ist ein guter Schalleiter und könnte uns verraten. Und so ist in dieser kleinen Welt von Stahl, Maschinen und Menschen eine fast mystische Stimmung verbreitet. Nur in der Zentrale ist es Heller. Da sitzt die Wache in ein Buch vertieft oder sonst beschäftigt. Noch ehe die Dämmerung hereinbricht, lösen wir uns vom Meeresboden. Das Boot steigt. Als es anfängt zu schaukeln, wissen wir, daß die Weite des Atlantik uns wieder umgibt. Die Brückenwache zieht sofort auf. Die Sonne steht direkt im Westen. Wenn jetzt Flugzeuge von Land kommen, sind sie schwer auszumachen. Kaum sind wir fünf Minuten oben, als auch schon ein feindlicher Aufklärer uns wieder herunterdrückt. Ein Gefechtsausguck hat noch rechtzeitig das Flugzeug, als er aus der Sonne kam, entdeckt. Er bekommt dafür vom Wachoffizier einen anerkennenden Rippenstoß. Noch zweimal müssen wir an diesem Abend in den Keller, bevor die Dunkelheit ihren schützenden Mantel um uns legt. Dann bleiben wir oben. Vier Augenpaare starren nun ins Dunkel. Die Feindfahrt bei Nacht beginnt. Geliefert, aber nicht angekommen. S t o ck h o l m, 15. Okt. (Europapreß.) Die schweren Verluste der britischen Geleitzüge im Nördlichen Eismeer führten am Mittwoch zu mehreren Anfragen im Unterhaus. Unterstaatssekretär L a w erklärte, England habe die versprochenen Lieferungen in vollem Umfange g e l e i st e t. Sofern Schiffe unterwegs verloren gingen, könne dies nicht als unzulängliche Erfüllung der Verpflichtungen verzeichnet werden. Die Regierung sei bemüht, dringend benötigte Lieferungen noch schneller als bisher auf den Weg zu bringen. — Die Anfragen waren die Folge von^ Zweifeln, die auf Grund einer Rode des Produktionsministers Lyttelton entstanden waren. Dieser hatte erklärt, daß das gesamte versprochene Material die britischen Fabriken verlassen hätte, ohne jedoch zu versichern, daß es auch die sowjetischen Bestimmungshäfen erreichte. Oie Antwort. Am gleichen Tag, an dem Churchill in Edinburgh redete, hat bekanntlich auch Roosevelt es für nötig gefunden, der amerikanischen Kriegs- stimmung mit einer neuen Plauderei einen Impuls zu versetzen. Und doch sollte es den feindlichen Staatsmännern schon langsam aufgestohen sein, daß immer wieder, wenn sie eine schwungvolle Rede von sich geben, wenn sie, wie z. B. Roosevelt es in dieser seiner letzten Plauderei getan hat, vom „ungeheuren Aufschwung, den die Kraft der Alliierten genommen hat", von der „Transportlage, die sich immer mehr bessere", erzählen, wenn sie die Ausbildung und überwältigende Kriegskunst der alliierten Streitkräfte und chrer Führung preisen, ein Schlag von deutscher Seite erfolgt, der das Lächerliche in ihren Worten auszeigt. Roosevelt und Churchill also redeten — die deut- U-Boot-Waffe aber schlug von neuem zu und konnte die Versenkung zweier wertvoller britischer Passagierdampfer und zweier weiterer Schiffe von 17 425 BRT. melden, so daß der Feind vor der Westküste Südafrikas erneut 61 000 BRT. verlor. Der Dampfer „O r c a d e s" war für eine Geschwindigkeit von 22 Seemeilen, die „D u ch e ß o f A t h o l l" von 18 Seemeilen gebaut. Während dieses Schiff im Besitz der Canadian Pazific in Friedenszeiten auf nördlichen Seewegen verkehrte, handelte es sich bei der „Orcades" um einen ganz modernen, erst 1937 gebauten Tropendampfer der Orient Steam Navigation Company. Das Schiff konnte neben seiner großen Passagiereinrichtung 11800 Ladetonnen an Fracht befördern. Es war eines der schnellsten und größten britischen Tropenschiffe, das als ein mustergültiger Truppentransporter galt. Die beiden Schiffe konnten zusammen 9—10 000 Soldaten befördern. In kurzer Zeit hat t)be feindliche Truppentransportflotte die folgenden schnellen Passagierdampfer verloren: Arcades" (23 456 BRT.) 22 Seemeilen, „Ducheß of Atholl", 20 119 BRT., 18. SM., ,T>ronsayde", 20 043 BRT., Der Seeweg um Südafrika. ENGLAND, km Freetown KapStai ttpooku INDISCHER OZEAN USA: ~ Kapstadt iSoookm DE.HHeM-pitN»T Kapstadt D.-D. Angesichts der weiten ozeanischen Räume, die die anglo-amerika- nische Koalition einmal von den Landschauplätzen dieses Weltkrieges, zum anderen von ihren Verbrauchs- und Versorgungszentren trennen, ist die Kernfrage der Alliierten-Krieg- führung die A u f r e ch t e r h a l t u n g ihrer Verbindungswege zur See. Der Kampf, den unsere und unserer Verbündeten U-Boot-Waffe dem Feinde tagtäglich in zunehmender Härte auf den Meeren liefert, bedeutet darum für die Front der Alliierten den Kampf um ihre Existenz schlechthin. Wie die junge ruhmreiche Geschichte des gegenwärtigen U-Boot-Krieges gelehrt hat, erfolgt der operative Einsatz der U-Boote noch dem Gebot der Kriegslage überall dort, wo sich neue günstige Kampfbedingungen und Aus- sichten bieten und wo die Gewähr dafür gegeben ist, mit dem Angriff gegen die Seewege des Feindes in die jeweils bedeutend ft en Verbindungszonen des Feindes hineinzu- ftoßen. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Seeweg um einen Kontinent in den Vordergrund des Kriegsinteresses getreten, der, wie das Oberkommando der Wehrmacht ihn bezeichnete, eine Großetappe der britisch-amerikanischen Kriegführung geworden ist: Der Weg um Südafrika, um das Kap der Guten Hoffnung, gegen den deutsche und italienische U-Boote bereits im Abschnitt von Freetown kämpften und unsere Unterseebootwaffe zuletzt im unmittelbaren Hafenbereich von K a p st a d t erfolgreich am Feind gewesen ifL Der Weg um Südafrika soll die Versorgung zu den verschiedensten Landräumen der Alliierten vermitteln. Für Englands Nachschub zur Mi'ttel- m e e r f r o n t und zum Nahen O st e n ist die Route Kapstadt—Port Said lebenswichtig, während der Weg Kapstadt—Bender Schahpur am Persischen Golf die Südroute der britisch-amerikanischen Sowjethilfe und gleichzeitig einen Nachschubweg für den Nahen Osten bildet. Auch Nachschub für Indien kann, da das Mittelmeer für britische Geleitzüge nicht passierbar ist, allein über den südlichen Kapweg geleitet werden. Schließlich führt auch der Weg nach Australien über die Großetappe Süd- afrika. Welche riesigen Entfernungen für diese Versorgungslinien geltend sind,.vermag uns unsere Karte zu veranschaulichen. Für die streckenweise Sicherung dieser südafrikanischen Passage haben die Bri- ten sich nicht gescheut, über die Insel Madagaskar herzufallen. Daß deutsche U-Boote bis zu dem wichtigen Abschnitt Kapstadt vorstoßen würden, mit dieser seestrategischen Leistung hat der Feind nicht gerechnet. Deutsche U-Boot-Männer operieren hier etwa 10 000 km von ihren Stützpunkten und etwa 14 000 km von ihren Kameraden im Eismeer entfernt. Auf der großen Marine-Ausstellung „Unser Kampf zur See" waren auch die Innenräume eines deutschen 500-1-U-Bootes in natürlicher Größe nachgeblldet. — Links: eine Kombüse. Rechts: Blick in ben Kamt mandostand des U-Bootes mit dem Gefechtsfehrodx. » (Scherl-Bilderdienst-M^ Gießener Anzeiger Donnerstag, 15. Oktobers? Der neue Erfolg -euischer U-Boote Heben & teili",cn fiom anstrenzz ^nietet: Hans ;to Söllner Selte^f # igen. Be- und Wirt tterau raü irt erau l6erRin6 ,, im Th«« । Erdteil« Gobsch. hr, |m Tbeatfi •Konzert Orchester ■Ä '^rtTder^i । tibar arbeiten die Männer der Zentrale, Maschine 5Stcelters^S ber Brücke zusammen. Als der Ausguck war- --'tid ausrief: „Flugzeua in 10 Grad Backbord Oer M r, im Thea» is gern Iter Kollo. Kn der Don - Front schossen italienische Jäger ohne eigene Verluste zwei feindliche Flugzeuge ab. 3m mittleren Frontabschnitt wurden [Wnen Äa^steM sich setzend mit seinem FP?r dagegen und umfängt sie mit Leiteten' Armen Doch, er hat nur zwei Arme Mk Tassen rutschen darüber hinweg und J^öen Wsernd aus den Flurplatten, wo sie klirrend ze lei, München Beethoven. 05, 1.55 indt' „Kraft dura 61, und in ® »uenweg 10- en 13:4. n die soM 0Q5 möM ÜL lfgebot p im Sonntcji rpieürn: ke 04), Berlin), nsbüttel), (SC. PI. (ÜFC. Kai, i (beide Klingler i. 0 ff ro ä r t s der Wolga bom- Kampfflugzeuge am Tage Truppen- und Materialtransporte und bei Nacht Flugplätze der Sowjets. Auf der Wolga wurde ein Handelsschiff Mlerer Größe versenkt. bei der Vernichtung eines feindlichen Stützpunktes 64 Bunker genommen und eine Anzahl Gefangener 3m Finnischen Meerbusen schossen Jagdflugzeuge bei Tiefangriffen ein sowjetisches Kanonenboot in Brand. Lei der Bekämpfung von Flugstützpunkten auf ltt Insel Malta durch deutsche Kampfflugzeuge vrden auch gestern große Zerstörungen und irönde erzielt. In heftigen Luftkämpfen schossen eitende deutsche Jäger ohne eigene Verluste zehn britische Jagdflugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Jn Nordafrika waren während des ganzen ^ages motorisierte Kräftegruppen und Zeltlager Briten an der mittleren und südlichen Ala- ein-Front heftigen Angriffe» deutscher Flie- erbände ausgesetzt. Deutsche Jäger brachten britische Jagdflugzeuge bei zwei eigenen ver- 3n Stalingrad und an der D o n - F r o n t wurden einige Gegenangriffe und Vorstöße der Sow- Kiel Sach- und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe und Marine schossen nach bisher vorliegenden Meldungen zehn feindliche Flugzeuge ab. Leichte deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern bei überraschenden Vorstößen Volltreffer in kriegswichtigen Anlagen auf der englischen Kanalinsel Wight. Im Seegebiet ostwärts der Insel wurde ein großes Schwimmdock durch Bomben beschädigt. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote wiederum schnelle und wertvolle feindliche Truppentransporter vernichtet. Sie versenkten vor Kapstadt den britischen Passagierdampfer „Orcades" mit 23 456 BRT„ zwischen Freetown und Kapstadt den britisch-kanadischen Passagierdampfer ,,D u ch e ß o f A t h o l 1“ mit 20 119 BRT. Die beiden für die Beförderung von 9000 bis 10 000 Mann mit Waffen eingerichteten schnellen Schiffe waren im Truppentransport nach Aegypten und dem Mittleren Osten eingesehL Im gleichen Seege- b l e t wurden zwei weitere Schiffe von 17 425 BRT. versenkt, so daß der Feind vor der W e st k ü st e Südafrikas erneut 61 000 BRT. verlor. Obgleich anhaltende schwerste Herbststürme die Operationen stark behinderten, versenkten andere Unterseebote im Rordatlantik aus nach England bestimmten voll beladenen und stark gesicherten Geleitzügen in tagelangen härtesten Verfolgungskämpfen 14 Schiffe mit zusammen 82 000 BRT. und beschädigten zwei weitere Schiffe durch Torpedotreffer. Damit hat der Gegner in den letzten vier Tagen zwischen Neufundland und dem „Kap der guten Hoffnung" erneut durch deutsche Untersee- boote 18 Schiffe mit 143 000 BRT. verloren. Bei den Geleitzuqkämpfen im Nordatlantik bat sich das Unterseeboot des Oberleutnants z. S. T r o j e r besonders ausgezeichnet, das aus einem Geleitzug acht Schiffe mit 47 000 BRT. herausschoh. 