Montag, 14-Dezember 1442 Gießener Anzeiger Annavme von riuzeianr für die Mittagsnummer bi- 8'/,Ubr deSBornrittaaS Ameigen-Preife für die Umiirneter-Bdle mm 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für rvamiitenan- zeigen und private Ä elegenhei t-mu ei g en 148tof. f. Werbeanzeigen und geicdciftlicke GelegenbeitSanzeine« Mabvorichritt (vorherige Vereinbarung) 26°/. mehr 192. Jahrgang Nr. 294 fridieini lagtich, außer Sonntag- und Feiertag- Beilagen: Siebener ^amilienblätter Heimat ImBild- DieScholle BezugSvreiSr Monatlich..... RM.i.80 Sustellgebtthr... ,, -LZ guck bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernfvrechanschlnh 2251 Drahtanschrift: »Anzeiger^ < Postscheck 116«« ^rankf./M 1 General-Anzeiger für Oberhessen Die Wirkung des deutschen Ü-Voot-Krieges Truppen. Ungarische Stoßtrupps zerstörten aus dem Ostufer des Don Kampfanlagen des Feindes. Ge- angene und Deute wurden eingebracht. Deutsche. „Endlich ist der Krieg da!" Bon K.G.Sett. dies sei unmöglich, da einerseits die U-Boot-Gefahr escheiterteMassenangrisfeandermittterenZront Die Wehrmachtberichte Staatschespetain antwortet -emFührer tioen Entscheidungen auszuweiten. Diese würden vielmehr, wie bisher, von den Achsenmächten bis zum Endsieg erkämpft werden. Im weiteren Verlauf der Rede ließ des Gauletter dann keinen Zweifel, daß die Zukunft in verstärktem Maße die Bewährung der Volksgemeinschaft verlangen werde. Er behandelte dabei im einzelnen jene Erfordernisse, die von kriegsbedingten Alltagsfiogen an jeden einzelnen Volksgenossen gestellt werden. Mit der Tapferkeit des Herzens, der Sauberkeit der Gesinnung,, mit rast loser Arbeit und uneigennütziger gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme werde die Heimat auch zukünftig zu ihrem Teil dem Sieg verbunden bleiben. Die Rede des Gauleiters klang aus mit der mahnenden Darstellung der schicksalhaften Bedeutung unseres Freiheitskampfes. Dieser Kampf entscheide über Der- nichtung und Tod oder die nationale und sozialistische Zukunft des Reiches. Dieses Wissen befähige uns zu jeder vom Führer verlangten Kraftanstrengung und helfe ihm, die Freiheit unseres Volkes für immer sicherzustellen. des In Algerien wurden bei Tag und Rächt bombardlert, Hafenanlagen und vor Anker liegende Schiffe mehrfach getroffen. Lin deutsches U-Boot versenkte vor Oran einen amerikanischen Zerstörer. Hafenschuhboote und Marineflak schossen an der norwegischen und flandrischen Küste drei britische Flugzeuge, Flakartillerie der Luftwaffe in der ver- gonoene» Nacht über französischem Gebiet ein viermotoriges Flugzeug ob. 3n der Nacht griff ein Kampfstiegerverband den wichtigen Hafen und Schiffsbauvlah Sunderland an. Ls entstanden ausgedehnte Brände; zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt. Bei einem Seegefecht in der Nacht zum 12. Dezember versenkten leichte deutsche See- streitkrSfte i m Kanal einen britischen Zerstörer und schossen ein Schnellboot in vrand. Bel den Kämpfen südwestlich Kalinin zeichnete sich die 78. Infanteriedivision unter Führung des Ge- neralleutnants Völkers und eine Sturmgeschüh- -eutschen Schisfsversenkungen aus die bisherige Höchstziffer schnellen ließ. In dieses Klagelied über die deutschen U-Boote gehört auch die Erklärung des kanadischen Rüstungsministers Howe: „Die seit Beginn des Krieges eingetretenen Verluste der Achsengegner an Handelsschiffsraum stellen eine doppelt f o große Tonnage dar, wie die Ersatzbauten ausmachen." Howe bestätigt damit erneut die bekannte Tatsache, daß die deutschen U-Boote mehr Schiffe auf den Grund des Meeres schicken, als England und die USA. mit ihren Vasallenstaaten nachbauen können In dieses Kapitel gehört weiter, daß der Reuyorker Rundfunk soeben angab, 15 v. H. aller im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes ausgeworfenen Summen seien für die Reparatur von Handelsschiffen auf amerikanischen Wersten ausgegeben worden. Was diese 15 v. H., die die Amerikaner für Schiffswiederherstellungen ihrer Bundesgenosien allein ausgeben, in absoluten Zahlen bedeuten, läßt sich aus den gerade jetzt gemachten Angaben der „New York Times" ausrechnen, daß die USA. zur Zeit zehn Milliarden Dollars oder 25 Milliarden RM. für die Durchführung des Pacht- und Leihprogramms ausgeben. Danach berechnen sich die erwähnten 15 v. H. für Schiffsreparaturen auf 1,5 Milliarden Dollars oder 3,75 Milliarden RM.! Auch darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, daß gerade acht Tage vorher, am 4. Dezember, der englische Marineminister sagte, daß an erster Stelle die Sorge über die Gefahren des U-Bootkrieges steht, „deren wir unbedingt Herr werden müssen, wenn Großbritannien nicht doch in seinen Seeverbindungen abgeschnitten werden soll". Angesichts der weit auseinanderliegenden Operationsgebiete drohe sonst „alles zusammenzubrechen". Die deutschen U-Boote sind es auch, die Englands Hoffnungen auf weihnachtliche Sonderzuteilungen zunichte machen. Der englische Versorgungsminister Lort W o o l t o n hat Tausende an ihn gerichtete Briefe mit der Forderung nach erhöhter Zuteilung für die Weihnachtswoche dahin beantworten müssen, Das Eichenlaub für Generalleutnant Munoz Grande. DNS. Aus dem Führerhaoptguartiei, 13. Dez. Der Führer empfing den Kommandeur der spanischen Division Generalleutnant INunoz Grande und verlieh ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Diese hohe Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung für den persönlichen Einsatz und den Heldenmut des spanischen Generals, sondern auch eine Anerkennung für die tapferen spanischen Freiwilligen, die in schweren Angriffs- und Abwehrkampfen Seite an Seite mit ihren deutschen Kameraden im Osten für die Freiheit Europas kämpfen. rumänische, italienische und ungarische Luftstreitkräfte waren an den Schwerpunkten der Kämpfe zur Unterstützung des Heeres eingesetzt. 3n Luftkämpfen und durch Flakabwehr wurden 37 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt. Südlich Rschew wiederholte der Feind seine Vurchbruchsversuche. Sämtliche Angriffe brachen zu- ammen. Es wurden wieder 153 Panzer abgeschossen oder vernichtet. Auch an den Frontabschnitten von Toropez und am 3lmensee griff der Gegner vergeblich an. An der Eyrenaika-Front scheiterten starke britische Angriffe unter sofort einsehenden wuchtigen Gegenstößen deutscher Panzerkräste. Der Hafen von Tobruk, motorisierte Kolonnen des Feindes und ein Flugplatz wurden von Kampfflugzeugen wirksam angegriffen. Versuche des Feindes, das in den letzten Tagen verlorene Gelände in Tunesien wiederzugewinnen, wurden abgewiesen, ein Kampfgruppe anfgerieben und 13 Panzerkampfwagen erbeutet oder vernichtet. Der Hafen von Done wurde in der Rächt erneut bombardiert und dabei ein Handelsschiff von 8000 DRT. in Vrand geworfen. Ein deutsches Unterseeboot versenkte bei Oran einen englischen Zerstörer mit zwei Torpedotreffern. Feindliche Bomber und 3agdverbände griffen am Tage im Schuh der Wolkendecke einige Orte in Westfrankreich an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Der Feind verlor sieben Flugzeuge, darunter zwei viermotorige Bomber. Oer Webrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 13. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eine deutsche 3Sgerdivision wies im Gebiet von Tuapse den ganzen Tag über währende Angriffe der Sowjets in erbitterten Rahkämpfen ab. 3m Terek-Gebiet griff der Feind mit starken, von Panzern unterstühten Kräften an. Bisher wurden 14 Panzer abgeschossen. Oertliche An- ariffe der Sowjets im Wolga — Don-Gebiet scheiterten an der Abwehr deutscher und italienischer Die Zeit steht in unserem Lager. Gauleiter und NeichSstatthalter Sprenger auf einer Kundgebung in WormS. nd nordamerikanischen Flotte habe durchführen tssen. Weder die USA. noch England hätten die lufgabe, das Expeditionskorps nach Afrika zu brin- jtn, allein vollbringen können. Und dann hat diese, lenn auch lang vorbereitete, so doch in ihren Fol- __ ... v ,, . . »n unüberlegte Operation zu einer weiteren Er- größer wäre oenn je, anderfetts viele für den Nah- Hopfung des englisch-nordamerikanischen 'Schiffs- rungsmittelexport herangezogene Schiffe für mtlt- hstandes geführt, die das monatliche Ergebnis der I torische Zwecke eingesetzt werden mußten. „C’est ma guerre!“, sagte der russische Botschafter Iswolski in Paris mit teuflischem Schmunzeln, als im Sommer 1914 der Weltkrieg begann, an dessen Zustandekommen er so viele Jahre mitgearbeitet hatte. „That’s my war“, hätte mit gleichem Recht Franklin D. Roosevelt am 3. September 1939 sagen können. Als angelsächsischer Pharisäer gebrauchte er diese Worte allerdings nicht, wenigstens nicht in Gegenwart von anderen. Statt dessen, so berichten seine Vertrauten Alsop und Kintner in ihrer Biographie „Amerikanisches Weißbuch", gebrauchte Roosevelt eine geschickter gefaßte, aber ebenso vielsagende Wendung: „lt has come at last“; „Endlich ist es (der Krieg) gekommen! Endlich war das eingetreten, was er seit Jahren vorbereitet und ersehnt hatte; zwar vorerst noch ein Kampf zwischen ein paar Ländern Europas, aber für die Ausweitung zu einem wahren Weltkrieg wollte er schon sorgen. Er hatte ja lange Jahre diesen Weltkrieg geplant und seit 1938 aktiv an der Durchführung dieser Pläne gearbeitet. 1937 begann seine zweite Amts» periode als Präsident der USA. In den ersten vier Jahren hatte er sich als „Medizinmann" für die inneren Krankheiten des amerikanischen Staatswesens aufgespielt und verschiedene sozialpolitisch« Experimente versucht. Damit schaffte er zwar einen gewaltigen Gewinn von Stimmvieh aus den Reihen der von ihm aufgepäppelten Gewerkschaften, der Landpächter, der Arbeitslosen und der Neger und erzielte dadurch seinen eindrucksvollen Wahlsieg vom November 1936; aber weder brachte er der Volks- wirtschaft die erhoffte Gesundung, noch befriedigt» er die Wünsche der Juden, die in ihren „demokratischen Rechten" durch amateurische, ihren Profit schmälernde Gesetze nicht beengt werden wollten. In Wirklichkeit war cs Roosevelt auch mit fernen sozialen Reformen nie ernst gewesen. Wenn man seine Wahlreden von 1932 mit denen vergleicht, die er nach der Amtsübernahme von sich gab, so findet man — das haben nicht nur wir, sondern auch prominente amerikanische Fachleute festgestellt und schriftlich niedergelegt — ein unerhörtes Durchem« ander von wirtschafts- und staatspolitischen Schlagwörtern. Wenn man von den Reden ganz absieht und nur das prüft, was er in den Jahren 1933 bis 1936 an konkreten Maßnahmen zur Beseitigung der USA.-Krise vorschlug oder eigenmächtig durchfuhrte, so ergibt sich noch viel klarer, daß dieser Mann g a r k e i n I n t e r e s s e an der Behebung der Not und der Sorgen seiner Mitmenschen hatte, sondern stets nur darauf aus war, jeweils das zu tun oder wenigstens zu sagen, was ihm möglichst viels Wahl st Immen einbringen würde. 1937 aber, als er durch phantastische Versprechun» Gegner ab. , , .. 4=.AW Nach Zuführung neuer «täfle traten die Sora- fe gestern südlich Richen, zu einem neuen Mannriff -Men die deutsche Front an. Durch an- grroöhnlid) starken 3nfanferie- und Vanjereiniaf; buchten sie. die deutsche Front ,u »urd^reAem Unter schwersten Verlusten brachen die «ngriss »lammen. Durch Heer und Luftwaffe wu be1.0 Mdliche Panzerkampswagen vernichtet. 