Dienstag, 15. September M2 (92. Jahrgang Nr. 2ir Grichetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Erhöhung -er Brot- und Mischrationen Fleisch. Gewichtsangaben be- Ab 19. Oktober 1942. z 250 150 200 400 Oie Gründung des Europäischen Jugendverbandes eitsausschüssen präsidiert die Drganqation, Du dem Spezialgebiet besondere Leistungen aufzu^ neuen Bund. 350 300 450 600 850 400 350 550 700 950 ist inder 0 bis 6 Jahre inder und Jugendliche 6 bis gendverbandes sind grundsätzlich gleichberechtigt. Das deutsch-italienische Präsidium fällt seine Beschlüsse gemeinsam. Der Europäische Jugendverband tritt alljährlich zusammen, 1943 in Italien. Für die. späteren Tagungen wird der Tagungsort durch das Präsidium auf Grund der Bewerbungen der einzelnen Mitglieder festgesetzt, wobei jede Nation die Erwartung haben kann, daß eine Jugendtagung auf ihrem Boden durchgeführt wird. Die Präsidenten der Arbeitsgemeinschaften können aud). unabhängig von der europäischen Jugendtagung die Mitglieder der Arbeitsausschüsse zusammenrufen. Unter den Erdteilen dieser Welt ist Europa der geographischen Größenordnung nach einer der geringeren. Aber was bedeuten Flächenmaße in der Geschichte der Menschheit? Europa ist mehr als ein Kontinent. Europa ist ein heiliges Wahrzeichen der Menschheit. Hier auf dem Boden Deutschlands, dessen Fahnen den Lorbeer, den Ruhm, die Ehre und den Sieg der Waffen bedeuten, versammelt sich die Jugend Europas und verkündet entschlossen ihren DftB. Aus dem Aührerhauptquartier, 14. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Unterseeboote stießen am 9. September 1942, wie bereits in der Sondermeldung vom 13; September angekündigt, mitten im ft o r D - aktantik auf einen stark gesicherten, von England kommenden Geleitzug. 3n ununterbrochenen harten Kämpfen haben zum großen Teil jungir Unlerseebootbefahungen den Geleitzug bis heute verfolgt und angegriffen und aus ihm 19 Schiffe mit zusammen 122 000 BRT. sowie zwei Zerstörer und eine Korvette der feindlichen Sicherung versenkt. Sechs weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt, ftur kleine auseinandergesprengte Teile des Geleitzuges tonnten entkommen. geszuversicht ab. Als der Führer sagte: „Für den deutschen Soldaten ist nichts unmöglich", da sprach er nur aus, was die heiligste Ueberzeugung jedes Deutschen ist. Stalingrad ist das Symbol eines aus Idealen geführten Krieges." Für uns! Stalin selbst hat der -Besatzung durch Sprengung der Brücken und Vernichtung der Fährboote den Rückweg ab- geschnitten. Auch für den Bolschewismus ist Stalingrad ein Symbol: Die Methode des Terrors mit der Maschinenpistole und dem Maschinengewehr des Politruks im Hintergrund wird hier zu ihrer letzten Steigerung geführt. Die Londoner „Times" ist realistischer als ihre Namensvetterin in Neuyork. Sie schreibt, daß das Bewußtsein, immer noch einsam unter furchtbaren Opfern gegen Deutschland kämpfen zu müssen, „eine schwere Belastungsprobe für die Moral der Sowjets darftellt." Das Ergebnis der Schlacht um Stalingrad werde „tiefe Auswirkungen auf die operativen Reserven der Sowjets haben, Auswirkungen, die in diesem fortgeschrittenen "Stadium des Krieges nicht ohne Dauerwirkung auf den zukünftigen Verlauf dieses Krieges bleiben können." So schrieb der Moskauer Korrespondent der „Times", durch dessen Mund sich die Sowjetunion vor einem halben Jahr hart beklagte, daß die englische Presse sich über Art und Tragweite der Kämpfe an der Ostfront betrüge. Entscheidend ist, daß die sowjetische Zensur diesen Notschrei durchgehen ließ. Wie sollte sie auch nicht? Die ganze Wett weiß, daß der „Times"-Korrespondent w Feindliche Flugzeuge bombardieren bulgarische Städte. Sofia, 14. Sept. (DNB.) Der Generalstab der bulgarischen Wehrmacht In Berlin traten die Vorsitzenden der Prüfungs- elle für die Zulassung zum Studium >hne Reifezeugnis (Begabtenabitur) zu ner Arbeitstagung zusammen. Die Dienstbespre- i ung, die in Vertretung des Amtschefs Wissenschaft Reichserziehungsministerium durch den bevollmächtigten Vertreter des Reichsstudentenführers, ! eichsamtsleiter Dr. G m e l i n, geleitet wurde, Inente dem weiteren Ausbau der Begabtenprüfung, sie als Instrument der Begabtenförderung zusammen mit den Maßnahmen des Langemarckstudiums ter Reichsstudentcnführung, des Reichsstudenten- cherkes und der Kriegsteilnehmerfürderung gerade fir die Soldaten von besonderer Bedeutung ist. Keine Zweckentfremdung von Wohnungen. Die durch den Krieg besonders verschärfte Woh- mmgsnot gebietet, der Erhaltung der vor- londenen Wohnungen größte Ausmerksarn- hit zuzuwenden. Daher hat Reichsmarschall Göring de Umwandlung von Wohnungen in Aäume anderer Art, z. B. in Büroräume, arundsätz- lich verboten. Wohnungen, die für Bürozwecke it Anspruch genommen worden sind, sollen g e - näu m t und ihrer eigentlichen Zweckbestimmung Wieder zu