Jalorneter ■fron *5ado*t)je JOrqSwojt^ Timoscf Maikop Ordschonikidse MK Kamysch) tyediikajak Jeisk*5*» ffbGtjroi vojewka^ \$chachh ^ENp£L*^%pr fassosc^ [^zx^^upjjnsk ^Stirobje/sk ^s$y*7^Ä/s* Ar S+ßjelaji-Glinj '<^x- »7/"cA»7^r* Diwnojei '^Kropotkin #* X /e/^r}S nyje - Vi'6 s«/i# S 5 »kaj» tersiln sei hq jenanrt en M *. i'-Dlaliei iftenci serinns eie aui Im Kaukasusgebiet schreitet der deuffche Angriff gut vorwärts 192. Jahrgang Ur. 191 EriÄemi lagiidj, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Ramilienblätter Heimat ImBild-DieScholle BezuaSvreiö: Monatlich.... .RM.1.80 Buftengebiifir, .. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschlutz 2251 Dmbtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks./M. Siockholm, 14. Aug. (Europapreß.) Wie zu warten mar, wagt die britische Admiralität nicht, als Belohnung für ihre „Bundesgenossenschaft" das Dominionsstatut erhalten sollten. Seitdem Japan vor den Toren Indiens steht, wurde das indische Problem, das man fast anderthalb Jahrhunderte in London ignoriert hatte, das Problem des Empire, von dessen sofortiger Lösung das Wohl und Wehe des britischen Reiches abhing. Die Briten begriffen, daß es schleichende Krisen in ihrem Reiche gibt, die sie vorher nicht wahrhaben wollten. Sie spielten, solange es ging, die Mohammedaner gegen die Hindus aus, die Rajas gegen das Volk, das Gold gegen den Freiheitswillen, und es bedurfte erst der Niederlagen von Hongkong, Malakka, Singapur, Java und Burma, um das englische Phlegma in das Gegenteil zu verwandeln. Die Japaner haben in wenigen Wochen vollbracht, was die Mutiny mit ihren hohen Blutopfern in einem Jahr nicht erreichen konnte: die Indien-Referenten im Jndia-Office find aus ihrer Ruhe aufgescheucht worden. Zwei Wege versuchte England zur Lösung des Jndienproblems: der eine war der Weg zeitgebundener Konzessionen, die Sir Stafford Cripps angebot. Seine Reise nach Indien schlug fehl. In Indien war die Stimmung unter dem Eindruck der Ereignisse schon weiter fortgeschritten, als man in London geahnt hall, und es zeigte sich auch, datz die gestaltende staatsmännische Kraft der Engländer nachgelassen hatte und zu einem kühnen Wurf nicht mehr ausrtzichte. Der • andere Weg, den England versuchte, war die Einschaltung Tschiangkai- f ch e k s. An seine Unterredung mit Gandhi wurden unberechtigte Hoffnungen geknüpft. Tschiangkaischet ließ fick von glänzenden Truppenschauen blenden. Diese Episode des Versuchs einer „indisch-chinesischen Zusammenarbeit" ist heute in ihren Einzelheiten schon unwichtig. Es ist ein tragisches Zwischenspiel der Weltgeschichte, datz ein Mann wie Tschiangkaischet in dem Augenblick, in dem die indische Freiheit Tatsache werden sollte, dem indischen Volk in den Arm fiel und seinen Unterdrückern die Hand reichte. Seit über achtzig Jahren ist der Schlachtruf „Indien den Indern!" nicht mehr verstummt. Heute erschallt er lauter denn je. Jenseits des Jrawadi ist ein neues Asien im Entstehen, dem sich auch Indien nicht entziehen kann und will. Als nach dem stürmischen japanischen Vormarsch von Osten her auch aus dem Westen neue Töne nach Indien drangen, die von dem deutsch-italienischen Sturm gegen Englands Positionen in Aegypten und im Nahen Osten überhaupt Kunde gaben, da verschwanden im indischen Volk allmählich die Hemmungen, die bisher dem Willen zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit England entgegenstanden. Die militärischen Taten der Achsenmächte in Asien, Europa und Afrika führten zu den heutigen Ereignissen in Indien, em gehört das Mittelmeer? Von unserer Berliner Schriftleitung. Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer hiS8'/,UhrdeoBormittagS Anzeiacn-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Nvf. für Familicnan- Aetncn und private GelegenbeitSameisien . 149tof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorichrift (vorherige Bercinlmrung) 25% mehr Polltil« ........... ~v.. 1. |'Sirr-"‘ ien 35 abgeschosfen. einmal. Damals führte die deutsche Marine mit der Versenkung der „Art Royal" und der „Bar- ham", mit der schweren Beschädigung der „Ma- laya", die italienische Kriegsmarine mit ihrem kühnen Vorstoß mitten in das Hafengebiet von Alexan- drien d-en wuchtigen Gegenschlag, und Rommel gab mit seinem Afritakorps das wahre Musterbeispiel einer hinhaltenden Verteidigung, bis er um die Ja- nuar-Wende zu seiner ersten Gegenoffensive startete, bei der er am 6. Februar El Gazala erreichte. Damit war schon der Traum von der zweiten Front im Mittelmeer ausgeträumt Am 26. Mai setzte Rommel zu der zwiten Gegenoffensive aq, die ihn über ir Bacheim, Tobruk, Marsa Matruk nach El Ala- mein an den Rand des Nilbeckens führte. Der Vergleich des jetzigen Luft-See-Angrifss auf den britischen Geleitzug seit dem 11. Auaust mit dem Luft-See-Angriff auf die beiden britischen Geleitzüge zwischen dem 12. bis 15. Juni und noch mehr die Rückerinnerung an die englische Winteroffensive gegen Libyen und den wuchtig vorgetragenen Gegenangriff Rommels bis El Alamein, beantworten genau die Frage: Wem gehört das Mittelmeer? Horatio Nelson begründete Englands Weltherrschaft im Kampf gegen Napoleon im Mittelmeer, nicht im Atlantik! 1798 besiegte er die französische Flotte im östlichen Teil des Mittelmeers bei Abukir, ganz nahe Alexandrien, und schnitt damit dem napoleonischen Feldzug in Aegypten die Sehne durch. 1805 erfocht er den berühmten Sieg von Trafalgar vor dem westlichen Eingang des Mittel» nuer; zwischendurch liefe er von Neapel oder Sizilien Oer Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhaupkquarlier, !4. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: aus seine Geschwader In den beiden Mittelmeerbecken die Fluten durchfurchen. Damals hatte England stolzes Lied „Britannia rules the waves“ einen Sinn. Die Ue'berlebenden des Geleitzuyes, der zwischen dem 11. und 14. August im Mittelmeer zu- sammengeschlagen und zersprengt worden ist, werden bei ihrer Heimkunft nach England dieses Lied wohl kaum anstimmen. Nelson ließ während der Seeschlacht von Trafalgar das berühmte Signal hissen: „England expects (hat every man will do his duty.“ (England erwartet, datz jeder Mann seine Pflicht tun wird.) Diele der englischen Seeleute, die das Schicksal zur Fahrt auf dem Geleitzug vom 11. August 1942 berief, hinterließen ihren Kamera- den in Gibraltar Briefe und Erinnerungsgegenstände zur Aufbewahrung oder zur Weiterleitung an ihre Familien in der Heimat, dv sie schon bei der Ausfahrt ihr Schicksal ahnten. Oas Echo in Italien. Mailand, 14. Aug. (Europapreß.) Die schwere Schlappe, die soeben einem großen englischen Geleitzug im westlichen Mittelmeer durch deutsche und ito- ienifche Luftstreitkräfte und U-Boote zugefügt wurde, beherrscht das Bild der italienischen Presse. Wie .Corriere della Sera" betont, beweist der Sieg der deutschen und italienischen Streitkräfte abermals, daß der Weg durch das Mittelmeer den Briten verlegt sei. Drei Jahrhunderte, so erklärt „Popolo d'Jtalia", sei die Waffe der Blockade dos bevorzugte Kampfmittel der kalt berechnenden englischen Grausamkeit gewesen, doch habe sich diese Waffe jetzt gegen di e Briten selbst gewandt. Die Worte des Duce, daß Großbritannien den Biß der römischen Wölf^ tief in feinem Fleisch verspürt habe, gelte wie für den Sieg vom 13. bis 15. Juni auch für die neuerlichen großen Erfolge der Achse. London gibt die Versenkung des Kreuzers „Manchester" zu. Sinndolle KrieMrung. Die heute zu Ende gegangene Woche brachte eins Fülle bedeutsamer militärischer und politischer Ereignisse, die wieder einmal uns die wahrhaft planetarische Ausbreitung des Schauplatzes eines Krieges vor Auaen führen, der burd) die herausfordernde Politik Der anglo-amerikaniscyen Plutokratien noch in einem ganz anderen Sinne und in einem weit augenfälligeren Ausmaß ein Weltkrieg geworden ist, als der Krieg vor zwanzig Jahren, den wir heute nad) dem, was wir inzwischen erlebt haben, und mitten aus den gewaltigen Umwälzungen unserer Tage zurückblickend nur als den Auftakt zu einer großen weltgeschichtlichen Zeitenwende empfinden können. Auch damals wurde wohl in Oft- pfien, in der Südsee, in Borderasien, in Afrika gekämpft, Nordamerika stand im Kriege, mehrere südamerikanische Republiken hatten auch damals im Gefolge der Bereinigten Staaten die Beziehungen zu den Mittelmächten abgebrochen, auf allen Weltmeeren taten deutsche U-Boote und Hilfskreuzer dem feindlichen Handel nach Kräften Abbruch. Aber Kriegsschauvlatz war der europäische Kontinent. Alle Kämpfe in Uebersee sowohl wie im Vorderen Orient blieben Ereignisse am Rande des Geschehens ohne Bedeutung für den Ausgang des Krieges. Heute zerschlagen im Nördlichen Eisme er deutsche U-Boote und Flieger anglo-amevikanische Geleitzüge, die den sowjetischen Verbündeten das so dringend gebrauchte Kriegsmaterial bringen sollen, das gleiche Schicksal widerfährt Geleitzügen im Mitt elmeer, die Nachschub für Britanniens ägyptische Front an Bord haben, deutsche U-Boote beschneiden im N o r d a t l a n t i k, in der Karibischen See und an der W e st k ü st e Afrikas die Versorgung Englands und der Vereinigten, Staaten Monat für Monaf in stärkerem Ausmaß, so daß die Frage des Ersatzes der Tonnage heute schon zum wichtigsten Problem der anglo-ameri- k an i scheu Kriegführung überhaupt geworden ist, im Indischen Ozean durchschneiden japanische U-Boote und Kreuzer die Verbindungswege der anglo»amerikanischen Mächte nach dem Vorderen Orient, nad) Indien und China, und schließlich gehen Japans Kriegsmarine und Luftwaffe in der Südse e daran, den Versuch zur Errichtung einer neuen Front nach dem Verlust der füdpazrfischen Inselwelt ebenso illusorisch zu machen wie ÜM?r Verteidigung Australiens einen ersten Stoß zu versetzen. Bel all diesen über den ganzen Erdball sich dehnenden Operationen wird ebenso sehr der enge Zusammenhang zwischen See- und Landkrieg auf allen Kriegsschauplätzen deutlich, wie das Jneln» anderfließen dieser Kriegsschauplätze felbst durch das planmäßige Zusammenwirken der Mächte des Dreierpaktes, gegen das die beiden anglo-amerika- Nischen Plutokratien mit ihren um ihr Leben III. Der überragenden Bedeutung Indiens als Kernstück des britischen Resches entsprach die macht- politische Sicherung dieses Juwels. Die strategische Leiter Gibraltar — Molta — Zypern — Alexandria — Aden — Trincomali auf Ceylon — Singapur war gleichzeitig die hohe Straße — the highway — des britischen Handels. Sie diente allerdings gleichzeitig auch den ' anderen großen europäischen Völkern als Handelsstraße erster Ordnung. Daß diese, an der Spitze Deutschland, Frankreich und Italien, den britischen ausschließlichen Herrschaftsanspruch auf diesem „highway" als unerträglich empfanden und empfinden mußten, ist selbstverständlich. 