127 aue _ Berlin, 13, Dez. (DNB.) Die Bolschewisten itzten ihre vergeblichen Durchbruchsoersuche südlich sschew nach starker Feuervorberettung durch Ar- Stier ie und Salvengeschütze fort. Infanterie rannte fit starker Panzerunterstützung in dicht aufeinander flgenden Wellen gegen die deutschen Stellungen tt. Arn zusammengefaßten Abwehrfeuer unserer Kaffen zerschellten jedoch alle feindlichen Angriffe, trotzdem versuchten die Bolschewisten durch S) er« Inführung immer neuer Panzerver- fände doch wenigstens einen Teilerfolg zu ergingen, aber die wenigen feindlichen Truppen, im en es gelungen war, sich an einzelnen Punkten östzusetzen, wurden in sofortigen Gegenstößen zu - lückgeschlagen. Zahlreiche bolschewistische Jn- {interiebataiUone wurden aufgerieben, 323 zerschos- sme Panzer blieben vor den deutschen Stellungen legen. Nur durch aufopferungsvollen Einsatz eines jtben einzelnen unserer Soldaten war es möglich, totz dieses verzweifelten bolschwestischen Massenein- sches die Hauptkampflinie zu halten. , Südwestlich Kalinin brach am Freitag nach einstündigem schweren Trommelfeuer der Jn- jriff frisch herangeführt er feindlicher Kräfte von teuem los. Die Bolschewisten versuchten, unter Aus- Mtzung des unstchtigen Wetters durch Masseneinsatz ton Infanterie- und Panzerkräften die deutsche »rvnt zu durchbrechen. Württembergische Grenadiere NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Sonntagabend im Wormser Festspielhaus vor mehreren tausend Volksgenossen über die siegverbürgenden Grundlagen unseres Freiheitskampfes. Mit Interesse und Zustimmung verfolgten die Zuhörer die Ausführungen des Gauleiters, mit welchen er zu Beginn seiner Rede den Kampf des Führers um die Macht und die Aufbauerfolge des Nationalsozialismus als die sieghaften Fundamente unseres Freiheitskampfes darstellte. Eingehend behandelte er dann die durch die Waffenerfolge der Front gewonnenen Trümpfe unserer Kriegführung. Die von uns eroberten Nahrungsmittel- und Rohstoffbasen, so führte er hierzu aus, hätten die Blockadewaffe des Feindes für immer wirkungslos gemacht und damit die Zeit, den einzigen entscheidenden Verbündeten unserer Gegner, in unser Lager geführt. Gewiß werde der Sieg noch harte Opfer fordern, auch Rückschläge werden bei der Ausdehnung unserer Front unvermeidbar sein, — eine unverrückbare Tatsache sei es jedoch, daß es den Gegnern niemals gelingen werde, irgendwelche erzielten Teilerfolge zu opera- Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DNS.Aus dem F ü h r er h a u p t q u a t li«:t, 11 De). Das Oberkommando der wehrmach! gibt MMf: Drulsche, ilalienifche und rumänische Truppen triefen, durch Luflwasfenverbände unterstützt, t m iidtichen Abschnitt der Oft front mef)r- llidie feindliche Angriffe mit Verlusten für den Berlin, 12. Dez. (DNB.) Roosevelt gab einen ericht ab über die Pacht- und Leihhilfe, der allen inen Zahlenbluffs zum Trotz einen großartigen eweis für die Wirksamkeit des U-Bootkriegs der ceierpaktmächte darstellt. „Nur durch eine gewal- ze Steigerung unserer Produktion , so meinte ooseoelt, „können wir die überwältigende lieber» acht über die Achsenmächte erreichen, die zur Er- naung des Sieges notwendig ist." Dabei muß er ibft bekennen, daß die Hauptverbündeten der USA. -reits das Höchstmaß ihrer Kriegsrüstung erreicht ßben. 40 v. H. der Ausfuhr feien nach England, p v. H. in den Mittleren und Femen Osten und t v. H. nach der Sowjetunion „g e s a n d t" worin. 216er die Transportschwierigkeiten seien „außer- Irbentlicf) groß" aewesen. „Die Geleitzüge mußten Rr Nazi-Luftwaffe, den Ueberwasser- und Unter» Uasserstr entkräften einen schweren Zoll entrich- Ki und nicht olle diese Geleitzüge sind ange- Kmmen." Roosevelt gab zu, daß die Menge des Kriegsmaterials, das man bis jetzt nach Mschungking-China transportieren konnte, »ring war. Seit dem Verlust Burmas sei der Trans- Irrt auf bem Luftwege von Indien über das »Himalaja-Gebirge durchgefuhrt worden. Die Ver- Brgung der Truppen in Aegypten müsse über Kl 000 Meilen rund um das Kap der Guten Hoff- jiinig herangebracht werden, und selbst wenn man Kn den USA. aus einen Bomber oder ein Irans» Krtflugzeug mit dringend benötigtem Material lyicke, müsse dieses einen Weg von 9000 Meilen Ker den Atlantik und über Dschungel und Wüsten Kftikas zurücklegen. Demegenüber seien die Der- ■rgungslinien der Achse nur wenige hundert Mei- Itn lang. I So kommt Roosevelt zu dem Geständnis, daß Ijch der lieberfall auf Französisch-Nordafrika nur Iils kombinierte Operation der englischen ich mich mit ihm über einige Fragen unterhalten konnte. Von Ihren persönlichen Vorschlägen, Herr Reichskanzler, die Sie mir am Schluß Ihres letzten Briefes hinsichllich Ihres Entschlusses, mit Frank» reich zusammenzuarbeiten und ihm zu helfen, sein Kolonialreich wiederzuerobern, machten, war ich sehr beeindruckt. Die französische Regierung wird ihrerseits in aller Loyalität eine Politik verfolgen, die es ihr gestattet, die Zukunft des Landes in einem reorganisierten Europa zu sichern. Als ich mich deshalb weigerte, franMschen Boden zu verlassen und Sie um Waffenstillstandsbedingungen bat, fjabe ich dem französischen Volk ein größeres Unglück ersparen wollen, indem ich davon ausging, daß eine ehrenhafte Verständigung zwischen unseren beiden Völkern nicht unmöglich sei. Eine solche Politik, die dem Interesse Frankreichs und dem der europäischen Völker entspricht, kann natürlich nur unter einer Regierung Früchte tragen, die sich ihre volle Handlungsfreiheit bewahrt hat, wie Sie es auch in ihrer Botschaft an das französische Volk vom 11. November selbst garantiert haben. Bei der Erweiterung der Vollmachten für Regierungschef Laval habe ich meinen Willen bekundet, daß sich zwischen unseren beiden Völkern gegenseitige vertrauensvolle Beziehungen für eine Politik der Verständigung bilden mögen, und ich rechne, Herr Reichskan.zler, auf Ihren Derstandigungsgeist, um die Durchführung zu erleichtern. Wollen Sie, Herr Reichskanzler, den Ausdruck meiner hohen persönlichen Wertschätzung entgegen = nehmen. Philippe Pätain. fingen den mit großer Uebermacht geführten Stoß des Feindes auf und gingen zu orttichen Gegenangriffen über. Bis zum Nachmittag hatten die Württenrberger bereits 86 bolschewistische Panzer- tampfmagen" vernichtet. Im Nachbarabschnitt schlu- gen bayerische Regimenter ebenfalls alle feindlichen Angriffe zurück. 2luch sie schossen zahlreiche Panter ab. Die harten und erbitterten Kämpfe dauerten bis tief in die Nacht. Sie endeten mit dem Zusammenbruch des ganzen feindlichen Angriffs. Die Trümmer von 170 zerschossenen bolschewistischen Panzern blieben rauchend im Gelände liegen. Im Abschnitt der von Generalleutnant Volkers geführten Infanterie-Division wurden allein 127 Panzer vernichtet, davon 24 durch eine zugeteilte Sturmgeschützabteilung. Auch Flakkampftrupps griffen wieder wirksam in die Abwehrkämpfe ein. Die an anderer Stelle des mittleren Frontabschnittes zwischen drei Flüssen eingekesselte bolschewistische Stoß- gruppe versuchte durch verzweifelte Gegenstöße den würgenden Druck der deutschen Truppen zu lockern. Alle Ausbruchs- und Entsetzungsversuche des Feindes wurden abgewiesen und der Kessel durch andere Panzerformationen weiter verengt. Außer zahlreichen Gefangenen, unter denen sich der gesamte Stab einer motorisierten Sowjetbrigade befindet, verlor der Feind zahlreiche Geschütze und 36 Panzer. Vichy, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Auf den Brief, den d e r F ü h r e r am 26. November an den französischen Staatschef gerichtet hatte, sandte Marschall PStain folgendes Antwortschreiben: „Herr Reichskanzler, in seinem Unglück hatte Frankreich für feine Armee, seine Flotte und seine Luftwaffe em Gefühl der Anhänglichkeit bewahrt, das sich auf den nult» torischen Ueberlieferungen seiner Geschichte gründete. Durch die Belassung bestimmter Einheiten dieser Armee im Rahmen der Waffenstillstandsbedingungen haben Sie Ihr Verständnis für den Wert solcher Empfiiidungen zum Ausdruck gebracht, die das deutsche Volk zu würdigen we'H. Der angelsächsische Angriff auf Franzosisch-Afrika und der Verrat einiger Chefs haben Sie dazu veranlaßt, Maßnahmen wie die Besetzung der Grenzen, die Besetzung der Mittelmeerküste und die De- mobilifierung der französischen Streitkräfte durchzuführen. Ich kann nichts anderes tun, als mich vor diesen Entscheidungen zu beugen, die im ganzen Lande ein schmerzliches Echo gefunden haben. Sie werden es gerechterweise unannehmbar finden, daß ein Staat auf die Dauer gesehen ohne eine disziplinierte Armee eriftieren Fann. Ich betrachte es deswegen als erste Pflicht, eine neue Armee zu schaffen, ine in der Lage ist, die Sicherheit Frankreichs und seines Imperiums zu schützen. Ich habe Generalfeldmarschall v. Rundstedt, der von Ihnen beauftragt ist, alle Entscheidungen zu treffen und alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, die die deutsche Aktion betreffen, gebeten, mich zu besuchen, damit iiaiwune panjeviumpiivuH— ........ w abteilung besonders aus. in Abschnitt einer 3nfanleriedivision. Weitere 36 U?er verlor brr Frlnb ,Üd östli ch ° Pe;, wo dir eigenen Angriffe günstig ’ori!<^''7n Ute eingefchlostrnen feindlichen Dimstouru wurden Ml aller Lnllaflungsverfnche auf engem Reu Mammengebrängf. Südlich b es 3 Im buchen wiederholte feindliche ^°9nffe 5« Zu der Lyrenaika wurde ein Rorstotz M kicher Panzer abgewiesen. Bei einem Sing ft M»et Jagdflieger wurden durch brunche Zag - Lakabwebr acht Fluggruge abgelchosieu. In Tu Mn fehlen die deut,ch-il-lienifcheu Truppen >h »"griffe fort. (Ein vorn ®egner "Et,rii,'a b. leüdentepf südlich »es JHebietbaM ichnitlr wurde gestürmt und feine Resatzung «illig aufgerieben. Die Rachschubhasen »es jein gen, die er niemals einiösen wollte oder konnte, seinen Posten für weitere vier Jahre gesichert hatte, da war er sich als raffinierter Politiker darüber klar, daß er am Ende dieser Amtsperiode es nicht nochmals durch „Bluff" schaffen könne; denn schließ- üch nützten selbst den Gewerkschaften zügellose streikrechte und ähnliche klassenkämpferische Vergünstigungen nichts, wenn die Fabriken, in denen sie streiken oder hohe Löhne erhalten wollten, gar nicht arbeiteten, weil die Arbeit sich nicht lohnte. Was nützten die mit vollen Händen hinausgeworfenen Milliarden an die Arbeitslosen, wenn diese Massen sich nicht verringerten, sondern vermehrten wie zu den Zeiten des von ihm so scharf angegriffenen Vorgängers Hoover? Schon zog eine neue Wirtschaftskrise heran, und im Herbst 1937 stand sie bereits wieder auf Windstärke 10: Krach an den Börsen, Bankrott vieler Firmen, Rückgang von Handel und Verkehr (katastrophal bei den Eisenbahnen und sogar bei manchen Auto-Konzernen), Anschwellen der Arbeitslosen von 8 auf 11 Millionen, Elend überyll — im 5. Jahr des New Deal! Was tun, um trotzdem die Amtperiode 1940 erfolgreich abzuschließen und sich zumdrittenmal wählen zu lassen? In weiser Voraussicht hatte er auf dem Parteitag von 1936, als sein Stern noch im Zenit stand, durchgesetzt, daß fortan zur Ausstellung eines Prä sidentschastskandidaten die einfache Mehrheit der Delegierten genüge, anstatt der bisher stets erforderlich gewesenen Zweidrittel-Mehrheit. Aber die Lage war so kritisch geworden, daß er kaum aus einfache Mehrheit bei der eigenen Partei, keinesfalls aber auf einen Wahlsieg rechnen konnte. Und — so wurde eben das Steuer offensichtlich herumgeworfen! Dem