'n 'S »eM faeta erch. 'S n > % eine. Mittwoch, ,5. Juli ly^2 Aimahme Von 'Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,UbrdesVormittag8 Anzeigen-Preise für die Atillimeter-Zeiie von 22 Millimeter Breite: 7Rvf^M Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Nvs.f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitöanzeigen Platzvorichrist tvorherige Vereinbarung) 25% mehr Beilagen: Vtehener Familienblätter -eimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.L.80 i Zustellgebühr... ,, -.25 l auch bei Nichterscheinen dort einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Bivreckanschluß 2251 tanschrift: ,Llnzeiger" check 11686 man ff ./M. ‘ Gießener Anzeiger General-Anzeiger sürOberhessen rassr Seutsche Angriffssront nach Süden verbreitert großen europäischen Landes ausmacht. Durchweg Ufer des Don zustrebten. berichtet wird, hledeq dritten .erfreut Oes Ostlands europäische Sendung Non Hans Schadewaldt. Oer Wehrmachtbericht. MB. Musbern Führerhauptquartier, 14, Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 1 Oben - ig ange i aufüt. rschniits I erftiiha j er (tre'i» ihls (inl, i cingti | le fort irtel M . bffl H. 3m Südabfchnitt der Oft front ist die dcvtsche Angriffsfront nach Süden verbreitert roor- (eifttt !>cv. Zäh verteidigte feindliche Stellungen wurden durchbrochen. In Verfolgung des Feindes fließen Schnelle Truppen tief in die Bewegungen der Sow- iefs hinein und zerschlugen auf dem Rückzug befinb- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rom, im Juli 1942. Alle Nachrichten, die aus dem Nahen Osten hier eintreffen, stimmen in einem Punkt überein: der 93 o r ft o 6 Rommels tief in ägyptisches Gebiet hinein hat nicht nur in Aegypten selbst, sondern im ganzen Vorderen Orient eine ungeheure Aufregung hervorgerufen. Allerdings in einem Sinne, der den Engländern wenig lieb ist und ihnen schlagartig beweist, welcheFehlerund Versäumnisse ie dort begangen haben und wie wenig man im Grunde mit der Politik des „dicken Knüppels" erreichen kann, an den zu erinnern in diesen Tagen beispielsweise der nordamerikanische Cripps-Howard- Konzern für gut befand. In einem Artikel erinnerte dieses amerikanische Zeitungsunternehmen die Engländer an eine Rede Theodor Roosevelts, die dieser vor 32 Jahren auf seiner Europa- und Afrika reise in der Londoner Guild hall gehalten habe und in der er die Briten gewarnt habe, nicht in ihrer „guten Arbeit" nachzulassen, die sie bisher in Aegypten und im Sudan geleistet hätten. Mit der „guten Arbeit" meinte dieser Imperialist reinsten Wassers damals das brutale Vorgehen der Briten gegen die wehrlosen Aegypter, die massenweise fu'filiert wurden. Es ist immerhin beachtlich, daß der einfluß- reiche Cripps-Howard-Konzern in diesem Augenblick die wahre Gesinnung der anglo-amerikanischen Politik gegenüber den kleinen Staaten enthüllt. Die Mahnung, sich an Theodor Roosevelt zu erinnern, klingt jedenfalls ganz anders als die Erklärungen, die in der Atlantik-Charta und bei jeder anderen Palästina und Cypern hechalten. Wie stark die arabische Bevölkerung all dieser Länder gegen die britische Gewaltherrschaft eingenommen ist, beweisen auch die nichtssagenden Erfolge der mit allen Mitteln des Terrors durchgeführten Rekrutierungen. Im Irak ließen sich in der letzten Zeit ganze 200 Araber anwerben, in Palästina und Transjordanien soll die Zahl nicht viel höher sein. Sogar die Juden, die doch von Neuyork aus ein großes Reklamegeschrei veranstalten, meiden es in Palästina, sich für britische Dienste an- werben zu lassen. Dafür machen sie in anderen Ländern, vor allem in Aegypten, Wuchergeschäfte großen Stils. Zusammenfassend läßt sich jedenfalls lagen, daß die Stimmungskrise im Vorderen Orient mit Riesenschritten ihrem Höhepunkt zueilt. Gewiß wäre es falsch, anzunehmen, daß mit einem aktiven Widerstand gegen die britische Gewaltpolitik in ab- sehbarer Zeit zu rechnen ist. Aber der Glaube an die Allmacht der Briten ist dahin, der Prestigeoerlust ist enorm und was heute Zweifel und Verbitterung ist, wird morgen offene Gehorsamsverweigerung sein. Die Araber des Nahen Orients wissen heute, daß die Stunde Englands geschlagen hat, und daß die Zeit kommen wird, da der gesamte Vordere Orient nicht mehr die Drehscheibe der britischen Empirepolitik sein wird, sondern ein eigenständiges Leben führen darf. Eine Radfahrschwadron hat auf der Verfolgung des geschlagenen Feindes ein sowjetisches Städtchen passiert und setzt nun den Vormarsch fort. (PK.- Aufnahme: Kriegsberichter Gehrmann sSchj.) Sowjetpiraten überführt. Stockholm, 15. Juli. (Europapreß.) Die angesichts der verzweifelten Lage der Sowjets in den letzten Tagen von der kritischen Presse wieder stürmisch vorgebrachte Forderung nach einer zweiten 7t r o n t bat die englische Regierung in eine pein- gteppc in raschem Vorstoß ein. 3m mittleren Frontabschnitt wurden mehrere örtliche Angriffe des Feindes abgcwiefen und Bereitstellungen der Sowjets zerschlagen. Lei Saubernngsaktionen im ehemaligen Wolchow-Sessel wurde der Oberbefehlshaber bei zwei len Sowjel-Sloßarmee, Generalleutnant Wlaffow, aus feinem Versteck herausgeholt. 3n Aegypten nur örtliche Gefechtstätigkeit im Stbiet von LI Ala mein. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie verloren die Briten zwölf Flug- einem Tanker, der in einem stark gesicherten Geleit- jug fuhr. lluf Malta wurden die Luftstützpunkte durch deutsche und italienische Sampffliegervcrbände fort- laufend bekämpft. Un der englischen S ü d k ü sl e versenkten leM)te Kampfflugzeuge einen britischen Bewacher. Mn der Kanalküste wurden gestern vier feind- Berlin, 14. Juli. (DNB.) Im südlichen Abschnitt der Ostfront haben schnelle deutsche Truppen die R ü rf}u g 5 b c ro e g u n g e n des Feindes überflügelt und find tief in feine rückwärtigen Verbindungen hineingestohen. Da den Bolschewisten der Rückzug nach Osten verlegt ist, entstanden an mehreren Verkehrsknotenpunkten durch das Zusammentreffen der von Norden nach Süden und von Westen nach Osten planlos und ungeordnet zurückflutenden Kolonnen des Feindes Stauungen und Verstopfungen, die das Ziel der Angriffe des Heeres und der Luftwaffe waren. Besonders zwischen dem Nord-Donez und dem Don wurden Artillerie- und Infanteriekolonnen von Kampfflugzeugen bombardiert und über 200 beladene Kraftfahrzeuge vernichtet. Bei dem Vorstoß einer deutschen Division auf eine tilometerlange, dicht ausgeschlossene feindliche Kolonne wurden den Bolschewisten durch Flakartillerie und schwere Infanteriewaffen hohe Verluste an Menschen und Material beigebracht. Weitere Verluste hatte der Feind auch am nördlichen Donez bei Bombenangriffen deutscher Kampfflugzeuge gegen aufgestaute Kolonnen 12 Geschütze und 15 Zugmaschinen einer feindlichen Artillerieabteilung wurden beim Überschreiten des Flusses durch - Volltreffer vernichtet. Bei Säuberungskämpfen in dem neu gewonnenen Gebiet wurden mehrere Bunker mit Panzerkuppeln zerstört und erneut Hunderte von Gefangenen eingebracht. In kühnem, überraschenden Vorstoß mitten durch das noch von Bolschewisten besetzte Kampfgelände schlossen deutsche Kampfverbände w e st l i ch Woronesch eine feindliche Kräftegruppe ein, die an den Vortagen verschiedene vergebliche Entlastungsangriffe durchgeführt hatte. Nördlich Woro- 'nesch zerschlug die Luftwaffe zahlreiche Ent- und bombardierte feindliche Ko- Die Zivilbevölkerung halle Verluste, hauptsächlich in Wohnvierteln der Stadt Duisburg entstanden Ge- bäudeschäden. Fünf der angreifenden Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. Vernichtende Schläge. Tankhindernissen in den Straßen Alexandriens,-hat dazu beigetragen, daß das Chaos in Aegypten bedrohliche Ausmaße annimmt. Die Abhebungen von den Banken, die Weigerung üghptischer Eisenbahner, im gefährdeten Gebiet um Alexandria weiter für britische Transportzüge Dienst zu tun — was mit der Erschießung mehrerer Eisenbahner durch die Briten beantwortet wurde —, zeigen weiter, was die Stunde für Aegypten geschlagen hat. en link! zeuge. r istd, vor der Küste von Palästina erzielte ein deutsches Anterseeboot zwei Torpedotreffer auf Siebenhundert Jahre deutscher Einfluß Haden jenem Land im Osten ein eigenes, unzerstörbares Gepräge gegeben, in dem der Bolschewismus eine Art Generalprobe seiner ganz Europa zugedachten Herrschaftsmethoden abgehalten hat. Das sowjetische Herrschaftsexperiment haben die Völker der ehemaligen baltischen Staaten mit so unheimlichen Opfern bezahlen müssen, daß heute auch die letzten Parteigänger Moskaus bei den Esten, Letten und Litauern für immer vom Bolschewismus geheilt sind. Es gibt kaum eine Familie im Baltikum, die nicht von den Schergen Stalins ermordete ober verschleppte Angehörige zu beklagen hat; es gibt keinen Hof, der nicht feinen Wohlstand eingebüßt, keinen Acker und keinen Viehbestand, der nicht unvorstell- bar verwahrlost worden ist, als die jüdischen Kommissare mit den Segnungen der Kollektivwirtschaft die baltischen Länder erfüllten. Seitdem sind in der Vorstellung der befreiten Ostgebiete Bolschewist und Jude identische, hassenswerte Objekte, mit denen die Volkswut radikal aufgeräumt hat. Seitdem sind die Soldaten Adolf Hitlers die gefeierten Befreier von einem Schicksal, das dem Ostland den Untergang in der asiatischen Steppensphäre bescherte. Seitdem haben die Völker des Ostlandes erkannt, daß' ihre Zukunft in der Eingliederung in die europäische Völkergemeinschaft gelegen sind und die deutsche Führung ihnen Leben und Besitz sichert. Dankbar und loyal arbeitet die Bevölkerung des Ostlandes unter der deutschen Führung und über die landeseigenen Verwaltungen fleißig an der Erfüllung der Kriegserfordernifse, die vor allem die Sicherung der Ernährung bezwecken. Trotz Mangels an landwirtschaftlichen Maschinen und Gerät, an Bespannung, Kunstdünger und Saatgut und trotz unzureichender Arbeitskräfte sind Theorie nicht mehr aufrechterhalten, wonach Deutschland schwächer würde. Im Gegenteil, „jeder von Hitlers Feldzügen", so meint das Blatt, „ist als der letzte Einsatz hingestellt worden, aber Hitler ist noch immer imstande, kühle Berechnungen anzustellen, und die deutsche Kriegsproduktion wird