3lacht das norddeutsche Küstengebiet an. Die völkerung (jaffe Verluste. Durch Spreng- Brandbomben entstanden vor allem in der Stadt Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer biS8V,Ubr des Vormittag- Anzeiaen-Preiie für die Mllimeter-Zeils von 22 Dttllimeier Breite: 7Rvf. für ftamihenan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvt.f. Werbeanzeigen und geschäftliche GeiegenbeitSanzetgen Platzvor'chrttt l vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr Na, das ging ja mal wieder gut. Hoffentlich hat man uns nicht gesehen. In genügender Tiefe wird das Boot aufgefangen und gleitet nun ruhig dahin. Um nicht vorzeitig entdeckt zu werden, bleiben wir nun auf der angesteuerten Tiefe. Kaum schwankend gleitet das Boot, ein graues Ungeheuer der Tiefsee, in seiner Einsamkeit dahin. Unten in der Zentrale sitzen zwei Männer der Seewache in ihren grauen Lederpäckchen dicht beieinander. Ihre Hände liegen wie spielend auf den Knöpfen der Horizontal- und Tiefenruder, mit denen sie das Boot auf der befohlenen Tiefe halten Ihre Augen sind ständig auf den Tiefenmesser gerichtet; anstrengend ist dieser Dienst. Der Obermafchinift sitzt auf einer umgestülp- ten Pütz und lieft, vielleicht schon zum zehntenmal, die Illustrierte. Sie ist zwar schon einige Wochen alt, aber immer noch macht sie die Runde durch alle Räume. Der Kommandant schläft in seinem Schapp. Niemand darf jetzt ohne die besondere Erlaubnis des L. I. (Leitenden Ingenieurs) durch das Boot gehen. Es ist genau ausgetrimmt, und jede, auch noch so geringe Gewichtsverlagerung während der Unterwasserfahrt, beeinträchtigt die Steuerung. Doch nach einiger Zeit gehen wir tiefer und steuern Grund an. Das Boot setzt ganz leicht auf, man spürt kaum die Berührung mit dem Meeresboden. Gleichmäßig laufen die Wellen des Atlantik gegen die amerikanische Küste von der ein schwacher, dünner Streifen in der Ferne schimmert. Passagier- und Frachtdampfer stampfen ruhig ihrem Ziel entgegen. Die Freiwachen liegen vielleicht am Oberdeck und sonnen sich. Es ist wie im Frieden. Nichts verrät, daß auf dem Grund des Meeres unter der rauschenden, wogenden See ein deutsches U-Boot liegt und auf den Abend wartet. Für die Besatzung ist dieser Tag auf dem Grunde des Meeres eine Zeit der Ausspannung. Bis jetzt war der Ablauf des Tages genau eingeteilt. Neben den vier Stunden anstrengender Wache auf der Brücke mußte noch Backschofterdienst, Reinschiff und tausend andere Dinge, während der Freiwache gemacht werden. Nun können die Männer endlich einmal zehn, zwölf und noch mehr Stunden in einem Tag hintereinander in den Kojen liegen und schlafen. Ja, dieser ausgedehnte Schlaf ist ihnen sogar befohlen worden. Gleich, nachdem das Boot auf Grund lag, kam der Befehl vom Kommandanten: „Alles in die Kojen." Es ist eine Sparmaßnahme, denn zu der vorhandenen Luft muß noch Sauerstoff zugesetzt werden. Ein Tag ist lang, und daß Menschen, wenn sie auf einem kleinen Raum zusammengedrängt sind, beim Herumlaufen mehr Luft verbrauchen, als wenn sie liegen und womög- lich schlafen, ist leicht verständlich. Und mit dem Luftvorrat muß haushälterisch umgegangen werden. Zudem ist es eine Gelegenheit, einmal richtig auszuschlafen. Die Lampen, die das Boot sonst taghell erleuchten, sind auf ein Mindestmaß ausgefdjaltet worden, es herrscht Dämmerlicht. Die Vorhänge an den Kojen sind zugezogen. Die Männer liegen ausnahmsweise ausgewogen, in Wolldecken gehüllt, in den Kojen und filzen, traumlos und tief. Zu den Mahlzeiten stehen sie auf: essen, sitzen ein Weilchen an der Back, spielen Karten oder lesen. Aber nicht lange: die Koje lockt. Still ist es im Boot. Ab und zu geht ein Mann durch alle Räume und bringt neue Sauerstoffpatronen an. Leise tritt er auf, jedes harte Anstoßen mit Eisenteilen vermeidet er. Kein Laut darf nach draußen dringen, denn das Wasser Ll-Booie auf Lauer Von Bildberichter Alwitz Tölle. Oer Wehrmachtbencht. )NB. Aus dem Führerhauptquartier, H Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht ßitt bekannt: 3m kauEafus an der Straße von Maikop M Tuapfe erstürmten Truppen des deutschen (Heeres, unterstützt durch Sturzkampf- und Zer- stSreroerbände der Luftwaffe, weitere beherrschende hihenrücken und Bergslellungen. hierbei wurden allein in einem Divifionsabfchnitt über hundert be- fcsligte Stützpunkte genommen. lullten i*. in nnM ß f'LS U-b.8bi em Rücken gegen den Sehrohrbock gelehnt und lhmien angestrengt in das Zwielicht. Sie müssen um scharf aufpassen, damit sie die feindlichen Siche- lingsfahrzeuge, die nervös in den Küstengewässern erumfahren, rechtzeitig sehen, selbst über nicht ge- !hen werden. Die amerikanische Küste ist iid)l mehr weit, aber unentwegt läuft das Boot ilt halber Fahrt westlichen Kurs. Die Kanne mit em heißen Kaffee, die jede Nachtwache auf den iirm bekommt, steht da, wenn das Boot über» 1t, rutscht sie mit der Tasse hin und her; das ..klapper ist eine monotone Begleitmusik. Glitzerndes Licht wirft nun das Tagesgestirn über h stählernen Leib; es ist wunderbar nach der egen, feuchten Nacht. Die Bugwelle und das häumende brodelnde Kielwasser leuchten silbern i Es könnte fast schön fein- das woa-'nd- M-n, er blaue strahlende Himmel. „Wie eine KdF.-Fahrt loh Madeira", sagt lachend der Wachoffizier, und 1« Männer grinsen, sie wissen ja, was los ist. Diese »bliche Stimmung kann sich jeden Augenblick Nrn. -frie Männer der abgelösten Wache sind fröstelnd ör der Nachtkühle in die Kojen gestiegen und ejen nun im ersten bleiernen Schlaf, als die ' lmnglocke schrill aufgellt Die Freiwame wringt, Weits angezogen, aus den Kojen und nimmt ihre Mm ein. Die Leute der Zentrale, alte erfahrene VKvot-Männer, find sofort an den Hebeln und .iMtilen. In vielen gefährlichen Situationen^ waren ft dabei; es geht alles blitzschnell. Die Lust wird u* den Taucknellen aevreßt. das Koffer mir ent ; 16, und das Boot taucht mit großer Dorlastigkeit, ;ieße°’ deol2 (jhr # PK. Nun graut bald der Tag. Hell schimmert fyn der Himmel über der östlichen Kimm. Strahlen le: Sonne brechen hervor, wie spitze Pfeile kommen !e herauf und färben den Himmel rot. Die Männer nif der Brücke des U-Bootes stehen schweigsam, mit 4:2 (0:2). bei der M lußte fahhh Wechsels 'en Sieg sch rs a.d.ÄI L vumu R und & ^bracht- P2. Jahrgang Nr. 245 jteridjeim .agnctj, außer sonntags und Feiertag« Beilagen: Ateßener ftamitienblotter Seimat imBild- DieScholle Bezugspreis: Nonatlich C .NM. 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 ruch bei Nichterscheinen jott einzelnen Nummern «folge höherer Gewalt lernfvrechanfchluß 2251 )mhtanschrift ■,Anzeiger" Vofti check 116„k Wranff /M General-Anzeiger für Oberhessen zch»l«r Feindfahrt macht, gerade das Geschirr alx er es sauber auf der Back ausgestellt, damit es ' Nt, als plötzlich das Boot sich ste'l nach vorn und Teller und Taffen einen wahnwitzigen N vollführen. Der ganze Berg kommt ms^Ruti lk Mit fliegendem Atem stürzt der Backfchafter 16 Uhr. flf. Etellvecketki Mich für PM : Dr. HM A Zum Absturz. HrUifche Bomber griffen in der vergangenen dCWl ul pflüge 81| »tief. »’01 . q» Haus", stürzte die Brückenwache m den -türm. ’ * als der WO., den als letzter sich berunterfaUen k mit fiebernden Finoern dos Turmluf fdihebt, --fien auch schon die Fluten darüber zusammen, 'feen im Boot rutschen plötzlich die Fuße weg, sie Men sich irgendwo anftemmen, um nicht umzu- 20 SM., Typ „Diceroy of 3nbi< 19 627 BRT., 18 SM., Typ „Reina del Pacifico", 17 702 BRT., 19 SM., Typ „Derbyshire", 11 660 BRT., 15 SM., zusammen sechs Truppentransporter mit 112 607 BRT. Bei diesem schweren Verlust der feindlichen Transportflotte handelt es sich um unersetzliche Schiffe, da Schiffe dieser Art weder unter dem englischen noch unter dem amerikanischen »Schifts- bauprogramm nachgebaut werden. Interessant ist vor allem der Schauplatz dieser neuen Schiff^versenkungen, das Kap der Guten Hoffnung, denn immer mehr wächst sich dieser bis jetzt von den Alliierten so sicher gehaltene Schiffsweg in eine außerordentlich gefährliche Route für ihren Nachschub aus. Vor einigen Tagen erst klagte die „Yorkshire Post", daß eine Verstärkung des U-Boot-Krieges im kommenden Winter vor allem eine Gefährdung der rund um Afrika führenden Seewege befürchten läßt. „Wir dürfen nicht warten", so meinte die „Porkshire Post", „bis die Deutschen und Italiener mit Beginn des Winters und in seinem Verlauf ihre Angriffe gegen unsere wichtigen Seeoerbindungen um Kapstadt nach Aegypten und in den Fernen Osten vermehren. Anderseits nähert sich die günstige Jahreszeit für Kriegsoperationen an der afrikanischen Küste. Auch ist die Zeit des Monsuns in Birma und Indien vorüber." Der Nachschub, so schreibt das englische Blatt, für die in diesen Gebieten stehenden britischen Armeen gehe am Kap der Guten Hoffnung vorbei und verzweige sich dann mehrfach. Man könne sich deshalb nicht die Sorge verheimlichen, daß feindliche U-Boote die Knotenpunkte an dieser Verkehrslinie angreifen könnten. Nun ist eingetroffen, was die Briten schon so lange befürchten. Neben der Störung des feindlichen Nachschubs nach dem Nahen und Mittleren Osten auf diesem neuen Kriegsschauplatz vor Südafrika, geht die Trcmsportschlacht im Nordatlantik gegen die britische Heimatversorgung planmäßig weiter. Unter den hier gegenwärtig' herrschenden Wetterbe- dingunaen sind die Erfolge in den Geleitzugschlachten dieser Tage hervorragende militärische und seemännische Leistungen unserer Boote. Schon seit Anfang Oktober fegten schwerste Herb st stürme über die See, die in Böen die Windstärke 11 erreichten. Gegen turmhohen Seegang mußten sich unsere U-Boote den Weg an den Feind erkämpfen. Trotzdem gelang ihnen eine Reihe von Angriffen. Das U-Boot unter Führung des Oberleutnants z. S. T r o j e r, der seine erste Feindfahrt als Kommandant machte, versenkte in einer Nacht vier Dampfer aus einem stark gesicherten Englandgeleit, hielt sich den ganzen Tag über bei schwerster See am Feind, stieß in der folgenden Nacht erneut in den Geleitzug hinein und versenkte vier weitere Schiffe. Darunter befand sich das tief beladene Walfang- mutterschif „Vestfold", das mit seinen 14547 BRT. eine Ladefähigkeit von 21 844 Gewichtstonnen Walöl besitzt. In zwei Nächten hat der junge Kommandant mit seiner tapferen Besatzung 47 000 BRT. versenkt. Damit haben also die alliierten Streitkräfte in den letzten vier Tagen erneut achtzehn Schiffe mit wertvoller Ladung, Menschen und Munition verloren, die ihnen an ihren weitverstreuten Kriegsschauplätzen bitter fehlen werden, die vor ollem den bolschewistischen Verbündeten schwer abgehen werden. Das deutsche Volk aber darf stolz sein auf seine U-Boothelden, die in allen Gegenden des Atlantik mit ihrem blutigen Kampf zur Befreiung der Meere beitragen. Zwei Lt-Booi-Kommandanten berichten. Berlin, 14.Ott. (DNB.) Zu Vertretern der Presse sprachen zwei deutsche U-Boot-Kommandan- ten über die Versenkung der beiden großen Truppentransporter „Reina del Pacifico" und „Viceroy of Jndia", die im OKW.