New Deal routbe fortan nur noch theoretische Lippen-Propaganda zuteil. Das Ziel war: Augen weg von den in« neren Sorgen, Blickrichtung nur auf den bösen Feind im Ausland, der dem amerikanischen Volk — aller Klassen! — die Fortführung traditioneller amerikanischer Lebensart unmöglich machen wolle. Daß er, Franklin Delano Roosevelt, noch vor wenigen Monaten selbst gepredigt hatte, es müsse alles anders werden in USA., das wurde von ihm verschwiegen und von der Masse bald vergessen, denn nun bot sich ja ein prächtiges Bild: für die Kapitalisten im allgemeinen, die Großindustriellen im besonderen die Aussicht auf hohe Rü- stun g sae w inn e ; für den Mittelstand eine krisenfeste Konjunktur; für den Arbeiter die Aussicht auf überreichliches Arbeitsangebot mit der sich daraus ergebenden Gelegenheit zu Lohn- und sonstigen Forderungen; für die Farmer, deren vorsintflutliches Verteilungssystem er durch laienhafte Prämien für Produttionsabbau noch verworrener und unnatürlicher gestaltet hatte, die Aussicht auf guten Absatz uni) damit auf feste Preise. Wohlgemerkt, nur die Rüstung für das eigene Land, oder wie es bis 1941 stets hieß: die „Landesverteidigung" war geplant und fand aus obigen Gründen die Zustimmung weiter Kreise. Nicht vom Volk geplant oder gewollt war der Krieg! Den planten nur F. D. Roosevelt und seine jüdischen Hintermänner, denn er sagte sich, daß eines Tages das Volk an die Kehrseite der Medaille: die riesigen Ausgaben und die entsprechenden Steuern denken und dann der ganzen Sache überdrüssig werden könnte. Roosevelt brauchte also zur Fortsetzung feiner verbrecherisch-leichtsinnigen Rüstungspolitik den konkreten Krieg, und dazu mußte das Volk alsbald intensiv „war-conscious“, kriegsbewußt, sprich hysterisch gemacht werden. Die jüdische Presse in Zeitungen und Zeitschriften, der jüdische Film in Detektivstücken mit deutsch sein sollenden Spionen und Geheimagenten sowie in der ganz üblen Filmserie „March of Time“ stellten sich in den Dienst dieser Kriegshetze. Die Parole war: nichts Positives, nur Negatives über das neue Deutschland: Und so ergoß sich eine unaufhörliche Lava von Verunglimpfungen, Verdächtigungen gegen alles, was im Reich unternommen wurde. Bald plump, bald mit teuflischer Raffinesse wurde der amerikanischen Bevölkerung das Gift eingespritzt, das ihr den gesunden Verstand nahm und ihr, die an und für sich wenig Ahnung von europäischen Problemen hat, ein völlig verzerrtes Bild des Wiederaufbaues gab, den das durch den ersten Weltkrieg und den Versailler Raubfrieden verelendete Europa so dringend benötigte. Roosevelt seinerseits hielt wieder Reden, diesmal ohne irgendwelche Erwähnung des New Deal, mit dem er sich das höchste Amt der IlSA. erschlichen hatte. Er sprach nur noch von „Angreifer- n a t i o n e n", ohne irgendeinen Beweis dafür aufbringen zu können, wo und wie USA. denn angegriffen werde. Hirngespinste mußten als Ersatz für staatsmännische Gedanken dienen. Der Anschluß Oesterreichs wurde von ihm und seinen Handlangern als „der erste Schritt zur Niederwerfung Europas und dann der übrigen Erdteile" dargestellt. Jede Regung bei europäischen Völkern, an der Neuordnung Europas mitzuarbeiten, wurde als idio- ttsche Schwäche scharf verurteilt. Kein Wunder daher, daß das Münchener Abkommen vom 30. September 1938 für den Kriegshetzer ein ganz schwerer Schlag war. England und Frankreich hatten sich mit Deutschland geeinigt, anstatt sofort zum Krieg anzutreten. Das oben zitierte „Amerikanische Weißbuch" schildert sehr anschaulich die tiefe Depression, die sich damals über bas Weiße Haus legte. Seine Planung hatte einen großen Rückschlag erlitten! Bald aber, nur wenige Tage später, konnten wir Schriftleiter, die wir täglich in bas USA.-Außenamt und in das Weiße Haus gingen, b i e er ft en Anzeichen ber neuen Entschlüsse spüren. Jetzt würbe mit verbissener Wut um so schärfer gegen Deutschlanb unb zum Krieg gegen E u - ropa gehetzt, und als die gemeine Tat bes jüdischen Mörders Grünspan in Paris in Deutschland die bekannte Reaktion auslöste, da griff Roosevelt sofort zu und rief seinen Botschafter aus Berlin zurück; bas ist nach alter Sitte ber erste unb wichtigste Schritt, um bie Beziehungen zu einem anberen Staat auch äußerlich zu verschärfen. Vorn November 1938 an gab es feinen USA.-Botschafter mehr in Berlin, feinen beutschen Botschafter in Washington, unb bas uneingeweihte ■Mf der USA. glaubte nun, daß man kurz vor dem Abbruch der divlomatischen Beziehungen stehe. Auf dem in dieser Weise bereiteten Boden arbeitete F. D. Roosevelt weiter. Seine Reden unb seine Maßnahmen würben immer schärfer, immer aggressiver, oljne baß von deutscher Seite auch nur ber geringste örunb zu biefer Verschärfung gegeben worden wäre. Trotzdem oder gerade deswegen war es für .hooJeDelt nicht einfach, dem Parlament und dem Volk einzureden, daß man gegen Deutschland Krieg 'Uhren müsse; es fehlte ber äußere Aula ß, und ber mußte von einem anderen Land kommen, denn Amerika erinnerte sich noch zu genau ber großen Torheit von 1917, die dem Land nur Blut- opfer, enorme Schulden und schwer- Nachkriegs- Roosevelt als' eltdiktator auf -en Trümmern des britischen Empire Bangkok, 13.Dez. (DNB.) „Botschafter William Philipps wird wahrscheinlich Roosevelts Mac Arthur in Indien sein", erklärte der Sprecher des Hauptquartiers der indischen Unabhängigkeitsliga in Bangkok zu ber Nachricht, daß ber frühere amerikanische Botschafter in Rom als Roosevelts „persönlicher Vertreter" nach NeiUielhi entsandt worden ist. Churchill hat Indien an Roosevelt verpfändet, und die Amerikaner übernehmen das brittsche Empire in Indien, genau so, wie sie es in Australien und in Kanada getan haben. Philipps wird darauf achten, daß die Bedingungen der Hypothek genau befolgt werden und so Roosevelts Politik, die Reste des britischen Empires an sich zu reißen, erfüllt wird. Als „Feinde des indischen Volkes" bezeichnet der Sprecher die in Indien stehenden nordamerikanischen Soldaten. Sie seien zur Verstärkung der englischen Armee nach Indien gekommen und deshalb würden sie genau so als Feinde des indischen Volkes betrachtet. „(Euer Präsident gibt sich als Befreier der Menschheit aus", so erklärte der Sprecher. „Zn Wirklichkeit aber will er ein nordamerikanisches Imperium auf den Ruinen des britischen Empires erbauen und Weltdiktator werden. Er mißbraucht euch zur Führung feines imperialistt- fchen Weltkrieges." Er rief den Nordamerikanern ins Gedächtnis zurück, daß Nordamerika selbst eine britische Kolonie war und daß die Nordamerikaner einen harten Kampf zur Befreiung ihres Landes zu führen hatten. „Habt ihr das ganz vergessen und seit ihr jetzt bereit, auf brittscher Seite dafür zu kämpfen, anderen Nationen die Freiheit zu verweigern?" In Indien gibt es heute außer amerikanischen Besatzungstruppen Dutzende von amerikanischen technischen, inbuftriellen und anderen Kommissionen. Die britisch-indische Kriegsindustrie wird amerikanisiert, und sogar der Delhi-Rundfunk hat den amerikanischen Stil der Programmgestaltung angenommen. „Englands Schwierigkeiten — Amerikas Gelegenheit", das ist bie Parole ber Roosevelt- Politik, bemerkte der Sprecher abschließend. Oie Hungerrevolten in Iran. Das von den USA. versprochene Getreide bleibt aus. Istanbul, 13. Dez. (Europapreß.) Wie aus Teheran verlautet, hat ber nordamerikanische Wirtschaftssachverständige Sheridan im Rundfunk bas Ausbleiben der von ben USA. versprochenen Getreidemengen mit ben burch bie Kriegsverhältnisse bedingten Transportschwierigketten zu entschuldigen gesucht. Nordamerika und England hätten jetzt aber Maßnahmen getroffen, um zunächst 5000 Tonnen Getreide aus dem Irak heranzuschaffen. Sheridan forderte bie iranische Bevölkerung auf, ben amtlichen Stellen die Getreidespekulanten anzuzeigen. 20 v. H. des dabei zutage kommenden Getreides würden den Denunzianten ausgeliefert werden. In Teheran kam es zu Zusammenstößen, als die Engländer wie schon gemeldet, mit einem größeren Truppenaufgebot in bie Stabt einmarschierten. Iraner versuchten, einige Stadtviertel gegen bie einmarschiereRden englischen Truppepn zu verteidigen. Es kam zu heftigen Zusammenstößen. Jetzt liegen bie Straßen Teherans verlassen ba, bie öffentlichen Verkehrsmittel haben nur zum Teil ihren Dienst roieber ausgenommen. Telephon unb Telegraph stehen unter strenger britischer Zensur. Truppen unb leichte Panzer sinb in den ver- schiebenen Stadtvierteln verteilt. Die in Teheran unb anberen Orten stehenden britischen Truppen befinden sich in Alarmbereitschaft. Radio Mosdar erklärt die Gewaltakte der Engländer in Teheran vor allem mit dem Wunsch, sich gegen die Nordamerikaner zu behaupten. Die Nordamerikaner begingen auch schwere Fehler, so die neue Erhöhung des Brotpreises durch den nordamerikanischen Lebensmitteldiktator. Dadurch sei ber Brotpreis gegenüber dem Vorjahr vervierfacht worben, ohne baß bisher die erwarteten ©etreibelieferungen aus Australien und Indien ein- getroffen seien. frifen gebracht hatte. Wenn man also auch durch Roosevelts Agitation beeindruckt wurde, so wollte man doch deswegen nicht etwa zu ben Waffen greifen. Daher war es für Roosevelt unbebingt erforderlich, ben Krieg auf Umwegen in das Lanb zu bringen. Und so begann seine systematische Verhetzung der Engländer, Polen unb Franzosen, die in dem 3. Deutschen Weißbuch mit unumstößlichen dokumentarischen Beweisen belegt worden ist. (Eben würbe nach Washington zittert, Bullitt nach Paris gesandt, unb bas große, infame Ränkespiel gegen ben Frieden ber Welt würbe unter Aufbietung aller Mittel durchgeführt. Als bann am 3. September bie englische und die französische Regierung, ohne von uns angegriffen worben zu fein, auf den Roosevelt- schen Schwinbel hereinfielen unb uns ben Krieg erklärten, da konnte Roosevelt sich befriedigt die Hände reiben und Ausrufen: „It has come at last", endlich i st d e r K r i e g d a! Nun setzte eine noch verstärkte, fieberhafte Tätigkeit ein. Sofort erließ er, mit echt angelsächsischer Heuchelei (auch „cant“ genannt), eine feierliche Proklamation amerikanischer Neutralität; aber sie hatte den Pferdefuß im letzten Absatz, in dem er scheinbar ganz nebenbei bemerkte, man müsse zwar in seinen Taten neutral sein; was man aber über ben Krieg (b. h. über Deutschland) denke, bas gehe niemand etwas an. Das war das Signal ober besser ber Freibrief zur Durchlöcherung dieser angeblichen Neutralität. Nun wurde bas Volk immer weiter auf gehetzt, und es wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Kriegsschauplätze näher an die USA. heranzu ° bringen. Der erste Schritt war bie Ausweisung ber Hoheitszonen ber amerikanischen Staaten von ben üblichen 3 auf 300 bis 500 Seemeilen! Das setzte Roosevelt auf ber Panamakonferenz im November 1939 burch; auch biefen Schritt tarnte er als „Maßnahme, um den Krieg möglichst fern von ber westlichen Hemisphäre zu halten"! Immer weiter schob er bann sttne Ausweitung ber amerikanischen Interessensphäre: nach Grönlanb, nach Island, nach Norbirlanb! Und da bas alles nicht genügte, um einen Zwischenfall zu provozieren, so behnte er bie westliche Hemisphäre immer weiter aus und erklärte, ein deutsches Kriegsschiff, das in diesen Gewässern angetroffen werde, sei als Angriff gegen die USA. im Schilde führend zu betrachten unb zu beschießen! Noch immer ignorierte bie Reichsregierung in ihrem Friebenswillen biefe krassen Verletzungen bes Völkerrechts. Roosevelt ging weiter: er deportierte alle beutschen Konsuln aus USA., er sperrte alle deutschen Guthaben; er schloß mit Churchill „auf hoher See" einen Pakt, in dem er sich dazu verpflichtete, einen Sieg der Achsenmächte mit allen Mitteln zu verhindern, kurz, er schaltete sich offiziell in diesen, von ihm an den Haaren herbeigezerrten Krieg ein. Das Unvermeidliche kam: das ÜSA.