2lber auch Japan, das in umgekehrter Richtung an dieser Handelsstraße sehr weitgehend interessiert war, sah in den strategischen Hochburgen brittscher imperialer Macht, besonders in Hongkong und Singapur, eine ständige Bedrohung seiner wirtschaftlichen und auch nationalen Freiheit. Japan ist heute zum Entscheidungskampf um diese Freiheit angetreten. Es hat Hongkong überrannt, die Philippinen den Amerikanern entrissen, Malakka in einem staunenswerten Feldzug erobert, das einst so mächtige Singapur, auf das die Briten so stolz waren, zu Fall gebracht, Burma besetzt und steht seitdem vor den Toren des Zentrums der bri- tischen imperialen Macht, Indien. England war wie vom Donner gerührt. Er hatte eine halbe Milliarde Mark in den Bunkern und Dockanlagen von Singapur investiert. Es hatte den indischen Führern immer wieder Versprechungen gemacht. Es hatte sogar versucht, durch die Leibgarde Tschiangkaischeks die Herzen der Inder für sich zu gewinnen. Aber alles hatte nichts geholfen: die Japaner standen vor Bengalen, der reichsten und am dichtesten bevölkerten Provinz Indiens! Unter der Einwirkung dieser für englische Gemüter verheerenden Tatsache trat das englische Kriegskabinett zusammen und beriet — abermals und wie schon oft — über „weitgehende Zugeständnisse an die indische Forderung auf Selbstverwaltung". Wiederum sollte Indien eine Abschlagszahlung auf feine kommende Seligkeit gewährt werden. Aber diesmal — dieses eine Mal — hatte die indische Propaganda die vorher so sehr oer- n.ißte machtpolitische Untermauerung. Denn: Japan steht vor den Toren! Seine Divisionen stehen an den östlichen Randgebirgen und seine Seemacht zielt durch die Straße von Malakka quer durch den Golf von Bengalen auf Ceylon zu, auf das ©ange5-Delta, auf das Herz Indiens! Strategisch war die Lage für die Engländer bedrohlich, also wurde die Methode der Rührseligkeit versucht. Die Inder wurden von „poor coloured people" zu „Mitkämpfern für die demokratische Sache", ^Bundesgenossen", die „nach Kriegsende" vrShlsche UniverfitArdruckerel 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen ^ekftinSdiulltraBe 7-9 Nach genau zwei Monaten haben die Engländer erneut versucht, die Durchfahrt durch das Mittel- meer zu erzwingen. In der Zeit vom 12. bis zum 15. Juni hatten sie schon den Doppelversuch unter- Kommen, sowohl von Gibraltar wie von Alexandrien aus Matta mit Kriegsmaterial und dringend benötigten Lebensrnitteln zu verproviantieren. Der deutsche Wehrmachtbericht vom 17. Juni konnte Hielt)en, daß in dieser Luft-See-Schlacht vier Kreuzer Hnb Zerstörer, zwei Bewachungsfahrzeuge und sechs Handelsschiffe mit 56 000 BRT. versenkt sowie ein Zerstörer und acht Handelsschiffe so schwer beschatt wurden, daß ihr Verlust wahrscheinlich war, lind daß weitere sechs Kriegsschiffe und Handels- f-hiffe Bomben- und Torpedotreffer erhielten. Diesmal haben die Engländer vo-n vornherein nur ban Versuch gemacht, aus westlicher Richtung, also l>on Gibraltar her, das Mittelmeer zu durch- sichren. Darin spricht sich ein sehr bedeutsamer Wan- bel aus. Im Juni war Alexandrien dank einer zeir° lick und mengenmäßig ausgedehnten Nachsch orga- N'sation um Afrika herum noch Materialbasts, iez konkurriert es mit Malta um den Matenalnach ^Roch sehr viel jäher ist dieser Wandel, wenn nnr Um neun Monate zurückgehen: Am ^.Rooembe 1941 begann die englische Vsftnsive bei Sollum, lern Halsaya-Patz uni Fort 6 ® b-utsch-italienischen Stellungen. Ihr 3IC D ch. iufroUung der Achsensront in Libyen, der Du larlch bis Tunis, die Gewinnung der 8°»»«" “I kmischen ©egentüfte zu Südeuropa Absprung bchs für eine sweite Front mit Zielrichtung auf Ben das englische Volk sofort über den ganzen Umfang der neuen Geleitzugkatastrophe zu uniterrichten. Wiederum läßt sie sich nur zu „tropfenweisen" Eingeständnissen herbei. So wird als erstes die Versenkung des brittschen Kreuzers „M a n ch e st e r" bei der'Geleitzugschlacht im westlichen Mittelmeer zugegeben. Der Leichte Kreuzer „Manchester" war im Jcchre 1937 vom Stapel gelaufen, hatte 9300 Ton» nen Wasserverdrängung und entwickelte eine Geschwindigkeit von 33 Knoten. Bewaffnet war das Schiff mit zwölf 15,2-cm-Äanonen, acht 10,2-cm» Flakgeschützen und sechs 53,3-cm-Torpedorohren. Außerdem befanden sich drei Wasserflugzeuge mit Kataputteinrichtung an Bord. Die friedensmätzige Besatzung betrug 700 Mann. llmaci 3m kaukas us gebiet leistet der Feind unter eQ llusnuhung des für die Verteidigung besonders zünftigen Gebirgsgeländes zähen widerstand, um feinen Rückzug auf dem Seewege aus den R o r d - Re ter! 0 Ml- ir; 111 varen erneut das Ziel wlrkfamer deutscher Luft- gdjmfe Angriffe. Zwei größere Transportschiffe wurden da- \ ringenden Alliierten, der Sowjetunion und Tschungking-China, vergeblich sich mühen, einen einheitlichen Kriegsplan überhaupt nur anzulegen, geschweige denn durchzuführen. Zwar jagt in ihrem Lager eine Konferenz die andere, aber es ist immer nur von wachsenden Verlegenheiten, von Aushilfen und Ueberbrückungen, von Zeitgewinnen, von Programmen und Hoffnungen für die Zukunft die Rede. Eben erst war Churchill in Washington, aber nicht einmal em Mäuslein hat der kreißende Berg geboren. Kein neuer Gedanke, kein fruchtbarer Ansatz, kein fester Punkt in dem hilflosen, wirren Gerede von der „zweiten Front", mit dem die über die nicht abreißende Kette schwerer Mißerfolge in Rußland, in Afrika, in Ostasien und auf allen Meeren maßlos enttäuschte und erbitterte Oeffentlichteit in England und den Vereinigten Staaten auf ein neues Ziel abgelenkt werben soll, ohne freilich irgend etwas Greifbares vor Augen zu bekommen. Denn daß die ebenso schändlichen wie aufs Ganze gesehen sinnlosen Terrorangriffe der britischen Luftwaffe auf deutsche Städte, zu denen Churchill immer dann greift, wenn er vom eigenen Volk und den Verbündeten bedrängt wird, ein gefährlicher Bumerang sind, der eines Tages mit doppelter Kraft auf den Schützen zurückschnellen wird, das wird vielleicht heute schon mehr als einem Einsichtigen in England, der sich durch Churchill- sche Agitationsphrasen nicht düpieren läßt, im Unterbewußtsein dämmern. Jedenfalls scheint diese typisch Churchillsche Verlegenheitsgeste keineswegs genügt zu haben, die bott schewiftischen Alliierten, die im Südabschnitt der Ostfront den völligen Zusammenbruch ihrer Strategie erlebt haben und die siegreichen deutschen Armeen im unaufhaltsamen Vormarsch zwischen Kaukasus und Wolga sehen müssen, davon zu überzeugen, daß England alles, was in seinen Kräften steht, getan hat oder auch nur im Begriffe ist, zu tun, um den in ihrer Verteidigungskraft aufs äußerste bedrängten Sowjets Entlastung zu schaffen. Aber die Forderung nach einer wirklichen zweiten Front", die Stalins Botschafter in London und Washington vorgebracht haben, zu -deren Unterstützung sie weite Kreise der Oeffentlichkeit in England und den Vereinigten Staaten mobil machen konnten, hat bei Churchill und der britischen Regierung anscheinend nur sehr gedämpften Widerhall, «aber um so mehr Bedenken und Vorbehalte gefunden. Sie stützen sich vor allem auf das Problem der mangelnden Tonnage und haben damit wohl auch auf Roosevelts Betätigungsdrang abkühlend gewirkt. Erst müssen Neubauten und Versenkungen zumindest wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, so argumentierte Churchill vermutlich. Aber Stalin, dem die Not auf den Nägeln brennt, hat keine Zeit mehr, darauf zu warten. Er kann sich mit Zukunftsprogrammen nicht zufriedengeben. Ihm wird es auch nur ein schwacher Trost sein, wenn nun in Moskau ein alliierter Kriegsrat tagt, denn mit Ratschlägen von Militärs, die selber auf allen ihren eigenen Kriegsschauplätzen nichts als Niederlagen und Rückschläge aufzuweisen halben, kann Stalin ebenso wenig anfangen wie mit Versprechungen von Staatsmännern, deren Unzuverlässigkeit sich in allen Phasen dieses Krieges gegenüber ollen ihren Verbündeten immer wieder eklatant erwiesen hat. Das System der Aushilfen, das für die alliierte Kriegführung voni ersten Tage an kennzeichnend war, entspricht ebenso dem Charakter Churchills wie der Geistesverfassung des englischen Volkes. Churchill, der Mann von Antwerpen und Gallipoli, hatte zwar den Kopf voll Ideen, aber weder die Kraft noch das Instrument, auch nur eine von ihnen über einen schwächlichen Ansatz hinaus zum Siege zu führen. Alle feine Pläne wurden ihm aus der Hand geschlagen, der Flankenstoß von Norden und Süden, der Einbruch in den Rücken des Westwalls, die Mitte lmeerfront gegen Italien, alle wurden bittere Niederlagen der britischen Waffen. Er hat im Kampf um Europa die Initiative endgültig verloren, in Ostasien hat er sie niemals gehabt. Zerfahren und hilflos stehen Churchill und Roosevelt den Fragen gegenüber, wie sie den Krieg weiterführen sollen, und jagen einer Verlegenheitslösung nach der andern nach, während die Mächte des Dreierpaktes ihre gewaltige Kriegsmaschine mit zusammsngesaß- ter Kraft dort einsetzen, wo ihnen wirklich kriegsentscheidende Erfolge winken. Diese Kriegführung der Konzentration der Kräfte, von der Dr. Goebbels in seinem letzten Leitaufsatz in der Zeitschrift „Das Reich" sprach, räumt deshalb mit einer fast automatisch erscheinenden Gesetzmäßigkeit alle Schranken weg, die noch zwischen unseren Waffen und dem Sieg stehen. Gleichzeitig schichtet sie aber auch schon mit derselben beharrlichen Folgerichtigkeit Stein auf Stein des neuen Weltgebäudes, das freien Völkern die ihrer Volkskraft, ihren wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnissen gemäßen geschichtlich bedingten Lebensräume geben wird. Wir sahen, wie in Ostasien den siegreichen japanischen Truppen Überallhin die Organisatoren der neuen Ordnung auf dem Fuße folgten und schen sich auch auf dem europäischen Kontinent schon die Grundzüge dieser neuen Ordnung abzeichnen, während Churchill und Roosevelt mit papiernen Weltbeglückungsprogrammen rascheln, aber im Bereich der rauhen Wirklichkeit hilflos zusehen müssen, wie eine neue Welt Gestalt gewinnt und ihre Lebensräume sichert. Die Ereignisse der vergangenen Woche sind jedes für sich eine Bestätigung des eben Gesagten. Mit einem geradezu atemberaubendem Schwung, der den Mühsalen der schier tropischen Hitze ebenso spottet wie den Schwierigkeiten des von der Steppe zum Gebirge fast ohne Üebergang wechselnden Geländes dringen unsere tapferen Truppen in den Nordwesthängen des Kaukasus vor und erobern im Kampf mit einem sich zäh verteidigenden, jede Gunst der Oertlichkeit geschickt ausnutzenden Feind eine für die Versorgung der Sowjets wichtige Landschaft nach der anderen, Lurchschneiden ihre Verkehrswege und tragen nun den Angriff vom Lande her zu den Nordkaukasushäfen, den letzten Schlupf- winkeln der sowjetischen Schwarzmeerflotte, der nur noch die eine Aufgabe bleibt, die Flucht der Sowjetttuppen über das Meer nach Transkaukasien zu decken, die deutsche Luftwaffe wird hier jedoch ein gewichtiges Wort mitsprechen. Nach Osten.gewinnen inzwischen die Operationen durch die siegreiche Beendigung der Schlacht bei Kalatsch im Donbogen von der Gefahr eines Flankenstoßes befreit, bereits im Kalmückengebiet gegen die untere Wol^a und das Nordwestufer des Kaspisees Boden. Sie Moskauer Konferenz der Alliierten wird kaum ein Rezept finden, wie dem Vordringen der Deutschen Einhalt zu bieten fei, sie haben auf ihren eigenen Kriegsschauplätzen die ernstesten Sorgen. Denn die Wiederholung des Versuchs, die ägyp- ttsche Front durch einen stark gesicherten Geleitzug, der feinen Weg durch das wesUiche Mittelmeer nach Alexandrien nehmen sollte, mit Kriegsmaterial ju versorgen, ist wiederum fehlgeschlagen. Cs ist bezeichnend für die Dringlichkeit des Nachschubes für die in der El-Alamein-Stellung konzentrierten britischen Armeen, daß man nicht auf Transporte Dr.Fr. W. Lange. nicht zu führen wissen. Oie Schlacht -ei -en Salomon-Inseln Die helfende Volksgemeinschaft in Mainz ?v Qun8tei Ute»« Wen der Li Groß Putschet freisi der, Kalifornien, Australien ihr Gold. Die Chinesen bauen Tee für uns an, und aus Ostindien strömen Kaffee, Zucker, Gewürze zu unseren Küsten. Frankreich und Spanien sind unsere Weinberge, die Mittelmeerländer unser Obstgarten, unsere Baumwollplantagen stellen die Vereinigten Staaten", sg kennzeichnet einmal ein führender Engländer (Stan- Völkische WirisiHasi im neuen Europa. Von Dr. K. W. Rath, Professor an der Universität Göttingen. Steigern Wer ein 5 fine völkifi ^tinent an vor alle nehmen. 3 15 seinem wgskrch k Vorbau Einflai bie vöM zu verletzen. 