-Bericht vom 28.9. gemeldet war. Oberleutnant z. S. Hell r i e gel, erst 25 Jahre alt, aber seit Kriegsbeginn bereits U-Boot-Fahrer, Vit Jahre Wachoffizier bei Kapitän Endrah, hat das U-Boot des Eichenlaubträgers Lehmann-Wil- lenbrock übernommen und in drei Fahrten 16 000 BRT. versenkt. Dann kam ihm der Geleitzug der großen Truppentransporter vor die Rohre. Darüber berichtet er:- „72 Stunden war id) mit meinem Boot hinterher, bis ich ihn gegen Mittag zu Gesicht bekam. Es war der 25. September. Bis zum Abend verfolgte ich ihn, ohne ihn angreifen zu können, hatte aber dadurch besonders gute Gelegenheit, ihn zu beobachten. Es waren vier große Schiffe, lauter Zwei-Schornsteiner, ganz große Kästen. Während ick selbst noch nicht in der Lage war, einen Schuß avzufeuern, beobachtete ich „Schön rötlich die Kartoffeln sind.. ." Von Horst Seemann. Wenn man sich einmal überlegt, welchen Wert die Kartoffel heute als Nahrung für Mensch und Tier wie als technischer Rohstoff hat, so erscheint es uns unbegreiflich, daß es eine Zeit gab, wo diese Knollenfrucht noch unbekannt oder heiß umstritten war. Die Heimat der Kartoffel ist Peru und Chile in Südamerika. Die spanischen Eroberer, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit ihren Karavellen den Ozean überkreuzten, um aus dem neu entdeckten, fernen Lande Mengen gelben Goldes zu holen, ahnten nicht, daß die unscheinbaren, dunklen Knollen, die sie auf der Rückreise irgendwo hinter Tauwerk und Fässer geworfen hatten und die sie in die Heimat mitbrachten als eine Kuriosität, für die Menschheit einst unendlich mehr bedeuten sollten als das ganze Gold der Inkas. Das „Field-Museum für Naturgeschichte" in Chikago veröffentlichte vor kurzem eine umfangreiche Arbeit, die sich mit der Einführung ursprünglicher amerikanischer Pflanzen nach Europa befaßt. Danach ist anzunehmen, daß etwa um das Jahr 1570 Spanien die erste Bekanntschaft mit der Kartoffel gemacht hat. Aktenmäßig hat man festgestellt, daß bereits 1573 in Sevilla Kartoffelmärkte von größerem Umfange abaehalten wurden. Don Spanien gelangte die Kartoffel nach Italien, wo sie nach der äußeren Aehn- lichkeit ihrer Knollen mit einer Trüffel den Namen „tartufo bianco" erhielt, der in Deutschland in „Tartusfel" und schließlich „Kartoffel" umgeändert wurde. ♦ In Deutschland trat sie zuerst zur Zeit Karls V. in Erscheinung. Clusius pflanzte sie 1588 in Wien und Frankfurt a. M. als botanische Seltenheit. Schließlich ließ sich der Große Kurfürst aus Holland einige Knollen kommen, und zwei Jahre nach dem Dreißigjähren Kriege wuchsen einige Kartoffelpflanzen unter der Obhut des Arztes und Bo- tanikers Els Holz im Berliner Lustgarten. Zu Aus dem Reich Alpen führen Sendungen in den Sprachen der Kriegsversehrte werden auf die Reife- Jungen in den Sprachen der 6 Spanisch durch. Ferner üben iÄoffe ckern Luxemburg, Bres« , Balkanländer und in Live Abrufe statt. Ueber Auslese und Erziehung, Nachwuchs, ^mponist Planung, Lenkung, Fürsorge der Versehrten, Berufs- Lert ü beifall. »m Bisci Reichsmimster Rust ist in Venedig eingetrosten. - i* h* -vciicuig emueirm en« iS SääX ä» Sääi’"6'” w“ —" - ----- Ein Zeitschriften Im tiger dem hat be- Prüfung vorbereitet. November wird in Dresden ein sechsmona- Sammellehrgang für Kriegsversehrte aus innenminifterium, der stellvertretende Reichsärzte», führer Dr. Blohme und Oberstleutnant Martinenao vom OKW. forderung der Wehrmacht, Betreuung der Soldaten und Studienurlauber sprachen Reichsamtsleiter Dr. Gmelin, Präsident Prof. Dr. Burgdörffer unb Re- Unter dem Vorsitz des Reichsstudentenführers Dr. Scheel fand in Salzburg eine Arbeitstagung des Reichsstudentenwerkes über die Sicherung und Betreuung des Nachwuchses für die akademischen Be- tragen außer den Sendern lau und Köln mit dem englischen Nachrichten- ez Reis' llchelt, r deck F> irakischen Ministerpräsidenten Nuri Said die Forderung gerichtet worden, innerhalb von zwei Wochen 150 000 irakische Soldaten unter das Ober» kommando von General Wilson, dem Oberbefehlshaber der 10. Armee, zu stellen. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 14. 0kl. (DJIB.) Dec Führer oerlii dem Hauptmann Johannes Kümmel, Abteb lungskommandeur eines Panzerregiments in Afrika, und dem Hauptmann Karl T o r l e y, Führer eines Jnfakeriebataillons, das Eichenlaub zum Ritterkren, des Eisernen Kreuzes. ie schlesi sohl, Sti fjaupl Gerhari «erfaßte, "en find t srausewe Bieber, Qi bereits be Welk Mit ein Ortzeiten 3n Ach' oängle mb des 9 lrchäolog urtwäng 5i Mitte ! öreslau, !0. Gelmr srafesfore feinem L öetrachtui inons $ ton Di japan". tag „®ei Hans Kn puptmai schewismus paktieren zu können glaubten. Ohne sich an das zu halten, was vereinbart worden ist, macht Moskau seine Forderungen geltend durch die Hilfstruppe, die es sich auch in England errichtet und die den Winken des Drahtziehers Maisky dingungslos pariert. ommeri" eisters r Zeit i bet Hra Hum 12 angte i enfe mponift Bereit g W en lyr einen € inem b ma, in abartiger efe, ftim treichtm ganzen Reichsgebiet beginnen. Meldungen zu diesem Lehrgang sind bis zum 20. Oktober an den Leiter des sächsischen Ministeriums für gierungsdirektor Kock vom Reichserziehungsministe- rium, Ministerialdirektor Dr. Ruediger vom Reichs.' oAes Sei dem Vorstoß in die Kirgisensteppe riß Haupt» mann Torley seine Infanteristen bei glühender^ Hrße m deckungslosem Gelände mit nie erlahmender Knergte vorwärts und erzwang gegen zahlenmäßig r ‘ u«jSeic?cn^c,nb die Einnahme der wich, tigen Orstchaft Iaschkul. Hauptmann Torle» wurde 1913 zu Iserlohn als Sohn eines Arztes geboren. Er trat 1935 als Schütze in das JR. 60 ein und wurde 1938 Leutnant. lange Zeit nicht entschließen. Erst durch die Bemühungen Friedrichs des Großen in Preußen konnte sich die Kartoffel allmählich durchsetzen. N e 11 e Ib e d erzählt uns sehr anschaulich über die ersten Kartoffeln. Ein großer Frachtwagen mit Kartoffeln beladen langte auf dem Markte an, und durch Trommelschlag erging die Bekanntmachung, daß jeder Gartenbesitzer sich zu einer bestimmten Stunde vor dem Rathaus einzufinden habe, indem des Königs Majestät ihm eine besondere Ehre zugedacht habe. Die Herren vom Rat zeigten nunmehr der versammelten Menge die neue Frucht vor, die hier noch keiner gesehen hatte. Die guten Leute nahmen die hochgepriesenen Knollen verwundert in die Hände, rochen, leckten und schmeckten daran; kopfschüttelnd bot sie ein Nachbar dem anderen; man brach sie entzwei und warf fie' den anwesenden Hunden vor, die daran herumschnupperten und sie verschmähten. Ein hartes Urteil wurde ihnen ge- prochen. 7,2)ie Dinger", hieß es, „riechen nicht und chmecken nicht, und nicht einmal die Hunde mögen ie fressen. Was wäre uns damit geholfen?" Aber des Königs Wille mußte vollzogen und die neue frucht angebaut werden. Man ging jedoch bei der Anpflanzung fo verkehrt wie möglich zu Werke. Wer sie nicht geradezu auf den Kehrichthaufen warf, steckte sie hier und da einzeln in die Erde, ohne sich weiter um sie zu kümmern, andere glaubten das Ding noch klüger anzustellen, schütteten sie auf einen Haufen und bedeckten sie mit etwas Erde, wo sie zu einem dichten Filz ineinanderwuchsen. uirb das senken, er portra Volksbildung in Dresden zu richten. Kriegsversehrte, die noch nicht aus dem Wehrdienst entlassen sind, können nur dann ausgenommen werden, wenn ihnen von ihrer mllitärischen Dienststelle ein Urlaub von sechs Monaten erteilt wird. Eine Bescheinigung muß der Meldung beigefügt werden. Im Bedarfsfall können auf Antrag Beihilfen für Unterhalt, Verpflegung und Lehrmittel bewilligt werden. Fremdsprachiger Nachrichtendienst im deutschen Rundfunk. Der Rundfunk hat neben dem Nachrichtendienst in den Sprachen der Feindmächte auch die Versorgung der auf unseren Kriegsschauplätzen eingesetzten Truppen unserer Verbündeten und Freiwilligen der verschiedensten europäischen Nattonen wie auch der in Deutschland beschäftigten ausländischen Arbeitskräfte mit Nachrichten übernommen. Die Sender Bremen und Friesland bringen Nachrichten in dänischer, flämischer und holländischer Sprache. Der Sender Weichsel überträgt Nachricksten in den baltischen Sprachen und in den Ostsprachen, außerdem einen Nachrichtendienst in französischer Sprache. Die Sender Donau und ^ijEugnine unseres Äckers qeroor» S ??-5 un[^er Ernährung, Landwirtschaft SnWne mdjt mehr fortzudenken ist. Sie verdient wirklich unser Lob, die gute Kartoffel! Von da an begann bet Siegeszug der so lange verkannten Frucht über ganz Deutschland und über alle Länder der Erde. Selbst Dichter befangen sie, unb Matthias Claudius nannte sie „ein rechtes Magenpflaster für Mann und Weib und Kind"; er war übrigens der erste, der die Kartoffel in einem Sieb feierte, von dem die Anfangszeile „Schön rötlich die Kartoffeln sind" zu einem geflügelten Wort geworden ist. „Ein gutes Kartoffelgericht ist mir immer ebenso lieb wie eine Wildpastete, und wenn diese auch Potemkin durch Kuriere aus Paris bringen ließe", schrieb der Dichter S e u m e in seinem „Spaziergang nach Syrakus". Allerdings waren seine Lebensumstände so, daß er stets mehr Bekanntschaft mit Kartoffeln machte als mit Wildpasteten. Und gutgelaunt antwortete Theodor Fontäne einmal auf ein Schreiben Storms: „Wenn eine Sehnsucht in Brandenburg rasch in Erfüllung gehen kann, bann die, ein Kartoffelfeld zu sehen, denn die halbe Mark ist nichts weiter als ein Kartoffelfeld." * Heute ist die Kartoffel bei uns zu einem unentbehrlichen Dolksnahrungsmittel geworden. Unermüdlich ist die wissenschaftliche Züchtung dabei, die Kartoffel weiter zu veredeln und möglichst auch frostfest zu machen. Vielseitig ist ihre Verwendungsmöglichkeit; zudem ist sie wegen ihres Gehaltes an Kartoffelmehl, Nährfalzen und Vitaminen sehr nahrhaft; auch Eiweiß ist, wenn auch in geringer Menge vertreten. Auch die Industrie nahm sich der Kartoffel an unb gewann aus ihr Kartoffelmehl, Kartoffelstärke, Kactoffelspiritus usw., die wiederum verschiedenartig verarbeitet wurden und für eine ""zahl von Industriezweigen notwendig sind. Deutschem Erfindungsgeist ist es überdies auch gelungen, das bisher nutzlose Kartoffelkraut zur Herstellung von besonders feiner Kunstseide zu verwenden. Indiens Freiheitskampf. Eine Rundfunkansprache Boses. Berlin, 14.Okt. (DNB.) Der indische Nationalistenführer Sudhas Chandra Bose wies in einer vom deutschen Kurzwellensender übertragenen Rede die brittsche Behauptung zurück, er habe sich ber deutschen Propaganda zur Verfügung gestellt. Wenn er das Angebot des deutschen Rundfunks angenommen habe, Propaganda für die Freiheit Indiens zu betreiben, so fei er dazu berechtigt; denn die Enaländer hätten ihm in den 21 Jahren seiner politischen Laufbahn kein einziges Mal Gelegenheit gegeben, für Indien zu sprechen. Seit September 1939 verkündeten die Briten, sie kämpften für Freibeit und Demokratie, und Roosevelt sei mit seiner Atlantik-Erklärung vor die Welt getreten, wie Wilson 1918 mit seinen 14 Punkten. Das indische Volk frage sich nun, was es von der Atlantik-Charta und von der neuen Weltordnung ber' Wiederholt mußte Friedrich der Große mit Strafen einschreiten, um den Anbau ber Erdfrüchte zu erzwingen; denn die Bauern wehrten sich mit Händen und Füßen gegen diese Neuerung, ja sie erklärten sie für Giftäpfel. Um die Kartoffelgegner zu bekehren setzte sich der Alle Fritz einmal in -orieg auf den Balkon des Kommandantenhauses und aß eine große Schüssel Kartoffeln. Die Leute standen unten und sahen mit großen Augen zu. „Nun muß er sterben", sagten sie; ber König aber ritt hinaus zur Truppenschau und kam munter wieder zurück. Da waren die meisten bekehrt, und als 1769 eine schlechte Ernte war unb 1770 eine Beim Angriff auf Tobruk überwand Hauptmann Kümmel mit seiner Abteilung als einer ber ersten den Panzergraben und die feindlichen Minenfelder und