-Volk sah sich am 11. Dezember 1941 im Krieg mit ber Achse, einem Krieg, den wir nicht gewollt haben, und der den irregeleiteten Landsleuten Roosevelts nur wieder, wie 1917, Blutopfer, enorme Schulden unb das gewaltigste wirtschaftliche Chaos ber amerikanischen Geschichte bringen wirb. Die Zustande in der Sowjetunion. Vigo, 13. Dez. (DNB.) Die USA.-Zeitschrift „Time" gibt zu, baß die sowjetische Zivilbevölkerung allergrößte Opfer bringen muß um die Sowjetarmee einigermaßen schlagkräftig zu erhalten. Am schlimmsten sei bie Lebensmittelfrage, lieber 90 v. H. ber Nahrungsmittel seien scharf rationiert. Der Rest werbe zu Phantasiepreisen verkauft. In Moskau mürbe für (Eier ein Gegenwert von brei USA.-Dollar je Stück bezahtt, für einen Krug Milch 5,5 USA.-Dollar unb für ein Pfund Kartoffeln ein USA.-Dollar. Die zugeteilten Lebensmittelmengen ftänben nur auf den Lebensmittelkarten. In Wahrheit gelangten sie nicht zur Verteilung ba feine Vorräte vorhanden seien. Man sehe lange Schlangen elender Leute nach Lebensmitteln anstehen. Sie würden dieses Frühjahr wohl nicht mehr erleben. Furchtbar seien auch bte Wohnungsbedingungen. Keine Person dürfe mehr als neun Quadratmeter Fläche bewohnen. Da die Durchschntttsräume 60 Quadratmeter groß seien, müßten Familien häufig zusammen- Hetzen. Kohle und Petroleum seien für bie Armee beschlagnahmt. Daher seien im letzten Sommer bereits alle Frauen und Kinder aufgeboten worben, um Holz zu fällen. Dieses würbe auf Handkarren in die Städte geschafft und dort an den Straßenecken aufgeschichtet. Heilmittel seien nicht mehr vorhanden. Besonders habe der Gesundheitszustand der Kinder unb Greise unter bem Mangel an Gemüse unb Milch gelitten. „Tiem" spricht abschließend ben mageren Trost aus, daß die Sowjets an Entbehrungen gewöhnt seien. "Ohne Gummi können wir nicht kämpfen." 3 P ° n.b u 1 - 13 $c3- (Europapreß.) Die ägyptischen Zeitungen haben einen eindringlichen Appell <}ur sparsamen Behandlung von Autoreifen roieber» gegeben, den ber britische Generalquartiermeister Generalmajor Richarbs an die Truppen ber im ?a?e" Osten stehenden britischen Armeen gerichtet hat. Richards führte aus, daß bei den Truppen im Nahen Osten wöchentlich 14 000 Autoreifen, b h. eine X Million im Jahre verbraucht werden. Japan habe nahezu 90 v. H. der Gummi produzierenden Lander besetzt Die synthetische Industrie sei noch in den Kinderschuhen und werde frühestens im übernächsten Jahre Hilfe bringen können. Bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von 800 000 Tonnen . es wichtig, ihn weiterzubenutzen und zur ein Reifen auch sei, ihn weiterzubenutzen und zur Reparaturstatte zu bringen. „Ohne Gummi können wir nicht kämpfen", so schloß General Richards. Großer USA-Truppentransporter im Südpazifik versenkt. Stockholm, 12. Dez. (DNB.) Das USA-Ma- nnemimfterium gibt bekannt, daß ber frühere Passagierdampfer „President Coolidge" im Süd- pazifik versenkt wurde. An Bord befanden sich ungefähr 4000 Mann Truppen. — Der Passaaier- bampfer „Prestbent Coolidge" war 21936 BRT groß. Das Schiff wurde 1931 in Dienst gestellt. Sein Heimathafen war San Franzisko. Es wird behauptet, daß nur vier Mann beim Absinken des Schiffes den Tod gefunden hätten. Der Dampfer ist ber zehnte amerikanische Transporter, ber während bes ersten Kriegsjahres verlorengegangen ist. England über die Kämpfe in Tunis enttäuscht. Genf, 13. Dez. (DNB.) „Unsere auf Bizerta und Tunis vorrückenden Streitkräfte sind zurückgeschlagen worden. Infolgedessen leidet die Oeffentlichkeit m zunehmendem Maße unter den Qualen der Enttäuschung", stellt bie „Daily Mail" fest. Die Informationen aus Tunis seien „büster, verschwommen und irreführend". Die Deutschen dagegen verbreiteten „ausgezeichnete Berichte" über ihren Tunis- Feldzug, sie gäben ein klareres Bild als das, was bisher von englisch-amerikanischer Seite über die Kämpfe in Tunis gesagt worden sei. Britischer Terrorangriff auf Neapel. mÄ“m kl2' ®C3- (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht meldet, griffen am Spätnachmtt- tag des Freitags feindliche Flugzeuge den Hafen und das Stadtzenttum von Neapel an. Die Schäden sind beträchtlich. 57 Personen rourbe-n getötet, 138 verletzt. Jäger schossen drei viermotorige amerikanische Bomber ab. Einer bavon stürzte südlich von Capri ins Meer. Zehn Mann der Besatzung eines anderen Flugzeuges wurden gefangegenonv men. Zwei weitere Flugzeuge wurden von der Flak zum Absturz gebracht. In der Nacht warfen feindliche Fluazeuge Bomben auf Frosinone, Turin und Valle ü' Aosta in Norditalien ab. In Turin konnte ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht roer- ben. Die Schäden sind gering. — Im Mittelmeer gnn ein italienisches U-Boot einen feindlichen Flottenoerband an, ber aus zwei Kreuzern unb zwei Zerstörern bestaub, unb traf einen Kreuzer. Britische Bomben ans die Schweiz. '<12,2)631 (Europapreß.) Einschläge brittscher Bomben b e i ß u 3 e r n in ber Nähe ber Gott- hardbahn, in Wallis unb in ber Umgebung von © e n f sowie zahlreiche Leuchtraketen melbet die schweizerische Presse als Ergebnis bes Luftalarms in der Nacht zum Samstag. Dor allem bie französisch- schweizerische Presse steift biefen neuen krassen Bruch des Völkerrechts burch bie Briten groß heraus. «Triknw4 bt ßaufannt" herichtek Das Feuer bet Das Eichenlaub für Generalleutnant Fischer. DRV. Aus dem Führer Haupt quartier. 12. Dez. Der Führer verlieh dem Generalleukmvt Fischer, Kommandeur einer Panzer-Division, als 152. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichev- Inub zum Ritterkreuz. Generalleutnant Fisch« wurde 1888 als Sohn eines Arztes in Larolokh (Riederschlesien) geboren. 1910 trat er als Fahnenjunker in das 3R. 154 ein, im 3unl 1940 erhielt ec als Kommandeur einer Vanzer-Grenadier-vrigad, das Ritterkreuz für fein Verhalten bei der Erzwiv- gung des INaas-Ueberganges und der Einnahm von Calais. Run war er in Tunesien an den Kämpfen bei lebourba, bei denen 1100 Gefangene eingebracht, mehr als 40 Geschütze erbeutet unö über 70 feindliche Panzer vernichtet wurden, maß geblich beteiligt. fchweizerifchen Abwehrbatterien war so heftig wia kaum zuvor. Einige Flugzeuge müssen weitaus niedriger als im allgemeinen geflogen fein. Die Ueberfliegung ber Schweiz ging zum größten Teil bei tiefem Sobennebel vor sich. — Die „Suisse' schreibt: „Das Maß ist voll. Jetzt wirb jeder bie Tatsache verstehen, baß bas Ueberfliegen, das trotz aller Versicherungen Nacht für Nacht durck- geführt würbe, nicht nur bie Verletzung eines abstrakten Prinzips bedeutet, sondern daß es tatsächlich unser Land verletzt, unb daß es einen Kriegsakt darstellt." Oer erste Jahrestag -es gemeinsamen Kampfes. DNB. Aus bem Führerhauptquartier, 12. Dez. Aus Anlaß der Wiederkehr das Tages, an dem Deutschland, Italien und Japan vor einem Jahr zum gemeinsamen Kampf gegen die Vereinia- ten Staaten und England antraten, sandten KöW und Kaiser Viktor (Emanuel und der Tenno sowie d e r Duce und der kaiserlich-japanische Mi- nisterpräsident T o j o an den Führer Telegramme, in denen die unverbrüchliche Waffenbrüderschaft und der unerschütterliche Glaube an den Sieg zum Aus- druck kamen. Reichsaußenminister von Ribben' trop erhielt von dem königlich-italienischen Außenminister Graf Ciano und dem japanischen Außenminister Tani ebenfalls Telegramme. Brandkatastrophe auf Neufundland. Genf, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) In St. Johns (Neufundland) brach aus bisher unaufgeklärter Ursache in einem Hotel, bas als kanadisches Militärlazarett bient, ein Feuer aus. Es kam zu furchtbaren Panikszenen. Eine ganze Reihe junger Mädchen würbe zu Tobe getreten. Bisher mb 104 Tote gezählt worben. Die Liste ist jedoch noch nicht vollständig. Die Zahl der Verwundeten liegt weit über 100. Nur wenige Todesopfer konnten bisher identifiziert werden. Taufende von Angehörigen stehen weinend vor bem ausgebrannten Gebäude in der Hoffnung, daß die freiwilligen Heb er, die mit Bergungsarbeiten beschäftigt sind, noch jemand retten können. Die Toten unb Verletzten sind zum größten Teil kanadische Soldaten, die in dem Hotel ihre Unterkunft hatten. Zur Zeit des Ausbruches bes Brandes fand ein Tanzabend statt, bei dem über 700 Personen zugegen waren. herauf *> । Wsi •QU, , die ’ Ll° die st >nten iL-rt nt der y . n verbünd । Einmal' ich sein 5 ner Untni ft Ludw , Justus! «„schließe Whls l iib der ■ itn SBortr eWelt ijningen b üigesaßt: ren, das erster l ;tzen deu fyi eines ioren, erl M Stuhl durch, d f bie Ün Mn G MN St stmlen nnene he: ör führt, e.humbo toten er! jen Land das erste, stdau ein - fük all i. nur Gierende ioratoriu Kunst und Wissenschaft. Reue Ehrengaben der Stadt Wien. Bisher hat Wien Persönlichkeiten, die sich um die Stadt besondere Verdienste erworben haben, das Ehrenbürgerrecht ober ben Ehrenring ber Stadl Wien verliehen bzw. ihr Bilbnis für bie Ehren- galerie ber Stabt Wien von Künstlerhand anfertigen lassen. Durch Verfügung bes Reichsstatthalters Reichsleiter von Schirach sind neben biefen Ehrungen nun zwei Ehrengaben gestiftet worben: bie „P rinz- Eugen-Mebaille ber Stabt Wien" unb bas „Wappen ber Stabt Wien in Sil- ber". Erstere ist für Personen bestimmt, bie sich oor allem um bie Reichsibee Verdienste erworben haben. Sie wurde zum erstenmal dem Dichter Bruno Brehm anläßlich seines 50. Geburtstages verliehen. Mit dem „Wappen der Stadt Wien in Silber" sollen Verdienste um die Stadt, insbesondere aus kulturellem Gebiet, ausgezeichnet werden. Die „Prinz-Eugen-Medaille der Stadt Wien" stammt von der Hand bes Bilbhauers Professor Otto H of- n e r. Das „Wappen ber Stabt Wien in Silber" ist nach einem Entwurf des Architekten Johannes Cech von ber Meisterhanb des Bilbhauers Prof. Michael P o w o l n y als Silberguß ausgeführt. Die neuen Lyrik-preisträger der „Dame“. Die Zeitschrift „Die Dame" gibt in ihrem Dezem- ber-Hest die Träger ihres zum achten Male ausgeschriebenen Lyrik-Preises bekannt. Wie in den Vorjahren schon, sah man auch diesmal davon ab, ür den Wettbewerb eine besondere Aufgabe zu teilen. Im Aufruf zur Teilnahme an bem Aus- chreiben war nur angekündigt, daß Verse bevorzugt bewertet würden, in denen bas Erlebnis unserer Tage gültigen Ausdruck gefunden hätte. Die Preisrichter, Georg Britting, Marie Luise Kasch- mtz, Professor Josef Nadler, L. E. Reindl unb Friedrich Schnack, haben mit einem ersten und mit uns zweiten Preisen ausgezeichnet: „Solbatengrab* von Wolf von Niebelschütz; „Wacht im Schnee von Oskar Fries, „Elemente" von Su ann« Sertfljofi, „Nachts" von Eugen Roth, „Soldatengrab im Osten" von Herbert S ailer und „Heber Nacht" von W. E. Sus. r t nb. Hermann Seyffardt f. Im Alter von 83 Jahren ist in Garmisch her lompomft Professor Emst Hermann Seyffardt ge* torben. ßieber, Kammermusik, Konzertstücke, eine Oper „Die Glocken von Plurs", vor allem aber Schöpfungen für Chor und Orchester haben den Na« men Seyffardts bekannt gemacht. Allein „Deutschlands große Zeit" erlebte über 200 Aufführungen. Helene Raff f. Die Tochter des aus dem Liszt-Kreise bekannten Kantonisten Joachim Raff, die Dichterin Helene Raff, ist m München im Alter von 77 Jahren gestorben. Ihr Name wurde besonders bekannt durch die Romane „Der Findling vom Arlberg" und „DU Chronik von Maidenstadt". Eine lebendige Durfte!