sich noch lange auf dem gegenwärtigen Niveau halten." Auch der „Daily Telegraph" entdeckt plötzlich, es sei doch vollkommen verkehrt gewesen, die deutsche Offensive verzweifelt zu nennen, wie es das gleiche Organ selbst noch zu Beginn der Offensive getan, denn „die Erfolge, die auf der Donfront erzielt wurden, und die Besetzung eines Gebietes mit reicher Ledensmittelproduktiön würden eher die Bezeichnung gefährlich verdienen". Und die „Evening News" meint: „Die Deutschen sind wieder einmal imstande gewesen, einen Bewegungskrieg unter für sie günstigen Bedingungen zu erzwingen und jede Voraussetzung auf eine Weltstrategie, begründet auf einer Stabilität der sowjetischen Front, ist nunmehr schmerzlicherweise zerschlagen worden." Damit aber ist der neuralgische Punkt Roosevelts und Churchills berührt, die hofften, ihre sowjetischen Söstmer würden ihnen unangenehme eigene Aktionen ersparen. London bremst. .Ameigh ertft W* loni®*1*?, unbjtlel* hot reD 1*°^. Gelegenheit abgegeben wurden. Von der „Freiheit" — so zu handeln, wie es die eigenen Interessen erfordern, haben die Briten im Vorderen Orient in der letzten Zeit weidlich Gebrauch gemacht, ihr Gewaltregime hat viel dazu beigetragen, daß das Fieberthermometer im Nahen Osten auf gefährliche Höhen geklettert ist. Es ist em Symptom — eins unter vielen anderen! —, wenn gemeldet wird, daß es zwischen dem britischen Ober- kommando in Kairo und dem britischen Nahostmi- nifter, dem Australier Casey, in diesen Tagen zu einem scharfen Zusammenstoß gekommen sei, wobei die Militärs dem Minister vorgeworfen hätten, daß er durch seine rosenrote Nachrichtenpolitik viel zu dem jetzigen Chaos jn Aegypten beigetragen habe. Zu der Beunruhigung in Aegypten hat beigetragen, daß der britische Botschafter in Kairo, Sir Miles Lampson, sich nicht scheute, die brutalsten Druckmittel gegenüber Aegypten anzuwenden, Massenverhaftungen „gefährlicher Elemente" durchzusetzen, worunter man natürlich die national gesinnten Aegypter versteht. Nach dem Fall von Marsa Matruk gingen die Briten in Aegypten sogar dazu über, Ausrüstungsmaterial der ägyptischen Armee zu requirieren, vor allem Lastkraftwagen und Tanks. Alle ägyptischen Proteste blieben erfolglos. Außerordentlich hat aber die Unruhe im Lande gefördert, daß die Briten die Absicht haben, im Ernstfälle nach sowjetischem Muster umfangreiche Zerstörungen durchzuführen, so vor allem im Hafen Alexandrien. Der britische Botschafter gab auf eine Frage des ägyptischen Ministerpräsidenten eine ausweichende Antwort, was die Panik nur noch mehr gesteigert hat. Die Briten wollen anscheinend ihre 60jähnge Zwingherrschaft durch Verheerung des Landes krönen. Das und die Unterbindung jeden Zivilverkehrs auf der Eisenbahn, die Erklärung des ganzen Landes zum militärischen Operationsgebiet, Maßnahmen zur Verhinderung der Flucht der Zivilbevölkerung durch Ausgabe von englischen Passierscheinen, der Bau von Barrikaden, Batteriestellungen und zensur behelligt zu werden — aus Moskau drahten: ' „die deutschen Panzer stürmen im Zentrum und auf beiden Flügeln in einer Breite von 200 Meilen an der Don-Frönt vor ... Der Generalfeldmarschall oon Bock stößt überall nach, um seinen Blitzangriff bi» zum letzten auszunutzen ... Die Deutschen haben den tiefsten Keil in Rußland vorgetrieben, den je eine deutsche Armee seit einem Jahr geschaffen . Hal, und die Rote Armee hat noch nicht--- erkennen können, wo der deutsche Vormarsch ver- Zertrümmerte Illusionen Von unserer Berliner Schriftleitung. Nur für Aegypten? Auch aus allen anderen Ländern des Nahen Ostens liegen Nachrichten vor, aus denen hervorgeht, welche Fernwirkungen die Offensive Rommels in allen arabischen Staaten hatte. Schon Mitte Mai erklärte der Chefkorrespondent der Londoner „Daily Mail", daß in allen nahöstlichen Staaten die Voraussetzungen für eine Panik unter der Bevölkerung gegeben seien, wenn sich in den kommenden Monaten sichtbare Mißerfolge der britischen Kriegführung in diesem Gebiet bemerkbar machen sollten. Die Mißerfolge sind inzwischen eingetreten, die Panik hat nicht auf sich warten lassen. Es bedurfte auch wahrlich nur eines Anstoßes, denn schon lange vor der Offensive Rommels und der britischen Geleitzugkatastrophe im Mittelmeer mußten überall von den britischen und sowjetischen Militärs Hungerrevolten unterdrückt werden. Im Irak ist die Stimmung so schlecht, daß die britischen Macht- Haber sich entschlossen, die dort stationierten Gruppen der 9. Armee im Lande zu lassen. Noch schlimmer stehen die Dinge in dem unglücklichen Iran. Dort haben die britischen und bolschewistischen Truppen requiriert, was nur zu requirieren war, durch die von den Sowjets systematisch geschürten Aus- stände sind ganze Landstriche verwüstet worden und von den Bauern verlassen, so daß eine Hungersnot unausbleiblich ist, zumal die versprochenen Lieferungen aus Indien nicht ein trafen, einmal wegen der Unsicherheit des Seeweges, zum andern, weil sich Indiens Lage durch die Eroberung Burmas — dem wesentlichen Reislieferanten Indiens — inzwischen gründlich gewandelt hat. In Syrien soll 3war die Ernte so gut fein, daß sie auch für die Ansprüche des Libanons reichen würde, aber auf Anordnung des Versorgungsrates muß sie auch für Front hat die englische Regierung liche Lage gebracht. Wie aus London empfing der britische Jnformationsmimster Brendan Bracken am Dienstag acht führende Männer der konservativen Presse und gab ihnen Anweisung, bie englische Oeffentlichkeit in vorsichtiger Weise auf die Unfähigkeit Englands zur Errichtung einer zweiten Front hinzuweisen. Als erste Auswirkung-dieser Presseanweisung zeigen sich die Erklärungen des bekannten Militärkritikers der „Times", Hauptmanns Cyril Falls, der am Dienstagabend erklärte, daß es — falls die Lage im Osten noch schwieriger würde — für die Alliierten notwendig werden könnte, gewisse Aktionen zu unternehmen, die von vornherein nur als Opfer bezeichnet werden könnten. Falls wies auf die gewaltige militärische Stärke Deutschlands hin, die em ernsthaft e s Hindernis für jeden britischen Landungsversuch sei. Vorderasiatische Reflexe Von unserem B.-Berichterstatter. liche Flugzeuge abgefchossen. n e s ch zerschln Britische Bomber griffen in der letzten Nacht inftungsangriffe »chrere Orte im rheinisch-westfälischen Gebiet an. I Ionen, die Dem Oie kritischste Phase. Madrid, 17. Juli. (DNB.) Robert Johnston leitete am Dienstag im Londoner Rachnchtenbien einen Kommentar zur Lage mit der Feststellung ein daß die gegenwärtige Geheimdebatte un Unterhaus über die Kriegsproduktion von dem Bewußtsein überschattet sei, daß England, die USA. und die Sowjetunion der kritischsten Phase des Krieges gegenüberstünden. „Wir wissen ma)t , fo erklärte Johnston, „was auf dem Meere vorgeht, aber gewisse Tatsachen find dem Meinen Wann in England bekanntgeworden. Im Augenblick gewinnen wir die Seeschlacht nicht. ®ir fönnen nur hoffen, daß wir st and halten aber es ist möglich, daß uns n i ch t e i n m a l di es es zur Zeit gelingt. Die Schiffsverluste stellen setzt das größte Problem für die Produktion dar. Großbritannien muß sich jetzt auf die Schiffahrt konzentrieren/ Das Problem, das die „Bereinigten Nationen im w fiit en fd gedacht ist fei» I muffig Wch! liche Kolonnen aller Waffen. Rottende Luftangriffe ächteten fich mit vernichtender Wirkung gegen den , svnickgehenden Feind. Nordwestlich Woronesch (diloffen Panzerverbände eine feindliche Kräfte- mtlich enden wird." . ;; London registriert diese Hilferufe und ... gibt dazu gute Lehren, wie es die' Sowjets besser Nachen sollen. Der Korrespondent der Genfer „Enisse" gibt das Londoner Pressebild mit folgenden Worten wieder: „Man ist der Meinung, daß de Sowjets die Zeit so gut wie möglich ausnutzen loflten. Vor allem müßten sie eine straffere Drga- I nfation der Jndustrieprodukte und eine Intensiv^ tunq des Bergbaues im Ural durchführen, um sich I damit Mineralvorr.äte für Notfälle in der Zukunft Lereitzuhalten." Stalin wird wohl von diesen hoch- Niitig-kaltschnäuzigen Ratschlägen seiner britischen Bundesgenossen wenig entzückt sein. Sie enthalten obtr das für uns interessante Zugeständnis, daß der ilSSerluft der Rohstoff- und Rüstungskammer der Ukraine im Vorjahre sich für Stalin verhängnisvoll oaswirke. Je weiter es nach Osten geht, um so spärlicher werden die Quellen, aus denen die Sowjet die Aufrüstung und Versorgung ihrer Massen holen können. Das lehrt schon ein Blick auf die Sorte, wonach die Bevölkerungsdichte abnimmt, je itteiter man nach Osten kommt. Auch scheint es, daß die Briten die rosarote Brille, hie man sich bis vor kurzem so krampfhaft vor Tugen hielt, beiseite gelegt haben und sie sich jetzt bemühen, die Tatsachen 'klarer zu sehen, nachdem sie monatelang im Nebel der Phantastereien dem britischen Volke verborgen wurden. Monatelang halte man versichert, die bolschewistische Front hielte, sie sei unbezwingbar. Das werde sich Zeigen, wenn hie Deutschen in diesem Sommer zum Angriff schrei- ien würden. Wir erinnern, wie Churchill in offent- licher Unterhaussitzung darauf Hinweisen zu müssen glaubte, die Zeit verstreiche und Hitler habe im fiften noch nichts unternommen. Das war im Mv- W Mai, als im Osten der Winter nur langsam zu i Zeichen begann. Die Schläge bei Ch ar ko w, Kerts ch, iie Eroberung von Sewastopol und schließlich vie Niederlage bei Woronesch dürften diesen militari« shen Dilletanten inzwischen belehrt haben daß Dir stets den rechten Zeitpunkt zu treffen wissen. Churchill stützt die Illusion seiner Presse mit ler Behauptung, die Deutschen hätten Mangel an .Material und Männern, die Sowjets feien 3U Jtarr Deshalb furchte sich der Führer, den Angriffsbefehl |it erteile«. Jetzt schreibt der „Daily Herold onge- fchts der deutschen Angriffe im Osten lasse sich die Augenblick lösen müßten, fei, wie sie den gegenwärtigen Ansturm aushalten könnten, während sie eine riesige Schlacht der Produktion führten, die auf die Dauer den entscheidenden Faktor darstellen werde. Rastlose Verfolgung. Stockholm, 15. Juli. (Europapreß.) Beim Tauchen nach dem Wrack des torpedierten schwedischen Dampfers „L u l e a" wurden Teile eines Torpedos gefunden, auf