brach trotz heftigen Widerstandes tief in dis L-llc i^cn Stellungen ein. Von Ende Mai bis J^nbe August hatte feine Panzerabteilung 232 feind- uche Kampfwagen, 118 Geschütze, 116 Pak und Flakgeschütze, 31 Selbstfahrer-Lafetten, 11 Panzer» spahwagen und Hunderte von Fahrzeugen vernichtet oder erbeutet sowie 6500 Gefangene eingebracht. Hauptmann Kümmel wurde 1909 zu Coswig i Sa. afe Sohn eines Postbeamten geboren. Nach dem Gesuch ber Oberrealschule in Dresden trat er 1928 in das R. R. 12 ein. Als Feldwebel wurde er in das Panzerregiment 8 versetzt, in dem er 1939 Leutnant wurde. ‘ bienst in den Abendstunden ber Reichssenber Leip, z i g unb der Sender Ka11owitz täglich von 19.30 bis 19.45 Uhr Nachrichten in italienischer Sprache, unb ber Reichssenber Königsberg von 8.30 bis 8.45 Uhr unb von 19.30 bis 20 Uhr Nachrich, ten in Schwedisch sowie von 18.30 bis 19 Uhr Noch, richten in Finnisch. Die daburch bedingte geringe Einschränkung des unterhaltenden Programmteil« der Reichssenber muß im Hinblick auf die Wichtig, feit der Nachrichtenübermittlung in Kauf genommen werden. ©er Nachwuchs für die akademischen Berufe. — Im Oktober-Heft der bebilderten Monatsschrift „Freude am ßeben" (Herausgeber Dr. Walter $U0° Bermühler Verlag, Berlin-Lichter* selbe) finden wir als Leitaufsatz einen sehr inter» Junten, durch Bilder und Kartenskizzen anschaulich gemachten Beitrag von Dr. F. Zumpt vom Jnstittü für Schiffs- unb Tropenkrankhellen in Hamburg über das afrikanische Tsetseproblem- es wird darin c festgestellt, daß unter englischer Herrschaft grofce Kolonialgebiete mit Tsetsefliegen verseucht worden sind, während die deutsche Wissenschaft dem gegenüber Bekämpfungsmittel gegen die Schlafkrank» hell ber Menschen und die Naganaseuche der Tiere erfunden hat, unb baß ferner die deutsche Kolonial» wirtschaft auch imstande wäre, das Tsetseproblem p^aktisch zu losen, was für die Besiedlung und Erschließung Afrikas von weittragender Bedeutung wäre. An Hand interessanter Aufnahmen schildert der frühere Direktor des Berliner Zoologischen Gartens, Geheimrat Professor Dr. Ludwig Heck ,As» fania Nova", das wirtschaftlich wie zoologisch gleichermatzen bedeutungsvolle Unternehmen der deut- schen Großgrundbesttzerfamilie Falz-Fein in der Ukraine, das, von den Bolschewisten enteignet unb heruntergewirtschaftet, heute wieder in deutscher Han?, nun einer neuen Blütezeit entgegengehea durfte. Der Botaniker und Naturphotopraph Gunter Olberg führt uns Strandpflanzen des arktischen Skandinavien vor Augen. Professor Dr. H. Prell untersucht die Frage: Wo gab es früher Elche in Deutschland? Die Antwort lautet, daß der Elch schon in frühgeschichllicher Zeit durch den Menschen ostwärts vertrieben worden sei und sich zu Beginn der geschichtlichen Zell bereits nach Ost- und Vöestpreu- ßen zurückgezogen habe. — Kleine Beiträge aus allen Gebieten, Forschungsergebnisse, Buchbesptt« chungen, die Liste der Neuerscheinungen und die Preisfrage runden den Inhalt bes; interessantes ins ges< Gr auc »Liang es N mit Reibung Üus dem geführt 8 köstliij Situation U reizr Worfle] Riete j Me ab. Jen Päs S bessere Spiere, Met h ^„sicher c »As r JQmen $ dtz ÄS >r°, W- jjA* > Si, ‘Vm j «Spate. (Nr eh’ NS ‘He £ eine" Et2)16 i|(|'angene 3« Sein f ■ He Lor Achsenmächte zu erwarten habe. Das indische Volk habe ein Recht, die Frage zu stellen, da es im ersten Weltkrieg von den Briten übers Ohr ge- bauen worden fei. Heute fei Indien entschlossen, feine Freiheit zu gewinnen — nicht in einer unbestimmten Zukunft, sondern unverzüglich. Der Preis für die Freiheit werde gezahlt werden, bis die Freiheit besiegelt fei. Kein Lllrsmaß von Terror und Brutalität werde die Moral des indischen Volkes erschüttern. Wenn die Zeit reif sei, so werde die Jugend Indiens die Waffen erheben, um die Sklaverei zu zerbrechen. Brasilianische Kriegsmarine und Luftwaffe unter USA-Oberbefehl. Buenos Aires, 15. Okt. (Europapreß.) Die brasilianische Kriegsmarine unb Luftwaffe im Südatlantik steht, wie ber norbamerikanifche Marineminister Knox am Dienstag bekanntgab, unter dem Oberbefehl bes Konteradmirals ber USA.- Flotte Jonas H. Ingram. Seine letzte Reise nach Brasilien sei, so fügte ber Minister hinzu, durch ben immer größeren Umfang des U - B o o 11 r i e g e s bedingt gewesen. Brasilien habe seine gesamte Flotte unb Luftwaffe bedingungslos dem Oberbefehl der USA. unterstellt. Alle brasilianischen Schiffe, die noch irgendwie seetüchtig seien, nähmen an den Kriegsoperationen teil. Englands HauptagentimZrak gestorben Bukarest, 14. Okt. (Europapreß.) Am Montag ist der Generaldirektor ber irakischen Eisenbahnen und Direktor des Hafens von Basra, Generalmajor Sir John Ward, gestorben. In der arabischen Sendung des englischen Nachrichtendienstes würbe behauptet, Ward sei immer ein loyaler Freund des Iraks gewesen. Von arabischer Seite wird dazu erklärt, jeder Araber wisse, daß Ward der Leiter der englischen Spionage- Organisation gewesen sei. Dttt dem Mantel seiner angeblichen Jrak-Freundlichkeit getarnt, habe er die gesamte englische Agitation und den Jntel- liaence Service im Irak geleitet. Außerdem sei Ward auch der Organisator der seinerzeit viel genannten Flugplätze von Habbaniya gewesen, von denen aus die Engländer im Vorjahr die irakische Freiheits- und Unabhängigkeitsbeweaung bes Ministerpräsidenten El Gailani nieb er warfen. * Zwischen Hindibeß und Hadicha ist eine wichtige Erdölpumpstation ber Oelleitung von Mos- sul von unbekannten Tätern zerstört worben. Diese Vernichtung ist um so schwerwiegender für die Versorgung ber englischen Flotte mit Treibstoff, als es sich um die erste Pumpstation der Hauptlinie handelt, von der bei Hadicha Zweiglinien nach Haifa und Diipolis abgehen, die dadurch auch betroffen sind. Wie aus gut informierter Quelle ver- lautet, ist an den zur Zeit in Kairo weilenden dis Versenkung der „Viceroy of Jn- d i a", die ein glücklicheres Boot aus dem Gelell- zug herausschoß. Ich selbst brauchte noch die Nacht, um mich heranzuarbeiten, gegen Moraen war es auch für mich so well. Zwei Torpedos schoß ich auf die „Reina bei Pacifico". Es gab eine Stichflamme von hundert Meter Höhe, einen Rauchvilz, unb nach einer Minute war nichts mehr zu sehen. Es schwammen auch keine Menschen, keine Boote, das Schift war mit allem restlos weg. Daß es sich um ein Schiff des Typs „Reina bei Pacifico" handelte, steht zweifelsfrei fest, wenn man seinen Aufbau, seine klaren Linien, die Brücke ganz dicht am Schornstein und all die anderen untrüglichen Kennzeichen berücksichttgt." Kapllänleutnant W a l k e r l i n g traf am Nachmittag des 25. auf einen großen Passagier- dampser mit zwei Zerstörern. Er hatte zwei Schornsteine und sah dem deutschen Hapag-Motorschift „St. Louis" sehr ähnlich. Da beobachtete er die Torpedierung ber „Viceroy of India". In ber Nacht sah er vier bis fünf große Zwei-Schom- stein-Dampfer. Da war plötzlich der Himmel auf eine Entfernung von 8 Kilometer blutigrot. Nach einer Minute schon war nichts mehr zu sehen. Die genommene Uhrzell deckte sich genau — wie ein späterer Vergleich ergab' — mit dem von Oberleutnant z. S. Hellriegel angegebenen Zeitpunkt für die Torpedierung der „Reina del Pacifico". Am nächsten Tage trieben an der Versenkungsstelle der „Viceroy of Jndiia" noch die Boote herum, die voll besetzt gekentert waren, was zu ber Annahme berechtigt, daß die Truppentransporter mit Mannschaften befett waren. Stalin fordert. Einmischung in die innere PolitikEnglands. Genf, 14. Okt. (DNB.) Der Zentralausschuß ber Kommunistischen Partei Großbritanniens hat bie sofortige Entlassung von drei britischen Kabi- nettsmitgliebern, zweier Botschafter sowie einer Anzahl anderer amtlicher britischer Persönllchkeiten gefordert, die unfähig seien, einen Krieg gegen ben Faschismus zu führen. Die drei Minister, deren Amtsenthebung bie britischen Kommunisten verlangen, seien Kriegsminister Sir James Grigg, Jndienminister A m e r y unb Lorbkanzler Viscount Simon, währenb es sich bei ben beiden Botschaftern um ben britischen Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, unb den in Washington, Lord Halifax, hanble. Außerbem seien vom Zentralausschuß ber Kommunistischen Partei Entschließungen angenommen worben, in denen sie tiefgreifende Umbesetzungen im britischen General- stab unb erneut die sofortige Eröffnung einer zweiten Front fordert. V. * Als Churchill unlängst in Moskau weilte, stellte bie englische Presse mit unverhohlener Befriedigung fest,1 baß Stalin bei dieser Gelegenheit dem englischen Premierminister bie feierliche Zusicherung gegeben habe, sich jeder Einmischung in die inneren Verhältnisse Großbritanniens auf jeden Fall zu enthalten. Die Freude mar jedoch nur von kurzer Dauer. Die Tatsache, daß Churchill anscheinend sich von seinem Versprechen auf Errichtung einer zweiten Front drücken will, ist jetzt von Stalin beantwortet worben. England macht also bie gleiche Erfahrung wie andere Länder, die mit dem Bol- * Lattimore, der son Roosevelt zun, politischen Ratgeber für Marschall Tschiangkaischet ernannt wurde, ist in Tschungking eingetroffen. * Der britische Staatsminister für ben Mittleren gften nut dem Sitz in. Kairo, der Australier Ca« In dem Roman, ben die Kartoffel seit ihrer Einführung in Europa erlebt hat, schließt sich der Ring, wa-as KS ffi MtoSÄt rr s ss’äs* «leine politische Rachrichien. „ . li-?^^chsführer " unb ®W der Deutschen Po» £ £ m JA1 m 7 .?ar SU einem privaten Besuch als •- (Saft der faschistischen Regierung in Rom Er wuröe auch vom Duce empfangen, ber mit ihm eine lange unb herzliche Unterredung hatte. wfe. Ehrers % ■Stonitu- . Tagung? ln9.unb£ Elchen x ^n, 5BeS bmponift und höllische Universitätsmusitdirektor Oer Miklt.Upbert F r a n z. Der 50. Wiederkehr dieses Tages O.W. tztrelchtrwbesetzung nMta reifall. Ehrung Adolf Furtwänglers. In am Ein Mann rechnet ab den oer« ihrer v nel. L. i erlahmend« zahlenmäßig ne der wich- nann Torlq eines Arzl» i das JR.« Der« 271 Der Dank der Heimat an die Front soll eine großzügige Buchspende sein! Legt Bücher bereit für die vierte Bücher- fammlung der Jl$D2lp. für die deutsche Wehrmacht. 1 Sjoupj er der n'chien. Deutschen Pc> 'en Besuch ab n Rom. mit ihm ebn gelangte in Hamburg eine Musik zu der Nooelle Immensee" zur Uraufführung, die dem Geiger und tomponisten Bernhard Hamann (Dresden) oon der Zeit um 1860, das sich im Besitz der Stadt beendet. Uraufführung einer„Immensee"-Musik. Zum 125. Geburtstag des Dichters Theodor Storm I eingetroffa mchtsminP Minenfeld« s tief in di, te Mai bb ib von er das _ dem DkrbJI den MM« ustralier vom A Reichg Marti, pe riß Haupt, bei glühend« Eine Robert-Franz-Gedenkfeier in Halle. Am 24. Oktober 1892 starb in Halle der Lieder« Ackers geöß? Landwirtflpl nten iM« Sarroffell tooseoelt M Skaischti en. ng 232 feind. 