1 Tokio , 14. Aug. (DNB.) Die kombinierte englisch-amerikanische Flotte, die von vielen Transportern «begleitet wurde, näherte sich am 7. August ,den Salomon-Inseln in dichtem Nebel und begann auf einer der Inseln mit Landungsoperationen. Japanische Aufklärungsflugzeu'ge benachrichtigten sofort ihren Stützpunkt, worauf ein Geschwader japanischer Jäger die feindlichen Flugzeuge zum Kampf stellte. 49 feindliche Jäger und 9 Bomber wurden abgeschossen. Gleichzeittg gelang es japanischen Kriegsflugzeugen, einen feindlichen Zerstörer zu versenken und einen -anderen schwer zu beschädigen. Der Feind wurde dadurch schon au Beginn der Kämpfe in Verwirrung gebracht. Am folgenden Morgen näherten sich japanische Torpedoflugzeuge der feindlichen Flotte und führten einen heftigen Angriff durch, der die Versenkung des Flaggschiffes der amerikanischen Flotte, eines Kreuzers vom „Wichita"-Typ, und eines britischen Kreuzers zur Folge hatte. Ein weiterer Kreuzer der ^-Klasse wurde schwer beschädigt, zwei Kreuzer der 6-Klasse sowie zwei Zerstörer wurden versenkt. Japanische Torpedoflugzeuge griffen die feindlichen Transporter an, von denen einige versenkt wurden. In der Nacht begannen japanische M ari n e e in h e i t e n in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe und U-Booten einen kühnen Nachtangriff gegen die bereits schwer angeschlagenen , feindlichen Schiffe. Dabei wurden das zweite feindliche Flaggschiff, ein amerikanischer Kreuzer vom Typ „Astoria^, sechs Kreuzer der britischen ^-Klasse, ein USA.-Kreuzer der ö-Klasse vom Typ „Omalga" sowie sechs Zerstörer versenkt und zwei Zerstörer schwer beschädigt. Am dritten Tage der Schlacht jagten japanische Torpedoflugzeuge die Ueberbleibsel der fliehenden feindlichen Flotte und versenkten einen britischen Kreuzer der „Achilles"-Klasse, der auf den südostaustxalischen Stützpunkt Sydney zu dampfte. Das kleine feindliche Landungs ko r p s, das auf einer der kleinen Salomon-Inseln an Land gegangen war, ist vollständig abgeschnitten und hilflos, da weder Transporter noch Kriegsschiffe zur Verfügung stehen. In den Dschungeln von Papua-Land. Berlin, 14. August. (DNB.) Während der Schlacht bei den Salomon-Inseln haben die Kämpfe auf Neu-Guinea keinen Augenblick ausgesetzt. Die Japaner sind trotz ungünstiger Klima- und Geländeverhältnisse in den Dschungeln^ von Papua-Land wieder um mehr als 20 Kilometer auf Port Moresby vorgerückt. Der Flugplatz von Ko- koda wurde von der japanischen Marineluftwaffe in Betrieb genommen. Japanische Kampffliegerver- bände unternahmen Angriffe auf die nordaustra- lischen Hafenplätze, insbesondere gegen Townsville, Cairus, Port Darwin, Wyndham, Derby und Port Hedland. Im Hafen von Townsville wurde ein gro- 6Y\ & i“?; Ind« i f,ß5l!er- L das Buenos Aires, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Presse berichtet über die Ermordung des argen« unffchen Militärattaches in Rio de ärneiro, der Haupfftadt Braslliens, Oberstleutnant Gay. Die Leiche wurde in einer Grotte am Meeresufer in der Rahe der Autostraße aufgefunden. Gay ist durch zwei Revolverschüsse in Rücken und Kopf getötet worden. Die Vermutung eines Raubmordes scheidet aus, da die'Brieftasche mit einem erheblichen Geldbetrag sowie die Armbanduhr und sonstige Wert- fachen des Toten nicht entwendet worden sind. Das Auto Gays stand 500 Meter vorn Tatort entfernt auf der Straße. Die Polizei wurde kurz nach der Tat durch einen mysteriösen Telephonanruf verstau- dcgt. Außenminister Ruiz Guinazu erklärte, daß Gay das Opfer eines Verbrechens gewor- *”<2ntcn f-mer Verschütteten Dege abVtruf en moXn icrnma^'^ burd) den Küler, t>i$ endlich ein Ausweg gefunden Mendoza übernehm^L — erd), aus ■ uigsvermöc rbam wirt ley Ievons) plastisch die Weltwirtschaft. Eine Schilderung der englischen Wirklichkeit des 19. Jahrhunderts und das Traumbild der zukünftigen „Ordnung" englischer Prägung. Ob die 2lme«h rikaner sich zukünftig weiterhin als Beherberger englischen Rindviehs und Bereitsteller englischer Baumwollplantagen gefallen werden, steht allerdings dahin. Vielleicht denken sich die Amerikaner das Ganze in Zukunft umgekehrt. ; . Wie dem aber auch sei, es gehört zu diesem -ifchafison Bild der Weltwirffchaft, daß unruhige Störenfriede "AmAA1 dieses »Harmonischen Gleichgewichts" rücksichtslos ausgemerzt werden. Und berartiae „Störenfriede" sind alle Völker, die sich nicht einfach als Getteide«, Kaffee, Gewürz-, Wein-, Obst-, Silber-, Gold-, Rindvieh-, Woltt, Schafproduzenten bewirtschaften lassen wollen. Das gilt vor allem von den europäi« schen Volkern, die den Anspruch erheben, gleichberechtigt an der Weltwirtschaft teilzunehmen oder gar Miene machen, durch ihre Leistung als Wettbewerber um die Güter dieser Erde aufzutteten. Wirtschafttiche Unselbständigkeit, politische Erpressungen aller Art, schließlich die völlige Entmachtung der Völker und Abhängigkeit vom Weltwirtschafts- mcwkt London oder Neuyork, das ist die Kehr« eite dieser Weltwirtschaft angelsächsischer Prägung Europa erwartete dabei bestenfalls das Schickscck eines Koloniallandes: ausaebeutet, solange es noch Erträge versprach, sonst aber rücksichtslos der Verelendung anheimaegeben. Deutsche Truppen rücken in Maikop ein sesmuj JohannesJacobL Kunst und Wiffenschast W Ihre Verlobung geben bekannt 2491 D/ ii 6«#w S*6nheitipÄ*e wundeioa ha> logie zu erforscheen strebte. Da sich Unzulänglichkeit der damaligen Othfresen (Kr. Goslar) Üü5 Mündlich können Sie es nur wenig en sagen, schriftlich ■ehreree, durch eine Kleinameige sagen Sie es allen ihm dabei die sensualistischen er eine eigene Ilfeld (Südhan) NS6. „Kraft durch Freude“ Wetterau Was koche ich morgen? KOSMETIK erfüllt höchste Ansprüche; w 010' J leidtt rmW Eine genib Bah Ne Deutsche Arbeitsfront Kreisdienststelle Karl-Heinz Unsere Giesela hat ein Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude Emmy Schmidt, geb. Weber Wilhelm Schmidt, Metzgermeister z.Z. Im Felde Lieh, Hintergasse 25 10. August 1942 Ihre Verlobung geben bekannt Inge Garenfeld Willi Zodel lmatioe von „liberaler Marktwirtschaft" und „kol- tttwer Planwirtschaft", mit der man oft noch die Sirtschaftsordnung begreifen will, eine ganz for- rale Entgegensetzung ist, die sachlich nur im Lager nserer Gegner eine Rolle spielt. Beide Formen ^deuten für Europa und seine Volkstümer Ver- Mary Lilo Asmus und Hildegard Iachnow. Für die Einstudierung der Chöre zeichnete Gerhard S t e e g e r verantwortlich. Als Dirigent bewies Richard Kraus (Halle) Temperament, rhythmische Prägnanz, Sinn für Klarheit und Gliederung — Eigenschaften, die dem vorzüglichen Festspielorchester eine bemerkenswerte, weniger auf die Magie des Klanges als auf partiturgetreue Sachlichkeit und Weltanschauung" nachging. Ein eigenes philosophisches System skizzierte er in dem Buche „Philosophie der Individualität". Eine irrationalistische Erkenntnislehre, die Instinkt, Einfühlung und Intuition als Erkenntnisquellen heranzieht, entwarf er in dem Buche „Irrationalismus", dem dann das philosophische Hauptwerk ..Metaphysik des Irrationalen" folgte. Die Weltanschauung von Müller-Freienfels ist stark von Leibniz und Eduard von Hartmann beeinflußt; in der Psychologie ist er Tod dem Hausschwamm Beseitig.auf ehern. Wege,ohneAb- bruch v. Mauerwerk, 10J. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfurt Baln Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566 Für die zahlreichen Glückwünsche, sowie Blumenspenden anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen der Eltern, herzlich Peter Neuhofen und Frau Therese, geb. Ferber Düsseldorf-Heerdt und Lollar 03884/ n aus? ftsoew uM Wirt« eines. Serie auf : etwa MU Gießen, 16. August 1942 ______________03959/ Statt Karten! Für die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Dr. med. Hans Brunßen x. Z. Oberarzt bei der Wehrmacht Rosmarie Brunßen, geb.Heid Hamburg - Wandsbek — Katzenelnbogen im August 1942 iller. . Id. 1 Lust« 6tni‘ lachten iz mit itischrn mben> voll!, mten . Du einem en del jienmj erneu! ftkritS' itfchk nrt dek Statt Karten! Ueber die vielen gntgemeinten Wünsche zu uns. Vermählung haben wir uns gefreut und danken allen recht herzlich Ernst Rühl und Frau Gerda, geb. Eppert Wetzlar, im August 1942 ______ 2476 D/ Kleine politische Rachrichten. Der Führer empfing im Führerhauptquartier in Anwesenheit des Reichsmimsters des Auswärtigen von Ribbentrop den neuernannten türkischen Botschafter in Berlin, Saffeet Arikan, zur Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens. Der Duce überreichte in Anwesenheit des Unterstaatssekretärs für Luftfahrt dem vom Führer anläßlich feines 101. Abschusses mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichneten Oberleutnant Marseille die italienische Goldene Tapferkeitsmedaille und sprach ihm seine Anerkennung aus. * Roosevelt hat durch ein Telegramm den chilenischen Staatspräsidenten Rios zu einem Besuch der USA. eingeladen. tunet Mein ftieb? riebt* ’M M lass« PQI. leben, Nr Trudel Stohrer Karl Schüler Forstreferendar, z. Z. Wehrm. etens« n he« zeM Unter« selbst« Stand i, NM , m n, al aewuk' Dollel Psychologie offenbarte, so versuchte Darstellung des Seelenlebens, wobei er vom Gefühls- und Willensleben und einer ganzheitlich-vita- listischen Grundposition ausging. Besonders interessierten ihn die individuellen Verschiedenheiten des Seelenlebens, denen er in seinem Buch „Persön- N y N voll. i bi’ -tQUi 1 W Üine» Schnelle Verbände der deutschen Truppen rüden in die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Ostgebietes am Kaukasus. — (PK.-Kriegsberichter Grimm-Kerstein. sSch.j) Bayreuth im -ritten Kriegsjahr. Festspiele für Soldaten und Rüstungsarbeiter. Kartoffelklöße mit bratenbrauner Soße Eine schmackhafte Soße kann man aus dem Knorr - Soßenwürfel auch ohne Fett zubereiten. Sie brauchen nur den Würfel fein zerdrücken, glattrühren, mit '/< Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. KNORR s t» t w MA 6,W #5 r« Sfhtt Karten! Als Vermählte grüßen Walter Ranft Studienreferendar Tilli Ranft geb. Rodenhausen Gießen / Hausen Gießen LöberstraSe 1 Blamarckstrahe 30 16. August 1942 _______________________03926/ nach der Kopfwäsche nicht auswringen wie ein Handtuch, sonst verfilzt es leicht I Lieber nur vorsichtig ausdrücken. Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische M SCHWARZKOPF 7 SCHAUMPON Lin Preis für kommunale Forschung. Die Stadt Mülhausen im Elsaß setzte der Universität Freibur»g einen Preis von 5000 Reichsmark aus für die beste Arbeit auf dem Gebiet der kommunalen Forschung, deren Ergebnis für den kulturellen und wirtschaftlichen Aufbau und für die Entwicklung der Stadt Mülhausen und des Sundgaues praktische Bedeutung hat Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Das Preisgericht wird vom Oberbürgermeister im Einvernehmen mit dem Rektor der Universität Freiburg berufen. Richard Alüller-Freienfels 60 Iahre alt. In diesen Tagen vollendet der Berliner Psychologe Professor Dr. Richard Müller-Freienfels sein 60. Lebensjahr. Müller-Freienfels begann als Aesthetiker und Psychologe, indem er die Probleme der Kunst mit den Mitteln der modernen Psycho- für den Hagen mit, den er intelligent und eindrucksvoll verkörperte. Aus der feit Jahren bekannten Besetzung ragten Robert Burg als Alberich und die Brünhilde von Marta Fuchs beherrschend hervor. Als ein Musterbeispiel des Bayreuther Stils, wie er seit einem Jahrzehnt von Heinz Tietjen als Regisseur und von Emil Preetorius als Sze- niker neu geformt wurde, erwiesen sich die Aufführungen des „Fliegenden Holländers". In einem dreiteilig rhythmisierten Bogen führen Tietjen und Preetorius das Geschehen des pausenlos durchlaufenden Werkes bei ständig intensiver werdender Innen- spannung aus der Realität zu mythischer Symbolik hinüber. Darsteller von bedeutendem Format trugen einen Teil der Aufführungen. Rudolf B o ck e l - mann war mit der blühenden Schönheit seines Heldenbaritons, mit vorbildlicher Deklamation und intelligent differenziertem Spiel der Holländer — vielleicht mehr „Wanderer" auf den Wogen als finsterer Dämon des Meeres. Maria Müller bot als Senta eine wahrhaft unvergleichliche Studie süchtiger Fernliebe, umhüllt von berückendem Gesang. Franz Völkers dramatisch gestraffter Erik, Erich Zimmer manns bezaubernd singender und prächtig artikulierender Steuermann sowie Ludwig Hoffmann und Joses v. Manowarda alternierend und unterschiedlich als Daland waren die bewährten Stützen der Inszenierung. Mit ihnen wechselten als neue Kräfte des Bayreuther Ensembles ab: der Schwede Joel Berglund als ein Holländer mit kraftvollem, markantem Bariton, lyrischem Schmelz in der Höhe und jähen Bewegungen. An der Senta versuchte sich Paula Baumann mit hochdramatischem Organ, an der Frankf./M. Gießen-Kl.