geführt werden. Hierfür kommen namentlich die von Behörden und äf- tkntlichen Dienststellen besetzten Woh- timgen in Frage, wenn eine andere Unter« ymgungsmöglichkeit für diese Stellen sichergestellt i. Hierzu kann auf nicht genügend ausge- rutzte Geschäftsräume zurückgegriffen wer- tzkn. Kunst und Wissenschaft. Line Lhodowiecki Ausstellung in Thorn. Im Auftrage des Oberbürgermeisters von Thorn i ird eine Bildergalerie vorbereitet. Im Zusammen- cng damit soll eine Sammlung von Zeichnungeü, < Tichen und Radierungen von Daniel Chodowiecki or.gelegt werden. Es wurden bisher 1000 Hand- Zeichnungen, Radierungen und Titelkupfer Chodo- ä eckis erworben. Darüber hinaus wurde der Brief- N'chsel Chodowieckis mit der Gräfin Chiftiane von «olms-Laubach aus den Jahren 1780 bis 1195 für die Stadt Thorn sichergestellt. J Neue tschechische Kulturpreise. Anläßlich des Geburtstages des Staatspräsidenten ?. Hacha, hat der Minister für Volksaufklärung bk Protektoratsregierung, Emanuel Moraoec, zwei- udzwanzig tschechische Nationalpreise verliehen, lliter den Musikern wurden der auch im Reiche «kannte Geiger Vasa Prihoda, ferner Dr. Clestyn Rypl für das Werk „Symphonia ruris" ud V.To j an für feine Oper „Ringelspiel" aus- j zeichnet. Auch zwei Opernmitalieder des National- 1 »aters in Prag sowie Schauspieler, darunter der (-arakterdarsteller Vlasta Bu rian, erhielten ? eise. In den Filmpreis teilen sich drei Filmschau- t eler. Schließlich wurden auch drei Schriftleiter ! t Preisen bedacht. ietömp> ifen für lrbritr- atz bts eiterten eutschen rgnissen len sich N. lenleiier erklärte Nees, eworbe- : Trabi- fern fit könnte. >5 durch- iter ben . Wem Me ei ie$ Ser- Bereit« er Nit- hochschulnachrichten. Der Dozent Dr. phil. habil Hermann Gundert i Heidelberg ist zum ao. Professur an der Universi. t i Freiburg ernannt worden, unter Uebertragung tis Lehrstuhls für klassische Philologie. Gundert, der 1!'»9 in Tokio geboren wurde, wirkt sei 1939 an der 1] Universität Heidelberg. — Der Ordinarius für Geo- •" k^fie in der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni- «rsität Bann, Dr. Paul S a m e l, ist auf feilen Antrag von seinen amtlichen Verpflichtungen ent« heben worden. Samel wurde 1877 in Grablaugken Äftpr.) geboren. Er studierte Physik und Landwirtstaft in Bonn, habilitierte sich dort 1913, wurde 119 Ordinarius und war in den Studiensahven 1 22—24 und 1933—34 Rektor der Landwirtschaf t- liren Hochschule in Bonn-Poppelsdorf. — Professor H. meck. Otfried Ehrismann in Hamburg ist aht o. Professor in der Medizinischen Akademie zu Asseldorf unter Uebertragung des Lehrstuhls für Hygiene und Bakteriologie ernannt worden. Ehris- ntnn wurde 1898 in Heidelberg geboren. Er pro- n vierte 1924 in München. 1932 habilitierte er fii in Berlin. 1933 wurde er dort Oberassistent u d kam dann als a. o. Professor an das Hygienische 3 stitut der Universität Hamburg. jen cor1 itet dar ytanbk ben. Del sich dos tenb, jt reift flj* unb uH nge. „ ur Doü' ■iobe, bi> hat , plötzli-i change^ blick ein iebeutu^ Lortschal •bnrt de- •06« £ von o?' hl wck mr na» wN ober B S- itsickluü! 36". i* jchstS-Z folgt “ Bein h in SW e » di-wk wjt WNS 5 aten, s M ' „®«s rebensl^ Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer 42. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Was hätte ich denn tun sollen?" fragte der ^Hotelbesitzer kleinlaut. , Das fragen Sie noch? Auf meine Seite hätten . Ei> sich stellen, die Kerle meinetwegen hinausfeuern silcn. Sie sind doch der Wirt. Was liegt mir denn \m denen!" „ . ■' Anrainer war versucht, zu lächeln über so viel Naivität, aber er hütete sich wohl. „Es sind doch uStummgäste, Alwine", sagte er begütigend, „und gar so schlimm war es schließlich nicht." «Nicht schlimm? Das ist Ansichtssache. Das ist ■eilte Angelegenheit des Ehrgefühls. Ein Gastwirt natürlich —. Aber denen werde tch's einttänken, nein ich erst Herr im Hause bin." In dieser Minute hatte Anrainer seinen lichten Dcment und machte tabula rasa. Der Mann An- rciier war viele Wochen in Hörigkeit verstrickt ge- jueieii, hatte nur Vorzüge und keine Mängel bei feirer Auserwählten gesehen, über jetzt, in dieser ‘ ÜÄiiute, als das Wort „Herr im Hause" fiel, löste sich eine Klappe in seinem betörten Gehirn, und e: nackte derb Alwines Arm. Er trat ganz nahe an sie heran und blickte ihr in das vom Zorn verun- slal ete Gesichts ... . ! „Hören Sie mal", sagte er. ^,Sie sind letzt drei larc in meinem Hause, Alwine. Ich habe Sie her- ^imqeführt, habe Ihnen alles gezeigt und bin der Ms nuna, der „Goldene Löwen" kann sich sehen iloisin. Aber was haben Sie getan? Sie haben nichts getan als kritisiert und genörgelt und große lör e geredet, und ihr zweites Wort hieß: „Das imi) anders werden." Ich habe geschwiegen, als Eie die Vorhänge von meiner seligen Frau schlecht machten, ich hab's in mich hineingefressen, daß