aufsehen und die größte Bewunderung erregt. Gerade die Stimmen, die von jenseits des Ozeans kommen, sind von einer Ueberschwenglichkeit, wie man sie sonst nicht ge- BedingungsloseKapitulationSingapurs Der malayische Feldzugöabschnitt beendet. Nur durch eine schmale Wasserstraße von der Halbinsel Malakka getrennt, auf oer sich das Schick- al Asiens entscheidet, liegt die große Insel Su- j natra. Die östliche Hälfte Sumatras ist mit fast • undurchdringlichem tropischen Urwald bedeckt, , dessen Geheimnisse zum Teil noch nicht erforscht wor- < den sind. Rur an den Mündungen der Bäche und , Zlüsse stößt man auf einige ärmliche Malaien- , ied langen, in den Dschungeln aber führen ; Sie eingeborenen „Kubus" heute noch wie vor tausend Jahren ein primitives, kaum menschenähnliches Dasein. Die Zivilisation, die sich an den W e ft u f e r n Sumatras immer weiter ausbreitet, die Gründung von Hafenanlagen und Städten, die Anlage von reichen Plantagen, die Ansiedlung von rund' 80 000 Javanern, die dorthin ihre Kultur und ihre Bedürfnisse bringen, das ist alles noch dem Osten dieser Insel fremd geblieben. Es werden noch Jahre, vielleicht Jahrzehnte darüber vergehen, ehe die scheuen Eingeborenen begreifen, was jene Donner und Feuerblitze bedeuten, deren Echo vom anderen Ufer zu ihnen im Lstasienkrieg hinüberdrang. Es sind seltsame Kontraste, die nur durch den schmalen Wasserarm der Malakkastraße getrennt, dicht nebeneinander liegen. Auf der Seite von Singapur die modernste Kriegstechnik, Tanks, Bomben schleudernde Luftgeschwader, auf der anderen Seite finsterer Urwald, ohne Weg und Steg, und Eingeborene, die noch nichts von der 9Beltenroeiu)e ahnen. Nur wenigen Forschern ist es gelungen, mit den .Kubus" in näheke Berührung zu kommen. Diese sind scheu und furchtsam und ihrem Westn nach friebfenig, und alles was Kampf und Krieg bedeutet, ist ihnen unbekannt. Es fehlt ihnen an Baffen, und ihre Wehrlosigkeit, zusammen nut ihrem abgeschlossenen Leben in den Dschungeln, bringen es mit sich, daß sie weit mehr Wild als Jäger sind. Sie kennen nicht einmal, wie ein holländischer Reisender behauptet, die Luge, weil bei ihnen kein Anlaß zur Unwahrheit vorliegt. Der Zustand, in dem sie leben, ähnelt mehr einem tierischen als einem menschlichen Dasein. Die Erscheinung der „Kubus" ist ganz unmalaiisch. Ihre Hautfarbe ist dunkel gelbbraun, mit einem aschgrauen Unterton. Die Augen sind groß, das Haar ist wellig. Ihr Körper ist von einer Schmutztrust e bedeckt, die kaum entfernt wird. Zehntausende von Quadratkilometern zwischeii den hohen Gebirgen der Westküste und den sumpfigen Waldern des Westens ist ihr unbestrittenes Wohngebiet, in dem sich noch einige Tausend dieser Urmenschen erhalten haben. In der Nähe der malaiischen Siedlungen haben die „Kubus" einige Güter der Zivilisation kennen und gebrauchen gelernt. Dort kennen sie Streichhölzer, Messer usw., aber im Innern der Urwälder leben sie noch genau so wie ihre Ahnen vor Jahrtausenden. Nomadisch, familienweise, durchstreifen sie die Rimba, den tropischen Urwald. Sie bauen sich offene Hütten aus dünnen Stangen, die mit Lianen zusammengehalten und mit Palmblattern bedeckt werden. Die Nahrungssorge läßt sie niemals länger an einem Ort verweilen. Das Steifen der Fruchtbäume bestimmt die Richtung ihrer Wanderung. Wo sie der Abend überrascht, bleiben sie liegen, um mit Sonnenaufgang weiter zu ziehen. Den Grundstock ihrer Nahrung bilden Waldsruchte und Beeren, Wurzeln und Knollen, aber sie essen auch Raupen, Eidechsen, Frösche und Larven. Jagd und Fischfang kommt für sie wenig in Betracht, weil sie den Gebrauch von Waffen und Netzen nicht kennen. Da die Tierpfade und Tränken für die ,Kubus" auf ihrer Nahrungssuche ungeeignet und gefährlich erscheinen, so führt sie ihr Weg durch den dichtesten Dschungel. Stoßen sie auf reich besetzte Fruchtbäume, so sammeln sie nicht etwa Vorräte, sondern schlingen in sich hinein, soviel sie können und legen sich dann zum Schlafen nieder. Da die Zahl der „Kubus" so gering und der Raum so riesengroß ist, so kann von einem Zusammenschluß der einzelnen Kubusqruppen auch kaum die Rede sein. Sie streifen in kleinen Trupps durch die Wälder, und diese begegnen sich nur selten. Es fehlt bei ihnen deshalb auch das Mitteilungsbedürfnis, der Austausch von Erfahrungen fällt fort. Es fehlt auch der Anlaß zum Denken und zum Kombinieren. Der Urwald und feine schwüle Dämmerung haben alle Energien bei den „Kubus" getötet. Holländische Forscher berichten, daß man sich kaum eine Vorstellung davon machen könne, welche Anstrengung das Denken für einen „Kubu" bedeutet. Versuchte man, sie langer auszufragen und zwang man sie dadurch zum Ueber- legen, so fingen sie wie die kleinen Kinder an zu lotto, 15.Februar. (DNB.) Das kaiserliche Hauptquartier gibt laut Domei bekannt, daß F a l l s ch i r m t r u p p e n der Armee am Samstag um 11.26 Uhr auf palembang (Sumatra) gelandet sind und den Flugplatz und andere Schlüsselstellungen beseht haben. Teile der Luftwaffe, die bei dieser Operation Beistand leisteten, haben bereits am Sonntagmorgen im Flughafen von palembang ihren Standort ausgenommen. Der nachstehende Bericht unseres Korrespondenten gibt interessanten Aufschluß über Land und Leute dieser holländischen Insel. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang Februar 1942. vrühlsche Unioerfttäts&ruderei H. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ 6ie6tn,9S*iilftra8e7-9 'MW/ 'Wfc MENJAWEII e» > OUNG6A- q AR(H ’C- Palembang^T^)1* NASSAU*/.* 'S# Jn dis eher ,CTtot'cX \ EHGAHO» des Ma- • &dru *XoUhfa •^tCr V_ -1u-e Pfnan9 IX Y. ’-V" . 1 Mk L t AN A MB AS J. ViJßoh.'p- -.(Kuantan N>. Das See- und Luftgefecht im Kanal planmäßig in die neuen Stützpunkte eingelaufen sind t e ein. Die Schlachtschiffe „Scharnhorst" (unten) und „Gneisevau" (oben). (PK.-Aufnahmen: Kriegsberichter Augst. sSch.s Scherl-Archiv.) Aus Unterseeboote versenkten bei Angriffen auf Geleitzüge im Atlantik eine Korvette und drei feindliche Handelsschiffe mit 26 500 BRT., darunter einen großen Motortanker. Vier weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge Treffer auf je zwei Kriegs- DNB. AusdemAührerhauptquarkler, 14. Jebt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An verschiedenen Abschnitten der Ostfront setzte der Feind feine erfolglosen Angriffe fort. Sie brachen unter besonders hohen feindlichen Verlusten zusammen. In einem Korpsabfchnitt verlor der Gegner rund 2000 Tote. In zahlreichen eigenen Angriffsunternehmungen wurden der Gegner rund 2000 lote. In zahlreichen elge- fchloffene Gruppen des Feindes weiter zufammen- gedrängt und von ihren Verbindungen abgefchnittene Teile des Gegners vernichtet oder gefangengenommen. Starke Kräfte der Luftwaffe zersprengten feindliche Ansammlungen und Nachschubkolonnen und bekämpften mit guter Wirkung Feldstellungen der Sowjets sowie Eisenbahn- ziele. An der Murmanskfront vernichteten Iagdverbände ein feindliches Feldlager. Die Der- lüfte der Sowjet-Luftstreitkrafte betrugen am gestrigen Tage 39 Flugzeuge. 3m Verlauf des Seegefechtes am Ostauszeuge ab. Auf der Infel Malta warfen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Material- und Betriebsftoff- lager des Hafens La Valetta in Brand. Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht einige Orte Westdeutschlands an, wobei u. a. ein Kinderkrankenhaus in Essen getroffen wurde. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und verletzten. Bei biefen Angriffen wurden zwei feindliche Bomber abgefchossen, drei weitere Flug- l zeuge verlor der Feind durch Iagd- und Flakabwehr eines Transporters von 10 000 BRT. ist zu rechnen. Außerdem wurde im Hafen von Tobruk ein kleineres Frachtschiff fchwer beschädigt. In bet w e ft- lichen Marmarica vernichteten Kampfflugzeuge mehrere britische Panzer unb Lastkraftwagen. Begteitenbe Jäger f(hoffen fünf feindliche Iagbflug- Oie deutschen Landschaften im Kulturfilm. Do» Vertin, 15. Men Heeres aiiben m ter v »Wenden F rllenMise sv^a' leien. Trotz bei rs Geländes ge iß/ nod), unb i j bezeichnender k englischen C ki Grunde wi hppen in sch pnlos in den lieber nur die f «stelleWeise i M ft keinem ^ten undedei tzilmchr tuurbei pmenbem M Elchen Trupp, Während der p Tewasto h Waffen, i p9öid)tigen' F bedeutende 12er deutsche i ppmende er torenb anderst Moen Ziele 12-e deutsche l p Entlastung F SnnbbeiDegi r SoNaffei r yahrzeuaal Rriefotonnen gang des Kanals am 12. Februar griffen deutsche Zerstörer und Schnellboote britische Schnellboote an, von denen zwei versenkt wurden. Ein Minensuchboot rettete 35 Ueberlebenbe des gesunkenen Vorpostenbootes, dessen Untergang der einzige deutsche Schiffsverlust dieser Kämpfe ist. Siegeszug eines Walzers. Am 13. Februar 1942 waren 75 Jahre vergangen feit der Uraufführung des von Johann Strauß dem Wiener