-Linden Linnestraße Kirchstraße 26 03979/ Hauptschristletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptschrihlclterS: Ernst Blumschein, verantwortlich für Polittt und Bilder: Dr. yr. W. Lange: für da« Feuilleton: Dr. Han« Thyriot (beurlaubt): i. B. Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumlchein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitütsdruckerei R. Lange 9. ®, Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenleiter: Hans Beck, Anzeigenpreislifte Nr. 6. Zum drittenmal standen die Bayreuther Richard- Wagner-Festspiele im Zeichen des Krieges. Soldaten und Rüstungsarbeiter waren wiederum die Gäste. Sämtliche Gaue des Reiches entsandten Besucher, die in Sonderzügen herangebracht werden mußten. Mit Musik wurden die Züge am Bahnhof empfangen. Die Wehrmacht nahm ihre Kameraden in pflegliche Obhut. Partei und Hitler-Jugend führten die Rüstungsarbeiter zu ihrem Sammelplatz. .Gemeinsame Mahlzeiten und Stadtbesichtigungen, Einfüh- rungsvorträge und Führungen rundeten sich zu einem sorgsam geordneten Betreuunqssystem. Zwölfmal riefen die Fanfaren zum Beginn des „Fliegenden Holländer", viermal wurde die „Götterdämmerung" aufgeführt. Rach einer Pause von 14 Tagen bildete schließlich eine zyklische Aufführung des Nibelungenrings vor verwundeten und genesenden SoDaten den Ausklang. Großartig wie in jedem Jahr waren die künsller'rfchen Leistungen. Die Spielgemeinschaft wies diesmal ein teilweise verändertes Gesicht auf. Nachwuchskräfte waren in das erprobte Ensemble eingebaut. Obwohl neben ungewöhnlich befähigten Solisten, die Aussicht haben, allmählich vollgültige Mitglieder der Spielgemeinschaft zu werden, sich auch andere abzeich- neten, die zunächst in der Stille Weiterreisen sollten, vermochte es die souveräne künstlerische Leitung und Regiekunst des Generalintendanten Heinz Tietjen, Stil und Niveau der Ausführungen zu wahren. Am stärksten waren die aus dem „Ring"-Zyklus herausgelösten vier Aufführungen der „Götterdämmerung" von neuen Solisten durchsetzt. Sie standen unter der musikalischen Leitung Karl E l - m e n d o r f f s, der dann auch den aanzen „Ring"- Zyklus dirigierte, und waren eingefügt in die bekannte Inszenierung Heinz Tietje ns mit den Szenerien von Emil Preetorius. Don den neuen Kräften bewährte sich am eindeutigsten der Darsteller des Siegfried: der Schwede Set Svan- holm Der jugendliche schlanke Künstler besitzt einen echten, gut fundierten Heldentenor von metallischer Strahlkraft, der des dramatischen Ausdrucks ebenso fähig ist wie der lyrischen Kantilene. ~ hohe, schlanke Erscheinung, bildungsfähige Iu- lichkeit gerichtete Leistung abgewannen. und einen schwarzen, entwicklungsfähigen Job--" brachte auch Friedrich Dalberg (Leipzig) 1 -------- (Wünsche nehmen entgegen: Alle Die Kartenverkau'sstelle der NS-Gemcinschaft,,KraJt durch Freude-, Seltersweg 60, die Geschäftsstellen der NSV.-Ortsgruppen: Gießen-Mitte, LonystrI.G eö« Nord,Walltorstr .38,Gießen-Ost,Kaisern ' $ Südjcrednerstr. 24, Gießen-Klein-Llnden Schul tr.^ Eintritt: 2.00 RM. - Karten un Vorverkau Kartenverkaufsstelle der NS-Geme ns 3951 durch Freude“, Gießen, Selters weg 6 » 6 013 feiet ;rprek htm hch- ihrs W Zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfswerkes 1942/43 Sonntag, 30. August, 15 Uhr, Gießen, in den Schulhöfen der Langemarck- und Justus-von-Liebig-Schule Großes Wunschkonzert Ihr wünscht • Künstler spielen und singen Ausfuhren de: ______ Ari, Ein großes kombiniertes Musikkon« der Luftwaffe - Das Orchester der Meistersolisten im grauen Rock -Betty Berlin die bekannte Rundfunk- und Schall- ptattensängerin • Erna Maria Müller, Sopren vom Deutschen Theater, Wiesbaden - Charlotte Schütze, Soubrette vom Deutschen Theater in Wiesbaden - Theo »emnamb Tenor vom Opernhaus Frankfurt am Main Ewald Böhmer, Bariton VOI" Deutschen Theater, Wiesbaden • Emil S®ider?P^? Tenorbuffo vom Opernhaus Frankfurt,. ■ vor allem von Nietzsche ausgegongen. Was ihm als letztes Ziel vorschwebte, ist ein Erleben, welches das Dasein auch in seinen nicht dem Verstände zugänglichen Tiefen zu erfassen sucht. Müller-Freienfels ist in Bad Ems geboren, studierte an zahlreichen deutschen und ausländischen Universitäten, machte aroße Reisen, war Kriegsteilnehmer und seit 1922 Dozent in Berlin, seit 1934 an der Handels-Hochschule. telligen, verlangt Unternehmerpersönlichkeiten ohen Stils. Die Größe dieser Persönlichkeiten wird cht am Verdienen, sondern am Dienen gemessen; re ehemals ja auch der preußische Staat nicht rch große Verdiener, sondern seinen König als Diener seines Staates groß wurde. Wirt- iche Macht und sozialer Anspruch der Zeit hen dann in den Händen eines volksbewußten rnchmertums keineswegs wesensmäßig einander tgegen. Vielmehr liegt hier eine der schönsten, in r Menschenführung wie der Betriebsorganifation bewährenden Aufgaben. Die völkische Ordnung friß dabei um die Bedeutung der staatlichen Macht, ,—, zur Lenkung des Ganzen notwendig ist. ind AI Mit der Entfaltung ihrer Arbeitskraft haben dann Völker aber nun auch den Schlüssel in der nd, aus eigener Kraft und nach eigenem Lei- ngsvermögen ihre Lebensgrundlagen zu schaffen am wirtschaftlichen Austausch vollberechtigt teil- »nehmen. Jedes Volk leistet dazu seinen eigenen, s seinem ihm eigenen Raum und seiner Lei- ngskrast kommenden Beitrag. Das bedingt zwar mordnung. Aber diese Einordnung verlangt e Einflachung oder gar Aufhebung der volk- n Eigenart. Da vielmehr höchste Leistung immer t durch volle Auswirkung und Entwicklung der enen Anlagen und Kraft erzielt wird, so werden lmehr völkische Entfaltung und wirt- aftliche Zusammenarbeit gemeinsam fördert. Mit seinen rund 530 Millionen Menschen ht der europäische Wirtschastsraum an Arbeits- lst und damit Leistungsvermögen weit über dem rdamerikanischen Lebensraum, der nur 185 Mil- rwn Menschen umfaßt. Dieses hochentwickelte Ar- itsvermögen sichert Europa eine hohe Leistung ferne führende Stellung in der Kultur. Indem die völkischen Eigenarten entfaltet und zur Höchen Steigerung bringt, wird die Wirtschaft damit aber ieder ein Mitträger der Kultur. Durch seine ihm eigene völkische Wirtschaftsordnung sichert sich der vntinent also nicht allein seine Lebenshaltung, son- tm vor allem auch die Grundlagen seiner Kultur. hochschulnachrichlen. Professor Dr. Bruno Schultz in Berlin ist zum 0. Professor für Rassebiologie an der Deutschen Karlsuniversität in Prag ernannt worden. Schultz ist 1901 in Sitzenberg geboren, habilitierte sich 1936 in München, siedelte noch im selben Jahr nach Berlin über und wurde dort 1938 a. 0. Professor. Der 0. Professor für Chemie an der Universität Graz Dr. Anton S trab al ist*von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Strabal, der am 12. April sein 65. Lebensjahr vollendete, ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien. — Im Alter von 73 Jahren starb der Geheime Obermedizinalrat Prdsessor Dr. Rudolf Abel, der bis 1935 den Lehrstuhl für Hygiene und Bakteriologie an der Universität Jena inne hatte. Abel stammte aus Frankfurt a.d. O., promovierte 1890 in Greifswald, dort habilitierte er sich 3 Jahre später, war dann Assistent in Greifswald und Hamburg sowie prak- mcher Arzt. 1905 wurde er an die Lanoesanstalt für Wasserhygiene in Berlin-Dahlem berufen und ging 1915 als Ordinarius nach Jena. Sein Hauptwerk ist das zweibändige „Handbuch der Hygiene". — Am 17. August vollendet der 0. ö. Professor der Rechte unb Leiter des Instituts für Postwesen an der Universität Frankfurt a. M. Dr. Friedrich Giese sein 60. Lebensjahr. Giese wurde in Eitorf an der Sieg geboren. Er studierte in Bonn, promo- vierte ebenda 1905 und habilitierte sich 1910 für Staats-, Verwaltungs- und Kirchenrecht. 1912 folgte er einem Ruf an die Aka«demie Pofen. 1914 erfolgte feine Berufung nach Frankfurt. Giese ist Herausgeber der 2lbhandlungen aus dem Staats- und Verwaltungsrecht nebst Völkerrecht und Kolonialrecht. Karl Ritter inszeniert den Ufa-Film „Besatzung Dora". Professor Karl Ritter, der selbst Major der Luftwaffe ist, begann soeben mit den Aufnahmen zu dem neuen Ufa-Film „Besatzung Dora". In wenigen Tagen wird er in einem Einsatzhafen der Fernaufklärer im Westen, dann im Osten und späterhin in Nordafrika vom Kampf dieser Männer und Maschinen einen Film drehen, der des Ateliers nicht bedarf, nicht des Modells und nicht der Trickaufnahme. Eine „Bauchlandung" bei der Heimkehr einer längst überfälligen, stark beschädigten Maschine ist schon vorbanden. Es ist die Aufnahme eines PK.-Mannes. Alle Ereignisse des Films gehen auf tatsächliche Geschehnisse zurück. So der tausendste Feindflug einer Fernaufklärerstaffel, die gefahrvolle Notlandung in der Wüste und Kämpfe mit den Sowjets. Erfunden wurde nur die Spielhandlung. Aber auch sie wird nicht im AteRer gedreht, sondern im Alltag unserer Zeit. Die vier Männer von der „Dora" werden von Hannes Stelzer, Herbert Kiurina, Josef Dahmen und Georg Thomallo dargestellt. Emst von Klipstein spielt den Staffelkapitän. Die weiblichen Hauptrollen sind mit Lotte Koch, Charlott Daudert und Carsta Löck besetzt. „Großstadlmelodie" — ein neuer Berlin-Film. In Wasserburg (Oberbayern) begannen die Ausnahmen zum neuen Berlin-Film „Großstadtmelodie" unter der Regie von Wolfgang Lieben- einer. Hilde Krahl spielt die weibliche Hauptrolle aus der bewegten Atmosphäre einer Großstadt, dessen Drehbuch nach einer Idee der Berliner Journalistin Else Feldbinder entstand. der Kultur. Unb so geht es gar nicht um atismus oder Kollektivismus. Es geht um N i ° ilismus oder Kultur. Bon der völkischen Kultur aus ist aber auch erst Mrtschaftsentfaltung Europas zu verstehen, wie nun unter deutscher Führung erkämpft . Nicht die Wirtschaft selbst oder irgendeine chnik ihrer Organisation bestimmt die Wirtschafts- mrng. Damit wäre man mehr oder minder vom omismus der gegn^evifchen Seite noch nicht gekommen. Bestimmt wird die Wirtschastsord- g Europas, wie seine politische Ordnung, durch biologischen, politischen und kulturellen Ge° einsamkeiten der europäischen Völ° rrfam-ilie. Das Ziel der gemeinsam angestreb- n Wirtschaftsordnung liegt in der L e b e n s st e i - erung der europäischen Völker durch Lei- u n> g s st e i g e r u n g. Leistung wird entfaltet durch rbeit. Damit ist die Arbeit der Grundstein der erdenden Ordnung. Das gilt für den inneren Auf- der Wirtschaft wie für den zwischenvölkischen ustausch. Aus der Arbeit baut sich auf, was das einzelne, k zu erwirtschaften vermag. Jeder Schaffende ägt damit zum Wohlstand aller bei. Die Aufgabe r Güter Versorgung des ganzen Volkes steht in der lkischen Wirtschaftsordnung dann aber unter dem itmotiv völkischer Existenzsicherunq und dauerhas- Destandes des Volkes. Dies umsichtig zu bete Letten, Litauer, Esten, haben die Bolschewisten sTrorisiert und vergewaltigt, um die Basis ihrer iachtpolitlk zu gewinnen. Belehrt durch den Wi- »rstand, der dem Bolschewismus von nationalqe- inten Ukrainern, Weißrussen, Tataren und vielen •oberen entgegengebracht wurde, hat er an Stelle tt russischen Zentrale die national farblose „Union" esetzt, in der jebe Nationalität vertreten war. Jede rchnahme der Zentrale, der Union der russischen owjetrepubliken, war also damit von der betref- nden Nationalität mitbetroffen. Die Enteignung, lusplünberung, Vernichtung der nationalen Jntelli- knz usw. erschien als Kampf gegen den gemein- stnen Klassenfeind. Nation, Rasse, völkisches Bewußtsein stellen für das materialistische Denken der sowjets ja überhaupt nur Einbildungen dar, die zu verwinden sind. Die zwangsweise Kollektivierung >r Völker, Ausrottung ihres nationalen eigen« Ibens und restlose Abhängigkeit von der Moskauer Itentrale, das ist das Bild eines PZirtschaftsverkehrs ,m Weltmaßstab" nach dem bolschewistischen ftuster. Vergleicht man die Ergebnisse der angelsächsischen geltwirtschaft und der bolschewistischen Wirtschaft M Weltmaßstab", so ist das Ergebnis m bezug auf -uropa und feine völkische Kultur das gleiche: Vernichtung jedes Eigenlebens, Abhängigkeit und iftreknbung. Zugleich zeigt sich, daß die beliebte Al- leit. lekaM ,f einü iS w lese'Z -ater P Idolf-Hitler-Ingemeurschule KlemeAmergen iedberg-Hessen. Maschinenbau, «m Ebener Anzeiger ektrotechnik, Praktikantenwerk- ätten.