Sie btn armen Heinrich anfuhren, der schon zwanztg 8chre bei mir ist, und daß Sie die Köchin schikanierten, bis sie kündigte. Ich habe meinen Mund Hdten, als sie unten die Doktorin angriffen, denn ich bin kein Freund von den Bruggerschen. Aber jetzt, bo Sie mich einen Feigling schelten und mir meine ilren Kunden vertreiben wollen, jetzt ist es genug unb ich mag nicht mehr. Sie sagen, ich hätte fern Professor Karl Ritters Film „GPU". Eine Produktion der Ufa im Gloria-Palast. Dieser Film, dessen Drehbuch der Spielleiter Prof. Karl Ritter zusammen mit Felix Lützken darf und Andrews Engelmann (nach einer Idee von Engelmann) geschrieben hat, ist ein politischer Film: er vereinigt in sich die anklägerische Wucht unwiderleglichen Tatsachenmaterials, die Stoßkraft des aktuell Dokumentarischen mit der rasanten Spannung des Kriminalfalles zuM erregenden Erlebnis. In einer bestürzenden Bilderflucht der Ereignisse, deren Schauplätze von Moskau nach Riga, von Kowno nach Göteborg, von Helsinki nach Paris und Rotterdam wechseln, entschleiert die mit heftiger dramatischer Steigerung aufgebaute Fabel die düsteren und blutbefleckten Geheimnisse, welche sich hinter den drei Buchstaben GPU verbergen. Es ist eine Welt der Erbarmungslosigkeit und der Grauens, in die der Zuschauer hier hineingerissen wird. Eine raffiniert angelegte Organisation skrupellosesten politischen Macht- und Vernichtungswillens zieht sich wie ein Spinnennetz über die Karte der europäischen Welt. Die Mittel der GPU, scheinbar unbegrenzt, haben nichts mit internationaler, völkerverbindender Diplomatie zu tun: es sind die Mittel eines weltzerstörenden, jeder Kultur feindlichen Verbrechertums. Wer der GPU in die Klauen fällt, ist verloren oder kann nur durch ein Wunder gerettet werden. Erpressung und Folter, Mord und Sabotage, Terror und Streik, Revolution und Krieg —: das sind die Schreckensbilder, die sich hinter den drei Buchstaben verbergen. Wer sie hört oder liest, denkt an entsetzliche, unfaßbare, grauenvoll zerstörerische Dinge, an das gnadenlose Wüten eines schwer durchschaubaren, unangreifbar scheinenden Schreckensregimentes der bolschewistischen Weltrevolutionsutopie, ohne sich von den Hinteraründen, Verzweigungen, Möglichkeiten und Methoden der GPU eine richtige Vorstellung machen zu können. * Professor Ritte rs Film, weit davon entfernt, die diabolische Fülle des Stoffes etwa erschöpfen zu wollen, gibt einen kleinen Ausschnitt aus der Tätigkeit der GPU-Agenten außerhalb der Sowjetunion: Ritter selbst bemerkte, daß die menschliche Phantasie nicht ausreiche, sich die grausigen Taten jener Agenten nur einigermaßen vorzustellen, abgesehen von der Unmöglichkeit, die ganze Wirklichkeit filmisch zu erfassen: er gibt eine Reihe von Szenen, einen Handlungsablauf von erschreckender Kontinuierlichkeit der Zusammenhänge: das genügt vollauf. (Dabei haben die Gestalter des Films, wie man erfährt, noch vieles gemildert, abgeschwächt oder verschleiert, um die Bilderfolge für normal empfindende Menschen erträglich zu machen.) Der Umstand, daß die Handlung zeitlich von der Mitte des Jahres 1939 bis in den Westfeldzug von 1940 hineinführt, unterstreicht die Aktualität der Fabel, läßt begreifen, welche Rolle die Arbeit der GPU in der Vorgeschichte dieses Krieges gespielt hat und welchem Gegner das Reich heute an den Fronten im Osten gegenübersteht. * Was Ritters Spielleitung auszeichnet, ist vor allem die Tatsache, daß er das Typische in der Dar- stellung etlicher Einzelfälle aufspürt und an ihnen die höllische Systematik einer uns im tiefsten Wesensgrunde fremden Welt erweist. Regie und Darsteller waren spürbar von der hintergründigen, zwielichtigen Dramatik des erregenden Stoffes gefangen. Die Schauplätze haben die beklemmende atmosphärische Dichte wirklichen Lebens. Das Ganze wirkt mit seinen vielen schnellen Ueberblendungen, welche die verdecktes Verbindunaslinien ziehen und geahnte oder überraschende Zusammenhänge sinnfällig verdeutlichen, ungemein filmisch: der Stoff konnte kaum mit anderen künstlerischen Mitteln so plastisch erfaßt und wiedergegeben werden, und der Kameramann Igor O b c r b e r g arbeitete mit außerordentlichem Instinkt für bildhaft einprägsame Wirkungen. Andrews Engelmann, den wir aus früheren deutschen Filmen kennen und zuletzt wohl in Ritters „Kadetten" sahen, gibt den Agenten Bok- scha, eine Figur von katzenhafter Wendigkeit und lauernder Brutalität: der erschreckende Eindruck, seiner Erscheinung wird, namentlich zu Anfang, durch eine raffinierte Aufnahmetechnik vertieft. Karl Haubenreißer (Frunse) und Vladimir M a j e r (GPU-Chef) lassen in Physiognomie und Gesten ebenfalls keinen Zweifel daran, was in diesem Spiel auf Tod und Leben von ihnen zu halten ist. Die blonde Italienerin Laura Solari, voll kühler, beherrschter Energie, ist die aktivistische Gegenspielerin der