Mannergesangverein für eine Fa- schingsliebertafel gewidmeten Walzers „An der schönen blauen Donau". Schon zu Strau« । ßens Lebzeiten erfreute sich dieses Musikstück einer । unüberbietbaren Beliebheit. Als der Meister zu sei» i nem vierzigjährigen Künstlerjubiläum bei der Fest« Vorstellung im Theater an her Wien nach der i „Indigo-Ouvertüre" und dcm ersten Akt der „Nacht | in Venedig" selbst ans Dirigentenpult trat und die ersten Takte des Donauwalzers erklangen, da war nicht ein Ton weiter zu vernehmen; man stürmte, jubelte und meinte, stampfte mit den Füßen, für51 es schien, als hätten die Wiener den Verstand verloren. Johann Strauß schrieb den Walzer in seinem 42. Lebensjahr als „opus 314". Den Titel entnahm er einem Liebesgedicht von Karl Beck, das mit den Worten schließt: „An der Donau, an der schönen blauen Donau." Der musikalische Grundeinfall kam Strauß in der Nacht. In Ermangelung von Papier hielt er ihn auf der Manschette fest. Die handschriftliche Partitur besitzt der Wiener Mannergesangverein, der das Werk als Chorwalzer für die Faschingsliedertafel de5 Jahres 1867 im Dianabad- faal zu Wien unter der Leitung des Vereinschor, meisters Rudolf W e i n ro u r m und unter Mitwirkung der Kapelle Eduard Strauß aus der Taufe hob. Der Urtext stammte von Josef Weyl, der zweite, jetzt allgemein gebräuchliche Wortlaut von Franz von G e r n e r t h. Für Johann Strauß hatte dieser Walzer noch die besondere Bedeutung, daß er als Brücke zum gesungenen Wort gleichsam den ersten Schritt zu seinen späteren Operetten bildete. Der Weltruf des Donauwalzers wurde merkwürdigerweise im Auslande begründet. Strauß war im Jahre 1867 einer Einladung zur Pariser Weltausstellung gefolgt. Hier schlug der Walzer wie eine Bombe ein. Strauß setzte nun den Walzer auf jedes Konzertprogramm. Nach der Rückkehr des Meisters aus Paris entstand in Wien eine förmliche Donau- walzer-Epidemie. Klavier- und Geigenparaphrasen über ihn schossen wie die Pilze aus dem Boden. Jeder Tag brachte Tausende Bestellungen, und der Verleger mar (einer Aufgabe bald nicht mehr ge- wachsen. DKD. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten schelferten auch gestern die an einzelnen Stellen der Front immer wiederholten Angriffe des Feindes. Eigene Angrlffsunternehmungen verliefen erfolgreich. Kampf- und Sturzkampfverbände der Luftwaffe griffen trotz schwieriger wetterverbältnisse feindliche Truppenbewegungen wirkungsvoll an. rieben mehrere Marschkolonnen des Feindes völlig auf und vernichteten zahlreiches Nachschubmaterial. Im hohen Norden wurden Anlagen der Mur- m a n - B a h n zerstört. In Nordafrika bombardierten Sturzkampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe motorlfierte Abteilungen des Feindes im Raum um Ain el Ga - zala. Im Seegebiet nördlich Bengasi versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus zwei gesicherten britischen Geleitzügen einen Transporter von 9000 BRT. und beschädigten zwei weitere Frachter mit zusammen 15 000 BRT. so schwer, daß mit der Vernichtung auch dieser Schiffe gerechnet werden kann. Außerdem erhielten zwei, leichte Kreuzer, zwei Zerstörer und ein großes Handelsschiff Bombentreffer. Ostwärts Malta wurde ein Vorpostenboot durch Luftangriff vernichtet. Ein Unterseeboot versenkte vor der afrikanischen Küste bei Marsa Matruk zwei Schiffe aus einem Geleit- Zug. Britische Bomber führten in der vergangenen Mcht mUifärifd) erfolglose Storangriffe aus einige Orte Südwestdeutschlands durch. Die Verluste der britischen Luftwaffe bei dem See- und Lustgefechl im Kanalgebiet am 12.2. erhöhen sich auf 4 9 Flugzeuge. Mit bem Abschuß von 1 3 w e i t e r e n feindlichen Flug- zeugen in diesen Luftkämpfen ist zu rechnen. Bei den Kämpfen zeichneten sich die unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Sperrte stehenden Verbände, geführt von General der Flieger Eoe- t e r und Oberst G a l l a n d, befonders aus. Die sowjetische Luftwaffe verlor in der gelt vom 7. bis 14.Februar 153 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen und 38 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zelt gingen an der Ostfront 25 eigene Flugzeuge verloren. Bei den Kämpfen im nördlichen Abschnitt der Ostfront zeichnete sich der Wachtmeister Kirchner, Geschützführer in einer Sturmgefchühbatterie, dadurch befonders aus, daß er im Verlaufe von drei Tagen elf angreifende feindliche Panzer, darunter mehrere überschwere, abschoß. Oer Wehrmachiberichi vom Samstag. K» R' bin W' 1%.s Bn ä M bick. ei IL dir ' kiiel o , LrPeL her ü Ei*™. [1* [MW fes* feier »e‘*‘ Meme Kn* kTw B.rit" um) । W Worte M In, von oer Docht irber w Ku wir mcht v^ Eqen betäubt u. ELt, in K? **> lins lind mrnh Jllniteb Pk-tz b Inchricht nber Irll* nnd ■ci Pit großb ln fei. Man h Krnken wollen. Artung der epi Mischen Oeffentl ■ Der Neunorker Wglischen Haupts A n h e u t e 0e lan gar nicht tu Machten habe Kien (0 niederge Kg lesen wollt Ann Nachrichtei Ach gani o'fen, Aiegführur Aisdruck „planm richtigen Entschlüsse faßte. Nach der Entdeckung des deutschen Verbandes um die Mittagsstunde setzten A n c kicher See- und Lust st Schnellboot-Angriffe wurden durch eigene Sicherungsstreitkräfte vereitelt, die zum Gegenangriff Übergingen, zwei feindliche Schnellboote versenkte.» wie der schwere Kreuzer „Prinz Eugen Ke engste StelledesKanals passierten, forderte 'tärkste Kampfanstrengungen von den Besatzungen der Kriegsschiffe und der sichernden Flugzeuge. Während deutsche Kampf- und Sturzkamplmaschinen einen Großangriff auf Dover durchführten und die englischen Küstenbatterien den deutschen Verband wirkungslos beschossen, stießen briti« sche Torpedoflugzeuge Qtus den Wolken. Die Flakgeschütze des „Prinz Eugen" brachten in kurzer Zeit drei Flugzeuge zum Absturz. Zur glei- chen Zeit zersprengten deutsche Jäger nachdrängende britische Luftverbände und schossen in heftigen Lustkämpfen eine britische Maschine nach der anderen ab. Als sich gegen 15 Uhr das ___den 11O0 seit dem Jahre 1933 zensierten Kulturfilmen hat der Reichsfremdenverkehrsverband eine Liste von 400 für den weiteren Einsatz aeeigneten zusammengestellt, die die deutschen Landschaften in ihren natürlichen Schönheiten, ihre Kultur, das Brauchtum und Volkstum in ihnen schildern. Es ist von Interesse, aus einer Zusammenstellung im „Film-Kurier" zu sehen, welche deutschen Landschaften mit besonderer Vorliebe behandelt wurden. An der Spitze stehen die Alpengebiete mit 16 Filmen über Tirol, 40 über Oberbayern, 10 über Kärnten, 5 über die Steiermark, 7 über das Oberdonau-Salzburg-Gebiet; außerdem gibt es 19 Filme allgemeinen Charakters über die Alpen. Weiter werden vom Kulturfilm bevorzugt: die Nordmark und das Nordseethema, die sich in 34 Filmen spiegeln. Ferner behandeln: Mitteldeutschland mit Thüringen und dem Harz 30, Ostpreußen 26, Sachsen 24, Baden mit Bodensee und Schwarzwaldgebiet sowie Elsaß 23, Bayern außer Oberbayern 23, die Mark Brandenburg 22, dazu Berlin 12, den Rhein und das Rheinland 15, das Rhein-Maingebiet und den Main 13, Niedersachsen-Weserbergland 12, Württemberg-Hohenzollern 11, Schlesien 9, Westfalen 9, Pommern 9, Danziq-Westpreußen 7, Sudetenland 7, die Donau 5, Wien 5, se 4 das Nieder-Donau-Gebiet, Mecklenburg, Kurhessen, Oft- friesland und Unterweser-Jade-Gebiet, Westmark 3, Ostsee 2, Wartheland 2 und Prag ein Film. Weitere 29 Ulme behandeln größere deutsche Gebiete. des Samurai-Schwertes. Ein meisterlicher Schwert- chrnied des vorigen Jahrhunderts stand beispielsweise in dem Rufe, ,chöse" zu sein, weil sich ein Herrscher an einer seiner Klingen verletzt hatte; diese Klinge schnitt Blätter, die das Wasser eines Flusses gegen sie trieb, glatt entzwei. Vor den Klingen des größten japanischen Schwertschmiedes, des unsterblichen Mafamune aber, so behauptet das Volk, weichen die Blätter aus, sie spürten nach dem Glauben des Volkes die geheime Kraft der Klingen und trieben in Ehrfurcht daran vorbei. Auf nichts ist der Japaner stolzer als auf seine Familienschwerter. Jedes einzelne wird zusammen mit den wertvollsten Kunstgegenständen aufbewahrt und nur selten Gästen gezeigt. Das Familienschwert gehört denn auch zum allerletzten, das ein Japaner n der bittersten Notlage fortgibt. Im Krieae wird das Samurai-Schwert mit einer gewissen Andacht getragen, sogar die Flieger nehmen es mit ins Flug- zeug. Das alte Samurai-Schwert ist längst wieder an die Stelle des vor einigen Jahrzchnten übernommenen westlichen Offizierseitengewehrs getreten. Die meisten Offiziere und Degenunteroffiziere tragen in der heutigen Stahlscheide ein Schwert aus der Werkstatt eines der alten Klingenschmiede, von denen man etwa zehntausend namentlich kennt, und von denen einige im 13. und 14. Jahrhundert die edelsten, aber auch furchtbarsten Schwerter herstellten. Es ist verständlich, wenn der Japaner seine „heilige Waffe" in ein möglichst kostbares Gewand steckt. Ruht die Waffe, dann genügen Scheide und Griff aus Hellem Holz, wird es jedoch unter dem Sonnenbanner in den Kampf getragen, fo find sie mit edelstem Lack überzogen. Dann ist der wertvollste Metallbeschlag eben gut genug; man zählt rund fünftausend Meister der Metallkünste in Nippon, die nichts anderes fertigen als Knäufe, Stichblätter, Zwingen der zum japanischen Schwert gehörenden Schwerttnesfer und anderer kleinerer Waffen. Unter ihnen sind Meister von feinstem Formgefühl und fast unerreichter Handfertigkeit. In der Hand des japanischen Kriegers ist das Samurai-Schwert eine furchtbare Waffe, mit ihr leistet er manchmal kaum Glaubliches; dabei scheinen dem japanischen Soldaten die technische Fertigkeit und die körperliche Durchbildung weniger wichtig als die 1 innere Haltung: „Von dem japanischen Schwert- ?er. Konipon Ap'elen, qi l *itete, c i ?1],bitte e r! 801 h x bett ( Gute ft E» rech K* mi £$!