« lung der Liszt-Zeit gab Helene Raff in der Bio« graphie ihres Vaters. Der Erfinder der „Rationalstenografie" f. Im Alter von fast 75 Jahren starb der Erfindek der sogenannten „Nattonalstenografie" Felix von K u n o ro s k i, der bis vor kurzem in Potsdam wohnte. Schon als junger Offizier hatte er zusammen mit seinem Bruder seine Kurzschrift erfunden und in Diele Sprachen übertragen. Als ehemaliger Generalstäbler und Weltkriegsteilnehmer hat <11 such militärisch wertvollz Bücher ^eraus^egebetky Öet Ne er •«n pqq i jfe! Ete lir ene 1 -tsmethot Mulen Jahrhun t beherr ü die Al Mgenscf im, bafü ist un Een, di, errooi ■Wfübren; st gen an Itn, näml Las Wer> rfenntniffe Mische C tot und ihrer Ai niede *0. das h Wen 1-nLchr? $tn ben [ Tickst, 3 Mr a Manische ? der St glichen. der 3 w s“‘; £ M ’w" H i S' Iustus-Liebig-Keier der Ltniversiiäi Gießen efonber« ofjannH hrt. lag oer oiuuuuiiyci "“*7/ >------ ,, ' %em. -flanzlichem ober tierischem, d. h. organischem Ma> habe dieses Kind . geliebten Mannes um dii m, das 1 Stad Ehren fertige» thalteri Mgel ZrinF n" uni 1 Sil' die siit 'worbe» ■ ’Brunt oer Bien ili m be “ngtt ma| Philharmonisches Konzert unter der Leitung Furtwänglers. Schon sehr zeitig betritt ein breitschultriger Mann den Saal. Er nimmt nicht gleich seinen Platz in der Mitte der Reihen ein, sondern bleibt an der Seite stehen, und seine Augen gehen beobachtend über die nun immer lebhafter herein- ftrömenben Menschen. Mancher Blick streift den Mann mit dem kantigen wettergebräunten Gesicht und den suchenden Augen. Bergenroths Aufmerksamkeit wird lange angestrengt. Erst kurz vor Beginn des Konzerts tritt Helene ein. Er erkennt sie sofort, aber er kann ihre Erscheinung jetzt nur flüchtig aufnehmen ... eine hohe Gestalt im festlichen Kleid. Seltsam fremd kommt ihm Helene vor und doch wieder, als sie jetzt Platz nimmt, vertraut in den Linien der Schultern, des Kopfes, um den sich das ^nnkle Haar heute in geordneten Wellen legt. (Fortsetzung folgt.) Ludwig Rautenberg hat auf der Durchreise vom Osten zum westlichen Kriegsschauplatz einige Tage Urlaub für Berlin. Vieles drängt sich in diese Zeit. Zwar hält ihm Johannes alle weniger wichtigen Geschäfte fern, aber es ergibt sich natürlich doch manche Besprechung. An einem dieser Tage macht Rautenberg der Witwe eines vor Warschau gefallenen Kameraden seinen Besuch. Er findet eine tapfere, gefaßte Frau. Ein Kind, ein kleiner Knabe schmiegt sich zärtlich Rautenberg hat für den Abend eine Verabredung. Er sagt ab und bleibt allein zu Hause. Ihm ist sehr emft zumute. Ganz bestimmte Gedanken beschäftigen ihn, aber noch ist er zu keiner Entscheidung gekommen. Er denkt an den Besuch heute, das Bild der ernsten Frau und des Kindes steht noch immer vor ihm. Lange überlegt und erwägt er und kommt zu einem Entschluß. Er fühlt auch jetzt keine Der- pflichtung. Käte Allert zu heiraten, weil er in einer solchen Ehe kein Glück sieht, für beide Teile mcht. Aber er will feinen Sohn adoptieren Martin soll den Namen Rautenberg tragen und feine Erziehung, seine Zukunft überhaupt sollen sicher- gestellt werden. Als Rautenberg sich hierzu entschließt, setzt er sich auch gleich an seinen Schreibtisch und legt feinen Willen schriftlich fest. Johannes wird alles weitere veranlasien und wird sehr einverstanden fein. Johannes wird zufrieden sein und vielleicht auch Helene, wenn sie davon erfährt. Unb sie steht ja wohl immer noch mit Käte in Verbindung. Vielleicht wird sie bann ihre Meinung über Ludwig Rautenberg wenigstens etwas ändern ... Helene % | M % tyl itolaj alN I lieh ; Wgtl W» '9 nft oeitot ». bi n lt öuissl 1 jede n, bt burd es al Ni eine ile aus- in öj idoh jabe J® (n^‘ . bevor- e'bnft >n M je M iN lios unb !engr<7 id)t* te* vov W* erberi Ihm fällt jener Abend ein, da eine ganz verzweifelt-sehnsüchtige Stimmung ihn von der Tänzerin fort unb zu ber nächtlichen Fahrt nach Dahlem trieb ... Ob bas Haus noch immer unbewohnt ist? Wie unter einem Zwang nimmt Rautenberg den Hörer vom Telephon und wählt die Nummer, die ihm von vielen vergangenen Gesprächen noch immer gegenwärtig ist. Eine Frauenstimme meldet sich, Unverkennbar Bernhardines Stimme. Wie früher. Nein, es ist doch nicht wie früher. Bernbardine ist verschlossen. Sie kann keinerlei Auskunft erteilen. Aber die dunkle Stimme des Mannes beendet bas Gespräch noch nicht. Diese Stimme spricht von Krieg unb Kampf ... spricht von kurzer Urlaubszeit hier in Berlin ... spricht freunblich und bittend mit der alten Dienerin: unb bann weiß Rautenberg sehr bald, wie er mit der Frau steht. Er erkennt, daß Bernhardine ihm noch immer freunblich gesinnt ist. Theater -er Universitätsstadt Gießen Heinrich von Kleist: .Penthesilea''. '«rdt T, ft £ M"' et««”“, s S Dan * " M' öet ctiei. les.r einet Teinit Äon, e nm je N 'amiU ift int n Aus •heil' lluße» misch« ic. nid. In a mmsg, idischs ■am zi junge Bishe t jedoi mbetei tonntei Ange :anntei en Hel d, nod irletzte» die it eit bei ib statt Sie erblickt eine schöne, junge Frau ... ein Ge- sicht, in dem eine heiße Sehnsucht lebt ... Und bas Bilb bort im Spiegel, biefe Frau mit bem dunklen Haar, den brennenden Augen ... dieses Bild gibt wahrscheinlich ihr wahres Gefühl wieder. Helene fühlt, wie ihr Blut rascher strömt. Sie erkennt diese Sehnsucht. Sie muh sich fragen: Was besitze ich denn? Kameradschaft ... eine herzliche Freundschaft ... .,, , Ja, das alles besitzt sie wobl ... nicht aber jene große und starke Liebe, die Leidenschaft kennt ... Sturm ber Herzen und der Smne ... Was ist das schon für ein Leben, das sie führt ... matt, ohne Duft ... ohne Leuchten ... Sie weiß nicht, baß Bergenroth sich in biefen Tagen, da ihm Helenes Gegenwart fehlt, feiner eigenen, eingeschlossenen Gefühle stärker unb klarer als je zuvor bewußt wird. In ihm erwacht die Sehnsucht nach Helene, die gesammelte Glut eines Mannes, der lange einsam gewesen ist. , Die für Berlin vorgesehene Woche ist vorüber, doch zöaert Helene noch mit der Abreise. Sie ruft ihren Mann an unb hört die Freude in feiner Stimme, hört den Klang der Erwartung. _ Sie faat mit einem kleinen Scherz, daß sie sich nur Nachurlaub erbitten will. Ja, sie hat diese Tage in Berlin gut verlebt ... sehr gut. Und auch jetzt hat man noch mancherlei vor. ,.Veranügunasfüchtiae Frauen wären wir ... du irrst, Richard. Wir haben zwar mit Lust eingekauft, genießen auch heitere Kunst .. Erzähle. Helene, was plant ihr denn noch? "Die Dbilbarmoniker möchte ich noch hören. Furiwängler dirigiert. Wann? Am Donnerstag. Aber ich wundere mich, Richard — es ist wie ein V^Das soll es keinesfalls fein, Helene. Nur Anteilnahme die du mir gewiß erlaubt. Ich wünsche tzir noch recht gute Tage. Unb viele Grüße an Frau Schrott." an die schlanke Gestalt im schwarzen Kleide. Die Hand ber Muster legt sich auf das blonde Köpfchen. Ihr blasses Gesicht zeigt einen ergreifenden Zug ernster Würde, als sie sagt: „Herr Leutnant, ich das teure Vermächtnis meines fühlsgegensätze, die im Verhältnis ber Geschlechter zueinander denkbar sind. Manchen wird es überraschen, wie undramatisch in großen Teilen dieses kaum vergleichbare Werk eines ber souveränsten Dramatiker ber Weltliteratur schon beim Lesen anmutet, aber niemand vermag wohl zu überhUen, wie das an sich handlungsarme Charakterbild em er kranken und maßlosen Seele gerade in seinen büh- nenfre.mben, epischen Partien, in der Schilderung von Kampf, Flucht und Verfolgung aus der Teicho skopie (Mauerschau) mit einer unerhörten Plastik, sinnlichen Schärfe unb visionären Gewalt vor dem Leser und Hörer aufgebaut wird — in einem jeden klassischen Ebenmaßes spottenden Furioso der stürzenden, zerhackten, barock verschränkten, getürmten und gebauten Monolog- und Dialogverse, in einer unverwechselbar gehämmerten und ausgeglühten Sprache, die im weiten Umkreise nicht ihresgleichen hat. Kleist, ber im „Käthchen von Heilbronn" bsre innere Gegenbild und die seelische Umkehrung jener maßlosen amazonischen Gesühlsoerwirrung in ber märchenhaft-romantischen Welt beutschen Mittelalters gestaltete, bat roeber das Ritterschauspiel noch die Griechentragödie je auf bem Theater gehört und gesehen. Erst 1876, fast sieben Jahrzehnte nach ber Niederschrift, wagte man in Berlin die erste, übrigens erfolglose Aufführung. — * Es ist aus dem oben Gesagten unschwer abzuleiten, daß es auch heute noch, aus inneren wie äußeren Gründen, ein Wagnis bedeutet, dieses Trauerspiel auf die Bühne zu bringen, unb es spricht zweifellos für den Ehrgeiz unb ble Unternehmungslust ber Theaterleitung, daß die „Penthesilea" in den Spielvlan ausgenommen wurde. Die von Oberspielleiter Mund in Szene gesetzte Ausführung hatte diesmal erfreulicherweise von der sonst hier beliebten ausführlichen Melodrarnatisie- rung des Schauspiels abgesehen: man sollte sich auch, um ber inneren Geschlossenheit ber ohne Akteinteilung fortlaufenden Szenenfolge willen, zum pausenlosen Durchspielen entschließen. Daß dies vom Darsteller wie vom Hörer viel verlangt, bedarf keiner Unterstreichung: überhaupt wird die Lektüre des Textes, die jedem Besucher vor der Aufführung dringend zu empfehlen ist, bas rechte Gefühl dafür geben, welche Anforderungen das Werk an Spielleitung wie Schauspieler stellt, und es oerbient anerkannt zu werden, was die offenbar gründlich« Vorbereitung vor allem für die sprachliche Getto!