16 Pak und ' U Panzer, gen vernichtet ' eingebracht Coswig Lei i Rach dec trat er ISA wurde er 'n dem er W Pohl, Stanietz und Bischoff beteiligt. Hauptmanns ..Jungfern vom Bischofsberg" als Film. Gerhart Hauptmanns Lustspiel „Die Jungfern Die britische Kommunistische Partei hat in setzten Monaten chre Mitgliederzahl mehr als ... tappeln können, wie die nordamerikanische Zeit« torift „News Week" meldet. Im mittleren Mittelmeer wurde ein italienischer Kämpfer mit 400 englischen Gefangenen an Bord on einem englischen U-Boot torpediert und >nkt. Die italienische Besatzung rettete bisher befangene. say, ist von Bagdad kommend in Teheran einge« hoffen. * * Admiral Standley, der Botschafter der 23er« tnigten Staaten in der Sowjetunion, ist i n K a i r o ingetroffen. Er befindet sich auf der Reise nach len Bereinigten Staaten. In der Ortsgruppe Gießen-Süd wird Freitag, 16., und Samstag, 17. Oktober, ab 9 Uhr das oon den Luftschutzbauswarten in den Borfam- melftellen gesammelte Altpapier von der HI. und BDM. abgeholt. Die Luftschutzhauswarte werden gebeten, den Abholern behilflich zu sein. Gesammelt Reman von Horst Biernath 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „halt, halt!" siel ßacerta ein und warf die dadurch, daß er immer wieder geschichtliche Rückblicke gab und damit das Verständnis für die gezeigten Bilder in ganz erhöhtem Maße weckte. lieber den Kriegshafen Sibenik und Trogir führte der Vortragende nach dem bekannten Spalato (Split), der oolk- und verkehrsreichsten Stadt und dem wirtschaftlichen Mittelpunkt Dalmatiens, hier handelt es sich um die ehemalige Hauptstadt von Illyrien, aus welchem Land auch ü. a. der bekannte Kaiser Diokletian stammt, der sich dort einen großartigen Palast als Ruhesitz bauen ließ, lieber Hvar, wo sich interessante vorgeschichtliche Funde befinden, und Makarska, einen besonders von Deutschen aern ausgesuchten Badort, sowie Korzula, die Geburtsstadt des berühmten Seefahrers Marco Polo, führte der Redner nach Ragufa unb vermittelte durch feine herrlichen Bilder einen unmittelbaren Eindruck dieser wundervollen Stadt. Schließlich als Höhepunkt der Aufnahmen von der dalmatinischen Küste zeigte der Redner die berühmte Bucht von Cattaro, und er gab auch hier interessante geschichlliche Ueberblitfe, insbesondere aus dem Weltkrieg 1914 bis 1918. lieber Montenegro führte der Redner schließlich nach Bosnien und Herzegowina, besonders nach den Städten Mostar und Sarajevo. An Hand der Farbaufnahmen konnte man sehen, wie stark dort in Sitten und Gebräuchen sowie Kleidung der orientalische Charakter vertreten ist; ist doch dort Würde des Titels: Bauch des Oktobers. Altpapiersammlung am 16. und 17. Oktober Front und Heimat ein eherner Block Der Gauleiter sprach in Grünberg zum Landvolk. alten Pässen ... und wenn ich damit handle, mache ich bessere Geschäfte, mein Lieber. Sie kriegen die .Papiere, wenn Sie Ihren Dienst in Valparaiso beendet haben, nicht einen Tag früher. Ich gehe In Athen legten am 35. Todestage Adolf Furtwänglers, des bekannten deutschen Archäologen uni) des Vaters von Wilhelm Furtwängler deutsche Archäologen sowie deutsche und griechische Schüler Furtwänglers Kränze an seinem Grabe nieder. Schlesien ehrt Gerhart Hauptmann. Mitte November erscheint im Schlesien-Verlag, Breslau, eine Gerhart-hauptmann-Festschrist zum 80. Geburtstag des Dichters. In ihr widmen die' Professoren Merker und Nadler dem Dichter, seinem Lebensweg und seinem Gesamtkunsttverk Betrachtungen. Minister B o t t a i würdigt Haupt- m-ivns Bedeutung für Italien, Botschafter a. D. oon Dircksen schreibt über ,^Hauptmann und Japan". Von Eugen Klöpfer stammt der Bei- trag „Gerhart Hauptmann und das Theater". Dr. Hans Knudsen behandelt „Große Schauspieler in Hauptmanns Dramen". An der Ehrung sind weiter die schlesischen Dichter Niekrawietz, Kaergel, Ulitz, Vti * gerä Printer geS Dirb das Städtische Kulturamt mit einem Konzert gedenken. Außer Sololiedern, die Gertrude Pitzin- «r vortragen wird, kommt durch die Robert-Franz- Kmaakademie unter Leitung von Prof. Dr. A. Pahlwes noch fettener gesungene a-capella-Chöre des Meisters zu Gehör. Der Pianist Gerhard tzuchett, wird die einzige Klavierkompositton von lobert Franz, das aus seinen letzten Lebensjahren ßammende „Albumblatt", auf dem Flügel des Neisters spielen, einem Blüthner-Jnstrument aus „Eriksen!" knurrte Brackmann wütend. Der Padrone duckte sich geschmeidig. „Uebrigens hat sich vor ’ner knappen halben Stunde ein junger, brauner Gentleman nach Ihnen erkundigt. Sehr geschickt hat der junge Schuft das gemacht: hätte hier für ’nen gewissen Senor Brackmann ein Brief» eben abzugeben, streng persönlich — wird wohl ein Grüßchen und ein Küßchen von ’ner Dame drin gewesen sein ..." Er kicherte wieder, aber er schielte dabei sehr aufmerksam von unten herauf in Brackmanns Gesicht. ,Lch hab' mir naürlich gleich gesagt, daß das 'ne Verwechslung sein muß, wo Sie doch Eriksen heißen ..." „Erst seit einer Stunde!" sagte Brackmann kalt-, blütig. „Bis dahin segelte ich nämlich unter dem Namen Brackmann. Aber gut, daß Sie mich daran erinnern, ich hätte ihn sonst wahrhaftig vergessen. Und was den Bengel anbetrifft, so hätten Sie ihn ruhig in mein Zimmer schicken sollen. Er ist nämlich der Bruder von ’ner jungen, braunen Lady, die einen sehr strengen Lord zum Vater hat. Ja, Liebe muß manchmal krumme Wege gehen. Manchmal muß man sogar bei Nacht und Nebel und unter falschem Namen aus kneifen." Er blinzelte den Padrone heiter an. „Ich glaube übrigens, daß der junge Mann schon mit einer neuen Botschaft in meinem Salon auf mich wartet. Ich traf ihn nämlich unterwegs und verriet ihm, daß Ihr Grand-Hotel eine Hintertür hat. Falls Sie einen Hund haben sollten, ketten Sie chn für die nächsten Nächte bitte an. Junge Damen haben es nämlich nicht gern, wenn sie auf Liebespfaden ins Bein gebissen werden, weder von Hunden noch von sonstigem Geflügel —" Brackmann legte zwei Finger an den Hutrand. „Buenos noches, Senor! Ich weiß, daß Sie ein Caballero sind und mich nicht verraten werden. Väter sind hierzulande manchmal direkt lebensgefährlich —" (Fortsetzung folgt) ein sehr erheblicher Teil der Bevölkerung mohammedanischen Glaubens. Von Bosnien und Herzegowina ging es zurück nach der Hauptstadt von Kroatien, nach Agram (Zagreb), eine durchaus moderne Großstadt, n#rb schließlich an den schönen See bei Bled, um dann mit ein paar schönen Aufnahmen des Alpengebietes zu enden. Ankunst der Ll-Boot-Männer. Die $u der Marine-Kundgebung in Gießen als Ehrengäste erscheinenden U-Boot-Männer werden am morgigen Freitag um 19.50 Uhr (nicht um 18.40 Uhr) im Bahnhof eintreffen. Nach der Begrüßung am Bahnhof werden die U-Boot-Männer durch die obere Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Kreuzplatz bis zur Sonnenftraße marschieren, wo die Marschgruppe sich auflösen wird. Die Gäste werden dann zum gemeinschaftlichen Abendessen gehen und anschließend von Jungen der Marine-Hitler-Iugend zu ihren Quartieren geleitet werden. Gießener Wochenmarktpreise. * Gieß en, 15. Oft Apf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 6 bis 10 Rpf., Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 6 bis 10, gelbe Rüben 6 bis 10, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 10, Lauch 15, Sellerie 16, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Endivien 8 bis 13, Oberkohlrabi 8, Rettich 5 bis 10. der ihn mittags zum Hafen geführt hatte. Etwas Verschmitztes und Geheimnisvolles im Gebaren des Bengels erweckte fein Mißtrauen. „Was willst du von mir?" fragte er beunruhigt. „Ein Geschäft mit Ihnen machen, Senor", grinste der Bursche listig. Brackmann spürte sofort, daß hinter dieser Dreistigkeit mehr als bloße Unverschämtheit steckte. Der Junge sah sich vorsichtig um: „Sie wohnen in der Mona Lisa, nicht wahr, Senor? — Geben Sie es nur ruhig zu. Der Padrone hat nicht gepfiffen, aber als ich mich nach Ihnen erkundigte, hat er die Würmer so harmlos aus der Nase zu ziehen versucht, daß ich sofort wußte, an der richtigen Adresse zu sein ..." „Was soll das alles?" fragte Brackmann zornig und faßte den Burschen grob an der Schütter. „Es wird gescheiter sein, wir verdrücken uns von der Straße, Senor", zischelte der Junge und befreite sich mit einer aalglatten Bewegung aus Brackmanns Griff. „Außer mir sind in dieser Gegend nämlich noch zehn andere hinter Ihnen her." „Ich wohne in der Mona Lisa", sagte Brackmann rasch. „Mein Zimmer liegt im ersten Stock. Das Haus hat einen Hofeingang. Warte ein paar Minuten hier und komm dann nach, verstanden!" „In fünf Minuten, Senor." Brackmann ließ den Burschen stehen und ging schnell davon. Ws er den Salon der Kneipe durchquerte, beugte sich der Padrone über die Theke: „Nun, alles in Ordnung, Senor ...?" „Eriksen — Ionas Eriksen"", sagte Brackmann nachdrücklich, „merken Sie sich den Namen, falls sich jemand nach mir erkundigen sollte." „Ein hübscher Name für den billigen Preis", kicherte der Padrone. „Immerhin, ich an Ihrer Stelle hätte mir allerdings erst mal die Aushänge- kästen auf der Zentralpolizei angesehen. Man erlebt da manchmal böse Überraschungen. Da hat man unter Umständen ’nen kleine Mord begangen, von dem man nichts weiß, Senor ... Wie war doch gleich der Name?" wird: Am Freitag durch die HI.: Schiffenberger Weg, Heegstrauchweg, Am Großen Morgen, Am Riegel- pfad sowie Aulweg, Wilsonstraße, Ebelstraße, Lud- wigstraße, Frankfurter Straße, Bahnhofstraße, zwischen Wilhelmstraße und Bahndamm; durch BDM.: Liebigstraße und Wilhelmstraße auf beiden Seiten. Am Samstag durch die HI.: Im Wohnviertel zwischen Frankfurter Straße rechte Seite und Wetzlarer Weg; durch BDM.: Im Viohnviertel oberhalb der Wilhelmstraße und Frankfurter Straße linke Seite einfchl. Kliniken. Der Ortsbeauftragte für die Altstofferfassung. Zn Kroatien und Dalmatien. Die Ortsgruppe Gießen des DDAC. hatte am Dienstag ihre Mitglieder und Gäste in den kleinen Saal des Hotel Schütz zu einem Vortrag des bekannten Redners Hans Wagner (München) eingeladen. Der Redner sprach über das Thema „Das Land der Kroaten und die dalmatinische Küste". Nach einem kurzen einleitenden geschickstkichen und politischen Ueberblitf zeigte er eine erhebliche Anzahl farbiger Lichtbilder, die er auf feiner Reise durch Kroatien und an der dalmatinischen Küste ausgenommen hat. Sämtliche Aufnahmen sowie der Vortrag waren vorzüglich, manche Aufnahmen erschienen geradezu wie ein herrliches Aquarell. Die Aufnahmen führten die Besucher von den Hohen Tauern ausgehend nach dem Drautal durch den Karst an die Adria und zunächst nach Scu- schak, dann nach dem Kriegshafen Crikvenica und schließlich nach Senji, der ältesten kroatischen Ortschaft. Besonders schöne Bilder zeigte der Vortragende von der Insel Rab (Arve), in der noch heute herrliche alte Venezianer Bauten zu sehen sind. Ueberhaupt fesselte er die Zuhörer besonders Aus der Stadl Gießen. Bauch des Oktobers. Nun prangen die Kürbisse in den Schaufenstern, diese dickköpfigen Freunde der Hausfrau. Warum nur sind uns diese umfangreich und goldgelb im Fenster strotzenden Gesellen auch über die Eßbarkeit hinaus sympathisch? Es ist, als wenn die gärtnerische Fruchtbarkeit mit ihnen so richtig bäuchlings lacht, daß es dem Herbst unter der Weste behaglich wackelt. Kürbisse sind der Bauch des Oktobers. Nun ja, er wirkt ein wenig plump, dieses Ungetüm unter den Früchten, er hat nicht die faust- gerechte Größe des Apfels, nicht die gespitzte Lippe der Birne — nein, er ist unhandlich, er mopst sich dick und rund im Schaufenster und sieht aus wie ein irdischer