■ und den fliehenden Feind bis zu den Goodwin- Sands verfolgten. Der Kreuzer „Prinz Eugen" versenkte einen feindlichen Zerstörer und schoß einen weiteren in Brand. Der Versuch britischer Fernkampfbatterien, von der Küste aus die Passage der Dover-Enge zu stören, wurde ausmanövriert, und ebenso gelang es, allen feindlichen Torpedolausbahnen auszuweichen. Bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe, die bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt worden sind, bewährte sich die Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe in hervorragender Weise. Der Jagdschutz und die Bordflak der Seestreitkräfte machten alle Angriffe unter schwersten Verlusten des Feindes zunichte. Neben der Flakartillerie der schweren (Einheiten war die Luftwaffe der Sicherungsstreitkräfte erfolgreich. Zerstörer, Torpedoboote, Minensucher und Dorpostenboote schossen allein zehn britische Flugzeuge ab. Mit Einbruch der Dunkelheit riß die Fembfühlung ab, und nach ungestörtem Nachtmarsch liefen alle deutschen Kriegsschiffe planmäßig in die neuen Stützpunkte ein. Neben der Erreichung des operattven Zwecks steht der taktische Gefechtserfolg. Die deutschen Waffen aller Art zeigten sich wiederum dem Feind überlegen, und die Beherrschung der Straße von Dover durch die britische See- und Luftmacht gehört der Vergangenheit an. Die deutschen Kriegsschiffe stehen zu neuen Ausgaben bereit. Oer Bericht eines Augenzeugen Berlin 15. Februar. (DNB.) Don Bord des schweren deutschen Kreuzers „Prinz Eugen", der während des Seegefechts im Kanal am 12. Februar sieben Stunden lang die Angriffe britischer See- und Luftstreitkräfte abwehrte, wird folgende Schilderung von dem Kampf bei Dover gegeben: Jede Minute zwischen 13 und 15 Uhr, als die Schlachtschiffe „Scharnhorst" und „Gneisenau" fo- Wetter durch Regenschauer und Nebel derart oer« I schlechterte, daß die Ueberwachungstätigkeit der Jä« I gcr außerordentlich erschwert wurde, war die Stunde I der Flak d e s „Prinz Eugen" gekommen. I In rasender Feuergeschwindigkeit wehrte die Kreu, I zerbesatzung die pausenlosen Angriffe der britischen I Flieger abi Blitzschnell wurden die deißgeschossenen Rohre gewechselt und alle weiteren Vorstöße der zum Teil bis auf 300 Meter herangekommenen Briten zum Erliegen gebracht. Wenig später wurden vom Beobachtungsstand achtern feindliche Zerstörer gesichtet, die anscheinend die Fühlung mit dem deutschen Verband behalten sollten. Gleichzeitig wurden von Backbord« feite feindliche U-Boote gemeldet. Im Laufe des kurzen Feuergefechts erhielt einer der britischen Zerstörer einen Volltreffer und sank, ein anderer drehte brennend ab. Die Bekämpfung der U-Boote hatte inzwischen ein deutscher Zerstörer übernommen. Mittlerweile hatte der deutsche Verband Dover ohne jeden Verlust passiert. Erst als tieffte Dunkel, beit sich über dem Kanal auebreitete, hörten die britischen Angriffsversuche auf, die sie mit dem j Verlust von mindestens 62 Flugzeugen, ; zwei Zerstörern und zwei Schnell«! booten teuer bezahlen mußten. In seiner alten 1 Formation bahnte sich der deutsche Verband seinen Weg unangefochten dem Ziel entgegen. Trübe Stimmung in England. Fragen an Churchill. Kriegsrat in Washington. Stockholm, 16. Februar. (Europapreß.) Eine Untersuchung des Verhaltens der britischen See- und Luftstreitkräfte gegenüber den Operationen der deutschen Schlachtschiffe im Kanal wurde am Samstagabend in London angekündigt. Es heißt, das Ergebnis dieser Untersuchung solle, wenn notwendig, auch durch höhere Stellen geprüft werden. Die Schlappen der Briten in Singapur und int Kanal waren am Samstag Gegenstand der Be« sprechung des britisch-nordamerikanischen Kriegsrates im Weißen Hause in Washington. Nach einer Meldung aus Washington nahmen an der Beratung unter beni Vorsitz des Präsidenten Roosevelt seitens der USA. Kriegsminister S t i m s 0 n, MavineMinister Knox, General Marschall, Generalleutnant Arnold« die Admiräle Stark und King sowie Roosevelts Vertrauter Harry Hopkins teil. Von britischer Seite waren erschienen die Generale Dill und W e m y ß, Luftmarschall Harris und Admiral L i tt l e. r England steht nach Ansicht der schwedischen Korrespondenten in London vor einer Regierungskrise. „Dagens Nyheter" z. B glaubt, diesmal werde sogar Churchills persönliche Stellung von verschiedenen Seiten zur Debatte gestellt, obwohl erfahrene politische Beurteiler es für sicher halten, daß er auch diesmal den Sturm überstehen wird. Eine Regierungsumbildung wird jedoch als notwendig zur Beruhigung der Kritik angesehen. Die Operationen des deutschen Geschwaders bei Dover hätten die Engländer mehr als irgendein anderes Ereignis des Krieges aufgerüttelt und den mit der Wirksamkeit der britischen Kriegsiihrung unzufriedenen Elementen eine kräftige Waffe in die Hand gegeben. Das Auftauchen eines deuffchen Flottengefchwa« ders in der Straße von Dover ist der gesamten englischen Presse erheblich in die Glieder gefahren. Die Verstörung ist allgemein, und erregt fragen die Zeitungen nach den Gründen, die diese deutsche Aktton ermöglichten und nach ihrer Abhilfe. Die „Times" schreibt: „Seit dem 17. Jahrhundert ist für den Stolz unserer Seemacht nichts Demüttgenderes in den heimischen Gewässern geschehen. Aber nicht nur unser Stolz ist getroffen, Das heilige Schwert. Von Hans Sturm. Wenn die Japaner das Samurai-Schwert, die ihnen heilige Waffe, an Staatsmänner oder hohe Offiziere befreundeter Nationen als Geschenk aeben, fo wollen sie damit ihre Verbundenheit mit diesen Ländern bekunden. Das Samurai-Schwert leitet feinen Namen her von dem alten, damals erblichen Ritterstande der Samurai, die das militärische Ehrengefolge des Herrschers bildeten; sie lebten nach einem Ehrenkodex, dem „Buschido" (Weg der Krieger), der auch heute noch eine der Grundlagen der nationalen Ethik der Bewohner des Jnselreiches bilbet. In diesem Kodex spielt das „heilige Schwert" eine besondere Rolle; nur derjenige bars es tragen, der „im Falle der Not entschlossen ist, zu sterben", und ber „jeben Tag bes Lebens als ben letzten anzusehen vermag". Im alten Japan stellte bas Schmieden ber wichtigsten Waffe des Kriegers, des furchtbaren Schwertes beinahe so etwas wie eine kultische Handlung dar. In festlichen Gewändern und nach voraufgegangener feierlicher Läuterung gingen Meister und Gehilfen an das Werk. Die Zusammensetzung bes Ebelstahls war ein Geheimnis ber Schmiede, die ihm an einem einfachen Kohlenfeuer die nötige Biegsamkeit und Härte zugleich zu geben wußten. Die leichtgeschwungene Klinge mußte haarscharf fein; um ihre Güte zu erproben, wurden mit Reisstroh umwickelte, armdicke Bambusstäbe aufrecht hin- gestellt und in einem einzigen schräg von oben rechts nach unten links geführten Schlag durchhauen. Eine alte Schmiede, in der Samurai-Schwerter hergestellt werden, findet sich noch in der Nähe von Osaka. Sie ist dem Gott des Meeres und dem Gott des Krieges geweiht; kein Unberufener darf sie betreten, und „heilige Seile" schützen sie gegen Berührung mit Unreinem und gegen böse Einflüsse. Nach einem schönen alten Brauch nimmt der Gott, der um Hilfe gerufen wird, oft Gestalt an, um feinen Beistand bringen zu können; etwas von feinem Wesen geht auch in bas Samurai-Schwert über, bas in seiner Kraft wie in feiner schönen und reinen Form weniger Werkzeug ber Vernichtung ist als vielmehr Ausdruck bes Wesens bes Kriegers. Eine Reihe von Sagen umranken die Herstellung Berlin, 14. Febr. (DNB.) Nachdem Vizeadmiral Ciliax ben Gefechtsbericht erstattet hat und die Berichte der beteiligten Kommandanten vor- liegen, kann die folgende Darstellung der erfolgreich durchgeführten Operation ber beutschen See- ftreitfräfte gegeben werden: Die Schlachtschiffe „S ch a r n h 0 r ft" und „G n e i- sena u", der Kreuzer „P r i n z Eugen" und die zugeteilten Sicherungsstreitkräfte liefen kurz nach