Denen Sterne, Ziffern und russische Inschriften verzeichnet waren. Damit ist—- -’v .. erneut der Beweis erbracht worben, daß die An- dank dem vorbildlichen Einsatz der Frauen die griffe aus schwedische Schisse in schwedischen Hoheits- Werfer restlos bestellt. Allein m Estland ist soviel g^äffern p o n | o ro j e tr u |f i | d) e n U = $ o o - Flachs angebaut, mietbar Gelamtslachsbau Zeines t e n ausgeführt worden sind. L - • ■ - Sowjets haben in Washington und London ” Alarmzeichen gegeben. Der Sprecher des eng« lifdjen Nachrichtendienstes, Tahoe Hoal, erklärt, daß iit Sowjets „die vereinigten Nationen von dem (fnift der Lage in Kenntnis gesetzt" haben! Die „Prawda" schreibt, daß die Zeit bisher der Bundesgenosse Der Alliierten gewesen sei: „Nun müssen J aber die Aliierten so schnell arbeiten, daß sie Hitlers noch immer mächtige Kriegsmaschinerie überholen! I MxanDrow, der Propagandachef Der Kommuni- 1 ftifben Partei, erklärt, es gelte nun, die Wunsch- | träume zu verwirklichen. Der „United Preß '-Korrespondent Schapiro kann — ohne von Der Sowjet- zensur behelligt zu werben — aus Moskau Drahten: Sie seestrategische Lage im Schwarzen Meer Seine Männer sind schon in den Booten und ma- eme qe unoe, aroeilsrrasnge da nimmt der deutsche Besrerer, Wegbereiter und Aufbauer des Ostlandes die Tradition der Later auf und setzt den geschichtlichen Prozeß fort, der durch rnoskowitische Eroberung und Knechtung unterbrochen den auf Europa gerichteten Ostraum seiner natürlichen Bestimmung und Zielsetzung wie- ^De^Ostraum ist das Land der Zukunft, in dessen Schoß noch ungeahnte Möglichkeiten schlummern und ungehobene Schätze des deutschen Schürfers und Gestalters harren. chen sich Netzwerk und Motoren zu schaffen. Sie stecken in Oelzeug und hohen Stiefeln. Pallu führt uns in das Fischerhaus und verpaßt uns Pelzwesten. „Original Kamtschatka", lächelt er. Erst später auf See vermögen wir Pallus Fürsorge ganz zu schützen. _ Der Pernaufluß ergießt sich nicht einfach in die oee. Von zwei langen Molen wird er hinausgeleitet. Am Ausfluß stellen sich ihm noch zwei Schiffs- rümpfe in den Weg, die die Sowjets versenkten. Als die Boote Molen und Schiffssperre hinter sich haben, beginnt der Tanz. Die Wellen springen das Boot an, nehmen es auf ihren schäumenden Rücken. Manchmal ist die zweite Welle schon heran, wenn die erste noch unter dem Kiel hinwegläuft. Die Brecher schlagen ins Doot und überschütten seine Männer mit salziger Gischt. Steuerbord wächst eine Glockenboje aus den Fluten. Die Klöppel hämmern einen Wirbel. Der Sturm trägt ihn fort, das Signal ist kaum zu hören. In weitem Halbkreis sind die Ufer zurückgetreten, jagende Wolken und diesige Luft entziehen sie uns ganz. Die Fischer sitzen im Heck. Sie fluchen. Für eine Papyros haben sie eine ganze Schachtel Streichhölzer verbraucht. Nach zwei Stunden sind die Boote am Netz. Das Motorengeräusch setzt aus und die Anker gehen in die Tiefe. Längs backbord wird das Fangnetz fest- gezurrt. Im zweiten Boot wird das Netz ebenfalls ausgenommen und wie über eine Rolle abgespult. So arbeitet sich das Boot längsseit. Der Abstand wird immer kürzer. Das Netz kommt hoch, und die fische werden auf kleinsten Raum zusammengc- drängt. Zwischen den Booten ist das Wasser ruhig und schwarz. Jetzt ist es so weit. Wie ein Sack hängt das Netz unter dem Wasserspiegel. Noch ein Ruck und das kleine Geviert zwischen den Booten hat sich in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt. Zwei bis drei Tonnen Strömlinge zappeln im Netz. Mit dem Stangennetz wird die Ernte ausgeschöpft. Drei Mann zerren an den Tauen, dann entleert sich der zappelnde Sack in das Boot. Die Schuppen sprühen einen Silberregen. Alle Mann sind dem aufregenden Schauspiel hingegeben. Das hüpft und sprüht und schlagt, wie beim Abstich eines Schmelz- zusammen mit uns Japanern für Wohlfahrt unti Glück der Asienvölker arbeiten können/" Oie silberne Ernte. Eine Fahrt mit den Fischern von Pernau. Reval, im Juli. „Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott." Die Bevölkerung des Generalbezirks Estland hat den Sinn dieses Sprichwortes erfahren, nicht nur in der Waldaktion, die über den reinen Nützlichkeitsstandpunkt hinaus das Ethos der Gemeinschaftsarbeit bekundete. Der Waldaktion, die den Brennstoffbedarf für den kommenden Winter sichern Hilst, folgten eine Reihe weiterer Selbsthilfemaßnahmen. Tors wird in größerem Umfang gestochen, und zur Sicherung der Ernte geht der Städter aufs Land, um den Bauern zu helfen. Mit der gleichen Bereitwilligkeit, mit der das ganze Volk im vergangenen Minter in die Wälder gezogen ist, folgt es heute der Aufforderung, den Fischfang in allen Gewässern zu intensivieren. In welchem Umfang dies geschieht und bereits geschehen ist, zeigt nicht nur die Speisekarte, deren Programm in der Hauptsache von Fischen (Zander, Hecht, Strömling, Barsch und Aal) bestritten wird, sondern die erhebliche Entlastung des Fleischmarktes, die wiederum den durch Dolschewi- stenwirtschaft und Kriegseinwirkung vielfach dezimierten Viehbestand des Landes schont. Während in Flüssen, Bächen und Seen der Fischfang durch Angeln betrieben wird, geschieht es im Peipussee und in den zum Fischfang freigegebenen Küstenstrecken der Ostsee in größerem Umfang durch die Netzfischerei. Jeder, der fischt, sei es der Angestellte und Arbeiter, der in seiner Freizeit tiL Angel zur Hand nimmt, oder der Berufsfischer, der bei jedem Wetter die Netze wirft, trägt zur Derbreiterung der Ernährungsgrundlage bei. In diesen Tagen hat der Strömlingsfang in der Pernauer Bucht seinen Höhepunkt erreicht. Täglich werden bis zu 100 Tonnen und darüber Fische gefangen. Die Strömlinge werden eingesalzen ober geräuchert, mariniert oder gebraten, in Fässer und Kisten eingelegt, dem Verbraucher zugestellt und in Lagern gestapelt. Fischfang und -Verwertung bedingen eine Reihe weiterer Zusatzbetriebe, und so finden wir in Pernau von der Bootswerft angefangen bis zur Netzfabrik alles, was zur Fischerei und Gleichberechtigung in Ostasien Tokio, 14. Juli. (Europapreß.) Die Absichten Japans, in der Neuordnung Asiens alle asiatischen Völker als gleichberechtigt ein* Zubeziehen, kam kürzlich wieder in den Aeußerungen General Jmamuras, des Chefs der Militärverwaltung Javas, zum Ausdruck, der bei einer Besichtigung der japanischen Sprachschule in Batavia den eingeborenen javanischen Studenten erklärte, die Rassenverwandtschaft beider Völker verhalte sich wie ein älterer zum jüngeren Bruder. Es gäbe zum Unterschied zu früheren Zeiten jede Aufstiegsmöglichkeit für die Eingeborenen. In der Verwaltung könnten fit bis zu den höchsten Stellen aufrücken. „Von nun an wird keine andere Rasse als Asiaten dieses Land beherrschen. Wer unter euch Japan kennt, japanisch versteht und sich richtig benimmt, wird, anders als unter Hollands Herrschaft, alle Sprossen auf der Die Eroberung von Sewastopol durch die deutschen und verbündeten Truppen bringt für die seestrategische Entwicklung im Schwarzen Meer eine neue Grundlage. Das Schicksal der sowjetischen Kriegsflotte im Schwarzen Meer ist noch nicht endgültig entschieden,- aber mit Sewastopol ist ihr der stärkste und wichtigste Stützpunkt entrissen. Die Bolschewisten verfügen im Schwarzen Meer über eine Kriegsflotte von beträchtlicher Stärke, deren Einsatz auch für die deutschen Operationen zu Lande sehr törend fühlbar war. Die sowjetische Schwarzmeer- lotte besteht immerhin noch aus einem Schlacht- chiff, fünf Kreuzern (davon einem schweren), sechs Flottillenführern, elf Zerstörern, drei Torpedobooten, 38 U-Booten und über 100 Schnell-Torpedo- bzw. Kanonenbooten. Ein operativer Einsatz dieser Flotte hat aber eine ausreichende Stützpunktbasis zur Voraussetzung. Ohne eine solche Basis verliert jede an -sich kampfkräftige Flotte ihre Einsatzfähigkeit, denn sie muß ja dauernd mit Nachschub an Brennstyffen, Munition, Material und Menschen versorgt und technisch instand gehalten werden können. tioieruna und Kultivierung als eine der fruchtbarsten Aufgaben ber deutschen Zivilverwaltung erscheint. Gerade in Weißruthenien mit den am schwierigsten gelagerten Aufgaben des Ostlandes sind die Männer der deutschen Ziviloerwaltung zuversichtlich, daß sich aus diesem verelendeten Lande ein wirtschaftlicher Aktivposten zum Nutzen des neuen Europas schaffen lassen wird. • Wie in dem zu 80 v. H. zerstörten und ausgebrannten Minsk, so ist es überall, wo im Ostland der Bolschewismus die Visitenkarte des Chaos abgegeben hat, als ob sich angesichts der Trümmer und des Verfalls die deutsche Kraft zu besonderer Leistung emporrankt und mit wahrem Feuereifer zu neuem Leben die Menschen mitreißt. Und mit wie wenigen Mitarbeitern meistert der deutsche Generalkommissar, der Gebietskommissar, der Bürgermeister, der Polizeiführer die Ausgabe, die nicht nur den Einsatz der ganzen Willensstärken Persönlichkeit, Führungstalent, Einfühlungsvermögen, Rechtssinn I Reichskriegerführer General der Infanterie Reinhard besuchte in Nordwestdeutschland Kriegerkameradschaften des NS.-Reichskriegerbundes, in luftgefährdeten Orten und besprach Hilfsaufgaben des NS.-Reichskriegerbundes. In Dortmund besprach er mit dem Gauführer des neu gebildeten Gau-Krie- gerverbandes Westfalen, Generalmajor v. Cranach, Organisationsfragen. Aus dem Reich. General Gleppuhn 65 Jahre alt. Am 15. Juli feiert der stellvertretende Kommandierende General und Befehlshaber im Wehr» kreis XII, General der Infanterie S t e p p u h n, seinen 65. Geburtstag. Er wurde in Zoppot (West- Preußen) als Sohn eines Offiziers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Danzig und der Hauptkadettenanstalt wurde er 1896 dem Infanterie- Regiment Nr. 128 in Danzig als Leutnant zuge- wiesen. Als Hauptmann rückte er mit feiner MGK. 1914 in Feld und wurde bereits an den Masurischen Seen schwer verwundet. Im Frühjahr 1915 kam er erneut zu einer Feldtruppe und wurde im Oktober 1917 bei St. Quentin nochmals verwundet. Er wurde mit dem Orden Pour le merite ausgezeichnet. Im März 1920 wurde er Kommandeur des III./Rsick)swehr-Jnf.-Rgts. 102, 1921 1. Generalstabsoffizier des Jnfanterieführers I, 1926 Chef des Stabes der 3. Kavalleriedivision, 1928 Kommandeur des 20. (bayer.) Inf.