—Druckschriften frei. 1949V >.'^X Telephon-Nr. 2912 Liebigstraße 16 03941 Der Direktor: Tielmann 2356 D 03980 Danksagung. Statt Karten. Gießen, im August 1942. Dr. Spohr, Rechtsanwalt. 03946 2463 D 8 Ca. 2482 D LE 2464 D zu richten an 3422 V 03969 SIMßsdies Volkshafl Bieften 1823 D/ ÖUC GLORIfi großefiebe LICHTSPIEL-THEATEB Bitte abzugeben Tägl. 8,5.15,8, So. 2.30,5.8 Ubx WsssMimksK, POLOST Giesse sind treue Helfer Ihrer Gesundheit! Ssemestrige Fachschule für a) Maschinenbau, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik; b) Hochbau, Schreiner und Maler; c) Lehrgänge für technische Zeichnerinnen. Staatliche Abschlußprüfung. Semesterbeginn : 15. März und 1. Oktober. Prospekte kostenlos Die Beerdigung findet am Montag, dem 17. August 1942, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Medopharm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. MEDOPHARM Arzneimittel auf dem büro» 42jähr. Dame, naturliebend, evgl., schlank, blond, 158 groß, jugendliche Erscheinung - mit Willen zum Kinde - möchte gleichgesinnten Lebenskameraden bis zu 45 Jahre, nicht u. 170 groß, kennen lernen. Landlehrer o. Forstbeamter bevorzugt. Bildzuschriften erbeten u. 2486D an den Gieß. Anz. Gewerbeschule Gießen Techniker- und Werkmeisterschule Praxis geschlossen L. Kaietsch Heilpraktiker Gießen, Frankt Str. 37 Hans Windhoff A.-G. Verwaltung Berlin-Schöneberg Bennigsenstraße 20/22. Intelligente Dame mit guter Allgemeinbildung für selbständigeTätigkeit,evtl. halbtägige Beschäftigung, von Behörde gesucht. Kenntnisse inSchreibmaschineund Stenographie nicht unbedingt erforderlich. Bewerbungen erbeten unter 2444D an den Gieß. Anz. äÜRO-fIMRJCNTUNGEM Gießen, Boahnbfstraße. Mädchen für Haushalt evtl, auch Hilfe für halbe Tage, weg. Verheirat, meines jetzigen Mädchens sofort gesucht. [2485D Frau Adolf Möhl, Gießen, Bahnhofstraße 5 Elli Serth Heinz Ebschner, Bräutigam. Gießen (Walltorstraße 67), 15. Aug. 1942. 03972 Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme und für die Blumen- und Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Birkenstock, geb. Wagner und Kinder. Gießen, im August 1942. Wir wollt H einmal Ht genieß ;igel ergötzt iMN, die 1 Mineral-Milcheiweiß Am Diene ir Lienstst' Klarer 2 i-Führer d UN, 222 iportomtee Un statt, hi am 20. Khrkampftl !»n der Das Per Hwigs-Un M3, das N3 läuft, i ist bringt 'langen füi lchnis, aus Gigling d 4 Kd. Ans «valtung -nauf das Hnde, na Praxis geschlossen vom 15. August bis 6. September Dr. Franz Geyer prakt. Arzt Vertreter: Dr. Kröck Dr. Neumann-Spengel Dr. Stuhl Wen Unte Nialls mel -i'ler findet Schüsse uni irischen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Ottohans Nachtigall, Unteroffizier in einem Inf.-Regt., sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank. In tiefer Trauer: Wilhelm Nachtigall und Frau Helmut Nachtigall. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unserer Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens Bis Mittwoch, 19. August, elnschl. Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr 6 2466< lvesWilchk Drooin)ial-Dkhoccmcrtung5gcno[|cn|[ho|t Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Katherine Haas sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Haas, Weißbindermeister. Watzenborn-Steinberg, den 13. August 1942. 2480 D Statt Karten. Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Frau Janchen Geissler, geb. Mann Familie Werner Geissler. Lollar, im August 1942. e.6.m.b.H., Münster i. W., Schorlemerstr. S, Ruf 26644-4S Ständige Vermittlun gvon Vieh aller Art: Fett- und Weidevieh ✓ Ferkel / Läufer / Pferde usw. Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 KMMer Führerschein aller Klassen UM Stellung. Schr. Ang. unt. 03966 a. d. G.A. Am Freitag, dem 14. August 1942, starb ganz unerwartet an Herzschlag mein lieber Mann Glasbläsermeister Otto Kühner Sim» 'i to|ri) . noch 1 > d°n Reisevertreter für Gießen und Umgebung sofort ges. Hohe Festzuschüsse und Provision. Schriftliche Angebote unter 2218D an den Gießener Anzeiger. Für leichte Arbeiten weibl. Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Großwäscherei Edelweih Schützenstraße 12. 1432D A/'e 'Natufafc Vorbild/ Die Milch enthält lebenswichtige Mineralstoffe In besonders gut verdaulicher Form. In Welterfährung dieser naturgegebenen Idee entstanden Zuverlässige, in der gesamten Haushalt führung erfahrene öflusöfiltenn in frauenlosen Haushalt zum 1. Sept. od. spät, gesucht. [03954 Pfarrer L R. Clotz, Bleichstraße 46. men. ic DB der SA , nom vom le , ist-hie Badezeiten: Montag geschlossen Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 19 Uhr Freitag und Samstag von 10 bis 19 Uhr durchgehend Kassenschluß x/i Stunde vorher 2490 A GelMrse verloren. zwischen (£af£ Hettler-Karzen- tra. Abzugeben Ingenieur oder ausgebildeter Techniker f. Wärmetauscherbau u. Feinblechkonstruktion gesucht. Gelegenheit zur Einarbeitung wird geboten. Herren, die Interesse für das interessante u. vielseitige Gebiet haben, werden gebeten, ihre Bewerbung, mit Lebenslauf, Zeugnisabschrift. u. Gehaltsansprüchen 150 TULchkühfc und Jtinbttanfodl 167. Milchvieh - Versteigerung In Münster, Westf. Zuchtviehmarkt Donnerstag, den20. August» 18 Uhr, Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieteti und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Hansgeorg sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und all denen, die ihm das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Tn tiefer Trauer: Otto Peppier, z. Z. Im Felde, und Frau Minna, geb. Gerlach, nebst allen Angehörigen. Rodheim a. d. Bieber, im August 1942. 2465D E Blüte ft j au runden Ä sehen ar - einfach : 41 zu übe " Gartens! irten, in d> ■ftf es Wien um Mn un k 30lbe inen Seltene Statut« urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die alle Naturfreunde und Doaelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Holet MeWMlnn nJeefWen Beobachtungen und Natururkunden au» d. Dogelwelt d.deutschen Nordseeküste. - Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Natur- aufnahmen.Cm Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. HugoBermühler Verlag Berlin • Lichterfeld» im 52. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Beate Kühner, geb. Lenzer und im Namen aller Angehörigen. Gießen (Neuen Bäue 19), den 15. August 1942. Berlin-Giefeen Vermiete möblierte Wohnung in Gießen, suche dageg. möblierte Wohnungin Berlin. Evtl, auch gegenseitiger Wohnungstausch. Schriftliche Angebote mit näh. Angaben unter 2457D an den Gießener Anzeiger erbeten. Der Unterzeichnete ist beauftragt, f. d. Herren: 1. Rechtsanwalt Dingeldey in Alsfeld 2. Rechtsanwalt u. Notar Wachtel in Alsfeld am Amtsgericht Alsfeld Sprechtage abzuhalten. Die Sprechstunden finden statt nachmittags zwischen 14 Uhr 30 und 17 Uhr 45 an folgenden Tagen: Mittwoch, den 19. August 1942 Mittwoch, den 16. September 1942 Mittwoch, den 21. Oktober 1942 Mittwoch, den 18. November 1942 Mittwoch, den 16. Dezember 1942 Benn mir Ligen uns irterl mm, ppelt fchö reuhe, wen n ton fluch die 21 igteit rech t dm G chcht. 21 von Sei inneren Bl l stellen a duftendem U O W 7Jfu*e Qurfie ü&jßt hart REESES GURKENSCHUTZ Rezepte bei jedem Kolonialwarenhändler oder direkt durch die REESE’GESELLSCHAFT, HAMELN VW die schonin Großküchen tätig war, svASkeWg. Schr. Ang. unt. 03963 a. d. G.A. | Verkäufe Hochträchtige rote Fahrkuh zu verk. [2484D Alleudorf/Lahn Untergasse 37. Simmentaler Rind 1 Vz Jahre alt, zu verkaufen. [03953 Ernst Nicolaus, Steinbach, Ad.-Hitl.-Str.51 Junger Hund in gute Hände abzugeben [03970 Bahnhofstr. 42. Gutgebende Gastwirtschaft sofort oder in nächster Zeit zu pachten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03896 an den Gieß. Anz. Gewandte 56neWetin sucht für einige Zeit Allsrnlieil. Schr. Ang. unt. 03947 a.d.G.A. Zuverlässige Frau zum Strümp fe- u. Wäschestovfen für einen Nachmittag in der Woche gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 2474D a. d. Gieh. Anzeiger. Am 6. August ist auf der Eisenbahnstrecke Gie- hen-Marburg in dem Zuge 20.06 Uhr ab Gießen ein Geigenbogen in einem Abteil liegengeblieben. Der ehrl. Finder wird gebet., denselben gegen Belohnung auf dem Fundbüro der Reichsbahn ab- zugeb. od. mich zu benachrichtig. Geigenbaumstr. Otto, Gießen, Steinstr. 60 [03951 Auf dem Wege Klinikstr.-Bahnhof Donnerstag abend zwischen 18 und 19 Uhr Damen- Armbanduhr verloren. fchütz'die fohlen durch SOLTIT gibt Lederfohlen längere Haltbarkeit, macht sie vsafserabstoß end ! bi 'SÄ ii 9flü5oeOilfln nicht unter 18 Jahren, per sofort oder später gesucht. Schriftl. Angeb. mit. 2468D a. d. Gieß. Anzeiger. Putzfrau für Institut 2 bis 3 mal wöchentlich gesucht. [2475D Vorzustellen: Semkenhergstr.7 FranzVogt&Co. Das Fachgeschäft für Bürobedarf Gießen - Seltersweg 44 Nett möbl. Zimmer f. ungarische Me- dizinalvraktikan- tin sofort auf 2 Monate gesucht. Angebote an die Akademisch.Aus- landstelle d. Universität 03920 Ludwigstr.19 II Büroangestellte sucht saiw., hell. 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GEBR CHEMISCHE In Gießen: Seltersweg 63 Bedeutendstes fachunternehmen Süddeutschlands , OOOtoÖÖÖp' IDrrZTll» m. 1^1 Zweites Blatt August M2 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Hohe Ziele von Pflanzenbau und pflanzenzüchiung (Nachdruck verboten.) 