einem abendlichen Luftangriff am 11. Februar unbemerkt aus einem Hafen ber atlantischen ft ü ft e aus mit bem Auftrag, bie Straße von D 0 verzu passieren, um für anderweitige Operationen zur Verfügung zu stehen. Sie traten mit O st - fürs b i e Fahrt durch den Kanack an. Sie erreichten unbemerkt bie Dover-Enge am 12. Februar mittags, brachten dem Feind, der nun die Fahrt zu stören versuchte, schwere Verluste bei und führten ihre Aufgabe planmäßig durch. Trotz des britischen Anspruchs auf Beherrschung des Kanals zur See und in der Luft wurde die Ausnutzung dieses .Weges durch die deutsche Flotte erreicht. Außer dem Untergang eineß Vo^ostenbootes und ber leichten Beschädigung eines Torpedobootes durch Bombentreffer sind keinerlei Beschädigungen oder Verluste durch irgendwelche Offensiven des Gegners eingetreten. Nur ganz geringe Personalverluste tratet, auf den Sicherungsstreitkräften durch Tiefangriffe feindlicher Flieger ein. Der Gegner hat sich ber plötzlichen Situation weder führungsmäßig, noch taktisch gewachsen gezeigt, während bie eigene Führung sich schon in ber Planung mit jeder möglichen Lage beschäftigt hatte und bet der Durchführung, vom Glauben an den Erfolg getragen, bie taktisch fechter", so berichtet ein Japankenner, „wirb gerabe- zu verlangt, baß er nichts mehr bente, weder an sein Schwert noch an bas Schwert bes Gegners. Er muß gewissermaßen zugleich sein unb seines Gegners Schwert sein? Aus biefer heroischen Anschauung heraus versteht man nicht nur bie Tapferkeit und bie Angriffskraft der Soldaten des Tenno, sondern auch den tieferen Sinn des alten, heiligen Schwertes ber Samurai, von bem ein japanischer Sänger vor vielen Jahrhunderten bereits gesungen hat: Aus bem Blitzen seiner geschwungenen Klinge leuchtet ber Sieg. Ugland. alzers. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. vvölf Schläge tat ... [ Hochwinterlicher Betrieb herrschte auf der Peter- pube, als Marion und Fehr am Nachmittag des Wen Januar im Hörnerschlitten von Agnetendorf Strafen. Viele Fremde, Eleganz und Sport durch- tinanber. Sie gerieten sogleich in eine Gesellschaft Mn Filmschauspielern, deren Regisseur Marion, so- bold er sie entdeckt, nicht aus den Augen ließ. Nach dem Abendessen, beim Tanz, suchte und hnb er Gelegenheit, sich vorzustellen: Grelling war lein Name, er dreht hier oben Außenaufnahmen. Marion, die dergleichen noch nie gesehen, äußerte dm Wunsch, ihnen einmal beizuwohnen: sie merkte ?khrs Zögern, aber sie ging darüber hinweg und M eine Verabredung mit Herrn Grelling. Fehr gestand sich, daß er darüber nicht besonders Wcklich war. Er hatte sie gestern abend mit diesem Fontana teilen müssen — übrigens ein hübsches, uingendes Silvester, nichts zu sagen! — Er vünschte'nicht, sie nun auch hier oben wieder mit Vnanb zu teilen. Am wenigsten mit jemand aus ihrer bisherigen Welt! Zum ersten Male fühlte er P'r stark, daß es nicht ganz ohne Kampf aogehen Wiche» fie dieser Welt für immer &u entreißen. I Der Komponist begann, etwas aus der Operette Morzuspielen, an der er hier in der Waldeinsam- gelt arbeitete, ein Walzerlied im Dreivierteltakt — Marion hörte es einmal an und sang es dann vom ■Blatt. Und Fontana geriet vor Freude über diese ^Premiere", wie er sagte, so aus dem Häuschen, Daß er Sekt herbeiholte und übermütig mit ihr Md dem Baron anstieß: „Gute Nachbarschaft, Drost! Gute Freundschaft! Prost — Prost!" ... gerade zur rechten Zeit, da die alte Boule-Uhr auf Dem Kamin mit heiserem Anlauf den ersten ihrer gton. Wre&.) Tim "britischen gegenüber den chisse im Kanal on angekündigt, lersuchung solle, ere Stellen Ukn- Nun steht der „Alarmzeiger" auf „Scharn- (erftörer üJ? Warst" und „Gpeisenau". Unter dem Bild stehen er*e:ie Worte „Wir schlafen weiter". „News CH ro nie le" erklärt: ,^Haben wir Der feurige Ofen Roman von Hans von hülsen J* Dunkel, tejn bi, . ' imt b,m y,,n*r Uten febanb feinen Wl. ie„u8ene t. n>iurL n tüoi J hin> J **<14 ■ bpr l • FeU» w ir v' üaufe , kF britischen in ?n Qn^rer Wpur und intl Oand der Be l amerikani.I i hause in Wa. I us Washington I )eni Vorsitz bes I 'r UTA. Kriegs, I 'er Knox, Te>I imrt Arnold. 0 sowie Roose« 5 teil. Don bri, Generale Dill rris und Ad. der schwedischen einer Regie« ' 1 Ä glaubt, rrsönliche Stel- Debatte gestellt, ler es für sicher iturm überstehen wird jedock als Iritit angesehen. Jeschwaders bei r als irgendein erüttelt und den 'n Kriegführung jstige Waffe in Flottengeschm« I lt der gesamten Wieder gefahren.' erregt fragen w liefe deutsche Al« * !?■*• Seemacht nichts । Tewasiern ge- Mnsikstiiik ein«, I ■t Meist« »E um be'her ö ’J «Kä» pult trar *6 stürmte, 'enKnd.oer. frnwÄ’ Die ini^ jiönnef' ®'n 'für h.e b°r?" Äan-b-d- nh n"'" Ianfe 6 aue D„( der kS- nnn daß ek ÄS . S7, ^e»2 manfer j, eine gaiier Äfebe- Wa6>ti w b'Ld«"’"' ÄS 1« ms nicht von Churchills Persönlichkeit hypnotisie- ken, von der Stärke seiner Rhetorik und seiner Macht über das Unterhaus gefangennehmen lassen, fnb wir nicht von Phrasen und stänbiaen Versicherungen betäubt und in einen Geisteszustand versetzt vorden, in dem wir unseren Sinn für Realität verloren? Nicht nur wir, sondern auch die Dorni- kions sind unruhig geworden." United Preß berichtet aus N e u y"o r k, daß die Rachricht über die Schlacht in der Straße von hooer gegen die deutschen Schlachtschiffe „Scharnhorst" und „Gneisenau" in der Oeffentlichkeit der IllSA. mit größtem Erstaunen ausgenommen worden sei. Man habe ihr anfangs kaum Glauben schenken wollen. Das Ereignis habe zu einer Verhärtung der deprimierten Stimmung in der amerikanischen Oeffentlichkeit geführt. I Der Nouyorker Nachrichterchienst läßt sich aus der Englischen Hauptstadt berichten, daß man in L o n - hon heute besonders besorgt sei und daß Ijnan gar nicht verstehe, wie man die letzten großen schlachten habe verlieren können. Einige Leute feien so niedergedrückt, daß sie nickt mehr die Zei- mng lesen wollten und den Rundfunk a'bstellten, kenn Nachrichten gebracht werden. Man frage sich Lud) ganz offen, was das für eine Art Kriegführung sei, die solche Folgen habe. Den klusdruck „planmäßiger Rückzug" habe man satt. Von der Ostfront. $ ertin, 15. Febr. (DNB.) Die Kämpfe des putschen Heeres an der gesamten Ostfront Landen in d-r vergangenen Woche im Zeichen des ^lacklassenden Frostes. Im Süd ab schnitt ist Zeilenweise sogar vorübergehend Tauwetter einge- heten. Trotz der dadurch bedingten Unwegsamkeit des Geländes gehen die Kämpfe'weiter. „Die Kälte läßt nach, und die Zeit drängt die Sowjets" hieß k bezeichnenderweise in einer Rundfunkübertragung fes englischen Sprechers Robert Johnson. Aus diesem Grunde wirft die bolschewistische Führung ihre truppen in schonungslosem Masseneinsatz stur und finnlos in den Kampf. Das Ergebnis find immer pieber nur die hohen blutigen Verluste des Feindes, die stellenweise über 2000 und 3000 Mann betragen lind ick keinem Verhältnis zu den gelegentlich erteilten unbedeutenden örtlichen Erfolgen stehen. Kielmehr wurden in der vergangenen Woche in zunehmendem Maße örtliche Angriffserfolge der putschen Truppen gemeldet. Während der ganzen Woche lagen Leningrad Inb Sewastopol im Feuer der schweren deut- fcn Waffen, die in Stellungen, Kasernen und kriegswichtigen Jndullriewerken des Feindes wieder- im ‘ bedeutende Zerstörungen hervorriefen. i Der deutsche Abwehrkampf im Osten ist also durch tunehmende erfolgreiche Aktivität ausgezeichnet, vahrend anderseits die Bolschewisten keines ihrer Operativen Ziele erreichten. I Die deutsche Luftwaffe war im Laufe des 14. 