-Rgts., 1929 Jn- fanterieführer VII, 1931 schied er als Generalleutnant aus dem Heeresdienst aus, im August 1939 wurde er Stellv. Kommandierender General unb Befehlshaber im Wehrkreis XII. Arbeitstagung der Neichspropagandaämter. Am 13. und 14. Juli versammelten sich in Berlin die Leiter der Reichspropagandaämter zu einer Arbeitstagung. Reichsminister Dr. Goebbels aab einen Ueberblick über die militärische und politische Lage und zeigte, wie heute an der Ostfront die vom Führer während des vergangenen harten Winters erngeschlagene Führung ihre großartigste Rechtfertigung fände. Die sowjetische Winteroffensioe habe Schiffbruch erlitten und die Sowjetarmee erheblich geschwächt. Die feindlichen Propagandalügen über die Zerstörung der deutschen Wehrkraft seinen in sich zusammengebrochen und machten einem zunehmenden Pessimismus des Feindes Platz. Dieser werde noch verstärkt durch die britische Niederlage in Nordafrika und die steigenden Tonnageverluste, die ein für Großbritannien und die Vereinigten Staaten katastrophales Ausmaß angenommen hätten. Dr. Goebbels betonte, daß der Kampf nach wie vor äu- -s 5*5, SS» ä! ßatienten Heroen; Renten i M-runS 00# &er ringen W- All! Prof Stn 16-3 vgie an de Idenburg I tubierte er 141904 in S 1911 £ 1916 nai »ch Serin Bonn, Frei Professors schüft sur mb des bgie". Er t lrbeiten be Herzens un döyrinthe, Beioegunge W x Der a. o forijche hi fingen, Dr M gefal Dortmund lurg und' ier|ud)ung |cns und s. km Urfui 1. Land 1! Berlin, un jufiebeln. : Ingen b« schichte ur vertreten. Meeres ein Hindernis entgegengesetzt. Die Küste ist hier nämlich wenig gegliedert und hat nur ziemlich flache nach dem 'Meere offene Buchten, die den Schüfen wenig natürlichen Schutz bieten können. Bei Noworossijsk senken sich die letzten Ausläufer des Kaukasus zum Meer hinab. Das Gebirge zieht sich an der Küste entlang bis Suchum, wo sich die Transkaukasische Mulde öffnet. Bei Tuapse, dem Endpunkt der Oelleitung aus dem Gebiete von Maikop und Grosny, befinden sich große Oellager. Die oberirdischen und unterirdischen Tanks fassen wahrscheinlich 1 Million Tonnen. Tuapse war auch mit Datum in der Hauptsache Ausfuhrhafen für Oel nach den übrigen russischen Häfen an der Nordküste des Schwarzen Meeres und des Asowfchen Meeres, von wo aus das Oel in die Hauptoerbrauchszentren der füdrussi- schen Industriegebiete und der landwirtschaftlichen Traktorenstellen der Ukraine befördert wurde. Im Gebiet von Grosny wird ein hochwertiges^ Fliegerbenzin gewonnen. Bei Poti endet ein Strang der großen transkaukasischen Oelleitung aus dem Gebiet von Baku am Kaspischen Meer, während der andere Strang nach Datum geht. Saturn hat nur einen wenig leistungsfähigen Hafen, der nur von kleinen Schiffen benutzt werden kann, während alle größeren Schiffe auf der Reede ankern müssen, ist aber stark befestigt und kann die russischen Kriegsschiffe mit Oel versorgen. Als Stützpunkthafen für die größeren Einheiten der sowjetischen Schwarzmeerflotte kommt demnach zunächst Noworossijsk in Betracht. Andererseits können die Seestreitkräfte der deutschen und verbündeten Kriegsmarine jetzt Sewastopol als Stützpunkt einsetzen. Damit gewinnen sie eine größere Bewegungsfreiheit als bisher an den Küsten der Krim und im westlichen Teil des Schwarzen Meeres. Der Seeverkehr kann jetzt in großem Ausmaß in den Dienst der deutschen und verbündeten Kriegführung im südlichen Abschnitt der Front gestellt werden. Der militärische Nachschub dürfte sich jetzt ziemlich ungehindert von der Donaumündung nach der Krim und vielleicht auch schon durch die Straße von Kertsch über das Asow sch e Meer nach dessen Nordküste vollziehen. Das bedeutet selbstverständlich für die militärischen Operationen zu Lande eine wesentliche Erleichterung. So zeigt sich auch hier wieder die Bedeutung einer Zusammenarbeit der verschiedenen Wehrmachtteile und die Wichtigkeit einer in allen Lagen einsatzfähigen deutschen Kriegsmarine. Was aber das Schicksal der russischen Schwarzmeerflotte anlangt, so wird darüber die Zeit entscheiden. Ohne ausreichende Stützpunktbasis kann sich die Flotte auf die Dauer in ihrer militärischen Schlagkraft nicht halten. Sie kann zwar mit Nachschub und Brennstoffen auf hoher See versorgt werden, aber Ausbesserungen und Reparaturen erfordern leistungsfähige Werft- und Dockanlagen. und ein menschlich fühlendes Herz verlangt, sondern auch ein Ausmaß von Entbehrungen, Entsagung und Verzicht erfordert, wovon sich der im Reiche Tätige kaum eine Vorstellung machen kann? Wo heute noch die deutschen Ordensburgruinen, die deutschen Bürgerhäuser und Marktplätze den alten Ordens- und Hansegeist verlebendigen, wo Charaktermerkmale und Antlitz die nordisch-germanischen Elemente der Ostsee-Anliegervölker bezeugen und eine scharfe Grenze zum Slawentum ziehen, wo die Menschen nach der sowjetischen Verelendung, Verwahrlosung und Hoffnungslosigkeit wieder frohe Lieder singen, sich zu Spiel und Tanz lebensbe- Uhr geht es auf Fangfahrt, der Tag ist lang und die Nächte sind kurz, und wer weiß, wie lange der Fisch in der Bucht steht? Fischmeister Pallu ist Kapitän der Mannschaft. Er hat viel von der Welt gesehen. Sachalin, Kamtschatka, Aleuten. Von dort bat er auch ein Fangsystem eingeführt, wie es bei den Japanern gebräuchlich ist. Mit den Fingern zeichnet er die Netzänlage auf die Tischplatte. Hier, das ist die lange Netzwand des „Kakuam", und das ist der Kasten, in dem die Strömlinge gefangen werden. Nach seinen Angaben sind die Netze angefertigt und ausgesetzt worden. Sie stehen draußen, wo sich die Pernauer Bucht in den Rigaer Meerbusen öffnet. Die Bucht ist flach und warm, und lange vor Johanni kommen die Fische, um in der Bucht zu laichen. Das wird ihnen zum Verhängnis. Die Fischzüge stoßen auf die Netzwände, versuchen sie zu umgehen und geraten dabei links und rechts in die auf- gestellten Netzküsten, die ein Ausmaß von 40 auf 60 Meter haben. Je nachdem der Wind steht, die Strömungen laufen und die Temperatur steigt ober fällt, sind die Netze gefüllt. Heute regnet es, und der Wind weht von der See her. In breiten Bändern rinnt das Wasser über die Scheiben. In den Stuben der Männer ist ein dumpfer Geruch von Schlaf und nassen Kleidern. Ab und zu fährt einer der Fischer auf und starrt mit glasigen Augen zu unserem Tisch. Dann dämpft Pallu seine Stimme, bis der Auf geschreckte wieder auf seinen Strohsack niedergesunken ist. Wir trinken die Gläser aus und gehen hinunter zum Strom. Der Regen hat sich verstärkt und der Wind steht steif von der See her. „Morgen wird ein hartes Fischen sein", sagt der Meister, als wir uns von ihm verabschieden. Anderntags hat der Sturm zugenommen. E^ treibt schwere Wolkenfrachten vor sich her. Der Horizont ist verhangen, und die Helligkeit der Sommernacht wie aufgesoge». „Sechs Ball Wind", erstehen die Saaten gut, so daß die Ernteaussichten günstig beurteilt werden. Freilich bedarf bas Ostland noch jahrelanger intensiver Bewirtschaftung und agronomischer Schulung, um die Erträge auf- zubringen> die im Reiche Aecker der gleichen Bodenklasse abwerfen. Die deutschen Landwirtschaftsführer haben schon ein beachtenswertes^ Aufbauwerk im Ostland vollbracht, aber sie stehen erst am Beginn jener notwendigen Erschließung des Landes, die auch die in den Kolchosebetrieben und durch die Kriegswirren arg dezimierte Diehwirtschaft auf jene Stufe bringt, die einen Nahrbeitrag für den großeuropäischen Raum sicherstellt. Wenn heute die Anforderungen ganzer Armeen aus dem Ostland befriedigt werden und die einheimische Bevölkerung bei zwar eingeschränkten, aber doch ausreichenden Rationen arbeitsfreudig am Werke ist, so ist das ein Ergebnis einjähriger deutscher Verwaltungspraxis, das der Tatkraft der deutschen Verwaltungsstellen und der loyalen Mitarbeit der vorwiegend bäuerlichen Bevölkerung der Ostlande das beste Zeugnis ausstellt. Ueberall sind im Ostland Ansätze zu neuem fruchtbarem Aufbau festzustellen, sei es im Einsatz des Handwerks, sei es in der Gemüse- und Obstkultur, sei cs in der Pferde- oder Schweinezucht, sei es im Straßenbau und der Meliorierung, sei es in der Torf- oder Sägewirtschaft, sei es auf allen Gebieten der kulturellen Pflege. Ein blühendes Pressewesen, zahlreiche Theater, Kinos und Rundfunksendungen, ein blühendes Volksschulwesen zeigen ebenso bie neue, durch die Deutschen ins Land gebrachte Zeit wie die gepflegten Straßen, der geordnete Verkehr und die Tierheit in Stadt und Land. Landeseigene Polizeikräfte und Schutzbataillone, dazu viele Frontfreiwillige, haben sich als zuverlässige Helfer wider Juden und Bolschewisten, entlaufene Kriegsgefangene und Banditen erwiesen. Wo noch Juden im Lande leben, sind sie in Gettos hinter Stacheldraht gesammelt, werden gruppenweise zu Aufräumungsarbeiten angesetzt oder sind als Handwerker dort tätig, wo es heimische Handwerker, wie meist im Osten, nicht gibt. In Städten wie Dünaburg, das zu 80 v. H., Minsk, das zu 50 ö. H., Wilna, das zu 30 v. H. der Bevölkerung Juden zählte, ist durch die Ausschaltung des Judentums eine reine Atmosphäre geschaffen; aber die Niederbrennung von über drei Vierteln des Wohn» raumes von Minsk und-Dünaburg durch die Juden hat die Wohnungsfrage zu einer Lebensfrage dieser Städte gemacht: die aus den Wäldern und Mooren zurückgekehrten Bewohner gehen an die Arbeit und lassen sich führen, wo ihnen mit Vertrauen und Gerechtigkeit begegnet wird. Ein Volk, das, wie die Esten, 185 Frauen auf 100 Männer aufweift und obendrein bas geburtenärmste und geburtenunfroheste Land Europas ist, dazu durch Hypertrophie des Akademikerstandes vom Bauerntum in den Strudel überzivilisierter Verstädterung geraten ist, war unter dem Bolschewistenjoch dem biologischen Volkstod ausgeliefert — heute lebt es in seinen gesunden Frauen und Mädchen der Hoffnung, daß es als Vorposten gegen die östliche Flut mit deutscher Hilfe und Führung nicht untergehen wird. Leichter liegen die Verhältnisse im ehemaligen Lettland und im bauernreichen Litauen, dem jedes mehr als dopelt so groß wie das ehemalige Estland, nicht so volk- und land- verwüstet wie jenes und zudem durch