- hi na juftanh ^bracht hat. Im übriaen war die Re- gieführung fühlbar bemüht, in der Wiedergabe dem dynamisch überaus differenzierten, schroff umsprin genben Aufbau der Szenenfolge zu folgen. Die von Herrn Löffler entworfene Raumgestaltung war „Vieles Gewaltige lebt, unb nichts ist gewaltiger als ber Mensch " —: an den berühmten Vers aus der sophokleiscyen „Antigone" fühlt man sich beim Lesen dieses Trauerspieles erinnert, mit bem SH e i ft nach bem voller Verzweiflung verworfenen „Guis- färb" noch einmal, bas Außerorbentlichste wagend, nach den Sternen griff. „Auf den Knien meines Herzens" legte er mit jenem denkwürdigen Dresdener Brief vom Januar 1808 Goethe im „Phöbus" sein Werk vor, von dem er selbst zugab, daß es „nicht für die Bühne geschrieben" sei. Aber Goethe, dessen gemessene „Achilleis" im gleichen Jahre erschien, lehnte kühl und befremdet ab, peinlich berührt von der Vorstellung, daß „Männer mit Amazonen sich balgen", „bedrückt unb bekümmert, wenn ich junge Männer von Geist unb Talent sehe, die auf ein Theater warten, welches da kommen soll ..."; Penthesilea scheine ihm aus so rounberbarem Geschlecht, in einer so fremden Region lebend, daß er Zeit brauche, sich in beides zu finden. Es ist eine müßige Frage, ob die Amazonenfürstin uns heute minder fremd erscheine, unb ob wir jenes kommenbe Theater nun unser eigen nennen dürfen — gewiß ist, daß dieses auf bem Schlachtfelbe bei Troja spielende, antike Trauerspiel so unklassisch wie möglich ist, meilenfern dem von Winckelmann verkündeten Ideal der edlen Einfalt und ber stillen Große, auch fern dem Homer: es ist kleistifch — „mein innerstes Wesen liegt darin" —, sonst nichts. Seine Fabel verkehrt die griechische Sagenüberlieferung, nach der die den Trojanern zu Hilfe eilende Penthesilea von Achill erschlagen wird, ins vollkommene Gegenteil und nimmt jene für Kleist typische Verwirrung des Gefühls als seelische Voraussetzung für den Ablauf ber Tragödie. Während noch im „Amphitryon" Mensch und Gott in getrennten Wesens- und Daseinskreisen einander gegenüberfteben, scheint hier, in wiederum mythischem Bereich, alles Figürliche schlechthin ins Ueberlebens- große gereckt unb gesteigert. Dieses Amazonendrama entlädt sich m;t ber elementaren Wucht unb der verheerenden Unentrinnbarfeit einer Naturkatastrophe, es fällt gleichsam über den Beschauer her, lähmt und bestürzt ihn —: es ist bas furchtbarste, grausamste, unmenschlichste unb unklassischste Stück, bas Kleist je geschrieben hat: es steht messerscharf an ber Grenze dessen, was überhaupt auf der Bühne gewagt werden kann, unb macht uns schaubern. „Penthesilea" ist die Tragöbie des entfesselten Eros unb des verletzten weiblichen Gefühls, das schon nicht mehr weiblich genannt werden kann: die blutige unb löbliche Tragöbie des maßlosen Ehrgeizes und der maßlosen Liebe. Ihre Szenen zittern von der rasenden Spannung äußerster Ge- Dee große Irrtum. Roman von Meta ®nr. 16 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Helene erzählt Bergenroth von diesem Brief lest ein paar Zeilen daraus vor. „Nun fragt der Mann, „locken buh diese Ge '^Schon* Und ich will auch nach Berlin fahren. tUtÄ Me°43ei”ieÄ'. Bin ich -rst einigen, Äßeitung V8«n»en «etriebes hier bet btr. ,LofsenUi"habm°wir dich noch recht lange hter! "gn^ergenroti) steigt ein Wunsch aus. „w°nntt Hit Helene nach Berlin fahren wurde ... sie etnm » festlichen Rahmen zu sehen .. - Afuft Vielleicht hätte Helene emen solchen Entschluß Hergenroths freudig begrüßt. Aber kaum g ' fließt ber Mann sich selbst gleich wieder unerbittlich legen solche Wünsche zu.* Die beiden Frauen schlendern an den Lor- iiittagen frohgemut durch Berlin, fie 'nhlenbof »egenftänbe, für ihre Wohnung aus dem Uhlenh l. »-schenke und auch für sich selbst elegante und $1. terial, sondern an unorganischem Stoff: Kali, Phosphorsäure, Ammoniakverbinbutzgen usw., wirkt. Während bis dahin die Landwirtschaft sich oft ezwungen sah, Vieh zu halten, um nur genügende ! )üngermengen für ihren Boden zu haben und da- , durch Nahrungsraum für den Menschen verloren gina, lehrt er sie jetzt in den sog. künstlichen Düngemitteln, Kalisalze, Phosphate und Stickstoffverbm- düngen, die bergmännisch gewonnen ober in den chemischen Fabriken hergestellt werden, dem Acker alle nötigen Nährstoffe zuzuführen. Die Anwendung der künstlichen Düngemittel, die Liebia anfangs gegen den heftigen Widerstand der auf den Stalldünger eingefchworenen Landwirte durchsetzen mußte, hat eine Steigerung ber landwirtschaftlichen Produktion auf fast das Doppelte im Gefolge gehabt, unb wenn um das Jahr 1800 ber Engländer Robert Malthus die Rettung Europas vor ber drohenden Hungersnot nur in ber künstlichen Geburtenbeschränkung sah, d. h. in bem, was wir heute ben Dolkstob nennen, so hat die von Gießen ausgehende lebensbejahende Lehre Justus Liebigs, des größten deutschen Chemikers, das Ge- penft des Hungers für immer aus Europa verbannt. Als Vertreter eines anderen bedeutsamen Zweiges ber von Liebig begründeten Wissenschaft sprach sodann der Direktor des Agrikulturchemischen Instituts unserer Universität Professor Or. Scharrer über „Aufgaben und Bedeutungdermo- bernen Agrikulturchemie". Aus seinen interessanten Darlegungen fei hier folgendes besonders hervorgehoben: Der Vortragende wies zunächst auf die grundlegenden Erkenntnisse von Liebig unb seinen Schülern hinsichtlich der Ernährung ber grünen Pflanze hin unb erörterte bann in großen Zügen die entscheidenden Wege ber agrikulturchemischen Forschung. Dann betonte er u. a.: Die in ben letzten 50 Jahren erzielte Derboppelung ber Hektarerträge unserer wichtigsten Kulturpflanzen ist zum Großteil auf die verbesserte Düngung unb ben zusätzlichen Einsatz ber Handelsdüngemittel auf ber Grundlage der Wirtschaftsdünger zurückzuführen. Trotzdem sind wir noch weit von jenen Erträgen entfernt, die wir bei entsprechender Ernährung ber Pflanzen aus unseren Boden herausholen konnten. Es ist zweifellos möglich, durch stärkere Düngung nicht nur die Erträge im Getreide-, sondern auch im Hackfruchtbau unb auf dem Grünland noch wesentlich zu steigern. Ein unübersehbar großes Zukunftsgebiet eröffnet sich ber agrikulturchemi- schen Forschung hinsichtlich der Beeinflussung der Qualität ber Ernteerträge durch die Düngung unb hinsichtlich ber Lösung der Frage ber Qualitätsprüfung landwirtschaftlicher unb gärtnerischer Kulturpflanzen. Für unsere Eiweiß- und Fettversorgung ist es wesentlich, zu wissen, wie Eiweiß unb Fettgehalt durch die Düngung verändert werden. Tatsächlich ist man heute bereits imstande, Fette verschiedener ernährungsphysiologischer unb technischer Eigenschaften burd) unterschiedliche Düngung cqp Fett- unb Oelpflanzen zu erzeugen. Wir verfügen ferner schon über Verfahren, auf Grund zusätzlicher später Stickstoffdüngung ben Eiweihgehalt unb Eiweißertrag unserer Getreidearten erheblich zu erhöben. Da bie moderne (Ernährunaslehre immer mehr erkennt, daß bie biologische Wertigkeit ber Eiweißkörper für die Höbe ber Eiweißgaben in der Ration der Tiere wesentl-ch ist, wird es eine wichtige Aufgabe der Zukunft sein, durch entsprechende Düngungsmaßnahmen die pflanzliche Eiweißer^eu- anng im Sinne der Bildung möglichst hochwertiger Eiweißkörver zu beeinflußen. Die Endaufgabe auf diesem Gebiet märe naturaemäß, die Erzeugung von Pflanzenstoffen durch Dünaungsmaßnabmen so zu lenken, daß neben hochwertigen (Eneroieträgern auch Schutzftoffe von bestimmter Eigenschaft (Eiweißkörper bestimmter Zusammensetzung, Vitamine, Lauchöle. ätherische Oele usw.) unb wertvolle Mi- neralftoff* in der Pflanze besond-rs angereichert werden. Hierzu ist es allerdings nötig, die veralteten Methoden der Futter- und Nahrungsmittel- analyse durch neue Verfahren zu ersehen, die mit bem heutigen Stand unserer biochemischen Kenntnisse besser übereinftimmen als bie bisherigen Methoden. ~ Aber auch die Tierernährungslehre hat durch Justus von Liebia vor genau 100 Jahren eine grundlegende Umwälzung erfahren. Mit der von ihm eingeführten Bestimmung der Gesamtnähr- , ftoffe in den Futtermitteln wurde erst bie Grund- . lacre für weitere wissenschattliche Erkenntnisse au 1 biesem Gebiete geleat. Der Vortragende aing bann ’ im einzelnen auf die Entwicklung ber Tierernäh- ‘Parte Sachen ... . 3a, bas Kaufen macht ihr ^reub6- . .An ben Nachmittagsstunden ruht Gertraude, und öenbs gehen sie oft in em Tbeater ob Als sich Helene an einem Mefer Wende fur d $ver antleibet und dieses sehr langsam und mtt ‘t«I Aufmerksamkeit und Freude tut we' auch nom schlich Zeit und Gertraude wahrscheml.ch noch '-ngst nicht fertig ift ... an d.e,em Abend tritt « '°r ihren großen Spiegel ---langsam ° ” [jenen Bilde entgegengehend, das dort lM Bl greifbar deutlich wird 118 Sertrter des Gauleiters den alten Rektor unserer Iniversität, Gauamtsleiter Professor Dr. med. H. W. Kranz, der selbst noch vor wenigen Wochen an xr Vorbereitung dieser Feier mitgearbeitet hatte, mit herzlichen Worten, die durch starken Beifall der ztudenten unterstrichen wurden. Weiter begrüßte :r den Vertreter der Landesregierung, Ministerialrat Leip, den Hoheitsträaer der Partei im Kreise Vetterau, Kreisleiter Oberbereichsleiter Back- »aus, die Vertreter der Wehrmacht, der staatlichen ) der städtischen Behörden, insbesondere Bürger- ister Dr. Hill als derzeitigen Leiter ber Uni- tätsftabt Gießen, den Vertreter der Reichsfach- vpe Chemie im NSBDT. Direktor Dr. $ a niet) t e r und alle Freunde unb Gäste der Univer- den nach siegreicher Beendigung des Krieges bt« einschlägigen Aufgaben bei der Neuordnung (Europas ins Ungeheure wachsen. Der Agrikulturchemie wird bann nicht nur die Bedeutung zukommen, baß sie nach wie vor eine der widrigsten Grundlagen ber Landbauwissenschaften bleiet, sondern darüber hinaus wird sie sich immer mehr zum Fundament und zur Ausgangsstellung unserer modernen Ernährungslehre entwickeln müssen, da ja die menschliche Ernährung nicht vom Boden und der pflanzlichen unb tierischen Ernährung zu trennen ist. (Stiftung eines Zuftus -Liebig-Preises. Im Anschluß an die mit starkem Beifall aufgenommenen Vorträge verkündete der Prorektor Professor Dr. Rauch die Stiftung eines Iu- st us-Liebig-Preises zum Andenken an den genialen Chemiker, ben Begründer ber modernen Agrikulturchemie, ber dem deutschen Volke den Weg zur Nahrunasfreiheit geschaffen hat, den Gelehrten, dessen Arbeit grundlegend war für bie weitere Forschung auf dem Gebiete der Chemie. Der Preis wurde von der Unwerfität geftiftet in Verbindung mit dem Staat, der Partei, der Wissenschaft, ber Reichsfachgruppe Chemie im NSBDT. (Nationalsozialistischer Bund deutscher Technik) und der Wirtschaft; seine Verleihung erfolg für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiete der reinen unb der angewandten Chemie. Der Preis besteht aus einer recht hohen Geldsumme und einem Diplom. Die Verleihung des Preises erfolat zum ersten Male bei der nächsten Gründungsfeier der Universität. Ueber die Verleihung des Preises entscheidet ein Ausschuß mit bem Rektor an der Spitze. Nach dieser Mitteilung schloß der Prorektor die Feier mit bem Gruß an ben Führer, der uns Vorkämpfer unb Vorbild im deutschen Schicksalskampfe und bei unserer Arbeit ist. Die Luowlgs-Universität Gießen veranstaltete am Samstagmittag in der Aula eine Iustus - 2iebig-8eter, zu der sich zahlreiche Ehren- zäste und Freunde unserer Ludoviciana mit den Angehörigen der Universität vereinigten. Das Bläserquintett des Städtischen Orchesters titete die Feier mit einem Musikvortrog ein. Da- iad) begrüßte ber prorefior Prof. Or. Rauch tat. Hierauf betonte der Prorektor, in Zukunft werde ie Liebig-Feier gleichberechtigt neben der Grünlings feier ber Universität stehen, denn wenn Liebig war der ganzen Welt gehöre, so sei er doch in Mz besonderem Sinne unserer Universität Gie- verbunden. Er umriß dann in großen Zügen )ie Einmaligkeit dieses Gießener Gelehrten, oer rch sein Wirken eine neue Weltgeltung der Gie- rner Universität begründete. Unsere Universität eihe Ludwigs-Universität, sie sei aber die Universi- Justus Liebigs. Anschließend hielt der derzeitige Inhaber des hrstuhls Liebigs, der Direktor des Chemischen In- ts ber Universität prof. Or. Weih inen Vortrag über „Iustus Liebia und was i e Welt ihm verdankt." Die fesselnden Aus- rungen des Vortragenden seien wie folgt zusam- .