2. |ur Entlastung eigener Heeresverbände im Kampf- jzbiet des Ilmensees in rollendem Angriff gehen Fe'indbewegungen eingesetzt. Mit Sprengbomben Inb Bordwaffen wurden marschierende Kolonnen bnb Fahrzeugansammlungen bekämpft. Drei Jn- lanteriefoloiinen in Bataillonsstärke wurden bei )tnn die Stärke der Seestreitkräfte, gegen die wir Mgendlicklich auf der Hut sein müssen, hat zuge- ncmmen. Daß wir diesen Schlag erhalten mußten einer Zeit, da unsere Kräfte zur See angespannt M wie niemals zuvor, ist doppelt beklagenswert." .Times" sieht das Allheilmittel in der Schaf- sun-g der Stellung eines stellvertretenden Minister« präjrbenten, der Churchill Zeit gewinnen ließe fitf reue Ideen „angesichts der schweren Anspannung her kommenden Monate". „Daily Expreß" fordert von der Regierung ifeste Entschlossenheit, „um dieses Mißgeschick und diesen Reinfall wieder gutzumachen". Seit einem Jahrhundert, so stellt das Blatt entrüstet fest, habe kein feindliches Geschwader an der britischen Küste Ls gewagt, durch den Kanal zu fahren. „Daily Mail" erklärt, dieses Ereignis habe hm ganzen Lande tiefe Erschütterung hervorgerufen, bos Blatt sucht die Gründe dieses Vorkommnisses in der mangelnden Kampfkraft der britischen Luft- paffe. I In besonders scharfer Weise übt ein Artikel des .Daily Mirror" Kritik. „Ist es noch länger sichtig, zu sagen, daß wir in den Premierminister unser Vertrauen setzen", schreibt das Blatt, „obwohl vir seiner Regierung nicht mehr trauen?" Das gleiche Blatt veröffentlicht eine Karikatur, die einen Lrwachenden John Bull, der sich im Bett aufrichtet, erstellt, während fein großer Wecker Alarm schlägt. Ivie Zeichnung läßt erkennen, daß die Glocke schon mederholt Alarm gab, zuletzt für Libyen und Ost- lager flog nach Volltreffer in Aus der Stadt Gießen Arzthelfer — der Kranke. Nicht diesen Angriffen auf gerieben. Mehrere Artillerie- Stellungen erhielten Volltreffer. Sechs Geschütze wurden zerstört, 157 Lastkraftwagen, 60 Schlittenbespannungen, ein Panzer und eine Lokomotive lich^zumute. Er mochte Marion nicht mit offenen Worten sagen, Ulla sei um ihretwillen aus dem Hause gegangen, denn das mußte sie natürlich kränken; er schob das Medizinstudium, das sie sich ertrotzen wolle, in den Vordergrund. Allein an der mühsam gemeisterten Nervosität, mit der er über diese Dinge sprach, erriet sie doch, was er ihr verbergen wollte. Das brachte einen ersten leisen Mißklang in diese vom herrlichsten Winterwetter begünstigten Tage. Fehr unternahm allein ein paar Skiwanderungen, den Kamm entlang ober ins Böhmische hinunter; doch er gab sie auf, als er einmal bei der Rückkehr Marion in Gesellschaft des Regisseurs Grelling und seiner Schauspieler fand. Eine jäh aufwallende Regung von Eifersucht machte sein Herz für einen Augenblick blind. Fortan wich er nicht von ihrer Seite; hielt sie vormittags mit einer Zähigkeit, der sie sich manchmal nur seufzend fügte, auf der Uebungswiese fest („Eine Baronin Fehr muß unbedingt Ski laufen können. Marion!"); machte nachmittags gemeinsame Wanderungen auf den gebahnten Wegen zur Spindlerbmrde ober zur Adolfbaude;. und tanzte jeden Abend mit ihr zu den Weisen der kleinen Kapelle. Dabei mußte er's nun freilich dulden, daß Grelling immer wieder an den Tisch trat, um sie zum Tanz zu holen. Irgendwie — vielleicht durch sie selbst? Sehr wahrscheinlich durch sie selbst? — hatte der Re- gisseur von ihrer schauspielerischen Karriere erfahren; er machte immer wieder Anspielungen, daß es jammerschade sei, wenn eine Frau wie sie, der Bühne endgültig Valet sage, daß sie filmen müsse, daß er bereit fei, ihr einen glänzenden Vertrag zu verschaffen. Diesen Anspielungen gegenüber fand Fehr es nötig, ihn einmal beiseite zu nehmen und ihm zu eröffnen, daß Fräulein van Brakel in einigen Wochen heirate und von einer Fortsetzung ihrer Bühnenlaufbahn ebensowenig die Rede sein könne wie vom Filmen ... Grelling muffte Gel-g-mhest gchMen haben, blieben im Bombenhagel deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge liegen. Ein großes Munitions. „ '' „ ' ™ " '' ‘ die Luft. Im Dones- decken und im mittleren Frontabschnitt belegten unsere Kampfflugzeuge feindliche Truppen- konzentrationen und wichtige Nachschubstraßen mit Bomben. Zahlreiche Fahrzeuge und Geschütze wurden hierbei vernichtet, mehrere Flakbatterien zum Schweigen gebracht. In Luftkämpfen verloren die Sowjets sieben Flugzeuge, zu denen drei weitere kommen, die von der deutschen Flak abgefchossen wurden. heute, da an die Aerzte vielfach vermehrte Ansprüche gestellt werden, ist es besondere Pflicht des Kranken, auch seinerseits alles zu tun, um dem 2lrjt die Behandlung zu erleichtern. Das geschieht am besten durch genaue Befolgung der ärztlichen Vorschriften. Wenn der Arzt Bettruhe verordnet, so weiß er, warum er das tut, und der Kranke soll nicht, weil er sich subjektiv im Augenblick wohl fühlt, eigenmächtig aufstehen. Die Aerzte lassen keinen Kranken das Bett hüten, wenn sein Zustand das nicht er- forbet. Ein Tag au früh aufgestanden, kann eine Krankheit Tage, ja Wochen verlängern. Ist Aufstehen erlaubt, halte man sich ebenfalls genau an die vorgeschriebene Zeit und dosiere nicht eigenmächtig. Manche Kranke können es nicht unterlassen, den Arzt mit Wünschen nach bestimmten Arzneien zu bedrängen, weil sie von besonderen Erfolgen bei dem aber jenem Bekannten gehört haben. Bei noch so großer Ähnlichkeit der Symptome kann es sich doch um ganz verschiedene Krankheiten handeln, abgesehen davon, daß ja auch die konstitutionellen Anlagen in Betracht gezogen werden müssen. Auch die kleineren, scheinbar nebensächlichen Verordnungen des Arztes sollten genau beachtet werden. Es ist nicht gleichgültig, ob ein verordnetes Sowjets mit starken Artillerievorbereitungen und Panzerunterstützung tapfer ab gewehrt. Durch rücksichtslosen Einsatz seiner Person riß er die ihm unterstellten Verbände immer^ wieder zu erfolgreichen Gegenstößen und zu einem Angriff in die Flanke der Bolschewisten vor, dessen volles Gelingen für die weitere Führung des Kampfes von aus, Ichlaggebender Bedeutung war. Major Michael Bauer ist es in erster Linie zu verdanken, daß der Plan der Sowjets, in den letzten Dezembertagen eine größere deutsche Kampfgruppe zu umgehen und einzukesseln, mißlang. Per- sönlich in vorderster Linie stürmend, spornte er seine ermüdeten und durch eisige Kälte mitgenommenen Infanteristen zu todesmutigem, aufopferndem Einsatz an. Der durch die überragende Tapferkeit des Majors Bauer erzielte Erfolg war für die operative Führung von entscheidender Bedeutung. Oberleutnant Hans Stepp, am 2.9.1914 in Gießen geboren, ist einer der ältesten Sturzkampfflieger und hat bisher 418 Feinbeinsätze ge- flogen. Nachdem er bereits mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde, hat er sich weiterhin in den schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront »durch heldenhaften Einsatz hervorragend bewährt. Durch die Vernichtung feindlicher Panzer und Kolonnen hat er maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Abwehr feindlicher Durchbruchsversuche. Spanien gegen Moskau. Eine Rede des Generals Franco. Sevilla, 15. Februar. (DNB.) Der spanische Staatschef General Franco hielt anläßlich eines feierlichen Empfanges in der alten Maurenburg Alcazar von Sevilla am Samstag vor den Generalen und hohen Offizieren der andalusischen Garnisonen eine Ansprache, in der er insbesondere den antibolschewistischen Charakter des neuen Spaniens unterstrich. Der Caudillo wies auf Zusammenhänge zwischen dem spanischen Befreiungskrieg und dem europäischen Kreuzzug gegen Moskau hin und erklärte, daß ohne den siegreichen Ausgang des nationalspamschen Kampfes heute keine spanischen Freiwilligen in den weiten Ebenen der Sowjetunion stehen würden. Die anglo-amerikanische Welt, so fuhr der Generalissimus fort, kämpfe gerade gegen jene Macht, die zwanzig Jahre lang ein europäisches Bollwerk gegen die roten Horden bildete. „Wir können", so führte der Caudillo wörtlich aus, „unverhohlen von dem sprechen, der Europa gegen die schlimmste aller Invasionen verteidigte: gegen die Invasion des Bolschewismus. Während dieser ganzen Zeit versuchten die Sowjets mit allen Mitteln Europa zu unterminieren und zu verunstalten. Seine fünfte Kolonne wühlte in ganz Europa, wie auch hier in Spanien, um sich leichter auf seine ZivMasion stürzen zu können und sie zu zerstören." General Franco rechnete sodann scharf mit den englischen Wunschträumen ab, Europa den Bolschewisten 'auszuliefern, und drückte sein Vertrauen in den endgültigen Sieg der Ordnungsmächte über die Kräfte der Zerstörung aus. Der Führer sprach vor Offizieren und Offiziers-Anwärtern. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Der Führer sprach heute im Sportpalast vor soeben beförderten Offizieren des Heeres und kurz vor ihrer Be- förberung zum Offizier stehenden Offiziers-Anwärtern der Kriegsmarine und Luftwaffe, sowie Junkern der Waffen-^. Reichsmarschall Hermann Gorina meldete dem Führer 9883 angetretene junge Offiziere und Offiziers-Anwärter. Ausgehend von der deutschen Geschichte und Dolkwerdung, die ihre Krönung im Sieg der nationalsozialistischen Bewegung fand, gab der F ü h r e r den jungen Soldaten die Parole für ihre späteren Dflichten als Offiziere Unb Führer in der nationalsozialistischen Wehrmacht. Speer Nachfolger Todts in allen Aemtern. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Die Roichspresie- stelle der NSDAP, gibt bekannt: Der Führer hat an Stelle des tödlich verunglückten Pg. Dr. Todt Albert Speer zum Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP, und zum Leiter des Nationalsozialistischen Bundes deutscher Technik ernannt. Amtlich wird mitgeteilt: Reichsmarschall G ö • ring hat in seiner Eigenschaft als Beauftragter für den Dierjahresplan Reichsminister Speer zum Generalbevollmächttgten für die Regelung der Bauwirtschaft ernannt. Mit diesen beiden Ernennungen ist Reichsminister Speer Nachfolger Dr. Todts In allen Aemtern. Das Ritterkreuz. Berlin, 14. Februar. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Alexander Moeckel, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Major Michael Dauer, Bataillons kommandeur in ein em Jn f an- terie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Hans Stepp, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. Oberstleutnant Alexander M o e ck e l hat mit seinem Regiment zehn Tage lang durch geschickte und zähe Ortsverteidigung täglich mehrere Angriffe der Bad fünf Grad wärmer oder kälter genommen, ob ein Wickel längere ober kürzere Zeit am Körper belassen wird. Äuch die vorgeschriebenen Zeiten und Mengen müssen genau befolgt werden: dreimal zehn Tropfen täglich oder zweimal fünfzehn Tropfen ergeben zwar die gleiche Tagesmenge, aber nicht die gleiche Wirkung. Je'de Abweichung von der ärztlichen Vorschrift ändert die Wirkung, schwächt sie entweder ab ober verkehrt sie in ihr Gegenteil. Wenn ein Medikament nach Dem Essen genommen werden soll, so hat das eben owohl seinen Grund, wie die Vorschrift, daß ein anderes vor der Mahlzeit zu nehmen ist, der Kranke hat kein Recht, sie aus einem ihm gerade beliebigen Anlaß umzu- stoßen. Gehorsam gegenüber den ärztlichen Vorschriften, Pünktlichkeit unb Genauigkeit in ihrer Durchführung sind die Faktoren, mit Denen der Kranke seinem Arzt am besten hilft und sich selbst am meisten nützt. Auch die Angehörigen des Kranken haben die Pfticht, die ärztlichen Verordnungen gewissenhaft durchzuführen, um den Arzt in der Behandlung zu unterstützen. Damit leisten sie auch dem Kranken den besten Dienst. Nicht zu viel zettmarkeu nehmen. Nach einer Miteilung der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- unb Beherbergungsgewerbe hat sich heraus- gestellt, daß die Richtlinien des Leiters dieser Wirtschaftsgruppe vorn 19. Juli 1941 über die Abgabe von Fettmarken in den Gaststätten von manchen Mitgliedern der Wirtschaftsgruppe nicht in dem vor- Aklein er predigte sich Geduld und machte gute Miene zu einem Spiel, das er weit entfernt war böse zu nennen. Man hatte ihnen, auf Fehrs telephonische Bestellung, Zimmer mit dem Plick in die „Sieben Gründe", auf der böhmischen Seite des Gebirges, eingeräumt, und Marion packte die hundert Sachen unb Sächelchen aus, die sie vorgestern erst in Leipzig für ihre Wintersport-Ausrüstung erworben hatte; aber schon am nächsten Tage, nachdem sie ein einziges Mal auf der Uebungswiese gewesen war, um unter Fehrs Anleitung wenigstens die Anfangsgründe des Skilaufs zu lernen, erklärte sie ihm halb lachend, halb beschämt, sie werde es darin wohl nie zu einer Fertigkeit bringen, fürchte vielmehr, ihm nur die Freude an seinem geliebten Sport zu beeinträchtigen. Natürlich lehnte er mit humoristischen Wendungen ab; doch im Herzen fühlte er wirklich ein leises Bedauern, denn er hatte sich in der Tat recht daraus gefreut, wieder einmal nach Herzenslust über die wundervollen weißen Hänge dahinzuschweben. Und er dachte mit einem aus Groll und Sehnsucht gemischten Gefühle an Ulla, die „Sportkameradin", mit der er dies Glück alle Jahre, und auch genau vor zwölf Monaten, weidlich genossen hatte. Der Groll überwog. Marion stellte das mit einer gewissen Bestürzung fest, als er ihr auf einem kurzen Spaziergang vor dem Mittagessen erzählte, wie die Dinge zwischen ihm und Ulla standen. Wie standen sie? — Er hatte noch am Silvestertag einen kurzen Brief vom Schwager Strakonitz erhalten, der nicht mehr umfaßte als die sachliche Mitteilung, daß Ulla in Dresden fei und, zur Vorbereitung auf ihr Medizinstudium, einstweilen tn feiner Klinik arbeite. Don ihr selbst kein Wort! Und das war's, was ihn besonders verdroß: daß sie den Weg zu ihm nicht suchte. Er begann zu ahnen, daß ein ernsthafter Bruch war, was er zuerst nur für eine Demonstration von ihr gehalten .hatte. Und M dieser Ahnung wurde ihm unbel-g- von dem Beruf bes Arzthelfers — ober vielmehr der Arzthelferin — soll hier die Rebe fein, sondern von der Aufgabe des Kranken, dem Arzt bei seinem Bemühen, ihn zur baldigen Genesung zu bringen, von sich aus zu unterstützen. Gerade geschriebenen Ausmaß beachtet werden. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß manche Mitglieder beim Angebot und der Verabfolgung von Speisen zuviel Fettmarken von den Gästen verlangen. Die Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe weist deshalb ihre Mitglieder darauf hin, daß sie Die erwähnten Richtlinien strengstens zu beachten haben unb nur soviel Fettmarken entgegennehmen dürfen, wie ihnen nach den Richtlinien gestattet ist. Diese Richtlinien, an die die Gaststätten sich zu halten haben, schreiben u. a. folgende Fett- marfenmengen vor: Für Fleisch und andere in der Pfanne gebratene Speisen, insbesondere gebratene Fische, 15 bis 20 Gramm, deutsches Beefsteak und Bratklops jedoch 10 Gramm, sonstige warme Fischgerichte höchstens 10 Gramm, Gemüse, Teigwaren unb entsprechende Eintöpfe bis 10 Gramm, für Gemüse als Beilagen und Salate jedoch höchstens 5 Gramm, für Salate nach Mayonnaisen allerdings 10 bis 15 Gramm, für Bratkartoffeln bis 15 Gramm und für Geflügel je Portion 10 Gramm. G eßener Polizei im Dienste des KrieaS-WHW. Der vergangene Samstag und Sonntag standen, wie überall im Reiche, auch bei uns im Zeichen des „Tages der d e u t s ch e n Polizei. Zur Straßensammlung waren neben den Beamten der Polizei auch Manner der ff, ferner vom NSKK., vom SHD., von der Feuerlöschpolizei, der Technischen Nothilfe und Helfer vom Jungvolk eingesetzt. Sie schwangen unermüdlich die Sammelbüchsen, und die hübschen Figürchen und auch die farbigen Postkarten und ein gediegener Wandspruch, der in den Wohnungen angeboten wurde, fanden überall guten unb schnellen Absatz. Auch die sonstigen Deranftaltungen und Ueberraschungen, die die Polizei zu ihrem verdunkelungszeit: 16. Februar von 19.36 bis 8.06 Uhr. ■■■«mmill ■— WMMWMWWWMWW Ehrentage liebevoll vorbereitet und ins Werk gesetzt hatte, trugen zu ihrem Teil ba^u bei, den finanziellen Erfolg zu sichern, Lautsprecherwagen und Schießstanb, der ßuras und der Elefant Nurmi unb besonders auch das Konzert des Musikzuges der SA.»Standarte 116 am Samstagnachmittag auf dem Kreuzplatz verfehlten ihre Anziehungskraft nicht. Die Verbundenheit und das herzliche Vertrauensverhältnis zwischen der Pvlizei unb der Bevölkerung bekundeten sich am vergangenen Wochenende wiederum in vorbildlicher Weise. Das Publikum war an diesen beiden Tagen gern bei der Polizei zu Gast, und das Ergebnis der Straßensammlung ,und der Sonderveranstaltungen der beiden Tage barf wohl schon jetzt als außerordentlich befriedigend bezeichnet werden. Die Gießener Polizei kann also mit Stolz und Genugtuung auf das zurückblicken, was am letzten Wochenende im Dienste des Kriegs» winterhiffswerkes und als bescheidener Ausdruck unseres Dankes an die unerschütterlich kämpfende Front geleistet worden ift Für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht veranstaltete durch die NS.-'Gemeinschaft „Kraft durch Freude" dieser Tage in einem Lazarett eine Filmvorführung. Der Film JDie Julika" nebst der Wochenschau war den Verwundeten eine angenehme Unterhaltung. In einem Lazarett brachte eine bunte Bühne ,Kleine Wichtigkeiten" in einer reichhaltigen Vortragsfolge. Irene W a p zeigte ihre Kunst im Csardas und Spitzentanz. Mimmi Klingler brachte schöne Melodien aus Operetten mit weichem Mezzosopran zu Gehör. Eine sehr gute Nummer brachte der Zauberer Lenardini. Seine Künste waren verblüffend, mit Humor verstand er die Spannung zu steigern. Eine gute Leistung bot auch der Exzentrik- Jongleur Resch. Franz Kaiser brachte als Humorist viel Fröhlichkeit; er sprach auch die verbindenden Worte. Der Pianist Hans Erich W e i b i g gab Schlager auf dem Akkordeon zürn Besten und sorgte aufs beste für die musikalische Untermalung. Reicher Beifall dankte de» Künstlern für die frohen Stunden. Zum WHW.