Moskauer Zentrale, Will 2 u ad flieg (früher in Gießen) und Marina v. D i t m a r ihre unschuldig verstrickten, verzweifelt sich zur Wehr setzenden Opfer. Vom übrigen Ensemble seien Helene v. Schmithberg, Hans Stiebner und die (als Vorsitzende der Frauenliga) etwas übertrieben pointierende Maria Bard genannt. Lale Ander- 1 e n /in „GPU" zum ersten Male vor der Filmkamera, streift als Tingeitanaelsängerin mit ihrem neuen Lied durch eine schwedische Hafenkneipe. Hans Thyriot. Aus der Stadl Gießen. Unsere Tiere. In diesen Wochen wird wieder der Reichtum dex Felder eingebracht. Viele fleißige Hände müssen sich regen, um der Erde abzugewinnen, was ein Volk zum Leben braucht, und es geht oft heiß her, wenn die Zeit drängt, weil ein Wetter am Himmel steht oder weil die nötigen Arbeitskräfte fehlen. Nie aber würde der Mensch soviel von seinem Acker ernten, wenn er allein auf feine Kraft angewiesen wäre und nicht ein allzeit bereiter, williger Helfer neben ihm stünde: das Tier. In stiller Treue tun sie jetzt wieder ihren Dienst, wie sie ihn Jahrtausende, getan haben, und ziehen die schwankenden Wagen über die Felder, wie sie im Frühjahr den Pflug und die Egge über den Acker gezogen, ohne andere Anerkennung als das Futter, das sie zu neuem Dienst tüchtig macht. Wir können uns kaum vorstellen, was fein würde, wenn auf einmal im Sommer alle die Gespanne, die Pferde, die Ochsen, hie Kühe von Straße und Feld verschwände und der Bauer allein sich der Mühsal der Ernte gegenübersähe. Gewiß hat die Technik in manchem das Haustier ersetzt, aber völlig läßt sich fein Dienst nicht entbehren. Viel Großes hat der Mensch in der Welt vollbracht: er hat der Natur ihre Gesetze abgelauscht, er hat ferne Länder in feinen Besitz genommen, er hat dem Vogel das Vorrecht des Fluges abgetrotzt — eine feiner größten Eroberungen indes ist das Tier. Das ist doch das schöne Wunder des Alltags: daß der Hund, einst der Bruder und Gefährte des Wolfs, das ihn zausende Kind nicht zerreißt, sondern mit ihm spielt und es schützt: daß der Stier, im vollen Besitz seiner Kraft den Menschen nicht zertritt, sondern von ihm sich das Joch auflegen läßt: daß das Pferd, vielleicht die Erinnerung an die Weite der Steppe noch in sich tragend, nicht mit dem Wagen durch die Straßen braust, sondern dem Zügel gehorcht. Selbst in die größte Krise seines Daseins, in den Krieg, hat der Mensch seine Tiere einbezogep, und das Pferd, der Hund, die Taube sind ihm auch hier treue Gefährten und Helfer geworden, die klaglos ihren gefahrvollen und schweren Dienst tun. So haben wir das Tier in unseren Lebenskreis eingeschlossen, nicht bloß das Haustier, das mit uns lebt und in vielem uns nützlich ist — wir haben zum Tier überhaupt als einem Teile der Schöpfung ein inneres Verhältnis. Freilich spricht auch hier wieder die rassische Eigenart der Völker mit. Man hat schon mancherlei Dinge als Gradmesser für die Höhe einer Kultur aufgestellt, den Seifenverbrauch, die Verkehrsdichte, die Zahl der Rundfunkteilnehmer, lieber den inneren Wert eines Volkes gibt jedoch feine Stellung zum Tier einen besseren Aufschluß als all diese technischen Errungenschaften. Wenn man sagt, daß rohe unb gewalttätige Menschen in der Jugend meist Tierquäler waren, so kann man dieses Merkmal auch auf die Völker übertragen: je höher die Gesittung, desto menschlicher die Haltung zu den andern Geschöpfen. Es ist eine auffallende Erscheinung, daß der Mensch, vor allem der nordische, je weiter er sich von dem ursprünglichen Naturzustand entfernt, desto verstehender der Natur gegenüber« tritt und ein desto feineres Ohr für alles Lebendige hat. Ein norwegischer Dichter schildert einmal, wie er nach dem Tod über sein Leben Rechenschaft ablegen soll und wie er da auf die Frage, ob er auf Erden ein guter Mensch gewesen, die Antwort gibt: „Frag' meinen Hund, der kann es dir sagen!" Gerade der germanische Mensch hat auch im Tier das Geheimnis des Lebens gespürt und sich dadurch mit ihm verbunden gefühlt. Wir wissen zwar um die letzte Fremdheit, die zwischen beiden steht, und lehnen jede falsche Sentimentalität ab, die die Grenze verwischt und über einem Lieblingstier den Volksgenossen übersieht, aber wir danken auch dem Tier seine guten Eigenschaften, die wir beim Menschen rühmen. W. F. Heiterer Abend mit Ludwig Manfred Lommel. Die NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" hatte für gestern abend zum Gastspiel mit Ludwig Manfred Lommel im Gloria-Palast eingeladen. Das Haus war bis auf den letzten Platz ausverkauft; eine große Anhängerschaft wollte den durch den Rundfunk zu außerordentlicher Popularität gelangten Humoristen einmal persönlich erleben. Mit dem Schlachtruf: „Achtung! Hier Runxendorf auf Welle 0,5!" bestritt Lommel, sogleich mit freudigem Applaus begrüßt, den weitaus größten Teil des zweistündigen, auf unbeschwerte Heiterkeit und