16. Fortsetzung. du hast Das in letzter Zeit stark bezweifelt. Mach doch kein so böses Gesicht, das steht d-ir gar nicht. Und nun Servus, ich habe noch eine Verabredung", schloß er und verbeugte sich. Anna rührte sich nicht vom Fleck. In ihrem Herzen war endlose Pein. In den Büschen sang eine Amsel, in der Nähe hallten Hammerschläge. Der Nachmittag stand weiß flimmernd über der Obstwiese. Eine blaue, wolkenlose Schale wölbte sich über das Land. Die Anspannung in Annas Gesicht löste sich langsam. Nur die Lippen und die kleinen Ohren waren noch eine Spur blasser als sonst. Sie zerknüllte gedankenlos ihr Taschentuch zwischen den bräunlichen, festen Fingern. Schließlich schickte sie sich zum Gehen an. Das Schlimmste war für den Augenblick abgewendet. Sie schritt zögernd zurück. Auf einer Bank, nahe dem plätschernden Springbrunnen, döste Vetter Franz. Als er Anna gewahrte, nahm er Haltung an und wollte sich erheben. „Bleibe sitzen, Franzel. Ich war ein wenig im Park. Hast du nichts gegen Kopfschmerzen bei dir?" „Leider nicht. Soll ich mich im Haus erkundigen?" ,'üaß nur, ich gehe ja dann sowieso hinein. Es wird schon vergehen." Sie setzte sich neben ihn. Franz Hudal, so schien ihr, konnte ein bißchen Freundlichkeit brauchen. Er war ein armer Junge, einsam, vom Schicksal gezeichnet und halb verhungert. Man mußte gut zu ihm sein. „Nun, Franzel, wie geht's?" „Ausgezeichnet. Ich habe mich sattgegessen, ich habe getrunken, soviel ich Lust hatte, nun sitze ich hier in der Sonne und faulenze. Kann man mehr vom Leben verlangen?" „Du sagst das so bitter. Fehlt dir etwas?" Sie sah ihn besorgt an. „Was.soll mir fehlen? Daß ein anderer mir die Frau weggenommen hat, die ich liebe, das zählt ja nicht. Wir Hudals sind an Pech gewöhnt." „Welche Frau?" „Dich! Hast du nie etwas gemerkt, Anna?" ^Abe^ Franz! Sei doch gescheit. Wir hätten ja Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer unschwer noch ausgedehnt werden kann, ohne erneute Belastung des Bauern. Die Zuckerrübe liefert von allen Kulturpflanzen die höchsten Nährstofsmengen von der Flächeneinheit und ist nicht nur als Zuckerlieferant unentbehrlich, es fallen bei ihrem Anbau auch außerordentlich hohe Futtermittel an. Daher ist auch die Ausweitung ihres Anbaues dringend notwendig. Dabei Arbeitserleichterungen und Vereinfachungen zu schaffen ist ein Gebot der Stunde. Ein Mittel, das mühsame Vereinzeln der jungen Rübenpflänzchen zu erleichtern, ist die Verwendung sog. einkeimigen Rübensamens, wodurch etwa ein Drittel der Derzieharbeit gespart wird. Dom Institut sind entsprechende Versuche angelegt, die den großen Vorteil des so vorbereiteten Samens zeigen. Dauernde Forschungsarbeit erfordert auch die für unsre Ernährung ganz besonders wichtige Kartoffel. So lehren Abbäuversuche auf dem Versuchsfeld klar und überzeugend die große Bedeutung des Saatgut- wechsels. Um zu zeigen, wie die Sorten sich in dauerndem Nachbau von ursprünglich vom Züchter bezogenem Hochzuchtsaatgut verhalten, wird eine ganze Reihe Züchtungen, zum Teil bis zum 14. Nachbau, in diesem Jahre angebaut, per Abbau wird vornehmlich durch sog. Viruskrankheiten hervor- gerufen, wodurch die Kartoffeln in ihrer Leistung geschwächt werden. Uebertragen wird die Krankheit durch die Pfirsichblattlaus von Staude zu Staude, die Knollen erkrankter Pflanzen übertragen sie wieder auf die Nachkommenschaft. Es unterscheiden sich nun aber die Sorten auch durch verschiedene Abbaufestigkeit. Der Bezug von Saatgut wird zweckmäßig aus solchen Gegenden vorgenommen, in denen es keine Pfirsichbäume und daher auch keine Ueberträger, nämlich keine Pfirsichblattläuse gibt. Es sind dies Höhenlagen und die östlichen Teile des Reiches. In gleichem Maße wie die Bemühungen von Wissenschaft und Praxis dem Ackerbau gelten, müssen sich diese auch um die größte natürliche Eiweiß- guelle, nämlich das Dauergrünland, Wiesen und Weiden, bekümmern. Hier ist noch viel nachzuholen. Welche Mittel und Wege dafür zu Gebote stehen, zeigen sehr interessante Versuche, die auf dem Versuchsfeld benachbarten Wiesenflächen angestellt wurden. Die verschiedene, mehr oder weniger wirksame Behandlung der Grasnarbe durch Bearbeitung und Düngung läßt, wie auf einem Schachbrett, die Wirkung deutlich erkennen. Sie beweist, wie man auch ohne Umbruch und Neuansaat in verhältnismäßig kurzer Zeit und mit erschwinglichen Mitteln die Futterernte reicher und wertvoller gestalten kann. Eine weitere große Aufgabe des Instituts liegt „Eigentlich ist es eine Schande, daß ich Geld von dir annehme, Anna, aber —" „Unsinn, wir sind doch verwandt. Und du wirst es mir zurückgeben, wenn du einmal ein berühmter Mann bist wie Helmreich." „Du glaubst an mich?" „Natürlich. Ich kenne dich doch. Du hast einen viel besseren Kopf als ich; ich habe immer viel schwerer gelernt als du." So tröstete sie ihn. ,Hch freue mich, daß du an mich glaubst, Anna. Sonst wäre es nicht zu ertragen. Dieses blödsinnige Geld! Ich kann doch nicht Möbelpacker oder Schuster werden. Das liegt mir nicht. Nimm beispielsweise dieses Mikroskop, von dem ich dir in München erzählte, denk an die anderen Instrumente, die ein Mediziner haben muß, — alles kostet ein Heidengeld. Für mich selber brauche ich das wenigste. Augenblicklich bin ich ziemlich im Druck. Sie haben mir eine geharnischte Mahnung geschickt und mit einem Zahlungsbefehl gedroht. Scheußlich. Ach, Anna." Anna hatte ruhig dagesessen und zugehört. Ihr Herz strömte über von Mitleid. Sie konnte sich so gut hineindenken in alles, wie er dünne Suppe aß oder einen Hering mit Kartoffeln, wie er mit heißen Backen über feinen Büchern hockte, wie er manchmal fror, wie er um einen schadhaften Anzug bangte. Sie kannte das zur Genüge. Und aus diesem Verstehen heraus versuchte sie ihn aufzurichten. „Es ist hart, aber du schlägst dich schon durch, Franzel. Um dich ist mir nicht bang. Und was das Geld betrifft, so werde ich schon Rat schaffen. Ist es viel?" „Dreihundert Mark", antwortete er mit gesenktem Kopf. „Momentan bin ich knapp bei Kaste, Franzet Meine Abfindung ist für Anschaffungen draufgegangen, Gebalt bekomme ich nicht mehr, aber ich werde mit Martin sprechen. Nur nicht gleich am ersten Tag. Das verstehst du doch?" — „Du bist ein Engel, Anna!" (Fortsetzung folgt, Ehestandsdarlehen trotz Wohnungs- und Mobelmangel Neue Anweisungen des Iieichsfinanzministers. Der Reichsfinanzminister hat durch einen neuen Erlaß wichtige Kriegserleichterungen für die Ehestandsdarlehen gewährt. Nach einer bestehenden Anordnung ist die Bewilligung des Ehestandsdarlchens zu überprüfen und gegebenenfalls zu widerrufen, wenn ein Ehestandsdarlehen drei Monate noch der Bewilligung nicht in Anspruch genommen worden ist. Bei dem kriegsbedingten Mangel an Möbeln und angesichts der Unmöglichkeit, während des Krieges dem Wohlnungsdesizit wirksam zu Leibe zu gehen, werden die Finanzämter gegenüber dieser Dreimonatsfrist großzügig verfahren. Nun sind in der letzten Zeit bei den Finanzämtern besonders der luftgefährdeten Gebiete viele Anträge eingegangen, die Aushändigung der Bedarfsdeckungsscheine bis zur Beendigung des Krieges ober bis zur Entlastung des Ehemanns aus dem Wehrdienst zurückzustellen. Diese Anträge hängen ebenfalls mit den erwähnten kriegsbedingten Mangelerscheinungen zusammen, die die erwünschte Verwertung der Bedarfsdeckungsscheine nicht immer gestatten; darüber hinaus erstreben diese Anträge aber auch eine Sicherstellung der Bedarfsdeckungsscheine vor dem Verlust durch feindliche Fliegerangriffe. Denn es ist an sich — mangels ordnungsmäßiger Nachweisemöglichkeit — der Ersatz von Bedarfsdeckungsscheinen, die durch Luftangriffe verloren gegangen sind, nicht vorgesehen. Der Reichsfinanzminister hat sich damit einverstanden erklärt, daß Aufbewahrungsanträgen durch die Finanzämter entsprochen wird. Aus her Stahl Gieheu. Blumenschönheit in den Gärten. Die A-cker sind schon zum Teil obgeerntet! In langen Reihen stehen die Fruchthaufen. Unser täglich ®r0‘ mr.b Ungefähren. Ueb-r die Stoppeln cheht der Wind. Das Feld wird kahl. Auf den Wielen steht noch saftiges Gras, Tausende von Blumen grüßen daraus aber es ist nicht die Pracht der ersten Blutenfülle. ’ Dafür leuchten aus den Gcirten die schönen Herbstblumen. Astern, Dahlien, Gladiolen und Nelken stehen in voller Blüte. Die Sommerblumen sind ver- blüht welk hangen ihre Blätter. Die letzten Rosen freilich entfalten noch einmal ihre ganze Schönheit venn sie die Sonne bescheint. Dafür stehen nun Dahlien und Astern im schönsten Schmuck Ihr Strahlen und Leuchten füllt den Garten sie sind ganz Farbe und Schönheit. In allen Formen und Farbtonen finden wir diese großen, prächtigen Blumen. 1 M Die Dahlien gedeihen am besten im Vorgarten an der Sudseite des Hauses. Jede nur denkbare Farbe, vorn schneeigsten Weiß bis zum dunkelsten Rot, vom reinsten Goldgelb bis zur tiefsten Küpfer- farbe, ist Hier anzutreffen. Aber auch viele Mischungen von Farben sind vertreten. Ebenso .ist die Form der Blute sehr mannigfaltig. Wir kennen solche mit ganz runden Formen, andere haben gerollte Blätter und sehen aus wie leuchtende Sterne, wieder andere sind einfach blühend, aber in ihrem Farbenreichtum nicht zu übertreffen. Die Dahlie hat sich das Herz -es Gartenfreundes erobert, und wir kennen wenig Gärten, in denen nicht zur Zeit die schönsten Dahlien blühen. Wenn wir mit der Bahn durch die Lande fahren, grüßen uns Dahlien und Astern fast bei jedem Vahnwärterhaus. Hier, neben dem kahlen Eisenbahndamm, wirken die farbenprächtigen Blumen doppelt schön. Es ist für jeden Reisenden eine Freude, wenn er im Vorbeifahren diese Pracht be- löunbern kann. Auch die Astern und Nelken sind in ihrer Mannig- altigkeit rechte Freudenbringer. Ihre Schönheit verleiht dem Garten einen Abglanz von Freude und Zuversicht. Aufrecht stehen die Astern da, kein Zeichen von Vergehen ist bei ihnen sichtbar, und keinen chöneren Blumenstrauß können mir in unser Zimmer stellen als den von bunten Astern und den herrlich duftenden Nelken. Viele Tage, ja Wochen bleiben sie unverändert in ihrer Farbenpracht. Wir wollen deshalb bei einem Erholungsgang auch einmal stillestehen und die herrliche Blumen- »racht genießen. Wie uns im Frühling das Lied der Vögel ergötzte, so sind es jetzt die herrlichen Herbstblumen, die uns überall grüßen. —h. Wehrkampftag der SA. Am Dienstag, 18. August, um 15 Uhr findet auf der Dienststelle der SA.-Standarte 116 Gießen, Wetzlarer Weg 37, die erste Besprechung der K.-Führer der Standarten 116 Gießen, 145 Büdingen, 222 Friedberg sowie der Beauftragten des Sportamtes der KdF. der Kreise Wetterau und Büdingen statt, bet der vorbereitende Maßnahmen für den am 20. 9. 19^2 in Gießen durchzuführenden Wehrkampftag der SA. festgelegt werden. Von der Ludwigs-Universität Gießen. Das Personal- und Vorlesungsverzeichnis der Ludwigs-Universität Gießen für das Wintersemester 1942/43, das vom 2. November 1942 bis 27. Februar 1943 läuft, ist soeben erschienen. Das aufschlußreiche heft bringt an der Spitze zahlreiche wichtige Mitteilungen für die Studierenden, dann ein Zeitver- Mchnis, aus dem die jeweiligen Termine für die Erledigung der studentischen Angelegenheiten ersichtlich sind. Anschließend folgt das Verzeichnis über die Verwaltung und Einrichtungen der Hochschule, hierauf das über eine große Reihe von Seiten laufende, nach Fakultäten gegliederte Verzeichnis ins Lehrkörpers. Die Angaben über die akademischen Unterrichtsinstitute und Sammlungen, die ebenfalls mehrere Seiten umfassen, schließen sich an. Weiter findet man das Verzeichnis der Prüfungsausschüsse und die Zusammenstellung über die organisatorischen Grundlagen des NSD.-Dozentenbun- bes, der Wissenschaftlichen Akademie des NSD- Oozentenbundes unserer Ludwigs-Universität, der vtudentenführung, des Studentenwerks Gießen, des öeratungsdienstes des Reichsstudentenwerks und der Studienplätze im Ausland. Die letzten beiden Kapitel geben Aufschluß über die Vorlesungen und im Namenverzeichnis über die Mitglieder des Lehrkörpers. Das Heft in feiner Gesamtheit ist ein ausgezeichneter Führer durch alle Angelegenheiten und Arbeitsgebiete unserer Universität. gar nicht zusammengepaßt. Ich bin ja eine alte Frau gegen dich." „Wegen der lumpigen zwei Jahre? Nein, sag nur die Wahrheit. Heraus damit! Ich bin ein dummer, : grüner Junge, der nichts hat, der nichts wird und ' an dem nichts dran ist. Das meinst du doch?" Sie streichelte erschrocken und mütterlich seinen Arm. „Aber ich werde es euch schon zeigen", rief er 1 aufsässig und mußte gegen die Tränen ankämpfen, „ich werde es euch schon beweisen, daß ich ein Kerl 1 bin und es zu etwas bringe. Laß, das Gestreichle. 