bessere Böden wirtschaftlich ertragreicher ist. Freilich die russischen und polnischen Bestandteile der Generalbezirke Lettland und Litauen bergen Aufgaben, die in die Probleme Weißruthe- niens überleiten, das, als Kulturwüste verschrien und im Reiche wenig bekannt, 25 Jahre im Bolschewismus verstrickt, ein grauenvoll verwüstetes Land mit künstlich aufgeputzten Städten darstellt, aber in Land und Leuten Kräfte umschlossen hält, deren Ak- kt! ofens ergießen sich die Fische, eine silberne Lahe, ins Boot. In der Gesellschaft der Strömlinge sind auch einige Aale, Zander und Barsche. Sie schnellen noch an der Bordwand hoch, als sich die Strömlinge schon längst mit ihrem Schicksal ab gefunden haben. Nur wenn die Brecher über Bord schäumen, rührt es sich mächtig in den silbernen Leibern, der Atem des Meeres geht über sie hin. Während das eine Netz mehr drüben bei Liüküla ausgesetzt mar, lag das andere in Richtung Tahku Die Boote pöttern hinüber, und da sie die Bückt durchqueren, liegen sie mit der Breitseite am Wind der die ganzen Wasser der Ostsee in die Peruaner Bucht hineintreiben will. Der Sturm hat die Mö- oen verjagt. Als vorhin die Netze eingeholt wurden, stürzten sich einige Seeschwalben auf die leichte Beute. Nun segeln sie mit hinüber nach Tahku. Der Sturm hält an, und auch Regen kommt wieder auf. Das Leuchtfeuer Sorgu, das vor der Bucht rechts abliegt, ist nicht mehr zu sehen. Beim Einhalen der Netze schlagen die Boote fast über. Der Fang bleib-' weit hinter den durchschnittlichen Tagesergebnissen zurück. Die Boote, die bis zu 9 Tonnen fassen, ha' ben kaum ein Drittel der Menge erreicht. Aber trotzdem wird gefahren. Jeden Tag und bei jedem Wet-j ter. Die Sicherstellung der Emährungswirtschafl erfordert es. Mit dem Wind im Rücken geht es nach Haus Es sind nur wenige Boote auf See gewesen. „Fisch' wetter sieht anders aus", meint Pallu, als wir aus dem Oelzeug steigen. Es ist noch früh, als die Männer bereits von ihrem Tagwert zurückkehren. Es isi kein leichtes Brot, das sie verdienen. Auch bei schönem Wetter nicht. Aber es sind prachtvolle Burschen. Etwas raut), das bringt das Handwerk mit, und der viele Durst, aber sie höben gutmütige Augen. In der Jansenstraße ist der letzte Rest froftigef Beklommenheit mit dem Oelzeug weggelegt worden Die Mannschaften sitzen um die Tische ober nehmen ein Auge voll Schlaf. Heute werden sie nicht mehr hinausfahren. „Sechs Ball Wind, das will nicht viel heißen, wir fahren auch noch bei acht. Und heute, wo es auf jeden Fischschwanz ankommt, erst recht Im Sommer ziehen wir hinüber nach ArensburH. und im Winter setzen wir die Reusen unter das Ei» An uns soll's nicht fehlen!" gr. Sewastopol war in der Lage, die gesamte russische Schwarzmeerflotte aufzunehmen und zu versorgen. Die Bolschewisten hatten diesen Stützpunkt mit allen Einrichtungen für die Versorgung der Kriegsflotte mit Nachschub ' an Menschen und Material ausgestattet und die benachbarte Bucht von Balaklawa als U-Boot-Äützpunkt eingerichtet. Es waren Dockanlagen und Reparaturwerkstätten füv die schweren Einheiten und Baumöglichkeiten für kleinere Kriegsschiffe bis zum Zerstörer geschaffen worden. Dank der von Natur geschaffenen geschützten Lage von der Landseite bedeutete Sewastopol zusammen mit der intakten Kriegsflotte einen Dorn in der Südflanke der deutschen und verbündeten Truppen. Die bolschewistischen Seestreitkräfte stellten eine ständige Bedrohung des militärischen Nachschubs im westlichen Teil des Schwarzen Meeres dar. Nachdem den bolschewistischen Seestreitkräften und besonders den U-Booten Sewastopol als Stützpunkt genommen worden ist, dürfte diese Flankenbedrohung im westlichen Teil des Schwarzen Meeres in erheblichem Umfange ausgeräumt fein. Die Bolschewisten verfügen jetzt westlich von Kertsch über keine Stützpunkte mehr, von denen sie Seestreitkräfte einsetze^ könnten. Es bleibt ihnen nur noch die Nordostküste des Schwarzen Meeres. Oestlich von Kertsch bis Datum an der türkischen Grenze in Kleinasien befinden sich allerdings zahlreiche kleinere Häfen. Die bedeutendsten unter ihnen sind Noworossijsk, Tuapse, Poti und Batum. Vob ihnen wiederum ist Noworossijsk der größte. Dorthin hat sich auch das Gros der sowjetischen Flotte mit den schweren Einheiten seit Beginn der Belagerung Anfang Juni zurückgezogen. Dieser Hafen bietet einer größeren Flotte günstige Anker- möglichkeiten, verfügt über Dockanlagen mit Reparaturmöglichkeit, aber wahrscheinlich nur für kleinere Einheiten, Vorposten schiffe, Minensuch- und Räumboote, Schnellboote, Torpedoboote und Zerstörer. Man wird aber wohl annehmen können, daß sich die Bolschewisten feit dem vorigen Sommer bemüht haben, die Leistungsfähigkeit der Hafenanlagen von Noworossijsk weiter zu steigern und ihren Schutz zu verbessern. Bereits vor dem Kriege hatten die Sowjets in Erkenntnis der Wichtigkeit, die dieser .Hafen einmal neben Sewastopol erlangen könnte, hier eine Industrie mit Produktionsstätten geschaffen, wie sie als Rüstungs- und Nachschubbasis für eine moderne Kriegsflotte notwendig sind. Lagerhäuser, Getreidesilos und vor allen Dingen Oeltanks befinden sich hier. Auch bie'übrigen Häfen an der Nordostküste des Schwarzen Meeres find von den Bolschewisten in den letzten Jahren verbessert und mit einem modernen Küstenschutz ausgeftattet worden. Aber die Natur selbst hat der Ausbildung leistungsfähiger I Stützpunkthäfen in diesem Teile des Schwarzen Die Ro im (fröffi tünfiler 2 tonten St to, eine i ?rains we fe Peri", PÄcher Kr. Tiner :erpretat fcbenbrotl). haus Ros' |J Ibsens vchinnann! des von L tzeris war ebenjo nei durch Wal! teermufifa! ner und i neben seine ktrubHua le* sp mann, Fra J Gesa 8ortn kondenhoff M'l mit ■Mabo, dj Ainperamt «nidners ] Mustla Kleine politische Nachrichten. Reichsschatzmeister Schwarz besichtigte in Ann- meiler die Gauschulungsbura des Gaues Westmart und die alte Reichsburg Trftels. Nach einem Besuch von Kaiserslautern begab er sich nach Saarbrücken. In Metz sprach er in größeren Arbeitstagungen. * Der englische Luxusdampfer „Avila Star' (14 443 BRT.) wurde 300 Kilometer von den Azo, ren entfernt versenkt. 110 Schiffbrüchige wurden von einem portugiesischen Kriegsschiff gerettet, das gerade noch sah, wie das Schiff in den Fluten vev sank. Unter den Geretteten befinden sich Angehörige eines anderen versenkten Schiffes, die von der „Avila Star" gerettet worden waren. * Zum Befehlshaber der nordamerikanischen Land> ftreitfräfte in England wurde General M a c C l a r k ernannt, zum Leiter des Versorgungswesens für die nordamerikanifchen Truppen in England General- major C. H. M. Lee. Das ungarische Parlament hat eine Novelle zum Wehrgesetz angenommen, nach der die 'Juden aus dem ungarischen Heer ausgeschlossen werden sollen. Als Juden gelten Personen, die zwei und mehr jüdische Großeltern haben. Italien errichtet jetzt an allen größeren Unioer- fitäten Institute zur Erfors chung der Iudenfrage. Die ersten Institute wurden in Florenz und T r i e st geschaffen. Ihre Mitarbeiter sind namhafte italienische Soziologen und. Historiker. Brie Home Me bi 8,N^ »W JW im Qe M die Ii hn ben 1 Ä) »fr >i !?.H iek N ”’fe "^s b ihrer Auswertung gehört. Am Fang beteiligen sich klärt Fischmeister Pallu, aber wir fahren trotzdem, nicht nur die ortsansässigen Fischer, aus dem gan- zen Land treffen sie sich in Pernau, um die silberne Ernte des Meeres bergen zu helfen. In der Jan- fensträße, dicht am Wasser, steht das Haus einer Fischerei-Genossenschaft. Als wir abends die Räume betraten, schliefen die Männer schon. Früh um vier iahenb mfammenfinben wo auf ertragfähiger Erde! Leiter des Erfolges offenfinden Besonders Tücht«. gesunde arbeitskräftige Völkergruppe werkt, werden zu höchsten Aemtern befördert, so daß sie geiunoe, ajoeuyi iti vvr h $ufnmmen mit uns Javanern für Wohlfahrt und Oie neuen Lebensmittelkarten die der ne Reik er 1916 nach Gießen, 1917 nach Tübingen, 1927 Bauern m Weh, Grroiiifc vertreten. ter. eneralleM neral in» Mit Komm? gezeichne- deur k Oenerd I, m fion, M ?rft hart sei und von allen den letzten Einsatz for- ?rc. Die Lage berechtige jedoch zu stärkstem Ver. auen in die weitere Entwicklung. Sieg um jeden .reis bleibe die Parole. — Gauleiter Sauckel, die taatssekretäre Backe, Ganzenmüller und Guttcrer, .taatsrat Meinberg sowie weitere Männer aus Herzens und Kreislaufs, des Gesichtssinns, der Ohr- lobyrinthe, Tierpsychologie, der Muskeln und der Bewegungen, der Stimme und des Zentralnerven- 3n der 39. Zuteilungsperiode vom 27. Juli bis 23. August werden im wesentlichen die gleichen Rationen gewährt wie in der 38. Zuteilungsperiode. Lediglich beim Käse wird die Ration entsprechend dem jahreszeitlichen Rückgang der Milcherzeugung um 62,5 Gramm gekürzt. Die Abgabe erfolgt auf zwei Einzelatstchnitte über je 62,5 Gramm Käse. Daneben wird wie bisher 125 Gramm Quark abgegeben. Falls besonders günstige Witterungsoerhält- nisi'e eine erhöhte Milcherzeugung und damit eine größere Käseherstellung ermöglichen, bleibt vorbehalten, die bisherige Käseration auch noch für die 39. Zuteilungsperiode beizubehalten. Für diesen Fall werden rechtzeitig die erforderlichen Abgabevorschriften veröffentticht werden. Die Reichskarte für Marmelade, die Reiszuckerkarte und die Reichseierkarte verlieren mit Ablauf des 26. Juli ihre Gültigkeit. Die Karten werden daher für die 39—42.Zuteilungsperiode (27. Juli bis 15. November) neu aus« gegeben und berechtigen in der bisherigen Weise zum Warenbezug. Die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheins 39 der Reichseierkarte und des Marmeladenbestellscheins 39 der Reichskarte für Marmelade sind von den Derbrauchern in der Woche vom 20. bis 25. Juli bei den Verteilern abzugeben, sofern nicht die Ernährungsämter die Abgabe auf bestimmte Tage dieser Woche beschränken. Milcha-Iieserung und Feitversorgung. Richtlinien des Reichsnährstandes zur Verbesserung der Milchablieferung -Ä Li >ells Kg wen m än sollt, ttb niti ,lagen berufen, um hier die schwäbische Landesge- chichte und die historischen Hilfswissenschaften zu Die Straßenbahn ist billiger geworden. Im Betrieb unserer Straßenbahn ist durch eine neue Einteilung der