ausgelassene Unterhaltung gestimmten Programms. Das meiste von dem, was er hier brachte, dürfte aus Rundfunksendungen bekannt fein, aber da es sich dabei nicht nur um Hörspiele, sondern um kleine Kabarettszenen handelte, kamen die Besucher auch als Zuschauer völlig auf ihre Kosten und aus dem Lachen nicht heraus. Ludwig Manfred Lommel war denn auch iy großer Fahtt und zeigte sich in allerlei Gestalten und Situationen: als Reisender, welcher Auskunft begehrt und Anschluß findet, als hilfsbereiter Passagier vor der Zollgrenze, als Kaffeehausbesucher die Reisebekanntschaft erneuernd, auf nahrhafte Landwirtschaft und fetten Gänsebraten spekulierend: er saß auch als Baron von Knullrich auf dem Polizeirevier und erschien, indes das Publikum vor Freude jauchzte, als Pauline Neugebauer abenteuerlich ausstaffiert in der Sprechstunde, wo die Geschichte mit dem Blinddarm hanebüchene Pointen zutage förderte. Eine der hübschesten Szenen, die er. sich ausgedacht hat, ist die im Runxendorfer Aquarium mit dem Tintenfisch; auch wer sie schon kannte, wird sie gern nochmal genossen haben. Als Einlage gab es den Sketsch „Neugebauer braucht Vorschuß" und zum Schluß die „akustischen Spielereien am Mikrophon": in allen diesen Szenen erzielte Lommel, der unter der Hand auch noch den Ansager machte, mit seinen trockenen Anmerkungen, seiner begriffstutzigen Beharrlichkeit und seinen imitatorischen Fähigkeiten einen uneingeschränkten Heiterkeitserfolg und großen Beifall. Anita Stenzel als Reisebekanntschaft und als Sekretärin, Franz Lichtenauer als Bahnhofsvorsteher, als Arzt und als Chef im Schallplattenladen, brachten ihm gefällig und geduldig das Stichwort. Den musikalischen Teil des Programms bestritten der Balalaikavirtuose Schumakoff (Wiegenlied von Schubert, Humoreske von Dvorak), der Akkordeon- virtuose Hans N ö h r i n g mit eigenen Kompositionen und beliebten Schlagern, Kammersänger Bernhard Bötel mit dem Prolog aus „Bajazzo" rnh einigen Liebesliedern zum Schluß, und Annemarie Schramm als Begleiterin und wirkungssichere Solistin am Flügel: auch ihnen allen wurde lebhafter Beifall zuteil. Das Publikum unterhielt sich vorzüglich. Hans Thyriot. Bezugscheinfteie Schuhwaren. Die Reichsstelle für Lederwirtschaft hat die Anordnung 100 (bezugscheinfreie Schuhwaren) geändert und in Neufassung herausgegeben. Ab 15. September sind nicht bezugscheinpflichtig folgende Arten von Arbeitsschuhwerk: Holzpantinen (Holzpantoffel mit Vorderblatt aus Leder oder aus anderen Materialien), Schuhe ganz aus Holz, auch solche mit Spannkissen aus Leder. Ferner Babyschuhe bis zur Größe 22 einschließlich, zu deren Oberteil kein Leder außer lederscheckfreiem Kanin- oder Fischleder oder Abfallstücken von Leder, und zu deren Sohlen weder Kautschuk noch Leder mit Ausnahme von Velourspalt- oder Oberlederabfällen verwendet worden ist. Diese Babyschuhe dürfen an Verbraucher nur bei Vorlegung der Säuglingskleiderkarte abgegeben werden, wobei diese mit dem Vermerk „1 Paar Babyschuhe abgegeben" mit Firmenstempel zu überstempeln ist. Während der Geltungsdauer der Säuglingskleiderkarte darf nicht mehr als ein Paar Babyschuhe abgegeben werden. Ferner gebrauchtes Schuhwerk mit Ausnahme von solchem, das von Gewerbetreibenden im Umherziehen vei> kauft wird. Ehrgefühl? Und ich sage Ihnen, Sie sind ein aufgeblasenes, herzloses Frauenzimmer, das meint, alle Gescheitheit mit dem Löffel gegessen zu haben. Ich war blind, als ich Ihnen nachlief, aber jetzt bin ich geheilt und sehe, daß Sie keine Frau für mich sind. Wenn das schon so angeht, wie soll es erst später werden? Ich nehme alles zurück, was ich gesagt habe, und mache Schluß. Wir sind fertig miteinander. Sie sind von jetzt an der Gast Nr. 14 für mich und damit basta. Ich habe die Ehre." Anrainer tat ein paar erleichterte Schnaufer und fand, daß er alles hinlänglich und verständig von sich gegeben habe. Er ließ Alwines runden Arm fahren, als wäre er ihm ekelhaft, und dabei hatte gerade dieser Arm ihm einmal so viel Vergnügen gemacht. Dann ging er aus dem Zimmer und warf die Tür hinter sich zu. Die Purgstaller, die heute von allen guten Geilstem verlassen war, dachte gar nicht daran, einzu- lenken, sondern rannte ihm nach und rief in den Korridor: „Ja, gehen Sie nur. Solche wie Sie kann ich jeden Tag haben, Sie alter Esel?" Anrainer, schon auf der ersten Treppenstufe, drehte sich noch einmal um und sagte: „Damit mögen Sie recht haben. Denn die alten Esel werden nicht alle." Sprach's und verschwand. Am nächsten Tage beschwerte sich der Herr auf Nummer 15 über den Lärm, aber Anrainer lächelte nur. Die Purgstaller aber blieb zurück, ein vernichtetes, heulendes Bündel, das feine letzte Chance verspielt hatte. Was half es, daß sie ihre Hitzigkeit und Voreiligkeit bereute? Geschehen war geschehen. Am nächsten Morgen verlangte sie ihre Rechnung und dampfte in