1 Davon habe ich jetzt auch nichts mehr. Und du i brauchst gar nicht so oerwurfsvoll zu schauen. Ich i weiß schon, daß- ich betrunken bin, daß ich mich un- । möglich aufführe und daß ich Geschichten mache. । Aber einmal hat es heraus gemußt, sonst wäre ich . darin erstickt." „Aber Franzel, ich habe doch rein gar nichts i geahnt. Sei nicht ungerecht. Und dann — wie hast । du dir das denn vorgestellt?" Franz sah bochig vor sich hin. Ihm war hundeelend zumute, auch körperlich. Der viele Wein, die . fette Gans, die Pastete und all das Zeug lag ihm । im Magen. Er hatte zu schnell, zu gewinnsüchtig । gegessen. Daß er diesen Doktor Brügger geschädigt hatte, freute ihn bei allem Elend. Aber es handelte sich nicht um Anna allein. Er hatte, wie gesagt, auch sonst Sorgen. Er dachte angestrengt nach und ' erklärte plötzlich: „Am liebsten möchte ich gar nicht mehr leben!" „Das ist Unsinn. Franz. So etwas will ich nicht i hören. Du wirst sogar sehr lange leben und tüch- ; tiger Arzt werden. Man hat manchmal so Stimmungen, ich weiß, aber das geht vorüber. Meinst : du, ich habe es leicht?" „Bist du nicht gern feine Frau?" fragte er schnell. ' „Doch, Martin ist ein so guter Mensch. — Ach, । da fällt mir ein, ich habe dir ja diesen Monat noch i gar nichts geschickt. Ganz vergessen habe ich das. > Ich hatte den Kopf voll anderer Dinge, Besorgun- । gen, Laufereien, die Aussteuer, du weißt schon „Er darf es nie erfahren", sagte sie drohend. „Was erfahren?" „Daß zwischen uns etwas war." Haß blitzte in hren Augen. Wenn Fender ein kleines Tier gewesen märe, sie hätte ihn kaltblütig zertreten, ^-chon Ür die Art, wie er mit der Zigarette zwischen den Mahnen zu ihr redete, hätte er das verdient. „Ach so. Gut. Und was soll weiter geschehen? „Sie müssen weg. Heute noch!' Er lachte. „Das ,Sie< aus deinem Munde finde ich komisch, ch kann mir nicht helfen. Du verstoßt mich also aus lem Vaterhaus. Puh, wie tragisch! Ich habe ge- tlaubt, so etwas gibt's nur noch in alten Schmökern, per meinetwegen." m..., .. Anna sah ihn mit soviel Haß und Wildheit an, tafe er einlenkte. , „Wo habt ihr euch eigentlich kennengelernt? „ „In der Klinik. Ein Auto hat mich angefahren , iab sie widerwillig Auskunft. .. „Du hottest einen Unfall? Das tut mir leid, übrigens hast du eine ausgezeichnete Partie ge- Kacht. Das weißt du hoffentlich." Er war em bitz- hen beschwipst und lächelte spöttisch- Sie sah ihn nur verächtlich an. „Ich werde bemüht sein, Ihre Rechte in keiner Weise zu schma- krn", sagte sie mit schmalen Lippen. , „Reizend von dir! Du bist übrigens die emw, ter ich sogar da? glaube. Aber ich furch e, es gibt Ncht Diel 3U schmälern. Du weißt nicht, wiek die ringe stehen zwischen mir und dem Alten, Mardon, feinem Gatten, stehen. Er will nicht mehr recht her Drücken. Er behauptet, ich hatte das mir ^u- Henbe bereits erhalten. Na, wir werden lajey en. |on, ich verschwinde also von der Bildfläche. Du s-hst, ich bin folgsam, wie ein Lamm, und gerade Wer auf der Landstraße nach Krofdorf wandert, erblickt bald hinter der Stodtgrenze auf der linken Seite die Versuchsfelder des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Ludwigs- Universität Gießen. Die Vielseitigkeit der Versuche auf diesem Gelände lenkt dos Interesse auf dieses Forschungsgebiet. Wir haben uns darüber mit dem Leiter des Instituts, Direktor Professor Dr. Sessous, unterhalten und dabei interessante Einblicke in die weitteichenden Aufgaben und Zielsetzungen des Pflanzenbaus und der -Züchtung erhalten, die in dem Gießener Institut eine gute Pflegstätte besitzen. Das Ergebnis unseres Besuches und eines aufschlußreichen Rundganges auf dem Versuchsfeld unter Führung von Prof. Dr. Sessous fassen wir im nachstehenden Bericht zusammen. Die Pflanzenbauinstitute sind heute vornehmlich mit Ausgaben für die Ernährungssicherung betraut Es gilt dabei 1. die Erträge in Menge und Güte noch zu steigern und 2. die Schließung der Eiweiß-, Fett- und Faserlücke herbeizuführen. Es sind im besonderen ackerbauliche und pflanzenbauliche Maßnahmen, Nachprüfung und Verbesserung bisheriger Methoden sowie Erschließung neuer Wege auf diesem Gebiete, die in Betracht kommen. Sachgemäße Bodenbearbeitung ist und bleibt trotz aller Möglichkeiten, die ausreichende Düngung bietet, stets die Grundlage für Gedeihen und Leistungsfähigkeit unserer Kulturpflanzen. Reichlichste Düngung vermag Fehler, die bei der Bodenvorbereitung begangen merben, nicht wieder gutzumachen, wie umgekehrt jedwede Düngung nur voll zur Wirkung gelangen kann, wenn Der Boden in Ordnung, d. h. in ent- entsprechende Verfassung gebracht worden ist. Unter den vielen Möglichkeiten bietet die Untergrundbearbeitung sog. kranker Böden ein hervorragendes Mittel, auf ihnen die Erträge erheblich zu steigern. Es handelt sich dabei nicht um eine besonders tiefe Pflugfurche, sondern um eine getrennte Behandlung von Krume und Untergrund, ohne sie miteinander zu vermischen. Das Institut hat durch feine dahingehenden Untersuchungen wertvolle Beiträge für die Praxis geliefert. Ebenso wichtig ist auch die richtige Bemessung des Standraumes für unsere Kulturpflanzen, wenn sie Höchstes leisten sollen. Werden neue Sorten oder neue Kulturpflanzen ein- geführt, so muß diese Frage jedesmal geklärt und ihre Umweltbedingungen und Ansprüche erforscht werden. Ferner wird in Dauerdüngungs- und Fruchtfolgeversuchen die Wirkung sachgemäßer Düngung gegenüber einseitiger Nährstoffzufuhr auf Böden und Pflanzen studiert. Gerade diese Versuche bieten den Besuchern ausgezeichnetes Lehrmaterial und veranschaulichen, wie in einem Bilderbuch, den Einfluß der getroffenen Maßnahmen auf Boden, und Pflanze. Das Eiweißproblem wird nach dem Fortfall der überseeischen Einfuhr von Kraftfuttermitteln durch Feld- und Zwischenfruchtbau gelöst, wozu in längeren Versuchsreihen das Gießener Institut wertvolle Beiträge in zahlreichen Veröffentlichungen geliefert hat. Hier soll die Parole, in zwei Jahren drei Ernte v zu erzielen, Erfüllung finden, um durch dauernde Nutzung des Bodens möglichst viel eiweißreiches Futter auf unseren Feldern zu erzeugen. Den vom Forschungsdienst der Landbauwissen schäften dem Gießener Institut übertragenen Prüfungen neuer Faser- und Oelpflanzen wird in breitem Rahmen Rechnung getragen, um Klarheit Darüber zu gewinnen, ob und inwieweit sie für deutsche Verhältnisse geeignet sind und ihr Anbau empfohlen werden kann. Zunächst galt es vor allem die alten Faser- bzw. Oelpflanzen Lein, Hanf, Raps, Rübsen und Mohn aus der „Rüstkammer" wieder hervorzuholen. Ihr Anbau war durch Die jahrelange überseeische Einfuhr anderer Rohstoffe in Deutschland fast zum Erliegen gekommen und damit Die Erfahrungen Der Alten vielfach aus Dem Gedächtnis geschwunden. Den sofort einsetz enden Dahingehenden Arbeiten Der Pflanzenbauinstitute im Reich ist es zu danken, daß Die deutsche Landwirtschaft in die Loge versetzt werden konnte, bald Die an sie gestellten Forderungen zu erfüllen. Auch hierbei lieferten Die Gießener Arbeiten namhafte ^Beiträge. So konnte ein Verfahren ausgearbeitet werden, welches Das mühsame Vereinzeln Der nach Der Saat Dicht beieinanderstehenden Mohnpflänzchen entbehrlich tnachte. Man gelangt zu denselben Erträgen, wenn Der Mohn durch eine einfache Verhackarbeit in kleine Horste gestellt wird. Es bedeutet dies eine wesentliche Arbeitsverminderung, wodurch der Mohnanbau in züchterischer Arbeit. Es handelt sich Dabei um Die Schaffung neuer Sorten bei uns feit langem angebauter Pflanzen oder auch um Verbesserung Der MethoDik, um Den Züchtern immer neues Rüstzeug in Die HanD geben zu können. Bei Der Züchtung kommen zwei Wege in Betracht, einmal 33er» edelungs-. Das anDeremal Neuzüchtung. Im ersten Falle werden aus vorhanDenen Formengemischen JDeoltypen ausgesondert und in jahrelanger exakter Prüfung die Nachkommenschaften in reinen Linien geprüft und Das Beste ausgelefen. Zu Neuem gelangt man Durch künstliche Kreuzung, wobei Kombinationen wertvoller Elterneigenschaften geschaffen und bis zur Konstanz Durchgezüchtet roerDen. Seit einer Reihe von Jahren wendet man Mittel an, mit Denen es gelingt, auf künstlichem Wege AbwanD- lungen Der Erbmasse zu erreichen, sogenannte Mutationen, woDurch neue Eigenschaften oder Steigerung vorhandener in bisher noch nicht erlangtem Ausmaße entstehen können. So ist es z. 33., um nur einiges zu nennen, einem Mitarbeiter Des Instituts gelungen, Durch chemische Behandlung junger Pflanzenteile Den Alkaloidgehalt gewisser Pflanzen in günstigem Sinne zu beeinflussen und zur Vererbung zu bringen. Auch Die züchterischen Arbeiten an Der Sojabohne haben bereits zu Erfolgen geführt. Das Gießener Institut hat schon neue Sojasorten, Die unter unseren klimatischen Verhältnissen anbaufähig sinD, ohne ihren wertvollen Gehalt an Eiweiß und Fett einzubüßen, herausgebracht. Auch hat ein früherer Mitarbeiter, Der jetzige Professor Scheibe in München, eine neue wertvolle Oelpslanze, geeignet für anspruchslosere Verhältnisse, wo also Raps und Rübsen nicht mehr recht geDeifjen wollen, geschaffen. SelbstverstänDlich müssen für Die züchterischen Arbeiten reiche Sortimente aller möglichen Kulturpflanzen jeDerzeit greifbar fein. Dem Besucher Des Versuchsfeldes bietet sich Daher ein außerorDentlich reiches UnD vielgestaltiges (Sammlungsmaterial z. B. an GetreiDesorten Dar. Einige hunDert verschiedener Weizen-, Gerste- unD Hafersorten in mannigfaltigsten Formen unD aus zahlreichen ßänDern, sowie unterschieDlicher genetischer Zusammensetzung sind vorhanDen. Sie sind auch ein ausgezeichnetes Anschauungsmaterial für Lehrzwecke. Daß Die Pflanzenbauinstitute mit ihren Einrichtungen für exakte Prüfungen auch Die Aufgabe haben, für Den Reichsnährstand neue Zuchtsorten auf ihren Aufbauwert zu prüfen und Dadurch Die Praxis vor Fehlschlägen zu bewahren, zeigen Die alljährlichen, mit vielen Kulturpflanzen vorgenommenen PrüfungsfelDer. In den Rahmen Dieser Arbeiten gehören auch Die Des sogenannten «Sorten» registers. Sie haben Den Zweck, jeDe neue. Dem Bereits ausgegebene Bedarssdeckungsscheine können nicht zurückgenommen werden. Aber auch hier- Durch ist eine Schädigung nicht zu befurchten, weil Die Verwendung Der Bedarfsdeckungsscheine nicht an eine Frist und innerhalb Des Deutschen Reiches auch nicht an örtliche Grenzen gebunden ist. Den Anträgen, Die Tilgung Der Ehestandsdarlehen bis zur Verwendung Der Bedarfsdeckungsscheine auszusetzen, kann grundsätzlich nicht entsprochen werden. Es bestehen aber schon besondere Erleichterungen für «Soldaten und ihre Familien. Bei Einberufungen nämlich brauchen Ehestandsdarlehen' dann und solange nicht getilgt zu w erden, wie die Familie Familienunterhalt bekommt. Ein entsprechender Antrag ist in diesen Fällen bei Dem zuständigen Finanzamt einzureichen. Trotz Unterbrechung Der Tilgung roerDen aber selbstverständlich auch in dieser Zeit Die anteilmäßigen Kürzungen Des Ehestandsdarlehens bei Geburten gewährt. Beim ehrenvollen ToDe von gefallenen Soldaten wird Der Rest des Ehestandsdarlehens ohne weiteres erlassen, wenn aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind. Ist Das nicht Der Fall, so wird im Einzelfall geprüft, ob eine Niederschlagung des Darlehens in Frage kommt oder nicht. Auch sonst werden Kriegs- auswirkunge bei Den EhestanDsdarlehen großzügig gewürdigt; so kommt eine Niederschlagung Des Darlehens auch bei schwerer KriegsbeschäDigung in Betracht. Reichsnährstand angemeldete Sorte auf ihre Selbständigkeit zu untersuchen. Erst wenn diese festgestellt ist, findet eine feldmäßige Prüfung auf ihren wirtschaftlichen Wert statt. OsZießen beherbergt die Sortenregisterstelle für Sojabohnen, Sonnenblumen