Tarifgrenzen eine anerkennenswerte. Verbilligung für die Fahrgäste herausgekom- men. Abgesehen von den Straßen Bahnhof—Marktplatz und Marktplatz—Neuer Friedhof bzw. umgekehrt, für die der bisherige Fahrpreis von 10 Rpf. weiterhin gilt, ist für die anderen Teilstrecken eine Verbilligung um fünf Rpf. eingetreten. Bisher kostete die Straßenbahnfahrt Bahnhof—Wiesecker Weg bzw. umgekehrt 15 Rpf., jetzt sind für die gleiche Fahrt 10 Rpf. zu zahlen; bisher mußten für die Strecke Bahnhof—Grabenstraße in Wiefeck bzw. umgekehrt 20 Rpf. bezahlt werden, jetzt sind dafür 15 Rpf. als Fahrpreis festgesetzt; Bahnhof—Wieseck Ende bzw. umgekehrt kostete bisher 25 Rpf., jetzt 20 Rpf., Bahnhof—Neuer Friedhof bzw. ümgekehrt bisher 20 Rpf., jetzt 15 Rpf. Entsprechend dieser Senkung des Preises für die Einzelfahrt ist auch eine gleichartige Verbilligung des Preises der Monatskarten eingetreten. Die Fahrgäste begrüßen diese Verbilligung mit Genugtuung. Siebener Schlachiviehmarkt. Auf dem gestrigen Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehoerfteigerungs- haUe Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 45, Bullen 38 bis 47, Kühe 18 bis 47, Färsen 38 bis 53, Kälber 25 bis 57, Hämmel 35 bis 40 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasie a (150 kg und mehr) 1,25. bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 125, c (90 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 89,5 kg) 1,15, e—f (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Speckfauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM — Marktverkauf: Alles zugeteilt. systems. Pros. Dr. Hans Meirich gefallen. ; UntDe '9 dr- urben i> Nitorbs nd W ; einer i: bels f b poliO nt die M ■n Wintn e Recht!« »5 ■ V nt, nähme sich in der Praxis meistens etwas verzögert, ist eine Höchstgrenze für den Verbrauch von Vollmilch mit 150 Kilogramm festgesetzt. Schlachtkälber dürfen auf keinen Fall gemästet werden. Auch die Magermilchmaft ist nicht erwünscht. Die Dersütte- rung von Vollmilch und Magermilch bei der Vorbe- reitung der Zuchttiere zum Verkauf auf Zuchtviehveranstaltungen und zu Körungen und Schauen ist nicht statthaft. Nur Kälber dürfen Vollmilch erhalten. Die Verfütterung von Vollmilch an Fohlen, Ferkel und Geflügel ist unzulässig. Für die Auf. zücht dürfen nur die äußerst notwendigen Vollmilchmengen gebraucht werden. Alle Einzelheiten der durch diese Forderungen bedingten Betriebsberatung sind durch die Milchleistungsausschüsse bei den Landesbauernschaften bzw, bei den anderen Dienststellen des Reichsnährstandes zu erhalten. Wer im Hinblick auf die Milch, leiftung feines Betriebes Rat braucht, der wende sich an feine Wirtschaftsberater, an die Kreisbauernschaft oder an den Milchleistungsausschuß seiner Landesbauernschaft. Eine hohe Verantwortung trägt jeder Betriebsführer gerade bei der hier gestellten Aufgabe, denn die Sicherung der Fettversorgung ist für die Erhaltung der Arbeits- und Wehrkraft unseres Volkes so wichtig, daß auch die kleinste Unter- lassungssünde unverantwortlich wäre, Für die Fettversorgung des deutschen Volkes ist die Milchablieferung der Landwirtschaft entscheidend. Die aus der Milch gewonnene Butter stellt heute den höchsten Anteil der Fettversorgung. Daher ist es nur zu verständlich, daß mit allen Mitteln daran gearbeitet wird, den Leistungsstand der Milchwirtschaft zu erhalten. In Anbetracht der Kriegsver- hältnisse ist bei dem jetzigen außergewöhnlich hohen Leistungsstand eine weitere Steigerung der Erzeugung wohl nicht möglich. Trotzdem müssen noch ge. wisse Reserven genutzt werden, und zwar durch weitere Einsparung von Vollmilch im landwirtschaftlichen Haushalt und bei der Fütterung. Die Butterproduktion ist abhängig von der Höhe der Milchanlieferung an die Molkereien. Daher ist es notwendig, die Milchablieferungen in einem Umfang zu erhalten bzw. zu steigern, der die restlose Ausnutzung der Betriebskapazität jeder Molkerei gestattet. . Für die weitere Einsparung von Vollmilch bei der Fütterung hat der Reichsnährstand Richtlinien herausgegeben, die von jedem landwirtschaftlichen Betriebsführer genau beachtet werden sollten. Danach sind zur Aufzucht nur solche Kälber zu benutzen, die zur Zucht tauglich und zur Erhaltung des Viehbestandes notwendig sind. Alle anderen sind frühzeitig abzuschlachten. Schlachtkälber sollen spätestens mit 14 Tagen abgegeben werden. Da die Ab- Lpd. Zweite Wagenklasse fürJnhaber von Schülermonatskarten gesperrt. Mit Wirkung vom 1. August 1942 wird die zweite Wagenklasse aller Reisezüge auf sämtlichen Strecken der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. für Inhaber von Schüler-Monatskarten gesperrt. Die Plätze in der zweiten Wagenklasse sind notwendig für anstrengende kriegswichtige Berufsreisen. ** VHC. - Zweig Gießen. Die Juli-Wande- rung des VHC. brachte die Teilnehmer zunächst mit der Bahn nach Lollar. Dann ging es aufwärts zur Burg Staufenberg. Auf auten Waldwegen wanderte man weiter bis nach Hassenhausen und zu der idyllisch gelegenen Wilhelmshöhe, wo Mittagsrast gehalten wurde. Vor den Wanderern lagen der fruchtbare Ebsdorfer Grund, der Frauenberg, Spiegels- lust und die Gladenbacher Berge. Beim Weitermarsch am Mittag ging es über den Totenberg ins LurNdatal. Der 'Beerenreichtum der Wälder verursachte manchen Aufenchalt. Gewissermaßen als Abschluß bot sich auf der Höhe vor Treis nochmals ein umfassender Blick bis in die Taunusberge. Nach einer gemütlichen Schlußraft bracht die Bahn die Wanderer am Abend nach Gießen zurück. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. B. 20. Bei dem Verkauf Ihres Gartens wird Wertzuwachsfteuer erhoben, da Erbgang in diesem Falle als Besitzwechsel gilt. Die Höhe der lieber* fchreibungskoften können Sie beim Amtsgericht ober bei einem Notar erfahren. kann sich nicht denken, daß diese Angaben, die sie machen soll, etwas mit ihren persönlichsten Angelegenheiten zu tun haben. Aber ihre Nerven sind schlecht in der letzten Zeit, sie hat nicht mehr das beglückende Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das Wort „Kriminalpolizei" flößt ihr einen Schau- der ein. „Wollen Sie uns bitte sagen, wo Sie am siebenten dieses Monat waren — möglichst genau ..." „Wo ich war?" Ein klein wenig erstaunte Betonung liegt auf dem „ich". „Zu Hause wahrscheinlich." „Bitte, besinnen Sie sich — es ist von großer Wichtigkeit." „Das war am Donnerstag, nicht wahr? Vormittags war ich bestimmt zu Hause, gegen Mittag bin ich fortgegangen — habe Besorgungen gemacht.' „Und wann sind Sie zurückgekommen?" „Gegen abend — vor sieben jedenfalls, ja, kurz vor sieben." Irgend etwas muß hier geschehen sein in der Gegend, sie weiß nichts davon, sie war nicht da, sie kann darüber nichs aussagen — vielleicht ist damit die Angelegenheit erledigt — hoffentlich! Es ist unangenehm, in solche Dinge hineingezogen zu werden, auch wenn sie einen nichts angehen. „Sind Sie unterwegs irgendwo eingekehrt, um eine Erfrischung zu nehmen, in einem Kaffeehaus, ober einem Hotel?" Irmela findet diese Frage etwas sonderbar. „Nicht, daß ich wüßte", sagt sie kühl. Ihrer Meinung nach geht es den Mann durchaus nichts an, daß sie im Hotel Baltic war — sie war nicht hier, dos muß ihm doch genügen. „So. Also nicht Der Portier im Hotel Baltic behauptet, Sie dort gesehen zu haben." Bauer sagt das sehr gleichgültig, aber fein Blick liegt scharf beobachtend auf ihrem Gesicht und sieht, wie es jäh die Farbe wechselt. „Merkwürdig." — Sie lächelt etwas. „Woher kennt er mich denn?" (Fortsetzung folgt.) Partei, Staat und Wissenschaft sprachen über I ejotrberen Probleme ihrer Arbeitsbereiche. Oie (Sanatorien. Während der Kriegszeit stehen alle Betten ^erfami „ach Berlin. Berufungen nach Wien, Straßburg, in luftz Bonn, Freiburg und Heidelberg hatte er abgelehnt. oben bt Professor Trendelenburg ist Herausgeber der „Zeit- zfprad) ? schrift für die gesamte experimentelle Medizin" unb des „Archivs für Sprach- und Stimmphysio- CrmL logie". Er ist Mitglied zahlreicher Akademien. Seine Arbeiten behandeln hauptsächlich die Physiologie des Freiburger Romantiker-Woche. ■' Die Romantiker-Woche in Freiburg i. B. brachte 1929 frB am Eröffnungsabeyd, der zunächst dem heimischen n ünstler Weismann und den heute weniger brannten Komponisten Thuille und Spohr gewidmet BQr, eine interessante Aufführung von Robert Schumanns weltlichem Oratorium „Das Paradies und tie Peri", wie denn überhaupt Schumann ein we- etlicher Platz in der Programmfolge emgeraumt »ar. Einen der Höhepunkte bildete die fafziniernde Interpretation feiner IV. Symphonie durch Hermann lbendroth. Der Straßburger Generalmufttdirektor Hans Rosbaud dirigierte Pfitzners drei Vorspiele u Ibsens Schauspiel „Das Fest auf So Haug und rchumanns „Rheinische Symphonie'. Glanzleistung es von Vondenhoff geleiteten zweiten Orchesterkon- rrts war Schumanns a-moll-Klavierkonzertm der benso verinnerlichten wie virtuosen Meveraaoe urch Walter Giefeking, der auch dem zweiten Kam- mermufikabend mit Werken von Schumann, Psttz- V .„l nnh (rhanhurtic Sanatorien ausschließlich kranken Volks- gen offen zur Verfügung. Erholungsbedürftige liefen nur aufgenommen werden, wenn es sich um eine vorbeugende Heilbehandlung handelt und keine Betten entzogen werden. Die Aufnahme von Patienten darf nur auf Grund einer ärztlichen Einweisung erfolgen. Der Aufenthalt ist auf sechs Wochen zu begrenzen, sofern es sich nicht um Lungentuberkulose handelt. Um zu verhindern, daß Patienten von Sanatorium zu Sanatorium «andern, sind die Sanatoriumsleiter verpflichtet, die verbrachte Zeit in die Reichskleiderkarte der Patienten einzutragen. Doch gilt dies nicht für jerven- und Lungensanatorien, ebenso nicht für Patienten der Angeftelltenversicherung, der Landes- «rsicherungsar.stalten und der NSV. Bei der Auswahl der Patienten haben die Sanatorien die- jtntgen zu bevorzugen, die kriegswichtige Arbeit ltisten. Kunst und Wissenschaft. Professor Trendelenburg 65 Jahre alt Am 16. Juli vollendet der Ordinarius der Physio- lvgie an der Universität Berlin Dr. Wilhelm Tren- Menburg sein 65. Lebensjahr. In Rostoa geboren, studierte er in Freiburg und Leipzig und habilitiecie sich 1904 in Freiburg. 