Richtung Heimat ab. Drunten im 'Bierftüble aber debattierten unterdessen die Herren. Und der Baurat stellte tieffmnig fest: „Wenn unser Herrgott einen Narren haben will, läßt er einen alten Kracher eine Junge heiraten. Wir werden es noch erleben. Die hat den Löwenwirt ja schön unter der Fuchtel." „Jaja", brummten die anderen und schlückelten ihr Bier. Der Anrainer aber, der kurz nach diesem Ausspruch das Lokal betrat, kam sich nicht im mindesten bedauernswert vor. Schon auf der Treppe hatte er das Gefühl gehabt, er habe seine Sache diesmal großartig gemacht und im letzten Augenblick die Finger aus einem gefährlichen Fangeisen gezogen. Er schlenderte gemächlich zu seinem noch halbvollen Weinglas und kippte es hinunter. Und als der Sanitätsrat versöhnlich anfing: „Na, so schlimm haben wir es vorhin nicht gemeint", erwiderte er .fast fröhlich: „Reden wir nimmer davon, reden mir nimmer davon. Ich war ein Kamel, das sehe ich jetzt ein. Aber die Geschichte ist gut ausgegangen, ich habe ihr den Laufpaß gegeben." Dann half er dem Bürgermeister in den Ueberzieher und begleitete ihn vors Haus. „Morgen wird's wieder schon!" „Möglich. Wenn.der Himmel so- klar ist und die Sterne so hell — ah, schauen Sie mal dorthin! Ist das nicht der Wagen von Doktor Brügger? Natürlich ist er's. Kommt der erst jetzt zurück?" „Ich weiß nicht. Wir wollen ihn mal anrufen", meinte der Bürgermeister und winkte mächtig mit dem Arm. „Da vorne will einer was", sagte Hingerl am Steuer. Er hielt die kalte Stummelpfeife zwischen den Zähnen und freute sich auf sein Bett. Doktor Brügger schrak auf und blickte die Straße entlang. Unter dem Tor des „Goldenen Löwen" standen zwei Männer. Einer von ihnen winkte. „Ich glaube, es ist der Bürgermeister." „'n Abend, Herr Doktor. Kommen Sie von weiter her?" „Ja, aus Richtung Jungholz. Gibt es etwas?' „Hm, wie man's nimmt", erwiderte Bürgermeister Hammer. „Das von Ihrer Frau wissen Sie doch schon?" „Von meiner Frau?" „Ach so. Sie waren .inzwischen noch nicht daheim?" „Nein, ich war drei Tage weg und komme eben erst zurück. Was ist denn los? Spannen Sie mich doch nicht so auf die Folter? Ist etwas passiert?" „Ja. Der Blitz hat drüben auf dem Sonnenbühel in einen der Schuppen eingeschlagen. Aber es ist nicht viel geschehen, weil Ihre Frau mit ein paar Buben gleich das Benzin aus der Garage geräumt hat. Sie hat sich sehr tapfer benommen. Zum Schluß hat sie allerdings noch eine Kleinigkeit ab« gekriegt. Aber der Sanitätsrat meint, es handle sich nur um eine leichte Prellung und einige Brandwunden. Sie brauchen nicht zu erschrecken. Es geht ihr besser." Brügger war blaß geworden und schluckte. „Und das erfahre ich erst jetzt?" „Vielleicht wollte Ihre Frau nicht, daß Sie gestört werden", vermutete der Bürgermeister. „So wird es fein", stimmte ihm Brügger aufatmend bei. „Vielen Dank für die Nachricht! Jetzt bin ich wenigstens nicht ganz unvorbereitet, wenn ich heimkomme. Hoffentlich hat meine arme Frau keine allzu' großen Schmerzen. Erzählen Sie mir, bitte, rasch, wie alles zugegangen ist." Als der Bürgermeister seinen Bericht beendet hatte, gab ihm Brügger die Hand. „Ich möchte jetzt heim. Sie werden bas verstehen." „Natürlich. Gute Nacht und gute Besserung für die Frau? Vermelden Sie ihr meine besondere Hochachtung. Sie haben eine Prachtfrau, lieber Doktor? Einen Augenblick noch, Anrainer will Ihnen etwas sagen." „Ja? Sie wünschen, Herr Anrainer?" fragte Brügger ein wenig ungeduldig. „Ich schließe mich den Worten des Herrn Bürgermeisters an. Und was die Hypothek betrifft, so habe ich es mir überlegt. Ich lasse sie stehen, wenn Sie wollen. Wollen Sie?" fragte der Hotelier unsicher und trat an den Schlag. „Gern." „Dann können wir uns ja die Hand darauf geben. Nichts für ungut, Herr Doktor. Das Ganze war ein Mißverständnis. Gute Nacht und schöne Empfehlungen an die Frau Gemahlin!" _ Der gelbe Wagen schoß in die Nacht. Seine Scheinwerfer spien -Helligkeit auf die Straße, Brügger fror ein bißchen und rieb sich die Hände. Arme Anna? dachte er mit tiefem Gefühl. — Alles fällt über dich her. Und du stehst und bist tapfer und trägst es. — „Los, Hingerl, daß wir heimkommen!" „40 — mehr darf ich nicht fahren. Eine rechtschaffene Frau haben Sie da erwischt, Herr Doktor. Hätt's net gedacht!" „Und wer war am meisten dagegen?" lächelte Brügger. „No ja, es gibt halt Ausnahmen", brummte der alte Weiberfeind. „Ja, Hingerl ich habe eine -brave Frau. Eine, die viel zu gut ist für mich", meinte Brügger versonnen. (Schluß folgt) Wer bei einem Lustangriff plündert, verfällt dem Tode. LPD. Vor kurzem griffen feindliche Flieger eine süddeutsche Stadt an. Dabei wurde eine Gastwirtschaft fast völlig zerstört. An den sofort einsetzenden Aufräumungsarbeiten beteiligte sich auch ein 65jähriger Mann. Er stahl Labei 30 Pfund Mehl und ein Paar Sandalen, wurde auf frischer Tat ertappt, kaum