und Saflor, sie zeigt im Fsldbestand eine große Zahl neuer Sorten. Daß zur Versuchsanstellung und Ermittlung der Ernte der ungezählten kleinen Teilstücke entsprechende Spezialmaschinen sowohl für die Aussaat als auch für die Ernte mit den notwendigen Scheunen- urvd Aufbewahrungsräumen, sowie umfangreiche Apparaturen für Qualitätsuntersuchungen der Ernteerzeugnisse vorhanden sein müssen, versteht sich von selbst. Auch daß zur Nachprüfung der in Gießen gewonnenen Ergebnisse Außenversuche unter anderen Boden- und Klimaverhältnissen laufen, z. B. auf dem zweiten Universitätsversuchsgut in Rauischholzhausen, soll nicht unerwähnt bleiben. Neben den hier in großen Zügen geschilderten Forschungsaufgaben un£> -arbeiten des Gießener Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung haben wir bei unserem Rundgang über das Versuchsfeld an der Krofdorfer Straße und durch den Versuchsgarten beim Institut in der Senckenbergstraße noch manche andere sehr interessante Arbeitsaufgabe des Leiters und der Mitarbeiter des Instituts kennengelernt. Hierüber noch zu berichten, müssen wir uns heute versagen. Allenthalben ist zu erkennen,- daß mit außerordentlicher Gründlichkeit und großer Liebe zur Sache gearbeitet wird. Dadurch werden von der Seite der Wissenschaft her bedeutende und in ihrer Wirkung nicht nur für die Gegenwart und die nächste Zukunft, sondern auch auf Jahrzehnte hinaus wichtige Beiträge zur Förderung und Sicherung unserer Ernährungslage geleistet. Die wissenschaftliche Seite dieser Arbeitsvorgänge steht natürlich im Vordergründe, aber der Zweck dieses Schaffens im Studierzimmer, in den Laboratorien und auf dem Versuchsfeld ist ganz auf die starke Förderung der landwirtschaftlichen Praxis ousgerichtet, da ja die Wissenschaft nicht Selbstzweck, sondern an ihrem Teile Dienerin unserer Volksgemeinschaft ist und sein soll. Nach diesem obersten Grundsatz arbeiten auch unsere Gießener Landwirtschaftswissenschaftler, um an ihrem Teile durch immer neue Erkenntnisse und Ausarbeitung besserer Methoden bei der Erringung der deutschen Nahrungsfreiheit für alle Zeiten mitzuhelfen. Es ist eine schöne Aufgabe, der sie damit dienen und für deren eifrige Erfüllung ihnen alle Anerkennung gebührt. B. Lugend sorgt für Spielzeug. Wieder .Wettrüsten der HL." Wahrend der Kriegszeit sind auch für die Spielzeugfabriken naturgemäß nicht so viel Materialien und Arbeitskräfte vorhanden, um den Bedarf an Spielsachen decken zu können. Spielzeug ist schön und nützlich, im Kriege atxer muß es hinter der Rüstung und anderen kriegswichtigen Dingen zurücktreten. Dennoch soll auch hier alles getan werden, um die Härte des Kriegs nach Möglichkeit zu mildern. Insbesondere sollen die Soldatenkitcher auch zum Wechnachtsfest 1942 wieder mit Spielzeug bedacht werden. Deshalb beginnt die Hitler- Jugend Ende August abermals mit ihrer großen Aktion des „Wettrüstens". Schon in den vergangenen Jahren hat die Hitler- Jugend große Mengen von Spielzeug für Soldatenkinder basteln können. Im Rahmen des Kriegseinsatzes der deutschen Jugend soll die Spielzeugaktion nun noch stärker durchgeführt werden. Die Spielzeuge, die aus dieser zusätzlichen Arbeit der Jugend entstehen, sollen auch auf Weihnachtsmärkten und Ausstellungen verkauft werden. Ganz besonders ist die Jugend in den Betrieben dazu auf gerufen worden, das Spielzeugwerk der Hitler-Jugend durch freiwilligen Einsatz zu unterstützen. Bereits recht- — Freude für Soldatenkinder. zeitig zum vorjährigen Weihnachtsfest war gerade in den Lehrwerkstätten der Betriebe eine rege zusätzliche Spielzeugherstellung in Gang gekommen. Kinderfahrräder, Roller, Schlitten, Puppen und andere schöne Dinge waren zunächst als „Musterstücke" gearbeitet und als solche ausgestellt worden. Nach diesen Mustern wurden dann für Weihnachten Bestellungen entgegengenommen. Bestand auf diese Weise für zahlreiche Eltern die Möglichkeit, trotz des kriegsbedingten Ausfalls der eigentlichen Spielzeugindustrie zu bejubelten Geschenken für ihre Kinder zu kommen, so gilt das ganze Wettrüsten doch vor allem den Soldaten- kindern, die sonst kein Spielzeug bekommen könnten und die nun über die NSV. damit versorgt wurden und werden. Der erzieherische Wert des Spielzeugs wird bei alledem gleichfalls nicht unterschätzt. Das Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der DAF. unterstützt das Wettrüsten. Es hat sich mit einem Appell an die Betriebsführer, Ausbildungsleiter und Leiter der Lehrwerkstätten gewandt, die Aktion der Hitler-Jugend zu fördern urtb vor allem den Wünschen auf Bereitstellung von Material und Werkzeugen sowie von Werkräumen zu entsprechen. (Biefjener Dochenmarktpreise. * Gießen, 15. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, neue, 5 kg 75, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 9, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 12, Bohnen, grün, 25, gelb, 28, Mirabellen 36, Salatgurken 25 bis 28, Einmachgurken 15, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 5 bis 10 Rpf. * * * 86 Jahre alt. Am nächsten Montag, 17. August, kann Frau Ww. Franziska Hamel, Asterweg 50 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 86. Geburtstag begehen. Jahrzehntelang hat die Jubilarin ein Obst- und Gemüsegeschäft mit weitreichenden Lieferungen betrie= und und sich dadurch einen großen Bekanntenkreis erworben. Fünf ihrer Sohne nahmen am ersten Weltkrieg teil, einer von ihnen starb den Heldentod. Ihren 86. Geburtstag kann die Jubilarin, die Trägerin des Goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter ist, im Kreise von 9 Kindern, 19 Enkeln und 24 Urenkeln begehen. Der Jubilarin gelten unsere herzlichen Wünsche zu ihrem Geburtstage und für ihren weiteren Lebensabend. ** Di e neuen Lebensmittelkarten werden in der kommenden Woche vom Montag bis einschließlich Freitag ausgegeben. Näheres wird in der heutigen Bekanntmachung des Ernährungsamtes mitgeteill. ** Höch st maße für Postpakete. Angesichts des durch die Kriegsverhältnisse gegebenen kleineren Laderaums sieht sich die Reichspost gezwungen, vom 15. August 1942 ab bis auf weiteres von der Postbeförderung auszuschließen: 1. sperrige Paketsendungen: zugelassen bleiben, soweit die Höchstmaße unter 2. und 3. nicht überschritten werden, sperrige Sendungen mit lebenden Tieren, mit Bruteiern, mit Röntgenröhren, Qurazbrennern und anderen Heilgeräten, sowie Sendungen von BehLr» den oder im Auftrage von Behörden: 2. Paketsen düngen, die in irgend einer Ausdehnung 1,30 Meter überschreiten und 3. Paketsendungen, die in einer Ausdehnung 1 Meter und in einer anderen einen halben Meter überschreiten. Strafkammer Gießen. Der O. Sch. und die L. Sch., beide aus Wallern« Hausen bei Nidda, harten sich 1940 und 1941 de; Verbrechens der Blutschande schuldig gemacht. Dir Strafkammer verurteilte beide Angeklagte zu j sechs Monaten Gefängnis. Landkreis Gießen. * Großen-Linde n, 15.August. Vor etwa 14 Tagen erschien bei einem hiesigen Landwirt ein junger Mann mit der Mitteilung, er sei längere Zeit krank gewesen und suche nun auf dem Lande Erholungsaufenthalt, bei dem er sich durch Arbeite Hilfe nützlich machen wolle. Er machte einen »er« trauenerweckenden Eindruck und fand Aufnahme in dem Hause. Mehrere Tage ging alles gut, jedoch nach etwa 10 Tagen verschwand der junge Mann plötzlich und nahm dabei einen blauen Arbeitskittel mit Hornknöpsen, eine graugestreifte Tuchhose und verschiedene andere Kleinigkeiten aus Haus und Hof mit sich. Anscheinend handelt es sich um einen sog. Einschleichdieb, der in der Maske eines Bie« dermannes Zutritt zu den Familien sucht, um sich einige Tage lang durchzufüttern und dann ungestört stehlen zu können und schleunigst zu verschwinden. )—C Ruppertsburg, 13. August. Für unsere Gemeinde wird jetzt eine Motorspritze ange» schafft, durch die der Feuerschutz unseres Ortes und der Nachbarorte eine weitere Verstärkung erfährt. Handball her HL. Lang-Göns — höchst-Nied. Als Abschluß des Orts-Turn- und Sporttagez trägt die Mannschaft des Tv. Lang-Göns ein Hand» ballspiel gegen VfL. Höchst-Nied aus. In den Reihen der Gäste befinden sich Angehörige der Bann« Mannschaft des spielstarken Bannes 81 Frankfurt der hier sein Können schon unter Beweis stellte. Lang-Göns stellt zur Zeit die beste Vereinsmannschaft im Bann 116 Gießen. Auf eigenem Boden hat die Mannschaft im letzten Spieljahr keinen Spielverlust zu verzeichnen. Derduukelungszelt: 15. August von 21.49 bis 5.35 Uhr. 16. August von 21.47 bis 5.37 Uhr. Sek Mil» jIllg. tfunnf: jtn fia u । Mele # M iigriff we> rie in der M !->nd« WMgsve, M W ih WSpochu «schädigt. Zn der Zog en s rchnelle ve «t cnflwa iis an d Michlelen ganzer. ZmRau rllicher 2h Karis/prude! Vollwertiges Brot und ALT-EX Verknot cn ffdermann — 5°/0 Rabatt TT 1659A noch haute anfordenT Weue, ermäßigte Preise 1 Originalfl. RAA 0.34 0.59 nachgefüllt 0.19 0.37 2 Pf. 8 Pf. Gießen, den 14. August 1942. 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Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachzuvrüfen; svätere Beanstandungen sind zwecklos. III. Die Bestellscheine der Eier-, Fett- und Marmeladekarten sowie der Kartoffelbezugsausweise müssen bis spätestens Samstag, 22. August 1942, bei den Warenverteilern eingereicht werden, da sonst nicht mit einer Belieferung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. IV. Ueber die Umwandlung von Bestellscheinen der Eierkarte in Berechtigungsscheine ergeht besondere Bekanntmachung. V. Alle Personen, die Kühe, Ziegen oder Schafe zur Eigenversorgung mit Milch, sowie alle Geflügelhalter, die Hühner oder Enten zur Eigenversorgung mit Eiern halten, haben dies bei der Kartenausgabe unaufgefordert der Ausgabestelle zu melden. VI. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind ungültig und dürfen nicht beliefert werden. VII. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß verlorene Lebensmittelkarten nicht erseht werden; dahingehende' Anträge sind zwecklos. VIII. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß alle Lebensmittelkartenabschnitte nur während der aufgedruckten Gültigkeitsdauer beliefert werden dürfen; die Warenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzu- lasstg. IX. Mit den Lebensmittelkatten werden für jeden Haushalt entsprechend der Personenzahl und den Altersstufen Zusahkarten zu dem Haus- haltsausweis ausgegeben, die die gleiche Nummer wie der betreffende Personalausweis tragen. Auf ihnen find Name, Vorname und Wohnung des Inhabers mit Tinte einzutragen. X. Während der Ausgabetage werden Anttüge auf Bezugscheine für Svinnstoffwaren und Schuhe nicht angenommen. [2478D Gießen, den 15. August 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abt. B. Mil oifenen Augen Drei Jungen unc ein Müde en decken ihre Waiddeimat. Don Warner Siebold 136 Seilen Üep uho 8 Äunftbruditaleln Leinen RM. 8,86 Hugo DermQhler Verlag Berlin.Lichterfelde KleineAnzeigen IM Gießener Anzeiger werden von laufenbea beachtet und aelefen. 2 0.85 0.56 Bekanntmachung. Betr.rAusgabederZusatzkartenfürSchwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter. Die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarb eiter sowie die Zulagekarten für Lang- und Nachtarbeiter für den 40. Versorgungsabschnitt werden rote folgt ausgegeben: Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben: A—G am Montag, 17. August 1942 H—K am Dienstag, 18. August 1942 —9 „ , „ am Mittwoch, 19. August 1942 R, S, Sch, St am Donnerstag, 20. August 1942 T—z . , am Freitag 21. August 1942 ut der Zert von 8 bis 12.30 und von 14.30 bis 17 Uhr. Dre im 39. Versorgungsabschnitt nicht verausgabten Katten smd zurückzugeben. 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