1909 wurde er a. o. Professor lind 1911 Ordinarius in Innsbruck. Von dort kam Reis, Hülsenfrüchte oder Mehl. Soweit es die Veflände erlauben. Der Reichsemährungsminifter gibt bekannt, daß über das ausländische Weizenmehl, das zur Beliefe- rung der Nährmittelkarte eingesetzt war, inzwischen verfügt worden ist. Um dennoch keine (Schwierigkeiten bei Belieferung der Nährmittelkarten entstehen zu lassen, wird bis auf Widerruf auf die Nahrmit- telkarten auch ein besonderes Weizenmehl der Type 1050, das für diese Zwecke hergestellt wird und ein durchgemahlenes Mehl darstellt, verteilt werden. Außerdem werde-i die Bestände an Hülsenfrüchten und Reis, die noch beim Einzelhandel vorhanden sind, zur Belieferung der Nährmittelrationen freigegeben. Ferner werden noch Bestände des Großhandels an Hülsenfrüchten herangezogen werden. Es kann dem Verteiler überlassen bleiben, welche Erzeugnisse (Mehl, Hülsenfrüchte oder Reis) er auf die Nährmittelkarten abgibt, er kann sich dabei nach den Wünschen der Verbraucher richten, soweit es die Bestände erlauben. Aus eine möglichst gleichmäßige Verteilung seiner Bestände an die Verbraucher hat er aber zu achten. Die Abgabe von Kartoffelstärke- Erzeugnissen auf die St.-Abschnitte der Nährmittelkarten bleibt von dieser Regelung unberührt. Gießen-Wieseck. Der Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes wurde dem Landwirt Karl Kreiling V. in Gie- ßen-Wieseck als Anerkennung für 50jähriges Wirken für das deutsche Lied durch den Vereinssuhrer des Gesangvereins „Eintracht" überreicht. Küchenkräuter haltbar gemacht. Wenn die Küchenkräuter im Garten im besten Wachstum stehen, ist es Zeit, daran zu denken, daß wir auch im Winter davon noch Nutzen haben möchten. Wir sorgen auch hier vor und trocknen die ge- bräulichsten Würzkräuter selber. Zum Trocknen eignen sich: Bohnenkraut, Liebstöckel, Petersilie, Thymian, Majoran, auch Basilikum und Beifuß. Wir hängen die dünn gebündelten Kräuter an schattigem, luftigen Ort auf ober breiten sie in dünner Schicht auf Horden oder Packpapier aus. Sonnenwärme ist nicht angebracht, da die Kräuter durch ihre Einwirkung an Aroma verlieren würden. Auch die künstliche 5)erdwärme ist nicht empfehlenswert, wir müssen schon bemüht sein, die Trocknung durch die Luft herbeizuführen. In 2—3 Tagen ijt das bei trockenem Wetter gut zu erreichen. Durch Wenden und Auflockern der Kräuter fördern wir den Trock- nungsprozeß. Sind die Kräuter richtig trocken, so lassen sie sich leicht zerreiben und werden bann zer- rieben in Blechbosen ober Glasbehältern mit gut schließendem Deckel einzeln ober gemischt ausbe- wahrt. Mit den so getrockneten Kräutern können wir uns auch Kräutersalz Herstellen, indem wir die möglichst fein zerriebenen Kräuter mit fernem Salz vermischen und so zum Würzen verwenden. leicht Herr Bareiro selbst — diese Briefe verkaufen wollte, nach Gewicht sozusagen, und daß er darum den leeren Hüllen ein Gewicht geben mußte, das nicht ober nicht mehr vorhanben war." Dann wäre also biefer Bareiro ...", in das junge Gesicht schießt die Röte der Erregung, „ein Mann gewesen, der mit Liebesbriefen Handel treiben wollte? Ein hundsgemeiner Erpresser also? Na, da ist es ja weiß Gott nicht schade um ihn!" „Das ist Ihre Privatansicht, mein lieber Butenschön!" sagt Bauer mit einer wohlwollenden Strenge. „Eine Ansicht, die Sie menschlich ehrt, die Sie sich aber als Beamter nicht erlauben und die Sie noch weniger äußern dürfen. Das Vorleben de« Ermordeten geht Sie gar nichts an. Und wenn er ein Schuft, ein Verbrecher, ein Abschaum der menschlichen Gesellschaft märe, und sein Mörder ein Engel an Reinheit und Güte, der nur durch Verzweiflung zu einer so furchtbaren Tat getrieben wurde. — Sie haben weiter nichts zu tun, als diesen Mörder zu suchen, zu stellen, dingfest zu machen. Die mildernden Umstände — die überlassen Sie getrost dem Gericht! Damit haben wir nichts zu schaffen!" 44. Dem Kriminalrat Bauer sitzt eine junge Frau gegenüber — eine schöne und elegante Frau, ein wenig blaß, aber sehr ruhig unb aufrecht. Er weiß ihren Namen, aber er muß ihn trotzbem noch einmal erfragen, unb im Hintergrund bie Schreibmaschine Happert ihn mit. „Sie heißen?" „Irmela Sierinck." „Geborene?" „Hoffstebe." „Geboren am’ — Zu? . Irmela findet diese Formalitäten em wenig lästig und überflüssig, ebenso wie sie diesen ganzen Besuch lästig unb überflüssig findet Man will irgendeine Auskunft von ihr haben, sie wirb sie geben, wahrheitsgemäß, wie man sie ermahnt hat. Sie Aus -er Stadt Gießen. Kinder als Gartenhelfer. Wenn Kinder zu Gartenbesitzern zu Besuch kommen — das gilt nicht nur für die „Großen", auch die Fünfjährigen sind gemeint —, ist ihre erste Frage gewöhnlich: „Darf ich helfen?" Oft bekommen sie jedoch zur Antwort: „Nein, das ist nichts für euch", weil die Gartenfreunde befürchten, daß die Kinder über Beete laufen, Pflanzen ausreißen und ähnlichen Unfug verüben könnten. Kinder können aber bei der Gartenpflege durchaus brauchbare kleine Helfer fein, wenn man sie nur in der richtigen Weise einsetzt. Ehe man sie beschäftigt, muß man sich natürlich der Mühe unterziehen, sie zu unterweisen und ihnen den Arbeitsvorgang erläutern. Man muß ihnen sagen, warum eine Arbeit gerade jetzt und nicht zu einer anderen Zeit getan werden muß, warum nicht jetzt, womöglich in der heißesten Mittagsstunde, gegossen werden darf u. ä. Man wird bei den Kindern immer auf Verständnis stoßen, wenn man ihnen die notwendige Arbeit ober die notwendige Unterlassung von dem Bedürfnis der zarten Pflanzen her erklärt; warum sie nur mit abgestandenem Wasser und am kühleren Abend gegossen werden dürfen, weil sie sonst ebenso erschrecken wie ein Kind, das man unvermutet mit kaltem Wasser übergießt, warum man Wurzeln nicht aus- reißen oder beschädigen darf, weil sonst die Pflanze an Wunden und Hungers sterben muß. Doch nicht nur aus Gründen der Arbeitshilfe sollte man Kinder zur Gartenpflege heranziehen, sie ist auch ein gutes Erziehungsmittel. Manche im Kinde verborgene Anlage tritt dabei zutage. Gerade die vielfältige Arbeit, die im Garten zu tun ist und deren Handgriffe es unbewußt den Erwachsenen absieht, wird es zu Geschicklichkeiten hinleiten, die es später gut gebrauchen kann. Es sieht, wie eine Laube gebaut, ein Brunnen aufgetan, ein Zaun ausgebessert wird, und sinnfällig lernt es auch verstehen, daß kleine Schäden sofort ausaebessert werden müssen, wenn große vermieden werden sollen. Es lernt im Zusehen, was Arbeitsdisziplin bedeutet. Auch zur Ordnung erzieht die Gartenarbeit. Von Anfang an muß es lernen, mit Gartengeräten sorgsam umzugehen. Das Kind lernt, daß und warum die Rechen, Harken, Kannen usw. noch vor Dunkelwerden an ihrem bestimmten Platz liegen oder hängen müssen, damit sich niemand an ihnen verletzt, wenn sie unordentlich in den Wegen liegen bleiben. Auf kleinem Raum gilt es Ordnung zu halten und jedem Ding im Gebrauch und im Nichtgebrauch feinen richtigen Platz anweisen. Wenn irgend möglich, sollte in jedem Garten für die Kinder ein Sandhaufen aufgefchüttet werden, in dem sie nach Herzensluft und nach getaner Arbeit buddeln können. Der Garten soll dem Kinde beides sein: die Stätte sinnvollen Tuns, des Hegens und Pflegens, aber auch das Fleckchen Erde, auf dem es spielen und sich vergnügen kann. en Giaair hätten. M oie vor erne Lch ntinge W >ie schne^ die Stro» abgefintfr dschä^ Leibern, or bei WA e di-Z taitiN di- * 8u# «S $iiNy FMbH ys rnsive hab mTÄrt Ä ebenbürtig -ineninj leben feiner Leistung standen die Darbietungen des Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W- 35. 33. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Butenschön hat eine große Bewunderung für seinen Chef. Er arbeitet so ruhig und sachlich, man könnte saft sagen, mit Gemütsruhe, und es stört ihn eicht im geringsten, daß hinter seinem breiten Ruk- ken die Leiche eines Ermordeten liegt. Dann wenn vuch die Untersuchung soweit abgeschlossen ist, man kann den Toten nicht entfernen, es wimmelt letzt cuf den Gängen von Leuten, die zum Abendessen pehen oder sich dafür umkleiden wollen — lomel Rücksicht nimmt man schon auf den armen Rotte- tohm, daß man sich für den Transport die stillste stunde der Nacht aussucht. Plötzlich zuckt dieser breite, ruhige Rücken und ter Kriminalrat stößt einen leifen, Jungge3ogen€n Mi ff aus, der Buten schön wie ein Alarmsignal in die Glieder fährt. Bauer hat die Schreibmappe geöffnet, nicht in der Hoffnung etwas Besseres zu linden als allenfalls ein paar Abdrücke auf dem ^ofch- blatt, aus denen man eine Anschrift kann... und was ihm in die Hande fallt, ift ein kleiner Stapel Briefe, an Herrn B°renw gerichtet. Die Umschläge tragen alle dieselbe Handschrift. unverkennbar die Handschrift einer Frau. Bedachtem zieht Bauer den ersten Bogen aus dem Um- chlag — die Bewegung hat etwas Feierliches, -öu- rnschön jedenfalls hält den Atem an. Der Bogen ist leer — leer bis auf den Aufdruck des Hotels. Ebenso der zweite, der dritte, der vierte, lein Wort darauf, leere, neue Briefbogen des Ho- iels, in Umschläge gesteckt, die nach dem Datum de Poststempels ein Jahrzehnt alt sind. Lutenfchon ' eht vor einem Rätsel. .... „Was bedeutet das, Butenschon? Bauer sieht Derduvkelungszeit: 15. Juli von 22.39 bis 4.48 Uhr. mit halb zugekniffenen Augen zu ihm auf. Er hat die Art, an feinen jüngsten Assistenten Fragen zu stellen, wie ein Lehrer an einen Schuljungen. „Keine Ahnung, Herr Rat!" antwortet Butenschön aufrichttg. n Das bedeutet...", Bauer tut einen tiefen Zug an"feiner Zigarre, „daß diese Kuverts den Eindruck machen sollen, als ob fie gefüllt waren, denn ich nehme nicht an, daß jemand mit der Poft em Dut- ,end leere Blätter verschickt. Außerdem wird uns Herr Nottebohm sehr schnell darüber unterrichten können, ob diese Bogen so alt sind wie die Poft- ftempel, aussehen tun sie nicht so. Irgend etwas wird sich ja im Ausdruck oder in der Papierqualitat geändert haben. Wenn nun diese Bogen jetzt, kürzlich in die leeren — und nebenbei gar nicht passenden' Kuverts gesteckt sind, dann muß derjenige, der das getan hat, einen Zweck damit verfolgt haben .. den Zweck einer Täuschung. Begreifen Sie; Buten- schön?" Nein!" sagte Butenschon stramm. "Schade'" seufzte Bauer bekümmert. „Wenn ,e- mand eine Täuschung vornimmt ober beabsichtigt, fo verspricht er sich irgenbemen Vorteil bauon. Einen ibeellen ober materiellen. Es konnte sein, daß eine eifersüchtige Frau Briefe an diesen ... . er wirft einen flüchtigen Blick auf den Umschlag, diesen Fernando Bareiro .entwendet hat. Liebesbriefe einer anderen Frau natürlich, und die Kuverts mit leeren Bogen ausgefüllt hat, um ihn den Verlust nicht gleich merken zu lassen. „Natürlich! Das wird es fein! Butenschon ist s'^Das ^wir^Ä' nicht fein, Butenschön." Bauer seufzt noch kummervoller. „Immerhin wäre es nett wenn Sie selbst auf diesen Einfall gekommen waren! Dieses, daß eine Frau sich in den Besitz von Liebesbriefen an ihren Geliebten setzen will - auch wenn sie noch so alt sind, was die Sache bedeutend unwahrscheinlicher macht — das wäre sozusagen der ideelle Vorteil. Ich bin mehr geneigt, an den materiellen zu glauben. Daß irgend jemand — unb viel- Der a. o. Prozessor für Lanbesgeschichte unb hi- .