eine Woche später vom Sondergericht zum Tode verurteilt und tags darauf h i n g e r i ch - t e t. Der Fall zeigt, wie unerbittlich der nationalsozialistische Staat zugreift, wenn es sich darum handelt. Hab und Gut der von Luftangriffen betroffenen Volksgenossen vor solchen verbrecherischen Elementen zu schützen. Weder die geringe Beute noch sein Alter konnten den Mann, der es fertig brachte, auf Trümmern zu plündern, vor dem Fallbeil retten. Das gleiche Schicksal hat der zu gewärtigen, der sich etwa bei der Räumung brennender oder einsturzgefährdeter Häuser an dem Eigentum der Bewohner vergreift oder der einen Fliegeralarm, welcher die Bevölkerung in den Luftschutzkellern festhält, zu Diebstahl, Raub oder Plünderung mißbraucht. Für solche Volksschädlinge gibt es keine Gnade, und jeder Deutsche darf sich darauf verlassen, daß seine Habe bei Luftangriffen mit eiserner Entschlossenheit und unnachsichtlicher Härte vor Verbrechern geschützt wird. Oie Zündschnur. NSG. Die Zündschnur ist ein Mittel, Pulver oder leicht brennbares Material aus. beliebiger Entfernung zur Entzündung zu bringen. Es sollte jedem in der Landwirtschaft Tätigen stets klar sein, daß herumliegende Spreu die gleiche Wirkung ausüben kann. Ein Funke, ein achtlos fortgeworfenes Zündholz oder ein glimmender Zigarettenstumm'el genügen oft, die Spreu in Brand zu setzen, die die Flamme wiederum mit Windeseile weiterträgt, — in die Scheune, an die Diemen oder an sonstwie gelagerte Vorräte. Darum ift besonders darauf zll achten, daß bei der Benutzung von Treckern oder Lokomobilen zum Dreschen der Platz um die Maschinen absolut rein gefegt und frei von herumliegenden Halmen, Spreu, Oellappen oder sonstigen .brennbaren Stoffen ist, die bei Funkenflug das Erntegut in Brand setzen könnten. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Wassereimer bei den beweglichen Dampfmaschinen bereitzuhalten. Vor allem achte man stets darauf, daß der Wind vom Erntegut zur Maschine steht und nicht umgekehrt. Und dann: Genügend Abstand hatten zwischen Getreide und Maschinen! Denkt an den Sch u tz der Ernte! Weizenmehl aufKundenfahrt gestohlen Lpd. Zwei bei einer Offenbacher Mehlhandlung als Kraftfahrer und Mehlabträger beschäftigte Angeklagte standen vor dem Sondergericht in Darmstadt, weil sie im Fahre 1942 unter Mißbrauch und Ausnutzung ihrer Selbständigkeit bei Kunden- fahrten Weizenmehl entwendeten und zum "Teil an ein mitangeklägtes Ehepaar ohne Bezugsberechtigung weiterverkauft hatten. Der Diebstahl der Angestellten und die Hehlerei der Abnehmer wurden in der Zuständigkeit des Sondergerichts abgeurteilt, weil die Gesamtmenge der entwendeten Mehlvorräte und der Zweck der S.Jl.-tfport Gießener Sporterfolge in Friedberg. In Friedberg führte am Sonntag die Turnge- memde bei starker Beteiligung ein Sport- und Spielsest durch, an dem auch Vereine benachbarter Kreise, so aus Gießen, Frankfurt, Fulda und Bad Homburg teilnahmen. In den leichtathletischen Konkurrenzen gab es ausgezeichnete Leistungen. Recht erfolgreich war auch wieder die Jugend des Mto. Gietzen, nicht nur in den leichtathletischen Bewerben, sondern auch in dem Handballspiel gegen die Jugend der Tgm. Friedberg. Während das Spiel bei Halbzeit noch 1:3 für Friedberg stand, kam der Gießener Bannmeister (Jugend des Mtv.) nach Seitenwechsel stark auf und entschied das spannend verlaufene Treffen verdient für sich mit 6:4 Toren. Der umfangreichen Siegerliste entnehmen wir die nachstehenden Gießener Sieger: Volkstümliche Dreikämpfe: Altersklasse II: 1. Sieger Adolf Müll, Postspgem. Gießen, 62 P.; Altersklasse III: 4. Sieger Philipp Götz, Postsstgem. Gießen 55 P. — HI.-Kl ässe A: 1. Kirstein, Mtv. Gießen/ 73; 2. Ketterer, Mto. Gießen, 69; 3. Hainer, Mtv. Gießen, 67 P. — HI.- Klaisje 6: 3. Sieger Werner Hofmann, Postsvg. Gießen, 70; 4. Becker, Mto. Gießen, 67; 8. Werner Ziemeck, Postspg. Gießen, 53; 12. Ewald Schwab, Mtv. Gießen, 4*1 P. — Leichtathletische Einzel- kämpse: 100 Meter, HJ.-Klasse A: 2. Sieger Kirstein, Mto. Gießen, 11,8 Sek.; 400 Meter: 2. Sie- qer Seelbach, Mto. Gießen, 58,6 Sek.; 1500_ 357eter. 2® Sieger v Bentheim. Mw. Gießen 4:49,2 Mm.; 100 Meter, tzI.