Bruder des „guten Mondes". Man könnte im närrischen Kaugummi-Stil der Amerikaner sagen: „dem Kürbis fehlt der „sex appeal", auf Deutsch: das Kokette des Apfels, das Lockrote der Tomate. Das stimmt: es läßt sich kaum vorstellen, daß die aus Paradieses Zeiten häufig zitierte Eva dem Adam etwa einen Kürbis auf ihren zarten Händen entgegenhiell. Vermutlich hätte er nur gemurmelt: „Sind wir schon wieder in der Einmachzeit?" Nein, dieser Frucht steht wirklich nur das Gutmütige zu Gesicht, der Kürbis schaut aus wie einer, der immer schrecklich übertreibt, dem man aber doch gerne zuhört. Wie er da im Schaufenster leuchtet, die glänzende „Kegelkugel" aus Vaters Schrebergarten; mit Stolz allen Anverwandten vorgeführt, hat er das Biedere einer Ware, die immer noch sagt: hier bin ich, nun kauft mich! Etwas Handfestes ist um ihn, und nicht das Distanzierte, Hauch- vornehme einer Schaufensterware, die mit dem' Kärtchen „Verkauft" die Spröde und Unzugängliche spiett. Komm, du guter, prächtiger Kürbis, ich klopfe dir mit einem erntenden Lächeln das goldblonde Gewölbe und verleche dir feierlich die heitere ,jawohl, Kapitän ßacerta!" ßacerta fetzte sich wieder an feinen Platz. „Sie können dann gehen. Aber der ^Teufel soll Sie holen, wenn Sie nicht pünktlich an Bord sind. Um elf Uhr kommt Feuer unter die Kessel!" Brackmann verließ die Manuela. Er flieg über die Gleisanlagen der ßadekais und ging zur Stadl zurück. Am ersten Hafen sah er eine Weile den Negern zu, die mit langen vielzinkigen Spießen die Kaimauern nach Muscheln abkratzlen und chre Beule in nassen Tuchfetzen verwahrten. Er setzte sich auf einen steinernen Anlegepfosten. Seine Finger lasteten in der Hosentasche nach dem Sicherungshebel der Pistole. Bis Freitag abend hatte er noch Zeit, drei Tage und drei Nächte. Um elf Uhr streifte er die Vergangenheit und den alten Namen ab. Und dann ...? Ionas Eriksen ... Er murmelte den Namen mehrmals vor sich hin, um sich an den neuen Klang zu gewöhnen, er erschien ihm verheißungsvoll. War er nicht wie ein unbeschriebenes Blatt, wie der Name eines noch Ungeborenen? Und etwas wie eine gläubige Zuversicht erfüllte Brackmanns Herz, daß er mit dem neuen Namen wie in einen neuen Körper schlüpfen werde, neuen Schicksalen und neuem ßeben entgegen. Jetzt war nur noch der Schlußstrich unter die Vergangenheit zu ziehen. Gonzales und Ciquita Perano ... Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, als die ßicht- reflamen schon zu spielen begannen, näherte er sich wieder seinem Hotel. Wenige Schritte davor zupfte ein Indiojunge ihn am Aermel. Brackmann schüttelte ihn ab, da er im ersten Augenblick meinte, von einem der zahllosen halbwüchsigen Schlepper oder betrügerischen Marihuana und Meskalhändler belästigt zu werden, die den Fremden harmlose Nüsse und Wurzeln als Rauschgifte aufzuschwatzen versuchten. „Hallo, Senor, kennen Sie mich nicht mehr?" flüsterte der Bursche. In derselben Sekunde erkannte Brackmann m ihm den Jungen wieder. auf sicher." „Und wer garantiert mir dafür, daß Sie mir bie Papiere in Valparaiso auch aushändigen. „Das Schiffsjournal. Ich trage Sie unter dem Namen Ionas Griffen in die Mann chaftsliste em Dann find Sie Ionas Eriksen und haben das Recht, Ihre Papiere bei der Abmusterung zu verlangen. . Brackmann überlegte sekundenlang. „Gut, sagte er schließlich; „und wann laufen Sie aus? Es liegt mir daran, den genauen Termin zu wissen. ßacerta sah ihn scharf an. „Passen Sie auf, daß eie nicht geschnappl-werden! Wenn in der ^ad etwas passiert, wird der Hafen besonders scharf bewacht." . „Ich verstehe nicht, was Sie eigentlich meinen , segle Brackmann kalt; „ich habe übrigens gefrag , wann Sie Verakruz verlassen?" ßacerta blinzelte zu dem Kalender hinüber. »Heute haben wir Dienstag. Sagen wir also: Sams- tag um fünf Uhr morgens." . „Und wann habe ich an Bord ZU fern. „Spätestens Freitag abend um elf. „ ..In Ordnung, Freitag abend um elf also. ßacerta bahrte sich mit dem kleinen Fing« >m Ohr. „Bis Freitag abend können «le tun und lallen was Sie wollen. Ab elf Uhr heißen Sie Enk en und find Dunki an Bord der Manuela. Ich hoffe, I daß Sie mich verstanden haben!" Gelegenllich des 462. Gallusmarkles in Grünberg vereinigten sich am gestrigen Mitlwochnach- mittag die Volksgenossen der dortigen Gegend mit dem Gauleiter und Reichsslatthatter Sprenger in der bis zum letzten Plätzchen gefüllten großen Turnhalle zu Grünberg zu einer großen Kundgebung, die außerordenllich eindrucksvoll derlief. Kreisleiter Backhaus begrüßte in seiner Eröffnungsansprache mit besonderer Freude den Gauleiter und wies darauf hin, daß der Gauleiter nach einer Reihe von Jahren jetzt wieder einmal in Grünberg zu den Volksgenossen spreche. (Zuletzt hatte der Gauleiter im Jahre 1933 in Grünberg gesprochen.) (Sauleiter Sprenger, mit lang anhaltendem starken Beifall begrüßt, betonte zu Beginn' feiner Rede, daß wir auch beim Beginn des vierten Kriegsjahres mit stolzer Zuversicht auf den siegreichen Ablauf dieses gewaltigen Entscheidungskampfes um Sein oder Nichtsein blicken können. Ein beispielloser Aufstieg und Sieg um Sieg geben uns die Berechtigung zu diesem guten Ausblick. Wir waren uns schon unserer Kraft bewußt, als unsere Feinde von 1914/18 uns im September 1939 erneut mit Krieg überzogen; wir dursten auch damals schon zuversichtlich sein, da der Führer uns gelehrt hatte, unsere eigene Kraft wieder zu erkennen und frei zu formen. Die bitteren ßeh- ren aus dem ersten Wellkrieg hätten uns nur noch härter und geschlossener gemacht gegenüber den Zielen unserer Feinde, die schon im ersten Wellkrieg die Vernichtung Deutschlands erstrebten, und die auch heute wieder dieses Ziel verfolgen. Auf ihre Lockrufe von „Gleichheit der Völker", vom „ewigen Frieden" usw. falle heute in Deutschland niemand mehr herein, nachdem unser Volk im Jahre 1918, als es freiwillig seine Waffen niedergelegt hatte und dann wehrlos war, den schmählichen Betrug erkennen mußte. Der Gau- letter erinnerte sodann an das bekannte Wort Cle- menceaus von den 20 Millionen Deutschen, die auf der Welt zu viel seien, und machte damtt die Absichten der Feinde gegen unser Volk, wie sie in deren Plänen zur Fortnahme unserer Kinder und zur Vernichtung des deutschen Mannestums zum Ausdruck gekommen sind, besonders deutlich. Die Wiederaufnahme dieses Vernichtungsprogramms von 1914/18 zeige jedermann in Deutschland, daß es in diesem totalen Kriege um unser aller ßeben, um den Bestand des deutschen Volkes überhaupt gehe. Hierauf beschäftigte sich der Gauleiter mit der militärischen und politischen ßage des Reiches, wie sie sich nach drei Kriegsjahren ergeben hat. Er stellte dabei unter stürmischer Zustimmung der Versammlung .fest, daß wir mit stolzer Befriedigung auf diese drei Jahre deutschen Kriegseinsatzes zurück- blicken können. Der Führer habe einen neuen klassischen Sill der deutschen Kriegführung entwickelt und einen neuen Soldaten geformt, der rm nationalsozialistischen Geiste der beste Soldat der Well mit den besten Waffen ist. Dieser Soldat habe für Dom Bischofsberg" gab die Idee zu einem neuen Film der Prag-Film ab, dessen Stoffgestattung , Erich Ebermayer besorgte, der auch das Drehbuch verfaßte. Regie führt Peter Paul Brauer. Die Rollen sind u. a. mit Carla Rust, fiina Carstens, Hans Brauferoetter, Max Gülstorff, Ernst Waldow, Josef Sieber, Jakob Tiedtke besetzt. Die Aufnahmen haben bereits begonnen. Düsseldorfer Uraufführung: „Schwarze Magie". Mit einer amüsanten Komödie um okkulte Modetorheiten stellt sich Paul Helwig als Beherrscher eines geschliffenen Dialoges vor. Wenn der Verfasser auch kein gedanklich neues Stück schrieb, so gelang es ihm doch, sein Publikum drei Stunden lang mit ausgesucht feinfpürigen, auf jede lieber« treibung verzichtenden Wortspielereien zu fesseln. Aus dem bedenklichen Arrangement absichtlich her- I beigeführter Eifersüchteleien „übers Kreuz" ergeben sich köstliche Verwirrungen, die -nicht auf die übliche Situationskomik hinsteuern, sondern auf psychologisch reizvolle Unterbauungen. Wilhelm Kaupp. * Die Vorführung von Filmen englischen oder ame« «iranischen Ursprungs ist im unbesetzten französischen ßebiet verboten worden. Kunst und Wiffenschast. das deutsche Volk Sieg um Sieg erfochten und die deutsche Handlungsfreiheit nach jeder Richtung hin gesichert. Der Blockadekrietz unserer Feinde sei für diese verloren, denn dank unserer Soldaten unter der glänzenden Führung Adolf Hitlers stehe dem deutschen Volke durch die Besetzung weiter Gebiete im Osten Raum genug zu seiner Ernährung und zur Versorgung mit Rohstoffen aller Art zur Verfügung. Dazu komme, daß unser Volk dank der Arbeit seiner Bauern und vor allem des opferfreudigen Einsatzes der Bauersfrauen eine Ernte eingebracht habe, die ein Segen für unser Volk sei. Mit dieser Ernte habe unser Landvolk einen Sieg von größter Bedeutung erfochten. Diesen Dortellen unseres Volkes stellte der Redner in anschaulicher Weise die Schwierigkeiten unserer Feinde gegenüber, die mit einer weiteren Verschärfung ihrer Situation rechnen müßten. Als Beweis dafür führte der Gauleiter die Entwicklung des U-Boot-Krieges an, der die Stärke unserer Waffen auch zur See den Feind immer mehr spüren läßt. Der Blockadekrieg wende sich heute bereits durch die anhaltenden Versenkungsziffern unserer U-Boote gegen die Urheber dieses Krieges, unsere Feinde. Das deutsche Volk slehe*in seinem Freiheitskampfe nun wieder vor einem Winter. Wir wüßten, daß dieser Winter für unsere Soldaten an der Front bei wettern nicht so schwer werde wie der vergangene. Gewiß würden auch diesmal wieder hohe Anforderungen an die Ausdauer und Härte unserer Soldaten gestellt werden, aber die Voraussetzung, mit der die Front diesmal der Belastung durch den Winter ausgesetzt sein werde, fei doch erheblich anders und günstiger als die im vorigen Winter. Was an Vorsorge, an der Sicherstellung der für den Winter erforderlichen Kleidungsstücke, am Ausbau des Nachschubs und der Transportmittel zu tun notwendig gewesen sei, das sei alles geschehen. So stehe der deutsche Soldat im Osten aufs beste vorbereitet für den Winter, hart und unerbittlich, bereit, neue Siege an unsere Fahnen zu heften. Die Front wisse, daß die Heimat mit allen Kräften hinter ihr stehe und alles einsetzen werde zu ihrer Stärkung. Im weiteren Verlaufe seiner häufig, mit stürmischem Beifall unterbrochenen Rede nahm der Gauleiter noch zu verschiedenen aktuellen Tagesfragen der Heimat Stellung und zeigte hierbei die Verpflichtungen auf, die zu Hause allen Volksgenossen bei der Mithilfe zur (Erringung des Sieges obliegen. Vereint mit der Front werde die Heimat ein eherner Block fein, der mit unbeugsamem Mut in festem Tritt zum Sieg marschieren und bas Leben des deutschen Volkes gegenüber allen Plänen unserer Feinde sicherstellen werde. Dabei werde sich unser Volk immer das große Vorbild zur Richtscynur nehmen, das ihm alle Tage vom Führer selbst gegeben werde. Dieses Vorbildes werde sich unser Volk an der Front und in der Heimat würdig erweisen in seinem Einsatz für Deutschland. Im Anschluß an den anhaltenden starken Beifall der Versammlung dankte Kreisleiler Backhaus dem Gauleiter für feine mitreißenden, überzeugenden Darlegungen. Dann wurde die Kundgebung mit dem Gruß an den Führer und unsere siegreiche Wehrmacht geschlossen. der Vereinigung „Niederdeutsches Hamburg" in Auf- < . trag gegeben worden war. Hamann fängt den „ln aftilt zarten lyrischen Grundklang der Dichtung in einer Führer eiog Beinen Suite ein, beginnend und schließend mit ® Ritierirr« einem besinnlich ausgesponnenen romantischen Thema, in das ein munteres Scherzo unb ein volks- flebartiger Satz eingebaut sind. Das empfindungstiefe, stimmungsvolle Werk in der ungewöhnlichen ........ j von drei Geigen fand lebhaften Wolfgang Vogler. Berlin-Lichts aJkfit Papiere in die Schublade zurück, „so haben mir die eJoni InM Sache aber nicht abgemacht.^Jch ^handle ^mch^mit : in S°-nM -s wird W. i« tsl sI Ä . Dr- ü KenM dkl *** (E i n Achtzigjähriger. Der Rentner Wilhelm Rühl, Dammstraße 42, vollendet am 16. Oktober sein 80. Lebensjahr. Dem Jubilar bringen auch wir herzliche Glückwünsche dar. ** T ö blich verunglückt. Am vorigen Sonntag früh zwischen 5 und 6 Uhr verunglückte der Reichsbahnzugführer Wilhelm Hohmann von hier nach der Uebernachtung im Bahnhof Köln schwer. Der Beamte wurde kurz vor der Ueber- nahme seines für die Fahrt nach Gießen bestimmten Zuges in einem Bahnhofsgebäude im Kellergeschoß am Fuße der Treppe liegend mit schweren Kopf- und Brustverletzungen aufgefunden. Er wurde sofort in ein Krankenhaus verbracht, wo er leider bald nach seiner Einlieferung an den schweren Verletzungen starb. Aus der engeren Heimat. Gin Marburger Ritterkreuzträger. LPD. Der mit dem Ritterkreuz des Eisernen lenzes ausgezeichnete Major Wilhelm K n e t f ch würbe am 26. Februar 1906 als Sohn des Archivrats Karl Knetsch in Marburg (Lahn) geboren. Rach Ablegung der Reifeprüfung auf dem Philipps- Gymnafium in Marburg trat er im April 1924 als Offizieranwärter in das J.-R. 1 5 ein, in dem er im September 1928 Leutnant wurde. Im Oktober 1935 wurde er als Oberleutnant Kompanieführer im J.-R. 36 und ein Jahr später als Hauptmann Kompaniechef im J.-R. 110. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Major befördert und im Juni 1942 mit der Führung eines Infanterie-Regiments beauftragt: pferdeschau beim Gallusmarkt. '+ Grünberg, 14. Okt. Im Rahmen des O al« lusmarktes fand heute vormittag eine B e - zirks-Pferdeschau des Landesverbandes der Pferdezüchter unter Leitung des Landesstallmeisters Dr. De n k e r (Darmstadt) statt. Der Besuch und das Interesse bei dieser Veranstaltung waren außerordentlich stark. Tausende von Menschen hatten heute wiederum unsere Stadt ausgesucht. Neben dem Landesstallmeister Dr. Denker waren bei der Pferdeschau als Wertungsrichter noch die Bauern und Pferdezüchter Wilhelm Kuhl (Gambach) und Friedrich D i tz e l (Herrnhag) tätig. Die Prämiierung der zahlreich aufgetriebenen Pferde brachte folgendes Ergebnis: Abt. A: Kaltblut. Klasse la:, Einjährige Hengste (Jahrgang 1941): 1. Pr. Philipp Schudt (Londorf). — Klasse Ib: Einjährige Stuten (Jahrgang 1941): 1. Pr. Adam Hofmann (Langsdorf): 2. Pr. Heinrich Nicklas (Bernsfeld); 3. Pr. Dr. Buding (Heibertshausen); Anerkennung Jakob Schudt (Wetterfeld): Material in dieser Klasse fast gut. — Klasse II: Zweijährige Stuten (Jahrgang 1940): 1. Pr. Dr. Buding (Heibertshausen): (Stute „Elma" beste Stute der Kaltblutzucht): 2a-Pr. Karl Knorr (Birklar): 2b-Pr. Philipp Schudt (Londorf); 3a-Pr. Karl Gerhard (Bersrod): 3b-Pr. Heinrich Römer (Reinhardshain)); Material fast gut. — Klasse III: Dreijährige Stuten (Jahrgang 1939): la-Pr. Philipp Schudt (Londorf): lb-Pr. Heinrich Hartmann III. (Reiskirchen); 2. Pr. Hein- Hart und schwer traf uns unerwartet die erschütternde Nachricht, daß unser BL lieber, treuer, ältester Sohn, mein lieber, herzensguter Bruder Erich Frank Oberschütze in einem Inf.-Regt, (mot.) am 16. September, 5 Tage vor seinem 20. Geburtstage, bei den schweren Angriffskämpfen um Stalingrad, in treuer Erfüllung seiner Soldatenpflicht für sein geliebtes Vaterland den Heldentod fand. Fern der Heimat, auf dem Ehrenfriedhof „Falke“ vor Stalingrad, wurde er zur letzten Ruhe gebettet. In tiefem Leid: Joseph Frank u. Frau Paula, geb. Wagner; Arno Frank. Gießen, Herborn, Burg (Dillkreis), München- Solln, Bayreuth, den 14. Oktober 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden. BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Bänninger, G.m.b.H., Fittingsfabrik, Gießen. 3092D Sonntag, den 11. Oktober, verschied an den Folgen eines Dienstunfalles -mein lieber, herzensguter Mann, unser guter, treusorgender Vater und Schwiegervater, Schwager u. Onkel Herr Wilhelm Hohmann Reichsbahnzugführer im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Käthe Hohmann, geb. Günther Willi Hohmann, z. Z. im Felde, und Frau Gertrud, geb. Siefert; Ernst Lippert und Frau Erika, geb. Hohmann. Gießen (Ederstraße 18 II, Bad Wildungen, Fulda, Worms, den 14. Oktober 1942. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 15. Oktober, 14% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 3095D Unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Herr Hermann Nagel ist nach einem arbeitsreichen Leben, im 78. Lebensjahre, für immer von uns gegangen. Um ihn trauern: Die Kinder. Gießen (Mittelweg 4), den 13. Oktober 1942. Die Beisetzung findet am 16. Okt., 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _________________________________________ 3098D Dentsche Reichs- Liotterie Ziehungsbeginn morgen Lose in . Gießen in den beiden Staatlichen Ijott.-Einn. Dr. Flimm Walltorstrafae 63 Bachacker Neuen Bäue 11. JEageniäiime für Großhandlung zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 3089D an den Gießener Anzeiger erbet. Wotmungstausch. Geboten: Neuzeitliche 3-Zimm.-Wohm in Wieseck. Gesucht: 4—o-Z.-Wohn. in Gießen. Schr. Ang. unt. 05123 a.d.G.A. | Mietgesuche | Arzt sucht gut möbl., heizbar. Zimmer in Zentrum od. Kliniksnähe zum 1. Novbr. 1942. Schr. Ang. unt. 05125 a.d.G.A. Kuliurwoche der NSDAP, in Gießen. Oichterstunde der Hitler-Jugend: K. A. Zindeisen liest aus eigenen Werken In der Reihe der Kulturveranstaltungen der Hitler-Jugend im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP, las gestern abend Kurt Arnold Find- eisen im Saale des Studentenheims aus eigenen Werken. Obergefolgschaftsführer K.-Bannführer Wolf dankte zu Beginn den Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen und hieß die Gäste, insbesondere die Verwundeten und den Dichter, herzlich willkommen. In den Kulturveranstaltungen der HI. habe man die Dichterlesung bewußt in den Vordergrund gestellt; es sei geplant, diese als wichtigen Erziehungsfaktor immer mehr auszubauen. Es solle kein Massenbetrieb sein, sondern jeder einzelne solle sich angesprochen fühlen und die Dichterlesung mit Freude, Verständnis und innerem Gewinn aufnehmen. Das Streichquartett des Bannorchesters leitete mit einem Satz aus Händel zur Dichterlesung über. Kurt Arnold F i n d e i s e n, der vor allem durch seine Musiker-Romane und Erzählungen bekannt geworden ist, begann seinen Vortrag mit einigen Abschnitten aus seinem Wildschützenroman „Der Sohn der Wälder". Die wunderliche und romantische Zentralfigur dieses Buches ist der Wildschütz Karl Stülpner, der ähnlich wie der bayerische Hiesl und der rheinhessische Schinderhannes schon bei Lebzeiten eine fast sagenhafte Gestalt und eine Art erzgebirgischer Volksheld geworden ist. Findeisen erzählte merkwürdige Dinge aus seinem Leben und las, dann einige Abschnitte aus dem abenteuerlichen Roman: wie die Schützenbrüüer ausziehen, den Stülpner zu fangen und statt dessen selber von ihm in die Flucht gejagt werden; wie er mitten in der Nacht zu seiner alten Mutter zu Besuch kommt; wie der Stülpner bei einem Straßenräuberanschlag auf eine Postkutsche dem Staate 20 000 Taler rettet; und dann das lchte Kapitel vom wunderlichen Traum, vom weißen Hirsch und dem merkwürdigen Ende Stülp- ners. Ein Musikant, der ähnlich wie der liebe Augustin zu Wien den Tod überwand, war zweihundert Jahre vor jenem der Sackpfeifer Nikol Reifenteufel: ihm ist die lautmalerische Ballade gewidmet, die Findeisen im Anschuß daran zum Vortrag brachte. Es folgte ein Stück aus dem Weltkriegstagebuche „Es ist ein blonder Schein": die kleine Geschichte „Perlen" ist eine vergnügliche Erinnerung aus dem Kriegslazarett in Frankreich, wo Findeisen damals als freiwilliger Pfleger beim Roten Kreuz Dienst tat. Zum Abschluß der Lesung hörten wir zwei Geschichten, die Findeisen als den Dichter der Musik, als der er besonders bekannt geworden, auf seinem eigentlichen literarischen Felde bestätigten. Die Erzählung „Laterne, Laterne" aus dem Buche „Klingende Vergangenheit" schildert in zarten, besinnlichen Farben eine von plötzlicher Toüesnähe beschattete Idylle aus der Hamburger Kinderzeit von Johannes Brahms. Eine heitere Episode aus dem Bach-Roman „Gottes Orgel" bildete den Beschluß der durch verbindende und erklärende freie Erzählung. des Dichters recht lebendig gestaltete und von den jugendlichen wie den erwachsenen Hörern mit lebhafter Anteilnahme und großem Beifall aufgenommenen Lesung. Nachdem das Quartett des Bannorchesters ein Stück von Mozart zum Vortrage gebracht hatte, stattete K.-Bannführer Wolf im Namen aller K. A. F i n d e i s e n herzlichen Dank für seine Darbietungen ab, die dem Verständnis der jugendlichen Hörerschaft angepaßt gewesen seien, und schloß mit einem Bekenntnis zu den deutschen Kulturgütern, insbesondere zum guten, über den Alltag hinaushebenden Buche. Das gemeinsam gesungene Lied „Gute Nacht, Kameraden" von Hans Baumann ließ die Dichterstunde der Hitler-Jugend harmonisch ausklingen. Hans Thyriot. rich Müller IV. (Birklar); 3. Pr. Jak. Schudt (Wet- terseld). Abt. B: Schweres Warmblut. Klasse I: Einjährige Stuten (Jahrgang 1941): 1a-Pr. Rudolf Bock (Stangenrod); lb-Pr. Brauerei Jhring-Melchior, (Lich); 2a-Pr. Bürgermeister Peter (Bernsfeld):) 2b-Pr. Heinrich Schepp (Queckborn); 3. Pr./Ernst Krug (Beltershain); Material gut bis sehr gut. — Klasse II: Zweijährige Stuten (Jahrgang 1940): 1a-Pr. Albrecht Müller (Bellersheim) (Stute'„Mirakel" beste Stute der Warmblutzucht); lb-Pr. Ernst Zimmer (Bingmühle bei Lauter); Ic-Pr. Wilh. Bender III. (Langsdorf); 2a-Pr. Friedrich Horst (Ober-Ohmen); 2b-Pr. Rud. Reitz (Bernsfeld): 2c-Pr. Louis Mathes Bellersheim; Material gut bis sehr gut. — Klasse III: Dreijährige Stuten (Jahrgang 1939): 1a-Pr. Alex Köhler (Langsdorf); lb-Pr. Hermann Fay I. (Langsdorf): 2a-Pr. Hrch. Erb (Beltershain); 2b-Pr. Ernst Krug (Beltershain); 2c-Pr. Wilh. Koch III. (Villingen); 3. Pr. Georg Liehr (Bernsfeld); Anerkennung Ernst Zimmer (Bingmühle bei Lautier); Material gut. Abteilung A: Kaltblut Klasse IV, Familien (Stuten mit mindestens zwei Nachkommen): 1. Preis und silberne Medaille der Landesbauernschait Karl Knorr (Birklar); 2. Preis Philipp Schudt.