-7. Porische Hilfswissenschaften an der Universität Tü- bmgen, Dr, Hans Meirich, ist am 14. Juni ostwärts 01 W Jutft gefallen. Meirich, der 1909 in Brambauer bei ren\ k Dortmund geboren wurde, studierte in Bonn, Mar- ’ - »bürg und Wien. Er hat in Marburg mit einer Un- mranteru kr|{l(hlUng über die kirchliche Organisation Oberhes- Qn <Ä ff ns und Nassaus im Mittelalter promoviert. Von dem Urkundenbuch des Klosters Hersfeld ist der alurischei f K^d 1936 erschienen. 1938 habilitierte er sich Di« te sicher ( I?"üb Ja eina |g«s tzb'L R* K ■? F*'dh I । ton x ,l*bi - jjjenn M Mlhdaß Jn Georg Mkterd.es ><5 ihm de impf" fügen D P LgelieN' 9® Ijiet der st ^istkem Wache, l -jeg über je "durch u -eie einem M jüQten den fl! Slawen 1$ Schöne. Reichstag w fl-gangen, l junbe ange jDtben war dben Grer tehrzahl dc idazösijchen iite zu Sei Met mit jpigc. 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Daraus erklärt sich, daß sich häufiger Kinder in geringerem ober stärkerem Maße Schäden zuziehen, sei es, day sie sich gegenseitig stoßen oder verletzen, sei es, daß sie beim Turnen oder Spielen, auf dem Schulhof oder auf Wanderungen verunglücken. Durch die ärztliche Behandlung entstehen oft nicht unerhebliche Ausgaben. Die Eltern nehmen meist an, daß die Schule, das ist für sie der betreffende Lehrer, die Kosten auf jeden Fall zu tragen habe, weil der Unfall in der Schule geschehen ist. Diese Auffassung ist nicht zutreffend. Der Lehrer ist für den Schaden nur verantwortlich, wenn er ihn verschuldet hat, das heißt, wenn er etwas verabsäumt oder unterlassen hat, was den Schaden verhindert hätte, z. B. wenn er die Kinder nicht genügend beaufsichtigt hat. Diese Aufsichtspflicht wird zwar streng beurteilt; doch darf nicht übersehen werden, daß der Lehrer nicht zu jedem Zeitpunkt jedes einzelne Kind im Auge haben, es also nicht immer verhüten kann, daß etwas hinter seinem Rücken geschieht. Wenn der Lehrer etwas verabsäumt hat, so ist der Schadenersatzanspruch gerechtfertigt. Das bedeutet aber nicht, daß die Eltern von dem Lehrer Zahlungen fordern können. In allen Fällen, in denen der Schaden durch eine Amtspflichtverletzung eines Beamten entstanden ist, hat der Staat die Haftung für seine Beamten übernommen. So auch beim Lehrer, bei dem die Verletzung seiner Aufsichtspflicht zugleich führet K ö n i g des RAD.-G-aumusikzuges 25, Wiesbaden, den Stab senkte, setzte brausender Beifall ein als Dank für die flott und sauber gespielten Märsche und Musikstücke. Die Gesamtsumme der Spenden beträgt RM. 1400,80, ein Ergebnis, an dem sich die Frauenschaft und der Bund Deutscher Mädel besonders stark beteiligten und das um so^ höher zu bewerten ist, als es sich sonst nur aus Einzelspenden zusammensetzt, da in Allendorf die Betriebe fehlen, die an anderen Orten mit ihren Spenden namhaft ins Gewicht fallen. Besonderer Dank gebührt dem Ortsobmann N a g e l, der sich für die Durchführung des Konzertes vorbildlich eingesetzt hat, und den Familien, die untereinander wetteifernd den Künstlern freudige Aufnahme bereiteten. * @rün'b e r g, 15.Juli. HeuteHrüh gegen 7 Uhr ereignete sich hier ein Verkehrsunfall. An einem Bulldogg, der aus einer Seitenstraße kam eine Verletzung seiner Amtspflicht ist. Das könnte als eine Bevorzugung des Beamten und des Lehrers erscheinen. Tatsächlich ist es aber eine Sicherung für die Ansprüche des Verletzten. Bei größeren Schadenforderungen würde es von der wirtschaftlichen Lage des Lehrers abhängen, ob und wann er sie befriedigen kann. Der Staat kann sie jederzeit leisten. Er ist aber auch berechtigt, je nach dem Grade des Verschuldens von dem Lehrer den Ersatz seiner Zahlungen zu fordern. Wenn der Lehrer also für den Unfall verantwortlich zu machen ist, so haben die Eltern ihre Schadenersatzforderungen nicht gegen den Lehrer, sondern gegen den Staat zu richten. | ihrer Kinder sichern können. satzpflichtig machen. Die wenig befriedigende Lage, daß den Eltern Ausgaben entstehen können für einen Zeitraum, in dem die Kinder ihrer Aufsicht durch die Schulpflicht entzogen sind, hat viele Gemeinden dazu geführt, für ihre Schulkinder eine Unfallversicherung abzuschließen. Dieser Weg ist zu begrüßen. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat durch einen Kollektiv-Versicherungs-Vertrag allen Schulen die Möglichkeit gegeben, eine solche Versicherung einzugehen. Der geringe Beitrag, in der Regel 0,50 RM. jährlich, ermöglicht es, daß I sich alle Eltern gegen Ausgaben bei Schulunfällen | ihrer Kinder sichern können. und in die Rabegasse nach rechts einbiegen wollte, zog der Fahrer die Steuerung zu scharf herum, so daß der Bulldogg auf den Bürgersteig geriet und eine Frau ansuhf, die dabei leichtere Quetschungen erlitt. In der Aufregung riß der Bulldoggfahrer nun das Steuer scharf nach links herum, übersah aber, die Bremse zu ziehen und den Fuß vom Gashebel zu nehmen, so daß das schwere Fahrzeug quer über die Straße in einen gegenüberliegenden Laden hineinfuhr, der bei dem unverhofften „gewichtigen Besuch" in Scherben ging. Nunmehr hatte die Fahrt ihr Ende gesunden. Die Verletzungen der angefah- renen Frau sind glücklicherweise nicht schwer> so daß sie in ihrer Wohnung verbleiben kann. Schweinemarkk in Alsseld. * Alsfeld, 15. Juli. Der heutige Schweine- markt war mit 77 Ferkeln beschickt. Es kosteten 3 Das schlicht nicht aus, datz sich der Lehrer bereit erklärt, die Zahlungen freiwillig gu leiften, wenn er sich an dem Schaden schuldig fühlt und es sich um Forderungen handelt, die er für berechtigt ansieht und die er wirtschaftlich tragen kann Bei größeren Forderungen, die die Leistungsfähigkeit des Lehrers übersteigen, wird auch für die Eltern der Weg an den Staat vorzuziehen sein. Anders liegt es, wenn sich Kinder in der Schule verletzen, ohne daß den Lehrer ein Verschulden trifft, z. B. wenn sie in der Schule ober auf einer Wanderung unglücklich fallen und sich Arm ober Bein brechen. Bei solchen Unfällen ist weber ber Staat, noch ber Lehrer ersatzpflichtig. Die entstehenden Kosten sind von den Eltern zu tragen, genau so, als wenn sich der Unfall in der Wohnung oder auf der Straße ereignet hätte. Es kann sogar vorkommen, z. B. bei Wanderungen, ddß sofort ärztliche Hilfe oder die Benutzung eines Wagens Erforderlich wird. Soweit der Lehrer dafür Ausgaben leistet, sind ihm die Eltern ersatzpflichtig. Er hat dann ohne besonderen Auftrag in Geschäftsführung der Eltern gehandelt und kann gemäß § 683 BGB. Ersatz seiner Aufwendungen von ihnen verlangen. Er wäre sogar verpflichte, solche Maßnahmen zu treffen, um eine Vergrößerung des Schadens zu verhüten. Versäumnisse würden ihn, d. h. wieder den Staat, für die daraus entstehenden Folgen und Mehrkosten er- Gondergencht in Gießen. Artur Fau in Rödgen (Kreis Friedberg) hatte in der Nacht zum 13. und in der Nacht zum 18. Mai dieses Jahres als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher im strafverschärfenden Rückfall und unter Ausnutzung der Verdunkelungsmaßnahmen Diebstähle begangen. Er entwendete aus einer offenstehenden Gartenlaube in Bad-Nauheim sieben Tischdecken und eine Bettvorlage, sowie aus einem Auto in einer unverschlossenen Garage eine Wolldecke, ein Fahrtenbuch und zwei Bürsten. Die Ausführung der Taten wurde durch die Verdunkelungsmaßnahme begünstigt. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamt- zuchthausstrafe von sechs Jahren und Anordnung der Sicherungsverwahrung. Der Verteidiger wies auf die einwandfreie Führung des Angeklagten während dreier Jahre nach seiner letzten Strafe hin und bat, von der Sicherungsverwahrung abzusehen. Der Angeklagte wurde zu einer G e s a m t z u ch t- hausstrafe von vier I a h r e n unter Anrechnung der Untersuchungshast verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer von vier Jahren aberkannt und Sicherungsverwahrung angeordnet. Ans der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Großen-Buseck, 14. Juli. In der Reihe der zur Zeit von der NSG. „Kraft durch Freude" im Kreisgebiet durchgeführten großen Konzerte hatte sich unsere Gemeinde am vergangenen Samstag eingeschaltet. Es kann gesagt werden, daß die Veranstaltung sowohl nach der Besucherzahl, als auch nach der Höhe der gezeichneten Spenden ein voller Erfolg gewesen ist. Musikalisch kamen die Besucher auf ihre Kosten. Die über,30 Nummern umfassende Dortragsfolge bestand aus Märschen und Musikstücken des RAD.-Gaumusikzuges 25, Wiesbaden, unter Stabführung des Obermusikzuafuhrers König, aus Liedern und Duetten der Künstler: Lya Justus (Operettensoubrette), Lilo Bukup 3-4-3immet- Mnung auch in der näheren Umgebung v. Gießen sofort ges.Schr.Ang.u. unter 03373 an den Gieß. Anz. 2-Zimmer- Wohnung mögl. teilweise möbliert, v. Ehepaar sof. gesucht. Schr. Ang. unt. 03372a. d.G.A. Gut eingerichtet. Wohn- und Schlafziuuner für Dauermieter gesucht. Benutzung nur einige Tage im Monat. Ang. m. Preis u. 03362a. d.G.A. OMI. Mädchen oder junge Fran für meinen Pri- vathaushall vormittags gesucht. FrauW.Amend, Gießen, Babnbofstr.50ll Junges Mädchen oder Frau 1äglichl-2Stun- den gesucht. Frau 2200D PaulaSchuchard Seltersweg 44. | Verkäufe | 'KÖHLER. * GIESSEN - - -