-Konzert am vergangenen Donners- tag hatte die hiesige Polizei eine große Zahl Verwundete als Gäste eingeladen. In einem Lazarett veranstaltete der Gesangverein „Arion" aus Gießen-Klein-Linden unter der Stabführung seines Ehrenchormeisters Nikolai ein Marion diese — im Ton vielleicht etwas zu ungeduldige — Mitteilung weiterzutragen, denn sie zeigte sich gegen Fehr ein wenig verstimmt darüber; so daß es seiner offenen Frage bedurfte, ob sie seinen Standpunkt nicht vollkommen teile? „Gewiß, Jan —", sagte sie: „Aber es ist doch schwerer, als ich dachte, so plötzlich von dieser Welt Abschied zu nehmen ..." „Aber, Kind! Du hast doch selbst gesagt, nicht einmal, sondern viele Male, daß du im Grunde nicht daran hängst?" „Ja, das meint man. Aber wenn man dann doch wieder mit ihr in Berührung kommt, bann ist der Zauber von neuem mächtig. — Geduld, Liebster! Dies ist ja noch so ein Zwischenstabium, Schwebezustand, nicht Fisch noch Vogel. Bin ich erst endgültig in deiner Welt heimisch, bann wird sich alles von selber machen." Fehr benutzte die Gelegenheit, die Frage des Datums unb all die anderen Dinge, die mit der Heirat zusammenhingen, aufs Tapet zu bringen, lieber den Tag einigte man sich leicht: beide hatten ja ein Interesse daran, ihn nicht weiter als unbedingt nötig hinauszuschieben. So wurde der 20. Januar beftimmt, bis zu dem alle Papiere beschafft fern konnten. Trauung in Berlin. Kleines Diner mit den Zeugen. Abreise mit dem Abendzug nach der Riviera. Rückkehr im ersten Februardrittel, — wenn die Handwerker wieder aus dem Hause waren ... Blieb die Frage der Zeugen, und sie schuf einige Verlegenheit. Fehr kannte in Berlin eigentlich niemand gut genug, um diese intime Gefälligkeit von ihm zu erbitten. Schließlich besann er sich auf einen Breslauer Regimentskameraden, Horner, mit Dem er durch all die Jahre eine gewisse lockere Verbiw Dung aufrechterhalten hafte: man hatte sich nach dem Kriege einmal zufällig getrorfen. hotte zusammen gegessen unb dies kameradschaftliche Beisammensein auch später gelegentlich wiederholt, wenn Fehr in Berlin war. Ihn konnte man schließlich bitten, ohne weitläufige Erklärungen abgeben zu müilm. (Fortsetzung folgt) tßiidifialtci? sucht zum 1. 4. 1942 ausbaufähige Dauerstellung. Schriftliche Angebote unter 0604 an den Gießener Anzeiger erbeten. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten' auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TRINERALG.M.B.H., MÜNCHEN J 27/547 W eder ein Gießener Ritterkreuzträger sperrt. Landkreis Gießen. unzu- abzusehen. 0603 Am 15. Februar entschlief sanft nach langem, lit großer Geduld ertragenem Lei- liebe Mutter, Schwiegermutter, schwerem, mit den unsere StSM1b“Zeitungsträgerin Bevölkerung der ° gesucht. 581D Verlaß des Gießener Anzeigers GLORIri lseestseke-r die, EüwMiwitkunty Mathias Wiemann • Harald Paulsen Charlotte Schultz Erich Ponto Spielleitung: 586 A ATA Henko Gewerbetreibenden und die Frist zur Abgabe der Körperschaftssteuererklärung und der Gewerbesteuerklärung der Körperschaften allgemein bis zum 31. März 1942 verlängert. Diese Fristverlängerung gilt auch für die Abgabe der „Erklärung über den Gewinn aus Gewerbebetrieb für Einzelgewerbetreibende" und für die Abgabe der „Erklärung zur einheitlichen Feststellung des Gewinns aus Gewerbebetrieb und Gewerbesteuererklärung für Perfonen- gefellfchaften"^ Absteifungen in Lustschuhräumen dürken nicht entfernt werden. Eine besondere Anordnung des Reichsluftfahrtministers und ein Ergänzungserlaß des Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirt- Bater inzwischen Ordinarius geworden mar, und 1926 nach Breslau. Mit 17V* Fahren bestand er das Abitur mit Auszeichnung und studierte dann zunächst in Breslau, dann in München mehrere Semester Jura. 1936 trat er, seiner eigentlichen Neigung folgend, bei der Luftwaffe ein, um Offizier zu werden. 1938 wurde er zum Leutnant befördert und kam bald zu einem Stukageschwader. Im Verlaufe des Krieges wurde er Oberleutnant und Staffelkapitän. WOLFGANG LIEBENEINER Eine Unsumme liebenswürdiger und heiterer Verwirrungen entsteht in diesem Tobis-Lustspiel aus einer Multiplikation von „Ich mal Ich“, die ein bezauberndes junges Mädchen mit sich selbst vornimmt, bis ein netter junger Mann sich in die beiden Ichs verliebt und der ganze Schwindel herauskommt. Neueste Wochenschau! Tägl. 2.30, 4.45, 7.80; So. 2.00, 4.80, 7.30 Uhr Jugendliche haben keinen Zutritt! engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den Bießener Anzeiger Die Reihe der von der Intendanz geplanten Kul- turvorträge eröffnete am Sonntagoormittag Dr Rolf Roenneke vyn der Reichstheaterkammer mit dem Thema „Das Theater im Großdeutschen Reich". Rach einem Quartettvorspiel und einem Begrüßungswort des Intendanten $). W. Klein begann Dr. Roenneke seinen Vortrag, dem u. a. etwa die folgenden Ausführungen zu entnehmen find. . Das Wort „Wenn Mars regiert, schwelgen die Musen" hat schon im vorigen Kriege keine Gültigkeit mehr gehabt, erst recht nicht im gegenwärtigen-, im Gegenteil, die Staatsführung hat die hohe Mission des Theaters gerade im Kriege ausdrücklich anerkannt. Die zeitbedingten Schwierigkeiten, mit denen das deutsche Theater heute zu kämpfen hat, sind nicht zu leugnen, aber zu überwinden. Voraussetzung für eine Würdigung des Theaters im Großdeutschen Reich war eine Würdigung der Weltanschauung des Nationalsozialismus in großen Zügen: der Redner wies auf die entscheidende Wandlung hin, die seit 1933 auch das deutsche Theater ergriffen hat, und auf die Bedeutung der Konstituierung des Reichskulturkammer: damit waren alle kulturellen Kräfte organisatorisch zusammengefaßt; im Sinne des Nationalsozialismus wurde das deutsche Volk Ausgangspunkt und Endziel aller Kulturübung; das Volk wurde zu den Kräften seiner Natur zurückgeführt; politische Kunst wurde besaht im Sinne der Gesamtpolitik, nicht der Parteipolitik. In der Theaterkammer, war die Das Theater im Großdeutschen Reich Dortragv on Dr. Roenneke im Theater der Universitätsstadt Gießen. der Henkolösung, wenn Sie die Wäscheteile zwischen Einweichen und Kochen kurz in klarem Wasser schwenken. Dadurch entfernen Sie schon den gröbsten Schmutz und erleichtern dem Waschpulver die Arbeit. Wenn man es so macht, kann man auch mal mit etwas weniger Henko auskommen. Es kommt auch wieder die Zeit, wo Sie diese Mehrarbeit sparen und Henko genau nach Vorschrift verwenden können. Persil-Werke, Düsseldorf Mapoleons gege K den Schlacht ■Sieben. Zwar jtini das Mitte' ■Ma-Pott E ■slr eine der Lei I Die überrag, I In der menschl ■sch daraus, dc ■ ist. Europa fti ■ tim entgegen. ■ süchtiger begr Kaum des M gftleiwfitf Meses Krieges ■Karie des Mi Mchrer Saldi Matzen zu ler 3m Nori ■Breite des Mi nie atlantische Wien schneidet ■per Türkei ab, W'Gen Küsten Mies ist, roenr «technischen Er Mausende,abseh Wer Roms in Masai seine ® M ist die K Wurvpaern fü: jII Sie Männe MtlNÜHt find, Wichtung E Andere Karte, Am 19. Januar starb den Heldentod fürs Vaterland mein geliebter Mann, der treusorgende Vater unserer drei Kinder, unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Landgerichtsrat, Oberregierungsrat Hermann Georgi Leutnant in einem Nachrichten-Regiment In stiller Trauer: Elisabeth Georgi, geb. Haasters-Pfaff Heide, Lothar und Eckhart Carl Georgi und Frau, geb. Ottens mit allen Angehörigen. Wiesbaden (Nerobergstraße 6 I), Gießen, den 12. Februar 1942. Wir bitten herzlichst, von Beileidsbesuchen Nach langer, mit größter Geduld ertragener schwerer Krankheit ist am 11 Februar 1942 meine innigstgeliebte Frau, meines Kindes beste, unvergeßliche Mutti, unsere liebe Tochter und Schwiegertochter Fran Margarete Gerhardt, geb.Trinkans im Alter von 29 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Ludwig Gerhardt, z. Z. Luftwaffe Söhnchen Walter Familie Hermann Trinkaus Familie Heinrich Gerhardt Gießen (Crednerstraße 22), den 15. Februar 1942. Auf eigenen Wunsch haben wir die Heimgegangene in aller Stille beigesetzt. • $ Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Müller, geb. Veite im Alter von 60 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Ernst Müller Familie Willi Otto Müller. Lang-Göns, den 15. Februar 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. Februar, 18% Uhr statt. 589 D Heute Montag Wiederaufführung! Lichtspielhaus Täglich 2.80, 4.45 und 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich. Jugend hat keinen Zutritt! schäft weifen ausdrücklich darauf hin, daß aus Lust- fchutzräumen aller Art eingebaute Absteifungen, wie Holzstempel ufw., ohne besondere Anordnung oder Genehmigung des Luftgaukommandos oder örtlichen Luftschutzleiters grundsätzlich nicht entfernt werden dürfen. Ausbau, Lagerung und etwaige Zerkleinerung von Holzstempeln find daher Erna Sack in Konzert. Die Vortragsfolge brachte Chöre und Volkslieder» welche von den Verwundeten mit Interesse ausgenommen wurden. Reicher Beifall dankte den Sängern. Der NSRL.-Sportführer Stein hatte zur Ver- anstaltuna im Kunstfahren „Tag der Meister' eine größere Zahl Verwundeter eingeladen. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschastsleiterm Wrede spendeten die Ortssrauenschaften m Daub- ringen und Mainzlar für die Verwundeten m den hiesigen Lazaretten reichlich Kuchen, die gerne entgegengenommen wurden. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Oberfeldwebel Rudi Henrich aus Gießen, Landmannstraße 8, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Freiwillige für die Waffen-^. Von der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten wir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen--- einzu- treten. Die Divisionen der Waffen--- kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Taten find ein Ruf an die deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Vollmotorisiert umfassen die Divisionen, alle Truppen, wie Infanterie, Artillerie, P oniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen und Sanitätstruppen. Die Waffen--- stellt ein a) Kriegsfreiwillige (Arbeitsdienstpflichtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpfl cht); b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vom vollendeten 17. bis zum 45. Lebensjahr. Der Dienst m der Waffen--- ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführer- und Führerlaufbahn, sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! Ferner werden eingestellt Freiwillige für die ---Polizei- D-i vision und Anwärter für den Dienst in der Deutschen P o l i z e i. Annahmeuntersuchungen finden am 23. Februar 1942, 9 Uhr in Gießen, Burghof, statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß find mitzubringen. Außerdem nimmt die ---Erg.-Stelle Fulda-Werra 0X), Kassel-Wilhelmsböbe, Lömenburaftraße 10, Telephon 36 683 und 34 441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche Merkblatt. Oie Steuererklärunqen der Gewerbetreibenden. Fristverlängerung bis zum 31. März 1942. Eg besteht gegenwärtig Mangel an Arbeitskräften. Dieser kann sich besonders bei der Ausfüllung der Steuererklärungen derjenigen Steuerpflichtigen auswirken, die Einkünfte aus'Gewerbebetrieb erzielen. Um diesen Steuerpflichtigen genügend Zeit zu geben, ihre Steuererklärungen gewissenbaft und sorgfältig auszufüllen, hat der Reichsministex der Finanzen die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung undderGewerbesteuererklärm^des phinqsjimmc M Augen. \ Kapstadt, die wucht« Rnbe aus b( «ischen h , ,^en schein !?^rt Hern Erstellung d FW die gen p des Mit r Männer i Uungen i Mspunlten Pe ang ryrifan Jle ubena, fc Ml P1 Crikntzu obwohl fen ^hr Fi>R hoben IE1 'n dein l |?e Mliche ■Äten- w, Bta IMchen be Een ■btt lre "nM° Id,Kn,' 18 ^'Ne $ I^esichei bi I« |oi|S9j8 ein h« |ts R-‘- S? W«'“nf * reif Mix LsS * in alle" C Maßung d>- nichtige, wann »An den U reres entstand tir sondern es mb bisher emz ptrium Romam ölen an dem U lemefien werde' nb einige der i fischen Rom Merrschastsstrebe^ ■in der Seeschlo wesentlich kleinerem Umfange zur Verfügung. Dor allem aber kann auch Eiweißbeifutter nur in be- begrenzten Mengen gefüttert werden. Daher erfordert die Mast der Schweine bis zur Schlachtreife eine wefentl.ch längere Zeit als im Frieden und der Futteraufwand ist sehr gestiegen. Die hierdurch stark erhöhten Kosten der Schweinemast können mit Rücksicht auf die notwendige Erhaltung des Schweinebestandes, der für die künftige Fleifchver- forgung von maßgebender Bedeutung ist, nicht länger auf die Schweinehalter abgewälzt werden. Mit Genehmigung des Reichsernährungsminifte- riums und des Reichskommiffars für die Preisbil- düng hat die Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft mit Wirkung vom 9. 2. 1942 deshalb ?ine Erhöhung der Grundpreise für Schlachtschweine von 3 bis 5 RM. je 50 k? angeordnet. Zwecks Fut- terersparnis müssen die .mittelschweren Schlachtschweine Dort 90 bis 119,5 kg (Klasse C) bevorzugt werden; für sie beträgt die Grundpreiserhöhung 5 RM. je 50 kg. Die Preiserhöhung wird aus Reichsmitteln, die der Reichsminister der Finanzen hierfür bereit gestellt hat, finanziert, so daß eine Erhöhung der Kleinverkausspreife für Schweinefleisch auch jetzt nicht erfolgt. * l ** E i n Siebzigjähriger. Herr Karl Hübner, Schneidermeister, Bahnhofstraße 44III, begeht am morgigen Dienstag, 17. Februar, in geb (tiger und körperlicher Frische feinen 7 0. Geburtstag. Der alte Herr wohnt feit 23 Jahren im Haufe Röhr und ist seit langem Leser des Gieße- ner Anzeigers. Nach wie vor ist er unermüdlich in seinem Berus als Schneidermeister tätig. — Unseren herzlichen Glückwunsch! Lpd. Schülermonatskarten und II. Klasse. Im Bezirk der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. wird vom 1. März 1942 an die II. Wagenklasse in besonders stark besetzten Personenzügen wegen Platzmangels für Inhaber von Schülermonatskarten ge- lässig. Erhöhung der Grundpreise für Gchlachtschweine. (DNB.) Im Kriege ist der Bedarf an Getreide für Brot und Nährmittel und der Bedarf an Kartoffeln für Speifezwecke wesentlich größer als im Frieden. Infolgedessen stehen für die Schweinehaltung Getreidefuttermittel und Kartoffeln nur m geistige Zentrale geschaffen, von der aus der Staat seine volkskulturellen Ideen fruchtbar machen kann. Nationalsozialistische Theaterkultur, so führte der Redner ferner aus, ist freilich nicht aus dem Boden zu stampfen; sie erfordert die innere Bereitschaft jedes einzelnen ebenso wie die Ueberwindung und Auslösung der im 19. Jahrhundert wurzelnden Ideale. So kommen wir von der weltweiten zur volksgearteten Kultur. Der Vortragende beleuchtete ferner die Situation nach dem Umbruch, die Schwierigkeiten wirschaft- licher wie erzieherischer Art. Große Probleme sind noch zh lösen. Organisation der Besuchermassen allein macht noch kein Nationaltheater. Aber die Schaffung des Reichstheatergesetzes, dessen Paragraphen im wesentlichen Inhalt charakterisiert wurden, bedeutet einen erheblichen Schritt nach vorwärts. Das Problem der Nachwuchsbetreuung, der Ausgadenkreis des Reichsdramaturgen, die grundsätzlichen Spielplantendenzen und bedeutsame Forderungen an die theatralische Ausdrucksgestaltung wurden ebenso gestreift wie die Forderung des kultischen Theaters und die Frage der Gemeinverständlichkeit. Voraussetzung für die Schaffung und Erhaltung eines deutschen Nationaltheaters wird die Hingabe und Erlebnisfähigkeit des Menschen im Theater ebenso sein wie die seelische Ausdruckskraft der Bühne; in dem Mgße, wie das Volk der Kunst gewonnen wird, wird die Kunst dem Volke Bedürfnis und Besitz werden. — Die Hörerschaft dankte mit lebhaftem Beifall. Mit dem Oberleutnant und Staffelkapitän in einem Stukageschwader S t e p p ist wieder ein Sohn der Stadt Gießen mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden. Hans Karl Stepp wurde in Gießen am 2. September 1914 als Sohn des ao. Professors Dr. Wilhelm Stepp geboren, der heute als Direktor der Klinik für innere Medizin in München wirkt. Hans Karl Stepp besuchte in Gießen die Volksschule und das Gnm- nastum und kam dann 1924 nach Jena, wo fein aus ZNizza mit Friedl Czepa Karl Schönböck Paul Kemp Jane Tilden Musik: Willy Schmidt'Gentner Neueste Wochenschau! Meute Montag Erstauftührungl HILDE KRAHL » -Tv Vermietungen] Geräumige 7-Zimm.-Wotinung mit Zubehör per 1. Avril od.später zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 591D an den Gieß. Anz. | Mietgesuche Kleiner leerer Baum (Mansarde) zu mieten gesucht. Kaiser, Curtmann- straße 35. 0602 Kleine'Anzeigen m Gießener Anzeiger werden von Tarnenden brachtet und aeleien. Stellenangebote! Keine Ursprungszeugnisse, ondern nur Zeugnis ab'chriflen dem werbungSichreiben beU legen! — Lichtbilder undBewerbungsunter^ lagen müssen zur Set- meidung von Verlusten auf ver Rückseite Rumen und Anschrift des Bewerbers tragen! Zuverläss., Vers. ÄlleiomälcheD f. fof. z. Aushilfe gesucht. toset Caesar, Gartenstr. 22. Schulentlassenes Mädchen zur Betreuung eines Z^jährigen Kindes gesucht Lollar, Bleichstratze 21 | Verkäufe”] Hochtrachtige, ältere, gute Milch- o. Fahrknh u.ein 11 Monate altes Rind zu verkauf. IssaD Großen-Linden Franks. Str. 75. vornenmi Geschmackvolll Persönlich / Diese drei wesentlichen Eigenechaften der gediegenen Familien- Drucksache nietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aueführungen eowie Papieren billigst die BrUhl’sche Druckerei Scbulsir. 7. Ruf 2251 j Kaufgesuche") Gut erhaltener oder neuer MellM (Divlorn.» zu kauf, gesucht. Sehr. Ang. unter 590vand.G.A. * Rodheim a. d. Bieber, 16. Febr. Der Landwirt Georg Bender II. von hier kann am morgigen 17. Februar in geistiger und körperlicher Frische seien 8 5. Geburtstag begehen. — Herzlichen Glückwunsch! Strafkammer Gießen. Der K. L. in Gießen war beschuldigt, mit einem Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der Angeklagte war geständig und wurde zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten, auf die zwei Monate der Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. Die F. C. in Gießen hatte sich wegen versuchter Abtreibung zu verantworten. Die Angeklagte bestritt jede Schuld, sie wurde aber überführt und zu einer Gefängnis ft rafe von zwei M o - naten verurteilt. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptichristleit"rS: Ernst Blumlchein. verantwortlich für Politik und Bild?r: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumjchein: für >as Feuilleton- Dr. Hans Xbtjriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirt- chaft u. Sport: Ernst Blumjchein. Druck und Setlag- Brühliche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hambnn Änzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel P> Nr.S. L SS-' unh der EÄ» " neben. 1« ! ssrts* |fl Lhiiiflid) ent : PALAST Giessen