(Londorf); 3a-Preis Heinrich Römer (Reinhardshain); 3b-Preis Jakob Schudt (Wetterfeld). Material: fast gut. Abteilung B: Schweres Warmblut. Klaffe IV, Familien: 1. Preis und silberne Medaille der Landesbauernschaft Albrecht Müller (Bellersheim); 2. Preis Heinrich Schepp (Queckborn), Rudolf Bock (Stangenrod), 3. Preis Ernst Krug (Beltershain). Material sehr gut. Landkrei» Gieße«. * Großen-Linden, 15. Okt. Der Schuhmachermeister und Landwirt Heinrich Faber II. und seine Ehefrau Kacharine, geb. Velten, feiern o, Willy Forsts Deutsche Wochenschau [30Ö7C Stenotypistinnen ii. Kontoristinnen für die verschied. Abteilungen eines größeren Frankfurter Unternehmens gesucht. Bewerbungen unter Beifügung von Zeugnisabschriften sind zu richten unter 3O88D an den Gießener Anzeiger. in saub. Zust. .. 10-200 § Inhalt. Abnahme v. 8 b. Gießen, den 14. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hill» Don Abbruch abzugeben: Eichenholz . in allen Stärken ,oosv Schriftliche Angebote an LVWv Sah«, Lich. Der repräsentative Wien-Film im Verleih der Tobis mit Willy Forst • Maria Holst Dora Komar • Paul Hörbiger Heute Donnerstag Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt 3091C Bekanntmachung. Die städtischen Tennisplätze am SchützenbauS werden ab 16.10.1942 für die diesjährige Spielzeit geschlossen. Für Werkskantine gesucht: 2 saubere Mädchen für unsere Werksküche Wohnung im Hause, Angebote an Zuckerfabrik Offstein Neuoffstein (Pfalz) Werkskantine. 3010d Haushaltsatzung derStadtGietzenfürdasRechnungsjahr1S42 Auf Grund des § 86 Abs. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1Y42 folgende Haushaltssatzung bekanntgemacht. I. § 1. Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1942 wird im ordentlichen Haushaltsplan in den Ausgaben auf .... 11113919,70 RM. und im außerordentlichen Haushaltsplan in den Ausgaben auf .... 852700,— RM. festgesetzt. §2. Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern, die für jedes Rechnungsjahr neu festzusetzen sind, werden rote folgt festgesetzt: I. Grundsteuer. 1. Stadt Gießen und Schissenberg: a) für land- u. forstroirtschaft- liche Betriebe auf ...... 280 v.H.i der Steuer- b) für Grundstücke auf.....135 v.H./meßbeträge Für steuerbegünstigte Wohngebäude in lano- und forstwirtschaftlichen Betrieben ist die Grundsteuer nur mit 50 v. H. der sich hiernach errechnenden Steuerschuldigkeiten zu entrichten. 2. Stadtteil Gießen-Wieseck: a) für land- u. forstwirtschaftliche Betriebe auf ...... 280 v.H.-» der Steuer- b) für die Grundstücke auf .. 125 v.H./meßbeträge 3. Stadtteil Gießen-Mein-Linden: a) für land- u. forstwirtschaftliche Betriebe auf ...... 230 v.H./der Steuer- b) für die Grundstücke auf .. 125 v.H./meßbeträge II. Gewerbesteuer. Stadt Gießen und eingemeindete Vororte: a) vom Gewerbekapital auf . a 280 v. H. der b) vom Gewerbeertrag auf .. ./Steuermeßbeträge c) Zweigstellensteuer auf 360 v. H. der Steuermeß- beträge. III. Bürgersteuer. Stadt Gießen mit eingemeindeten Vororten auf 600 v. H. des Reichssatzes. IV. Hundesteuer. 1. Stadt Gießen: a) wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem 1. Oktober fällt, auf......36,— RM. b) vom 1. Oktober ab auf............18,— RM. für jeden Hund. 2. Stadtteile Gießen-Wieseck, Mein-Linden, sowie Schiffenberg: auf 24,— RM. bzw. 12,— RM. _ § 3. Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im lausenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Stadtkasse in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 600000,— RM. festgesetzt. In diesem Höchstbetrag sind 200000,— RM. Kassenkredite enthalten, die auf Grund früherer Ermächtigung ausgenommen und noch nicht zurückge- zahlt sind. _ 8 4. Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplans bestimmt sind, wird auf 630000,— RM. festgesetzt. II. Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörde zu den §§ 2, 3 und 4 sind unter dem 8. Oktober 1942 erteilt. [gossC Gießen, den 12. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister. I. B.: Pr. Hill. Eilt! 2-3-3immer- MNNllg m. Küchenben., in Langsdorf, Lich od. Hungen z. miet, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 3090V an den Gieß. Anz. Berufst. Dames. 3nnm»m.Zentr.- Hzg.,mögl.Klin.- nähe. Evtl, kann Pfl. d. Zimm.u. Bed.selbstübern. werd. Nachhilfe- unterr. u. Korr. d.Schulaufg.für höh. Sch. k. ert. werd.Schr.Ang. u. 05136 a.G.A. |Stellenangebote| Keine Ursprungszeugnisse, iandern nur Zeugnis aibfchriften dem Bewerbungsichre tben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungSunte» lagen müssen »ur Ler- metdung von Verluste» auf der Rückseite R» men und Anschrift deS Bewerber« tragen! Winden oder Bnvvenstube z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05112 a.d.G.A. | Verschiedenes| Witwe, Geschäftsfrau, im Alter von 40 I., wünscht d. Bekanntschaft ein. netten Herrn zwecks späterer Heirat Zuschriften unt. 05132 an den Gießen. Anzeig. Stalliiase zugelauf. Mißler Rodheim-Str.50 Abzugeben gge. Inseratgeb, l o5i64 MslMrer gelernt.Schlosser für klein. Lieferwagen gesucht. Konservenfabrik E.Kröck, Gießen Weserstr.19 losi4s Saubere, ordentliche Putzfrau gesucht. [05126 Buchhandlung Keißner, Seltersweg 21. ! Verkäufe ! llttoröeon (60 Bässe) für!80,-RM.z. verkaufen. [05123 Dammstr. 40 H. Anzuseh. zwisch. 13 u. 14 tir Uhr. Fünfteiliger WenW für 30,- RM. zu verkaufen. [05130 Gnauthstr. 5 r>. | Kaufgesuciw"! Gebrauchtes Leichl-Notorrad bis 125 ccm, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05131 an den Gieß. Anz. 17 Uhr, außer Samstag. Fa. Avotheker Pascoe, Bleichstraße 7. ößjfluteljjfetö und Kinder- Tischchen und -Stühlchen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05133 a.d.G.A. Klavier Ä. kaufen gesucht. G. Ebert Klaviermacher Bleichstr.17.1427V Kaufe lauf, jede Menge runde [05094 Mzinttata morgen 6ei bester Gesundheit das Fest der Gol. denen Hochzeit. Beide Eheleute stehen in 72. Lebensjahre. Herzlichen Glückwunsch. * Bersrod, 15. Okt. Der Ortsdiener Christian Schwalb und feine Ehefrau Maria Katharina,, geb. Damm, können am morgigen 16. Oktober das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 76 Jahre, feine Ehefrau 75 Jahre alt. Beide versehen noch ihre Haus- und Feldarbeit in aller Rüstigkeit und nehmen an den Ereignissen unserer Zeit noch regen Anteil. Dem Jubelpaar gelten unsere herzlichen Wünsche zu seinem morgigen Festtage und für einen schönen Lebensabend. Ein grober Vertrauensmißbrauch. »EL Wliinic Sirup Lpd. Darmstadt, 13. Okt. Die seit November 1940 als Kriegsaushilfsangestellte beim Ernährungsamt der Stadt Darmstadt beschäftigte Ehefrau Anna Matzel.t, die auf Grund besonderer Dervflich- tung zur Ausstellung von Lebensmittelbezugscheinen für Werksküchen und den Lebensmittelgroßhandel Verdunkelungszeit: 15. Oktober von 19.29 bis 7.18 Uhr. möglich 1 iteht bau n Tchlus Dchi-r» jerlpre - t in völlige gen die imm eir »idafnka ittelmeer rrfen. S« Mich zu rschiedem nvenden, jungen n Wen om MBtrußl en Lerhc n Pröble erraiN Die M nächst durck die Vernichtung der für das Ernäh» rungsamt bestimmten Belege die Entdeckung ihrer Verfehlungen zu verhindern suchte. Die Täterin hat in leichtfertiger und unverantwortticher Weise mit berechtigt war, entnahm seit Dezember 1941 bis Juli 1942 fortgesetzt in 18 Fällen unberechtigt Be. zugscheinsormulare, füllte sie teilweise unter Mißbrauch und Fälschung einer Unterschrift für Butter, Margarine, Käse und Mehl aus und erwarb auf verbrecherischen Mitteln das berechtigte Vertrauen der Bevölkerung in die ordnungsgemäße Verteilung der bezugsbeschränkten Güter durch die amt- ' । ;e liehen Stellen gefährdet und verdiente deshalb ohne , Rücksicht auf ihre bisherige Unbeftraftheit schwere Strafe. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte sie deshalb wegen eines fortgesetzten Verbrechens im Sinne der Kriegswirtschaftsverordnung, zugleich auch wegen gewinnsüchtiger Falschbeurkundung im Amt und wegen Vergehens gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung zu 2 Ja hi _ 1 Haus. Die erschwerenden Umstände, unter denen die Angeklagte die Bedarfsdeckung der Bevölkerung zum eigenen Vorteil gefährdet hat, kennzeichneten die Straftat als ehrloses Verhalten. Der Verurteilten wurden deshalb auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre aberkannt. Margarine, Käse und Mehl aus und erwarb auf JjL.. diese Weise bei Lebensmittelhändlern, die sie von Men chrer Ernkaufsberechtigung zu überzeugen verstand, unberechtigt für den eigenen ' Verbrauch ungefähr Lj6 aus 20 kg Butter und Margarine, 18,7 kg Mehl und Backwaren und eine geringfügige Menge Käse. Den Bedarf für die Urlaubszeit im Juli versuchte die Täterin durch die Mitnahme einiger weiterer Be> zugscheinsormulare zu sichern, wurde aber durch das Eingreifen einer behördlichen Kontrolle und die anschließende Verhaftung an der Fortsetzung ihrer verbrecherischen Tätigkeit gehindert, obwohl sie zu-s «# n »-» ; jjflStWlf iiprogran nn je s uns aun r-n Zucht. Hauptfchriftlester: Dr. Friedrich Wilhelm firniße. Stellvertreter der Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot: für Stadt Gieren, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag: Brühlfche UniverfitätSdruckerei R. Lange K. G. Lerlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nletter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6 Ludwigs-Universität Giefeen Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater sröen, un diesem gerungen »en. Wie Mialisü ist e erns i bchinde ch'mmng d Lieferi ri Seite «den mi Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP. Dienstag, den 20. Oktober 1942, 19.80 Uhr in der Neuen Aula x Soldatenlheater im Wandel der Zeil Vortrag von Prof. Dr. Nlessen, Köln Karten zu RM. 1.—, Wehrmacht u. geschlossene Formationen Ermäßigung, in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60, und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. 3084d Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur um» gehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum« niszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 7. Rate Grundsteuer 1942. 3. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßern reinigungsgebühren 1942. [sooeG Gießen, den 15. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister (Stadtkasse). Kleiner, schwarzer Spitz entlaufen. 05127 Graes, Babnbosstr. 381 Ein Portemonnaie mit Inhalt gesunden. Abzuholen bei Bohrmann,Cred- neÄtr. 34 II l. 1 Paar schwarze Herrenhalbsch., Gr. 42, geg.lP. D.-Bindehalb- schuhe, Gr. 40, sow.lPaarschw. Damenvumvs, Gr. 38 gegen gleichw. Gr. 39, alleswenig getr., zu tauschen ges. Anzuf. zw. 19 u. 20 Uhr. [05129 Schwarzlachs weg 39v, L Freibank 16.10.1942: 8-9 801-870 9-10 871-930 10-11 931-990 11-12 991-1050 17.10.1942: 8-9 1051-110(1 9-10 1101-1150 10-11 1151-1200 Fleischbrühe! Stadt Scblachtbol Eine Soße darf man nie zu lange kochen, da sie sonst einschmort und es wäre schade um jeden Tropfen. Kochen Sie nach unserem Rezepts den KNORR - Soßen würfel fein zer» drücken, mit etwas Wasser glatt» rühren, V< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Minuten kochen» KNORR r Alliieri 8 der L rage is : genau ! große in Norde Schlag lshutz fi ff Kriea itn werÄi Über das kste von htionen. I nicht we 1 jedem ■ chmum S Offens Körungen limorfe tote, toei -iilik die! 1 und be id, Kreta R>ur, In! Kettelten veneral ki erste < fcr auch sm, Tsch L W tr wtelnieer! toi’d) gege ^enge 2 " beseht: kN Au IWiot. R M SowoI ^en non uno uQ5 bat ret Jle aber 1 zuriilk- Wen 5« fa übk Mommt । , hei äntereffa, >t ?r°nt Suftän d «lei s K Re‘