-gefaßt: Wenn wir bas Wort Nahrungsfreiheit Ören, das heute in aller Munde ist, müssen wir erster Linie eines Mannes gedenken, des roßen deutschen Chemikers Justus Liebig. Als n eines Drogisten im Jahre 1803 in Darmstadt oren, erhält Liebig im väterlichen Geschäft den rften Einblick in die Stoffwelt der Chemie; er setzt s durch, daß ber Vater ihn zum Chemiestudium die Universität schickt; eine Unterstützung des fischen Großherzogs ermöglicht ihm sogar einen geren Studienaufenthalt in Paris, wo er bei bem erühmten Chemiker Gay-Lusfac eine früher be- onnene berühmte Arbeit über das Knallsilber zu ube führt. Mit 21 Jahren wirb er, auf Fürsprache , v. Humboldts, ber in Paris Kenntnis von seinen Seiten erhalten hat, zum Professor an ber hes- schen Landes-Universität Gießen ernannt. Das erste, was er hier in Angriff nimmt, ist der usbau eines chemischen Unterrichtslabvratoriums, füf alle — und nicht, wie es bisher üblich , nur für einzelne besonders Empfohlene — ierende zugänglich ist. Das Gießener chemische Oratorium und die hier herausgebikbeten Unter- tsmethoden sind vorbildlich für alle deutschen ochschulen geworden, unb wenn am Ende des S. Jahrhunderts bie deutsche chemische Industrie me beherrschende Stelle in ber Welt einnimmt, so nd bie Arbeitsmethoden und die wissenschostllchen rrungenschaften, die auf Liebigs Schule zuruck- en, dafür ausschlaggebend gewesen. Es ist unmöglich, von den übrigen großen Ber- nften, bie Liebig sich um die chemische Wilsen- t erworben hat, auch nur die allerwichttglten nzuführen; nur zwei allgemein bekannte Stofte len genannt, deren Entdeckung auf Liebig zurück- eben, nämlich bas Chloroform unb das Chloral. Das Wertvollste, was wir Liebig verdanken, find Erkenntnisse, die er in seinen beiden Werken „Die iraanische Chemie und ihre Anwendung auf Agn- lultur unb Chemie" und „Die organische Chemie n ihrer Anwendung auf Physiologie und Patho- bgie" niedergelegt hat, von bem elfteres ^m Jahre C|uhv..; 1840, bas zweite im Jahre 1842, b. h. gerade vor en. Di« 1100 Jahren erschienen ist, und die eme vollständige stalnur I Umwälzung ber bisher in ber Landwirtschaft gub 3 hob n Lehre bedeuten. Liebig zeigt barm, daß. ent- [ber"if en den bisherigen Anschauungen die DstmiZe uiju.u^ e Substanz ausschließlich aus Mmeralstoffen, s Pros ndb zwar aus der Kohlensäure der Luft und aus ^organischen Bestandteilen des Bodens M^^ laß ber Stalldünger nicht durch seinen Gehal^.an rungslehre im Verlauf der letzten 100 Jahre ein und erörterte kurz die wichtiasten Grundbegriffe. Die Forderung der heutigen Zeit, die Ernährung ber Nutztiere auf wirtschaftseigener Grundlage durchzuführen und dabei Höchstleistungen an Menge und Güte zu erzielen, ohne daß dabei die Gesundheit unserer Tiere Schaden leidet, stellt die Tierernäh- rungslehre vor gewaltige Aufgaben, die im einzelnen erörtert wurden. Da wir heute die Tiere von der kleinsten Fläche ernähren müssen, ist weit- aehender Ersatz von Futtermitteln des Getreidebaues durch solche des Hackfruchtbaues anzustreben. Das Eiweiß für die tierische Ernährung ist nach Möglichkeit bort, wo bie physiologischen Voraus- etzungen hierzu gegeben sind, durch einfach gebaute, ynthetisch leicht herzustellende stickstoffhaltige Stoffe einzusparen, was bereits in der Praxis durch sog. Amidfuttermittel bei Milchkühen durchgeführi wird. Trotz ber großen Fortschritte auf bem Gebiet der Silotechnik harren auch bei der Gärfutterbereitung noch zahlreiche Aufgaben der Losung. Die für unsere heutige Ernährungssituation wichtige Tatsache, daß im tierischen Organismus die Kohlenhydrate fast restlos in Fette verwandelt werden, wurde zwar schon von Liebig einwandfrei bewiesen; aber erst neueste Forschungen haben erkannt, daß hierbei die Anwesenheit gewisser Vitamine unbedingt erforderlich ist. Bei den großen, heute unbedingt nötigen Milchleistungen unserer Milchtiere ift auch eine ausreichende Versorgung unserer Nutztiere mit Kalzium, Phosphorsäure und überhaupt mit Mineralstoffen von allergrößter Bedeutung. Bei der stets steigenden Bedeutung aller Maßnahmen, welche die Ernährung unseres Volkes der Menge und Güte nach sichern und verbessern, wer- linter ders heroorzuheben. Die Mannschaft der <5 pi einer einigung ist nicht stark und auch nicht ausgeglichen W ier v rufen. ia ist nicht stark und auch nicht ausgeglichen schwere Spiele erfolgreich bestehen zu tön MN । genug, stechenden Spielform. Sowohl die Hintermannschaf! oche, vor Zommt n )kls, so k in und si (38,50 Punkten). Danksagung. Statt Karten! Gießen, Moltkestraße 16. 06521 | Verkäufe | [Verschiedenes] 06531 BlM Heute Montag Erstaufführung! weg 60, Telefon 3961. 3773 D l PPLPST Giesser ' uiptstadt Europa Rüstungen der Griechen und die weißen Amazonen gewänder hoben sich von dem nachtdunklen H gründe der durch alle Auftritte unveränderten Sze- Für die vielen Beweise herzlicher und aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Frits Anderer, Poetsekretttr ebenso für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Becker, swie die Kranzspenden sämtlicher Organisationen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. In tiefem Schmerz: Else Auderer,geb. Jung Familie Heinrich Jung, Gastwirt i. R. kommt, daß die Mannschaft des Luftwaffensportvereins bei anständigster Spielweise ein außerordentlich diszipliniertes Auftreten besitzt. Durch diese beiden ausgezeichneten Eiyenschasten nehmen sie von vornherein dem Spiel jede härtere Note. Es war daher erfreulich, daß der Schiedsrichter, der das Spiel ohne jeden Tadel leitete, beiden Mannschaften am Schluß des Spiels für die gute Spielweise dankte. Zum Spiel: Die Spieloereinigung hat Anstoß. Der Angriff wird gestoppt, und,schon kommen die Flieger vor das gegnerische Tor. Schon in diesen kurzen Spielmomenten erkennt man, daß 1900 gegen die Soldaten nichts ausrichten kann. Bereits in der 3. Minute schießt Barby, der (er ist neu in der Mannschaft) ausgezeichnet gefallen konnte, das erste Tor. Nur kurze Zeit später schießt Bos, der Rechtsaußen, unhaltbar zum zweiten Tor ein. In der 8. Minute fällt durch Schneider das dritte Tor. Zu allem Ueberflutz macht dann ein Spieler von mit einer Brücke und einer Baumgruppe auf eine für die Verteilung der Spielgruppen zweckmäßige, schlicht stilisierende Grundform gebracht: die farbigen Haben Sie keine SorgeI So gefährlich Ist es nicht, daß wir womöglich mit der Stoppuhr em WascMcessef stehen müssen. Aber so denen- unö SflinfjUnmet mit Zentralheiz. u. Telephon, in ruh. Wohnlage, NabeLicherStr., an soliden Herrn zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 06483 an den Gieß. Anz. | Mietgesuche | Aelterer Herr sucht ein gut möbliertes Zimmer evtl, mit voller Verpflegung u. Klavier. Schriftl. Angeb. unter 06522 an den Gieß. Anz. Heute verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Schäfer, Althändler im 55. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Hilde Schäfer, geb. Neureuther, nebst Kindern; Familie Hermann Speier; FrauMagrete Schuster; Marie Schäfer und Kind; Frau Luise Geppert, geb. Schäfer; Frau Lina Fourier, geb. Schäfer; Karl Schäfer, i. Z. Im Felde; und alle Angehörigen. Gießen, den 18. Dezember 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 17. Dezember, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Samstag, den 19. Dezember, 19 Uhr im Theater 7. Veranstaltung Im 16er Ring ..5ra.ii jfuna" Operette von Paul Lincke. Karten in der Verkaufsstelle der NSG. »Kraft durch Freude«, Gießen, Selters- Verdunkelungszeit: 14. Dezember von 17.08 bis 7.56 Uhr. w zur 8er em r. dem he fischen 5'dlftiirtit facher' Mein k , sogar es der 1 stehung Zuge rtei wur wachsen lomaten, n eine 1 ten HM 5 und ! gung fehl Ata etliche ' agnahmt mperame einem W‘nl« bä V 'M Wellgeb M bei wb. einfach, wie sich das manche Hausfrauen leider machen, ist die Sache mit dem Wäschewaschen — und hier insbesondere mit dem Wäsche kochen — auch wieder nicht. Das zu lange Kochenlassen der Wäsche hat nämlich schon so manches Mal Schaden ange- richtetl Warum „kochen" wir die Wäsche eigentlich? Vorwiegend aus zwei Gründen: Erstens um alle evtl, in der Wäsche steckenden Bakterien, die bei einer gewissen Temperatur absterbqp, zu vernichten, und zweitens, um die Loslösung des festhaftenden Schmutzes w erteichtertb In- beiden Fällen genügt es. aber vollkommen, die Wäsche bis zum Aufkochen zu bringen und dann eine Viertelstunde lang ziehen zu lassen. Ein richtiges „Kochen" der Wäsche ist also nicht nur überflüssig, sondern für die Festigkeit der Gewebe sogar nachteilig. Bringen Sie also künftig die Wäsche im Kessel in etwa 15 bis 20 Minuten — auf keinen Fall zu plötzlich — bis zum Aufkochen und lassen Sie sie dann nachziehen. Verfallen Sie nicht in den Irrtum zu glauben, daß längeres Wäschekochen Seife $partl Seife muß ende« gespart werdöm Durch Vermeidung überflüssiger Beschmutzung der Wäsche im Gebrauch, durch Einsparung eines zu großen Wäscheverbrauchs und durch lange genug dauerndes Einweichen der Wäsche» Wenn Sie diese Hauptpunkte stets beachten, dann tragen auch Sie viel zur Erfüllung der heute so wichtigen Forderung beh SEffE SPAftEN — WÄSCHE SCHON EN J pielzeugverlauf der.Hitler-Jugent> Die für den Standort Gießen von den Mädel und Jungen hergestellten Spielzeuge werden in der Zeit vom 14.-19. Dezember jeden Nachmittag von 14.30 Uhr bis 18 Uhr auf Kinder- kleiderkarte im Geschäft Driesch, Seltersweg, zugunsten des Winterhilfswerkes verkauft. 3762D Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Marie Schmandt, geb.Hinkler im Alter von 60 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Georg Ludwig Schmandt Familie Ludwig Schmandt. Watzenborn, den 13. Dezember 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Dez., 13.45 Uhr, vom Sterbehaus Ludwigstraße 19 aus statt. - ____________3775 D nen. In ihren Reihen befinden sich einige gutc Einzelkönner. Handball-Gauklaffe. LSV. Gießen — Ordnungspolizei Frankfurt 4:13. Im Spiel zwischen dem Luftwaffensportverein, derUht! Zeitungsträgerin sucht Verlag des Gleäener änzeigen 3704 D Ein Kriminalfilm der Terra |l Rudolf Fernau, Renä Deltgen Anja Elkoff, Gertrud Meyen Regle: Erich Engels Ein berühmter Kriminalfall findet hier seine vollendete filmische Gestalt Wochenschau - Kulturfilm Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! Ml der Universitätsstadt Gießen Montag, den 14. Dezember 19.80 bis 21.15 Uhr Schubert Konnuenniisikabend Die Deutsche^'* NSG.„Kraft Arbeitsfront durch Freude' Krelsdienstst. Wetterau f tner Idee iir oft Ga nerie mit schöner Bildwirkung ab. Im Text waren, soweit wir hören konnten, nur wenige, unwesentliche Streichungen vorgenommen worden. Die auf sparsame Akzentgebung beschränkte Begleitmusik stammt von Herrn C. W. Hahn; als Regieassistent wirkte Herr Sauerland. in * a> Dem Herrn über Leben und Tod hat es Gefallen, unsere liebe Tochter, meine einzige chwester, Schwägerin, Gote und Nichte Marie Göbel im Alter von 22 Jahren nach kurzem Leiden am Sonntagmorgen zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Sie folgte ihren beiden Brüdern Wilhelm und Karl, die im Osten gefallen sind. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t Familie Franz Göbel Familie Heinrich Göbel, nebst allen Angehörigen. Leihgestern, den 14. Dezember 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr, statt. 