-Kwsie B: 1. Sieger: Ewald Schwab, Mtv Gießen, 12,5 Sek.; Keulenwettwurf, HJ^-Kl. A: 1 Hainer, Mtv. Gießen, 67,30 Meter; 3. Menges, Mto. Gießen, 57,65 Meter. Orts-Turn- und Sporttag in Grimberg- + Grünberg, 14. Sept. Am Sonntag führte der Turn- und Sportverein den Orts-Turn- und Sporttag durch. Rach einer emlettenden Feier verbunden mit der Gefallenenehrung durch den Vereinsführer Wenzel, wurden die Wettkämpfe durchgeführt. In den einzelnen Stufen wurde je ein Dreikampf — Lauf, Weltsprung und Ballwurf — geturnt. Insgesamt waren 94 Tett- nehmer angetreten. Nachstehend die ersten Sieger jeder Gruppe: BDM., Klasse A: 1. Irmgard Siek 59 P. BDM., Klasse B: 1. Frieda Schlüter 48 P. IM., Klasse A: 1. Rosemarie Reabert 81 P. IM., Klasse B: 1. Margret Gehringer 92 P. DJ., Klasse A: 1. Werner Alb ach 79 P. DJ. Klasse B: 1. Herbert Röder 78 P. — Im Anschluß fanden unter Leitung-von Rektor Häusel zwei Grenzballspiele statt: Knabenmannschaft der Oberklasse der Volksschule gegen Mannschaft des BDM. mit 5:3 Punkten. Dieselbe Knabenmannschaft gegen die Mädchen der Oberklasse mit 9:6 Punkten (Halbzeit 0:5). Nach. der Siegerehrung wies in einer Schlußansprache Ortsgruppenletter Schutz auf die Bedeutung des Tages hin. 1= w 1 KEICHS- Strassen- SAMMLUNG ) p. MeineÄnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und gelesen. Mit tiefem Leid erfüllt uns die Nachricht, daß mein innigstgeliebter Gatte, der zärtlich sorgende Vater seines Töchterchens, unser geliebter Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Onkel, unser unvergeßlicher Schwiegersohn und Schwager, der Panzergrenadier Adolf Gesell Inhaber des E. K. II in seinem 22. Lebensjahr bei den schweren Abwehrkämpfen um Rschew am 12. Aug.1942 gefallen ist. In tiefer Trauer: Lore Gesell, geb. Durban, und Töchterchen Dagmar Wilhelm Gesell und Frau Marie, geb. Vogel Willi Gesell (im Felde) und Familie Ludwig Vogel und Familie Wilhelm Vogel Familie Adolf Durban. Rodheim, Bieber, im Felde, d. 12. Sept. 1942. 2774 D Nettes, gebild. Fräulein zur Mithilfe im Laden undBüro. Maschinenschreiben erwünscht. Evtl. y2 Tage. Hrevert & Sohn Plockstr. 7 01116 Noch gut erhalt. Magen mit Korboerdeck z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04540 an den Gieß. Anz. Suche f. meinen Haushalt • Mädchen oder Frau für halbe oder ganze Tage. Frau [04545 Johanna Amvt, Schanzenstr. 6. 2Zimmer und Küche vän älterer Frau gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04527 an den Gieß. Anz. Gebildete, junge Dame sucht nettes heim (1—2 Zimmer), in gutem Hause. Schriftl. Angeb. unter 04530 an den Gieß. Anz. Zuverlässige Hilfe für den Haushalt mehrmals wöchentlich gesucht. PROF. BEHAGHEL Hofmannstraße 10. 04531 smneWenn für Herren- und Damenschneid, gesucht. [04417 Evtl. y2 Tage. Schr. Ang. unt. 04417 a.d.G.A. Jung, berufstät. Arau sucht heizbares, möbliert. Zimmer Wäsche kann gestellt werden. Schr. Ang-, unt. 04534 an den Gießen. Anzeig. Möbliertes Zimmer heizbar, gegen Mithilfe i. Haushalt abzugeben. Schr. Ang. unt. 04542 a.d.G.A. Hart und schwer traf uns die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß am 16. Aug. 1942 nun auch unser jühgster, innigstgeliebter, herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, unser guter Schwager, mein lieber Pate, Onkel, Neffe und Vetter ff-Unterscharführer Helmut Seibert Obergefreiter in einem Infanterie - Regiment bei den schweren Kämpfen um Rschew sein junges Leben von 24 Jahren für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat. In tiefem Schmerz: Karl Seibert und Frau Marie, geb. Zlnnkann Uffz. Heinrich Seibert, z. Z. im Felde, und Frau Otty, geb. Wagner, u. Söhnchen Hans Ulrich Frau Hildegard Seibert, geb.Laumer, und Söhnchen Klaus Dieter und alle Angehörigen. Gießen (Leihgesterner Weg 19), im Sept. 1942. 04528 Bei den Kämpfen um Krymskaja fiel in treuer soldatischer Pflichterfüllung am 19. August 1942 mein lieber Mann, unser guter Vater, unser hoffnungsvoller Sohn und treuer Bruder Dipl.-Kfn^. Dr. rer. pol. Ernst Ludwig Rinn Oberltn. und Kompaniechef in einem Inf.-Regt. Inhaber des, EK 1. u. 2. Kl. sowie des Infanterie- Sturmabzeichens u. d. Verwundetenabzeichens Vorstandsmitglied der Rinn & Cloos A.-G. Betriebsführer der Fritz-LeOnhardi-GmbH. im 33. Lebensjahr. Inmitten seiner Kameraden fand er auf einem kleinen Heldenfriedhof seine letzte Ruhestätte. Im Namen aller Angehörigen: Inge Maria Rinn, geb. Haas Ludwig Rinn und Frau Marie, geb. Kröck. Gießen (Wilhelmstraße 20), im September 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 2775D Zuverlässiges lMMWN gesucht. [04524 Borzustellen zwischen 14 und 16 Uhr. Frau Lorenz, Bergstraße 27. Ordentliche WsWlWse für % Tage gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04546 qn den Gieß. Anz. Zuverlässige Hausgehilfin od.unabhängige Frau gesucht. [04549 Kaiserallee 11 p Ordentliche Putzfrau für wöchentlich zwei- bis dreimal gesucht. [04588 Alicenstr. 18 I. [Stellengesuche] Apotheken- Helferin sucht per sofort Stellung. Ang. Fr. Schott, Gladenbach ihrem 1 , Men, schwer her heu Feuer c krfenö, Lamp! ßchisssii einige drehten [ante' Drachtei |.onp,ene »nheite Wach di mer bei Lobri ttchen ( 6d)oi Bon Ti jßlortic gang e< llauerti Jl Zer 1 Boro| »es 13. «lhg neris Wl'tungs 'Mgrrsf Sbibe: Monier hem 91 Ourch Danzer^ . Ws Vor sämtlid kutsche, « »rar ®mmen I An - ' ■ijten ü fjff gen DÄchui ! »urbe u |6id)Iaqc | Mne ®e Mn 6 -Aer schritt f drie bur £:sw. "fiannf; pngsai fttn u," fii 2 d'- iS;2t & s Mind m Stü nerl xr Kai sicher» Obrere Lu ^ugZeuge '?8fe Ae ■ »E)rcich^