3780V Oberhessischer Kunstverein. Am Foyer des Theaters zeigt der O b e r h e s s i - sche Kun st verein — an Stelle der ursprünglich geplanten traditionellen Weihnachtsausstellung — eine Anzahl von malerischen, zeichnerischen und plastischen Arbeiten einheimischer Künstler. Die Ausstellung erscheint unter dem Titel „Front- und Soldatenbilder", enthält aber auch eine Reihe von Werken, die mit diesem Thema nichts zu tun haben. Den breitesten Rauin nimmt eine Kollektion von W. Jmkamp ein. Wir kennen ihn aus früheren Iah- K'! L>°' Ergebnis gegen einen so starken Gegner als gut 31 bezeichnen. Kurz« Sporinoiizen. Hessen-Nassaus Fechterinnen gewan r nen in Koblenz einen Florett-Marmschaftskampf oot* Niederrhein und Moselland. Im Degenkampf bei Fechter war überraschend Moselland mit zwei Mannschaftssiegen vor Hessen-Nassau (1) und Nie derrhein (0) erfolgreich. Trockenheit im Nasenrachenraum die häufig mit Kopfweh und ähnlichen Beschwerden verbunden ist, und die besonders bei starken Rauchern auftritt, läßt sich ausgezeichnet beeinflussen durch Klosterfrau-Schnuvfvuloer. Hergestellt aus wirksamen Hellkraulern von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau- Melissengeist erzeugt. Verlangen Sie Klosterfrau-Schnuvfvuloer in der nächsten Apotheke oder Drogerie in Origlnaldoscn zu 50 Pfg. (Inhalt ca. 5 Gramm), monatelang ausreichend, da kleinste Mengen genügen. NSG. Filmveranstaltungen bei Fliegeralarm. In letzter Zeit mehrten sich die Fälle, daß Besucher von Filmveranstaltungen bei Unterbrechung der Filmvorführung durch Fliegeralarm das Eintrittsgeld zurückverlangfen. Dazu wird grundsätzlich sestgestellt, daß Fliegeralarm höhere Gewalt darstellt, die den Besuchern von Filmtheatern keinerlei Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes gewährt. ** 8 2 Iahre alt. Am heutigen Montag, 14. Dezember, kann Frau Wwe. Maraarete T e n n st ä d t, Kaiserallee 41 wohnhaft, in aller Rüstigkeit ihren 82. Geburtstag begehen. Der Jubilarin gilt unser herzlicher Glückwunsch. gewannen am ^päischec mtrale Oie Mühle im Schwarzwald m i t Gretel Theimer,Maria Meyerhofer Else Aulinger, Robert Eckerle Josef Berger Beiprogramm-Wochenschau Heute Montag Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat Zutritt! ---— OTKI Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Marie Bender, geb. Failing sagen wir auf diesem Wege unsern herzlichen Dank. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt, Gießen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Bender X. und Angehörige. Rodheim a.d.B., im Dezember 1942. 3772D Gießen und der Ordnungspolizei Frankfurt a. M " rQal kam es zu dem erwarteten Sieg der Polizei. Mst V 13:4 Toren blieb der Tabellenführer siegreich. Dio Re:gtr( Polizeimannschaft befindet sich zur Zeit in einer be tüe $ Hauptschrsttleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter HauptichrifUeiters: Ernst Bkumjchetn. Verantwortlich für Politik Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für Stadt Gießen, Provinz,, Wirtichaft und Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag: Brühlfche Universttätsdruckerei R. Lange K. 9. Verlagsletter: Dr.-Jng, Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 1 Paar fast neue braune filnöeifflefel Gr. 24, gegen gleichw., Gr. 26. z.jausch. gesucht, Schr. Ang. uni. 06523 a.d.G.A. Student (Sold.) verlor a. 11.12. im Kliniksviertel WkstMk mit Inhalt. Geg. Belohnung abzugeben auf d. 06530 Fundbüro des Polizeiamts. tnn es ab Ahalle a tu auf d< Mellt d rn der p Rjimme f gerne p itn Al petternbe Re und N< p Krie ? türkisch IN bei FH der Wänqjq f Main! R- Si. n Spie: U gehen, ü Kver, r ßarlai Eü- Se Di Rer pc P Und q ff'® den Wort L?$ 'n t MQum e feit , yQumei Wahlid b !5 ®el k^seit- Wt Lk ^Hau- Herstellen. Betrachtet man di« beiden Mannschaften kritisch so kann man sagen, daß die Mannschaft des ßufb Waffensportvereins ein ausgezeichnetes Mannschafts' gefüge darstellt und dem Gegner weitaus überlegeil war. Feder einzelne Spieler verdient ein Lob. Mdruc und es wäre falsch, den einen oder anderen besonn . - . , . . / itel 2Infai Punkten), Gauch (38,75 Punkten) und KrötzsäA all ren als einen vorzüglichen, mit sehr sicheren, geschmackvollen und wirksamen Mitteln arbeitenden Porträtisten. Diese wohl ausgeprägteste Seite seiner Begabung spiegelt sich in Bildern wie „Matrose aus Calais", „MG.-Schütze II", „Flugmeldeposten am Kanal" und „Seenotdienst im Einsatz": hier ist in unterschiedlicher Nuancierung und Betonung das porträtmäßig Charakteristische auf das spezifisch militärische Thema abgestimmt, das dann in einem Bilde wie „MG.-Schütze I" überwiegt, wo der Maler als Bildberichter vom Kriege wirkt und eine der tausendfältig sich wiederholenden Gebärden des Kampfes blickscharf und ausdrucksvoll festhält. Jmkamp, hier bisher vorwiegend als Bildnismaler eingeführt, zeigt sich diesmal — vermöge eines Wehrmachtsauftrages — auch als Landschafter in Darstellungen wie .^Flakstellung am Kanal", „Dieppe", „Der Tommy ergibt sich", „Nach-dem Kampf" oder „Bunkerbau am Kanal" und „Englische Wracks an der Kanalküste"; hier verbindet sich ein impressionistisch lockerer Vortrag mit einem mehr oder minder aktuellen Bildbericht. — Das Thema „Front- und Soldatenbilder" bestätigen auch einige gut und sachlich behandelte Soldatenbildnisse von Walter Kröll: Helle Aquarellfarben und eine teils linear betonte, teils mehr malerische Faktur mit weichem Bleistift bestimmen den Stil dieser Blätter. — Die übrigen Arbeiten, die hier gezeigt werden, haben mit dem Thema der Ausstellung nichts zu tun. Prof. S ch l a r b zeigt etliche dekorative Seestücke (Nordische See, Ostsee, Danziger Bucht). Die Bildhauerei vertreten Bourcarde mit einem aus einem Block herausmodellierten kindlichen Doppelporträt und einem sehr feinen, ausdrucksvollen Damenbildnis „Frau D. . Don Droh (Herborn) sieht man außerdem ein Kinderköpfchen und eine scharf profilierte Führer-Büste. — Der Gesamteindruck der Ausstellung wird naturgemäß durch die unzulänglichen Räumlichkeiten stark beeinträchtigt. Es ist entschieden zu bedauern, daß man den jetzt doch wieder verfügbaren Oberstock im Turmhaus zugunsten des Theaterfoyers verlassen hat, wo, wie früher bereits festzustellen war, weder die Beleuchtungsverhält- n Warnen üt bas . töubes, Aichen tiumige, rientteppic Väschen Arepoch ung von (Warte tilen Sta Deuten, Deutschlands Turner t Samstagabend in Budapest den sechsten Länder kampf gegen Ungarn mit 192,50 zu 189,20 Punkten Bester Emzelturner war der Ungar Pataki mir 39,35 Punkten vor den Deutschen K. Stadel (38,9' Fußball-Lokalkampf in Gießen. Der Luftwaffensportverein besiegt die Spielvereinigung 1900 mit 13:1 (8:1) Toren. Fm gestrigen Fußball-Lokaltreffen zwischen dem LSD. Gießen und der Spvgg. 1900 Gießen besiegten die Flieger die Mannschaft der Spielvereinigung. Das Ergebnis von 13:1 Toren kommt zwar etwas überraschend, dennoch ist es verdient und entspricht dem Spielverlauf. Der Luftwaffenfportverein recht- fertigte mit diesem Spiel seine Spitzenstellung in der Tabelle, die Mannschaft hatte vom Anfang bis zum Schluß das Spiel in der Hand. Die Spielvereinigung hatte einige neue Leute zur Stelle, die zwar den Sturm etwas flüssiger machten, im übrigen aber nicht in der Lage waren, dem Spiel einen anderen Verlauf zu geben. Bei aller Anstrengung konnte die Spielvereinigung gegen die guten Leistungen der Soldaten nicht ankommen. Hinzu nisse noch die Hängemöglichkeiten den Erfordernissen entsprechen. Hans Thyriot Oie Ilahru«gsfreiheit geht vor. Auf dem Grundstück eines Landwirts bei Strelen (Schlef.) befindet sich eine Gastwirtschaft mitFleischerei. 1936 verpachtete der Landwirt das Gasthaus zusammen mit der Fleischerei. In dem Pachtvertrag war bestimmt, daß der Pächter Federvieh und Kaninchen nicht halten dürfe. Als nun der Pächter sich in diesem Sommer Kaninchen und Enten anschaftte, für die ihm aus den Abfällen der Gastwirtschaft genügend Futtermittel zur Verfügung stehen, erhob der Verpachter Klage. Das Gericht wies die Klage ab. Die Staatsführung sei daran interessiert, durch Förderung der Kleintierhaltung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Futtermittel die Fleisch- versorguna der Bevölkerung günstiger zu gestalten. Damit erhalte die Vertragsabrede über die Kleintierhaltung eine Bedeutung über die privaten Interessen hinaus; denn die strikte Durchführung im Kriege hieße, den Feind in seiner Aushungerungsabsicht zu unterstützen. Der Verpächter könne sich daher, solange wir um unsere Nahrungsfreiheit kämpfen müßen, auf die Vereinbarungen nicht be- 1900 im Strafraum einen Handfehler; den ver. hängten Elfmeter verwandelt in der 17. Minute Müller sehr sicher. Bis zur Pause fallen burdi Brunner, Grunert, Bos und Schneider weitere vier Tore. Nach dem 7. Ter kommt 1900 durch den Halb, linken zum einzigen Treffer. Damit geht man mi: 8:1 Toren in die Halbzeit. Nach der Pause ver sucht 1900 dem Spiel durch verstärkte Abwehr einer günstigeren Verlauf zu geben. Anfänglich scheint dir defensive Spielweise auch weitere Tore zu ver« hüten, aber als die Flieger das Spiel weit aus einanderziehen und sich nicht auf die Spielweifc des Gegners einlassen, fällt schon in der 9. Minute das neunte Tor durch Bos. Nur ganz selten komm! 1900 in die gegnerische Hälfte, alles ist auf 23er teidigung eingestellt. Barby, Grunert, Barby utfb noch einmal Grunert, so ist die Reihenfolge der weiteren vier Tore, die das Endergebnis von 13:1 Die Titelrolle spielt Blanca B l a ch a. Ihre Leistung ist danach zu bemessen, daß sie vor einer Aufgabe stand, die technisch und seelisch zu den schwierigsten gehört, die im weiten Umkreise des deutschen Dramas zu vergeben sind, und bei deren Lösung wohl überhaupt nur Annäherungswerte erzielt wer- den können. Die Darstellerin setzte ein bedeutendes Maß von Bühnenerfahrung ein und bewältigte den nicht nur sprachlich außerordentlichen Text mit einer sehr lobenswerten Uebersicht und Sicherheit. Allerdings würde es sich empfehlen, in der Szene vor der Tötung des Achill (20. Auftritt) den großen Ausbruch nicht zu früh anzusetzen, da sonst über die Grenzen der. stimmlichen Möglichkeiten hinaus keine Steigerung mehr zu erreichen ist. Betrachtet man das darstellerische Bild im Ganzen, so schienen uns die Höhepunkte eher in der gelösten, auch organisch gedämpften Liebesszene mit Achill und der umdunkelten Entrückung zuletzt zu liegen als in den Szenen barbarischer Wildheit und fesselloser Raserei. Dem zerrissenen und krankhaft zerstörten Wesen der Heldin gegenüber wirkte der von Herrn K ö ch - fing gegebene Achill nicht nur mit der lieber- legenheit des Griechen über den Barbaren, sondern auch mit jugendlich unkomplizierter Natürlichkeit und heiterer, wiewohl schrecklich getäuschter Sicherheit des Gefühls. Josefine Lenzen war die schwesterlich besorgte, zärtliche und bedingungslos ergebene Prothoe, Hella H e n z k y eine streng-gemessene, hoheitsvolle Diana-Priesterin. Friedl G 0 ll- m a n n sprach sehr klar, hell, mit starker Empfindung und vortrefflicher Gliederung den furchtbaren Bericht der Meroe. Herr Funke war der leidenschaftliche, scharf akzentuierte Odysses, Herr Mund machte die Meldung des Adrast zu einer bewegten Szene; von den vielen übrigen seien noch die Herren Schmidt (Diomedes) und Zeppenfeld (An- tilochus) genannt. — * Das Haus, stellenweise recht unruhig, dankte zuletzt mit verdientem und ausdauerndem Beifall. Hans Thyriot. als auch der Angriff konnten restlos überzeugen tü Während der ersten Hälfte des Spiels leisteten bit h Flieger starken Widerstand und zeigten manche gutn 0 Leistung. Mit 6:2 Toren wurden die Seiten gewech* feit. In der zweiten Hälfte ließen die Soldate»» etwas nach, konnten aber trotzdem gut gefallen W«t,or. Wenn auch das Spiel verloren wurde, so ist da-' 'M ■ K f°ni s & Ein älteres Pferd (Mittelschlag) zu verkaufen. 3770D Odenhausen (Lahn), Hs.-Nr. 46. PoLTisch (1,15x68), für 15,- RM. z. verkaufen. [06520 Ludwigstr. 24 p. Kleine Ameisen im etetot« Anzeiger werden von Tau>en den beachtet und celelee. WlMklM für sofort gesucht. 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